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Hufspu ren

Mai / Juni 2011

Das Magazin für‘s Pferdeglück

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Inhalt

Pferdeglück Safari durch den Trainerdschungel Fit im Sattel - Ein Selbstversuch Mounted Games mit Feingefühl - Zurück zu Spiel und Spaß Der Umgang mit dem Knotenhalfter Seniorenteller - Die Ernährung für das alte Pferd

Seite 9 Seite 16 Seite 18 Seite 30 Seite 36

Nachgedacht Wenn es so sein müsste... Die Leistungsfalle - Wenn wir uns selbst im Weg stehen

Seite 4 Seite 25

Hufspuren Erinnerung Pferdeliebe

Seite 28 Seite 29

Stallgeflüster Szenen aus dem Pferdeleben: Bodenarbeit Sprachbegabt

Seite 33 Seite 39

Lesenswert Eckart Meyners: Reiten als Dialog

Seite 15

Suchen & Finden

Seite 40

Termine

Seite 42

Impressum

Seite 45

● Kompetente Beratung & Service Wir beraten in allen Fragen rund um Fütterung, artgerechte Haltung, Tierschutz, Betriebsgründung & -führung, Pferdekauf und mehr...

● auSBildungS

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zum

pferd

Wir bieten mobilen Unterricht, Training, Ausbildung & Beritt für alle Reitweisen, sowie individuelle Seminare & Lehrgänge nach Ihren Wünschen Schierhorner Straße 44 • 21271 Dierkshausen • Tel. 04184-850833 • www.gentle-horse-ranch.de


Editorial Liebe Pferdefreunde, wir freuen uns sehr, Euch heute die erste Ausgabe der „Hufspuren“ präsentieren zu können. Natürlich ist der Markt voll von Pferdezeitschriften verschiedenster Art und Ihr fragt Euch vielleicht, warum es nun noch eine mehr davon geben soll. Es geht uns nicht darum in den Konkurrenzkampf mit den großen Zeitschriften zu treten und um zahlungskräftige Leserschaft zu werben. Unser „Magazin für’s Pferdeglück“ soll jedem zugänglich sein, der darum bemüht ist seinen Pferden das Leben lebenswert zu gestalten und seine Vierbeiner als Partner und nicht als Sportgeräte betrachtet. Wir möchten unsere Erfahrungen und Erkenntnisse allen zugänglich machen, die sich dadurch inspirieren lassen und sie in ihr Pferdeleben mit einbringen möchten. Unter unseren Autoren sind Freizeitreiter, anerkannte Trainer und Ausbilder, Experten für Gesundheitsfragen, Spezialisten für artgerechte Haltung und viele weitere schreibfreudige Pferdemenschen, die die Hufspuren in ihrem Leben mit anderen teilen möchten und denen der zwanglose und harmonische Umgang mit dem Pferd am Herzen liegt. Sie alle schreiben ehrenamtlich und so können wir Euch das Magazin völlig kostenlos zur Verfügung stellen, denn wir sind der Meinung dass Lernen zum Wohl der Pferde keine Frage des Geldes sein sollte. Wir hoffen, dass wir mit diesem Magazin ein wenig dazu beitragen können Mensch und Pferd einander noch näher zu bringen und ihnen kleine Wegweiser auf dem Weg ins Pferdeglück sein dürfen. Wir wünschen Euch viel Vergnügen beim Lesen und Experimentieren,

Maritres Hötger und das Team der „Hufspuren“

Foto oben: Renée Hawk Titelfoto: Gentle Horse Ranch

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Nachgedach t

Wenn es so sein müsste... ...dann würde ich das Reiten und den Umgang mit Pferden lieber lassen... Meine Tätigkeit als reisende Seminarleiterin bringt es mit sich, dass ich sehe, wie Pferde in anderen Ställen gearbeitet, geritten und gehalten werden. Und was ich da so zu sehen bekomme, ist schon sehr unterschiedlich. In manchen Ställen herrscht eine richtige Wohlfühlatmosphäre. Mensch und Pferd strahlen Ruhe und Zufriedenheit aus, der Umgang ist respekt- und liebevoll und das Reiten und die Arbeit mit den Pferden ist schön anzusehen. In solchen Ställen ist es ein Vergnügen, einen Kurs abhalten zu dürfen und meine Pferdewelt ist in heiler Ordnung. Doch leider ist das keine Selbstverständlichkeit und so sehe ich auch vieles, was so gar nicht in meine Vorstellung von pferdegerechtem Umgang, pferdegerechtem Reiten und pferdegerechter Haltung hineinpasst und ich muss es leider so krass sagen: Oftmals bin ich zutiefst schockiert! Ja, ich habe Rollkur in übelster Ausführung im Fernsehen gesehen, schlimme Bilder in Zeitschriften oder im Internet und ich weiß, dass es in vielen Ställen ganz normal ist, dass Pferde 23 Stunden am Tag in einer Box ihr trübseliges Dasein als Sportgerät fristen. Aber so etwas “live” im ganz normalen Reitstallalltag zu sehen, ist noch mal was ganz anderes als aus der Distanz in den Medien. Und es werden Erinnerungen in mir geweckt, an die ich eigentlich nicht erinnert werden möchte… 4

Wie gut ich das noch in Erinnerung habe… Denn auch ich habe viele Stunden mit und auf Pferden hinter mir, auf die ich alles andere als stolz bin. Ja, auch ich habe nach Reitstunden Blasen an den Fingern gehabt, weil mein Pferd ja “ach so hart” im Maul war und ich auf meinen Reitlehrer gehört habe, der mir die Anweisung gab, “gegenzuhalten”. Auch ich nutzte die Macht von Hilfszügeln in der Überzeugung, dass der Pferdekopf ja nunmal irgendwie runter muss, damit das Pferd “gesund” läuft. Und ja, wenn das Pferd nicht so wollte wie ich, setzte es auch mal was mit der Gerte…

Kampf statt Tanz Viele Einheiten waren alles andere als ein harmonischer Tanz mit dem Pferd. Es waren eher Kämpfe und es galt als Sieger aus der Reitstunde herauszugehen. Dafür war der Einsatz von Waffen, oh Entschuldigung, ich meine natürlich das Verstärken der Hilfen ( wie z.B. ein pieksender Sporen, die strafende Gerte, ein fixierender Hilfszügel usw.) gerechtfertigt, denn ich verfolgte ja schließlich die gute Absicht, das Pferd in gesunder Haltung zu reiten. Das Pferd muss ja nunmal auf die Hinterhand gesetzt


Nachgedach t werden, egal, wie viel Kraft und Hilfeneinsatz dazu nötig ist, denn ansonsten schadet das Reiten dem Pferd. So war meine Überzeugung damals. Und riß das Pferd vor Schmerz das Maul auf, gab es ja eng zu verschnallende Sperrriemen, die genau das verhinderten… Und hat mich jemand gefragt ob ich Pferde liebe, so habe ich aus ehrlichem Herzen “Ja!” gesagt.

Lieben wir unsere Pferde? Wirklich? Ich bin überzeugt davon, dass die große Mehrheit aller Reiter und Pferdemenschen die Frage, ob sie ihr Pferd lieben, mit “Ja” beantworten. Nur, wenn ich dann mit meinem heutigen Wissen und meiner jetzigen Überzeugung und Einstellung in viel zu vielen Ställen sehe, wie: • Reiter an den Mäulern ihrer Pferde riegeln, • mit oder ohne Einsatz von Hilfszügeln die Nasen ihrer Pferde auf die Brust ziehen, • versuchen, jeden Tritt des Pferdes über energisches Treiben (oder eher Treten?) herauszureiten, • Pferde mit der Gerte geschlagen werden, die ja “ach so widersetzlich” sind, • Pferdeaugen, die unendlichen Kummer und Schmerz ausstrahlen

und wenn ich Kommentare höre, wie: “der blöder Bock will heute wieder nicht“, bin ich zum Teil kaum noch in der Lage mich auf meinen Unterricht zu konzentrieren. Ich gebe mir alle Mühe diese Bilder und Gefühle während meiner Arbeit nicht an mich heranzulassen. Aber sie wirken stark in mir nach und ich kann nicht verstehen, warum anscheinend so viele Pferdemenschen trotz des Wissens, das wir heute über Pferde haben, nicht damit beginnen, ihr Verhalten kritisch zu hinterfragen.

Warum sind Kraftreiterei, Umgang mit Pferden und die Haltung in Einzelzellen ohne Freigang in so vielen Ställen vollkommen normal?

ein roher, gewaltgeprägter

Viele, für die Gewalt dem Pferd gegenüber normal ist und viele, die ihre Pferde nicht artgerecht halten, sagen von sich, dass sie Pferde lieben und dass Reiten ihr Hobby ist und dass Ihnen das Reiten und der Umgang mit ihrem Pferd Spaß machen. Und dann sieht man, wie die Gesichter rot vor Zorn und Anstrengung werden, hört immer wieder dieselben lieblosen Worte und sieht echte Misshandlungen an den doch angeblich so geliebten Lebewesen. Ich verstehe diesen Widerspruch nicht und ich tue mich immer schwerer damit…

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Nachgedach t Ein Glück! Es geht auch anders Wir alle machen Fehler und jeder kann auch mal auf falschen Wegen wandeln. Aber wir sollten eines immer tun: Unsere Handlungen kritisch hinterfragen. Wir sollten uns im Spiegel ehrlich in die Augen schauen und uns fragen, ob unsere Art zu reiten, ob unser Umgang mit dem Pferd und ob seine Haltung wirklich pferdegerecht sind. Und ob unser Pferd auch so viel “Spaß” an unserem Hobby hat, wie wir… Ich habe heute, wie auch früher, die Absicht, meine Pferde “gesund” zu reiten. Ich habe Spaß am Dressur-

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reiten und möchte meine Pferde sowohl am Boden, als auch unter dem Sattel sinnvoll gymnastizieren. Aber ich bin heute nicht mehr bereit, meine Pferde einen hohen Preis für mein Vergnügen zahlen zu lassen. Für mich ist die Vorstellung, • dass meine Pferde darunter leiden würden, dass ich sie reite, • dass sie sich aus Angst und Schmerz verspannen würden, weil ich grob mit ihren Mäulern umgehe,


Nachgedach t • dass ich meine Pferde mit Lederriemen in eine Haltung fixieren müsste, die ihnen mit Sicherheit nach kurzer Zeit starke Schmerzen zufügen würde, nicht mehr zu akzeptieren.

sehen ist, hat für mich mit echter Versammlung oder mit einem “auf der Hinterhand sein” oder auch nur mit einem “gut Gehen” nichts zu tun. Was ich statt dessen oft sehe, sind für mich arme, zusammengezogenene, bemitleidenswerte Pferde!

Müsste es tatsächlich so sein, dann würde ich lieber auf “meinen Spaß” und auf das Reiten verzichten.

Es geht wunderbar ohne Kraft und körperliche Überlegenheit

Heute weiß ich aber zum Glück, dass man auch • ohne Hilfszügel, • ohne Kraft, • ohne mit dem Pferd kämpfen zu müssen • und ohne Strafe zu dem Zielbild eines losgelassenen Pferdes in gesunder Körperhaltung unter dem Reiter kommen kann. Und heute gehe ich noch weiter und sage: Und zwar nur so! Denn jedes ehrlich “gut gehende” Pferd darf den elementarsten Punkt der Ausbildungsskala nie verlieren: die Losgelassenheit!

Weder Reiten noch der Umgang mit einem Pferd muss von Kraft und Gewalt geprägt sein. In einem Longenpraxiskurs, den ich vor kurzem gegeben habe, hat ein neunjähriges Mädchen mit einer vierjährigen Oldenburger Stute teilgenommen und hat allen Anwesenden eindrucksvoll gezeigt, dass es keinerlei Kraft und körperliche Überlegenheit braucht, um ein junges Pferd zu händeln und gymnastizierend wertvoll zu longieren. Es war einfach wunderschön, den beiden bei ihrer gemeinsamen Arbeit zuzusehen . Rahel Lea und Linette bei der Arbeit nach dem Longenkurs:

Losgelassenheit bekomme ich nur bei der Abwesenheit von Schmerz und Zwang Losgelassenheit ist nur möglich, wenn das Pferd keine Schmerzen leidet und nicht drangsaliert wird. Vieles von dem, was so häufig zu 7


Nachgedach t Ich weiss für mich eines mit absoluter Sicherheit: Sicher mache ich auch heute noch Fehler und ich habe immer noch viel zu lernen. Aber ich kann sagen, dass ich heute sehr vieles nicht mehr tue, was ich früher für “normal” hielt und dass ich auch nicht mehr bereit dazu wäre, es zu tun. Müsste man, um ein Pferd “gut” zum Laufen zu bekommen, • tatsächlich viele Kilos in der Hand haben, • jeden Tritt mit Kraft im Schenkel herausreiten, • dem Pferd beim Reiten Kummer und Schmerzen bereiten, • grob auf ein Pferd einwirken, damit das Pferd gesund läuft

und wäre Rohheiten gegenüber Pferden der Preis, den man eben für „erfolgreiche Pferdearbeit“ zahlen müsste, dann weiß ich für mich eines mit absoluter Sicherheit: Ich würde es sein lassen! Ich würde mit Leichtigkeit auf das Hobby Reiten verzichten und mir schwören, nie wieder ein Pferd zu halten und zu besteigen! Doch zum Glück weiß ich, dass es auch anders geht. Weder das Reiten noch der Umgang mit Pferden muss ein Krieg und Kraftakt sein. Oder anders gesagt: Sowohl das Reiten als auch der Umgang mit Pferden darf niemals ein Krieg und Kraftakt mit Pferden sein! Ist es so, läuft etwas gewaltig falsch. Babette Teschen

Babette Teschen betreibt seit 1996 den Pferdehof Teschen - Zentrum für ganzheitliche Betreuung. Sie ist ausgebildete Tierheilpraktikerin und arbeitet im Unterricht und Seminaren nach Linda Tellington-Jones, Sally Swift und Moshé Feldenkrais. Sie hat einen pferdegerechten „Longenkurs“ entwickelt und zusammen mit Tania Konnerth die Internet-Plattform „Wege zum Pferd“ ins Leben gerufen, auf der die beiden regelmäßig über ihre Arbeit mit Mensch und Tier berichten und Pferdefreunden neue Anregungen für das tägliche Training geben. www.pferdehof-teschen.de • www.wege-zum-pferd.de

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Pferdeglück

Safari durch den Trainer-Dschungel Teil Eins: Was macht einen guten Trainer aus „Der Trainer bringt‘s!“ wirbt die FN, doch wer sich ernsthaft auf die Suche nach Unterstützung macht, der steht ganz schnell im Wald, denn die neuen Trainingsmethoden und ihre Anhänger schießen wie Pilze aus dem Boden - und natürlich hat jeder einzelne davon die ultimative Patentlösung zum Erfolg. Die Pferdewelt ist in unzählige kleine Lager gespalten und über die Fragen wer denn nun pferdefreundlicher und kompetenter sei und ob man neue Wege gehen oder an Traditionen festhalten soll erhitzen sich die Gemüter. Fragt man da ganz unbedarft in die Runde wer einem einen guten Trainer empfehlen könnte, herrscht innerhalb kürzster Zeit Ausnahmezustand im Stall. Als Turnierreiter hat man es noch vergleichsweise leicht. Die Qualität eines Trainers im Leistungssport wird meist an seinen Turniererfolgen gemessen und die sind für jeden einsehbar. Nun braucht man sich nur noch jemanden aussuchen der möglichst die Trainerlizenz vorweisen kann und in der eigenen Disziplin Erfolge feiert und hofft darauf, dass er einem etwas beibringen kann. Jedenfalls in der Theorie. Als Freizeitreiter, ganz gleich ob Waldund Wiesenflitzer, Anhänger alternativer Reitweisen oder Freund der klassischen Künste, hat man es deutlich schwerer. Während die FN über ein fest reglementiertes Ausbidungssys-

tem für ihre Trainer verfügt, machen sich die Trainer anderer Methoden ihre eigenen Regeln. Die Begriffe „Reitlehrer“ und „Pferdetrainer“ sind nicht geschützt und daher kann jeder dem gerade danach ist, sich Trainer nennen, sein eigenes Programm entwickeln und sogar von ihm selbst lizensierte „Trainer“ in die Welt hinausschicken. Die Bandbreite reicht hier von echten Fachleuten über die verschiedensten Autodidakten und Entwickler vermeintlich neuer Methoden, bis hin zum „Schüler von“, der glaubt nach einem Seminar beim Meister glaubt zu wissen was er tut. Kein Wunder das bei diesem Durcheinander viele Reiter frustiert von Trainer zu Trainer wandern, sich in die unzähligen Selbsthilfebücher stürzen und sich letztendlich wieder auf das altbewährte „ich will ja nur ausreiten, ich brauche keinen Trainer“ verlegen.

Brauche ich überhaupt einen Trainer? Streift man durch die Regale der Buchläden, so scheint es als könne jeder Pferdefreund seinen Vierbeiner problemlos Kapitel für Kapitel innerhalb kürzester Zeit in sein persönliches Traumpferd verwandeln.

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Pferdeglück Gewiß gibt es auch einige erfahrenere Pferdemenschen denen das gelingt, aber der Großteil von uns wird sich doch eingestehen müssen, dass das was im Buch so einfach aussah in der Praxis irgendwie viel komplizierter ist und oftmals so überhaupt nicht klappen will.

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Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen kann kein Pferd nach SchemaF ausgebildet werden. Was für das eine Pferd hervorragend funktioniert, kann beim nächsten unter Umständen völlig wirkunsglos sein oder im schlimmsten Fall sogar Flucht- oder Aggressionsverhalten auslösen. Die eigentliche Kunst liegt hier weniger in der Technik als in der Fähigkeit zu verstehen, was das Pferd uns mitteilen will und dem entsprechend zu handeln. Zum anderen haben die wenigsten Menschen ein so hervorragendes Körperbewusstsein, dass sie in der Lage wären jede noch so kleine Bewegung bewusst zu steuern und zu kontrollieren, ohne eine Rückmeldung darüber zu bekommen, ob sie es gerade richtig machen.

Ganz gleich ob im Sattel oder am Boden, vier Augen sehen mehr als zwei und kompetente Unterstützung ist stets eine Hilfe.

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Daher ist es für Pferdefreunden jeden Niveaus, auch für erfahrene Trainer selbst , immer sinnvoll sich regelmäßig Unterstützung und Feedback von außen zu holen.

Doch wie soll man sich in diesem Dschungel zurecht finden? Die meisten Pferdefreunde suchen sich ihre Trainer nach der Reitweise und/ oder Trainingsmethode aus, die sie für die passendste oder pferdefreundlichste halten. Tatsächlich ist das aber gar nicht das wichtigste Kriterium bei der Trainerwahl. Reitweisen und Trainingsmethoden sind immer genau so pferdefreundlich wie derjenige, der sie ausübt. Daher sollte man bei der Wahl als erstes danach gehen, welche Qualitäten der Trainer selbst hat. Nun liegt es natürlich im Interesse des Trainers sich möglichst gut zu verkaufen und er kann einem im wahrsten Sinne des Wortes „was vom Pferd erzählen“, aber es gibt einige Dinge, die man auch mit wenig eigener Erfahrung beurteilen kann ohne sich von der Selbstvermarktung einnehmen zu lassen.

Sympathie & Bauchgefühl Das Wichtigste ist ohne Zweifel, dass die Chemie zwischen Schüler, Pferd und Trainer stimmt. Wenn man schon beim Kennenlernen ein flaues Gefühl


Pferdeglück im Magen hat, wenn man sich in Gegenwart des Trainers nicht wohlfühlt oder wenn das Pferd deutlich zeigt dass es mit dem Trainer nichts zu tun haben will, dann geht die Suche weiter, denn wenn sich einer der Beteiligten beim Training merklich unwohl fühlt, dann stimmt da etwas nicht.

Umgang mit Mensch und Tier

Quelle: Nina Walther, Gabriele Stern

In vielen Reiterköpfen ist bis heute das Bild des militärischen Reitschuldrills verwurzelt. Sie nehmen es klaglos hin, dass sie im Unterricht angebrüllt und zur Schnecke gemacht werden und kommen auch Aufforderungen wie „Wenn der Gaul nicht läuft dann hau halt mal ordentlich drauf !“ unverzüglich nach, denn schließlich ist der Reitlehrer ja eine Respektsperson. Das ist ausgemachter Blödsinn. Respekt muss man sich verdienen. Und wer mich anschreit und mich auffordert meinem Pferd Schmerzen zuzufügen, der verdient meine Respekt nicht.

Freundlichkeit und Geduld gegenüber Mensch und Tier gehören zu den wichtigsten Eigenschaften eines guten Trainers

Der eine oder andere hat vielleicht schon einmal vom Milgram-Experiment gehört. Dort wurden Probanden von vermeintlichen Professoren dazu aufgefordert angeblichen Testpersonen Stromstöße zu versetzen wenn diese eine Aufgabe nicht lösen könnten - im Namen der Wissenschaft versteht sich. Die Bereitschaft der Probanden dieser Auffordung nachzukommen war erschreckend hoch... Ein guter Trainer wird Mensch und Tier freundlich und offen begegnen und sein Möglichstes tun um den Bedürfnissen beider gerecht zu werden. Natürlich ist er auch konsequent und kann auch mal energischer werden wenn es nötig ist, behält dabei aber die Selbstbeherrschung und wird weder Pferd noch Mensch gegenüber ausfallend. Im Idealfall ist er immer Herr der Lage und bewahrt auch in kritischen Situation die Ruhe .

Fachkompetenz Selbstverständlich nützt es uns herzlich wenig wenn unser Trainer zwar von der menschlichen Seite echt super ist, aber nicht viel von Pferden versteht. Da Pferde sehr komplexe Tiere sind und auch die Reiterei nicht zu den einfachsten Sportarten gehört, muss ein guter Trainer sehr vielseitig ausgebildet sein. Es ist jedem selbst überlassen, ob er lieber einen Spezialisten für ein Gebiet hat oder einen Allrounder der in allen Sätteln zu Hause ist, einige 11


Pferdeglück Dinge sollten aber zum Grundwissen jedes Trainers gehören.

Pferdekörper haben und welchen Trainings es bedarf das Pferd gesund zu erhalten. Genauso wichtig ist es aber auch zu wissen, die die einzelnen Partien des menschlichen Körpers zusammenspielen und welche Probleme und Verspannungn sich wie auf Sitz und Hilfengebung und damit auch auf das Pferd auswirken.

Dass ein Trainer in der Lage ist Probleme zu erkennen und die Elemente der Reitlehre oder Trainingsmethode die er unterrichtet bzw. anwendet kennen und bis zu dem Niveau das er unterrichtet auch beherrschen sollte, versteht sich wohl von selbst. Das ist aber längst nicht alles.

Darüber hinaus sollte man von einem Ausbilder erwarten können dass er sich mit der Wirkungsweise der von ihm verwendeten Ausrüstungsgegenstände und Hilfsmittel auskennt, also zum Beispiel auch erklären kann wie die Zäumung die man verwendet auf das Pferd wirkt oder wie eine spezielle Sattelform den Sitz des Reiters oder auch die Gänge des Pferdes beeinflusst.

So ist beispielsweise das Wissen um das Instinktverhalten des Pferdes als Flucht- und Herdentier unabdingbar, denn das Training kann nur erfolgreich sein, wenn die instinktiven Reflexe des Pferdes berücksichtigt werden. Ebenso sollte die grundlegende Körpersprache von Mensch und Pferd bekannt sein, damit die beiden einander auch verstehen.

Nicht zuletzt sollte ein Trainer im Pferdesport natürlich auch über Kenntnisse im Bereich des Tierschutzes und der artgerechten Haltung verfügen.

Der nächste wichtige Punkt ist die Biomechanik von Pferd und Reiter. Der Trainer sollte wissen welchen Effekt Übungen und Lektionen auf den

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Übrigens lernt der Mensch ja bekanntlich nie aus und daher sollte es für jeden Trainer selbstverständlich sein sich regelmäßig fortzubilden und auch selbst Unterricht zu nehmen oder Lehrgänge zu besuchen.

Unterrichten heißt die eigenen Kenntnisse und Erfahrungen an andere weiterzugeben um ihnen den Weg zu weisen.

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Didaktik & Motivation Ebenso wichtig wie die fachliche Kompetenz ist die Fähigkeit eines Trainers Dinge zu vermitteln. Was nützt es mir, wenn er die größten Turniererfolge feiert oder mit seinem Pferd frei die


Pferdeglück schönsten Lektionen erabeiten kann, wenn er nicht in der Lage ist mir zu erklären wie ich selbst dahin komme?

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Gerade hierbei ist es wichtig, dass der Ausbilder in der Lage ist, sich auf jedes Pferd-Reiter-Team individuell einzustellen. Dazu gehört, dass er die passenden Methoden findet um beide voran zu bringen und Alternativen anbietet wenn eine Methode nicht zum gewünschten Ergebnis führt. Darüber hinaus muss er aber auch in der Lage sein sich der körperlichen und emotionalen Tagesform seiner Schützlinge anzupassen. Ein gestresster Reiter auf einem nervösen Pferd wird kaum in der Lage sein große Fortschritte bei bestehenden Schwierigkeiten zu machen und ist meist besser mit der Verfeinerung der Grundlagen und der Arbeit an sich selbst beraten, während ein Duo das nur so vor Motivation strotzt sich vermutlich furchtbar langweilen wird wenn „nur“ punktgenaues Reiten im Schritt geübt wird. Grundsätzlich gilt: „Fordern, aber nicht überfordern.“

Abwechslungsreiches Pferd und Reiter.

Training

Ein guter Trainer kann übrigens immer erklären, welchen Zweck er mit seinen Übungen verfolgt, und hat den Sinn dahinter verstanden und sich das Ganze nicht einfach nur abgeschaut. Des weiteren sollte er Pferd und Reiter natürlich motivieren. Das klingt einfacher als es ist, denn die Motivation ist von vielen Faktoren abhängig. Natürlich ist es der Job eines Trainers uns auf unsere Schwächen aufmerksam zu machen. Damit wir aber nicht völlig daran verzweifeln muss er ebenso in der Lage sein aufzuzeigen was schon gut klappt und wo wir Fortschritte machen. Er sollte immer aufmuntern, dabei aber dennoch die Situation klar beurteilen und gleichzeitig Lösungswege aufzeigen. Zusätzlich muss das Training für Pferd und Reiter sinnvoll aber zugleich auch abwechslungsreich sein, denn kaum etwas frustriert alle Beteiligten mehr, als stundenlang an ein und der selben Lektion zu arbeiten und trotzdem keine Fortschritte zu machen. Essentiell für die Motivation ist übrigens auch, dass der Trainer sich an den Zielen seiner Schüler orientiert und nicht daran, was er selbst für Vorlieben hat. Natürlich kann und soll er beraten, wenn die Ziele dem Leistungsvermögen von Mensch und Tier nicht entsprechen, aber dann sollte er auch Alternativen aufzeigen können, die als neue Ziele neuen Antrieb geben.

motiviert

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Pferdeglück 5. Vertrauen

gelingen jeden einzelnen Tag seines Lebens allen Ansprüchen gerecht zu werden, aber ich hoffe dass meine Gedanken sowohl Reitern als auch Trainern eine kleine Hilfestellung auf ihrem Weg sein können. In der nächsten Ausgabe der „Hufspuren“ werden wir unsere Safari fortsetzen und einen Blick auf die gegenwärtig populärsten und bedeutendsten Trainingsmethoden und ihre Vertreter werfen...

Natürlich sind auch Trainer nur Menschen und kaum jemandem wird es

Text: Maritres Hötger Fotos: Gentle Horse Ranch, Nina Walther, Gabriele Stern Horsepsychology,

Quelle: Nina Walther, Gabriele Stern

Der letzte, aber mit wichtigste Punkt ist das Vertrauen. Reiterliche Fortschritte und Lernerfolge werden sich nur einstellen, wenn der Reiter, aber auch das Pferd, darauf vertrauen können das der Trainer weiß was er tut, geduldig mit Mensch und Tier arbeitet, auch in kritischen Sitiuation Ruhe bewahrt und schnell und richtig reagiert, und stets ein verständnisvoller und hilfsbereiter Ansprechpartner ist.

Wenn ein Trainer so mit Mensch und Pferd harmoniert, hat man den richtigen gefunden.

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Lesenswert

„Reiten als Dialog“ Eckart Meyners, Hannes Müller & Kirsten Niemann „Die vornehmste Aufgabe des Sitzes ist es, das Pferd nicht zu stören.“ Was Bent Branderup so elegant in Worte kleidet, war und ist in der modernen Reiterei nicht immer selbstverständlich. Verspannte Reiter, auf noch verspannteren Pferden, die im vermeintlich „korrekten“ Sitz Lektionen fordern denen sie eigentlich selbst im Weg stehen oder besser gesagt sitzen, gehören noch immer zum täglichen Bild in den meisten Reitställen. Sportpädagoge Eckart Meyners beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren damit, die Bewegungsmuster beim Reiten zu untersuchen und Übungen zu entwickeln und zusammenzustellen, die dem Reiter ermöglichen, sich den Bewegungen des Pferdes geschmeidiger anzupassen und die „Störfaktoren“ nach und nach zu reduzieren. Seit einigen Jahren finden seine Erkenntnisse nun den Weg in unsere Reithallen und die Ergebnisse sprechen Bände. Verspannte Rücken und krampfhapft herabgedrückte Absätze weichen losgelassenen Reitern auf losgelassenen Pferden, die es sichtlich genießen ihre Bewegungen wieder entfalten zu dürfen. Nach dem sich Meyners in seinen vorherigen Büchern insbesondere der Beweglichkeit des Reiters widmete, hat er nun gemeinsam mit Hannes Müller

von der Deutschen Reitschule in Warendorf und Pferdewirtin Kirsten Niemann ein Werk herausgebracht, das einen Schritt weiter geht. „Reiten im Dialog“ schlägt eine Brücke zwischen dem Bewegungstraining und der klassischen deutschen Reitlehre. Wissenschaftlich fundiert, detailliert und trotzdem verständlich wird hier aufgezeigt, wie sich die neu gewonnene Beweglichkeit des Reiters noch verbessern und bewusst in der Hilfengebung umsetzen lässt und damit der Schlüssel zur effektiven und feinen Einwirkung und zum durchlässigen, zufriedenen Pferd wird. Ein wenig schade ist nur, dass sich die Ausführungen ausschließlich auf die Reitlehre der FN beziehen und Anhänger anderer Reitweisen ein wenig umdenken müssen um das Gelesene für sich umzusetzen. Dennoch gehört dieses Buch ohne Frage ins Regal jedes Pferdefreundes der sich den Einklang mit seinem Pferd zum Ziel gesetzt hat und ist zudem ein unverzichtbarer Ratgeber für Reitlehrer aller Disziplinen. Maritres Hötger

Reiten als Dialog E.Meyners, H. Müller, K. Niemann

Kosmos 2011 200 S., gebunden 29,95 €

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Pferdeglück

Fit im Sattel - Ein Selbstversuch Susett Queisert testet, wie sich Ausgleichssport auf Reitersitz, Koordination und Kondition auswirkt...

der Hüfte herab hängendes Bein. Jeden Mittwoch heißt es nun Arme hoch und Hüften kreisen lassen.

Da hab ich mir aber ganz schön was vorgenommen. Schon lange bin ich mit meinem Reitersitz unzufrieden. So habe ich die Angewohnheit, meinen Kopf leicht schief zu halten, eine Schulter hochzuziehen, ins Hohlkreuz zu fallen, bin fest in Becken und Hüfte und ziehe die Hacken hoch. Und ich denke, es ist noch lange kein Ende der Aufzählung in Sicht.

Die zweite Sportart ist Capoeira Angola, eine hier noch relativ unbekannte Kampfkunst aus Südamerika. Capoeira verbindet Kampfsportelemente aus Ringen, Jiu Jitsu und Wushu mit traditioneller rhythmischer Musik. Durch diese Art des Kampftanzes wird vor allem die Koordination und Reaktionsgeschwindigkeit verbessert. Und gerade bei der Bewegung des Pferdes, die nur bedingt für den Reiter hervorsehbar ist, kommt es auf blitzschnelle Reaktionen an. Immer Freitags – zur Vorbereitung auf ein entspanntes Wochenende – werde ich mich nun in die Ronda (so bezeichnet man den Kreis , in dem die Teilnehmer stehen) begeben und schauen, ob ich meinen Gegner durch Tanz und Kampfkunst um den Finger wickeln kann.

Ich bezeichne mich als relativ unsportlich, denn außer Reiten, mit dem Hund Gassirunden drehen und hin und wieder ein paar Bahnen im Schwimmbad ziehen, treibe ich keinen Sport. Nun soll sich also was ändern. So schrieb ich mich Ende März für zwei Unisport-Kurse ein, die vor allem meinen Reitersitz verbessern sollten. Als erstes wählte ich Bauchtanz. Klar, als erstes denkt man natürlich nicht, dass gerade der Orientalische Tanz zur Verbesserung des Reitersitzes führen soll. Doch das Gegenteil ist der Fall. So sorgen die Bewegungen von Bauch, Taille und Hüfte zunächst für tolle Bauchmuskeln. Aber genauso sorgen die rhythmischen Bewegungen der Körpermitte für eine lockeres, mitschwingendes Becken. Dies sorgt für eine geschmeidiges Mitschwingen in der Mittelpositur und ein locker aus 16

Zusätzlich zum Uni-Sport ist die dritte Sportart, der ich mich widmen werde das Laufen, klassisch als Joggen bezeichnet. Primäres Ziel dieser Ertüchtigung ist es, meine Kondition zu steigern. Und gibt es einen besseren Laufpartner als meinen Hund, mit dem ich mich nun zweimal die Woche auf den Weg machen werde, meiner mangelnden Kondition endlich den Kampf anzusagen? In regelmäßigen Abständen wer-


Pferdeglück de ich Euch berichten, wie sich mein Reitersitz durch den Ausgleichssport verbessert hat. Kann ich nun besser mitschwingen, oder ist mein Becken immer noch fest? Halte ich nun auch längere Trabreprisen aus, ohne gleich

einen Herzkoller zu bekommen? Und inwieweit hat Kampfsport Auswirkungen auf den Reiter und seine Reaktionsgeschwindigkeit?. Lassen wir uns überraschen…

Foto:S.Q.

Susett Queisert

Der „Ist-Zustand“: • Der Kopf ist gesenkt und die Mimik angespannt • Die Schultern und der Oberkörper fallen leicht nach vorn • Der Schwerpunkt liegt auf den Oberschenkeln und damit auf der Vorhand des Pferdes • Die Arme sind herabgedrückt und die Handgelenke fest

Foto: Susett Queisert

• Die Absätze sind leicht nach oben gezogen, das Bein ist insgesamt stark angespannt und klemmt

Wir sind gespannt auf die Veränderungen

In der nächsten Ausgabe der Hufspuren wird Susett von Ihren ersten Erfahrungen mit dem Ausgleichssport berichten... 17


Mounted Games mit Feingefühl - Zurück zu Spiel und Spass -

www.vmv-loisachtal.de

Pferdeglück

Spiel oder Leistungssport ? Mounted Games ist eine noch recht junge Pferdesportart, die Anfang der neunziger Jahre ihren Weg aus Groß Britannien nach Deutschland fand. Doch die jährlich wachsenden Zahlen beim Publikum und den Teams, die um Ranglistenpunkte kämpfen, sprechen deutlich für die Attraktivität und den Spaß, den dieser rasante Sport abseits von schwarz-weißen Turnierplätzen mit sich bringt. Mounted Games stehen für Athletik, Schnelligkeit und Koordination, aber auch für Teamgeist und faires Verhal18

ten gegenüber dem Partner Pony. Denn ohne eine gut funktionierende Kommunikation im Team und zwischen Pony und Reiter wären die Spiele nicht in dieser Form möglich. Die berittenen Geschicklichkeitsspiele wurden ursprünglich entwickelt, um Soldaten in Friedenszeiten eine Möglichkeit zu geben, sich und ihre Pferde fit zu halten, um dann gegebenenfalls sofort wieder in die Schlacht ziehen zu können. Für die Soldaten konnte es über Leben und Tod entscheiden, ob sich das Pferd in jeder Situation problemlos kontrollieren ließ oder nicht.


Pferdeglück Heute geht es zwar nicht mehr um Leben und Tod, aber es kann über Sieg und Niederlage entscheiden, ob das Pony am Vierflaggenhalter, wo der Reiter eine Flagge in ein 2,5 cm großes Loch stecken muss, herumhampelt oder trotz der aufregenden Situation ruhig an den Hilfen des Reiters und damit auch mit allen Vieren auf dem Boden steht. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie wichtig durchlässige Pferde und eine gute Ausbildung des Reiters in den Mounted Games sein sollten, da das letztendlich zur Präzision und damit auch zur immer rasanteren Ausführung der Spiele führt. Doch feines Reiten und Präzision sucht man heutzutage in der Arena oftmals vergeblich. In den letzten Jahren wurde das Tempo auf den Turnieren merklich angezogen. Selbst in der Jugendklasse, in der bis auf einen Reiter alle im Team unter 16 Jahre alt sein müssen, sieht man kaum, was noch vor einigen Jahren an der Tagesordnung war: Shetty-Mannschaften, die im lockeren Trab über das Feld zuckeln, während die Zuschauer jeden Reiter einzeln anfeuern. Stattdessen entwickeln sich die Spiele nun mehr und mehr zum Leistungssport für Mensch und Tier. Die Ponys sind athletischer geworden, um den Anforderungen zu entsprechen, doch ist auch ihre Ausbildung – und die ihrer Reiter - an die neuen Bedingungen angepasst? Im Regelwerk des VRMGD (Verband für Reiterspiele Mounted Games Deutschland) heißt es:

„Ein Hauptschiedsrichter und fünf Linienrichter [… überwachen… ] die Einhaltung der Spielregeln, zu denen wesentlich auch das schonende Verhalten gegenüber dem Pony/ Pferd gehört“. Auch die Ausrüstung der Ponies ist genauestens festgelegt: „Vorgeschrieben ist ein Sattel ohne Horn aus Leder oder Kunststoff mit Sattelbaum, Bügelriemen mit Sturzfedern und Bügeln. Die Ponys/Pferde sind auf Trense mit Reithalfter zu zäumen. Die zugelassenen Gebisse ergeben sich aus § 70 B I LPO nebst zugehörigen Anlagen. Gleitendes Ringmartingal und Halsriemen sind erlaubt, Stoßzügel, Ausbinder und ähnliche Hilfszügel dagegen verboten“. Demzufolge sollte man in der Arena Ponies erwarten, die fein an den Hilfen stehen und sich selbst in hohem Tempo und ohne vermeintliche Hilfsmittel wie schärfere Gebisse und/oder Hilfszügel problemlos und vor allem gewaltfrei kontrollieren lassen, denn laut VRMGD wird auch „unreiterliches Verhalten wie z. B. übertriebenes reißen im Maul o.ä.“ sofort geahndet. Doch wie sieht es in der Arena wirklich aus? Im Wettkampf scheint es oftmals so, dass es bei sowohl Zügelals auch Schenkelhilfen am nötigen Feingefühl fehlt. Die Tatsache, dass immer mehr Reiter Gebissscheiben oder Schenkeltrensen verwenden, die ein Durchrutschen / -ziehen des 19


Pferdeglück Einhaltung der jeweiligen Spielregeln zu konzentrieren. Grobes Treiben mit den Absätzen oder das Reinhängen in die Zügel um die Kontrolle wiederzuerlangen wird so gut wie nie angezeigt. Unter Spielern hört man dann häufig die Entschuldigung, dass die Ponies im Wettlauf mit den anderen so heiß werden, dass sie sich nicht mehr anders als durch die „Handbremse“ kontrollieren ließen.

Foto: Sonja Schroeder

Foto: Sonja Schroeder

Gebisses durch das Maul verhindern sollen, spricht Bände, denn bei fein dosierter Hilfengebung sollte so etwas schlicht überflüssig sein. Schieds- und Linienrichter ahnden zwar „Tätlichkeiten“, wie z.B. das Antreiben der Ponies mit einem Spielgerät mit einer Eliminierung, also null Punkten im jeweiligen Spiel für das betroffene Team, ansonsten scheinen sie sich aber ausschließlich auf die

Solche Bilder sind auf Wettkämpfen leider keine Seltenheit, dabei sollten die Spiele heute eigentlich ein Vergnügen für Mensch und Tier sein.

Gezielte Ausbildung macht den Unterschied Doch was macht eine gute Ausbildung zum sicheren, kontrollierbaren und trotzdem lauffreudigen Mounted Games Pony aus, das Spaß an seiner Aufgabe hat und diesen auch behält? Und welcher Ausbildung bedarf es für den Reiter? Zunächst einmal ist eine fundierte Grundausbildung nötig, wie sie jedes 20

Pferd und jeder Reiter genießen sollten, ganz gleich, in welcher Reitweise dies geschieht. Jedes Pony muss neben dem Mounted Games Training regelmäßig gymnastiziert werden und diese Arbeit sollte auch unbedingt in die Aufwärmphasen des Trainings mit eingebracht werden. Ohne eine entspannte Grundhaltung und eine ausreichende Gymnastizierung wird kein


Pferdeglück gänge, vor allem zum Halten, und auch Tempiwechsel geritten werden, zur Gymnastizierung und Aktivierung der Hinterhand, aber gerade auch bei Ponys mit viel Vorwärtsdrang, um die Tempokontrolle zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen. Dieses wird sich später im Spiel schnell bezahlt machen. Neben der Gymnastizierung sollte ein Mounted Games Pony jedoch noch mehr lernen, z.B. in Selbsthaltung zu gehen und nicht unbedingt die ständige Anlehnung zu suchen, denn dies ist zumindest in der Arena, wenn der Reiter seine Hände für andere Dinge benutzt, meist unmöglich. Daneben ist es äußerst wichtig, dass sich die Ponies, die ja oft viel Vorwärtsdrang haben und diesen auch nicht verlieren sollen, in jeder Situation kontrollieren lassen und zwar ohne ständiges Zügelziehen. Stimmund Gewichtshilfen sollten hier (wie eigentlich immer) absolute Priorität besitzen und auch genügen um in eine langsamere Gangart oder zum www.vmv-loisachtal.de

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Pony lange Spaß am Mounted Games spielen haben. Eine gut trainierte Rückenmuskulatur und eine aktive Hinterhand, die dadurch mehr Gewicht aufnehmen und Schubkraft entwickeln kann, dient nicht nur der Ponygesundheit, sondern führt auch zu mehr Schnelligkeit, ohne Wirbelsäule und Vorhand übermäßig zu belasten, was auch im Sinne des Reiters sein solle. Für das Aufspringen ist ein gut trainierter Rücken von höchster Bedeutung, um Schäden an der Wirbelsäule durch Stöße zu vermeiden. Dieses kann nur über eine langsame, kontinuierliche Ausbildung erreicht werden. Ein gut gymnastiziertes Pony, das auf beiden Händen gleichsam gut geritten ist und dadurch auch in engen Wendungen bei hohem Tempo nicht auf die Vorhand oder über eine Schulter ausfällt, wird wiederum dem Reiter im Spiel mehr Freude bringen. Es wird durchlässiger für feine Hilfen werden und auch bei plötzlichen Stopps die Hinterhand unter den Schwerpunkt bringen können. Bei der täglichen Arbeit sollten neben der Biegearbeit viele Über-

Die langsame Steigerung des Tempos ermöglicht sichere Übergaben und präzise Spielzüge ohne Stress und Unannehmlichkeiten für die Ponies.

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Pferdeglück

Das Pony steht volkommen ruhig und ermöglicht seiner Reiterin das Spielgerät vom Boden aufzunehmen.

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werden kann, langsam zu bleiben oder umzukehren, um z. B. einen verlorenen Gegenstand wieder aufzunehmen. Ziel eines jeden Mountis sollte es sein, jedes Spiel am hingegebenen Zügel reiten zu können, egal, was auf den Nachbarbahnen geschieht. Dann wird eine Korrektursituation auch keine Probleme machen, weil das Pony beschließt, weiter geradeaus Richtung Ziellinie zu laufen während der Reiter aber noch einmal zurück muss, um in der Mitte der Bahn einen Fehler zu korrigieren. Von Vorteil ist es auch, das Neckreining, das eigentlich im Westernreiten beheimatet ist, zu trainieren. Es hilft dabei auch einhändig Zügelhilfen zum Wenden geben zu können, ohne im Maul zu stören. Dabei liegt der äußere Schenkel begrenzend am Gurt oder sogar etwas weiter vorn, um die Schulter des Pferdes nach innen zu verschieben, während der Oberkörper in die Wendung gewww.vmv-loisachtal.de

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Halten durchzuparieren. Erreicht werden kann das vor allem dadurch, dass alle Spiele im Training zunächst langsam angegangen werden und das Tempo erst dann gesteigert wird, wenn das vorherige ohne große Probleme gehalten werden kann. Später können auch andere Teammitglieder auf Nebenbahnen ein höheres Tempo wählen und es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass der Reiter auch dann jederzeit die Kontrolle behält. Diese langsame Steigerung des Tempos trägt auch dazu bei, dass das Pony besser versteht, was von ihm verlangt wird und irgendwann anfangen wird „mitzudenken“, so dass gar keine allzu großen Hilfen mehr notwendig sind, um das Tempo an bestimmten Stellen rauszunehmen oder Wendungen einzuleiten. Es sollte immer darauf geachtet werden, dass das Pony das Tempo nicht von allein steigert, denn es kann auch auf Turnieren immer zu Korrektursituationen kommen, in denen es wichtig

Bei korrekter einhändiger Zügelführung entfällt das unschöne Reißen am Gebiss und das Pony bleibt rittig und aufmerksam.


Pferdeglück dreht wird und so automatisch als Gewichtshilfe unterstützt. Dann wird der äußere Zügel am Pferdehals angelegt, ohne jedoch die Hand über den Mähnenkamm zu bewegen. Gleichzeitig wird die Verbindung am inneren Zügel geringer oder entfällt ganz und das Pony kann dem „Druck“ des äußeren Zügels nach innen weichen und Gewicht und Schenkel folgen. Mit der Zeit werden Gewichts- und Schenkelhilfen im Zusammenspiel mit dem leicht angelegten Neck Rein das oft zu sehende „in die Wendung ziehen“ völlig ersetzen und das Pony wird feinfühliger, durchlässiger und zudem auch zufriedener. Grundvoraussetzung für all das ist natürlich die Ausbildung des Reiters,

der immer wieder Sitz und Einwirkung überprüfen lassen muss, genauso wie er lernen muss, auch dann im Gleichgewicht zu sitzen, bzw. sofort wieder dorthin zu kommen, wenn er sich gerade herabgebeugt hat um einen tiefen Gegenstand wie z. B den Tennisball aus einem Eimer mit Wasser beim Windsor Game aufzunehmen, oder gerade aufgesprungen ist, wie beim z.B. Werkzeugkastenrennen. Ansonsten wird das Gleichgewicht des Ponys zu lange gestört, was auf Dauer zu Verspannungen und Schmerzen führen kann. Zudem führt fehlende Balance aber auch dazu, dass der Reiter weniger Kontrolle hat und somit die Gefahr höher ist, dass das Spielzeug z.B. neben den Werkzeugkasten geworfen wird oder die Übergabe eben nicht klappt.

Wir brauchen faire Vorbilder Ein Mounted Games Reiter sollte sportlich sein und sicherlich auch Ehrgeiz besitzen, aber vor allem sollte er lernen, auch in dem größten Turnier Trubel auf sein Pony zu hören und lieber einmal mehr das Tempo früh zu verlangsamen, als später zur „Handbremse“ greifen zu müssen oder, noch schlimmer, einen Unfall zu riskieren. (Negative) Emotionen sollten zum Wohle des Ponys immer kontrolliert werden können und dabei würde es sicherlich auch helfen, wenn Linienrichter wieder vermehrt darauf achten würden, auch verbale Entgleisun-

gen anzuzeigen und die Eliminierung des Teams durchzusetzen, so wie es der Verband in seinen Regeln fordert. Der Wettstreit sollte auf keinen Fall dazu führen, dass nur noch zählt, wer als Erster über die Ziellinie reitet, egal wie. Der Sport hat in den letzten Jahren sicherlich einen großen Sprung gemacht und das Mounted Games Reiter und Pony Spaß bringen können, ist keine Frage, ebenso wie sie für das Publikum sicher eine tolle Attraktion sind. Doch gerade weil die Teams oft auf jüngere Reiter einen großen Eindruck machen 23


Pferdeglück und damit eine Vorbildfunktion haben, sollte wieder mehr darauf geachtet werden, das Pony als Partner zu sehen und nicht nur als ein weiteres Spielgerät. Dann werden die „Mountis“ auch

weiterhin (oder wieder) positiv aus dem Turniergeschehen herausstechen, als die Sportart, an der die Vierbeiner genauso viel Spaß haben wie ihre Reiter.

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Text: Nele Feldmann Fotos: VMV Loisachtal

Mit Feingefühl und sinnvollem Training können die Spiele auch in hohem Tempo am durchhängenden Zügel gespielt und gewonnen werden.

Wir danken dem Mounted Games Team vom Voltigier- und Mounted Games Verein Loisachtal und dem Ponyhof am Lauterbach für die Bereitstellung der schönen Fotobeispiele.

Spiel und Spaß auf und mit dem Pferd

Ein guter Ort für Kinder Reiten Voltigieren Therapeutisches Reiten Wochenend- & Ferienangebote Spiel & Spaß rund um‘s Pferd www.vmv-loisachtal.de

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Barbara Vorsteher • Gelting-Ziegelei • 82538 Geretsried • www.ponyhofamlauterbach.de


Nachgedach t

Die Leistungsfalle Wenn wir uns selbst im Weg stehen Ehrgeiz ist gesund, er bringt uns dazu unsere Grenzen zu überwinden und Neues auszuprobieren. Jeder Reiter ist auf irgendeine Weise ehrgeizig. Wir wollen weiterkommen, zeigen was wir und unsere Vierbeiner zusammen geschafft haben und was wir gerade erarbeiten. Ich natürlich auch, noch dazu habe ich das Glück täglich etliche Pferde reiten zu dürfen; von jungen Dressur – und Springpferden bis zu perfekt ausgebildeten Grand Prix Pferden. Ich fälle meine eigenen Entscheidungen was das Training und die Ausbildung betrifft. Zwar werde ich von niemandem unter Druck gesetzt, aber dennoch mache ich mir oft selber den Leistungsdruck...Das muss noch flüssiger gehen! Die Lektion muss noch exakter werden! Das Pferd muss sich in dieser oder jener Übung noch mehr um den Schenkel biegen! Was ja eigentlich nichts negatives ist, wäre da nicht die „Leistungsfalle“... Beim Schulterherein an dem wir solange gearbeitet haben scheint nun endlich der Knoten geplatzt zu sein, die Biegung stimmt, das innere Hinterbein nimmt Last auf, die Zügelverbindung ist leicht und das wichtigste, das Pferd kaut zufrieden

und ist entspannt. Vertieft in die Lektion und getrieben vom Ehrgeiz und Perfektionismus, finde ich dann nicht den richtigen Moment die Lektion zu beenden. Denn da fängt das Leistungsteufelchen an in meinem Kopf den Ton anzugeben, ich gehe die Lektion in Gedanken durch wie sie sein sollte, visualisiere das Idealbild und finde natürlich Fehler. Die Leistungsfalle ist im vollen Gange... Ich setze mich unter Druck, drehe Runde um Runde, schrubbe die Lektion nochmal und nochmal runter, die Energie lässt nach, das Pferd wird immer quengeliger und verliert die Konzentration. Das gleiche passiert mir auch, wenn ich neue Übungen bei der Bodenarbeit oder Zirkuslektionen mit den Pferden einstudiere. Ich habe noch nicht so viel Erfahrung im Bereich Bodenarbeit und bin daher oft zu ungeduldig. Wenn eine Übung gut klappt, will ich sofort einen weiteren Schritt dran hängen, anstatt zufrieden zu sein und aufzuhören oder etwas anderes zu machen. Auch hier werden die Pferde unruhig und jeder Außenstehende sieht, dass der Vierbeiner nicht mehr glücklich ist, aber ich im „Wahn des Perfektionismus und des Ehrgeizes“ merke bedauerlicherweise nichts. 25


Nachgedach t Das Ergebnis: Leichtigkeit, Motivation, Glücksgefühl und Spass gehen verloren; Frustration, Stress und Ärger gewinnen die Überhand! Die Freude bei Pferd und Reiter auf die nächste Reitstunde hält sich sichtlich in Grenzen. Was kann man tun um solche Situationen zu vermeiden? Zuerst sollten wir uns ins Bewusstsein rufen warum wir diesen wundervollen Sport betreiben. Wir alle reiten doch aus Liebe zum Pferd und es gefällt uns Stunden im Reitstall zu verbringen, unsere Lieblinge zu putzen, zu verwöhnen und ihnen das Beste zukommen zu lassen. Auch sind wir uns einig, dass die meisten nicht ihren Lebensunterhalt mit der Reiterei verdienen, also warum dann so ein Leistungsdruck? Klar, wer zeigt nicht gerne was sein Pferd drauf hat und erst recht wenn man von der Bande aus beobachtet wird. Früher ging es mir auch oft so, da kam gerade meine „Lieblingsstallkollegin“ und guckte zu, da wurden dann alle möglichen Lektionen ohne Sinn und Verstand abgefragt, klappte etwas nicht 100% habe ich schon mal kräftiger zugepackt, denn es kann nicht sein, dass mein Pferd mich einfach so dumm aussehen lässt; wobei wenn ich jetzt darüber nachdenke waren meine Pferde damals gar nicht so doof, die haben mich nämlich durch ihren Widerstand in diesen Momenten auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, auch wenn 26

ich das damals natürlich nicht so verstanden habe. Jetzt denke ich anders darüber. Grundsätzlich lasse ich mich nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen, egal wer zuschaut. Denn mal Hand aufs Herz, an der Bande haben wir alle LK1 oder?! Also wenn wir zum Pferd gehen, sollten wir erst einmal abschalten, Alltagsprobleme, Arbeitsstress und Termindruck vergessen, denn schliesslich reiten wir um alles andere um uns herum zu vergessen. Für viele mag es hilfreich sein auf dem Weg zum Stall die Lieblings CD zu hören um „runter zukommen“ oder ein paar Atemübungen zu machen um Spannungen abzubauen. Denn wenn wir gut gelaunt aufs Pferd steigen, wird auch unser Vierbeiner motiviert sein. Für viele Reiter ist es normal einen Trainingsplan zuhaben um sich Ziele zu setzten und um Kontrolle über Vorschritte oder Probleme zuhaben, aber dennoch sollte man flexibel bleiben, auch mal Kompromisse eingehen und nicht wie besessen an den Vorhaben festhalten. Viele Reiter schwenken schon auf Bodenarbeit oder Zirkuslektionen um, wenn sie merken, dass ihr Liebling einen schlechten Tag hat. Aber auch bei vermeintlich „leichter“ Arbeit oder Spielen im Round Pen muss man unbedingt auf die Körpersprache und die Mimik des Pferdes achten. Denn was mal als


Nachgedach t Abwechslung vom Trainingsalltag oder zum Abschalten diente, wird oft wieder zu einem Kampf in dem die Leistungsfalle siegt. Wenn das Pferd nicht gut drauf ist, aber dennoch ein gutes Schulterherein gezeigt hat, warum dann noch weiter darauf rum hacken um es zu perfektionieren? Oder wenn man ein hoch motiviertes Pferd hat, das immer mit Eifer dabei ist und einem versucht Alles recht zumachen, warum das ausnutzten und den eigenen Ehrgeiz auf dem Rücken des Pferdes austragen? Ich schlage vor einfach mal den Plan zu ändern, Schluss zu machen und lieber eine Runde ins Gelände zu gehen... Das erhält die Motivation und man geht mit einem tollen Gefühl nach Hause! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dann wenn man sich das

zu Herzen nimmt, Lektionen beim Reiten, Bodenarbeit oder Zirkuslektionen, die vorher Probleme bereitet haben und ein rotes Tuch waren, auf einmal schneller und viel besser funktionieren. Getreu dem Motto: „Take the times it takes, so it takes less time!“ Es ist eindeutig ein Manko unserer heutigen Leistungsgesellschaft...höher, schneller, weiter! Wir müssen immer besser werden und dürfen keine Schwäche zeigen, geschweige denn mal nachgeben, aber gerade das Nachgeben und Kompromisse eingehen ist im Reitsport so wichtig. Es wird sicher eine Weile dauern die Leistungsfalle zu besiegen oder gar abzuschalten, aber mit ein wenig Bewusstsein, Verstand und der Liebe zum Pferd schaffen wir das! Anne-Marie Lehmann-Schmidt

¨Wer sein Pferd immer anschreit, kann nicht erwarten, dass es auf ein Flüstern hört.“ Nach etlichen Jahren auf der Suche nach der ¨richtigen¨ Trainingsmethode bei verschiedenen Ausbildern an verschiedenen Orten der Welt, habe ich sie endlich gefunden... die idealen Reitlehrer: Gefühl, Geduld, Respekt und der Drang niemals auszulernen! Ich versteife mich nicht auf ein System, sondern hole mir aus allem was ich kennengelernt habe und was ich sehe, das Beste raus... DENKEN ist dafür die Voraussetztung! Damit mache ich aus jedem Miesepeter ein hoch motiviert mitarbeitendes Pferd für den Freizeit- oder Turniersport. www.annilehmann.com

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Hufspuren

Erinnerung Ganz leise auf die Wiese gehen, bloß nicht die Pferde wecken, die ganz ruhig auf dem noch feuchten Gras liegen. Es ist Spätsommer und die Sonne taucht die Welt in ein goldenes Licht, die Blätter rascheln im leichten Wind. Ich gehe auf die Wiese, setzte mich in die Mitte auf den feuchten Boden. Um mich herum schlafende Pferde. Und nein, sie stehen nicht auf und laufen weg, wenn ich in ihre Nähe komme. Sie bleiben liegen, sie vertrauen mir. Wenn ich da so sitze, mir die Sonne auf mein Gesicht scheinen lasse, durchströmt mich ein warmes Gefühl von Geborgenheit. Ja, hier fühle ich mich wohl, umgeben von treuen Begleitern durch das Leben, durch mein Leben. Ich schließe meine Augen und Träume. Plötzlich spüre ich einen warmen Windhauch an meiner Wange und es kitzelt. Als ich meine Augen öffne, blicke ich in die dunklen Augen von Vivi. Sie stupst mich mit ihrer Nase ganz sanft an. Sie möchte geknud-

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delt werden. Den Gefallen tue ich ihr gerne. Sobald ich allerdings aufhöre und die anderen schlafenden Pferde um mich herum beobachte, werde ich sofort wieder aufmerksam gemacht, dass neben mir mein kleines, verschmustes Pflegepferdchen steht und gekrault werden möchte. Die Zeit vergeht wie im Flug. Bald schon muss ich wieder gehen. Also verabschiede ich mich von meinen Freunden und von Vivi. Auf dem Weg zum Ausgang werde ich „verfolgt“. Am Zaun angekommen muss ich mich jetzt aber für ein paar Tage von Vivi trennen. Noch als ich schon von der Wiese entfernt bin, spüre ich den Blick von meinem kleinen Mädchen im Rücken und würde am liebsten wieder zurück gehen. Ein weiterer unvergesslicher Tag geht zu Ende. Aber die Erinnerung wird immer in meinem Herzen bleiben. Kira Kehm


Hufspuren

Meine Liebe hat vier Hufen und dazu nen sanften Blick. Tut so manches was verboten, ist trotzdem mein ganzes Glück. Du bist so schön, so klug, so prächtig... Ich weiß es wohl, dein Stolz ist mächtig. Oh, könnt ich dir von meinen Jahren geben, so dass wir beide gleich lang leben. Menschen, die sich stets bedauern, weil sie ungeliebt versauern, ahnen nicht, wie tröstend gut wahre Pferdeliebe tut. Text: Ulla Aldenhoff , Foto: Nina Walther


Pferdeglück

Der Umgang mit dem Knotenhalfter Natural Horsemanship und vergleichbare Formen der Bodenarbeit haben in den vergangenen Jahren viele Anhänger gefunden und mit ihnen erobert auch ein scheinbar unverzichtbares Utensil die Trainingsplätze: Das Knotenhalfter. Für die meisten Pferdefreunde scheint es ein Synonym für zwangloses, pferdefreundliches Arbeiten zu sein und wann immer ich Bodenarbeitskurse anbiete kann ich mich darauf verlassen dass sich die Teilnehmer entweder stolz mit ihrem neuerworbenen Equipment präsentieren oder kleinlaut vor sich hin murmeln sie hätten kein Knotenhalfter und ob sie den Kurs wohl auch ohne machen dürften. Das ist dann der Moment in dem ich in die Runde frage, welchen Zweck denn diese spezielle Art des Halfters hat und die Reaktionen reichen von betretenem Schweigen bis hin zum halb fragenden: „Na, es ist halt pferdefreundlicher.“ Leider ist das ein weit verbreiteter Irrglaube. Wir sehen nahezu alle populären Pferdetrainer mit Knotenhalftern arbeiten und schließen daraus, dass es gut für das Pferd sein muss. Zudem hat es kaum Gewicht und liegt daher leicht und wenig störend am Pferdkopf an – so hat es zumindest den Anschein. Tatsächlich kann man aber bei falscher Handhabung mit einem Knotenhalfter weit größeren Schaden anrichten als mit den gängigen Stallhalftern. 30

Die Intensität der Einwirkung Zunächst einmal besteht das Knotenhalfter in der Regel aus sehr dünnen Nylonschnüren mit 5 – 8 mm Durchmesser. Die Riemen eines herkömmlichen Halfters sind deutlich breiter, meist um die 3 – 4 cm, und oftmals noch zusätzlich gepolstert. Je schmaler ein Riemen ist, desto schärfer ist die Wirkung auf Nasenbein und Genick des Pferdes. Probiert es ruhig einmal an Euren Händen oder Armen aus, das Ergebnis wird für sich sprechen. Ein Impuls am Knotenhalfter wirkt demnach also wesentlich stärker auf das Pferd ein. Zudem wirken die Knoten an den Seiten des Halfter bei seitlicher Einwirkung druckverstärkend. Erfahrene Trainer können schwierige Pferde damit zwar präziser korrigieren, in ungeübten Händen kann dieser Unterschied allerdings sehr unangenehm für das Pferd werden.

Das korrekte Anlegen Wer das Knotenhalfter nicht gewohnt ist, steht anfangs erst einmal ziemlich verloren da, bis er herausgefunden hat, was wohin gehört. Doch selbst wenn Nasen- und Genickriemen identifiziert werden konnten, ist das noch keine Garantie dafür, dass das Halfter richtig sitzt.


Pferdeglück Der Nasenriemen sollte zwar locker auf dem Nasenbein aufliegen, aber nicht zu tief. Tastet man die „Nase“ des Pferdes einmal von unten nach oben ab, so stellt man fest, dass der untere Teil aus Knorpel besteht und der eigentliche Knochen erst etwas höher beginnt. Um also nicht den Knorpel einzuschnüren und dem Pferd dadurch die Luftzufuhr abzuschneiden, muss der Nasenriemen immer auf dem knöchernen Teil des Nasenbeins zum liegen kommen, als Faustregel gilt - wie beim englischen Reithalfter - zwei bis drei Finger breit unterhalb des Jochbeins. Der Genickriemen muss dann so verknotet werden, dass der Nasenriemen nicht wieder herunter rutscht, aber auch nicht drückt oder gar schnürt. Die Position der Knoten an den Seiten des Halfters muss ebenfalls angepasst werden. Mit ein wenig Fingerfertigkeit lassen sie sich öffnen und höher oder tiefer setzen. Wichtig ist dabei, dass die oberen Knoten bei seitlichem Zug am Halfter nicht in die Augen rutschen und die unteren Knoten nicht am Jochbein oder Kieferknochen drücken.

Die Sache mit dem Anbinden Häufig sieht man Reiter die das Knotenhalfter auf Ausritten unter der Trense verschnallen um ihre Pferde beim Rasten damit anbinden zu können. Das kann für das Pferd fatale

Folgen haben. Im Gegensatz zum herkömmlichen, genähten Halfter gibt es beim Knotenhalfter keine Punkte die nachgeben bzw. aufreißen könnten, wenn das Pferd in Panik geraten sollte. Stattdessen würden sich die dünnen Schnüre in die Haut und evtl. auch alles Darunterliegende schneiden und können so im schlimmsten Fall zu ernsthaften Verletzungen und sogar Schäden an der Halswirbelsäule führen. Aus dem gleichen Grund sind Knotenhalfter auch nicht geeignet um Pferde damit auf die Weide oder ins Paddock zu stellen, denn wenn sie irgendwo hängenblieben wäre das Risiko das gleiche. Viele Reitartikelhersteller bieten heute übrigens spezielle Wanderreitzäumungen die sich gleichermaßen als Zäumung und als Halfter verwenden lassen und damit eine gute Alternative zum untergeschnallten Knotenhalfter sind.

Die Eignung als gebisslose Zäumung Viele Pferdefreunde haben das Knotenhalfter oder auch das Bändele von Fred Rai für sich als vermeintlich sanfte gebisslose Zäumung entdeckt. Doch auch bei gebisslosem Reiten gilt: Je dünner der (Nasen-) Riemen, desto schärfer die Zäumung. Wer also beim Reiten viel über die Zäumung auf sein Pferd einwirken muss, oder mit ständigem 31


Pferdeglück Zügelkontakt reiten möchte, sollte vom Knotenhalfter Abstand nehmen und auf Varianten mit breiteren Riemen, wie Lindell, Sidepull und Co. oder auch ein gut sitzendes Stallhalfter (also mit dem Nasenriemen an der richtigen Stelle) ohne drückende oder scheuernde Ringe oder Schnallen umstellen. Das Knotenhalfter eignet sich nur dann wirklich als Zäumung, wenn man eigentlich keine braucht. Knotenhalfter sind kein modisches

Accessoire sondern gehören nur in feinfühlige, erfahrene Hände. Wer sich an den Einstieg in der Bodenarbeit machen möchte kann das getrost mit einem gewöhnlichen Stallhalfter machen. Und wer glaubt sein Pferd sei so schwer zu händeln, dass er ein schärferes Halfter benötigt, der ist vermutlich besser beraten sich anstelle des Knotenhalfters einen guten Trainer zuzulegen. Maritres Hötger

So sitzt das Knotenhalfter richtig: •

Der Nasenriemen liegt gerade auf dem festen Teil des Nasenbeins.

Die Knoten des Nasenriemens liegen 2 - 3 Fingerbreit unterhalb des Jochbeins ohne zu drücken

Der Genickriemen liegt kurz hinter den Ohren im Bereich vom Hinterhauptsbein / Atlaswirbel

Die hinteren Knoten können nicht in die Augen rutschen und der Kehlriemen liegt ohne Druck am Unterkiefer an

Das Ende des Verschlussknotens zeigt nach hinten und stört das Pferd nicht am Auge.

Die Schlaufe für den Strick hat 2-3 Finger breit Luft und drückt nicht auf die Lymphknoten oder den Kiefer

Welche gebisslosen Zäumungen sich tatsächlich wofür eignen verraten wir übrigens in der nächsten Ausgabe der Hufspuren… 32


Stallgeflüster

Szenen aus dem Pferdeleben Heute: Bodenarbeit Reiter kommt frohgelaunt zum Stall, hat ein Buch, einen langen Strick und ein Knotenhalfter unter dem Arm.

Reiter schlägt das Buch auf, um nachzulesen, wie man ein Knotenhalfter anzieht.

R: Hey Pferd, ich habe am Wochenende ein suuuuuper Buch gelesen. Da ging es um Bodenarbeit und dass Pferde damit glücklich werden. Das ist so toll beschrieben, da brauchen wir nicht mal Unterricht für.

R: Guck mal Schatzi, so kommt das wohl auf Deinen Kopf

Pferd guckt mißtrauisch P: Warum habe ich nur immer ein komisches Gefühl, wenn Du so ankommst?

Reiter breitet die Utensilien strahlend vor dem Pferd aus R: Guck mal, in Rosa, ist das nicht toll?

Pferd fällt fast hintenüber P: Bist Du wahnsinnig? Ich bin ein Mann. Für sowas werde ich ganz sicher in der Herde verhauen!

Reiter hält die Sachen ans Pferd R: Und das steht Dir soooooo gut. Freust Du Dich auch so, Schatzi? P: Ja, genauso freue ich mich, wenn der Zahnmensch kommt und ohne Narkose meine Schneidezähne ziehen will.

... die Schlaufe für den Strick sitzt oben auf der Nase R: Hm, komisch, sieht auf dem Bild irgendwie anders aus

... probiert rum P: Tu das weg, männo, damit sehe ich vollkommen bescheuert aus!

... dreht den Kopf weg. R: Nu´halt doch mal still, sonst bekomme ich das nicht auf Deinen Kopf. P: Nicht machen, aua, Du hast mir ins Auge gepieckt!

... reißt den Kopf hoch R: Also weißt Du, wenn ich mir schon solche Mühe gebe, kannste ruhig mal eine Sekunde still halten.

Reiter probiert das Halfter in verschiedenen Positionen aus und zieht es dann zufällig richtig an.

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Stallgeflüster R: Guck mal Schatzi, so biste ein ganz Feiner.

Das klappt nur, wenn irgendwo Finger überstehen. Dadurch piekst er beim Abstreichen ständig das Pferd.

Leckerchen wechseln den Besitzer P: Aua, laß das. P: Ich sehe vollkommen bekloppt aus. ROSA!!! Also mit den paar Leckerchen kommste aber nicht aus der Nummer raus.

Pferd nutzt die Gelegenheit und bettelt aufdringlich, Reiter reagiert sofort und schmeißt weitere Leckerchen ins Pferd. P: Geht doch. R: So Hasi, jetzt gehen wir zum Round Pen und machen das mal eben alles, was da so im Buch steht. P: Das kann ja heiter werden

Pferd weicht aus R: Nu bleib doch mal stehen, die schreiben hier, dass Ihr das gerne habt. P: Das glaubst Du doch selber nicht. Soll ich Dir mal mit meinen Hufen in die Seite pieken? Wenn Du Dich dann noch freust, bekommste eins von meinen Leckerchen.

Reiter läuft weiter um das Pferd und schafft es dabei, sich und das Pferd vollständig in das Seil zu wickeln

Reiter und Pferd kommen im Round Pen an, Reiter legt das Buch gut sichtbar an den Rand und dreht sich zum Pferd um.

R: Äh, Hasi, beweg Dich jetzt mal eben nicht. Mami hat hier ein Problem

Reiter hat eine 8m lange Longe gekauft, weil es keinen 3m Strick in Rosa gab.

P: Was heißt bewegen? Du hast meine Beine eingewickelt.

R: Also Hase, hier steht, dass ich Dich erstmal mit dem Strick überall abstreichen soll.

...versucht vorsichtig, den Strick, der die Vorderbeine zusammen zieht, zu lockern.

P: Was ist denn abstreichen?

R: Gleich hab ich es ...

Reiter läuft mit dem Seil ums Pferd rum und versucht, die Menge Longe irgendwie in der Hand zu behalten.

...noch einen Moment...

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...versucht sich zu entwirren

P: Mach hinne, so kann ich nicht mehr lange stehen, dann kippe ich um.


Stallgeflüster Reiter schafft es, den Strick zu entwirren und zieht den Strick noch ein letztes Mal über das Pferd und piekt es dabei wieder. R: So mein Schatz, hier sind gaaaanz viele Leckerchen, das haben wir echt toll gemacht, das Buch ist richtig klasse, man kann die Übungen sofort. Morgen üben wir dann rückwärts gehen. P: o_O

R: Ich finde wir sind ein echtes Team und können uns sowas richtig gut alleine erarbeiten. Wer braucht für so einfache Sachen schon einen Lehrer, das kann man prima alleine schaffen.

Reiter herzt und küßt das Pferd R: Ach Schatzi, dafür, dass Du das so schön gemacht hast, würde ich Dir glatt noch einen Wunsch erfüllen P: Bitte, schmeiß das Buch weg!

Illustration: Nina Walther

Birgit

„Wer meint die Sprache der Pferde allein aus Büchern lernen zu können, sollte hoffen dass die Pferde die Bücher ebenfalls gelesen haben.“ Maritres Hötger

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Pferdeglück

Seniorenteller Die Ernährung für das alte Pferd Nur eine ausgewogene und energiereiche Ernährung hält das Rentnerpferd lange fit. Worauf es ankommt verrät Susett Queisert.

Foto:S.Q.

Grisu ist mittlerweile 22 Jahre alt. So alt wäre er wohl nicht geworden, hätte seine Besitzerin sich nicht frühzeitig über die richtige Ernährung alter Pferde informiert. Irrtümlich wird immer noch in vielen Ställen angenommen, dass dieselbe Menge Futter für ein Pferd im besten Alter genauso ausreicht wie für ein altes. Doch es gibt einige grundlegende Unterschiede, die man kennen und berücksichtigen sollte.

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Der Stoffwechsel eines alten Pferdes läuft langsam – sehr langsam. Erschwerend kommt hinzu, dass es viel mehr Energie und Nährstoffe benötigt, als ein zum Beispiel 10-jähriges Pferd. Und hier genau das Richtige zu füttern ist nicht immer leicht. Oberste Priorität hat Heu. Schwerfuttrigen Senioren reicht man es am besten zur freien Verfügung, ansonsten gilt als Faustregel mindestens. 1,5kg je 100 kg Körpergewicht, macht also bei einem durchschnittlichen WarmblutOldie 9 kg Heu täglich.


Pferdeglück Doch nicht immer kann das alte Pferd so viel fressen, wie man ihm zur Verfügung stellt. Vielen Oldies fehlen bereits ein paar Zähne, was das Zermahlen erschwert. Diese benötigen Alternativen zum normalen Heu. Hier ist wichtig zu wissen, dass es beim alten Pferd nicht auf das Füttern von allen möglichen dick machenden Futtermitteln ankommt, sondern vor allem jene gewählt werden sollten, die zwar über eine hohe Energiedichte verfügen, aber nur einen geringen Proteingehalt haben. So bringt es nichts, einem alten, vielleicht auch magerem Pferd Unmengen an Hafer in den Trog zu schütten. Der Körper kann den Überschuss an Proteinen nicht verwerten und die Pferde scheiden es im besten Fall wieder aus, unter Umständen kann der Proteinüberschuss sogar zu gesundheitlichen Problemen führen. Die überschüssige Energie aber verbleibt in Form von „Speck“ am Pferdekörper, was den Pferdesenioren, die zum Abmagern neigen, zu Gute kommt. Bewährt haben sich für die alternative Fütterung sogenannte Heucobs. Dafür wird Gras gemäht, gehäckselt, gepresst und dann mit Warmluft getrocknet. Hierbei bleibt der Rohfasergehalt erhalten, der Proteingehalt sinkt aber. Die Heucobs werden entweder mit Wasser eine Weile aufgeweicht, oder sogar in unaufgeweichter Form gefüttert. Von Letzterem ist aber aufgrund der davon ausgehenden Gefahr einer Schlundverstopfung abzuraten. Noch besser bewährt als Heucobs haben sich Maiscobs. Hierfür werden Maispflanzen gehäckselt, gepresst und getrocknet. Maiscobs werden in heimischen Ställen noch recht wenig verfüttert, obwohl die

Vorzüge nicht von der Hand zu weisen sind. Neben dem hohen Rohfasergehalt enthalten Maiscobs vor allem eins: Energie. Neben der hochwertigen Rohfaser erhält der Oldie nun also auch noch mehr Energie, welche er bestens verwerten kann. Zudem sind Maiscobs ssehr proteinarm, weshalb sie vor allem auch für alte Rehe- oder Cushing-Pferde eine echte Alternative zu Gras und Hafer darstellen. Und durch den geringen Eiweißgehalt machen die Maiscobs auch nervösere Rentner nicht zu durchgeknallten Spinnern, wie es gern dem Hafer nachgesagt wird. Apropos Hafer. Wenn das alte Pferd noch regelmäßig gearbeitet wird, seien es Spaziergänge, Geländeritte oder sogar gymnastizierende Arbeit auf dem Platz, so sollte man ihm auch weiterhin Hafer oder vergleichbar hochwertiges Kraftfutter füttern. Kraftfutter, insbesondere Hafer, liefert schnell verfügbare Energie und hat einen hohen Proteingehalt, der – in angemessener Menge – vor allem als Nährstofflieferant dient. Allerdings sollte man dem alten Pferd den Gefallen tun gequetschten Hafer zu füttern. Bei ungequetschtem Hafer kommt es leider zu häufig vor, dass dieser nicht richtig zerkaut und in seiner Ausgangsform ausgeschieden wird und so letztlich keine Wirkung im Pferdekörper zeigt. Weiterhin wichtig für den „Seniorenteller“ ist Stroh. Hierbei ist es weniger wichtig um welche Strohsorte es sich handelt, solange es von hoher Qualität ist. Stroh gehört zwar wie Heu zum Raufutter und ist elementar für die Ernährung des Pferdes, ist aber aufgrund der hölzernen Struktur viel schwieriger zu ver-

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Pferdeglück dauen, weshalb das Pferd nur zwischen 0,5 und 0,8 kg je 100kg Körpergewicht zu sich nehmen sollte, um Koliken und Verstopfungen zu vermeiden. Von Pferden bevorzugt wird Weizenstroh, denn es enthält besonders viel Stärke, die sich beim Kauen in Zucker umwandelt und dadurch sehr schmackhaft wird. Auch wenn Stroh als Beschäftigungstherapie gern geknabbert wird, so ist das Heu immer noch das Raufutter Nummer eins und sollte nie allein durch Stroh ersetzt werden, da dieses nur zu ungefähr 30 % verdaut werden kann und weit weniger Energie liefert. Der erhöhte Nährstoffbedarf eines alten Pferdes kann aber nur selten mit Heu bzw. Gras und Kraftfutter gedeckt werden. Hier rate ich zur Fütterung eines Mineralfutters. Doch nicht jedes ist geeignet. Auch wenn man tiefer in den Geldbeutel greifen muss, so sollte man auf spezielle Senioren-Mineralfutter zurückgreifen, die den Bedürfnissen alter Pferde angepasst worden sind und bei denen es nicht zu einer Unter- oder Überdosierung kommen sollte, wenn man sich an die Fütterungsempfehlung hält. Im Prinzip braucht das alte Pferd nicht mehr auf der Speisekarte. Nur energiereiches aber proteinarmes Rau- und Kraftfutter und ein paar Mineralien. Es ist übertrieben, dem Senior noch dieses Mittelchen und jenes Pülverchen zu geben, wenn sein Gesundheitszustand bzw. seine Leistungskondition dies nicht verlangen.

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Doch einen kleinen Geheimtipp habe ich noch: Mit einem kleinen Schuss Leinöl über die Kraftfutterration (oder über die Cobs) wird der Senior mit Fetten versorgt, die nicht nur für eine gute Verdauung sorgen, sondern auch noch das Fell und das Langhaar zum Strahlen bringen. Jedoch Vorsicht. Ein kleiner Schwapp reicht, sonst kann es zu Durchfall kommen. Und natürlich hat es auch der Senior verdient, mit Möhren, Äpfeln, Bananen oder Roter Bete – in Maßen - verwöhnt zu werden.

Susett Queisert

Susett Queisert ist Hobbyfotografin und angehende Juristin. Sie nennt einen 23-jährigen Trakehner-‘Wallach ihr Eigen, der ihr nach einem Unfall die Augen für einen pferdegerechten Umgang und schonendes Reiten geöffnet hat und beschäftigt sich nun vorrangig mit dem Training und der Gesunderhaltung älterer Pferde.

www.settiphotos.de


Stallgeflüster

Sprachbegabt Sieben Uhr morgens.

„Aber nur, wenn wir ins

Ich wache auf.

Gelände gehen.“

Es ist noch früh.

Ich gehe möglichst leise

In meinem Kopf

an die Box, in der ich nur

ist eine Menge Lärm.

ein Hinterteil erkennen kann.

Was ist passiert?

Was solls...

Ich stehe auf.

Gelände ist ok, denke ich.

Frühstück und dann

Auf einmal schauen mich zwei

zum Pferd

wundervolle braune Augen an.

Wenn ich geduscht habe,

Können Pferde eigentlich grinsen?

wird der Lärm Kopf schon nachlassen.

Katharina Gruhle

„Hallo.“ Ich höre eine piepsige Stimme und sehe mich um. Aber da ist nur der Bullterrier vom Nachbarn. Ich hatte gestern doch erst den ersten Tag beim Tierkommunikationstraining? Der Stall ist warm. „So früh?“ Ich bleibe stehen. Nichts hatte sich gerührt.

Illustration: Nina Walther

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Such en & Finden

Suchen & Finden Unterricht Gesucht Pferdeverliebte Spät-Einsteigerin sucht entspannten und pferdegerechten Reitunterricht von privat oder professionell, gern auch ohne Sattel und gebisslos. Die Reitweise ist nebensächlich, wichtig ist mir der liebevolle Umgang mit dem Pferd. Ich habe erste Grundkenntnisse am Boden sowie im Schritt und Trab, möchte noch viel lernen und helfe auch gern beim Pflegen und Versorgen der Pferde. Wenn Ihr im Raum Visbek (PLZ 49429) oder 30 km Umkreis ein nettes Pferd-Mensch Team kennt von dem ich etwas lernen könnte, dann schreibt mir bitte an: boedeckers@freenet.de

Jobs & Praktika Working Holidays in Mecklenburg Wir sind ein Resthof am Lewitzrand nahe der Landeshauptstadt Schwerin und bieten diesen Sommer wieder einen Platz für Working Holidays auf einem Ponyhof an. Wer sich keine teure Reiterreise leisten kann, der darf bei uns für Mithilfe auf dem Hof und mit den Tieren seine Ferien für Kost und Logis bei uns verbringen. Die Unterbringung erfolgt im Wohnwagen, Essen gibt es mit der Familie und die Arbeit dreht sich immer um die Tiere und den Hof. Mindestalter ist 16 Jahre, Reiterfahrung ist nicht nötig, Mindestzeitraum 2 Wochen. Es werden höchstens zwei Plätze vergeben. Weitere Infos gibt es bei Katharina Gruhle, Tel: 038722 - 20614 oder KatharinaGruhle ät gmx.de

Zu Verkaufen Ultraflex Vario Trekking von Deuber, Sitzgröße 2 (ca. 16 Zoll). Der Sattel ist in Kammerweite und Schwung verstellbar und lag zuletzt auf einem Appaloosa und einem Kaltblutmix. Durch die Dreieckgurtung liegt der Sattel gut auf dem Pferd. Zusammen mit dem Sattel verkauft werden die auf den Fotos gezeigten Gegenstände: Ein Ledersattelgurt, ein zusätzliches Paar Steigbügel und eine Satteldecke von Grandeur „antirutsch“ - alles zum günstigen Festpreis von 850,- € inkl. Versandkosten. Der Sattel kann nach Absprache in 21271 Dierkshausen besichtigt werden. Kontakt: iris-carina@t-online.de (Der Sattelbock wird nicht mitverkauft.)

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Such en & Finden

Mehr Spass zu Pferd

Nur in Gute Hände Immer wieder erreichen mich Hilferufe von Pferdefreunden, die dringend Pferde in gute Hände vermitteln möchten. Diese Rubrik soll eine Plattform für diese Notfallpferdchen sein. Damit hier nicht plötzlich die professionellen Verkaufsanzeiegn auftauchen, darf die Schutzgebühr für die vorgestellten Pferde 2000,- € nicht übersteigen. Wenn Ihr Pferde kennt die dringend ein neues zu Hause suchen, dann schickt uns bitte eine Kurzbeschreibung mit Foto, Name, Alter, Rasse, Größe, Geschlecht, Ausbildungs- und Gesundheitszustand, Grund der Abgabe und bekannten Problemen und Vorzügen, sowie Höhe der Schutzgebühr und Kontaktdaten an:

pferde@meine-hufspuren.de

Wie Ihr seht ist die Rubrik „Suchen & Finden“ noch etwas unterbesetzt, es liegt an Euch das zu ändern...Schickt uns Eure privaten Kleinanzeigen, wir haben Platz für Reitbeteiligungen (Mensch und Pferd), Praktikumsplätze, Stellenangebote und -gesuche, Pferdegesuche, Unterrichtsgesuche, Stellplatzgesuche, Verkauf von gebrauchten Reitsachen und allem was Euch sonst noch so einfällt. anzeigen@meine-hufspuren.de

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Termine • Termine • Termine

Termine • Termine • Termine Mai 20. - 22.05. 2011

Longenkurs Grundkurs mit Babette Teschen http://www.wege-zum-pferd.de/ Info & Anmeldung: isabelle-cordes@gmx.de

29640 Schneverdingen

23. - 24.05. 2011 Round Pen & Pferdekommunikation & 30. -31.05. 2011 mit Markus Eschbach www.eschbach-horsemanship.com Info & Anmeldung: info@eschbach-horsemanship.com

Kleindöttingen (Schweiz)

23. - 26.05. 2011 & 30.05. - 02.06.

Feines Reiten und Horsemanship mit Markus & Andrea Eschbach www.eschbach-horsemanship.com Info & Anmeldung: info@eschbach-horsemanship.com

Kleindöttingen (Schweiz)

28.05. 2011

Dualaktivierung mit Ulli Hacker www.reiten-mit-gefühl.de Info & Anmeldung: reiten-mit-gefuehl@gmx.de

25782 Westerborstel

28. - 29.05. 2011

Longenkurs Grundkurs mit Babette Teschen http://www.wege-zum-pferd.de/ Info & Anmeldung: DRK.Gerber@gmx.de

384** nahe Wolfsburg

28. - 29.05. 2011

Zirkuslektionen-Kurs mit Sady Czarnecki www.reitstall-wuestenkate.de Info & Anmeldung: info@motionclick.de

24568 Nützen

Juni 01.06. 2011

Dualaktivierung nach Geitner mit Andrea Eschbach www.eschbach-horsemanship.com Info & Anmeldung: info@eschbach-horsemanship.com

02. - 03.06. 2011 Photokurs mit Christiane Slawik & 04.- 05.06. 2011 http://slawik.com/ Info & Anmeldung: info@farmersplace.ch

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Kleindöttingen (Schweiz)

Kleindöttingen (Schweiz)


Termine • Termine • Termine Juni 03.- 05.06. 2011

Longenkurs mit Babette Teschen http://www.wege-zum-pferd.de/ Info & Anmeldung: breitenzuen@bluewin.ch

Brienzwiler (Schweiz)

05.06. 2011

Schnuppertag Dualaktivierung mit Ulli Hacker www.reiten-mit-gefühl.de Info & Anmeldung: reiten-mit-gefuehl@gmx.de

25729 Windbergen

Round Pen & Pferdekommunikation 06. - 07.06. 2011 & 27. - 28.06. 2011 mit Markus Eschbach www.eschbach-horsemanship.com Info & Anmeldung: info@eschbach-horsemanship.com

Kleindöttingen (Schweiz)

06. - 07.06. 2011

Trailparcours und Scheutraining mit Markus & Andrea Eschbach www.eschbach-horsemanship.com Info & Anmeldung: info@eschbach-horsemanship.com

Kleindöttingen (Schweiz)

06. - 09.06. 2011 & 27. - 30.06.

Feines Reiten und Horsemanship mit Markus & Andrea Eschbach www.eschbach-horsemanship.com Info & Anmeldung: info@eschbach-horsemanship.com

Kleindöttingen (Schweiz)

11.06.2011

Team Légèreté Hausturnier & Reiterflohmarkt www.team-legerete.de Info & Anmeldung: team-legerete@gmx.de

24568 Nützen

17. - 19.06. 2011

Pferd & Reiter Wohlfühlprogramm mit Sindy Rieger 04821 Polenz www.equitabilis.de Info & Anmeldung: info@equitabilis.de

18. - 19.06. 2011

Longenkurs Aufbaukurs mit Babette Teschen http://www.wege-zum-pferd.de/ Info & Anmeldung: info@pferdefreunde-kirchheimerhof.de

69124 Heidelberg

22. - 26.06. 2011

Longenkurs & Aufbaukurs mit Babette Teschen http://www.wege-zum-pferd.de/ Info & Anmeldung: LK-T.Defosse@t-online.de

46459 Rees

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Termine • Termine • Termine Juni 24.06. 2011

Stammtisch: „Reiten aus der Körpermitte - die vier Bausteine von Sally Swift“ IInfo & Anmeldung: reiten-mit-gefuehl@gmx.de

25712 Burg , im „Kamin“

Juli 01. - 03.07. 2011

Longenkurs mit Babette Teschen http://www.wege-zum-pferd.de/ Info & Anmeldung: longenkursrostock@googlemail.com

02.07. 2011

25729 „Osteopathie und Physiotherapie am Pferd“ Windbergen mit Jana Henning Info & Anmeldung: info@pferdetherapie-zentrum.de www. pferdetherapie-zentrum.de

02. - 03.07. 2011

Humanship Workshop mit Ian Benson www.truehumanship.com Info & Anmeldung: info@farmersplace.ch

Kleindöttingen (Schweiz)

04. - 05.07. 2011 & 11. -12.07. 2011

Round Pen & Pferdekommunikation mit Markus Eschbach www.eschbach-horsemanship.com Info & Anmeldung: info@eschbach-horsemanship.com

Kleindöttingen (Schweiz)

08. - 10.07. 2011

Longenkurs mit Babette Teschen http://www.wege-zum-pferd.de/ Info & Anmeldung: info@seminART.at

Alland (Niederösterreich)

09.07. 2011

„Taktfehler und Lahmheiten erkennen“ mit Corinna Scholz www.team-legerete.de IInfo & Anmeldung: tanzende-hufe@gmx.de

24568 Nützen

09. - 10.07. 2011

Kombikurs Dualaktivierung mit Michael Geitner www.pferde-ausbildung.de Info & Anmeldung: info@farmersplace.ch

Kleindöttingen (Schweiz)

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18*** nahe Rostock


Termine • Termine • Termine Juli 11. - 14.07. 2011

Feines Reiten und Horsemanship mit Markus & Andrea Eschbach www.eschbach-horsemanship.com Info & Anmeldung: info@eschbach-horsemanship.com

Kleindöttingen (Schweiz)

15. - 17.07. 2011

Longenkurs Aufbaukurs mir Babette Teschen http://www.wege-zum-pferd.de/ Info & Anmeldung: c.abbondio@bluewin.ch

Wängi (Schweiz)

15.07. 2011

Die nächsten Hufspuren erscheinen! Die Top Themen im Juli & August : Gebisslos glücklich Safari durch den Trainerdschungel - Teil 2 Neues von Susett und ihrem Selbstversuch Neue Szenen aus dem Pferdeleben ... und vieles mehr... Irrtum und Änderungen vorbehalten. .

Impressum Hufspuren - Das Magazin für‘s Pferdeglück Herausgeber / Redaktion: Maritres Hötger Schierhorner Straße 44 21271 Dierkshausen info@meine-hufspuren.de Tel.: 04184/889866 Text- & Bildbeiträge in dieser Ausgabe: Ulla Aldenhoff, Nele Feldmann, Birgit, Katharina Gruhle, Maritres Hötger, Kira Kehm, Anne-Marie Lehmann-Schmidt, Susett Queisert, Sonja Schroeder, Babette Teschen, Nina Walther Gentle Horse Ranch, VMV Loisachtal Grafik & Layout: Maritres Hötger Titel-Schriftbild: Joebob Graphics http://www.joebob.nl/ Anzeigen / Präsentationen: anzeigen@meine-hufspuren.de Private Kleinanzeigen sind kostenlos, die Präsentationen der Angebote unserer Autoren sowie Empfehlungen der Redaktion erfolgt ebenfalls kostenlos.

Auflage & Verbreitung: Das Magazin ist derzeit ausschließlich online zu beziehen. Bezugspreis: Das Magazin steht kostenlos im Internet zum Download bereit. Internet: www.meine-hufspuren.de Die Rechte am veröffentlichten Material liegen beim jeweiligen Urheber, eine Verwendung über private Zwecke hinaus bedarf der schriftlichen Genehmigung des Urhebers. Die Redaktion behält sich vor Leserbriefe gekürzt zu veröffentlichen. Für unverlangt eingesandtes Material wird keine Haftung übernommen. Mit der Einsendung von Beiträgen überträgt der Urheber dem Magazin das Recht der Nutzung, ein Anspruch auf Vergütung besteht nicht. Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Das Magazin erzielt keine Einnahmen und zahlt keine Vergütungen. Es dient ausschließlich als Informationsportal.

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Liebe Pferdefreu nde, die „Hufspuren“ sollen allen Pferdefreu nden kostenlos zur Verfügu ng steh en. Das h eißt Ih r dürft sie kopieren, weiterleiten, ausdrucken u nd im Reiterstübch en auslegen u nd auch gern als Arbeitsmaterialien verwenden. Trotzdem u nterliegen alle Beiträge dem deutsch en Urh eberrech t. Dah er ist es nur getstattet Texte u nd Bilder ganz oder auszugsweise zu verwenden wenn Ih r Qu elle u nd Autor angebt. Eine komm erzielle Verwendu ng der Beiträge sowie ein Abdruck oh ne Qu ellenangabe sind nich t gestattet. Bitte haltet Euch daran, damit die „Hufspuren“ auch in Zuku nft vielen Reitern Freude bereiten u nd Hilfestellu ng geben können. Danke, Eu er „Hufspuren“-Team.

Hufspuren - Das Magazin für's Pferdeglück  

Mai / Juni 2011

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