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NR. 10 | WINTER 2017

H A M B U R G S C H O O L O F B U S I N E S S A D M I N I S T R AT I O N

DIE NEUE LÄSSIGKEIT IM BÜRO

DESIGN THINKING

Methodik für Innovationen in Hochschule und Unternehmen

HSBASTIFTUNG r

wird Träger de Hochschule

GOBAL GOALS

Mit Visual Summaries an nachhaltigen Zielen arbeiten

W W W. H S B A . D E

JÜNGSTE WERKSLEITERIN

HSBA-Alumnus Anne-Christin Koscheike


H S B A H A M B U R G S C H O O L O F B U S I N E S S A D M I N I S T R AT I O N EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser, Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz HSBA-Präsident

die HSBA geht mit voller Energie in das

April 2018 sind bereits drei neue Master-

neue Studienjahr. Im Oktober startete der

Studiengänge und ein neuer Bachelor-Stu-

Master-Studiengang Real Estate & Leader-

diengang in Planung. Wir freuen uns darauf,

ship , den wir in enger Zusammenarbeit mit

der Wirtschaft passgenaue und moderne

der Real Estate & Leadership Foundation e.V.

Studiengänge anzubieten.

IMPRESSUM

entwickelt haben. Mit diesem Studienan-

Wir haben noch viel vor.

Autoren dieser Ausgabe:

gebot geht die HSBA über die eigentliche

Annabel Baxter, Franziska Buttler, Larissa Cattoni, Johannes Debelius, Dr. Martin Emrich, Prof. Dr. Susanne Hensel-Börner, PhD Marc Heuer, Liv-Malin Hentschel, Prof. Dr. Michael Höbig, Prof. Dr. Sarah Jastram, Thomas Keup, Leo Kretzenbacher, Moritz Kurz, Friederike Littmann, Karin Rose, Guido Rottkämper, Dr. Uve Samuels, Prof. Dr. Inga Schmidt-Ross, Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Luc Roxanne Siegl, Anne Sönksen, Paula Sprotte, Paulien Staal, Imme Vogelsang, Klaus Waubke, Fabian Wegmann

BWL hinaus und bietet auch Architekten und

Herzlichst Ihr

Bauingenieuren ein Studium an der HSBA. Bei all diesen Entwicklungsprozessen ist es ein gutes Gefühl, die außerordentlich große Unterstützung der Wirtschaft zu spüren.

Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz

Ganz herzlichen Dank für Ihr Vertrauen! Für

Präsident

GRUSSWORT DES GESCHÄF TSFÜHRERS

Neue Entwicklungen vorantreiben

Herausgeber:

HSBA Hamburg School of Business Administration Verantwortlich Dr. Uve Samuels

jekte, ohne Angst, Fehler zu machen.

Verantwortlich:

Digital Tool-Box entwickelt, aus der sowohl

Diesen Geist wollen wir auch in unsere Hochschule tragen. Deshalb haben wir eine

Dr. Uve Samuels

Studierende als auch Weiterbildungsinteres-

Chefredaktion:

senten Seminare zur Digitalen Transformation

Karin Rose, karin.rose@hsba.de

wählen können. Die HSBA hat sich zudem

Konzept und Gestaltung:

jüngst mit einer Stiftungslösung institutionell

hey + hoffmann Verlag

Druck:

neu aufgestellt (siehe Artikel nächste Seite). Die Dr. Uve Samuels, Geschäftsführer der HSBA

neue Struktur ist eine hervorragende Basis, um

Durch die Start-up-Szene und die Digitalisie-

digitale Projekte und andere Zukunftsthemen

Konstantin Remke, Maximilian Steuck und Kamilla Zak in der Haspa-Filiale der Zukunft in Hamburg-Niendorf Foto: Romanus Fuhrmann

rung hat sich in vielen Unternehmen mehr

noch entschlossener anzugehen.

Lässigkeit und ein neuer Geist entwickelt.

Ihnen viel Spaß und Inspiration mit der neuen

Schließlich kommt es bei Innovationen darauf

Ausgabe des HSBA Magazins!

an, nicht verbissen an bestehenden Produkten

Herzlichst Ihr

Hamburg School of Business Administration Adolphsplatz 1 20457 Hamburg Tel.: (040) 36 13 8-714 Fax: (040) 36 13 8-751 Internet: www.hsba.de

und Konzepten festzuhalten. Es geht darum,

print24

Cover:

ohne Tabus alles in Frage stellen zu dürfen, immer ausgerichtet an den Bedürfnissen des Kunden. Die Akteure der Digitalisierung sind

Dr. Uve Samuels

offen für Veränderungen, sie entwickeln Pro-

Geschäftsführer der HSBA


INTERVIEW MIT HSBA-GESCHÄFTSFÜHRER DR. UVE SAMUELS UND HOCHSCHULPRÄSIDENT PROF. DR. HANS-JÖRG SCHMIDT-TRENZ

Stiftung ist neuerTräger der HSBA Am 30. Oktober 2017 ist die Trägerschaft der HSBA Hamburg School of Business Administration von der Handelskammer Hamburg auf die Stiftung der HSBA übergegangen. Ein großer Schritt für die HSBA. Fragen dazu an den Präsidenten unserer Hochschule, Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt Trenz, und den Geschäftsführer Dr. Uve Samuels.

Stiftung als Gesellschafter haben wir die Chance, uns kontinuierlich an veränderte Marktanforderungen anzupassen. Die neue Governance-Struktur war notwendig, um die Entwicklung der HSBA weiter mit viel Schwung fortzusetzen und die dafür erforderliche Geschwindigkeit beizubehalten. Dazu sind wir jetzt in der Lage, worüber wir uns sehr freuen.“

Können Sie kurz beschreiben, wie sich die neue

Welche Auswirkungen hat diese Veränderung auf

Struktur gestaltet?

unsere Studierenden und auf unsere Kooperations-

Samuels: „Eigentlich ändert sich nicht wirklich viel.

unternehmen?

Der Hochschulrat, das Kuratorium und die Hochschul-

Schmidt-Trenz: „Für die Studierenden gibt es ei-

leitung bleiben weiter bestehen, nur die Gesellschaf-

gentlich keine Veränderungen, hier setzen wir ganz

terrolle wird neu ausgefüllt. Dazu kommt ein Board

auf Kontinuität. Duale und berufsbegleitende Studi-

of Governors. Hier wird es für die Geschäftsführung

engänge sind die Kernbestandteile unserer Marke. Die

Checks & Balances geben.“

wollen wir weiter stärken.“

Bedeutet dies, dass der Kontakt zur Handelskammer

Was ist Ihnen wichtig für die Zukunft der HSBA?

Hamburg in Zukunft ganz abbricht?

Samuels: „Die Zusammenarbeit mit unseren 250

Samuels: „Nein. Die Handelskammer hat die HSBA

Partnerunternehmen wollen wir weiter ausbauen.

nicht nur gegründet und zu dem gemacht, was sie

Es geht uns um die Qualifizierung der Fach- und

heute ist, sondern bleibt auch langfristig mit der

Führungskräfte. Es geht um die Weiterbildung im

HSBA verbunden. Es geht um Synergie, Kooperation-

Zeitalter der Digitalisierung. Und dazu gehört auch die

en und Allianzen. Dazu wird es einen entsprechenden

Innovation der Wirtschaft.“

Kooperationsvertrag ‘Preferred Partnership’ geben.“

Schmidt-Trenz: „Wir haben für die Themen Digita-

Welche Chancen und Risiken sehen Sie bei der

lisierung, Internationalisierung und Interdisziplinarität

Lösung mit der HSBA-Stiftung?

eine umfassende Strategie. Diese möchten wir zum

Schmidt-Trenz: „Wir sehen vor allen Dingen riesige

Wohle der Partnerunternehmen, der Studierenden

Chancen in der neuen Struktur. Mit einer eigenen

und der gesamten Wirtschaft konsequent umsetzen.

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INHALT

37 HSBA Beachparty 4.0: Nach

dem Motto „In Hamburg gibt es kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung!“

26 Summer School:

Studieren an der BI Norwegian Business School in Kombination mit großartigen Naturerlebnissen

43 Alumna Svenja Köster

Fotos: HSBA, Niels Fahrenkrog, Maison Sunev, Romanus Fuhrmann, Stefan Malzkorn, Paula Sprotte, Pixelio

Als Strategische Einkäuferin verantwortlich für Großprojekte bei der Hamburger Sparkasse

6 Die neue Lässigkeit im Büro: Unternehmen erleben zurzeit einen Kulturwandel. Der von Internet-Pionieren ausgelöste Trend erreicht jetzt auch eher konservativ ausgerichtete Branchen wie Banken und Versicherungen

22 International Melting Pot:

The HSBA Summer School on CSR Management was a great inspiration for everyone 4

16 Design Thinking:

Die Methode eignet sich hervorragend, um innovative Ideen zu entwickeln

44 Typisch Hamburgisch:

Ausgewählte Läden der Hansestadt mit Mode im Hamburg Style NR.10 | WINTER 2017


INHALT HSBA

UN T E R NE HME N

TITEL Die neue Lässigkeit im Büro – Es gibt nur eine Chance für den ersten Eindruck

06

Lässigkeit ohne Nachlässigkeit – ein Kommentar Umfrage – Wie wird die neue Lässigkeit gelebt?

07 09

Im Duzen billiger? – Über den Sinn, Anredeformen wissenschaftlich zu untersuchen

10

Striking Seven – Lässig sein, wie geht das?

11

„Bekennen Sie (sich zur) Farbe!“ – Über die Wirkung von Farben am Arbeitsplatz

12

Die digitale Szene in Hamburg – Beobachtungen, Analysen und Einschätzungen

32

Unternehmensporträt GHD Gesundheits GmbH

34 35

45 neue Kooperationsunternehmen

C A MP U S L E B E N

Marketing Innovation Day – Marketing in Echtzeit

36 37 38 39

Ein Hauch von Silicon Valley – Stanford-Dozent Dr. Burton Lee zu Gast

41

Stürmisches Jubiläum – 10. Hanse Boat Race HSBA Beachparty 4.0 – Coole Party bei nasskaltem Wetter Champions Trophy – HSBA-Spirit pur!

S T U D IU M Glückwunsch zum erfolgreichen Abschluss – Absolventen 2017

14

Mit Design Thinking die Welt verändern – Innovative Methode für das Studium

16

Projektorientiert studieren – Neuer Masterstudiengang Digital Transformation & Sustainability

17

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – Visual Summaries als Lehrmethode

18

Vom Flüchtling zum Studenten der HSBA – Erste Eindrücke der Neuen von Deutschland und den Deutschen

20

H S B A IN T E R N AT I O N A L

A LUMNI Deutschlands jüngste Werksleiterin – Alumna Anne-Christin Koscheike

42

Von Manni der Maus zum Strategischen Marketing – Alumni-Vorstand Svenja Köster

43

H A MB UR G English

True inspiration – HSBA Summer School on CSR Management

22

Where is it more easygoing? – About cultural differences

23

The new casualness in the office – Can companies in Hamburg and Germany learn about casualness?

24

Enjoying a slower pace of life in Hamburg – Summer School on Logistics Management

25

Sun, rafting, hiking ... but also studying – Summer School in Oslo

26

New partner universities – International newtwork

27

Typisch Hamburgisch – Mode made in Hamburg

44

SERVICE Studienprogramme

46

FO R S C HUN G Treiber für eine nachhaltige Wirtschaft – HSBA-Konferenz zum G20-Gipfel

28

Tagung „Familien.Unternehmen.Zukunft“ – Turbulente Zeiten für Familienunternehmen

29

E-Health – Beste Voraussetzungen in Hamburg

30

Wirtschaft am Strom – Erfolgreich abgeschlossenes Forschungsprojekt zur Elektromobilität

30

Neues aus der Forschung – Veröffentlichungen von HSBA-Professoren

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12 Farbe bekennen

Über die Wirkung von Farben am Arbeitsplatz

5


HSBA TITEL

Foto: Romanus FuhrmannFo-

TITELTHEMA

DIE NEUE L ÄSSIGKEIT IM BÜRO

Es gibt nur eine Chance für den ersten Eindruck Erleben wir gerade den Beginn eines Kulturwandels? Was Internet-Pioniere aus dem Silicon Valley vorgemacht haben, scheint inzwischen auch in der eher konservativen deutschen Wirtschaft anzukommen. Eine neue Lässigkeit hält Einzug in die Unternehmen. Imme Vogelsang, Imageberaterin und Trainerin

D

ie deutsche Arbeitswelt macht sich locker, Vorstände bieten Mitarbeitern das „Du“ an, Digitalisierung wirft gelernte Kleiderordnun-

gen über den Haufen, der Krawattenzwang fällt – sogar von der Casualisierung des textilen Zeitgeistes ist die Rede. Wer diese Headlines in den Wirtschaftsmedien der letzten Monate liest, gewinnt den Eindruck, Hierarchien spielten im Job quasi keine Rolle mehr – und jeder könne anziehen, was er möchte. Eine spannende Frage ist allerdings, wie sich die generelle Lässigkeit auf die Produktivität auswirkt, vor allem, wenn aus lässig allmählich nachlässig wird. Kleidung drückt ja auch Respekt aus – gegenüber dem jeweiligen Anlass und gegenüber uns selbst. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass betont lässige Kleidung etwas mit uns macht: Viele verlieren darin ihre Haltung – auch die zu ihrer Arbeit. Das war übrigens ein Grund dafür, dass der „Casual Friday“ in den USA in vielen Unternehmen wieder abgeschafft wurde. Denn eigentlich geht es ums nackte Überleben. Die Hirnforschung hat in den letzten zehn Jahren dank

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TITEL HSBA

neuer Messmethoden (z. B. MRT) mehr über die Funktionsweise des Gehirns gelernt als in den 100 Jahren davor. Die Evolution verändert das genetische Setup des Menschen, und damit den Aufbau des

KOMMENTAR

Lässigkeit ohne Nachlässigkeit

Gehirns, über Zeiträume von circa 50.000 Jahren hinweg. Noch älter und ursprünglicher dürfte das Prin-

Wenn es um das Thema „Siezen und

zip des ersten Eindrucks sein. Immerhin sicherte das

Duzen“ geht, habe ich eine ganz klare

blitzschnelle Erkennen von Gefahren das Überleben

Haltung. Ich fände es gut, wenn sich

in freier Natur. Die überlebenswichtige, entscheiden-

in einigen Jahren in Deutschland alle

de Erfahrung des ersten Eindrucks ist uns Menschen

duzen würden. Im Englischen ist das ja

erhalten geblieben und wissenschaftlich belegt. Sie

auch kein Problem. Ich mag es, in einer Atmosphäre zu arbei-

begegnen einem Ihnen bis dahin völlig unbekannten

ten, in der keine Hierarchieorientierung im Vordergrund steht.

Menschen – und haben ihn in Bruchteilen von Se-

Es kommt dann nicht so darauf an, ob jemand Marketing-

kunden in eine Schublade gesteckt. Wer jetzt glaubt,

vorstand oder Praktikant ist, sondern darauf, ob seine Ideen

einen ungünstigen ersten Eindruck später wieder

und Argumente gut sind.

bereinigen zu können, täuscht sich. Denn in 100 Millisekunden ist fast alles gelaufen. Der Moment, in

Trotzdem hat mich der Beitrag unserer Professorin Susanne

dem Sie jemand das erste Mal sieht, ist ausschlagge-

Hensel-Börner im „Spiegel“ nachdenklich gemacht: „Umfragen

bend für sein Urteil über Sie. Und alle Wissenschaftler

zeigen, dass zwei von drei Befragten beim Einkaufen oder in

sind sich einig: Unser bewusstes Denken hat darauf

Restaurants nicht geduzt werden möchten. Auf das Duzen

nur wenig Einfluss. In diesem kurzen Zeitfenster

von Chefs können 92 Prozent gut verzichten.“ Das hat uns

wird jeder vom anderen in eine Schublade gesteckt.

veranlasst, eine eigene Umfrage unter unseren Studierenden

Die Einordnung kann komplett verkehrt sein (first

durchzuführen. Ein spannendes Ergebnis war: Die Mehrheit

impression error), aber es ist nachgewiesenermaßen

unserer Studierenden möchten von ihren Dozenten geduzt

sehr schwer und dauert lange, dort wieder heraus-

werden, diese selbst aber lieber siezen. Ein generelles Du

zukommen. Die Frage ist doch, wie viele Chancen

zwingt Menschen vielleicht dazu, sich so verhalten zu müssen,

bekommen wir denn im Geschäftsleben? Für ein

wie sie es eigentlich gar nicht wollen. Guido Rottkämper hat

Bewerbungsgespräch, ein Verkaufsgespräch, für eine

es in seinen Striking 7 (siehe S. 11) gut auf den Punkt gebracht:

Wettbewerbspräsentation beim Kunden? Wie oft

„Coole Büros sind wie Piercings und Tattoos – sie fordern

dürfen wir wiederkommen, wenn der erste Eindruck

Toleranz heraus. Auch wer sich nicht duzen lassen will und sich

schlecht war? In der Regel gar nicht.

ohne gestärktes Hemd nackig fühlt, gehört zum Team.“

Darum ist es wichtig, dass Sie Ihren ersten Eindruck

Durch allzu große Lässigkeit können auch falsche Erwartun-

bewusst und bestmöglich steuern. Sie haben es

gen geweckt werden. Man sollte sich nicht täuschen lassen:

selbst in der Hand, wie Sie wahrgenommen werden.

Lässige Umgangsformen führen nicht automatisch zu flachen

Wesentlich für diesen ersten Eindruck sind Attrak-

Hierarchien und mehr Eigenverantwortung. Lässigkeit sollte

tivität, Kleidung und Körpersprache. Vor allem die

aber mehr sein als coole Kleidung. Lässigkeit beginnt im Kopf.

beiden letzten Faktoren können Sie selbst beeinflus-

Lässigkeit hat etwas mit Vertrauen zu tun, das man zu seinen

sen. Diese Themen sind immer wieder Inhalt meiner

Mitarbeitern hat. Jeder sollte seinen eigenen, aber auch der

Vorträge, Workshops und Imagetrainings. Dabei geht

Situation angemessenen Stil entwickeln dürfen und dabei

es zurzeit oft um Fragen zur neuen Lässigkeit, Duzen

nicht an innerer Haltung verlieren. Gleichzeitig sollte einem

und Siezen sowie um die neuen Dresscodes. Die

bei der Wahl der Kleiddung bewusst sein, dass sich bestimmte

lassen sich allerdings nicht einfach pauschal für alle

Wirkungsmechanismen, zum Beispiel die von Farben, nicht

gleichermaßen beantworten. Erst recht nicht, weil

außer Kraft setzen lassen. Gerade für neue und junge Mitar-

jede Firma und jeder Mitarbeiter unter der neuen

beiter ist es hilfreich, wenn Unternehmen ihnen in Fragen des

Lässigkeit etwas komplett anderes versteht. Sie geht

Outfits Orientierung bieten. Die Hamburger Sparkasse hat

einher mit einer allgemeinen Verunsicherung. Früher

nach der Abschaffung des Krawattenzwangs einen Leitfaden

wusste jeder, was Business-Kleidung bedeutet:

zum „Business Casual“ entwickelt. Unsere dual Studierenden

dunkler Anzug und Krawatte für den Mann, dunkles

haben sich beim Fotoshooting für das Titelbild gut mit dieser

Kostüm oder dunkler Anzug für die Frau. Heute gibt

Orientierungshilfe gefühlt.

es so viele Variationsmöglichkeiten und so viele Stile. Individualismus wird großgeschrieben, jeder will „au-

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Karin Rose, Chefredakteurin HSBA Magazin 7


HSBA TITEL

Lederjacke, die Chino oder die Jeans. Entscheidend

TITELTHEMA

ist doch: In welcher Branche bewegen Sie sich, mit welchen Hierarchiestufen arbeiten Sie zusammen, mit welchen Zielgruppen kommunizieren Sie, in welchem Kulturkreis leben Sie – aber vor allem: Welche Wirkung wollen Sie persönlich in einer bestimmten Situation erzielen? Nach meinem Studium an der Wirtschaftsakademie Hamburg habe ich über 35 Jahre in der „lockeren“ Kommunikationsbranche gearbeitet: als Presse-

Foto: Imme Vogelsang

sprecherin in einem Unternehmen, als Beraterin in

Imme Vogelsang ist Betriebswirtin und arbeitet seit über 30 Jahren in der Kommunikationsbranche: als Pressesprecherin in einem Unternehmen, als Beraterin in amerikanischen Agenturen, als freie Journalistin und zuletzt als geschäftsführende Gesellschafterin einer PR-Agentur mit drei Büros in Deutschland. Nach mehreren Jahren in England, Frankreich und der Schweiz lebt sie heute in Hamburg. Die selbstständige ImagetrainerinistPressesprecherin bei ETI (Etikette Trainer International) sowie Dozentin an diversen Hochschulen in Deutschland. Sie vermittelt Updates für einen erfolgreichen Auftritt im Geschäftsleben – denn mit Fachkompetenz allein kann man heute kaum noch punkten. www.iv-imagetraining.de

UMFRAGE

amerikanischen Agenturen, als freie Journalistin und als geschäftsführende Gesellschafterin einer PR-Agentur mit drei Büros in Deutschland. Natürlich wurden da schon in den 80ern Jeans und Turnschuhe während der Arbeitszeit getragen – aber nicht bei Kundenterminen! Wir haben uns situationsgerecht auf die Branche und die Person unserer Gesprächs-

thentisch“ sein und dem Zeitgeist entsprechend

partner eingestellt. Ein Berater sah immer ähnlich

locker. Aber nicht jeder ist locker, insofern wirkt auch

formell gekleidet aus, wie sein Ansprechpartner auf

nicht jeder mit der neuen Lässigkeit authentisch. Hier

Kundenseite – sonst hätte der ja das Gefühl gehabt,

gilt es also, für jedes Unternehmen individuell und

wir verstünden gar nicht, wovon er redet. Aber mein

situationsgerecht Richtlinien zu erarbeiten, mit de-

Art Direktor musste „kreativ“ gekleidet sein. Wenn

nen sich sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte

der im dunklen Anzug mit Krawatte zu einer Bank

wohlfühlen – und die zugleich den Geschäftserfolg

gekommen wäre, hätten wir garantiert den Auftrag

unterstützen.

nicht bekommen –dann wäre ihm unbewusst mangelnde Kreativität unterstellt worden.

Die Wirkung von Farben spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle. Egal, was gerade „in“ ist und ob uns

Was die Menschen gemeinhin als richtig oder falsch

das gefällt oder nicht: Dunkelblau, Anthrazit sowie

empfinden, als angenehm oder unangenehm, als

Schwarz sind immer noch die Farben, die die höchste

Formen oder Regeln akzeptieren, entsteht aus der

Autorität – und damit auch die höchste Kompetenz

Gesellschaft heraus. Der amerikanische Forscher

– ausstrahlen. Menschen bringen ihnen den größten

Milton Bennet sagt, wenn mindestens 60 Prozent

Respekt und das meiste Vertrauen entgegen. Das

eines Kulturkreises eine Umgangsform, eine Art sich

gilt für den klassischen Anzug genauso wie für die

zu verhalten als angenehm oder störend empfinden,

Wie wird in Ihrem Unternehmen Lässigkeit gelebt?

Büros auf Zusammenarbeit und Flexibilität ausgerichtet

Komme, wie du möchtest

Flexible Arbeitszeit Start-up-Atmosphäre Casual Friday Agilität Kein Krawattenzwang Sehr flache Hierarchien

Auch leitende Angestellte in Großraumbüros

Home Office

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Duzen

Gemeinsames Marktplätze mit Mittagessen Couches und Sesseln

Hunde Wert- statt Zielorientierung Proaktives Denken und Handeln Tatoos kein Problem

Sprechen auch über Emotionen

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TITEL HSBA

dann nehmen alle anderen das in diesem Kulturkreis als richtig oder falsch hin. Und diese kulturellen Werte, Grundsätze und Umgangsformen werden dann

69%

von Generation zu Generation weitergegeben.

der 215 von der Redaktion befragten Studierenden, Dozenten und Studierendenbetreuer gaben an: „In unserem Unternehmen duzen sich die Mitarbeiter über alle Hierarchieebenen hinweg.“

Gesellschaftliche Verhaltensweisen verlaufen immer wellenförmig: Auf die Maßlosigkeit des Adels und der Ständegesellschaft folgte im 18. Jahrhundert die Französische Revolution; auf die streng reglementierte, traditionelle Gesellschaft mit der Familie als

41%

tragender Säule nach dem zweiten Weltkrieg folgten die 70er Jahre mit antiautoritärer Erziehung, freier Liebe und Kommunen als Lebensformen. Nach dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 und der allgemeinen Verunsicherung nach der Katastrophe

empfinden das Tragen von Krawatte, Anzug und Kostüm im Businessleben noch als zeitgemäß.

9/11 folgte die Kehrtwende in Form einer Rückbesinnung auf alte Werte und Traditionen. Selbst 16-Jährige gingen plötzlich mit Krawatte und Sakko

Ist es für Sie okay, wenn Sie als Kunde geduzt werden?

abends in die Disco, Ehe und Familie standen wieder hoch im Kurs und Etikette-Themen gewannen auch im Berufsleben an Bedeutung. Im Zuge der Startup-Gesellschaft scheint das Pendel

55%

27%

18%

jetzt gerade wieder in die Gegenrichtung auszuschlagen. Ich bin gespannt, wie weit. Doch egal, was kommt und wie lässig und locker alles wird, an der Funktionsweise unseres Unbewussten und der seit Urzeiten in uns angelegten Reaktion auf Situationen und Menschen ändert das nichts. Insofern bleiben Sie entspannt und denken Sie daran: Außenwirkung ist zwar nicht alles – aber ohne die für den entscheidenden Moment genau passende Außenwirkung ist

45%

der Studierenden fänden es gut, von Dozenten und Professoren geduzt zu werden.

alles nichts.

44%

der Studierende würden ungern ihre Dozenten und Professoren duzen.

Dr. Johannes Conradi Partner bei Freshfields Bruckhaus Deringer, Dozent im M.Sc. Real Estate & Leadership „Kleidung drückt Haltung, Einstellung und Wertschätzung aus. Wir sind Dienstleister. Unsere Mandanten mögen selbst gern lässig sein, bei uns suchen sie aber eher Ernsthaftigkeit, Gründlichkeit, Sachbezogenheit. Wenn wir dieser Erwartung entsprechen wollen, darf unsere Kleidung dazu nicht im Widerspruch stehen.“

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43%

der Befragten erleben eine neue Lässigkeit in ihrem Unternehmen.

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HSBA TITEL

sprachlichen Dingen wohlauf ist (Stichwort Recht-

TITELTHEMA

schreibreform!). In einer repräsentativen Umfrage der GfK für die „Welt am Sonntag“ zeigten sich im Oktober 2016 zwei Drittel der Befragten abgeneigt, ihre

ANREDE IM GESCHÄF TSLEBEN

Im Duzen billiger?

Vorgesetzten oder ihre Untergebenen zu duzen (in

Anredeformen gehören zur Corporate Culture. Gelegentlich machen sie Schlagzeilen in den Medien; sie sind aber für das Deutsche erstaunlich wenig wissenschaftlich untersucht. Das sollte sich ändern. Dr. H. Leo Kretzenbacher

verflacht. Eine vergleichbare Einstellung zeigt sich üb-

D

ie Älteren unter uns werden sich vielleicht noch erinnern, welches Rauschen seinerzeit durch den damals noch weitgehend

analogen medialen Blätterwald ging, als schwedische Firmen wie Ikea und H&M flächendeckendes Duzen gegenüber Mitarbeitern und Kunden eingeführt haben. Als im vergangenen Jahr Konzerne wie die Otto Group und die Schwarz-Gruppe generelles Du unter Mitarbeitern aller Hierarchieebenen verordneten, rauschte es zwar digital, aber nicht weniger mächtig. Und wieder regte sich der deutsche Widerspruchsgeist, der – entgegen allen internationalen Stereoty-

zent). Offensichtlich sind sie nicht überzeugt davon, dass gegenseitiges Duzen Hierarchien automatisch rigens auch in den sarkastischen Namen der InternetForen von prekär Beschäftigten in Deutschland und der Schweiz, chefduzen.de bzw. chefduzen.ch. Auch die Kundschaft ist offenbar oft nicht gerade begeistert, von Beratungs- oder Verkaufspersonal geduzt zu werden. Die folgende Äußerung einer jungen Fokusgruppenteilnehmerin im Jahr 2005 ist wohl auch heute keineswegs untypisch: „… wenn ich in ein Geschäft gehe oder was kaufen will und ich geduzt werde, obwohl das ja quasi wie eine Art Vertrag ist, den man abschließt, ... wo ich viel Geld ausgebe, da möcht’ ich eigentlich gesiezt werden.“ Die Leipziger Fokusgruppe, aus der dieses Zitat stammt, war Teil einer umfassenden Untersuchung zur Anrede im Deutschen, Englischen, Französischen und Schwedischen, die ich gemeinsam mit Kollegen von der University of Melbourne vor ewas über einem

Copyright: San Francisco Museum of Modern Art

Der ewige Eiertanz um die richtige Anrede: Radierung von Paul Klee

pen von deutscher Obrigkeitshörigkeit – gerade in

Hamburg und Berlin waren es sogar um die 90 Pro-

10

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TITEL HSBA

Jahrzehnt durchgeführt habe. Der deutschsprachige Teil

STRIKING SE VEN

dieser Studie mit Fragebögen, Interviews, Fokusgruppen

LÄSSIG SEIN - WIE GEHT DAS?

und teilnehmender Beobachtung fand in Mannheim, Leipzig und Wien statt; dabei haben wir z. B. signifikante Unterschiede beim Duzen/Siezen und Titelgebrauch in der innerbetrieblichen Anrede zwischen den drei Städten gefunden.

1

Dass ich für ein solches Zitat auf eine über zehn Jahre alte Untersuchung zurückgreifen muss, zeigt zugleich ein Problem der neueren Entwicklungen von Anrede im deutschsprachigen Geschäftsleben auf: In der englischsprachigen Forschung gibt es sowohl eine linguistische als auch eine betriebswirtschaftliche Tradition der Untersuchung von

2

Anrede im Geschäftsleben, von Telefonkonferenzen im Finanzsektor bis hin zur Korrelation zwischen der Anrede von Restaurantgästen durch das Bedienungspersonal und der Höhe der Trinkgelder. In den letzten Jahren hat sich auch eine reichhaltige wissenschaftliche Literatur zur Anrede im Geschäftsleben in verschiedenen nationalen Varietäten des Spanischen entwickelt, und in unserer Mel-

3

bourner Arbeitsbibliographie zur Anredeforschung finden sich einschlägige Arbeiten etwa zum Türkischen, Indonesischen, Italienischen, Schwedischen und Finnischen, aber nur wenige neuere Arbeiten zum gleichen Phänomen im Deutschen.

4

Ich habe mich deshalb umso mehr gefreut, in Prof. Dr. Susanne Hensel-Börnervon der HSBA eine deutsche Wirtschaftswissenschaftlerin zu finden, die die Bedeutung der Anrede (und verwandter sprachlicher Pänomene wie des Grußes) in der Wirtschaftskommunikation zu würdigen weiß und sich seit Jahren in Lehre und Forschung damit

5

beschäftigt. Gemeinsam befinden wir uns derzeit in der Planungsphase für ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zur Anrede in der deutschen Wirtschaftskommunikation. Unter den Fragen, die sich das Projekt stellen wird, sind die nach ausgesprochenen oder unausgesprochenen Regelungen zur innerberieblichen Anrede sowie zur Kundenanrede, nach demografischen (Alter, regionale und soziale Herkunft der Gesprächspartner) und medialen

6

Unterschieden (ist die Anrede dieselbe oder verschieden in mündlicher, schriftlicher und online-Kommunikation?), und nach Gruß- und Abschiedsformeln, die mit bestimmten Anredeformen einhergen – wie etwa das „Tschüs” südlich der Mainlinie oft immer noch eher mit dem Duzen Hand in Hand geht. Nicht zuletzt erhebt sich die ökonomische Frage, ob Anrede letztlich einen Einfluss auf Betriebsabläufe und Kaufverhalten hat, ob also – man verzeihe mir den Kalauer im Titel – im Geschäftsleben Dinge tatsächlich im Duzen billiger kommen oder nicht. NR.10 | WINTER 2017

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KULTUR – Lässigkeit beginnt im Kopf Viele Unternehmen denken immer noch, arbeiten müsse wehtun. Dass man im Sofa lümmelnd hochproduktiv sein kann, halten sie für eine „urban legend“. Lässigkeit hat also zunächst etwas mit Offenheit gegenüber „anders arbeiten“ zu tun und mit Vertrauen. Vertrauen darauf, dass jeder Mitarbeiter sein Bestes geben wird – ob im Stehen, Sitzen oder Liegen.

DIVERSITÄT – Jeder ist anders lässig „Wir sind hier nicht bei Google“, hören wir oft. Da schwingt die Angst vorm verordneten Hängenlassen mit. Coole Büros sind wie Piercings und Tattoos – sie fordern Toleranz heraus. Das gilt übrigens in beide Richtungen! Auch wer sich nicht duzen lassen will, nicht damit klar kommt, seinen Schreibtisch teilen zu müssen und sich ohne gestärktes Hemd nackig fühlt, gehört zum Team. Zukünftige Büros haben möglichst viele Nischen, sodass sich jeder irgendwo wohlfühlen kann, ohne sich hergeben zu müssen.

RITUALE – Ein Sofa macht noch keinen Frühling „Ist das Arbeitszeit, wenn ich mich da reinsetze?“ Unbedingt. Aber wer denkt, mit ein paar Sitzsäcken und einem Kicker sei man sofort ein innovatives Unternehmen, sei gewarnt. Tipp an die Chefs: Verlassen Sie Ihre Vorstandsetage und machen Sie vor, wie „anders“ gehen könnte. Damit zeigen Sie, dass ihre Lässigkeit etwas mit nachhaltigem Wertewandel zu tun hat und keine Eintagsfliege ist.

PRODUKTIVITÄT – Mehr Spaß = mehr Profit! Wir erleben regelmäßig, dass die Umsatzzahlen von Unternehmen, die lässiger werden, nach einer Weile durch die Decke gehen. Ob es Arbeitszeitgrenzen sind, die fallen, Raumtrennwände oder Hierarchiebarrieren – immer entsteht dadurch ein Möglichkeitsraum für die Mitarbeiter, sich freier zu entfalten, mitzubestimmen und so den Tiger aus dem Tank zu lassen.

RECRUITING – Zeigt Euch! Strahlt Ihr Empfangstresen, Ihre Teeküche oder der Besprechungsraum, in dem Sie Bewerber empfangen, eine gute Atmosphäre, „a good vibration“ aus? Es geht um identitätsstiftende Gestaltung der „Kulturzonen“. Firmen müssen sich zeigen, ein Gefühl dafür vermitteln, wer sie sind. Ansonsten läuft man Gefahr, trotz gefüllter Auftragsbücher unterzugehen. Weil Nachwuchs fehlt, Fachkräfte lieber woanders hingehen und die eigenen Mitarbeiter innerlich gekündigt haben.

MOTIVATION – Wahre Schönheit kommt von innen. Überlegen Sie sich genau, ob Sie jetzt einen Style-Guru ins Haus holen. Der Prozess des Lässig-Werdens ist ein intrinsischer Prozess der „Selbstfindung“, der sich nicht delegieren lässt. Alles was Sie brauchen, sind Ihre Mitarbeiter.

STORYTELLING – Welche Geschichte wollen Sie erzählen? Lässige Arbeitswelten haben etwas mit Sinnhaftigkeit zu tun. Wenn Sie den Menschen, die mit Ihnen zu tun haben, eine gute Geschichte davon erzählen möchten, wer Sie sind und warum man sich auf Sie einlassen soll, brauchen Sie keine Webseite, keine Social-Media-Kampagnen oder Hochglanzbroschüren. Wenn die Räume, in denen Sie selber arbeiten, ehrlich sind, sich gut anfühlen und Ihre Mitarbeiter glücklich machen, ist das eine ganzheitliche Story, die man spürt und die sich rumspricht. Erfolg ist mit besseren Arbeitswelten quasi unvermeidlich. Guido Rottkämper Arbeitsweltverbesserer, Agentur design2sense 11


HSBA TITEL

ÜBER DIE WIRKUNG VON BL AU, GELB, ROT UND GRÜN

„Bekennen Sie (sich zur) Farbe!“ Im Businessleben wird die Wirkung von Farben stark unterschätzt. Dabei ist längst nachgewiesen, dass Farben wichtige Eigenschaften wie Aggression, Konzentration, Lethargie und klares Denken beeinflussen können. Dr. Martin Emrich, EMRICH Consulting

F

arbreize werden beim Menschen

Mandarine fast immer orange. Bei künstlichen

von der Netzhaut verarbeitet. Die

Dingen wie beispielsweise einem Schreibtisch

Unterscheidung findet allerdings

oder den Wänden in einem Besprechungsraum ist

erst im Gehirn statt und hängt

das anders. Dadurch haben wir Gestaltungsspiel-

von erlernten Mustern ab. Dabei

räume, die wir gezielt nutzen können und sollten.

gelingt es uns, bis zu 200 Farben

Die Wirkungen von Blau, Gelb, Rot und Grün spie-

zu unterscheiden, wobei Frauen

len eine besondere Rolle im Business-Umfeld:

das häufig besser können als Männer. Im Alltag hat wohl jeder schon erlebt, dass Frauen Farben

BLAU

sprachlich etwas differenzierter beschreiben

Die Farbe Blau fördert strukturiertes, klares

(„leicht ins Türkis gehendes Himmelblau”), wohin-

Denken und Arbeiten, verbreitet eine Atmosphäre

gegen Männer meist nur über Grundfarben („naja,

der Ruhe und Abgeklärtheit und erhöht die Kon-

Blau halt!”) sprechen. Blaue Besprechungsräume: Sie wirken beruhigend und strukturierend

zentration. Der Farbe werden aber auch negative

Manche Dinge, die wir wahrnehmen, haben eine

Effekte zugeschrieben. Blau kann eine Atmosphä-

fixe Farbe. So ist ein Ei fast immer weiß und eine

re der Melancholie und der Isolation verbreiten. Zudem löst sie als besonders „kühle Farbe” bei manchen Menschen ein Frösteln oder gar Frieren aus. Fazit: Bei der Gestaltung von Räumen sollten Sie Blau nur einsetzen, wenn es auf eine strukturierte, ruhige Zielerreichung ankommt. GELB Diese Farbe hat ihre ganz spezielle Wirkung. Gelb erinnert Menschen aller Kulturen an die Sonne und wirkt dadurch wärmend und wohltuend. Gelb wirkt gegen Müdigkeit und Depressionen und hat gleichzeitig eine appetitanregende Wirkung. Zu

Foto: EMRICH Consulting

viel Gelb kann allerdings auch Angst hervorrufen.

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Fazit: Nutzen Sie Gelb als stimulierendes, aktivierendes Element, das Harmonie und Wärme verbreiten. Aber achten Sie darauf, gelbe Farbtöne nicht überzudosieren. NR.10 | WINTER 2017


TITEL HSBA

Fotos: Pixelio, EMRICH Consulting

Räume im gelbroten Licht: Gelb wirkt gegen Müdigkeit und hat appetitanregende Wirkung, Rot inspiriert

ROT Die Farbe Rot wirkt frech, inspirierend und unkonventionell. Menschen, die rote Kleidung tragen, wirken selbstbewusst, angriffslustig und dominant. In einer Studie wurde belegt, dass Männer, die häufig rote T-Shirts tragen, einen überdurchschnittlich hohen Testosteronspiegel haben. Rot hat auch den Vorteil, dass es gegen Kopfschmerzen wirkt, allerdings können dadurch auch Hyperaktivität, Bluthochdruck und Herzprobleme begünstigt werden. Fazit: Setzen Sie Rot gezielt als Farbtupfer in Ihrer Bekleidung ein und strahlen Sie damit Selbstbewusstsein aus. Die Signalwirkung kommt besonders gut vor einem schwarzen oder dunkelblauen Hintergrund zur Geltung. In Besprechungsräumen kann Rot dazu führen, dass Diskussionen leicht in Konflikten münden. GRÜN Die Farbe Grün wirkt entspannend auf das Gehirn und

Rote Krawatte: Hier wird visuell Führungsanspruch signalisiert

drückt Nähe zur Natur aus. Das wirkt positiv auf die innere Balance von Menschen und fördert deren persönliche Entwicklung. Grün unterstützt zudem den Abbau von Stress. Augen und Gehirn können gezielt entspannen, wenn große, grüne Flächen mindestens zehn Sekunden lang bewusst fokussiert werden. Allerdings kann Grün auch Lethargie hervorrufen und Ressentiments bei Menschen verstärken. Stark grün gestaltete Räume eignen sich nicht zum Essen, da die Farbe auch Übelkeit hervorrufen kann. Fazit: Grün eignet sich eher nicht für Arbeits- und Essräume, aber hervorragend für Entspannungsbereiche. Grün gilt daher auch als besonders „lässige“ Farbe.

NR.10 | WINTER 2017

ÜBER DEN AUTOR Dr. Martin Emrich ist Jahrgang 1974 und promovierter DiplomPsychologe. Als Autor publizierte er bereits über 50 Bücher und Zeitschriftenartikel. Als Consultant zu den Themen „Führung“ und „Organisationsentwicklung“ ist er international tätig. Martin Emrich hat drei Kinder und lebt in Stuttgart. www.emrich-consulting.de

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HSBA STUDIUM

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM Im Businessleben wird die Wirkung von Farben stark unterschätzt. Dabei ist längst nachgewiesen, dass Farben wichtige Eigenschaften wie Aggression, Konzentration, Lethargie und klares Denken beeinflussen können. Dr. Martin Emrich, EMRICH Consulting

ABSOLVENTEN 2017

Talisa Adomat - British American Tobacco (Germany) GmbH, Maurice Agyei - Euler Hermes Deutschland, Marie-Luise Ahlendorf-Schnittcher - Club of Hamburg, Constantin Ahlert - Otto (GmbH & Co. KG), Jan Albers - Beiersdorf AG, Anika Albrecht - Beiersdorf AG, Max-Lennart Albrecht - CARLSEN Verlag GmbH. Julius Albrecht - Jungheinrich AG, Samir Al-Issa - Commerzbank AG, Ulrike Arndt - Euler Hermes Deutschland, Niclas Aunin - Euler Hermes Deutschland, Lukas Bacher - Aurubis AG. Timo Bechler - Beiersdorf AG. Edda Becker - Club of Hamburg, Annica Behrens - Euler Hermes Deutschland, Felix Bell - Commerzbank AG, Lena Berg - Geometry Global GmbH, Sead Berisha - Commerzbank AG, Daniela Bieck - Beiersdorf AG, Lukas Bilowitzki - Alfred E. Tiefenbacher (GmbH & Co. KG), Friederike Bleck - Beiersdorf AG, Ina Böddeker - Ernst & Young GmbH, Neele Böge - Sovereign Speed GmbH, Lasse Bohlens - British American Tobacco (Germany) GmbH, Jessica Böhlke - Ernst & Young GmbH, Tim Bosselmann - Jungheinrich AG, Andreas Böttner - E&K Automation GmbH, Lasse Breede - Aon Versicherungsmakler Deutschland GmbH, Annika Broetzmann - Carat Deutschland GmbH, David Brott - Star Finanz GmbH, Stefanie Brückel - Eurofins NDSC Food Testing Germany GmbH, Tobias Bunz - Beiersdorf AG, Ana-Marit Butenschön - Engel & Völkers AG, Sarah Carstens - EOS Holding GmbH, Tina Christiansen - BERENBERG Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, Gizem Cinti - Commerzbank AG, Carin Ciornii - Cordes + Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Connie Crossman Jong - Unbekannte Kooperationsfirma, Marcel Curtaz - FVW Medien GmbH, Lasse Daene - Expeditors International GmbH, Felix Daub - Hamburger Sparkasse AG, Kolja de Cuveland - HSH Nordbank AG, Tim Decker - Hamburger Sparkasse AG, Georg Deunert - expertum Holding GmbH, Inna Dickmänken - Otto (GmbH & Co. KG), Sunil Shrimanth Dodamani - Unbekannte Kooperationsfirma, Antonia Drews - Agentur Norbert Gresch, Kristina Drogichynska - Unbekannte Kooperationsfirma, Neele Drönner - MSC Germany S.A. & Co KG, Niclas Droppelmann - Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH, Clarissa Eickes - Zitra GmbH, Elena Eißner - Alfred E. Tiefenbacher (GmbH & Co. KG), Sandra Elendt - Blume 2000 Blumen-Handelsgesellschaft mbH, Luisa Emmelmann - Hermes Fulfilment GmbH, Sonia Fajen - Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH, Laura Farbo - agiles Beratungsgesellschaft mbH, Nicholas Fechtner - Vicii Products GmbH, Björn Fedder - HELM AG, Annabelle Fejes - Otto (GmbH & Co. KG), Audrey Fisch - Shell Deutschland Oil GmbH, Annabelle Fischbeck - Signal Iduna Gruppe, Finja Fischenbeck - Otto (GmbH & Co. KG), Tobias Fischer - Rieckermann GmbH, Jonas Ferdinand Först - Euler Hermes Deutschland, Hanna Förster - Otto (GmbH & Co. KG), Johanna Försterling - Handelskammer Hamburg, Inga Franzen - Counsel Treuhand GmbH, Denise Friedrichsen - IKOR Financials GmbH, Saskia Fröhlich - news aktuell GmbH, Lukas Früchtnicht - Euler Hermes Deutschland, Thorsten Funk - ALDI GmbH & Co. KG Bargteheide, Julia Fürll - Signal Iduna Gruppe, Patrick Gabbey - Porsche Niederlassung Hamburg GmbH, Anika Gaebert - Euler Hermes Deutschland, Lennart Gehl - Unbekannte Kooperationsfirma, Tawab Ghafuri - Unbekannte Kooperationsfirma, Melina Gode - Hamburger Sparkasse AG, Janina Goettert - fabfab GmbH - Internetversandhandel von Stoffen, Claudia Golebiewska - Secondella GmbH & Co KG, Lukas Götte -Flughafen Hamburg GmbH, Lennart Götz - HSH Nordbank AG, Fabienne Grewe - Montblanc-Simplo GmbH, Franziska Griebel - HSH Nordbank AG, Mel Grosser - Conceptum Logistics GmbH, Lukas Günner - Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft, Frederike Hackbart - Otto (GmbH & Co. KG), Friederike Hagenbeck - Tierpark Hagenbeck gGmbH, Mara Hahnke - EOS Holding GmbH, Kai Hammler , Deutsche Bank AG, Anna Hansen - Ernst & Young GmbH, Jannik Harder - Jungheinrich AG, Julian Harrendorf - Jebsen & Jessen (GmbH & Co.) KG, Jonas Härtel - TUI Cruises GmbH, Florian Hassenpflug - Shell Deutschland Oil GmbH, Meike Heid - Unbekannte Kooperationsfirma, Dorian Hendlmeier - Dahler & Company GmbH, Max Hennig - Euler Hermes Deutschland, Katharina Herwig - Buhck Umweltservices GmbH & Co. KG, Jick Heubusch - EOS Holding GmbH, Lena-Marié Hoch - EDEKA AG, Nina Hoenig - Aon Versicherungsmakler Deutschland GmbH, Lisa-Juana Hohenstein - Shell Deutschland Oil GmbH, Annika Hollerbach - Euler Hermes Deutschland, Kira Horn - Closed GmbH, Robert Hughes - Beiersdorf AG, Steffen Inselmann - Sörnsen Holzleisten GmbH, Lena Jäkel - HPM Verwaltung und Service GmbH, Henrik Jonsson - thjnk AG, Juliana Käfer - Aon Versicherungsmakler Deutschland GmbH, Katharina Kammann - Freese Shipping GmbH & Co. KG, Franziska Kehrer - Cunard Line, Laura Kerkmann - Beiersdorf AG, Katja Kientz - Still GmbH, Julia Klages - HSV Fußball AG, Annika Klatt - Dierkes Partner, Melanie Klingenschmid - Stilwerk GmbH, Denise Klinger - IKOR Financials GmbH, Dennis Kmiec - Commerzbank AG, Florian Kobylarz - Service-Bund GmbH & Co. KG, Ann-Kathrin Koch - Beiersdorf AG, Timon Koch - Hermes Fulfilment GmbH, Finja Kollruss - ESYLUX GmbH, Matthias Komp Shibata - FenderTeam AG, Fabian Konopka - Funk Versicherungsmakler GmbH, Hannah Koos - Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH, Jannes Kösterke - Otto (GmbH & Co. KG), Annick Koudadjey - Unbekannte Kooperationsfirma, Philip Krause - Shell Deutschland Oil GmbH, Jessica Kuch - Jahreszeiten Verlag GmbH, Jefferson Kühl - Miles GmbH, Moritz Kurz - Carlsberg Deutschland GmbH, Hendrik Kwade - Jan Kwade & Sohn KG, Amrei Lambrecht - Shell Deutschland Oil GmbH, Philipp Lauenstein - Q&A Banner, Küster Unternehmensberatung GmbH, Moritz Ledeganck - KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Florian Liebscher - P3 Voith Aerospace GmbH, Alexander Lietsch - Hamburger Sparkasse AG, Andrés Lin - Aurubis AG, Maximilian Lobko - MSC Germany S.A. & Co KG, Virginia Lopatecki - HanseMerkur Versicherungsgruppe, Laura Lorenzen

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NR.10 | WINTER 2017


STUDIUM HSBA

ERFOLGREICHEN STUDIENABSCHLUSS!

- BERENBERG Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, Maximilian Lorenzen - BRL Boege Rohde Luebbehuesen, Svenja Losse - Commerzbank AG, Kira Loy - Beiersdorf AG, Deepak Machimada - The Executive PGI Europe GmbH, Philip Mackie Commerzbank AG, Jan-Christopher Magel - Hamburger Sparkasse AG, Yuri Malyshev - Unicorn Geld- und Wertdienstleistungen GmbH, Kai Marcus - Golf House Direktversand GmbH, Samuel Tyrone Martens - Commerzbank AG, Linus Mathiesen - Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH, Niclas Matthias - Vattenfall Europe Business Services GmbH, Hannes Mau - Jungheinrich AG, Tim Mauersberger - Bernhard Schulte GmbH & Co. KG, Josephine Meier - Shell Deutschland Oil GmbH, Josina Meier - Becker Marine Systems GmbH & Co, Ole Mein - Hapag-Lloyd AG, Julia Mentgen - Deutsche Bank AG, Carolin Meyer - deepblue networks AG, Philipp Alexander Meyer - comdirect bank AG, Anna Lena Mibach - Happycar GmbH, Marie Michalski - ICOF Europe GmbH, Marisa Michlenz - STULZ GmbH, Tatjana Minulla - Vattenfall Europe Business Services GmbH, Dennís Möhlmann - Reederei Heino Winter GmbH & Co. KG, Nicolas Möller - Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG, Susen Möllgaard - Shell Deutschland Oil GmbH, Maike Müller - Jungheinrich AG, Janine Müller - Peter Jensen GmbH, Leif Helge Lenert Müller- SAL Heavy Lift GmbH, Rames Munschizada - Astorius Capital GmbH, Sandra Munyoro - Euler Hermes Deutschland, Ruth Mwangase - Unbekannte Kooperationsfirma, Amelie Franziska Nadler - KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dimitri Nagel - Ernst & Young GmbH, Rebecca Nahrstedt - Vattenfall Europe Sales GmbH, Pit Neubert - O&S Chartering GmbH & Co. KG, Nina Nancy Neuhaus - Friedrich Karl Schroeder GmbH & Co. KG, Melina Neumann - Edel AG, Christina Linh Nguyen - abc packmedia GmbH & Co. KG, Maximilian Niesner - British American Tobacco (Germany) GmbH, Charles Njoku - Unbekannte Kooperationsfirma, Tim Noetzel - Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH, Lars Ole Nowak - HELM AG, Wondimagegnehu Nuru - Worlée NaturProdukte GmbH, Nicolas Oosterman - TB Marine Shipmanagement GmbH & Co. KG, Jana Ostermann - Deutsche Bank AG, Burak Öztoprak - ZEUS Zentrale für Einkauf und Service GmbH & Co. KG, Janik Pahl - Geometry Global GmbH, Athanasios Papaioannou - Unbekannte Kooperationsfirma, Areti Papazoglou - Ernst Russ AG, Jan Peters - HELM AG, Marvin Pfeiffer - Aurubis AG, Rasmus Pfeiffer - Funk Versicherungsmakler GmbH, Alexander Plötz - Dr. Steinberg & Partner GmbH, Kira Pohle - Vattenfall Europe Business Services GmbH, Christian Präkels - Unbekannte Kooperationsfirma, Lena Prenzel - Unbekannte Kooperationsfirma, Jan-Peter Preuß - Affinion International GmbH, Felix Priedemann - Vattenfall Europe Business Services GmbH, Julius Prien - Port International GmbH, Inga Prikker - IBL International GmbH, Cindy Pusch - Studio Hamburg GmbH, Ferdinand Racz - Markenfilm Crossing GmbH, Isabell Rath - Signal Iduna Gruppe, Tim Rauch - S-Kon eKontor 24 GmbH, Patrick Reimann Deutsche Bank AG, Skadi Reinecke - Hapag-Lloyd AG, Cory Robbins - finum Riensch & Held GmbH & Co.KG, Esteban Rodriguez Bravo - Unbekannte Kooperationsfirma, Benedikt Rohde - Gerhard D. Wempe KG, Felix Rohwedder - Marquard & Bahls AG, Julia-Mara Rückert - Otto (GmbH & Co. KG), Jan Rückold - HSH Nordbank AG, Oladayo Sadiku - SBT Germany GmbH, Cristin Schacht - Lidl Vertriebs-GmbH & Co. KG Wenzendorf, Tjark Schade - COLUMBIA Shipmanagement (Deutschland) GmbH, Laura Schaffer - Unbekannte Kooperationsfirma, Louisa Schafmeyer - Jungheinrich AG, Rebecca Scharnberg - Hapag-Lloyd AG, Frank Scheffler - Unbekannte Kooperationsfirma, Maximilian Schladitz - Hamburger Hochbahn AG, Volker Schlotter - JDB MEDIA GmbH, Christopher Schmidt - Euler Hermes Deutschland, Philipp Schmitz - HSH Nordbank AG, Niki Schnackenbeck - Commerzbank AG, David Schneider - IKOR Products GmbH, Melina Schroeter - Blume 2000 Blumen-Handelsgesellschaft mbH, Inga Schulz - Roever Broenner Susat Mazars GmbH & Co. KG, Joshua Schulz - HSH Nordbank AG, Daniel Schwarz - Chaindson GmbH & Co. KG, Timo Schwarz - Vattenfall Europe Business Services GmbH, Christian Serfling - Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH, Gerardo Silva Rodriquez - Unbekannte Kooperationsfirma, Anna Simakova - Euler Hermes Deutschland, Kalyan Singh - Airbus Operations GmbH, John Starke Hamburg Coffee Company Hacofco mbH, Cecilia Stehling - ExxonMobil Production Deutschland GmbH Human Resources, Pia Steinhoff - Mast-Jägermeister SE, Jakob Stender - Hamburger Sparkasse AG, Tim Stöhrmann - Commerzbank AG, Philipp Stolten - DEA Deutsche Erdoel AG, Ieva Stukle - Nordex Energy GmbH, Sascha Theede - Hamburger Sparkasse AG, Stefanie Anika Thiele - American Medical Systems Germany Gmbh, Claudia Thunert - Commerzbank AG, Katharina Sophie Tietz - HSH Nordbank AG, Annabell Tittel - Hamburger Sparkasse AG, Theresa Torka - Hamburger Sparkasse AG, Ronja Utermark - Shell Deutschland Oil GmbH, Vivien Vabi - Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH, Franzisca Verter - Carat Deutschland GmbH, Marten von Horsten - Vattenfall Europe Sales GmbH, Robin Wegner - Hapag-Lloyd AG, Inga Weichel - HBRT Hellwege und Partner Steuerberatungsgesellschaft mbB, Sascha Westendorf - Robert Müller Handel (GmbH & Co.) KG, Yvonne Wickenthey - Secondella GmbH & Co KG, Sebastian Wiener - Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Lennard Wildebrand - fabfab GmbH - Internetversandhandel von Stoffen, John Winkler - C. Illies & Co. Handelsges. mbH, Anna-Lena Witt - KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Christian Witt - HELM AG, Jannis Wittmann - Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrtsgesellschaft, Sophie Wolters - Service-Bund GmbH & Co. KG, Jingyi Yu - Unbekannte Kooperationsfirma, Johanna Zernack - Hapag-Lloyd AG, Fenja Ziel - Shell Deutschland Oil GmbH, Maika Ziel - Hapag-Lloyd AG, Anna Zier - Unbekannte Kooperationsfirma, Nikolay Zvyagintsev - JSC Novoship

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HSBA STUDIUM

INNOVATIVE ME THODE FÜR DAS STUDIUM

Mit Design Thinking die Welt verändern Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft erfordert Methoden, mit denen schnell innovative Lösungen erarbeitet werden können. Design Thinking kann dies leisten. Was verbirgt sich genau hinter der Methode? Prof. Dr. Michael Höbig

V

iele können es kaum noch hören, so viel ist

so das Credo. Dazu werden viele verschiedene

derzeit von Innovation, Disruption und Kre-

Methoden in einer Abfolge von fünf bis sechs

ativität die Rede. Es scheint so, als gäbe es

Schritten durchgeführt, der Ansatz reicht vom

kein Überleben, ohne mit radikalen Ideen Branchen

Verständnis für die Herausforderung bis zum Test

zu zerstören und Neues, Großes aufzubauen. In die-

eines Prototyps. Es stellt sich dabei die Frage, wa-

sem Zusammenhang ist häufig von Design Thinking

rum Prototyping ausgerechnet für Digitalisierung

die Rede. Die Methode scheint gleichbedeutend mit

wichtig ist, denn schließlich werden dafür ja kaum

Kreativität und Disruption. Von Mitarbeitern wird

physische Produkte entwickelt.

verlangt, kreativ zu sein und vor unternehmerischen Ideen nur so zu Sprudeln. Aber ist das wirklich rich-

Unternehmen, die in ihrer traditionellen Branche

tig und warum ist das so wichtig im Moment?

mit bewährten Angeboten erfolgreich sind, tappen häufig in eine Falle, weil sie denken, man müsse

Die Methodik führt zu spannenden Ergebnissen: Workshop mit „Hamburg@work“ im DI-Lab der HSBA

Design Thinking ist keine neue Methode, sondern

nur Bestehendes weiterentwickeln. Schließlich

seit den neunziger Jahren des vergangenen Jahr-

kenne man die Bedürfnisse des Kunden ja bereits

hunderts bekannt. Es geht darum, den Nutzer in

seit Jahren. Digitalisierung ermöglicht durch die

das Zentrum der Entwicklung von Produkten und

neuen Technologien aber einen komplett neuen

Serviceangeboten zu stellen. Was auf kein kon-

Ansatz zur schnellen Lösung eines Problems. Bei

kretes Bedürfnis der Nutzer eingeht, wird nicht als

Schnelligkeit besteht allerdings ein großes Risiko

Grundlage der Produktentwicklung herangezogen;

für Fehlentwicklungen. Um sich davor zu schützen, verläuft die Entwicklung neuer Produkte in Schleifen. Ideen werden schnell entwickelt, gegebenenfalls verworfen und so lange weiterentwickelt, bis der Nutzertest erfolgreich ausfällt. Um diese für innovative Prozesse wichtige Methodik zu lernen, können Studierende an unserer Hochschule Design Thinking im Wahlbereich belegen. Im DI-Lab@HSBA werden seit Mitte 2016 Design Thinking Workshops und Schulungen durchgeführt. Unter der Leitung von Expertin Sonja Fritschi konnten Teilnehmer aus verschiedensten Branchen und Unternehmen ein Verständnis für die digitale Herausforderung ihres Unternehmens entwickeln und Lösungsideen testen. Sie erlebten zwei spannende Tage, in denen die Kreativität geweckt Foto: Jana Tolle

wurde, die in jedem Menschen steckt. Als Beitrag

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zur Digitalisierung wie auch zum lebenslangen Lernen benötigen Unternehmen und Mitarbeiter der Hamburger Wirtschaft das heute mehr denn je. NR.10 | WINTER 2017


STUDIUM HSBA

NEUER STUDIENGANG DIGITAL TR ANSFORMATION & SUSTAINABILIT Y

Projektorientiert studieren Digitalisierung stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Vor allem werden in den Unternehmen Experten für digitale Transformation benötigt. Die HSBA bietet hierfür einen neuen Studiengang an. Prof. Dr. Susanne Hensel-Börner / Prof. Dr. Michael Höbig

W

ird heute über Digitalisierung diskutiert, stehen häufig neue Technologien wie Robotik, Virtual Reality, Big Data oder

künstliche Intelligenz im Mittelpunkt. Vielfach ist aber unklar, welche Technologie eigentlich sinnvoll ist, welche Geschäftsmodelle zukünftig funktionieren und wie sich das Unternehmen weiterentwickeln muss. Der neue Studiengang M.Sc. Digital Transformation & Sustainability setzt hier an, um die zukünftigen Experten auszubilden. Trotz Digitalisierung werden weiterhin Menschen die größte Rolle in der Wirtschaft spielen. Neben Technologien und Systemen wird es darauf ankommen, die Akteure einer digitalisierten Welt auf die Veränderungen vorzubereiten. Es gilt, Wissen fortwährend zu aktualisieren, in interdisziplinären Teams zusammenarbeiten und sich kontinuierlich auf Neues einstellen zu können. Der neue Studiengang trägt diesen Anforderungen in seiner Konzeption Rechnung und setzt einen deutlichen Schwerpunkt schungs- und Praxisprojekte der digitalen Transformation bearbeitet. Hierbei handelt es sich sowohl um aktuelle Fragestellungen von Unternehmen zur Digitalisierung, als auch um wissenschaftliche

Foto: Roland Magunia

im Projektlernen. In drei Semestern werden For-

Forschungsfragen. Datenanalysen und Problemlösungen werden regelmäßig den Unternehmen präsentiert und Forschungsergebnisse veröffentlicht.

sie interessanten und relevanten Themen wählen. Um zudem einen Einblick in die Praxis digitaler

Im Masterstudiengang Digital Transformation &

Unternehmen zu bekommen, werden studien-

Sustainability nehmen die Lehrenden eine andere

gangsübergreifende Exkursionen mit zahlreichen

Rolle ein. Sie werden vom Wissensvermittler zum

Unternehmensbesuchen angeboten.

Studierende bei der Anwendung des 4K-Modells: Kommunikation, Kreativität, Kollaboration und kritisches Denken

Lernbegleiter und Projektberater. Notwendige Methoden werden von den Studierenden selbst-

Die Wirtschaft der Zukunft muss nachhaltiger

verantwortlich und problemorientiert recherchiert,

werden und eine Umkehr der Schere zwischen Arm

die Anwendung dann von den Lehrenden gecoacht.

und Reich ermöglichen. Gemäß dem Leitbild der

Mit dieser Projektlernphilosophie orientiert sich

HSBA und unserem Bildungsauftrag für nachhalti-

der Studiengang maßgeblich am 4K-Modell des

ge Entwicklung sollen daher unsere Studierenden

Lernens: Kommunikation, Kreativität, Kollaboration

die Transformation als verantwortungsvolle und

und kritisches Denken. Ein weiteres Grundprinzip

nachhaltige Aufgabe begreifen und Wege erken-

des Programms ist Individualisierung. Studierende

nen, aktiv zu einem Teil dieser gesellschaftlichen

können aus der Digital Tool- Box der HSBA die für

Entwicklung zu werden.

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HSBA STUDIUM

VISUAL SUMMARY ALS LEHRME THODE

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte Ein Visual Summary ist eine grafische Darstellung eines komplexen Sinnzusammenhangs. Bildsprache ist als fachübergreifende Denkkompetenz in der Lehre ideal einsetzbar. Prof. Dr. Susanne Hensel-Börner

D

ass ein Bild mehr sagt als tausend Worte,

VS ist es, die eigenen Gedanken und Erkenntnisse in

ist nichts Neues. Im Marketing wird diese

eine Einheit aus Grafik und Text zu überführen. Durch

Erkenntnis seit jeher genutzt. Zudem hat

den gezielten Einsatz von Linien, Farbe, Form und

im digitalen Zeitalter die visuelle Kommunikation

Lage auf verschiedenen Ebenen sollen die Informati-

noch einmal ein ganz neues Ausmaß angenommen.

onen und Inhalte auf einen Blick – also auf nur einer

Eine Postkarte aus den Ferien ist zur Seltenheit

Seite – erfasst werden.

geworden. Stattdessen posten und versenden wir ständig Fotos in den schillerndsten Farben und

Als erste Reaktion haben die Studierenden die

Stimmungen. Bildliches wird eben viel schneller er-

Aufgabenstellung eher belächelt, wie sie mir im

fasst und es werden mehr Emotionen transportiert.

Nachhinein sehr ehrlich zurückgespielt hatten.

Bildsprache ist wirkungsvoller und manchmal sogar

Aber es wurde schnell realisiert, wie anspruchsvoll

manipulativer.

die richtige Grammatik der Bildsprache ist. Sie erfordert einen permanenten Wechsel zwischen

Wie die Bildsprache in der Lehre genutzt werden

Analyse von Einzelinformationen und deren Ein-

kann, habe ich in meinem letzten Marketingseminar

ordnung in den Gesamtzusammenhang. Welches

mittels Visual Summary (VS) ausprobiert. Idee eines

Detail ist wie wichtig, welche Abhängigkeiten gibt es und wie müssen die einzelnen Elemente zueinander angeordnet werden? Das Ganze ist eben mehr als die Summe seiner Teile. Die Kognitionsforschung nennt diesen Prozess konstellative Denkbewegungen. Und diese führen zu sehr anschaulichen Ergebnissen. Denken in Bildern schult das konstellative Denken in besonderem Maße und ist Voraussetzung für Kreativität und neue Einsichten. Viele berühmte schöpferische Denker wie

Visual Summaries als neue Lehrmethode: Marketingseminar mit Prof. Dr. Susanne Hensel-Börner 18

NR.10 | WINTER 2017


STUDIUM HSBA

Albert Einstein, Wolfgang Amadeus Mozart bis hin zu Steve Jobs sind bekannt dafür, dass sie sich immer wieder Skizzen, Kritzeleien und der visuellen Darstellung ihrer Gedanken bedient haben. Unsere Visual Summaries aus dem Seminar stellen die 17 Global Goals (siehe Infokasten) dar. Da mir diese als Leitbild für unser wirtschaftliches Handeln besonders am Herzen liegen, boten sie sich bei genau 17 Studierenden als inhaltlicher Rahmen an. Der Projektauftrag war, ein globales Ziel als VS darzustellen. Über die inhaltliche Einarbeitung hinaus mussten eigenes Datenmaterial recherchiert und Handlungsempfehlungen zur konkreten Zielerrei-

Die Ergebnisse sind so verschieden geworden wie ihre Gestalter selbst sind. Und auch das ist ein

Fotos: HSBA

chung integriert werden.

wichtiges Merkmal eines VS. Durch die subjektive Gestaltung werden die Inhalte individuell verarbei-

Erfahrungen intensiv reflektiert und insgesamt ein

tet und bleiben nachhaltiger in Erinnerung. Den

sehr positives Resümee gezogen. Ganz getreu dem

Abschluss des Seminars bildete eine großartige

Motto der Präsentation: Mehr denken bringt nicht

Präsentation aller 17 VS. Hierbei haben wir unsere

immer mehr, aber anders denken schon.

Projektauftrag im Seminar: Zu einem der Global Goals ein Visual Summary entwickeln

GLOBAL GOALS Im September 2015 haben sich die 193 UN-Staaten auf

nicht nur ein eigenes Ziel dar, sondern wird von allen Ak-

17 globale Ziele für eine nachhaltige Entwicklung geeinigt.

teuren für die notwendige Haltung zur Erreichung der Ziele

Gemeinsam sollen diese Ziele bis zum Jahr 2030 erreicht

angesehen. Die UNESCO selbst, viele Politiker, Unterneh-

werden. Es geht um nicht weniger als die Gestaltung einer

men, Stars und Sternchen aus aller Welt setzen sich für die

demokratischen, friedlichen, gerechten und nachhaltigen

Sustainable Development Goals (SDG) wie die Global Goals

Weltgesellschaft. Gerechte Bildung für alle stellt dabei

auch genannt werden, ein (siehe auch www.globalgoals.org).

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HSBA STUDIUM

ERSTE EINDRÜCKE VON DEUTSCHL AND UND DEN DEUTSCHEN

Sie kamen als Flüchtlinge und sind jetzt Studenten an der HSBA Hinter ihnen liegt eine intensive, unruhige und auch beängstigende Zeit. Mohammad Nooristani und Ahmad Ahmady flüchteten aus Afghanistan und Mohamad Hamdo Alesmaeil aus Syrien nach Deutschland. Sie sind an der HSBA angekommen und herzlich willkommen. Wir wollten wissen, wie es ihnen in Hamburg geht und wie sie die Deutschen wahrnehmen. Karin Rose

MOHAMAD HAMDO ALESMAEIL studiert Business Informatics an der HSBA. Im Rahmen des dualen Bachelor-Studiengangs lernt und arbeitet er bei der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Mohamad Alesmaeil kam 2015 aus Syrien zu uns. Die Deutschen erlebt er als sehr auf Business fokussiert. „Weil sie im Wirtschaftsleben so erfolgreich sind, wollen viele junge Menschen in Deutschland studieren und von dieser Art des Denkens und Arbeitens lernen“, sagt Mohamad. Die Qualität der Hochschulen und der Dozenten gefallen ihm hier sehr gut. „Die Leute in Deutschland sind freundlich, besonders die in Hamburg.“ Klasse findet er, dass es überall Grünflächen gibt. Mohamad Alesmaeil ist ganz euphorisch, wenn es um Hamburg geht: „Die Stadt gefällt mir nicht nur, ich liebe Hamburg!“ Aus seiner Heimat vermisst er die Sonne und traditionelles Essen, wie es seine Mutter zubereitet. Auf die Frage, ob die Deutschen lässig sind, schreibt er: „Ja, sie leben ganz normal und lieben es zu lachen. Der ausgeprägte Humor hat mich direkt ein bisschen überrascht. Mittlerweile schaue ich mir regelmäßig Comedy mit Olaf Schubert an und auch ich kann über ihn lachen.“

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STUDIUM HSBA

AHMAD ZUBAIR AHMADY kam in September 2015 nach Deutschland. Er studiert im Masterstudiengang Global Management & Governance (M.Sc.) und arbeitet für das Software-Unternehmen Carmando. An Deutschland gefällt ihm, dass das Land frei von Korruption ist und die Menschen sich an Regeln halten. Es ist für ihn auch das „Land der Versicherungen“. Die Deutschen nimmt er als sehr direkt wahr. Er schreibt, dass er den Satz „Ich bin Deutsche(r), also antworte mir mit ‚ja‘ oder ‚nein‘!“ oft gehört hat. In seinem Land gilt ein „Nein“ als sehr unhöflich. Hamburg ist für Ahmad Ahmady eine lebendige, grüne und wuselige Stadt, einer seiner Lieblingsplätze ist der Park „Planten un Bloomen“. Von Zuhause vermisst aber auch er das sonnige Wetter und das Essen. „Wir kochen zwar oft afghanisch, aber es schmeckt hier dann doch anders als in der Heimat.“ Auf die Frage, ob die Deutschen lässig sind, antwortet er: „Die Deutschen sind sehr pünktlich und vereinbaren Treffen weit im Voraus.“

MOHAMMAD IDREES NOORISTANI kam 2014 nach Deutschland. Er arbeitet beim OnlinePortal MicronNexus und studiert berufsbegleitend den M.Sc. Global Management & Governance. An Deutschland gefallen ihm vor allem der Lebensstandard und Lebensstil. Dabei denkt er an Sauberkeit, Ordnung, Organisation, Pünktlichkeit und auch an Charme. Auf die Frage, was er seltsam an den Deutschen findet, schreibt Mohammas Nooristani: „Man braucht lange, um Freundschaften zu schließen und Kontakte zu knüpfen. Zudem empfinde ich Einheimische manchmal als aggressiv, auch wenn mir bewusst ist, dass das einfach ein Wesenszug von ihnen ist und nichts zu bedeuten hat.“ Über seine neue Heimatstadt sagt er: „Hamburg ist eine der schönsten Städte Europas. Hier leben Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion in Frieden und Wohlstand. In Hamburg fühlt man sich nicht beobachtet oder beurteilt, egal was man für Kleidung trägt oder wie man aussieht.“ Aus Afghanistan vermisst er die allgemeine Offenheit und Freundlichkeit, mit der man Fremden begegnet. Er hätte auch gern hier etwas von der Leichtigkeit, mit der man dort Teil einer Gemeinde wird. An den Deutschen fällt ihm noch auf, dass sie oft unendliche To-do-Listen schreiben, um ihren Alltag effektiver zu gestalten, aber auch lässig sein können.

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HSBA INTERNATIONAL

HSBA SUMMER SCHOOL ON CSR MANAGEMENT

True inspiration From 31 July to 11 August, it was again that time of the year where HSBA becomes a truly international melting pot: For the 4th time our International Summer School on CSR Management took place. Friederike Littmann

Photos: Ekaterina Fraydenberg

Welcome session: fun atmosphere in the group

M

onday morning finally the time had ar-

weeks ahead of them, as Prof. Dr. Sarah Jastram

rived: After a year of intense preparations,

had set up a challenging programme with lectures,

we, the HSBA Orga Team, could welcome

company visits but also social activities. The students

the participants of this year’s Summer School. 15

really took the chance and used every possibility to

Bachelor, Master, PhD students and young profes-

discuss CSR, stakeholder theories and leadership

sionals from ten different nations, amongst them

concepts with our lecturers from Germany, the US

Cambodia, the US and Kyrgyztan, had come to HSBA

and Japan. During the company visits to Airbus and

to learn more about Corporate Social Responsibility.

Aurubis they discovered the challenges of imple-

For a lot of our participants it was their first journey

menting a CSR strategy in a large company. But next

ever to Germany, which was possible due to a DAAD

to all the hard work, the participants also had time to

Scholarship.

enjoy the Hamburg Summer, travel to Sylt or Berlin and do their first canoe trip on the Alster. New friend-

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And thus, the Summer School was also a unique

ships were made and after the two weeks it was sad

chance for them to broaden their knowledge about

to see everyone leave again. Hopefully the Summer

CSR since in many countries it is still a topic not paid

School was a true inspiration for everyone and we are

a lot of attention to. The students had two intense

already looking forward to next summer! NR.10 | WINTER 2017


INTERNATIONAL HSBA

THREE QUESTIONS TO OUR GUEST LECTURER PROF. MARK HEUER

Where is it more easygoing? Mark Heuer is an Associate Professor of Management at the Sigmund Weis School of Business at Susquehanna University (USA) and predominantly teaches senior business capstone courses, as well as business and social responsibility. He gave suspenseful lecturs at HSBA as well and it was a real pleasure to meet him.

Is the American working life more easygoing than the one in German? Actually, I believe American working life is more intense than in Germany. We have a focus on short-term performance in American companies because Wall Street demands quarterly performance goals. So this means we tend to work long hours with a lot of pressure to meet goals. Also, in America there are fewer worker protections, so people are more concerned about keeping their jobs. Compared to Germans, Americans take shorter vacations and tend to work even when they are on vacation. Still, I cannot say that Americans are more productive at work even though we have more pressure. What is the biggest behavioural difference that you observed between American and Germans? Americans tend to value their own independence and being able to express themselves. I think this comes from all the immigrants going to America with the belief that they can be whatever they want to be through hard work. This is good when it comes to creativity and innovation, but it can also lead to selfish behaviours, such as the people on Wall Street who damaged the world economy. I do not think Germans are as individualistic as Americans. Can you give some insight into your personal experiences and impressions of Hamburg and Germany? My spouse and I really enjoy Hamburg and Germany. Of course, Hamburg is cleaner and safer than most American cities, but even more we enjoy the cultural refinements and the care given to inteold buildings. We have especially enjoyed tours in which we learned about Hamburg’s history. Finally, I have to admit that I enjoy the German beer and relaxing at outdoor cafes! NR.10 | WINTER 2017

Photo: Mark Heuer

grate new architecture with some of the centuries

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HSBA INTERNATIONAL

THE NEW CASUALNESS IN THE OFFICE

Can companies in Hamburg and Germany learn about casualness? At previous times the quality of a company was translated in the formality of its employees observed in the dress code, communication and body language. At present, first names replace the „Mr.“ and „Mrs.“ and bosses and customers are our friends on Facebook. Larissa Cattoni

F

rom a personal perspective, after working in

even the job performed- individuality takes the lead-

my home country, Paraguay, living in Argentina

ing role. Employees need to find their spot at work

and working as an intern in a family-owned

and learn about every area; developing horizontally

business in Hamburg, I realised that casualness is a

faster than before. Stability is replaced by dynamism.

new trend brought by the millennial generation and

In Germany and particularly in Hamburg where I

is spreading to every culture. Perhaps it is a result of

had the chance to work for a great family owned

globalisation, since formal manners might change

company, I noticed that perhaps because they are so

from region to region, and this new trend of being

structured, German collaborators are more resistant

“yourself” even at work, is more responsive to cultural

to casualness and changing tasks.

diversity. The dress code in the office is different. Opposed to suits and ties there are internationally

On the other hand, the number of immigrants and

known terms like “smart casual” or “casual Friday,”

expats is growing inside the companies and col-

when to wear jeans at the office is allowed, some-

laborators understand that managing certain levels

thing that would have been considered strange

of casualness is a step to relate to people from other

before.

cultures at work. At “Finum” department there was a multicultural background of employees and a boss

Communication depends on the relationship you

that sponsored integration. As such, I could observe

earn with superior colleagues and customers, which

specific characteristics in the German employees. The

you might now call by their first names and have

latins embraced the new casualness as opposed to

them as friends on Facebook rather than call them

their local colleagues that seemed comfortable with

as “Mr.” or “Mrs.”. This change on formal levels also

the past formality and a specifically assigned role.

comes with less dependence; to a company, a boss or

Since common sense should rule the behaviour in a work environment, German workers allow themselves certain levels of casualness and latins impose themselves certain levels of formality, making the workplace very rich. Hamburg team in Frankfurt at the Ambiente fair: welcoming our customers Our boss and colleagues: after office in Saint Georg

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NR.10 | WINTER 2017


INTERNATIONAL HSBA

SUMMER COURSE ON LOGISTICS MANAGEMENT

Enjoying a slower pace of life in Hamburg

Photo: Ekaterina Fraydenberg

This Summer, for the third year in a row, a group of twenty-six students visited HSBA from Beijing Normal University, Zhuhai Campus, China. The goal of their visit was a tailor-made Summer Course in Logistics Management offered by HSBA from 4 until 21 July. Paulien Staal

Students from Beijing Normal University, Zhuhai Campus, Logistics College: Saying ‘goodbye’ after receiving their certificate of achievement!

E

ach year, Beijing Normal University, Zhuhai Campus, offers its

experienced Hamburg and HSBA and what differences they could

students various possible destinations for a Summer School

detect between our cultures and cities. Deng Yongxin mentioned that

experience, one of which is our Summer Course in Logistics

‘the model of life’ in Hamburg and Germany is ‘very comfortable’. Fel-

Management at HSBA. None of the visiting students had been to

low student Li Xiaohan added that ‘people’s pace of life seems much

Germany or Europe before, let alone abroad, meaning that this was

slower in Germany than in China’. Many students like Niu Yuhan were

a completely new and eye-opening experience for them. One of the

first and foremost amazed at how clean Hamburg is: ‘for me, Hamburg

students, Liu Zijun, told me that his main reason to opt for a Summer

equals blue sky, lots of water and fresh air.’ Liu Zijun told me that he

Course in Germany was that ‘Germany and German companies stand

found ‘the streets in Hamburg very empty and spacious. In China,

for high efficiency’ and that he was keen to find out more.

there are constantly people in the streets and it is very full.’

Whilst at HSBA, students received lectures on the topics of Logistics

Regarding HSBA and the teaching style here, Niu Yuhan enjoyed the

Management, company visits to Mercedes Benz and HHLA comple-

fact that ‘all the teachers were very enthusiastic, and it was a special

mented the course. In addition, the group visited the cities of Bremen,

experience that we got fully English lessons. Students finished the

Berlin and Copenhagen. At HSBA they got to know some of our Bach-

course by completing a project assignment and presenting their

elor’s students and were acquainted with the dual study system. The

results to the entire group and to the lecturers. This was a slightly

lectures were provided by Prof. Jan Ninnemann, Prof. Michael Höbig,

daunting experience for the group as it was the first time they had

Prof. Rainer Lehmann and Mike Fischer, MSc, MBA.

presented in English but they all definitely did a great job.

Coming from a bustling city in the south of China, and a home univer-

For now, however, we say 再见 ( ‘zàijiàn’) or ‘goodbye’ and thank

sitythatcountsapproximately20,000enrolledstudents,thecontrast

you for coming to Hamburg!

with Hamburg and HSBA in terms of climate, culture and education style could not be any bigger. I was curious to find out how our guests NR.10 | WINTER 2017

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HSBA INTERNATIONAL

SUMMER SCHOOL IN OSLO

Sun, rafting, hiking … but also studying Great experiences in nature and the opportunity to study at a three times accredited university for one month - that was our summer school at the BI Business School in Norway on the ”Intercultural Management: a Scandinavian perspective”. Jan-Friedrich Kulp, Paula Sprotte

N

ot only Norway as a country, but also Oslo as a city itself was fascinating. After a morning in class, we usually

took the ferry to one of the countless islands to have a barbecue with friends from all over the world. Enjoying the warm sun and cooling down in the clear Norwegian water was an at-

in company visits such as to the Radisson

titude towards life we easily got used to.

Blue, to Telenor or to spend it on your

Great experiences in nature: rafting on the torrential stream Sjoa

own with exploring the city. One of the The organisers of the summer school created

highlights was definitely the weekend trip

a wide range of possible activities within the

to Sjoa on our very first weekend. Fortu-

programme that we could attend throughout

nately, the weather was great too so that

the entire summer. Every morning we had

we could spend all day outside and sleep

different lectures which gave us an under-

in a tent at night.

standing of the Scandinavian management model which is all about low-context com-

The inner peace and calmness of the Nor-

munication.

wegian people was one of the most signifi-

Paula Sprotte in Oslo at the BI Norwegian Business School: a Scandinavian perspective

cant impressions that we got. Their norms Whereas the first weeks rather were about

and values of a highly valued work-life ba-

theory than practice, the last weeks were used

lance and low hierarchical level which are

to work with examples from reality to e.g.

lived and celebrated within companies and

improve our negotiation skills. Interactions

even at the BI Norwegian Business School,

between the different participants showed

besides the course contents, are the most

the various perspectives, approaches and

valuable insights we could get from our

executions of each nation of which all could

month living in the allegedly happiest

learn from. In the afternoon, there were

place on earth. Takk for alt og vi ses.

several opportunities to either participate

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NR.10 | WINTER 2017


INTERNATIONAL HSBA

INTERNATIONAL NE T WORK

New partner universities HSBA has lately been welcoming new partner universities to its international network and is happy to work on further international cooperation projects. We want to introduce three of them – maybe you will want to find out more! Andrea Schlueschen, Friederike Littmann

ESIC Valencia With round about 40,000 students, a

campus which makes it easy to get in

51-year history, lecturers with excellent

touch with the Spanish. Besides, Valencia

academic qualifications and eleven

is a true Erasmus city offering you the

locations in Spain and Brazil, ESIC offers

chance to make friends from all over the

an outstanding opportunity for obtaining

world. And by the way, who would not

a high-quality university qualification.

love to spend his studies in a city with

All of the study programmes have an in-

three beaches just around the corner and

ternational gearing and include practical

300 days of sunshine per year?!

exercises. ESIC offers a small but modern

Zuyd University of Applied Sciences Zuyd is one of the largest Universities of

a focus on an applied nature. Maastricht is

Applied Sciences in the Netherlands with

a true college which you can best explore

many different campuses and faculties.

on a typical Dutch bike! With its cosy yet

The business faculty is located in Maast-

cosmopolitan atmosphereyou will find it

richt. Zuyd offers an international athmos-

easy to settle in.

phere, English language programmes and

Shanghai Jiao Tong University (SJTU)

NR.10 | WINTER 2017

Doctoral students at HSBA with a focus on

mathematicians, rocket scientists and

maritime research now have the chance

inventors. As one of the oldest and most

to do their PhD in cooperation with the

prestigious universities in China, the SJTU

renowned research university SJTU. The

has established the “Shanghai Rating”, one

university was founded in 1895 and since

of the most cited university ratings in the

then has produced many well-known

world.

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HSBA FORSCHUNG

HSBA-KONFERENZ ZUM G20-GIPFEL

Treiber für eine nachhaltige Wirtschaft

W

ohl kaum ein Ereignis hat Hamburg dieses Jahr mehr bewegt als der G20-Gipfel im Juli. Dieses Zusam-

Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten auf Einladung der HSBA über Handlungsmöglichkeiten der G20-Staaten zur Förderung einer nachhaltigen und fairen Ökonomie Johannes Debelius

menkommen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer nahm die HSBA zum Anlass, den Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern. Sie veranstaltete noch vor dem Gipfeltreffen eine Konferenz, die 150 Vertreter aus Unternehmen, Gewerkschaften, dem Non-Profit-Sektor, der Wissenschaft und natürlich Studierende und Interessierte zusammenbrachte. Sie tauschten sich in Panels und Workshops darüber aus, inwiefern die G20-Staaten eine nachhaltige und faire Ökonomie fördern können. Dr. Delia Schindler, HR-Managerin bei Tchibo, moderierte eine Podiumsdiskussion zu der Frage, wie man durch eine Kooperation zwischen Staat und Unternehmen zu einer höheren Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Politik beitragen kann. In dem von Prof. Dr. Sarah Jastram moderierten Panel ging es um „Verantwortung in Lieferketten“. Dabei zeigte sich, wie hoch die Erwartungen aller Teilnehmer an das G20-Treffen waren, insbesondere hinsichtlich der Verankerung von Nachhaltigkeitsstandards in internationalen Wertschöpfungsketten. „Die Konferenz hat klar die Notwendigkeit und die Forderung der Stakeholder für mehr Nachhaltigkeit in der globalisierten Ökonomie unterstrichen“, so Prof. Dr. Jastram. „Ich habe mich sehr gefreut, dass es Themen wie menschenrechtliche Verantwortung in internationalen Wertschöpfungsketten in die Abschlusserklärung des G20 Summits geschafft haben“. Inwiefern die G20-Staaten tatsächlich den Menschenrechten entsprechend der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschrechte gerecht werden, wird sich zeigen. Die HSBA beobachtet die Entwicklungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, fairer Handel und Menschenrechte weiter intensiv und forscht dazu am Lehrstuhl für interFoto: Ekaterina Fraydenberg

nationale Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit.

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Die Ergebnisse der HSBA-Konferenz zum G20Gipfel sind in einer Abschlussdokumentation am Lehrstuhl von Prof. Dr. Sarah Jastram erhältlich (sarah.jastram@hsba.de). NR.10 | WINTER 2017


FORSCHUNG HSBA

TAGUNG FÜR FA MILIENUNTERNEHMER

„Familien.Unternehmen.Zukunft“ Turbulente Zeiten für Familienunternehmen Im Personalmanagement fehlt es zurzeit nicht an Buzzwords: Arbeitswelt 4.0, Agilität, demografischer Wandel … Damit verbunden sind allerdings ganz handfeste Herausforderungen, denen sich insbesondere Familienunternehmen stellen müssen. Annabel Baxter

Patrick Merke vom Institut für Führungskultur: als Moderator alles gut im Griff

Fotos: Jana Tolle

Kompetente Ansprechpartner für Familienunternehmer: Prof. Dr. Anita Zehrer und Prof. Dr. habil. Stefan Prigge

B

eim Wettbewerb um die besten Köpfe

die Teilnehmer wach, als er die Ergebnisse der

ist es vor allem für den Mittelstand

letzten Shell-Jugendstudie vorstellte. Und es

wichtig, den Nachwuchs von sich zu

ging spannend weiter. In sieben Round Tables

begeistern und als attraktiver Arbeitgeber

diskutierten die Konferenzteilnehmer inten-

wahrgenommen zu werden. Aber was sind die

siv zu verschiedenen Personalthemen. Prof.

Ansprüche der Generation Y und Z? Welche

Dr Jürgen Weibler von der FernUniversität

Anforderungen ergeben sich daraus an das

Hagen gab wissenschaftlichen Input, indem

Employer Branding? Und vor allem, wie können

er Einblicke in die aktuelle Führungsforschung

diese mit dem Budget eines mittelständischen,

gab. Der Vortrag machte deutlich, wie viel

familiengeführten Unternehmens umgesetzt

Unternehmen von Hochschulen lernen können

werden? Das Anfang des Jahres neu gegrün-

– und umgekehrt. Auch das Netzwerken kam

dete Institut für Mittelstand und Familienun-

in den Pausen nicht zu kurz. Der Tag endete

ternehmen (IMF) hat es sich als Ziel gesetzt,

mit der Aufforderung „Wir müssen raus aus

Ansprechpartner für eben diese Themen zu

der Komfortzone!“ von Dr. Volker Casper,

sein. Mit der Unternehmertagung „Familien.

Vice President von Fraport. Er zeigte auf, wie

Unternehmen. Zukunft. – Human Resource

wichtig es ist, mit digitalen Tools die individu-

Management in turbulenten Zeiten“ wurde

ellen Potenziale der Mitarbeiter zu heben und

eine Plattform für den Austausch zwischen

weiterzuentwickeln.

Die Konferenz als Plattform zum fachlichen Austausch: Ein Angebot, das die Konferenzteilnehmer gut nutzten

Familienunternehmern geschaffen. Und schon am Anfang war klar: Es gibt Redebedarf!

Das IMF freut sich, in Zukunft weiter in den Dialog mit Familienunternehmen und dem

„Die heutige Jugend sucht emotionale

Mittelstand zu treten und wird auch im nächs-

Sicherheit und möchte Teil der Mainstream-

ten Jahr eine Unternehmertagung „Familien.

Gesellschaft sein!“ Mit diesem Statement

Unternehmen. Zukunft.“ ausrichten.

rüttelte Dr. Thomas Gensicke gleich zu Beginn

www.imf-institut.de

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HSBA FORSCHUNG

FORSCHUNGSPROJEK T E-HE ALTH

Beste Voraussetzungen in Hamburg Potenziale des E-Health nutzen: Studie identifiziert Erfolgsfaktoren

Ausschöpfung der Potenziale im E-Health führen. Zum einen sollten die Netzwerkbildung und ein branchenübergreifender Austausch gefördert werden. Zum anderen

Foto: istockphoto.com

müssten bestehende Angebote und deren Nutzen Ärzten, Patienten und Unternehmen besser kommuniziert werden. Weiterhin sei es empfehlenswert, Forschung, Entwicklung und Lehre im Bereich E-Health stärker zu verzahnen. Und schließlich seien

Der Auftrag für das Forschungsprojekt kam

tional hohe Anzahl an Gesundheitsunter-

eine passgenaue Fördermittelberatung

von der Gesundheitswirtschaft Hamburg.

nehmen, die gute digitale Infrastruktur, die

sowie eine attraktive Arbeitsumgebung für

Prof. Dr. Kamyar Sarshar führte zusammen

Start-up-Szene, die Internationalität sowie

Start-ups notwendig, um sie als treibende

mit dem Statistik-Portal Statista und dem

die hohe Lebensqualität der Stadt. Dies

Kraft für Entwicklung und Innovation zu

Beratungsunternehmen LSP digital eine

alles schafft exzellente Möglichkeiten, neue

unterstützen. Die Gesundheitsbranche ist im

Potenzialanalyse durch und kam zu dem

Gesundheitsprodukte und -dienstleistungen

Umbruch. Wir können darauf gespannt sein,

Ergebnis: Für Hamburg sind die Vorausset-

anzubieten.

wie dies unsere eigene Gesundheitsvorsor-

zungen gegeben, eine führende Rolle im

ge in naher Zukunft beeinflussen wird.

Bereich E-Health einzunehmen. Wichtige

Gleichwohl identifiziert Prof. Dr. Sarshar vier

Erfolgsfaktoren sind dabei die überpropor-

Handlungsbereiche, die zu einer größeren

Franziska Buttler

WIRTSCHAF T AM STROM – MODELLREGION ELEK TROMOBILITÄT

Erfolgreiches abgeschlossenes Forschungsprojekt „Wirtschaft am Strom“ Wie können Elektrofahrzeuge unkompliziert

und Akzeptanz von E-Fahrzeugen – ging es in

Höbig mögliche Vergütungsmodelle zum

und kosteneffizient gewerblich genutzt

dem fünfjährigen, vom BMWI (Bundesminis-

Laden der Fahrzeuge. Dies dient zur Berech-

werden? Dieser Frage ging das in diesem

terium für Wirtschaft und Energie) geförder-

nung der Wirtschaftlichkeit von Ladepunkten

Jahr abgeschlossene Forschungsprojekt

ten Projekt. Anhand der etwa 800 getesteten

oder der Auswahl ob z. B. die Ladedauer

„Wirtschaft am Strom” unter Beteiligung der

Fahrzeuge erarbeiteten die elf Projektpartner

oder die geladene Energie bezahlt werden

HSBA nach.

aus Wirtschaft und Forschung praxisgerechte

soll. Weitere Projektpartner neben der HSBA

Lösungen zum Einsatz von Elektrofahrzeugen

waren u.a. Daimler, Renault, Vattenfall, die TU

„Wie viele Elektrofahrzeuge haben Sie auf

in den Fuhrparks von Hamburger Unterneh-

Hamburg Harburg und die Handelskammer

dem Weg hierher wahrgenommen? Und

men. Ein weiterer Fokus lag auf der Entwick-

Hamburg. Aktuell werden die im Rahmen der

wie viele Ladesäulen haben Sie gesehen?”

lung einer nutzerfreundlichen Ladeinfrastruk-

Begleitforschung erfassten Daten ausgewer-

Mit diesen Fragen wurden die Teilnehmer

tur und innovativer Speichermöglichkeiten

tet, um daraus Handlungsempfehlungen für

der Abschlussveranstaltung des Projektes

für den Betrieb von E-Fahrzeugen. Hierzu

den künftigen Einsatz von E-Fahrzeugen zu

“Wirtschaft am Strom” begrüßt. Und um eben

entwickelte, testete und evaluierte ein Team

entwickeln.

dieses Ziel – die Stärkung der Wahrnehmung

der HSBA unter Leitung von Prof. Dr. Michael

Friederike Littmann

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NR.10 | WINTER 2017


FORSCHUNG HSBA

NEUES AUS DER FORSCHUNG

Veröffentlichungen Ahrholdt, Dennis, Siegfried Gudergan and Christian Ringle. 2017. „Enhancing Service Loyalty: The Role of Delight, Satisfaction, and Service Quality.“ Journal of Travel Research. 56(4): 436-450. Bauer, Christoph, Eickmeier, Frank and Eckard, Michael. Im Erscheinen. E-Health: Datenschutz und Datensicherheit – Herausforderungen und Lösungen im IoT-Zeitalter. Wiesbaden: Gabler. Bauer, Christoph and Eickmeier, Frank. 2017. „The New ePrivacy-Regulation: The Most Important Changes.“ Accessed on https://www.exchangewire.com/ blog/2017/01/17/new-eprivacy-regulation-importantchanges/. Bauer, Christoph and Eickmeier, Frank. 2017. „Neue ePrivacy-Verordnung: Die wichtigsten Änderungen im Überblick.“ Accessed on https://onlinemarketing.de/ news/neue-eprivacy-verordnung-wichtigsten-aenderungen-ueberblick. Bauer, Christoph, and others. 2017 „Digitale Gesundheit: Die fünf großen Blockaden auf dem Weg zur digitalen Gesundheit – und wie wir sie überwinden können“, BVDW Leitfaden, Düsseldorf, Juni 2017. Bauer, Christoph and others. 2017 „Whitepaper zur Pseudonymisierung, Leitlinien für die rechtssichere Nutzung von Pseudonymisierungslösungen“, Fokusgruppe Datenschutz, Juni 2017. Bauer, Christoph. 2017. „Cookies : Pourquoi le règlement de la CE risque de renforcer la domination des GAFA.“ Accessed on http://www.ad-exchange.fr/ cookies-pourquoi-le-reglement-de-la-ce-risque-derenforcer-la-domination-d. Berberyan, Zara, Sarah M. Jastram and Friedman, Barry A. (im Erscheinen): “Drivers and Obstacles Of Ethical Fashion Consumption.” In Eco Friendly and Fair: Fast Fashion and Consumer Behavior, ed. by BeckerLeifhold, Carolin and Marc Heuer: Greenleaf Publishing. Greve, Goetz. 2017. „Social media performance measurement.“ In Information Resources Management Association. Decision Management: Concepts, Methodologies, Tools, and Applications, ed. by IGI Press, 360-381. Hershey, Pennsylvania. Großmann, David und Peter Scholz. 2017. „Bank Regulation - One Size Does Not Fit All.” Journal of Applied Finance & Banking. 7/5. 1-27 https://www.scienpress. com/download.asp?ID=368015 Haase, Florian. 2017. „InvStG-alt und InvStG-neu im Vergleich: Was ändert sich bei einem typischen Immobilien-Investment?.“ juris Monatszeitschrift (JM):17, 30-36. Haase, Florian und Philip Nürnberg. 2017. „Steuerliche Aspekte der Erschaffung, Ansiedlung und Verlagerung von IP.“ Finanzrundschau (FR): 1-6. Haase, Florian. 2017. „Das sog. Multilaterale Instrument; Internationales Steuer- und Wirtschaftsrecht“ (IWB): 16-23. Haase, Florian und Katrin Dorn. 2017. „Zum Zusammenspiel zwischen körperschaft- und gewerbesteuerlichem Schachtelprivileg bei Bezug über eine gewerbliche Personengesellschaft.“ Deutsches Steuerrecht (DStR): 134-137. Haase, Florian. 2017. „Betriebsstätte ohne Gewerbebetrieb? – Eine dogmatische Herleitung.“ Steuer und

NR.10 | WINTER 2017

Wirtschaft (StuW):69-81. Haase, Florian. 2017. “Reconceptionalization of the `Immovable Property Clause` in Article 13 Paragraph 4 OECD Model Convention by Means of the Multilateral Instrument?.” Intertax. 45/4:284-295. Haase, Florian. 2017. „BEPS-Aktionsplan: Kritische Gedanken zum Multilateralen Instrument; Steuern und Bilanzen (StuB):351-354. Haase, Florian. 2017. „Steuerplanung mit Kapitalgesellschaften (Teil 1).“ Praxis Internationale Steuerberatung (PIStB):127-134. Haase, Florian. 2017. „Steuerplanung mit Kapitalgesellschaften (Teil 2).“ Praxis Internationale Steuerberatung (PIStB):160-164. Haase, Florian. 2017. „Praxisfälle zum Rabattfreibetrag am Beispiel der Textilwirtschaft.“ Der Betrieb (DB):1289-1294. Haase, Florian. 2017. „Der Anteilsbegriff im Gesellschaftsrecht und in steuerrechtlichen Ausschüttungs- und Veräußerungstatbeständen – Konvergenz oder Divergenz? (Teil I).“ Die Unternehmensbesteuerung (Ubg): 285-292. Haase, Florian. 2017. „Der Anteilsbegriff im Gesellschaftsrecht und in steuerrechtlichen Ausschüttungs- und Veräußerungstatbeständen – Konvergenz oder Divergenz? (Teil II).“ Die Unternehmensbesteuerung (Ubg): 386-393 Haase, Florian. 2017. Internationales und Europäisches Steuerrecht. 5. Auflage. Heidelberg. Verlag C.F. Müller. Hartmann, Sönke (im Erscheinen): “Solving smartphone puzzle apps by mathematical programming.” INFORMS Transactions on Education. Hopf, Gregor. 2016. „Digitalisierung im föderalen Kontext: Was erwartet die einzelnen föderalen Ebenen durch die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft?.“ In Jahrbuch des Föderalismus 2016, ed. by Europäisches Zentrum für Föderalismus-Forschung Tübingen (Hrsg), 31-49. Baden-Baden: Nomos Verlag. Höbig, Michael, Thoralf Nehls und Sven Rieper. 2017. “Kalkulationsgüte.” Controlling. 29/1: 20-28. Jastram, Sarah, M. and Damian Bäumlisberger, (im Erscheinen): “Normative Assessments in Empirical Business Ethics Research - Towards a Methodological Bridge across the Ontological Gap.” In Research Approaches to Business Ethics and Corporate Responsibility, ed. by Werhane, Patricia H. and R. Edward Freeman: Cambridge University Press. Baumann-Pauly, Dorothée and Sarah M. Jastram (im Erscheinen): “Assessing Human Rights Issues In The Fashion Industry – Challenges For Investors.” In Research Handbook on Human Rights and Investments, ed. by Radi, Yannick: Edward Elgar Publishing. Knuth, Tobias and Ahrholdt, Dennis. 2017. „How To Detect Fraud - Evaluation of B2C E-Commerce Transaction Data.“ Proceedings of the EMAC 2017 Conference, University of Groningen, Netherlands, May 2017. Prigge, Stefan, Philipp Lauenstein and André Küster Simic. 2016. „Valuation Efficiency of Secondary Markets for Formerly Illiquid Assets: The Case of German KG Ship Funds.“ Multinational Finance Journal. 20: 127-179. Mengers, Katharina and Stefan Prigge. im

Erscheinen. „Die Familienverfassung aus betriebswirtschaftlicher Perspektive.“ In Siebtes Deutschösterreichisch-schweizerisches Symposium zum Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht: Familienunternehmen, ed. by Fleischer, Holger, Susanne Kalss und Hans-Ueli Vogt,. Tübingen: Mohr Siebeck. Grelck, Michael B., Stefan Prigge, Lars Tegtmeier and Mihail Topalov. Im Erscheinen. „The Attractiveness of Investments in Listed German Family Firms: Reality or Deception Caused by Indexes Applying Back Test Data? .“ Journal of Investing. Prigge, Stefan. 2016. „Remuneration-Based Incentives in a Global Bank before and after Lehman: The Case of Deutsche Bank.“ In Handbook on Corporate Governance in Financial Institutions, ed. by Christine A. Mallin (Hrsg), 64-83. Cheltenham (UK) and Northampton (USA): Edward Elgar. Juschus, Alexander, Ralf Leister und Stefan Prigge. 2016. „Die Corporate-Governance-Tabelle. Eine Bestandsaufnahme der Corporate Governance in der Ersten Fußballbundesliga.“ Zeitschrift für Corporate Governance 11 (2016): 212-220; 245-251. Busse, Sven, Stefan Prigge und Felix Thiele. 2016. „Private Equity in Familienunternehmen.“ Finanzplatz Hamburg Jahrbuch 2016/17: 46-47. Schinas, Orestis. Im Erscheinen. „Greening the terminals: Operational and policy considerations.“ In Handbook of Terminal Planning, ed. by Böse, J.B., Sharda, R., and Voß, S., . Heidelberg: Springer. Westarp, Arndt and Orestis Schinas. 2017. „Fuzzy network design under consideration of equipment imbalance costs.“ Proceedings of the Annual Conference of the International Association of Maritime Economists 2017 (IAME 2017), Kyoto, June, 27th - 30st. Schinas, Orestis. 2017. „Cyprus is prepared for a bright future.“ HANSA International Maritime Journal 6: 20-21. Schinas, Orestis. 2017. „Greek Shipping: against all odds.“ HANSA International Maritime Journal 4: 56-57. Schlüschen, Andrea, Goetz Greve and Claudia Fantapie-Altobelli. im Erscheinen. „Effects of branded celebrity posts on customer engagement in social media.“ Proceedings of the 39th ISMS Marketing Science Conference, Los Angeles, June, 7th - 10th. Schlüschen, Andrea. 2016. „Celebrity Endorsement in Social Media.“ In Encyclopedia of E-Commerce Development, Implementation, and Management, ed. by Lee, I., 1940-1956. Hershey, PA. Scholz, Peter. 2016. „Droht den Banken die feindliche Übernahme durch FinTechs?“ Corporate Finance. 01-02: 3-7. Scholz, Peter. 2016. „Tradition verpflichtet – Banking in Hamburg“. Jahrbuch Finanzplatz Hamburg 2016/17: 24-25 Scholz, Peter, David Großmann and Sinan Krueckeberg. 2017. “Better the Devil You Know Than the Devil You Don‘t - Financial Crises between Ambiguity Aversion and Selective Perception” Working Paper, SSRN, Accessed on https://ssrn.com/abstract=2981872 Terilt, Michael and Peter Scholz. 2017. “To Advise, or Not to Advise — How Robo-Advisors Evaluate the Risk Preferences of Private Investors”. Working Paper, SSRN, Accessed on https://ssrn.com/abstract=2913178 31


HSBA UNTERNEHMEN

BEOBACHTUNGEN, ANALYSEN UND EINSCHÄT ZUNGEN

Die digitale Szene in Hamburg Unter der Bettdecke hervorkommen, mit Neuem experimentieren, einen Prototypen ins Rennen schicken – diesen Eindruck vermitteln häufig Berater von der Digitalisierung. Aber: „Die Digitalisierung von Produkten, Unternehmen und Branchen ist kein digitaler Kindergarten!“ Thomas Keup, Chefredakteur HANSEVALLEY

in der Arbeitswelt, Digitalisierung von Geschäftsprozessen, Unterstützung durch Technologien und Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle. Wir sprechen über nicht weniger als die digitale Entwicklung traditioneller Unternehmen in etablierten Branchen – so zum Beispiel die 200 größten

F

deutschen Familienunternehmen an Alster und inanzen, Handel und Logistik – keine

Elbe, unter ihnen die Asklepios-Kliniken, Beiersdorf,

Hamburger Branche, in der die digitale

Jungheinrich, Kühne + Nagel oder die Otto Group.

Erneuerung nicht auf der Agenda

steht. Gestandene Mittvierziger zelebrieren

Hamburg hat digitale Business-Netzwerke wie Ham-

mit bunten Ringelsöckchen und neonfarbe-

burg@work, digitale Event-Netzwerke wie 12min.me

nen Sneakers mit verrückten US-Videos und

und Hamburg hat Aktivitäten rund um eine digitale

bunten Stockfotos die “digitale Revolution”.

Stadt mit Bürgerservices in Browser und App. Lange

Berater produzieren mit wohlklingenden Buzz-

gab es die Hoffnung, Hamburg könnte auch eine

words und der Attitude von Weltenbummlern

Start-up-Metropole werden, wie Berlin. Doch die

eine Aura des nächsten „heißen Sch…”.

Kultur an Alster und Elbe ist grundlegend anders als an der Spree. Unsere Stadt ist geprägt von Branchen

HANSEVALLEYChefredakteur Thomas Keup

Hamburg hat kein Vakuum, das mit Ideen gefüllt werden könnte.

rund um den Hafen, den Handel und die Logistik.

Wir sprechen über die „Digitale Business

und ihren Ideen gefüllt werden könnte.

Hamburg hat kein Vakuum, das von jungen Leuten

Transformation” – wie es Microsoft auf den Punkt bringt. Wir sprechen über Kulturwandel

„Ich habe gesehen, dass sie nur den nächsten Scheck wollten.” Der Geschäftsführer eines hanseatischen Familienunternehmens mit 1.200 Mitarbeitern fasst nach dem Besuch des Silicon Valley den Unterschied zwischen pitchenden Start-ups und seinem Geschäft so zusammen: „Ich habe in ihren Augen gesehen, dass sie nur den nächsten Scheck von mir wollten. Aber ich habe Probleme zu lösen.” Kommen wir zur Leitbranche Logistik und dem Hafen als Wirtschaftsmotor mit mehr als 150.000 Arbeitsplätzen. Die 9. PWC-Branchenstudie bringt es auf den Punkt: Vier von fünf deutschen Reedern und Logistikern erwarten die Verschiffung von Containern per Mausklick, womit Portale wie „FreightHub”

Foto: Stefan Kny

und „FreightNet” zur Normalität würden. 20 Prozent

32

der befragten Schiffseigner und Spediteure wollen ihren Kunden Service-Apps für das Tracking anbieten. Das heißt, überwachte Container und Smart Tanks werden zum Standard. NR.10 | WINTER 2017


Foto: HANSEVALLEY

UNTERNEHMEN HSBA

„Wir stehen erst am Anfang der Digitalisierung in der Logistik.”

Die digitalen Aktivitäten laufen noch nicht koordiniert.

Doch es gibt keinen Grund, sich in den Kontoren

Es geht darum, Probleme zu lösen, die in der

wieder aufs Ohr zu legen: „Wir stehen erst am

Digitalisierung auch durch branchenfremde

Anfang der Digitalisierung in der Logistik”, warnt

Anbieter wie internationale Onlineplattformen

der Deutschlandchef von Kühne + Nagel, Dr.

auftreten. Es geht darum, ein digitales Banking,

Hansjörg Rodi. Zu Recht: 51 Prozent der PWC-

einen digitalen Handel und eine digitale Logistik

Studienteilnehmer erwarten einen Rückgang

zu entwickeln – denn auf diesen Branchen beruht

der Containertransporte durch lokale Produk-

der Erfolg der Wirtschaftsmetropole Hamburg.

tion mittels 3D-Druck. 25 Prozent befürchten,

Dabei stehen in unserer Stadt mittelständisch

Amazon könnte mit eigenen Containerschiffen

geprägte Firmen im Mittelpunkt der Entwicklung.

Digitale Impulse aus aller Welt nach Deutschland holen: Auftakt-Workshopdes DIgital Hub Logistics Hamburg

antreten. Das sind Herausforderungen, um die wir uns kümmern sollten.

Mein Fazit: Die Initiativen zur Zusammenarbeit von etablierten Unternehmen und engagiertem

Hamburg konkurriert in der Logistik mit Berlin

Nachwuchs – wie „Digital Hub Logistics Ham-

(Smartcity Hub), Dortmund (Logistics Hub) und

burg” und „Digital-Space Hammerbrooklyn” - bie-

München (Mobility Hub), in den Medien mit

ten vielfältige Perspektiven für neue Geschäfts-

Potsdam und Berlin (Mediatech Hub) und in den

modelle und Produkte. Allerdings laufen viele

Finanzen mit Berlin (Fintech Hub), Frankfurt (Fintech

Aktivitäten in unserer Stadt noch nicht koordi-

Hub), Köln (Insurtech Hub) und München (Insur-

niert, um die notwendige Wirkung im Wettbewerb

tech Hub). Bei neuen Technologien mit Darmstadt

der Standorte und Industrien zu erreichen. Eine

(Cybersecurity Hub), Karlsruhe (Artifical Intelligence

offene Kultur der Zusammenarbeit ist aus meiner

Hub) und Stuttgart (Future Industries Hubs). Das

Sicht der Schlüssel, um nicht mehr nach Berlin

Rennen ist eröffnet und Hamburg hat keine Zeit zu

schielen zu müssen.

verschenken. NR.10 | WINTER 2017

33


HSBA UNTERNEHMEN

Fühlt sich bei ihrem Unternehmen rundum wohl: Luc Sieg von der GHD Gesundheits GmbH

Das liegt nicht nur an den netten Kollegen und der familiären Atmosphäre, die sich durch alle deutschlandweiten Standorte zieht, sondern auch an der Verantwortung, die mir in meinen Projekten übertragen wird. Den Führungskräften liegt sehr Foto: Jana Tolle

daran, mich in Entscheidungen einzubeziehen und mich gut zu qualifizieren. In Ahrensburg sitzen derzeit sieben aktuelle und zwei ehemalige Trainees, sodass ich mich bei Fragen und Problemen immer gut aufgehoben fühle. DIE GHD GESUNDHEITS GMBH DEUTSCHL AND

Ein starkes Programm für Trainees Die GHD ist ein Unternehmen mit über 3.200 Mitarbeitern, das Patienten mit hochwertigen Hilfsmitteln und Rehaprodukten versorgt. Als Trainee und Masterstudentin übernehme ich viele spannende Aufgaben in der Unternehmensgruppe. Luc Roxanne Siegl

„D

Im Trainee-Programm bekommen wir Verantwortung für vier spannende, sechsmonatige Projekte in unterschiedlichen Bereichen übertragen. So hat jeder Trainee die Chance, die GHD und die Gesundheitsbranche aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennenzulernen, sein Netzwerk und seine Fähigkeiten auszubauen und seine Vorlieben herauszufinden. In meinen Projekten ging es bisher um eine Post-Merger-Integration und eine strategische Vertriebsintegration. Andere aktuelle Traineeprojekte befassen sich mit der Begleitung von Ausschreibungen, der Erstellung von Produktportfolios und der Neugestaltung des firmenweiten Intranets. Für

ie GHD GesundHeits GmbH Deutsch-

die Praxiserfahrung aus diesen Projekten ist mein

land ist das größte ambulante

Wissen aus den Vorlesungen an der HSBA eine gute

Gesundheits-, Therapie- und Dienst-

Ergänzung, sodass eine optimale Verknüpfung aus

leistungsunternehmen Deutschlands.“ – so heißt

Theorie und Praxis entsteht.

es auf der Website. Als ich mich im April 2016 bei der GHD bewarb, konnte ich mir darunter nicht viel

Nach einem Jahr in der GHD verstehe ich ein

vorstellen. Ich wusste nur, dass mich das Gesund-

wenig besser, was es bedeutet, ein Teil des größ-

heitswesen schon immer interessiert hat und dass

ten ambulanten Gesundheits-, Therapie- und

die Berufsaussichten in einem der führenden Unter-

Dienstleistungsunternehmens in Deutschland zu

nehmen einer boomenden Branche erfolgsverspre-

sein. Es bedeutet, dass für mich kein Tag wie der

chend sind. Die Kombination mit dem berufsbe-

andere ist. Und ich muss agil arbeiten, um mich

gleitenden HSBA-Masterstudium schien optimal.

den Herausforderungen des wachsenden und wechselnden Gesundheitsmarktes zu stellen.

34

Rückblickend kann ich sagen, dass ich die rich-

Es bedeutet auch, dass meine Arbeit spannend

tige Entscheidung getroffen habe, bei der GHD

bleibt und dass sich harte Arbeit auszahlt. Ich

anzufangen. Seit meinem ersten Tag fühle ich mich

freue mich jetzt schon darauf, weitere Projekte in

dort wie ein wichtiger Teil des Unternehmens.

der GHD zu übernehmen. NR.10 | WINTER 2017


UNTERNEHMEN HSBA

Herzlich willkommen! Wir freuen uns sehr, 45 neue Kooperationsunternehmen an der HSBA begrüßen zu dürfen! (Stand 21.09.2017) Allgeier Midmarket Services GmbH

hmmh multimediahaus AG

Alvern Media GmbH

Jungheinrich PROFISHOP AG & Co. KG

Aprithan Schaumstoff GmbH

MEDIK Hospital Design GmbH

ARGENT Holding GmbH + Co. KG

MEYLE AG

Arte Bunkering GmbH

Norddeutsche Grundeigentum GmbH

ASTRON Immobilien-Kontor GmbH

Nordmark Arzneimittel GmbH & Co. KG

Bluester GmbH

Olympus Europa SE & CO. KG

BTM Management

Peter Kremser GmbH & Co. KG

Carl Tesdorpf GmbH

Philips GmbH Market DACH

Chubb European Group Limited

PPI AG Informationstechnologie

Coloplast GmbH

ProVidens Vermögensmanagement GmbH

Detlev Louis Motorradvertriebs GmbH

QualityPark AviationCenter GmbH

Die Unternehmensgefährten GmbH

Relocately UG

Don Limon GmbH

S-KON Sales Kontor Hamburg AG

edding AG

SPONSOO UG

ERGON Datenprojekte GmbH

Staffbook AG

ESC Wirtschaftsprüfungs GmbH

Ter Ingredients GmbH & Co. KG

exinit GmbH & Co. KG

Vattenfall Europe Business Services GmbH

Fineas GmbH

Velux Deutschland GmbH

Hamburger Volksbank eG

VTG Aktiengesellschaft

HellermannTyton GmbH

wmp consult - Wilke, Maack GmbH

HMG Systems Engineering GmbH

ZELOS Management Consultants

NR.10 | WINTER 2017

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HSBA CAMPUSLEBEN

10. HANSE BOAT R ACE

Stürmisches Jubiläum

Beim 10. Hanse Boat Race im April verteidigten die Hamburger Ruderer den Pokal und bauten die Führung weiter aus, nun auf 7:3. Aber auch die Ruderer aus Bremen feierten Erfolge. Sowohl die HSBA als auch die Jacobs University Bremen fuhren unter stürmischen Wetterbedingungen zwei Siege auf der kabbeligen Alster ein und feierten zusammen das zehnjährige Bestehen des Ruderwettkampfs. Etwa 300 Zuschaue trotzten dem Aprilwetter, um ihre Teams von den

Ruderwettkampf Hamburg gegen Bremen: auch im 10. Jahr wieder ein großartiges Event

Grünanlagen bei der Rudergesellschaft Hansa aus anzufeuern. Für viele ging es anschließend noch bis tief in die Nacht im „Grünen Jäger“ weiter. Auch im Jubiläumsjahr wurde

Foto: Jana Tolle / Karin Rose

mit der Tradition nicht gebrochen, dass dem

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Pokal beim Feiern der Deckel abflog. Moritz Kurz

NR.10 | WINTER 2017


CAMPUSLEBEN HSBA

HSBA BE ACHPART Y 4.0

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung! Das Wetter in Hamburg war die ganze Woche über großartig. Sommer, Sonne, Sonnenschein. Perfekt für eine Beachparty! Aber Hamburg wäre ja nicht Hamburg, wenn das Wetter am Freitag, den 11. August nicht umgeschlagen hätte. Ein regenreicher Tag. Ärgerlich! Aber da kann man nichts machen. Und wir HSBA-Studierenden sind hart im Nehmen und feiern Feste, wie sie fallen. Trotz Schietwetters erschienen ab 17 Uhr rund 200 Studierende, Alumni, einige Dozenten und Mitarbeiter der HSBA. „Die Bucht“ nahe des Hamburger Stadtparks, der Veranstaltungsort der Beachparty, war perfekt für den Abend. Dank des IndoorBereichs war eine Rettung ins Trockene möglich. Ab 19 Uhr hörte es endlich auf zu regnen und die vom Alumni-Verein gesponserten Getränkemarken wurden fleißig eingelöst. Bis in die Morgenstunden wurde nett beisammengesessen, sich unterhalten, gegessen und getrunken. Uns Jahrgangssprechern hat es auch in diesem Jahr wieder viel Spaß gemacht, die Veranstaltung zu organisieren. Für 2018 hoffen wir jetzt nur noch auf besseres Wetter. Anna Sönksen

„Die Bucht“ im Stadtpark bei Nacht: coole Location für coole Leute

NR.10 | WINTER 2017

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HSBA CAMPUSLEBEN

CHAMPIONS TROPHY

HSBA-Spirit pur!!! Was ist blau-weiß und tobt Ende Mai durch Wilhelmsburg? Das Champions-Trophy-Team der HSBA! Auch 2017 haben unsere Freunde von der Bucerius Law School eine großartige Sportveranstaltung organisiert. Die Ergebnisse unserer Athleten können sich sehen lassen: 1. Platz: Segeln und Hockey 2. Platz: Alster-Läufer 3. Platz: Alster-Läuferinnen, Relais-Läufer und Ruderer Vor allem aber hat unser Team lautstark gefeiert und alles für den Spirit-Award gegeben. Fast nebensächlich war da, dass der dann am Ende an ein anderes Team ging. Danke an alle, die die HSBA so toll vertreten! Klaus Waubke

Foto: Niels Fahrenkrog

Vor, während und nach den einzelnen Wettkämpfen: verschiedene Teams, ein Spirit!

Gute Laune beim Fotoshooting: Voller Einsatz von Neptuns Crew bei der Champions Trophy

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NR.10 | WINTER 2017


CAMPUSLEBEN HSBA

MARKE TING INNOVATION DAY

Marketing in Echtzeit – Erfolgreich im modernen Dreikampf Der vom Deutschen Marketing Verband organisierte Marketing Innovation Day (MID) bietet Fachleuten eine Plattform, um sich über aktuelle Trends im Marketing auszutauschen. Dieses Jahr fand er in Kooperation mit der HSBA und dem Marketing Club Hamburg am 12. Juli in Hamburg statt. Prof. Dr. Inga Schmidt-Ross, Prof. Dr. Susanne Hensel-Börner, Prof. Dr. Wolfgang Merkle Teilnehmer der Podiumsdiskussion (von links): Prof. Dr. Dennis Ahrholdt, Doktorand Tobias Knuth, Kerstin Pagel, José Luis Carretero López, Andreas Ernst und Christian Thunig

Foto:s: DMV

World Café: Prof. Dr. Goetz Greve als Gastgeber

I

m Marketing wird schon immer von Herausfor-

treter aus den Bereichen Marketing, Sales und IT.

derungen und Wandel gesprochen – diesmal

Es ging darum, eine fundierte Einschätzung der

stimmt es wirklich! Die Digitalisierung verändert

aktuellen Situation zu gewinnen und Ansatzpunkte

radikal die Möglichkeit, Kundenbeziehungen zu ini-

für notwendige Veränderungen herauszuarbeiten.

tiieren und zu intensivieren. Erfolg können hier nur

Die Studie zeigt, dass die Kräfteverteilung der drei

Athleten haben, die nicht nur ihre Einzeldisziplin

Bereiche über alle Unternehmen hinweg differiert,

in Marketing, Sales oder IT beherrschen, sondern

wobei der Anteil der IT tendenziell untergewich-

auch in der Gesamtwertung performen. Vielseitig-

tet ausfällt. In fünf Jahren erwarten die befragten

keit ist gefragt. Daher das Motto des Kongresses

Unternehmensvertreter eine erreichte Gleichbe-

“Marketing in Echtzeit - Erfolgreich im modernen

rechtigung der Bereiche Marketing, Sales und IT.

Dreikampf“.

Eine solche Zusammenarbeit wird teils als (sehr)

Final Keynote: Dr. Karl Pall, Director Google Deutschland

schwierig, teils als zweckmäßig und teils auch als Wissenschaftlich untermauert wurde diese

sehr gut beschrieben. Während der Interviews

Zielsetzung durch eine Studie der HSBA und des

wurden vielfältige Spannungen zwischen den drei

Marketing Clubs, die federführend von den HSBA-

Bereichen deutlich und Sorgen artikuliert.

Professorinnen Dr. Susanne Hensel-Börner und Dr. Inga Schmidt-Ross sowie Dr. Wolfgang Merkle,

Wie erfolgreich der moderne Dreikampf sein

dem Präsidenten des Marketing Club Hamburg,

kann, veranschaulichten die Keynotespeaker des

durchgeführt wurde. Unter Mitwirkung von HSBA-

Vormittags. Sie begeisterten die Zuhörer nicht nur

Studierenden befragten sie 55 Unternehmensver-

durch hohe Fachkompetenz, sondern auch durch

NR.10 | WINTER 2017

39


HSBA CAMPUSLEBEN

persönliche Anekdoten und ehrliche Worte. Ralf

Die bis dahin gesammelten Impulse wurden

Siebert, Geschäftsführender Gesellschafter des

wurden in der anschließenden Podiumsdiskussion,

Kompetenz Center Innovation, stellte Erfolgsge-

die Christian Thunig, Chefredakteur der Absatz-

schichten von fruchtbaren Synergien zwischen

wirtschaft, moderierte, vertieft. Beispielsweise

Produkt- und Marketinginnovationen vor. Andreas

eröffnete Andreas Ernst, Geschäftsführer bei Jung

Friesch, Vorstand Vertrieb von Thermomix, zeigte

von Matt/Next Alster, mit der provokanten These:

auf, wie die Grenzen zwischen Marketing und

„Aus Gremium entsteht selten Premium“; die

Sales im Sinne des Kunden überwundern werden

beiden HSBA-Wissenschaftler Prof. DennisAhrholdt

können und Dr. Sabine Pagel, Analyst Multichannel

und Tobias Knuth zeigten auf humorvolle Weise,

von HSE24, berichtete, wie die Zusammenarbeit

dass sich Visualisierung zur gemeinsamen Sprache

bei Marketing & IT über einen generellen Kultur-

zwischen unterschiedlichen Fachkompetenzen

Change auf eine neue Basis gestellt werden kann,

entwickeln kann.

um echte Mehrwerte für den Kunden auf Dauer generieren zu können.

In der Abschlusskeynote appellierte Dr. Karl Pall, Direktor bei Google Deutschland, die Chance der

Beim Betreten der Gruppenräume der anschließen-

digitalen Transformation in den Unternehmen

den World Café Sessions zeigte sich der ein oder

noch viel mutiger zu nutzen. Er warb für neue

andere Teilnehmer zunächst irritiert, denn dort gab

Denkweisen: Fehler nicht nur zulassen, sondern

es keine Stühle. Schnell wurde aber deutlich, dass

belohnen! Wichtig sei aber bei allem Doing, immer

dieses Arrangement die Mobilität deutlich förderte.

im Sinne des Kunden zu handeln: Customer first!

In kurzer Zeit entwickelte sich ein reger fachlicher

Zum Abschluss gab es zur Musik der großartigen

Austausch über die Stichworte Kollaboration, Fach-

HSBA-Band eine Conference-Party, die von den

wissen, Zeit und MindSet, der in den Netzwerkpau-

Teilnehmern rege zum weiteren Networking ge-

sen fortgesetzt wurde.

nutzt wurde.

Der Nachmittag startete mit einer weiteren Überra-

In der Summe war der Marketing Innovation Day

schung. Yoga-Lehrerin und Bewegungstherapeutin

2017 ein intensiver Tag, der mit einem mutigen

Daniela Drews lud frei nach dem Leitspruch „Der

Veranstaltungsformat alle Teilnehmer aktiv in die

Kopf ist rund, damit er beim Denken die Richtung

Gestaltung einbezog und aus der Komfortzone

ändern kann“, zu ausgewählten Bewegungs- und

herausholte. Und – da waren sich alle Referenten,

Konzentrationsübungen ein. Nach kurzem Zögern

Diskutanten und Organisatoren einig – genau

reckten die meisten Teilnehmer bereitwillig die

das ist absolut notwendig, um künftig zu einem

Arme in die Luft, wobei einige Blusen und Hemden

harmonischen Dreiklang in der Organisation zu

wieder in den Hosenbund steckten.

gelangen.

Den Kopf wieder frei für neue Impulse bekommen: Bewegungseinheit unter der Leitung von YogaLehrerin Daniela Drevs

40

NR.10 | WINTER 2017


Foto: HSBA

CAMPUSLEBEN HSBA

STANFORD DOZENT DR. BURTON LEE ZU GAST

Ein Hauch von Silicon Valley

E

HSBA zu haben. Uns hat es ganz besonders gefreut,

de, wie man das Potenzial unserer Hochschule und

dass Dr. Burton Lee den weiten Weg nach Hamburg

des Wirtschaftsstandorts Hamburg intensiver nutzen

gefunden hatte. Den Koffer voll mit Ideen aus dem

kann. Auch für zwei Besuche bei unseren Partnerun-

Mekka der Innovation und Digitalisierung – dem

ternehmen Friedrich Karl Schroeder GmbH & Co. KG

Silicon Valley! Ermöglicht wurde sein Gastbesuch

und a. hartrodt KG war noch Zeit.

durch die finanzielle Unterstützung des Vereins der

Innovative Veränderungsprozesse sind das Lebens-

Freunde und Förderer der HSBA.

elixier für Unternehmen und für Hochschulen. Mit

Die Hochschule von Dr. Lee spielt in einer anderen

der Gründung des DI-Labs im Juni 2016 hat die HSBA

Liga als die HSBA. Die Stanford University ist für

einen Ort geschaffen, an dem sich Studierende, Pro-

ihre 30 Nobelpreisträger und mehr als 5.000 Unter-

fessoren und unsere Partnerunternehmen gegensei-

nehmensgründungen bekannt. Absolventen von

tig inspirieren und ihre Ideen zum Leben erwecken

Stanford gründeten Tech-Giganten wie Hewlett &

lassen – frei von Hierarchien, Stress oder Angst. Aus

Packard, Google,Yahoo, Cisco Systems, Ebay, Netflix

Sicht von Dr. Lee ist dies genau der richtige Ansatz.

oder LinkedIn – alles Unternehmen, die das Leben

Fabian Wegmann

s ist eine ganz besondere Ehre, einen Dozen-

von Millionen Menschen jeden Tag maßgeblich

ten der renommierten Stanford University

beeinflussen. Mit Dr. Lee fanden an der HSBA zwei

von der Westküste der USA zu Gast an der

spannende Workshops statt, in denen erarbeitet wur-

NR.10 | WINTER 2017

Impulse für Hochschule und Unternehmen von der Stanford University: Gastdozent Dr. Burton Lee (2. von links)

41


HSBA ALUMNI

ALUMNUS ANNE-CHRISTIN KOSCHEIKE

Deutschlands jüngste Werksleiterin Anne-Christin Koscheike hat bis 2011 Business Administration mit dem Schwerpunkt Personalmanagement an der HSBA studiert. Heute leitet sie ein Werk des Arzneitee-Herstellers Kräuterhaus Wild GmbH & Co. KG, die zur Laurens Spethmann Holding gehört. Karin Rose Spaß gemacht. Und deshalb wollte sie nach dem Bachelor-Studium direkt Verantwortung übernehmen. „Ich hatte das große Glück, immer die richtigen Förderer zu haben“, freut sie sich rückblickend. Auch als sie 2014 nach Grettstadt in der Nähe von Schweinfurt ging, um die rechte Hand ihres ehemaligen Chefs zu werden, hat sie nie gedacht: „Ich möchte mal Werksleiterin werden.“ Heute ist die Dreißigjährige Prokuristin der Kräuterhaus Wild GmbH & Co. KG. „Zu spüren, dass einem Vertrauen entgegengebracht wird und man Verantwortung übertragen bekommt, macht einen unheimlich stark“, so Anne-Christin Koscheike. „Das ist ein riesiger Motivator.“ Mit ihrer Position geht sie sehr verantwortungsbewusst und reflektiert um: „Bei Menschen, die nach Macht gieren, geht es irgendwann nur noch um sie selbst. In meiner Position muss ich mir doch immer wieder klarmachen, worum es eigentlich geht, Foto: Laurens Spethmann Holding

nämlich um die Verantwortung für 130 Mitarbei-

A

ter und um den Erfolg des Unternehmens.“ Dass sie mit dieser Grundhaltung so einen Erfolg hat, hängt sicherlich zusammen mit ihrer Art zu führen: „Ich muss in meiner Rolle zuhören können, andere Meinungen akzeptieren und die Erfahrung der Mitarbeiter zu schätzen wissen. Und wenn es trotzdem nicht rund läuft, weil da ein zwischenmenschliches

ls sie zum Interview entspannt und gut

Problem im Raum steht, dann suche ich das direkte,

gelaunt in der HSBA erscheint, schaut sie

offene Gespräch. Das hatte bisher immer Erfolg.“

mit einem nachdenklichen Blick durch die

Der Führungsstil von Anne-Christin Koscheike ist

Räume und meint: „Ich habe richtig gute Erinne-

sehr teamorientiert. Gleichzeitig ist ihr und allen

rungen an meine Studienzeit.“ Dabei hätte eine

Mitarbeitern immer klar, dass sie es ist, die am

Prüfung dem Ganzen fast ein jähes Ende gesetzt.

Ende eines Diskussionsprozesses die wichtigen

Sie war eine ganz normale Studentin, die eher

Entscheidungen fällt. Jeder, der mit ihr zu tun hat,

zurückhaltend in Erscheinung trat. Und ausgerech-

spürt, dass sie dabei authentisch und echt ist. „Ich

net in „Finance“ musste sie die Prüfung zweimal

mag kein Künsteln und keine Überheblichkeit und

wiederholen. „Heute führe ich unser Werk auch von

ich denke, die Leute merken, dass ich ihnen nichts

den Finanzen her und kenne dafür die richtigen

vorspiele.“ Fragte man ihren Vater, ob sie sich durch

Stellschrauben“, so Anne-Christin Koscheike.

ihre Position als Werksleiterin verändert hat, würde

Während des Studiums hatte sie kein konkretes

er sagen: „Anne-Christin ist schnell erwachsen ge-

Karriereziel, sie wusste nur: „Ich bin ein praktischer

worden und hat enorm an Stärke gewonnen. Aber

Typ.“ Deshalb hat ihr das duale Studium auch so

bei all dem ist sie sich doch immer treu geblieben.“

42 NR.10 | WINTER 2017


ALUMNI HSBA

ALUMNI-VORSTAND SVENJA KÖSTER

Von Manni, der Maus zum strategischen Einkauf Foto: Fredrika Hoffmann

Svenja Köster ist die neue Vorstandsvorsitzende der HSBA Alumni-Association und die Frau, die als Strategische Einkäuferin für die Umsetzung des neuen Filialkonzeptes der Haspa verantwortlich ist. Sie ist die Macherin hinter der Filiale auf dem Titelbild dieser Ausgabe. Karin Rose

VITA Von 2004 – 2007 studierte Svenja Köster den dualen Bachelor-Studiengang Business Administration. Darauf folgte drei Jahre später von 2010 – 2012 der MBA Honourable Leadership an der HSBA. Als Studentin hieß sie noch Svenja Völkel. Bei der Hamburger Sparkasse war sie von 2006 – 2010 im Marketing für das Kindermarketing mit „Manni, der Maus“ und bei der Entwicklung neuer Vertriebsstrukturen tätig.

Seit 2014 ist sie Strategische Einkäuferin der Haspa. In dieser Funktion kümmert sie sich um Großprojekte wie die „Filiale der Zukunft“.

D

ie Haspa-Filiale der Zukunft strahlt Wohn-

Jahren stehen möchte, antwortet sie spontan: „an

zimmeratmosphäre aus. Die Grundidee

der Spitze – der Einkaufsleitung.“

dahinter: Der Kunde soll sich wie zu Hause

fühlen. Es geht dort nicht nur lässig zu, die neuen

Den Studierenden der HSBA rät sie, sich Zeit für

Filialen sind auch Treffpunkt für die Menschen

Freundschaften zu nehmen, denn die halten dann

aus dem Stadtteil. Sie können dort ihre Einkäufe

lange über das Studium hinaus. „Nehmt alles mit!“.

deponieren, in Themenwelten regionale Produkte

Und damit meint sie auch das Fachliche, denn

kennenlernen und an Möbeln, die von Tischlern aus

Kenntnisse vom Prisoner’s Dilemma, Tit-for-Tat-

dem Stadtteil gefertigt wurden, Latte Macchiato

und über Harvards-Strategien sowie Behavioral

trinken.

Economics allgemein, eine Disziplin, die sich mit menschlichen Verhalten in wirtschaftlichen

Jede Haspa-Filiale wird zukünftig anders ausse-

Situationen beschäftigt, helfen ihr als strategische

hen. Nachdem Svenja Köster die letzte Lampe

Einkäuferin heute sehr.

eingekauft hatte und die letzte Abnahme eines Handwerkers vollzogen worden war, war der große

Ihre Überzeugung, dass man keine Angst haben

Tag da – die Filiale der Zukunft in Niendorf wurde

sollte, groß zu denken, zeigt sich auch bei ihrem

eröffnet.

Engagement als Vorsitzende der Alumni Asscociation. Sie möchte mit den HSBA Alumni in Design-

Nun soll das Konzept auf alle Haspa-Filialen übertra-

Thinking-Workshops neue Ideen generieren, ein

gen werden. An dem Roll-out dafür arbeitet Svenja

neues Leitbild entwickeln und die Alumni Associa-

Köster mit Hochdruck. Sie teilt die Gewerke an den

tion zum wertvollen Netzwerkpartner entwickeln.

Baustellen im 15-Minutentakt ein und sorgt dafür,

Außerdem strebt sie an, dass sich irgendwann

dass die richtigen Handwerker mit dem richtigen

alle in der Alumni Assocication duzen. Das würde

Material zur richtigen Zeit am richtigen Ort arbei-

bedeuten, dass die Mitglieder der HSBA Alumni

ten. „Bauen nach Lean“ nennt Svenja Köster das, die

Association zum Beispiel zum Vorstandsvorsitzen-

dabei eine Vorgabe immer vor Augen hat: „Maximal

den der Otto Group „Alexander“ sagen würden,

sieben Tage darf eine leichte Filiale beim Umbau

denn auch Alexander Birken ist Mitglied der HSBA-

geschlossen werden.“ Ein ehrgeiziges Ziel, das zu

Alumnivereinigung.

Svenja Köster passt. Auf die Frage, wo sie in fünf

NR.10 | WINTER 2017

43


HSBA HAMBURG

HA MB UR G MO DE MA DE IN

Typisch isch sich Hamburg n d Hamburgerinne

un haDass Hamburger in Geheimnis. Wir ke t is , en tz pu us gern hera ut fit ass das richtige O nl A n de je r fü rn ben ge Sport Business Meeting, ob al eg , nk ra ch S im Freundin. Wir maen st be r de t ei hz t oder die Hoc und das ist auch gu e, od M s au el vi s chen un en, wo ls und Stores zeig be La n de en lg fo ie so! D -Style“ Mode im „Hamburg lte äh ew sg au an m , lässige Lieblingsue ne s da r nu h ac oder einf nn. stück finden ka bern! Viel Spaß beim Stö el Liv-Malin Hentsch

MAISON SUNEV

Modedesign aus Hamburg von Katharina Czemper

DERBE

Für Nordlichter Namensgeber für das Hamburger Modelabel „Derbe“ ist die Hip-Hop-Band „Fünf Sterne Deluxe“, die bei einem Interview 2001 das D-Wort inflationär

Lässiger geht es nicht! Die Hamburger Mode-

verwendeten. „Es verbindet die coole Seite

designerin Katharina Czemper entwirft und ver-

der Stadt mit dem Charme der steifen Brise“,

kauft in ihrem wunderschönen Laden „Maison

so der Label-Begründer Thomas Köhlert. Mit

Suneve“ auf St. Pauli ihre eigene Modekollek-

Derbe-Klamotten fühlt sich jedes Nordlicht

tion. Sie ist eine wahrhafte Allrounderin, denn

lässig gekleidet – auch und gerade bei Niesel-

als Ein-Frau-Unternehmen macht sie alles

regen, Platzregen oder Weltuntergangsstim-

selbst! Vom Einkauf der Stoffe bis zum

mung. Derbe hat mittlerweile liebgewonnene

Marketing und Verkauf.

Friesennerz-Modelle wie „Travel Friese“ und im femininen Style den „Steife Brise Friese“

Katharina Czempers Modedesign begeistert

im Sortiment. Geliebte Regenmäntel, die

sowohl jüngere als auch ältere Kundinnen.

inzwischen zum Kult(ur)gut in der Hansestadt

Die meisten jüngeren kaufen die Highfashion

geworden sind.

Styles wie Bomberjacken aus afrikanischen

Ein Muss für jedes Nordlicht!

Stoffen. Die individuellen Passformen und hochwertigen Materialien wissen alle Kundin-

www.derbe-hamburg.de

nen sehr zu schätzen, daher geben sie auch gern etwas mehr aus für ein Schmuckstück aus der Kollektion. www.maison-suneve.com 44

NR.8 | WINTER 2017


KLEIDEREI

Neverending Kleiderschrank

CARL FEDDERSEN SEA SHOP

Klassisch gut

Seit fast 100 Jahren betreiben die Feddersens den Familienbetrieb „Sea Shop“ in der Deichstraße in Hamburg nahe des Binnenhafens

einem Abend in Hamburg, Die Idee der „Kleiderei“ entstand an Fendel und Thekla Wilkening bei dem die zwei Studentinnen Pola Leihen von Kleidung aussehen sich ausmalten, wie ein Modell zum Die Idee: Zu einem monatlichen müsste, damit es sich durchsetzt. rere Kleidungsstücke in dem Fixbetrag können sich Kundinnen meh ats zurückbringen und wieder Laden ausleihen, zum Ende des Mon wenig erfolgreichen Versuneue Teile ausleihen. Nach einigen teten sie schließlich 2014 eine chen, das Konzept zu realisieren, star Online-Plattform zu gründen. Crowdfunding-Kampagne, um eine melden sich bundesweit bei der Dieses Mal mit Erfolg! Viele Nutzer hfrage online bedienen zu Modeplattform an. Um die große Nac kleinen Laden in Hamburg können, haben die Freundinnen ihren „Stil hast du, Kleider leihst du.“ mittlerweile geschlossen. Ihr Motto dem Herzen gesprochen! Also hat also vielen Modebegeisterten aus weiter stöbern. www.kleiderei.com

am Baumwall. Hier kann man sich perfekt im typischen Hamburger Marine-Style einkleiden, vom Halstuch bis zum Troyer aus reiner Schurwolle. Aber auch ausgefallenere Mode wie das belgische Matrosenhemd oder der englische Duffelcoat liegen wieder voll im Trend. www.firmafeddersen.de

BIDGES & SONS

St. Pauli Mode-Label Die beiden Brüder Markus (Marketingmanager) und Andreas (Illustrator) haben sich 2013 selbstständig gemacht und das Modelabel „Bidges & Sons“ gegründet. Ihre Hoodies, Shirts und Sweater mit St. Pauli-Motiven sind gleich auf große Gegenliebe in der Hansestadt und über ihre Grenzen hinaus gestoßen. Alle Produkte werden ausschließlich unter fairen Bedingungen produziert. Seit Kurzem gibt es sogar einen Popup-Store in der Schanze, Bartelsstraße 1. Vorbeischauen lohnt sich! www.bidges-sons.com

NR.10 | WINTER 2017

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H S B A H A M B U R G S C H O O L O F B U S I N E S S A D M I N I S T R AT I O N INFORMATIONEN

BACHELORPROGRAMME

B.Sc. Business Administration

B.Sc. Business Informatics

B.Sc. Logistics Management

Studieninhalte

Betriebswirtschaft, (u.a. Finanzierung, Personal, Marketing, Controlling), Methoden (Recht, Quantitative Methoden u.a.)

Betriebswirtschaft und IT (Programmierung, Datenbanksysteme, Software Engineering, Geschäftsprozessmodellierung), Projektmanagement

Betriebswirtschaft sowie Methoden und Themen der Logistikbranche (Transportplanung, Transportrecht, Supply Chain Management, Lagerlogistik u.a.)

Form

Duales Studium: Theorie an der HSBA (20 Wochen p.a.), Praxis im Unternehmen (32 Wochen p.a.)

Duales Studium: Theorie an der HSBA (20 Wochen p.a.), Praxis im Unternehmen (32 Wochen p.a.)

Duales Studium: Theorie an der HSBA (20 Wochen p.a.), Praxis im Unternehmen (32 Wochen p.a.)

Zielgruppe

Motivierte und leistungsfähige Abiturienten

Abiturienten mit analytischen Fähigkeiten sowie Interesse an BWL und IT

Motivierte und leistungsfähige Abiturienten

Sprache

Deutsch/Englisch oder Englisch

Deutsch/Englisch

Englisch

Studiendauer

3 Jahre

3 Jahre

3 Jahre

Studienbeginn

1. Oktober

1. Oktober

1. Oktober

Studiengebühren

630 Euro pro Monat

630 Euro pro Monat

630 Euro pro Monat

Abschluss

Bachelor of Science (180 ECTS)

Bachelor of Science (180 ECTS)

Bachelor of Science (180 ECTS)

Akkreditierung

FIBAA

FIBAA

FIBAA

Kooperationspartner

Unternehmen aller Branchen

Unternehmen aller Branchen

Unternehmen der Logistikbranche sowie Unternehmen mit großen Logistikabteilungen

Besonderheiten

Vielfältige Branchen-Schwerpunkte: Wirtschaftsprüfung, Banking, International Business Administration, E-Commerce etc.

Über die Wahlfächer Spezialisierung in Wirtschaftsinformatik oder in BWL möglich

Ca. 30 % des BWL-Studiums sind logistikspezifische Inhalte

MASTERPROGRAMME

M.Sc. Business Development

M.Sc. Digital Transformation & Sustainability

M.Sc. Finance

M.Sc. Global Management & Governance

Studieninhalte

Business Development & Innovation, Data Analytics & Statistics, Digital Economics, Intra-/Entrepreneurship, Econometrics, Product and Project Management, Corporate Finance, Sustainable Innovation & Compliance, International Markets; Digital Toolbox, Case Studies, Research

Effekte der Digitalisierung, Systemisches Denken, Datenbasiertes Entscheiden, Agiles Projektmanagement, Werte & Verhalten, Mensch & Maschine, Algorithmen & Intelligenz, Nachhaltiges Wirtschaften, Customer Journey, Unternehmens- und Forschungsprojekte, Digital Toolbox

Corporate Finance, Investments, Computational Finance, Digital Economics, Entrepreneurial Finance, Mergers & Acquisitions, Data Analystics & Statistics, Econometrics, Financial Engineering, International Markets, Sustainable Innovation & Compliance, Digital Toolbox

Marketing & Sales, Accounting & Controlling, Economics, Leadership, HR & Organisation, Operations, Finance, Business Intelligence & Analytics, Systems Thinking & Dynamics

Form

Berufsbegleitend, Präsenzzeiten an verlängerten Wochenenden und in einigen Vollzeitwochen

Berufsbegleitend, 11 Wochen pro Semester mit zwei Präsenztagen und zwei Vollzeitwochen pro Studienjahr

Berufsbegleitend, Präsenzzeiten an verlängerten Wochenenden und in einigen Vollzeitwochen

Berufsbegleitend an verlängerten Wochenenden und in Vollzeitwochen

Zielgruppe

Absolventen aus BWL-Bachelor-Studiengängen mit besonderem Interesse an Geschäftsfeldentwicklung

Absolventen aus BWL-Bachelor-Studiengängen mit besonderem Interesse an Projektlernen und an Inhalten zu Digitalisierung und nachhaltiger Entwicklung

Ambitionierte Absolventen wirtschaftswissenschaftlicher Bachelor-Studiengänge, die sich für anspruchsvolle Tätigkeiten im Finanzbereich qualifizieren wollen.

Berufseinsteiger mit einem ersten wirtschaftswissenschaftlichen Hochschulabschluss mit besonderem Interesse an Internationalität, Wirtschaftsethik und Governance

Sprache

Englisch

Deutsch, Englisch

Englisch

Englisch

Studiendauer

2,5 Jahre

2,5 Jahre

2,5 Jahre

2,5 Jahre

Studienbeginn

1. April

1. April

1. April

1. Oktober

Studiengebühren * 10 Prozent Rabatt für Partnerunternehmen

750 Euro pro Monat*

950 Euro pro Monat*

750 Euro pro Monat*

750 Euro pro Monat*

Abschluss

Master of Science, (M.Sc.), 120 ECTS

Master of Science, (M.Sc.), 120 ECTS

Master of Science, (M.Sc.), 120 ECTS

Master of Science, (M.Sc.), 120 ECTS

Akkreditierung

Im FIBAA-Akkreditierungsprozess

Im FIBAA-Akkreditierungsprozess

Im FIBAA-Akkreditierungsprozess

FIBAA Premium

Besonderheiten

Mentoring durch HSBA Alumni und Lehrende, Job & Master-Vermittlung

Konsequente Kompetenzorientierung, Projektlernen als Lehrphilosophie, UNGlobal-Goals als Leitbild

Mentoring durch HSBA Alumni und Lehrende, Job & Master-Vermittlung

Schirmherrschaft und Mentoringprogramm durch die Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg e.V., Job & Master-Vermittlung

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NR.10 | WINTER 2017


B.Sc. Maritime Management

B.Sc. Media Management & Communication

B.A. Versicherungsmanagement

Betriebswirtschaft sowie Methoden und Themen der maritimen Wirtschaft (maritimes Recht, Schiffsfinanzierung, technisches und finanzielles Schiffsmanagement u.a.)

Betriebswirtschaft sowie Methoden und Themen der Medienwirtschaft (Medientechnik, Online, Media Planung u.a.)

Versicherungsmanagement, Risikomanagement, Versicherungsmathematik, Versicherungsrecht, Makler- und Vermittlerbetriebe etc.

Duales Studium: Theorie an der HSBA (20 Wochen p.a.), Praxis im Unternehmen (32 Wochen p.a.)

Duales Studium: Theorie an der HSBA (20 Wochen p.a.), Praxis im Unternehmen (32 Wochen p.a.)

Berufsbegleitendes Studium: Freitagnachmittag und samstags plus einer Blockwoche je Semester

Motivierte und leistungsfähige Abiturienten

Motivierte und leistungsfähige Abiturienten

Kaufleute für Versicherungen und Finanzen plus Weiterbildung zu Versicherungsfachwirten für Versicherung und Finanzen

Englisch

Deutsch/Englisch

Deutsch

3 Jahre

3 Jahre

27 Monate

1. Oktober

1. Oktober

1. April

630 Euro pro Monat

630 Euro pro Monat

425 Euro pro Monat

Bachelor of Science (180 ECTS)

Bachelor of Science (180 ECTS)

Bachelor of Arts (180 ECTS)

FIBAA

FIBAA

Im FIBAA-Akkreditierungsprozess

In der Regel Unternehmen der maritimen Wirtschaft

Unternehmen der Medienbranche sowie Unternehmen mit großen Marketingabteilungen

Unternehmen der Versicherungs- und Finanzbranche

Ca. 30 % des BWL-Studiums sind schifffahrtsspezifische Inhalte

Ca. 30 % des BWL-Studiums sind medienspezifische Inhalte

Über 50 % versicherungsspezifische Inhalte, baut auf den Versicherungsfachwirt auf.

M.Sc. Real Estate & Leadership

MBA Corporate Management

MBA Shipping

Executive MBA

Real Estate Markets, Economics & Business Administration, Tax & Law, Planning & Design, Building Materials & Construction, Project Management, Project I+II, Project Development, Sustainability, Building Physics & Technical Systems

General Management, Schwerpunkte: Digital Marketing & E-Business, Financial Markets & Risk Management, Strategic Management

Business Development, General Management, Maritime Economics & Maritime Policy, Logistics & Networks, Ship Management, International Management, Maritime Law & Insurance

Leadership, Decision Making and Economic Behaviour, International Management, Ethics, Corporate Governance, Corporate Responsibility and Communication, Financial Management, Entrepreneurship

In Vollzeit oder Teilzeit, Präsenzzeiten an verlängerten Wochenenden und in Vollzeitwochen

Berufsbegleitend an Wochenenden (Freitag und Samstag) und in Vollzeitwochen

Berufsbegleitend, part-time: 6 Vollzeitwochen pro Jahr, Fast Track: 12 Vollzeitwochen pro Jahr

In Vollzeit sowie Teilzeit an verlängerten Wochenenden und in einigen Vollzeitwochen

Absolventen aus Ingenieur-, Architektur- und BWL-Bachelor-Studiengängen mit mindestens einem Jahr praktischer Erfahrung

Absolventen aus allen Fachdisziplinen mit mindestens zwei Jahren qualifizierter Berufspraxis nach dem ersten Hochschulabschluss

Managementerfahrene Professionals mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung (Zulassungsprüfung für Kandidaten ohne ersten Studienabschluss möglich)

Managementerfahrene Professionals mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung (Zulassungsprüfung für Kandidaten ohne ersten Studienabschluss möglich)

Englisch

Englisch

Englisch

Englisch

Vollzeit: 2 Jahre, Teilzeit: 2,5 Jahre

2 Jahre

2 Jahre im Regular Track und 1 Jahr im Fast Track

1,5 Jahre Vollzeit, 2 Jahre Teilzeit

1. Oktober

1. Oktober

1. Oktober

1. Oktober

750 Euro pro Monat*

950 Euro pro Monat*

825 Euro pro Monat* (Preis gilt für Teilzeitvariante)

1.250 Euro pro Monat* (Preis gilt für Teilzeitvariante)

Master of Science, (M.Sc.), 120 ECTS

Master of Business Administration (MBA), 90 ECTS

Master of Business Administration (MBA), 60 ECTS

Master of Business Administration (EMBA), 90 ECTS

FIBAA

FIBAA

FIBAA

FIBAA Premium

Unterstützung durch die Real Estate & Leadership Foundation, ausgerichtet auf Ingenieure, Architekten und Betriebswirte, Job & MasterVermittlung

Spezialisierungsmöglichkeiten in Digital Marketing & E-Business, Financial Markets & Risk Management, Strategic Management, Job & Master-Vermittlung

Unterstützt durch VDR und VHSS, vier der zwölf Veranstaltungswochen finden im Ausland statt (Piräus, London, Dubai) , Mentoring durch Verband Deutscher Reeder (VDR)

Schirmherrschaft und Mentoringprogramm durch die Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg e.V., Job & Master-Vermittlung

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Neue Master-Studiengänge an der HSBA: M.Sc. Business Development M.Sc. Digital Transformation & Sustainability M.Sc. Finance www.hsba.de/studium

HSBA Magazin Winter 2017  
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