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DIE NEUESTEN TRENDS AUS AUSTRALIEN DRESSED TO SWIM präsentiert: Die Burkinitrends 2011

Aus der Burkiniserie DRESSED TO SWIM

PEOPLE

MUSLIMISCHE OPFER VON HÄUSLICHER GEWALT Saloua Mohammed berichtet!

REPORTS

FOTOSERIE ISLAMISCHE KUNST Die Kunstausstellung von Ayse Aral

Das erste deutsche Lifestylemagazin für muslimische Frauen

MODE

BEAUTY & WELLNESS

3 WORKOUTS FÜR DIE PERFEKTE BURKINI FIGUR

Bauch, Beine und Po Leichte Übungen für Zuhause

LIFESTYLE

SÜSS ODER SAUER

Unsere Fitmacher bei heißem Wetter

DEUTSCHLAND 3,90 € ISSN 2190-9008

Juni/Juli 2011


Muslim Shop

Oase der Mode www.muslim-shop.com

Modiste 06131 - 93 03 865

Capsters


INHALT :: 3

PEOPLE Hadith des Monats Impressum

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Saloua Mohammed berichtet, wie man mit gewaltätigen Situationen am besten umgeht.

07 REPORTS MUSLIME.TV

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FOTOSERIE ISLAMISCHE KUNST

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ALLAHS (T) SCHÖNSTE NAMEN TEIL 4

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Der online Sender mit Berichten aus der Ummah.

Die Kunstausstellung von Ayse Aral

Vier der schönsten Namen Gottes ausführlich erklärt

MUSLIMISCHE OPFER VON HÄUSLICHER GEWALT

UNBEKANNT

Erfahrungsberichte über Diskriminierung von unbekannten Frauen

BEAUTY & WELLNESS

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3 WORKOUTS FÜR DIE PERFEKTE BURKINI FIGUR Bauch, Beine Po - Leichte Übungen für zuhause

54

MODE MODERNE KOPFTUCHMODE

Ausgefallene Bindetechniken aus Marwa Hamed‘s neuem Buch „Moderne Kopftuchmode“

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IFTAR - DAS CASTING

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DIE NEUESTEN TRENDS AUS AUSTRALIEN

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Unsere Models für die Modenschau

DRESSED TO SWIM präsentiert: Die Burkinitrends 2011

HITZEFEST

10 Tipps für Make Up bei heißem Wetter

LIFESTYLE

58

SÜSS ODER SAUER Unsere Fitmacher bei heißem Wetter


Nuri Şenay ist 35 Jahre alt und ein gebürtiger „Bremer-Hafener“. Nach seinem Studium der Übersetzungswissenschaft an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms Universität in Bonn heiratete er zog nach Köln. Später entschied er sich für den Lehrerberuf, da ihm die Arbeit mit jungen Menschen viel Spaß und Freude bereitet. Die allgemeine Motivation höhere Ziele zu erreichen ist für ihn immer wieder innerer Ansporn. WAS KANNST DU ÜBER DICH ERZÄHLEN? WAS HAT DEINEN WERDEGANG GEPRÄGT? Der Tod meines Vaters, damals war ich erst neun Jahre, und der Tod meines besten Freundes haben mich sehr geprägt. Dadurch lernte ich sehr früh mit Verlust und Tod umzugehen und Menschen wertzuschätzen und gut zu behandeln. Man weiß nie, ob man oder wann man sie wieder sieht. WIE BIST DU IN DEN MEDIALEN BEREICH GEKOMMEN? Mein Weg in den medialen Bereich basiert auf vielfältigen Hintergründen. Die Ereignisse vom 11. September 2001 und dessen Folgen für die Muslime in Deutschland, mein persönliches Interesse an Medien und mein soziales Engagement veranlassten mich medial aktiv zu werden. Ich nutze das Internet als mediale Plattform, um alternative Öffentlichkeitsarbeit anzubieten und eigene Ideen zu gestalten. Im Jahr 2006 habe ich einen Podcast gestartet und diesen bei iTunes und Podcast.de angemeldet. In verschiedenen Podcastepisoden wollte ich Islaminteressenten und Muslimen in mehreren Sprachen Informationen über den Islam


vermitteln. Der Gedanke, dass Menschen diese Inhalte auf ihren MP3 Playern hören, während sie zur Arbeit fahren oder anderweitig unterwegs sind oder vor dem heimischen Rechner sitzen, hat mich stark motiviert. WIE KAM ES ZU MUSLIME.TV? Eines Abends saß ich mit meiner Ehefrau vor dem Fernseher. Wir haben uns eine Talkshow angesehen, bei der eine muslimische Frau mit Kopftuch zu Gast war. Das Thema war „Schleier und Scharia: Gehört der Islam zu Deutschland?“ Diese Sendung wurde von Frau Maischberger moderiert und da die Talkshow auf ARD ausgestrahlt wurde, hatte sie auch dementsprechend viele Zuschauer. Ich stellte ein Ungleichgewicht bei der Themenund Gästewahl fest. Auf der einen Seite Zehra Yılmaz, Integrationsbeauftrage an der Duisburger Moschee, die von ihren persönlichen Diskriminierungserfahrungen aufgrund ihres Kopftuches berichtet und Hans-Christian Ströbele, Politiker der Partei Bündnis 90/Die Grünen, der als „Vielleicht der letzte Verfechter von Multi-Kultis“ vorgestellt wurde. Auf der anderen Seite Frau Güner Balcı, eine alevitische Jounalistin, die sich kritisch mit der Situation von Problemgruppen und Migranten in der deutschen Gesellschaft auseinandersetzt und mehr Integration von Migranten verlangt. Heinz Buschkowsky, SPD Politiker und Bürgermeister in Berlin Neukölln, vertritt die Ansicht „MultiKulti“ ist gescheitert. Alice Schwarzer, eine Journalistin und Feministin, die das Kopftuch verurteilt und es als Flagge des Islamismus bezeichnet und vielen Deutschen eine falsche Toleranz gegenüber den Islam vorwirft. Joachim Herrmann, CSU Politiker und Bayerischer Staatsminister des Innern, kritisiert die Aussage des Bundespräsidenten Christian Wulf „Der Islam ist ein Teil von Deutschland“. Ich habe mehrmals wegschalten müssen, weil mich diese mediale Unfairness sehr störte. Leider werden solche Beiträ-

ge auch noch durch die GEZ-Gebühren von muslimischen Fernsehzuschauern mitfinanziert. Das Bewusstsein, dass Millionen von Zuschauern diese Inhalte gerade sehen und ihre Meinung über den Islam und Integration bilden, hat mich sehr beunruhigt. Denn der einfache Zuschauer kann nicht erkennen, dass ökonomische und soziale Probleme theologisiert werden. In diesem Moment wünschte ich mir, dass Muslime die Chance bekämen, selbst gesellschaftliche und politische Themen aufzugreifen und Gäste einzuladen, die konstruktiv sind. Ich habe am nächsten Tag gehandelt und ein Konzept erarbeitet. Ich interviewte und filmte Muslime, die sich in der Gesellschaft sozial engagieren und gute Arbeit leisten. Wenige Monate später bekam mein Konzept im Rahmen eines Ideen- und Kreativitätswettbewerbs des Netzwerks Zahnräder den ersten Platz von knapp 70 vorgestellten Projekten. Durch diese Anerkennung und mediale Vernetzung verbreitete sich diese Idee schnell in der (muslimischen) community, so dass auch andere Interessenten zu VideojournalistInnen ausgebildet werden wollten. In diesem Entwicklungsprozess bot ich in verschiedenen Städten Workshops an, die ich „WorkShocks“ nenne. Nach der Inanspruchnahme eines „WorkShocks“ brachten immer mehr VideojournalistInnen ihre Beiträge ein, indem sie sie an mich weiterleiteten, da ich die redaktionelle Verantwortung für mein Projekt trage. GAB ES LEUTE DIE SICH DIR IN DEN WEG GESTELLT HABEN UND WER HAT DICH AUF DEINEM WEG UNTERSTÜTZT? Bisher gab es keine negative Kritik. Eine sehr große Unterstützung war für mich das Preisgeld auf dem Netzwerk Zahnräder Treffen. Dadurch konnte ich meine


VideojournalistInnen mit Pocketkameras versorgen und überregionale Interviews und Reportagen für muslime.tv bekommen. WELCHES KONZEPT STECKT HINTER DEM PROJEKT? Ich möchte erfolgreiche, integrierte und partizipierende Muslime zeigen, die in der heutigen Medienlandschaft selten porträtiert werden, weil sie nicht dem aktuellen Klischeebild entsprechen. Muslime.tv möchte einerseits dieser verzerrten Darstellung von Muslimen entgegenwirken und andererseits Muslimen zeigen, dass es genug Vorbilder in den eigenen Reihen gibt. Und dass der Islam kein Integrationshindernis, sondern eine Bereicherung für Deutschland ist. Denn der Umgang mit Vielfalt macht eine erfolgreiche Gesellschaft doch erst aus. WAS VERSUCHST IHR ZU BEWIRKEN? Ich möchte, dass Muslime medial aktiv werden und sich nicht nur auf theologische Inhalte konzentrieren, sondern auch gesellschaftliche Themen in ihren Videos angehen. In einer Zeit, wo Hetzbücher gegen Muslime zu Bestsellern werden, weil Muslime als Sündenböcke für das eigene politische Versagen herhalten müssen, gibt es nur einen Weg: „positive Gegenbeispiele“ zeigen. Ich wünsche, dass jeder Muslim, der Deutsch spricht, mit einer Videokamera einigermaßen umgehen kann, Muslime kennt, die gute Arbeit in Deutschland leisten, filmt und im Internet veröffentlicht. Fakten sind letztendlich überzeugender als „getürkte“ Statistiken. WIE REAGIEREN DIE LEUTE DARAUF? Sowohl Muslime als auch Nicht-Muslime haben bisher sehr positiv auf die Inhalte von muslime.tv reagiert. In einigen Emails habe ich auch Tipps, für die Umsetzung der Interviews, erhalten. Meistens handelte es sich dabei um Personen, die entweder Medien studieren oder in den Medien Erfahrung gesammelt haben.


WOHER BEKOMMT IHR EURE THEMEN? Die Themen stammen entweder von den VideojournalistInnen, weil sie die muslimische community sehr gut kennen und verschiedene Veranstaltungen besuchen oder von den Zuschauern, die fleißig in unsere facebook fanpage posten. IHR LERNT IMMER WIEDER NEUE VJ’S AN. WELCHE KRITERIEN SIND EUCH WICHTIG? Unsere Videojournalisten sollten idealerweise an einem WorkShock 1.0 teilgenommen haben. Dort werden sie 2 Tage intensiv geschult. Schwerpunkte sind Kamera- und Lichttechnik und Interviewfragen. Durch eine best practice Einheit werden diese Fertigkeiten Vorort getestet und Optimierungsvorschläge vom WorkShock-Leiter gemacht. Bei Personen, die bereits Erfahrungen vorweisen können ist ein WorkShock 1.0 nicht nötig. Ferner müssen die Videojournalisten sachlich, informativ und dokumentativ berichten und dem Zuschauer erlauben sich eine eigene Meinung über die Inhalte auf muslime.tv zu bilden. WIE KANN MAN SICH AN DEM PROJEKT BETEILIGEN? WIE KANN MAN VJ WERDEN?

WELCHEN STELLENWERT HAT DIE RELIGION IN DEINEM LEBEN? Mein Glaube gibt mir Kraft im Alltag. Durch meinen Glauben habe ich gelernt die Dinge zu akzeptieren wie sie passieren, aber mich dennoch für eine positive Änderung eines Ist-Zustandes zu bemühen. Die Termini dafür lauten tawakkul und sabr. Von daher spielt mein Glaube eine zentrale Rolle in meinem Leben. WIE SIEHST DU DEINE PERSÖNLICHE ZUKUNFT? WAS WILLST DU ERREICHEN, NOCH SCHAFFEN?

Einfach eine Email an info@muslime.tv schreiben und mit uns in Kontakt treten oder sich für den nächsten WorkShock 1.0 anmelden.

Ich möchte das Projekt muslime.tv, neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit als Lehrer, begleiten und betreuen. Ferner wünsche ich mir ein überregionales Netzwerk von Videojournalisten, die eine Lokalredaktion haben und selbst-

WAS IST FÜR DIE ZUKUNFT GEPLANT?

ständig Beiträge produzieren. Und natürlich viel mehr Zuschauer.

Ziel ist der Aufbau eines bundesweiten Netzwerks von VideojournalistInnen, die in regelmäßigen Abständen Interviews, sowie Reportagen und Dokus aus ihrer Region liefern.

ZUM SCHLUSS, GIBT ES NOCH ETWAS WAS DU PERSÖNLICH LOSWERDEN MÖCHTEST? BESTELLT IMRA'AH!

Ausgabe Juni/ August 2011  

Mit der "IMRA'AH" (arab. "Frau") erscheint die erste muslimische Lifestylezeitschrift für Frauen in Deutschland. Ein Magazin von Frauen für...

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