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HPK-NEWSLETTER 3-2012

INFORMATIONEN

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seit Anfang 2012 ist die HPK Privatklinik für Innere Medizin, Kardiologie und Pneumologie. Da Herz und Lunge untrennbar miteinander verbunden sind, haben wir – neben der Kardiologie – die Pneumologie zu einem

VORSCHAU

PRAXIS-THEMA

In der nächsten Ausgabe des HPK-Newsletters erfahren Sie mehr über den Manager-Check in der HPK. Wir freuen uns, wenn Ihnen dieser Newsletter gefallen hat, freuen uns auf Ihr Feedback und wünschen Ihnen von Herzen alles Gute bis zum nächsten Newsletter.

Pulmonale Hypertonie

Ihr Dr. med. M. Natour mit Praxisteam

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Herausgeber: Dr. med. M. Natour, HPK, Heidelberg Text und Lektorat: Dr. rer. nat. S. Vogel, Heidelberg Gestaltung: markenfaktur, Heidelberg Druck: DRUCKHELDEN.DE, Mellrichstadt

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Impressum

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Mo.-Do. 8 – 12 Uhr und 14 – 18 Uhr Fr. 8 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr

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HPK – Heidelberger Privatklinik Schneidmühlstr. 21 | 69115 Heidelberg Tel.: 06221–434 14-0 | Fax: 06221–434 14-29 www.heidelberger-privatklinik.de info@heidelberger-privatklinik.de

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weiteren Schwerpunkt unserer Praxis gemacht. Durch diese Verknüpfung können wir noch zielsicherer Diagnosen treffen und die bestehenden Therapiemöglichkeiten optimal nutzen, wie zum Beispiel bei der pulmonalen Hypertonie, einer seltenen chronischen Erkrankung (orphan disease) des Herz-Lungen-Kreislaufs, bei der eine frühzeitige Diagnose entscheidend ist für die Prognose.

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© 2012, Heidelberger Privatklinik

Die pulmonale Hypertonie (PH) ist eine chronische Erkrankung des Herz-Lungen-Kreislaufs, die, wird sie nicht frühzeitig diagnostiziert, mit einer schlechten Prognose verbunden ist. Gekennzeichnet ist die pulmonale Hypertonie durch eine fortschreitende Erhöhung des Gefäßwiderstandes der Arteria pulmonalis und damit des Blutdruckes im Lungenkreislauf. Liegt der arterielle Blutdruck der Pulmonalarterie in Ruhe zwischen 21 und 24 mmHg, liegt – laut aktueller Definition – bereits eine latente PH vor. Ist er höher als 25 mmHg spricht man von einer manifesten Form der PH. Erste klinische Symptome können im Bereich von 30 bis 40 mmHg, vor allem unter Belastung, beobachtet werden. Gemessen wird der Mitteldruck der Pulmonalarterie mittels Rechtsherzkatheter. Die Symptome einer PH sind unspezifisch und erschweren so eine zuverlässige und vor allem frühzeitige Diagnose. Auch Art und Ausprägung der Symptome können stark variieren: Typischerweise leiden die Patienten unter einer stark eingeschränkten körperlichen Leistungsfähigkeit und Müdigkeit, aber auch unter Kreislaufstörungen, Angina-pectoris ähnlichen Beschwerden und peripheren

Ödemen. Das Leitsymptom der pulmonalen Hypertonie aber ist die Atemnot (Dyspnoe). Nach hämodynamischen Kriterien wird die pulmonale Hypertonie (PH) in eine präkapilläre und eine postkapilläre Form unterteilt. Eine etwas veraltete Einteilung unterscheidet zwischen einer primären und sekundären Form. Tritt eine sekundäre pulmonale Hypertonie als Folge einer anderen, bekannten Erkrankung relativ häufig auf, (Inzidenz von ca. 1:6), bleibt die primäre pulomale Hypertonie – auch bezeichnet als idiopathische pulmonale Hypertonie, d.h. mit unbekannter Ursache – mit einer Inzidenz von ca. 1 bis 2 : 1.000.000 eine Seltenheit. Ohne Therapie liegt die durchschnittliche Lebenserwartung einer PH bei ca. 3 Jahren ab dem Zeitpunkt der Diagnose. Haupttodesursache ist mit 47% ein Rechtsherzversagen. Grund hierfür ist, dass eine PH meist erst zu einem späten Zeitpunkt diagnostiziert wird, d.h. wenn das rechte Herz schon deutlich vergrößert und die rechtsventrikuläre Pumpfunktion eingeschränkt ist. Die exakte Diagnose in einem frühen Stadium der Erkrankung ist aufgrund der recht unspezifischen Symptome nicht leicht, aber für den Krankheitsverlauf entscheidender Bedeutung. –1–


ÜBERBLICK

Diagnose und Therapie der pulmonalen Hypertonie (PH) – eine besondere Herausforderung Die PH ist eine seltene chronische Erkrankung, für die es derzeit keine kurativen Behandlungsoptionen gibt. Die aktuell verfügbaren Therapiemöglichkeiten haben zwei Ziele: eine Verringerung der Hospitalisierungsrate sowie eine Reduktion der Sterblichkeit. Von Symptombeginn bis zur Diagnosestellung können viele Jahre vergehen. Durch die unspezifische Symptomatik bleibt eine PH lange Zeit unerkannt und stellt in Diagnose und Therapie eine besondere Forderungen an den untersuchenden Arzt dar und erfordert sowohl kardiologische als auch pneumologische Fachkompetenz. Die Diagnosestellung beinhaltet ein breites Spektrum an invasiven und nicht-invasiven Untersuchungsmethoden. Nach umfassender korrekter Abklärung erfolgt die gezielte Therapie, die individuell auf jeden PH-Patienten angepasst wird.

Von der seltenen idiopathischen pulmonal-arteriellen Hypertonie (iPAH) mit unbekannter Ursache unterscheidet sich die pulmonale Hypertonie als Komplikation einer (bekannten) Grunderkrankungen. Werden diese Grunderkrankungen rechtzeitig erkannt bevor es zu einer Manifestierung kommt, bestehen gute Chancen auf eine dauerhaft erfolgreiche Behandlung. Auf physiologischer Ebene sind für die Entwicklung einer PH drei Faktoren von entscheidender Bedeutung: 1. Pulmonale Vasokonstriktion: Im Laufe der Erkrankung kommt es zu einem gestörten Gleichgewicht aus vasodilatatorischen und vasokonstriktorischen Botenstoffen. Die Folge ist eine permanente Vasokonstriktion der Gefäße im Lungenkreislauf. 2. Umbau in der Lungenstrombahn (Remodeling) bei Chronifizierung der Erkrankung: Die Zellen der Gefäßwand neigen zu einem verstärkten Wachstum. Dadurch kommt es zu einer Verminderung des Gefäßquerschnittes und damit zu einem Anstieg des Gefäßwiderstands im Lungenkreislauf. 3. Entstehung von In-situ-Thrombosen: Die Anlagerung von Thrombozyten verkleinern zudem den Gefäßdurchmesser und können zusätzliche Umbauvorgänge auslösen.

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HPK-Newsletter 3-2012

Patient mit schwerer PH (deutlich vergrößertes rechtes Herz) Quelle: HPK

Invasive Diagnostik mittels Rechtsherzkatheter Die Schlüsselmethode, um die Diagnose einer PH zu bestätigen und ihren Schweregrad zu ermitteln, ist die Rechtsherzkatheter-Untersuchung. Mit diese Sonden-Technik lassen sich genaue Messungen über den Füllungsdruck von rechtem Vorhof und rechter Herzkammer, des pulmonal-arteriellen Druckes und des pulmonalarteriellen Verschlussdruckes, der Herzauswurfleistung sowie der venösen und pulmonalarteriellen Sauerstoffsättigung des Blutes durchführen. Ein Grenzwert des mittleren Pumonalarteriendruckes (mPAP) von ≥ 25 mmHg in Ruhe ist ein wesentliches Diagnosekriterium.

Spezifische Therapieoptionen Der Verlauf einer PH ist in der Regel chronisch-progredient und es gibt bislang keine Heilung. Der Fokus der aktuellen Behandlungsoptionen liegt deshalb auf der Stabilisierung des Patienten bezüglich einer gewissen körperlichen Belastbarkeit, um den Alltag zu meistern und

Aufgrund der unspezifischen klinischen Symptomatik ist eine breite systematische Diagnostik unerlässlich. Symptomatische Patienten werden zunächst nichtinvasiv untersucht: – Anamnese & Körperliche Untersuchung: Ausschluss relevanter Grunderkrankungen – EKG: Identifizierung PH-typischer Zeichen einer Rechtsherzbelastung – Echokardiographie mit Lungendruckmessung, ggf. Herz- MRT – Spiroergometrie und Lungenfunktionsuntersuchung: Messung der Atemgase unter Belastung, allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit – 6-Minuten-Gehtest: Einschätzung des Schweregrades, Therapiekontrolle – Röntgen-Untersuchung des Thorax – Weitere radiologische Verfahren: CT-Angiographie, Ventilationsperfusionsszintigraphie – Untersuchung auf Biomarker (NT-ProBNP, Troponin T etc.) Sprechen diese Befunde für das Vorliegen einer PH, liegt eine Indikation zur Durchführung einer Rechtsherzkatheter-Untersuchung vor.

ANKÜND

beispielsweise einem geregelten Beruf nachzugehen. Neben unspezifischen Therapieoptionen mit Antikoagulanzien, Diuretika, Kalziumkanalblockern (bei vorhandener Vasoreagibilität) und Sauerstofflangzeittherapie stehen derzeit verschiedene spezifische Wirkstoffe zur Verfügung, die den für die PH ursächlichen Gefäßveränderungen (Vasokonstriktion, Remodeling und In-situ-Thrombosen) entgegenwirken. Die spezifische medikamentöse Behandlung der PH ist nicht einfach und erfolgt nach den Empfehlungen der Europäischen Leitlinien je nach Schweregrad der PH als Mono- oder Kombinationstherapie. Bei rezidivierenden oder schwerwiegenden Lungenembolien kann eine operative Entfernung der Thromben (Thrombarteriektomie) oder eines Teils der Lunge in Erwägung gezogen werden. Die verschiedenen Entstehungsmechanismen der Gefäßveränderungen (dauerhafte Vaskonstriktion, Gefäßremodeling und In-situ-Thrombosen), die zu einer PH führen, bieten gute Ansatzmöglichkeiten in der Entwicklung neuer Therapieoptionen. Wichtige Voraussetzung für eine effektive Behandlung ist und bleibt die frühzeitige Diagnose.

IG U N G Unsere geladenen Referenten und Themen:

EINLADUNG ZUM 3. HEIDELBERGER HERZTAG

– Prof. Dr. med. Hellmut Mehnert, München Herz & Diabetes – Prof. Dr. med. Andreas Pfeiffer, Berlin Herz & Ernährung – Prof. Dr. med. Roland Buhl, Mainz Herz & Lunge – Prof. Dr. med. Maritta Orth, Mannheim Herz & Schlaf – Prof. Dr. med. Friedhelm Späh, Krefeld Herz & Hochdruck, Medikamentöse Therapie – Prof. Dr. med. Horst Sievert, Frankfurt Herz & Hochdruck, Interventionelle Therapie

Der Heidelberger Herztag „Das Herz im Kontext“ tagt dieses Jahr zum 3. Mal und wird am 14. Juli 2012 im nahegelegenen NH Hotel Heidelberg stattfinden.

Die von uns initiierte Fortbildungsveranstaltung ist von der Landesärztekammer Baden-Württemberg für das DMP-KHK, das DMP-Diabetes sowie das DMP-COPD

– Prof. Dr. med. Wilhelm Haverkamp, Berlin Herz & Gerinnung – Prof. Dr. med. Elisabeth Steinhagen-Thiessen, Berlin Herz & Lipide anerkannt und wird mit 9 CME-Punkten bewertet. Anmelden können Sie sich bis 5. Juli 2012 direkt über unser Praxissekretariat, Tel.: 06221–434 14-0.

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Seit Anfang 2012 ist die HPK nicht nur Ihre Praxisklinik Kardiologie sondern auch für Pneumologie. Da Herz und Lunge untrennbar miteinander...

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