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12 | 2012 – 01 | 2013

DESIGN | HANDWERK | GESTALTUNG

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© Fotolia/Gordon Bussiek

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MUSEUM FÜR ANGEWANDTE KUNST KÖLN

ISN’T IT ROMANTIC? ZEITGENÖSSISCHES DESIGN ZWISCHEN POESIE UND PROVOKATION

14. JANUAR – 21. APRIL 2013

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TITELBILD Helmut Palla, Chaise descendant un escalier (frei nach Duchamp), 2010 | Foto: Helmut Palla

Drei vielsagende R's dominierten diesen Herbst den Deutschen Pavillon der Internationalen Architekturausstellung auf der Biennale in Venedig: Reduce, Reuse, Recycle. Man fordert von der Architektur eine „affirmative Haltung gegenüber dem Vorhandenen“, es geht um „Schrumpfung und Verkleinerung und um Revitalisierung, Umnutzung, Ergänzung in bestehenden Gebäuden ...“. Das Bestehende wird als Ressource und Inspirationsquelle verstanden, die Begrenzung der Mittel wird als kreative Strategie wiederentdeckt und die Erfahrungen, die mit einem Design gemacht wurden, sollen nicht vergessen, sondern wieder in den großen brodelnden Topf der Ideen geworfen werden – eine Neuinterpretation unter Berücksichtigung der verflossenen Zeit. Redesign. Trotz dieses in Teilbereichen zu verzeichnenden Trends – das zwanghafte Herausschleudern (scheinbar) neuer Produktzyklen nicht mehr für das Nonplusultra der Gestaltung zu halten und den Griff in den Fundus nicht nur offen zu zeigen, sondern auch zu zelebrieren – besteht Uneinigkeit darüber, wie der Bezug auf Vorgänger und Traditionen auszusehen habe. Während Volker Albus eine Abkehr von den kämpferisch-ideologischen Statements der Siebziger- und Achtzigerjahre hin zu einem begrüßenswert pragmatisch-allgemeinverständlichen Umgang verzeichnet, ortet Nike Breyer gar eine „kulturelle Demenz“. Das Design nehme sich die Respektlosigkeit heraus, über eine kulturelle Symbolik als kreative Masse zu verfügen, ohne genau zu wissen, was es da eigentlich tue. Design solle allerdings den Nutzern und nicht dem Designerego dienen. Was nicht wirklich funktional den Geist des Originals atme, sei bestenfalls Kunst, aber kein gutes Design. In unserer Redaktion entzündete sich daraufhin eine interessante, immer verkopfter werdende Kontroverse um die Relevanz verschiedener Teppich- und Stuhlentwürfe, an deren Ende wir gewahr werden mussten, dass dieses Denken keineswegs außerhalb der allgegenwärtigen Wachstumsdoktrin steht. Denn es geht immer um neue Dinge, die immer neue Ressourcen verbrauchen, egal ob sie sich nun formal oder funktional auf Vorgänger beziehen oder nicht. Würde Redesign so wie in der Architektur verstanden, müsste es sich vielmehr um das Weglassen neuer Produkte kümmern und Redesigner würden Nutzungsprozesse unter die Lupe nehmen, um die Produktion neuer Artikel ganz zu verhindern. Kurz, man müsste sich mehr oder weniger vom Prinzip des Markts verabschieden. Die gesamte Redaktion hat sich daher im Sinne des „wahren“ Redesigns dazu verpflichtet, dieses Jahr die Weihnachtsgeschenke vom Vorjahr erneut zu verpacken und wieder unter den Baum zu legen. Machen Sie mit!

editorial Einen frohen Jahreswechsel wünschen Björn Barg und Regina Claus

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Inhalt

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ESSAY Volker Albus Die Vergegenwärtigung der Vergangenheit im zeitgenössischen Produktdesign

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THEMA Nike Breyer Reden über Re/Design

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PERSONA Im Gespräch mit Mark Braun Optimierte Dinge mit archetypischen Anlehnungen

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ARTEFAKT Gut gefunden

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TEXT Neu erschienene Bücher

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SPEZIAL Redesign

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TOPOS Maike Lefeldt Redesign in den eigenen vier Wänden

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KALENDER Für das Jahr 2013

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DESIGNREPORT kizuco Design aus Berlin und Brandenburg SAG+SAL

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SCHMUCKTENDENZEN ZÜRICH Li-Chu Wu: Aus dem Körper für den Körper

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DIE GUTE ADRESSE Shoppingguide

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TIPPS Empfehlenswerte Ausstellungen und Events

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AGENDA Termine von Dezember bis Januar

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CONCOURS

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IMPRESSUM

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essay

Volker Albus

Die Vergegenwärtigung der Vergangenheit im zeitgenössischen Produktdesign Nehmen wir doch den Orientteppich, im deutschen Volksmund „Perser“ genannt. Für viele ist er das Relikt bürgerlicher Wohnkultur schlechthin. Wo er liegt, da wird gewohnt. Da stehen die Couchgarnitur, die Schrankwand und die Zimmerpflanze. Hier hat schon Adenauer gesessen. Hier benimmt man sich. Und auf den Tisch kommt nur das klassische Service: Meißen oder Nymphenburg. Kein Element verkörpert das etablierte „Wohnen“ deutlicher als diese handgeknüpfte Botschaft aus dem Morgenland, und ist doch zugleich eines, das wenig verstanden wird, damals wie heute. Dass Dichte der Knoten, Material und Herkunft den Preis bestimmen, ist bekannt, nicht aber, was die kryptische Ornamentik bedeuten könnte. Da müssen wir leider passen.

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Aber seit geraumer Zeit funktioniert dieser domizile Wertekanon nicht mehr, wirkt einfach out. Schlimmer noch: Die Kinder, zumal die des bundesrepublikanischen Nachkriegsbürgertums begannen all das, was sie mit der elterlichen Wohnkultur in Verbindung brachten, als spießig und „reaktionär“ zu outen — um es im gleichen Atemzug auf ein subkulturelles Niveau herunterzufahren. Was einst ausschließlich der Repräsentanz situierten Wohlstands diente, wurde nun, Ende der Sechziger, Anfang der Siebziger, einfach zur provozierenden Antikulisse umgewertet. Bürgerliche Interieurs wurden zu dem Ausweis antibürgerlicher Gesinnung: Was provozierte die Gemüter mehr, als in Jeans und Leder gehüllt und auf einem auf dem Flohmarkt billigst erworbenen „Perser“ sitzend einen Dreiblatt zu zünden?


„For me the traditional persian carpet was always the best carpet. So for this design I took a traditional pattern and at a specific point I stretched the pattern. The result is a work of art, combining centuries of art history in one piece.“ Richard Hutten, Playing with Tradition, 2008 | Foto: I + I Milano

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decompression chair, Matali Crasset, 2002 | Foto: Patrick Gries

Aber damit nicht genug. Denn abgesehen davon, dass die etiketteresistenten Jünger der Protestkultur dieses ehrwürdige Zentrum etablierten Wohnbefindens allein schon durch ihr „ungezogenes“ Verhalten demonstrativ entwürdigten — wobei sie damit dem ursprünglichen Sitzverhalten auf und mit diesen Teppichen jedoch wesentlich näher kamen — und die edlen Erbstücke auf Flohmärkten verramschten; auch der Großhandel trimmte in der Folge das einstige Wertobjekt mittels Rabatten, Räumungsaktionen und marktschreierischen Anzeigenkampagnen mehr und mehr auf Billigprodukt. Und obendrein gibt es ja noch die vornehmlich türkischen Kolonialwarenhändler, die ihre angestammte Kundschaft mit einschlägig ornamentierter Meterware versorgen, strapazierfähig und abwaschbar, mit alles anderem als mit deutschem Nadelfilz also. Kurzum: wohl kaum einem Element unserer Einrichtungskultur wurde in den vergangenen Dekaden derart gründlich jeder Aspekt seiner ursprünglichen Bedeutung ausgetrieben wie dem Orientteppich. Und kaum jemand wäre sonderlich erstaunt, wäre der so arg Gefledderte vollkommen von der Bildfläche verschwunden. Aber weit gefehlt, genau das Gegenteil ist der Fall: Er ist präsent wie selten zuvor, zwar nicht als Fortschreibung seiner selbst, in seiner klassischen Ausformung, aber als Vorlage, als Motiv- und Ideengeber, als Versatzstück einer unprätentiösen, aufgeklärten, multikulturellen Gegenwart. Die Designerin Katrin Sonnleitner zum Beispiel übersetzt die typische Ornamentik in ein Puzzle, das heißt, sie erreicht diese Ornamentik durch das Auflösen und das symmetrische Zusammenfügen formal immer gleicher, aber farblich unterschiedlicher Puzzleelemente. Wie der Nutzer die Teile zusammenfügt, ist ihm überlassen, er muss allerdings, will er ein orienttypisches Bildmotiv kreieren, die hierfür eingeführten Abstufungen und Strukturen berücksichtigen. Hält man sich nicht daran, legt man die Puzzleteile also nach einer reinen Farbsortierung in Streifen oder Quadraten an, bekommt man etwas völlig Anderes — aber auch etwas wesentlich Langweiligeres. Nicht minder aufgeklärt und im wahrsten Sinne säkularisiert erscheint der Vorschlag der Holländerin Wendy Plomp. Auch sie

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befasst sich mit dem Orientteppich, auch sie überträgt das historisch so beschwerte Motiv in einen eher profanen Gattungsbereich: Sie bedruckt großformatige Versandkartons innseitig mit ein-, zwei- oder dreifarbigen, an Orientteppiche erinnernde Muster. Das ist für den Empfänger eine schöne Überraschung, und diese „Message in a Box“ hat noch eine weitere praktische Funktion: Die Kartons können, komplett aufgefaltet, als temporär einzusetzender Gebetsteppich genutzt werden, denn schließlich bleibt die Innenseite solcher Behältnisse von äußerlichen Transportbeanspruchungen zumeist verschont. Das erscheint sehr profan, ja fast blasphemisch: Karton, Gebetsteppich, temporär nutzbar; aber wenn auch Kunststoffware von der Rolle sein kann, dann auch ebenso Karton. Ganz der materiellen Tradition verhaftet bleibt dagegen Richard Hutten. Doch auch seine aktualisierte Version des Statthalters der Wohnkultur wirkt alles andere als vertraut. Hutten zeigt nämlich den Ausschnitt eines solchen Teppichs und lässt so das von ihm gewählte Motiv nur zu einem Viertel knüpfen. Das Übrige, also den weitaus größeren Teil des Teppichs, legt er dagegen als sehr feines, präzise eingehaltenes Nebeneinander der im ornamentalen Viertelverwendeten Wollfäden an. Playing with Tradition betitelt Hutten seine Einlassung und trifft damit ziemlich genau die Art und Weise seines Umgangs mit der Vorlage. Gleichwohl deckt dieses „Spielen mit der Tradition“ den Ansatz dieser jungen Designer nur zum Teil ab, denn hier wird ja nicht nur mit der Tradition, im Wesentlichen mit der ornamentalen Typologie gespielt, sondern auch mit unserer heutigen Beziehung und vor allem — siehe Sonnleitner und Plomp — mit der zunehmenden Profanisierung dieses einst zum Wahrzeichen einer noblen Einrichtungskultur erhobenen Bodenbelags.

Alles Schnee von gestern? Angesichts der Fülle des Materials nun von einem Trend zu sprechen, wäre untertrieben, zumal dieser Begriff lediglich ein temporäres, oft nur saisonales Phänomen bezeichnet. Und davon kann man mit Blick auf dieses Sujet kreative Rückbesinnung bestimmt nicht mehr sprechen: Allein in der Ausstellung new olds werden drei weitere, nicht minder unbeschwerte TeppichInterpretationen gezeigt, und es wäre ein Leichtes gewesen,


dieses Segment auf zwanzig und mehr Positionen auszudehnen. Hinzu kommt, dass sich die Generation der heute Dreißig-, Vierzigjährigen keineswegs auf die Überarbeitung dieses markanten Musters beschränkt. Sie lässt sich vielmehr ebenso lustvoll von anderen Ikonen und Insignien vergangener Epochen inspirieren: von Hirschgeweih und Kuckucksuhr, von Barock und Bauhaus, von Meißen und Memphis, kurzum von nahezu jedem domizilen Signifikat, von jeder Stilrichtung, die sich durch eine gewisse Eindeutigkeit auszeichnet. Und ebenso unvoreingenommen bemächtigt sie sich vermeintlich „alter“ Techniken, dem Weben, Flechten und Sticken, der Glasbläserei, allen nur denkbaren Handwerkstechniken der Holzbearbeitung und natürlich auch den dazugehörigen Materialien wie rustikalem Knüppelholz, Rattan oder Emaille. Nun sind solche Rückgriffe auf vergangene Dekaden und deren formale Physiognomien nichts Neues. Neben der bereits angesprochenen Protestkultur der Siebziger wäre hier, mit Blick auf Strömungen der jüngeren Vergangenheit, vor allem das Design der Achtziger — und hier wiederum das des deutschen und des französischen Nachwuchses — zu nennen. Sowohl hier in Deutschland wie jenseits des Rheins setzte man sich geradezu obsessiv mit der heimischen Wohnkultur auseinander, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise. Denn während die jungen Franzosen, allen voran Philippe Starck, die großbürgerliche Ausstattung des Elternhauses mit sehr viel Fingerspitzengefühl modernisierten, kultivierten die Designer aus Berlin, Hamburg, Köln und Düsseldorf eine eher kritische, bisweilen sarkastische Position gegenüber allem, was nach Gestern aussah. Und dann muss man natürlich auch die vornehmlich in der Architektur angesiedelte sogenannte Postmoderne nennen, die geradezu wolllüstig ganz bestimmte klassische Motive wie Bogen und Säule — Kapitell — zu immer neuen, aber zu immer irgendwie gleichen Kulissen einer bedeutungsschwangeren Hall of Fame zusammenbosselte. Also alles „Schnee von gestern“? Ja und Nein. Denn sowohl die Distanz artikulierende Flohmarktkultur der Sechziger- und Siebzigerjahre, als auch die deutliche Kommentare formulieren-

den Entwürfe der Achtzigerjahre und die an einem überbordenden Manierismus zu Grunde gegangene Postmoderne begründeten sich allesamt über eine mehr oder weniger konstruierte Beziehung zu einem altbekannten Formenvokabular, über eine mehr oder weniger bewusst entwickelte Ideologie. Und ein solch theoretischer, alle Entwurfskonzepte umspannender Überbau geht dem stilistischen, äußerst heterogenen Remix unserer Tage völlig ab. Ein Manifest, ein „Ziele“ formulierendes „Thesenpapier“ oder auch nur eine im grundsätzlichen Entwurfsgebaren auszumachende kollektive Aufbruchstimmung wird man heute vergebens suchen. Und das nicht zuletzt deshalb, weil solche Papiere oder Stimmungslagen zumeist nicht nur etwas komplett „Neues“ fordern, sondern dieses vornehmlich auch aus der radikalen Ablehnung des vermeintlich „Alten“ ableiten: Stichwort Moderne, Stichwort Dekonstruktivismus. Und davon kann mit Blick auf die hier vorgestellten Arbeiten keine Rede sein. Diese Schlussfolgerung legt zumindest der genaue Blick auf den Säulenheiligen der Wohnkultur, auf den schon näher besichtigten Orientteppich nahe. Aber was ist mit den anderen historisch aufgeladenen Motiven, mit Hirschgeweih und Kuckucksuhr, mit Barock und Bauhaus, mit Meißen und Memphis? Bestätigt sich hier die konstatierte Ideologiefreiheit? Und was wären darüberhinaus die auszumachenden Gemeinsamkeiten? Und, ganz grundsätzlich gefragt, gibt es überhaupt welche?

Von Barock bis Bauhaus Betrachten wir also noch einige andere in dieser Ausstellung new olds präsentierten Arbeiten. Die Designerin Silvia Knüppel beschäftigt sich zum Beispiel mit dem Schrank, und zwar mit dem klassischen Irgendwie-Barock-Modell. Ganz besonders als Gelsenkirchener Barock hat dieser Modelltyp Karrieregemacht; wir alle kennen ihn als schweres, wuchtiges Teil. Und auf den ersten Blick verströmt auch Knüppels Version „Drückeberger“ nicht gerade Leichtigkeit. Aber dieser Schrank ist alles andere als schwer: er besteht aus Schaumstoff, genauer gesagt, der Schrank ist als ganzer, massiver Schaumstoffblock gearbeitet, keine Türen, keine Schubfächer, kein Innenraum, ein Block. Und trotzdem funktioniert er, allerdings anders als die üblichen Tür-Schubladen-Modelle. Die Designerin hat diesen Schaumstoffblock mit zahlreichen Einschnitten versehen, in die

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Dr端ckeberger, Silvia Kn端ppel, 2007 | Foto: Michael Anhalt

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man alles Mögliche hineinstecken kann: Kleidungsstücke (nicht unbedingt gebügelte Anzüge), Zeitungen, CDs, Schmuck, also einfach so ziemlich alles, was man in einem jungen Haushalt überall und nirgends hinlegt. Ein Ordnungsmöbel also, kein Schrank, wie man ihn aus Gelsenkirchens seligen Zeiten bestens kannte, aber einer, der seinen Zweck erfüllt — und doch noch ein wenig an Oma und Opa erinnert. An Omas Küche erinnern auch die „POLKA pots“ der beiden Österreicherinnen Marie Rahm und Monica Singer. Aber man erkennt sehr schnell, dass es sich keineswegs um alte Erbstücke handelt. Rahm und Singer variieren das Thema Griff. Sie statten die Einzelteile ihrer Pot-Kollektion — zwei Töpfe, ein Sieb, eine Tasse und eine Vase — mit einer zumeist im Kreis angeordneten Vielzahl von Griffen aus. Das ist nicht nur höchst dekorativ, sie erreichen dadurch, wie im Fall des dank der Griffe aufgeständerten Siebs, auch eine Neudefinition dieses Alltagsgeschirrs: Marie Rahm und Monica Singer haben die Griffe umlaufend an der Unterseite des Siebs angebracht und verwandeln es so in eine Art aufgeständerte Schale. Praktisch. Mit Funktionalität gemeinhin überhaupt nichts zu tun hat dagegen solch traditionsbelastetes Wohnaccessoire wie das Tiergeweih, samt Kopf. Eigentlich zählt es zusammen mit dem drapierten Bärenfell zu den absoluten No-gos der Wohnwelt. Nicht so bei dem schweizerisch-belgisch-französischen Trio BIG GAME mit Grégoire Jeanmonod, Elric Petit und Augustin Scott de Martinville. Ihre Interpretationen dieser Großwildjagdtrophäe, die Animaux, sind nicht nur sehr tierfreundlich, sondern zudem äußerst originell, einfach und preiswert. Sie bestehen aus ineinandergesteckten Sperrholzplatten, die dem Umriss desjeweiligen Quer- oder Längsschnittes durch den fiktiven Kopf des Elchs oder Rothirsches entsprechen. Jeder, der solch ein Geweih sieht, freut sich dementsprechend nicht nur darüber, dass hier wieder ein Tier weniger den Kopf hinhalten musste, sondern auch über diese nonchalante Alternative. So kann es eben auch gehen.

ähnlich wegweisende Konstruktionen realisieren, wie sie die hierpersiflierten Klassiker von Thonet, Panton und Eames darstellen? Bevor wir versuchen, ein Fazit bezüglich vermeintlicher Gemeinsamkeiten zu ziehen, sollten wir uns noch mit einer Epoche beschäftigen, die nicht ganz so offensichtlich der Kategorie Tradition zuzuordnen ist wie „Geweih“, „Barock“, „Perser“ oder „Emaille“, die man bislang als ewig zeitgenössisch qualifiziert hat: mit der Moderne und all dem, was wir in Architektur und Design mit dieser Phase des Aufbruchs in Verbindung bringen. Blasius Osko und Oliver Deichmann haben sich eingehend mit dem Prototyp des „modernen“ Designs, mit den Freischwingern von Marcel Breuer und Mart Stam befasst und haben 2009 mit dem Straw Chair eine stupende Weiterentwicklung vorgestellt, stupend deshalb, weil sie nur ein Detail verändert haben, wenn nicht sogar das entscheidende. Denn die bekannte Silhouette entsteht bei ihrem Stuhl nicht durch die Biegung des Rohres. Vielmehr knicken sie das Rohr in einer Art und Weise, wie man das von Strohhalmen kennt, daher der Name. Knickt man nämlich einen solchen Halm um einen 45-Grad-Winkel, erhält man einen stabilen 90-Grad-Verlauf, also genau den Verlauf, der für fast alle Eckpunkte des berühmten Freischwingers typisch ist. Und es funktioniert zumindest bei den ersten, keiner massenhaften Belastung ausgesetzten Prototypen. Aber ganz unabhängig davon, ob dereinst ein derart modifiziertes Modell des Allzeitklassikers Freischwinger in Serie geht oder nicht, festzuhalten bleibt, dass Osko + Deichmann mit diesem Vorschlag etwas absolut Außergewöhnliches gelungen ist. Denn im Design wird man zweifellos nur wenige Konstruktions- oder auch Stilprinzipien finden, die derart präzise in das allgemeine Wissen eingebrannt sind wie die Biegetechnik der Stahlrohr-Freischwin-

Straw Chair, Osko + Deichmann, 2009 | Foto: Oliver Deichmann, Blasius Osko

Kein durchgehendes Rezept, nirgends Aber nicht nur mit den Wahrzeichen der Einrichtungskultur wird heftig gespielt, auch mit dem Wahrzeichen, dem Element der Designkultur schlechthin: dem Stuhl. Allein in dieser Ausstellung sind 23 verschiedene Variationen über den Stuhl versammelt, und, ähnlich wie bei den vorherigen Beispielen: kein Stuhl gleicht dem anderen, kein durchgehendes Rezept, nirgends. Mal wird ein altes und wahrscheinlich völlig abgewetztes Stilmöbel mittels silbernen Tapes auf hochwertig getrimmt (COMPANY), mal wird mit weiß lackiertem Knüppelholz Barock simuliert (Bo Reudler), mal sind es einfachste Schaumstoffwulste, die an schwülstigste Boudoirs erinnern (Frank Willems) oder es werden die vertrauten Klassiker-Materialien wie Wellpappe, Polypropylen und Schichtholz durch Rattan ersetzt. Die Strategien und die Materialien sind so unterschiedlich wie die Modelle, an denen sie exerziert und eingesetzt werden. Gemeinsam ist diesen Entwürfen, dass sie durchwegs sehr konzentriert, sehr passgenau eingesetzt werden. Die Mittel und die Wege wirken nie redundant: wenn etwa nur mittels Material verfremdet wird, dann tatsächlich auch nur auf diese Weise, aber das konsequent. Und hat man sich erst einmal diesen sehr ungewöhnlichen Transformationsattacken ergeben, fragt man sich: Warum eigentlich nicht? Was spricht gegen die Anwendung von Tape, wenn es um das Kaschieren eines abgewetzten Polsters geht, warum sollte man barocke Schnörkel nicht durch wurzeliges Naturholz ersetzen, und lassen sich mit einem Werkstoff wie Rattan nicht tatsächlich

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K S SEHEN. STAUNEN.

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was sie an in jeder Hinsicht bewährten und natürlich auch an emotions-fördernden Vorgaben bereithält, wird als eine Art Fundus verstanden, dessen man sich durchaus bedienen kann und bedienen sollte. Denn dieser wird verstanden, er schafft Identifikation und Authentizität. Und zudem wird gerade an der Form der Ver- und Bearbeitung auch die aktuelle Entwicklung, die Veränderung eines gesellschaftlichen Bewusstseins kenntlich gemacht — und wenn dies nur in der Transformation eines Hirschgeweihs geschieht. Kurzum: An nichts wird die Ankunft im und das Bekenntnis zum Heute so deutlich wie am souveränen und aufgeklärten, um nicht zu sagen am profanen Umgang mit den Errungenschaften des Gestern.

Als führende deutsche Institution im internationalen Kunst- und Kulturaustausch konzipiert und organisiert das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) weltweit Ausstellungen zu deutscher Kunst, Architektur, Design, Fotografie und Film. Anlässlich der 2011 von Volker Albus kuratierten Tournee-Ausstellung entstand die Begleitpublikation „new olds, Design Im Spannungsverhältnis Zwischen Mono Thone, Martino Gamper, 2010 | Foto: Anna Arca

Tradition Und Innovation“, Hg. ifa e. V., Stuttgart und Elke aus dem Moore, avedition, 2011 (siehe Rezension S. 29). Auszug mit freundlicher Genehmigung.

ger. Und genau diese Selbstverständlichkeit wird hier nicht nur überwunden, es wird der Technik des Biegens ein vollkommen adäquates Prinzip gegenübergestellt: die Silhouette bleibt erhalten, nur die Ecken werden geknickt statt gebogen. Das ist alles. Grandios.

Profaner Blick zurück Nicht nur hier, sondern auch in all den anderen angeführten Beispielen erkennen wir die Vorlage klar und deutlich wieder. Aber wir erkennen ebenso, dass weder etwas 1:1 kopiert, irgendwie imitiert oder konserviert wird. Die Vergangenheit oder genauer, die Formen der Vergangenheit sind allgegenwärtig. Aber sie werden weder verklärt noch verballhornt, noch als historisches Charakteristikum, als selbstreferentielles Zitat freigestellt, umso als dekoratives Aperçu das wie auch immer gepolte Publikum zu erbauen. Sie werden — und das beschränkt sich keineswegs auf die hier angesprochenen Arbeiten — im besten Sinne alltagstauglich und allgemeinverständlich vergegenwärtigt. Diese mit den unterschiedlichsten Vergangenheitsformen korrespondierenden Arbeiten sind erkennbar von heute, sei es in Bezug auf den Entwurfsprozess, die Konfiguration, das Material, die Art der hochtechnologischen Herstellung, ihre Funktion oder die Art und Weise, wie wir mit ihnen umgehen. Im Prinzip geht es in all diesen Arbeiten also um das Weiterentwickeln, das Fortschreiben tradierter Techniken und tradierter Formen. Die Vergangenheit beziehungsweise das,

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thema

Nike Breyer

Reden über Re/Design Befreiung oder Disziplinierung | auf der Suche nach einem kulturrelevanten Design „Noch eine Krise kann wirklich niemand gebrauchen. Gerade erfindet sich die Finanzwelt neu. Die Bahn steht vor schweren Zeiten. Und nun soll auch noch das gute historische Erbe angezweifelt werden?“ Dieser Stoßseufzer kommentiert nicht etwa aktuelle kulturpolitische Maßnahmen, sondern eröffnete Überlegungen, mit denen sich die Designkritikerin Birgit S. Bauer im Juni 2009 der Ausstellung „Nullpunkt. Nieuwe German Gestaltung“ im Museum MARTa Herford zu nähern versuchte. „Oder ist die Krise letztlich der Beweis für das Nichtfunktionieren all unserer kalkulierten Vernunft und technischen Funktionalität“, spekulierte Bauer weiter. So sehe dies jedenfalls der belgische Kurator der Ausstellung Max Borka, der in Herford jedoch im Besonderen die Ursachen für eine gegenwärtige „Krise des Design“ unter die Lupe nehmen wollte. Sein Fazit: Das Erbe von Werkbund und Bauhaus trügen die Schuld, indem vor allem in Deutschland durch „starre Programmatik“ eine Weiterentwicklung gelähmt würde. Dennoch läge genau in dieser Programmatik zugleich ein ominöser „Nullpunkt des deutschen Design“, von dem aus ein neues „Design ohne Beschränkungen“ möglich werde. Zwar bleibt Borkas kausale Ableitung einer gefühlten „Krise des Design“ von einem vermeintlichen „Nichtfunktionieren unserer

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kalkulierten Vernunft“, also letztlich einer Krise der Vernunft, eine süffig klingende Behauptung, die die tatsächlichen handfest finanztechnischen Gründe für das aktuelle Krisenszenario elegant ausblendet. Auch die berufene Notwendigkeit eines neuen schrankenlosen Design bleibt Ansichtssache. Doch mit seinem vagen Unbehagen an den Strategien der Gegenwart und an unserem Umgang mit zeitgenössischem Design fügt sich Borka in ein verbreitetes allgemeines Unwohlsein, in dessen Folge sich zuletzt die Anläufe mehrten, dieses zum öffentlichen Thema (Diskussionsrunden, Ausstellungen etc.) zu machen. Neben dem Ruf nach einem eigenen deutschen Designmuseum, den 2011 der Rat für Formgebung erstmals formuliert hat und worüber er seither öffentlich diskutieren (und kalkulieren) lässt, ergreifen auch Protagonisten aus Lehre und Forschung nun vermehrt das Wort.

Nach dem Pluralismus Die Ansätze des Nachdenkens und Überdenkens sind dabei vielfältig. Während Borka holzschnittartig eine Dogmatisierung klassisch-moderner Designpositionen für die diffuse Unentschlossenheit des zeitgenössischen Design verantwortlich macht und dieses mit kämpferischem Pathos aus dem Gefängnis der genormten Vernunft herausführen will, argumentiert Prof. Fritz Frenk-


Mit der Rauminstallation „Hallo Biedermeier", Vienna Design Week 2009 im Hofmobiliendepot Möbel Museum Wien, übersetzte Robert Rüf das Wohn- und Lebensgefühl des Biedermeier in die Gegenwart | Foto: Michael Stelzhammer

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Hölzerne Stabellen (Bauernstühle) mit Schalensitz-Anmutung für die Seilbahn Bezau, Robert Rüf, Industrial Design, Architektur: Markus Innauer, Bernd Frick | Foto: Adolf Bereuter

ler, Inhaber des Lehrstuhls Industrial Design an der Technischen Universität München, in die genau entgegengesetzte Richtung. Statt einer „Befreiung“ von Gestaltung fordert Frenkler eine zeitgemäße Disziplinierung der Design-Aufgaben, also gewissermaßen ein Redesign von Design und, damit verbunden, eine professionellere Vermittlung der dafür notwendigen Qualifikationen in der Ausbildung: „Ich halte die gesellschaftliche Relevanz von Produkten für das Wichtigste“, betont der Verfechter eines neuen Funktionalismus. Design müsse darum in erster Linie leisten, das Leben im Ganzen betrachtet einfacher zu machen. In der Realität sei es dagegen oft so, dass bei vielen Produkten die Funktion nicht mehr nachvollziehbar ist. Auch Werkstoffe würden zu häufig unintelligent eingesetzt. Das sei nicht nur dumm und respektlos gegenüber dem Material, sondern oft sogar kontraproduktiv. Bei-

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spielsweise werde Carbon häufig gar nicht aus technischen Gründen, sondern aus modischen Gesichtspunkten verarbeitet. So sei etwa überlegenswert, ob sein Einsatz an einem Fahrrad für den Alltagsgebrauch wirklich sinnvoll ist, wenn im Gegenzug etwas mehr Gewicht nur den (meist gewünschten) Trainingseffekt befördere. Es bestehe auch keine Notwendigkeit, die Form von Produkten ständig zu verändern, wie es in der Mode oder bei den Autos ständig passiere. Frenkler spitzt zu: „Wenn etwas langfristig Bestand hat, ist es Design.“ Und Design ist eben nicht Marketing. Ziel von Design ist auch nicht Verkaufsförderung, sondern sinnvolle Produkte für Menschen zu schaffen. Eine Herausforderung, die in letzter Zeit oft vergessen wurde: „Da müssen wir so manche unserer Handlungsweisen überdenken“ und uns fragen, was kommt nun „nach dem Pluralismus.“


Vergegenwärtigung der Vergangenheit Auch Volker Albus, der wahrscheinlich bekannteste Protagonist des „Neuen deutschen Design“ und seit 1994 Professor für Produktdesign an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, plädiert dafür, über Design neu und anders nachzudenken. Förderung von gutem Design sei wichtig. Ebenso wichtig sei aber das Erkunden und Begreifen von Design als Lebensäußerung und Bestandteil der Kultur, das außerdem eng mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft der jeweiligen Zeit verbunden sei. Albus gehört damit zu denen, die die Gründung eines Designmuseums in Deutschland energisch befürworten. An einem derartigen Ort könnten über die reine Sammlungstätigkeit hinaus neue

Möglichkeiten des Nachdenkens und ein Transfer von entsprechendem Wissen in die Gesellschaft organisiert werden: „Man kann heute nicht mehr nur Stühlchen ins Museum stellen“, provoziert Albus. „Wir müssen über den Designbegriff reden.“ Er selbst tut dies als Autor und Herausgeber von Büchern, in Zeitschriftenbeiträgen und über das Medium Ausstellung. Um den Beitrag von Design zur kulturellen Kontinuität und für die gesellschaftliche Kohäsion genauer zu beleuchten, hat Albus 2011 das Projekt „new olds. Design im Spannungsverhältnis zwischen Tradition und Innovation“ organisiert, das er zusammen mit dem Institut für Auslandsbeziehungen realisierte. Die Ausstellung und die gleichnamige Begleitpublikation versammelte über 60 Objekte von 45 Designern, in deren Arbeiten, wie Albus im Vorwort der Publikation ausführt, „die Vergegenwärtigung der Vergangenheit

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im zeitgenössischen Produktdesign“ zu spüren sei. Das Studium der gezeigten Arbeiten fällt nach diesem Versprechen jedoch ernüchternd aus und deutet auf ein grundsätzliches Dilemma. Entweder haben die hier versammelten Designerinnen und Designer den angesprochenen Stellenwert einer empathischen Auseinandersetzung mit den historischen Vorlage nicht ermessen, oder aber sie sind derart mit ihrem Designer-Ego beschäftigt, dass ihnen schlicht die Fähigkeit dazu abhanden gekommen ist.

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Respektvoller Gruß an den Marktplatz in Venedig. Installation „Replika“ von Ayzit Bostan und Gerhardt Kellermann für die Arkadengänge am Münchner Hofgarten, 2012 | Foto: Gerhardt Kellermann

Kulturelle Demenz Zwar philosophiert Albus gewohnt eloquent über Theorie und Praxis des Design – dieses Mal also über das „Relikt bürgerlicher Wohnkultur schlechthin“, den Orientteppich, umgangssprachlich auch „Perser“ genannt. Wo immer der liege oder gelegen habe, so Albus schelmisch, da werde gewohnt. Dabei sei der kulturelle Kanon, zu dem er einmal gehört habe, jedoch schon lange verblichen, nicht zuletzt durch beherztes Nachtreten der „Jünger der Protestkultur“, die ihn als spießig und reaktionär befanden

und aus den elterlichen Nachlässen entsorgten. Doch anstatt von der kulturellen Bildfläche zu verschwinden, sei der Perser „präsent wie selten zuvor“, bescheinigt uns Albus, „zwar nicht als Fortschreibung seiner selbst, aber als Vorlage, als Motiv- und Ideengeber.“ Wirklich? Bis auf Albus‘ eigenen Pixel-Perser-Entwurf, der trotz des spaßigen Namens gediegenes Handwerk mit einer klassisch schönen Farbstudie bietet, zeugt keiner der weiteren gezeigten Perser-Redesigns von der angekündigten Auseinandersetzung mit der Vorlage auf Augenhöhe.

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Das gilt für Katrin Sonnleitners putzigen Puzzle-Perser, den sie vom werthaltigen Wohnwerkzeug zu einer kindergartenbunten Puzzle-Matte dekomponiert hat, ebenso wie für das Perserfell getaufte Billigimitat eines Orientteppichs in Kuhfellform, wie es sich Sebastian Herkner zurecht gestanzt hat.

«lichtbox» für das Fensterfarbenspiel «diskiness»

Selbst der handwerklich erlesene Playing with Tradition-Teppichentwurf von Richard Hutten bricht die delikate Ornamentik nach einem Drittel der Fläche abrupt ab und läuft in unterkomplexen Farbstreifen weiter. Als Design, das unseren Alltag möblieren soll, wirkt dieser Traditionsbruch verstörend, jedenfalls auf all jene, für die Dekonstruktion noch keine 0815-Attitüde ist. Auch wenn Hutten sein Störmanöver ganz bewusst als Kunst deklariert, offenbart diese Strategie eine kulturelle Demenz. Hier sind zwar nicht die traditionellen Formen, aber das Bewusstsein von deren Integrität abhanden gekommen.

Zerstückeln, Entkernen, Überschreiben Aber auch unter den Schrank-, Stuhl- oder WohnaccessoireDesigns der new olds-Sammlung kaum Überzeugendes. Wenige Ausnahmen bestätigen die Regel: Martino Gampers MonoThone, der den kulturellen Wandel über seine hybride Konstruktion sichtbar macht, der Knicken-statt-Biegen-Freischwinger von Osko + Deichmann, an dem Stahlrohr technisch und optisch ohne Funktionsverlust neu verarbeitet wurde und last not least Neuinterpretationen der Gattung Polstersessel, für die Matali Crasset und Frank Willems die Kommunikations- und Komfortfunktion sichtbar auseinander dividiert haben. Der Rest ist Effekthascherei. Ob Marten Baas‘ mehr oder weniger originelle Eure-Armut-kotztmich-an-Ausführung des MonoblocChair in Edelholz (Plastic Chair in Wood), die neokitschigen Laubsäge-Jagdtrophäen von Martinville/Jeanmonod/Petit, eine zweckfreie, dafür raumgreifende Schrankattrappe aus Schaumstoff von Wendy Plomp oder das postmodern aufgewärmte Kochkunstgeschirr von Rahm/Singer – die Mehrzahl der Entwerfer scheint sich keineswegs für den Geist ihrer Vorlagen zu interessieren und frönt lieber kindlichen Allmachtsphantasien, indem sie die Möbelkörper durch Zerstückeln, Entkernen, Verleimen oder Überschreiben veralbert und misshandelt.

Funktion funktioniert überall Während ein Brush-up oder Redesign von Firmenlogos üblicherweise nur einmal vorgenommen wird, um die Botschaft der Marke anschließend visuell prägnanter oder moderner zu transportieren (Agentur für Arbeit, ZDF, Lufthansa, Salamander Schuhe u.ä.) folgen Redesigns bei Möbeln einer anderen Strategie. Ähnlich wie die Kulturtechnik des Kopierens alter Meister, die in der Kunstausbildung früher (und von der Modedesign-Professorin Vivienne Westwood bis heute) als unverzichtbar eingefordert wurde, schärft die Beschäftigung mit Wesen, Zweck und Symbol/Wert eines traditionellen Möbels den Blick und verhilft zur kulturellen Standortbestimmung: Wo waren wir einmal? Wo stehen wir heute? Was hat ein Perserteppich dem Leben früher an Qualität, Symbolwert und Wohnlichkeit geben können? Leistet er das heute noch? Wie könnte ein „Ehebett“ 2013 aussehen? Funktioniert ein „Wirtshausstuhl“ auch in einer AppartementKüche?

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Fritz Frenkler propagiert nicht nur einen neuen Funktionalismus, sondern ist auch überzeugt, dass ehrliche Funktion überall funktioniert. Darum hat er die Erfahrungen Jahrhunderte alter Wirtshauskultur erforscht und anschließend in einen optisch und materiell unverwüstlichen (ohne Leim gesteckten und verzapften) Stuhl gepackt, der obwohl neu an das kulturelle Gedächtnis


anzudocken vermag und uns sofort ungemein vertraut vorkommt. Redesign, wie es sein sollte: Der Gestalter fügt dem Vorgefundenen etwas Nochnichtdagewesenes hinzu, während der Geist der Vorlage bewahrt bleibt. Ist der Daseinszweck des Produkts dagegen durch veränderte Zeitumstände obsolet geworden, erübrigt sich jede Neuauflage. Ein würde- und arbeitslos gewordenes Wohngerät als reine Chimäre zu verarbeiten und „vorzuführen“, wie es derzeit in Mode ist, kann unter guten Umständen einmal Kunst sein, ist aber in jedem Fall schlechtes Design.

Wohnen in der Krise Spätestens seit der Ausstellung „Die Erfindung der Einfachheit“ (Albertina Wien, 2007) wissen wir, dass das Biedermeier kein bisschen bieder war, sondern erstaunlich modern und lange vor dem Werkbund einen hoch entwickelten Sinn für die Schönheiten des Schlichten kultivierte. Die historische Option, sich unter krisenhaften Umständen verstärkt in die eigenen vier Wände zurückzuziehen, hat damit endgültig den Ruch des Spießigen verloren und erscheint jederzeit wiederholbar. Dazu passt es, dass der junge österreichische Designer Robert Rüf kaum zwei Jahre nach dieser Ausstellung ebenfalls in Wien aus wenigen, formal reduzierten Möbelstücken aus unbehandeltem hellen Holz eine Installation geschaffen und dieser ebenso asketisch wie harmonisch aussehenden Gruppe den überraschenden Titel „Hallo Biedermeier!“ gegeben hat – auch wenn bei seiner Arbeit keine sichtbaren Formanleihen bei dieser Stilepoche auszumachen sind. Denn das Redesign war subtiler. Rüf hat das Biedermeier als geistige Haltung und zeitlose ästhetische Strategie sichtbar gemacht.

Redesign der anderen Art. „AEKI“ (auch rückwärts lesbar) verschönert die Massenmarkt-Vorlage. Von Gerhardt Kellermann für Auerberg

So kann uns Design zeigen, wo wir stehen, worauf wir stehen und wie wir überstehen – „Designkrisen“ und andere Turbulenzen. Wer braucht da Dekonstruktion? Wir sollten weiter über Design reden.

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persona

Im Gespräch mit Mark Braun

Optimierte Dinge mit archetypischen Anlehnungen INFORM: Sie bieten einen Workshop an, in dem es um die „Erstellung von Designindizes als Inspirationsquelle für das Neue“ geht, also gewissermaßen um die Archivierung der Vergangenheit, um sie als Inspirationsdatenbank nutzen zu können. Wie hat man sich ein solches Projekt genau vorzustellen? Welche Erfahrungen konnten Sie in dieser Richtung bereits sammeln, was ist der Stand der Dinge? Mark Braun: Ich benutze Designindizes als Werkzeug beziehungsweise Methodik im Gestaltungsprozess. Bei dieser Archivierung der dinglichen Vergangenheit geht es vor allem um das Beobachten und die anschließende Analyse der vom Gegenstand ausgehenden Zeichen in inspirierende Einzelimpulse. Mit diesem Verständnis lassen sich neue, zeitgenössische und im Idealfall optimierte Dinge mit archetypischen Anlehnungen entwickeln. Konkret für den voraussichtlich im März stattfindenden Workshop heißt das, gemeinsam Designindizes für eine Sammlung von Dingen und Halbzeugen zu entwickeln – mit Fragestellungen zu funktionalen, konstruktiven, material- und verfahrensspezifischen, soziokulturellen und formalen Zeichen. Wie hat man sich diesen Prozess vorzustellen? Diese Archivierung und Analyse klingt ja zunächst wie ein uferloses Unterfangen, sodass willkürliche Vorentscheidungen fast unumgänglich erscheinen. Wie gehen Sie mit dieser Komplexität um? Anders gefragt: Wie bringen Sie Ordnung in die Zeichen? Natürlich ist diese Methodik stets unvollendet und funktioniert im Idealfall ähnlich wie Wikipedia / Open Source und ist offen für fachliche und interdisziplinäre Kritik. Im Workshop dürfen also gegebenenfalls auch die Fragestellungen zur Analyse der Zeichen hinterfragt werden ...

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Mark Braun | Foto: Studio Mark Braun / Frieda Femfert

Jasper Morrison sagte in einem Interview: „I like to design in an evolutionary way, to look at what came before...to try to improve on it, to summarize that effort and aim for the imaginary end game.“ Beschreibt das auch Ihre Herangehensweise? Geht es um Perfektion? Da ich durch den Umgang mit Designindizes eher Einzelimpulse unterschiedlicher Dinge und Halbzeuge kombiniere und weniger Bezug auf bereits existierende Entwürfe in ihrer Ganzheit nehme, ist meine Herangehensweise etwas anders – aber natürlich versuche auch ich jeden meiner Entwürfe in einer perfektionistischen Hingabe in seiner Qualität und Aussage auf den Punkt zu bringen.


Volker Albus grenzt die Tendenz des Redesign sowohl von der klassischen Moderne als auch vom Manierismus der Postmoderne ab, betont aber gleichzeitig, es handle sich um einen „äußerst heterogenen Remix“, der kaum über so etwas wie eine theoretisch fundierte Stoßrichtung verfüge. Würden Sie dem zustimmen? Ich denke das Potential des Redesign liegt in der Wiedererkennung unter neuen beziehungsweise anderen Vorzeichen. Der Gestalter komponiert sozusagen in seinem zeitgenössischen Kontext mit bereits vorhandenen Zutaten. Sehr heterogen ist aus meiner Sicht vor allem, inwiefern das Produkt dann bewusst als Redesign inszeniert wird, oder ob es nur eine leise inhaltliche Note als identitätsstiftender Impuls ist. Oft verstand man unter dem „Neuen“ den radikalen Bruch mit dem Bestehenden – oder später einen wilden Eklektizismus, der am besten alle Stilrichtungen der Vergangenheit auf einmal ironisch zitierte. Was ist aus ihrer Sicht das „Neue“, und ist das für Sie überhaupt ein wichtiger Begriff? Und können Sie dies eventuell anhand eines oder mehrerer Ihrer eigenen Entwürfe erklären? Ich denke im Zusammenhang mit dem Begriff des „Neuen“ ist immer auch der Begriff der „Wiederholung“ interessant. Ich denke das „Neue“ ist immer die „Wiederholung“ unter anderen zeitgenössischen Vorzeichen. Natürlich ist es kurzfristig gesehen eindeutig, das „Neue“ durch einen radikalen Bruch mit dem „Bestehenden“ zu begründen – in gewisser Weise ist aber auch das „Wiederholung“. Besonders deutlich wird das in schnelllebigen Gestaltungsdisziplinen wie der Mode. Ich denke das eigentliche Potential liegt in der Autorenschaft der Gestalter selbst. Denn auch wenn ihre Handschrift mit jener vorangegangener Gestalter verglichen werden kann, wird es immer zeitgenössische, individuelle Zeichen geben, die einen wirklichen

Was sind Traditionen, an die Sie persönlich in Ihrer Arbeit anknüpfen? Ich bin immer fasziniert von den Traditionen der unterschiedlichen Gewerke und Manufakturen – ich versuche sie je nach Konzeption in meiner Arbeit zu zitieren. Hinsichtlich des jungen und sehr dynamischen Berufsbildes des Designers kann man eigentlich nicht von eigenen Traditionen sprechen – aber es ist ein Beruf, der viele Traditionen analysiert und sie neu kombiniert. Was bedeutet die Neukombination von Traditionslinien für die Wirkung Ihrer Arbeiten? Muss der Betrachter diesen enzyklopädischen Hintergrund kennen, um Ihre Arbeit überhaupt zur Gänze wertschätzen zu können? Das kann natürlich passieren. Aber auch wenn es bei einem semiotischen „Hintergrundrauschen“ bleibt, ist es mir recht – denn gerade zwischen den Zeilen baut sich aus meiner Sicht eine Produkt–Nutzer-Beziehung auf. Wie verändert sich Ihrer Ansicht nach durch Redesign beziehungsweise durch einen betont evolutionär-affirmativen Ansatz die Idee des Schöpferischen für den Designer? Da es bei Redesign für mich vor allem auch um das Aufgreifen von Impulsen geht, die nicht explizit aus dem Designkontext stammen müssen, sondern vielleicht ebenso aus der Technik, der Kunst oder auch der Anthropologie, empfinde ich das schöpferische, experimentelle Element weiterhin als sehr persönliches und individuelles Thema im Design. Natürlich immer in dem Bewusstsein, dass man in einem weiten Feld aus engagierten Mitbewerbern und Vorgängern koexistiert. Herr Braun, vielen Dank für das Gespräch! Das Interview führte Tilmann Hoffer

Inspirationsquelle: Mark Brauns Sammlung von Dingen und Halbzeugen

Karaffen Edition FORTUNE mit den Gewässern Hudson, Titicaca, Perito

(Ausschnitt) | Foto: Studio Mark Braun / Frieda Femfert

Moreno | Foto: Lobmeyr

„neuen“ Eindruck hinterlassen und nicht nur dadurch, dass neue Technologien oder Materialien verwendet wurden. In meiner Arbeit versuche ich durch diese Autorenschaft das „Neue“ auszudrücken – sozusagen als eigene, individuelle Komposition aus sich immer wiederholenden Einzelimpulsen der Gestaltung. Die FORTUNE Karaffen Edition für das Wiener Unternehmen Lobmeyr wäre dafür ein treffendes Beispiel. Ich verwende hier eine archetypische Formsprache, die sich an alten Laborgefäßen orientiert, setze sie in den Kontext der Tischkultur und kombiniere dazu eine weitere zeitgenössische, narrative Ebene durch die Gravur von Gewässern in der traditionellen Technik dieser Manufaktur.

Der Workshop „Erstellung von Designindizes als Inspirationsquelle für das Neue“ findet voraussichtlich im März 2013 statt. Ab Anfang des neuen Jahres können unter www.hessendesign.de Informationen abgerufen werden.

Mark Braun begann seine Designlaufbahn mit einer Schreinerlehre in BerlinKreuzberg, bevor er an der Fachhochschule Potsdam und der Design Academy Eindhoven studierte. Er lehrte an verschiedenen Hochschulen für Gestaltung und arbeitet seit 2006 im eigenen Berliner Designstudio für Kunden wie J. & L. Lobmeyr, Authentics, Covo, wallpaper*, Gallery Libby Sellers, Phillips de Pury, Helmrinderknecht, Barbara Seiler Galerie.

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Bewegendes Design

Mit der Sonderedition RAR Winter Special hat Vitra allen Liebhabern von zeitlosem Design eine limitierte Version dieses beliebten Schaukelstuhls von Charles und Ray Eames geschaffen. Mit basaltfarbener Schale auf schwarzem Untergestell und dunkel gebeizten Ahornkufen.

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Neue Konstruktion Der Stuhl ST6 ist in den Neunzigern vom deutsch-österreichischen Architektur- und Designbüro Arge2 für den Tiroler Holzmöbelhersteller Hussl entworfen worden. Kürzlich machte man sich gemeinsam daran, diesen sehr erfolgreichen Entwurf zu überarbeiten. Einerseits um den Stühlen ein zeitgemäßes Update zu verleihen, andererseits aber auch, um die Konstruktion zu optimieren. Die neue Version ST6N zeichnet sich neben der neuen Formgebung vor allem dadurch aus, dass nun das Untergestell in verschiedenen Hölzern produzierbar ist. Die ursprüngliche Konstruktion ließ nur eine Herstellung in Buche zu, da der konstruktive Rahmen aus einem einzigen gebogenen Buchenteil bestand. In der neuen Version ist der Rahmen hingegen aus vier Teilstücken zusammengefügt und kann daher auch in Eiche, Esche und Nuss gefertigt werden. Die Sitzschale besteht aus farbig lackiertem Sperrholz, – den ST6N gibt es aber auch komplett in Buche oder Esche. Der ST6N entspricht damit dem heutigen Wunsch nach möglichst großer Produktdiversität. Erhältlich bei www.dasmoebel.at | www.arge2.de | www.hussl.at

Neue Dimension Das Ziehharmonikaprinzip von Nähkästchen und Werkzeugkisten verbindet ideale Raumnutzung mit maximaler Ordnungsmöglichkeit. Kiki van Eijk führt das alte Prinzip durch die Vergrößerung vom Kästchen zum Schrank ad absurdum. An der diesjährigen Dutch Design Week präsentierte sie in ihrem Eindhovener Atelier den Ulmenschrank Sewing Box Cabinet, der nicht sonderlich raumsparend ist; auch die Nutzbarkeit der oberen Fächer ist durchaus in Frage zu stellen. Hoch anzurechnen ist van Eijk jedoch ihre vierjährige Entwicklungsarbeit an der auf Federn basierenden Ziehharmonikamechanik: der Schrank kann nämlich trotz seines hohen Gewichtes ohne Motor oder Elektronik durch einfaches Ziehen auf einer Seite von nur einer Person geöffnet werden. Van Eijk wollte die analoge Anmutung unbedingt erhalten und vermeiden, dass man den Schrank nur zu zweit öffnen kann. Und erstaunlicherweise ist der Radius, den der geöffnete Schrank beansprucht, nicht so groß, wie man vermuten könnte.

Alle Fotos: Hersteller

Photo: courtesy of Studio Kiki van Eijk

www.kikiworld.nl

Neues Material Formal ist der EF Table von Nachwuchsdesigner Sascha Nordmeyer klar erkennbar an Jean Prouvés EM Table angelehnt. Schon das Original vereinte in vorbildlicher Weise Anforderungen an die Stabilität des Tisches mit minimalem Materialeinsatz. Das Redesign von Nordmeyers Entwurf liegt im Werkstoff: statt Stahlblech verwendet der Absolvent der ESAD Reims für die Tischbeine das Thermoplast Arboform. Dieses aus Lignin bestehende Naturpolymer ist ein Beiprodukt der Papierindustrie. Arboform ermöglicht es, Formteile aus Holz im Spritzgussverfahren zu fertigen. Durch diese freie Formbarkeit erreicht die Gestaltung von Holzteilen eine ganz neue Dimension. Die Tischplatte besteht ebenfalls zu 100 % aus biodegradierbarem Arboform und Buchenfurnier. Der EF – für Eco-effective – Table ist bereits mit dem Red dot: best of the best 2009 ausgezeichnet worden, und wir hoffen, dass Nordmeyer die Verwendung des Materials Arboform mit seinem Entwurf vorangetrieben hat. www.saschanordmeyer.com | www.tecnaro.de

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COLL AGE schönes für zuhause

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NEW OLDS. DESIGN IM SPANNUNGSVERHÄLTNIS ZWISCHEN TRADITION UND INNOVATION Elke aus dem Moore, Institut für Auslandsbeziehungen (Hg.) | avedition | dt./engl. | 401 S. | 29,90 EUR | ca. 44,90 SFr

Couchgarnitur, Schrankwand und Zimmerpflanze – ein typisches deutsches Wohnzimmer der Fünfzigerjahre. Der Orientteppich darf nicht fehlen. Spießiger geht es nicht? Doch wie Volker Albus, Kurator der vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) organisierten Ausstellung new olds nachweist, erfreut sich der gute alte Perserteppich nach wie vor großer Beliebtheit. Freilich nicht mehr in seiner klassischen Ausformung, sondern als Vorlage, als Motiv- und Ideengeber, als Versatzstück einer unprätentiösen, aufgeklärten, multikulturellen Gegenwart. In der globalisierten Welt brechen die Grenzen einheitlicher Kulturen und Kulturkreise auf. Dabei wird gerne übersehen, dass das, was als „neu“ verkauft wird, oft einem historischen Formenvokabular entlehnt ist. new olds erzählt eine Designgeschichte anhand von 60 Objekten, untersucht die Transformation tradierter Gestaltungsprinzipien und präsentiert verschiedene Ansätze des Recycling und Redesign. [WEI]

text REDUCE, REUSE, RECYCLE. DEUTSCHER PAVILLON / 13. INTERNATIONALE ARCHITEKTURAUSSTELLUNG LA BIENNALE DI VENEZIA 2012 Muck Petzet / Florian Heilmeyer (Hg.) | Hatje Cantz | dt. | 272 S. | 35,- EUR | ca. 49,90 SFr

Abreißen und neubauen? Das ist vielleicht die einfachste, aber mit Sicherheit nicht immer die beste Lösung. Die Publikation zum deutschen Beitrag auf der 13. Internationalen Architekturausstellung der Biennale Venedig 2012 unterstreicht, dass die Auseinandersetzung mit dem Vorhandenen in Deutschland längst zur wichtigsten Aufgabe der Architekten geworden ist. Auch die wenig geschätzten Gebäude der Nachkriegszeit sollten als lohnende architektonische Ressource erkannt werden. Anhand von zahlreichen Beispielen werden zukunftsweisende Strategien für die Wieder- und Neunutzung, den Umbau und die Erweiterung des Gebäudebestands aufgezeigt. Aufschlussreich sind vor allem die zahlreichen Interviews. Die vorgestellten Architekten sind keine Neuschöpfer mehr. Stattdessen werden sie zu Fortentwicklern: Sie respektieren vorhandene Strukturen, betrachten sie aus aktueller Perspektive und denken mit ihren Eingriffen Architektur weiter. [WEI]

TERUNOBU FUJIMORI. ARCHITEKT Hannes Rössler / Michael Buhrs (Hg.) | Hatje Cantz | dt. | 240 S. | 39,80 EUR | ca. 55,- SFr

Ein Teehaus in der Krone eines Baumes, ein Kunstmuseum für Kinder, das einem Elefanten gleicht, und ein Caféhaus, das auf Stelzen laufen kann – klingt verrückt, aber all diese Gebäude gibt es wirklich. Realisiert hat sie Terunobu Fujimori (*1946). Das Münchner Museum Villa Stuck präsentierte in diesem Jahr eine umfassende Werkschau des japanischen Exzentrikers. Die surrealistischen Entwürfe des Architekten faszinieren: Archaisch, poetisch und ökologisch, sind sie fast ausschließlich aus traditionellen, einfachen Materialien wie Erde, Stein, Holz, Kohle, Baumrinde und Mörtel gebaut. Der Bildband veranschaulicht das Schaffen Fujimoris, der sich auch als Architekturhistoriker einen Namen gemacht hat. Nicht fehlen darf das für den Garten des Museums entwickelte „Walking Café“. Ansonsten bevorzugt Fujimori Tee. Der Bau von Teehäusern nimmt in seinem Werk eine besondere Stellung ein. Fujimoris eigenwillige Ar-

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spezial

Redesign Im Autobau und Industriedesign ist die Modellpflege, also das regelmäßige Überarbeiten von Modellen, Usus. In der Architektur ist die Verpflichtung zur behutsamen Erneuerung des Bestands eine Selbstverständlichkeit. Im Möbel- und Produktdesign könnte diesbezüglich noch viel mehr passieren. Dabei ist es an sich realistischer, Prozesse und Bestehendes zu optimieren als ständig gestalterische Quantensprünge anzustreben, findet ausgerechnet der für seine bahnbrechend neuen Entwürfe bekannte Konstantin Grcic. Es gibt aber durchaus Designer, die erst durch die Auseinandersetzung mit dem bereits bestehenden Fundus der Dingwelt erst so richtig in Fahrt kommen. Überzeugen Sie sich selbst !

o Gegenentwurf zu Baumarktästhetik: handwerklich erlesener Werkzeugkoffer mit 24 Qualitätswerkzeugen | Design: Stefan Senn | Bezug über www.wohngeist.ch i Stahlrohrgestelle von Fundstühlen dienen als neuer Rohstoff und werden durch eine neue Lackierung und Polsterung revitalisiert: loveless–school-chair | Design: Martin Hirth | www.martinhirth.com p Der Konzeptorientteppich Time Scanning zeigt die Seidenstraße mit ihren wichtigen Handelsstädten | Edition Ruckstuhl 2013 | Design: Hussein Chalayan | Hersteller: Ruckstuhl a Neue Perspektiven für die Be-Sitzer: Discorded Rocker #1 vom Wiener „Chairman“ Helmut Palla | www.turniture.at s Die Re-Edition des 1846 entworfenen „Güselkübels“ mit dem Schweizerkreuz auf dem Deckel wird nun in Edelstahl gefertigt und ist mit neuen patentierten Funktionen ausgestattet: Patent Ochsner s664 | Bezug über www.patentochsner.com

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g Wiederverwertung von Materialien und jahrhundertalten Möbelstücken | Design: Thomas Keis | Bezug: www.illacions.cat, www.tkeis.com, www.deuideu.net i Nicht Zeichnung, sondern Relief. Das Ornament wird von Hand gefräst. Schrank barogg | Design: Daniel Hotz, Michael Sax | Bezug über www. superform.ch f Verneigung vor dem Kaffeehausklassiker und Weiterentwicklung des 214: der 107 | Design: Robert Stadler | Hersteller: Thonet | Bezug über www.seipp.com d Original Sitzschalen der Wiener Straßenbahn mit neuem Untergestell: Der Strassenbahnsessel®, federnder Freischwinger auf vier Stahlrohrfüßen | Design: WerK-Nussbaumer | Bezug des limitierten Möbels über www.dasmoebel.at s Schöne, mobile und schlanke Lösung für das leidige Thema Fahrradbeleuchtung: LED-Leuchte BOOKMAN Light | Design: Mattis Bernstone | Bezug über www.vooberlin.com

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topos

Maike Lefeldt

Redesign in den eigenen vier Wänden Von Lebensabschnittsmöbeln und dauerhaften Begleitern In Katalogen, Showrooms und Möbelhäusern findet man sie: die perfekte Wohnlandschaft. Stilvoll, stimmig und einladend, mit weißen, glänzenden Oberflächen oder dunklen Edelhölzern, hochwertigen Textilien und viel Platz in großzügigen, offenen Räumen. Doch passt das tatsächlich mit dem Lebensstil und den Gewohnheiten der Deutschen zusammen? Mit dieser Frage haben sich bereits viele beschäftigt – zuletzt Anfang 2012 Interlübke, einer der führenden deutschen Möbelhersteller. Heute steht die Meinungsforschungsstudie, die das Traditionsunternehmen durchführen ließ, jedoch im Schatten einer Meldung, die am 23. Oktober durch die Presse ging: Interlübke hat Insolvenz angemeldet. Und das, obwohl der Möbelhersteller noch zu Jahresbeginn verkündete man könne pünktlich zum 75-jährigen Jubiläum wieder wachsende Umsätze verzeichnen. Heute, nach der Pleite-Meldung, die übrigens nicht für das Schwesterunternehmen Cor gilt, könnte die Studie als eine noch bitterere Pille für das Unternehmen gesehen werden. Doch am mangelnden Realitätssinn scheiterte Interlübke ganz sicher nicht. „Wir müssen zwischen Vorbildern in den Medien und der tatsächlichen Situation der Wohnnation unterscheiden“, erklärte doch Leo Lübke, geschäftsführender Gesellschafter des Möbelherstellers, den Hintergrund der Studie. Auch ihn dürfte also nicht sonderlich überrascht haben, dass „Deutschland privat – So wohnen und leben die Deutschen“ nicht ganz jenes Design-Deutschland offenbart hat, das den Visionen kühner Design-Ästheten entspricht.

Traditionelle Raumnutzung überwiegt Geht es nach den Designern, trennen immer weniger Mauern unsere Wohnbereiche voneinander. Das großzügige Entree mündet in den offenen Wohnbereich aus Küche, Esszimmer und

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Wohnzimmer, hohe Decken und große Fenster sorgen für fließende Räume. Doch wie sieht die Realität aus? Definitiv anders! Und das liegt vor allem daran, dass in Deutschland eine Mietkultur herrscht, die unsere räumlichen Entfaltungsmöglichkeiten stark begrenzt. Welcher Vermieter ist schon empfänglich dafür, dass sein Mieter die klassischen 2-Zimmer-Küche-Bad zu einem offenen Wohnkonzept verschmelzen lassen will? Doch glaubt man der Wohnstudie von Interlübke, wollen das auch nur die wenigsten Deutschen. 51 Prozent nutzen ihr Wohnzimmer ausschließlich als solches, 40 Prozent geben an, eine Essecke integriert zu haben. Das Schlafzimmer ist zu 85 Prozent reines Schlafzimmer und wird nur von elf Prozent als Arbeitszimmer zweckentfremdet. Offen bleibt, ob die multifunktionale Nutzung der Räume einer bewussten Entscheidung unterliegt oder schlicht dem Platzmangel zuzuschreiben ist.

Einrichtung soll funktional und langlebig sein „Schrankwand“, „Wohnwand“ oder auch „Wandverbau“ – fast Schimpfwörter in der heutigen Zeit. Dass dieses massive Möbel jedoch zumindest noch vor einigen Jahren viele deutsche Wohnzimmer dominierte, zeigte die Werbeagentur Jung von Matt, die in ihrer Hamburger Zentrale 2004 einen Konferenzraum in „Deutschlands häufigstes Wohnzimmer“ verwandelte. Um die Zielgruppe ihrer Werbekunden besser verstehen zu können, wurden hier die meistverkauften Wohnzimmermöbel der Deutschen aufgestellt und mit den typischen Dekorationselementen und Einrichtungsgegenständen zum Durchschnittswohnzimmer erklärt. 2005 folgten dann die Schweizer Kollegen mit dem „häufigsten Wohnzimmer der Schweiz“ und auch in Österreich zog eine fiktive Durchschnittsfamilie in ein typisches Wohnzimmer ein. Ob man


Die Wohnung als Display: „bookless“ sind die Wohnzimmer im Feld noch lange nicht. Design: Gino Carollo & René Chyba für Interlübke | Foto: Interlübke

es nun erschreckend finden oder als sympathische Parallele zu den Nachbarn sehen soll: Im Vergleich der Wohnzimmer stellt man fest, dass die Unterschiede eher gering sind. Alle drei Wohnzimmer beinhalteten zum Beispiel eine Polstermöbel-Garnitur, einen gläsernen Couchtisch und – tatsächlich – eine Schrankwand. Und heute, acht Jahre später: Verteidigt das Universalmöbel Schrankwand immer noch seinen Platz im Durchschnittswohnzimmer? Schwer zu sagen. Denn hier trifft die Entwicklung des Geschmacks unter dem Einfluss aktueller Wohntrends auf den Qualitätsanspruch der Deutschen. Einerseits zeigt die Studie nämlich, dass die Deutschen ihre Möbel zunehmend „möglichst weiß und hell“ (33 Prozent) mögen, andererseits entwickelt sich der Geschmack in vielen Haushalten schneller, als die Bereitschaft, sich neue Möbel zuzulegen. Ausgetauscht wird vornehmlich, wenn ein neuer Lebensabschnitt mit neuen Anforderungen an die Einrichtung beginnt, wie zum Beispiel der Umzug in eine andere Wohnung. Von diesen Umständen abgesehen wird die Einrichtung meist für ein ganzes Leben gekauft. Gleich nach der Funktionalität der Möbel (96 Prozent), als wichtigstes Argument, folgt beim Neukauf nämlich der Anspruch an die Langlebigkeit (93 Prozent).

Redesign mit Accessoires und Deko Schlichte, unaufdringliche Möbel bestimmen das aktuelle Angebot der Möbelhäuser. Dieser Wunsch nach Simplizität geht mit dem Dekotrend einher, der sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt hat. Wo früher ein ausgefallenes Möbel den Raum beherrscht hat, sind heute Kissen, Vorhänge, Vasen, Kerzen und

andere Kleinigkeiten das, was den Einrichtungsstil der Deutschen prägt. Gerade junge Menschen geben an, die eigene Wohnung als Ort der Selbstverwirklichung zu sehen, an dem sie ihre Individualität zum Ausdruck bringen können. Accessoires und Dekorationselemente verleihen einer Wohnung die persönliche Note, machen sie zum Wohlfühlort. Und das nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz. Hier hat eine Wohnstudie des Möbelherstellers Pfister im vorigen Jahr gezeigt, dass bedeutende Erinnerungsstücke und kleine Accessoires das sind, was den Schweizern in Ihrer Wohnung am wichtigsten ist. Während Möbel über viele Jahre im Besitz bleiben, sorgen Kleinteile für einen „Tapetenwechsel“ und damit das saisonale Redesign der Wohnung. Die Ergebnisse von „Deutschland privat – So wohnen und leben die Deutschen“ mögen auf den ersten Blick wenig überraschen, ja fast schon ernüchtern. Gemessen an der Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft scheint die Zeit in den deutschen Wohnungen beinahe still zu stehen. Schaut man jedoch genauer hin, kann der stärker werdende Wunsch nach multifunktionalen Alleskönnern für den Wohnbereich, verknüpft mit einem hohen Anspruch an Qualität und Haltbarkeit, neue Maßstäbe für die Hersteller setzen. Und ja, die Hersteller exklusiver, hochwertiger Möbel brauchen einen langen Atem, um ihre Produkte in die Wohnungen der Deutschen zu bekommen – dafür werden sie aber auch belohnt, mit einem kleinen Stückchen Ewigkeit, das den Möbeln in den Herzen und Wohnungen der Deutschen zuteil wird. Denn genau so schwer, wie es Möbel in die Durchschnittswohnung der Deutschen hinein schaffen, so schaffen sie es am Ende auch wieder heraus.

von links nach rechts: Fotos von original Schweizer Wohnräumen aus der von Möbel Pfister in Auftrag gegebenen GDI-Studie „Wie die Schweizer wirklich wohnen“. Fotos: privat; ganz rechts: Auch in der Jung von Matt-Studie „Deutschlands häufigstes Wohnzimmer“ sind keine Unterschiede zwischen Deutschen und Schweizern zutage getreten | Foto: © Jung von Matt

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4.– 6 6.. J JANUAR ANUAR 2013

www.room-style-messe.de www.room-style-messe.de

Deutsches Textilmuseum Krefeld 23. September 2012 bis 3. Februar 2013

Andreasmarkt 8 | 47809 Krefeld | Tel. 02151 / 9469450 www.krefeld.de/textilmuseum Öffnungszeiten: Bis 31. Okt. 2012 Di – So 10 – 18 Uhr Ab 1. Nov. 2012 Di – So 11 – 17 Uhr Geschlossen vom 24. Dez. 2012 bis 1. Jan. 2013

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archimappublishers | Kalendarium: dt./engl./frz. | 365 Blatt | 16,90 EUR | 25,90 SFr

Das Ocean Space Center im Fjord von Trondheim erweckt den Eindruck, als sei es gerade erst wie eine riesige Qualle aus dem Meer aufgetaucht. Das futuristische Gebäude, das einen idealen Schauplatz für einen James Bond-Film abgeben würde, existiert bisher nur als Entwurf. Es ist eines der spektakulären Kalendermotive des Archipendium 2013 architecture. Anhand von 365 Beispielen moderner Architektur führt der handliche Abreißkalender durch das Jahr und stellt faszinierende Bauten von jungen innovativen Architekturbüros als auch von international renommierten Architekten wie COOP HIMMELB(L)AU, Jean Nouvel, Massimiliano Fuksas oder Zaha Hadid vor. Auf der Rückseite der Kalenderblätter finden sich Detailzeichnungen und kurze, erklärende Texte (in englischer Sprache). In derselben Aufmachung stellt das Archipendium 2013 design zeitgemäßes Design im öffentlichen und privaten Raum vor. Jeder Tag hält ein neues inspirierendes Designobjekt bereit. Präsentiert werden insgesamt 150 verschiedene Designer. [WEI]

kalender

ARCHIPENDIUM ARCHITECTURE | ARCHIPENDIUM DESIGN 2013

DOT ON 2013 Julia Habermaier / Tanja Haller / Petra Schnur / Annette Siegle | dotty edition | dt. / engl . /frz. | 22,90 EUR | ca. 28,90 SFr Dieser originelle Wandkalender im Posterformat (103 x 72 cm) sorgt für den perfekten Überblick. 12 Monate im Großformat, wahlweise mit weißem (Vorderseite) oder schwarzem (Rückseite) Kalendarium. Der Clou sind jedoch die farbigen Aufkleber, die in den Farben rot, gelb, grün, grau und blau mitgeliefert werden. Wem das noch nicht reicht: Nachschub in vier weiteren Farben gibt es direkt beim Verlag. Das Prinzip ist denkbar einfach: mit den runden Aufklebern lassen sich nach Lust und Laune Termine, Geburtstage, Feiertage, Ferien und weitere Höhepunkte des Jahres übersichtlich in dem ansonsten zurückhaltend designten Kalender markieren. Arbeitstage rot, Ferien blau, Geburtstage gelb – ganz, wie es einem gefällt. Flexibler geht es nicht! Neben dem großen Jahreskalender sind auch praktische Halbjahresplaner und handliche Viermonatskalender, die nach demselben Prinzip funktionieren, erhältlich. [WEI]

OPEN DIARY 2013 Michael Volkmer | Verlag Hermann Schmidt Mainz | dt. | 13,50 EUR | ca. 26,90 SFr Diesen Wandkalender im Plakatformat von 70 x 100 cm klebt man am besten auf eine Tür und man hat das ganze Jahr im Blick. Vier Linien stehen für jeden Tag bereit. Wie man sie füllt, bleibt jedem selbst überlassen. Weitere Vorgaben werden nicht gegeben. Lassen Sie ihrer Phantasie freien Lauf! Der von Michael Volkmer designte Kalender ermöglicht die größtmögliche Freiheit. Wir empfehlen Fineliner in unterschiedlichen Farben, um die wichtigsten Termine zu vermerken. Was auch immer Sie eintragen: INFORM wünscht allen LeserInnen ein gutes neues Jahr! [WEI]

TYPODARIUM 2013 Lars Harmsen / Raban Ruddigkeit (Hg.) | Verlag Hermann Schmidt Mainz | engl. | 384 S. | 16,80 EUR | ca. 29,80 SFr Auf der Suche nach einer neuen Schrift? Im Typodarium dürfte jeder fündig werden. Der 2009 erstmals erschienene Abreißkalender geht in ein neues Jahr. 365 Schrifttypen von 212 Designern aus 33 Ländern führen durch das Jahr und sorgen für die tägliche Dosis Typografie. Von verspielt bis klassisch. Und manchmal auch ganz schön kurios und ausgeflippt. Eine wunderbare Inspirationsquelle für alle kreativ Tätigen. Auf der Vorderseite steht groß und dekorativ das Datum und der Wochentag in der jeweiligen Schrift, auf der Rückseite finden sich Hintergrundinformationen zu den Typografen und die Bezugsquellen. Die mitgelieferte praktische Box in edler Silberfarbe lädt zum Aufbewahren der abgerissenen Blätter ein. Denn diese einzigartige Typensammlung ist eindeutig viel zu schade zum Wegwerfen. [WEI]

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Quality is timeless www.der-fuchs.de 36


DESIGNREPORT

kizuco Design aus Berlin und Brandenburg SAG+SAL Wenn Haptik, Form und Nutzen übereinstimmen, kommt dies einer Punktlandung nahe. Das ist den Designern der Sag+Sal Taschen gelungen. Andjelko Artic und Rupert Jensch experimentierten mit gebrauchten Drucktüchern, einem hochwertigen Material aus der Druckindustrie, das zu schade zum Entsorgen ist. Die Walzen großer Offset-Druckmaschinen sind mit dem extrem robusten und mehrschichtigen Material aus Kautschuk und Leinen bespannt.

Die Tücher sind sowohl widerstandsfähig als auch angenehm zu tasten: außen die stoß– und wasserabweisende und dennoch weiche Gummischicht, im Inneren ein nicht minder robustes weißes Leinen. Veredelt werden die Taschen mit verschiedenen Verschlüssen und Griffen, von Retro-Schulranzenschnallen bis hin zu modernen selbstschließenden Magnetverschlüssen. Die Schultertaschen mit dem 8 cm breiten Transportgurt aus der Möbelindustrie verkraften auch schwer wiegendere Inhalte. Der schräge Schnitt von Tasche und Gurt ist zudem auf dem Fahrrad besonders praktisch. Man erkennt die Sag+Sal Familie also an ihrem besonderen Material und dem markanten Tragegurt. Alle Modelle ähneln sich in Form und Falttechnik. Die Taschen haben nämlich keine Nähte – nur gezielt gesetzte Buchschrauben halten den Schnitt zusammen.

Die unterschiedlichen Grundfarben und Printspuren der Drucktücher – manche sind scheinbar einfarbig, andere haben originelle typografische Muster und Bilder auf ihrer Oberfläche – machen jede SAG+SAL-Tasche zum Unikat.

www.sagsal.com erhältlich bei www.kizuco.de

kizuco | Design aus Berlin und Brandenburg Geschwister-Scholl-Str. 81 | D-14471 Potsdam 37


Beat BrechbĂźhl, TypograďŹ sche Kostbarkeiten | Helene ClĂŠment, Mäntel und Jacken made in Switzerland | Sabine CombĂŠ, Hutdesign | Finishing Touch, Schals, Schmuck und Taschen | FrischFre.ch, Die SchĂśnheit des UnverwĂźstlichen | Von Hand, individueller Schmuck | Catherine Hengeller, textile Accessoires in Kaschmir, Seide, Wolle | Side by Side, Designprodukte, hergestellt von Behinderten | Kerstin MĂźllerperth, Kunstglasbläserin | Annette Schwarte, auĂ&#x;ergewĂśhnliche Keramik | Schwarzwald-Couture, TĂźcher und Accessoires | Filze Mongolei, Orginal Filzschuhe | Henny Fleischmann, Objektkunst | Brettgeschichten, Design aus Holz | Cornelia Pfaff, Schmuck und Gerät Nina Stanyak, Betonskulpturen | Christine Wolf, Mode aus Berlin | Ma:Liz, Mode Anne Matzakow, Schmuck | Eva von Ruckteschell, Ă–fen und Keramik | ruppinas, Taschen fĂźr ihre Schätze | Unbeschreiblich, Schreibgeräte von bleibendem Wert Monika Schiwy und Sophie Maechler, Textilkunstarbeiten | wortlicht, Poesie mit Licht und Zeit | Clara von Bonsdorff, Schmuck und Taschen | Frauen Stickprojekt, afghanische Stickereien von Frauen | MilchZahn, witzige Unikate fĂźr Baby und Design und Kunst Weihnachtsmarkt Kind | Simone Rosenow, KĂźnstlerbĂźcher | Helle Trede, Poesie und Schokolade Sa. 15. Dez. 11-18 Uhr | So. 16. Dez. 11-17 Uhr Angelika Link, inspiRings, SchmuckKunst | Dorothee Pfeifer, Kunst und Keramik ZENDRA-ARTWEAR, der schĂśnste Rock der Welt | Die Strickliesel, schmuckliche Rainhof Scheune | HĂśllentalstraĂ&#x;e 96 EinzelstĂźcke | Katja Brudermann, Shiatsu | Edwin Gantert, Schwarz Wald WeiĂ&#x; D-79199 Kirchzarten-Burg | www.buchladen-rainhof.de





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SCHMUCKTENDENZEN ZÜRICH Li-Chu Wu: Aus dem Körper für den Körper Das erste Mal habe ich Li-Chu Wu’s Papierobjekte im März 2011 an der Ausstellung TALENTE in München gesehen und war hingerissen. In ihrer Arbeit dreht sich alles um Papier und Schichten (vielen Schichten!) in konzentrischen Mustern aus gezielt ausgewählten Farben angeordnet, um subtile Bewegung und haptische Qualitäten zu schaffen. Mit teils zarten, teils kräftigen Eingriffen manipuliert sie die Schichtung und ermöglicht uns so einen Blick in den vielschichtigen Kosmos der möglichen Formen, Farben und Strukturen, die durch ihre Eingriffe offen gelegt werden. Mich faszinieren ihre Linien, die sich ihren Weg durch die vielen Schichten farbigen Papiers suchen und Formen Raum und Leben geben, um aus dem Innenraum zu quillen und sich zu entfalten und entblößen. Mit Erstaunen sehe ich all die organischen Formen aus dem ehemals so still und friedlich ruhendem Material wuchern. Die Bewegung ist nicht mehr zu stoppen. Li-Chu Wu ist sehr von der Natur inspiriert und schreibt: „Die Natur präsentiert ihre Schönheit durch Pflanzen, Steine und Landschaften. Meiner Meinung nach kann Papier stark genug sein, um schwere Gegenstände zu tragen, es ist aber auch zerbrechlich genug, um leicht zu reißen. Diese Idee inspiriert mich, Papier mit einer soliden organischen Form zu kombinieren. Ich versuche, natürliche Materialien zu verwenden, um das Gefühl der Natur zu präsentieren. Reine und organische Elemente offenbaren ihre Werte in meinen Arbeiten.“

Li-Chu Wu wurde in Taipei geboren und studierte von 2002 bis 2006 Metalsmithing & Jewellery Design an der Jen Catholic University in Taiwan im Deparment of Applied Arts. Anschließend absolvierte sie an der School of Jewellery an der Birmingham City Universitiy ihren Master in Jewellery, Silversmithing and Related Products. Heute ist Li-Chu Wu freischaffende Schmuckdesignerin. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und publiziert.

Li-Chu Wu’s organische Papierobjekte schlagen eine Brücke zwischen dem Material Papier und seiner ursprünglichen Quelle in der Natur. Silber und Gold rahmen und stützen die grazilen Objekte aus dem ursprünglichen Körper und lassen sie auch als Schmuckobjekte an unseren Körpern erblühen. Kein Wunder, sind ihre Arbeiten in diversen Ausstellungen, Publikationen und Museen zu sehen. Und ab Dezember 2012 glücklicherweise auch in der Ausstellung Ho!Ho!Ho! bei Friends of Carlotta! Bruna Hauert

Ho! Ho! Ho! 1. Dezember bis 24. Dezember

ADVENTureBOX 1. Dezember bis 24. Dezember

Weihnachtliche Schmuckausstellung mit Arbeiten von mehr als 50 Schmuckdesignern bei Friends of Carlotta mit ausgesuchten und exquisiten Stücken, die auch unter dem Bäumchen Furore machen.

24 von Künstlerinnen und Künstlern gestaltete Holzkistchen zum Thema Advent und / oder Abenteuer bilden bei friends of carlotta einen aussergewöhnlichen Kalender, der vom 1. Dezember bis Heiligabend sukzessive seine Geheimnisse preisgibt. Kleine Vernissagen mit Prosecco, Mandarinli und Nüssli gibt’s an den vier aufeinander folgenden Dezember-Samstagen: am 1., 8., 15. und am 22. Dezember 2012 – jeweils von 14.30 bis 15.30 Uhr. Einige der Kistchen werden am 23. Dezember zwischen 14 und 15 Uhr verlost.

Vernissage am Samstag, 1. Dezember 2012 ab 14 h

friends of carlotta | Galerie für Schmuck und Objekte | Bruna Hauert Neumarkt 22 | CH-8001 Zürich | T + 41 44 2618707 | www.foc.ch Di – Fr 12 – 14 h, 15 – 18.30 h, Sa 11 – 16 h

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Schmuck Design

klar und wesentlich

Christoph Blatter

www.christophblatter.ch Goldschmiede im Schwabentor Team Hanne Beyermann-Grubert

Im Dezember: Mo Di Mi + Samstag von10h -18h und Do + Fr von10h -19h geรถffnet 79098 Freiburg Schlossbergring 2 Tel 0761.32557 www.goldschmiede-im-schwabentor.de

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Die Künstlerin Stefanie Volkmer-Otto ersteigert weltweit auf Auktionen antike Schmuckstücke und lässt diese mit erfahrenen Manufakturen zu kostbaren Unikaten umarbeiten. Bei der Neuinszenierung bleibt der individuelle Charakter der Preziosen stets erhalten. Aus antiken Blusenknöpfen des schwedischen Hofjuweliers von 1900 werden so zum Beispiel exklusive Ohrringe. Die Kombination aus wertvollen Materialien und höchstem handwerklichen Können machen die Unikate von „Der Fuchs“ zu begehrten Kunstwerken. Galerie Der Fuchs | Poelchaukamp 1 | D-22301 Hamburg | www.der-fuchs.de

Berlin (D) Luna Designs | Recycling aus Südafrika Aus Abfallholz der Kapstädter Townships produzieren die Brüder Mark und Brian Fanner und ihre Mitarbeiter hochwertige Bilderrahmen im angesagten Vintage-Look. Mit großem sozialen Engagement, fairen Arbeitsbedingungen und konsequent ökologischer und nachhaltiger Herstellung entstehen einzigartige Produkte von höchster handwerklicher Qualität. Jeder Rahmen ist ein wertvolles, von Hand gefertigtes Unikat mit individuellem Vorleben als Möbel, Türrahmen, Diele oder auch Planke eines Schiffsdecks. Vertrieben werden die Bilderrahmen von Luna Designs von der Berliner Firma Cape Times. Cape Times, Im Künstlerhof | Alt-Buch 45 | D-13125 Berlin (Buch) | www.capetimes.de | www.lunadesigns.eu

die gute adresse

Hamburg (D) Galerie Der Fuchs | Originale neu inszeniert

Webshop BåRWALDSON | Besonders Schönes aus Skandinavien Hinter BåRWALDSON steht vor allem Caroline Bärwald. Sie liebt gerade Linien, klare Formen und knallbunte Farben. Und: Dinge müssen sich gut anfühlen, sie sollen unkompliziert, faszinierend und zeitlos sein. Skandinavisches Design kombiniert all diese Elemente – genau deshalb übt es solch eine Faszination auf sie aus. Auf Entdeckungstour in Caroline Bärwalds OnlineShop findet man skandinavische Wohnaccessoires, die das Leben schöner machen. Individuell, ehrlich und für ein ganzes Leben

Wien (A) MAK Design Shop | Geschenke am Wochenende Der Design Shop im MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst ist die Wiener Adresse für außergewöhnliche und praktische Geschenke, Literatur und Objekte. Das ständig aktualisierte Angebot an Klassischem und Neuem von Designern aus Österreich und der ganzen Welt steht auch am Wochenende und an Dienstagen bis 22 h zum Kauf bereit. Ebenfalls dienstags präsentieren junge Designerinnen und Designer ihre neuesten Produkte dem interessierten Publikum. Wer es nicht nach Wien schafft, kann im Webshop stöbern.

Foto: © MAK/Katrin Wißkirchen

www.baerwaldson.de

MAK Design Shop | Stubenring 5 | A-1010 Wien | www.makdesignshop.at Di 10 – 22 h, Mi – So 10 – 18 h, Mo geschlossen

Webshop Pret-a-faire | Schnitt- und Strickmuster online Do-it-yourself-Fans finden in Susanne Wadsacks Webshop Pret-a-faire innovative Schnitte und Strickteile mit einfacher Anleitung. Bestellbar sind Schnittmuster für Hosen, Kleider und Jacken. Pro Stück bekommt man ein wiederverwendbares Muster in passender Größe. Wer gerne strickt, greift einfach zu einem der Sets, die für Schals, Mützen, Pullover und Jacken erhältlich sind. In jeder Box findet sich die Strickanleitung und Wolle in ausreichender Menge. Auch passende Stricknadeln werden bei Bedarf mitgeliefert. [MG] www.pret-a-faire.ch

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DRESDEN | D

room+style, fashion+style und Künstlermesse Dresden Verkaufsmesse 4. bis 6. Januar 2013

Room + Style | Foto: David Pinzer

Die room+style kristallisierte sich in den letzten Jahren als eine der erfolgreichsten Premieren der Messe Dresden heraus und übertraf mit zuletzt über 9.000 Besuchern alle Erwartungen. Die Verkaufsausstellung der besonderen Art kombiniert kreative, stilvolle und ästhetische Produkte mit einem Rahmenprogramm und einem exklusiven Ambiente und lockt eine anspruchsvolle und kaufinteressierte Besucherklientel an. Besonders durch die messeunüblichen Öffnungszeiten haben die Besucher die Möglichkeit die room+style auch in abendlicher Atmosphäre zu genießen und eine Art Eventstimmung zu erleben. Individuelle Beleuchtung, hochwertige Szenografie und der Verzicht auf messeübliche Standbauten machen die Ausstellung sehenswert. Beginnend im restaurierten, denkmalgeschützten Altbau der Börse Dresden führt der Weg durch das sachlich elegante Tagungszentrum hinein in die Messe-

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hallen 3 und 2 und vermittelt den Besuchern eher Boutique- und Salonatmosphäre als Messesachlichkeit. Staged 13 ist eine vom Dresdner Designstudio Paulsberg initiierte Sonderaustellung . „Setz Dich“ – das diesjährige Thema der Ausstellung – präsentiert innovative Entwürfe junger Desinger rund um das Thema Sitzen. Die gelungene Verbindung zur Künstlermesse des Künstlerbundes Dresden in der Halle 4 eröffnet interessierten Besuchern weitere Perspektiven und Entdeckungsmöglichkeiten.

Messe Dresden | Messering 6 | D-01067 Dresden | www.messe-dresden.de Fr 15 – 22 h, Sa 11 – 21 h, So 11 – 18 h


tipps FRANKFURT | D

Johannes Peter Hölzinger – Psychodynamische Raumstrukturen Ausstellung bis 13. Januar 2013

Kasino Bundesministerium der Verteidigung, Bonn (1987 – 97) | Foto: Norbert Miguletz, 2012

Johannes Peter Hölzinger trennt nicht zwischen Kunst und Architektur. Seine Entwürfe provozieren und haben in der Architektur neue, ausgesprochen sinnliche Akzente gesetzt. Seine Bauten wenden sich ab vom rein Funktionalen und gleichen eher modernen Skulpturen. Wellen, Spiralen und gewagte Winkel bestimmen das Bild. Das Deutsche Architekturmuseum würdigt das Lebenswerk des in Bad Nauheim geborenen Architekten, der im vergangenen Jahr seinen 75. Geburtstag feierte und dem Museum zu diesem Anlass einen umfangreichen Bestand an Skizzen, Zeichnungen, Modellen und Skulpturen überlassen hat. Die Ausstellung untersucht den Einfluss, den Le Corbusier und der ZERO-Künstler Hermann Goepfert, mit dem er sich ein Werkatelier teilte, auf Hölzinger ausübten. Ab den Achtzigerjahren entsteht eine Gruppe von Erdreliefs, eine Zwischenform aus Architektur und Landschaft. Hölzinger

beginnt, den Erdkörper in seine Projekte mit einzubeziehen. Prominentestes Bauwerk dieses Werkabschnitts ist das für das Bundesministerium der Verteidigung auf der Bonner Hardthöhe entworfene Kasino-Gebäude. Die Retrospektive setzt die DAM-Reihe „Architekten Rhein-Main“ fort, die 2011 mit schneider+schumacher gestartet wurde und im kommenden Jahr mit den Ingenieuren Bollinger+Grohmann weitergeführt wird. Zur Ausstellung erscheint in der Edition Axel Menges eine umfassende Werkdarstellung. [WEI]

Deutsches Architekturmuseum Schaumainkai 43 | D-60596 Frankfurt a. M. | www.dam-online.de Di, Do – Sa 11 – 18 h, So 11 – 19 h, Mi 11 – 20 h, Mo geschlossen

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Design: Michael Anastassiades, Mirror Glasses / MMM, Seau à Champagne Foto: MAK/Georg Mayer

Glänzende Aussichten MAK Design Shop Ausgewähltes Design. Die besten Geschenke der Stadt in allen Preisklassen. Und das zu ungewöhnlichen Öffnungszeiten! Dienstag 10:00–22:00 Uhr Mittwoch – Sonntag 10:00–18:00 Uhr MAK Stubenring 5, Wien 1 Und jederzeit im Internet: MAKdesignshop.at

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HAMBURG | D

Adventsmesse 2012 Kunst und Handwerk in der Koppel 66 von 30. November bis 23. Dezember jeweils Freitag bis Sonntag

Atelier 7 - 4 x Schmuck

Wer zur Weihnachtszeit nicht Gewöhnliches von der Stange für die eigene Wohnung sucht oder an seine Liebsten verschenken möchte, findet bei den Adventsmessen im Haus für Kunst und Handwerk Außergewöhnliches in allen Preisklassen. Fernab vom üblichen Glühweingetümmel auf Hamburgs Marktplätzen haben sich die Adventswochenenden in der Koppel 66 zu mehr als einem Geheimtipp für alle Freunde der Kunst und des Handwerks entwickelt. Über vier Stockwerke verbreiten rund 40 Stände weihnachtliches Flair. Bei der Auswahl hat der für die Organisation zuständige Förderkreis Koppel 66 die Qual der Wahl. Zahlreiche Bewerbungen aus ganz Deutschland gehen über das Jahr ein. Einen Stand bekommen aber nur Aussteller, die durch besondere Kreativität und außergewöhnlich schöne Ergebnisse überzeugen. Dieses Jahr erwarten die Besucher unter anderem Angebote aus den Bereichen Holz, Keramik, Leder, Schmuck, Textil und Papier-Foto-Kunst.

Fast zu schade zum Essen sind beispielsweise die Kreationen von Miss Cookie. Ganz nach dem Motto „Feine Kekskunst“ bietet sie leckere Kekse zum sofortigen Verzehr oder liebevoll verpackt zum Verschenken an. Doch nicht nur die extra angereisten Künstler und Handwerker sind mit ihren Produktionen vor Ort. Natürlich sind auch alle festen Ateliers in der Koppel 66 während der Adventsmessen geöffnet und freuen sich auf zahlreiche Besucher.

Adventsmesse – mitten in St. Georg Koppel 66 | Lange Reihe 72 | D-20099 Hamburg | www.koppel66.de Fr – So 11 – 19 h

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HOFHEIM-WALLAU | D

IKEA Stiftung – Platz für Ideen 2013 Designwettbewerb Bewerbungszeitraum 20. Dezember 2012 bis 31. März 2013

Preisträger diesen Jahres: Wäschehänger KAMO von Seda Tunca (oben), Trockenregal LET IT DRY von Franziska Wagner (unten links) und Stuhl NUNO mit Lehnenfilz, der für Sitzkomfort sorgt von Emilia Lucht (unten rechts).

Zum achten Mal ruft die IKEA Stiftung Studierende des Produkt- und Industriedesigns sowie der Innenarchitektur auf, ihre zukunftsweisenden Ideen und Konzepte zum Thema „Platz für Ideen“ einzureichen. Ob Einrichtung eines Raumes mit Möbeln, Leuchten und Accessoires oder umfassendere Entwürfe zur ökonomischen Nutzung und praktischen Teilung eines Raumes – die Themenstellung umfasst sowohl Produkte als auch Konzeptionen. 1981 gegründet legt die IKEA Stiftung Schwerpunkte ihrer Arbeit etwa auf kindgerechte Wohnkultur und die Aufklärung von Verbrauchern. In diesem seit 2005 durchgeführten Wettbewerb setzt sie auf die Förderung junger Gestalter. Als Preis winkt den von einer prominenten Jury ermittelten drei Siegern die Finanzierung eines Studiensemesters an der School of Industrial Design im schwedischen Lund. Die Sieger und sieben weitere ausgewählte Teilnehmer können außerdem, ebenfalls in Schweden, an einem einwöchigen Workshop mit IKEA Designern teilnehmen.

Was die Teilnehmer im letzten Jahr preiswürdig machte, zeigen wir hier: Emilia Luchts Stuhl Nuno überzeugte die Juroren mit seiner flexiblen, jede Sitzhaltung ermöglichenden Lehne, ebenso Franziska Wagners Let It Dry und Seda Tuncas Kamo, beides pfiffige Kombinationen aus Regal, Wandinstallation und Wäscheleine. Des weiteren im Angebot unter den prämierten Arbeiten: Eine Uhr im Becher, Leuchten aus PET-Flaschen, ein Sattelhocker, ein Fenstersitz für Freilufthungrige der Großstadt oder gleich ein ganzer Biokreislauf für die Küche aus Pflanzkästen und Kompostierbox namens Parasitenfarm. Der Fantasie scheinen somit keine Grenzen gesetzt. Ab 20. Dezember können die Teilnehmenden direkt auf der Homepage der IKEA Stiftung ihre Beiträge hochladen. [SF]

www.ikea-stiftung.de | www.designwettbewerb-lund.de

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KÖLN | D

Isn’t it romantic? Zeitgenössisches Design zwischen Poesie und Provokation Ausstellung 14. Januar bis 21. April 2013

Studio Makkink & Bey, Birdwatch cabinet (for girl), 2006 | © Studio Makkink & Bey

Isn’t it romantic? heißt die Sonderausstellung im Museum für Angewandte Kunst in Köln, die begleitend zur Internationalen Möbelmesse Köln und bis zum Ende der Kunstmesse Art Cologne unseren Begriff der Romantik reflektieren wird. Schon der Titel der Ausstellung fragt schmunzelnd nach unseren Sehgewohnheiten in einer durchwegs designten Welt. Gezeigt werden Objekte bedeutender zeitgenössischer Designerinnen und Designer, beispielsweise von Ronan und Erwan Bouroullec, Patricia Urquiola, Philippe Starck und Hella Jongerius sowie Arbeiten von Formafantasma, Julia Lohmann, Robert Stadler oder Jaime Hayón. Entsprechend weit ist auch das Spektrum der ausgestellten Stücke. Von der Sofalandschaft Canapé Cactus von Maurizio Galante, einer Ansammlung riesiger, kugeliger Kissen mit dem Abbild von Kakteen, über die Waterproof Onion von Maxim Velcovsky, bis hin zu Gummistiefeln aus Porzellan mit traditionellem Zwiebelmuster, verweisen viele der Exponate auf eine Sehnsucht nach Natur und Natürlichkeit. Längst gibt es Strömungen in der zeitgenössischen Gestaltung, die sich mit dem gewollt Unperfekten, mit Brüchen und Provokationen auseinander setzen. In den vielen Objekten der Ausstellung finden die Designer eine bisweilen poetische Form. So auch Hella Jongerius mit ihren Vier Jahreszeiten, einem

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zitat- und detailreichen Keramik-Quartett. Oder das Studio Makkink & Bey, welches mit seinem Birdwatch Cabinet Girl vertreten ist. Ähnlich wie viele Werke der Malerei am Anfang des vorletzten Jahrhunderts erzählen auch die Ausstellungsstücke von einem idealisierten Bild einer Natur und einer Zeit, die es so nur in unseren Köpfen gibt. Die Sonderausstellung Isn’t it romantic? Zeitgenössisches Design zwischen Poesie und Provokation ist inspirierend und schafft dabei einen gelungenen Bogen zwischen den beiden Messen, zwischen Möbeldesign und Kunst. [MG]

MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln An der Rechtschule | D-50667 Köln | www.makk.de Di – So 11 – 17 h, 1. So im Monat 10 – 17 h, 1. Do im Monat 11 – 20 h, Mo geschlossen


PASSAGEN Interior Design Week Köln 14. bis 20. Januar 2013

Dosen mit Plastik-Fundstücken als Griff, Frank Schillo, Steinzeug, gedreht und verklebt

Acht, Steinzeug, Frank Schillo, frei aufgebaut | Foto: Oliver Fischer

| Foto: Oliver Fischer

Gerade erst ist die Zeit der unseligen Weihnachtsmärkte glücklich überstanden, da erwartet die designaffinen Massen schon das erste große Schaulaufen des neuen Jahres. Die PASSAGEN, die traditionell parallel und ergänzend zur weltgrößten Möbelfachmesse imm cologne stattfinden, bieten spannende Eindrücke, Inspirationen und atmosphärische Inszenierungen zu aktuellen Tendenzen im Design. Das Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm des größten deutschen Designevents bespielt rund 200 Showrooms, Galerien, Einrichtungshäuser, Kulturinstitute, Museen und Hochschulen im gesamten Kölner Stadtgebiet. Einer der Hotspots der PASSAGEN liegt im Kreativstadtteil Ehrenfeld. Der Design Parcours Ehrenfeld präsentiert sich mehr denn je als bunter Mix aus Ausstellungen, Events und Happenings: der Ehrenfelder Designladen utensil zeigt Objekte der eigenen Kollektion, superartitecture und DingFabrik laden ein zu Workshops auf das Gelände des Alten Güterbahnhofs, Frank Schillo zeigt skulpturale Keramikobjekte in seinem Atelier, Möbelserien von Thilo Römer und Mario Hallen sind im Motoki-Wohnzimmer, dem „schönsten Wohnzimmer Kölns“, zu sehen, Salon zwei präsentiert Büchermöbel und poetische Glasobjekte der uruguayischen Designerin Lucía Grompone und vieles mehr. Die DESIGNERS FAIR hat sich ebenfalls im Design Quartier Ehrenfeld etabliert. Diesmal knüpft

sie an den Erfolg von 2012 an und bespielt zwei alte Industriehallen sowie das ehemalige Helios-Kino auf dem Heliosgelände. Zu entdecken gibt es hier rund 50 internationale Jungdesigner. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr präsentieren sich auch die Hochschulen erneut auf den PASSAGEN: rund 15 Gestaltungsfakultäten bespielen eine spektakuläre Fabrikhalle. International zeigt sich das Belgische Viertel. Das Institut français Köln präsentiert in Kooperation mit der Villa Noailles, der Manufacture nationale de Sèvres, cirva, kreo und den Designer's Days Paris die Preisträger der Design Parade 6. Gezeigt werden die Arbeiten des Isländers Brynjar Sigurdarson und des BouroullecSchülers Jean-Baptiste Fastrez. Die großen Namen des italienischen Designs sind hingegen in den Spichern Höfen vertreten: Boffi sowie Cassina, Cappellini und Poltrona Frau im neu eröffneten Flagshipstore. Ein Publikumsmagnet der besonderen Art wird wie immer die Ausstellung des von der Zeitschrift Architektur & Wohnen prämierten A&W Designer des Jahres sein, wie im vergangenen Jahr die Show von Patricia Urquiola im Alten Pfandhaus eindrücklich unter Beweis stellte. [RM] www.voggenreiter.com

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catherine henggeler textile accessoires

www.catherinehenggeler.ch

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MÜNCHEN | D

Urushi-Lack und Design. East meets West Ausstellung 12. Dezember bis 17. Februar 2013

links: Side Table Kagaribi, Mitte: Side Table Hatsune, rechts: Box Utsusemi. Ettore Sottsass, 2002, Fertigung 2011 für MaruTomi, Japan. Urushi-Lack, schwarz (Roiro Technik) | Foto: Kinoshita Yasuhiko

Erfolgreich machte den italienischen Architekten und Designer Ettore Sottsass (1917 – 2007) vor allem die Olivetti Valentine, eine rote Schreibmaschine, die er 1968 für den Büromaschinenhersteller Olivetti entwarf. Ihr folgten weitere Designklassiker, wie der Micky-Maus-Tisch, der gelbe Sekretärsstuhl und für die bekannte italienische Designfabrik Alessi das Tafelservice La Bella Tavola. Urushi, der traditionellen japanischen Lackkunst, welcher sich die Ausstellung Urushi-Lack und Design. East meets West diesen Winter in München widmet, begegnete der Künstler in den Neunzigerjahren. Der sogenannte Chinalack, dessen Rohstoff aus dem Harz des ostasiatischen Lackbaums gewonnen wird, wurde bereits vor etwa 6.000 Jahren zur Befestigung von Speer- und Pfeilspitzen benutzt. Obschon man seine künstlerische Eignung schon früh erkannte, erreichte Urushi jedoch erst im 17. Jahrhundert Europa, wo sich fortan auch europäische Künstler mit dem Material beschäftigten – unter ihnen auch Dieter Rams und Fritz Frenkler, deren Arbeiten sich ebenfalls in der Ausstellung finden. Sottsass, der die anspruchsvolle Urushi-Technik im geistigen Austausch und in langjähriger Zusammenarbeit mit führenden japanischen Urushi-Meistern

erlernte, begann Gefäße und Objekte zu entwerfen, die gleichermaßen westliche (Post-)Moderne und fernöstliche Tradition, italienischen Esprit und japanische Raffinesse verkörpern. Seine Objekte entwickelten sich vom Industriedesign zum handwerklichen Einzelstück. Aus industriell hergestellten Produkten im charakteristischen rot-schwarzen Urushi-Stil wurden Kleinserien mit natürlichem Urushi-Lack und skulpturartige Unikate, die in Hunderten von Einzelschichten aus Urushi auf Holz entstanden. Der Austausch gestalterischer Haltung und konzeptioneller Inspiration zwischen Ost und West, der sich hier, besonders bei den bisher noch in keinem Museum gezeigten spätesten Urushi-Objekten von Ettore Sottsass manifestiert, ist Auseinandersetzung mit den Wurzeln von Gestaltung und Kulturtransfer im besten Sinn. [ML]

Pinakothek der Moderne Die Neue Sammlung – The International Design Museum Munich Türkenstr. 15 | D-80333 München | www.die-neue-sammlung.de Di, Mi, Fr – So 10 – 18 h, Do 10 – 20 h, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag & Silvester geschlossen

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Datum / Unterschrift: ...........................................................................................

79098 Freiburg | Oberlinden 13 | Tel. + 49 761 3 59 35

„Tagtraum“ von OLBRISH | reddot design award winner 2007

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Deutsches Leder

Deutsches Design


STUTTGART | D

SpielRäume 2012 – Möbel bewegen Ausstellung ausgezeichneter Wettbewerbsbeiträge bis 11. Dezember

Arche Noah, Liegemöbel | Markus Hübner

Der alljährlich vom Landesfachverband Schreinerhandwerk und dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg ausgelobte Gestaltungswettbewerb würdigte auch 2012 ausgewählte Schreinerarbeiten des Landes. Die Einreichungen konnten auch in Kooperation mit Gestaltern entwickelt werden. Im Rahmen des Themenschwerpunkts „Möbel bewegen“ der diesjährigen Ausschreibung wurden von einer Fachjury zeitgenössische Entwürfe für die öffentliche Ausstellung im Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg in Stuttgart ausgewählt. Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten überzeugten die Jury durch kreative und überraschende Darstellungen des Themas „Bewegen“ und fachlich herausragende Umsetzungen. Der Themenwettbewerb zeigt eine große Bandbreite bewegter und beweglicher Möbel, die sich entweder durch die Beweglichkeit des gesamten Möbels, seiner Bestandteile oder durch die aktive Steuerbarkeit von Bewegung durch die Benutzer aus-

zeichnen. Andere gezeigte Arbeiten „bewegen“ hingegen weniger auf einer physischen, als auf einer geistigen Ebene. Am 23. Oktober wurden sieben Einreichungen mit dem Silbernen Würfel ausgezeichnet und für besonders herausragende Arbeiten wurden vier Goldene Würfel vergeben. In der Ausstellung sind auch die ausgewählten Beiträge des Sonderwettbewerbs für Formgebung „Gestaltete Gesellenstücke 2012“ zu sehen sowie vier von Betrieben eingereichte „SchreinerBOXen“.

Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg Willi-Bleicher-Str. 19 | D-70174 Stuttgart | www.schreiner-bw.de täglich 10 – 20 h, öffentliche Führungen jeden Freitag 17 h

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WIEN | A

design schenken 2012 Design-Weihnachtsmarkt im Looshaus 7. – 9., 14. – 16. und 21. – 23. Dezember 2012

Handtaschenlicht | Design Galerie, Wien

Der Design-Weihnachtsmarkt im Wiener Looshaus gilt als Institution des guten Designs im Wiener Advent. Im Ambiente des denkmalgeschützten Looshauses finden Wienbesucher ein großes Angebot gut gestalteter Produkte von Nachwuchsdesignern, etablierten Labels aus Österreich sowie ausgewählten internationalen Designlabels. Einen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr Design aus Ungarn, wo in den letzten Jahren eine lebendige Designszene entstanden ist. Bei design schenken findet man Produkte, die im Handel oft noch nicht oder nicht in dieser Vielfalt erhältlich sind. Im Vorjahr besuchten rund 16.000 Besucher an drei Wochenenden den Designmarkt. Die Bandbreite reicht von Accessoires über Schmuck, Mode, Hüte und Taschen bis Keramik und Design for Kids – viele anspruchsvolle Geschenkideen, welche die Veranstalterin aus ganz Europa nach Wien gebracht hat.

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Eine Jury wählt alljährlich die Designer aus, die mitmachen dürfen. „Für die Jury zählt die Qualität des Designentwurfes in all seiner Vielfalt“, so die Initiatorin Karin Lebinger. Die Veranstaltung findet dieses Jahr bereits zum achten Mal in Kooperation mit dem designforum und der Raiffeisenlandesbank Wien statt, die seit 1987 Hausherrin dieses historischen Gebäudes im Stil der Wiener Moderne ist und das Bewusstsein für Design aus Österreich schärfen möchte.

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REDesign+Award 2013 Ausschreibung Einreichungsfrist bis 31. Januar 2013

Oliver Haffner, JellyFish

Franz Maurer, Mailbox

Der REDesign+Award geht nach 2010 bereits in die zweite Runde. Gesucht werden bisher unveröffentlichte Produktideen und Designentwürfe, denen der Gedanke der Weiter- und Wiederverwendung nicht mehr gebrauchter Materialien, Werkstoffe und Produkte zugrunde liegt. Die Möglichkeit einer seriellen, industriellen Produktion muss gegeben sein. Offen stehen die Kategorien Mobilität & Öffentlicher Raum, Haushalt & Wohnen, Accessoires & Giveaways sowie Schmuck & Mode. Zur kostenlosen Teilnahme am Wettbewerb sind Designerinnen und Designer sowie Designstudierende aus dem gesamten EU-Raum eingeladen. In jeder Kategorie wird ein Entwurf prämiert und mit 1.000 Euro Preisgeld honoriert. Dem Entwurf des Hauptpreisträgers winkt darüber hinaus die Produktumsetzung beziehungsweise die Produktion durch einen sozialwirtschaftlichen Betrieb in Ungarn oder in Österreich.

Die Preisverleihung des REDesign+ Award 2013 findet im Sommer 2013 statt. Anschließend werden die preisgekrönten Arbeiten im Rahmen einer Ausstellung jeweils in Wien und in Sopron präsentiert. [RM]

www.redesignplus.eu

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Foto: Britt Schilling

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WINTERTHUR / ZÜRICH | CH

wood loop – auf biegen und brechen Ausstellung bis 21. April 2013

Hölzer formen – Der WoodAward 2012 Ausstellung ausgezeichneter Wettbewerbsbeiträge bis 13. Dezember

TH-10-05, 2005, Pablo Reinoso Studio | © Copyright: Pablo Reinoso Studio | Foto: Carlos Yebra

Weisen wir einem Menschen das Attribut „hölzern“ zu, geben wir zum Ausdruck, dass er charakterlich nicht sehr beweglich ist. Eigentlich ein Trugschluss – denn Holz ist sehr wohl elastisch und biegsam. Davon kann man sich nun in einer Ausstellung im Gewerbemuseum Winterthur überzeugen: „wood loop – auf biegen und brechen“ führt vor Augen, was aus dem vermeintlich so starren Material mit der richtigen, teilweise auch computergestützten Technik heute gestalterisch gemacht werden kann. Tatsächlich sind der Formbarkeit des Holzes in Design, Architektur und Kunst kaum Grenzen gesetzt, wie ein Überblick über die Exponate zeigt. Diese reichen von Klassikern (Michael Thonet, Alvar Aalto, Charles und Ray Eames) bis zu zeitgenössischen Entwürfen (Martino Gamper, Johannes Hermann, Studio Pablo Reinoso). „wood loop“ begnügt sich allerdings nicht mit dem Ausstellen der fertigen Stücke, sondern erhellt auch den Hintergrund der Verarbeitung und die Technik der Flexibilisierung des Materials, wie sie etwa kürzlich in einem Forschungsprojekt unter Beteiligung der Zürcher Hochschule der Künste entwickelt worden ist. Im Atelier dukta kann der Ausstellungsbesucher schließlich auch selbst Biegeverfahren ausprobieren. Workshops, Sonderpräsentationen und Konzerte begleiten die Schau.

Parallel und passend zum Thema zeigt die ETH Zürich einige Resultate des WoodAward, der vom Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM) zu seinem 125-jährigen Bestehen ausgelobt wurde. Schreiner und Designer aus der gesamten Schweiz schlossen sich in 240 Teams zusammen, um in einer Verbindung von Handwerk und Design neue, originelle Produkte zu fertigen. Beteiligt am Wettbewerb waren auch Schreiner aus Italien, England, Kalifornien und Japan. Unter den in der ETH gezeigten Exponaten finden sich nun die Sieger des Awards sowie einige weitere Einreichungen – darunter herkömmliche Gegenstände wie ein Tisch, aber auch eine ungewöhnliche „Raumuhr“ oder ein Trainingsset für Schlaganfallpatienten. [SF] Gewerbemuseum Winterthur Kirchplatz 14 | CH-8400 Winterthur | www.gewerbemuseum.ch Di – So 10 – 17 h, Do 10 – 20 h ARchENA, HIL, Hönggerberg, ETH Zürich CH-8093 Zürich | www.ausstellungen.gta.arch.ethz.ch | www.woodaward.ch Mo – Fr 8 – 22 h, Sa / So und Feiertage geschlossen

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Schweizer Architektur im Fokus der Fotografie 7.12. – 1.4.2013 Schweizerisches Architekturmuseum SAM Steinenberg 7 | CH-4051 Basel | www.sam-basel.org Di, Mi, Fr 11 – 18 h, Do 11 – 20.30 h, Sa, So 11 – 17 h Comics Deluxe! Das Comicmagazin Strapazin bis 3.3.2013 Karikatur & Cartoon Museum St. Alban-Vorstadt 28 | CH-4052 Basel www.cartoonmuseum.ch Mi – Fr 14 – 18 h, Sa, So 11 – 18 h Basler Papiermühle Schweizerisches Museum für Papier, Schrift und Druck Workshops, Kurse und Studiengänge Basler Papiermühle St. Alban-Tal 37 | CH-4052 Basel www.papiermuseum.de Di – So 14 – 17 h Berlin (D) Zeughausmesse für Angewandte Kunst 13. – 16.12. Schlüterhof im Zeughaus des Deutschen Historischen Museums Unter den Linden 2 | D-10117 Berlin www.zeughausmesse.de Handmade Supermarket jew. 2. Sonntag im Monat Markthalle IX Eisenbahnstr 42 – 43 + Pücklerstr. 34 D-10997 Berlin-Kreuzberg www.handmade-supermarket.de 11 – 18 h Limited Space: Sarajevo / Berlin bis 7.12. Exhibition in the Cloud 29.1. – 1.2.2013 Universität der Künste Berlin Einsteinufer 43 – 53 | D-10587 Berlin (UdK Rundgang) www.designtransfer.udk-berlin.de Di – Fr 10 – 18 h Im Inneren der Apparate Objekte von Matias Bechtold und Dinge aus den Sammlungen des Museums bis 18.2.2013 Schausammlung / Offenes Depot Werkbundarchiv – Museum der Dinge Oranienstr. 25 | D-10999 Berlin www.museumderdinge.de Fr – Mo 12 – 19 h Joel Sternfeld Retrospektive bis 13.1.2013 Junior & Teens Jahresausstellung 2012 10.12. – 3.2.2013 C/O Berlin-International Forum For Visual Dialogues im Postfuhramt | Oranienburger Str. 35 – 36 D-10117 Berlin | www.co-berlin.com Mo – So 11 – 20 h Phantastiken Die Bauhäuslerin Lou Scheper-Berkenkamp bis 14.1.2013 Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung Klingelhöferstr. 14 | D-10785 Berlin | www.bauhaus.de Mi – Mo 10 – 17 h

Neue Highlights in der Wunderkammer Olbricht 1.12. – 7.4.2013 Wunderkammer Olbricht | Ständige Ausstellung me Collectors Room Berlin Auguststr. 68 | D-10117 Berlin | www.me-berlin.com Di – So 12 – 18 h Architektonika 2 bis 13.1.2013 Die Sammlungen. The Collections. Les Collections Wechselnde Präsentationen Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart Invalidenstr. 50 – 51 | D-10557 Berlin www.smb.museum.de Di – Fr 10 – 18 h, Sa 11 – 20 h, So 11 – 18 h Designpanoptikum Berlin Museum für skurrile Objekte Torstr. 201 | D-10115 Berlin Mo – Sa 11 – 20 h Computerspiele. Evolution eines Mediums Computerspielemuseum Karl-Marx-Allee 93a | D-10243 Berlin www.computerspielemuseum.de Mi – Mo 10 – 20 h Handmade in Germany 2013 bis 14.12. Direktorenhaus | Am Krögel 2 | D-10179 Berlin www.johanssen-gallery.com www.direktorenhaus.com/handmade_2013 Roger Boltshauser mit Bildern von Philipp Schaerer bis 15.12. caramel 17.1. – 2.3.2013 Architektur Galerie Berlin Karl-Marx-Allee 96 | D-10243 Berlin www.architekturgalerieberlin.de Di – Fr 14 – 19 h, Sa 12 – 16 h IDZ | Internationales Designzentrum Berlin e.V Flughafen Tempelhof | Bauteil D2 Columbiadamm 10 | D-12101 Berlin | www.idz.de Mo – Fr 10 – 18 h Bern (CH) Meister Klee! Lehrer am Bauhaus bis 6.1.2013 Die Engel von Klee bis 20.1.2013 Zentrum Paul Klee Bern Monument im Fruchtland 3 | CH-3011 Bern www.zpk.org täglich 10 – 17 h Bremen (D) Was geht. Best of HfK Design 2011 bis 15.1.2013 Von Äpfeln und Birnen – Best of HfK Design 2012 bis 3.2.2013 Wilhelm Wagenfeld Haus-Design im Zentrum Am Wall 209 | D-28195 Bremen www.wwh-bremen.de Di 15 – 21 h, Mi – So 10 – 18 h Brüssel (B) Space Oddity. Design fiction? bis 10.3.2013 Mathieu Lehanneur 9.12. – 31.3.2013 MAC’s-Musée des Arts Contemporaines SITE DU GRAND-HORNU / Grand-Hornu Images 82, Rue Sainte-Louise | B-7301 Hornu www.grand-hornu-images.de

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Basel (CH) Museumsnacht 2013 18.1.2013 www.museumsnacht.ch

Dresden (D) room + style Trend- und Lifestylemesse für Wohnideen und Lebensart 4. – 6.1.2013 Messe Dresden Messering 6 | D-01067 Dresden | www.room-style-messe.de Fr 15 – 22 h, Sa 11 – 21 h, So 11 – 18 h Düsseldorf (D) design classic düsseldorf 2012 Börse für Designobjekte des 20. / 21. Jh. bis 2.12. Blumengroßmarkt Ulmenstr. 275 | D-40468 Düsseldorf www.designclassic.de 11 – 18 h designtreff düsseldorf offener Austausch für Designer und Gestalter 18.12. MONTANAROs im tanzhaus nrw Erkrather Str. 30 | D-40233 Düsseldorf www.designtreff.net jeden 3. Dienstag des Monats ab 19.30 h Frankfurt a. M. (D) Heimtextil Internationale Fachmesse für Wohn-und Heimtextilien 9. – 12.1.2013 Messe Frankfurt GmbH Creativeworld 2013 Paperworld 2013 26. – 29.1.2013 Messe Frankfurt GmbH Ambiente 2013 Internationale Frankfurter Messe 15. – 19.2.2013 Messe Frankfurt GmbH Ludwig-Erhard-Anlage 1 | D-60327 Frankfurt a.M. www.messefrankfurt.com Druot, Lacaton & Vassal – Transformation eines 60er Jahre Wohnhochhauses bis 13.1.2013 Johannes Peter Hölzinger – Psychodynamische Raumstrukturen bis 13.1.2013 BEST HIGH-RISES 2012\13 – Internationaler Hochhaus Preis 2012 bis 20.1.2013 Deutsches Architekturmuseum Schaumainkai 17 | D-60594 Frankfurt a.M. www.dam-online.de Di, Do – Sa 11 – 18 h, So 11 – 19 h, Mi 11 – 20 h A Journey of Beginnings In heißer Lieb' gebraten Plastiken von Caro Suerkemper bis 30.12. C’est pas mon genre! Über Frauen. Design aus Frankreich. bis 2.12. In der Historischen Villa Metzler Museum für Angewandte Kunst Frankfurt Schaumainkai 17 | D-60594 Frankfurt a.M. www.museumfuerangewandtekunst.frankfurt.de Di, Do – So 10 – 17 h, Mi 10 – 21 h Medien erzählen Geschichte(n) „Kommunikation satt“ (Dauerausstellung) Museum für Kommunikation Schaumainkai 53 | D-60596 Frankfurt a.M. www.museumsstiftung.de Di – Fr 9 – 18 h, Sa, So 11 – 19 h

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Japan zu Gast Yufuku Galerie, Tokio präsentiert japanische Künstler 2.12. – 6.1.2013 Galerie Heller Friedrich-Ebert-Anlage 2 | D-69117 Heidelberg www.galerie-heller.de Di – Fr 11 – 13 h und 14 – 18 h, Sa 11 – 18 h Herford (D) gute aussichten Junge deutsche Fotografie 2012/2013 bis 20.1.2013 Lippold-Galerie (1. Stock) zoom 21.1. – 17.2.2013 Lippold-Galerie (1. Stock) Marta Herford Goebenstr. 2 | D-32052 Herford | www.marta-herford.de Di–So 11-18h, Mo geschl.

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Unsere Designtipps in Bern – das sollte man sich anschauen!

Husseren-Wesserling (F) Musée Textil Dauerausstellung Parc de Wesserling | Ecomusée Textile F-68470 Husseren-Wesserling | www.parc-wesserling.fr Mo – So 10 – 18 h Karlsruhe (D) Karlsruher Weihnachtsmesse für Angewandte Kunst 8. – 16.12. Regierungspräsidium Karlsruhe Karl-Friedrich-Str. 17 | D-76133 Karlsruhe www.landesmuseum.de | www.kunsthandwerk.de täglich 11 – 18 h Mode – Medium – Material Anziehende Objekte von Stephan Hann 23.2. – 9.6.2013 Museum beim Markt Karl-Friedrich-Str. 6 | D-76131 Karlsruhe www.landesmuseum.de Di – So 11 – 17 h, Fr – So 10 – 18 h Lametta Karlsruhe 2012 14. – 15.12. Tollhaus, Alter Schlachthof Durlacher Allee 62 | D-76131 Karlsruhe www.lametta-ka.de Fr 16 – 22 h, Sa 12 – 20 h INVENTA 21. – 24.2.2013 Artundform 2013 Sonderschau für Design, Kunst und Handwerk 21. – 24.2.2013 Messe Karlsruhe Messeallee 1 | D-76287 Rheinstetten www.artundform.info jeweils 10 – 18 h

Der östliche Stadtrand Berns wird direkt neben der Autobahn von drei markanten Wellen aus Stahl bestimmt. Sie gehören zum Zentrum Paul Klee (Monument im Fruchtland 3), das vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano entworfen wurde. Sowohl das Gebäude selbst, als auch die Kunstsammlung und die wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen sind immer einen Besuch wert. In den Restaurants Schöngrun – im Museumscafé und im direkt neben dem Zentrum Paul Klee gelegenen Gourmetrestaurant – werden Besucherinnen und Besucher nicht nur in kultureller, sondern auch in kulinarischer Hinsicht verwöhnt. In der Altstadt von Bern feiert intraform Raumgestaltung (Rathausgasse 76) gerade 50 Jahre zeitloses Wohnen. „Gutes Design ist kein Konsum-, sondern ein Kulturgut“, so Inhaber Edi Franz. Die Ausstellung ist Inspiration pur. Auf knapp 1.000 m2 findet man hier Ideen fürs Wohnen, Essen, Schlafen und Arbeiten. Das 1894 erbaute Bernische Historische Museum (Helvetiaplatz 5) erhielt 2009 mit dem Neubau Titan/ Kubus auf seiner Ostseite eine Erweiterung für die museale und administrative Nutzung. Die Entwurfsidee vom Bieler Architekturbüro „mlzd“ bestand darin, den Erweiterungsbau als öffentlichen und begehbaren Sockel auszubilden, aus dem sich ein vertikales Volumen entwickelt. Ein sehenswerter und spannender Dialog von Alt und Neu.

Köln (D) imm cologne 14. – 20.1.2013 Die internationale Einrichtungsmesse Koelnmesse GmbH Messeplatz 1 | D-50679 Köln | www.imm-cologne.de Mo – Sa 9 – 18 h, So 9 – 17 h Passagen Interior Design Week Köln 14. – 20.1.2013 Design Parcours Ehrenfeld 14. – 20.1.2013 www.voggenreiter.com/passagen 2013 Raum-Maschine Theater – Szene und Architektur 15.12. – 10.3.2013

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Isn't it romantic? Zeitgenössisches Design zwischen Poesie und Provokation 14.1. – 21.4.2013 Museum für Angewandte Kunst Köln An der Rechtschule | D-50667 Köln | www.museenkoeln.de Di – So 11 – 17 h Krefeld (D) European Art Quilts VII bis 3.2.2013 Deutsches Textilmuseum Andreasmarkt 8 | D-47809 Krefeld www.krefeld.de/textilmuseum Di – So 11 – 17 h Kronberg (D) Braun HiFi – Ursprung einer DesignKultur! BraunSammlung der Braun GmbH Westerbach Center | Westerbachstr. 23c | D-61476 Kronberg www.braunsammlung.info Di – Fr 11 – 17 h, Sa, So 11 – 18 h Langenthal (CH) Weberherzen Creation Baumann Showroom in Langenthal Bern-Zürich-Str. 23 | CH-4900 Langenthal www.creationbaumann.com Mo – Fr 9 – 12 h und 13 – 17 h Lausanne (CH) From work tool to work bench ECAL / Hot Tools and Patricia Urquiola bis 17.2.2013 Pop-Up. Design between dimensions bis 3.4.2013 Mudac Musée de design et d'arts appliquées contemporains Place de la cathédrale 6 | CH-1005 Lausanne www.mudac.ch Di – So 11 – 18 h Leipzig (D) Zacken und Bögen Spritzdekor-Keramik des Art déco aus der Sammlung Klaus Freiberger bis 7.4.2013 Zwei Leben für die Fotografie Lillian Bassmann & Paul Himmel bis 3.3.2013 Jugendstil bis Gegenwart Dauerausstellung GRASSI | Museum für Angewandte Kunst Johannisplatz 5 – 11 | D-04103 Leipzig www.grassimuseum.de Di – So 10 – 13 h, Mi + Do 10 – 20 h 32. Leipziger Grafikbörse 19.12. – 27.1.2013 Nonnenstr. 38 | D-04229 Leipzig www.druckkunst-museum.de | www.typotage.de Mo – Fr 10 – 17 h, So 11 – 17 h LAMETTA Vol. 3 Weihnachtsausstellung – ausgewählte Unikate und Kleinserien regionaler Studios und Werkstätten bis 22.12. Karl-Heine–Str. 59 | D-04229 Leipzig www.luiseneugebauer.de Di – Fr 12 – 19 h, Sa 12 – 16 h Mulhouse (F) Musée de l'Impression sur Etoffes Rue Jean-Jacques Henner 14 | BP 1468 | F-68072 Mulhouse www.musee-impression.com Di – So 10 – 12 h und 14 – 18 h

München (D) Urushi-Lack + Design. East Meets West 12.12. – 17.2.2013 Die Neue Sammlung - The International Design Museum Der Architekt – Geschichte Und Gegenwart Eines Berufsstandes bis 3.2. Pinakothek der Moderne Querschnitt: Stefan Wewerka bis 3.2.13 Die Neue Sammlung - The International Design Museum Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne Barer Str. 40 | D-80333 München www.die-neue-sammlung.de | www.architekturmuseum.de www.pinakothek.de Di – So 10 – 18 h, Do 10 – 20 h

inside view bochum mit Jan Kath, Teppichdesigner und Teppichfreak Jan Kath Design GmbH, Bochum

Meine Designtipps in Bochum – das sollte man sich anschauen!

Weihnachtsausstellung – Werkschau der Mitglieder bis 12.1.2013 Bayerischer Kunstgewerbe-Verein e.V. Pacellistr. 6 – 8 | D-80333 München www.kunsthandwerk-bkv.de Handwerk & Design Internationale Handwerksmesse 6.3. – 12.3.2013 Neue Messe München | D-81829 München www.materialica.de Fr – Sa 9 – 19 h, So 9 – 17 h MCBW 2013 Munich Creative Business Week 16. – 24.2.2013 www.mcbw.de Nürnberg (D) Helmut Jahn. Process / Progress bis 24.2.2013 Japan & Italien. Möbel Aktuell in der Sammlung Neues Museum für Kunst und Design Nürnberg und Die Neue Sammlung - The International Design Museum Klarissenplatz | D-90402 Nürnberg www.nmn.de | www.die-neue-sammlung.de Di – Fr 10 – 20 h, Sa, So 10 – 18 h Offenbach (D) Meisterwerke der angewandten Kunst in Leder vom Mittelalter bis zum Barock in der neuen Wilhelm-Düncher-Galerie DLM-Deutsches Ledermuseum, Schuhmuseum Offenbach Frankfurter Str. 86 | D-63067 Offenbach www.ledermuseum.de Di – So 10 – 17 h Wundervoll: Kinderwelten 57. Internationale Kinderbuchausstellung bis 10.2.2013 Klingspor Museum Offenbach Hernstr. 80 | D-63065 Offenbach am Main www.klingspor-museum.de Di, Do, Fr 10 – 17 h, Mi 14 – 19 h, Sa, So 11 – 16 h

Bochum ist nicht beautiful. Die Menschen machen hier den Unterschied. Erst in den letzten Jahren sind so bekannte Orte wie der Zollverein oder die Jahrhunderthalle auf Hochglanz gebracht worden. Die ehemaligen Industriestätten haben einen starken Einfluss auf meine Arbeit. Der Kampf zwischen Ruine und Natur fasziniert mich und dient mir auch als Kulisse für viele meiner Präsentationen. Das Viertel Bochum-Ehrenfeld entwickelt sich gerade. Hier haben wir auch unsere Ausstellungsräume (Friederikastr. 148). Spannend ist vor allem die Hattingerstraße. Dort entsteht gerade viel Neues. Wenn ich Entspannung suche, gehe ich sehr gerne in den Schlosspark Weitmar. Hier steht das Haus Weitmar, das vom Kunstverein Bochum zur Künstlerresidenz umgebaut wurde und mit seiner Architektur beeindruckt. In die Ruine des ehemaligen Adelssitzes wurde ein moderner Kubus gesetzt – ein Haus im Haus. Gleich beim Park findet man auch die Galerie m (Schlossstr. 1A), eine Topadresse für zeitgenössische Kunst. Gerne bin ich dann in Tante Yurgan's Café (Castroper Str. 79), einer ganz alten Bochumer Institution. Hier trifft man Leute aus der Szene – Künstler, LKW-Fahrer und Literaten. Wer auf der Suche nach Designklassikern ist, den würde ich zu Ruhrprojekt (Wittener Str. 2) schicken. Den Abend kann man angenehm in der Nachtbar Goldkante (Alte Hattinger Str. 22) verbringen. Sie bietet Literaturveranstaltungen und eine offene Plattform für viele Aktivitäten. Oder man geht ins Schauspielhaus Bochum, eines der renommiertesten Theater Deutschlands. Im selben Gebäude befindet sich die Eve Bar (Königsallee 15), mein Lieblingsnachtclub. Allerdings sollte man dort nicht vor 2 Uhr morgens hin gehen.

Paris (F) Maarten Baas. Les curiosités d´un designer bis 12.2.2013 Van Cleef & Arpels. Lárt de la haute joaillerie bis 10.2.2013 Les frères Campana. Barroco Rococó bis 24.2.2013 Les Arts Décoratifs-Nef 107 rue de Rivoli | F-75001 Paris | www.lesartsdecoratifs.fr Di – So 11 – 18 h

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textiles und mehr

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Ausstellung vom 18. November 2012 bis 21. April 2013 www. gewerbemuseum.ch

Di bis So 10 – 17 Uhr Do 10 – 20 Uhr Mo geschlossen Besondere Öffnungszeiten an Feiertagen

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Gewerbemuseum Kirchplatz 14 CH - 8400 Winterthur


Pforzheim (D) Die Perle in der Geschichte des Schmucks bis 27.1.2013 Schmuckmuseum Pforzheim Jahnstr. 42 | D-75173 Pforzheim www.schmuckmuseum-pforzheim.de Di – So, feiertags 10 – 17 h Rixheim (F) Im Reich der kleinen Prinzen Tapeten im Kinderzimmer bis 31.12. Musée du Papier Peint 28, rue Zuber | F-68171 Rixheim St. Gallen (CH) Werkstoffarchiv Sitterwerk Sittertalstr. 34 | CH-9014 St. Gallen | www.sitterwerk.ch Mo – Fr 9 – 17 h, So 14 – 18 h Herrlichkeiten – Textile Kirchenschätze aus St. Gallen bis 30.12. Viecher – Tierdarstellungen auf Textilien 6.2. – 7.4.2013 Textilmuseum Vadianstr. 2 | CH-9000 St.Gallen | www.textilmuseum.ch Mo – So 10 – 17 h Staufen (D) Camille Schpilberg F-Dyo 8.2. – 17.3.2013 Keramikmuseum Staufen Wettelbrunnerstr. 3 | D-79219 Staufen Mi – Sa 14 – 17 h, So 11 – 13 und 14 – 17 h Stuttgart (D) Vom Wohnungsbau in Peking bis zum Strukturwandel in Stuttgart Diplomausstellung bis 6.12. Universität Stuttgart Kollegiengebäude I (KI) Keplerstr. 11 | D-70174 Stuttgart www.uni-stuttgart.de 18 – 20 h DESIGN − made in BaWü! – Marken, Unternehmen, Ausbildung bis 15.12. Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg Willi-Bleicher-Str. 19 | D-70174 Stuttgart www.design-center.de Mo – Sa 11 – 18 h Möbel bewegen SpielRäume 2012 bis 11.12. Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg Willi-Bleicher-Str. 19 | D-70174 Stuttgart täglich 10 – 20 h, öffentliche Führungen Fr 17 h

Weiden (D) Keramik-Museum Weiden Waldsassener Kasten Luitpoldstraße 25 | D-92637 Weiden www.die-neue-sammlung.de Weil am Rhein (D) Erwin Wurm bis 20.1.2013 Pop Art Design bis 3.2.2013 Louis Kahn The Power of Architecture 23.2. – 11.8.2013 Vitra Design Museum Charles-Eames-Str. 1 | D-79576 Weil am Rhein www.design-museum.de Mo – So 10 – 18 h, Führungen Sa, So 11 h Wien (A) Zeitgenössischer Halsschmuck bis 10.2.2013 MAK Studiensammlung Metall J E X. Jewellery Exhibition Schmuck von Petra Zimmermann 20.2. – 23.6.2013 MAK Studiensammlung Metall The Committee of Sleep bis 6.1.2013 Sammlung Möbel Wiener Kunstgewerbe 1890 – 1938 bis 17.3.2013 Schausammlung Wien 1900 MAK Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst Stubenring 5 | A-1010 Wien | www.mak.at Di 10 – 24 h, Mi – So 10 – 18 h Joseph Binder Award 2012 bis 16.12. designforum Wien, Museumsplatz 1 | A-1070 Wien | www.designforum.at Sowjetmoderne 1955 – 1991 Unbekannte Geschichten bis 25.2.2013 a_schau Österreichische Architektur im 20. und 21. Jahrhundert Dauerausstellung Architekturzentrum Wien Museumsplatz 1 | A-1070 Wien | www.azw.at Mo – So 10 – 9 h design schenken 2012 Design-Weihnachtsmarkt im Looshaus 7. – 9.12., 14. – 16.12, 21. – 23.12. Michaelerplatz 3 | A-1010 Wien www.designschenken.at Fr 16 – 20 h, Sa 11 – 20 h, So 11 – 17 h

DEKUMO + GRÜNE BÜHNE 7. – 9.12. Ex-Stadtbücherei im Wilhelmspalais Konrad-Adenauer-Str. 2 | D-70173 Stuttgart www.dekumo.de Fr 14 – 22 h, Sa, So 11 – 20 h

Winterthur (CH) wood loop – auf biegen und brechen bis 21.4.2013 Material Archiv Dauerausstellung Gewerbemuseum Winterthur Kirchplatz 14 | CH-8400 Winterthur www.gewerbemuseum.ch Di – So 10 – 17 h, Do 10 – 20 h

Ulm (D) Hochschule für Gestaltung Ulm Hfg – Archiv Ulm Basteistraße. 46 | D-89073 Ulm www.hfg-archiv.ulm.de

Zürich (CH) Hölzer formen Der WoodAward 2012 bis 13.12. ARchENA, HIL, Hönggerberg, ETH Zürich

inside view köln mit Sabine Voggenreiter, Initiatorin der PASSAGEN Büro Sabine Voggenreiter, Köln

Meine Designtipps in Köln – das sollte man sich anschauen!

Köln ist, neben den Adressen der Hochkultur – den Museen, der Oper und Philharmonie, dem Schauspiel sowie dem Dom und den romanischen Kirchen – vor allem auch von einer lebendigen Kreativszene geprägt, die sich insbesondere im Belgischen Viertel, im Szeneviertel Ehrenfeld und aktuell auch in Kalk und rund um den Südbahnhof bemerkbar macht. Designer, Streetart-Akteure, junge Galerien, neue Konzeptläden, Clubs, elektronische Musik, Modemacher, Urbanisten und Do-it-yourself-Läden erzeugen ein typisches kreatives Ambiente, das nicht nur die Kölner sondern auch viele Köln-Besucher inspiriert und Touristen ohne jede Schwellenangst erreicht. Sichtbar wird die geballte Design-Präsenz beispielsweise einmal im Jahr während der PASSAGEN, wenn an nahezu 200 Orten in teils ungewöhnlichen Locations im ganzen Stadtgebiet internationales Design zelebriert wird. Viele dieser Stationen und Akteure sind auch übers Jahr sichtbar: Eine Anlaufstelle ist seit Jahren das Hallmackenreuther am Brüsseler Platz, ein großzügiges Café im Original-Fünfziger-Look. Nahezu nebenan, in den Spichern Höfen, einem restaurierten Gründerzeitkomplex gegenüber dem Stadtgarten, findet man das cologne design village, wo die italienischen HighEnd-Produzenten Boffi, Cappellini, Cassina und Poltrona Frau neuerdings Flagshipstores unterhalten. Im selben Komplex findet sich auch das Bistro Acht. In der Innenstadt, aber abseits vom Mode-Mainstream, ist am Mauritiuswall der Modekonzeptstore Heimat zu entdecken, unter anderem mit Balenciaga und Comme des Garçons für Männer und Frauen. In der Lichtstraße in Ehrenfeld, einem kreativen Hotspot, in der Nachbarschaft zur namhaften Cologne Factory Meiré und Meiré, arbeitet die junge Grafik-Agentur Enorm, die sich auch im Bereich Ausstellungsarchitektur und mit medialem Design einen Namen gemacht hat. Aus Ehrenfeld kommt auch das Magazin Froh! mit hohem ästhetischen und moralischen Anspruch. Und last but not least kann man sich im Utensil-Geschäft von Anna Lederer auf der Körnerstraße – auch dies eine Kreativmeile – mit Alltagsprodukten von schlichter Eleganz und industriellem Charme versorgen sowie ganz aktuell auch mit Objekten aus der hauseigenen Designkollektion.

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ZEUGHAUSMESSE

Decorative Arts Fair Berlin

VERKAUFSAUSSTELLUNG für Angewandte Kunst & Design

mit Wettbewerb »Ingenious Creation«

13. bis 16. Dezember 2012 Deutsches Historisches Museum Berlin Schlüterhof im Zeughaus | Unter den Linden 2 | 10117 Berlin-Mitte 13. Dezember: 13 bis 18 Uhr | 14. und 15. Dezember: 10 bis 19 Uhr 16. Dezember: 10 bis 18 Uhr | Infos unter: www.zeughausmesse.de

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Maurice K. GrĂźnig Walter Mair Architektur Fotografie Positionen bis 13.12. Architekturfoyer, HIL, HĂśnggerberg, ETH ZĂźrich Pièces Ă  conviction Von der Peripherie zur Stadt 7.12. â&#x20AC;&#x201C; 17.12.2013 Haupthalle, Zentrum, ETH ZĂźrich Ausstellung der Master-Arbeiten HS 2012. Departement Architektur, ETH ZĂźrich 7.12. â&#x20AC;&#x201C; 16.1.2013 Foyers Nord und SĂźd, Zentrum, ETH ZĂźrich Pièces Ă  conviction. Von der Peripherie zur Stadt 7.12. â&#x20AC;&#x201C; 17.1.2013 Haupthalle, Zentrum, ETH ZĂźrich Stadt neu bauen â&#x20AC;&#x201C; Eine Reise in die Metropole von morgen HafenCity und IBA, Hamburg 24.1.â&#x20AC;&#x201C;14.2.2013 Haupthalle, Zentrum, ETH ZĂźrich HĂśnggerberg | CH-8093 ZĂźrich | www.ausstellungen.gta.ethz.ch Mo â&#x20AC;&#x201C; Fr 8 â&#x20AC;&#x201C; 22 h, Sa 8 â&#x20AC;&#x201C; 17 h, So und Feiertage geschl. Designpreise der Schweizerischen Eidgenossenschaft 2012 bi 27.1.2013 Museum Bellerive HĂśschgasse 3 | CH-8008 ZĂźrich | www.museum-bellerive.ch Di â&#x20AC;&#x201C; So 10 â&#x20AC;&#x201C; 17 h Magie der Dinge bis 6.1.2013 Museum fĂźr Gestaltung ZĂźrich | Galerie Die Besten 2012 in Architektur, Landschaft und Design 5.12 â&#x20AC;&#x201C; 6.1.2013 Museum fĂźr Gestaltung ZĂźrich | Galerie Ausstellungsstr. 60 | CH-8005 ZĂźrich www.museum-gestaltung.ch Di â&#x20AC;&#x201C; So 10 â&#x20AC;&#x201C; 17 h, Mi 10 â&#x20AC;&#x201C; 20 h

Theater der Immoralisten

Ho! Ho! Ho! bis 24.12. ADVENTureBOX bis 24.12 Friends of Carlotta | Galerie fĂźr Schmuck und Objekte Neumarkt 22 | CH-8001 ZĂźrich | www.foc.ch Mi â&#x20AC;&#x201C; Fr 12 â&#x20AC;&#x201C; 14 und 15 â&#x20AC;&#x201C; 18.30 h, Sa 11 â&#x20AC;&#x201C; 16 h

Alle Terminangaben ohne Gewähr

Schau an. (UZPJO[ZZHJOL-YLPI\YNPZ[ZJOÂ&#x20AC;U ,PU:[HK[MÂ&#x2026;OYLYMÂ&#x2026;Y-YLPI\YN =VU3PZH<KLY 2H[YPU2\[[ :LP[LUTP[:[HK[WSHU ,\YV 2\UZ[]LYSHN1VZLM-PUR0:)5   ,YOpS[SPJOÂ&#x2026;ILYHSSPT)\JOOHUKLS VKLY\U[LY^^^HUZPJO[ZZHJOLMYLPI\YNKL

www.ansichtssache-freiburg.de

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Susanne Goldbach Goldschmiedemeisterin www.susannegoldbach.de

Heide Nonnenmacher Porzellan www.nonnenmacher-design.de

Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der Karlsruher Weihnachtsmesse für Angewandte Kunst

20. Karlsruher

Weihnachtsmesse für Angewandte Kunst im Museum beim Markt

8. bis 16.12.2012 Karl-Friedrich-Str. 6, 76133 Karlsruhe täglich geöffnet von 11 bis 18 Uhr www.landesmuseum.de www.kunsthandwerk.de

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'ESTALTUNG4HEISUND0ARTNER &REIBURG


07.12.2012 Festo Challenge â&#x20AC;&#x201C; Principle to Product www.german-design-council.de 14.12.2012 Talents 2013 www.co-berlin.info 15.12.2012 Flyeralarm desing award 2012 www.flyeralarm-design-award.de 15.12.2012 Design am Oberrhein Award 2013 design-am-oberrhein.eu/wettbewerbe.html 21.12.2012 Universal design award 2013 www.ud-germany.de 10.01.2013 IF concept design award 2013 www.ifdesign.de 11.01.2013 Close up 2013 www.co-berlin.info 15.01.2013 ADC Nachwuchswettbewerb 2013 www.adc.de 31.01.2013 Zeichenwettbewerb www.cartoonmuseum.ch 31.01.2013 REdesign + Award 2013 www.redesignplus.eu 31.01.2013 International Design Award 2013 www.internationaldesignaward.com 06.02.2013 Red dot: Product Design www.red-dot.de 19.04.2013 Design Preis Schweiz 2013 www.designpreis.ch

concours

Alle Terminangaben ohne Gewähr

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INFORM art-media-edition Verlag Freiburg Insel 3 | D-79098 Freiburg www.inform-magazin.com inform@inform-magazin.com T +49 761 89759494, F +49 761 8817479

impressum Herausgeber: Björn Barg, barg@inform-magazin.com

'+ ' +   A[dd[db[hd#HWXWjj0 A [dd[db[hd#HWXWjj0 mmm$^Wkim[_d$Z[% m mm$^Wkim[_d$Z[% __d\ehc d\ehc Gunnar Tietz, „Sommelier des Jahres 2011“ vom Gault Millau

Anzeigenreservation: inform@inform-magazin.com T +49 761 89759494 Chefredaktion: Regina Claus, claus@inform-magazin.com Redaktion: Tanja von Forster, vonforster@inform-magazin.com Mitarbeitende dieser Ausgabe: Nike Breyer Henny Fleischmann Stefan Franzen Moritz Grund Tilman Hoffer Maike Lefeldt Ralph Müller Kerstin Reich Britta Schmidthüsen Florian Weiland Gastbeiträge von: Bruna Hauert (friends of carlotta, Zürich) Volker Albus (Professor für Produktdesign, Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe) Konzept | Grafik: Piotr Iwicki, mail@iwicki.com

Einfach guter Wein Eine kleine Auswahl anspruchsvoller Alltagsweine, zusammengestellt von Gunnar Tietz, einem der renommiertesten Sommeliers in Deutschland. Exklusiv als „Bag-in-Box“ und nur im Internet. Die „Bag-in-Box“-Verpackung ist platzsparend, sehr umweltschonend und sie hält den Wein nach dem Öffnen für vier Wochen frisch.

hauswein.de

Korrektorat: Thomas Hirtenfelder Erscheinungsweise: 5 mal im Jahr Das Designmagazin INFORM ist gegen eine Schutzgebühr von 1,00 EUR / 1,20 SFr beim Verlag erhältlich. Es gelten die Mediadaten # 5 vom 1.1.2012 Titelrechte: Jeder Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Erlaubnis des Verlages und der Redaktion gestattet. *Alle Angaben ohne Gewähr INFORM Designmagazin 02 – 03 | 2013 erscheint am 10.02.2013 Anzeigenschluss: 20.1.2013 Schwerpunktthema: ALLTAGSKULTUR

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EXCEL E LENT SWIS SS DE ESI SIGN C ommunic at ion D esign , D esign Rese arch , Fashion D esign , Furniture D esign g , Interior D esign , Produc t D esign , Tex t ile D esign

Edition o 2013/14 Anmeldung und Projekteingabe nm P Inscription et d茅p么t In d茅p des projets Registration and project submission

Eingabefrist ef s Cl么ture ure e des inscriptions Closing sing ng date te

Preisverleihung P Prei Remise des prix Award Ceremony

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November 1, 2013 Langenthal, Switzerland

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