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DA S I N T E R N AT I O N A L E K O M I T E E V O M R OT E N K R E U Z

IN AKTION Dezember 2017 / Nr. 05

Gemeinsam an ihrer Seite

• Unsere Aktivitäten in Myanmar, in Israel und den besetzten Gebieten sowie für die Familien Vermisster • Was Ihre Spenden bewirken • Sieben Delegierte an vorderster Front erzählen aus ihrem Alltag


INHALT 04

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DIALOG

UNS UNTERSTÜTZEN

Ihre Ideen, Nachrichten und Fragen. Schreiben Sie uns!

Ein Legat an das IKRK

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UNSER TEAM DER SPENDENBETREUUNG

DAS IKRK IN ALLER WELT GEMEINSAM HANDELN Unsere Aktivitäten in Myanmar, in Israel und den besetzten Gebieten sowie für die Familien Vermisster

Ihre Spenden für Syrien, die Hungerkrise und die Opfer von Langzeitkonflikten

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EIN BLICK AUF DIE WELT

WAS MIT IHREM GELD PASSIERT

Lernen Sie unsere Teams kennen, die an vorderster Front arbeiten

HABEN SIE FRAGEN? Möchten Sie auf einen Artikel in diesem Magazin reagieren? Schreiben Sie uns: spenden@ikrk.org

Das Budget und die Einsätze des IKRK

Titelbild: Christophe Da Silva/IKRK Vertriebenenlager Lazare in Kaga Bandoro (Zentralafrikanische Republik). Lagerbesuch mit Moses Namanya eine Woche nach einer Verteilung von Haushaltsartikeln.

Internationales Komitee vom Roten Kreuz Spendenbetreuung Avenue de la Paix 19 CH-1202 Genf Tel: +41 22 730 21 71 Fax: +41 22 730 28 99 Email: spenden@ikrk.org Website : www.ikrk.org/ helfen-sie-uns

Impressum He rausg e be r und Re da k tion: Inte r nationale s Komite e vom Rote n K re uz I Chef re da k tor in: Fa nny Da rde au I Mita r be ite nde die se r Ausga be: Sil v ia Bur isch, A nne -L aure Pe r ne e K a poor, K athr y n Cook-Pe lle gr in, Ing y Se dk y, S y l v ie Pe llet, Ja me s Mat thews, Chr istophe Da Sil va, D ia na Zey ne b A lhindawi I L ayout: Bra ndlif t G e nf I Auf lag e: 150‘0 0 0 E xe mpla re (de utsch-f ra nzösisch-italie nisch) I IK RK-Sit z: Inte r nationale s Komite e vom Rote n K re uz – Ave nu e de la Pai x 19 – CH-1202 G e nf I Postkonto: 12-5527- 6 02 | ikrk.org/helfen-sie-uns | Dezember 2017


Ronald Kradjevo/IKRK Thierry Gassmann/IKRK

W

iederum geht ein Jahr zu Ende, und dank Ihrer Hilfe konnten unsere rund 17’000 Mitarbeiter im Einsatz einmal mehr die Herausforderung anpacken, Millionen von Krieg betroffene Personen zu unterstützen. Weltweit lebt heute jeder fünfte Mensch unter kontinuierlich fragilen Umständen oder in Situationen von Krieg und Gewalt. Die Aktivitäten des IKRK, Betroffenen von Konflikten und Gewalt Hilfe zu leisten, erscheinen deshalb umso notwendiger. Allein in diesem Jahr wurde die Welt Zeuge des Leidens Hunderttausender Menschen in Mossul und Aleppo, die inmitten der Kämpfe eingeschlossen waren. Diese beiden Städte sind heute völlig zerstört und ihre Einwohner noch immer traumatisiert. Der Wiederaufbau wird Jahre dauern. Andere ebenfalls von Konflikten betroffene Regionen in Afrika und

EDITORIAL Unsere Teams im Einsatz danken Ihnen für Ihre Unterstützung „So viele Leben konnten mit Ihrer Hilfe schon gerettet und wiederaufgebaut werden.“ Jemen waren von einer Hungersnot bedroht, von der man glaubte, sie gehöre längst der Vergangenheit an. Auch weitere Länder, wie die Demokratische Republik Kongo oder Afghanistan, befinden sich seit vielen Jahren im Krieg, und die Welt scheint sie schon vergessen zu haben. Dennoch kämpfen mutige Männer und Frauen täglich um ihr Überleben und versuchen, ihre Existenz wiederaufzubauen. Sie verdienen unsere Bewunderung und unsere Unterstützung. Unsere Delegierten sind in all diesen Ländern in den Krisengebieten präsent, um Betroffenen direkt zu helfen. Trotz der Schwierigkeiten und Gefahren, mit denen die Delegierten

konfrontiert sind, ermöglicht unser neutrales, unparteiisches und unabhängiges Vorgehen – die Grundsätze des IKRK seit über 150 Jahren – privilegierten Zugang zu den hilfsbedürftigsten Personen. So viele Leben konnten mit Ihrer Hilfe schon gerettet und wiederaufgebaut werden. Ich möchte Ihnen nochmals meine Dankbarkeit für Ihre Solidarität und Ihr Vertrauen in die Arbeit unserer Teams im Einsatzgebiet aussprechen. Gemeinsam sind wir stärker. In der Hoffnung, auch im Jahre 2018 auf Ihre Unterstützung zählen zu dürfen, wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben frohe Festtage.

DOMINIK STILLHART IKRK-DIREKTOR FÜR FELDEINSÄTZE ikrk.org/helfen-sie-uns  | Dezember 2017  |  03


DIALOG

IHRE NACHRICHTEN

Auch in diesem Jahr können Sie den Mitarbeitenden anhand der Karte, die sich in diesem Magazin befindet, Ihre Wünsche ausrichten. Wir freuen uns auf Ihre Post!

Numéro de référenc e donateur

Unterstützen Sie unsere Teams im Einsatzgebiet und senden Sie ihnen mit dieser Antwortkart e eine ermutigende Bots chaft. Vielen Dank!

Im vergangenen Jahr haben Sie uns zahlreiche Neujahrswünsche und aufmunternde Botschaften für unsere Teams im Feld zukommen lassen. Unsere Kolleginnen und Kollegen in Kabul, Bagdad, Nairobi oder Bangui waren sehr berührt von Ihrer Unterstützung und möchten Ihnen von ganzem Herzen danken.

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Ein Zeichen der Menschlichkeit

Spenderbetreuung Internationales Komitee vom Roten Kreuz Avenue de la Paix 19 1202 Genf

Internationales Komitee vom Roten Kreuz Spendenmagazin Avenue de la Paix 19 CH-1202 Genf E-mail : spenden@ikrk.org

Haben Sie Fragen oder Kommentare? Möchten Sie auf einen Artikel in diesem Magazin reagieren? Schreiben Sie uns. Wir antworten Ihnen gerne in dieser Rubrik.

GEMEINSAM SETZ EN WIR EIN ZEICHEN DER MENSCHLICHKEIT

Sehr geehrte Frau …, Sehr geehrter Herr … Für Ihre grosszügige Unterstützung danke ganz herzlich! n wir Ihnen Dank Ihnen und unseren Mitarbeitern Einsatzgebiet tätig , die im sind, konnten wir zahlreiche notlei auch dieses Jahr dende Menschen in Syrien, im Irak, Myanmar, im Südsu in dan und in insges unterstützen. amt über 80 Län dern Auch 2018 zählen wir Hoffnung zu schen auf Sie, um gemeinsam weiterhin ken. Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und ein gutes neues Jahr. Mit herzlichen Grüss en

Véronique Zurflu h Spendenbetreuun g

Titelbild: IKRK-Hil fe für Binnenflüchtling Zentralafrikanisc e in der hen Republik © Marko Kokic / IKRK

SETZEN GEMEINSAM HEN DER WIR EIN ZEICICHKEIT MENSCHL

Sushi für einen guten Zweck

Felicity Pointer/IKRK

Man ist nie zu jung, um sich für andere einzusetzen. Die 13-jährigen Schülerinnen Emily, Yuri und Sneha haben an der Internationalen Schule Genf zugunsten von Projekten im Jemen einen Sushi-Verkauf organisiert. Sneha lebte dort als kleines Mädchen mit ihrer Familie, und das Schicksal der Bevölkerung dieses Landes, das seit drei Jahren unter einem blutigen Konflikt leidet, liegt ihr sehr am Herzen. Anfang 2017 haben die drei Mädchen die Veranstaltung geplant und sich um die Werbung und das Essen gekümmert. Die Aktion war ein voller Erfolg – am Ende waren alle Sushis verkauft! Im Februar haben sie ihren Verkaufserlös an das IKRK in Genf übergeben, wo sie von unserer Kollegin Véronique empfangen wurden. Vielen Dank an diese Mädchen für ihren tollen Einsatz! Wenn auch Sie Spenden zugunsten des IKRK sammeln möchten, finden Sie alle wichtigen Informationen auf: ikrk.org/sammelaktion.

Ihre Fragen Warum erhalte ich für jede meiner Spenden ein Dankesschreiben? Wir glauben, dass jede Spende, die Sie an uns richten, einen Dank von unserer Seite sowie genauere Angaben zur Verwendung des Geldes verdient. Die Kosten für diese Briefe sind äusserst gering. Wenn Sie dennoch keine Dankesschreiben erhalten möchten, insbesondere bei einem Dauerauftrag, können Sie uns gerne entsprechend informieren. Unsere Kontaktangaben befinden sich oben auf dieser Seite. 04 | ikrk.org/helfen-sie-uns | Dezember 2017


MIT MEINEM LEGAT, DANK IHREM LEGAT, KANN DAS IKRK SEINE MISSION WEITERFÜHREN.

Durch ein Legat an das IKRK tragen Sie dazu bei, das Schicksal von Familien, die von Krieg und Gewalt betroffen sind, auf der ganzen Welt zu verändern. Marie-Jo Girod Leiterin Legate und Spenden Tel: 022 730 33 76 Email: mgirodblanc@icrc.org Website: ikrk.org/legat

ERHALTEN SIE UNVERBINDLICH MEHR INFORMATIONEN BITTE AUSGEFÜLLT AN DIE UNTENSTEHENDE ADRESSE SCHICKEN.

JA, Vorname:

ich möchte die Broschüre über Legate erhalten Name:

Adresse: PLZ:

Ort:

Tel:

E-Mail:

Internationales Komitee vom Roten Kreuz Abteilung Private Spenden Avenue de la Paix 19 1202 Genf - Schweiz Tel: 022 730 33 76 Website: ikrk.org/legat

ikrk.org/helfen-sie-uns | Dezember 2017 | 05 ikrk.org/helfen-sie-uns | Dezember 2016 | 07


DAS IKRK IN ALLER WELT

o.N. /IKRK

o.N. /IKRK

AKTUELLES

Die Eskalation der Gewalt zwingt Hunderttausende zur Flucht aus Rakhine in Myanmar. Rakhine ist der ärmste Bundesstaat Myanmars. Seit einigen Jahren ist er wiederholt von Überschwemmungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen betroffen, die die Lage der Bevölkerung noch verschlimmern. Aufgrund der neuen Welle von Gewaltausbrüchen seit Ende August mussten etwa 600‘000 Menschen

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An der Grenze zwischen Myanmar und Bangladesch kommen aus Rakhine geflohene Zivilpersonen zu einer Nahrungsmittelverteilung, die gemeinsam vom IKRK und dem Bangladeschischen Roten Halbmond organisiert wurde.

über die Grenze nach Bangladesch fliehen. Angesichts dieser schweren und unerwarteten Krise müssen humanitäre Organisationen erhebliche logistische Probleme lösen, um möglichst schnell Hilfe zu leisten. Das IKRK, die einzige im Norden von Rakhine vertretene internationale Organisation, hat in Zusammenarbeit

mit dem Myanmarischen Roten Kreuz umgehend reagiert und seine Einsätze vor allem in den Grenzgebieten zwischen Myanmar und Bangladesch intensiviert. Menschen, die alles verloren haben, unterstützen wir mit Lebensmitteln, mit medizinischer Notversorgung in unseren mobilen Kliniken, und mit der Suche nach ihren Angehörigen.


DAS IKRK IN ALLER WELT

Daniel Hernandez-Salazar/IKRK

Wissen Sie, wie viele Menschen weltweit vermisst werden? 10‘000? 100‘000? 1‘000‘000? Oder mehr? Die traurige Wahrheit ist, dass es niemand genau weiss. Jeden Tag verschwinden Kinder, Eltern, Freunde spurlos. Nichts über ihren Verbleib zu wissen, ist für die Angehörigen ein Schmerz, der sich niemals stillen lässt. In Ländern, die von Krieg, Gewalt und Migration betroffen waren oder sind, ist die Anzahl der Verschwundenen alarmierend hoch. In Kolumbien zum Beispiel sind nach 50 Jahren Konflikt und trotz der kürzlich beschlossenen Waffenruhe offiziell noch immer 85‘000 Menschen verschwunden. Bislang wurden lediglich 30% der im Land gemeldeten Fälle aufgeklärt. Es kommt aber auch vor, dass nach jahrzehntelanger Trennung ein Wunder geschieht. „Es ist wie sterben und wieder geboren werden“, sagt Pedro (31) über das Wiedersehen mit seiner Mutter Cristina. Die beiden waren in den 1980er Jahren auf der Flucht vor den Kämpfen in

Guatemala getrennt worden. Es ist einem örtlichen Verein und der Unterstützung durch das IKRK zu verdanken, dass sie sich nach 30 Jahren wieder in die Arme schliessen konnten. Familien in aller Welt suchen weiterhin nach vermissten Angehörigen. Das IKRK und seine Partner in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung werden ihnen auch weiterhin helfen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Internetseite familylinks.icrc.org (auf Englisch).

Ein ganzes Leben ohne Frieden Fünfzig Jahre IKRK in Israel und den besetzten Gebieten

Nidal Alwaheidi/IKRK

Stellen Sie sich vor, Sie lebten in einer Region, in der es seit Generationen keinen Frieden gegeben hat! Seit einem halben Jahrhundert leben die Palästinenserinnen und Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen unter einem Besatzungsregime – dem längsten der

Chan Yunis, Al-Qarara. Diese Bäuerin konnte mit Hilfe des IKRK wieder mit der Bewirtschaftung ihrer Felder beginnen, die bei Kämpfen im Gazastreifen mehrmals verwüstet worden waren.

jüngsten Geschichte. „Es gehört zu unserem Alltag, dass wir auf dem Weg zur Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen am Checkpoint aufgehalten werden“, erzählt Mahmous Abu Qbeita, der in der Nähe von Hebron im Westjordanland lebt. „Man gewöhnt sich daran. Doch manchmal frage ich mich, warum uns das angetan wird.“ Gleichzeitig leben die Menschen in Israel seit Jahrzehnten in einer Atmosphäre ständiger Unsicherheit. Das IKRK ist seit Beginn der Besatzung vor 50 Jahren in der Region tätig und hat seine Präsenz immer aufrechterhalten. Deshalb konnten unsere Teams die Bevölkerung nicht nur in den schwersten Krisen mit Nothilfe versorgen, sondern sie auch länger begleiten. Tag für Tag bemühen wir uns, diesen Menschen, die keinen Ausweg sehen, ein wenig Hoffnung zu geben. Doch jedes Jahr wird es schwieriger für uns, die Arbeit in dieser Region zu finanzieren, denn sie gehört zu den vergessenen Konflikten. Die Unterstützung durch unsere Spenderinnen und Spender ist daher sehr wichtig, um den dort lebenden Menschen zu zeigen, dass sie nicht vergessen werden.

ikrk.org/helfen-sie-uns | Dezember ikrk.org/helfen-sie-uns  | Dezember 2017 | 07 2017  |  07


GEMEINSAM HANDELN

Sana Tarabishi /IKRK

IHRE SPENDEN 2017 Im Südwesten von Aleppo: Besuch des IKRK bei vertriebenen Familien in kollektiven Flüchtlingsunterkünften.

Schweizer solidarisch mit Menschen in Syrien

Spendenaufruf für Syrien im Februar 2017 Durch unseren Spendenaufruf im Februar konnten über 285‘000 Menschen in Syrien einen Monat lang mit Nahrungsmitteln versorgt werden – die Bevölkerungszahl einer Stadt wie Genf. Danke für Ihre Grosszügigkeit.

Unsere Neutralität und unsere Zusammenarbeit mit dem SyrischArabischen Roten Halbmond helfen uns, Hilfe in syrische Regionen zu bringen, zu denen nur wenige andere Organisationen Zugang haben. Ende August 2017 haben unsere Teams bereits 35 Einsätze an den Frontlinien

durchgeführt, um den Menschen dringende Nothilfe bereitzustellen. Mit unseren Einsätzen können wir Leben retten. Aber die Bedürfnisse der syrischen Bevölkerung sind nach dem mittlerweile fast sieben Jahre andauernden Konflikt immer noch enorm.

Vergessen wir sie nicht!

Aufruf für die Opfer von Langzeitkonflikten In unseren zehn wichtigsten Einsatzgebieten weltweit beträgt unsere durchschnittliche Einsatzzeit über 30 Jahre. Diese Langzeitkonflikte sind Ursache für unermessliches Leid. Ohne langfristige humanitäre Unterstützung, über Bereitstellung von Nothilfe hinaus, haben ganze Generationen keine Perspektive. Daher verwendet das IKRK knapp zwei Drittel seines Budgets für Menschen, die von Langzeitkonflikten betroffen sind. Humanitäre Hilfe in diesen Ländern ist sehr schwer zu finanzieren, aber wir können diese Menschen nicht im Stich lassen. Mit unserer Hilfe können sie wieder Hoffnung schöpfen und einen Neuanfang wagen. Ihre regelmässigen Spenden, vor allem für die häufig unterfinanzierten Projekte, sind für uns eine enorme Unterstützung. Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen.

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GEMEINSAM HANDELN

Gemeinsam gegen Hunger

Spendenaufruf zur Bekämpfung der Nahrungsmittelkrise im April/Mai 2017 Südsudan, der Nordosten Nigerias, Somalia und Jemen – in diesen vier Regionen hat das Chaos der jahrelang andauernden Konflikte zu einer schweren Hungerkrise geführt. Doch dank Ihrer Spenden kann das IKRK in den Ländern, in denen wir seit Jahren tätig sind, noch mehr Menschen zu Hilfe kommen.

Zahl der Personen, die im ersten Halbjahr 2017 vom IKRK mit Nahrungsmitteln versorgt wurden:

Gemäss den Vereinten Nationen hat die Mobilisierung von Spendern wie Ihnen in den letzten Monaten die Hungersnot in zwei Regionen im Südsudan vorerst eingedämmt und eine Verschlechterung der Situation in den anderen betroffenen Ländern verhindert. Aber die Lage ist noch lange nicht unter Kontrolle. Mit Ihrer Unterstützung können wir unsere Einsätze in diesen Ländern aufrechterhalten und die notwendige Hilfe bereitstellen.

JEMEN rund 275’000 Menschen NIGERIA UND TSCHADSEE-REGION rund 400’000 Menschen SÜDSUDAN rund 340’000 Menschen SOMALIA rund 1.5 Mio. Menschen

Mari Mortvedt/IKRK

Hinter Cecilias Lächeln die traurige Geschichte einer Zwangsvertreibung

Im Südsudan organisiert das IKRK täglich die Verteilung von Saatgut, Arbeitsgeräten und Nahrungsmitteln. Wir befinden uns in Rokon im Süden des Landes, um bei einer Verteilung an 13’000 Personen dabei zu sein. Wir treffen Cecilia und ihre Mutter Vajda, die auf die Ausgabe der

Hilfsgüter warten. Vajda erzählt uns, was sie und ihre fünf kleinen Kinder hierhergeführt hat. Ihr Mann wurde vor einem Jahr auf der Suche nach Nahrungsmitteln getötet. Danach entschloss sie sich, von Angst erfüllt, zu fliehen. „In meinem Dorf hatten wir ein gutes Leben, aber jetzt..., der Konflikt hat alles verändert. Mein Mann war immer sehr aufmerksam. Er arbeitete viel, half uns; nun bin ich für alles verantwortlich“, erzählt sie.

Jaurena, IKRK-Verantwortlicher in der Region. Obwohl Vajda mit ihren Kindern weit weg von ihrer Heimat lebt, hat ihr die aufnehmende Gemeinde ein Stück Land zur Bewirtschaftung zur Verfügung gestellt. „Sie wissen, dass wir es uns nicht ausgesucht haben, hier zu sein“, sagt die tapfere Mutter.

Tausende von Menschen sind gezwungen, zu fliehen und ihr Hab und Gut zurückzulassen, sodass sie den fruchtbaren Boden der Region nicht mehr bewirtschaften können. „Die Menschen hier sind Bauern, aber sie haben keine Möglichkeit, das Land zu bewirtschaften. Wir stellen ihnen Saatgut und Arbeitsgeräte zur Verfügung, damit sie wieder für sich selbst sorgen können. Wir verteilen auch Nahrungsmittel, damit die Familien die Zeit bis zur Ernte, überbrücken können“, erklärt Cyril

Die Verteilung ist mittlerweile beendet. Mit Cecilias Hilfe hat Vajda ihr Paket erhalten. Damit kann sie ihre Kinder die nächsten Tage ernähren und gleichzeitig anfangen, das Stück Land zu bewirtschaften, um so das Überleben ihrer Familie zu sichern. ikrk.org/helfen-sie-uns | Dezember 2017 | 09


EIN BLICK AUF DIE WELT

LERNEN SIE UNSERE TEAMS KENNEN, DIE AN VORDERSTER FRONT ARBEITEN Heute sind nahezu 17‘000 IKRKAngestellte in weltweit mehr als 80 Ländern tätig. Ihre Persönlichkeiten und Lebensläufe, ihre Heimat und ihre Ziele könnten kaum unterschiedlicher sein. Und doch sind die Motivationen dieser Frauen und Männer, die sich für das IKRK einsetzen, erstaunlich ähnlich: Sie alle wollen für eine Organisation arbeiten, deren Werte sie teilen und in der sie Konfliktopfer aktiv unterstützen können.

Zahlen und Fakten Dem Personal des IKRK gehören ausschliesslich Berufsleute an, denn die Arbeit in Konfliktregionen erfordert bestimmte Qualifikationen und Erfahrung im Feld. Im Gegensatz zu der weit verbreiteten Annahme sind nicht alle Rotkreuzangestellten Ärzte. In der humanitären Arbeit werden zahlreiche Berufsprofile gesucht: Ärzte selbstverständlich, aber auch Logistiker, Juristen, Agrarwissenschaftler, Psychologen, Militärangehörige, Verwalter, Generalisten, Ingenieure etc. Die Mehrheit unserer Angestellten – rund 14‘200 – sind lokale Kräfte. Zudem beschäftigen wir weltweit 2‘800 internationale Fachkräfte. Die meisten unserer Delegierten werden jedes Jahr an einen anderen Ort versetzt, um die Unparteilichkeit der Teams zu sichern.

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Sieben Mitarbeiter vor Ort sprechen über ihre Arbeit Timothée (Tim) Pakouyowou ist Orthopädietechniker in einem Rehabilitationszentrum in Goma, das vom IKRK unterstützt wird. Der togoische Staatsangehörige arbeitet seit drei Jahren für das IKRK. Anne Müller, Oberschwester beim IKRK, arbeitet im Ndosho-Spital in Goma. Für die aus Deutschland stammende Fachkraft ist es bereits der zwölfte Einsatz im Feld. Roberto Lang ist Delegierter für Gefangenenbesuche in Kandahar. Für den jungen Zürcher ist es der erste IKRK-Einsatz im Feld.

Abdul Wadood ist ein pakistanischer Ingenieur der seit mehreren Jahren in der humanitären Hilfe arbeitet. Er setzt öffentliche Infrastrukturen instand, die beschädigt oder zerstört wurden. Layal Barjoud ist eine Ärztin aus Homs. Sie ist als IKRK-Gesundheitsbeauftragte in der Stadt geblieben. Jérôme Sess ist ein in Kanada lebender Arzt aus Côte d’Ivoire. In Kaga Bandoro arbeitet er erstmals für das IKRK, doch ist er seit Jahren in Konfliktzonen tätig. Moses Namanya ist ein ugandischer Agronom, der sich auf Agrarentwicklung spezialisiert hat. Nach seinem ersten IKRK-Einsatz im Jemen entwickelt er seit 2016 in der Zentralafrikanischen Republik Projekte für Ernährungssicherheit.


EIN BLICK AUF DIE WELT

FOKUS AUF VIER DELEGATIONEN

KAGA BANDORO

in der Zentralafrikanischen Republik liegt rund 350 km nördlich der Hauptstadt Bangui. Die Bevölkerung leidet sehr unter den seit 2013 anhaltenden Gewaltakten und Kämpfen. Nur sehr wenige humanitäre Organisationen sind noch vor Ort, obwohl enormer Bedarf besteht. Viele Menschen sind mangelernährt, und die sanitären Verhältnisse sind katastrophal.

HOMS

in Syrien war vor dem Konflikt eine blühende Stadt. Heute sind 80% der Stadt zerstört. Zwei Drittel der Einwohner sind geflüchtet, die verbliebene Bevölkerung lebt trotz des Abflauens der Kämpfe unter höchst prekären Bedingungen. Das seit 1967 in Syrien vertretene IKRK wurde zu Beginn des Konflikts in Homs rasch tätig.

KANDAHAR

ist die zweitgrösste Stadt Afghanistans. Jahrhundertelang war sie kulturelles und wirtschaftliches Zentrum, bevor sie wie das übrige Land durch jahrzehntelange Kriege schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Seit 21 Jahren unterhält das IKRK dort eine Delegation. Nachdem in diesem Jahr sieben Kollegen in Afghanistan ums Leben gekommen sind, beschloss das IKRK, seine Aktivitäten erheblich zu reduzieren, in Kandahar jedoch zu bleiben.

Christophe Da Silva/IKRK

GOMA

in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) ist die Hauptstadt von Nord-Kivu (Region der Grossen Seen) im Osten des Landes. Das Gebiet ist seit mehr als 20 Jahren immer wieder Schauplatz von Gewaltausbrüchen und Massenvertreibungen. Unsere Delegation in Goma ist in verschiedenen Bereichen tätig, um nicht nur Nothilfe zu leisten, sondern auch langfristig zu helfen.

ikrk.org/helfen-sie-uns | Dezember 2017 | 11


EIN BLICK AUF DIE WELT

IKRK: „Was hat Sie motiviert, für das IKRK zu arbeiten?“

Tim Meinen ersten Kontakt mit dem IKRK hatte ich als Kind. Meine Familie war 1992 vor der Gewalt in Lomé (Togo) geflohen und wurde im Nachbarland Benin in einem Flüchtlingslager untergebracht. Die ersten Hilfsgüter, die wir erhielten, kamen vom IKRK. Ich erinnere mich noch an die Decken und die warmen Mahlzeiten. In Benin kannten wir niemanden – es war das IKRK, das uns half und uns Hoffnung gab. Schon damals wusste ich, dass ich eines Tages für das IKRK arbeiten würde.

Christophe Da Silva/IKRK

Jérôme Das IKRK ist eine der grössten humanitären Organisationen. Da wir neutral, unparteiisch und unabhängig sind, erreichen wir leichter Menschen in Not und können ihnen effektiv helfen. Im vergangenen Juli zum Beispiel kam es hier in Kanga Bandoro zu gewaltsamen Zusammenstössen. Die meisten Hilfswerke zogen sich zurück, das IKRK blieb. Wir kümmerten uns um die Verletzten, behandelten sie medizinisch und evakuierten sie nach Bangui.

Diana Zeyneb Alhindawi/IKRK

„SCHON ALS KIND WUSSTE ICH, DASS ICH EINES TAGES FÜR DAS IKRK ARBEITEN WÜRDE.“ TIM

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Roberto Der Wunsch, Menschen auf beiden Seiten der Front zu helfen – keine andere Organisation kann das so wie das IKRK. Aber auch der Wunsch, unmittelbar etwas für diese Menschen zu tun. Dank der Fachkompetenz und der Erfahrung des IKRK können wir sehr schnell

und mit den erforderlichen Mitteln tätig werden. Zudem macht es mich als Schweizer stolz, für eine Organisation zu arbeiten, die vor mehr als 150 Jahren in unserem Land gegründet wurde. Für das IKRK tätig zu sein ist mehr als eine Arbeit, es ist eine Berufung.

Thomas Glass/IKRK

Layal Früher war ich Ärztin in einem staatlichen Spital, wo wir alle Arten von Leiden behandelten. Durch den Krieg verschlechterten sich die Verhältnisse dramatisch: Wir hatten immer weniger Medikamente und immer mehr Patienten, die nicht mehr zu retten waren. Als das IKRK eine Gesundheitsbeauftragte suchte, bewarb ich mich. Nun bin ich endlich dort, wo ich sehr vielen Menschen helfen kann.

IKRK

EIN BLICK AUF DIE WELT

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EIN BLICK AUF DIE WELT

„Was sind Ihre Aufgaben und wie hilft Ihre Tätigkeit den Menschen vor Ort?“

„WIR BIETEN EINE ÜBERLEBENS- UND EINE HEILUNGSCHANCE.“ ANNE

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Diana Zeyneb Alhindawi/IKRK

Anne, Oberschwester Meine Aufgabe ist es, Verwundete dort medizinisch zu versorgen, wo der Bedarf am grössten ist. Wir behandeln viele Schwerverwundete, der Andrang ist zeitweise recht gross. Die Arbeit im Spital ist sehr anstrengend, der Adrenalinspiegel ist hoch. Dennoch empfinde ich meine Tätigkeit als ausserordentlich befriedigend. Die Teams funktionieren unglaublich gut. Wir bieten eine Überlebensund eine Heilungschance, und wir verschaffen vielen Menschen, die von den Schrecken des Konflikts traumatisiert sind, eine Atempause.


EIN BLICK AUF DIE WELT Abdul, Ingenieur Seit meiner Ankunft in Homs habe ich mehrere Projekte aufgestellt, die in Homs und Hama die Versorgung Tausender Haushalte mit Trinkwasser sicherstellen. Ich freue mich sehr, dass ich die Lebensbedingungen so vieler Menschen verbessern kann.

Christophe Da Silva/IKRK

IKRK

Moses, Agronom Der Nahrungsmittelbedarf in der Zentralafrikanischen Republik ist immens. Die Mangelernährung von Kindern nimmt zu, weil die Landwirtschaft infolge der Krise brachliegt. Daher sind die von uns organisierten Saatgutverteilungen sehr wichtig. In der Nähe der Dörfer bohren wir auch Brunnen, um die Landwirtschaft wieder anzukurbeln. Wenn wir in abgelegenen Gebieten Saatgut verteilen, ist das eine grosse Hilfe für die Bauern. Zu Beginn meines Einsatzes sah ich in einer besonders vernachlässigten Region, dass eine Frau weinte, weil sie bei einer unserer Verteilungen ihr Paket nicht erhalten hatte. Ich versprach ihr, wir würden wiederkommen, aber sie glaubte mir nicht. Der Dorfvorsteher sagte zu ihr: „Das IKRK hält immer sein Wort, sie werden zurückkommen.“ Und wir gingen dorthin zurück, suchten nach der Frau und gaben ihr ein Paket. Sie war so glücklich.

Diana Zeyneb Alhindawi/IKRK

Tim erzählt: „Hier sieht man Augustin und mich während der Physiotherapie. Augustin wurden beide Beine amputiert. Und doch kann er heute wieder gehen! Sein Dorf wurde zwei Mal angegriffen, im Juni 2013 und im März 2016. Beim ersten Angriff wurde sein rechtes Bein verletzt, beim zweiten das linke. In beiden Fällen musste amputiert werden. Augustin war ein gebrochener Mann. Wir passten ihm jedes Mal eine Prothese an, und er lernte wieder zu gehen. Als er wieder stehen konnte und sich beim IKRK bedankte, war das ein wunderbarer Moment. Augustin und alle anderen, denen wir einen Neuanfang ermöglicht haben, sind der Grund dafür, dass ich so stolz darauf bin, für das IKRK zu arbeiten.“

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Diana Zeyneb Alhindawi/IKRK

Pawel Krzysiek/IKRK

EIN BLICK AUF DIE WELT

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EIN BLICK AUF DIE WELT

„Wie sieht Ihr Alltag aus?“ Abdul Nach sechs Jahren Konflikt liegt ein Grossteil von Homs in Trümmern. Geblieben ist eine Geisterstadt. Der Wiederaufbau wird Jahre dauern. Trotzdem kann ich als ausländische Fachkraft ein relativ normales Leben führen – ich kann ausgehen, im Restaurant essen, Spitäler und religiöse Stätten besuchen. Das macht das Leben einfacher.

„NACH SECHS JAHREN KONFLIKT LIEGT EIN GROSSTEIL VON HOMS IN TRÜMMERN. GEBLIEBEN IST EINE GEISTERSTADT.“

Roberto Hier in Kandahar leben und arbeiten wir in einem Gebäude, das sehr komfortabel ist. Leider können wir dieses Gebäude wegen der angespannten Sicherheitslage nur aus beruflichen Gründen verlassen. In meinem Fall sind das die Gefängnisbesuche. Zwar ist der direkte Kontakt mit Häftlingen und Behörden durchaus positiv, doch manchmal fühle ich mich vollkommen abgeschottet vom Alltag der Menschen hier. Immerhin empfangen wir in der Unterdelegation jeden Tag viele Besucher.

ABDUL

Diana Zeyneb Alhindawi/IKRK

Anne Zurzeit arbeite ich in Goma, wo die Lebensbedingungen gut sind. Ich wohne am Ufer des Kivusees, wo die Vegetation üppig und das Klima sehr angenehm ist. Auch habe ich eine gewisse Bewegungsfreiheit, kann Restaurants und Märkte besuchen und sogar Sport treiben und Freunde im Café treffen. Bei meinem letzten Einsatz waren die Bedingungen sehr viel schwieriger: Es gab weder Toiletten noch Duschen. Ich habe auch an Orten gelebt, wo die Sicherheitsmassnahmen so strikt waren, dass wir uns nur zwischen dem Spital und unserer Unterkunft bewegen konnten.

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„Welches sind die Höhen und Tiefen des Lebens als humanitäre Helfer?“ Abdul Wenn man für das IKRK ganz in der Nähe der Front arbeitet, riskiert man sein Leben. Ich weiss, dass das zu meinem Job gehört, aber ich muss bereit sein, dieses Opfer zu bringen. Doch wenn ich das Lächeln auf den Gesichtern der Kinder und Erwachsenen sehe, denen wir geholfen haben, dann sage ich mir: Das ist es wert!

Layal Als Mitarbeiterin des IKRK sehe ich tagtäglich das Leid meiner Mitbürger. Doch ich sehe auch, wie wichtig unsere Arbeit ist. Kürzlich sprach ich in der Eingangshalle mit dem Großvater eines jungen Mannes, der von einer Granate verwundet worden war. Er machte sich grosse Sorgen, weil das Spital sich weigerte, die Behandlungskosten zu übernehmen. Er weinte und war überzeugt, sein Enkel würde sterben. Das IKRK bezahlte die Behandlung, und der Verletzte konnte im Spital bleiben. Als uns der Arzt einige Tage später sagte, er werde überleben, hat mich der dankbare Blick des Grossvaters sehr glücklich gemacht. Jérôme Ich habe vor kurzem geheiratet. Meine Frau arbeitet für Ärzte ohne Grenzen in der Demokratischen Republik Kongo. Es ist nicht einfach, mit dieser Entfernung zurechtzukommen. Das ist für mich zurzeit das grösste Opfer. Meine Frau und ich haben uns während eines Einsatzes kennengelernt, wir wissen also, wie es ist, und können uns gegenseitig unterstützen. Wenn ich sehe, wie ein Kind das Spital geheilt verlässt, erzähle ich meiner Frau, wie sehr ich mich freue.

Christophe Da Silva/IKRK

Tim Am schwersten fällt mir die Trennung von meinen zwei Töchtern, die vier und sechs Jahre alt sind. Meine Familie fehlt mir sehr. Aber ich weiss, dass ich hier etwas Sinnvolles tue. Meine Kollegen und ich können den Patienten helfen, wieder zu gehen und nach all dem Leid, das sie durchgemacht haben, wieder Hoffnung zu schöpfen.

„ALS DER ARZT EINIGE TAGE SPÄTER SAGTE, DER PATIENT WERDE ÜBERLEBEN, HAT MICH DER DANKBARE BLICK DES GROSSVATERS SEHR GLÜCKLICH GEMACHT.“ LAYAL

IKRK

EIN BLICK AUF DIE WELT

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EIN BLICK AUF DIE WELT

BUDGET UND EINSÄTZE DES IKRK Über 93 % aller Spenden fliessen direkt in die Finanzierung unserer Arbeit in den Einsatzgebieten

Was Ihre Spende bewirkt DAS IKRK IST IN 80 LÄNDERN TÄTIG UND UNTERSTÜTZT KRISENOPFER BEREITS VON DEN ERSTEN STUNDEN AN.

DANK IHRER SPENDE KÖNNEN WIR SCHNELL HANDELN

IHRE SPENDE WIRD DORT EINGESETZT, WO DIE NOT AM GRÖSSTEN IST

+ 50 %

Budgeterhöhung in den letzten 5 Jahren

Das IKRK-Budget wird ausschliesslich durch freiwillige Beiträge finanziert

UNSERE TEAMS LIEFERN DIE WICHTIGSTEN GÜTER UND DIENSTLEISTUNGEN WIE LEBENSMITTEL, WASSER, DECKEN, HYGIENEPRODUKTE, KÜCHENGERÄTE UND MEDIKAMENTE UND LEISTEN MEDIZINISCHE GRUNDVERSORGUNG. DAMIT KÖNNEN VIELE LEBEN GERETTET WERDEN.

UNSERE FACHLEUTE EVALUIEREN DIE SITUATION IN DEN EINZELNEN LÄNDERN, IDENTIFIZIEREN DIE BEDÜRFNISSE DER AM SCHWERSTEN BETROFFENEN PERSONEN UND FINDEN WEGE, WIE IHNEN GEHOLFEN WERDEN KANN.

SIE HELFEN, LEBEN ZU RETTEN

SIE ERMÖGLICHEN ES UNS, FAMILIEN WIEDER ZUSAMMENZUFÜHREN

DANK DER INSTANDSETZUNG VON ZERSTÖRTEN INFRASTRUKTUREN WIE SPITÄLERN ODER DER WASSERVERSORGUNG GIBT IHRE SPENDE GANZEN GEMEINSCHAFTEN EINE BESSERE ZUKUNFT

NICHT JEDER HAT DAS GLÜCK, UMGEBEN VON ANGEHÖRIGEN IN SICHERHEIT ZU SEIN. WIR HELFEN PERSONEN, IHRE VERWANDTEN UND FREUNDE ZU FINDEN, VON DENEN SIE GETRENNT WURDEN.

SIE SCHENKEN DEN BETROFFENEN PERSONEN EINE ZUKUNFT

IHRE SPENDE GIBT HOFFNUNG

MIT IHRER UNTERSTÜTZUNG KÖNNEN Z.B. LANDWIRTSCHAFTLICHE GERÄTE ODER FISCHFANGAUSRÜSTUNGEN ANGESCHAFFT WERDEN. DIES ERMÖGLICHT MENSCHEN EINEN NEUANFANG.

ikrk.org/helfen-sie-uns | Dezember 2017 | 19


Musubao Kivauvwamo Muhindo/IKRK

IHRE SPENDE SCHENKT HOFFNUNG MIT 1 FRANKEN PRO TAG HELFEN SIE EINEM MENSCHEN, NEU ANZUFANGEN Weltweit gibt es immer mehr Menschen, denen der Krieg alles genommen hat. Eine regelmässige Spende Ihrerseits ermöglicht es den Betroffenen, langfristig ihr Leben wiederaufzubauen. Mit nur einem Franken pro Tag unterstützen Sie Menschen wie Zainab im Irak, die durch eine Granate ein Bein verloren hat. Dank der von uns bereitgestellten Nähmaschine näht und verkauft sie heute Kleider und ist dadurch wieder so unabhängig wie früher. Sie können Menschen wie Zainab zu einem Neuanfang verhelfen.

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FRANKEN IM MONAT

FRANKEN IM MONAT

FRANKEN IM MONAT

ermöglichen Sie einer Kriegswitwe, einen Kurs zu besuchen und ein Arbeitsgerät (z.B. eine Nähmaschine) zu erhalten.

ermöglichen Sie zwei Minenopfern, eine physiotherapeutische Behandlung zu erhalten.

werden RotkreuzFreiwillige darin ausgebildet, durch Konflikte getrennte Familien wieder zusammenzuführen.

MIT IHRER REGELMÄSSIGEN UNTERSTÜTZUNG KÖNNEN WIR MENSCHEN IM KRIEG EINE BESSERE ZUKUNFT ERMÖGLICHEN

Internationales Komitee vom Roten Kreuz Spendenbetreuung Avenue de la Paix 19 CH-1202 Genf Tel: + 41 22 730 21 71 Fax: + 41 22 730 28 99 E-Mail: spenden@ikrk.org Postkonto: 12–5527–6 Website: ikrk.org/helfen-sie-uns

IKRK | In Aktion | Dezember 2017  
IKRK | In Aktion | Dezember 2017  
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