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Beauty & Mode

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28. Mai – 10. Juni 2010

Das ideale Make-up für heiße Tage

Weniger ist mehr! Foto: Loleia/Stockxchange

Von Andrea Rink

Make-up im Sommer – viele Frauen sagen dazu: nein danke. Foundation, Rouge und Co. zeigen in der heißesten Zeit des Jahres in der Tat auch – vor allem auf den kanarischen Inseln – gern mal die fatale Neigung, sich in der Sommerhitze zu verflüchtigen. Das Ergebnis lässt sich wunderbar mit den Worten „nicht schön, aber selten“ zusammenfassen. Aber es gibt ein paar wunderbare BeautyVerbündete für heiße Tage, mit denen man auch dann gut aussieht, wenn die Sonne gnadenlos vom Himmel brennt.

Für ein ausdrucksstarkes Gesicht braucht es nicht viel Make-up

Die Augen und Brauen werden geschickt betont

Innenseite, also direkt unter der Iris aufgebracht, wirkt Eyeliner besonders intensiv, weil dunkle Töne wie Braun oder Schwarz das Weiße des Auges besonders gut zur Geltung bringen. Aber Achtung: Vor allem, wenn man ein wenig kleine Augen hat, sollte man darauf verzichten – Kajal an dieser Stelle verkleinert nämlich zusätzlich. Stattdessen lie-

Beinahe wie ungeschminkt: Lipgloss in Nude-Tönen.

Mit einem Kajalstift lassen sich ganz natürliche Linien zaubern

Foto: Sarah Nixon/Stockxchange

wirkt, geben den Augen einen „Rahmen“ und betonen generell das Gesicht. Leider gehören die Augenbrauen immer noch zu den Stiefkindern der Beauty; wuchern wild vor sich hin oder werden viel zu radikal gezupft. Ersteres sieht nicht gerade gepflegt aus, letzteres dagegen wirkt maskenhaft und unnatürlich. Die Natur hat sich in den meisten Fällen durchaus etwas dabei gedacht, als sie unserem Gesicht seine Brauenform geschenkt hat. Deshalb sollten sie auch nicht zu stark verändert werden. Das Motto „Weniger ist mehr“, ist also auch hier angesagt. Generell gilt: Je großflächiger das Gesicht, desto markanter sollten die Brauen sein. Eine Form jedoch passt zu jedem Gesicht: In den ersten zwei Dritteln ihrer Länge steigt die Braue an und fällt dann leicht ab. Auch für den richtigen Gebrauch des Kajalstifts gibt es einige Beauty-Regeln: Auf der

ren Augenlid – und hier muss es auch die flüssige Variante sein. Zunächst direkt an der oberen Wimpernreihe eine dünne Linie ziehen – dabei unbedingt in einem Durchgang arbeiten. Zu den Augenwinkeln hin wird der Eyeliner etwas breiter, und nach oben verlaufend, aufgetragen. Highlight für den Abend: der sogenannte „Schwalbenschwanz“. Dabei teilt sich die

Foto: Tom Koldewijn/Stockxchange

nem Malachit oder Lapislazuli. Selbst Wimperntusche – bis heute unverzichtbares BeautyAccessoire – war in der Antike bereits bekannt: Vornehme Römerinnen nutzen dazu verbrannten Kork. Heute sind die Ingredienzen für diese Beauty-Must-Haves nicht mehr so exotisch. Dennoch: Mascara, Augenbrauenstift und Kajal machen sich vor allem in der heißen Jahreszeit unentbehrlich. Denn sie schenken den Augen Tiefe und Ausdruck, wirken dabei, je nach Schminktechnik, ganz natürlich oder dramatisch. Wasserfeste Produkte garantieren darüber hinaus eine lange Lebensdauer von Wimperntusche und Kajal – selbst bei einem erfrischenden Bad im Atlantik. Besonderer Beauty-Tipp: Beim Sommer-Make-up die Augenbrauen nicht vergessen. Sie entscheiden wesentlich darüber, ob der Blick offen und klar

ber eine Linie direkt unter dem unteren Wimpernkranz ziehen. Wer nicht so viel Übung hat, nimmt keinen flüssigen Eyeliner, sondern einen Stift mit weicher Mine. Kleine Patzer beim Schminken lassen sich dann nämlich schnell mit einem Wattestäbchen ausmerzen. Besonders natürlich wirkt Kajal, wenn er nicht in einer durchgehenden Linie gezogen wird, sondern in einzelnen „Pünktchen“. Neben den klassischen Farben schwarz und braun (besonders dezent), gibt es Eyeliner und Kajal in diesem Sommer auch in modischen Farben wie etwa Violett, Grün oder Blau. Hier entscheidet die Augenfarbe über den Ton des Stifts: Zu braunen Augen beispielsweise wirkt Lila besonders schön, blaue Augen dagegen erhalten durch gleichfarbigen Kajal ein besonderes Strahlen. Unverzichtbar für angesagten Sommer-Look der Sixties ist Eyeliner auf dem obe-

Foto: Whitney Taylor/stockxchange

Foto: Vea Avernalis/Stockxchange

Dabei spielen die Augen die entscheidende Rolle. Dass ein „sonnenfestes“ Augen-Male-up die halbe Miete ist, um schön und gepflegt auszusehen, wussten bereits die Frauen im antiken Ägypten. Sie benutzten Kajal und Lidschatten aus gemahle-

Linie am Augenwinkel in zwei Linien auf. Mascara gibt es heute für jeden Wimperntyp. Zusätzlich sorgen spezielle Bürstchen, zum Beispiel aus Gummi, dafür, dass selbst feinste Härchen erreicht und von Farbe überzogen werden können. Wimperntusche am besten zunächst am Unterlid auftragen. Dabei so dicht wie möglich an den Wimpernkranz gehen, und mit einem Schwung die ganze Länge der Wimpern tuschen. Das gleiche Prinzip gilt auch für die oberen Wimpern. Für tagsüber reicht meistens ein Tuschvorgang; am Abend hingegen die Wimpern ruhig mehrfach mit Farbe überziehen. Dabei aber zwischen den einzelnen Tuscheschritten die Farbe unbedingt trocknen lassen. Wer auf Mascara im Sommer verzichten möchte: Man kann sich die Wimpern prima beim Friseur färben lassen. Das Ergebnis ist für rund sechs Wochen dauerhaft. Außer den Augen spielen beim Make-up vor allem die Lippen eine große Rolle – natürlich auch im Sommer. Statt Lippenstift in intensiven Farben, sollte man aber lieber zu tranparenten Nuancen oder gleich zu Gloss greifen. Der schenkt Lippen nur einen Hauch von Glanz und Farbe – perfekt für den lässigen Sonnen-Look, der jetzt so angen sagt ist.

Mascara wird immer direkt am Wimpernkranz angesetzt

Kanaren Express 92  
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