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DIE ZEITUNG IN INGOLSTADT FÜR SPORT & GESELLSCHAFT

FC 04: ENDLICH WIEDER BUNDESLIGA Seite 3

TRAINERLEGENDE WETTBERG IM INTERVIEW Seite 8

„KEINE GUTEN SCHIEDSRICHTER MEHR?“ WERNER ROSS im Interview Seite 4

AUDI IN URLAUBSSTIMMUNG Seite 24


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Heimspiel-Fluch

Schanzer Startschwierigkeiten im Audi-Sportpark Unvermögen bei der Chancenverwertung und Pech verhinderten im ersten Heimspiel der Saison gegen Greuther Fürth einen Sieg des FC Ingolstadt. Im Audi-Sportpark trennten sich beide Teams 1:1. „Eins-Zwei-Drei und wieder mal vorbei“ – dieser alte Fangesang trifft leider beim FC Ingolstadt auch in dieser Spielzeit zu. Es war schon zum Haare raufen, was die 9.861 Zuschauern beim Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth im ersten Heimspiel geboten bekamen. Hatten die zu den Aufstiegsfavoriten zählenden Schanzer zum Saisonauftakt zunächst bei Jahn Regensburg eine enttäuschende Auftaktniederlage kassiert, sollten im ersten Heimspiel drei Punkte eingefahren werden. Daraus wurde nichts. Und das hat Tradition! Seit der Eröffnung des Audi-Sportparks gab es in den vergangenen acht Saisonen keinen einzigen Sieg beim jeweils ersten Heimspiel. Dabei waren die Schützlinge von Stefan Leitl guter Dinge. Gegen die Fürther hatte das Team in der letzten Saison souverän mit 3:0 zu Hause gewonnen. Doch Unvermögen bei der Chancenverwertung, Pech und die Verletzungen wichtiger Spieler verhinderten, dass der Fluch, der über dem jeweils ersten Heimspiel der Saison hängt, gebrochen werden konnte. Schanzer Pech: Die Langzeitausfälle der beiden Routiniers Christian Träsch (Kreuzbandriss) und Almog Cohen (Bänderverletzung) schwächen das Team. Dann kam auch noch der kurzfristige Wechsel von Torwart-Routinier Örjan Nyland zu Aston Villa. Und wer das Heimspiel gegen Fürth gesehen hat, wird bestätigen, dass die Glücksgöttin For-

Sport und mehr

Leistungsträger Dario Lezcano war leider wie der ganze FC Ingolstadt bisher vom Glück verlassen. Bild: Stefan Bösl

tuna wohl eher eine Fränkin als eine Oberbayerin ist. Viele Chancen und nur ein einziges Tor. Alleine Dario Lezcano, der in der Vorbereitung noch Tore am Fließband schoss, hätte die Schanzer auch gegen Fürth locker und lässig zum Sieg schießen können. Aber es war eben zu locker und zu lässig und wie gesagt, bei den zahlreichen Torschüssen die gezielt und platziert kamen, fehlte eben dann das Glück. Was positiv zu sehen war: Das Team wird immer mehr eine Mannschaft, wie Stefan Leitl sie formt und am Willen und an der Kampfbereitschaft ist es diesmal nicht gelegen. Einige Schanzer haben durchaus Potenzial, ihre Mannschaft weiterzubringen. Ob es für die ersten drei Plätze und damit die Möglichkeit zum Aufstieg in die Bundesliga

reichen wird? Man wird sehen. Voraussetzung wird aber sein, endlich den ersten Dreier einzufahren und nicht wie in der letzten Saison das dritte Spiel zu verlieren. Als nächster Gegner wartet Aufsteiger 1. FC Magdeburg – ein Verein aus dem Osten mit Tradition, der 1974 den Europapokal der Pokalsieger gewann. Jetzt heißt es Teamgeist und ruhigen Kopf bewahren und sich nicht durch Dritte nervös machen zu lassen. Dann müsste das eigentlich klappen. Die Spielfreude im ersten Heimspiel zeugt davon. Wird das dritte Spiel jedoch wirklich verloren, ist man wieder da, wo man auch vor einem Jahr war und dann könnte das Unternehmen Aufstieg, das man bei den Verantwortlichen der Schanzern natürlich niemals in den Mund nehmen würde, ernsthaft gefährdet sein. (jh)

Wo versammeln sich in regelmäßigen Abständen mehrere tausend Menschen? Im Audi Sportpark, in der Saturn Arena und in anderen Sportstätten. Sport führt die Menschen zusammen; er verbindet, integriert, schlägt Brücken zwischen unterschiedlichen Kulturen und sozialen Schichten. Durch die Schaffung zwischenmenschlicher Bindungen ist Sport eine Form der Sozialarbeit. In sozialen Brennpunkten, und natürlich nicht nur da, stellt Sport eine sinnvolle Gestaltung der Freizeit dar und verhindert bekanntermaßen bei gefährdeten Jugendlichen und Heranwachsenden das Abgleiten in die Kriminalität. Sport erfüllt also eine gesellschaftspolitische Funktion. Dies ist einer der Gründe, die mich bewogen haben, diese Zeitung herauszugeben. Da Sport und Gesellschaft eng miteinander verbunden sind, wird sich dieses Medium auch gesellschaftlichen Fragen, zum Teil auch der Politik, widmen. Ich hoffe, dass IN-direkt wohlwollend aufgenommen wird und wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen Ihr Christian Bauer 3


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Werner Roß war mal Bundesligaschiedsrichter und ist heute Repräsentant des FC Ingolstadt Er war 54 Jahre Schiedsrichter und hat im Laufe seiner Karriere als Unparteiischer nahezu alles erlebt. Er war der ranghöchste Schiri, den der Fußballkreis Donau/Ilm jemals herausgebracht hat. 2006 war er Präsident des FC Ingolstadt 04 und vier Jahre später Repräsentant der Schanzer. Die Rede ist von Werner Roß, einer der bekanntesten Ingolstädter Sportler. Für IN-Direkt hat er einen Blick in seine Schatzkammer der Erinnerungen geworfen, aber gleichzeitig die aktuelle sportliche Lage erörtert. Herr Roß, was sagen Sie zur Entwicklung im deutschen Schiedsrichterwesen? Roß: Das ist eine gute Frage: Ich bin ja immer noch im Schiedsrichterwesen tätig und habe damals für das Pfeifen des Bundesligaspiels Schalke gegen Dortmund 24 Mark bekommen. Heute erhält ein Bundesligaschiedsrichter 130.000 Euro im Jahr. Das ist eine andere Zeit. Ich war 29 Jahre beim DFB, was nur ganz wenige schaffen. Zehn Jahre davon war ich Bundesliga-Schiedsrichter. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir in den 15 Jahren, in denen ich alleine verantwortlich war mit Felix Brych und Deniz Aytekin zwei Championsleague-Schiris hatten, mit Wolfgang Stark sogar einen Weltschiedsrichter. Dazu kamen Günter Perl und Peter Sippel – das war meine Zeit, in der ich die Leute geprägt habe. Da 4

Für IN-Direkt hat Werner Roß seine Erinnerungsfotos herausgesucht.

ZEITzu

Foto: jh

verschenken hatten wir wirklich große Erfolge. Ich bemühe mich, bei jeder Pflichtsitzung meiner Schiedsrichtergruppe zu sein. Wir sind hier guter Hoffnung, dass sich auch hier mal wieder was bewegt und bald wieder mal ein Spitzenschiedsrichter aus der Region kommt. Obmann Hans Kroll und sein Team sind guter Dinge und ich auch. Schließlich waren wir in Ingolstadt ja mal eine Schiedsrichtermacht. Zu meiner Zeit hatten wir hier in der Gruppe einen Erstliga-, einen Zweitliga-, fünf Bayernliga-, sieben Landesliga- und acht Bezirksligaschiedsrichter. Einmal Schiedsrichter – immer Schiedsrichter, das ist eben so.

Und dann haben Sie ja noch eine andere wichtige Aufgabe im Fußballbereich. Ja, ich bin von 9 bis 12 Uhr in meinem Büro beim FC Ingolstadt, wo ich nach wie vor noch als Repräsentant tätig bin. Das unterbreche ich nur, wenn wir nicht spielen. Dann bin ich zwei Mal im Jahr in Kalifornien, in Laguna Beach und Palm Springs. Das ist für mich Erholung pur.

den Neuzugängen, aber jetzt kommt es darauf an, ob Stefan Leitl und seine Trainer ein Team daraus formen können. Von der Qualität der Mannschaft her, müssten wir ganz oben mitspielen. Von meiner Seite aus muss ich ein großes Lob an Geschäftsführer Harald Gärtner und Sportdirektor Angelo Vier aussprechen. Sie haben die richtigen Leute gefunden. Ich bin sicher, wir spielen ganz oben mit.

Was sagen Sie dann als Repräsentant zum FC Ingolstadt und den Neuzugängen, die vor dieser Saison gekommen sind? Ich bin sehr zufrieden mit

Sie meinen um den Aufstieg? Ja genau. Ich kann aber nicht sagen, dass wir aufsteigen, aber wir werden Platz 1 bis 5 belegen. Zumindest haben wir die


GESELLSCHAFT So ist er vielen Ingolstädter Innenstadtbewohnern noch in sehr guter Erinnerung: Werner Roß beim Verteilen der Post.

Qualität, einen dieser Plätze zu belegen.

Werner Roß war immer ein Unparteiischer wie er im Buche stand und schaffte es bis in die 1. Bundesliga.

Grundsätzlich ist es schon phänomenal, was Sie und Ihre Mitstreiter hier geschaffen haben. Ja, das stimmt. Doch in erster Linie zählt hier die grundsolide finanzielle Basis. Die haben wir vor allem dank unseres Finanzchefs Franz Spitzauer. Und das zeichnet uns im Vergleich zu anderen sogenannten Traditionsvereinen aus. Und besonderes Glück haben wir natürlich auch, dass wir die drei Sterne des DFB für unsere Jugendarbeit erhalten haben. Was sind das genau für drei Sterne? Das bedeutet, dass unsere Jugendarbeit mit dieser Auszeichnung aufgrund der guten Trainingsmethoden, der Trainer, des Umfelds und so weiter bedacht wurde. Das ist die höchste Auszeichnung, die ein deutscher Verein im Fußball erreichen kann. Auch unsere Fußballschule unter der Führung von Dirk Behnke ist führend im deutschen Fußballsport. Hier sind besonders die weit über 10.000 Teilnehmer beim Feriencamp hervorzuheben. Wir sind in England, Israel, China und Mexiko Nummer Eins in Deutschland. Unsere guten Voraussetzungen mit Stadion, Verwaltungsgebäude und die Akademie, die zusammen mit dem Eishockey arbeitet, runden die ganze Erfolgsgeschichte ab. Gerade die Akademie kann nicht hoch genug herausgehoben werden. Hier zeigt sich, wie wichtig die sportliche Zusammenarbeit auch über den Tellerrand des Fußballspiels hinaus ist. Mein Leitspruch „Was ist Zeit – die wertvollste Zeit ist die, die man anderen Menschen schenkt“ trifft auch hier voll zu.

… und in den damaligen UEFA-Cup Fotos: Archiv Werner Roß

Das haben Sie ja schon immer vorgelebt. Jawohl, nach diesem und meinen beiden anderen Leitmotiven: Zufriedenheit ist der größte Reichtum, darum bin ich von einer großen Zufriedenheit erfüllt und nach dem Motto „Carpe Diem – Nutze den Tag“ handle ich schon

mein ganzes Leben und daher auch im Sport. Da sind Sie ja voll ausgelastet mit ihren sportlichen Betätigungen? Eigentlich schon, aber ich halte auch noch viele Vorträge zum Thema „Respekt in der Gesellschaft“. Das ist mir auch

wichtig. Das ist mein Leben und meine Einstellung, gegenüber jedermann Respekt zu haben. Und manchmal mache ich auch noch echt „verrückte“ Sachen. So zum Beispiel beim Abschied von Pfarrer Jürgen Habermann, den ich sehr schätze. Da bin ich dann einfach mal kurz auf die Kanzel 5


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Bundesliga: Damals gab es 24 Mark für die Leitung eines Bundesligaspiels.

Fotos: Werner Roß

gestiegen und habe meine Meinung gesagt. Ich habe den Leuten gesagt, wie wichtig es ist, zusammenzuarbeiten im Sport, aber auch in der Gesellschaft. Das ist gut angekommen bei den Anwesenden. Aber das ist eben mein Leben und so bin ich einfach.

Bundesligaschiedsrichter: Das Immer ein gern gesehener Gast: Werner Roß beim Empfang des daoffizielle Bild des DFB: Werner maligen Bayerischen MInisterpräsidenten Horst Seehofer. Roß als Bundesligaschiedsrichter.

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Und das ist gut so. Schön, dass es so engagierte Sportfachleute wie Werner Roß gibt. Für die Fußballwelt in Ingolstadt kann man nur hoffen, dass der sympathische Schanzer noch recht lange weitermacht. IN-Direkt bleibt dran. (jh)


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Was macht eigentlich ... ... Christoph Heckl?

Hallo Herr Heckl, was machen Sie eigentlich im Ingolstädter Sport? Ich bin ernanntes Vorstandsmitglied beim FC Ingolstadt, verantwortlich für die Junioren, U-16 und jünger und die Frauenabteilung. Die Jugendarbeit ist ja ein Aushängeschild des FC Ingolstadt. Das stimmt, wenn man sieht, was wir in den letzten 14 Jahren für eine Entwicklung genommen haben und jetzt mit allen Jugendleistungsmannschaften in den höchsten Ligen spielen, dann ist das aus meiner Sicht absolut bemerkens- und anerkennenswert, eine total starke Entwicklung! Die U-19 spielt Bundesliga, die U-17 auch, die U-16 Bayernliga und die U-15 Regionalliga. Das ist sicher was, worauf man aufbauen kann. Ist das nicht kostspielig? Das ist richtig. Im Großen und Ganzen ist das was, was im Leistungsfußball verortet ist, das bedeutet, dass die U-19 und die U-17 ja sowieso in der GmbH sind. Das wäre ein Paket, das der Verein sowieso nicht stemmen kann. Gibt es da noch Ehren-

lungsfähig, das sind Vorgaben.

Christoph Heckl: FC Vorstandsmitglied Christoph Heckl und seine Tochter Emma. Foto: jh

amtliche? Ja, die gibt es, aber natürlich kann man so ein komplexes System mit den Ligen und den Verantwortlichen kann man natürlich nicht mehr nur mit Ehrenamtlern bewältigen. Deswegen haben wir einen ganz großen Stab an hauptamtlichen Mitarbeitern, die sowohl als Trainer, aber auch in der Organisationsstruktur tätig sind und daher ist der Part des Ehrenamts stark rückläufig. Dann sind Sie bei Auswärtsfahrten auch immer mit Bussen unterwegs? Nein, nicht ganz, die U-11 spielt regional in der Kreisklas-

se, da fährt man noch mit Privatautos. Anders sieht das natürlich bei der U-12 in der Bezirksoberliga und der U-13 und U-14 in den Förderligen aus. Da fahren wir mit Kleinbussen hin. Und dann ab der U-15 natürlich mit normalen Großbussen. Wie ist das mit dem Leistungszentrum, ist das Usus? Ja, der DFB schreibt das für die Bundesligisten vor. Das geht sogar so weit, dass das hauptamtliche Personal dort vorgeschrieben wird. Bis hin zu einem Psychologen, der vorhanden sein muss. Das sind Sachen, da sind wir gar nicht hand-

Was wäre denn Ihr Wunsch für die Zukunft? Die Leute, die sich mit Fußball auseinandersetzen, sollen wahrnehmen, dass der Blick auf den FC Ingolstadt nicht nur auf die 1. Mannschaft in der Bundesliga fokussiert ist, sondern dass auch das gesehen werden sollte, was die letzten 10 Jahre geschaffen wurde. Das, wo wir im Jugendbereich unterwegs sind, hält jedem Vergleich stand. Gut, Bayern, Leipzig und Hoffenheim sind uns finanziell überlegen und spielen in einer anderen Liga. Aber bei den anderen sind wir ganz vorne dabei. Ich denke, dass unser Weg richtig ist und Anerkennung verdient. Wenn es mal bei der ersten Mannschaft nicht läuft, darf man nicht auf den ganzen Verein einschlagen und von lauter „Blinden“ gesprochen werden, das ist nicht fair. Gibt es im Jugendbereich eigentlich auch herausragende Talente? Ja klar haben wir die auch, aber die Spitze ist so dünn, dass die großen, wie Bayern, auch bei uns schon nachschauen. Daher möchte ich hier auch keine Namen nennen.

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„Der FC Ingolstadt macht es richtig“ Karsten Wettberg bei einem Sternstundenspiel vor 10 Jahren

Mr. Bayernliga im Gespräch

auch schon mal den einen oder anderen Strauß ausgefochten. Hierzu hat er uns seine Sicht der Dinge mitgeteilt.

Er ist einer der erfolgreichsten Trainer, die in Ingolstadt trainierten. Die Aufstiege hat er praktisch abonniert. Jetzt hat IN-Direkt mit ihm gesprochen.

Herr Wettberg, Sie sind ja wohl einer der besten Trainer Deutschlands, was Ihre Aufstiege betrifft und Sie verfolgen sicher auch den FC Ingolstadt. Was sagen Sie denn zur Gründung und Entwicklung des Vereins? Ich war schon immer der Meinung, dass die Betonköpfe, die es auf beiden Seiten gab, endlich ihren Widerstand gegen die andere Seite aufgeben und man fusioniert. Hier gebührt einem Mann besondere Ehre: Was der Peter Jackwerth mit der Fusion der Lilaweißen und der

Der Mann der tausend Spitznamen: Karsten Wettberg, der von „Mr. Bayernliga“ über „Bester Deutscher Amateurtrainer“ bis hin zum „König von Giesing“ schon viele Namen bekommen hat, steht IN-Direkt zu einem Interview zur Verfügung. Seine Fans haben ihn fast immer geliebt, mit einigen Vereinsfunktionären hat er aber 8

Schwarzweißen zum FC geleistet hat, ist einzigartig und in erster Linie sein Verdienst. Dass dann auch noch ein Schmuckkästchen entstand, das in weiser Voraussicht ausbaufähig ist, falls die Zuschauerzahlen mal zunehmen, ist beachtlich. Mit Schmuckkästchen meinen Sie das Stadion des FC Ingolstadt? Ja, genau. Für mich hängt vieles am Stadion. Das mag seltsam klingen, aber ein gutes Stadion ist viel wert. Das sieht man ja jetzt auch in Regensburg, die ja auch ein Super-Stadion haben. Aber das war wesentlich teurer als das Ingolstädter. Das ist für Städte dieser Größe das Entscheidende. Und dazu kommt meiner Meinung nach die Audi.

Was die in Ingolstadt für den Fußball und damit für den FCI gemacht hat, ist schon eine ganz tolle Sache. Was die da mitgearbeitet haben! Und das Gelände da draußen ist natürlich ideal für so ein Stadion. Dazu kommt die Bauweise, die man ja auch permanent weiterentwickeln und die Zuschauerkapazität ausbauen kann. Das Ganze ist ähnlich wie das Augsburger System. Da kann ich nur „Hut ab“ sagen. Was war denn so der wichtigste Meilenstein in der Entwicklung der Schanzer? Der Aufstieg in die 1. Liga war aus wirtschaftlichen Gründen extrem wichtig. Dass man sich nicht in Schulden gestürzt hat,


GESELLSCHAFT war natürlich die halbe Miete; das war, wie man gesehen hat, richtig und vernünftig. Man ist jetzt in der „5-Jahres-Wertung“, mit dem Verteilschlüssel der Fernseh-Gelder und hat dadurch natürlich einen super Fallschirm. Und dann kommt die Jugendarbeit. Die wird beim FC Ingolstadt immer besser und erfolgreicher. Man hat jetzt sogar die „Sechziger“ (TSV 1860 München, Anm. d. Redaktion) überholt. Also das muss man sich mal vorstellen. Das wäre bei den Löwen vor 5 Jahren noch undenkbar gewesen! Letztlich gefällt mir das aber natürlich beim FC besonders gut, dass die Verantwortlichen Wert auf den Jugendbereich legen und hier so viel passiert. Die Jugend war auf allen meinen 21 Trainerstationen immer das Kapital des jeweiligen Vereins und auch der FC Ingolstadt beweist, dass ihm das bewusst ist. Und das ist gut so. So wie Ihr Name mit dem Aufstieg verschiedener Vereine verbunden ist, gibt es auch in Ingolstadt einen Namen, ohne den es den Verein und diese Jugendarbeit nicht gegeben hätte. Ah ja, der Peter Jackwerth. Dem kann man das, was er gemacht hat, nicht hoch genug anrechnen. Ohne ihn würde es keinen FC Ingolstadt und damit keinen Bundesligafußball geben. Hätte er das nicht gemacht oder sich z.B. als Eishockeyfan herausgestellt und sein Engagement für den ERC Ingolstadt aufgebracht, gäbe es immer noch die alten Rivalen Lilaweiß und Schwarzweiß und wo die mittlerweile spielen würden, weiß ich nicht. Aber schön wäre das schon. Was meinen Sie damit? Na ja, verstehen Sie mich nicht falsch, ich freue mich echt über den FC Ingolstadt, aber es gibt etwas, das mir persönlich

absolut nicht gefällt (Karsten Wettberg lacht). Es gibt keine Derbys zwischen dem MTV und dem ESV mehr. Die Derbys waren immer spitze. Aber das ist natürlich nur ein kleiner Nachteil. Die vielen Vorteile überwiegen.

„Der MTV und ESV Ingolstadt waren meine Sprungbretter“ Karsten Wettberg

Stimmt ja, Sie waren für beide Traditionsvereine MTV, also die Lilaweißen und ESV, die Schwarzweißen, Trainer. Wie haben Sie sich denn damals bei diesen Clubs beworben? Zuerst einmal möchte ich feststellen, dass ich mich noch nie als Trainer beworben habe. Die Vereine sind immer auf mich zugekommen. Und richtig angefangen hat es eigentlich in Ingolstadt, beim MTV. Das war eigentlich alles nicht so geplant, denn ich wollte nach sechs Jahren Saal, mit denen ich für niederbayerische Verhältnisse einen großen Erfolg hatte mit zwei Aufstiegen bis in die Landesliga, eigentlich nach Neustadt gehen. Aber dann kam der Anruf aus Ingolstadt. Beim Gespräch mit den damaligen MTV-Verantwortlichen, das für mich sehr lehrreich war, war ich leider nicht gut vorbereitet. Die Folge war, dass ich eigentlich für viel zu wenig Geld die Lilaweißen trainiert habe. Aber ich habe eine Prämie rausgehandelt. Wobei der MTV-Verantwortliche meinte, sie würden keine Abstiegsprämie zahlen. Ich sagte,

ich wollte nur eine Aufstiegsprämie, was ein großes Lächeln in die Gesichter meiner Gegenüber zauberte. Und die mussten sie dann, entgegen aller Lilaweißer Planungen am Saisonende dann doch bezahlen. Und in diesem Zusammenhang kann ich sagen: Ingolstadt war mein Sprungbrett.

gen der Ablösezahlung keine Minute spielen durfte. Auch Spieler wie Edi Herzenberger und Walter Anspann, mit ihren unnachahmlichen Freistoßtricks sind mit natürlich in sehr guter Erinnerung geblieben. Eigentlich muss ich sagen, dass

Gibt es eigentlich noch besondere Spieler aus dieser Zeit, die Ihnen in Erinnerung geblieben sind? Natürlich alle! Aber es gab natürlich auch die eine oder andere Anekdote, die besondere Verbindungen aufbaute. Zuerst mal die vom Karl Obermeier, der wie ich, bei der Post arbeitete und den ich damals mit einem Blumenstrauß bewaffnet, über seine Schwiegereltern, die eine Metzgerei hatten, verpflichtet habe. Auch der Albert Mayr war so ein Kandidat, dem ich das Vertrauen schenkte, weil die MTV-Verantwortlichen meinen etatmäßigen 10er, den Karsten Wettberg als Trainer vom SV SeliSchäfer, verkaufen genporten im Spiel beim FC Ingolstadt II wollten und er we- vor fünf Jahren. Foto: Stefan Bösl 9


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Karsten Wettberg bei einem Sternstundenspiel vor 10 Jahren

ich mit sehr vielen Spielern ein besonders gutes Verhältnis hatte und ich mich gerne an diese erinnere. Sie waren also gerne in Ingolstadt tätig? Das kann man wohl sagen.

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„Ich habe mich noch nie als Trainer irgendwo beworben“ Karsten Wettberg

Foto: Stefan Bösl

Wir waren ein gutes Team und die Ausflüge wie nach dem Meisterschaftsspiel gegen St. Pauli nach Amerika waren legendär. Das selbe trifft auch auf den ESV zu. Wenngleich beide Vereine immer in inniger „Feindschaft“ aufeinandertra-

fen, war jeder Verein für sich schon bemerkenswert. Ich erinnere mich, dass sowohl beim MTV, als auch beim ESV nur zwei Spiele pro Saison wirklich zählten: die gegen die Mannschaft auf der anderen Seite der Donau.


FUSSBALL

Direkt und ungeschönt Alle Amateuer-Ligen im Kreis Donau/Ilm im Überblick

IN-Direkt hat einen Anspruch: Den Sport in der Region beleuchten. Unvoreingenommen und sachlich über das berichten, was hier sportlich so los ist. Natürlich kommt auch der „Amateurfußball“

Das sind die Vereine der kommenden Saison:

DJK Enkering, FC Gelbelsee, VfB Kipfenberg, FC Mindelstetten, SV Pondorf, FC Sandersdorf II, SC Steinberg, VfB Zandt

Kreisliga 1 Donau/Isar:

TV Ingolstadt (Absteiger), SV Buxheim II (Aufsteiger), FC Böhmfeld, TSV Etting II, VfB Friedrichshofen, TSV Gaimersheim II, SpVgg Hofstetten, MTV Ingolstadt, DJK Ingolstadt II, TSV Ingolstadt-Nord, TSV Lenting, FC Nassenfels, TSV Oberhaunstadt II

TSV Oberhaunstadt (Absteiger), NK Croatia Großmehring (Aufsteiger), SV Kasing (Aufsteiger), TSV Baar-Ebenhausen, TSV Gaimersheim, FC Gerolfing, TSV Großmehring, FC Hepberg, FC Hitzhofen-Oberzell, TSV Hohenwart, DJK Ingolstadt, Türkischer SV Ingolstadt, SV Manching II, FC Sandersdorf

Kreisklasse 1 Donau/Isar:

FC Wackerstein-Dünzing (Absteiger), TSV Etting (Absteiger), SV Eitensheim (Aufsteiger), SV Stammham (Aufsteiger), SV Lippertshofen (Aufsteiger), TSV Altmannstein, SV Buxheim, SV Denkendorf, FC Gerolfing II, FC Grün-Weiß Ingolstadt, TSV Kösching, ST Kraiberg, TSV Mailing, SpVgg Wolfsbuch/Zell

Kreisklasse 2 Donau/Isar:

SV Karlshuld (Absteiger), FC Rockolding (Aufsteiger), TSV Rohrbach II (Aufsteiger), TV Vohburg (Aufsteiger), FC Geisenfeld, SV Geroldshausen, SV Hundszell, FC Fatih Ingolstadt, SV Karlskron, SpVgg Langenbruck, TSV Reichertshofen, FC Tegernbach, TSV Wolnzach, SV Zuchering

A-Klasse 1 Donau/Isar:

FC Arnsberg (Absteiger), FC Irfersdorf (Absteiger), SV Stammham II (Aufsteiger), TSV Kösching II (Aufsteiger), SV Denkendorf II, SV Dolling,

A-Klasse 2 Donau/Isar:

A-Klasse 3 Donau/Isar:

nicht zu kurz. Daher werden wir in jeder Ausgabe über das berichten, was den Fußballsport ausmacht: Nicht nur der FC Ingolstadt wird zu Wort kommen, sondern auch die „kleinen“. Warum? Ganz ein-

FC Mindelstetten II, SpVgg Wolfsbuch/Zell II

B-Klasse 2 Donau/Isar:

SV Ernsgaden (Absteiger), FC Fatih Ingolstadt II (Absteiger), TSV Großmehring II (Absteiger), TSV Mailing II (Absteiger), TSV Lenting II (Aufsteiger), SV Haunwöhr, FT Ringsee II, Türkischer SV Ingolstadt II, TV Ingolstadt II, TSV Ingolstadt-Nord II, TSV Pförring II, TSV Unsernherrn II

B-Klasse 3 Donau/Isar:

MBB SG Manching (Aufsteiger), SV Menning (Aufsteiger), TSV Baar-Ebenhausen II, FC Geisenfeld II, SV Hundszell II, FT Ringsee, SV Irsching-Knodorf, SV Karlshuld II, TSV Lichtenau, TV Münchsmünster, SV Oberstimm, TSV Pförring, TSV Unsernherrn, SV Zuchering II

MTV Pfaffenhofen (Absteiger in die A-Klasse, tritt in der B-Klasse an), VfB Pörnbach (Absteiger), HSV Rottenegg II (Aufsteiger), FC Hettenshausen II, SV Karlskron II, SpVgg Langenbruck II, TSV Reichertshausen II, TSV Reichertshofen II, TSV Rohrbach III, FC Schweitenkirchen II, FC Tegernbach II, TSV Wolnzach II

A-Klasse 4 Donau/Isar:

C-Klasse 1 Donau/Isar:

Türkischer SV Pfaffenhofen (Absteiger), FC Unterpindhart (Aufsteiger), SpVgg Engelbrechtsmünster, SV Fahlenbach, FC Hettenshausen, TSV Hohenwart II, SV Ilmmünster, TSV Jetzendorf II, SV Niederlauterbach, TSV Reichertshausen, ST Scheyern II, FC Schweitenkirchen, SpVgg Steinkirchen, BC Uttenhofen II

B-Klasse 1 Donau/Isar:

FC Hitzhofen-Oberzell II (Absteiger), SC Irgertsheim (Absteiger), TSV Egweil (Aufsteiger), SV Wettstetten (Aufsteiger), FC Fatih Ingolstadt III (Aufsteiger), FC Arnsberg II, SV Eitensheim II, FC Hepberg II, SV Kasing II, VfB Kipfenberg II, SV Lippertshofen II,

VfB Friedrichshofen II (in der B-Klasse zurückgezogen), TSV Altmannstein II, FC Böhmfeld II, SV Dolling II, TSV Egweil II, FC Gelbelsee II, MTV Ingolstadt II, TV Ingolstadt III, FC Irfersdorf II, SC Irgertsheim II, ST Kraiberg II, FC Nassenfels II

C-Klasse 2 Donau/Isar:

NK Croatia Großmehring II, SV Haunwöhr II, FC Grün-Weiß Ingolstadt II, TSV Ingolstadt Nord III, SV Irsching II, TSV Lichtenau II, MBB SG Manching II, TV Münchsmünster II, SV Oberstimm II, FC Rockolding II, TV Vohburg II, FC Wackerstein II

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GESELLSCHAFT

Sozialer Aspekt im Vordergrund Das Fußballcamp des SV Hundszell hat viele Vorteile

Was man zuerst hört, waren laute Gespräche unter Kindern. Plötzlich unterbricht ein Erwachsener die Geräuschkulisse. „Hört mal dem Norbert zu, was der sagt.“ Norbert ist Norbert Drees, der 2. Vorsitzende des SV Hundszell und Mit-Organisator des Hundszeller Fußballcamps. Seine markante Stimme gab den über 100 Jungen und Mädchen die Anweisung, sich auf dem Hauptplatz einzufinden. „Gleich geht es weiter mit der Champions League.“ Wie jetzt Champions League? Ja, die Verantwortlichen des Hundszeller Sommercamps lassen sich jedes Jahr etwas einfallen. Verschiedene Spiele und Übungseinheiten lösten einander ab. Genial eigentlich und sehr zur Freude der Kinder, die den Weg in die Sportanlage des Sportvereins Hundszell gefunden haben. Freude auf dem Platz und daneben Man sieht, mit welcher Freude die kleinen Nachwuchs-Ronaldos und -Martas bei der Sache sind. Und obwohl das

Die Freude war groß bei den kleinen Fußballerinnen und Fußballern des Sommercamps.

Thermometer die 30 GradMarke längst überstiegen hat, sind die Nachwuchskicker hoch konzentriert. Bei jedem Zweikampf gibt es vollen Einsatz. „Spiel mich doch an, Noah! Och nein!“ Der Ball, den der kleine Claudio unbedingt haben wollte, wurde von sei-

Die Mannschaften auf dem Camp wurden immer wieder neu zusammengelost.

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nem Mannschaftskameraden des SV Schalke 04 zu einem anderen Mann gespielt. Schalke 04? Ja, bei den ChampionsLeague-Spielen gibt es von Bayern, über Dortmund und Schalke bis hin zu Manchester United und Real Madrid alle Mannschaften, die auch sonst

Fotos: jh

um den begehrten Pokal spielen. Und dann, 5 Minuten später, ist sowieso Pause und der nicht gespielte Ball ist längst vergessen. Auch hier steht eben die Freude im Vordergrund. Übertriebener Ehrgeiz ist fehl am Platz. Trotzdem

Norbert Drees, ist nicht nur 2. Vorsitzender des SV Hundszell sondern auch Stadionsprecher des Sportcamps.


GESELLSCHAFT

Wie es den kleinen Fußballern im Sommercamp gefallen hat

Früh übt sich, wer ein Großer werden will.

Phillip, 6 Jahre Also ich habe vorher schon von diesem Feriencamp gehört, aber ich bin erst zum ersten Mal dabei. Ich finde es sehr schön hier. Besonders so Turniere wie die Champions-League. Das kennt man ja nur aus dem Fernsehen und hier spielen Kinder und müssen sich einsetzen, damit sie auch ins Finale kommen. Das gefällt mir.

Celina, 9 Jahre Das Camp besuche ich schon zum dritten Mal. Es hat mir immer gut gefallen. Am meisten freue ich mich jedes Mal auf die „Vier-Stationen“. Das ist ein schönes und spannendes Spiel. Das ist auch gleich am Anfang und da lernt man die anderen Kinder kennen. Das finde ich sehr schön.

Pausen waren gute Gelegenheiten auch mal miteinander zu sprechen.

freut sich jeder, wenn am Abend des jeweiligen Tages die Pokale ausgehändigt werden. „Gewonnen hat Real Madrid“, Norbert Drees ist auch bei der Pokalverleihung die „Stimme des Camps“. Der Pokal selbst wird vom eigentlichen Kopf hinter dem Camp, Peter Kammerer übergeben. Die Kinder freuen sich, denn der Pokal wurde mit allerlei Gummibärchen und Co. für die kleinen Spieler gefüllt. Und die waren fast wichtiger als der Pott. Aber auch das macht das 15. Sommercamp aus und freut auch die Mannschaft neben dem Platz. Etwas Positives an die Hundszeller Kinder zurückgeben Peter Kammerer übrigens organisiert dieses Camp schon

von Anfang an. Früher war er selbst Spieler beim SV Hundszell und spielte von den Schülern an am „Platz an der Kisse“, wie die Ingolstädter Südstädter den Fußballplatz nennen. Die Kisse ist ein kleiner Weiher, der mal mehr, in diesem Sommer mal weniger Wasser führt. Peter Kammerer jedenfalls möchte etwas von dem, was ihm der Verein im Laufe seiner aktiven Jahre gegeben hat, zurückgeben. Auch darum organisiert er das Camp. Die jungen Fußballerinnen und Fußballer jedenfalls danken es ihm. Übrigens, die Geschichte des Pokals ist noch nicht beendet. Am letzten Tag des Turniers kommt es nämlich zur Siegerehrung. Und dann muss Real Madrid, als Gewinner der Champions-League, entscheiden, wer von den Spielern den

Johanna, 10 Jahre Ich bin zum ersten Mal da, habe aber schon viel vom Camp gehört. Vorher habe ich schon meine Freundin gekannt, die auch da ist. Mit der gehe ich auch zur Schule und war schon mit ihr zusammen im Kindergarten. Das freut mich, dass ich das Camp mit ihr zusammen machen darf. Sonst kenne ich auch noch viele Kinder, da ich auch aus Hundszell komme und viele von dort dabei sind. Das ist auch sehr schön.

Jannis, 9 Jahre Ich bin bereits zum vierten Mal beim Camp. Besonders gefallen hat mir immer die Champions-League mit dem Finale und das Hollandturnier. Im Training selbst gefällt mir besonders das Wettrennen. Da wird dann gestoppt und der Trainer stellt zum Beispiel eine Frage zum FC Bayern. Wenn man die richtig beantwortet bekommt man einen Punkt, den man dann für einen besonderen Preis braucht, den man am Ende des Sommercamps bekommt. Auf das freue ich mich immer. 13


GESELLSCHAFT Pokal mit nach Hause nehmen darf. Soziale Kompetenz lernen und leben: Nichts leichter als im Hundszeller Sommercamp. Was sonst noch geboten war Auch ein Highlight sind die Trinkpausen. Neben allerlei isotonischen Getränken und viel Wasser gibt es ja auch noch den Rasensprenger auf dem Hundszeller Sportplatz. Und bei Temperaturen jenseits der 30 Grad ist so eine erfrischende Dusche aus dem C-Schlauch auch nicht schlecht. Sogar der eine oder andere Trainer ist bei der wasserspeienden Anlage zu finden. Nach einigen Melonenscheiben, die sich die Nachwuchskicker von Bayern, Real und Co. auch noch einverleibt haben, geht es weiter. Jetzt wechseln sich Übungen und Fragen, rund um das runde Leder, ab. Zuerst wird gelaufen und dann Fragen gestellt. Z.B. wollen die Trainer und Betreuer wissen, wie oft die Bayern Deutscher Meister wurden. „28 Mal“, ruft Kevin, der den Punkt dafür bekommt. Für diesen Punkt gibt es dann wieder was bei der Siegerehrung, man ahnt es schon. Ob die Antwort stimmt. Unter den Zuschauern wird auch diskutiert: „Wirklich, 28-mal?“ Hier hat man aber sein Smartpho-

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ne, auf dem man nachschauen kann. Und tatsächlich, der kleine Kevin hatte recht. Ein Höhepunkt jagt den nächsten Ein Höhepunkt jagt auf dem Sommercamp den nächsten. Nach Champions-League, 4-Stationen, Torwarttraining, Fußball-Quiz kommt einer der nächsten Höhepunkte. Der Profi des ERC Ingolstadt, Thomas Greilinger, schaut vorbei. Unter seinen fachkundigen Augen wollen die Kleinen na-

türlich gleich noch mehr glänzen. Warum der Kurvenstar sich die Nachwuchskicker anschaut? Nun ja, erstens ist er ein guter Freund von Peter Kammerer und zweitens sind seine Kinder auch Camp-Teilnehmer. Übrigens auch schon zum zweiten Mal. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Sommercamps: Die meisten jungen Fußballerinnen und Fußballer sind nicht zum ersten Mal da. Die meisten kommen immer wieder und freuen sich schon lange auf die kommende Veranstaltung. Und

In den Mittagspausen versuchten sich die Nachwuchskicker auch als „Watter“.

wenn es dann nicht ganz so heiß ist, wäre es wohl auch nicht schlecht. Helferfest, auch das muss sein Am Mittwochabend haben sich die Organisatoren dann etwas Besonderes einfallen lassen: das Helferfest. Hier treffen sich alle Helfer des Camps, um gemeinsam zu feiern. Das Helferfest zur Hälfte des Trainingslagers hat Tradition, wie so vieles bei diesem Camp. Und auch hier herrscht eine gute Stimmung. Zwar sind die Fußballspielerinnen und -spieler längst zu Hause, immerhin haben die Temperaturen am Mittwoch fast alle geschlaucht und manch übermütiger Neymar ist längst zu einem müden Minikicker geworden. Die Erwachsenen aber lassen es sich gut gehen, obwohl auch diese sichtlich müde sind. Kein Wunder, auch sie haben vollen Einsatz gezeigt an diesen Tagen des Turniers. Dann kommt der Donnerstag und wieder haben sich die Verantwortlichen einiges einfallen lassen, um die künftigen Ballakrobaten zu bespaßen. Es geht flott weiter, aber auch an den beiden letzten Tagen des Camps steht neben der Freude am Fußball eines im Vordergrund. Norbert Dress würde es so ausdrücken: „So Kinder, das Trinken nicht vergessen.“


GESELLSCHAFT Abschluss mit Freudentränen Nach der Siegerehrung, bei der die Teilnehmer teilweise selber mitwirken, wenn es darum geht, wer welche Auszeichnung erhält, finden sich immer mehr Erwachsene ein. Nicht nur um die kleinen Fußballerinnen und Fußballer abzuholen, sondern auch, um auf dem Platz zu bleiben. Denn die Tore, die Fahnen, die Bälle, die Leibchen haben längst den Weg in den Aufbewahrungsschuppen gefunden. Stattdessen sind jetzt Biertischgarnituren da. Denn jetzt steht das Hundszeller Dorffest an und ein Teil der fast 2.500 Hundszeller sind gekommen. Darunter auch solche, die die letzten 15 Jahre selber beim Sommercamp dabei waren.

Als das Dorffest seinem Höhepunkt zustrebt sind die Nachwuchsfußballerinnen und -fußballer, die bei der Siegerehrung die eine oder andere Freudenträne verdrückt haben, schon längst zu Hause. Und dem einen oder der anderen geht es sicher so wie Hanna und Sven, die beim Heimgehen traurig bemerkten, dass sie nächstes Jahr zu alt für das Camp sind. Daraufhin meinte Hanna: „Na und, dann machen wir eben Betreuer im nächsten Jahr.“ Also ist die nächste Generation der Organisatoren des Hundszeller Sommercamps auch schon da. Und um die Zukunft der Ingolstädter Familienzusammenkunft muss es niemanden bange sein: das 16. Sommercamp im August 2019 kann also kommen. (jh)

Der Organisator der Veranstaltung begeisterte die kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch mit seinen Zaubertricks. Fotos: jh

IN-Direkt fragt Peter Kammerer IN-Direkt: Hallo Herr Kammerer, warum veranstalten Sie dieses Sommercamp? Peter Kammerer: Ganz einfach, wir wollen den Kindern zeigen, dass Fußball nicht nur was für die ganz ehrgeizigen und die Hochleistungssportler ist, sondern für alle geeignet ist. Wir versuchen hier den sozialen Aspekt ganz in den Vordergrund zu stellen, was uns auch immer wieder gut gelingt. So integrieren wir auch Fußballer, die nicht so sportlich sind und auch behinderte Kinder. Auch Kinder aus sozial benachteiligten Wohngebieten sind mit dabei. Das macht unser Camp von Anfang an so besonders. Alle Organisatoren, Trainer und Betreuer sind darauf bedacht, alle Fußballer gleich zu behandeln. Bei uns sind Mädchen ebenso er-

wünscht wie Jungen. Es ist eine tolle Mischung, die einen Querschnitt darstellt. Den Kindern scheint das zu gefallen. Ja, wie man sieht (lacht). Das macht unser Camp aus und hinterher sind alle so begeistert, dass sie eigentlich gleich noch eine Woche dranhängen wollen. Planen sie das für die Zukunft? Nein, unser Konzept steht und das ist gut so. Alle unsere Übungseinheiten und die Kleinturniere sind auf eine Woche ausgelegt. Und ganz am Schluss, am Freitag endet alles mit dem Hundszeller Dorffest. Das Camp ist also total rund. Wie lange gibt es das

Hundszeller Sommercamp jetzt schon? Das heuer ist das 15. Also ein kleines Jubiläum. Und wir haben viele Trainer und Betreuer, die von Anfang an dabei sind. Zuerst als Kinder und Teilnehmer und jetzt eben als Übungsleiter. Das Camp ist also eine Art „Familienveranstaltung“? Ja, so könnte man es sagen. Wir sind eine ganz große Familie, die sich jedes Jahr trifft und die den Kindern eine Plattform bietet und die Kameradschaft untereinander und Freundschaften zu Gleichaltrigen fördert. Plant ihr schon für das 16. Sommercamp? Nein, wir wissen gar nicht, ob es ein 16. Camp gibt. Aber

nicht darum, weil es nicht bei den Kindern und dem Trainer- und Betreuerstab ankommt. Das Gegenteil ist der Fall. Aber wir wollen nicht, dass das Camp ein Selbstläufer wird, sondern uns stets neu hinterfragen und nur, wenn wieder alle mitziehen, weitermachen. Aber vermutlich wird es nächstes Jahr auch ein 16. Camp geben. Das sage ich jetzt einfach mal.

Peter Kammerer organisiert seit 15 Jahren das Hundszeller Sportcamp.

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GESELLSCHAFT

Freund und Helfer Polizeieinsätze bei Sportveranstaltungen

Alfred Grob ist Leiter der Kriminalpolizei, also Kripochef, in Ingolstadt. Er ist privat begeisterter Fußballfan und hat eine Dauerkarte beim FC Ingolstadt. Auch in der Politik – er kandidiert für den Bayerischen Landtag – will er sich für den Brückenschlag zwischen Sport und Polizei einsetzen. Im Interview befragten wir ihn zu Einsätzen der Polizei bei Sportveranstaltungen.

schen zwei Vereinen einer unteren Spielklasse auf einem neutralen Platz. Da hier zwei Vereine aus rivalisierenden Nachbardörfern mit heißblütigen Fans gegeneinander antraten, war mit Emotionen oder gar tätlichen Ausschreitungen zu rechnen. Die Polizei wurde von den Verantwortlichen der Vereine informiert und zu Rate gezogen. Daher waren bei Spielbeginn acht Polizeiwägen vor Ort, um Raufereien oder andere Ausschreitungen zu verhindern. Mit Erfolg – das Spiel verlief reibungslos.

Herr Grob, was macht die Polizei bei Sportveranstaltungen? Die Polizei kann präventiv – zur Verhinderung von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten – oder repressiv – zur Verfolgung von Gesetzesverstößen im Einsatz sein. Bei Großveranstaltungen nimmt sie auch Verkehrsaufgaben wahr. Wann kommt die Polizei? Die Polizei zeigt Präsenz, wenn etwa Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten durch Fangruppen oder Einzelpersonen angekündigt wurden oder zumindest von den Vereinen befürchtet werden und zu erwarten sind. Beispielsweise verbieten Stadionverordnungen ausdrücklich den Einsatz von Pyrotechnik in den Stadien. Selbst das bloße Mitführen von Feuerwerkskörpern ist hier nicht gestattet. Wenn mit Verstößen zu rechnen ist, kann die Polizei präventiv angefordert werden. Bei sportlichen Großveranstaltungen – ab den Fußballregionalligen (4.Ligen) aufwärts – ist die Polizei ohnehin regelmäßig im Einsatz. Auch in den unteren FußballLigen oder bei anderen Sportarten kann die Polizei angefordert werden. Wenn zum Beispiel Schlägereien drohen oder 16

Beim Fußball immer am Ball: Kripochef Alfred Grob war selbst Vorsitzender eines Sportvereins und kennt auch die Gefahren bei Großsportveranstaltungen. Bild: oh

verübt werden oder sich der Schiedsrichter bedroht fühlt und sich nicht mehr aus seiner Kabine heraus wagt. Welche Rolle spielen die Vereine selbst bei der Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung? Die Vereine sind gehalten, auch in den unteren Spielklassen, Ordner einzuteilen, die für einen ordentlichen Spielbetrieb, die Sicherheit der Spieler, der Zuschauer und des Schiedsrichters sorgen. Wenn ich das richtig verstanden habe, steht die Polizei auch kleineren Vereinen zur Seite?

Ich weiß – auch aus eigener Erfahrung, weil ich selbst stellvertretender Vorsitzender eines Sportvereins war – dass jeder Verein, wenn er mit Ausschreitungen rechnet, die Polizei informieren kann und sollte. Die örtliche Polizeiinspektion prüft dann, wie die Gefahrenlage einzuschätzen ist und wird gegebenenfalls eine Streife präventiv hinschicken. Hier ergibt sich natürlich das Problem, dass an jedem Sonntag an einer Vielzahl von Fußballspielen stattfindet und die Polizei nicht überall gleichzeitig sein kann. Aber ich will Ihnen ein Beispiel nennen: So gab es vor einiger Zeit in der Region ein Relegationsspiel um den Aufstieg zwi-

Wer trägt die Kosten von Polizeieinsätzen und was müssen die Vereine leisten? Der Einsatz der Polizei ist auf eine hoheitliche Aufgabe zurückzuführen. Daher sind die anfallenden Einsatzkosten grundsätzlich vom Staat zu tragen. In diesem Zusammenhang möchte ich jedoch auch darauf hinweisen, dass der unmittelbare Zugang zum Stadion und die Ordnung innerhalb des Stadions in erster Linie von den Vereinen selbst zu kontrollieren ist. Beim FC Ingolstadt sind hier Securitydienste als Ordner im Einsatz. Die Polizei ist überwiegend nur im Umgriff des Stadions präsent. Wenn Straftaten konkret passiert sind, kann sie natürlich auch im Stadion sofort eingreifen. Es wird Ihnen sicherlich aufgefallen sein: Wenn Sie ein Stadion betreten, werden Sie nicht von der Polizei kontrolliert, ob sie unerlaubte Gegenstände mitführen, sondern vom Securitydienst des Vereins. Wenn bei diesen Kontrollen aber beispielsweise Rauschgift, eine Waffe oder andere verbotene Gegenstände gefunden wer-


GESELLSCHAFT

den, wird die Polizei informiert und übernimmt dann. Wo liegt das größte Gefahrenpotenzial bei Großveranstaltungen, insbesondere bei Fußballspielen? Die größte Herausforderung für die Polizei – und dies ist meist auch besonders personalintensiv – stellt der An- und Abmarsch der Fans dar. Die Aufgabe der Polizei ist es, die Fans kontrolliert in die Stadien, in die entsprechenden Blöcke, zum Beispiel in den Gästeblock, zu bringen. Genauer: Bis unmittelbar vor das Stadion, denn dann übernehmen die Sicherheitsdienste der Vereine. Und nach Spielende muss die Polizei dafür sorgen, dass die Fans, gerade die auswärtigen, möglichst rasch mit Autos, Bussen und Bahn wieder kontrolliert abreisen. Die kritischen Situationen sind in der Regel vor und nach dem Spiel, wenn sich rivalisierende Fangruppen in der Nähe des Stadions oder in der Stadt treffen. Wir sprechen daher bei der Polizei von „Voraufsicht“ und „Nachaufsicht“. Das sind taktische Polizeimaßnahmen, die regelmäßig zur Anwendung kommen, um rasch und frühzeitig Problemsituationen zu erkennen und zu entschärfen.

Die Kripobeamten bearbeiten die anfallenden Straftaten. Die Bereitschaftspolizisten bringen zum Beispiel einen mutmaßlichen Straftäter zu einer bestimmten Sammelstelle. Dort werden dann im Rahmen der Sachbearbeitung die Personalien erhoben und es erfolgen ggf. erkennungsdienstliche Maßnahmen (Abnahme von Fingerabdrücken u.a.). Den Kripo-Beamten obliegt die strafrechtliche Aufnahme. In den höheren Ligen, auch bei Heimspielen des FC Ingolstadt ist außerdem die Staatsanwaltschaft vor Ort präsent. Sie kann dann sofort entscheiden, was mit eventuellen Straftätern zu geschehen hat.

Wer trägt die Verantwortung für den Einsatz? Das ist in aller Regel der Leiter der örtlichen Polizeiinspektion oder dessen Vertreter. Der hat zum einen seine eigenen Leute im Einsatz dabei. Zur Unterstützung fordert er aber auch geschlossene Polizeieinheiten an, etwa die Bereitschaftspolizei. Es gibt auch eigene Einsatzzüge im Bereich eines jeden Polizeipräsidiums. Außerdem befinden sich Kriminalbeamte vor Ort, die dem Einsatzleiter unterstellt sind.

Was geschieht, wenn sich ein Beschuldigter nicht ausweisen kann, weil er keine Papiere mitführt? Das ist ein Problem, das gelegentlich auftritt. Der mögliche Straftäter muss dann auf andere Weise identifiziert werden. Nun wird man einen Verdächtigen wegen eines Hausfriedensbruchs oder einer einfachen Körperverletzung nicht gleich in Haft nehmen wollen. Hier wird dann versucht, durch eine Gewährsperson, die die Identität glaubhaft bestätigen

Archivbild: Polizeieinsatz beim Bundesligaspiel FC Ingolstadt gegen SV Darmstadt 98

kann, eine Haftunterbringung zu vermeiden. Der Betreffende wird in aller Regel so lange vor Ort festgehalten, bis die Identität feststeht. Nun regelt die Polizei auch den Verkehr. Ist das eine eigene Zuständigkeit? Der Einsatzleiter ist grundsätzlich auch für die Verkehrsführung und Verkehrssicherheit verantwortlich. Er wird dabei durch Kräfte der Verkehrspolizei unterstützt, die den Zu- und Abfluss der Verkehrsströme regeln. Es gibt immer wieder Fans, die randalieren. Kennt man die bei der Polizei? Die Polizei verfügt über sogenannte „szenekundige Beamte“. Das sind Polizisten, die während der gesamten Saison bei den Spielen „ihres“ Vereins dabei sind. Sie sind nicht nur bei den Heimspielen eingesetzt, sondern begleiten die Fan-Gruppen auch zu Auswärtsspielen. Die kennen ihre „Pappenheimer“. Bei Auswärtsspielen nehmen sie auch Kontakt zu den örtlichen Polizeikräften des gastgebenden Vereins und zum Leiter des

Bild: Stefan Bösl

Ordnungsdienstes auf. Kennen die Fans diese Beamten? Diese szenekundigen Beamten sind den Fanclubs, ihren Verantwortlichen und auch den Mitgliedern bekannt. Und die Fanclubs wissen, dass sie dabei sind. Sie tragen zwar zivile Kleidung, sind aber als Polizeibeamte persönlich bekannt. Diese Beamten haben eine hervorragende deeskalierende Wirkung. Sie stehen in permanenter Kommunikation mit den Fans. So können Sie beispielsweise, wenn Transparente mit möglicherweise beleidigendem Inhalt aufgespannt werden, darauf drängen, diese zu entfernen, weil ansonsten polizeiliche Maßnahmen ergriffen werden müssten. So erübrigt sich manchmal auch ein formeller Einsatz. Mit gutem Zureden und vertrauensvoller Zusammenarbeit ist manches zu verhindern oder zu unterbinden. Wir wollen ja nicht wegen jeder Unmutsäußerung von Fans, die vielleicht einen beleidigenden Inhalt hat und so die Emotionen hohe Wellen schlagen, ein Strafverfahren einleiten. Die Polizei will ja auch hier, soweit es eben geht, „Freund und Helfer“ sein. (em) 17


MELDUNGEN

Abschlussfest E1 Gerolfing Jugend Bei der Abschlussfeier der E1 konnten die jungen Grünhemden ihr Können und ihr Gleichgewichtsgefühl in der Air hop Arena testen. Alle Kids und die Betreuer hatten eine Stunde Zeit sich auszutoben und waren nach einer Stunde auch gut ausgepowert. Im Anschluss ließ man

den Tag auf dem Vereinsgelände gemütlich ausklingen und beendete die erfolgreiche Saison offiziell. Ein Dankeschön ging an Rudi Langer und die Firma Hörgeräte Langer für die überragende Unterstützung der letzten Jahre im Jugendförderkonzept. „Wir freuen uns schon auf die nächste Saison und die kommenden Aufgaben in der D Jugend!“

Bild: FC Gerolfing

Belohnung für Gaimersheimer Radsportler ! Traditionell tritt die Radsport Abteilung des TSV Gaimersheim (RTG) einmal im Jahr zur 2-Tagesfahrt an. Das Ziel in diesem Jahr war das Kloster Irsee samt eigener Brauerei. Die beiden Rennradgruppen sowie eine Trekkingradgruppe absolvierte am 4. August bis zu 200 km Anreisestrecke über Meitingen, Zusmarshausen und Krumbach mit Start in Gaimers-

Bild: TSV Gaimersheim

heim und wurde mit einer kurzweiligen Führung durch die Klosterbrauerei inklusive Bierprobe belohnt. Die über 30 Personen große Gruppe ließ den Abend gemütlich ausklingen ehe es am Sonntag bei knapp 170 km über Landsberg am Lech, Aichach und Schrobenhausen wieder gen Heimat ging. Das Wetter meinte es gut mit den Radlern, sodass alle ohne größere Probleme das jeweilige Tagesziel erreichten. Natürlich wird auch in 2019 wieder die zweitägige Fahrt stattfinden, das Ziel steht noch nicht fest. (oh)

Gerolfinger zu Gast in China Großer Erfolg für die Jugendmannschaft des FC Gerolfing: Sie erreichte das Finale bei einem internationalem Jugendturnier im chinesischen Changchun und unterlag dort nur knapp im Elfmeterschießen gegen die Gastgeber. Teilnehmer des China Soccer Camp waren sechs Jugendmannschaften aus der Region, welche sich über Ausscheidungsspiele qualifiziert hatten. Dazu die gastgebende Jugendfördergemeinschaft der Changchun University, welche in der chinesischen ersten Jugendliga spielt, sowie der FC Gerolfing als internationale Gastmannschaft. Besonders nett war das 18

Bild: FC Gerolfing

Champions-Dinner, das zur Vernetzung beigetragen hat: egal ob deutsch, englisch oder chinesisch, die Sprache der Fußballer ist und bleibt halt international. Nach dem Erfolg mit der Finalteilnahme im Chinese Soccer Camp stand am 30.07.2018

ein Besuch auf dem Vereinsgelände von Changchun Yatai, chinesischer Erstligist und ehemaliger Meister, an. Neben dem Besuch fand auch ein Freundschaftsspiel gegen die Jugendmannschaft des Nachwuchsleistungszentrum von Yatai statt. Abgerundet wurde der anstrengende Tag durch ei-

nen Besuch im Audi Werk bei FAW-VW, wo die Jungs die moderne Montagehalle des AUDI Q5 in chinesischer Langversion besichtigen durften. Danach ging es für die erolfinger weiter nach Peking – hier standen Teambuilding, Sightseeing & Shoppen auf dem Programm.


GESELLSCHAFT

Der Kandidat des regionalen Sports:

legt und mehr erreicht, als man ihr momentan zutraut, habe ich auch eine Chance, mich für den Ingolstädter Sport einzusetzen. Ich bin ja Zweitstimmenkandidat in Ingolstadt und für diese zweite Stimme des Wählers würde ich mich natürlich freuen. Eine Stadt profitiert mehr, je mehr Abgeordnete sie im Landtag hat, gleich welcher Partei.

Christian De Lapuente Er ist Sportfunktionär und setzt sich für den Sport ein – das merkt man Christian De Lapuente ist Vorsitzender des TSV Ingolstadt Nord. Wenn er über dieses Ehrenamt spricht, merkt man, dass es sich für „seine Nordler“ einsetzt. Aber nicht nur für die. Der Ingolstädter Landtagskandidat möchte den ganzen Sport in der Region fördern. Dies könnte er im Landtag sicherlich, im Stadtrat kann er es leider nicht. Herr De Lapuente, Sie sind Vorsitzender des TSV Nord. Das ist ja eigentlich schon ein Hauptamt, oder? Das stimmt. Wenn man so ein Amt übernimmt, denkt man, das geht alles so ein bisschen nebenbei. Aber dann merkst Du, dass so ein bisschen nebenbei eben nicht geht. Man ist in der Woche mal locker fünf bis 15 Stunden da. Man muss Aufgaben übernehmen, hat eine Geschäftsstelle zu führen. Es sind 1.100 Mitglieder, viele Übungsleiter und was allen Vereinen zu schaffen macht, ist die immer stärker werdende Bürokratie. Als Beispiel möchte ich nur an die Datenschutzverordnung erinnern, die uns in den letzten Monaten schwer zu schaffen gemacht hat. Hier bewegt man sich als Funktionär sicher in einen Graubereich. Darf man das Foto veröffentlichen oder die

tärkt für Christian De Lapuente will sich vers Reder rt Spo den und äre die Sportfunktion jh Bild: n. gion einsetze

Adresse rausgeben? Das ist in der Praxis für die Vereine mit einem sehr hohen Arbeitsaufwand verbunden. Bei uns arbeitet die Geschäftsstelle sehr gut, so dass die Übungsleiter nichts davon mitbekommen und sich um den Sport kümmern können und wir ihnen die Bürokratie vom Leibe halten – so gut es eben geht. Aber Sie sind gerne Vorsitzender? Na klar, anfangs bin ich da dazugekommen, wie die Jungfrau zum Kind. Beim TSV Ingolstadt Nord hat man jemanden gesucht, der sich um die Bürokratie kümmert. Und was liegt da näher als ein Politiker. Mir gefällt das Ganze, denn wenn ich mich im Verein so umschaue, sehe ich, dass sich unsere Sportler um das kümmern können, für das sie bei Nord dabei sind: um Sport zu machen. Und auch, dass die Jungen keinen Blödsinn in der Stadt machen, sondern hier z.B. Fußball spielen. Das macht mich dann schon ein bisschen stolz. Im Breitensport ist mir wirklich wichtig, dass alle, die Sport machen wollen, hier bei uns eine Heimat haben. Spielt denn der Sport in Ihrem Wahlkampfprogramm auch eine Rolle? Na klar, ich habe 600 Vereine

der Region angeschrieben und sie gefragt, wo sie der Schuh drückt. Und das weiß ich: Es gibt ja die Übungsleiterpauschale, einmal aus kommunaler Hand durch die Stadt Ingolstadt und dann aber auch durch den Freistaat Bayern. Diese darf nicht gleichbleiben, sie muss steigen. Vereine übernehmen eine wichtige Arbeit und die Übungsleiter führen diese aus. Jeder Euro, den man in die Vereinsarbeit steckt, ist gut angelegt, wenn Kinder von der Straße geholt und in das gesellschaftliche Leben integriert werden. Sollte ich es tatsächlich schaffen, in den Landtag einzuziehen, möchte ich auch in den verschiedenen Ausschüssen, in denen Sport Thema ist, den Sport in Ingolstadt und der Region vertreten. Jetzt schauen ja die Umfragewerte für Ihre Partei nicht gerade rosig aus. Werden Sie in den Landtag einziehen? Wenn das Ergebnis tatsächlich so kommen sollte, dann schaffen es nicht mal aktive Landtagsabgeordnete wieder ins Maximilianeum einzuziehen. Dann müsste ich amtierende Abgeordnete überholen. Hier bin ich zu sehr Realist, als das ich das glauben würde. Wenn meine Partei richtig zu-

Was wäre Ihnen bezogen auf den Sport denn noch besonders wichtig? Da wären wir wieder bei den Übungsleitern. Sie sind neben den Sportlern das Herz des Vereins. Ohne sie läuft nichts. Wer sich ehrenamtlich engagiert, muss auch mehr von der Gesellschaft zurückbekommen. Wenn also ein Trainer, der schon 30 Jahre im Jugendsport aktiv ist, in der Stadt einen Bauplatz erwerben möchte, muss man ihm auch beim Preis der Baugrundstücke entgegenkommen. Er kann nicht dasselbe zahlen, wie jemand, der zuzieht und sich noch nie ehrenamtlich betätigt hat. Da muss man tätig werden. Das gilt für THW, Musikvereine und Feuerwehr genauso, aber natürlich auch für den Sport. Wenn ich also was für die Allgemeinheit mache und bekomme kein Geld dafür, dass muss ich doch wenigstens hier eine Anerkennung von der Gesellschaft zurückbekommen. Das klingt ja gut. Herr De Lapuente, warum setzen Sie sich eigentlich nicht für den Sport im Stadtrat ein? (lacht) Das liegt wohl daran, dass ich nicht im Stadtrat bin. Ich bin erster Nachrücker auf unserer Liste, aber noch kein Stadtrat. Danke, Herr De Lapuente, dass Sie sich die Zeit für IN-Direkt genommen haben und alles Gute für die Wahl. (jh) 19


TENNIS

Spiel – Satz – Sieg für den Ruderclub Der Ingolstädter Tennisclub legt wieder mal zu

Viele Ingolstädter haben beim Namen des Donau-Ruderclubs Ingolstadt (DRCI) im Hinterkopf immer noch den elitären Verein, bei dem Tennis gespielt und gerudert wird und in dem die Schanzer High-Society ein- und ausgeht. Das alles stimmt nicht. Also es mag sein, dass der eine oder andere der „Oberen Zehntausend“ von Ingolstadt gerne mal die Gastronomie des Ruderclubs aufsucht. Das liegt aber daran, dass die italienische Küche wirklich sehr gut ist und für jeden zu empfehlen. Sogar der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Audi, Rupert Stadler war den Abend vor seiner Untersuchungshaft noch mit einer gröfleren Gruppe dort. Aber eigentlich ist es ja nicht die Gastronomie, die den Ruderclub Ingolstadt ausmacht. Eigentlich sind es ja die Ruderer und seit einigen Jahren wieder der Tennissport. Warum das so ist? Der ausgewiesene Tennisfachmann Robert Liepold hat nach der Homepage des Vereins nicht nur die Funktion des Abteilungsleiters inne, sondern ist gleichzeitig für die Jugend und die Tennisanlage zuständig. Grund genug für IN-Direkt mal beim sympathischen Großmehringer in Ingolstädter Diensten vorbeizuschauen. Und tatsächlich: Während wir unser Interview führen, springt Robert Liepold auf und eilt zu den Tennisplätzen, wo er die Beregnungsanlage aufdreht und wieder ausschaltet. „Das mache ich während dieser hochsommerlichen Temperaturen, weil unser Platzwart momentan im verdienten Urlaub ist“, lacht er verschmitzt als er an den Tisch zurückkommt. Bevor er wieder weg ist, versuche ich meine Fragen zu stellen. 20

ren war es eine sehr schwere Saison, weil wir unsere Nummer Eins ziehen lassen mussten, der einige Jahre bei uns war, aber jetzt wegen seines Abiturs wieder in seiner Regensburger Heimat spielt. Gefehlt hat auch unser Ingolstädter Yannick Schmidl, der eigentlich für sechs Spiele zugesagt hat, aber wegen eines Praktikums in Amerika blieb. Das konnten wir natürlich nicht kompensieren. Jetzt sind wir Drittletzter der Bayernliga geworden. Aber aufgrund der Umstände ist das natürlich zu verschmerzen.

Eines der Ingolstädter Eigengewächse für die Herrenmannschaft des Ruderclubs. Fotos: jh

Herr Liepold, bevor wir zur kommenden Spielzeit kommen, würden Sie für die Leserinnen und Leser von IN-Direkt einen kleinen Rückblick auf die gerade zu Ende gegangene Saison geben? Na klar, gerne. Die vergangene Saison war durchwachsen. Und es gab einige Überraschungen. Unsere Damen zum Beispiel hatten ja nur einen Neuzugang. Und mit dieser kleinen personellen Veränderung wären sie fast von der Bayern- in die Regionalliga aufgestiegen. Praktisch um ein Haar. Die „Neue“ ist genau das, was ich mir für den ganzen Verein wünsche: Jemand aus der Region, die immer schon bei Martin Henning, also unserer Tennisschule trainierte, die

Verbindung besteht seit Jahren und Alicia Dinkelmeyer hat vorher in Nürnberg Tennis gespielt. Seit Jahren war sie aber unzufrieden, da viele zugekaufte Spielerinnen dort spielen und die eigenen nicht mehr drankommen. Ihr Bruder spielt schon lange bei uns bei den 2. Herren und hat auch schon in der Ersten ausgeholfen. Er ist Trainer des Bayerischen Tennis Verbandes und beide fühlen sich bei uns wohl, da sie hier eine Art „Heimat“ gefunden haben. Wäre sie am ersten Spieltag da gewesen, was nicht der Fall war, weil sie in Amerika College-Tennis gespielt hat, hätten wir den sicher gewonnen und wären dann als Erster aufgestiegen. Aber auch so war es eine Riesen-Saison und wir wurden Zweiter. Bei den Her-

Aber da gab es doch noch zwei weitere Bayernliga-Mannschaften in dieser Saison? Ja stimmt genau, die Damen 30 und die Herren 40. Es gibt nämlich ganz wenige Vereine in Bayern, die vier Mannschaften in der Bayernliga haben und davon noch drei verschiedene Altersklassen. Und bei der Jugend? Da spielen wir bei den Junioren in der höchsten Spielklasse des Bezirks und mit den Juniorinnen und den Knaben ebenfalls. Ansonsten streuen wir ein bisschen und was eigentlich eine weitere Ausnahmesituation ist, ist die Zahl der Herrenmannschaften beim Ruderclub. Wir haben vier Teams im Wettbewerb, das ist schon sehr bemerkenswert, denn dadurch können wir den Junioren, die aus dem Nachwuchs herauskommen, eine Plattform bieten, was uns ganz gut gelang. Am Anfang war ich skeptisch, ob wir das alles bedienen können, schließlich kostet es jedes Mal Strafe, wenn wir nicht antreten.


TENNIS

Die DRCI-Tennisplätze sind idyllisch gelegen und von viel Grün umgeben.

Wie schaut es denn für die nächste Saison aus? Die Planungen laufen. Bei den Damen werden wir wohl nichts verändern, denn die anderen spielen mit bezahlten Spielerinnen und da wird es für eine „Eigengewächstruppe“ wie wir sie haben, sicher schwer, aber die „Mädels“ wollen das auch und ich bin zuversichtlich, dass sie mit Teamgeist vieles wettmachen werden. Bei den Herren werden wir wohl noch einen Österreicher dazu holen und die beiden anderen Österreicher ergänzen, die schon seit Jahren bei uns sind und jetzt in einem Alter sind, wo sie eigentlich nicht mehr möchten. Aber die beiden stehen immer noch als Standby zur Verfügung. Dazu kommen Philip Regnat und Yannick Schmidl, sowie die beiden anderen Eigengewächse Leonard Ruppert und sein Trainingspartner und Freund Marius Leicht. Dazu kommen noch zwei potenzielle Neuzugänge aus Ismaning, das ist Benny Miedl und Philip Kunkel aus Aschaffenburg, die aber noch nicht ganz sicher sind.

Übrigens spielt Benny Miedl, der gerade 30 wurde, beidhändig Vorhand und beidhändig Rückhand, das habe ich live bei einem anderen Spieler noch nie gesehen habe. Fabrice Santoro, der französische Spitzenspieler, hat das auch gemacht.

letzten Jahre und das soll auch so weiter gehen. (jh)

Robert Liepold, einer der selbst ein guter Tennisspieler war, steht jetzt am RuderclubRuder.

Dann sind Sie ja recht zuversichtlich für die nächste Saison? Ja, sehr zuversichtlich, ich könnte mir vorstellen, dass wir die Bayernliga bei den Herren halten. Insgesamt glaube ich, dass wir alle Ligen halten können. Und kann der Donau-Ruderclub auch seinen Tennis-Abteilungsleiter halten? Davon gehe ich aus (lacht). Also wenn jemand anders will, gerne, aber ich von mir aus möchte schon weitermachen. Wir haben hier was geschaffen, die 21


TENNIS

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TENNIS

Dass sie nicht nur auf dem Platz über viel Durchhaltevermögen verfügen, sondern auch beim Feiern, das bewiesen die Tennisspieler des TSV Ober/ Unterhaunstadt bei der „Geburtstagsparty“ ihrer Abteilung. Vor 40 Jahren ist die Tennissparte im TSV Ober/Unterhaunstadt ins Leben gerufen worden, 1979 eröffnete man die ersten Tennisplätze. Rund 120 Gäste feierten diesen „Vierziger“ bis in die frühen Morgenstunden. Und natürlich stand auch ein Tennismatch auf dem Party-Programm: zwei Trainer der Tennisschule tennis4you lieferten einen Schaukampf vor Ort. Zwar sind die Zeiten des großen Tennisbooms vorbei (in den 80er Jahren gab es zwischenzeitlich einen Aufnahme-

Flotte Vierzig Die Tennisabteilung des TSV Ober/Unterhaunstadt feierte 40 Jahre

stopp und Wartelisten, um beim TSV Ober/Unterhaunstadt Tennis spielen zu dürfen), aber der Sport begeistert wie-

„Wieder Kinder auf der Anlage“ Markus Lerzer, 2. Abteilungsleiter

der mehr Menschen. Die Folge sind steigende Mitgliederzahlen und ein zufriedener Abteilungsleiter: „Es herrscht wieder Betrieb auf der Anlage – ich denke da vor allem an den Montag-Abend mit dem

Stammtisch-Tennis, wo jede Woche ein großer Andrang herrscht“, erklärte Markus Lerzer in seiner Ansprache zum 40-jährigen Bestehens der Tennissparte im TSV Ober/Unterhaunstadt. Grund zur Freude bietet auch der Nachwuchs: „Wir haben in dieser Saison seit vielen, vielen Jahren mal wieder zwei Jugendmannschaften im Punktspielbetrieb. Der Start war zwar ein wenig holprig aber die Kids waren immer mit Eifer bei der Sache und ich denke, nächste Saison läuft das ganze bestimmt besser. Aber

das Wichtigste ist, dass wieder Kinder auf der Anlage sind. Das alles sind für mich Indizien – die Tennisabteilung Oberhaunstadt lebt! Und wenn ich jetzt so in die Runden schau, wie viele Leute heute zum Fest gekommen sind, bestätigt das erst recht!“ In dieser Saison ist der Verein mit insgesamt sieben Mannschaften an den Start gegangen (2017 waren es noch vier) – und zwar Herren, Damen, Herren 40, Damen 40, Mixed und – erstmals seit zwei Jahren wieder – zwei Jugendmannschaften (seit ungefähr zehn Jahren erstmals wieder). 168 Mitglieder sind aktuell in der Mitgliederkartei vermerkt – Tendenz steigend. Es kann also die nächsten 40 Jahre ja so flott weiter gehen. (dk) 23


GESELLSCHAFT

oben: Thomas Frank (l., Leiter Audi Tradition) und Dirk Arnold (Leiter Audi Kommunikation)

AUDI macht URLAUB...

...zumindest in der neuen Sonderaustellung im museum mobile

Thomas Stebich (Leiter museum mobile), Dirk Arnold (Audi Kommunikation) und Wendelin Göbel (Audi Personalvorstand) Fotos: ma

Zelt oder Wohnanhänger – das ist hier die Frage. Und das war sie such schon in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die Deutschen, der Urlaub und ihre Automobile – diese Kombination steht im Mittelpunkt der Sonderausstellung „Der Sonne hinterher – Die Geschichte des Urlaubs bei Audi“ im museum mobile. Sehenswert und unterhaltsam, was da an mobilen Souvenirs ausgestellt ist. Ausstellungskurator Stefan Felber über...

Campinggespann Baujahr 1935

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...den Beginn der automobilen Urlaubsbewegung: „Das Auto als Hauptreiseverkehrsmittel ist ein Kind der 50er Jahre. Alles, was davor

war, war Abenteuerlust einzelner Individualisten.“ ...die Firma Audi bzw. Auto Union zu dieser Zeit: „Wir haben natürlich die Produkte geliefert. Mit einem DKW ließ es sich vortrefflich über die Alpen fahren und mit einem NSU genauso. Und die Firma hat – wie andere Firmen auch – den Leuten mehr Urlaub, mehr Freizeit und mehr Geld gegeben. Und so ist dieser Reiseboom entstanden.“ ...über den eigenen Strand für die NSU Mitarbeiter in Venezien: „Eine Klasse Geschichte! Da sind die Leute in Scharen zum NSU Lido hingefahren. Im Grunde handelte es sich um


GESELLSCHAFT

ein Stück Acker am Meer. Dort war ein eingedeutschtes Essen erhältlich, es gab Strom und Wasser und schon hat sich der Deutsche nicht mehr so alleine gefühlt. Nach Italien zu fahren und diese komischen länglichen Teigwaren zu probieren, die sich nicht aufrollen lassen, davor hat man sich ein bisschen gefürchtet. Und diese Angst hat mit mit dem NSU Lido genommen.“ ...über Urlaubs-Souvenirs (die auch reichlich in der Ausstellung vertreten sind): „Das Souvenir ist einfach nicht erklärbar. Nie im Leben würde ein Mensch das kaufen, wenn er bei vollem Bewusstsein ist, was er im Urlaub kauft. Das bringt er mit nach Hause, schenkt es jemandem und meint ihm damit etwas Gutes zu tun. Aber er tut ihm gar nichts Gutes. So eine venezianische Gondel ist schon was Greisliges.“

V.l. Leihgeber Thomas Höing (Siku-Museum), Dieter Karg (Audi Tradition), Dieter Basche (ehem. Chef Audi Sport) und Künstler Stephan Quenkert

...über das Ausstellungsstück mit dem höchsten Steltenheitsfaktor: „Das ist der Vorkriegsanhänger. Ein Vorkriegswohnwagen ist fast nicht mehr erhältlich. Sie sind entweder während des Krieges zerstört oder danach für etwas anderes verwendet worden. Wir mussten lange suchen, bis wir in Frankreich dieses Unikat gefunden haben, das noch im Originalzustand ist.“ Die Sonderausstellung (bis 28. Oktober) zeigt u.a. als jüngstes Exponat einen Audi Q3 mit speziellem Audi-Campingzelt, besagtes VorkriegsCampinggespann mit einer DKW F5 Meisterklasse CabrioLimousine von 1935, eine DKW F89 Universal (1951) mit Holzaufbau, das einzige Modell eines DKW F800/3 Westfalia-Wohmobils von 1956, weitere NSU-Modelle, einen Trabant P601 mit Dachzelt von 1986. (ma)

Bert Oehlgardt aus Bad Köstritz (mit Sohnemann) ist Besitzer und Leihgeber des Urlaubs-Trabbi.

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GESELLSCHAFT

Grillen am Baggersee

Grillen am Auwaldsee

Grillen an der Mailinger Aue

Grillen im Peyerl Vorwerk

Fotos: Stadt Ingolstadt

Im Grünen grillen

Öffentliche Grillplätze der Stadt Ingolstadt Und ist der Sommer noch so heiß, grillen macht Spaß. Wer nicht die Möglichkeit hat, zu Hause zu grillen, der kann auf öffentliche Grillplätze ausweichen. In Ingolstadt gibt es vier davon: am Baggersee, am Auwaldsee, an der Mailinger Aue und am Fort Peyerl. Dort ist das Grillen in den besonders aus geschilderten Bereichen erlaubt.

Der Grillspaß ist aber nicht grenzenlos. Es sind einige Beschränkungen zu beachten: zugelassen sind nur Grills mit Holzkohle oder Gas und zwar bis zu einer Größe von 25 × 50 cm bzw. 40 cm Durchmesser. Bodenfeuer sind in jeglicher Form (auch mit Holzkohle) streng verboten. Zu beachten ist dabei auch die Satzung erstellt Ingolstadt über Grünan-

lagen: Partyfreunde sollten beachten, dass die Benutzung von Verstärkeranlagen untersagt ist. Überhaupt muss auf das Ruhebedürfnis von Anwohnern Rücksicht genommen werden. So darf der Grillplatz in der Zeit von 22:00 Uhr bis 7:00 Uhr weder mit Radionoch sonstigen Tonwiedergabegeräten beschallt werden. Auch außerhalb des angegebe-

nen Zeitraums muss der Geräuschpegel so niedrig sein, dass dadurch andere Nutzer der Grillplätze oder Anlieger nicht belästigt werden. Wer sich nicht daran hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße belegt werden. (HK / Übernahme www.ingolstadt.blog)

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Vor 2020 in Betrieb?

Thomas Deiser will eine Markthalle in der Innenstadt durchboxen Nachdem der Abendmarkt in der City in Ingolstadt gescheitert ist, soll nun eine Markthalle die Innenstadt beleben. Thomas Deiser will das vor der Kommunalwahl 2020 schaffen. Mit dem Abendmarkt wollten IN-City und die Innenstadtfreunde die Altstadt beleben. Im Jahre 2017 freute sich IN-City-Chef Thomas Deiser auf der Homepage des Stadtmarketingvereins: „Wir freuen uns auf den Abendmarkt. Er wird für alle Beteiligten eine Bereicherung sein: Für die Besucher der Innenstadt, die Beschicker des Marktes und nicht zuletzt auch für die Geschäfte, die bis 20 Uhr geöffnet haben werden“. Am 5. Juli 2018 war dann Schluss: Das unbeständige Wetter soll schuld sein – so die Organisatoren. Andere munkeln, dass es auch am nachlassenden Interesse der Beschicker, also Händler gelegen haben könne. Doch Deiser lässt nicht locker und meldet sich als CSUStadtrat mit einer anderen Idee: Eine Markthalle wünschen er und die CSU-Stadtratsfraktion sich in einer Presseerklärung: Die CSU regt daher an, dass die IFG zusammen mit dem Innenstadtmarketing IN-City eine geeignete Leerstands-Immobilie kauft oder anmietet und in dieser Immobilie eine Markthalle nach Coburger Vorbild errichtet. Die IFG und IN-City sollen bis zum vierten Quartal 2018 hierfür ein Konzept vorlegen. Thomas Deiser stellt sich vor: „Die ´Schanzer Markthalle` soll wie ein Center geführt werden und alle Premi28

Kulinarisches Einkaufserlebnis: Markthalle Stuttgart – Foto: Thomas Wolf, www.foto-tw.de / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

umserviceleistungen wie z.B. freies W-LAN und kostenloses Parken anbieten. So können wir in unserer Innenstadt einen regionalen Anziehungspunkt schaffen.“ Etwas überraschend: Diesen Vorstoß der CSU feiert Achim Werner, der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Ingolstädter Stadtrat auf Facebook sofort als Erfolg der SPD: „Großer Erfolg für die SPD im Stadtrat! Mehr als 10 Jahre, nachdem die SPD eine Markthalle für Ingolstadt gefordert hatte, soll sie jetzt endlich kommen. Die CSU hatte es sogar so eilig, dass sie selbst einen Dringlichkeitsantrag stellte. Schade nur, dass sie nicht damals schon die Dringlichkeit gesehen hatte. Seinerzeit nämlich lehnte sie den SPD-Antrag

ab. Die jetzt so dringliche Markthalle könnte es also schon längst geben. Der Stadtrat hätte nur dem SPD-Antrag zustimmen brauchen.“ Schön, dass die Sozialdemokraten durch die CSU an ihren eigenen Antrag erinnert werden. Allerdings hatte schon der frühere ÖDP-Stadtrat Franz Hofmaier im Juli 2016 im Planungsauschuss angeregt, über eine Markthalle in der Innenstadt nachzudenken. Die Reaktionen der anderen Parteien auf Hofmaiers Vorschlag sind nicht überliefert. Was alle wohl vergessen haben: Einigkeit über eine Markthalle in der Innenstadt und über ganz konkrete Pläne gab es bereits im Mai 2004. Da berichtete der Donaukurier: „Die Absicht, auf dem Viktualienmarkt eine Markthalle

zu bauen und die Theatertiefgarage zu erweitern, wird von allen Fraktionen des Stadtrates mitgetragen. Gestern gab es im Stadtentwicklungsausschuss keine Gegenstimme gegen den Grundsatzbeschluss für beide Projekte.“ Fazit: Schon im Jahre 2004 wollten alle politischen Gruppierungen eine Markthalle in der Innenstadt. Geworden ist nichts daraus. Jetzt will es die CSU wieder und die SPD macht ihr das „Urheberrecht“ an der Idee streitig. Sind wir schon im Vorwahlkampf für die Kommunalwahl 2020, wo möglichst populäre Ziele wie die Markthalle, die wohl die meisten Bürger begrüßen dürften, in die Öffentlichkeit hinaus posaunt werden und die dann nach der Wahl in der


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Schublade verschwinden? Wurde nicht auch regelmäßig ein Schutter-Bachlauf in der Altstadt diskutiert? Soweit erinnerlich jeweils vor (!) beiden letzten Kommunalwahlen… Wo fließt gleich die Schutter in der Innenstadt? Noch vor der Kommunalwahl 2020 soll es die Markthalle geben. Bei Thomas Deiser (CSU) haben wir nachgehakt, wie er die Chancen für eine innerstädtische Markthalle sieht. Herr Deiser, bereits im Jahre 2004 gab es einen einstimmigen Beschluss im Planungsausschuss, eine innerstädtische Markthalle zu errichten. Auch die SPD und Franz Hofmaier dürfen für sich in Anspruch nehmen, die Markthalle thematisiert zu haben. Und jetzt kommen Sie mit einem Antrag der CSU! Thomas Deiser: Wenn ich in den letzten vier Jahren, in denen ich jetzt dem Stadtrat angehöre, etwas gelernt habe, dann das: Jeder Antrag ist nur so gut, wie die Zeit, in der er gestellt wird. Und die Zeit ist jetzt die richtige. Ich weiß, dass es früher schon Vorstöße gab, von wem, kann jetzt nicht sagen, zum Beispiel auch in der Zeit, in der der Viktualienmarkt umgestaltet wurde; da wurde auch der Ruf nach einer Markthalle laut. Es wurde dann geprüft und meines Wissens fanden sich damals keine Beschicker. Daran ist es wohl gescheitert. Mittlerweile hat sich einiges getan und ich denke, eine Markthalle als dauernde Einrichtung würde uns in der Innenstadt gut zu Gesicht stehen. Sie kann durchaus auch regional ein Anziehungspunkt werden. Wie viele Beschicker bräuchte man denn, damit

zwar auch in den Größen, die hier geeignet sind. Im Jahre 2004 gab es keine Leerstände in der Größe, die man für eine Markthalle benötigt, jetzt gibt es solche Leerstände und jetzt ist auch die Zeit, diese leeren Flächen mit einem attraktiven Angebot zu füllen. Wie sind die zeitlichen Perspektiven für eine derartige Umsetzung? Ich bin schon in Gesprächen. Aber wie bereits gesagt, wir stehen erst am Anfang. Ich denke diese Idee vom Ende her. Jetzt muss man es Stück für Stück aufdröseln. Wobei ich anmerken möchte, dass sich bei mir schon ein oder zwei Beschicker gemeldet haben, die da mit machen möchten. Ich führe jetzt auch in den Ferien Gespräche, um zu sondieren, was möglich ist, wie eine Konstellation sein könnte, wer als Betreiber auftritt und wie man das ganze auch gestalten kann. Thomas Deiser: „Die Markthalle ist bis 2020 fertig“

sich so eine Markthalle präsentieren kann? Es kommt aufs Angebot an. Ich stelle mir eigentlich Frischware vor. Es muss aber auch Gastronomie, etwa eine Cafebar – so etwas in der Richtung –drin sein. Vorstellbar ist auch, dass ein oder zwei Pop-up-Stores so wie die IFG oder CityFreiraum-Projekt einen in der Theresienstraße betreibt, dort integriert wird. Schließlich sollen alle Geschäfte, die dort ihre Waren anbieten, von ihren Nachbarn profitieren. Zur Anzahl der Beschicker: Ich kann mir da gut 8 bis 12 Anbieter vorstellen. Man muss sehen, welches Warenangebot der einzelne Beschicker dann hat. Allerdings müssen hier noch viele Überlegungen angestellt werden und daher wird es auch

Foto: HK

noch ein wenig dauern. Ich habe deshalb auch einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, damit da keine Zeit verloren geht. Wie viele Quadratmeter Fläche braucht man für einen derartigen Markt? Ich gehe davon aus, dass wir zwischen 300 und 600 m² Fläche benötigen werden. Irgendjemand hat gesagt – vielleicht ist das auch eine Schnapsidee – aber ich erzähle es: Stellen wir doch die Markthalle auf den Rathausplatz. Was halten Sie davon? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen! Es macht auch keinen Sinn, da etwas Neues zu bauen. Wir haben genügend Leerstände und

Kann man davon ausgehen, dass dies kein Wahlkampf-Gag ist und die Markthalle vor 2020 bereits existiert? Ich gehe schon davon aus, dass wir das vor 2020 hinbringen. Und Wahlkampf-Gag? Ich denke an den Bachlauf der Schutter, der in den Kommunalwahlkämpfen von 2008 und 2014 eine Rolle spielte, nach der Wahl aber in der Versenkung verschwand! Das mag sein. Aber das ist jetzt bei mir ein konkreter Antrag, genauer gesagt ein Prüfantrag. Und von den Anträgen, die ich bis jetzt in der laufenden Legislaturperiode gestellt habe, habe ich wohl, soweit ich das jetzt sagen kann, alles umgesetzt. (HK / Übernahme www.ingolstadt.blog) 29


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