Page 1

Konjunktur Hohe Dynamik hält an

Regionalmarketing Highlights 2018

Transparenzregister 1–2 / 2018 Eintragungspflicht beachten

Zeitschrift der Industrie- und Handelskammer Südthüringen


Einfach schneller mit GuW Thüringen! Der vielseitige Kredit für Thüringer Unternehmen.

U E N

Nutzen Sie als UnternehmerIn oder ExistenzgründerIn die Vorteile von GuW Thüringen: Darlehen bis 5 Mio. Euro

beihilfefreie Förderung

flexible Einsatzmöglichkeiten

kombinierbar mit anderen Förderprogrammen

ohne Branchenausschlüsse

tilgungsfreie Anlaufzeit

Finden Sie uns auf Facebook! Folgen Sie uns auf Twitter!


EDITORIAL

Gute Wünsche für 2018 – nicht nötig! Die Südthüringer Wirtschaft bleibt auch im neuen Jahr auf Wachstumskurs. Nach einem wahren Höhenflug in 2017 haben viele Unternehmen das neue Jahr mit nochmals verbesserter Geschäftslage begonnen. Branchenübergreifend wird für 2018 ein Umsatzwachstum von satten 4 Prozent erwartet. Der Konjunkturklimaindikator nimmt gegenüber dem Herbst nochmals zu und erreicht mit 125,8 von 200 möglichen Punkten erneut einen Spitzenwert. Ehrgeizige Ziele haben wir uns auch in der IHK Südthüringen gestellt. Die Stärkung der dualen Ausbildung und Sicherung der Fachkräftebasis sind notwendigerweise das TOP-Thema des neuen Jahres. Eine Neuauflage der Jugendwirtschaftskonferenz von 2015, diesmal mit 1 000 Schülern aus Thüringens Süden sowie der Start einer Kampagne zur Aufwertung der dualen Ausbildung der drei Thüringer IHKs sollen Schülern und Eltern die Vorteile und Chancen für einen erfolg­ reichen Karrierestart in unseren mittelständischen Betrieben deutlicher vor Augen führen. Vietnamesische Jugendliche in unsere Region zu holen, stellt eine wichtige Facette unserer Bemühungen um Entspannung der Fachkräftesituation dar. Thüringens Süden in diesem Kontext als gestaltbarsten Lebensmittelpunkt für Macher zu präsentieren, bedarf jedoch der Mitwirkung aller regionalen Stakeholder. Insbesondere sind die Kommunen und Landkreise gefordert, attraktive Angebote in Produktform für Rückkehrer und Zuzugswillige zur Verfügung zu stellen. Gute Wünsche braucht’s dazu eher nicht – nur anpacken müssen alle!

Dr. Peter Traut Präsident

Dr. Ralf Pieterwas Hauptgeschäftsführer

Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

1


WIRTSCHAFT IM WOHLFÜHLMODUS Die Stimmung in den Unternehmen in Thüringens Süden ist bereits seit langem gut. Mit jeder Konjunkturumfrage verbessern sich die Lage- und Erwartungseinschätzungen ein weiteres Mal. So auch jetzt: Für dieses Jahr erwartet jedes fünfte Unternehmen noch bessere Geschäfte. Mehr dazu auf Seite 3

1 EDITORIAL

n AUS- UND WEITERBILDUNG © goodluz/Fotolia.com

n STANDORTPOLITIK 17 Neuer IHK-Beruf ab August 2018: Kaufmann/-frau im E-Commerce

5 Handlungsfeld Innenstadt – Maßnahmen zur Begegnung des Strukturwandels im Einzelhandel 6 Gewerbesteuer bremst Lohnentwicklung 8 Tourismusstrategie für den Thüringer Wald

18 Lehrstellenbörse – Neue Möglichkeiten der Azubisuche 19 Berufsbildungsausschuss der IHK Südthüringen neu berufen

n REGIONALMARKETING 9 Stadtverwaltung Meiningen bewirbt sich um Titel „Unternehmerfreundliche Verwaltung im Thüringer Wald“ 9 Erfolgskurs fortsetzen: Projekte des Regionalmarketings gehen in die nächste Runde

20 „Herausragende Ausbildungsqualität im Hotel- und Gaststättengewerbe im Thüringer Wald“ 20 IHK Südthüringen stärkt die fachliche Kompetenz ihrer ehrenamtlichen Prüfer

n INNOVATION UND UMWELT

IHK SETZT SICH EIN

26 Jugend-Unternehmenswerkstätten begeistern Schüler

© Michael Reichel/arifoto.de

10 Gefahrguttransport Tunnelkette Thüringer Wald: Argumente der Wirtschaft in der Risiko- und Güteab­wägung beachten 10 Tourismusstrategie Thüringen 2025: IHK-Tourismusausschuss übergab Forderungen an Thüringer Wirtschaftsminister 11 Betriebliche Einstiegsqualifizierung: Berufsschulbesuch für Teilnehmer muss möglich sein 11 Geplanter Eingriff in Thüringer Hochschulgesetz: IHK Südthüringen sieht Qualität des akademischen Nachwuchses gefährdet

28 ThEx-StartInno

n INTERNATIONAL 28 Unternehmerreise nach Vietnam – Fachkräftesicherung im Fokus 29 Thüringer Außenwirtschaftstag – Mit Teamgeist stark im Export!

BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN 30 Ausbildungsregelung für die Berufsausbildung zum/zur Fachpraktiker/-in Bürokommunikation (nach § 66 BBiG)

n RECHT © Gina Sanders/Fotolia.com

11 GRW-Förderung ab 2018: Beteiligung der Thüringer IHKs an der Neuausrichtung

n EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

35 Die EU-Datenschutz-Grundverordnung Teil IV: Melde- und Benachrichtigungspflichten bei Datenschutzverletzungen

14 Zukunftsperspektiven für Menschen mit Migrationshintergrund

36 Eintragungspflicht in das Transparenzregister beachten!

14 Für alle Fälle gewappnet sein: Notfallvorsorge ist Thema der Roadshow Unternehmensnachfolge 2018

37 Impressum

2 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018


STANDORTPOLITIK

Hohe Dynamik hält an Ergebnisse Konjunkturumfrage Jahresbeginn 2018 Anfang 2018 steht die deutsche Wirtschaft vor dem neunten Aufschwungsjahr. Gravierende Risiken sind nicht erkennbar. Das Wachstum wird bislang in erster Linie von der Binnennachfrage getragen. Allerdings hat die Bedeutung der unternehmerischen Investitionen zuletzt zugenommen, während der Konsum der Endverbraucher etwas langsamer wächst. 2018 dürfte auch der Export steigende Wachstumsbeiträge liefern. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Mitglieder der Eurozone sowie der anderen Handelspartner Deutschlands ist zuletzt gewachsen, sodass mit mehr Bestellungen deutscher Investitionsgüter zu rechnen ist. Ein Nebeneffekt der internationalen Erholung sind allerdings steigende Weltmarktpreise für Eisenerz, NE-Metalle und Rohöl.

Konjunkturklimaindikator erreicht Konjunkturklimaindikator erreicht Spitzenwert in Spitzenwert in Südthüringen Südthüringen 130,0

125,8 120,0

117,1

Prozent

110,0

100,0

Geometrisches GeometrischesMittel Mittelaus ausLageLage und -undErwartungseinschätzungen Skala von 0 bis 200 PunktenSkala von 0 bis 200 Punkten Erwartungseinschätzungen VorlaufenderIndikator IndikatorfürfürBIP-Entwicklung BIP-Entwicklung Vorlaufender

90,0

80,0

70,0 III/07

III/08

III/09

III/10

III/11

III/12

III/13

III/14

III/15

III/16

III/17

Jedes fünfte Unternehmen erwartet noch Jedes fünfte Unternehmen erwartet bessere Geschäfte noch bessere Geschäfte Jahresbeginn 2017

Jahresbeginn 2018

17,7

19,4

46,4

Geschäftslage erneut verbessert Erwartungen stark aufwärts gerichtet Aktuell höhere Dynamik als in 2017

55,4

 Geschäftslage erneut verbessert 64,6

Lage

 Erwartungen stark aufwärts gerichtet  Aktuell höhere Dynamik als in 2017

44,3

9,3

68,8

36,3 17,7 Erwartungen

positiv

8,3 Lage

11,8 Erwartungen

saisonüblich bzw. unverändert

schlecht

Für 2018 erwartet der DIHK ein preisbereinigtes BIP-Wachstum um 2,2 Prozent. Südthüringens Wirtschaft wird ähnlich stark wachsen. Das ergibt sich aus einer Hochrechnung auf Basis der Umsatzbefragung aus der aktuellen Konjunkturumfrage. Stimmungsseitig hat die Südthüringer Wirtschaft eine neue Bestlage erreicht. So bewerten derzeit. 55 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut und weitere 36 Prozent als saisonüblich bzw. befriedigend. Für die kommenden Monate erwarten 19 Prozent noch bessere Geschäfte, weitere 69 Prozent keine Veränderung. Der Konjunkturklimaindikator, ein geometrisches Mittel aus den Lage- und Erwartungseinschätzungen, steigt um 0,2 Punkte auf 125,8 Punkte. Dies ist der neunte Anstieg in Folge. Besonders kräftig steigt das Stimmungsbarometer in der Industrie und industrienahen Branchen wie der Dienstleistungswirtschaft, dem Großhandel und dem Verkehrsgewerbe. In den anderen Branchen bewirken hingegen Jahreszeiteffekte trotz guter Stimmung einen Rückgang des Konjunkturklimaindikators. In der Industrie, die mit einem Anteil von mehr als 30 Prozent an der Bruttowertschöpfung die regional bestimmende Branche ist, arbeitet inzwischen die Hälfte der Unternehmen an der Kapazitätsgrenze, weitere 30 Prozent sind mindestens zu vier Fünfteln ausgelastet. Die Auftragsreichweite ist für 91 Prozent der Unternehmen groß oder zumindest ausreichend. In der Dienstleistungswirtschaft konnten zuletzt 87 Prozent der Unternehmen eine expansive oder zumindest stabile Umsatzentwicklung verbuchen. Besonders gut verlief das Firmenkundengeschäft. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch für den Handel: Im Großhandel erreichten 90 Prozent der Unternehmen steigende oder stabile Umsätze, während die Entwicklung im Einzelhandel eher saisonüblichen Bahnen folgte. Im Verkehrsgewerbe setzte sich die Ausweitung des Beförderungsvolumens fort. 37 Prozent der Unternehmen fahren vollausgelastet, das ist ein ungewöhnlich hoher Anteil für eine Wintersaison. Im Bau und Gastgewerbe hat sich witterungsbedingt die hervorragende Lagebeurteilung des Sommers eingetrübt. Der Konjunkturklimaindikator erreicht jedoch in beiden Branchen den drittbesten Wert seit der Wiedervereinigung. Im Baugewerbe

Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

3


STANDORTPOLITIK verfügen derzeit 62 Prozent der Unternehmen über eine Auftragsreichweite von zwei Monaten und mehr. Im Gastgewerbe berichten insbesondere die gastronomischen Betriebe von Umsatzsteigerungen. Dafür ergab sich für 77 Prozent der Beherbergungsbetriebe eine gestiegene oder zumindest unveränderte Aufenthaltsdauer der Gäste. Investitionen Wegen der guten Stimmung und hohen Auslastung in allen Branchen bleiben die Investitionsplanungen auf dem hohen Niveau der vergangenen zwei Jahre. 79 Prozent der Unternehmen wollen in den nächsten Monaten investieren. Das Hauptmotiv

bilden Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen, die 54 Prozent der Unternehmen vornehmen wollen. An zweiter Stelle folgen mit einem Anteil von 22 Prozent Rationalisierungsinvestitionen. Sie sind unter anderem eine Folge der zunehmenden Fachkräfteengpässe (siehe nachfolgenden Beitrag). 20 Prozent der Unternehmen planen Kapazitätserweiterungen, 17 Prozent neue Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung.

davon aus, dass sich frei werdende Stellen nicht ohne weiteres wieder besetzen lassen bzw. aus betrieblichen Gründen Personal abgebaut werden muss. Eine besonders expansive Beschäftigungsentwicklung ist in den Wirtschaftszweigen der freiberuflichen wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, in der Optoelektronik, in der Kunststoffherstellung und in der Herstellung von Metallwaren zu erwarten.

Beschäftigungspläne Die Beschäftigungspläne bleiben expansiv. 13 Prozent der Unternehmen planen die Erweiterung ihres Personalbestands, 8 Prozent gehen hingegen

Die IHK Südthüringen dankt allen Unternehmen, die sich an der Konjunkturumfrage beteiligt haben. Den Gesamtbericht finden Sie unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 44453).

Veränderungen bringen den Standort voran Ende 2017 waren in Deutschland 44,3 Millionen Menschen erwerbstätig, 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch in Südthüringen wuchs die Beschäftigung. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg binnen Jahresfrist um ein Prozent. Zugleich nehmen jedoch die Stellenbesetzungsschwierigkeiten zu. So hätte das Stellenwachstum in Südthüringen im vergangenen Jahr durchaus bis zu 10 Prozent betragen können, wenn alle freien Stellen besetzt worden wären.

ein Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung dar. Dieses Risiko steht nun bereits die fünfte Umfrage in Folge an erster Stelle. Verteilt nach Branchen sind das Baugewerbe mit einem Anteil von 84 Prozent, die Industrie mit 76 Prozent, das Gastgewerbe mit 70 Prozent und das Verkehrsgewerbe mit 68 Prozent überdurchschnittlich betroffen.

Fachkräfte sind zu einem Engpass für die wirtschaftliche Entwicklung geworden. Dies gilt nicht nur für Südthüringen, wie immer umfangreichere Engpassanalysen, z. B. der Arbeitsagentur, zeigen. Danach vergehen bundesweit durchschnittlich 102 Tage, bis eine freie Stelle wiederbesetzt ist. In Thüringen ist es mit 98 Tagen geringfügig besser. Die wichtigsten drei Thüringer Mangelberufe sind Energietechniker mit 200 Tagen Vakanz, Klempner,

Arbeitskosten An zweiter Stelle rangieren die Arbeitskosten mit einem Unternehmensanteil von 46 Prozent. Gemeint sind hier einerseits politisch getriebene Kosten für den Faktor Arbeit wie der gesetzliche Mindestlohn und die verschiedenen Komponenten der Lohnnebenkosten. Andererseits fallen hierunter aber auch die Lohnerhöhungen, die im Rahmen der Mitarbeiterbindung an Bedeutung gewonnen haben. Überdurchschnittlich fällt der Anteil der Arbeitskosten im Verkehrsgewerbe mit 68 Prozent der Unternehmen, im Gastgewerbe mit 57 Prozent und in der Industrie mit 54 Prozent aus. Nicht jedes Risiko findet branchenübergreifenden Nachhall. 66,3 So sind z. B. hohe Krankenstände ein industriespezifisches Thema, 52 Prozent der Unternehmen sehen hier Risiken. Vom Anstieg einzelner Rohstoffpreise, wie etwa Eisenerz 45,7 (Verteuerung um 18 Prozent seit 2015), NE-Metalle (plus 15 Prozent) oder Rohöl (plus 12 Prozent), sind 32,7 jeweils 56 Prozent der Bau- und Industriebetriebe sowie 53 Prozent der Unternehmen des Verkehrsgewerbes betroffen.

Sanitär-, Heizungs- und Klimatechniker mit 196 Tagen und Mechatroniker bzw. Mitarbeiter in der Automatisierungstechnik mit 194 Tagen. Fachkräfteengpässe Zahlen wie diese verdeutlichen, dass Fachkräfte­ engpässe die wirtschaftliche Entwicklung ernstlich gefährden. Zu Jahresbeginn 2018 stellen für 66 Prozent der Unternehmen Fachkräfteengpässe

Fachkräfteengpässe seit langem relevant Fachkräfteengpässe seit langem relevant

Arbeitskosten, Fachkräfteengpässe, Krankenstand im Zeitablauf Arbeitskosten, Fachkräfteengpässe, Krankenstand im Zeitablauf 80

70

60

Prozent

50

40

30

20

Arbeitskosten Fachkräfteengpässe

10

Ihr Ansprechpartner:

Krankenstand 0 III/09

III/10

III/11

III/12

4 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

III/1313

III/14

III/15

III/16

17 III/18

Dr. Jan Pieter Schulz S 03681 362-406  Y schulz@suhl.ihk.de


STANDORTPOLITIK

Lebendige Innenstädte und Ortszentren sind wesentliche Faktoren für die Attraktivität eines Wirtschafts- und Wohnstandortes. Der stationäre Handel ist hierfür als Frequenzbringer und durch seine Versorgungsfunktion von herausragender Bedeutung. Die Stabilisierung des stationären Handels durch die Verbesserungen der lokalen und regionalen Standortbedingungen ist im Rahmen der vielfältigen Herausforderungen, die beispielsweise die Digitalisierung, die Konkurrenz im Umland sowie im Internet sowie fortschreitende Konzentrationsprozesse mit sich bringen, äußerst wichtig. In der Region Südthüringen nehmen insbesondere die Innenstädte der mittelzentralen Orte eine wichtige Funktion als Identifikations- und Versorgungskerne wahr. Diese Funktion gerät jedoch zunehmend unter Druck, da sich Geschäftsaufgaben als Folge des Strukturwandels im Einzelhandel vor allem in den Klein- und Mittelstädten in Deutschland vollziehen. Städte, Immobilieneigentümer und Handelsunternehmen müssen sich daher den Herausforderungen der sich wandelnden Rahmenbedingungen stellen, um gemeinsam mit Bürgern und weiteren Akteuren die Attraktivität und Lebendigkeit der Innenstädte zu erhalten und zu verbessern.

Fundierte Einzelhandels- und Zentrenkonzepte sind Grundlage für aktive Steuerung Eine ungesteuerte Einzelhandelsentwicklung kann im Laufe dieses Strukturwandels zur Verstärkung

negativer Prozesse und Tendenzen führen. Die Stadtentwicklung ist daher mit der Herausforderung konfrontiert, mit der dynamischen Entwicklung der Handelsbranche Schritt zu halten und über eine aktive Steuerung des Einzelhandels negativen Konsequenzen entgegenzuwirken. Voraussetzung für eine wirksame Steuerung des Einzelhandels auf gesamtstädtischer Ebene sind kommunale Einzelhandelskonzepte, die vor allem der Erarbeitung von Leitlinien für eine zielgerichtete und nachhaltige Einzelhandelsentwicklung dienen. In Südthüringen bestehen Einzelhandels- und Zentrenkonzepte unter anderem für Steinbach-Hallenberg (2007), Sonneberg (2009), Zella-Mehlis (2010), Ilmenau (2012), Arnstadt (2014), Hildburghausen (2015) und Meiningen (2016). Um die Aussagekraft und Wirksamkeit bestehender Konzepte zu wahren, ist eine regelmäßige Fortschreibung etwa alle acht Jahre notwendig und sinnvoll.

Zusammenarbeit und Koordination innerstädtischer Akteure Die Erfolgsaussichten von Innenstädten hängen entscheidend von der Zusammenarbeit verschiedener Akteursgruppen (Händler, Immobilienbesitzer, Gastronomen, Kommune, Bewohner etc.) ab. Voraussetzung für die Zusammenarbeit sind die gemeinschaftliche Erkenntnis, dass Aktivitäten zur Standortaufwertung notwendig sind, sowie das Bewusstsein, dass mit eigenen Aktivitäten etwas

erreicht werden kann. Anstelle eines Denkens in Eigeninteressen und Ressorts sollte die Bereitschaft vieler Akteure treten, Ideen, Arbeitszeit und auch Geld in diese Zusammenarbeit einzubringen. Für die Koordination ist ein „Innenstadtkümmerer“, z. B. in Form eines Citymanagers, sehr wertvoll.

Citymanagement stärken Das Citymanagement übernimmt eine wichtige Querschnittsfunktion bei der Koordination der verschiedenen Akteursgruppen einer (Innen-)Stadt. Das Citymanagement bezieht in seine Aktivitäten mit der Innenstadt nur einen Teilbereich der Stadt ein und ist gegenüber dem Stadtmarketing, welches sich auf die Gesamtstadt bezieht, abzugrenzen. Neben der Koordinationsfunktion werden mit dem Citymanagement vor allem die Ziele Attraktivitätssteigerung und Belebung der Innenstadt sowie Profilierung des Images verfolgt. Aktuell ist die Stadt Meiningen die einzige Südthüringer Stadt mit einem hauptamtlichen Citymanager. Derzeit wird jedoch in Hildburghausen und Arnstadt an Konzepten zur Etablierung eines professionellen Citymanagements gearbeitet. Beide Kommunen werden dabei von der CIMA Beratung + Management GmbH begleitet. Ihr Ansprechpartner: Mario Dammköhler S 03681 362-132  Y dammkoehler@suhl.ihk.de

Anzeige

Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

5


In Thüringen wäre das aktuelle Reallohnniveau um 1,6 Prozent höher, wenn die Kommunen nicht immer wieder Gewerbesteuererhöhungen vornehmen würden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, die im Dezember veröffentlicht wurde. Durch Steuererhöhungen in den vergangenen 15 Jahren war das Lohnwachstum um gut ein Viertel geringer, als es ohne Steuererhöhungen gewesen wäre. Entgegen weit verbreiteter Annahmen werden Steuern auf Unternehmensgewinne nicht nur von deren Inhabern getragen. Vielmehr versuchen diese, ihre Steuerlast an Dritte weiterzugeben. Mögliche Reaktionen sind die Erhöhung der Verkaufspreise oder die Senkung der Einkaufspreise. Sinken die Gewinne nach Steuern, haben Unternehmen im Rahmen von Lohnverhandlungen außerdem geringere Spielräume für Lohnerhöhungen. Zusätzlich zu direkten Überwälzungsprozessen entstehen Belastungen, die aus Verhaltensänderungen der Marktteilnehmer infolge von Steuer– erhöhungen resultieren. Im Rahmen einer empirischen Studie hat das Münchner ifo-Institut für Wirtschaftsforschung kürzlich die Auswirkungen von Gewerbesteuererhöhungen auf die Lohnentwicklung im Zeitraum 2002 bis 2016 untersucht. Danach führt die Erhöhung von Gewerbesteuereinnahmen um 100 Euro zu Lohneinbußen von 65 Euro. Muss beispielsweise

Insgesamt 32 Thüringer Teilnehmer aus Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben, Tourismus­ organisationen und Kultureinrichtungen fuhren im Oktober 2017 zu einer „Ex-Q-rsion“ in die Vorpommersche Boddenlandschaft nach Zingst. Sie nutzten die Möglichkeit, die erfolgreich agierende und starke Q-Gemeinde Zingst bei frischer Meeresluft, ausgesprochen hoher Gastfreundschaft und einem klug konzipierten Programm kennenzulernen. Mit dabei war auch das Unternehmerehepaar Christel und Hans-Jürgen Wojtiniak, Inhaber der Bräetmicher Ratsstuben in Großbreitenbach. In Zingst unternahmen die Thüringer Touristiker u. a. einen Ausflug mit dem Rad zu den Deichen des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft oder ließen sich beim Verzehr selbstgebackener Torten vom Gründer des Cafés und SQ Betriebs „Rosengarten“ spannende Geschichten erzählen. Der intensive Austausch inmitten einer ausgeprägten Kulturlandschaft war in vielerlei

6 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

© knipseline/pixelio.de

STANDORTPOLITIK

ein Betrieb mit 65 Beschäftigten 100 Euro mehr Gewerbesteuer bezahlen, erhalten alle seine Mitarbeiter durchschnittlich einen Euro weniger Lohn. Betroffen sind insbesondere Beschäftigte in Unternehmen mit nur wenigen Standorten sowie in Unternehmen, in denen die Löhne auf Firmen­ ebene festgelegt werden. Die Verteilungseffekte wirken sich insbesondere auf niedrigqualifizierte Beschäftigte, jüngere Beschäftigte und Frauen aus. Zwischen 2002 und 2016 sind die durchschnittlichen Hebesätze der Gewerbesteuer in Thüringen um mehr als 20 Prozent gestiegen. Thüringen ist damit bundesweit Spitzenreiter. Die IHK Südthüringen hat in der Vergangenheit Städte

© Kirsten Seyfarth, freie Journalistin

und Gemeinden häufig kritisiert, die ihre Kommunalsteuern erhöht haben, weil sie dadurch Standortvorteile verlieren. Die neue Studie zeigt, dass die Kommunen mit ihren Steuererhöhungen außerdem die Bemühungen der Unternehmen konterkarieren, gute Arbeit angemessen zu entlohnen. Gewerbesteuererhöhungen schwächen die Unternehmen im Rahmen der Fachkräftesicherung. Die IHK Südthüringen erkennt an, dass Kommunalsteuern ein wichtiger Bestandteil zur Stadt- und Gemeindefinanzierung sind. Die Studie des ifo-Instituts legt jedoch nahe, dass Kämmerer und Gemeinderäte viel stärker als bisher neben Einnahmesteigerungen auch die Wirkungen ihrer Steuerpolitik untersuchen sollten. Hierzu ist ein enger Dialog der Bürgermeister und Wirtschaftsförderer mit den örtlichen Unternehmen und ihren Vertretern erforderlich. Die Studie finden Sie im Internet unter: ifo Working Paper No. 241

Ihr Ansprechpartner: Dr. Jan Pieter Schulz S 03681 362-406 Y schulz@suhl.ihk.de


STANDORTPOLITIK Hinsicht inspirierend und regte zu neuen Ideen in der Zusammenarbeit an. Christel und Hans-Jügen Wojtiniak gewannen in den beiden Tagen viele Erkenntnisse. „Beindruckt hat uns, dass hier alle zusammenarbeiten, die Kooperation zwischen den Partnern funktioniert. Hier wird miteinander gesprochen. Wirte, Touristiker und die Gemeinde ziehen alle an einem Strang. Großartig ist z. B. das Projekt im Max Hünten Haus. Hier wird ein Fotografie- und Druckzentrum für die Gäste als zusätzlicher Service aufgebaut. Überall in der Gemeinde findet man die liebevoll gepflegten Fotomotive. So bieten auch viele Privatpersonen ihr Garagentor zur Gestaltung durch Künstler an. Das wird dann in die Fototour mit aufgenommen“, berichtet das Ehepaar Wojtiniak.

„Aber es gibt eben auch die gleichen Probleme wie bei uns. Ganz offen wurde darüber gesprochen, dass Fachkräfte oder Auszubildende dringend gesucht werden. Dass hier von der Gemeinde attraktive Angebote für günstigen Wohnraum für die Mitarbeiter im Tourismus geschaffen wurden und werden, ist eine tolle Lösung für alle Beteiligten“, so Hans-Jürgen Wojtiniak. Er machte aber auch deutlich, dass die Regionen nicht immer vergleichbar sind. So findet sich ein Grund des großen Zusammenhaltes der Q-Gemeinde Zingst eher durch die „Raumdichte“, während die Thüringer großflächig mit Vielfalt punkten. Das Wissen um das Potenzial Natur und die große Heimatliebe tragen auch die Thüringer Gäste in sich. Denn in Thüringen gibt es viele schöne und spannende

Ziele, die die Thüringer ihren Zingster Kollegen bei einem geplanten Gegenbesuch in diesem Jahr gern vorstellen möchten. Als Kooperationsprojekt des Welterberegion Wartburg Hainich e. V., dem DEHOGA Thüringen e. V. und der Kur- und Tourismus GmbH Zingst konnte dieser Austausch nun realisiert und durch Fördermittel des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft möglich gemacht werden.

Ganz bewusst stellt der Betriebsvergleich mittelständische, unabhängige (Familien-)Betriebe in den Mittelpunkt, die das Rückgrat der Tourismuswirtschaft in Thüringen bilden. Neben Trends und Entwicklungen wird die betriebswirtschaftliche Analyse der Branche für verschiedene Betriebs­ typen dargestellt. Der Betriebsvergleich dient als unverzichtbares Hilfsmittel für die innerbetriebliche Kontrolle und die Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten. Die Unternehmen werden mit Informationen versorgt, mit denen eine Stärkung der Marktposition erreicht werden kann. Dargestellt werden

Durchschnitts- und Orientierungswerte bezogen auf die wesentlichen Ertrags- und Aufwandsstrukturen sowie weitere betriebliche Kennzahlen. Dazu wurden die wichtigsten statistischen Daten zum Thüringer Gastgewerbe ausgewertet und interpretiert. Zudem wurden ergänzende Recherchen zu den Themen Trends und Entwicklungen, Investitionen und Fördermittel, Mitarbeitersuche, Vertrieb sowie gesetzlich vorgeschriebene Dokumentationspflichten im Gastgewerbe durchgeführt. Der Leser bekommt somit einen komplexen und detaillierten Überblick zur wirtschaftlichen Situation des Gastgewerbes in Thüringen.

Erhältlich ist der Betriebsvergleich unter: www.dwif.de/publikationen/ Stichwort dwif betriebsvergleiche (dwif-Betriebsvergleich für die Hotellerie und Gastronomie Thüringen Nr. 81/2017)

Im Rahmen des Forum F möchten wir Sie informieren über

Termin:

7. März 2018, 10:00 bis 12:00 Uhr

Ort:

IHK Südthüringen, Haus der Wirtschaft, Bahnhofstraße 4 - 8, 98527 Suhl.

Die betriebliche Altersvorsorge wird immer beliebter. Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz, das Anfang 2018 in Kraft getreten ist, werden die Regeln zur steuerlichen Förderung von betrieblicher Altersvorsorge erleichtert. Auf diese Weise soll die Betriebsrente auch in kleineren Unternehmen eine höhere Akzeptanz erhalten. Dies ist umso wichtiger, als jeder Arbeitnehmer über einen Rechtsanspruch auf betriebliche Altersvorsorge verfügt.

• die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen, • die Vorteile für Arbeitgeber (verbesserte Mitarbeiterbindung) und Mitarbeiter (höhere Altersrente). • Anbieter am Markt.

Ihr Ansprechpartner: Nadine Heusing S 03681 362-205 Y heusing@suhl.ihk.de

Ihr Ansprechpartner: Nadine Heusing S 03681 362-205 Y heusing@suhl.ihk.de

Anmeldung: bis 28. Februar 2018 per E-Mail an: schulz@suhl.ihk.de

Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

7


STANDORTPOLITIK

© Kadmy/stock.adobe.com

WIRTSCHAFTSJUNIOREN

Der Regionalverbund Thüringer Wald arbeitet intensiv an der Realisierung des innovativen Tourismuskonzepts „Thüringer Wald 2025“. Um das Konzept bestmöglich umzusetzen, wurden interne Strukturen neu überdacht und Produktmarkenmanager eingestellt, die Verantwortung für die neu geschaffenen Marken tragen. In den vergangenen Monaten wurden die Produktmarkenmanager umfassend auf ihre Aufgaben vorbereitet und geschult. Zu diesen Aufgaben gehören u. a. die Produktentwicklung und Vermarktung sowie die Unterstützung der Leistungsträger bei der Optimierung ihrer Angebote. Ziel ist es, die Marken mit Leben und mit attraktiven Produkten für die Zielgruppen zu füllen. Dabei werden sie strategisch unterstützt von Produktmarkenbeiräten, die aus Anbietern und Experten der Produktmarke zusammengesetzt sind. Für die operative Umsetzung werden Produktpartner benötigt. Das ist für die Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte entsprechend der Marken der neuen Strategie weiterzuentwickeln oder neue Angebote zu schaffen und damit auch ihre eigene Wertschöpfung zu erhöhen. Bei den Produkten ist vor allem eins wichtig: sie müssen die Zielgruppe überzeugen mit Profil, Qualität und Inhalt. Eine angepasste Vermarktung über die richtigen Kanäle ist Teil der Produktmarkenstrategie.

Wie sich der Unternehmer in den Produktmarken wiederfindet und einordnet und wie man ein solch spezifisches Produkt entwickelt, das ist Thema des Branchentages für das Hotel- und Gastgewerbe der IHK Südthüringen am 5. März 2018 im Haus der Wirtschaft in Suhl. Unternehmer aus der Branche stellen ihre Produkte vor und geben wichtige Tipps aus der Praxis. Eingeladen sind dazu alle Unternehmen des Hotel- und Gaststättengewerbes, aber auch Anbieter anderer Branchen, die spannende Ideen für attraktive Produkte mitbringen. Ein wichtiger Trend in Sachen Qualität ist die Regionalität. Während des Branchentages haben regionale Erzeuger Gelegenheit, ihre Produkte zu präsentieren. So können Gastgewerbe und Erzeuger neue Kontakte knüpfen, um in Zukunft besser zusammenzuarbeiten und ihre Produkte und Angebote gemeinsam zu vermarkten.

Für vier Tage waren Vertreter der jungen Wirtschaft der Region Südböhmen zu Besuch und erlebten ein vom Partnerverein Wirtschaftsjunioren Thüringer Wald organisiertes abwechslungsreiches Programm. Dazu zählten nicht nur kulturelle (Entdeckertour im Bunkermuseum Frauenwald, traditionelles Thüringer KlößeZubereiten), sondern auch sportliche (Bowling und Lasertag) sowie wirtschaftliche Themen (Betriebsbesuche der Suhler Gesenkschmiede, des Pumpspeicherwerkes Goldisthal, der Farbglashütte Lauscha sowie der IHK Südthüringen) zu den Aktivitäten. Beide Vereine gehören der Junior Chamber International (JCI), einer weltweiten Organisation junger Unternehmer und Führungskräfte, an. Daher standen auch zahlreiche Gespräche zu Projekten und der Arbeit beider Vereine im Mittelpunkt. Für den Besuch der JCI Südböhmen in Budweis vom 10. bis 13. Mai 2018 können junge Unternehmer und Führungskräfte die Wirtschaftsjunioren Thüringer Wald begleiten. Interessenten melden sich bitte bis 28. Februar 2018 unter: info@wj-thueringer-wald.de

Weitere Informationen zu den Wirtschaftsjunioren unter:

Detaillierte Informationen zum Programm des Branchentages und die Möglichkeit der Anmeldung finden Sie auf der Website der IHK Süd­thüringen unter: www.suhl.ihk.de/Veranstaltungen. www.wj-thueringer-wald.de

Ihr Ansprechpartner:

Branchentag für das Hotel- und Gastgewerbe am 5. März 2018

8 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

Nadine Heusing S 03681 362-205  Y heusing@suhl.ihk.de

SCHMALKALDEN-MEININGEN

www.wj-sm.de


Regionalmarketing

Das neue Veranstaltungsformat zur Fachkräftegewinnung und Imagepflege – Melden Sie Ihr Unternehmen jetzt an! Die Stadt Meiningen bewirbt sich erstmals um das Gütesiegel „Unternehmerfreundliche Verwaltung im Thüringer Wald“. Den Startschuss zur Güteprüfung gaben im Dezember 2017 als Initiatoren der forum Thüringer Wald e. V., die IHK Südthüringen und die HWK Südthüringen gemeinsam mit der Stadtverwaltung Meiningen. Die Verleihung soll dazu beitragen, Verwaltungsabläufe an den Belangen der regionalen Wirtschaft auszurichten und so die Standortattraktivität zu erhöhen. Ein Audit in der Stadtverwaltung und eine Unternehmensbefragung müssen als Hürden genommen werden. Die Unternehmerbefragung als das Herzstück der Güteprüfung ist bereits abgeschlossen. Bis Ende Januar 2018 konnten die Unternehmen in Meiningen – also die „Kunden der Verwaltung“ – bewerten, wie unternehmerfreundlich ihre Stadtverwaltung ist. Im zweiten Schritt der Güteprüfung wird nun

Das Event INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald unterstützt die Gewinnung und Sicherung von Fachkräften und bietet für alle Industrieunternehmen und industrienahen Dienstleister im Thür­ dieinger Einhaltung Wald der die festgeschriebenen ideale Plattform, Gütekriterien sich als zukunftsfähiges Unternehmen und attraktiver Arbeit­ vorgeber Ort inzu derpräsentieren, Stadtverwaltung Zu in diesen die überprüft. Bekanntheit der Region Thüringer Wald zu erhöhen und sich mit Kriterien zählen beispielsweise festgelegte Begleitet Bearbei- von einer breit angelegten Marketingkampagne anderen Unternehmen zu vernetzen. tungszeiten, Erklärung Wirtschaftsförderung öffnen amdie29. Oktoberder 2014 die teilnehmenden Firmen von 17:00 bis 22:00 Uhr ihre Türen und zurgewähren Chefsache,auf die ganz unternehmerfreundliche individuelle Weise Erreichder Öffentlichkeit exklusive Einblicke hinter die Kulissen, barkeit der Stadtverwaltung oder die fristgerechte die Produktion oder in verschiedenste Berufe. Bezahlung von Auftragsrechnungen. Die Meininger Stadtverwaltung hat diese Kriterien in einem Leitbild • Attraktives Leistungspaket mit geringem Die neue Veranstaltung INDUSTRIe INTOUCH festgeschrieben. Das bedeutet für die Unternehmen Organisationsaufwand berücksichtigt die regionalen bedürfnisse einder Stück weit Transparenz von Verwaltungshandeln • Starke öffentliche Wahrnehmung und hohe Unternehmen im Thüringer Wald und undbietet die Selbstverpflichtung Präsenz in den Medien viele Vorteile: der Stadtverwaltung, die• Interessen der Unternehmen mit Priorität zu Fabian Giesder, Bürgermeister der Stadt Meiningen, Direkte Kontakte zu potenziellen Fach- und behandeln. Cornelia Grimm, Regionalmanagerin des forum Thüringer Nachwuchskräften Wenn Sie Ihr Unternehmen bis zum 15. Mai Durchgeführt und überwacht wird die GüteprüWald e. V. und Jan Scheftlein, stellv. Hauptgeschäftsfüh• Networking, Stakeholder-und Imagepflege 2014 anmelden, können Sie sich attraktive fung „Unternehmerfreundlichen Verwaltung im rer der IHK Südthüringen (v. l.)endgültige starteten am 11. Dezem• zur Vertiefung von Kontakten, z. B. nach Konditionen sichern. Der Anmelde­ Thüringer Wald“ durch den TÜV Thüringen, der seit ber 2017 den Zertifizierungsprozess der Stadtverwaltung Berufsinformationsmessen schluss für Unternehmen ist der 30. Juni 2014. 2009 als unabhängige Institution bei diesem Projekt Meiningen zur „Unternehmerfreundlichen Verwaltung • Individuelle Gestaltungsfreiheit bei der mitwirkt. im Thüringer Wald“. Unternehmenspräsentation Weitere Informationen finden Sie unter: • Koordinierung der Veranstaltung mit Ansprechpartnern vor Ort

WIR SIND DabeI: HPT Hochwertige Pharmatechnik

Der forum Thüringer Wald e. V. blickt auf ein erfolgGmbHJahr & Co. Neuhaus/Rwg. reiches 2017KG, zurück. Die Projekte und Veranstaltungen haben sich hervorragend entwickelt. „Die HPT Hochwertige Pharmatechnik GmbH & Sie leisten einen wichtigen Beitrag, das Image des ThüCo. KG ist ein mittelständischer konzernunabhänringer Waldes als prosperierende Wirtschaftsregion giger Systemlieferant für Primärpackmittel aus und attraktiver und Lebensraum zu stärken Kunststoff, der Arbeitsunter kontrollierten Reinraumbesowie die Netzwerkbildung der Unternehmen zu dingungen Komplettverpackungen für Pharmazie, Diagnostik sowie Einzelteile und Baugruppen für die Medizintechnik herstellt.

und wir sind ständig auf der Suche nach engagierten Fachkräften. Zudem verfügt unser Unternehmen über eine Produktion, die nicht nur für unsere Region etwas ganz besonderes darstellt, denn hier unterstützen. Das Regionalmarketing Thüringer wird unter streng kontrollierten ReinraumbedinWald arbeitete 2017 an sieben Projekten, darunter gungen auf modernsten Anlagen und in einem hoch die Jugendkampagne t-wood.de, dem Technik-Camp technisierten Umfeld gemäß den Grundsätzen einer im Thüringer Wald oder der Vergabe des Gütesiegels guten Herstellungspraxis (GMP) produziert. Uns ist „Unternehmerfreundliche im Thüringer sehr daran gelegen, unserVerwaltung außergewöhnliches Werk Wald“. den Veranstaltungen INDUSTRIE INTOUCH auch inMit INDUSTRIE INTOUCH vorzustellen.“ Thüringer Wald und dem Thüringer Wald Firmenlauf

www.industrie-intouch.de.

Wir sind uns einerseits unserer Verantwortung zur Sicherung der Arbeitsplätze bewusst und andererseits haben wir erkannt, dass dies nur mit guten Fachleuten und Mitarbeitern gelingen kann. Ferner konnten Jahr neue Maßstäbe erzielt möchtenim wirletzten über dieses Veranstaltungsformat werden. Auch im Jahr 2018 wird Verein forum natürlich auch unsere Nähe zur der Region Sonneberg Thüringer Wald seine erfolgreichen Veranstaltungen und ihren Menschen zeigen. Wir bieten sowohl im weiterführen undauch den im Unternehmen interessante technischen als kaufmännischen Bereich Plattformen bieten. Die Vorbereitungen sindAlternabereits über Aus- und Weiterbildung interessante angelaufen. Hier die Übersicht der wichtigsten tiven für potenzielle Interessenten. Termine:

Weitere Infos: www.hpt.info

Für uns ist die Teilnahme an diesem Projekt sehr wir wünschen allen Beteiligten einen HIGHLIGHTS 2018 +++ HIGHLIGHTS 2018 +++ HIGHLIGHTS 2018 wichtig +++undHIGHLIGHTS 2018 +++ erfolgreichen Verlauf. Wir freuen uns auf Ihr Interesse und einen interessanten Erfahrungsaustausch Als einen der größten Arbeitgeber in Neuhaus am SonnPlast GmbH, Sonneberg mit Ihnen getreu unserem Motto: Start your career Rennweg ist INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald Thüringer„Die Wald Firmenlauf Technik-Camp with plastics and more!“ INDUSTRIE INTOUCH t-wood ein ausgezeichnetes Format, um uns als attraktives Sonnplast GmbH ist ein kunststoffverarbeitenThüringer Wald und innovatives Unternehmen zu präsentieren. des Unternehmen in Sonneberg, dasim mitThüringer fast 300 Wald Weitere Infos: www.sonnplast.de Qualifizierte Mitarbeiter sind unser größtes Kapital Mitarbeitern durch technologische führende Prozesse Teile und Baugruppen für namhafte Kunden der Automobilbranche produziert. Unser UnternehAzubiSpeedDatings men ist sehr gut bei unseren Kunden platziert und 15. Februar 2018 Suhl wird diese erfolgreiche Position weiter ausbauen. 22. Februar 2018 Arnstadt 28. Februar 2018 Sonneberg Nach Übernahme der insolventen NS-KunststoffJugendwirtschaftskonferenz 1. November 2018 22. technik Augustim2018 12. Oktober 2018 März 2013, die seit ca.7.20bis Jahren am 20. März 2018 Standort präsent war, möchten wir die Gelegenheit nutzen, unser „junges“ Unternehmen als wieder erstarkten und potenziellen Arbeitgeber in Süd2018 thüringen zu präsentieren. Im März 2014 haben wir unseren ersten Geburtstag feiern können. Geschäftsführer Karl-Heinz Sladek Geschäftsführer Christoph Müller Ihr Ansprechpartner: Cornelia Grimm, Regionalmanagerin  S 03681 362-231  Y grimm@forum-thueringer-wald.de

26 Südthüringische Wirtschaft 5/2014

Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

9


Der Tourismusausschuss der IHK Südthüringen diskutierte die im August 2017 veröffentlichte Landestourismusstrategie Thüringen 2025 im Oktober 2017 gemeinsam mit interessierten Unternehmern. Dabei wurden drei wichtige Themen besprochen: die Organisation, das KMU Netzwerk sowie die Digitalisierung des Tourismus. Einige Kritikpunkte konnten im Verlauf der Diskussion nicht ausgeräumt werden. Darüber hinaus waren bereits im Vorfeld der Diskussion Hinweise aus der Unternehmerschaft an die IHK Südthüringen gegangen, die aufgrund der begrenzten Zeit nicht diskutiert werden konnten. Diese Punkte wurden Thüringens Wirtschaftsminister, Wolfgang Tiefensee, in einer Stellungnahme

10 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

Im Ergebnis erleben Transport- und Logistik­ unternehmen in anderen Bundesländern und Nachbarstaaten häufig, dass Tunnel, die teilweise sogar die Länge des Rennsteigtunnels überschreiten, auch für Gefahrguttransporte passierbar sind.

Ihr Ansprechpartner: Mario Dammköhler S 03681 362-132 Y dammkoehler@suhl.ihk.de

© Michael Reichel/arifoto.de

In einem Schreiben an den für Brand- und Katastrophenschutz zuständigen Thüringer Innenminister, Georg Maier, hat die IHK Süd­ thüringen eine lösungsorientierte Diskussion zur Befahrbarkeit der Tunnelkette Thüringer Wald für Gefahrguttransporte angeregt. Mit Blick auf die für 2018 angekündigte Vorstellung der erweiterten Risikoanalyse für die Tunnelkette sowie deren Umgehungsstrecken sollten die Argumente der Wirtschaft in die Risiko- und Güteabwägung einfließen. Die IHK Südthüringen hat hierzu mehrere Alternativen für eine Herabsenkung der bestehenden Totalsperrung für Gefahrguttransporte vorgeschlagen. Die IHK Südthüringen setzt sich im Interesse ihrer Mitgliedsunternehmen bereits seit mehr als 15 Jahren für eine Herabsetzung der bestehenden Beschränkungen der A 71-Tunnelkette für Gefahrguttransporte ein. In Deutschland und in vielen anderen europäischen Ländern gibt es keine verbindlichen, quantitativen Vorgaben, wie Risiken aus dem Gefahrguttransport einzuschätzen sind.

© Michael Reichel/arifoto.de

IHK SETZT SICH EIN

des Tourismusausschusses unterbreitet. Alle Forderungen, Kritikpunkte und Hinweise des Tourismusausschusses der IHK Südthüringen zur Landestourismusstrategie Thüringen 2025 finden Sie unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 44098). Die IHK Südthüringen wird sich gemeinsam mit ihrem Tourismusausschuss auch weiterhin aktiv in die Umsetzung der neuen Landestourismusstrategie Thüringen 2025 einbringen.

Ihr Ansprechpartner: Nadine Heusing S 03681 362-205 Y heusing@suhl.ihk.de


IHK SETZT SICH EIN

gelten ab sofort auch für neue EQ-Verträge, d. h. Unternehmen, die EQ-Plätze anbieten, müssen sich also auf diese Praxis in Thüringen einstellen. Aktuell sind keine Signale zur Änderung dieser Regelungen für Thüringen sichtbar. Die IHK Südthüringen setzt sich dafür ein, dass die Regelungen zum Berufsschulbesuch für EQ-Teilnehmer auch in Thüringen umgesetzt werden können, und zwar so, wie es in der Mehrzahl der anderen Bundesländer möglich ist.

© uschi dreiucker/pixelio.de

Ihr Ansprechpartner: Dr. Petra Kukuk S 03681 362-151 Y kukuk@suhl.ihk.de

für die Wirtschaft wahrscheinlich werden. Weiterhin sieht die IHK Südthüringen dadurch nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen gefährdet, sobald die Wirtschaft diesen Leistungsabfall des Nachwuchses registriert und entsprechend rückkoppelt.

Im Zuge der notwendigen Anpassung der GRW-Förderung hat sich die Arbeitsgemeinschaft der Thüringer IHKs im Rahmen eines Werkstattgesprächs im Thüringer Wirtschaftsministerium sowie in Form einer schriftlichen Stellungnahme positioniert. Positiv wurde darin bewertet, dass es zukünftig keine alleinige Fokussierung auf die Schaffung neuer Dauerarbeitsplätze geben soll. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der wahrscheinlichen technologischen Entwicklung im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel ist diese bisherige Förderbedingung nicht mehr zeitgemäß. Ebenso wurde seitens der IHKs begrüßt, dass auf eine Forderung der Wirtschaft, Zuschlagskriterien abzuschaffen, eingegangen werden soll. Dadurch reduziert sich der Antragsaufwand sowie der Aufwand in der Nachweisführung bei gleichzeitiger Steigerung der Rechtssicherheit in der Inanspruchnahme der Förderung. Die neue Richtlinie zur GRW-Förderung soll voraussichtlich noch im ersten Quartal veröffentlicht werden.

Ihr Ansprechpartner:

Ihr Ansprechpartner:

Jan Scheftlein S 03681 362-210 Y scheftlein@suhl.ihk.de

Jan Scheftlein S 03681 362-210 Y scheftlein@suhl.ihk.de

© Michael Reichel/arifoto.de

Die betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ) hat sich bewährt und ist für Jugendliche und Unternehmen eine große Chance. Jugendliche erhalten mit der Einstiegsqualifizierung die Chance, in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten Teile eines Ausbildungsberufes, ein Unternehmen sowie das Berufsleben kennenzulernen. Die Möglichkeit der Teilnahme am Berufsschulunterricht ist für EQ-Teilnehmer länderrechtlich geregelt. Das hat seit November 2017 in Thüringen zu großen Irritationen geführt. Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport teilte mit, dass EQ-Teilnehmer in Thüringen nicht berechtigt sind, am Berufsschulunterricht teilzunehmen. Die Beschulung von EQ-Teilnehmern wurde umgehend eingestellt. Diese Regelungen

Die IHK Südthüringen hat sich mit einer Stellungnahme im Rahmen des Anhörungsverfahrens zum Entwurf eines „Thüringer Gesetzes zur Stärkung der Mitbestimmung an Hochschulen sowie zur Änderung hochschulrechtlicher Vorschriften“ kritisch zu geplanten Änderungen geäußert. Es wurde darauf hingewiesen, dass das Know-how der akademischen Fakultätsmitglieder die Entscheidungshoheit zu Lehr- und Prüfungsinhalten beibehalten sollte, da ansonsten Abbrüche des durch die Hochschulen hervorgebrachten akademischen Nachwuchses

Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018 11


© R_R/Fotolia.com

EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

In unserer Serie „Gründer des Monats“ stellen wir Existenzgründer aus dem IHK-Bezirk Südthüringen vor, die sich durch eine besondere Geschäftsidee auszeichnen. Für diese Ausgabe haben wir ein Interview mit René Ehrt geführt, die seine Begeisterung für Technik zum Beruf gemacht hat.

War es die Begeisterung für Technik, die Sie in die Selbständigkeit geführt hat? René Ehrt: Technik hat mich schon immer begeistert und schon frühzeitig wollte ich wissen, was da hinter den Gehäusen der Geräte passiert. Bereits mit etwa 13 Jahren habe ich erste Versuche unternommen, PC und Notebook zu optimieren oder bei auftretenden Problemen eine Lösung zu finden. Während meiner Berufsausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel und beim Fachabitur „Wirtschaft“ im BBZ Schmalkalden war ich dann schon öfter gefragt bis hin zur Einrichtung und Optimierung von Netzwerken. Und um das Ganze auf die „richtigen Füße“ zu stellen, habe ich zum 1. Mai 2017 in Benshausen meine Einzelunternehmung gegründet. Das hört sich ja alles an wie der berühmte Selfmademan? René Ehrt: In den fachlichen Fragen habe ich mir in der Tat das meiste selbst angeeignet, sozusagen „learnig by doing“. Aber auch die Gründungsförderung in Thüringen hat mir sehr geholfen. Sei es die begleitende Unterstützung durch ThEx enterprise oder der Existenzgründerpass, mit dem ich die fachlichen und kaufmännischen Weiterbildungsangebote der IHK Südthüringen nutzen konnte.

Anzeige

© René Ehrt

Vom Tüftler und Bastler zum Computer- & Technikservice

René Ehrt bietet Dienstleistunen im Technikbereich.

Und beim Gründertreffen im November in Schmalkalden habe ich die Wirtschaftsjunioren als Netzwerk junger Unternehmer kennengelernt, bei dem die gegenseitige Unterstützung sehr wichtig ist. „Wir machen das für Sie“ ist einer Ihrer Ansprüche! René Ehrt: Bei der Vielfalt an technischen Möglichkeiten, die die EDV heute bietet, wird es für den Laien zunehmend schwieriger, selbst eine Lösung zu finden, ganz zu schweigen davon, wenn irgendwo Probleme auftauchen. Im Prinzip beginnt das ja schon bei der Auswahl und Konfiguration der Hardware. Hier setze ich an, indem ich mit dem Kunden seine Anforderungen und Wünsche auch hinsichtlich der notwendigen Programmsoftware bespreche. Danach erfolgt die individuelle Konfiguration, wo beispielsweise auch Aspekte, wie sauberes Kabelmanagement, gute Luftzirkulation und ein minimaler Geräuschpegel eine wichtige Rolle spielen. Die neue Technik wird bis vor die Haustür geliefert und falls gewünscht gleich angeschlossen und eingerichtet. Das ist mit dem Autokauf vergleichbar, am Ende soll die passgenaue Lösung zum vertretbaren Preis

erreicht werden. Als Dienstleistungsunternehmen besetze ich somit eine Marktlücke in der Computerund Technikbranche. Und die dauerhafte Erreichbarkeit sowie die Mobilität des Services macht das sowohl für Privat- als auch für Firmenkunden attraktiv. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für Sie auch der „Service nach dem Verkauf“. René Ehrt: Einen Leitsatz meines Handelns habe ich von Abraham Lincoln übernommen: „Ihr könnt den Menschen nie auf Dauer helfen, wenn Ihr für sie tut, was sie selber für sich tun sollten und könnten.“ Das heißt ich möchte meinen Kunden helfen, sich selbst zu helfen. Dazu gehören Tipps und Tricks, die das Arbeiten erleichtern und im Umgang mit PC & Co. nützlich sein können, ebenso wie Hinweise, damit ihre Technik so lange wie möglich hält. Gern erstelle ich auch einen individuellen Wartungsplan und halte mich sozusagen immer in Bereitschaft, um im Notfall eingreifen zu können, falls größere Probleme auftreten. Beispielsweise kann der Laie beim Thema Datensicherheit oder im Fall eines Angriffs von außen kaum selbst etwas bewirken. Mein Unternehmen beschränkt sich vorerst auf Dienstleistungen im Technikbereich vor Ort. Es ist jedoch bereits ein Onlineshop geplant, welcher in den nächsten Jahren ausgebaut wird. Allerdings bedeutet dies auch, dass ich weitere Kapazitäten benötige, um die wachsenden Anfragen sowohl im Servicebereich als auch beim Teileverkauf zu bewältigen.

www.computerservice-benshausen.de

12 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018


In den letzten Jahren stand auch Südthüringen vor der großen Herausforderung, die Integration von Geflüchteten zu meistern. Mit dem Projekt „Förderung der beruflichen Integration von Flüchtlingen (FIF)“ haben die Thüringer Wirtschaftskammern einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet. Von Januar 2016 bis Dezember 2017 hat die IHK Südthüringen 217 Geflüchtete im Rahmen des FIF-Projekts betreut. Davon wurden 45 Personen in eine Arbeit, Ausbildung oder Einstiegsqualifikation integriert. Im Januar 2018 ist das Folgeprojekt gestartet, welches bis 2020 fortgesetzt wird. Die am FIF-Projekt beteiligten Unternehmen haben positive Erfahrungen gemacht. So beschäftigt die Schulz Fördersysteme GmbH aus Gräfenroda einen geflüchteten Afghanen als Schweißer im 2-Schicht-Betrieb. „Wir sind mit seiner Leistung

sehr zufrieden“, sagt Geschäftsführer Peter Schulz, der sich über weitere Bewerbungen freuen würde. Auch das Berg- und Jagdhotel Gabelbach beschäftigt einen syrischen Flüchtling als Auszubildenden. Wesam Altawashi, 22 Jahre alt, hatte eine Einstiegsqualifizierung durchlaufen und konnte

© Wesam Altawashi

EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

Wesam Altawashi, Auszubildender im Berg- und Jagdhotel Gabelbach.

Die Sicherung der Unternehmensfortführung bei zeitweiligem oder dauerhaftem Ausfall des Unternehmers ist nicht nur für den Firmeninhaber selbst und seine Familie sondern auch für die Mitarbeiter und deren Familien von ausschlaggebender Bedeutung. Die Ergebnisse aus der Befragung zur Unternehmensnachfolge 2017 belegen, dass nur etwa die Hälfte der Thüringer Unternehmen über einen Notfallplan verfügt. Und sei es nur in Form einer Handlungsvollmacht, so müsste parallel dazu auch die Frage nach der Aktualität dieser Pläne gestellt werden. Nicht selten sind längst ausgeschiedene Mitarbeiter oder selbst ehemalige Lebenspartner noch in den Dokumenten eingetragen. Dies ist ein deutliches Alarmsignal, denn jeder kann sich die Folgen ausrechnen, wenn der Unternehmer nicht handlungsfähig ist und in der Regel alle relevanten Firmendaten bei ihm allein und

14 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

oftmals nur in „dessen Kopf gespeichert“ sind. Im schlimmsten Fall wissen die Hinterbliebenen nicht, welche Konsequenzen auf sie zukommen. Aufgrund

durch das FIF-Projekt eine Ausbildung zum Koch aufnehmen. „Am Anfang hatte ich sprachliche Schwierigkeiten, vor allen mit Fachwörtern, und kannte spezielle Küchengeräte wie die Kloßpresse nicht. Jetzt fühle ich mich bei meinen Kollegen sehr gut aufgehoben, weil wir wie eine Familie zusammen arbeiten“, erzählt Wesam Altawashi. Eine Perspektive hat der junge Mann bereits: Nach der Ausbildung möchte er sich zum Meister weiterbilden. Ihr Ansprechpartner: Aatefa Ghafari S 03681 362-136 Y ghafari@suhl.ihk.de

solcher Unsicherheiten ist schon manches Erbe ausgeschlagen worden. Die Thüringer Nachfolgelotsen haben das Thema Notfallplanung in den Fokus der diesjährigen Roadshow Unternehmensnachfolge gestellt, um die Unternehmer darüber zu informieren, was für eine ausreichende Notfallplanung erforderlich ist und welche rechtlichen Regelungen hierfür maßgeblich sind. Die thüringenweite Veranstaltungsreihe wird am 13. März 2018 im Rahmen der Nachfolgewoche (12. bis 16. März 2018) eröffnet. In dieser Woche werden, wie bereits 2017, zahlreiche Informations- und Unterstützungsangebote zu den Fragen des betrieblichen Generationswechsels gebündelt. Weitere Informationsmaterialien und Veranstaltungstermine finden Sie unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 34354) oder www.thex.de/nachfolge

Ihr Ansprechpartner: Detlef Schmidt-Schoele S 03628 6130-515 Y dschmidt@suhl.ihk.de


EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

Detailinformationen zu den nachfolgend aufgeführten und weiteren Unternehmen finden Sie unter Angabe der Chiffre-Nr. in der Nachfolgebörse (www.nexxt-change.org) oder auf der Website der IHK Südthüringen (www.suhl.ihk.de, Dok.-Nr. 28918)

Nachfolgersuche Chiffre A-SHL_17-027 A-SHL_17-026

Ort/Lage Südthüringen Oberhof

A-SHL_17-021

Landkreis Schmalkalden-Meiningen Landkreis Schmalkalden-Meiningen Suhl Landkreis Hildburghausen Landkreis Schmalkalden-Meiningen Ilm-Kreis Landkreis Sonneberg Südthüringen Südthüringen Landkreis Hildburghausen Südthüringen Landkreis Schmalkalden-Meiningen Südthüringen Landkreis Schmalkalden-Meiningen Sonneberg

A-115cbc A-SHL_17-019 A-SHL_17-017 A-SHL_17-016 A-SHL_17-015 G 170613 A-SHL_17-013 A-SHL_17-012 A-SHL_17-011 A-SHL_17-010 A-SHL_17-008 A-SHL_17-007 A-SHL_17-005 A-SHL_17-004 A-SHL_17-003 A-SHL_17-002 A-SHL_16-026 A-SHL_16-025 A-SHL_16-024 A-SHL_16-022 A-SHL_16-012

Südthüringer Kleinstadt Südthüringer Kleinstadt Landkreis Schmalkalden-Meiningen Landkreis Schmalkalden-Meiningen Südthüringen Südthüringen Naturpark Thüringer Wald am Rennsteig

Geschäftszweck Einzelhandelsfachgeschäft für Jugend- und Festmode, überregionale Nachfrage, Zentrumslage, 150 m², 2 Etagen Eiscafé Iglu in DKB-Skihalle, Gesamtfläche 100 m², 50/25 Sitzplätze Einzelunternehmen Bereich Beschäftigungsmaterial für KiTas, Grundschulen und Horte mit festem Kundenstamm Modernes Fotostudio in zentraler Lage, 178 m² groß, sep. Passbildstudio–Fotostudio 6x10 m, 3,60 m hoch, Nikonausr. Gut etablierte Gaststätte in Zentrumslage mit rustikaler Küche 25/28 Plätze in 2 Gastr., (1 Raucherr.) 1DZ, 1 EZ Attraktives Hotel an Landesgrenze zu Bayern, 16 DZ, 70/30 Restaurantplätze, 6 Garagen, Grundst. ca. 3 000 m², Handel und Schauwerkstatt für Kerzen u. Geschenkideen aus Wachs, Fläche 190 m², Lage: in Urlaubszentrum Fachgeschäft für Raumausstattung Zentrumslage; Ladenfläche 160 m² zur Vermietung Industriegalvanik für Band und Einzelteile, Zulieferer für Automobil-, Elektro- und Elektronikindustrie, 25 Mitarbeiter Tiefbauunternehmen – kommunaler Tief- u. Straßenbau, Rahmenverträge, Jahresumsatz ca. 1 Mio. Euro Hotel und Restaurant (70 Pl.) im Zentrum einer Thüringer Kleinstadt, 6 DZ, 3 EZ, 2 WE, Terrasse, Sanierung 1992 Ferienobjekt mit 2 FeWo incl. eigener Terrasse und 2 DZ mit Du/WC, Gastraum mit 45 Pl., Parkplatz am Haus Sondermaschinenbaufirma mit Werkstattausrüstung, angemietete Halle 1 400 m² 25-Betten-Hotel im Biosphären-Reservat Rhön, EZ/DZ und App., Gastronomie 100 Pl., sep. Eingänge Hotel/ Restaurant Hersteller und Großhändler für Reinigungsmittel und Zubehör, Grundstück 1 452 m², Nähe A 71 Buchhaltungsbüro: Betriebswirtschaftliche Beratung, Buchhaltung, Lohnrechnung für KMU Fotofachgeschäft mit digitalem Fotostudio in Fußgängerzone, moderne Ausstattung u. Studiotechnik, viele Stammkunden Betriebswirtschaftliches Beratungsbüro für KMU und Privatpersonen, Buchführung und Abrechnungen Fachgeschäft für Berufs- u. Arbeitsschutzbekleidung sowie Wohnung mit 80 m², Grundstück 5 100 m², Nähe A 73 Traditionelle Lederverarbeitung, (Stanzen, Nähen, Prägen) ca. 8 MA, am Standort erweiterbar Handel und Werkstatt für Fahrzeug- und Forsttechnik, 5 100 m² Gewerbefl. mit mehreren Hallen, günstige Lage KMU, Schwerpunkt 3D-Druck, Muster- u. Prototypenbau (Kunststoff & Metall) bietet (aktive) Beteiligung von ca. 20 % Erfolgreiches Metallbauunternehmen im Bereich Leichtmetall, Brand- u. Rauchschutz, ca. 40 MA, mit Autobahnanschluss Kleines Landhotel 20 EZ/DZ, Gastronomie 60 Pl., Grundstück 6 000 m² optional für alternative Nutzung

Übernahmeinteresse Chiffre S-SHL_18-101 S-SHL_17-103

Ort/Lage Thüringen und angrenzende BL Thüringen

S-SHL_17-102 S-SHL_17-101

Thüringen Thüringen/Franken

S-SHL_17-100

Südthüringen/Franken

S-SHL_16-102 S-SHL_16-100 S-SHL_15-102

Thüringen Südthüringen/Franken Südthüringen/Franken

Geschäftszweck Gastronomieerfahrenes Unternehmerpaar sucht geeignetes HOGA-Objekt mit bis zu 30 Zimmern und Erweiterungsoptionen Thür. Wz-macher u. Dipl.-Wirtsch.-Ing. mit internationaler Handwerks- und Industrieerfahrung sucht Unternehmenskontakte bzgl. Beteiligung oder Übernahme BWin mit Führungs- und Personalerfahrung sucht Beteiligung/Übernahme in Handel, DL, verarb. Gewerbe Biete langjährige Führungs- und Vertriebserfahrung, suche Beteiligung/Übernahme im Dienstleistungs- oder Hotelgewerbe Mittelständisches Unternehmen im Kunststoffspritzguß sucht Beteiligung/Übernahme eines branchengleichen KMU oder Werkzeugbau Karosseriebauer sucht Beteiligung/Übernahme im Bereich Blechbearbeitung/Blechdrücken Dienstleister im Gebäudemanagement sucht Beteiligung/Übernahme eines branchengleichen KMU Große Immobilienverwaltung sucht branchengleiches Unternehmen zw. Beteiligung/Übernahme

Alle o. g. Angebote und Nachfragen werden von der IHK ohne Gewähr veröffentlicht!  Ihr Ansprechpartner:  Detlef Schmidt-Schoele  S 03628 6130-515  Y d.schmidt@suhl.ihk.de Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018 15


EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

Angeboten werden vielseitig nutzbare Gewerbe-/Büro-/ Praxis-/Kanzlei-/Schulungsräume in Untermaßfeld im Gewerbegebiet nahe BAB A 71. Gewerbeeinheiten im OG eines Bürogebäudes (BJ 1994) mit bis zu 10 Stellplätzen inkl. Bürogrößen: Büro 1 - 26,57 m², Büro 2 - 20,64 m², Büro 3 - 25,09 m², Büro 4 - 12,16 m², Büro 5 - 7,91 m². 186-2015-06 Die Böhm Fertigungstechnik Suhl GmbH mit Sitz im Gewerbegebiet Zella-Mehlis stellt freie Räumlichkeiten zur Miete zur Verfügung: – Infrastruktur sowie Telefon und Strom vorhanden – Sozialräume, WC Damen/Herren zur Mitbenutzung – Besprechungsräume, Cafeteria nach Vereinbarung mitnutzbar – Raumgrößen: 4 x 96 m², 1 x 260 m² – separater Eingang Treppe/Aufzug 186-2016-09 Vermietung von Produktions-, Lager-/Logistik- und Büroflächen im Gewerbegebiet „Erfurter Kreuz“, ca. 140 000 m², Teilflächen möglich. 186-2016-10 Wir bieten Ihnen Entwicklungsleistungen für Ihre Produkte. Bei Designentwicklung bis zum Prototypenbau unterstützen wir Sie. Unser patentierter Schichtholzwerkstoff ist für Designgehäuse von Technikgeräten bestens geeignet und hebt Ihre Produkte haptisch und optisch vom Standard ab. Auch Entwicklung von Fassadenverankerungen und Spezialmontagen von Naturwerkstein zählen zu unserem Portfolio. 186-2017-01

Gewerbe-/Laden-/Bürofläche, Praxis- oder Schulungsräume etc., insgesamt ca. 220 m², auch teilbar, in Bad Salzungen, Langenfeld, Hauptstraße, zu vermieten. Barrierefrei, Anlieferungsrampe, 10 Pkw-Stellplätze. 186-2017-02

Optional: Personalbereitstellung, Konfektionierung, Verpackung, Versandleistung sowie Logistik kann übernommen werden 186-2017-04

Die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Südthüringen bietet vielseitig nutzbare Büroflächen von 15 m² bis 500 m² in Suhl-Friedberg zur Miete, auf Wunsch teilmöbliert, sofort nutzbar. Besonders geeignet als Praxis-, Kanzlei- und Schulungsräume, Werkstattnutzung möglich. Gute Ausstattung, Fahrstuhl, behindertengerecht, WC Damen/Herren, Besprechungsräume. Ausreichend Parkflächen vorhanden. 186-2017-03

Suche 300 m² Dachfläche für meine Photovoltaikanlage (30 kwp), biete Strom zum Preis von 16 Cent netto bzw. 5 Prozent am Umsatz, auch als Vorauszahlung möglich. 186-2017-05

Hersteller und Großhändler von Verpackungsmittel sucht freie Außendienstmitarbeiter oder Handelsagenturen für das Gebiet Bayern/Franken, Hessen und Thüringen. Branchenkenntnisse von Vorteil (nicht Bedingung), Einarbeitung und Produktschulung wird gewährt. 186-2016-07 Wir bieten freie Kapazitäten in Teil- oder Komplettlösung! Für alle Branchen: Teil-/Endmontagen, Nacharbeiten, Kleinteilefertigung, Verpackung, Versandfertigstellung und Logistik. 186-2016-06

Produktionshalle (1 000 m²)mit 5t-Kranbahn, angrenzender Lagerhalle (190 m²), Bürokomplex (280 m²), 3 Garagen in Südthüringen zu vermieten. Grundstücksgröße insgesamt 5 600 m². Geeignet für Neueinsteiger oder Produktionserweiterung. Ausrüstung für Kunststoffverarbeitung vorhanden. Diese könnte mit vermietet werden, ist aber keine Bedingung. Parkplätze ausreichend vorhanden. 186-2018-01

Alle o. g. Angebote und Nachfragen werden von der IHK ohne Gewähr veröffentlicht!

Ihr Ansprechpartner: Vermietung ab 2018 - Lagerhalle ca. 2 500 m² IA Zustand in 98673 Eisfeld direkt an der A73, 1 km ab Ausfahrt - stapelbare Höhe ca. 5,50 m, Lkw- u. staplerbefahrbar

Maike Voß S 03681 362-222 Y voss@suhl.ihk.de © Claudia Hautumm/pixelio.de

Mit den Tourismusstrategien Thüringen 2025 sowie Thüringer Wald 2025 soll die Gästeansprache revolutioniert, die Qualität der Angebote verbessert und die Wertschöpfung für die Unternehmen im Thüringer Tourismus erhöht werden. Diese Ziele erfordern umfassende Veränderungen, viel Mut bei allen Beteiligten und Investitionen in Qualität und Angebot. Mit Vereinfachungen in den verschiedenen Förderprogrammen will die Landesregierung die Unternehmen dabei unterstützen. Diese Änderungen sollen voraussichtlich im ersten Quartal 2018 in Kraft treten. Auch dann erst können Antragsteller möglicherweise in den Genuss einer erhöhten Förderung kommen. Das Programm „Thüringen Invest“ fördert Investitionen bis zu einem Gesamtvolumen von

16 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

250.000 Euro. Auf das Gastgewerbe wird ein neuer Schwerpunkt gelegt. Der Fördersatz wird von bisher 20 Prozent auf künftig 30 Prozent der förderfähigen Kosten angehoben. Dazu tritt eine erhebliche Erleichterung für die Unternehmen in Kraft – auf die Schaffung eines zusätzlichen Arbeitsplatzes wird künftig verzichtet. Jedoch werden gesicherte oder im Zuge der Investitionsmaßnahme neu geschaffene Arbeitsplätze erfasst. In den ersten drei Jahren nach der Gründung trifft dieses Kriterium nicht zu. Auch im Darlehensprogramm „Thüringen Dynamik“ soll das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe künftig stärker berücksichtigt werden. Dafür werden die Darlehenshöchstbeträge für das Gastgewerbe von 500.000 Euro auf einen

Betrag von max. 2 Mio. Euro je Vorhaben erhöht. Förderlücken, die für die Übernahme von Betrieben bestanden, wie beispielsweise die Förderung gebrauchter Wirtschaftsgüter, sollen geschlossen werden. Damit wird auch die Unternehmensnachfolge in der Branche gefördert. Zu den genannten und weiteren Möglichkeiten, Ihre Gründungs-, Investitions- und Übernahmevorhaben zu fördern, informieren wir auch weiterhin in dieser Zeitschrift oder auf Wunsch auch im persönlichen Gespräch. Ihr Ansprechpartner: Nadine Heusing S 03681 362-205  Y heusing@suhl.ihk.de


© goodluz/Fotolia.com

AUS- UND WEITERBILDUNG

In den vergangenen Monaten hat die IHK-Organisation zusammen mit Fachverbänden und Unternehmensvertretern aus der Praxis intensiv an einem neuen Ausbildungsberuf gearbeitet, und nun ist es soweit: Ab August 2018 können Kaufleute im E-Commerce ausgebildet werden. Erfahren Sie nachfolgend mehr zum aktuellen Stand und darüber, welche neuen Inhalte im Beruf stecken. Die Wirtschaft wird zunehmend digitaler. Damit wächst der Bedarf an kompetenten und gut ausgebildeten Fachkräften, die für die künftigen Herausforderungen gewappnet sind. Um für entsprechend qualifizierten Nachwuchs zu sorgen, werden in erster Linie bestehende Berufsbilder überarbeitet und um die neuen Anforderungen ergänzt. Doch in manchen Fällen reicht das nicht aus. Dies gilt beispielsweise für den starken Wachstumsbereich E-Commerce, in dem sich völlig neue Tätigkeitsfelder mit wertschöpfungsstufenüberschreitenden Prozessen und Geschäftsmodellen herausgebildet haben. Die bis dato verfügbaren Ausbildungsberufe passen nur bedingt zu den neuen Anforderungen, Inhalten und Arbeitsweisen. Startschuss erfolgt im August 2018 Ab August 2018 wird die dynamische Expansion des E-Commerce auch über zusätzliche berufliche Entwicklungswege in der Aus- und Fortbildung abgebildet. Mit einem maßgeschneiderten dualen Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce wird eine neue, auf digitale Geschäftsmodelle ausgerichtete kaufmännische Qualifikation angeboten, die eine solide und breite Basis für den Fachkräftenachwuchs legt. Im Bereich der Höheren Berufsbildung startet demnächst die Erarbeitung einer Fachwirtregelung. Mit Blick auf den Ausbildungsberuf ist allerdings etwas Geduld erforderlich: Letzte Gremien müssen noch gehört

werden, bevor das Bundeswirtschaftsministerium die neue Ausbildungsordnung zu Beginn 2018 im Bundesgesetzblatt erlassen wird. Basierend darauf können Unternehmen dann Ausbildungsverträge bei ihrer IHK eintragen lassen. Für welche Unternehmen ist der neue Ausbildungsberuf geeignet? Der Beruf Kaufmann/-frau im E-Commerce wird schwerpunktmäßig im Handel (Einzel-, Groß- und Außenhandel) ausgebildet werden. Er kann aber auch für andere Branchen wie touristische Unternehmen, Dienstleistungsanbieter oder Hersteller, die ihre Angebote online vertreiben, infrage kommen. Ziel ist es, auch solche Betriebe für die duale Ausbildung zu gewinnen, die bisher wenig oder gar nicht ausbilden, da bislang ein entsprechender Beruf fehlte. Für Unternehmen, die in der Vergangenheit Studienabbrecher oder junge akademische Quereinsteiger an die betrieblichen Anforderungen heranführen mussten, ist die neue und hochwertige duale Ausbildung eine sehr gute Alternative zum Studium. Ausbildende Unternehmen können z. B. aus folgenden Bereichen kommen: • Einzelhandel • Großhandel • Dienstleistungen • Tourismuswirtschaft (Portalbetreiber bzw. -nutzer) • Logistik- und Mobilitätsdienstleistungen • Finanzdienstleistungen (Banken/Versicherungen)

Welche Inhalte stecken im Beruf? Der Kompetenzerwerb findet über 36 Monate hinweg sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule statt. Kaufleute im E-Commerce wählen Vertriebskanäle aus und setzen diese ein. Sie analysieren das Nutzerverhalten, kooperieren mit internen und externen Dienstleistern und sind mit den rechtlichen Regelungen vertraut (Wettbewerbsrecht, Urheberrecht, Datenschutz etc.). Sie sorgen für die Beschaffung und das Einstellen von Produktdaten in kundenfreundlicher Form. Sie legen Angebotsregeln fest, wählen Bezahlsysteme aus und wenden Testmethoden an. Die angehenden Fachkräfte setzen agile Arbeitsweisen ein und nehmen die Planung, Umsetzung und Auswertung von Projekten vor. Dazu gehört auch die Beschaffung und Auswertung von englischsprachigen Informationen. Weitere Schwerpunkte legt die Ausbildung auf die Kundenkommunikation über verschiedene Kanäle, die Vorbereitung und Durchführung von Maßnahmen des OnlineMarketings, das Planen und Optimieren der Customer Journey sowie die Anbahnung und Abwicklung von Online-Waren- und Dienstleistungsverträgen (inkl. der Organisation von Rückabwicklungsprozessen). Zudem erwerben die angehenden Kaufleute in der dreijährigen Ausbildung Know-how für den Einsatz kennzahlenbasierter Instrumente der kaufmännischen Steuerung und zur Durchführung von Kundenwertanalysen. Fragen? Die Ausbildungsberater der IHK Südthüringen unterstützen Sie gerne. Die skizzierten Inhalte des neuen Ausbildungsberufes machen deutlich, dass interessierte Betriebe über persönlich und fachlich geeignetes Ausbildungspersonal verfügen müssen. Wichtig ist, dass alle Mindestinhalte abgebildet werden können und die Ausbildungsberechtigung vorliegt. Nach vorliegender Ausbildungsordnung, sollte mit den Ausbildungsberatern der IHK geklärt werden, ob alle vorgesehenen Lernziele im jeweiligen Betrieb umsetzbar sind. Informieren Sie sich! Zum neuen Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce findet am 23. Februar 2018, 10:30 Uhr, in der IHK Südthüringen, Haus der Wirtschaft, in Suhl eine Info-Veranstaltung statt. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. Ihr Ansprechpartner: Constanze Linke S 03681 362-161  Y linke@suhl.ihk.de Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018 17


AUS- UND WEITERBILDUNG

Effiziente Wege gehen, um Jugendliche zu interessieren, das ist das Hauptziel der Fachkräfte- und Auszubildendengewinnung. Die Schüler von heute nutzen viele Kanäle der Kommunikation, um sich über die Möglichkeiten der Berufsausbildung zu informieren und offene Lehrstellen zu recherchieren. Dabei spielen Lehrstellenbörsen nach wie vor eine wichtige Rolle bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz. Darum betreibt die IHK Südthüringen auch weiterhin ihre regionale Lehrstellenbörse. Hier können sich Ausbildungsplatzsuchende über die vielseitigen Angebote der Berufsausbildung und duale Studienplatzangebote in der Region informieren. Zusätzlich wurde seit kurzem die Möglichkeit geschaffen, für alle Ausbildungsplatzangebote eine kostenfreie Anzeige auf den Displays und in der App der regionalen „Digitalen Schwarzen Bretter“ zu veröffentlichen. Diese Monitore sind zurzeit an acht staatlichen bzw. beruflichen Gymnasien der Region Südthüringen installiert. Ferner bieten sie allen Nutzern über die intergierte App die Möglichkeit, Mitteilungen der Schule, wie z. B. Vertretungspläne oder Informationen zu Ausbildungs- bzw. dualen Studienplatzangeboten, Ausbildungsmessen oder anderen Veranstaltungen zur Berufsorientierung, abzurufen. Was muss der Unternehmer tun? • Login oder Registrierung des Unternehmens auf der Website der IHK Südthüringen unter www.suhl.ihk.de/Meine IHK • Erstellung des eigenen Unternehmensprofils • Erstellung der Ausbildungs- oder dualen Studienplatzangebote • Erstellung bzw. Hochladen der Ausbildungsoder dualen Studienplatzanzeige für das „Digitale Schwarze Brett“

Was passiert dann? • Anzeige des Ausbildungsplatzangebotes erscheint in der Lehrstellenbörse der IHK Südthüringen nemarkt! • tägliche automatische Datenübertragung des Angebots auf die bundesweite Lehrstellenbörse

des DIHK und auf die Jobbörse des Jugendportals t-wood.de sowie auf die „Digitalen Schwarzen Bretter“ in den Gymnasien Vorteile für das suchende Unternehmen! • kostenfreies, anwenderfreundliches und zeit­ sparenderes Einstellen und Pflegen der Angebote • Möglichkeit des Hochladens unternehmens­ eigener Anzeigen für Ausbildungs- oder duale Studienplatzangebote • ständige Korrektur des Angebots durch Unternehmer möglich • Erinnerungsmail vor Angebotsablauf an das Unternehmen • im Stellenangebot werden weitere Angebote des Unternehmens angezeigt

Ihr Ansprechpartner: Alle in die Lehrstellenbörse der IHK Südthüringen registrierten Angebote werden automatisch auf die bundesweite Lehrstellenbörse des DIHK sowie auf das Jugendportal t-wood transportiert. Vor allem

Anzeige

Geld zurück bei jedem

18 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

auf der Jugendplattform t-wood.de erscheinen die Angebote in einem für Jugendliche sehr ansprechenden Layout. Auf dieser Seite suchen die Jugendlichen nach Freizeitspaß und bekommen im selben Bereich aktuelle Job-, Ausbildungs- und duale Studienangebote angezeigt. Damit erkennen die Jugendlichen zum einen, dass es in Thüringens Süden sehr umfangreiche Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten gibt, aber auch, dass es in unserer Region viel mehr zu erleben gibt als sie bisher kennen. Die Nutzung der Lehrstellenbörse ist für IHK-Mitgliedsunternehmen kostenfrei.

Einkauf !

Jan Wallstein S 03681 362-234 Y wallstein@suhl.ihk.de


AUS- UND WEITERBILDUNG

Am 7. Dezember 2017 fand die Neuberufung und konstituierende Sitzung des Berufsbildungsausschusses der IHK Südthüringen für die nächsten vier Jahre statt. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen, Dr. Ralf Pieterwas, übergab die Berufungsurkunden an die insgesamt 36 Mitglieder des Berufsbildungsausschusses. Der Berufsbildungsausschuss ist das zentrale Beratungs- und Beschlussgremium der IHK Südthüringen in allen Fragen und Angelegenheiten der beruflichen Bildung. Dazu gehören alle wesentlichen Belange der Berufsausbildungsvorbereitung, der Berufsausbildung, der beruflichen Fortbildung und der beruflichen Umschulung. Die gesetzlichen Grundlagen der Arbeit des Berufsbildungsausschusses sind im Berufsbildungsgesetz geregelt. Nicht zuletzt zeigt die Verankerung im Gesetz die Bedeutung der Arbeit dieses ehrenamtlichen Gremiums zur Stärkung der dualen Ausbildung und beruflichen Orientierung. Auf dieser Grundlage wurden am 7. Dezember 2017 zwölf Arbeitgebervertreter, zwölf Arbeitnehmervertreter und zwölf Lehrervertreter in den

Ausschuss berufen. Jeweils sechs Vertreter der einzelnen Gruppen sind ordentliche Mitglieder. Diesen sind jeweils sechs Stellvertreter zugeordnet. Stimmberechtigt sind die Vertreter der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer. Die Lehrervertreter haben im Berufsbildungsausschuss eine wichtige beratende Funktion. Mit Beginn der neuen Legislaturperiode nahmen sechs neue Mitglieder ihre Arbeit im Berufsbildungsausschuss auf. Den ausscheidenden langjährigen Mitgliedern gilt der besondere Dank für ihr ehrenamtliches Engagement im Sinne der Entwicklung und Stärkung der dualen Ausbildung in unserer Region. In der konstituierenden Sitzung wurden aus dem Berufsbildungsausschuss als Vorsitzende

Ralf-Peter Jander und Jochen Weiß (alternierend) einstimmig gewählt. Beide führen den Berufsbildungsausschuss seit über zehn Jahren mit großem Engagement und Verantwortungsbewusstsein für die komplexe Aufgabe. Dafür wurde ihnen von den Mitgliedern des Berufsbildungsausschusses der besondere Dank ausgesprochen und für die weitere Zusammenarbeit Unterstützung signalisiert. In seiner ersten Sitzung der neuen Legislatur informierten sich die Mitglieder des Ausschusses über die aktuellen Entwicklungen der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im IHK-Bezirk Südthüringen sowie über erste Ergebnisse des Projektes „Teilqualifizierungen“. Darüber hinaus wurden erste wichtige Beschlüsse gefasst, u. a. die Neufassung der „Geschäftsordnung des Berufsbildungsausschusses bei der IHK Südthüringen“. Ihr Ansprechpartner: Dr. Petra Kukuk S 03681 362-151  Y kukuk@suhl.ihk.de

Anzeige

Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018 19


Im Sommer 2017 konnten erstmals vier Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Südthüringen mit dem Qualitätssiegel „Herausragende Ausbildungsqualität im Hotel- und Gaststättengewerbe im Thüringer Wald“ ausgezeichnet werden. Ziel dieser Initiative ist eine nachhaltige Qualitätssteigerung der betrieblichen Ausbildung in den Unternehmen und eine allgemeine Verbesserung des Images der Branche als Arbeitgeber. Die Besonderheiten der Branche, zunehmender Fachkräftemangel, ein Rückgang in der Zahl der Ausbildungsverhältnisse und die hohe Lösungsquote der Ausbildungsverträge bewegten die IHK Südthüringen dazu, dieses Instrument zur Unterstützung des Gastgewerbes in der Ausbildung einzuführen. Die Vergabe des Qualitätssiegels soll maßgeblich dazu beitragen,

die Motivation der Ausbildungsverantwortlichen zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit der Ausbildungsunternehmen des Hotel- und Gastgewerbes

Die IHK Südthüringen führt in regelmäßigen Abständen Prüferschulungen durch. Seit diesem Jahr sind die fachlichen Schulungen für bestehende Prüfungsausschüsse verbindlich. Neben den aufschlussreichen Infomaterialien der referierenden Dozenten, erhalten die Teilnehmer ein Schulungszertifikat und eine Prüfermappe für den persönlichen Gebrauch. Am 25. Oktober 2017 fand erneut für Mitglieder, die im Prüfungsausschuss AEVO (Ausbilder­ eignung) tätig sind sowie für alle Mitglieder in den Prüfungsausschüssen der Gastronomie eine Prüferschulung statt. Die hoheitliche Aufgabe und deren Rechtsverbindlichkeit verdeutlichte Prof. Dr. Müller-Grune in seinen Ausführungen über die Rechtsgrundlagen im Prüfwesen einer IHK. Im Fokus stand die Sensibilisierung für die aktuellen Gesetzmäßigkeiten und deren Bedeutung für die Arbeit als Prüfer. Die Evaluation zeigte, dass die Anwesenden die Vermittlung bekannter und neuer Inhalte als positiv bewerteten. Die zielgerichteten Fragestellungen regten zu Diskussionen an, die vom Dozenten und den verantwortlichen Mitarbeiterinnen im Prüfwesen der IHK Südthüringen begleitet wurden. In drei Einzelgruppen wurden spezielle Themen der Prüfer beraten.

Die Schulung für neu gewonnene Prüfer erfolgte am 29. November 2017. Die Teilnehmer erhielten einen umfassenden Überblick über die Strukturen der IHK Südthüringen durch den Hauptgeschäftsführer, Dr. Ralf Pieterwas. Im weiteren Verlauf der Schulung wurden die rechtlichen Grundlagen vermittelt und es gab einen konkreten Einblick in Methodik und Didaktik im Rahmen der Prüfungshandlungen. Insgesamt folgten 24 Prüfer der Einladung. Auch ihnen wurde eine Prüfermappe überreicht, die vor allem in den mündlichen und praktischen Prüfungen Anwendung finden soll. Die Tradition der Prüferschulung wird im Jahr 2018 fortgeführt. Den Auftakt geben am

20 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

wesentlich zu stärken. Weitere Informationen zum Qualitätssiegel sowie die Teilnahmebedingungen und das Anmeldeformular für 2018 finden Sie unter www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 43809). Die Einladung zum Qualitätssiegel geht den Unternehmen der Branche zusätzlich per Post zu. Melden Sie sich bis zum 15. März 2018 an, um am Siegelprozess 2018 teilzunehmen und die Qualität Ihrer Ausbildung beurteilen zu lassen.

Ihr Ansprechpartner: Nadine Heusing S 03681 362-205  Y heusing@suhl.ihk.de

2. Mai 2018 die Prüfer in den Ausbildungsberufen der Gastronomie. Der Termin wir ebenfalls für die Mitglieder im Prüfungsausschuss für Fachlagerist und Fachkraft Lagerlogistik genutzt. Auch hier ist zunächst ein verbindlicher Rechtsteil für alle Prüfer geplant und anschließend die fachspezifische Betrachtung im Rahmen eines Workshops. Die Prüferschulung für neue Prüfer erfolgt voraussichtlich im Oktober 2018. Unter www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 1059) finden Sie weitere Informationen zu Prüfungen in der Berufsausbildung. Die Mitarbeiterinnen im Prüfwesen der IHK Südthüringen stehen Ihnen für Fragen gern zur Verfügung.


Im August 2014 begannen sechs junge Männer aus den Vereinigten Arabischen Emirate ihre Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker in Suhl. Grundlage dafür war ein Stipendium der Regierung von Abu Dhabi und die seit 2008 bestehende Kooperation mit dem Bildungsträger SPA GmbH in Suhl. In dreieinhalb Jahren Ausbildung wurden umfangreiche praktische Fertigkeiten und Fachwissen erlernt, aber auch jede Menge an Lebenserfahrung gesammelt. Zahlreiche Unternehmen aus Suhl und Zella-Mehlis unterstützten das Projekt, indem sie Praktikumsplätze zur Verfügung stellten. Die Anstrengungen haben sich gelohnt. Am 12. Januar 2018 erhielten alle sechs Absolventen im Rahmen einer feierlichen Zeremonie und in Anwesenheit des Botschafters der Vereinigten Arabischen Emirate ihre Zeugnisse von der IHK Südthüringen. Alle Prüfungen wurden in deutscher Sprache abgelegt, was die Absolventen als die für sie größte Herausforderung bezeichneten.

(v. l.) Tilo Werner (IHK Südthüringen), Tariq Al Hosani (CEO Tawazun Holding, Abu Dhabi), Abdulla Al Hammadi (Auszubildender Zerspanungsmechaniker, Abu Dhabi), S.E. Ali Abdulla Al Ahmed (Botschafter der VAE in Deutschland)

Anzeige

JAPAN • BUSRUNDREISE

Das Land der aufgehenden Sonne

Ihr Ansprechpartner: Katrin Pertig S 03681 362-427 Y pertig@suhl.ihk.de

DERTOUR · Eine Marke der DER Touristik Deutschland GmbH · 60424 Frankfurt · AN-2172/18

Logistik ist für viele Branchen zu einem zentralen Erfolgsfaktor geworden. Somit ist es für Unternehmen und Führungskräfte wichtig, relevante Trends in der Logistik frühzeitig zu erkennen und das eigene Handeln gezielt mit geeigneten Instrumenten zu unterstützen. Logistische Prozesse müssen professionell analysiert und optimiert werden können, um jederzeit effiziente Material- und Informationsflüsse zu ermöglichen. Unternehmerisches Denken umfasst allerdings nicht nur Logistikkompetenzen, sondern auch Führungskompetenz und das Verstehen betrieblicher Zusammenhänge im Kontext globalen Handelns. „Logistikmanager (IHK)“ beherrschen übergreifende Koordinationsfunktionen. Vorhandene Kompetenzen und Fähigkeiten der Teilnehmer im Bereich des Personal- und Projektmanagements werden gezielt gefördert und erweitert. Neue Technologien sind ihnen ebenso vertraut wie aktuelle Hintergründe zu globalen Trends als Basis für ihren beruflichen Erfolg. Der IHK-Zertifikatslehrgang richtet sich vor allem an Fach- und Führungskräfte in Unternehmen, die Verantwortung für Logistikprojekte tragen und ihre beruflichen Chancen verbessern wollen. Eine vorherige Qualifizierung als Fachkaufmann, Fachwirt, Meister, Techniker oder Betriebswirt ist sinnvoll, aber nicht Bedingung für eine Lehrgangsteilnahme. Das Trainingskonzept gliedert sich in vier Module: Logistik/Führung/Analyse und Bewertung/ Projektmanagement. Die Teilnehmer erstellen zudem in 30 Tagen eine Projektarbeit, die unternehmensspezifische Herausforderungen aus der eigenen Unternehmenspraxis reflektieren sollte. Der Nutzen des Trainings für das Unternehmen ist schnell erkennbar. • Ganzheitliches Logistikmanagement: Die Teilnehmer können durch ganzheitliches Logistikmanagement und betriebswirtschaftliche Kompetenz die Leistungsfähigkeit des Unternehmens sicherstellen. • Erkennen relevanter Trends: Die Teilnehmer werden befähigt, relevante Trends in der Logistik frühzeitig zu erkennen und das unternehmerische Handeln gezielt mit geeigneten Instrumenten zu unterstützen. • Analyse und Optimierung logistischer Prozesse: Es werden die erforderlichen Kompetenzen vermittelt, um unternehmerisches Handeln und logistische Prozesse entlang der Wertschöpfungskette verstehen, gestalten, beurteilen und optimieren zu können. Das Bildungszentrum der IHK Südthüringen bietet dieses Qualifizierungskonzept erstmalig an. Die berufsbegleitende Fortbildung dauert etwa ein halbes Jahr (160 Unterrichtsstunden) und startet voraussichtlich am 9. April 2018. Interessenten können sich gern beraten lassen.

© Fotohaus Lange, Suhl

AUS- UND WEITERBILDUNG

Highlights: Kyoto, Berg Fuji, Shinkansenfahrt 8 Nächte/Frühstück Flug ab/bis Frankfurt mit Lufthansa nach Tokyo, zurück von Osaka, Rail&Fly, Rundreise ab Tokyo/bis Osaka, deutschsprechende Reiseleitung, Reisebegleitung: City Reise Center Ilmenau, Reisetermin: 30.10.-8.11.2018 Pro Person im DZ ab € 2.795 Beratung und Buchung:

Straße des Friedens 26 · 98693 Ilmenau · Telefon: 03677 673010 info@reisecenter-ilmenau.de · www.reisecenter-ilmenau.de

Für mich. Perfekt.

Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018 21 22.01.18

AN_2172_18_90x124_CityReiseCenter_Ilmenau_Japan.indd 1

14:49


AUS- UND WEITERBILDUNG Qualitätsbeauftragter (IHK) inkl. Interner Auditor

Die Teilnehmer lernen die Grundsystematiken des Qualitätsmanagements und die DIN EN ISO 9001:2015 mit ihren Anforderungen kennen sowie diese passend und korrekt für ihren Betrieb zu interpretieren und anzuwenden. Start: 26.02.2018 Ort: IHK-Bildungszentrum, Suhl-Mäbendorf

Selbstbewusst und sicher zum Neukunden: Akquise-Gespräche systematisch vorbereiten und umsetzen  Neu im Weiterbildungsprogramm

Die Teilnehmer erhalten kurze theoretische Inputs für ihren beruflichen Einsatz und frischen Basiskenntnisse auf. Durch Übungen werden Gesprächssituationen aus der Praxis reflektiert und neue Handlungsimpulse gegeben. Sie erfahren, wie sie effizienter mehr Präsentationstermine generieren können und zielsicherer zum Abschluss kommen. Explizit werden die (Telefon-) Kaltakquise trainiert und die Möglichkeiten einer strukturierten Neukundengewinnung erarbeitet. Termin: 27.02.2018 Ort: IHK-Bildungszentrum, Suhl-Mäbendorf

Praxisworkshop Lean Management

Datum 08.02.2018 09.02.2018 12.02.2018 12.02.2018 13.02.2018 15.02.2018 16.02.2018 16.02.2018 16.02.2018 19.02.2018 20.02.2018 20.02.2018 20.02.2018 21.02.2018 21.02.2018 21.02.2018 26.02.2018 26.02.2018 27.02.2018 27.02.2018 27.02.2018 27.02.2018 28.02.2018 28.02.2018

Der Praxisworkshop richtet sich an Interessenten, die in Zukunft durch den Einsatz von LeanMethoden mehr Gewinn in ihrem Unternehmen erzielen wollen. Durch die praxisorientierte Gestaltung werden den Teilnehmern die nötigen Kenntnisse vermittelt, um in ihrem Unternehmen ein zielgerichtetes und funktionierendes Lean-Management-System mit den nötigen Grundlagen aufzubauen.

01.03.2018 05.03.2018 05.03.2018 05.03.2018 06.03.2018 06.03.2018 06.03.2018

Termin: 10.03.2018 Ort: IHK-Bildungszentrum, Suhl-Mäbendorf

07.03.2018 08.03.2018 10.03.2018 12.03.2018 12.03.2018 12.03.2018 13.03.2018

Lehrgangsangebote regionaler Anbieter, die auf IHK-Prüfungen vorbereiten, finden Sie unter: www.suhl.ihk.de und www.wis.ihk.de Ihre Ansprechpartner für Weiterbildungen: Suhl Antje da Silva Santos Beate Rammelt Katrin Pertig Marian Göbel Sabine Then Sonneberg Heidi Leistner Arnstadt Carmen Klotz

S 03681 362-425 S 03681 362-429 S 03681 362-427 S 03681 362-426 S 03681 362-116 S 03675 7506-255 S 03628 6130-516

22 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

06.03.2018

14.03.2018 14.03.2018 15.03.2018 16.03.2018 19.03.2018 20.03.2018 26.03.2018 27.03.2018 28.03.2018 05.04.2018 07.04.2018 09.04.2018

Bezeichnung Aufbauwissen Rechnungswesen Azubi-Knigge – Gute Umgangsformen für eine erfolgreiche Ausbildung MS Excel Aufbaukurs Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe Grundlagen der kaufmännischen Unternehmensführung Der Ausbilder – Führungskraft oder Coach? Basiswissen Netzwerke – Internetworking IPv6 IT-Netzwerkadministrator (IHK) – Windows Server Profi Plus IT-Netzwerkadministrator (IHK) – Windows Server Basis Aktuelles Steuerrecht 2018 Aktuelles Arbeitsrecht für Praktiker – Neue Entwicklungen der Rechtsprechung und des Gesetzgebers Ausbildung der Ausbilder – Webinar Aktuelles Steuerrecht 2018 Professionelle Serienbrieferstellung mit MS Word Aktuelles Steuerrecht 2018 Der Ausbilder – Führungskraft oder Coach? Das aktuelle Reise- und Bewirtungskostenrecht Qualitätsbeauftragter (IHK) inkl. Interner Auditor Brandschutzhelfer gemäß DGUV Richtlinie 205-023 Das aktuelle Reise- und Bewirtungskostenrecht Selbstbewusst und sicher zum Neukunden – Akquise-Gespräche systematisch vorbereiten und umsetzen Brandschutzhelfer gemäß DGUV Richtlinie 205-023 Mündliche Prüfungsvorbereitung – Ausbildung der Ausbilder Unterrichtung der Aufsteller von Spielgeräten und deren Personal nach § 33c GewO Motivation durch erfolgreiche Beurteilungs- und Feedbackgespräche Unterrichtung für Bewachungspersonal nach § 34a GewO Ausbildung der Ausbilder Englisch für Hotel, Gastronomie & Tourismus Betriebsverfassungsgesetz – Umgang mit dem Betriebsrat Aktuelles Steuerrecht 2018 Controlling – das Navigationssystem für eine erfolgreiche Unternehmenssteuerung Grundlagen der Mitarbeiterführung – Basiswissen für Führungskräfte in neuen Führungssituationen Recht für Existenzgründer Betriebswirtschaftliche Zahlen aufbereiten und auswerten Praxisworkshop Lean Management Datenschutzbeauftragter (IHK) Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe Ausbildung der Ausbilder Offensive Verhandlungsstärke – Verhandlungen im Verkauf sicher und erfolgreich führen Motivation durch erfolgreiche Beurteilungs- und Feedbackgespräche Was der Gastwirt wissen muss Professionelle Freundlichkeit – ein Balanceakt zwischen Schauspielerei und Ehrlichkeit Geprüfter Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen Moderne kundenorientierte Geschäftsbriefe Rechtliche Besonderheiten beim Umgang mit erkrankten Arbeitnehmern Prüfungsvorbereitung für Industriekaufleute Arbeitszeitrechtliche Aspekte im Arbeitsrecht Dokumentenmanagement mit MS Word Präsentationstechniken für Auszubildende und Interessierte von Aufstiegsfortbildungen Prüfungsvorbereitung – Teil 2 für Kaufleute für Büromanagement Logistikmanager (IHK)

Std 24 8 16 24 24 16 42 168 126 8 8

Ort SHL SHL SHL SHL SHL SON SHL SHL SHL SON SHL

50 8 16 8 16 8 80 4 8 8

SHL SHL ARN ARN SON SHL SON SHL SHL

4 SON 16 SHL 6 SHL 16 40 96 20 8 8 20

ARN SON ARN SHL SHL SHL SHL

16 SHL 8 8 8 50 24 96 8

SHL SON SHL SHL SON SON SHL

16 SON 4 SHL 8 SHL 620 8 4 48 8 16 16

SHL SON ARN SHL SHL SHL SHL

16 SHL 160 SHL


INNOVATION UND UMWELT

Jugend-Unternehmenswerkstätten begeistern 2018 noch mehr Schüler Weitere Eröffnungen in Ilmenau und Neuhaus am Rennweg

Tilo Werner S 03681 362-203 Y werner@suhl.ihk.de

Neuer Abteilungsleiter Innovation und Umwelt | International Seit dem 1. Januar 2018 hat Tilo Werner die Leitung der Abteilung Innovation und Umwelt | International in der IHK Südthüringen übernommen. Tilo Werner ist mit seinem Abschluss als Volljurist seit dem Jahr 2002 in der IHK Südthüringen beschäftigt und zeigte sich in dieser Zeit in verschiedenen Positionen im Haus verantwortlich. Begonnen als Rechtsreferent in der Niederlassung Arnstadt war er in der Folge als Referent für Industrie und Bau, als Referent International und zuletzt gleichzeitig als Leiter der Niederlassung Arnstadt tätig. Mit der Leitung der Abteilung Innovation und Umwelt | International übernimmt er die Verantwortung für wichtige Aufgabenbereiche der IHK Südthüringen. So stehen vielfältige Themen aus den Bereichen International, Innovation, Forschung und Entwicklung oder den Bereichen Umwelt und Energie im Fokus der Abteilung. Auch Projekte, wie die durch die IHK Südthüringen initiierten Jugend-Unternehmenswerkstätten zur nachhaltigen Technikbildung für Schüler oder die „Innovations- und Strategieoffensive im Thüringer Wald“, ThEx-StartInno, werden durch die fünfköpfige Abteilung Innovation und Umwelt | International mit Tilo Werner an der Spitze betreut.

26 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

In der IL Metronic Sensortechnik GmbH fertigen die Jugendlichen Bratwurstroste aus Edelstahl.

Begeisterte Schüler, strahlende Augen und viel Freude bei der Arbeit sind bisher die Bilanz der Jugend-Unternehmenswerkstätten in Südthüringen. Die Ausbilder in den Unternehmen mit diesen Werkstätten stimmen überein, dass die Resonanz der Jugendlichen auf das schulbegleitende Angebot überwältigend ist und haben mit einem solchen Ansturm von Schülern nicht gerechnet. Die aktuellen Erfahrungen zeigen deutlich, dass der Bedarf nach technischer Bildung vorhanden ist. Die Bandbreite der Angebote der beteiligten Werkstätten ist vielfältig und reicht von Holzbearbeitung über Metall-und Elektroverarbeitung bis hin zu Robotertechnik und 3D-Druck. Die Werkstätten sind je nach Ausrichtung wöchentlich, teilweise an mehreren Tagen, für Schüler der Klassen vier bis acht geöffnet.

Eröffnung Jugend-Unternehmenswerkstatt in der IL Metronic Sensortechnik GmbH in Ilmenau Ein Mini-Grill als Anschauungsobjekt und Zielvorgabe erwartete die Schüler der Klasse 8P der Regelschule Geratal zur Eröffnung der achten Jugend-Unternehmenswerkstatt am 2. November 2017 in der IL Metronic Sensortechnik GmbH in Ilmenau-Unterpörlitz. An einem Arbeitsplatz mit nagelneuen Schraubstöcken werden die kleinen Bratwurstroste aus Edelstahl bis zum Ende des Schuljahres durch die technikbegeisterten Jugendlichen selbst angefertigt und bestimmt am Ende auch ausprobiert. Der Umgang mit verschiedenen Werkzeugen und die Bearbeitung von Metall sollen

Jugend-Unternehmenswerkstätten im IHK-Bezirk Südthüringen: 1. AUMA-TEC Ausbau-, Umwelt-und Anlagen-Technik GmbH, Suhl 2. SolarWorld Industries Thüringen GmbH, Arnstadt 3. Rennsteig Werkzeuge GmbH, Viernau 4. Böhm Fertigungstechnik Suhl GmbH, Zella-Mehlis 5. Hehnke GmbH & Co. KG, Steinbach-Hallenberg 6. Elektronische Mess-und Gerätetechnik Thüringen (ELMUG) eG, Ilmenau 7. Robotics GmbH, Schmalkalden 8. IL Metronic Sensortechnik GmbH, Ilmenau-Unterpörlitz 9. „oben-auf“, Neuhaus am Rennweg

im ersten Schuljahr vermittelt werden. Der Spaß an der Arbeit und ein spannendes Ziel am Ende des Schuljahres werden dabei natürlich nicht zu kurz kommen.

Eröffnung Werkstatt „oben-auf“ in Neuhaus am Rennweg Ein frühzeitiges Weihnachtsgeschenk erhielten die Schüler der sechsten Klasse der Regelschule Neuhaus am 19. Dezember 2017. Unter dem Dach der Initiative „obenauf“ wurde die neunte


INNOVATION UND UMWELT

Ein Stimmungsbarometer stellten die Schüler am Eröffnungstag der Jugend-Unternehmenswerkstatt in Neuhaus am Rennweg her. Unter dem Netzwerk "obenauf" engagieren sich hier erstmalig mehrere Unternehmen gemeinsam.

Jugend-Unternehmenswerkstatt in Neuhaus am Rennweg eröffnet. Das Besondere an dieser Werkstatt ist, dass sich erstmalig mehrere Unternehmen (GB Neuhaus GmbH, HPT Hochwertige Pharmatechnik GmbH & Co. KG, Sparkasse Sonneberg, Lauscha Fiber International GmbH) unter dem Netzwerk „obenauf“ in einer gemeinsamen Werkstatt engagieren. Direkt im Anschluss an die Eröffnung konnten es die Mädchen und Jungen kaum erwarten, ihre handwerkliche Arbeit am Schraubstock mit Holz und Säge zu beginnen. Das

erste Werkstück war ein Stimmungsbarometer, welches die Jugendlichen am Eröffnungstag fertigstellten und mit nach Hause nehmen konnten. Das thüringenweit einzigartige Gemeinschaftsprojekt der IHK Südthüringen, des Thüringer Wirtschaftsministeriums und regionaler Unternehmen soll frühzeitig technische Neugier und technisches Interesse bei Kindern und Jugendlichen fördern. Ziel ist es, Jugendliche für technische Abläufe zu begeistern und ihnen die Unternehmen unserer Region näher zu bringen.

Ihre Ansprechpartner: Tilo Werner S 03681 362-203 Y werner@suhl.ihk.de Ricarda Wolff S 03681 362-664 Y wolff@suhl.ihk.de

Anzeige

Die Energiebeschaffung ist seit Beginn der Energiemarktliberalisierung fester Bestandteil der Aufgaben des Einkaufs. Mit der fortschreitenden Energiewende verändern sich allerdings die Voraussetzungen im Großhandelsmarkt. Diese Veränderungen können zu Strategieänderungen beim Einkauf führen, weil sie ggf. schnellere Entscheidungen bedingen. In der kostenfreien Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) durchgeführt wird, werden unterschiedliche Beschaffungsstrategien vorgestellt. Außerdem werden verschiedene Entgelte, Umlagen und Abgaben auf Strom und Gas hinsichtlich möglicher Vergünstigungen beleuchtet.

Termin: Ort:

22. Februar 2018, 13:00 Uhr IHK Südthüringen, Niederlassung Sonneberg Gustav-König-Str. 27, 96515 Sonneberg

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter: www.suhl.ihk.de/ Veranstaltungen. Ihr Ansprechpartner: Dr. Janet Nußbicker-Lux S 03681 362-174 Y nussbicker-lux@suhl.ihk.de

Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018 27


INNOVATION UND UMWELT

INTERNATIONAL

Im Projekt ThEx-StartInno „Innovations- und Strategieoffensive im Thüringer Wald“ stehen die Innovationsbotschafter der IHK Südthüringen bereit, um Südthüringer Unternehmen zu Innovationsstrategien gezielt zu beraten. Ziel des Projekts ist es, innovationsinteressierte KMU bei der Erarbeitung von Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsstrategien zu unterstützen und mit den regionalen Akteuren zu vernetzen. Mit den beiden Innovationsbotschaftern Roland Weidner, Unternehmer und Vorstandsvorsitzender der Mittelstandsvereinigung pro Südthüringen e. V., sowie Wolfram König, langjähriger Wirtschaftsförderer der Stadt Steinbach-Hallenberg, konnten zwei gestandene Experten gewonnen werden, die über Erfahrungen in der Innovationsund Strategieentwicklung sowie der regionalen Wirtschaftsförderung verfügen. Die Innovationsbotschafter werden in Besuchen vor Ort Unternehmen für das Thema sensibilisieren und den Stand der Innovationsfähigkeit und –bereitschaft der Unternehmer ermitteln. Auf Basis detaillierter Analysen und Auswertungen sollen aus diesem Kreis KMU gewonnen und bei der Strategieentwicklung für Produkt-, Verfahrens- oder Marktinnovationen unterstützt werden. Zudem haben die Innovationsbotschafter die Kompetenzen und Möglichkeiten der Kooperationspartner des Projekts mit im Portfolio. Mit den Partnern des Innovationscampus Smalcalda, der Hochschule Schmalkalden, der Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung e. V. (GFE), und dem Technologie-, Gründer und Förderzentrum Schmalkalden (TGF) hat die IHK Südthüringen die engen Kooperationen vertieft, um Kompetenzen zu bündeln, das Know-how der Akteure zielgerichtet einzusetzen sowie die regionalen Kooperationen, insbesondere im Technologietransfer, zu verstärken. Im Projekt „Zukunft Thüringer Wald“ hat die IHK Südthüringen die Koordination der „Innovationsund Strategieoffensive im Thüringer Wald“ übernommen. Das Beratungs- und Vernetzungsprojekt

ist im Rahmen des Thüringer Zentrums für Existenzgründungen und Unternehmertum, ThEx*, eingebunden. Weitere wichtige Projektbeteiligte sind die Ellipsis GmbH und die RKW Thüringen GmbH, die auf Basis festgelegter Kriterien potenzielle Unternehmen zur Teilnahme an der Innovationsund Strategieoffensive ansprechen. Weitere Informationen unter: www.suhl.ihk.de Ihre Ansprechpartner: Tilo Werner S 03681 362-203 Y werner@suhl.ihk.de Annegret Mordhorst Projektassistentin S 03681 362-223 Y mordhorst@suhl.ihk.de

* ThEx ist eine Gemeinschaftsinitiative der IHKs und HWKs in Thüringen und wird durch das Thüringer Wirtschaftsministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

Unternehmerreise nach Vietnam – Fachkräfte­ sicherung im Fokus Die IHK Südthüringen organisiert in Partnerschaft mit der Handwerkskammer Südthüringen im April 2018 eine branchenoffene Unternehmerreise nach Vietnam. Hierbei stehen die Geschäftsanbahnung und die Fachkräftesicherung im Fokus. Die vietnamesische Volkswirtschaft ist seit Jahren auf Wachstumskurs, das Brutto-Inlandsprodukt (BIP) stieg 2016 um 6,2 Prozent. Dieser Trend setzte sich auch 2017 fort. Vietnam ist die sechstgrößte Volkswirtschaft Südostasiens und damit eine der erfolgreichsten, bietet mit 91 Mio. Einwohnern und einer konsumfreudigen Mittelschicht viel Potenzial, nicht nur im Verkauf, sondern auch im Einkauf. Um die Südthüringer Unternehmen bei der Erschließung des vietnamesischen Marktes zu unterstützen, werden hierzu u. a. individuelle, begleitete Kooperationsgespräche mit potenziellen vietnamesischen Geschäftspartnern sowie Firmenbesuche in Hanoi und Ho Chi Minh City organisiert. Im Sommer 2016 startete ein Pilotprojekt zur Gewinnung von vietnamesischen Jugendlichen für eine Ausbildung in Südthüringen. Aus dieser Pilotphase heraus haben bereits 16 Azubis ihre Ausbildung in Südthüringen begonnen. Zwischenzeitlich wurde dieses Projekt in die Initiative Zukunft Thüringer Wald aufgenommen und seitens des Landes Thüringen finanziell unterstützt. Weitere 40 Jugendliche besuchen aktuell Deutschkurse in Hanoi, um im Sommer 2018 ihre Ausbildung in Thüringen zu beginnen. Ziel des Projektes ist es, insgesamt 140 vietnamesische Jugendliche an die regionale Wirtschaft zu vermitteln.

Reisezeitraum: 22. bis 28. April 2018

Termin: 10. März 2018, 09:30 Uhr Ort: Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ), Rohr-Kloster

28 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

Anmeldung und weitere Informationen: Harry Ellenberger, S 03693 485-399, Y harry.ellenberger@lra-sm.de

Für Vertreter von Firmen, die am Projekt zur Gewinnung von Fachkräften aus Vietnam teilnehmen bzw. für Unternehmensvertreter, die sich für eine zukünftige Teilnahme interessieren, ist ein weiteres Ziel der Reise, die Kultur des Herkunftslandes der Azubis kennenzulernen und ihre zukünftigen Auszubildenden persönlich zu treffen.


INTERNATIONAL Ziele: • Markterkundung (branchenoffen) • Auf- und Ausbau von deutsch-vietnamesischen Kooperationen (Export, Import) • Informationen zum Herkunftsland von ausländischen Auszubildenden „Projekt zur Gewinnung von Fachkräften aus Vietnam für eine duale Ausbildung in Südthüringen“ Kosten: Die Kosten für die Teilnahme an der Unternehmerreise betragen pro Reiseteilnehmer ca. 3.800,00 Euro netto (Vorkalkulation auf Basis von Erfahrungswerten). Eine detaillierte Übersicht wird Interessenten vor einer verbindlichen Buchung zur Verfügung gestellt. Eine mögliche Inanspruchnahme der Thüringer Außenwirtschaftsförderung (Kontaktanbahnungskosten) muss unternehmensindividuell geprüft werden. Einzelheiten finden Sie unter: www.aufbaubank.de/Foerderprogramme/ Aussenwirtschaftsfoerderung In den Kosten enthalten sind: • die Organisation des gesamten Programms sowie die gemeinsamen Mahlzeiten und Transfers im Rahmen des Programms • Flüge mit Vietnam Airlines (Economy) • Unterkunft, Hotels in Hanoi und Ho Chi Minh City (vier Nächte)

(v. r. ) Dr. Thomas Knoll, Leiter der Projektgruppe „Zukunft Thüringer Wald“ (TMWWDG), und Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen, besuchten am 21. November 2017 vietnamesische Lehrlinge in ihrem Ausbildungsbetrieb, der Fleisch- und Wurstwaren Schmalkalden GmbH Thüringen.

Anmeldung bis 9. Februar 2018: Das Anmeldeformular für die Unternehmerreise finden Sie unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 44426).

Zum 11. Thüringer Außenwirtschaftstag am 7. März 2018 in Jena wird es sportlich: Unter dem Motto „Mit Teamgeist stark im Export“ trifft sich das Who`s who der Thüringer Wirtschaft. Organisiert wird die Fachtagung von der LEG Thüringen gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Thüringer IHKs und dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft. Immer mehr Thüringer Unternehmen starten international durch und zwar durchaus mit Erfolg, das zeigt ein Blick auf die steigenden Exportzahlen der vergangenen Jahre. Doch egal, ob bereits erfahrener Exporteur oder Neueinsteiger – jeder hat mit so manchem Fallstrick zu kämpfen, den es auf dem Weg zum nachhaltig erfolgreichen Exportgeschäft zu überwinden gilt. Weil sich gemeinsam Vieles leichter bewerkstelligen lässt, gibt es deutschlandund thüringenweit eine ganze Reihe von Projekten und Unterstützungsmöglichkeiten, die Thüringer Unternehmen den Eintritt auf internationale Märkte erleichtert. Welche das genau sind, und welche Erfahrungen Unternehmer des Freistaates in den verschiedenen Zielregionen bereits gemacht haben, das zeigt der 11. Thüringer

11. Thüringer Außenwirtschaftstag Mit Teamgeist stark im Export.

7. März 2018 Jetzt anmelden!

www.awt-thueringen.de

Ihr Ansprechpartner: Jan Scheftlein S 03681 362-210  Y scheftlein@suhl.ihk.de

Außenwirtschaftag mit seinem facettenreichen Programm in der Sparkassen-Arena Jena. Erstmals stellen sich internationale Thüringer Projekte, Netzwerke und Exportdienstleister in einer eigenen Begleitausstellung vor. Bei einer Podiumsdiskussion berichten Thüringer Unternehmer von ihren persönlichen Erfahrungen und Strategien zur Internationalisierung. Zudem erwarten die Besucher interessante Impulse von unseren Top-Referenten Dr. Stefan Traeger von Jenoptik, Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, dem stellvertretenden Handelsdirektor der EU Kommission Joost Korte sowie von Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler. Des Weiteren können die Teilnehmer mit 20 Auslandsexperten aus verschiedenen Ländern individuelle Gespräche zu ihren konkreten Fragestellungen führen.

Alle aktuellen Informationen zum Außenwirtschaftstag sowie zur Anmeldung unter: www.thueringen-international.de/awt Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018 29


BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN Ausbildungsregelung für die Berufsausbildung

zum/zur Fachpraktiker/-in Bürokommunikation (nach § 66 BBiG) Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen erlässt aufgrund des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses vom 7. Dezember 2017 als zuständige Stelle nach § 9 Berufsbildungsgesetz (BBiG) sowie nach § 66 Absatz 1 BBiG in Verbindung mit § 79 Absatz 4 BBiG vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), welches durch Artikel 14 des Gesetzes vom 17. Juli 2017 (BGBl. I S. 2581) geändert worden ist, folgende Ausbildungsregelung für die Ausbildung von behinderten Menschen zum/zur Fachpraktiker/-in Bürokommunikation. § 1 Ausbildungsberuf

§ 7 Struktur der Berufsausbildung

Die Berufsausbildung zum/zur Fachpraktiker/-in Bürokommunikation erfolgt nach dieser Ausbildungsregelung.

(1) Findet die Ausbildung in einer Einrichtung statt, sollen mindestens zwölf Wochen außerhalb dieser Einrichtung in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb/mehreren anerkannten Ausbildungsbetrieben durchgeführt werden.

§ 2 Personenkreis Diese Ausbildungsregelung regelt die Berufsausbildung gemäß § 66 BBiG für Personen im Sinne des § 2 SGB IX. § 3 Dauer der Berufsausbildung Die Ausbildung zum/zur Fachpraktiker/-in Bürokommunikation dauert drei Jahre. § 4 Ausbildungsstätten Die Ausbildung findet in ausbildungsrechtlich geeigneten Ausbildungsbetrieben und Ausbildungseinrichtungen statt. § 5 Eignung der Ausbildungsstätte (1) Behinderte Menschen dürfen nach dieser Ausbildungsregelung nur in dafür geeigneten Betrieben und Ausbildungseinrichtungen ausgebildet werden. (2) Neben den in § 27 BBiG festgelegten Anforderungen muss die Ausbildungsstätte hinsichtlich der Räume, Ausstattung und Einrichtung den besonderen Erfordernissen der Ausbildung von behinderten Menschen gerecht werden. (3) Es müssen ausreichend Ausbilderinnen/Ausbilder zur Verfügung stehen. Die Anzahl der Ausbilderinnen/Ausbilder muss in einem angemessenen Verhältnis zur Anzahl der Auszubildenden stehen. Dabei ist ein Ausbilderschlüssel von in der Regel höchstens eins zu acht anzuwenden. § 6 Eignung der Ausbilder/Ausbilderinnen

(2) Inhalte der Ausbildung nach § 66 BBiG, die in der entsprechenden Ausbildung nach § 4 BBiG in Form überbetrieblicher Ausbildung vermittelt werden, sind auch bei einer Ausbildung nach § 66 BBiG überbetrieblich zu vermitteln. (3) Von der Dauer der betrieblichen Ausbildung nach Absatz 1 kann nur in besonders begründeten Einzelfällen abgewichen werden, wenn die jeweilige Behinderung oder betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern. Eine Verkürzung der Dauer durch die Teilnahme an einer überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahme erfolgt nicht. (4) In einem Einsatzgebiet ist die berufliche Handlungskompetenz durch Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten zu erweitern, die im jeweiligen Geschäftsprozess zur ganzheitlichen Durchführung komplexer Aufgaben befähigen. § 8 Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild (1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage 1, Sachliche Gliederung) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit). Eine von dem Ausbildungsrahmenplan (Anlage 2, Zeitliche Gliederung) abweichende Organisation der Ausbildung ist insbesondere zulässig, soweit die jeweilige Behinderung der Auszubildenden oder betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern. (2) Die Berufsausbildung zum/zur Fachpraktiker/-in Bürokommunikation gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):

1. Bürowirtschaft 1.1 Organisation des Arbeitsplatzes 1.2 Arbeits- und Organisationsmittel 1.3 Bürowirtschaftliche Abläufe 2. Informationsverarbeitung und Informationssysteme 2.1 Textverarbeitung 2.2 Tabellenkalkulation 2.3 Informations- und Kommunikationssysteme 3. Kaufmännische Steuerung und Kontrolle 3.1 Kaufmännisches Rechnen 3.2 Bereichsbezogenes Rechnungswesen 4. Personalverwaltung 4.1 Grundlagen des betrieblichen Personalwesens, Personalverwaltung 4.2 Ausgewählte Tätigkeiten des betrieblichen Personalwesens 5. Assistenz- und Sekretariatsaufgaben 5.1 Kommunikation und Kooperation im Büro und Bürokoordination 5.2 Bereichsbezogene Organisationsaufgaben 6. Materialwirtschaft 7. Fachaufgaben im Einsatzgebiet

(1) Ausbilderinnen/Ausbilder, die im Rahmen einer Ausbildung nach § 66 BBiG erstmals tätig werden, müssen neben der persönlichen, berufsspezifisch fachlichen und berufspädagogischen Eignung (AEVO u. a.) eine mehrjährige Erfahrung in der Ausbildung sowie zusätzliche behindertenspezifische Qualifikationen nachweisen. (2) Anforderungsprofil

Ausbilderinnen/Ausbilder müssen eine rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation nachweisen und dabei folgende Kompetenzfelder abdecken: - - - - - - - -

Reflexion der betrieblichen Ausbildungspraxis Psychologie Pädagogik, Didaktik Rehabilitationskunde Interdisziplinäre Projektarbeit Arbeitskunde/Arbeitspädagogik Recht Medizin

Um die besonderen Anforderungen des § 66 BBiG zu erfüllen, soll ein Qualifizierungsumfang von 320 Stunden sichergestellt werden.

(3) Von dem Erfordernis des Nachweises einer rehabilitationspädagogischen Zusatzqualifikation soll bei Betrieben abgesehen werden, wenn die Qualität der Ausbildung auf andere Weise sichergestellt ist. Die Qualität ist in der Regel sichergestellt, wenn eine Unterstützung durch eine geeignete Ausbildungseinrichtung erfolgt. (4) Ausbilderinnen/Ausbilder, die im Rahmen einer Ausbildung nach § 66 BBiG/ § 42 m HwO bereits tätig sind, haben innerhalb eines Zeitraumes von höchstens fünf Jahren die notwendigen Qualifikationen gemäß Absatz 2 nachzuweisen. Die Anforderungen an Ausbilderinnen/Ausbilder gemäß Absatz 2 gelten als erfüllt, wenn die behindertenspezifischen Zusatzqualifikationen auf andere Weise glaubhaft gemacht werden können.

30 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

Abschnitt A Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:

Abschnitt B Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:

1. Der Ausbildungsbetrieb 1.1 Stellung des Ausbildungsbetriebes in der Gesamtwirtschaft 1.2 Berufsbildung 1.3 Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung 2. Betriebliche Organisation und Funktionszusammenhänge

(3) Das Einsatzgebiet nach Absatz 2 Abschnitt A Absatz 1 Nr. 7 wird vom Ausbildungsbetrieb festgelegt. Als geeignetes Einsatzgebiet kommen insbesondere die Bereiche 1. bis 7. in Betracht:


BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.

Interne Dienste (z. B. Post, Bürotechnik, Ablage), Kundenbetreuung, Telekommunikation, Assistenz- und Sekretariatsaufgaben, Materialwirtschaft, Kaufmännische Steuerung und Kontrolle, Personalverwaltung.

Andere Einsatzgebiete sind zulässig, wenn in ihnen die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach Absatz 2 Abschnitt A Absatz 1 Nr. 7 vermittelt werden können.

§ 9 Zielsetzung und Durchführung der Berufsausbildung (1) Die in dieser Ausbildungsregelung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren (berufliche Handlungskompetenz) einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 10 und 11 nachzuweisen. (2) Die Ausbildenden haben unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplanes für die Auszubildenden einen individuellen Ausbildungsplan zu erstellen. (3) Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen. Ihnen ist Gelegenheit zu geben, den schriftlichen Ausbildungsnachweis während der Ausbildungszeit zu führen. Die Ausbildenden haben den schriftlichen Ausbildungsnachweis regelmäßig durchzusehen und abzuzeichnen. § 10 Zwischenprüfung (1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. (2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 2 für das erste Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. (3) Die Zwischenprüfung findet im Prüfungsbereich Arbeitsprozesse im Büro statt. (4) Für den Prüfungsbereich Arbeitsprozesse im Büro bestehen folgende Vorgaben: 1. Der Prüfling soll nachweisen, dass er

a) nach konkreten Vorgaben bürowirtschaftliche Aufgaben selbstständig bearbeiten, b) Arbeits- und Organisationsmittel wirtschaftlich und ökologisch einsetzen und betreuen, c) für die eigene Arbeit maßgebende arbeits-, gesundheits-, wirtschafts-, sozial- und umweltbezogene Rahmenbedingungen und bestehende rechtliche Regelungen berücksichtigen, d) Grundlagen des kaufmännischen Rechnens anwenden

kann; 2. der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten; 3. die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

(4) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben: • Der Prüfling soll nachweisen, dass er a) allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen, b) die betriebliche Organisation und die Funktionszusammenhänge beschreiben kann; • der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten; • die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

(5) Für den Prüfungsbereich Informationsbearbeitung bestehen folgende Vorgaben: • Der Prüfling soll nachweisen, dass er Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Informations- und Kommunikationssysteme anwenden kann; • der Prüfling soll mit Hilfe der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) mindestens zwei praxisbezogene Arbeitsaufgaben bearbeiten; • die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.

(6) Für den Prüfungsbereich Einsatzgebiet bestehen folgende Vorgaben: • Der Prüfling soll nachweisen, dass er typische, praxisbezogene Arbeitsauf­gaben aus dem gewählten Einsatzgebiet bearbeiten kann; • der Prüfling soll hierzu ein fallbezogenes Fachgespräch führen; • die Prüfungszeit für das fallbezogene Fachgespräch beträgt höchstens 20 Minuten, die Vorbereitungszeit für den Prüfling höchstens 15 Minuten. § 12 Gewichtungsregelung Die Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten: 1. Prüfungsbereich Bürowirtschaftliche Geschäftsund Leistungsprozesse 2. Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 3. Prüfungsbereich Informationsverarbeitung 4. Prüfungsbereich Einsatzgebiet

30 Prozent, 10 Prozent, 30 Prozent, 30 Prozent.

§ 13 Bestehensregelung (1) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen 1. im Gesamtergebnis mit mindestens „ausreichend“, 2. in drei Prüfungsbereichen mindestens „ausreichend“, 3. in keinem Prüfungsbereich mit „ungenügend“ bewertet worden sind. (2) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche, in denen Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten. § 14 Übergang Ein Übergang von einer Berufsausbildung nach dieser Ausbildungsregelung in eine entsprechende Ausbildung nach § 4 BBiG ist von der/dem Auszubildenden und der/dem Ausbildenden kontinuierlich zu prüfen.

§ 11 Abschlussprüfung

§ 15 Bestehende Berufsausbildungsverhältnisse

(1) Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschlussprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsregelung ist zugrunde zu legen.

Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Ausbildungsregelung bestehen, können unter Anrechnung der bisher zurückgelegten Ausbildungszeit nach den Vorschriften dieser Verordnung fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren.

(2) Die Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen: 1. Bürowirtschaftliche Geschäfts- und Leistungsprozesse, 2. Wirtschafts- und Sozialkunde, 3. Informationsverarbeitung, 4. Einsatzgebiet. (3) Für den Prüfungsbereich Bürowirtschaftliche Geschäfts- und Leistungsprozesse bestehen folgende Vorgaben: • Der Prüfling soll nachweisen, dass er Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten aus dem Bereich der Bürowirtschaft auf die Gebiete Assistenz- und Sekretariatsaufgaben, Personalverwaltung, kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie Materialwirtschaft anwenden kann; • der Prüfling soll Arbeitsaufgaben schriftlich bearbeiten; • die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

§ 16 Prüfungsverfahren Für die Zulassung zur Abschlussprüfung und das Prüfungsverfahren gilt die „Prüfungsordnung für die Durchführung von Abschluss- und Umschulungsprüfungen“ der IHK Südthüringen entsprechend. § 17 Inkrafttreten Diese Ausbildungsregelung tritt am 1. März 2018 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Ausbildungsregelung für die Berufsausbildung zum/zur Fachpraktiker/-in Bürokommunikation (nach § 66 BBiG) vom 14. April 2016 außer Kraft. Ausgefertigt: Suhl, 8. Dezember 2017 Industrie- und Handelskammer Südthüringen gez. Dr. Peter Traut gez. Dr. Ralf Pieterwas Präsident Hauptgeschäftsführer

Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018 31


BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN Anlage 1 zu § 8 Ausbildungsrahmenplan für die Ausbildungsregelung

zum/zur Fachpraktiker/-in Bürokommunikation – Sachliche Gliederung –

Abschnitt A: Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten Lfd. Nr.

Teil des Ausbildungsberufsbildes

1.

Bürowirtschaft (§ 8 Absatz 2 Nr. 1)

1.1

Organisation des Arbeitsplatzes (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 1.1)

a) wichtige Vorschriften für Büroarbeitsplätze beachten b) Möglichkeiten der Arbeitsplatz- und Arbeitsraumgestaltung unter Berücksichtigung ergonomischer Grundsätze an Beispielen des Ausbildungsbetriebes kennen c) den eigenen Arbeitsplatz sachgerecht gestalten

1.2

Arbeits- und Organisationsmittel (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 1.2)

a) betriebliche Arbeits- und Organisationsmittel, insbesondere Büromaschinen und -geräte, Vordrucke und Vervielfältigungsgeräte fachgerecht handhaben b) Arbeits- und Organisationsmittel wirtschaftlich und ökologisch einsetzen c) Wartung und Instandsetzung von Büromaschinen und -geräten veranlassen

1.3

Bürowirtschaftliche Abläufe (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 1.3)

a) Büromaterial verwalten b) Posteingang bearbeiten, Postverteilung durchführen und Postausgang kostenbewusst bearbeiten c) Registraturarbeiten unter Beachtung betrieblicher und gesetzlicher Aufbewahrungsfristen durchführen d) Dateien und Karteien führen und zur Erfüllung kaufmännischer Arbeitsaufgaben einsetzen

2.

Informationsverarbeitung und Informationssysteme (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 2)

2.1

Textverarbeitung (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 2.1)

a) Tastatur kennen und bedienen b) Texte eingeben, abrufen und bearbeiten c) Texte pflegen, sichern und archivieren d) Texte reproduzieren e) spezielle Funktionen, insbesondere Textvariable, Textbausteine und Serienbriefe verwenden f) Texte mit Hilfe externer Dienste übermitteln g) Arten des betrieblichen Schriftverkehrs sachgerecht anwenden h) Schriftstücke nach Vorlage normgerecht anfertigen i) bei der Anfertigung von Schriftstücken für unterschiedliche Anlässen mitwirken

2.2

Tabellenkalkulation (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 2.2)

a) Daten eingeben, abrufen und bearbeiten b) Tabellen pflegen, sichern und archivieren c) Tabellen reproduzieren d) Tabellen mit Hilfe externer Dienste übermitteln

2.3

Informations- und Kommunikationssysteme (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 2.3)

a) externe und interne Netze und Dienste sicher nutzen b) Daten sichern, Datensicherung begründen, unterschiedliche Verfahren aufzeigen c) Vorschriften und Richtlinien des Datenschutzes im Ausbildungsbetrieb einhalten

3.

Kaufmännische Steuerung und Kontrolle (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 3.)

3.1

Kaufmännisches Rechnen (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 3.1)

a) Grundrechenarten und Zinsrechnung in kaufmännischen Handlungsfeldern anwenden b) Kassenabschluss und Auswertung der Kassendaten durchführen c) Dreisatzrechnung im Rahmen der Abrechnung nutzen d) Durchschnittsrechnung im Rahmen der Abrechnung anwenden e) Prozentrechnung im Rahmen der Abrechnung, der Rabatt bzw. Skontoberechnung und der Netto/Brutto-Preisberechnung einsetzen

3.2

Bereichsbezogenes Rechnungswesen (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 3.2)

a) Aufgaben und Bedeutung der Buchführung beschreiben b) betriebliche Einnahmen und Ausgaben nennen c) betriebliche Kostenfaktoren nennen d) bei der Erstellung, Prüfung und Bearbeitung von Belegen sowie bei Veranlassung betriebsüblicher Maßnahmen mitwirken e) bereichsbezogene Bestände nach Vorgaben kontrollieren

4.

Personalverwaltung (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 4)

4.1

Grundlagen des betrieblichen Personalwesens, Personalverwaltung (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 4.1)

32 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

Zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse

a) für das Arbeitsverhältnis wichtige arbeits- und sozialrechtliche Bestimmungen sowie tarifliche und betriebliche Regelungen nennen b) die Verpflichtung zur Zusammenarbeit mit den bestehenden betriebsverfassungsrechtlichen Organen des Ausbildungsbetriebes beachten c) bei der Verarbeitung personenbezogener Daten Regelungen zum Datenschutz und Datensicherung einhalten d) für das Ausbildungsverhältnis und Arbeitsverhältnis geltende tarifliche und freiwillige soziale Leistungen darstellen e) Aufgaben und Arbeitsabläufe bereichsbezogener Personalverwaltung im Rahmen des Personalwesens nennen


BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN 4.2

Ausgewählte Tätigkeiten des betrieblichen Personalwesens, (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 4.2)

a) Bestandteile von Entgeltabrechnungen beschreiben b) Vorgänge im Zusammenhang mit Arbeits- und Fehlzeiten, insbesondere Urlaubs- und Krankmeldungen, erfassen c) Arbeiten im Zusammenhang mit personellen Veränderungen durchführen

5.

Assistenz- und Sekretariatsaufgaben (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 5)

5.1

Kommunikation und Kooperation im Büro und Bürokoordination (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 5.1)

a) typische Anlässe und Partner mündlicher Kommunikation im Ausbildungsbetrieb unterscheiden b) Arbeitsablauf und Zusammenarbeit innerhalb der Abteilung und zu den einzelnen Funktionsbereichen darstellen c) Endgeräte von Telefonanlagen und Zusatzeinrichtungen handhaben d) Telefongespräche vorbereiten, führen und die Ergebnisse erfassen und weiterleiten e) Anfragen entgegennehmen, weiterleiten und Auskünfte erteilen f) Kommunikationsregeln in verschiedenen beruflichen Situationen anwenden und zur Vermeidung von Kommunikationsstörungen beitragen g) Aufgaben kooperativ lösen h) Terminkalender nach Anweisung führen und Termine überwachen i) Besucher empfangen, anmelden und informieren j) eingehende schriftliche Informationen, insbesondere Post, Berichte, Zeitungen und Zeitschriften sichten und verteilen

5.2

Bereichsbezogene Organisationsaufgaben (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 5.2)

a) Aufgaben und Arbeitsabläufe bereichsbezogener Organisationsaufgaben erläutern b) Reiseunterlagen vorbereiten c) Sitzungen und Besprechungen vor- und nachbereiten d) Reservierungen nach Vorgabe durchführen

6.

Materialwirtschaft (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 6)

a) Grundsätze des Beschaffungswesens benennen b) Beschaffungswesen des Ausbildungsbetriebes darstellen c) Materialbestand erfassen, führen und kontrollieren d) Vorgänge im Zusammenhang mit dem Materialeingang und -ausgang bearbeiten e) bei der Beschaffung und Entsorgung von Materialien nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten mitwirken

7.

Fachaufgaben im Einsatzgebiet (§ 8 Absatz 2 Abschnitt A Nr. 7)

a) Organisation und Zuständigkeiten des Einsatzgebietes darstellen b) Arbeitsabläufe des Einsatzgebietes erläutern c) Informationen und Daten des Einsatzgebietes unter Berücksichtigung fachspezifischer Materialien erfassen, verarbeiten und verwenden d) an typischen Arbeitsaufgaben des Einsatzgebietes mitwirken e) bei der Wahrnehmung von Arbeitsaufgaben des Einsatzgebietes mit internen und externen Stellen zusammenarbeiten f) spezifische Rechtsvorschriften und Verfahrensregeln des Einsatzgebietes beachten g) Fachauskünfte erteilen

Abschnitt B: Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten: Lfd. Nr.

Teil des Ausbildungsberufsbildes

1.

Der Ausbildungsbetrieb (§ 8 Absatz 2 Abschnitt B Nr. 1)

Zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

1.1

Stellung des Ausbildungsbetriebes in der Gesamtwirtschaft (§ 8 Absatz 2 Abschnitt B Nr. 1.1)

a) Aufgaben des Ausbildungsbetriebes beschreiben b) Aufgaben der für den Ausbildungsbetrieb wichtigen Behörden und Organisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer kennen c) Art und Rechtsform des Ausbildungsbetriebes benennen d) Betriebs- und Arbeitsordnung des Ausbildungsbetriebes anwenden

1.2

Berufsbildung (§ 8 Absatz 2 Abschnitt B Nr. 1.2)

a) die Ausbildungsordnung mit dem betrieblichen Ausbildungsplan vergleichen b) die Inhalte des Berufsbildungsvertrages und des betrieblichen Ausbildungsplanes, insbesondere die Rechte und Pflichten des Ausbildenden und des Auszubildenden, kennen c) wichtige berufliche Fortbildungsmöglichkeiten nennen sowie berufliche Aufstiegsmöglichkeiten beschreiben

1.3

Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung (§ 8 Absatz 2 Abschnitt B Nr. 1.3)

a) die Bedeutung von Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationeller Energieverwendung an Beispielen des Ausbildungsbetriebes erklären b) betriebliche Einrichtungen für den Arbeitsschutz, die Unfallverhütung und den Umweltschutz nennen c) berufsspezifische Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften einhalten, geeignete Maßnahmen zur Verhütung von Unfällen im eigenen Arbeitsbereich ergreifen und sich bei Unfällen situationsgerecht verhalten d) wichtige Vorschriften über Brandverhütung und Brandschutzeinrichtungen beachten e) zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen sowie Abfallmaterialien im Büro nach ökologischen Gesichtspunkten entsorgen f) zur rationellen Energieverwendung im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen

2.

Betriebliche Organisation und Funktionszusammenhänge (§ 8 Absatz 2 Abschnitt B Nr. 2)

a) Arbeitsabläufe des Ausbildungsbetriebes beschreiben b) Informationswege im Ausbildungsbetrieb darstellen und die Zusammenarbeit zwischen den Funktionsbereichen benennen c) Aufgaben und typische Anforderungen ausgewählter Büroarbeitsplätze nennen

Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018 33


BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN Anlage 2 zu § 8 Ausbildungsrahmenplan für die Ausbildungsregelung

zum/zur Fachpraktiker/-in Bürokommunikation (nach § 66 BBiG) – Zeitliche Gliederung –

Die nachfolgende zeitliche Gliederung nennt die Zeiträume, in denen die jeweiligen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten erstmals schwerpunktmäßig vermittelt werden sollen; in der Regel ist eine Fortführung oder Vertiefung zum Erreichen der beruflichen Handlungsfähigkeit erforderlich. Während der gesamten Ausbildungszeit sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildposition aus

Abschnitt A Nummer 1.3 Bürowirtschaftliche Abläufe Abschnitt A Nummer 2.1 Textverarbeitung

Zweites Ausbildungsjahr (1) In einem Zeitraum von insgesamt 6 bis 8 Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen

Anlage 2 zu § 8

Abschnitt B Nummer 1.3 Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung Abschnitt A Nummer 2.2 Tabellenkalkulation Abschnitt A Nummer 3.2 Bereichsbezogenes Rechnungswesen Abschnitt A Nummer 4.1 Grundlagen des betrieblichen Personalwesens, Personalverwaltung Abschnitt A Nummer 6 Materialwirtschaft

zu vermitteln.

Erstes Ausbildungsjahr

fortzuführen.

(1) In einem Zeitraum von insgesamt 1 bis 3 Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen zu vermitteln und im Zusammenhang damit die Vermittlung der Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildposition

(2) In einem Zeitraum von insgesamt 4 bis 6 Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen

Abschnitt B Nummer 1.1 Stellung des Ausbildungsbetriebes in der Gesamtwirtschaft, Abschnitt B Nummer 1.2 Berufsbildung, Abschnitt B Nummer 1.3 Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung

zu vermitteln.

(2) In einem Zeitraum von insgesamt 3 bis 5 Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen

Abschnitt B Nummer 2 Betriebliche Organisation und Funktionszusammenhänge, Abschnitt A Nummer 1.1 Organisation des Arbeitsplatzes, Abschnitt A Nummer 1.2 Arbeits- und Organisationsmittel

zu vermitteln.

(3) In einem Zeitraum von insgesamt 5 bis 7 Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen

Abschnitt A Nummer 2.3 Informations- und Kommunikationssysteme Abschnitt A Nummer 5.1 Kommunikation und Kooperation im Büro und Bürokoordination,

zu vermitteln.

Drittes Ausbildungsjahr (1) In einem Zeitraum von insgesamt 4 bis 6 Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen

Abschnitt A Nummer 4.2 Ausgewählte Tätigkeiten des betrieblichen Personalwesens, Abschnitt A Nummer 5.2 Bereichsbezogene Organisationsaufgaben

zu vermitteln und im Zusammenhang damit die Vermittlung der Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen

Abschnitt B Nummer 1.3 Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung, Abschnitt A Nummer 2.2 Tabellenkalkulation

fortzuführen.

Abschnitt A Nummer 1.3 Bürowirtschaftliche Abläufe, Abschnitt A Nummer 2.1 Textverarbeitung Abschnitt A Nummer 3.1 Kaufmännisches Rechnen

(2) In einem Zeitraum von insgesamt 6 bis 8 Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildposition

Abschnitt A Nummer 7 Fachaufgaben im Einsatzgebiet

zu vermitteln.

zu vermitteln.

Information des Amtsgerichts Meiningen Für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2022 wurden auf Vorschlag der IHK Südthüringen vom Thüringer Finanzgericht folgende Personen zu ehrenamtlichen Richterinnen bzw. Richtern gewählt:

Sandra Block Dieter Recknagel Christoph Reichart Sven Richter

Heike Anschütz Nadja Trier Bärbel Usbeck Kristin Zimmermann Marlies Brenn

Ihr Ansprechpartner:

34 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

Cindy Funk S 03681 362-202 Y funk@suhl.ihk.de

Veröffentlichung gerichtlicher Bekanntmachungen 2018 Für die amtlichen Bekanntmachungen des Amtsgerichts Meiningen wird im Kalenderjahr 2018 die Tageszeitung Freies Wort / Meininger Tageblatt - Hauptausgabe benannt.


Meldepflicht gegenüber Aufsichtsbehörde Die Meldepflicht gilt für jeden Verantwortlichen im Sinne der DS-GVO. Dies ist jede natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die allein oder gemeinsam über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung entscheidet. Liegt eine Auftragsverarbeitung vor, ist der Auftragsverarbeiter verpflichtet, den Verantwortlichen unverzüglich zu informieren. Dieser nimmt dann die Meldung an die Aufsichtsbehörde vor. Grundsätzlich ist ein Unternehmen verpflichtet, jede Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten an die zuständige Aufsichtsbehörde zu melden. Nach der DS-GVO stellt jede Verletzung der Sicherheit, die, ob unbeabsichtigt oder unrechtmäßig, zur Vernichtung, zum Verlust, zur Veränderung, oder zur unbefugten Offenlegung von personenbezogenen Daten führt, die übermittelt, gespeichert oder auf sonstige Weise verarbeitet wurden, eine meldepflichtige Verletzung dar. Die Meldung ist unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden vorzunehmen. Kann die 72 Stunden-Frist nicht eingehalten werden, ist der Meldung eine Begründung für die Verzögerung beizufügen. Eine Meldung kann ausnahmsweise unterbleiben, wenn die Datenschutzverletzung nicht zu einem Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Person führt. Ein Risiko und damit eine Meldepflicht besteht immer bei solchen Verstößen, die • zu physischem, materiellen oder immateriellen Schaden, Diskriminierung, Identitätsdiebstahl, finanziellem Verlust, Rufschädigung oder erheblichen wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Nachteilen führen können, • betroffene Personen um Rechte und Freiheiten bringt oder diese an der Kontrolle personenbezogener Daten hindert, • die rassische oder ethnische Herkunft, politische Meinung, religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, genetische Daten, Gesundheitsdaten, Angaben zum Sexualleben oder strafrechtliche Verurteilungen betreffen, • die Arbeitsleistung, wirtschaftliche Lage, Gesundheit, persönliche Vorlieben, Zuverlässigkeit, Verhalten, Aufenthaltsort oder den Ortswechsel

betreffen, analysieren oder prognostizieren zwecks Profilings, • personenbezogene Daten schutzbedürftiger Personen, insbesondere Kinder, betreffen oder • große Mengen personenbezogener Daten und eine große Anzahl von betroffenen Personen betreffen. Die Meldung an die Aufsichtsbehörde muss mindestens die Beschreibung der Art der Verletzung, die Angabe von Kategorien und ungefähre Zahl der Betroffenen und der Datensätze enthalten. Außerdem ist Name und Kontakt des Datenschutzbeauftragten zu benennen. Abschließend hat eine Beschreibung der wahrscheinlichen Folgen der Datenschutzverletzung, sowie der von dem Verantwortlichen ergriffenen und vorgeschlagenen Maßnahmen zur Behebung zu erfolgen.

Benachrichtigungspflicht gegenüber dem Betroffenen Hat die Datenschutzverletzung voraussichtlich ein hohes Risiko für die persönlichen Rechte und Freiheiten der betroffenen Person zur Folge, hat der Verantwortliche den Verstoß nicht wie dargestellt nur der zuständigen Aufsichtsbehörde zu melden, sondern muss darüber hinaus die betroffene Person ohne unangemessene Verzögerung benachrichtigen. Eine Benachrichtigung muss nicht erfolgen, wenn • Risiken für die betroffene Person durch geeignete technische und organisatorische Sicherheitsvorkehrungen ausgeschlossen wurden oder • der Verantwortliche durch nachfolgende Maßnahmen sichergestellt hat, dass das hohe Risiko für Rechte und Freiheiten der betroffenen Person nicht mehr besteht oder • dies mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden wäre. In diesem Fall hat eine öffentliche Bekanntmachung o. ä. zu erfolgen.

© Gina Sanders/Fotolia.com

Nach der DS-GVO unterliegen Unternehmen im Falle einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten der Meldepflicht gegenüber der Aufsichtsbehörde gemäß Artikel 33 und der Benachrichtigungspflicht des Betroffenen gemäß Artikel 34. Diese Pflichten sind im Vergleich zu der bisher geltenden Regelung des § 42 a Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) umfangreicher.

Veranstaltungshinweis

Die neue DatenschutzGrundverordnung Ergänzend zur Artikelserie in dieser Zeitschrift möchten wir Ihnen im Rahmen einer Informationsveranstaltung einen praxisnahen Überblick zu den Regelungen von Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) geben und diese im Kontext von Datenschutz und IT-Sicherheit zu beleuchten. Folgende Themen werden u. a. behandelt: • Welche Inhalte der DS-GVO und des BDSG sind für den Unternehmer relevant und welche Maßnahmen müssen bis Mai 2018 umgesetzt sein? • Wie umfangreich muss das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten sein und wird tatsächlich ein Datenschutzbeauftragter benötigt? • Wie wird die Umsetzung im Betrieb geprüft und welche Sanktionen drohen möglicherweise? • Welche (Wettbewerbs-)Vorteile ergeben sich durch die klaren Regelungen und wie kann man sich fit für die Zukunft des Datenschutzrechts machen? Termin: 22. Februar 2018, 10:00 bis 12:00 Uhr Ort: IHK Südthüringen, Haus der Wirtschaft, Bahnhofstraße 4 - 8, 98527 Suhl. Ihre Anmeldung erbitten wir bis zum 15. Februar 2018 per E-Mail: schulz@suhl.ihk.de

Weiterbildungsangebot zum Thema Datenschutz

Die Benachrichtigung muss Angaben über die Art der Verletzung, die wahrscheinlichen Folgen sowie die zur Behebung ergriffenen oder vorgeschlagenen Maßnahmen enthalten. Diese Angaben müssen in klarer und einfacher Sprache abgefasst werden. Darüber hinaus sind Name und Kontakt des Datenschutzbeauftragten zu nennen. Ein Verstoß gegen die Melde- oder Benachrichtigungspflicht wird als Ordnungswidrigkeit geahndet.

Der einwöchige Kompaktlehrgang vermittelt die notwendigen organisatorischen, rechtlichen und technischen Kenntnisse für den Einsatz als Datenschutzbeauftragter. Starttermine: 12.03.2018 und 20.08.2018 Ort: IHK-Bildungszentrum, Suhl-Mäbendorf

Ihr Ansprechpartner:

Ihr Ansprechpartner:

Holger Fischer S 03681 362-114 Y fischerh@suhl.ihk.de

Antje da Silva Santos S 03681 362-425  Y santos@suhl.ihk.de

Datenschutzbeauftragter (IHK)

Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018 35


RECHT

Erfinderberatung in der IHK Südthüringen

© Bilderjet /Fotolia.com

Die IHK Südthüringen führt monatlich eine Beratung zu Fragen des gewerblichen Rechtsschutzes durch. Hier erhalten interessierte IHK-Mitglieder eine kostenlose Erstberatung zu Fragen in Verbindung mit Marken, Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern, zum Verfahren und zu Kosten einschließlich Fördermöglichkeiten. Die Termine werden in der IHK-Zeitschrift „Südthüringische Wirtschaft“ und auf der Internetseite der IHK Südthüringen unter www.suhl.ihk.de/Veranstaltungen jeweils rechtzeitig bekannt gegeben. Im IHK-Bezirk ansässige Patent- bzw. Rechtsanwälte stellen sich dankenswerterweise für diese Tätigkeit zur Verfügung. Die Termine für 2018 sind wie folgt geplant: 15.02. 15.03. 19.04. 17.05. 14.06. 16.08. 13.09. 18.10. 15.11. 13.12.

Rechtsanwalt Dr. Frank Weihrauch Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Schmalz Rechtsanwalt Dr. Frank Weihrauch Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Schmalz Rechtsanwalt Dr. Frank Weihrauch Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Schmalz Rechtsanwalt Dr. Frank Weihrauch Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Schmalz Rechtsanwalt Dr. Frank Weihrauch Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Schmalz

Die Anmeldung zu den einzelnen Beratungsterminen ist erforderlich. Ihr Ansprechpartner: Cindy Funk S 03681 362-202 Y funk@suhl.ihk.de

36 Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018

Das Bundesverwaltungsamt, das für das Transparenzregister zuständig ist, bittet verstärkt um die Sensibilisierung von Unternehmen für ihre Eintragungspflicht ins Transparenzregister. Bisher hätten sich erst ca. 10 Prozent der eintragungspflichtigen Unternehmen eingetragen. Aus Sicht des Bundesverwaltungsamtes könnten nunmehr bei Verstößen gegen die Eintragungspflicht Bußgelder verhängt werden. Dies soll aber aus verschiedenen Gründen vorerst vermieden werden, um den Unternehmen noch ausreichend Zeit zur Prüfung und Eintragung zu gewähren. Am 26. Juni 2017 trat zum Zwecke der Geldwäsche- und Terrorismusbekämpfung das neue Geldwäschegesetz (GwG), BGBl. I S. 1822, in Kraft. Mit diesem wurde das elektronische Transparenzregister eingeführt. Das Register enthält Angaben über die natürlichen Personen, die als wirtschaftlich Berechtigte hinter juristischen Personen des Privatrechts, eingetragenen Personengesellschaften, Stiftungen, Trusts oder trustähnlichen Gebilden stehen. Wirtschaftlich Berechtigte sind dabei natürliche Personen, die über mehr als 25 Prozent der Kapitalanteile oder der Stimmrechte in Vereinigungen verfügen bzw. diese kontrollieren. Mit dem neuen Begriff „Vereinigung“ werden juristische Personen des Privatrechts und eingetragene Personengesellschaften erfasst. Anteilseigner, die wirtschaftliche Berechtigte sind, haben der Vereinigung Name, Geburtsdatum und Wohnort sowie „Art und Umfang des wirtschaftlichen Interesses“ mitzuteilen. Die Vereinigung hat diese Angaben „einzuholen, aufzubewahren, auf aktuellen Stand zu halten“ und an das Transparenzregister zu melden. Das Transparenzregister wird bei der Bundesanzeiger Verlags GmbH geführt. Diese

obliegt der Aufsicht des Bundesverwaltungsamtes. Die Mitteilung an das Transparenzregister hatte bis zum 1. Oktober 2017 zu erfolgen. Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR), eingetragene Kaufleute (e.K.) oder sonstige Einzelunternehmen sind von der Mitteilungspflicht nicht betroffen. Diese zunächst aufwendig anmutende Prozedur wird aber dadurch erleichtert, dass auf bereits vorhandene Registerdaten zurückgegriffen wird. Die Angabepflicht der wirtschaftlich Berechtigten entfällt, wenn sich die Angaben aus dem Handelsregister, Genossenschaftsregister, Partnerschaftsregister, Liste der Gesellschafter von GmbH und Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), etc. ergeben und diese elektronisch abrufbar sind (Mitteilungsfiktion § 20 GwG). Wurde z. B. die Gesellschafterliste bislang nicht elektronisch hinterlegt, so entfällt die Meldepflicht nicht. Dies betrifft insbesondere GmbH, deren Eintragung vor 2007 lag und die seit 2007 ihre Gesellschafterliste nicht geändert haben. Die Geschäftsführung der betroffenen Gesellschaften hat die nötigen Informationen und etwaige Änderungen zu ermitteln und an das Transparenzregister elektronisch einzureichen. Bei vorsätzlichem oder leichtfertigem Verstoß gegen die bestehenden Meldepflichten können Geldbußen verhängt werden. Weitere Informationen sind abrufbar unter: www.transparenzregister.de Ihr Ansprechpartner: Holger Fischer S 03681 362-114 Y fischerh@suhl.ihk.de


RECHT

Südthüringische Wirtschaft Folgende Sachverständige wurden erneut öffentlich bestellt und vereidigt: bis 31. Dezember 2020 Dipl.-Chem. u. Ass. d. L. Friedrich Reuss Laubigsberg 1 Mendhausen | 98630 Römhild bestellt für: Diätetische Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Sportlernahrung

bis 31. Dezember 2022 Dipl.-Ing. Manfred Saft Langes Tal 1 Mäbendorf | 98529 Suhl bestellt für: Industriell gefertigte Möbel einschl. Stilmöbel

Herausgeber: Industrie- und Handelskammer Südthüringen, Bahnhofstraße 4 – 8, 98527 Suhl Telefon: 03681 362-0 Telefax: 03681 362-100 Internet: www.suhl.ihk.de E-Mail: info@suhl.ihk.de Druckauflage: 10 490 Exemplare (III. Quartal 2017 - IVW Geprüft)

bis 31. Dezember 2021 Dr. jur., Dipl.-Ing. (FH) Frank Hofmann Bausachverständigenbüro Dr. Hofmann Johann-Sebastian-Bach-Straße 78 b | 98529 Suhl bestellt für: Abdichtungen und Feuchteschutz

Erscheinungsweise: Neunmal jährlich Herausgabedatum: 06.02.2018 Redaktion: Dipl.-Medienwiss. Katja Hampe E-Mail: hampe@suhl.ihk.de Dipl.-Ök.-Päd. Birgit Hartwig E-Mail: hartwig@suhl.ihk.de Titelbild: © Michael Reichel/arifoto.de

Für das Jahr 2018 bietet die IHK Südthüringen nachfolgende Prüfungstermine für die Sachkundeprüfung „Geprüfte(r) Finanzanlagenfachmann/-frau (IHK)“ und „Geprüfte(r) Fachmann/-frau Immobiliardarlehensvermittlung (IHK)“ an: Sachkundeprüfung „Geprüfte(r) Finanzanlagenfachmann/-frau (IHK)“ Prüfungstermine 2018: (voraussichtliche Termine, Durchführung nach Bedarf) • 14. März 2018 • 20. Juni 2018 • 24. Oktober 2018 • 28. November 2018 Anmeldeschluss: jeweils 30 Kalendertage vor dem Prüfungstermin. Bitte nutzen Sie für Ihre Anmeldung das Formular Anmeldung zur Sachkundeprüfung „Geprüfte(r) Finanzanlagenfachmann/-frau (IHK)“, welches unter www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 29559) als Download zur Verfügung steht.

Anzeige

Sachkundeprüfung „Geprüfte(r) Fachmann/-frau Immobiliardarlehensvermittlung (IHK)“ Prüfungstermine 2018: (voraussichtliche Termine, Durchführung nach Bedarf) • 8. März 2018 • 14. Juni 2018 • 4. Oktober 2018 • 22. November 2018 Anmeldeschluss: jeweils 30 Kalendertage vor dem Prüfungstermin. Bitte nutzen Sie für Ihre Anmeldung das Formular Anmeldung zur Sachkundeprüfung „Geprüfte(r) Fachmann/-frau Immobiliardarlehensvermittlung (IHK)“, welches unter www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 44406) als Download zur Verfügung steht. Ihr Ansprechpartner: Christine Zohles S 03681 362-412  Y zohles@suhl.ihk.de

Anzeigen und Verlag: Prüfer Medienmarketing Endriß & Rosenberger GmbH Schlösserstr. 39, 99084 Erfurt Tel. 0361 5668194, Fax 5668196 Anzeigenverwaltung: Gudrun Wenske Anzeigenleiter: Achim Hartkopf medienmarketing.erfurt@pruefer.com www.pruefer.com Anzeigenschluss: Am 10. des Vormonats Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 5 ab Januar 2018. Diese Ausgabe enthält einen Beihefter der Fa. LEXWARE.

Layout/Druck: Druckhaus Gera GmbH Jacob-A.-Morand-Straße 16 07552 Gera Mit Namen oder Signum gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der IHK Südthüringen wieder. Zur sprachlichen Vereinfachung und besseren Lesbarkeit wird bei Formulierungen, die sich auf Personen beziehen, auf die ausdrückliche Nennung der weiblichen Form verzichtet. „Südthüringische Wirtschaft" ist das offizielle Mitteilungsblatt der IHK Südthüringen. Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der grundsätzlichen Beitragspflicht als Mitglied der IHK.

Haftung und Urheberrecht: Der Inhalt dieses Heftes wurde sorgfältig erarbeitet. Herausgeber, Redaktion, Autoren und Verlag übernehmen dennoch keine Haftung für die Richtigkeit von Angaben und Hinweisen sowie für mögliche Druckfehler. Nachdruck nur mit Genehmigung und Quellenangabe.

Südthüringische Wirtschaft 1–2/2018 37


Südthüringische Wirtschaft - Ausgabe 1-2/2018  
Südthüringische Wirtschaft - Ausgabe 1-2/2018