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10 LA VANGUARDIA 5 A TAULA

Lifestyle

Freitag, 18. ¨März

5 A Taula ist ein Autorenkollektiv, bestehend aus: Miguel Espinet, Sergi Ferrer-Salat, Miguel Gay, Josep María Sandimens y JosepViella

Ein Stern ist geboren Das Restaurant Stüva, die Reinheit und der Elementarismus des Benjamin Parth Stüva Ischgl Dorfstraße, 73 6561 Ischgl Österreich Tel: +43 5444 5275 / 5175 www.yscla.at / info@yscla.at Bewertung: Bequemlichkeit: ** ½ Weinkeller: ** ½ Bedienung: ** ½ Wertung auf 20:

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Wir empfehlen:  Bei der Auswahl des Menüs verlassen Sie sich voll auf Benny  Steigen Sie im Hotel Yscla selbst ab, rustikal und gemütlich ist es im Besitz der Familie Parth: Bequeme und fantastische Zimmer im Herzen der Ortschaft.  Ischgl, Wiege des Ski Alpin und Snowboard, bietet es sich als ideales Gebiet jegliche Wintersportart an, im Frühling und im Sommer auch für das Mountainbike und Wanderungen. Ein echter Alpenzauber  Ergänzen Sie Benny´s Kochkünste mit den überraschenden und herrlichen österreichischen Weinen  Und nach dem Abendessen noch ein Drink in der anheimelnden Guxa der Familie Parth, gleich neben dem Hotel. Dort gibt es auch eine außerordentliche Auswahl an Havanna-Zigarren.  Preise ohne Wein: 4-Gänge-Menü, 52 Euro, 8-Gänge-Menü, 82 Euro  Geöffnet von Ende November bis 01. Mai, täglich von 19 bis 22.00 Uhr Ischgl, ist eine von Licht und Landschaft verwöhnte im Paznautal eingebettete tiroler Ortschaft. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, Schnee und Sonne haben in Ischgl einen ganz besonderen Glanz. Der Koch Benjamin Parth, geboren in dieser einzigartigen Landschaft, ist ganz verrückt nach seinem Snowboard und den Bergen und, seit seinem 12. Lebensjahr auf seine ganz eigene Art nach der Küche. Er lernte von drei Meisterköchen, dem Tiroler Heinz Winkler, dem Franzosen Marc Haeberlin und dem Katalanen Santi Santamaría, hatte aber stets auch seinen Vater als Verbündeten und Vorbild. Alfons Parth ist ein anspruchsvoller und erfahrener Gourmet und von wem, wenn nicht von ihm selbst könnten seine Kinder die Liebe zum Herd


geerbt haben. Die Anziehungskraft, die der Herd auf den jungen Benny ausübt, kommt bestimmt nicht von ungefähr. „Seine großartige Küche wird von einer Intuition geleitet, die ihm ermöglicht, die allerhöchste Reinheit einer jeden Zutat zu gewinnen.“ Seine Kochkunst überraschte und verzauberte uns zugleich. Als Mischung aus Abstraktion und Einfachheit ist diese überlegt und kohärent. Tadellos konzipiert sagt diese Küche mehr aus, als sie durch ihre Einfachheit erscheinen mag. Benny besitzt eine einzigartige Intuition, die es ihm ermöglicht, aus jeder Zutat die maximale Reinheit zu gewinnen. Bei jedem Gericht werden generell nicht mehr als drei Produkte kombiniert, die sich in Geschmack, Kohärenz, Textur und Zusammensetzung ergänzen. Es handelt sich um eine intelligente Anordnung, die bei den Vorspeisen aus Elementen besteht, bei denen keines über das andere vorherrscht, während bei Fleisch, Wild, Fisch und Schalentieren ein Hauptprodukt in der Hierarchie ganz oben steht. Bei jedem Gericht bemerkt man das Streben nach Perfektion und oft genug erreicht Benny diese auch. Apfel, Leber, und Banyul, Austern, Champagner und Kaviar. Pasta und Spinat, Ei und Trüffel. Forelle, Karotten und Ingwer. Erbsen, Krebsfleisch und Kaviar. Aal, Apfel und Leber….. sind Vorspeisen mit unerwarteten Geschmacksnuancen. Die Verzauberung setzte sich fort mit einigen wunderbaren Riesengarnelen in Safransoße und Tomate, ein einzigartiger Wettstreit zwischen Land und Meer. Als Fischgericht blieb die über Kohlenfeuer gegarte Seezunge, serviert mit Bohnen an einer Garnelensoße, außerordentlich und einzigartig. Intellekt und Natürlichkeit. Seeteufel, Chicorée Chilli und Safran. Steinbutt in Salzkruste, Topinambur und Zitrusfrüchte. Frischer Dorsch, Paprika und Sardellen. Synthese und Erfindungsgeist. Und dann kam das Fleisch. Hirsch – Ein wilder Duft -, Blutwurst und Rote Beete. Ferkel, Sauerkraut und Semmelknödel, beliebte Fleischbällchen aus Brot und Fleisch. Als Nachtisch geniessen wir den Kaiserschmarrn – einen traditionellen österreichischen Nachtisch – mit Vanille und Aprikose und dem Valrhona, Benny´s ausgezeichnete Kreation auf der Basis von Schokolade, Oliven und Banane. Eine loyale und aufrichtige Kochkunst, ausgeführt mit Präzision, die sich auf Besonnenheit und Intellekt stützt. Eine Kochkunst, die auf betrügerische Allüren verzichten kann. Ihr wohnt eine gereifte Weisheit inne, die in lebhaftem Widerspruch zum Alter des Kochkünstlers stehen. Wir haben bisher noch niemanden kennen gelernt, der mit seinen 22 Jahren diese Ausstrahlung von Zielstrebigkeit und Disziplin übermittelt. Schlussendlich, ist dies eine kulinarisch leicht zu entziffernde Botschaft: keine Extravaganz oder Seltsamkeiten, eine leicht verständliche und wahrhaftige Arbeit, purer Elementarismus. Der Geschmackssinn dieser Küche erreicht höchste Ebenen von Freiheit. Der Service – aufmerksam und familiär – läuft mit eleganter Diskretion ab, im Restaurant bedient Sarah, die Partnerin von Benny und seine Eltern, Maria Odile und Alfons, leiten das kleine, wunderschöne Hotel. In der Kochkunst entdeckt man oft das Exquisite in der Einfachheit. Die Vortrefflichkeit findet „Diskret und besonnen, dieses „Enfant Terrible“ besitzt ein ausserordentliches Talent, ohne dadurch überheblich zu werden.“ man schwer im Komplizierten. Das Komplizierte wird jedoch leicht zum Ungeschick. Diskret und Vernünftig. Dieses Enfant Terrible der österreichischen Cuisine lebt Tag für Tag mit einer permanenten Hingabe zu seiner Arbeit und nimmt Lobeshymnen mit absoluter Bescheidenheit hin. Dies sagt viel aus über diesen Burschen, von denen es


wenige gibt, die, von solch einem ausserordentlichen Talent gesegnet, nicht überheblich werden. Aus der Ferne möchten wir auf diesen jungen Chefkoch anstoßen. Unsere Erfahrung in Stüva war ein wahrer Genuss, eine Reise in den progressiven Prozess künstlerischer Bestätigung. So jung zu dieser Reife zu gelangen, ist nicht einfach. Die Besonnenheit in der Kochkunst erreicht man nicht so ohne Weiteres. Hut ab, Benny!


Übersetzung zu "Ha nacido una estrella"