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Jan Fahlke Charlotte Huber Laura Kemptner Eva-Marie Kietzmann Jana Liszewski Leon Maurer Lia Peterschmitt Charles Pinon Frederic Seifert Augustin Sticksel Nicola Sturm Justus Walter Sarah Jasmin Weber Stefanie WĂśhl Antonia Zech Julia Ziener Hannes Zollner

Einzelgänger: Corona Walks


Einzelgänger: Corona Walks

Sommersemester 2020: Studieren im Kontext der COVID-19-Pandemie Keine Präsenzveranstaltung, Projektstudium ohne Zusammensitzen mit den andern Gruppenmitgliedern, Arbeiten zuhause, oftmals auch am Heimatwohnort, Kommunikation über VideoKonferenzen, Chats und Online-Kursräume – das waren die Randbedingungen für das Studienprojekt „Planen und Entwerfen 4“ im 4. Semester des Bachelor-Studiengangs Landschaftsarchitektur, das auf städtebauliche Fragen fokussiert ist. Die dort erarbeiteten Konzepte wurden in dieser künstlerisch ausgerichteten Wahllehrveranstaltung auf die Betrachtung der eigenen Wohnumgebung transferiert: Als Touristen sind wir mit offenen Augen und Ohren unterwegs, kleinste Details werden interessant und werden Mosaiksteinchen in einem Bild, das wir uns von dem neu erschlossenen Ort machen. Das fällt uns im Allgemeinen beim Gehen durch unsere gewohnte Umgebung schwer. Daher entwickelten die Studierenden künstlerische Methoden, um das eigene Umfeld tiefer zu erfahren, in Teilen neu zu sehen und neue Zusammenhänge wahrzunehmen. Vielleicht, so eine Ausgangsfrage, lassen sich auf diesem Weg sogar Erfahrungen bündeln, die die COVID-19-Pandemie im Stadtraum und Lebensumfeld sichtbar machen.

Karl-Heinz Einberger

Lehrgebiet Gestaltungs-Grundlagen und Künstlerische Praxis


Einzelgänger: Corona Walks Jan Fahlke

Stadtklang statt Klangstadt


so...

Wochenmarkt, 27.06.2020, 0800-0810Uhr


Dass die aktuelle Maskenpflicht ein Mittel im Kampf gegen Corona ist - das steht außer Frage. Doch Hörbehinderte sind im Gespräch mit ihrem Gegenüber auf deren „Mundbild“ angewiesen.

WDR: Herr Bohlmann, wie erleben Sie aktuell ihren Alltag mit Maske ? Holger Bohlmann: Anstrengend und deprimierend. Ich traue mich selten Menschen anzusprechen, denn dann muss ich mich und meine Hörbehinderung immer wieder erklären. Keine einfache Situation.

Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/gehoerlos-maskenpflicht-lippenlesen-interview-100. html, aufgerufen am 24.06.2020


Fakultät Landschaftsarchitektur Modul Planen und Entwerfen im Stadtquartier Wahl-Lehrveranstaltung Sommersemester 2020 Stadtqualitäten künstlerisch erschließen Prof. Karl-Heinz Einberger


Charlotte Huber

Spi e ge l u ngen & Wa sse r Einzelgänger: Corona Walks


Die Welt


steht Kopf


Zuhause


bleiben


Nahes


entdecken


Dorfleben


statt Dschungel


Natur erwacht


Autos stehen


Fakultät Landschaftsarchitektur Modul Planen und Entwerfen im Stadtquartier Wahl-Lehrveranstaltung Sommersemester 2020 Stadtqualitäten künstlerisch erschließen Prof. Karl-Heinz Einberger


Leben und leben lassen

Einzelgänger: Corona Walks Laura Kemptner


Regina (29), Lageristin


Horst (44), Arbeitssuchend


Jenny (34), Studentin


Franz (64), Hobbygärtner


Sybille (38), Hundetrainerin


Justus (36), Autohausbesitzer


Hans-Peter (48), Anwalt


Hannah (52), Biomarktleiterin


Heinz (61), Disponent


Peter (37), Gärtner


Hannes (31), Facility Manager


Simon (26), Metallbauer


Susanne (46), Krankenschwester


Wilhelm (87), Rentner


Fakultät Landschaftsarchitektur Modul Planen und Entwerfen im Stadtquartier Wahl-Lehrveranstaltung Sommersemester 2020 Stadtqualitäten künstlerisch erschließen Prof. Karl-Heinz Einberger


E V A - M A R I E

KK

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K I E T Z M A N N

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E I N Z E L G Ä N G E R : C O R O N A WA L K S


Fakultät Landschaftsarchitektur Modul Planen und Entwerfen im Stadtquartier Wahl-Lehrveranstaltung Sommersemester 2020 Stadtqualitäten künstlerisch erschließen Prof. Karl-Heinz Einberger


Jana Liszewski

Introversion

Einzelgänger: Corona Walks


Einzelgänger Flaneure haben Zeit, den anderen Menschen eilt. Belebte Straßen betrachten, Gesichter die Ihn anlachten. Bis auf weiteres geschlossen, Gewohnheit, Träume zerflossen. Flaneure haben Zeit, belbet ist hier nichts mehr, Einsamkeit. Der Blick wendet sich, man schaut genauer. Verschlossen ist hier reichlich, Türen, Häuser verriegelt auf Dauer. Fragen kommen auf, man lässt seiner Phantasie freien Lauf.


Wie kam man da ran?


Was versteckt sich hinter den TĂźren?


Was passierte in dieser Gasse?


Welche Menschen lachten zusammen hinter diesen TĂźren?


Wer ging hier aus und ein?


Welche Menschen lebten hier TĂźr an TĂźr?


Wer klopfte einst an diese TĂźr?


Wer beobachtete die Geschehnisse durch das Fenster?


Nicht nur in Zeiten Coronas bleibt uns der Zugang verwehrt, anderes ist schon von langer Dauer gesperrt. Man kann oft keinen Blick hinter die Mauern und TĂźren erfassen, doch bleibt uns die Phantasie von der wir uns treiben lassen.


Fakultät Landschaftsarchitektur Modul Planen und Entwerfen im Stadtquartier Wahl-Lehrveranstaltung Sommersemester 2020 Stadtqualitäten künstlerisch erschließen Prof. Karl-Heinz Einberger


Leon Maurer

Vorstadt des letzten Jahrhunderts trifft Moderne

Einzelgänger: Corona Walks


Ob nun ältere vielteilige Architektur


oder die Moderne mit geometrischen Formen


- schรถne Beispiele sind in beiden Stilrichtungen zu finden.


Jedoch kรถnnen auch scharfe Grenzen entstehen


Diese kÜnnen wiederrum durch vernachlässigte Pflege, sich stark unterscheidende Stile oder auch eine Mischung aus beidem entstehen


Korrekte Pflege schafft interressante Bilder


Persรถhnliche Elemente bilden schรถne schรถne Aspekte


In der Zukunft wird sich noch einiges ändern undes wird sich zeigen ob eine Harmonie zwischen gewachsener Struktur und moderner Konformität entsteht.


Fakultät Landschaftsarchitektur Modul Planen und Entwerfen im Stadtquartier Wahl-Lehrveranstaltung Sommersemester 2020 Stadtqualitäten künstlerisch erschließen Prof. Karl-Heinz Einberger


Peterschmitt Lia

Die Wildpflanze in der Stadt

Einzelgänger: Corona Walks


Wenn ich rosa wäre, wßrden Sie mich bemerken?


Vielleicht mßsste ich noch erstaunlicher sein. Wie wäre es mit blau mit roten Punkten?


Und wenn ich singen wĂźrde, wĂźrden Sie mich anschauen?


HEY ! DU !


Vielleicht, wenn ich blumig wäre.


Oder Fluo ! Kรถnnten Sie mich auch nachts sehen!


Fakultät Landschaftsarchitektur Modul Planen und Entwerfen im Stadtquartier Wahl-Lehrveranstaltung Sommersemester 2020 Stadtqualitäten künstlerisch erschließen Prof. Karl-Heinz Einberger


Ihr Name

Ihr Titel (frei platzierbar)


Fakultät Landschaftsarchitektur Modul Planen und Entwerfen im Stadtquartier Wahl-Lehrveranstaltung Sommersemester 2020 Stadtqualitäten künstlerisch erschließen Prof. Karl-Heinz Einberger


Nicola Sturm

VogelFrei

Einzelgänger: Corona Walks


VogelFrei Geschrieben und Illustriert von Nicola Sturm Entsanden während des Moduls „Planen und Entwerfen im Stadtquartier“ in der Wahl-Lehrveranstaltung: „Einzelgänger: Corona Walks“ der Fakultät Landschaftsarchitektur. Betreuer: Prof. Karl-Heinz Einberger


Tino lief die schmalen Gassen der Stadt entlang. Er war gerne draußen, jedes Mal gab es etwas neues zu entdecken! Fröhlich blickte er auf die Straße vor ihm. Doch zu sehen gab es heute nicht viel besonderes.


Aber zu hören! Tino blieb stehen und spitzte seine Ohren. Er hörte Menschen auf der Straße und in den Cafes. Die Autos in der Innenstadt und das laut aufgedrehte Radio in der Wohnung über ihm.


Aber wenn Tino genau hinhörte, hörte er noch etwas anderes: Vögel! Tino blieb stehen und sah sich um. Da waren die Tauben auf der Straße, die Spatzen auf der Mauer und im Himmel sah man Schwalben ihre Kreise über der Stadt ziehen.


Tino freute sich sehr über die Vögel. Niemand außer ihm schien sie zu bemerken. Die Menschen auf der Straße sahen nur auf den Boden vor ihnen. Doch was war das? Tino blieb stehen und lauschte wieder. Da war doch etwas! Er hörte wieder einen Vogel. Aber sein Ruf war lauter und ganz anders als das Zwitschern der anderen Vögel im Himmel.


Tino sah sich um. Und da sah er es! Ein Vogel hing in einem Netz zwischen zwei Häusern fest. Wild flatterte er mit den Flßgeln, doch er kam nicht los. Zu sehr war er schon in dem Netz verheddert.


Tino musste ihm helfen! Alleine wĂźrde der Vogel es niemals schaffen. Tino streckte und reckte sich, aber er kam einfach nicht an das Netz heran. Es war viel zu weit oben gespannt.


Tino sah sich um. Es war viel los in der Stadt, da konnte ihm sicher einer der vielen Menschen helfen. „Entschuldigen Sie, könnten Sie mir vielleicht helfen?“ fragte Tino mutig einen großen Mann. „Da hängt ein Vogel im Netz fest.“ Doch der Mann schaute nur finster und schüttelte den Kopf.


„Der Vogel kann da ruhig bleiben. Einer weniger von diesen nervigen Biestern! Überall Vogeldreck wo die sich breit machen und einen Höllen Lärm machen sie auch! Da muss man sich wehren. Schau dich doch mal um. Hier gibt es überall Netze, Stacheln und Gitter. Keiner will die Vögel hier haben.“ Der Mann schüttelte nochmals den Kopf und ging einfach weiter.


Traurig schaute Tino zu dem Vogel. Er mochte die Vögel in der Stadt. Irgendwer musste ihm doch helfen können! Tino fragte und fragte, aber keiner wollte dem Vogel in seiner Not helfen. Doch als Tino schon fast aufgegeben hatte, war Rettung in Sicht! Tante Ella kam gemütlich die Straße entlang geschlendert. Aufgeregt lief Tino ihr entgegen. „Tante Ella, du musst mir helfen! Da hängt ein Vogel im Netz fest!“


Tino war sich sicher, dass ihm Tante Ella helfen konnte. Sie war die schlauste und stärkste Tante der Welt! Als Tante Ella den Vogel sah, runzelte sie die Stirn. Tino bekam Angst, dass sie ihm auch nicht helfen wollte. Doch Tante Ella schnappte sich einen der Stßhle, kletterte darauf, reckte sich und befreite vorsichtig den Vogel.


„Der Arme. Sowas passiert leider öfter. Obwohl die Vögel genauso zu der Stadt gehören wie wir, wollen viele Menschen sie hier nicht haben.“ Tino überlgte: “Gibt es denn keinen Ort an dem auch die Vögel wilkommen sind?“ Tante Ella wiegte den Kopf hin und her und zog ratlos die Schultern hoch. „Das mit den Menschen und Vögeln ist meistens schwierig... Aber es gibt immer ein paar nette Leute die auch den Vögeln einen Platz geben. Komm mal mit.“


Gemeinsam liefen Tino und Tante Ella, die den Vogel ganz vorsichtig in der Hand hielt, los. Nach kurzer Zeit waren die beiden in einer hübschen Seitenstraße. Hier sah es ganz anders aus als in der Hauptstraße der Innenstadt. Es gab mehr Bäume und Blumen, hier und da waren kleine Vogelhäuschen und in den Bäumen hingen sogar jetzt noch Meisenknödel.


„Hier wird es ihm besser gefallen.“ sagte Tante Ella und setzte den Vogel vorsichtig auf einen Ast, nahe eines Meisenknödels. Etwas benommen blinzelte der Vogel ein paar Mal und flog dann zwitschernd davon. Tino freute sich sehr, hier war es wirklich schöner. Wenn er groß war wollte er auch Platz für Vögel in seinem Garten haben und jedem Vogel helfen, so wie Tante Ella.


Und als Tino und Tante Ella wieder nach Hause liefen, hörte es sich fast ein bisschen so an, als würden die Vögel noch lauter und schöner singen als sonst. Nur für die beiden.


VogelFrei


Fakultät Landschaftsarchitektur Modul Planen und Entwerfen im Stadtquartier Wahl-Lehrveranstaltung Sommersemester 2020 Stadtqualitäten künstlerisch erschließen Prof. Karl-Heinz Einberger


justus walter

ausgänge

Einzelgänger: Corona Walks


fragen

wie weit fliegt papierkram aus dem elften stock des bßrogebäudes? wo spielt die musik und wo ist selbst ein flßstern zu laut? wo nagt der zahn der zeit, erstickt vergangenheit? wie wird man taschendieb wo ist der boulevard of broken dreams wann war ich zuletzt hier wie ist es gleich am rathausplatz zu wohnen? was macht der wirt nach zapfenstreich wie kommt man nachts ins freibad rein hat jemand unsere katze gesehen? wohin soll ich nun gehen wohin die forschen augen drehen wo kann ich das weite finden aus dem sonnenlicht verschwinden? wer bin ich in dieser stadt und was ist diese stadt in mir?


diaschau

gebäudeschatten schnitt den platz der sich füllt und leerte diagonal in hitzigen disputen das telefon am ohr saß sie: die fremde auf den marmorstufen statistengruppen eilen vorbei nur kurze lücken hielten den anblick aufrecht es wirkte wie eine diaschau ihrer gesten und lippenbewegungen


mindestabstand

wir trafen uns am kassenband ich sah dich in der warteschlange du hattest rouge auf deiner wange vielleicht auch nicht die maske saß dir vorm gesicht zum abschied gabst du mir die hand bester laune, blanke zähne kurz nach vier vor deiner tür begrüßt du mich in ernstem ton 'heut nur durch den türspion‘ und dass ich dirs nicht übelnähme: du wärst jetzt in der quarantäne erleichtert endlich frei nach monaten des einerlei die lang ersehnten lockerungen es war zuletzt auch wie gezwungen wie schön wir uns seitdem vermeiden ich konnt dich sowieso nicht leiden


a walk picture a place somewhere uptown do not hesitate go find your way and see it now day traffic jaywalking rusty rails burning concrete wobble bone cobblestone streets without a name chewing gum cigarette butts busker rugs picking up forgetmenots and coins that didn‘t make the fountain wait and turn around then listen to the song being played it‘s not to late to put those coins into the open guitar case


further past the workshops empty counter bars long broke cinemas something-factories smelling ever so heavily this funky neighborhood it‘s been a while since you showed up were striving for and travelling far it‘s understood but now you‘ve reached a dead end street well my friend it‘s always twice we meet


tausend schuhe

trete auf der stelle rührungslos dort wo einst bewegung war wie ordentlich wie praktisch so störungsfrei zu sein entspannt und kalt als kippenstummel im asphalt ich schätze die ruhe kommt mit der zeit sobald ich die ersten tausend schuhe über mich hetzender spüre ich sie weder noch die einsamkeit


spuren

ich laufe die wege meiner heimatstadt. wege, die mir ewig ins gedächtnis eingebrannt sind. der schulweg, der weg zu freunden, zum sport. so oft bin ich auf diesen wegen hin und zurück, dass ich schon fast meine fußspuren im asphalt erkenne. wie oft aber wollte ich die strecke nur so schnell wie möglich zurücklegen, in gedanken schon am ziel. nun laufe ich in diesen alten spuren und es fällt schwer, mich von diesen gedanken zu befreien und den weg nicht nur als mittel zum zweck zu sehen.


stufen rastlose gedanken kann ich nicht mehr schlafen ras los wie ein irrer von hafen zu hafen stufe um stufe um stufe steig ich empor stell mir vor ich wär schon oben auf der treppe nach vorn jeden tag jede nacht jede wache minute bilder der alten zeit suchen mich heim mein herz blutet aber weiß es muss sich weiterbewegen darf nicht stehenbleiben zum aufbruch bereit sein auf nimmerwiedersehn immer weiter bis die namen der straßen verraten wie weit sie ihn getragen bis der boden sich wandelt von asphalt zu sand von glas zu scherben von stein zu staub seine beine ermüden jenseits der ruinen der fernen nachbarschaft teilt anbrechender tag die nacht - er wird wach


strom

heute bin ich klein. spanne einen bogen ohne pfeil. werfe einen ball in die luft. heute fliehe vor nichts. und das tue ich permanent. jeder, der mich hinken sieht, weiß das. dann folgt mir aber auch niemand auf dem blauen pfad. was euch entgeht! egal. reihenweise verwesung, das ist der friedhof linkerhand. die sind gewesen, die sind vielleicht erlöst. es geht mich nichts an. ich lasse mich ein stück vom müßiggang weiterziehen. werde wie ein kabel in die trommel aufgerollt. arbeit erledigt, chef. und schließlich lande ich irgendwo in der nähe. wasserlandung. zehen hochgespreizt und fersen voran in die fluten. hallo nilpferd. hallo wasserläufer.


haiku

die groĂ&#x;e kreuzung: mitternachts so still bis auf tickende ampeln wohin ausweichen? die engste gasse der stadt und gegenverkehr! auf dem brachland da wo nur noch mauerreste spielen jetzt kinder

"montag ruhetag“ längeres wochenende sehr gute idee die zwei schachspieler bringt mein neugieriger blick nicht aus der ruhe


fremde gesichter kaum hĂśrbar im vorbeigehn verhaltener gruĂ&#x;

klebrige finger die zitroneneissaison endlich ist sie da!

ein innehalten in der kßhlen morgenluft frischer semmelduft murmelt vor sich hin wirkt orientierungslos seltsamer flaneur der alte kater räkelt sich am fensterbrett sein feierabend


Fakultät Landschaftsarchitektur Modul Planen und Entwerfen im Stadtquartier Wahl-Lehrveranstaltung Sommersemester 2020 Stadtqualitäten künstlerisch erschließen Prof. Karl-Heinz Einberger


SARAH WEBER

ASSOZIATIONEN

Einzelgänger: Corona Walks


Ich gehe, flaniere, schlendere durch die Stadt. Ich beobachte, lasse meine Gedanken ziehen. Mit der Zeit entdecke ich immer schneller neue, interessante Ecken. Mein Fokus verschiebt sich auf kleine, lebendige Strukturen, Muster auf Wänden und Zäunen. Es ist erstaunlich, welche vielfältigen Spuren die Zeit hinterlassen hat. Mal sind es tiefe Risse in den Oberflächen, mal vermooste, mal verrostete Bereiche. Eine große Vielfalt an Musterungen. Immer öfter sehe ich etwas anderes als blanke Strukturen. Automatisch verknüpfe ich die Muster mit neuen Vorstellungen. Sieht das hier nicht aus wie ein Flussmäander? Oder das Nächste wie Barrieren der Abgrenzung? So lasse ich meine Gedanken weiterziehen und finde immer mehr ASSOZIATIONEN.


Abschottung, die Substantiv, feminin

Begrenzung gegen äußere Einflüsse, gegen die Außenwelt.


Ausbeutung, die Substantiv, feminin

Ohne RĂźcksicht auf Vorratsmenge, Regeneration oder Wiederherstellbarkeit erfolgende, oft raubbauartige Gewinnung von NaturgĂźtern oder -ressourcen.


Bauwerk, das Substantiv, Neutrum

Eine von Menschen errichtete Konstruktion, die nur schwer lรถsbar mit dem Untergrund verbunden ist, oder zumindest in ruhendem Kontakt mit ihm steht.


Kultur, die Substantiv, feminin

Gesamtheit der geistigen, kĂźnstlerischen, gestaltenden Leistungen einer Gemeinschaft als Ausdruck menschlicher HĂśherentwicklung.


Ölkatastrophe, die Substantiv, feminin

Durch das unkontrollierte Auslaufen großer Mengen [Erd]öl verursachte Umweltkatastrophe.


Protestwelle, die Substantiv, feminin

PlÜtzliches und sich häufendes Aufkommen von Protestaktionen.


Rassismus, der Substantiv, maskulin

Lehre, Theorie, nach der Menschen bzw. BevĂślkerungsgruppen mit bestimmten biologischen oder ethnisch-kulturellen Merkmalen anderen von Natur aus Ăźberbzw. unterlegen sein sollen.


Separation, die Substantiv, feminin

Vorgang oder Ergebnis der Auflรถsung einer sozialen oder persรถnlichen Bindung.


Waldsterben, das Substantiv, Neutrum

Verstärkt auftretendes Absterben von Bäumen in Waldgebieten.


VIELFALT


Fakultät Landschaftsarchitektur Modul Planen und Entwerfen im Stadtquartier Wahl-Lehrveranstaltung Sommersemester 2020 Stadtqualitäten künstlerisch erschließen Prof. Karl-Heinz Einberger


Stefanie Wöhl Ihr Name

MOMENTAUFNAHMEN. Ihr Titel (frei platzierbar)

Einzelgänger: Corona Walks


Antonia Zech

StraĂ&#x;e im Wandel der Zeit

Einzelgänger: Corona Walks


niedrig

kaputt klein

nostalgisch

alt

schรถn schief

vergessen

geheimnisvoll dunkel


1930


verschieden

neu

kommunikativ kitschig

umgebaut strukturiert

alt

kontrastreich


2020


modern

effizient

monoton nachhaltig

einfach

privat

farblos

minimalistisch


Zukunft


Fakultät Landschaftsarchitektur Modul Planen und Entwerfen im Stadtquartier Wahl-Lehrveranstaltung Sommersemester 2020 Stadtqualitäten künstlerisch erschließen Prof. Karl-Heinz Einberger


Julia Ziener

Bewegung im Wohngebiet Einzelgänger: Corona Walks


„Alles bewegt sich fort und nichts bleibt.“


Hannes Zollner

Bau Grau

Einzelgänger: Corona Walks


Fakultät Landschaftsarchitektur Modul Planen und Entwerfen im Stadtquartier Wahl-Lehrveranstaltung Sommersemester 2020 Stadtqualitäten künstlerisch erschließen Prof. Karl-Heinz Einberger

Profile for hswt_la

Einzelgänger: Corona Walks  

Wahlprojekt im Rahmen des Projektmoduls "Planen und Entwerfen 4" im Bachelor-Studiengang Landschaftsarchitektur an der Hochschule Weihenstep...

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