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NOVEMBER 2019

HOLZ

IM HAUS

FUNKTIONAL, ZEITLOS, SCHÖN. TRETEN SIE EIN! Der Weg zur passenden Tür.

HEIMISCHE BODENKULTUR MIT DEM PROFI IM GESPRÄCH


EDITORIAL

BODENSTÄNDIG Bevor wir ab Seite 10 mit Türen von DANA® oder KUNEX bei Ihnen eintreten, wollen wir uns zuvor ab Seite 6 dem Boden stilsicherer Tatsachen widmen. Die einen meinen ja, dass Kunststoffbeschichtungen, vor allem Vinyl, bei Türen und Böden die Zukunft sind. Das mag Grosso modo richtig sein, als Pauschalurteil lasse ich das nicht gelten, denn es ist immer eine Frage des Anspruchs. Holz ist ein natürlicher Rohstoff, dessen Einzigartigkeit bzw. Lebendigkeit nicht zu übertreffen sind. Sie bemerken, ich breche gerade eine Lanze für „meinen“ Werkstoff. Nicht ohne Grund: Die Liebe zu Holz hält bei uns schon über 90 Jahre. Beständigkeit wird bei uns großgeschrieben. Auch in dieser Ausgabe holen wir zwei „treue Gefährten“ auf Seite 17 vor den Vorhang. Welche Synergien zwischen Beruf und Sport entstehen können, lesen Sie auf Seite 16. Und wo das Thema Handballverein „SK Keplinger Traun“ ist, ist neuerdings die Nachhaltigkeit nicht weit. Lesen Sie dazu einiges ab Seite 18. Lieben Sie auch dieses Geräusch beim Blättern? Viel Vergnügen beim Lesen, Ihr Josef Simmer


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INHALT BÖDEN & TÜREN Alles ist in Bewegung. Trends kommen und gehen. Ein paar wenige bleiben und führen in eine neue Welt mit erstaunlicher Vielfalt.

HOLZ IM HAUS

MENSCHEN

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HEIMISCHE BODENKULTUR

Brett á Porter-Grüße vom Fachmann

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HOPA – HOLZPARTNER ÖSTERREICH

Besser einkaufen, mehr Wissen

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TRETEN SIE EIN!

Der Weg zur passenden Tür

KARRIERE MIT LEHRE! Synergie Beruf & Sport

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TREUE GEFÄHRTEN!

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QUERPASS ZUR NACHHALTIGKEIT

Anerkennung fördert Loyalität

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Wie kann denn Handball nachhaltig sein?

SK KEPLINGER TRAUN LEGT GRÜNE KARTE DOPPELPASS

Ein Trainer in zwei Ligen

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ANSCHLUSS AN DIE ZUKUNFT

Mobilität wird zunehmend elektrisch

Impressum Blattlinie: Neues von der Keplinger GmbH, ihrer Partnerunternehmen sowie Informationen rund ums Thema Holz, Furniere und artverwandter Werkstoffe Medieninhaber (Verleger) und Herausgeber: Keplinger GmbH, FN 149122y Redaktionsadresse: Keplingerstraße 2, 4050 Traun Telefon: +43 7229 736 31 0 E-Mail: info@keplinger.at Web: www.keplinger.at Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Josef Simmer, Geschäftsführer Redaktion: Dr. Josef Simmer, Klaus Rosenthaler, Peter Hauzenberger, Hubert Dorninger Editorial Design: ADhousegroup OG, Hauptplatz 30, 4020 Linz, www.adhousegroup.at Art Direction & Grafik: Martina Weissenböck, Julia Huber Titelbilder: © shutterstock Grafiken/Bilder: © DANA, © Scheucher, © Jörg Meixner privat, © freepik, © shutterstock; Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr; eine Haftung ist ausgeschlossen. Um das Lesen des Magazins zu erleichtern, wurde darauf verzichtet, neben der männlichen auch die weibliche Form zu schreiben. Gedanklich ist diese selbstverständlich immer miteinzubeziehen.

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HOLZ IM HAUS

Boden

Heimische Bodenkultur Der Fußboden untermalt das Erscheinungsbild eines Raumes, er ist Grundlage für den weiteren persönlichen Einrichtungsstil. Da reicht das Angebot vom Parkett über Laminat bis hin zu Vinyl. Neuerdings machen Vinylböden dem Laminat Boden streitig. Was ist dran an Vinyl? Wir haben nachgefragt.

Grundsätzlich hängt die Bodenwahl davon ab, ob sich der ausgewählte Boden mit dem Rest der Elemente im Raum versteht. Er muss sowohl zur Wand und Decke als auch zu den Möbeln passen. Nebenbei erwähnt: Die Tür spielt als eigenständiges Designelement natürlich auch eine Rolle. Aber dazu später mehr. Jetzt bleiben wir erstmal auf dem Boden und fokussieren sowohl Qualität als auch Funktion und Ästhetik. Und so wie in der letzten Ausgabe von „Lebensraum“ raten wir auch heute: Wenn Sie sich auch zu jenen Kopfarbeitern, deren schwerstes Werkzeug die PC-Tastatur ist, und weniger zu den klugen Schöngeistern zählen, die darüber hinaus auch handwerklich bewandert sind, ist es besser, Sie folgen

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diesem Beispiel und suchen das Gespräch mit dem Fachmann. Zum Beispiel mit Peter Hauzenberger, Betreuer Türen & Boden beim Holzfachhändler und -liebhaber Keplinger. „Herr Hauzenberger, worauf stehen wir?“ „Auf Eiche astig. Liegt aktuell hoch im Trend. Eiche hat sich in den letzten Jahren zum Boden-Primus gemausert. Wie Sie sehen, hat sie einen wunderschönen Naturfarbton. Sie wurde aber auch schon in vielen geölten Farbtönen gesehen. Besonders temperamentvoll ist die dunkle, geräucherte Variante.“


„Eine schöne Optik. Werden da die Paneele geräuchert?“ „So ähnlich. Dem Eichenholz wird durch Laugen die Gerbsäure entzogen und durch das Dämpfen färbt sich das Holz dunkel. Eiche ist vielfältig und jede Färbung beeinflusst auch die Raumwirkung.“ Die Eiche schob sich nicht ohne Gründe an die Pole Position am Bodenmarkt. Eiche ist hart, stabil, leitet Wärme gut und ist widerstandsfähig sowie günstig, wie wir weiter hören. Und die Auswahl ist sehr groß. Allerdings hat die Eiche nicht nur Vorteile – wo gehobelt wird, fallen Späne. Je nachdem, wie das Eichenparkett verarbeitet und versiegelt wurde, ist es mehr oder weniger anfällig für Feuchtigkeit. Bleibt das Parkett naturbelassen und wird lediglich geölt, verträgt es weitaus weniger Feuchte als ein stark versiegeltes. Weiters kann die geräucherte Eiche zu Rissen neigen und wer Möbel mit Metallfüßen liebt, könnte überrascht werden: Denn Eiche kann in Kombination mit Metall und Feuchtigkeit reagieren, respektive oxidieren. Wie eingangs schon erwähnt, legt der aktuelle Wohnstil die Auswahl des Bodens fest oder hat zumindest einen starken Einfluss darauf. Welchen wir bevorzugen? Eine gewisse Art von Landhausstil. Ob skandinavischer oder jener aus dem Vereinigten Königreich stammende Shabby Chic, ist ambivalent. „Haben Sie auch hellere Farbtöne?“ „Als Kontrast zur Eiche kann ich Ahorn oder Esche empfehlen. Beide sehr helle Harthölzer, und die werden ja beim Shabby Chic bevorzugt. Das rötliche Buchenholz würde ich Ihnen aufgrund der Holzbeschaffenheit eher nicht empfehlen, da es stark ‚arbeitet‘.

Viel Know-how und praktische Tipps – all das gibt’s in der Fachabteilung "Türen & Böden" bei Keplinger in Traun.

Das kann bei einer Fußbodenheizung unangenehm werden. Generell gilt es zu beachten, dass Holzböden im Laufe der Jahre abdunkeln oder auch heller werden, je nach Holzart.“ Vinyl oder doch Laminat? „Was hat es mit dem neuen Trend Vinyl auf sich?“ „Meiner Meinung nach wird Vinyl langfristig das Laminat ablösen. Vinyl ist beim Gehen angenehmer, weil es besser dämpft, und es ist wärmer. Vinyl wird genauso wie Laminat verlegt, also ein Klicksys-

tem, und es hat auf der Rückseite bereits eine Schallmatte. Ich spare mir demnach das Unterlegen einer Schaummatte. Wichtig ist, eine PE-Folie zu verlegen, damit sich der schwimmend verlegte Vinylboden besser bewegen kann. „Es scheint, als wäre Vinyl die Lösung?“ „Ich persönlich würde im Kinder- bzw. Arbeitszimmer das strapazierfähige Vinyl verlegen. Im Wohnbereich rate ich zum natürlichen, echten Parkett. So perfekt die Nachbildungen auch alle sein mögen: Holz bleibt Holz und

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Boden / Partnerschaft

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Geölte Parkettböden in den ersten drei Jahren jährlich nachölen.

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es reguliert zudem das Raumklima. Zudem kann ich einen Parkettboden abschleifen, sollten Laufspuren, Kratzer oder Ähnliches auftreten. Dazu stehen mir rund 3,6 Millimeter Deckschicht zur Verfügung. Das bieten mir weder Vinyl- noch Laminatböden. Der Parkettboden sollte lt. Ö-Norm verklebt werden. Verkleben deshalb, weil er am Boden ordentlicher aufliegt, ohne einer Matte dazwischen. Das macht sich speziell bei einer Fußbodenheizung bemerkbar. Die Wärme dringt ohne Luftpolster schneller an die Bodenoberfläche. Der Kleber ist außerdem imstande, leichte Unebenheiten im Estrich zu kaschieren und der Boden kann weniger arbeiten.“ „Welcher Fußboden wäre am einfachsten zu pflegen?“ „Was die Grundreinigung betrifft, ist es bei allen gleich. Egal ob Vinyl, Laminat oder Parkett. Nebelfeucht wischen, einmal im Monat ein paar Milliliter Bodenpflegemittel ins

Wasser, um den Belag aufzufrischen, das war’s im Grunde. Einen Tipp gebe ich jedem mit, der sich einen geölten Parkettboden kauft: In den ersten drei Jahren den Boden jährlich einölen.“ „Warum?“ „Die UV-Strahlung öffnet die Poren des Holzes und das Öl kann gut eindringen. Diese Pflege ist gerade bei neu verlegten Böden wichtig, es verlängert auch die Attraktivität. Nach erfahrungsgemäß drei Jahren tritt eine Sättigung ein und die Intervalle können verlängert werden, je nach Abnutzung und eigenem Augenmaß. „Verlegen Sie auch Böden?“ „Nein. Wir sind Großhändler und kooperieren mit Partnerfirmen bzw. Tischlereien und Bodenlegern. Wir beraten gerne Endkunden, empfehlen und beauftragen dann aber einen Fachbetrieb, sollte der Kunde selbst keinen zur Hand haben. Kunde und Fachbetrieb stimmen sich direkt ab. •

Sie haben Fragen? Detaillierte Auskünfte für die Wahl des passenden Bodenbelags: Peter Hauzenberger: T +43 7229 73631 - 222 E peter.hauzenberger@keplinger.at

Eiche Country mit der typischen Fase. Die Kanten beim Stoß sind abfallend. Eiche Country ist nur ein Naturschauspiel von vielen im KeplingerBodenschauraum in Traun.

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Die Idee hinter diesem Holzfachhändler-Zusammenschluss ist leicht erklärt: Je mehr eingekauft wird, desto besser gestaltet sich der Preis. Im konkreten Fall der HOPA kaufen aktuell neun Betriebe ein und können somit in weiterer Folge ihren Kunden wiederum, also Tischlereien und Holzverarbeiter, weitergeben. Diese Einkaufs-Plattform entwickelte sich im Laufe der Zeit zum internen Umschlagplatz für Know-how, Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer, und seit mehr als 10 Jahren sind die Holzpartner auch Mitglieder der internationalen HolzLand-Kooperation, die weitere Synergien bietet. •

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Vor genau 30 Jahren wurde die HOPA – Holzpartner Österreich als klassische Einkaufskooperation regionaler Holzfachhändler gegründet. Heute ist „HOPA“ eine bestens eingeführte Eigenmarke für Parkettböden und Türen.

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HOPA – Holzpartner in ganz Österreich

Übersicht der kooperierenden Holz- und Holzwerkstofffachhändler des Bundesgebiets.

Die regionalen Holz- und Holzwerkstofffachhändler des Bundesgebiets: Schramek, Wien Wallner und Bittner, St. Pölten (Niederösterreich) Keplinger GmbH, Traun (Oberösterreich) Weyland, Schärding (Oberösterreich) und Gleisdorf (Steiermark) Gitsche, Villach (Kärnten) Peham Holz, Eugendorf (Salzburg) Holz Marberger, Ötztal Bahnhof (Tirol) Tischler Rohstoff, Hohenems (Vorarlberg) Alle Betriebe bis auf die genossenschaftlich organisierte Tischler Rohstoff sind traditionelle österreichische Familienunternehmen. www.holzpartner.at; www.hopa.at

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HOLZ IM HAUS

Tür

Treten Sie ein! Türen verbinden Räume oder trennen sie. Sie schützen uns vor Lärm oder unsere Privatsphäre und manchmal retten sie auch Leben. Und ihr Auftreten? Oft schlicht, immer funktional und meist zeitlos schön mit der richtigen Portion Understatement – von einer früheren Notwendigkeit zum Designobjekt.

Um mit einer saloppen Metapher diesen Bericht zu betreten: Der Tag wird kommen und ein Türwechsel steht vor der Tür – egal ob Haus oder Wohnung. Türen tauschen ist heute keine Hexerei mehr – Türen kann man ja auch schon online kaufen. Wer allerdings

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Wert auf Nachhaltigkeit und Schönheit legt, wird sich die Qualitätsfrage stellen müssen. Deshalb raten wir auch hier: Suchen Sie das Gespräch mit dem Fachmann. Zum Beispiel mit Klaus Rosenthaler, Abteilungsleiter Türen & Böden bei Holzfachhändler und -liebhaber Keplinger.


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Die genormten Durchgangslichten in Österreich bewegen sich (alle 5 cm) von 60 bis 100 cm. Aktuell beträgt die Standardbreite 80 cm, wobei viele Bauträger wegen der Barrierefreiheit bereits auf 85 bis 90 cm verbreitern. Achtung: Auch die Tür ist dann breiter und ragt tiefer in den Raum.

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Holztüren dürfen sich geringfügig ausdehnen und zusammenziehen. Eine genormte Türe beispielsweise mit einem Maß von 2,03 Meter Höhe darf sich 4 mm „verziehen“. Das ist noch kein Reklamationsgrund, denn dieses „Dehnund Schrumpfverhalten“ ist bei einem Temperaturunterschied von fünf Grad normal. Geht es darüber hinaus, ist eine Klimaklassetür anzuraten. Diese verträgt einen Unterschied bis zu zehn Grad. Eine Wohnungseingangstüre, die ins Stiegenhaus führt, verträgt 20 Grad Temperaturunterschied.

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WICHTIGES GRUNDWISSEN

Sie haben Fragen? Klaus Rosenthaler beantwortet diese gerne. Abteilungsleiter Boden & Türen T +43 7229 73631 - 210 E rosenthaler@keplinger.at

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HOLZ IM HAUS

Tür

„Herr Rosenthaler, wir fallen gleich mit der Tür ins Haus: Was können Sie uns anbieten?“ „Unzählige Varianten bei Innentüren, dazu noch Brandschutztüren sowie hochwertige Eingangstüren und moderne Haustüren, eventuell auch mit Fingerprint. Wobei sich letztere im höheren Preissegment bewegen.“ Klaus Rosenthaler erklärt, dass viele Details die Wahl der Eingangstüre bestimmen. Beispielsweise robustere Bänder, zusätzliche Bandsicherungen, verstärkte Türblätter, Zusatzschlösser mit Sicherheitsbügel u.v.m. Hier wäre ein separates Fachgespräch notwendig, denn schließlich muss sich die Haus- bzw. Eingangstür für uns stark machen, im Falle des Falles. Deshalb bleiben wir vorerst bei den Innentüren. Ästhetischer Anspruch Die erste Frage steht im Raum: eine gefälzte oder eine stumpf einschlagende Tür. Zur Erklärung: Gefälzte Türen haben eine L-förmige Kante am Türblatt, das auf der Zarge leicht aufliegt und den Vorteil, dass sie den Spalt zwischen der Türzarge und dem Türblatt überdecken und somit kaum Licht durchlassen. Diese Variante ist im deutschsprachigen Raum sehr verbreitet. Bei stumpf einschlagenden Türen ist die Türblattkante gerade ausgeführt und nicht überdeckend, also ohne der L-Form; Türblatt und Zarge schließen auf einer Ebene ab.

Links: Ein gefälztes Türblatt liegt leicht auf der Zarge auf und verzeiht das klassische „Verziehen“.

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„Stumpf einschlagende Türen sind moderner und schöner ...“ „Das finde ich auch. Allerdings dürfen Sie bei dieser Türvariante nicht heikel sein. Im Klartext heißt das, dass sich ein Haus ,bewegt‘. bzw. Holz naturgemäß ‚arbeitet‘. Bei gefälzten Türblättern fällt das nicht auf, da sie auf der Zarge leicht aufliegen und den Spalt überdecken. Bei stumpf einschlagenden Türen erkennt man einen ungleichen Spalt von Weitem, weil dieser zwischen Türblatt und Zarge sichtbar ist. Durch das Einstellen der Bänder kann man dieses Manko aber wieder beheben. Wir verkaufen zu 80 Prozent gefälzte Türen, weil stumpf einschlagende Türen und Zargen sowie deren Montage um einiges teurer sind.“ Wir einigen uns auf gefälzte Türblätter.

Mitte: Eine stumpf einschlagende Tür mit innenliegenden Bändern. Rechts: Eine stumpf einschlagende Tür mit außenliegenden Bändern.


„Welche Holzart empfehlen Sie?“ Spätestens jetzt schmunzelt Herr Rosenthaler freundlich und meint: „Sie können jede nehmen, vorausgesetzt sie gefällt Ihnen. Vorher sollten wir auf das Innenleben der Tür eingehen, hier gibt es große Qualitätsunterschiede. Die Wabenmittellage, wie sie bei Türen von Genossenschaftswohnungen noch vorkommt, verkaufen wir sehr selten. Sie sind nicht so robust. Eine Röhrenspanntür ist hingegen stabiler und kostet nicht viel mehr. Ein sinnvolles Investment also.“ „In welchem Preisrahmen bewegen wir uns?“ „Das kommt wiederum auf die Oberfläche an. Die gängigste ist nach wie vor die glatte Oberfläche in Weiß lackiert und Eiche. Die Auswahl ist dabei so groß, dass Dana, mit denen wir schon seit Jahren kooperieren, eine eigene Broschüre nur mit weißen Türen auflegt. Ein glattes Türelement in

Weiß lackiert für eine Mauerstärke von 17 cm kostet ca. 390 Euro. Alle anderen Weißtöne sind Sonderanfertigung. Es gibt mehrere Mauerstärken, nach denen sich der Preis richtet. Im Übrigen kann ich Ihnen auch Kunex-Türen anbieten. „Weiß ist also ein Evergreen?“ „Ja, Weiß ist unkompliziert. Momentan ist Eiche bei Fußböden sehr beliebt. Jetzt stellen Sie sich auch noch die Tür, vielleicht das eine oder andere Möbelstück in Eiche vor und die Wand glänzt in einer modischen Schlammfarbe. Zum einen wirkt der Raum völlig überladen und zum anderen treffen mehrere Eichentöne aufeinander, da sich hier verschiedene Hersteller wiederfinden. Da die Türen furniert, der Boden aber massiv Holz ist, ergibt sich automatisch ein anderer Farbton. Die Eichentöne werden daher nie gleich sein. Weiß bietet dazu den nötigen Kontrast bzw. die nötige Ruhe im Raum.“

Auch wenn Innentüren bei einem Neubau oder Renovierung relativ spät eingesetzt werden, sollten Sie sich bereits bei der Raumplanung am Reißbrett mit ihnen beschäftigen. Zahl, Art, Anordnung, Durchgangslichten und Größen sollten da schon festgelegt werden.

Weiße Türen liegen immer im Trend. Sie sind oft der visuelle Ruhepol im Raum.

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Türen aus Holzwerkstoff sind besonders robust und langlebig.

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Furniert oder doch Laminat? „Für welche Tür sollen wir uns entscheiden? Welche Oberflächenoptik? „Da gäbe es mehrere Varianten. 99 Prozent der Türen sind nicht durch und durch aus Holz, also Massivholz, sondern aus Holzwerkstoff. Ich verkaufe Ihnen gerne eine Massivholztür, aber die sind teurer und sprechen eher auf Feuchtigkeit an. Wir verkaufen hauptsächlich Türen aus Holzwerkstoff, die sind sehr robust und langlebig. Türen mit 0,6 bis 0.9 mm Echtholzfurnier in lackierter oder geölter Oberfläche sind gegenüber Massivholztüren auch noch härter im Nehmen. Das Furnier wird übrigens horizontal oder vertikal angebracht. Oder Sie wählen Laminattüren. Die sind sehr strapazier- und widerstandsfähig gegen Kratzer, Abrieb und Feuchtigkeit, und es gibt sie in vielen Farben und Echtholznachbildungen.

Lebendiges Querfurnier: DANA-Tür Monolog, Landeiche geplankt naturlackiert oder geölt

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Haben Sie über eine Kombination aus Holz und Glas nachgedacht? Das Glas können Sie klar, leicht mattiert oder stark getrübt wählen. Die Auswahl ist groß, diese reicht von runden Ausschnitten über quadratische bis hin zu rechteckigen. Unsere Lieferanten Dana und Kunex bieten da eine große Auswahl an.“ „Diese Optik klingt interessant.“ „Hier hätten wir viele Möglichkeiten einer Nobelästhetik, Türblätter mit gefrästen Motivkerbungen oder Holzlisenen bzw. Nirolisenen. Lisenen beleben die Türblattoptik, man sollte aber auf Schlichtheit achten. Türblätter lassen sich mit Glasfüllungen in den verschiedensten Größen vollenden. „Gibt’s Lisenen auch auf Glas?“ „Ja, wobei hier höchste Präzision im Arbeitsprozess gefragt ist, weil die Lisenen im Türblatt vom Türerzeuger und die Lisenen am Glas vom Glaser gefertigt werden. Was ich sagen will: Im schlimmsten Fall stehen die Lisenen am Türblatt und jene am Glas nicht auf einer Höhe, da es eine Toleranz von mehreren Millimetern gibt. Das ist jedoch kein Reklamationsgrund. Weiters muss man bei Ganzglas- bzw. Friesglastüren beachten, dass sie nicht kürzbar sind, was bei Holzwerkstofftüren ja üblich ist, wenn sie vor Ort eingepasst werden. Das Mauerloch muss deshalb vom fertigen Fußboden bis Unterkante Sturz mindestens 204,5 cm betragen. Und noch ein Tipp von mir: ‚Fahren‘ Sie mit einer Wasserwage am Boden den Drehbereich der Türe ab. Dabei bemerken Sie Unebenheiten oder Wölbungen sofort, denn diese können bei einer Glastür grobe Auswirkungen haben.“

Der CPL-Trend „Wir hörten von einem neuen TürTrend aus Deutschland ...“ „Sie meinen wohl den Schichtstoff CPL „Continuous Pressure Laminate“. Das ist ein Laminat, mit dem Zargen und Türen beschichtet werden. Bei der Herstellung werden mehrere Lagen Papier kontinuierlich mit härtendem Melaminkunstharz oder Phenolkunstharz unter Hitze verpresst. Je mehr einzelne Papiere man presst, desto härter wird es. CPL ist günstiger und strapazierfähiger als Holz.“ „Materialfrage also geklärt?“ Jein. CPL-Türen haben ihre Berechtigung, ganz klar. Ich sehe diese eher im Keller, da sie sehr widerstandsfähig und abwaschbar sind. Mein Tischlerherz pocht jedoch auf Holz. Für den Wohnraum bietet Holz den Vorteil, dass es quasi mitatmet. Es nimmt Luftfeuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab. Ein natürlicher Vorgang. Das CPL Türelement macht das nicht.

Immer gerne am Drücker „Und wie sieht es mit Beschlägen aus? „Der letzte Schrei sind die FlatfixBeschläge von Dana. Im Gegensatz zu herkömmlichen Türdrückern gibt es bei diesen nur mehr eine Rosette, da auf der Drückerrosette eine Drückerblockierung eingebaut ist. Die Schlüsselrosette und der Schlüssel fallen also weg. Im Notfall können Sie mit einer Münze das Schloss öffnen. Zudem stehen die Türrosetten nur mehr ein bis zwei Millimeter hervor, das sieht schon klasse aus. Dieses Modell gibt es mit runder oder eckiger Rosette in Edelstahl bzw. in einer schwarz matten Oberfläche.“ „Liefern Sie auch, Herr Rosenthaler?“ „Zu 98 Prozent verkaufen wir an Tischlereien und Wiederverkäufer. Wenn sich jedoch jemand Zarge und Tür selbst einbauen möchte, OK. Ich appelliere da allerdings immer an die Vernunft: Zargen und Türen einbauen ist eine heikle Angelegenheit, die verlangt handwerkliches Geschick.“ Vielen Dank für die Beratung. •

Da Türen kein billiges Alltagsprodukt sind, können diese direkt bei unseren Partnern Kunex und Dana in den Schauräumen angesehen werden. Dana finden Sie auf der Salzburger Straße in Linz oder im Stammwerk in Spital am Pyhrn und Kunex neben der A1-Autobahnabfahrt Allhaming.

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MENSCHEN

Mitarbeiter

Karriere mit Lehre! Eine Lehre kann ganz schön spannend sein – vor allem beim Holzliebhaber Keplinger, denn dort ist die Informationsdichte sehr hoch und die Karrieremöglichkeiten sind breit gefächert. Wie man sich einen dieser begehrten Ausbildungsplätze spielerisch sichern kann bzw. welch positive Synergien der Sport ermöglicht, zeigt das Beispiel Manuel Oppermann, Lehrling in der Abteilung Furniere.

Manuel Oppermann Herr Oppermann, sagen Sie mal ... ... wie sind Sie zu Keplinger gekommen? Über den Handballverein. Ich muss dazu sagen, dass ich seit meinem achten Lebensjahr beim SK Keplinger Traun spiele. Aktuell sowohl bei der Jugendmannschaft U16 als auch in der Kampfmannschaft in der Regional- und Landesliga. Wie kam das? In meiner Schule fand ein Handballturnier statt, organisiert von SK Keplinger Traun. Ich spielte mit und der Sport gefiel mir auf Anhieb. Heuer suchte ich eine Lehrstelle, wenn möglich in Wohnnähe. Ich recherchierte im Internet und sah mir natürlich auch unseren Hauptsponsor genau an. Dass ich einen Ausbildungsplatz suchte, bemerkte auch unser Obmann Wolfgang Mach, der immer ein offenes Ohr für seine

Spieler hat. Und so sprachen wir darüber, und dass ich mich bereits schriftlich bei Keplinger beworben hätte. Spontan bot er mir an mit Dr. Simmer zu sprechen. Vielleicht komme es zu einem Gespräch, versprechen könne er nichts. Wie man sieht, hat es funktioniert. Jetzt muss ich mich beweisen. Was glauben Sie: Wie wird sich Handball und Lehre kombinieren lassen? Wir trainieren dreimal die Woche ca. eineinhalb bis zwei Stunden, gleich hier ums Eck in der HAKA-Arena Traun, und an den Wochenenden wird gespielt. Wie sich das mit Arbeiten, Berufsschule und Lernen gestalten wird, weiß ich jetzt noch nicht. Da ich selbst in Traun zuhause bin, liegt alles gut zentral. Ich bin guter Dinge, denn ich will spielen, solange ich kann, und ich will bei Keplinger Karriere machen, wenn man mich lässt. Woher kommt der Gips an der linken Hand? Vor ein paar Wochen splitterten mir bei einem Trainingsspiel Knochen im Finger ab. Der Gips kommt in einer Woche runter, dann sollte ich auch im Verein wieder einsatzfähig sein. Alles Gute für Ihren beruflichen Weg und Ihre Hand.

Manuel Oppermann seit 1. August 2019 Lehre zum Großhandelskaufmann; derzeit in der Abteilung Furniere; Spieler auf den Positionen Flügel und Mitte in der Handball-Kampfmannschaft SK Keplinger Traun.

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Johannes Gaisbauer

Treue Gefährten!

Herr Gaisbauer, sagen Sie mal ... ... wie sind Sie zu Keplinger gekommen und was machen Sie heute? Im Juni 1977 fuhr ich mit dem Fahrrad bei der Firma Keplinger in Traun vorbei. Auf dem Rückweg entschied ich mich spontan, um eine Lehrstelle zu fragen. Die Tatsache, mich ohne Eltern beworben zu haben, gefiel dem damaligen Geschäftsführer so gut, dass er mich mit 1. September 1977 als Lehrling aufnahm. Sieben Jahre später übernahm ich die Abteilung „Schnittholz“. ... wie hat Keplinger Ihre Karriere gefördert bzw. unterstützt? Sehr viel konnte ich vom ehemaligen Leiter unserer Furniere-Abteilung lernen, zum Beispiel wie Kunden „ticken“ und wie man Verkäufe effizient abwickelt. Optimal waren auch die Fortbildungsmöglichkeiten. ... was ist für Sie Keplinger? Mit Sicherheit die zweitwichtigste Sache in meinem Leben.

Reinhard Spießmayr Herr Spießmayr, sagen Sie mal ... ... wie sind Sie zu Keplinger gekommen? Ich kam 1984 zu Keplinger, wo ich in der Furnierabteilung begann und dort auch meinen Lehrabschluss zum Großhandelskaufmann absolvierte. Zuvor schloss ich noch eine Lehre zum KFZ-Mechaniker ab, aber meine Liebe zum Werkstoff ‚Holz‘ war einfach zu groß. Das hielt auch 31 Jahre. Dann versuchte ich mich im Außendienst, kehrte aber nach vier Jahren zu meinen Wurzeln zurück und leite seit Jänner 2019 die Abteilung Furniere. ... wie hat Keplinger Ihre Karriere gefördert bzw. unterstützt? Mein damaliger Abteilungsleiter war ein guter Mentor und Lehrmeister, er brachte mir viel bei, fachlich und im Umgang mit Kunden. Dieses Know-how, meine Freude am Verkaufen sowie die Fortbildungen, die mir hier ermöglicht wurden, begründen meinen Erfolg. Das möchte ich jetzt an meine Kolleginnen und Kollegen weitergeben. ... was ist für Sie Keplinger? Ein vertrauter Ort, an dem ich meine Leidenschaft fürs Holz und fürs Verkaufen ausleben und weitergeben kann.

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MENSCHEN

Engagement

Querpass zur Nachhaltigkeit Sportvereine betreten viele Bereiche einer nachhaltigen Entwicklung. Insofern hat auch jeder unterschiedliche Möglichkeiten, sich diesem Thema zu widmen.

Der Handballverein ATV Trofaiach / Steiermark leuchtet mit seinem Nachhaltigkeitskonzept als einer der wenigen als helles Vorbild voraus. Am Erfolg maßgeblich beteiligt war der eigens berufene NachhaltigkeitsBeauftragte des ATV Trofaiach Jörg Meixner. Eine Bestandsaufnahme. Der ATV Auto Pichler Trofaiach Handballverein spielt in der „spusu Challenge1“, das ist die zweithöchste Spielklasse in Österreich, die Damen sind in der höchsten Spielklasse, der WHA, erfolgreich. ATV Trofaiach legt größten Wert auf eine professionelle Jugend- bzw. Nachwuchsförderung. Vor zwei Jahren nahm der ATV Trofaiach bei dem Wettbewerb „nachhaltig gewinnen“ teil, ausgelobt vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus. Man wurde vierter und erntete ein kleines Preisgeld. Diese Auszeichnung war für den Vorstand der Anpfiff für ein langfristig angelegtes Nachhaltigkeits-Konzept. Schon damals mit dabei war Nachhaltigkeits-Beauftragter Jörg Meixner, der den Verein bis heute in diesen Belangen berät.

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Wie kann denn Handball nachhaltig sein? Grundsätzlich gibt es für alle Sportorganisationen und -veranstaltungen einen normativen Rahmen: die 17 SDG – Sustainable Development Goals2, ausgearbeitet von den Vereinten Nationen im Rahmen der Agenda 2030. Darin finden sich Themen wie Armutsbekämpfung, Mobilität, Umweltschutz, Bildung, Infrastruktur stärken, Gewässerschutz und viele mehr.

Jörg Meixner


Drei passende Themenfelder für den ATV Trofaiach

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Ressourcenmanagement

Abfallmanagement

Upcycling

Betrifft Wärme, Licht, Wasser, sozusagen das kleine Einmaleins des Hallenwarts. Das Bewusstsein, dass ein Sportstätten-Betrieb etwas kostet, ist beim Gros der Athletinnen und Athleten nicht besonders ausgeprägt. Jörg Meixner weiß, wovon er spricht, war er doch selbst lange Sportfunktionär und Trainer im Volleyball. Nebenbei erwähnt: Listige Startups tüfteln gerade an einer Lichtsteuerung via App.

Ein Thema, das beim ATV Trofaiach unter einer besonders fruchtbaren Patronanz steht, da Obmann Heinz Rumpold auch Geschäftsführer der Stadtwerk Trofaiach ist.

In diesem Kontext ließ man sich etwas Besonderes einfallen, den Ballsack „CenterBag“ für je einen Handball. Das Runde wird beim Handball mit Harz eingeschmiert, damit es besser in der Hand liegt. Das Harz verklebt die Sportwäsche sowie die Sporttasche, die Reinigung wird zur Herausforderung und meist ressourcenintensiv. Abhilfe schafft nun der „CenterBag“.


MENSCHEN

Engagement

Aktuell bekommt jeder der insgesamt 20 spusu-Vereine 20 solcher Säcke geschenkt. Sinnbildlich als charmanten Fingerzeig dafür, dass Sport auch nachhaltig sein kann. Es passieren ja bereits etliche Maßnahmen, ohne dass diese explizit als nachhaltig wahrgenommen werden. Beispiel „Fahrgemeinschaften“.

Zugegeben: Es ist nicht leicht, alle Athletinnen und Athleten zu erreichen, bei Profivereinen ist das fast unmöglich. Es ist ja auch nicht die Aufgabe eines Profisportlers, die Welt zu retten. Er bzw. sie muss Leistung bringen und Siege erringen. Jedoch muss heute ein ressourcenschonender Spielbetrieb möglich sein. Dass sich der Vorstand des ATV Trofaiach dieses Themas annehmen kann, funktioniert deshalb, weil der Verein (noch) klein ist. Gelebte Nachhaltigkeit im Verein bringt a la longue ökonomische Vorteile: Stichwort Sponsoren. Man kommt mit

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sich zu Maßnahmen und Zielen sowie deren Umsetzung. Als Beispiel: Die Fahrten zum Training bzw. zu den Heimspielen mit dem Rad erhöhen, die Anzahl der PET-Flaschen in der Spielsaison reduzieren oder nicht nur 100 Centerbags verschenken, sondern 200 Stück in der nächsten Saison.

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Idee schlägt Geld Der Clou an der Sache ist, dass diese „CenterBags“ ausschließlich aus alten Transparenten und Planen gefertigt sind, die wir gratis bekommen. Die Produktion übernahm die Lebenshilfe Trofaiach, die wiederum durch Sponsorengelder finanziert wird.

Schriftliches Agreement ATV Trofaiach hat als einer der wenigen Vereine ein schriftliches Nachhaltigkeits-Konzept und ist damit gewissermaßen Vorbild. Das heißt: Der Vorstand verpflichtet

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Hinter dem Namen „CenterBag“ verstecken sich zwei namensgebende Ideen. Einerseits das Wort „Center“, das signalisiert, dass der Ballsack im Mittelpunkt der Nachhaltigkeitsaktion des ATV Trofaiach steht, andererseits die semantische Nähe zu „Back“. Abgeleitet von „Centerback“, einer wichtigen Position am Spielfeld bei sehr vielen Ballsportarten.

WELT SCHÜ M

DER CENTER BAG

Begeistert vom CenterBag: Kühne&NagelMarketing-Managerin Julia Gumhalter und ATV-Obmann Heinz Rumpold

Betrieben in Kontakt, die vorher nicht auf dem „Radar“ waren. Vice versa interessieren sich plötzlich Unternehmen, die z. B. in der Abfallwirtschaft oder Mobilität den Ton angeben, für Sport und für den Verein als Markenbotschafter. Eine solche Vereinskultur bietet nicht nur die beste Gesprächsbasis für langfristige Sponsorenverträge. Sie signalisiert Offenheit, Zukunftsvertrauen sowie ein modernes Mindset. Und es wird ein Vereinsbild signalisiert, das attraktiv für Nachwuchsspieler ist.


SK Keplinger Traun legt Grüne Karte SK Keplinger Traun Obmann Wolfgang Mach und Mag. Jörg Meixner lernten einander bei einem Ligaspiel in der Steiermark kennen. Der ökologische Funke sprang sofort über. Kurze Auszeit für Gedanken über die Nachhaltigkeit.

Herr Mach, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind ja schon länger in aller Munde. Ist die „Ökomania“ jetzt auch beim Handballverein angekommen? Ideen dazu gibt es seit Monaten. Uns fehlte bisher die Initialzündung bzw. das Know-how, wie vielversprechende Ideen auch umgesetzt werden können. Dass ich Jörg Meixner kennenlernte, ist wohl ein Wink, dass die Zeit reif ist. Wie sieht das Ihr Hauptsponsor Keplinger? Holzfachhändler Keplinger investiert ja bereits länger viel Engagement und Geld in Nachhaltigkeit. Ich erinnere an die 2.000 Photovoltaik-Module, die 2018 auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes sowie der Produktion montiert wurden. Demnach rannten wir bei Geschäftsführer Josef Simmer mit unseren Nachhaltigkeitsideen offene Türen ein. Welche Maßnahmen setzen Sie unmittelbar? Zum einen möchten wir so wie der ATV Trofaiach am Nachhaltigkeitswettbewerb „nachhaltig gewinnen“ teilnehmen, zum anderen können wir sofort in Zusammenarbeit mit Daniela Piererfellner (www.bioverpackungen.at) biologisch abbaubare Ein- und Mehrwegprodukte in unseren Spielbetrieb einbauen, um unser Plastikaufkommen langfristig zu minimieren.

Wir wissen, dass es anfänglich nicht leicht werden wird, ein Umwelt- bzw. Nachhaltigkeitsbewusstsein im Verein zu installieren sowie konkrete Projekte umsetzen. Herr Mach, was ist der neue ‚Supporter Club‘? Während Sponsoring bei 1.000 Euro beginnt, können uns „Supporter“ mit einer Art kleinen Spende von je 249 oder 599 Euro unterstützen. Viele Firmen sponsern bereits andere Sportvereine und haben vermutlich nicht mehr das Budget für einen weiteren. Das wird viele kleinere Betriebe ansprechen, und diese sollen ja auch von den unterschiedlichen Pakete-Benefits profitieren.

Wolfgang Mach, Obmann SK Keplinger Traun

Bei weiterem Interesse: Mehr zum Thema Nachhaltigkeit / nachhaltiger Sport: www.bundeskanzleramt.gv.at / www.nachhaltiger-sport.at Handballverein Trofaiach: www.handball-trofaiach.at

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MENSCHEN

Engagement

Doppelpass Die Damen des SK Keplinger Traun starteten am 14. September in die vierte Bundesligasaison. Eine gute Gelegenheit für „Lebensraum“, sich mit Trainer Zoran Ban über die wohl österreichweit einzigartige Position zu unterhalten, die er seit Juli des Jahres beim SK Keplinger Traun „spielt“.

Herr Ban, schön dass Sie sich Zeit nehmen. Kommen Sie gerade vom Training? Das wäre schön, nein, vom Büro. Ich arbeite Vollzeit im Zentraleinkauf der Vinzenz Gruppe beim Ordensklinikum Linz und den Barmherzigen Schwestern Ried.

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Sie „bespielen“ aktuell eine noch nie dagewesen Doppel-Trainer-Position. Wie kam es dazu? Seit 2016 trainiere ich die Damenmannschaft, während ich selbst noch parallel bei den Herren spielte. Mein Knie zwang mich zum Karriereende. Im heurigen Juli wünschte man sich einstimmig, dass ich auch die Herren trainieren soll. Das macht mich stolz. Mir ist so eine Konstellation, Bundesligatrainer bei den Damen und Regionalligatrainer bei den Herren, anderswo nicht bekannt. Das ist schon außergewöhnlich.

Die Damen des SK Keplinger Traun sind bereits in die vierte Bundesligasaison gestartet.

Und wie sieht die Zukunft aus? Mit den Herren möchte ich als Trainer Landesmeister werden. Im kommenden April wird sich herausstellen, ob wir im Finale stehen und um den Aufstieg in die spusu Challenge, also Bundesliga spielen. Bei den Damen wollen wir unter die ersten vier Mannschaften kommen. Sollte diese neue Konstellation erfolgreich sein, steht von meiner Seite einer weiteren Saison nichts im Wege. •

HIGHLIGHTS...

HANDBALL-VITA

Das letzte Heimspiel der Damen vor Weihnachten am 14. Dezember wird eines der wichtigsten. Da wird sich entscheiden, ob im oberen Play-Off um den Aufstieg in die erste Liga, gespielt wird. Publikumsmagneten sind immer wieder die ÖHB-Pokalspiele im November bzw. Dezember. Meistens treffen da die Damen sowie die Herren auf Gegner aus der höchsten österreichischen Spielklasse.

Jahrgang 1985 begann das Handballspiel mit sechs Jahren beim damaligen Erstligaverein Turn- und Sportverein GWD Minden (D). 2006 wechselte er nach Hannover zum Lehrter SV in die dritte Liga. Seit 2014 lebt der gebürtige Kroate in Österreich und trainiert seit 2016 die Damenmannschaft, mit Juli 2019 übernahm er zusätzlich die Herren des SK Keplinger Traun.


Anschluss an die Zukunft Die Mobilität als Ganzes wird zunehmend elektrisch – egal ob E-Scooter, E-Bike, E-Moped oder der Individualverkehr. Letzterer wühlt die Anforderungen an ein flächendeckendes „Tankstellennetz“ ganz schön auf und stellt vermehrt Ansprüche.

Laut Erhebung des Bundesverbandes Elektromobilität Österreich (BEÖ)* sind mit August 2019 in Österreich 26.964 vollelektrische Autos angemeldet. Alleine heuer wurden bis Ende August schon 6.414 E-Autos angemeldet, das sind um 63,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2018. Zur Ergänzung: Im ganzen Jahr 2018 wurden 6.757 E-Autos neu zugelassen – nur um mit ein paar konkreten Zahlen ein Situationsbild zu zeichnen. Synergien anstoßen Als modernes Unternehmen, das Nachhaltigkeit und demnach auch Energieeffizienz in seinen Werten verankert weiß, montierten wir 2018 eine Photovoltaik-Anlage auf unsere Dächer, die je nach Witterung bis zu 1,2 Millionen Kilowattstunden Öko-Strom erzeugt. Damit wollten wir aber mehr Nutzen stiften, als rein rechnerisch den Eigenverbrauch für unsere E-Stapler, E-Autos, Plug-in-HybridFahrzeuge und Maschinen im Bearbeitungszentrum mit Ökostrom zu decken.

E-Tankstellen in Betrieb Ein Teil wird ans öffentliche Netz geliefert, der andere fließt in sechs E-Tankstellen auf unserem Betriebsgelände – wir kündigten das in unserer ersten Ausgabe bereits an. Diese E-Tankstellen sind seit Sommer betriebsbereit und täglich, inklusive Samstag und Sonntag, von 6 bis 22 Uhr frei zugänglich. Es versteht sich von selbst, dass das Gelände rund um die Tankstelle videoüberwacht ist. Bezahlt werden kann im Übrigen mit allen gängigen Kartenbezahlsystemen für E-Autos. •

Dr. Josef Simmer


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Lebensraum #2  

Das Kundenmagazin der Holzfachhändler Keplinger GmbH Linz & Gitsche GmbH Villach. Produktion: ADhousegroup OG Werbeagentur; Redaktion: DORNI...

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