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Kapitel XVIII Bauakustik

Grundproblem

SS 2003


Kapitel XVIII Bauakustik

SS 2003

Schalldamm-MaĂ&#x;

P ein

P ein R = 10 lg Pdurch

P durch


Kapitel XVIII Bauakustik

SS 2003

Massengesetz „

Berger´sches Massengesetz

ω m´´ R ≈ 20 lg dB 2 ρ0c

Pein

Pdurch

mit m´´ = flächenbezogene Masse des Bauteils

• Anstieg der Schalldämmung mit 6 dB je Frequenzverdopplung (Oktave)

• Anstieg der Schalldämmung mit 6 dB je Verdopplung der flächenbezogenen Masse


Kapitel XVIII Bauakustik

SS 2003

Massekurven

dB

Luftschalldämm-Maß

40

2

0k 0 1 ´= ´ m

g/m

2

g/m k 30

2

g/m k 10

30 20

3

2

/m kg

1

2

/m kg

10 0 50

500 Frequenz

Hz

5000


Kapitel XVIII Bauakustik

SS 2003

Koinzidenzeffekt Biegewellenlänge auf Platte = projizierte Luftschallwellenlänge

λ0

c0 θ λB

cB

m´´ cB = ω ⋅ Bd c2 m´´ fc = ⋅ 2π Bd B = Biegesteife d = Plattendicke

• fc = 50 Hz - 200 Hz einschalige massive Bauteile mit d > 10cm • fc = 1 kHz - 3 kHz dünne Platten (z.B. Leichtbauplatten)


Kapitel XVIII Bauakustik

SS 2003

Koinzidenz für diskrete Einfallswinkel

dB

Luftschalldämm-Maß

40 30 20 10 0 100

1000 Frequenz

fc

Hz

10000


Kapitel XVIII Bauakustik

SS 2003

Koinzidenz für diffusen Schalleinfall

dB

Luftschalldämm-Maß

40 30

Plateaubildung Plateaubildung

20 10 0 100

1000 Frequenz

fc

Hz

• Mittelung über alle Schalleinfallsrichtungen

10000


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SS 2003

Koinzidenzgrenzfrequenz f端r verschiedene Materialien Material

Dicke (in cm)

fc (in Hz)

Glas

0,4

2450

Hartfaserplatten

0,9

4000

Gips

8

370

Vollziegel

12

180

Schwerbeton

24

65


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Schalldämmung zweischaliger Bauteile d Doppelwand Doppelwand

n ^ = m´

m

m

1 f0 = 2π

2 3400 ≈ m⋅n m´´⋅d

weichfedernde weichfederndeZwischenschicht Zwischenschicht (Luft, Mineralwollplatte, (Luft, Mineralwollplatte,o.ä.) o.ä.)

• f < f0 Massengesetz, Anstieg mit 6 dB / Oktave • f ≈ f0 Einbruch in der Schalldämmung • f > f0 Anstieg mit 18 dB / Oktave (System 3. Ordnung), erhebliche Verbesserung der Schalldämmung


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Schalld채mmung zweischaliger Bauteile

Berechnete Schalld채mmung einer Doppelwand f체r senkrechten Schalleinfall

SS 2003


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SS 2003

Prinzipielle Messmethode Für diffuse Schallfelder gilt:

Pein

Pdurch

LE

LS

A

P ein R = 10 lg Pdurch

S R = LS − LE + 10 lg A mit

A = 0,16 Messmethode gilt streng nur für diffuses Schallfeld

A

V T

S = Bauteilfläche


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Trittschallanregung „

Normtrittschallhammerwerk Technische Ersatzquelle

• gute Reproduzierbarkeit • vergleichbare Daten • aber ... teilweise schlechte Korrelation mit natürlicher Anregung

• Norm-Trittschallpegel

LE

A

A Ln = LE + 10 lg A0 mit A0 = 10m

2


Kapitel XVIII Bauakustik

SS 2003

Trittschallanregung Prinzipielle Kurvenverläufe dB 70

Norm-Trittschallpegel

Â&#x201E;

Massivdecke Massivdecke Trittschallverbesserung durch eine weiche Deckenauflage

60 50 40

Massivdecke Massivdeckemit mit schwimmendem Estrich schwimmendem Estrich

30

Massivdecke Massivdecke mit weicher mit weicherAuflage Auflage

Hz Frequenz


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Bewertete Schalldämmung nach ISO 717 „

Teil 1 Luftschall

„

Teil 2 Trittschall

dB

verschobene verschobene Bezugskurve Bezugskurve

Bezugskurve Bezugskurve

Rw = 81dB

Bezugskurve Bezugskurve

verschobene verschobene Bezugskurve Bezugskurve

Ln,w = 41 dB


Kapitel XVIII Bauakustik

SS 2003

Einzahlkennwert nach ISO 717 Vorgehensweise „

Ermittlung der Schalldämm-Werte nach ISO 140 zwischen 100 Hz und 3150 Hz auf 0,1 dB genau

„

Verschieben der Bezugskurve in ganzen dB-Schritten bis die Summe der ungünstigen Abweichungen so groß wie möglich, jedoch nicht mehr als 32 dB beträgt

„

Wert der verschobenen Bezugskurve bei 500 Hz ist das bewertete Schalldämm-Maß Rw in dB oder der bewertete Norm-Trittschallpegel Ln,w in dB o.ä.


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