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Spektrum Nr. 19

12. Mai 2010

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Nachrichten und Meinungen aus der evangelischen Welt

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Professor Ralph Kunz über eine Kultur, die den Glauben verschweigt Seite 9: Forschungstag

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Das «Sunnebad» sucht Wie sich christliche Finanzen und Personal Gemeinden erneuern Seite 12: Marketing

Seite 19: Seelsorge

Neue „idea“-Leser durch Telefonverkauf

Leben die Christen wirklich glücklicher?

... damit Menschen

Hoffnung haben

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Seite 7: Haus der Stille

Seite 4

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GRÜEZI

Gott mit Freude bekennen Der Apostel Paulus schreibt an die Galater: «Christus hat uns befreit; er will, dass wir auch frei bleiben. Steht also fest und lasst euch nicht wieder zu Sklaven machen.» (Galater 5,1) Da spüre ich meinen Auftrag, hinauszugehen in die Welt und allen Menschen die Gute Nachricht zu erzählen. Ich bin frei, vor wem sollte ich Angst haben? Eines Tages muss ich sterben, und weil dem so ist, befasse ich mich mit dem Sterben, dem Leben und dem Tod. Hoffnung und Wissen schenkt uns die Bibel. Darin spricht Gott zu uns allen. Also hinaus und «jubeln»! Was heisst das im Alltag? Ich bete für andere Menschen, und heute habe ich auch den Mut, es Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, zu erzählen. Beispiele: Ich erlebe, wie ein Mitarbeiter krank wird und ins Spital muss. Dann sage ich ihm, dass ich für ihn bete. Ein anderer «leidet» an einer wichtigen Besprechung unter den Entscheiden der vorgesetzten Stellen. Es trifft ihn hart. Ich sehe Tränen in seinen Augen. So gehe ich nach der Sitzung zu ihm und sage ihm beiläufig, dass ich ihn heute Abend in mein Gebet einschliessen werde. Wie reagieren die Menschen? Staunend schauen sie mich an, und dann erscheint ein leises Lächeln auf dem Gesicht. Ich weiss, dass Gott in diesen Situationen meine Hand ganz fest hält. Natürlich gibt es im Hintergrund auch Spötter. Da kommt meine Gegenfrage sehr spontan: «Wenn du heute Nacht stirbst, wo gehst du dann hin? Wirst du erlöst

werden?» Höre ich jemanden fluchen, so zum Beispiel «Gott, verdamme mich», dann komme ich wie die Feuerwehr mit «Blaulicht und Horn» und frage: «Glaubst du oder glauben Sie an Gott? Ja? Dann verdammen Sie sich nicht! Das wäre ja schlimm. Nein, Sie glauben nicht an Gott? Ja, dann lassen Sie es erst recht sein. Ihnen hilft der Fluch nichts, aber mich stört er in meinem Frieden.» Glauben Sie mir: Nach solchen Situationen sind schon die spannendsten Gespräche entstanden! Heute ist es sehr wichtig, dass Menschen ihren Glauben bekennen, wie wir es auch von Professor Ralph Kunz lesen (Seite 4). Ganz nach dem Motto: «Selber stehen – vorn stehen – einstehen!» Christen müssen und dürfen für ihren Herrgott einstehen, wer denn sonst? Weder die Kirche noch die Hierarchie können das tun. Wir Menschen vom gewöhnlichen und einfachen «Bodenpersonal» sind gefordert. «Grüss Gott!» ist doch eine schöne Begrüssung. Wenn ich genau hinhöre, merke ich es: Das ist eine Aufforderung: «Grüss Gott!» Dieser Gruss und das Bekenntnis können, dürfen, müssen wir alle leben. Gott erwartet das von uns! Ich schliesse mein Bekenntnis wiederum mit dem Apostel Paulus: «Freut euch immerzu. Lasst nicht nach im Beten. Dankt Gott in jeder Lebenslage. Das will Gott von denen, die mit Jesus Christus verbunden sind.» (1. Thessalonicher 5,16–18)

3 BIBLISCH Ein Lieblingsbibelwor t von Jeanette Macchi, Moderatorin der TV-Sendung «Fenster zum Sonntag», Wangen bei Olten:

«Doch ich segne jeden, der mir ganz und gar vertraut. Er ist wie ein Baum, der nah am Bach steht und seine Wurzeln zum Wasser streckt: Die Hitze fürchtet er nicht, denn seine Blätter bleiben grün. Auch wenn ein trockenes Jahr kommt, sorgt er sich nicht, sondern trägt Jahr für Jahr Frucht.» (Jeremia 17,7-8) «Oft zweifeln wir, ob Gott uns wirklich in Situationen helfen kann, oder ob es nicht besser ist, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. In meinem Leben dur fte ich mehrmals er fahren, wie Gott mein Vertrauen geprüft hat und es auch belohnt hat, als ich mich ihm anver traute. Gott ist ver trauenswürdig, auf ihn ist Verlass. Er gibt uns Trost und Unterstützung in allem, denn er ist willig und fähig zu helfen!»

WÖRTLICH «Während Jesus in seiner Bergpredigt zum bedingungslosen Gewaltverzicht mahnt, ruft Mohammed dutzendfach zur Tötung von ‹Ungläubigen› auf. Damit ist die grösstmögliche Spannweite der beiden Religionsstifter abgesteckt. Das Unbehagen des abendländischen Europa gegenüber dem Islam folgt durch und durch rationalen Überlegungen.» Peter Keller, Kulturredaktor der «Weltwoche», plädier t in einem Beitrag für ein Burka-Verbot. Reklame

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MARCEL FANTONI Der Autor ist als Brigadier Stabschef operative Schulung der Schweizer Armee mit Sitz in Bern.

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BRENNPUNKT

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Theologieprofessor Ralph Kunz über das Bekennen des Glaubens und die «christliche Schweiz»

«Religiöse Themen sind bei uns stark schambesetzt» schenkt. Abgeschaut wurde das bei den amerikanischen Reformierten, den Presbyterianern, die sich in den 90er-Jahren ein «Book of confessions» gegeben haben.

In unserer Kultur ist ein religiöses Bekenntnis wie eine Entblössung. Dies stellt der Zürcher Theologieprofessor Ralph Kunz fest. In einer orientierungslosen Welt aber werde das klare Bekenntnis immer wichtiger. Nötig sei ein kulturelles Klima, in dem das Bekennen wieder erwünscht ist.

«Spektrum»: Wann haben Sie das letzte Gottesbekenntnis eines Schweizer Politikers gehört? Ralph Kunz: Es war in der «NZZ am Sonntag», wenns mir recht ist. Da hat sich Bundesrat Pascal Couchepin kurz vor seinem Abgang in einem Interview ganz klar zu seinem Glauben an Gott geäussert. Das ist mir positiv aufgefallen. Warum spricht man in der Arbeitspause vom Fussball und von Ferienabenteuern, aber kaum vom persönlichen Glauben an Gott? Religiöse Themen sind bei uns stark schambesetzt. Der Glaube gehört in den Intimbereich. Religion gilt als persönliche Angelegenheit. Darum ist es schon fast peinlich, öffentlich darüber zu reden. In unserer Kultur ist ein religiöses Bekenntnis so etwas wie eine Entblössung. Seit wann ist das wohl so? Da muss man geschichtlich in die vormoderne Zeit zurückblicken. Für den Rückzug des Religiösen ins Intime spielen viele Faktoren mit. Ein erster Faktor ist, dass der rationale Diskurs in unserer Kultur mehr zählt als der arationale. Dann kann man auch feststellen, dass der Säkularismus je länger desto mehr eine hohe gesellschaft-

Zur Person Ralph Kunz ist 45-jährig, verheiratet und Vater von zwei Mädchen. Er wohnt in Winterthur-Veltheim. Er war reformierter Pfarrer in Seuzach bei Bern und ist seit 2004 ordentlicher Professor für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich. Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Gottesdienst und Seelsorge. Bild: idea/av.

Hofft auf einen Kulturwandel: Prof. Ralph Kunz in seinem Büro.

liche Akzeptanz bekommen hat. Das hat auch mit unserer Volkskirchlichkeit zu tun, die die religiöse Grundversorgung für den Notfall sicherstellt. So kommt es, dass in unserer Kultur Religion etwas Hintergründiges ist und für manche auch etwas Abgründiges hat.

Bürger am Schluss: Was gilt jetzt? Und selbst stiernackige Wald- und Sonnenanbeter, die nie eine Kirche von innen sehen, fragen: Ist denn die Schweiz noch ein christliches Land? Darum kommt nun bei vielen Menschen der Wunsch auf, die Kirche sollte mehr Farbe bekennen.

In der reformierten Landeskirche wird vermehrt über ein neues Bekenntnis diskutiert. Wann wird es konkret? Typisch helvetisch: Es ist von Kanton zu Kanton verschieden. Das Bekenntnisprojekt ist angerollt. Der Evangelische Kirchenbund hat von den Kantonalkirchen den Auftrag, das Projekt zu lancieren und zu koordinieren. Dazu gehört eine Vernehmlassung. Sie ist wohl geplant, aber irgendwo in Bern stecken geblieben. Eben typisch helvetisch. Doch die Kantone können auch eigene Wege gehen. Der Kanton Zürich ist schon recht weit, der Thurgau und Baselland sind auch dran.

Ist die Schweiz denn noch ein christliches Land? Sie ist es in dem Sinne, als sie sich von ihrer Geschichte her und in ihrem Selbstverständnis als offener und demokratischer Staat zu Werten bekennt, die sich aus der biblischen Überlieferung ableiten lassen. Daran erinnert das Kreuz im Wappen und der Name der Eidgenossenschaft. Die Schweiz ist dann kein christliches Land mehr, wenn diese Werte missachtet werden. Wie gehen wir mit Menschen um, die Schuld auf sich geladen haben? Wie behandeln wir Flüchtlinge? Wie wichtig ist uns das Geld?

Warum gibt die Frage des Bekenntnisses heute mehr zu reden? Ich glaube, es gibt ein wachsendes Bewusstsein und ein Unwohlsein der eigenen Orientierungslosigkeit. Das äussert sich paradoxerweise darin, dass sich heute zu viele Leute bekennen. Wir haben nicht zu wenige, sondern zu viele Bekenntnisse. Das geht von aggressiven Atheisten bis zu fundamentalistischen Moslems. Alle bekennen munter drauf los. Dadurch wird die Orientierung noch weiter erschwert. So fragt sich der ratlose

Was ist für Sie ein kirchliches Bekenntnis? Ich denke an verschiedene Typen von Bekenntnissen. Einerseits das gottesdiensttaugliche Credo. Ein typisches Beispiel ist das Apostolikum. Dann der diskursfähige Katechismus – typisches Beispiel der Heidelberger Katechismus. Schliesslich die Lehrbekenntnisse, zum Beispiel das helvetische Bekenntnis. Es sind unterschiedliche Typen mit den unterschiedlichsten Aufgaben. Kirchlich ist alles. Ziel ist es, dass sich die Kirche selber so etwas wie ein Buch mit den prägendsten Bekenntnissen

Wem dient das Bekenntnis? Die Gläubigen bekennen sich zu Gott vor Gott. Man bekennt sich vor Menschen zu Gott und macht sich damit auch ein Stück weit verletzlich. Man bekennt sich in einem solidarischen Akt zu einer Gemeinschaft. Das Bekenntnis dient aber auch dem eigenen Glaubenswachstum. Es ist ein Sprechen, das den eigenen Glauben stärkt. Ein Zeugnis ablegen kann dann übergehen in die Verkündigung. Wie kann man dieses Bekennen üben? Das ist immer möglich. Es gibt so etwas wie ein aszetisches Moment. Bekennen hat etwas mit unserer Spiritualität zu tun. Wir lernen ja auch singen, predigen, beten. Das gehört zum gestalteten Glaubensleben. Und das pädagogische Moment: Bekennen soll auch Ziel des religiösen Unterrichtens und der Erwachsenenbildung sein. Früher verstand man die Konfirmation als Bekräftigung der eigenen Taufe. Hat sie heute noch Bekenntnischarakter? Das kommt auf die Pfarrerin oder den Pastor an. Je nachdem, welches Gewicht er oder sie darauf legt, kann der Konfirmand das Bedürfnis zum Bekenntnis haben. Doch ich befürchte, dass der Bekenntnischarakter der Konfirmation an vielen Orten verdeckt ist. Das Bekennen müsste demnach wieder Bestandteil des Unterrichtes sein? Es gibt gute Gründe, die Frage zu bejahen. Doch würde ich unterstreichen, dass es eine wichtige didaktische Aufgabe ist, wie man das Bekenntnis einübt und ausübt. Dazu braucht es in erster Linie ein glaubwürdiges Zeugnis der Lehrkraft. Sonst ist Hopfen und Malz verloren! Und es braucht ein feines Gespür für das Recht des Jugendlichen, auch rebellieren zu dürfen. Das Bekennen wird oft gleich-


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gesetzt mit dem verpönten Missionieren. Wo kann es problematisch werden? Das Missionieren an sich ist nicht problematisch. Problematisch finde ich eine Haltung, bei der Christen jede Gelegenheit nutzen, um ihren Glauben in stereotypen Formen an den Mann und die Frau zu bringen. Das stösst mehr Leute vor den Kopf, als dass es Leute hinter dem Ofen hervorlockt. Das weckt Aggressionen. Das Bekennen wie das Missionieren muss am richtigen Ort mit den richten Worten geschehen. Oder mit einer biblischen Weisheit gesagt: Es gibt eine Zeit, missionarisch zu bekennen, und es gibt eine Zeit, missionarisch zu schweigen. Muss die Kirche eine missionarische Kirche sein, wenn sie ihren Kernauftrag wahrnehmen will? Da kann ich nur Pfarrer Alfred Aeppli zitieren, der hier im Interview vor drei Wochen sagte: «Evangelisch evangelisieren und im Alltag missionieren gehören zu den Kernaufgaben der Gemeinden.» Er brachte es genau auf den Punkt. Sie referieren immer wieder vor Landeskirchlern und vor Freikirchlern. Was fällt Ihnen leichter? Das spielt keine Rolle. Wir überschätzen diese Differenzen stark. Meine Botschaft ist darum immer wieder: Hört auf mit den Grabenkämpfen! Wir können uns das gar nicht leisten. Wir sind eine Minderheit und müssen einfach zusammenhalten. Doch ein wichtiges Anliegen ist mir schon der Kampf gegen Fundamentalismus, gegen Denkverbote. Ich verstehe mich auch als Botschafter einer akademischen Theologie, der den Kontakt sucht zum praktischen Glaubensleben. Das ist für mich kein Widerspruch. Wer von Herzen glaubt und seinen Glauben auch bekennt, der werde gerettet, sagt Paulus. Ist das Bekennen also eine Frage des persönlichen Heils? Ja, unbedingt. Doch was heisst gerettet sein? Für meinen Glauben ist diese Gewissheit zentral. Und es ist mein Auftrag, andere auf den Retter hinzuweisen. Doch den Umkehrschluss möchte ich vermeiden. Ich möchte nicht sagen: Wer nicht glaubt und sich nicht

bekennt, ist nicht gerettet. Glaube hat für mich etwas mit tiefem Gottvertrauen zu tun, mit dem sich Verlassen auf die Liebe Gottes. Darum kann ich bekennen: Er hat mich gerettet. Aber ich kann nicht bekennen: Er hat dich nicht gerettet, weil du nicht glaubst. Das eine hat mit der Liebe zu Gott zu tun, das andere mit einer denkerischen Konsequenz.

Warum spricht denn Paulus so klar vom Verlorensein? Natürlich redet Paulus vom Verlorensein, doch dazu hat er als Apostel eine andere Autorität. Paulus selbst ringt immer wieder mit den Brüdern und Schwestern, die den jüdischen Glauben haben, um diese Frage. Es gibt also ein innerbiblisches Ringen um die Frage, was denn Rettung bedeutet. Immer wieder müssen wir doch zum Schluss kommen: Gott ist Richter und Retter, nicht wir. Ich kann nicht richten und muss nicht retten. So ist Gott in seiner grossen Liebe allen Menschen der gnädige Retter? Wir müssen uns davor hüten, aus biblischen Aussagen zu schnell Konsequenzen zu ziehen und die dann zum Gesetz zu erklären. Das wäre gerade nicht schriftgemäss. In der Bibel finden wir zu dieser Frage spannungsvolle Aussagen. Das heisst für mich: Wir dürfen uns nicht anmassen, selber zu entscheiden, wer gerettet ist und wer nicht. Sonst stellen wir die richterliche Kompetenz des Gottes in Frage, der uns rettet, und wir stellen den Retterwillen des Gottes in Frage, der uns richtet. Wir sollten «von Herzen glauben», fordert Paulus als Voraussetzung des Bekennens. Wie lernen wir so glauben? Das können wir nicht einfach lernen. Ich antworte mit Römer 10: Der Glaube kommt aus dem Hören, aus der Predigt. Der Glaube kommt aus dem Hören des Wortes Gottes. Glaube ist letztlich ein Geschenk und weder dem Denken noch einer moralischen Leistung zu verdanken. Ich antworte mit dem Heidelberger Katechismus: Von Herzen glauben heisst für mich, innerlich gewiss werden, dass ich allein Jesus Christus, meinem Heiland, gehöre.

Was der Christ glaubt Wer bekennt, muss wissen, was er glaubt. Woran glaubt ein Christ in erster Linie? Ralph Kunz: Das ist genau der Witz: Jetzt gilt es, mit einem Bekenntnis zu antworten. Ich kann nicht einfach etwas erfinden. Also: Ich glaube, dass Jesus von Nazareth der Christus ist, Gottes eingeborener Sohn, der verheissene Messias, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, auferstanden am dritten Tag von den Toten, aufgefahren in den Himmel. Mit anderen Worten: Ich falle automatisch ins Apostolikum. Damit ist wirklich alles gesagt, was zu bekennen ist.

Welches Bekenntnis wirkt glaubwürdig? Glaubwürdig ist es dann, wenn ich es von Herzen selber sprechen kann, wenn es zum persönlichen Zeugnis wird. Ich unterscheide zwischen dem gemeinsam gesprochenen Bekenntnis nach einem Referenztext und dem eigenen Zeugnis, das sozusagen dem Herzenstext entspricht. Was braucht es wohl, bis ein Bundesrat seinen ganz persönlichen Glauben an Gott öffentlich bekennt? Vorausgesetzt, dass ein Bundesrat überhaupt einen Glauben hat! Vermutlich ist es bei Bundesräten und Bundesrätinnen ähnlich wie bei den meisten Leuten. Vieles ist diffus. Man weiss gar nicht recht, was man glauben soll. Es ist auch eine Frage der Persönlichkeit. Ein Pascal Couchepin oder ein Christoph Blocher sind vielleicht auch darum so angeeckt, weil sie zu ihrem Glauben gestanden sind. Wir brauchen ein kulturelles Klima, in dem dieses Bekenntnis wieder erwünscht ist. Glauben Sie an diesen Kulturwandel? Ich hoffe auf einen Wandel. Aber ich weiss nicht, ob ich daran glauben soll. Ich habe den Eindruck, dass unsere Kultur an einem Scheideweg ist. Unsere Gesellschaft kommt mir vor wie eine pubertierende Person. Sie ist im Umbruch. Sie weiss nicht, was sie glauben soll. Es kann in Richtung Glauben gehen, aber auch in Richtung weiterer Säkularisierungsschub. Wir werden es sehen. Inter view: ANDREA VONLANTHEN

5 PODIUM

Gewaltentrennung Die Verkörperung Gottes in Jesus ist die höchste Offenbarung des Mysteriums der Dreieinigkeit. Es gibt nur einen Gott, aber er existiert in den Personen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Gott ist in drei Personen präsent, die das gleiche göttliche Wesen darstellen. Das Wort «Dreieinigkeit» steht nicht in der Bibel. Dennoch erscheint diese Realität unter anderem in diesem Befehl Christi: «Geht hinaus in die Welt, und ruft alle Menschen dazu auf, mir nachzufolgen! Tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.» (Matthäus 28,19) Zahlreiche natürliche Phänomene tragen die Unterschrift des dreieinigen Gottes. Aber es gibt mehr. Der dreifaltige Gott befindet sich an der Quelle einer sehr wichtigen Institution der echten Demokratie: der Gewaltentrennung. Die Dreifaltigkeit nimmt die Theorie der Gewaltenteilung und deren Anwendung vorweg. Diese Konzeption teilt die Staatsmacht horizontal in drei weitgehend autonome und gleichgestellte Mächte. Die Legislative erlässt die Gesetze, die Exekutive vollzieht sie und die Gerichte sanktionieren die Verstösse gegen sie. Wie Gott sind die Staaten, die auf der Gewaltentrennung beruhen, in gewisser Weise dreieinig, gleichzeitig eine Einheit und in drei verschiedene Instanzen unterteilt. Diese Staaten sind wie die Widerspiegelung des dreifaltigen Gottes im politischen Bereich. Der Zweck der wahrhaftigen Gewaltentrennung besteht in ihrer Fähigkeit, die Freiheit zu erhalten. Der dreieinige Gott will, dass die Menschen frei und für ihre Taten verantwortlich sind. Die dreieinigen Staaten sind zur Erhaltung der Freiheitsrechte berufen. Daher ist die Freiheit der grundsätzliche Wert, der die dreieinigen Staaten mit dem dreieinigen Gott verbindet. JEAN-PIERRE GRABER Der Autor, Dr. rer. pol., ist Nationalrat der SVP, von Beruf Rektor und wohnt in La Neuveville BE.


 

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TAGESSCHAU

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Susanna und Ernst Oppliger müssen neue Trägerschaft für das Haus der Stille suchen

Wie weiter im «Sunnebad» in Sternenberg? noch bei Stiftungsrats-Präsident Andreas Kämpfer erhältlich. Am Telefon will die Oberin darüber ebenfalls keine Auskunft geben.

Hiobsbotschaften hat ein Informationsbrief an Freunde und Gäste des «Sunnebad» in Sternenberg Ende April verkündet: Nach einem Defizit von über 300 000 Franken über die letzten 15 Monate hat die Geschäftsleitung des Diakonissen-Mutterhauses St. Chrischona die Betriebsleitung gebeten, eine neue Trägerschaft zu suchen. Ausgerechnet im Jahr der Stille gesellen sich im Haus der Stille zu den finanziellen noch personelle Herausforderungen: Die «Sunnebad»-Betriebsleiterin Elisabeth Limbach hat sich im Januar erschöpft zurückgezogen, ist krank geschrieben und hat per Ende Juni gekündigt. Sie führte das Haus acht Jahre lang mit Susanna und Ernst Oppliger. Letzten März kündigte zudem Iris Schulz, die Leiterin Küche und Hauswirtschaft.

Defizite seit Jahren Die Schliessung drohte dem Betrieb schon einmal 2005 aufgrund mangelnder Erträge. Appelle der Stiftung Chrischona-Heime in Zürich an die Leitung des «Sunnebad», den Betrieb finanziell tragfähiger auszurichten, führten zu Konflikten. Deshalb kündigte die Stiftung dem Führungstrio Elisabeth Limbach und Ernst und Susanna Oppliger per Ende 2005. Schwester Iris Neu, Oberin des Diakonissen-Mutterhauses St. Chrischona, hatte bereits ab August 2005 eine neue Zusammenarbeit mit dem Leitungsteam des «Sunnebad» geprüft. Die Diakonissen hatten eine Liegenschaft in Zürich verkauft und planten, mit dem Erlös das Haus der Stille zu retten.

Millionen eingesetzt Für 2,25 Millionen Franken kauften die Diakonissen das «Sunnebad» der Stiftung ChrischonaHeime im Januar 2006 ab. Während einer Betriebspause liessen sie das Haus renovieren. Mit dem bisherigen Leitungsteam Elisabeth Limbach, Ernst und Susanna Oppliger wagten sie im Juli 2006 die Wiedereröffnung und stellten für drei Jahre eine DefizitBild: idea/MK.

Aus VCH ausgetreten Ende 2005 ist das «Sunnebad» aus dem Verband christlicher Hotels (VCH) ausgetreten. Falk Pfleiderer vom VCH in Oberägeri bedauert den Entscheid und hat mit einem Besuch nach der Wiedereröffnung die Leitung vergeblich für einen Wiedereintritt gewinnen wollen. Eine Vertreterin des Verkehrsvereins Sternenberg bedauert die Entwicklung des «Sunnebad» ebenfalls. Die Leitung habe sich leider in den letzten Jahren zunehmend isoliert.

Gemeinsam suchen Vor einer ungewissen Zukunft: Die «Sunnebad»-Betriebsleitung muss akute personelle und finanzielle Herausforderungen meistern.

deckung bereit. «Die Diakonissen wollten der Institution damit eine Chance geben, ihr Betriebskonzept selbsttragend zu gestalten. Die finanzielle Selbständigkeit des «Sunnebad» war unsere Zielvorgabe für die Zeit nach diesen drei Jahren», erklärt Managementberater Andreas Kämpfer gegenüber «idea». Er wirkt als Präsident der Stiftung Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona. Die gesicherten drei Jahre sind nun abgelaufen. Zu den Defiziten der Jahre 2006, 2007 und 2008 kommt ein Minusbetrag von über 300 000 Franken für das überlange Geschäftsjahr 2009. Nun hat die Oberin des Diakonissen-Mutterhauses Ernst und Susanna Oppliger gebeten, eine neue Trägerschaft für das «Sunnebad» zu suchen und dafür einen Verein zu gründen. Doch Oppligers schreiben im Inforbrief, sie hätten weder die Fähigkeiten noch die Kraft, einen solchen Verein zu gründen. Sie bitten deshalb um Unterstützung.

Zahlen unter Verschluss Gemäss dem Freundes- und Gästebrief erhielt das «Sunnebad» im letzten Geschäftsjahr Spenden in der Höhe von über 80 000 Franken. Doch über die Verwendung dieser Mittel gibt die «Sunnebad»-

Betriebsleitung weder mündlich noch schriftlich Auskunft. Ein Jahresbericht ist nicht erhältlich. Oberin Schwester Iris Neu lässt schriftlich eingereichte Fragen der «idea»-Redaktion dazu ebenfalls unbeantwortet. Fakten über den Umgang des Diakonissen-Mutterhauses St. Chrischona mit Spenden oder gar ein Jahresbericht des «Sunnebad» oder des DiakonissenMutterhauses sind weder bei ihr

Mit dem Freundes- und Gästebrief informierten die Stiftung Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona und die Betriebsleitung des «Sunnebad» Freunde und Gäste, um sie in die Suche nach einer neuen Lösung einzubeziehen. Bis am 15. Mai warten sie Reaktionen ab. Anschliessend werden der Stiftungsrat und die Geschäftsleitung entscheiden, welche Frist sie der «Sunnebad»-Betriebsleitung noch gewähren wollen, damit diese die akuten personellen Vakanzen lösen und eine neue Trägerschaft für den weiteren Betrieb suchen kann. MANFRED KIENER

Einst Kurbad, seit 1980 Haus der Stille Das «Sunnebad» steht an schöner Panoramalage in Sternenberg, der höchstgelegenen Gemeinde des Zürcher Oberlandes, auf rund 900 Metern über Meer. Es war ursprünglich ein Bauernhof mit Kurbad und Gästehaus. Anfangs des 20. Jahrhunderts stellten die Besitzer den Badebetrieb ein und führten Ferienkolonien durch. Die Besitzer familie Stucki verpachtete das Haus ab 1967 der Pilgermission St. Chrischona für Ferienlager und als Schulungszentrum. 1975 schenkte sie das Haus der Stiftung Chrischona-Heime. 1978 ersetzte diese Stiftung die Scheune und den Kuhstall durch Gästeund Personalzimmer, eine Stube, einen Seminarraum sowie einen Raum der Stille. Im einstigen

Kurhaus entstand ein Restaurant. Ein Neubau mit drei Studios für Mitarbeiterinnen ersetzte das «Badhüsli». 1980 eröffnete die Stiftung das «Sunnebad» neu als Haus der Stille mit 31 Gästezimmern und 52 Betten. 1998 folgte ein Erweiterungsbau mit einem Saal für Seminare und einem neuen Raum der Stille, Gesprächszimmern und Gruppenräumen. Seit der Wiedereröffnung durch das Diakonissen-Mutterhaus 2006 wird das Haus als Lebensgemeinschaft mit Gästebereich, jedoch ohne öffentlichen Restaurationsbetrieb, geführt. Den «Sunnebad»-Gästen stehen 22 Zimmer mit 40 Betten zur Ver fügung. www.sunnebad.ch, www.dmh-chrischona.org


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TAGESSCHAU

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JOURNAL

EVP-Kader tag in Basel über Personalpolitik mit Freiwilligen in der Par tei

Gegen «Islamisierung»

Menschen fördern ist «edle Chefsache»

Das «Aktionskomitee gegen die strategische Islamisierung der Schweiz» will mit 60 000 Broschüren über die «Islamisierung der Schweiz» aufklären. Pressesprecher Daniel Zingg schreibt in einer Medienmitteilung, die Bevölkerung sei ungenügend über islamische Symbole wie die Burka informiert. Dem Islamischen Zentralrat Schweiz (IZRS) gehe es um die «strategische Islamisierung der Schweiz» und nicht, wie behauptet, um eine integrative und friedliche Ausübung der islamischen Religion. (kipa)

Auf Wirtschaft zugehen Nonprofit und Wirtschaft passen zusammen, obwohl sie keine natürlichen Partner sind. So lautet gemäss einer Mitteilung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) das Fazit der SEK-Diakoniekonferenz, die mit 40 Personen zum Thema «Kooperationen in der Diakonie» in Bern stattgefunden hat. Die Referenten Axel Schilling und Jürg Schneider, Professoren an der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz, erklärten, es sei richtig, wenn sich NonProfit-Organisationen für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft interessierten. (kipa)

Den Sonntag schützen Die Aargauer Landeskirchen setzen sich für den Schutz des Sonntags ein. Die Kirchenräte der christkatholischen, der reformierten und der römisch-katholischen Landeskirche unterstreichen die Notwendigkeit dieses Tages für die Erholung und Ruhe der Menschen. «Der Sonntag, eine grundlegende soziale Errungenschaft unserer christlichen Gesellschaft, darf nicht zum Werktag werden», heisst es in einer Mitteilung. Eine Erweiterung der Ausnahmebewilligung für die Sonntagsarbeit bedeute eine zusätzliche Beeinträchtigung des Familienlebens und des sozialen Lebens der im Verkauf tätigen Personen. Die Sonntagsarbeit müsse auf die notwendigen Bereiche, wie zum Beispiel den Gesundheits- und Pflegebereich, beschränkt bleiben, argumentieren die Kirchen im Hinblick auf die kantonale Abstimmung vom 13. Juni weiter. (kipa)

Bilder: Fritz Imhof

Die Förderung von freiwilligen Mitarbeitenden in einer Nonprofit-Organisation (NPO) sowie die gute Kommunikation ihrer Ziele waren Schwerpunkte des EVP-Kadertages am vergangenen Samstag in Basel. «Wir suchen Menschen, welche unsere Werte, Visionen und konkreten Ziele glaubhaft kommunizieren, die wiederum andere Menschen überzeugen und für die gemeinsame Arbeit gewinnen.» Dies betonte Chris Renfer, CEO einer renommierten Privatbank, Coach und aktiver Freiwilliger in christlichen Organisationen. Diese Menschen müssten sorgfältig ausgewählt, gefördert und gefordert werden. Wichtig sei dabei, auch «High Potentials» zu finden, Menschen, die in der Lage seien, später Führungsverantwortung wahrzunehmen. Dazu brauche es «viel Energie, Mittel und Zeit». Doch nur wenn eine Organisation in solche Menschen investiere, sei ihr langfristiges Überleben möglich. Sie stelle ein wichtiges Element der Zukunftsgestaltung dar und sei «eine edle Chefsache». «Personalpolitik basiert auf kontinuierlicher Kommunikation!», betonte der Banker, der sich auch für das Teens Praise Camps engagiert. Eine NPO, wie sie die EVP darstelle, brauche nationale Kriterien für die Nachwuchsförderung. Das sei deshalb entscheidend, weil gemäss Statistiken nur zehn Prozent der Bevölkerung eine Freiwilligenarbeit leisten. Diese Leute seien meistens schon stark engagiert. Wer jedoch bei

EVP-Entwicklungsplan EVP-Präsident Heiner Studer führte die Teilnehmenden in den Entwicklungsplan E-100 der EVP ein und betonte: «Wir machen eine Politik der Gerechtigkeit für das Gemeinwohl, nicht für bestimmte Interessengruppen!» EVP-Generalsekretär Joel Blunier gab bekannt, dass die Zahl der EVP-Mitglieder trotz einigen Austritten vor der Abstimmung über die Minarettinitiative nach wie vor steige.

Sorgfältig auswählen: Chris Renfer fördert beruflich und auch als Freiwilliger Menschen mit Führungspotenzial.

der Auswahl Kompromisse mache, werde früher oder später von der Realität eingeholt.

Respekt vor den Nullen Trotzdem fällt auch hier kein Meister vom Himmel. «Als Erstes lernt man im Bankgeschäft den Respekt vor den Nullen», bemerkte Renfer mit einem Augenzwinkern. Ärgern wir uns, wenn wir bei der Mitarbeitersuche scheinbar auf «Nullen» stossen? «Unser Tagesgeschäft funktioniert mit ganz normalen Menschen», betonte er. «Wir sind verpflichtet, diese zu fördern und zu fordern, um uns letztlich selbst überflüssig zu machen. Nur wenn wir diese Einstellung haben, wird der Aufbau auch nachhaltig sein», so Coach Renfer an die Adresse von 60 Verantwortungsträgern in Parlamenten, Parteigremien und lokalen Behörden. Renfer ermutigte gleichzeitig, Zielkonflikte zu erkennen und anzusprechen. Solche könnten auftreten, wenn sich zeige, dass ein Mitarbeiter eine unlautere Motivation für die Arbeit mitbringe und so der Organisation schaden könne.

wir auch unpopuläre Meinungen vertreten», ermutigte die PR-Beraterin die Parteimitglieder, die in der öffentlichen Debatte oft im Gegenwind stehen. Greykowski sprach aus ihrer Erfahrung, wenn sie in diesem Zusammenhang betonte: «Je grösser der Kampf, desto grösser die Anfechtung!» Gerade die Kommunikation von geistlichen Zielen müsse auch geistlich im Gebet getragen sein. Was motiviert EVP-Mitglieder, für christliche Werte einzustehen? Der Theologe und Erwachsenenbildner Urs Argenton griff auf die biblischen Sprüche zurück und betonte, das Einbringen von biblischen Werten in die politische Debatte habe letztlich mit Weisheit im Sinne der Bibel zu tun. «Draablibe» sei dabei entscheidend. Denn vor lauter Geschäftigkeit könnten Christen vergessen, wofür sie letztlich stehen. «Gesellschaftliche Trends dürfen nicht so stark werden, dass sie uns verblenden», so Argenton. Insbesondere warnte er davor, sich an die Grossen anzulehnen. Er riet auch davon ab, zentrale biblische Begriffe wie Liebe oder Gerechtigkeit zu verwässern. Die Motivation von Christen in der Politik sei nur legitim, wenn sie auf dem Auftrag von Christus gründe und dem Leitwort aus Matthäus 6,33 folge: «Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit ...» FRITZ IMHOF www.evppev.ch

Woher die Motivation? Die PR- und Politberaterin Petra Greykowski betonte: «Wir kommunizieren nicht nur unsere Ziele, sondern immer auch unser Verhalten und unsere Identität.» Es gelte, gabenorientiert und authentisch zu kommunizieren gemäss Römer 12,6-8. «Wenn wir authentisch sind, können

Authentisch bleiben: Politberaterin Petra Greykowski ermutigte, «klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben» zu kommunizieren.


TAGESSCHAU

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Dritter Forschungstag des Forschungsinstituts Gemeinde Schweiz (FIGS)

ÄXGÜSI

Erneuerte Gemeinden unter der Lupe

99 Franken

Christliche Gemeinden können sich auf viele Weisen erneuern. Beziehungen, Sendungsbewusstsein und Leiter sind zentrale Faktoren. Der dritte Forschungstag des Forschungsinstituts Gemeinde Schweiz (FIGS) am 8. Mai in Hunzenschwil wies über bekannte Horizonte hinaus. Ralph Kunz, Professor für praktische Theologie an der Universität Zürich, plädierte für eine Gemeindeforschung, die nicht voraussetzt, was Gemeinde ist, sondern «ohne Scheuklappen über konfessionelle und denominationelle Grenzen hinweg nach möglichen Formen gelebten Glaubens fragt». Ohne seine Sympathie für missionale Ansätze zu verheimlichen, stellte sie Kunz doch auch in Frage. Die eigenen kulturellen Vorstellungen von Gemeinde dürften nicht massgebend sein, doch handle auch vermessen, wer alles neu erfinden wolle. Freikirchen und Reformierte sässen im selben Boot; Weltevangelisations-Phantasien einerseits und anderseits ein Selbstverkleinerungs-Komplex seien zu überwinden.

Würzigen Tee, bitte! Die Postmoderne ist unberechenbar. Die Gemeinde muss sich fragen, wo sie ist «in einer Gesellschaft, in der die meisten ständig in Bewegung sind und doch nicht recht vom Fleck kommen». Herrscht der Individualis-

Kaffeepause am Forschungstag: Pfarrer Thomas Härry, IGW-Rektor Fritz Peyer, Pfarrer Urs Schmid vom Christlichen Zentrum Buchegg in Zürich und FIGS-Sekretär Reinhold Scharnowski (von links).

mus vor, gilt verbindliches Leben in Gemeinschaft als Zumutung. Diese Zumutung präsentieren jedoch die meisten Gemeinden in einer Weise, so Kunz mit einem Vergleich, wie Spitäler Pfefferminztee servieren: lauwarm und ungezuckert. Dabei wollten heute Manche heissen, würzigen Tee. Daher: «Soll man stärker auf Erlebnismilieu eingehen? Müssen wir uns cooler geben?»

Diverse Wachstumsgründe Aus der Dynamik dreier reformierter Kirchgemeinden leitet Ralph Kunz ab, dass nicht nur eine ausstrahlende Mitarbeitergemeinde mit kreativer, starker Führung wie die Basler Gellertkirche wachsen kann. Auch eine Kirchgemeinde ohne starke Mitte, aber mit vielen Anschlussstellen wie in Pfäffikon ZH könne sich gut entwickeln. Ebenso eine Gemeinde, die «Menschen mit in die Sendung nimmt», eine Gemeinde, die «niemand

Erneuerung konkret in fünf Gemeinden Studenten des IGW haben in Zusammenarbeit mit FIGS erstmals Veränderungsprozesse in sieben Gemeinden empirisch untersucht. Sie stellten in Hunzenschwil erste Ergebnisse vor. Am Nachmittag legten Leiter aus fünf dieser Gemeinden die Prozesse in Seminaren dar und stellten sich den Fragen der 75 Teilnehmenden. Neben Härry sprachen Paul Bruderer von der Chrischona-Gemeinde Frauenfeld, Reto Pelli von der Rapperswiler Kirche im Prisma, Hansjörg Herren aus der Kirchgemeinde Gossau ZH und Stefan Fuchser von der «Eglise ouverte» in Genf, Bild: figs.ch

die sich multikulturell geöffnet hat. In einem Quartier mit 50 Prozent Ausländern hat die ChrischonaStadtmission es gewagt, Überseer mit ihren Eigenarten und Nöten einzuschliessen, mit dem Traum, dass Integration gelinge. «Immer ist von dem, was wir träumen, schon etwas da», sagte Hansjörg Herren. Nach einer Umfrage will die Kirchgemeinde neu für die Menschen in den zwölf Dorfteilen da sein. Die anregende Tagung schloss mit einem von FIGS-Sekretär Reinhold Scharnowski moderierten Referentenpodium. www.figs.ch

ausschliesst oder bewusst diejenigen sucht, die ausgeschlossen werden». Dies kennzeichnet laut Kunz die «Mitenandgemeinde» in der Kleinbasler Matthäuskirche, wo sich Menschen aus 30 Nationen versammeln. Angesichts dieser Vielfalt hat sich die Gemeindeforschung mit Wertungen zurückzuhalten.

Erneuerte Beziehungskultur Thomas Härry, Pfarrer der Aarauer Minoritätsgemeinde, befasste sich mit dem Miteinander der Christen und der Rolle von Leitern im Veränderungsprozess. Nachhaltige Veränderung gibt es nicht ohne eine «solide biblische Verkündigung, durch die Menschen absichtsvoll zu Gottes Zielsetzungen hin geführt werden». Verkündigung sei «das wichtigste Führungsinstrument eines Pastors», zitierte Härry den US-Theologen Vic Gordon. Insgesamt, unterstrich der Referent, muss eine Gemeinde, die sich wandeln will, bei den Beziehungen beginnen, nicht mit besseren Veranstaltungen.Junge, postmodern geprägte Menschen sind viel eher bereit, so die Erfahrung in Aarau, in einer Gemeinde mitzutun, wenn sie «ermutigende Beziehungen» erleben. Auf ein von Vergebung, Annahme und Wertschätzung geprägtes Klima drangen schon die Verfasser der neutestamentlichen Briefe. Wo dieses fehle, werde in Zukunft kaum lebendige Kirche zu bauen sein, bemerkte Härry. Leiter hätten den Zusammenhang zwischen missionarischer Ausstrahlung und der internen Beziehungskultur aufzuzeigen – und bei sich selbst zu beginnen. PETER SCHMID

Die Zahlen, die durch die Welt kursieren, sind beeindruckend: das Finanzloch in Griechenland von 300 Milliarden Euro, die Milliardenschäden für das ausfliessende Öl im Golf von Mexiko, das Jahreseinkommen von Brady Dougan (90 Millionen). Obwohl wir uns darüber höchstens ängstigen oder ärgern und uns auch noch über steigende Krankenkassenprämien Sorgen machen, sollten wir aber die Tatsache nicht übersehen, dass auch vieles viel billiger zu haben ist: für genau 99 Franken. Für 99 Franken gibt es beispielsweise das iPhone3GS (monatliche AboKosten nicht vergessen!). Ebenso ist ein guter Helm für Motorradfahrer für diesen Preis mit dem Lazer LZ6 erhältlich. Kürzlich wurde auch bekannt, dass die elektronische Identität, die Swiss-ID, 99 Franken wert ist. Swiss Identity fasziniert mich. Ich prüfe nun ernsthaft, ob ich mich und meine helvetische Identität für 99 Franken noch direkter an die weltweite virtuelle Community anschliessen oder doch lieber das iPhone in Betracht ziehen soll. Um Anschluss oder Nicht-Anschluss an eine Community geht es auch bei einem weiteren interessanten 99-Franken-Angebot. Für diesen Preis kann ich den Kirchenaustritt organisieren lassen. Das kostet zudem weniger als die 270.80 Franken Kirchensteuern, die auf der Steuerrechnung stehen. 99 Franken ermöglichen es mir also, den Kopf zu schützen, meine Telefongespräche auch unterwegs bequem zu erledigen, meine Identitätsangaben sicher und in Sekundenschnelle an fast jeden Ort der Welt zu schicken oder mein religiöses Bekenntnis günstiger zu haben. Aber wie sieht meine Bilanz aus, wenn ich darüber nachdenke, was die x-mal 99 Franken dauerhaft bewirkt haben: für mich, meine Nächsten und meine Mitmenschen? THOMAS HANIMANN Der Autor ist Medienbeauftragter bei der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) in Zürich. Er wohnt in Schaffhausen.


 

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Kuhbank-Projekt: Einfach und wirkungsvoll In Vietnam verlassen viele Bauern ihre Dörfer und ziehen in die Städte. Diejenigen, die bleiben, kämpfen ums Überleben. Hier hilft das Kuhbank-Projekt der Christlichen Ostmission: Es ermöglicht verarmten Bauern, eine sichere Existenz aufzubauen. Bauernfamilien können endlich hoffnungsvoll in die Zukunft schauen. Das Prinzip der Kuhbank ist einfach und sehr wirkungsvoll: Eine arme Familie erhält von der Christlichen Ostmission einen Kredit, damit sie sich eine Kuh kaufen kann. Dabei handelt es sich um eine Arbeits- und Fleischkuh und nicht um eine Milchkuh. Wegen des teuren Futters und der erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten wäre die Versorgung von Milchkühen für arme Familien nicht möglich. Das erste weibliche Kalb, das geboren wird, muss die Familie der Kuhbank zurückgeben.

Wenn dies erfolgt und auch der Kredit zurückbezahlt ist, gehört die Kuh der Familie. Alle weiteren Kälber darf die Familie behalten. Das zurückgegebene Kalb wird nach dem gleichen Prinzip an die nächste arme Familie weitergegeben. Schulung der Bauern Um in dieses Programm aufgenommen zu werden, müssen die Interessenten Weiterbildungskurse der Mission besuchen. Hier erhalten sie das notwendige Wissen für die Viehzucht. Zur Unterstützung der Familien ernennt die Mission in jeder teilnehmenden Dorfgemeinschaft lokale Gesundheits- und Zuchtbetreuer und bildet diese aus. Sie beraten die Familien in der richtigen Pflege der Kühe und Kälber. Zudem überwachen sie – zusammen mit der Dorfleitung – den ordnungsgemässen Ablauf des Projektes.

Eine echte Chance für arme Familien Das Kuhbank-Projekt ist genial und nachhaltig: Nach anfänglichen Investitionen trägt es sich selbst und kann von den einheimischen Partnern weitergeführt werden. Die Anzahl armer Familien, die eine Kuh erhalten, wird stetig grösser, ohne dass neues Kapital investiert werden muss. Das Startkapital trägt Früchte. Eine Kuh erwerben zu können, ist für die armen Familien eine grosse Ermutigung. Familien, die sich nie eine Kuh hätten leisten können, erhalten damit die Möglichkeit, ihre Lebensbedingungen mit eigenem Einsatz allmählich und nachhaltig zu verbessern. Denn bereits von Anfang an dient die Kuh als Produktionsmittel zur Ertragssteigerung, so zum Beispiel zum Pflügen der Felder. Selbst der Kuhdung ist als Dünger nützlich. Nach und nach entkommen die Familien dem täglichen Überlebenskampf und haben schliesslich eine sichere Existenz. Bargeld dank Kälbern Die Familien können, nachdem sie ein weibliches Kalb ans Projekt zurückgegeben haben, die Mutterkuh und alle weiteren Kälber behalten. Davon können sie dann einzelne Tiere verkaufen und kommen so zu Bargeld. Die meisten nutzen diese Möglichkeit, um weitere wirtschaftliche Standbeine aufzubauen wie Gemüse-, Schweine- oder Geflügelzucht. So erhalten die Familien die Möglichkeit, sich eine sichere Existenz aufzubauen und in ihrem Dorf zu bleiben.

Auf dem Feld leistet die Kuh als Arbeitstier enorme Hilfe.

Menschen auf dem Lande wohnen unter einfachsten Verhältnissen.

Das Kuhbank-Projekt baut auf Nachhaltigkeit.

Christliche Ostmission Bodengasse 14, 3076 Worb Tel. 031 838 12 12 Fax 031 839 63 44 www.ostmission.ch PC 30-6880-4 mail@ostmission.ch


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WIRTSCHAFT

KULTUR

LESERBRIEF

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SYNERGIE

Gemein-Dienst und Gemeinde-Dienst Der erste Wort-Teil im Titel ist nicht etwa falsch geschrieben. Es fehlt kein Buchstabe. Ich denke hier nicht nur an den GemeindeDienst der Kirchen und Glaubensgemeinschaften. Das Wort Gemein-Dienst steht in unserer Gesellschaft auch für Ehrenamt, Hilfeleistung, Unterstützung von Menschen, Institutionen und Organisationen, Aktionen, nachhaltige Aktivitäten und Programme als Dienst an Einzelnen, Gruppen, Institutionen und Organisationen. Wenn diese Gemeindienstaktivitäten nicht wären, würde unser Gesellschaftssystem wahrscheinlich zusammenbrechen. Insofern ist der Dienst an einer Gemeinde nicht nur ein religiöser oder kirchlicher Glaubens-Auftrag, sondern auch

Auftrag und Teil einer ganzen Volkswirtschaft. Es gibt unzählige Beispiele, wie solche Gemeindienste aussehen können. Der ehemalige Chef eines Bezirksspitals am Zürichsee besucht als Arzt und Berater mindestens drei Mal im Jahr ein christliches ägyptisches Krankenhaus, das von Kopten gegründet und geleitet wird. Mein Schwager ist seit mehr als 20 Jahren verantwortlich für die Jugendausbildung in der freiwilligen Feuerwehr seiner Gemeinde. Dieses Frühjahr durfte ich mit einigen Freunden einen grossen musikalischen Anlass zugunsten von behinderten Kindern, Schülern und Erwachsenen durchführen. Bei einem meiner Kunden hängt ein überdimensionales Plakat «Gott kennen» an der Hauswand. Doch das genügte ihm nicht. Er machte

den Glaubensgrundkurs und nutzt nun seine ganze Kraft und sein Unternehmen, um die Kampagne aktiv zu unterstützen. Alle diese Aktivitäten haben eine gemeinsame Grundlage: - Der Gemein-Dienst und Gemeinde-Dienst müssen den Ausführenden in jeder Situation Freude bereiten. - Die Familien, Freunde, Besucher und Gäste eines Gemeindienstprogrammes müssen Freude und Respekt vor den aktiven Teilnehmern haben. - Diejenigen Menschen, Gruppen und Institutionen, die davon profitieren, müssen spüren, dass alles von Herzen kommt und sich daran freuen können. Diese Definitionen gelten für jegliche Gemein- und GemeindeDienst-Aktivitäten. Wer nicht von

Herzen mit-macht, mit-sieht, mithört, mit-spürt und mit-geniesst, kennt diese tiefe Befriedigung nicht, die ein Dienst an Menschen geben kann. Noch viel wichtiger scheint mir: Wer sich nicht beteiligt an Gemein- und Gemeinde-Dienst-Aktivitäten, vergisst seine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber. Und, was noch schlimmer ist: Er erkennt die Aufgabe nicht, die uns Christus aufgetragen hat. Maranatha! HANS-ULRICH ROHRBACH Der Autor ist Mitinhaber der IT Handelsfirma DigComm GmbH für Sicherheitslösungen im Internet und Unternehmensberater in Pfäffikon SZ. Er engagiert sich in verschiedenen christlichen Gruppen. – rohrbachconsult@bluewin.ch

Grosses Kinder fest zum Abschluss der «ChinderHörspielBible» von Adonia

Was soll die Predigt?

Adam, David und Paulus für die Kinder

Geschichte in die heutige Zeit. Die CD kann auch im Computer gestartet werden. Dort finden die Kinder eine erzählte Bilderbuchanimation, ein Film mit «Brigä und Adonette» und Ausmalbilder. Den Abschluss der letzten Ausgabe, die CD «Paulus», und damit der ganzen Serie feierte der Adonia-Verlag mit 400 Gästen in Vordemwald. Die Gäste waren Kinder mit ihren Eltern, die regelmässig die «ChinderHörspielBible» hören. Die Kinder lernten die Personen zu den ihnen bereits vertrauten Stimmen kennen. Chantal Hürzeler erzählte die Geschichte von Daniel live. Die Illustratorin Claudia Kündig zeichnete für die Kinder.

«idea Spektrum» Nr. 18 – «Am besten keine Politik in der Predigt» Gemäss Theologieprofessor Christoph Markschies soll das Ziel der Predigt sein, «dass die Gemeinde auferbaut werde, so dass jeder Hörer die Kirche erhobenen Hauptes verlassen könne» und dass «die Predigt der Seelenpflege dient». Nach den Kriterien dieses Theologieprofessors wären die Apostel totale Versager gewesen. Die Reaktion auf die Pfingstpredigt war nicht ein erhobenes Haupt, sondern existenzielle Betroffenheit: «Als sie aber das hörten, drang es ihnen ins Herz und sie sprachen, was sollen wir tun?» Das war keine Wohlfühlpredigt. Es ging auch nicht um Lebensqualitätsverbesserung. Die Frage ist, ob seelengepflegte Predigthörer auf den rauen Wind des Lebens vorbereitet werden und ob sie Gott besser kennenlernen sollen. Die Politik muss nicht aus der Kirche verschwinden. Aber die Kanzel dar f nicht zu politischen Zwecken missbraucht werden. Zeitströmungen, Politik und Religionen sollen auch in der Predigt biblisch ausgeleuchtet werden, denn Jesus ist Herr über alle Lebensbereiche. Die Frage ist nur, wie das geschieht: kompetent und mit geistlicher Autorität oder rein menschlich ohne Bezug zum biblischen Gott?

DAVID HOLLENSTEIN

THOMAS WIESMANN, Biel

Mit einem denkwürdigen Kinderfest feierte der AdoniaVerlag die Fertigstellung der «ChinderHörspielBible». Auf 20 CDs sind alle wichtigen Geschichten der Bibel als Hörspiele aufbereitet. Fünf Jahre arbeiteten Pädagogen, Theologen, Sprecher, Tontechniker und eine Illustratorin an der 20-teiligen Hörspielserie. 315 Laien-Schauspieler kamen vors Mikrofon, um die Rollen von Adam, Mose, David bis hin zu Petrus und Paulus zu sprechen.

Angebot für alle Kinder Alle zwanzig CDs der «ChinderHörspielBible» sind zusammen in einem schönen Schuber, aber auch einzeln erhältlich. Die Bilder der CDs sind separat auch als farbige Kinderbibel mit dem Titel «Gott liebt dich!» erhältlich. «ChinderHörspielBible»: AdoniaVerlag, Einzel-CD CHF 24.80, 20 CD-Set CHF 396.– statt 496.– «Gott liebt dich! – Die Kinderbibel»: Claudia Kündig, Markus Hottiger, Adonia-Verlag, 312 Seiten, CHF 28.–. Erhältlich in der Buchhandlung oder bei www.adonia.ch Bild: Adonia

Freude am Kinderfest: Die «ChinderHörspielBible» aus dem Hause Adonia wird noch viele weitere Kinder begeistern.

Entstanden ist eine CD-Serie mit allen wichtigen Geschichten der Bibel. Die Hörspiele zeichnen sich dadurch aus, dass die Erzählung nahe am Bibeltext verläuft, aber trotzdem lebendig ist.

Mit «Brigä» und «Adonette» Jede der 20 CDs enthält nebst dem biblischen Hörspiel einiges an Bonusmaterial. In einem Interview mit einer biblischen Person erhalten die Kinder Hintergrundinformationen zur damaligen Zeit und zu den Zusammenhängen der ganzen Bibel. Auf jeder CD übertragen die Bauchrednerin Brigä mit ihrer Puppe Adonette und eine Folge der Soap «Familie Keller» ein Gedanke aus der biblischen


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WIRTSCHAFT

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Begegnung mit Patrick Dütschler von SwissCall, dem neuen Par tner von «idea Spektrum»

Telefonverkauf – wenig beliebt, aber erfolgreich Chur ein Theologiestudium, das er mit dem Bachelor abschloss. Während des Studiums verdiente er sein Geld mit Jobs im Bereich Fastfood, in der Hotelrezeption und im Telefonmarketing.

Wir kennen Telefonmarketing als Feierabendstörer. Doch hinter der Stimme am Apparat stehen Menschen mit durchaus ehrlichen Absichten. Ein Blick hinter die Kulissen der Telefonmarketing-Firma SwissCall. Und warum Idea deren Dienste nutzt. Endlich Feierabend – und nochmals schrillt das Telefon. Eine überfreundliche Stimme meldet sich. Verstanden hat man gar nichts, und doch ist sofort klar: Wieder so ein Ruhestörer, der etwas verkaufen will. Bei uns kommt das in der Woche vielleicht drei Mal vor. In den USA hat das Telefonmarketing inzwischen unerträgliche Ausmasse angenommen, nämlich bis 15 Anrufe pro Abend. «Telefonmarketing gehört dort zu den verhassten Berufen», so informiert mich Patrick Dütschler beim Besuch in seiner Telefonmarketing-Firma SwissCall in

Impressum Idea Schweiz Herausgeber: Idea Information AG, 4410 Liestal Verwaltungsrat: Heiner Henny, Präsident; Sam Moser, Stellvertreter; Paul Beyeler, Hans Lendi, Hansjörg Leutwyler, Hanspeter Schmutz Ideelle Trägerschaft: Schweizerische Evangelische Allianz (SEA), Verband Evangelischer Freikirchen und Gemeinden (VFG), Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Missionen (AEM) Redaktion: Josefstr. 32, 8005 Zürich, Tel. 044 444 16 44, Fax 044 444 16 49 E-Mail: redaktion@ideaschweiz.ch Internet: www.ideaschweiz.ch Chefredaktor: Andrea Vonlanthen Büro: Bahnhofstr. 65, 9320 Arbon Tel. 071 446 70 02, Fax 071 446 74 88 E-Mail: andrea.vonlanthen@ideaschweiz.ch Redaktor: Manfred Kiener Er weitertes Team: Esther Reutimann, David Sommerhalder, Helena Gysin, Thomas Hanimann, Iris Muhl, Sibylle Zambon, Christian Bachmann, Mirjam Fisch Inserateservice: Jordi AG – das Medienhaus, Roland Rösti, Belpbergstr. 15, 3123 Belp, Tel. 031 818 01 25, Fax. 031 819 38 54 E-Mail: inserate@ideaschweiz.ch Aboservice: Jordi AG – das Medienhaus, Ursula Seifried Jordi, Belpbergstr. 15, 3123 Belp, Tel. 031 818 01 20, Fax. 031 819 38 54 E-Mail: abo@ideaschweiz.ch Abopreise: Jahresabo Fr. 145.–, Seniorenabo Fr. 117.–, Halbjahresabo Fr. 77.–. Das Abo ist unter Einhaltung einer vierwöchigen Frist jeweils zum Bezugsende kündbar. Konto: PC-Konto 40-788586-4 Idea Information AG, 4410 Liestal Layout/Druck/Versand: Jordi AG – das Medienhaus, Belpbergstr. 15, 3123 Belp, www.jordibelp.ch

Lernen aus der Praxis

Für den Kunden reden: Patrick Dütschler (links) mit Stellvertreter Alan Nicolier in Bern.

Bern. Was heisst Telefonmarketing genau? Dütschler bringt es auf den Punkt: «Stellvertretend für Produkte und Firmen hinstehen und reden. Möglichst glaubhaft, sympathisch, professionell. Jeder Kontakt passiert im Auftrag des Vertragspartners und ist ein effizienter, wirksamer Wert.»

Geprägt von den USA Patrick Dütschler ist 26 und lebt das Leben einer neuen Unternehmergeneration. Er sagt: «Ich lebe meinen Traum. Das Geschäft ist meine Übungsplattform und mein Spielfeld. Ich arbeite für meinen Erfolg.» Dütschler hatte von Kind auf positive AmerikaErfahrungen. Sein Grossvater war mehrmals in den USA und brachte dem Enkel stets typisch amerikanische Geschenke mit. Schon mit 16 flog Patrick als Austauschschüler nach Amerika. In der Lakewood Church in Houston erlebte er eine innovative Gottesdienstkultur, wie sie ihm gefiel: «Die gehen Wege, wie sie noch keine Kirche ging. Die erreichen Leute aus allen Altersgruppen und sozialen Schichten, und zwar nicht missionarischkonservativ, sondern innovativ.» Noch heute schaut er übers Internet regelmässig deren Gottesdienste. Hier in der Schweiz hat er noch keine Kirche gefunden, die ihn richtig begeistert. Nach seiner bewussten Entscheidung für Jesus in den USA kam Dütschler zurück in die Schweiz. Weil er die Bibel verstehen wollte, begann er in

Bald entdeckte Dütschler, dass Telefonmarketing seinen Begabungen entsprach. Weil er sofort recht erfolgreich telefonierte, kam die Idee, dies zu multiplizieren. Zusammen mit seinem ehemaligen Sandkastenfreund Camil gründete er eine Firma und stieg ins Outbund-Callgeschäft ein. Die zwei Jungunternehmer begannen mit dem telefonischen Verkauf von christlichen Zeitschriften. Bald merkten sie, dass eine Firma nach partnerschaftlichem Modell etwas anderes ist, als gemeinsam Sandburgen bauen. Unterschiedliche Vorstellungen vom Business führte zur Trennung. Im Herbst 2009 gründete Dütschler seine eigene Firma SwissCall GmbH. Seine jugendliche Frische, seine Freundlichkeit und seine ethischen Grundsätze sind einnehmend. Doch genügt das? «Ich lerne täglich dazu und hole mir aus Büchern und dem Internet das notwendige Management-Knowhow», erklärt er selbstbewusst.

Schlanke Infrastruktur Bereits nach wenigen Monaten beschäftigt Dütschler den stellvertretenden Geschäftsführer Alan Nicolier und 14 Studentinnen und Studenten, die als Agenten stundenweise Telefonverkauf betreiben. Vertragspartner sind verschie-

dene Zeitschriften, darunter auch «idea Spektrum». Weiter macht SwissCall für Versicherungen und Krankenkassen Terminvereinbarungen. Noch wirkt SwissCall in einem 55 Quadratmeter grossen Raum in einem älteren Bürogebäude nahe beim Berner Bahnhof. Die Einrichtung besteht aus sechs Telefonstationen mit Computern und Headsets, dazu drei Schreibpulten für die Geschäftsleitung. Telefoniert wird manchmal tagsüber, immer aber von 17 bis 20.30 Uhr.

Nummer eins werden Nach Geschäftsphilosophie, Motto und Zielen befragt, sagt Dütschler ohne Zögern: «Mit Kopf und Herz integrieren wir das Kontaktmedium Telefon in die Vertriebsstrategie unserer Geschäftspartner.» Ausserdem gelte das Motto «Always be closing!» (wenn immer möglich einen Abschluss erzielen). In Zukunft will er «in einträglichere Geschäftsbereiche vordringen und SwissCall zur Nummer eins unter den 600 Outbound-Callcentern machen». Diese hehren Ziele verfolgt er mit klarer Vision: «Wir zwingen keinen unserer Telefonverkäufer, ein Produkt zu verkaufen, das ihm nicht liegt. Wir wollen ethisch handeln, denn alles andere schlägt früher oder später negativ zurück.» Dütschler fürchtet die Konkurrenz nicht, denn Qualität sei oberstes Gebot. «Ich freue mich, wenn mir ein Kunde am Ende des Telefongesprächs dankt für das nette Gespräch. Dann war es ein voller Erfolg.» ESTHER REUTIMANN

Neue Abonnenten dank Telefonwerbung Um das langfristige Überleben des evangelischen Wochenmagazins «idea Spektrum» zu sichern, ist die Steigerung der Abonnentenzahl ein ständiges Thema. Fragen an Chefredaktor Andrea Vonlanthen: Warum schlägt auch Idea den Weg Telefonmarketing ein? Einerseits suchen wir immer wieder neue Wege, um Leser und Abonnenten zu gewinnen, weil wir den Eindruck haben, unser Magazin verdiene es, dass es mehr Beachtung findet. Andererseits haben wir von SwissCall eine Prä-

sentation mit einem überzeugenden Konzept und einer ethisch einwandfreien Grundlage bekommen. Es geht SwissCall sicher um kommerziellen Erfolg, doch es geht ihnen auch darum, ein gutes christliches Magazin unter die Leute zu bringen. Woher kommen die Zieladressen für SwissCall? Es sind vor allem Personen, die ihr Abonnement einmal eingestellt haben, und es sind Adressen, die wir durch Leseraktionen gewinnen. (er)


TAGESSCHAU

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Pfarrer Paul Wellauer hat seine Er fahrungen in einem «Konf-ABC» zusammengefasst

«Könfler» wollen authentischen Glauben sehen übernehmen Verantwortung, statt nur Teilnehmer zu sein», erzählt er. Damit erreichen sie andere Jugendliche, machen aber auch selbst Schritte im Glauben.

«Glaube wächst durch Beziehungen», sagt der Bischofszeller Pfarrer Paul Wellauer. Diese Erkenntnis ist eine von vielen, die er in seinem «ABC für gelingenden Konfunterricht» dargestellt hat. Entstanden ist es aus der Reflexion seiner 15-jährigen Erfahrung mit Konfirmanden. «Im Konfirmationsalter wurden meine Weichen für den Glauben gestellt», erzählt Paul Wellauer. Statistiken zeigten, dass diese Zeit auch heute noch entscheidend sei für das Verhältnis der Jugendlichen zum Glauben und zur Kirche in den kommenden Jahren. Deshalb liege ihm guter Konfirmandenunterricht am Herzen. Nachdem Wellauer 13 Jahre Pfarrer in Zürich-Altstetten war, machte er einen fünfmonatigen Bildungsurlaub, bevor er seine jetzige Stelle in Bischofszell antrat. «In dieser Zeit setzte ich mich mit dem Konfirmandenunterricht und seiner Bedeutung für den Gemeindebau auseinander.» Er reflektiert seine Erfahrungen: «Ich wollte zu Papier bringen, was mir bisher zu gelingendem Un-

Mehr als ein Jahr

Ein Puzzleteil im Gemeinde-Netzwerk: Konfirmation 2009 der Zürich-Altstetter Könfler mit Pfarrer Paul Wellauer (Mitte).

terricht verholfen hat.» Das dabei entstandene «Konf-ABC» ist eine leicht verständliche Hilfe für alle, die am Konfirmandenunterricht beteiligt sind.

Mehr als Unterrichten Grundlegend ist für Wellauer, Glaube authentisch vorzuleben. «G wie Glauben leben statt reden» ist sein Grundsatz. «Zehn Prozent achten Jugendliche auf das, was man sagt, 90 Prozent aber darauf, was man macht.» Um den Glauben vorzuleben, sei wiederum eine persönliche Beziehung wichtig: «Guter Konfunterricht geht über blosses Unterrichten hinaus. Gemeinschaft und Interesse ist

wichtig.» Weiter ist ihm aufgefallen: Für die Jugendlichen ist es selbstverständlich, dass ein Pfarrer glaubt und Konfunterricht erteilt. «Der muss das, er ist ja dafür angestellt», denken sie etwa. «Viel überraschender und näher am Glaubensleben der Konfirmanden sind Jugendliche, die freiwillig im Konfunterricht mithelfen», beschreibt er seine Erfahrung. «K wie Konfleiter» ist für ihn deshalb ein entscheidendes Stichwort. «Ich setze ehemalige Könfler ein, um Kleingruppen zu leiten oder sich sonst am Unterricht zu beteiligen.» Damit hat er sehr gute Erfahrungen gemacht. «Jugendliche gestalten lieber aktiv mit und

Zentral an gelingendem Konfirmandenunterricht sei weiter, dass er sich nicht nur auf das eine Jahr beschränke. «Ich muss fragen: ‹Welche Bezugspersonen hatte der Jugendliche zuvor in der Gemeinde?› und ‹Wem wird er nach der Konfirmation begegnen?›» Die Gemeinde müsse sich dem Jugendlichen als Netzwerk präsentieren, betont Wellauer. Gute Erfahrungen hat er beispielsweise damit gemacht, dass engagierte Kirchenglieder Konfirmanden zum Abendessen einladen. «So bekommt die Gemeinde ein Gesicht.» Wellauer hat während der Auseinandersetzung mit dem Thema auch eigene Impulse bekommen. «Ich möchte die Eltern der Konfirmanden noch stärker miteinbeziehen und für jeden Könfler eine geistige Gotte oder einen geistigen Götti aus der Gemeinde finden, der für ihn betet», sagt er. STEFANIE NIEDERHÄUSER

Singkreis Bäretswil-Bauma besuchte die USA und Kanada und gab Konzer te

Reformierter Chor bei Täufern in Nordamerika Im April hat der reformierte Singkreis Bäretswil-Bauma Täufergebiete in den USA und Kanada bereist. Eine Premiere, die Einheimische mit helvetischen Wurzeln als Brückenschlag empfanden. Im letzten Flugzeug, das am 16. April in Kloten Richtung USA abhob, sassen 43 Sänger und 9 Musiker aus dem Zürcher Oberland. Sie bereisten Pennsylvania, Ohio und Ontario, wo weit über 100 000 Täufer leben, deren Vorfahren nach der Reformation verfolgt wurden. «Juchzed und singed» von Peter Roth, «Luegid vo Bärge und Tal», der Schweizerpsalm sowie das Appenzeller Landsgemeindelied bildeten den Kern des Programms, das der Singkreis unter der Leitung von

Spontane Begegnung nach einem Konzert: Der Singkreis Bäretswil-Bauma gab in den USA und in Kanada mehrere Chorkonzerte.

Markus Stucki in sechs Mennonitengemeinden und bei weiteren Begegnungen zu Gehör brachte. Die volkstümlichen Melodien von Peter Roth und die Worte der Versöhnung und des Vertrauens in den Liedtexten liessen namentlich bei älteren Besuchern

Bilder: evang.ref. Kirchgemeinde Zürich-Altstetten; Peter Schmid

mit deutscher Muttersprache urtümliche Heimatgefühle hochkommen. Mehrmals wurden die Schweizer von Täufern privat aufgenommen. Dass einige keinen Telefonanschluss, aber ein iPhone haben, gab im Car zu schmunzeln. Zur Reise gehörten

Besuche von Museen und Farmen, eines Versammlungshauses, einer Auktion, einer AchtklassenSchule und einer Buggy-Factory. Der Autor John L. Ruth, der die Schweizer während Tagen begleitete, fasste die Abende mit den Worten zusammen, dass «fünf Jahrhunderte getrennter Geschichte wegzuschmelzen schienen». Joanne Hess Siegrist, die den Gästen Lancaster County zeigte, freute sich über die Begegnungen. «Wir haben unsere entfernten geistlichen Cousins getroffen und zusammen tiefe, heilige Momente erlebt. Die Tournee hat neue Türen zu gegenseitigem Verstehen, Vertrauen und Respekt aufgetan.» PETER SCHMID Reiseblog: http://www.chblog.ch/ singkreisreise


 

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Nachrichten

ideaSpektrum 19/2010

15

Griechischer Radioleiter: Ursachen der Krise sind u. a. Korruption und ein Rentenbeginn ab 50

Griechenland in Not: Kirche will Bürgern beistehen 'LHRUWKRGR[H.LUFKHLQ*ULHFKHQ ODQGP|FKWHGHQ%UJHUQLQGHU VFKZHUHQ)LQDQ]XQG:LUWVFKDIWV NULVHEHLVWHKHQ'DVVDJWHGHU(U]EL VFKRIYRQ$WKHQXQGJDQ]*ULHFKHQ ODQGXQG/HLWHUGHU$XWRNHSKDOHQ 2UWKRGR[HQ.LUFKHYRQ*ULHFKHQ ODQG+LHURQ\PXV,,EHLHLQHP 7UHIIHQPLW3UHPLHUPLQLVWHU*HRUJH 3DSDQGUHRXÅ8QVHUH$XIJDEHDOV .LUFKHLVWHVGHQ0HQVFKHQ+RII QXQJ]XEULQJHQ´VR+LHURQ\PXV,, Å'RFKZLUEHUHLWHQXQVMHW]WDXFK GDUDXIYRU0DKO]HLWHQXQG.OHL GXQJ]XYHUWHLOHQVRZLH0HQVFKHQ GLHLKUHQ$UEHLWVSODW]YHUOLHUHQVHHO VRUJHUOLFKEHL]XVWHKHQ'LH.LUFKH ZLUGDQGHU6HLWHGHU0HQVFKHQVWH KHQ²VRZLHVLHHVLPPHUJHWDQ KDW´'DVKRFKYHUVFKXOGHWH/DQG

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Antigriechische Stimmung 6FKDUIH.ULWLNDQGHUÅDQWLJULH FKLVFKHQ6WLPPXQJVPDFKH´LQGHQ Griechen denken GHXWVFKHQ0HGLHQKDWXQWHUGHVVHQ Griechenland religiös Die jetzt mehr über Gott nach GHU3IDUUHUGHV|NXPHQLVFKHQ%H 11,4 Mio. Einwohner 1DFK%HREDFKWXQJHQGHV/HLWHUV JHJQXQJV]HQWUXPVDXI5KRGRV GHU5DGLRPLVVLRQ7UDQV:RUOG5D 0LFKDHO(UEHQJHEW'LHUXQG 96,0% griechisch-orthodox GLR 7:5 LQ*ULHFKHQODQG 'HXWVFKHQDXIGHU0LWWHO 1,5% Moslems 7KHRGRUH.DORJHURSRXORV $WKHQ  PHHULQVHOKlWWHQ([LVWHQ]lQJVWH IKUWGLHGUDPDWLVFKH)LQDQ]NULVH 6LHOHEWHQ]XPJU|‰WHQ7HLOYRP 0,6% Katholiken GHV/DQGHVLQGHU%HY|ONHUXQJ]X 7RXULVPXV'RFKGLH:LUWVFKDIWV 0,5% Protestanten HLQHPQHXHQ1DFKGHQNHQEHUUHOL NULVHZLHDXFKGLH$VFKHZRONHQ JL|VH)UDJHQÅ0HQVFKHQIDQJHQ QDFKGHP9XONDQDXVEUXFKDXI,V ZLHGHUDQEHUHFKWHV/HEHQXQG ODQGKlWWHQ]XHLQHP5FNJDQJEHL VWHKWDP5DQGHHLQHV6WDDWVEDQN JHVXQGH%H]LHKXQJHQ]XVSUHFKHQ´ GHQ5KRGRV7RXULVWHQJHIKUW URWWVXQGPXVVLQWHUQDWLRQDOH1RW VDJWHHULQHLQHP,QWHUYLHZPLW(5) Å:DVZLUMHW]WEUDXFKHQLVWHFKWH NUHGLWHLQ+|KHYRQPHKUDOV 6ROLGDULWlW´VDJWH(UEHQ:HUQRFK 0LOOLDUGHQ(XUREHDQVSUXFKHQVRZLH 0HGLHQ&KULVWHQELHWHVLFKGDPLW NHLQHQ8UODXEJHEXFKWKDEHVROOH HLQHQVWULNWHQ6SDUNXUVHLQVFKODJHQ HLQH&KDQFHŁEHUHZLJJOWLJH 'HU(U]ELVFKRIJHKWGDYRQDXVGDVV 7DWVDFKHQ]XUHGHQ´.DORJHURSRX XQEHGLQJW*ULHFKHQODQGEHVXFKHQ 'XUFKGLHYLHO]XODQJVDPHUIROJWH GLH)ROJHQGHU(LQVFKQLWWHHUVWQDFK ORVJLQJDXFKDXIGLH8UVDFKHGHU )LQDQ]NULVH*ULHFKHQODQGVHLQ6R :LUWVFKDIWVKLOIHGHU(8IKOWHQ GHP6RPPHUULFKWLJVSUEDUZHU KlWWHQ3ROLWLNHU:lKOHUQDXIGHUHQ VLFKYLHOH*ULHFKHQÅZLHYRQREHQ GHQ8QWHUDQGHUHPZXUGHHLQ(LQ :XQVFK3RVWHQLP|IIHQWOLFKHQ6HN EHKDQGHOW´ VWHOOXQJVVWRSSIU%HDPWHQEH WRUEHVRUJWXQGGDGXUFKGLHVWDDWOL VFKORVVHQHLQH6WUHLFKXQJE]Z .U]XQJGHVXQG0RQDWVJH FKHQ.DVVHQLPPHUPHKUEHODVWHW +LQ]XNlPHQ6WHXHUKLQWHU]LHKXQJ KDOWHVVRZLH5HQWHQNU]XQJHQ,Q XQG5HJHOXQJHQGLHHLQHQ(LQ GHU%HY|ONHUXQJKDEHQGLHEHDE VWLHJLQGLH5HQWHVFKRQDE-DK VLFKWLJWHQ(LQVFKQLWWH6WUHLNVXQG UHQHUP|JOLFKWKlWWHQ.DORJHURS ]XP7HLOJHZDOWVDPH8QUXKHQDXV JHO|VW$QIDQJ0DLYHUEUDQQWHQEHL RXORV]XIROJHEUDXFKWGDV/DQG HLQHQ1HXDQIDQJ=LHOPVVHHV $XVVFKUHLWXQJHQLQ$WKHQGUHL0LW VHLQGLH.RUUXSWLRQ]XEHUZLQ DUEHLWHULQHLQHP%DQNJHElXGH GHQ(UlX‰HUWHVLFK]XYHUVLFKWOLFK Die Spitze eines Eisbergs ÅGDVV*RWWXQVKHOIHQZLUGGLH6L 'LH+DXSWDXIJDEHGHUJULH WXDWLRQSRVLWLY]XYHUlQGHUQ´ FKLVFKRUWKRGR[HQ.LUFKHVLHKW Protestanten: Gebetstag +LHURQ\PXV,,GDULQGLH%UJHU 'LH*ULHFKLVFK(YDQJHOLVFKH DQ:HUWHZLH1lFKVWHQOLHEH]XHU .LUFKHKDWXQWHUGHVVHQ]XHLQHP LQQHUQ9LHOH%UJHUVlKHQQXU QRFKDXIVLFKXQGLKU:RKOHUJHKHQ QDWLRQDOHQ*HEHWVWDJDP0DL Fotos: PR

ERZBISCHOF HIERONYMUS II.:

Wir bereiten uns jetzt darauf vor, Arbeitslosen Mahlzeiten und Kleidung zu geben.

METROPOLIT AUGOUSTINOS:

Griechenland hat jahrelang über seine Verhältnisse gelebt.

Viele nichtgriechische Medien verbreiten das Gefühl, die Milliardenhilfen der EU würden von Griechenland nicht sinnvoll genutzt, sondern letztlich „verbrannt“.


16

Nachrichten

ideaSpektrum 19/2010

Psychiatrie-Tagung: Das Internet führte zu einer neuen sexuellen Revolution

Notfalls hilft als Einziges: Kein Internet! (LQH]XQHKPHQGH6H[VXFKWGXUFK GDV,QWHUQHWIKUWEHL%HWURIIHQHQÅ]X GUDPDWLVFKHQ(LQEUFKHQLQLKUHP /HEHQ´6RGHU3V\FKLDWHU.RUQHOLXV 5RWK %DG+HUUHQDOE EHLHLQHU )DFKWDJXQJEHU,QWHUQHW6H[VXFKW GHV,QVWLWXWHVIU5HOLJLRVLWlWLQ 3V\FKLDWULHXQG3V\FKRWKHUDSLH(QGH ROTH: Das Inter$SULOLQ:LHQ1DFK$QVLFKW5RWKV net ist für viele KDWGDV,QWHUQHW]XHLQHUÅQHXHQVH eine „ständige [XHOOHQ5HYROXWLRQ´JHIKUWGDHV Versuchung“ LPPHUPHKUNRVWHQORVHVSRUQRJUDIL VFKHV0DWHULDOELHWHGDVÅPLWUH DOHP6H[QLFKWVPHKU]XWXQKDW´ ,P,QWHUQHWVHL3RUQRJUDILHÅOHLFKW VRIRUWXQGLPPHU]XJlQJOLFKXQG GDVVFKHLQEDUDQRQ\P´,QWHUQHW 6H[VFKWLJHZUGHQRIWDEHUWDXVHQ GH)RWRVXQG)LOPHDXILKUHP&RP SXWHUVSHLFKHUQ)U0HQVFKHQGLH PFEIFER: Sexuelle DQIlOOLJIU3RUQRJUDILHVHLHQLVW² Reize überfluten VRGHUDXI]ZDQJKDIWHV6H[XDOYHU das öffentliche KDOWHQVSH]LDOLVLHUWH([SHUWH²GDV Leben ,QWHUQHWHLQHÅVWlQGLJH9HUVX FKXQJ´%HVRQGHUVJHIlKUGHWVHLHQ MXQJH0lQQHUXQWHU-DKUHQÅGLH VHLWLKUHU-XJHQG]HLW=XJDQJ]XP ,QWHUQHWKDEHQXQGZHLWXQWHULKUHQ )lKLJNHLWHQOHEHQ´

PÖSCHL: Ich

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Pornografiefalle Internet

Verteilung der Internetnutzer

1.300 Mio. 4,2 Mio.

Sonstige 12,3 Nordamerika 18,4

42,7% 72 Mio.

Internetnutzer weltweit pornografische Webseiten gibt es im Internet (12% aller Webseiten) aller Internetnutzer sehen sich pornografische Seiten an nutzen pro Monat pornografische Webseiten

© l ideaGrafik 2010; Quelle: J. Ropelato/Internet Filter Reviews 2009

Asien 41,3

28 Europa

Evangelische Zentralstelle: Die Popularität der Astrologie zeigt das Bedürfnis nach Orientierung

Wer Rat sucht, befragt immer mehr die Sterne :DUXPLVWGLH$VWURORJLHVRSRSXOlURE ZRKOVLFKLKUH9RUKHUVDJHQIDVWQLHHUIO OHQ"0LWGLHVHU)UDJHEHVFKlIWLJWVLFKGLH (YDQJHOLVFKH=HQWUDOVWHOOHIU:HOWDQ VFKDXXQJVIUDJHQ %HUOLQ LQLKUHPQHXHV WHQ0DWHULDOGLHQVW:LHGLH7KHRORJLQ &ODXGLD.QHSSHUVFKUHLEWKDEHVLFKGLH +RURVNRSGHXWXQJEHLVSLHOVZHLVHLQ 'HXWVFKODQG]XU/HEHQVEHUDWXQJHQWZL FNHOWXQGNRQ]HQWULHUHVLFKKDXSWVlFKOLFK DXIGLH,QWHUSUHWDWLRQYRQ&KDUDNWHUXQG

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ideaSpektrum 19/2010

Mitglieder der Organisation Islamischer Staaten

RUSSLAND SYRIEN Vollmitglieder Beobachter ASERBAIDSCHAN LIBANON BOSNIEN UND HERZEGOWINA USBEKISTAN JORDANIEN ALBANIEN KASACHSTAN TURKMENISTAN PALÄSTINA NORD-ZYPERN KIRGISISTAN TUNESIEN TÜRKEI TADSCHIKISTAN ÄGYPTEN MAROKKO IRAK IRAN AFGHANISTAN MAURETANIEN PAKISTAN ALGERIEN LIBYEN SENEGAL BANGLADESCH SAUDI KUWEIT GAMBIA ARABIEN V. A. EMIRATE GUINEA-BISSAU SUDAN MALI NIGER BAHRAIN GUINEA TSCHAD JEMEN KATAR GUYANA SIERRA LEONE NIGERIA THAILAND OMAN MALAYSIA ELFENBEINKÜSTE DSCHIBUTI MALEDIVEN SURINAME BURKINA FASO SOMALIA TOGO BENIN UGANDA INDONESIEN KAMERUN ZENTRALKOMOREN GABUN AFRIKANISCHE REPUBLIK MOSAMBIK

BRUNEI

Muslime wollen ihre Rechtsordnung auch in westlichen Ländern verankern

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König sorgte für 1.500 Moscheen 6RKDEHGHUVDXGLVFKH.|QLJ)DKGLP'H Der Islam wächst schneller ]HPEHULP,QWHUQHWJHVFKULHEHQGDVV 1900 2009 Steigerung um GXUFKVHLQH$QVWUHQJXQJHQLVODPLVFKH Islam 200 Mio. 1.500 +750 % =HQWUHQPHKUDOV0RVFKHHQXQG EHUPXVOLPLVFKH6FKXOHQHQWVWDQGHQ VHLHQ1DFK+DXVHUV$QDO\VHYHUVXFKHQLP Christentum 560 Mio. 2.300 +4 1 1 %

Astrologie boomt: Sternzeichen spielen sogar bei der Partnersuche eine große Rolle.

Sterne sind nicht Herren über das Leben, sondern Gott $XVFKULVWOLFKHU6LFKWVHLHQDEHU ÅQLFKWGLH6WHUQH+HUUHQEHUGDV/H EHQGHU0HQVFKHQVRQGHUQ+HUULVW *RWW´'HUFKULVWOLFKH*ODXEHUHFKQH PLWGHUJUXQGVlW]OLFKHQ)UHLKHLWGHV 0HQVFKHQVHLQ/HEHQLQHLJHQHU9HU DQWZRUWXQJ]XJHVWDOWHQ&ODXGLD.QHS SHUÅ(QWJHJHQHLQHVLPPHUVFKRQJH VSURFKHQHQ8UWHLOVEHUGDV:HVHQ HLQHV0HQVFKHQJODXEHQ&KULVWHQDQ GLH0|JOLFKNHLWVHLQHU9HUZDQGOXQJLQ HLQHÄQHXH.UHDWXU·LQGHU%HJHJQXQJ PLW&KULVWXV´6WDWW6LFKHUKHLWLQDVWUR ORJLVFKHQ%HUHFKQXQJHQVXFKHGHU

Foto: istockphoto

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Wie jede 3. Frau Partner sucht /DXWHLQHU8PIUDJHGHU2QOLQH3DUW QHUYHUPLWWOXQJ(OLWH3DUWQHUGHUHQ(U JHEQLVHEHQIDOOVYHU|IIHQWOLFKW ZXUGHVXFKWVLFKHLQ'ULWWHODOOHU)UDX HQLKUHQ3DUWQHUQDFKGHP6WHUQ]HLFKHQ DXV%HLGHQ0lQQHUQVFKOLH‰WMHGHU )QIWHGLHVHV.ULWHULXPLQVHLQH3DUW QHUZDKOHLQ


Nachrichten

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ideaSpektrum 19/2010

ERF Medien zieht eine erste Bilanz: Der eigene Fernsehkanal hat sich bewährt

Die Fernsehgottesdienste sind sehr beliebt (LQSRVLWLYHV)D]LWQDFKHLQHP-DKU %HWULHEGHVHLJHQHQ)HUQVHKNDQDOV Å(5)HLQV´KDEHQGLH9HUDQWZRUWOL FKHQYRQ(5)0HGLHQ IUKHU (YDQJHOLXPV5XQGIXQN(5) JH ]RJHQÅ:LUIUHXHQXQVEHUHLQ -DKU(5)HLQV´HUNOlUWHGHU9RU VWDQGVYRUVLW]HQGH-UJHQ:HUWK EHLGHU-DKUHVYHUVDPPOXQJGHV7Ul JHUYHUHLQVLQ:HW]ODU'HU'LJLWDO NDQDOZDUDP0lU]JHVWDU WHW]XYRUZDUGHU(5)VHLW DXI%LEHO79 +DPEXUJ PLW%HL WUlJHQYHUWUHWHQ]XOHW]WLQHLQHP WlJOLFK]ZHLVWQGLJHQ6HQGHEORFN 0LWGHPHLJHQHQ.DQDON|QQHPDQ VHOEVWHQWVFKHLGHQÅZDVZLUZDQQ XQGZRVHQGHQ´HUNOlUWH3UR JUDPP9RUVWDQG8GR9DFK'HU /HLWHUYRQ(5))HUQVHKHQ:ROI 'LHWHU.UHWVFKPHUEHULFKWHWH GDVVXDGLH)HUQVHKJRWWHVGLHQVWH GLHLQ*HPHLQGHQDXIJH]HLFKQHW ZHUGHQHLQHJUR‰H$N]HSWDQ]HU OHEWHQ)UVHLHQDOOH6HQGH WHUPLQHYHUJHEHQ+lXILJZUGHQ GLH*RWWHVGLHQVWHDXFKLP,QWHUQHW XQWHUZZZHUIGHDEJHUXIHQ

WERTH

VACH

KRETSCHMER

DECHERT

Neue Mitglieder im ERF Verein v.l.: Pastor Maas, Volkmar Klein MdB, Pastor Masemann, Geschäftsführer Lüling, Pastor Schröder und Hartmut Spiesecke.

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ERF Medien in Zahlen Angaben in Millionen Euro

Einnahmen 2007 Ausgaben

14,33 14,28

Einnahmen Ausgaben

13,94 13,92

2008

2009

Einnahmen Ausgaben

15,07 15,54

52.070 120.000 ca.80.000 129 968 900 230

Spender Auflage ANTENNE Hörer pro Tag Vereinsmitglieder Verkündiger (ehrenamtlich) Seelsorger (ehrenamtlich) Mitarbeiter (Voll- / Teilzeit & Aushilfen)

QDFK$QJDEHQGHV/HLWHUVYRQ(5) 2QOLQH-|UJ'HFKHUWDXVJHEDXW $OOH,QKDOWH]XP7KHPD*ODXEHQV ZDFKVWXPZXUGHQLQHLQHP3RUWDO ]XVDPPHQJHIDVVW8QWHUPHKUJODX EHQGHILQGHQ1XW]HUPLWHLQDQGHU YHU]DKQWH2QOLQH$UEHLWVJUXSSHQ *UXQGODJHQDUWLNHOVRZLHGLH0|J OLFKNHLWDQRQ\P$QWZRUWDXI*ODX EHQVIUDJHQ]XHUKDOWHQ'DV,QWHU QHWVHLGDV0LVVLRQVIHOGGHV -DKUKXQGHUWVVR'HFKHUW

Mehr Erlöse: über 15 Mio. 'HU(5)EHVWHKWVHLWPHKUDOV -DKUHQ(UILQDQ]LHUWVLFKIDVWDXV VFKOLH‰OLFKDXV6SHQGHQ1DFK$Q JDEHQGHVIUGLH)LQDQ]HQ]XVWlQ GLJHQ9RUVWDQGVPLWJOLHGUlrich RüschHU]LHOWHGHU(5)LPYHUJDQ JHQHQ-DKU(UO|VHYRQ0LO OLRQHQ(XUR 0LOOLR QHQ 8DGXUFKGHQ6WDUWGHV HLJHQHQ)HUQVHKNDQDOVVWLHJHQGLH $XIZHQGXQJHQDXI0LOOLR QHQ(XUR 0LOOLRQHQ (XUR 'DGXUFKHUJDEVLFKHLQ'H IL]LWYRQ(XUR   ,QGHQ7UlJHUYHUHLQDXIJH QRPPHQZXUGHQGHU/HLWHUGHV (.'5HIHUDWVIU0HGLHQXQG3X EOL]LVWLN2EHUNLUFKHQUDW8GR+DKQ +DQQRYHU GHU/HLWHUGHU3UHVVH XQGgIIHQWOLFKNHLWVDUEHLWGHV9HU EDQGHVGLDNRQLVFKHU'LHQVWJHEHULQ 'HXWVFKODQG+DUWPXW6SLHVHFNH %HUOLQ GHU0HGLHQEHDXIWUDJWHGHU 9HUHLQLJXQJ(YDQJHOLVFKHU)UHLNLU FKHQ&KULVWRSK0DDV *HUD GHU &'8%XQGHVWDJVDEJHRUGQHWH 9RONPDU.OHLQ 6LHJHQ GHU*H VFKlIWVIKUHUGHU)LUPD%XUJ :lFKWHU5HLQKDUG/OLQJ :HWWHU  GHU([SR:DO3DVWRU+HLQR0DVH PDQQ +DQQRYHU VRZLH3IDUUHU $QGUHDV6FKU|GHU %UHPHQ  Fotos: ERF/Lothar Rühl


Seelsorge & Medizin

ideaSpektrum 19/2010

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Der Chefarzt einer groĂ&#x;en christlichen Klinik Ăźber Krisen, Gebet, Krankheit und Heilung

Leben Christen glßcklicher? Warum fällt es vielen Menschen so schwer, glßcklich zu sein? Leben Christen glßcklicher? Haben sie es einfacher, mit Leid und Krankheiten umzugehen? Dazu ein Gespräch mit Professor Arnd Barocka. Er ist ärztlicher Direktor und Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie und Psychotraumatologie in der christlichen Klinik Hohe Mark (Oberursel bei Frankfurt am Main). Mit ihm sprach idea-Redakteur Karsten Huhn.

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Die Klinik Hohe Mark in Oberursel bei Frankfurt am Main wurde 1904 gegrĂźndet. Sie gehĂśrt zum Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverband, der sowohl Mitglied im pietistisch-evangelikalen Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband ist als auch im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Ziel des Fachkrankenhauses fĂźr Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik ist es, fachlich kompetente und christlich engagierte Hilfe zu leisten.

Fotos: Barocka/idea/Bannach; Klinik/PR


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Seelsorge & Medizin

Der Chefarzt der Klinik Hohe Mark im idea-Gespräch

Barocka: (VVWLPPWGDVVDXFK FKULVWOLFKH(KHQPLWWOHUZHLOHKlXIL JHUJHVFKLHGHQZHUGHQDOOHUGLQJV YROO]LHKWVLFKGLHVH(QWZLFNOXQJ XPELV-DKUH]HLWYHU]|JHUW 'HU*ODXEHEWDOVRGXUFKDXVHL QHQVFKW]HQGHQ(LQIOXVVDXV idea: 0VVWHQGLHFKULVWOLFKHQ :LGHUVWDQGVNUlIWHQLFKWYLHOJU|‰HU VHLQVRGDVVGHU8QWHUVFKLHGYLHO VWlUNHUVLFKWEDULVW" Barocka:'DVILQGHLFKDXFK &KULVWHQVROOWHQVlNXODUHQ(QWZLFN OXQJHQQLFKWHLQIDFKDXVJHOLHIHUW VHLQ idea::LHZHUGHQ(KHQNULVHQIHVW" Barocka:0LWPHKU*HGXOGXQG $FKWXQJGHU%HUHLWVFKDIW]X]XK| UHQXQGGHPDQGHUHQ)UHLKHLW]X ODVVHQ(KHSDUWQHUVROOWHQQLFKW]X IUKDXIJHEHQXQGLP=ZHLIHOVIDOO DQGHU%H]LHKXQJIHVWKDOWHQ=X GHPVROOWHPDQVLFKQLFKWVFKHXHQ +LOIHYRQ7KHUDSHXWHQLQ$QVSUXFK ]XQHKPHQ

ideaSpektrum 19/2010

Ich bin ein Seelenklempner idea:6LHYHUVWHKHQVLFKDOV6HH OHQNOHPSQHU" Barocka:-DLFKELQVWRO]DXI GLHVH%H]HLFKQXQJ idea: 'LHPHLVWHQ3V\FKRWKHUD SHXWHQYHUVWHKHQGLHVHQ%HJULII HKHUDOV6FKLPSIZRUW Barocka:,FKELQOLHEHUHLQ6HH OHQNOHPSQHUDOVHLQ7KHUDSHXWGHU QXU]XK|UWJHOHJHQWOLFKPDO]X VWLPPHQGEUXPPWXQGHVGHP3D WLHQWHQVHOEVWEHUOlVVWZDVHU GHQQPDOWXQN|QQWH,FKMDJHVR ]XVDJHQPHLQH.DPHUDGXUFKGDV $EIOXVVURKUXQGVFKDXHQDFKZD UXPGLH6HHOHYHUVWRSIWLVW idea: 'LHPHQVFKOLFKH6HHOH IXQNWLRQLHUWZLHHLQ$EIOXVVURKU" Barocka:1HLQDEHUZLUEUDXFKHQ HLQIDFKH%LOGHUXPNRPSOL]LHUWH 6DFKYHUKDOWH]XEHVFKUHLEHQ=XP %HLVSLHOYHUVXFKHLFKEHLHLQHPGH SUHVVLYHQ0HQVFKHQGLH7lWLJNHLWHQ ]XILQGHQGLHLKPQRFK)UHXGHEH UHLWHQ'LH)UDJHQDFKGHU/HEHQV SKLORVRSKLHRGHUQDFKP|JOLFKHQ8U VDFKHQIUGLH'HSUHVVLRQNRPPW HUVWYLHOVSlWHUGUDQ:DVGHU%HWURI IHQH]XHUVWEUDXFKWLVW(UOHLFKWHUXQJ idea:(UOHLFKWHUXQJJLEWHV]XP %HLVSLHOGXUFKVRHLQIDFKH'LQJHZLH HLQHQ6SD]LHUJDQJHLQ*HVSUlFK RGHUHLQHQ0LWWDJVVFKODI:R]X EUDXFKWHVGDHLQHQ7KHUDSHXWHQ" Barocka:6ROFKH+DXVPLWWHOZHU GHQMDDXFKYLHOIlOWLJDQJHZDQGW=X XQVNRPPWPDQHUVWZHQQGLHVQLFKW PHKUZHLWHUKLOIW=XP%HLVSLHOZHQQ HLQEHUDUEHLWHWHU0DQDJHU8UODXE QLPPWLQHLQ+RWHODP0HHUIlKUW XQGVLFKGHQQRFKQLFKWHQWVSDQQHQ NDQQ'DKLOIWDXFKNHLQ6SD]LHUJDQJ PHKU,QVROFKHQ6LWXDWLRQHQEUDXFKW HVGHQ6HHOHQNOHPSQHU idea: 6LQG'HSUHVVLRQXQG$XV JHEUDQQWVHLQYRQHLQHUhEHU IOXVVJHVHOOVFKDIWKHUYRUJHEUDFKWH /X[XVNUDQNKHLWHQ" Barocka::LU3V\FKRWKHUDSHXWHQ VSUHFKHQYRQ=LYLOLVDWLRQVNUDQN KHLWHQ:lUHGLH'HSUHVVLRQHLQH /X[XVNUDQNKHLWKLH‰HGDVMDPDQ N|QQWHDXIVLHDXFKYHU]LFKWHQ ZHQQPDQVLFKQXU]XVDPPHQUHL ‰HQZUGH*HQDXGDVVFKDIIWGHU .UDQNHDEHUQLFKW'HVKDOEEUDXFKW HUGLH+LOIHGHV3V\FKRWKHUDSHXWHQ

Keine Lust auf Psychozeugs idea: 'LHPHLVWHQ0lQQHUKDEHQ DXIGLHVHV3V\FKR]HXJVNHLQH/XVW Barocka:'HVKDOEVLQGVROFKH 0lQQHUGDQQDXFKKlXILJEHU UDVFKWZHQQLKUH)UDXHQVLHYHUODV VHQ$OOHUGLQJV,FKPDJGDV3V\ FKR]HXJV²]XP%HLVSLHOGLHRIW NQVWOLFKH6LWXDWLRQXQG6SUDFKH² DXFKQLFKW=XP%HLVSLHOOHUQWPDQ LQGHUNOLHQWHQ]HQWULHUWHQ7KHUDSLH QDFKGHP86DPHULNDQLVFKHQ3V\ FKRORJHQ&DUO5RJHUV   GLH*HIKOHGHV*HVSUlFKVSDUWQHUV DXI]XJUHLIHQXQG]XUFN]XVSLHJHOQ 'DVZLUNWRIWVHKUJH]ZXQJHQ idea:'LHLVUDHOLVFKH6R]LRORJLQ (YD,OORX]VFKUHLEWLQLKUHP%XFK Å'LH(UUHWWXQJGHUPRGHUQHQ6HH OH´GLHSV\FKRWKHUDSHXWLVFKHQ%H KDQGOXQJVPHWKRGHQHQWGHFNWHQLP PHUPHKU8UVDFKHQYRQ/HLGEHLP 0HQVFKHQÅ6WDWWWDWVlFKOLFKGDEHL ]XKHOIHQPLWGHQ:LGHUVSUFKHQ XQG=ZLFNPKOHQ]XUHFKW]XNRP PHQYHUWLHIWGHUSV\FKRORJLVFKH 'LVNXUVVLHZRP|JOLFKQXU´ Barocka:'DVKDOWHLFKIUEHU WULHEHQ:HQQHLQ3UREOHPGDLVW PXVVPDQHVGRFKDXFKEHQHQQHQ XQG/|VXQJHQILQGHQ,FKYHUJOHL FKHPLFKPDQFKPDOPLWHLQHP .I]0HFKDQLNHU²VRZLHGLHVHU Scheitern an der Freiheit XQWHUGLH0RWRUKDXEHVFKDXWXQG idea: ,VWGLH0HQVFKKHLWVHLWGHU QDFK8UVDFKHQVXFKWEHWUDFKWHLFK %HJUQGXQJGHU3V\FKRDQDO\VH 3UREOHPHLP(OWHUQKDXVRGHULP JOFNOLFKHUJHZRUGHQ" %HUXIPHLQHV3DWLHQWHQ

Barocka::LUVLQGJHVQGHUZLU KDEHQEHVVHUH(UQlKUXQJVP|JOLFK NHLWHQXQGZLUKDEHQPHKU)UHLKHLW XQGPHKU%LOGXQJVDQJHERWH:LU N|QQWHQDOVRJOFNOLFKHUVHLQ idea:6LQGZLUHV" Barocka:1DFKPHLQHP(PS ILQGHQQXW]HQVHKUYLHOH0HQ VFKHQGLHVH0|JOLFKNHLWHQ$XI GHUDQGHUHQ6HLWHVFKHLWHUQYLHOH DXFKDQGHU)UHLKHLW=XGHPJLEW HVQHXH.UDQNKHLWVELOGHUGLHHV IUKHUNDXPRGHUJDUQLFKWJDE ]XP%HLVSLHO6FKODIVW|UXQJHQ RGHUGDV3KlQRPHQGHU6HOEVWYHU OHW]XQJHQ

Werden wir öfter krank? idea: 0LWXQVHUHQ3UREOHPHQ XQG.UDQNKHLWHQVFKHLQWHVZLHPLW GHQ6WHLQHQDXIGHP$FNHU]XVHLQ 0DQYHUVXFKWVLHDE]XVDPPHOQ DEHULPQlFKVWHQ)UKMDKUVLQG ZLHGHUQHXH6WHLQHGD Barocka::DVKHOIHQZUGHLVW HLQH%DODQFH]ZLVFKHQ)UHLKHLWXQG ,QWHJUDWLRQ)UKHUZDUHQGLH0HQ VFKHQZHQLJHUIUHLGDIUOHEWHQVLH LQVWDELOHUHQVR]LDOHQ6WUXNWXUHQ +HXWHVLQGZLUIUHLZLHQLH]XYRU GDIU]HUIDOOHQXQVHUH)DPLOLHQXQG )UHXQGVFKDIWHQ idea: ,QGHQOHW]WHQ-DKUHQ LVWGLH6HHOVRUJHZHLWJHKHQGYRQ GHU3V\FKRWKHUDSLHDEJHO|VWZRU GHQ'DV+HLOZLUGKHXWHQLFKW PHKUEHLP3ULHVWHUVRQGHUQEHLP 3V\FKRWKHUDSHXWHQJHVXFKW Barocka:'DVOLHJWDXFKDQGHU $XVZHLWXQJGHV.UDQNKHLWVEHJULI IHV:LUVSUHFKHQKHXWHVFKQHOOHU YRQ.UDQNKHLWXQGQHKPHQXQVHU *HVXQGKHLWVV\VWHPHQWVSUHFKHQG |IWHULQ$QVSUXFKDOV]XIUKHUHQ =HLWHQ6RNRPPHQLP:HVHQWOL FKHQDXFKGLH6WHLJHUXQJHQGHU .UDQNKHLWVIlOOH]XVWDQGH Gebet auf Krankenschein? idea:,Q,KUHU.OLQLNDUEHLWHQ bU]WHXQG6HHOVRUJHUIU3D WLHQWHQ,VWGDV9HUKlOWQLVRSWLPDO" Barocka: -DZREHLLFKPLUVFKRQ ZQVFKHGDVVVLFKXQVHUHbU]WH ]XJOHLFKDXFKDOV6HHOVRUJHUYHU VWHKHQVRZLHHVGHU*UQGHUGLH VHU.OLQLN$OIUHG/HFKOHU   ZDU idea:+HXWHEHWRQHQGRFKGLH PHLVWHQbU]WHGDVVVLH*ODXEHQ XQG%HUXIVWULNWWUHQQHQZHLOPDQ LKQHQVRQVWPDQJHOQGH3URIHVVLR QDOLWlWYRUZHUIHQZUGH Fotos: idea/Bannach


Seelsorge & Medizin

ideaSpektrum 19/2010

Barocka:0DQNDQQKHXWHWDW VlFKOLFKQLFKWPHKUVRDUEHLWHQZLH /HFKOHU(UEHWULHEGLH6HHOVRUJH VR]XVDJHQÅZLOG´GDVKHL‰WPHWKR GLVFKQLFKWDEJHVLFKHUW/HFKOHU IKUWHDOV$U]WPLWVHLQHQ3DWLHQWHQ VHHOVRUJOLFKH*HVSUlFKHXQGEHWHWH PLWLKQHQ idea::DVLVWGDUDQYHUNHKUW" Barocka:(LQ$U]WKDWLQGHU5H JHONHLQHVHHOVRUJOLFKH$XVELOGXQJ 8QGZHQQHUGDV*HEHWLQHLQSV\ FKRWKHUDSHXWLVFKHV9HUIDKUHQHLQ EH]LHKWYHUIlOVFKWHUGLHVHV idea::LHSUDNWL]LHUHQ6LH6HHO VRUJHZHQQ6LH/HFKOHUVÅZLOGH´ 0HWKRGHDEOHKQHQ" Barocka:%LVKHUKDEHQZLU*HEHW XQG6HHOVRUJHQLFKWLQGLH+HLOEH KDQGOXQJLQWHJULHUW'LHVPVVWH YRUKHULP%HKDQGOXQJVSODQGHIL QLHUWZHUGHQGLH3DWLHQWHQPVVWHQ LKU(LQYHUVWlQGQLVHUNOlUHQXQGGDV (UJHEQLVPVVWHDQVFKOLH‰HQGDXV JHZHUWHWZHUGHQ'DV9HUIDKUHQ PVVWHDOVR²ZLHDOOH%HKDQGOXQJV PHWKRGHQ²NRQWUROOLHUEDUVHLQ

Esoterische Einflüsse idea::DUXPLVWGDVVRNRPSOL ]LHUW" Barocka:(VJLEWKHXWHWDXVHQGH YRQ7KHUDSLHYHUIDKUHQ)DVWMHGHU 863V\FKRWKHUDSHXWGHUHWZDVDXI VLFKKlOWKDWHLQHHLJHQH0HWKRGH HQWZLFNHOW0DQFKHGLHVHU0HWKRGHQ VLQGH[WUHPHLJHQDUWLJXQGKHOIHQ GHP3DWLHQWHQEHVWLPPWQLFKW%HL PDQFKHQ7KHUDSLHQJLEWHVDXFKVWDU NHHVRWHULVFKH(LQIOVVH$OOHGLHVH 7KHUDSLHQPVVHQVLFKLQ'HXWVFK ODQGHLQHUhEHUSUIXQJGXUFKGHQ :LVVHQVFKDIWVUDWVWHOOHQ²GDVJLOW DXFKIU7KHUDSLHQPLWFKULVWOLFKHQ (OHPHQWHQ1XUGDQQEHUQHKPHQ GLH.UDQNHQNDVVHQGLH.RVWHQ idea:(VJLEWDOVRELVKHUNHLQ *HEHWDXI.UDQNHQVFKHLQ" Barocka:1HLQGDIUKDEHQZLU XQVHUH6HHOVRUJHU6LHZHUGHQQLFKW GXUFKGLH.UDQNHQNDVVHQVRQGHUQ EHUZLHJHQGGXUFK6SHQGHQXQG 0LWWHOYRP'HXWVFKHQ*HPHLQ VFKDIWV'LDNRQLHYHUEDQGILQDQ ]LHUW0LWGUHLKDXSWDPWOLFKHQXQG GUHL‰LJHKUHQDPWOLFKHQ6HHOVRUJHUQ IU%HWWHQVLQGZLUEULJHQV GHXWOLFKEHVVHUDXVJHVWDWWHWDOVYLH OH.OLQLNHQGLHIU%HWWHQRIW QXUHLQHQ6HHOVRUJHUEHUHLWVWHOOHQ =XGHPVWHKWHVQDWUOLFKMHGHPXQ VHUHUbU]WHIUHLDX‰HUKDOEGHU%H KDQGOXQJIUVHLQH3DWLHQWHQ]XEH Foto: akg-images

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Die Apotheke der Bibel idea:3URIHVVRU+HOPXW5HQQHU /HLWHUHLQHU.OLQLNIU6WUDKOHQWKH UDSLHLQ1UQEHUJVSULFKWYRQGHU Å$SRWKHNHGHU%LEHO´0DQFKPDO YHURUGQHHUVHLQHQ3DWLHQWHQGDV %HWHQYRQ3VDOP Barocka:,FKNDQQPLUYRUVWHO OHQGDVVGDVIUVHLQH3DWLHQWHQHLQ JXWHV5H]HSWLVW5HQQHUEHKDQGHOW .UHEVNUDQNHGLH]XP7HLOZLVVHQ GDVVVLHVWHUEHQPVVHQ'DLVW 3VDOPJHZLVVEHVVHUDOVDOOHV ZDVGLH0HGL]LQDQELHWHQNDQQ idea::HOFKH0HGLNDPHQWHDXV GHU+DXVDSRWKHNHGHU%LEHON|Q QHQ6LHHPSIHKOHQ" Barocka:$QGHU8QLYHUVLWlW 0DUEXUJJLEWHVHLQPLWWHODOWHUOL FKHV%LOGÅ-HVXVDOV$SRWKHNHU´ 'LHVHV%LOGKDWPLFKVHKUEHUKUW $OOHUGLQJVZLUGGLH)UDJHREbU]WH 5HOLJLRQYHUVFKUHLEHQVROOWHQLQ )DFKNUHLVHQVHKUNRQWURYHUVGLVNX WLHUW,FKGHQNHZLUN|QQHQHV QLFKW'HQQ*RWWHV*QDGHLVWIU XQVQLFKWYHUIJEDU Der Vorteil der Christen idea:6LQG&KULVWHQDQGHUVNUDQN DOV1LFKW&KULVWHQ" Barocka:$OVFKULVWOLFKH.OLQLN JHQLH‰HQZLUEHLFKULVWOLFKHQ3DWL HQWHQHLQHQ9HUWUDXHQVYRUVFKXVV (VIlOOWLKQHQOHLFKWHUVLFKDXIGLH 7KHUDSLHHLQ]XODVVHQ6LHZHUGHQ LQGHU5HJHODXFKEHVVHUGXUFKLKUH )DPLOLHXQG*HPHLQGHXQWHUVWW]W )UKHUJDOWGHUFKULVWOLFKH*ODXEH XQWHU3V\FKRWKHUDSHXWHQDOVXQJH VXQGYHUNOHPPWXQGQHXURWLVFK +HXWH]HLJHQPHWKRGLVFKKHUYRUUD JHQGH6WXGLHQGDVVGHU*ODXEHHLQ VHKUJQVWLJHU)DNWRUIUGLHSV\ FKLVFKH*HVXQGKHLWLVW idea::HVKDOE" Barocka:'DVLVWIUGLH:LVVHQ VFKDIWGDVJUR‰H5lWVHO(VLVW]XP %HLVSLHOVFKZHUQDFK]XZHLVHQ ZHOFKH5ROOH*HEHWGDEHLVSLHOW 'HUHQWVFKHLGHQGH9RUWHLOLVWP|J OLFKHUZHLVHGLH5HVLOLHQ]DOVRGLH )lKLJNHLW.ULVHQXQG.UDQNKHLWHQ ]XDN]HSWLHUHQ idea:'DVNOLQJWMDIDWDOLVWLVFK Barocka:1DWUOLFKLVWHLQ3DWLHQW IUPDQFKH(UNUDQNXQJHQDXFK VHOEVWYHUDQWZRUWOLFK+lXILJJLEW

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Das Motiv „Christus als Apotheker“ hat mehrere Künstler inspiriert. Dieses Gemälde eines Unbekannten (um 1700) hängt in der Heilig-Geist-Kirche in Werder an der Havel.

Das Bier schmeckt anders idea:'DV%LHUGHV&KULVWHQ VFKPHFNWGRFKQLFKWDQGHUVDOVGDV GHV$JQRVWLNHUVRGHU$WKHLVWHQ Barocka::RKHUZLVVHQ6LHGDV" ,FKELQPLW-DKUHQYRP$WKH LVWHQ]XP&KULVWHQJHZRUGHQ0LU KDWPHLQ%LHUYRUKHUDQGHUVJH VFKPHFNW'HUFKULVWOLFKH*ODXEH GXUFKGULQJWDOOH/HEHQVEHUHLFKH² DXFKGHQ*HQXVV idea: 7ULQNWPDQVLFKDOV&KULVW GLH:HOWVFK|Q" Barocka:1HLQDEHUHLQ&KULVW ZHL‰GDVVVLFKKLQWHUGHQ.XOLVVHQ QRFKPHKUDEVSLHOWZlKUHQGZLU DXIGHU%KQHXQVHUHV/HEHQVXQVHU %LHUJHQLH‰HQRGHUHLQHVFKZHUH .UDQNKHLWHUWUDJHQ(VLVWGRFKHLQ 8QWHUVFKLHGRELFKGLH0DWHULHDOV HLQ]LJH5HDOLWlWDQHUNHQQHRGHURE LFKDQGDV:XQGHUGHU(UO|VXQJXQG (UQHXHUXQJGHV0HQVFKHQJODXEH idea: 'DQNHIUGDV*HVSUlFKl


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Ethik

ideaSpektrum 19/2010

Plädoyer für eine Theologie des Leibes in Zeiten übergriffiger Körperlichkeit

6H[SUȢJW.XOWXU Um den menschlichen Körper wird heute ein beispielloser Kult betrieben. Manche sprechen sogar von einer neuen Religion. Christen sollten diesem Trend mit ihrem Verständnis vom Leib begegnen, das viel mehr beinhaltet als die reine Körperlichkeit. Ein Beitrag des Philosophen und Journalisten Dominik Klenk.

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Tätowiert und gebräunt 'DV7KHPDÅ/HLE´OLHJWKHXWH REHQDXI²ZHQQDXFKPHLVWYHUNHKUW KHUXP'LH'LPHQVLRQGHU(ZLJNHLW LVWRKQHKLQDXIHLQHWKHRORJLVFKH )X‰QRWH]XVDPPHQJHVFKUXPSIW 6WDWWGHVVHQZLUGGHUPHQVFKOLFKH .|USHULQXQVHUHQ%UHLWHQJUDGHQDOV VLQQVWLIWHQGHV2EMHNWYHUHKUWXQG

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Der Leib ist kein Besitz )UGLHVH9HUVFKLHEXQJVROOWHQ VLFK&KULVWHQLQWHUHVVLHUHQZHQQVLH PLWGHU=HLWXQGGHQ0HQVFKHQLP *HVSUlFKEOHLEHQZROOHQ(VVFKHLQW GDVVGLHDQGHU2EHUIOlFKHHUNHQQED UH+\VWHULHXPGHQSHUIHNWHQ.|USHU HLQHQWLHIHUHQJHLVWOLFKHQ.RQIOLNW

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Sex ohne Beziehung 'HU0HQVFKLVW/HLE(LQKHLWYRQ .|USHU6HHOHXQG*HLVW'LH5HGXN WLRQGHV/HLEHVDXIGHQEOR‰HQ.|U SHUKDWJHVHOOVFKDIWOLFKZHLWUHLFKHQ Foto: istockphoto


Ethik

ideaSpektrum 19/2010

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Was Bill Clinton missverstand 'HQNHQZLUQXUDQGLHHSRFKHPD FKHQGH$XVVDJHGHVHKHPDOLJHQ DPHULNDQLVFKHQ3UlVLGHQWHQ%LOO &OLQWRQLQGHU6H[$IIlUHPLWVHLQHU 3UDNWLNDQWLQÅ,GLGQRWKDYHDVH[XDO UHODWLRQVKLSZLWKWKLVZRPDQ´ ,FK KDWWHNHLQHVH[XHOOH%H]LHKXQJ]X GLHVHU)UDX 'LHVHU6DW]XQGVHLQH 8PVWlQGHVWHKHQZLHHLQH.XU]IDV VXQJEHUXQVHUHU6LWXDWLRQ:DVLP PHUVLFKLP:HL‰HQ+DXVDEJHVSLHOW KDW%HWRQWZLUGGDVVHVVLFKQLFKW XPHLQHHURWLVFKH%H]LHKXQJ UHODWL RQVKLS KDQGHOW'DV9HUKDOWHQGHV /HLEHVLQGLHVHP6LQQHXP]XGHXWHQ NRQVWUXLHUWGLH9RUVWHOOXQJVH[XHOOH +DQGOXQJRKQHLQQHUH$QWHLOQDKPH ZlUHUHLQPHFKDQLVFKXQGZUGH EHUKDXSWNHLQH%H]LHKXQJVWLIWHQ ZHGHULP*XWHQQRFKLP$UJHQ )ROJOLFKKlWWHVLHDXFKNHLQH$XVZLU NXQJDXIEHVWHKHQGH%H]LHKXQJHQ 'DVLVWYHUIHKOWGHQQÅGLH0HQVFKHQ YHUJHVVHQGDVV²ZDVLPPHULKU .|USHUDXFKWXW²DXFKLKUH6HHOHEH HLQIOXVVW´ GHUHQJOLVFKH6FKULIWVWHO OHU&6/HZLV 'LH 9HUEUHLWXQJGLHVHU'HQNILJXU²XQWHU 0lQQHUQEHVRQGHUVDEHU]XQHKPHQG DXFKXQWHUGHQÅQDFK]LHKHQGHQ´ )UDXHQ²KDWVXEVWDQ]LHOOH)ROJHQIU XQVHU0HQVFKHQELOGXQGIUGLH 1DFKKDOWLJNHLWXQVHUHU%H]LHKXQJHQ Hülsen ohne Frucht *OHLFK]HLWLJZLUNWGHU%HVLW]DQ VSUXFKDXIGHQHLJHQHQ.|USHUYHU EXQGHQPLWGHP$QVSUXFKGLH*HV WHQGHUN|USHUOLFKHQ+LQJDEH]XU OHHUHQ+OVH]XHUNOlUHQXQGJHJHEH QHQIDOOVHUVWLP1DFKKLQHLQPLW%H GHXWXQJ]XIOOHQWLHILQGHQSROLWL VFKHQ5DXPKLQHLQ'DVELUJWGLH JUR‰H*HIDKUGHU*UHQ]EHUVFKUHL WXQJ,QGHPLFKPLWGHPDQGHUHQ OHLEOLFKNRPPXQL]LHUHWUHWHLFKLKP QDKXQGHUPLU/HXJQHLFKGLHHQW VWDQGHQH1lKHZLUGGDV7UDXPD GXUFKGLH/JHYHUVLHJHOW'HXWOLFK ZLUGGDVDQGHQMQJVWDQV/LFKWJH NRPPHQHQVH[XHOOHQ0LVVEUDXFKV Foto: privat

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DER AUTOR,

Dominik Klenk, ist Prior der Offensive Junger Christen (OJC, Reichelsheim im Odenwald), einer Kommunität in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), promovierter Philosoph und Journalist. Verheiratet mit Christine, drei gemeinsame Kinder


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Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, sagte einmal der deutsche Bundestrainer Sepp Herberger (1897-1977). Während die Bundesligasaison vorbei ist und die Schweizer auch nur noch zwei Spieltage zu bestreiten haben, steht nun die FuĂ&#x;ball-Weltmeisterschaft in SĂźdafrika vor der TĂźr. Vom 11. Juni bis 11. Juli kämpfen 32 Mannschaften um den Titel. Die meisten Trainer haben bereits ihre Kader nominiert. Auf dem Feld werden auch einige Spieler stehen, die engagierte Christen sind. Tobias-Benjamin Ottmar stellt sie vor. W AB

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Tim Howard (USA), 48/0 Der 30-Jährige spielt seit 2006 beim britischen Klub FC Everton. Zuvor stand er bei Manchester United und den Metro Stars (New York) unter Vertrag. 2001 wurde er zum besten Torwart der US-Profiliga gewählt. Auch beim KonfÜderationen-Pokal 2009 (den Brasilien gewann) wurde er zum besten Schlussmann gekßrt. Als er zehn Jahre alt war, wurde bei ihm das Tourette-Syndrom diagnostiziert. Sein christlicher Glaube half ihm, besser mit der Krankheit umzugehen.

LĂşcio (Brasilien), 89/4 Aus der Seleção (dem brasilianischen Nationalteam) ist der 32-Jährige nicht mehr wegzudenken. Derzeit spielt er bei Inter Mailand. Nach dem Gewinn des WM-Titels 2002 trug er auf dem Spielfeld ein T-Shirt mit der Aufschrift „Jesus loves you“ (Jesus liebt dich). Damit wollte er der ganzen Welt bekennen, dass sein Dank fĂźr den Titel allein an Gott gerichtet ist, erklärte er später.

Nicola Legrottaglie (Italien), 16/1 Der 33 Jahre alte Verteidiger von Juventus Turin entschied sich vor vier Jahren fßr ein Leben als Christ, nachdem ihm ein Mitspieler von Jesus erzählt hatte. Im selben Jahr holte Italien auch den WM-Titel, nachdem sie den Gastgeber Deutschland im Halbfinale besiegt hatten. Damals gehÜrte Legrottaglie allerdings nicht zum Kader. In Sßdafrika soll der Abwehrspieler jedoch mit dabei sein.

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Marcos Senna (Spanien), 27/1 Er ist mit daran schuld, dass Deutschland 2008 nicht die EM gewann. Denn der 33-Jährige Spieler vom FC Villareal gehÜrt bereits seit 2006 zum spanischen Team und spielte im EMFinale gegen die deutsche Elf. Auch wenn er nicht besonders torgefährlich ist, machte er doch einmal mit einem besonderen Treffer auf sich aufmerksam: In einem Ligaspiel traf er aus 50 Metern. Der ßberzeugte Christ ist bekannt dafßr, dass er wenig Parties feiert und keinen Alkohol trinkt.

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Arne Friedrich (Deutschland), 69/0 Die letzten Wochen waren fĂźr den 30-Jährigen nicht einfach: Mit Hertha BSC Berlin stieg der Abwehrspieler in dieser Saison ab. Bei der WM läuft es fĂźr ihn hoffentlich besser. Vor vier Jahren zeigte er jedenfalls eine TopForm: Er erhielt fĂźr seine Leistung bei der WM vom Bundespräsidenten das silberne Lorbeerblatt – die hĂśchste staatliche Auszeichnung fĂźr deutsche Spitzensportler. Er bezeichnet den christlichen Glauben als „den Eckpfeiler in meinem Leben“.

Jonathan Santana (Paraguay), 24/0 Der 28-Jährige spielt seit 2006 beim VfL Wolfsburg, gehÜrte allerdings nicht zum Meisterkader der vergangenen Saison. Denn nachdem er bei Felix Magath selten zum Zug kam, wechselte er zwischenzeitlich auf Leihbasis zum argentinischen Klub San Lorenzo. Auf einer vor kurzem erschienen DVD berichtet der Mittelfeldspieler ßber seinen christlichen Glauben.

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D Lee Young Pyo (Korea), 100/5 Der 33 Jahre alte Südkoreaner steht seit 2009 beim saudischen Rekordmeister Al-Hilal unter Vertrag. Zuvor trat er u. a. für Borussia Dortmund gegen das Leder. Mit anderen christlichen Spielern hielt er während der WM 2002 im eigenen Land vor den Spielen Gebetszeiten und Bibelarbeiten ab. Im Viertelfinale schalteten die Südkoreaner mit einem 5:3 im Elfmeterschießen Spanien aus und feierten letztendlich mit dem vierten Platz den größten Fußballerfolg ihrer Geschichte.

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Edinson Cavani (Uruguay), 11/1 Mit 23 Jahren ist der Stürmer des italienischen Clubs US Palermo der Jüngste in unserer christlichen Elf. Aus seinem Glauben macht er kein Geheimnis. Als sein größtes sportliches Ereignis bezeichnete er gegenüber CBC Sports die erfolgreiche Teilnahme an der südamerikanischen U-20-Meisterschaft, bei der er in neun Partien sieben Treffer erzielte und somit Torschützenkönig wurde. Das Team belegte Platz drei. „Ich danke immer wieder Gott für dieses Turnier“, sagte Cavani später.

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ST Cacau (Deutschland), 5/0 Erst wollte er weg, jetzt bleibt er doch: Die Stuttgarter freuen sich über die Vertragsverlängerung ihres Stürmerstars bis 2013, Deutschland freut sich auf die Teilnahme des 29-Jährigen bei der WM. Der gebürtige Brasilianer hat erst seit vergangenem Jahr den deutschen Pass. Sein Lebensmotto lautet: „100% auf dem Rasen und 100 % für Jesus Christus“.

Fotos: dpa

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M Kaká (Brasilien), 74/26 Der Weltfußballer von 2007 wechselte im vergangenen Jahr für eine Ablösesumme von 65 Millionen Euro vom AC Mailand zu Real Madrid. Zuvor spielte der heute 28-Jährige beim brasilianischen Club FC Sáo Paulo. Vor seinem Wechsel nach Europa erlebte Kaká einen schweren Unfall, bei dem er sich mehrere Wirbel brach. Während er einige Wochen im Krankenhaus verbrachte, las er viel in der Bibel und entschied sich schließlich für ein Leben als Christ.

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Johan Vonlanthen (Schweiz), 40/7 Der Sohn einer Kolumbianerin erblickte 1986 das Licht der Welt. Mit zwölf kam er in die Schweiz, bereits vier Jahre später debütierte er als jüngster Spieler in der höchsten Schweizer Fußballliga. Mit seinem Ausgleichstreffer gegen Frankreich bei der EM 2004 ging er als jüngster EM-Torschütze in die Geschichte ein. 2005 wurde er Christ. Als Dank an Gott baute er in seiner zweiten Heimat Kolumbien eine kleine Kirche. Derzeit kickt er beim FC Zürich.

Jorginho (Brasilien) Seit vier Jahren ist der Weltmeister von 1990 Co-Trainer der brasilianischen Nationalmannschaft. Dank seines Bruders – der mit seiner Bekehrung auch von der Alkoholsucht frei wurde – wurde Jorginho auf Gott neugierig und mit 21 Christ. In den 1990er Jahren spielte er unter anderem bei Bayer Leverkusen und dem FC Bayern München. Heute leitet er neben seinem Trainerjob eine Fußballschule für Straßenkinder in seiner Heimatstadt Rio de Janeiro.

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ideaSpektrum 19/2010

Somalia: Islamische Extremisten töten Christen

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Indischer Ozean

Bibel TV stellt sich neu auf: Eine junge Mannschaft in Leitungspositionen

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Evangelisches Wochenmagazin ideaSpektrum 19/2010

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Wie eine 28-Jährige in Berlin einen Trend aufgriff: Eine Bürogemeinschaft auf Zeit

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Das Wort der Woche

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Idea Spektrum Schweiz 19/2010  

Nachrichten und Meinungen aus der evangelischen Welt mit Fokus auf die Schweiz und Deutschland