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Schüler 19 // Goldschmiedin 19 © Beate Rose LIEBE, 21.3 - 29.6.2014 , www.wilhelmhack.museum

APRIL MAI JUNI

2014


LIEBE WILHELM-HACK-MUSEUM Ludwigshafen am Rhein bis 29.06.2014

kunstraumHEIDELBERG

kunstraumMANNHEIM

4 Franz Bernhard Zeichen für das Wesen Mensch 8 CLAPEKO Willibald-Kramm-Preis 2014 16 Fremd Ausstellungsprojekt im Forum für Kunst, Heidelberg 17 Eine Stadt bricht auf Heidelbergs wilde 70er 21 Lynn Schoene Die Sprache des Materials 34 K.O. Götz Zum 100. Geburtstag 34 Peter Robert Keil Werkverzeichnis im Aufbau

14 Otgonbayar Ershuu Tsenher Ulaan 18 Corpi di Reato Die (un)heimlichen Spuren der italienischen Mafia 19 20 Jahre Welde-Kunstpreis Retrospektive 19 Damaris Odenbach New Works – Konstruktion der Illusion 23 ZwischenRäume Malerei und Grafik von Marita Mattheck 26 10 Jahre Galerienverband Rhein-Neckar Gemeinsam für die Kunst 28 Strümpfe – The Supper Art-Club Die etwas andere Galerie 34 Susanna Taras Wandarbeiten

kunstraumKAISERSLAUTERN 6 Faszination Auto Das mpk zeigt Arbeiten von Stefan Rohrer

kunstraumSCHWETZINGEN 7 Schleudertrauma Stefan Rohrer in Schwetzingen

kunstraumLADENBURG 20 Licht und Energie Künstler der Galerie und Neuentdeckungen

kunstraumWEINHEIM

10 Zeichen der Zeit - Spuren eines Lebens Das sensibilisierte und selbstbewusste Individuum in Jacqueline Diffrings Skulptur

23 Johann Büsen Twisted Signs 35 Tanja Röth Kunst als Ausdruck des Lebens

imGESPRÄCH

kunstraumNEUSTADT

kunstraumGRÜNSTADT

editorial

The Art of Electric Guitars International gefragter Gitarrenbauer Jens Ritter zeigt Instrumente 25 Alexandra Hendrikoff Metamorphosis 27 Galerie Aspekt zeigt Keramische Kunst Eva Rumpf, Martin Möhwald, Clarissa Capelle und Julius Pittroff

Liebe Leserinnen, lieber Leser,

kunstraumHEPPENHEIM

12 Mit Kunst Dialoge schaffen Vision eines jungen experimentellen Museums

es wird heller. Der Winter, bislang ein eher kalendarisches Ereignis, wird sich wahrscheinlich unbemerkt am 19. März verabschieden. Umso entschiedener der „Kunstfrühling“ mit zwei außergewöhnlichen Ausstellungen. Ab 18. Mai präsentiert der Skulpturenpark Heidelberg e.V. elf Großplastiken des im letzten Jahr verstorbenen Bildhauers Franz Bernhard. Das weitere „must see“ – die Ausstellung „Tracer une Émotion“, die den Arbeiten der Bildhauerin Jacqueline Diffring gewidmet ist. Zu sehen im KunstKabinettImTurm ab 4. Mai. Björn Barg Herausgeber

25

30 André Butzer und Thomas Winkler … erstmals im Dialog

kunstraumHIRSCHBERG 31 Wagner im Spiegel der Zeit 12. Hirschberger Kulturtage

kunstraumLANDAU 32 KOPFKUNST – KUNSTKOPF Mit allen Sinnen

kunstraumBAD BERGZABERN 33 Was bleibt? Gemaltes und Gezeichnetes 35 AUSSTELLUNGEN 39 Bildnachweis und Impresssum

kunstraumMETROPOL 3


kunstraumHEIDELBERG

FRANZ BERNHARD ZEICHEN FÜR DAS WESEN MENSCH

künstlerischen Schaffen den Menschen reflektiere: „Bei den Klassikern findet Abstraktion statt, also eine Bewegung weg von der Figur. In meiner Arbeit vollzieht sich die Bewegung eher in umgekehrter Richtung, also als Bewegung vom Ding zur Figur.“ Für ihn war es wichtig, seine Plastiken als eine „dinghaft-autonome“ Form „abseits eines figürlichen Illusionismus“ zu entwickeln und zu gestalten. Er kehrt den Abstrahierungsprozess der Moderne um und fertigt aus reduzierten Formen seine plastischen Arbeiten als „anthropomorphe Zeichen“, die er mitunter als Liegende, als Stehende, als Sitzende betitelte. Für Bernhard ist die „Form alles“, und dem Künstler gelingt es in jeder der ausgestellten Plastiken, einer künstlerisch intendierten „Bewegung, die als belebendes Moment die Figur durchzieht und sie trägt“, Ausdruck zu verleihen. Durch eine asymmetrische Anordnung der Formelemente zueinander entstehen eine intensive innere Spannung und eine raumgreifende Dynamik. Die einzelnen additiv aneinandergefügten Teile stehen in einem ausbalancierten Verhältnis von Masse und Volumina, von Gewicht und Gegengewicht, wodurch Bernhards figurative Zeichen lebendig wirkende Silhouetten erhalten und oftmals einen leicht schwebenden Eindruck vermitteln. Den zentralen Aspekt seiner künstlerischen Zielsetzung beschrieb Bernhard wie folgt: „Es geht mir nicht um das Erarbeiten eines ‚Abbildes‘, sondern um die Realisation eines ‚Bildes‘. (…) Das Bild lebt aus sich selbst.“ Deshalb bewegt sich die Rezeption seiner Plastiken zwischen Assoziationen zum menschlichen Körper und eigenen, freien Formschöpfungen des Bildhauers.

Franz Bernhard, Labiler Kopf 1995, Corten-Stahl

Der Bildhauer Franz Bernhard hätte in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiern können. Der Verein der Freunde und Förderer des Skulpturenparks Heidelberg e.V. würdigt und ehrt den Künstler mit einer Ausstellung, an deren Planung und Konzeptionierung er noch beteiligt war, bevor er im vergangenen Jahr verstarb. Bernhards umfangreiches und zeitlebens hochgeschätztes bildhauerisches Werk bewegt sich zwischen Figur und abstrahierter, freier Form, was die elf ausgewählten Großplastiken eindrucksvoll verdeutlichen, die vom 18. Mai bis zum Oktober 2014 auf dem Gelände der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg präsentiert werden. Bernhard, der zu den wichtigsten deutschen Bildhauern der Nachkriegszeit zählt, betonte ganz dezidiert, dass er mit seinem

• Franz Bernhard 18. Mai bis 26. Oktober 2014 Skulpturenpark Heidelberg www.skulpturenpark-heidelberg.de 4 kunstraumMETROPOL

Ein weiterer wesentlicher Punkt in Bernhards Kunstschaffen sind die Werkstoffe, denen er den Vorzug gab: Metall und Holz. Die gezeigten Exponate bestehen aus Corten-Stahl. Bei all seinen Plastiken ist der Herstellungsprozess nachvollziehbar, weil der Künstler die Werkzeugspuren, die Schweißnähte und die freiliegenden Schraubenköpfe stehen ließ, da „keinesfalls die Oberflächenstrukturen ästhetisch kalkuliert sind. Sie ergeben sich von selbst während des Arbeitsprozesses. So wie die Sache gemacht ist, sieht sie eben aus und so sieht man sie, und das, was an der Sache gemacht ist, ist ebenfalls ablesbar.“ Der erzählerische Moment der Gestaltung und der Bearbeitung ist durchaus vom Künstler beabsichtigt, womit er den originären und individuellen Charakter seiner Plastiken noch zusätzlich steigerte. Franz Bernhard wurde am 17. Januar 1934 im südböhmischen Neuhäuser/Nové Chalupy geboren. Er studierte von 1959 bis 1966 an der Kunstakademie Karlsruhe bei Wilhelm Loth und Fritz Klemm. Ab 1972 bis 2013 lebte und arbeitete er im vorderpfälzischen Jockgrim. Seit 1965 wurde Bernhards Werk in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. 1977 nahm er an der ‚documenta 6‘ teil. Seine Arbeiten befinden sich in zahlreichen wichtigen privaten und öffentlichen Sammlungen. Mit großformatigen Stahlskulpturen ist er vielfach im öffentlichen Raum präsent. Er hat zahlreiche Preise und Ehrungen erhalten, war Mitglied der Akademie der Künste Berlin (1990-1992) und langjähriger erster Vorsitzender des Künstlerbundes Baden-Württemberg (1994- 2001), dessen Ehrenvorsitzender er gewesen ist. Dirk Martin Franz Bernhard, Sitzende Figur, 2006, Corten-Stahl


kunstraumKAISERSLAUTERN

Stefan Rohrer, Yellow Arrow, 2011, Auto, Stahl, Lack, Kunststoff

FASZINATION AUTO DAS MPK ZEIGT ARBEITEN VON STEFAN ROHRER Auch nach über 125 Jahren Geschichte ist das Auto noch immer alles andere als ein gewöhnlicher Alltagsgegenstand. Vielmehr ist es ein moderner Mythos, ja gar ein Fetisch. Begriffe wie Freiheit, Unabhängigkeit und Mobilität bleiben trotz aller Widrigkeiten wie Umweltschäden, Verkehrsinfarkt und Unfallstatistiken noch immer untrennbar mit ihm verbunden.

• Stefan Rohrer DREHMOMENTe 7. Juni bis 7. September 2014 Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern www.mpk.de 6 kunstraumMETROPOL

Diese Ikone unserer Konsumgesellschaft ist wesentliches Thema im Werk des Stuttgarter Künstlers Stefan Rohrer, dem das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) diesen Sommer unter dem Titel „DREHMOMENTe“ erstmals eine museale Einzelausstellung widmet. Rohrer modelliert aus Autokarosserien, Motorrollern und Modellautos unverwechselbare Skulpturen. Mit größter handwerklicher Finesse nimmt er sie auseinander, um sie in gänzlich anderer Form wieder auferstehen zu lassen. Er streckt, dehnt, verjüngt und verformt sie zu dynamischen Gebilden, die elegant geschwungen in den Raum ausgreifen, gleichsam abheben und aus der Bahn geraten: Hier schnellt ein Opel Kadett durch den Raum, dort vollzieht eine Vespa kunstvolle Salti. Rohrers faszinierende Skulpturen erzählen Geschichten, die sich wie im Zeitraffer vor den Augen des Betrachters materialisieren. Geschwindigkeit wird anschaulich gemacht, ja regelrecht eingefroren. Zugleich thematisieren die hochglanzpolierten Arbeiten die Schattenseite der schnellen Fortbewegung – den Unfall. Doch dies wird durch die spielerische Leichtigkeit und Unbeschwertheit, die seine Werke ausstrahlen, verschleiert. Als Ausgangsobjekte wählt Stefan Rohrer gern Fahrzeuge und Modelle, die beim Betrachter besondere Emotionen wecken. Wer hat noch nie in einem VW Käfer oder auf einer Vespa gesessen, wer noch nie von einem Porsche geträumt? So sind die farbenfrohen


kunstraumSCHWETZINGEN

SCHLEUDERTRAUMA STEFAN ROHRER IN SCHWETZINGEN Jedes Jahr inszeniert der Kunstverein Schwetzingen eine große Sommerausstellung in der Orangerie im Schlosspark Schwetzingen und man darf zu Recht sehr gespannt sein, was der Kunstverein zeigen wird. Dieses Mal ist es den Kuratoren Dr. Dietmar Schuth und Christian Scheffel gelungen, den großartigen Stuttgarter Bildhauer Stefan Rohrer nach Schwetzingen einzuladen. Stefan Rohrer gehört zu den interessantesten jüngeren Bildhauern der Szene. Vertreten durch die Galerie Scheffel (Bad Homburg) zählten seine Arbeiten zu den spektakulärsten Eyecatchern der art Karlsruhe 2013. In Schwetzingen wird er den riesigen Raum der Orangerie wie auch einen kleinen Teil des wunderbaren Rokokoparks mit seinen transformierten Automobilen füllen. Dazu gehört ein froschgrüner Mini-Cooper auf drei Rädern, der lieber eine Blume sein möchte und so sehr beziehungsreich in das Ambiente der Orangerie passt, die ja nach wie vor als Winterquartier exotischer Pflanzen fungiert.

Stefan Rohrer, Miniatus Floridus, 2012, Auto, Stahl, Lack

Skulpturen zugleich Träger persönlicher Erinnerungen und Wünsche, die wir mit dem Auto verbinden. In einer innen und außen handvergoldeten Karosserie eines Porsche 911 wird die Mythologisierung des Automobils zugleich manifest und auf die Spitze getrieben. Stefan Rohrer ist von Kindesbeinen an begeistert von Autos. Diese Leidenschaft hat er während seines Kunststudiums an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle an der Saale und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart neu entdeckt. Wo immer seine Skulpturen gezeigt werden, rufen sie Begeisterung hervor. Arbeiten von ihm waren beispielsweise 2011 und 2013 im Rahmen der international beachteten Skulpturenbiennalen Blickachsen 8 und 9 in Bad Homburg sowie der letztjährigen art Karlsruhe zu sehen. In einer groß angelegten Ausstellung stellt das mpk das Schaffen Rohrers in einem repräsentativen Überblick vor. Im Innen- und Außenbereich werden neben Skulpturen auch Grafiken und Videokunst gezeigt. Begleitet wird die Schau von einem anspruchsvollen Rahmenprogramm, zu dessen Höhepunkten ein Autokino vor dem Museum Pfalzgalerie gehört. In Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Schwetzingen erscheint ein umfangreicher Katalog. Sebastian Steinhäußer

Ein anderes Auto hat keine solchen Morgenblütenträume und präsentiert sich eher als technoide Phantasie. Mit seiner extrem in die Länge gezogenen Karosserie wird es sich über zehn Meter durch die Halle ziehen. Diese Stretchlimousine ist immer noch ein Auto, das freilich von keinem deutschen TÜV eine Zulassung bekäme. Es ist zum Kunstwerk mutiert, das - wie einst im Futurismus der 1920er Jahre - Bewegung und Zeit in einem Moment festhält. Wie auf der Überholspur einer Autobahn zischt es aus einem toten Winkel am Betrachter vorbei und steht dennoch als massive Blechplastik fest auf dem Boden der Realität. Irritierend sind auch die zweirädrigen Objekte des Stefan Rohrer, die alle wie aus Gummi erscheinen oder von einem digitalen Bildbearbeitungsprogramm gestretcht. Und doch stellen sie sehr aufwendige Schweiß- und Lackierarbeiten dar. So erscheinen Rohrers Motorroller wie um einen Laternenpfahl gewickelt. Das mag als eine geniale, weil absolut sichere Wegfahrsperre erscheinen oder aber an einen tragischen Verkehrsunfall mit Schleudertrauma erinnern. Auf jeden Fall sind diese Objekte absurd und erfreuen durch ihre anarchistische Phantasie in einer Welt, die wahrlich keinen Spaß versteht. Hinzu kommen weitere Objekte und Videoarbeiten von Stefan Rohrer, die alle mit unserer Wahrnehmung spielen und alltäglichen Dingen eine subversive und surreale Metamorphose bereiten. 1968 in Göppingen geboren, ließ Rohrer sich zum Steinmetzmeister ausbilden und studierte Bildhauerei an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle und an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Werner Pokorny und Prof. Micha Ullman. In der Region wurde er bekannt durch sein Stipendium im Kommandantenhaus Dilsberg 2009. (red) • Stefan Rohrer Schleudertrauma 3. Mai bis 1. Juni 2014 Kunstverein Schwetzingen, Orangerie Schloss Schwetzingen www.kunstverein-schwetzingen.de kunstraumMETROPOL 7


kunstraumHEIDELBERG

CLAPEKO 2013, Acryl auf Cotton Duck

CLAPEKO WILLIBALD-KRAMM-PREIS 2014

Der 1940 in Leipzig geborene und in Nußloch beheimatete Maler CLAPEKO van der Heide ist für sein künstlerisches Werk mit dem Preis der Heidelberger Willibald-Kramm-Stiftung ausgezeichnet worden. CLAPEKO, dessen außergewöhnliche malerische Position in all ihrer Vielschichtigkeit der Konkreten Kunst zuzuordnen ist, gehört seit Jahrzehnten zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der Metropolregion Rhein-Neckar.

Überregional stark beachtete Einzelausstellungen – u.a. im Heidelberger Kunstverein (1993), im ARSENAL Metz (1998), im Kunstkreis Südliche Bergstraße Wiesloch-Walldorf (2003), auf der art Karlsruhe (2006) oder im Museu Municipal Amadeo de Souza Cardoso in Amarante, Portugal (2011), machten seine Kunst einem breiten Publikum zugänglich. Zahlreiche öffentliche Ankäufe und Aufträge begleiten sein künstlerisches Schaffen.

Eindrucksvolle Kunstzeichen im öffentlichen Raum In der Technologieregion Karlsruhe sorgen gleich zwei Kunstwerke im und am Bau für Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum: Zum einen ein zwölf Meter langer Fries aus Meissner Porzellan für den Konzernsitz des Energieversorgers EnBW in Karlsruhe (2000), bei dessen Komposition mit dem Titel „Geordnete Kraft“ CLAPEKO in der ihm eigenen unverwechselbaren Bildsprache „geometrischordnende Farben als gestalterische Kräfte“ zum Einsatz bringt. Zum anderen eine 18 Meter hohe „Große Mandorla“ (2006) aus 240 handbemalten Keramikplatten an der weißen Außenfassade des Heizwerks Ahaweg der Stadtwerke Karlsruhe zum Innenhof der Karlsruher Majolika Manufaktur. Das größte Kunstwerk der Region symbolisiert – so der Künstler – „einen roten Energiestreifen, der eine geordnete Kraft in kontrollierter Bahn ausdrückt“ und durch ein nahezu freischwebendes mandelförmiges Objekt, der Mandorla, „die unendliche Weite des Kosmos vor das geistige Auge ruft“.

• CLAPEKO 14. Mai bis 31. Juli 2014 Rechtsanwälte Tiefenbacher Heidelberg 8 kunstraumMETROPOL

Auch in anderen Regionen der Republik finden CLAPEKOS Arbeiten Beachtung: so stellt ein fünfteiliges, einheitlich 1,40 Meter hohes und 9,67 Meter breites Wandbild (Gesamtlänge mit Zwischenräumen 10,39 Meter!) im Casino des Technischen Zentrums der Deutschen Bank AG in Leipzig (1995) seine Souveränität im Umgang mit überdimensionalen Formaten eindrucksvoll unter Beweis.


Die mitunter durch (sich) überlagernde Leinwände dreidimensional anmutenden Arbeiten will CLAPEKO jedoch nicht als Reliefs, sondern vielmehr als „Plastische Malerei“ verstanden wissen. Als jüngstes Werk im öffentlichen Raum ist das achtteilige „Große Kreisbild II“ entstanden, das im Foyer des 2013 eröffneten Ärztezentrums in Weinheim hängt. Aber selbst auf kleinsten Formaten und Wandobjekten weiß CLAPEKO zu überzeugen: Wer seine Ausstellungen besucht – welche er zumeist selbst hängt – kann erfahren, dass so manche, nur Quadratzentimeter große Arbeit in ihrer malerischen Kompaktheit und Strahlkraft durchaus einer mehrere Quadratmeter umfassenden Leinwand die Waage halten kann!

Der Maler als Plastiker Der im Umgang mit ganz unterschiedlichen Materialien, Farben und Formen äußerst experimentierfreudige Künstler ist ständig auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. So hat er sich in den letzten Jahren vermehrt der Plastik zugewandt und damit eine ganz neue Werkgruppe erschlossen. Gleich seinen Bildern wohnt auch seinen Plastiken eine geballte Kraft inne, deren Energie sich allerdings weniger in der Farbe als vielmehr in der spannungsvollen Anordnung verschiedener Röhrenelemente aus Pappe entlädt, aus denen er bevorzugt seine dreidimensionalen Raumobjekte „baut“.

Der Maler als Lehrer Aber nicht nur als Künstler, sondern auch als Lehrer ist CLAPEKO gefragt und aktiv: Seit den 1980er-Jahren engagiert er sich in der Pädagogischen Kunstvermittlung, sei es in der Erwachsenenbildung an der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe (seit 1982), als Dozent der Freien Kunstschule Rhein-Neckar in Mannheim (1988 – 1995) oder im Rahmen eines Lehrauftrages an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, deren akademischer Zeichenmeister er seit 1992 ist. Gerne gibt er sein Wissen auch auf Workshops weiter, zuletzt an junge Maler im portugiesischen Amarante, einer Partnerstadt der Großen Kreisstadt Wiesloch.

Willibald-Kramm-Preis Der mit 2.500 Euro dotierte Willibald-Kramm-Preis wird jährlich an bildende Künstlerinnen und Künstler aus der Kurpfalz vergeben. Der bereits 1970 von den ehemaligen Inhabern des Heidelberger Restaurants Sole d’Oro, Guido Giordano und Francesco Guarni gegründete Preis wird zurzeit von der Manfred-Lautenschläger-Stiftung finanziert. Unter den bisherigen Preisträgern finden sich Namen wie Walter Gillich, Margarete Krieger, Bodo FL Bremer und Milan Chlumsky (dokumentiert in: Korz, Karl: 40 Mal Willibald-Kramm-Preis. – Heidelberg 2012 (Willibald-Kramm-Stiftung). Mit der Verleihung des 42. Willibald-Kramm-Preises an CLAPEKO van der Heide wird dem mit angesehenen nationalen und internationalen Stipendien (u.a. der Studienstiftung des Deutschen Volkes, für die Villa Massimo, Rom, und die Cité Internationale des Arts, Paris) mehrfach ausgezeichneten Preisträger nunmehr die verdiente, längst überfällige regionale Ehrung zuteil. Die Preisverleihung geht einher mit einer Ausstellung im Gebäude der Heidelberger Anwaltskanzlei Tiefenbacher, Sitz der Willibald-Kramm-Stiftung. Roland Heinzmann M.A. CLAPEKO, „Große Mandorla“ – Karlsruhe 2006 kunstraumMETROPOL 9


kunstraumGRÜNSTADT

Jacqueline Diffring, Supprimer les pensées statiques, 2011, Bronze

Jacqueline Diffring, Figure assise, 1980, Bronze

ZEICHEN DER ZEIT - SPUREN EINES LEBENS Das sensibilisierte und selbstbewusste Individuum in Jacqueline Diffrings Skulptur Wenn man sein Leben in einem Kunstwerk darstellen könnte, wie würde es aussehen? Eine Frage, die auf der Tatsache beruht, dass sich unterschiedliche Lebensabschnitte von Künstlern in ihren Werken widerspiegeln. Nicht ohne Grund spricht man von Früh- und Spätphase - wie bei der Bildhauerin Jacqueline Diffring. Ihre Werke sind lebendig, harmonisch und bodenständig - aber vor allem biografisch. Mit den Händen aus dem Ur-Material geformt, oft der Erde entwachsen und in Bronze gegossen, handelt es sich um volumenträchtige Gebilde mit traditionellen, aber vor allem persönlichen Bildhauerthemen. Verfolgt man das Oeuvre der 1920 in Koblenz Geborenen, ist zu Anfang ihrer künstlerischen Laufbahn stets die Rede von ihrem wichtigsten Lehrer: Henry Moore. Er intensivierte ihr Wissen in Bildhauerei nachdem sie von Deutschland nach London auswanderte. Hier besuchte Diffring von 1946 bis ‘48 die Chelsea School of Art. Moores Einfluss ist zu Beginn ihres Kunstschaffens zu beobachten, wird von der mittlerweile 94-Jährigen aber nicht einverleibt. Ihr Skulpturenstil ist eigenständig und ihren verschiedenen Lebensphasen gehuldigt.

Ihre Skulpturen werden abstrakter, bleiben aber weiterhin figürlich. Wachsen in Masse und Raum. Den Volumenzuwachs setzt die britische Staatsbürgerin gleich mit einer geistigen Einstellung zur Welt mit einem Körperbewusstsein gegenüber der Außenwelt. Ihre Werke wirken archaisch wie kleine Götterstatuen: kraftvoll, auf das Wesentliche reduziert, geschlechtslos und ohne individuelle Züge. Sie sind Zeugnisse allgemeingültiger, kollektiver Themen, Erfahrungen und Gefühlszuständen, die jeder Betrachter ohne Diktat nachvollziehen kann. Die Auseinandersetzung mit Idee und Emotion gewinnt bei Diffring mit den Jahren an Bedeutung. Dies zeigt sich vor allem in ihren Titeln wie „Suche nach einem verborgenen Gleichgewicht“. Während bei Henry Moore der Fokus auf der Vorskizze und Form liegt, ist für die Künstlerin das Grundthema essentiell, aus dem ohne Vorzeichnung die Form erwächst. Ebenso wichtig ist ihr die Ausgangsfrage: Ist etwas aufrecht, positiv oder negativ? Hoch, schlank oder breit? Verspürt die Künstlerin selbst ein gutes oder weniger gutes Gefühl beim gewählten Thema? Es ist also keine skulpturale Frage, die sie antreibt, sondern eine persönliche.

Werke der 1970er und ‘80er Jahre weisen ein starkes Interesse am Ausdruck der menschlichen Figur auf. Der Mensch steht im Fokus. Meist mit geöffneten, beobachtenden Augen und großen, aufnehmenden Ohren - innehaltend, um den Außenraum aufzunehmen. Klassische Themen mit Titeln wie „Sitzende“ oder „Liegende“ führen schließlich zu einer freieren, einer persönlichen Themenentwicklung.

Ihre Formen wachsen aus Emotionen, wodurch auch die Oberflächenbehandlung eine Änderung erfährt. Vorher glatt und mit einem Messer behandelt, tragen sie später eine haptische, mit den Fingern geformte Struktur, die durch Licht- und Schatteneinfall lebendig erscheinen. Lebendig auch, weil - anders als bei Moore - Diffrings Figuren mehransichtig sind und sie damit einen vitalen Dialog mit dem Betrachter eingehen.

Den Unterschied zu ihrem Spätwerk erklärt die Künstlerin mit ihrem inneren Wachsen und ihrer Lebenserfahrung. Ihren künstlerischen Wandel sieht sie aber nicht als eine automatische Veränderung an. So beginnt die seit den ‘60er Jahren in Südfrankreich Ansässige sich mehr für Beziehungsgefüge und deren Interpretation in Material zu interessieren. Jacqueline Diffring stellt sich dabei die Frage, inwieweit man sich voneinander entfernen kann, ohne dass die innere Verbindung abreißt. Ein Zusammenhang zur elterlichen Beziehung wird deutlich, welche durch die nationalsozialistischen Repressalien einen Riss einbüßen musste.

Eine Auswahl Jacqueline Diffrings Werke kann im Mai dieses Jahres erstmals nach fast 40 Jahren in Rheinland-Pfalz in der Ausstellung „Tracer une Émotion“ im KunstKabinettimTurm bewundert werden. Julia Laukert M.A. • Tracer une Émotion 4. Mai bis 25. Mai 2014 KunstKabinettImTurm, Grünstadt-Sausenheim Zur Ausstellung erscheint ein Katalog und eine Bronze-Edition, „Jazz”, 2013. www.kunstkabinettimturm.de

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KUNSTKABINETTIMTURM

Foto: Rainer Feser

"Fente intérieure", Bronze, 2013

TRACER UNE ÉMOTION

JACQUELINE DIFFRING BRONZEN • ZEICHNUNGEN

4.-25. MAI 2014

VERNISSAGE SO 4. MAI 2014, 11:00 UHR DIE KÜNSTLERIN IST ANWESEND.

LAUDATIO DR. EVA HAUSDORF KUSTODIN KUNSTHALLE BREMEN

KATALOGREIHE EMIL CIMIOTTI • MATSCHINSKY-DENNINGHOFF • KARL OTTO GÖTZ • ERICH KOCH FRANZ BERNHARD • ANNEMARIE AVRAMIDIS • MARKUS GRAF • HEINZ KREUTZ ANGELIKA VON SCHWEDES • BERND ZIMMER • JACQUELINE DIFFRING

KunstKabinettimTurm _________________________ Wolfgang Thomeczek _________________________

auf dem Anwesen Weingut Karl-Heinz Gaul Bärenbrunnenstr. 15 • 67269 Grünstadt/Sausenheim Tel.: 0171 5775690 • www.kunstkabinettimturm.de


imGESPRÄCH

René Zechlin, ab 1. Mai Direktor des Wilhelm-Hack-Museums, Ludwigshafen

MIT KUNST DIALOGE SCHAFFEN Vision eines jungen experimentellen Museums Noch pendelt René Zechlin zwischen Hannover und Ludwigshafen hin und her, doch gedanklich ist der künftige Direktor des WilhelmHack-Museums (WHM) schon längst angekommen. Daher wird es den klassischen ersten Arbeitstag – auf dem Papier der 1. Mai – aus seiner Sicht gar nicht geben. Es ist eher ein behutsames Einfühlen in das neue Umfeld, die Stadt und schließlich die Metropolregion. Im Gepäck hat der gebürtige Würzburger nicht nur Wissen; er studierte in Stuttgart Kunstgeschichte, Philosophie und Betriebswirtschaft und vielfältige Erfahrungen aus seiner Berufstätigkeit in Frankfurt, Irland und Hannover, sondern auch neue Ziele, Ideen und Visionen, um mit Kunst spannende Dialoge zu schaffen. Herr Zechlin, in naher Zukunft stehen ja nun doch größere Veränderungen an. Was hat Sie dazu bewogen den Kunstverein Hannover gegen ein Museum zu tauschen und damit eine Landeshauptstadt gegen die doch wesentlich kleinere Stadt am Rhein mit ganz anderem Publikum? Die Entscheidung für das Wilhelm-Hack-Museum und damit auch für Ludwigshafen ist für mich einfach ein folgerichtiger und interessanter Schritt in meinem Leben. Von jeher bildet die zeitgenössische Kunst einen Schwerpunkt meiner Arbeit. Sowohl während meiner Zeit im Frankfurter Kunstverein, als Kurator in Irland, als auch im Kunstverein Hannover. Jetzt eröffnet sich aber die interessante 12 kunstraumMETROPOL

Möglichkeit, unter Beibehaltung des Ausstellungsprogramms zur Zeitgenössischen Kunst im WHM, eine Anknüpfung an die klassische Moderne und Moderne der Sammlung zu entwickeln, quasi einen Dialog zu schaffen zwischen zeitgenössischer und historischer Kunst. Solche Dialoge reizen mich sehr, sind in einem Kunstverein so allerdings nicht immer möglich. Im WHM ist diese Zwiesprache schon im Haus verankert, denn zumindest optisch treffen Ausstellung und Sammlung ja stets aufeinander. ... und der geografische Wechsel? Ludwigshafen kenne ich bisher noch zu wenig – nur aus Beschreibungen von Leuten, die hier wohnen, die das WHM besuchen, aber auch von Künstlern, die hier bereits ausgestellt haben und meinen ersten Aufenthalten hier. Natürlich ist Hannover eine Stadt der Kunstpräsentation, mit Sprengel Museum, Kestnergesellschaft und Kunstverein ist sie gut bestückt mit moderner und zeitgenössischer Kunst, hat ein sehr kulturinteressiertes Publikum. Aber Ludwigshafen ist nicht die einzige Stadt in Deutschland, die eine interessante Kunstinstitution bietet, ohne selbst eine Metropole zu sein. Im Gegensatz zu Hannover liegt sie innerhalb einer großen Metropolregion und hierin sehe ich ungeheuere Potentiale. Das möchte ich entwickeln.


Das heißt, wir sprechen über eine neue Positionierung des WHM innerhalb der Metropolregion und auch darüber hinaus? Ich will das WHM als junges experimentelles Museum etablieren, was ein bisschen ein Widerspruch in sich ist. Denn ein Museum soll ja zunächst einmal erhalten und bewahren. Zeitgleich stehen aber Ausstellung und Sammlung im Spannungsfeld. Damit möchte ich arbeiten, nicht nur um den Dialog herbeizuführen, sondern mehr noch, direkt die Sammlung mit der Ausstellung verzahnen, um den Charakter eines jungen und lebendigen Museums zu entwickeln, welches sich dann langfristig von anderen Kunstinstitutionen wie beispielsweise der Kunsthalle absetzen soll und kann. Gleichzeitig ist mein Ziel, durch Besonderheit und Qualität des Programms Leute auch aus der Metropolregion ins WHM zu holen. Da gibt es große Potentiale in der Region, ein großes und interessiertes Publikum. Dazu zählen natürlich auch Kooperationen mit anderen Institutionen. Ich bin überzeugt, dass eine Kunst- und Kulturszene nur dann interessant wird, wenn es eine Vielfalt gibt und verschiedenste Bereiche abgedeckt werden. Niemand nützt eine monopolartige Monotonie. Ich sehe es als multiples Miteinander. Sie beginnen ja offiziell im Mai. Da ist das Ausstellungsprogramm ja erfahrungsgemäß schon in trockenen Tüchern. Wird man dennoch schon bald Ihre eigene Handschrift erkennen? Was planen Sie? Ja ich plane eifrig – ob einiges allerdings schon dieses Jahr umsetzbar sein wird, ist derzeit leider noch offen. Wie erwähnt beabsichtige ich Sammlung und Ausstellung viel enger zu verzahnen. Zum Beispiel habe ich den britischen Künstler David Shrigley eingeladen, hier auszustellen und zusätzlich die Sammlung und damit die

Kunstgeschichte an sich zu kommentieren. Das ist sicherlich ein Projekt, das die Idee des experimentellen Museums recht gut beschreibt. Shrigley, der für den Turnerpreis nominiert war, ist durch Gemälde, Skulpturen und Filme bekannt geworden, insbesondere aber durch seine comic-artigen Zeichnungen. Sicher auch ein etwas ungewöhnliches Projekt, vom dem ich durchaus denke, dass der ein oder andere sich fragen wird, ob das jetzt Kunst ist und ob das ganze Programm so werden wird. Eine andere Überlegung ist es, den Schwerpunkt Abstrakte Kunst wieder in den Vordergrund zu rücken und diesen Charakter hervorzuheben. In der gesamten Museumslandschaft muss man Schwerpunkte, ohne sich darauf zu beschränken, kommunizieren, um sie besser wahrnehmbar zu machen. Es geht mir darum das richtige Gespür für die Stadt und die Region zu finden, um dann eine passende Atmosphäre und verschiedene Angebote zu entwickeln, die Interessenten ins Museum ziehen. Erlauben Sie uns abschließend die eher persönliche Frage, woher Ihre Liebe zur Kunst kommt? Kunst spielt in meiner Familie eine große Rolle. Mein Vater war Kunstlehrer und selbst Künstler. Seine Bilder hingen bei uns daheim. In Ausstellungen zu gehen und Architektur anzusehen war einfach normal und hat meine Begeisterung dafür geweckt, was Kunst bietet. In der Jugend konnte ich mir sogar vorstellen, selbst praktisch tätig zu sein. Später habe ich mich aber dagegen entschieden und schon früh mit Künstlern zusammen gearbeitet. Daher dann auch mein Studium. im Gespräch mit kunstraumMETROPOL am 4. Feb. 2014

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kunstraumMANNHEIM Forschungsreisen, die den Künstler während und nach dem Studium als Maler und Restaurator zu historischen Stätten seines Landes führten, weckten in ihm ein großes Interesse an der Miniaturmalerei. Da es jedoch keinen Studiengang für dieses Fach gab, begann Otgo ein sechsjähriges Selbststudium. In buddhistisch-lamaistischen Klöstern studierte er eingehend die verschiedenen Techniken und die Ikonografie der Miniaturmalerei sowie deren spirituelle Hintergründe. Ergebnis seines engagierten Selbststudiums waren ca. 600 malerische Studien der traditionellen Thangka-Malerei, die eindrucksvoll zeigen, wie vertraut der junge mongolische Maler mit den kulturellen Traditionen seines Landes ist. Durch seine Studien hat Otgo die Miniaturmalerei zu einer neuen Blüte weiterentwickelt. Aus der Nähe kann der Betrachter in den Gemälden in eindrucksvolle Paradieslandschaften, Erotika und Pferdehorden eintauchen – detaillierte Szenerien mit völlig eigenständiger Bedeutung. Aus der Distanz hingegen setzen sich diese kleinen Szenerien zu einem großen Ganzen zusammen und beeindrucken durch rhythmische Bewegungsmuster, die sich über die gesamte Bildfläche ziehen.

Otgonbayar Ershuu, Tsenher, 2013, Acryl auf Leinwand

OTGONBAYAR ERSHUU Tsenher Ulaan Mit der Ausstellung Tsenher Ulaan präsentiert die Galerie Peter Zimmermann erstmals Arbeiten des 1981 in Ulan Bator/Mongolei geborenen Künstlers Otgonbayar Ershuu (Otgo). Otgo studierte von 1996 bis 1998 in Ulan Bator traditionelle mongolische Malerei und konzentrierte sich dabei auf Maltechniken und Ikonografien, die in der Mongolei durch das seit Jahrtausenden bestehende Nomadentum stark beeinflusst wurden. Insbesondere die Miniaturmalerei hat sich in der traditionellen mongolischen Kunst zu einem wichtigen Zweig entwickelt.

Im Jahr 2004 erhielt Otgo die Auszeichnung zum „Best Mongolian National Talent“. Seit 2005 lebt er als freischaffender Künstler in Berlin, wo er 2010 seinen Master in „Art in Context“ an der Universität der Künste machte. Mit der Miniaturmalerei geht er weiterhin konsequent seiner großen Leidenschaft nach und führt seinen eigenen unverkennbaren Stil fort. In der Ausstellung werden aktuelle Arbeiten aus den Jahren 2013 und 2014 präsentiert. Jede einzelne Leinwand zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie es dem Künstler gelungen ist, die traditionelle Miniaturmalerei in einen zeitgenössischen Kontext zu übertragen. (red)

• Otgonbayar Ershuu bis 3. Mai 2014 Galerie Peter Zimmermann, Mannheim www.galerie-zimmermann.de


kunstraumHEIDELBERG

K. Staeck - Stell Dir vor Du mußt flüchten, 1986

FREMD Ausstellungsprojekt im Forum für Kunst, Heidelberg Austauschausstellungen und Kooperationen mit anderen Künstlergruppen aus dem In- und Ausland haben im Heidelberger Forum für Kunst eine lange Tradition. Bereits 1983, lange bevor überhaupt an eine politische „Wende“ zu denken war, gab es eine erste Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern aus Polen mit einer gemeinsamen Präsentation von Zeichnungen und Druckgrafik in Danzig und in Heidelberg. Es folgten in jedem weiteren Jahr internationale Ausstellungen, mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten bei der Auswahl der zu präsentierenden Arbeiten in Montpellier, Cambridge, Kumamoto, Rehovot, Thessaloniki, Warschau, Tiflis, Riga, Bangkok, Sao Paulo, Arad, Rio de Janeiro, Pécs, Nijmegen, Bombay, Prag, Dakar und Beijing.


Dieses Jahr ist die Kooperation mit Künstlerinnen und Künstlern aus Istanbul und Heidelberg verabredet. Initiiert und vorbereitet von Dieter v. Merhart (Merhart Gallery Istanbul) und Werner Schaub (Vorsitzender des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler) widmet sich die Austauschausstellung dem Thema „Fremd“: Mitten drin in Heidelberg oder in Istanbul kann ich mich als Fremder empfinden. Oder wo auch immer. Wir sagen oder denken oder palavern, dass die Fremden die Fremden sind, also die, die nicht die sind, die wir nicht als Fremde bezeichnen. Die These könnte sein: „Ich bin der Fremde, der Schwarze, der Japaner, der Türke, der Deutsche, der daher gelaufene Tourist, der nicht hierher gehört – ich gehöre auch nicht hierher, ich möchte angepöbelt werden, ich will, dass ihr mich verachtet. Schaut her, schon wieder so einer.“ Der Hintergrund dieser Thematik ist die teilweise verbreitete Angst, zumindest der Vorbehalt dem Fremden gegenüber. Natürlich ist dieses Phänomen in vielen europäischen Ländern präsent. Je zehn von einer aus dem jeweiligen Gastland zusammengesetzten Jury ausgewählte Künstlerinnen und Künstler aus Istanbul und Heidelberg werden hierzu ihre Werke in einer Gesamtschau präsentieren – und zwar als zweidimensionale Arbeiten im Format 80x80cm. Bismarckplatz, Heidelberg, 1975 Aus Heidelberg sind Arbeiten von Susanne Bauernschmitt, Natalia Berschin, Angelika Dirscherl, Katja Hess, Manfred Kästner, Roswitha Josefine Pape, Lynn Schoene, Klaus Staeck, Raingard Tausch, Andrzej Urbanski zu sehen; aus Istanbul von Bubi Hayon, Kadir Akyol, Murat Ozkasim, Çerkes Karada , Cetin Pireci, K. Deniz Pireci, Devrim Erbil, Ekin Onat, Hüsamettin Koçan, Tüllin Onat. Den Auftakt zu diesem grenzüberschreitenden Ausstellungsprojekt gestaltet am Eröffnungstag, dem 11. April, Nezaket Ekici mit ihrer, speziell für diese Ausstellung konzipierten eigenen Performance. Nezaket Ekici lebt in Berlin und Istanbul und ist derzeit eine der international bekanntesten Performerinnen. Die gemeinsame Ausstellung „Fremd“ und der damit verbundene künstlerische Dialog zwischen den unterschiedlichen Kulturen könnte zum besseren gegenseitigen Verständnis beitragen. Denn die Initiatoren hoffen, dass nicht nur die Künstlerinnen und Künstler, sondern auch die Menschen beider Städte von diesem Dialog profitieren und nicht nur eine gelungene, sondern vor allem auch eine informative Ausstellung sehen werden. Gezeigt wird die eindrucksvolle und sicher nachdenkliche stimmende Präsentation bis Mitte Mai in Heidelberg. Danach werden die Arbeiten nach Istanbul geschickt und dort in der Galerie Merhart ausgestellt. Ein zweisprachiger Katalog ist angedacht. (red) • Fremd 12. April bis 18. Mai 2014 Forum für Kunst, Heidelberg www.heidelberger-forum-fuer-kunst.de

EINE STADT BRICHT AUF Heidelbergs wilde 70er Anti-Atomkraft-Bewegung, Frauen-Bewegung, Spontis, K-Gruppen, Männergruppen, Wohngemeinschaften und noch viel mehr - die 1970er Jahre waren sicherlich das Jahrzehnt, das Heidelberg am meisten verändert hat, mit außerordentlichen Nach-und Auswirkungen bis heute. Es war auch das Jahrzehnt der sexuellen Revolution, der Gegenöffentlichkeit, des Terrorismus, der internationalen Solidarität, der selbstverwalteten Alternativprojekte und überbordender Kreativität. Die Studentenbewegung war auf ihrem Höhepunkt angelangt. Parallel dazu beschlossen Stadtverwaltung und Gemeinderat, die Altstadt durch Sanierungsmaßnahmen gründlich zu verändern, eine Fußgängerzone einzurichten und mit dem Emmertsgrund einen neuen Stadtteil zu schaffen. In dieser Umbruchzeit, in der die Grundlagen für die großen politischen Veränderungen der 80er Jahre gelegt wurden, stand Heidelberg neben Berlin und Frankfurt im Zentrum des bundesweiten Interesses. Zeitzeugeninterviews, „Fundstücke“ aus den 70ern, Gemälde, Grafiken, Filmplakate und Installationen bereiten im Kurpfälzisches Museum Heidelberg dieses faszinierende Stück Zeitgeschichte auf. Eine Kooperation des KMH mit dem Verlag Das Wunderhorn, dem Historischen Seminar und Kunsthistorischen Institut der Universität Heidelberg. (red) • Eine Stadt bricht auf – Heidelbergs wilde 70er 16. Mai bis 21. September 2014 Kurpfälzisches Museum, Heidelberg www.museum-heidelberg.de kunstraumMETROPOL 17


kunstraumMANNHEIM

CORPI DI REATO Die (un)heimlichen Spuren der italienischen Mafia Seit etwa vierzig Jahren ist Corleone die Hochburg des sogenannten CorleonesiClans, der in den 1980er und 90er Jahren für die blutigste Offensive einer Mafiaorgansisation gegen den italienischen Staat verantwortlich war. Bei einer Anhörung im Dezember 1992 beschreibt der Kronzeuge Leonardo Messina den Aufstieg der Corleonesi so: „Sie haben sich dieses Systems bemächtigt, weil sie sich vielerorts mit ein wenig Ellbogengewalt durchgesetzt haben. Als sie an die Macht kamen, haben sie nach und nach alle getötet. Das Problem mit diesen Leuten ist, dass sie alle haben töten lassen. Auch von uns: Einige haben ihren Bruder, andere ihren Schwager oder Cousin umgebracht, weil sie glaubten, so deren Platz einnehmen zu können. Ganz allmählich haben sie aber stattdessen das ganze System unter ihre Kontrolle gebracht. Die Strukturen sind immer dieselben, aber an der Macht sind ihre eigenen Leute und die hat niemand gewählt.“ Mit der Ausstellung „TAT / ORT“ zeigt ZEPHYR das politisch hoch aktuelle fotografische Recherche- und Dokumentationsprojekt (ital. Originaltitel: Corpi di Reato) der Fotografen Tommaso Bonaventura und Alessandro Imbriaco sowie des Kurators Fabio Severo. Die Schau wird erstmals außerhalb Italiens mit rund 60 Werken gezeigt. In ihrer Arbeit

Ansicht von Corleone, Corleone, (Provinz) Palermo, 2012 verfolgen die drei Italiener akribisch die Spuren, welche die Mafia in Italien zurückgelassen hat und immer noch zurücklässt. Die eindringlichen Fotografien ergeben ein Puzzle aus meist großformatigen Landschafts- und Stadtaufnahmen, aber auch aus Bildern von Innenräumen wie Gerichtssälen, Wohnungen und Büros sowie von Beweisgegenständen, Autowracks, Erpressungsschreiben und Gedenkstätten. So spinnen die Fotografen ein Netz aus Orten, die mit einschlägigen mafiösen Geschehnissen

BREMER DUETT

verbunden sind. Dabei sind die Verbrechen selbst nicht auf den Bildern zu sehen. Präzise und analytische Texte begleiten die Fotografien und ermöglichen es dem Betrachter, ihre unsichtbare Sprengkraft zu erkennen. Die Aufnahmen spiegeln in aller Einfachheit das Wesen der Mafia: Unsichtbar anwesend zu sein. (red) • Corpe Di Reato TAT / ORT 27. April bis 20. Juli 2014 Zephyr, Mannheim www.zephyr-mannheim.de

Galerie Marianne Heller Heidelberg

4. Mai bis 7. Juni 2014

KIRSTEN BRÜNJES BERND FISCHER Deutschland Galerie Marianne Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2 • Im Stadtgarten D-69117 Heidelberg Tel.: +49(0) 6221 - 61 90 90 www.galerie-heller.de Kirsten Brünjes "Frau mit Kinderschuhen," H 68 cm

Öffnungszeiten Di - Fr 11 - 13 Uhr & 14 - 18 Uhr, Sa 11 - 18 Uhr

Bernd Fischer Wandobjekt "Flieger" H 42 x B 58 cm


Konstantin Voit, Monkeys and Apes (Equinox 19), (Detail), 2014

Damaris Odenbach, Dia #21, (Detail) 2013

20 JAHRE WELDE-KUNSTPREIS

DAMARIS ODENBACH

Retrospektive

New Works – Konstruktion der Illusion

Die Stadtgalerie Mannheim zeigt in Kooperation mit der WeldeBrauerei eine Retrospektive zu 20 Jahren Welde-Kunstpreis. 67 der ca. 80 Preisträger haben für die Ausstellung zugesagt und werden in der Gruppenschau vertreten sein.

Trotz unseres Wissens, dass mit wenigen Mausklicken ein völlig neues Bild erzeugt werden kann, sind wir doch leicht versucht, dem fotografischen Bild zu glauben. Bei einem flüchtigen Blick auf Damaris Odenbachs Fotografien besteht kein Grund zum Misstrauen. Wir sehen Orte, die sich in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt haben – nicht unbedingt als ein bestimmter, konkreter Ort, vielmehr als eine Erinnerung an unsere Kindheit oder an filmische Szenen.

Eine Präsentation in solch einem Umfang und mit dieser Vielzahl von Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Bundesrepublik und darüber hinaus ist nicht nur eine logistische Mammutaufgabe, sondern stellt vor allem die Stadtgalerie Mannheim mit ihren gut 400m² Ausstellungsfläche vor eine Herausforderung: Wo soll sie hin, die ganze Kunst? Kurator Benedikt Stegmayer und Susanne Schacht von Welde wissen, dass sie diese nur mit der klassischen Petersburger Hängung meistern können und bleiben gelassen. „Naturgemäß sind bei so einem Projekt die Betrachter in besonderem Maße gefordert, weil ihnen keine nach ästhetischen Kriterien kuratierte Ausstellung gezeigt werden kann“, meint Stegmayer. „Das muss aber nicht zwangsläufig schlecht sein.“ Dass die Ausstellung gezeigt werden kann, ist einer außergewöhnlichen Tatsache zu verdanken. Dass eine mittelständische Brauerei wie Welde Kunst sponsert und mehr noch, mit einem eigenen Kunstpreis selbst aktiv wird, ist wohl einzigartig. Über zwei Jahrzehnte ist die Brauerei zu einem echten Player für die regionale Kunstszene geworden und hat den Beweis geliefert, dass sich Kunstförderung auch in einer Branche lohnt, die man nicht auf den ersten Blick damit in Verbindung bringen würde. (red) • 20 Jahre Welde-Kunstpreis 10. April bis 18. Mai 2014 Stadtgalerie Mannheim www.stadtgalerie-mannheim.de

Eine Irritation erfährt der Betrachter erst auf den zweiten Blick. In Odenbachs Werken ist das Abbild nicht das, für was wir es halten. Denn was etwa wie eine riesige Fabrikhalle erscheint, ist in Wahrheit ein Miniaturmodell aus Pappe, Farbe und ein wenig Gips. Erst die fotografische Aufnahme, die aus einem 3-D-Modell ein flaches Bild macht, bewirkt die Täuschung, die durch die Vergrößerung in der Reproduktion noch verstärkt wird. In einer Reihe von neuen Arbeiten, die 2012 und 2013 entstanden sind, „baut” Odenbach „Modelle” aus Diapositiven. Anonyme Fundstücke unbekannter Fotografen werden durch Zerschneiden dekonstruiert, Fragmente werden herausgelöst und mit Elementen anderer Dias kombiniert. So entstehen auf der kleinen Fläche des Dias dokumentarische Kreationen des Nichtrealen, die erst nach dem Übergang zur realen Arbeit, der Vergrößerung, sichtbar werden. 23 Werke der Künstlerin sind bis zum 23. April 2014 im Club Speicher7 ausgestellt. (red) • Damaris Odenbach bis 23. April 2014 Club Speicher7, Mannheim www.clubspeicher7.com kunstraumMETROPOL 19


kunstraumLADENBURG

Madeleine Dietz, Lichtsekante 2014, Aluminium, Erde, Leuchtstoffröhren

LICHT UND ENERGIE Künstler der Galerie und Neuentdeckungen Unter diesem Titel präsentiert die galerie linde hollinger interaktive Werke von dreizehn zeitgenössischen Künstlern. In allen Arbeiten sind Licht und Energie bildkonstituierende Elemente, die nach einer aktiven Beteiligung des Betrachters verlangen. Schließlich ist „die Wahrnehmung das Medium“ (Bridget Riley). Die ausgestellten Kunstwerke sind auf vielfältige Art und Weise sensuell wahrnehmbar und somit im besonderen Maße auch erlebbar. Die filmisch aufgenommen Farbwerte des Tageslichtes stellt Inge Dick als nuancierte Abstufungen in zeitlichen Verläufen zusammen. Das Thema Licht und Schatten greift Vera Röhm auf. Anne Blanchet zeichnet mit Licht. Die hauchdünn in mattes Plexiglas eingeschnittenen Linien werden durch Licht und Schatten sichtbar und wirken raumbildend. Bei Hellmut Bruch ist es das Material, das Licht sammelt und die Linienkanten intensiv leuchten lässt. Auch Werner Bauers Lichtobjekte beruhen auf diesem gestalterischen Prinzip, wenn er durch Kunstlicht seine ornamentalen Strukturen aus Plexiglas erstrahlen lässt. Aus farbigen Gläsern schafft Christiane Grimm subtile Lichträume. Selcuk Dizlek operiert mit buntem Acrylglas und UVLicht. Letzteres erweckt auch die lineare Figuration aus Nägeln und Faden von Vera Molnar zum Leben. Energie in Form von Bewegung thematisieren die Computerkunst von Manfred Mohr und die kinetischen Bildobjekte von Sebastian Hempel. Auf inhärente und potentielle Energie verweisen die Arbeiten von Madeleine Dietz, die Erde und Licht als Lebensenergie veranschaulicht. Jan van Munster nimmt mit seinen ‚Brainwaves‘ direkt Bezug auf die individuelle Energie des Bildhauers. Dem dünnen und schwingenden Metall ihrer plastischen Arbeiten entlockt Ursula Haupenthal musikalische Energie in Form von reizvoll atonalen Klängen. Dirk Martin • Licht und Energie 12. April bis 24. Mai 2014 Galerie Linde Hollinger, Ladenburg www.galerielindehollinger.de


kunstraumHEIDELBERG

Lynn Schoene, Lifeboat, 2007, Mischtechniken Übermalung 2004

LYNN SCHOENE Die Sprache des Materials Seit dem Jahr 2001 ehrt die Stadt Heidelberg alljährlich verdiente Künstlerinnen und Künstler aus der Stadt und der Region mit einer als Retrospektive angelegten Ausstellung und einem Katalog. In diesem Jahr werden in den Räumen des Kurpfälzischen Museums Arbeiten von Lynn Schoene gezeigt. Lynn Schoene wurde in Luton, England geboren und siedelte 1973 nach Deutschland um. Ihre wesentliche Prägung als Kind und junge Frau erfuhr sie also in England. Für Menschen, die außerhalb der eigenen Heimat leben, ist die Suche nach den eigenen Wurzeln meist ein großes Bedürfnis, ja ein lebensnotwendiger Impuls. Lynn Schoene betreibt diese Suche mit den Mitteln der Kunst. Von den eigenen Wurzeln und Anglo-Irischen Vorfahren geprägt, besuchte sie die alten Keltenstätte Hallein und Hallstadt – es entstanden gegen Ende der 90er Jahre die Serie der Erd- und Keltenbilder. Hierbei arbeitete sie mit Quarzsand, Fasern, Pigmenten und Erde. Die Faszination dieser Materialien, ihre ureigene Ausstrahlung, beeindrucken. Später erlernte sie die Technik des Papierschöpfens und der Fund einer alten Bienenwabe inspirierte sie nachhaltig. Es entstehen aus den selbstgefertigten Papieren und Wachs formale Reliefs, aber auch große Leinwände, die mit bestimmten Kombinationen von atypischen Arbeitsmaterialien fast von alleine die Geschichten erzählen, die Lynn Schoene hervorrufen möchte. Die Sprache des Materials. Für ihre künstlerische Arbeit erhielt Lynn Schoene verschiedene Auszeichnungen. Sie ist unter anderem Publikumspreisträgerin des Großen Welde-Kunstpreises der Metropolregion, 2009 erhielt sie den Kunstpreis der Willibald-Kramm-Preisstiftung und wurde mit der Ehrenmedaille der Stadt Schriesheim ausgezeichnet. (red) • Lynn Schoene bis 30. März 2014 Kurpfälzisches Museum Heidelberg www.museum-heidelberg.de

Echo, 2-teilig 2010 Foto: Dorothea Burkhardt


kunstraumMANNHEIM

kunstraumWEINHEIM

Marita Mattheck, Ansichten XXII, 2011

Johann Büsen, Luminescence (Detail), 2013

ZWISCHENRÄUME

JOHANN BÜSEN

Malerei und Grafik von Marita Mattheck

Twisted Signs

Ausschnitthaft und in starker Vergrößerung sind Rohre, Bänder und Verbindungsstücke wiedergegeben, dabei ist die Komposition häufig ohne Begrenzung und öffnet den Bildraum über die Wände hinweg: „Oft und gern verwende ich das quadratische Grundformat, das meinen Fragment-Motiven sehr entgegenkommt. Fragmentarische Formfindung ist aber auch etwas Unvollkommenes. Das genaue Hinsehen wird vom Betrachter gefordert und er kann die eigenen Sehgewohnheiten ergänzen, d.h. das Sichtbare mit dem Unsichtbaren verbinden. Die Ausschnitthaftigkeit entwickelt ein eigenständiges Formelement.“ Die dargestellten Objekte lassen sich somit nicht als Abbildungen identifizieren: „Während des Gegenstandsprozesses nehmen nicht mehr die naturalistischen Abbildfunktionen, die der Perspektive, Farbwahl oder illusionistisch gemalten ‚Dinge’, eine vordringliche Rolle ein. An ihre Stelle treten die bildnerischen Mittel als die ‚wahren Bildgegenstände’. Es entsteht eine individuelle, konstruierte ‚Wirklichkeit’, wobei der Ursprung die reine Form ist, anstelle des realen Gegenstandes.“

Die Zahl der mit dem Computer arbeitenden Künstler wächst kontinuierlich. Auch der in München lebende und arbeitende Künstler Johann Büsen, der bereits auf eine große Anzahl von Einzel- und Gruppenausstellungen blicken kann, gebraucht nicht mehr Farbe und Pinsel, sondern Computer, Maus, Grafiktablett und Scanner für die Erstellung seiner Bildwerke. Er vereint in dieser sogenannten „computergenerierten Kunst“ Elemente aus unterschiedlichen modernen Kunststilen mit unzähligen Abbildungen aller Art oder auch Schriften, die er bearbeitet und verändert, um sie dann vollständig oder fragmentarisch für seine Werke zu verwenden.

Marita Mattheck gelingen Bildfindungen, in denen Form und Raum autonom eingesetzt sind und in denen ein davor oder dahinter frei variiert werden: „Meist sind die Formen schwarz und lassen den Untergrund durchscheinen. Somit entstehen Brüche zur Wirklichkeit. Der entstandene Raum wird überarbeitet und nach Adäquaten für Licht und Schatten sowie eine neue Raumstrukturierung gesucht. So fügen sich Linienkonstrukte um oder auf die Formen ein, aber auch größere Flächen können diese Funktionen übernehmen. Veränderte Perspektiven können so zu Irritationen führen. Die Gewohnheit des Sehens wird gestört. Es entstehen Räume, die gedanklich ausgefüllt werden können, sie assoziieren Ruhe oder auch Dynamik, Gewohntes und Ungewohntes, Ortsunabhängigkeit, Atmosphärisches.” (red) • Marita Mattheck 3. Mai bis 7. Juni 2014 galerie grandel, Mannheim www.galeriegrandel.de

Der Kunstförderverein Weinheim e.V. präsentiert in Zusammenarbeit mit der Volksbank Weinheim ab dem 8. April Werke dieses jungen Künstlers in der Galerie der Volksbank Weinheim. Die Besucher erwartet bei den meist großformatigen, intensiv farbigen Arbeiten inhaltlich ein Konglomerat aus unzähligen Symbolen und Figuren, die unter anderem Wissenschaft und Forschung, politischen und ökologischen Ereignissen sowie Traumwelten und Zukunftsvisionen entnommen sind. Der Titel der Ausstellung „Twisted Signs“ ist diesbezüglich opportun gewählt und spiegelt die im Bild festgehaltene Verwirrung und das kontrollierte Chaos, wie es auf den ersten Blick für den Betrachter erscheint, hervorragend wider. Trotz den gegebenen technischen Möglichkeiten handelt es sich bei der Kunst von Johann Büsen um Unikate, denn nach dem erfolgreichen Druck auf zumeist Leinwand wird die Vorlage vernichtet. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Caroline Messelhäußer, M.A.

• Johann Büsen 8. April bis 18. Juni 2014 Galerie der Volksbank Weinheim www.volksbank-weinheim.de www.kunstfoerderverein.de kunstraumMETROPOL 23


kunstraumNEUSTADT

Jupiter - eine Kreation des Gitarrenbau-Künstlers Jens Ritter

Alexandra Hendrikoff, Meduse, 2004 – Transparentpapier, Strohseide, Garn, Pappelsperrholz, Löwenzahnsamen, Grassamen

THE ART OF ELECTRIC GUITARS

ALEXANDRA HENDRIKOFF

International gefragter Gitarrenbauer Jens Ritter zeigt Instrumente

Metamorphosis

Superstars wie Prince und George Benson lassen sich von ihm ihre Instrumente bauen, das weltberühmte Smithonian Museum of Arts in Washington D.C. hat eines seiner Kunstwerke in seine ständige Sammlung aufgenommen, ebenso das Metropolitan Museum of Art in New York – als ersten europäischen Vertreter seines Fachs: Nun präsentiert der aus Deidesheim stammende Gitarrenbauer Jens Ritter seine Instrumente erstmals in einer Einzelausstellung in Deutschland. Der Kunstverein Neustadt zeigt in der Villa Böhm unter dem Titel „The Art of Electric Guitars“ Gitarren, Designstudien und Zukunftskonzepte des international gefragten Spezialisten.

UP ART Galerie für zeitgenössische Kunst zeigt erstmals in einer umfangreichen Ausstellung Werke von Alexandra Hendrikoff aus München. Parallel zur Ausstellung erscheint eine große Monographie mit dem Titel „Metamorphosis“ im renommierten Kunstverlag Hirmer.

Maximal 70 Instrumente fertig Jens Ritter in seiner Deidesheimer Werkstatt, die meisten auf Bestellung. Die Aufträge dazu kommen auch schon mal von Musikern aus den Bands von Madonna, Christina Aguilera oder Elton John. Genauso wichtig sind dem 40Jährigen aber auch freie Arbeiten, in denen er seine ganze Kreativität ausleben kann.„Es ist unglaublich, was verschiedene Hölzer alles zu bieten haben“, sagt er. In seinem Lager liegen Bretter aus tausend Jahre alten Mooreichen, seltenem Redwood und sogar versteinerte Stücke, an denen sich schon Dinosaurier gekratzt haben könnten. Ebenso wichtig wie das Material sind Ritter die Lacke und Dekore, mit denen er seine Modelle ausarbeitet: ob naturbelassen, mit Brokat besetzt oder kunstfertig handbemalt. Sandra Dörr

• The Art of Electric Guitars 13. bis 29. Juni 2014 Kunstverein Neustadt, Villa Böhm www.kunstverein-nw.de

Jutta Mannes von der Neuen Galerie Dachau schreibt zum Werk der Künstlerin: “Alexandra Hendrikoff kam nach einer Ausbildung zur Schreinerin und Holzbildhauerin zum Studium an die Münchner Kunstakademie. Auch wenn sie Holz nur noch ausnahmsweise verwendet, ist sie natürlichen Werkstoffen bis heute treu geblieben. Für ihre Objekte verwendet sie soweit möglich pflanzliche Materialien wie Algenpapier, Samen, Weizenstärke und Pflanzensaft. Hinzu kommen Papier, Gaze und Garn. Am Anfang steht das Finden und Sammeln solcher Naturmaterialien, dem das Sortieren und Ordnen folgt, bis sie Bestandteile ihrer Arbeiten werden. In unendlicher Hingabe fügt sie Papier und Samen in zarten transluzenten Schichten ineinander, spürt der Formensprache der Natur nach und findet so ihre eigene. Ihre verschiedenartigsten fantastischen Objekte bezeichnen nie Konkretes, erinnern aber immer an Lebendiges. Kleine unscheinbare Samenkörner und Zellen sind nicht nur Material und immer wiederkehrende Formen, sondern versinnbildlichen konzentrierte Energie und das Potential sich zu wandeln und die Fähigkeit neues Leben hervorzubringen. Alexandra Hendrikoff nennt ihre Arbeiten noetisch, denn mit dem Schaffensprozess ist für sie die Suche nach Erkenntnis verbunden, bei der nicht nur der Verstand, sondern auch die Wahrnehmung mit allen Sinnen zu Hilfe genommen werden.“ (red) • Alexandra Hendrikoff bis 25. Mai 2014 UP ART Galerie für zeitgenössische Kunst Neustadt a.d. Weinstraße www.upart-online.de kunstraumMETROPOL 25


kunstraumMANNHEIM

Galerientage 2013 im Kunstverein Mannheim

10 JAHRE GALERIENVERBAND RHEIN-NECKAR Gemeinsam für die Kunst

Eine Zwischenbilanz: Zum 10. Mal organisiert der Galerienverband Rhein-Nekkar die Galerientage im Mannheimer Kunstverein und feiert mit der Gemeinschaftsausstellung gleichzeitig sein zehnjähriges Jubiläum. „Kunst im Dialog“ ist der Slogan, der in mehrfacher Hinsicht die gemeinsamen Ziele der zwölf im Verband organisierten Galerien charakterisiert. Galeristinnen und Galeristen sind notorische Individualisten, wie die Werke der Künstler und Künstlerinnen, die sie ausstellen. Alle Galerien haben ihre programmatischen Schwerpunkte zwischen Figurationen, Abstraktion und Konkretion. Damit werden die Galerien zur Vorhut, zu Vordenkern, die Ordnung schaffen in der manchmal beliebig anmutenden Vielfalt des künstlerischen Angebotes, das, es ist ein offenes Geheimnis, nicht nur die Kunstfreunde manchmal überfordert. Umso wichtiger ist die Mittlerfunktion der Galerien aus der Fülle des Angebotes, die aus ihrer Sicht zeigenswerten Qualitäten herauszufiltern und nachhaltig zu betreuen. Nicht nur heute und morgen, sondern über Jahre. Dafür brauchen sie einen langen Atem. Sie sind keine Sprinter, sondern Marathonläufer, auch wenn es manchmal so aussieht, als müssten sie nur von Ausstellung zu Ausstellung denken. Galerie-

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arbeit kann man nur mit Herzblut betreiben. Das hört sich altruistisch an, in vielen Fällen ist es das auch, aber nicht nur. Selbstverständlich wollen Galerien auch die gezeigte Kunst verkaufen. Und die Künstlerinnen und Künstler verlassen sich darauf. Galerien sind ihr Einstiegsportal in den Kunstmarkt, mit einer Garantie dafür, die Kunst machen zu können, die sie machen wollen. Beachtenswert ist auch, dass die Hälfte der Verbandsmitglieder auf der art Karlsruhe, der wichtigsten Kunstmesse im Süddeutschen Raum vertreten ist. Gemessen an der Galeriendichte in der Metropolregion eine beeindruckende Quote, die auch für die Kontinuität eines über Jahre aufgebauten Engagements für die zeitgenössische Kunst steht. Ohne die Solidarität eines kunstinteressierten Publikums wäre das allerdings nicht möglich. Schließlich geben die Galerientage dem gemeinsamen Anliegen aller Mitglieder, eine repräsentative Plattform für die zeitgenössische Kunst zu sein, ein öffentliches Gesicht. In ihrem jährlichen Turnus ist die gemeinsam organisierte Präsentation im Mannheimer Kunstverein einzigartig in Deutschland. Die verschiedentlichen Ausflüge der Galerientage in die Kunstvereine von Heidelberg, Ludwigshafen und 2015 zum zweiten Mal in

Speyer sind auch ein Bekenntnis zum Kulturstandort Metropolregion. Seit 2004 erscheint vier Mal im Jahr der vom Galerienverband herausgegebene Folder „Kunst“. Im handlichen Format werden die aktuellen Ausstellungen der Galerien, Kunstvereine und Museen vorgestellt. Der Folder ist ein zusätzlicher - aber auch notwendiger - Service in Eigeninitiative, um das herzustellen was Kunst braucht – Resonanz in der Öffentlichkeit. Die Arbeit der Galerien ist regional engagiert, überregional etabliert und international eingebunden. Mit ihren zahlreichen Messebeteiligungen im In- und Ausland sind die Galerien auch Botschafter unserer Kulturlandschaft in aller Welt. In ihrer Pluralität sind sie ein Eckpfeiler der Kunstlandschaft in der Metropolregion Rhein-Neckar – in ihrer tagtäglichen Basisarbeit für die Kunst sind sie die einzig „freie“, weil selbst bestimmte Kulturszene. Das System Galerie gehört zum Fundament der gerne beschworenen künstlerischen Freiheit. Dr. Friedrich W. Kasten

• Galerientage 13. bis 15. Juni 2014 Mannheimer Kunstverein www.galerienverband-rhein-neckar.de


kunstraumNEUSTADT druckt er in einer von ihm perfektionierten Umdrucktechnik Texte, Noten (von den Hallensern Händel und Bach), Bildmaterial und Muster, die er bewusst durch auseinanderdrücken des Gefäßes Risse bilden lässt. Er beteiligte sich bereits an Keramik-Wettbewerben in Italien sowie in Frankreich und stellte u.a. in Moskau, Peking, Tel Aviv, Philadelphia, Taiwan und USA aus. Ergänzt wird die Ausstellung mit auffallenden Keramik- und Bronzeguss-Kombinationen von Eva Rumpf, 2013 für den RichardBampi-Preis nominiert, mit exquisiten Porzellanarbeiten von Clarissa Capelle und schließlich mit Objekten und Gebrauchskeramik von Julius Pittroff.

Martin Möhwald, Keramikarbeiten, 2013

GALERIE ASPEKT ZEIGT KERAMISCHE KUNST Eva Rumpf, Martin Möhwald, Clarissa Capelle und Julius Pittroff Längst ist die keramische Kunst über die Töpfermärkte hinaus gewachsen und hat Galerien und Museen erreicht. Die Neustadter Galerie ASPEKT hat dementsprechend ihre Ausstellungstätigkeit um eine neue Facette erweitert und präsentiert vier Künstlerinnen und Künstler, die sich im Metier Keramik bereits einen Namen gemacht haben oder auf dem besten Weg dahin sind. Mit Martin Möhwald (geboren 1954 in Halle/Saale) konnte ein international anerkann-

ter und angesehener Keramikkünstler gewonnen werden, dessen Keramik sich durch eine Neuheit der Technik und des Stils auszeichnet; gleichzeitig archaisch, rissig und beschädigt „post-archäologisch“ wirkt. In seinen berühmten Litfasssäulen hat der Sohn der bekannten Bildhauerin und Keramikerin Gertraud Möhwald und des Malers und Grafikers Otto Möhwald alte Wortund Bildfetzen ins Dekor eingearbeitet. Auf Tellern, Kannen, Vasen und Teeschalen

Das jüngste Mitglied im Galerienverband Rhein-Neckar, die Galerie ASPEKT, befindet sich in der herrschaftlichen Villa der ehemaligen Sektkellerei „Carstens“. In dieser außergewöhnlichen Atmosphäre zeigt die Galerie in fünf bis sechs Ausstellungen im Jahr ein ausgewähltes Spektrum künstlerischer Positionen an Malerei, Skulptur, Foto- und Videokunst. Mit der Art Convention bietet sie Kunst- und Kulturliebhabern außerdem regelmäßig ein interessantes Forum, um mit den ausstellenden Künstlern persönlich ins Gespräch zu kommen. (red) • Keramische Kunst 6. April bis 4. Mai 2014 Galerie ASPEKT, Neustadt www.aspektgalerie.com

DAMARIS ODENBACH New Works bis Ende April Finissage am 26.04.2014, 17:30 Uhr

KARL SCHWARZENBERG Numerische Kunst ab Mitte Mai Vernissage am 16.05.2014, 19:00 Uhr in Kooperation mit Galerie Arthea Mo – Fr 08:00 bis 22:00 Uhr Wochenende nach Vereinbarung Bitte beachten Sie Hinweise auf geschlossene Veranstaltungen auf unserer Homepage

Rheinvorlandstraße 7 • 68159 Mannheim

Clubspeicher7.com

kunstraumMETROPOL 27


kunstraumMANNHEIM teristischen Ambiente aus nicht allzu großem Raum mit Wohnzimmerflair, Büroempore und Flur auseinandersetzen müssen. Die Kriterien für die Zusammenstellung des dicht gedrängten Jahresprogramms – es reicht von Malerei, Fotografie, Zeichnung bis hin zu Videokunst und –installation – sind einfach. „Es gibt nur zwei: das eine heißt Andreas, das andere Eric“, erklärt Carstensen lachend und untertreibt damit maßlos. Theoretisch könnten sie einfach aus einer langen Liste von Bewerbungen auswählen. Doch so einfach machen es sich die beiden nicht, denn entscheidend für Carstensen und Zidek, beide selbst erfolgreiche Kunstschaffende mit sehr viel Projekterfahrung in der Arbeit mit Künstlern, ist ganz klar die Qualität. So greifen sie bei der Zusammenstellung der elf bis zwölf Ausstellungen auf ihr dichtes und stetig wachsendes Netzwerk zurück, beobachten die Entwicklung junger Künstler, führen unzählig viele Gespräche, sind auf der Suche Christopher Vazansky, Ein Strumpf (A.Z.), 2013 – Ein Strumpf (E.C.), 2013 nach Neuem, stellen Dinge in Dialog und entscheiden erst dann, welche Künstler geeignet sind, die Grundidee des „Supper ArtDie etwas andere Galerie Clubs“ von Currywurst, Crémant, Kunst und schnell erklärt, denn der historische Schriftzug unkonventionellen Treffen weiterzutragen. Es scheint als hätte das Schicksal zusammenDabei sehen sie sich keineswegs nur als Plattziert bis heute den Eingang der Galerie. Und geführt, was schlicht und ergreifend einfach form für junge, regionale Künstler, sondern obwohl sich ihr Konzept längst als Szenezusammengehört. Denn quasi schon beim verfolgen seit Beginn ihrer Arbeit eine Art galerie im Mannheimer Jungbusch einen feKennenlernen vor vielen Jahren auf einer cross-over Prinzip, in dem sie auch externe Vernissage in der Alten Feuerwache diskutier- sten Platz erobert hat, halten beide am Gedanken des Experimentes fest, auch wenn sie Künstler einladen, um ihnen dadurch auch ten Eric Carstensen und Andreas Zidek über sich inzwischen eher als experimentelle Insti- Mannheim als Kunstraum näherzubringen. In eine szeneübergreifende Zusammenführung den kommenden Monaten werden u.a. Marvon Menschen im Kontext der Kunst. Ihre Vi- tution verstehen. „Es bleibt ein Experiment, tin Streit, Ruth Hutter, Barbara Hindahl und weil der Raum immer ein Experiment ist“, sion von damals starteten sie dann vor fünf beschreibt Zidek die Herausforderung für die Jürgen Eisenacher gezeigt. Ingrun Salzmann Jahren als Experiment in einem ehemaligen Strumpf- und Miederladen – womit sich auch ausstellenden Künstler, die eben keinen white • Strümpfe cube vorfinden, sondern sich mit dem charakder außergewöhnliche Name „Strümpfe“ www.struempfe-jungbusch.de

STRÜMPFE – THE SUPPER ART-CLUB


kunstraumHEPPENHEIM

ANDRÉ BUTZER THOMAS WINKLER

Fotografien hat er Zeit und Raum zu Seinsformen ohne Ursache und Wirkung verschmelzen lassen

… erstmals im Dialog Er gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen deutschen Künstlern mit über 200 Ausstellungen weltweit: André Butzer. Zusammen mit seinem Kollegen, dem 1972 geborenen Konzeptkünstler Thomas Winkler stellt Butzer, der sich selbst als ewigen Koloristen bezeichnet und Tizian und Raffael bewundert, im Juni im Kunstverein Heppenheim aus.

André Butzer, Ohne Titel, Öl auf Leinwand

Das Einmalige dieser Show ist die Tatsache, dass Thomas Winkler, Maler, Fotograf, Musiker und Dichter, neben bisher ungezeigten Werken auch und sehr direkt Bezug auf die Werke Butzers und die spezielle Architektur des Ausstellungsraums nehmen wird. Thomas Winkler hat die Belastbarkeit des Begriffs, welchen wir uns gemeinhin noch heute von der Bildenden Kunst machen, bis zum äußersten auf die Spitze getrieben. In Anknüpfung an das von ihm verehrte Werk On Kawaras hat Winkler in den letzten Jahren verschiedenste Gattungen und Medien in den Dienst einer radikalen Dokumentation und Hinterfragung des künstlerischen Selbst gestellt. Seine Existenz unterstellt er dabei einer umkehrlosen Entchronologisierung.

• André Butzer, Thomas Winkler 13. bis 21. Juni 2014 Kunstverein Heppenheim www.kunstverein-heppenheim.de

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In zahlreichen Aktionen, Happenings und Vorträgen hat Winkler das performative Element des Autors und des künstlerischen Genies ad absurdum geführt, in seinen

André Butzer zeigt in Heppenheim seine jüngst entstandenen „N-Bilder“, die die energische Kraft früherer Kompositionen in vermeintlich schwarz-weißen Flächenornamenten konzentrieren. Demgegenüber gibt es ganz frische „Post-N-Bilder“ (Hartfiel) zu sehen, in denen der 40-Jährige Butzer seine charakteristischen Figuren durch N wieder bzw. eigentlich zum ersten Mal ans Licht führt. Kontinuierliches Prinzip des Künstlers ist die intensive Auseinandersetzung mit den Grenzen und Möglichkeiten des Mediums Malerei. Entwickelte er anfangs noch farbintensive Bilder im Stile seines „Science-Fiction-Expressionismus“, die von einer teils grotesken Formensprache, zuweilen durchsetzt von figurativen Elementen gekennzeichnet waren, so fand in der Folge ein scheinbares Fortschreiten der Abstraktion statt. Die bemerkenswerte Ausstellung Butzer und Winkler reiht sich in die Serie von bisher 43 Ausstellungen des erst 2009 gegründeten Kunstvereins Heppenheim ein. Künstler waren bisher unter anderem Thomas Zipp, Hansjoerg Dobliar, Markus Selg, Uwe Henneken, Armin Boehm und Christian Awe, aber auch internationale Künstler wie Neal Rock, Line Gulsett und Gotscha Gosalishvili stellten aus. 2012 war der KVHP als bester Kunstverein für den ADVK-Art-ColognePreis nominiert. Bernd Graber


kunstraumHIRSCHBERG

Loraine Heil,Von Walhall bis Nibelheim, Polyeder, Lehm/Holz, 2014

WAGNER IM SPIEGEL DER ZEIT 12. Hirschberger Kulturtage Unter dem Titel „Von Walhall bis Nibelheim – Architekturvisionen“ versammelt eine Ausstellung in der Hirschberger Rathausgalerie sowie an weiteren Standorten in der Gemeinde über die Sommermonate die Werke von elf Künstlern aus der Region: Horst Busse, Loraine Heil, Manfred Kästner, Henry Kistner, Caroline Laengerer, Eva Schaeuble, Lynn Schoene, Karin Schmiedebach, Udo Sturm, Ulrike Thiele und Karl Heinz Treiber. Ihre Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Plastik und Installation setzen sich auf sehr individuelle Weise mit der komplexen Wagner-Thematik auseinander. Architekturvisionen im Werk Richard Wagners können als Symbole der Verortung des Menschen an seinem jeweils schicksalhaften Platz verstanden werden. Wagners Ring der Nibelungen erzählt nicht zuletzt auch das Drama einer Herrschaftsarchitektur, setzt Walhall als Trutzburg der Götter gegen Alberichs dunkle Mächte, Bild geworden im unterirdischen Nibelheim. Waldhütte, Neidhöhle, Walküre-Felsen sind weitere symbolkräftige Architekturbilder, die zur assoziationsreichen Interpretationen durch die Kunst einladen. Wie beispielsweise die Arbeit der Weinheimer Künstlerin Loraine Heil. Ihr Polyeder baut sich dreiteilig auf: Auf den Wassern des Rheins, in dessen Tiefen das schicksalhafte Gold ruht, offenbart sich der Unterbau des Polyeders. Seine statische Holzkonstruktion dokumentiert das Funktionale einer Industriearchitektur als die Schaltstelle der Nachtalben. Die Menschen sind im Oktogon des Mittelbaus verortet. Ihre Gibichungenhalle ist als abgezirkelter Käfig die naturferne Repräsentationsarchitektur der Intriganten und Spielernaturen. Aus dem Oktogon heraus erhebt sich der gestaltete Berg mit Walhall als der Herrschaftsarchitektur der Lichtalben. Gebieterisch und Stolz ragt er in den Kosmos hinein, das Feuer der kommenden Götterdämmerung umrankt ihn wie ein bedrohlich anmutender Heiligenschein. (red) • Hirschberger Kulturtage 3. Mai bis 14. Sep. 2014 Rathausgalerie Hirschberg www.kulturfoerderverein-hirschberg.de


kunstraumLANDAU

KOPFKUNST – KUNSTKOPF Mit allen Sinnen Dao Droste, Terra Cantans, 2009 - 2013, Bronze Der menschliche Kopf ist die einzigartige Schnittstelle all unserer vielfältigen sinnlichen Wahrnehmungen. Er ist Zentrum der Sinnesorgane sowie der Verarbeitung und Interpretation der durch sie gewonnenen Eindrücke. Ihm entspringt das Schöne und Gute ebenso wie das Abstoßende und Böse. Zugleich ist er Spiegel dieser inneren Prozesse. Er begegnet uns freundlich oder abweisend, offen oder skeptisch. Er wird hierdurch zu einer ausdrucksstarken Metapher für alles Positive wie auch Negative in der Welt. Ent-

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sprechend vielfältig ist die künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema. Passend zum diesjährigen Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz „Mit allen Sinnen“ inszeniert die Kulturabteilung der Stadt Landau in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Villa Streccius eine variationsreiche Ausstellung. Beate Debus, Karl Heinz Deutsch, Dao Droste, Rainer Kriester, David D. Lauer, Guido Messer und Gunter Stilling zeigen ihre Köpfe: Große Skulpturen im öf-

fentlichen Stadtraum von Landau und Kleinplastiken, aber auch Gemälde, Grafiken und Zeichnungen in der Städtischen Galerie Villa Streccius. Die Bandbreite geht dabei von figürlich-abbildlich bis zu fast abstrakten Positionen. (red) • Kopfkunst-Kunstkopf 10. Mai bis 22. Juni 2014 Städtische Galerie Villa Streccius, Landau 10. Mai bis 5. Oktober 2014 Stadtraum Landau www.villa-streccius.de


kunstraumBAD BERGZABERN

WAS BLEIBT? Gemaltes und Gezeichnetes „Was bleibt“? In ihren farblich reduzierten Momentaufnahmen geht Karin Bury dieser Frage vielgestaltig auf den Grund. Sie tut dies mit leiser Ironie. Ihre realistischen Arbeiten bilden Menschen, Tiere und Dinge ab. Häufig kommen nur Graunuancen zum Einsatz und lassen an Schwarzweißfotos aus ferner Zeit denken. Vorbilder und Inspiration findet die Künstlerin in Zeitschriften, eigenen oder fremden Familienalben, in Schnappschüssen und schnellen Skizzen von unterwegs.

Karin Bury, Finanzexperte 1, 2011, Acrylfarbe auf Leinwand

• Karin Bury 8. bis 24. Mai 2014 Galerie der südpfälzischen Kunstgilde am Schloss Bad Begzabern www.kunstgilde-art.de

Ihre Motive löst sie aus dem ursprünglichen Kontext heraus, verknappt und verdichtet sie auf der Leinwand, indem sie auf schmückendes Beiwerk verzichtet und Hintergründe fast immer ausblendet. So sehen wir uns beispielsweise formatfüllend den überheblichen Blicken zweier Geier ausgesetzt. Überlebensgroß in Gold gerahmt, betitelt mit Finanzexperte eins und zwei erscheinen sie wie stolze Porträts einflussreicher Bankiers in den noblen Vorstandsetagen etablierter Geldhäuser. Wir begegnen unserer Kanzlerin und dem Papst, die zu profillosen aber niedlichen Staffagefiguren für die Modelleisenbahn verkleinert wurden.

humorvollen Zeichnungen. In ihren „Weihnachtsgeschichten“ hat sie eine eigene Parallelwelt erschaffen, in der Osterhase, Weihnachtsmann, Christkind und Schlittenrentier in einer Wohngemeinschaft zusammen leben. Diese und andere Bildergeschichten sind erstmals in einer Ausstellung zu sehen. Ganz im Gegensatz zu den Gemälden zeigt sich Karin Bury in ihren aquarellierten Tuschezeichnungen höchst detailverliebt. Der Betrachter kann sich mit einem Schmunzeln auf Entdeckungsreise begeben und wird sich bei jedem neuerlichen Einblick ins WG-Leben des seltsamen Quartetts in der Fülle von Einzelheiten fröhlich verlieren. Karin Bury, 1963 geboren im Schwarzwald, hat nach dem Abitur die Werkkunstschule in Biberach/ Riss besucht, wurde an der Universität Heidelberg in Kunstgeschichte promoviert und erhielt studienbegleitend in einem Weinheimer Atelier für Restaurierung und Kirchenmalerei ihre praktische künstlerische Ausbildung. Seit 2001 ist sie freischaffend tätig und lebt in Mannheim. Dr. Hubert Glomb

Ähnlich hintergründig wie die insgesamt 35 ausgestellten Gemälde sind auch ihre

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kunstraumHEIDELBERG

kunstraumHEIDELBERG • MANNHEIM

K.O. Götz, Skrett (Detail), 1992, Lithografie

Peter Robert Keil mit zertifizierter Studie

PETER ROBERT KEIL

K.O. GÖTZ

SUSANNA TARAS

Zum 100. Geburtstag

Wandarbeiten

Ein Jahrhundertkünstler wird 100: K.O. Götz – einer der bedeutendsten informellen Künstler, der in den 1950er Jahren die Rakel in die bildende Kunst brachte und seine Bilder in Sekunden auf die Leinwand wirft.

Blühende Blumen und Pflanzen, heimische und exotische, gewöhnliche und außergewöhnliche. Susanna Taras verwandelt Räume in Pflanzenschauhäuser, lässt die Wände wie in einem üppigen Dschungel von Grün und Blüten überwuchern, transportiert die Natur in eine vom Menschen geschaffene Architektur.

Peter Robert Keil und seine Kunst sind immer ein besonderes Erlebnis. Seine Werke faszinieren, berauschen und berühren emotional. Ihre große Farbkraft spiegelt das schier unbändige kreative Schaffen des Künstlers, der malt wie er lebt. - Die Keil-Collection Heidelberg hat es sich jetzt zur Aufgabe gemacht, ein umfangreiches Werkverzeichnis zu seinen Arbeiten zu erstellen. An jeweils zwei Zertifizierungsterminen im Februar begutachtete Peter Robert Keil in Heidelberg und Berlin Arbeiten, die von Sammlern aus ganz Deutschland und teilweise aus der Schweiz vorgestellt wurden. Bewegende Momente sowohl für Peter Robert Keil, als auch für die Bewunderer seiner Kunst, als Keil nach vielen Jahren seinen eigenen Werken und damit auch ein stückweit seiner Vergangenheit wieder begegnete. Allein in Heidelberg wurden elf Sammlungen zertifiziert, die durchweg von hoher Qualität waren. Keil sichtete jedes einzelne Bild persönlich; prüfte Motiv, Malstil, Material, Titel und Signatur. Sofern vom ihm anerkannt, wurden die Werke nummeriert, vermessen, fotografiert, beschrieben, im Werkverzeichnis aufgenommen und schließlich mit einem von Keil unterzeichnetem Siegel versehen. Die Sammler erhalten das anonymisierte Werkverzeichnis des jeweiligen Stichtages und ein Zertifikat für ihre registrierten Werke.

Anlässlich seines Geburtstags präsentiert die Galerie Philippi Werke seiner zweiten lithografischen Schaffensphase aus den Jahren 1987 bis 2004. Die elf ausgestellten Lithografien zeigen mitunter atypische Blätter, die aus der Umkehr des ihm eigenen Schwarz-Weiß-Kontrastes entstanden und dem Weiß als Malfarbe eine lebendigere Struktur verleihen. Götz‘ Lithografien folgen alle einem abstrakten Kompositionsschema, deren Wirbelmotive, vertikal gebrochene Horizontalen und explodierende Formen eine einzigartige Verbindung aus Impuls und Logik aufzeigen. Dem sekundenschnellen Malakt gehen genaue Planung und Konzept voraus. Nicole Güther, M.A.

Auch zukünftig möchte die Keil-Collection Sammlern die Möglichkeit bieten, ihre Gemälde persönlich von Robert Peter Keil beurteilen zu lassen. Weitere Informationen hierzu unter: kampik@keil-collection-heidelberg.de (red)

• K.O. Götz 30. März bis 31. Mai 2014 Galerie Philippi, Heidelberg www.galerie-julia-philippi.de

Werkverzeichnis im Aufbau

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„pensées d‘amour“, Geflammte Rose, Wolle/Synthetik, 2012

Leuchtende Farben, die die Farben der Natur überhöhen, feiern das, was der Mensch sonst gerne schön säuberlich in Beeten anlegt. Aber Natur ist anarchisch, lässt sich ungern begrenzen, folgt eigenen Gesetzmäßigkeiten. Aus feinem Flor gefertigt, ziehen sich Susanna Taras Wandteppiche, die eigentlich gar keine Wandteppiche sind, über die Wände, bringen die Natur zurück zum Menschen, in seine Behausung, zeigen jedoch deutlich, dass sie wiederum Menschenwerk sind, das dem verlorenen Paradies nachspürt – et in arcadia ego. (red) • Susanna Taras bis 4. Mai 2014 Mannheimer Kunstverein mannheimer-kunstverein.de


WEINHEIM

AUSSTELLUNGEN BAD BERGZABERN artgalerie am schloss - Galerie der südpfälzischen Kunstgilde am Schloss Schlossgasse 3, Bad Bergzabern Mi-Fr 16-18h, So 15-18h 8. bis 24. Mai 2014: Karin Bury: Was bleibt (Vernissage 7. Mai 2014, 19h) 5. bis 22. Juni 2014: Annerose Nickel, Marina Schneider-Moog (Informelle Malerei, Malerei) (Vernissage 4. Juni 2014, 19h)

BAD RAPPENAU Wasserschloss Bad Rappenau Tanja Röth, Lebensweg (Detail), Acryl/Öl auf Leinwand, 2010

TANJA RÖTH Kunst als Ausdruck des Lebens Kunst versteht die Weinheimer Malerin Tanja Röth als „Ausdruck unseres Lebens“. Künstlerisches Schaffen ist für sie eine Form der Verarbeitung, Antwort und Ausdruck ihres persönlichen Umgangs mit Herausforderungen, die das Leben ihr stellte und noch stellen wird. Und so spiegeln sich in ihren Arbeiten sämtliche Facetten des menschlichen Seins – ein breites Spektrum von großer Farbigkeit und Lebenslust bis zu düsteren, nahezu „blutigen“ Bildern, die von leidvollen Erfahrungen zeugen. Der Einsatz verschiedener Stile unterstreicht die Variation ihrer Werke eindrücklich. Ihr Ziel ist es, die Betrachter zu inspirieren, über das eigene sowie das Leben im Allgemeinen nachzudenken. Sie selbst bezeichnet sich als autodidaktische Newcomerin, die nach Abitur und konventionellem Berufsweg erst später wieder zu ihrer Leidenschaft der Malerei zurückfand. (red) • Das Leben 9. Mai bis 22. Juni 2014 GRN Klinik, Weinheim

Hinter dem Schloss 1, Bad Rappenau So 13-18h 31. Mai bis 13. Juli 2014: Heinz Treiber (Arbeiten 2007 – 2013) (Eröffnung 31. Mai 2014, 16h)

BIRKWEILER Galerie Ruppert Weinstraße 2, Birkweiler Fr-So 11-18h 25. Mai bis 13. Juli 2014: Franz Bernhard

DILSBERG Atelier und Künstler Kunstförderung des Rhein-Neckar-Kreises Kommandantenhaus, Dilsberg Sa und So jeweils 14 bis 18 h 13. April bis 1. Juni 2014

EDENKOBEN Herrenhaus Edenkoben Klosterstraße 173, Edenkoben Sa, So 14-18h 25. Mai bis 8. Juni 2014: Nele-Marie Gräber (Eröffnung 25. Mai 2014, 17h, geöffnet 29. bis 31. Mai 2014 und 7. bis 8. Juni 2014, 14-18h)

FRANKENTHAL Treidler Künstler Kunsthaus Frankenthal Hans-Kopp-Straße 22, Frankenthal täglich außer Mo 14-18h, Do 14-20h bis 13. April 2014: Barbara Fuchs, Katalin Moldvay: Zwei Frauen. Zwei Welten. (Malerei, Installationen) 27. April bis 25. Mai 2014: Stefan Engel: Lebensfutterale (Grafiken, Skulpturen)

FREINSHEIM Galerie Zulauf Gottfried-Weber-Haus, Freinsheim Mi-Fr 14-18:30h, So 11-18h

13. bis 15. Juni 2014: Galerientage Rhein-Neckar im Mannheimer Kunstverein

GERMERSHEIM Kunstverein Germersheim Zeughausstraße, Germersheim Sa 15-18h, So14-18h 26. April bis 25. Mai 2014: Sabine Amelung, Axel Arndt, Mortiz Baumgartl, Nicole Daudert, Adam Lude Döring, Jürgen Hatzenbühler, Arthur Kurkowski, Jürgen Liefmann, Eva-Maria Lopez, Marita Mattheck, Wolfgang Neumann, Jochen Schambeck, Wolfram Scheffel, Claus Stolz, André Wischnewski, Hinrich Zürn: Im Überblick. Repertoire III (in Zusammenarbeit mit der Galerie Grandel, Mannheim) 7. Juni bis 13. Juli 2014: Reiner Mährlein (Stahl-Granit-Papier)

GRÜNSTADT/SAUSENHEIM KunstKabinettimTurm Weingut Karl-Heinz Gaul Bärenbrunnenstraße 15, Grünstadt/Sausenheim 4. bis 25. Mai 2014: Jacqueline Diffring: Tracer une Émotion (Bronzen, Zeichnungen) (Vernissage 4. Mai 2014, 11h)

HEIDELBERG Atelier und Künstler Kunstförderung des Rhein-Neckar-Kreises Sa und So jeweils 14 bis 18 h 23. März bis 25. Mai 2014: Stiftskirche Sunnisheim, Sinsheim Trockenturm Rauenberg 13. April bis 1. Juni 2014: Evangelische Kirche Schönbrunn Kommandantenhaus Dilsberg 11. Mai bis 6. Juli 2014: Wasserturm Plankstadt Wasserturm Hockenheim 18. Mai 2014: Rundreise zu allen Ausstellungsorten (Anmeldung: (06221) 522 1356, anja.sauer@rhein-neckarkreis.de)

Galerie Grewenig/Nissen Pfarrgasse 1, Heidelberg Mi, Do, Fr 15-18h, Sa 11-13h 29. März bis 28. April 2014: Colin Ardley 15. Mai bis 15. Juni 2014: Jo Enzweiler

Galerie Marianne Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2, Heidelberg Di-Fr 11-13h und 14-18h, Sa 11-18h

bis 13. April 2014: Ken Eastman (GB), Suku Park (Korea): Interplay – Zusammenspiel 4. Mai bis 7. Juni 2014: Kirsten Brünjes, Bernd Fischer: Bremer Duett (Eröffnung 4. Mai 2014, 11.30h) 13. bis 15. Juni 2014: Galerientage Rhein-Neckar im Mannheimer Kunstverein 22. Juni bis 27. Juli 2014: Arnold Annen (Schweiz): Porzellan in Extremform (Eröffnung 22. Juni 2014, 11.30h)

Galerie p13 Pfaffengasse 13, Heidelberg Di-Sa 11-13h, u. 14:30-19h

bis 20. April 2014: Willi Siber (neue Skulpturen und Objekte) 24. April bis 18. Mai 2014: Arvid Boecker (Malerei) 22. Mai bis 29. Juni 2014: Reiner Seliger (Skulpturen und Objekte)

Galerie Julia Philippi Hauptstraße 4, Heidelberg Do, Fr 14-19h, Sa 12-16h 30. März bis 31. Mai 2014: K.O. Götz – zum 100. Geburtstag (Lithografien) 13. bis 15. Juni 2014: Galerientage Rhein-Neckar im Mannheimer Kunstverein 29. Juni bis 20. Sept. 2014: Ute Litzkow, Magnus von Stetten (Malerei)

Heidelberger Forum für Kunst Heiliggeiststraße 21, Heidelberg Di-So 14-18h bis 6. April 2014: Fata, Hofmann, Kilger, Lindenmeyer, Pape, Schoene: Kunstquellen 12. April bis 18. Mai 2014: Künstlerinnen und Künstler aus Istanbul und Heidelberg: Fremd (Eröffnung 11. April 2014, 20h) 22. Mai bis 1. Juni 2014: Nicht nur Pommes 6. Juni bis 13. Juli 2014: Sportlich

Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di-Fr 12-19h, Sa 11-19h bis 4. Mai 2014: Etel Adan, Harun Farocki, Stefan Hayn, Bertold Mathes, Michaela Melián, Sarah Schumann: Was wir zeigen wollen bis 4. Mai 2014: Antje Majewski: Der Meteorit (Studio) 17. Mai bis 3. Aug. 2014: Judith Raum: Inspecteurs des Cultures (Ausstellungsreihe Einzelausstellung: nicht alleine)

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17. Mai bis 3. Aug. 2014: Christina Ciupke, Anna Till: undo, redo and repeat (Empore) 17. Mai bis 3. Aug. 2014: Rudolf Herz: VAZAHA (Studio) (Eröffnung 16. Mai 2014)

Museum Haus Cajeth

Kunst im Breitspiel

Skulpturenpark Heidelberg

Rechtsanwaltskanzlei Tiefenbacher Im Breitspiel 9, Heidelberg Mo-Do 9-17h, Fr 9-15h 14. Mai bis 31. Juli 2014: Clapeko (Willibald-Kramm-Stiftungspreis) (Vernissage 14. Mai 2914, 18h)

Orthopädische Universitätsklinik Schlierbacher Landstraße 200a, Heidelberg täglich geöffnet 18. Mai bis 26. Okt. 2014: Franz Bernhard (Eröffnung 18. Mai 2014, 11h)

Kunstraum Vincke-Liepmann

Sammlung Prinzhorn

Häusserstraße 25, Heidelberg Do, Fr 15-19h, Sa, So 11-15h bis 6. April 2014: Stephanie Laeger: dahinter immer 9. bis 18. Mai 2014 (jeweils 20h): Karl Figge: Erzählperformance/ Lili Braun: Bilderbogen zwischen Erinnern und Vergessen: W.G. Sebald: Austerlitz – eine Kindheit in Wales 31. Mai bis 13. Juli 2014: Hannes Steinert: Wandlungen und Wiederholungen (Arbeiten auf Papier) (Vernissage 31. Mai 2014, 19h)

Voßstraße 2, Heidelberg Di, Do-So 11-17h, Mi 11-20h bis 13. April 2014: Georg Müller vom Siel: Sinnsuche in der Psychiatrie 15. Mai bis 17. Aug. 2014: Blalla W. Hallmann und Künstler der Sammlung: Egodokumente des Wahnsinns

Kurpfälzisches Museum Hauptstraße 97, Heidelberg Di-So 10-18h bis 30. März 2014: Lynn Schoene: Die Sprache des Materials 16. Mai bis 21. Sept. 2014: Eine Stadt bricht auf: Heidelbergs wilde 70er (Vernissage 15. Mai 2014, 19h Kurpfälzisches Museum und Karlstorbahnhof)

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Haspelgasse 12, Heidelberg Mo-Sa 11-17h 28. März bis 18. Juni 2014: Helmut Widmaier: festgehalten und geordnet.

Textilsammlung Max Berg

André Butzer, Thomas Winkler (Eröffnung 13. Juni 2014, 19h)

Großsachsener Straße 14, Hirschberg Mo-Fr 8-12h, Di 8-15h, Do 14-18h bis 5. April 2014: Nicole Cristofaro, Rainer Negrelli, Karl Heinz Treiber, Urte Mein, u.a.: New York City – Reflections 3. Mai bis 14. Sept. 2014: Hirschberger Kulturtage: Wagner im Spiegel der Zeit

23. März bis 11. Mai 2014: Pfalzpreis für bildende Kunst in der Sparte Plastik 2. April bis 4. Mai 2014: Jochen Kitzbihler: Aus dem Nichts (Bildkonzeptionen, Installation, Skulptur) (Eröffnung 1. April 2014, 19h) 21. Mai bis 12. Okt. 2014: Brigitte Schwacke: Allegorien gewidmeter Zeit (Raum Zeichnung) (Eröffnung 20. Mai 2914, 19h, Volksbank Kaiserslautern) 7. Juni bis 7. Sept. 2014: Stefan Rohrer: Drehmomente (Eröffnung 6. Juni 2014, 19h)

HOCKENHEIM Kunstverein Hockenheim

Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz eG

HIRSCHBERG Rathausgalerie

Zehntscheune, Untere Mühlstraße 4, Hockenheim Mi-Fr, So 15-18h, Sa 10-13h 6. bis 27. April 2014: Kunstverein Neckar-Odenwald zu Gast im Kunstverein Hockenheim: Ping Pong (Vernissage 6. April 2014, 16h)

(Kurpfälzisches Museum) Brahmsstraße 8, Heidelberg-Ziegelhausen Mi, Sa, So 13-18h bis 25. Mai 2014: Patchwork (Jubiläumsausstellung 25 Jahre Hearts and Castles Quilt Guild e.V.)

Atelier und Künstler

HEPPENHEIM Kunstverein Heppenheim

KAISERSLAUTERN Museum Pfalzgalerie

Bahnhofstraße 1, Heppenheim 15. Juni, 16-18h und nach Vereinbarung unter info@kunstverein-heppenheim.de bis 4. April 2014: Marc Hulson: The yellow sheep 13. bis 21. Juni 2014:

Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h bis 4. Mai 2014: E.L. Kirchner: Linie und Leidenschaft (Handzeichnungen, Holzschnitte)

Kunstförderung des Rhein-NeckarKreises in Kooperation mit dem Kunstverein Hockenheim Wasserturm, Hockenheim Sa und So jeweils 14 bis 18 h 11. Mai bis 6. Juli 2014 (Vernissage 11. Mai 2014, 14h)

Kanalstraße 4, Kaiserslautern Mo, Do 9-13h, 14-18h, Di, Mi, Fr 9-13h, 14-16h bis 17. April 2014: Karl Otto Götz zum 100. Geburtstag

KARLSRUHE Galerie Schrade Zirkel 34 – 40, Karlsruhe Di-Fr 11-13h und 14-18h, Sa 11-16h 30. März bis 10. Mai 2014: Sibylle Wagner: pieXi (Arbeiten mit farbigem Plexiglas aus 20 Jahren) 16. Mai bis 28. Juni 2014: Eberhard Fiebig (Eröffnung 16. Mai 2014, 18h)

Orgelfabrik Karlsruhe Amthausstraße 17, Karlsruhe Fr 17-20h, Sa, So 11-18h 13. Juni bis 6. Juli 2014: Magnus von Stetten, Dagmar Hugk, Silke Brösskamp: Fettes Land (Vernissage 13. Juni 2014, 20h)


ZKM – Museum für neue Kunst Lorenzstraße 19, Karlsruhe Mi-Fr 10-18h Sa, So 11-18h bis 22. Juni 2014: Julia Stoschek Collection: High Performance. Zeitbasierte Medienkunst seit 1996 bis 22. Juni 2014: Julia Bornefeld: Vanity and High Fidelity 12. April bis 13. Juli 2014: Mapping Spaces: Netzwerk des Wissens in der Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts (Eröffnung 11. April 2014, 19h) 12. April bis 3.Aug. 2014: GJ Lischka: Present Mind (Eröffnung 11. April 2014, 19h) 24. Mai bis 9. Nov. 2014: Beuys, Brock, Vostell (Eröffnung 23. Mai 2014, 19h)

LADENBURG Galerie Linde Hollinger Rheingaustraße 34, Ladenburg Mi-Sa 13-17h 12. April bis 24. Mai 2014: Künstler der Galerie und Neuentdeckungen: Licht und Energie 13. bis 15. Juni 2014: Galerientage Rhein-Neckar im Mannheimer Kunstverein

Künstlerinnengemeinschaft GEDOK-Heidelberg Lobdengau-Museum, Amtshof 1, Ladenburg Mi 14-17h, Sa, So 11-17h 9. Mai bis 1. Juni 2014: Konservierung (Vernissage 9. Mai 2014, 19h)

Krista Paul, Barbara Brink: wach – sein (Malerei, Skulptur) (Eröffnung 16. Mai 2014, 19h)

LANDAU Galerie Katrin Hiestand

Galerie & Edition Elenore Wilhelm

Stadthausgasse 11, Landau Di-Fr 11-18h, Sa 10-15h bis 5. April 2014: Silke Schmidt: Alles auf Anfang (Holzreliefs) 12. April bis Juni 2014: Stephan Marienfeld (Skulpturen, Wandobjekte, Zeichnungen)

Hartmannstraße 45, Ludwigshafen Mo, Di 17-20 h und nach Vereinbarung bis 3. Mai 2014: Walter Fogel: Upside Down (Fotografie)

MANNHEIM Club Speicher7

Wilhelm-Hack-Museum

Galerie Grandel

Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h seit 21. März 2014: hack-museumsgARTen und Hack and the City bis 21. April 2014: Eduardo Chillida (kabinettstück#2) bis 29. Juni 2014: Liebe bis 29. Juni 2014: Köken Ergun: Wedding, 2007 (dis>play)

S4, 23, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 10-16h bis 12. April 2014: Adrian Peter und André Wischnewski: Eroberte Räume 3. Mai bis 7. Juni 2014: Marita Mattheck: Zwischenräume

Galerie M am Deutschen Tor Neustadter Straße 8, Landau Mi, Fr, Sa 15-18h 27. April bis 7. Juni 2014: Immanuel Eiselstein (Skulpturen) (Vernissage 27. April 2014, 11h)

Städtische Galerie Villa Streccius e.V. Südring 20, Landau Di-Mi 17-20h, Do-So 14-17h 10. Mai bis 22. Juni 2014: KOPFKUNST – KUNSTKOPF (Vernissage 9. Mai 2014, 19h) 10. bis 5. Okt. 2014: begleitend Ausstellung im Stadtraum Landau: KOPFKUNST – KUNSTKOPF

LEIMEN Kunstverein Leimen Kurpfalzzentrum, Leimen Mo, Mi-Fr 8:30-12h, Di 14:30-18h 6. April bis 11. Mai 2014: Anette Blaschke, Caroline Laengerer, Raingard Tausch: Dreiklang (Malerei, Collagen, Objekte) (Vernissage 6. April 2014, 15h)

LUDWIGSHAFEN Ernst-Bloch-Zentrum Walzmühlstraße 63, Ludwigshafen Di, Mi 14-17h, Do 14-10h 13. Juni bis 5. Aug. 2014: Freund Hein malt Blumen rot: Grafische Zyklen und Totentänze zum Ersten Weltkrieg

Rheinvorlandstraße 7, Mannheim Mo-Fr 8-22h bis 23. April 2014: Kunstverein Ludwigshafen Bismarkstraße 44-48, Ludwigshafen Damaris Odenbach: New Works ab 16. Mai 2014: Di-Fr 12-18h, Sa, So 11-18h Karl Schwarzenberg: bis 27. April 2014: Junge Rheinland-Pfälzer Künstler – Emy Roeder- Numerische Malerei (Vernissage 16. Mai 2014, 19h) Preis 2014 17. Mai bis 6. Juli 2014: Galerie arthea Heike Weber: park Stesemannstraße 4, Mannheim (Vernissage 16. Mai 2014, 19h) Di, Do, Fr 14-18.30h, Sa 12-16h 1. April bis 20. Juni 2014: Rudolf-Scharpf-Galerie Künstler der Galerie: und Wilhelm-Hack-Museum Nachlese art Karlsruhe Hemshofstraße 54, Ludwigshafen 13. bis 15. Juni 2014: Do, Fr 15-18h, Sa, So 13-18h Galerientage Rhein-Neckar bis 21. April 2014: im Mannheimer Kunstverein Carsten Sievers: und 27. Juni bis 27. Juli 2014: 10. Mai bis 13. Juli 2014: Werner Neuwirth Apartment Project

MAIKAMMER Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie Obere Mühlstraße1, Maikammer Mo - Do 9-12, 14-18h 16. Mai bis 2. Sept. 2014:

Galerie Kasten Werderstraße 18, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 12-15h bis 12. April 2014: Happy Valentines 13. bis 15. Juni 2014: Galerientage Rhein-Neckar im Mannheimer Kunstverein

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Galerie Keller Rheindammstraße 50, Mannheim Mi, Do 14-18h, Fr, Sa 11-15h bis 26. April 2014: Matthias Will (Skulptur), Gerd Winter (Malerei) 10. Mai bis 28. Juni 2014: Jan Blaß, Josef Bücheler, Aja von Loeper, Sybille Schlageter, Bruno Schmid: paperwork (Eröffnung 10. Mai 2014, 17h) 13. bis 15. Juni 2014: Galerientage Rhein-Neckar im Mannheimer Kunstverein

Galerie Peter Zimmermann Leibnizstrasse 20, Mannheim Di-Fr 12:30-18h, Sa 11-14h bis 3. Mai 2014: Otgonbayar Ershuu: Tsenher Ulaan (Eröffnung 28. März 2014, 19h) 17. Mai bis 21. Juni 2014: Camill Leberer (Eröffnung 16. Mai 2014, 19h)

Galerientage - Galerienverband Rhein-Neckar im Mannheimer Kunstverein Friedrichsplatz 1, Mannheim 13. Juni 2014, 14-19h 14. Juni 2014, 12-22h: art and cocktail 15. Juni 2014, 12-17h: art and brunch

Kunsthalle Mannheim Friedrichsplatz 1, Mannheim Di-So u. Feiertage 11-18h 18. April bis Mai 2016: Arche kommt: Malerei der Moderne 10. Mai bis 24. Aug. 2014: Germaine Richier: Sturmfrau

Künstlernachlässe Mannheim Rathaus Mannheim, Dezernat 2 und Amt für Wirtschaftsförderung E 5, Mannheim Mo-Do 7:30-16:30h, Fr 7:30-15h bis 31. Aug. 2014: Arbeiten aus dem Depot

Mannheimer Kunstverein Augustaanlage 58, Mannheim Di-So 12-17h bis 4. Mai 2014: Susanna Taras: Tapeaux 11. bis 25. Mai 2014: Lions Art: Adam Cmiel, Jens Hafner, Maximilian Martinez, Silvia Szabo 5. bis 8. Juni 2014: Hochschule Mannheim: Werkschau studentischer Abschlussarbeiten 13. bis 15. Juni 2014: Galerientage 2014 (Galerienverband Rhein-Neckar) 29. Juni bis 3. Aug. 2014: Art & Activism: Kunst und politischer Aktivismus in New York

märz Galerie Mannheim Beethovenstraße 18, Mannheim Mi-Fr 14-18h, Sa 12-16h 38 kunstraumMETROPOL

6. April bis 17. Mai 2014: Serena Amrein, Doris Erbacher, Barbara Hindahl: spurensuche (Bilder) (Vernissage 6. April 2014, 11h) 13. bis 15. Juni 2014: Galerientage Rhein-Neckar im Mannheimer Kunstverein

märz Galerie Mannheim – cube 4x4x4 Augartenstraße 68 (Rückgebäude), Mannheim Do-Fr 16-18h, Sa 12-16h 5. April bis 17. Mai 2014: Katharina Fischborn: spurensuche, grundlos (Installation, Zeichnung) (Vernissage 5. April 2914, 16h)

REM Reiss-Engelhorn-Museen Zeughaus C 5, Mannheim Di-So 11-18h 13. April bis 9. Nov. 2014: Kaiser Maximilian I. – Der letzte Ritter und das höfische Turnier

Forum internationale Photographie Zeughaus C5, Mannheim Di-So 11-18h bis 11. Jan. 2015: Robert Häusser: Im Auftrag... Fotografien aus Industrie und Handwerk

Zephyr-Raum für Fotografie Museum Bassermannhaus C4, 9, Mannheim Di-So 11-18h 27. April bis 20. Juli 2014: Tommaso Bonaventura, Alesandro Imbriaco, Fabio Severo: TAT / ORT, (Un)heimliche Spuren der Mafia 28. Sept. 2014 bis 25. Jan. 2015: Norman Seeff: The Look of Sound

Stadtgalerie Mannheim S4, 17, Mannheim Do-Sa 12-18h 10. April bis 18. Mai 2014: 20 Jahre Welde-Kunstpreis: Retrospektive

Strümpfe – The Supper-Artclub Jungbuschstraße3, Mannheim Di-Do nach Vereinb., Fr, Sa 20-02h 4. bis 20. April 2014: Jürgen Eisennacher (Berlin) (Eröffnung 4. April 2014, 20h) 9. bis 25. Mai 2014: Ruth Hutter (Mannheim) (Eröffnung 9. Mai 2014, 20h) 6. bis 22. Juni 2014: Adjani Okpu-Egbe (London) (Eröffnung 6. Juni 2014, 20h)

Technoseum – Landesmuseum für Technik und Arbeit Museumsstraße 1, Mannheim bis 27. Juli 2014: Die Sammlung II:

Der elektrische Haushalt 18. Mai 2015: Internationaler Museumstag

NEUSTADT Galerie ASPEKT Maximilianstraße 18, Neustadt Mi, Do 16-19h, Fr 15-20h, So 15-18h 6. April bis 4. Mai 2014: Eva Rumpf, Martin Möhwald, Clarissa Capelle, Julius Pittroff: Keramische Kunst (Vernissage 6. April 2014, 11h, Künstlergespräch 15h) bis 25 Mai 2014: 13. bis 15. Juni 2014: Galerientage Rhein-Neckar im Mannheimer Kunstverein

gute aussichten Haardter Schloss, Mandelring 35, Neustadt geöffnet nach Vereinbarung info@guteaussichten.org bis 15. Juni 2014: Sara-Lena Maierhofer, Johannes Post: Begegnung (Fotografie)

Herrenhof Mußbach An der Eselshaut 18, Neustadt-Mußbach So und Feiertag 11-18h, Mi 18-20h, Sa 14-18h bis 6. April 2014: Bernd Kastenholz: Plastik und Malerei 4. bis 25. Mai 2014: Herrmann Th. Junker, Vater und Sohn: Malerei, Zeichnung und Druckgrafik (Eröffnung So 4. Mai 2014, 11.15h) 15. Juni bis 6. Juli 2014: Dieter Brembs und Achim Ribbek: Installation, Malerei und Plastik (Eröffnung So 15. Juni 2014, 11.15h)

Kunstverein Neustadt Villa Böhm (Villenstraße 16b), Neustadt Do, Fr 16-20h, Sa, So 11-13h und 15-18h 9. bis 25. Mai 2014: Barbara Hindahl. Translation Error (Zeichnungen und Rauminterventionen) (Vernissage 9. Mai 2014, 19h) 13. bis 29. Juni 2014: Jens Ritter: The Art of Electric Guitars (Vernissage 13. Juni 2014, 19h)

UP ART – Galerie für zeitgenössische Kunst Im Meisental 51, Neustadt Mi-Do 17:30-20h, Fr 11-15h, So 12-16h bis 25. Mai 2014: Alexandra Hendrikhoff: Metamorphosis (Objekte)

PLANKSTADT Atelier und Künstler Kunstförderung des Rhein-Neckar-Kreises Wasserturm, Plankstadt Sa und So jeweils 14 bis 18 h 11. Mai bis 6. Juli 2014

RAUENBERG Atelier und Künstler Kunstförderung des Rhein-Neckar-Kreises Trockenturm, Rauenberg Sa und So jeweils 14 bis 18 h bis 25. Mai 2014

RHEINZABERN Galerie „atelier 21“ Rappengasse 21, Rheinzabern 30. März bis 10. Mai 2014: Andreas Hella: kritisch gezeichnet – bezeichnend gemalt (Zeichnung und Malerei)

SAARBRÜCKEN Kuba – Kulturzentrum am Eurobahnhof e.V. Europaallee 25, Saarbrücken bis 10. April 2014: Claudine Kiefer: nach strich und faden (Objekt, Grafik), Sabrina Sperl: Universum Sperl – Vom Geheimnis des Sichtbaren / Förderstipendiatinnen der Landeshauptstadt Saarbrücken 25. April bis 25. Mai 2014: Aldric Mathieu (Gastkünstler aus Marseille) (Vernissage 25. April 2014)

SCHÖNBRUNN Atelier und Künstler Kunstförderung des Rhein-Neckar-Kreises Evangelische Kirche, Schönbrunn Sa und So jeweils 14 bis 18 h 13. April bis 1. Juni 2014

SCHRIESHEIM Museum Théo Kerg Talstraße 52, Schriesheim Mi 17-19h, Sa, So 14-17h 30. März bis 11. Mai 2014: Jubiläumsausstellung 25 Jahre Museum Théo Kerg: abstraction création: art non figuratif 1932-36

SCHWETZINGEN Kunstverein Schwetzingen Palais Hirsch Schlossplatz 2, Schwetzingen Mi-So 14-18h 5. bis 21. April 2014: Marc Taschowsky: Splash (Vernissage 5. April 2014, 16h)

Orangerie im Schloßgarten Mi-Sa 14-19h, So 11-19h 3. Mai bis 1. Juni 2014: Stefan Rohrer: Schleudertrauma (Vernissage 3. Mai 2014, 16h)


SINSHEIM Atelier und Künstler

Choreographien (Fotoarbeiten) (Vernissage 22. Mai 2014, 19h)

Kunstförderung des Rhein-Neckar-Kreises Stiftskirche Sunnisheim, Sinsheim Sa und So jeweils 14 bis 18 h bis 25. Mai April 2014

WEINHEIM GRN-Klinik

SPEYER Galerie Josef Nisters Burgstraße 1A, Speyer Di-Fr 14-18h, Sa 11-15h bis 12. April 2014: Frank-Joachim Grossmann: Buchstaben_folgen (Druckgrafik und Malerei) 25. April bis 28. Mai 2014: Künstler der Galerie: Im Licht der Farbe (Eröffnung 25. April 2014, 19h) 13. bis 15. Juni 2014: Galerientage Rhein-Neckar im Mannheimer Kunstverein

Kunstverein Speyer Kulturhof Flachsgasse, Speyer Do-So 11-18h 30. März bis 4. Mai 2014: Fotogruppe Speyer e.V.: Bildlese (Fotografie) 25. Mai bis 6. Juli 2014: Katharina Wagner: Egal, Daumen hoch (Malerei) (Vernissage 25. Mai 2014, 11h)

VIERNHEIM Kunstraum Gerdi Gutperle Heidelberger Straße 9, Viernheim Fr-So 14-18h bis 6. April 2014: Nuri Battal, Bettina Bätz, Teresa Katharina Binder, Susanne Lencinas, Maxim Wakultschik: Modern Venus 4. Mai bis 8. Juli 2014: Patrick Baillet, Gertraud Hasselbach, Ernestine Repsch: Rencontre / Begegnung

VÖLKLINGEN Weltkulturerbe Völklingerhütte Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur Völklingen/Saarbrücken täglich 10-19h bis 15. Juni 2014: Generation Pop! ... hear me, feel me, love me bis 15. Juni 2014: Pop Attitudes! Axl Klein - Zorn

WALLDORF SAP AG Internationales Schulungszentrum Dietmar-Hopp-Allee 20, Walldorf Mo-Fr 10-20h, 24. und 25. Mai 2014, 12-17h bis 31. März 2014: Klaus Lomnitzer: memotope 23. Mai bis 30. Sept. 2014: Mona Breede: People@SAP und

Röntgenstraße 1, Weinheim tägl. 14-19h 9. Mai bis 22. Juni 2014: Tanja Röth: Das Leben

Museum der Stadt Weinheim Amtsgasse 2, Weinheim Di-Do, Sa 14-17h, So 10-17h bis 27. April 2014: Franken, Ritter, Hexen – Reise ins Mittelalter 24. Juni bis 7. Sept. 2014: Michel Meyer: Nachrichten aus der Heimat

Volksbank Weinheim Bismarckstraße 1, Weinheim Mo-Fr 8:30-16h, Do 8:30-18h bis 4. April 2014: Werner-Heisenberg-Gymnasium (Weinheim) 8. April bis 23. Mai 2014: Johann Büsen (Bremen) (Pigmentdruck) 24. Juni bis 18. Sept. 2014: Marco Reichert (Berlin)

Volkshochschule Badische Bergstraße Luisenstraße 1, Weinheim Mo-Fr 9.30-12.30h, Mo, Mi, Do 16-18.30h bis 6. Juni 2014: GEDOK – Blauer Hut und Roter Turm: 750 Jahre Stadt Weinheim

WIESLOCH Akademie im Park Heidelberger Straße 1a, Wiesloch Mo-Fr 9-17h 11. Mai bis 3. Nov. 2014: Akela Möhren: Geräusch im Bild (Vernissage 11. Mai 2014, 11h)

WORMS Museum Heylshof Stephansgasse 9, Worms Di-Sa 14-17h, So 11-17h bis 30. April 2014: Jens Andres. Er malt sich um Kopf und Kragen

WÖRTH Kunstverein Wörth e.V. Städtische Galerie Altes Rathaus Ludwigstr. 1, Wörth 4. Juli bis 3. Aug. 2014: Abfall – Einfall – Kunst

Alle Termine ohne Gewähr.

BILDNACHWEISE Cover: Schüler 19 // Goldschmiedin 19 © Beate Rose / S4-5, Franz Bernhard, Labiler Kopf 1995, Corten-Stahl, Franz Bernhard, Sitzende Figur, 2006, Corten-Stahl, Bilder: Lucia Bernhard / S6, Stefan Rohrer, Yellow Arrow, 2011, Auto, Stahl, Lack, Kunststoff, 240 × 430 × 1300 cm, courtesy Galerie Scheffel, Bad Homburg & Künstler / S7, Stefan Rohrer: Miniatus Floridus. Auto, Stahl, Lack, 2012; Foto: Stefan Rohrer / S8, CLAPEKO, B1133/2013/01 – Acryl auf Cotton Duck – 90 x 300 cm, Foto: Ulrike Kunkel / S9,„Große Mandorla“ – Karlsruhe 2006, Quelle: Stadtwerke Karlsruhe / S10-11, Jacqueline Diffring, Supprimer les pensées statiques, 2011, Bronze, Foto: Rainer Feser, Jacqueline Diffring, Figure assise, 1980, Bronze, Foto: Rainer Feser / S12, René Zechlin, Foto:Wort.Bild.Kultur (UG) / S14, Otgonbayar Ershuu, Tsenher, 2013, Acryl auf Leinwand, Foto:Galerie Peter Zimmermann / S16, K. Staeck - Stell Dir vor Du mußt flüchten, 1986, Abb: Forum für Kunst, Heidelberg / S.17, Bismarckplatz Heidelberg, 1975, Foto© Manfred Metzner, „Eine Stadt bricht auf. Heidelbergs wilde 70er“: © Kurpfälzisches Museum / Verlag Das Wunderhorn / S.18, Ansicht von Corleone, Corleone, [Provinz] Palermo, 2012 / 200 x 153 cm; Inkjet-Print, © Tommaso Bonaventura, Alessandro Imbriaco / S.19, Konstantin Voit, Monkeys and Apes (Equinox 19), 120 x 85 cm, Acryl auf Leinwand, 2014, Abb Konstantin Voit / S.19, Damaris Odenbach, Dia #21, 2013, C-PRINT, 120x90 cm, Aufl. 3 (+ 2 AP), Abb.: Damaris Odenbach / S.20, Madeleine Dietz, Lichtsekante 2014, Aluminium, Erde, Leuchtstoffröhren, Abb:: Galerie Linde Hollinger / S21, Lynn Schoene,Lifeboat, 2007,Mischtechniken, 246 x 60 x 86cm. Foto: ©Siegfried Reißing / S23, Marita Mattheck, Ansichten XXII, 2011, Acryl auf Leinwand, Abb.: Marita Mattheck / S23, Johann Büsen, Luminescence (Detail), 2013, Pigmentdruck auf Leinwand, 100x80cm, Abb.: Johann Büsen / S25, The Art of Electric Guitars, Abb.: Jens Ritter / S25, Alexandra Hendrikoff, Meduse – Transparentpapier, Strohseide, Garn, Pappelsperrholz, Löwenzahnsamen, Grassamen, Abb.: Alexandra Hendrikoff / S,26, Galerientage 2013 im Kunstverein Mannheim, Abb.: Galerienverband Rhein-Neckar / S27, Martin Möhwald, Keramikarbeiten, 2013, Foto:Wort.Bild.Kultur (UG) / S28,Christopher Vazansky, Ein Strumpf (A.Z.), 2013 – Ein Strumpf (E.C.), 2013, Foto:Wort.Bild.Kultur (UG) / S.30, André Butzer, Ohne Titel, Öl auf Leinwand, Abb.: Kunstverein Heppenheim / S.31, Lorraine Heil,Von Walhall bis Nibelheim, Polyeder, Lehm und Holz, 2014, Fotografie von Dorothea Burkhardt / S.32, Dao Droste, Terra Cantans Foto: Jürgen Pils / S.33, Karin Bury, Finanzexperte 1, 2011, 120 cm x 80 cm, Acrylfarbe auf Leinwand. Foto: Karin Bury / S.34, Peter Robert Keil, Foto:Wort.Bild.Kultur (UG) / S.34, K.O. Götz, Skrett (Detail), 1992, Lithografie, 80 x 70 cm; Galerie Julia Philippi (Bildnachweis) / S.34, Susanne Taras„pensées d‘amour“, Geflammte Rose,Wolle/Synthetik, 2012, 410x340x2 cm, Foto Frank Kleinbach / S.35, Tanja Röth: „Verzweifelte Frau“ , Acryl auf Leinwand, 2010, Foto: Tanja Röth

IMPRESSUM

Herausgeber: art-media-edition-Verlag, Insel 3, D-79098 Freiburg Tel. +49 (0) 761/ 8 81 74 76, Geschäftsführung: Björn Barg Projektleitung, Redaktion: Wort.Bild.Kultur. UG (haftungsbeschränkt) gedruckt bei: Saarländische Druckerei und Verlag GmbH redaktion@kunstraum-metropol.de Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe: Dirk Martin, Sebastian Steinhäußer, Roland Heinzmann M.A., Julia Laukert M.A., Caroline Messelhäußer, M.A., Sandra Dörr, Dr. Friedrich W. Kasten, Ingrun Salzmann, Bernd Graber, Dr. Hubert Glomb, Nicole Güther, M.A. Auflage 7000, kunstraumMETROPOL liegt in ausgewählten Museen und Kunsträumen aus. Nächste Ausgabe: Juli, August, September 2014 Anzeigenschluss: Mi. 28.05.2014 Erscheinungstermin: 21 Tage nach Anzeigenschluss kunstraumMETROPOL 39


kunstraumMETROPOL 2Q 2014  

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