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JULI AUGUST SEPTEMBER

2015

© Rico Scagliola & Michael Meier

DAS KUNSTMAGAZIN DER METROPOLREGION RHEIN-NECKAR


[7P] [7] ORTE [7] PREKÄRE FELDER 18. September bis 15. November 2015 6. Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg www.fotofestival.info/de Rico Scagliola & Michael Meier, Filmstill aus Double Extension Beauty Tubes, 2010

kunstraumMETROPOLREGION 4 [7P] [7] Orte [7] Prekäre Felder 6. Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg

kunstraumWALLDORF 7 Thinking Acting Reflecting 4.0 Fotografische Utopien zur vierten industriellen Revolution

kunstraumSEEHEIM-JUGENHEIM 11

kunstraumLANDAU 14

Farbwald – Farbwelt Burghard Müller-Dannhausen

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Werden... Wachsen... Wuchern... Kunst auf der Landesgartenschau

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gemalte Legenden. gezeichnete Helden Aktuelle Heldendarstellungen in Malerei, Zeichnung und Fotografie

kunstraumMANNHEIM 16

Dietmar Brixy - SURPRISE Überraschende Schau im Alten Pumpwerk

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Die Duckomenta Weltgeschichte neu ENTdeckt

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Gemeinsam drucken Werkstätten für Druckgrafik in der Alten Feuerwache Mannheim

kunstraumHEIDELBERG 8 Junge Kunst – Junge Künstler 20 Jahre Skulpturenpark Heidelberg

Haus auf der Höhe ... mehr als ein Museum

25 März Galerie Mannheim Neue Flächen und Räume

12 Werkstücke CLAPEKO-Retrospektive im Kurpfälzischen Museum

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Neuer Kunstraum Galerie Sebastian Fath Contemporary

23 Galerie Marianne Heller Aus der Welt nach Mitteleuropa

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Der Berliner Skulpturenfund „Entartete Kunst“ im Bombenschutt

27 Astrid S. Klein Disparaître dans la nature / to decamp, to desert, to evaporate / das Weite suchen, verduften 33 Barbara Armbruster Fläche. Raum.

kunstraumNEUSTADT 10 UP ART eröffnet Neue Räume für die Kunst

editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser,

kunstraumKARLSRUHE 21 GLOBALE Das neue Kunstereignis im digitalen Zeitalter 23 Friedrich Weinbrenner Architektur und Städtebau des Klassizismus

kunstraumWEINHEIM 29

Phantastische Welten Joachim Lehrer und Bernhard Apfel

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Innen ist Aussen Die Landschaft als Porträt von Befindlichkeiten

kunstraumGERMERSHEIM 31

endlich sind die Tage wieder länger (wenn auch nur gefühlt) und lassen viel Raum zum Entdecken neuer Ausstellungen und Künstler. Nehmen Sie sich die Zeit und gönnen sich eine spannende Auszeit vom Alltag. Es gibt viel zu sehen! Besonders empfehlenswert und sicher mehr als nur einen Ausflug wert ist das 6. Fotofestival [7P] [7] Orte [7] Prekäre Felder. Kurator Urs Stahel lenkt mit seinem Konzept unseren Blick ganz bewusst auf aktuelle Fragestellungen der heutigen Gesellschaft und schafft in den sieben beteiligten Institutionen der Metropolregion RheinNeckar besondere Orte des Nachdenkens. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre und beim Kunsterlebnis in der Region. Ihr Team kunstraumMETROPOL

Stille Armada Lynn Schoene, Tom Feritsch, Hartmuth Schweizer

kunstraumWORMS 31

Sichtbarkeiten Kai Wiesinger – Franziska Stünkel – Elias Wessel

kunstraumSCHWETZINGEN 35

augenweiTe Künstlergruppe wieArt in Schwetzingen

kunstraumHEMSBACH 35

KunstPlatz Hemsbach 3. SkulpturenSymposium „Partnerschaft“

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kunsträume der REGION

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Impressum

kunstraumMETROPOL 3


kunstraumMETROPOLREGION

[7P] [7] ORTE [7] PREKÄRE FELDER 6. FOTOFESTIVAL MANNHEIM-LUDWIGSHAFEN-HEIDELBERG Mitte September bis Mitte November ist die Metropolregion Rhein-Neckar erneut Schauplatz des Fotofestivals Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg, des inzwischen größten kuratierten Fotofestivals in Deutschland. Unter dem Titel [7P] stehen die Themen High-Tech, Logistik & Migration, Gewalt & Zerstörung, Urbanismus & Real Estate, Geld und Gier, Wissen, Ordnung, Macht, IchFest & Selbst-Stress sowie Kommunikation und Kontrolle im Fokus des europaweit viel beachteten Festivals. Kurator Urs Stahel lenkt damit einen kritischen Blick auf aktuelle Fragestellungen der heutigen Gesellschaft und zeigt uns eine Momentaufnahme der prekären Verhältnisse in unserer modernen Welt. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Entwurzelung, Entortung, Entfremdung, mit High-Tech und Sozialkontrolle, mit übersteigerten Selbstbildern, überspannten Psychen, Raffgier, Narzissmus, dem Verlust von Selbstkontrolle, mit Gewalt, Überwachung, Strafe, Kommunikation und schließlich der Kontrolle durch Bilder. Urs Stahel, Gründungsdirektor des Fotomuseums Winterthur, Mitbegründer der Kunsthalle Zürich und Kurator des neuen Zentrums für Industriekultur in Bologna, möchte gemeinsam mit den gezeigten Künstlerpositionen einen Ort bzw. Orte des Nachdenkens und Diskutierens über Bilder und die Welt schaffen. Im Gespräch mit kunstraumMETROPOL erläutert Urs Stahel seine Motivation, seine Ziele und Wünsche für das Fotofestival und seinen persönlichen Eindruck von der Metropolregion Rhein-Neckar.

• Was war für Sie persönlich der Reiz des Fotofestivals Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg?

Ai Weiwei, Provisional Landscapes, 2002 – 2005 (Detail) 4 kunstraumMETROPOL

Zuerst gab es wenig Reiz, denn ich bin kein sehr großer Fan von Festivals. Erstens weil es davon Hunderte auf der Welt gibt, zweitens, weil sie oft schlecht organisiert und inhaltlich nicht wirklich interessant sind und drittens, weil ich nach dem Fotomuseum Winterthur nicht mehr symphonische, sondern eher kleinere kammermusikalische Projekte angehen wollte. Aber dann hat mich das Team des FF überzeugt, die guten Ausstellungsorte, die funktionierende Zusammenarbeit dieser Orte mit dem FF, und natürlich die Qualität früherer Festivals. Ich habe dem Vorstand empfohlen,


Trevor Paglen, Hauptquartier der National Security Agency in Fort Meade, Maryland

das Festival in Zukunft doch eher Fotobiennale zu nennen. Zum einen findet es alle zwei Jahre statt und zum anderen entfaltet es weit mehr die Qualität einer seriösen Biennale als eines lockeren Fotofestivals. • Welches Konzept steht hinter der Themen- und Künstlerauswahl? Warum prekär? Der Wunsch, sich mit Heute, mit Jetzt zu beschäftigen, mit den Umständen, in den wir leben. Und der Wunsch, sich mit Fotografien, mit Bildern zu beschäftigen, die uns herausfordern, uns auffordern, uns Fragen stellen. Bilder also, die sich nicht ausschließlich mit sich selbst beschäftigen und zugleich nicht behaupten, die Wahrheit gepachtet zu haben, sondern sich, wie ich es gerne sage, in diesen kritischen, prekären Feldern der heutigen Gesellschaft und Wirtschaft umtun. Persönlicher gesagt: Ich lebe ein mittelständisches Leben. Das bedeutet, die existenziellen Sorgen sind klein, Bio kann ohne viel zu denken in den Einkaufskorb gelegt werden, oft scheint die Sonne, vielleicht ein wenig zu viel Arbeit. Aber gleichzeitig weiß ich, wie wir alle, dass wir zahlreiche kleine und größere Vulkane am Brodeln haben, die alle, wenn sie ausbrechen, unser Leben radikal verändern werden. Und wir scheinen, Polit- und Wirtschaftskapitäne eingeschlossen, in einer merkwürdigen Lähmung zu verharren.

Wir starren auf die Stelle, an der „es“ kommen wird, wenn es kommt und fahren mit dem normalen Leben weiter. • Was erwartet die Besucher? Was sollen die Besucher von einem Besuch des Festivals mitnehmen? [7] kleinere und größere Ausstellungen, an [7] kleineren und größeren Ausstellungsorten. [7] markante Themen, die oben in der Einleitung aufgeführt sind, die sich mit Krisenfeldern unseres heutigen Lebens beschäftigen. Thematisiert und visualisiert anhand von mehr als 40 Werkgruppen von internationalen Fotografen und Fotografinnen, Künstlern und Künstlerinnen. Nebst klassischen Wandarbeiten gibt es einige Projektionen, Videos und Filme zu sehen. Ich hoffe sehr, dass es mir gelingt, mit möglichst guten, komplexen Arbeiten die Themen eindringlich, nachdenklich und nachhaltig zugleich inszenieren zu können. Damit die Besucher von Bild- und Gedankenkraft erfüllt nach Hause gehen, und zugleich anregt, auf Alltag zurückkehren. • Was muss man unbedingt sehen? Alles. Sie können grundsätzlich von mir als Kurator nicht erwarten, dass ich auch gleich schon eine Rangliste mitliefere, mein eigenes kunstraumMETROPOL 5


rung der Fotografie und der Kommunikation –, und vielleicht schaut sie gar niemand mehr an? Wir machen endlos viele Fotos, aber offenbar verschwinden doch die meisten davon in einem beträchtlichen Aufmerksamkeitsdefizit?

Stefanos Tsivopoulos, History Zero, 2013, Videostill

Kuratieren und die Werke klassifiziere. Alles zum zweiten, weil die Ausstellung mit den [7] Themen so angelegt ist, dass jede Ausstellung ihr eigenes Recht, ihre eigene Ausstrahlung hat und zugleich Teil des Gesamten ist. Also formuliere ich es gerne umgekehrt: Wer zwei Ausstellungen gesehen hat, hat fünf Ausstellungen verpasst. Ich arbeite daran, dass es sich wirklich lohnt, alles zu besuchen und zu sehen. • Welche Bedeutung nimmt die Fotografie im Zeitalter der Digitalisierung ein? Stichwort Bilderschwemme im Internet, große und ständige Öffentlichkeit, Manipulation von Wahrheiten… Diese Frage eröffnet ein großes Feld, über das wir abendfüllend debattieren könnten. Drei, vier Gedanken dazu: Zu Beginn des digitalen Einbruchs in die Fotografie wurde vor allem über die Manipulierbarkeit der digitalen Daten diskutiert. In der Pressefotografie zum Beispiel so: Der Fotograf verliert im großen Ausmaß die Autorenschaft über das Bild, weil der Bildredaktor in einer Art von Postproduktion die Fotografie auf leichte Art und Weise verändern kann. Er kann die Kontraste erhöhen, Farben verändern, akzentuieren, bis hin zu direkten Eingriffen ins Bild. Nun stellen wir aber fest, dass einschneidende Veränderungen der Digitalisierung sich 6 kunstraumMETROPOL

hauptsächlich in anderen Feldern manifestieren. Dass wir uns zum Beispiel in neue Formen der Künstlichkeit hinein bewegen. Im Wechselspiel zwischen Körper und Bild vom Körper verändern sich auch unsere inneren Bilder und entsprechend die hergebrachten Grenzziehungen. Wir greifen die herkömmliche Integrität des Körpers an, greifen ein, nicht nur bei Krankheiten, vielmehr lässt uns die sich laufend entwickelnde Vorstellung des perfekten Körpers, des „Bodys“, des perfekten Gesichts weit schneller zum Messer greifen. Der Augensinn hat bereits im 20. Jahrhundert zunehmend die anderen Sinne dominiert, die Digitalisierung schließlich (rest-) entsinnlicht auch das fotografische Bild. Das Alchemistische der Fotografie ist verschwunden, die Dunkelheit, der Geruch von Chemikalien, das rote Licht, die eigentliche Camera obscura. Das Bild ist ans Licht gezerrt worden, entkörperlicht, die Auszehrung hat sich seiner bemächtigt. Geblieben ist es als Datenmenge, brillant am Bildschirm anzuschauen, eine Datenmenge, die leicht gelenkt, animiert, designt und schnell flächendeckend über die Welt verteilt werden kann. Wir produzieren Billionen von Fotografien, stellen sie online, schicken sie mit Lichtgeschwindigkeit um die Welt – eine der großen Möglichkeiten durch die Digitalisie-

Welche Funktion haben diese Bilder heute wirklich? Was wollen, sollen, dürfen sie sein? Ein Großteil davon scheint kaum mehr ästhetische Funktionen wahrzunehmen, sondern als soziale und individualpsychologische Trigger mit einer Laufzeit von 1,2,3,4 maximal 5 Sekunden zu agieren. Statt Erinnern: Fotografieren. Statt Erleben: Fotografieren. Statt Denken: Fotografieren. Statt Wissen: Fotografieren. Statt Reden: Fotografieren. Statt Lieben: Fotografieren. Statt Lesen: Fotografien. Sie kennen die Situation, in der Ausstellungsbesucher die Erläuterungstexte fotografieren, in der Meinung, sie lesen sie dann zuhause. Das Fotografieren scheint hier das ursprüngliche Erleben zu ersetzen. Umso wichtiger wird es sich mit komplexen, reichen, engagierten Bildern auseinanderzusetzen. • Welchen Stellenwert mit Blick auf die Zeitgenössische Kunst nimmt die Metropolregion Rhein-Neckar Ihrer Einschätzung nach ein? Zukunft des Fotofestivals? Ich muss gestehen, dass ich die Region zu wenig kenne, um darauf eine fundierte Antwort geben zu können. Ich lerne die Region zurzeit kennen, schrittweise mehr. Was ich sagen kann ist dies: Das Fotofestival hat, wenn es so weitermacht, eine große Zukunft vor sich. Kuratierte Ausstellungen dieser Größenordnung gibt es im Bereich der Fotografie selten oder nie. Die Basis stimmt, die Organisation stimmt. Der Willen, hier etwas Besonders zu leisten ebenfalls. Ich kann das Festival nur ermutigen, diesen Weg mit kräftigen Schritten weiterzugehen. Beim Gehen allerdings muss man sich immer fragen, ob der Weg neu justiert werden muss, ob der Boden noch tragfähig ist, ob es die richtigen Schuhe sind, die einen tragen. Aber das weiß man hier selbst. Ich kann der Region nur zu dieser Foto-„Biennale“ gratulieren. Das Interview führte kunstraumMETROPOL

• 6. Fotofestival 18. September bis 15. November 2015 Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg www.fotofestival.info/de


kunstraumWALLDORF

Bastian Gehbauer, Gewächshaus

THINKING ACTING REFLECTING 4.0 FOTOGRAFISCHE UTOPIEN ZUR VIERTEN INDUSTRIELLEN REVOLUTION Acht Fotografen und zwei Fotografenduos haben es sich zur Aufgabe gemacht, über 4.0 - die vierte industrielle Revolution - und deren Auswirkungen auf Gesellschaft, Kultur und Politik zu reflektieren und über das künstlerische Medium Fotografie zu formulieren.

Der Ausstellung voraus ging der Wettbewerb „Entrepreneur 4.0 Award 2014“, ausgelobt von der Firma Wittgenstein AG und IMMAGIS, an dem Etablierte und Studenten teilnahmen. Der Kuratorin Alexandra Cozgarea gelang ein schlüssiges Konzept, das die Grenze zwischen den professionals und den young talents auflöst. Die Fotografen stellten sich intelligent, virtuos und durchweg überzeugend dem komplexen Thema. Sie konfrontieren uns mit Utopien, ob inszeniert, absurd oder bereits realisiert, und geben uns somit Anknüpfungspunkte, unsererseits Überlegungen über die Durchdringung der virtuellen und realen Welt anzustellen.

• Thinking Acting Reflecting 4.0 bis 31. Juli 2015 SAP-Schulungszentrum, Walldorf www.sap.de/kunst

Bontchev & Burchardis „Puntopia“ setzt den Blickpunkt auf die realisierte Utopie von Mahabir Pun, dem digitalen Anschluss des nepalesischen Himalayadorfs Nangi. Dagegen verortet Jörg Brüggemann die Durchdringung der realen und virtuellen Welt in Berlin-Mitte. Ralph Meyer bewegt sich zwischen Sein und Schein, indem er in seinen Landschaftsstücken vage Hinweise auf die verborgene Verkabelung des irdischen Paradieses setzt. Sascha Weidner löst

Elemente der Natur auf und lässt sie mit Lichtern der Nacht zu einer impressionistischen Fotografie verschmelzen. Julia Runge erzählt mit einer Bildergeschichte die wahre Begebenheit einer jungen Afrikanerin. Mara Ploscaru veranschaulicht in einzelnen Shots die Entfremdung des Menschen von seinen archaischen Strukturen hin zum technisierten Post-Menschen der 4. Revolution. Bastian Gehbauer nimmt sich realer, doch für weite Kreise verborgener Orte an, in denen technisch motiviert Leben entsteht oder Leben endet. Tyyne Claudia Pollmanns Durchdringung der kybernetischen und biologischen Komponente zeigt sich etwa in einer überdimensionierten, von organischen Strukturen überlagerten Schraube. Christoph Kohlmann spielt mit dem surrealen Humor, indem er z.B. Gemüse mit Gegenständen des Alltags widersinnig kombiniert und damit einer absurden Bestimmung zuführt. Utopien über Utopien oder bieten uns vielleicht Daniel & Geo Fuchs mit dem überdimensionierten fotografischen Diptychon Explosion 4.0 die einzig realistische Zukunftsvision? Dr. Barbara Gilsdorf kunstraumMETROPOL 7


kunstraumHEIDELBERG der jungen Künstlergeneration zeigen und die weiteren Skulpturen bereits arrivierter Künstler belegen, die in den vergangenen Jahren rund um die Orthopädische Klinik aufgestellt wurden. Zusammen demonstrieren sie eindrucksvoll, wie facettenreich und vielfältig die Skulptur in der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart ist.

Marten Georg Schmid, Vier Kammern

JUNGE KUNST JUNGE KÜNSTLER 20 JAHRE SKULPTURENPARK HEIDELBERG Der Skulpturenpark Heidelberg kann in diesem Jahr auf zwanzig erfolgreiche Jahre seines Bestehens zurückblicken und hat sich zu einer viel beachteten Plattform der Bildhauerei der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der zeitgenössischen Plastik entwickelt. In den vergangenen zwei Jahrzehnten präsentierte der Verein der Freunde und Förderer des Skulpturenparks Heidelberg e.V. eine erstaunliche Vielfalt an künstlerischen Positionen und hat dadurch einen enormen Beitrag zur Kunstförderung und -vermittlung für die Metropolregion RheinNeckar und darüber hinaus geleistet. So wurden bisher 25 Arbeiten deutscher und internationaler Provenienz dauerhaft im Garten und Landschaftspark der Orthopädischen Klinik aufgestellt und der Verein initiierte jährlich eine groß angelegte Sonderausstellung eines bedeutenden Bildhauers aus dem In- oder Ausland. Im Jubiläumsjahr 2015 8 kunstraumMETROPOL

werden bis zum 25. Oktober vier Großplastiken ausgestellt, die im Rahmen des Wettbewerbs „Junge Kunst - Junge Künstler” von drei Nachwuchsbildhauern vor Ort realisiert worden sind. Von einer Fachjury wurden Sebastian Kuhn, Philipp Morlock und Marten Georg Schmid eingeladen - sogenannte ‚emerging artists‘, die bereits in der Kunstszene auf sich aufmerksam gemacht und auf dem Kunstmarkt Fuß gefasst haben. Um junge Künstlerinnen und Künstler bis zum Alter von 40 Jahren auf ihrem Weg in die berufliche Existenz zu unterstützen und ihr Kunstschaffen zu fördern, wird erstmalig der mit 10.000 Euro dotierte Fuchs-Preis vergeben. Der Hauptpreis geht mit 7.500 Euro an Sebastian Kuhn, der Förderpreis mit 2.500 Euro an Marten Georg Schmid. In den letzten 20 Jahren hat die Bildhauerei weltweit eine Renaissance als künstlerische Ausdrucksform erlebt, wie es die vier Werke

Der Hauptpreisträger Sebastian Kuhn hat zwei Positionen speziell für den Skulpturenpark realisiert. Im Hof der Klinik hat er unter einem Kastanienbaum sein Werk „I Want to Hear the Scream of the Butterfly“ platziert. Kuhn verwendet hierfür Alltagsgegenstände, die er seiner Intention nach zweckentfremdet und dekonstruiert. Die neugeformten Materialien erzeugen in ihrem Zusammenspiel eine ambivalente Wirkung auf den Betrachter, die sich zwischen abstrakter Anonymität und intimer Privatheit bewegt. Schließlich soll der Betrachter über den Alltag hinaus auf eine andere Wahrnehmungsebene gelangen. Kuhn zielt auf eine synästhetische Erfahrung ab, worauf auch die Lautsprecher hindeuten, aus denen ein sogenanntes „Weißes Rauschen“ zu hören ist. Kuhns weitere Großplastik „Rorschachtelephone“ spielt ebenfalls mit unseren Alltagserlebnissen und -erinnerungen. Zwei ausrangierte Telefonzellen wurden spiegelsymmetrisch aufgestellt. Dazwischen klemmt ein überdimensionales weißes Kissen. Blickt man in die Zellen, so ist dort, wo sich ursprünglich der Telefonapparat befand, nun eine Spiegelfläche, davor ist jeweils an den Seiten eine Neonröhre angebracht. Eine weitere Glasscheibe, die mit einer lichtbrechenden Folie beschichtet ist und das Licht je nach Standort unterschiedlich färbt, verklärt die räumliche Situation vollends. Es entsteht der Eindruck eines Lichtkorridors, der sich ins Unendliche fortzusetzen scheint. Letzten Endes sind auf einer narrativen Ebene beide Werke nicht eindeutig fassbar und der Künstler überlässt es dem Betrachter, sich die Werke und die Art, wie er diese erlebt, zu deuten. Marten Georg Schmid baut im wahrsten Sinne des Wortes aus ‚armen' Materialien – hier handelt es sich um unbehandelte Holzlatten – ein komplexes Gebilde, das den Titel „Vier Kammern“ trägt. Dieser Kubus, der sich in einem Innenhof der Klinik befindet, repräsentiert die Idee eines Raumes im Raum. Schmid hat seine additive Konstruktion auf 2,80 Meter anwachsen lassen, so dass eine unmittelbare physische Präsenz spürbar wird. Diese großformatige Skulptur korrespondiert mit


der sie umgebenden Architektur und verweist auf einen ‚minimalistischen‘ Arbeitsprozess, der sich lediglich auf Tätigkeiten wie Legen, Stapeln und Schrauben des genormten industriellen Baustoffs beschränkt. Bei aller Einfachheit der Konstruktion ist die Wirkung enorm: Die versetzt aufgeschichteten Latten ergeben eine rhythmisierte Struktur, so dass Licht und Schatten, aber auch die Bewegung des Betrachter zu einem weiteren wichtigen Gestaltungsmittel avancieren. Philipp Morlock hat sich für Beton als plastisches Material für seinen Beitrag entschieden. An einem Hang im Landschaftspark hinter der Klinik hat er drei Gruben ausgehoben, die er mit dem Werkstoff ausgegossen hat. Aufgerichtet und übermannshoch stehen nun von weitem gesehen drei archaisch anmutende Stelen, auf deren Oberfläche Morlock ein goldfarbenes Schlagmetall aufgelegt hat. Bei dieser Arbeit wurden der Schaffensprozess und das Ergebnis von der Wahl des Materials stark beeinflusst. Die unebene Struktur und der metallische Glanz der Oberflächen reflektieren, absorbieren und streuen das Licht. So entstehen Strukturen von überraschender Lebendigkeit und Leuchtkraft. Die einzelnen Stelen wurden so platziert, dass sie einen Platz beschreiben, der an alte Kultstätten erinnert oder, wie es der Künstler beabsichtigt, an einen ‚Denk-Ort‘. Die Wirkung dieses Ensembles erinnert an eine Beschreibung der Werke August Rodins, die von Rainer Maria Rilke stammt: „Alle Bewegung legt sich, wird Kontur, und aus vergangener und künftiger Zeit erschließt sich ein Dauerndes: der Raum, die große Beruhigung der zu nichts gedrängten Dinge.“

Philipp Morlock, Der Sockel als Denk-Mal Sebastian Kuhn Rorschachtelephone

Die vier sehr unterschiedlichen skulpturalen Positionen demonstrieren, dass sich die drei ausgestellten Künstler intensiv mit verschiedenen Materialien, mit klassischen und neuen Formprinzipien auseinander gesetzt haben. Darüber hinaus wird deutlich, dass oftmals in der zeitgenössischen Plastik gewohnte Ordnungen und Strukturen aufgebrochen und in neuen, überraschenden Formen zusammengefügt werden. Die Transformationen der Werkstoffe und die wechselnden Perspektiven und Assoziationen, welche die Kunstwerke dem Betrachter bieten, spielen dabei eine wesentliche Rolle. Dirk Martin • Junge Kunst bis 25. Oktober 2015 Skulpturenpark Heidelberg www.skulpturenpark-heidelberg.de kunstraumMETROPOL 9


kunstraumNEUSTADT

UP ART Galerie für zeitgenössische Kunst in neuen Räumen

UP ART ERÖFFNET NEUE RÄUME FÜR DIE KUNST Ein Epizentrum zeitgenössischer Kunst im beschaulichen Neustadt an der Weinstraße? Vielleicht sollte man auch Genuss-Zentrum sagen zu den neuen Galerieräumen in der imposanten Gründerzeit-Villa in der Quellenstraße. Das Anwesen liegt versteckt in einem zauberhaften Park am westlichen Ortsende Neustadts im idyllischen Schöntal nahe der B 39 Richtung Kaiserslautern.

• Naturtalente 26. Juli bis 23. August 2015 Galerie Up Art, Neustadt www.upart-online.de 10 kunstraumMETROPOL

Doch Vorsicht! Wer - nachdem er den Park durchschritten und das herrschaftliche Treppenhaus aus schwarzem Marmor emporgestiegen ist - durch die weiten großzügigen Ausstellungsräume schlendert, kann sich unvermittelt mit fleischfressenden Pflanzen, roten Riesenknoten oder erotisch-aggressiven Keramikarbeiten konfrontiert sehen. Hinter nahezu ausufernder Farbenpracht oder mit filigranster Delikatesse gearbeiteten Objekten lauert der „doppelte Boden“. Wie eine Seismografin nimmt Bürgy-de Ruijter die Bewegungen in den Positionen der Kunst unserer Zeit auf und – präsentiert sie in ihrer Galerie. Wie eine Grundmelodie zieht sich das Thema Ambivalenz und Transformation durch die künstlerischen Positionen. Ingrid Bürgy-de Ruijter liebt den Forschergeist im Allgemeinen und in der Kunst. Mit handwerklicher Könnerschaft und wissenschaftlicher Akribie übersetzen die Künstlerinnen und Künstler der Galerie Erkenntnisse über die Natur von Mensch und Welt in Kunst. Sie wechseln mit traumwandlerischer Sicherheit zwischen Genres und Materialien, zwischen Fell und Farbe, zwischen Papier und Pusteblumenschirmchen.

Momentan sind es rund 30 bildende Künstlerinnen und Künstler die Ingrid Bürgy-de Ruijter vertritt. Die Galeristin hat die meisten von ihnen als Absolventen der großen Kunstakademien, vornehmlich im deutschsprachigen Raum, kennengelernt. In sechs Ausstellungen pro Jahr werden Malerei – sehr viel davon, Fotografie, Objektkunst, Grafik und fließende Übergänge dazwischen gezeigt. Schon seit 1998 repräsentiert die Kunsthistorikerin die sinnlichen Facetten der zeitgenössischen Kunst. Viele Künstlerinnen der „ersten Stunde“ sind noch dabei, lassen sich in ihrer Werkentwicklung beobachten. Dabei verzeichnen zahlreiche Arbeiten solide Wertsteigerungen über die Jahre. Die ungezwungene Atmosphäre in der Galerie und während der Vernissagen spricht Menschen an, die ganz einfach neugierig auf Kunst sind. Da lässt sich schon mit kleinerem Budget eine Arbeit oder eine Edition erstehen und wenn nicht, auch nicht schlimm: Was der Gast aus der Galerie UP ART auf jeden Fall mitnehmen kann, ist das anregende Erlebnis frischer Kunst und eine gehörige Portion Humor. Der blinzelt nämlich aus vielen Arbeiten die in den Räumen auf Entdeckung und Erforschung warten. (red)


kunstraumSEEHEIM-JUGENHEIM

Heidy Stangenberg-Merck, Bei Wasili, Öl, 2000

HAUS AUF DER HÖHE ... MEHR ALS EIN MUSEUM Es ist wie ein Besuch bei guten Freunden, denn die einladende Atmosphäre, die einen beim Betreten des Museums Stangenberg Merck empfängt, trägt einen durch die drei Etagen der Ausstellung um Heidy Stangenberg-Merck und begleitet einen bis nach Hause. Inmitten eines gepflegten Parks, mit weitem Blick über Jugenheim und die Rheinebene ist die 1860 erbaute Villa seit 2010 Heimat von über 1.000 Arbeiten der Malerin Heidy Stangenberg-Merck (1922-2014), die in diesem Haus ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Fast scheint es, als sei sie gerade erst aus der Tür gegangen ...

Ihr Interesse am künstlerischen Ausdruck erwacht schon in frühster Kindheit und erfährt durch ihre Mutter Marietta, selbst Malerin und Bildhauerin, eine aufmerksame Förderung. Schließlich studiert sie an der Akademie für Bildende Künste in München. Wichtige Persönlichkeiten wie ihr Zeichenlehrer Professor Adolf Schinnerer, ihr Meister und Matisse-Schüler Hans Gött und Helmut Süss, der sie mit der Technik der Radierung in Berühung bringt, prägen ihre Entwicklung und ihren Stil. Besonderen Einfluss nehmen auch ihre jährlichen Reisen nach Griechenland – für sie eine unendliche Quelle der Inspiration. Heidy Stangenberg-Mercks Ausdrucksformen sind vielfältig. Neben Öl- und Temperabildern gehörte ihre besondere Vorliebe der Radierung. Bleistift- und Tuschezeichnungen, Holz- und Linolschnitte, Monotypien und auch ihre Skizzenbücher zeugen von der großen Leidenschaft der Künstlerin. Dabei fand sie bereits früh zu ihrem bezeichnenden Stil, ihrer unverwechselbaren Handschrift. Besondere Themen der gegenständlichen Malerin sind lebendige atmosphärische Darstellungen des griechischen Landlebens, streng durchkomponierte in sich ruhende Stilleben und eindrucksvolle Portraits. Sie hat die Gabe, dem Unspektakulären einen besonderen Ausdruck zu verleihen - schlicht, konsequent und stilsicher setzt sie die Schönheit des Einfachen gekonnt in Szene.

Neben den Arbeiten von Heidy StangenbergMerck, die in einer Dauer- und verschiedenen Wechselausstellungen gezeigt werden, präsentiert das private Kunstmuseums auch Zeichnungen, Gemälde und Plastiken von Marietta Merck sowie Tempera-Bilder und lyrische Werke von Karl Stangenberg, Heidys Ehemann. Im Artificium, den ehemaligen Räumen des früheren Sommerateliers der Künstlerin, werden regelmäßig neue interessante Künstler vorgestellt. Aktuell sind hier unter dem Titel „Figurative Glasreliefs“ die ungewöhnlichen halbplastischen Glasobjekte der Reinheimer Künstlerin Gudrun Cornford zu sehen. Das Sujet der Grafikerin ist dabei unverkennbar der Körper in Bewegung, dem sie durch spezielle Techniken der Glaskunst einen fast mystischen Ausdruck verleiht. Der Wechsel von warmen und kalten Farben, das Spiel mit Linien zeichnendem Licht und die eigenwilligen Materialeigenschaften des Glases sind für Conford die besondere Reize ihrer neuen Passion, mit der sie die Dynamik menschlicher Körper in nur einem Moment festhält. (kM) • Portraits Heidy Stangenberg-Merck bis 18. August 2015 • Figurative Glasreliefs bis Mai 2016 Museum Stangenberg Merck, Seeheim-Jugenheim www.museum-jugenheim.de kunstraumMETROPOL 11


kunstraumHEIDELBERG

WERKSTÜCKE CLAPEKO-RETROSPEKTIVE IM KURPFÄLZISCHEN MUSEUM Gut ein Jahr nach Verleihung des 43. Willibald-Kramm-Preises an CLAPEKO van der Heide (Jg. 1940), richtet das Kulturamt der Stadt Heidelberg dem über die Metropolregion Rhein-Neckar hinaus bekannten Künstler eine Retrospektive im Kurpfälzischen Museum aus.

Schon einmal (1993) fand in der Neckarstadt eine beeindruckende Werksschau mit retrospektivem Charakter – damals im Heidelberger Kunstverein – statt. Die jetzige Ausstellung kann man durchaus als eine vorgezogene Hommage anlässlich des bevorstehenden 75. Geburtstags CLAPEKOS im Dezember verstanden wissen. Die vom Kurator der Ausstellung, Stefan Hohenadel, gemeinsam mit dem Künstler ausgewählten Exponate spannen einen Bogen über nahezu alle Werkphasen und Schaffensperioden: Angefangen von den frühen räumlichen Zeichnungen und Radierungen zu Zeiten seines Rom-Stipendiums (Villa Massimo 1976) über die großformatigen Streifenbilder der 1980er und Wandinstallationen („Malstücke“) der 1990er-Jahre, den acrylfarbig bemalten Röhrenplastiken aus Holz und Presskarton der 2000er-Jahre bis zu den mit blauen Chiffren aquarellartig übermalten portugiesischen Zeitungsseiten und den ebenfalls blauen Papier-Collagen aus jüngster Zeit, welche es auf der letztjährigen artKARLSRUHE zu entdecken galt.

Konkrete Kunst von hoher Variationsbreite … CLAPEKO, dessen Schaffen der Konkreten Kunst zugeordnet werden kann, gilt als äußerst experimentierfreudiger Künstler, der gerne die herkömmlichen Leinwandformate in ihrer äußeren Bildbegrenzung geometrisch-konstruktiv aufbricht und an der Wand mehrteilig – etwa als unregelmäßige Dreiecke angeordnet – zu miteinander kommunizierenden Bildkomponenten neu zusammenfügt. Dabei verlässt er mitunter auch die Eindimensionalität, in dem er mehrere Leinwandteile inklusive Keilrahmen unterschiedlichen Zuschnitts versetzt übereinander legt – CLAPEKO spricht dabei von „Plastischen Arbeiten“ – und somit objekthaft in den Raum hineingreift!

Clapeko, Acryl auf Cotton Duck, 200 x 200 cm, 1999 12 kunstraumMETROPOL

Bei aller Vielfalt und Variationsbreite, die das Schaffen des Künstlers auszeichnet, sind es vor allem zwei Gestaltungselemente, welche in seinen Arbeiten herausragen: Da ist zum einen die vielfach interpre-


JUNGE KUNST JUNGE KÜNSTLER IM SKULPTURENPARK HEIDELBERG BIS 25. OKTOBER 2015 Clapeko, Brazil, Acryl auf Cotton Duck, 100 x 360 cm, 2000

tierbare Farbe „ROT“ und zum anderen sind es die schmalen, meist vertikal ausgerichteten und streng parallel verlaufenden Farbstreifen, die sein in fünf Dekaden entstandenes Lebenswerk nachhaltig kennzeichnen. Diese Stringenz in CLAPEKOS Malweise bildet das Fundament für stetige Weiterentwicklungen und die Gewähr dafür, dass seine Bildkompositionen – unabhängig vom Bildträger – immer stimmig und unverwechselbar bleiben. Neben seinen Arbeiten auf Leinwand, Holz und Papier hat er auch mit Glas, Porzellan und Keramik experimentiert. Mit Erfolg: So gehören sein 12 Meter langer Fries aus Meissner Porzellan für die EnBW-Konzernzentrale in Karlsruhe (2000) und seine 18 Meter hohe „Große Mandorla“ aus Karlsruher Majolika (2006) zu seinen größten und spektakulärsten Wandarbeiten im öffentlichen Raum. Glasfenster finden sich u.a. in Andachtsräumen von Krankenhäusern in Weinheim (1990) und Neresheim (1995).

… und beachtlicher öffentlicher Präsenz CLAPEKO ist bundesweit in gut zwei Dutzend „Öffentlichen Sammlungen“ vertreten (angefangen von der Münchener Staatsgemäldesammlung über die Städtische Museen in Heilbronn bis zur Deutschen Botschaft in Prag). In etwa gleicher Größenordnung bewegen sich seine als „Kunst im Öffentlichen Raum“ angekauften Werke. In der Metropolregion Rhein-Neckar finden sich u.a. Arbeiten zur Innengestaltung der Kopfklinik Heidelberg, im Therapiezentrum der SRH Gruppe HD-Wieblingen, als Brückenverglasung im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, aber auch in den Rathaus-Foyers der Großen Kreisstädte Sinsheim und Wiesloch. Roland Heinzmann M.A. • CLAPEKO 24. Juli bis 13. September 2015 Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg www.museum-heidelberg.de www.clapeko.de

Das Jahr 2015 markiert nicht nur das 20jährige Bestehen des Skulpturenparks Heidelberg, sondern eine neue Initiative für die Ausstellungen dieses bedeutenden Orts der Kunst im öffentlichen Raum der Metropolregion Rhein-Neckar. Erstmals wird das Thema „Junge Kunst - Junge Künstler“ als Wettbewerb und Ausstellung aufgegriffen. Drei Bildhauer der jüngeren Generation werden Arbeiten zeigen, für die ein namhafter Hauptpreis und ein Förderpreis ausgesetzt wurden. Die Ausstellung wird bis zum 25.10.2015 zu sehen sein. Der Verein der Freunde und Förderer des Skulpturenparks Heidelberg lädt seine Mitglieder und die kunstinteressierten Bürger ein. Der Eintritt ist frei. Verein der Freunde und Förderer des Skulpturenparks Heidelberg e.V.

www.skulpturenpark-heidelberg.de Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg Schlierbacher Landstr. 200A 69118 Heidelberg


kunstraumLANDAU Auf den ersten Blick nimmt man Burghard Müller-Dannhausens Malereien als akkurat ineinander verschränkte Farbflächen wahr. Zwar mit hoher Brillanz und mit großer handwerklicher Fertigkeit ausgeführt, ist das Farbgeflecht doch nicht ganz einfach zu durchdringen. Sobald die Wirkung der Farbe beim Betrachter einsetzt, beginnen die Werke auf Leinwand sich zu entfalten. Beim zweiten Blick wird man sehen, dass hinter den ausgeklügelten Farbflächen weit mehr verborgen ist und sich eine ungeahnte Gefühls- und Gedankenwelt auftut, wenn es gelingt die Türe aufzustoßen, die hinter der Oberfläche verborgen liegt. Seit der letzten Ausstellung 2012 in der Landauer Galerie hat sich im Schaffen des gebürtigen Hildesheimers viel getan. Der Gewinn eines Kunst-am-Bau-Wettbewerbs in Winnenden hat ihn ein weiteres Mal – nach ähnlichen Projekten in Köln und New York – mit der Aufgabe konfrontiert, Malerei und Farbe im öffentlichen Raum zu platzieren und damit Betrachter zu erreichen, die mit seiner Tafelmalerei sonst eher nicht in Berührung kommen. Vor diesem Hintergrund war die Anwendung von Farbe auch im dreidimensionalen Raum ein logischer Schritt und führte ihn zum aktuellen Projekt.

Burghard Müller-Dannhausen, 12-6-2, Acryl auf Leinwand, 2012

FARBWALD – FARBWELT BURGHARD MÜLLER-DANNHAUSEN Seit Anfang Juni präsentiert die Galerie Katrin Hiestand eine Einzelschau mit mehrdimensionalem Charakter. Die Ausstellung „Farbwald – Farbwelt“ des Malers Burghard Müller-Dannhausen zeigt klassische Malerei, eine in situ Installation in der Galerie und steht in Korrespondenz zum Kunstbeitrag „Der Farbwald“ im Projekt „Kunst auf der Landesgartenschau“ in Landau.

„Der Farbwald“ entfaltet im Park der Generationen auf dem Landesgartenschau-Gelände als Teil der Dauerausstellung „Kunst auf der Landesgartenschau“ gegenwärtig seine Wirkung. Ein Dutzend senkrecht stehende, 400 cm hohe Winkelstäbe aus Stahl, lackiert mit schrägen Farbbahnen, angeordnet auf einer Grundfläche von 200 x 200 cm – das sind die Eckdaten der weithin sichtbaren Arbeit. Müller-Dannhausen selbst spricht bei seinem Farbobjekt von einer „filmischen“ Dimension, denn das Bild, das sich dem Betrachter bietet, wandelt sich beim Umschreiten des Farbwaldes mit jeder Bewegung. Das Spiel der Senkrechten und Schrägen schafft optische Täuschungen. Das Spiel der Farben, beherrscht vom Rot und seinen Abwandlungen, antwortet komplementär auf das Grün des umgebenden Rasens. So wurde der Farbwald als Augenmagnet eigens für seinen Standort auf der Landesgartenschau konzipiert. Burghard Müller-Dannhausen wurde 1947 in Hildesheim geboren. Im Anschluss an die Lehre als Schriftsetzer, studierte er Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt/Main bei Johannes Schreiter. Seine Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, zuletzt in der Gesellschaft für Bildende Kunst, Trier, sowie in den Kunstvereinen Buchen und Frechen bei Köln gezeigt. Darüber hinaus hat er sich durch Kunst-am-Bau-Projekte mit der konzeptionellen Verbindung von Malerei und Architektur beschäftigt. Burghard Müller-Dannhausen lebt und arbeitet in Koblenz. Die Ausstellung “Farbwald - Farbwelt“ in der Galerie Katrin Hiestand zeigt neben dem Modell des Farbwaldes einen Überblick von klein- und mittelformatigen Leinwandarbeiten sowie eine Rauminstallation. • Farbwald - Farbwelt bis 29. August 2015 Galerie Katrin Hiestand, Landau www.galerie-hiestand.de

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WERDEN... WACHSEN... WUCHERN... KUNST AUF DER LANDESGARTENSCHAU 185 Tage bis Mitte Oktober steht Landau ganz im Zeichen von grünen Gärten, farbenprächtigen Blumenmeeren, exotischer Vegetation. Allein 1.000 Bäume und 4.000 qm Wechselflor wurden gepflanzt und verwandeln das ohnehin charmante Städtchen in der Pfalz in eine grüne Gartenoase, in der es immer wieder etwas Neues zu erspüren gilt. Natürlich spielt auch die Kunst eine große Rolle, sowohl auf den einladenden Freiflächen als auch in der herrlichen Villa Streccius. Neben der kunstvollen und phantasiereichen Vegetationskunst kommen Besucher in den besonderen Genuß Skulpturen, Plastiken, Objektkunst, Fotografien, Zeichnungen, Malerei aber auch Klang und Lichtinstallationen in ungewohntem Kontext zu entdecken. Mittels eines Kunstkuratoriums und einer Jury wurden aus nahezu 300 Bewerbungen sehr sorgfältig Kunstwerke und Arbeiten ausgewählt, die jetzt der Landesgartenschau eine weitere besondere Facette verleihen. Im Rahmen der Ausstellung „werden... wachsen... wuchern” in der Villa Streccius werden 49 Arbeiten von 37 ausgewählten Künstlern gezeigt. Die Auffassung und Verarbeitung des Titelthemas reicht dabei von direkter Naturbeobachtung über die Verwendung von Naturmaterialien bis hin zum künstlerischen Kommentar über den Umgang mit der Natur. Ähnlich wie sich Naturkräfte im Wachsen und Wuchern, Überwuchern beobachten lassen, kann der Besucher in der Ausstellung den Übergang und das Überschreiten von Gattungsgrenzen zwischen Malerei, Fotografien, Zeichnungen, Objekten, Installationen und Skulupturen aufdecken, die mitunter auch in den Raum wachsen und diesen vereinnahmen. Im öffentlichen Raum treten zwölf sehr unterschiedliche Kunstwerke in Wechselwirkung mit den Gärten. Sich ergebenden Sichtachsen spielen mit dem Blick und den Perspektiven. Genaues Hinhören und Hinsehen wird gefordert. Manche Arbeiten werden erst im Überblick ganz sichtbar, andere wachsen im Laufe der Zeit und verändern sich. Siegmund Albert schafft mit „Vorsicht! Natur” einen kleinen „Nationalpark” innerhalb der Landesgartenschau. Hier kann sich die Natur entfalten wie sie will und bildet so einen Kontrast zu der durch den Menschen geformten Natur auf dem restlichen Gelände. Bei Walter Mangolds „Kapitalentwicklung” kann man das Gras wachsen sehen: Die aus einer Plexiglasscheibe ausgeschnittenen Buchstaben KAPITAL auf einer Rasenfläche verändern sich durch die Witterungseinflüsse und verweisen auf Begriffe wie „Wachstum” und „verbrannt”. Bei der Skulptur „ohne Titel“ von Fabian Cronauer fließen Holzelemente durch einen Rahmen aus Metall. Damit nimmt sie in sehr poetischer Form die Bewegung des großen Wasserbeckens auf dem Landesgar-

Stefan Kindel, Barke tenschaugelände auf. Manfred Emmenegger-Kanzler greift mit seiner Stahlskulptur „Square Dance” aus zwei halbierten und ineinandergeschobenen Würfeln die geometrische Grundstruktur des Parks der Generationen und die Farbigkeit der umliegenden Gebäudefassaden auf. Stefan Kindel hingegen lässt ein nicht schwimmfähiges Boot über dem großen Wasserbecken schweben. Die „Barke“ aus ineinandergelegten Fassdauben erinnert an die Themen Lebensreise, Aufbruch, Abschied und Ankommen. Die Installation „Der Massefluss“, ein großes Boden-Schriftbild von Jochen Kitzbihler, beruht auf einem wissenschaftlichen Text des Meteoritenforschers Gero Kurat, mit dem der Künstler einen Bezug zwischen Erde und Kosmos herstellt. Mit ihrer sozialen Plastik „Kompost-Komposition für Landau” ruft die Künstlerin pedi Matthies die Besucher zum Sammeln von kompostierbarem Material auf. Zwölf hohe Farbstelen komponiert Burghard MüllerDannhausen zu der beeindruckenden Skulptur „Der Farbwald”, die sich je nach Blickrichtung ständig verändert. Mit weißen Markierungslinien schafft Stefanie Schönberger in ihrer „Feldarbeit III (Leon)“ Orientierungsimpulse auf einer Rasenfläche. Die Künstlerin überträgt damit die Technik der Zeichnung vom klassischen Blatt Papier auf den Boden. Sëping hebt ironisierend mit „Der Wunsch des Propheten für nur einen Tag Regen II” einen scheinbar banalen Gegenstand, nämlich einen in Aluminium gegossenen und rot lackierten Gartenschlauch auf einen Betonsockel. Die Videoinstallation „Der virtuelle Friedhof der ausgestorbenen Pflanzen” von Ulrike Tillmann dokumentiert ausgestorbene Pflanzen und thematisiert damit die Vergänglichkeit und Umweltzerstörung durch den Menschen. Das Zirpen der Grille als Sinnbild für Wachsen und Gedeihen, aber auch für die Notwendigkeit, ein ökologisches Gleichgewicht beizubehalten wählte Roswitha von den Driesch für ihre genau durchkomponierte Klanginstallation „Heimchen”. (red) • Kunst auf der Landesgartenschau bis 18. Oktober 2015 Landau www.lsg-landau.de

• werden... wachsen... wuchern bis 9. August 2015 Villa Streccuis, Landau www.kunstverein-landau.de kunstraumMETROPOL 15


kunstraumMANNHEIM

Dietmar Brixy, Surprise, 2015, Öl auf Nessel

DIETMAR BRIXY - SURPRISE ÜBERRASCHENDE SCHAU IM ALTEN PUMPWERK Jedes Jahr im Herbst öffnet der Mannheimer Künstler Dietmar Brixy die Pforten seines Künstlerhauses: Das „Alte Pumpwerk“ und die eigene Malerei sind dann der kunstaffinen Öffentlichkeit zugänglich. Seit vier Jahren bietet Brixy in Kooperation mit der Berliner Galerie Tammen & Partner auch den Arbeiten von Gastkünstlern eine Bühne. Unter dem Motto „Surprise“ erhalten 2015 seine neuen Werke kombiniert mit Patricia Wallers „schadenfreudigen“ Häkelobjekten ihren spektakulären Auftritt. „Wagen Sie sich heran! Eine Sensation jagt die andre: Mystisch und opulent. Erstaunlich, humorvoll und – Vorsicht: bissig!“ Dies möchte man ausrufen angesichts der verblüffenden Inszenierungs-Kunst in Dietmar Brixys Industriedenkmal. Hier eine blutdurstig Putti auffressende Venusfliegenfalle. Dort ein stürmisches Farbspurenmeer in archaischer Farbzonenkulisse. Hüben: Sich dramatisch auftürmender Malgestus, der entfesselt und stoisch zugleich Figuration in Abstraktion verwandelt. Drüben: Die moderne Version der „Drei Parzen“, denen das wildgewordene Schicksal mit drastischen (Haushalts)Unfällen den Garaus macht. Kurz: Ein Mix von Dietmar Brixys frappantem Handling der Urkraft Malerei mit Patricia Wallers bitterböser, von (Aber)Witz durchwebter „Masche der Pleiten, Pech und Pannen“ (Carmen Böker). „Surprise“ auf ganzer Linie: Verstanden als Titel des undurchdringlichen Farbmodulationskosmos der Brixyschen Gemälde. Als verblüffende Ausstellungskonzeption. Als erlebbare Vielschichtigkeit von Malerei und kurioser Objektkunst. Dass Brixy und Waller auch noch 16 kunstraumMETROPOL

Studienkollegen aus alten Karlsruher Akademiejahren sind, ist eine sympathische „Zufälligkeit“. „Patricias Kunst habe ich schon früh käuflich erworben. Dass sie nun mit und bei mir ausstellt, macht mich stolz“, so Brixy, der sich mit seinem Berliner Galeristen wohl überlegt hat, wer die Präsentation effektvoll mitbespielen soll. In der Tat könnte keine Künstlerin als Waller treffender dem Projekt „Surprise“ zuarbeiten. Jene Künstlerin, deren Werke dem unerwarteten Schrecken und der Tragik der Alltags-Grausamkeiten ähnlich ungerührt begegnen wie das überzeichnende Comic-Genre seinen Helden. „Broken heroes“ hat Waller über die Jahre häkelnd erschaffen. Nur vermeintlich niedlich ins Gewande manierlicher Frauen-Handarbeit gehüllt, ist so ihr Superman in die Wand von Sammlungen gekracht. Hat sich das Sandmännchen mit Schlaftabletten um manch‘ (Galerien)Ecke gebracht. Hat die Künstlerin das Absurde unseres Daseins, weltweit anerkannt und ausgestellt, als „Crossing Wonderland“ in von Witz und Drama durchwobene Vorstellungswelten transzendiert. Nicht minder überraschend Brixys eigene Serie „Surpise“, die der Maler aus seiner vor drei Jahren entstandenen und weiterentwickelten Serie „Discover“ heraus konzipiert hat. Immer noch taucht man ein in eine dichte Schichtenmalerei. In eine malerische „Erlebniswelt“, die einlädt zu einem visuellen und interpretatorischen Durchdringen gestisch überbordender Zwischenwelten. Immer noch geht es Brixy in seinem Malrausch um den Umgang mit Farbe, deren


DIETMAR BRIXY NEUE WERKE SPECIAL GUEST

PATRICIA WALLER HÄKELOBJEKTE

GALERIE TAMMEN & PARTNER, BERLIN

Patricia Waller, Dionaea muscipula, 2013 Wolle, Styropor Kunststoff, Draht, Häkelarbeit

25.09. - 17.10.2015

differenzierte Auftragstechnik und Wirkungsästhetik. Diesmal noch konsequenter, barocker – und Überraschung: auch reduzierter. In antike Szenen fühlt man sich versetzt. Durchwabert von irisierenden Zonen, separiert durch abgestorbene Natur. Vereinzelt durchsetzt von erwachenden Trieben. Wie Odysseus einst am sirenenvollen Ufer ist der Betrachter gestrandet. Wird verlockt, vernebelt, getäuscht. Und verfolgt eine Bild gewordene Balladenwelt. Diese scheint durchpulst von Goethes‘ Technik der „Systole und Diastole“, einem im Gemälde erruptiv inszenierten, malerischen „Ein- und Ausatmen“. Dem Unvollendeten räumt Brixy dabei den gleich gewichtigen Aktionsraum ein wie enormen Farbmassenverschiebungen, Farbvibrationen, manuellem Gestus. Nur zaghaft scheint in dieser abstrakten Bildwelt hindurch, wer die Initialzündung für seine Kunstwelt ist: die in seinem Pumpwerk üppig gedeihende Flora. Sei an dieser Stelle, ganz im Sinne des Überraschungsmoments, ein Schwenk zu Patricia Wallers fleischfressender Pflanze gestattet, und Udo Jürgens „Tom-und-Jerry-Song“ zitiert: „Vielen Dank für die Blumen! Vielen Dank, wie lieb von Dir!“ Dr. Melanie Klier • Surprise 25. September bis 17. Oktober 2015 Altes Pumpwerk, Mannheim-Neckarau www.brixy.de

ALTES PUMPWERK NECKARAU Aufeldstraße 19 D-68199 Mannheim Fr 15-19, Sa 11-15 Uhr u.n.V.

www.brixy.de


kunstraumMANNHEIM

Königin Duckfretete, Kalkstein und Gips

DIE DUCKOMENTA Weltgeschichte neu ENTdeckt „Die DUCKOMENTA. Weltgeschichte neu ENTdeckt“ lädt mit Witz und Fantasie zu einer unterhaltsamen Reise in ein Paralleluniversum ein, das von Enten bevölkert wird. Es gibt ein überraschendes Wiedersehen mit weltberühmten Funden der Archäologie und Werken der Kunst- und Kulturgeschichte – alle augenzwinkernd neu interpretiert mit Entenschnabel. Hinter der amüsanten Umdeutung der Weltgeschichte steht die Berliner Künstlergruppe interDuck. Seit 1986 widmet sie sich immer neuen Facetten des Enten-Universums. Was als Seminar an einer Kunsthochschule begann, hat inzwischen ganz Europa begeistert. Mit mehr als 300 Exponaten zeigen die Reiss-Engelhorn-Museen die bislang größte DUCKOMENTA-Ausstellung. Bei den Werken handelt es sich nicht um Computermanipulationen, sondern um handgefertigte Malereien, Skizzen und Plastiken. Die Objekte reichen von der Zeit der Dinosaurier bis zur Mondlandung. Uralte archäologische Zeugnisse wie die Venus von Villenduck und die Eisenten-Mumie Dötzi sind ebenso vertreten wie griechische Vasen, mittelalterliche Handschriften und geheimnisvolle ägyptische Funde, darunter die Büste der Königin Duckfretete. Die Ausstellung vereint Meilensteine der Kunstgeschichte: Berühmte Gemälde wie Leonardos „Mona Lisa“, Spitzwegs „Der arme Poet“, Manets „Frühstück im Grünen“ oder Munchs „Der Schrei“ präsentieren sich in ungewöhnlicher Weise. Viele große Persönlichkeiten wie Goethe, Napoleon, Sissi, Albert Einstein, Marilyn Monroe oder Che Guevera haben ihr Pendant in der Entenwelt. (red) • Die Duckomenta 13. September 2015 bis 24. April 2016 Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim Museum Weltkulturen D5 www.duckomenta-mannheim.de


meinsam mit Künstlerkollegen, die Werkstätten betreut und ein attraktives Kursangebot stemmt. „Alle Drucktechniken Radierungen, Monotypie, Lithografie, Hochdruck und Siebdruck und schließlich ein Fotolabor für Analog-Fotografie sind hier unter einem Dach vereint und können einzeln oder auch in Kombination betrieben werden. Das ist einfach einzigartig.“ Die inspirierende Atmosphäre der Atelierräume in der Alten Feuerwache und die hervorragende Ausstattung schaffen ideale Arbeitsbedingungen und lassen viel Raum für Kreativität. Schon längst richtet sich das Angebot nicht mehr nur an die Künstler des BBK. Auch Künstler von außerhalb zum Beispiel aus Berlin und der Schweiz, Kunststudierende und junge Künstler, die die alten Techniken wieder aufleben lassen und experimentieren möchten, entdecken die Werkstätten für ihre Arbeit. Die Drucktechnik sei eine intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Medium, beschreibt Armin Liebscher, Künstler und Dozent, das wieder steigende Interesse an den ausdrucksstarken Techniken.

Vorbereitung eines Hochdruckes durch einwalzen des Druckstockes (Linolplatte)

GEMEINSAM DRUCKEN WERKSTÄTTEN FÜR DRUCKGRAFIK IN DER ALTEN FEUERWACHE MANNHEIM

Nach sehr bewegter Geschichte beherbergt das 1912 gebaute und heute unter Denkmalschutz stehende Feuerwehrhaus in Mannheim seit 1981 das Kulturzentrum der Stadt. Viele kennen sicher die Alte Feuerwache als Szenetreffpunkt und Veranstaltungsort für Lesungen, Konzerte und vieles mehr. Doch unter dem Dach der historischen Mauern verbirgt sich auch ein wahres Juwel der Druckkunst – die Druckwerkstätten.

Unter der Regie des Bezirksverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler Region Mannheim e.V. (BBK), einem Zusammenschluss von professionellen Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Film, Performance und Neue Medien, werden hier im Zeitalter der Digitalisierung alte Drucktechniken lebendig gehalten. „In ganz Deutschland gibt es keine vergleichbaren Druckwerkstätten“, schwärmt Künstlerin Sonja Scherer, die ge-

Ein umfangreiches Programm an Kunstkursen rund um die Themen Druckgrafik, Zeichnen, Malerei und Fotografie komplettiert das Angebot der Druckwerkstätten. Nach erfolgreicher Premiere im letzten Jahr bieten Sonja Scherer und Armin Liebscher vom 31. Juli bis 5. August als besonderes Highlight die „Druckwerkstatt Mannheim! – 6 Tage gemeinsam drucken.“ an. Quasi in einem Intensivseminar lernen die Teilnehmer die verschiedenen künstlerischen Drucktechniken und -möglichkeiten mit Schwerpunkt auf Hoch- und Tiefdruck kennen und können ihren kreativen Ideen und Vorstellungen freien Lauf lassen. Die besondere Atmosphäre, die Begegnung mit Gleichgesinnten und die profunde Auseinandersetzung mit dem Thema Druck bringen erfahrungsgemäß interessante und sehr spannende Ergebnisse hervor, die am Ende der Sommerakademie auch für die Öffentlichkeit ausgestellt werden. (kM)

• Sommerakademie Druckwerkstatt Mannheim! 31. Juli bis 5. August 2015 Alte Feuerwache Mannheim www.druckwerkstatt-mannheim.info kunstraumMETROPOL 19


kunstraumKARLSRUHE

Robotlab, The big picture, 2014

GLOBALE DAS NEUE KUNSTEREIGNIS IM DIGITALEN ZEITALTER Globalisierung und Digitalisierung verändern die Welt stetig und beschleunigt. Sie bilden die wichtigsten Voraussetzungen für unsere Gegenwart und Zukunft. Das neue Kunstformat, die GLOBALE – ein Kunstereignis – das mit dem 300-jährigen Jubiläum der Stadt Karlsruhe im Juni 2015 begonnen hat und bis Mitte April 2016 insgesamt 300 Tage andauern wird, thematisiert die kulturellen Effekte der Globalisierung und Digitalisierung. Polyphone, multipolare Manifestationen wie Ausstellungen, Konzerte, Performances, Vorträge, Konferenzen und Symposien zeigen die entscheidenden Tendenzen des 21. Jahrhunderts. Lange Zeit galten Kunst, Philosophie und Religion als dominierende, aber auch rivalisierende Systeme der Welterklärung. In der Neuzeit allerdings sind Naturwissenschaft, Technik und Politik als Referenzsysteme hinzugekommen. Sie interpretieren die Welt nicht nur, sondern sie haben auch eine neue Werkzeug-Kultur geschaffen, mit der sie die Welt verändern.

Im beginnenden Zeitalter des Anthropozän, in dem die Menschheit und ihre Zivilisation zur größten, die Erde gefährdenden Naturgewalt werden, ist die Neufassung der Begriffe Werk, Werkzeug, Handlung, Mechanik, Technik, Wissen, Wirkung, Verantwortung, Nachhaltigkeit notwendig. Mit der sogenannten Renaissance 2.0 stellt die GLOBALE einen um die Naturwissenschaften erweiterten Kunstbegriff in den Mittelpunkt, der an die Verwissenschaftlichung der Kunst in der Renaissancezeit anknüpft. Der Kunst des 21. Jahrhunderts geht es nicht mehr allein um Ausdruck bzw. Selbstausdruck, sondern sie referiert auf wissenschaftliche und soziale Systeme und Medien, welche die Welt umgestalten. Die technischen Innovationen, unter denen eine entscheidende das globale Internet ist, bildeten wichtige Voraussetzungen für die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Entwicklungen, die unter dem Stichwort der Globalisierung zusammengefasst werden.

In diesem Zusammenhang leitete die digitale Revolution das neue Zeitalter der Infosphäre ein. Neben der Atmosphäre, die unabdingbar für das Leben der Menschen auf dieser Erde als biologische Wesen ist, zeigt sich, dass für das Zusammenleben von sieben Milliarden Menschen als soziale Wesen auch eine Infosphäre notwendig ist: Ein weltweit umspannendes Netzwerk von drahtlosen Funkverbindungen via elektromagnetischen Wellen (Radio, Fernseher, Telefon, Satelliten, Internet, etc.). Dieses garantiert den globalen Datenaustausch und die Organisation von Gütern durch Datenverkehr. An die Seite der natürlichen Evolution tritt im Zeitalter der Infosphäre, in der in jeder Sekunde Millionen von Daten um den Globus zirkulieren, die vom Menschen selbstgemachte Exo-Evolution. (red)

• GLOBALE bis 17. April 2016 ZKM | Karlsruhe www.zkm.de kunstraumMETROPOL 21


Miroslav Oliva, Sitzender Engel, 2014

9. AUGUST BIS 20. SEPTEMBER 2015

„ZWISCHEN PRAG UND BUDWEIS“ Skulpturale Arbeiten tschechischer Künstler. Eröffnung: Sonntag, 9. August 11:30 Uhr. Die Künstler sind anwesend. Galerie Marianne Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2, Am Stadtgarten D-69117 Heidelberg Tel.: +49(0) 6221 - 61 90 90 www.galerie-heller.de • info@galerie-heller.de Öffnungszeiten Di - Fr 11 - 13 Uhr & 14:30 - 18 Uhr, Sa 11 - 18 Uhr und nach Vereinbarung So 20. September, 11 - 18 Uhr


kunstraumHEIDELBERG

kunstraumKARLSRUHE

Thomas Bohle, Österreich, Gefäßskulptur 2015

Friedrich Weinbrenner, Markgräfliches Palais, 1798–1814

GALERIE MARIANNE HELLER

FRIEDRICH WEINBRENNER

Aus der Welt nach Mitteleuropa

Architektur und Städtebau des Klassizismus

Bis 26. Juli präsentiert die Heidelberger Galerie Marianne Heller eine Weltschau internationaler Keramik. Aus eigenen Beständen werden Gefäße und Plastik aus England, Südamerika, Australien und Japan zu sehen sein, Arbeiten von Weltstars der zeitgenössischen Keramikkunst wie Sandy Brown, Ken Eastman, Colin Pearson, Gustavo Perez oder dem „Lebenden Nationalschatz“ Isezaki Jun. Gerahmt wird die außergewöhnliche Ausstellung von Sonderveranstaltungen, die die globale Perspektive noch erweitern.

Zum 300. Stadtjubiläum von Karlsruhe präsentieren das Südwestdeutsche Archiv für Architektur, Ingenieurbau am KIT (saai) und die Städtische Galerie Karlsruhe eine ebenso außergewöhnliche wie faszinierende Ausstellung zum Lebenswerk von Friedrich Weinbrenner (Jg 1766). Wie kein anderer hat dieser berühmte Baumeister und Stadtplaner des Klassizismus das Erscheinungsbild von Karlsruhe bis heute geprägt. Über 400 originale Exponate, künstlerisch aquarellierte Baupläne, historische Fotografien, detailreiche Modelle und digitale Rekonstruktionen vermitteln ein eindrucksvolles Bild des Architekten und seines Lebenswerkes. Im Mittelpunkt steht Weinbrenners Wirken in seiner Geburtsstadt Karlsruhe. Ein zweiter Akzent liegt auf seinem Schaffen außerhalb der Residenzstadt. Als Leiter der großherzoglichen Bauverwaltung prägte er die Architektur in ganz Baden, von der Dorfkirche über Schulhäuser, landwirtschaftliche Güter und Forsthäuser bis hin zur Architektur der Kurbäder. Auch weit über Baden hinaus war er ein gefragter Spezialist für den Theaterbau, von Schaffhausen bis Hannover und von Düsseldorf bis Leipzig.

Gleich mit der Eröffnung am 28. Juni stellt der österreichische Ausnahmekeramiker Thomas Bohle die jüngst bei Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart erschienene opulente Publikation über sein eigenes Œuvre vor begleitet von einer kleinen exquisiten Schau seiner spektakulären, mit delikatesten Glasuren angetanen Doppelwandgefäße. Am 26. Juli wird der als Professor an der State University of New York lehrende, international renommierte US-Keramiker Marc Leuthold sein zwischen abstrakter und figürlicher Plastik sich bewegendes Werk in Vortrag und Beispielen in der Galerie Heller präsentieren. Ab 9. August findet dann die in schöner Kontinuität seit 25 Jahren gepflegte Zusammenarbeit Marianne Hellers mit Keramik-Künstlern aus Tschechien ihre Fortsetzung – ein weiteres Mal heißt es dann wieder: „Zwischen Prag und Budweis“. Miroslav Oliva, Elzbieta Grosseová, Jiři Laštovička, Tomáš Proll, Eva Slavíková zeigen neue Arbeiten, die in avancierter Ungegenständlichkeit oder als virtuose Figuren formale Souveränität, aber auch existentiellen Hintersinn tschechischer Plastik vorführen. (red) • Bekanntes - Aktuell 28. Juni bis 26. Juli 2015 • Zwischen Prag und Budweis 9. August bis 20. September 2015 Galerie Marianne Heller, Heidelberg www.galerie-heller.de

Als die kleine Fürstenresidenz Karlsruhe 1806 zur Hauptstadt des neuen Großherzogtums Baden aufstieg, verlieh Weinbrenner als einflussreicher Baudirektor diesem rasanten Wandel einen nachhaltigen architektonischen Ausdruck. Trotz bescheidener Mittel und politisch unruhiger Zeiten gelang es ihm, die barocke Planstadt im Sinne des Klassizismus auszubauen, für die veränderten Bedürfnisse eines neuen Zeitalters funktionsfähig zu machen und zugleich ein einheitliches Stadtbild von bemerkenswerter Klarheit und Ebenmaß zu realisieren. Sein persönlicher Stil in Anlehnung an die römische Antike, an Palladio und an die französische Revolutionsarchitektur machte Schule und wurde weit über das Großherzogtum hinaus Vorbild für Baupolitik. (red) • Friedrich Weinbrenner 27. Juni bis 4. Oktober 2015 Städtische Galerie Karlsruhe www.weinbrenner-ausstellung.de kunstraumMETROPOL 23


Die Galerie der Volksbank Weinheim zeigt in Zusammenarbeit mit dem Kunstförderverein Weinheim e.V.

PHANTASTISCHE WELTEN Werke von Joachim Lehrer und Bernhard Apfel 10. Juli 2015 –12. September 2015

Sebastian Gahntz, Leipzig 22. September 2015 – 20. November 2015

Janes Haid-Schmallenberg, Berlin 24. November 2015 – 5. Januar 2016

Die Ausstellungen sind jeweils geöffnet Mo. - Fr. 8:30 - 16:00 Uhr, Do. 8:30 - 18:00 Uhr. Volksbank Weinheim eG • Bismarckstr. 1, 69469 Weinheim Tel.: 06201 85-0 • www.volksbank-weinheim.de


kunstraumMANNHEIM

Gisela Hoffmann, Raumlinie 26, Gewebe, 2013

Ludwig Wilding, Kinetisches Objekt, 1967 (Detail)

MÄRZ GALERIE MANNHEIM

NEUER KUNSTRAUM

Neue Flächen und Räume

Galerie Sebastian Fath Contemporary

Erst im vergangen Jahr feierte die märz galerie mannheim ihr fünfjähriges Jubiläum als eigenständige Galerie. Die Neugründung und die damit verbundene Loslösung von den 1990 eröffneten MärzGalerien führten damals zu einer umfassenden Neuausrichtung des Galerieprogramms, wobei der Fokus auf gegenstandlose, konstruktiv-konkrete Kunst stets beibehalten wurde. Neben den großzügigen Galerieräumen in der Beethovenstraße, bietet die Galeristin Blanka Heinecke jungen Künstlern regelmäßig mit dem cube 4x4x4 spannende Möglichkeiten zum Experimentieren und zum Ausloten neuer Positionen. Also eigentlich alles in bester Ordnung … .

„Irgendwie wird sich alles fügen“ – und das hat es jetzt auf ganz wunderbare Weise. Nach vier Jahren Heimatlosigkeit bezog Sebastian Fath mit seiner Galerie Contemporary im April die oberste Etage der 1899 erbauten Jugendstilvilla des ehemaligen Unternehmers Georg Otto Giulini in der Werderstraße in Mannheim Nähe der Christuskirche. Helle lichtdurchflutete Räume mit hohen Decken und einem interessanten Grundriss ermöglichen Fath jetzt, sein Ausstellungskonzept auf rund 200 Quadratmetern in Szene zu setzen. Vorausgegangen war das Angebot des jetzigen Eigentümers, vorrübergehend etwas an die Wände zu hängen. „Das darf man einem Galeristen nie sagen, denn dann nimmt er alles“, erklärte Sebastian Fath anlässlich der Galerieneueröffnung.

Doch Blanka Heinecke wäre nicht Blanka Heinecke, wenn sie nicht immer wieder mutig und voller Tatendrang neue Herausforderungen angehen würde. Und so wird es im September einen Neuanfang und eine Zusammenführung aller Räumlichkeiten der märz galerie in der Augartenstraße geben. „Ich freue mich sehr und wünsche mir viele Feste mit Künstlern und Freunden an langen Tafeln im Hof“, erklärt sie und in ihren Augen blitzt die Vorfreude. „Jetzt kann ich endlich verschiedene Ausstellungen parallel zeigen und vor allem wird der cube als besonderer Kunstraum aufgewertet.“ Doch bevor es so richtig losgehen kann, ist noch einiges zu tun: der cube zieht in das Vorderhaus, sodass direkt gegenüber drei ineinander gehende Galerieräume entstehen. Parallel ist in der Beethovenstraße bis 18. Juli noch die Ausstellung „struktur und text“ mit Arbeiten von Serena Amrein, Joachim Griess, Bernhard C. Striebel und Vera Röhm zu sehen. Gisela Hoffmann, Kumiko Kurachi und Dominik Stauch gestalten dann zum Anlass sehr passend die Premierenausstellung in den neuen Räumen mit „fläche und raum“ ab 19. September. Die Eröffnungsrede hält Dr. Martin Stather, Direktor des Mannheimer Kunstvereins. (kM) • fläche und raum 19. September bis 24. Oktober 2015 • struktur und text märz galerie mannheim bis 18. Juli 2015 www.maerz-galerie-mannheim.de

Sein Ausstellungskonzept steht schon fest. Jährlich plant Fath bis zu zehn Ausstellungen, wobei der Schwerpunkt seines Programms auf reduzierten Formen internationaler Gegenwartskunst liegt. Das Spektrum reicht von Malerei, Fotografie, Bildhauerei bis hin zu Installationen und Videokunst. Neben dem Querschnitt seiner bisherigen Künstler erweitert Fath das Programm kontinuierlich um junge Nachwuchskünstler aus dem In- und Ausland. Nach einer Accrochage, mit der die neuen Räume eingeweiht wurden, schließt sich seit Juni die Ausstellung „Neue Sachlichkeit – Druckgrafik“ mit Arbeiten von Joachim Bandau, Richard Serra und Jens Trimpin an – quasi in einem Dialog zur aktuellen Schau „Der kühle Blick – Grafik der Neuen Sachlichkeit“, die bis zum 6. September 2015 in der Mannheimer Kunsthalle zu sehen ist. Nach der Sommerpause werden Wandinstallationen, Papierarbeiten und kinetische Objekte von Andreas Kocks, Herrmann Abrell und Ludwig Wilding präsentiert. (kM)

• Neue Sachlichkeit bis 1. August 2015

• Andreas Kocks, Herrmann Abrell, Ludwig Wilding 19. September bis 17. Oktober 2015 Galerie Sebastian Fath Contemporary, Mannheim www.fath-contemporary.de kunstraumMETROPOL 25


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kunstraumLANDAU

Astrid S. Klein, das Weite suchen, verduften

Reinhard Kleist, Blatt aus der Graphik Novel „Der Boxer“, 2012

ASTRID S. KLEIN

GEMALTE LEGENDEN. GEZEICHNETE HELDEN

Disparaître dans la nature to decamp, to desert, to evaporate das Weite suchen, verduften

Aktuelle Heldendarstellungen in Malerei, Zeichnung und Fotografie

In der Reihe „Einzelausstellung: nicht alleine“ präsentiert der Heidelberger Kunstverein die erste umfangreiche Einzelausstellung von Astrid S. Klein. Im Kontext der grundlegenden globalen Umbrüche und Veränderungen unserer Gesellschaften sind Kleins transnationaler künstlerischer Ansatz und ihre poetisch-kritische Forschung höchst aktuell. Seit 2005 entwickelt die Künstlerin Projekte zwischen dem globalen Süden und Norden. Im Prozess ihrer eigenen „Creolization“ untersucht die Künstlerin eine dialogische, mehrstimmige Produktion von Wissen zum zeitgenössischen Verhältnis zwischen Süd und Nord und der komplexen, gewalttätigen Vergangenheit und Gegenwart. Sie stellt Fragen nach der Notwendigkeit von Autonomie und künstlerischen Handlungsräumen und danach, welche Zukunftsvorstellungen sich auf der Basis eines komplexen Wissens voneinander entwickeln lassen. Kleins transdisziplinäre künstlerische Praxis beinhaltet Recherche, Film, Text, Sound, performative Intervention und öffentliche Veranstaltungen. Formate des Dialogs spielen in ihren Projekten eine grundlegende Rolle. Hierzu lädt sie Künstlerinnen und Künstler aus Sub-Sahara Afrika, den europäischen afrikanischen Diasporen und Europa ein. Ihre umfangreichen Recherchen werden in der Ausstellung als thematische/fragmentarische Volumes im Raum verwoben und mit Liveveranstaltungen verbunden. Unter anderem finden Gespräche der Künstlerin mit internationalen Gästen statt. (red) • Astrid S. Klein 11. Juli bis 6. September 2015 Heidelberger Kunstverein www.hdkv.de

Sie sind gealtert, verletzlich, vergessen oder verzweifelt, niemals aber einfach nur strahlende Sieger. Zeitgenössische Bilddarstellungen von Helden und ihren Geschichten erzählen von Mut und Kraft, aber auch von Zerbrechlichkeit und der Übermacht einer unheilen Welt. Mit Zeichnung, Malerei und Fotografie versammelt der Kunstverein Villa Streccius unterschiedliche Bilder von diesen gefährdeten Kämpfern. Originale Blätter aus der Graphic Novel „Der Boxer“ des renommierten Zeichners Reinhard Kleist sind ein Höhepunkt der Ausstellung. Von Flucht erzählen die Zeichnungen der brasilianischen Künstlerin Jaqueline Bica, während der Zeichner Simon Schwartz eine Revue exzentrischer Persönlichkeiten vorführt. Der Maler Ingo Lehnhof ist zum einen mit Arbeiten vertreten, in denen er berühmte Heldenfiguren nach ihrer menschlichen Bedingtheit befragt. Zum anderen präsentiert er zusammen mit Ana Laibach verfremdete Fotografien der Filmgeschichte. Die zarte Seite männlicher Gefängnisinsassen thematisiert die irische Fotografin Mary Kelly. Eine weitere Dimension macht die Ausstellung mit einer Auswahl von privaten Comicsammlungen aus vergangenen Jahrzehnten auf: wie ferne Klänge erinnert sie an ein einstiges Ideal. Daneben behaupten sich aktuelle Kinderarbeiten in eigens für die Ausstellung angefertigten Bildern von Helden unserer Zeit. Kuratorin: Prof. Tina Stolt Christine Schön M. A. • gemalte Legenden. gezeichnete Helden 21. August bis 4. Oktober 2015 Kunstverein Villa Streccius Landau www.kunstverein-landau.de kunstraumMETROPOL 27


kunstraumWEINHEIM

kunstraumMANNHEIM

Bernhard Apfel, Mediale Gegenwart, 2009, Zirbelkiefer gefasst

Edwin Scharff, Bildnis der Schauspielerin Anni Mewes, Bronze, 1917

PHANTASTISCHE WELTEN

DER BERLINER SKULPTURENFUND

Joachim Lehrer und Bernhard Apfel

„Entartete Kunst“ im Bombenschutt

Die realistisch und sehr detailreich gemalten Werke von Joachim Lehrer sind sowohl skurril-ironisch, ja mit sublimem Humor gespickt, als auch gesellschaftskritisch. In seinen Traumwelten und Phantasielandschaften zeigt der Künstler - neben der Umsetzung von aktuellen Themen wie den Folgen der globalen Klimaerwärmung - die Vergänglichkeit und Versteppung der Welt auf, wie sie ohne die Menschen unweigerlich eintreten würde. Die dargestellten Vehikel sowie Gebäude aller Art zeigen meist deutliche Spuren des Verfalls. Gleichzeitig findet eine Art „Vermenschlichung“ statt, denn der Betrachter entwickelt nahezu unweigerlich eine gewisse Emotionalität für diese raffiniert gemalten Objekte wie z.B. Freude für zwei Autos im Mondschein oder Trauer für einen alten Leuchtturm. Die Bildwelten von Joachim Lehrer strahlen eine unglaubliche Tiefe, Transparenz und Farbigkeit aus, was in der verwendeten Technik begründet liegt: der Harz-Öllasur-Malerei. Diese heute kaum noch gelehrte Technik feierte ihre Höhepunkte unter anderem in der niederländischen Barockmalerei.

Als im Jahr 2010 bei einer archäologischen Grabung am Roten Rathaus in Berlin im Vorfeld von U-Bahn Arbeiten insgesamt 16 Skulpturen der klassischen Moderne ans Licht des Tages befördert wurden, war dies eine große Überraschung. Als sich dann herausstellte, dass es sich bei diesen Stücken um von den Nationalsozialisten als „Entartete Kunst“ aus den deutschen Museen entfernte und seitdem vermisste und verloren geglaubte Kunstwerke handelte, wurde aus der Entdeckung eine international beachtete Sensation.

Erweitert wird die Ausstellung durch die geradezu surreal und expressionistisch anmutenden Skulpturen des in Leimen lebenden Bildhauers Bernhard Apfel, der sich selbst als „Anhänger des fantastischen Realismus“ bezeichnet. Die aus Holz gefertigten und kolorierten Werke sollen provozieren und aufrütteln. Arbeiten wie „Risikoscheue Anleger“ oder „Mediale Gegenwart“ laden den Betrachter ein, auf eine spannende Entdeckungsreise zu gehen. Caroline Messelhäußer, M.A.

• Phantastische Welten 10. Juli bis 12. September 2015 Galerie der Volksbank Weinheim www.volksbank-weinheim.de www.kunstfoerderverein.de

Die Ausstellung zeigt die Kunstwerke im historischen Zusammenhang und erhellt damit ein weiteres Mal ein wichtiges Kapitel deutscher Geschichte und Kunstgeschichte sowie die Instrumentalisierung der Kunst im System des Nationalsozialismus. Leihgaben der Kunsthalle Mannheim, als eine der von der NS-Aktion betroffenen Institution, ergänzen die Ausstellung. Die bemerkenswerte Präsentation des Skulpturenfundes hat zweierlei Wert. Erstens dokumentiert sie einen Teil der NS-Aktion „Entartete Kunst“ auf sehr anschauliche Art und Weise und viel besser, als dies Fotografien der ursprünglichen Ausstellung vermitteln können. Zweitens können sie einen Zusammenhang vermitteln, vielleicht sogar so etwas wie einen kleinen Überblick über die Entwicklung der Skulptur und Plastik zwischen1913 und 1934 in Deutschland geben. Die Ausstellung im Mannheimer Kunstverein entstand in Zusammenarbeit mit den Reiss-Engelhorn-Museen und der Kunsthalle Mannheim. (red)

• Der Berliner Skulpturenfund bis 23. August 2015 Mannheimer Kunstverein www.mannheimer-kunstverein.de kunstraumMETROPOL 29


kunstraumGERMERSHEIM

kunstraumWORMS

Lynn Schoene, Installation: In search of a safe haven, 2010

Franziska Stünkel, All the stories 15, 2011/2012

STILLE ARMADA

SICHTBARKEITEN

Lynn Schoene, Tom Feritsch, Hartmuth Schweizer

Kai Wiesinger – Franziska Stünkel – Elias Wessel

Zeitgenössische Künstler, die sich mit Schiffen auseinandersetzen, sehen sich mit einer Vielfalt komplexer inhaltlicher, formaler und konstruktiver Aspekte konfrontiert. Die Schiffsform ist wie das Haus eine der kulturgeschichtlich bedeutenden, archaischen Grundformen. Sie ist beladen mit ambivalenten Gefühlen und kann einerseits als Papierschiffchen kindliche Wunschträume mit sich führen und hat andererseits Händlern, Forschern und Eroberern ermöglicht, Reichtum und Macht in eben diesen erträumten Ländern an sich zu reißen. Im Wissen um die Vergeblichkeit solcher menschlicher Hybris nennen Lynn Schoene, Tom Feritsch und Hartmuth Schweizer ihr Projekt Stille Armada.

Die Ausstellung „Sichtbarkeiten” eint drei autonome fotografische Positionen, die das Medium auf unterschiedliche Weise nutzen. Das Spektrum reicht von der situativen Raumerfahrung von Franziska Stünkel über erweiterte Wahrnehmungsstrategien des bekannten Schauspielers Kai Wiesinger bis hin zur Inszenierung von Elias Wessel. Allen drei Positionen eigen ist, dass ihre Werke niemals auf einen ersten, flüchtigen Blick umfassend wahrnehmbar sind, sondern jeweils eine intensivere auch inhaltliche Auseinandersetzung einfordern.

Schoene entwickelt ihre Arbeit im Schnittbereich wichtiger Koordinaten zeitgenössischer Kunst. Ein zentraler Aspekt ist die neue Wertschätzung sinnlicher Materialität und die Symbolik von Hoffnung und Leben, die ihr Werk durchzieht. Exemplarisch stehen dafür auch das Bienenwachs und andere organische Materialien, die auf Lebensvorgänge verweisen, die im bildnerischen Verfahren und in der Bearbeitung des Wachses, die für den Formprozess benötigte Wärme - als Lebenswärme - thematisieren. Feritsch setzt da andere Energien ein. Gewalten aus dem Erdinneren nicht unähnlich formen Hitze und Feuer Ton und Metall, geben Härte, Form, Farbe und Textur. Seine Bootsrümpfe, Fragmente der Zerstörung, wirken noch im Zusammenbruch statisch und gebaut. Seriell gedacht, sind seine ausgebrannt wirkenden Schiffsskelette Zeugnis für sein Interesse an formaler und materieller Autonomie, aber auch an der Dramatik von Geschichte. Eine andere Facette der Beschäftigung mit der Schiffsform zeigen Schweizers Arbeiten. In Zeichnungen, laborähnlichen Anordnungen und Materialkombinationen, die mit Blattgold, Beton, Wachs und Samen unterschiedlicher Herkunft ambivalente Assoziationen provozieren, soll die Bootsform als Naturkonstante gezeigt werden, die für die Verwandlung und Dynamik des Lebens steht. (red) • Stille Armada 5. September bis 4. Oktober 2015 Kunstverein Germersheim www.kv-ger.de.vu

Kai Wiesinger fotografiert seit seinen Kindertagen. Heute ist die Fotografie vor allem „eine weitere Ausdrucksform für mich als Künstler“ sagt Wiesinger. Denn in der Fotografie lasse sich noch unmittelbarer weitergeben, was einem am Herzen liegt. Seine Arbeiten wirken wie im Rausch aus Körper in Bewegung und Geschwindigkeit entstanden. Die Filmregisseurin und Fotokünstlerin Franziska Stünkel verfolgt seit drei Jahren ein Ausstellungsprojekt mit dem Titel „more than seven billion stories“. Spiegelungen in Schaufensterscheiben bilden dafür den visuellen Ausgangspunkt, um der Faszination von Vielfalt und Gleichzeitigkeit Ausdruck zu verleihen. Die Fotografien entstanden in verschiedenen Städten in China, Europa, den USA und Afrika. Sie sind nicht digital nachbearbeitet, sondern sind als authentischer Moment belassen und beglaubigen so die uns real umgebenden Verdichtungen unterschiedlichster Lebensgeschichten auf dieser Erde. Ganz anders dagegen die Arbeiten von Elias Wessel. In seinen freien Fotografie-Projekten arbeitet er vornehmlich im weiten Bereich der inszenierten Fotografie. Äußere Anlasse dafür können sowohl interessante Personen sein als auch persönliche Erfahrungen, die er in Begegnungen mit Literatur, Musik, Kunst oder einfach im alltäglichen Leben macht. Wessel inszeniert seine Motive sehr akribisch und bis ins Detail gefüllt mit Zitaten und Verweisen. So entstehen sehr komplexe, nie eineindeutig lesbare Arbeiten. (red) • SICHTBARKEITEN 2. August bis 27. September 2015 Museum Heylshof u. Museum im Andreasstift, Worms www.heylshof.de kunstraumMETROPOL 31


kunstraumWEINHEIM

kunstraumHEIDELBERG

Thomas Theis, Verbrannte Erde, 2014

Barbara Armbruster, Alphaleuchten, 2013

INNEN IST AUSSEN

BARBARA ARMBRUSTER

Die Landschaft als Porträt von Befindlichkeiten

Fläche. Raum.

Seit Studienbeginn steht die grafische und malerische Auseinandersetzung mit dem Thema Landschaft an erster Stelle des Künstlers Thomas Theis. Diese Entscheidung geschah zunächst rein intuitiv, allerdings wurde im Verlauf der Zeit intellektuell klar, dass dieses Bildgenre wie kein anderes geeignet ist, den Kontrast zwischen Vorderund Mittel- bzw. Hintergrund oder, anders formuliert, zwischen Nähe und Distanz zu problematisieren. Dieses im Bild pseudoräumliche Phänomen kann auch metaphorisch auf die innere Strukturiertheit eines Menschen übertragen werden. Inwiefern ist das „Es“ durch ein mehr oder weniger gut funktionierendes, auf Ausgleich bedachtes „Ich“ mit dem „Überich“ im Einklang? So sind die Landschaftsmalereien nicht nur Assoziationslandschaften, sondern auch oder vor allem intuitive Reflexionen, falls es so etwas überhaupt geben kann, über die inneren Auseinandersetzungen des Freudschen „Ichs“.

Barbara Armbruster interessiert sich für Räume, Strukturen und Identitäten, kulturelle und gesellschaftliche in der globalen Welt.

Während in den früheren Arbeiten noch mit den Raum versperrenden Versatzstücken wie Lochmusterflächen und bandähnlichen Streifen gearbeitet wurde, die formal eher aus dem grafischen Bereich stammen, verschwinden diese im Verlauf des Jahres 2012. Die Räume werden weiter, tiefer, offener, die Farbe intensiver, kraftvoller, vitaler. Eine formale Entwicklung zur reinen Malerei wird sichtbar. Dies als Ausdruck einer inneren Öffnung des Künstlers zu interpretieren ist möglich. Da der Rezipient von Kunstwerken jeglicher Art berührt wird oder auch nicht, beides ist gleichermaßen legitim, besteht die Möglichkeit, Ähnlichkeiten der inneren Strukturierung von Produzent und Konsument sichtbar / fühlbar zu machen. Und so wird durch diese Bilder dem Betrachter die Möglichkeit geboten, mental illusionistischen Räume zu betreten und sich in ihnen zu spüren oder auch wieder zu finden. (red) • Thomas Theis 16. September bis 4. Dezember 2015 Volkshochschule Weinheim www.vhs-bb.de

Das Leben zwischen zwei Kulturen - zehn Jahre zwischen Orient und Okzident - deren eigene Ästhetik, die Auseinandersetzung mit anderen kulturellen Ausprägungen und deren Wahrnehmung fließen in Barbara Armbrusters Zeichnungen, Malerei, Fotografie, Videos und Installationen ein. Je nach Ausstellungskontext versteht es die Künstlerin, ihre Medien zu kombinieren und in einen Dialog treten zu lassen. Ornamentale Bezüge, die Farbe, das Licht, die dingliche Welt und Räume geben den Bildern ihre Struktur, verleihen ihnen ein Geheimnis. Die Räume sind freigestaltet, inspiriert aus performativen Fotografien, poetisch, abstrakt, malerisch, das Hier und Dort vermischt sich, sie vergleicht, assimiliert, betrachtet im Rückblick. Ihre Malerei auf Leinwand greift zum Teil zurück auf Aquarelle, die in der Phase des Abschiednehmens entstanden sind. Behutsam findet eine Wiederbewertung und Einordnung statt. Seit 2002 realisierte sie zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. (red)

• Barbara Armbruster 19. September bis 18. Oktober 2015 Kunstraum Vincke-Liepmann, Heidelberg wwww.vincke-liepmann.de kunstraumMETROPOL 33


kunstraumSCHWETZINGEN

kunstraumHEMSBACH

Judith Boy, Kleiderkunst, 2014

Rüdiger Krenkel, Strudel, Skulpturen 2013

AUGENWEITE

KUNSTPLATZ HEMSBACH

Künstlergruppe wieArt in Schwetzingen

3. SkulpturenSymposium „Partnerschaft“

Sie haben sich wieder viel vorgenommen. Unter ihrem Motto „Kunst für alle“ lädt die Künstlergruppe wieArt bereits zum vierten Mal zu einer großen Gruppenausstellung in die bezaubernde Atmosphäre der Orangerie des Schwetzinger Schlosses ein. Dabei ist der gewählte Ausstellungstitel „augenweiTe“ unbedingt Programm! Insgesamt 45 Künstlerinnen und Künstler präsentieren Werke aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Keramik, Glaskunst, Stein, Holz und Kleiderkunst und zeigen damit einen eindrucksvollen Querschnitt ihrer Arbeit mit dem Ziel, sich vom Fokus zu lösen und stattdessen den Blick zu weiten für die unzähligen Formen der Kunst und die Weite des Raums.

Bereits zum dritten Mal findet das Skulpturen Symposium in Hemsbach statt. Carmen Stahlschmidt aus Oppenheim und Wolf Müninghoff aus Zellertal sind hier fast schon zu Hause. William Noblet aus der französischen Partnergemeinde Bray-sur-Seine ist beim 2. Symposium heimisch geworden und Angelika Seik aus der englischen Partnergemeinde Wareham möchte nachziehen. Aus der Partnergemeinde Mücheln (Sachsen-Anhalt) kommt mit Klaus-Dieter Urban ein renommierter Künstler und schließlich gibt mit dem aus Tokio stammenden Shinroku Shimokawa, ein hochtalentierter Student der Kunstakademie Stuttgart seine Visitenkarte ab.

Ein zusätzliches Highlight erwartet die Besucher an den beiden Eröffnungsmatineen am 2. und 16. August. Die Textildesignerin und Malerin Judith Boy verzaubert mit ihrer "Anziehenden Kunst" mit üppiger Ornamentik und floralem Design. Ihre Unikatkreationen, gefertigt aus unterschiedlichsten Materialien gesammelt auf der ganzen Welt, sind alle handgefertigt und mit Pflanzenfarben bemalt. Echte Kunstwerke, die durch ihre individuelle Aussage begeistern und einen Hauch südländisches Flair verströmen. Judith Boy, stammt aus einer Künstlerfamilie, lebt und arbeitet in Sizilien und Venedig. Ihre Inspiration für ihre ausgewöhnliche Kunst schöpft sie aber auch auf ihren Reisen durch verschiedene Länder und Kontinente.

Einen zusätzlichen Impuls bekommt das Symposium durch die Mitwirkung von Schülern der Hemsbacher Schillerschule und Montessorischule in Weinheim. Eine vom Künstler Motz Tietze betreute Schülergruppe wird einen öffentlichen Bücherschrank entwerfen und gestalten. In unmittelbarer Nachbarschaft mit dem SkulpturenSymposium entsteht so eine künstlerische Zusammenarbeit mit jungen Talenten.

Die 1982 gegründete Künstlergruppe wieArt ist ein Zusammenschluss von derzeit über 80 freien Künstlern aus der Region Rhein-Neckar , die zusammen ausstellen und arbeiten, sowie umfangreiche Kunstprojekte durchführen. Durch verschiedene größere und kleinere Ausstellungen in der gesamten Metropolregion und das Projekt “Kunst& Kalender” macht die Künstlergruppe auf sich aufmerksam. (red) • augenweiTe 2. bis 30. August 2015 Orangerie Schlosspark Schwetzingen www.wieart-rhein-neckar.de

Der Förderverein KunstPlatz Hemsbach erwartet erneut eine harmonische Gesamtschau. Die attraktive Szenerie vor dem beliebten Hemsbacher Badesee, bietet dafür reichhaltig Anreize für eine partnerschaftliche Erarbeitung und Umsetzung der vorhandenen Ideen. Der direkte Austausch mit den Bürgern der Stadt, die am Ende die Empfänger und Nutznießer dieser Kunstwerke sind, ermöglicht Dialog und Interaktion auf kürzestem Wege. Das haben Künstler und Bürger in den vorhergehenden Symposien besonders geschätzt. Und so wird es auch dieses Mal sicher wieder sein. (red) • 3. Hemsbacher Skulpturen Symposium 10. bis 25.Juli 2015 Parkplatz am Wiesensee, Hemsbach www.kunstplatz-hemsbach.de kunstraumMETROPOL 35


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kunsträume der REGION BAD BERGZABERN Südpfälzische Kunstgilde e.V.

EDENKOBEN Galerie Neumühle

Artgalerie im Schloss, Schlossgasse 3, Bad Bergzabern Mi-Fr 16-18h, So 15-18h 8. bis 26. Juli 2015 Benjamin Burkhard (Malerei) Vernissage 8. Juli 2015, 19h 9. bis 27. Sept. 2015 Uschi Felix (Malerei, Illustration) Vernissage 9. Sept. 2015, 19h

Klosterstraße 173, Edenkoben Mi-Fr 10-12h u. 15-18h, Sa 10-12h u. 15-17h, So 15-17h 5. Juli bis 23. Aug. 2015 Konstantin Grabowski (neue Leinwandbilder) 30. Aug. bis 4. Okt. 2015 Romano Buratti: Italienischer Spätsommer

BAD DÜRKHEIM Galerie Alte Turnhalle

Schloss Villa Ludwigshöhe, Villastraße 64, bei Edenkoben Di-So 9-18h bis 2. Aug. 2015 Emmanuel Berry, Martin Blume: Verdun. 100 Jahre danach - eine deutsch französische Spurensuche

Dr. Kaufmannstraße 4, Bad Dürkheim bis 21. Juni 2015 Helga Zeitler, Pascal Lawaldt, Volker, Klein, Isabelle Kugler u.a.: Anders Erzählen (Zeichnung, Malerei, Textil, Fotografie)

Kunstverein Bad Dürkheim e.V. Burgkirche, Leiningerstraße, Bad Dürkheim Di-Fr 14-16:30h, Sa, So 11-16h 20. Sept. bis 3. Okt. 2015 Christian Awe (Berlin) Vernissage 20. Sept. 2015, 11:15h

BAD RAPPENAU Künstlergruppe WieArt Rhein-Neckar Wasserschloss, Hinter dem Schloss 1, Bad Rappenau So 11-18h bis 5. Juli 2015 Spurensicherung TATORT KUNST 6. Sept. bis 25. Okt. 2015 Ewig lockt...

BENSHEIM Galerie am Markt Marktplatz Bensheim Sa und So 11-17h bis 5. Juli 2015 Peter Lohse: SCHAU;)LUSTIG

DARMSTADT Hessisches Landesmuseum Friedensplatz 1, Darmstadt Di, Do, Fr 10-18h, Mi 10-20h, Sa,So 11-17h 9. Juli bis 4. Okt. 2015 Gebrochenes Licht

Galerie der Schaderstiftung Goethestraße 1, Darmstadt Fr-So 10-17h bis 6. Sept. 2015 Marion Eichmann, Timo Klein: DIALOGE 0.2: Künstlertourist: Urban Views

EBERBACH Galerie ARTgerecht Friedrich-Ebert-Straße 2, Eberbach Di-Fr 15-18h, Sa 11-14h bis 17. Juli 2015 Eine Ausstellung zum 20jährigen Bestehen der Galerie: Hartmut Tramer und Oded Nativi (Aquarelle, Ölmalerei) 20. Sept. bis 13. Nov. 2015 Christel Fahrig-Holm: Spiegelwelten (Ölmalerei) Vernissage 20. Sept. 2015, 15h

Max Slevogt-Galerie

FRANKENTHAL Die Treidler Frankenthal e.V. Kunsthaus Frankenthal Hans-Kopp-Straße 22, Frankenthal täglich außer Mo 14-18h, Do 14-20 3. Juli bis 2. Aug. 2015 Dominik Schmitt u.a.: Bilder, Filme, Animation

Kunsthaus Frankenthal

22. Juli bis 18. Okt. 2015 Hunger nach Bildern. Figurative Malerei der 80er Jahre in Deutschland

Weltkulturen Museum Schaumainkai 29-37, Frankfurt täglich 11-18h bis 18. Okt. 2015 EL HADJI SY: Painting, Performance,Politics

FREINSHEIM Galerie Zulauf Gottfried-Weber-Straße 5, Freinsheim Mo-Fr 14-18:30h, So 11-18h bis 28. Juli 2015 DER SCHEMBS CLAN

GERMERSHEIM Kunstverein Germersheim e.V. Zeughausstraße, Germersheim Sa 15-18h, So14-18h bis 26. Juli 2015 Sophie Casado, Walter Schembs, Michael Volkmer: Helden und Legenden (Skulpturen, Installationen) Vernissage 28. Juni 2015, 17h 5. Sept. bis 4. Okt. 2015 Tom Feritsch, Lynn Schoene, Hartmuth Schweizer: Stille Armada (Skulpturen, Papier) Vernissage 5. Sept. 2015, 17h

Hans-Kopp-Straße 22, Frankenthal täglich außer Mo 14-18h, Do 14-20 11. Sept. bis 11. Okt. 2015 4. Ausstellung der Arbeitgemeinschaft Pfälzer Künstler: Grafik, Kleinplastik

HEIDELBERG be art - galerie für fotografie

FRANKFURT Bernhard Knaus Fine Art

Viktoriastraße 12, Heidelberg Di-Fr 11-15h 18. Sept. bis 18. Okt. 2015 John Bunker, Katrin Mäurich, Karl Bielik, Matthews Macaulay, Claudia Böse: From England with Love

Niddastraße 84, Frankfurt Di-Fr 13-18h, Sa 11-15h 4. Juli bis 5. Sept. 2015 Flo Maak: complety automated public turing test to tell computers and humans apart

Museum für Moderne Kunst (MMK 1 und 3) Domstraße 10 und 3, Frankfurt Di-So 10-18h, Mi 10-20h bis 6. Sept. 2015 Gerald Domenig: Ausstellungsvorbereitung bis 20. Sept. 2015 IMAGINE EREALITY: RAY 2015 Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain bis 25. Sept. 2015 Highlights der Sammlung

MMK 2 Taunustor 1, Frankfurt 17. Juli 2015 bis 14. Febr. 2016 Kostas Murkudis und die Sammlung des MMK: Tuchfühlung Eröffnung 16. Juli 2015, 20h

Schirn Kunsthalle Römerberg Frankfurt Di, FR-So 10-19h, Mi+Do 10-22h 9. Juli bis 27. Sept. 2015 Doug Aitken

Städel Museum Schaumainkai 63, Frankfurt Di, Mi, Sa, So 10-18h, Do, Fr 10-21h

Ladenburger Str. 31, Heidelberg Mi-Fr 12-18h, Sa 12-16h

boeckercontemporary

Galerie Grewenig/Nissen Pfarrgasse 1, Heidelberg Mi, Do, Fr 15-18h, Sa 11-13h

Galerie Marianne Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2, Heidelberg Di-Fr 11-13h und 14-18h, Sa 11-18h 28. Juni bis 26. Juli 2015 Sandy Brown, Ken Eastman, David Leach, David Miller, Colin Pearson, Sándor Kecskémeti, Gustavo Perez, Gilberto Paim, Elizabeth Fonseca, Pippin Drysdale, Isezaki Jun: Bekanntes - Aktuell 9. Aug. bis 20. Sept. 2015 Zwischen Prag und Budweis (Skulpturale Arbeiten tschechischer Künstler) Eröffnung 9. Aug. 2015, 11:30h

Galerie p13 Pfaffengasse 13, Heidelberg Mi-Sa 11-13h u. 14:30-19h, Sa 14:30-18h, So 14:30-17h bis 31. August 2015 Christiane Grimm, Arvid Boecker, Christian Rudolph, Willi Siber: Accrochage - neue Arbeiten 10. Sept. bis 17. Okt. 2015 Marten Georg Schmid: Zeichnung, Objekte, Skulptur Vernissage 10. Sept. 2015, 19h kunstraumMETROPOL 37


AUSSTELLUNGEN Galerie Julia Philippi Hauptstraße 4, Heidelberg Do, Fr 14-19h, Sa 12-16h

GEDOK Heidelberg Treff punkt Kunst Römerstraße 22, Heidelberg Do-Fr 17-20h, Sa 14-17h

Heidelberger Forum für Kunst Heiliggeiststraße 21, Heidelberg Di-So 14-18h 27. Juni bis 19. Juli 2015 Ursula Blaha, MilanChlumsky, Rainer Coblenzer, Mitsuko Hoshino, Petra Lindenmeyer, Ada Mee, Klaus Meyer, Sigrid Kiessling-Rossmann, Siegfried Reißing: Die Inszenierung der Realität Vernissage 26. Juni 2015, 20h 24. Juli bis 23. Aug. 2015 Christian Adam, Peter Borkenhagen, Gertrud Hildebrand, Gerd Konrad, Marie Marcks, Klaus Staeck: zArtbitter Vernissage 24. Juli 2015, 20h 18. Sept. bis 11. Okt. 2015 Martin Manegold, Peer Gessing, Reiner Coblenzer, Werner Schaub: In der Schwebe (Installation) Vernissage 18. Sept. 2015, 20h

Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di-Fr 12-19h, Sa 11-19h 11. Juli bis 6. Sept. 2015 Astrid S. Klein: Disparaitre dans la nature to decamp, to desert, to evaporate - das Weite suchen, verduften (Halle) Gabriel Rossell-Santillán: Das Licht schien in die Dukelheit und die Dunkelheit merkt es nicht (Studio) Lena Inken Schaefer: Ausgestellte Arbeit (Work on Display) (Foyer) 18. Sept. bis 15. Nov. 2015 6. Fotofestival Mannheim - Ludwigshafen - Heidelberg

Kunst im Breitspiel Rechtsanwaltskanzlei Tiefenbacher Im Breitspiel 9, Heidelberg Mo-Do 9-17h, Fr 9-15h bis 31. Juli 2015 Michael Lindgrên: Dichte 7,85 Öl&Stahl Malerei&Plastik

Kunstraum Vincke-Liepmann Häusserstraße 25, Heidelberg Do, Fr 15-19h, Sa, So 11-15h bis 12. Juli 2015 Heike Pillemann: kaum zu glauben (Arbeiten auf Papier, Hinterglasmalerei) 19. Sept. bis 18. Okt. 2015 Barbara Armbruster (Malerei, Zeichnung, Installation) Vernissage 19. Sept. 2015, 19h

Kurpfälzisches Museum Hauptstraße 97, Heidelberg Di-So 10-18h bis 12. Juli 2015 Stefan Kresin: Der andere Blick (Fotografien aus 30 Jahren)

24. Juli bis 13. Sept. 2015 Clapeko van der Heide: Werkstücke (Retrospektive)

Museum Haus Cajeth Haspelgasse 12, Heidelberg Mo-Sa 11- 17h bis 26. Juni 2015 Emerik Fejeˇs, Louis Vivin, Josef Wittlich u.a.: Mit Herzblut gemalt 17. Juli 2015 bis 9. Jan. 2016 Schau an der schönen Gärten Zier (Blüten, Blumen, Beete, Bäume) Vernissage 17. Juli 2015, 19h

Sammlung Prinzhorn Voßstraße 2, Heidelberg Di, Do-So 11-17h, Mi 11-20h bis 16. Aug. 2015 Das Wunder in der Schuheinlegesohle 18. Sept. bis 15. Nov. 2015 6. Fotofestival Mannheim - Ludwigshafen - Heidelberg

Schaufensterkunst im Druckspektrum Blumenstraße 39, Heidelberg bis 27. Sept. 2015 Vera Bonsen: William Cody Maher Performance Artist und Poet

Skulpturenpark - Orthopädische Universitätsklinik Schlierbacher Landstraße 200a, Heidelberg, täglich geöffnet bis 25. Okt. 2015 Junge Kunst

Stadtbücherei Heidelberg Willibald-Kramm-Preis-Stiftung Poststraße 15, Heidelberg Di-Fr 10-20h, Sa 10-16h bis 1. Juli 2015 Gagik Babayan (Grafik, Malerei) 15. Juli bis 29. Aug. 2015 Albrecht Rissler: Zeichnungen und Skizzenbücher Eröffnung 15. Juli 2015, 19h

Textilsammlung Max Berg (Kurpfälzisches Museum) Brahmsstraße 8, Heidelberg-Ziegelhausen Mi, Sa, So 13-18h bis 2. Aug. 2015 Jubiläumsausstellung der internationalen Gruppe Quilt Art zu ihrem 30jährigen Bestehen: Dialoge 13. Sept. 2015 bis 10. Jan. 2016 6. Europäische Quilt-Triennale

WOW Gallery Emil-Maierstraße 9, Heidelberg Do 20-22h, Fr 20-23h

HEMSBACH Galerie im Schloss Schlossgasse 41, Hemsbach Mo-Mi 7:30-17h, Do 7:30-19h, Fr 7:30-13h bis 7. Aug. 2015 Susanne Böhm: Power Pop

20. Aug. bis 2. Okt. 2015 Künstlerkooperative extract: L.O.CK.ST.OFF (Freie, abstrakte und realistische Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur) Vernissage 20. Aug. 2015, 19h

3. Hemsbacher Skulpturen Symposium 10. bis 25. Juli 2015 Parkplatz am Wiesensee, Hemsbach

HEPPENHEIM Kunstverein Heppenheim Bahnhofstraße 1, Heppenheim So 16-18h, nach Vereinb. unter info@kunstverein-heppenheim.de 4. bis 25. Juli 2015 Marc Bijl: Family Man

HOCKENHEIM Kunstverein Hockenheim Zehntscheune, Untere Mühstraße 4, Hockenheim Mi-Fr, So 15-17h, Sa 10-13 bis 11. Juli 2015 Arbeiten aus den Kreativkursen (Malerei, Collagen, Skulpturen) Stadthalle, Rathausstraße 3, Hockenheim 24. Juli bis 15. Aug. 2015 Michel Meyer, Hans Scheib: Bella Figura Vernissage 24. Juli 2015

JOCKGRIM Kunstverein Zehnthaus Jockgrim Ludwigsstraße 26-28, Jockgrim Fr 20-22h, Sa 15-17h, So 11-17h 23. Aug. bis 13. Sept. 2015 Kunstsammlung des Zehnthaus Vernissage 23. Aug. 2015, 11h 27. Sept. bis 18. Okt. 2015 Albert-Haueisen-Preis Vernissage und Preisverleihung 27. Sept. 2015, 11h

KAISERSLAUTERN Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h bis 23. Aug. 2015 Christine Fischer: Dazwischen (Plastik, Installation) Michael Dekker: BROKEN PLATFORMS (Skulpturen) 4. Juli bis 1. Nov. 2015 Norbert Kricke, Emil Schumacher: Über Materie in die Unendlichkeit 19. Sept. bis 15. Nov. 2015 Schönheit gebunden (Künstlerbücher aus der Graphischen Sammlung des mpk) 12. Sept. 2015 bis 1. Jan. 2016 Katharina Hinsberg: Itinerar

Galerie Wack Morlautererstraße 80, Kaiserslautern Di-Fr 14-19h, Sa 11-16h bis 25. Juli 2015 Helmut Dirnaicher: Malerei, Objekte

KARLSRUHE Galerie Knecht und Burster Baumeisterstraße 4, Karlsruhe Mi-Fr 14-19h, Sa 11-16h

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kunsträume der REGION

27. Juni bis 1. Aug. 2015 Franziska Schemel, Piotr Tomczyk: Die abgrundtiefen Begegnungen in Karlsruhe Eröffnung 27. Juni 2015, 19h

Galerie Schrade Zirkel 34 – 40, Karlsruhe Di-Fr 11-13h und 14-18h, Sa 11-16h bis 8. Aug. 2015 HA Schult- ACTION BLUE (Picture Boxes, Trash People, Porträts, Tableaux, Videos, Livestream, Fotografien, Collagen, Zeichnungen, Grafiken)

Staatliche Kunsthalle Hans-Thoma-Straße 2, Karlsruhe Di, Mi, Fr-So 10-18h, Do 10-21h bis 6. Sept. 2015 Die Meister-Sammlerin: Karoline Luise von Baden 11 x Karoline Luise

Staatliche Majolika Keramik Manufaktur Ahaweg 6-8, Karlsruhe 10. bis 26. Juli 2015 Back to Bambi Regierungspräsidium Karlsruhe Karl-Friedrich-Straße 17, Karlsruhe 10-18h Vernissage 10. Juli 2015, 19h bis 1. Sept. 2015 Majolika feiert 300 Jahre Karlsruhe bis 11. Okt. 2015 Die Majolika im Botanischen Garten Di-So u. an Feiertagen 10-16:45h

Städtische Galerie Karlsruhe

bis 8. Sept. 2015 Ryoji Ikeda bis 18. Okt. 2015 Bodenlos / Groundless: Vilém Flusser und die Künste bis 6. März 2016 Exo-Evolution und neue Werkzeuge bis 17. April 2016 Armin Linke bis 18. April 2016 GLOBALE: das neue Kunstereignis im digitalen Zeitalter - 300 Tage

21. Aug. bis 4. Okt. 2015 gemalte Legenden. gezeichnete Helden

LADENBURG Galerie Linde Hollinger

LUDWIGSHAFEN Atelierhaus Ludwigshafen / Kunst im Umspannwerk

Rheingaustraße 34, Ladenburg Mi-Fr 13-18h, Sa 13-17h bis 18. Juli 2015 Viktur Hulik, Jürgen Paas, Reinhard Roy: Wandobjekte, Skulpturen, Bilder Finssage 18. Juli 2015, 16h

LANDAU Galerie M am Deutschen Tor Neustadter Straße 8, Landau

Galerie Z Kaufhausgasse 9, Landau Di-Fr 10-12, 15-18h, Sa 10-14h

Galerie Katrin Hiestand Stadthausgasse 11, Landau Di-Fr 10-16h, Sa 10-15h bis 29. Aug. 2015 Burghard Müller-Dannhausen: Farbwald - Farbwelt

Landesgartenschau

Lorenzstraße 27, Karlsruhe Mi-Fr 10-18h, Sa-So 11-18h bis 5. Juli 2015 David Semper: GIORNATA (Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung 2014) 27. Juni bis 4. Okt. 2015 Friedrich Weinbrenner (1766-1826)

bis 18. Okt. 2015

ZKM – Museum für neue Kunst

Villa Streccius e.V.

Lorenzstraße 19, Karlsruhe Mi-Fr 10-18h Sa, So 11-18h

Städtische Galerie Villa Streccius e.V. Südring 20, Landau Di-Mi 17-20h, Do-So 14-17h bis 9. Aug. 2015 werden ... wachsen ... wuchern ... Südring 20, Landau Di-Mi 17-20h, Do-So 14-17h

LEIMEN Kunstverein Leimen Kurpfalzzentrum, Römerstraße 1, Leimen Mo, Mi, Do, Fr 8-12h und 13-16h (außer Fr), Di 14-18:30h 13. Sept. bis 18. Okt. 2015 Dietmar Brixy, Stefan Kunze, Martin Becker: Anfang und Ende im KCL ab 13. Sept. 2015 Wahlheimat - Vertraute Landschaft

Raschigstrasse 19a, Ludwigshafen Sa 11-18h 1. Aug. 2015 Alex Bär, Hötsch Höhle, Markus Stürmer, Ulrich Thul, Helmut van der Buchholz, Wolfgang Vogel: Offene Ateliers im Rahmen des 25. Ludwigshafener Kultursommers

Ernst-Bloch-Zentrum Walzmühlstraße 63, Ludwigshafen Di, Mi 14-17h, Do 14-20h bis 30. Juli 2015 Helden der Stadt (in Kooperation mit dem Wilhelm-Hack-Museum)

Galerie Lauth Mundenheimer Straße 252, Ludwigshafen Mo-Fr 9-13h und 14:30-18:30, Sa 10-13h

Kunstverein Ludwigshafen Bismarkstraße 44-48, Ludwigshafen Di-Fr 12-18h, Sa, So 11-18h 18. Sept. bis 15. Nov. 2015 6. Fotofestival Mannheim - Ludwigshafen - Heidelberg

Rudolf-Scharpf-Galerie Hemshofstraße 54, Ludwigshafen Do, Fr 15-18h, Sa, So 13-18h bis 19. Juli 2015 Peles Empire

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AUSSTELLUNGEN Wilhelm-Hack-Museum

Club Speicher7

Kunsthalle Mannheim

Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h seit 20. März 2015 hack-museumsgARTen bis 2. Aug. 2015 Bik van der Pol, Johanna Billing, Maider Lopez, Katarina Zdjelar uvm: Are you talking to me? bis 16. Aug. 2015 Benedikt Hipp: Ich habe meinen Augen nicht getraut, auch meinen Ohren nicht bis 8. Nov. 2015 Material und Möglichkeit - Werke aus der Sammlung bis 6. Nov. 2015 Kabinettstücke: “Plastik, c’est chic” Neue Stoffe für die Kunst 18. Sept. bis 15. Nov. 2015 6. Fotofestival Mannheim - Ludwigshafen - Heidelberg 11. Sept. bis 15. Nov. 2015 László Moholy-Nagy: Zoom (Glasarchitektur)

Rheinvorlandstraße 7, Mannheim Mo-Fr 8-22h 27. Juni bis November 2015 Nora Soos, Ferenc Farkas: We love Budapest Pre-Vernissage 27. Juni 2015, 19h

Moltkestraße 9, Mannheim Di-So u. Feiertage 11-18h bis 6. Sept. 2015 Der kühle Blick: Graphik der Neuen Sachlichkeit 2. Juli bis 6. Sept. 2015 hectorpreis 2015: Alicja Kwade Eröffnung und Preisverleihung 1. Juli 2015, 19h bis 21h 18. Sept. bis 15. Nov. 2015 6. Fotofestival Mannheim - Ludwigshafen - Heidelberg bis 1. Mai 2016 ARCHE. Die Sammlung kehrt zurück

MAINZ Kunst im Abgeordnetenbüro Kaiser-Friedrich-Straße 3, Mainz Mo-Fr 9-18h

Landesmuseum Mainz Große Bleiche 49-51, Mainz Di 10-20h, Mi-So 10-17h seit 19. Nov. 2014 Mit Nüchternheit und Phantasie. Deutsche Graphik des Barocks und Rokokos. bis 25. Okt. 2015 Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation bis Okt. 2016 Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner und die Künstler der Brücke: Ein Stück norddeutscher Himmel

MANNHEIM Atelier DIETRMAR BRIXY Altes Pumpwerk Neckarau, Aufeldstrasse 19, Mannheim Fr 15-19h, Sa 11-15h 20. Sept. bis 18. Okt. 2015 Surprise: Dietmar Brixy (Malerei), Patricia Waller (Häkelobjekte)

arthea – galerie am rosengarten Stresemannstraße 4, Mannheim Di, Do, Fr 14-18.30h, Sa 12-16h bis Juli 2015 Künstler der Galerie: ... auf Papier gemalt, gezeichnet, gedruckt 25. Sept. bis 3. Okt. 2015 Hermann Lederle: Adaption = Umwandlung Vernissage 23. Sept. 2015, 19h

Die Strümpfe Jungbuschstraße 3, Mannheim Fr-Sa 20-2h (an den ersten drei Wochenenden)

Druckwerkstatt Mannheim Kulturzentrum Alte Feuerwache Brückenstraße 2-4,Mannheim 31. Juli bis 5. Aug. 2015 Workshop und Ausstellung

Galerie Falzone D, 16, Mannheim Di-Fr 14-18h, Sa 11-15h

Galerie Grandel S4, 23, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 10-16h bis 11. Juli 2015 Robert Matthes: (P)RE:VIEW (Malerei) 1. bis 29. Aug. 2015 Christian Patruno: Der elfte Finger (Malerei, Installation) Eröffnung 1. Aug. 2015, 18h 19. Sept. bis 24. Okt. 2015 Sylvia Ballhause, Jürgen Hatzenbühler, Claus Stolz: movement, energy and presence - a challenged perception Eröffnung 19. Sept. 2015, 18h

Galerie im Tulla Tullastraße 25, Mannheim Mo-Do 8-16h, Fr 8-13h außer in den Ferien bis 7. Juli 2015 Daria Holme, Holger Endres, Robert Haiss, Jan von Holleben, Myriam Holme, Peter Holme, Indra, Skafte Kuhn, Daniel Roth u.a.: Die Kindertseitung

Galerie Kasten Werderstraße 18, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 12-15h bis 11. Juli 2015 URBAN POP 24. bis 27. Sept. 2015 BLOOM 2015

Galerie Keller Rheindammstraße 50, Mannheim Mi, Do 14-18h, Fr, Sa 11-15h bis 26. Juni 2015 Künstler der Galerie: Das kleine Format

Galerie Peter Zimmermann Leibnizstrasse 20, Mannheim Di-Fr 12:30-18h, Sa 11-14h bis 25. Juli 2015 Otgonbayar Ershuu: White

BANANA Gallery

Kulturbüro der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH

G7, 17, Mannheim bis 17. Juli 2015 Jan Paul Müller

15. und 16. Sept. 2015 5. Denkfest in Weinheim: Save the Date! weitere Infos: www.m-r-n.com/denkfest

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Künstlernachlässe Mannheim Planetarium Mannheim, Wilhelm-VarnoltAllee 1 (Europaplatz), Mannheim 27. Juni 2015, 20h Feedback an Hans - eine Video-Sound-Installation Kellergewölbe Speicher 7 (Keller), Rheinvorlandstrasse 7, Mannheim 16. Juli 2015, 19h Peter Schnatz: Der schwarze Fluss (Präsentation seines Werkverzeichnisses)

Kulturparkett Rhein-Neckar e.V. S 3, 12, Mannheim Mo-Fr 17-19h bis 31. Juli 2015 Bianca Bravo

[Kunst] Projekte Monica Ruppert Lange Rötterstraße 68, Mannheim nach telefonischer Absprache geöffnet bis 10. Juli 2015 Sabatino Cersosimo, Jessica Rimondi: zwei italienische Maler aus Berlin Finissage 10. Juli 2015, 19h

Mannheimer Kunstverein Augustaanlage 58, Mannheim Di-So 12-17h bis 23. Aug. 2015 Der Berliner Skulpturenfund: “Entartete Kunst” im Bombenschutt (Skulptur und Plastik) 30. Aug. bis 6. Sept. 2015 CAPTCHA Designfestival: “MUSTERISMUS” (Mixed Media, Symposium) 13. Sept. bis 18. Okt. 2015 Nguyen Xuan Hui (Malerei)

März Galerie Mannheim Beethovenstraße 18, Mannheim (noch bis 31. Aug., ab 1. Sept. nur noch in der Augartenstraße 68) Mi-Fr 14-18h, Sa 12-16h bis 18. Juli 2015 Serena Amrein, Joachim Griess, Vera Röhm, Bernhard C. Striebel: struktur und text 19. Sept. bis 24. Okt. 2015 Gisela Hoffmann, Kumiko Kurachi, Dominik Stauch: fläche und raum


kunsträume der REGION märz Galerie Mannheim – cube 4x4x4 und raumX

Technoseum – Landesmuseum für Technik und Arbeit

Augartenstraße 68 (Rückgebäude), Mannheim Do-Fr 16-18h, Sa 12-16h bis 18. Juli 2015 Ben Muthofer: Dreieicksformation 19. Sept. bis 24. Okt. 2015 Christoph Dahlhausen: Installation

Museumsstraße 1, Mannheim

OFF//FOTO 2015

Uhland Atelier

Einraumhaus c/o, Strümpfe - The SupperArtclub, Ten Gallery, Uhland Atelier 11. Sept. bis 15. Nov. 2015 Programm ab Mitte Juli unter: www.off-foto.info

TEN Gallery T6, 10, Mannheim Do-Sa 16-20h 11. Sept. bis 15. Nov. 2015 Michele Buda: INVEL (Fotografie) Vernissage 11. Sept. 2015, 20h

Hafenstraße 25-27, Mannheim 17. Juli 2015, 20h: Eröffnung

Uhlandstraße 26a, Mannheim Do-Fr 16-21h 27. und 28. Juni 2015 OPEN HOUSE Sa 10-18h, So 14-18h 12. Sept. bis 15. Nov. 2015 Dominic Jan Geis: Teheran - An Ocean of Dreams (Fotografie)

Rechtsanwälte MAS & P

Universität Mannheim

PORT 25 - Raum für Gegenwartskunst

Kaiserring 48-50, Mannheim bis 30. Aug. 2015 Bernd Gerstner, Roland Schmitt: unterwegs (Erdmalerei, Skulpturen und Installationen aus Holz)

REM Reiss-Engelhorn-Museen Zeughaus C5, Mannheim, Di-So 11-18h

Forum internationale Photographie Zeughaus C5, Mannheim Di-So 11-18h seit 25. Jan. 2015 Kosmos Kunst - Meisterstücke aus der Sammlung Kunst- und Kulturgeschichte bis 6. März 2016 Nicole Simon: Fotografische Highlights

Zephyr-Raum für Fotografie Bassermannhaus C4, 9, Mannheim Di-So 11-18h bis 30. Aug. 2015 Esther Teichmann: Mondschwimmen 18. Sept. bis 15. Nov. 2015 6. Fotofestival Mannheim - Ludwigshafen - Heidelberg

Museum Weltkulturen D 5, Mannheim, Di-So 11-18h seit 22. Febr. 2015 Wilde Völker an Rhein und Neckar Franken im frühen Mittelalter bis 10. Jan. 2016 Ägypten - Land der Unsterblichkeit 13. Sept. 2015 bis 24. April 2016 Die DUCKOMENTA - Weltgeschichte neu ENTdeckt

Sebastian Fath | Contemporary Werderstraße 38,Mannheim Do-Fr 14-19h, Sa 12-16h bis 1. Aug. 2015 Joachim Bandau, Richard Serra, Jens Trimpin: Neue Sachlichkeit (Druckgrafik) 19. Sept. bis 17. Okt. 2015 Andrea Kocks (Wandinstallation, Papierarbeiten), Hermann Abrell (frühe Arbeiten), Ludwig Wilding (kinetische Objekte) Vernissage 19. Sept. 2015

Schloss, Mannheim bis 20. Mai 2016 Horst Hamann: 5 Stationen

zeitraumexit e.V. Hafenstraße 68, Mannheim 16. bis 26. Sept. 2015 Wunder der Prärie

MICHELSTADT Galerie Kautsch Mauerstraße 11, Michelstadt Mi-Fr 15-18h, Sa 12-16h bis 1. Aug. 2015 Claudia Desgranges (Malerei)

NEUSTADT Galerie UP ART Villa Knöckel - Quellenstraße 32, Neustadt So 12-16h u. nach Vereinbarung bis 5. Juli 2015 Hilli Hassemer, Anne Katrin Schreiner (Malerei) 26. Juli bis 23. Aug. 2015 Naturtalente

Herrenhof Mußbach An der Eselshaut 18, Neustadt-Mußbach So und Feiertag 11-18h, Mi 18-20h, Sa 14-18h 27. Sept. bis 25. Okt. 2015 “art imaginär 2015” Phantastische und visionäre Kunst Vernissage 27. Sept. 2015, 11:15h

Kunstverein Neustadt Villa Böhm (Maximilienstraße 25/ Villenstraße 16b), Neustadt Do, Fr 15-18h, Sa, So 11-13h u. 15-18h

PIRMASENS Forum Alte Post Poststraße 2, Pirmasens Di-So/Feiertage 11-18h bis 5. Juli 2015 Picasso & Co. plakativ. Internationale Künstlerplakate (Sammling Leininger)

kunstraumMETROPOL Nie mehr verpassen dank ABO kunstraumMETROPOL, das Kunstmagazin der Metropolregion Rhein-Neckar bietet regelmäßig Informationen zu zeitgenössischer Kunst zwischen Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim, um nur einige der „hotspots“ in der Metropolregion RheinNeckar zu nennen. Ausstellungsbesprechungen, Interviews mit Kunstschaffenden und Kunstvermittlern, Künstlerporträts, Buchrezensionen, Ausstellungsempfehlungen und eine umfassende Agenda ermöglichen die schnelle Orientierung über aktuelle Kunstaktivitäten in der Metropolregion. kunstraumMETROPOL ist auch im Abo erhältlich: Sie erhalten regelmäßig die Ausgaben direkt in Ihren Briefkasten. Es kostet 20,- Euro und umfasst vier Ausgaben inkl. Versand. Bitte senden Sie bei Interesse eine E-Mail mit Angabe der Lieferadresse und dem Zeitpunkt ab dem Ihr Abo beginnen soll an: redaktion@kunstraum-metropol.de


AUSSTELLUNGEN SAARBRÜCKEN KuBa - Kulturzentrum am EuroBahnhof Europaallee 25, Saarbrücken Di-Fr 10-15h bis 12. Juli 2015 Glaube Liebe Hoffnung

Saarlandmuseum Bismarckstraße11-19, Saarbrücken Di, Do, So 10-18h, Mi 10-22h

Moderne Galerie Bismarckstraße11-19, Saarbrücken Di, Do, So 10-18h, Mi 10-22h bis 5. Juli 2015: Albert Weisgerber (1878-1915): Retrospektive bis 13. Sept. 2015 Michal Budny 25. Juli bis 1. Nov. 2015 Max Slevogt: Ali Baba und Sindbad Eröffnung 24. Juli 2015, 19h

Stadtgalerie Saarbrücken St. Johanner Markt 24, Saarbrücken Di, Do, So 10-18h, Mi 10-22h 10. Juli bis 18. Okt. 2015 Jeannice Keller, Renée Levi, Patricia Murwaski, Angeleika Schori, Claire Zumstein: HIGH FIVE RENÉE

SCHRIESHEIM Museum Théo Kerg Talstraße 52, Schriesheim Mi 17-19h, Sa, So 14-17h

SCHWETZINGEN Schloss Schwetzingen Schloss Schwetzingen, Südzirkel, Schwetzingen Mo-So, Feiertage 10-17h

Kunstverein Schwetzingen Palais Hirsch Schlossplatz 2, Schwetzingen Mi-So 14-18h

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Orangerie Schlossgarten Schwetzingen Mi-Sa 14-19h, So 11-19h bis 5. Juli 2015 Sammlung Prof. Erik Jayme in Kooperation mit dem Kunstverein Schwetzingen: Feierstunden des Lebens

Künstlerinitiative Schwetzingen Orangerie Schlossgarten Schwetzingen Mi-Fr 13-18h, Sa/So 11-18h 6. bis 27. Sept. 2015 GARTEN3 GESTALTEN Vernissage 6. Sept. 2015, 11h

Volkshochschule Schwetzingen Mannheimer Str. 29, Schwetzingen Mo-Fr 8-12h, Mo, Di, Do 14-18h bis 31. Juli 2015 Andrea Tewes: Im Dialog

WieArt – Künstlergruppe Rhein-Neckar Kunst in der Orangerie Schlosspark Schwetzingen tägl. geöffnet 11-19h 1. bis 30. Aug. 2015 40 Künstler: augenweiTe (Malerei, Skulptur, Keramik, Objekt, Kleiderkunst, Fotografie) Eröffnungsmatineen 2. Aug. 2015, 11h und 16. Aug. 2015, 11h

SEEHEIM-JUGENHEIM Museum Stangenberg Merck im Haus auf der Höhe, Helene-ChristallerWeg 13, Seeheim-Jugenheim Mi-Fr 15-19h, Sa, So, Feiertage 11-18h bis 15. Aug. 2015 Heidy Stangenberg-Merck: Portraits bis Mai 2016 Gudrun Cornford: Figurative Glasreliefs

SPEYER Feuerbachhaus Allerheiligenstraße 9, Speyer Di-Fr 16-18h, Sa, So 11-13h

Galerie Josef Nisters Bahnhofstraße 29, Speyer Di-Fr 14-18h, Sa 11-15h

3. Juli bis 1. Aug. 2015 Oliver Christmann: Im Fluss der Farben (Malerei) Eröffnung, 3. Juli 2015, 19h

Hans-Purrmann-Haus Kleine Greifengasse 14, Speyer Di-Fr 15-17h, Sa, So 11-13h

Historisches Museum der Pfalz Domplatz 4, Speyer, Di-So 10-18h bis 26. Juli 2015 TITANIC - Die Ausstellung 12. Sept. 2015 bis 10. Jan. 2016 Leben nach Luther. Eine Kulturgeschichte des evangelischen Pfarrhauses 6. Sept. 2015 bis 17. Jan. 2016 Weil wir Mädchen sind ... Mädchenwelten in Afrika, Asien und Lateinamerika 17. Sept. 2015 bis 15. April 2018 Richard Löwenherz

Kunstverein Speyer Kulturhof Flachsgasse 3, Speyer Do-So 11-18h bis 19. Juli 2015 Dirk Klose: Selbstbilder, Weltbilder, Goldbilder / Werke 1995-2015 24. Juni bis 6. Sept. 2015 Max Kaminski: Wagnis Wahrheit 40 Jahre Max Kaminski Vernissage 24. Juli 2015, 19h 20. Sept. bis 1. Nov. 2015 70 Jahre Pfälzer Sezession Vernissage 20. Sept. 2015, 11h

VIERNHEIM Kunstraum Gerdi Gutperle Heidelberger Straße 9, Viernheim Fr-So 14-18h bis 9. Aug. 2015 Eva Bur am Orde, Ulrike Israel: FIGUR UND FARBE (Malerei, Skulptur) 22. Sept. bis 17. Nov. 2015 Beatrice Harder, Falk Kastell: Human Landscapes 2


kunsträume der REGION VÖLKLINGEN Weltkulturerbe Völklingerhütte Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur Völklingen/Saarbrücken täglich 10-19h bis 1. Nov. 2015 UrbanArt Biennale® 2015 25. Juli 2015 bis 3. April 2016 Schädel - Ikone. Mythos. Kult.

WALLDORF Künstlergruppe Walldorf Rathaus, Nußlocher Straße 45, Walldorf Mo, Di, Do 7:30-14:00h, Mi 7:30-18:30h, Fr 7:30-13:00h 18. Sept. bis 21. Okt. 2015 Gottfried Keim zum 80. Geburtstag: Kunst für einen guten Zweck Vernissage 17. Sept. 2015, 19h

SAP AG Internationales Schulungszentrum Dietmar-Hopp-Allee 20, Walldorf Mo-Fr 10-20h, 12-17h bis 24. Juli 2015 Thinking Acting Reflecting 4.0

WEINHEIM Kulturbüro der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH 15. und 16. Sept. 2015 5. Denkfest in Weinheim: Save the Date! weitere Infos: www.m-r-n.com/denkfest

Kunsthaus Klüber Hauptstr. 58, Weinheim Di-Fr 10-13h, 14-18:30h, Sa 10-15h bis 5. Juli 2015 Sonja Koczula, Kirsten Brünjes (Malerei, Skulptur)

Museum der Stadt Weinheim Amtsgasse 2, Weinheim Di-Do, Sa 14-17h, So 10-17h bis 13. Sept. 2015 Eta Bender: Oden: Bücher - Bilder - Noten

Volksbank Weinheim Bismarckstraße 1, Weinheim Mo-Fr 8:30-16h, Do 8:30-18h bis 2. Juli 2015 Andreas Trautwein: Fragmente 10. Juli bis 12. Sept. 2015 Joachim Lehrer, Bernhard Apfel: Phantastische Welten (in Kooperation mit dem Kunstförderverein Weinheim) Vernissage 10. Juli 2015, 18h 22. Sept. bis 20. Nov. 2015 Sebastian Gahntz

Volkshochschule Weinheim Luisenstrasse 1, Weinheim Mo-Fr 9:30 bis 12:30h, Mo, Mi, Do 16-18:30h bis 17. Juli 2015 Florian Till Franke von Krogh: Landschaft Vom Abbild zur Abstraktion 16. Sept. bis 4. Dez. 2015 Thomas Theis: Innen ist außen Vernissage 16. Sept. 2015, 19h

WIESLOCH Akademie im Park (Haus 74) Psychiatrisches Zentrum Nordbaden Heidelberger Straße 1a, Wiesloch Mo-Fr 9-17h bis 18. Sept. 2015 Sonja Scherer, Ellis Neu: ... am Ufer, flüchtige Skizzen

WORMS Nibelungenmuseum Fischerpförtchen 10, Worms Di-Fr 10-17h, Sa, So, Feiertag 10-18h seit 8. Nov. 2014 Wagners “Ring”

Kunstverein Worms Renzstraße 7-8, Worms Mi 18-20h, Fr-So 15-18h 19. Juli bis 16. Aug. 2015 Florian Süssmayr 13. Sept. bis 11. Okt. 2015 Björn Schülke: Kinetische Objekte

Museum Heylshof Stephansgasse 9, Worms Di-So 11-17h bis 12. Juli 2015 Kunsthochschule Mainz - Klasse für künstlerische Fotografie: Prunkversuche. Annäherung an Schinken 2. Aug. bis 27. Sept. 2015 Kai Wiesinger, Franziska Stünkel, Elias Wessel: Sichtbarkeiten Vernissage 2. Aug. 2015, 16h

Museum der Stadt Worms Andreasstift, Weckerlingplatz 7,Worms Di-So 10-17h 2. Aug. bis 27. Sept. 2015 Kai Wiesinger, Franziska Stünkel, Elias Wessel: Sichtbarkeiten Alle Termine ohne Gewähr.

Bildnachweise Rico Scagliola & Michael Meier, Filmstill aus Double Extension Beauty Tubes, 2010, 360° Multimedia Installation, © Rico Scagliola & Michael Meier. Collection Fotomuseum Winterthur / Ai Weiwei, Ai Weiwei: Provisional Landscapes, 2002 – 2005 (Detail), Courtesy der Kunstler und Galerie Urs Meile, Beijing-Lucerne / Trevor Paglen, Hauptquartier der National Security Agency in Fort Meade, Maryland © Trevor Pageln, courtesy Galerie Thomas Zander, Köln / Altman Siegel Gallery, SanFrancisco / Metro Pictures, New York / Stefanos Tsivopoulos, Stefanos Tsivopoulos: History Zero, 2013, Videostill, Courtesy der Kunstler und Kalfayan Galleries, Athens – Thessaloniki /Marten Georg Schmid, Vier Kammern / Philipp Morlock, Der Sockel als Denk-Mal, Foto: WortBildKultur UG (haftungsbeschränkt) / Sebastian Kuhn, Rorschachtelephone, Foto: Thomas Henne / Bastian Gehbauer, Gewächshaus | www.bastiangehbauer.com, Courtesy of Entrepreneur 4.0 Award/©Bastian Gehbauer / UPART Galerie, Foto: WortBildKultur UG (haftungsbeschränkt) / Heidy Stangenberg-Merck, Bei Wasili, Öl, 2000 Foto: WortBildKultur UG (haftungsbeschränkt) / Clapeko, Brazil, Acryl auf Cotton Duck, 100 x 360 cm, 2000, Clapeko, B-760/99/07, Acryl auf Cotton Duck, 200 x 200 cm, 1999, Foto: Walter Or-

then aus Heidelberg / Stefan Kindel, Barke, Foto: Uwe Reifenstahl / Burghard Müller-Dannhausen, "12-6-2", Acryl auf Leinwand, 85 x 80 c, 2012. Alle Rechte der Bilder verbleiben beim Künstler / Dietmar Brixy, Surprise, 2015, Öl auf Nessel, 120 x 140 cm. / Patricia Waller:, Dionaea muscipula: Wolle, Styropor Kunststoff, Draht; Häkelarbeit; 70 x 80 x 65 cm; 2013 / Königin Duckfretete, Kalkstein und Gips, H 350 mm, © interDuck / Linoldruck, Foto: Armin Liebscher / Robotlab, The big picture, 2014 © Robotlab / Markgräfliches Palais, Innenraumperspektive Treppenhalle Obergeschoss, Friedrich Weinbrenner, 1798–1814; digitale Rekonstruktion: Dr.-Ing. Julian Hanschke, KIT / Thomas Bohle, Österreich, Gefäßskulptur 2015, Foto: Thomas Bohle / Gisela Hoffmann, Raumlinie 26, Gewebe, 2013, 144 x 58 x 42 cm / Ludwig Wilding, „Kinetisches Objekt“, 1967, serigraphiertes Plexiglas über serigraphiertem Karton in weißem Plexiglaskasten, 50,3 x 50,3 x 4,8 cm, Foto: Sebastian Fath Contemporary / Astrid S. Klein, "Disparaître dans la nature - to decamp, to desert, to evaporate - das Weite suchen, verduften" / Reinhard Kleist, Blatt aus der Graphik Novel „Der Boxer“, 2012 /Bernhard Apfel, Mediale Gegenwart, 2009, Zirbelkiefer gefasst, Foto: Bernhard Apfel / Edwin Scharff, Bildnis der Schauspielerin Anni Mewes, Bronze, 1917 / Lynn Schoene, Installation: In search of a safe haven, (Gmünder Kunstsverein 2010) / Franziska Stünkel: All the stories 15, 2011/2012, Digitale Farbfotografie, Diasec, 148 x 222 cm / Thomas Theis, M1427,„Verbrannte Erde“, 08/14, 110 x 170 cm Rauputz / farbige Dispersionen / Acrylsprühfarben auf weiß grundierter Jute, Foto: Thomas Theis /Barbara Armbruster 'Alphaleuchten, 2013, 60 x 70 cm, Foto: Barbara Armbruster / Judith Boy, Kleiderkunst, 2014 / 20150523Helga Modrow Titel: Skulptur von Rüdiger Krenkel, Strudel, SkulpturenSymposium 2013 in Hemsbach (Copyright by Helga Modrow)

Impressum Herausgeber: art-media-edition-Verlag Insel 3, D-79098 Freiburg Tel. +49 (0) 761/ 8 81 74 76, Geschäftsführung: Björn Barg, Projektleitung / Redaktion: Wort.Bild.Kultur. UG (haftungsbeschränkt) Druck: ColorDruck Solutions GmbH 69181 Leimen/Germany

redaktion@kunstraum-metropol.de Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe: Barbara Armbruster, Dr. Barbara Gilsdorf, Roland Heinzmann M.A., Dr. Melanie Klier, Dirk Martin, Caroline Messelhäußer, M.A., Ingrun Salzmann, Christine Schön M. A. Auflage 7.000 / kunstraumMETROPOL liegt in ausgewählten Museen und Kunsträumen aus.

Nächste Ausgabe: Oktober, November, Dezember 2015 Anzeigenschluss: Do. 28.08.2015 Erscheinungstermin: 21 Tage nach Anzeigenschluss kunstraumMETROPOL 43


kunstraumMETROPOL 3Q 2015  

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