Page 1

EINBLICK

Oktober / 2009

MAGAZIN DER HOCHSCHULE ZITTAU/GÖRLITZ Seite 10

MIT VOLLDAMPF VOLLENDET Feierliche Einweihung des Laborgebäudes C auf dem neuen Campus

Seite 3

Seite 10

Seite 17

In eigener Sache

Rückblicke und Höhepunkte

Internationales


inhalt 3

Editorial

5

Im Gespräch mit Prof. Dr. phil. Friedrich Albrecht, Prorektor Bildung

20

Innovationspreise der Euroregion Neisse 2008 gehen an die Hochschule

7

Im Gespräch mit dem Prorektor Forschung

20

Jahrestagung der IAESTE in Oybin und Zittau

8

Verwaltungsverbund Internationales Hochschulinstitut Zittau und Hochschule Zittau/Görlitz

21

15. Internationale Elektrotechnik-Olympiade „Neisse-Elektro“

21

Elektrotechnik-Olympioniken erkunden Dresden

Das neue Sächsische Hochschulgesetz

22

Potenziale des Alters im Süden der Vereinigten Staaten untersucht

9 10

Feierliche Einweihung des Laborgebäudes Z IV C

11

5. Sächsischer Mittel- und Osteuropatag

22

Konsularisches Korps besuchte Hochschule

11

Voller Erfolg für erste Sozialkonferenz in Görlitz

23

Preis der sächsischen Bauindustrie 2008

12

Hochdruckläufer von Vattenfall an Hochschule übergeben

23

Verleihung des Sozialteam-Förderpreises

12

Kompetenzverbund Ost für Kerntechnik tagte in Zittau

24

Auszeichnungen

13

2. Platz von 100 Fachhochschulen in der akademischen Gründungsförderung

26

Begehrter Wanderpokal an Zittauer Betriebswirte

27

KIA startet im zwölften Jahr kräftig durch

13

Erfolgreiche Tagung zur Ingenieurgeologie in Zittau

28

Beirat des Ausbildungsverbundes KIA gibt neue Impulse

14

Kuratorium feierlich verabschiedet

28

Interkulturalität wird groß geschrieben

15

Hochschule ist europaweiter Vorreiter beim Umweltmanagement

29

Kooperationsvereinbarung mit AREVA unterzeichnet

30

Energetische Ausgangssituation im Landkreis Görlitz

16

15 Jahre Förderverein der Hochschule Zittau/Görlitz e.V.

30

Meldungen aus den Struktureinheiten

17

2. Internationale Konferenz des ACC der Hochschulen in der Euroregion Neisse

32

Studentenpark entsteht in Zittau

32

Schottland-Exkursion 2009

17

Młodzi naukowcy 2009

33

„Pack Dein Studium. Am besten in Sachsen“

18

Internationale Konferenz in Karaganda

33

„Studieren in Fernost“

19

Mit der Staatsministerin auf China-Reise

34

Berufungen

2


EDITORIAL

Sehr geehrte Leserinnen und Leser unserer Hochschulzeitung „Einblick“, das zurückliegende Studienjahr war für unsere Hochschule, aber auch für die Hochschullandschaft in Sachsen, von zahlreichen herausragenden Ereignissen gekennzeichnet. Unsere Hochschulzeitung zeigt, wie wir flexibel und mit hohem Engagement den sich ändernden Herausforderungen entgegengetreten sind, wie wir aber auch die dringend notwendigen Erfolgserlebnisse gestaltet haben. Ich möchte schon vorab allen Mitgliedern der Hochschule, unseren Partnern in den Unternehmen, Kommunen und Behörden, die sich für die Weiterentwicklung unserer Hochschule eingesetzt haben, sehr herzlich danken. Aus meiner persönlichen Sicht möchte ich im Folgenden auf einige Ereignisse und Fakten Ihre besondere Aufmerksamkeit lenken. Die wichtigsten Kriterien für die Qualität und Leistungsfähigkeit einer Hochschule sind Qualität und Akzeptanz unserer Absolventen sowie die Forschungsergebnisse. Quantitative Kriterien sind die Zahl der Absolventen, die Studiendauer, die Zahl der erfolgreichen Promotionsverfahren, Drittmittel für Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie wissenschaftliche Publikationen. Diese Kriterien können nur erfüllt werden, wenn wir unsere Zielstellung umsetzen, in den Wissenschaftsdisziplinen Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften stabile Studierendenzahlen auch in Zeiten des demografischen Wandels zu erreichen. Gemeinsam mit den Schulen und den Unternehmen müssen wir deshalb verstärkt Anstrengungen unternehmen, die Bewerberzahlen in den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Studiengängen zu erhöhen. Das ist nicht nur für die Hochschule wichtig, sondern auch eine Grundvoraussetzung für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung der Region Oberlausitz. Zwei Aktivitäten möchte ich besonders hervorheben: Die Einrichtung des Energietechnischen Kabinetts mit Unterstützung des Forschungszentrums Dresden, der Stadtwerke Zittau und der Vattenfall Europe Generation AG. Nach der Einweihung durch die Staatsministerin, Frau Dr. Eva-Maria Stange, hat sich eine außerordentlich hohe Besucherresonanz, insbesondere von Schulklassen, entwickelt, die sich mittel- und langfristig auf den Studienwunsch von Gymnasiasten und Berufsschüler auswirken sollte. Mit führenden Unternehmen, wie Siemens, Vattenfall, AREVA, Deutsche Bahn AG und über 100 KMU haben wir Vereinbarungen zur Durchführung des „Kooperativen Studiums mit integrierter Ausbildung“ (KIA) abgeschlossen. Auch durch die finanzielle Unterstützung im Hochschulpakt ist die

Zahl der KIA-Studierenden sprunghaft angestiegen. Neben der Schaffung der strukturellen Voraussetzungen im Ausbildungsverbund war vor allem das hohe Engagement der zuständigen Mitarbeiter Grundlage des Erfolges. Über den Fortgang bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses wird der Prorektor Bildung, Professor Friedrich Albrecht, noch berichten. Deshalb nur einige grundsätzliche Gedanken. Nationale Analysen haben ergeben, dass die Mobilität der Studierenden, insbesondere Auslandsstudienaufenthalte Prof. Dr.-Ing. habil. Rainer Hampel, Rektor betreffend, erheblich abgenommen hat. Foto: HS-Trillenberg Unsere Hochschule ist davon wenig betroffen, da in einigen Studiengängen Auslandsaufenthalte Pflicht sind. Zugegebenermaßen haben wir die Modularisierung der Studieninhalte sehr restriktiv mit der Orientierung auf fünf ECTS betrieben. Das Ziel war, die Studierbarkeit durch Reduzierung der Anzahl der Prüfungen zu verbessern. Hier gilt es, die Interessen der Hochschullehrer und der Studierenden besser in Übereinstimmung zu bringen. Es wird auch notwendig sein, die Studienpläne, bei gleichzeitiger Reduzierung des Verwaltungsaufwandes, durch mehr Wahlmöglichkeiten für Studierende flexibler zu gestalten. Eine Bemerkung noch zur Beibehaltung der „Diplomstudiengänge“. Wir müssen dabei bedenken, dass wir „Diplom-Ingenieure (FH)“ ausbilden, die nicht ohne Weiteres zur Promotion zugelassen werden. Für unsere Hochschule wäre es wünschenswert, eine einheitliche Lösung zu finden. Dass sich hohe Qualität in der Ausbildung auch bei den Bewerbern auszahlt, zeigt der achtsemestrige Bachelorstudiengang „Architektur“. Durch die Einrichtung des „Zentrums für Wissens- und Technologietransfer (ZWT)“ als Zentrale Einrichtung der Hochschule wurde für die Forschungsinfrastruktur eine weitere Verbesserung erzielt. Einerseits möchten wir forschungsinteressierte Hochschullehrer unterstützen und andererseits den Weg für Forschungs- und Entwicklungsprojekte für Unternehmen der Region einfach gestalten. Der fakultätsübergreifende Aspekt spielt dabei eine immer größer werdende Rolle. Wenn auch gelegentlich von einigen Hochschullehrern und Studierenden eine Überbetonung der Forschung an unserer Hochschule kritisiert wird, ist sie doch ein dringend notwendiges Element der Hochschultätigkeit gleichberechtigt zur Lehre. „Lehrendes Forschen und forschendes Lehren“ müssen die Grundprinzipien bleiben. Bei der notwendigen Breite in

3


EDITORIAL

Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange am Reaktorsimulator

den Studienangeboten kann die ProfiFoto: FZD-Dr. Bohnet lierung der Hochschule nur durch die Forschung erfolgen. Ähnlich, wie die „Westsächsische Hochschule Zwickau“ für den Automobilbau steht, ist unsere Hochschule auf dem Gebiet der „Energieund Umweltschutztechnik“ deutschland- und weltweit anerkannt. Es muss das Ziel aller Hochschulangehörigen sein, diesen guten Ruf durch Erhalt und Ausbau der Kompetenzen zu erhalten. Die Entwicklung neuer Kompetenzfelder wird dadurch nicht behindert. Bei der Entwicklung der sächsischen Hochschullandschaft werden Profil und Kompetenzfelder in der Forschung ebenso von Bedeutung sein wie für die Akkreditierung der Studiengänge. Insbesondere in der Forschung und den damit verbundenen Masterstudiengängen besteht ein hohes Entwicklungspotenzial für die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Hochschulinstitut Zittau über den Verwaltungsverbund hinaus. Das Gesetz über die Hochschulen im Freistaat Sachsen vom 10. Dezember 2008 hat den Hochschulleitungen und den Gremien größere Verantwortung für die Entwicklung der eigenen Hochschule übertragen. Dazu sind mehr als 30 Ordnungen zu überarbeiten und auch neu zu erstellen. Ähnliches gilt für die Fakultäten. Bereits im Oktober 2007 hat der Senat gemeinsam mit dem Kuratorium über die Notwendigkeit struktureller Veränderungen in der Hochschule beraten. Die Gründung der Fakultäten bietet dafür gute Vorraussetzungen. Sehr kleine Fakultäten erfordern eine stärkere Zentralisierung der Verwaltungsaufgaben. Darüber hinaus sind die personellen und materiellen Ressourcen für profilbestimmende Aktivitäten sehr beschränkt. Das steht teilweise im Widerspruch zu der möglichen höheren Eigenständigkeit der Fakultäten. Mit der Gründung der Fakultäten „Wirtschafts- und Sprachwissenschaften“ und „Elektrotechnik und Informatik“ wurde ein erster Schritt in Richtung Strukturoptimierung gegangen.

4

Die Zukunft wird zeigen, welche Fakultäten oder Fachgruppen weitere neue Fakultäten bilden können. Die rückläufige Zahl der Studienanfänger wird diesen Prozess befördern ebenso wie die Notwendigkeit, Masterstudiengänge für mehrere Bachelorsstudiengänge anzubieten. Auch in der Verwaltung unserer Hochschule hat es erhebliche Veränderungen gegeben, weitere sind abzusehen. Besonders hervorzuheben ist hier der Verwaltungsverbund des Internationalen Hochschulinstituts Zittau und der Hochschule Zittau/Görlitz unter Leitung der Kanzlerin Frau Hollstein. Ziel ist es, Infrastruktur und Personalressourcen für beide Hochschuleinrichtungen zusammenzuführen und dadurch Qualität und Effizienz zu steigern. Das betrifft insbesondere die Bibliothek, das Hochschulrechenzentrum, Studenten- und Personalverwaltung sowie auch die technischen Dienste. Der Verwaltungsverbund hat sich inzwischen auf Mitarbeiterebene gut etabliert. Gleichartige Interessen bei der Führung von Studiengängen und Forschungsprojekten sollten auch für die Zukunft eine engere akademische Kooperation ermöglichen. Bekanntheitsgrad und Reputation unserer Hochschule haben sich gut entwickelt. Ein objektiver Gradmesser dafür sind die Immatrikulationszahlen. Der Wettbewerb um gute Studierende wird zunehmen. Dieser Aufgabe wird sich die Öffentlichkeitsund Pressearbeit noch stärker widmen müssen. Entsprechende Ressourcen sind auszubauen und zu konzentrieren.

Die Mitglieder des Ausbildungsverbundes KIA

Ich habe in meiner Einführung nicht alle Aspekte der Hochschultätigkeit anFoto: HS-Trillenberg gesprochen. Das ist in diesem Umfang hier nicht möglich. Wenigstens nennen möchte ich noch die wachsende Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit und des Controlling. Allen Lesern wünsche ich eine interessante Lektüre. Für Hinweise und Ideen sind wir in jeder Hinsicht offen. Vielen Dank nochmals an alle, die sich um die erfolgreiche Entwicklung der Hochschule bemüht haben sowie auch alle, die bei der Entwicklung der Hochschulzeitschrift mitgewirkt haben. Prof. Dr.-Ing. habil. R. Hampel, Rektor


interview

Im Gespräch mit Prof. Dr. phil. Friedrich Albrecht, Prorektor Bildung Prof. Albrecht, im Senat am 14. Juli letzten Jahres erklärten Sie den Bologna-Prozess an unserer Hochschule vorerst als abgeschlossen. Welche Ziele wurden erreicht? Die Hochschule hatte sich das Ziel gestellt, bis zum Jahr 2008 alle Studiengänge zu modularisieren und den Übergang zu den gestuften Bachelor-/Masterstudiengängen abzuschließen. Diese Zielstellung konnte mit kleinen Abstrichen erreicht werden. Es war ein immenser Aufwand und ein Kraftakt für alle, die unmittelbar in diese Arbeit einbezogen waren. Das sind zum einen die zahlreichen Hochschullehrer und Mitarbeiter in allen Fachbereichen, die neben ihrer Lehr- und Forschungsverpflichtung diese Aufgabe meisterten. Ihnen allen – auch im Namen des Rektorats – unser herzlichster Dank. Gedankt sei auch dem Bolognareferat in Person von Frau Ludwig sowie Dr. Kühne, die überaus kompetent und engagiert den Prozess unterstützt haben. Was war für Sie das Schwierigste an diesem so kompakten und umfangreichen Prozess? Die Bewältigung der Komplexität. Alle Studiengänge haben ja eigene disziplinäre Standards und Traditionen, sind aber auch miteinander verschränkt. Unsere Hochschule hat über viele Jahre gerade mit den Fachbereichen am Hochschulstandort Zittau das „Dienstleistungsprinzip“ gepflegt, dessen Grundprinzip in der Modularisierung fortgesetzt wird. Es waren viele Abstimmungen zwischen den Fachbereichen notwendig – und diese mussten in zeitliche Abläufe eingepasst werden und umgekehrt. So wurden z. B. insbesondere im Grundlagenbereich studiengangs- und fachbereichsübergreifende Module gebildet, auf die unterschiedliche Studiengänge zugreifen können. Hier gibt es auch noch weiteren Entwicklungsbedarf. Zu der angesprochen Komplexität gehörten aber auch die externen Faktoren. Regelmäßig kamen z. B. neue Empfehlungen des Akkreditierungsrates, die in die internen Diskussionen einzubinden waren; wie alle Hochschulen haben auch wir den Bedarf an Masterangeboten überbewertet und seit Mitte 2007 verquickten sich die Herausforderungen des Hochschulpaktes 2020 mit unserem Bolognaprozess. Im Prinzip ist die Etablierung dreier Studiengänge hiermit verbunden: Management im Gesundheitswesen, Pädagogik der Frühen Kindheit und KIA-Maschinenbau. Welche Ergebnisse können konkret vorgewiesen werden? Alle Studiengänge sind modularisiert und erfüllen auch die anderen Bologna-Kriterien. Das trifft auch auf die Studiengänge zu, bei denen sich die Fachbereiche entschlossen haben, vorerst noch am Diplom (FH) festzuhalten: Maschinenbau im Direktstudium, Energie- und Umwelttechnik, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen. Die Studien- und

Prüfungsordnungen für die Bachelorstudiengänge Soziale Arbeit und Kommunikationspsychologie wurden schon 2008 genehmigt, die Einrichtung wurde aus Ressourcengründen jedoch um ein Jahr auf das Wintersemester 09/10 verschoben. Von Architektur bis Wohnungs- und Immobilienwirtschaft haben wir nun 33 Studienangebote in insgesamt 59 Varianten – sei dies Bachelor (BA), Master (MA), Diplom (D), KIA-Bachelor oder KIA-Diplom. Davon wurden 33 Studien- und Prüfungsordnungen zwischen 2006 und 2008 erstellt und von den Hochschulgremien verabschiedet – ein Mammutprogramm. Prof. Dr. phil. Friedrich Albrecht Prorektor Bildung Auf welche Studiendauer hat man Foto: privat sich verständigt? Das ist unterschiedlich. Im Bachelorbereich bieten wir sechs- bis achtsemestrige, im Masterbereich zwei- bis viersemestrige an. Hier verhalten wir uns ganz gemäß der Intention von Bologna, flexibel zu sein und Angebote zu machen, die der Fachspezifik, dem Berufsfeld, den Verbänden oder den Zielgruppen entsprechen. Überwiegend präferiert wird aber das Modell „7+3“, d. h., dass der Bachelor im Interesse einer optimalen ersten Berufsqualifizierung mit Grundlagenausbildung und Praxisnähe auf sieben Semester ausgerichtet wird, mit der Möglichkeit, einen dreisemestrigen Masterkurs darauf zu satteln. Insbesondere in den Ingenieur- und Naturwissenschaften hat sich dieses Modell durchgesetzt, in den Dienstleistungswissenschaften, der Informatik und der Pädagogik dominiert „6+4“, die Übersetzerstudiengänge und die Architektur bieten achtsemestrige BA-Studiengänge an. Ganz hat man sich an der Hochschule aber noch nicht vom Diplom verabschiedet. Das ist so. Wir haben den Bachelorstudenten in einigen Studiengängen die Möglichkeit eingeräumt, in den gleichnamigen modularisierten Diplomstudiengang zu wechseln. Vier Angebote gibt es bis auf Weiteres gänzlich ohne Bachelor, also nur mit dem Diplomabschluss. Betont sei aber noch einmal: alle natürlich modularisiert und bolognakonform. Wie sieht es mit der Akkreditierung von Studiengängen aus? Vorreiter war hier der Fachbereich Informatik mit seinen Studiengängen, der jetzt schon die Reakkreditierung vorbereitet. Auch der Studiengangsverbund Dienstleistungswissenschaften mit den Studiengängen Tourismus und Kultur und Management – jeweils BA und MA – ist akkreditiert. Hinzu kommen noch die Masterstudiengänge Vorbeugender Brand-

5


interview schutz, Computational Mechanics und Soziale Gerontologie und seit kurzem Heilpädagogik/Inclusion Studies. Die Frage ist aber berechtigt. Wir müssen hier in der Breite weiter vorankommen, und das machen wir auch: Kommunikationspsychologie hat die Unterlagen eingereicht, die Sprachenstudiengänge stehen kurz davor und für Elektrotechnik, Mechatronik, KIA-Maschinenbau und KIA-Chemie ist vor kurzem das Verfahren eingeleitet worden. Wir sind auf gutem Wege. Die Erfahrungen der bisherigen Akkreditierungsverfahren zeigen auch, dass wir den Agenturen hervorragende Programme vorstellen können. Ist damit die Arbeit an Studien- und Prüfungsordnungen beendet? Nein, das ist ein ständiger Prozess, allerdings jetzt nicht mehr vorwiegend im Sinne des Entwickelns neuer Programme, sondern im Sinne des Nachjustierens, z. B. auch durch Vorgaben des neuen Gesetzes. Prof. Albrecht, unsere Hochschule hat mit dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) eine Zielvereinbarung im Rahmen des Hochschulpaktes 2020 abgeschlossen. Sie waren maßgeblich an der Ausarbeitung der Vereinbarung beteiligt. Was können Sie uns dazu sagen? Es ist bekannt, dass in den nächsten Jahren insbesondere die ostdeutschen Hochschulen durch den demografischen Wandel mit einem gravierenden Rückgang an Bewerberzahlen zu rechnen haben. Der Bund hat den ostdeutschen Bundesländern Fördermittel zur Verfügung gestellt, damit sie die Möglichkeit erhalten, mit gezielten Maßnahmen die Erstimmatrikulationszahlen vom Jahr 2005 zu halten. Das SMWK stellt uns für die Absicherung der geplanten Maßnahmen (siehe nebenstehenden Kasten, d. Red.) insgesamt PROJEKTE UNSERER HOCHSCHULE IM RAHMEN DES HOCHSCHULPAKTES 2020 • KIA-Ausbildungsverbund • Entwicklung neuer Studienangebote: - Studiengang Management im Gesundheitswesen (ab 2008) - Studiengang Pädagogik der Frühen Kindheit (ab 2009) • Vorkurs zur Erreichen der Hochschulzugangsberechtigung • Aufstockung bestehender Lehrangebote: Elektrotechnik, Mechatronik, Energie- und Umwelttechnik, Maschinenbau, Ökologie und Umweltschutz, Soziale Arbeit (nur 2008), Betriebswirtschaft • Verbesserung der Studentenbetreuung • Verbesserung der Studienorganisation • Beförderung des internationalen Netzwerkes Neisse University

Mittel in Höhe von 1,8 Mio. €, verteilt auf die Jahre 2008 bis 2010, zur Verfügung. Außerdem erhält die Hochschule Mittel im Rahmen des Stipendien-Programmes für ausländische Studieninteressierte sowie der hochschulbezogenen Imagekampagne. Welche Verpflichtung musste die Hochschule dafür eingehen? Wir haben uns verpflichtet, die Zahl der Erstimmatrikulationen in den Jahren 2007 bis 2010 im Mittel auf dem Niveau von 105% des Jahres 2005 als Mindeststandard fortzuschreiben, das heißt 778 Erstimmatrikulationen im Durchschnitt pro Jahr. Das ist ein hoher Anspruch. Ist das zu schaffen und greifen die Maßnahmen? Das ist ein hoher Anspruch und wir tun alles, um diese Verpflichtung zu erfüllen. Alle Maßnahmen haben gegriffen: der Ausbau der KIA, die Aufstockung von Studienplätzen in bestehenden Lehrangeboten, die neuen Studiengänge Management im Gesundheitswesen und Pädagogik der Frühen Kindheit, auch der Vorkurs für den Erwerb der Zugangsberechtigung ist ein Treffer. 2007 und 2008 haben wir erheblich über dem Soll gelegen, 2009 wird vermutlich nicht ganz so berauschend ausfallen, aber im grünen Bereich. Der Rückgang der Studieninteressierten in unserem Einzugsgebiet ist schon deutlich spürbar. Und die anderen Hochschulen sind ja ebenfalls sehr aktiv, das darf man nicht verkennen und die Konkurrenz wird größer. Aber: in den Fakultäten haben wir kreative und engagierte Köpfe, die auch weiterhin anpacken werden. Nehmen Sie z. B. das Projekt INSO (Ingenieur- und Naturwissenschaften für Schüler in der Oberlausitz, d. Red.). Es ist von enormer Bedeutung, dass wir neben der klassischen Studienwerbung in die vernetzte Berufs- und Studienorientierung massiv eingestiegen sind, vor allem für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Wir können über diesen Weg frühzeitiger und nachhaltiger Schüler nicht nur für MINT begeistern, sondern auch auf das Studienangebot unser Hochschule aufmerksam machen. Was passiert, wenn wir unsere Hochschulpakt-Verpflichtung nicht erfüllen? Müssen wir dann die Mittel zurückgeben? Nein, das nicht. Auch begonnene Projekte können wir mit einer Laufzeit von vier Jahren planmäßig zu Ende führen. Aber über allen sächsischen Hochschulen schwebt bei Nichterfüllung das Damoklesschwert der Stellenkürzung. Für unsere Hochschule würde das neun Stellen betreffen und das wäre sehr schmerzhaft. Aktuell, d.h. bis Ende 2010, sehe ich hier allerdings keine Gefahr, denn wir erfüllen die Zielvereinbarung. Spannend wird es im nächsten Jahr, wenn die neue sächsische Hochschulvereinbarung und die Programmphase 2 des Hochschulpakts ansteht. Ich gehe davon aus, dass der Freistaat diese im Paket mit den Hochschulen verhandeln wird. Dafür wünschen wir Ihnen viel Erfolg. Mit dem Prorektor Bildung sprach Hella Trillenberg

6


interview

Im Gespräch mit dem Prorektor Forschung Prof. Zielbauer, das letzte Jahr war von Höhepunkten geprägt. Welches war für Sie der Wichtigste? Die Internationale Wissenschaftskonferenz Zittau/Görlitz, die WIKO im September 2008, war zweifellos das wichtigste Ereignis an unserer Hochschule. Nach der Neugründung unserer Hochschule im Jahr 1992 war das wieder die erste große Konferenz, die in Zittau stattfand. Eröffnet wurde die Konferenz durch die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Frau Dr. Eva-Maria Stange. Zudem warteten im Plenum weitere namhafte Vertreter aus Politik und Wirtschaft mit Vorträgen zur Forschungsförderung von Fachhochschulen durch Bundes- und Länderprogramme und zur Bedeutung von Forschungskooperationen mit Industriepartnern auf. Die über 250 Teilnehmer aus dem In- und Ausland sorgten dafür, dass alle Hotels in Zittau ausgebucht waren. Wir haben also auch aktive Wirtschaftsförderung in der Region betrieben. Ein besonderer Höhepunkt war für mich aber auch die Übergabe des neuen Lehr- und Forschungsgebäudes auf dem Zittauer Campus. Damit wurden 30 neue Arbeitsplätze für Forschungsmitarbeiter geschaffen und die Arbeitsbedingungen für die M it ar beiter des Instituts für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik wesentlich verbessert. Was waren die Themen der WIKO? Die angebotenen Themen stellten die wissenschaftlichen Kompetenzen und Forschungsgebiete unserer Hochschule besonders heraus. Nach dem gemeinsamen AufBegrüßung der Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange durch Prof. Zielbauer (li.), Prof. Hampel taktplenum unter(2. v. li.) und Michael Kretschmer, MdB (re.) teilte sich die WIKO Foto: HS-Trillenberg in die sechs Sessionen – dem 1. Zittauer Maschinenbaukolloquium, E-Learning, Energieeffiziente Gebäude: Neue Trends in Praxis und Forschung, Nutzungskonkurrenz um Biomasse, 15th Zittau

Fuzzy Colloquium und das 18. Zittauer Seminar zur Energiewirtschaft in den Ländern Mittel- und Osteuropas. Durch die sehr gute Teilnahme in allen Sessionen konnte ein intensiver und länderübergreifender Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer ermöglicht werden. Wie war die Resonanz der Teilnehmer? Die Resonanz der Teilnehmer war durchweg positiv. Großes Lob ging an die Organisatoren und der Wunsch nach Weiterführung wurde von den Teilnehmern durchgängig geäußert. Der gut gelungene Abendempfang bot viele Möglichkeiten für einen intensiven inProf. Dr. oec. Joachim Zielbauer Prorektor Forschung terdisziplinären Austausch. Foto: HS-Trillenberg Wann wird es die nächste WIKO geben? Im September 2010 soll es die nächste Konferenz dieser Art geben. Die Vorbereitungen dafür starten im November. Prof. Zielbauer, in Ihrem Verantwortungsbereich liegen noch weitere Aufgaben. Gibt es Veränderungen in der Forschungsorganisation? Mit der Gründung des Zentrums für Wissens- und Technologietransfer wird die Forschung an unserer Hochschule unterstützt. Es übernimmt die Funktion des Wissens- und Technologietransfers, insbesondere für Unternehmen der Region, und soll strukturübergreifende Projekte begleiten, wie z. B. die Gründerakademie, den Karriereservice und das INSO-Projekt. Zudem leistet es Unterstützung bei Projektanträgen und der Recherche von Fördermöglichkeiten. Welche Ergebnisse in der Forschung konnten erreicht werden, wo gibt es Entwicklungsbedarf? Im vergangenen Jahr konnte ein Drittmittelumsatz von rund 5,2 Mio EURO erzielt werden. Der Rückgang gegenüber 2007 ist dadurch zu erklären, dass weniger investive Mittel eingesetzt wurden, der Personalbestand aber gestiegen ist. Dieser Rückgang soll in diesem Jahr wieder ausgeglichen werden. Entwicklungsbedarf besteht im Ausbau von regionalen Projekten mit den klein- und mittelständischen Unternehmen. Hierzu wird die Zusammenarbeit mit der IHK intensiviert. Konkrete Vorstellungen für 2009/10 sind inzwischen erarbeitet. Sie selbst leiten auch Forschungsprojekte, welche sind es? Ich bin verantwortlicher Projektleiter für die Projekte „Gründerakademie II“ und „Karriereservice“ und betreue im Rahmen des Projekts „CO2-emissionsfreies Kraftwerk“ im Kraftwerk Schwarze Pumpe einen Mitarbeiter, der den Aufbau und den Betrieb der Versuchsanlagen begleitet. (ht)

7


in eigener sache

Verwaltungsverbund Internationales Hochschulinstitut Zittau und Hochschule Zittau/Görlitz Mit Erlass des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) vom 29.01.2008 werden die Verwaltungen der Hochschule Zittau/Görlitz und des Internationalen Hochschulinstitutes Zittau (IHI) verbunden (Verwaltungsverbund). Es handelt sich um einen Modellversuch. Ziele des Modellversuchs sind: Erzeugung von Synergien bei der Ausführung von Dienstleistungen Ausbau der bestehenden Verwaltungshilfe, insbesondere unter dem Dipl.-Jur. Karin Hollstein Aspekt der Stärkung des HochschulKanzlerin standorts der Hochschulstadt Zittau Foto: privat sachbezogene Übernahme von Verwaltungsaufgaben durch die Mitarbeiter der Verwaltung, auch für die jeweils andere Verwaltung. Folgende Prämissen prägen den Modellversuch: Mittelkürzungen oder ein Personalabbau sind nicht abzuleiten. Die Rechtsform beider Hochschulen mit ihren jeweiligen Aufgaben wird nicht verändert. Die Rechtsstellung des wissenschaftlichen Personals bleibt unverändert. Der Verwaltungsverbund ist zunächst als Modellversuch für die Zeit bis zum 31.12.2010 befristet. Über seine dauerhafte Einrichtung soll nach Anhörung beider Hochschulen bis spätestens 31.12.2009 entschieden werden. Die Rechte der Personal- und Schwerbehindertenvertretungen sowie der Gleichstellungsbeauftragten bleiben gewahrt. Die Maßgaben des Hauptpersonalrates aus seinem Beschluss vom 29.11.2007 sind zu beachten. Der Kanzlerin der Hochschule werden kommissarisch die Leitung des Verwaltungsverbundes im Modellversuch sowie das Amt der Kanzlerin des IHI übertragen. Die Zuordnung der Mittel der Kapitel 1216 und 1221 wird nicht berührt; die haushaltsrechtliche Zuordnung der Personalstellen wird nicht verändert. In einem ersten Zwischenbericht an das SMWK vom 13. März 2009 konnten die Rektorate beider Hochschulen und die kommissarische Leiterin des Verwaltungsverbundes zunächst konstatieren: Seit Beginn des Modellversuchs hat sich die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern beider Hochschulen signifikant verbessert. Diese Verbesserung ist im Wesentlichen auf die kommissarische Leiterin mit ihrer Multiplikatorfunktion zurückzuführen. Aufgrund der Größe des IHI war es bisher nicht effizient, für Verwaltungsabläufe

8

eigene Regularien aufzustellen. Durch die Anbindung an die Hochschule konnten eben diese Verwaltungsprozesse zum Teil eingeführt und etabliert werden. Dies wirkt sich effizienzerhöhend aus. Auch die Durchführung von Aufgaben, bei denen die Verwaltungen beider Einrichtungen in gleicher Weise angesprochen sind, die Einbeziehung beider Hochschulen in Netzwerke (Bildungsportal Sachsen, PONTES, Vereinbarungen zwischen beiden Studentenräten) sowie die Regelung von Sachfragen, die für beide Einrichtungen zutreffen bzw. bei denen eine Vergleichbarkeit gegeben ist, ist im Rahmen des Verwaltungsverbundes effektiver geworden. Im Einzelnen ist bisher der Modellversuch durch folgende Maßnahmen umgesetzt: Bekanntmachung über den Erlass des SMWK gegenüber allen Mitgliedern beider Hochschulen (08.02.2008) Erfassung und Kommunikation der Aufgabeninhalte (Geschäftsverteilung) der einzelnen Mitarbeiterinnen der Verwaltung des IHI sowie Zuordnung zu möglichen Ansprechpartnern aus der zweiten Leitungsebene der Hochschule Qualitative Vervollkommnung der Funktion der Hochschule als personalverwaltende Stelle für das IHI durch eine inhaltliche Erweiterung der zu realisierenden Personalprozesse, insbesondere bei Einstellungsvorgängen Aktuelle Informationen zum Stand gegenüber den Gremien der akademischen Selbstverwaltung (Institutsrat des IHI, Senat, Kuratorium der Hochschule und gegenüber Dritten (LHK, Studentenwerk Dresden, BPS GmbH) Beschaffung von Medien durch die Hochschulbibliothek Neben den benannten Rahmenbedingungen, die auf die Realisierung des Modellversuchs einwirken, wird die Aufgabenerfüllung der sächsischen Hochschulen, und hier insbesondere der am Modellversuch beteiligten Hochschulen, durch das am 01.01.2009 in Kraft getretene Hochschulgesetz in qualitativer und quantitativer Hinsicht weiteren zusätzlichen Anforderungen unterworfen sein. Unabhängig vom Verwaltungsverbund arbeiten die Verwaltungen beider Hochschulen am äußersten Rande der Kapazitäten. Bereits kurz nach Inkrafttreten des Gesetzes wurde deutlich, dass ohne zusätzliche finanzielle/personelle Ressourcen die den Hochschulen übertragenen Dienstaufgaben nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden können. So ist schon jetzt abzusehen, dass die Aufgaben der Rektoren in ihrer Eigenschaft als Dienstvorgesetzte gegenüber den Professoren nicht mit den vorhandenen Personalkapazitäten umgesetzt werden können. Hinzu kommen gänzlich neue Anforderungen und deren rechtskonforme Umsetzung, die mit der „akademischen Gleichstellung“ des IHI verbunden sind (§ 114 Abs. 6 und 7 SächsHSG).


in eigener sache Die durch das SMWK zugesagte Begleitung und Unterstützung des Modellversuchs ist ohne Bereitstellung von Mitteln für eine Abminderung der Mehrbelastungen auf der Grundlage einer Zielvereinbarung erfolgt. Nach Abstimmung mit den Rektoraten und den Personalräten der beiden Hochschulen werden folgende Aufgaben/Stellen vorgesehen: Leiter/in der Geschäftsstelle des Verwaltungsverbundes Schaffung von Voraussetzungen zur Nutzung der Hochschulbibliothek als gemeinsame Zentrale Einrichtung Schaffung von Voraussetzungen zur Einführung bzw. Um-

stellung von Verwaltungsprogrammen (z. B. HIS u. a.) Ein erstes Projekt des Modellversuchs ist die Einrichtung eines gemeinsamen IT-Sicherheitsmanagementsystems und die Bestellung eines Sicherheitsmanagementteams, dessen Leiter Herr Prof. Dr. rer. pol. habil. Thorsten Claus vom IHI ist. Weitere Projekte, wie z. B. die Gestaltung der Zusammenarbeit beider Hochschulen mit der Stadt, werden folgen. An dieser Stelle bedanke ich mich für die bisherige konstruktive Mitarbeit der Rektorate und Verwaltungen beider Hochschulen. Karin Hollstein

Das neue Sächsische Hochschulgesetz Die seit 2005 andauernde intensive Diskussion des SMWK und der Hochschulen verdeutlichen die Differenziertheit und Schwierigkeit des Prozesses der Novellierung des Sächsischen Hochschulgesetzes. Ziele des Gesetzgebers sind insbesondere: Erweiterung der Selbstverantwortung der Hochschulen, insbesondere durch Delegierung der Verantwortung des Staates auf die Hochschulen Stärkung der Handlungsmöglichkeit und Selbstverantwortung der Hochschulen im Haushalts- und Finanzbereich Verbesserung der Handlungsfähigkeit der Hochschulen durch Schaffung entscheidungsfähiger Gremien und Stärkung der Leitungsstrukturen unter Beibehaltung der demokratischen Mitwirkungsrechte der Hochschulmitglieder. Mit Wirkung vom 1. Januar 2009 trat das neue Sächsische Hochschulgesetz (SächsHSG) in Kraft. Zwischenzeitlich sind bereits zwei Änderungen durch den Sächsischen Landtag beschlossen worden. Mit der Umsetzung des SächsHSG werden den Hochschulen neue Aufgaben auferlegt, die zusätzliche personelle und finanzielle Aufwendungen erfordern. Beispielhaft seien hier benannt: Qualitätssicherungssystem (§ 9) Hochschulplanung und -steuerung (§ 10) Einführung der kaufmännischen Buchführung (Doppik) Die Rechtsnatur der Hochschulen als staatliche Einrichtungen ist entfallen. Hochschulen sind nunmehr „nur noch“ Körperschaften des öffentlichen Rechts, d. h., die vom Staat auf die Hochschulen übertragene Verantwortung (Berufungsverfahren, Studien- und Prüfungsordnungen) ist von den Selbstverwaltungsgremien zu realisieren. Dadurch erhöht sich die Verantwortung der zentralen Organe (Senat, Erweiterter Senat, Rektorat, Hochschulrat) sowie der Organe

unterhalb der zentralen Ebene (Fakultätsrat) erheblich. Eine Vorschau auf notwendige Regelungserfordernisse ergab ca. 30 Ordnungen, die hochschulweit zu erlassen sind. Mit dem SächsHSG wurde ebenfalls die Streichung des Zusatzes (FH) im Namen der (Fach)Hochschulen beschlossen. Mit den Wahlen zum Vorläufigen Senat unserer Hochschule am 4. und 5. Februar 2009 ist der Startpunkt für die Umsetzung des SächsHSG erfolgt. Der Vorläufige Senat hat sich am 9. Februar 2009 konstituiert und am 20. März 2009 eine Geschäftsordnung gegeben. Auf der Grundlage der am 14. April 2009 durch den Vorläufigen Senat im Einvernehmen mit dem Rektorat beschlossenen Grundordnung der Hochschule (Bestätigungsvermerk des SMWK vom 14. Mai 2009) und der neuen Wahlordnung der Hochschule fanden am 15. und 16. Juni 2009 die Wahlen zu den Fakultätsräten, dem Senat und dem Erweiterten Senat sowie die Wahl der Gleichstellungsbeauftragten in den Fakultäten und zentralen Einrichtungen statt. Die Wahl der Dekane der Fakultäten war zum Ende des Sommersemesters 2009 im August 2009 abgeschlossen. Die Amtszeit der Dekane der Fakultäten beginnt am 1. September 2009. Die Wahl des Rektors und der Prorektoren ist im Wintersemester 2009/2010 vorgesehen. Die Ausschreibungsfrist für die Rektorstelle endete am 31. August 2009. Durch eine Auswahlkommission aus vier Mitgliedern, davon zwei externe Mitglieder des Hochschulrates und zwei Mitglieder des Senats sowie eines Vertreters des SMWK (beratende Stimme) wird eine Vorschlagsliste erstellt. Der Hochschulrat erstellt im Einvernehmen mit dem Senat einen Wahlvorschlag, der bis zu drei Kandidaten enthält. Kennzeichnend für die mit großer Beteiligung und Disziplin durchgeführten Wahlen war, dass die Mitgliedergruppen ihre Vertreter in den Gremien direkt, d. h. durch Wahl bestimmen. Neu ist auch, dass an unserer Hochschule nunmehr die akademischen Mitarbeiter und die sonstigen Mitarbeiter eine gemeinsame Gruppe bilden (vgl. § 50 SächsHSG). Karin Hollstein

9


rückblicke und höhepunkte

Feierliche Einweihung des Laborgebäudes Z IV C Am 8. April 2009 wurde in Anwesenheit des sächsischen Ministerpräsidenten und zahlreicher weiterer Gäste aus Bund, Land und Region das neue Lehr- und Forschungsgebäude „Riegel C“ am Campus Zittau seiner Bestimmung übergeben. Mit der Fertigstellung dieses Gebäudes wurde die Baumaßnahme „Könitzer-Gelände“ abgeschlossen. Im ersten Bauabschnitt wurden das Hörsaalgebäude und die ersten beiden Laborriegel errichtet und im März 2006 in Betrieb genommen. Im September 2007 ging auch der dritte Riegel in Bau, und bereits im November 2008, zwei Monate vor dem ursprünglich geplanten Fertigstellungstermin, konnte er vom Fachbereich Informatik und dem Institut für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik (IPM) bezogen werden. Finanziert wurde der insgesamt 2,77 Mio. Euro teure Bau zum größten Teil mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Hiervon profitierten insbesondere Firmen aus der Region, die 90% der Arbeiten ausführten. Professor Dieter Janosch, Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, begrüßte als Bauherr die Gäste. Er betonte, dass Investitionen in Wissen die höchsten Erträge brächten und in Krisenzeiten vielleicht die einzig sichere Anlage seien. In Sachsen würden bereits seit fast 20 Jahren gezielt Investitionen in Bildung und Forschung getätigt, die einen Motor für die Entwicklung Sachsens darstellten. Erfolgreiche Wissenschaft hänge dabei jedoch nicht nur von den Geistesblitzen der hellen Köpfe ab, sondern auch von den entsprechenden Rahmenbedingungen, die sich mit der Inbetriebnahme des neuen Gebäudes deutlich verbessert hätten. Die Hochschule, von der Stadt und Beim Rundgang im IPM Foto: Schöntube Region gleichermaßen profitierten, habe mit der Fertigstellung des Campus ein markantes, in die Zukunft weisendes Gesicht erhalten. Für die Zukunft wünschte er den neuen Hausherren viel Erfolg und Gottes Segen. Ministerpräsident Tillich nannte die Fertigstellung des Zittauer Campus ein gutes Zeichen für die Region und den Freistaat Sachsen insgesamt. „Denn hier werden Ideen entwickelt, die später Unternehmen und Mittelständler in der Region realisieren.

10

Hier legen Studierende die Basis für ein erfolgreiches Berufsleben. Unsere Hochschulen sind in ihrer Gesamtheit eine Voraussetzung dafür, dass die Unternehmen im Freistaat erfolgreich sind.“ Des Weiteren nannte Tillich Beim Rundgang die Studierenden Foto: Schöntube der Hochschule echte Profis in ihrem Fachgebiet, deren hervorragende Ausbildung weiterhin das Argument Nr. 1 für Unternehmen sei, sich in Sachsen anzusiedeln. Im neu eingeweihten Riegel C werde an Technik der Zukunft geforscht. Er betonte, dass die 60 Mio. Euro, die bereits in die Hochschule investiert worden seien, sicherlich nicht die letzten Investitionen des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst in der Region bleiben würden. Dabei gehe es allerdings nicht unbedingt um mehr Geld, sondern darum, die vorhandenen Mittel sinnvoll einzusetzen. Rektor Hampel würdigte die Arbeit aller, die an Planung und Bau des neuen Campus beteiligt waren. Ganz besonders freute er sich, dass nun auch das IPM neue und modern ausgestattete Räume beziehen konnte, unterstrich jedoch, dass das neue Raumangebot bereits jetzt nicht ausreiche, um dem stark gewachsenen Forschungspotenzial des IPM zu entsprechen. Auch in punkto weiterer nötiger Baumaßnahmen, wie z. B. das Haus Z I, appellierte er an Ministerium und SIB, diese baldmöglichst in Angriff zu nehmen. Er stellte darüberhinaus die Leistungen der Hochschule auf zahlreichen Gebieten heraus und zeigte sich zuversichtlich in Hinblick auf die zukünftige Entwicklung. Den Kooperationspartnern aus Politik und Wirtschaft versicherte er, dass Hochschullehrer und Mitarbeiter sich engagiert für die Entwicklung der Region Oberlausitz einsetzen und damit das durch die Baumaßnahmen in die Hochschule gesetzte Vertrauen rechtfertigen würden. Grüße überbrachten auch Landrat Bernd Lange, die Zittauer Bürgermeisterin Ursula Guder und Prof. Reinhardt Hassa, Vorsitzender des Vorstandes Vattenfall Europe Mining Generation. Lange äußerte seinen Stolz über die Hochschule, weil sie nach außen strahle. Ein heiteres Lachen rief Guders Vergleich zwischen den neuen Gebäuden und dem Film „Die Feuerzangenbowle“ hervor. Sie brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass mit der Fertigstellung des Campus auch eine Industriebrache verschwunden und der Zittauer Süden ein wenig vollkommener geworden sei, was auch die Stadt hoffe, in nächster Zeit fortführen zu können. Hassa zählte eine Reihe von gemeinsamen Aktivitäten von Vattenfall und Hochschule auf und versicherte, dass Vattenfall auf jeden Fall auch in Zukunft ein sicherer Partner der Hochschule sein wolle. (mk)


rückblicke und höhepunkte 5. SächsischeR Mittel- und Osteuropatag Am 19. Juni 2008 fand in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec der 5. Sächsische Mittel- und Osteuropatag statt. Träger dieser Veranstaltung waren akademische Einrichtungen der Oberlausitz unter der Leitung der Hochschule Zittau/Görlitz. Professor Matthias Theodor Vogt erstellte das Konzept und zeichnete für Organisation und Moderation verantwortlich. Auftakt bildete am Vorabend im großen Saal des Rathauses Görlitz die Podiumsdiskussion zur Initiative „Gemeinsames Erinnern“ der Städte Görlitz und Zgorzelec. Ein besonderer Höhepunkt war unbestritten die Auftaktveranstaltung in der prächtigen Eingangshalle der früheren Oberlausitzer Ruhmeshalle für Kaiser Friedrich III im heutigen Miejski Dom Kultury in Zgorzelec. Professor Vogt begrüßte die anwesenden Gäste in den Sprachen, die hier im Herzen Mitteleuropas über Jahrhunderte gesprochen wurden. Damit gelang ihm auf wunderbare Weise der Brückenschlag zwischen den rund 250 Teilnehmern aus 14 Nationen. Herzliche Worte zur Begrüßung fanden auch der Bürgermeister der Stadt Zgoroben: Prof. Vogt bei der zelec Rafał Gronicz, der Rektor unserer Moderation Hochschule, Prof. Rainer Hampel, und Miunten: Steffen Möller nisterialrat Hermann Jaekel vom SächsiFoto: HS-Trillenberg schen Staatsministerium für Wissenschaft

und Kunst – er überbrachte die Grüße der Staatsministerin, die die Schirmherrschaft über diese Veranstaltung inne hatte, sowie Prof. Stefan Troebst, der Initiator des MOETages von der Universität Leipzig. Der Generalkonsul der Republik Polen zu Leipzig, Dr. Zbigniew Zareba, überbrachte die Grüße der drei Anwesenden, für die Europastadt Görlitz–Zgorzelec zuständigen, Generalkonsul Tomaš Podivinsky, Miejski Dom Kultury in Zgorzelec Generalkonsul der Tschechischen RepuFoto: HS-Trillenberg blik zu Dresden, und Dr. Helmut Schöps, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland zu Breslau. In seinem brillanten Festvortrag „Europa und seine Sprachen“ wies Professor Jan Sokol aus Prag hin, wie wichtig die Kommunikation der Menschen untereinander für ein friedliches Miteinander in Europa ist. Dieses Thema griff auf humorvolle Art auch Steffen Möller aus der Perspektive eines „Betweeners“ auf, indem er seine Erfahrungen als Wuppertaler mit den sprachlichen und kulturellen Differenzen in Polen vortrug. Die 14 Panels machten in ihrer thematischen Breite den geistigen Reichtum der akademischen Einrichtungen der Oberlausitz deutlich. Durch den regen Austausch entstanden in den drei Tagen viele neue Ideen und Netzwerke, die zukünftig zu weiteren Konzepten für länderübergreifende Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung führen sollen. (mv/ht)

Voller Erfolg für erste Sozialkonferenz in Görlitz Am 9. April 2008 trafen sich am Fachbereich Sozialwesen unserer Hochschule etwa 120 Teilnehmer zur ersten Sozialkonferenz der Stadt Görlitz. Unter den Zuhörern befanden sich Vertreter des Stadtrates Görlitz, der Wohlfahrtsverbände, der Gewerkschaften, der Kammern, politische Vertreter der Landesebene sowie Vertreter der Hochschule, Gewerbetreibende, Bürger und Studenten. Anliegen dieser Auftaktkonferenz war es, ein Gremium von zivilgesellschaftlichen Akteuren der Stadt Görlitz zu entwickeln, welches sich auch nach der Kreisreform mit sozialen Problemen in der Stadt Görlitz und Ansätzen zu deren Lösung beschäftigt. Nach den orientierenden Referaten fanden drei Workshops statt. Dort wurden Empfehlungen zu Themen für eine nächste Sozialkonferenz erarbeitet sowie Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Die Teilnehmer äußerten eine ganz unterschiedliche Bandbreite von Themen. Im Bereich Kindheit und Jugend wurde die Situation der Schulen angesprochen. Forderungen nach Schulsozialarbeitern, Elternbildungsarbeit, Präventionsarbeit

wurden gestellt, um die Vielzahl der Probleme an Schulen bewältigen zu können. Im Workshop Arbeitsmarkt wurde der Wunsch der verbesserten Zusammenarbeit von kleinen und mittleren Unternehmen und der Hochschule deutlich. Im Workshop zum demografischen Wandel wurden kurz- und langfristige Themenstellungen erarbeitet. So sei ein kurzfristiges Thema die intensivere Begegnung jüngerer und älterer Menschen zum gegenseitigen Wissensaustausch. Im Hinblick auf die Zukunft war es mehreren Konferenzteilnehmern wichtig, bereits bestehende Arbeitszusammenhänge und Vernetzungen im sozialen Bereich mit einzubeziehen. „Eine Kultur des Zuhörens“ forderte ein Teilnehmer, und brachte so Anforderung des sozialen Miteinanders der Zukunft zum Ausdruck. Vor allem sei die erste Sozialkonferenz ein gelungener Informationsaustausch, der in dieser Art und Weise noch nie stattgefunden habe. Prof. Dr. Zillich bot auch für zukünftige Sozialkonferenzen die Hilfe und Unterstützung des Fachbereiches Sozialwesen an. Die Mehrheit der Teilnehmer war sich einig, dass die Sozialkonferenz eine Verstetigung erfahren sollte. (cp)

11


panorama Hochdruckläufer von Vattenfall an Hochschule übergeben Durch den Vorstandsvorsitzenden von Vattenfall Europe Mining & Generation, Reinhardt Hassa, wurde unserer Hochschule Anfang November 2008 feierlich ein Hochdruckläufer der Turbine K-500-166 übergeben. Seinen Standort hat der Hochdruckläufer direkt vor dem neuen Hochschulcampus in Zittau gefunden. Mit einer Gesamtlänge von 5,85 Metern und einem Durchmesser von 1,20 Metern ist er nicht zu übersehen. „Damit wird jetzt direkt am Zittauer Stadtring auf das traditionelle Lehr- und Forschungsprofil unserer Hochschule in Energie und Umwelt hingewiesen“, betonte der Rektor, Professor Rainer Hampel. Der Hochdruckläufer der 500 MW-Turbine wurde 1977 im Leningrader Metallwerk hergestellt und war seitdem im Kraftwerk Boxberg in Betrieb. Insgesamt hat er bis zu seiner Demontage 136115 Betriebsstunden absolviert. Seit ihrem Bestehen arbeitet die Hochschule eng mit Vattenfall EuroAn der Übergabe nahmen zahlpe Mining & Genereiche Hochschulmitarbeiter, ration in Lehre und Forschung zusammen. Studierende und Gäste teil Besonders sei hierbei die enge ZusammenFoto: HS-Trillenberg arbeit im Rahmen des Kooperativen Studiums mit integrierter Ausbildung erwähnt. In der Forschung gibt es eine langjährige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Magnetlagertechnik, der Optimierung des Kraftwerksbetriebes, der Re-

aktorsicherheitsforschung und der Entwicklung von Kraftwerken mit CO2-Abscheidung. Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung wurden auch zwei Lehrstühle und zahlreiche Promotionsstipendien finanziert. Bei der Übergabe v. li. Prof. Reinhardt Hassa, Reinhardt Hassa betont in diesem ZuVorstand Vattenfall Eusammenhang, dass ihm die Zusammenrope Generation; Dietrich Kirmse, Leiter Grundlastarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz kraftwerke, Prokurist; besonders am Herzen liegt. „Einerseits erProf. Rainer Hampel, Rektor; Wolfgang Beyer, möglichen wir der Hochschule so die unLeiter Kraftwerk Boxberg, mittelbare Erprobung ihrer Entwicklungen Prof. Micklisch, Dekan Fachbereich Maschinenin der Praxis, andererseits profitieren wesen, Prof. Zschunke. FB wir von den Erkenntnissen der anwenMaschinenwesen dungsorientierten Forschung für künftige Foto: HS-Trillenberg Kraftwerkskonzepte und können darüber hinaus durch die intensive Kooperation hoch qualifizierten Nachwuchs für eine Arbeit bei Vattenfall begeistern.“ Für Rektor Rainer Hampel ist die enge Kooperation mit der Praxis für Forschung und Lehre unverzichtbar. Die Zusammenarbeit mit Vattenfall ist beispielgebend und macht deutlich, wie die Kooperation zwischen einem Industrieunternehmen und einer Hochschule laufen kann. (ht)

Kompetenzverbund Ost für Kerntechnik tagte in Zittau desministerium für Wirtschaft und TechZur Sicherung des akademisch gebilnologie sowie durch Vattenfall Europe deten Fachkräftenachwuchses in den Nuclear Energy finanziert werden. Universitäten, Hochschulen, Instituten, Dem Kompetenzverbund Ost für Kernbei den Kernkraftwerksbetreibern und technik (KOMPOST) gehören neben –herstellern wurde vor einigen Jahren unserer Hochschule die TU Dresden der Kompetenzverbund Ost für Kernund das Forschungszentrum Dresdentechnik (KOMPOST) ins Leben gerufen. Rossendorf an. In Rahmen dieses Verbundes promoBeim Arbeitstreffen an der Hochschuvieren junge Wissenschaftlerinnen und le diskutierten ca. 50 Vertreter und GäWissenschaftler auf dem Gebiet der Während der Tagung Foto: HS-Trillenberg ste des Kompetenzverbundes Ost für Reaktorsicherheit in unterschiedlichsten Wissenschaftsdisziplinen. Die Finanzierung der Promovenden Kerntechnik die Fortschritte und Forschungsergebnisse von erfolgt über öffentliche Gelder und die Industrie. Das Institut neun Promovendinnen und Promovenden zu Themen der für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik Reaktorsicherheit. Diese Veranstaltung findet im jährlichen Zyklus jeweils an (IPM) arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich auf dem Gebiet der Reaktorsicherheit. Derzeit arbeiten drei Promovenden der TU Dresden, dem Forschungszentrum Dresden-Rossen(ak) an entsprechenden Forschungsthemen, die durch das Bun- dorf und der Hochschule Zittau/Görlitz statt.

12


panorama 2. Platz von 100 Fachhochschulen in der akademischen Gründungsförderung Die Hochschule Zittau/Görlitz gehört zu den Fachhochschulen Deutschlands, der besonders günstige Rahmenbedingungen in der akademischen Gründungsförderung bescheinigt werden können. Dies stellte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in einem aktuellen Forschungsbericht fest. In der Studie „Rahmenbedingungen und Ausprägung der akademischen Gründungsförderung an 100 deutschen Fachhochschulen“ wurden die allgemeinen Rahmenbedingungen der akademischen Gründungsförderung (allgemeine Analyse) sowie deren konkrete Ausgestaltung an 100 ausgewählten deutschen Fachhochschulen untersucht (Rating-Untersuchung). Die Analyse erfolgte anhand der vier Themenblöcke „Gründungsausbildung und Entrepreneurship Support“, „Forschungs- und Verwertungspotenzial“, „Commitment der Hochschulleitung/Entrepreneurship im Profil der Hochschule“ sowie „Gründungsaktivität“. Im Gesamtranking landete unsere Hochschule auf Platz zwei hinter der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Dieses Ergebnis ist besonders positiv zu werten, da unsere Hochschule die kleinste Fachhochschule Sachsens ist. Rektor Professor Rainer Hampel freut dieses Ergebnis sehr. „Die Förderung von akademisch geprägten Unternehmensgrün-

dungen ist existenziell für die wirtschaftliche Entwicklung und damit auch die soziale und kulturelle Entwicklung in der Region Oberlausitz. Der zweite Platz unter 100 deutschen Fachhochschulen konnte nur durch jahrelange kontinuierliche Arbeit erreicht werden.Gemeinsam mit den Unternehmen werden wir nun auch grenzüberschreitende Gründungsprojekte angehen.“ Professor Bornmann, Leiter des Projektes „Gründerakademie“ an der Hochschule, ist über dieses Ergebnis sehr stolz, konnten doch damit die erzielten hervorragenden Ergebnisse bestätigt werden. „Jetzt gilt es, so Professor Bornmann, nahtlos an das Erreichte anzuknüpfen, um mit Kontinuität die strategischen Ziele zu erreichen und ein positives Gründungsklima an der Hochschule und in der Region zu erhalten. Mit den neuen Projekten „Gründerakademie“ 2. Stufe und „Karriereservice“ werden gegenwärtig neue attraktive Angebote für die Studierenden unserer Hochschule sowie des I nte r nat i o nal e n Hochschulinstituts Informationen gibt es unter: Zittau für ihren Start in die berufwww.gruender-lausitz.de liche Praxis vorwww.karriere-lausitz.de bereitet. (ht)

Erfolgreiche Tagung zur Ingenieurgeologie in Zittau

Abgerundet wurde die Tagung durch die Mitgliederversammlung in der Gaststätte Cavallino, den Festabend im wunderschönen Bürgersaal des Rathauses sowie durch die drei Fachexkursionen zur Tagebaulandschaft der Niederlausitz, zu Großrutschungen in Nordböhmen (CZ) und zur Geologie des Zittauer Gebirges. Bei schönstem Wetter lernten 60 Exkursionsteilnehmer unsere Region kennen. Insgesamt war die Tagung ein voller Erfolg. Im Namen der Tagungsleitung Tagungsteilnehmer bei regem Gedankenaustausch und der Fachsektion Ingenieurgeologie der Foto: HS-Trillenberg DGGT dankt Professor Reinhard Schwerter ganz herzlich den vielen Helfern und Unterstützern. Das gilt sowohl für das Partnerland Tschechien mit der Karlsuniversität Prag und für die regionalen Partner, vor allem VATTENFALL und LMBV, als auch für die Mitarbeiter der Hochschulverwaltung und des Fachbereiches Bauwesen, insbesondere Dipl.-Ing. Steffen Zücker, Dr.-Ing. Lothar Kahnt und den mitwirkenden Studenten des Studienganges Bauingenieurwesen. (rs)

Für vier Tage, vom 6. bis 9. Mai 2009, war die Hochschule Austragungsort der 17. Tagung für Ingenieurgeologie. Diese Tagung findet aller zwei Jahre an einer deutschen Hochschule statt. Veranstalter ist jeweils die Deutsche Geotechnische Gesellschaft (DGGT) e.V.. 220 Teilnehmer aus sechs europäischen Ländern kamen dieses Mal in das südöstliche Dreiländereck. Alle Hotels der Stadt Zittau waren ausgebucht. Die 62 Vorträge der Tagung fanden in Plenarveranstaltungen und in parallel verlaufenden Sessionen statt. Das Themenspektrum umfasste geotechnische Arbeitsgebiete wie Fels- und Tunnelbau, Baugrund und Risiko, Rutschungen, Renaturierung von Bergbaufolgelandschaften, Deponien und Altlasten oder Geothermie. Alle Vorträge und die traditionell zum Programm gehörende Firmenausstellung (19 Aussteller) fanden in unserem neuen Hörsaalgebäude Z IV statt, was bestens dafür geeignet war und von den Teilnehmern immer wieder bestaunt und gelobt wurde. Ausdrücklich wurden die hervorragenden Studienbedingungen an unserer Hochschule festgestellt. Bereits am Vortag beteiligten sich 25 Nachwuchswissenschaftler an einem Vortragswettbewerb. Der 1. Preisträger (Technische Fachhochschule Bochum) wird die deutsche Fachsektion beim 11. IAEG-Congress 2010 in Auckland (Neuseeland) vertreten.

13


panorama

Kuratorium feierlich verabschiedet Das Kuratorium unserer Hochschule traf sich im März dieses Jahres zu seiner abschließenden Beratung. Entsprechend dem neuen Sächsischen Hochschulgesetz beendete das Kuratorium seine Tätigkeit mit Inkrafttreten des Ge-

An der Verabschiedung nahmen teil: v. li. Prof. Albrecht, Prof. Reiß, Herr Schwarzbach, Dr. Müller, Prof. Zielbauer, Frau Hollstein, Herr Król, Prof. Krause, Frau Trillenberg, Prof. Hampel, Dr. Irmscher, Frau Weber

setzes zum 1. Januar 2009. Das Rektorat hatte deshalb alle Kuratoren Foto: HS-Trillenberg in die Gaststätte „Weißer Stein“ in Jonsdorf eingeladen, um in festlicher und zwangloser Atmosphäre ein Resümee der geleisteten Arbeit zu ziehen. Im Mai 1995 wurde das Kuratorium gegründet. Seitdem hat es stets uneigennützig zum Wohle der Hochschule gewirkt. Sehr genau verfolgten die Kuratoren die Entwicklung der Hochschule, diskutierten engagiert mit der Hochschulleitung Probleme und ließen sich zu den verschiedensten Themen Bericht erstatten, wenn sie es für nötig ansahen, Prozesse intensiver zu begleiten. Dabei beschränkten sich die Kuratoren nicht nur auf die Sitzungen. Der Kuratoriumsvorsitzende, Professor Matthias Krause, und sein Stellvertreter, Professor Norbert Reiß, nutzten jede Möglichkeit, sich auch zwischen den Beratungen in Gesprächen mit Professoren, Mitarbeitern und der Hochschulleitung über die aktuelle Situation an der Hochschule zu informieren.

14

Der Vorsitzende des Kuratoriums und der Kurator der ersten Stunde, Dr. Roman Müller, dankte der Hochschulleitung für die stets angenehme Zusammenarbeit. Ziel war es immer, beratend und unterstützend zum Wohle der Hochschule zu wirken und ihre Position in der Region und darüber hinaus zu stärken. Den Vorsitz im Kuratorium führten auch Bischof Prof. Dr. Dr. Joachim Rogge, Prof. Dr. Dr. h.c. Claude Kaspar und Prof. Dr.-Ing. habil. Reinhard Bürkner. In herzlichen Worten dankte der Rektor den Kuratoren für ihr langjähriges Engagement. „Gerade die Sicht von außen auf unsere Hochschule war für die Arbeit des Rektorates sehr wertvoll“, stellte der Rektor in seinen abschließenden Worten fest. „Wir erhielten stets konstruktive Anregungen für unsere weitere Arbeit. So führte zum Beispiel die vom Kuratorium gestellte Forderung hinsichtlich verstärkter Analysen in Lehre und Forschung auf den unterschiedlichsten Gebieten letztendlich dazu, dass dem Rektorat eine gesicherte Handlungsbasis gegeben wurde. Durch ihre umfangreichen Kenntnisse konnten die Kuratoren die Hochschulleitung gezielt in ihrem Bestreben bei der Optimierung der Prozesse unterstützen.

Dem Kuratorium gehörten an: Herr Prof. Dr.-Ing. Matthias Krause Technischer Geschäftsführer EVH GmbH Halle (Saale), Vorsitzender des Kuratoriums Herr Prof. Dr. oec. Norbert Reiß Referatsleiter Umweltschutz, Technologie u. Sachverständigenwesen bei der IHK Dresden, stellv. Vorsitzender des Kuratoriums Herr Dr.-Ing. Volker Benedix Präsident der Architektenkammer Sachsen Frau Friederike de Haas Ausländerbeauftrage des Freistaates Sachsen, MdL Herr Dr. Günter Irmscher Agentur für Arbeit Bautzen, Vorsitzender der Geschäftsführung Herr Ryszard Król Generalkonsul der Republik Polen in Leipzig a.D. Herr Dr. Martin Martiny Arbeitsdirektor Vattenfall Europe AG a.D. Herr Dr.-Ing. Roman Müller Vice President, Sales Germany Bombardier Transportation GmbH Frau Prof. Dr.-Ing. Sylvia Rohr Consultant Innovation und Technologietransfer Herr Prof. Dr. Rolf Schofer Rektor der Hochschule Furtwangen

Kuratoren der ersten Stunde: Dr.-Ing. Roman Müller (li.)und Dr. Günter Irmscher Foto: HS-Trillenberg

Besonders deutlich wurde dies in der gemeinsamen Sitzung des Kuratoriums mit den Mitgliedern des Senates im Oktober 2007, als wertvolle Denkanstöße für eine zukünftige Struktur der Hochschule vermittelt wurden.“ (ht)

Herr Diplomarchitekt Matthias Schwarzbach Technischer Beigeordneter Landkreis Löbau-Zittau a.D. Frau Dipl.-Phil. Martina Weber 2. Beigeordnete Landkreis Görlitz, Geschäftsbereich: Jugend, Gesundheit, Arbeit und Soziales


jubiläum

10 Jahre Umweltmanagement Hochschule ist europaweiter Vorreiter beim Umweltmanagement 1999 wurde unsere Hochschule als europaweit erste Hochschuleinrichtung nach dem Umweltmanagement EMAS zertifiziert. Viel wurde bis heute erreicht und dies wurde mit einer zweitägigen internationalen Fachtagung am Standort Zittau mit Gästen und Wegbegleitern aus aller Welt, u. a. aus Mexiko, Schweden, Finnland, Italien, Polen, den Niederlanden sowie Vertretern aus Wirtschaft und Verwaltung gefeiert. Pünktlich zum Jubiläum präsentierte der Umweltmanagementbeauftragte unserer Hochschule und Initiator der Veranstaltung, Professor Bernd Delakowitz, den ersten Nachhaltigkeitsbericht. Im Rahmen einer feierlichen Festveranstaltung eröffnete die Bürgermeisterin von Zittau, Frau Ursula Guder, die Veranstaltung und betonte dabei die Bedeutung der Hochschule für die gesamte Region. Der Rektor, Professor Rainer Hampel, lobte die Verbesserung des Umweltschutzes in der Einrichtung und betonte, dass die Hochschule eine nachhaltige Verantwortung für die ganze Region hat. Dr. Georg Sulzer sprach über seine langjährige Tätigkeit als Umweltgutachter der Hochschule und über die vorbildliche Integration des Umweltmanagements in der Einrichtung. Vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst war in Vertretung der Ministerin Ministerialrat Hermann Jaekel zugegen, der das beeindruckende Drittmittelaufkommen der Hochschule, insbesondere im Bereich der energie- und umweltschutzbezogenen Projekte, hervorhob und über den Vorbildcharakter des 10-jährigen Bestehens des Umweltmanagements

für andere Hochschulen und Universitäten im Freistaat sprach. Dipl. Geogr. Joachim Müller von der Hochschul-Informations-System GmbH

angereisten internationalen Gäste einen bleibenden Eindruck hinterließ. An den Festakt schloss sich eine Fachtagung an, an der sich die Gäste aus dem

ging kurz auf die Geschichte von EMAS ein und gratulierte der Einrichtung zu den immer reibungslosen Validierungen des Umweltmanagementsystems. Professor Bernd Delakowitz betonte in seinem Festvortrag die Einmaligkeit des Studienganges Ökologie und Umweltschutz in Deutschland und gab einen Überblick über die Historie des Umweltmanagements an unserer Hochschule seit 1995. Er erläuterte die bisher umgesetzten Ziele und die künftige Entwicklung des Umweltmanagements in Richtung eines Nachhaltigkeitsmanagements, betonte zugleich aber auch die Gefahr von Motivationsverlust der Akteure durch zu viel Routine. Ort des Geschehens war der Bürgersaal in Zittau, der dem feierlichen Anlass sehr angemessen war und insbesondere für die Besucher von außerhalb der Stadt Zittau sowie für die zahlreich

bei seinem Festvortrag In- und Ausland soFoto: HS-Trillenberg wie Absolventen und Studierende unserer Hochschule aktiv beteiligten. Es zeigte sich Übereinstimmung in dem Ziel, dass die Zukunft des Umweltmanagements vom reinen Umweltgedanken zur Nachhaltigkeit übergehen muss und dabei soziale und ökonomische Fragen auch weiterhin weltweit eine wichtige Rolle spielen werden. Die langjährigen Erfahrungen des Lehrstuhls „Umweltorientierte Unternehmensführung“ (Prof. Delakowitz), die insbesondere aus der Betreuung von fast 180 Diplomarbeiten und nahezu ebenso vielen Praxissemesterarbeiten resultieren, und die durch unzählige Firmenkonsultationen geknüpften Kooperationen und Unternehmensnetzwerke wirken sich einerseits äußerst positiv auf die inhaltliche Gestaltung der Lehre und Forschung und andererseits auf die sehr guten Berufsaussichten der Absolventen aus. (bd)

Prof. Delakowitz

15


jubiläum

15 Jahre Förderverein der Hochschule Zittau/Görlitz e.V. von Christian Müller Als am 6. Februar 1993 auf Initiative des damaligen Rektors, Prof. Dr. Peter Dierich, eine größere Gruppe von Persönlichkeiten aus der Hochschule, der Politik und der Wirtschaft im Senatssaal der Hochschule zusammentrat, stand ein Ziel im Vordergrund: Die ein Jahr zuvor gegründete Hochschule Zittau/Görlitz brauchte eine möglichst starke und breite Unterstützung aus dem gesellschaftlichen Umfeld. Also war es an der Zeit, einen Hochschulförderverein zu gründen. Eine Satzung wurde von der Gründungsversammlung diskutiert und beschlossen, ein erster Vorstand wurde gewählt und nahm seine Arbeit auf. Die Prioritäten für die Vereinsarbeit wurden in der Satzung deutlich formuliert. Es geht seit ihrer Verabschiedung um die Unterstützung der Entwicklung der Hochschule, insbesondere von Lehr- und Forschungstätigkeit, die Förderung der Verbundenheit von Absolventen und Studenten mit ihrer Hochschule, den Gedankenund Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit

Dem heutigen, völlig ehrenamtlich tätigen Vorstand gehören an: Dipl.-Ing. Christian Müller Vorsitzender Dipl.-Phys. Jürgen H. Kober Leiter der Industrieturbinenentwicklung Siemens Görlitz; 1. stv. Vorsitzender Prof. Dr. oec. Joachim Zielbauer Prorektor Forschung, Hochschule Zittau/Görlitz; 2. stv. Vorsitzender Dipl.-BW (BA) Ulrich Neumann Bereichsleiter Personal an der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, Zittau; Schatzmeister Prof. Dr.-Ing. Bernd Stößel Hochschullehrer i. R., Zittau; Beisitzer

16

im In- und Ausland. Eine erste Aufgabe des Fördervereins wurde es, die Mittel und Instrumente zur Erreichung dieser Ziele zu entwickeln. Klar war, dass dafür auch eine finanzielle Grundlage gebildet werden musste. Dafür ist der Förderverein auf die Beiträge seiner heute 72 Mitglieder und deren Spenden angewiesen. Schwergewichte sind ohne Zweifel die derzeit 15 juristischen Mitglieder. Bis heute fördert der Hochschulverein viele wichtige Einzelprojekte der Hochschule, unter anderem auch Exkursionen oder die Semesterauftaktveranstaltungen. Seit 1998 reichte das finanzielle Volumen des Vereins aus, um jährlich Preise für hervorragende Studienleistungen oder Forschungsprojekte zu vergeben. Damit können Verein und Hochschule mit Freude und Stolz auf über 50 Preisträger zurückblicken, die mit ihren hervorragenden Leistungen als Vorbilder und als „Botschafter“ unserer Hochschule Zittau/Görlitz in Wirtschaft und Öffentlichkeit der Bundesrepublik Deutschland wahrgenommen werden. Trotz dieser sehr positiven Bilanz bleiben, wie immer, auch Wünsche offen. Es wäre schön, wenn unsere Absolventen, spätestens vielleicht dann, wenn sie ihre ersten beruflichen Erfolge erreicht haben, sich ihrer Verbundenheit mit der Hochschule durch eine Mitgliedschaft im Förderverein versicherten, und es wäre ebenso angenehm, wenn die Zahl der Hochschullehrer im Verein noch wüchse. Da es einen besonders niedrigen Beitrag für Studierende gibt, stünde auch deren Mitgliedschaft nichts im Wege. Die Mitglieder des Fördervereins verstehen sich als eine gesellschaftliche Kraft an der Seite der Hochschule und unterstützen ihren erfolgreichen Weg, der durch die Fortentwicklung ihrer Strukturen und die Einführung neuer Studienabschlüsse ebenso geprägt wird, wie die bewährte und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der regionalen und überregionalen Wirtschaft und den Partnerhochschulen in der Euroregion Neiße.

ZUR PERSON

Dipl.-Ing. Christian Müller • Jahrgang 1947, verheiratet, • 2 erwachsene Kinder, 2 Enkel • Beruf: Maschinenbauer mit Abitur • Studium 1967–1971 an der TU Dresden: Kraft- und Arbeitsmaschinen • Diplomarbeit: Digitale Steuerung von Verdichtern • Ingenieurhochschule Zittau vom Dez. 1971 bis Juli 1975: wissenschaftl. Assistent am Lehrstuhl „Kraftwerksautomatisierungstechnik“ • Amt für Erfindungs- und Patentwesen (AfEP) Berlin 1975 bis 1977: Patentprüfer • Ingenieurschule für Elektronik und Informatik Görlitz von 1977 bis Dez. 1990: Fachschullehrer, Dozent für Automatisierungstechnik • Zittauer „Runder Tisch“ Mitglied von Januar bis Mai 1990 • Stadtparlament Zittau: Mai bis Dezember 1990, Vizepräsident, SPD-Fraktionsvorsitzender • Mitglied des Deutschen Bundestages von 1990 bis 2005 • Präsident des Zentralverbandes der Ingenieurvereine (ZBI) von 1999 bis 2005 • Bundesverdienstkreuz 2005 • Vorsitzender des Fördervereins der Hochschule Zittau/Görlitz e.V. seit 6.2.1993

Kontakt: www.foerderverein-hs-zigr.de info@foerderverein-hs-zigr.de


internationales 2. Internationale Konferenz des ACC der Hochschulen in der Euroregion Neisse Am 9. und 10. Juni 2008 trafen sich im Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal 55 Vertreter der Hochschulen im Akademischen Koordinierungszentrum (ACC) der Euroregion Neisse zu ihrer zweiten Konferenz. Schwerpunkt der Diskussion bildete die Schaffung eines gemeinsamen Bildungsraumes in der Euroregion Neiße (ERN) auf der Grundlage des Bologna-Prozesses. Von großem Interesse waren die Berichte der Hochschulvertreter zum Stand der Umsetzung des Bologna-Prozesses in den Ländern der ERN und an ihren Hochschulen sowie zum internationalen Netzwerk Neisse University. Hans Golombek vom Referat Mittelosteuropa des DAAD gab mit der Übersicht über Im ACC arbeiten zusammen: die Technische Universität Wrocław die Ökonom. Akademie „Oskar Lange“ Wrocław das Kolegium Karkonoskie Jelenia Gora die Technische Universität Liberec die Hochschule Zittau/Görlitz das Internationale Hochschulinstitut Zittau

Młodzi Naukowcy 2009 Am 14. und 15. Mai 2009 fand die III. Internationale Konferenz junger Wissenschaftler und Studenten der Hochschulen in der Euroregion Neisse in Jelenia Gora statt. Die Konferenz ist das Ergebnis der grenzüberschreitenden Kooperation der Hochschulen im Rahmen des Akademischen Koordinierungszentrums in der Euroregion Neisse. Grundgedanke ist der Austausch wissenschaftlicher Erfahrungen von Studenten und Doktoranden sowie die Präsentation von Themen und Ergebnissen von studentischen Forschungsarbeiten. Die Teilnehmer stellten ihre wissenschaftlichen Beiträge und Forschungsprojekte vor, die entweder eigene Forschungsabsichten der Doktoranden oder Aktivitäten der studentischen Wissenschaftszirkel behandelten.

Fördermöglichkeiten wichtige Impulse für die internationale Zusammenarbeit der Hochschulen. Das schließt auch die weitere Förderung des internationalen Netzwerkes Neisse University und von gemeinsamen Double Degree Abschlüssen der Hochschulen ein. Die Beratungen in den Fachsektionen Sprachen, Wirtschaft und Ökonomie, Physiotherapie/Heil- und Behindertenpädagogik/Soziale Arbeit, Technik und Ausund Weiterbildung wurden mit dem Ziel neuer Projektanbahnungen geführt. Konkrete Projekte konnten zur Sprachausbildung, zum gemeinsamen Masterstudiengang Mechatronik und zur Heilund Behindertenpädagogik vereinbart werden. Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit werden in der nächsten Zeit die Abstimmung der Studienablaufpläne, die Verbesserung des Studentenaustausches und die Entwicklung gemeinsamer Studiengänge bilden. Die Projekte der Hochschulen, dieim Rahmen des ACC realisiert wurden, entsprechen den Zielvorstellungen des eu-

Mit einem Studenten und fünf Doktoranden waren bei der diesjährigen Konferenz der Jungen Wissenschaftler in der Euroregion die Zittauer Hochschulen in Jelenia Gora vertreten. Mit insgesamt 25 Vorträgen hatten die Teilnehmer und auch die Jury ein umfangreiches Programm zu bewältigen. Ausgezeichnet werden konnten Wojciech Mazur vom Fachbereich Bauwesen in der Kategorie Studenten für seinen Vortrag zum Thema „Von der Planung zum fertigen Bauwerk. Bauausführung und Bauüberwachung bei der Herstellung von Massivbauten“ sowie Frau Anne Lohoff vom Internationalen Hochschulinstitut Zittau in der Kategorie Doktoranden für ihren Vortrag zum Thema „Information complexity in product development processes“. Allen Teilnehmern aus Zittau konnte eine hohe Qualität ihrer Vorträge bestätigt werden.

Der Präsident des ACC,

Prof. dr hab. Henryk ropäischen HochGradkowski, Rektor des schulraumes 2010. Kolegium Karkonoskie in Jelenia Góra Im Anschluss an Foto: HS-Trillenberg die Konferenz fand eine Beratung der Sprecher der Fachsektionen des Wissenschaftlichen Konsiliums statt. Diskussionsschwerpunkt bildete die erweiterte Kooperation mit der ERN. Der Vertreter der ERN stellte Fördermöglichkeiten vor, die im Rahmen des Ziel-3-Programmes eröffnet werden und nachhaltig die Ziele des ACC unterstützen. Die Konferenz wurde gefördert durch die Europäische Union im Rahmen des Programms Interreg IIIa. (ht)

Teilnehmer der III. Internationalen Konferenz

Nach dem anFoto: HS-Richter strengenden Vortragsprogramm wurde am Abend in gemütlicher Runde ein intensiver Erfahrungsaustausch gepflegt. Für die Zukunft wünschen sich die im ACC organisierten Hochschulen und die Organisatoren eine noch größere Beteiligung von Studenten. (er)

17


internationales

Internationale Konferenz in Karaganda Zur Internationalen Konferenz „Wissenschaft und Hochschulbildung – entscheidende Faktoren der Strategie Kasachstan 2030“ trafen sich im Juni 2008 Vertreter aus Politik und Wissenschaft der Hochschulen Kasachstans, der GUS-Staaten sowie der Slowakei, Schweiz und Deutschland an der Staatlichen Polytechnischen Universität Karaganda (SPU Karaganda).

2. v.l. Prof. Dr. habil V. Bales, Vorsitzender der slowakischen Hochschulrektorenkonferenz, 3. v.l. Prof. Dusan Podhorsky Botschafter der Slowakischen Republik in Kasachstan, 4. v.l. Prof. Dr. habil A. Isagulov; erster Prorektor der Staatlichen Polytechnischen Universität Karaganda, 5. v.l. Prof. Dr. R. Giese, Hochschule Zittau/Görlitz, Dekan Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Foto: HS-Trillenberg

Hauptdiskussionsthema war vor allem die Frage, wie Kasachstan in Zukunft seine Bildungsmöglichkeiten qualitativ steigern könne, unter anderem in Bezug auf die Umstellung auf das Bologna-System, die Verwendung neuer Informationstechnologien, die Modernisierung und Anpassung von Studiengängen, aber auch die Infrastruktur Kasachstans. Ziele der Konferenz waren besonders die Kooperation der Hoch schule mit Unternehmen und Praxispartnern, vor allem im Hinblick auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Des Weiteren sollen in Zukunft die Auslandsaktivitäten durch einen erweiterten Austausch von Studenten, Aspiranten und Wissenschaftlern verstärkt werden, wofür das kasachische Bildungsministerium den Hochschulen erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellt. Das dritte Ziel besteht in der Entwicklung der Hochschulforschung und Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Ausbildungspraxis. Insbesondere bei Letzterem erscheinen für die weitere Vertiefung der Kooperation unserer Hochschule mit der SPU Karaganda vor allem folgende Themenkomplexe von Bedeutung, wie zum Beispiel die Erarbeitung von Komplexplänen für einen Stadtumbau unter besonderer Berücksichtigung von Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und Ökologie, die

Ehrendoktorwürde für Prof. Dr. Roland Giese Im Rahmen der Konferenz wurde dem Dekan des Fachbereiches Wirtschaftswissenschaften unserer Hochschule Professor Dr. oec. Roland Giese, die Ehrendoktorwürde der Staatlichen Polytechnischen Universität Karaganda verliehen. Diese Ehrung wurde ihm für sein bisheriges engagiertes Wirken an kasachischen Hochschulen zuteil. Mehrfach weilte Professor Giese bereits an kasachischen Hochschulen, hielt Lehrveranstaltungen zur Umsetzung von internationalen Rechnungswesenstandards und nahm aktiv an Konferenzen mit Vor-

18

trägen und Publikationen teil. Themen waren dabei u. a. internationale Wertschöpfungskreisläufe; die Rolle der Bildung und Wissenschaft für die regionale Entwicklung; Erfahrungen und Probleme bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses. Gemeinsam mit kasachischen Wissenschaftlern wurde ein Lehrbuch zum Controlling erarbeitet. Auf seine Initiative hin konnte der Studenten- und Hochschullehreraustausch zwischen unserer Hochschule und der SPU Karaganda intensiviert werden. Zahlreiche Gruppen besuchten in den letzten Jahren unsere Hochschule. (ht)

Erarbeitung eines Komplexprogrammes zur Sanierung und ökologischen Rekultivierung bei gleichzeitiger friedlicher Nutzung des Forschungs- und Erfahrungspotenziales des Atomkomplexes Semipalatinsk, die Erarbeitung von Projekten für den Umbau der Bahninfrastruktur unter Berücksichtigung von Monoschienensystemen sowie die Erhöhung der Effizienz der einheimischen Industrie (Metallurgie, Maschinenbau), insbesondere der Energieeffizienz. Die SPU Karaganda übernimmt eine Modellfunktion für die bei der Konferenz erarbeiteten Zielstellungen. Bei einem Besuch des Ministerpräsidenten des Landes sollten diese als allgemeine Hochschulrichtlinien festgeschrieben werden. (rg) Kooperationsvertrag mit der SPU Karaganda verlängert Schwerpunkte der künftigen akademischen Kooperation werden sein: • gegenseitige Teilnahme an Konferenzen, insbesondere an der wissenschaftlichen Konferenz unserer Hochschule im September 2008, aber auch an der Konferenz „Wissenschaftsgemeinschaft der Deutschen aus, der Deutschen in Zentralasien und Russland – Stand und Perspektiven“ im Oktober in Karaganda • Publikation gemeinsamer Lehrmaterialen, • die Teilnahme von Studenten aus Karaganda an der Sommerschule der Künste des Fachbereiches Wirtschaftswissenschaften • Ausbau der Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Bachelorund Masterstudenten und Prüfung der Möglichkeit von Doppelabschlüssen • Kooperation in der Doktorandenausbildung


internationales

Mit der Staatsministerin auf China-Reise Professor Frank Worlitz vom Fachbereich Elektro- und Informationstechnik gehörte zu einer Delegation von Vertretern sächsischer Hochschulen und des SMWK, die die Ministerin auf der fünftägigen Reise Anfang Mai letzten Jahres nach China begleitete. Anliegen war die Vertiefung bestehender Kooperationen und das Initiieren von neuen Projekten in Sachsens Partnerregion, der Provinz Hubei. An der Wuhan Universität, der Huazhong University of Science and Technologie (HUST), der Hubei University of Technology (HUT) und an der Wuhan University of Science and Technology (WUST) wurde das Interesse unserer Hochschule gemeinsam mit einem Vorschlag für Formen der Zusammenarbeit vorgetragen. Darüber hinaus fand ein Treffen mit Vertretern des Umweltinstitutes statt, das sich mit Umweltschutztechnik sowie Technologien und Verfahren zum Umweltschutz und bereits eine Reihe von internationalen Kontakten in die USA und nach Frankreich unterhält. Von chinesischer Seite wurde das Interesse an einer intensiveren Zusammenarbeit bekundet, insbesondere in den Schwerpunkten Energie- und Umwelttechnik sowie Mechatronik. Konkretes Interesse besteht an einem Wissenschaftleraustausch, beiderseitigem Studentenaustausch sowie an einem Angebot für Masterstudien für chinesische Studenten an unserer Hochschule.

Foto: Pressestelle SMWK An der Hubei Universität of Technology war von chinesischer Seite ein großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit unserer Hochschule zu registrieren. Mit Prof. Lia Jiaping von der Fakultät Elektrotechnik und Prof. Zhao Daxing von der Fakultät Maschinenwesen wurden ausführliche Gespräche über mögliche Felder der Zusammenarbeit geführt. (fw)

Bücher feierlich übergeben

In Mission der Hochschule einmal rund um den Erdball

Aus Anlass des 100. Jahrestages der Gründung der Tongji-Universität Shanghai Ende vergangenen Jahres überreichte Professor Worlitz im Namen der Hochschulleitung eine Schenkung von Lehrbüchern an den Direktor der ChinesischÜbergabe der Lehrbücher vor allen MitDeutschen Hochschule für Angewandte arbeitern der CDHAW, Wissenschaften (CDHAW), Herrn Profesrechts im Bild Professor Feng Xiao, der Direksor Feng Xiao. Mit dieser Schenkung untertor der CDHAW stützt unsere Hochschule den Aufbau der Foto: Pressestelle SMWK CDHAW-Bibliothek. Diese Lehrbücher werden in der Ausbildung im Studiengang Mechatronik, an dem Professoren unserer Hochschule mitwirken, eingesetzt. Die Mittel für die Schenkung wurden vom Förderverein unserer Hochschule zur Verfügung gestellt. Dafür unseren herzlichen Dank. (ht)

Die sächsische Delegation

Im September/Oktober letzten Jahres war Professor Frank Worlitz sechs Wochen in Asien und Amerika unterwegs. Seine erste Station war Nara in Japan. Gemeinsam mit seinem Kollegen Torsten Rottenbach vom Institut für Prozesstechnik; Prozessautomatisierung und Messtechnik (IPM) nahm er an der ISMB11, der Weltkonferenz für Magnetlagertechnik, teil und stellte dem Fachpublikum Forschungsergebnisse an einer magnetgelagerten Pumpe vor. Anschließend hielt er bereits zum vierten Mal Vorlesungen zur Sensorik/Aktorik an der Chinesisch-Deutschen Hochschule für Angewandte Wissenschaften an der Tongji Universität in Shanghai. Danach ging es für den Wissenschaftler nach Washington. Dort traf er sich mit seinem jungen Kollegen vom Institut für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik (IPM) Martin Gronek. Gemeinsam nahmen sie an der HTR 2008, der Weltkonferenz für Hochtemperaturreaktoren, teil und stellten Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten vor, die sie im Rahmen eines EU-Projektes, das seit 2008 am IPM läuft, durchführen. Diese beschäftigen sich mit der Magnetlagerung sehr schwerer Rotoren für HTR. Martin Gronek, Absolvent unserer Hochschule, arbeitet seit 2004 bei Professor Worlitz im Fachgebiet Mechatronische Systeme und promoviert zu einem Thema auf dem Gebiet der Magnetlagertechnik. (ht)

19


internationales

Innovationspreise der Euroregion Neisse 2008 gehen an die Hochschule

Sie nahmen den Preis in der Kategorie „Best Partnership“ entgegen: v. li. Prof. Friedrich Albrecht, Prorektor Bildung, HS Zittau/Görlitz; Frau Dr. Olga Hasprová, Dekanin der Ökonomischen Fakultät der TU Liberec und Dr.-Ing. Maciej Pawlowski, Direktor der Außenstelleder TU Wrocław in Jelenia Góra Foto: HS-Richter

Bild rechts: Christian Müller bei der Preisübergabe an Nadine Baumgart Foto: HS-Richter

Jährlich zeichnet die Euroregion Neisse in der Kategorie „BEST PARTNERSCHIP“ Unternehmen, Schulen und Organisationen aus. Das internationale Netzwerk Neisse University unse-

rer Hochschule erhielt in dieser Kategorie den 1. Preis. Damit wurde ein Projekt ausgezeichnet, an dem die Studierenden jeweils ein Jahr an drei Hochschulen der Euroregion Neisse, an der TU Liberec (CZ), der TU Wrocław, Außenstelle Jelenia Góra (PL) und unserer Hochschule (D) im englischsprachigen Studiengang Information and Communication Management studieren. Durch das Studium an diesen drei Einrichtungen

werden die Studenten hervorragend auf den größer werdenden Arbeitsmarkt der Europäischen Union vorbereitet. Erstmal wurde 2008 ein Preis in der Kategorie „INNOVATION AWARD FOR STUDENTS“ vergeben, um studentische Leistungen zur Entwicklung der Zusammenarbeit in der Euroregion zu würdigen. Über den 1. Preis konnte sich eine Studentengruppe des Fachbereiches Sozialwesen der Hochschule Zittau/Görlitz mit dem Projekt „Deutsch-polnisches Erzählcafe“ freuen. Die Leiterin des Projektes, Studentin Nadine Baumgart, nahm hier den Preis entgegen. Christian Müller, Vorsitzender des Fördervereins der Hochschule Zittau/Görlitz e.V., welcher auch das Preisgeld zur Verfügung stellte, hielt für diese Kategorie die Laudatio. Er würdigte dieses Projekt, wo sich Jung und Alt aus Polen und Deutschland zum Erzählen ihrer Lebensgeschichten zusammenfinden, als einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte des Zusammenlebens der Völker im Dreiländereck Deutschland–Polen–Tschechien. (er)

Jahrestagung der IAESTE in Oybin und Zittau Vom 5. bis 7. November 2008 traf sich das IAESTE-Nationalkomitee Bonn mit den deutschen IAESTE-Lokalkomitees, vertreten durch 70 Studenten bzw. Vertreter der Akademischen Auslandsämter der Universitäten und Hochschulen, erstmals an einer sächsischen Hochschule. Ganz bewusst wurde unsere Hochschule mit ihrer Lage im Dreiländereck als Tagungsort ausgewählt. Das zeigt sich auch bei den Teilnehmern, die sich alle ehrenamtlich für IAESTE an ihren Universitäten und Hochschulen engagieren. IAESTE-Vertreterinnen und Vertreter aus Polen, Tschechien und Österreich berichteten über ihre Erfahrungen im Rahmen des Programmes. „Die Tagung dient in erster Linie dem Erfahrungsaustausch und der ständigen Verbesserung der Arbeit der lokalen Komitees“, so IAESTE-Nationalsekretär Günter MüllerGraetschel. „Über 3800 Adressaten sind

20

im IAESTE registriert, 900 von ihnen stellen jedes Jahr an die 1200 Praktikumsangebote für die Studierenden zur Verfügung.“ Im Fokus der Betrachtungen standen auch die Auswirkungen des BolognaProzesses. Nationalsekretär Müller-Graetschel bedauert sehr, dass die Inanspruchnahme der bereitgestellten Praktika im Ausland rückläufig ist. Dieser Trend zeigt sich in allen Auslandsangeboten. Es ist also gerade das Gegenteil von dem eingetreten, was mit dem Bologna-Prozess erreicht werden sollte, nämlich eine stärkere Internationalisierung der Ausbildung.“ Die Tagung wurde durch die Vertreterin des Akademischen Auslandsamtes unserer Hochschule, Simone Kunze, unter der Schirmherrschaft des IAESTE-Nationalkomitees federführend organisiert. IAESTE wurde 1948 als unabhängige, nternationale Organisation mit dem Ziel gegründet, hauptsächlich Studie-

IAESTE Nationalsekretär

Günter Müller-Graetschel renden der Ingeim Gespräch mit Dr. Stefan nieur- und NaturKühne, Dezernent der Akademischen Verwaltung wissenschaf ten Foto: HS-Trillenberg sowie der Landund Forstwirtschaft nach Abschluss ihres Grundstudiums ein Praktikum im Ausland zu ermöglichen. Dabei geht es vordergründig darum, zum größtmöglichen Nutzen von Betrieben, akademischen Institutionen und Studierenden tätig zu sein und die Verständigung zwischen den Völkern zu fördern. Mehr als 80 Länder sind Mitglied in der weltweit größten Praktikantenaustauschorganisation. (ht)


internationales

15. Internationale Elektrotechnik-Olympiade „NEISSE-ELEKTRO“ Zum 15. Mal ermittelten in der Stadt am Dreiländereck Schüler aus Polen, Tschechien und Deutschland die besten Elektrotechniker. Die 60 Endrundenteilnehmer, 20 aus jedem Land, hatten sich in den nationalen Vorrunden aus einem großen Feld von Mitbewerbern bereits erfolgreich hervorgehoben. Die Teilnehmer hatten in diesem Jahr in einer 90-minütigen Klausur Aufgaben auf dem Gebiet der Gleichstromnetzwerke und der magnetischen und elektrischen Felder zu lösen. Ausgewertet wurden die Klausuren von einer internationalen Jury. Die gute Vorbereitung, die die Physiklehrerinnen und Physiklehrer ihren Schützlingen angedeihen ließen, hat zu ansehnlichen Ergebnissen geführt. In diesem Jahr machten Deutschland und Tschechien die vorderen Plätze unter sich aus. Sieger der diesjährigen Olympiade wurde Eugen Hruska aus Ilmenau mit einem Traumergebnis. Er erreichte 100 von 100 Punkten in der Abschlussklausur, ein Ergebnis, das noch nie seit Bestehen der Olympiade erreicht wurde. Und das Besondere daran ist, Eugen Hruska ist erst 14 Jahre alt und ein absolutes Ausnahmetalent, insbesondere auf den Gebieten Physik, Mathematik und Chemie. Er konnte sich über ein leistungsfähiges Notebook als Preis für den Erstplatzierten freuen. Gedankt sei hier im Zusammenhang mit den zahlreichen Preisen den Sponsoren der Veranstaltung, insbesondere der Firma AREVA NP, dem VDE Bezirksverband Dresden, der EVH GmbH, Energieversorgung Halle, der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien. Nach der Klausur fand ein Treffen der Olympiadeteilnehmer mit tschechischen, polnischen und deutschen Mitarbeitern

Die drei Erstplatzierten

von links nach rechts: der Firma AREVA statt, die als MutterMartin Milichovský (CZ, 2. Platz) sprachler über die Anforderungen an InEugen Hruska (D, 1. Platz) Nico Strasdat (D, 3. Platz) genieure in einem international tätigen Foto: HS-Menzel Konzern sprachen. Zur Siegerehrung im historischen Rathaussaal der Stadt Zittau konnten wieder zahlreiche prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Regionalverwaltung begrüßt werden. Das Grußwort der Schirmherrin der Olympiade, Frau Staatsministerin Dr. Eva Maria Stange, überbrachte Ministerialrat Hermann Jaekel. Auch der Olympiade-Sieger des Jahres 2001, Egmont Schreiter, heute Forschungsmitarbeiter an unserer Hochschule, richtete einen kurzen Gruß an die Teilnehmer. (wm)

Elektrotechnik-Olympioniken erkunden Dresden Zwölf erfolgreiche Teilnehmer internationalen Elektrotechnik-Olympiade NEISSE ELEKTRO 2000 aus Deutschland, Polen und Tschechien konnten sich über eine Einladung von Michael Kretschmer, Mitglied des Bundestages, in die sächsische Landeshauptstadt freuen. „Wenn wir in Deutschland wirtschaftlich Anschluss halten wollen, brauchen wir naturwissenschaftlich begeisterte Schüler.“ Die ELEKTROOlympioniken seien hier echte Vorbilder. „Nebenbei fördert der Wettbewerb den grenzübergreifenden Austausch bei uns am Dreiländereck. Eine tolle Sache“, zeigte sich Michael Kretschmer begeistert. Auf dem Besuchsprogramm in Dresden stand zuerst der Sächsische Landtag. Hier konnten die Schüler während einer Gesprächsrunde mit dem Landtagsabgeordneten Heinz Eggert hinter die politischen Kulissen blicken. Auch die Staatskanzlei mit Kabinettssaal und Ministerpräsidentenbüro öffnete für sie die Pforten und ermöglichte seltene Einblicke in das Zentrum der Landespolitik. Den Ab-

schluss bildete ein Bummel durch die Altstadt, bei dem ein Besuch der Frauenkirche natürlich nicht fehlen durfte. (mw)

Die Schüler beim Treffen mit Landtagsabgeordneten Heinz Eggert Foto: BSZ Bautzen

21


internationales Potenziale des Alters im Süden der Vereinigten Staaten untersucht Die Potentiale des Alters untersuchte Erika Steinert, Professorin am Fachbereich Sozialwesen unserer Hochschule, zwei Monate lang in den USA. Sie Campus der San Diego folgte damit der State University Einladung zweier Universitäten in KalifoFoto: privat rnien und Texas. Finanziert wurde das Forschungsprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die San Diego State University und die Texas A&M University Corpus Christi hatten sie zu Vorträgen und Recherchen in den Süden der USA eingeladen.Mit reichhaltigen Eindrücken und Anregungen kehrte sie nun zurück und freut sich darauf, die in vielen Interviews und durch Beobachtung gewonnenen Informationen auszuwerten. Alter ist für die meisten US-Amerikaner und Amerikanerinnen kein Thema. Sie sind oft bis ins hohe Alter erwerbstätig und in der Öffentlichkeit präsent. Nicht immer sind es, insbesondere bei

konsularisches Korps besuchte Hochschule

Besichtigung des Labors für Mikrobiologie

Mitglieder des ko n s u l a r i s c h e n Korps und Wirtschaftsvertreter der Schweiz, Österreichs, Italiens, der Tschechischen Republik, Sri Lankas, Südafrikas, der Republik Mazedonien sowie der Ukraine trafen sich am 12. Juni 2009 mit Oberbürgermeister Arnd Voigt und dem Rektor unserer Hochschule, Professor Rainer Hampel, in Zittau. In Foto: HS-Trillenberg

22

Fachkräften in qualifizierten Berufen oder bei Selbstständigen, finanzielle Gründe, die zu der langen Erwerbstätigkeit führen. Oftmals erscheint es als selbstverständlich, solange weiterzumachen, wie Geist und Körper es zulassen. „Aktiv bleiben“ ist ein hoch besetzter Wert. Dazu gehört es auch, sich bis ins hohe Alter ehrenamtlich zu engagieren. Kommunen, Bezirke, die einzelnen Bundesstaaten und der Staat fördern und organisieren das Engagement für andere mit verschiedensten Programmen. Die Lebenserfahrung und Kompetenzen der Älteren sollen für die gesellschaftliche Weiterentwicklung auf allen Ebenen genutzt werden. Kommunale Seniorenzentren bieten beispielsweise älteren Menschen die Möglichkeit, sich täglich zu treffen, preisgünstig zu essen und verschiedene Angebote in Sport, Tanz, Spiel oder Bildung wahrzunehmen oder auch selbst anzubieten. Sie sind auch gefordert, den Alltag des Seniorenzentrums aktiv mitzugestalten. Beeindruckt erlebte Erika Steinert, mit wie viel Begeisterung und Engagement diese Aufgabe erfüllt wird. Beide Universitäten sind auch weiterhin an dem Austausch mit unserer Hochschule interessiert. Ein Programm ist bereits auf den Weg gebracht worden. Amerikanische Studierende können einen Teil ihres Studiums an unserer Hochschule und umgekehrt, die hiesigen Studierenden einen Studienabschnitt an einer der beiden amerikanischen Universitäten verbringen. Professorinnen und Professoren haben ebenfalls die Chance, mit dem Sprung über den großen Teich ihre Forschungsergebnisse zur Diskussion zu stellen und von der transatlantischen Kooperation zu profitieren. (es)

den Gesprächen wurden vor allem die wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Chancen und Möglichkeiten Zittaus im Dreiländereck erörtert. Ganz besonderes Interesse zeigten die Gäste an der Hochschule, deren Kooperationsbeziehungen und Forschungsprojekten. Auf dem Programm stand auch eine Besichtigung des neuen Campus in Zittau. Beeindruckt waren sie von den hervorragenden Studienbedingungen. Sie besichtigten die Modellwerkstatt der Architekten, das mit modernster Technik ausgestattete Labor für Heizungstechnik, das insbesondere für die Ausbildung im Technischen Gebäudemanagement sowie der Energie- und Umwelttechnik zur Verfügung steht, das Labor für Mikrobiologie für die Ausbildung in Biotechnologie, Biomathematik sowie Ökologie und Umweltschutz, die neuen Kabinette für die Informatikausbildung und die Hochspannungshalle für die Ausbildung in der Elektrotechnik. (ht)

Über Deutschland- und Polenbilder in Kultur und Literatur Unter dem Titel „Going East–Going West: Neue Bilder vom Nachbarn zwischen Erinnerung und Gegenwart in Literatur und Kultur“ fand im Rahmen des P.E.N.-Kongresses am 14. Mai dieses Jahres ein eintägiges wissenschaftliches Kolloquium am Hochschulcampus Görlitz auf Einladung des Prorektors Bildung, Professor Friedrich Albrecht, statt. Thematisiert wurde dabei das deutsch-polnischen Verhältnis insbesondere aus literaturwissenschaftlicher Sicht. So wurde beispielsweise diskutiert, welche Polen- und Deutschlandbilder gegenwärtig in der Literatur entworfen werden. Ausgehend von tradierten Stereotypen konnte gezeigt werden, dass die jüngere Autorengeneration sich dem Nachbarn in neuer Weise zuwendet. Das wissenschaftliche Kolloquium wurde gemeinsam von der Universität Gießen, der Universität Zielona Góra und unserer Hochschule veranstaltet. (fa)


AUSZEICHNUNGEN

Preis der Sächsischen Bauindustrie 2008 Anlässlich des „Sächsischen Bautages“ im Juni 2008 in Dresden wurde Stephan Pietsch, Absolvent des Studienganges Technisches Gebäude- und Infrastrukturmanagement unserer Hochschule, mit dem „Preis der Sächsischen Bauindustrie 2008“ ausgezeichnet. M. Eng. Stephan Pietsch erhielt den mit 2000 € dotierten Preis (der Preis wurde 2008 geteilt) für seine Masterarbeit zum Thema „Erarbeitung einer Planungssystematik für die Haustechnik von Umgebindehäusern“, die er mit dem Prädikat „sehr gut“ verteidigte. In seiner Laudatio würdigte der Präsident der Architektenkammer Sachsens, Dr.-Ing. Volker Benedix, seine Masterarbeit als einen beachtenswerten innovativen Beitrag zur energetischen Planung und Erhaltung einer speziellen Form denkmalgeschützter Gebäude.

Ausgehend von einer umfangreichen Analyse der konstruktiven Gegebenheiten eines Umgebindehauses und dessen energetischer Bewertung, konzipierte und plante Stephan Pietsch detailliert die komplette Haustechnik für ein typisches Umgebindehaus und erarbeitete auf dieser Grundlage eine allgemeine Planungssystematik als Modellprojekt. Diese stellt eine wichtige Entscheidungshilfe für zukünftige Modernisierungsprojekte unter Beachtung denkmalpflegerischer und energetischer Anforderungen dar. Potenziellen Bauherren und Planern wird durch dieses individuell anpassbare Modell eine Variantenvielfalt für Modernisierungsprojekte aufgezeigt und nachgewiesen sowie ein effektives Tool zur Entscheidungsfindung bereitgestellt. Stephan Pietsch

Gerd Enders, Präsident des Bauindustrieverbandes Sachsen/Sachsen-Anhalt übergibt den Preis an Stephan Pietsch

ist heute in der Abteilung HVAC (Lüftungs-, Klima- und Foto: privat Kältetechnik) von AREVA NP in Erlangen für die Planung und Berechnung von Lüftungs- und Klimasystemen verantwortlich. (jk)

Verleihung des Sozialteam-Förderpreises

Stephanie Klinkicht bei ihrem Vortrag

Im März dieses Jahres fand an der Foto: privat Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig die alljährliche Preisverleihung des Sozialteam-Förderpreises statt. Dabei konnte die Hochschule auf einen stolzen 2. Preis von Stephanie Klinkicht, Absolventin des Studienganges Soziale Arbeit, verweisen, die mit ihrer Diplom-

arbeit zum Thema “Die Bewältigung der (manisch-)depressiven Erkrankung eines Elternteils durch die Kinder” eine herausragende Arbeit abgegeben hat. Sinn und Zweck des Förderpreises ist es, den hervorragenden Stand von Lehre und Forschung sächsischer Hochschulen einer breiteren Öffentlichkeit deutlich zu machen und den Hochschulabgängern aus den Bereichen Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Psychologie eine Möglichkeit zu bieten, ihre Arbeiten der Öffentlichkeit vorzustellen. Der Anstoß für Stephanie Klinkicht, sich an der Ausschreibung des Sozialteam-Förderpreises zu beteiligen, kam von ihrem Erstgutachter und Betreuer Professor Rudolf Schmitt. Nach langem Zweifeln entschloss sie sich, es zu probieren – und gewann. „Ich konnte es nicht glauben, dass die eigene Arbeit gut genug für solch eine Auszeichnung war. Dies ist eine große Ehre für mich, und es ist sicherlich auch

jetzt noch manchmal schwer zu glauben, dass ich den Preis für meine Arbeit erhalten habe“, äußert sie sich. Doch ihre Arbeit begeisterte aufgrund der Gründlichkeit der Aufarbeitung, der ausführlichen empirischen Forschung und dem abschließenden letzten Kapitel, welches selbstkritisch aufgearbeitet ist und Folgerungen für weiteres Forschen offenlegt. Bei der Preisverleihung ergab sich dann bereits die nächste Aufgabe für Stephanie Klinkicht: Ein Professor der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig trat an sie mit der Frage heran, ob sie die Ergebnisse ihrer Diplomarbeit zusammenfassen würde, da er ein Buch mit verschiedenen Beiträgen veröffentlichen und einen Aufsatz von ihr gern mit aufnehmen möchte. In Anbetracht der einschließlich Anhang 219 Seiten umfassenden Diplomarbeit sicher eine anspruchsvolle Aufgabe für die stolze Zweitplatzierte. (jh)

23


auszeichnungen Anlässlich der feierlichen Immatrikulation im Oktober 2008 wurden folgende Absolventen für hervorragende Leistungen im Studium geehrt: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Häcker

Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Kerstin Miethe

Dipl.-Ing. (FH) Matthias Kuring

Fachbereich Maschinenwesen K-MMK 03

Fachbereich Wirtschaftswissenschaften WWK 04

Fachbereich Elektro- und Informationstechnik K-EEE 03

Thema der Diplomarbeit: „Erarbeitung von Methoden und Hilfsmitteln zur Vereinfachung von Schrauben- und Stiftverbindungen in der Werkzeugkonstruktion mit CATIA V5“

Thema der Diplomarbeit: „Ermittlung und Bewertung von Kostenelementen für Kraftwerkskomponenten von GuD, Biomasse- und Kleinkraftwerken unter Berücksichtigung der wirkenden wirtschaftlichen Strukturwandlungen“

Thema der Diplomarbeit: „110-kV-Leitung FalkenbergHerzberg-Jessen-Mühlanger“

Dipl.-Soz.arb./Soz.päd. (FH) Jana Hrdlika

Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Viola Hänsch

BSc Claudia Czaika

Fachbereich Sozialwesen SW 04

Fachbereich Bauwesen BW 04/1

Fachbereich Informatik IKB 05

Thema der Diplomarbeit: „Ursachen und Prävention von Kindesvernachlässigung“

Thema der Diplomarbeit: „Ertragsorientierte Marktwertermittlung von Hotelimmobilien“

Thema der Bachelorarbeit: „ISPO s Strategic Marketing Plan“

24


auszeichnungen Mit dem Sonderpreis des Fördervereins wurden ausgezeichnet: Dipl.-Ing. (FH) Karsten Baum

Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Marc Hanfeld

Dipl.-Ing. (FH) Andreas Gerlach

Fachbereich Maschinenwesen K-MMK 03

Fachbereich Wirtschaftswissenschaften WWP 03

Fachbereich Mathematik/Naturwissenschaften NÖN 03

Thema der Diplomarbeit: „Entwicklung und konstruktive Ausführung der Vorschubantriebe eines Werkzeugwechselsystems auf Basis von Linearmotoren für ein Horizontal-CNC-Dreh-/Fräs-Bearbeitungszentrum“

Thema der Diplomarbeit: „Erweiterung des Moduls „Economic - Dispatch“ zur Berechnung der Ertragspotenziale bei der Einsatzplanung von Kraftwerksflotten von Energieversorgungsunternehmen“

Thema der Diplomarbeit: „Quantitative und qualitative Beurteilung von epedaphischen Bodenarthropoden in Bezug auf das Verhalten (Lokomotorik und Sinnesleistungen) an Bodenfallen“

Dipl.-Heil.päd. (FH) Anja Wloka

Dipl.-Inf. (FH) Timotheus Israel

Erstmals wurden für die beste Absolventin und den besten Absolventen Ehrenpreise vergeben.

Fachbereich Sozialwesen / SH 04 Thema der Diplomarbeit: „Bildung in Kindertagesstätten – Alle Kinder lernen auf der Grundlage des Sächsischen Bildungsplanes“

Fachbereich Bauwesen BW 04/1 Thema der Diplomarbeit: „Ertragsorientierte Marktwertermittlung von Hotelimmobilien“

Geehrt wurden Dipl.-Soz.arb./ Soz.päd. (FH) Jana Hrdlika und Dipl.-Inf. (FH) Timotheus Israel für ihre überragenden Leistungen mit einem Schmuckstück gestiftet von der Firma Schmuckdesign Baldauf, Zittau.

25


auszeichnungen Der Forschungspreis des Fördervereins ging an das Team

Auszeichnung mit dem Preis des DAAD

Auszeichnung mit dem Carl-August-Schramm-Preis

Dipl.-Ing. (FH) Markus Marschner Dipl.-Ing. (FH) Thomas Polcin Dipl.-Ing. (FH) Jörn Schwarzbach

Überdurchschnittliche Studienleistungen und sein soziales Engagement waren die Grundlage dafür, dass der tschechische Student Filip Martinovsky mit dem Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, dotiert mit 1000 EURO, ausgezeichnet wurde. Er wurde ihm im Rahmen der feierlichen Immatrikulation von Dr. Stefan Kühne, Dezernent Akademische Verwaltung unserer Hochschule, überreicht.

Mit dem Carl-August-SchrammPreis 2008 des Instituts für Bauwesen e. V. wurde für seine ausgezeichneten Leistungen im Studium und in seiner Diplomarbeit zum Thema „Ableitung eines neuen Kalkulationsmodells für den Betrieb von Rechenzentren zur Komplexitätsreduzierung“ Thomas Donders ausgezeichnet. Er schloss sein Studium im Studiengang Wohnungs- und Immobilienwirtschaft mit dem Prädikat „mit Auszeichnung bestanden“ ab.

vom Fachbereich Maschinenwesen (MMK 04) für die Diplomarbeit zum Thema: „Auslegung und Nachrechnung der Hauptdampfleitungen eines 700 °C-Referenzkraftwerkes unter Berücksichtigung des zeitabhängigen inelastischen Werkstoffverhaltens“

Begehrter Wanderpokal an Zittauer Betriebswirte

Mitglieder des Siegerteams mit dem begehrten Wanderpokal, ihren Betreuern und den Machern des Wettbewerbes; v. li. Prof. Giese, Dekan, FB Wirtschaftswissenschaften, Prof. Duttle, FH Regenburg, Prof. Wittenzellner, HS der Medien Stuttgart, Marcel Masak, Christin Rösel, Robert Dornick, Alexander Schulze, Frau Schröter, Betreuerin des Teams, Prof. Hampel, Rektor Foto: privat

26

Das Team 2 unserer Hochschule erkämpfte den begehrten Wanderpokal im Professional Cup Ost im Weiterbildungszentrum der IHK Leipzig. Die Studierenden der Betriebswirtschaft behaupteten sich souverän gegen elf Konkurrententeams aus solchen renommierten Einrichtungen, wie eben die Universität Leipzig, die TU Ilmenau, die TU Dresden und die MLU Halle/Wittenberg. Damit gelang ihnen die Qualifikation für das bundesweite Finale des EXIST-priME-Cups. Der begehrte Wanderpokal wurde dem Siegerteam im Rahmen der feierlichen Immatrikulation durch Professor Wittenzellner, Hochschule der Medien Stuttgart, und Professor Duttle von der Fachhochschule Regensburg übergeben. Der EXIST-priME-Cup ist ein bundesweiter Planspielwettbewerb, den Hochschulen untereinander austragen. (ht)


aus den struktureinheiten

KIA startet im zwölften Jahr kräftig durch Mit starken Kooperationspartnern an der Seite beteiligt sich der Ausbildungsverbund Kooperatives Studium mit integrierter Ausbildung – KIA - an der Gemeinschaftsinitiative des Wirtschafts- und Wissenschaftsministeriums zur zielgenauen Entwicklung von akademisch gebildeten Führungskräften für kleinere und mittlere Unternehmen. Damit stehen zum Studienbeginn im September 2009 zusätzliche Studienplätze/ Ausbildungsberufe zur Verfügung.

klein- und mittelständischen Unternehmen. Wir haben das Projekt auf der Bildungsmesse KarriereStart in Dresden vorgestellt und können eine positive Resonanz unter den jungen Leuten und bei unseren Unternehmen feststellen.“ Das Elektrobildungs- und Technologiezentrum Dresden erschließt nun eine klassische Domäne der KIA für das Handwerk. Dazu der Geschäftsführer von EDW Roland Pohnert: „Wir haben auch das Projekt auf der Bil-

ternehmen und wird daher gerade vom Mittelstand ausdrücklich gefordert. Die Absolventen können sich dank bereits vorhandener Berufserfahrung einen deutlichen Vorteil erhoffen, denn sie haben gute Chancen auf eine Festeinstellung beim jeweiligen Ausbildungsbetrieb und können somit in der Region gehalten werden.“ Die langjährigen Erfahrungen im Kooperativen Studium mit integrierter Ausbildung an unserer Hochschule haben den Nachweis erbracht, dass sich die Dualität positiv auf das wissenschaftliche Studium und die betriebliche Bindung des akademischen Fachkräftenachwuchses auswirkt. (hp)

Studiengänge/Ausbildungsberufe mit Kammerprüfung (Kooperationspartner für die berufspraktische Ausbildung)

Wegen der Verbindung der Berufsausbildung mit einem grundständigen Hochschulstudium unterscheiden sich Konzept und Niveau der KIA-Ausbildung deutlich von dem Angebot der Berufsakademien. Die Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH (SBG) schließt eine nachgefragte Angebotslücke und bereichert die KIA in den Bereichen Naturwissenschaften und Umweltschutz. Verkaufsleiterin Mandy Rohde ist mit der bisherigen Resonanz zufrieden: „Die SBG Dresden mbH als Leitbetrieb des Bildungsverbundes Sachsen für Chemie- und chemiebezogene Berufe und des Ausbildungsverbundes Sachsen in der Ver- und Entsorgung reagiert auf den zunehmenden Bedarf an naturwissenschaftlich und umwelttechnisch qualifizierten Fach- und Führungskräften in

Mandy Rohde, Studiendekan Prof. Klaus Seibt, Martin Hohlstein, Dekan Prof. Dieter Greif, Mareen Jockusch und Ausbilderin bei der SBG, Dr. Silke Christen, in angeregter Diskussion Foto: HS-Paetzold

dungsmesse KarriereStart in Dresden vorgestellt bekommen und waren auch von der positiven Resonanz unter den jungen Leuten angenehm überrascht. Besonders freut uns auch das Interesse weiterer Unternehmen, die dringendst Nachwuchs (Fach- und Führungskräfte) suchen und sich auf die Zusammenarbeit freuen.“ Die beruflichen Perspektiven, die sich mit diesen innovativen Ausbildungsgängen eröffnen lassen, beschreibt der Niederlassungsleiter der TÜV Rheinland Akademie GmbH Dresden Henry Schmidt: „Die Symbiose der Inhalte aus beruflicher Praxis und Theorie schafft frühzeitige Bindung zum künftigen Un-

• Chemie/Chemielaborant(in) (Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH) • Elektrotechnik/Elektronik (Elektrobildungs- und Technologiezentrum Dresden) • Kunststofftechnik/Verfahrensmechanik für Kunststoffund Kautschuktechnik (TÜV Rheinland Akademie GmbH Dresden und Ausbildungsverbund Großröhrsdorf) • Maschinenbau/ Industrie-mechanik, Zerspanungsmechanik und Konstruktionsmechanik (TÜV Rheinland Akademie GmbH Dresden) • Ökologie und Umweltschutz/ Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH)

27


aus den struktureinheiten

Beirat des Ausbildungsverbundes KIA gibt neue Impulse

Foto: HS-Paetzold

Die Mitglieder des Beirates, dem Vertreter aus der Wirtschaft, von Verbänden und Kammern sowie unserer Hochschule angehören, kamen am 15. Mai dieses Jahres im Senatssaal der Hochschule zu ihrer zweiten turnusmäßigen Beratung zusammen. In seiner Begrüßung verwies Magnifizenz Professor Rainer Hampel darauf, dass die neue Interpretation des Akronyms KIA – als KOOPERATIVES STUDIUM MIT INTEGRIERTER AUSBILDUNG – auf die deutliche Erweiterung des Profils, weit über den ursprünglichen Ingenieurbereich hinaus, hinweise. Der Rektor berief mit Torsten Köhler den designierten Geschäftsführer Bildung der IHK Dresden in den Beirat. Der in den wohlverdienten Ruhestand eintretende Amtsvorgänger - Dr. Werner Mankel - hat die Entwicklung der KIA seit ihren Anfängen 1997 stets fördernd begleitet. Dr. Wolfgang Menzel - KIA-Beauftragter des Rektors zeichnete in seinen Ausführungen die erfolgreiche Entwick-

lung der KIA im zurückliegenden Zeitraum nach. Es sei gelungen, durch die wesentliche Erweiterung der Palette der angebotenen Studiengänge, die Formulierung neuer Produkte (KIA+ und KIApro) und Abläufe sowohl neue Berufsfelder zu erschließen als auch neuen Zielgruppen (Mittelschulabsolventen, Facharbeitern, Meistern und Technikern) Chancen zu eröffnen. Die Zahl der sich daraus ergebenden Varianten (Studiengänge und -richtungen, -abläufe, -abschlüsse) habe bereits eine beachtliche Größe erreicht, so dass inzwischen auch für kleinere Zielgruppen individuelle und passgenaue Bildungsangebote formuliert werden könnten. Durch umfangreiche organisatorische Maßnahmen würde für die Qualitätssicherung und für bildungsökonomisch leistbare Prozesse Sorge getragen. Die Ausschreibung des Sächsischen Wirtschaftsministeriums zur „Unterstützung sächsischer KMU bei der Ausbildung von Fach- und Führungskräftenachwuchs in kooperativen Studiengängen“ habe diese Überlegungen zum quantitativen und qualitativen Wachstum an der Hochschule Zittau/Görlitz unterstützt. Professor Friedrich Albrecht, Prorektor Bildung der Hochschule, verdeutlichte die Unumkehrbarkeit des Bologna-Prozesses. Die Hochschule plane deshalb, die KIA-Studiengänge zeitnah einer Cluster-Akkreditierung zu unterziehen, so dass bis zum Herbst 2010 mit entsprechenden Ergebnissen zu rechnen sei. Nach ausführlicher Beratung sprachen sich die Mitglieder des Beirates für die Markteinführung von KIA+ (Zielgruppe: Mittelschulabsolventen) und KIApro (Zielgruppe: Facharbeiter, Meister und Techniker) aus und empfahlen der IHK Dresden auf Grund ihrer langjährigen Erfahrungen für die Übernahme einer Leitfunktion in allen Fragen des Kammerabschlusses im Rahmen von kooperativen Studiengängen. (wm)

Interkulturalität wird groSS geschrieben Obwohl „Interkulturalität“ im Duden (noch) nicht aufgeführt ist, so gehört es irgendwie zur Globalisierung und zur Bologna-Ära. Auf Initiative der Prorektorin Prof. Erika Steinert wurde 2005 das fachübergreifende Lehrangebot in Form der bewährten Grundlagenvorlesungen „Ökologie“ (Prof. Delakowitz) und Studium fundamentale (Prof. Dierich) um eine Komponente „Interkulturalität“ ergänzt. Der Senat beschloss hierfür ein Modul „Allgemeinwissenschaftliche Grundlagen“ (AWG).

28

Erste Impulse gab eine Lehrbeauftragung des Berliner Autors Dr. Gernot Wolfram. Sie endete mit der Görlitzer Kulturhauptstadtbewerbung, in die Wolfram involviert war. Nachfolger wurde Dr. Klaus Werner. Der promovierte Physiker konnte viel Praxiserfahrung aus seinen Wirtschaftskontakten zu mittel-osteuropäischen und asiatischen Firmen einbringen. Zudem half in Görlitz ein Team, bestehend aus den Professoren Drews, Wirsing und Albrecht.

„Interkulturalität“ ließ aufhorchen. Dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft war das Zittau-Görlitzer Modell ein Platz unter den zehn besten Universitäten und Fachhochschulen in einem Bundeswettbewerb 2006 wert. Reform der Reform: Massenvorlesungen mit über 300 Hörern im überfüllten Audimax und die zu komplexe Lehr- und Prüfungsplanung im Modul AWG sind passé. Interkulturalität wird im Studium fundamentale als herausgehobener Bestandteil integriert. (fs)


aus den struktureinheiten

Kooperationsvereinbarung mit AREVA unterzeichnet Die Geschäftsführung der AREVA NP GmbH, vertreten durch Christian Hillrichs und Rüdiger Steuerlein, und der Rektor, Professor Rainer Hampel, unterzeichneten einen Rahmenvertrag zur Durchführung gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsaufgaben. Der Vertrag beinhaltet im Kern eine Zusammenarbeit in der Lehre von kerntechnischen Wissensgebieten, die Forschung in diesen Themen bis hin zu konkreten Entwicklungsprojekten. Vorausgegangen ist diesem Vertrag eine mehrjährige intensive Forschungskooperation, überwiegend zu Themen der Reaktorsicherheitsforschung und der Anwendung von modernen Methoden der Informationsverarbeitung an sicherheitsrelevanten Systemen. Träger der Forschungskooperation an der Hochschule ist das Institut für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik (IPM).

FH/TÜV-Qualitätszertifikat zum 500. Mal verliehen Bereits zum 23. Mal stellten sich im Februar d. J. Studierende unserer Hochschule und des Internationalen Hochschulinstitutes Zittau (IHI) einer freiwilligen Prüfung zum Erwerb des begehrten

Fanny Kindermann und Prof. Rudolf Förster

Zertifikats „QualiFoto: HS-Trillenberg tätsbeauftragte/r (FH/TÜV)“. 30 Studierende erhielten ihr Abschlusszertifikat. Darunter war auch der 500. Teilnehmer an diesem Kurs, Falk Tröger. Er studiert Internationales Management am IHI Zittau. Henry Schmidt, Dresdner Niederlassungsleiter der TÜV Rheinland Akademie GmbH, überreichte ihm einen Gutschein für

Die zukünftige Kooperation ist auf langfristige Projekte ausgerichtet, zu deren Abstimmung ein Lenkungsausschuss gebildet wurde, dem der Leiter für „F+E- und Patent-Management“, Dr. Wolfgang Dams, der Rektor, Prof. Rainer Hampel, und der Direktor des IPM, Prof. Frank Worlitz, angehören. Profitieren werden von dieser Vereinbarung vor allem auch die Studierenden, da sie in anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsprojekte einbezogen werden und dadurch auch gute Job-Chancen in der gesamten Branche haben. Der Bedarf an gut ausgebildeten und engagierten Ingenieuren ist auf Grund der Auftragslage für den Neubau von Kernkraftwerken und der Modernisierung bestehender Anlagen langfristig außerordentlich hoch. Aus diesem Grunde beteiligt sich AREVA NP auch am Ausbildungsverbund KIA. Besonders groß ist der Bedarf an Ingenieuren der Energietechnik, des Maschinenbaus und der Automatisierungstechnik. (rh)

ein Sicherheitsfahrtraining auf dem Lausitz-Ring. Fanny Kindermann vom Studiengang Ökologie und Umweltschutz unserer Hochschule erreichte die Höchstpunktzahl in der Prüfung und war die Beste dieses Lehrganges. Sie konnte sich über einen Geschenkgutschein für ein Jahresabonnement der Fachzeitschrift „Qualität und Zuverlässigkeit“, gesponsert vom Carl Hanser Verlag, freuen. Damit haben sich bisher mehr als 500 Studierende ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge beider Hochschulen aus Deutschland, Polen, Tschechien, der Ukraine und Estland erfolgreich qualifiziert. (rf)

Kooperation wird weiter ausgebaut Das Vorstandsmitglied der Vattenfall Europe Generation AG, Professor Reinhardt Hassa, und der Rektor, Professor Rainer Hampel, haben über die Ergebnisse und die Weiterführung der seit 2003 bestehenden Kooperationsvereinbarung beraten. Herausragende Ergebnisse der Kooperation sind insbesondere gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Betriebsopti-

mierung und Zustandsüberwachung von Kraftwerksanlagen. Besonders hervorzuheben sind die Entwicklungsarbeiten zur Einführung neuer Technologien, wie der Oxyfuel-Prozess zur CO2-emissionsfreien Verbrennung, und der weltweit erstmalige Einsatz einer aktiv magnetgelagerten Kühlwasserpumpe großer Leistung. Mehr als 100 Studenten wurden von Vattenfall zum KIA-Studium an unsere Hochschule delegiert. Die von Vattenfall finanzierten Stiftungs- und Forschungsprofessuren haben wesentlich zum Ausbau der Energiekompetenz an der Hochschule beigetragen. (rh)

Kulturentwicklungskonzeption für Pirna Gemeinsam mit dem Studiengang Kultur und Management unserer Hochschule sowie verschiedenen Vereinen der Stadt wird derzeit eine Kulturentwicklungskonzeption für Pirna erarbeitet. Bürgermeister Christian Flörke: „Diese Konzeption soll für uns eine zukunftsorientierte Hilfe sein, bestehende Kulturangebote zu festigen und bei der Entwicklung von neuen kulturellen Höhepunkten die Einzigartigkeit Pirnas hervorzuheben.“ (tg)

29


aus den struktureinheiten

Energetische Ausgangssituation im Landkreis Görlitz Professoren und Mitarbeiter unserer Hochschule analysierten im Auftrag des IBZ (Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal) die energetische Ausgangssituation im Landkreis Görlitz. Hintergrund der Untersuchung war, auf Basis der Ausgangssituation eine innovative Energieregion unter ökologischen, regionalwirtschaftlichen und bevölkerungspolitischen Aspekten zu entwickeln. Dabei bietet der neue Landkreis Görlitz, aufgrund seiner unterschiedlichen Struktur in der Bevölkerungsdichte und Industrialisierung, interessante Ansätze und Herausforderungen für die energetische Grundversorgung. Die Nachfrage nach leitungsgebundenen Energieträgern wie Strom, Gas und Fernwärme ist von folgenden Einflussfaktoren geprägt: Entwicklung der Bevölkerungszahl und Besiedlungsdichte Verbesserung der Energieef fizienz in Haushalten, Landwirtschaft und Gewerbe

mittelfristige Klimaveränderungen Substitution leistungsgebundener Energieträger durch Biomasse und Solarenergie Verteuerung der Endenergien Strom, Gas, Fernwärme und Heizöl. Für die regionale Versorgungswirtschaft führt das bis zum Jahr 2020 voraussichtlich zu einem durchschnittlichen Nachfragerückgang im Bereich der Strom- und Gasversorgung um ca. 40%. Die Gewährleistung eines flächendeckenden Leitungsnetzes in der bestehenden Ausbaugröße verteuert die spezifischen Netzkosten erheblich. Demzufolge gilt es, über die Nutzung endogener Potenziale bei der Versorgung mit Wärme und Elektrizität neue Lösungen zu suchen. Das betrifft Überlegungen zur autarken Energieversorgung unter Nutzung aller örtlichen Energieressourcen, wie Biomasse, Solar- und Windenergie, Wasserkraft, Erdwärme und einheimische fossile Brennstoffe. Im Unterschied zu den bereits bestehenden Lösungen sollte künftig in

Energieeffiziente Schulsanierung

Spitzenplatz für Soziale Arbeit im Ranking

Der Fachbereich Bauwesen begleitet wissenschaftlich das Forschungsprojekt „Energetische Sanierung einer Schule“ im Rahmen des bundesweiten Vorhabens „Energieeffiziente Schule“ (EnEffSchule). Die Olbersdorfer Schule wird dabei einer vorbildhaften umfassenden energetischen Sanierung unterzogen. Eine denkmalgerechte Fassadendämmung, eine elektrochrome Verglasung sowie eine energieeffiziente Lüftung werden für ein optimales Unterrichtsklima sorgen. Neben der Reduzierung des Energieverbrauchs sollen die Schüler den Prozess als Teil des Lehrplanes erleben und so für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Energie sensibilisiert werden. (ht)

Auf sehr gute Ergebnisse kann der Studiengang Soziale Arbeit unserer Hochschule im letzten CHE-Hochschulranking der ZEIT verweisen. In der Bewertung konnten nur die kirchlichen Hochschulen ebenso punkten. Unter den staatlichen Hochschulen erreichte unsere Hochschule den Spitzenplatz bei der Studiensituation insgesamt, der Laborausstattung und dem Praxisbezug sowie bei den eingeworbenen Forschungsgeldern pro Hochschullehrer. Besonders erfreulich ist, dass bei der Studierendenbetreuung eine weitere Verbesserung gegenüber dem Ranking 2005 erreicht werden konnte. Die Ausstattung der Hochschulbibliothek und des Lehrgebäudes wurde ebenfalls mit

30

schwach besiedelten Räumen auf regionalwirtschaftliche Kreisläufe orientiert werden und regenerativ erzeugte Energie nicht „einfach eingespeist“ werden. Betrachtet man z. B. die Zahlungsströme, die im Ergebnis der Studie ermittelt wurden, dann verlassen beachtliche Geldmengen die Region. Bei Strom und Heizung sind es aus Haushalten 215 Mio. € pro Jahr Gewerbe 100 Mio. € pro Jahr Industrie 143 Mio. € pro Jahr Allein bei den Haushalten entfallen ca. 25% der Kosten auf die Verteilungskosten (Netzkosten) und 40% auf Abgaben und Steuern. Daraus lässt sich leicht die „Kostenreserve“ einer dezentralen Erzeugung erkennen. In der Studie werden dazu regionale Energiepotenziale analysiert und bewertet. Als Ergebnis wird sichtbar, dass es für die Zukunft realistisch und notwendig ist, ein eigenständiges regionales Energiekonzept zu entwickeln, das Beschäftigung schafft, Kaufkraft entwickelt und ökologisch nachhaltig wirkt. (jz; ms)

Höchstwerten beurteilt. Den Fachbereich Sozialwesen freut dieses Ergebnis sehr, bestärkt es doch den Lehrkörper, in seinen Bemühungen fortzufahren. Vor allem der Praxis- und Berufsbezug sind für die angehenden Sozialarbeiter/ Sozialpädagogen enorm wichtig. Ab dem Studienjahr 2009/10 wird der Fachbereich Sozialwesen den Studiengang Soziale Arbeit als siebensemestrigen Bachelorstudiengang anbieten. Das bewährte Konzept integrierter und von der Hochschule begleiteter Praxisphasen im dritten und sechsten Semester in geeigneten und überprüften Praxisstellen Sozialer Arbeit unter fachlicher Anleitung berufserfahrener Sozialarbeiter wird beibehalten. (ht)


aus den struktureinheiten Entwurf eines touristischen Marketingkonzepts für Hainewalde

Studenten des internationalen Netzwerkes Neisse University feierlich verabschiedet

Am 25. Juni dieses Jahres präsentierten die Studenten des Masterstudienganges Tourismus unserer Hochschule die Ergebnisse ihres touristischen Marketingkonzeptes für Hainewalde, einem Ortsteil von Großschönau, einer breiten Öffentlichkeit. In Zusammenarbeit mit dem Förderverein zur Erhaltung des Kanitz-Kyawschen Schlosses Hainewalde e.V. und der Tourist-Information Erholungsort Waltersdorf suchten die Studenten ein Semester lang im Rahmen des Studienmoduls „Zukunftswerkstatt“ nach praktischen Lösungen zur Unterstützung des Tourismus. Sie wurden von den Einwohnern Hainewaldes bereitwillig unterstützt. An die Präsentation der Ergebnisse schloss sich eine Diskussion mit Vertretern der Gemeindeverwaltung, Mitglieder der ortsansässigen Vereine und Dienstleister sowie Hainewalder Bürger an. Die Umsetzung des Entwurfes liegt in den Händen der Hainewalder Bürger, die sich der Unterstützung durch die Tourist-Information Erholungsort Waltersdorf sicher sein können. (mg)

Zum sechsten Mal fand am 10. Juli dieses Jahres im Rathaus der Stadt Görlitz die feierliche Verabschiedung der Absolventen des trinationalen englischsprachigen Bachelorstudienganges „Informations- und Kommunikationsmanagement“ im Rahmen des internationalen Netzwerkes Neisse University statt. Im Beisein von offiziellen Vertretern der drei beteiligten Einrichtungen – TU Liberec, TU Wrocław, Hochschule Zittau/Görlitz – sowie Gästen und Eltern wurden 16 Absolventen verabschiedet. In der Vergangenheit wurden gemeinsam alle Anstrengungen unternommen, das internationale Netzwerk Neisse University für Studierende aus Die Besten ihres Jahrgangs – Roman Nicht-EU-Staaten zu öffnen. Das ist uns und Robert Pollack gelungen. Erstmals konnte auch ein AbFoto: HS-Trillenberg solvent aus Nigeria verabschiedet werden. Als Beste der Matrikel 2006 schlossen die Zwillingsbrüder Roman und Robert Pollack ihr Studium mit dem Prädikat „mit Auszeichnung bestanden“ ab. (ht) .

„Getürmtes Wissen“ Jeder Besucher der Hochschulbibliothek konnte es im letzten Semester sehen – das Kunstprojekt „Getürmtes Wissen“ – erschaffen von Maria Elger und David Pidde. Beide studieren Architektur im 1. Studienjahr und wurden von Professor Jos Tomlow betreut. In mehr als 50 Stunden erschufen sie diesen „Wissensturm“ aus 3.500 Büchern im Rahmen des Studienfaches „Plastisch-räumliches Gestalten“. Die Idee für ein solches Projekt kam Ralf Schwarzbach von der Hochschulbibliothek bei einem Besuch der Prager Stadtbibliothek, als er dort einen Bücherturm des Künstlers Matej Kren sah. Eine Menge veraltete Literatur im Bestand der Bibliothek wartete förmlich darauf, künstlerisch auch einmal so in Erscheinung zu treten. Maria Elger, David PidDie Idee stieß bei der Direktorin der Hochde und ihr Kunstobjekt schulbibliothek, Dr. Rosemarie Konschak, Foto: HS-Trillenberg auf offene Ohren und mit Architekturprofessor Jos Tomlow war schnell der richtige Ansprechpartner im Fachbereich Bauwesen gefunden. Die Bibliothek stellte für die Verwendung der Bücher allerdings zwei Bedingungen: es sollte ein Kunstwerk entstehen, und die verwendeten Bücher dürfen nicht beschädigt werden. Letztere Bedingung deshalb, weil die ausgesonderten Bücher am Ende des Kunstprojektes im Rahmen eines Buchbasars verkauft werden sollen. (rs)

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und Sächsische Aufbaubank fördern im Rahmen des Europäischen Sozialfonds Promotionsverfahren Die Hochschule hat im Juli dieses Jahres zwei weitere Zuwendungsbescheide für die Durchführung kooperativer Promotionsverfahren erhalten. Partneruniversitäten sind die TU Dresden, Fakultät Maschinenwesen (Prof. Michael Beckmann), und die TU Bergakademie Freiberg (Prof. Peter Löber). Mit diesen Promotionsverfahren wird das Wissenschaftspotenzial der Hochschule auf dem Gebiet der Energieund Umwelttechnik weiter gestärkt. Die Themen umfassen die verfahrenstechnische und automatisierungstechnische Prozessoptimierung in modernen kohlegefeuerten Kraftwerken, insbesondere die CO2-abscheidefreien Kraftwerke. Die Bearbeitung der Themen erfolgt an der Hochschule in enger Kooperation mit der Fakultät Maschinenwesen (Prof. Tobias Zschunke) und dem Institut für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik (Prof. Rainer Hampel). Ein wichtiger Kooperationspartner ist die Vattenfall Europe Generation AG. (rh)

31


aus den struktureinheiten

Studentenpark entsteht in Zittau Auf Initiative des Studentenrates unserer Hochschule wurde am 15. Mai d. J. auf der Brachfläche Hochwaldstraße/ Ecke Kantstraße in Zittau mit der Pflanzung von 15 Bäumen die Grundlage für einen Studentenpark gelegt. In Vertretung des Oberbürgermeister der Stadt Zittau pflanzten Stadtrat Dr.-Ing. Thomas Kurze, unser Rektor, Professor Rainer Hampel und Johann Middents, Vorsitzender des Personalrates des Internationalen Hochschulinstituts Zittau in der Mitte der Fläche jeweils einen Bergahorn (Baum des Jahres 2009). Diese Bäume symbolisieren die Stadt und die jeweiligen Bildungseinrichtungen. Im umschließenden Kreis wurden durch den Studenten-

rat sechs Hainbuchen gepflanzt, die für die Studierenden der sechs neu gegründeten Fakultäten der Hochschule stehen. Weitere sechs Linden komplettierten für den Anfang den Park und fanden entlang des Hauptweges ihren Platz. Die Linden sollen den Weg durch das Studium verkörpern. Da zu jedem Park auch Sitzmöglichkeiten gehören, hat Professor Reinhardt Hassa, Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe Generation AG, dafür kurzfristig finanzielle Unterstützung zugesagt. Studentengruppen, die ihr Studium erfolgreich abschließen, haben zukünftig die Möglichkeit, auf dem Gelände weitere Bäume zu pflanzen und so eine Spur in der Stadt zu hinterlassen. Der

Bei der

Baumpflanzung entstehende Park Foto: HS-Trillenberg wird neben den Studenten auch den Bürgern der Stadt Zittau zur Erholung dienen und zur tieferen Einbindung der Studenten in das städtische Leben beitragen. (fe)

Schottland-Exkursion 2009

Die Hochschule Zittau/Görlitz unterwegs in Bonnie Scotland Knapp 20 Studierende der Studiengänge Übersetzen Englisch/Polnisch und Englisch/Tschechisch waren von Ende April bis Mitte Mai 2009 in Schottland unterwegs. Diese Exkursion durch ein Land voller Geschichte und Kultur hat sich dank

Im Rathaus von Glasgow Foto: HS-Trillenberg

des Engagements von Prof. M.A., Ph.D. (Cantab.) Richard Humphrey seit Bestehen des Fachbereiches Sprachen bereits zu einer Tradition entwickelt. Interessierte Sprachstudenten im Diplomsemester erhalten, unterstützt durch den Fachbe-

32

reich, die Möglichkeit, etwa zwei Wochen in die turbulente Geschichte, die reiche Kultur und die überwältigenden Landschaften Schottlands einzutauchen. Die erste Woche war geprägt von den schottischen Metropolen Glasgow und Edinburgh. An beiden Orten wurde zum besseren Kennenlernen von Stadt und Menschen ein „Geländespiel“ mit Fragen zu Geschichte, Tradition, Architektur, Kultur, berühmten Söhnen und Töchtern der Stadt und vielem mehr durchgeführt. Darüber hinaus gab es Musical- und Theaterbesuche sowie Besichtigungen von geschichtlich bedeutenden Orten. Auch dem schottischen Parlament wurde ein Besuch abgestattet. Die zweite Woche ging es dann kreuz und quer durch den Rest Schottlands. Geographisch gesehen ging es von Edinburgh im Osten an die Westküste, durch die Lowlands, die Highlands, über das Meer auf die Isle of Lewis and Harris, zurück auf das Festland und durch die Highlands – vorbei u.a. an Loch Ness – wieder zurück nach Glasgow. Geschichtlich-kulturell gesehen ging es von bis zu 5000 Jahre alten Kult-

stätten im Stile von Stonehenge über prähistorische Steinhäuser, William Wallace, Robert the Bruce, John Knox und die Reformation, die Highland Clearances, Bonnie Prince Charlie, industrielle Revolution, Robert Burns und viele mehr bis hin zu Charles Rennie Mackintosh und Queen Elizabeth II., deren Sommerresidenz – Balmoral Castle – selbstverständlich auch auf dem Programm stand. Die kulinarische Perspektive kann mit Ausnahme von Schottlands bestem Fish and Chips in Ullapool getrost außer Acht gelassen werden, denn das allerorts servierte Continental Breakfast rief bei den meisten Reiseteilnehmern wenig Begeisterung hervor. Beim Single Malt kamen dann allerdings doch noch einige Feinschmecker auf ihre Kosten. Insgesamt waren die 16 Tage reichlich gefüllt und so war es praktisch unmöglich, nicht mit Eindrücken überladen nach Deutschland zurückzukehren. Wer mehr bildliche Eindrücke von Schottland erhalten möchte, der betrachte die in Haus Z VII ausgestellten Gewinnerfotos des unter den Teilnehmern ausgetragenen Fotowettbewerbes. (mk)


STudieren in Sachsen

„PACK DEIN STUDIUM. AM BESTEN IN SACHSEN“

Eröffnung der Kampagne in Dresden

Foto: HS-Trillenberg

„STUDIEREN IN FERNOST“

Eröffnung der Kampagne in Berlin

Im Sommer vergangenen Jahres ist auch die „Länderübergreifende Dachkampagne und gemeinsame Strategie zur Vermarktung der Studienstandorte und Studienangebote der ostdeutschen Länder“ angelaufen. Die Ausschreibung gewann die Agentur Scholz & Friends gemeinsam mit dem Online-Partner Aperto. Die orchestrierte Kampagne soll bis zum Jahr 2012 die Vorteile und Vorzüge eines Studiums in den neuen Ländern kommunizieren und die Vorurteile gegenüber den ostdeutschen Studienorten entkräften. Auftraggeber sind die Kultusministerien der Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Bundesländer hatten sich im Rahmen des Hochschulpaktes 2020 mit der Bundesregierung auf die Marketingkampagne für die Hochschulen verständigt, um die Studienanfängerzahlen trotz des Bevölkerungsschwundes im Osten aufrechtzuerhalten. Von Scholz & Friends wurde ein vierteiliges Wettbewerbskonzept mit dem Ziel Foto: HS-Trillenberg

Unter diesem Logo wirbt das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst für ein Studium an einer sächsischen Hochschule. Nach langer Vorbereitung wurde die Kampagne im September letzten Jahres offiziell mit einer Road-Show in Bayern gestartet. Auftakt war die Messe „Abi pure“ in Nürnberg, auf der sich auch unsere Hochschule präsentierte, und das gleich zweimal, zum einen mit einem eigenen Stand mit dem wiedererkennbaren Outfit unseres Ministeriums. Zum anderen wurde die Kampagne durch eine Absolventin unserer Hochschule, Melanie Kellermann von der Fachgruppe Chemie, mitpräsentiert. Sie ist mittlerweile zu einer festen Größe im Team der RoadShow geworden und wirbt neben einem Studium in Sachsen auch kräftig für ein Studium an unserer Hochschule. (ht)

„Best Practice“ erarbeitet, dass folgende Themen umfasst: 2009 „Bestes Servicekonzept für Studienanfänger“ 2010 „Bestes Konzept für einen Campus-Day“ 2011 „Bestes Konzept für die Einbindung von Städten“ 2012 „Bestes Konzept für die Einbindung von Unternehmen“ Mit den Preisgeldern wird den Siegerhochschulen ermöglicht, ihre Ideen in die Praxis umzusetzen. Zentrales Element von „Studieren in Fernost“ ist eine Kooperation mit schülerVZ, dem größten sozialen Netzwerk für Schülerinnen und Schüler in Deutschland. Eine neuartige, spielerische Studiensuchmaschine mit Flash- und Videoelementen führt den Nutzer vom seinem individuellen Interesse zu einem Kurzprofil seiner idealen Hochschule. Von dort ist es nur noch ein Mausklick bis zu den Ansprechpartnern vor Ort. Neben den umfangreichen Vorbereitungen für den Internetauftritt, wurde dieser durch virale Maßnahmen flankiert. Unsere Hochschule zählte mit zu denen, an der einer der ersten sechs Filme „Studieren in Fernost“ gedreht wurde. Gedankt sei an dieser Stelle Professor Roland Bärsch und Katharina Scheibe, die neben den Hauptfiguren Gang und Dong als Darsteller fungierten, aber auch den Studierenden der Neisse University und des Studienganges Kultur und Management, die ganz hervorragend vor der Kamera agierten. Am 23. April dieses Jahres wurde der Film offiziell der Öffentlichkeit in Berlin vorgestellt und für das Portal „Studieren in Fernost“ freigeschalten. Die Resonanz auf den Trailer und den Film unserer Hochschule war enorm. Zeitgleich übernahmen Campusspezialisten die Kommunikation mit Studieninteressenten. Unsere drei studentischen Campusspezialisten sind Laure Teillet vom Studiengang Kultur und Management, Fred Fischer von der Kommunikationspsychologie und Johannes Schöner vom Studiengang KIA-Elektrotechnik. Sie beantworteten Anfragen aus Schülerkreisen zum Studium und studentischen Leben in Zittau und Görlitz und werben für ein Studium an unserer Hochschule. (ht)

33


berufungen Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Kästner

Apl. Prof. Dr.-Ing. Anke Traichel

Prof. Dipl.-Ing. Thomas Worbs

seit August 2008 Professor für das Fachgebiet Kraftwerks- und Prozessautomatisierung an der Fakultät Elektrotechnik und Informatik

seit Juni 2008 außerplanmäßige Professorin für Reaktor- und Anlagensicherheit an der Fakultät Maschinenwesen

seit März 2008 Professor für Massivbau an der Fakultät Bauwesen

• 1961 geb. in Bad Langensalza / Thür. • 1983–1988 Studium der Kernenergietechnik an der Technische Hochschule Zittau • 1993 Promotion zum Dr.-Ing. an der TU Dresden zum Thema „Anwendung modellgestützter Meßverfahren zur Bestimmung des Gemischspiegels in Druckbehältern“ • 1988–1989 wissenschaftlicher Assistent an der TH Zittau Fachgebiet Meßtechnik / Prozeßautomatisierung • 1990–1993 wissenschaftlicher Mitarbeiter (Drittmittelforschung) an der TH Zittau • 1993–2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter (Drittmittelforschung) an der HS Zittau/Görlitz, Institut für Prozeßtechnik, Prozeßautomatisierung und Meßtechnik (IPM), Fachgebiet Meßtechnik/ Prozeßautomatisierung; Leiter der Forschungsgruppe „Reaktorsicherheit“ • 2001–2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter (Drittmittelforschung) am AN-Institut IPM e.V. • 2002–2004 Projektmanager (Drittmittelforschung) an der Hochschule, IPM • ab 2004 Wissenschaftsprojektmanager, HS Zittau/Görlitz, IPM

34

• 1966 geboren in Wolgast • 1988–1993 Studium im Studiengang Maschinenbau/Kernkraftwerkstechnik an der TH Zittau • 2004 Promotion an der Universität Karlsruhe/Fakultät für Maschinenbau zum Thema „Neue Verfahren zur Modellierung nichtlinearer thermodynamischer Prozesse in einem Druckbehälter mit siedendem Wasser-Dampf Gemisch bei negativen Drucktransienten“ • seit 1993 wissenschaftliche Mitarbeiterin, HS Zittau/Görlitz, IPM • 03/2000–09/2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin, HS Zittau/Görlitz, IPM, Fachgebiet Meßtechnik/ Prozeßautomatisierung, Forschungsgruppe Reaktorsicherheit • 2004–2006 Wissenschaftsprojektmanagerin, HS, IPM, Fachgebiet Meßtechnik/Prozeßautomatisierung und Kerntechnik sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin Fachbereich Maschinenwesen • 2006–2008 Leiterin der Forschungsgruppe Reaktor- und Anlagensicherheit (Fachgebiet Kerntechnik) an der Hochschule, IPM, und Forschungspro-fessur Reaktor- und Anlagensicherheit, Fachbereich Maschinenwesen • Seit 2008 Fachgebietsleiterin „Kerntechnik“, HS Zittau/Görlitz, IPM

• 1971 geboren in Löbau • Ausbildung Zimmermann in Görlitz • 1997 Abschluss des Studiums Bauingenieurwesen an der TU Braunschweig • 1992–1998 wissenschaftl. Mitarbeit: • Institut für Massivbau und Brandschutz (iBMB) TU Braunschweig: Denkmalpflegeforschung, Bereich Mauermörtel • Amtl. Materialprüfanstalt für das Bauwesen Braunschweig, Bereich Mauerwerk • Programmierer im Stahlbetonbau für die SIKA Chemie GmbH „Bemessungsprogramm nach DIN 1045 für die Verstärkung von Stahl- und Spannbetonbauteilen mit kohlenstofffaserverstärkten Kunststofflamellen“ • seit 1998 Statiker (seit 2002 in eigenem Ingenieurbüro) • 2004–2008 Lehrbeauftrager an der HS Zittau/Görlitz; Fächer: Mauerwerksbau, Stahlbetonbau, CAD • seit 2008 Zusammenarbeit mit der Materialprüfanstalt Braunschweig beim Bau von Spannbetonbrücken: Fremdüberwachung beim Spannen des Spannstahls und beim Verpressen der Hüllrohre • Qualifizierter Tragwerksplaner im Freistaat Sachsen • Bauvorlageberechtigt • Sachverständiger für Schäden an Gebäuden, Schwerpunkt: Risse im Mauerwerk


berufungen Prof. Dr. phil. Steffi Tollkühn

Prof. Dr. rer. pol. Mario Straßberger

seit 1. April 2009 Professorin für Pädagogik der Frühen Kindheit an der Fakultät Sozialwissenschaften

seit 1. Juli 2009 Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwirtschaft und Finanzdienstleistungen

Zu Honorarprofessoren der hochschule wurden bestellt: Dipl.-Ing. Reinhardt Hassa „Energiewirtschaft / Kraftwerksmanagement“

Dr. phil. Petra Kemter „Kommunikationspsychologie“ • 1969 geboren in Leipzig • 1988–1994 Studium an der Universität Leipzig, Lehramt Mittelschule Deutsch/ Englisch • 1993–1996 Studium an der Universität Leipzig, Lehramt Förderschule / Sprachheilpädagogik • 2005–2007 Studium an der Universität Leipzig, Lehramt Förderschule / Lernbehindertenpädagogik • 2001 Promotion an der Universität Leipzig zum Thema „Die sprachlichen Fähigkeiten von Erstklässlern – Eine Untersuchung an den Grund- und Förderschulen des Freistaates Sachsen“ • 1996–2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang der Berufsbegleitenden Weiterbildung Sprachbehindertenpädagogik am Institut für Förderpädagogik der Universität Leipzig • 2001–2007 wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Sprachbehindertenpädagogik, Institut für Förderpädagogik der Universität Leipzig • 2007–2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Heil- und Sonderpädagogik der Justus-LiebigUniversität Gießen; Sprachheilpädagogik und Bildung und Erziehung in der Frühen Kindheit

• 1970 geboren in Freital • von 1991 bis 1997 Studium an der TU Dresden, Betriebswirtschaftslehre (Languages for Business) (davon 1995 – 1996 an der University of Wolverhampton, U.K.) • 2002 Promotion an der TU Dresden zum Thema Risikokapitalallokation und Marktpreisrisikosteuerung mit Value-atRisk-Limiten • 1998–2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Professor Dr. Hermann Locarek-Junge, Lehrstuhl für Finanzwirtschaft an der TU Dresden • 2003–2005 wissenschaftlicher Assistent bei Professor Dr. Wolfgang Kürsten, Lehrstuhl für Finanzierung, Banken und Risikomanagement an der Friedrich-Schiller-Universität Jena • 2005–2009 Projektmanager im Risikocontrolling Marktpreisrisiken bei der KfW Bankengruppe Frankfurt am Main

Dipl.-Ing. Bernd Röpke „Leit- und Sicherungstechnik“

Ing. Osvald Modrlák, Csc „Regelungstechnische Systeme“

35


IMPRESSUM Herausgeber: Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz – University of Applied Sciences Redaktion: Hella Trillenberg Telefon: 03583 611403 Telefax: 03583 611402 Online: www.hs-zigr.de E-Mail: presse@hs-zigr.de Redaktionsschluss: 31. 07. 2009 Fotos und Texte ohne Angabe: Hella Trillenberg Designkonzept: apparat12.de / Zittau Satz und Gestaltung: apparat12.de / Zittau Druck: Graphische Werkstätten Zittau GmbH (ht) Hella Trillenberg (mk) Matthias Kenkel (mv) Matthias Theodor Vogt (cp) Christian Pfeiffer (ak) Alexander Kratzsch (rs) Reinhard Schwerter (bd) Bernd Delakowitz (rg) Roland Giese (er) Ernst Richter (wm) Wolfgang Menzel (mk) Mayk Wendisch (es) Erika Steinert ( jk) Jörn Krimmling (fa) Friedrich Albrecht ( jh) Jana Hofmann (hp) Hartmut Paetzold (fs) Frank Schneider (rh) Rainer Hampel (rf) Rudolf Förster (tp) Thomas Gockel ( jz) Joachim Zielbauer (ms) Michael Schlitt (mj) Margitta Großmann (rs) Ralf Schwarzbach (fe) Frank Elschner

Einblick 2009  

Magazin der Hochschule Zittau/Görlitz

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you