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KW 43 10 | 2020

LAUTER EDLE

100% RECYCLING-PAPIER

DAMEN

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BEHARRLICHE BEWOHNER Der Dorfplatz von Hagau ist offiziell eröffnet worden. Und OB Scharpf lobte die beharrlichen Dorfbewohner. WIE GEHT´S DIR WIRKLICH? Eine grüne Bank soll beim Thema psychische Erkrankungen für mehr Offenheit und Akzeptanz sorgen. ALLERHEILIGEN Warum ein Grabmal auf dem Ingolstädter Westfriedhof eine besonders musikalische Geschichte hat.

(Foto: Arzenheimer)

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AUF NEUEM TERRAIN Der Historiker Matthias Schickel ist für die CSU in den Stadtrat eingezogen - für ihn durchaus überraschend.

AUF ZEITREISE IM INGOLSTÄDTER STADTMUSEUM

er Oktober ist in Ingolstadt eben doch eine Frau. Zumindest im Stadtmuseum. Dort bewegte die szenische Führung „Der Schleier der Zeit“ mit Ute Lottes (li), Nicole Titus (Mitte) und Francesca Pane (re) im wahrsten Sinne die Besucher. Und zum Ende des Jahres wird eine weitere „Lady“ die Blicke im Museum auf sich ziehen. Dann wird die „Dame von Pförring“ bzw. die Rekonstruktion ihres Kammergrabes dort zu sehen sein. SEITE 19

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Helene Merker beim Training im Studio Süd

Bodystreet – ein Leben lang!

Foto: Arzenheimer

Helene Merker trainiert seit neun Jahren bei Bodystreet in Ingolstadt

erklärt die Floristin aus Ingolstadt. Sie wollte aber trotzdem ihren Körper straffen, in Form bringen und Muskeln aufbauen. Also probierte sie es mit dem EMS-Training bei Bodystreet. „Ich kann es zu 100 Prozent empfehlen und habe auch schon vielen Kolleginnen dazu geraten!“ Der Vorteil dieser Trainingsmethode:

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Muskelkater auf Probe. Teste unsere effektive EMS-Technologie für Körper und Gesundheit. Und bleib nur, wenn du es liebst! Bodystreet Ingolstadt Süd Münchener Straße 93. Tel. 0841 / 99 38 99 90 Bodystreet Ingolstadt West Friedrichshofener Straße 18. Tel.: 0841 / 99 34 75 00 Franchisepartner: Fitness IP GmbH

*Gilt nur bei Abschluss eines Neuvertrages in den Tarifen Classic und Economy bis spätestens 14.12.2020.

„Das werde ich nie aufgeben!“ schwärmt Helene Merker. Sie darf man wohl zu den Bodystreet-Pionieren in Ingolstadt zählen. Vor neun Jahren (!) hat sie ihre erste Trainingseinheit absolviert – und sie ist bis heute dran geblieben: „Ich hatte damals stark abgenommen, aber wegen Beruf und den Kindern keine Zeit für´s Fitnessstudio,“

Sie ist kurz und sehr effektiv. In nur 20 Minuten werden bei diesem gelenkschonenden Ganzkörpertraining die Muskelpartien vom Nacken bis zum Oberschenkel trainiert – und das gleichzeitig. Mit einem normalen Krafttraining ist das nicht möglich. Außerdem werden durch elektrische Impulse die Übungen nicht nur intensiviert, sondern such tief gelegene Muskelfasern gezielt zur Stärkung angesteuert, wie man es sonst nur durch ausdauernde Pilates- oder Yoga-Übungen schaffen würde. Ein Termin pro Woche reicht also vollkommen aus, schließlich hat der „Body“ in diesen 20 Minuten intensiv gearbeitet. „Es ist super, dass mit den Terminen immer auf einen eingegangen wird“, erklärt Helene Merker, die bei Bodystreet übrigens auf höchstem Niveau trainiert – kein Wunder, nach neun Jahren Dauer-Power! Erreichen kann dieses Ziel im Prinzip jeder: Die Intensität

der Übungen wird individuell auf jeden Kunden eingestellt und vom Personaltrainer kontrolliert und reguliert. Dazu gibt’s eine Extra-Portion Motivation und schon klappt es mit der Leistungssteigerung. Probieren Sie es aus! Vereinbaren Sie ein unverbindliches Probetraining: Bodystreet Ingolstadt Süd Münchener Straße 93 Tel.: 0841 / 99 38 99 90 Bodystreet Ingolstadt West Friedrichshofener Straße 18 Tel.: 0841 / 99 34 75 00

Inhaberin Iris Porstendörfer


Straßenbau ist kein Geheimnis Kommentar von Hermann Käbisch

Staatsstraßen baut der Freistaat Bayern, Bundesstraßen die Bundesrepublik Deutschland. Nutznießer und (negativ) Betroffene sind aber die Bürger und die leben in Kommunen. Daher ist natürlich auch die Stadt Ingolstadt zu beteiligen, wenn Straßenbaumaßnahmen vom Bund oder Land geplant werden. Dabei scheint in der Kommunikation nicht immer alles reibungslos abzulaufen: Wie der sichtlich überraschte Oberbürgermeister Christian Scharpf (SPD) kürzlich offenbarte, hat er (erst) auf Nachfrage beim staatlichen Bauamt erfahren, dass die Staatsstraße 2214 zwischen Irgertsheim und der Gabel teilweise mit Überholstreifen versehen und somit dreistreifig ausgebaut werden soll. Von Audi und der Stadt sei das so gewünscht, will Scharpf vom Straßenbauamt gehört haben. Als Oberbürgermeister von Ingolstadt fragte er sich natürlich, wer das bei der Stadt so wünscht und ob es da vielleicht einen Beschluss des Stadtrats gibt. Doch ein solcher Beschluss war in den Archiven nicht zu finden. Herausbekommen hat Scharpf, dass es vor Jahren einen außerordentlichen Kabinettsbeschluss des bayerischen Ministerrats gegeben hat, der den dreispurigen

Ausbau vorsieht. Das war zwar kein Staatsgeheimnis, aber so richtig in der Öffentlichkeit wurde diese Planung wohl nicht kommuniziert. Das hat sich nach Scharpfs Entdeckung grundlegend geändert. Diese Woche hat der Bezirksausschuss West unter Vorsitz von Hans-Jürgen Binner (CSU) einen Beschluss gefasst, wonach der Oberbürgermeister und der Stadtrat gebeten werden, auf die staatlichen Stellen einzuwirken, damit die entsprechenden Planungen noch einmal überprüft werden. Die Ortssprecher von Dünlau und Irgertsheim (Richard Kerschenlohr und Alexander Bayerle) hatten zwischenzeitlich in einem Gespräch dem Landtagsabgeordneten Alfred Grob und dem Bundestagsabgeordneten Dr. Reinhard Brandl (beide CSU) ihre Bedenken dargelegt. Nun will Christian Scharpf (parteiübergreifend) alle (darunter den Autobauer Audi, um dessen Anlieferung aus Neuburg es auch geht) zu einem „runden Tisch“ einladen, um für „meine Irgertsheimer und Dünzlauer Bürgerinnen und Bürger“ (O-Ton Scharpf) eine verträgliche Lösung zu erreichen. „Durchs Reden kommen d‘Leut zam“, heißt es. Hoffen wir es.

Was Sie schon immer wissen wollten – lesen Sie hier:

www.Ingolstadt.jetzt Schlagzeilen der Stadt – täglich und kostenlos

er Nachrichtenportal wird von den mitwirkenden ernehmen und Institutionen direkt per RSS-Feed gespeist. Anzahl der beteiligten Quellen steigt stetig. n auch Sie eingebunden werden möchten oder Fragen haben, eiben Sie an info@ingolstadt.jetzt

ts dabei sind unter anderem: adttheater | Audi | Bürgergemeinschaft Ingolstadt | Erna Magazin | FDP

IN

diskret

Ende des freien Willens von Melanie Arzenheimer

Das Wettrüsten hat begonnen. Auf dem Friedhof. Denn der Friedhof, das ist quasi das Instagram der Best Ager. Also der jung gebliebenen, aber halt nicht mehr ganz so jungen Mitmenschen. Hier steht man im Vergleich mit den Schönsten und Besten und überhaupt geht es darum, Eindruck zu schinden und vor allem keinen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Was soll denn der Nachbar sagen, wenn das Grab vom Georg aussieht, als hätte gerade eine Praktikantin beim Landschaftsgärtner das erste Mal das Umtopfen geübt. Oder drüben bei der Hannelore. Lauter Blätter liegen kreuz und quer, das ewige Licht hat selbiges längst ausgehaucht und die Schrift auf dem Grabstein ist kaum noch zu lesen. So geht das doch nicht. Aber vielleicht passt ja genau das zur Hannelore? Es soll ja auch gschlamperte Personen geben. Und auch die sollen – so hört man – hin und wieder sterben. Und wenn man sie nicht aus Versehen verschlampt oder

verlegt, dann liegen auch sie auf einem ordentlichen Friedhof. Aber woher weiß man denn eigentlich, was der oder die da unten schön findet? Wird dem Verstorbenen nicht einfach ein fremder Wille aufgedrängt, nur weil sich der Georg jetzt halt nicht mehr wehren kann? Nie die Socken aufgeräumt aber jetzt ein Schachbrettmuster aus schwarzer Erde und weißen Steinchen auf dem Grab, das auf den Millimeter genau ausgemessen ist. So was wär doch nie im Leben in Frage gekommen! Und könnte dieses eine Blatt, das da von oben angeweht kommt, nicht eigentlich ein Zeichen des Protests gegen die „neue Ordnung“ sein? Eine himmlische Botschaft nach dem Motto: „Euch werd ich´s schon zeigen mit eurem Aufräumfimmel!“ Darüber sollte nachgedacht werden. Zur Not kann man ja immer noch rechen... äh sich rächen. Mit einem Trockengesteck, das die Welt noch nicht gesehen hat.

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Experte für Vergangenes auf neuem Terrain CSU-Stadtrat Matthias Schickel wollte eigentlich erstmal nur zuhören „Ich bin sehr angetan von ihm,“ meint Matthias Schickel mit Blick auf Ingolstadts neuen Oberbürgermeister Christian Scharpf. „Er ist halt in der falschen Partei...“, schickt der Schickel augenzwinkernd hinterher. Typisch für den CSU-Stadtrat, der die Dinge gerne mit Humor angeht und aus seiner Sicht völlig unerwartet in das Kommunalparlament gewählt worden war. „Meine Frau war not amused“, schmunzelt er, „aber sie unterstützt mich total.“ Und so ganz wohl war ihm selbst dabei auch nicht: „Ich dachte, wenn das so ist, wie erzählt wird, dann zerreißen dich die Leute in der Luft.“ Seinen ZweiJahres-Plan „hinsetzen-zuhören-Ruhe geben“ brauchte der Neueinsteiger („Es war nie mein Ziel, in die Politik zu gehen“), der 2017 von Christian Lösel für die Landtagsliste „akquiriert“ wurde, aber nicht in die Tat umsetzen. Die Zusammenarbeit im Stadtrat funktioniert ausgezeichnet und die Stadtspitze sieht er bestens aufgestellt. Alles nette Kollegen: „Man hört ja schon wieder, es sei manch einem zu harmonisch. Aber was wollt ihr denn? Dass wir uns fetzen? Mir ist das Harmonische lieber.“ Wenn etwa ein Christian Pauling von den Linken die Schutter in der Altstadt wieder beleben möchte, dann sei das keine linke Ideologie, sondern ein Anliegen, das er begrüße. Als Geschichtslehrer, promovierter Historiker, Stadtheimatpfleger und Vorsitzender des Historischen Vereins hat Matthias Schickel auch in der kommunalpolitischen Arbeit ein Auge auf die Historie der Stadt. Und er stellt fest, dass die Geschichte derzeit durchaus eine Renaissance erlebt. Daran hätten auch ganz unterschiedliche Christians ihren Anteil: 4 - POLITIK

CSU-Stadtrat Matthias Schickel an einem geschichtsträchtigen Ort, nämlich dem Ingolstädter Stadtmuseum. (Foto: Arzenheimer)

Der ehemalige OB Christian Lösel mit seinem 100-Türme-Programm, BGI-Stadtrat (und Mitglied des Historischen Vereins) Christian Lange mit der Ausstellung „Stadtidentitäten“ und der aktuelle OB Christian Scharpf mit seinem Interesse für die Stadtgeschichte. „Wir sind nicht Regensburg, München oder Nürnberg“, ist sich Matthias Schickel bewusst. Aber die Schätze vor Ort vom Georgianum bis zum frisch sanierten Fleißerhaus („Das ist toll geworden“) könnte man mit mehr Selbstbewusstsein nach außen tragen. Bei einem Thema muss er allerdings den

Spielverderber geben: „Wir sind keine Bierstadt!“ Für ihn ist die Schanz, also die Festungsstadt, das wichtigste Merkmal Ingolstadts. Dazu gehört zumindest historisch auch eine Trennung der Gebiete nördlich und südlich der Donau. Historische „Flanierbrücken“ wie in Würzburg oder Regensburg sucht man daher vergeblich: „Brücken in Ingolstadt verbinden nicht, sondern betonen die Trennung,“ meint Matthias Schickel. Und wer käme schon auf die Idee, auf der „lauschigen“ Schillerbrücke einen Schoppen Wein zu trinken...

Eine Idee, diese Geschichte samt Landesuniversität, der Frankenstein-Thematik und der Herzogstadt, unterhaltsam an die Besucher Ingolstadts zu vermitteln, lässt ihn dabei nicht los. Eine Schülerin der 12. Klasse hatte vorgeschlagen, analog zu den Märchenhütten in der Innenstadt Szenen aus der Ingolstädter Geschichte zu präsentieren. Warum nicht? Mit Hologrammen statt Holzfiguren vielleicht, QR Code inklusive? Matthias Schickel ist ja auch noch Lehrer und stellvertretender Schuldirektor. Im aktuellen Corona-Ausnahmezustand arbeitet er zwangsläufig zusätzlich als Hygienekonzeptersteller oder Prüfungsunterlagen-Organisator: „Glücklicherweise haben wir am Apian-Gymnasium ein fantastisches Kollegium“, meint er. Aber man sei an der Grenze der Belastbarkeit angelangt – vor allem, weil eine zeitliche Perspektive fehle. Andererseits erinnere das schon auch an das Apian-Gymnasium und seine Sanierung. Oder den Abriss. Da muss sich jetzt was tun. Ebenso bei den Kammerspielen: „Ich bin ein glühender Befürworter! Wir brauchen eine Ersatzspielstätte“. Das Heilig-Geist-Spital wird ebenfalls ein wichtiges Thema sein, wenn die Pläne von Stiftungsvorstand Roland Wersch auf dem Tisch liegen. Dass durch die Corona-Krise einige Projekte auf den Prüfstand kommen müssen, ist Schickel klar. „Aber was ich nicht mag, ist das Wort ‚priorisieren‘. Das bedeutet, dass dafür etwas wegfällt.“ Dieses gemeinsam nach Lösungen suchen – darum geht’s in der Kommunalpolitik. Und die Erfahrungen aus seiner Arbeit im Stadtrat könne er nun auch in den Unterricht miteinfließen lassen – und umgekehrt. (ma)


Ein Prachtstück! Der Dorfplatz in Hagau wurde eröffnet Die große Einweihungsfeier musste Corona-bedingt ausfallen und der Platz für den Maibaum ist auch noch verwaist. Aber der Dorfplatz in Hagau ist jetzt zumindest in kleinem Rahmen seiner Bestimmung übergeben worden – Feste wird es auf ihm vermutlich erst 2021 geben. Der Beharrlichkeit der Dorfbewohner und einem Grundstückstausch sei es zu verdanken, dass in Hagau die neue Ortsmitte realisiert werden konnte. Das erklärte Oberbürgermeister Christian Scharpf vor den geladenen (und abgezählten) Gästen. Die beharrlichen Bewohner – das sind in erster Linie Alois Haas und seine Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr. „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, meinte der ehemalige Hagauer Ortssprecher Haas mit Blick auf den Platz. Ein Brunnen, mehrere Rundsitzbänke und eine Pergola mit überdachter

v.l.: Alois Haas, Tanja Stumpf, Ulrich Bannert, Renate Preßlein-Lehle, Jakob Schäuble, Walter Hoferer, Richard Gruber und Christian Scharpf (Foto: Arzenheimer)

Sitzmöglichkeit befinden sich nun auf dem Platz im Herzen der Ortschaft. Dass dieses Grundstück nicht bebaut wurde und überhaupt für einen solchen Platz zur Verfügung stand, sei ein echter Glücksfall gewesen, erklärte er. Und so konnte die Idee, die sich 2014 am Stammtisch entwickelte, nun in

die Tat umgesetzt werden. Ein Strom- und Wasseranschluss auf dem Platz macht es künftig möglich, Feiern und Veranstaltungen durchzuführen und eine extra Vertiefung für einen Weihnachtsbaum wartet nur darauf, „befüllt“ zu werden. „Es ist ein Prachtstück geworden!“ schwärmte Tanja Stumpf, die

Vorsitzende des BZA Süd. Sie bedankte sich wie OB Scharpf bei all denen, die sich für diese neue Ortsmitte so kräftig engagiert hatten und lobte auch die Zusammenarbeit von Bürgern und Verwaltung: „So stellt man sich eine optimale Einbindung der Bürger vor.“ 260 000 Euro hat der Platz gekostet (Scharpf: „Ganz billig wars net“), 70 000 Euro steuerte der Bezirksausschuss Süd bei: „Wir haben jeden Euro aus dem Bürgerhaushalt gerne ausgegeben,“ betonte Tanja Stumpf. Größter Anziehungspunkt dürfte zweifelsohne der Brunnen werden, der von Steinmetz Richard Gruber geschaffen wurde und bei Kindern sicherlich „der Hit“ werden dürfte. „Der Platz insgesamt bietet eine enorme Aufenthaltsqualität,“ sagte OB Christian Scharpf und er wünschte den Hagauern „viele schöne Erlebnisse auf ihrem Dorfplatz.“

Karikatur von Helmut Kaiser POLITIK - 5


Vandalismus im Stadtgebiet Unsere aktuelle Frage an die Ingolstädter Parteien Prominentestes Beispiel: die „Little Highline“ - die neu gestaltete Brücke über die Römerstraße. Im Frühjahr eingeweiht, ist sie jetzt zum Opfer von Vandalismus geworden. Und das ist nicht der einzige Tatort in Ingolstadt. Frage an die Parteien des Stadtrates: Was sollte getan werden, um den Vandalismus auf öffentlichen Plätzen in den Griff zu bekommen? (Fortsetzung von KW41)

Es ist gegen Vandalismus ein Dreiklang aus Maßnahmen im Bereich der Prävention, der Repression und Intervention beziehungsweise der Information notwendig. Im Bereich der Prävention sollte einerseits gemeinsam mit der Polizei eine verstärkte Präsenz an den Orten gezeigt werden, die von Vandalismus besonders häufig betroffen sind. Dazu ist der Ausbau des Ingolstädter Sicherheits- und Ordnungsdienstes sinnvoll und aus meiner Sicht auch geboten. Dabei sollte der Einsatz des Ordnungsdienstes über die Innenstadt hinaus ausgeweitet werden. Wichtig sind im Rahmen der Prävention alle Maßnahmen, die von Schulen, der Schulsozialarbeit, der Jugendarbeit, den Vereinen oder dem Stadtjugendring ergriffen werden. Zur Prävention gehört eben auch, dass der Kontakt zu allen Gruppen gesucht wird. Aus diesem Grund ist es erforderlich, die mobile Jugendarbeit in Ingolstadt wieder aufzunehmen und mit Streetworkern Kontakt zu nichtorganisierten Jugendgruppen zu suchen. Außerdem sollte die Information der gesamten Öffentlichkeit ausgebaut werden, 6 - FORUM DER PARTEIEN

um die Bevölkerung zu sensibilisieren. Nur gemeinsam kann eine Stadtgesellschaft Vandalismus, Zerstörung oder auch die Verwahrlosung vieler Plätze verhindern. Christian Lange BGI-Stadtratsgruppe +++++++++++++++

digte Objekte schnell repariert oder ausgetauscht werden, um Nachahmungstaten zu verhindern. Ganz wesentliche Grundbausteine der Prävention sind jedoch gute soziale Verhältnisse und die Identifikation mit unserer Stadt Ingolstadt. Hans Stachel Fraktionsvorsitzender

ten, eindeutige Beobachtungen von Vandalismus und von entsprechend aggressivem Vorverhalten der Polizei zu melden. Alfred Grob, MdL Fraktionsvorsitzender +++++++++++++++

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Um den zunehmenden Vandalismus in den Griff zu bekommen, plädieren wir für ein Bündel von Maßnahmen. Voraussetzung muss eine Nulltoleranzstrategie sein. Wer glaubt, über „Jugendstreiche“ hinwegsehen zu können, leistet dem Irrglauben einer Minderheit Vorschub, sie könne tun und lassen was sie wolle. Wichtigste und wirkungsvollste Maßnahme ist mehr Präsenz von Polizei und städtischem Ordnungsdienst. An die Justiz richtet sich der Appell, Täter schneller zu verurteilen und tatsächliche Wiedergutmachung der angerichteten Schäden zu verlangen. Während die Stadt an Polizei und Justiz nur appellieren kann, hat sie selbst die Möglichkeit, Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen zu verhängen, Überwachungseinrichtungen zu installieren und verschiedene vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Zu denken ist dabei an die Verwendung von hochwertigen und robusten Materialien fürs Stadtmobiliar, die Nutzung von ansprechendem Design, um die Hemmschwelle für Täter zu erhöhen, und an das Auftragen einer Schutzschicht an den Fassaden, die besonders häufig von Graffiti betroffen sind. Außerdem sollten beschä-

Vandalismus ist ein deutlich zunehmendes Phänomen in unserer Stadtgesellschaft und ist gekennzeichnet durch blinde Zerstörungswut oder sinnfreie Graffitis an privatem oder öffentlichem Eigentum; er ist nicht nur ein allgemeines Ärgernis für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, sondern in der Mehrzahl der Fälle auch von strafrechtlicher Relevanz. Vandalismus kann man nachhaltig nur dann in den Griff bekommen oder im Einzelfall sogar verhindern, wenn die gesamte Gesellschaft sich dagegen aktiv ausspricht und tätig wird. Jeder Einzelne von uns muss dafür Sorge tragen, dass die Sozialkontrolle und der öffentliche Verfolgungsdruck spürbar zunehmen. Unabhängig davon ist es politisches Ziel, an den Brennpunkten die Präsenz von Polizei, Ordnungsdienst und Sicherheitswacht zu verstärken. Ein regelmäßiger Streifendienst von Sicherheitskräften verhindert die wiederholte Tatbegehung und stärkt auch das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger. Zusammengefasst sollten wir bei der Bekämpfung von Vandalismus an die Zivilcourage aller Bürgerinnen und Bürger appellieren und dringend bit-

Was sollte getan werden, um den Vandalismus auf öffentlichen Plätzen in den Griff zu bekommen? Um diese Frage beantworten zu können, muss man erst eine Begriffsklärung vornehmen. Unter Vandalismus versteht man allgemein eine „blinde Zerstörungswut“. Im öffentlichen Raum wird die mutwillige Beschädigung und Zerstörung von öffentlichen Gütern und Gegenständen als Vandalismus bezeichnet. Dazu gehören Zerstörungen an öffentlichen Einrichtungen wie Parkbänken, in Fahrzeugen des ÖPNV, in Kindergärten oder Schulen. Auch die Beschädigung von Bäumen zählt hierzu. Was kann man dagegen tun? So vielfältig die Ausprägungen von Vandalismus sind, müssen auch die Gegenstrategien sein. Da öffentliche Räume allgemein zugänglich sind, sind hier gezielt wirksame Maßnahmen schwierig. Vorbeugende Maßnahmen sind etwa Kameraüberwachung, Polizeipräsenz, privater Wachschutz. Nachhaltiger sind aber Maßnahmen zur Belebung des öffentlichen Raums und zur Förderung der sozialen Kontrolle. So kann an das Gewissen und die soziale Verantwortung der potenziellen Täter appelliert werden. Daneben kann die Verwendung robuster Materialien


Vandalismus erschweren. Indem Gebäuden und Außenbereichen eine edle hochwertige Aura gegeben wird, kann die Hemmschwelle erhöht werden. Schließlich muss auch eine juristische Verfolgung mögliche Täter abschrecken. Besonders auffällig sind Graffiti. Diese sind grundsätzlich illegal. Als legale „Kunst am Bau“ und an besonderen öffentlichen Orten kann man aber erleben, welch künstlerisches Potential in Graffitis liegt. Graffiti sind eine Ausdrucksform des 21. Jahrhunderts. Die Grünen setzten sich für wesentlich mehr legal nutzbare Flächen für Graffiti ein. Interesse, so etwa an der Bahnunterführung zwischen Klenzepark und SaturnArena, ist da, das künstlerische Potential ebenso. Wir müssen es nur wollen, ermöglichen und unsere Jugend nicht in die Illegalität drängen. Christian Höbusch, Fraktionsvorsitzender

„Region Ingolstadt hat Mega-Chancen“ IHK-Forum Region Ingolstadt in Kösching

(Foto: IHK / Stefanboesl.de)

„Hier schlägt eine unbändige wirtschaftliche Kraft. Mobilität ist und bleibt dabei die Kernkompetenz. Die vielen Mobilitäts- und Digitalisierungsinitiativen, die bereits auf den Weg gebracht wurden, geben Zuversicht und zeigen deut-

lich: Die Zukunft ist in der Region Ingolstadt dahoam.“ Mit diesen Worten gab Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, den Auftakt zum diesjährigen IHK-Forum der Region Ingolstadt. Das Treffen der vier IHK-Regionalausschüsse Ingolstadt, Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhoffen fand heuer in der Gunvor-Raffinerie auf Köschinger Flur statt. Einen Überblick zu den Innovationsinitiativen in der Region lieferte IFG-Vorstand Georg Rosenfeld. Er führte vor Augen, wie sehr die Initiativen den notwendigen Transformationsprozess tragen und befeuern, denn es geht um nichts weniger als die Zukunft eines der erfolgreichsten Wirtschaftsstandorte Bayerns. Viele dieser Initiativen leben bereits heute von vielfältigen Kooperationen über die Landkreisgrenzen hinweg. Prominentes Beispiel dafür ist die Urban Air Mobility Initiative. Auch der wichtigste Programmpunkt des Abends, die Talkrunde mit den Spitzen aus der regionalen Kommunalpolitik, widmete sich dem Thema Zusammenarbeit in der Region. Als Gesprächspartner konnte Elke Christian, Leiterin der Ingolstädter IHK-Geschäftsstelle,

Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Scharpf (SPD), Eichstätts Landrat Alexander Anetsberger (CSU) sowie Peter von der Grün (FW), Landrat von Neuburg-Schrobenhausen, und Elke Drack (SPD), 3. Landrätin von Pfaffenhofen, begrüßen. Im Gespräch mit den Kommunalpolitikern ging es in erster Linie um den Kooperationswillen der Politik, der sich letztlich auch für den Wirtschaftsstandort bezahlt macht, denn die meisten Herausforderungen enden nicht an Landkreis- oder Stadtgrenzen. Anhand der von den IHK-Regionalausschüssen zu den Kommunalwahlen im März verabschiedeten Forderungen an die Kommunalpolitik hakte Christian bei allen vier Politikern nach und brachte die Wünsche der regionalen Wirtschaft nochmals auf den Punkt: von dem Ruf nach mehr Wirtschaftsförderung auch in personeller Form, Vermarktung der Region als eine gemeinsame Tourismusdestination, über schnellere Digitalisierung in der Verwaltung, den Ausbau der Infrastruktur sowie Flächenmobilisierung für Wohnraum und Gewerbe bis hin zu der von kleinen und mittleren Unternehmen immer wieder eingeforderten größeren Wertschätzung für den Mittelstand, dem Rückgrat der regionalen Wirtschaft. Zum Abschluss des Talks befragte Christian ihre Gäste nach ihrer Standortvision für die Region. Die Politiker waren sich in dieser Hinsicht vor allem in einem Punkt einig: Jetzt gehe es darum, dass die Region ihre Stärken im Bereich der Mobilität bündele und gezielt dafür einsetze, um ein solides und zukunftstaugliches Fundament als Modellregion für die Mobilität der Zukunft zu legen – technologieoffen versteht sich. (id)

WIRTSCHAFT - 7


Die Roten Teufel warten FC Ingolstadt empfängt Dresden – Wiedersehen während der Woche mit Ex-Coach Jeff Saibene Im Fußball nennt man das die englischen Wochen. Und eine solche englische Woche hat der FC Ingolstadt in eben dieser Woche zu bestreiten. Am vergangenen Wochenende ging es gegen den Aufsteiger SC Verl. Die Begegnung haben die Jungs von Tomas Oral ja bekanntermaßen mit 2:1 gewonnen. AUFEINANDERTREFFEN MIT JEFF SAIBENE

Und dann gab es während der Woche noch eine besondere Begegnung. Der FC Ingolstadt musste nach Kaiserslautern reisen und traf auf seinen Ex-Coach Jeff Saibene. Viel war während der letzten Tage darüber geschrieben worden. Man hat beide Seiten gehört und man hat gemerkt, dass sich alle auf diese Begegnung freuen. Für den FC Ingolstadt ist es immer wieder ein Highlight, auf dem Betzenberg zu spielen. wenngleich es natürlich noch schöner ist, wenn das Stadion bis auf den letzten Mann oder die Frau gefüllt ist. Das war diesmal nicht der Fall. Trotzdem hat der Betzenberg in Kaiserslautern nicht nur seine Geschichte, sondern auch seine Ausstrahlung. Auch wenn die Zeiten von Fritz Walter schon sehr lange zurückliegen und die jungen Fußball-Fans vermutlich nicht mal mehr wissen, wer die Walter-Brüder überhaupt waren.

von Dynamo Dresden. Denn in dieser Saison haben sich die Sachsen, allen Unkenrufen zum Trotz, vorne festgesetzt. Hier kann es also im Audi Sportpark zu einem richtigen Spitzenspiel kommen. Der FC Ingolstadt ist auf jeden Fall bestens dafür gerüstet. das hat man auch in der, momentan natürlich virtuell stattfindenden, Pressekonferenz gesehen oder besser gesagt gehört. GEHT ES WEITER NACH OBEN?

Die Frage, die sich alle Verantwortlichen bei den Schanzern natürlich stellen, ist wie man nach der Begegnung gegen Dynamo Dresden stehen wird? Denn daraus wird sich ergeben, wie man für die kommenden Begegnungen gerüstet ist. Wer aber sieht, wie die Ingolstädter in den letzten Begegnungen agiert haben, weiß, dass wieder eine kampfstarke Mannschaft auf Dresden wartet.

Björn Paulsen hat gegen Verl nicht nur das entscheidende 2:1 geschossen, sondern ist gleichzeitig immer ein Garant für eine stabile Abwehr beim FC Ingolstadt. STIL VON TOMAS ORAL UNVERKENNBAR

Der am Ende der letzten Saison zurückgekehrte Tomas Oral, als Cheftrainer der Schanzer, hat nicht nur seine Visitenkarte abgegeben, sondern auch seinen Stil auf die

SCHANZER FAHRT NACH MÜNCHEN

NACH KAISERSLAUTERN KOMMT JETZT DRESDEN

Nach der Begegnung gegen die Roten Teufel vom Betzenberg erwartet der FC Ingolstadt am kommenden Wochenende einen anderen Gegner. Zu Gast ist die Elf

8 - SPORT

Mannschaft übertragen und hinterlegt. Wer also meint, die Schanzer hätten nur eine Außenseiterrolle gegen Dynamo Dresden, wird sich sicherlich an diesem Wochenende eines Besseren belehrt sehen. Die wenigen Plätze im Stadion, die durch die CoronaKrise belegt werden dürfen, werden sicher wie bereits in den letzten Begegnungen voll besetzt sein. Was dann letztlich dabei rauskommt, wird sich erst nach den 90 gespielten Minuten entscheiden.

Wie wichtig Ingolstadts Sportdirektor Michael Henke (links) und Co-Trainer Mark Fotheringham (Mitte) sind, hat man auch am vergangenen Spieltag erleben dürfen. (Fotos: Stefan Bösl - kbumm.agentur)

In einer Woche geht es auf jeden Fall dann für den FC Ingolstadt zu einem Kurztrip nach München. Dort trifft man auf den Aufsteiger von Türkgücü München. Auch das wird sicher eine hoch interessante Begegnung. Hoffentlich mit dem entsprechenden Ergebnis für Ingolstadt.


Das Podium in Sölden: Marco Odermatt, Lucas Braathen, Gino Caviezel (Foto: AUDI AG / Sammy Minkoff)

Geschäftsführerin Raphaela Heinz, Vorstandsvorsitzender Christian De Lapuente, Schatzmeister Dieter Beer (Foto: TSV Ingolstadt Nord)

So ein Zirkus!

Hoffen auf Normalität

DIE ALPINE SKI-SAISON IST GESTARTET – NATÜRLICH MIT AUDI Schon zum 19. Mal sind Audi und die Stars des alpinen Wintersports gemeinsam in eine neue Saison gestartet. Als Namensgeber des Audi FIS Ski Weltcup und Partner vieler nationaler Verbände steht Audi an der Seite der Athleten und präsentiert seinen rein elektrischen Audi e-tron auch auf Schnee und Eis. Ausgangspunkt der Rennen auf dem Rettenbachgletscher in Sölden war das Audi-Starthaus – seit vielen Jahren markan-

Zugegeben, etwas provokant und eigentlich stimmt es ja gar nicht, von einer richtigen Talfahrt kann man von den Schanzern nicht sprechen. Dennoch haben sich die Spieler des FC Ingolstadt 04 und natürlich auch die Verantwortlichen sehr gefreut, dass es gegen den Aufsteiger aus Verl einen 2:1 Sieg gegeben hat. Auf jeden Fall hat man als Anhänger der Schanzer schon wieder eine gewisse Angst verspürt, dass man die Anfangseuphorie, wie bereits in der vergangenen Saison, wieder mal verspielen könnte. Doch diesmal hat alles funk-

tes Symbol der erfolgreichen Partnerschaft. Seit mehr als 30 Jahren ist Audi Hauptsponsor des Deutschen Skiverbandes (DSV) inklusive aller Nationalmannschaften – und das nicht nur als finanzieller Förderer, sondern als Begleiter bei vielen gemeinsamen Veranstaltungen. Audi ist ebenfalls Sponsor und Fahrzeugpartner vieler weiterer internationaler alpiner Nationalteams. Einige der Mannschaften profitieren ganz konkret vom technischen Know-how von Audi: Die Sportler trainieren regelmäßig im Audi Windkanal-Zentrum in Ingolstadt. (id)

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG BEIM TSV INGOLSTADT NORD

Der TSV Ingolstadt Nord hatte zur Jahreshauptversammlung geladen. Vorstandsvorsitzender Christian De Lapuente legte den Geschäftsbericht für das vergangene Jahr vor. Und natürlich war auch Corona und die Auswirkungen auf den Verein ein großes Thema. Die Zeit im großen Lockdown wurde u.a. dafür genutzt, den oberen Eingangsbereich und die Geschäftsstelle zu renovieren. Der Thekenbereich der Gaststätte wurde umgestaltet, in der Kü-

IN tern

noch eine Frationiert und ge der Zeit, die gut 1.500 dass man wieZuschauer der auf dem haben auch heimischen etwas für ihr Sofa oder dem Geld bekomTalfahrt gestoppt Fernsehsessel men. LetztPlatz nehmen lich sind die von Joschi Haunsperger muss und die Ingolstädter Begegnungen als verdiente des Ingolstädter Fußballteams Sieger vom Platz gegangen. Und ganz ehrlich: Wenn man wieder von dort anschauen wieder ein Spiel im Stadion darf. Aber bevor es soweit ist, verfolgen kann, dann ist das sollt man noch möglichst vieeine ganz andere Geschich- le Spiele mitnehmen und die te, als wenn man zu Hause Schanzer direkt vor Ort untervor‘m Bildschirm sitzt. Aber, stützen. Was das bringt, hat aufgrund der gestiegenen Co- man am vergangenen Wochenrona-Zahlen, ist es wohl nur ende gesehen. Der 2:1-Sieg ist

che neue Gerätschaften eingebaut und es wurden Plexiglasscheiben zwischen den Tischen montiert. Bei den Neuwahlen stellte sich der 2. Schatzmeister Daniel Nolte nicht mehr zur Wahl. Die Stelle konnte nicht nachbesetzt werden. Neu im Gesamtvorstand ist der langjährige Fußballfunktionär Markus Ingrisch als Schriftführer. Der wieder gewählte Vorstandsvorsitzende Christian De Lapuente bedankte sich bei den anwesenden Mitgliedern für ihr Vertrauen. Er hofft, dass man weiter zu einer gewissen Normalität im Vereinsleben zurückkehren kann. (id)

nämlich auch den anwesenden Zuschauern zu verdanken, die ihre Elf lautstark unterstützt und gefordert haben. Auf jeden Fall sieht es so aus, als könnte sich die Mannschaft von Tomas Oral oben festsetzen und um den Aufstieg mitspielen. Das wäre für die Ingolstädter Fußballwelt und natürlich auch für alle Fans der Schwarz-Roten ein richtig geniales Ende einer Corona verseuchten Saison. Wieder in die zweite Fußball Bundesliga aufzusteigen, und dann hoffentlich wieder mit Zuschauern die Begegnungen gegen HSV und Co. verfolgen.

SPORT - 9


Gesunde Schule, gesunde Kinder Präventionsprogramm mit Philipp Lahm an der Fronhofer-Realschule Ingolstadt Die Philipp Lahm-Stiftung und die AOK bringen Gesundheit in die Schule. Das Präventionsprogramm „Philipp Lahm Schultour“ startete mit einer Aktionswoche an der Fronhofer-Realschule in Ingolstadt. Die Schülerinnen und Schüler der fünften Jahrgangsstufe erlebten an interaktiven Stationen, wie bedeutend Bewegung, Ernährung und die persönlichen Stärken für die eigene Gesundheit sind. „Wir wollen möglichst viele Kinder für diese Themen begeistern und damit zu deren gesunder Zukunft beitragen“, so Philipp Lahm, Gründer der gleichnamigen Stiftung und ehemaliger Fußballprofi beim FC Bayern München.

Bild: aok / fri

Die Philipp Lahm-Stiftung und die AOK haben das Konzept der Schultour weiterentwickelt. „Die Aktionswoche ist nur ein Baustein dieses Präventionsprogramms – neben Elternabenden finden auch Ideenwerkstätten statt, in denen die Schülerinnen und Schüler

Vorschläge für gemeinsame Schulprojekte erarbeiten“, so Miriam Hofbeck, Dipl. Sportwissenschaftlerin von der AOK in Ingolstadt. Im Focus stehen dabei die drei Themenfelder Bewegung, Ernährung und Persönlichkeit, zu denen ein möglicher Bedarf ermit-

telt wird. An 45 bayerischen Schulen war die Philipp Lahm Schultour seit ihrem Start vor drei Jahren zu Gast, rund 5.400 Schülerinnen und Schüler aus 230 Klassen haben sich bisher an den vielfältigen Aktivitäten beteiligt. „Wir sind in diesem Schuljahr eine von fünf Schulen in Bayern, an der die Philipp Lahm Schultour gastiert und wir freuen uns sehr auf spannende, ereignisreiche Momente und auf nachhaltige Projektideen rund um die Gesundheit“, so Silvia Retzer, Direktorin der Fronhofer-Realschule Ingolstadt. Informationen zur Philipp Lahm Schultour gibt es unter: www.aok. de/bayern/philipplahmschultour

Schaurig schönes Halloween Auch innerhalb der heimischen vier Wände eine coole Deko zaubern. Die Tage werden kürzer und es wird abends herbstlich kühl. An einigen Ecken findet man schon die ersten Kürbisse mit schaurig geschnittenen Fratzen. Das klingt ganz nach der typischen Halloween-Atmosphäre. Aber in diesem Jahr ist durch die Corona-Situation einiges anders. Es werden sicherlich die typischen Halloweenrituale und Feierlichkeiten in diesem Jahr deutlich verändert ausfallen und der Event wird sich stärker in den privaten Bereich im verkleinerten Rahmen verlagern. Grund genug um die heimischen vier Wände hier entsprechend gruselig zu dekorieren. Feiermeier hat sich für diese veränderten Rahmenbedingungen entsprechend vorbereitet und viele neue und attraktive Dekorationsartikel ergänzt, um die heimischen Wände und Tische entsprechend schaurig zu dekorieren. Egal ob Hexenfiguren, Zombies, Skelette, Hor10 - FREIZEIT | ANZEIGE

rorclowns oder auch andere Figuren mit Licht und Sound, die aus der Ecke des Raumes heraus spuken, oder Gäste bereits am Eingangsbereich entsprechend schockierend begrüßen - das Angebot ist sehr vielfältig und für alle Preisklassen entsprechend ausgeprägt. Auch Tischdekoration, die man entsprechend mit Spinnennetzen sowie anderen, täuschend echten Accessoires aufwerten kann, ist in den typischen Farben und mit den typischen Motiven in den Regalen zu finden. Und das nicht nur für erwachsene Halloween-Fans, sondern auch für die Jüngeren, die hier kindgerechte Motive zur Auswahl haben. Klassische Ballons dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Auch hier gibt es von orange/ schwarzen Latexballons bis zu den aufblasbaren Skeletten allerlei Variationen. Dass feiermeier natürlich auch für die entsprechende Gardero-

(Foto: Feiermeier)

be für Jung und Alt sorgt und auch hier neue Effektschminke sowie Accessoires und für den entsprechenden Empfang von Besuchern und Gästen vorrätig ist, ist bereits von dem Vorjahr bekannt. Die Top-Seller sind sicherlich wieder im Bereich von gruseligen Kontaktlinsen und täuschend echtem Wund-

schorf zu suchen. Hier kann jeder ganz individuell sein Outfit ergänzen und coole Effekte schaffen. Feiermeier in Ingolstadt finden Sie in der Neuburger Strasse 45. Die erweiterten Öffnungszeiten in der Halloween-Phase sind Montag – Samstag von 9-20 Uhr.


Wie geht’s Dir wirklich? Grüne Bank lädt zum offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen ein „Es geht uns darum, ein Zeichen zu setzen“, erklärt Andrea Ziegler-Wrobel, Geschäftsführerin der Danuvius Klinik. Eine grün gestrichene Bank steht ab sofort an der Ecke Jahnstraße/ Schlosslände und lädt natürlich zum Verweilen ein. Aber nicht nur das. Das Ausruhen und zur-Ruhe-Kommen soll in einen Austausch münden. Dafür steht die „Wie-geht’sDir-wirklich?“-Bank, die zum internationalen Tag der seelischen Gesundheit aufgestellt wurde. „Wie oft bekommt man die Frage ‚Wie geht’s Dir‘ gestellt? Und wie oft antwortet man mit ‚gut‘ obwohl das gar nicht der Wahrheit entspricht.“ Viele Ängste und Sorgen würden die Menschen bedrücken – nur aussprechen will das nicht jeder. Oder die Umgebung re-

agiert mit einem „jetzt hab dich nicht so!“ oder „das wird schon wieder“ darauf. Hilfreich ist das nicht. Die grüne Bank soll ein Ort sein, um über die eigenen Sorgen und Ängste nachzudenken, in sich zu gehen und im Idealfall das Gespräch zu suchen. Über einen QR Code an der Lehne kann man deshalb auch Informationen zum Thema psychische Gesundheit und Kontaktmöglichkeiten abrufen. Zur Verfügung gestellt hat die Bank die Stadt Ingolstadt, die Idee, damit ein Zeichen zu setzen, kam von den Mitarbeitern der Danuvius Klinik (die in unmittelbarer Nähe liegt) und ihren grünen „Look“ bekam sie von den Patienten der Klinik.

Andrea Ziegler-Wrobel und Dr. Torsten Mager (auf der Bank) mit Mitarbeitern der Danuvius Klinik. (Foto: Arzenheimer)

Echtes Teamwork also. „Das ist auch ein Element der heutigen psychischen Medizin“, betont Dr. Torsten Mager, ärztlicher Direktor der Danuvius Klinik. Schließlich sind hier viele Spezialisten wie etwa Ärzte, Psycho- und Ergotherapeuten an einer Therapie beteiligt. Und warum dieses helle, fast neongrelle Grün? Dieses Grün ist – weltweit - das Zeichen für Akzeptanz und Toleranz gegenüber Menschen mit psychischen Problemen. Psychische Erkrankungen sind kein Zeichen von Schwäche und dürfen daher auch kein Tabuthema mehr sein. Mit der grünen Bank wolle man auch der Stigmatisierung der Psychiatrie entgegen wirken, so Andrea Ziegler-Wrobel. Psychische Belastungen, wie sie etwa auch in der Corona-Zeit verstärkt aufgetaucht sind, können zu psychischen Erkrankungen führen, müssen es aber nicht. Auch deshalb ist das „Darüber-Sprechen“ so wichtig. „Wir Menschen sind Beziehungswesen und Kommunikation ist ein Grundbedürfnis, gerade, wenn man psychisch

belastet ist“, erklärt Dr. Torsten Mager. Was aber, wenn der Betroffene gar keine Hilfe oder nicht einmal ein Gesprächsangebot annimmt? „Vertrauen Sie auf Ihr Gefühl und suchen Sie

professionelle Hilfe bei einem Arzt oder Psychiater. Selbst wenn jemand, etwa weil er zum Beispiel depressiv ist, ablehnend wirkt, braucht er Hilfe“, rät der Mediziner. (ma)

openheart Workshop

Emotionale Intelligenz

Gefühle erkennen, erforschen und verstehen Vortrag: Fr, 11.12.20 Workshop: Sa, 12.12.20 Welche Gefühle lenken dein Leben? Was brauchst du, wenn sich alles verändert, um dich nicht in den Gefühlen von Angst, Wut & Hilflosigkeit zu verlieren? Wie kann dich der richtige Umgang mit deinen Gefühlen weiterbringen und stärken? In diesem Vortrag & Workshop erforschen wir den Sinn und Zweck von Gefühlen und wie diese mit unseren Gedanken und unserem Körper zusammenhängen. Vortrag: 11. Dezember 2020 • 19 - 20:30 Uhr Vorverkauf: 12 € • Abendkasse: 18 € Workshop: 12. Dezember 2020 • 10 - 17 Uhr Early Bird 108 € bis 14.12.20 danach 124 € Ort: Theresienstraße 19 • 85049 Ingolstadt mit Nadine & Lutz Nadine Burkatzki • nadine@openheart-training.de Mobil: 0151-15 678 362 • www.openheart-training.de

GESUNDHEIT - 11


Auch beruflich in der Region ankommen Gelungene Integration dank Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung der bfz Die Integration von Zugewanderten ist und bleibt eine wichtige Aufgabe. Bei der beruflichen Orientierung begleitet die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung bei den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) in Ingolstadt. „Wir lernen die Menschen mit all ihren Erfahrungen und Kenntnissen kennen und

schauen uns dann gemeinsam mit den Ratsuchenden an, ob die Anerkennung ihres Berufs in Deutschland möglich ist“, erläutert Stefan Struhar, Anerkennungsberater am bfz Ingolstadt. In der Beratung wird geprüft, ob die Ausbildung oder das Studium aus dem Ausland in Deutschland anerkannt wird. Die Berater helfen außerdem bei der Suche nach Fi-

Die Zentralkläranlage Ingolstadt hat eine Ausbaugröße von 275.000 Einwohnerwerten und reinigt die Abwässer der Stadt Ingolstadt und der Abwasserbeseitigungsgruppe Ingolstadt Nord in einer technisch höchst anspruchsvollen Anlage. Um den immer höheren Anforderungen in der Abwasserreinigung mit geeignetem Personal begegnen zu können, bieten wir zum 01.09.2021 einen Platz für die

Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik (m/w/d) Ihr Anforderungsprofil: • Sie besitzen mindestens den qualifizierenden Haupt- oder Mittelschulabschluss. • Sie sind interessiert an technischen und biologischen Abläufen. • Sie haben gute Kenntnisse in Mathe, Physik und Naturwissenschaften. Wir bieten Ihnen: • eine äußerst abwechslungsreiche Ausbildung in einer modernen Anlage, mit Schwerpunkten in der Laboranalytik, Maschinen-, Elektro- und Messtechnik, Überwachung und Dokumentation der Betriebsabläufe • eine Ausbildungsvergütung im 1. Ausbildungsjahr in Höhe von 1018,26 € monatlich • bei guten Leistungen während der Ausbildung bestehen hohe Übernahmechancen Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen. Bitte senden Sie diese bis spätestens 30.10.2020 an die Stadt Ingolstadt, Personalamt, Frau Raith, 85047 Ingolstadt bzw. per E-Mail an ausbildung@ingolstadt.de (als zusammenhängende Datei im pdf-Format) Bitte verwenden Sie nur Kopien, weil die Rücksendung der Unterlagen nicht erfolgen kann. Unter www.zka-ingolstadt.de erhalten Sie nähere Informationen zur Zentralkläranlage. Für telefonische Auskünfte steht Ihnen unser Abwassermeister, Herr Mayr, unter Tel.: (0841) 305-46515 oder E-Mail: thomas.mayr@zka.ingolstadt.de gerne zur Verfügung.

12 - AUSBILDUNG

Wichtige Kooperation: Ingrid Gumplinger (rechts, Integrationsbeauftragte Stadt Ingolstadt) und Stefan Struhar (links, Anerkennungsberatung bfz Ingolstadt) (Foto: bfz Ingolstadt)

nanzierungsmöglichkeiten, begleiten die Geflüchteten durch den Behördendschungel oder empfehlen notwendige Qualifizierungen. „Dieses Rundum-Angebot ist wichtig, da viele verschiedene Stellen am Anerkennungsprozess beteiligt sind. Interessierte müssen zwar für die Prüfung zunächst Geld in die Hand nehmen. Unser Beratungsangebot ist dafür kostenfrei. Ein weiterer Vorteil: Die Chancen steigen, einen positiven amtlichen Bescheid zu erhalten“, erklärt Stefan Struhar. Zusammen mit zwei Kolleg*innen hat er seit Einführung des Angebots im Jahr 2016 rund 3.000 Personen in Ingolstadt beraten. Bei der Stadt Ingolstadt gibt es seit vielen Jahren eine Stabsstelle Integration. Neubürger*innen, die in die Region Ingolstadt kommen und ihren

Platz in der Gesellschaft suchen, sollen über ein großes Netzwerk auf kurzem Wege an die passenden Ansprechpartner für das jeweilige Anliegen weitergeleitet werden. Die Bedeutung der Integrationsangebote wird durch die Ausgangslage in Ingolstadt aufgezeigt. In Ingolstadt leben derzeit zirka 139.000 Menschen, davon knapp 63.000 mit Migrationshintergrund (Stand 31.12.2019). Dies entspricht einem Anteil von zirka 45 Prozent an der Ingolstädter Gesamtbevölkerung. Über die Kooperation mit der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung bei den bfz zeigt sich Ingrid Gumplinger, Integrationsbeauftragte der Stadt Ingolstadt, begeistert: „Dieses Angebot ist immens wichtig, um den neuen Mitbürger*innen mit ausländischen


Qualifikationen größtmögliche Unterstützung bei der passenden Platzierung auf dem regionalen Arbeitsmarkt zu bieten. Ein Zugewinn für die jeweilige Person – und natürlich für die Firmen mit Bedarf, zum Beispiel im Medizin- und Pflege-Sektor sowie im produzierenden Gewerbe. Ohne ausländische Fachkräfte kann der Mangel an eben diesen in der Region nicht gedeckt werden.“ Eine Anerkennung ist nicht für jede Tätigkeit gleichermaßen wichtig. Manche Beschäftigungen, wie Arzt, Lehrer oder Rechtsanwalt dürfen von Personen mit ausländischem Abschluss nur dann ausgeübt werden, wenn die vollständige Gleichwertigkeit mit dem deutschen Referenzberuf amtlich festgestellt wurde. Bei der überwiegenden Mehrheit der Jobs ist dies nicht zwingend nötig. „Trotzdem profitieren Personen auch in diesen so-

genannten unreglementierten Berufen von einer Anerkennung: Sie sind insgesamt häufiger, länger sowie in höheren Positionen und ihren Qualifikationen entsprechender beschäftigt. Auch finanziell macht sich das Verfahren bezahlt: Das monatliche Brutto-Einkommen ist nach erfolgreichem Antrag um durchschnittlich 1.000 Euro höher – ein Anstieg um rund 40 Prozent. Arbeitgeber profitieren von der Anerkennung, indem sie eine wertvolle Hilfe bei der Einschätzung von Abschlüssen ausländischer Bewerberinnen und Bewerber erhalten“, erklärt Kristin Hecker von der bfz Bildungsforschung. Sie koordiniert und unterstützt die bfz-Beratungen an fünf Standorten in Bayern. Gefördert werden die Stellen und die Koordination vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

Mehr als 2.700 Menschen arbeiten in unserer Stadtverwaltung. Vielleicht demnächst auch Sie? Starten Sie bei uns ab 01. September 2021 ins Berufsleben mit einem

Dualen Studium in folgenden Bereichen:

Bauingenieurwesen Beginn bereits am 16.08.2021

Betriebswirtschaftslehre Studienschwerpunkt Public Management

Erzieher /-in (m/w/d) - Modell OptiPrax Duales Studium an der Fachakademie

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (insbesondere letztes Schulzeugnis). Bitte reichen Sie diese bis spätestens 31. Oktober 2020 über das Online-Bewerbungsportal unter www.ingolstadt.de/ausbildungsportal ein. Weitere Informationen zu Studium und Bewerbungsverfahren sowie Ansprechpartner und Kontaktdaten finden Sie unter www.ingolstadt.de/ausbildung.

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Zeitungsverteiler gesucht! (m/w/d) NEW

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Wir suchen für die Verteilung der „IN-direkt“ Austräger. Anforderungen: Sie sind min. 13 Jahre und haben freitags ca. 2 Stunden Zeit dann sind Sie bei uns richtig! Name, Anschrift, Alter und Tel.Nr. bitte an: info@prospektverteilung-bauer.de oder per Whats App: (08 41) 76 8 76 Am Lohgraben 27 85051 Ingolstadt www.prospektverteilung-bauer.de

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Stadtbücherei im Herzogskasten setzt Leserwünsche um Zeitschriften sind bei Bürcherei-Nutzern sehr beliebt Insgesamt gibt es exakt 1.569 von ihnen in Deutschland. Sie hören auf den Namen Lea, Brigitte, Laura, Bella und so weiter. Die Rede ist von Publikumszeitschriften. Mehrmals pro Woche schmökern 26,77 Millionen Deutsche in den Blättern. Auch in der Stadtbücherei im Herzogskasten gehören die Zeitschriften für viele Büchereinutzer anscheinend zur gern gelesenen Pflichtlektüre. Und genau deshalb reagieren die Verantwortlichen jetzt: Das jeweils aktuellste Zeitschriftenheft kann nicht mehr ausgeliehen, sondern bis zum Eintreffen des nächsten Heftes ausschließlich in den Räumen der Bücherei gelesen werden. Damit reagiert die Stadtbücherei auf den

Wunsch von vielen Lesern nach einer besseren Verfügbarkeit der neuen Hefte. Zum Schmökern in gemütlichem Ambiente lädt ab sofort auch das Lesecafé des Insel-Vereins wieder ein. Bis zu acht Personen gleichzeitig können dort unter der Woche zwischen elf und 16 Uhr Getränke und kleinere Speisen genießen. Im Bereich des Cafés dürfen aus Hygienegründen allerdings während des maximal zweistündigen Aufenthalts (samstags ist nur ein Aufenthalt von maximal 30 Minuten erlaubt) keine Büchereimedien (Zeitungen, Zeitschriften) gelesen werden. Private Medien hingegen sind erlaubt. (mf) (Foto: Wolfgang Friedl)

Ingolstädter Start-ups überzeugen bayerisches Wirtschaftsministerium: Aclipp und ppl:fwd erhalten Förderung Raphael Buchberger und seine insgesamt fünf Mitarbeiter haben etwas geschafft, was vor ihnen noch nicht so vielen anderen Ingolstädtern gelungen ist: Mit ihrem Start-up, das im Digitalen Gründerzentrum der Region Ingolstadt brigk zuhause ist, haben die Gründer von aclipp die Jury des Gründerförderungsprogramms „Start?Zuschuss!“ des bayerischen Wirtschaftsministerium überzeugt. Aclipp ist ein junges Start-up, das PR-Agenturen das Leben mit ihrer Web-App leichter macht. Durch die intelligente Verwaltung sämtlicher Arbeitsergebnisse können mit aclipp in Sekunden aussagekräftige Kundenpräsentationen erzeugt werden. Die Anwendung von künstlicher Intelligenz reduziert die manuelle Arbeit dabei

(Foto: Foerster)

auf ein Minimum. Drei Mal pro Jahr vergibt das bayerische Wirtschaftsministerium mit seinem Programm „Start?Zuschuss!“ Gründerförderungen für technologieorientierte Start-ups in der

14 - STADT INGOLSTADT | ANZEIGE

Anfangsphase. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Start-ups sind die Mittelständler und Arbeitgeber von morgen. Mit ihren innovativen Ideen sichern sie die künftige Wettbewerbsfähigkeit unserer

Wirtschaft.“ Neben aclipp hat sich mit ppl:fwd ein weiteres Ingolstädter Start-up die Förderung vom bayerischen Wirtschaftsministerium gesichert. Das junge Unternehmen bietet die Software-Lösung „Spotlight“ an, die Recruitern eine digitalisierte Unterstützung für eine aktive Personalgewinnung bietet. Die Software reagiert auf veränderte Rahmenbedingungen und trägt somit dazu bei, die individuellen Herausforderungen der Personalgewinnung zu lösen. Um die finanzielle Förderung bewerben können sich übrigens alle Start-ups, deren Gründung maximal zwei Jahre zurückliegt. Mehr Infos gibt’s online unter www.gruenderland.bayern/finanzierungfoerderung/ (mf)


Räume für Gründer zu günstigen Konditionen EGZ bietet Büroräume, Werkstätten und Lagerflächen Jungunternehmern an Das Existenzgründerzentrum (EGZ) Ingolstadt ist die bewährte Anlaufstelle für Gründer in der Region. Auf ca. 4.000 m2 bietet das Gründerzentrum helle Büroräume, zweckmäßige Werkstätten und Lagerflächen zu günstigen Konditionen an, um Jungunternehmern ein unkompliziertes Wachstum zu ermöglichen. Voraussetzung für die Anmietung einer Fläche im EGZ ist es, dass die Gründung weniger als drei Jahre zurückliegt.

Beratung in den Bereichen Existenzgründung, Businessplan, Marketingstrategien und Unternehmensentwicklung an. Im Haus werden Gemeinschaftsküchen, Hausmeisterservice und Highspeed-Internet angeboten. Es gibt eine modern gestaltete Bistro-Lounge, Paketversand, Postdienste und Seminarräume mit zeitgemäßer Tagungstechnik. Parkplätze sind um das Haus herum genügend vorhanden.

Das EGZ liegt direkt an der Autobahn A9 und vor dem Ingolstadt Village. Derzeit haben 85 Unternehmen ihren Firmensitz in der Marie-Curie-Straße 6.

Durch den Auszug gewachsener Firmen sind wieder Büroflächen, Werkstätten oder Lagerräume in verschiedenen Größen frei. Das EGZ kann diese günstig und flexibel anbieten. So kostet z. B. ein Büro mit 22 m2 gerade mal 299,20 Euro netto im Monat, einschließlich aller Nebenkosten plus Strom. (mf)

Gründern zur Seite zu stehen und sie zu stabilen Unternehmen wachsen zu lassen sind die Hauptaufgaben des

Das Existenzgründerzentrum Ingolstadt bietet helle Büroräume, Werkstätten und Lagerflächen. Foto: EGZ

EGZ. Lassen Sie sich bequem von zuhause aus beraten oder kommen Sie persönlich vorbei. Sollten Sie schon konkreten Raumbedarf für Ihre Neugründung haben, dann vereinbaren Sie einen Besichtigungs-

termin oder Sie sehen sich die Räume virtuell in 360 Grad unter http://bit.ly/EGZ360 an. Das Rundum-Sorglos Paket beinhaltet individuelle

Schutz gegen Corona-Ansteckung: Gesundheitsamt empfiehlt regelmäßiges Lüften Corona hält die Stadt Ingolstadt weiterhin in Atem: Waren die Zahlen während des Lockdowns erwartungsgemäß deutlich zurückgegangen und hatten sich über den Sommer hin auf niedrigerem Niveau stabil gehalten, nimmt das Virus jetzt wieder an Fahrt auf. Experten empfehlen neben den bekannten Regeln (Abstand, Hygiene und Alltagsmaske) vor allem in den Herbst- und Wintermonaten auch die eigenen vier Wände regelmäßig zu lüften. „Regelmäßiges Lüften stellt eine sehr effektive Maßnahme zur Prävention dar. Gut gelüftete Räume sind weitaus we-

(Foto: Arzenheimer)

niger risikobehaftet. Gerade in der kühleren Jahreszeit ist ein regelmäßiger Luftaustausch

sehr wichtig“, betont die kommissarische Leiterin des städtischen Gesundheitsamtes, As-

trid Grundbrecher. Das Robert-Koch-Institut erklärt: „Eine Übertragung des Virus durch Aerosole ist in bestimmten Situationen über größere Abstände möglich, etwa wenn viele Personen in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen zusammenkommen und es verstärkt zur Produktion und Anreicherung von Aerosolen kommt. (…) Generell können Aerosole durch regelmäßiges Lüften bzw. bei raumlufttechnischen Anlagen durch einen Austausch der Raumluft unter Zufuhr von Frischluft (oder durch entsprechende Filtrierung) in Innenräumen abgereichert werden.“ (mf)

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Als größtes Wohnungsbauunternehmen in der Region bietet die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt (GWG) jedes Jahr Ausbildungsplätze zur Immobilienfachkraft, seit einigen Jahren auch zum Maler/ Lackierer* und aktuell zusätzlich zum Rechtsanwaltsfachangestellten an. Die erfahrenen Fachkräfte und Spezialisten im Unternehmen verhelfen zu einer fundierten Ausbildung in den verschiedenen Bereichen der Immobilienbranche. Im Gegensatz zum klassischen Immobilienmakler ist das Aufgabengebiet von Immobilienkaufleuten umfangreicher und umfasst neben dem Vermieten und Verkaufen auch das Verwalten von Immobilien sowie die Aufgaben eines Bauträgers. Das Tätigkeitsfeld dieses Berufs umfasst die verschiedenen Angelegenheiten aus kaufmännischen, rechtlichen, sozialen und technischen Bereichen zum Thema Bauen und Wohnen und bietet somit eine abwechslungsreiche Arbeit sowohl im Büro als auch im Außendienst im Zusammenhang mit viel Kundenkontakt.

Traumjob Immobilienprofi Ausbildungsmöglichkeiten bei der GWG kennengelernt. Besonders gut gefallen hat mir dabei der persönliche Kontakt zu unseren Kunden“, berichtet Johanna Hirscheider, Auszubildende im zweiten Lehrjahr. Angelina Wagner, ebenfalls im zweiten Ausbildungsjahr sagt: “In der technischen Abteilung fand ich es bis jetzt am spannendsten. Ich durfte oft mit auf die Baustellen oder für In-

seine Ausbildung in der technischen Abteilung: „Ich darf an vielen der Besprechungen teilnehmen und darüber hinaus fahren wir auch direkt auf die Baustellen, um den Fortschritt zu begutachten. Besonders positiv finde ich es, dass man viele unterschiedliche Abteilungen im Unternehmen kennen lernt. Somit bekommt man einen guten Einblick in

GEWOHNT WIRD IMMER

LANGWEILIG WIRD ES NIE

Die umfangreichen Ausbildungsinhalte sind eine Herausforderung und setzen hohe Ansprüche an die Lehrlinge, dennoch fällt das Urteil deutlich positiv aus: „Ich habe das erste Ausbildungsjahr hauptsächlich in der Hausverwaltung verbracht, hier habe ich den gesamten Prozess von der Kündigung einer Wohnung, über Renovierungen, Interessentenakquise bis hin zur Neuvermietung

antwaltsfachkraft aus. Seinen Arbeitsalltag beschreibt Marwan Alhews so: „Ich mache meine Ausbildung zum Rechtsanwaltfachangestellten bei der GWG im Bereich Baurecht. Ich habe eher weniger Kontakt zu unseren Mietern, sondern arbeite viel mit anderen Firmen, Rechtsanwälten oder Gutachtern zusammen. Eine meiner Aufgaben ist zum Beispiel die Rechnungsprüfung oder das Zusammenstellen von Unterlagen für unsere Akten. Besonders spannend wird es natürlich immer, wenn ein Fall vor Gericht kommt. Hier durfte ich auch schon mehrmals mit dabei sein.“ Als Besonderheit bei ihrer Ausbildung nennen alle Auszubildenden den abwechslungsreichen Aufgabenbereich: „Man lernt auch Menschen in schwierigeren Lebenslagen kennen, erlebt Schicksalsschläge, aber ebenso wie die GWG an dieser Stelle helfen kann.“ Alle wünschen sich, ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen, sich danach eventuell noch weiter fortzubilden und ihren Platz in der Immobilienbranche zu finden.

(Foto: GWG)

standhaltungsarbeiten direkt mit in die Wohnungen fahren.“ Auch die ganz neuen Auszubildenden haben bereits einen ersten Eindruck gewonnen. Julia Pospeshnyy: „Obwohl ich erst vor ein paar Tagen meine Ausbildung hier angefangen habe, konnte ich in der Hausverwaltung im Bereich der Wohnungsvergabe schon selbstständig Arbeiten erledigen, z.B. Interessentenanfragen einpflegen oder Informationen zum WBS (Wohnberechtigungsschein) verschicken. Ich bin gespannt, was noch alles auf mich zukommt.“ Niklas Bösel startet

16 - STADT INGOLSTADT | ANZEIGE

sämtliche Bereiche und kann beispielsweise die einzelnen Etappen eines Neubauprojektes besser nachvollziehen.“ VERSCHIEDENE BERUFSFELDER

Wer lieber direkt im Wohngebiet an und in den Gebäuden arbeiten möchte, für den ist die Ausbildung zum Beruf des Malers sicher eine gute Wahl. Hier ist Kreativität und handwerkliches Geschick gefragt. Farbkonzepte, Wohnungsmodernisierungen und Fassadengestaltung sorgen ebenfalls für ein abwechslungsreiches Aufgabengebiet. Erstmalig bildet die GWG in diesem Jahr auch zur Rechts-

Nicht zuletzt durch das stete Bevölkerungswachstum gelten die Berufe in der Immobilienwirtschaft als besonders zukunftssicher, denn „gewohnt wird immer“. Weitere Informationen zum Beruf und zur Ausbildung gibt es auf der Homepage der GWG unter www.gemeinnuetzige.de/karriere/ausbildung.html *Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter.


Gegen digitale Hetze und Gewalt Bundesweite Info-Kampagne auch in Ingolstadt Hatespeech, Mobbing, Cyberstalking – das sind die neuen Begriffe, mit denen digitale Gewalt bezeichnet wird. Beispiele dafür sind: Gehässige Kommentare unter einem Facebook-Post, sexistische Äußerungen in einer privaten WhatsApp-Gruppe oder rassistische Beleidigungen auf Instagram. Digitale Hetze und Gewalt im Netz sind ein Problem, das die gesamte Gesellschaft angeht. Das Bundesfamilienministerium will mit einer bundesweiten Info-Kampagne ein gesellschaftliches Klima fördern, in dem Gewalt an Frauen und Männern verurteilt und zum Einsatz gegen diese Gewalt aufgerufen wird. Jede zehnte Frau über 15 Jahren, so das Ministerium, habe bereits digitale Gewalt erfahren. Bei digitaler Gewalt ist Handeln gefragt, von allen! Das Internet ist Teil des öffentlichen Raums und „Hatern“ muss dort ebenso entschlossen entgegengetreten werden. Das Ziel besteht darin, dass sich jeder Mensch ohne Angst im Internet bewegen kann und sich die Täter nicht in der Ano-

Die „Verkehrsrevolution“ wird es nicht geben. Eine Revolution muss schnell gehen. Veränderungen unserer aktuellen Verkehrssysteme bräuchten demgegenüber Dekaden. Die Gründe dafür sind ausgiebig diskutiert worden, revolutionär sind davon nur wenige. Um den Verkehr, zu dem vor allem die selbstbestimmte individuelle Mobilität gehört, schnell und nachhaltig zu revolutionieren, bedürfte es wirklich einschneidender Maßnah-

Foto: freepik

nymität des Netzes verstecken können. Personen die andere herabwürdigen, bedrohen und belästigen, begehen oft eine oder mehrere Straftaten, denn das Netz ist kein rechtsfreier Raum. Digitale Zivilcourage ist erforderlich, um auch gegen diese Form der Gewalt gemeinsam vorzugehen. Die Gleichstellungsbeauftragte Barbara Deimel und die Integrationsbeauftragte Ingrid Gumplinger schließen sich der Kampagne an und unterstützen dieses konsequente Vorgehen. Barbara Deimel erklärt: „Gerade Mädchen und Frauen sind von digitaler Gewalt und

Cybermobbing betroffen. Da findet sich das ganze Spektrum wieder, wie Beleidigungen, Androhungen von sexualisierter Gewalt, unerwünschtes Zusenden von pornografischen Bildern oder heimliches Fotografieren. Das digitale Bedrohungsszenario führt dann oft dazu, dass sich die Frauen und Mädchen aus dem Netz zurückziehen. In der Folge werden die Opfer aus der sozialen Interaktion ausgeschlossen. Dabei sei es wichtig, die Betroffenen nicht allein zu lassen und ihnen Hilfe und Unterstützung gegen digitale Gewalt aufzuzeigen. Niemand hat das Recht

IN teraktiv

viel diplomatimen. Einen Vorscheres Wort geschmack dafür als Verkehrsrelieferte im Frühvolution – näjahr des Jahres herkommen der Lockdown, will, muss sich der den Verkehr zunächst von zwar nicht zum Revolution der Ziel- und Versiegen, aber im Verkehr? M a ß n a h m e n immerhin nur kakophonie vernoch zum Tröp- Die Technik-Kolumne abschieden und feln brachte. von Georg Appel dann realistiWürde man versuchen, den Verkehr dras- sche Perspektiven aufzeigen. tisch zu verändern, würde Wem nicht klar ist, wann was das scheitern. Wer einer Ver- mit welchen Maßnahmen erkehrswende – übrigens ein reicht werden soll, der macht

im Netz zu beleidigen und bedrohen!“ Die Kampagne soll dazu beitragen, dass vor allem auch das Umfeld, die Zeuginnen und Zeugen, aktiv werden. Denn digitale Angriffe hören meist nicht von alleine auf. Für Betroffene ist wichtig zu sehen: Die Mehrheit schweigt nicht zu öffentlichen Angriffen, die Gesellschaft positioniert sich klar gegen jede Form von digitaler Gewalt. Ingrid Gumplinger führt weiter aus, dass gerade in der Corona-Krise die digitale Hetze von Rechts zugenommen hat. So war schnell vom „Chinesischen Virus“ die Rede oder davon, dass Migranten oder Migrantinnen den Virus eingeschleppt hätten. Ebenso werden Politikerinnen und Politiker im Netz immer wieder massiv angegangen. „Wir müssen alle gemeinsam entschieden der digitalen Hetze gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen entgegentreten!“ Die Internet-Initiative des Bundesministeriums „Stärker-als-Gewalt“ ist unter staerker-als-gewalt.de abrufbar.

auch nicht mit. Geht es gegen Lärm? Oder die Schadstoffe? Oder den CO2-Ausstoß? Oder wird etwa eine „Einheitsmobilität“ angestrebt? Und das Ganze morgen oder erst in zehn Jahren? Und bleiben Fahrrad, Tempolimit und E-Auto die Heilsbringer oder gibt es doch Alternativen? Bislang fehlt eine ideologiefreie und ehrliche Kommunikation der Mobilitätsziele und –möglichkeiten. Revolutionär wäre es, wenn diese auch realistisch würden.

TECHNIK - 17


Hier wird den Friedhofsbesuchern der Marsch geblasen Der Komponist des bayerischen Defiliermarschs ist in Ingolstadt begraben Ganz schön fröhlich für ein Totengedenken: Auf dem Ingolstädter Westfriedhof tummeln sich drei kleine „nackerte“ Musikanten auf einem Grabstein, der einem gewissen Adolf Scherzer gewidmet ist. Sein Name ist vielleicht nicht jedem bekannt, wohl aber (zumindest in Bayern) das Musikstück, das er komponierte und das bis heute bei Umzügen, in Bierzelten und Festsälen erklingt: Der Bayerische Defiliermarsch. Ein echter Hit. Am 4. November 1815 wurde Adolf Scherzer (mit vollem Namen Jacob Philipp Adolf Scherzer) im fränkischen Neustadt an der Aisch geboren (hier hat er inzwischen auch dein Denkmal bekommen). Die Scherzers waren Musiker und Vater Jacob hat den kleinen Adolf schon früh unterrichtet. Kein Wunder, dass der Bub Musikmeister werden wollte. 1834 trat er deshalb auch freiwillig in das Königlich Baye-

Das Grab von Adolf Scherzer auf dem Westfriedhof. (Foto: Arzenheimer)

rische 7. Infanterie-Regiment ein und weil selbiges in Ingolstadt stationiert war, verlegte auch der 18-jährige Adolf Scherzer seinen Lebensmittelpunkt dorthin. 1848 wurde er Musikmeister und um das Jahr 1850 hat er wohl jenen Marsch komponiert, der sogar als inoffizielle, zweite Nationalhymne Bayerns gilt.

Das Musikstück war ein Auftragswerk, denn dem Musikmeister war befohlen worden, einen Marsch zu komponieren. Und was braucht der Komponist für so ein Werk? Richtig. Inspiration. Und die soll sich Scherzer auf dem Ingolstädter Paradeplatz geholt haben. Dort hatte „fahrendes Volk“ Station gemacht und die Zirkus-Klänge wurden von dem

Musikmeister schließlich in seinem „Avancier-Marsch“, der dann auch Ingolstädter Parademarsch hieß, verwendet. Den Titel „Bayerischer Defiliermarsch“ bekam die Komposition erst später (angeblich durch Ludwig II. höchstpersönlich). Am 23. Januar 1864 stirbt Adolf Scherzer in Ingolstadt. Sein Marsch freilich legt eine echte Musikkarriere hin: im Krieg gegen Preußen 1866 und 1870/71 im Deutsch-Französischen Krieg wurde das Stück schnell bekannt und beliebt. Mit Franz-Josef Strauß wurde der Defiliermarsch beinahe zur offiziellen „Auftrittsmusik“ des bayerischen Ministerpräsidenten und noch heute ziehen Politiker, Redner und Co. zu dieser Notenfolge, intoniert von einer Blaskapelle, in Bierzelte und Festsäle ein. Mehr solcher „Friedhofsgeschichten“ finden Sie unter: www.seltsammelsurium.de

Erleichterung für Allerheiligen Keine Obergrenze der Teilnehmerzahl mehr Der Freistaat Bayern hat im Hinblick auf die Friedhofsgänge an Allerheiligen die Personenobergrenze für Gottesdienste im Freien aufgehoben. Das melden übereinstimmend verschiedene Medien. Weiterhin gelten jedoch die Abstandsregelungen, die Maskenpflicht und die Einhaltung der Hygienekonzepte. Kurz zuvor hatte der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke in einem Schreiben an die Pfarrgemeinden auf die

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„praktische Herausforderung“ hingewiesen, welche die bevorstehenden Tage Allerheiligen und Allerseelen unter den gegenwärtigen Bedingungen darstellten. Hanke betonte jedoch auch, dass die bevorstehenden Festtage „auch eine große Chance bieten, in den Gottesdiensten viele Menschen anzusprechen und zu zeigen, dass die Kirche ihnen und ihren Sorgen im Geist des Evangeliums nahe sein will.“ Bei Gottesdiensten und Zu-

sammenkünften in Gebäuden und Kirchen bestimmt sich die zulässige Höchstteilnehmerzahl nach der Anzahl der vorhandenen Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Plätzen gewahrt wird. Dieser Mindestabstand muss immer eingehalten werden, außer zwischen Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartnern, Verwandten in gerader Linie, Geschwistern sowie Angehörigen eines weiteren Haus-

stands. Für die Besucher gilt Maskenpflicht, solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden. Alle Gottesdienste benötigen ein Infektionsschutzkonzept, welches die Infektionsgefahren minimiert und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen ist. (pde) Die genauen Regelungen sind unter www.bistum-eichstaett.de/ coronavirus nachzulesen.


Barbaren, diese Bajuwaren! Die Erlebnisführung „Der Schleier der Zeit“ im Ingolstädter Stadtmuseum „Heiratsbündnisse führten reiche Frauen nach Bayern hinein und wieder hinaus“. Diese Erkenntnis gab den Besuchern des Stadtmuseums keine geringere als Beatrice Visconti (dargestellt von Ute Lottes) mit auf den Weg. Die Großmutter von Isabeau de Baviére war eine von acht Frauengestalten, die im Rahmen der szenischen Erlebnisführung „Der Schleier der Zeit“ wieder zum Leben erweckt wurden. Ihre Männer, das waren Herzöge und Könige, die Väter vermögende und mächtige Adlige. Aber von den Frauen jener Zeit des 14. und 15. Jahrhunderts ist nicht viel bekannt – auch nicht von den Herzöginnen von Bayern-Ingolstadt. Und so bekamen die Besucher im Stadtmuseum in einem „mobilen Theaterstück“ zum Beispiel einen Einblick in das Leben von Thadäa Visconti (Francesca Pane), die nach

v.l. Ute Lottes, Nicole Titus und Francesca Pane, die das „mobile Theaterstück“ geschrieben hat. (Foto: Arzenheimer)

Bayern verheiratet wurde, was ihr wohl nicht sonderlich gefiel: „Das sind Barbaren diese Bajuwaren!“ Dennoch schien ihr Bräutigam Stephan III. „der Kneißel“ ein ansehnlicher Mann gewesen zu sein. Sogar

gute Manieren soll er gehabt haben. Anna von Bourbon und Katharina von Alecon waren mit Ludwig, dem Gebarteten, verheiratet, der allerdings auch mit seiner Mätresse Laneta von Schmiecher, einen Sohn hatte.

Jene Laneta habe den cholerischen Egomanen Ludwig bei Laune gehalten: „Eigentlich könnten mir die Ingolstädter dankbar sein!“ heißt es im Stück. Magdalena von Brandenburg (Nicole Titus) schließlich, die Frau und Witwe von Ludwig, dem Buckligen, beweint ihren Gatten und schwört am Ende der szenischen Führung sogar giftige Rache. Den Blick ins Private, also auf das Leben hinter den prächtigen Verschleierungen, will Francesca Pane, Autorin des Stücks und Darstellerin, ermöglichen. Und damit auch auf die Zwänge und Nöte, Glücksmomente und Tragödien, die herzögliche Frauen zu jener Zeit begleiteten. „Der Schleier der Zeit“ - das perfekte Stück für den Oktober in Ingolstadt, denn der ist ja eine Frau (auch wenn die gleichnamige Veranstaltungsreihe diesmal pausieren musste). (ma)

Ein Sensationsfund für das Stadtmuseum Das Kammergrab der Dame von Pförring wird rekonstruiert „Es gab nicht nur Chaos, sondern auch Wohlstand“, erklärt Dr. Gerd Riedel vom Ingolstädter Stadtmuseum mit Blick auf die „Dame von Pförring“ und ihre Grabstätte. Mit rund 20 Jahren ist die Frau mitten in der Völkerwanderungszeit verstorben (woran, kann man nicht mehr ermitteln). Auf dem Gebiet des heutigen Pförring ist sie bestattet worden und rund 1.600 Jahre später wird dieses einzigartige Grab im Ingolstädter Stadtmuseum rekonstruiert. Aktuell sieht es noch bescheiden aus und ein riesengroßer Bison aus der Eiszeit verdeckt die künftige Museumssensation. „Es gibt nicht allzu viele solcher reichen Gräber“, betont Riedel. Die Frau trug unter anderem eine

Dr. Gerd Riedel mit einer Zeichnung der Dame von Pförring (Foto: Arzenheimer)

lange Kette aus rosa Koralle und an zwei Gewandschließen im Schulterbereich war ein Collier aus Bernstein- und

Glasperlen befestigt (damit hat das Stadtmuseum bald ein zweites Bernsteincollier in der Ausstellung). Zudem wurde sie mit einen Kopfschmuck aus Silber- und Goldbeschlägen bestattet, die 16 Lämmer zeigen. Und weil diese Darstellungen denen in den frühesten christlichen Kirchen ähneln, könnte es sich bei der Toten womöglich um ein eine Christin handeln oder zumindest jemanden, der mit dem Christentum in Berührung kam. All ihre Geheimnisse hat sie eben noch längst nicht preisgegeben. Das Grab samt Rekonstruktion, erstellt von der Firma mdv aus München, passt inhaltlich wie räumlich hervorragend in das Stadtmuseum. Es zeigt

die Bedeutung des mittleren bayerischen Donauraums, in dem in der Folge das Königsgut Ingoldesstat entstand. Der Markt Pförring stellt daher die originale Grabausstattung der Stadt Ingolstadt als Leihgabe zur Verfügung. Die Marktgemeinde hat die Grabbeigaben nach ihrer Bergung durch Vera Planert, proArch Prosektion und Archäologie GmbH, in den Werkstätten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege umfassend restaurieren lassen. Derzeit sind sie noch im Pförringer Rathaus ausgestellt. Ende des Jahres soll die Rekonstruktion im Stadtmuseum fertig sein und die originalen Schätze der „Dame von Pförring“ sind dann ebenfalls zu sehen. (ma) STADTGESCHICHTE - 19


Samstag, 24. Oktober

Zauber der Romantik HERBSTKONZERTE DES INGOLSTÄDTER KAMMERORCHESTERS

Theaterfestsaal, 18 und 20.30 Uhr Eine kleine Reise durch die Epochen und Stilrichtungen unter besonderen Bedingungen steht heuer beim Herbstkonzert des Kammerorchesters auf dem Programm. Das Instrument des Abends wird das selten gehörte Instrument der Bratsche sein. Zu Beginn erklingt der 1. Satz aus einer der letzten Londoner Sinfonien von Joseph Haydn. „Die Nr. 104“ vereint Spritzigkeit und musikalischen Witz mit lyrischen und nachdenklichen Einschüben und ist weltweit ein Haydn – „Klassiker“. Das Orchesterwerk und eine darauf folgende Pizzicato-Polka sind aber nur der Aufgalopp für das musikalische Gebet „Kol Nidrei“ von Max Bruch. Solistin ist Lisa Rendelmann, Absolventin der Musikuniversität Nürnberg. Nach deutscher Romantik steht englische Spätromantik auf dem Programm. Edward Elgar hat mit seiner Streicherserenade schon Millionen Menschen berührt. Sehr turbulent und ausgelassen geht es über den großen Teich nach Brasilien zu „Tico Tico no fubá“. Der Komponist Zequinha de Abreu hat sich hiermit ein Denkmal gesetzt. Den Abschluss macht leichte Unterhaltungsmusik aus dem 19. Jahrhundert. Johannes Brahms hat Melodien ungarischer Musiker aufgenommen und für Klavier zu vier Händen umgearbeitet. Alle sind später als Orchesterversion auf den Markt gekommen und die bekannteste davon – der ungarische Tanz Nr. 5 – erklingt als furioses Abschlussstück. Tickets (keine Abendkasse!) gibt es beim DK-Ticketservice, im 20 - VERANSTALTUNGEN

Musikhaus Kornprobst, Reservierungen unter www.ingolstaedter-kammerorchester. de (Foto: Ingolstädter Kammerorchester)

Sonntag, 25. Oktober

Herbstmarkt SAISONFINALE IN HUNDSZELL

Bauerngerätemuseum, 10 – 17 Uhr Der traditionelle Herbstmarkt steht heuer wegen Corona unter einem besonderen Stern. So wird die Verköstigung der Gäste nur im kleinen Rahmen und „auf die Hand“ stattfinden, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist verpflichtend. Auch dürfen sich maximal 250 Gäste gleichzeitig auf dem Museumsgelände aufhalten, weshalb es sich lohnen könnte, den üblichen Stoßzeiten zwischen 14 und 16 Uhr auszuweichen. Aber dies hatte schon beim Öko-Bauernmarkt vor vier Wochen bestens funktioniert, weshalb trotz dieser Beschränkung über den Tag hinweg 1.000 Gäste den Markt besuchen konnten. Neben der Gelegenheit zum Einkauf von Essbarem wie Kuchen und Kücherln, Räucherfisch oder Wildprodukten sowie einem bunten Sortiment kunsthandwerklicher Produkte wie handgefärbter Wolle, Hop-

fen-Keramik oder Filzmützen besteht die letzte Gelegenheit zum Besuch der Kunstausstellung „Berührtes Land“. 27 zeitgenössische Künstler aus Bayern setzen sich dort mit Themen der Agrikultur aus ihrer heutigen Sicht auseinander. Und auch die Sonderschau „Verflixt und zugenäht“ zur Geschichte der Schneider und Näherinnen ist nur noch bis Ende Oktober zu sehen. Das Museum in der Probststraße 13 ist bequem mit den Bussen der INVG zu erreichen, für Autofahrer steht ein großer Gratis-Parkplatz zur Verfügung. Weitere Infos zum Veranstaltungsort unter www.ingolstadt.de/bauerngeraetemuseum oder telefonisch unter 0841 305-1885.

homme“ führt zu den musikalischen Ursprüngen Beethovens: Mozart komponierte das Konzert im Januar 1777 für eine brillante Pianistin aus Paris. In der Sinfonie Nr. 17 von 1772 folgte der 16-jährige Mozart der Mannheimer Schule und Einflüssen des jüngsten Bach-Sohns Johann Christian – der als eigentlicher „Schöpfer des galanten Stils“ und „Vater der Wiener Klassik“ gilt. Der Pianist Sebastian Knauer kann auf eine über 25 Jahre umfassende internationale Karriere zurückblicken, die ihn zu bedeutenden Festivals, renommierten Orchestern und Dirigenten führte. Eine besondere Freundschaft verbindet ihn mit Sir Roger Norrington. 2018 war er Artist in Residence beim Georgischen Kammerorchester In-

Montag, 26. Oktober

Abo-Konzert GEORGISCHES KAMMERORCHESTER

10.00, 17.00 und 20.00 Uhr, Theaterfestsaal Dem Jubilar Beethoven widmet das Georgische Kammerorchester Ingolstadt das nächste Abokonzert. Unter der Leitung von Ruben Gazarian interpretiert Sebastian Knauer (Klavier) Werke von Beethoven und Mozart. Das Konzert beginnt mit der berühmten, 1801 vollendeten „Mondschein-Sonate“. Die Kombination mit Mozarts Klavierkonzert Nr. 9 „Jeune-

golstadt. Die Konzerte finden jeweils um 10.00, 17.00 und 20.00 Uhr statt. Sie dauern jeweils ca. 60 Minuten, um ohne Pause gespielt werden zu können. Einlass ist 45 Minuten vor Beginn. Besucher, die kein Abonnement haben, müssen vor Ort ihre Kontaktdaten dokumentieren. Besucher, die bereits vor September Karten für die kommenden ABO-Konzerte im Herbst gekauft haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0841-305-2825 (Mo-Do 9-14 Uhr) oder per Mail an georgisches.kammerorches-


ter@ingolstadt.de zu melden, zu welcher der drei Uhrzeiten sie das Konzert wahrnehmen können. Infos und Tickets unter www.gko-in.de (Foto: Steven Haberland)

3. - 8. November

„EröffnungsWoche“ ALTE ANATOMIE MIT NEUER DAUERAUSSTELLUNG

Deutsches Museum

Medizinhistorisches

Beim Betreten der frisch sanierten Alten Anatomie lernt man zunächst die medizinische Welt der Zeit kennen, in der die Alte Anatomie zur Ausbildung der bayerischen Ärzte diente. Beim Gang durch den „Heilermarkt des 18. Jahrhunderts“ begegnet man einer Medizin, die auf anderen Grundsätzen aufbaut als heute, aber in sich stimmig und für die Menschen hilfreich war. Mit

dem Audioguide kann man in historische Behandlungssituationen hinein hören und lernt dabei die Argumente, Hoffnungen, Wünsche und Ängste der Kranken und der Heiler kennen. Der letzte Raum im Obergeschoss weitet den Blick auf ein überzeitliches Phänomen: „Not lehrt beten“ ist er überschrieben. Er erzählt von den Grenzen des medizinisch Möglichen und der Hoffnung auf ein Wunder – letztlich aber von unser aller Sterblichkeit. Im Erdgeschoss geht es um „Starke Dinge“. Hier sind um 21 Objekte oder Objektgruppen jeweils kleine Ausstellungsinseln komponiert, die mit zusätzlichen Objekten, Medien und Texten immer wieder andere Perspektiven auf medizinische Phänomene werfen, von „Atmen“ bis „Zweifeln“. Das Deutsche Medizinhistorische Museum in Ingolstadt ist endlich wieder „komplett“ und das wird mit einer „Eröffnungs-Woche“, freiem Eintritt und verlängerter Öffnungszeit bis 21 Uhr

gefeiert. Da die räumliche Situation in der Alten Anatomie stellenweise etwas beengt ist, wird der Einlass über Zeitkarten reguliert. In einer Stunde dürfen immer nur zehn Personen das Gebäude betreten. Diese Freikarten können ab Dienstag, 27. Oktober, über das Online-Reservierungstool der Städtischen Museen gebucht werden (www.ingolstadt.de/museen/reservierung). Bei technischen Problemen helfen die Mitarbeiter an der Museumskasse gerne telefonisch weiter.

AUSSTELLUNGEN GRAS BAUM WIND WASSER

Landschaftsradierungen Susanne Pohl Harderbastei bis 15. November MIND THE GAP!

Museum für Konkrete Kunst bis 11. April 2021 SIEGLINDE BOTTESCH ERD-REICH

Städtische Galerie im Theater bis 8. November IM VISIER DES FOTOGRAFEN

Bayr. Armeemuseum bis 31. Dezember

Einen ausführlichen, täglichen Veranstaltungskalender für Ingolstadt finden Sie unter www.ingolstadtleben.de

Sketche statt Theater Die Theatergruppe der FF Brunnenreuth geht ins Netz Wenn das Publikum nicht ins Theater kommt, dann kommt das Theater eben zu den Menschen nach Hause. Die Theatergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Brunnenreuth „beamt“ sich jetzt in die Haushalte von Ingolstadt, ja sogar in die ganze Welt! Die Theaterleut haben Sketche und Witze – natürlich zünftig bayerisch und höchst unterhaltsam – gespielt und gefilmt. Diese sind ab Ende Oktober auf der Webseite www.brunnenreuther-dorfstadel.de abrufbar. Und auch auf der Facebook-Seite der Theatergruppe (www.facebook. com/Brunnenreutherdorfstadel) sind die Sketche als Stream zu sehen. So haben alle etwas von der Corona-Zwangspause: Die Schauspieler können spielen und das Publikum wird unterhalten. Damit lässt sich die Wartezeit bis zu den nächsten „analogen“ Veranstaltungen im Dorfstadel bestens überbrücken. (Bild: Theatergruppe FF Brunnenreuth)

Impressum Herausgeber: Christian Bauer V.i.S.d.P. Am Lohgraben 27 85051 Ingolstadt Geschäftsführung : Christian Bauer (08 41) 14 90 260-0 info@IN-direkt.de Redaktionsleitung: Melanie Arzenheimer presse@IN-direkt.de Redaktion: Joschi Haunsperger Max Foerster weitere Beiträge: Hermann Käbisch / stimme.in Georg Appel Sportredaktion: Joschi Haunsperger, sport@IN-direkt.de Grafik: Gourmedien, Daniela Kornprobst grafik@IN-direkt.de Mediaberatung: 0841/ 1490260-0 Ruth Häusler haeusler@IN-direkt.de Kontakt allgemein: info@IN-direkt.de Pressemitteilungen etc. schicken Sie an: presse@IN-direkt.de Verteilung: Prospektverteilung Bauer info@prospektverteilungbauer.de 0841 /76876 Nächste Ausgabe: 06.11.2020

VERANSTALTUNGEN - 21


Ein priesterlicher Raufbold: Michael Putersaß (Teil II) Gerd Treffer

In Ingolstadt erwirbt Michael Putersaß am 15. Oktober 1475 den Baccalaureus im Fach Medizin. 1478 wird er ins Konzil der Artistenfakultät aufgenommen, quasi eine besoldete Festanstellung. Sein Lehrbereich war ein Teil der aristotelischen Physik. Zugleich studierte er selbst weiter: Theologie. Im September 1486 wird er zum Bibelkurs zugelassen, im Oktober 1486 erfolgt das Pincipium zum Bibelkurs und 1488 das Principium zu den Sentenzen. Zu einem unbekannten Zeitpunkt erfolgt seine Priesterweihe.   Dazwischen liegen auch seine Aufwallungen. 1482 wird er dieserhalb vom Consilium ausgeschlossen – nach Abgabe einer „Ehrenerklärung“ (wohl eines Versprechens des Wohlverhaltens ) nimmt ihn die Universität 1485 wieder auf.  Das ging gut bis 1488 – da wird er wegen überzogener Honorarforderungen einerseits, wegen wüster Schmähungen andererseits  vom Herzog gemaßregelt. Aber auch er wird älter. Zumindest ein wenig ruhiger, steht er  in den 1490er Jahren  in lockerer Verbindung zum Humanisten-Kreis des Konrad Celtis. 1492 wird ihm die Leitung der Universitätsbibliothek übertragen. 1500 und 1504 steht er der Universität als Rektor vor (1480 und 1487 war er schon zweimal dazu gewählt worden, der Herzog hatte aber in beiden Fällen die  Ernennung verweigert).  1508, 1512 und 1514  ist er dann Dekan der Artistenfakultät. 1508 aber, schreibt Beatrix Schönewald,  fiel er wieder „wegen seines exzessiven  Auftretens ... unangenehm“ auf.   Das Unterhaltungsblatt zur Ingolstädter Zeitung, das wöchentlich (und erstaunlicherweise immer montags) erscheint  enthält 1895 eine 22 - STADTGESCHICHTE

Fortsetzungsgeschichte zur Historie der Stadtpfarrkirche Zur Schönen Unserer Lieben Frau, die sich vermutlich eng an den Eintragungen des Pfarrbuches orientiert.  Dort heißt es (in der Ausgabe vom  4. März 1895),  als Kirchenpröbste seien für  das Jahr 1520 genannt  „ die Maister  Erhard, Ulrich, Streit-

115 Jahre später, der Vermerk über Michale Büttersaß (noch eine Schreibvariante). Im Archiv des Historischen Vereins, heißt es im Sammelblatt,  gebe es eine „Orig. Perg. Spital Urk mit verl. Siegeln.“ Darin, heißt es, sei ein Spruch des Pflegers  Georg von Au (als herzoglichem Beauftragtem) und des

berger, dann der Steinbrecher Hans Schillen, der Palier Henninger, der Organist Hans Seben   …und: „ Michael Buttersaß, Caplan der St.-Anna-Meß im hl. Geistspital“ 1521. Außerdem erfährt man dann aus dem Artikel auch noch, wohnt der „Poet Jakob Locher“ im alten Pfarrhof   der Kirche und zahlt zu Martini 2 fl. Mietzins.   1914 und 1915 gönnt sich der Historische Verein Ingolstadt sein traditionelles Sammelblatt und erklärt es zugleich zu einer „Festgabe zum Goldenen Jubiläum des Vereins“. Der erste darin enthaltene Beitrag  ist ein Aufsatz von Joseph Spiegel über die  Geschichte der Spitalkirche, in der  minutiös den dort tätigen Pfarrern nachgegangen wird.  „Als Inhaber der Benefizien  an der Spitalkirche können, soweit sie in Urkunden, Salbüchern oder sonstigen  Aufzeichnungen benannt sind, … aufgeführt werden“. Die beachtliche Liste beginnt  mit Paurestark, Konrad, 1391. An elfter Stelle findet sich,

Ingolstädter Bürgermeisters Willibald Schwab (als kommunalem Verantwortlichen für die Stiftung  Kaiser Ludwigs des Bayern) enthalten. Ein gewisser Georg Schätzl  habe an Michael  Büttersaß ½ Schaff Hafer zu zahlen   Als sich zehn Jahre später der Monsignore und der Theologie-Doktor Johann Baptist Götz  (1916 - 1928 Vorsitzender des  Historischen Vereins) anschickt,  wieder im Sammelblatt,  die Grabsteine der Ingolstädter Frauenkirche zu inventarisieren und dabei jenen, deren Inschriften verloren gingen, einen eigenen Abschnitt widmet,  kommt auch er auf Putersaß, Michael zurück. Er nennt ihn einen Bakkalar der Medizin und Magister der Philosophie, lässt aber kein Wort fallen über ein Theologie-Studium, keine Silbe zur Priesterweihe, obwohl er weiß, dass Putersaß „Benefiziat im Spitale“ war, obgleich er sogar angibt, dass dieser später die Pfarrei Baar erhalten habe. Vielleicht

verdrängt der Geistliche Herr gern diesen ungestümen Priester. Im Intelligenzblatt nun folgt quasi unvermittelt auf die Nachricht (anno 1521), der große Jesuitendramatiker Jakob Locher, genannt Philomusus, der offenbar auch im Alten Pfarrhaus seine unsterblichen Verse schrieb, habe seine fällige Miete pünktlich bezahlt, der offenbar gefühlsfreie Eintrag: „Am 24. September (1521) starb Professor Michael Putersaß aus Kemnath, der beim hintern südlichen Kirchenthore bei unserer lieben Frau beerdigt wurde; sein Grab deckt eine steinerne Gedenktafel; es war in diesem Jahr die Pest dahier.“   Was immer Lobenswertes auf der Gedenkplatte verzeichnet gewesen sein mag, es ist verloren. Monsignore Dr. Götz hat des Putersaß deshalb auch allein unter den Grabsteinen, deren Texte verloren sind, Erwähnung getan. Er hat allerdings unter Berufung auf den früheren Historiker der Universitätsgeschichte  Prantl den Satz eingeschoben: „Nach seinem Tode beschlagnahmte die  Universität sein Vermögen“. Das ist belegt. Man ist versucht zu sagen: Selbst nach seinem Tod sorgte Putersaß  zufrieden für Unfrieden. Er hatte kein Testament hinterlassen.  Die Universität griff sich seine Habe. Das missfiel  dem Eichstätter Bischof ebenso wie den  Erben. Sie appellierten an den Kaiser. Es muss also des materiellen  Umfangs Wert gewesen sein.  1523 wurde der Nachlass auf Befehl des Herzogs freigegeben. Über all seinen lustvollen Streiten und seinem wohl in vollen Zügen auch genossenen Leben ist Putersaß  wohl nicht die Zeit geblieben, wissenschaftlich Beachtenswertes zu Papier zu bringen.  Werke von ihm sind jedenfalls nicht überliefert.


Butternuss-Kürbissuppe: • • • • • • •

1 Butternuss Kürbis, großzügig schälen und in grobe Würfel schneiden 3 große Kartoffeln, schälen und in Würfel schneiden 1 Zwiebel, schälen und in Würfel schneiden 1/2 Becher Creme Fraiche Butter 500ml Wasser Salz, Pfeffer, Muskatnuss 

Zwiebelwürfel in der Butter glasig braten. Kartoffeln und Kürbis  zu den Zwiebeln dazu geben und kurz gemeinsam anbraten.  Mit Wasser ablöschen und für rund 45 Minuten köcheln lassen.  Sobald Kürbis und Kartoffeln weich sind, vom Herd nehmen und mit einem Pürierst zu einer cremigen Suppe verarbeiten. Jetzt mit Salz, Pfeffer & Muskatnuss abschmecken.  Nochmal kurz alles zusammen aufkochen und vom Herd nehmen. Zu guter Letzt das Creme Fraiche unterrühren, um die Suppe abzurunden. Und schon ist die leckere Butternuss-Kürbissuppe fertig. Guten Appetit

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Kindertheater in der Büchereizeit ANTONIA UND WIWALDI IN DEN JAHRESZEITEN In der Büchereizeit wird am Mittwoch, 28. Oktober, in der Stadtteilbücherei Südwest und am Donnerstag, 29. Oktober, in der Stadtbücherei im Herzogskasten jeweils um 14.30 und 15.30 Uhr ein Theaterstück aufgeführt. Beatrice Hutter kommt mit ihrem mobilen Theater nach Ingolstadt. Mit dabei hat sie das neue Stück „Antonia und Wiwaldi in den Jahreszeiten“. Pudel Wiwaldi hat sich beim Schlittenfahren die Pfoten gebrochen. „Rumrennen strengstens verboten...bis zum Frühling“, sagt Doktor Pudelwohl. „So lange…oje“, denkt Frauchen Antonia, „das muss schneller gehen.“ Sie schnappt sich Wiwaldi: „Komm, wir suchen den Frühling.“ Leider läuft Antonia mit dem Hund unter‘m Arm in die falsche Richtung. Und schon verirren sich die beiden im dichten Herbstnebel, geraten in ein wildes Sommergewitter. Und dann, nach langer Reise, wo finden sie schließlich den Frühling? …im eigenen Garten. Wiwaldi macht einen Luftsprung: Wauwww, was für ein Wachsen, Blühen, Zwitschern. Wer das miterleben will, muss in diese Vorstellung kommen. Büchereizeit ist die Veranstaltungsreihe für Kinder ab 4 Jahren, dieses Jahr aber leider ohne Begleitung durch Eltern und Geschwister. Eine Anmeldung ist je eine Woche vorher in der Stadtteilbücherei Südwest, Telefon 305-2824, und in der Stadtbücherei im Herzogskasten, Telefon 305-3839, möglich. Die kostenlosen Eintrittskarten können dann am jeweiligen Tag und Veranstaltungsort kurz vor der Veranstaltung abgeholt werden.


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