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Frühling im Headhunting | Interview mit Experteer Schweiz Geschäftsführer Tobias Mengis   

buckmannbloggt. Der Blog von Jörg Buckmann rund um frische Personalgewinnung im öffentlichen Verkehr, in der  Schweiz und überhaupt.     

 

Experteer: Frühling im Headhunting.  Headhunting war über Jahrzehnte quasi die Königsdisziplin im kapitalistischen Arbeitsmarkt (und  vielleicht einiger Stämme im Urwald Borneos ‐ oder so). Die Besten suchten die Besten. Für viel Geld.  So gesehen weist eine Plattform, die diesen Bereich aufmischt und für gleich lange Spiesse im Kampf  um Talente sorgt, ja fast schon kommunistische Züge auf. Aber natürlich nur fast. Experteer heisst  die Plattform, die natürlich auch gutes Geld verdienen will, aber doch den Recruiting Markt in der  Schweiz aufmischt und Firmen selber zu Headhuntern macht. Und umgekehrt Stellensuchenden den  Markt der Headhunter zugänglich macht.             

Dass ein Unternehmen, das antritt, den Headhuntingmarkt neu zu definieren, auch eine Blogger  Friendly Company ist, liegt auf der Hand. Beides ist relativ neu, frisch und demokratisch. Grund genug  für mich, hinter die Kulissen von experteer.ch zu schauen und mit Tobias Mengis, Geschäftsführer  von Experteer Schweiz, einen kleinen Ausflug durch Zürich zu machen. Wir nehmen das Tram 5 und  fahren von der “Laubegg” ins “Kunsthaus”. Es ist Dienstag, ein schöner Vorfrühlingstag im März. 

Unterwegs mit Tobias Mengis in Zürich  Jörg Buckmann: Wir beginnen unsere kleine Stadtfahrt   an der Haltestelle Laubegg. Hier startet der Fünfer der VBZ.   Tobias, noch nicht so lange her, da bist Du mit einer handverlesenen   Schweizer Experten‐Crew mit Experteer in der Schweiz gestartet.   Wie ist es, quasi ein Startup zu leiten? 

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Frühling im Headhunting | Interview mit Experteer Schweiz Geschäftsführer Tobias Mengis   

Tobias Mengis,  Country  Manager  Experteer  Schweiz: “Es  war zu Beginn schon nicht so  einfach. Einerseits traute man  uns  nicht  so  viel    zu,  um  es  mal  nett  auszudrücken.  Wir  wurden  belächelt.  Andererseits  spürte  ich  bei  meinen  Mitarbeitenden und bei mir selber unglaublich viel Power und  Lust,  etwas  zu  bewegen.  Auch  von  unserem  deutschen  Stammhaus  in  München  spürten  wir  ganz  viel  Rückenwind.  Das hat uns getragen  

und auch über einige Durststrecken hinausgetragen. In der HR‐Welt etwas zu bewegen, braucht viel  Energie. Macht aber auch Spass. Es hat ungemein motiviert zu beweisen, dass man mit einem guten  Produkt  und  einem  klasse  Team  viel  bewegen  kann.  Belächelt  werden  wir  nun  nach  2  Jahren  jedenfalls  nicht  mehr.  Der  Vorteil  ist,  dass  wir  den  Unternehmen  im  Kadersegment  etwas  bieten  können, was kein anderer Player in der Schweiz kann. In unserem Segment gehören die Post‐and‐Pray  Zeiten  der  Vergangenheit  an.  Man  benötigt  Direct‐Seach  und  Internationalität  und  da  haben  wir  definitiv  am  meisten  unter  der  Haube.  Heute  gehören  wir  mit  195.000  registrierten  Schweizer  Stellensuchenden  und  über  1.200  Schweizer  Headhuntern  zu  den  etablierten  Dienstleistern  am  Schweizer Arbeitsmarkt.”  Tobias,  einem  Experten  wird  per  Definition  ein  überdurchschnittliches  Wissen  in  einem  Fachgebiet  zugebilligt. In welchem Bereich verfügt Experteer über aussergewöhnliche Kenntnisse?  Tobias  Mengis:“Wir  sind  darauf  spezialisiert,  Projektleitende,  Fachspezialisten  und  Führungskräfte  mit  Headhuntern  und  Unternehmen  zusammen  zu  bringen.  Wir  wollen  ganz  bewusst  nicht  alles  machen,  sondern  beschränken  unsere  Expertise  auf  hochspezialisierte  Fachkräfte  und  Managementpositionen. Die Abrenzung machen wir an verschiedenen Kriterien fest, unter anderem  auch am Lohn: wir beschränken uns auf Funktionen ab 120’000 Franken.”  Funktionen ab 120’000 Franken, dazu der Claim “Sie verdienen mehr” als Statement im Markenlogo.  “Mehr  Netto  vom  Brutto”  oder  “Arbeit  muss  sich  wieder  lohnen”,  heisst  es  in  Euren  Werbespots.  Tobias, ihr seid eine elitäre Vermittlungsplattform für die Mehrbesseren!  Tobias  Menigs:“Nein,  sicher  nicht.  Aber  in  der  Tat  ist  unsere  Plattform  nicht  für  alle  gedacht.  Wir  spezialisieren uns nun einmal auf jene Funktionen, bei welchen ein pro‐aktives Headhunting ins Spiel  kommt.  Ich  nenne  es  aber  viel  lieber  Active  Sourcing,  also  das  direkte,  pro‐aktive  Ansprechen  interessanter  Kandidatinnen  und  Kandidaten  durch  Headhunter  und  immer  mehr  auch  direkt  von  Unternehmen.  Auf  unserer  Plattform  können  sich  mehr  oder  weniger  aktiv  Stellensuchende  von  Headhuntern  und  von  Firmen  direkt  anspechen  lassen.  Was  uns  einzigartig  macht,  ist  die  Umkehr  dieser  ja  an  sich  nicht  neuen  Dienstleistung:  bei  experteer.ch  können  umgekehrt  auch  die  Stellensuchenden  direkt  auf  die  Headhunter  zugehen  und  Interesse  an  deren  freien  Positionen  anmelden.  Wir  öffnen  also  sozusagen  den  Stellenmarkt  der  Headhunter  für  unseren  registrierten  Nutzer.”  Wir  sind  hier  an  der  Haltestelle  Waffenplatzstrasse.  Das  gibt  mir  die  Möglichkeit, Dich zu fragen: Wie hart ist denn die Konkurrenz in der Schweiz?  Ich denke da insbesondere an die Businessnetzwerke Xing und Linkedin. Oder  auch  an  die  Headhunter.  Für  Letztere  seid  ihr  ja  gewissermassen  Lieferant  spannender Kandidaten und Konkurrent zugleich, oder?    Tobias  Mengis:“Wir  verstehen  uns  nicht  wirklich  als  Konkurrenz  zu  den  etablierten  Business‐ Netzwerken, die Du erwähnt hast. Xing und Linkedin sind ja eher offene, transparente Netzwerke. Die  Vernetzung mit ehemaligen und aktuellen (Arbeits‐) Kollegen steht im Vordergrund. Ausserdem kann  man  sich  dort  über  Firmen  und  deren  Vakanzen  informieren  lassen.  Vieles  funktioniert  als ”Push‐

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Frühling im Headhunting | Interview mit Experteer Schweiz Geschäftsführer Tobias Mengis    Prinzip”.  Experteer  hingegen  ist  ein  stärker  auf  neue  berufliche  Herausforderungen  fokussiertes  Netzwerk. Hier suchen die Teilnehmer gezielt nach einer neuen Stelle, darum sind wir im Vergleich zu  Xing oder Linkedin weniger offen, wir setzen auf Diskretion. Bei uns definieren die Kandidaten, wem  gegenüber sie wieviel ihres Profils preisgeben können. So kann zum Beispiel klar definiert werden, ob  das eigene Profil für Recruiter von Firmen und für Headhunter einsehbar sein soll oder zum Beispiel  nur  für  Headhunter.  Ausserdem  setzen  wir  wie  vorhin  erwähnt  auf  die  Zielgruppe  Kader  und  Spezialisten.”  Und wie reagieren die Headhunter? Graben diese – um es im Jargon der Haltestelle zu sagen – das  Kriegsbeil aus oder sehen Sie Euch doch eher als nützlichen Partner?  Tobias  Mengis:  “Sicher  als  Partner.  Natürlich  basiert  unser  Geschäftsmodell  darauf,  die  Direktansprache, also wenn Du so willst das Headhunting, für Firmen einfacher und zugänglicher zu  machen.  Der  Bedarf  ist  da. Aber  seriöse  Headhunter,  die  Experteer  nutzen  (wir  schalten  jede  Registrierungsanfrage nach einer ausführlichen Prüfung manuell frei), bieten mehr Dienstleistung als  die  einfache  Weiterleitung  von  Kandidatenprofilen.  Dort  werden  eine  Vielzahl  von  Dienstleistungen  inkludiert,  der  Research  ist  oft  nur  ein  kleiner  Part  in  der  Dienstleistungskette.   Zudem  haben  Headhunter  bei Experteer einen anderen Zugang als Unternehmen, da der Kandidat entscheidet für  wen er sichtbar sein möchte. Die Headhunter‐Datenbank bei Experteer ist daher noch umfangreicher  als die für Unternehmen.”  Der Fehler! Hyperlink‐Referenz ungültig.ist gerade bei schönem Wetter einer  der imposantesten Plätze Zürichs. Man muss sich nur umdrehen und sieht  den See, die Berge und die weltberühmte Bahnhofstrasse. Arnold Bürkli,  Namensgeber und Alt‐Stadtbaumeister, war ein Visionär. Von 1882 bis 1887  wurde unter seiner Leitung entlang dem Seeufer Land aufgeschüttet und eine  durchgehende Uferpromenade mit Alleen, Wiesen und Parks errichtet.  Tobias, für welche Vision steht Experteer ein?     

Tobias Mengis:“Schön dass du Arnold Bürkli erwähnst, er  verkörpert die Experteer‐Idee der Internationalität  sehr gut.    Wusstest du dass er vor seinen prägenden Arbeiten in Zürich    längere Zeit im Ausland verbrachte um Erfahrungen zu  sammeln? Er schätzte als Fachspezialist schon damals den    internationalen Arbeitsmarkt und als Trinkwasserexperte    wurde er nicht nur in anderen Kantonen nachgefragt er war  auch unter anderem in Italien beratend tätig. Darum passt    unsere Vision perfekt zum Bürkliplatz:     Experteer ist der Karrieredienst für die besten Köpfe der Schweiz. Wir sind die Nummer 1 im  Kadersegment und unverzichtbarer Partner im internationalen War for Talents.   Ich denke, die demographische Entwicklung und der damit verbundene Fachkräftemangel spielen uns  mit  unserer  Dienstleistung  in  die  Hände.  Die  grenzüberschreitende  Personalsuche  wird  tendenziell  wichtiger  –  mit  über  4  Millionem  Profilen  aus  allen  wichtigen  Ländern  Europas  sind  wir  gut  aufgestellt.  Und  in  der  HR‐Welt  nimmt  die  der  Bedarf  bzw  die  Bereitschaft,  selber  aktiv  Führungskräfte  und  Fachspezialistinnen  anzusprechen,  immer  weiter  zu.  Da  wird  man  künftig  um  Experteer nicht herumkommen.” 

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Frühling im Headhunting | Interview mit Experteer Schweiz Geschäftsführer Tobias Mengis    Interessant. Nein  Tobias,  dass  Bürkli  gewissermassen  ein  Kosmopolit  war,  wusste  ich  nicht.  Interessant. Und schon sind wir am Bellevue. Der Name ist Programm, schöne (Aus‐) Sicht. Welchen  Stellenwert soll Experteer in der Schweizer HR‐Landschaft der Zukunft haben, Tobias?  Tobias Menigs:“Ich wünsche mir für die Zukunft, dass wir unsere führende Stellung im Kadersegment  in  der  Schweiz  weiter  ausbauen  können  und,  dass  das  Experteer  Schweiz  Team  weitehin  mit  so  viel  Freude und Herzblut  an dieser Erfolgsgeschichte mitarbeitet bzw. diese mitgestaltet”.  Kunsthaus. Endhaltestelle für uns, wir steigen aus.                 

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  Tobias, warum wolltest Du eigentlich ausgerechnet zum Kunsthaus fahren?    Tobias Mengis: “Gute Frage. Der Schriftsteller Jean Paul sagte    einmal „Die Kunst ist zwar nicht das Brot, wohl aber der Wein    des Lebens “. Ich bin zwar einem guten Gläschen Wein nicht    abgeneigt, aber auch ein Gang durch das Kunsthaus ist ein    Genuss. Macht den Kopf frei und schafft Raum für neue Ideen.    Ich freue mich schon auf den Erweiterungsbau. Die aktuelle   Chagall‐Ausstellung (Anmerkung: noch bis am 12. Mai 2013) ist  übrigens sehr zu empfehlen.”   

Vor lauter Fachsimpeln fehlt uns nun die Zeit für einen Rundgang durch das Kunsthaus. Nun ja, das ist  ja auch kein Kunstblog. Für alle Kunstinteressierten hier doch noch ein paar Impressionen aus dem  Kunsthaus Zürich:       

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Frühling im Headhunting | Interview mit Experteer Schweiz Geschäftsführer Tobias Mengis   

Experteer im Praxiseinsatz  Tönt gut, oder? Klar, Tobias Mengis ist von seinem Produkt überzeugt. Doch was sagt der Anwender?  Ich  habe  bei  Gianni  Raffi  nachgefragt. Der  smarte  Profi  weiss,  wie  pro‐aktives  Personalgewinnung  funktioniert.  Er  war  lange  Jahre  Personalberater und  Headhunter. Zuletzt  hat  er  in  einem  viel  beachteten  Projekt  den  Krankenversicherer  Helsana  fit  für  das  Active  Sourcing  gesuchter  IT‐ Fachkräfte gemacht.         

Als  Recruiter nutzte  Gianni  Raffi  auch  Experteer  und  machte  damit  positive  Erfahrungen,  unter  anderem  deshalb,  weil  „die  Plattform  grundsätzlich  nur  Profile  von  „für  Stellenwechsel  offenen  Personen“ ab einem bestimmten Salär und Funktionsstufe speichert. Das garantiert, dass sowohl eine  bestimmte  Qualität  an  Profilen  vorhanden  ist  als  auch  eine  gewisse  Wechselwilligkeit.“  Er  lobt  vor  allem die Bedienerfreundlichkeit und die Möglichkeit, mit der Researcher‐Lizenz die Profile in einer  nützlichen Detaillierung zu filtern. Auf der anderen Seite wünschte er sich, Kandidaten direkt – also  auch telefonisch – ansprechen zu können. Experteer erlaubt ausschliesslich die Ansprache über das  integrierte  Formular  zu  Kontaktaufnahme.  Das  führt  laut  Raffi  dazu,  dass  sich  einige  der  interessanten Kandidaten nicht zurückmelden. Auch die Kontaktaufnahme interessanter Kandidaten  ohne  Experteer‐Lizenz  mittels  dem  Rückantwort‐Ticket  war  für  ihn  im  Alltag  manchmal  etwas  umständlich, wie er mir im Gespräch erläuterte. Doch Gianni Raffi zieht eine positive Bilanz, für ihn  ist  Experteer  ein  interessantes  und  erfolgversprechendes  Tool,  mit  welchem  er  konkrete  Rekrutierungserfolge  erzielen  konnte:  „Ich  hatte  für  eine  höhere  Führungsposition  direkt  unter  der  Geschäftsleitung eine Longlist mit vielen interessanten Profilen aus Experteer gezogen. Einige davon  habe ich dann via Experteer angeschrieben, drei haben sich zurückgemeldet und einer davon hat dann  schlussendlich auch das Rennen um die Position gemacht.“ 

Probieren geht über studieren  Gianni  Raffi  bewertet Experteer  zusammenfassend  als  grundsätzlich  positiv  und  empfiehlt  den  HR‐ Spezialisten,  Zitat  “das  Tool  auszuprobieren”. Da  kann  ich  zusammen  mit  Tobias  Mengis  weiterhelfen: Experteer  Schweiz  offeriert  Ihnen  als  Leserin  oder  Leser  meines Blogs  exklusiv  eine  unverbindliche,  einmonatige  Mitgliedschaft.  Senden  Sie  einfach  eine  Mail  mit  dem  Vermerk  “buckmannbloggt” an tobias.mengis@experteer.com. Viel Spass!  Viel Erfolg, Tobias Mengis und der sympathischen und  unkomplizierten  Experteer  Frau‐  und  Mannschaft.  Und  Ihnen,  liebe  Leserinnen  und  Leser,  mit  einem  letzten Schnappschuss aus Zürich wie gewohnt ein ein  herzliches  Auf Wiederlesen.    http://blog.buckmanngewinnt.ch/experteer‐fruhling‐im‐headhunting/ 

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Tobias Mengis im Gespräch mit Jörg Buckmann  
Tobias Mengis im Gespräch mit Jörg Buckmann  

Experteer Schweiz Geschäftsführer Tobias Mengis szellt sich den Fragen von Jörg Buckmann. Interview über den Marktaufbau in der Schweiz.

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