IN-direkt KW 19 Mai 2022

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KW 19 • 13. Mai 2022 • Aus INgolstadt und der Region • www.in-direkt.de

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Ingolstädter Duo Scherbel/Von Stelzer kämpfen um Titel bei Hyrox-WM .......... 8

Arbeitsmarktzulage Vor- und Nachteile einer übertariflichen Zulage in Ingolstadt ..... 10

Foto: wayhomestudio/freepik

Sport Hyrox

Brauer mit Kopfschmerzen Folgen der Pandemie und des Kriegs trüben die gestartete Festsaison

„Wir erhalten täglich Preiserhöhungen“, sagt Eva Wittmann-Ott, die Geschäftsführerin von

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Die Lage hat sich also zugespitzt bei den Brauern – und eine Besserung ist momentan nicht absehbar. „Ich bin schon lange im Geschäft, aber so eine Situation, wie aktuell, habe ich noch nie erlebt“, sagt Wittmann-Ott. „Ich denke, es könnte für viele Unternehmen existenzbedrohend sein oder werden. Wir haben die vergangenen Jahre gut gearbeitet und können sagen: Das halten wir jetzt durch.“ Sie hofft, wie alle Brauer, auf eine schnelle Normalisierung der Lage. Welche Folgen diese gestiegenen Kosten der Rohstoffe und Materialien auf die Bierpreise haben, lesen Sie auf Seite 4.

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Nordbräu. „Selbst wenn wir Kontrakte geschlossen haben, verweisen manche Unternehmen auf höhere Gewalt.“ Unter diesem Gesichtspunkt bleibe den Brauern nichts anderes übrig, als diese Preiserhöhungen zähneknirschend zu akzeptieren.

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ie Festsaison in diesem Jahr nimmt nun so richtig Fahrt auf. Ein Moment, den die Bierbrauer – wie wohl fast alle Menschen – herbeigesehnt haben. Und doch trübt etwas die Lage: die gestiegenen Rohstoff- und Materialpreise – als Folge der Corona-Krise und dem Ukraine-Krieg. „Wir wollen die Situation erst einmal genießen und nicht schon wieder schwarz malen“, mahnt Gerhard Bonschab, der Geschäftsführer von Herrnbräu. „Wir Brauereien spüren nach der Corona-Pandemie eine Art Aufbruchstimmung.“ Und doch – ganz außer Acht lassen kann er die aktuellen Hürden trotzdem nicht. Nach zwei mageren Jahren, bedingt durch die Corona-Pandemie, dämpft nun der UkraineKrieg die Euphorie der Brauer.


2 | Kurzmitteilungen

AKTUELLES KURZ & WICHTIG

IN-direkt | 13. Mai 2022

Audi mit Rekordergebnis downs in China nicht vollständig bedient werden.

Sperrung des Festplatzes Das Ingolstädter Frühjahrsfest steht wieder vor der Tür. Es beginnt am Freitag, 3. Juni, und dauert bis einschließlich Sonntag, 12. Juni 2022. Aus diesem Grund wird der Parkplatz am Festplatz ab Mittwoch, 25. Mai um 18 Uhr komplett gesperrt. Im Nachgang des Frühjahrsfestes, finden auf dem Parkplatz Markierungsarbeiten statt, sodass die ersten Stellflächen voraussichtlich ab Montag, 20. Juni wieder freigegeben werden.

Vorverkauf für Literaturtage gestartet Die 29. Ingolstädter Literaturtage starten am Samstag, 18. Juni, und enden am Mittwoch, 6. Juli. Den Auftakt gestaltet der Ingolstädter Autorenkreis (19 Uhr, Dachgarten des KAP94) – die Gelegenheit für regionale Autor/-innen, aus ihren Werken vorzutragen und Einblicke in ihr literarisches Schaffen zu geben. Tickets gibt es in der Tourist Information am Rathausplatz (Moritzstraße 19), im Westpark Ingolstadt, im Achtzig20 GmbH co. Schanzer Ludwig Store (Theresienstr. 13) sowie über Ticket Regional (www.ticket-regional.de).

Befragungen zum Zensus beginnen Der 15. Mai ist der Stichtag eines europaweiten Großprojektes der Statistik, des Zensus 2022. Dabei werden zufällig ausgewählte Privathaushalte sowie Bewohnerinnen und Bewohner in Wohnheimen befragt. Die eigentlichen Befragungen starten am 16. Mai und erstrecken sich bis Mitte August. Weitere Informationen zum Zensus finden Sie unter www.zensus2022.de.

Mit fast vier Promille vom Rad gestürzt Völlig betrunken ist ein Ingolstädter im Stadtgebiet mit seinem Fahrrad gestürzt. Der 34jährige war auf dem Radweg der Bahnhofstraße in Richtung Hauptbahnhof unterwegs. Hierbei fiel er ohne Fremdeinwirkung von seinem Fahrrad. Bei dem Sturz zog er sich Prellungen und Gesichtsverletzungen zu. Der Rettungsdienst brachte ihn zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Da ein polizeilicher Alkoholtest einen Wert von fast vier Promille ergab, musste er sich wegen der vorliegenden Trunkenheitsfahrt auch noch einer Blutentnahme unterziehen.

Auch nach von Halbleiterengpässen, dem Ukraine-Krieg und erneuten Lockdowns in China geprägten ersten drei Monaten legt der AudiKonzern starke Finanzkennzahlen vor. Erstmals wird auch die Marke Bentley im Audi-Konzern konsolidiert. Die Umsatzerlöse steigen um zwei Prozent. Das operative Ergebnis ist höher als je zuvor in einem ersten Quartal: Das operative Ergebnis wächst auf 3,5 Milliarden Euro. „Der Audi-Konzern und seine Marken Audi, Lamborghini, Ducati und Bentley treten den aktuellen Herausforderungen entschlossen

entgegen. Wichtige Schlüssel dafür sind Konzernsynergien, unsere Fixkostendisziplin und unsere starke Markenpositionierung. Die Finanzkennzahlen zum ersten Quartal bestätigen unseren Kurs“, sagt Jürgen Rittersberger, Vorstand für Finanz und Recht bei Audi. Die Markengruppe lieferte im ersten Quartal 390.826 Automobile aus (Q1 2021: 465.265). Die konstant hohe Nachfrage nach Fahrzeugen der Marke Audi kann im Zuge von Versorgungsengpässen und erneuten Covid-19-Lock-

Aufgrund der erstmaligen Konsolidierung der Marke Bentley und dank einer weiterhin starken Preisposition steigert der Audi-Konzern seine Umsatzerlöse auf 14.282 Millionen Euro (Q1 2021: 14.067 Millionen Euro). Mit 3.468 Millionen Euro erreicht das operative Ergebnis einen neuen Höchstwert im ersten Quartal (Q1 2021: 1.404 Millionen Euro). Die operative Umsatzrendite liegt bei 24,3 Prozent (Q1 2021: 10,0 Prozent). Trotz geopolitischer Unsicherheiten aus dem fortdauernden Ukraine-Krieg und der angespannten Versorgungssituation bestätigt der Audi-Konzern seine im Rahmen der Geschäftsberichterstattung abgegebene Prognose für das Geschäftsjahr 2022: Zwischen 1,8 und 1,9 Millionen Auslieferungen von Automobilen der Markengruppe und eine operative Umsatzrendite von neun bis elf Prozent werden erwartet. (tis)

Streit um Wort „Grünring“ Bei zwei Bürgerbegehren am 24. Juli sollen die Ingolstädter unter anderem darüber abstimmen, ob im Augraben eine Schule gebaut werden soll. Das Signalwort „Grünring“ wird darin - nach einem Beschluss des Stadtrats - nicht auftauchen. Die Initiatoren hatten deshalb der Stadt ein Ultimatum gestellt, um das Wort „Grünring“ in das Bürgerbegehren doch noch aufzunehmen. Das Ultimatum verstrich. Nun soll ein Gericht die Sachlage klären, ob das Wort „Grünring“ noch eine Aufnahme in den Wahlzettel findet. „Die Initiatoren des Bürgerbegehrens hatten leider gar keine andere Wahl, als nun den weiteren Klageweg zu beschreiten: Der Begriff ,Grünring, in der Fragestellung spielte für uns bei den Unterschriftensammlungen für das Bürgerbegehren eine wesentliche Rolle, also muss dieser zwangsläufig auch in der Fragestellung für ein Ratsbegehren mitenthalten sein – und nicht der Augraben“, erklärt einer der Initiatoren, Franz Hofmaier. (tis)

Impressum Herausgeber / Geschäftsführung: Christian Bauer V.i.S.d.P. Am Lohgraben 27 • 85051 Ingolstadt (08 41) 14 90 260-0 • info@IN-direkt.de

Kontakt allgemein: info@IN-direkt.de Pressemitteilungen etc. schicken Sie an: presse@IN-direkt.de

Redaktionsleitung: Grafik: Hans-Martin Kurka • presse@IN-direkt.de Helmut Sendldorfer • grafik@IN-direkt.de Redaktion: Verteilung: Max Foerster, Ulrich Linder Prospektverteilung Bauer Timo Schoch, Marie Weiss, Lucia Sindarin info@prospektverteilung-bauer.de (08 41) 768 76 Mediaberatung: Peri Häusler • haeusler@IN-direkt.de Nächste Ausgabe: Sabine Kerner • kerner@IN-direkt.de 20.05.2022 (08 41) 14 90 260-0


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4 | Aus der Region

IN-direkt | 13. Mai 2022

AKTUELLES KURZ & WICHTIG

Das Sommerprogramm der vhs Ingolstadt ist erschienen. Es ist seit zwei Jahren das erste Programm ohne coronabedingte Einschränkungen. Jeder darf an den Kursen teilnehmen, ungeachtet des Impf- oder Genesenenstatus. Die Anmeldung zu den Kursen kann persönlich, per Brief/Fax, E-Mail (vhs@ingolstadt.de), online über www.ingolstadt-vhs.de oder für Stammkunden auch telefonisch erfolgen.

Klinikum Ingolstadt: Verlängerte Besuchsdauer Angehörige und Freunde können Patientinnen und Patienten im Klinikum Ingolstadt künftig länger als bisher besuchen. Für Besuche gilt künftig die Faustregel: ein Besucher pro Tag, eine Stunde Dauer, ein Besucher pro MehrbettZimmer gleichzeitig. Besuche sind zwischen 14 und 17 Uhr möglich. Zugang erhält nur, wer einen aktuellen negativen Corona-Test von einer offiziellen Teststelle vorweisen kann.

Stadtradeln: Anmeldung ab sofort möglich 19.365 Radlerinnen und Radler haben fast 4,5 Millionen Kilometer zurückgelegt und damit ca. 625 Tonnen CO2 eingespart. Das ist die Bilanz für Ingolstadt seit der ersten Teilnahme am „Stadtradeln 2015“. Zum achten Mal ist Ingolstadt heuer bei der weltgrößten Radelkampagne mit dabei und tritt vom 3. bis 23. Juli für die Umwelt in die Pedale. Die Anmeldung ist ab sofort auf der Internetseite www.stadtradeln.de möglich.

Impfzentrum ändert Öffnungszeiten Das Impfzentrum in der Hindenburgstraße ist künftig von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet. Erst-, Zwei-, Dritt- oder auch Viertimpfungen werden mit Termin verabreicht. Der ImpfDrive-In am P3-Parkplatz in der Manchinger Straße schließt und steht ab sofort nicht mehr für Impfungen bereit. Am Westpark besteht nach wie vor die Möglichkeit zur Impfung. Impfwillige Bürger können dort von Montag bis Samstag zwischen 10 und 18 Uhr vorbeikommen – auch ohne Termin.

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Sommerprogramm der vhs ist veröffentlicht

Brauer unter Druck Bierpreise werden wohl deutlich steigen

Der 23. April ist eigentlich soetwas wie ein Feiertag für die Brauer. Denn an diesem Tag wird der „Tag des deutschen Bieres“ gefeiert. Doch in ausgelassener Feierstimmung sind die Brauer aktuell nicht. Die gefallenen Corona-Regeln und der bevorstehende Start in die Biergartensaison wären ein Grund zum Feiern gewesen. Doch vielmehr könnten dieses Jahr und 2023 als Preistreiber im Gedächtnis bleiben. Vieles wird aktuell teurer. Und mit diesen gestiegenen Kosten kämpfen auch die Brauer. Von Verpackungsmaterialien, über Kronkorken, Flaschen bis zu den Energiekosten: „Alles explodiert gerade“, sagt Eva Wittmann-Ott, die Geschäftsführerin von Nordbräu. Das bestätigt auch Gerhard Bonschab, der Geschäftsführer von Herrnbräu: „Wir haben teilweise eine Verdopplung des Einkaufpreises.“ Allerdings könnten die Brauer diese Steigerung gar nicht an den Endverbraucher weitergeben. „Das wäre katastrophal

für den Endverbraucher“, sagt Bonschab. „Wir haben deshalb im Februar eine moderate Preiserhöhung gemacht, sodass es für den Verbraucher weiterhin bezahlbar bleibt.“ Ein Luxusprodukt Bier soll es also nicht geben. Doch wie das mittel- bis langfristig aussieht, weiß aktuell keiner. „Wir tragen gerade alles zusammen“, sagt Wittmann-Ott. „Zu Preiserhöhungen möchte ich aktuell noch nichts sagen. So lange ich keine quantifizierbaren Werte habe, ist das nur ein Stochern im Nebel.“ Nach Bonschab soll es bei Herrnbräu im Handel in diesem Jahr keine Preiserhöhungen mehr geben. „Wir führen Jahresgespräche mit dem Handel im November und Dezember“, sagt er. „Das heißt: Wir mussten im vergangenen Jahr die Preiserhöhungen ankündigen, um sie für dieses Jahr umsetzen zu können.“ Dabei würde es sich um zwölfmonatige Kontrakte handeln. „Deshalb ist es nicht

möglich, dass man während des Jahres ein zweites Mal die Preise erhöht“, sagt Bonschab. Die teilweise exorbitant gestiegenen Preise müssen die Brauer also vorerst einmal selbst tragen und geben diese zumindest nicht sofort an die Kunden weiter. „Wir Brauereien müssen in den sauren Apfel beißen und einen Teil der Kostensteigerungen selbst tragen“, sagt Bonschab. „Wir werden in unterschiedlichen Bereichen sparen und Budgets zurückfahren, klar.“ „Existenzbedrohend ist es für uns nicht“, sagt Wittmann-Ott. „Aber man will nicht die gesamten Ressourcen aufbrauchen.“ So werde schon genau überlegt, welche Investitionen mittelfristig getätigt werden würden und welche nicht. „Momentan verschieben wir noch nichts“, sagt Wittmann-Ott. „Aber die Mittelfristplanung wird sich ändern, wenn wir wissen, wo die Reise hingeht und der Verbraucher reagiert.“ (tis)

Mehr Inflation, weniger Bier? Kommentar von Timo Schoch

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iemand kann in die Glaskugel schauen: Doch sollte sich die aktuelle Lage nicht fundamental ändern, werden die Bierpreise deutlich teurer. Denn die Brauereien können die Kosten nicht alle selbst tragen. Dann stellt sich die Frage beim Kunden: Was wiegt schwerer? Die Freude wieder unge-

zwungen mit Freunden ein Bier trinken zu dürfen oder der Ärger über den höheren Preis? Vielleicht können die beiden Brauereien Herrnbräu und Nordbräu in Ingolstadt auch aus einem anderen Grund etwas gelassener der möglichen Preissteigerung entgegensehen: Schließlich gilt

diese Region in der Mitte Bayerns als eine der reichsten in Deutschland. Vielleicht gilt deshalb in Ingolstadt eben mehr die Devise: Wie viel Bier getrunken wird, ist mehr eine Frage des Wetters als des Preises. Dann würde die Gleichung: mehr Inflation, weniger Bier nicht stimmen – zumindest bei uns in Ingolstadt.


Menschen | 5

IN-direkt | 13. Mai 2022

Mit Eichhörnchen Mara auf Weltreise Daniel Wagner veröffentlicht mit Julia Regett ein Kinderbuch

sagt Daniel Wagner. Und die Verantwortlichen unterstützten die beiden Kreativen – ließen ihnen aber auch den nötigen Freiraum. Durch Maras Mut, die große Welt zu sehen, erlebt sie auf 32 Seiten viele Abenteuer. „Lauter emotionale Dinge und wichtige Werte für die heutige Zeit, die wir in dem Buch transportieren“, sagt Daniel Wagner. Am Ende – soviel sei schon verraten – kommt Mara natürlich wohlbehalten wieder in ihrem Baumhaus an. Sie hatte also immer an ihrem großen Traum festgehalten – bis er sich schließlich erfüllte. (tis) Daniel Wagner präsentiert sein Kinderbuch „Eine kleine große Reise um die Welt“

Das Kinderbuch des Ingolstädters Daniel Wagner und der Kölner Illustratorin Julia Regett ist ein wunderschönes Werk über die schützenswerte Vielfalt des Planeten. Es soll Mut machen, an seine großen Träume zu glauben – ganz egal wie klein man ist. An einem Wintertag im Jahr 2019 kam Daniel Wagner die Idee zu dem Kinderbuch. „Mit Freunden überlegten wir: Was wäre, wenn jemand ganz Kleines, etwas ganz Großes versuchen würde?“, erinnert sich der 33-Jährige. Was würde dann passieren? Und was würde man dabei alles erleben? Dieser Wintertag war also die Geburtsstunde des Kinderbuchs „Eine kleine große Reise um die Welt“, das vor Kurzem im CalmeMara-Verlag erschienen ist. Daniel Wagner und Julia Regett sind das kongeniale Duo. Sie hat die ursprüngliche Idee des Ingolstädters von Maras Weltreise wunderschön illustriert. Von Daniel Wagner stammen die Texte. Bei-

de lernten sich beim Medienmanagement-Studium in Würzburg kennen. Nach rund eineinhalb Jahren hatten sie etwa 80 Prozent des Buches bereits fertig. Bei der Suche nach einem Verlag wurden sie schließlich in Bielefeld fündig. „Der Verlag vertritt auch unsere Werte, wie Vielfalt und Diversität“,

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Die kleine, große Reise beginnt in einem Baumhaus. Dort ist die Heimat von Mara, einem Eichhörnchen. Und Mara hat einen großen Traum. Sie will die Welt bereisen – vom tiefsten Meer bis zum höchsten Berg. Während all ihre Mitbewohner und Artgenossen dem kleinen Eichhörnchen abraten, nimmt Mara ihren ganzen Mut zusammen und überzeugt sie vom Gegenteil. Mit Albatros Arthur bereist sie die Welt.

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„Mir kannst no a Bürgerliches bringa!“ in ier wird Bestes B ut! a r b e g t d Ingolsta

S o gesehen Schichtsalat bitte kräftig mischen

F

ie Familienfeiern haben nicht selten ein fortwährendes Ritual, einen immergleichen Ablauf. Es wird ausgiebig gegessen und gegessen und gegessen. Meist Braten und Knödel; auch Schnitzel mit Kroketten sind beliebt. Zuvor Hochzeitssuppe und zum Abschluss Vanilleeis mit heißen Himbeeren. Das ist so. Tradition eben. Diese sieht dann anschließend den obligatorischen Spaziergang vor, selbst bei Nieselregen und drei Grad - im Trippelschritt umkreist die Meute den Kirchturm. Anschließend folgt der Gang ans Kuchenbuffet, während in der Küche bereits der Wurstsalat und die Brotzeit vorbereitet wird. Manchmal allerdings gibt es Momente, die nicht geplant sind. Für schadenfreudige Menschen ein herrlicher Ausweg aus der Feier-Routine. Für andere dagegen ein Albtraum. Das gilt vor allem dann, wenn das seit Jahren bis ins Detail geplante, laufend wiederkehrende Fest eben doch einmal aus dem Ruder läuft. Wenn beispielsweise der leckere, liebevoll dekorierte Schichtsalat von übereifrigen, aber unwissenden Hilfskräften kräftig durchgemischt wird. Entgleiste Gesichter auf der einen Seite. Kichernde Laute auf der anderen. Eine Lappalie eigentlich. Und doch Anlass für einen ausgewachsenen Familienzwist. Dabei wäre die Sache doch so einfach: Hätten alle Beteiligten wenige Tage zuvor den Vortrag „Stress lass nach! Wege zu mehr Gelassenheit im Familienalltag“ an der KU in Eichstätt besucht, wäre vielleicht alles entspannter gewesen. Einmal tief durchschnaufen. Ärger verraucht. Denn spätestens im Magen ist der Schichtsalat sowieso gemischt. Eine schöne Woche wünscht

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Millionen Euro an staatlichen Zuschüssen haben seit Juli 2020 betroffene Selbstständige, Betriebe und Einrichtungen in Ingolstadt während der Corona-Krise erhalten. Die Summe umfasst zwölf Hilfsprogramme. Insgesamt gingen über 3.300 Anträge aus der Stadt ein. 42 Prozent der bewilligten Gelder flossen in Ingolstadt bislang an Antragsteller aus dem Gastgewerbe, das auch die meisten Anträge gestellt hat.


6 | Umwelt

IN-direkt | 13. Mai 2022

Rund 20 Ingolstädter wollen die Stadt Ingolstadt dabei unterstützen, bis spätestens 2035 klimaneutral zu werden.

Bürgerbegehren für klimaneutrales Ingolstadt In Ingolstadt können Bürgerinnen und Bürger für eine klimagerechte Zukunft unterschreiben

Eine Gruppe aus circa 20 Ingolstädter und Ingolstädterinnen hat sich zum Ziel gesetzt, die Stadt Ingolstadt dabei zu unterstützen, bis spätestens 2035 klimaneutral zu werden. Die überparteiliche Gruppe will dabei nicht nur Forderungen stellen, sondern die Stadt auch in den kommenden Jahren mit konstruktiven Ideen begleiten. „Eine grünere Stadt mit Raum für öffentliches Leben, mit klimaneutralen Gebäuden und weniger Verkehrslärm oder Parkplatzchaos steigert nicht nur die Lebensqualität: Sie trägt auch dazu bei, dass wir unserer Verantwortung aus dem Pariser Klimaabkommen gerecht werden“, sagt Nathalie Argus vom „Klimaentscheid IN“. „Unsere Mittel, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, sind vielfältig. Zentraler Bestandteil ist ein Bürgerbegehren, welches den Ingolstädter Bürgerinnen und Bürgern die Chance gibt, sich hinter das Ziel ,Klimaneutralität bis 2035‘ zu stellen.“ „Trotz der Dringlichkeit des Themas wird aktuell noch zu wenig gemacht. Wir bleiben als Stadt hinter unseren Möglichkeiten zu-

rück“, sagt Argus. Und es sei tatsächlich so: Die Stadt Ingolstadt bekenne sich zwar zum Pariser Klimaabkommen und sehe sich gemäß dem Stadtratsbeschluss vom April 2016 in der Verantwortung, Klimaziele zu definieren und diese mit der Implementierung von effizienten und zielführenden Klimaschutzmaßnahmen zu erreichen. Die bisherigen Anstrengungen würden jedoch nicht ausreichen, um die Klimaneutralität 2035 zu erreichen. Erst seit Ende 2020 gäbe es lediglich eine Klimaschutzmanagementstelle, gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative, deren Aufgabe die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts ist. Zum Vergleich: Der Landkreis Pfaffenhofen hätte vier Vollzeit-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Klimaschutz. Die Vorstellung eines neuen, belastbaren Klimaschutzkonzepts sei bisher mehrfach verschoben worden und stehe voraussichtlich im Juni an. Das sogenannte „CO2-Budget“ pro Einwohnerin oder Einwohner in Ingolstadt sei bei den aktuellen Emissionen in fünf bis sechs Jahren bereits auf-

gebraucht. Daher müssten die jährlichen Emissionen der Stadt Ingolstadt von 1,677 Millionen Tonnen schnellstens gesenkt werden, um spätestens 2035 die „Netto Null“ zu erreichen. Dazu fordern die Mitglieder des Klimaentscheids Ingolstadt, dass das Klimaschutzkonzept die Klimaneutralität Ingolstadts bis 2035 zum Ziel hat und entsprechende Maßnahmen beinhaltet, deren Umsetzung von 2022 bis 2035 zur Klimaneutralität führen. Dafür soll das Klimaschutzkonzept für das Klimaneutralitätsszenario 2035 eindeutig die jährlichen Kosten und den Personalbedarf für die Planung und Umsetzung der dafür notwendigen Maßnahmen abschätzen. Dies beinhaltet die Sektoren Private Haushalte, Gewerbe-Handel-Dienstleistungen, Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und CO2-Entzug. Für jedes Jahr ab 2022 sind der Endenergiebedarf und die Treibhausgas-Emissionen in diesen Sektoren aufzustellen, sodass 2035 „Netto Null“ Treibhausgas-Emissionen in Ingolstadt ausgestoßen werden. Nachdem sich die Initiative im Herbst vergangenen Jahres gefun-

den hat, wurden viele Gespräche mit den Politikern des Stadtrats, der Stadtverwaltung und weiteren Gruppierungen in Ingolstadt geführt. „Es gibt ein starkes Bewusstsein bei den Bürgerinnen und Bürgern für die Dringlichkeit, Maßnahmen gegen die Klimakrise zu ergreifen“, sagt Argus. Die Gruppe sieht ihre Aufgabe jetzt unter anderem darin, diesem Bewusstsein mit einer Unterschriftensammlung im Rahmen des Bürgerbegehrens Nachdruck zu verschaffen - die Sammlung hat vor knapp einem Monat begonnen und läuft aktuell auf Hochtouren. (tis)

B ürg erb eg ehren Unterschriften werden immer am Wochenende in der Innenstadt und an verschiedenen permanenten Sammelstellen im Stadtgebiet gesammelt. Listen zum selber drucken (und unterschreiben) gibt es online. Alle weiteren Informationen und ein Download der Unterschriftenlisten sind unter www.klimaentscheid-in.de möglich.


Kolumne | 7

IN-direkt | 13. Mai 2022

I N te ra k t i v

Digitale Erpressung: ein Milliardengeschäft Die Technik-Kolumne von Georg Appel Zwei von drei deutschen Unternehmen waren im vergangenen Jahr von Angriffen mit sogenannter Ransomware betroffen. Das durchschnittliche Lösegeld, das deutsche Firmen in großen Erpressungsfällen gezahlt haben, betrug 253.160 Euro, laut einer Studie von Sophos. Dass es die Kriminellen leicht haben, liegt nicht nur an ihren Fähigkeiten, schläfrigen Behörden und ITAbteilungen. Auch die Wirtschaft hat ungewollt zu deren Erfolg beigetragen. Die Corona-Pandemie und damit die schlagartige Ausstattung vieler Mitarbeiter mit mobilen Arbeitsplätzen – meistens zu Lasten der Sicherheit, hat ebenso dazu beigetragen. Hinzu kommt eine auch im privaten Umfeld nahezu beispiellose Naivität, im Umgang mit persönlichen Daten und Passwörtern, oder dem Arbeiten mit Smart-

phone, PC oder Notebook. Die Zahlung des Lösegeldes ist hierbei übrigens kein Garant, um alle abgegriffenen Daten wieder zurück zu bekommen. Laut der Sophos-Studie bekamen 99 Prozent der betroffenen Firmen nach der Zahlung einen Teil ihrer Daten zurück. Aber nur vier Prozent erhielten wirklich alle Daten wieder. Dabei wäre die Maximierung der Sicherheit relativ einfach zu erreichen. Es beginnt am Arbeitsplatz, beim persönlichen Verhalten. Passwörter müssen nicht oft gewechselt werden, sollten allerdings mindestens zwölfstellig sein und aus Zahlen, Buchstaben, sowie Sonderzeichen bestehen. Virenscanner müssen alle vier Wochen einmal einen Suchlauf über alle Dateien durchführen

und der Scanner muss aktuell sein. Emails sind das Einfalltor für fast alle Angriffe, denn es ist so einfach in einer Email den Schadcode zu verstecken. Gleiches gilt für SMS oder WhatsApp Nachrichten, bei denen mitgelieferte Links aus reiner Neugier angeklickt werden und in Sekundenbruchteilen ist mein Smartphone, mein Notebook, mein Gamer-PC, mein Arbeitsplatz infiziert und wird zum Goldesel für den Kriminellen. Unternehmen die nicht zahlen wollten, wurden an den digitalen Pranger gestellt. Die Kriminellen veröffentlichen die Daten. 42 Prozent der erpressten Unterneh-

men überweisen das geforderte Lösegeld, so die Studie. Auch wenn die gestohlenen Daten aus Sicherheitskopien wieder hergestellt werden können. Die Angst vor dem Bekanntwerden ist einfach zu groß. Was können Sie ganz persönlich, in Ihrem Umfeld tun – ich versichere Ihnen, Sie können mit Achtsamkeit und gesundem Misstrauen sehr viel bewirken und sich, sowie Ihrer Firma, Ihrem Arbeitgeber eine Menge Ärger und Frustration ersparen! Bleiben Sie skeptisch und gesund!

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8 | Sport

IN-direkt | 13. Mai 2022

„Wir wollen unsere Siegesserie fortsetzen“

Ingolstädter Duo Scherbel/Von Stelzer kämpfen am 14. Mai bei Hyrox-WM in Las Vegas um den Titel Vegas optimistischer und müssen nicht so hoch pokern (lacht).

Clemens Scherbel und Christopher von Stelzer

Herr von Stelzer, eine WM in Las Vegas – das hört sich zuerst einmal nach Poker an. Christopher von Stelzer: Das ist ein gutes Stichwort: Wir haben bereits unsere große Pokerpartie hinter uns. Kurz vor der Europameisterschaft vor rund vier Wochen in den Niederlanden erkrankte Clemens an Corona. Wir wussten deshalb nicht, was er zum Leisten imstande ist.

Aber Sie beide sind trotzdem gestartet. Ja. Nachdem wir es angetestet haben, sind wir am Start gestanden. Man muss dabei eines sehen: Bei Hyrox ist man eine knappe Stunde am Limit. Unser Puls bewegt sich im Schnitt zwischen 170 und 175 Schlägen pro Minute. Wir wussten nicht, ob sich Clemens das zumuten kann. Aber es hat super gut geklappt. Nun sind wir für Las

Sie belegten beim Ingolstädter Halbmarathon den sechsten Rang. Hatten Sie schon immer ein Talent für Ausdauersportarten? In Reichertshofen habe ich beim Skiclub mit Kinderturnen begonnen. Im Teenageralter haben sich meine Stärken herauskristallisiert – das ist einfach die Vielseitigkeit. Mit Freunden haben wir uns dann tatsächlich auch „Die Allrounder“ genannt. Wir haben alles gemacht – von Leichtathletik über Schwimmen bis Turnen. Im Sommer sind wir zu regionalen Laufwettbewerben gefahren. Irgendwann habe ich mit 16 oder 17 Jahren das erste Mal am Halbmarathon in Ingolstadt teilgenommen. Mit 19 Jahren startete ich erstmals bei Hindernisläufen, beispielsweise bei „Tough Mudder“. Auch da bin ich erfolgreich – und dazu geben mir diese Hindernisläufe mehr als „nur“ geradeaus laufen. Man hat bei Hindernisläufen immer irgendwelche zusätzlichen Herausforderungen. Um dort allerdings gut zu sein, muss man auch schnell laufen können. Dementsprechend suche ich mir ein paar Wettkämpfe heraus, an denen ich „nur“ laufe. Hyrox ist ja wie ein moderner Hindernislauf mit verschiedenen Workouts. Was macht Hyrox genau aus? Vor allem die Vielseitigkeit. Um vorne dabei sein zu können, muss man ein guter Allrounder sein, sowohl Kraft haben, als auch schnell und willensstark sein. Dazu muss man sich quälen können. Denn eine knappe Stunde ist man am absoluten körperlichen Limit. Es bringt also nichts, nur ein schneller Läufer zu sein und dann bei den Kraftübungen seinen Tribut zollen zu müssen. Gleichzeitig ist es nicht vorteilhaft, nur Kraft zu haben und auf der Laufstrecke Zeit zu verlieren. Wie lange betreiben Sie Hyrox? Meinen ersten Wettkampf habe ich im Jahr 2019 in Wien absolviert. Erst im vergangenen Jahr sind Clemens und ich erstmals als Duo am Start gestanden. Im November 2021 in Berlin sind wir

erstmals zusammen gestartet und haben die viertschnellste jemals gemessene Zeit aufgestellt. Da feierten wir auch gleich unseren ersten Sieg. Daraufhin haben wir Blut geleckt. Im März sind wir in München gestartet und haben unsere Zeit nochmals verbessert. Bei der EM in Maastricht hatten wir uns deshalb bereits gute Chancen ausgerechnet. Dort war die Konkurrenz allerdings deutlich stärker – aber wir haben trotzdem mit über einer Minute Vorsprung in rund 52 Minuten gewonnen. Inzwischen sind wir perfekt eingespielt. Nun hoffen wir natürlich, dass wir die Siegesserie in Las Vegas fortsetzen. Das heißt: Sie hoffen auf den WM-Titel. Um ehrlich zu sein, rechnen wir uns mindestens einen Podiumsplatz aus, wenn nicht sogar den Titel. Wir sind die amtierenden Europameister und aktuell sehen wir kein Doppel, das an unsere Zeiten herankommt. Wenn wir unsere Leistung abrufen, dann müsste schon ein extrem starkes Doppel kommen, um uns zu schlagen. Aber das sehen wir aktuell nicht. Deshalb wäre es für uns schon enttäuschend, wenn wir nur auf Platz fünf oder sechs landen. (tis) Das komplette Interview lesen Sie hier:

Was ist h y rox Hyrox ist ein modernes Zirkeltraining, mit insgesamt acht Kilometern Laufen und acht verschiedenen Übungen, sogenannten Workouts. Kraft und Ausdauer ist gleichermaßen gefragt. Die Wettkämpfe finden in Messehallen statt. In vier nordamerikanischen Städten und 16 europäischen Metropolen finden die Wettkämpfe statt. Der erste offizielle Hyrox-Wettkampf fand im April 2018 statt. Die diesjährige Weltmeisterschaft wird am 14. Mai in Las Vegas veranstaltet.


Sport | 9

IN-direkt | 13. Mai 2022

Kicken in der Halle

Coaches bei „Königsklassenfußball“ trainieren Spieler virtuell und in herkömmlichen Einheiten sieben Tagen der Woche, von 9 bis 18 Uhr, unter den hilfreichen Tipps geschulter und erfahrener Coaches trainiert werden.

Fußball ist die schönste Nebensache der Welt. So wird dieser Sport gerne bezeichnet. Doch für Kilian König ist Fußball die Hauptsache. Sein Leben. Der Haunwöhrer spielte leistungsorientiert Fußball und arbeitet seit über zehn Jahren im professionellen Nachwuchsfußball mit den Schwerpunkten Scouting und Coaching. Im vergangenen Jahr hat er eine Kunstrasenhalle in Unsernherrn aufgebaut – in Eigenregie. Seither kann in der Soccer-Arena bei „Königsklassenfußball“ an allen

Unten üben die Nachwuchskicker. Ein Trainer leitet sie an. Schießen und dribbeln steht auf dem Programm. Die Schnelligkeit und Schusskraft soll verbessert werden. Analog quasi. In der zweiten Ebene der Halle steht die Zukunft – und damit ist nicht ein künftiger Profi gemeint, sondern eine neue Trainingsmethode. Virtual Reality Training heißt dieser Trend. Digitales Training. Die großen Vereine, wie Paris St. Germain und AC Mailand, setzen auf das digitale Training von „Rezzil“ - wie nun auch „Königsklassenfußball“ in Ingolstadt. „Wir sind deutschlandweit die erste Firma, die mit diesem Tool trainiert“, sagt König. Mithilfe einer 3D-Brille taucht der Spieler in eine virtuelle Welt ein. Dort kann er trainieren, Statistiken abrufen, Spielszenen ana-

lysieren und, und, und. Dadurch soll er sich individuell verbessern, beispielsweise die Genauigkeit, Reaktionszeit, Orientierung und Entscheidungsfindung. Es erinnert etwas an ein Computerspiel. Der ehemalige Profi Fabian Müller hat das virtuelle Training auch noch nie erlebt. „Was es nicht alles gibt, verrückt“, sagt er und schüttelt mit dem Kopf, während er die 3D-Brille aufsetzt. Ein Fernseher überträgt das, was Müller nun selbst hinter seiner Brille sieht. Es flitzen gelbe, rote, blaue, lila, silberfarbene und weiße Bälle umher. Die Farbe zeigt an, mit welchem Teil des Fußes der Ball bespielt werden soll. Je besser man ist, desto schneller kommen die Bälle angeflitzt. „Ah, den Gelben habe ich nicht erwischt“, ärgert sich Müller. Langsam kommt selbst der austrainierte Ex-Profi ins Schwitzen. „Die digitale Welt bietet einen Mehrwert, entscheidend ist aber

das Coaching. Der Trainer ist der Schlüssel, sowohl im realen, als auch im virtuellen Training“, sagt Königs Partner bei „Königsklassenfußball“, Tommy Wachs. Denn egal ob virtuelles oder herkömmliches Spiel: Der Trainer ist ein zentraler Bestandteil, der korrigierend und verbessernd eingreift. Das virtuelle Training sei eine gute Ergänzung zum regulären Training, ergänzt Kilian König. Das gelte für Fußballer jeden Alters und Leistungsstands. Sogar für Rehapatienten sieht König Vorteile, weil das virtuelle Training wenig belastend sei und man dadurch seine Fähigkeiten nicht verliere. Auch Ex-Profi Fabian Müller sieht das so: „Es macht Spaß, ist überraschend realistisch und man nutzt die Zeit für ein effizientes Training“, sagt er. Als er die 3DBrille ablegt, stehen die Nachwuchskicker vor ihm. Ihr Individualtraining im Erdgeschoss haben sie beendet – nun geht es virtuell weiter. (tis)

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10 | Meinung

IN-direkt | 13. Mai 2022

Übertarifliche Arbeitsmarktzulage in Ingolstadt Ingolstadt hat – wie viele anderen Kommunen auch – ein Problem mit dem Fachkräftemangel in Kitas und Krippen. Es fehlen Erzieherinnen und Erzieher, um den Bedarf und die Nachfragen decken zu können. Eine Willkommensprämie von 4.000 Euro, die im Februar 2020 eingeführt wurde, brachte nicht den gewünschten Erfolg. Nun ist eine außertarifliche Arbeitsmarktzulage in Höhe von zehn Prozent im Gespräch. Damit befasst sich der Ingolstädter Stadtrat zeitnah. Doch auch dieser Vorstoß der Stadtverwaltung ist nicht unumstritten – weder im Ingolstädter Stadtrat noch bei den umliegenden Kommunen.

Die Zulage ist aktuell das einzige legitime Mittel einer Kommune, um kurzfristig dem Fachkräftemangel entgegenzutreten Die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung ist in den vergangenen Jahren ein ganz wichtiger Bereich geworden. Die Gesellschaft und die Rahmenbedingungen haben sich im Vergleich zu früher allerdings erheblich verändert. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein großes Thema geworden. Immer mehr Mütter mit kleinen Kindern sind erwerbstätig. Darauf hat die Politik reagiert und Rechtsansprüche definiert. So gibt es seit 1996 einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Seit 2013 gibt es einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für alle Kinder ab einem Jahr - in Ausnahmefällen sogar für Kinder unter einem Jahr. Unser Gesetzgeber hat dazu ab dem Jahr 2026 noch einen Rechtsanspruch zur ganztägigen Bildung und Betreuung von Grundschulkindern beschlossen. Hinter den gesamten Rechtsansprüchen steckt immer, dass die Kinder nach dem Fachkräftegebot des bayerischen Kinder- und Bildungsgesetzes betreut und gebildet werden müssen. Das heißt: Es geht nur mit Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen. Wir können nicht – wie in anderen Bereichen – auf ehrenamtliche Kräfte setzen.

Wir als Stadt Ingolstadt haben auf den Rechtsanspruch und die erhöhte Nachfrage reagiert. Allein 2021 haben wir 96 neue Krippenplätze und 333 Kindergartenplätze geschaffen. In diesem Jahr kommen erneut 66 Krippenplätze und 128 Kindergartenplätze hinzu.

den sich – wie Ingolstadt - in einer ähnlichen Situation und praktizieren dies bereits erfolgreich.

Jetzt sind wir allerdings an einem Punkt angelangt, dass wir zwar die Räumlichkeiten haben, aber keine Gruppen eröffnen können, weil das Fachpersonal fehlt. Natürlich investieren wir auch in die Aus- und Weiterbildung, schaffen Angebote und arbeiten an einer langfristigen Lösung. Nur können wir zu Eltern eben nicht sagen, dass sie in vier oder fünf Jahren einen Platz erhalten, wenn sie ihn jetzt benötigen. Wir brauchen also eine schnelle Lösung. Deshalb sehen wir momentan als einziges Mittel, das wir als Kommune noch haben, um diesem Fachkräftemangel entgegenzutreten, eine übertarifliche Arbeitsmarktzulage anzubieten.

Der Personalmangel in München ist zwar nicht verschwunden. Er hat sich allerdings weniger stark ausgeprägt. Das Instrument zeigt also Wirkung. Es kann aber nicht alle Probleme beheben, aber es hilft uns zumindest kurzfristig. Denn die Krux ist ja: Die strukturellen Probleme verschärfen sich durch den Personalmangel. Die Menschen, die diesen Beruf wählen – größtenteils sind es Frauen – arbeiten aus Überzeugung, weil sie gerne mit Kindern zusammen sind. Wenn nun in einer Kita permanent Personalmangel herrscht, haben sie keine Zeit, ihren Beruf so auszuüben, wie sie es sich wünschen. Dadurch wird der Beruf wieder unattraktiver. Wenn wir nun mehr Personal gewinnen können, arbeiten die Menschen unserer Ansicht nach lieber in dem Beruf, weil sie nicht ständig in einer Mangelsituation sind.

Die Stadt Ingolstadt ist Mitglied im kommunalen Arbeitgeberverband. Laut diesem ist die Zulage ein legitimes Mittel. Die Städte München und Regensburg befin-

Auch das Argument, dass wir den Druck auf die umliegenden Kommunen mit der Zulage erhöhen, muss man differenziert betrachten. Ich sehe die Problematik in

dieser Schärfe vor allem in den Großstädten. Denn dort muss das Angebot größer sein als auf dem Land. Es braucht längere Öffnungszeiten, ein vielfältigeres und umfassenderes Angebot. Die Region 10 hat nur eine Großstadt. Das ist Ingolstadt. Zudem wäre die monetäre Zulage auch eine Wertschätzung für unser Personal, das seit Jahren mit dieser immer schwieriger werdenden Situation umgehen muss. Mit der Zulage wollen wir nicht nur neue Kräfte gewinnen, sondern auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die wir haben, unsere Anerkennung und Wertschätzung zeigen. Wir sollten alles tun, was in unserer Macht steht, um unsere Situation zu verbessern. Dazu gehört die außertarifliche Arbeitsmarktzulage. (tis)

Z ur P erson

Adelinde Schmid (52) lebt in Ingolstadt und ist Leiterin des Amts für Kinderbetreuung und vorschulische Bildung bei der Stadt Ingolstadt.


Meinung | 11

IN-direkt | 13. Mai 2022

Kontra

Fotos: Evgeny Atamanenko/123rf.com, Freepik

Eine Zulage schafft keine Personalmehrung, sondern Kannibalismus

In den bayerischen Kitas fehlen Tausende von Fachkräften. Dieser Fakt ist nicht wegzudiskutieren und der Mangel an Erzieherinnen und Erziehern wird sich in den kommenden Jahren sogar noch zuspitzen. Der Arbeitsmarkt ist aktuell bereits leergefegt. Der Bedarf ist also höher, als Fachkräfte ausgebildet werden. Laut Umfragen ist die hohe Belastung einer der Hauptgründe, warum dieser Beruf immer mehr an Attraktivität verliert. Das heißt: Erst wenn sich die Bedingungen im Alltag verbessern, verbessert sich das Image. Eine übertarifliche Arbeitsmarktzulage mag zwar kurzfristig die Motivation heben, aber langfristig ändert es nichts an der Situation selbst, weil die Kita-Beschäftigten eben keine Aussicht auf Besserung ihrer Lage sehen. Da kann auch ein wenig mehr Geld nicht hinwegtrösten. Mit einer Arbeitsmarktzulage schaffen wir allerdings gleich mehrere neue Probleme. Es treibt die Kosten für die Kommunen nach oben – nicht nur für Ingolstadt. Wir schaffen in der Region 10 eine Konkurrenzsituation. Wir setzen damit andere Kommunen unter Druck. Sie müssen und werden mit den Löhnen nachziehen, um ihre Erzieherinnen und Erzie-

her zu halten. Dadurch entsteht keine Personalmehrung, sondern Kannibalismus. Das Beispiel in München sollte Ingolstadt genug abschrecken: In der Landeshauptstadt herrscht trotz Zulage ein hoher Personalmangel. Wir brauchen also andere Lösungen. Wir sollten am Kern ansetzen und dort das Geld investieren - statt in eine übertarifliche Arbeitsmarktzulage. Das heißt: Ausbildung umstrukturieren und die Attraktivität erhöhen, beispielsweise durch die Übernahme von Prüfungsgebühren und Materialkosten, Fahrtkostenerstattungen zu den Fachakademien oder den Ausbildungsstellen, Großstadtboni durch Jobticket, Vergünstigungen im ÖPNV und wohnortnahe Tiefgaragen. Wir brauchen wettbewerbsfähige, feste Vergütungen im Sozialpädagogischen Einführungsjahr und im Berufspraktikum. Wir müssen eine weitere Fachakademie in der Region 10 für Erzieher oder Kinderpfleger schaffen, um mit mehr Fachkräften auf den Mangel zu reagieren. Und wir müssen die Berufsbedingungen an sich attraktiver gestalten. Damit können wir auch die hohe Abwanderungsrate in die pädagogischen Studiengänge ver-

hindern. Denn maximal 50 Prozent der jährlichen Erzieher-Absolventen arbeiten nach dem Anschluss aktuell tatsächlich auch am Kind. Der Rest studiert oder wechselt den Beruf. Berufseinsteiger nach dem Berufspraktikum müssen in den ersten Monaten – wenn gewünscht – begleitet und unterstützt werden. Wir brauchen außerdem ein regelmäßiges Monitoring – am besten alle drei Jahre, um flexibel und umgehend auf Änderungen reagieren zu können. Auf den Fachkräftemangel lediglich mit einer übertariflichen Arbeitsmarktzulage zu reagieren, ist in etwa so, als wenn man bei einem Motorscha-

den lediglich das Öl wechselt. Das Auto wird dadurch trotzdem nicht mehr fahrbereit sein. Die Arbeitsmarktzulage bringt keine Besserung – aber erhöht in der gesamten Region nur den Druck und die Nöte aller Kommunen. (tis)

Z ur P erson

Angela Mayr (54) ist Juristin, Dozentin an einer Fachakademie und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Ingolstädter Stadtrat. Sie wohnt in Ingolstadt.


12 | Wirtschaft

IN-direkt | 13. Mai 2022

Im Schlaraffenland

Marianne Großmann über ihren Wirklichkeitgewordenen-Traum und dessen Entstehungsgeschichte IN-direkt war zu Gast in einer Konditorei in der Nähe von Dasing: Mariandl‘s Hofcafé liegt zwar nicht in einem fürstlichen Schlosshof, sondern in einer eher landwirtschaftlich geprägten Umgebung. Mit ihrer überwältigenden Auswahl an Torten (die genaue Stückzahl wollte man uns nicht verraten, es müssen wohl pro Jahr viele hunderte sein) und weiteren Konditoreispezialitäten überrascht dieses Kleinod im Hinterland von Augsburg aber dann doch. IN-direkt: Frau Großmann, erzählen Sie uns doch bitte ein bisschen was über die Entstehung Ihres Cafés und auch über den daneben liegenden Hofladen. Die Lage ist doch etwas abseitig von Augsburg und auch von der Autobahn selbst. Ja gerne! Ein eigenes Café war schon immer mein großer Traum seit ich ungefähr 14 Jahre alt war und ich habe ihn auch alle Jahre weiter geträumt. Nach dem Abschluss meiner Meisterprüfung zur Konditorin 2017 habe ich mit Unterstützung der ganzen Familie recht schnell auch den Umbau unserer Scheune vorangetrieben und wir konnten bereits 2018 das Café eröffnen. Den kleinen Hofladen allerdings betreibe nicht ich, sondern meine Brüder und meine Eltern.

Wie kam es zum Namen des Cafés? Das können Sie sich eigentlich doch denken! (Lächelt). Ein bisschen bayrisch sollte mein Vorname schon rüberkommen, da war es zu Mariandl nicht weit. Was sind denn im Café Ihre Besonderheiten? Legen Sie Wert auf spezielle Zutaten? Wir verwenden nur hochwertige und möglichst regionale Produkte und keine Fertigpackungen bzw. Fertigmischungen, das ist uns wichtig! Wie ist denn aktuell Ihre Besucherstruktur? Kommen nur Kunden aus Augsburg und Umgebung? Nein definitiv nicht. Wir haben eine recht große Kundenreichweite, viele kommen aus München

und sogar vom Tegernsee. Auch unsere Hochzeitstorten kommen immer wieder super an. Momentan bieten wir 100 Gästen Platz bei uns im Café, das von Donnerstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet ist. Wir bieten auch ein Frühstück bis 13 Uhr an, bei dem wir selbstgemachtes Brot in sieben Sorten, drei verschiedene Semmeln und natürlich auch Torten aus unserer Theke mit über 40 Variationen anbieten. Und manchmal platzt das Café aus allen Nähten? Momentan beschäftigen wir circa 50 Mitarbeiter/-innen, um unsere Gäste auch im Sommer auf der Terrasse gut versorgen zu können. Es gibt Tage, da kommen alle Gäste gleichzeitig und da erfordert es schon ein bisschen Geduld. (ULi)

Anfahrt und Infos: Auf der A8 aus Augsburg kommend über die Ausfahrt Friedberg, aus München kommend über die Ausfahrt Dasing bis Unterzell. Weitere Infos online: www.mariandls-hofcafe.de

Tel. 08 41 / 1 42 66 81 • Rund um die Uhr telefonisch erreichbar Gerolfinger Straße 5a (gegenüber Westfriedhof) · 85049 Ingolstadt info@bestattungen-holzward.de • www.bestattungen-holzward.de


Kultur | 13

IN-direkt | 13. Mai 2022

„Die Kunststücke sind erstaunlich“

Ingolstädter Zauberkünstler Sven Catello über seinen Beruf, Auftritte und die Zaubertage öffentliche Auftritte, wie das „Catello-Zaubermenü“, die Zaubertage und die „Family-Magic-Show“. Ansonsten lebe ich davon engagiert zu werden. Insgesamt trete ich etwa rund 70-mal pro Jahr auf.

Herr Catello, können Sie selbst noch über Zauberkunststücke staunen? Natürlich. Ich bin sogar sehr gut darin, mir Sachen anzuschauen und versuche nicht sofort dahinter zu kommen, wie dieser Trick funktioniert. Aber es ist auch so, dass ich einen anderen Blick auf die Zaubereien habe. In vielen Fällen weiß ich, was abläuft. Dann konzentriere ich mich beispielsweise auf die Präsentation des Künstlers, das Licht und den Umgang mit den Zuschauern. Also periphere Sachen. Trotzdem passiert es noch oft, dass ich einfach dasitze und staune. Dieses Gefühl kann ich mir gut bewahren. Haben Sie persönlich ein Lieblingskunststück? Das gibt es nicht. Ich mache viele Dinge gerne. Ein paar Sachen präsentiere ich schon sehr lange. Manche Dinge sind neu – die ich aber auch toll finde. Wann haben Sie mit der Zauberei begonnen? Mit 14 Jahren. Ich hatte mir ein Buch über Kartenzauberei gekauft. Anschließend habe ich erfahren, dass es Zauberhändler gibt, bei denen man Requisiten kaufen kann. Daraufhin habe ich mir einen Katalog bestellt und mir Sachen zum Geburtstag oder Weihnach-

ten daraus gewünscht. Eines der ersten Dinge, die mir meine Oma schenkte, waren Ringe. Mit diesen zaubere ich noch heute. Auch die Präsentation ist nahezu noch dieselbe. Lediglich die Länge hat sich etwas geändert. Allerdings werde ich nun nach 30 Jahren Routine die Präsentation ändern. Wieviel Übung erfordert das Zaubern? Zeitlich kann man das nicht festmachen. Einerseits gibt es die handwerkliche Seite, in die man Übungszeit investieren muss. Andererseits braucht es auch Konzeptionszeit, welche man nicht genau festschreiben kann. Da geht es viel ums Nachdenken, Programme zusammenzustellen, Texte schreiben, Musik und Themen finden. Das nimmt viel mehr Zeit in Anspruch. Aber auch das ist ein Prozess. Wenn man ein Kunststück hat, probiert man es dann vor einem Publikum aus. Anschließend wird verbessert, umgestellt und Elemente herausgestellt. Man ist eigentlich laufend am Arbeiten. Für wen zaubern Sie? Eigentlich zu jedem Anlass; für Kinder und Erwachsene, bei Geburtstagen genauso wie bei Hochzeits- und Firmenfeiern. Ich habe schon für zwei Leute gezaubert und auch für 2.000. Dazu gibt es

Während der Corona-Pandemie waren es allerdings weniger, oder? Natürlich. Obwohl ich das „CatelloZaubermenü“ trotzdem einmal pro Monat während der Corona-Krise veranstaltet habe – natürlich abhängig von den jeweiligen HygieneRegelungen. Das erste Mal ohne Auflagen habe ich erst jetzt im Mai wieder gespielt. Die Verkaufszahlen sind leider noch nicht wie vor der Pandemie. Die Leute trauen sich offenbar noch nicht oder sind träge geworden. Man merkt deutlich die Zurückhaltung. Die „Family-Magic-Show“ habe ich erstmals wieder im Januar gespielt. Diese hat besser funktioniert. Für die Kinder scheinen die Leute herauszugehen. Normalerweise spiele ich diese Show einmal im Jahr. Allerdings zeige ich diese nochmal am 29. Mai. Die Nachfrage ist da und keiner weiß, was im kommenden Winter wieder passiert. Was ist das „Catello-Zaubermenü“? Für mich ist das Zaubermenü mit die schönste Art aufzutreten. Es findet einmal im Monat statt. Ich sitze am Tisch, die Leute sind um mich herum versammelt. Alles ist eng zusammen. Maximal 50 Leute sind im Raum, wie in einer Arena. Wenn alles voll besetzt ist, ist die Stimmung gewaltig. Ein intensives Erlebnis, viel stärker als wenn ich auf einer Bühne stehen würde. Beim Zaubermenü gibt es also gastronomische Verköstigung, ich zaubere dabei und habe Zeit Geschichten zu erzählen. Dazu mache ich erstaunliche Sachen. Höhepunkt des Ingolstädter Zauberjahrs sind aber die Zaubertage.

Wegen Corona habe ich sie in diesem Jahr nach vorne auf den Oktober gelegt. Sonst finden diese immer im November statt. In diesem Jahr veranstalte ich sie zum 25. Mal. Dem Festival liegt folgende Idee zugrunde: Früher, zu meiner Studienzeit, hatte ich mich mit anderen Zauberkünstlern getroffen, während ich an Wettbewerben teilgenommen habe. Da entstand der Gedanke, dass es doch toll wäre, wenn wir zusammen öfter auftreten würden. Diese Idee habe ich in die Tat umgesetzt. Zuerst haben wir an zwei Tagen zwei Shows in der „Neuen Welt“ gespielt. Zusammen mit dem Direktor des damaligen Hotels „NH Ambassador“ kam das Angebot zustande, dass die Künstler dort übernachten können. Daraufhin haben wir die Zaubertage ausgedehnt und spielen in unterschiedlichen Orten. Das Ziel ist allerdings gleichgeblieben: Wir wollen den Menschen in Ingolstadt zeigen, wie Zauberei aussehen kann. Diese Art von Festival war in Europa einmalig. In diesem Jahr gibt es einige Besonderheiten: Der Magische Zirkel in Deutschland veranstaltet Wettbewerbe. Der Jugendwettbewerb wird deshalb im Rahmen der Zaubertage in Ingolstadt ausgerichtet. Außerdem wird es nach mehrjähriger Pause wieder eine Galashow geben, an der sechs bis sieben Zauberkünstler an einem Abend auftreten.

Das Gespräch führte Timo Schoch.

Das gesamte Interview mit Sven Catello lesen Sie hier.

Z ur P erson

Sven Catello (54) ist Mathematiklehrer und Zauberkünstler. Er lebt in Ingolstadt.

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14 | Reisen

IN-direkt | 13. Mai 2022

Der reisende Gärtner

Oder: Warum mancher Reiseleiter auch leidenschaftlicher Gärtner ist. IN-direkt trifft sich diesmal mit Eckart Raible, Gärtner aus Leidenschaft und engagierter Reiseleiter von Gartenreisen im europäischen und auch außereuropäischen Ausland.

Wie sieht denn der Schwerpunkt Ihrer Gartenarbeit aus? Haben sie einen exklusiven Kundenkreis, bieten sie spezielle Gartenthemen an? Mein Kundenstamm ist über Jahrzehnte stetig gewachsen und somit auch die Vielfalt der Charaktere, bei denen ich im Garten arbeite. Es sind fast ausschließlich Dauerkunden. Mein Schwerpunkt ist zweifelsohne die Pflege vom Rasenmähen bis zum Obstbaumschnitt. Gerne lege ich kleine Staudenbeete an, pflanze hochwertige Baumschulware, also schöne Sträucher und Bäume und entwickle diese dann über die folgenden Jahre.

Was waren in letzter Zeit die schönsten, aber auch die schwierigsten Gärten, mit denen Sie zu tun hatten? In meiner Branche herrscht jetzt in Coronazeiten Vollbeschäftigung. So genieße ich, inzwischen etabliert, den Luxus, eigentlich nur das zu machen, woran ich selbst Freude habe. Aber auch das Schneiden einer eigentlich öden Thujahecke oder das Durchpflegen eines Beets kann im Resultat erfüllend sein, wenn danach ein sauberes Bild entstanden und der Kunde zufrieden ist. Probleme haben wir Gärtner allgemein, wenn Flächen länger nicht beachtet wurden, dann zum Beispiel vor lästigem Giersch, Ackerwinde und Quecke strotzen und man diese kaum aus einem Bestand herausbekommt. Es gibt ja etliche Anbieter von Gartenreisen, man braucht sich nur ein bisschen im Internet umzusehen und findet eine Vielzahl von Veranstaltern. Was unterscheidet Raibles Gartenreisen von diesen anderen Anbietern? Ich bin selbst vielseitig interessiert, das Vernetzen von Wissen, Erfahrungen und Leidenschaften ist nicht nur spannend, sondern bildet für mich das Rundumempfinden für die Welt. Es gibt bei mir keine Angebote, die „nur“ ein einziges Thema beleuchten, zerpflücken oder nur abhaken. So sind bei meinen Gartenreisen auch gerne mal ein Kloster, eine Kellergasse, ein Konzert, Kulinarik und Kunst im Allgemeinen dabei – alles gehört zusammen! Besonders fesselt mich das Zusammenwirken von Mensch und Natur. Das jedoch allzu oft anzutreffende Ungleichgewicht und der verantwortungslose Umgang mit der Schöpfung schmerzen mich!

Die schönsten Reisen der letzten Jahre waren für Sie? Mehrere Touren haben mich seit 2013 nach Georgien geführt, das mit grandiosen Gebirgslandschaften, einer reichen Kultur und hervorragendem Essen verwöhnt. Eine recht neue Erfahrung war Madeira als Wander- und Gartenreiseziel. In 2021 habe ich mit einer Gruppe eine entspannte Woche auf der grünen Ägäisinsel Skiáthos verbringen dürfen. Ebenfalls sehr gerne bin ich in Deutschland und auf der Postschiffroute entlang der norwegischen Küste unterwegs. In wie viele Länder haben sie bereits Gartenreisen unternommen und was steht unbedingt noch auf der Agenda? Da ging es mehrfach nach Sizilien, Madeira, Mallorca, Andalusien und an die Côte d‘Azur. Aber auch in all meinen anderen Programmen sind Besuche von Gärten und Parks eingebaut und ich durchstreife gerne blühende Bergregionen, wie etwa die Pyrenäen, den Kleinen und Großen Kaukasus und das Oberengadin. Dort trifft man hin

Fotos: E. Raible, U. Linder

IN-direkt: Herr Raible, Sie vereinen eigentlich das Beste aus zwei wunderschönen Welten: Einerseits dem Erschaffen und der Pflege von Gartenkreationen, andererseits aber auch die Reiseorganisation für interessierte Gartenliebhaber zu außergewöhnlichen Gärten und Parks in vielen Ländern. Können Sie uns ein bisschen mehr über Ihren Werdegang erzählen? Ich kann fast behaupten, dass ich aus einer Gärtnerfamilie stamme; mein Vater und mein Bruder sind ebenfalls in diesem Feld tätig. Nach Lehrzeit in einer Baumschule, Auslandspraktika plus einigen Semestern Fachhochschulstudium in Weihenstephan habe ich mich als Gartengestalter selbständig gemacht. Parallel habe ich ornithologische und botanische Studienreisen geleitet; später kamen Wander-, Städte-, Garten- und Schiffsreisen dazu. Über die Jahre ist das ein gewisser Selbstläufer geworden, allerdings hat Corona die Schwerpunkte verschoben: Das Gärtnern boomt, die Reiseaktivitäten sind stark eingeschränkt.

und wieder botanische Bekannte am Wildstandort, wie etwa Nordmanntanne, Perückenstrauch oder Rhododendren. Ein großer Traum sind noch die 1001-NachtGärten von Marrakesch. Zum Schluss bitte noch ein paar Tipps für den Privatgarten unserer Leser, was empfiehlt der Gärtner Raible bei der Gartenpflege? Ich bin ein großer Freund von standortangepasster Pflanzenverwendung sowie art- und fachgerechter Pflege; d.h. nur das zu verwenden, was wirklich passen sollte und ein artgerechter Schnitt. Leider gehen das Wissen darüber und die praktische Umsetzung davon immer mehr verloren. Meinen Kunden versuche ich vom TabulaRasa-Garten-„Aufräumen“ und überall-Laubrechen-„Müssen“ im Herbst abzuraten – goldgelb verfärbte Gräser, mit Raureif überzogene Staudenreste und Fruchtstände sind sehr attraktiv und bieten Nahrung für Vögel in den kargen Monaten; buntes Herbstlaub ist etwas fürs Auge und Rückzugsort für Igel. (ULi)


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IN-direkt | 13. Mai 2022

Wohnen am Rosengarten Familienfreundliche Wohnanlage fertiggestellt

Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH (GWG) sieht sich in der Verantwortung, den angespannten Ingolstädter Wohnungsmarkt weiter zu entlasten und hält daher an ihrem umfangreichen Neubauprogramm fest. Ein weiteres dieser Projekte wurde vor kurzem fertiggestellt. Wie der Name es schon erkennen lässt, stellt die Besonderheit bei diesem Projekt der ehemalige Rosengarten in Oberhaunstadt dar. Die vier neu entstanden Wohngebäude mit insgesamt 58 öffentlich geförderten Mietwohnungen gruppieren sich rund um einen geschützten Innenhof, in dessen Zentrum sich der Rosengarten befindet. Aufgrund der veränderten Umgebungs- und Bodenbedingungen wurden die ursprünglichen Rosenpflanzen in andere Gebiete versetzt. In den neu anlegten Freianlagen wird das Konzept des Rosengartens jedoch wieder

aufgegriffen und fortgeführt, was dem ganzen Quartier einen ganz besonderen Charme verleiht. In den Neubauten sind Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 59 und 106 m² entstanden. Die Grundrisse sind sehr flexibel angelegt, so dass sich diese gut an verändernde Familienplanungen, neue Platzbedürfnisse oder Ansprüche an das Arbeiten im Home-Office anpassen. Im Komplex befinden sich drei rollstuhlgerechte Wohnungen mit bodengleicher Dusche. Darüber hinaus sind alle Wohnungen barrierefrei zu erreichen. Zu jeder Wohnung gehört ein privater Außenbereich in Form einer geschützten Loggia. Die Außenanlagen werden mit einer abwechslungsreichen Bepflanzung sowie Sitz- und Spielmöglichkeiten angelegt und bieten somit für alle Bewohner und Bewohnerinnen viele Möglichkeiten zum Verwei-

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Starterlaubnis erteilt

Führende Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Kommunen und Organisationen schließen sich zu Air Mobility Initiative (AMI) zusammen Die Zukunftsvision ist längst nicht mehr nur Wunschdenken und Theorie. Der elektrische Luftverkehr wird in Ingolstadt und der Region immer mehr zur Realität. Ein weiterer großer Schritt ist nun erfolgt. Die Stadt Ingolstadt engagiert sich schon lange im Bereich der Mobilität der dritten Dimension. Genau mit diesen Erfahrungen will sie sich jetzt, als Mitglied der Air Mobility Initiative (AMI), die vor kurzem geschaffen wurde, einbringen. Weitere Mitglieder sind Airbus, Deutsche Bahn, Deutsche Flugsicherung, Diehl Aerospace, Droniq, Flughafen München und die Telekom. Der Freistaat Bayern und die Bundesrepublik Deutschland fördern die Initiative. Durch den Zusammenschluss werden eine Reihe an Forschungsprojekten auf den Weg gebracht. Dabei geht es um die Bereiche „elektrisches Luftfahrzeug“, „Luft-

verkehrsmanagement“ und „Vertiport“, bei dem es um die Infrastruktur am Boden geht. „Wir wollen als Stadt die richtigen Impulse setzen und sicherstellen, dass die Anforderungen von Städten und Regionen von Anfang an mit in die Entwicklung dieser Technologie einfließen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Christian Scharpf. Die Stadt Ingolstadt nimmt auch hier ihre bisherigen Partner mit ins Boot. Die Technische Hochschule Ingolstadt, die Katholische Universität EichstättIngolstadt und das brigkAir sollen dazu beitragen, die Branche am Standort Ingolstadt zu festigen. „Wir werden die verschiedenen Elemente eines solchen Verkehrssystems in realitätsnahen Projekten untersuchen, um ein genaues Bild von den technischen und regulatorischen Anforderun-

gen zu gewinnen“, betont Andreas Thellmann, Leiter der Air Mobility Initiative. „Der elektrische Luftverkehr kann eine Erweiterung leisten zu dem öffentlichen Nahverkehr, Flughäfen und zeitkritischen Anwendungen, der Service wird umweltfreundlich, leise und sicher sein.“ Die Projektpartner wollen auch keine Zeit verlieren und schnell

Ergebnisse präsentieren. Seit Januar wird geforscht. Die Testflüge des Pilotprojektes werden in der Region um Ingolstadt durchgeführt. Die Initiative wird mit insgesamt 17 Millionen Euro des Freistaates und 24 Millionen Euro des Bundes gefördert. Zusammen mit den Eigenmitteln der Industrie ergibt sich eine Gesamtaktivität von 86 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren. (id)

Blick in die Zukunft

Kongress beschäftigt sich mit dem Verhältnis Mensch – Natur

Das Gastspiel „Introduction to the Future Self“ ist am Samstag, 14. Mai 2022 im Großen Haus zu sehen. Foto: Milena Wojhan

Der Futurologische Kongress ist zurück: Von 13. bis 15. Mai dreht sich alles um die Fragen:

Was kommt nach der Digitalisierung? Und wie sehen unsere Welt und unser Leben aus, wenn

alles digitalisiert ist? Angesichts der Erfahrungen in und mit der Pandemie stellt sich die Frage, wie wir in der Zukunft leben wollen, mit neuer Dringlichkeit. Das Corona-Virus reist mit der Globalisierung um die Welt und der Klimawandel ist jetzt auch in Europa als Klimakatastrophe angekommen. Gleichzeitig gibt es einen Digitalisierungsschub und die Künstliche Intelligenz schreitet mit Riesenschritten voran. Das Verhältnis Mensch – Natur muss neu beleuchtet werden. Diesem Themenkomplex widmet sich der Futurologische Kongress mit Diskussionen, Gastspielen und eigenen Theateraufführungen sowie mit Vorträgen u.a. von Prof. Dr. Armin Grunwald vom Karlsruher Institut für Technologie, dem Wissenschaftsjournalist und Physiker Prof. Dr. Harald Lesch und dem Autor und Internet-Unternehmer Sascha Lobo. Neben der Wissenschaft gibt es auch künstlerische Impulse: Wer

oder was sind wir? Und müssen wir den Planeten bald verlassen? „Introduction to the Future Self“, das Gastspiel um den Musiker Florian Kreier alias Angela Aux, erzählt von Super-Intelligenzen, synthetischen Parallel-Universen und dem Alltag neuartiger Wesen zwischen Humanoiden, Technologie und Bewusstsein. Zwischen dystopischem Spektakel und hoffnungsvoller Vision verschmelzen Bild, Text, Sound und Kostüm zu einem Stück Popkultur, das die Zuschauenden zum Träumen, Visionieren und Mitgestalten einlädt. Zu sehen am 14. Mai um 19.30 Uhr im Großen Haus. Außerdem steht die Uraufführung „Die zweite Sonne“ von Svenja Viola Bungarten, die Premiere von „Die Prognose“ sowie die deutschsprachige Erstaufführung von „Marjorie Prime“ auf dem Programm. Tickets für die Theateraufführungen und das Gastspiel gibt es online zu kaufen unter: www.theater.ingolstadt.de (id)


Stadt Ingolstadt | Anzeige | 17

IN-direkt | 13. Mai 2022

Prinzessin, Tierärztin oder doch lieber Industriemechanikerin? Einen von diesen Traumberufen durften die Schülerinnen am Girls‘ Day in der MVA selber ausprobieren

Sein Traumberuf zu finden ist nicht immer einfach! Der Girls‘ Day ermöglicht es Schülerinnen einen besseren Einblick in klassische Männerberufe zu bekommen und vielleicht doch den etwas „anderen“ Traumjob zu finden. Bereits zum wiederholten Mal beteiligte sich der Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt (MVA) am bundesweiten Mädchen-Zukunftstag. Insgesamt 7 Schülerinnen konnten im Laufe des Tages das betriebliche Geschehen in den verschiedenen Werkstätten der MVA besichtigen sowie die technischen Abläufe der hochmodernen Müllverwertungsanlage kennenlernen.

Aktionstag soll Interesse wecken Die Müllverwertungsanlage öffnet an diesem Aktionstag für Schülerinnen ihre Tore, um das Interesse junger Frauen an einem Berufs-

einstieg in einer immer noch männerdominierten Branche zu wecken. Der Girls‘ Day ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit. Die Mädchen lernen dort Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind.

Namenschilder schweißen und Verlängerungskabel anfertigen Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MVA stellten die Anlage sowie die angebotenen Ausbildungsberufe zum Elektroniker und Industriemechaniker vor und betreuten die Mädchen an der Werkbank und im Kraftwerk. Die technisch interessierten Schülerinnen hatten sichtlich Spaß am Girls‘ Day und konnten an den einzelnen Stationen selbst Hand anlegen. Damit später zu Hause

auch die Familie von den handwerklichen Fähigkeiten überzeugt werden kann, hatte jede Teilnehmerin ihr selbst angefertigtes Namenschild aus Metall und das eigenhändig hergestellte Verlängerungskabel auf dem Heimweg in der Tasche.

Begeisterung auf beiden Seiten Außerdem konnten die Schülerinnen aus der Region nicht nur die Atmosphäre in den Werkstätten der Anlage schnuppern, sondern durften sogar den großen Müllkran mit fünf Tonnen Traglast fahren. Nach einer kurzen Anleitung und mit viel Fingerspitzengefühl zeigten die „Girls“ ihr Können beim Befüllen der Trichter der drei Ofenlinien der Müllverbrennung. Enrico Jüttner, Anlagenfahrer in der MVA Ingolstadt, war absolut begeistert vom Geschick der Teilnehmerinnen im Umgang mit

dem riesigen Krangreifer. Auf dem Weg zur nächsten Station stellten die Mädchen ganz enthusiastisch Vergleiche an: „Wie ein übergroßer Greiferautomat – nur statt mit Plüschtier eben mit Müll“ oder „Wie Playstation spielen nur in echt.“

Ein guter Weg den Traumjob zu finden „Eigene Erfahrungen helfen am besten, später den richtigen Ausbildungsberuf für sich zu finden. Hierfür ist der Girls‘ Day bestens geeignet“, erläutert Xenia Willersinn, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit in der MVA Ingolstadt, „Auch ich habe als Schülerin am Girls Day teilgenommen. Es freut mich vor allem, dass nach zweijähriger Zwangspause wieder so viele interessierte Teilnehmerinnen in diesem Jahr mit dabei waren.“


18 | Rätselspaß

IN-direkt | 13. Mai 2022

Rätselseite für Groß und Klein

dt. Bundespräsident: ... Heuss vergangen, verstrichen

erfunden, ersonnen

Bad an der Lahn

sehr beeindrucken (ugs.)

telefon. Kurznachricht (Abk.)

sizilianischer Vulkan

Kavala Restaurant Flankenbatterie 105 85051 Ingolstadt (0 15 15) 749 62 47 ( (0 84 56) 923 98 00 Norm, Richtschnur Stifterfigur im Naumburger Dom

rissig, uneben

Kopernikusstraße 17 85092 Kösching (0 15 15) 749 62 47 ( (0 84 56) 923 98 00 blütenlose Wasserpflanze

Insekt mit Stachel

immun, geschützt

Anrede und Titel in Großbritannien polnische Stadt a. d. Weichsel (dt. Name)

Gestalt aus „MobyDick“ (Kapitän ...) ohne Partner, allein

nordischer Hirsch, Elch

Schwierigkeitsgrad: Mittel

Sichler

Europ. Atomgemeinschaft (Kurzwort)

Erfrischungsstand

Spitzenkünstler

Handelsbrauch

Lappe höchste Spielkarte

Verbrechen Maßeinheit der Temperatur

Modell, Bauart Leberabsonderung

Schwierigkeitsgrad: Einfach

Unterlage; Bodenbelag

feuchter Wiesengrund

Nussoder Mandelkonfekt Auslese der Besten

Gebirge in Marokko

Klub

humorvoll, unterhaltsam

ewiger Schnee im Hochgebirge deutsche Schriftstellerfamilie

Düngemittel, Pflanzennährstoff

Strick

Staat in Nahost

lange, flache Holzleiste

achte Stufe der diaton. Tonleiter

Vorname der Berben

mittellos; bedauernswert

englische Schulstadt italienische Insel

beFluss stimmter durch Artikel Weimar

Befürworter der Monarchie

poetisch: Adler

Stück vom Ganzen

Form des Sauerstoffs Abkürzung für Direktor

Getreideart, Kukuruz

fliederblau, hellviolett

Kfz-Z. Landkreis Rostock

Pressstoff landwirtschaftlicher Betrieb

Oberbekleidungsstück japanische Hafenstadt kastriertes männliches Rind eine Empfehlung geben tierisches SchiffsPlankraum ton

menschenähnliches Säugetier

Großmutter Gefäß mit Henkel

Witzig! „Wieso haben Sie eine Jogginghose an?“ „Wo ich herkomme, ist es üblich, sich so zu kleiden!“ „Wo kommen Sie denn her?“ „Von zuhause!“ Ein Mann stößt in einem Kaufhaus mit einem anderen zusammen und entschuldigt sich: „Ich bin durcheinander, ich suche meine Frau!“ „Ich suche auch meine Frau“, sagt der andere Mann. „Wie sieht denn Ihre Frau aus?“, erkundigt sich der erste Mann. „Groß, blond, üppig – mit einer Modelfigur! Und Ihre?“ „Vergessen Sie meine – suchen wir Ihre!“

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Jugend | 19

IN-direkt | 13. Mai 2022

Young & free J u g e nd W elt

Teil

1

D ie W elt entdecken ? J a klar ! U nbedingt !

Ich bin dann mal …. in Kanada

Julia Löser (17) aus Ingolstadt, derzeit als Austauschschülerin in Kanada, wechselte nach der 10. Klasse vom Katharinen-Gymnasium auf die Highschool nach Edmonton und besucht dort seit August 2021 die 11. Klasse.

Hi Julia, du bist jetzt seit fast einem Jahr in Kanada. Wie bist du denn auf die Idee gekommen, so lange und so weit weg zu gehen? Ich hatte die Idee schon sehr lang, irgendwie schon Tradition in meiner Familie. Schon mein Vater und seine Geschwister sowie meine älteren Cousins waren schon für ein Jahr im Ausland. Die Idee wurde immer mehr zu einem Traum von mir: Ich wollte in Ausland, um eigenständig zu werden, um komplett andere Erfahrungen zu machen und um natürlich gutes Englisch zu lernen. Mit diesem Ziel im Kopf habe ich dann angefangen zu planen. Klar hätte ich in Europa bleiben können, aber gefühlt war mir das zu nahe. Wenn ich schon die Möglichkeit habe, ein Jahr lang wegzugehen, dann wollte ich das richtig machen. Deswegen Kanada.

Der neue Auslandskompass Du möchtest ins Ausland und bist nicht sicher, welche Möglichkeiten es gibt? Geh auf den QR-Code, beantworte einfach sieben kurze Fragen und schon zeigt dir der Kompass alle Optionen an, die für dich in Frage kommen:

Kannst du mal beschreiben, wie es war, als du nach Kanada gereist bist. Hattest du Bedenken, zum Beispiel wegen der Gastfamilie, der neuen Schule, der Sprache? Dadurch, dass ich dieses Auslandsjahr schon so lange geplant hatte, hatte ich erstaunlich wenige Bedenken. Was auch geholfen hat, war, dass ich einfach mal wieder reisen wollte. Mit der Pandemie war jeder plötzlich für sehr lange Zeit zuhause und in Vorbereitung auf dieses Jahr hat mich die Reiselust total gepackt und ich konnte es ehrlich gesagt gar nicht erwarten, endlich mal was anderes als Ingolstadt zu sehen. Konntest du dich inzwischen eingewöhnen? Gab/gibt es Probleme und wie ist es mit dem Heimweh? Ich habe das Glück, hier auf eine Schule zu gehen, die erst im letzten Sommer eröffnet wurde. Dadurch kannten sich noch nicht viele und so fiel es mir sehr leicht, neue Leute kennenzulernen. Mittlerweile habe ich mich durch verschiedenste Sportteams und Clubs sehr gut in der Schule etabliert und mir ein soziales Netzwerk aufgebaut. Das hat definitiv auch mit meinem Heimweh geholfen, auch wenn die letzten Wochen während des langen kalten Winters in Edmonton schon hart waren.

Julia Löser in der Schulküche

Wie läuft denn ein ganz normaler Tag ab? Jetzt, wo es wieder erträgliche Temperaturen hat und nicht alles in Schnee und Eis versinkt, radle ich zur Schule und starte meinen Schultag um 8 Uhr. Das ist eine Stunde früher als normal, aber ich helfe in unserer Schulküche aus. Nach der Schule, um 15 Uhr, nehme ich an verschiedensten außerschulischen Aktivitäten teil oder treffe mich mit Freunden. Zuhause bin ich dann normalerweise zwischen 17 und 19 Uhr. Ist die Schule so wie bei uns? Welche Fächer hast du? Das Schuljahr hier ist in 2 Semester aufgeteilt. Pro Semester hat man 4 verschiedene Kurse, jeden Tag dieselbe Reihenfolge. So habe ich zum Beispiel „Mechatronik“ gewählt, da lernen wir die Einführungen in Robotics, 3D-drucken, laser cutting, programming und so. Außerdem „Medizinische Studien“, hier haben wir uns verschiedene Berufe in „health care“ angeschaut und generell viel über den menschlichen Körper gelernt. Ein weiteres Fach ist „Kochen“. Das ist ein Kurs, wo wir quasi das erste Lehrjahr von einer Koch-Ausbildung machen und wir die Mahlzeiten unserer Cafeteria kochen und „Spanisch“. Teil 2 des Interviews lest ihr in unserer nächsten Ausgabe!


20 | Veranstaltungen

IN-direkt | 13. Mai 2022

Veranstaltungen E v e nt s in I ngolstadt und der R egion

Bis 31. Juli

Ausstellung „Antike in Bayern“ Zentralbibliothek der KU Eichstätt Der bronzene Pferdekopf aus Wertach, der Herkules vom Weißenburger Silberschatz, der Weltenburger Bronzestier, etruskische Statuetten, keltische Münzen und Schmuckstücke sowie römische Reliefgefäße

und Lampen und weitere besondere Nachbildungen außergewöhnlicher Fundstücke sind aktuell in der Zentralbibliothek der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Universitätsallee 1, Eichstätt) und im Foyer zu sehen. Die Ausstellung hat bis 31. Juli jeweils von Montag bis Freitag, 8.30 bis 20 Uhr, am Mittwoch bis 21 Uhr, am Samstag von 9 bis 19 Uhr sowie am Sonntag von 12 bis 19 Uhr geöffnet.

15. Mai, ab 10 Uhr

Museen mit Freude entdecken! Ingolstädter Museen Der Internationale Museumstag wird am Sonntag, 15. Mai gefeiert. Unter dem Motto „Museen mit Freude entdecken!“ laden die Ingolstädter Museen bei freiem Eintritt zu einem abwechslungsreichen Streifzug durch ihre Ausstellungen ein. Das vollständige Programm, die genauen Öffnungszeiten und ausführliche Informationen finden Sie unter ingolstadt.de/museen oder auf den Homepages der einzelnen Museen.

17. bis 19. Mai

Mehr als 3.000 Menschen arbeiten in unserer Stadtverwaltung. Vielleicht demnächst auch Sie? Wir bieten zum Beginn des Wintersemesters 2022/2023 Plätze für ein

Duales Studium im Bauingenieurwesen (Einstellung zum 16.08.2022) Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (insbesondere letztes Schulzeugnis). Bitte reichen Sie diese bis spätestens 20. Mai 2022 über das Online-Bewerberportal unter www.ingolstadt.de/ausbildungsportal ein. Weitere Informationen zum Studiengang und Kontaktdaten der Ansprechpartnerin finden Sie unter www.ingolstadt.de/ausbildung.

www.ingolstadt.de/ausbildung

InnoTruck zeigt MitmachAusstellung

Der InnoTruck macht Station stoppt vom 17. bis 19. Mai an der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI). Der Truck zeigt eine Mitmach-Ausstellung rund um Innovationen und wichtige Zukunftsthemen. Schulklassen und alle Interessierten lernen am Beispiel von über 80 Ausstellungsstücken, wie Forschung unser Leben beeinflusst und wie junge Leute in Mint-Berufen selbst die Welt mitgestalten können. Wo liegt der Unterschied zwischen einer Erfindung und einer Innovation? Und wie wird aus einer Idee ein erfolgreiches Produkt? Antworten auf diese und andere spannende Fragen gibt der InnoTruck. Der Truck hat am Dienstag, 17. Mai von 13 bis 16.30 Uhr geöffnet, am Mittwoch, 18. Mai von 15.40 Uhr bis 17 Uhr und am Donnerstag, 19. Mai von 15 bis 22 Uhr.

Technische Hochschule Ingolstadt (THI)

Ankauf

D-H-Bekleidung jeglicher Art, (Trachten) Näh-/Schreibmaschinen, Pelze, Zinn, Münzen, Charivari, Hochwertige Armbanduhren (Cartier, Omega, Rolex) etc. und Taschenuhren, Kristalle, Wandteller, Puppen, Schallplatten, LPs, Porzellan, Musikinstrumente, Tischwäsche, Handarbeiten, Bücher, Bibel, Teppiche, Antiquitäten, Kameras, Montblanc-Stifte, Luxus-Handtaschen (Louis Vuitton, MCM, Hermes, Aigner uvm.) Doupontfeuerzeuge, Fingerhüte, Bernstein, Modeschmuck

A ktion è Kostenlose Begutachtung! è Seriöse Abwicklung! Mo.-So. 7.00-19.00 Uhr Telefon 0157-72788608 auf Ihren gesamten Verkaufspreis!

+20%


Veranstaltungen | 21

IN-direkt | 13. Mai 2022

wird das nächste Babykonzert am Sonntag, 22. Mai, um 14.30 Uhr im Foyer des Stadttheaters. Aufgrund der hohen Nachfrage wird am selben Tag um 16 Uhr ein Zusatztermin angeboten.

Im Mai

Von Klassik-OpenAir bis Theater Deutsches Medizinhistorisches Museum Im Mai geht es im Deutschen Medizinhistorischen Museum jung und umtriebig zu: Am Internationalen Museumstag (15. Mai) stellen Studierende der KU Eichstätt den Garten-Audioguide vor, der im Rahmen eines Seminars zur „Antiken Botanik“ entstanden ist. Am Nachmittag laden Schülerinnen und Schüler der Simon-Mayr-Sing- und Musikschule Ingolstadt zum Klassik-Open-Air in den Arzneipflanzengarten ein. Am Monatsende (31. Mai / 1. und 2. Juni) wird „Cenodoxus“, der „Doktor zu Paris“, aufgeführt. Das Barockdrama aus der Feder des Jesuiten Jakob Bidermann (der auch in Ingolstadt wirkte) wird vom Oberstufentheater des Katharinen-Gymnasiums vor der Kulisse der Alten Anatomie gezeigt. Für beide Open-Air-Veranstaltungen gibt es bei schlechtem Wetter Ersatzspielstätten.

Im Mai

Saisonabschluss im Altstadttheater Altstadttheater Ingolstadt Bevor im Sommer wieder unter freiem Himmel gespielt wird, gibt es im Altstadttheater noch einmal ein abwechslungsreiches Mai-Programm im Stammhaus. Die Klimawandel-Komödie „Wir müssen was tun“ ist im Rahmen vom „Theater Staffellauf fürs Klima“ am 17. Mai in abgewandelter Form zu sehen. Die Quizshow „Brot

& Spiele“ kehrt am 12. Mai zurück. Zum 100-jährigen Jahrestag des wahren Verbrechens ist „Hinterkaifeck“ am 20. und 26. Mai zu sehen. Am 13. Mai wird bei „Der Fänger“ die spannende Geschichte eines Zirkusartisten mit dunkler Vergangenheit erzählt. Einen neuen Termin für „Die erstaunlichen Erkenntnisse des Mr. Green“ von Susanne Feiner mit Toni Schatz gibt es am 14. Mai. Das Gastspiel „Operation Heil! Kräuter – Kabarett im Dritten Reich“ stieß beim Publikum schon im April auf große Begeisterung. Neuer Termin ist der 19. Mai. Am 21. Mai ist zum letzten Mal das Musikkabarett „Ein starkes Stück“ mit Anna Janina und Jascha Nakladal im Altstadttheater zu erleben und am 27. Mai darf man sich auf den musikalischen Abend „Holger F. – eine einfache Geschichte in 14 Liedern“ freuen.

23. Mai, 14.30 und 16 Uhr

GKO pico cello Stadttheater Ingolstadt Den Orchestermitgliedern des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt liegt das Engagement für den Nachwuchs besonders am Herzen, um ihre Begeisterung und Freude an der Musik weiterzugeben. Unter dem Namen „GKO pico cello“ organisiert das GKO daher seit über neun Jahren maßgeschneiderte Veranstaltungen mit spannenden und mitreißenden Konzertprogrammen für Familien, Schulklassen und für Kindergärten, in Form von Baby-, Kinder- und Familienkonzerten. Beim Babykonzert gehen Babys mit ihren Eltern auf eine musikalische Entdeckungstour nach Klängen, Tönen und Rhythmen. Wickelmöglichkeiten und Kinderwagenstellplätze sind vorhanden. Speziell für die Kleinsten wurde die beliebte BabykonzerteReihe konzipiert. Stattfinden

Tickets sind telefonisch erhältlich unter der Bestell-Hotline (08 41) 305-2822 oder online per E-Mail: gko.abo@ingolstadt.de Fotos: Ebener, Stefan Bösl


22 | Kinder

IN-direkt | 13. Mai 2022

Von Anfang an für Sie da präsentiert ...

Mehr erfahren auf aok.de/bayern/familie

KINDERSEITE

R ezepttipp :

Apfel-Donuts

Ausmalbild

Sudoku Kids Zutaten: n n n n n n

große, feste Äpfel Banane Erdnussbutter oder anderes Nussmus Nuss-Nougat-Creme Beeren und Nüsse Zucker- und Schokostreusel

Rezept:

Äpfel in dicke Scheiben schneiden, Gehäuse entfernen, damit ein Donut entsteht! Erdnuss-Bananen-Donut Apfelscheibe mit Erdnussbutter bestreichen! Banane schälen und in dünne Scheiben schneiden! Bananenscheiben auf dem Apfel verteilen! Zum Schluss mit Schokostreuseln verzieren! Schoko-Donut Nuss-Nougat-Creme auf der Apfelscheibe verteilen und mit Zuckerperlen bestreuseln! Himbeer Donut Donut mit Nussmus bestreichen und mit Himbeeren dekorieren! Nuss-Donut Nussmus auf Apfel geben und mit Nüssen und Zuckerstreuseln belegen!

In jeder Reihe müssen vier unterschiedliche Bilder sein – die Reihe quer als auch hoch. Kannst du die noch fehlenden Bilder in die richtigen Felder zuordnen?