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L/B Comfort #8, 2010, Galeria Foksal, Warschau Š L/B Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen

APRIL MAI JUNI

2013


V E R A R Ö H M SKULPTURENPARK HEIDELBERG ERÖFFNUNG, 5. MAI 2013, 11:00 UHR

Skulpturenpark Heidelberg

Die Ausstellung läuft bis zum 20. Oktober 2013 • www.skulpturenpark-heidelberg.de Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg • Schlierbacher Landstr. 200A • 69118 Heidelberg


kunstraum DAS KUNSTMAGAZIN DER METROPOLREGION RHEIN-NECKAR

kunstraumLUDWIGSHAFEN 4 Zwischen Technik und Kunst Spektakuläre Rauminstallation im Wilhelm-Hack-Museum 16 Roswitha Josefine Pape Über-Blicke

kunstraumKAISERSLAUTERN 6 Magnum Opus Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern zeigt außergewöhnliches Werk von Hans Hofmann

kunstraumMANNHEIM 8 Wilde Früchte Süßes und Saures 15 Galerie Keller feiert ihr 10-jähriges Jubiläum Schwerpunkt auf Skulpturen international bekannter Künstler/innen 17 Hinrich Zürn Malerei und Zeichnung 18 5 Jahre märz-galerie-mannheim Fokus auf gegenstandloser, konstruktiv-konkreter Kunst

editorial Liebe Leserinnen, lieber Leser, die gute Nachricht, es wird heller, rein kalendarisch geht der Winter zwar noch bis zum 19. März, doch in den Ausstellungsräumen ist der Aufbruch schon zu spüren. Sei es beispielsweise die raumauflösende Installation des Schweizer Künstlerduos L/B im Wilhelm-Hack-Museum oder die farbenfrohe Ausstellung Magum Opus im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern. Auch sonst versuchen wir in der aktuellen Ausgabe von kunstraumMETROPOL spannende Tendenzen und Ausstellungen der zeitgenössischen Kunst zu beobachten und vorzustellen, damit sich die ersten Spaziergänge auch wieder für Sie lohnen. Björn Barg Herausgeber

22 Ten Games 80 Interaktive Ausstellung 24 Mannheim –Solothurn Eine Austauschausstellung 25 Blau Blau gegen Grau mit der Galerie Kasten

kunstraumHEIDELBERG 10 Vera Röhm Großplastiken im Skulpturenpark Heidelberg 12 Kunst darf nie langweilig werden Peter Robert Keil in Heidelberg 24 Land . Gewässer Irmgard Weber

kunstraumLANDAU 20 Transformation urban Eingriffe in den urbanen Raum

kunstraumWEINHEIM 23 Rauschen Horst Busse und Loraine Heil

IMPRESSUM Herausgeber: art-media-edition-Verlag, Insel 3, D-79098 Freiburg, Tel. +49 (0) 761/ 8 81 74 76, Geschäftsführung: Björn Barg Projektleitung, Redaktion: Wort.Bild.Kultur. UG (haftungsbeschränkt) redaktion@kunstraum-metropol.de Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe: Julia Klarmann M.A., Dr. Ulrike Lehmann, Dirk Martin, Ingrun Salzmann, Dr. Martin Stather, Matthias Strugalla, Karl Heinz Treiber, Tobias Wetzler Auflage 7000, kunstraumMETROPOL liegt in ausgewählten Museen und Kunsträumen aus. Nächste Ausgabe: Juli - September 2013 Anzeigenschluss: Di. 28.05.2013, Erscheinungstermin: Do. 20.06.2013

24 Meeres-Land Sigrid Kiesling-Rossmann

kunstraumHASSLOCH 23 Eva Czakó Kunstwerkstatt Magazinum 27 AUSSTELLUNGEN UND AUSSCHREIBUNG 31 Bildnachweis kunstraumMETROPOL 3


kunstraumLUDWIGSHAFEN

ZWISCHEN TECHNIK UND KUNST SPEKTAKULÄRE RAUMINSTALLATION IM WILHELM-HACK-MUSEUM Kunstmuseen sind Orte der Kontemplation. In ihren Räumlichkeiten ist alles darauf ausgelegt, Kunstwerke störungsfrei und in aller Ruhe betrachten zu können, mit ihnen in Dialog zu treten und die visuelle Gestaltung in all ihren Facetten wahrzunehmen. Der sogenannte „White Cube“, die weißen Wände im Raum, soll soviel wie möglich Neutralität schaffen, um die Bilder wirken zu lassen. Bilder, Skulpturen, Grafiken oder Installationen werden als ästhetische „Produkte“ in den musealen Räumlichkeiten gezeigt, um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren. Museen sind Orte der Kunst und das, was in den Museen gezeigt wird, ist somit Kunst. Besucher, die in die neue Ausstellung im Wilhelm-Hack-Museum (WHM) in Ludwigshafen gehen, werden daran vielleicht zunächst zweifeln. Riesige Schläuche laufen in einer Viererreihe parallel über- und nebeneinander die Wände entlang. Sie beginnen irgendwo und ihre Enden sind durch halbrunde Schließungen sichtbar. Sie überqueren die Gänge von oben und verlaufen den Boden entlang, knicken ein, um um die Ecke zu gelangen, sie rasen die Treppen hinauf und zum Fenster hinaus. Es ist wie bei einer Verfolgungsjagd im Krimi. Kreuz und quer, aber scheinbar einem technischen Plan folgend, schlängeln sie sich durch den gesamten 1200 qm großen Ausstellungsraum mit großem Tempo und Dynamik. Und dennoch steht alles still. Sie überwuchern ihn mit aller Wucht und Dominanz, sie besetzen ihn, ergreifen Besitz von ihm. Das mächtig aufgeblasene Volumen der Schläuche, die als Bündel auftreten, engt ein, schüchtert ein, irritiert den 4 kunstraumMETROPOL

Betrachter und überwältigt ihn. Er muss sich jetzt seinen Weg so bahnen, wie die Schläuche ihn vorgeben, wie sie ihn freigeben. Der Raum ist besetzt und es ist wenig Platz für den Betrachter da. Es ist, als ob er durch den Keller des Museums oder einer Industrieanlage geht. Dort, wo viele Rohre nebeneinander installiert sind und Funktionen haben - als Abflussrohre, Heizungsrohre, Kabelrohre, Wasserrohre, Lüftungsrohre. Hier, im Ausstellungsraum des Hack-Museum, sind es gerade konstruierte Schläuche aus silbergrauem textilem Kunststoffgewebe, die prall mit Luft gefüllt sind. 28 Schläuche sind es insgesamt mit einem Durchmesser von 95cm und Längen zwischen 10m und 45m. Rein optisch nähern sie sich durch ihr Grau diesen Kellerrohren an. Doch im Gegensatz zu einem Schlauch ist ein Rohr aus einem unflexiblem Material wie Metall, Stahl oder Keramik gefertigt. Die Schläuche hier sind aufgeblasen und flexibel: „Sie schmiegen sich über den Boden, Wände, Stufen und Decke entlang und zeichnen so das Raumgebilde nach.“ (L/B) Ob Rohr oder Schlauch. Das, was hier zu sehen ist, sind längliche Hohlkörper, die sich in ihrer Körperhaftigkeit und Anmut, in ihrem raumgreifenden Gebilde und im musealen Kontext als Raumskulptur begreift, als Installation, als Eingriff in die vorgegebene Raumstruktur, aber damit zugleich auch als Arbeit mit dem Raum. Auch wenn es im ersten Moment so scheint, als wäre der Betrachter im falschen Raum - eben nicht in einem musealen, sondern in einem funktionalen Kontext -, so ist doch sein Wissen um den Ort ausschlaggebend.


L/B, Entwurf für das Wilhelm-Hack-Museum 2013, © L/B

Das in der Schweiz lebende und international agierende Künstlerduo L/B hat hier auf spektakuläre Weise ein Mimikry geschaffen. Nur: Seine Installation ist nicht von einem Installateur geschaffen, sie ist nicht funktional, sondern Kunst. Sie greift die vorgegebene Raumstruktur auf und lässt den Raum neu wahrnehmen und erleben. Sie macht etwas mit dem Betrachter, seinen Gefühlen, seiner Aufmerksamkeit für diese Umgebung und in dem Moment seines Besuches. Und damit haben Sabina Lang und Daniel Baumann (L/B) viel erreicht. Für diese eigens für das WHM konzipierte Arbeit haben sie sämtliche demontierbaren Zwischenräume entfernt und den Blick auf eine großzügige, offene Museumsarchitektur freigegeben, die in den 1970er Jahren im Stil des Brutalismus und Strukturalismus gebaut wurde. Die Installation greift zudem die Industriearchitektur der naheliegenden BASF mit ihren zahlreichen Rohren auf und stellt somit Bezüge innerhalb der Stadt zwischen Museum und Großindustrie her. Und mehr noch. Innerhalb der Diskussion um die Großbaustellen wie die in Stuttgart und Berlin und die dort betriebene „Baustellenarchäologie“ erscheint die Schlauchskulptur wie eine mahnende Antwort darauf. Denn hier wird der Betrachter ganz klein angesichts der riesigen Schlauchmassen, die wie funktionale, freigelegte Rohre wirken. Lang und Baumann haben das Museum als Ort der Kontemplation entfunktionalisiert durch die scheinbare Funktionalität der Installation, die wiederum nur Fiktion ist. Es ist die Fiktion einer Funktion und damit wieder Kunst. Aber beim nächsten Kellerbesuch wird die künstlerische Intervention sicher Spuren hinterlassen und die Kellerrohre anders

aussehen lassen. Die Raumskulptur heißt „Comfort“ und ist die Nummer 12 aus einer Serie von ähnlich gearteten Installationen. Zusätzlich zu der Schlauchskulptur in Ludwigshafen sind drei großflächige Wandmalereien entstanden, die in abstrakt-geometrischen Mustern mit starken Farben gemalt sind. Sie können von manchen Standpunkten aus gleichzeitig gesehen werden. Auffällig ist ihre bewegte, parallel verlaufende lineare Struktur, die trotz Zweidimensionalität räumlich erscheint und die Lineatur der Schläuche aufgreift: „Die Wandmalereien lösen die weißen Flächen auf und führen durch die kontrastreiche und bunte Bemalung in die Tiefe, erschließen also weiteren Raum. Man kann auch sagen, die Malereien lösen den fließenden Raum noch einmal weiter auf.“ (L/B) Damit stehen sie ideell in der Tradition des Futurismus und Malewitschs Suprematismus. Mit ihrer geometrischen Formensprache, die sie auch in anderen bisherigen Arbeiten angewendet haben, antworten die Künstler auf die Sammlung des Wilhelm-Hack-Museums, die vor allem der konstruktiven Kunst gewidmet ist. Weiteres zu den Künstlern unter www.langbaumann.com Dr. Ulrike Lehmann

• L/B - Struktur und Zufall 17. März bis 12. Mai 2013 Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen am Rhein www.wilhelmhack.museum kunstraumMETROPOL 5


kunstraumKAISERSLAUTERN

MAGNUM OPUS

MUSEUM PFALZGALERIE KAISERSLAUTERN ZEIGT AUSSERGEWÖHNLICHES WERK VON HANS HOFMANN

Im Mittelpunkt des Schaffens steht die Emotion. Was heute als selbstverständlich interpretiert wird, galt in der kreativen Phase Hans Hofmanns als absolute Rebellion gegen die vorherrschenden Konventionen. Die völlige Loslösung der Malerei vom Motiv – weg von der möglichst naturgetreuen Abbildung, hin zur Darstellung eigener Gefühle, zu vereinfachten Formen, zu starken Farben, verzerrten Perspektiven und schließlich zur Abstraktion sind Ausdruck einer radikalen Wende in der Kunstgeschichte.

Hans Hofmann lässt sich keiner bestimmten Strömung zuordnen. Er war ein vielseitig interessierter Künstler, der sich mit verschiedenen avantgardistischen Ausprägungen beschäftigte, diese analysierte, und am Ende des künstlerischen Verarbeitungsprozesses überwand. „Ich will die Linie von Picasso mit der Farbe von Matisse verknüpfen”, äußerte sich Hofmann programmatisch.

Sein Werk und seine Theorie reflektieren jedoch nicht nur die modernen zeitgenössischen Strömungen, sondern enthalten starke eigene innovative Elemente. Im Laufe der Hans Hofmann (1880-1966) ist unbestritten Zeit wurde Hofmanns Malerei immer impulsiTeil dieser Wende und einer der bedeutendver. Er bezog beispielsweise den Automatissten abstrakten Maler des 20. Jahrhunderts. mus als Arbeitsweise ein oder experimentierObwohl in seiner Biographie so berühmte te mit Farbspritzern und -tropfen. Außerdem Künstler wie Pablo Picasso, Georges Braque, Juan Gris und Georges Rouault eine Rolle spie- beschäftigte er sich intensiv mit Farbflächen, deren Interaktion die Vorstellung von Perlen und seine Werke voller Farben, Kraft und spektive hervorzurufen vermag. Er nannte Dynamik nahezu einzigartig sind, gilt Hofmann hierzulande nach wie vor als Geheimtipp diesen Vorgang “push and pull”. Die charakteristische Ausdruckskraft der Werke Hans für Kenner. Das soll sich nun ändern! Hofmanns, auch und gerade am Ende seines Lebens, basiert auf den Erfahrungen, die Frau Dr. Annette Reich, gemeinsam mit er in jungen Jahren in Paris gewonnen hat. Dr. Britta E. Buhlmann, der Direktorin des mpk und amerikanischen Kolleginnen und Wesentliche Aspekte seiner Kunst liegen in Kollegen haben Sie die außergewöhnliche diesen europäischen Wurzeln begründet. Ausstellung Magnum Opus kuratiert und Mitte der 1950er Jahre bis zu seinem Tod sich intensiv mit dem Leben und dem umfangreichen Werk von Hans Hofmann aus- 1966 malte Hofmann Bilder von explosiver Farbkraft, die sich durch außerordentliche einander gesetzt. In der Kunstgeschichte Kreativität, Offenheit und Lebendigkeit auswird Hans Hofmann als Impulsgeber und wichtiger Vertreter des Abstrakten Expres- zeichnen. In diesem vielfältigen Spätwerk sionismus gesehen. Was macht seine Wer- zog er alle Register. Seine bildnerischen Erfahrungen mit Farbe und Form, seine ke so besonders, so charakteristisch? Leuchtende brillante Farben und die Lebens- kunsttheoretischen Vorstellungen und freude, die Hofmanns Bilder ausstrahlen, sind Visionen kulminierten in dieser äußerst produktiven letzten Schaffensphase. kennzeichnend für seine Malerei. 6 kunstraumMETROPOL

Hans Hofmann war nicht nur erfolgreicher Maler, sondern über viele Jahre auch Lehrer an drei eigenen Kunstschulen. Welchen Einfluss hatte Hofmann auf die Entwicklung der amerikanischen Kunstszene? Hans Hofmann zählt zu den wichtigen Impulsgebern des Abstrakten Expressionismus als der führenden Richtung in der amerikanischen Malerei der 1950er Jahre. Er beeinflusste zahlreiche Künstler wie Jackson Pollock, Helen Frankenthaler, Lee Krasner, Robert Motherwell oder Barnett Newman. Sein vielseitiges Interesse sorgte dafür, dass er sich in seiner Pariser Studienzeit vor dem Ersten Weltkrieg keiner avantgardistischen Strömung verschrieb, sondern mit allen wichtigen Einflüssen experimentierte. Das umfangreiche angesammelte Wissen, verbunden mit seinen eigenen malerischen Erfahrungen, gab er im Rahmen seiner breiten pädagogischen Tätigkeit zunächst in München und später dann in den USA an mehrere Künstlergenerationen weiter. Hofmann verband verschiedene künstlerische Strömungen mit seiner eigenen Kunsttheorie und machte dadurch US-amerikanische Nachwuchskünstler mit den Ideen der Pariser Avantgarde bekannt. Zugleich zeigte er diesen einen Weg auf, wie sie die europäischen Traditionen hinter sich lassen und individuelle Formulierungen finden konnten. Er selbst legte einen wichtigen Grundstein für den später von seinen Schülern und anderen entwickelten Abstrakten Expressionismus als ureigene US-amerikanische Kunstrichtung. Mit ihm emanzipierte sich die Kunst der USA von der bis dahin innovativeren, tonangebenden europäischen.


Hans Hofmann, The Call, 1958, Öl auf Leinwand In den USA ist Hofmann sehr bekannt und gefragt. Zahlreiche Ausstellungen in namhaften Galerien und Museen und Ankäufe durch nahezu alle bedeutenden Häuser belegen das. Warum ist dem gebürtigen Deutschen der Durchbruch in Deutschland und Europa trotz Teilnahme an der documenta 2 verwehrt geblieben? Das hat sicher verschiedene Ursachen. Es gab zum Beispiel nur wenige Ausstellungen hierzulande, die die Chance geboten hätten, Hofmanns Werk kennen zu lernen. Außerdem vertrat ihn keine Galerie, die ihn auf den tonangebenden Messen regelmäßig vorgestellt hätte. Auch in den großen Museen und Sammlungen in Deutschland sind seine Werke nicht präsent. Zuletzt war Hofmanns Malerei vor 16 Jahren in einer Einzelausstellung im Lenbachhaus in München und anschließend in der Schirn Kunsthalle in

Frankfurt am Main zu sehen. Es ist also längst an der Zeit, sein richtungsweisendes Werk vorzustellen, dadurch bekannt zu machen und zu würdigen. Genau das beabsichtigen wir mit unserer Präsentation „Hans Hofmann, Magnum Opus” im mpk. Worauf dürfen sich die Besucher der Ausstellung Magnum Opus besonders freuen? Die Besucher dürfen sich auf eine stilistisch vielfältige und gerade deshalb sehr interessante Malerei freuen, die durch Farbintensität und Formvielfalt besticht. Hans Hofmanns große Experimentierfreude ist geradezu spürbar. Die exquisite Auswahl mit herausragenden Leihgaben aus aller Welt wird so schnell nicht wieder an einem Ort konzentriert zu sehen sein. Bedeutende Museen in den USA, zum Beispiel das Museum of Modern Art in New York, das Whitney

Museum of American Art in New York, das Hirshhorn Museum and Sculpture Garden in Washington D.C., das Museum of Fine Arts Houston, auch das Von der Heydt-Museum in Wuppertal, die Sammlung Würth und die Sammlung Ernst in Wiesbaden sowie zahlreiche private Leihgeber aus den USA, Europa und Asien stellen ihre Werke für unsere Ausstellung zur Verfügung. Wir gratulieren zu dieser eindrucksvollen und ausdrucksstarken Ausstellung und danken für das Gespräch! Das Gepräch führte Ingrun Salzmann

• Hans Hofmann - Magnum Opus bis 16. Juni 2013 Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, www.mpk.de kunstraumMETROPOL 7


kunstraumMANNHEIM

WILDE FRÜCHTE

Alexej von Jawlensky, Stillleben mit Äpfeln, 1905, Öl auf Leinwand

SÜSSES UND SAURES Früchte, Früchte und kein Ende. Das Thema ist erfreulicherweise schier unerschöpflich und einer genaueren Untersuchung sehr wohl wert. Keine Frage, am Anfang war die Frucht. Sie war noch vor dem Menschen da, genauer, laut christlicher Schöpfungsgeschichte, am 3. Tag. Allerdings – es gab da für den Menschen auch bereits verbotene Früchte. Wir wissen natürlich, dass genau diese am besten schmekken, solche Verbote sind in der Regel fruchtlos. Der Apfel (leider ist die Sorte nicht überliefert, wir können jedoch mit Fug und Recht annehmen, dass es sich um „Paradeiser“ handelte, mithin also um Tomaten) ist das erste dokumentierte Instrument der Verführung in der Weltgeschichte. Äpfel gehören zu den Rosengewächsen, da ist zumindest eine metaphorische Dorne mitzudenken. Über die Frucht kamen Adam und Eva sich näher – das Resultat hieß man biblisch Leibesfrucht. Das ist das Schöne an den Früchten, sie verführen zum Genuss, sie sind zudem gesund, man kann sie zu Saft verarbeiten, einkochen, trocknen, kandieren, und, und, und. 8 kunstraumMETROPOL

Stichwort gesund: lange Schiffsreisen wären Entdeckern wie Christoph Kolumbus zum Verhängnis geworden, wären nicht Fässer voller Zitronen an Bord gewesen; der Skorbut hätte Mannschaft und Kapitän unterwegs hinweggerafft. Das Vitamin C wurde erst viel später entdeckt, um die unverzichtbare, gesundheitsfördernde Wirkung jedoch wusste man bereits viel früher. Mit Früchten assoziiert man Frische, Saftigkeit, aber es gibt auch Feldfrüchte, Getreide und Korn, das wir beispielsweise als Brot oder als Frühstückszerealien, wie das in der Sprache der Werbung so heißt, genießen. Auch im Märchen spielen Äpfel eine Rolle, z.B. wenn die böse Königin Schneewittchen den vergifteten Apfel gibt. Nicht zuletzt kann man Früchte malen oder plastisch gestalten. Allein die allgegenwärtige Verwendung des Sujets Frucht in der Kunst zeigt bereits ihren Stellenwert in der Geschichte der Menschheit. Das liebevolle Verhältnis der Menschen zur Frucht wird in deren Kultivierung deutlich – schrittweise werden vormals wilde Früchte domestiziert, die Sortenvielfalt wächst, wird, so weit möglich, dem Geschmack des Menschen in der Züchtung angepasst. Viele, meist exotische Früchte wie


kunstraumMANNHEIM Bananen waren in früheren Zeiten teuer, noch unsere Großmütter leisteten sich nur ab und zu solcherlei, das sie beim „Kolonialwarenhändler“ erstehen mussten. Andere Länder, ganz in unserer Nähe und inzwischen Geschichte, träumten bis 1989 von Bananen und frischer Ananas. A propos Geschmack: man hat von Tieren gehört, die sich, auf den Geschmack gekommen, mit Vorliebe bereits in Gärung befindliche Früchte suchen, sozusagen ein Kneipenbesuch in freier Wildbahn. Der Mensch experimentiert schon immer kreativ mit Früchten; mal lässt er die Trauben über den ersten Frost hinaus an der Rebe, um hochprozentigen Eiswein zu keltern, ein anderes Mal benutzt er sie, um überflüssige Pfunde loszuwerden, die Verwendungsmöglichkeiten sind Legion und immer lecker. „Du bist mir vielleicht ein Früchtchen!“ sagt man gerne zu Kindern, die sich durch Erfindungsreichtum und Intelligenz (nicht immer zur Freude der Eltern) hervorgetan haben. Früchte spielen in der Kunstgeschichte eine bedeutende Rolle – als Stillleben etwa, das pralle Leben symbolisierend, in der klassischen Kunst der Niederlande aber auch als Vanitas-Stillleben, das einen direkten Bezug zur Sterblichkeit und Vergänglichkeit der menschlichen Existenz über den Umweg der Verderblichkeit der reifen Frucht sucht.

Früchte künstlerischen Fleißes „Den Augen ein Fest“ hat Delacroix die Malerei beschrieben. Seit Jahrtausenden beschäftigt sich die Kunst mit den wilden und domestizierten Früchten, die unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens sind. Wir denken an die grandiosen Arbeiten Giuseppe Arcimboldos, die Menschen als Ansammlung von Früchten darstellen, an die Darstellungen auf Fresken in der Antike und schließlich die Befreiung aus dem moralischen und religiösen Kontext, die der Frucht zum Eigenwert in der Darstellung verhilft. Gerade das 20. Jahrhundert hat hier eine grandiose Vielfalt der Darstellungsmöglichkeiten hervorgebracht. Ob Melonen bei Ernst Barlach, Apfelsinen bei Conrad Felixmüller, Birnen bei Carl Hofer, Quitten bei Lucian Freud, Äpfel bei Fetting und Immendorff, Bananen bei Mel Ramos, Zitronen bei Joseph Beuys, um nur ein paar zu nennen, die Frucht steht stets im Zentrum der Darstellung, allerdings durchaus unter den verschiedensten Aspekten. Energie war ein lebenslanges Thema der Kunst von Joseph Beuys; die Zitrone wird in seinem Objekt „Capri Batterie“ von 1985 ganz anschaulich zum Energiespender wie z.B. das Fett in vielen anderen seiner Arbeiten. Barlachs Bronzeplastik „Melonenesser“ von 1906 ist ganz rhythmische Bewegung, der Körper schwingt nach links aus und nimmt die Bewegung mit dem Messer während des Schneidens vorweg. Fernando Boteros „Bananas“ aus dem Jahr 1975 wiederum rekurriert auf traditionellere Vorbilder – seine angeschnittenen Bananen ziehen die Fliegen an, Symbol der Vergänglichkeit. Tony Craggs fabelhafte Studie „Molecular Compositions“ von 2007 zeigt Trauben und einen Korb, verstanden als Bausteine der Natur, die er in seinen Arbeiten umkreist. Ai Weiweis Porzellanmelone zeigt die Fragilität der Existenz; man scheut sich, das Gebilde anzufassen aus Angst, es fallen zu lassen. Die Verbindung von auf dem Boden zerplatzender Melonen mit dem brutalen Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking 1989 liegt da nahe. Mel Ramos schließlich führt das Thema zurück zum Ursprung – die Entblätterung der Banane weist auf die ursprüngliche Verführung durch Eva hin.

Die Fruchtmalerei hat also über die Jahrhunderte hinweg bereits reiche Früchte getragen. Von besonderem Interesse sind naturgemäß Darstellungen, die der Ikonografie Neues hinzufügen. Da wäre beispielsweise das Blatt „Studie zu Warschauer Aufstand oder der Utopiecomputer“ von A.R. Penck von 1975 zu nennen. Ganz in Blau gehalten, sehen wir ein Frauenporträt mit dunklem Schatten, drei Äpfel, einen Löffel und einen Sturmwirbel in der Luft. Penck malte das Blatt, nachdem er einen Fernsehbericht über das Warschauer Ghetto gesehen hatte. Die Vernichtung der Menschlichkeit und das Aufbegehren dagegen, treffen eine zentrale Komponente in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Von Hitler über Stalin, Mauerbau und Niederschlagung des Aufstandes des 17. Juni 1953 und weiter führt diese Linie, auf die Penck sich bezieht. Die Äpfel werden hier zum Symbol für Nahrung, für das Überleben im Ghetto. Aber auch der Fall der Menschen im Paradies klingt an – der erste Sündenfall im Zusammenhang mit dem Apfel, der weitere nach sich zieht.

Grewenig

Auf das Nahrungsmittel Frucht bezieht sich auch der Niederländer Berend Strik in seiner Collage auf Foto von 2011 „Revisiting the idea of incredible fresh fruit“ – ein Lastwagen, voll beladen mit losen Früchten steht in einer nächtlichen Straße. Es ist unklar, ob es sich um eine Lieferung für ein Lebensmittelgeschäft handelt oder ob dies Abfälle sind, die auf der Müllkippe unserer Überflussgesellschaft landen. In jedem Fall sind es Sinnbilder für unseren Umgang mit Lebensmitteln, der überbordenden Verfügbarkeit, der Verschwendung und der Entwertung, die nachdenklich machen sollten. Patricia Wallers „Bananenschale“ aus gehäkelter Wolle spielt mit der Stofflichkeit der Frucht – erstens ist sie bereits aufgegessen, zweitens liegt die Schale so da, dass man unwillkürlich an zahlreiche Scherze denkt, in denen Menschen auf eben diesen Schalen ausrutschen und zu Schaden kommen. Auf der gehäkelten Schale rutscht eher niemand aus, sie wird aber zum kulturellen Verweis auf Geschichten, die uns seit unserer Jugend vertraut sind und damit selbstverständlich selbst zum Kulturgut. Thomas Scheibitz „Stilleben“ (2009) zeigt stilisierte Früchte in einer Art Geschenkkarton, Geschenke des Himmels, einer geometrisierten Weltsicht angenähert, wie wir gerne alle Dinge unserer persönlichen Weltsicht anpassen. Womit wir wieder beim Paradies wären, das sich jeder für sich erträumt. Allerdings sind die Paradeiser auch nicht mehr das, was sie einmal waren, statt sie in der Natur zu pflücken, kaufen wir sie geschält und eingedost im Supermarkt oder rutschen wie auf der Bananenschale darauf aus – kongenial gestaltet in Bronze als Denkmal der kleinen Rache der Frucht am Menschen, der sie als allzu selbstverständlich missachtet, von David Adamo. Also beißen wir in den Apfel und freuen uns über den Sündenfall im Paradies. So kommen wir noch heute in den Genuss der saftigsten Früchte, in realiter und in der Kunst. Dr. Martin Stather • Sammlung Dr. Rainer Wild Auslese 12. Mai bis 30. Juni 2013 Mannheimer Kunstverein www.mannheimer-kunstverein.de kunstraumMETROPOL 9


kunstraumHEIDELBERG

VERA RÖHM

GROSSPLASTIKEN IM SKULPTURENPARK HEIDELBERG

In der diesjährigen Sonderausstellung werden ab dem 5. Mai bildhauerische Positionen der Künstlerin Vera Röhm präsentiert, die 1943 in Landsberg/Lech geboren wurde und als Bildhauerin, Fotografin und Konzeptkünstlerin in Darmstadt und Paris arbeitet. In über vier Jahrzehnten hat die Künstlerin ein komplexes und singuläres skulpturales Oeuvre geschaffen, das sich durch einen Reichtum an konzeptionellen Ideen und deren gestalterische Umsetzung in verschiedenen Materialien wie Holz, Metall und Plexiglas auszeichnet.

Vera Röhm, Tetraeder 4-teilig, 1974-2012, Cortenstahl, Stahl lackiert

"Deutschland ist im Sommer der Gipfel der Schönheit, aber niemand hat das höchste Ausmaß dieser sanften und friedvollen Schönheit begriffen, wirklich wahrgenommen und genossen, der nicht auf einem Floß den Neckar hinab gefahren ist." Sicherlich werden die Besucher des Gartens und des Landschaftsparks der Orthopädischen Universitätsklinik, wie einst Mark Twain im Jahre 1878, die herrliche Lage und die Ausblicke ins Neckartal genießen. Das eindrucksvolle Panorama bietet die Kulisse für einen einzigartigen Ausstellungsort von derzeit vierundzwanzig großformatigen Freilandskulpturen, die von bedeutenden deutschen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts geschaffen und durch den Verein der Freunde und Förderer des Skulpturenparks Heidelberg e.V. dort aufgestellt wurden.

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Darüber hinaus arbeitet Vera Röhm mit Sprache. Über ihre künstlerische Vorgehensweise berichtete sie in einem Interview: „Ich verfolge eine Anzahl von Themen, die von Werkgruppe zu Werkgruppe anders moduliert sind, sei es aus technischen als auch aus ästhetischen Gesichtspunkten, und ich versuche bei den daraus resultierenden Unterschieden die Kontinuität zu bewahren. Man findet in jeglicher Gruppe zum Beispiel das Motiv der Raum-Zeitbeziehung, das Licht-und-Schatten Motiv, die Anspielungen auf Naturelemente. Bei der Betrachtung dieser Gruppen im Sinne eines zusammenhängenden Kontextes, hoffe ich die Kohärenz des Oeuvres erkennbar zu machen.“ In vielen ihrer Serien untersucht Vera Röhm das Verhältnis von Licht und Schatten. Ihre Arbeitsweise bei diesen Untersuchungen kann mit einem experimentell-wissenschaftlichen Vorgehen verglichen werden. So ist im Skulpturenpark Heidelberg eine Pyramide zu entdecken, die direkt das Urmotiv der Schattenmessung aufgreift. Vera Röhm nimmt hier Bezug auf Thales von Milet, der der Überlieferung nach im 6. Jahrhundert v. Chr. die große Pyramide von Gizeh besuchte und ihre Höhe bestimmte, indem er ihren Schatten zu dem Zeitpunkt gemessen hat als die Länge seines Schattens exakt seiner Körpergröße entsprach. Vera Röhm visualisiert in ihren Kunstwerken geistige, physikalische und kosmische Zustände auf vielfältige Weise. Sie reflektiert diverse Quellen aus der Wissenschaft, wie etwa aus der Astrophysik, der Astronomie, der Kosmologie und der Literatur, wodurch sie zu einer Grenzgängerin zwischen verschiedenen künstlerischen und auch wissenschaftlichen Disziplinen wird. Ein weiteres Kunstwerk im Skulpturenpark gibt Aufschluss über ihr Interesse an physikalischen und phänomenologischen Untersuchungen, die sie auf vielfältige und komplexe Weise in ihren Serien immer wieder darstellt. So demonstriert ihre skulpturale Installation ‚24 Mondphasen‘ das breite Spektrum ihrer Beschäftigung mit dem Phänomen von Licht und Schatten. Auf der Oberfläche der vierundzwanzig Zylinder sind die Phasen des ab- und zunehmenden Mondes als abstrahiertes Schwarz-Weiß-Schema wiedergegeben.


In ihrem Oeuvre greift Vera Röhm das Formenrepertoire der Konkreten Kunst auf: Dreieck, Tetraeder, Pyramide, Quadrat und Würfel. Bei ihrer Skulptur ‚Tetraeder‘ etwa hat sie die Grundform in vier Teile aufgeschnitten. Durch diesen künstlerischen Eingriff entstehen neu generierte geometrische Flächen und differenzierte stereometrische Körper in veränderter Formation. Doch im Ganzen gesehen behält die Skulptur ihre Ausgangform bei. Die Binnenflächen, die aus der Zerteilung entstanden sind, hat die Künstlerin weiß lackiert, wodurch sie sie bewusst von den Außenflächen aus Cortenstahl absetzt, um damit anzudeuten, dass es sich um Flächen handelt, die im geschlossenen Zustand nicht zu sehen sind es sind im Grunde genommen fiktive Flächen. Durch die Modifikationen eines einfachen geometrischen Körpers schafft Vera Röhm eine erstaunliche Bandbreite an Variationen, die auch bei ihren diversen ‚Würfelmodulen mit Schatten‘ zu beobachten ist. Bei diesen Arbeiten ist die fiktive Fläche ein festgehaltener und materialisierter Schattenwurf. Die Ausgangsfigur hierfür ist ein weißer Würfel, den die Künstlerin dekonstruiert, indem sie Teile im rechten Winkel wegnimmt und damit die Volumina verändert, so dass U-, T-, und L-Formen übrig bleiben. Die flachen, horizontalen Flächen in schwarzer Farbe repräsentieren eine konkretisierte Schattenform, wobei die Aufstellung der Skulptur im Freien weitere Schatten erzeugt, so dass es zu Überlagerungen der Schattenwürfe kommt. Zum einen modifiziert Vera Röhm daher die geometrischen Körper ihrer Würfelmodule und zum anderen hält sie zu einem gewissen Zeitpunkt die Veränderungen durch das Licht und Schatten-Spiel fest, wodurch ebenfalls neue plastische Formen erschlossen werden. Gänzlich immateriell und ephemer bleibt der Schatten in ihrer Werkgruppe ‚Schattenlabyrinth‘. Auch in dieser Serie sind Kuben von 1,70 m fragmentiert, so dass auch hier Weiß und Schwarz, Hell und Dunkel, Fläche und Tiefe insgesamt gesehen spannungsvolle Polaritäten erzeugen. Der Schatten als gestalterisches Mittel wird durch die verschiedenen Raumkörper inszeniert. Durch die natürliche Beleuchtung entstehen innerhalb der Konstellation und um sie herum verschiedene Schattenformationen, die visuell auch die Gestalt der Ausgangsform verändern. Vera Röhm lädt die Besucher ein, dieses abwechslungsreiche und dynamische Geschehen zu beobachten und sich davon faszinieren zu lassen. Schließlich sensibilisiert der Schatten unsere Wahrnehmung von Gegenständen, unserer Umwelt und letztlich unserer eigenen Person. Eine weitere Werkgruppe rundet die temporäre Ausstellung mit dem facettenreichen künstlerischen Schaffen Vera Röhms im Skulpturenpark Heidelberg ab - ihre ‚Binome‘. Diese Serie ist repräsentiert mit einer Installation aus ‚16 Binomen‘ und der Plastik, die den Titel ‚Tor‘ trägt. Bei beiden geometrischen und konstruktiven Kunstwerken handelt es sich um eine Materialkombination aus Cortenstahl und Plexiglas. Den Begriff Binom hat Vera Röhm aus der Mathematik entlehnt und deutet damit auf die zwei unterschiedlichen Materialeigenschaften ihrer sechzehn Stelen hin: der opake Cortenstahl steht in Kontrast zu dem transparenten Plexiglas. Neben der linearen Stele, hat die Künstlerin Winkelformen geschaffen, die sie auch an ihrer Großplastik ‚Tor‘ gestalterisch umsetzt. Diese Skulptur vermittelt ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis von statischer Ruhe und dynamischer Energie.

Vera Röhm, Installation mit 16 Binomen, 1994/2003, Cortenstahl, Plexiglas Weitere Werke von Vera Röhm sind vom 27. April bis zum 25. Mai auch in der Galerie Linde Hollinger in Ladenburg zu sehen, die die Künstlerin seit über zwei Jahrzehnten vertritt. Dort sind ‚Ergänzungen‘ aus Holz und Plexiglas, kleinere Objekte und Gruppen aus der Reihe der ‚Binome‘ ausgestellt. Erstmals werden neue Arbeiten aus Acrylglas und Leinwand, die auf der Serie ‚Würfelmodule‘ beruhen, dem Publikum vorgestellt. Sie beziehen sich auf die Grundrisse der Module. Retrospektiv demonstrieren ausgewählte Arbeiten und Werkgruppen aus verschiedenen Schaffensperioden die vielfältigen Variationen ihrer Themen. In einem Raum sind Vera Röhms weiße Tetraeder in unterschiedlichen Formationen zu sehen, die mit den Wandarbeiten ihrer Künstlerkollegin Anne Blanchet aus Genf in Dialog treten. Dirk Martin

• Vera Röhm 5. Mai bis 20. Oktober 2013 Skulpturenpark Heidelberg, Heidelberg www.skulpturenpark-heidelberg.de • Vera Röhm u.a. 27. April bis zum 25. Mai 2013 Galerie Linde Hollinger, Ladenburg www.galerielindehollinger.de kunstraumMETROPOL 11


kunstraumHEIDELBERG

KUNST DARF NIE LANGWEILIG WERDEN PETER ROBERT KEIL IN HEIDELBERG Peter Robert Keil beschreibt sich selbst als Wandervogel, als ewig Reisenden. Seit Januar hat er als einer der ersten Künstler im neuen Kreativzentrum Alte Feuerwache in Heidelberg sein Atelier interimsweise eingerichtet. Öffnet man an diesen grauen Wintertagen die alten hohen Türen der ehemaligen Feuerwehr, so wird man empfangen von einer schier unglaublichen Farbenvielfalt und -intensität, die so charakteristisch sind für Peter Robert Keil. Alles erstrahlt bunt, auf dem Boden liegen große quadratische bemalte Holzplatten, zwei weiß grundierte Schaufensterfiguren stehen im Hintergrund, eine davon mit unzähligen Matchboxautos beklebt. An den Wänden lehnen vollendete farbenprächtige Werke aus verschiedenen Schaffensperioden, in der Ecke parkt ein Käfer Baujahr 1976. Es riecht nach frischer Farbe und Firnis, argentinische Klänge erfüllen den Raum. Der Künstler selbst arbeitet konzentriert an einem seiner jüngsten Werke: Eine Mülltonne, aus Leipzig mitgebracht, wird zu einem außergewöhnlichen Kunstobjekt. Ihr ursprünglich tristes Grau verschwindet unter kräftigem Weiß, zwei farbenfreudige Köpfe lächeln einem entgegen. Davor eine Reihe von Farbtöpfen – knallrot, magenta, grasgrün, sonnengelb und schließlich schwarz… Herr Keil, ein Berliner Künstler in Heidelberg. Wie fühlen Sie sich hier in Ihrem neuen Atelier – in Ihrer Heidelberger Phase? Das Umfeld und die Atmosphäre sind für meine Arbeit wichtig und anregend. Neue Umgebungen und vor allem auch der Wechsel der Umgebungen bedeuten für mich immer völlig neue und andere Inspirationen. Das Projekt hier in Heidelberg macht mir sehr großen Spaß. Ich habe viele Ideen, für deren Umsetzung ich Zeit und Platz brauche. Beides habe ich hier. Ich plane eine ganze Serie von Bildern, darunter auch sehr großformatige von 2,5 mal 2,5 Meter, die Gestaltung von Objekten und eines sechs Meter hohen Obelisken. Und schließlich die Bemalung des alten Käfers.

Sie werden immer als „junger Wilder“ in die Zeit der Neo-Expressionisten eingeordnet. Wie sehen Sie sich selbst? Früher hat man mich immer als Neo-Expressionist bezeichnet. Ältere Arbeiten von mir, typische Werke aus den 80er Jahren, sind sicher solche Arbeiten. Das war schon eine wilde Zeit. Das wilde Leben – ich bin ja nun auch nicht mehr so jung (lacht verschmitzt). Wilde Malerei, wildes Leben, die achtziger Jahre in Berlin. Ja, das war ja eine goldene Zeit, dieses Insel-Dasein in Berlin. Davon macht man sich heute gar keinen Begriff mehr. Mein Atelier hatte damals 250 m², im Nachbarhaus war die Kommune eins. Das ganze Leben spielte sich bei mir um die Ecke ab. Meine Bilder entspringen aus dem Zeitgeist, damals wie heute. Es sind Erzählungen, Erinnerungen, Geschichten auf Leinwand – und das mit meiner eigenen Handschrift. Auch mit Widersprüchen. Ich erfinde mich immer wieder neu. Kunst darf nicht langweilig werden. Speziell diese expressionistische nicht. In erster Linie muss es sehr farbig sein. Sehr lebhaft. Das ist das Faszinierende, ja Berauschende an Ihren Bildern, diese ungeheure Farbigkeit, deren Vitalität und emotionale Kraft einen Betrachter sofort begeistert. Wie entstehen solche Motive? Tja, wenn sie mich fragen, woher das kommt – das frage ich mich selbst auch manchmal. Woher kommt denn das? Darüber habe ich lange nachgedacht. Manchmal denke ich, es führt mich jemand – aber so etwas gibt es ja nicht. Nein die Malerei war immer schon bei mir im Hinterkopf. Es war keine einfache Zeit 1945. Ich bin in Berlin-Wedding groß geworden. Das Umfeld damals war grausam, es war alles zerbombt und kaputt. Es gab Hunger. Aber als die ersten Büchereien aufmachten, habe ich mir Bücher von Picasso und Max Beckmann ausgeliehen. Diese Farbigkeit, die hat mir gefallen. Und so fing ich mit ersten Zeichnungen und Bildern an. Mein Vater wollte mich umstimmen, und ihm zu liebe lernte ich auch zwei Berufe, Kunstschlosser und Masseur – aber ausgeübt habe ich sie nie. Ich wollte immer die Freiheit.

Später studierte ich an der Hochschule der Künste in Berlin und begann zu reisen. London, Paris, Mallorca, USA – eigentlich bin ich immer ein Reisender. Der ständige Wechsel von äußeren Eindrücken inspiriert mich. Und die Ideen? Ja, da muss man wahrscheinlich so verrückt sein wie ich. Ich sammle meine Ideen in Skizzenbüchern, und die setze ich später um. Die Wurzeln sind im heutigen Zeitgeist zu finden. So verfolgt jeder Künstler sein eigenes Ding. Ich mache aus allem etwas Neues. Ein Besuch bei Ihnen im Atelier ist fast wie ein Farbenrausch, von dem man nicht genug bekommen kann. Die Atmosphäre hier ist ganz besonders und man entdeckt ständig Neues. Haben Sie sich auf Dauer hier eingerichtet, oder wie sind die nächsten Pläne? Auf Dauer nicht, aber es macht mir sehr viel Spaß, hier zu sein. Momentan arbeite ich an verschiedenen Werken parallel. Einige Tage bin ich auch noch in der Majolika in Karlsruhe, um dort einige Tische für die art KARLSRUHE zu machen. Bis dahin sollte dann auch der Käfer fertig sein. Und natürlich freue ich mich sehr, dass alle Arbeiten ab dem 17. März hier in der alten Feuerwache in zwei Hallen in einer großen Ausstellung gezeigt werden. Im Gespräch mit Ingrun Salzmann • Heidelberger Phase Peter Robert Keil bis 31. März 2013 Alte Feuerwache, Heidelberg www.keil-collection-heidelberg.de

KEIL-COLLECTION Hinter der Keil-Collection stehen die beiden Heidelberger Unternehmer Wilhelm Kampik und Stephan Teuber. Ihre erste Begegnung mit Peter Robert Keil und seiner ausdrucksvollen Kunst war der Beginn einer großen (Sammel)-Leidenschaft. Heute umfasst ihre Sammlung, die KeilCollection, bereits über 1000 Werke aus alle Schaffensphasen des Künstlers. Und mehr noch – getragen von ihrer eigenen Begeisterung unterstützen sie den Künstler und verfolgen mit außergewöhnlichen Projekten zielstrebig ihre Idee, Peter Robert Keil einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Mehr Informationen unter www.keil-collection-heidelberg.de kunstraumMETROPOL 13


bis 16.06.2013 Hans Hofmann MAGNUM OPUS

24.04. bis 23.06.2013 Matthew Tyson & Imprints Artist and Printmaker

17.04. bis 16.06.2013 Bildlabor Kunststudenten. Landau

30.06. bis 04.08.2013 Pfalzpreis für Malerei 2012 Preisträgerausstellung

mpk, Museumsplatz 1, 67657 Kaiserslautern, www.mpk.de

Wir gehören zum


kunstraumMANNHEIM

Thomas Putze "pingus", Holz bemalt

GALERIE KELLER FEIERT IHR 10-JÄHRIGES JUBILÄUM Schwerpunkt auf Skulpturen international bekannter Künstler/innen

Lange Tradition

Junge Künstler

Seit 1953 ist das Haus Rheindammstraße 50 ein Ort der Kunst. Der Kunstmaler Karl Rödel hatte hier Wohnung und Atelierwerkstatt und eröffnete 1954 in der Rheindammstraße 19 die Kunstschule Rödel. Ruth Rödel-Neubert gründete die Galerie Studio R. Ursula Keller fand Freude an der Mitarbeit in der Galerie und machte schließlich ihre Liebe zu dreidimensionalen Arbeiten zu ihrem eigenen Programm!

Mit besonderem Interesse und sehr gutem Gespür widmet sich Ursula Keller auch jungen Künstlern. Eine Entdeckung der Galerie

Die neue Galerie 2003 setzte sie die Kunstära in der Rheindammstraße fort und gründete die Galerie Keller. Im Laufe der letzten zehn Jahre wurden zahlreiche Ausstellungen in verschiedenstem Umfeld realisiert. Dabei liegt seit jeher der Schwerpunkt des Programms auf plastischen Arbeiten namhafter zeitgenössischer Künstler.

Messebeteiligungen Mit viel Erfahrung und Leidenschaft für die Kunst präsentiert Ursula Keller ihren Galerieraum seit nunmehr acht Jahren auf der art KARLSRUHE und contemporary art Ruhr.

Ständig vertretene Künstler Jörg Bach, Gerda Bier, Christoph Böllinger, Anna Comellas, Immanuel Eiselstein, Menno Fahl, Helga Föhl, Hans Michael Franke, Armin Göhringer, Friedemann Grieshaber, Jens Gussek, Clemens Heinl, Thomas Kleemann, Izumi Kobayashi, Harry Meyer, Rainer Nepita, Waldemar Otto, Werner Pokorny, Klaus Prior, Thomas Putze, Franziska Schemel, Sibylle Schlageter, Georg Seibert, Matthias Will, Gerd Winter, Joseph Stephan Wurmer. Julia Klarmann M.A.

Kunst im öffentlichen Raum Jüngstes Beispiel für eine Arbeit im öffentlichen Raum ist die über vier Meter hohe Skulptur von Werner Pokorny, die durch die Galerie Keller in Deidesheim realisiert wurde. Bei der Plastik „Drei Häuser zwischen zwei Stangen“ sieht man ein Leitmotiv im Werk Pokornys: das in Bewegung gebrachte Haus. Das Haus setzt der Künstler in immer neuen formalen und damit auch inhaltlichen Bezügen als zentrales Thema seiner künstlerischen Arbeit ein. Pokorny betont hier nicht das Gewicht der Plastik, sondern setzt sie zeichnerisch in Szene, wodurch die Gestalt der Plastik gegenüber der Härte und dem Gewicht des Stahls Leichtigkeit vermittelt. Das Gefühl von Bewegung und Dynamik entsteht durch die Torsion der beiden Balken.

ist Thomas Putze - ein Zauberer der Assemblage. „Ob in der Zeichnung oder der Skulptur, immer wieder gesellt sich zu Putzes Beobachtungsgabe die unwiderstehliche Lust an hintersinnigen, witzigen oder kruden Erfindungen. […] Putzes Geschöpfe – gesägt, behauen, angeflammt, bemalt und abgeschliffen – wirken, als hätten sie auch seelisch die eine oder andere Schramme davon getragen“. (Helga Gutbrod) Putze studierte Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie in Stuttgart bei Werner Pokorny und Micha Ullman.

Werner Pokorny,"Drei Häuser zwischen zwei Stangen", Cortenstahl

• Clemens Heinl 23. März bis 11. Mai 2013 • Willi Bucher/Franziska Schemel 8. Juni bis 27. Juli 2013 Galerie Keller, Mannheim www.galeriekeller.de kunstraumMETROPOL 15


kunstraumLUDWIGSHAFEN

Roswitha Josefine Pape, Über-Blicke, Holzdruck auf Papier, 2013

ROSWITHA JOSEFINE PAPE Über-Blicke Frauen der Metropolregion stehen im Mittelpunkt der Ausstellung Über-Blicke, die derzeitl im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen gezeigt wird. Denn die Künstlerin Roswitha Josefine Pape, die selbst in Heidelberg lebt und arbeitet, fotografierte in den Städten der Region Frauen in deren ganz alltäglicher Umgebung, um später auf Basis des entstandenen Bildmaterials großformatige Holzschnitte zu erschaffen. Dabei wurden scheinbar zufällig ausgewählte, aus ihrem Kontext isolierte Momente von ihr auf großen Drucken fixiert und so zum Objekt eingehender fokussierter Betrachtung erhoben. Das Besondere an Papes Bildern sind die mediale Verfremdung und die daraus resultierenden Gegensätze: Die Fotografie – das schnelllebige Massenmedium unserer Zeit – erlaubt, flüchtige Momente per Knopfdruck festzuhalten, quasi als reales Abbild. Die bewusste Übertragung auf einen Holzschnitt, eine archaisch anmutende Technik, zwingt aber radikal zur Vereinfachung und Abstraktion. Papes erklärtes Ziel ist dabei die Ergründung des Menschseins. Folglich scheinen ihre Arbeiten beinahe wie eine anthropologische Untersuchung der Frau in der Metropolregion. Die Darstellung mit traditionellen künstlerischen Verfahren bringt gleichzeitig die Geschichtlichkeit des Menschen zum Ausdruck. Das Ernst-Bloch-Zentrum zeigt die Ausstellung anlässlich des Weltfrauentags, an dem jedes Jahr am 8. März die Gleichberechtigung von Frauen und Männer gefordert wird. Sie endet mit einem besonderen Event im Rahmen der Langen Nacht der Museen. Mit Julia Neigel tritt an diesem Abend eine der wichtigsten weiblichen Stimmen des deutschen Rock zur Finissage auf. • Roswitha Josefine Pape Über-Blicke bis 20. April 2013 Ernst-Bloch-Zentrum, Ludwigshafen www.bloch.de


kunstraumMANNHEIM

Hinrich Zürn, Favela Paraiso, 2012, Acryl auf Leinwand

Hinrich Zürn, Pnom Penh, 2012, Acryl auf Leinwand

HINRICH ZÜRN Malerei und Zeichnung Reiseskizzen und Landschaften bilden seit über zehn Jahren das zentrale Thema im Schaffen Hinrich Zürns. Sie dokumentieren das starke Interesse des Künstlers an der zeichnerischen und malerischen Auseinandersetzung mit dem visuell Erfahrenen und dem sinnlich Erlebten. Seine Reiseskizzen dienen häufig als Ausgangspunkt für die malerischen Arbeiten. Die neueren Landschaften und eine Serie von Interieurs sind nach fotografischen Vorlagen entstanden, nach eigenen Fotos als auch nach Vorlagen aus Bildbänden und Zeitungsfotos. In vielen Landschaften, Interieurs oder Stillleben von Hinrich Zürn spürt man eine eigene, individuelle Auseinandersetzung mit bedeutenden Meistern und Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts. Zitate von Ernst Ludwig Kirchner, Barnett Newman, Robert Motherwell, Max Liebermann oder Max Beckmann scheinen dem Betrachter in Zürns Werken zu begegnen. Die Malerei Hinrich Zürns bleibt mal stärker mit dem Gesehenen verbunden oder ist mal stärker sich selbst verpflichtet. Es sind Arbeiten, die Landschaften, Interieurs und Stillleben zum Anlass der individuellen künstlerischen Auseinandersetzung nehmen, dem realistischen Abbilden jedoch eine malerische Wirklichkeit entgegensetzen. Damit zeigt das Schaffen Zürns ein spannendes Wechselspiel zwischen dem Motiv sowie der freien Farb- und Formfindung. Mit lebendiger Linienführung und kraftvollem Kolorit ergründet er den Bildgegenstand und entdeckt ihn für sich und den Betrachter neu. Die leuchtende Farbigkeit seiner Arbeiten ist eine Einladung, seinen mit künstlerischen Mitteln geschaffenen Entdeckungen zu begegnen. (red) • Malerei und Zeichnung 8. Juni bis 13. Juli 2013 Galerie Grandel, Mannheim www.galeriegrandel.de


kunstraumMANNHEIM

5 JAHRE MÄRZ-GALERIE-MANNHEIM

Edda Jachens, Bildzeit Raumzeit, Entwurfsskizze

Fokus auf gegenstandloser, konstruktiv-konkreter Kunst Die märz-galerie-mannheim ging vor fünf Jahren aus den 1990 gegründeten „März Galerien“ hervor. Es handelt sich auf den ersten Blick damit nicht um eine „junge“, sondern um eine seit langen Jahren erfolgreich im Bereich der gegenstandslosen Kunst tätige Galerie. Und doch führte ihre Neugründung auch zu einer umfassenden Neuausrichtung – fast möchte ich sagen Verjüngung. Geblieben ist der Fokus des Galerieprogramms auf gegenstandslose, konstruktiv-konkreter Kunst um einen Kern aus vorwiegend schweizer und französischen Künstlern, allen voran die in Paris lebende Vera Molnar, der das Wilhelm-Hack-Museum 2004 eine große Retrospektive widmete, den ebenfalls in Paris lebenden Schweizer Hans-Jörg Glattfelder oder den Saarbrücker Sigurd

18 kunstraumMETROPOL

Rompza, um exemplarisch drei renommierte Vertreter der Konkreten Kunst zu nennen. Neu dagegen ist, wie die Galeristin Blanka Heinecke in den letzten fünf Jahren über diesen konkreten Kern hinaus Künstlerinnen und Künstler ausgestellt hat, deren Arbeiten zwar allesamt gegenstandslos sind, die diese gemeinsame Grundhaltung aber in einer ganz neuen, undogmatischen Freiheit umsetzen. Da gibt es beispielsweise feine, sensible Farblinien aus Buntstiften von Günter Walter, zarte Aquarelle von Doris Erbacher, vielschichtige Farbstrukturen von Susanne Lyner, spielerisch zu verwirrenden optischen Flächen arrangierte Absperrbänder von Serena Amrein, geheimnisvoll schimmernde Objektkästen von Rita Rohlfing oder textile Linien im Raum von Gisela Hoffmann, die trotz ihrer nahezu immateriallen Stofflichkeit mit außerordentlicher Präzision eigene neue Räume bilden. Was alle diese divergierenden


Arbeiten verbindet, ist ihr großer haptischer Reiz: Sie beschränken sich nicht auf das quasi anonyme Abbilden farbiger Flächen, sondern zeigen ihre Machart. Und eine weitere Möglichkeit, neue Positionen auszuloten, hat die märz-galerie-mannheim in den vergangenen fünf Jahren in Form eines unscheinbaren Raumes im Hinterhof der Augartenstraße 68 hinzugewonnen: den cube 4x4x4. Ein Raum, der für die Dauer einer Ausstellung von jeweils einem Künstler „bespielt“ wird und dies im wahrsten Sinn des Wortes: Elisabeth Sonneck hat dort „Kaum im Lot“ die Wände festlich lasiert, Maboart hat die Betrachter auf die Fahrt mit einer virtuellen Zahnradbahn mitgenommen. Vera Röhm hat Licht und Schatten thematisiert, Alberto Mecarelli die den Hof begrenzenden beeindruckenden Brandwände als Projektionsflächen seiner Lichtinstallationen genutzt, Stephan Wolter oder Nicola Rae haben Klängen nachgespürt und mit ihnen experimentiert. Kurt Fleckenstein verwandelte den kleinen Raum mit Melasse und schwarzer Farbe in einen Abgrund, Siegfried Kreitner und Annegret Hoch haben ihn wiederum mit Farbstrichen und kinetischen Objekten in ein fröhlich-buntes Paradies verwandelt. Alles, um unsere Sinne auf die Umgebung, die Farbe, die Klänge, den Raum zu schärfen. Nur für eine begrenzte Zeit an diesem Ort, eigentlich völlig unverkäuflich: Was für ein Luxus! In ihren aktuellen Ausstellungen wird die märz-galerie-mannheim erneut den beiden oben beschriebenen Schwerpunkten nachspüren: bauen und berühren ist die Ausstellung betitelt, die von 4. April bis 18. Mai in der Beethovenstraße 18 Arbeiten von Serena Amrein, Doris Erbacher, Vera Röhm und Rita Rohlfing zeigen wird. Parallel dazu hat Edda Jachens für den cube 4x4x4 unter dem Titel Bildzeit – Raumzeit ein Konzept entwickelt, das sie selbst folgendermaßen beschreibt: „Sich verdichtende Kreise auf der Wand führen den Blick zu einem Bildobjekt, auf dem sie sich unter einer Paraffinschicht dem direkten Zugriff entziehen, sich verlangsamen und verwandeln. In umgekehrter Richtung entsteigen die Kreise ihrer Entrücktheit unter dem Wachs, indem sie den Bildkörper verlassen, vom Bildkörper herabsteigen. Sie kommen in ihrer Wanderung auf der Wand in die reale Welt, werden allmählich in ihrer Konzentration lichter und verlieren sich auf den angrenzenden Wänden.“ Wir dürfen neugierig sein, diese erneute Verwandlung des Raumes zu erleben. Ich bin gespannt! Tobias Wetzler

Weitere vertretene Künstlerinnen und Künstler Anne Baisch, Gerhard Doehler, Jean François Dubreuil, Ruth Gindhart, Joachim Griess, Barbara Hindahl, Doris Kaiser, Kumiko Kurachi, Bernhard Licini, Françoise Malaprade, Jean Mauboulès, Ben Muthofer, Yves Popet, Gert Riel, Dominik Strauch, Bernhard Striebel, Helga Weihs, Gido Wiederkehr, Peter Willen, G.Y. Wu, Shizuko Yoshikawa.

• bauen und berühren 4. April bis 18. Mai 2013 maerz-galerie-mannheim • Bildzeit – Raumzeit cube 4x4x4 www.maerz-galerie-mannheim.de


kunstraumLANDAU

TRANSFORMATION IN DEN URBANEN RAUM URBAN EINGRIFFE

Grewenig

Die in München lebenden Künstlerinnen Susanne Hanus, Monika Humm und Tatjana Utz zeigen im Kunstverein Landau Arbeiten zum urbanen Kontext. Mittels Rauminstallation, Malerei und Zeichnung werden urbane Gefüge wie Megacities, Containerhäfen oder Wohnviertel aus verschiedenen Perspektiven unter die Lupe genommen. Städte wie Istanbul, Shanghai oder Berlin sind reale Ausgangspunkte ihrer gezeigten Arbeiten im Innen- und Außenbereich der Villa Streccius und im Landauer Stadtraum. Im Fokus steht die Auseinandersetzung mit den Besonderheiten von Urbanität und genau das fordern die Künstlerinnen auch von den Betrachtern: genau hinsehen, Anteilnahme und die Bereitschaft für den Blick unter die Oberfläche. Einem gemeinsamen künstlerischen Konzept folgend filtern die drei Künstlerinnen einzelne Beobachtungen im Stadtraum aus ihrer Umgebung heraus und transferieren sie mittels Malerei, Fotografie, Installation und Zeichnung in die Bildwelt. Realität und Fiktion fließen ineinander. Der Containerhafen mutiert zum abstrakten Acrylbild, Zeichnungen einer sich ständig verändernden Megacity werfen Fragen zum Verhältnis von Wandel und Zeit auf, eine Installation inmitten eines Wohnviertels testet die Reaktion der Bewohner auf einen künstlichen Eingriff in ihre Lebenswelt. Die Ausstellung Transformation urban entsteht im Innen- und Außenraum. In den Ausstellungsräumen werden Malerei von Monika Humm, Zeichnungen von Tatjana Utz und Dias von Susanne Hanus zu sehen sein; der Außenraum wird von Susanne Hanus mit einer den Alltag störenden Verstrickung bespielt, die eine Verbindung vom Ausstellungsraum zum Stadtraum herstellt und so die Bewohner in das Gesamtgefüge der Ausstellung einbindet.

Susanne Hanus, Verstrickungen in Solothurn, 2012

SUSANNE HANUS - VERSTRICKUNGEN Verstrickungen ist ein Projekt, das Susanne Hanus bereits im Februar 2000 begonnen hat und welches sie kontinuierlich in verschiedenen Teilen der Welt fortsetzt. Das Netz erweitert sich mit jeder neuen Arbeit. Ihre Verstrickungen mit Wolle im öffentlichen Raum oder in Innenräumen sind für sie eine Metapher für viele Aspekte unseres heutigen Lebens. Sie machen Vernetzungen, Beziehungen, Kontakte aber auch Abhängigkeiten für kurze Zeit sichtbar. Sie können überall stattfinden, zeigen stellvertretend an einem Ort die vielfältigen, gedanklichen Aktivitäten und Verbindungen, eben Verstrickungen. Bei der Arbeit des Verstrickens wird deutlich, dass alles voneinander abhängt, sich bedingt und Entwicklungen nicht im Detail gesteuert werden können. Alles verschiebt sich, bei jedem neu durchgezogenen Stück Faden, minimal bis heftig. Es entsteht eine Art dreidimensionale Zeichnung.


Monika Humm, global/18, 2009, Mischtechnik auf MDF

MONIKA HUMM - GLOBAL In ihrer über zwei Jahre dauernden Fotorecherche zur Serie global beobachtete Monika Humm Auswirkungen der Wirtschaftskrise hautnah am Beispiel der Warenwirtschaft. Statt voll beladener Containerschiffe stapeln sich Container jetzt in den Häfen von Hamgurg oder Istanbul und bieten Strukturen der besonderen Art, die Monika Humm auf Fotografien festgehalten hat. Fotos von Containern, Frachtschiffen und Hafenanlagen, zerschnitten und auf Holzpaneele aufkaschiert, bilden nun völlig neue abstrakte Bildwelten. Ursprüngliche Bildinhalte sind aus dem eigentlichen Zusammenhang gerissen, neu geordnet und in eine fiktive Realität transformiert, die trotz allem Reales implizieren. Der Betrachter meint Bekanntes zu erkennen, wird aber immer wieder durch Irrationales, der gewohnten Wahrnehmung entgegenstehendes, irritiert.

Tatjana Utz, Shanghai, 2009, Tuschezeichnung auf Bristolkarton

TATJANA UTZ - MEGAPOLIS Shanghai ist die am schnellsten wachsende Stadt der Welt. Täglich verändert sie ihr Gesicht. Letzte Inseln alter Architektur weichen immer schneller monumentalen Bauarrangements. Die Megacity scheint nie zur Ruhe zur kommen. In ihrer Serie Megapolis setzt Tatjana Utz Shanghai-Fotografien zeichnerisch um und überführt sie in Form von Pop-up-Darstellungen in die Dreidimensionalität. Hierzu werden mehrere Schichten von Zeichnungen ausgeschnitten und in Objektkästen übereinandergelegt, so dass ein bühnenähnlicher Aufbau mit Durchblicken entsteht. Tusche als Zeichenmaterial schlägt eine Brücke zur Tradition der Tuschemalerei als klassisches künstlerisches Ausdrucksmittel in der chinesischen Kultur. Es entstehen fiktive Ansichten Shanghais auf Grundlage ihrer Beobachtungen, die den Betrachtern Einblicke in die letzten sozialen Biotope der Millionenstadt erlauben. So ist Megapolis eine zeichnerische Spurensicherung volkstümlicher Enklaven, umgeben von Hochstraßen und Wolkenkratzern. (red) • Transformation urban 4. Mai bis 16. Juni 2013 Kunstverein Villa Strecchius e.V., Landau www.kunstverein-landau.de kunstraumMETROPOL 21


AUSSTELLUNG 07.05. – 16.06.2013

kunstraumMANNHEIM

UMWANDLUNG – SCHUTZRÄUME UND TEXTILE BERÜHRUNG Anna Maria Kipfmüller / Gerdi Gutperle / Rainer Kaiser

Ten Gallery zeigt kulturelle Relevanz von Computerspielen

TEN GAMES 80 Interaktive Ausstellung Gerdi Gutperle, Hoffnungssegel 2, Installation

Die Ausstellung widmet sich drei Künstlern, die sich emotionalen Schutzräumen des Menschen und seinen persönlichen Begegnungen mit Objekten widmen. Der Schwerpunkt liegt auf dem künstlerischen Umgang mit formbaren Materialien wie Textil, Garn oder Draht. Für Anna Maria Kipfmüller ist Stoff eine zweite Haut, die Zeugnis von Gelebtem ablegt. Mittels raffinierter Nähtechniken verformt und umhüllt die brasilianische Künstlerin Gegenstände aus dem Alltag, entreißt ihnen ihr Äußeres samt Funktion und erhebt sie zu etwas obskur Bedeutungsvollem. Ihre Soft Sculptures und konzeptionellen Objekte sind kritisch, humorvoll und reizend. Gerdi Gutperle aus Hirschberg präsentiert plastische und monochrome Materialbilder, die sich zwischen Bild, Collage und Plastik bewegen. Gutperles sensible Installationen aus Stacheldraht und Stoffresten bilden einen Spiegel zur Modernen Welt. Sie nehmen Bezug auf persönliche Erlebnisse mit Armut in Indien und werfen Fragen zur Überflussgesellschaft auf. Visuelle Transparenz findet sich in Rainer Kaisers raumfüllenden Arbeiten. Der Augsburger schafft mehrschichtige Arbeiten mit Zeichnungen auf gewachstem Papier. Seine Formensprache und Farbigkeit der Zeichnungen korrespondiert mit Objekten aus Draht und Holz. Materialien, die ihn wegen der sichtbaren und fühlbaren Kontrastsetzung, sowie ihrer zarten Vergänglichkeit faszinieren. Vernissage: Di., 07.05.2013 / 19 Uhr / die Künstler sind anwesend / mit Begrüßung, Einführung & Künstlergesprächen Führungen: jeden 1. & 3. Sonntag im Monat mit Kuratorin Julia Laukert / 17.00 Uhr / kostenlos / (Sonderführungen nach Anmeldung) Kunstraum Gerdi Gutperle / Heidelberger Str. 9 / 68519 Viernheim / Tel.: +49 (0) 6204 – 91 45 73 0 / www.kunstraum-gerdigutperle.de / E-Mail: info@kunstraum-gerdigutperle.de / Text: Julia Laukert M.A.

In Zeiten von Facebook, Twitter und Co., dem ‚always on’ und einer uns ständig umgebenden Bilderflut sind Computer schon längst ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand, den wir fast alle immer mit uns herumtragen. Schnell mal die News abrufen, ein Foto an liebe Freunde schicken oder mal eben per App das neuste Spiel herunterladen. War das jemals anders? War es und es ist gar nicht so lange her. Einen Blick zurück in die 80er Jahre, dem Beginn der breiten digitalen Revolution wirft die Mannheimer Ten Gallery am Beispiel von Computerspielen. Aber sind Computerspiele und die dazugehörigen Konsolen auch Kunst ? Ganz klar ja. Sagt nicht nur die Ten Gallery, sondern auch das Museum of Modern Art in New York (MOMA) bestätigt diese These und nimmt ab März 2013 Videospiele-Klassiker in seinen Ausstellungskatalog auf. Spiele aus den 80ern, die das Spielverhalten der Menschen radikal veränderten und Konsolen aus den Kindertagen des Computers, spiegeln ein, dem Zeitgeist entsprechendes, Design wider und haben somit eine historische und kulturelle Relevanz, die es als Kunstobjekte zu bewahren gilt. Vor diesem Hintergrund kuratiert Thorsten Leidert die Ausstellung Ten Games 80 und zeigt u.a. Spieleklassiker wie PACMAN, TETRIS und WINTERGAMES aus der Welt der 80er. Besucher sind aufgefordert, aktiv an Original-Konsolen mit Spielen ihrer Jugend, den Highscore zu erreichen. Außerdem können sie auch eigene Games für die ausgestellten Konsolen COMMODORE C 64, AMIGA 500, NINTENDO NES, ATARI 2600 und SCHNEIDER CPC 464 mitbringen und in der Ten Gallery spielen. Nicht nur visuell, sondern auch musikalisch dreht sich bei der außergewöhnlichen Ausstellung alles um die 80er wobei die Musik natürlich ausschließlich von Compactkassetten kommt. (red) • Ten Games 80 20. April bis 18. Mai 2013 Ten Gallery, Mannheim www.ten-gallery.com


kunstraumHASSLOCH

kunstraumWEINHEIM

Loraine Heil, Polyeder V, Bronze, 2011

Horst Busse, Abendlicht, Mischtechnik, 2010

Eva Czako, Quo, 2012 (Detail)

RAUSCHEN

EVA CZAKÓ

Horst Busse und Loraine Heil

Kunstwerkstatt Magazinum

Die Weinheimer Künstler Loraine Heil und Horst Busse verbindet eine langjährige Lebens- und Arbeitsgemeinschaft. So ergeben sich in ihren Werken und Arbeiten immer wieder harmonische Berührungspunkte und Schnittstellen. Dabei steht nicht die Naturbeobachtung, sondern eher die Naturempfindung im Vordergrund der Arbeiten des Künstlerpaares. Loraine Heil arbeitet mit ganz unterschiedlichen Materialien. Als Malerin entwickelt sie amorphe Farbgebilde oder zeichnet mit Rötelstiften Piktogramme auf farbig strukturierten Untergründen. Bei ihren Textilcollagen hingegen schafft sie mit farbigen Stoffen sphärische zarte Welten, die einer ganz eigenen Ordnung folgen. Schließlich öffnet sie sich dem Raum als Plastikerin und offenbart mit ihren außergewöhnlichen Polyedern vielfältige Körper, die sich als regelmäßig-

symmetrische oder als unregelmäßige Erscheinungsformen der Natur den ewigen und unveränderlichen Urgestalten („eidos“) Platons nähern. Auch Horst Busses ungewöhnliche Erdbilder loten mit ihrer reliefplastischen Oberflächenstruktur den Raum aus. Lehm, Erde, Heu und Gras vermischen sich mit der vielfältigen Skala der Erdfarben zwischen grüner Erde, gelbem Ocker und rotgebranntem Siena zu ausdrucksvollen Gebilden, die individuelle Interpretationen des Betrachters ermöglichen. Horst Busse malt aber nicht abstrakt. Er nutzt Erde nicht symbolisch, sondern er malt ganz konkret – Erde bleibt Erde und sonst nichts. Karl Heinz Treiber

Clemens

HEINL

Holzskulpturen

23.März bis 11.Mai

• Horst Busse und Loraine Heil 19. März bis 10. Mai 2013 Volksbank Weinheim eG www.volksbank-weinheim.de

Künstlerisches Schaffen ist für Eva Czakó immer ein sehr dynamischer und impulsiver Prozess. Inspiriert durch die Erfahrungen eines ungewöhnlichen Lebens sind die Werke der gebürtigen Ungarin so variabel und vielschichtig wie ihre Gefühlswelt selbst. Kein Wunder also, dass sie in ihrem neu eröffneten Atelier in Hassloch nicht nur selbst arbeiten will, sondern gleichzeitig eine Kunstwerkstatt – einen kreativen Raum der Begegnung für Künstler und Kunstinteressierte geschaffen hat. So sollen in ihrem offenen Atelier nicht nur Ausstellungen und Gastkünstler ihren Platz finden, sondern auch Workshops, Seminare und Kurse für Malerei und kreatives Arbeiten angeboten werden. (red) • Eva Czakó Kunstwerkstatt Magazinum Hassloch www.magazinum.info

2003 - 2013

10 Jahre

Galerie

Keller Galerie Keller Rheindammstraße 50 68163 Mannheim www.galeriekeller.de

Mittwoch und Donnerstag 14 bis 18 Uhr Freitag und Samstag 11 bis 15 Uhr und nach Vereinbarung kunstraumMETROPOL 23


kunstraumMANNHEIM

Heinrich Gartentor, Modell der Stadtgalerie

kunstraumWEINHEIM

Sigrid Kiesling-Rossmann, Hydra (Detail)

kunstraumHEIDELBERG

Irmgard Weber, Ufernah, 2012

MANNHEIM –SOLOTHURN

MEERES-LAND

LAND . GEWÄSSER

Eine Austauschausstellung

Sigrid Kiesling-Rossmann

Irmgard Weber

Die Städte Mannheim und Solothurn in der Schweiz trennen 317 km – doch dieses Jahr verbindet eine gemeinsame Austauschausstellung den dortigen Kunstverein mit der Stadtgalerie Mannheim. Solothurner Kunstschaffende stehen Mannheimer Künstlern gegenüber. Mit der Ausstellung Mannheim – Solothurn hinterfragt Kurator Heinrich Gartentor Themen wie Grenze und Ausgrenzung, sowohl geographisch, als auch mit Bezug auf die vorgestellten künstlerischen Positionen. Was ist lokal, was international? Wer hatte noch keine große Ausstellung oder lange keine mehr – und warum? Wem ist der große Erfolg (noch) vergönnt? Gibt es Unbekannte, Vergessene, Verkannte? Interessante Fragen.

Sigrid Kiesling-Rossmann’s spektakuläre unbearbeitete Wasserfotografien sind das Resultat ihrer jahrlangen Reisen auf einem Segelboot, die ihr diese Einblicke ermöglichten.

Als Sommergast präsentiert die Heidelberger Galerie Kunstraum Vincke-Liepmann die im Pfälzerwald lebende Ramboux-Preisträgerin Irmgard Weber, die hier vor drei Jahren bereits mit ihrer ausdrucksstarken Malerei eine große Kunstgemeinde überzeugen konnte. Unter dem Titel Land. Gewässer zeigt die Malerin nun neue Arbeiten, die unter dem Eindruck intensiver Naturerfahrungen in Norwegen, Island und Neuengland/USA entstanden sind, mal direkt vor der Natur wie die Serie der Oslofjord - Bilder, mal im improvisierten Reiseatelier an der Ostküste Islands oder im Nachklang der verschiedenen Studienaufenthalte zu Hause im heimischen Atelier. Dazu gesellen sich großformatige Kompositionen, die in freier, assoziativer Weise besonders emotionale Momente intensiver Naturbegegnung thematisieren: Der Mensch, die Malerin als Resonanzkörper und Spiegel farb- und lichtdurchfluteter Natur.

Ihre Eindrücke von Meer und Land fanden ihren Ausgangspunkt in schnellen Skizzen, Fotografien und Gedichten, die sie Jahre später in Aquarelle, Holzschnitte und Acrylarbeiten umgesetzt hat. Im Aufarbeitungsprozess entwickelte sich hieraus eine gestisch-abstrakte Malerei, Skripturales, das in virtuosen Farbspuren Akzente der Bewegungen initiiert. In den Holzschnitten hingegen dominiert eine ruhige Flächigkeit mit einer eindrücklichen Weite in Nehrungen und Wattlandschaften.

Auf der Suche nach Antworten entdeckte Gartentor Unerwartetes und führt in seiner Ausstellung Positionen zu einem Ganzen zusammen, die unterschiedlicher nicht sein können. Aus der Schweiz sind dies Arbeiten von Elisabeth Strässle, Pavel Schmidt, Fraenzi Neuhaus, Onur Dinc und Sam Graf, aus Mannheim Werke von Barbara Hindahl, Myriam Holme, Gretta Louw und Philipp Morlock. Die Ausstellung wird vom 31. August bis 10. November auch im Kunstmuseum Solothurn zu sehen sein. Dort wird als Off-Space auch das Ur-Einraumhaus, mobile, begehbare Installation und zugleich Ausstellungsraum, präsentiert. (red)

Ihre Wasserbilder eröffnen dem Betrachter eine irreale poetische Schönheit kaleidoskopischer Lichtbahnen. Die Verwandlung von Lichtreflektionen lässt facettenreiche, scheinbare Verdichtungen und Farbspiele unzähliger fragiler Linienkonglomerate entstehen und beeindrucken durch den Fokus auf die Oberflächenbewegung, die Rhythmik sowie das reflektierende Licht, das irritierende Farbinseln und ein komplexes Gewirr von Linien entfaltet, die keinen Gegenstand im Spiegelbild erkennen lassen. (red)

• Mannheim – Solothurn 19. April bis 9. Juni 2013 Stadtgalerie Mannheim www.stadtgalerie-mannheim.de

• Sigrid Kiessling-Rossmann 26. April bis 9. Juni 2013 Galerie GRN-Klinik Weinheim www.grn.de/klinik-weinheim/

24 kunstraumMETROPOL

In Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Beckum erscheint zur Ausstellung ein neuer Katalog mit dem⁄ Titel: "Land. Gewässer" der 1949 in Schöndorf bei Trier geborenen Künstlerin, in dem die jüngsten Arbeiten eindrucksvoll vorgestellt werden. Matthias Strugalla

• Irmgard Weber 1. Juni bis 14. Juli 2013 Kunstraum Vincke-Liepmann, Heidelberg www.kunstraum-vincke-liepmann.de


kunstraumMANNHEIM

Stefan Pietryga, 12 Pappel (die Allee am Rhein), 2012

BLAU Blau gegen Grau mit der Galerie Kasten Die Farbe Blau spielt in der Kunstgeschichte eine ganz besondere Rolle. Wer denkt nicht unwillkürlich an Chagall, Picasso und Kardinsky, an die Blauen Reiter und schließlich an Yves Klein, der sich eigens für seine monochromen Bilder den Farbton IKB (International Klein Blue) patentieren ließ. Auch heute noch übt die Farbe Blau eine besondere Faszination auf Künstler aus und findet weit gestreut Ausdruck in zeitgenössischen Werken. Statistisch gesehen ist Blau die beliebteste Farbe der Menschen überhaupt. In unterschiedlichsten Nuancen ist sie Farbe des Himmels, des Meeres, des Wassers, symbolisiert Weite, Sehnsucht und Träume und man sagt ihr eine beruhigende und damit vertrauensvolle Wirkung nach. Auch die Werbung hat diese Attribute erkannt und transportiert unter Einsatz der Farbe Blau emotionale Botschaften. Denn trotz ihrer Kühle wird sie dennoch als angenehm empfunden. Vor diesem Hintergrund ist der Sprung an grauen Wintertagen nicht weit zur aktuellen Ausstellung Blau der Galerie Kasten in Mannheim. Und der Name ist Programm! – denn auch Künstler machen heutzutage nach wie vor gerne mal Blau. Blau bleibt einfach universell und hat nichts von ihrem Reiz und ihrer Kraft verloren. Überzeugend illustriert dies die Accrochage mit Arbeiten unter anderem von Dolk, FIN DAC, Hubertus von der Goltz, Ottmar Hörl, Konstantin Lange, Stefan Pietryga, Pure Evil, George Pusenkoff, Dagmar Roederer, Peter Rühle, Rugman, Julia Steinberg, Peter Vogel und Andreas von Weizsäcker. Zu sehen sind ganz unterschiedliche Ansätze in Form von kleinen Skulpturen, Lichtinstallationen, Siebdrucken und Malerei, die allesamt mit Blau dem Grau des Alltags entgegenwirken. (red)

• Blau bis 20. April 2013 Galerie Kasten, Mannheim www.galerie-kasten.de


AUSSTELLUNGEN Heiliggeiststraße 21, Heidelberg Di-So 14-18h Normann Seibold Malerei bis 20. April 2013 Galerie p13 Pfaffengasse 13, Heidelberg Di-Sa 11h-13h, 14:30h-19h

Mona Breede „Die Blumen des Bösen – Les Fleurs du Mal“ Mit ihren inszenierten Stadtchoreographien gelingt es Breede mit zeitgemäßen Mitteln Fragen nach dem Wesen menschlicher Existenz zu stellen. Entsprechend dem Titel der Ausstellung und dem gleichnamigen Gedichtband von C. Baudelaire enthalten ihre Bilder neben ihrer Formulierung von Kritik auch eine große Schönheit und ästhetische Anziehungskraft in einem spannenden Widerstreit zwischen Alltäglichem und Ereignis, Realität und Fiktion, Hässlichem und Schönheit gefangen. Galerie Philippi, Heidelberg 14. April bis 29. Juni 2013 BAD DÜRKHEIM Künstler der Malwerkstatt der Lebenshilfe Bad Dürkheim Vollkonzentriert 9. Juni bis 7. Juli 2013 Galerie Alte Turnhalle, Bad Dürkheim Di-Fr, So 14-17h

BUCHEN Mitgliederausstellung Schnitt (Malerei) bis 21. April 2013 Kunstverein Neckar-Odenwald Kulturforum Vis-à-Vis, Kellereistraße 23, Buchen Di-Fr, So 14-17h Brigitte Satori Constantinescu Zwischen Welten (Fotomontagen) 5. Mai bis 23. Juni 2013 Kunstverein Neckar-Odenwald Kulturforum Vis-à-Vis, Kellereistraße 23, Buchen Di-Fr, So 14-17h Vernissage So 5. Mai 2013, 11h

DAHN Rolf Barth Positionen im Realismus (Malerei, Grafik) bis 31. März 2013 Galerie N, Marktstraße 7, Dahn Mi, Do, So 15-18h

EBERBACH Wie Art Künstlergruppe Rhein Neckar bis 28. März 2013 Galerie ARTgerecht Friedrich-Ebert-Straße 2, Eberbach Di-Fr 15-18h, Sa 11-14h

EDENKOBEN Carl Rottmann, Bernhard Fries, Theodor Verhas, Max Liebermann, Paul Baum u.a.

Möglichkeiten unterschiedlicher Durchfahrtshöhen In dieser spannenden Doppelausstellung zeigt Werner Degreif wandfüllende Zeichnungen, die dem Betrachter räumlich entgegen zu stürzen scheinen, während Tom Feritsch den Blick durch das labyrinthartige Innere seiner Raumgitter aus Terrakotta und Eisen lenkt.

Museum Théo Kerg, Schriesheim 28. April bis 2. Juni 2013 Landschaftsmalerei von der Romantik zum Expressionismus bis 1. April 2013 Max-Slevogt-Galerie Schloss Villa Ludwigshöhe, Edenkoben Di-So 9-17h

FRANKENTHAL Gerd Lind Place, displace (Malerei) bis 24. März 2013 Kunsthaus Frankenthal Hans-Kopp-Straße 22, Frankenthal täglich außer Mo 14-18h, Do 14-20h Vera Kattler nahezu menschlich 10. bis 28. April 2013 Kunsthaus Frankenthal Hans-Kopp-Straße 22, Frankenthal täglich außer Mo 14-18h, Do 14-20h Freie Waldorfschule Frankenthal Metamorphose Skulpturen – Malerei – Performance – Landart 3. bis 18. Mai 2013 Kunsthaus Frankenthal Hans-Kopp-Straße 22, Frankenthal täglich außer Mo 14-18h, Do 14-20h Perron-Kunstpreis Malerei 24. Mai bis 23. Juni 2013 Kunsthaus Frankenthal Hans-Kopp-Straße 22, Frankenthal täglich außer Mo 14-18h, Do 14-20h

HASSLOCH Eva Czakó, Rita Thiel, Ingrid Krueger-Kastenholz Malerei, Objekte, Plastiken 20. April bis 5. Mai 2013 Kunstwerkstatt Magazinum Kirchgasse 14, Hassloch

Right Brain Problems Stuart Sherman mit Serge Baghdassarians/Boris Baltschun, Christine Lemke, Babette Mangolte, Anahita Razmi und Olivier Toulemonde Right Brain Problems zeigt die 1. europäische, institutionelle Einzelausstellung des New Yorker Performancekünstlers Stuart Sherman. Zugleich präsentiert sie weitere künstlerische Positionen der Gegenwart, die auf unterschiedliche Weise mit seinem Werk verbunden sind. Heidelberger Kunstverein 20. April bis 23. Juni 2013 täglich 14-17h, außer Mo und Fr Vernissage Sa 20. April 2013, 18h

HEIDELBERG Siegfried Reißing Blickwinkel bis 28. März 2013 Willibald-Kramm-Preis-Stiftung Stadtbücherei Heidelberg Poststraße 15, Heidelberg Di-Fr 10-20h, Sa 10-16h Cholud Kassem Dem Himmel sei Dank bis 7. April 2013 Kunstraum Vincke-Liepmann Häusserstraße 25, Heidelberg Do, Fr 15-19h, Sa, So 11-15h Jan Bünnig Wir bleiben bis 1000 Uhr bis 7. April 2013 Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di-Fr 12-19h, Sa 11-19h Kerry Tribe Studio #6: Do You Know What Time Is? bis 7. April 2013 Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di-Fr 12-19h, Sa 11-19h Chihiro Minato Showing the case: Showcase, FukushimaHeidelberg: Bookmark Project bis 7. April 2013 Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di-Fr 12-19h, Sa 11-19h Pawel Warchol Zeichnungen bis 14. April 2013 Heidelberger Forum für Kunst

Mitsuko Hoshino Zeichnungen und Malerei 12. April - 4. Mai 2013 Galerie Grewenig|Nissen Pfarrgasse1, Heidelberg Mi, Do, Fr 15-18h, Sa 11-13h Dao Droste 7. bis 25. April 2013 Willibald-Kramm-Preis-Stiftung Stadtbücherei Heidelberg Poststraße 15, Heidelberg Di-Fr 10-20h, Sa 10-16h Gordon Baldwin Artist - Painter - Poet bis 28. April 2013 Galerie Marianne Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2, Heidelberg Di-Fr 11-13h und 14-18h, Sa 11-18h Rotkäppchen Schülerwettbewerb 19. April bis 5. Mai 2013 Heidelberger Forum für Kunst Heiliggeiststraße 21, Heidelberg Di-So 14-18h Vernissage Do 18. April, 16h Ethical Questions around Outsider Art Tagung 24. bis 25. Mai 2013 Sammlung Prinzhorn Voßstraße 2, Heidelberg www.outsiderartassociation.eu Inge Hueber FarbenKlang (Retrospektive) bis 26. Mai 2013 Textilsammlung Max Berk Brahmsstraße 8, Heidelberg Mi, Sa, So 13-18h Christofer Kochs Skulptur und Malerei 25. April bis 8. Juni 2013 Galerie p13 Pfaffengasse 13, Heidelberg Di-Sa 11h-13h, 14:30h-19h Hans-Joachim Ahrens, Peer Gessing, Dik Jüngling, Heiko Hofmann, Cholud Chassem, Claus Messmer, Kornelia Roth, Katja Schmid-Herle, Ron Otter, Roswitha Josefine Pape Haupt - Sache 11. Mai bis 9. Juni 2013 Heidelberger Forum für Kunst Heiliggeiststraße 21, Heidelberg Di-So 14-18h Vernissage Fr 10. Mai 2013, 16h Helmut Widmaier Neue Bilder für Heidelberg 22. März bis 15. Juni 2013 Museum Haus Cajeth Haspelgasse 12, Heidelberg Mo-Sa 11-17h Gruppenausstellung Right Brain Problems 20. April bis 23. Juni 2013 Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di-Fr 12-19h, Sa 11-19h Eröffnung Fr 19. April 2013

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AUSSTELLUNGEN

GALERIENTAGE IM MANNHEIMER KUNSTVEREIN vom 3. - 5. Mai 2013 Auch in diesem Jahr stellen im Mannheimer Kunstverein am ersten Wochenende im Mai die Mitglieder des Galerienverbands Rhein-Neckar aus. Elf Galeristinnen und Galeristen aus der Region finden sich ein und präsentieren unter dem Thema „Das kleine Format“ Werke von internationalen Künstlerinnen und Künstlern aus ihrem Galerieprogramm. Die Formate der ausgestellten Kunstwerke aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie und Keramik überschreiten nicht 50 x 50 cm. Ausstellende Galerien und Künstler: galerie arthea – Alexandra Deutsch(D) - Papier- und Stoffobjekte | Galerie Marianne Heller | Sebastian Fath Contemporary – Marc Angeli(BE) - Malerei, Ken‘ ichiro Taniguchi(JP) - Skulptur | galerie linde hollinger – Madeleine Dietz(D) - Skulptur, Hellmut Bruch(A) - Wandarbeiten | Galerie Kasten – Julia Steinberg(D) - Malerie, Liz Bachhuber (USA) | Galerie Keller – Joseph Stephan Wurmer(D) - Holzskulptur | märz galerie mannheim – Rita Rolfing(D) - Skulptur, Joachim Griess(D) - Farbzeichnung | Galerie Josef Nisters – Gert Sachs(D) - Malerei und Papierarbeiten | Galerie Julia Philippi – Alex Gern(D) - Malerei | UP ART – Christiane Haase(D) - Zeichnung und Objekte, Anja Luithle(D)- Druckgraphik und kinetische Objekte | Galerie Zulauf – Claudia Rößger(D) - Malerei, Walter Schembs(D) Zeichnung und Aquarell | Der Eintritt an allen Tagen ist frei. Die Öffnungszeiten sind: Freitag, 3. Mai 19 bis 22 Uhr Vernissage Samstag, 4. Mai von 12 bis 22 Uhr Art and Cocktail Sonntag, 5. Mai von 12 bis 17 Uhr Art and Breakfast

ATELIER UND KÜNSTLER Reflexion des zeitgenössischen Kunstschaffens in der Metropolregion Bereits zum neunten Mal können sich Künstlerinnen und Künstler aller Gattungen aus der Metropolregion Rhein-Neckar für das Projekt Atelier und Künstler bewerben. Nach Auswahl durch eine Fachjury werden die ausgewählten Kunstschaffenden sowohl im Kunstkatalog Atelier & Künstler als auch in der gleichnamigen Kunstausstellung präsentiert. Diese besondere Form der regionalen Kunstförderung durch das Landratsamt Rhein-Neckar ermöglicht einen interessanten Einblick in das zeitgenössische Kunstgeschehen und hat sich als Forum des Kunstschaffens längst bewährt. Weitere Informationen unter www.rhein-neckar-kreis.de 28 kunstraumMETROPOL

Sophie Ernst Studio #7: Die Erinnerung ist ein idealer Ort 20. April bis 23. Juni 2013 Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di-Fr 12-19h, Sa 11-19h Eröffnung Fr 19. April 2013

JOCKGRIM

Mona Breede Die Blumen des Bösen – Les Fleur du Mal 14. April bis 29. Juni 2013 Galerie Julia Philippi Hauptstraße 4, Heidelberg Do, Fr 14-19h, Sa 12-16h Vernissage So 14. April, 16h

KAISERSLAUTERN

Walter Stallwitz Malerei 17. Mai - 15. Juni 2013 Galerie Grewenig|Nissen Pfarrgasse1, Heidelberg Mi, Do, Fr 15-18h, Sa 11-13h

Good Vibrations – Kunst und Physik bis 7. April 2013 Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h

Guido Messer, Elly Weiblein Malerei, Skulpturen 5. Mai bis 2. Juni 2013 Zehnthaus, Ludwigsstraße 28, Jockgrim Sa 15-17h, So 11-17h Vernissage So 5. Mai 2013, 11h Linda Karshan Lines and Movements – Bewegung und Linie bis 7. April 2013 Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h

Gustavo Perez Linie, Fläche, Raum 12. Mai bis 7. Juli 2013 Galerie Marianne Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2, Heidelberg Di-Fr 11-13h und 14-18h, Sa 11-18h

Leo Erb Ein Leben für die Linie bis 9. April 2013 Galerie Wack Morlauterer Straße 80, Kaiserslautern Di-Fr 14-19h, Sa 11-16h

Irmgard Weber Land . Gewässer 1. Juni bis 14. Juli 2013 Kunstraum Vincke-Liepmann Häusserstraße 25, Heidelberg Do, Fr 15-19h, Sa, So 11-15h

Hans Hofmann Magnum Opus bis 16. Juni 2013 Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h

Gerlinde Britsch, Peter Borkenhagen, Rolf Buwing, Rainer Coblenzer, Gerd Konrad, Walter Mink, Regine Scharf Spuren 15. Juni bis 14. Juli 2013 Heidelberger Forum für Kunst Heiliggeiststraße 21, Heidelberg Di-So 14-18h Vernissage Fr 14. Juni 2013, 20h

Kunststudenten Landau Bildlabor 17. April bis 16. Juni 2013 Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h

Piet Sohl 8. Mai bis 31. Juli 2013 Willibald-Kramm-Preis-Stiftung Tiefenbacher Rechtsanwälte Im Breitspiel 9, Heidelberg Di-Fr 10-20h, Sa 10-16h Louis Marcussen - Ovartaci 25. April bis 4. Aug. 2013 Sammlung Prinzhorn Voßstraße 2, Heidelberg Di, Do-So 11-17h, Mi 11-20h Vera Röhm 5. Mai bis 20. Okt. 2013 Skulpturenpark Heidelberg Schlierbacher Landstraße 200a, Heidelberg, täglich geöffnet Eröffnung So 5. Mai 2013, 11h Macht des Glaubens 450 Jahre Heidelberger Katechismus 12. Mai bis 15. Sept. 2013 Kurpfälzisches Museum Hauptstraße 97, Heidelberg Di-So 10-18h Claus Bury Bauern-Architekturen bis Feb. 2014 Orthopädische Universitätsklinik Schlierbacher Landstraße 200a, Heidelberg, täglich geöffnet

HERXHEIM Viktoria Prischedko Spuren des Lichts (Aquarelle) 28. April bis 20. Mai 2013 Villa Wieser Obere Hauptstraße 3, Herxheim Sa 16-18h, So 11-12:30h und 14-18h

Matthew Tyson & Imprints Artist and Printmaker 24. April bis 23. Juni 2013 Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h Josef P. Werner, Daniel Odermatt Pfalzpreis für Malerei 2012 Preisträgerausstellung 30. Juni bis 4. Aug. 2013 Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h

LADENBURG Madeleine Dietz – Selçuk Dizlek bis 6. April 2013 Galerie Linde Hollinger Rheingaustraße 34, Ladenburg Mi-Sa 13-17h Vera Röhm – Anne Blanchet 27. April bis 25. Mai 2013 Galerie Linde Hollinger Rheingaustraße 34, Ladenburg Mi-Sa 13-17h Vernissage Sa 27. April 16h Gerhard Frömel – Marcello Morandini 8. Juni bis 27. Juli 2013 Galerie Linde Hollinger Rheingaustraße 34, Ladenburg Mi-Sa 13-17h Vernissage Sa 8. Juni, 16h

LANDAU Günter Uecker bis 21. April 2013 Galerie Z im Frank-Loebschen Haus. Kaufhausgasse 9, Landau Di-Fr 10-12h und 15-18h, Sa 10-14h, So 11-13h


Nicole Ahland, Sabine Dehnel, Klaus Lomnitzer, Adam Thompson, Roswitha von den Driesch, Thomas Hombach Geteilte Zeit bis 21. April 2013 Städtische Galerie Villa Streccius e.V. Südring 20, Landau Di-Mi 17-20h, Do-So 14-17h Künstler der Galerie Gruppenausstellung April bis Mai 2013 Galerie Katrin Hiestand Stadthausgasse 11, Landau Di-Fr 11-18h, Sa 10-15h Otto Dill, Hanns Fay, Senta Geissler, Robert Lauth, Ludwig Schreieck u.a. Pfälzische Kunst aus einer Privatsammlung 12. April bis 9. Juni 2013 Strieffler-Haus, Löhlstraße 3, Landau Fr-So 14-17h Susanne Hanus, Monika Humm, Tatjana Utz Transformation urban – Eingriffe in den urbanen Raum 4. Mai bis 16. Juni 2013 Kunstverein Villa Streccius e.V. Südring 20, Landau Di-Mi 17-20h, Do-So 14-17h Vernissage Fr 3. Mai 2013, 20h New York, New York Mai bis Juli 2013 Galerie Katrin Hiestand Stadthausgasse 11, Landau Di-Fr 11-18h, Sa 10-15h

LUDWIGSHAFEN hack-museumsgARTen Ein Garten für alle! ab 20. März 2013 Wilhelm-Hack-Museum Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h Jan Schmidt Markierung # 1 bis 7. April 2013 Kunstverein Ludwigshafen Bismarkstraße 44-48, Ludwigshafen Di-Fr 12-18h, Sa, So 11-18h Klasse Otterbach / Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig Leipzig am Rhein bis 14. April 2013 Rudolf-Scharpf-Galerie und Wilhelm-Hack-Museum Hemshofstraße 54, Ludwigshafen Do, Fr 15-18h, Sa, So 13-18h Artjom Uffelmann Die Zeitmaschine – Vor- und Zurückbewegen ist erlaubt bis 19. April 2013 Kunsthaus Oggersheim Schillerplatz 2, Ludwigshafen Mi, Fr 17-19h Roswitha Josefine Pape Über-Blicke bis 20. April 2013 Ernst-Bloch-Zentrum Walzmühlstraße 63, Ludwigshafen Di, Mi 14-17h, Do 14-20h Finissage Sa 20. April, 20h mit Julia Neigel L/B Sabina Lang, Daniel Baumann Struktur und Zufall bis 20. Mai 2013 Wilhelm-Hack-Museum Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h

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Joachim Römer und Petra Sopplie Rheine Fragmente bis 20. Mai 2013 Galerie&Edition Elenore Wilhelm Hartmannstraße 45, Ludwigshafen Mo, Di 17h bis 20h dis>play Susanne Kutter Die Zuckerdose bis 2. Juni 2013 Wilhelm-Hack-Museum Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h Alba D’Urbano, Dagmar Varady Notbibliothek/Emergency Liberary/ Biblioteca d’emergenza 20. April bis 30. Juni 2013 Kunstverein Ludwigshafen Bismarkstraße 44-48, Ludwigshafen Di-Fr 12-18h, Sa, So 11-18h Vernissage Fr 19. April, 19h Stef Heidhues Trespassers only 27. April bis 14. Juli 2013 Rudolf-Scharpf-Galerie und Wilhelm-Hack-Museum Hemshofstraße 54, Ludwigshafen Do, Fr 15-18h, Sa, So 13-18h Vernissage Fr 26. April 2013, 19h Die Sammlung Heinz Beck Gut Aufgelegt 8. Juni bis 25. Aug. 2013 Wilhelm-Hack-Museum Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h Vernissage Fr 7. Juni, 19h hackordnung # 4 hier, dort und anderswo Neupräsentation der Sammlung bis 15. Sept. 2013 Wilhelm-Hack-Museum Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h dis>play Bani Abidi Shan Pipe Band learns the Star Spangeled Banner 8. Juni bis 29. Sept. 2013 Wilhelm-Hack-Museum Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h Eröffnung Fr 7. Juni 2013, 19h

MANNHEIM Eckart Hahn Still Painting Volker Lehmann Malerei bis 24. März 2013 Mannheimer Kunstverein Augustaanlage 58, Mannheim Di-So 12-17h Ruben Schneider bis 30. März 2013 Stoffwechsel Galerie Hafenstraße 74, Mannheim Di-Sa 16-21h 75 Jahre Eishockeystadt Mannheim bis 31. März 2013 REM Reiss-Engelhorn-Museen C4, 9, Mannheim, Di-So 11-18h Clapeko van der Heide, Hannes Helmke, Bruno Kurz, Rainer Kriester, David D. Lauer, Hermann Lederle, Ingeborg van Loock, Regina Reim, Werner Schmidt, Karl Schwarzenberg, Gabi Streile, Sibylle Wagner, Susanne Zuehlke

Sammelstücke bis Ende März 2013 galerie arthea Stresemannstraße 4, Mannheim Di, Do, Fr 14-18:30h, Sa 12-16h

Clemens Heinl 23. März bis 11. Mai 2013 Galerie Keller Rheindammstraße 50, Mannheim Mi, Do 14-19h, Fr, Sa 11-15h

Jörn Knausch Bis jetzt (Objekte) bis 6. April 2013 Galerie Angelo Falzone D 6, 16, Mannheim Di-Fr 14-18h, Sa 11-15h

Serena Amrein, Doris Erbacher, Vera Röhm, Rita Rohlfing bauen und berühren 4. April bis 18. Mai 2013 März Galerie Mannheim Beethovenstraße 18, Mannheim Do-Fr 16-19h, Sa 12-16h

Videoprojekt der Hochschule Mannheim Die sieben Todsünden 11. bis 21. April 2013 Mannheimer Kunstverein Augustaanlage 58, Mannheim Di-So 12-17h

Edda Jachens Installation 14. April bis 18. Mai 2013 März Galerie Mannheim/Cube 4x4x4 Augartenstraße 68, Mannheim Do-Fr 16-19h, Sa 12-16h

Bernhard Licini, Vera Molnar, Bernhard Striebel verschoben, gekippt, aus der Mitte gerückt bis 23. März 2013 März Galerie Mannheim Beethovenstraße 18, Mannheim Do-Fr 16-19h, Sa 12-16h

Ten Games 80 Interaktive Ausstellung mit Computerspieleklassikern und Konsolen der 1980er Jahre 20. April bis 18. Mai 2013 Ten Gallery, T6, 10, Mannheim Mo-Fr 15-19h Vernissage Sa 20. April 2013, 19h

Bernhard Licini Installation bis 23. März 2013 März Galerie Mannheim/Cube 4x4x4 Augartenstraße 68, Mannheim Do-Fr 16-19h, Sa 12-16h

Obbe Tiddens 13. April bis 25. Mai 2013 Stoffwechsel Galerie Hafenstraße 74, Mannheim Di-Sa 16-21h Eröffnung Sa 13. April 2013, 20h

Mira Bussemer, Ruth Hutter, Ana Laibach, Sue Mandewirth, Thilo Schwarz, Fritz Stier, Eric Carstensen, Michael Volkmer Spektrum Videokunst bis 31. März 2013 Stadtgalerie Mannheim S4, 17, Mannheim, Do-So 12-18h

Miroslav Tichy Die Stadt der Frauen bis 26. Mai 2013 REM Reiss-Engelhorn-Museen, Zephyr, C4, 9, Mannheim Di-So 11-18h

Sabine Amelung, Jürgen Hatzenbühler Malerei und Fotografie bis 20. April 2013 Galerie Grandel S4, 23, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 10-16h Eröffnung Sa 23. März 2013, 18h Farbe Blau bis 20. April 2013 Galerie Kasten, Werderstraße 18, Mannheim, Di-Fr 14-19h, Sa 12-15h Markus Vater 23. März bis 27. April 2013 Galerie Peter Zimmermann Leibnizstraße 20, Mannheim Di-Fr 12.30-18h, Sa 11-14h Hochschule Mannheim Werkschau studentischer Abschlussarbeiten Fakultät für Gestaltung 25. bis 28. April 2013 Mannheimer Kunstverein Augustaanlage 58, Mannheim Di-So 12-17h 8. Internationales Low&Now Budget Kurzfestival mit Medienkunst-Ausstellung 26. bis 28. April 2013 Schloss, Mannheim Programm unter: www.clipaward.org Mannheimer Galerienverband Galerientage 2013 3. bis 5. Mai 2013 Mannheimer Kunstverein Augustaanlage 58, Mannheim Fr 19-22h, Sa 12-22h, So 12-17h Arthur Jehle, Encarto, Maria Tozzi bis 10. Mai 2013 Galerie Böhner Schwetzinger Straße, Mannheim Di-Fr 15-19h, Sa 11-15h

Jochen Schambeck lost and found (Malerei) 27. April bis 1. Juni 2013 Galerie Grandel S4, 23, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 10-16h Eröffnung Sa 27. April 2013, 18h Onur Dinc, Sam Graf, Barbara Hindahl, Myriam Holme, Gretta Louw, Philipp Morlock, Fraenzi Neuhaus, Pavel Schmidt, Elisabeth Strässle Mannheim - Solothurn 19. April bis 9. Juni 2013 Stadtgalerie Mannheim S4, 17, Mannheim Do-So 12-18h Sammlung Dr. Rainer Wild Auslese 12. Mai bis 30. Juni 2013 Mannheimer Kunstverein Augustaanlage 58, Mannheim Di-So 12-17h Hinrich Zürn Malerei und Zeichnung 8. Juni bis 13. Juli 2013 Galerie Grandel S4, 23, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 10-16h Eröffnung Sa 8. Juni 2013, 18h Willi Bucher, Franziska Schemel 8. Juni bis 27. Juli 2013 Galerie Keller Rheindammstraße 50, Mannheim Mi, Do 14-19h, Fr, Sa 11-15h Die Medici. Menschen, Macht und Leidenschaft bis 28. Juli 2013 REM Reiss-Engelhorn-Museen C4, 9, Mannheim, Di-So 11-18h


Adonis Malamos Florenz genießen bis 28. Juli 2013 Café Prag E4, 17, Mannheim Robert Mack, Grace Zaccardi nicht zurechnungsfähig, not guilty by reason of insanity 16. Juni bis 25. Aug 2013 REM Reiss-Engelhorn-Museen, Zephyr, C4, 9, Mannheim Di-So 11-18h Nur Skulptur! Das Mannheimer Skulpturen-Projekt bis 17. Nov. 2013 Kunsthalle Mannheim, Friedrichsplatz 1, Mannheim Di-So u. Feiertage 11-18h Robert Häusser Im Auftrag... Fotografien aus Industrie und Handwerk 24. März 2013 bis 12. Januar 2014 REM Reiss-Engelhorn-Museen, Zephyr, C4, 9, Mannheim Di-So 11-18h

MICHELSTADT Edgar Diehl, Peter Weber Malerei auf gefaltetem Alu, Filzfaltungen bis 6. April 2013 Galerie Veronica Kautsch Mauerstraße 9-11, Michelstadt Mi-Fr 15-18h, Sa 11-16h Christiane Conrad, Edda Jachens, Jens Trimpin Malerei, Acryl-Objekte Ende Mai bis Anfang Juli 2013 Galerie Veronica Kautsch Mauerstraße 9-11, Michelstadt Mi-Fr 15-18h, Sa 11-16h

MOSBACH Ute Robitschko Andernorts (Malerei) 14. April bis 2. Juni 2013 Kunstverein Neckar-Odenwald Altes Schlachthaus Mosbach, Unterm Haubenstein, Mosbach Do, Sa, So und an Feiertagen 14-18h Vernissage So 14. April 2013, 11h Barbara Koch Warteraum (Wandobjekte und Installationen) 9. Juni bis 14. Juli 2013 Kunstverein Neckar-Odenwald Altes Schlachthaus Mosbach, Unterm Haubenstein, Mosbach Do, Sa, So und an Feiertagen 14-18h Vernissage So 9. Juni 2013, 11h

NEUSTADT Werner Brand Zugabe - Ausstellung zum 80ten Geburtstag des Malers bis 21. April 2013 Galerie ASPEKT Maximilianstraße 18, Neustadt Mi, Do 16-19h, Fr 15-20h, So 15-18h Vernissage So 24. März 2013, 11h und ArtConvention 15h Barbara Flatten Tokio Princess (Fotografie) 14. April bis 19. Mai 2013 UP ART – Galerie für zeitgenössische Kunst Im Meisental 51, Neustadt Mi-Do 17:30-20h, Fr 11-15h, So 12-16h

Anne Janoschka Backstage 5. Mai bis 9. Juni 2013 Galerie ASPEKT Maximilianstraße 18, Neustadt Mi, Do 16-19h, Fr 15-20h, So 15-18h Vernissage So 5. Mai 2013, 11h und ArtConvention 15h

Rolf J. Kirsch Echo (Soundinstallation, Videoprojektionen, Malerei) 5. April bis 4. Mai 2013 Kunstverein Viernheim Kunsthaus Viernheim, Rathausstraße 36 und Gewölbekeller, Hügelstraße 24, Viernheim Do, Fr 15-18h, Sa 10-13h

Julia Gutekunst Ganymed (Malerei) 2. Juni bis 7. Juli 2013 UP ART – Galerie für zeitgenössische Kunst Im Meisental 51, Neustadt Mi-Do 17:30-20h, Fr 11-15h, So 12-16h

Anna-Maria Kipfmüller, Rainer Kaiser, Gerdi Gutperle Umwandlung (Textile Kunst) 7. Mai bis 16. Juni 2013 Kunstraum Gerdi Gutperle Heidelberger Straße 9, Viernheim Fr-So 14-18h

Bärbel Haag, Manfred E. Plathe, Alena Steinlechner, Wolfgang Glass bis Sept. 2013 Gerichtsgalerie im Justizzentrum Robert-Stolz-Straße 20, Neustadt Mo-Do 9-15h, Fr 9-12h

Aleksandar Visantini, Gerdi Gutperle Zwischen Himmel, Wasser und Erde 25. Juni bis 8. Sept. 2013 Kunstraum Gerdi Gutperle Heidelberger Straße 9, Viernheim Fr-So 14-18h

SCHRIESHEIM

WALLDORF

Werner Degreif, Tom Feritsch Möglichkeiten unterschiedlicher Durchfahrtshöhen 28. April bis 4. Juni 2013 Museum Théo Kerg Talstraße 52, Schriesheim Mi 17-19h, Sa-So 14-17h

Young Chinese Art bis 31. März 2013 SAP AG – Int. Schulungszentrum Dietmar-Hopp-Allee 20, Walldorf Mo-Fr 10-20h

SPEYER Juliane Gottwald bis 7. April 2013 Museum Geburtshaus Anselm Feuerbach Allerheiligenstraße 9, Speyer Di-Fr 16-18h, Sa-So 11-13h Franz Binzen Hinter den Gedanken bis 7. April 2013 Städtische Galerie Kulturhof Flachsgasse, Speyer Do-So 11-18h Johannes Gervé Bilder von unterwegs Landschaftsmalerei 21. April bis 26. Mai 2013 Kunstverein Speyer Kulturhof Flachsgasse, Speyer Do-So 11-18h Martin Liebscher und seine Schüler Fotografie 9. bis 30. Juni 2013 Kunstverein Speyer Kulturhof Flachsgasse, Speyer Do-So 11-18h Königreich Pfalz bis 27.Oktober 2013 Historisches Museum der Pfalz Domplatz 4, Speyer Di-So 10-18h

SCHWETZINGEN

Petra Johanna Barfs, Ilona Herreiner, Maria Kropfitsch, Johannes Lauter, Johannes Peter, Evelyn Weinzierl Figurenwelten – Malerei und Bildhauerei 26. April bis 30. Sep. 2013 SAP AG – Int. Schulungszentrum Dietmar-Hopp-Allee 20, Walldorf Mo-Fr 10-20h

WEINHEIM Barbara Brink, Dagmar Kopnarski, Jenny Passet, Krista Paul, Roland Schmitt, Christine Wachtel Querbeet (Malerei/Skulptur) 24. März bis 6. April 2013 Weinheim Galerie, Dürreplatz 2, Weinheim, Mo-Sa 9-18h Vernissage So 24. März 2013, 13h Horst Busse, Loraine Heil Bilder, Glasobjekte, Skulpturen 19. März bis 10. Mai 2013 Volksbank Weinheim Bismarckstraße 1, Weinheim Mo-Fr 8:30-16h, Do 8:30-18h Sigrid Kiessling-Rossmann Meeres-Land 26. April bis 9. Juni 2013 Galerie GRN-Klinik Röntgenstraße 1, Weinheim täglich 14-19h Vernissage Fr 26. April 2013, 18h Gerd Lind, Motz Tietze Galerie von Wussow Weinheimer Straße 22, Weinheim Vernissage Fr 26. April 2013, 19h

Joan Miró Phantastische Welten bis 7. April 2013 Schloss Schlossstraße, Schwetzingen Mo-So 10.18h, Do 10-21h

Ulrich Thul, Künstler des Pilgerhaus Weinheim Von Tier und Mensch Galerie von Wussow Weinheimer Straße 22, Weinheim Vernissage Fr 28. Juni 2013, 18h

VIERNHEIM

Grete Werner-Wesner Malerei und Fahnen 14. Mai bis 3. Juli 2013 Volksbank Weinheim Bismarckstraße 1, Weinheim Mo-Fr 8:30-16h, Do 8:30-18h

Arthur Redhead, Gerdi Gutperle Die Welt in Farbe – Entfaltung der Tintografik bis 21. April 2013 Kunstraum Gerdi Gutperle Heidelberger Straße 9, Viernheim Fr-So 14-18h

BILDNACHWEISE Cover: L/B Comfort #8, 2010, Galeria Foksal, Warschau © L/B | S. 2 Vera Röhm, Schattenlabyrinth, 1987/93/98, 3 Module, Aluminium, weiß lackiert, je 170 x 170 x 170 cm, Skulpturenpark Heidelberg, Fotografie Wolfgang Lukowski, © Archiv Vera Röhm | S. 4-5 L/B, Entwurf für das Wilhelm-Hack-Museum 2013, © L/B | S. 7 Hans Hofmann, The Call, 1958, Öl auf Leinwand, 91,4 x 121,9 cm, Privatsammlung, VG Bild-Kunst Bonn, 2013. The project of Hans Hofmann: Magnum Opus is funded by a grant from the Renate, Hans and Maria Hofmann Trust, © 2013. | S. 3,8 Alexej von Jawlensky, Stillleben mit Äpfeln, 1905, Öl auf Leinwand, 46 x 57 cm, Sammlung Dr. Rainer Wild, Fotografie: Matthias Heibel, VG Bild-Kunst Bonn, 2011 S. 10 Vera Röhm, Tetraeder 4-teilig, 19742012,Cortenstahl, Stahl lackiert, Schenkellänge 380 cm, Höhe 310 cm, Fotografie Wolfgang Lukowski, © Archiv Vera Röhm S. 3,11 Vera Röhm, Installation mit 16 Binomen, 1994/2003, Cortenstahl, Plexiglas, je 530 x 14 x 14 cm, Metallsockel, je 15 x 90 x 90 cm, Fotografie Wolfgang Lukowski, © Archiv Vera Röhm | S. 12 P.R.Keil im Atelier Foto: Wort.Bild.Kultur. UG (haftungsbeschränkt) | S. 3,15 Thomas PUTZE "pingus", Holz bemalt, © Thomas Putze/Galerie Keller, Werner POPORNY "Drei Häuser zwischen zwei Stangen" Cortenstahl © Werner Pokorny | S. 16 Roswitha Josefine Pape, Über-Blicke, Holzdruck auf Papier, 2013, Copyright: VG Bild + Kunst 2012 | S. 17 Hinrich Zürn, Favela Paraiso, 2012, 50 x 70 cm, Acryl auf Leinwand, Hinrich Zürn, Pnom Penh, 2012, 40 x 200 cm, Acryl auf Leinwand, Foto: Galerie Grandel | S. 18 Edda Jachens, Bildzeit Raumzeit, Entwurfsskizze, Foto: Edda Jachens | S. 20 Susanne Hanus, Verstrickungen in Solothurn, 2012:in der Weststadt, Foto: Martin Rohde | S. 21 Monika Humm, global / 18, 2009, Mischtechnik auf MDF, Foto: M. Humm,Transformation Urban, Foto: Monika Humm | S. 21 Tatjana Utz Shanghai, Tuschezeichnung auf Bristolkarton, 2009, Foto: Arthur Lietze | S. 22 © Ten Gallery(mit Collagen v. Originalverpakkungen) | S. 23 Loraine Heil, Polyeder V, Bronze (2011), Abendlicht, Mischtechnik, Leinwand (2010), Horst Busse © Horst Buss und Loraine Heil | S. 23 Eva Czako: Quo 2012,,Acryl auf Leinwand,150x250, Foto: Wort.Bild.Kultur. UG (haftungsbeschränkt) S. 24 Sigrid Kiesling-Rossmann, Hydra (Detail), Foto: Sigrid Kiesling-Rossmann | S. 24 Irmgard Weber, 'Ufernah', 2012, Acryl auf Leinwand, 180 x160 cm, Fotos: Frank Georgy, Köln | S. 3, 25 Stefan Pietryga, 12 Pappel (die Allee am Rhein), 2012, Foto: Wort.Bild.Kultur. UG (haftungsbeschränkt)

| S. 28 Logo: galerientage Rhein-Neckart, fresh concept, Matthias Scheib, Mannheim

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kunstraumMETROPOL 2Q 2013  

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