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HUBER Report Aktuelle Nachrichten für Kunden und Freunde des Hauses HUBER Darstellung der kompletten Produktpalette

INHALT Mechanische Abwasserreinigung

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HUBER Global Service

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Schlammbehandlung

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Kleinkläranlagen

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Weitergehende Abwasserreinigung

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Edelstahlausrüstungsteile

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Forschung und Entwicklung

SONDERAUSGABE IFW Berlin Halle 2.2 Stand 113

Die HANS HUBER AG präsentiert sich auf der IFW 2006 in Berlin - Halle 2.2, Stand 113

KOMMENTAR

Die Firma HUBER präsentiert sich auf der Anfang April in Berlin stattfindenden Messe IFW mit einer breiten Produkt- und Anwendungspalette.

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KURZBERICHTE Feinstsiebung Die Reinigung der täglich anfallenden Abwässer stellt in vielen Ländern der Welt noch immer ein großes Problem dar, da finanzielle Mittel oftmals begrenzt sind. Ein erster Schritt zur Abhilfe ist hier die mechanisch-chemische Abwasserbehandlung, insbesondere die Siebung und Feinstsiebung in Kombination mit Fällung und Flockung. Die Firma HUBER bietet hier Lösungen an, die den Anforderungen an eine angepasste Abwasserreinigung gerecht werden. Seite: 2

Kanalausrüstung Aus heutiger Sicht sind wir der Meinung, mit dem innovativen Spülsystem eine echte und wirkungsvolle Alternative zu den vorhandenen Spülsystemen anbieten zu können. Auch die besten planerischen Überlegungen können Ablagerungen in Kanälen nicht gänzlich verhindern. Somit sollten Kanäle aus unserer Sicht regelmäßig und präventiv gespült werden, und zwar mit einem System, welches sich den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten möglichst optimal anpasst – HUBER Power Flush® KR. Seite: 3

Regenwasserversickerung Die Forschungsergebnisse sowie die Reaktionen von Kunden und Fachleuten zeigen, dass die HANS HUBER AG in Zusammenarbeit mit der Fa. HydroCon aus Münster wieder einmal dem Ruf nach Innovation und Weitsicht im Hinblick auf einen nachhaltigen und aktiven Umweltschutz gefolgt ist. Seite: 4

Auf 140 m2 Standfläche werden verschiedene Themenfelder mit den dazugehörigen Produkten und deren Anwendungsbereichen ausgestellt. Liebe Leserin, lieber Leser,

Im Bereich der mechanischen Reinigung wird die innovative Weiterentwicklung der Siebanlage hin zur Feinstsiebung und die damit möglichen Anwendungen im Bereich “Vorreinigung für Membrananlagen sowie “Mechanisch-Chemischen Abwasserreinigung vorgestellt.

Mehr zum Thema Messe IFW erfahren Sie auf der Seite 9.

die Wasser Berlin wird Fachleute aus Deutschland und den Nachbarländern zusammenführen und es wird eine intensive Diskussion zum Thema Wasser/Abwasser stattfinden. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir an dieser Messe teilnehmen und dass wir unsere Leistungsfähigkeit demonstrieren. Messestand IFW 2003

Kostengünstige und preiswerte CSB/BSB-Reduktion durch weitergehende verfahrenstechnische Behandlungsschritte wie Fällung/Flockung und Feinstsiebung

Mechanisch-Chemische Abwasserreinigung (MeChem) von der HUBER AG Für einen großen Teil der Menschheit stellt die Versorgung mit qualitativ einwandfreiem Wasser in ausreichender Menge und die hygienische Entsorgung von Abwasser ein gravierendes Problem dar. Weltweit sind fast 2.4 Milliarden Menschen weder an eine Kanalisation noch an Bauwerke zur Behandlung von Abwasser angeschlossen (W.H.O., 2000). Die oft begrenzten und budgetierten finanziellen Mittel müssen für diese Schutzaufgabe effizient und wirtschaftlich eingesetzt werden, um daraus den bestmöglichen Nutzen zu erzielen. Mehr zum Thema MechanischChemische Abwasserreinigung (MeChem) erfahren Sie auf der Seite 2.

Bild 1: Argentinien / Bahia Blanca: Die drei im Gerinne eingebauten ROTAMAT®Siebanlagen sorgen für eine tiefgreifende Verbesserung der Abwassersituation im Sea-Outfall Anwendungsfall Bahia Blanca. Das Rechengut wird geruchsgekapselt und entwässert ausgetragen.

Erfolgreiche Umsetzung des DWA - Arbeitsblattes A 153 auf dem Vormarsch Kleinkläranlagen Das Membranbelebungsverfahren ist derzeit sicherlich das modernste und fortschrittlichste Verfahren im Bereich der dezentralen Abwasserreinigung. Die Anwendung dieses Verfahrens bei der Kleinkläranlage HUBER MembraneClearBox® stellt eine sichere und zuverlässige Lösung für Betreiber und Umwelt dar. Sie erbringt Reinigungsleistungen in bisher nicht bekannter Weise, was ein Maximum an Umweltschutz auch im Hinblick auf nachfolgende Generationen gewährleistet. Die HUBER MembraneClearBox® stellt die ideale Lösung auch für sensible Einleitgebiete dar. Seite: 6

Edelstahlausrüstungsteile Bauwerke der öffentlichen und industriellen Versorgungen müssen verstärkt vor Einbruch bzw. unbefugtem Eindringen gesichert werden. Dies insbesondere deshalb, weil unabsehbarer Schaden für die Bevölkerung entstehen kann, wenn hier Manipulationen vorgenommen werden. Seite: 9

1/2006

HUBER-Hydro-Filt – dezentrale Reinigung von metallhaltigen Regenabläufen Die HANS HUBER AG beschäftigt sich seit längerer Zeit mit Möglichkeiten zur dezentralen Regenwasserbehandlung, insbesondere auch mit Regenabläufen von Metalldächern. In Kooperation mit der Fa. HydroCon aus Münster wurde ein innovatives, mehrstufiges Filtersystem entwickelt, welches in einem Forschungsvorhaben der TU München und dem Bayerischen Landesamt für Umwelt München in Langzeitversuchen erprobt wurde. Dabei stellt sich heraus, dass nach jetzigem Kenntnisstand von verschiedenen getesteten Systemen das HUBER-Hydro-Filt System aufgrund seiner durchdachten Konzeption die besten Wirkungsgrade und Betriebsergebnisse zeigt.

Mehr zum Thema HUBER-HydroFilt - dezentrale Reinigung von metallhaltigen Regenabläufen – erfahren Sie auf Seite 4.

Dabei zeigen wir unser breites Produktspektrum für Anwendungen und Lösungen in Deutschland, das sich durch höchste Qualität und Zuverlässigkeit auszeichnet. Dies betrifft insbesondere die Ausrüstung für den gesamten Bereich der Trinkwasserversorgung, aber auch den weiten Bereich der Abwasserbehandlung. Dass wir dabei auch innovative Konzepte vorstellen, ist selbstverständlich: Konzepte, mit denen wir die hervorragende Qualität unserer Wasserver- und Abwasserentsorgung weiter optimieren helfen. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Nachhaltigkeit unserer Produkte, die wir dadurch gewährleisten, dass wir Service bieten bis hin zum Teleservice, der die laufende Überwachung von Funktion und Performance unserer Produkte ermöglicht.

Darüber hinaus stellen wir Lösungen für Regionen und Zielmärkte außerhalb Deutschlands vor, bei denen andere Bedingungen zu berücksichtigen sind, andere klimatische Verhältnisse, Wasserknappheit oder fehlende Kanalsysteme. Wir erfüllen mit diesen Produkten die Aufgabe, auch dort für ausreichend Wasser zu sorgen, wo dies fehlt und auch dort zur Verbesserung der sanitären Verhältnisse beizutragen, wobei dies aus klimatischen Gründen, aber auch Kostengründen schwierig ist. Wir fassen dies unter dem Begriff „Advanced and Adapted Technologies“ zusammen. Dabei spielt auch der Aspekt der Wasserwiederverwendung eine zentrale Rolle.

Besuchen Sie uns auf der Wasser Berlin. Wir sind für Sie da in Halle 2.2, Stand 113. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und das Gespräch mit Ihnen.

Ich verbleibe

mit den besten Grüßen

Abbildung 1: Wirkungsweise des HUBER-Hydro-Filt Systems

Ihr Hans G. Huber

The Quality Company – Worldwide


Mechanische Abwasserreinigung

Seite 2

Fortsetzung von Seite 1: Kostengünstige und preiswerte CSB/BSB-Reduktion durch weitergehende verfahrenstechnische Behandlungsschritte wie Fällung/Flockung und Feinstsiebung

Mechanisch-Chemische Abwasserreinigung (MeChem) von der HUBER AG Insbesondere biologische Abwasserreinigungsverfahren auf Grundlage des weltweit am häufigsten eingesetzten Belebtschlammverfahrens müssen ausscheiden, wenn es darum geht, Probleme in ländlich strukturierten Regionen von Entwicklungs- und Schwellenländern sehr schnell, wirtschaftlich und kurzfristig zu lösen.

re zur Abscheidung hoher sauerstoffzehrender Frachten werden Siebelemente mit sehr feinen Durchlassöffnungen, vorzugsweise die eines Quadratmaschengewebes, eingesetzt. Der zweidimensionale Aufbau und der definierte Trennschnitt des Quadratmaschengewebes bewirkt eine weitgehende Feststoffentnahme.

Spezielle Nachteile der biologischen Abwasserreinigung sind hierbei:

Neue Entwicklungen auf dem Gebiet der maschinellen Abwasserreinigung ermöglichen es jedoch in Kombination mit weitergehenden verfahrenstechnischen Behandlungsschritten, wie der Fällung und Flockung, die Qualität des Abwassers weiter zu verbessern und der jeweiligen Bedarfssituation anzupassen. Unter Fällung versteht man hierbei die Umwandlung im Wasser gelöster, meist ionischer Inhaltsstoffe durch eine chemische Reaktion in eine partikuläre Form. Wasserinhaltsstoffe werden somit zu schwer löslichen Stoffen umgesetzt, welche durch Flockungshilfsmittel in mechanisch abtrennbare Agglomerate (Makroflocken) überführt werden. Durch Zugabe von Fällungs- und Flockungsmitteln ist eine Reduktion von bis zu 95% bei den AFS, von bis zu 65% beim CSB/BSB und von bis zu 60% beim Phosphorgehalt möglich. Die Voraussetzungen für eine nachhaltige Lösung von Umweltproble-

• Einsatz von viel Energie • relativ lange Bauzeiten • hohe Anforderungen an das Personal • aufwendige Mess- und Regeltechnik • große Mengen an Klärschlamm • Nährstoffe aus dem Abwasser entfernen Die mechanischen Verfahren stellen dagegen eine schnell umsetzbare und kostengünstige Möglichkeit dar, um ungelöste Stoffe aus dem Abwasser zu entfernen. Sie werden deshalb gegenwärtig zumeist als erster Schritt mit dem Ziel eingesetzt, im Rohabwasser vorhandene partikuläre Stoffe möglichst weitgehend zu eliminieren. Insbesonde-

men unter Berücksichtigung der Wiedernutzung sind damit geschaffen. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern ist zudem die Verfügbarkeit von Nährstoffen für die Produktion in der Landwirtschaft häufig begrenzt, und oftmals sind sie auch nur unter verhältnismäßig hohen Kosten zugänglich. Insofern kann es bei einer angestrebten Wiederverwertung des Abwassers zu Bewässerungszwecken angebracht sein, das eigentliche Reinigungsziel auf die weitestgehende Entfernung der organischen Stoffe zu beschränken und die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor im teilgereinigten Abwasser zu belas-

sen, um somit den Bedarf an externen Düngemitteln in der Landwirtschaft zu minimieren.

niert werden als mit einer partiell installierten vollbiologischen Kläranlage.

Angesichts dieser Situation entwickelte die Firma HANS HUBER AG verschiedene maschinelle Konzepte, die den Anforderungen an eine angepasste Abwasserreinigung gerecht werden. Unterteilt nach dem Reinigungsziel bzw. dem Verwendungszweck bietet die Firma HANS HUBER AG unterschiedliche Verfahren zur Abwasserreinigung an.

Weitere Vorteile gegenüber der biologischen Abwasserreinigung wie die schnelle Umsetzung der Maßnahme, die Möglichkeit kleinerer, dafür mehrerer Behandlungseinheiten, die Robustheit und Langlebigkeit der gewählten Maschinen und die geringen Anforderungen an das Bedienpersonal sowie die niedrigen laufenden Kosten für Energie, Wartung und Ersatzteile sind dabei kostenmäßig noch gar nicht erfasst.

Mechanisch

Mechanisch-Chemisch

Biologisch

Parameter

Einheit

Feinstsiebung

Einwohnerspezifische Investitionen

(Euro/EW)

5

11

21

23

200

Anschlussleistung

E

214000

93000

48000

44000

5000

CSB-Zulauffracht

(kg O2/d)

25680

11160

5760

5280

600

Wirkungsgrad

%

20

50

50

65

95

Eliminierte CSB-Fracht

(kg O2/d)

5136

5580

2880

3432

570

Frachtspezifische

(Euro/kg O2/d)

195

180

350

295

1755

Investitionen

Feinst- und Feinstsiebung Feinstsiebung Biologische Mikrosiebung mit Flockung mit Fällung AR

Ökologisch - wirtschaftlicher Aspekt Der ökologische Gesamtnutzen, der mit der mechanischen Reinigung erzielbar ist, lässt sich an Hand eines Vergleiches der Entlastung eines Gewässers von sauerstoffzehrenden Substanzen bei einem Investitionsvolumen von 1 Mio. Euro darstellen. Schlussfolgerungen • Bei einem vorgegebenen Investitionsvolumen ist es mit der Kombination mechanisch-chemischer Abwasserreinigung möglich, insgesamt etwa die fünffache Menge an CSB-Fracht gegenüber einer vollbiologisch arbeitenden Kläranlage deutschen Standards zu eliminieren. Mittels ROTAMAT®-Feinstsiebanlage Ro2 (Spaltbreite 2mm) gesiebtes Abwasser wird in wasserarmen Gebieten Israels nach vorhergender Stabilisierung (Wasserreservoirs) über bodenverlegte Schläuche für die Bewässerung von Kulturpflanzen verwendet.

• Durch eine flächendeckende mechanische Reinigung können mehr sauerstoffzehrende Substanzen elimi-

Zusammenfassung: Die Reinigung der täglich anfallenden Abwässer stellt in vielen Ländern der Welt noch immer ein großes Problem dar, da finanzielle Mittel oftmals begrenzt sind. Ein erster Schritt zur Abhilfe ist hier die mechanisch-chemische Abwasserbehandlung, insbesondere die Siebung und Feinstsiebung in Kombination mit Fällung und Flockung. Die Firma HUBER bietet hier Lösungen an, die den Anforderungen an eine angepasste Abwasserreinigung gerecht werden. von Stefan Reber Produktmanager res@huber.de

Stadtwerke Güstrow entscheiden sich für HUBER-Technik

Kanalsandannahme im Herzen Mecklenburgs Güstrow liegt an der Nebel, einem Nebenfluss der Warnow, die in Richtung Ostsee entwässert. Bekannt ist Güstrow auch als Wirkungsstätte von Ernst Barlach, einem bekannten Bildhauer, von dessen Schaffen ungefähr 400 Werke im Zuge der Aktion "Entartete Kunst" von den Nationalsozialisten aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt wurden. Die Bronze "Das Wiedersehen" wurde 1937 auf der Propaganda-Ausstellung "Entartete

Kunst" in München gezeigt. Mit eines seiner bekanntesten Werke ist "Der Geistkämpfer". Auch der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt hat sich in Zeiten, in denen wir alle noch von der Wiedervereinigung Deutschlands träumten, hier mit Herrn Honecker und weiteren Vertretern der DDR-Staatsführung getroffen. Interessant sind auch die Altstadt und das Güstrower Schloss.

Und diese Stadt Güstrow mit ihren Stadtwerken hat sich vor einigen Monaten entschlossen, das anfallende Sandfanggut aus dem sanierten unbelüfteten Sandfang und aus den betriebseigenen Kanalfahrzeugen gemäß TA-Siedlungsabfall über eine HUBER-Kanalsandannahme zu entsorgen. Der ausgewaschene Sand kann sich sehen lassen: 3 % Glühverlust werden unterboten. Bei diesem Sandwaschverfahren mit der Abkürzung RoSF5 / HWS handelt es sich um eine Aufstellungsart der verwendeten Maschinentechnik.

Güstrow, vertreten durch Herrn Stark, und an unsere Subunternehmer AWS Pumpen und Anlagenbau aus Rostock, Pumpen und Pneumatik Service Schwerin, sowie an Herrn Jörn Scharnweber von der Firma Egger für seine gute Beratung zu den neu eingesetzten Spezialpumpen vom Typ Cantilever.

sich

auch

im

Ergebnis

dieser

Zusammenarbeit widerspiegelt.

von Peter Holtfreter Büro Nord

Insgesamt war es ein angenehmes Arbeiten mit allen Beteiligten, das

ph@huber.de

• Kanalgutannahme mit horizontaler Sandschnecke unterirdisch • Waschtrommel mit 10 mm Trennschnitt unterirdisch • Vertikale Rechengutaustragsschnecke Ro8/t unterirdisch • Separater Sammelraum für Sandwassergemisch unterirdisch • Sandwäscher RoSF4, Baugröße 2, 16 l/s oberirdisch • E-motorbetriebene Verrollwagen, 2 Stück oberirdisch

Bild 1: Stadtwerke Güstrow – HUBER COANDA Sandwaschanlage RoSF4 mit zwei Verrollwagen.

Zurzeit wird die Anlage betrieben und auf die speziellen Verhältnisse von dem zuständigen Abwassermeister, Herrn Papenfuß, eingestellt, der sich sehr schnell damit vertraut gemacht hat. Ein großes Dankeschön an unseren Auftraggeber, die Stadtwerke Güstrow, das zuständige Ingenieurbüro Kulta aus

Bild 2: Stadtwerke Güstrow - Kanalgutannahme mit horizontaler Sandschnecke unterirdisch.


Mechanische Abwasserreinigung

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Schwallspülreinigung von Abwasserkanälen mit innovativer Technik und innovativen Ideen

HUBER Power Flush® KR – das Schwallspülsystem für Abwasser- und Stauraumkanäle - eine Bestandsaufnahme nach einem Jahr Vor fast genau 365 Tagen präsentierte die HANS HUBER AG auf der IFAT 2005 erstmals das innovative Schwallspülsystem HUBER Power Flush® KR zur Reinigung von Abwasser- und Stauraumkanälen. Die große Zahl an Anfragen sowie zahlreiche in Planung befindliche oder bereits ausgeführte Projekte innerhalb der letzten zwölf Monate bestärken unsere Meinung, dass die bisher vorhandenen Möglichkeiten zur Reinigung von Kanälen oftmals nicht ausreichen bzw. unwirtschaftlich sind und dieses System zukunftsträchtig ist. Ablagerungen und deren Auswirkungen auf die Kanalisation sind so alt wie

DN 3000 mit Trockenwetterrinnen haben sich im Praxiseinsatz bereits seit Jahren bestens bewährt.

dem Boden von Abwasser- und Stauraumkanälen, welche sich zudem mit der Zeit verfestigen. Eine Mächtigkeit bis zu 30 cm und mehr sind heute keine Seltenheit mehr. Die Folgen sind verringerte Abflussleistungen infolge eines verkleinerten Abflussquerschnitts, so dass die Feststoffe sedimentieren, bzw. das Schmutzwasser kann die bereits sedimentierten Feststoffe nicht mehr remobilisieren und weitertransportieren. Die negativen Einflüsse auf das Kanalnetz sowie die reduzierten Schmutzfrachten zur Kläranlage sind ebenso unerwünschte Folgeerscheinungen wie die möglichen Geruchsbelästigungen aufgrund der biologischen Aktivität der organischen Ablagerungen durch Faulgasbildung. Durch

Starkregenereignisse

• beliebige Kanalquerschnitte

Mit diesen sind Stauhöhen bis 95 % des Kanalquerschnittes ohne bauliche Veränderungen des Schachtbauwerkes oder des Kanals möglich. Eine vollständige Abdichtung der Spülklappe gegen die Kanalwand erfolgt über eine in die Klappenkonstruktion integrierte, pneumatisch betätigte Dichtung, welche für den Einstauvorgang aktiviert wird. Die speziellen Stau- und Spülklappen stellen im Gegensatz zu vielen anderen Wettbewerbsprodukten kein Hindernis für Kanal–TV–Untersuchungen dar. Die Dreh- und Schwenkbewegungen der Stau- und Spülklappen und der in die Klappenkonstruktion integrierte pneumatische Antrieb können Verzopfungen sogar ganz vermeiden. Im Gegensatz zu vielen hydraulisch betätigten Anlagen und Systemen in der Mischund Regenwasserbehandlung wird das System pneumatisch über Druckluft betrieben. Der äußerst geringe Energiebedarf für die Drucklufterzeugung sowie die integrierte Luftaufbereitung sichern einen minimalen Wartungsund Betriebsaufwand mit einer Frostsicherheit bis –30° C. Die äußerst kurze Aufschwenkzeit der Stau- und Spülklappen von weniger als einer Sekunde in Verbindung mit einer großen Stauhöhe erzeugt eine äußerst wirksame Spülströmung mit Geschwindigkeiten über 3,5 m/s und einer deutlich ausgebildeten Kopfwelle, so dass auch große Ablagerungen in weit entfernten Kanalabschnitten wirkungsvoll remobilisiert und abtransportiert werden können.

• keine zusätzlichen Montageöffnungen oder speziellen Schachtbauwerke, auch bei großen Nennweiten

Zusammenfassung:

können

Stau- und Spülklappe DN 2500 im Abwasserkanal erzeugt eine Schwallwelle, welche durch die enorme Fließgeschwindigkeit und Wellenhöhe die auf dem Kanalboden sedimentierten und verfestigten Feststoffe remobilisiert und abtransportiert.

Stauraumkanal vor Durchführung der Reinigung mit der Schwallspülung – Ablagerungen auf der Berme und der Kanalwand der Bau derselben. Etwa zeitgleich mit dem Anfang der Schwemmkanalisation Ende des vorletzten Jahrhunderts begannen die Menschen, sich auch mit der Entwicklung von Spülsystemen zu beschäftigen. Die damaligen schwierigen und gefährlichen Arbeitsverhältnisse sowie die begrenzten technischen Möglichkeiten ließen die Entwicklungen bald wieder in Vergessenheit geraten, so dass die Problematik bis heute nicht umfassend gelöst werden konnte. Seit Ende der 70er Jahre hat man sich mit Einführung des DWA Arbeitsblattes A 128 wieder verstärkt mit der Reinigung von Kanälen und Becken befasst und im Zuge der jeweils vorhandenen technischen Möglichkeiten verschiedene Methoden und Strategien entwickelt, welche sich nicht nur durch ihre Wirtschaftlichkeit, sondern auch durch die Wirkungsweise erheblich unterscheiden. Geringes Gefälle, ein regelmäßiger Einstau kombiniert mit einer anschließenden langsamen Entleerung und geringer Fließgeschwindigkeit zählen zu den Hauptursachen für einen stetigen Anstieg von Kanalablagerungen auf

diese Ablagerungen schlagartig remobilisiert werden und führen zu einer qualitativ und quantitativ erhöhten Mischwasserentlastung in die Vorfluter und zu stark erhöhter Schmutzstoffkonzentration im Kläranlagenzulauf. In Deutschland wird die Kanalreinigung bisher in der Regel mit dem Hochdruckspülverfahren durchgeführt, welches auch als Feuerwehrstrategie bezeichnet wird. Neben einem großen Energieund Frischwasserbedarf sowie äußerst unhygienischen Arbeitsbedingungen kennzeichnet dieses Verfahren der fehlende präventive Aspekt zur Vermeidung von Ablagerungen. Eine andere Möglichkeit zur Reinigung von ablagerungsbehafteten Flächen stellt das bewährte und kostengünstige Prinzip der Schwallspülung dar. Dieses wird z. B. äußerst effektiv im Bereich der Reinigung von Regenspeicherbecken durch Verwendung von Spülkippen oder Spülklappen ausgenutzt. Zur Reinigung eines Kanals mit Hilfe der Schwallspülung wird Abwasser oberhalb des zu reinigenden Abschnittes durch ein Stauelement angestaut. Anschließend erfolgt eine schlagartige Freigabe des Abflussquerschnittes und

Blick in einen Stauraumkanal nach Durchführung der Schwallspülreinigung mit System HUBER Power Flush® KR – die Ablagerungen sind entfernt.

Die bisherigen Entwicklungen zur Reinigung von Kanälen mit der Schwallspülung zeichneten sich oftmals durch negative Eigenschaften der unterschiedlichen Spülsysteme aus: lokale Verringerung des Abflussquerschnittes am Einbauort, eine erhöhte Verzopfungsgefahr des Stauelementes, ein schwieriger Einbau in bereits vorhandene Kanäle, die Notwendigkeit von zusätzlichen Bauwerken zur Integration des Reinigungssystems, eine fehlende Steuerung, fehlende Fernwirktechnik zur Überwachung des Gesamtsystems, Undichtigkeiten und damit verbundene Leckagen sowie erhöhte Wartungs- und Inspektionskosten. Dies sind nur einige von vielen Aspekten, die es bei der Auswahl eines möglichen Systems zur Reinigung von Abwasserkanälen und Stauraumkanälen zu beachten gilt. Für den Anwender wurde daher das innovative und patentierte HUBER Schwallspülsystem entwickelt, mit welchem es nun möglich ist, vorhandene Ablagerungen nicht nur zu beseitigen, sondern diese für die Zukunft auch möglichst zu verhindern. Die Reinigung der Kanäle von Ablagerungen erfolgt mit dem Arbeitsprinzip der Schwallspülung durch den Einbau von einer oder mehreren Stau- und Spülklappen, welche das Spülmedium anstauen und durch eine schlagartige Freigabe des Abflussquerschnittes die verantwortlichen Parameter für eine effektive Schwallspülung positiv beeinflussen: Fließgeschwindigkeit, Fließhöhe sowie Schwalldauer und die daraus resultierenden Schubspannungen.

Das HUBER Schwallspülsystem zeichnet sich durch folgende Eigenschaften besonders aus: • Spülung extrem langer Kanalstrecken möglich • Selbstreinigungseffekt beim Spülvorgang

der

Klappe

• innovative und patentierte Stau- und Spülklappe, rahmenlos und sohlsprungfrei • Überströmbarkeit gewährleistet

der

Klappen

• leichte Nachrüstbarkeit im laufenden Kanalbetrieb

• minimaler Energiebedarf • kein Hindernis für Kanal – TV – Befahrungen Das Kernstück des gesamten HUBER Schwallspülsystems sind die innovativen und patentierten Stau- und Spülklappen, welche insbesondere auch für großformatige Abwasserkanäle gedacht und konzipiert sind. Sie können ohne örtliche bauliche Änderungen, spezielle Schachtbauwerke oder zusätzliche Montageöffnungen im laufenden Kanalbetrieb eingebaut werden. Die neuartige Technik gestattet den Einsatz der sohlsprungfreien Stau- und Spülklappen in sehr unterschiedlichen Kanalformen und durch Kombination mehrerer Klappen auch bei komplexen, betrieblich-hydraulischen Anforderungen. Ausführungen für verschiedene Kreis-, Ei-, Maul- und Sonderprofile mit unterschiedlichen Nennweiten bis zu

Aus heutiger Sicht sind wir der Meinung, mit dem innovativen Spülsystem eine echte und wirkungsvolle Alternative zu den vorhandenen Spülsystemen anbieten zu können. Auch die besten planerischen Überlegungen können Ablagerungen in Kanälen nicht gänzlich verhindern. Somit sollten Kanäle aus unserer Sicht regelmäßig und präventiv gespült werden und zwar mit einem System, welches sich den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten möglichst optimal anpasst – HUBER Power Flush® KR.

von Christian Gelhaus Produktmanager gec@huber.de


Mechanische Abwasserreinigung / Global Service

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Erfolgreiche Umsetzung des DWA - Arbeitsblattes A 153 auf dem Vormarsch

HUBER-Hydro-Filt – das System zur dezentralen Reinigung und Versickerung von metallhaltigen Regenabläufen Der traditionellen Ableitung von Regenabläufen in die Kanalisation wurde in den letzten Jahren immer häufiger die dezentrale Retention und Versickerung von Regenwasser gegenübergestellt und diskutiert. Insbesondere in urbanen Bereichen bietet die dezentrale Behandlung die Möglichkeit einer nachhaltigen und kostengünstigen Alternative zu den herkömmlichen Entwässerungssystemen. Neben einer Entlastung des Kläranlagenzuflusses sollen damit auch die Grundwasserneubildung und der natürliche Wasserkreislauf unterstützt werden. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Reinigung von Regenabläufen vor dem Einleiten in ein Gewässer oder das Grundwasser durch die enormen Schadstofffrachten immer mehr an Bedeutung. Im Vergleich der dezentralen Entwässerungskonzepte hat sich die Vor-Ort-Behandlung als eine kostengünstige und ökologisch unschlagbare Lösung erwiesen. Seitens der DWA sieht das im Februar 2000 erschienene Arbeitsblatt M 153

„Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Regenwasser“ für unbeschichtete kupfer-, zink- und bleigedeckte Eindeckungen vor, dass dieses nur über eine mindestens 30 cm belebte Oberbodenschicht versickert werden darf. Wenn dieser enorme Platzbedarf nicht vorhanden ist, bietet sich eine unterirdische Versickerung an. Dies ist jedoch ohne eine Entfernung der Schwermetalle aus den Dachabläufen nicht möglich. Ansonsten könnte dies eine Überschreitung der Grenzwerte der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung zur Folge haben und es droht somit eine Kontamination von Boden und Grundwasser. In einem Schreiben vom 11.12.2002 hat das Bayerische Landesamt für Umwelt München die Systemkombination der Fa. Hydrocon und der HANS HUBER AG für eine Übergangslösung zur dezentralen Behandlung und Versickerung von Metalldachabläufen freigegeben, bis die endgültigen Ergebnisse aus den Langzeitversuchen im

HUBER-Hydro-Filt System mit Betonteilsickerrohr

März 2006 vorliegen. Die bisher vorliegenden Ergebnisse zeigen nicht nur ein Rückhaltevermögen bis zu 99 %, sondern infolge der durchdachten Konzeption eine äußerst große Wartungsarmut und Betriebssicherheit des HUBERHydro-Filt Systems. Das HUBER-Hydro-Filt System weist eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber anderen auf dem Markt befindlichen Filtersystemen für verschmutzte Regenabflüsse auf. Zunächst wird aufgrund des integrierten hydrodynamischen Abscheiders der Platzbedarf im Gegensatz zu herkömmlichen Absetzschächten in großem Maße verringert. Auf einen Vorschacht zur Sedimentation kann in den meisten Fällen ganz verzichtet werden. Durch die Aufstromfiltration werden die Spülintervalle für die Filter im Gegensatz zum traditionellen Abstromverfahren enorm verlängert, was die Wartungskosten erheblich reduziert. Ein weiterer Vorteil liegt im Durchmesser der Filtereinheit. Im Gegensatz zu den meisten auf dem Markt verfügbaren Systemen wird der gesamte Innendurchmesser des Schachtes ausgenutzt. Das ermöglicht eine langsame und gleichmäßige Strömungsgeschwindigkeit im Filtermaterial und somit eine hohe Aufenthaltsund Kontaktzeit des Abwassers mit der aktiven inneren Oberfläche des Filters. In den Filter eindringende Partikel werden großflächig verteilt, damit die Filterleistung möglichst lange aufrechterhalten wird. Durch die variable Gestaltung der Höhenverhältnisse im Schacht kann der Vordruck auf den Filter beliebig hoch eingestellt werden. Ein hoher Vordruck verlängert ebenfalls die Intervalle, in denen ein Filter rückgespült werden muss. Mit Hilfe dieser Maßnahmen werden extrem lange wartungsfreie Zeitperioden des Systems von mehreren Jahren erzielt, die dem Betreiber der Anlage zugute kommen und somit die Betriebskosten auf ein Minimum senken.

Seit Ende 2005 wird ein weiteres System von der Fachhochschule Bochum im Auftrag des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen an einem Zinkdach untersucht. Erste Ergebnisse werden gegen Ende des Jahres 2006 erwartet.

HANS HUBER AG in Zusammenarbeit mit der Fa. HydroCon aus Münster wieder einmal dem Ruf nach Innovation und Weitsicht im Hinblick auf einen nachhaltigen und aktiven Umweltschutz gefolgt ist.

von Zusammenfassung:

Christian Gelhaus

Die Forschungsergebnisse sowie die Reaktionen von Kunden und Fachleuten zeigen, dass die

Produktmanager gec@huber.de

Einbau eines HUBER-Hydro-Filt Systems DN 1500

Regelmäßige Wartung und Optimierung durch HUBER Servicetechniker bringt Sicherheit und senkt Ihre Betriebskosten!

HUBER Wartungs- und Inspektions-Service auch in Ihrer Nähe! Die Anzahl an kommunalen und industrieellen Abwasser-Reinigungsanlagen, bei denen unsere HUBER Servicetechniker hohe Betriebssicherheit bei gleichzeitig niedrigen Betriebskosten zu sichern helfen, steigt und steigt! Immer mehr Kunden entscheiden sich für einen unserer HUBER Service- und Wartungsverträge, dies aus offensichtlich guten Gründen: • regelmäßige, zustandsabhängige Wartung und Inspektion aller Maschinen- und Anlagenbereiche, damit Aufrechterhaltung von Leistung und Betriebssicherheit • optimale Einstellung eines jeden Aggregates, angepasst an die aktuellen, örtlichen Bedingungen der jeweiligen Anlage, damit generelle Reduzierung von Betriebskosten

• rechtzeitiges Erkennen von Verschleiß, damit weitgehender Ausschluss von vermeidbaren Maschinenschäden, die oft hohe Kosten verursachen

HUBER Service- und Wartungsverträge auf deutschen Abwasserreinigungsanlagen

• Werterhaltung und Langlebigkeit Ihrer Maschinen und Anlagen und somit Ihrer Investitionen garantiert durch ein HUBER Service-Team

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Sprechen Sie uns an, Wir unterbreiten auch Ihnen gerne ein unverbindliches Angebot über einen für Ihre Anlagen optimal passenden HUBER Serviceund Wartungsvertrag! Von der Basis-Inspektion über Service-Hotline bis hin zur TeleserviceÜberwachung Ihrer Maschinen und Anlagen!

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von Paul Neumaier Geschäftsbereichsleiter Global Service Dokumentierte Sicherheit für den Kunden.

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Schlammbehandlung

Seite 5

Optimale Klärschlammverwertung

SLUDGE2ENERGY – Dezentrale Klärschlammverwertung zur Erzeugung von thermischer und elektrischer Energie Kernstück des Verfahrens ist der Einsatz der Pebble-Heater-Technologie (getaktete Schüttschicht Wärmetauscher) in Kombination mit einer Mikrogasturbine, die die Gewinnung von elektrischer Energie aus der Wärme heißer Rauchgase ohne Installation eines WasserDampf-Kreislaufs ermöglichen. Die Anlage wird auf eine jährliche Verarbeitungskapazität von ca. 1500 t TR (Trockenrückstand) und eine elektrische Leistung von ca. 100 kW ausgelegt. In letzter Zeit wurde das Thema der Klärschlammverwertung und –entsorgung zunehmend diskutiert. Die Klärschlammmengen in Europa nehmen zu, während die Verwertungswege immer stärker eingeschränkt werden. Die landwirtschaftliche Nutzung wird zunehmend begrenzt aufgrund der potenziellen Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Dementsprechend sind die Preisentwicklungen für die Entsorgung unkalkulierbar. Als Antwort auf die zunehmenden Herausforderungen einer nachhaltigen Abfallwirtschaft soll ein neuartiges dezentrales Verfahren zur thermischen Klärschlammverwertung unter gleichzeitiger Gewinnung von elektrischer Energie am Standort der Kläranlage Schönmühle installiert werden. Mit der energieautarken Anlage kann die zu entsorgende Klärschlammmenge auf 1/8 des entwässerten Schlamms reduziert werden. Der Rückstand bietet einen idealen Ausgangsstoff für die Phosphorrückgewinnung.

Das komplette Verfahren besteht aus folgenden Einzelkomponenten:

ne Wärme an die Schüttung der PebbleHeater ab, wird dabei teilentstaubt und verlässt im Anschluss an eine weitere Reinigungsstufe die Anlage über den Kamin. Während der Heizphase des ersten Pebble-Heaters wird ein anderer, bereits aufgeheizter Wärmetauscher mit verdichteter Umgebungsluft beaufschlagt, die sich beim Durchgang durch den Pebble-Heater erhitzt und anschließend in einer Gasturbine entspannt wird. Die Turbine treibt sowohl den Verdichter als auch einen Generator zur

Stromerzeugung an. Die dabei entstehende Abwärme wird zum Trocknen des Klärschlammes genutzt. Das Verfahren arbeitet somit energieautark. Abgasreinigung: Das Abgasreinigungskonzept wird entsprechend den Vorgaben zur Umsetzung der EU-Richtlinie über die Verbrennung von Abfällen (2000/76/EG) nach der 17. Bundesemmissionsschutz-Verordnung konzipiert.

Die HANS HUBER AG entwickelte das Verfahren in Zusammenarbeit mit dem ATZ, eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung des Freistaates Bayern. von Rudolf Bogner Geschäftsbereichsleiter Schlammbehandlung rbo@huber.de

Bild 1: Verfahrenskonzept der HUBER Klärschlammverwertungsanlage Trocknung: Die Trocknung erfolgt in einem energetisch optimierten Bandtrockner mit Wärmerückgewinnung bei einer Temperatur von 100-130°C. Brennstoffzuführung: Der getrocknete Schlamm liegt in Form von Pellets vor. Um die Struktur zu erhalten, wird ein schonendes Zufuhrsystem zur Feuerung installiert. Feuerung: Für die Verbrennung ist eine für den Brennstoff Klärschlamm weiterentwickelte Rostfeuerung vorgesehen. Der mineralische Verbrennungsrückstand erreicht Glühverluste unter 3 % TR. Pebble-Heater und Gasturbine: Die Pebble-Heater werden abwechselnd mit heißem Rauchgas aufgeheizt bzw. mit Umgebungsluft gekühlt. Das heiße Rauchgas aus der Verbrennung gibt sei-

Neue Produkte: HUBER ROTAMAT® Dekanterzentrifuge auch für den Trinkwasserbereich.

Lösungen zur Klärschlammbehandlung

Erfolgreiche Versuche mit der Zentrifuge RoD auf Trinkwasseraufbereitungsanlagen

HUBER - Systemanbieter für die Schlammbehandlung

In 2005 wurden mit einer mobilen Schlammentwässerungsanlage, komplett montiert in einem 40-Fuß-Seecontainer, in Portugal und in Saudi Arabien Versuche mit Wasserwerksschlämmen gefahren.

der Schlamm nach der Entwässerung getrocknet werden soll, konnte HUBER hier ein Komplettsystem zur Entwässerung und Trocknung aus einer Hand anbieten.

Kernstück der Schlammentwässerungsanlage ist die neu entwickelte ROTAMAT® Dekanter-Zentrifuge RoD 1500 der HANS HUBER AG.

Saudi Arabiens Hauptstadt Riyadh wird zum großen Teil von der Trinkwasseraufbereitungsanlage Manfouha versorgt. Diese Anlage bereitet sowohl Seewasser auf, das aus Dammam über eine 500 km lange Leitung gefördert wird, als auch Grundwasser aus 1200 m tiefen Brunnen. Als Fällmittel werden Kalk und Aluminiumsalze eingesetzt.

In Portugal wurden in der Nähe von Lissabon die Schlämme aus der Filterstufe und aus dem Fällungsprozess eines großen Wasserwerks versuchsweise entwässert, die im Verhältnis 60% : 40% gemischt wurden. Die bisherige Maschinentechnik zur Schlammentwässerung erreichte ca. 17 % TS bei sehr schlechtem Abscheidegrad von < 85%. Mit der RoD 1500 wurde bis 24 % TS im Austrag erzielt bei einem Abscheidegrad von > 95 %. Diese Ergebnisse veranlassten den Kunden, die HUBER-Zentrifuge in die engere Wahl zu ziehen. Da

grad (> 98%) entwässern. Mit Flockmitteleinsatz von 1,0 – 2,0 kgWS/tTS wurde ein TS-Gehalt im Austrag von 40 – 46% erreicht. Durchsatzmengen bis 12,5 m3/h und bis 800 kg/h wurden mit gutem Ergebnis gefahren, was großes Interesse beim Kunden und bei den planenden Ingenieuren hervorrief. Insgesamt eine sehr gute Demonstration der HUBER-Zentrifugentechnik in Saudi Arabien, die durch erfolgreiche Versuche auf weiteren drei Anlagen abgerundet wurde.

Die hier anfallenden Schlämme werden derzeit in einer offenen Lagune gestapelt, die nach Austrocknen gelegentlich mit Räumfahrzeugen entleert wird.

Zwischenzeitlich hat unsere Niederlassung in Dubai eine schriftliche Ankündigung des Auftrags für drei Zentrifugen der Baugröße RoD 2400 aus Riyadh erhalten.

Da die Lagune so nicht mehr betrieben werden darf, soll die Entwässerung der Schlämme künftig maschinell erfolgen.

von

Die Versuche mit der HUBER-Zentrifuge RoD 1500 verliefen sehr erfolgreich. Der Schlamm ließ sich sowohl ohne als auch mit Flockmittel mit gutem Abscheide-

Rainer Hausdorf Produktmanager har@huber.de

HUBER ROTAMAT® Dekanterzentrifuge in Edelstahlausführung für Anwendungen aus dem Trinkwasserbereich.

Die bei der mechanischen, biologischen und chemischen Abwasserreinigung anfallenden Klärschlämme sind Hauptabfall einer kommunalen Kläranlage. Der Klärschlammanfall ist dabei – abgesehen vom Reinigungsverfahren – von der Anzahl der angeschlossenen Einwohner abhängig. Der Schlammanfall kann, je nach Land, mit ca. 20 - 45 kg TS pro EW und Jahr angesetzt werden. Unter mehreren Schlammeigenschaften, die für dessen Behandlungskosten ausschlaggebend sind, spielt der Wassergehalt eine entscheidende Rolle. Der Wassergehalt entscheidet über die Beschaffenheit des Schlammes und somit über die Möglichkeiten, ihn zu transportieren, und die damit verbundenen Entsorgungskosten. Die chemische Zusammensetzung hängt unter anderem von der Abwasserqualität und dem Reinigungsverfahren ab. Von großer Bedeutung ist hier der Gehalt an Schwermetallen, weil dadurch die Möglichkeiten einer landwirtschaftlichen Verwertung oder der Rekultivierung eingeschränkt werden. In letzter Zeit hat sich mehrfach gezeigt, dass diese

Verwertungsart nicht ganz so unbedenklich ist, wie man lange Zeit meinte. Trotz der Einhaltung vorgeschriebener Regeln der landwirtschaftlichen Verwertung von Klärschlamm wurde eine Anreicherung von Schwermetallen im Boden festgestellt. Des Weiteren sind Klärschlämme, in unterschiedlichem Ausmaß, mit zahlreichen endokrin aktiven Stoffen (EAS) belastet. Die Ausbringung von Klärschlamm auf landwirtschaftlich genutzten Flächen führt zu einer erheblicher Belastung von Böden mit EAS. Verwertet man den getrockneten Klärschlamm, so kann die Energie - der Heizwert kommt dem von Braunkohle nahe - zum Trocknen genutzt werden. HUBER bietet hierzu eine Vielzahl von Lösungen. von Rudolf Bogner Geschäftsbereichsleiter Schlammbehandlung rbo@huber.de


Kleinkläranlagen

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Moderne Membrantechnik erzielt höchste Reinigungsleistung

Dezentrale Abwasserentsorgung mit der HUBER MembraneClearBox® – die sichere Lösung für Betreiber und Umwelt Berching in der Oberpfalz ist eine der flächengrößten Gemeinden im Herzen Bayerns. Wie vielerorts in Deutschland ist die Erstellung des Abwasserkonzeptes dort ein aktuelles Thema. In dem ländlich strukturierten Gemeindegebiet gilt es, für einige Ortsteile und Weiler, die Frage der Abwasserentsorgung vor allem unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit zu klären. Es ist nicht immer sinnvoll, grundsätzlich und ausnahmslos den Anschluss an öffentliche Kläranlagen vorzusehen, sondern oftmals ist es weitaus effizienter dezentrale Lösungen in Betracht zu ziehen. Beispielhaft für eine dezentrale Abwasserentsorgung ist das Klostergut Plankstetten. Die Landwirtschaft des Klosters wurde 1994 komplett auf organischbiologische Wirtschaftsweise nach Bioland-Richtlinien umgestellt. Die Betriebsfläche teilt sich in 100ha Ackerland, 20ha Grünland und 5ha Hofraum bzw. sonstige Flächen auf. Die erzeugten Urprodukte der Landwirtschaft werden überwiegend in den eigenen Betrieben abgesetzt bzw. abgenommen. Neben der Klostermetzgerei, der Klosterbäckerei und dem Öko-Hofladen werden ein Gäste- und Bildungshaus sowie eine Klosterschenke betrieben. Das Klostergut ist ein vom Bundesumweltministerium ausgewiesener "Demonstrationsbetrieb ökologischer Landbau".

Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) die Bauartzulassung erhalten hat (Z55.3-107, vom 05. Juli 2005). Die Anlage wurde nach neuer DIN EN 12566-3 geprüft und hat die Zulassung für die Klassen C, N, D und +H erteilt bekommen. Dass die geforderten Grenzwerte für diese Klassen deutlich unterschritten werden, zeigen die offiziellen Messwerte aus der Bauartprüfung (PIA, Aachen) siehe unten: Die Reinigungsleistung beträgt im Mittel für die entsprechenden Parameter: BSB5:

99,1 %

CSB:

95,5 %

NH4-N:

81,9 %

AFS:

99,3 %

Faecalcoliforme:

99,9 %

Eine zentrale Kläranlage für bis zu 1000 Einwohner hat im Vergleich zu den oben genannten Werten einen CSBEinleitgrenzwert von 150 mg/l, Großkläranlagen für mehr als 100.000 Einwohner müssen 75 mg/l im Ablauf einhalten. Mit einem Ablaufwert von weit unter 30 mg/l werden die Einleitbedingungen von großen Kläranlagen bei weitem unterboten und auch die gesetzlichen Grenzwerte für Kleinkläranlagen deutlich unterschritten. Damit gewährleistet die Anlage einerseits einen optimalen Gewässerschutz für unsere Umwelt und stellt andererseits

Das Klostergut des Klosters Plankstetten in der Gemeinde Berching - ein ausgewiesener Demonstrationsbetrieb für ökologischen Landbau. Die ländliche Idylle und die vorbildliche Betriebsweise wurden alleine durch das Fehlen einer „ordentlichen“ Abwasserentsorgung getrübt. Bis vor Kurzem wurden häusliches Schmutzwasser und Fäkalien nicht zufrieden stellend entsorgt. Dies belastete die Umwelt, da stickstoffreiches Abwasser in Grund und Boden gelangte. Doch dies gehört nun der Vergangenheit an. Das Klostergut erhielt eine Kleinkläranlage nach modernstem Standard. Nach der Abwasserbehandlung mit der HUBER Membran-Kleinkläranlage MembraneClearBox® ist die Keimbelastung so gering, dass sogar die Qualitätsanforderung der EU-Richtlinie für Badegewässerqualität erfüllt wird. Die Ablaufqualität ist weit besser als die für eine Großkläranlage vorgeschriebenen Werte. Aufgrund der hervorragenden Ablaufqualität des gereinigten Abwassers kann dies beispielhaft in diesem Fall zusammen mit Regenwasser in einem unterirdischen Becken gesammelt und zur Reinigung des landwirtschaftlichen Maschinenparks genutzt werden. Aufgrund des hygienisch unbedenklichen Ablaufs kann es allerdings prinzipiell ebenso zur Toilettenspülung, Bewässerung oder Versickerung selbst in sensiblen Gebieten verwendet werden. Reinigungsleistung unter Beweis gestellt Das Wasser, das die Kläranlage verlässt, ist sauberer als der Ablauf aus zentralen Kläranlagen. In Deutschland müssen alle Kleinkläranlangen eine bauaufsichtliche Zulassung aufweisen und dafür ihre Leistungsfähigkeit in einer so genannten Bauartprüfung unter Beweis stellen. Die HUBER MembraneClearBox® ist die erste Membran-Kleinkläranlage, die als Ultrafiltrationsanlage vom

eine zukunftssichere Investition für den Endkunden dar. Anlagenbeschreibung und Funktionsprinzip Mit der MembraneClearBox®-Kleinkläranlage aus dem Hause HUBER wird derzeit das modernste Reinigungsverfahren der Abwasserbehandlung umgesetzt – das Membranbelebungsverfahren mit Ultrafiltration. Das System der MCB-Kleinkläranlage beruht auf einer Kombination aus dem Belebtschlammverfahren und der Abtrennung des Klarwassers mit getauchten Ultrafiltrationsmembranen. Durch die feinen Poren der eingesetzten Ultrafiltrationsmembran werden selbst Bakterien und nahezu alle Keime zurückgehalten. Das aus der Anlage gewonnene Filtrat (Permeat) unterschreitet sogar deutlich die Anforderungen der EU-Richtlinie für die Qualität von Badegewässern. Das hygienisch einwandfreie Abwasser kann als Brauchwasser z. B. zur Toilettenspülung, Gartenbewässerung etc. wieder verwendet werden. Außerdem ist es ideal für die Versickerung in sensitiven Gebieten (z.B. Karst) geeignet.

Innenleben einer Klärgrube mit der HUBER MembraneClearBox® MCB bevor das vorgereinigte Abwasser im freien Überlauf in die Membranbiologie fließt. Die letzte Kammer der Mehrkammergrube wird als Belebungsbecken umfunktioniert. Darin eingehängt sind der MCB-Einbausatz und ein Belüfter zur Versorgung der Biologie mit Sauerstoff. Die eigentliche Reinigungsleistung erbringen Mikroorganismen, die unter Sauerstoffzufuhr die im Abwasser enthaltenen Schmutz- und Nährstofffrachten weitestgehend abbauen und zu Biomasse umwandeln. Das Membranmodul sorgt für die Trennung des gereinigten Abwassers vom belebten Schlamm mit einer Trenngrenze von 38 nm. Aufgrund der kleinen Poren der Membran (1500 mal kleiner als die Dicke eines menschlichen Haares) werden alle Feststoffe und Bakterien sowie nahezu alle Keime zuverlässig zurückgehalten. So wird eine Weiterverwendung des hygienisch unbedenklichen, gereinigten Wassers ermöglicht. Die für den Betrieb der Anlage zugehörigen Aggregate (Pumpe, Belüfter) und Steuerung werden extern angeordnet und je nach Möglichkeit, z.B. im Keller des angrenzenden Wohnhauses, in einer Garage oder in einem beheizten Schaltschrank nahe der Grube installiert. Es befinden sich keine elektrischen oder bewegten Bauteile in der Klärgrube. An dieser externen Aggregateeinheit besteht jederzeit die Möglichkeit einer komfortablen Probenahme, einer stets repräsentativen Ablaufprobe. Die HUBER MembraneClearBox®-Kleinkäranlage ist für jede Einbausituation geeignet. Als Nachrüstsatz lässt sie sich in bestehende Gruben einfach und schnell nachrüsten – ob eckig oder rund, ob Zweikammer- oder Dreikammersystem – die Geometrie der Grube spielt kaum eine Rolle. Die Anlage ist natürlich auch für neu zu erstellende

Membranfiltration kann mit weitaus höheren Biomassekonzentrationen gearbeitet werden als bei konventionellen Belebungsverfahren. Ohne Einbußen in der Funktion der eingesetzten Membran können Konzentrationen von bis zu 15 kg Trockensubstanz pro Kubikmeter Belebungsbeckenvolumen eingestellt werden. Dadurch liegt das Leistungsvermögen der Membranbelebung weit über dem eines konventionellen biologischen Abwasserreinigungsverfahrens mit max. 4 kg Trockensubstanz pro Kubikmeter. Diese Erhöhung des Feststoffgehalts bewirkt eine Reduzierung des erforderlichen Volumens. Ein weiterer verfahrensspezifischer Vorteil liegt in der Betriebsstabilität dieser Anlage in Unter- und Überlastphasen, sowohl hydraulisch als auch bzgl. Schmutzfrachten. Die HUBER MCB reagiert über eine zweistufige Niveauerfassung in der Grube auf die jeweilige Belastungssituation und regelt drei verschiedene Betriebszustände: Sparmodus, Normalmodus und Hochlastbetrieb. Den drei Stufen sind jeweils charakteristische Laufzeiten der Aggregate (Pumpe, Belüfter) hinterlegt, um den wechselnden Bedingungen gerecht zu werden. Durch diese drei Betriebszustände kann die Anlage in zuflussschwachen Zeiten energiesparend betrieben werden und in zuflussstarken Zeiten hydraulische Spitzen durch erhöhten Permeatabzug ausgleichen. Des Weiteren steckt in der bereits erwähnten erhöhten Biomassekonzentration neben der Steigerung der Reinigungskapazität ein enormes Potenzial der Biologie, äußerst flexibel auf Unterund Überlastphasen bezüglich Schmutzstofffrachten zu reagieren. Die Steuerung der MCB-Kleinkläranlagen ist eine Neuentwicklung, die speziell für den Betrieb dieser Membranbelebungsanlage angepaßt wurde. Diese Steuerung protokolliert ein ausführliches Betriebstagebuch (Kundendaten, Parameter, Betriebsstunden, Störmeldungen, Statusmeldungen …), das vom Wartungsdienst sehr komfortabel mittels PC-Schnittstelle ausgelesen und mittels Software sogar grafisch ausgewertet werden kann. Natürlich verfügt die Anlage auch über die jüngst geforderte netzunabhängige Störmeldeeinheit, sowohl optisch als auch akustisch. Zur zusätzlichen Umweltsicherheit trägt eine optionale patentierte Fernüberwachung bei, durch die sofort nach Auftreten einer Störung eine Benachrichtigung an Betreiber oder Wartungsfirma mittels SMS erfolgen kann. Durch die Kombination von Steuerung und Fernüberwachung wird der Kontrollauf-

alten und neuen Bundesländern. Während im Westen der Anschlussgrad bereits 96 Prozent beträgt, sind im Osten mit teils weniger dichter Besiedelung erst 76 Prozent an eine zentrale Kanalisation angeschlossen. Über die Grenzen von Deutschland hinaus gesehen werden diese Anschlussgrade nur in wenigen Ausnahmen (z.B. Österreich, Schweiz …) erreicht. Während sich die Situation der Abwasserreinigung in einigen europäischen Ländern im Zuge der europäischen Harmonisierung mittelfristig verbessern wird, so ist doch noch sehr viel Handlungsbedarf weltweit gegeben. Gerade für ländlich strukturierte Gebiete sind Kleinkläranlagen für eine „ordentliche“ Abwasserentsorgung besonders geeignet, da sie oftmals die wirtschaftlich günstigere Alternative zum Kanalanschluss darstellen. Die Zeiten sind vorbei, in denen Kleinkläranlagen wegen ihrer einfachen technischen Ausbildung und der seinerzeit begrenzten Reinigungsleistung nur als provisorische Lösung angesehen wurden. Diese beschriebene Anlage ermöglicht eine kostengünstige und betreiberfreundliche dauerhafte Lösung. Sie erbringt höchste Reinigungsleistungen - höher als bei zentralen Kläranlagen - bei gleichzeitig sehr gutem Preis/Leistungs-Verhältnis. Membrantechnik hat sich in der Vergangenheit vor allem bei der Anwendung in der zentralen Abwasserbehandlung unter Beweis gestellt. Mittlerweile ist diese Technik allerdings so weit entwickelt, dass sie sich aufgrund der industriellen Fertigung der standardisierten Module, der reduzierten Betriebskosten und der höchsten Qualität der Ablaufwerte für alle möglichen Baugrößen eignet und sich in allen beliebigen Anlagengrößen Durchbruch auf dem nationalen und internationalen Markt verschaffen wird. Zusammenfassung Das Membranbelebungsverfahren ist derzeit sicherlich das modernste und fortschrittlichste Verfahren im Bereich der dezentralen Abwasserreinigung. Die Anwendung dieses Verfahrens bei der Kleinkläranlage HUBER MembraneClearBox® stellt eine sichere und zuverlässige Lösung für Betreiber und Umwelt dar. Sie erbringt Reinigungsleistungen in bisher nicht bekannter Weise, was ein Maximum an Umweltschutz auch im Hinblick auf nachfolgende Generationen gewährleistet. Die HUBER MembraneClearBox® stellt die ideale Lösung auch für sensible Einleitgebiete wie z.B.: • im Karst • in Trinkwassereinzugsgebieten • in Wasserschutzgebieten • bei sensiblen Vorflutern dar. Für eine Vielzahl anderer Bedarfsfälle bedeutet die HUBER MCB sicherlich die optimale Lösung: • wenn Augenmerk auf Wiederverwendung des gereinigten Wassers gelegt wird

Das Funktionsprinzip der Membranbelebungsverfahren bedient sich im Wesentlichen dreier Verfahrensschritte:

• wenn Volumina vorhandener Klärgruben sehr knapp bzw. zu klein bemessen sind

• der Vorklärung

• wenn Abwasser diskontinuierlich anfällt und besondere Anforderungen an Unter- bzw. Überlastsituationen gestellt werden

• der Belebung und • der Membranfiltration. Bei der Vorklärung wird das Rohabwasser durch Sedimentation weitestgehend von Feststoffen befreit. So dient die erste bzw. dienen die ersten beiden Kammern einer Mehrkammergrube als Absetzgrube zur Grobentschlammung,

Tabelle 1: Grenzwerte und tatsächliche Ablaufwerte (ermittelt durch PIA) im Vergleich Parameter

Einheit

Grenzwert

Mittelwert mit MCB

BSB5

mg/l

< 15

2,0

CSB

mg/l

< 75

23,7

NH4-N

mg/l

< 10

5,4

Nanorg

mg/l

< 25

24,2

AFS

mg/l

< 50

2,3

Faecalcoliforme

1/100 ml

< 100

45,8

Einbausatz des HUBER Membranmoduls

Aggregateeinheit der HUBER MembraneClearBox®

Gruben oder vormontiert in fugenlosen Behältern lieferbar. Auch wenn es sich bei der vorgestellten Anlage um eine der kleinsten Baugrößen handelt, so erlaubt die modulare Bauweise doch eine bedarfsorientierte Anlagengröße für unterschiedliche Anschlussgrößen. Somit können diese Anlagen sowohl für einzelne Haushalte als auch für Siedlungen, Ortsteile und Weiler zum Einsatz kommen.

wand der Anlage auf ein Minimum reduziert, die Betriebssicherheit auf ein Maximum optimiert.

• wenn hohe Betriebssicherheit durch optionale Fernüberwachung mit automatischer Störsignalisierung gegeben sein soll.

Mehr als eine anschauliche Musterlösung …

Das Membranbelebungsverfahren stellt die biologische Abwasserreinigung der Zukunft dar. Durch dieses effiziente Verfahren wird künftig auch auf dem Kleinkläranlagenmarkt der Stand der Technik neu definiert werden.

Neben der hervorragenden Ablaufqualität zeichnet sich das Membranbelebungsverfahren vor allem durch eine enorme Steigerung der Reinigungskapazität aus. Durch den vollständigen Rückhalt der Biomasse mittels der

Der vorgestellte Anwendungsfall des Klosterguts sei nur ein herausgegriffenes Beispiel aus einer Vielzahl von betriebenen HUBER Membrananlagen im In- und Ausland. Zwar sind bundesweit mittlerweile mehr als 93 Prozent aller Haushalte über die öffentliche Kanalisation an zentrale Kläranlagen angeschlossen, hierbei gibt es aber noch deutliche Unterschiede zwischen

• wenn in die weitere Zukunft investiert werden soll

von Simone Meuler Produktmanagerin mes@huber.de


Kleinkläranlagen

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Die HANS HUBER AG wieder einmal im Zentrum der Fachwelt

Fachtagung Dezentrale Abwasserentsorgung im ländlichen Raum

Die komplett gefüllte Europahalle in Berching bei der Fachtagung “Dezentrale Abwasserentsorgung im ländlichen Raum” am 02.02.2006. Gut 480 Teilnehmer konnten erst vor wenigen Wochen in Berching zu der ganztägigen Veranstaltung „Abwasserentsorgung im länd-

tigkeit der Reinigungsleistung darstellen. Ein weiterer Anschluss an Sammelkläranlagen sei jedoch aus wirtschaftlichen Gründen in vielen Fällen nicht mehr vertretbar, da für die Sammlung des Abwassers im ländlichen Raum hohe spezifische Kanallängen pro Einwohner erforderlich sind. In ländlichen Räumen könne dieser Anteil durchaus

chung bei, durch die sofort nach Auftreten einer Störung eine Benachrichtigung an Betreiber oder Wartungsfirma mittels SMS erfolgen kann. Durch die Kombination von Steuerung und Fernüberwachung wird der Kontrollaufwand der Anlage auf ein Minimum

Aspekte zu berücksichtigen. Anschließend stellte Bürgermeister Rudolf Eineder als gastgebende Gemeinde das Entwässerungskonzept der Flächengemeinde Berching vor. Bei zahlreichen Stadtratssitzungen und Bürgerversammlungen habe man sich über die

Dr.-Ing. Friedrich Seyler

Prof. Dr.-Ing. Franz Bischof

reduziert, die Betriebssicherheit auf ein Maximum optimiert.

Kleinkläranlagensysteme der Firma HUBER informiert und sich für diese, was die Entsorgung kleiner Ortsteile betrifft, auch entschieden.

Herr Dr.-Ing. Friedrich Seyler vom Bayerischen Landesamt für Umwelt aus München beschäftigte sich mit dem Thema Abwasserentsorgung im ländlichen Raum – neue Rahmenbedingungen. Dabei betonte er, dass bei Einleitungen in den Untergrund insbesondere zusätzliche Grundwasserbelastungen durch Stickstoff (Nitrat) minimiert werden müssten. „Bei räumlicher Häufung von Einleitungen im selben Ortsteil oder Weiler ist daher zu prüfen, ob die rechnerisch anzunehmende Gesamtfracht bei der gegebenen Verdünnung im abstromigen Grundwasser noch verträglich ist“. Darüber hinaus seien bei Versickerungen von Abwasser innerhalb Karstgebieten oder in Gebieten mit klüftigem Untergrund auch hygienische Dipl.-Ing. Simone Meuler

Begrüßung durch Herrn Dipl.-Ing. Hans G. Huber lichen Raum“ begrüßt werden, um sich über die Möglichkeiten moderner Abwasserreinigungsverfahren aus erster Hand informieren zu lassen. Veranstalter war die Firma HANS HUBER AG, welche das Thema in Abstimmung mit dem DWALandesverband Bayern durchgeführt hat.

Prof. Dr. Günthert Prof. Dr. Günthert vom Institut für Wasserwesen an der Universität der Bundeswehr München referierte zum Thema Vorgaben und Entwicklungen für die Abwasserentsorgung im ländlichen Raum. Die Entsorgung des Abwassers über Kleinkläranlagen (meist nur Mehrkammergruben) erfolge bisher vorwiegend nur noch in ländlichen Gebieten, die dünn besiedelt waren. Ca. 5% der Bevölkerung in Bayern, so die Feststellung von Prof. Günthert, sind noch nicht an einem Kanal angeschlossen. Wegen der beschränkten Reinigungsleistung bisheriger Reinigungssysteme müssten daher Lösungen gefunden werden, die eine Gleichwer-

LMR Gustl Geisenhofer drei Viertel der Gesamtkosten betragen, so die Aussage von Prof. Günthert. LMR Gustl Geisenhofer vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz aus München beschäftigte sich ausführlich mit der Frage zentrale und dezentrale Abwasserentsorgung: Konkurrenten oder Partner? Er stellte die Kleinkläranlagen als ein wesentliches Element der bayerischen Abwasserentsorgung vor und erklärte den „bayerischen Weg“: Für die Nachrüstung werde zunächst eine Freiwilligkeitsphase zugestanden, in der primär die staatliche Förderung als Anreiz wirken soll; wasserrechtliche Anordnungen der Kreisverwaltungsbehörde sollen in dieser Phase in der Regel noch unterbleiben. Die Anforderungswerte des Anhanges 1 der Abwasserverordnung gelten generell als eingehalten, wenn eine zugelassene Reinigungsanlage eingebaut und nach Maßgabe der Zulassung betrieben wird. In der Eigenüberwachungsverordnung wurde geregelt, dass der Abschluss eines Wartungsvertrages für solche Arbeiten nicht erforderlich sei, die der Betreiber selbst durchführen kann. Bayern setze dabei zur Qualitätssicherung auf die alle zwei Jahre erforderliche Bescheinigung des ordnungsgemäßen Betriebes durch private Sachverständige der Wasserwirtschaft. „Es ist vernünftig, dass man in kleinen Ortsteilen Kleinkläranlagen einsetzt, so Herr Geisenhofer, der damit „seine Frage“ eindeutig beantworten konnte: „Zentrale und dezentrale Abwassersysteme sind Partner, die einander – jeder an seiner Stelle – ideal ergänzen können. Genauso sind sie aber naturgemäß auch Konkurrenten, nämlich im Sinne eines Wettbewerbs um die beste Lösung im Einzelfall.“

Frau Dipl.-Ing.(FH) Simone Meuler von der HANS HUBER AG erläuterte im Rahmen ihres Vortrags Membranbelebungsverfahren bei Kleinkläranlagen – eine zukunftssichere Lösung? das Membranbelebungsverfahren, wie es seit einiger Zeit auch für Kleinkläranlagen von der Firma HANS HUBER entwickelt wurde. Die modulare Bauweise, so Frau Meuler, erlaube somit eine bedarfsorientierte Anlagengröße für unterschiedliche Anschlussgrößen. Somit könnten diese so genannten MembraneClearBox®-Anlagen (MCB) sowohl für einzelne Haushalte als auch für Siedlungen, Ortsteile und Weiler zum Einsatz kommen. Das System der MCB-Kleinkläranlage beruht auf einer Kombination aus dem Belebtschlammverfahren und der Abtrennung des Klarwassers mit getauchten Ultrafiltrationsmembranen. Durch die feinen Poren der eingesetzten Ultrafiltrationsmembran werden selbst Bakterien und nahezu alle Keime zurückgehalten. Das aus der Anlage gewonnene Filtrat (Permeat) unterschreitet sogar deutlich die Anforderungen der EU Richtlinie für die Qualität von Badegewässern. Das hygienisch einwandfreie Abwasser könne als Brauchwasser z. B. zur Toilettenspülung, Gartenbewässerung etc. wieder verwendet werden; außerdem wäre es ideal für die Versickerung in sensitiven Gebieten (z.B. Karst) geeignet, so die Aussagen von Frau Meuler. Wesentliche Eigenschaften dieses Anlagentyps, der die Bauartzulassung durch das Deutsche Institut für Bautechnik erhalten habe, sind die Steuerung, die ein ausführliches Betriebstagebuch (Kundendaten, Parameter, Betriebsstunden, Störmeldungen, Statusmeldungen, …) protokolliert, das vom Wartungsdienst sehr komfortabel mittels PC-Schnittstelle ausgelesen und mittels Software sogar grafisch ausgewertet werden könne. Als weitere Besonderheiten, so Frau Meuler, verfügt die Anlage auch über die jüngst geforderte netzunabhängige Störmeldeeinheit, sowohl optisch als auch akustisch. Zur zusätzlichen Umweltsicherheit trage eine optionale patentierte Fernüberwa-

Im Gegenzug zum regionalen Entwässerungskonzept aus Berching berichtete Prof. Dr.-Ing. Franz Bischof über Anforderungen an eine dezentrale Abwasserentsorgung aus globaler Sicht. Er zeigte mit einem kurzen historischen Rückblick die Errungenschaften der zentralen Siedlungsentwässerung, aber auch die Schwächen bei der Abwasserentsorgung im ländlichen Raum, da im Wesentlichen die „Konzepte der Stadt auf das Land“ übertragen worden wären. Viele der neu zu erstellenden Kläranlagen werden zukünftig die Aufgaben der Wassergewinnung und der Nährstoff- und Energierückgewinnung übernehmen, so seine Überzeugung. Weiter führte er aus, dass wichtige Anforderungen für Anlagen im Ausland, speziell für Kleinkläranlagen im ländlichen Raum, erfüllt werden müssten, wie z.B. höchstmögliche Reinigungsstabilität. Die dezentrale Abwasserreinigung im ländlichen Raum bietet somit ein hohes Potenzial für fortschrittliche und „herzeigbare“ Referenzanlagen und ermöglicht deutschen Firmen die Umsetzung von technischen Lösungen, wie sie dann weltweit, zumeist im größeren Maßstab, erforderlich sind. von Anton Neger Mitglied der Geschäftsleitung ne@huber.de

Bürgermeister Rudolf Eineder

Die gut 480 Teilnehmer beteiligten sich auch sehr rege an den anschließenden Diskussionen.


Weitergehende Abwasserreinigung

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Erzeugung von Brauchwasser, Ertüchtigung bestehender Anlagen, Schonung der Vorfluter - aber wie?

HUBER Vacuum Rotation Membrane® – Membranbelebung für die kommunale und industrielle Abwasserreinigung Das Membranbelebungsverfahren (kurz: MBR), also eine Kombination aus konventionellem Belebungsverfahren und einer Partikelabtrennung durch getauchte oder trocken aufgestellte Membranen, gewinnt für Neubauten und Ertüchtigung von kommunalen und industriellen Abwasserbehandlungsanlagen immer mehr an Bedeutung. Waren es vor fünf Jahren nur einige vereinzelte Anlagen in Industriebetrieben, so ist mittlerweile auch im kommunalen Sektor eine Vielzahl von Anlagen im Betrieb. Darüber hinaus gewinnt das Membranbelebungsverfahren

lichen Betrieb müssen die Membranen mit Spülluft überströmt und so frei von filtrationshemmenden Deckschichten gehalten werden. Bei den meisten Techniken geschieht dies durch unter dem Modulpaket angeordnete Spülluftlanzen. Zusätzlich wird die Filtration regelmäßig unterbrochen oder sogar auf eine Rückspülung umgeschaltet, um eine noch bessere Reinigung zu ermöglichen.

jekten realisiert. Diese zeichnen sich durch höchste Ablaufqualität, niedrigen Energieverbrauch und einfachen Betrieb aus.

Bei allen neu geplanten MBR-Anlagen sind die Membranen in separaten Filtrationskammern angeordnet, die ihrerseits aus den Belebungsbecken gespeist

Die bisher größte VRM® Membranbelebungsanlage wird derzeit auf der kommunalen Kläranlage Arenas de Iguna im Norden Spaniens installiert und soll Mitte des Jahres in Betrieb gehen. HUBER Membranen reinigen dann das Abwasser von 20.000 EW.

Die Membranfiltration läuft bei allen Anlagen konstant bei hohen hydraulischen Permeabilitäten. Das Permeat zeichnet sich durch niedrige Restorganik aus und ist zudem frei von Bakterien. Chemische Reinigungen werden erst bei Bedarf durchgeführt.

von Abbildung 2: VRM® 30/448 – Einheiten in kommunaler Kläranlage Arenas de Iguna (Spanien) mermembranen (Membranmaterial gen in mehreren kommunalen und Polyethersulfon, Porengröße 40nm) industriellen Abwasserreinigungsproeine wirtschaftliche Alternative zum Bau von konventionellen Anlagentypen dar.

Abbildung 1: Schema VRM® Membranfiltration wegen der kompakten Bauweise und den unübertroffenen Ablaufwerten auch bei dezentralen Anwendungen zunehmend an Bedeutung. Speziell die unübertroffene Ablaufqualität mit daraus resultierender Möglichkeit der Wiederverwendung ermöglichte neue Anwendungsgebiete. Gemeinsam ist allen auf dem Markt verbreiteten Niederdruck-Membransystemen die Trennung von belebtem Schlamm und gereinigtem Abwasser durch getauchte Mikro- oder Ultrafiltrationsmembranen. Für einen kontinuier-

werden. Bei älteren Anlagen sind die Membraneinheiten dagegen meist direkt in die Belebungsanlagen integriert. Eine besondere und neuartige Technik zur Trennung des belebten Schlamms vom gereinigten Abwasser stellt das HUBER VacuumRotationMembrane® (kurz: VRM®)-Verfahren dar. Es vereint und ergänzt die Vorteile der Plattensysteme (Unempfindlichkeit gg. Verzopfungen) mit denen der Hohlfasersystemen (hohe Packungsdichte) und stellt durch die Verwendung günstiger Poly-

Torsten Hackner Produktmanager ht@huber.de

Die Besonderheit des VRM®-Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die trapezförmigen Membranplatten kreisförmig um eine mitrotierende perforierte Hohlwelle angeordnet sind und immer nur ein Segment des gesamten Membranpakets intensiv gereinigt wird. Die zur Abreinigung notwendigen Spülluftlanzen sind innerhalb der Hohlwelle angeordnet und reinigen immer nur das darüber liegende Segment. Durch die Rotation werden die Membranen am Reinigungsstrahl vorbei bewegt und damit segmentweise gereinigt (siehe Abbildung 1). Das VRM®-Verfahren - angeordnet in einer MBR-Anlage - ist für alle kommunalen und industriellen Abwasserbehandlungsanlagen geeignet, sofern diese auf dem Belebungsverfahren beruhen. Mittlerweile sind VRM®-Anla-

Abbildung 3: Innenansicht HUBER VRM® 30/448 – mit neu entwickelter und perforierter Zentrumswelle und innenliegenden Spülluftlanzen.

HUBER CONTIFLOW® Serial System erfüllt Mikrofiltrationsanforderungen

Die Vorteile des HUBER CONTIFLOW® Serial Systems für Trink- und Abwasser Gesamtkosten, Betriebs- und Wartungskosten die gleiche Leistung garantieren. Die erforderliche Bedienung ist minimal im Vergleich zu Membransystemen, die eine aufwändige Anlagenperipherie, Rückspülpumpen oder Gebläse erfordern. Der Vorteil des CONTIFLOW® Serial Systems bei Abwasser

CONTIFLOW® Serial System eingesetzt in der Abwasserreinigung. Als System zur Trinkwasserfiltration und Abscheidung pathogener Stoffe bietet das CONTIFLOW® Serial System maximale Leistungsfähigkeit zu einem erschwinglichen Preis. Das System übertrifft bei weitem die hohen Standards für Trübung, Abscheidung von pathogenen Stoffen, Phosphor und SDI (SILT DENSITY INDEX). Zwar können auch Mikrofiltrationsanlagen gleichwertige Leistungen bringen, jedoch liegen diese beim Vergleich der langfristigen Betriebskosten weit dahinter. Das CONTIFLOW® Serial System ist einfach und kostengünstiger als die MembranMikrofiltration, sowohl bei der Montage, als auch bei Wartung und Betrieb.

• Die Trübung im Filtrat liegt durchweg unter 0,1 NTU. • Das CONTIFLOW® Serial System konkurriert auf gleicher Ebene mit der Membran-Mikrofiltration. Kein anderes System kann bei gleich niedrigen

Ohne etwas Gleichwertiges für die Endfiltration ist das CONTIFLOW® Serial System eine kostengünstigere Alternative zur Membran-Mikrofiltration und die wirtschaftliche Lösung für phosphorbegrenzte Ablaufbecken und Rückgewinnungsprojekte in ariden Gebieten, Küstengegenden und stark bevölkerten Gebieten oder für Industrieabwasser. • Das CONTIFLOW® Serial System reduziert das Gesamtphosphor auf unter

Warum also angesichts der niedrigeren Lebenslaufkosten des CONTIFLOW® Serial Systems noch eine Mikrofiltration einbauen? HUBER CONTIFLOW® Serial: Bessere Leistung – Besserer Preis! • Durchschnittliche Wassergewinnung: 95%, ohne dass die Notwendigkeit der Rückspülung besteht

Fließbild zur Vorbehandlung von Umkehrosmose.

CONTIFLOW® Serial System eingesetzt in der Trinkwasserbehandlung. 0,02 mg/l. • Durch den geringen Platzbedarf sowie die Modulbauweise ist das CONTIFLOW® Serial System perfekt geeignet sowohl für die Nachrüstung als auch für neue Anlagen.

• Keine Rückspülpumpen oder Spülluftgebläse erforderlich • Weniger als 5% Waschwasser • Effizientes Verfahren zur Reduktion des SDI

• Die kontinuierlich gereinigten Sandbetten machen Rückspülpumpen überflüssig.

Im Gegensatz zur Mikrofiltration ist das CONTIFLOW® Serial System nicht anfällig für Membranausfälle durch kurzfristige Überlastung.

• Filtration und Desinfektion finden in einem einzigen Schritt statt, sodass keine Chlor-Desinfektionsbehälter erforderlich sind.

• Einfach in die meisten bestehenden Anlagen (sowohl Trinkwasser- als auch Abwasseranlagen) zu integrieren

Die Vorteile der CONTIFLOW® Serial Filtration:

• Maximale Flexibilität sowohl für große als auch kleine Filtrationsanwendungen durch die Modulbauweise

• Niedrige Betriebs- und Wartungskosten im Vergleich zur Mikrofiltration oder konventioneller, rückgespülter Sandfiltration

• Durch den geringen Platzbedarf geeignet für bestehende Anlagen und Anlagen mit beengten Platzverhältnissen

• Minimaler Energiebedarf

von

• Kontinuierliche, selbstreinigende Filtration und Desinfektion

Thomas Kimmenauer

• Keine zusätzliche Desinfektionsstufe erforderlich

kim@huber.de

Produktmanager


Edelstahlausrüstungsteile

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Wichtige Maßnahmen zum Schutz des Trinkwassers

Trinkwasserschutz - “Ein brandaktuelles Thema“ Unser Trinkwasser muss den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen und jederzeit in einwandfreier Qualität und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

wird, kann sowohl die Gefahr für das Trinkwasser durch Luftverschmutzung als auch das Einbringen von Giftstoffen verhindert werden.

Nach den Erfahrungen der Kriminalpolizei sind Türen das häufigste und beliebteste Angriffsziel von Eindringlingen, aber auch für das Bedienpersonal meistens der einzige Zugang.

• Schachtabdeckungen

Einbruchhemmende ckung

Schachtabde-

ENV 1627 werden in sechs Widerstandsklassen eingeteilt, wobei WK 6 für die höchste Widerstandsklasse steht. Die Wahl der einzusetzenden Widerstandsklasse muss abhängig von der individuellen Gefährdungssituation (Risiko), zum Beispiel von der Lage des Objektes und der Einsehbarkeit des Elements, erfolgen. Hilfestellung bei der Risikoanalyse bieten die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen und die Sachversicherer. Laut LKA- Empfehlung sollen einbruchhemmende Türen der Widerstandsklasse WK3 eingesetzt werden, wenn eine Einbruchmeldeanlage (EMA) vorhanden ist. Die Widerstandsklasse WK4 wird empfohlen, sobald es keine EMA gibt.

Für Schachtabdeckungen gilt im Prinzip das Gleiche wie für Zugangstüren. Es gibt zwar keine vergleichbaren EN Normen, aber Sicherheitsprüfungen durch die TU Karlsruhe bestätigen der HANS HUBER AG die Einbruchhemmung der geprüften Schachtabdeckungen vom Typ SD3 und SD4. Einbuchhemmende Schachtabdeckungen werden grundsätzlich mit eingeschweißtem Verschluss, erhöhter Materialstärke und standardmäßig mit Sicherheitssteckschloss geliefert. Aufgrund des hohen Gewichtes sind unsere einbruchhemmenden Schachtabdeckungen grundsätzlich mit einem so genannten „Putzrahmen“ ausgestattet, der den Einbauvorgang erheblicher leichtert. Auch bei Schachtabdeckungen kann eine Zustandsüberwachung „geöffnet – geschlossen“ durch Magnetkontakt durchgeführt werden. Vorbeugender Schutz ist in jedem Fall

kostengünstiger als ein möglicher Schaden.

Um unnötige Unsicherheiten und unnötigen Ärger während einer Baumaßnahme zu vermeiden, ist es sinnvoll, bereits während der Angebotsphase ein Prüfzeugnis zu verlangen.

Kurzfassung: Bauwerke von öffentlichen und industriellen Versorgungen müssen verstärkt vor Einbruch geschützt bzw. vor unbefugtem Eindringen gesichert werden. Dies insbesondere deshalb, weil unabsehbarer Schaden für die Bevölkerung entstehen kann, wenn hier Manipulationen vorgenommen werden.

von Stefan Wittl Geschäftsbereichsleiter Edelstahl sw@huber.de

Alle HUBER-Türen vom Typ TT2/WK3 oder TT2/WK4 können zusätzlich mit elektronischen Zusatzeinrichtungen wie Flächensicherung, Magnetkontakt, Schlossriegelkontakt und Blockschloss ausgestattet werden. Durch die Übertragung der Daten an eine Leitwarte kann der Zustand der Türen „geöffnet – geschlossen“ überwacht und dokumentiert werden. Einbruchhemmende Tür vor einem Trinkwasserspeicher. • Be- und Entlüftungen Die Wasserqualität von der Gewinnung bis zum Verbraucher darf nicht negativ beeinflusst werden, aktuelle Probleme diesbezüglich sind uns allen aus der Presse bekannt. Unbefugten Personen muss der Zugang zur Wasseroberfläche im Brunnen, in der Aufbereitungsanlage und im Trinkwasserspeicher unmöglich gemacht werden. Der DVGW empfiehlt im technischen Arbeitsblatt W 300, die Zahl der Öffnungen auf ein Mindestmaß zu beschränken. Folgende Öffnungen sind trotzdem notwendig: • Türen • Belüftungen • Schachtabdeckungen Ziel der Einbruchhemmung ist es, das Eindringen durch diese Öffnungen zu erschweren und so lange zu verzögern, bis entsprechende Einsatzkräfte vor Ort sind. • Türen Türen sind der wichtigste Zugang zu einer Trinkwasserversorgungsanlage.

Aus diesen Gründen muss die Eingangstür zu einem Versorgungsunternehmen bedienerfreundlich für das befugte Personal sein, gleichzeitig aber im verschlossenen Zustand unbefugte Personen fernhalten. Bei Neu- und Umbauten erhält man durch den Einbau geprüfter einbruchhemmender Türen nach DIN V ENV 1627 einen höchstmöglichen Einbruchschutz (passiver Objektschutz), siehe hierzu auch DVGW Hinweis W 1050. Diese Türen werden einer praxisgerechten Einbruchprüfung unterzogen. Unabdingbar ist die Vorlage des entsprechenden Prüfzeugnisses sowie die Kennzeichnung der Türen durch ein Typenschild, um die Konformität mit dem Prüfzeugnis zu belegen. Hierdurch ist sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion (Gebäude – Bauwerksöffnung) keinen Schwachpunkt gibt. Der Einsatz einer einbruchhemmenden Tür nach DIN V ENV 1627 macht nur dann Sinn, wenn die Außenwände aus Mauerwerk nach DIN 1053-1 oder aus Stahlbeton nach DIN 1045 erstellt sind. Eine Tür ist nur so gut wie ihre Befestigung in der Wand. D. h. die Montage muss anhand der Montageanleitung des Herstellers von einer Fachfirma durchgeführt und bescheinigt werden. Einbruchhemmende Türen nach DIN V

Be- und Entlüftungen im Trinkwasserspeicher sind notwendig, um den von der Wasserspiegelbewegung erzeugten Luftaustausch zu ermöglichen. DVGW Arbeitsblatt W 311 empfiehlt, die Lüftungsöffnungen nicht direkt über der freien Wasseroberfläche anzubringen, um Gefahren für das Trinkwasser auszuschließen. Mit einer Be- und Entlüftungsanlage, die in der Schieberkammer angeordnet

Verstärkter Schutz vor Einbruch.

Fortsetzung von Seite 1: Darstellung der kompletten Produktpalette

Die HANS HUBER AG präsentiert sich auf der IFW 2006 in Berlin - Halle 2.2, Stand 113 Ein weiteres Schwerpunktthema ist der gesamte Bereich der “Schlammbehandlung”. Interessierte können sich hier umfangreich über die verschiedensten Lösungen für die Schlammtrocknung informieren. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung wird die “Membrantechnik” sein. Hier stellt die HANS HUBER AG sowohl den neuesten Stand der VRM® Rotations-Membran vor, welche ihren Einsatz im Membranbelebungsverfahren zur Reinigung von kommunalen und industriellen Abwasser findet, als auch den Einsatz in der “Dezentralen Abwasserreinigung”. Hierzu zeigt HUBER das speziell für die Abwasserreinigung von einzelnen Häusern, Hotels oder Kleinsiedlungen entwickelte Konzept der HUBER MembraneClearBox®, welche modernste Abwassertechnik mit den speziellen Anforderungen an den Einsatz im Privathaushalt kombiniert.

Türen für praktisch alle Einsatzzwecke werden Regel- und Absperrorgane, Normteile für Rohrleitungen und Wanddurchführungen genauso gezeigt wie Klärbeckenausrüstung, Geländer, Überstiege und Systemlösungen für Trinkwasserspeicher. Umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten hat die HANS HUBER AG in den letzten Jahren im Bereich neuer Konzepte für die Abwasserreinigung in Entwicklungs- und Schwellenländern unternommen. Unter dem Schlagwort „Waste Water ReUse” stellt HUBER auf der IFW die bis-

Ein weiteres Themenfeld wird die „Kanalspülung” mit der innovativen Spülklappentechnik HUBER Power Flush® KR sein. Diese Spülklappentechnik kann ohne Bauwerksänderungen in bestehende Kanalsysteme eingebaut werden.

HUBER Luftfilteranlagen schützen das Trinkwasser.

Selbstverständlich wird HUBER auch einen Standbereich mit dem kompletten Programm an Edelstahlausrüstungsteilen für Bauwerke der Trinkwasserversorgung und des Abwasserbereiches präsentieren. Neben der umfangreichen Produktpalette rund um die Schachtausrüstung und die technischen

Messestand IFW 2003

her entwickelten Verfahren vor, welche es erlauben, sowohl das gereinigte Abwasser als auch die Abwasserinhaltsstoffe in den Stoffkreislauf zurückzuführen. Natürlich werden wir auch die Neuentwicklungen im Bereich HUBER-Teleservice sowie die verschiedenen Serviceund Wartungsverträge auf der Messe vorstellen. von Christian Stark Leitung Marketing sk@huber.de


Edelstahlausrüstungsteile

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Hygiene im Trinkwasserspeicher

Optimale Luftfilterung in jedem Trinkwasserspeicher Einleitung: Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und sollte jederzeit für alle Lebewesen in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Um diese Aufkeimung zu vermeiden, muss die Luft für den Druckausgleich im Trinkwasserspeicher gefiltert werden. Die Be- und Entlüftung erfolgt über eine beidseitig beaufschlagte Lüftungsanla-

ge mit natürlichem Luftaustausch. Voraussetzung ist, dass der Luftaustausch ausschließlich über die vorgesehene Beund Entlüftungsanlage erfolgt. Dies bedeutet, dass die Wasserkammer vom Bedienhaus abzutrennen ist und auch alle anderen Luftöffnungen zur Wasserkammer zuverlässig verschlossen sein müssen.

Darin befinden sich zwei Filter. Der erste Filter besitzt eine Abscheideleistung von F 6-7 und dient als Vorfilter. Mit diesem Vorfilter können Partikel mit einem Durchmesser von 1....10 mm abgeschieden werden.

Die Überwachung der Filter:

Sicherheitsjalousie für den Luftaustausch

Kontaktmanometer angebaut an der Luftfilteranlage

Dieser Vorfilter ist regenerierbar und erhöht die Standzeit des Schwebstofffilters. Der Schwebstofffilter mit der Abscheideleistung von H 13 entfernt alle Partikel aus der Luft, die < 1 mm sind.

mit Hilfe der Druckdifferenz die Verschmutzung der Filter. Sobald der eingestellte Druckdifferenzwert erreicht ist, wird eine Meldung abgesetzt und der Filter muss ersetzt werden.

Die Überwachung der Filtereinheit erfolgt über ein Kontaktmanometer. Dieses elektronische Gerät erfasst den Druck vor und nach den Filter und misst

Die Luftansaugung muss über die direkte Umgebung und nicht über das Bedienhaus erfolgen, wobei die Luftfilteranlage gut zugänglich im Bedienhaus installiert werden sollte. Angesaugt bzw. ausgeblasen wird die Luft über eine einbruchhemmende Jalousie oder über einen Zuluftkamin. Eine stabile Konstruktion und die Befestigung der Jalousie an der Bauwerksinnenseite sorgen für den nötigen Schutz vor mutwilliger Zerstörung und Vandalismus.

Luftfilteranlage zur Verhinderung von Aufkeimung im Trinkwasserspeicher.

Die eigentliche Luftfiltereinheit wird zwischen der Luftleitung eingebaut.

In der Neufassung der Trinkwasserverordnung wird u. a. erwähnt, dass Wasser für den menschlichen Gebrauch frei von Krankheitserregern, genusstauglich und rein sein muss. Dies gilt als erfüllt, wenn bei der Wassergewinnung, der Wasseraufbereitung und der Verteilung die allgemein anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden. (Auszug aus der neuen Trinkwasserverordnung § 4 „Allgemeine Anforderungen“).

Moderne Hochleistungsfilter aus hydrophoben Material stellen für Mikroorganismen keinen Nährboden dar und gewährleisten eine hygienisch reine Luft im Trinkwasserspeicher, die zu keiner Aufkeimung im Wasser führt.

Warum Luftfilterung:

Eine optimal funktionierende Luftfilteranlage zur Filterung der Luft im Trinkwasserspeicher gibt dem Betreiber von Trinkwasserspeicher die nötige Sicherheit, eine Aufkeimung durch verschmutzte Luft zu verhindern.

Um den entstehenden Druck, welcher beim Befüllen oder beim Entnehmen von Wasser entsteht, ausgleichen zu können, muss Luft durch entsprechender Luftöffnungen ein- bzw. ausströmen können. In der Luft sind Organismen wie Keime, Sporen, Pollen und Pilze enthalten. Diese können im Trinkwasser für eine Aufkeimung sorgen und es somit für den menschlichen Gebrauch genussuntauglich machen.

Zusammenfassung:

von Stefan Wittl Geschäftsbereichsleiter Edelstahl Vom Bedienhaus abgetrennte Wasserkammer

Luftfilteranlage im Trinkwasserspeicher

sw@huber.de

Sanierung, Schäden beseitigen, Funktionssicherheit gewähren

Wann wird die Sanierung von Trinkwasserspeichern für den Betreiber zwingend notwendig? Schwachpunkte durch regelmäßige Kontrolle frühzeitig erkannt werden und anschließend auch fachmännisch in Stand gesetzt werden. Wann muss saniert werden? • Es liegt ein Schaden vor und die Funktionssicherheit ist gefährdet. • Es besteht sicherheitstechnisch Gefahr für Leben und Gesundheit. • Es besteht die Gefahr, dass aus einem Mangel ein Schaden entsteht. • Trinkwasser wird nachteilig beeinflusst. • Ablaufwerte der Kläranlagen können nicht mehr eingehalten werden. • Betrieb und Wartung sind nicht mehr sicher und wirtschaftlich Bild oben: Nachträglich in den Trinkwasserspeicher eingebaute HUBER Luftfilteranlage. Trinkwasser- und Abwasseranlagen sind wertvolle Bestandteile unserer Ver- und Entsorgung. Es muss sichergestellt werden, dass diese Anlagen und auch die Peripherie lange und sicher betrieben werden können. Steigende gesetzliche und technische Anforderungen zwingen Zweckverbände und Kommunen dazu, ihre Trinkwasser und Abwasseranlagen zu sanieren. Handlungsbedarf: Viele Anlagen entsprechen nicht mehr den Regeln der Technik und stellen so teilweise eine Gefahr für die Umwelt und für die Menschen dar. Daher ist es wichtig, dass Mängel, Schäden und

Funktionssichere und optisch ansprechende, hygienisch saubere Rohrleitung. • Unbefugte können Schäden anrichten. Für eine dauerhafte und sinnvolle Sanierung gibt es je nach Fall die verschiedensten Möglichkeiten. Die Verwendung des Werkstoffes Edelstahl bietet hierzu alle Möglichkeiten und beugt bei fachmännischer Verarbeitung einer weiteren Sanierung vor.

und Verfahren von der HANS HUBER AG

im

Umweltbereich

bestens

bewährt. Davon profitieren die Betreiber langfristig in technischer und betriebswirtschaftlicher Hinsicht.

von

Seit Jahrzehnten haben sich Produkte Stefan Wittl Bild links: Optimal gestalteter Zugang mit einer HUBER Drucktür zu einer Wasserkammer in einem Trinkwasserspeicher.

Geschäftsbereichsleiter Edelstahl sw@huber.de


Edelstahlausrüstungsteile

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Noch mehr Schutz durch hochwertige und einbruchhemmende Türen.

Schützen Sie Ihr Bauwerk und unser wichtigstes Lebensmittel, DAS WASSER Aus diesem Grund muss die Eingangstür einem Angriff so lange wie möglich standhalten. Man spricht von der so genannten Widerstandszeit. Die Widerstandszeit ist die Zeit, die ein Täter benötigt, um in ein Bauwerk einzudringen. Neben den Gelegenheitstätern gibt es die „hochmotivierten Kriminellen“, die mit hoher krimineller Energie versuchen, in ein Bauwerk einzudringen und Schaden zu verursachen. Sie arbeiten mit aufwendigem, noch gut zu transportierendem Werkzeug und planerischer Vorbereitung.

Lackierte und einbruchhemmende Sicherheitstür. Unser Trinkwasser muss den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen und jederzeit in einwandfreier Qualität und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Der erste Angriffspunkt für einen Einbrecher und Randalierer ist die Eingangstür.

Um unsere öffentlichen Einrichtungen vor diesem Täterkreis zu schützen, entwickelte die Firma HANS HUBER AG eine neue besonders einbruchhemmende Tür.

Aus diesen Gründen darf die Wasserqualität von der Gewinnung bis zum Verbraucher nicht negativ beeinflusst werden. Unbefugten Personen muss daher der Zugang zur freien Wasseroberfläche im Brunnen, in der Aufbereitungsanlage und im Trinkwasserspeicher erschwert bzw. unmöglich gemacht werden. Eine elektronische Meldeanlage kann den mechanischen Grundschutz nicht ersetzen! Der mechanische Grundschutz hat die Aufgabe, eventuelle Gelegenheitstäter ganz vom Einbruch abzuhalten bzw. professionellen Kriminellen bis zum Eindringen in das Bauwerk erheblichen Zeitaufwand zu verursachen. Sicherheitsjalousien bieten Schutz von Randalismus.

HUBER Edelstahl Sicherheitstechnik auch mit Holzaufdoppelung für historische Bauwerke. Durch diese einbruchhemmende Tür Diese Tür wurde vom Prüfinstitut werden die in der neuen TrinkwasserRosenheim nach der neuesten DIN V verordnung geforderten „Regeln der ENV 1627 geprüft und in der WiderTechnik“ erfüllt und unser wichtigstes standsklasse WK 4 eingeordnet. Lebensmittel, das TRINKWASSER, optimal vor unbefugtem Zugriff geschützt. Diese neu entwickelte Tür entspricht den sehr hohen Qualitätsanforderunvon gen der HANS HUBER AG, ist komplett aus Edelstahl gefertigt und wird, wie Stefan Wittl alle Produkte, die langlebig und korroGeschäftsbereichsleiter Edelstahl sionsbeständig sein müssen, im Vollbad sw@huber.de gebeizt und passiviert.

Technischer Überflutungsschutz

HUBER Schachtabdeckungen und Türen halten Hochwasser zurück 1999, vor dem zu diesem Zeitpunkt nicht absehbaren Jahrhunderthochwasser der Donau, mit überflutungssicheren Schachtabdeckungen ausgerüstet. Die Investitionskosten hierfür betrugen ca. 5000,- Euro. Im Mai 1999 wurde der Einstieg zum Düker 1,5m überflutet. Durch die überflutungssicheren Schachtabdeckungen konnte ein Schaden verhindert werden. HUBER Edelstahl Schachtabdeckung bis 1 m Wassersäule dicht. Rechtzeitige Vorsorge Alljährlich richtet Hochwasser Schäden in Millionenhöhe an. Dabei werden nicht nur ganze Straßenzüge und Häuser überflutet, sondern auch öffentliche Versorgungseinrichtungen wie Pumpwerke, Kläranlagen, Wassergewinnungs- und Wasserverteilungsanlagen. Damit werden nicht nur umfangreiche und teure Aufräumungsarbeiten nötig, vor allem auch der Ausfall wichtiger Ver- und Entsorgungsstationen bedeutet eine Gefahr für die Bevölkerung.

Durchdachtes Gesamtkonzept Hochwasser sucht an allen Stellen Durchlass. Nicht nur das Wasser von oben und ansteigende Flüsse, sondern auch ein steigender Grundwasserspiegel sind in die Schutzüberlegung einzubeziehen. Darüber hinaus sind die Erhaltung des Landschaftsbildes sowie die Zugänglichkeit von Uferzonen zu berücksichtigen. Sowohl fest eingebaute Schutzmaßnahmen als auch demontierbare Lösungen sind sinnvoll aufeinander abzustimmen.

Anforderungen an den Überflutungsschutz Einzelne Produkte und Anlagen für den Überflutungsschutz müssen sehr hohe Kriterien erfüllen: • speziell für die Anwendung Überflutungsschutz bedarfsgerecht konstruiert und verarbeitet • dauerhaft dicht, ein Wasserdurchbruch muss sicher verhindert werden. • an die Landschaft angepasst, in „Normalzeiten“ keine Beeinträchtigung der örtlichen Gegenheiten • variabel einsetzbar, passend für alle räumlichen und geographischen Gegebenheiten • langzeitbeständig und absolut wartungsfrei • Vandalismusschutz, Schutz vor mutwilliger Zerstörung („Hochwassertourismus“)

Maximimierung von Hochwasserschutzanlagen Zu Hochwasserschutzanlagen zählen Deiche, Mauern, Rückhaltebecken, mobiler Hochwasserschutz und Talsperren. Geschützt werden meist Uferbereiche sowie einzelne Objekte. Der technische Hochwasser- und Überflutungsschutz ist kein Allheilmittel. Vielmehr muss ein Gesamtkonzept von Wirtschaftlichkeitsüberlegungen geprägt sein. Die zu erwartenden Kosten einer Schutzmaßnahme müssen im angemessenen Verhältnis zur eventuellen Schadensbeseitigung stehen. Als Beispiel dafür kann der Donaudüker der Stadtwerke Ingolstadt angeführt werden. Im Düker verlaufen Fernwärmeleitungen, zwei übereinander liegende Doppelmantelrohre, die für heißes Wasser und Wärme sorgen. Der Einstieg zum Düker wurde im Frühjahr

HUBER Edelstahl Drucktür mit Zentrallverschluß bis 10 m Wassersäule, Schutz des Bauwerkes.

Sonderschachtabdeckungen der HANS HUBER AG schützen Schächte vor Überflutung.

Das Beispiel der Stadtwerke Ingolstadt verdeutlicht, dass durch eine vorausschauende Planung und Investition weitreichende Schäden verhindert werden können.

somit ein optimales System darstellen. Im Vordergrund steht für alle Anwendungsfälle das optimale Preis-/Leistungsverhältnis.

Die HANS HUBER AG bietet einen technisch mobilen Hochwasserschutz und Produkte für den Überflutungsschutz, die bereits vielfach erprobt sind und

Stefan Wittl

von Geschäftsbereichsleiter Edelstahl sw@huber.de


Forschung und Entwicklung / HUBER allgemein

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Die HANS HUBER AG forscht und entwickelt - zum Nutzen der Umwelt, der Menschen und unserer Kunden

HUBER INNOVATIONS FOR A BETTER FUTURE und Restmüll gemeinsam zu entsorgen, obwohl lange Zeit allgemein als „Abfall“ betrachtet – wird zu hinterfragen sein.

Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Indien Im 21. Jahrhundert leben auf diesem Planeten noch ca. 1,2 Milliarden Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Mehr als 2,7 Milliarden Menschen leben ohne Sanitärtechnik. Schätzungen besagen, dass weniger als 10% des Abwassers, das auf unserer Erde erzeugt wird, behandelt abfließt. Etwa 12.000 km3 Abwasser befinden sich weltweit in der Umwelt; eine Menge ungefähr 4000 mal soviel wie der Inhalt des Starnberger Sees (3 km3) oder vergleichsweise mehr als die Hälfte des Volumens der Ostsee (22.000 km3). 50% der weltweit stationär behandelten Krankheiten betreffen MagenDarm-Infektionen – häufig ausgelöst durch den Gebrauch von unsauberem

Auf Wasser und Nährstoffe kann nicht verzichtet werden.

Wasser und täglich stirbt eine große Zahl an Menschen aufgrund von Infektionen, die durch verschmutztes Wasser übertragen werden. Betroffen davon sind in erster Linie die Menschen in

Toiletten und Abwasserentsorgung in Vietnam

Schwellen- und Entwicklungsländern. Die unlösbare Verbindung und deren gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Wirtschaftswachstum und Wohlstand, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Armut, Seuchen und Kriminalität hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2000 dazu bewogen, so genannte Millenniumsziele (MDGs) zu formulieren und zu beschließen. Daraus abgeleitetes Ziel ist es unter vielen anderen, die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu menschenwürdiger, umweltverträglicher und nachhaltig wirksamer Sanitär- und Abwassertechnik bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Wie ehrgeizig dieses Ziel jedoch ist, zeigt eine Berechnung, wonach arbeitstäglich für 900.000 Einwohner Kläranlagen gebaut werden müssten.

Trinkwassermangel, fehlende Kläranlagen, enormer Wasserbedarf und die Notwendigkeit des Einsatzes von Nährstoffen für die landwirtschaftliche Produktion von Nahrungsmitteln, teils gravierende Umweltschäden, weiterhin ungebremstes Bevölkerungswachstum in vielen Teilen der Welt und die Absicht, die MDGs nur annähernd erreichen zu wollen, machen es daher zu einer zwingenden Notwendigkeit, andere und teils völlig neue Wege der Abwasserentsorgung zu gehen: Abwasser wird als Wertstoff („Valuewater“) begriffen werden müssen; die „Epoche der alleinigen Abwasserentsorgung“ wird sich ihrem Ende nähern und abgelöst von einem Zeitalter der „Abwasserverwertung mit Wertschöpfung“.

Nutzen Sie wieder Ihre Gewinnchance 1. Preis: Schlagbohrmaschine im Wert von 300 Euro 2. Preis: Schlagbohrmaschine im Wert von 200 Euro 3. Preis: Schlagbohrmaschine

Mitmachen können alle HUBER REPORT-Bezieher. Ausgenommen sind Mitarbeiter und Angehörige der Firma HUBER. Bei mehreren richtigen Lösungen entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist augeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

im Wert von 150 Euro

Bitte hier abtrennen!

Unsere Fragen 1. Wie viele Personen nahmen an der Fachtagung “Dezentrale Abwasserentsorgung im ländlichen Raum” teil? a) Ca. 60

Gewinner aus REPORT 1/05 1. Preis: Digitalkamera im Wert von 300,– Euro Friedrich Dörfler, 19386 Gischow 2. Preis: Digitalkamera im Wert von 200,– Euro R. Morawe, 02625 Bautzen 3. Preis: Digitalkamera im Wert von 150,– Euro Hans-Gerd Noffke 26127 Oldenburg Herzlichen Glückwunsch!

Aufbereitetes Abwasser schafft Leben Hierfür werden bereits heute die Konzepte und Lösungen bei der HANS HUBER AG entwickelt; mit eigenen Mitarbeitern und in Zusammenarbeit mit

Impressum:

c) Ca. 100

REPORT der HANS HUBER AG

Abfalltrennung ist eine Selbstverständlichkeit

Aktuelle Nachrichten für die Kunden und Freunde der HANS HUBER AG

Hochschulen.

a) Dezentrale Klärschlammverwertung zur Erzeugung von thermischer und elektrischer Energie b) Mechanische-Chemische Abwasserreinigung c) Dezentrale Reinigung von metallhaltigen Regenabläufen

3. Wo befindet sich der Messestand der Firma HUBER in Berlin.

Ansprechpartner: Christian Stark

Auch die scheinbare Selbstverständlichkeit, die unterschiedlichsten Abwasserarten zusammenzumischen – seit vielen Jahren ist es undenkbar, Glas, Papier

Jasmin Schubert Adresse:

a) Halle 4.3, Stand 111

HANS HUBER AG

b) Halle 2.2, Stand 113

Maschinen- und Anlagenbau

c) Halle 2.1, Stand 105

Industriepark Erasbach A1 92334 Berching

4. In welchem Land wird die bisher größte VRM® Membranbelebungsanlage installiert? a) Russland b) Italien c) Spanien

Ankreuzen, auf Postkarte kleben oder in ein Kuvert stecken und ab geht die Post!

Tel.: 08462/201-384 Satz/Layout: HUBER Marketing Erscheinungstermin: Januar 2006 Druck: M. W. Bauer, Beilngries Auflage 32.000

dieser

Dünger aus Urin

Die Abtrennung des mengenmäßig größten Anteils des Abwassers, dem Grauwasser, und dessen Aufbereitung am Ort der Entstehung oder ortsnah in größeren Einheiten zu qualitativ hochwertigem Brauchwasser führt zu vielfältigen Möglichkeiten des Wassereinsatzes. Erst am Anfang stehen auch die Überlegungen und die technischen Möglichkeiten der dezentralen Energierückgewinnung aus relativ warmen Dusch- und Badewannenwasser; eine „regenerative Energiequelle, die unabhängig von der Tageszeit, den Jahreszeiten und der Region zur Verfügung steht. Selbst die alleinige Behandlung von Braunwasser oder Fäkalien gemeinsam mit den organischen Haushaltsabfällen in leistungsfähigen Anaerobreaktoren erscheint in vielen Ländern sinnvoll unter dem Aspekt einer Produktion von nährstoffreichen Düngern. Daran forscht und entwickelt die HANS HUBER AG – zum Nutzen der Umwelt, der Menschen und unserer Kunden – zur Erhaltung vorhandener und der Schaffung neuer Arbeitsplätze bei der HANS HUBER AG.

Füllen Sie den Fragebogen aus und senden Sie diesen an: HANS HUBER AG Postfach 63 D-92334 Berching Absender nicht vergessen!

b) Ca. 480

2. Für was steht die Abkürzung SLUDGE2ENERGY?

Beispielsweise der Rückhalt von Urin aus dem Hauptabwasserstrom und dessen separate Behandlung (Rückgewinnung der in hoher Konzentration enthaltenen Nährstoffe und/oder Zerstörung problematischer Substanzen, je nach Anforderungen) ermöglicht den Bau „kleiner und einfach bedienbarer“, kostengünstigerer Kläranlagen ohne der Notwendigkeit der kosten- und energieintensiven Nitrifikation und Denitrifikation und lässt in vielen Fällen die Produktion eines qualitativ hochwertigen Klärschlamms zu; weitestgehend frei von Arzneimittelrückständen und endokrinen Substanzen.

Ausgabe Abwasser ist Wertstoff

von Prof. Dr.-Ing. Franz Bischof Professor für Verfahren der Wasser, Luft- und Bodenreinhaltung; FH Amberg-Weiden Leitung Forschung und Entwicklung bf@huber.de


Huber Report - Ausgabe 1/2006, deutsch  

Huber Report - Ausgabe 1/2006

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