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JUNI JULI AUGUST

2012

kunstraum DAS KUNSTMAGAZIN DER METROPOLREGION RHEIN-NECKAR


2 kunstraumMETROPOL


kunstraum DAS KUNSTMAGAZIN DER METROPOLREGION RHEIN-NECKAR

kunstraumHEIDELBERG 6 Mit Volldampf voraus und offen nach allen Seiten Der Heidelberger Kunstverein unter neuer Leitung spürt interdisziplinäre Schnittstellen, das Wissen der Stadt und historische Bezüge auf. 14 CoRPo SaNTo Videoinstallationen zu Werken der Sammlung Prinzhorn von Mauricio Dias & Walter Riedweg 15 Gegensätze überwinden Robert Schad bittet zum Tanz

kunstraumLUDWIGSHAFEN 10 Wie aus Punkten Bilder werden Eine Ausstellung im Wilhelm-Hack-Museum spürt den Punkt auf und resümiert über 100 Jahre Punktgeschichte vom Dot zum Megapixel. 13 Zwischen Himmel und Erde Losgelöst schwebend, geerdet am Boden. Im Raum der Zeit oder mitten im Leben. Zwischen Himmel und Erde?

kunstraumMANNHEIM

editorial Liebe Leserinnen, lieber Leser, der Kunstraum Rhein-Neckar braucht mehr Öffentlichkeit – eine unabhängige redaktionelle Plattform für zeitgenössische Kunst. Diese Idee hatten wir Ihnen in den letzten Wochen und Monaten vorgestellt. Und Ihre Reaktion macht uns Spaß, denn viele ließen es sich nicht nehmen uns telefonisch, per E-Mail oder auch persönlich Lob auszusprechen. Das hat uns sehr gefreut und dafür danken wir Ihnen. Wir wollen mit unserer Arbeit dort präsent sein, wo Sie ihren Ausgang nimmt – in den Kunsträumen der Region Rhein-Neckar. Wir verfolgen dabei zwei vorrangige Ziele: den Aufbau einer kontinuierlichen Öffentlichkeit und die nachhaltige, regionale Vernetzung der Bereiche Atelier, Institution, Markt und Publikum. Diese Arbeit erfordert einen langen Atem. Aber Ihr Interesse macht uns Mut.

4 HIJACKED 2 Australien Deutschland 12 Hommage an Norbert Nüssle Mannheimer Meister der Collage 12 Deltabeben. Regionale 2012 Spannender Überblick über die derzeitige Kunst der Region 18 Ben Patterson. Event Scores Mannheimer Stadtgalerie zeigt komplettes Werk 18 Nairy Baghramian und Hannes Broecker Preisträger Hector-Kunstpreis und Hector-Förderpreis

kunstraumSCHWETZINGEN 8 Peter Robert Keil Retrospektive in der Orangerie des Schwetzinger Schlosses

imGESPRÄCH 16 Unverwechselbar – Kunst und Kultur in der Metropolregion Thomas Kraus, Leiter des Kulturbüros der MRN Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises 19 AUSSTELLUNGEN

Björn Barg Herausgeber

23 Impressum und Bildnachweis kunstraumMETROPOL 3


kunstraumMANNHEIM Grau getünchte Wände, dezente Beleuchtung, kleine zurückhaltende Schilder mit Verweis auf Serie und Fotograf bilden den Rahmen für eine außergewöhnlich emotionale Ausstellung im Zephyr – Raum für Fotografie, in dessen Mittelpunkt der Mensch steht.

Untitled, Olaf Unverzart, 1999 Nick Cave, Ingvar Kenne, 2001 Schwimmen, Cologne, Thekla Ehling, 2008

Hijacked 2 präsentiert in einer interessanten Gegenüberstellung Arbeiten von 31 australischen und deutschen Fotografen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln ihre individuelle Sicht auf die Welt zeigen. Abseits der Mainstreamfotografie reichen sie vom eindrucksvollen Porträt, über spannungsgeladene Dokumentarfotografie bis hin zum inszenierten Bild. Sie sind Ausdruck des Daseins in unserer Zeit. Wie aus dem Leben gegriffen, verwurzelt im Hier und Jetzt illustrieren sie die aktuelle Perspektive der jungen Generation in ihrem Alltag, in bestimmten Lebenssituationen, sie zeigen Subkulturen und Randexistenzen, kommerzielle, urbane und politische Wirklichkeiten, aber auch Emotionen und Erinnerungen. Die Bildwelten sind vielschichtig: harmonisch, provozierend, traumhaft und aufwühlend. Der australische Kurator Mark McPherson verfolgt dabei nicht den Anspruch eines umfassenden Überblicks der zeitgenössischen Fotografie, vielmehr beschreibt er Hijacked als eine Momentaufnahme. Ziel ist die Verbindung der Kunst unterschiedlicher Kontinente (auf Australien USA folgt jetzt Australien Deutschland), wobei nicht die landestypische Präsentation gefragt ist – so sieht man in der ganzen Ausstellung nur einen Ureinwohner Australiens – sondern Hijacked will Fotografien in einen neuen geografischen und inhaltlichen Bezug stellen, will zeigen, mit welchen Themen sich die Fotografieszene der jeweiligen Nation beschäftigt und wie sie diese künstlerisch interpretieren.

Hijacked 2 Australien Deutschland bis 26. August 2012 Reiss-Engelhorn-Museen Museum Weltkulturen D5, Mannheim www.zephyr-mannheim.de Hijacked 2 startete 2010 im Australian Centre of Photography (ACP) in Sydney, wurde bereits in Canberra, Melbourne, Brisbane, Adelaide und Perth ausgestellt und ist jetzt mit Unterstützung des GoetheInstituts erstmalig in Deutschland zu sehen. 4 kunstraumMETROPOL

Fragt man nach Gemeinsamkeiten oder Gegensätzen der Arbeiten, wird man zwar feststellen, dass die Australier sich mit Motiven innerhalb ihres Landes auseinandersetzen; vermutlich bedingt durch die geografisch isolierte Lage des Kontinents; wohingegen sich die deutschen, reiseaktiveren Fotografen, auch mit Themen außerhalb ihres Landes beschäftigen. Allen gemein ist jedoch die Auseinandersetzung mit dem Mensch und den Dingen, die er beeinflusst und die ihn beeinflussen. Damit wird Hijacked zu einer bemerkenswerten durchaus kritischen Bestandsaufnahme

im gesellschaftlichen Kontext, dessen Bogen sich über weite Bereiche des Lebens spannt. Bilder friedlicher Gegebenheiten zum Beispiel Thekla Ehlings sensible Dokumentation aus Kindheitstagen, Narelle Autios Bilder von Spaziergängen in einen Park mit betörender Schönheit, Tamara Deans gefühlvolle Beobachtungen aus dem Leben einer Mutter oder auch Lee Grants Impressionen einer Vorstadtidylle stehen in starkem Kontrast zu Louis Porters Ansichten trostloser Stadtszenerien, die selbst ein sonnengelber Anstrich nicht erträglicher werden lässt, oder Josef Schulz Darstellungen verlassener Grenzstationen, die Ausdruck einer anderen Zeit sind. Es eröffnen sich Einblicke in das Leben von Randgruppen der Gesellschaft wie etwa bei Johanna Ahlerts Szenerie einer Wagenburgkultur, Oliver Siebers Darstellung von Cosplayinszenierungen, Karsten Kornas nachdenklich stimmender Bildserie Heteropien oder Julian Röders zeitdokumentatorischen Aufnahmen am Rande des G8-Gipfels in Genua. Man wird wachgerüttelt von Yvonne Theins Extrembildern magersüchtiger junger Frauen, die nachdrücklich den Schlankheitswahn anprangern. Hinter den einsamen Landschaftsaufnahmen von Andrew Cowen verbergen sich Orte grausamer Gewalttaten. Einige Serien spielen sehr geschickt mit Erwartungshaltung und eingefahrenen Sehgewohnheiten des Betrachters. Bewusst inszenierte Fotografien verführen zu einer bestimmten inhaltlichen Wahrnehmung und damit zu einer scheinbar naheliegenden Interpretation, ohne die Inhalte zu hinterfragen. Bronek Kózka konstruiert mit seiner Tableauxfotografie stimmungsvoll Erinnerungen, gleichzeitig stellt er Wirklichkeit und Fiktion eindrucksvoll gegenüber; Suzie Fox weckt mit ihrer Serie Verisimilitude ganz gewollt das Klischeedenken zur heutigen Popkultur, und Jens Liebchen zeigt mit seinen schwarz-weiß Fotografien aus Tirana wie einfach doch Bilder manipulieren können. Jede Serie erzählt eine individuelle Geschichte, verknüpft Dokumentation mit persönlichen Erfahrungen und Emotionen, lädt aber gleichzeitig auch zur eigenen Reflexion ein. Deshalb verzichtet die Darstellung von Hijakked bewusst auf erklärenden Wandtext und gibt Raum, für einen ganz persönlichen Zugang zu den Bildwelten. Ein begleitendes Handbuch mit Biografien und ausführlichen Hintergrundinformationen ermöglicht aber auch die Entdeckung der Künstler und deren Geschichten. Ingrun Salzmann


HIJACKED 2 AUSTRALIEN DEUTSCHLAND

5 kunstraum METROPOL 5 kunstraum METROPOL


kunstraumHEIDELBERG

MIT VOLLDAMPF VORAUS UND OFFEN NACH ALLEN SEITEN DER HEIDELBERGER KUNSTVEREIN UNTER NEUER LEITUNG SPÜRT INTERDISZIPLINÄRE SCHNITTSTELLEN, DAS WISSEN DER STADT UND HISTORISCHE BEZÜGE AUF.

Susanne Weiß hat sich viel vorgenommen. Seit dem 1. Januar diesen Jahres im Amt, wird bereits ihr kuratorisches Konzept sichtbar. Die neue Leiterin des Heidelberger Kunstvereins arbeitet mit zeitgenössischen internationalen Künstlern und greift historische Ereignisse auf. Sie will mit ihnen kunsthistorische Referenzen und gesellschaftliche Themen aufzeigen, dialogische Bezüge zwischen künstlerischen Positionen herstellen, Referenzen sichtbar machen, zur Diskussion anregen und die Besucher einbeziehen. Ihr besonderes Anliegen ist der lokale Bezug zu Heidelberg, zum historischen und gegenwärtigen Wissen der Stadt, zu bedeutenden geschichtlichen Ereignissen und Orten, aber auch zu Wissenschaftlern, die in verschiedenen Disziplinen an der dortigen Universität arbeiten. Neugierig auf alles, was die Stadt mit sich bringt, spürt Susanne Weiß Verbindungen auf, findet Kompetenzen und Persönlichkeiten in Heidelberg und Umgebung, die aus ihrer jeweiligen wissenschaftlichen und beruflichen Richtung interdisziplinäre Schnittstellen zur zeitgenössischen Kunst aufweisen. Beispiele für ihr Programm aus der jüngsten Vergangenheit sind der Vortrag einer Heidelberger Sinologin über den chinesischen Künstler Ai Wei Wei oder die Ausstellung des Berliner Künstlers Ulf Aminde, der – ausgehend von seinen künstlerisch gesetzten Themen wie „Wunsch nach Gemeinschaftsbildung“, Rollenfindung, Identität und Krise – auch die „Thing-Stätte“ in Heidelberg beleuchtet hat, welche von den Nationalsozialisten als monumentaler Versammlungsplatz gebaut wurde. Wie die Kunstvereinsdirektorin betont, geht es in ihrem Programm „um eine Mehrstimmigkeit und Gleichzeitigkeit“. Um ihre verschiedenen kuratorischen Ansätze zu realisieren, konzipierte Weiß zu Beginn ihrer Amtszeit drei Ausstellungsformate, die jeweils parallel in der Halle, im Studio und im Foyer gezeigt werden. Unter dem Titel „Einzellaustellung – nicht alleine“ zeigt sie in der Halle jeweils Einzelausstellungen von Künstlern, die sich mit ihren Arbeiten auf andere Künstler beziehen und/oder kunsthistorische Referenzen aufweisen. Im Studio etablierte sie das Format „Im Gespräch“. In acht Untersuchungen „zum subjektiven Wissen“ wird sie hier Kunstwerke präsentieren, die auf das Interview als essentielle Methode für wissenschaftliche und künstlerische Forschung und Wissensvermittlung eingehen und damit eine „direkte Andockung an das Wissen der Stadt schaffen“, so Weiß. 6 kunstraumMETROPOL

Auch das benachbarte Kurpfälzische Museum bezieht sie in ihre Arbeit mit einer Reihe von kleinsten Ausstellungen in Vitrinen ein, die in Bezug zu einem gesellschaftlichen oder kunsthistorischen Ereignis stehen und schafft somit ein Bindeglied zwischen beiden Institutionen. „Showing the Case: Showcase“ nennt die studierte Museologin dieses sich fortsetzende Ausstellungformat. Die erste Ausstellung in der gläsernen Box, die normalerweise in Museen für besonders wertvolle oder fragile Objekte verwendet wird, widmete sich dem Jahrestag der Katastrophe von Fukushima. Sie wurde von der japanischen Kuratorin Miya Yoshida zusammengestellt und ist von Susanne Weiß auf fünf Jahre angelegt – der Zeit ihres Vertrages. Jedes Jahr im Frühjahr soll das Projekt zu Fukushima eine Aktualisierung erfahren.

Drei Ausstellungen aktuell und parallel In der großen Ausstellungshalle des Kunstvereins präsentiert die in Belgien und Oldenburg lebende Künstlerin Heide Hinrichs (geb. 1976) ihre Werke mit dem Titel „Echos“. Die leisen und zurückhaltenden, poetisch-minimalistischen Objekte und Zeichnungen beziehen sich auf den Ausstellungsraum als Resonanzkörper. Entsprechend dem kuratorischen Konzept werden auch die Referenzen ihrer künstlerischen Praxis einbezogen: die amerikanisch-koreanische Künstlerin Theresa Hak Kyung Cha (1951-1982) und der deutsche Schriftsteller W. G. Sebald (1944-2001). „Echos“ ist die erste umfassende Einzelausstellung der Künstlerin in Deutschland und die zweite aus der Reihe „Einzelausstellung – nicht allein“. Zur Finissage am 12.8. liest Hinrichs aus einem Werk von Hak Kyung Cha. Anlässlich der diesjährigen Documenta, die in Kassel alle fünf Jahre stattfindet, befasst sich die neue Vitrinen-Ausstellung „Über-Zeit“ (2.6. – 12.8.) im Foyer mit künstlerischen Arbeiten zu der Aktion von Joseph Beuys „7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“. Am 19. Juni 1982, dem Eröffnungstag der Documenta 7, pflanzte Beuys den ersten Baum, dem weitere bis zur nächsten Documenta folgten. Stets wurde mit jedem neu eingepflanzten Baum ein Basaltstein danebengesetzt. Stellvertretend für Beuys, der 1986 starb, setzte sein Sohn Wenzel die letzte Eiche zur Eröffnung der Documenta 8 am 12. Juni 1987 ein. Im März dieses Jahres wurde das 30-jährige Bestehen dieser „mehrdimensionalen Sozialen RaumZeit-Skulptur“ (Rhea Thönges-Stringaris) gefeiert und zu Ehren des Künstlers eine Joseph-Beuys-Straße in Kassel eingeweiht.


Heide Hinrichs, falling star, 2007

Die 1977 geborene Künstlerin Johanna Diehl, die an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studierte und in Berlin lebt, verwebt eigene biografische Notizen mit der Aktion von Beuys. Diese begann, als die Künstlerin fünf Jahre alt war. Ihr Film „Vater“, der in der Vitrine von unten projiziert wird, ist parallel mit originalen Notizbuchseiten und Daten der Eichenpflanzung in der Vitrine zu sehen. Auf ihre Einladung hin bespielt der Künstler Raphael Sbrzesny die zweite Vitrine im Foyer. Für sein kühnes „Reenactment-Projekt“ (Wiederaufführung, Nachstellung oder Neuinszenierung geschichtlicher Ereignisse) nimmt er sich die über Jahre dauernde stadtraumgreifende Beuys-Aktion vor und „sucht sich hierfür den kleinstmöglichen musealen Raum, die Vitrine“, so Susanne Weiß. Im Studio des Heidelberger Kunstvereins wird bis zum 8.7. die Ausstellung „Das Aufblättern“ gezeigt, die sich Methoden der Dokumentation und der filmischen Befragung historischer Ereignisse zuwendet. Yvon Chabrowski nahm sich die TV-Dokumentation „Die Gefangenen“ (2003) des bekannten Historikers und ZDFRedakteurs Guido Knopp vor. In ihrem Video retuschierte sie die interviewten Zeitzeugen zur visuellen Abwesenheit und überlässt dem Betrachter seinen Blick auf die theatralen Mittel des Films. Sandra Schäfer thematisiert in ihrer Arbeit die Befragung der Journalisten und Politiker zur Zeit der Revolution im Iran um 1978. Vom 12.7. bis 12.8. folgt die Ausstellung „Das Aufzeichnen“, bei der es um die Verwebung und Befragung eigener Erlebnisse im Zusammenhang mit geschichtlichen Ereignissen geht. Die ausstellenden Künstler sind Jan Caspers, Anne König, Jan Wenzel, Dongwhan Jo und Haejun Jo.

Veranstaltungsreihen Nicht nur mit ihren Ausstellungen, sondern auch mit zahlreichen Veranstaltungen hält Susanne Weiß ihren Kunstverein lebendig und bezieht das Publikum mit ein – ob in Gesprächen, Führungen, gemeinsamen Abendessen mit ausstellenden Künstlern, Parties und Kunstreisen, der Kunstvermittlung für Kinder oder dem Angebot von Jahresgaben. Mit dem Vermittlungsformat „Buchstabieren“ geht sie mit Besuchern einem Kunstwerk detailliert auf den Grund, „zerlegt“ und „buchstabiert“ es, um es in der Vermittlung sinnfällig zu interpretieren und Gedanken der Teilnehmer einfließen zu lassen. „Langer Atem“ ist eine Vortragsreihe zwischen Akteuren des Kunstvereins, forschenden Künstlern und Wissenschaftlern der Stadt. Einen langen Atem für ihre Vorhaben scheint „die Neue“ schon jetzt zu beweisen. Bereits für 2013 hat sie ihre Visionen festgelegt: Publikum, Erfahrung und Reisen werden dann ihre Themen sein. Und auch bei Facebook kann, wer mag, ihre Tatkraft und Fotos der Ausstellungen „liken“, kommentieren, verfolgen. Ulrike Lehmann

Heide Hinrichs Echos bis 12. August 2012 Heidelberger Kunstverein www.hdkv.de kunstraumMETROPOL 7


kunstraumSCHWETZINGEN

PETER ROBERT KEIL LEBEN IM FARBRAUSCH – RETROSPEKTIVE IN DER ORANGERIE DES SCHWETZINGER SCHLOSSES Ein ‘junger Wilder’ wird 70, so lautet der Untertitel zu der großen Retrospektive mit Werken des Berliner Künstlers Peter Robert Keil, die im Sommer in der Orangerie des Schwetzinger Schlosses gezeigt wird. Ein scheinbarer Widerspruch? Ganz sicher nicht, was Peter Robert Keil und seine Kunst anbelangt. Ursprünglich zur Generation der ‘jungen Wilden’ gehörig, die in den 80er Jahren gegen Minimalismus und Concept Art anmalte, ist seine Schaffenskraft und Lust zur Kreativität bis heute ungebrochen. Er scheint einer jener Menschen, die, ähnlich wie Picasso, der ihm schon früh ein großes Vorbild war, überall Anregungen für die eigene schöpferische Kraft findet und diese sofort spontan umsetzt. Tausende von bildkünstlerischen Werken auf Leinwand, auf Papier, aber auch skulpturales aus Ton, Holz oder Bronze sind so entstanden. Teller, Schalen und Vasen wurden durch Keils Bemalung ebenso zu Kunstwerken wie Schrott- und Flohmarktfunde in Skulpturen verwandelt wurden. In Zeiten knapper finanzieller Mittel wurden kurzerhand Bettlaken oder Kissenbezüge als Bildträger umfunktioniert. Eines zeichnet dabei seit den frühen Jahren bis heute das kreative Schaffen des Künstlers besonders aus: seine große Farbkraft.

Stadtansicht Berlin, 1959

Stilistische Merkmale Es sind gewagte, manchmal fast grelle, oft sehr heitere, intensive Farben, die den Betrachter unmittelbar emotional berühren und eine ganz eigene, expressive Atmosphäre schaffen. Hinzu kommt der scheinbar so leichte, spontane, direkte Pinselstrich, der, zwar mit festen schwarzen Konturlinien versehen, die Bildgegenstände doch oftmals nur andeutet und genügend Spielraum lässt, um die Fantasie des Betrachters anzuregen. Bis auf wenige rein abstrakte Arbeiten ist Keil ganz der Figur verpflichtet, doch ist diese immer eine gestisch bestimmte, freie Figuration mit neo-expressiven Elementen, die nie sklavisch genaues Abbild der Wirklichkeit ist. Auffallend viele Köpfe und Körper loten alle Nuancen menschlicher Befindlichkeiten aus, zeigen pralle Vitalität ebenso wie Fragilität, psychische Ausnahmezustände ebenso wie ausgelassene Fröhlichkeit – dies ist es, wofür Keils Malerei steht. o.T. (o.J)

Peter R. Keil Leben im Farbrausch 7. bis 29. Juli 2012 Orangerie im Schloss Schwetzingen www.keil-collection-heidelberg.de Eröffnungsparty 7. Juli 2012, 19h 8 kunstraumMETROPOL

Emotionale Unmittelbarkeit, Spontaneität und die oftmals beinahe obsessive Transformation eigener Gemütsverfassungen in direkten künstlerischen Ausdruck begründen eine subjektive Gegenständlichkeit und sind charakteristisch für die Arbeit von P. R. Keil – es ist die Arbeit eines Besessenen und Getriebenen, der in den letzten Jahren tausende von Gemälden und Objekten schuf, die naturgemäß nicht alle von gleicher Qualität sein können, die aber nahezu immer Einblick gestatten in die persönliche Gestimmtheit und Situation ihres Schöpfers.


Dania, 2007 Mit P. R. Keil gilt es also einen ‘neuen Wilden’ (wieder)zu entdecken, der bisher noch nicht so stark im Fokus des Kunstmarkts stand, wie andere Vertreter seiner Generation. Das liegt wohl auch daran, dass es Keil bisher versäumte, sich fest an einen Galeristen oder Händler zu binden und sich weitgehend selbst zu vermarkten suchte. Ganz sicher liegt es nicht an seiner Ausdruckskraft und seiner ungebrochenen schöpferischen Energie, die in den intensiv strahlenden Farben seiner Palette jeden Raum sofort mit Leben füllt.

Künstlerischer Werdegang: die ‘jungen Wilden’ Intuitive, reine, eruptive Malerei, Milieuschilderung der Berliner Subkultur, das alles waren Aspekte unter denen die sogenannten ‘jungen Wilden’ Anfang der 80er Jahre mit ihrer Malerei aufbrachen, um sich von den Zwängen des Intellekts in der Kunst zu befreien. Die Malerei der ‘jungen Wilden’ polarisiert, damals wie heute wegen ihrer Impulsivität, dem Hang zum Exhibitionistischen, der großen Geste, der Unbekümmertheit, den vermeintlich ‘trivialen’ Themen. P. R. Keil studierte von 1959 – 61 und nach Aufenthalten in London, Paris und auf Mallorca dann wieder in den 70er Jahren an der Berliner Hochschule der Künste. Seine Kommilitonen sind Georg Baselitz, Rainer Fetting, Salomé und Markus Lüpertz. Keil ist mit dabei als 1964 in Schöneberg die ‘Galerie Großgörschen 35’ als erste ‘Produzentengalerie’ Berliner Künstler gegründet wird. Im legendären Künstlerlokal, der ‘Kleinen Weltlaterne’, ist Keil Stammgast und damit mitten drin in den Berliner Szene-Kreisen. Sie haben ihn geprägt, ähnlich wie Baselitz, Elvira Bach oder Salomé ist er mit seiner Kunst sozusagen Chronist des Lebensgefühls dieser Zeit – so wie er malt, so war und ist sein Leben: exzessiv, unangepasst, direkt, mit vielen Höhen und Tiefen, aber immer voller Vitalität und Neugier. Dr. Kristina Hoge

PETER ROBERT KEIL EIN JUNGER WILDER WIRD 70 • geboren am 6. August 1942 in Züllichau/Pommern • aufgewachsen in West-Berlin • 1954 bis 1956 Schüler des Berliner Malers Otto Nagel • 1956 Ausbildung zum Kunstschmied • 1959 bis 1961 Studium an der Hochschule der Künste Berlin • 1962 erste Einzelausstellung in der Art Galerie, London • 1963ff. Aufenthalte in London, Paris und auf Mallorca; Bekanntschaft und Zusammenarbeit mit Joan Miró • in den 70er Jahren Gaststudent an der Hochschule der Künste Berlin und Bekanntschaft mit Georg Baselitz, Rainer Fetting, Markus Lüpertz und Eugen Schönebeck • seit den 90er Jahren Atelier in Florida und Aufenthalte in New York • heute lebt und arbeitet er in Zimmerau (Bayern) und Florida

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kunstraumLUDWIGSHAFEN

WIE AUS PUNKTEN BILDER WERDEN EINE AUSSTELLUNG IM WILHELM-HACK-MUSEUM SPÜRT DEN PUNKT AUF UND RESÜMIERT ÜBER 100 JAHRE PUNKTGESCHICHTE VOM DOT ZUM MEGAPIXEL.

Im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit von Bildern durch Sieb- und Offsetdruck hat der Punkt auch Einzug ins Bild genommen. Bilder in Zeitungen sind durch das mehrstufige Druckverfahren aufgerastert in zahlreiche kleinste Punkte, die nur unter der Lupe sichtbar werden. Mit dem Einzug der Computer und digitalen bildgebenden Verfahren werden Fotografien und ihre dargestellten Gegenstände aufgelöst in Pixel. Dabei wird der Begriff „Bildauflösung“ durch Pixel für den technischen Vorgang sowohl für die Wiedergabe auf Monitoren, als auch im Druckbereich verwendet und hat hier keine destruktive Note.

Adolf Erbslöh, Badende,1908 Wie oft machen wir täglich einen Punkt oder sehen Punkte? Sicher mehr, als wir schätzen würden. Punkte sind überall, vor allem: Im Satz. Im Bild. Als Dekor auf Kleidung und Alltagsgegenständen. Unsere Kommunikation in Wort, Schrift und Bild kommt heute kaum noch ohne den Punkt aus. Für so manche Gespräche mag das sinnvoll sein, wenn das Gegenüber endlich mal einen Punkt macht. Der Punkt scheint heute ganz wesentlich zu sein, unverzichtbar und zugleich dadurch so alltäglich, dass man nicht mehr bewusst darüber nachdenkt. Doch wie sieht der Punkt aus? Welche Form hat er? Ist er nur ein ungegenständlicher Fleck? Oder quadratisch, vielleicht rund? Die reine geometrische Definition hilft da kaum weiter und im Sprachgebrauch hat sich der Punkt schon längst jenseits seiner wie auch immer gearteten Form etabliert. 10 kunstraumMETROPOL

Das Wilhelm-Hack-Museum, das mit seiner herausragenden Sammlung ungegenständlicher Kunst bekannt geworden ist, hat nun eine sehenswerte Ausstellung zusammengestellt, die dem Phänomen des Punktes als abstrakte Form im Bild nachgeht und wieder ins Bewusstsein rückt. Allein die Künstlerauswahl von fast 60 Künstlern ist schon beachtlich und reicht vom Pointillismus über die Pop-Art bis heute. Als es noch keine Digitalkameras gab, begannen einige Künstler im ausgehenden 19. Jahrhundert erstmals Bilder aus zahlreichen kleinen Punkten zu malen. Jeder Gegenstand, jede Form und Farbfläche wurde durch kleinste regelmäßige Tupfer aus reinen, ungemischten Farben erschaffen, die eng nebeneinander stehen und im Komplementärkontrast auf die Leinwand aufgetragen wurden. Erst aus einer gewissen Distanz und im Auge des Betrachters vermischen sich die Farbpunkte und formen sich zu einem Gesamtgefüge. Aus der Nähe betrachtet, flimmern die einzelnen Punkte vor dem Auge und lassen den zuvor aus der Ferne gesehenen Bildgegenstand nicht mehr wiedererkennen.

Georges Seurat, der Begründer des Pointillismus (frz. Point = Punkt), beschäftigte sich intensiv mit den damals neuen Erkenntnissen zur Farbenlehre von Eugène Chevreul und entwickelte diese Malweise Anfang der 1880er Jahre mittels wissenschaftlich belegter Farb- und Wahrnehmungstheorien. Seinen Stil nannte er zunächst Chromo-Luminarismus (Farblichtmalerei), später dann Divisionismus (Teilungsmalerei), der von seinem Künstlerkollegen Paul Signac und anderen fortgeführt wurde. Ablehnende Kritiker bezeichneten die Malweise damals spöttisch als Confettisme, Konfettikunst. In der Ausstellung „PUNKT-SYSTEME. Vom Pointillismus zum Pixel“ gehen die Kuratoren jenen Systemen nach, die sich durch die Punktierung von und in Bildern ergeben. Doch sind die Pointillisten, die hier mit Bildern von Paul Signac und Adolf Erbslöh vertreten sind, mit den heutigen Pixelbildern vergleichbar? Die Frage lässt sich allein durch die unterschiedliche Entstehung der Bilder – hier die manuelle Malweise, dort die technische Produktion – beantworten. Tatsache ist aber, dass die Pointillisten nach einem System malten und die heutigen digitalen Bilder durch ein technisches System erstellt werden. Beide Systeme sind heute grundlegende Vorbilder für zahlreiche Künstler geworden, die sich mit Punktsystemen auseinandersetzen. Die formal stark abstrahierende pointillistische Technik war zudem Grundlage für gegenstands- und bildraumauflösende Tendenzen in der Kunst des 20. Jahrhunderts. In der Ausstellung wird deutlich, wie variantenreich Bilder, Skulpturen, Videos und Rauminstallationen mit Punkten jonglieren und wie spielerisch der Umgang mit dieser kleinen ungegenständlichen Einheit sein


Yayoi Kusama,The Obliteration Room, 2012 kann. So malte Sophie Taeuber-Arp in ihrem Aquarell „Composition schématique à rectangles“ von 1930 einzelne kleine Kreise und Striche und setzt diese nebeneinander auf eine dunkle Fläche. Die Elemente scheinen geordnet wie nebeneinander gelegte Dominosteine, und doch schleichen sich bewusste Fehler ins System. Hier trifft Ordnung auf Unordnung, die schnell zum Chaos werden könnte. Chaotisch und bunt geht es in der Installation „The Obliteration Room“ von Yayoi Kusama her. Hier kann der Besucher nach Herzenslust viele bunte Klebepunkte in einem eingerichteten Raum auf weiße Möbel und Wände kleben. Je mehr Punkte kleben, umso weniger wird der Raum am Ende als solcher wahrgenommen. Die Punkte siegen und verflachen den Raum. Warum? Vielleicht, weil hier kein System, keine Farbtheorie mehr dahinter steckt, sondern das Chaos regiert? Kusamas Obsession und Passion für den Punkt hat auch eine dunkle Seite: Sie lebt seit 1977 in einer Nervenheilanstalt und erhielt 2006 den weltweit am höchsten dotierten Kunstpreis „Praemium Imperale“. Sehenswert ist

auch das Video von Rivane Neuenschwander, in der Ameisen verschiedene Farbpunkte verschieben und auf ihre eigene Weise versuchen, Ordnung ins System zu bringen. Mit der Verpixelung der Fotografie schafft Thomas Ruff auf eindrucksvolle Weise einen Bogen zur Malerei. Seine zum Teil aufgerasterten und großpixelig angelegten Bilder aus der Serie „jpg“ wirken unscharf und das Motiv malerisch verzerrt. Die Pixel werden zu Störfeldern und führen zum Informationsverlust im Detail. In den Sternenbildern, für die er wissenschaftlich-astronomische Vorlagen verwendet, werden die Sterne zu weißen Punkten in einer schwarzen Fläche und damit zum abstrakten Bild. Schon am Eingang des Museums wird dem Besucher mit einer Installation von Christoph Dahlhausen signalisiert: Hier geht’s zum Punkt. Zahlreiche kleine bunte Kreise kleben auf den Fenstern der Rückseite des Gebäudes und werden allmählich nach vorne hin zu Spiegelpunkten auf der Glasfront, die den ankommenden Besucher mit sich selbst konfrontiert. Sein Kopf spiegelt sich im Punkt

und wird gleichsam Teil der Installation – zumindest für einen pointierten Augenblick. In der umfangreichen Ausstellung und den zahlreichen Begleitveranstaltungen wird deutlich, wie der Punkt mit der Zeit geht und Künstler sowohl auf neue bildgebende Verfahren und reproduzierende Drucktechniken reagieren – wie zum Beispiel Roy Lichtenstein und Sigmar Polke auf den Siebdruck in den 1970er Jahren, Thomas Ruff heute auf die Pixel – als auch neue künstlerische Systeme und Bildarten erschaffen. Und wer noch mehr sehen und wissen möchte, dem ist die zeitgleich laufende Ausstellung „Rasterfahndung“ im Kunstmuseum Stuttgart zu empfehlen, die die Bedeutung des Rasters in der Kunst am Beispiel von rund 50 Künstlern untersucht (bis 7.10.). Ulrike Lehmann PUNKT-SYSTEME. Vom Pointillismus zum Pixel 16. Juni bis 30. September 2012 WILHELM-HACK-MUSEUM Ludwigshafen am Rhein Eröffnung Sa 15. Juni 2012, 19h www.wilhelmhack.museum kunstraumMETROPOL 11


kunstraumMANNHEIM

DELTABEBEN. REGIONALE 2012 Spannender Überblick über die derzeitige Kunst der Region Nach dem erfolgreichen Auftakt der neuen Form einer Gruppenausstellung im Jahr 2010 im Wilhelm-Hack-Museum und im Kunstverein Ludwigshafen verspricht auch die diesjährige Regionale eine außergewöhnliche Entdeckungsreise in die zeitgenössische Kunst. Anfang Mai wählte eine sechsköpfige Jury 45 Künstler aus über 400 eingereichten Bewerbungen aus, deren Werke vom 22. Juli bis 2. September in der Kunsthalle Mannheim, im Mannheimer Kunstverein und in der Stadtgalerie zu sehen sein werden. Das künstlerische Spektrum der Arbeiten reicht von gegenständlicher und konkreter Malerei, über Skulpturen und Installationen bis hin zur Videokunst und ist damit Ausdruck der besonderen Vielfalt, Kreativität und künstlerischen Schaffenskraft in der Region. Herbstvision, 1964

HOMMAGE AN NORBERT NÜSSLE Mannheimer Meister der Collage Ein Bonbonpapier, ein Eckchen einer Zigarettenschachtel, ein kleines Stückchen aus einem Reklameblättchen, ein buntes Polaroidbild und scheinbar unzählige kleine Fitzelchen von irgendwas fügen sich zu den authentischen Collagen von Norbert Nüssle. Er beherrschte diese Technik wie kein anderer und ist ihr zeitlebens treu geblieben. Einzigartig und unverkennbar seine Werke, die aus Fundstücken, den „objects trouvé“ und Farbe entstanden. Auf ganz eigene Weise sind sie Zeitzeugen des Moments, denn Nüssle verwendete für seine Collagen Dinge, die er auf der Straße fand und integrierte sie in seine außergewöhnlichen Arbeiten. Die bekanntesten sind seine „Urbanen Landschaften“, die auf ihre Art romantische Ansichten der Bretagne und natürlich immer wieder aus Nüssles Heimatstadt Mannheim zeigen. Nobert Nüssle war einer der bedeutenden Mannheimer Maler seiner Generation. In seiner Kunst verband er Malerei und Collage, wobei er sich auf die Darstellung des Menschen und dessen umgebende Lebensräume konzentrierte. Seine Sujets veränderten sich im Lauf der Jahre. Der Mensch als zentrales Bildelement seiner frühen Werke wird Ende der 80er Jahren zunehmend abgelöst durch die Abbildung von Plätzen und Städten. Seine Werke zeigen wiederkehrend Motive aus Mannheim und der Bretagne, beides Wohn- und Arbeitsräume Nüssles, die seine Kunst stark inspirierten. Im Juni wäre der vor Kurzem verstorbene Norbert Nüssle 80 Jahre geworden. Gleich zwei Mannheimer Ausstellungen widmen sich jetzt seinen Arbeiten: Die Stadtgalerie präsentiert eine Retrospektive über sein künstlerisches Gesamtwerk, die Galerie theuer+scherr konzentriert sich auf Arbeiten der letzten zehn Jahre. Ingrun Salzmann Norbert Nüssle Malerei. Collagen. bis 8. Juli 2012 Stadtgalerie Mannheim www.stadtgalerie-mannheim.de 12 kunstraumMETROPOL

bis 29. Juni bis 14. Juli 2012 theuer+scherr, Mannheim www.theuerundscherr.de

Gezeigt werden aktuelle Entwicklungen und neue Kunstwerke, Newcomer aber auch etablierte Künstler. Allen gemeinsam ist, dass sie in der Metropolregion geboren sind, hier studiert haben oder hier als Künstler aktiv arbeiten, wobei die geografischen Grenzen bis nach Karlsruhe und Mainz reichen. Die Regionale, die alle zwei Jahre im Wechsel in Ludwigshafen und Mannheim stattfindet, bietet so regionalen Künstlern und den Menschen der Region einen nicht ganz alltäglichen Raum des Zusammentreffens und des Dialogs. Während der Fokus der Kunsthalle Mannheim auf abstrakt-konkreten Werken liegt, präsentiert der Mannheimer Kunstverein vorwiegend realistische, figurative Arbeiten. Die abstrakte Kunst bildet den Ausstellungsschwerpunkt in der Stadtgalerie Mannheim. Gezeigt werden: Jens Andres, Enrico Bach, Benedikt Dichgans, Götz Diergarten, Carina Doerflinger, Christine Fischer, Reiner Fuchs, Nele-Marie Gräber, Valentin Hennig, Barbara Hindahl, Myriam Holme, Anne Janoschka, Anja Kniebühler, Max Kosoric, Skafte Kuhn, Gabriele Künne & Matthias Moravek, Ana Laibach, Anabel Leiner, Max Leiß, Jonas Luntius, Vanessa May, Katharina Meister, Michel Meyer, Philipp Morlock, Olaf Quantius, Wolfgang Rempfer, Bernhard Sandfort, Max Santo, Christian Schmid, Marten Georg Schmid, Richard Schimanski, Monika Schneider, Sarah Schoderer, Angelika Schröder, Julia Sinner, Fritz Stier, Claus Stolz, Marcia Raquel Székely, Konstantin Voit, Michael Volkmer, Magnus von Stetten, Gerhard Vormwald, Silvia Wille und Franziska Wolff.

Deltabeben. Regionale 2012 22. Juli bis 2. September 2012 Stadtgalerie Mannheim www.stadtgalerie-mannheim.de Mannheimer Kunstverein www.mannheimer-kunstverein.de Kunsthalle Mannheim www.kunsthalle-mannheim.eu


kunstraumLUDWIGSHAFEN

Rauminstallation, 2012

ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE Losgelöst schwebend, geerdet am Boden. Im Raum der Zeit oder mitten im Leben. Zwischen Himmel und Erde? Weiße, luftig leichte Gebilde hängen von der hohen Decke, scheinbar achtlos verteilt. Einige hoch oben unerreichbar unter den Lichtfenstern, einige zum Greifen nah in halber Höhe, manche entfernt im Hintergrund, andere ganz nah in der Mitte des Raumes. Große, Kleinere und Kleine, eng zusammengefaltet ähnlich einer Knospe, deren Blätter dicht ineinander liegen, leicht gebläht, wie ein sanft aufgewehtes Segel oder prall gefüllt - alle schwebend wie Wolken am Himmel. Ein harmonisches Bild, in einem dazu stimmig passenden Raum, hoch, lichtdurchflutet mit nach oben geöffneten großen Fenstern, die den Horizont verwischen und so das Bild in die Weite des Himmels tragen. Doch was auf den ersten Blick wie ein fast statisches Gebilde erscheint, trägt Bewegung in sich. Ganz sacht und geheimnisvoll schwingen die schwebenden Formen. Sie verändern sich langsam, werden größer, dehnen sich aus und beanspruchen mehr Raum. Es erscheint als erwachen sie, getrieben von einer unsichtbaren Kraft, bis sie sich vollständig und formvollendet entfaltet haben, bevor sie langsam aber unaufhörlich wieder in sich zusammensinken, klein und kraftlos werden, bis sie letztlich nur noch schlaff von der Decke herab hängen. Dann beginnt das Spiel des Formenwechsels auf wundersame Weise von Neuem. Alle Figuren bewegen sich fortwährend. Sie durchleben einen Zyklus von klein in sich ruhend, über eine Wachstumsphase bis zur Vollendung, um dann wieder in ihren Ursprungszustand zurückzukehren. Dabei folgen sie einem Rhythmus, einer gleichbleibenden Dynamik – sie atmen quasi. Luft ist das Element, das sie antreibt. Wie Lebewesen, Menschen und Pflanzen benötigten sie Luft, um diesen ständig wiederkehrenden Kreislauf wiederholen zu können. Das nimmt auch den Betrachter gefangen. Er betritt den Raum und ist inmitten der Bewegung, mitten in diesem Rhythmus, den er auch selbst in sich trägt. Die abstrakte Formgebung der pneumatischen

Figuren und deren stetige pulsierende Aktivität drängen ihm auf unterbewusste Art Assoziationen zu Prozessen und Abläufen des Lebens auf - von Werden, Wachsen und Sein, aber auch von Wandel und Vergehen. Doch nur scheinbar befindet er sich in einem luftigen Wolkenhimmel. Wenige schwarze Figuren, die sich vom grauen Boden gen Himmel recken, stören die himmlische Atmosphäre. Ebenfalls von Luft getrieben entfalten sie sich in Form von langen Röhren. Sie sind der bewusst gesetzte Gegenpol zu den luftig anmutenden, weißen Wolkengebilden. Schwarz, schlank, voll hektischerer Dynamik schnellen sie zielgerichtet empor und sinken viel rascher wieder in sich zusammen. Dem Künstlerpaar Bettina Bürkle und Klaus Illi ist es auf beeindrukkende und fesselnde Weise gelungen, den Betrachter mit ihren phantasievollen Skulpturen in den Bann zu ziehen. Ihre Figuren aus zarter und dennoch robuster Ballonseide, sowie die verschiedenen Bewegungsformen ergeben immer wieder neue und überraschende Gesamtbilder. Perspektiven und Eindrücke wechseln ständig. Der besondere Raum des Ludwigshafener Kunstvereins mit seinem über zehn Meter hohen Tonnengewölbe und den riesigen Oberlichtfenstern, die das Tageslicht einfangen ist der perfekte Ort für ihre außergewöhnliche Raumkunst – die Künstler haben ihn als ganz wesentliches Element wie selbstverständlich mit ihrer Installation verbunden. So schaffen es Bürkle und Illi auf ganz spielerische Art, durch das Zusammenspiel von Aufsteigen, Aufblähen und Zusammensinken dem Betrachter die Sinnbilder von Werden und Vergehen als Metapher des Lebens näher zu bringen. Ingrun Salzmann Bettina Bürkle und Klaus Illi Zwischen Himmel und Erde bis 1. Juli 2012 Kunstverein Ludwigshafen www.kunstverein-ludwigshafen.de kunstraumMETROPOL 13


kunstraumHEIDELBERG

CoRPo SaNTo Die Videoinstallation CoRPo SaNTo von Mauricio Dias & Walter Riedweg präsentiert das Ergebnis der künstlerischen Auseinandersetzung mit Werken von Insassen psychiatrischer Anstalten in der Zeit zwischen 1850 und 1930, überwiegend aus dem Bestand der Heidelberger Sammlung Prinzhorn und führt damit Reaktionen von Künstlern seit der Zeit Hans Prinzhorns (1886-1933) fort, unter ihnen Ernst Ludwig Kirchner, Max Ernst, Richard Lindner, Georg Baselitz und Arnulf Rainer. Wobei CoRPo SaNTo nicht nur auf den Werken der Sammlung basiert, sondern die beiden renommierten Videokünstler Dias & Riedweg integrierten in ihrer Arbeit eine zusätzliche neue Dimension, indem sie Psychiatrie-Erfahrene in Brasilien einbezogen haben, die noch heute unter ähnlichen Umständen in psychiatrischen Einrichtungen leben wie in Europa vor der PsychiatrieReform. Das war für beide eine ganz neue Erfahrung. Bereits seit 1993 arbeiten der gebürtige Südamerikaner Mauricio Dias und der Schweizer Walter Riedweg zusammen. Sie nutzen ihre jeweiligen Erfahrungen in bildender Kunst und Performance zu gemeinsamen interdisziplinären Kunstprojekten, hauptsächlich Videoinstallationen. Wobei sie stets der Frage nachgehen, wie die individuelle Psyche den öffentlichen Raum formt und beeinflusst und ob dieser Prozess auch umgekehrt verläuft. Sie übernehmen dabei die Funktion des ‚Übersetzers‘ 14 kunstraumMETROPOL

VIDEOINSTALLATIONEN ZU WERKEN DER SAMMLUNG PRINZHORN VON MAURICIO DIAS & WALTER RIEDWEG

zwischen verschiedenen Welten, schaffen dadurch Raum und Möglichkeiten des Dialogs. Ihr aktuelles Projekt CoRPo SaNTo realisierten Dias & Riedweg mit etwa 50 Patienten des Instituto de Psiquiatria da Universidade Federal do Rio de Janeiro, die freiwillig am Projekt teilnahmen. Im alten, lange ungenutzten Theater des Instituts, dem Qorpo Santo, führten sie Workshops durch, bei denen die Akteure in verschiedene Kostüme und Charaktere schlüpften, und filmten diese dabei. Kostüme und Requisiten entstanden in Zusammenarbeit mit dem Karneval-Designer Bruno Vilaça und der Kostümbildnerin Karin Wyler, basierend auf Bildern und Zeichnungen der Sammlung Prinzhorn. Mit Unterstützung des Kunsthandwerkers Ivan Jilek wurde ein großer Schminktisch angefertigt, der zentrale Mittelpunkt der späteren Installation. Jetzt bildet die Videoinstallation CoRPo SaNTo in Heidelberg die Garderobe des Theaters Qorpo Santo nach, gefüllt mit den farbenfrohen Originalkostümen und -requisiten. Wie in einer Theatergarderobe sieht man einen lampengesäumten Spiegel auf dem Frisiertisch, der mittels geschickter Projektion das Geschehen spiegelt. Zu beobachten ist, wie sich die Akteure kostümieren, Mäntel, Schals, Stiefel, Hüte, Perücken, Handschuhe und Masken anziehen und aufsetzen, sich schminken und sich dabei, Schritt für Schritt, in die fiktiven Charaktere der Sammlung verwandeln. Der Ausstellungsbesucher wird so bewusst in das Werk eingebunden – eine typische Strategie der Künstler, die den Blick des Zuschauers als

aktive vierte Dimension ihrer Arbeit verstehen. Hinter dem Tisch, auf einer großen Projektionsfläche, sieht man, wie die Teilnehmer der Workshops anschließend frei gewählte Theaterszenen und unerwartete Lieder interpretieren. Die Theatergarderobe fungiert als Metapher für eine, wenn auch zeitlich begrenzte, Aneignung einer Fantasie; der Akt des sich Verkleidens steht für den Akt einer Schöpfung. Mit dem Kreieren fiktiver Figuren wollten Dias & Riedweg den Teilnehmern ermöglichen, aus der Situation uniformierter Internierung herauszutreten – und damit den „Corpo Santo“ (Heiligen Körper) wiederzubeleben. Begleitend zur Videoinstallation werden in der Ausstellung die etwa 50 Werke der Sammlung Prinzhorn zu sehen sein, die als Vorlage für die Kostüme dienten. CoRPo SaNTo ist Teil des größeren Projektes ungesehen und unerhört, zu dem auch die nächste Ausstellung, Rotations, von Javier Téllez gehört sowie ein zweibändiges Überblickswerk, das eine Vielzahl von künstlerischen Reaktionen auf die Sammlung Prinzhorn aus dem 20. und 21. Jahrhundert vorstellt. Dr. Thomas Röske

Mauricio Dias & Walter Riedweg ungesehen und unerhört I: CoRPo SaNTo bis 23. September 2012 Sammlung Prinzhorn, Heidelberg http://prinzhorn.ukl-hd.de


kunstraumHEIDELBERG

GEGENSÄTZE ÜBERWINDEN Robert Schad bittet zum Tanz Zmorg, Kender, Varull, Balug – was im ersten Moment eher an geheimnisvolle Wesen aus mystischen Sagen erinnert, sind phantasievolle Namen, die der Bildhauer Robert Schad im Schaffensprozess seinen unverwechselbaren Skulpturen zuordnet. Wie die formästhetischen Figuren selbst inspirieren sie, wecken Assoziationen, laden ein zum Dialog, zur Interaktion. Und genau das passiert, wenn man die meterhohen sandgestrahlten Stahlkonstruktionen wahrnimmt und sich auf sie einlässt. Jeder Blickwinkel eröffnet neue Perspektiven, wirft Fragen auf zu den sichtbaren Paradoxien dieser raumgreifenden, rostbedeckten Werke, die trotz offensichtlicher Gegensätze harmonisch in sich ruhen. Massiver Stahl, tonnenschwer, der eine unglaubliche Leichtigkeit und Anmut ausstrahlt. Fast sieht es aus, als schweben die Figuren über dem Boden. Starre lineare Metallstücke, die aneinandergereiht so geschwungene Formen ergeben, als würden sie sanft im Wind flattern oder grazil zu einer lautlosen Musik tanzen. Dabei werden die eigentlichen Materialeigenschaften des Stahls als schweres lebloses Element scheinbar völlig außer Kraft gesetzt – es entstehen Figuren mit einer spannenden Balance zwischen Bewegung und Ruhe. Es ist als zeichnet Schad mit Stahl mal eben eine fließende Momentaufnahme in den Raum, eine Bewegung, die kurzzeitig verharrt. Robert Schad reizt die Herausforderung Stahl, dem einstigen Material der Waffen, etwas Leichtes zu entlocken, ein Element zu bändigen, was eigentlich nicht zu bändigen ist. Seit über einem Vierteljahrhundert arbeitet der in Ravensburg geborene Bildhauer ausschließlich mit Vierkantstäben aus Baustahl, im Idealfall im Maß seiner Hand. Er setzt sich intensiv mit dem Werkstoff Stahl auseinander und setzt ganz bewusst einen Kontrapunkt zur modernen Digitalen Kunst. Die auf unterschiedliche Längen geschnittenen Metallstäbe werden nicht gebogen, sondern gemäß skizzierter Vorlagen in verschiedenen Winkeln arrangiert und zusammengeschweißt. Statt ekkiger, scharfer oder technisch aussehender Kanten entstehen so gelenkartige, fast gewachsene Übergänge, die seinen Figuren Bewegung und Dynamik einhauchen und eine besondere Verbindung zur Natur herstellen. Die Ausstellung mit dem Thema „Tanz“ im Skulpturenpark Heidelberg zeigt acht seiner Exponate und ermöglicht einen eindrucksvollen Überblick über das Werk von Robert Schad. Sie umfasst vier circa drei Meter hohe Figuren im Innenhof und vier Großplastiken, die sich bis zu zehn Meter in den Himmel strecken. Die raumgreifenden Figuren, entstanden in einer Schiffswerft in Speyer, bilden mit der Umgebung des Gartens der Orthopädischen Klinik eine auffallend harmonische Einheit und rhythmisieren immer wieder auf’s Neue mit den historischen Gebäuden. Der Skulpturenpark Heidelberg ist ein gemeinnütziger Verein, der 1995 seine Tätigkeit aufnahm. Er verfügt über 24 Freilandskulpturen bedeutender deutscher und zum Teil auch internationaler Bildhauer des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart, die im Garten und Landschaftspark der Universitätsklinik Heidelberg aufgestellt sind. Ingrun Salzmann

Zmorg, 2011

Robert Schad Tanz bis 21. Oktober 2012 Skulpturenpark Heidelberg www.skulpturenpark-heidelberg.de kunstraumMETROPOL 15


Weinheim

Worms

imGESPRÄCH Viernheim Mannheim Luwigshafen

UNVERWECHSELBAR KUNST UND KULTUR IN DER METROPOLREGION RHEIN-NECKAR

Heidelberg

Schwetzingen

Thomas Kraus, Leiter des Kulturbüros der MRN

Wo sind die Stärken und Potenziale der Metropolregion im Hinblick auf die zeitgenössische Kunst? Wo sind die Besonderheiten? Gemeinsame Ausstellungsprojekte der Museen, Kunstvereine, Galerien und Sammlungen der Metropolregion waren erfolgreich und haben für nationale und internationale Aufmerksamkeit gesorgt. Diese Bereitschaft zur Zusammenarbeit, über Sparten-, Stadtund Ländergrenzen hinweg, ist innerhalb Deutschlands singulär. Ich denke vor allem an das Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg 2011 das mit steigenden Zuschauerzahlen und einem weltweiten Medienecho für eine gelungene Kooperation belohnt wurde. Dieser wunderbar kuratierte Blick auf die Fotografie zu Beginn des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts steht beispielhaft für die Stärken und Potentiale der Region Rhein-Neckar. Wir erhoffen uns für die Zukunft weitere Gemeinschaftsprojekte, die bedeutende Ausstellungen zu realisieren vermögen – hier sind in unserer Region noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Eine weitere Besonderheit ist sicher 16 kunstraumMETROPOL

die im Vergleich zu anderen Regionen überZusammenhang erwähne ich das Stichwort aus große Bereitschaft hier beheimateter priAtelierförderung, die mancherorts bereits vater Mäzene und der Sponsoren aus der eingeführt ist. Die Eröffnung einer StadtgaSpeyer örtlichen Wirtschaft, zeitgenössische Kunst lerie in Zeiten klammer Kommunalhaushalte zu fördern. So sind immer wieder temporäre hat natürlich weithin ein positives Zeichen Projekte möglich, die einen Austausch mit gesetzt, das hoffentlich als Signal für weitere Künstlern auf nationaler und internationaler Anstrengungen der öffentlichen Hand auf Ebene kreieren. dem Feld der Künstlerförderung verstanden wird. Wenn wir also in der gesamten Region Anreize für die Künstler schaffen, sich hier niederzulassen, dann sehe ich der Zukunft Welche Rolle nimmt die zeitgenössische hoffnungsvoll entgegen. Dazu gehört natürKunst im Rahmen der Bewerbung zur lich auch die Projektförderung durch die GeKulturhauptstadt 2020 ein? meinden und Städte. Hier seien stellvertretend die spannenden Projekte EINRAUMSie wird, so hoffe ich, eine Hauptrolle im HAUS und KING KONG Contempary Art Bewerbungsprozess übernehmen. Die GaleProject genannt, die eine entsprechende risten, Ausstellungsmacher, Museumsleiter Unterstützung erhalten haben. Nebenbei und Künstler der gesamten Region sollten bemerkt ist die Außenwirkung unserer die Chance nicht ungenutzt verstreichen lasKunstszene oft größer und positiver als es sen, die diese Bewerbung bietet. Schließlich die Eigenwahrnehmung vor Ort suggeriert. wird es Mannheim und der Metropolregion Wir dürfen also ruhig etwas selbstbewusster nicht gelingen in Brüssel Eindruck zu maauf die Kunstszene der Metropolregion chen, wenn auf dem Gebiet der zeitgenössischauen. schen Kunst ein großes Defizit diagnostiziert werden müsste. Deshalb sollten sich die Akteure der Kunstszene Rhein-Neckar deutlich Welche Ausstellung in der Region haben positionieren und ihre Ideen an die VerantSie für den Sommer in Ihrem persönlichen wortlichen für die Bewerbung zur EuropäiTerminkalender eingeplant? schen Kulturhauptstadt herantragen. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Auch in diesem Fall empfehle ich die Kräfte Als überzeugter und hoffentlich überzeuzu bündeln und ein aufeinander abgestimmgender Anhänger der Metropolregion freue tes, gemeinsames Vorgehen. Allerdings ich mich auf das Deltabeben. Regionale sollte der Schwerpunkt nicht auf einmalige 2012. Wer sich über das aktuelle KunstgeFeuerwerke gesetzt werden, sondern auf schehen der Region informieren möchte, langfristig angelegte Projekte mit Tiefenwirsollte diese Schau, die vom 22.07. bis zum kung. 2.09. zu sehen ist, nicht verpassen. Neben zahlreichen weiteren Ausstellungsbesuchen habe ich in meinem Kalender bereits die Ausstellung Heide Hinrichs: Echos rot angeWie schätzen Sie die Entwicklung des strichen, weil ich neugierig darauf bin, welKunstraums Rhein-Neckar ein? chen Weg Susanne Weiß, die neue Leiterin des Heidelberger Kunstvereins, beschreiten Entscheidend für die Entwicklung des hiesiwird. Und um der Zeit ein wenig vorzugreigen Kunstraums wird sein, ob es gelingt, die fen, erwähne ich noch die für den Herbst ohne Zweifel vorhandenen Talente dazu zu im Wilhelm-Hack-Museum geplante Schau bewegen, in der Region zu bleiben. Es wird Schwestern der Revolution. Künstlerinnen viel davon abhängen, welche Arbeitsbedinder russischen Avantgarde. gungen Künstler hier vorfinden. In diesem


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Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar Kreises

unst und Kultur im Rhein-Neckar-Kreis prägen maßgeblich die regionale Identität. Hochkarätige Museen, zahlreiche Ausstellungen und Galerien, Kleinkunstbühnen und Theater strahlen weit über den RheinNeckar-Kreis und die ganze Region hinaus. Abgerundet wird dieses Angebot durch die Kulturstätten des Kreises, die Stiftskirche Sunnisheim in Sinsheim, das Kommandantenhaus Dilsberg, das Kreisarchiv in Ladenburg und die Galerie der GRN-Klinik in Weinheim. Diese Veranstaltungsorte in der Fläche machen vielen Kreiseinwohnerinnen und -einwohnern den Genuss von außergewöhnlichen Musikund Theaterinszenierungen, Kabarett und Kunstausstellungen erst möglich. Somit erfüllt eine aktive lokale und regionale Kunst- und Kulturszene unseren Kreis mit Leben und macht ihn zur „Kulturregion“ im Herzen Europas.

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Das Kunstmagazin artline informiert schon seit über sieben Jahren länderübergreifend im südlichen Baden-Württemberg, im Elsass, in der Nord- und Ostschweiz sowie im Vorarlberg und in Lichtenstein regelmäßig über das dortige Kulturgeschehen. Umso mehr freue ich mich, dass der Herausgeber von artline künftig seine Aktivitäten auf Nordbaden ausdehnen und mit dem neuen Magazin kunstraumMetropol auch die Kunst- und Kulturszene des Rhein-Neckar-Kreises konstruktiv begleiten und über sie berichten wird. Davon erhoffen sich alle Kunstverantwortlichen im Rhein-Neckar-Kreis eine größere regionale und überregionale Aufmerksamkeit für die zahlreichen Events in der ganzen Rhein-Neckar-Region. Bereits heute freue ich mich auf die erste Ausgabe von kunstraumMetropol und wünsche allen Lesern einen informativen Einblick in die große Vielfalt und Qualität der Kunst-Highlights in der Region.

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kunstraumMANNHEIM

Ben Patterson dirigiert die „Simple Opera“, 2012

BEN PATTERSON. EVENT SCORES Mannheimer Stadtgalerie zeigt komplettes Werk „Ich will nicht reden, ich will performen.“ Mit diesen Worten tritt Ben Patterson, einer der wichtigsten Vertreter und Mitbegründer des Fluxus, in die Mitte des Raumes und beginnt konzentriert mit den Vorbereitungen zur „Simple Opera“: An acht Freiwillige aus dem Publikum werden kleine Flöten verteilt. Nach kurzer Einweisung, Aufstellung des Orchesters und Einspielen der Instrumente dirigiert und kommentiert Patterson sein arrangiertes Ein-Ton-Stück. Auf ganz typische Weise ist es Ausdruck von Fluxus. Fluxus ist eine der einflussreichsten Kunstrichtungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und eine der radikalsten. Nicht nur das bis zur Geburtstunde des Fluxus zu Beginn der 60er Jahre geltende Kunstverständnis wird vollständig abgelehnt, nein Fluxus begreift sich von Anfang an als AntiEstablisment. Durch die Verbindung von Theater, Tanz, Musik und Aktion schafft Fluxus neue intermediale Kunstformen und schließlich die Performance, die aus der Gegenwartskunst nicht mehr wegzudenken ist. Leben und Kunst werden bewusst in Beziehung gesetzt, alltägliche Abläufe, aber teilweise auch völlig absurde Handlungen in einen neuen Kontext übertragen und in musikalische Partituren übersetzt. Auch die Frage des Urheberrechts – heute heftigst diskutiert – haben die Fluxuskünstler schon längst hinter sich gelassen. Ihre Stücke sind völlig frei von kommerziellen Absichten und dürfen jederzeit und von jedem aufgeführt werden. 18 kunstraumMETROPOL

Die Werke des Amerikaners Ben Patterson gehören unbestritten zu den großen Klassikern in der Perfomancekunst und die Ausstellung in der Stadtgalerie ist einzigartig. Sie erlaubt anhand von Partituren, Bildern und Filmmitschnitten von Perfomanceaufführungen einen Gesamtüberblick über das sympathische Werk des ausgebildeten Musikers - beginnend mit Pattersons frühen Partituren, die den Happening-Anweisungen von Allan Kaprow und Al Hansen ähneln, darunter das berühmte „Papierstück“ bis hin zu seinen späteren Stücken, in denen er sich mit bekannten Kompositionen der klassischen Musik auseinandersetzt, sie vom überhöhten Pathos befreit, die Distanz zum Zuschauer völlig aufhebt und parodistische Elemente aufnimmt. Oder wo sonst darf man am Ende von Wagners Tristan und Isolde als Konzertbesucher mit Stäbchen den Milchreis von Isolde naschen? Sicher einer der Höhepunkt dieser besonderen Ausstellung ist die Performance „Requiem für einen Flügel“, die am 17. Juni, ab 17 Uhr aufgeführt wird. Gemäß Partitur wird ein Flügel, während eines Konzertes (vierhändig) mit verschiedenen Werkzeugen in seine Einzelteile zerlegt, bis der letzte Ton verklingt. Ingrun Salzmann

Ben Patterson Event Scores bis 8. Juli 2012 Stadtgalerie Mannheim www.stadtgalerie-mannheim.de

Nairy Baghramian, Türsteher (Bouncer), 2008

NAIRY BAGHRAMIAN HANNES BROECKER Preisträger Hector-Kunstpreis und Hector-Förderpreis Alle drei Jahre vergeben die Kunsthalle Mannheim und die H.W. & J. Hector Stiftung zwei bedeutende Preise für Bildhauerei, Objektkunst und Rauminstallation. Randbereiche und Strukturen von Räumen ins Bewusstsein rücken, wahrnehmbar machen, das will Baghramian mit ihren Arbeiten erreichen. Die 1971 im Iran geborene und heute in Berlin lebende Künstlerin überzeugte die Jury durch ihre ausdrucksstarke und eigenwillige Ästhetik und erhält den Hector-Kunstpreis, der bereits international anerkannte Positionen auszeichnet. Der Hector-Förderpreis für junge in Deutschland lebende Künstler geht an Hannes Broecker. 1980 geboren, lebt und arbeitet der Künstler in Berlin. Sein künstlerischer Ausgangspunkt ist meist die subkulturelle Kunst im öffentlichen Raum. Bedingt durch sein Interesse an urbanen Strukturen und der Gestaltung von „Un-Räumen“, von Peripherien setzt er sich mit den Nebenschauplätzen des öffentlichen Lebens auseinander. (red) Nairy Baghramian, Hannes Broecker, Kollektiv ‘Jochen Smith’, Pauline M’Barek, Rober Ludwig, Hector-Kunstpreises/Hector-Förderpreis 2012 21. Juli bis 28. Oktober Kunsthalle Mannheim Preisverleihung u. Vernissage, 20. Juli, 19:30h www.kunsthalle-mannheim.eu


AUSSTELLUNGEN

Sou Vai Keng, Martin Zeller Die Malerin Sou Vai Keng und der im Medium Fotografie arbeitende Martin Zeller fanden sich zu einem Kunstprojekt zusammen, das sich mit dem Werk von Edvard Munch auseinandersetzt und Malerei in der Tradition der chinesischen Tuschmalerei mit der neuesten digitalen Fotografie vereinigt. Galerie Julia Philippi, HD bis 4. August 2012

Claudi Casanovas, Alev Ebüzziya Siesbye Die großen, schalenartigen Arbeiten des Spaniers Claudi Casanovas sind in ihrer Rauheit aus schamottierten Tonen das schier Irdene. Scheinen sie mehr Natur als gemacht, sind dennoch subtil komponiert. Die in Paris lebende Türkin Alev Ebüzziya Siesbye dagegen ist eine Klassikerin strenger Gefäßkunst. Ihre offenen, dünnwandig gebauten Schalen verfolgen die Idee des absoluten Gefäßes. Galerie Marianne Heller, HD 17. Juni bis 2. Sept. 2012

hack-museumsgARTen Blumen, Blüten, Kräuter und Pflanzen sind auf vielen Gemälden des Wilhelm-Hack-Museums zu sehen. Doch seit März lädt das Museum alle ein, selbst zu einem Künstler zu werden und kreativ den urbanen Garten auf dem Klüberplatz zum Erblühen zu bringen. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Wilhelm-Hack-Museum, LU bis 28. Okt. 2012

Claudia Baugut, Christine Jung, Dieter Gilfert, Judith Runge Hallesche Störung – Austauschausstellung mit Halle/Magdeburg 9. Juni bis 8. Juli 2012 Heidelberger Forum für Kunst Heiliggeiststraße 21, Heidelberg Di-So 14-18h

Guido Mangold Fotografien 1958 bis heute bis 22. Juli 2012 Kurpfälzisches Museum Hauptstraße 97, Heidelberg Di-So 10-18h

Manuela Saurer, Micha Aregger, Eve Kobli Scheiber, Reto Scheiber Die Ausstellung thematisiert die Historie des Anwesens und den Charakter des Ortes. Das Motto „Gott und die Welt“, Besitzer und Ort werden durch künstlerische Positionen einander gegenüber gestellt und auf Aktualität und gesellschaftliche Relevanz hin untersucht. Galerie ASPEKT, Neustadt 26. August bis 7. Okt. 2012

HEIDELBERG Kati Elm Ernst ist das Leben, heiter die Kunst bis 15. Juni 2012 Kunstmassnahmen – Jürgen Leibig Hauptstraße 106, Heidelberg Mo-Sa 10-19h Marie Madeleine Saludes, Thorsten Bisby-Saludas Saludes und Bisby bis 16. Juni 2012 Füllhorn LebensART Fritz-Frey-Straße 15, Heidelberg Di-Fr 10-20h, Sa 10-16h Yvon Chabrowski, Sandra Schäfer Studio #3: Das Aufblättern bis 8. Juli 2012 Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di-Fr 12-19h, Sa 11-19h

Maria Kropfitsch, Evelyn Weinzierl Malerei, Zeichnung, Skulptur 15. Juni bis 17. Juli 2012 Galerie p13, Pfaffengasse 13 Di-Sa 11-13h, 14:30-19h Vernissage Do 14. Juni 2012, 19h Valerio Giacone Metamorfosi romane 23. Juni bis 19. Juli 2012 Kunstmassnahmen – Jürgen Leibig Hauptstraße 106, Heidelberg Mo-Sa 19-19h Vernissage Sa 23. Juni 2012, 20h

Ruth Broeckmann, Karin Bundschuh, Ursula Gerke-Schmitt, Angelika Karoly, Karola Kauffmann (als Gast), Karin KolsterKelly, Traudel Lindauer, Silke Prottung, Julia Rauen, Noemie Reichert, Susanne Schmitt, Bärbel Schulz, Sunok-Cho, Barbara Tafel, Nicole Wessels, Sabine Zeile (GEDOK Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer Heidelberg) Einmalig! – das Unikat bis 22. Juli 2012 Textilsammlung Max Berk Brahmstraße 8, Heidelberg Mi, Sa, So 13-18h

Barbara Guthy Leben fühlen 22. Juni bis 28. Juli 2012 Füllhorn LebensART Fritz-Frey-Straße 15, Heidelberg Di-Fr 10-20h, Sa 10-16h Vernissage Fr 22. Juni 2012, 20h Sou Vai Keng, Martin Zeller Die Rückseite des Auges bis 4. August 2012 Galerie Julia Philippi Hauptstraße 4, Heidelberg Do, Fr 14-19h, Sa 12-16h Heide Hinrichs Echos bis 12. August 2012 Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di-Fr 12-19h, Sa 11-19h

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AUSSTELLUNGEN

Johanna Diehl, Raphael Sbrzesny Showing the Case: Showcase bis 12. August 2012 Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di-Fr 12-19h, Sa 11-19h Haejun Jo, Donghwan Jo, Jan Casper, Anne König, Jan Wenzel Studio #4: Aus der Distanz 12. Juli bis 12. August 2012 Heidelberger Kunstverein Hauptstraße 97, Heidelberg Di-Fr 12-19h, Sa 11-19h Eröffnung Mi 11. Juli 2012 Gelb Jurierte Mitgliederausstellung zum Thema „Farbe Gelb“ 14. Juli bis 19. August 2012 Heidelberger Forum für Kunst Heiliggeiststraße 21, Heidelberg Di-So 14-18h Vernissage Fr. 13. Juli 2012, 20h Kelten am Fluss – Handel und Verkehr am Unteren Neckar bis 26. August 2012 Kurpfälzisches Museum Hauptstraße 97, Heidelberg Di-So 10-18h Vera von Reizenstein Willibald-Kramm-Preis-Stiftung Skulpturen 1. Juli bis 29. August 2012 Stadtbücherei Heidelberg Poststraße 15, Heidelberg Di-Fr 10-20h, Sa 10-16h Vernissage So 1. Juli 2012, 11h Willi Siber Objekte und Skulpturen 20. Juli bis 1. September 2012 Galerie p13, Heidelberg Pfaffengasse 13 Di-Sa 11-13h, 14:30-19h Vernissage Do 19. Juli 2012, 19h

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Claudi Casanovas, Alev Ebüzziya Siesbye Erde und Himmel 17. Juni bis 2. Sept. 2012 Galerie Marianne Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2, Heidelberg Di-Fr 11-13h, 14-18h, Sa 11-18h Mauricio Dias & Walter Riedweg ungesehen und unerhört I: CoRPo SaNTo – Videoinstallation zu Werken der Sammlung Prinzhorn von Dias & Riedweg bis 23. September 2012 Sammlung Prinzhorn Voßstraße 2, Heidelberg Di, Do-So 11-17h, Mi 11-20h

Tino Bittner, Udo Dettmann, Thomas Sander Parallaxe – Die komische Illusion Austauschausstellung mit Schwerin 15. Sept. bis 14. Okt. 2012 Heidelberger Forum für Kunst Heiliggeiststraße 21, Heidelberg Di-So 14-18h Vernissage Fr 14. Sept. 2012, 20h Robert Schad Tanz bis 21. Oktober 2012 Skulpturenpark Schlierbacher Landstr. 200a, Heidelberg täglich geöffnet

Die Liebhaber Eine Ausstellung über das Verhältnis von Autorschaft, Kunst Annette Blaschke, Lisa Berger, und ihrem Kontext Astrid Bergmann, Ursula Blaha, 25. August bis 4. Nov. 2012 Ruth Broeckmann, Lilo Heidelberger Kunstverein Brockmann, Ursula GerkeHauptstraße 97, Heidelberg Schmitt, Christiane von Götz, Di-Fr 12-19h, Sa 11-19h Ruth Groß, Angelika Karoly, Caroline Laengerer, Elsbeth Lang, Eröffnung Fr 24. August 2012 Petra Lindenmeyer, Philine Maarten Thiel Maurus, Hildegard Parekh, Zeichnung und Radierung Silke Prottung, Noemie Alt16. Sept. bis 17. Nov. 2012 Reichert, Roswitha Scheithauer, Galerie Julia Philippi Bärbel Schulz, Marina Volkova Hauptstraße 4, Heidelberg und Nicole Wessels Do, Fr 14-19h, Sa 12-16h (GEDOK Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer) KAISERSLAUTERN Traum vom Fliegen Thomas Kitzinger u.a. bis 28. Sept. 2012 Das trifft sich Thoraxklinik Heidelberg bis 1. Juli 2012 Amalienstraße 5, Heidelberg Museum Pfalzgalerie täglich 8-20h Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h Dongwhan Jo, Haejun Jo, Jan Caspers, Anne König, Klaus Staudt Jan Wenzel; Das druckgrafische Werk Studio #4: Das Aufzeichnen bis 15. Juli 2012 12. Juli bis 12. August 2012 Museum Pfalzgalerie 25. August bis 30. Sept. 2012 Museumsplatz 1, Kaiserslautern Heidelberger Kunstverein Di 11-20h, Mi-So 10-17h Hauptstraße 97, Heidelberg Di-Fr 12-19h, Sa 11-19h Susanne Krell Attigit.Projekt bis 17. Juli 2012 Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h

Anselm Baumann Haken, Löcher und Geschmeide bis 22. Juli 201 Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h Pfalzpreis für Bildende Kunst Malerei 15. Juli bis 19. August 2012 Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h Eröffnung So 15. Juli 2012 Franz Erhard Walter Aquarelle 28. Juli bis 26. August 2012 Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h Eröffnung Fr 27. Juli 2012 Qiu Shihua 8. September 2012 bis 6. Januar 2013 Museum Pfalzgalerie Museumsplatz 1, Kaiserslautern Di 11-20h, Mi-So 10-17h Eröffnung Fr 7. September 2012

KARLSRUHE Bernhard Sandfort Dialogische Malerei und das Museum der Fragen 16. Juni bis 9. Sept. 2012 ZKM, Museum für Neue Kunst Lorenzstraße 19, Karlsruhe Mi-Fr 10-18h, Sa-So 11-18h

LADENBURG Dieter Balzer, Heidi Gerullis, Reiner Seliger 16. Juni bis 28. Juli 2012 Galerie Linde Hollinger Rheingaustraße 34, Ladenburg Mi-Fr 13-17h und Sa 12-16h Eröffnung Sa 16. Juni 2012, 17h Künstler der Galerie und Neuentdeckungen 15. Sept. bis 26. Okt. 2012 Galerie Linde Hollinger Rheingaustraße 34, Ladenburg Mi-Fr 13-17h und Sa 12-16h Eröffnung Sa 15. September 2012, 17h


LANDAU Eckard Froeschlin, Ana Laibach, Sybille Onnen, Emö Simonyi, Anna Stangl Selbstverschiebung bis 24. Juni 2012 Kunstverein Villa Streccius Südring 20, Landau Di, Mi 17-20h, Do-So 14-17h

LUDWIGSHAFEN Bettina Bürkle, Klaus Illi Zwischen Himmel und Erde bis 1. Juli 2012 Kunstverein Ludwigshafen Bismarckstraße 44-48, Ludwigshafen Di-Fr 12-18h, Sa und So 11-18h Rajkamal Kahlon Doppelbilder bis 22. Juli 2012 Rudolf-Scharpf-Galerie Hemshofstraße 54, Ludwigshafen Do, Fr 15-18h, Sa, So 13-18h Dimitri Vojnov Gott um die Welt – ohne Zensur 6. Juli bis 10. August 2012 Kunsthaus Oggersheim Schillerplatz 2, Ludwigshafen-Oggersheim Eröffnung Fr 6. Juli 2012, 19h Mi, Fr 17-19h hackordnung # 3 Sounds & Silence Neupräsentation der Sammlung bis 9. September 2012 Wilhelm-Hack-Museum Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h Corinna Schnitt Tee trinken 16. Juni bis 15. Sept. 2012 dis>play, Wilhelm-Hack-Museum Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h Eröffnung Fr 15. Juni 2012, 19h

Punkt - Systeme Vom Pointillismus zum Pixel 16. Juni bis 30. Sept. 2012 Wilhelm-Hack-Museum Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h Eröffnung Sa 15. Juni 2012, 19h hack-museumsgARTen Ein Garten für alle! bis 28. Oktober 2012 Wilhelm-Hack-Museum Berliner Straße 23, Ludwigshafen Di, Mi, Fr 11-18h, Do 11-20h, Sa, So 10-18h Anne Neukamp 15. Sept. bis 23. Dez. 2012 Rudolf-Scharpf-Galerie Hemshofstraße 54, Ludwigshafen Do, Fr 15-18h, Sa, So 13-18h Eröffnung Fr 14. Sept. 2012, 19h

MANNHEIM Martin Brüger Erwartung und Kurzschluss bis 10. Juni 2012 Mannheimer Kunstverein Augustaanlage 58, Mannheim Di-So u. Feiertage 12-17h Thomas Kleemann, Friedemann Grieshaber bis 16. Juni 2012 Galerie Keller Rheindammstraße 50, Mannheim Mi, Do 14-18, Fr, Sa 11-15h Pipilotti Rist Augapfelmassage bis 24. Juni 2012 Kunsthalle Mannheim, Friedrichsplatz 4, Mannheim Di-So u. Feiertage 11-18h Mi 18-20h, Eintritt frei Ajee (FR), Ben Allen (GB), Blek le Rat (F), Luke Chueh (USA), Shepard Fairey (USA), Emilio Garcia (SP), Hubertus von der Goltz (D), Ottmar Hörl (D), Frank Kozik (USA), Joe Ledbetter (USA), L.E.T. (D) Marka27 (USA),

Hartmut Neumann (D), Pinky (GB), Stinkfish (CO), Stefan Szczesny (D), The London Police (GB), Peter Vogel (D) und andere Black ‘n White bis 30. Juni 2012 Galerie Kasten Werderstraße 18, Mannheim Di-Fr 14-19h, Sa 12-15h Miroslav Tichy Art-Outlaw 8. bis 30. Juni 2012 Strümpfe – The Supper-Artclub Jungbuschsstraße 3, Mannheim Di-Do 11-17h, Fr-Sa 20-02h (an den ersten drei Wochenenden im Monat) SammelStücke 1. bis 30. Juni 2012 arthea Galerie am Rosengarten Stresemannstraße 4, Mannheim Di, Do, Fr 14-18:30h, Sa 12-16h Ben Patterson Event Scores bis 8. Juli 2012 Stadtgalerie Mannheim S 4, 17, Mannheim Do-So 12-18h 17h, 17. Juni Performance Norbert Nüssle Malerei. Collagen. bis 8. Juli 2012 Stadtgalerie Mannheim S 4, 17, Mannheim Do-So 12-18h Norbert Nüssle 29. Juni bis 14. Juli 2012 theuer + scherr Friedrichsplatz 19, Mannheim Mo-Fr, 19-19h und Sa 10-16h

Elisabeth Sonneck Installation 24. Juni bis 21. Juli 2012 cube 4x4x4 Augartenstraße 68, Mannheim Do-Fr 16-19h, Sa 12-16h und nach Vereinbarung Serena Amrein, Doris Erbacher, Elisabeth Sonneck, Günter Walter linear 24. Juni bis 21. Juli 2012 märz galerie mannheim Beethovenstraße 18, Mannheim Do-Fr 16-19h, Sa 12-16h und nach Vereinbarung Peter Schlör 16. Juni bis 28. Juli 2012 Galerie Peter Zimmermann Leibnizstraße 20, Mannheim Di-Fr 12:30-18h, Sa 11-14h Steffen Seeger ONE LINE 16. Juni bis 28. Juli 2012 Galerie STOFFWECHSEL Hafenstr. 74, Mannheim Di, Do-Sa 16-21h Artur Pfau Fotograf und Zeitzeuge Mannheims bis 29. Juli 2012 REM Reiss-Engelhorn-Museen Museum Weltkulturen D5, Mannheim Di-So 11-18h Bodo Hirsch (D), Dina Kikkert (NL), Rita Klein (D), Lydia Krystal (D), Jeanny Lenssen (B), Paint (CH), Roelofje van Opzeeland (NL), Cora A. Schwindt (D) bis 20. August 2012 Galerie Böhner (im Signal-Iduna Business Tower) Willy Brandt Platz 5, Mannheim Mo-Fr 9-17h

Kooperationsprojekt mit Hochschule Mannheim 17. Juni bis 15. Juli 2012 Mannheimer Kunstverein Augustaanlage 58, Mannheim Di-So u. Feiertage 12-17h 21 kunstraum METROPOL 21 kunstraumMETROPOL


AUSSTELLUNGEN

Hijacked 2 Deutschland Australien bis 26. August 2012 REM Reiss-Engelhorn-Museen Museum Weltkulturen D5, Mannheim Di-So 11-18h Sammeln! Die Kunstkammer des Kaisers in Wien bis 2. Sept. 2012 REM Reiss-Engelhorn-Museen Museum Zeughaus C5, Mannheim Di-So 11-18h Deltabeben - Regionale 2012 22. Juli bis 2. September 2012 Kunsthalle Mannheim Friedrichsplatz 4, Mannheim Di-So u. Feiertage 11-18h Mi 18-20h, Eintritt frei

Galerientage 2012 21. Sept. bis 23. Sept. 2012 Mannheimer Kunstverein Augustaanlage 58, Mannheim Di-So u. Feiertage 12-17h MusikWelten bis 30. Sept. 2012 REM Reiss-Engelhorn-Museen Museum Bassermannhaus C4,9, Mannheim Di-So 11-18h Stephan Wolter Installation 14. Sept. bis 20. Okt. 2012 cube 4x4x4 Augartenstraße 68, Mannheim Do-Fr 16-19h, Sa 12-16h und nach Vereinbarung

Mannheimer Kunstverein Augustaanlage 58, Mannheim Di-So u. Feiertage 12-17h

Jean-François Dubreuil, G.Y.Wu, Shizuko Yoshikawa, Hans Jörg Glattfelder DIAGONAL 14. Sept. bis 20. Okt. 2012 märz galerie mannheim Beethovenstraße 18, Mannheim Do-Fr 16-19h, Sa 12-16h und nach Vereinbarung

Mikis & Pablo (Hombre) Fontagnier Fotografie/Graffiti 7. August bis 15. Sept. 2012 Galerie STOFFWECHSEL Hafenstr. 74, Mannheim Di, Do-Sa 16-21h

Fragmente 14. Sept. bis 21. Okt. 2012 Stadtgalerie Mannheim S 4, 17, Mannheim Do-So 12-18 Eröffnung Do 13. September 2012, 19h

Stadtgalerie Mannheim S 4, 17, Mannheim Do-So 12-18h

Thea Bonnecroy (NL), Carry van Delft (NL), Frédéric Fortanier (NL), Frans Frengen (B), Halbe Hageman (NL), Liesbeth Nieuwenhuijse (NL),Paul Versteegh (NL), Hein Wachinger (D) bis 20. September 2012 Galerie Böhner (im Bechtle IT-Systemhaus) Beselstraße 20-22, Mannheim Mo-Fr 9-17h

22 kunstraumMETROPOL

Nairy Baghramian, Hannes Broecker,Kollektiv ‘Jochen Smith’,Pauline M’Barek, Rober Ludwig Hector-Kunstpreises/ Hector-Förderpreis 2012 21. Juli bis 28. Oktober 2012 Kunsthalle Mannheim Friedrichsplatz 4, Mannheim Di-So u. Feiertage 11-18h Mi 18-20h Preisverleihung und Vernissage Fr 20. Juli 2012, 19:30h

Die Geburtsstunde der Fotografie Meilensteine der Gernsheim-Collection 9. Sept. 2012 bis 6. Jan. 2013 REM, Reiss-Engelhorn-Museen C4,9, Mannheim Di-So 11-18h

NEUSTADT

Architecture China – The 100 Contemporary Projects 16. Sept. 2012 bis 13. Jan. 2013 REM, Reiss-Engelhorn-Museen Museum Zeughaus C5, Mannheim Di-So 11-18h

Manuela Saurer, Micha Aregger, Eve Kobli Scheiber, Reto Scheiber Zwei / Eins 26. August bis 7. Okt. 2012 (im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2012) Galerie ASPEKT Maxililianstraße 18, Neustadt Di 18-20h, Fr, So 15-20h, Vernissage So 26. Aug 2012, 15h

Benedikt und die Welt der frühen Klöster bis 13. Jan. 2013 REM, Reiss-Engelhorn-Museen Museum Bassermannhaus C4,9, Mannheim Di-So 11-18h

MUTTERSTADT Heinz Seeber, Bahaiden, Christian Borth, Gunnar Mozer, Li Haibin Neue Galerie bis 30. Juni 2012 Galerie Moderne & Zeitgenössische Kunst An der Fohlenweide 10-14 Mutterstadt Mo-Fr 9-19h, Sa 9-17h Vernissage 15. Juni 2012, 17h Galerieeröffnung 16. Juni 2012, 9-17h REIN – SEIN 3. Juli bis 4. August 2012 Galerie Moderne & Zeitgenössische Kunst An der Fohlenweide 10-14 Mutterstadt Mo-Fr 9-19h, Sa 9-17h Queer 7. August bis 29. Sept. 2012 Galerie Moderne & Zeitgenössische Kunst An der Fohlenweide 10-14 Mutterstadt Mo-Fr 9-19h, Sa 9-17h

Vera Zahnhausen lost garden bis 8. Juli 2012 Galerie ASPEKT Maximilianstraße 18, Neustadt Di 18-20h, Fr, So 15-20h,

SCHWETZINGEN Achim Freyer Wege und Wandlungen bis 17. Juni 2012 Kunstverein Schwetzingen Orangerie im Schloss, Schwetzingen Mi-Sa 14-19h und So 11-19h Peter R. Keil Leben im Farbrausch 7. bis 29. Juli 2012 Orangerie im Schloss Schwetzingen, Schwetzingen Mi-Sa 14-19h und So 11-19h Eröffnungsparty, Sa 7. Juli 2012, ab 19h Matthias Perlet Malerei 7. bis 29. Juli 2012 Kunstverein Schwetzingen Palais Hirsch, Schwetzingen Mi-Sa 14-19h, So 11-19h Jubiläumsausstellung 8. bis 30. September 2012 Kunstverein Schwetzingen Palais Hirsch, Schwetzingen Mi-Sa 14-19h, So 11-19h


VIERNHEIM

WEINHEIM

Mona Breede, Simon Schubert, Florian Heinke, Marc Dittrich u.a. (Gruppenausstellung) Gesichtsverlust – Be(com)ing (in)visible bis 30. Juni 2012 Kunsthaus Viernheim Rathausstraße 36, Viernheim Do, Fr, 15-18h und Sa 10-13h

Gerd Mackensen ganz nah und weit weg bis 15. Juni 2012 Kunsthaus Klüber Marktplatz 5, Weinheim Di-Fr 10-13h und 14-18:30h und Sa 10-15h

Jutta Hass, Gerdi Gutperle Volumen trifft Transparenz bis 19. August 2012 Kunstraum Gerdi Gutperle Heidelberger Straße 9, Viernheim Fr, Sa, So 14-18h

WALLDORF SAP Geburtstag und Ereignisse aus vier Dekaden in 40 Illustrationen bis 30. September 2012 SAP internationales Schulungszentrum Dietmar-Hopp-Allee, Geb. 5, Walldorf Mo-Fr 10-20h

WORMS Stefan Pietryga Skulpturen 16. Juni bis 15. Juli 2012 Kunstverein Worms Renzstraße 7-9, Worms Mi 18-20h, Sa, So 15-18h Benyamin Reich Jud Süß 29. Juli bis 2. September 2012 Kunstverein Worms Renzstraße 7-9, Worms Mi 18-20h, Sa, So 15-18h

BILDNACHWEISE Cover: Rauminstallation 2012 Kunstverein Ludwigshafen, Wort.Bild.Kultur. UG (haftungsbeschränkt) S. 4 Untitled (aus der Serie “Fallen Kann Ich Auch Alleine”) Olaf Unverzart,1999, © Oechsner Galerie S. 4 Nick Cave, Ingvar Kenne, 2001, © Ingvar Kenne S. 3,5 Schwimmen, Cologne, Thekla Ehling, 2008, © Thekla Ehling S. 3,7 Heide Hinrichs, falling star, 2007 S. 3,8,9 Keil-Collection Heidelberg S. 9 Foto P. Keil, Ralf Krämer S. 10 Adolf Erbslöh,Badende,1908, Öl auf Leinwand, 54 x 46,2 cm Courtesy Galerie Jörg Schuhmacher, Frankfurt; Galerie Draheim, Wiesbaden, © VG Bild-Kunst, Foto: Heiko Wolfraum S. 3,11 Yayoi Kusama,The Obliteration Room, 2012, Rauminstallation, The Obliteration Room, 2011 GOMA Brisbane, Foto: Natasha Harth, Courtesy Victoria Miro, London, Ota Fine Arts, Tokyo and Yayoi Kusama Studio Inc. © Yayoi Kusama Christoph S. 12 Herbstvision,1964. Foto: Hans-J. Schroeder S. 13 Rauminstallation 2012 Kunstverein Ludwigshafen, Wort.Bild.Kultur. UG (haftungsbeschränkt) S. 14 Dias & Riedweg, CoRPo SaNTo, 2012, Still aus der Videoinstallation S. 15 Zmorg, Wort.Bild.Kultur. UG (haftungsbeschränkt) S. 16 Foto T. Kraus, Dietrich Bechtel S. 18 Ben Petterson, Wort.Bild.Kultur. UG (haftungsbeschränkt) S. 18 Nairy Baghramian, Türsteher (Bouncer), 2008, Polished aluminium, rubber, 220 x 110 x 65 cm, Installation view The Walker’s Day Off, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden 2008, Courtesy the artist and Galerie Buchholz, Cologne/Berlin S. 19 v.l.n.r. Martin Zeller / Gefäße der Keramikkünstlerin, Alev Siesbye, Türkei/Frankreich Photo Patrick Muller / Illustration+Zeichnung „Hackmuseumsgarten“ Eberhard Grillparzer 2012/ Kinderschuhe, Manuela Saurer

IMPRESSUM Herausgeber: art-media-edition-Verlag, Insel 3, D-79098 Freiburg, Tel. +49 (0) 761/ 8 81 74 76 Geschäftsführung: Björn Barg Projektleitung, Redaktion, Anzeigen: Wort.Bild.Kultur. UG (haftungsbeschränkt) redaktion@kunstraum-metropol.de AutorInnen dieser Ausgabe Dr. Kristina Hoge, Ingrun Salzmann, Ulrike Lehmann, Dr. Thomas Röske Auflage 5000 kunstraumMETROPOL liegt in ausgewählten Museen und Kunsträumen aus. Nächste Ausgabe: September - November Anzeigenschluss: Mo 10.09.2012 Erscheinungstermin: Fr 21.09.2012 kunstraumMETROPOL 23


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Das Kunstmagazin der Metropolregion Rhein-Neckar