Issuu on Google+

CAS Arbeitsintegration Strukturen, Modelle und Praxis

www.hslu.ch/c213


Integration in die Arbeitswelt

Zumindest eine vorübergehende Erwerbslosigkeit kann für viele Menschen unerwartet Realität werden. In solchen Situationen kommen die sozialen Sicherungssysteme wie die Arbeitslosenversicherung (ALV), die Invalidenversicherung (IV) oder die Sozialhilfe (SH) zum Einsatz. Ziel ist, Personen, die aus dem Arbeitsprozess herausgefallen sind, wieder in die Arbeitswelt zu integrieren. Werner Riedweg Professional MBA Sozialmanagement, Studienleitung

Doch wie muss eine wirksame Beschäftigungsund Arbeitsintegrationspolitik ausgestaltet sein? Können oder sollen überhaupt alle Personen wieder beruflich integriert werden? Und welche Rolle spielt neben dem allgemeinen der ergänzende Arbeitsmarkt? Wie können Arbeitsintegrationsprozesse konzipiert und gestaltet werden? In diesem CAS-Programm (Certificate of Advanced Studies) beschäftigen wir uns mit theoretischen Hintergründen und volkswirtschaftlichen Zusammenhängen der Arbeitsmarktpolitik, dem Rechts- und Finanzierungssystem der Arbeitsintegration, den wichtigsten Methoden und Konzepten sowie auch der Angebotslandschaft von Arbeitsintegrationsmassnahmen und deren Zielsetzungen sowie Ausrichtungen. Besprochen werden auch die Organisationen, Strukturen und Geschäftsmodelle sowie Methoden zur Evaluation von Arbeitsintegrationsmassnahmen. Weitere Informationen zum CAS-Programm finden Sie auf den folgenden Seiten. Haben Sie noch Fragen? Dann melden Sie sich bei uns. Wir beraten Sie gerne.


Inhalt des CAS-Programms

Das CAS Arbeitsintegration Strukturen, Modelle und Praxis besteht aus neun Themenblöcken mit insgesamt 21 Studien­ tagen.

– – – – – –

Themenblock 1: Einführung und Grundlagen (2 Tage) Einführung in das CAS-Programm Konstituierung der Kursgruppe Einführung in die Thematik der Arbeits­ integration Individuelle und gesellschaftliche Bedeutung von Arbeit Historische Entwicklungen Einführung in den Leistungsnachweis

Themenblock 2: Arbeitsmarktpolitische Modelle und Entwicklungen (2 Tage) – Unterschiedliche sozialstaatliche Modelle – Hintergründe und Entwicklung des aktivierenden Sozialstaatmodells – Politische Ziele der Förderung von Arbeitsintegration Themenblock 3: Akteure der Arbeitsintegration (2 Tage) – Akteure der Arbeitsintegration und ihre Interessen und Handlungsspielräume – Faktoren, die eine Zusammenarbeit dieser Akteure fördern – Kommunikation und Verhandlungsführung

Themenblock 4: Das Rechts- und Finanzierungssystem der Arbeitsintegration (2 Tage) – Rechtliche und finanzielle Grundlagen der sozialen Sicherungssysteme rund um die Arbeitsintegration (IV, ALV, WSH, UVG, BVG, KTG, Privatversicherung) Themenblock 5: Interinstitutionelle Zusammenarbeit (IIZ) (1 Tag) – Rechtliche, finanzielle und strukturelle Zusammenhänge – Möglichkeiten und Grenzen Themenblock 6: Konzepte der Arbeitsintegration (5 Tage) – Konzepte der Arbeitsintegration und ihre Mittel und Methoden in den verschiedenen sozialen Sicherungssystemen (IV, ALV, WSH) – Systematisierung bestehender Massnahmen – Typologie zu Angeboten und Wirkungszielen – Businessmodelle, Trägerschaft und Finanzierung – Praxiseinblicke Themenblock 7: Evaluation in der Arbeitsintegration (3 Tage) – Evaluationsmethoden und ihr adäquater Einsatz – Möglichkeiten und Grenzen von Evaluation und Controlling – Wichtige, aktuelle Evaluationsergebnisse im Kontext der Arbeitsintegration – Praxiseinblicke


Ziele, Zielgruppen, Zulassung, Kosten, Dauer und Zeitaufwand Themenblock 8: Individuelle Arbeitsintegration und Integrationsprozesse (2 Tage) – Abklärung und Triage – Zusammenhänge von Wirkungszielen und der Beziehungsqualität zwischen Beratenden und Personen im Arbeitsintegrationsprozess – Programminterne und programmexterne Faktoren Themenblock 9: Abschluss (2 Tage) – Mündliche Präsentation zu einer Frage­ stellung – Abschluss und Evaluation der Weiter­ bildung – Zertifizierung Leistungsnachweis Der Leistungsnachweis umfasst eine schrift­liche Arbeit sowie eine mündliche Präsentation zu einer Fragestellung. Didaktisches Konzept Das didaktische Konzept besteht aus einer ausgewogenen Mischung von Literatur­ studium, Präsenzveranstaltungen mit Refe­renten, Einzel- und Gruppenarbeiten, Praxisaufgaben und mündlichen Präsen­ tationen durch die Studierenden.

Ziele Die Studierenden kennen Strukturen, Modelle und Praxis im Feld der Arbeitsintegration. Sie – kennen theoretische Hintergründe und volks­ wirtschaftliche Zusammenhänge der Arbeitsmarktpolitik, – haben einen Überblick über die wichtigsten Methoden und Konzepte zur Arbeitsintegration in den verschiedenen sozialen Sicherungssystemen und kennen die einzelnen Akteure, – können Arbeitsintegrationsmassnahmen konzi­ pieren und entwickeln sowie die Angebote zielgerichtet nutzen, – sind in der Lage, Evaluations- und Controlling­ modelle adäquat einzusetzen. Zielgruppen Das CAS-Programm richtet sich an – Praktikerinnen und Praktiker, die sich mit der konkreten Umsetzung von Arbeitsintegration beschäftigen, – Anbieter von Arbeitsintegrationsmassnahmen, – Behörden und Verwaltungen mit Planungs- und Steuerungsverantwortung, die sich mit der Arbeitsintegration im Rahmen der ALV, IV oder Sozialhilfe befassen. Zulassung Zugelassen sind Studierende mit einem Tertiärabschluss (Fachhochschule, Universität, ETH, Höhere Fachschule, eidg. Berufsprüfung, eidg. Höhere Fachprüfung). Interessierte ohne Tertiärabschluss können über ein standardisiertes Zulassungsverfahren («sur dossier») aufgenommen werden. Kosten Die Kosten des CAS-Programms entnehmen Sie bitte der Website unter www.hslu.ch/c213. Dauer und Zeitaufwand Das CAS Arbeitsintegration Strukturen, Modelle und Praxis dauert rund neun Monate. Der Gesamtaufwand beträgt 450 Stunden (15 ECTS-Credits). Diese setzen sich zu je einem Drittel aus Kontaktstudium, angeleitetem Lernen und Selbststudium zusammen.


Studienabschluss, Dozierende, Anrechnung an MAS-Programme

Daten, Anmeldung, Auskunft und Beratung, Unterrichtsort

Studienabschluss Der erfolgreiche Abschluss des CAS Arbeitsintegration Strukturen, Modelle und Praxis führt zum Titel «Certificate of Advanced Studies Hochschule Luzern/ FHZ in Arbeitsintegration Strukturen, Modelle und Praxis». Die Studierenden des CAS-Programms erhalten den Titel, sofern sie: – die erforderlichen 15 ECTS-Credits erarbeitet, – mindestens 80 Prozent des Unterrichts besucht, – den Leistungsnachweis bestanden haben.

Daten Das CAS Arbeitsintegration Strukturen, Modelle und Praxis beginnt in der Regel jedes Jahr im September. Die genauen Durchführungsdaten entnehmen Sie der Website unter www.hslu.ch/c213.

Dozierende Die Dozierenden sind Fachpersonen mit wissenschaftlicher und/oder umfassender Praxiserfahrung in den Bereichen der Arbeitsintegration. Es unterrichten unter anderem: – Werner Riedweg, Fachexperte Sozialmanagement – Dr. Natalie Benelli, Fachexpertin Arbeitssoziologie – Hans Mangold, Fachexperte Soziale Arbeit und Recht – Daniel Schaufelberger, Fachexperte Arbeitsinte­ gration – Dr. Jürgen Stremlow, Fachexperte Planung und Evaluation – Dr. Claudia Meier Magistretti, Fachexpertin Evaluation – Dr. Eva Mey, Fachexpertin Biografieforschung Die Namen aller Dozierenden werden auf der Website publiziert. Anrechnung an MAS-Programme CAS-Programme können Bestandteile umfangreicherer MAS-Programme (Master of Advanced Studies) sein. Das CAS Arbeitsintegration Strukturen, Modelle und Praxis kann angerechnet werden an: – MAS Arbeitsintegration

Anmeldung Das Anmeldeformular sowie den Anmeldeschluss finden Sie auf der Website. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt, wobei die Studienleitung über die Aufnahme ent­scheidet. Bei positivem Entscheid erhalten Sie einen Weiterbildungsvertrag. Ist das CAS-Programm ausgebucht oder wird es aufgrund ungenügender Nachfrage nicht durchgeführt, werden Sie so rasch wie möglich darüber informiert. Bei Annullierung der Anmeldung vor Vertragsunterzeichnung ist eine Bearbeitungsgebühr von CHF 100.– (bei Aufnahmeverfahren «sur dossier» CHF 300.–) zu entrichten. Alle weiteren Modalitäten sind dem Weiterbildungsvertrag zu entnehmen. Info-Veranstaltungen An den Info-Veranstaltungen können Sie sich persönlich bei der Studienleitung über diese Weiterbildung informieren. Die Daten der Info-Veranstaltungen sind auf der Website aufgeführt. Administration (Auskunft) Priska Emmenegger, T +41 41 367 48 23, priska.emmenegger@hslu.ch Studienleitung (konzeptionelle und inhaltliche Fragen) Werner Riedweg, T +41 41 367 49 20, werner.riedweg@hslu.ch Ort Der Unterricht findet an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit in unmittelbarer Umgebung des Bahnhofs Luzern am Ufer des Vierwaldstättersees statt.


Qualitätsmanagement Die Hochschule Luzern will die Qualität ihrer Leistungen sichern und ständig weiterentwickeln. Deshalb lässt sie diese von einer externen Organisation überprüfen. Sie kann folgendes Label ausweisen: – European Foundation for Quality Management EFQM: Im Mai 2010 wurde die Hochschule Luzern als erste Schule unter den Fachhochschulen und Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit dem Europäischen Qualitätslabel «Recognised for Excellence 3 star» ausgezeichnet. www.efqm.org Hochschule Luzern – Soziale Arbeit Werftestrasse 1, Postfach 2945, 6002 Luzern, Schweiz T +41 41 367 48 48, F +41 41 367 48 49 sozialearbeit@hslu.ch, www.hslu.ch/sozialearbeit

04-2013, V.1

Karin Senti, Eingliederungsberaterin, Teamleiter-Stellvertreterin, IV-Stelle Graubünden

Die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit bietet den Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit mit den Studienrichtungen Sozialarbeit, Soziokultur – in der Deutschschweiz einzigartig – und Sozialpädagogik, den Master-Studiengang Soziale Arbeit sowie Weiterbildungen zu folgenden Themen an: Arbeits­ integration, Diversity, Kindes- und Erwachsenenschutz, Methoden und Verfahren, Prävention und Gesundheitsmanagement, Soziale Sicherheit, Sozialmanagement und Sozialpolitik sowie Stadt- und Regional­ entwicklung. Mit Projekten in Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen unterstützt die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit die Entwicklung des Sozialwesens und die Professionalisierung der Sozialen Arbeit.

«Ich habe mich für diese Weiterbildung entschieden, weil die berufliche Integration von Personen meine geschäftliche Hauptaufgabe ist. Das vermittelte Fachwissen während des Studiengangs war horizonterweiternd und der für mich wichtige Bezug zur Praxis wurde stets berücksichtigt. Der Austausch mit den Mitstudierenden aus den verschiedenen Berufssparten war sehr spannend und gewinnbringend. Die Dozierenden haben diesen Austausch während der Weiterbildung mit regelmässigen Zeitfenstern aktiv gefördert.»

Hochschule Luzern – Soziale Arbeit


CAS Arbeitsintegration Strukturen, Modelle und Praxis