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Pressestimmen und Fotos über die Wanderausstellung „Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“ im Juli 2013 als Projekt gefördert vom Bundesministerium des Innern, Berlin, und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Nürnberg Projektleiter: Jakob Fischer und Josef Schleicher, Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, e.V., Stuttgart

86551 Aichach / Bayern Landratsamt Aichach-Friedberg 01.07.13 – 26.07.13

Aussiedler-Schicksale Ausstellung über die Geschichte und Gegenwart der Deutschen in Russland im Landratsamt in Aichach

Geschichte und Gegenwart der Deutschen in Russland sind Thema einer Ausstellung im Foyer des Landratsamtes Aichach-Friedberg.

Im Foyer des Landratsamtes Aichach-Friedberg ist die Wanderausstellung mit dem Titel „Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen in 1


Russland“ zu sehen. Sie kann bis Ende des Monats zu den Öffnungszeiten des Landratsamts besucht werden. In diesen Zeitraum fällt ein bedeutsames Datum. Am 22. Juli vor 250 Jahren ermutigte Zarin Katharina die Große Deutsche, sich in Südrussland, also der Krimhalbinsel und im Wolgagebiet, niederzulassen. In größtenteils menschenleeren Gebieten wurde nicht nur fruchtbares Ackerland angeboten, sondern die Kolonisten bekamen auch Privilegien.

Eine Folie aus der Power-Point-Präsentation beim Eröffnungsvortrag von Projektleiter Jakob Fischer im Rahmen der Wanderausstellung über Deutsche aus Russland

Dazu gehörten Steuerfreiheit für die ersten 30 Jahre, die Freistellung vom Wehrdienst und Religionsfreiheit in geschlossenen Siedlungen. Die Zarin schickte auch Anwerber nach Deutschland, und besonders in Hessen und BadenWürttemberg machten sich die zukünftigen Kolonisten zu Zehntausenden auf den Weg nach Osten. Nicht alle unter ihnen waren jung und gesund und somit den Strapazen der Reise gewachsen. Man nimmt an, dass etwa zehn Prozent von ihnen unterwegs oder kurz nach der Ankunft starben. 2


Über das Leben der Deutschen in Russland und der späteren Aussiedler sprachen Landrat Christian Knauer sowie Jakob Fischer und Juri Heiser von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland bei der Eröffnung der Ausstellung. Wie eine kleine Umfrage ergab, waren unter den Besuchern im Sitzungssaal des Landratsamtes viele Aussiedler, die sich besonders über die musikalischen Einlagen von Lina Neuwirt freuten, bekannt als Liederautorin und Sängerin.

Eine Folie aus der Power-Point-Präsentation beim Eröffnungsvortrag von Projektleiter Jakob Fischer im Rahmen der Wanderausstellung über Deutsche aus Russland

Die große Tragödie der Russlanddeutschen, insbesondere in dem Siedlungsgebiet an der Wolga und auf der Krimhalbinsel, begann während des Ersten Weltkriegs und erreichte ihren Höhepunkt im August 1941 nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion. Von den Behörden wurden Dorfgemeinschaften wie auch Familien auseinandergerissen sowie Verlobte für immer getrennt, wie es Lina Neuwirt bei der Eröffnung in einem ihrer Lieder beklagte, in dem es auch um das Schicksal ihrer Großmutter ging. 3


Mit dem Amtsantritt von Michail Gorbatschow und dem Beginn der Perestroika eröffnete sich für die Deutschen in Russland die Möglichkeit, in die Bundesrepublik auszuwandern. Wie es bei der Eröffnung hieß, wären viele der Menschen lieber in ihre alten Siedlungsgebiete zurückgekehrt, aber der spätere Präsident der Russischen Föderation Boris Jelzin erteilte 1992 diesen Plänen eine klare Absage. Die Folge war der Exodus von mehr als zwei Millionen Russlanddeutschen, von denen etwa 2000 in Aichach eine neue Heimat fand. Wie Heiser in der Eröffnungsrede sagte, stießen die Aussiedler aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion in Deutschland auf Probleme. In dem Land, das sie hinter sich gelassen hatten, wurden sie als Deutsche diffamiert, in der Heimat ihrer Väter zuweilen verächtlich Russen genannt. Hinzu kamen wohl Schwierigkeiten mit Jugendlichen, die mit den Entscheidungen ihrer Eltern nicht einverstanden waren, mit der neuen Umgebung nicht zurechtkamen und Sprachprobleme hatten. Jedoch sei diese kritische Phase nun überstanden, wie es in der Eröffnungsrede hieß. (uff)

In der Ausstellung zu sehen: Festival der deutschen Kultur im Oktober 1990 in Alma-Ata, Kasachstan

Info: Der Eintritt ist frei. Rückfragen und Anmeldungen für Führungen durch die Wanderausstellung: Projektleiter Jakob Fischer, Tel. (01 71) 40 34 329, Email: fischer.russlanddeutsche@t-online.de oder Projektleiter Josef Schleicher, Tel. (01 76) 29 47 73 53. Email: schleicher@rikon.com. http://www.augsburger-allgemeine.de/aichach/Aussiedler-Schicksale-id25885166.html 4


Alte und neue Heimat – Ausstellung über Geschichte der Russland-Deutschen Die Wanderausstellung über Geschichte und Gegenwart der Deutschen in Russland kann bis Ende des Monats im Foyer des Landratsamtes in Aichach besucht werden.

Eine Folie aus der Power-Point-Präsentation beim Eröffnungsvortrag von Projektleiter Jakob Fischer im Rahmen der Wanderausstellung über Deutsche aus Russland

In diesen Zeitraum fällt ein ganz wichtiges Datum:

Am 22. Juli ist es 250 Jahre her, dass Zarin Katharina die Große in einem Erlass in erster Linie Deutsche ermutigte, sich im Wolgagebiet, in Süd-Russland, besonders im Schwarzmeergebiet, auf der Halbinsel Krim, Bessarabien, im Kaukasus und in Wolhynien, niederzulassen. In größtenteils menschenleeren Gebieten wurde nicht nur fruchtbares Ackerland, pro Familie mehr als 100 Tagwerk, angeboten, sondern die Kolonisten sollten sich zudem zahlreicher Privilegien erfreuen. 5


Dazu gehörten Steuerfreiheit für die ersten 30 Jahre, Freistellung vom Wehrdienst und Religionsfreiheit in geschlossenen Siedlungen, um nur die wichtigsten zu nennen. Der Eintritt ist frei. Rückfragen und Anmeldungen für Führungen: Projektleiter Jakob Fischer, Tel. fischer.russlanddeutsche@t-online.de

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Email:

oder Projektleiter Josef Schleicher, Tel. (01 76) 29 47 73 53. Email: schleicher@rikon.com. http://www.aichacher-zeitung.de/vorort/aichach/art18,71201

Ausstellung über Deutsche aus Russland noch bis 26. Juli 2013 im Landratsamt Aichach-Friedberg

Einblicke in einzelne Familiengeschichten und zahlreiche Bilder lassen die Geschichte der Russlanddeutschen noch bis zum 26. Juli lebendig werden. Im Foyer des Landratsamtes Aichach-Friedberg präsentiert die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland die Ausstellung „Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“.

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Das Projekt wird vom Bundesministerium des Innern (BMI) und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterstützt. Es werden aber auch gegenwärtige Themen gezeigt, wie zum Beispiel die Integration der Russlanddeutschen in Deutschland.

Für Schulklassen aus dem Landkreis Aichach-Friedberg werden von Projektleiter Jakob Fischer Führungen durch die Ausstellung angeboten

Noch bis kommenden Freitag besteht also Gelegenheit, die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Landratsamtes zu besuchen. Das Landratsamt lädt ganz besonders Schulklassen mit ihren Lehrern zu einem Besuch ein. Der Eintritt ist frei. Rückfragen und Anmeldungen für Führungen durch die Ausstellung: Projektleiter Jakob Fischer, Tel. (01 71) 40 34 329, Email: fischer.russlanddeutsche@tonline.de oder Projektleiter Josef Schleicher, Tel. (01 76) 29 47 73 53. Email: schleicher@rikon.com. http://www.lra-aic-fdb.de/aktuell/pressemitteilungen/ausstellung-ueber-deutsche-ausrussland-noch-bis-freitag/

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97318 Kitzingen / Bayern Rathaus 02.07.13 – 13.07.13

Über Deutsche aus Russland Wanderausstellung „Volk auf dem Weg“ ab 2. Juli im Rathaus Kitzingen Ausstellung: Anlässlich des 250. Jahrestages des Einladungsmanifestes der russischen Zarin Katharina II macht eine Wanderausstellung über die Geschichte und Integration der Russlanddeutschen vom 2. bis 13. Juli im Rathaus Kitzingen Halt. Projektleiter Jakob Fischer wird Führungen vor allem für Schulklassen anbieten. Viele Deutsche folgten vor 250 Jahren dem Ruf der russischen Zarin. Anlässlich des 250. Jahrestages des Einladungsmanifestes von Katharina II macht die von der Bundesregierung geförderte Wanderausstellung über die Geschichte und Integration der Russlanddeutschen vom 2. bis 13. Juli 2013 im Rathaus Kitzingen Halt.

Projektleiter Jakob Fischer führt am 02.07.13 in die Ausstellung ein

„Wurzeln schlagen und die Gesellschaft stärken“, das ist laut Pressemitteilung der Leitgedanke der Wanderausstellung „Volk auf dem Weg. Geschichte und 8


Gegenwart der Deutschen aus Russland“, die vom Bundesverband der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland präsentiert wird. Die Wanderausstellung ist Teil eines bundesweiten Integrationsprojektes, gefördert durch das Bundesministerium des Inneren und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Die Stadt Kitzingen und ihr Integrationsbeirat unterstützen diese Ausstellung. Projektleiter Jakob Fischer, selbst Deutscher aus Kasachstan, wird in die Ausstellung einführen.

Eine Folie aus der Power-Point-Präsentation beim Eröffnungsvortrag von Projektleiter Jakob Fischer im Rahmen der Wanderausstellung über Deutsche aus Russland

Musikalisch umrahmt wird die Ausstellungseröffnung durch die Stubenmusik der Maintalsänger und den Kitzinger Chor „Drushba“. Die Ausstellung zeigt mit Vorträgen, Schaubildern, Filmen und Tafeln das wechselvolle Schicksal und illustriert die Geschichte und die kulturellen Verknüpfungen der Russlanddeutschen mit dem riesigen Land Russland. Wie deutsche Fachleute vor 250 Jahren durch das Einladungsmanifest der Zarin Katharina der Großen zur Besiedlung und Kultivierung nach Russland gerufen wurden, wird deutlich gemacht. 9


Die heimisch gewordenen und seit fast 200 Jahren hoch geachteten Russlanddeutschen mussten nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Jahr 1941 ihren Leidensweg antreten. Zehntausende Russlanddeutsche verloren ihr Leben. Hunderttausende kamen in den 1990er Jahren zurück in das Land ihrer Vorfahren, Deutschland. Vorurteile und Ablehnung schlugen vielen von ihnen von Menschen entgegen, denen alles Fremde fremd ist. Seit 1950 kehrten dennoch rund 2,8 Millionen deutsche Aussiedler aus der ehemaligen UdSSR nach Deutschland zurück.

Mitglieder des Bundesvorstandes der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland nehmen regelmäßig an den Veranstaltungen im Rahmen der Wanderausstellung teil

Die Ausstellung dokumentiert auch, wie die Rückkehrer in Deutschland Fuß fassten, ihre Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft geschafft haben und wie in Bayern die Deutschen aus Russland das Land mitgestalten. Die Ausstellung wird am Dienstag, 2. Juli, um 19 Uhr durch Oberbürgermeister Siegfried Müller bei einem Abend der Begegnung eröffnet. Der Eintritt ist frei. Rückfragen und Anmeldungen für Führungen: www.deutscheausrussland.deProjektleiter Jakob Fischer, Tel. (01 71) 40 34 329, Email: fischer.russlanddeutsche@t-online.de, oder Projektleiter Josef Schleicher, Tel. (01 76) 29 47 73 53, Email: schleicher@rikon.com. http://www.mainpost.de/regional/kitzingen/Ueber-Deutsche-ausRussland;art773,753870 10


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52511 Geilenkirchen / NRW Anita-Lichtenstein-Gesamtschule 08.07.13 – 10.07.13 Unterrichtsprojekt Migration und Integration im Rahmen der Wanderausstellung über Deutsche aus Russland

Projektleiter Josef Schleicher am 08.07.13 in Geilenkirchen mit den am Projekt beteiligten Lehrkräften und Schülern

Projekttage der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule vom 08. – 10. Juli 2013

Im Rahmen der Projekttage der ALG fand unter der Leitung von Herrn Schleicher sowie der Klassenlehrer Frau Thelen-Ise und Herrn Peinkofer das Projekt „Russlanddeutsche – Geschichte, Integration, Vorurteile“ statt. Als Teilnehmer hatten sich für dieses Projekt fünf Schülerinnen bzw. Schüler der Stufe 11 der Gesamtschule und 10 Schülerinnen bzw. Schüler der Abteilung IV Eichendorff-Kolleg der ALG gemeldet. Diese Zusammensetzung erwies sich als besonders glücklich, da unter den Oberstufenschülern zwei Einheimische, zwei Deutsche mit Migrationshintergrund (türkisch und griechisch) sowie eine hier geborene Deutsche aus einer Aussiedlerfamilie waren. 12


Die Teilnehmenden der Abteilung IV sind ohnehin erwachsene russlanddeutsche Spätaussiedler, die im Herkunftsland bereits die allgemeine Hochschulreife erreicht haben und diese in Deutschland durch einen zweijährigen Sonderlehrgang – in NRW an der Abt. IV Eichendorff-Kolleg - bestätigen müssen. Dazu kamen noch zwei jüdische Migranten aus Russland. Damit waren die Grundlagen für eines der Ziele der Veranstaltung, nämlich Abbau von Vorurteilen, optimal, konnte doch eine Begegnung von Schülergruppen stattfinden, die sich im Schulalltag kaum einmal kennenlernen. Das Projekt begann mit der Differenzierung der Begriffe Spätaussiedler, Ausländer und Asylberechtigte, wobei den Teilnehmenden vor allem Ursachen und Folgen des Phänomens „Gastarbeiter“ und die Problematik von Asylbewerbern vor Augen geführt wurde.

Im Weiteren diskutierten die Schülerinnen und Schüler die Fragen, was für Immigranten denn attraktiv und was weniger attraktiv an Deutschland sein könnte, wobei sie soziale und wirtschaftliche Sicherheit als Positiva ebenso benannten wie Rassismus und Neonazis oder die Unfreundlichkeit von Beamten als Negativa. Herr Schleicher lockerte die Gesprächsrunden auf durch anschauliche Filme zu den genannten Themenbereichen. Am zweiten Tag ging es um die Geschichte der Russlanddeutschen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Mithilfe eines Referates von Herrn Schleicher sowie den Stellwänden der Ausstellung „Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“ wurde 13


den Teilnehmenden ein Basiswissen über diese ihnen teils mehr, teils weniger bekannte Thematik zugänglich gemacht. Dabei wurden schließlich am Ende Probleme der Integration besprochen: was heißt Integration, was muss die aufnehmende Gesellschaft leisten, was ist von den Einwanderern zu fordern? Im zweiten Teil des Tages wurde in drei Gruppen zu den Themen: Lebensgeschichten von Aussiedlern, Einwanderern und Asylberechtigten, gegenseitige Vorurteile sowie Unterschiede in der Kultur gearbeitet.

Projektleiter Josef Schleicher am 09.07.13 beim Schulunterrichtsprojekt in Geilenkirchen

Zum 1. Thema konnten die Gruppenmitglieder Erfahrungen aus dem eigenen familiären Umfeld oder auch aus der Literatur berücksichtigen – der Band „Heimat finden – Lebenswege von Deutschen, die aus Russland kommen“, herausgegeben von Dorothee Wierling, Hamburg 2004, wurde allen Teilnehmenden von der Zentrale für politische Bildung Düsseldorf zur Verfügung gestellt und Herr Schleicher schenkte allen den biografischen Roman einer russlanddeutschen Schriftstellerin - „Wo ist das Land...“ von Nelli Kossko. 14


Zum 2. Thema wurden gegenseitige oder aus der Gesellschaft bekannte Vorurteile gesammelt, diskutiert und überprüft. Und zum 3. Thema wurden unterschiedliche Bräuche von den Teilnehmenden aus ihrem jeweiligen Herkunftsland gegenübergestellt. Am 3. und letzten Tag wurden von den Gruppen offen gebliebene Fragen zu Ende diskutiert und die Arbeitsergebnisse wurden graphisch aufbereitet und zu Schaubildern gestaltet. Die Projektteilnehmer, die befragt werden konnten äußerten sich sehr zufrieden über die interessanten, neu gewonnenen Informationen und Einsichten. Für die Projektleiter sind die gegenseitige Begegnung und der offene Austausch von Meinungen und Positionen sowie die Klärung von Vorurteilen vielleicht ein noch wichtigeres Ergebnis. Dazu kommt, dass der interessierten Schulöffentlichkeit sowohl die Wanderausstellung als auch die Ergebnisse der Gruppenarbeit zugänglich gemacht werden konnten. So kann das ganze Projekt als ein erfreulicher Erfolg gewertet werden.

Erfahrungsaustausch nach dem Schulunterrichtsprojekt in Geilenkirchen

Geschichtsunterricht: Russlanddeutsche Schicksalswege Als in der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule in Geilenkirchen vom 8. bis 10. Juli 2013 Projekttage angekündigt wurden, kam es durch die Vermittlungsarbeit von Alexander Böttcher, Vorsitzender der LMDR-Ortsgruppe Heinsberg, zur Vereinbarung, dort in der gleichen Zeit auch die landsmannschaftliche Wanderausstellung „Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen in Russland“ zu präsentieren.. Der Vorschlag von Josef Schleicher, Projektleiter, ausführlich zum Thema „Migration und Integration in Deutschland. Russlanddeutsche: Schicksalswege“ zu referieren, überzeugte nicht nur die Schulleitung, sondern weckte auch das Interesse bei mehreren Schülern, die sich für die Gruppenarbeit anmeldeten. In die intensive Vorbereitungsarbeit wurden beide landsmannschaftliche Projektleiter, Josef Schleicher ( Projekt: Wanderausstellung) und Alexander Böttcher (Projekt: „Wir in NRW“), die Fachlehrer des Eichendorff-Kollegs - Ulrich Peinkofer und Frau Thelen-Ise - mit einbezogen. Diese Lehranstalt, die heute ein Bestandteil der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule ist, hat seit 1971 vielen jungen Aussiedlern geholfen, ein deutsches Abitur zu machen. 15


Als Lernstoff zum Thema „Migration und Integration" wurde die Wanderausstellung „Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“ gewählt. Die Ausstellung wird durch das Bundesministerium des Innern (BMI), Berlin, und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Nürnberg, gefördert.

Eine Folie aus der Power-Point-Präsentation beim Vortrag von Projektleiter Josef Schleicher im Rahmen der Wanderausstellung über Deutsche aus Russland

Als Grundlage für die praktische Arbeit diente die Power-Point-Präsentation über Deutschland als Aus- und Zuwanderungsland, Filme über die Geschichte der Deutschen aus Russland und Integration in NRW, die Stellwände der Wanderausstellung über die Geschichte der Russlanddeutschen sowie Bücher und Periodika über russlanddeutsche Schicksale einzusetzen.

Aufgaben zur Bearbeitung der Lernsituation Im Voraus bekamen die Schüler folgende Aufgaben zur Bearbeitung der Lernsituation: Bestimmen Sie die Ursachen der Auswanderung. 16


Erklären Sie die Herausforderungen, die mit der Immigration verbunden sind. Stellen Sie zum Thema Aus- und Einwanderung Ihr bisheriges Wissen/ Ihr bisheriges Verständnis/ Ihre bisherigen subjektiven Einschätzungen dar. Formulieren Sie Hypothesen zur Entstehung von Hungersnöten in Deutschland im 18. Jahrhundert, in Russland und der Sowjetunion im 20. Jahrhundert. Reflektieren Sie Ihre Einstellung gegenüber Russlanddeutschen.

Eine Folie aus der Power-Point-Präsentation beim Vortrag von Projektleiter Josef Schleicher im Rahmen der Wanderausstellung über Deutsche aus Russland

Welche Vorurteile hatten Sie beim Lesen der Lernsituation? Überprüfen Sie diese anhand von Fakten. Erläutern Sie eine Grundhaltung gegenüber Migranten, die Sie für sich selbst als „sachkundige Experte“ notwendig und wünschenswert halten. Entwickeln Sie einen vorläufigen Ideenkatalog von integrationsförderlichen Zielen und Maßnahmen für die optimale Kommunalpolitik. Josef Schleicher, Projektleiter der Wanderausstellung, (für die Internetseite der Schule)

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07743 Jena / Thüringen Berufsschule für Verwaltung und Wirtschaft

9. Juli 2013 Wanderausstellung „Volk auf dem Weg - Geschichte und Integration der Deutschen aus Russland“ in Jena Stoyschule |

Am 9. Juli 2013 konnten sich Schüler und Schülerinnen der Karl-Volkmar-StoySchule Jena auf eine interessante geschichtliche Reise begeben. Projektleiter Jakob Fischer lud mithilfe einer Wanderausstellung, spannenden Zeitzeugenaussagen, ergreifenden und sehr interessanten Filmbeiträgen und Power-Point-Präsentationen ein, sich in eine Zeit der „Heimatsuche und Wanderung“ zu begeben.

Projektleiter Jakob Fischer führte am 09.07.13 durch die Wanderausstellung in Jena /Thür.

Nach detaillierten geschichtlichen Erläuterungen über die Gründe der Zuwanderung (Immigration) nach Deutschland aus Russland, konnten sich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler in einem Einbürgerungstest für 18


Ausländer und einem Aufnahmetest für Spätaussiedler, in dem auch Textsicherheit in Sachen Kinderliedern erwartet wird, beweisen. Auf eine humorvolle Art verdeutlichte der Referent typische landesspezifische Vorurteile. Wie denken Einheimische über Einwanderer? Was meinen Einwanderer über Einheimische?

Projektleiter Jakob Fischer beim Unterrichtsprojekt am 09.07.13 im Rahmen der Ausstellung in der Berufsschule Jena /Thüringen

Besonders interessant war der Aspekt, dass zahlreiche Schüler der Stoyschule selbst einen Migrationshintergrund haben und dadurch sowohl Erfahrungen als Einheimische als auch als Einwanderer aus den verschiedensten Ländern in die Diskussion eingebracht werden konnten. Das spannende und unterrichtsbegleitende Projekt wird durch das Bundesministerium des Innern in Berlin und durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg gefördert und von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V., Stuttgart, präsentiert.

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Migrationsprozesse von heute, erl채utert durch Projektleiter Jakob Fischer am 09.07.13

Teilnehmer des Schulunterrichtsprojektes Migration und Integration im Rahmen der Ausstellung 체ber Deutsche aus Russland am 09.07.13 in Jena http://www.meinanzeiger.de/jena/politik/volk-auf-dem-weg-geschichte-und-integrationder-deutschen-aus-russland-d30632.html/action/lesen/1/recommend/1/ 20


87719 Mindelheim / Bayern Landratsamt Unterallgäu 29.07.13 – 16.09.13 05.08.2013 Landkreis - Ausstellungseröffnung

Ein Stück deutsche Geschichte Die Ausstellung „Volk auf dem Weg“ beschreibt das Schicksal der Russlanddeutschen Einen steinigen Weg beschritten viele Russlanddeutsche auf der Suche nach Heimat und Identität. Die Wanderausstellung „Volk auf dem Weg“ erzählt von Unterdrückung, Vertreibung, Hoffnung und Vorurteilen. Derzeit macht sie Station im Landratsamt Unterallgäu und ist bis 16. September im Foyer zu besichtigen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium des Inneren und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Landratsstellvertreterin Heidemarie Zacher eröffnete die Ausstellung: „Sicherlich wird die

Wanderausstellung nicht alle Vorurteile beheben können. Sie gibt uns jedoch die Möglichkeit, die Geschichte der Russlanddeutschen näher kennenzulernen und so manche negative Einstellung in eine positive umzuwandeln.“ Die Rückkehr der Aussiedler habe viele gute Aspekte: „Knapp 79 Prozent der Russlanddeutschen sind jünger als 45 Jahre. Das tut unserer alternden Gesellschaft gut.“ Projektleiter Jakob Fischer, selbst Russlanddeutscher, veranschaulichte die Geschichte der Deutschen aus Russland anhand mehrerer Filmausschnitte. Besonders viele Deutsche zogen während der Herrschaft von Katharina II. nach Russland. Die Zarin wollte menschenleere Gebiete besiedeln und veröffentlichte deshalb vor 250 Jahren ein Manifest, in dem sie Einwanderern Privilegien versprach. „Was so gut angefangen hat, endete in einer Katastrophe“, beschrieb Fischer. Nach Hitlers Überfall auf die Sowjetunion wurden die Deutschen in Russland über Nacht zu Staatsfeinden. Sie durften ihre Sprache nicht mehr sprechen, wurden aus ihren Häusern vertrieben und deportiert nach Kasachstan, Sibirien und Mittelasien. Sängerin Lina Neuwirt, die die Veranstaltung mit Akkordeon und Gesang begleitete, machte mit ihrem Lied „Mein Heimatdorf“ ein solches Schicksal spürbar. Der Liedtext erzählt die 21


Geschichte ihrer Mutter, die ihr Heimatdorf am Schwarzen Meer verlassen musste und nie wieder dorthin zurückkehren durfte. Helene Sauter, Vorstandsmitglied der Landsmannschaft der Russlanddeutschen in Augsburg, steuerte ebenfalls eine persönliche Erzählung bei: Sauter wurde in Sibirien geboren. Weil es untersagt war, deutsch zu sprechen, beherrschte sie die Sprache nur mäßig. Doch schließlich studierte sie Deutsch, wurde Deutschlehrerin und unterrichtet heute Ausländer in Deutschland. „Mittlerweile sprechen die jüngeren Russlanddeutschen eher schlecht russisch“, sagte Fischer. Die meisten seien in Deutschland gut integriert. Er nannte prominente Beispiele wie Sängerin Helene Fischer oder Fußballnationalspieler Andreas Beck - beide stammen aus Russland. Trotzdem halten sich manche Vorurteile über Russlanddeutsche hartnäckig. Diese widerlegte Fischer mit Zahlen und Fakten. In einem Filmausschnitt bringt es ein junger Mann auf den Punkt: „In Russland gelten wir als Deutsche. In Deutschland gelten wir als Russen.“ Für Auflockerung der Eröffnung sorgten Rosalia und Wladimir Walter aus Kaufbeuren mit deutschen Volksliedern. Info: Die Ausstellung „Volk auf dem Weg“ ist bis 16. September im Foyer des Landratsamtes Unterallgäu, Bad Wörishofer Straße 33 in Mindelheim zu sehen. Führungen geben auf Anfrage Jakob Fischer, Telefon 0171/4034329; fischer.russlanddeutsche@t-online.de oder Josef Schleicher, Telefon 0176/29477353; schleicher@rikon.com

Zum Bild: Die Ausstellung „Volk auf dem Weg“ eröffneten (von links) Musikerin Lina Neuwirt, Projektleiter Jakob Fischer, Helene Sauter von der Landsmannschaft der Russlanddeutschen in Augsburg, Sängerin Rosalia Walter, Anna Brose, Sänger Wladimir Walter mit Leo und Alexander Walter und Landratsstellvertreterin Heidemarie Zacher. Fotos: Landratsamt/Eva Büchele

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Volk auf dem Weg - Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland im Landkreis Unterallgäu

Die Geschichte der Russlanddeutschen ist wechselvoll: von einer privilegierten Minderheit wurden sie zu Verfolgten, später zu Fremden im Land ihrer Vorfahren. Die Wanderausstellung „Volk auf dem Weg - Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“ dokumentiert dieses Schicksal in Vorträgen, Schaubildern, Filmen und Tafeln. Von 29. Juli bis 16. September ist sie im Landratsamt Unterallgäu in Mindelheim zu sehen. Zur Eröffnung am Montag, 29. Juli, findet von 19 Uhr an ein Abend der Begegnung im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes statt. Der Eintritt ist frei. Anlass ist der 250. Jahrestag des Einladungsmanifestes der russischen Zarin: 1763 lud Katharina die Große die Deutschen ein, nach Russland auszuwandern. In dem Manifest versprach sie den Siedlern Privilegien. Viele Deutsche folgten diesem Ruf. Doch fast 200 Jahre später mussten ihre Nachfahren einen unbeschreiblichen Leidensweg antreten. Als 1941 die Deutschen in die Sowjetunion einfielen, erklärte Stalin die Russlanddeutschen zum inneren Feind. Sie wurden verfolgt, diskriminiert und in Arbeitslager verschleppt Zehntausende starben. Seit 1950 sind rund 2,8 Millionen deutsche Aussiedler aus der ehemaligen UdSSR nach Deutschland zurückgekehrt. Doch im Land ihrer Vorfahren wieder Fuß zu fassen, fiel manchen schwer - und wurde manchen schwer gemacht. Der Bundesverband der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland präsentiert die Ausstellung „Volk auf dem Weg“ unter dem Leitgedanken „Wurzeln schlagen und die Gesellschaft stärken“. Die Ausstellung ist Teil eines bundesweiten Integrationsprojektes, gefördert vom Bundesministerium des Innern und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Vorgesehen ist auch die Präsentation eines weiteren Exemplars der Ausstellung an Schulen im Landkreis Unterallgäu. 23


Programm der Ausstellungseröffnung am Montag, 29. Juli, 19 Uhr: Zur Ausstellungseröffnung sprechen: Heidemarie Zacher, Landratsstellvertreterin, Waldemar Eisenbraun, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft, Juri Heiser, Vorsitzender der Orts- und Kreisgruppe Augsburg. Projektleiter Jakob Fischer, selbst Deutscher aus Kasachstan, führt mit einer Power-Point-Präsentation in die Ausstellung ein und zeigt Kurzfilme über die Geschichte und Integration der Deutschen aus Russland. Musikalisch umrahmen Sänger und Musiker aus Mindelheim und Kaufbeuren die Eröffnung. Die Ausstellung ist bis 16. September im Foyer des Landratsamtes Unterallgäu, Bad Wörishofer Straße 33, 87719 Mindelheim zu sehen. Der Eintritt ist frei. Rückfragen und Anmeldungen für Führungen: Projektleiter Jakob Fischer, Tel. (01 71) 40 34 329 oder Projektleiter Josef Schleicher, Tel. (01 76) 29 47 73 5. Email: schleicher@rikon.com. http://www.landratsamtunterallgaeu.de/buergerservice/kulturfoerderung/ausstellungen-2013/volk-auf-demweg.html

Volk auf dem Weg Anzeige der Stadt Mindelheim / Unterallgäu Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland Ausstellung der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V., gefördert vom Bundesminister des Innern, Berlin vom 29. Juli bis 16. September 2013 im Landratsamt Unterallgäu, Bad Wörishofer Str. 33 Eröffnung mit Vortrag, Film und Kulturprogramm am 29. Juli um 19.00 Uhr http://www.mindelheim.de/content/blogcategory/82/432/

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Mindelheimer Zeitung vom 05.08.2013 26


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7 presse juli 2013 wanderausstellung lmdr, fischer schleicher  
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