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Christiane Haase, "Dschungel Queen", Aquarell und Tusche auf Papier www.upart-online.de

JANUAR FEBRUAR MĂ„RZ

2014


kunstraum DAS KUNSTMAGAZIN DER METROPOLREGION RHEIN-NECKAR

kunstraumLUDWIGSHAFEN 4 Liebe - menschlich, allzu menschlich Eine thematische Gruppenausstellung im Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen 22 Land of Confusion Ulu Braun – seine Bilder sprechen für sich

kunstraumKAISERSLAUTERN 6 Pierrette Bloch Unterwegs mit Tusche, Wolle und Pferdehaar 30 Werner Haypeter Doppelausstellung in Kaiserslautern

imGESPRÄCH 8 „ … wie ein Bad in der Kunst.“ Im Gespräch mit Ewald Karl Schrade, Kurator und projektleiter der art KARLSRUHE

kunstraumartKARLSRUHE 10 galerie arthea, Galerie Linde Hollinger, Galerie Kasten, Galerie Keller, märz galerie mannheim / cube 4x4x4, Galerie Zulauf, Galerie Tammen & Partner

kunstraumMANNHEIM 15 Bilder vom Menschen Die Sammlung Braus 23 Phantastische Welten Joachim Lehrer - Malerei 24 Nach dem Krieg Kann man sich ein Bild von Krieg machen? 29 Wenn Visionen Wirklichkeit werden Kunsthalle Mannheim 30 Autobiografie erschienen Robert Häusser - Schwarz und Weiß Geschichten mit und ohne Fotografie

kunstraumSCHRIESHEIM 16 25 Jahre Museum Théo Kerg

kunstraumWALLDORF 18 Klaus Lomnitzer memotope – Landschaften zwischen Abstraktion und Realität

kunstraumNEUSTADT 19 Was im Winter weiter wächst Christiane Haase: Bizarre Keramiken und opulente Papierschnittobjekte

kunstraumHEIDELBERG 20 Leo Kornbrust und Peter Braunholz Von der inneren Mitte und der rätselhaften Kraft der Wirklichkeit 25 Stephanie Laeger ‚dahinter immer‘ Tuschemalerei auf Papier

editorial Liebe Leserinnen, lieber Leser, wir hätten da was für Sie - vorausgesetzt Ihr Terminkalender weist noch Lücken auf oder der allwinterliche Skirummel beziehungsweise der jährliche Fernurlaub wird allmählich langweilig – nämlich spannende Ausstellungen. Das mpk zeigt erstmals in Deutschland das Oeuvre der internationalen bekannten Künstlerin Pierrette Bloch, das WilhelmHack-Museum widmet sich ab März 2014 dem Thema Liebe und auch ein Besuch der art Karlsruhe mit namhaften Galerien der Metropolregion lohnt sich durchaus. Ich wünsche Ihnen jedenfalls einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr Björn Barg Herausgeber

27 It is only a state of mind Spiel zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein 29 Das Leben geht weiter … Widmungsausstellung für Egon Hassbecker

kunstraumLADENBURG 21 Vera Molnar Im Linienland

kunstraumSAARBRÜCKEN 26 LIGHT_ACT – Lichtinszenierung im urbanen Raum Stadt-Licht-Raum-Projekt der Hochschule der Bildenden Künste Saar

kunstraumMETROPOLREGION 31 Grenzen überschritten Positive Bilanz des Fotofestivals

kunstraumRHEIN-NECKAR-KREIS 32 Atelier und Künstler Zeitgenössisches Kunstschaffen in der Metropolregion Rhein-Neckar 33 AUSSTELLUNGEN 3 4 Bildnachweis und Impresssum

kunstraumMETROPOL 3


kunstraumLUDWIGSHAFEN

Los Carpinteros, Pellejo, 2013, Filmstill

LIEBE - MENSCHLICH, ALLZU MENSCHLICH EINE THEMATISCHE GRUPPENAUSSTELLUNG IM WILHELM-HACK-MUSEUM LUDWIGSHAFEN

Das Wilhelm-Hack-Museum zeigt vom 22. März bis zum 29. Juni 2014 eine Ausstellung, die sich dem Thema ‚Liebe‘ in der zeitgenössischen Kunst widmet. Sie wird kuratiert von Barbara J. Scheuermann unter der Mitarbeit von Cathrin Langanke. Sicherlich ist es kein einfaches Unterfangen einen so stark strapazierten Begriff wie den der Liebe unter dem Aspekt der künstlerischen Produktion beginnend in den 1970er Jahren bis heute zu beleuchten. Um einen Einblick in diesen Themenbereich zu geben, werden etwa 20 Künstlerpositionen vorgestellt, darunter Beiträge, die eigens für die Ausstellung konzipiert und produziert werden. Die Kuratorinnen verfolgen die Absicht, das kommunikative, soziale und utopische Potenzial der Liebe anhand von repräsentativen Positionen diskursiv zu befragen. Zu den ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern 4 kunstraumMETROPOL

zählen u.a. Hamra Abbas, Vito Acconci, Marina Abramovi, Louise Bourgeois, Martin Brand, Sophie Calle, Eli Cortiñas, Tracey Emin, Hans-Peter Feldmann, Agathe Fleury, Ryan McGinley, Yoko Ono sowie Tino Sehgal, womit ein internationaler Fokus gesetzt wird und die sozio-kulturellen Unterschiede in der Auseinandersetzung mit dem Begriff Liebe transparent werden.

tellektuell zu nähern. Jedoch beschränkt sich die Ausstellung Liebe im Wilhelm-Hack-Museum keineswegs auf diese Perspektive, sondern sie überrascht mit einem Kaleidoskop unterschiedlicher Zugangsweisen zu diesem vielschichtigen Thema: von der Selbstliebe über das Intimsystem Partnerschaft und Familie bis zur Menschenliebe und bis hin zur Liebe als gesellschaftlicher Utopie.

Wie die Kuratorin Barbara Scheuermann bemerkt, sind zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler der Liebe gegenüber eher verhalten und distanziert, da sie sich, um die Begrifflichkeit der Kunstkritikerin Isabelle Graw zu zitieren, als „strategisch operierendes Künstlersubjekt“ begreifen. Wenn sie sich des Themas Liebe annehmen, dann meist um es als bürgerliches Konstrukt und Illusion zu entlarven und sich dem Phänomen Liebe eher ironisch oder auch rein in-

Das Ausstellungskonzept basiert auf dem systemtheoretischen Ansatz, der die Liebe als Code des Miteinanderumgehens auffasst und setzt sich deutlich von anderen Ausstellungen und Untersuchungen ab, die die Liebe etwa als „kapitalistisches Produkt“ oder auch als romantischen Mythos beleuchteten. In unterschiedlichen Medien wie Skulptur, Malerei, Film, Video und Fotografie setzen sich die ausgewählten zeitgenössischen


Künstler mit verschiedenen Äußerungen der Liebe auseinander. Die Fotoserie „Eine glückliche Ehe“ von Daniela Comani ist seit 2003 ein work in progress. Die Künstlerin mimt Bild für Bild sowohl den Mann als auch die Frau in den jeweiligen Rollen eines symbiotisches Ehepaars. Aus ihrer täglichen Garderobe wählte sie unter geschlechterspezifischen Gesichtspunkten die Kleidung und die Accessoires für ihre inszenierten Aufnahmen aus, wobei sie auf ihre persönliche Unisex-Garderobe zurückgriff. Weitere differenzierende Merkmale sind ein Dreitagebart als Mann und das leicht geschminkte Gesicht als Frau. Nicht zuletzt imitiert die Künstlerin klischeehaft Gestik und Mimik in verschiedenen Alltagssituationen, die auf die stereotypen Rollenzuschreibungen von Mann und Frau anspielen. In einer ihrer ersten Aufnahmen nimmt Comani ganz offensichtlich Bezug auf die viel diskutierten Gender Studies, wenn sie den Ehemann in die Lektüre eines der Werke von Judith Buttler vertieft zeigt. Die englische Künstlerin Gillian Wearing hingegen beschreibt ihre Arbeitsweise als eine Methode, mit der sie die Lebenssituationen einfacher Menschen mit der Kamera in Fotografien und Videos einfängt und veröffentlicht („editing life“). Mit ihrem Werk intendiert sie, das Verhältnis zwischen öffentlichem und privatem Leben, zwischen kollektiver und individueller Erfahrung unter verschiedenen Blickwinkeln aufzuzeigen. In ihrem 1999 aufgenommenen Video “I love you” werden starke persönliche Emotionen thematisiert und der Betrachter wohnt einer dramatischen Szene bei, in der eine betrunkene Frau gegenüber drei verschiedenen Freunden wiederholt schreit: „Ich liebe dich“ - mit jeweils unterschiedlichen Reaktionen der Angesprochenen. Nicht zu übersehen sind auch die Skulpturen der aus Pakistan stammenden Künstlerin Hamra Abbas. In ihrer Serie „Lessons of Love” stellt sie eine Korrelation zwischen Krieg und Sex her, wobei sie sich an indischen Miniaturen anlehnt und diese ihrer Intention entsprechend neu interpretiert. Kleine Buchmalereien werden zu lebensgroßen Skulpturen: Während des sexuellen Aktes hantieren Männer und Frauen mit unterschiedlichen Waffen. Auf diese Weise greift Abbas traditionelle Bilddarstellungen und deren Ikonografie auf und formuliert

Hamra Abbas, Lessons on love, Ed. 1/3 + 1 AP, 2007, Holz, Kunstharz, Eisenarmierung, Acrylfarbe

sie mit einem Augenzwinkern als subtil provokantes Statement. Aus François Truffaut’s cineastischem Werk „La Sirène du Mississipi“ übernimmt die spanische Künstlerin Eli Cortiñas eine Szene kurz vor dem Filmende – „FIN“, so auch der Titel dieses Videos. In einer unwirtlichen Winterlandschaft stapft im tiefen Schnee ein Paar dem Betrachter den Rücken zuwendend Hand in Hand den Hügel hinauf in Richtung eines dunklen Waldes. Die kurze Videoszene ist als Loop geschaltet, so dass der Eindruck eines nachgestellten Bildes mit lebenden Akteuren entsteht. Doch nichts Bedeutendes geschieht. Nur das Ende eines bekannten Kinofilms wird ständig wiederholt. Die im Film erzählte Liebesgeschichte scheint nicht zu enden und dient dem Zuschauer als Blaupause für die eigenen Projektionen.

medialen Präsenz ist es vor allem die Wahrnehmung der Emotionen zwischen beiden, die für den Betrachter spürbar wird und die ihn für das Paar einnimmt.

Im Display des Wilhelm-Hack-Museums dreht sich alles um Hochzeiten. Aus dem umfangreichen Filmmaterial, das der türkischstämmige Künstler Köken Ergung sechs Monate lang in den Jahren 2006 und 2007 bei Hochzeitsgesellschaften türkischer und kurdischer Immigranten in Berlin aufgenommen hat, wählte er charakteristische Szenen für seine 3-Kanal-Videoinstallation „Wedding“ aus. Der Titel bezieht sich hierbei nicht nur auf das Gezeigte, sondern auch auf den gleichnamigen Ort der Dokumentation: Berlin Wedding. Wie in einem Triptychon laufen drei Filme parallel: Mit flotter Musik hinterlegt werden die Vorbereitungen und die Bräuche zu diesem besonderen Anlass wiedergegeben. Der Zuschauer gewinnt Wie Gesten der Liebe in Subkulturen auseinen Einblick in eine Gemeinschaft, die gegetauscht werden, zeigt der Video-Loop „Punks“ von Martin Brand. Die Endlosschleife rade bei dieser Gelegenheit die Traditionen der ursprünglichen Heimat zelebriert. einer einzelnen Handlungssequenz präsentiert er als ein Tableau Vivant: Ein Pärchen aus Als besonderer Clou können Paare im Mai der Punker-Szene posiert für eine Porträtauf2014 in den Räumlichkeiten der Ausstellung nahme und blickt direkt in die Kamera. Nach standesamtlich heiraten. und nach nimmt der Betrachter die Details, Dirk Martin wie etwa die befremdende Aufmachung und auch die vordergründig ignorante und ge• Liebe langweilte Haltung wahr. Dennoch gelingt 22. März bis 29. Juni 2014 es Brand die vertraute Zweisamkeit des PaaWilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen res darzustellen. Neben einer unmittelbaren www.wilhelmhack.museum kunstraumMETROPOL 5


kunstraumKAISERLAUTERN

PIERRETTE BLOCH UNTERWEGS MIT TUSCHE, WOLLE UND PFERDEHAAR

Wieder lädt das mpk (Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern) zu einer Premiere ein: erstmals in Deutschland wird das Œuvre der international anerkannten Künstlerin Pierrette Bloch in einem Museum gezeigt. Ihre Werke wurden in weltbekannten Museen ausgestellt und sind in bedeutenden öffentlichen Sammlungen wie dem MoMA in New York, dem Yokohama Museum of Art in Japan, dem Stedelijk Museum, Amsterdam oder dem Centre Pompidou in Paris vertreten. In Frankreich zählt Pierrette Bloch zu den renommiertesten Künstlerpersönlichkeiten der Nachkriegszeit. Sie wurde 1928 als Kind einer jüdischen Schweizer Familie in Paris geboren; hier lebt und arbeitet sie auch heute. Während der Sommermonate unterhält sie ein Atelier in Bagnes (Aude). Sie selbst bezeichnet sich als Malerin. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie von Jean Souverbie, der als Akt- und Stilllebenmaler bekannt wurde, von André Lhote, der dem Kubismus nahestand und dem gebürtigen Amerikaner Henri Bernhard Goetz, dessen Werk dem Surrealismus zugerechnet wird. In seinem Atelier lernte sie u.a. Pierre Soulage kennen. Er sollte Jahre später zu einem der engsten Freunde Pierrette Blochs werden, dessen Schaffen auch ihre Arbeit beeinflusst hat. Dunkle Landschaften und Akte entstanden in dieser frühen Zeit, doch schon als Einundzwanzigjährige beschäftigte sie sich mit abstrakten Formulierungen. Zeichnungen aus den späten 1940er Jahren belegen eindrucksvoll wie sie mit nur wenigen Strichen Personen und Situationen treffend charakterisiert. Die stumme Sprache der Gesten, Gebärden und des Minenspiels faszinierte sie schon als Kind und bewegte sie, Emotionen in gegenstandslosen Zeichnungen einzufangen. Einfache Materialen und Motive sind bis heute typisch für Pierrette Bloch. Ihr Hauptinteresse gilt dem Raum, der Leere und Fülle ebenso, wie dem Ausloten der Grenze zwischen Zeichnung und Skulptur. Dabei geht sie stets neue Wege. Nachdem sie sich in den 1950er Jahren (wie u.a. auch Rober Ryman, Conrad Marca-Relli oder, auf umgekehrtem Weg, die Décollagisten um Raimond Hains, Jaques de Villeglé und Mimmo Rotella) dem Medium der Collage gewidmet hat, entwickelt sie seit 1971 aus Flecken, Linien, Spritzern und Strichen ein zeichnerisches Werk, dessen Nuance- und Variantenreichtum staunen lässt. Sie bedient sich dabei vor allem der Medien Tusche und Papier: schlichte Notationen lässig auf ein Blatt gesetzt, zeigen eine hohe materielle Dichte oder treten in aquarellhaft zarter Transparenz auf. Aus den einfachen Gesten Blochs entwickeln sich 6 kunstraumMETROPOL

„ink essays“ (Dore Ashton), schriftähnliche, rhythmische Zeichnungen, deren poetische Bildsprache fasziniert. Nach und nach nimmt sie auch Pferdehaare, Schnur, Stoff und Weichholzplatten in ihr Repertoire auf. Trotz der zum Teil unkonventionellen Materialien bleiben ihre Formulierungen leise. Dass sie dabei eine erstaunliche Präsenz entwickeln, gehört zu den spannungsreichen Eigenheiten dieses Œuvre, das immer wieder unerwartete und unkonventionelle Wahrnehmungen eröffnet. Netzreliefs „Mailles“ mehr oder weniger engmaschige Netze oder Flecken, die, der Form von Leinwänden vergleichbar, ungefähr rechteckig gestaltet sind, werden aus Baumwollschnüren oder Hanf gefertigt und mit Tusche bemalt, später, seit 1979, benutzt die Künstlerin auch Haare. Es entstehen Werke, die weder Skulptur sind, noch Malerei. Am ehesten kann man sie als feine Reliefs beschreiben, deren Reiz nicht allein für die Künstlerin in ihrer ansatzweise transparenten Erscheinungsform liegt. Für Papierarbeiten, die Bloch in dichten Reihen systematisch von oben bis unten mit durchweg spiralig angelegten Linien überzieht, benutzt sie häufig Zeichenfeder und Tusche, gern arbeitet sie auf Briefbögen. Es kommen jedoch auch Stifte und Kreiden und Kohle zur Anwendung. Die Spiralbänder wirken einerseits wie enigmatische Schriftzeilen, deren „Erzählung“ sich in den mehr oder weniger freien und weiten oder verdichteten Linien, in den endlosen Schwüngen der Hand offenbart - andererseits lassen sie sich als Psychogramme lesen, die Auskunft geben über den steten Wandel und die Unterschiedlichkeit eines jeden Tagewerks. Lineare Kompositionen aus Pferdehaar wirken wie im Raum verankerte Schriftzeichen und bezaubern durch ihre feine Schattenwirkung. Daneben lassen Rhythmus, Bewegung und Kontinuität des unkonventionellen, auf Nylonfäden gerollt, geknoteten und geknüpften Materials den dreidimensionalen Charakter dieser feinst denkbaren Skulpturen deutlich werden. In der Werkgruppe „Linien“, mit Punkten oder kurzen feinen Strichen überzogene Papierbänder, wird der Bildträger, der durchaus mehrere Meter lang sein kann, selbst in das Motiv der Linie verwandelt. Pierrette Bloch arbeitet mit Wiederholungen und doch sind ihre Werke nie gleich. Stets wandelt sie ihre Arbeitsweise, improvisiert und probiert Neues aus. Sie liebt das Beginnen, das alles in Bewegung bringt und ihr erlaubt, die Dinge reich und intensiv zu erleben. Ein nuancenreicher und hochsensibler Umgang mit dem Medium Tusche wie auch das stete Fortschreiben ihrer Ideen zeichnen das variantenreiche und zugleich sehr poetische Werk der Künstlerin aus. Dr. Britta E. Buhlmann Pierrette Bloch, Ohne Titel, 1999, Tusche auf Papier • Pierrette Bloch Punkt, Linie, Poesie 18. Januar bis 9. März 2014 Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern www.mpk.de


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„ … WIE EIN BAD IN DER KUNST.“ IM GESPRÄCH MIT EWALD KARL SCHRADE, KURATOR UND PROJEKTLEITER DER ART KARLSRUHE

Internationale Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst 13. bis 16. März 2014

50.000 Besucher - so viele wie nie zu-

Henri Nannen und der Stuttgarter

vor - machten das Jubiläumsjahr der

Künstlerin rosalie versprechen einen

art KARLSRUHE 2013 zu einem beson-

wahren Kunstgenuss.

deren Erfolg. Eine stolze Zahl, die einmal mehr verdeutlicht, dass sich die art

Kopf und Herz der art KARLSRUHE ist

KARLSRUHE nach nur zehn Jahren ei-

von Beginn an Ewald Karl Schrade.

nen festen Platz in den internationalen

Verantwortlich für Architektur, Struktur

Messekalendern erobert hat. Neben

und thematische Zusammenstellung

der sehr hohen Qualität ist es die auf-

der Kunst setzt er seit Jahren innovati-

fallend angenehme und emotionale At-

ve Ideen wie beispielsweise die Skulp-

mosphäre, die diese noch junge Kunst-

turenplätze im Messekonzept um und

messe regelmäßig zu einer hochkaräti-

vernetzt systematisch nach dem Vor-

gen Plattform für Künstler, Galeristen

bild urbaner Stadtentwicklung Ausstel-

und Kunstliebhaber aus aller Welt wer-

lungskojen der einzelnen Galerien mit

den lässt. Auch im Frühjahr 2014 wird

offenen Räumen. So ist sein Zitat

in den lichtdurchfluteten Messehallen

„während der art, ist vor der art“ ganz

auf 35.000 qm Ausstellungsfläche eine

charakteristisch für sein Engagement

klar strukturierte, architektonisch an-

und seine Kraft, die er nach eigener

mutende Kunstlandschaft entstehen,

Aussage allein aus der Kunst schöpft.

die den Besuchern viel Raum gibt,

Vier Messehallen 20 Skulpturenplätze 160 one-Artist-Shows Öffnungszeiten 13. bis 15. März, 12 - 20 Uhr 16. März, 11 - 19 Uhr Messe Karlsruhe Messeallee 1 76287 Rheinstetten www.art-karlsruhe.de

Kunst zu entdecken, intensiv zu Sehen

Herr Schrade, was wird es auf

und sich mit den gezeigten Positionen

der art KARLSRUHE Neues geben?

auseinanderzusetzen. Über die Jahre ist ein großer Stamm an Erneut spannt die art KARLSRUHE ei-

Ausstellern herangewachsen. Erfreuli-

nen beeindruckenden Bogen von der

cherweise sind die Schwergewichte der

Klassischen Moderne bis in die Gegen-

Jahre zuvor wieder angemeldet und es

wartskunst: Malerei, Bildhauerei,

sind auch einige renommierte Galerien

Zeichnung, Druckgrafik, Multiples, Fo-

neu dazu gekommen. Rund 30 Ausstel-

tografie, mediale Kunst, 160 One-Ar-

ler nehmen das erste Mal teil. Das ei-

tist-Shows, 20 Skulpturenplätze und

gentlich Neue aber werden die Kunst-

schließlich die beiden exklusiven Son-

werke sein. Jedes Jahr ist das Spannen-

derausstellungen des Stern Gründers

de, mit welchen Überraschungen die


imGESPRÄCH

Galeristen kommen. Sie stehen ja un-

Auch wenn die beiden Sonderausstellun-

Vielfalt, die man in einem Jahr mit ein-

tereinander in einer Art Wettbewerb

gen unterschiedlicher nicht sein könnten,

zelnen Galerie- und Museumsbesuchen

und so hat jeder den Ehrgeiz, nicht ein

ist uns dieses Ziel sehr gut gelungen. Be-

sicher nicht abarbeiten könnte. Wer viel

Aussteller, sondern der Aussteller zu

sonders freue ich mich natürlich über die

Zeit hat, dem empfehle ich daher unbe-

sein. Wir kennen natürlich die Namen

Sonderschau „Sammlung Nannen“, da

dingt an mehreren Tagen die Ausstellung

der ausgestellten Künstler, doch es ist

ich Henri Nannen persönlich begegnen

zu besuchen und die Kunst ausgiebig

jedes Mal ein Erlebnis zu sehen, wel-

konnte und seine intensive Liebe zur

und lange zu genießen. Wer das erste

che Werke von den Künstlern gezeigt

Kunst selbst erleben durfte. In Zusam-

Mal kommt, dem würde ich eine der

werden.

menarbeit mit der Kunsthalle Emden,

zahlreichen angebotenen Führungen

werden anlässlich seines hundertsten

ans Herz legen, die entweder einen

Zur besseren und leichteren Orientie-

Geburtstages ausschließlich Werke ge-

guten Überblick vermitteln oder sich

rung der Besucher wurde die Na-

zeigt, die Nannen selbst gesammelt hat

auf spezielle Themen wie zum Beispiel

mensgebung der vier Messehallen op-

und die damit Ausdruck seines persönli-

Skulptur oder Moderne konzentrieren.

timiert. Unverändert bilden die Hallen

chen Kunstgeschmacks sind, denn er

Oder man geht einfach durch, lässt

zwei „Moderne Klassik“ und drei

kaufte nur, was ihm gefiel. Einen Schwer-

sich treiben und genießt das Bad in der

„Klassische Moderne“ mit Malerei

punkt bilden Werke der russischen

Kunst, denn man kann sich sicher sein,

und Skulptur den Kern der Messe und

Avantgarde der 80er Jahre und Zitate

dass man auf hochwertige Kunst treffen

treten wie gewohnt in Dialog mit der

aus seiner Sammlung zur Malerei der

wird.

Halle eins bisher „Editionen, Fotogra-

Klassischen Moderne. Herr Schrade, wagen Sie schon

fie und Objekte“ jetzt neu „limited“ und der Halle vier „Contemporary

Sehr gespannt bin ich aber auch auf die

einen Ausblick auf die kommenden

Art“, ehemals „Neue Positionen“.

zweite Sonderschau „rosalie“. Ich bin

Jahre?

Hier ist sehr schön zu beobachten,

sicher, dass die Künstlerin mit ihrer gigan-

dass die beiden kleineren Hallen im-

tischen Lichtinstallation von sechzehn

Was wir hier in Karlsruhe innerhalb so

mer stärker nachgefragt werden. Ins-

auf acht Metern ein besonderes Highlight

kurzer Zeit erreicht haben ist bemerkens-

besondere die „Contemporary Art“

auf der art KARLSRUHE setzen wird und

wert. Die art KARLSRUHE hat sich zu ei-

hat sich zu einem echten Zugpferd

freue mich, dass wir mit ihrer Lichtkunst

nem wichtigen Termin für Kunstliebha-

entwickelt und es besteht zunehmend

auch aktuellen künstlerischen Experimen-

ber und -sammler aber auch für renom-

Interesse an Raum für mediale Kunst.

ten Raum geben können.

mierte Galeristen entwickelt. Sie ist regional verwurzelt, überregional aner-

Exklusive Sonderausstellungen

Rund 220 Galeristen, ein mehrere hun-

kannt und international beachtet. Dabei

begleiten seit Beginn die art

dert Seiten starker Katalog, unzählige

stehen die Freude an der Kunst und die

KARLSRUHE und sind regelmäßig

viele Kunstwerke und Positionen, vier

Qualität immer im Vordergrund; getra-

spektakuläre Highlights. Was

Messehallen und 35.000 qm Ausstellungs-

gen wird beides von einer emotionalen

erwartet die Besucher dieses Mal?

fläche laden die Besucher zu einem beson-

Kraft, die alle Beteiligten anspornt ihr Be-

deren Kunstgenuss ein, sind aber auch

stes zu geben. Und ich denke, das wird

Die Sonderausstellungen sind lange

eine Herausforderung, die gemeistert

in den kommenden Jahren auch so blei-

und gut überlegt, denn es ist uns

werden will. Was empfehlen Sie? Wie

ben. Ich für meinen Teil ziehe die Kraft

wichtig, hier nicht nur künstlerische

kann man die art KARLSRUHE am be-

aus der Kunst, die art beschäftigt mich

Positionen zu zeigen, sondern in er-

sten erleben?

das ganze Jahr und ich hab’ ja grad’ erst angefangen.

ster Linie auch eine Sammlerpersönlichkeit für ihr außergewöhnliches En-

Die art KARLSRUHE bietet ein unglaubli-

gagement für die Kunst zu ehren.

ches Spektrum und eine sensationelle

im Gespräch mit kunstraumMETROPOL

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kunstraumartKARLSRUHE

galerie arthea

Galerie Linde Hollinger

Gert Riel, o.T., 2013

Dieter Kränzlein, Foto 3204 o.T., WVZ-Nr. 13K004 1/5, 2013, Kunstharz, 16 x 23 x 8 cm

Hellmut Bruch, Wandarbeit, 1998

Diet Sayler, Federico 1998

Galeriekonzept Karl Schwarzenberg, Numerisches Feld, 2012, Öl/LW, 125 x 125 cm (Ausschnitt)

Gruppen- und Einzelausstellungen konstruktiver, konkreter und konzeptioneller Kunst international bekannter Künstler/innen.

Standort Die Galerie Arthea wurde 1987 gegründet. Das Galerieprogramm umfasst Malerei, Skulpturen und Originalgraphik mit dem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Kunst. Mitglied im Landesverband Galerien in Baden-Württemberg e.V. und im Galerienverband Rhein-Neckar.

One-Artist Shows: Dieter Kränzlein, Hermann Lederle, Karl Schwarzenberg Malerei: Beate Bitterwolf, Clapeko van der Heide, Ina von Jan, Werner Neuwirth, Werner Schmidt, Gabi Streile, Sibylle Wagner Skulptur: Hannes Helmke, Rainer Kriester, Woytek arthea | galerie am rosengarten Dorothea Gänzler Stresemannstraße 4 | 68165 Mannheim fon: +49 621 167 92 92 | mobil: +49 171 995 01 47 mail@arthea.de | www.arthea.de

10 kunstraumMETROPOL

Stand-Nr. H2/D33

In der historischen Altstadt von Ladenburg, im Herzen der Metropolregion Rhein-Neckar zwischen Heidelberg und Mannheim.

Leistungsspektrum Beratung und Betreuung beim Aufbau von Sammlungen. Professionelle Beratung bei der künstlerischen Ausstattung von Empfangs-, Geschäfts- und Büroräumen.

Ausgestellte Künstler Renate Balda, Dieter Balzer, Werner Bauer, Nicholas Bodde, Hellmut Bruch, Inge Dick, Madeleine Dietz, Selçuk Dizlek, Gerhard Frömel, Rita Ernst, Heidi Gerullis, István Haász, Rosa M Hessling, Sebastian Hempel, Axel Malik, Dora Maurer, Manfred Mohr, Vera Molnar, Jan van Munster, Lazslo Otto, Jürgen Paas, Michael Reiter, Gert Riel, Vera Röhm, Barbara Rosengarth, Bernhard Sandfort, Annette Sauermann, Reiner Seliger, Diet Sayler, Turi Simeti, Erwin Steller, Peter Weber, Joszef Zalavari

Galerie Linde Hollinger Rheingaustraße 34 68526 Ladenburg Tel.: +49 (0) 6203-67 30 783

Stand-Nr. H2/D20

www.galerielindehollinger.de Lh@lindeholliger.de Telefon am Stand/Handy mobil: 0171 58 00 932 Fax +49 (0) 6203-67 30 786


Galerie Keller

Galerie Kasten

Shepard Fairey, Eye Alert Set (2teilig), 2010

Cyclops, Charlie Brown, 2012

FAILE, Bunny Boy, 2002

Vorfreude ist die schönste Freude, sagt man. Für Kunstenthusiasten ist es die art Karlsruhe. Die Kunstmesse, die von der Kontinuität lebt und sich doch jedes Jahr wieder neu erfindet. Zum 11. Mal ist auch die Galerie Kasten dabei, mit bewährtem Galerieprogramm und Künstlern wie Ottmar Hörl, Hubertus von der Goltz und Stefan Pietryga. In den letzten Jahren hat sich die Galerie Kasten auch als Spezialist für druckgraphische Arbeiten der Street- und Urban Art etabliert. Junge, frische und vielfach auch erschwingliche Kunst, die nach ihrem Siegeszug im öffentlichen Raum längst auch die Museen und Galerien erobert hat. Es sind Arbeiten, die irritieren und provozieren, politisch und gesellschaftlich Stellung beziehen. Die Protagonisten der Szene haben längst die Kunstszene weltweit erobert. In unserem Messebeitrag zeigen wir einen Querschnitt neuester und längst vergriffener Blätter der wichtigen Namen aus der internationalen Szene wie Shepard Fairey (Obey Giant) aus den USA oder Nick Walker und D*Face aus England. Eine Sonderschau ist dem Pionier der StencilKunst Xavier Prou aka Blek le Rat aus Paris gewidmet.

Galerie Kasten Dr. Friedrich W. Kasten Werderstr. 18 68165 Mannheim

Stand-Nr. H2/CO7

Tel: +49 (0) 621 407028 Mobil: +49 (0) 172 9803684 www.galerie-kasten.de www.signedprints.de galerie.kasten@gmail.com

Jörg Bach, Reflektor gewunden, 2013, 13, Edelstahl poliert

One-Artist-Show JÖRG BACH Jörg Bachs Skulpturen zeichnen sich durch eine Präsenz und Eigenständigkeit aus, die uns unmittelbar anspricht, aber auch rational nachvollziehbar ist, weil sie auf bestimmten Gestaltungsprinzipien beruht: Aufgrund ihrer Bindung an Standort und Boden sowie ihrer individuellen Form und Oberflächenstruktur erweisen sie sich als autonome Objekte, die zur Auseinandersetzung herausfordern. Dabei nehmen wir sie nicht als Gebrauchsgegenstände, sondern als ein Gegenüber wahr, das uns neue An- und Einsichten eröffnen kann. Denn, wie wir, scheinen die Skulpturen eigenen Gesetzmäßigkeiten zu folgen und sich gleichsam selbst zu genügen. Gleichzeitig ist auch für sie die Beziehung zu Anderem, zum Umraum ebenso wie zu sich selbst und den eigenen „Artgenossen“ konstitutiv. … Dr. Ferdinand Messner M.A. Außerdem stellen wir Arbeiten von folgenden Künstlern aus:

Stefan HOENERLOH / Malerei Thomas KLEEMANN / Malerei Sibylle SCHLAGETER / Zeichnung Matthias WILL / Skulptur Joseph Stephan WURMER / Skulptur Galerie Keller Rheindammstraße 50 www.galeriekeller.de 68163 Mannheim info@galeriekeller.de Tel. +49 (0) 621 8 28 38 21

Stand-Nr. H2/A18

kunstraumMETROPOL 11


kunstraumartKARLSRUHE

märz galerie mannheim cube 4x4x4

Galerie Zulauf

Hermann Nitsch, Kreuzwegstation, 200x300cm

Vera Röhm, Tetraeder 4-teilig, 1974-2012, Cortenstahl, Edelstahl lackiert, Höhe 310 cm, Schenkellänge 380 cm Fotografie Wolfgang Lukowski, © Archiv Vera Röhm

Skulpturenplatz H2/D05. Vera Röhm. Das Volumen des Tetraeders wird segmentiert und diese Fragmente so aufgestellt, dass durch die Zuordnung der neuen geometrischen Formen eine besondere Schattenwirkung entsteht.

Stand H2/E05 Amrein, Erbacher, Glattfelder, Lyner, Molnar, Rohlfing, Röhm, Rompza, Sonneck, Wolter, Wu Konstruktiv-konkrete Kunst ist Programm der märz galerie mannheim. In thematischen Ausstellungen werden Malerei, Grafik und Objekte präsentiert. Von der Galerie vertretene KünstlerInnen sind in unterschiedliche Ausstellungsprojekte einbezogen. Im cube 4x4x4 und im raumX wird das Galerie-Programm mit raumbezogenen, experimentellen Konzepten ergänzt, Kunst, die für diesen Raum konzipiert ist.

märz galerie mannheim Beethovenstraße 18 68165 Mannheim Tel.: +49 (0) 179-6922711 www.maerz-galerie-mannheim.de b.heinecke@maerz-galerie-mannheim.de

Stand-Nr. H2/E05 und Skulpturenplatz H2/D05 12 kunstraumMETROPOL

Walter Schembs. Blauglockenreiter, Bronze, Höhe 163 cm Bei der art KARLSRUHE 2014 werden wir eine One-ArtistShow mit Werken des großen Europäers Hermann Nitsch zeigen. Dank einer langjährigen freundschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Künstler können wir Schüttbilder und Relikte ausstellen, die im Rahmen des Orgien-MysterienTheaters entstanden sind. In einem zweiten Teil unseres Standes präsentieren wir mit Malerei und Graphik von Antoni Tàpies, Lita Cabellut, Kevin Gray und Annika Putz Beispiele aus dem Programm der Galerie. Unseren Skulpturenplatz werden wir Bronzen und Holzskulpturen von Walter Schembs widmen.

Galerie Zulauf Gottfried-Weber-Haus 67251 Freinsheim

www.moderne-kunst.de info@moderne-kunst.de Tel.: +49 (0) 6353 35 87 Fax: +49 (0) 6353 35 88

Stand-Nr. H3/F14 und Skulpturenplatz H3/F13


Galerie Tammen & Partner Dietmar Brixy „Discover“ (Part II) Dietmar Brixy (*1961) hat seine „Discover“-Serie sichtlich weiterentwickelt. Der Bildbetrachter entdeckt wieder Brixys kompakte, diffizile Schichtenmalerei mit Händen, Spachteln und Pinseln, seine funktionalisierte Technik des Drippings und Farbregnens, der Abdrucke von Palm- und Feigenblättern. Zunächst steht man vor einem rauschenden Material-Bild-Erlebnis, das zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion hin- und herwechselt. Erneut öffnen dramatisch horizontale und vertikale Farbspuren Fenster und Schauräume für den diesmal noch intensivierteren Umgang des Künstlers mit Farbe, ihrer Materialität und Wirkungsästhetik.

Kurzbiografie Dietmar Brixy 1985-1991 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Prof. Wilhelm Loth, Prof. Michael Sandle, Harald Klingelhöller, Katharina Fritsch, Werner Pokorny sowie Elisabeth Wagner. Seit 1991 freischaffender Künstler, lebt und arbeitet im Alten Pumpwerk Neckarau, Mannheim. Seit 1985 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, Teilnahme an bedeutenden Kunstmessen im In- und Ausland, Gewinner verschiedener namhafter Preise und Stipendien. Zahlreiche Malreisen führten Dietmar Brixy in das europäische Ausland, aber auch nach Malaysia, Mexiko und Bali sowie auf die Seychellen und in die USA. Dietmar Brixys Arbeiten befinden sich im öffentlichen Raum und in zahlreichen gewichtigen öffentlichen wie privaten Sammlungen im In- und Ausland.

Auf dem Skulpturenplatz zeigen wir eine one-artist-show mit dem Stahlbildhauer Herbert Mehler, im Malereistand Arbeiten u.a. von

Marion Eichmann Detlef Waschkau Sonja Edle von Hoeßle Dietmar Brixy Volker März Weitere Austellungen Parallel präsentieren wir in unserer Berliner Galerie eine Einzelausstellung mit Dietmar Brixy vom 7. März (Eröffnung) bis 26. April 2014.

Dietmar Brixy: Discover, 2013, Öl auf Nessel, 180 x 120 cm

Galerie Tammen Hedemannstraße 14, 10969 Berlin Tel.: +49 (0) 30 225027910 Fax: 10969 +49 (0) 30 225027911 www.galerie-tammen-partner.de info@galerie-tammen-partner.de mobil: +49(0)175 - 206 19 42

Stand-Nr. H3/J 31 und Skulpturenplatz 3/J 27 kunstraumMETROPOL 13


kunstraumMANNHEIM

BILDER VOM MENSCHEN DIE SAMMLUNG BRAUS Eine junge Frau steht auf einer Terrasse/einem Balkon, der den Blick übers Land führt. Sie trägt einen Tschador, sieht den Betrachter an und erhebt in ihrer Rechten einen offenbar großkalibrigen Revolver. Für viele mag das ein Sinnbild des heutigen Islam sein, der im Westen allzu oft als kriegerisch, unversöhnlich und fanatisiert gilt. Das Bild trügt jedoch – es handelt sich um die Aufnahme einer Sportschützin im Iran aus dem Jahr 2001. Bilder vom Menschen sind so vielfältig wie die fotografierten Menschen selbst, jung, alt, arm, reich, würdevoll und komisch – all das ist auch hier zu finden. Bilder vom Menschen, durch die letzten Jahrzehnte hindurch, rund um die Welt. Der Heidelberger Verleger Günther Braus hat zahllose Fotobücher verlegt und so ganz nebenbei auch unzählige Fotos gesammelt. Aus dieser reichhaltigen Sammlung zeigt der Mannheimer Kunstverein Arbeiten, die sich explizit mit dem Menschen und der conditio humana beschäftigen. Momenten des Schmerzes begegnet der Betrachter, Momenten der Stille, Augenblicken des Glücks und vielerlei Situationen, die der oft genug komischen Realität des Alltags nicht entbehren. Das Who is Who der internationalen Fotografie gibt sich ein Stelldichein, dazu gesellen sich Neuentdeckungen, Arbeiten von insgesamt rund 100 Fotografinnen und Fotografen sind zu sehen. Die unauslöschlichen Spuren des Lebens hat etwa Rainer Metzger in seinem Porträt eines alten Mannes eingefangen; aus halb geschlossenen Augen sieht er in die Kamera, die Runzeln seines Gesichts finden sich zusammen wie eine Topografie des gelebten Lebens. Anders Petersen zeigt das Interieur einer schummrigen Kneipe mit einem tanzenden Liebespaar, zwei einsame Girlanden hängen von der Decke, das Paar ist eher schäbig gekleidet, aber der Ausdruck in den Gesichtern spricht von einer empfundenen Zusammengehörigkeit, die anrührend ist. Im Gegensatz dazu sehen wir Alfred Steffens Bild eines afrikanischen Jungen, der zusammengekauert vor einem Zaun sitzt, Sinnbild für viele Menschen, die von einer sicheren Existenz nachhaltig ausgeschlossen sind. Namen wie Paul Almasy, Günter Blum, Lucien Clergue, Jeff Dunas, Abe Frajndlich, Flor Garduno, Robert Häusser, Gottfried Helnwein, Fritz Henle, Barbara Klemm, William Klein, Herlinde Koelbl, Will Mc Bride, Stefan Moses, Martin Parr, Bettina Rheims, Evelyn Richter, August Sander, Taryn Simon, Daniel Spoerri, Umbo, Gerhard Vormwald und viele, viele mehr lassen bereits die Vielfalt der gezeigten Fotografien ahnen. Von der Reportage über die Street Photography, vom Porträt zum Akt, die Fotografie zeigt die verschiedensten Aspekte menschlichen Daseins und Alltagslebens in unserer Zeit in einer Art gewaltigem Puzzle, in dem nicht alle Teile zueinander passen, aber gerade in der Facettierung eine mögliche Wahrheit der

Sportschützin Manijeh Kazemi mit Luftgewehr, Hamadan, Iran, 2001 Globalisierung liegt. Kinder, Erwachsene und alte Menschen leben oft nicht in der gleichen Welt, haben ihre eigene Wirklichkeit, die sie für sich beanspruchen aber oft genug auch nicht selbst wählen können. Die Bilder vom Menschen zeigen diese verschiedenen Wirklichkeiten unterschiedslos und kommentarlos – die Rezeption des Bildes liegt immer in der Vorstellungswelt und im Vermögen des Betrachters. Ein Mann, der Schädel kahl geschoren, reißt den Mund auf zum Schrei – Thomas Höpker zeigt einen Rekruten, der auf dem Exerzierplatz angetreten ist. Voller Aggression ist dieser Schrei, beinhaltet jedoch auch schon das Leid, das der Soldat bringen und vielleicht selbst erfahren wird. In einem anderen Teil der Welt kniet ein Kämpfer auf einem Tisch, die Hände zum Gebet erhoben. Die Stiefel stehen am Boden, die Maschinenpistole lehnt an der Wand. Menschlichkeit hat, wie Unmenschlichkeit, viele Bilder. Dr. Martin Stather • Bilder vom Menschen 26. Januar bis 9. März 2014 Mannheimer Kunstverein www.mannheimer-kunstverein.de kunstraumMETROPOL 15


kunstraumSCHRIESHEIM

25 JAHRE MUSEUM THÉO KERG Théo Kerg in seinem Atelier in Paris vor seinem Bild „Givré“

In einem Fachwerkhaus mitten in der Altstadt Schriesheims befindet sich das 1989 eröffnete Museum Théo Kerg, das die Schenkung des gleichnamigen und renommierten Luxemburger Künstlers beherbergt.

Zu dieser Zeit war der in Paris lebende Maler, Grafiker, Bildhauer und Glasgestalter Théo Kerg (1909 - 1993) längst kein Unbekannter in der hiesigen Region. So schuf er beispielsweise in den 1960er Jahren die künstlerische Gestaltung für das Mortuarium auf dem Hauptfriedhof in Mannheim, die Kirchen St. Andreas in Neckarhausen, Heilig-Kreuz in Ludwigshafen und Heilige Dreifaltigkeit in Wiesloch. Neben privaten Aufträgen ergaben sich auch Kontakte zu namhaften Künstlern der Region u.a. zu Rudi Baerwind und Gerhard Vormwald. Es folgten weitere Kunst-am-Bau Aufträge, u.a. für die Kirche St. Markus in Köln und die Heilig-Geist-Kirche, Fetschenhof-Cents in seiner Heimat Luxemburg. Es war die enge Freundschaft zu dem in Schriesheim lebenden und praktizierenden Arzt-Ehepaar Dres. Ingrid und Franz Neumann, selbst auch Sammler der Werke von Théo Kerg, die schließlich seine Aufmerksamkeit auf Schriesheim lenkte. Das Museum Théo Kerg wurde 1989 unter der Leitung von Dr. Ingrid Neumann im Beisein von Théo Kerg eröffnet. Zu seinen Befürwortern zählte der damalige Bürgermeister Peter Riehl und der zu der Zeit in

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Schriesheim lebende Kunsthistoriker und Direktor des Heidelberger Kunstvereins, Prof. Dr. Hans Gercke. Bereits im Jahr darauf wurde der Kulturkreis Schriesheim e.V. gegründet, der seitdem die Aufgabe der ehrenamtlichen Betreuung des städtischen Museums ergänzend leistet. Später übernahm die aus Großbritannien stammende und in Schriesheim wohnende freischaffende Künstlerin und Dozentin Lynn Schoene die ehrenamtliche Leitung des Museums. Théo Kerg studierte an der École des BeauxArts an der Sorbonne und am Institut d’Art et d’Archéologie in Paris. Nach einem Studium der Philosophie und Kunstgeschichte in München war er 1932-33 Schüler von Paul Klee an der Düsseldorfer Kunstakademie und wurde anschließend Meisterschüler bei Oskar Moll. Beeindruckt von seinem Lehrer, Paul Klee, wendete er sich in den 30er Jahren der abstrakten Malerei zu: „Ich gehe von der Farbe aus, wie ein Dichter vom Wort oder ein Musiker vom Ton. Ich beginne mit einem Farbfleck, der auf die leere Leinwand gesetzt, zu wirken beginnt. Er wirkt in meinem Geiste, er ruft Erinnerungen hervor, er verwandelt sich, paart sich, kombiniert sich, er formt meinen


Geist, meine Gedanken, mein Gefühl …“. Somit war Kerg der erste Luxemburger Maler, der sich schon vor seiner Zugehörigkeit zur namhaften Künstlergruppe „Abstraction Création – Art non figuratif (1934 - 1937) der gegenstandslosen Ästhetik zugewandt hatte. Zu dieser Gruppe, deren Ziel es war, ein Forum für die abstrakte Kunst zu schaffen, gehörten namhafte Künstler dieser Zeit. Die Gruppe wurde zum geistigen und organisatorischen Zentrum für Anliegen der Vertreter der konkreten, konstruktivistischen und geometrischen Kunstrichtungen. Ihre Ausstellungen trugen erheblich zur Anerkennung der abstrakten Kunst bei. In den Jahren von 1932 – 1937 gab die Künstlervereinigung fünf Kunstmappen „Abstraction-Création, Art non-figuratif“ heraus; Reprints der Mappen wurden im Jahr 1968 veröffentlicht. Heute werden die Werke der Schenkung in einer permanenten Ausstellung auf drei Stockwerken im Schriesheimer Museum nach den Vorgaben Kergs chronologisch präsentiert: Im Erdgeschoss dominieren Arbeiten aus der „École de Paris“-Schaffensphase, große halbfigurative Farb- und LichtraumGemälde der 50er Jahre. Die Werke im Treppenhaus dagegen zeigen schon die Anfänge einer neuen künstlerischen Ausdrucksform des Künstlers, dem Taktilismus - einem von ihm selbst geschaffenen Begriff. Hierbei geht es um die Belebung der Materie, besonders unter Einfluss von Licht und Schatten. Kerg verwendet zusätzlich zur Farbe antimalerische Mittel wie Sand, Kunstharz, Kies und Jute. Die Oberfläche wird reliefartig, aufgerissen, ins Räumliche ausgeweitet. Durch das ständig sich ändernde Licht kommt Bewegung ins Werk. Sein erstes vollendetes taktilistische Werk „Matin dans un Jardin Zen“, in dem er Meditationsräume schafft, eröffnet die Ausstellung im ersten Obergeschoss. Raumgreifende Bildobjekte sowie auch das erste Environnement „Morceaux tactilistes choisis“ (1960-1968) und Skulpturen setzen die Entwicklung des taktilistischen Werks fort und sind gleichzeitig als Versinnbildlichung des Zeitgeschehens mit Arbeiten wie z.B “Soleil noir d’Hiroshima“ oder „Hommage b Otte Hahn – U 235“ zu verstehen. Im Dachgeschoss werden Werke gezeigt, die von Leben, Überleben, Existieren handeln; von der Gefahr durch die Gesellschaft für den Einzelnen, den schöpferischen Menschen. Zum Beispiel wird ein zweites Environnement (1958 – 1968) Franz Kafka gewidmet,

Théo Kerg, Tartanes rouges, 1948, Öl auf Leinwand

welches das Labyrinth der damaligen gesellschaftspolitischen Situation zeigt . Auch das große Wandobjekt „Kafka – Le procès“ aus dem Jahr 1976 ist ein Beispiel dafür, wie Kerg es verstand, Optisches und Inhaltliches auf einprägsame Weise dem Betrachter nahe zu bringen, greifbar zu machen. Es war von Anfang an der ausdrückliche Wunsch von Théo Kerg, dass in seinem Museum weitere zeitgenössische Künstler aus dem In-und Ausland in Sonderausstellungen eine Plattform erhalten. Seit der Gründung sind es inzwischen 50 Sonderausstellungen, die neben der Kerg-Sammlung einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden konnten. Weggefährten Kergs wie etwa Nicolas Carrega und Bernard Mandeville aus Paris, Ernst Hager aus Österreich und der Dichter Pierre Garnier gehörten dazu, wie auch die beiden Documenta-Teilnehmer Chihiro Shimotani aus Japan und Elvira Bach aus Berlin oder die illustren Zhou Brothers aus Chicago/ China und der quirlige All-Round-Künstler Tone Fink aus Wien. Auch weitere wichtige Aspekte im Werk von Théo Kerg wurden in Sonderausstellungen präsentiert: z.B. 1999 zum 10-jährigen Bestehen des Museums „Theo Kerg – Das Graphische Werk 1934 – 1993“ oder 1998 im Rahmen des Projektes

„Kunst und Kultur der 50er Jahre“ des Rhein-Neckar-Kreises: „Die 50er Jahre im Werke Théo Kerg“. Aus Anlass des 25. Jubiläums des Museums Théo Kerg im Jahr 2014 wird ein besonderer Kunstgenuss geboten: 28 Grafiken aus einer der Kunstmappen-Reprints der Künstlergruppe Abstraction-Création werden vom 30. März bis 11. Mai in einer Sonderausstellung präsentiert u.a. mit Werken von Hans Arp, Alexander Calder, Sonja Delaunay, Wassily Kandinski, Piet Mondrian und natürlich Théo Kerg. Eine zweite Jubiläumssonderausstellung bestückt der aus New York stammende und in London lebende multimediale Künstler Hilary Koob-Sassen. Zum Jahresende und parallel zur Schlussfeier des 1250. Stadtjubiläums Schriesheims findet am 30. November außerdem ab 18 Uhr die „Jubiläumsnacht 25 von 1250” mit Kunst, Musik und Performance in und um das Museum Théo Kerg statt. Museum Théo Kerg/ Lynn Schoene • Künstlergruppe Abstraction-Création 30. März bis 11. Mai 2014 Museum Théo Kerg, Schriesheim www.kk-schriesheim.de kunstraumMETROPOL 17


kunstraumWALLDORF studiums an der Akademie für Bildende Kunst in Mainz, versuchte er permanent Stoffe transparent zu machen. In Kombination mit seinen verwendeten Farben kommt schließlich die PVC-Folie der Röntgenästhetik am nächsten. Auf ihr trägt er rückseitig - ähnlich dem Prozess der Hinterglasmalerei - Acrylfarbe in dünnen Schichten auf. Durch die zuvor angeraute Oberfläche erhält er einen gewollt matten Effekt im Gegensatz zu lichtdurchlässigem Glas. Bedingt durch Trockenzeiten der einzelnen Farbaufbringungen entsteht während dem Schaffensprozess eine Art Dialog zwischen dem Künstler und der Arbeit, wenn man so will ein Spiel zwischen Kontrolle und Zufall, ergebnisoffen, obwohl es zu Beginn immer eine Idee, eine konkrete Vorstellung dessen gibt, was Lomnitzer zeigen möchte. Klaus Lomnitzer, o.T. (up), 2003, Acryl auf PVC-Film auf Alu-Dibond

KLAUS LOMNITZER MEMOTOPE – LANDSCHAFTEN ZWISCHEN ABSTRAKTION UND REALITÄT Polyvinylchlorid, besser bekannt als PVC, ist ein amorpher thermoplastischer Kunststoff. Wir alle kennen ihn als Fußbodenbelag, Kabelisolierung oder auch von der herkömmlichen Schallplatte. Wie ungewöhnlich und überraschend ist es aber, ihn in der aktuellen SAP-Kunstausstellung memotope in völlig anderem Kontext zu entdecken? Angesichts der herrlichen in matten Farben, leicht milchig schimmernden Bilder und Collagen scheint die Erklärung fast banal, denn für den Künstler Klaus Lomnitzer ist PVC schlicht das ideale Trägermaterial, um seinen zwischen Abstraktion und Realität angesiedelten Landschaften den gewünschten Ausdruck zu verleihen.

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So hat er die Leinwand kurzerhand gegen transparente PVC-Folie getauscht und sie in seine Sphäre der Kunst integriert. Dr. Peter Forster vom Museum Wiesbaden beschreibt Lomnitzers Arbeit sehr treffend: Aufgrund seines besonderen Materialverständnisses entziehe sich Lomnitzer der herkömmlichen traditionellen Malerei. Diese materielle Offenheit ist das Fundament der geistigen Transparenz. Gleichzeitig gelinge es dem Künstler, das einfache, gewöhnliche und nüchterne Material, zu einem wahren Geheimnisträger aufzuladen. Woher aber diese Vorliebe für PVC? – übrigens nach Aussage von Forster ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in der Kunstwelt. Hier spielt die kindliche Prägung des Künstlers die entscheidende Rolle: Klaus Lomnitzer wuchs in Marburg über einer Arztpraxis mit eigenem Röntgenarchiv im Keller auf und war schon immer fasziniert von der Röntgentechnik, die es erlaubt, in Körper hineinzuschauen und dem Material, das diese Momentaufnahmen sichtbar werden ließ. Bereits während seines Kunst-

Sein großes Thema sind Landschaften. Die phantasievollen und facettenreichen Motive stammen aus seiner Welt. Wanderungen und die intensive Wahrnehmung seiner Umwelt sind ihm Inspiration und gleichzeitig Auslöser eines Transformationsprozesses. Denn Überlegungen und Spekulationen wie Orte, Landschaften und Architektur gefiltert, von innen aussehen könnten vermischen sich mit seinen Erinnerungen und finden Ausdruck in seinen zur Abstraktion neigenden und auf geheimnisvolle Weise anziehenden Arbeiten. Dabei will Lomnitzer keineswegs als lebender Erklärer fungieren, der Botschaften vorgibt; nein ganz im Gegenteil, er gibt bewusst die Freiheit in seinen Werken, das zu entdecken, was man sehen möchte und fordert vom Betrachter Aktivität und die Bereitschaft, sich auf einen persönlichen Dialog einzulassen. Eine Herausforderung die nicht nur gemäß Dr. Peter Forster unbedingt gegeben ist: Es mache Spaß mit Lomnitzers Arbeiten zu leben. Sie zeigen nicht nur organische Dinge, sondern sie scheinen selbst organisch zu sein. Sie haben ein Eigenleben, scheinen sich täglich zu verändern – das mache sich immer wieder spannend und interessant. Kurz – einen Lomnitzer hänge man zu Hause nicht mehr von der Wand. Ingrun Salzmann • Klaus Lomnitzer memotope bis 31. März 2014 SAP AG, Walldorf www.sap.de/kunst


kunstraumNEUSTADT

Christiane Haase, Serie "Beasty Boys", BB 3, Porzellan, 2009

WAS IM WINTER WEITER WÄCHST Christiane Haase: Bizarre Keramiken und opulente Papierschnittobjekte

Christiane Haase geht mit ihren Werken aus Keramik einen ganz eigenen Weg. 2008 gewann sie damit den Emy-Roeder-Preis, 2011 den Perron-Kunstpreis der Stadt Frankenthal in der Sparte Porzellan. Seit 2011 entstehen dreidimensionale Papierschnittarbeiten. Zunächst erscheint dies als radikaler Wandel - doch das trügt. Zum einen greifen die Papierarbeiten die bereits sehr malerischen Oberflächen der Keramiken auf. Zum anderen führen sie die Malerei in die dritte Dimension, so wie dies bereits durch die direkte Kombination von Keramik und Malerei in der Installation “Große Reise” von 2009 begonnen wurde. Doch nun wölbt sich das Papier selbst in den Raum hinein. In früheren Zeichnungen und Tuschebildern wucherten die organischen Gebilde bereits so sehr, dass ihnen das Papier zu klein schien, so als wollten sie darüber hinaus weiter wachsen. Nun lösen sie sich aus dieser Dimension und erkunden den Raum. Deutlich werden dabei auch die Einflüsse Asiens, wie etwa die bunten Papierfiguren wie z.B. Drachen für chinesische Festivals oder die Papiernachbildungen von Alltagsgegenständen, die zu besonderen Feiertagen an den Gräbern oder Schreinen für die Toten verbrannt werden, um ihnen ihre Lieblingsgegenstände mit auf den Weg zu geben. Auch die leichte Vergänglichkeit des Materials erinnert an die Betonung der Vergänglichkeit von Schönheit in Japan, die z.B. durch Blumen oder Schmetterlinge symbolisiert wird. Und nicht zuletzt in der Farbwahl und der Kombination von Formen und Mustern wird der asiatische Einfluss deutlich. red • Christiane Haase Skulptur, Zeichnung, Papierschnittobjekte bis 2. Feb. 2014 UP ART – Galerie für zeitgenössische Kunst, Neustadt www.upart-online.de


kunstraumHEIDELBERG

Leo Kornbrust, Papiertraum, 2002, Schwarzer Granit poliert (Detail)

Peter Braunholz, Diametral I, 2012, Lambda-Print (Detail)

LEO KORNBRUST UND PETER BRAUNHOLZ Von der inneren Mitte und der rätselhaften Kraft der Wirklichkeit „Lern im Leben die Kunst, im Kunstwerk lerne das Leben!“ Mit dieser Aufforderung beendete die Galeristin ihre Rede bei der Ausstellungseröffnung im Dezember. Zwei Künstler präsentiert derzeit die Heidelberger Galerie Julia Philippi: Skulpturen und Zeichnungen von Leo Kornbrust begegnen Fotokunst von Peter Braunholz. Geometrie, Architektur, Natur und vom Mensch in Stein und Stadt gesetzte Zeichen fallen beim ersten Erfassen der Ausstellung als leitende Motive auf. Jedes der präsentierten Werke hat mit Leben zu tun oder intendiert es zumindest. In ihnen sind Versatzstücke der Realität zu entdecken, die - trotz ihres gestalteten Rahmens - der Phantasie Raum lassen, zu entdecken, nachzufühlen oder sogar das Auge zu verwirren. Raum schafft vor allen Dingen Leo Kornbrust (*1929) in seinen Skulpturen. Die hauptsächlich aus Granit geschliffenen und polierten Steinarbeiten bilden glatte und exakte Körper. Ihre Wirkung ist mächtig und trostvoll - gleichgültig wie klein ihre Dimensionen tatsächlich sind. Im Kontrast zur glänzenden Oberfläche stehen Texte in Handschrift des Künstlers, die mit einem kleinen Druckluftmeißel in Stein verewigt wurden. Worte großer Philosophen oder der Schriftstellerin und Ehefrau des Bildhauers, Felicitas Frischmuth (1930 - 2009), treten mit den Skulpturen in Dialog. Frischmuth beschrieb die Zusammenarbeit einst als ein kompromissloses, nahes Zusammenrücken von Raum, Wort und Skulptur. Die beschrifteten Steine scheinen nicht vergessen zu wollen, weshalb sie an Denkmale oder Grabstelen erinnern. Allgemein vereinen die meisten Arbeiten des saarländischen Künstlers und Kunstprofessors eine Kombination aus Ungleichem: Härte, Emotion und Inhalt. Diese Komposition sorgt in seinen Skulpturen für eine innere Spannung, eine sogenannte „innere Mitte“. So wie bei Leo Kornbrust die Unregelmäßigkeit der Handschrift oder der Steinoberfläche zu bemerken ist, so ist auch eine „natürliche“ Unordnung in den Arbeiten des Frankfurter Fotografen zu entdecken. Sei es die optische Verwirrung, die Peter Braunholz (*1963) geschickt vor die Linse setzt oder die unwirklich wirkende Realität im urbanen 20 kunstraumMETROPOL

und natürlichen Raum. Der Künstler, der in der Vergangenheit als Musiker, Gestalter und Fotograf für Industrie und Verlage arbeitete, ist von der Verbindung zwischen Objekten und Wirklichkeit, dem was wir sehen und dem was es an Realität noch zu sehen gibt, fasziniert. Als Beobachter seiner Umgebung besucht er seine ausgesuchten Plätze oft mehrfach, bis er sie schließlich zum Fotomotiv macht. Seiner Meinung nach, möchte jeder Ort fotografiert werden. Braunholz persönlicher Reiz an der Fotografie ist der Wirklichkeitsbeweis. Im Gegensatz zur Malerei agiert er mit einem Medium, hinter dem eine gewisse Beweiskraft steckt. Die Fotografie umrahmt dabei ein Stück Realität und eröffnet dem menschlichen Auge mehr, als es wahrnehmen kann. Aufgrund dieser Spannung verändert er seine Fotografien kaum bis gar nicht. Der Fotokünstler schafft wundersame Abbilder der Wirklichkeit, die Rätsel aufgeben und unsere Wahrnehmung auf die Probe stellen, wenn Braunholz z.B. mit Spiegelungen auf Wasseroberflächen arbeitet. Skurril sind auch seine Motive, die in China entstanden sind, wo er für einige Monate ein Museumsstipendium absolvierte. Diese Serie soll die Träume und Wünsche eines Volkes fokussieren, das eine ganz eigene Vorstellung vom Alltag und Wohnraum hat. Berechtigt ist also die Frage der Ausstellungsbesucher, ob es sich bei seinen Bildern um Fotocollagen handelt. Beide Künstler arbeiten äußerst konzentriert und doch lebendig. Sie folgen dem, von außen ausgelösten, inneren Impuls. Kornbrust und Braunholz sind ganz bei sich, um ein, der menschlichen Proportion und Dimension entsprechendes, damit harmonisch wirkendes Kunstwerk zu schaffen. Julia Laukert M.A. • Leo Kornbrust – Skulptur + Zeichnung Peter Braunholz – Fotografie bis 8. März 2014 Galerie Julia Philippi, Heidelberg www.galerie-julia-philippi.de


kunstraumLADENBURG

Vera Molnar in ihrem Atelier in Paris, Mai 2013

VERA MOLNAR Im Linienland Das Lebenswerk von Vera Molnar würdigt die Ausstellung Im Linienland, die am Sonntag, dem 5. Januar – am 90. Geburtstag der international renommierten Künstlerin – in der Galerie Linde Hollinger endet. Molnar wurde 1924 in Budapest geboren. Dort erwarb sie 1947 ihr Diplom in Kunstgeschichte und Ästhetik. Nach ihrem Studium ließ sie sich in Paris nieder. Rückblickend auf diese Zeit schrieb sie, dass „nahezu alle Künstler etwas Neues, Zeitgenössisches schaffen, sich von der Vergangenheit befreien möchten. (…) Die „Kultur-Ready-Mades“ tauchen bei jeder Wahl, bei jeder Entscheidung auf.“ Wo sind die Anknüpfungspunkte an die Kunst der Vorkriegszeit und wo ist der Durchbruch zu Neuem? In Künstlerkreisen wurde diese Frage diskutiert, was Molnar 1960 gemeinsam mit ihren Kollegen veranlasste, die Groupe de Recherche d’Art Visuel (GRAV) zu gründen. Von den Suprematisten und Konstruktivisten übernahm sie die einfachen, geometrischen Figuren: Quadrat, Rechteck, Dreieck und Kreis und konzentrierte sich wie ihr Vorbild Paul Klee auf die elementaren gestalterischen Mittel von Punkt, Linie und Fläche. Schon am Anfang ihrer künstlerischen Laufbahn wandte sich Molnar von den akademischen Kompositionsregeln ab und entwickelte für sich ihre „Machine imaginaire“ – eine Art Scheincomputer. Sobald es ihr ab 1969 möglich war, benutzte sie einen echten Computer und produzierte fortan viele unterschiedliche Serien. Damit gelang Molnar der Durchbruch zu einem neuartigen Kunstschaffen. Sie gilt deshalb in Fachkreisen als die „Grande Dame“ der Computerkunst. Im März 2014 wird eine große Überblicksschau im Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt und später im ZKM in Karlsruhe zu sehen sein. Dirk Martin • Vera Molnar - Finissage 5. Januar 2014, 16 bis 21 Uhr Galerie Linde Hollinger, Ladenburg www.galerielindehollinger.de


kunstraumLUDWIGSHAFEN

Ulu Braun, „The park”, video still, 2011/2013

LAND OF CONFUSION Ulu Braun – seine Bilder sprechen für sich Schummriges Licht empfängt den Besucher in der großen Ausstellungshalle des Ludwigshafener Kunstvereins – einen kurzen Moment fühlt man sich desorientiert – doch dann wird man sofort magisch von der Farbigkeit und Dynamik der Videofilme, die panoramaartig die Wände als Projektionsfläche nutzen, angezogen und wird schier Teil der lebendigen Bilder – angekommen im Land of Confusion. Man schaut und schaut und schaut - verliert sich in den unendlich vielen Details, die chaotisch, durcheinander und in einem völligen Wirrwarr in weiten, offenen Landschaften nebeneinander angeordnet sind und als fortwährendes Bild an einem vorüberziehen. Unser Sehvermögen und Bildgedächtnis identifiziert Einzelszenen sofort und eindeutig, doch im Kontext wollen sie einfach nicht zusammenpassen. In zum Teil surreal anmutenden Bildern werden Verbindungen hergestellt, die es so nicht gibt, die nicht vorstellbar sind und eigentlich keinen Sinn ergeben – oder doch? Absurd komische und gleichzeitig bedrückende Sequenzen berühren uns auf einer emotionalen Ebene; erst bei näherem Betrachten erschließen sich Zusammenhänge auf einer Metaebene und setzen unwillkürlich das Nachdenken über die Frage, ob in unserer globalisierten Welt nicht alles irgendwie zusammenhängt in Gang.

Mit Land of Confusion präsentiert der Kunstverein Ludwigshafen die erste große Einzelausstellung des in Berlin lebenden Künstlers Ulu Braun und gibt einen großartigen Einblick in sein künstlerisches Werk. Braun, der erst kürzlich die Goldene Lola für den besten deutschen Experimentalfilm erhalten hat, zählt unbestritten zu den herausragenden Künstlern, die das Genre der Videocollage mitbegründet haben und es stetig weiterentwickeln. Basis seiner Arbeit sind ganz alltägliche Beobachtungen, Impressionen und Informationen, die er filtert, sammelt, sortiert und in seine für ihn charakteristische, malerisch poetische Bildsprache übersetzt. So greift er assoziativ gesellschaftliche Themen wie beispielsweise Umwelt, Medien, Globalisierung, Ökologie, Tourismus, Urbanität auf, sammelt passendes Videomaterial aus Fernsehen und Internet, ergänzt es um eigenes inszeniertes Material, zerschnipselt und verfremdet es und setzt es schließlich in einem völlig neuen Kontext, in einer surrealen Welt neu zusammen. red • Land of Confusion bis 19. Januar 2014 Kunstverein Ludwigshafen www.kunstverein-ludwigshafen.de


kunstraumMANNHEIM

Das Hausriff, 2012, Harzöllasur und Eitempera auf Holz

PHANTASTISCHE WELTEN Joachim Lehrer - Malerei Regelmäßig widmet die galerie grandel surrealistischen Künstlerinnen und Künstlern Ausstellungen, die sich immer wieder zu Publikumsmagneten entwickeln. Als phantastischer Maler im doppelten Sinne gehört Joachim Lehrer, der im Verlauf der Schau seinen sechzigsten Geburtstag feiert, zu den am häufigsten gezeigten Künstler im Programm der Galerie. Trotzdem ist diese Schau die erste Einzelausstellung des Tübinger Künstlers bei grandel. Zu schnell verkauft Lehrer seine Werke, um sich in Einzelausstellungen präsentieren zu können. Gezeigt wird der Maler daher oft und gerne zusammen mit seiner Künstlergruppe „Neue Meister“, so auch im Jahr 2011 in der galerie grandel. Als Bildpersonal seiner phantastischen Welten bestimmte Joachim Lehrer von Anfang an von der Zeit gekennzeichnete Lastwagen, Züge oder Automobile. In einer heiter-melancholischen Landschaft erzählen sie von ihrem Leben, eröffnen dem Betrachter ihren individuellen Charakter: „Wir produzieren dauernd Endzeiten und der Betrachter schafft den Bezug zwischen seinen Gedanken und meinen Bildern selbst. Diese Objekte, das sind unsere Stellvertreter, sie erzählen Geschichten, und wir folgen den Spuren dieser rätselhaften Wesen.“ Die Geschichten werden unter Himmel und in Landschaften erzählt, deren Darstellungsweise eine ausgesprochene Meisterschaft bedeuten. Aufwändig in der Recherche und mühevoll in der Ausführung hat sich der Künstler die Farbherstellung und Maltechniken des niederländischen Barockzeitalters angeeignet. Bis zu zwanzig Schichten trägt Lehrer übereinander auf, gerade mal so dünn und durchscheinend, dass noch die unterste Farbe durchscheint. Der Maler gewinnt mit dieser Technik eine Tiefe und ein Licht in seinen Werken, die den Betrachter zu verzaubern weiß und den Weg in diese phantastischen Welten öffnet. red • Phantastische Welten 11. Januar bis 22. Februar 2014 Galerie Grandel, Mannheim www.galeriegrandel.de


kunstraumMANNHEIM

NACH DEM KRIEG Kann man sich ein Bild von Krieg machen? Man kann ihn erleben, wenn man daran beteiligt ist. Alles andere ist nicht unmittelbare Erfahrung, sondern Fiktion oder Vorstellung davon. Für Künstler nun, die im Krieg waren, ist die Übersetzung des Geschehens in Bilder eine Herausforderung. Sie steht im Widerspruch zum Anspruch des Kunstschaffens, das ästhetische Kriterien antreibt und nicht unbedingt ethische. Politische Kunst oder die Darstellung eines unsagbaren Inhalts ist immer auch eine Frage der Form und somit eine Entfernung von der Unmittelbarkeit. Es muss vermittelt werden, was eigentlich nicht dargestellt werden kann. Die Rolle des Betrachters dabei ist zweifelhaft. Er ist unbeteiligt und wird konfrontiert. Er wird entweder verwickelt oder aber nur gestört und belästigt und bleibt Voyeur. Diesen Themen widmet sich die aktuelle Ausstellung Nach dem Krieg mit Günter Brus, Benjamin Hiller, Izudin Porovic und Walter Raum in der Mannheimer Stadtgalerie. Bildfragen, Fragen der Instrumentalisierung von Kunst, von Themen, von Bildern stellen sich und Fragen der Bildmittel. Das Dilemma von Darstellung oder Handlung wird besonders in der Fotografie offenkundig. Der Bildjournalist steht vor einem moralischen Problem: Fotografieren oder helfen? Und auch der Betrachter muss sich entscheiden: Hinsehen oder wegschauen? Und Fragen der künstlerischen Legitimation tun sich auf, wo Künstler sich das Thema ohne Not aneignen. Vom Leinwandbild bis zur Kriegsfotografie reicht die Spanne, von der betroffenen Beteiligung bis zur Darstellung der Kriegsfolgen durch die Generation der Söhne. Fast 70 Jahre lang hat der Maler Walter Raum (1923-2009) diesem Thema gewidmet. Keine seiner Arbeiten geht über die wesentlichste Erfahrung hinweg. Als 17-Jähriger wurde er eingezogen und konnte diese Traumatisierung nicht verdrängen. Alle Bilder kreisen um das ausweglose Ausgeliefertsein der menschlichen Existenz. Die Leinwand wird zur Projektionsfläche von Erfahrung. Günter Brus (*1938) gehört der Gruppe der Wiener Aktionisten an. Sein Antrieb als Vertreter der Söhnegeneration kommt aus der Auflehnung gegen die perfide Verdrängung der Naziverbrechen, die sich in der österreichi-

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Izudin Porovic, ohne Titel, aus der Serie: Spuren und Erinnerungen schen Nachkriegsgesellschaft breitmacht und alles unterdrückt, was dagegen protestiert. Eine Radikalisierung der Kunst ist die Folge, eine Teilhabe durch Körperaktionen, die bis zur Selbstzerstörung fortgetrieben werden. Der bosnische Künstler Izudin Porovic (1952-2013) arbeitete als Maler in der Tradition des Informel und wurde stark von Künstlern wie Antoni Tàpies beeinflusst. Seit dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien und seiner Flucht aus Sarajevo 1993 lebte der Künstler in Deutschland und zuletzt in Mannheim. Der in Deidesheim und Böhl-Iggelheim aufgewachsene und derzeit in Berlin lebende Fotograf Benjamin Hiller (*1982) begibt sich freiwillig in Kriegsregionen, um dort zu fotografieren und zu dokumentieren. Dabei kommt er nicht umhin, sich intensiv mit Fragen nach der Inszenierung und Ästhetisierung von Krieg auseinander zu setzen. red • Nach dem Krieg bis 26. Januar 2014 Stadtgalerie Mannheim www.stadtgalerie-mannheim.de


kunstraumHEIDELBERG

Stephanie Laeger, 26/2012 (o. T.), 19x20 cm, 2012, Tusche, Mischtechnik auf Papier

STEPHANIE LAEGER ‚dahinter immer‘ Tuschemalerei auf Papier Schon während ihres Studiums beschäftigte sich Stephanie Laeger intensiv mit der Darstellung menschlicher Gesichter. Dabei entfernte sie sich immer weiter von reinen Abbildungen der physischen Realität der Porträtierten, die sie zumeist in ihrem weiteren Bekanntenkreis findet. Regelmäßig widmet sie sich auch dem Selbstporträt. Selten entstehen ihre Tuschemalereien in einem Zuge. Charakteristisch ist vielmehr eine Ausformung in vielen Überarbeitungsschritten, in denen sie immer wieder auswischt, auswäscht, radiert und beschädigte Papierstellen überklebt. Die Oberflächen der von ihr verwendeten Malgründe werden so mitunter zu bewegten Landschaften. Hinzu kommen Experimente mit ihren Malmitteln. Sie mischt unterschiedliche Tuschen und lässt diese mit Sand, Salz oder verschiedenen Chemikalien zusammenwirken. In dieser geduldigen Auseinandersetzung mit den Dargestellten versucht Stephanie Laeger, deren Eigenheiten und ihre persönliche Sicht herauszuarbeiten. Ein Charakterzug wird hervorgehoben, eine Facette gezeigt. Dabei verwandelt sich der „realistische“ Kopf in ein eigenwilliges, mitunter irritierend wirkendes Bild. (Johannes Schmidt) Stephanie Laeger, die aus Freiburg im Breisgau stammt, studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden u. a. bei Max Uhlig und Peter Bömmels. Nach dem Diplom (2005) war sie Meisterschülerin von Elke Hopfe und lebt und arbeitet seither freischaffend in Dresden. Nach Ausstellungen in Freiburg im Breisgau und der Städtischen Galerie in Dresden im Jahr 2013 zeigt Stephanie Laeger jetzt neue Arbeiten in der Frühjahrsausstellung der Galerie Kunstraum Vincke-Liepmann in der Heidelberger Weststadt. red • Stephanie Laeger 22. Februar bis 6. April 2014 Kunstraum Vincke-Liepmann, Heidelberg www.kunstraum-vincke-liepmann.de


kunstraumSAARBRÜCKEN

LIGHT_ACT, Berliner Promenade, Saarbrücken

LIGHT_ACT – LICHTINSZENIERUNG IM URBANEN RAUM Stadt-Licht-Raum-Projekt der Hochschule der Bildenden Künste Saar

Licht als künstlerisches Medium im städtischen Raum und die Kommunikation mit Licht im urbanen Kontext wird an der Hochschule der Bildenden Künste Saar regelmäßig als ästhetisches Forschungsfeld thematisiert. Seit einem Jahr arbeitet eine studentische Projektgruppe aus unterschiedlichen Studiengängen unter der Leitung von Prof. Daniel Hausig an einer großflächigen Stadtraum-Illumination der Berliner Promenade, einer 600 Meter langen Einkaufsmeile am Ufer der Saar in Saarbrücken. Das in Kooperation mit der Landeshauptstadt Saarbrücken und dem xm:lab der HBKsaar betriebene Projekt Light_Act, das im April 2014 als spektakuläres Visual-Event gezeigt werden soll, überzieht Gebäudefassaden und Architekturen mit grafischen Elementen, Lichtmalereien und Animationen. Die Projektionen verwandeln die Gebäude in nächtliche Landmarken und unwirkliche Lichtskulpturen im städtischen Raum. Die Vorbereitung und Realisierung von Light_Act steht beispielhaft für die offene Bildungsstruktur und die interdisziplinäre Ausrichtung der Lehre sowie die ausgeprägte Projektorientierung des Studiums an der HBKsaar, die ihren Studierenden breit gefächerte, an aktuellen künstlerischen und gestalterischen Anforderungen orientierte Qualifizierungsmöglichkeiten bietet. Neben den grundständigen und konsekutiven Studiengängen Freie Kunst, Produktdesign, Kommunikationsdesign und Media Art & Design sowie den Lehramtsstudiengängen Kunsterziehung für unterschiedliche Schulformen werden die spezialisierten Masterstudiengänge Kuratieren/ Ausstellungswesen, Museumspädagogik, Netzkultur/Designtheorie und Public Art/Public Design angeboten. red • LIGHT_ACT / Stadt-Licht-Raum April 2014 Berliner Promenade, Saarbrücken www.hbksaar.de


kunstraumHEIDELBERG

Sarah Schönfeld: "All You Can Feel" (Cocaine), Analoger C-Print

IT IS ONLY A STATE OF MIND Spiel zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein Noch bis zum 2. Februar 2014 kann man im Heidelberger Kunstverein der spannenden Frage nachgehen „Was ist Realität?“ und dabei herausfinden inwieweit unser eigenes Bewusstsein, unser „state of mind“, die daraus resultierenden Wahrnehmungsmuster und persönliche Erfahrungen die Einschätzung was real ist beeinflusst. In Zusammenarbeit mit dem Realismus-Studio der neuen Gesellschaft für bildende Kunst in Berlin werden zwölf internationale Künstlerpositionen gezeigt, die mittels Versuchen und Experimenten im Grenzbereich der Wissenschaft, die Frage nach den tatsächlichen Gegebenheiten zu erforschen suchen. Dabei lenken sie den Blick auf das Subjektive und Unterbewusste, auf das Mystische und Spiritistische. So untersucht beispielsweise die nordirische Künstlerin Susan MacWilliam das Paranormale. In ihren Videos, Fotografien und Installationen beschäftigt sie sich mit Erforschern und Augenzeugen übersinnlicher Phänomene. Sarah Schönfeld hingegen schafft mit ihrer Serie „all you can feel“ eine eigene faszinierende Kosmologie, in dem sie Bewusstsein beeinträchtigende Substanzen, u.a. Koffein, Valium und Heroin durch ein bestimmtes technisches Verfahren sichtbar macht und fotografisch festhält. Allen Arbeiten gemeinsam ist stets die Herausforderung an den Betrachter, seine eigene Wahrnehmung in den Kontext des Gesehen zu setzen und letztendlich über die Realität zu entscheiden. Ingrun Salzmann • It is only a state of mind bis 2. Februar 2014 Heidelberger Kunstverein www.hdkv.de

„EINEN LANGEN WEG GEHEN“ bis 12. Januar 2014 Ausstellung zu einem Doppeljubiläum • 35jähriges Jubiläum der Galerie Marianne Heller • 30jähriges Jubiläum der Gruppe 83 - Deutsche Keramikkunst Die Gruppe 83 wurde 1983 gegründet mit dem Ziel, das zeitgenössische keramische Schaffen in Deutschland in der Öffentlichkeit zu repräsentieren. Diesem Ziel dienten unzählige nationale und internationale Ausstellungen, oft unter Beteiligung geladener Gäste. Dabei bindet die Beteiligten kein verbindliches Konzept: Ob Gefäß oder Plastik, es ist der unendlich wandelbare Werkstoff Ton, der diese Individualisten eint. Sie sind allesamt Mitglieder in der Academie Internationale de la Ceramique in Genf, die seit nunmehr dreißig Jahren als unumgängliche Instanz in dieser künst- lerischen Materialsparte gilt - gleichsam der Olymp der globalen Keramikerschaft. Mit einer Ausstellung zu ihrem dreißigsten Jubiläum unter dem Titel „Einen langen Weg gehen“ präsentiert sich diese exclusive, aktuell 15 köpfige Gruppe, zu einem Doppeljubiläum in der Heidelberger Galerie Marianne Heller – der Galerie für internationale keramische Kunst. Man darf gespannt sein! Galerie Marianne Heller • Friedrich-Ebert-Anlage 2 Im Stadtgarten • D-69117 Heidelberg Tel.: +49 (0) 6221 - 61 90 90 • www.galerie-heller.de Öffnungszeiten Di - Fr 11 - 13 Uhr & 14 - 18 Uhr, Sa 11 - 18 Uhr Silvester geschlossen, So, 12. Januar 2014, 11 - 18 Uhr


kunstraumMANNHEIM

kunstraumHEIDELBERG

Constantin Brancusis „Le grand poisson“, Eingangshalle Billing-Bau, Kunsthalle Mannheim

WENN VISIONEN WIRKLICHKEIT WERDEN Kunsthalle Mannheim „Kunst ist ein wesentlicher Teil eines erfüllten Lebens“. Mit diesen bedeutsamen, berührenden und sehr emotionalen Worten schloss Hildegard Bachert, Leiterin der New Yorker St. Etienne Galerie, der ältesten Galerie in den USA, im Oktober 2013 die offizielle Wiedereröffnung des Billing-Baus der Kunsthalle Mannheim nach seiner umfangreichen Sanierung. Für die 92jährige, gebürtige Mannheimerin, der während der Kriegswirren als Jüdin der Zutritt zur Kunst verwehrt wurde und die wie so viele aus Angst um das eigene Leben ins Ausland floh, schloss sich damit auf wunderbare Weise ein Kreis. Für die Mannheimer Kunsthalle und das kulturelle Leben ist es ein aufregender Neubeginn, ein Aufbruch, der anknüpfend an die über 100-jährige prägende Geschichte des Hauses, die Etablierung Mannheims als bundesweit anerkannte und international beachtete Museumsstadt im Blick hat. Nach der dringend erforderlichen Generalsanierung erstrahlt der Billing-Bau nun in neuem Glanz und bietet dank modernster Technik, die sich baulich, klimatisch und sicherheitstechnisch an internationalen Museumsstandards orientiert auf über 4.000 qm ideale Nutz- und Ausstellungsflächen. Dabei ist es in besonderer Weise gelungen, Denkmalschutz und energieeffiziente Modernisierung optimal zu verbinden. Nur wenige Tage nach der feierlichen Wiedereröffnung des Jugendstilbaus präsentiert die Kunsthalle als

erste Sonderschau Dix/Beckmann: Mythos Welt. Erstmalig treten Otto Dix (18911969) und Max Beckmann (1884-1950), beide herausragende figurative Maler des Nach-Expressionismus, in einen Dialog. Bis heute faszinieren sie, polarisieren sie. In jedem Fall eine Ausstellung auf höchstem Niveau, die man gesehen haben muss und die deutlich erahnen lässt wohin die Neupositionierung führen soll. Das neue Selbstverständnis manifestiert sich auch durch den zeitgleich zur Eröffnung erschienen opulenten Meisterwerke-Katalog, der einen umfassenden Überblick über 100 Jahre Sammlungsgeschichte der Mannheimer Kunsthalle gibt und das neue visuelle Erscheinungsbild - die neue Marke. Das aus den Initialen der Kunsthalle Mannheim gebildete Signet will als Sinnbild eines ’Museums in Bewegung’ verstanden werden und unterstreicht gleichzeitig die zukünftige strategische Ausrichtung der Kunsthalle. Und manchmal sind es einfach auch die „kleine Dinge“, die einen spüren lassen, dass man auf dem richtigen Weg ist: so begrüßt inzwischen Constantin Brancusis „Le grand poisson“die Besucher der Kunsthalle wieder von seinem angestammten Platz in der Eingangshalle des Billing-Baus. Ingrun Salzmann • Dix/Beckmann: Mythos Welt bis 23. März 2014 Kunsthalle Mannheim www.kunsthalle-mannheim.eu

Ruth Tesmar, Engel überm Haus, 2013, Collage (Detail)

DAS LEBEN GEHT WEITER … Widmungsausstellung für Egon Hassbecker Egon Hassbecker war ein besonderer Mensch, ein besonderer Sammler und ein Entdecker von Kunst. In ganz Europa hat er mit unglaublichem Feingespür Werke von Menschen zusammengetragen, die am Rande der Gesellschaft leben und lebten. Entstanden ist über die Jahre seine bemerkenswerte Sammlung der Primitiven Malerei des 20. Jahrhunderts, die seit 1982 eine Heimat im Museum Cajeth gefunden hat. Am Morgen des Erntedankfestes hat Egon Hassbecker sich aus unserer irdischen Zeit verabschiedet. Die von ihm kurartierte Gemeinschaftsausstellung von Ruth Tesmar, Leiterin des Seminars für Ästhetische Praxis an der Humboldt-Universität Berlin und dem slowakischen Postboten Ondrej Sˇteberl ist ursprünglich entstanden, um der intensiven Freundschaft und der gemeinsamen großen Liebe zur Kunst, die Tesmar und Hassbecker verband, Ausdruck zu verleihen. Jetzt ist sie ihm und seinem Leben gewidmet und erinnert an eine einmalige Persönlichkeit. red

• Ruth Tesmar .. das Leben geht weiter... bis 3. März 2014 Museum Haus Cajeth, Heidelberg www.cajeth.de kunstraumMETROPOL 29


kunstraumKAISERSLAUTERN kunstraumMANNHEIM

Werner Haypeter, o.t.,1991

WERNER HAYPETER Doppelausstellung in Kaiserslautern Gleich in zwei Häusern ist der bekannte Bonner Künstler Werner Haypeter in Kaiserslautern verteten. Mit Arbeiten aus dem Zeitraum 1991 bis 2013 wird die Entwicklung seines Schaffens in der Galerie Wack deutlich. Bei aller Klarheit und Strenge, die Haypeters Papierarbeiten, ebenso seine Werke aus Kunststoff kennzeichnen, bleiben wesentliche Elemente bewusst verborgen, ja „rätselhaft“ – aber doch vorstellbar. Umso stärker fühlt sich der Betrachter herausgefordert, selbst weiterzudenken und die Präsenz der Kunstwerke im Raum zu ergründen. Ähnlich ist es bei der Ausstellung im Museum Pfalzgalerie, bei der Haypeter Farbe, Raum und Licht in Beziehung stellt, um sich der Antwort auf die Frage, was der Raum denn sei, zu nähern. red • Werner Haypeter bis 25. Januar 2014 Galerie Wack, Kaiserslautern • Haypeter - raum maßgeblich bis 2. März 2014 Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern www.mpk.de

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AUTOBIOGRAFIE ERSCHIENEN Robert Häusser - Schwarz und Weiß Geschichten mit und ohne Fotografie Robert Häusser (1924-2013) gilt als ein Wegbereiter der zeitgenössischen Fotografie. Er gehörte zu jenen international anerkannten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit, die eine unverwechselbare Handschrift entwickelten. Für sein fotografisches Werk erhielt er zahlreiche Preise und Ehrungen. 1995 wurde ihm als erstem

Deutschen der Hasselblad-Preis verliehen, der als der »Nobelpreis der Fotografie« gilt. Schon als Jugendlicher hat er begonnen zu fotografieren und in seinem Werk finden sich Parallelen zur Neuen Sachlichkeit, zur Subjektiven Fotografie oder zum Magischen Realismus, ohne dass er von einer der Strömungen vereinnahmt werden könnte, da er eine ganz eigene Bildsprache entworfen hat. Seine Erinnerungen führen uns zurück ins 20. Jahrhundert mit all seinen schrecklichen Verwerfungen, die auch sein Leben und das seiner Familie entscheidend beeinflussten. Alle Lebensabschnitte prägten auf die unterschiedlichste Weise sein fotografisches Werk. Robert Häusser schreibt aber auch über seine Auftragsarbeiten z.B. für Burda und die Bunte, über seine Reisen durch die Welt, seine Begegnungen mit dem Fotografen Otto Steinert oder dem äthiopischen Kaiser Haile Selassie, über seine Reportagen und seine Ausstellungen, seine Familie und sein Mannheim, wo er seit 1952 wohnte. So entsteht das Porträt eines großen Fotografen, jetzt veröffentlicht in einer Autobiografie. Sein gesamter fotografischer Nachlass wie auch sein komplettes Archiv befinden sich seit 2002 in den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim und werden vom Forum Internationale Photographie (FIP) verwaltet. red • Robert Häusser – im Auftrag... Fotografien aus Handwerk und Industrie bis 12. Januar 2014 Reiss-Engelhorn-Museen (Zeughaus), Mannheim www.rem-mannheim.de


kunstraumMETROPOLREGION

Venice Beach Rock Festival. Californien.

GRENZEN ÜBERSCHRITTEN Positive Bilanz des Fotofestivals Sie sind erleichtert, die Macher des diesjährigen Fotofestivals Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg. Sie ziehen Bilanz und die ist hervorragend. Sie wagen einen Ausblick, haben schon neue Ideen und Ziele im Kopf für das nächste Mal. Die Menschen vor Ort erreichen, war eines der Ziele der Kuratorin Andréa Holzherr. Das ist gelungen und noch viel mehr! Rund 43.000 Besucher, so viele wie nie zuvor, nutzten die einmalige Ge-

legenheit in das geöffnete Archiv der weltbekannten Fotoagentur Magnum Photos zu blicken. In der bisher größten Ausstellung zu Magnum in Deutschland wurden aber nicht nur Werke bekannter Gründungsmitglieder wie zum Beispiel Robert Capa oder Henri Cartier-Bresson gezeigt, sondern auch die junge Fotografengeneration wurde eindrucksvoll präsentiert. Anknüpfend an die geografischen und politischen Besonderheiten der Festivalregion ist

es Holzherr gelungen unter dem Titel Grenzgänge. Magnum: Trans Territories die ganze Bandbreite der Magnum-Fotografie zu präsentieren, die weit über den normalerweise assoziierten Kriegsjournalismus hinausgeht. Zwei In-Situ Projekte mit lokalem Bezug (Deutschlandreise und Insight Out/Konversion), ein attraktives und das bisher umfangreichste Rahmenprogramm, einschl. workshops mit Magnum-Fotografen, die Premiere der Festivalzeitung, die wissenschaftliche Einbeziehung der Universität Heidelberg und schließlich die intensivere Nutzung von Internet und social Media sind weitere Bausteine des Erfolgs. Ein Erfolg, der erneut verdeutlicht wie kulturell gut und stark die Metropolregion aufgestellt ist und wie sinnvoll es ist, diese Stärken gemeinsam zu nutzen. Und obwohl das Thema des nächsten Festivals im Herbst 2015 noch nicht feststeht unterstreicht Stefanie Kleinsorge, Geschäftsführerin und Managerin des Festivals, die gemeinsamen Ziele, das Festival noch stärker in der Region zu verankern, verstärkt den Nachwuchs zur fördern und das Netzwerk lokal aber auch international kontinuierlich auszubauen. Dies gelingt nur durch die intensive Zusammenarbeit aller Kulturveranstalter und –förderer in der Metropolregion Rhein-Neckar, allen voran die Städte Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg sowie die Hauptsponsoren BASF und MVV Energie. red

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kunstraumRHEIN-NECKAR-KREIS Gercke und Julia Philippi (beide Heidelberg) sowie als Vertreterin der Künstlerschaft Andrea Ostermeyer (Mannheim). Aus insgesamt 188 Bewerbungen wurden 15 Künstlerinnen und Künstler aus der Metropolregion eingeladen, ihre Arbeiten zu präsentieren: aus Ludwigshafen Ingrid Mwangi und Robert Hutter, aus Heidelberg Petra Lindenmeyer, Christiane Engel, Janet Grau, aus Mannheim Nicola Gerth, Bernhard Sandfort, Susanne Beik, Alexander Horn Ruben Schneider, Andreas Zidek und [BUSCHWERK], Michael Volkmer aus Neuhofen, Kirsten Kuhlmann aus Schriesheim, David Gaiser aus Birkenau und Peter Lahr aus Billigheim/Katzental.

Janet Grau, "Ordnung" aus der Serie "Pflege: Zwischen Zwangshandlung und kultureller Heldentat"

ATELIER UND KÜNSTLER Zeitgenössisches Kunstschaffen in der Metropolregion Rhein-Neckar

Fünfzehn Künstlerinnen und Künstler, sechs individuelle Ausstellungen an einem besonderen Ort und ein umfangreicher Kunstkatalog, das sind die Eckdaten des Ausstellungsprojekts Atelier und Künstler – einer Initiative der regionalen Kunstförderung des Rhein-NeckarKreises. Das besondere Ausstellungsprojekt Atelier und Künstler lädt auch 2014 den Kunstinteressierten zur Begegnung mit der aktuellen Kunstszene der Region ein und bietet in der Zeit von Ende März bis Anfang Juli im Rahmen von sechs Gruppenausstellungen einen informativen Einblick in das zeitgenössische Kunstschaffen der Region. Die Auswahl der ausstellenden Künstlerinnen und Künstler erfolgte dabei im Vorfeld durch eine Fachjury - bestehend aus Barbara Auer (Ludwigshafen), Dr. Hans-Jürgen Buderer (Mannheim), Prof. Hans

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Ein Katalog, der sich in erster Linie als Nachschlagewerk des zeitgenössischen Kunstschaffens in der Metropolregion Rhein-Neckar versteht, begleitet zusätzlich die Präsentationen der Künstlerinnen und Künstler an den ausgewählten Orten. Er besteht aus zwei Teilen: einem ersten allgemeinen Katalogteil, in dem die Ausstellungskonzeptionen der individuellen Ausstellungen gemeinsam vorgestellt werden und einem zweiten Teil, in dem die Künstler und ihre Arbeit jeweils in einem individuellen Katalogheft vorgestellt werden. Der Katalog (ISBN 978-3-932102-30-1) ist beim Landratsamt Rhein-Nekkar-Kreis zum Preis von 15 Euro erhältlich. Zu einer besonderen Kunstgenuss laden die verantwortlichen Ausstellungskuratoren zusammen mit den Künstlern am Sonntag, 18. Mai 2014 ein. Auf einer ganztägigen Rundreise zu allen sechs Ausstellungsorten bietet sich Interessierten ausgiebig Gelegenheit, mit Künstlern und Kuratoren ins Gespräch zu kommen. Informationen und Anmeldungen: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis (Telefon (06221) 522-1356 oder E-Mail anja.sauer@rhein-neckar-kreis.de). red • Atelier und Künstler 23. März bis 25. Mai 2014 Stiftskirche Sunnisheim, Sinsheim Trockenturm, Rauenberg www.rhein-neckar-kreis.de

13. April bis 1. Juni 2014 Kommandantenhaus Dilsberg Evangelische Kirche, Schönbrunn 11. Mai bis 6. Juli 2014 Wasserturm, Plankstadt Wasserturm, Hockenheim


AUSSTELLUNGEN BAD BERGZABERN artgalerie im schloss – Die Galerie der Südpfälzischen Kunstgilde e.V. Schlossgasse 3, Bad Bergzabern Mi bis Fr 16-18h, So 15-18h 20. Feb. bis 9. März 2014: Nikola Jaensch: Echogramme des Augenblicks 20. März bis 6. April 2014: Bernhard Staudenmayer (Malerei und Holzdruck)

BAD RAPPENAU Künstlergruppe wieArt Rhein-Neckar e.V. Vulpius Klinik, Vulpiusstraße 29, Bad Rappenau, ganztägig geöffnet bis 15. Jan. 2014: Kunst in der Klinik – Vielfalt in Farbe und Form

EBERBACH Galerie ARTgerecht Friedrich-Ebert-Strasse 2, Eberbach Di-Fr 15-17h, Sa 11-14h bis 14. Mai 2014: Norbert Nüssle: NoNüs Welt

EDENKOBEN Galerie Neumühle Klosterstraße 173, Edenkoben Mi-Sa 10-12h, Mi-Fr 10-12h und 15-18h, Sa, So 15-17h bis 19. Jan. 2014: Max Slevogt (1868-1932)

FRANKENTHAL Treidler Künstler Kunsthaus Frankenthal Hans-Kopp-Straße 22, Frankenthal täglich außer Mo 14-18h, Do 14-20h bis 12. Jan. 2014: jurierte Ausstellung der Treidler-Künstler: Weiss 16. März bis 13. April 2014: Barbara Fuchs, Katalin Moldvay: Zwei Frauen. Zwei Welten. Kunsthaus Frankenthal Hans-Kopp-Strasse 22, Frankenthal täglich außer Mo 14-18h, Do 14-20h 31. Jan. bis 2. März 2014: Zeitgenössische Meistergrafik aus d. Beständen der Marianne u. Heinrich Lenhardt-Stiftung, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

GERMERSHEIM Kunstverein Germersheim e.V. Zeughausstrasse, Germersheim Sa 15-18h, So 14-18h 22. Feb. bis 16. März 2014: Reinhard Görs, Petra Jung, Lukas, Kramer, Joachim Kreiensiek, Astrid Lincke-Zukunft, Markus Redert: Material-Licht-Seite

Galerie Kunst 2 Lutherstraße 34, Heidelberg Di-Do 11-15h, Fr 11-18h, Sa 11-15h bis 18. Jan. 2014: Arthur Kurkowski, Krzysztof, Marciniak, Rolf Ruck: „aufgeklärt” (Malerei und Collagen) 24. Jan. bis 28 Feb. 2014: Gabriele Worgitzki: „begehbare Räume - begehbare Zeit” (Fotografie und Zeichnungen) 7. März bis 18. April 2014: Tessa Wolkersdorfer: „Draussendaheim” (Malerei) Galerie Marianne Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2, Heidelberg Di-Fr 11-13h und 14-18h, Sa 11-18h bis 12. Jan. 2014: Gruppe 83: Einen langen Weg gehen Galerie p13 Pfaffengasse 13, Heidelberg Di-Sa 11-13h, u. 14:30-19h bis 13. Jan. 2014: Bruno Kurz: kiss me twice (Malerei) 16. Jan. bis 16. Feb. 2014: Andrea Esswein, Susana Reberdito, Thomas Kopp: Stillleben 20. Feb. bis 16. März 2014: Normann Seibold: Neue Arbeiten - Malerei Galerie Julia Philippi Haupstraße 4, Heidelberg Do, Fr 14-19h, Sa 12-16h bis 8. März 2014: Leo Kornbrust (Skulptur und Zeichnung), Peter Braunholz (Fotografie) GEDOK Heidelberg e.V. Providenzkirche, Karl-Ludwig-Straße 8, Heidelberg, täglich 10-18h bis 31. Jan. 2014: Zu-flucht Heidelberger Forum für Kunst Heiliggeiststraße 21, Heidelberg Di-So 14-18h 10. Jan. bis 9. Feb. 2014: Ausstellung des Kulturamtes 14. Feb. bis 9. März 2014: Adam, Bacht, Ginter, Kästner, Klomann, Meyer, Urlaß: Garantiert Kunst 14. März bis 6. April 2013: Fata, Hofmann, Kilger, Lindenmeyer, Pape, Schoene: Kunstquellen

Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di-Fr 12-19h, Sa 11-19h bis 2. Feb. 2014: Gruppenausstellung in Kooperation mit der NGBK Berlin: It is only a State of Mind HEIDELBERG bis 2. Feb. 2014: Ulrike Mohr: Atelier und Künstler With your hands black (Studio) Kunstförderung d. Rhein-Neckar-Kreises bis 2. Feb. 2014: Andreas Fischer: Ofen Sa und So jeweils 14-18 h über uns (showing the case: showcase) 23. März bis 25. Mai 2014: Kunst im Breitspiel Stiftskirche Sunnisheim, Sinsheim und Rechtsanwaltskanzlei Tiefenbacher Trockenturm Rauenberg Im Breitspiel 9, Heidelberg 13. April bis 1. Juni 2014: Mo-Do 9-17h, Fr 9-15h Evangelische Kirche Schönbrunn und bis 31. Jan. 2014: Cornelius Fraenkel, Kommandantenhaus Dilsberg Lepanto, Claus Messmer, Katja Hess, 11. Mai bis 6. Juli 2014: Wasserturm Plankstadt und Wasserturm Hockenheim Barbara Dega-Komitowska, Hildburg Schwefel, Gerd Konrad, Rainer Negrelli, 18. Mai 2014: Ursula Blahas: Landschaft Rundreise zu allen Ausstellungsorten Galerie Grewenig/Nissen Pfarrgasse 1, Heidelberg Mi, Do, Fr 15-18h, Sa 11-13h Feb./März 2014: Hans Steinbrenner, Geert van Fastenhout

Kunstraum Vincke-Liepmann Häusserstraße 25, Heidelberg Do, Fr 15-19h, Sa, So 11-15h 22. Feb. bis 6. April 2014: Stephanie Laeger: dahinter immer

Kurpfälzisches Museum Hauptstraße 97, Heidelberg, Di-So 10-18h bis 9. Feb. 2014: Mythos Marlene Dietrich – Fotografien von Milton H. Greene u.a. bis 2. März 2014: Die Grablegen der Wittelsbacher in Heidelberg Museum Haus Cajeth Haspelgasse 12, Heidelberg Mo-Sa 11-17h bis 3. März 2014: Ruth Tesmar: ... das Leben geht weiter... (Widmungsausstellung für Egon Hassbecker mit Blick auf Ondrej Sˇteberl) Orthopädische Universitätsklinik Schlierbacher Landstraße 200a, Heidelberg, tägl. geöffnet bis Feb. 2014: Claus Bury: Bauern-Architekturen

Galerie Schrade Zirkel 34, Karlsruhe Di-Fr 11-13h und 14-18h, Sa 11-16h 18. Jan. bis 15. März 2014: Marion Eichmann: Look twice (Zeichnungen, Collagen, Objekte) 28. März bis 10. Mai 2014: Sibylle Wagner: Farbige Plexigkas-Arbeiten Staatliche Kunsthalle Hans-Thoma-Straße 2, Karlsruhe Di-So 10-18h, bis 23. Feb. 2014: Fragonard (1732-1806): Poesie und Leidenschaft Städtische Galerie Lorenzstraße 19, Karlsruhe Mi-Fr 10-18h, Sa, So 11-18h bis 23. Feb. 2014: Franz Ackermann, Jean-Michel Basquit, Jenny Holzer, Martin Kippenberger u.a.: Zeichen, Sprechen, Bilder: Schrift in der Kunst seit 1960

ZKM – Museum für neue Kunst Lorenzstraße 19, Karlsruhe Mi-Fr 10-18h Sa, So 11-18h bis 2. Feb. 2014: Sasha Waltz: Installationen, Objekte, Performances bis 2. Feb. 2014: Textilsammlung Max Berg Weltreise: Kunst aus Deutschland (Kurpfälzisches Museum) Brahmsstraße 8, Heidelberg-Ziegelhausen 6. Jan. bis 30. März 2014: Kata Legrady: Smart Pistols Mi, Sa, So 13-18h bis 9. Feb. 2014: LADENBURG Konzepte in Stoff. 22 textile Positionen Galerie Linde Hollinger Rheingaustraße 34, Ladenburg Völkerkundemuseum Mi-Sa 13-17h Hauptstraße 235, Heidelberg bis 5. Jan. 2014: Vera Molnar (Bilder, Mi-Sa 14-18h, So 11-18h bis 2. März 2014: Muzaffar Polatov, Sho- Installationen), Erwin Steller (Compurasul Skoakhmedov: Die Kunst der Mi- terzeichnungen, Bilder) niatur (Miniaturmalerei aus Usbekistan) 8. Feb. bis 22. März 2014: Renata Balda, Inge Dick, Rosa M Hessling, Gert Riel Sammlung Prinzhorn Voßstraße 2, Heidelberg Di, Do-So 11-17h, Mi 11-20h bis 13. April 2014: Georg Müller vom Siel: Sinnsuche in der Psychiatrie

HOCKENHEIM

Kunstverein Hockenheim Zehntscheune, Untere Mühlstraße 4, Hockenheim Mi-Fr 15-19h, Sa 10-13h, So 15-19h 8. Feb. bis 5. März 2014: Gisela Späth: Zusammenspiel (Bildende Kunst, Musik, Poesie)

Kunstverein Ladenburg Lobdengaumuseum, Ladenburg Mi-Do 17:30-20h, Fr 11-15h, So 12-16h 21. bis 30. März 2014: Bernhard Apfel, Reine Piva, Dominik Schmitt: Die phantastischen Drei

KAISERSLAUTERN

Galerie Katrin Hiestand Stadthausgasse 11, Landau Di-Fr 11-18h, Sa 10-15h bis 11. Jan. 2014: Gruppenausstellung Künstler der Galerie und Gäste: Kleines Format & Editionen 18. Jan. bis Ende März 2014: Silke Schmidt (Einzelausstellung)

Galerie Wack Morlauterer Straße 80, Kaiserslautern Di-Fr 14-19h, Sa 11-16h bis 25. Jan. 2014: Werner Haypeter 8. Feb. bis 22. März 2014: István Haász und Dirk Rausch

LANDAU

Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h bis 5. Jan. 2014: Akt mit Pyramide: Die schönsten Zeichnungen der Graphischen Sammlung bis 2. März 2014: Werner Haypeter: raum maß-geblich 18. Jan. bis 9. März 2014: Pierrette Bloch: Punkt, Linie, Poesie 15. März bis 4. Mai 2014: E.L. Kirchner: Linie und Leidenschaft 23. März bis 11. Mai 2014: Pfalzpreis für bildende Künste in der Sparte Plastik

Galerie Z Frank-Loebsches-Haus, Kaufhausgasse 9, Landau Di-Fr 10-12h und 15-18h, Sa 10-14h bis 12. Jan. 2014: Arnulf Rainer (Druckgrafiken)

KARLSRUHE

Kunstverein Ludwigshafen Bismarckstraße 44-48, Ludwigshafen Di-Fr 12-18h, Sa,So 11-18h bis 19. Jan. 2014: Ulu Braun: Land of Confusion

art Karlsruhe Messe Karlsruhe, Messeallee 1, Rheinstetten 13. bis 15. März 2014: 12-20h 16. März 2014: 11-19h

Städtische Galerie und Kunstverein Villa Streccius e.V. Südring 20, Landau Di-Mi 17-20h, Do-So 14-17h bis 26. Jan. 2014: Frischkunst: Aktuelle Positionen junger Künstlerinnen und Künstler

LUDWIGSHAFEN

kunstraumMETROPOL 33


Ostasieninst. Hochschule Ludwigshafen Rheinpromenda 12, Ludwigshafen bis 18. Jan. 2014: Dagmar Roederer Rudolf-Scharpf-Galerie (Projektgalerie des Wilhelm-Hack-Museums) Hemshofstraße 54, Ludwigshafen Do, Fr 15-18h, Sa, So 13-18h 18. Jan. bis 21. April 2014: Carsten Sievers: und Wilhelm-Hack-Museum Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h bis 23. Feb. 2014: Michael Raedecker: tour bis 9. März 2014: Eli Cortiñas: Dial M for Mother (dis>play) 30. Jan. bis 21. April 2014: Eduardo Chillida (kabinettstück # 2) bis 14. Sept. 2014: FormFREIheit (hackordnung # 5) 21. März 2014: hack and the city. Die Stadt gehört uns. (Saisonstart Außenprojekt) 21. März 2014: hack-museumsgARTen – Ein Garten für alle! (Saisonstart) 21. März bis 29. Juni 2014: Köken Ergun (dis>play) 22. März bis 29. Juni 2014: LIEBE

MANNHEIM Galerie arthea Stresemannstraße 4, Mannheim Di, Do, Fr 14-18.30h, Sa 12-16h bis Ende Jan. 2014: Sammelstücke: Arbeiten von Künstlern der Galerie 14. Feb. bis 15. März 2014: Sibylle Wagner: X–ray (Röntgenbilder aus 25 Jahren) Galerie Angelo Falzone D 6, 16, Mannheim Di-Fr 14-18h, Sa 11-15h bis 28. Feb. 2014: Claude Wall Galerie Grandel S4, 23, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 10-16h bis 4. Jan. 2014: Wolfram Scheffel (Malerei) 11. Jan. bis 22. Feb. 2014: Joachim Lehrer: Phantastische Welten (Malerei) 1. März bis 12. April 2014: Adrian Peter und André Wischnewski: Eroberte Räume Galerie Kasten Werderstraße 18, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 12-15h 14. Feb. bis 29. März 2014: Happy Valentine Galerie Keller Rheindammstraße 50, Mannheim Mi, Do 14-18h, Fr, Sa 11-15h 18. Jan. bis 8. März 2014: Harry Meyer Galerie Peter Zimmermann Leibnizstraße 20, Mannheim Di-Fr 12:30-18h, Sa 11-14h 18. Jan. bis 15. Feb. 2014: Frank Piasta: altus 22. Feb. bis 22. März 2014: Peter Schlör: Light Shift 29. März bis 3. Mai 2014: Ershuu Otgonbajar Kunsthalle Mannheim Friedrichsplatz 1, Mannheim Di-So u. Feiertage 11-18h bis 23. März 2014: Dix/Beckmann: Mythos Welt

Künstlernachlässe Mannheim Rathaus Mannheim, Dezernat 2 und Amt für Wirtschaftsförderung E 5, Mannheim Mo-Do 7:30-16:30h, Fr 7:30-15:00h 17. Feb. 2014, 19h: Art made in Mannheim (Charity Auktion im Planetarium Mannheim) bis 31. Aug. 2014: Arbeiten aus dem Depot

Europaallee 25, Saarbrücken 10. Jan. 2014: SoundArt (aus der Reihe HörBar) 13. bis 31. Jan. 2014: ArtMix – Künstleraustausch Saarbrücken 24. Feb. bis 14. März 2014: Yes we’re open – Willkommen in Deutschland (Wanderausstellung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, des Bundesministeriums für Mannheimer Kunstverein Wirtschaft und Technik und der BunAugustaanlage 58, Mannheim des- agentur für Arbeit) Di-So 12-17h 1. März bis 30. April 2014: bis 19. Jan. 2014: Aldric Mathieu (Marseille) Nina Wallentin (Kuratoriumspreis): NEUSTADT Miniaturträume Galerie ASPEKT 26. Jan. bis 9. März 2014: Maximilianstraße 18, Neustadt Bilder vom Menschen Mi, Do 16-19h, Fr 15-20h, So 15-18h (Fotografie aus der Sammlung Braus) bis 19. Jan. 2014: Alexandra Oehlert: märz Galerie Mannheim Weg - Position - Ziel Beethovenstraße 18, Mannheim Mi-Fr 14-18h, Sa 12-16h UP ART – Galerie für 16. Feb. bis 22. März 2014: Serena Am- zeitgenössische Kunst Im Meisental 51, Neustadt rein, Hans Jörg Glattfelder, Vera Molnar, Dominik Stauch, Bernhard Striebel, Mi-Do 17:30-20h, Fr 11-15h, So 12-16h bis 2. Feb. 2014: Gido Wiederkehr: Bilder und Objekte Christiane Haase: Made in China märz Galerie Mannheim – cube 4x4x4 (Skulptur, Zeichnung) Augartenstraße 68 (Rückgebäude), SCHRIESHEIM Mannheim Museum Théo Kerg Do-Fr 16-18h, Sa 12-16h Talstraße 52, Schriesheim 16. Feb. bis 22. März 2014: Mi 17-19h, Sa, So 14-17h Joachim Griess: Installation 30. März bis 11. Mai 2014: REM Reiss-Engelhorn-Museen Künstlergruppe Abstracion-Création C4, 9, Mannheim, Di-So 11-18h SPEYER bis 2. März 2014: Die Wittelsbacher Galerie Josef Nisters Forum internationale Fotografie Burgstraße 1A, Speyer C4, 9, Mannheim, Di-So 11-18h Di-Fr 14-18h, Sa 11-15h bis 12. Jan. 2014: Robert Häusser: Im Auftrag … Fotogra- bis 13. Jan. 2014: Hans Nopper (Malerei) fien aus Industrie und Handwerk Kunstverein Speyer Zephyr-Raum für Fotografie Kulturhof Flachsgasse, Speyer Museum Bassermannhaus, Do-So 11-18h C4, 9, Mannheim, Di-So 11-18h bis Jan. 2014: Galerie Peter Tedden bis 26. Jan. 2014: (Düsseldorf) zu Gast im Kunstverein Susa Templin: Preisträgerausstellung VIERNHEIM Internationaler WeldeKunstpreis für Kunstraum Gerdi Gutperle Fotografie: Real Estate Heidelberger Straße 9, Viernheim Museum Weltkulturen Fr-So 14-18h D5, Mannheim, Di-So 11-18h bis 26. Jan. 2014: bis 16. Feb. 2014: Gerdi Gutperle: Bewegungsströme Von Feuerzauber und Gralsgesang: 2. Feb. bis 6. April 2014: Nuri Battal, Emil Heckel und Richard Wagner Teresa Katahrina Binder: in Mannheim und Bayreuth MODERN VENUS Stadtgalerie Mannheim VÖLKLINGEN S4, 17, Mannheim, Do-So 12-18h Weltkulturerbe Völklingerhütte bis 26. Jan. 2014: Nach dem Krieg Europäisches Zentrum für Kunst und Technoseum Industriekultur Völklingen/Saarbrücken Museumsstraße 1, Mannheim täglich 10-18h täglich 9-17h bis 19. Jan. 2014: 20. Feb. bis 27. Juli 2014: Pop an Stage! 25 Jahre Les Eurockéenes Die Sammlung II: 23. Jan. bis 9. März 2014: Der elektrische Haushalt Pop Emotion! E-Gitarre Ten Gallery 13. März bis 27. April 2014: T6, 10, Mannheim, Do-Sa 16-20h Pop Attitudes! Axl Klein - Zorn 25. Jan. bis 8. März 2014: bis 15. Juni 2014: Generation BUSCHWERK: MANNHEIMAT Pop!...hear me, feel me, love me zeitraumexit e.V. WALLDORF Hafenstrasse 68, Mannheim SAP AG Internationales 2. Feb. bis 8. März 2014: Belebung der Schulungszentrum toten Winkel (Zeichnung total) Dietmar-Hopp-Allee 20, Walldorf Mo-Fr 10-20h, bis 31. März 2014: MICHELSTADT Klaus Lomnitzer: memotope Galerie Kautsch Mauerstrasse 9-11, Michelstadt WEINHEIM Mi bis Fr 15-18h, Sa 11-16h Volksbank Weinheim 22. März bis 3. Mai 2014: Bismarckstraße 1, Weinheim Bim Koehler (Malerei) Mo-Fr 8:30-16h, Do 8:30-18h bis 24. Jan. 2014: Werner Liebmann SAARBRÜCKEN 21. Jan. bis 20. März 2014: Eta Bender KuBa – Kulturzentrum Alle Termine ohne Gewähr. am Eurobahnhof e.V.

Bildnachweise Cover Christiane Haase, "Dschungel Queen", Aquarell und Tusche auf Papier, Foto: Christiane Haase / S. 4-5 Los Carpinteros, Pellejo, 2013, 1-Kanal HD Videoprojektion (Blu-Ray), s/w, Ton, 11.12 min, Filmstill, Courtesy the artist and Galerie Peter Kilchmann, Zurich, Hamra Abbas, Lessons on love, Ed. 1/3 + 1 AP, 2007, Holz, Kunstharz, Eisenarmierung, Acrylfarbe, Courtesy Vanhaerents Art Collection, Brüssel und die Künstlerin / S. 7 Pierrette Bloch, Ohne Titel, 1999, Tusche auf Papier, 65 x 50 cm, © Pierrette Bloch / Courtesy Galerie Karsten Grewe, Köln, Paris, St. Moritz. Foto: Adam R., © VG Bild-Kunst, Bonn 2014 / S. 8 Foto: wort.bild.kultur. UG / S. 15 Sportschützin Manijeh Kazemi mit Luftgewehr, Hamadan, Iran, 2001, Copyright: Ulla Kimmig – llakimmig.photoshelter.com / S. 16 Théo Kerg – Werke aus dem Museumsbestand ,Tartanes rouges, 1948, Öl auf Leinwand, 48 x71 cm H x B, Foto: Dorothea Burkhardt 2013 / S. 18 Klaus Lomnitzer, o.T. (up), 2003, Acryl auf PVC-Film auf Alu-Dibond, Foto: wort.bild.kultur. UG / S. 19 Aus der Serie der "Beasty Boys", BB 3, Porzellan, 2009, Foto: Christiane Haase / S. 20 Leo Kornbrust, Papiertraum, 2002, Schwarzer Granit poliert, 96 x 76 x 3 cm, Foto:Leo Kornbrust, - Peter Braunholz, Diametral I, 2012, Lambda-Print, 60 x 90 cm, Foto: Peter Braunholz / S. 21 Vera Molnar in ihrem Atelier in Paris, Mai 2013, Foto Linde Hollinger /S. 22 Ulu Braun, „The park”, video still, 2011/ 2013, Foto: wort.bild.kultur. UG/ S. 23 Joachim Lehrer, Campers große Stunde, 2013, Harzöllasur und Eitempera auf Holz, 40 cm x 50 cm / Foto: Joachim Lehrer / S. 24 „Izudin Porovic, ohne Titel, aus der Serie: Spuren und Erinnerungen“Foto: Izudin Porovic / S. 25 26/2012 (o. T.), 19x20 cm, 2012, Tusche, Mischtechnik auf Papier (Foto: Stephanie Laeger) / S. 26 LIGHT_ACT, Berliner Promenade, Saarbrücken, Foto: Daniel Hausig, HBKsaar. / S. 27 Sarah Schönfeld: "All You Can Feel" (Cocaine), Analoger C-Print, Foto: wort.bild.kultur. UG / S. 29 Constantin Brancusis „Le grand poisson“,Eingangshalle Billing-Bau, Kunsthalle Mannheim , Foto: wort.bild.kultur. UG / S. 29 Ruth Tesmar : "Engel überm Haus", 2013, Collage, Foto: Museum Cajeth / S. 30 Werner Haypeter, o.t.,1991, Foto: Courtesy Galerie Wack / S. 30 Coverabbildung: © Verlag das Wunderhorn / S. 31 Venice Beach Rock Festival. Californien. USA. 1968. © Dennis Stock/ Magnum Photos/FOCUS / S. 32 Janet Grau, "Ordnung" aus der Serie "Pflege: Zwischen Zwangshandlung und kultureller Heldentat"

Impressum Herausgeber: art-media-edition-Verlag, Insel 3, D-79098 Freiburg Tel. +49 (0) 761/ 8 81 74 76, Geschäftsführung: Björn Barg Projektleitung, Redaktion: Wort.Bild.Kultur. UG (haftungsbeschränkt) redaktion@kunstraum-metropol.de Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe: Dirk Martin, Britta E. Buhlmann, Ingrun Salzmann, Dr. Martin Stather, Julia Laukert M.A.. Auflage 7000, kunstraumMETROPOL liegt in ausgewählten Museen und Kunsträumen aus.

Nächste Ausgabe: April, Mai, Juni 2014 Anzeigenschluss: Di. 26.02.2014 Erscheinungstermin: Do. 20.03.2014


kunstraumMETROPOL 1Q 2014  

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