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NR. 6 | WINTER 2015

HAMBURG SCHOOL OF BUSINESS ADMINISTRATION

ZEIT & GELD

EINE FRAGE DER BALANCE

FEIERLICHKEITEN ZUM JUBILÄUM

10 Jahre Hochschule der Hamburger Wirtschaft

AN DER SPITZE DES HWWI

Prof. Henning Vöpel zum Geschäftsführer berufen

WWW.HSBA.DE

FORSCHUNGSRANKING

Prof. Sönke Hartmann unter Top zehn Prozent


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NR.9 | JANUAR 2011


H S B A H A M B U R G S C H O O L O F B U S I N E S S A D M I N I S T R AT I O N EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser, wer sich beruflich erfolgreiche Menschen

man Umfragen glaubt, ist dieser Preis

anschaut, stellt fest, dass sie einen Großteil

vielen jungen Menschen heute zu hoch.

ihrer Zeit und Energie für ihre Arbeit ein-

Gerade deswegen möchte ich all diejeni-

setzen. Meist sind die Terminkalender von

gen bestärken, die Einfluss nehmen und

morgens früh bis in den Abend gefüllt und

Karriere machen wollen, und Ihnen sagen:

auch am Wochenende und in den Ferien

Hamburg braucht Ihre Energie, Ihre Ideen

können sie selten ganz „abschalten“. Doch

und Ihren Ehrgeiz! Das geht nicht ohne

dafür bewegen sie nicht nur ein kleines

Freiräume, daher ist die richtige Work-Life-

Rädchen im Getriebe, sondern bringen mit

Balance enorm wichtig!

ihren Visionen ihr Unternehmen und damit unsere gesamte Wirtschaft voran. Sie

Herzlichst Ihr

schaffen Arbeitsplätze und bringen innovative Produkte und Dienstleistungen an den Markt. Doch diese berufliche Erfüllung hat

Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz

einen Preis und der heißt Freizeit. Wenn

Präsident

VORWORT DES GESCHÄFTSFÜHRERS

Zeit oder Geld? Lebensqualität!

A

Dr. Uve Samuels

Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz HSBA-Präsident

IMPRESSUM Autoren dieser Ausgabe

Annabel Baxter, Constanze Bullinger, Prof. Dr. Daniela Eisele, Mirja Fricke, Saskia Fröhlich, Jessika Gerdau, Christian Glöer, Kimberly Holtz, Prof. Dr. Sarah Jastram, Ann-Kathrin Koch, Gudrun Kasbohm, Jessica Kuch, Sabine Mauermann, Nicole Neumann, Carsten Oppitz, Candy Reinecke, Karin Rose, Volker Rossius, Dr. Uve Samuels, Dr. Immo Schmidt-Jortzig, Prof. Dr. Hans-Jörg SchmidtTrenz, Katrin Schramm, Susanne Sobottke , Dennis Strümpel, Felix Thiele, Katharina Thomsen, Jacqueline van der Meirschen, Svenja Völkel, Vivian Voß, Klaus Waubke, Kerstin Wieting, Olesja Zimmermann

Herausgeber

rbeiten um

an überprüfen, ob sie den richtigen Weg

zu leben oder

eingeschlagen haben und ihre „Berufung“

HSBA Hamburg School of Business Administration

leben um zu

entdecken. Für die Unternehmen gilt es,

Verantwortlich

arbeiten? Auch so könn-

mit den Mitarbeitern im Dialog zu bleiben,

te man das Titelthema

Raum zur Entfaltung und Eigenverant-

der neuen Ausgabe des

wortung zu geben und den Teamgeist

HSBA Magazins umreißen. Im Idealfall gibt

zu stärken. Dann empfinden Mitarbeiter

es diesen Gegensatz gar nicht, nämlich

auch, dass ihr Arbeits- und Privatleben

wenn es gelingt, eine Arbeit zu finden,

miteiander in Einklang stehen.

die erfüllt und zugleich das Auskommen sichert. Die Chance auf selbstbestimmtes

In diesem Sinne: Frohes Schaffen!

und gut bezahltes Arbeiten steigt mit der Qualifikation und so ist die oft auch

Herzlichst Ihr

anstrengende Zeit des Studiums eine Investition, die sich auch in Lebensqualität auszahlt. Durch die duale oder berufsbegleitende Struktur unserer Angebote kön-

Dr. Uve Samuels

nen die Studierenden zudem von Anfang

Geschäftsführer der HSBA

NR.6 | WINTER 2015

Dr. Uve Samuels

Chefredaktion

Karin Rose, karin.rose@hsba.de

Konzept, Gestaltung und Druck hey + hoffmann Verlag

Cover (Montage)

Saskia Fröhlich (Foto: Cristiana Cicoria), Graduierungsfeier (Foto: Roland Magunia) HSBA Hamburg School of Business Administration gGmbH Adolphsplatz 1 20457 Hamburg Tel.: (040) 36 13 8-714 Internet: www.hsba.de

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INHALT

18 São Paulo, Dublin, Istanbul: Impressionen von den zahlreichen Studienexkursionen der HSBA-Studierenden

Besuch des Holocaust-Mahnmals in Berlin

35 Jubiläumsempfang:

Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group, war einer der Festredner

Fotos Titelseite: Cristiana Cicoria, HWWI, Roland Magunia, Jana Tolle Fotos Inhalt: Cristiana Cicoria, HILLDEGARDEN St.Pauli, HSBA, Achim Liebsch, Jana Tolle

17 Summer School on Business Ethics:

26 Promotionen: Bericht der HSBA-Doktoranden von dem aktuellen Stand ihrer Forschungsarbeiten an sehr unterschiedlichen Themen

37 Bild-Chefredakteur zu Gast: Vortrag von Kai Diekmann auf Einladung der Freunde und Förderer der HSBA 4

46 Hamburgs Bunker:

Nachnutzung der Gebäude – eine Kulturgeschichte aus Friedenszeiten

21 Studium in Norwegen:

Erstmalig Auslandssemester von HSBAStudierenden möglich NR.6 | WINTER 2015


INHALT HSBA

T I T EL

Wir müssen uns ändern! – Gastvortrag von BildChefredakteur Kai Diekmann

37

Englishmen in Winterhude – Erste Anglo-German Hockey Trophy

38

09

Hanseat und Gentleman – Interview mit Claus-Günther Budelmann

39

Eigene Prioritäten setzen – Kurzprofile von Menschen mit besonderen Zeit-Geld-Ansätzen

10

Neuer Look für Alten Wall – Entwicklung des Nikolaiquartiers

40

Striking Seven – Tipps zum richtigen Zeitmanagement

11

News – Campus Leben

41 42 43 44

Eine Frage des Kalküls – Über die Untrennbarkeit von Zeit und Geld

06

In der Jugend ackern, um im Alter ...? – Ein Kommentar

07

Was ist Ihnen wichtiger, Zeit oder Geld? – Umfrageergebnisse

Dies Academicus – German Cambridge Society Alumni – Portät und Event

S T UDIUM

Kultur lebt – Tipps

Drei intensive Jahre gehen vorbei – Graduierungsfeier

12

Gelebte Internationalität – Weltkarte mit den Herkunftsländern der Master-Studierenden

14

HAMBURG

Mit dem Blick einer neuen Professorin – Dr. Sarah Jastram

16

Wandel in Friedenszeiten – Hamburg und seine Bunker

HSBA Summer School – Spirit of Exchange Studienexkursionen – Eine Fotocollage

17 18

MBA Shipping – Following the tracks of the Greek Shipping Miracle

20

Nordische Lebensfreude – Auslandssemester in Oslo Noch besser lehren lernen – Methodik-Forum

21 22 24

HSBA-Master-Programm in der Spitzengruppe – Ergebnisse des CHE-Rankings

25

Neuer MBA-Studiengang – Corporate Management

25

Der Welle standhalten – Organisation von Prüfungen

T ERMINE Veranstaltungshinweise – Februar bis Juli

Forschen mit der HSBA Executive Education Studienprogramme

Es geht voran! – Stand der HSBA-Doktorarbeiten

26

Lehrauftrag an Vietnamese-German University – Prof. Eisele in Ho-Chi-Minh-Stadt

28

Prof. Hartmann unter Top 10 % – Forschungsranking Neues aus der HSBA-Forschung

28 29

Neue Doppelspitze am Hamburger WeltWirtschaftsInstitut – Prof. Vöpel ist Mitgeschäftsführer

30

49

SERVICE

Kontakte

FOR S CHUNG

46

50 50 50 51

UN T ERNEHMEN Kooperationsunternehmen und Netzwerke Abschlussessen mit dem Vorstand – HSH Nordbank Theorie + Praxis – Unternehmensbetreuungskonzept

31 34 34

C AMPUS LEBEN Zehn Jahre HSBA – Jubiläumsempfang Gute Stimmung – Jubiläumsfeier im Beach Club Rockiger Abend auf St. Pauli – Corporate Band Contest NR.6 | WINTER 2015

35 35 36

38 Anglo-German Hockey Trophy: Turnier

zwischen dem Imperial College aus London und der HSBA

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HSBA TITEL

Foto: Roland Magunia

TITELTHEMA

WIESO GELD UND ZEIT IN UNSERER WELT NAHEZU UNTRENNBAR SIND

EINE FRAGE DES KALKÜLS

„Zeit ist Geld, aber Geld keine Zeit”, sagt Kabarettist Eckart von Hirschhausen. Stimmt das? Arbeiten wir für mehr und mehr und haben am Ende weniger von allem? Oder kommt es nur darauf an, im richtigen Moment Gas zu geben – um sich dann zurücklehnen zu können? Eine Rechnung. Noch offen. Saskia Fröhlich

Längst sind die Grenzen zwischen Job und Freizeit verschwommen. Wir sind ständig erreichbar, checken morgens in der Bahn unsere Mails, sind im Urlaub am Strand oder krank im Bett liegend für dringende Anliegen erreichbar. „Nine-to-Five“, das ist für höhere Angestellte undenkbar, für Selbstständige erst recht. Busfahrten, Warten an der Haltestelle oder im Restaurant – Zeiten, die es einst totzuschlagen galt, werden jetzt effektiv genutzt. Nicht nur für Berufliches, versteht sich. Auch Daueraufträge, Verabredungen, Mitfahrgelegenheiten oder Einkäufe lassen sich prima von

A

unterwegs erledigen. Für uns duale Studis kom-

Zettel und Stift. Knipse die Lampe an, kritzele mit

und 23 Uhr oder am Sonntagnachmittag, mal eine

halb zugekniffenen Augen hastig den Einfall auf

Stunde nichts tun. Mit dem Gedanken im Hinter-

das Blatt. Drei Uhr morgens. Wieder ins Bett. Mei-

kopf: Passt schon, du machst genug, jetzt kannst

ne Firma richtet an diesem Tag ein Event aus, die

du getrost kurz entspannen. Betonung auf „kurz“.

ufschreiben! Schnell! Aufschreiben, bevor

men dann noch Hausarbeiten, Wahlpflichtkurse

der Gedanke weg ist. Hektisch springe

und Komitee-Engagement dazu. Daneben Hobbys,

ich aus dem Bett, taste im Dunklen nach

Familie, Freunde. Und irgendwann, zwischen 22

Vorbereitungen laufen seit Monaten, aber natürlich

6

kommen im letzten Moment noch Unwägbarkeiten

Um Missverständnissen vorzubeugen: Das ist

dazu. Wie ich später höre, bin ich nicht die einzige

okay, wir HSBA-Studierende wollen es so. Sonst

Kollegin, die in dieser Nacht aufspringt und Einfälle

würden wir das duale Studium nicht durchziehen.

notiert. Feierabend – das ist manchmal ein dehn-

Sicher hat jeder von uns seine eigene Motiva-

barer Begriff.

tion, aber im Grunde eint uns doch alle eins: der NR.6 | WINTER 2015


TITEL HSBA

KOMMENTAR

Wunsch nach optimaler Qualifikation und damit

In der Jugend ackern, um im Alter …?

die Aussicht auf einen guten Job. Dafür powern wir. Mag sein, dass nicht jeder auf ein Spitzengehalt aus ist, doch wer Top-Arbeit leistet, will dafür angemessen entlohnt werden. So lässt sich durchaus der Schluss ziehen: Wir opfern jetzt Zeit, in der Hoffnung, diese in Form von Lebensqualität

Schlafen Sie auch weniger als früher? Hat auch Ihre Schrittgeschwindigkeit sich erhöht?

und eben nicht zuletzt auch Geld wiederzubekommen. Opfern wir also wirklich? Oder investieren wir

Es ist schon seltsam: Wir sparen in unserem Alltag immer mehr

vielmehr?

Zeit und gleichzeitig haben wir gefühlt immer weniger davon. So hat die durchschnittliche Schlafdauer des modernen Menschen

Wenn man es richtig anstellt, Letzteres, sagt

seit dem 19. Jahrhundert um zwei Stunden und seit den Siebziger-

Petra Sammer. Dranbleiben, so lautet ihr Rat an

jahren um 30 Minuten abgenommen. Zudem verkürzt der Mensch

diejenigen, die im Job hoch hinaus wollen. Sammer

zunehmend die Zeit, die er braucht, um von A nach B zu gelangen.

ist Global Partner des internationalen Agentur-

Die Gehgeschwindigkeit nimmt stetig zu. Der britische Psychologe

netzwerks Ketchum. Als Chief Creative Officer

Richard Wiseman hat untersucht, in welchem Tempo Passanten

verantwortet sie die strategische und kreative

sich fortbewegen. Er kam zu dem Ergebnis, dass die Geschwindig-

Ausrichtung von Ketchum Pleon Deutschland und

keit innerhalb eines Jahrzehnts um rund zehn Prozent zugenom-

Ketchum Europa. Seit mehr als 20 Jahren berät sie

men hat.

Unternehmen zu PR, Marketing und Unternehmenskommunikation, zudem doziert sie an meh-

Als ich unserem Redaktionsteam bei unserem Brainstorming „Zeit

reren Instituten und Universitäten. „Bei meinem

und Geld“ als ein mögliches Titelthema vorschlug, hatte ich eigent-

Einstiegsgehalt war ich sehr bescheiden“, erzählt

lich nicht damit gerechnet, dass es auf großes Interesse bei den

die 46-Jährige. „Aber über die Jahre, eben mit der

Studierenden stoßen würde. Mir selbst ist erst ab einem gewissen

Zeit, ist ein gutes Gehalt dabei rausgekommen.“

Alter bewusst geworden, dass das persönliche Energiereservoir nicht unerschöpflich ist und Gesundheit nichts Selbstverständli-

Geduld zahlt sich also aus. Nicht nur auf das

ches. Klar, die Miete bezahlen und sich das Notwendige zum Leben

Gehalt, sondern auch auf die tägliche Arbeit im Job

finanzieren zu können, das ist Voraussetzung, um auch glücklich

bezogen. Denn auch wenn heute immer schnel-

leben zu können. Aber was ist notwendig? Ich habe für mich

lere Kommunikation gefragt ist, wir theoretisch

festgestellt, dass man mit weniger Geld auskommen kann, als ich

jederzeit und überall reagieren können, ist Schnel-

zunächst gedacht hätte.

ligkeit nicht immer das oberste Gebot, glaubt Sammer. „Was beispielsweise Kommunikations-

Aber sicherlich gilt es besonders in jungen Jahren, sich durch

muster angeht, ist Schnelligkeit dem Ergebnis

Bildung und im Beruf eine Basis zu schaffen, um auf längere Sicht

nicht immer zuträglich.“ Zudem könnten Kunden

nicht jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen. Wer wüsste das

sehr wohl zwischen Schnellschüssen und Qualität

besser als unsere dual Studierenden?! Aber wichtig ist es eben

unterscheiden. „Vor allem deutsche Kunden

auch, nicht frühzeitig die Basis für einen Burn-out zu legen. Die vie-

wollen eher etwas Durchdachtes“, sagt Sammer.

len Diskussionen, die das Titelthema unter Studierenden, Mitarbei-

Anders in den USA: Dort sei Tempo sehr wohl von

tern und Professoren ausgelöst hat, machen deutlich:, dass es sehr

großer Bedeutung. „Allerdings wird dort auch eine

viele Aspekte dazu gibt: „Ist es mir das Mehr an Geld wert, noch zu

ganz andere Fehlerkultur gelebt – nach dem Trial-

Hause zu wohnen und dafür täglich einen langen Fahrtweg in Kauf

and-Error-Prinzip.“

zu nehmen?“, „Soll ich mich darüber ärgern, mich wieder an der falschen Kasse angestellt zu haben?“... Wir wollen mit dem Titel-

Dabei gibt es die Devise „Versuch und Irrtum“

thema vor allem zum Nachdenken anregen und wünschen allen

durchaus auch hierzulande. Alumni Alexander

ein gutes Händchen im täglichen Abwägen zwischen Zeit und Geld.

Djordjevic etwa rief 2012 mit zwei weiteren Gründern das Start-up Foodist ins Leben. Die NR.6 | WINTER 2015

Karin Rose, Chefredakteurin HSBA Magazin 7


HSBA TITEL

TITELTHEMA Geschäftsidee des Trios: Abonnenten erhal-

Also folgt doch wieder der Schluss: Mit mehr Geld

ten monatlich Überraschungspakete mit ausge-

arbeitet und lebt sich’s leichter. Rein statistisch

wählten Delikatessen. Eine Spitzen-Idee, wie sich

betrachtet, lebt es sich mit Geld sogar länger. Zu

zeigen sollte. Mittlerweile zählt Foodist mehr als

diesem Ergebnis kommt die Studie des DIW Berlin

15.000 Abonnenten. Im zweiten Geschäftsjahr

und des Robert Koch-Instituts. „Es gibt einen ein-

2014 erreichten die Jung-Unternehmer über 1,5

deutigen statistischen Zusammenhang zwischen

Millionen Euro Netto-Jahresumsatz, traten im

Lebenserwartung und Einkommen“, erklärt Martin

Oktober sogar in der VOX-Show „Die Höhle der

Kroh, Professor für Empirische Sozialforschung. So

Löwen“ auf. „Mehr eingesetzte Zeit führt nicht in

leben Reiche deutlich länger als Arme. Seit 1984

direkter Relation zu mehr Geld“, glaubt Djordjevic.

befragten die Forscher des DIW jährlich 11.000

Vielmehr gelte es, die Effizienz der eingesetzten

Haushalte. Fazit: Frauen aus armen Haushalten

Zeit zu bemessen. Viel arbeiten allein reicht also

sterben dreieinhalb Jahre früher als ihre wohl-

nicht. „Für den Aufbau eines Start-ups sind drei

habenden Geschlechtsgenossinnen; Männer aus

Faktoren entscheidend: die Idee, das Team und das

Haushalten mit wenig Geld leben durchschnittlich

Kapital.“ Dabei spielte beim Start zur Hochsaison

fünf Jahre kürzer als vermögendere Kandidaten.

in der Adventszeit der Zeitpunkt ebenfalls eine

Die Gründe dafür untersuchen die Sozialforscher

große Rolle. „Hätte die Idee kurz vor Weihnachten

noch. Eine Ursache könnte sein, dass sich weniger

kaum positive Resonanz gefunden, wären wir mit

Wohlhabende keine ausreichende Gesundheitsför-

unserem Start-up auf dem Holzweg gewesen“,

derung leisten können und einen ungesünderen

sagt der 27-Jährige.

Lebenswandel haben. Bei armen Männern wirkten sich zudem geringere Bildung und höhere körper-

Und: Geld und Zeit hängen durchaus zusammen.

liche Belastung im Beruf auf die Lebenszeit aus.

So hätten Djordjevic und seine beiden Kollegen

Frauen machen vor allem die psychische Belas-

damals sehr viel Zeit eingesetzt, um Foodist

tung durch Geldnot und weniger soziale Kontakte

aufzubauen. Gleichzeitig habe das Trio zu Be-

zu schaffen.

ginn nur sehr wenig Geld investiert. Ein höheres

UMFRAGE

Budget zum Start hätte allerdings sicher zu einem

Eine Studie der ARD aus dem Jahr 2013 scheint

schnelleren Wachstum geführt, glaubt Djordjevic:

diese Erkenntnisse zu bestätigen: Für den „ARD-

„Geld ermöglicht es nämlich, die Zeit von anderen

GlücksTrend“ hatte Infratest dimap fast 50.400

Menschen wie Mitarbeitern oder Freelancern zu

Menschen befragt. Haushalte mit einem Netto-

kaufen.“

einkommen von mehr als 3.000 Euro stufen sich

ZEIT ODER GELD?

Felix Falkenhof

Rita Schünemann

Bernd T. Hoefflin

HSBA-Student

Trainerin, Personalentwicklerin

Geschäftsführer

Mit Zeit ohne Geld ist etwas anzufangen. Mit Geld ohne Zeit ist nichts anzufangen.

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Ein auskömmliches Einkommen bzw. eine gewisse Geldmenge ist natürlich Voraussetzung. Ohne Geld nützt einem alle Zeit der Welt wenig. Ich würde aber nie einen Job annehmen, der zwar viel Geld bringt, aber zu wenig Zeit zum Leben lässt.

Hast du Geld, willst du Zeit. Hast du Zeit, brauchst du Geld. So ist es meistens. Leider.

NR.6 | WINTER 2015


TITEL HSBA

demnach mit 7,9 im Schnitt als sehr zufrieden ein. Wer weniger als 1.500 Euro verdient, liegt mit einem durchschnittlichen Wert von 6,8 klar darunter. Wobei vermutlich nicht das Geld allein glücklich macht; vielmehr sorgt vor allem der gesellschaftliche Status, den ein gewisser Wohlstand mit sich

Was ist Ihnen wichtiger, Zeit oder Geld?

bringt, für Zufriedenheit. Einer weiteren DIW-StuSTUDIERENDE (84)

MITARBEITER (33)

die zufolge gilt das übrigens vor allem für Männer. Gleichwohl – egal, wie viel man verdient: Wenn dafür das Leben auf der Strecke bleibt, nützt alles kann man gar nicht verdienen.“ Wer also all seine

te in unserer Umfrage (siehe Grafik rechts): Wenn

18%

61%

Zeit in den Job steckt, profitiert am Ende doch nicht davon. Dieses Fazit ziehen auch viele Befrag-

21%

36%

Geld der Welt nichts, findet Petra Sammer. „So viel

61%

3%

man nur arbeitet, habe man schließlich nichts von dem ganzen Geld, das man verdient.

STUDIERENDENBETREUER (50)

LEHRENDE (27)

Und wir HSBA‘ler? Sicher haben wir jetzt eine volle Agenda. Sich ganz entspannt zurücklehnen, das ist, dass die Zeit, die man im Job verbringt, eine gute ist“, hat etwa Sammer für sich beschlos-

19%

22%

ist – auf absehbare Zeit – nicht drin. Aber: „Wichtig

8%

19%

62%

70%

sen. Und das gilt auch für uns dual Studierende. Arbeitszeit als „qualitativ hochwertige Zeit“. Oder, salopp formuliert: Zeit, die Spaß macht. Wenn man damit noch einigermaßen Geld verdient – dann ist

Zeit

die Rechnung aufgegangen. Und da stört es auch

Geld

unentschieden

nicht, nachts im Dunkeln Geistesblitze zu notieren.

Immo SchmidtJortzig

Erik Dimter

Sven Busse

Director of Studies

HSBA-Student

HSBA-Student

Wichtig ist die Work-Life-Balance, die natürlich immer unterschiedlich ist, und die jeder für sich selbst finden muss.

NR.6 | WINTER 2015

Mein Ziel ist es, durch eine gute Bildung und überdurchschnittliches Engagement in jungen Jahren gut zu verdienen, um mir in der Zukunft mehr Freiheiten in der Zeitplanung nehmen zu können.

Sicherlich sollte Geld im Leben nicht an erster Stelle stehen, aber es vereinfacht es ungemein und löst Probleme. Ob es glücklich macht, ist eine andere Frage.

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HSBA TITEL

ZEIT UND GELD

PRIORITÄTEN SETZEN

Die richtige Balance zwischen Zeit und Geld zu finden, ist ein permanenter Prozess. Die Prioritäten setzt jeder für sich ganz persönlich - auch in Abhängigkeit der Lebensphase, in der man sich gerade befindet. Im Folgenden stellen wir Menschen mit besonderen Zeit-Geld-Ansätzen vor.

365 Tage Timeout Petra Sammer

Für 2015 steht für Petra Sammer ein besonderes Projekt an: Die 46-Jährige legt ein Sabbatical ein. Das ist eine spezielle Form des unbezahlten Sonderurlaubs. Dabei steigen Angestellte für ein Jahr aus, um anschließend an derselben Position wieder einzusteigen. „Die erste Halbzeit meines Arbeitslebens liegt hinter mir“, sagt Sammer, die seit 22 Jahren bei Ketchum Pleon arbeitet. Einige arbeitsreiche Jahre liegen aber noch vor ihr. Für die will sie Kraft tanken, einen neuen Energieschub holen. Und gleichzeitig bereits an die Zeit danach denken. „Die Agentur ist ja ein Fulltime-Job“, erzählt die Marketing- und Kommunikationsexpertin. Das heißt, wer in Rente gehe, falle oft in ein Loch, weil bislang vor allem der Job den Alltag und das Leben ausgefüllt habe. Deshalb will sich Sammer 2015 gezielt nach Dingen neben dem Agenturleben umsehen. „Genaue Pläne habe ich noch nicht - dafür nehme ich ja das Jahr.“

Die Schnellen fressen die Langsamen

Einmal um die Welt bitte! Youenn Le Gall

Jürgen Henke

Nicht nur, wenn sich beim Kunden unerwartet hoher Besuch

Nach Abschluss seines Mathematik- und IT-Studiums wollte You-

ankündigt, der Merger beschlossene Sache ist oder kurzfristig

en Le Gall aus Frankreich erstmal ins Ausland, um sein Englisch zu

eine Betriebsversammlung einberufen werden muss, wird der

verbessern. Was als Praktikum in Kanada vor acht Jahren begann,

sportliche Ehrgeiz von Jürgen Henke, dem geschäftsführen-

ist nun fast eine ganze Weltreise geworden. Sein Weg führte ihn

den Gesellschafter der prima events gmbh geweckt. Wenn

über Irland und Frankreich in die USA, nach Neuseeland, Australien,

andere abwinken „zu kurzfristig“ oder „geht nicht“, läuft er zur

Deutschland und schließlich nach Island. „Ich liebe es zu reisen und

Hochform auf. Solche Herausforderungen zu meistern und

ein Land in Ruhe kennenzulernen“, sagt der 28-Jährige, der mittler-

alle Prozesse täglich darauf auszurichten, ist für Jürgen Hen-

weile am liebsten als Koch und nicht als IT-Berater arbeitet. Ist ein

ke, der auch Mentor an der HSBA ist, ganz persönlich immer

Ende in Sicht? „Ich könnte mir gut vorstellen, sesshaft zu werden,

wieder faszinierend. Denn er ist überzeugt: „In der Event-

nur noch nicht jetzt“, so der Weltenbummler. „Job und Geld bedeu-

Branche ist Schnelligkeit Trumpf.“

ten mir nicht so viel wie Freiheit und Glück.“

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NR.6 | WINTER 2015


TITEL HSBA

TIPPS VON JESSIKA GERDAU, TSS MOVE KONZEPT

Als Vater da sein Alexander Neunzig

STRIKING SEVEN

1

In der Elternzeit hat Alexander Neunzig seine Arbeitszeit über ein Jahr hinweg auf 80 Prozent reduziert und sich jeden Donnerstag freigenommen. Damit hat er im Job weiterhin an allen Entwicklungen teilhaben können und hatte parrallel Freiräume, um sich intensiv um seine kleine Tochter zu küm-

2

mern. Gerade in der Zeit, in der die Kinder klein sind, ist ihm dieser Freiraum besonders wichtig.

Glücklich ohne Geld

3

Raphael Fellmer

Mit Frau und Kind lebt er seit Jahren seinen Traum von einer Welt ohne Geld. Er verdient nichts und zahlt nichts. In seinem

4

Buch „Glücklich ohne Geld“, das man kostenlos downloaden kann (raphaelfellmer.de), beschreibt er, wie er in unserer Überflussgesellschaft lebt, ohne einzukaufen. Er schildert, wie ein Leben ohne Geld aussehen kann, berichtet aus praktischer Erfahrung und erzählt von packenden Begegnungen mit Menschen, die über diesen Lebensentwurf erst staunen – und

5

dann ins Nachdenken kommen.

Soziales Jahr für den Frieden Mareike Böke

6

Nach dem Studium wollte Mareike Böke etwas Sinnvolles tun. Deshalb ging sie für ein Jahr nach Amsterdam, um dort einen Friedensdienst am Widerstandsmuseum zu absolvieren. Durch diesen Aufenthalt wurde ihr bewusst, was es bedeutet, eine Ausländerin zu sein, wie bereichernd es ist, sich mit Menschen aus anderen Nationen auszutauschen und dass es wichtig ist, eine Erinnerungskultur zu pflegen. NR.6 | WINTER 2015

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Die schlechte Nachricht vorweg - nichts erledigt sich von allein!

Wenn es eine Methode gäbe, mit der sich unsere Aufgaben von selbst erledigen würden, nun denn… - ohne Selbstdisziplin geht es nicht. Doch es lohnt sich. Welch’ schönes Gefühl, seine Aufgaben im Griff zu haben und „Herr” oder „Frau” seiner Zeit zu sein. Das ist Ansporn genug.

Führen Sie To-do-Listen

Wenn Sie Gedächtnisweltmeister werden möchten, sollten Sie alles in Ihrem Kopf behalten – der Rest von uns sollte seine Aufgaben und Ziele schriftlich notieren. Ob nun digital oder in einem Buch ist egal. Nutzen Sie Ihre Gehirnzellen für Ihre Aufgaben und erfreuen Sie sich daran, wenn Sie Aufgaben erledigt haben und durchstreichen können. Das erleichtert Ihre Konzentration auf die wesentlichen Dinge und steigert Ihre Selbstmotivation!

Erledigen Sie auch Ihre Zeitdiebe!

Nur wer seine eigenen Zeitdiebe kennt, kennt seinen Feind und kann ihn in Schach halten! Zeitdiebe stören Ihre Konzentrationsfähigkeit und nehmen Ihnen auch sonst viel Zeit - also Grund genug, dass Sie analysieren, wo Ihre persönlichen Zeitdiebe lauern. Das können Kollegen oder andere Personen sein, aber leider auch Sie selbst! Durch innere Unruhe lassen wir uns zum Beispiel gern ablenken, anstatt uns auf eine Aufgabe zu fokussieren. Hier kann es hilfreich sein, auch mal „nein“ zu sagen.

Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden

In der Regel haben Sie mehr Aufgaben zu erledigen, als Sie Zeit haben. Das heißt für Sie, Sie müssen entscheiden, welche Aufgaben Sie anpacken. Ihr Selbstmanagement wird also nur so erfolgreich sein, wie Sie es schaffen, Ihre Prioritäten festzulegen und konsequent zu verfolgen. Und wenn Sie jetzt darüber nachdenken: Wie sieht Ihre Bilanz aus?

Mehr Zeitgefühl mit der Eieruhr

Oft scheitern Zeitpläne, weil wir den Zeitaufwand nicht richtig einschätzen oder uns darüber keine Gedanken machen. Eine Stoppuhr unterstützt Sie dabei, dies in den Griff zu bekommen. Wenn Sie meinen, eine Stunde für ein Konzept zu brauchen, stellen Sie die Uhr danach – und schauen Sie, wie realistisch diese Schätzung war. Das fördert auch das zielgerichtete Arbeiten. Wenn Sie in strengen Zeitfenstern arbeiten, werden Sie sehr viel Zeit gewinnen. Sie werden auch überrascht sein, wie sich Ihr Zeitgefühl dabei verbessert!

Bekämpfen Sie Ihren inneren Schweinehund

Der innere Schweinehund lauert an vielen Ecken und sabotiert unsere Ziele. Und: Wir Menschen nehmen es dankend an. Wie können Sie ihm das Fürchten lehren? Fangen Sie mit der unliebsamen Aufgabe irgendwie an, auch wenn es zu Anfang nur zehn Minuten sind. Sie werden sehen, Ihnen wird es zunehmend leichter fallen! Und denken Sie daran: Es kann auch nicht alles Spaß machen, freuen Sie sich lieber auf das befreiende Gefühl, solche Aufgaben angepackt zu haben.

Man kann jeden Tag anfangen, ein Zeitgestalter zu sein Um Ihre alten Gewohnheiten abzulegen, braucht es Zeit. Fangen Sie mit einer Sache an. Damit es Ihnen in Fleisch und Blut übergeht, benötigen Sie mindestens drei bis vier Wochen. Danach nehmen Sie eine weitere Änderung hinzu und so weiter…. Es braucht nicht den Jahreswechsel, um Dinge anders zu machen. Sie können jeden Montag damit anfangen. Auf geht’s!

11


HSBA STUDIUM

Fotos: Roland Magunia

Stets ein Highlight: Auch für HSBA-Präsident Prof. Dr. Schmidt Trenz (links) und Geschäftsführer Dr. Samuels (rechts) ist die Graduierungsfeier immer wieder etwas Besonderes

(oben) Preis für vorbildliche Lehre: Dr. Norbert Taubken (links) freut sich über den Teaching Award (unten) Abschied von vielen engagierten Studierenden: Absolvent Nicolas Hinternesch spielt zum Abschied noch mal in der HSBA-Band

12

GRADUIERUNGSFEIER

Drei intensive Jahre gehen vorbei Constanze Bullinger

G

eschafft! Als ich das Abschlusszeugnis

Steuern und Statistik haben wir gelernt, sondern

von Prof. Dr. Schmidt-Trenz überreicht

auch Durchhaltevermögen, effektives Lernen und

bekomme, wird mir zum ersten Mal so

wie man Präsentationen richtig hält. Parallel dazu

richtig bewusst, dass meine Zeit an der HSBA nun

wurden wir in unseren Unternehmen praktisch

vorbei ist. Die Übergabe der Zeugnisse ist das

qualifiziert. Auf diesen Part unseres Studiums

Highlight der Graduierungsfeier. Zuvor haben wir

geht Holger Rehfeldt, der Ausbildungsleiter von

der Eröffnungsrede unseres Hochschulpräsiden-

Euler Hermes Deutschland, ein. Er spricht voller

ten gelauscht und uns zusammen mit den Stu-

Stolz als Vertreter der Kooperationsunterneh-

dierendensprechern Fahad Hassan und Tjorven

men zu uns. Aber es waren nicht nur drei Jahre

Rohwer an die vergangenen drei Jahre erinnert.

harter Arbeit, die wir an der HSBA verbracht

Drei Jahre harter Arbeit sind es, die hinter uns

haben. Es waren auch drei Jahre, in denen wir

liegen. Drei Jahre, in denen wir viel studiert und

zusammen Spaß hatten, gute Freunde gefun-

gearbeitet haben. Nicht nur Rechnungswesen,

den und natürlich auch das eine oder andere NR.6 | WINTER 2015


Fotos: Roland Magunia

STUDIUM HSBA

Wo man hinschaut, stolze und glückliche Gesichter: Die Graduierungsfeier bietet einen würdigen Rahmen zum Abschluss des Studiums

Auszeichnung von Präses Melsheimer: Hauke Johannes Diers mit seiner Betreuerin Yvonne Kinzel von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, ist mit einem Notenschnitt von 1,2 einer der drei Jahrgangsbesten

Mal zusammen gefeiert haben. Die meisten von

und mich zu sich ins Büro. In der Hand hält er das

uns werden in Hamburg bleiben und erst einmal

Hamburger Abendblatt. Er zeigt uns das abge-

im Kooperationsunternehmen weiterarbeiten.

druckte Foto der Graduierungsfeier und gratuliert

Andere wiederum schlagen ganz neue Wege ein.

uns zum Abschluss. „Sie können stolz auf sich

So ist die Abschlussfeier auch ein Stück weit eine

sein!“, sagt er. Und da hat er Recht. Wir können

Abschiedsfeier, so dass

stolz sein auf das, was

sich ein wenig Melan-

wir geschafft haben – und

cholie unter die Freude

dankbar, für die Möglich-

über den Abschluss

keiten, die uns gegeben

mischt.

wurden. Oder, um es mit den Worten aus dem Lied

Einige Tagen nach un-

von Andreas Bourani zu

serer Graduierungsfeier

sagen, das die HSBA-Band

ruft unser Geschäftsfüh-

zum Abschluss spielte: „Ein

rer meine Kommilitonin

Hoch auf uns!“

NR.6 | WINTER 2015

Video zum Hochwerfen der Hüte unter: www.facebook.com/photo. php?v=3711464954413 13


HSBA STUDIUM

GELEBTE INTERNATIONALITÄT AN DER HSBA

MASTER-STUDIERENDE AUS ALLER WELT

Großbritannien

Thassilo Nowacka, William Martin Jones

Kanada

Mark Butler 1

Irland

James Harding Liam Ganner

2

2

Niederlande

1

Willem van der Wel USA

Jürgen Baumert, Arturo Blohm

2

Frankreich

Stéphanie Canon Österreich

Melanie Klingenschmid

3 Kolumbien

Daniela Peña Restrepo Mexiko

Gerardo Silva Rodriquez, Oscar Fernandez, Luis Humberto Quintero Tamez

1 1

A

Togo

Annick Koudadjey

us 29 unterschiedlichen Ländern kommen die Master-Studierenden an der

Nigeria

HSBA. Kluge Köpfe aus aller Welt, die

Oladayo Sadiku, Alexander Oni

ein umfangreiches Auswahlverfahren bestanden und ein anspruchsvolles, berufsbegleitendes Master-Studium an unserer Hochschule aufgenommen haben. Sie bereichern das Cam-

Chile

Benjamin Schmidt Koch

1

pusleben und tragen zu einer gelebten Internationalität bei. Ob Webseiten, Facebook oder interne Kommunikation - an Englisch kommt an der HSBA niemand mehr vorbei. Auch für dieses Magazin ist in der nächsten Ausgabe ein englischsprachiger Teil geplant. Wir sind neugierig auf die Beiträge unserer internationalen Studierenden und freuen uns über den aufgeschlossenen, unvoreingenommenen und offenen Austausch miteinander. 14

1

NR.6 | WINTER 2015


STUDIUM HSBA

Polen

Aleksandra Baran, Adam Tadeusz Maciejewski,

Lettland

Russland

Ieva Stukle

Alexey Ananin, Ekaterina Bobrova, Alexander Tarnovetskiy, Yulia Shishenok

Estland

Mart Loik

4

1 1

Ukraine

Valeriy Rokotyanskyy

2 1

1

Klaus Becker

Kroatien

Danijel Vollst채dt

1 1

1

Kasachstan

1

Bosnien Herzegowina

Vedad Delic

1

Albanien

2

Anxhela Faber

China

1

Italien

Qianqian Chen, Yue Li

1

Filippo Ravera

Iran

Seinab Parviz

5

Pakistan

Hammad Baig

2

Indien

Kulam Mohamed Irshad, Gaurav Kumar, Amrita Jha, Pavan Shantaram Pawar, Ramanathan Sankaranarayanan, Zambia

Ruth Mwangase

1 1

Zimbabwe

Sandra Munyoro

NR.6 | WINTER 2015

15


HSBA STUDIUM

Von Berlin nach Hamburg: Dr. Sarah Jastram fühlt sich als neue Professorin an der HSBA sehr wohl

ältesten Handelskammer Deutschlands von einem enormen Netzwerk in die Praxis. Gleichzeitig sind die Themen Verantwortung und Ethik durch die 500-jährige Tradition Ehrbarer Kaufleute bereits stark im Bewusstsein und im Handeln der Hamburger Wirtschaft verankert. Es macht Freude, dort in Forschung und Lehre anknüpfen zu können. Darüber hinaus wird an der HSBA unmittelbar das besondere Engagement in der Lehre und in der Studierendenbetreuung spürbar. Das Betreuungsverhältnis ist, typisch für eine private Business School, traumhaft im Vergleich zu der Situation an vielen öffentlichen Universitäten. Meine eigene Aufgabe besteht an der HSBA derzeit PROF. DR. SARAH JASTRAM

Mit dem Blick einer neuen Professorin

Zum 1. Oktober 2014 wechselte Dr. Sarah Jastram von der Humboldt-Universität in Berlin nach Hamburg, um den Stiftungslehrstuhl für Internationale Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit an der HSBA zu übernehmen. Sie schaut mit einem frischen Blick auf ihre neue Hochschule Prof. Dr. Sarah Jastram

darin, die Themen Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit in den Master- und Bachelor-Programmen sowie in der Doktorandenausbildung weiter zu etablieren. Konzepte wie Corporate Social Responsibility oder Sustainability gehören dabei zu den wichtigsten Schlagwörtern der zeitgenössischen Diskussion um eine faire, nachhaltige und gleichsam kompetitiv erfolgreiche Unternehmensführung. Die Themen sind indes nicht lediglich für multinationale Konzerne relevant. Insbesondere der Mittelstand und Familienunternehmen sind - zum Teil auch als Bestandteile internationaler Wertschöpfungsketten - zunehmend gefordert, eigene

D

nachhaltige und gesellschaftsorientierte Strategien

tur des neuen Handelskammer InnovationsCampus

nable Leadership konzentriert sich daher sowohl auf

und die schlanke Hochschulorganisation. Darüber

Großunternehmen, die ein komplexes, internationales

hinaus empfinde ich den charmanten hanseatischen

Wertschöpfungskettenmanagement betreiben, als

Humor sowie die positive Energie, die gerade auch

auch auf kleine und mittelständische Unternehmen

von Seiten des Managements und der Hochschullei-

und alle weiteren beteiligten Stakeholder, wie etwa

tung ausgestrahlt werden, als sehr angenehm. Für

Zulieferer, NGOs und Stiftungen.

ie HSBA ist eine junge und sehr dynamische

zu implementieren und entsprechende nationale und

Business School. Als erstes sind mir zwei

internationale Standards und Normen einzuhalten.

Dinge aufgefallen: die fantastische Architek-

Der neu entwickelte Bachelor-Schwerpunkt Sustai-

mich persönlich ist an der HSBA ganz besonders be-

16

merkenswert, dass die Hochschule die Themen Wirt-

Für meine Zukunft an der HSBA wünsche ich mir,

schaftsethik und Nachhaltigkeit zu elementaren Be-

dass die Forschung im Bereich Wirtschaftsethik und

standteilen ihres Profils und ihres Leitbildes gemacht

Nachhaltigkeit weiter ausgebaut werden kann. Hier

hat. Diese Haltung und strategische Ausrichtung sind

besteht durch das starke Netzwerk in die Hambur-

etwas Besonderes in Deutschland. Die HSBA profi-

ger Wirtschaft ein großes Potenzial praxisnaher und

tiert dabei am Standort Hamburg zusammen mit der

angewandter Forschungskooperationen. NR.6 | WINTER 2015


STUDIUM HSBA

BUSINESS ETHICS

HSBA Summer School – Spirit of  Exchange 16 Teilnehmer, 13 Nationen, fünf Professoren, zwei Wochen und ein Thema: Vom 18. bis 29. August 2014 fand die erste HSBA Summer School zum Thema Business Ethics statt. Das hieß Aufregung, Abenteuer, Anstrengung und Ausgelassenheit, nicht nur für die Teilnehmer. Ein Blick hinter die Kulissen. Candy Reinecke Das erste Gruppenfoto: Teilnehmer der HSBA Summer School im Innenhof des Campus

B

ereits ein Jahr vor dem eigentlichen Ter-

gute Gruppenzusammensetzung. Und so wird dem

min trafen sich HSBA-Kollegen, um mit

gesamten Orga-Team von unserer ersten Summer

dem Projekt „Summer School“ zu starten.

School vor allem der Spirit, die Euphorie und die

Nach gefühlt einer Milliarde E-Mails und genauso

gute Gruppendynamik dieses wild zusammenge-

vielen Litern Kaffee in unzähligen Meetings war

würfelten Haufens in Erinnerung bleiben.

es dann endlich soweit. Am 18.August standen wir (das Summer-School-Orga-Team) um 8.30

Im Laufe der folgenden zwölf Tage wurde unse-

Uhr Spalier, um unsere Gäste zu begrüßen. Als

ren Gästen allerhand geboten: Vorlesungen des

erstes kam die Schweizerin, fünf Minuten später

renommierten Professors für Wirtschaftsethik,

der Chinese, danach die Vietnamesin und sogar

Dr. Dirk Matten, aus Kanada, Unternehmensbesu-

der Italiener legte an diesem ersten Tag Wert auf

che bei OTTO und Jungheinrich, Kiezbesuche, eine

Pünktlichkeit. Vier von 16 waren schon einmal da,

Kanutour, vom International Committee organi-

es war nun 9.45 Uhr. Vor einer viertel Stunde hätte

sierte Events und Partys sowie ein Wochenende

die Begrüßung beginnen sollen. Weitere fünfzehn

in Berlin. Die Teilnehmer schrieben zudem eine

Minuten später trudelte der Rest ein, fünf Ungarn

Klausur und hielten Präsentationen. Jeden Morgen

und sieben andere Nationalitäten, und zwar

berichteten mir die Teilnehmer, was sie am Abend

alle zusammen, alle am Schnacken und Lachen.

gemacht und erlebt hatten und ich muss sagen:

Bereits da wussten wir, dass ein wichtiger, nicht

Die müden Augen, die mit jedem Tag kleiner wur-

wirklich planbarer Erfolgsfaktor gegeben war: eine

den, waren berechtigt.

NR.6 | WINTER 2015

Foto: Jana Tolle

Fotos: HSBA

Gute Einstimmung auf Hamburg: Barkassentour vorbei an großen Pötten bei stürmischenm Wetter

International anerkannter Fachmann für Corporate Social Responsibility: Prof. Dr. Dirk Matten von der York University in Toronto

17


HSBA STUDIUM

STUDIENEXKURSIONEN

Zum Lernen raus in die Welt

HSBA-Exkursionen t mit UnternehEine Woche voll gepack an Universitäten, mensbesuchen, Vorträgen en, tollen Städten, spannenden Begegnung und natürlich jeder schönen Landschaften ionsziele waren Menge Spaß! Die Exkurs na, Dubai, dieses Mal: Atlanta, Bolog urg, Ho-Chi-MinhDublin, Frankfurt, Hamb , Kopenhagen, Stadt, Istanbul, Kapstadt Paul. St. Petersburg und São

18


STUDIUM HSBA

19


HSBA STUDIUM

MBA-SHIPPING

Following the tracks of the Greek Shipping Miracle A wise man once said: “The secret of business is to know something that nobody else knows”. Although this statement did not make him the smartest man in the world, it certainly proved that he had a keen sense for recognizing business opportunities, making him one of the biggest names in shipping business ever: Aristoteles Onassis from Greece. Kerstin Wieting

E

ven though Greece today is not known for

operational and administrative departments.

its outstanding economy, the MBA Shipping class of 2013 embarked on a journey to Ath-

A special experience was the guided tour on the “Hel-

ens and Piraeus to discover the secrets of the great

las Liberty” in Piraeus, one of more than 2,000 ships

long-lasting success of the Greek shipping com-

that were contracted in US shipyards at the begin-

munity, which is in command of the world’s largest

ning of 1942 to support the war efforts. The Liberty

merchant fleet in the world.

ships were the first ships to be built using production line methods that resulted in a four-day construction

Visiting a wide range of different shipping compa-

process for each ship. When the war ended, many

nies, the class had the chance to pick the executives’

Liberty ships were purchased by Greece to fortify

brains to gain an insight on their business philoso-

their merchant fleet that had been decimated by

phies and strategies. The students were mostly im-

World War II, and were desperately needed to deliver

pressed and inspired by the passion and dedication

food, medicine and supplies during the crucial years

that especially the family-owned and -run compa-

of the Cold War. Today, the “Hellas Liberty” is one of

nies showed towards the shipping profession. Most

the last remaining Liberty ships. It was renovated in

of them were active seafarers in the past and learnt

a very costly and extensive process, transforming it

the basics of business from scratch throughout all

into a floating museum to educate the new generation about the Greek maritime history. Despite a tightly packed schedule, the group also got a chance to relax, enjoy the beach, absorb the beauty of the many local sights and explore a vast array of culinary treats. Overall, the visit was a great success and the group is looking forward to the two remaining field trips to Dubai and London next year.

MBA Shipping Class in Athen/Piraeus: Guided Tour on the Helas Liberty

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NR.6 | WINTER 2015


STUDIUM HSBA

AUSLANDSSEMESTER IN OSLO

Nordische Lebensfreude Land und Leute in ihr Herz geschlossen: Vivian Voß am 17. Mai, dem Nationalfeiertag Norwegens

Als ich im Januar 2014 mit dem Schiff auf Oslo zufuhr, um im hohen Norden mein Auslandssemester anzutreten, war ich zunächst etwas enttäuscht. Es lag dort kein Millimeter Schnee. Die Kälte traf in den kommenden Wochen dann aber schneller und härter ein als gedacht. Vivian Voß

A

ls eine der ersten HSBA’ler hatte ich die

verausgabt, Hütten-Trips gemacht und uns im

Möglichkeit, ein ganzes Semester im

Nationalsport Langlauf probiert.

Ausland zu studieren. Zudem war ich

die erste, die sich für die BI Norwegian Busi-

So kurz, dunkel und kalt die gemütlichen

ness School entschieden hatte. Ich wollte gerne

Wintertage auch waren, von Monat zu Monat

nach Norwegen, ohne einen besonderen Bezug

wurden die Tage wärmer und länger, bis es

zu diesem Land zu haben. Während meines

im Mai um drei Uhr nachts schon wieder hell

Aufenthalts habe ich dann aber Land und Leute

war, als wir die Clubs der Stadt verließen. Die

sehr schnell ins Herz geschlossen.

langen Sommertage habe ich auf den Inseln

(Oben) Tromsø im Winter: In Schweden hat auch die dunkle Jahreszeit ihre schöne Seiten (Unten) Den Blick in die Ferne schweifen: Mit anderen Erasmus-Studierenden am Oslofjord

im Oslofjord beim Baden und Grillen verbracht, Was macht man also bei extremen Minusgra-

während ich mich nebenbei auf meine Klausu-

den in einer fremden Stadt? Mit vielen ande-

ren vorbereitete. Neben dem Studium an einer

ren Erasmus-Studierenden habe ich einfach

der führenden Business Schools Europas habe

versucht, mich den Norwegern anzupassen: Wir

ich die Schönheit und Lebensfreude Skandina-

sind am Wochenende in Ski-Gebiete gefahren,

viens kennengelernt, die ich nun ab und zu sehr

haben uns beim völlig wahnsinnigen Après-Ski

vermisse.

NR.6 | WINTER 2015

21


HSBA STUDIUM

ORGANISATION VON PRÜFUNGEN

Der Welle standhalten Gedankensplitter einer Aufsicht Willst du wirklich arbeitsame Studierende beobachten, mit Argusaugen durch die Reihen schreiten, Schummelversuche ahnden? Nein, eigentlich liegt mir das nicht, aber das sind die Spielregeln für Klausuren. Gudrun Kasbohm

B

loß nicht die Bahn verpassen, damit du recht-

stündig die Zeit ansagen?“, was dann leise individuell

zeitig den Raum vorbereiten kannst. Hast

gewährt wird. Handys sind ausgeschaltet, Taschen-

du auch Kuli und Taschentücher für Notfälle

rechner und Hilfsmittel sind zugelassen. Beschriebene

eingesteckt? Vielleicht noch Hustenbonbons?

Arme oder Tische können nicht übersehen werden! Da muss man schon mal energisch einschreiten.

Der „Polizist“ ist in den Hintergrund gerückt, Kontakt Die Stifte fliegen über die Blätter. Na ja, mal hakt es

einmal zurückblicken. Diese erwachsenen Kinder

auch. Schnell was trinken. Gott sei Dank, Schummel-

richten erst einmal ihren Platz ein – wie wir damals:

versuche konnten rechtzeitig abgeblockt werden,

große und kleine Kuscheltiere als Glücksbringer

bis, ja bis auf dieses eine Mal, das ich bis heute nicht

(wichtig!!!), Naschis als Nervennahrung, reichlich zu

vergessen habe: Ein Student legte ein Lösungsskript

trinken (was bei uns eher fehlte, es war einfach noch

auf seine Knie. Der junge Mann musste seine Arbeit

nicht das Bewusstsein vorhanden, dass Flüssigkeit

abgeben. Als ich zu ihm meinte „Da haben Sie nicht

auch die Gedanken fließen lässt) und Wecker, um ja in

nur sich den Tag verdorben, sondern auch mir, ganz

der richtigen Zeiteinteilung zu bleiben. Wenn keine Uhr

gehörig“, war seine Reaktion „Ach, machen Sie sich

vorhanden, die höfliche Bitte „Ach, könnten Sie halb-

nichts draus! Ich kann’s ja noch mal schreiben.“

Illustration: Daniela Chudzinski

zu jungen Menschen ist nett und lässt einen noch

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NR.6 | WINTER 2015


sa e lle g o r he k u o ttlic i s t n h sc n ro au urch l e p r K Eine d r su u su a l ten u K u Kla Min

1.100

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NR.6 | WINTER 2015

50

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STUDIUM HSBA

t 채 ns i E

23


HSBA STUDIUM

ERFOLGSSTORY METHODIK-FORUM

TICKER

Noch besser lehren lernen!

++ Internationale Dozenten mit hohem Renommee zu Gast ++ Professor Espen Andersen von der BI Norwegian Business School in Technology Strategy. An der HSBA unterrichtet er im MBA-Studiengang Honourable Leadership „Strategic Management“.

Stefan Okruch von der Andrássy Universität ­in Budapest, dessen Spezialgebiet „Neue Institutionenökonomik und Verhaltensökonomik“ ist. In Marketing vermittelte Professor

nen. Geleitet wird das Methodik-Forum

chung einbeziehen, Konferenzen und

vom erfahrenen Berater, Trainer und

Tagungen besuchen: Fachliche Weiter-

Coach Thomas Bernt Schulte.

selbstverständlich, für zusätzliche ganz-

Die zweistündigen Einheiten können die

oder mehrtägige Didaktikworkshops

Lehrenden in Abstimmung mit sonsti-

fehlt aber häufig die Zeit. Deshalb bietet

gen Verpflichtungen entweder auf den

die HSBA allen Lehrenden ein neues For-

Vormittag, Mittag oder Abend legen. Die

mat für didaktische Weiterbildung an.

Teilnehmer tauschen sich in den Work-

Dieses Format nennt sich Methodik-Fo-

ihrer Lehrveranstaltungen und Best-

rum und ermöglicht den Lehrenden, sich

Practice-Beispiele aus. So erhalten sie

an insgesamt sieben Terminen über das

neue Ideen und Impulse für die eigene

ganze Jahr verteilt gezielt mit didakti-

Lehre. Am Ende der Veranstaltungsreihe

schen Fragen auseinanderzusetzen. In

wird allen eine Didaktik-Tool-Box aus-

kleinen Gruppen und mit erfahrenen Di-

gehändigt, die methodische Tipps und

daktik-Trainern geht es um Themen wie

Übungen enthält.

Teilnehmeraktivierung, Lehre in hetero-

Martin R. Zemborain den Studierenden, worauf es beim „Brand Management“ ankommt. Zemborain kommt aus Argentinien, wo er an der IAE Business School der Universität in Buenos Aires lehrt.

genen Gruppen oder das Dilemma, viel

Das Konzept wird gut angenommen.

Stoff in wenig Zeit vermitteln zu müssen.

Bereits zum Start haben sich über vierzig

Weitere Themen sind lerntypengerechter

Lehrende der HSBA für die Teilnahme im

Unterricht, Medieneinsatz sowie Konflik-

Studienjahr 2014/2015 registriert.

Gute Impulse für die Lehre: Coach Thomas Bernt Schulte mit Teilnehmern des Methodikforums

Im März wird Prof. Zemborain erneut an die HSBA kommen, um auch in den Bachelor-Studiengängen Marketingwissen zu vermitteln. Professor Barry Friedman von der State University of New York at Oswego ist ein international anerkannter Fachmann für „Organizational Behavior and Human Resource Management“. Über dieses Themengebiet unterrichtete er im MBAStudiengang Corporate Management. Ein Student postete dazu auf Facebook: „If every lecturer taught like Prof Friedman, students would no longer have to do additional work at home because they already had Foto: HSBA

gotten so involved in the classroom.

24

Lehre integrieren, aktuelle Rechtspre-

shops über aktuelle Herausforderungen

Ebenfalls zu Gast war Professor Dr.

you.“

te und schwierige Unterrichtssituatio-

bildung ist für Lehrende an der HSBA

Oslo ist ausgewiesener Experte für

He doesn‘t just teach, he immerses

Neueste Trends in der Forschung in die


STUDIUM HSBA

CHE-RANKING

Master-Programm der HSBA in der Spitzengruppe Das gemeinnützige Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) wurde 1994 von der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz gegründet. Das CHE-Hochschulranking ist das umfassendste und detaillierteste im deutschsprachigen Raum. Für 2014/15 wurde erstmalig ein Ranking der konsekutiven Master-Programme im Fachbereich Betriebswirtschaftslehre erstellt. Die HSBA freut sich, dass in diesem Ranking der Master-Studiengang Global Management and Governance (M.Sc.) auf Anhieb hervorragend abgeschnitten hat. Bei allen fünf Kriterien (Studiensituation insgesamt, Lehrangebot, Studierbarkeit, nationale Ausrichtung) ist die HSBA in

Nähere Informationen: http://ranking.zeit.de/che2014/de und www.zeit.de/shop-zeitcampus

der Spitzengruppe vertreten. Von den 44 teilnehmenden Hochschulen haben nur vier ein ebenso gutes Ergebnis erzielt.

NEUER MBA-STUDIENGANG

Fit für Strategien der Zukunft 23 Studierende aus zehn Nationen starteten im Oktober 2014 im neuen englischsprachigen Master-Studiengang Corporate Management. Nach dem generalistisch ausgerichteten ersten Studienjahr besteht die Wahlmöglichkeit zwischen den Schwerpunkten Strategisches Management, Bank Management, Insurance Management oder Digital Marketing & E-Business. Das Konzept zeichnet sich durch eine besondere Anwendungsorientierung aus. „Durch die Einbindung von Praktikern mit langjähriger Management-Erfahrung“, so Professorin Annette Hofmann, „gelingt ein Studium, das sowohl wissenschaftliche als auch praktische Kompetenz vermittelt.“ NR.6 | WINTER 2015

Foto: Cristiana Cicoria

Quelle: ZEIT CAMPUS

Betreuung durch Lehrende und Inter-

25


HSBA FORSCHUNG

HSBA-DOKTORARBEITEN

Es geht voran!

Das Claussen-Simon Graduate Centre @ HSBA (CSGC) besteht nun seit einem Jahr. Zeit für die Doktoranden, ein erstes Fazit zu ziehen und von ihren Erfahrungen aus dem Promotionsprogramm zu berichten. Felix Thiele, Carsten Oppitz und Dennis Strümpel

D

ass Forschung nicht immer geradlinig verläuft und stark von den durchstrukturierten

darüber sind sich alle Doktoranden des CSGC einig. Wochen großen Fortschritts wechseln sich mit Phasen ab, in denen man Rückschläge hinnehmen muss. Nichtsdestotrotz bewerten alle Doktoranden den Verlauf ihrer

Foto: Cristiana Cicoria

Bachelor- und Masterprogrammen abweicht,

Promotionsarbeiten positiv. er sich in diesem Zusammenhang mit dem PreismeDamian Bäumlisberger, der sich mit den systemati-

chanismus ähnlicher Firmen und versucht dies anhand

schen Grenzen und Möglichkeiten unternehmerischer

spieltheoretischer Überlegungen zu analysieren.

Verantwortung auseinandersetzt, konnte das Konzept seines ersten wissenschaftlichen Fachartikels bereits

Dass Forschung sich nicht ausschließlich in theoreti-

im Doktorandenworkshop einer wissenschaftlichen

schen Modellen abspielt, zeigt David Großmann, der

Konferenz vorstellen. „Bei der Darstellung und Analyse

sich als externer Doktorand mit der internationalen

des aktuellen Forschungsstands, egal ob in einer

Bankenregulierung beschäftigt. Unter der Überschrift

Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit, muss man auch

„One size does not fit it all“ möchte er im Rahmen

einfach mal zum Punkt kommen können und Mut zur

seines Forschungsvorhabens differenzierte Regulie-

wohlbegründeten Lücke haben“, fasst er eine seiner

rungsvorgaben für unterschiedliche Geschäftsmodelle

wichtigsten Lehren zusammen. „Ansonsten kann man

entwickeln und überprüft diese anhand von Finanzda-

das Ringen mit dem ständig fortschreitenden Status

ten deutscher und europäischer Banken.

Quo nicht gewinnen.“ Dennis Strümpel, der sich im Bereich der Versiche-

26

In der theoretischen Modellentwicklung kommt es da-

rungs- und Gesundheitsökonomie mit dem Einfluss

rauf an, viele kleine Bausteine zu einem robusten, aber

zusätzlicher Informationen in asymmetrischen Aus-

vereinfachten Abbild der Realität zusammenzusetzen.

tauschbeziehungen beschäftigt, wird im Frühjahr 2015

Daran arbeitet Carsten Oppitz in seinem Modell, das

seinen ersten wissenschaftlichen Artikel im Rahmen

die Bildung von Agglomerationen gleichartiger Firmen

einer versicherungswissenschaftlichen Konferenz

an einem Standpunkt untersucht. Aktuell beschäftigt

vorstellen. „Von der Konferenz erwarte ich mir konstNR.6 | WINTER 2015


FORSCHUNG HSBA

Verstehen sich auch untereinander gut: HSBA-Doktoranden Felix Thiele, Andrea Schlüschen, Dennis Strümpel, Carsten Oppitz und Damian Bäumlisberger

Research Room: Hier herrscht eine konzentrierte Atmosphäre

ruktives Feedback, das ich in die Verbesserung meiner Arbeit einfließen lassen will. Zur Forschung gehört eben ler aufzunehmen und sich diese für die eigene Arbeit produktiv nutzbar zu machen“.

Foto: HSBA

auch, Anmerkungen und Kritik anderer Wissenschaft-

Auch in der Forschungsarbeit von Philipp Lauenstein

Der letzte im Bunde des ersten Jahrgangs ist Daniel

spielt die Informationsdiffusion eine große Rolle. Kon-

Gradl. Dieser entwickelt im Rahmen seiner Promotion

kret beschäftigt er sich mittels empirischer Methodik

ein Reifegradmodell für Supply Chain Management

mit den Märkten für Frachtderivate und untersucht

Systeme. Als Geschäftsführer der oberpfälzischen

aktuell die Effizienz der Verarbeitung von öffentlichen,

Grammer Railway Interior GmbH identifizierte er diesen

preisrelevanten Informationen.

Forschungsbedarf in der industriellen Produktion.

Die größten Erfahrungen in der Lehre konnte Andrea

Im kommenden Jahr wird sich die Doktorandengruppe

Schlüschen sammeln. Als Doktorandin im Bereich

des CSGC weiter vergrößern. Mit den ehemaligen HSBA-

Marketing und Social Media hielt sie Lehrveranstaltun-

Studenten Felix Thiele und Tobias Knuth haben bereits

gen im Marketingmanagement. „Vor eineinhalb Jahren

zwei von ihnen ihr Forschungsprojekt aufgenommen.

saß ich selber noch in Vorlesungen, jetzt stehe ich auf

Während Felix Thiele zum Steuerungsverhalten ver-

einmal vorne und vermittle Wissen. Das ist schon sehr

schiedener Beteiligungskapitalgeber promoviert, entwi-

aufregend und auch anstrengend. Aber die Studieren-

ckelt Tobias Knuth intelligente Systeme zur Prävention

den haben wirklich toll mitgearbeitet!“

von Betrug im Online-Handel.

NR.6 | WINTER 2015

27


HSBA FORSCHUNG

LEHRAUFTRAG IN VIETNAM

Personalwirtschaft für Informatiker Prof. Dr. Daniela Eisele hielt Ende letzten Hohe Lehr- und Lernmotivation: Professorin Dr. Eisele mit Studierende an der Vietnamese German University

Jahres in Ho-Chi-Minh-Stadt vor angehenden Führungskräften Vorlesungen in Human Resources Management. An der Vietnamese-German University (VGU) qualifizieren sich Studierende berufsbegleitend und in englischer Sprache weiter. Tagsüber arbeiten die Informatiker überwiegend in Niederlassungen von multinationalen Unternehmen wie Bosch, IBM, Intel oder Harvey Nash. Am Abend und am Wochenende wird studiert. Einige haben auch schon Familie. Trotz dieser Doppel- und Dreifachbelastung verfolgen die vietnamesischen Studierenden die Veranstaltungen nicht nur aufmerksam, sondern bringen sich mit eigenen Themen, Diskussionsbeiträgen und Präsentationen rege ein. „So macht auch bei 30 Grad Lehre richtig Spaß“ so Eisele. Und ein angenehmer Nebeneffekt war für siee, dass sie neben ihrer Gastprofessur noch Land und Leute kennenlernen und ein bisschen Wärme tanken konnte.

FORSCHUNGSRANKING

Prof. Dr. Hartmann unter den Top 10 Prozent Im aktuellen Handelsblatt BWL-Ranking 2014 - Lebenswerk, für das die wissenschaftlichen Publikationen von weit mehr als 2000 deutschsprachigen BWL-Professoren ausgewertet wurden, belegt Prof. Dr. Sönke Hartmann Platz 166. Damit gehört er wie schon bei den letzten Rankings von 2009 und 2012 zu den zehn Prozent der forschungsstärksten BWLProfessoren. Bewertet wird dabei die Gesamtforschungsleistung der BWL-Professoren im deutschsprachigen Raum. Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Dr. Sönke Hartmann liegen im Bereich Operations Research, vor allem in der Entwicklung von Optimierungverfahren für betriebswirtschaftliche Planungsprobleme und in der Konzeption von Simulationsmodellen für logistische Prozesse. Professor Hartmann freut sich, dass mit diesem Ergebnis die Forschung an der HSBA besondere Wertschätzung erfährt. 28

NR.6 | WINTER 2015


FORSCHUNG HSBA

NEUES AUS DER FORSCHUNG

Vorträge und Konferenzen 2. Juni 2014 Auf der Gründungsveranstaltung der Privacy Special Interest Group in London, einer auf die Zusammenarbeit von mehreren führenden Unternehmen im Bereich der Kunden- und Besucheranalysen, präsentierte Prof. Dr. Christoph Bauer den Vortrag „Privacy by Design in Location Based Advertising / Retail Analytics“. 1. – 5. August 2014 Im Rahmen der Academy of Management Konferenz in Philadelphia USA hielt Prof. Dr. Sarah Jastram einen Vortrag über die Möglichkeiten der Legitimierung von Corporate Social Responsibility Governance. Bei der Konferenz handelt es sich mit etwa 9.500 Teilnehmern um die größte und bedeutendste im Bereich Management. Das zu dem Vortrag gehörige Paper wird 2015 erscheinen. 5./6. August 2014 Im Rahmen der Summer School on Brand Management der University of East London hielt Prof. Dr. Goetz Greve einen Gastvortrag zum Thema „Diffusion of Innovation“. 4. September 2014 Zu dem Thema „Ausbildungsmarketing: Funken Unternehmen und Schüler aneinander vorbei?“ wurde Prof. Dr. Daniela Eisele von dem Recrutainment Blog interviewt. Dieser spezialisiert sich in seiner Berichterstattung auf Fragestellungen Rund um das Thema Online-Assessment und Berufsorientierung. Das Interview ist zu finden unter: http://blog.recrutainment.de/2014/09/04/ ausbildungsmarketing-funken-unternehmenund-schueler-aneinander-vorbei-interview-mitprof-daniela-eisele/ 11. September 2014 Prof. Dr. Christoph Bauer moderierte auf der Digital Marketing Exposition & Conference (dmexco) das Panel „Email-Whitelisting – Transparenz schaffen“. 26. September 2014 Im Zuge des 2. Ifera Research Development Workshop an der Wirtschaftsuniversität Wien präsentierte Prof. Dr. Stefan Prigge das HIF Family Constitution Project. 1. Oktober 2014 Auf der jährlichen Brand2Global Konferenz für Experten aus dem Bereich Marketing, hielt Prof. Dr. Goetz Greve einen Vortrag zu globalen Marketingtrends und Forschungserkenntnissen. 8./9. Oktober 2014 Neben Ihrem Vortrag zum Thema Innovation und Multi-Stakeholder Governance, übernahm Prof. Dr. Sarah Jastram das Amt des Panel Chairs während der internationalen CSR-Konferenz der Humboldt-Universität. Diskutiert wurden u.a. die Determinanten zur Förderung von Innovationen in NR.6 | WINTER 2015

CSR-Netzwerken sowie die Wettbewerbsrelevanz von Innovationen in diesen Netzwerken. 6. November 2014 An der ungarischen Andrássy Universität in Budapest hielt Prof. Dr. Goetz Greve einen Gastvortrag zum Thema „Ein innovatives Studium für und mit Unternehmen: Erfahrungen, Erwartungen, Perspektiven“. 1./2. Dezember 2014 Auf der CAMPUTAS Fachtagung IsSec/ZertiFA, bei der es um Infrastrukturen der IT-Sicherheit und Datenschutz geht, referierte Prof. Dr. Christoph Bauer über die Sicherheit von Apps und Chips mobiler elektronischer Geräte. 4. Dezember 2014 Neben der Leitung der Podiumsdiskussion des Forums „Wie Unternehmen in der Metropolregion Fachkräfte sichern – ein Workshop von Praktikern für Praktiker“, hielt Prof. Dr. Inga Schmidt auf der Regionalkonferenz 2014 der Metropolregion Hamburg einen Vortrag mit dem Titel „Employer Branding – Chance für die KMU in der Metropolregion Hamburg?“. 18. Dezember 2014 Zusammen mit Maike Braun und Jakob Kleefass, hielt Prof. Dr. Stefan Prigge einen Vortrag mit dem Titel „Familienverfassung als Bindeglied zwischen den Generationen“ im Rahmen der Ringvorlesung „Chance oder Trauma: Die Nachfolge in Familienunternehmen“ an der Universität Hamburg.

Veröffentlichungen Bauer, Christoph und Stefan Prigge. „Corporate Responsibility & Compliance: Abgrenzung, Ausgestaltung und Zusammenspiel.” INITIATIVE CORPORATE GOVERNANCE der deutschen Immobilienwirtschaft, Newsletter Ausgabe November 2014, S. 2-5., Nr. 1 Bauer, Christoph et al. „Kriterien zur Beurteilung von Targeting-Qualität.” BVDW Leitfaden, Düsseldorf 2014. Bauer, Christoph et al. “Location­Based Mobile Advertising.” BVDW Whitepaper, Düsseldorf 2014. Bauer, Christoph et al. „Praxisleitfaden Email Marketing - Datenkonzept und Zertifizierung im E-Mail-Marketing.” BVDW, Düsseldorf 2014. Eisele, Daniela und Felicia Ullrich. „Selbstbewusste Sinnsucher.” Personalwirtschaft, (07/2014): S. 27-29. Greve, Goetz. “The moderating effect of customer engagement on the brand image – brand loyalty relationship.” Procedia - Social and Behavioral Sciences 148 (2014): 203-210. Greve, Goetz. “Different or alike? Comparing computer-based and paper-based card sorting.” International Journal on Strategic Innovative Marketing 1 (2014): 1-10.

schreitender Strukturmaßnahmen.” und „Besteuerung der Europäischen Gesellschaft.” in Göthel (Hrsg.): Internationaler Unternehmenskauf (Köln 2014). Haase, Florian. „Gedanken zu Art. 4 Abs. 1 lit. a) MTR.” Internationales Steuerrecht (2014): 650 ff. Haase, Florian. „Sind konzerninterne Ausfallbürgschaften versicherungssteuerpflichtig?” Deutsches Steuerrecht (2014): 2008 ff. Haase, Florian. “„nbound Investitionen: Eine Fallstudie zu Kapitalgesellschaftsbeteiligungen (Teil 1 und 2).” Internationale Steuerrundschaft (2014): 282 ff. und 348 ff. Haase, Florian. “Aus Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung zum Dritten Sektor im Jahr 2013 in Deutschland.” in Hüttemann/Rawert/ Schmidt/Weitemeyer (Hrsg.): Non Profit Law Yearbook 2013/2014 (Hamburg: Bucerius Law School Press, 2014) Haase, Florian und Daniela Steierberg. “Germany” in Haase (Hrsg.): Taxation of International Partnerships (2014). Hofmann, Annette und Richard Peter. “Self-Insurance, Self-Protection, and Saving: On Consumption Smoothing and Risk Management.” Journal of Risk and Insurance (forthcoming). Hofmann, Annette und Gunnar Oldehaver. “Vertically Linked Industries, Product Quality, and Minimum Quality Standards.” German Economic Review (forthcoming). Hofmann, Annette und Andreas Haas. „Risiken aus Cloud-Computing Dienstleistungen: Fragen des Risikomanagements und Aspekte der Versicherbarkeit.” Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft (forthcoming). Hofmann, Annette und Eda Shehu, Michel Clement und Ann-Kristin Langmaak. “The Healthy Donor Effect and Satisfaction with Health.” European Journal of Health Economics (forthcoming). Höbig, Michael, Nehls, Thoralf und Sven Rieper. Praxis der Kalkulation und Kostenoptimierung: Der Beipackzettel zu Risiken und Nebenwirkungen (Norderstedt: BoD – Books on Demand, 2014). Jastram, Sarah, Kühn, Margaretha und Sophie Katharina. “Innovation through Multi-Stakeholder Networks in the Field of Corporate Social Responsibility.” InTeR, Zeitschrift zum Innovations- und Technikrecht (2014). Prigge, Stefan und Günther Strunk. „Der „Benchmark Familienunternehmen”. Ein neues Instrument zur finanzwirtschaftlichen Analyse.” Finanzplatz Hamburg Jahrbuch 2014/15 (2014): S. 38-39. Prigge, Stefan, Grelck, Michael B., Tegtmeier, Lars und Mihail Topalow. „Ein marktbasierter Index als Benchmark für Schiffsinvestitionen über Beteiligungstitel.” Corporate Finance 5 (2014): S. 297-308.

Haase, Florian. „Besteuerung des grenzüberschreitenden Unternehmenskaufs.”, “Besteuerung grenzüber29


HSBA FORSCHUNG

QUANTITATIVE METHODS

To measure is to know

Neuer Geschäftsführer des HWWI: Prof. Dr. Henning Vöpel wird weiterhin an der HSBA lehren

Das Begleitbuch zur Veranstaltung „Quantitative Methods“ vermittelt den Umgang mit quantitativem Datenmaterial als zentrale Kernkompetenz für Wirtschaftswissenschaftler. Der „data scientist“, der „big data“ in „knowledge“ umwandeln kann, wird in Zukunft den Unterschied ausmachen. Quantitative Methods – To measure is to know Compiled by Susanne Hensel-Börner, HSBA Quantitative Methods

Hamburg School of

Quelle: HWWI

The content was compiled by Susanne Hensel-Börner for the module „Quantitative Methods” at the HSBA. The purpose of this course is to improve students’ quantitative skills and to stimulate interest in analysis techniques across different disciplines and in day-to-day managerial decision-making.

www.pearson-books.com

To measure is to know

This book contains selected chapters from the textbook “Managerial Decision Modeling with Spreadsheets” by Balakrishnan, Render and Stair, as well as “Marketing Research - An Applied Approach” by Malhotra, Birks and Wills.

Business Administration. Pearson, www.pearsonQuantitative Methods

books.com

To measure is to know Compiled by Susanne Hensel-Börner HSBA Hamburg School of Business Administration

ISBN 978-1-78434598-3

NEUE DOPPELSPITZE AM HWWI

Prof. Dr. Henning Vöpel Seit dem 1. September 2014 wird das Ham-

die „Stabilisierungswirkungen der Geldpo-

burgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI)

litik“. Anschließend war er zwei Jahre als

durch eine Doppelspitze geleitet, die damit

selbstständiger Unternehmensberater

Prof. Dr. Thomas Straubhaar ablöst. Darauf

tätig. Außerdem nahm er zwei Mal an der

hatten sich die Handelskammer Hamburg

sogenannten Gemeinschaftsdiagnose der

und die Universität Hamburg geeinigt, die das

führenden Wirtschaftsforschungsinstitute

HWWI zu je 50 Prozent als Gesellschafter tra-

im Auftrag der deutschen Bundesregierung

gen. Nach einem intensiven Auswahlprozess

teil. Im Jahr 2009 verbrachte er auf Einladung

teilen sich künftig die wissenschaftliche

des US Department of State im Rahmen

Leitung Privatdozent Dr. Christian Growitsch

des International Leadership Program einen

sowie HSBA-Professor Dr. Henning Vöpel, der

Forschungsaufenthalt unter anderem in Wa-

bereits seit acht Jahren als Senior Economist

shington D.C., San Francisco und Boston.

am HWWI tätig ist. Dr. Growitsch wird die Funktion des Sprechers übernehmen, wäh-

An die HSBA wurde Vöpel als Professor für

rend Prof. Dr. Vöpel die Forschungsbereiche

Volkswirtschaftslehre im Jahr 2010 beru-

Konjunktur und Weltwirtschaft verantwortet.

fen. Trotz seiner anspruchsvollen Arbeit

Seine Schwerpunkte sind Konjunkturanalyse,

als Geschäftsführer des HWWI wird er sich

Geld- und Währungspolitik, Finanzmärkte

weiterhin die Zeit freihalten, um an der HSBA

und Sportökonomik.

zu lehren. Der Umgang mit jungen Menschen ist für ihn ein schöner Ausgleich zu seiner in-

KALKULATION UND KOSTENOPTIMIERUNG

Der Beipackzettel zu Risiken und Nebenwirkungen

Die Qualität von Kalkulationen kann für den betriebswirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen von großer Bedeutung sein. Daher gehört das Verständnis über die in der Praxis lauernden Hürden und Fallen zum Handwerkszeug von Kalkulationsverantwortlichen. Die Autoren entwickeln Lösungsvorschläge und bieten Praktikern damit Hilfestellung im Umgang mit Kalkulationen. Praxis der Kalkulation und Kostenoptimierung: Der Beipackzettel zu Risiken und Nebenwirkungen Hrsg.: Michael Höbig, Thoralf Nehls, Sven Rieper. 376 S., Verlag Books on Demand,

Nach seinem Studium der Volkswirt-

tensiven Arbeit am HWWI. „Die Lehre ist mir

schaftslehre an der Universität Hamburg

wichtig“, so Vöpel „und ich freue mich sehr,

2014), ISBN 10:

promovierte Vöpel mit einer Arbeit über

dass ich weiterhin an der HSBA sein kann“.

3735738893

30

Auflage 1 (11. August

NR.6 | WINTER 2015


UNTERNEHMEN HSBA

Neue Kooperationsunternehmen zum Studienjahr 2014/2015 Bachelor-Studiengänge Affinion International GmbH

HPM Verwaltung und Service GmbH

Agentur Norbert Gresch

ICOF Europe GmbH

Becker Marine Systems GmbH & Co.

Kellog (Deutschland) GmbH

CARLSEN Verlag GmbH

Markenfilm Crossing

Dierkes & Partner

Marquard & Bahls AG

Edeka AG

Müntzel, Blum Werbeagentur

Engel & Völkers AG

Primetransport Deutschland GmbH

Expeditors International GmbH

RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG

Fabfab GmbH

Robert Müller Handel (GmbH & Co.) KG

Freese Shipping GmbH & Co. KG

Secondella GmbH & Co. KG

Georg Duncker GmbH & Co. KG

Shell Deutschland Oil GmbH

GLC Glücksburg Consulting AG

Signal Iduna Gruppe

HBRT Hellwege und Partner Steuerberatungsgesellschaft mbB

Star Finanz-Software Entwicklung und Vertriebs GmbH

HCI Capital AG

Svea Lighting GmbH & Co. KG

Master-Studiengänge (JOB & MASTER) argotec Germany GmbH

Jebsen & Jessen (GmbH & Co.) KG

Astorius Capital GmbH

HSH Nordbank AG

Beiersdorf AG

Kreditech AG

I. Budnikowsky GmbH & Co. KG Chefs Culinar Nord GmbH & Co. KG Club of Hamburg Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mikondor Trading GmbH P3 Voith Aerospace GmbH Pacproject GmbH

Ernst & Young GmbH

Putz & Partner Unternehmensberatung AG

Euler Hermes Deutschland

SONA BLW Präzisionsschmiede GmbH

EVB Everbase AG

Stilwerk GmbH

Funk Gruppe GmbH Internationale Versicherungsmakler und Risk Consultants

Zitra GmbH

Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG

VVDG Verlags- und Industrieversicherungsdienste GmbH

NR.6 | WINTER 2015

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Kooperationspartner und Netzwerke Starkes Netzwerk – ein Leben lang

AGENTUR NORBERT GRESCH

Mit Erfahrung handeln.

STOPPERKA

ALLES FÜR FRISEURE

Hamburg Coffee Company Hacofco mbH

I.Schroeder

Hamburg

32

36

NR.6 | WINTER 2015


PAWLIK

Netzwerkpartner (Auswahl)

RUDER-CLUB

NR.6 | WINTER 2015

„A L L E M A N N I A

VON

18 6 6“

37

33


HSBA UNTERNEHMEN

ABSCHLUSSESSEN MIT DEM VORSTAND

Fotos: HSH Nordbank AG

Zieleinlauf an der HSH Nordbank

Stolz auf die guten Leistungen: (links) Vorstandsmitglied Edwin Wartenweiler und Ausbilder der HSH Nordbank freuen sich mit ihren Absolventen

nun im täglichen Berufsalltag“, fügte er hinzu. Fünfzehn der sechzehn Studierenden werden zukünftig für die HSH Nordbank arbeiten. Ihr Dank ging an diesem Abend vor allem an ihre beiden Ausbilderinnen Tanja Morawetz und Lone Plamboeck. „Ihre Türen standen uns bei Im August war es soweit: Die dual Studieren-

seiner Rede die Noten der Absolventen: „Es

allen Sorgen und Nöten immer offen“, sagte

den der HSH Nordbank feierten in der Gäste-

gab eine große Zahl an Bestleistungen“,

Lennart Götz stellvertretend für alle Absol-

lounge der Kieler Niederlassung gemeinsam

sagte er. Die eigentliche Ausbildung begin-

venten. „Wir sind flexibler geworden, haben

das Ende ihrer Lehrjahre. Vorstandsmitglied

ne aber erst jetzt. „Jede Einzelne von Ihnen

Selbstvertrauen dazugewonnen und sind

Edwin Wartenweiler ist in diesem Jahr

erhielt bisher eine solide Grundausstattung,

fit für unseren ganz eigenen HSH Nordbank

Schirmherr des Nachwuchses. Er lobte in

bewähren und beweisen müssen Sie sich

Run.“ Nicole Neumann, HSH Nordbank AG

UNTERNEHMENSBETREUUNGSKONZEPT

Verzahnung von Theorie und Praxis Die Praxisorientierung in den dualen Stu-

Weiteren werden HSBA-Mitarbeiter in den

welches den Unternehmen als Nachschla-

diengängen ist das, was Studierende und

nächsten Monaten und Jahren alle unsere

gewerk im täglichen Umgang mit ihren

Personalverantwortliche gleichermaßen

Kooperationsunternehmen besuchen, um

Studierenden und der HSBA Hilfestellungen

schätzen. Um die Qualifizierung an den bei-

deren Feedback einzuholen, die betrieblichen

zu immer wieder auftretenden Fragen bieten

den Lernorten Hochschule und Unternehmen

Besonderheiten zu erfahren und mögliche

soll. Letztlich kommt dieser Ansatz allen

noch besser aufeinander abzustimmen, hat

Optimierungen bei der Verzahnung zwischen

Beteiligten zugute - den Unternehmen, uns

die HSBA ein Unternehmensbetreuungs-

Theorie und Praxis im dualen Studium zu

als Hochschule und den Studierenden.

konzept entwickelt. Kern dieses Konzeptes

besprechen. Darüber

sind Infoveranstaltungen für neue Koopera-

hinaus hat die HSBA

tionsunternehmen oder Ausbildungsverant-

ein Unternehmens-

wortliche, um über Ablauf, Besonderheiten,

handbuch entwickelt,

Struktur, Ansprechpartner und Inhalte der dualen Bachelor-Studiengänge zu informieren. Hier steht den teilnehmenden Unternehmensvertretern neben Mitarbeitern der HSBA zur Verfügung, der von seinen Erfahrungen mit der HSBA und den Studierenden berichtet und wertvolle Anregungen bietet. Des 34

Anwendung des Gelernten: duale Studentin in der Schaltzentrale der Hamburger Hochbahn

Foto: JKrafft Angerer

auch immer ein erfahrener Ausbildungsleiter

NR.6 | WINTER 2015


CAMPUSLEBEN HSBA

JUBILÄUMSEMPFANG

Zehn Jahre HSBA Die HSBA hat ihr zehnjähriges Bestehen mit einem

Die Erfolgsgaranten des dualen Studiums: Personalverantwortliche der Kooperationsunternehmen

Empfang für rund 350 Gästen aus der Hamburger Wirtschaft im Börsensaal der Handelskammer Hamburg gefeiert. Fritz Horst Melsheimer, Präses der Handelskammer, sagte mit Blick auf die vergangenen Jahre: „Heute können wir mit Gewissheit sagen, mit der Gründung der HSBA wurde die richtige Entscheidung getroffen. Unsere Handelskammer ist stolz auf den Erfolg und steht, damals wie heute, geschlossen hinter der Hochschule.“ Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg, lobte in ihrem Grußwort: „Die HSBA ist ein hervorragendes Beispiel für die starke Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft in unserer Stadt.“ Diesen engen Austausch betonte auch Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group: „Das empfinde ich als echten Fortschritt im deutschen Bildungssystem.“ HSBA-Präsident das Erreichte und setzte für die HSBA das ambitionierte Ziel, sich bis 2017 als eine der führenden Business Schools in Deutschland zu etablieren.

Fotos: Jana Tolle

Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz freute sich über

DIE HSBA FEIERT JUBILÄUM IM BEACH CLUB

Fröhliche Menschen, intensive Gespräche, nette Atmosphäre Zehn Jahre HSBA bedeuten auch zehn Generationen von Studierenden. Passend zum sonnigen Anlass fand im Central Park in der Schanze für Studierende und Alumni bei herrlichem Augustwetter ein fröhlicher Abend statt. Es ist der HSBA-Spirit, der diesen Abend zu einem Besonderen macht. Der zeigt sich zum Beispiel daran, dass neben Studierenden und Alumni auch Professoren und HSBA-Mitarbeiter ihr Grilltalent aktiv unter Beweis stellen. Neben dem Grill und der Bar war auch der Kickertisch ein begehrter Treffpunkt, um miteinander ins Gespräch zu kommen und Spaß zu haben. „Team Alumni“ gegen „Team Dozenten“ – Foto: Julian Sandbrink

oder eben alle zusammen. „So engagiert die HSBA‘ler arbeiten, so feiern sie auch“ sagte mir einmal ein Jahrgangssprecher. Wo er Recht hat, hat er Recht! Jacqueline van der Meirschen, Master-Studentin NR.6 | WINTER 2015

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HSBA CAMPUSLEBEN

Corporate Feeling: „The Sticks“ von Immonet heizen das Publikum ein

begrüßt die Zuschauer offiziell zum ersten Corporate Band Contest. In den folgenden zwei Stunden stellen vier verschiedene Firmenbands in jeweils zehnminütigen Live-Auftritten ihr Können unter Beweis. Bewertet werden sie von einer Jury aus Vertretern der Kultur- und Musikszene. Die HSBA-Band spielt als Support Act außer Konkurrenz, ohne Chance auf einen

Foto: Anna Birken

der Preise. Den Anfang des Wettbewerbsteils macht die OTTOBand „Betriebsstörung“. Als Azubi-Band sind sie die jüngsten Teilnehmer des Contests, aber wahrscheinlich die lautesten. Und sie werden vom Publikum motiviert, ihr Bestes zu geben – so auch von uns. In der OTTO-Band spielt auch eine HSBA-Studentin SaxoCORPORATE BAND CONTEST

Ein rockiger Abend auf St. Pauli Die HSBA-Band spielt an einem Freitagabend auf St. Pauli. Kaum zu glauben, aber wahr. Für alle, die nicht dabei waren, gibt es hier den Abend zum Nachlesen. Susanne Sobottke

phon. Die jüngsten Teilnehmer werden anschließend von den ältesten abgelöst, vom „Ensemble ZK08“ der NXP Semiconductors. Mit jahrelanger gemeinsamer Banderfahrungen legen die Musiker einen souveränen Auftritt in sehr eigenem Stil hin. „Risotto“, die zweite OTTO-Band, heizt dem Publikum mit Rockmusik vom Feinsten ein. Es wird mitgesungen und getanzt, OTTO-Rufe werden laut. Das Publikum scheint seinen Favoriten gefunden zu haben – bis jetzt. Dann betreten die Mitglieder von „The Sticks“ die Bühne. Die Firmenband von immonet.de überzeugt mit ganz eigenen Versionen von bekannten Hits und vermit-

V

telt Countryfeeling mit Cowboyhut und Petticoat.

weise wird der Kiez doch erst ein paar Stunden später

mit den Zuschauern und Teilnehmern weiter. Gegen

belebt. Um 20 Uhr strömen die Menschen in das Rock

22.30 Uhr werden die Platzierungen bekanntgegeben:

Café, eine überschaubare, aber dennoch nicht kleine

„The Sticks“ gewinnen den ersten Preis und damit

Kiez-Location.

einen Tag im Tonstudio. Außerdem dürfen sie live auf

or dem „Rock Café - St. Pauli“ bildet sich eine

Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt. Mit diesem

Traube von Menschen. Erstaunlich viele für

Niveau der vier Bands hatte wohl niemand gerechnet.

einen Freitagabend um 19.30 Uhr. Normaler-

Während die Jury sich berät, feiert die HSBA-Band

dem Santa-Pauli-Weihnachtsmarkt auftreten. Die

36

„Herzlich Willkommen zum ersten Corporate Band

Zweitplatzierten „Risotto“ jubeln über ein Bandcoa-

Contest. Wir werden hier jetzt mit euch zusammen die

ching und einen Liveauftritt bei den Harley Days. Und

Stimmung anheizen“, begrüßt die HSBA-Band das Pu-

auch die Dritt- und Viertplatzierten erhalten je ein

blikum und spielt „Feel the love“ von Rudimental und

Bandcoaching. Nach der Preisverleihung spielt zum

„Jein“ von Fettes Brot. Obwohl es an diesem Abend

Ausklang noch mal die HSBA-Band. Vor dem „Rock

eigentlich nicht um die HSBA-Band geht, klatschen,

Café - St. Pauli“ bildet sich wieder eine Traube von

singen und jubeln die Zuschauer. Um halb neun betritt

Menschen. Eigentlich ganz normal für einen Freitag-

der NDR-Moderator Nicolas Lieven die Bühne und

abend auf dem Kiez. NR.6 | WINTER 2015


CAMPUSLEBEN HSBA

DIGITALER WANDEL

Kai Diekmann: „Wir müssen uns ändern!“ VITA 1964 Geboren in Ravensburg, aufgewachsen in Bielefeld.

Foto: Cristiana Cicoria

1985 Volontariat an der Journalistenschule Axel Springer in Hamburg – mit Stationen in Bonn und New York 1989 Diekmann wird Chefreporter bei der Illustrierten Bunte. Nach einem kurzen Engagement als stellvertretender Chefredakteur für die B.Z. wechselte er 1992 als Politikchef zur Bild nach Hamburg. Offen sein für neue Entwicklungen: Prof. Dr. SchmidtTrenz, Präsident der HSBA, zusammen mit Kai Diekmann, Bild-Chefredakteur

Der Bild-Chefredakteur ist seit seinem zehnmonatigen Aufenthalt im Silicon Valley nicht mehr derselbe. Äußerlich mit Rauschebart und Freizeitlook statt Gelfrisur und Maßanzug, aber auch sein Verständnis von Journalismus und Technologie haben sich grundlegend geändert. Katharina Thomsen „Unsere Kernkompetenz hängt nicht am Pa-

nicht funktioniere, habe er kein Problem, diesen

pier“, sagt Kai Diekmann bei seinem Vortrag auf

wieder einzustellen. Auch diese Herangehenswei-

Einladung des Vereins der Freunde und Förderer

se hat er aus dem Silicon Valley mitgenommen.

der HSBA. Er selbst, Jahrgang 1964, ist mit der

Dort haben Diekmann die Stanford-Studierenden

Zeitung groß geworden und es gewohnt zu blät-

begeistert, die mit nicht mal 20 Jahren schon ein

tern. Doch die junge Generation lebe in einer ganz

halbes Dutzend Patente vorweisen können und

eigenen Welt zwischen BuzzFeed, Youtube und

Unternehmen gegründet haben. Neue digitale

Facebook. Heute heiße es: „Die Geschichte muss

Möglichkeiten böten großes Potenzial für die

mich finden!“. Tue sie das nicht, sei sie eben nicht

Entwicklung von innovativen journalistischen Ge-

relevant. Medien, die sich auf dieses veränderte

schäftsmodellen. „Wir müssen Technik viel stärker

Nutzerverhalten nicht einstellten, werde es früher

als Chance sehen, journalistische Angebote neu

oder später nicht mehr oder nur noch als hoch-

zu gestalten“, so Diekmann. „Leider überwiegt

preisiges Nischenprodukt geben, glaubt Diek-

in Deutschland derzeit die Skepsis, um nicht zu

mann. Wer mithalten möchte, müsse dagegen

sagen die Ablehnung – und zwar bevor man sich

bereit sein auszuprobieren. Heute sei Schnelligkeit

überhaupt richtig mit neuen Entwicklungen ausei-

wichtiger als Perfektion. Und wenn ein Dienst

nandergesetzt hat.“

NR.6 | WINTER 2015

1998 Chefredakteur der Welt am Sonntag. 2001 Wechsel auf den Chefredakteursposten der Bild. Seit 2004 ist er außerdem Gesamtherausgeber der Bild-Gruppe.

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HSBA CAMPUSLEBEN

ANGLO-GERMAN HOCKEY TROPHY

Englishmen in Winterhude

B

ei der Anglo-German Hockey Trophy traten erstmals das Imperial College aus London und die HSBA gegeneinander an.

Schon im Vorfeld des Turniers, für das der AngloGerman Club die Schirmherrschaft übernommen hatte, waren die Gäste aus London völlig aus dem Häuschen: „We are really playing against Florian Fuchs?“ Gegen einen Olympiasieger spielt man eben nicht alle Tage! Die Londoner Gäste bezogen in der vom Harvestehuder Tennis- und Hockey-Club bereitgestellten Halle Quartier. Erster Höhepunkt war eine Willkommensfeier in den stilvollen Räumlichkeiten des Anglo-German Club an der Außenalster. Am nächsten Tag wurde es dann bei strahlendem Sonnenschein ernst. Leider konnten die Gäste nicht mit ihrer ersten Mannschaft antreten, so wurden sowohl das Damen- als auch das Herrenspiel überlegen von den HSBA-Teams gewonnen. Am Spielfeldrand sorgten zahlreiche Zuschauer für gute Stimmung. Auf der anschließenden Party wurden Freundschaften geschlossen und Pläne für die nächste Anglo-German Hockey Trophy geschmiedet. See you in London, folks! Klaus Waubke, HSBA Das Imperial College spielte mit seiner zweiten Mannschaft (oben): Leichtes Spiel für die HSBA-Teams

Fotos: Achim Liebsch

Fachkundiger Zuschauer an der Bande (unten mitte): Alumnus und Olympiasieger Moritz Fürste

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NR.6 | WINTER 2015


CAMPUSLEBEN HSBA

INTERVIEW

Hanseat und Gentleman Claus-Günther Budelmann ist Präsident des Anglo-German Clubs, Britischer Honorarkonsul und ehemaliger Mitinhaber der Berenberg Bank. Der 70-jährige Hamburger über Hockey und sein Engagement. Katharina Thomsen

Warum hat der Anglo-German Club die Schirmherr-

geöffnet. Insbesondere als ich 1968 nach London

schaft über das Hockeyturnier zwischen HSBA und

kam, habe ich – auch über den Sport – sehr gute

Imperial College London übernommen?

englische Freunde gefunden.

Die Anglo-German Hockey Trophy passt genau in unsere Zielrichtung. Wir möchten die britisch-

In dieser Zeit hat England offenbar Ihr Herz

deutsche Freundschaft pflegen und Hockey ist aus

gewonnen…

unserer Sicht dafür ein wichtiger Bestandteil. Die

Damals war London uns generell, aber auch im

Sportart ist schließlich in England entstanden und

Finanzbereich, um Welten voraus. Es war viel

später über Hannover nach Hamburg gekommen.

internationaler und offener als das noch sehr straff

Nach meiner Erfahrung ist Hockey zudem die Sport-

organisierte Leben in Deutschland. Dort ging man

art, die am intensivsten die Geselligkeit pflegt und

einfach gemeinsam zum Lunch und lernte sich

aus der häufig Freundschaften erwachsen, die ein

kennen, das Geschäftliche ergab sich dann mehr

Leben lang halten. Mit dem neuen Turnier haben wir

oder weniger automatisch. Mir kam diese Art der

hierfür den Grundstein gelegt.

Kommunikation stets sehr entgegen, wenn nicht nur das Geschäftliche im Vordergrund steht. Aber

Was verbindet Sie persönlich mit Hockey?

ich muss sagen, seit dieser Zeit hat sich in Deutsch-

Ich habe lange Jahre im Club an der Alster gespielt

land und auch in Hamburg sehr vieles in dieser

und hatte eine wunderbare Jugend dort. Später

Richtung geändert.

VITA 1965 Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Berenberg Bank 1981 Generalbevollmächtigter der Berenberg Bank 1988-2009 Mitinhaber der Berenberg Bank Seit 1997 Präsident des AngloGerman Club e.V. Seit 2007 Britischer Honorarkonsul

haben sich durch den Sport im Ausland oft Türen Sie sind ehrenamtlich sehr engagiert – warum ist Ihnen das wichtig? Im sportlichen Bereich geht es mir darum, etwas zurückzugeben und für die nächste Generation zu erhalten. Aber es muss einem auch Spaß machen und ich empfinde es als befriedigend, etwas zu erreichen. Außerdem ist es großartig, über das Engagement viele interessante Menschen zu treffen, das macht mir große Freude.

„Mir geht es mehr um den Menschen als um das Geschäft!“ NR.6 | WINTER 2015

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Fotos: Freie und Hansestadt Hamburg

HSBA CAMPUSLEBEN

Neue Oase in der Hamburger City: Der Adolphsplatz wird verkehrsberuhigt

40

BUSINESS IMPROVEMENT DISTRICT (BID) NIKOLAIQUARTIER

Neuer Look für Alten Wall amburgs historischer Stadtkern wird

H

künftig in beiden Richtungen befahren, dadurch wer-

verschönt. Das Quartier, in dem die HSBA

den der Adolphsplatz und der Alte Wall vom Busver-

ansässig ist, wird zwischen Rödingsmarkt,

kehr entlastet. Bereits im nächsten Frühjahr geht es

Adolphsplatz und Hopfenmarkt bis 2017 durch private

mit der Börsenbrücke los, im Sommer 2015 folgen der

Investitionen der Grundeigentümer für fast zehn

Große Burstah und die Große Johannisstraße. Ab 2016

Millionen Euro verschönert.

werden dann die weiteren Teile des Quartiers mit der

Was soll sich ändern? Im Zuge der Neugestaltung

Straße Alter Wall und dem Eingang der HSBA attrakti-

werden die Gehwege hochwertiger und großzügiger

ver. Der verkehrsberuhigte Adolphsplatz wird mit der

gestaltet. Außerdem werden die öffentlichen Räume

Fertigstellung des Business Improvement Districts

nach modernen Maßgaben der Barrierefreiheit gestal-

(BID) zu einem neuen Aushängeschild Hamburgs.

tet. Auch die Verkehrsführung wird sich verändern. So

Vielleicht mit Springbrunnen, sicher aber mit vielen

können Busse und Lieferverkehr den Großen Burstah

Studierenden. Klaus Waubke, HSBA

Küchenlampe macht Karriere: Neue Straßenbeleuchtung

Aufgeräumt und grüner: Der Eingang der HSBA NR.6 | WINTER 2015


CAMPUSLEBEN HSBA

E-BUSINESS LOUNGE

Best-Practice im E-Commerce

TICKER

In der E-Business Lounge referieren

forderung zugleich. Während manche

namhafte Experten in regelmäßigen

Start-Ups eindrucksvolle Erfolgsge-

Abständen zu aktuellen Themen des

schichten schreiben, verschwinden

++ Allianz startet mit zehn dualen Bachelor-Studierenden an der HSBA ++

eBusiness. Dabei werden Best-Practice-

andere sehr schnell wieder vom Markt.

Ab Herbst 2015 nehmen erst-

Beispiele diskutiert und wissenschaft-

Andererseits beeinflussen die Internet-

mals zehn Studierende von der

liche Erkenntnisse verständlich aufbe-

angebote zunehmend die Geschäftsmo-

Allianz ein duales Studium Busi-

reitet, um so die IT-Kompetenz in den

delle bestehender Unternehmen, wobei

ness Administration mit dem

Hamburger Unternehmen zu stärken.

insbesondere der stationäre Einzelhandel

Schwerpunkt Insurance Manage-

unter Druck steht. Es geht darum, Chan-

ment an der HSBA auf. Darauf

Die Referenten vertreten Unterneh-

cen zu nutzen und Risiken zu begegnen.

einigten sich die Hochschule und

men, die klassischerweise selbst keine

Dies gilt nicht nur für Großunternehmen,

das Versicherungsunternehmen

IT-Dienstleister sind, sondern darstellen,

sondern gerade auch für den Mittelstand

im Rahmen eines gemeinsamen

wie E-Business in ihrem Unternehmen

und für Existenzgründer.

Vertrags. Mit dem Wechsel des Studienortes von der Dualen

genutzt wird. Die Themen sind meist strategisch ausgerichtet und zeigen die

Mit der eBusiness Lounge sollen Un-

Hochschule Baden-Württemberg

Zusammenhänge des digitalen Wirt-

ternehmen über diese aktuellen Ent-

an die HSBA wolle das Unter-

schaftens und Arbeitens auf.

wicklungen informiert werden und die

nehmen ein klares Bekenntnis

E-Commerce und E-Business sind für die

Gelegenheit erhalten, sich über E-Com-

zum Wirtschafts- und Wissen-

gesamte Wirtschaft Chance und Heraus-

merce-Strategien auszutauschen.

schaftsstandort Hamburg ablegen, so Andreas Schmid, Repräsentant der Allianz für den Standort Hamburg.

MARKETING IM WANDEL

„Mutig, radikal, kreativ“

NEUE PHILANTROPISCHE GESELLSCHAF T

Vortrag zum Thema Generation Y

++ Neue Mitarbeiterin im Study Centre ++ Yasmin Guiellén-Lange übernimmt während der Elternzeit von Paulien Staal das Programme Management Postgraduate

Foto: Cristiana Cicoria

Studies für den MBA Shipping und den MBA Honourable Leadership. Sie ist in Spanien aufgewachsen, hat in den USA und Großbritannien gelebt und war Um die Zukunft mitzugestalten, müsse die

Die Generation Y halten viele für selbstbe-

zuletzt beim Spanischen Gene-

Rolle des Marketings in der Organisation

stimmt, selbstverliebt, selbstverwirklicht.

ralkonsulat in Hamburg tätig.

neu definiert werden. Darin waren sich die

Um einen Abgleich zwischen Selbst- und

Teilnehmer der Podiumsdiskussion einig, die

Fremdbild vorzunehmen, hat Alumnus

++ Erste Online Session ++

der Marketing Club Hamburg e.V. zusam-

Carsten Orth im November auf Einladung

Im Januar fand das erste E-Lear-

men mit der HSBA am 27. August 2014

der Neuen Philanthropischen Gesellschaft

ning-Seminar mit der BI Norwe-

durchführte. „Wir sind aufgefordert, unsere

einen Vortrag gehalten. Ein Fazit der Veran-

gian Business School statt. An

Organisation auf Augenhöhe zu trimmen“,

staltung im Logenhaus an der Moorweide

dem Online-Seminar, das von

so Geschäftsführer Michael Jacobs von der

war: Die Generation Y steht für Selbstbe-

Prof. Dr. Orestis Schinas gehal-

Agentur loved, „Das wird nur jenseits ge-

stimmung, Selbstverwirklichung und Flexi-

ten wurde, nahmen in Oslo über

lebter Organisationsformen, hierarchischer

bilität, ohne jedoch Arbeit und Gemeinwohl

50 Studierende teil.

Riten und betonierter Budgets gehen.“

zu vernachlässigen.

NR.6 | WINTER 2015

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HSBA CAMPUSLEBEN

DIES ACADEMICUS

Professoren der University of Cambridge an die HSBA! Die German Cambridge Society ist die Vereinigung von Cambridge Alumni in Deutschland. Im Rahmen ihrer Hauptversammlung vom 10. bis 12. Oktober 2014 fand eine Podiumsveranstaltung an der HSBA statt. Drei Fragen zu den Hintergründen dazu an den Vorstand der Society:

Weshalb kooperiert die Cambridge Society mit der

den. Außerdem kann sie sich eine große Forschungs-

HSBA?

universität wie Cambridge zum Vorbild nehmen, wenn

Die German Cambridge Society setzt sich dafür ein, dass

es darum geht, ihre wirtschaftliche und gesellschaft-

deutsche Hochschulen in den Dialog mit der University

liche Verantwortung stets vor dem Hintergrund ihrer

of Cambridge kommen. Ihre weltweit führende Rolle

wissenschaftlichen Verpflichtung wahrzunehmen. In

hält die University of Cambridge nicht zuletzt deshalb,

Cambridge lernt man, seine Ziele hoch zu stecken, auch

weil sie ihr internationales Netzwerk stets ausbaut und

wenn nicht jeder Nobelpreisträger werden kann. Das

auf der Suche nach Partnern für einen inspirierenden

kann die Studierenden und Mitarbeiter der HSBA inspi-

Gedankenaustausch ist. Die University of Cambridge

rieren, ebenfalls sehr ambitioniert zu bleiben.

wie die HSBA haben hohe Ansprüche daran, dass ihre Absolventen Verantwortung übernehmen und aus un-

Was war das Besondere an der gemeinsamen Veran-

ternehmensethischer Sicht positiv handeln. Anlass der

staltung „Dies Academicus“?

Zusammenarbeit war die jährliche Mitgliederversamm-

Erstens war der äußere Rahmen im Handelskammer

lung der German Cambridge Society in Hamburg.

InnovationsCampus optimal für diesen Gedankenaustausch. Zweitens waren die Referenten international

Was können wir voneinander lernen?

führende Forscher und Forscherinnen und zugleich

Die University of Cambridge und die HSBA könnten

absolut offen für neue Aspekte und Diskussionen. Drit-

kaum unterschiedlicher sein, was ihre Größe und Ge-

tens war es keine rein deutsch-britische Veranstaltung,

schichte angeht. Die Uni Cambridge kann von der HSBA

sondern es gab auch viele Teilnehmer aus anderen

lernen, wie man in der heutigen Zeit Theorie und Praxis

europäischen Staaten sowie aus Asien und Afrika. Alle

in der akademischen Ausbildung vielfältig koppeln kann.

drei Aspekte waren gerade beim Thema Unternehmen-

Die HSBA kann die Kontakte nutzen, um etwa Dozenten

sethik wichtig für die besondere Atmosphäre und den

aus Cambridge in das eigene Lehrprogramm einzubin-

Erfolg der Veranstaltung.

Intensiver Gedankenaustausch: Vizepräsident der German Cambridge Society, Dr. Peter J. Voigt, im Gespräch mit Dr. Uve Samuels, Geschäftsführer der HSBA

Eröffnungsrede von Dr. Peter J. Voigt Vizepräsident der German Cambridge Society, am 10.10.2014 im Rahmen des Dies Academicus an der HSBA http://bit.ly/1Ajsmtv http://www.hsba.de/index.php?id=7409 42

NR.6 | WINTER 2015


ALUMNI HSBA

ALUMNUS-PORTRÄT

Christoph Peters An der HSBA

Seit fast vier Jahren arbeite ich nun in meinem

habe ich Business

Traumberuf. Bereits mit 18 Jahren wollte ich ins

Administration

Ausland – auf dieses Ziel habe ich stets hingear-

mit der Vertiefung

beitet, ohne dabei ungeduldig zu werden. Meiner

Finanzmanage-

Ansicht nach sollte man sich Ziele stecken und

ment studiert. Nach

kontinuierlich daran arbeiten, diese zu erreichen.

meinem Bachelor-

Die Wahl des Kooperationsunternehmens war

Abschluss 2007

dabei natürlich sehr wichtig. Für meinen Wer-

bin ich bei meinem

degang war ein familiengeführtes Handelsun-

Ausbildungsbetrieb

ternehmen mit Fokus auf den asiatischen Raum

C. Illies & Co. geblieben. Zuerst war ich im Bereich

sehr förderlich.

Controlling, später für die Sparte Anlagenbau in den GUS-Ländern tätig. Seit 2011 bin ich

Neben den vielen Reisen, den verrückten alltäg-

Niederlassungsleiter in Vietnam, wo ich die Büros

lichen Dingen in Vietnam und den interessanten

in Hanoi und Ho-Chi-Minh-City leite, was sehr

Charakteren, denen ich begegne, fällt es mir

spannend ist!

schwer, ein ganz besonderes Highlight hervorzuheben, aber die Treffen mit Angela Merkel und

An der HSBA und durch das gesamte Konzept

Gerhard Schröder gehören auf jeden Fall dazu.

des dualen Studiums habe ich gelernt, verschiedene Aufgaben und Prüfungen gleichzeitig zu

Was Zeit für mich bedeutet? Zeit ist ein kostba-

meistern. Das Wichtigste war für mich nicht

res Gut. Oft höre ich die Behauptung, es fehle die

immer, was man lernt, sondern wie man effizient

Zeit für bestimmte Aktivitäten. In Wahrheit je-

lernt. Die im Studium erlernten Methodiken und

doch nimmt man sie sich einfach nicht. So bringt

Soft-Skills sind für mich bis heute aktuell, denn

es mein Beruf zwar mit sich, dass ich viel Zeit in

im internationalen Handel wird täglich Durch-

meine Arbeit investiere, meine Freizeit verbringe

setzungsstärke mit interkulturellem Verständnis

ich jedoch mit meiner Frau und meinen Söhnen.

abverlangt.

Dieser Ausgleich ist für mich sehr wichtig.

ALUMNI-EVENT

HSBA meets BLS Unter diesem Motto fand Ende September bei frühwinterli-

geschäftsführender Redakteur des Hamburger Abendblatts,

chen Temperaturen zum dritten Mal der gemeinsame Abend

mit Entwicklungen der Medienbranche konfrontiert, die

der Alumnivereine von HSBA und Bucerius Law School statt.

nicht zuletzt auf ein verändertes Kommunikations- und

Viele bekannte und neue Gesichter trafen sich zum Sekt-

Medienkonsumverhalten zurückzuführen sind. Äußerst

empfang im neuen Handelskammer InnovationsCampus,

dankbar für polarisierende Statements entwickelten die

zu dem Dr. Uve Samuels, Geschäftsführer der HSBA, Fragen

Teilnehmer nach dem Vortrag eine hitzige Diskussion über

von der Ausschreibung über die Bauphase bis hin zum

Verantwortung und Verantwortlichkeit für die eigene Mei-

fertigen Gebäude beantwortete. Trotz Prüfungsphase und

nungsbildung unter Berücksichtigung stark frequentierter

fortgeschrittener Stunde bescherte die HSBA-Band allen

Informationsquellen. Die Brötchen von Erikas Eck erfreuten

Teilnehmern ein wunderschönes Konzert. An dieser Stelle

sich bei der anschließenden Stärkung großer Beliebtheit und

nochmals vielen Dank! Die Generation Smartphone sah

der Abend fand in entspannten Gesprächsrunden seinen

sich anschließend im Vortrag von Mark Hübner-Weinhold,

Ausklang.

NR.6 | WINTER 2015

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HSBA KULTUR

TIPPS

Kultur lebt Als den neuen Studierenden die Komitees vorgestellt wurden, fragte Ann-Kathrin Koch „Weshalb gibt es an der HSBA eigentlich kein Theater-Komitee? Und im HSBA Magazin keinen Kulturteil?“ Gefragt, getan. Wir sind gespannt, wie diese Kulturtipps ankommen. Ann-Kathrin Koch, Olesja Zimmermann

POETRY SLAM

Kampf der Künste „Poetry Slam, was ist das denn?“, fragen sich immer noch viele in unserer Stadt, dabei ist Hamburg Poetry-Slam-Hochburg in Deutschland. „Poetry“ steht für „Dichtung“, „slam“ für „zuknallen“. Im Sport bezeichnet „slam“ auch einen Volltreffer. Poetry Slam ist ein literarischer Vortragswettbewerb mit eigenen Texten. Bewertet werden die Slammer vom Publikum, das gleichzeitig die Jury ist. Am Poetry Slam ist vor allem die lockere Stimmung klasse und dass man immer wieder überrascht wird. In Deutschland bietet vor allem Hamburg eine Vielzahl von literarischen Vortragswettbewerben an, die vom Veranstalter „Kampf der Künste“ in den unterQuelle: Kampf der Künste

schiedlichsten Locations ausgetragen werden. Vom Bunkerslam bis zum Best of Poetry Slam im Ernst-Deutsch-Theater ist alles dabei. Wer sich in die vielfältige Welt der Sprache begeben möchte, kann sich auf www.kampf-der-kuenste.de über das Angebot in Hamburg informieren.

Kleiner Tipp: Mittlerweile gibt es auch Sonderslams wie den Dreikampf. Lassen Sie sich inspirieren! Wer weiß, vielleicht sind Sie einer der nächsten Slammer.

BUCH

Extrem laut und unglaublich nah Können Sie sich daran erinnern, was Sie

Zwillingstürmen aufhielt. Foer gelingt es in

am 11. September 2011 gemacht haben?

seinem Roman „Extrem laut und unglaub-

Oskar Schell kann es, denn der neunjährige

lich nah“ eine großartige Balance zwi-

Junge hat seinen Vater beim Angriff auf

schen Trauer und Hoffnung zu finden. Auf

das World Trade Center verloren. Ange-

sensible, aber auch kuriose Art und Weise

trieben von seiner Trauer macht sich das

beschreibt er die Trauerverarbeitung des

hochbegabte Kind mit seinem Tamburin

kleinen Oskar Schell und gibt einen neuen,

auf eine abenteuerliche Reise durch New

bewegenden Einblick auf 09/11.

York. Er möchte herausfinden, weshalb

Extrem laut und unglaublich nah von Jonathan

sich sein Vater gerade an dem Tag in den

Safran Foer, Taschenbuch, S. Fischer Verlage

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NR.6 | WINTER 2015


KULTUR HSBA

BUCH

Der Meister des Horrors?! „Stephen King schreibt nur Horrorromane, das ist nichts für mich“, denken vielleicht viele. Keine Angst. „Der Anschlag“ – eines der weltbekannten Bücher – ist nicht gruselig, sondern ein spannendes, gut geschriebenes Buch mit - wer hätte das gedacht?- einer herzerwärmenden Liebesgeschichte. Stephen King scheut sich nicht, brutale Szenen genau zu beschreiben, aber er beschreibt genauso akkurat die Gefühlswelt

FREIKARTE FÜR ERSTSEMSTER

Zeitreise in die Jahre vor der Vereitelung des Anschlages auf Kennedy 1963. Was will

Kultur & Cocktails

man mehr, um es sich auf der Couch gemütlich zu machen?

Hamburg gehört zu den kulturellen

Der Anschlag von Stephen King, Taschenbuch, Heyne Verlag.

Hochburgen in Deutschland. Damit auch

des Protagonisten. „Der Anschlag“ ist eine Liebesgeschichte und zugleich eine

Studierenden davon profitieren, wurde von der ZEIT-Stiftung die „Freikarte“ ins Leben

FILM

Into the Wild

gerufen. Diese Karte erhalten Studierende

Den Wunsch, den Lastern unserer heutigen Gesellschaft zu entfliehen, verspüren

burger Hochschulen als Willkommensgruß

Menschen immer wieder. Der Student Christopher McCandless hat es 1990 gewagt.

zum Studienstart. Sie ermöglicht ihnen für

Sean Penns Verfilmung Into the Wild schildert die mutige Entscheidung eines Ausstei-

drei Monate kostenlosen Zutritt zu zahl-

gers von seinem Aufbruch nach Alaska bis zum Tod nach der zweijährigen Wander-

reichen Museen und Theater. Egal, ob man

schaft und beeindruckt mit atemberaubenden Bildern aus der Wildnis. Ein Film, der

nach einem anstrengenden Tag in der Uni

zum Nachdenken anregt und die Sehnsucht nach Ruhe, Isolation und Frieden weckt.

abschalten oder am Wochenende, vor dem

im ersten Semester an zahlreichen Ham-

Start ins Nachtleben mit ein paar Freunden ins Theater will, die Freikarte macht es möglich. Auch die HSBA nimmt an diesem Programm teil, und so erhielten auch meine Kommilitonen und ich dieses Jahr die Freikarte. Während vieler Gespräche stellte sich heraus, dass wir uns nicht nur alle Foto: H. Schulze

für Kultur interessieren, sondern auch die Liebe für gute Cocktails teilen. Da lag es nah, einen Kultur-und-Cocktails-Abend zu veranstalten. Durch die Nähe zur HSBA fiel

TANZ

Ballett mal anders Die Bad Boys of Dance begeistern jedes Jahr aufs Neue die Hamburger mit ihren legendären und alles andere als klassischen Tanzeinlagen. Sie schaffen es, Ballett neu zu interpretieren und auch Nicht-Ballettbegeisterte von dem Tanzstil zu überzeugen. So bewegen sich die charismatischen Tänzer zu Hits von Coldplay, U2, Michael Jackson, Prince und vielen anderen. Ob in Jeans, Krawatte, mit Hut oder barfuß, ihre Choreografien sind atemberaubend, eine heiße Affäre aus Klassik und Rock. Das ist Tanz, Leidenschaft und pure Energie! Ein Muss im Kulturkalender Hamburgs.

NR.6 | WINTER 2015

die Wahl auf das Bucerius Kunst Forum, in dem gerade Kunstwerke aus Pompeji ausgestellt wurden. Anschließend zog es uns in ein griechisches Restaurant, in dem wir zwar keine Cocktails genossen, dafür aber umso besseren Wein. Wenn man mich fragt, ist die Freikarte eine wunderbare Weise, seine Kommilitonen kennenzulernen. Kimberly Holtz

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HSBA HAMBURG

Hamburg und seine Bunker

Quelle: vju

WANDEL ZUM FRIEDEN

In keiner anderen Stadt in Deutschland wurden so viele Bunker erbaut wie in Hamburg. Die Mehrzahl befindet sich unter der Erdoberfläche, andere sind kaum zu übersehen und prägen unser Stadtbild. Aber was verbirgt sich heute, fast 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, hinter den Betonfassaden? Olesja Zimmermann

Cooler Blick aus dem Energiebunker NEUHÖFER STRASSE 7, WILHELMSBURG

Der Flakbunker in Wilhelmsburg sollte

und Strom aus regenerativer Energie-

einst die Standhaftigkeit der Deutschen

erzeugung. Ergänzt wird das weltweit

im Zweiten Weltkrieg verkörpern.

einmalige Konzept durch das Café vju,

Heute steht er für Klimaschutz und

das in 30 Metern Höhe einen faszinie-

erneuerbare Energien. Im Rahmen

renden Blick auf Hamburg bietet. Auch

der IBA Hamburg wurde der Bunker

das Team der HSBA hatte das Vergnü-

saniert und ist heute zentrale Energie-

gen, im Rahmen ihrer Weihnachtsfeier

quelle für den Stadtteil. Er versorgt die

einen 360-Grad-Blick auf ganz Ham-

Einwohner der Elbinseln mit Wärme

burg zu genießen.

Bar im Schneckenhaus ROTHENBAUMCHAUSSEE 2, ROTHERBAUM

Eine andere Bauvariante des Bunkertyps bietet der Rundbunker, auch ZombeckTurm genannt, in der Rothenbaumchaussee gegenüber dem Dammtor-Bahnhof. Benannt nach dem Konstrukteur Paul Zombeck zeichnen sich diese Türme neben dem kegelförmigen Dach und der roten Verklinkerung durch die spiralförmig absteigende Rampe im Inneren aus, die einem Schneckenhaus ähnelt. Heute ist der Rundbunker eine beliebte Bar und

Foto: Jutta Paul

Party-Location.

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NR.6 | WINTER 2015


HAMBURG HSBA

Betonriese auf dem Heiligengeistfeld FELDSTRASSE, ST. PAULI

Einst bot der Flakbunker vielen Tausenden Menschen Schutz vor den alliierten Luftangriffen. Heute dient der wohl bekannteste und größte Bunker Hamburgs diversen Musikunternehmen sowie Clubs als Standort und Veranstaltungsstätte. Aktuell wird eine Grünanlage auf dem Dach des Medienbunkers geplant. Kreative aus St. Pauli verfolgen die Idee, auf dem Dach des 40 Meter hohen Bauwerks, einen Stadtpark mit

Foto: HILLDEGARDEN St. Pauli

Cafés, Amphitheater sowie Bereiche für Urban Gardening und Urban Farming zu schaffen. Ziel des Projektes ist es, das Nutzungskonzept des Bunkers weiterzuentwickeln und ihn für die Bewohner des Stadtteils und die gesamte Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Vom Schandfleck zum Kunstwerk HEUSSWEG/ECKE UNNASTRASSE, EIMSBÜTTEL

Foto: Karin Rose

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde jedes bewohnbare Gebäude genutzt, um Wohnraum zu schaffen, so auch zahlreiche Bunker in Deutschland. Als jedoch in den 50er Jahren durch den Wiederaufbau die Bunker ihre Wohnfunktion verloren hatten und zu Schandflecken verkamen, wurde von Kunstschaffenden die Idee entwickelt, die Bunker für die künstlerische und architektonische Gestaltung und Verschönerung der Umgebung zu nutzen. So wurden auch die Fassa-

Kletterbunker im Flora-Park SCHANZENSTRASSE 69, STERNSCHANZE

den des Bunkers am Heußweg/Ecke Unnastraße 1982 mit Motiven alter Kaufmannshäuser bemalt.

Der im Zweiten Weltkrieg gebaute, rund

als Zivilschutz angesehen wurde, ist er

Die Idee, durch Umbau ein Kunst-

20 Meter hohe Bunker im Flora-Park

2013 aus der sogenannten Zivilschutz-

werk zu schaffen, blieb. So wurde der

wird seit 2001 als Kletterwand genutzt.

bindung entlassen und dem Bezirk

Bunker am Heußweg von den neuen

Nachdem zwei der Bunkerwände aus

Altona als Eigentum zur Verfügung

Eigentümern aufgestockt und um

Städtebaumitteln zu einer Kletteranlage

gestellt worden. Nun wird darüber

Wohn- und Büroflächen erweitert.

umgebaut wurden, ist der Bunker unter

nachgedacht, auch das Innere des Bun-

Für diesen Umbau erhielt Andreas

Kletterfans bundesweit als Kiliman-

kers zu nutzen und dort Musikbands

Thomsen Architekten seinerzeit den

schanzo bekannt.

Proberäume zur Verfügung zu stellen.

3. Preis beim BDA Hamburger Archi-

Da der Bunker vom Bund nicht mehr NR.6 | WINTER 2015

tektur Preis. 47


HSBA HAMBURG

Gefüllt mit Musik SIEVEKINGDAMM, HAMM-NORD

Nach dem Motto „Mit Musik geht alles besser“ werden Übungsräume für Musiker in diversen Bunkern günstig vermietet, so auch im Bunker am Sievekingdamm. Die dicken Betonwände des ehemaligen Schutzgebäudes eignen sich hierfür sehr gut. Für die Kulturstadt Hamburg hat die neue Nutzung der Bunker den Vorteil, dass keine neuen Gebäude gebaut und Übungsräume geschaffen werden müssen. Die Künstler profitieren wiederum von den geringen Mietkosten.

Der Luxus-Bunker in Ottensen BÜLOWSTRASSE 20, OTTENSEN

Der Hochbunker in der Bülowstraße

Archivraum von der Klinik weiter be-

ist derzeit noch alles andere als ein

nutzt. Nachdem der Bunker 2002 unter

Luxusobjekt. Aber noch wird gebaut und

Denkmalschutz gestellt wurde, fand

schon bald sollen hier Luxuswohnungen

eine Umwandlung zu einem Büroge-

entstehen. Der Hochbunker wurde 1939

bäude statt. Nun wird der Bunker in

als Luftschutzgebäude für die Frau-

Abstimmung mit dem Denkmalschutz

enklinik Bülowstraße gebaut und nach

modernisiert, saniert und zu großzügi-

dem Krieg zunächst als Lager- und

gen Luxuswohnungen umgebaut.

Graue Betonriesen, Mahnmale, Krieg-

die anderen sind sie Inbegriff des Upcy-

Mag der Erhalt und die Neunutzung von

saltlasten oder Schandflecke: Bunker.

clings und der Kunst. Andere wiederum

Bunkern dem einen oder anderen als

Wenige Gebäude stehen so stark in der

fragen sich zurecht, ob dort, wo sich einst

eigenartig oder gar sarkastisch erschei-

Kritik wie die ehemaligen Schutzgebäude

Menschen vor dem Tod gerettet haben,

nen. Vor dem Hintergrund der Woh-

und wenige Bauten prägen so sehr unser

heute in hippen Bars und Cafés amüsiert

nungsnot und mangelnder Kulturetats in

Stadtbild.

werden darf.

Hamburg ist es jedoch längst an der Zeit,

Die Geschichte der Bunker in Deutsch-

Trotz aller Kritik sind Bunker ein Stück

tung bestehender Räumlichkeiten und

land beginnt bereits vor dem Zweiten

Geschichte. Sie spiegeln nicht nur Aspek-

Ressourcen zu machen. Warum nicht

Weltkrieg und hält bis heute an. Zahl-

te der Kriegsgeschichte, sondern auch

auch der ehemaliger Schutzräume?

reiche Anlagen werden noch heute

der Technik-, Bau-, Umwelt- und sogar

Olesja Zimmermann

auf unterschiedlichste Weise genutzt.

der Kunstgeschichte über mehr als 70

Andere Bunker stehen leer, um aus dem

Jahre wieder. Sie sind nicht nur Teil einer

Zivilschutz freigeben und abgerissen zu

barbarischen Kriegsmaschinerie, sondern

werden. Ihre Wiederverwertung und ihr

auch Orte, die vielen Menschen einst

Abriss werden seitens der Bevölkerung

das Leben gerettet haben. Der heutigen

und Stadtentwicklung stark diskutiert.

Generation dienen sie der künstlerischen

KOMMENTAR

Bunker in Hamburg

sich Gedanken über die Wiederverwer-

Entfaltung, dem Zusammensein und gar

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Für die einen sind sie nichts weiter als

als Wohnraum. All das sollte man bei

Schönheitsfehler unseres Stadtbildes, für

ihrem Abriss berücksichtigen.

Hamburger Unterwelten Spannende und historisch einfühlsame Führungen durch Hamburgs Bunker und Vorträge zum Thema bietet der Verein „Hamburger Unterwelten“ an.

www.hamburgerunterwelten.de

NR.6 | WINTER 2015


TERMINE HSBA

FEBRUAR 11.02.2015 Studium-Generale-Vortrag: Context Design – Näher dran am User In Zeiten von Big Data können Medien und Verlage immer besser erkennen, was ihre Nutzer wollen. Künftig werden Digitalangebote in Echtzeit individualisiert ausgespielt, der User wird mit seinem Verhalten und durch seine Interaktion zum aktiven Part des Storytelling. Welche Herausforderungen diese digitalen Veränderungen für Medienmacher mit sich bringen, erklärt Dr. Ansgar Mayer, Chief Product Officer, COMPUTER BILD Digital.

Weitere Informationen und Anmeldung: Olesja Zimmermann, olesja.zimmermann@hsba.de

APRIL 15.04.2015 „Ist Steuerwettbewerb illegal?“ - Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Haase

jüngst öffentlich gewordenen „Lux Leaks“ sowie die Regeln des europäischen Beihilferechts in diesem Zusammenhang.

Veranstaltungsort: HSBA Weitere Informationen und Anmeldung: Annabel Baxter, annabel.baxter@hsba.de

ist gleichzeitig das Sommerfest der HSBA und bietet neben dem Rudersport ein attraktives Rahmenprogramm. Weitere Informationen unter: www.hanse-boat-race.de 26.05.2015 Finance Conference

Veranstaltungsort: Handelskammer Hamburg Weitere Informationen und Anmeldung: Friederike Littmann, friederike.littmann@hsba.de

MAI 04.05.2015 Studium-Generale-Vortrag: Anti-Corruption and the private sector. What really matters to survive in complex environments Anti-corruption programmes are key for companies, especially in complex environments. What works and what doesn’t? This question is the object of the lecture given by Matthias Kleinhempel, Professor at IAE Business School, Argentina and Hamburg Ambassador.

Weitere Informationen und Anmeldung: Olesja Zimmermann, olesja.zimmermann@hsba.de

09.05.2015 Hanse Boat Race

In diesem Jahr findet zum fünften Mal die von einem Team aus HSBA-Studierenden organisierte Finance Conference statt. Thematisch wird es um die innovative Finanzierungsform Crowdinvesting gehen: Inwieweit kann Crowdinvesting als Wachstumsmotor in der Stagnation dienen? Welche Regulierungen sind obligatorisch? Welche Rolle spielen die Kreditinstitute? Diese und andere Fragen werden bei der Finance Conference im Mai diskutiert. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

Weitere Informationen unter: www.hsba-finance-conference.de

JUNI In der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Haase wird beleuchtet, welche rechtlichen Regeln es für den Steuerwettbewerb zwischen Unternehmen und Staaten gibt und wo die Grenze zwischen erlaubter Steuerplanung, illegaler Steuerhinterziehung und unzulässiger, aber legaler Steuerumgehung liegt. Behandelt werden die Steuerstrategien insbesondere US-amerikanischer IT-Unternehmen ebenso wie die

NR.6 | WINTER 2015

Zum achten Mal wird sich die HSBA in einem Ruderwettstreit mit der Jacobs University Bremen messen und hat die Chance, mit 5:4 beim jährlichen Kräftemessen in Führung zu gehen. Nach verschiedenen PreRaces treten beide Mannschaften mit ihren Achtern um den Hanse-Rowing-Cup gegeneinander an. Das Hanse Boat Race

aus den Kooperationsunternehmen der HSBA persönlich kennenzulernen und mit einem guten ersten Eindruck einen Vorsprung gegenüber rein schriftlichen Bewerbungen zu erzielen. Und dies mit Erfolg: 30 Prozent der letzten Wirtschafts-SpeedDating-Teilnehmer haben ein Studium an der HSBA begonnen.

03.06.2015 11. Hamburger WirtschaftsSpeed-Dating

JULI 27.07. – 07.08.2015 HSBA Summer School on CSR Management

Die zweite HSBA Summer School zu dem Thema „CSR Management – Corporate Social Responsibility in a Globalized World“ bietet die Chance, sich mit Experten sowie weiteren Teilnehmern aus der ganzen Welt über aktuelle und zukünftige Trends auszutauschen. Neben interessanten Vorträgen zum Thema CSR erwarten die Teilnehmer Unternehmensbesuche und ein spannendes Freizeitprogramm.

Veranstaltungsort: HSBA Weitere Informationen und Anmeldung: Candy Reinecke, candy.reinecke@hsba.de Bereits zum elften Mal bietet sich Schülern mit Interesse an einem dualen Studium die Chance, Personalverantwortliche

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HSBA INFORMATIONEN

Die HSBA Hamburg School of Business Administration ist die Hochschule der Hamburger Wirtschaft. Gegründet 2004 von der Handelskammer Hamburg kooperiert sie heute mit mehr als 250 Unternehmen. Als staatlich anerkannte Hochschule bietet sie betriebswirtschaftliche Studiengänge in dualer und berufsbegeleitender Form für

Kontakte HSBA Hamburg School of Business Administration Alter Wall 38, 20457 Hamburg info@hsba.de Zentrale: 040 36138-700

rund 840 Studierende an.

Öffnungszeiten Studiensekretariat: Montag bis Donnerstag: 07.30 - 17.15 Uhr Freitag: 07.30 - 15.00 Uhr

Unsere Kooperationsunternehmen sind an der Konzeption und Weiterentwicklung

E-Mails folgen dem Format vorname.nachname@hsba.de

unserer Studiengänge aktiv beteiligt, um die kontinuierliche Ausrichtung am Bedarf der Praxis zu gewährleisten. Gute Rankingergebnisse, die Studiengangsakkreditierungen durch die FIBAA (Foundation for International Business Administration Accreditation) sowie die institutionelle Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat

President Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz Managing Director’s Unit Managing Director: Dr. Uve Samuels, -736 Team Assistant: Judith Heise, -714

belegen die hohe Qualität unserer Hochschule.

Public Relations, Quality Management Katharina Thomsen (Head), -967; Karin Rose, -715; Stefan Korsen, -8732

Prägend für die HSBA sind anwendungsorientierte Studiengänge auf hohem Niveau,

Controlling Pascal Bayer, -950; Birgit Schirm, -357

ausgezeichnete Studienbedingungen und die Orientierung an den Werten des Ehrbaren Kaufmanns. Hochwertige Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte, anwendungsorientierte Forschung und Beratung vervollständigen das Angebot der HSBA. Vor diesem Hintergrund stellt die HSBA ihr Handeln unter das Leitmotiv „Erfolg durch Leistung – Verantwortung – Fairness“.

Gemeinsam Forschen mit der HSBA Das Anliegen der HSBA ist es, anwendungs- und standortorientierte Forschungsprojekte zu fördern. Vor diesem Hintergrund wurden Anfang 2007 mit der Gründung der HSBA-Stiftung entsprechende Rahmenbedingungen für Forschungsvorhaben der HSBA-Professoren geschaffen. Die Stiftung ist derart ausgerichtet, dass sie Professoren die notwendigen Freiräume bietet, um sich Forschungsprojekten zu widmen. Generell ist die HSBA sehr daran interessiert, Forschungsprojekte gemeinsam mit Unternehmen durchzuführen. Das Research & Development Centre der

Service Office Candy Reinecke; Rosana García Bermúdez; Cindy Kubsch; Olesja Zimmermann, -700 Studies Centre Director: Dr. Immo Schmidt-Jortzig, -718 Deputy: Sabine Mauermann, -713 Team Assistant: Nathalie Siering, -946 Programme Management B.Sc. Business Administration: Nadine Demuth, -679; B.Sc. Business Informatics: Volker Rossius, -962; B.Sc. Logistics Management, B.Sc. Maritime Management, B.Sc. Media Management: Birgit Veenker, -720; M.Sc. Global Management and Governance, MBA Corporate Management: Katrin Schramm, -949; MBA Shipping, MBA Business Administration and Honourable Leadership: Yasmin Guillén-Lange, -660 Contract Management Birgit Veenker, -720 Examination Management Ursula Böhmer, -719; Daniela Chudzinski, -765, Petra Ehrhorn, - 8735; Silke Pawlowski, -727; Stefanie Sandhoff, -730 Seminar Management Nina Wilberding, -717; Petra Ehrhorn, - 8735;

HSBA berät hier gern.

Executive Education Management Sabine Mauermann, -713

Kontakt: Ina Ahlswede, ina.ahlswede@hsba.de

Business Development Unit Director: Dr. Alexander Neunzig, -764 Deputy: Dr. Anne Brümmer, -742 Projects: Candy Reinecke, -959

Executive Education Für Spezialisten, angehende Führungskräfte und Führungskräfte bietet die HSBA betriebswirtschaftliche Weiterbildungsseminare auf Hochschulniveau an. Die Angebote sind anwendungsorientiert und praxisbezogen und werden passgenau auf die Bedürfnisse der Teilnehmer und Unternehmen ausgerichtet.

Kontakt: Sabine Mauermann, sabine.mauermann@hsba.de 50

Alumni & Friends Dr. Alexander Neunzig, -764 International Office Yvonne Ewen, -716 Research Centre Ina Ahlswede, -748 Marketing & Events Dr. Anne Mühlbauer (Head), -742; Annabel Baxter, -948; Annegret Morgenstern, -681; Karin Rose, -715 Relationship Management Alexander Freier (Head); -743,;Klaus Waubke, -733; Friederike Littmann, -968 Library Ina Rosentreter, -748; Irina Rudloff, -375

NR.6 | WINTER 2015


INFORMATIONEN HSBA

UNSERE BACHELORPROGRAMME

B.Sc. Business Administration

B.Sc. Business Informatics

B.Sc. Media Management

B.Sc. Logistics Management

B.Sc. Maritime Management

Studieninhalte

Betriebswirtschaft (u.a. Finanzierung, Personal, Marketing, Controlling), Methoden (Recht, Quantitative Methoden u.a.)

Betriebswirtschaft und IT (Programmierung, Datenbanksysteme, Software Engineering, Geschäftsprozessmodellierung), Projektmanagement

Betriebswirtschaft, Methoden und Themen der Medienwirtschaft (Medientechnik, Online, Mediaplanung u.a.)

Betriebswirtschaft, Methoden und Themen der Logistikbranche (Transportplanung, Transportrecht, Supply Chain Management, Lagerlogistik u.a.)

Betriebswirtschaft, Methoden und Themen der maritimen Wirtschaft (maritimes Recht, Schiffsfinanzierung, techn. und finanzielles Schiffsmanagement u.a.)

Form

Duales Studium: Theorie an der HSBA (20 Wochen p.a.), Praxis im Unternehmen (32 Wochen p.a.)

Duales Studium: Theorie an der HSBA (20 Wochen p.a.), Praxis im Unternehmen (32 Wochen p.a.)

Duales Studium: Theorie an der HSBA (20 Wochen p.a.), Praxis im Unternehmen (32 Wochen p.a.)

Duales Studium: Theorie an der HSBA (20 Wochen p.a.), Praxis im Unternehmen (32 Wochen p.a.)

Duales Studium: Theorie an der HSBA (20 Wochen p.a.), Praxis im Unternehmen (32 Wochen p.a.)

Zielgruppe

Motivierte und leistungsfähige Abiturienten

Abiturienten mit analytischen Fähigkeiten sowie Interesse für BWL und IT.

Motivierte und leistungsfähige Abiturienten

Motivierte und leistungsfähige Abiturienten

Motivierte und leistungsfähige Abiturienten

Sprache

Deutsche und englische Variante

Deutsch / Englisch

Deutsch / Englisch

Englisch

Englisch

Studiendauer

3 Jahre

3 Jahre

3 Jahre

3 Jahre

3 Jahre

Studienbeginn

1. Oktober

1. Oktober

1. Oktober

1. Oktober

1. Oktober

Studiengebühren

595 Euro pro Monat

595 Euro pro Monat

595 Euro pro Monat

595 Euro pro Monat

595 Euro pro Monat

Abschluss

Bachelor of Science (180 ECTS)

Bachelor of Science (180 ECTS)

Bachelor of Science (180 ECTS)

Bachelor of Science (180 ECTS)

Bachelor of Science (180 ECTS)

Akkreditierung

FIBAA

FIBAA

FIBAA

FIBAA

FIBAA

Kooperationspartner

Unternehmen aller Branchen

Unternehmen aller Branchen

Unternehmen der Medienbranche sowie Unternehmen mit großen Marketingabteilungen

Unternehmen der Logistikbranche sowie Unternehmen mit großen Logistikabteilungen

In der Regel Unternehmen der maritimen Wirtschaft.

Besonderheiten

Vielfältige BranchenSchwerpunkte: Wirtschafsprüfung, Banking, Intern. Business Administration, E-Commerce etc.

Über die Wahlfächer Spezialisierung in Wirtschaftsinformatik oder in BWL möglich.

UNSERE MASTERPROGRAMME

MBA Honourable Leadership

MBA Corporate Management

M.Sc. Global Management and Governance

MBA Shipping

Studieninhalte

General Management, Leadership, Organissational Behaviour, International Management, Ethics, IFRS, CSR, Entrepreneurship

General Management, Schwerpunkte: Bank Management, Insurance Management, Strategic Management, Digital Marketing and E-Business

General Management, Leadership, Organisational Behaviour, International Management, Ethics, IFRS, CSR Vertiefungen in Finance, Marketing oder Entrepreneurship

Business Development, General Management, Maritime Economics & Maritime Policy, Logistics & Networks, Ship Management, International Management, Maritime Law & Insurance

Form

Berufsbegleitend in Vollzeitwochen und an verlängerten Wochenenden

Berufsbegleitend an Wochenenden (Freitag und Samstag) und in insgesamt sechs Vollzeitwochen

Berufsbegleitend in Vollzeitwochen und an verlängerten Wochenenden

Berufsbegleitend in 12 Vollzeitwochen

Zielgruppe

Managementerfahrene Professionals mit einem ersten Hochschulabschluss oder langjähriger Berufspraxis mit besonderem Interesse an Internationalität, Wirtschaftsethik und Governance

Absolventen aus allen Fachdisziplinen mit mindestens zwei Jahre qualifizierte Berufspraxis nach dem ersten Hochschulabschluss

Berufseinsteiger mit einem ersten wirtschaftswissenschaftlichen Hochschul-abschluss mit besonderem Interesse an Internationalität, Wirtschaftsethik und Governance

Managementerfahrene Professionals mit einem ersten Hochschulabschluss oder langjähriger Berufspraxis mit besonderem Interesse an der maritimen Wirtschaft.

Sprache

Englisch

Englisch. In den Spezialisierungen Bank Management, Insurance Management sowie Digital Marketing & E-Business in Deutsch

Englisch

Englisch

Studiendauer

2 Jahre

2 Jahre

2,5 Jahre

2 Jahre (verkürzbar auf 1 Jahr)

Studienbeginn

1. Oktober

1. Oktober

1. Oktober

1. Oktober

Studiengebühren

30.000 Euro, HSBA bietet umfangreiches Förderprogramm

22.500 Euro

i.d.R. 18.750 Euro, HSBA bietet umfangreiches Förderprogramm

18.000 Euro

Abschluss

Master of Business Administration (MBA), 90 ECTS

Master of Business Administration (MBA), 90 ECTS

Master of Science, (M.Sc.),120 ECTS

Master of Business Administration (MBA), 60 ECTS

Akkreditierung

FIBAA

FIBBA

FIBAA

FIBAA

Beonderheiten

Schirmherrschaft und Mentoringprogramm durch die Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg e.V., JOB & MASTER-Programm

Schirmherrschaft und Mentoringprogramm durch die Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg e.V., JOB & MASTER-Programm

Unterstützt durch VDR und VHSS, vier der zwölf Veranstaltungswochen finden im Ausland statt (Piräus, London, Dubai)

NR.6 | WINTER 2015

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„Wir reden, „Wir damit Sprache verbindet.“ Spra

Sprachbrücke-Hamburg e.V. unterstützt Menschen mit Migrationshintergrund,Sp deutsch zu sprechen. Wir bieten Gesprächsrunden und Exkursionen, die den de alltagsnahen Sprachgebrauch fördern, den Wortschatz erweitern sowie Orien-al tierungshilfe und Einblicke in unsere Kultur geben. tie Unsere GesprächsrUnden für erwachsene

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MiGranten sind anders als lernen in der schUle:

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Wir unterhalten uns auf Deutsch über ein Thema. Dabei hören wir uns gegenseitig zu und lernen voneinander. Bei Ausflügen probieren wir, die deutsche Sprache anzuwenden. Kostenlos, unkompliziert und jeder so wie er kann.

Gestaltung: Holzwarth Grafik-Design

Gestaltung: Holzwarth Grafik-Design

seien sie dabei! enGaGieren sie sich als GesprächsleitUnG, s iM büro oder in der orGanisation.

iM

weitere informationen: www.sprachbruecke-hamburg.de kontakt@sprachbruecke-hamburg.de Telefon: 040/28478998

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sprachbrücke-hamburg e.V. ist sprachbrücke-hamburg ein e.V. ist ein projekt in Kooperation mit der projekt in Kooperation mit der Vielen dank für die Unterstützung: Vielen dank für die Unterstützung:

HSBA-Magazin Frühling 2015  

Das offizielle Magazin der Hamburg School of Business Administration erscheint zweimal pro Jahr und erzählt die Geschichten und alles Wissen...

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