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Markus Kanduth: Spüren Sie die Auswirkungen der momentanen Situation in Kärnten in Ihrem Unternehmen? Alexander Windbichler: Im internationalen Umfeld merkt man das eher weniger. Man wird als Kärntner immer sehr belächelt, jedoch sitzen in Managementpositionen in Wien und auch international sehr viele Kärntner. Es ist in Kärnten schwer gute Unternehmen zu finden, aber es gibt sie. Es ist nicht immer leicht, aber man muss nicht unbedingt aus Kärnten hinaus. Sophia Schellander: Wie sieht Ihr beruflicher Alltag aus? Alexander Windbichler: Es ist drei viertel zehn, also hab ich sicher schon fünf Anrufe in Abwesenheit und auch sicher schon 50 E-Mails bekommen. Der Tag beginnt in der Früh um acht Uhr und hört um zwei Uhr in der Früh auf. Es ist sehr viel und man muss sich mit vielen unterschiedlichen Themen auseinandersetzen. Raphael Schatz: Halten sie es für sinnvoller, gleich in die Berufswelt einzusteigen oder ein Studium zu absolvieren?

zwei bis 3 Jahren 150 Mitarbeiter haben. Vor allem aber wollen wir den Umsatz, der zurzeit 10 Millionen Euro beträgt, steigern. Wir werden stark und extrem weiterwachsen. Bernd Winkler: Was halten Sie von der zentralen Matura? Alexander Windbichler: Ich finde es gut, dass wir die Softwareentwicklung dafür machen durften (lacht). Es gibt sicher ganz viele Argumente dafür und viele dagegen. Aber es hat sicher seine Vorteile. Es ist aber schwer über Österreich zu bestimmen, dass dies genau das ist, was man, zum Beispiel, in Deutsch können muss. Teresa Verhounig: Was hat Ihnen von der Ausbildung in der HTL am meisten gebracht? Alexander Windbichler: Die Kombination aus allem. Natürlich gibt es fragwürdige Gegenstände, aber es ist die Kombination aus allem, die einem weiterhilft. Aber es kommt auch darauf an, was man einmal werden will.

Alexander Windbichler: Kommt immer darauf an, was man einmal werden will. Es ist vollkommen egal, ob Studium oder nicht. Jedoch hat man als Techniker und Programmierer den Vorteil, viel Geld zu verdienen, ohne ansatzweise Ausbildung zu haben. Einer meiner besten Entwickler hat zwei Lehrberufe abgebrochen, die HTL abgebrochen, die Fachschule abgebrochen, wurde dann Tankstellenwart und ist jetzt einer unserer besten Programmierer. Raphael Schatz: Welche Zukunftsziele haben Sie? Alexander Windbichler: Wir haben ein großes Ziel und das ist die Weltherrschaft, also das Globale. Es ist jedoch immer schwer Zukunftsziele zu formulieren. Wir werden jedoch sehr stark mit Akquisitionen arbeiten. Wir wollen auch anorganisch mehr wachsen, wir werden weiter Mitarbeiter anstellen und in

HTL Mössingerstraße - Lebensraum Schule

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Jahresbericht 2014/2015