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TAG DER OFFENEN TÜR SYNERGIEN SCHAFFEN UND SICHTBAR MACHEN! Zusammenspiel von Sprachkompetenz und technischem Knowhow anhand der Englischprojekte „Lightpanel“, 2AHEL und „BASTI“, 5BHBG

Mag. Karin Jammer

Das Gegenüberstellen und Ineinanderfließen von Kompetenzen eines zweiten Jahrgangs und eines fünften Jahrgangs, das wechselseitige achtsame Hinhören und Lernen, sowie das aufeinander Rücksichtnehmen waren neben der Demonstration von sprachlicher und technischer Kompetenz ein Fokus dieser Projekte. Wie werden Schülerinnen und Schüler dazu motiviert, eigene Ideen zu entwickeln und diese im Team abzustimmen, freiwillig Vokabeln zu lernen, rhetorische Kniffe zu erlernen und anzuwenden, technische Fertigkeiten auszubauen? Also erhielten Sie die Möglichkeit, mit dem „TUN“ loszulegen: im Englischunterricht, in SOPK, im Technik-Unterricht bei Prof. Della Schiava, Prof. Leitner oder bei Prof. Esterl, der „von Anfang an an unser Projekt geglaubt hat“ heißt es bei der 2AHEL. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit Touchpanel, MyPic

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und LED-Matrix, lernten, Rollen im Team zu definieren und diese wahrzunehmen. M. Berger, 5BHBG, stellt fest, dass „Our project called “BaSti” included planning and designing a system for the basal stimulation for patients with appalic syndrome.” Der Teamleader von „Lightpanel“, T. Raunegger meint zum Beispiel, dass er durch das Arbeiten am Projekt gelernt habe, „auf Meinungen anderer zu achten und nicht darüber hinweg zu entscheiden“. H. Grabner, unter anderem Programmiererin für Lightpanel, meint, dieses Projekt war definitiv „etwas anderes als der normale Schulalltag, da fächerübergreifend und freiwillig“ und B. Schnögl, der unter anderem das Projekt in englischer Sprache präsentierte, ist sich sicher, „dieses Projekt hat unsere Klasse so richtig zusammengeschweißt!“ Dass so ein mehrschichtiges Projekt viel Arbeit bedeutet, liegt auf der Hand; sowohl in der Vorbereitungsphase wie

auch in der Präsentationsphase stießen die Teilnehmenden oft an ihre Grenzen, wie auch aus den Erfahrungsberichten hervorgeht. „Am Abend des Tags-derOffenen-Tür zu Hause angekommen, konnte ich nur mehr eines tun: mich hinlegen! Mein Sakko musste meine Mutter für mich aufhängen!“, heißt es bei B. Schnögl, 2AHEL. Es war ein gegenseitiges Geben und Nehmen, ein Lernen aus Rückschlägen und Fehlern, ein gemeinsames Suchen nach Lösungen, wie auch H. Grabner, 2AHEL, in ihrem Projektbericht schreibt. Dieses Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Kräfte ist letztlich zu einem wirklichen Erlebnis geworden, denn es hat alle Beteiligten zur Erkenntnis geführt, dass erst wenn Lernen mehrdimensional und multisensorisch erfahrbar wird, das Gefühl der Nachhaltigkeit entsteht.


Jahresbericht 2014/2015