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HotelMosaik Sommer 2017 / 12,00 €

Das Gäste-Magazin / Sommer 2017 / 12 Euro

Träumereien im schlosshotel

Weltreise mit der MS EUROPA / Die Museumsinsel und der Masterplan / Golf in den Alpen

Burg Schlitz in der Mecklenburgischen Schweiz verzaubert mit klassizistischem Charme seine Gäste. Der ideale Ort für unser Modespezial.

ROYAL REVERIE The Burg Schlitz castle hotel in Mecklenburg Switzerland enchants guests with its classicist charm – the ideal location for our fashion feature.

Ihr persönliches Exemplar Sonderveröffentlichung der Partnerhotels www.hotelmosaik.de


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Editorial

Die Beiratsmitglieder von HotelMOSAIK begrüßen Sie herzlich im Gästemagazin privat geführter Spitzenhotels. Innegrit Volkhardt München

Jost Deitmar Hamburg

Dkfm. Elisabeth Gürtler Wien

Liebe Leserin, lieber Leser, Dear readers,

herzlich willkommen bei der Sommerausgabe von HotelMOSAIK. Die Monate Mai bis August sind natürlich die Urlaubsmonate schlechthin, und vielleicht genießen Sie gerade ein paar Tage Entspannung in einem unserer Partnerhotels zwischen Ostsee und Meran. Rein statistisch gesehen geht der Trend ja wieder zu etwas längeren und häufigeren Urlaubsreisen pro Jahr. Sicherlich sagen auch Sie sich, dass es nie genug sein kann. Und so finden Sie in diesem Magazin neben Reportagen, Porträts und Interviews viele Arrangements und Anregungen für Ihre nächsten Planungen. Wie wäre es mit ein paar Runden Golf in den Bergen oder einem verlängerten Wochenende in einem Schlosshotel? Zum Beispiel auf Burg Schlitz in der Mecklenburgischen Schweiz, wo wir einen ganz besonderen Fototermin mit einer Modedesignerin eingeplant hatten. Das Ergebnis sehen Sie auf den Seiten 6 bis 16. Auch ein Gourmeturlaub bietet sich an. Alle unsere Hotels verfügen über ausgezeichnete Restaurants, wo gerne auch regionale Spezialitäten verfeinert werden. In Hamburg gehört seit Jahren das „Jacobs“ an der Elbchaussee zu einer der besten Adressen der Hansestadt. Sternekoch Thomas Martin setzt jetzt auf eine neue Lockerheit in seiner Küche, ohne den eigenen Stil zu vernachlässigen. Ein Grund, mal vorbeizuschauen, meint unser Kolumnist Horst-Dieter Ebert. (Seiten 66 bis 72) Oder wollen Sie einmal etwas ganz Außergewöhnliches erleben? Eine Weltreise vielleicht? Die MS EUROPA bringt Sie ab November in 149 Tagen von Nizza nach Dubai – versteht sich, dass es zuerst Richtung Atlantik geht. Ein ganz besonderes Weihnachtsfest könnten Sie dann in der Inselwelt der Karibik feiern. (Seite 18 bis 23) Selbstverständlich freue ich mich besonders, wenn Sie im Bayerischen Hof einchecken – vielleicht, um eines der Konzerte unseres Jazz Sommers zu besuchen. Doch München ist immer eine Reise wert. Jetzt wünsche ich eine interessante Lektüre.

welcome to the summer edition of HotelMosaik. May to August are the vacation months per se and perhaps you are currently enjoying a few days of relaxation at one of our partner hotels between the Baltic Sea and Meran. Statistically, the trend is to take somewhat longer and more frequent vacations each year. I’m sure you are also telling yourself that there can never be enough vacation, which is why, in addition to articles, profiles and interviews, this magazine includes many recommendations and ideas for your next holiday. How about a few rounds of golf in the mountains? Or a long weekend in a castle hotel at Burg Schlitz in the Mecklenburg Switzerland, where we have just planned a very special photo shoot with a fashion designer. The outcome of this can be viewed on pages 6 to 16. Another option is a gourmet vacation. All of our hotels feature excellent restaurants that like to use regional specialities for their creations. “Jacobs” in Hamburg along the Elbchasee has been one of the best locations in the Hanseatic city for years. Star chef Thomas Martin conducts his kitchen with lightness while staying true to his own style. A good reason to stop by, according to our columnist Horst-Dieter Ebert (pages 66 to 72). Or would you like to experience something extremely extraordinary? Perhaps a trip around the world? Starting in November, the MS Europa will take you on a 149-day journey from Nice to Dubai, heading towards the Atlantic first. Christmas will be extra special with a party in the Caribbean islands (pages 18 to 23). I would be especially happy if you checked into the Bayerischen Hof – perhaps to attend one of our Jazz Summer concerts. Yes – Munich is always worth a trip. And now, have fun reading!

Ihre

Your

Innegrit Volkhardt Vorsitzende des HotelMOSAIK-Beirats, Geschäftsführende Komplementärin des Hotels Bayerischer Hof

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Spektakuläre Kulisse Golf in den Alpen ist beliebt wie eh und je. Zahlreiche Plätze garantieren beste Spielbedingungen wie hier vor dem „Wilden Kaiser“.


Inhalt

sommer 2017

6 Cinderella auf Burg Schlitz Mode für Träumereien

Being Cinderella Haute Couture fantasies at Schlitz Castle

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Abenteuer Weltreise: Mit der MS EUROPA in 149 Tagen von Nizza nach Dubai. Around the globe Adventurous trips on board of the cruise ship EUROPA

/ Reisen und Entdecken Travel and Explore 18 MS Europa Eine runde Sache MS EUROPA Travel the world on board of the luxurious cruise ship

24 rund um die hotels Von Flensburg bis Meran Tips for trips Must-sees around the MOSAIK hotels

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/ kultur erleben Culture Experience

Der Besuch bei der schönsten Frau der Welt wird noch schöner. Die James-Simon-Galerie lenkt demnächst die Massen auf der Museumsinsel. Not only the entrance The new James-Simon-Galerie is the sixth building on the Museumsinsel in Berlin.

28 James-Simon-Galerie Das Tor zur Schatzinsel James-Simon-Galerie Berlin Entrance to the Museumsinsel

36 Auktionshaus christie´s wer bietet mehr ...? Christie´s Portrait of the famous auction house 40 Max Raabe der mann der nach champagner klingt Max Raabe The voice that sounds like champagne 42 Kulturempfehlungen Hotelpartner laden ein Great moments of art Cultural events around the MOSAIK hotels

/ sport und spa Sports und Spa 48 Golf in den Bergen Kleine bälle vor mächtigen gipfeln Alpine Golfing Putting & pitching with stunning views 54 Jet Peeling alles, nur nicht oberflächlich Jet peeling Everything but superficial 56 Apnoetauchen atemlos Freediving Breathless moments under water 62 Hotelempfehlungen sich was gönnen

Take a break Dream away with the MOSAIK hotels

/ geniessen und erleben Enjoy and indulge

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Neue Rezepte: Zarte Pflänzchen verfeinern bekannte Gerichte. New recipes Delicate plants meet popular dishes

66 thomas martin ein klassiker erfindet sich neu Thomas Martin Reinvention of a classic 74 micro greens zartes grün aus dem küchengarten Green toppings Haute cuisine with delicate plants 78 Neues aus den Hotelrestaurants Foto: Michael Werlberger

From kitchen and cellar Culinary delights at the MOSAIK hotels 84 messerschmiede ganz schön schneidig

Cutler`s secrets Knives, knives, knives 88 Gutenachtgeschichte Blind date Bedtime story Blind date

/ Rubriken Sections 35 Alles oder Anders All new 47 Kunstbuch Art book 73 naschmarkt Delicacies 82 gut und schön What we like 92 schau mich an Look at me 94 Unsere Partnerhotels Our hotel partners 97 Impressum Imprint 98 das rezept zum schluss Recipe at the end

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Cinderella auf Burg Schlitz Für die einen versprüht das Schlosshotel bei Hohen Demzin pure Romantik – andere genießen nur die Abgeschiedenheit jenseits der Großstädte, und manche finden in den Salons und Suiten Märchenerinnerungen. HotelMOSAIK hat da mal die passenden Fotos in Auftrag gegeben. Dabei hat uns die Berliner Modedesignerin Andrea Schelling mit Kleidern unterstützt, die nicht nur Aschenputtel oder Prinzessinnen tragen dürfen. Fotos: Andreas Herzau


Essay Burg Schlitz

„Bring mir das mit, was dir auf deinem Weg vor die Nase fällt.“

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Essay Burg Schlitz

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Essay Burg Schlitz

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Essay Burg Schlitz

Der Gast ist König – auf Burg Schlitz nicht nur ein Werbespruch

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ür Manuela und Armin Hoeck war es Liebe auf den ersten Blick. Das Märchenschloss sparte auch nicht mit Reizen. Wer die steilen Stufen, vorbei an den wachsamen Löwen, zum Portal erklommen hat und in das Foyer tritt, wird sogleich in eine andere Zeit entführt. 1806 ließ Hans Graf von Schlitz, ein preußischer Diplomat, hier auf dem Buchenberg bei Hohen Demzin seine Träume von einem Familiensitz im Stil des Klassizismus wahr werden. Großzügige Salons, Musikzimmer, Privatgemächer und festliche Säle bestimmen das Anwesen. Feinste, handbemalte Tapisserien an den Wänden. Funkelnde Kronleuchter und große Fenster zum Park durchfluten das Schloss mit Licht. Als sich 2011 die Möglichkeit bot, die damals schon zum Hotel umgebaute Burg Schlitz zu übernehmen, griff das Ehepaar Hoeck ohne Zögern zu. Bis heute hat es den Umzug von der Mosel in die Mecklenburgische Schweiz nicht bereut, obwohl an so einem alten Gemäuer die Zeit nicht spurlos vorbeiging. Nicht alles war perfekt. Nach dem Krieg diente das Schlösschen als Lager für Kriegsflüchtlinge und während der DDR-Zeit als Schule und Senioren-Pflegeheim. Schlimmstes verhinderte die Denkmalschutzbehörde der DDR, unter deren Schutz das Gebäude seit 1951 stand. So konnten die in Paris gefertigten Tapeten und der 180 Jahre alte Dielenboden, die Öfen von Karl Friedrich Schinkel und die Möbel aus der Manufaktur Hellerau bei Dresden erhalten werden. Nach der Wende baute ein großes Spirituosenunternehmen das Haus zum Hotel um. Die Schlossherren wechselten, bis die VollblutHoteliers Hoeck das Zepter übernahmen. Mit viel Liebe zum Detail und großer Leidenschaft gestalteten sie Burg Schlitz zum Schlosshotel nach ihren Ansprüchen. Immer nach der Devise: Wenn wir uns hier wohlfühlen, fühlen sich auch unsere Gäste wohl. Ja, sie hauchten dem Haus wieder eine Seele ein. Gekrönt wurde ihre Arbeit bereits ein Jahr später mit der Auszeichnung „Hotel des Jahres 2012“. Weitere Ehrungen folgten. Ihnen ist zu verdanken, dass Burg Schlitz heute nicht nur eine herrschaftliche Residenz mit großzügigen Zimmern, Suiten und Salons, mit edlem Mobiliar und zahlreichen wertvollen Kunstwerken, mit Geschichte ist, sondern Stil hat. Nicht selten muss Armin Hoeck den Gästen erklären: „Das Hotel ist kein Museum. Bitte betrachten Sie den

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Grünen Salon als Ihr Wohnzimmer. Sie dürfen sich mit einem Buch hierher zurückziehen, und wenn Sie es wünschen, serviert Ihnen jemand den Tee.“ Anspruchsvolle Gäste finden im Relais & Châteaux Schlosshotel alles, was ein klassisches Hideaway auszeichnet. Hin und wieder lädt das Hotel zu besonderen Themenabenden in privater Atmosphäre ein, etwa zu Lesungen von Buchautoren, Vernissagen und Konzerten von Klassik bis Jazz. Oder es treffen sich im Wappen-Saal die Mitglieder der Chaine de Rotisseurs, die Förderer der gepflegten Kochund Tafelkultur von 1248, zu deren Mitgliedern auch Armin Hoeck zählt. Muss man da auf die vorzügliche Küche noch hinweisen? Die junge Chefköchin Sabine Teubler verbindet ganz unpreziös die „Grande cuisine aromatique“ mit feinsten regionalen Zutaten. Gemüse vom Dorfmarkt, Kräuter aus dem Hotelgarten, Fisch aus den zahlreichen Mecklenburger Seen und natürlich Wild aus der eigenen Jagd. Ergänzend bietet die „Brasserie“, ebenfalls aus Teublers Küche, Abwechslungsreiches und regional Deftiges sowie Kaffee und Kuchenspezialitäten. Stets ist das Personal auf dem Sprung, die Wünsche der Gäste zu erfüllen. Unaufgeregt und diskret. Verwundert es da noch, dass sich die Vorzüge des Landpalais bis zum Königshof in Schweden herumgesprochen haben? Auf der Durchreise in den Süden machten ihre Majestäten Silvia und Carl Gustaf hier unlängst einen Zwischenstopp. Einmal ohne Paparazzi und Trubel der Öffentlichkeit durch die Wälder spazieren, entspannt den Tag genießen – einfach gut Leben. Doch auf Burg Schlitz kann sich jeder Gast wie ein König oder eine Königin fühlen. 2 Hartmut Rätsch // www.burg-schlitz.de


Essay Burg Schlitz

„Ein silbergewirktes Kleid mit Schleppe zum Ball, aber eine Prinzessin ist es nicht ...“

„Die Wangen sind mit Asche beschmutzt, aber der Schornsteinfeger ist es nicht ... Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht ...“

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Essay Burg Schlitz

Mode für besondere Tage Die Modedesignerin Andrea Schelling hat ein ausgeprägtes Feingefühl für Farben, Stoffe und handwerklich aufwendige Verarbeitung. In ihrem Atelier in Berlin entstehen Couture Modelle, die nicht selten Celebrities aus Film- und Musikbusiness auf dem Roten Teppich tragen. 2009 wurde Andrea Schelling mit dem „Goldenen Ball“, Innovationspreis für Modedesign, ausgezeichnet. Für unser Fotoshooting auf Burg Schlitz trug Model Charly ihre Kleider. // www.andreaschelling.com

Styling: Konstantinos Gkoumpetis Model: Charly Bünting/ www.megamodelagency.com Haar & Make-up: Yvonne Wengler Licht & Technik: Benjamin Krieger Produktionsleitung: Hartmut Rätsch

„Mach ich´s – mach ich´s nicht – mach ich´s – mach ich´s nicht ...“

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Travel and Explore

Reisen und entdecken


eine runde sache Waren einst Weltumrundungen als Beweis der Kugelform unserer Erde echten Abenteurern vorbehalten, können wir uns heute auf die Entdeckung der Langsamkeit einlassen – auf dem schönsten Abenteuerschiff der Welt: der MS EUROPA. Text: Hartmut E. Rätsch

MS EuropA / Bora Bora


Travel and Explore Weltreise

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s soll sie wieder vermehrt geben, Menschen, die ernsthaft glauben, dass die Erde eine Scheibe ist. Trotz Satellitenbildern und millionenfacher Weltumrundungen mit Schiffen, Flugzeugen oder Raumschiffen leugnen sie die Kugelform der Erde im Planetensystem der Sonne. Fake News seien das. Dagegen setzen sie „alternative Fakten“. Meist Zitate aus der Bibel. Vermutlich würde auch eine Weltreise auf dem Kreuzfahrtschiff MS EUROPA sie nicht von ihrem Irrglauben abbringen. Wir würden nur auf einer riesigen Platte über die Ozeane schippern, die von einem Eisgürtel gehalten werde, was wir „Ungläubigen“ gemeinhin als Nord- und Südpol bezeichnen. Damit sei das Ablaufen der Meere verhindert. Für schlichte Gemüter plausibel – irgendwie. Und glauben kann heute ja jeder, was er will. Das war vor fast 475 Jahren ganz anders.

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Duns River Falls / Jamaika

Als Nikolaus Kopernikus 1543 sein bahnbrechendes Buch De revolutionibus orbium coelestium veröffentlichte, in dem er das heliozentrische Weltbild beschrieb, nach dem sich die Erde um die eigene Achse dreht und sich zudem wie die anderen Planeten um die Sonne bewegt, stieß er auf allgemeine Ablehnung. Da waren sich Katholiken und Protestanten sogar einig: Das herrschende Weltbild dürfe nicht ins Wanken geraten. Aber Kopernikus hatte Glück. Kein Ketzer, der auf den Scheiterhaufen gehöre, sondern nur ein Spinner sei er. Von Martin Luther ist eine kritische Äußerung über die zentrale These des Kopernikus überliefert: „Der Narr will mir die ganze Kunst Astronomia umkehren! Aber wie die Heilige Schrift zeigt, hieß Josua die Sonne stillstehen und nicht die Erde!“ Außerdem würde er nur die bekannten Thesen der griechischen Philosophen wiederholen, mit denen die Christenlehre ja aufgeräumt habe. Nein: Die Welt ist eine Scheibe! Die Revolution findet nicht statt.


Travel and Explore Weltreise

MS EuropA / Zodiac Landing

Als die Flotte Magellans die Philippinen erreichte, war der endgültige Beweis für die Kugelgestalt der Erde erbracht.

Wie muss es dann wohl den einfachen Seemännern zumute gewesen sein, als sie am 20. September 1519 unter der Leitung von Fernando Magellan von Sevilla aus in See stachen, um die Gewürzinseln zu finden. Eine geheime Karte beschrieb einen unbekannten Weg. In Südamerika solle ein paso, eine Durchfahrt zum Pazifischen Ozean existieren. Vielleicht seien die Inseln sogar leichter von Osten nach Westen zu erreichen. Man müsse dazu vom Atlantik in das große Meer auf der anderen Seite segeln, das Vasco Nuñez de Balboa bereits 1513 entdeckt hat. Dass es eine Verbindung zwischen den beiden Ozeanen gibt, war bisher bloße Spekulation. Magellan entschied, als Erster diesen Weg westwärts zu nutzen, um die für den Handel strategisch wichtigen Gewürzinseln, die heutigen Molukken, zu erreichen. Ging die Reise gar doch ans Ende der Welt? Würde man jemals die Heimat wiedersehen? Richtig! 1492 hatte Christoph Kolumbus den Weg nach Indien gefunden. Richtung Westen. Dass er einen neuen Kontinent angelaufen war, erfuhr er zu Lebzeiten ja nie. Aber für weltaufgeschlossene Menschen war der Beweis doch fast erbracht, dass die Erde eine Kugel sein muss. Und der Entdeckerdrang war längst geweckt. Nur, es fehlten die letzten wissenschaftlichen Beweise und der Glaube im gemeinen Volk ohnehin. Mit der ersten Weltumsegelung Magellans kam ein weiterer Baustein zur Beweiskette der Globustheorie hinzu. Denn als die Flotte die Philippinen und damit asiatische Gewässer erreichte, war der endgültige Beweis für die Kugelgestalt der Erde erbracht.

Doch wie mühsam und mit wie vielen Opfern das Unternehmen zum Erfolg gebracht wurde, kann man selbst aus den Reiseberichten nur erahnen: Magellans Flotte bestand aus fünf Schiffen. 600 Kilometer ist die Meeresstraße lang, die später nach dem großen Seefahrer benannt wird. Keinesfalls gradlinig. Erst nach 27 Tagen sind sie auf der anderen Seite der Welt. Doch sie wissen ja nicht, dass noch Tausende von Kilometern durch den Pazifik vor ihnen liegen. Magellan verfehlt die vielen Inseln im Südpazifik. Nahrung und Wasser gehen zur Neige. Die Mannschaft isst gekochtes Leder und Sägespäne. Viele sterben an Skorbut. Dann endlich, nach fast 100 Tagen ununterbrochen auf See, erreichen sie eine rettende Inselgruppe – die Diebesinseln, später Marianen genannt. Nach weiteren zehn Tagen entdecken sie die Philippinen. Auf Cebu versucht Magellan, das Christentum einzuführen – zunächst mit Erfolg. Doch bei Kämpfen mit Einheimischen auf der Nachbarinsel Mactan werden viele seiner Männer und auch Magellan getötet. Der Rückweg der verbliebenen Seefahrer ist ebenfalls verlustreich. Nur ein Schiff der Flotte läuft am 6. September 1522 in den Heimathafen von Sanlúcar ein – mit 18 Überlebenden. Magellans Expedition ist die erste Weltumrundung der Menschheitsgeschichte. Der von Kolumbus gesuchte westliche Seeweg nach Asien war mit der Entdeckung der Magellanstraße und der Überwindung des Pazifischen Ozeans gefunden. Für den Handel erwies sich allerdings die lange Wegstrecke als ungeeignet. Magellan selbst umsegelte die Erde vollständig, wenn auch auf zwei verschiedenen Reisen. Doch erst rund neunzig Jahre später lieferten die Beobachtungen des Galileo Galilei von1610 an überzeugende Argumente für die physikalische Realität des heliozentrischen Systems. Den physikalischen Nachweis konnten erst James Bradley 1728 mit der Entdeckung der Aberration des Lichtes und ganze 110 Jahre später Friedrich Wilhelm Bessel mit der ersten sicheren Bestimmung der Fixsternparallaxe erbringen. Johannes Kepler beschrieb in seinen drei Gesetzten die ellipsenförmigen Planetenbahnen und Isaac Newton lieferte mit dem Gravitationsgesetz schließlich die physikalische Begründung der Keplerschen Gesetze, auf die sich das heliozentrische Weltbild stützt.

Sydney / Australiien

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Seit Magellans erster Weltumrundung wagten sich immer wieder Abenteurer an diese Aufgabe. 1577–1580 gelang sie Francis Drake als erstem Engländer, und 1621–1628 war mit Christoph Carl Fernberger sogar ein Österreicher unter den Weltumseglern. Von nun an ging es um Geschwindigkeit und Rekorde. Mit Großseglern, Dampfschiffen, mit Flugzeugen oder mit dem Fahrrad und mit Einmannboten. 2016 schaffte das Thomas Coville allein mit einem Trimaran in 49 Tagen, 3 Stunden, 7 Minuten und 38 Sekunden. Am 12. April 1961 umrundet Juri Gagarin als erster Mensch im Weltraum einmal die Erde. Heute schaffen wir das mit einmal Umsteigen im Linienflug. Google Earth verspricht, die Welt in einem Wisch zu entdecken. Ist die Erde irgendwie kleiner geworden? Im Zeitalter der Geschwindigkeiten und virtuell weltumspannender Netzwerke, die einen mit jedem Fleck der Erde in Sekunden verbinden, sehnen sich viele Menschen wieder nach der Langsamkeit. Das Reisen ist das Ziel! Oder zumindest der nächste Hafen, die verträumte Bucht, ferne Städte erkunden und Menschen leibhaftig begegnen. Wo könnte slow travel around the world besser gelingen als auf einem Kreuzfahrtschiff der Superlative. So ist es eine schöne Tradition, dass die MS EUROPA jedes Jahr zu einer Weltreise einlädt. Und trotz schmelzender Pole braucht niemand Sorge haben, am Ende der Welt hinten runterzufallen. Das haben die anderen Abenteurer doch tausendfach bewiesen. 2

Tahiti

MS EUROPA / Lidodeck


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Vorsicht: Weltreisefieber auf der MS EUROPA!

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in besonderes Saisonhighlight der EUROPA von Hapag-Lloyd Cruises ist die alljährliche Weltreise. Das 5-Sterne-plus (laut Berlitz Cruise Guide) Luxusschiff lädt Weltenbummler und Globetrotter jedes Jahr zur Welterkundung auf stets wechselnden Reiserouten ein. Eine Weltreise an Bord des Luxusschiffs EUROPA bietet die Möglichkeit, auf komfortable Art die Welt zu erkunden und auf spannende Entdeckungstour zu gehen, aber abends wieder „zu Hause“ zu sein. Viele Passagiere nutzen die Weltreise als Gelegenheit, die Wintermonate in wärmeren Gefilden zu verbringen. Nicht selten packt die Gäste dann das „Weltreisefieber“ und sie buchen diese besondere Reise erneut. Auch in dieser Saison ist eine spannende Route geplant: In 149 Tagen kreuzt die EUROPA ab November 2017 von Nizza nach Dubai und fährt dabei 91 Häfen an den schönsten Küsten der Weltmeere an. Die Reise führt in neun Etappen vom Mittelmeer über den Atlantik in die Karibik, wo die Gäste ein ganz besonderes Weihnachtsfest erleben. Von dort nimmt die EUROPA Kurs Richtung Südsee und kreuzt entlang der Westküste Australiens, bevor schließlich die Schätze Asiens und des Orients angesteuert werden. Dabei ist der Weg das Ziel. Ob in der Karibik, auf dem Pazifik, der Südsee – auf welche Route die erfahrenen Kapitäne die schönste Yacht der Welt auch steuern, stets genießen die Gäste neben dem luxuriösen Ambiente Service und Komfort auf höchstem Niveau sowie ein kulinarisches Gourmetprogramm und diverse Sport- und Wellnessangebote. Entspannt und frisch gestärkt kann so der Landgang angegangen werden. Die Erkundung des Inselstaats Kuba, die Pflanzenpracht und exotische Tierwelt Costa Ricas, die faszinierende Unterwasserwelt am Vulkankegel Bora Bora, die malerischen Strände der Ile des Pins von Neukaledonien, die goldene Shwedagon-Pagode in Yangon oder die legendäre Hauptstadt des alten Perserreiches, Persepolis, sind nur wenige der vielfältigen Highlights, auf die die Passagiere sich freuen dürfen. Die Weltreise wird zudem als verkürzte Variante ab Acapulco angeboten (Auf großer Fahrt, 06.01. bis 06.04.2018). Beide Reisen beginnen mit einer stilvollen Auftaktveranstaltung und es warten Extras wie ein Ausflugsguthaben, ein Limousinentransfer zum und vom Flughafen bei Buchung des An- und Abreisepakets oder der kostenfreie Wäscheservice an Bord auf die Weltreisenden. 2

Shwedagon-Pagode / Myanmar

Reisen ohne Grenzen Weltreise Von Nizza nach Dubai, 07.11.2017 bis 06.04.2018 (149 Tage), ab 79.160 Euro pro Person inkl. An- und Abreise ab/bis Deutschland Auf großer Fahrt Von Acapulco nach Dubai, 06.01. bis 06.04.2018 (89 Tage), ab 48.410 Euro pro Person inkl. An- und Abreise ab/bis Deutschland Weitere Informationen unter: // www.hl-cruises.de

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Reindl’s Partenkirchner Hof / Garmisch-Partenkirchen

Schluchten, Täler und hohe Gipfel Reindls Wandertage Die traumhafte Bergkulisse rund um Garmisch-Partenkirchen bietet für jeden Wanderer wunderbare Erlebnisse: Wer etwas flacher bleiben möchte, besucht beispielsweise die Partnachklamm, den Geroldsee mit Bademöglichkeit oder umrundet den Eibsee. Die Bergbahnen bringen Gipfelstürmer aber auch schnell hoch hinauf. Familie Reindl hat für ihre Gäste stets den passenden Tipp – und das passende Arrangement: Reindls Wandertage umfassen sieben Übernachtungen mit Frühstück, köstliche Fünf-Gänge-Abendmenüs aus Marianne Holzingers Genießerküche sowie erholsame Stunden in Reindl‘s Spa mit Saunen, Whirlpool und Schwimmbad. Das Arrangement kann ab ­ 1.316 Euro für zwei Personen im Doppelzimmer gebucht werden.

Mountains & canyons / Hiking week special You love hiking and stunning mountain views? Then you should go for Reindl`s Partenkirchner Hof`s „Hiking special“ including 7 nights with breakfast, fivecourse dinners and free use of the spa area. From 1,316 € for 2 people. Eigentümerin: Marianne Holzinger / Leitung: Marianne und Michael Holzinger / E-Mail: info@reindls.de // www.reindls.de

Kleine Fluchten Entdecken Sie die schönsten Städte und Landschaften mit den MOSAIK-Hotels. Travel and Explore Discover the most beautiful cities and landscapes with the MOSAIK hotels.

Astoria Relax & Spa Resort / Seefeld

Alpine Heaven Zweite Erweiterungsphase abgeschlossen Nach einer dreimonatigen Betriebspause ist es nun endlich so weit: Das Astoria Relax & Spa Resort wird am 30. Juni wiedereröffnet. Gastgeberin Elisabeth Gürtler und der französische Interior Stardesigner Pierre-Yves Rochon haben einen Platz der Superlative für Erholungssuchende geschaffen. Die neue Lobby-Lounge mit Blick auf das Seefelder Hochplateau und die stylishe Bar im Retrostil sind neue Treffpunkte des Hauses. Auf Gäste, die bei einem Glas Cognac und einer Zigarre diskutieren oder philosophieren wollen, wartet ein Cigar-Refugium im englischen Club-Stil. Nachdem erst kürzlich die Wasserwelt neu eröffnet und der Zubau von 24 Suiten und Junior Suiten vollzogen wurde, ist damit nun der zweite Schritt der Hauserweiterung abgeschlossen. Ende des Jahres wird auch der Ausbau der Saunawelt um ein topmodernes Spa-Haus realisiert sein, das die Handschrift des Tiroler Wellness-Spezialisten Prof. Karl Landauer tragen wird.

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Alpine heaven / Second step of extension building completed On June 30th, the Astoria Relax & Spa hotel will reopen its doors. Guests are offered a new lobby-lounge, a stylish bar and a cigar club. By the end of the year, a state-of-the-art sauna house will be completed. Gastgeberin: Dkfm. Elisabeth Gürtler E-Mail: hotel@astoria-seefeld.com /­ / www.astoria-seefeld.com


Travel and Explore Packages & More

Flensburg, die nördlichste Stadt Deutschlands mit ihrer malerischen Altstadt und ihrem nordischen Charme, ist für Gäste des Genießerhotels Historischer Krug in Oeversee gerade einmal einen Katzensprung entfernt. Besonders empfehlenswert: die Teilnahme an einer Stadtführung mit einer „­Petuhtante“ – so werden die Einheimischen genannt, die noch den für die Gegend so einzigartigen Dialekt sprechen, welcher Elemente von Hochdeutsch, Plattdüütsch, Dänisch und Plattdänisch vereint. Selbstverständlich sind die freundlichen Mitarbeiter an der Rezeption gerne bei der Terminabsprache behilflich und geben weitere Ausflugstipps wie etwa zum Nolde-Museum, nach Husum oder ins dänische Tønder mit seinen zahlreichen gut erhaltenen Patrizierhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das Arrangement „Wikinger-Offerte“ bietet den passenden Rahmen, um den schönen Norden zu entdecken. Es umfasst sieben Übernachtungen mit Frühstück sowie jeweils ein Drei-Gang-Menü und ein Fünf-Gänge-Feinschmeckermenü. Buchbar ab 699 Euro pro Person.

Wikinger-Offerte / 7 days in the land of the Vikings Genießer Hotel Historischer Krug / Oeversee

Wikinger-Offerte Sieben Tage im Land der Angeln und Wikinger

Explore Germany`s beautiful north with this offer: The package „WikingerOfferte“ includes 7 nights, breakfast, a 3-course dinner and a 5-course dinner, starting from 699 € p.p. Inhaberin: Lenka Hansen-Mörck / E-Mail: info@historischer-krug.de // www.historischer-krug.de

MS EUROPA / Hamburg

Auf groSSe Fahrt

Fotos: Mauritius Images; Fotolia; privat; Hapag-Lloyd Cruises

Eine Vorschau in die Kreuzfahrt-Saison 2018/19 Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Alle, die regel­ mäßig das Fernweh packt, dürfen schon jetzt träumen, denn der neue Katalog von Hapag-Lloyd Cruises ist herausgekommen. Und dieser zeigt: Auch für die Saison 2018/19 hält die EUROPA wieder zahlreiche Highlights für die Passagiere bereit: zum Beispiel die 171-tägige Weltreise von Dubai nach Dubai. Oder die Überraschungsreise: Nur der Anfangshafen Barcelona und das Ziel – Piräus – stehen fest, dazwischen legen die Passagiere ihren Wunschkurs selbst fest. Auch an Bord geht es bunt zu: Während einer Kurzreise von Hamburg nach Kiel findet im August 2018 zum ersten Mal das Theaterfestival statt. Weitere Themenreisen sind die Musikreisen Stella Maris und das Ocean Sun Festival, vier Gartenreisen und sechs Golf & Cruise Kreuzfahrten. Auf sieben Reisen heißt es „Vital auf See“. Hier stehen Gesundheit und Wellness im Mittelpunkt. Auch die beliebten Sommerevents wie das Gourmetfestival „EUROPAs Beste“ im Juni 2018 in Antwerpen und die legendäre Partynacht „EUROPA meets Sansibar“ im Juli 2018 vor Sylt stehen wieder auf dem Programm. Der Katalog kann unter www.hl-cruises.de/schiffe/ms-europa/katalog bestellt werden.

Reisebeispiele Theaterfestival: vom 25. bis 29.08.2018 von Hamburg nach Kiel über Wismar/Deutschland und Kopenhagen/Dänemark, buchbar ab 1.990 € pro Person. ­Infos unter www.hl-cruises.de/EUR1818

Dream away / EUROPAs Highlights 2018/19 Be it the new theater festival on board or the Surprise Cruise where the passengers decide the exact route – the EUROPA offers again exciting adventures for globetrotters in the season 2018/19. E-Mail: service@hl-cruises.com // www.hl-cruises.de

Überraschungsreise: vom 10. bis 23.10.2018 (13 Tage) von Barcelona nach Piräus (Athen), Route nach Wünschen der Passagiere, buchbar ab 6.490 € pro Person inkl. An- und Abreise von/bis Deutschland. Infos unter www.hl-cruises.de/EUR1823

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Travel and Explore Packages & More

Relais & Châteaux Hotel Jagdhof Glashütte / Bad Laasphe

Country Leisure Time Die Rothaar Mountains entdecken

Relais & Châteaux Schlosshotel Burg Schlitz / Hohen Demzin

Abstand vom Trubel gewinnen Romantisch-philosophische Streifzüge durch die Weite der Mecklenburgischen Schweiz Radeln, joggen, walken, wandern – die Mecklenburgische Schweiz mit ihren Hügel- und Seenlandschaften ist ein Paradies für Naturliebhaber und Sportbegeisterte. Mittendrin in diesem grünen Idyll liegt das Relais & Châteaux Hotel Burg Schlitz. Die nötige Weite zum Träumen und

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Country leisure time / Explore the Rothaar Mountains Enjoy the beautiful nature surrounding the luxury country residence. This package includes 3 nights, breakfast, little tasty sweets and snacks for coffee time as well as 2 delicious dinners. It can be booked from 487 € p.p. Eigentümer/Leitung: Edmund Dornhöfer / E-Mail: info@jagdhof-glashuette.de // www.jagdhof-glashuette.de

um Abstand zu gewinnen spendet der 180 Hektar große Landschaftspark nach englischem Vorbild, in dessen Alleen sich einst schon Goethe und die Dichterfamilie von Arnim ergingen. Hinter ehrwürdig alten Bäumen verstecken sich Brunnen, Obelisken, Grotten und unzählige idyllische Plätze. Jim Schütz kennt sie alle, kennt ihre Geschichten und so manche Anekdote aus ihrer Entstehungszeit. Der Germanist und Bildhauer nimmt interessierte Gäste regelmäßig mit auf einen romantisch-philosophischen Spaziergang. Bei einem Picknick an einem poetischen Ort berichtet der Vollblut-Mecklenburger dann von Hans Graf von Schlitz, Diplomat, Romantiker, Landwirt und Schöpfer dieser einmaligen Parklandschaft. Für Gäste, die zum ersten Mal nach Burg Schlitz kommen, hat das Hotel ein besonderes Arrangement geschnürt: Das Package „Burg Schlitz zum Kennenlernen“ beinhaltet eine Übernachtung mit Frühstück, ein Abendessen in drei Gängen aus Sabine Teublers Schlossküche, Aperitif sowie einen 10-%-Rabatt auf alle SpaTreatments und Massagen, dazu freie Nutzung von Sauna, Dampfbad und Schwimmbad. Preis ab 163 Euro pro Person. Anreise ist täglich außer Freitag und Samstag möglich.

On the tracks of history / Philosophical wander through nature Explore one of the region`s most beautiful landscape parcs and listen to the tales that surrounds it while enjoying your stay at Burg Schlitz: 1 night, breakfast, a 3-course dinner, aperitif and a 10% voucher for spa treatments can be booked from 163 € p.p. Arrival daily except Fri&Sa. Geschäftsführer/Inhaber: Manuela und Armin Hoeck E-Mail: info@burg-schlitz.de // www.burg-schlitz.de

Fotos: privat

Natur erleben, Natur genießen, so lautet das Motto im Relais & Châteaux Hotel Jagdhof Glashütte. Die Fünfsterne-Country-Residenz mit ihrem unverfälschten Charme eines Jagdschlosses begeistert insbesondere durch ihre idyllische Lage am Fuße des Rothaargebirges. Bis 30. November hält das Hotel ein Arrangement zum Preis ab 487 Euro pro Person bereit, welches zum Entspannen und Genießen einlädt. Es umfasst drei Übernachtungen, ein opulentes Frühstück mit allem, was das Herz begehrt, nachmittags Herzhaftes aus der Schlachteküche und süße Naschereien zum Kaffee aus der hauseigenen Konditorei am Kamin sowie zwei Abendessen: eines in der Fuhrmanns-Schänke sowie ein Schlemmermenü vom Feinsten im Restaurant Rotisserie Jagdhofstuben. Ein WelcomeCocktail, täglich frisches Obst im Zimmer, freie Getränkeauswahl aus der Minibar und ein After Dinner-Cocktail an der Bar sind ebenfalls inkludiert. Tagsüber heißt es träumen im kleinen Jagdhof Spa mit Felsenschwimmbad, Sauna und Infrarotkabine oder Mountainbiking, wandern oder gemütliches Radeln durch Wittgenstein. Wanderkarten, WanderWalking-Stöcke sowie Mountain- und E-Bikes können nach Verfügbarkeit gratis geliehen werden.


Travel and Explore Packages & More

Hotel Zur Tenne / Kitzbühel

Hoch hinauf Ein Arrangement für Frischluftliebhaber Kitzbühels Wanderwege sind so vielfältig wie seine Bergwelt. Mehrmals wöchentlich bieten die KitzMountain Guides kostenlos geführte Wanderungen zu verschiedenen Themen an. Ein Geheimtipp ist der auf 1.880 Metern gelegene Alpenblumengarten mit mehr als 300 Pflanzenarten aus aller Welt. Dieses Kleinod zählt zu einem der schönsten Europas. Gäste des Hotels Zur Tenne führt das Wander-Arrangement hoch hinauf: Fünf Nächte in einem gemütlichen Tiroler Doppelzimmer inklusive Frühstück und abends ein Drei-Gang-Gourmetmenü sind vom 16. Mai bis 27. Oktober ab 141,50 Euro pro Person und Nacht buchbar. Erleben Sie Tirol mit der KitzAlps Sommer Card für drei Tage, die unter anderem freie Fahrten mit den Kitzbüheler Bergbahnen sowie freien Eintritt ins Badezentrum Aquarena beinhaltet.

Reach the peak / Hiking package The offer includes 5 nights in a typical Tyrolese-style double room, breakfast and 3-course dinners. The KitzAlps Summer Card offers free use of the mountain railways around Kitzbühel and free entry to the water parc Aquarena. Inhaberin: Innegrit Volkhardt / Direktor: Thomas Lechner E-Mail: info@hotelzurtenne.com // www.hotelzurtenne.com

Hotel Bad Schachen / Lindau

Moderner Look im Traditionshaus am Bodensee Neue Wohn-Dimensionen im Hotel Bad Schachen

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e weiter ich reise, desto näher komme ich an mich heran.“ Andrew McCarthy, US-amerik. Schauspieler

Es gibt Hotels, in denen alle Zimmer identisch gestaltet sind. Und es gibt das Hotel Bad Schachen, in dem kein Zimmer dem anderen gleicht – und das ganz bewusst. Zum Start der Saison 2017 bietet das Traditionshaus zwei neue Suiten und mehrere Zimmer in modernem Look an. Böden und Möbel sind aus edlen Hölzern gefertigt. Die beiden neuen Suiten bieten ein besonders exklusives Wohnerlebnis: Die Bäder sind mit Badewanne und bündig in den Boden eingelassener Dusche ausgestattet. Die „Schachen Suite“ verfügt über eine frei stehende Badewanne und ein eigenes Spa mit finnischer Sauna. Der Blick durch die Fenster und von den großen Balkons geht nach Süden über den Bodensee auf die Alpen. „Wir haben unsere Zimmer schon immer individuell und im Stil eines Grand Hotels eingerichtet“, sagt Isolde Schielin, Chefin und Eigentümerin des Hotels Bad Schachen, das sich seit 1752 in Familienbesitz befindet. „Diese Tradition schreiben wir mit unseren neuen Suiten und Zimmern fort.“

Modern living / Hotel Bad Schachen offers 2 luxurious new suites With the beginning of the summer season, Hotel Bad Schachen offers two new suites and several rooms in a modern look. Floors and furniture are made of noble wood. Particularly exclusive: The „Schachen Suite“ has a free-standing bathtub and a private spa with Finnish sauna. From the large balconies, guests enjoy a stunning view over Lake Constance to the Alps. Geschäftsführerin: Isolde Schielin / E-Mail: servus@badschachen.de // www.badschachen.de

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culture experience

kultur erleben

Das Tor zur Schatzinsel Die James-Simon-Galerie wird die neue Besucherzentrale auf der weltberßhmten Museumsinsel in Berlin. Architekt David Chipperfield setzt damit einen wichtigen Schlussstein im Rahmen des Masterplans. Doch das Bauen geht weiter. Text: hartmut rätsch


as auch immer in Berlin gebaut wird, es bewegt die Gemüter, besonders wenn es Eingriffe direkt ins Herz der Hauptstadt sind. Dort, auf der Museumsinsel, wo sich fünf Museen auf engstem Raum drängen und einmalige Kulturschätze der Menschheit jährlich vier Millionen Besuchern präsentiert werden, entsteht seit 2009 ein sechster Bau. Eigentlich nur eine Eingangshalle zu den bestehenden Häusern, aber an markanter Stelle und mit symbolischer Kraft. Lange wurde geplant, entworfen, gestritten, zurückgezogen, neu geplant und sich verrechnet. Doch jetzt steht der Bau, und man kann erkennen, was sich der britische Stararchitekt David Chipperfield ausgedacht hat. Ein „wahrer Tempel auf dem Sockel“, schwärmten Verantwortliche und Geldgeber, als 2007 ein zweiter Entwurf präsentiert wurde. „Was sich nun dem Betrachter bietet, ist die Versöhnung der

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der übrigen Gebäude auf der Museumsinsel einfügt.“

Moderne mit dem Bestand. Es ist ein von schlanken Kolonnaden und einer breiten Treppe bestimmter Bau, der sich, auch was die sandsteinartige Farbwahl angeht, ins Ensemble der übrigen Gebäude auf der Museumsinsel einfügt.“ Lobt Dr. PeterKlaus Schuster, der damalige Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin. Architektur der „klassischen Moderne“, eben keine „Postmoderne“ sei das. Ja, ein Solitär, doch einer, der sich respektvoll an das danebenstehende Pergamonmuseum anschließt und durch seine Leichtigkeit nicht den Blick verstellt, wie befürchtet wurde. Die schärfsten Kritiker sind verstummt, eine Bürgerinitiative gegen den Bau stellte ihre Aktivitäten ein. Dort, wo sich bis in die 1930er Jahre der Schinkel‘sche Packhof befand und das Brachland auf eine Bebauung wartete, setzt Chipperfield nicht nur einen Zweckbau

zur Bewältigung der Besuchermassen, sondern einen wohlüberlegten Schlussstein in der Museumslandschaft. Chipperfield knüpft, dezent aber sichtbar, an die klassizistische Formensprache Schinkels und seiner Schule an. Zum Kupfergraben hin schließt eine hohe Pfeilerhalle die Galerie ab, von der Bodestraße her steigt eine breite Freitreppe die Höhe hinauf. Man kann sagen: Der Besucher wird empfangen und durch die Architektur geehrt. Doch Richtfest konnte erst 2016 gefeiert werden und die Bauarbeiten ziehen sich. Denn Bauen auf der Spreeinsel war schon immer schwierig. Berlin ist auf Sand gebaut und die Museen zwischen Spree und Kupfergraben zum Teil sogar auf Schlamm. Grund dafür ist die letzte Eiszeit, die vor 18.000 Jahren zu Ende ging. Das Schmelzwasser der Gletscher formte eine Abflussrinne, die heute Berliner Ur-

Fotos: Seite 28-31 Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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„Es ist ein von schlanken Kolonnaden und einer breiten Treppe bestimmter Bau, der sich, auch was die sandsteinartige Farbwahl angeht, ins Ensemble


Culture Experience Museumsinsel

CHIPPERFIELD KNÜPFT AN DIE KLASSISCHE FORMENSPRACHE SCHINKELS und seiner schule an. JAMES SIMON (1851-1932) war der wichtigste mäzen der berliner museen.

die Amazone zu pferde von Tuaillon Bewacht das Neue Museum Mit dem grössten Schatz: Die Nofretete. UNTEN: SäulenZeile der JAMESSIMON-GALERIE vom Kupfergraben aus gesehen.

stromtal genannt wird. Neben dem hohen Grundwasserspiegel bereitete eine mit Schlamm gefüllte Auswaschung, der Kolk, den Baufachleuten schon immer die größten Probleme. Die ersten Bauten der Museumsinsel errichtete man daher auf Holzpfählen, die durch den Schlamm hindurch in festere Erdschichten gebohrt wurden. An der Baustelle der Eingangshalle ist der Kolk 40 Meter tief. Wusste man das nicht? Jedenfalls führte er jetzt zu Bauverzögerungen und steigenden Kosten. Auf mehr als 1.200 Stahlpfählen mit bis zu 50 Metern Länge wurde unter Wasser eine Betonsohle aufgebracht und von Tauchern mit den Pfählen verbunden. Diese aufwendige Konstruktion trägt nun das neue Gebäude: die James-Simon-Galerie. Mit der Namensgebung ehren die Staatlichen Museen zu Berlin ihren bedeutendsten Mäzen. Der Textilkaufmann Simon

(1851 bis 1932) stammt aus einer jüdischen Berliner Familie. Er ist mit seiner großzügigen Förderung von Kunst, Wissenschaft, sozialen Projekten und Gemeinwohl bis heute ein Vorbild für modernes Bürgerengagement. Mit seinem Namen dauerhaft verbunden ist die Porträtplastik der Nofretete, die er dem Ägyptischen Museum in Berlin vermachte. Ein Drittel seiner jährlichen Einkünfte soll er verschenkt haben – meist im Stillen, ohne großes Aufheben. Von der James-Simon-Galerie aus kann der Museumsbesucher künftig das Pergamonmuseum, das Neue Museum und die Archäologische Promenade bis hin zum Bode-Museum durchwandern. Neben der üblichen Infrastruktur eines modernen Museumsbetriebs sollen auch Räume für Wechselausstellungen entstehen, die die historischen Gebäude entlasten. In einem Sonderausstellungsraum wird über

die Museumsinsel selbst informiert werden. Die zwischen 1830 mit dem Alten Museum des Baumeisters Karl-Friedrich Schinkel begonnene und 1930 vorerst abgeschlossene Museumslandschaft gilt als einer der wichtigsten Museumskomplexe der Welt. Eine wahre Schatzinsel, die seit 1999 „Welterbestätte“ der UNESCO ist. Um diesen Schatz zu bewahren, mussten und müssen die alten Gemäuer dringend restauriert und auf einen zeitgemäßen Ausstellungsbetrieb umgestellt werden. Ein gigantisches Vorhaben. Im Krieg wurden einzelne Gebäude bis zu 70 Prozent zerstört, nach 1945 mehr schlecht als recht wieder zusammengeflickt. Die Teilung Deutschlands zerriss auch die Bestände der Sammlungen für Jahrzehnte. Mit der deutschen Wiedervereinigung und der Vereinigung der Museen aus Ost und West unter dem Dach der

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Stiftung Preußischer Kulturbesitz musste ein neues Standortkonzept entwickelt werden. An diesem bereits 1990 formulierten Konzept orientiert sich der Masterplan Museumsinsel. Ein weiteres Ziel ist es, die archäologischen Sammlungen im Zusammenhang auszustellen. In der Geschichte der Menschheit gibt es große Themen, die über verschiedene Zeiten und Orte hinweg immer wieder in kulturellen und künstlerischen Objekten ihren Ausdruck fanden. Diese Themen wird die „Archäologische Promenade“ sammlungsübergreifend in einer räumlichen Abfolge präsentieren. Der Besucher kann dann durch eine Vielzahl von Kulturen flanieren: von Ägypten über Mesopotamien, Rom, Griechenland, die Welt des Islam und das europäische Mittelalter bis hin zu Renaissance und Aufklärung. Vor ihm entfalten sich zwischen Orient und Okzident, zwischen Byzanz und Babylon die großen Menschheitsthemen – Gott und Götter, Zeit und Geschichte, Hütten und Paläste, das Jenseits. Ein Konzept, das schon die Gründerväter der Museen angestrebt hatten und nun Schritt für Schritt umgesetzt werden soll. Dadurch müssen immer wieder Besucher vor verschlossenen Türen stehen oder Umwege in Kauf nehmen. Derzeit betrifft es das beliebte Pergamonmuseum (siehe nebenstehenden Text). In Berlin rechnet man für die nächsten Jahre mit einer weiteren Zunahme an Touristen, die auch die Museumsinsel besuchen werden. Auf die James-Simon-Galerie kommt also eine gewaltige Aufgabe zu. So ist zu hoffen, dass der Untergrund nicht absackt, das Grundwasser sich keine Wege sucht, die 1.200 Stahlpfähle tragen und der Brandschutz keine Einwände hat. Dann kann mit der Eröffnung Ende 2019 gerechnet werden. Über die Kosten sprechen wir heute lieber nicht. Übrigens: Der Masterplan Museumsinsel sieht noch Baumaßnahmen bis 2025 vor. Und wie sagte der Wahlberliner Bertolt Brecht in seiner Ballade: Ja, mach nur einen Plan! Sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch ’nen zweiten Plan …

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Foto: bpk / Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, SMB / Jürgen Liepe

Culture Experience Museumsinsel

Fünf Museen – eine Zeitreise durch die Menschheitsgeschichte Das Pergamonmuseum beherbergt eigentlich drei Museen: das Vorderasiatische Museum, das Museum für Islamische Kunst und die Antikensammlung. Highlight ist der Pergamonaltar. Er gilt mit dem monumentalen Sockelfries als ein Höhepunkt hellenistischer Kunst. Mehr als hundert überlebensgroße Figuren zeigen den Kampf der olympischen Götter gegen die Giganten. Ein zweiter Fries an den Innenwänden erzählt die Legende von Telephos. Errich-

tet wurde der Pergamonaltar zwischen 175 und 159 v. Chr. In frühbyzantinischer Zeit wurde er zerstört. Bei Grabungen im kleinasiatischen Pergamon Ende des 19. Jahrhunderts fand Carl Humann zahllose Fragmente des Altars. Aus diesen wurde der Fries in Berlin wieder zusammengesetzt. Im September 2014 konnten die Besucher einen letzten Blick auf den Altar werfen. Seither sind die steinernen Zeugnisse aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. in einen akri-


Culture Experience Museumsinsel

DIE BÜSTE DER NOfretete ist über 3000 Jahre alt. Bei Ausgrabungen wurde sie 1912 weitgehend unversehrt entdeckt und ab 1924 ausgestellt.

bisch überwachten Dornröschenschlaf versetzt. Eine stabile Einhausung aus metallenen Steckplatten schützt den mehr als 33 mal 35 Meter großen Säulenbau vor Schlag und Staub, die monumentale Freitreppe in der Mitte ist mit Pressholz gesichert. Wegen der planmäßigen Grundsanierung sollte das Hauptkunstwerk des Pergamonmuseums zuerst bis 2019 verschlossen bleiben. Doch dann tauchten überraschend zwei Pumpenhäuser im Baugrund auf. Die Pumpen hatten während der Erbauung zwischen 1910 und 1930 Grundwasser abgesaugt, wurden danach jedoch offenbar nicht entfernt. Jetzt sorgen sie für eine satte Verzögerung des Projektes bis voraussichtlich 2023. Also führen die Götter um Zeus und seine Tochter Athene nun in aller Stille den Kampf gegen die irdischen Giganten. Denn irgendwann soll dem Altar regelrecht der Boden unter den Füßen entzogen werden. Ein ausgeklügeltes System elektronisch gesteuerter Kontrollen überwacht Luftfeuchtigkeit und Temperatur rund um

die Uhr. Zudem zeigen Sensoren an den Säulen an, wenn es durch die Bauarbeiten zu unliebsamen Schwingungen kommt. Glücklicherweise ist der Südflügel von der Schließung nicht betroffen. Dort können das Markttor von Milet, ein römischer Torbau aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., das bereits 2007 restauriert wurde, sowie das Ischtar-Tor, die Prozessionsstraße von Babylon und die Mschatta-Fassade besichtigt werden. Und: Der Pergamonaltar ist digital neu entstanden. Aus 580 Millionen Dreiecken haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung ein faszinierend genaues 3-D-Modell erstellt. Jetzt können auch Details erkannt werden, die am echten Altar bisher nur den Fachleuten zugänglich waren. Gleich nebenan, direkt am Spreeufer, erhebt sich der imposante Bau des Bode-Museums, der 1904 als KaiserFriedrich-Museum fertiggestellt wurde.

Von 2000 bis 2006 wurde es renoviert. Das Bode-Museum beherbergt die Skulpturensammlung und das Museum für Byzantinische Kunst sowie das Münzkabinett. Allein die Architektur lohnt den Besuch. Die dominante Kuppel wie auch die zwei opulenten Treppenhäuser im Eingangsbereich geben dem Gebäude die herrschaftliche Ausstrahlung, die sich auch in den vielen Dekorationselementen widerspiegeln. Genau in der Mitte der Museumsinsel erhebt sich der an einen antiken Tempel erinnernde Bau der Alten Nationalgalerie. Das Museum ist das erste Gebäude der Museumsinsel, das im Rahmen der Generalsanierung 2001 wieder eröffnen konnte. Auf drei Etagen verteilt findet der Besucher Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts. Gemälde von Caspar David Friedrich gehören ebenso zum Bestand wie Landschaften und Architekturvisionen Karl Friedrich Schinkels oder Arbeiten Adolph Menzels. Einen Höhepunkt der Sammlung

Fotos: bpk / Antikensammlung, SMB / Johannes Laurentius (links), bpk | Hans Christian Krass (rechts)

Der pergamonaltar ist Touristenmagnet Nummer Eins. Aus unzähligen Fragmenten wurde der Fries in berlin zusammengesetzt.

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Culture Experience Museumsinsel

Das Ischtar-tor war teil der mauern von babylon. seit 1930 ist es im pergamonmuseum zu sehen.

Fotos: bpk / Vorderasiatisches Museum, SMB / Olaf M.Teßmer (links), bpk / Vorderasiatisches Museum, SMB (rechts)

Der Löwe ist symbol der göttin Ischtar.

„Die großen Menschheitsthemen: Gott und Götter, Zeit und Geschichte, Hütten und Paläste, das Jenseits. Ein Konzept, das schon die Gründerväter der Museen angestrebt hatten, wird nun Schritt für Schritt umgesetzt.“

bilden auch Werke der impressionistischen Malerei. Edouard Manet, Claude Monet, Auguste Renoir sind hier ebenso vertreten wie Edgar Degas oder Paul Cézanne. Darüber hinaus sind Gemälde von Max Liebermann und Lovis Corinth ausgestellt. Das Alte Museum, erbaut 1823 bis 1830, zählt zu den bedeutendsten Bauwerken des Klassizismus und gilt als einer der Höhepunkte im Schaffen Karl Friedrich Schinkels. Die eindrucksvolle Vorhalle mit ihren 18 ionischen Säulen und der Freitreppe fällt schon von Weitem ins Auge. Die klare Gliederung nach dem Vorbild der Antike setzt sich im Inneren weiter fort: Die Ausstellungsräume des Gebäudes gruppieren sich um zwei Innenhöfe. In der Mitte liegt mit der Rotunde das Herzstück des Gebäudes. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist hier die Antikensammlung untergebracht.

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Nach 70-jähriger Schließung öffnete das Neue Museum im Jahre 2009 wieder seine Pforten. Das nach Plänen des SchinkelSchülers Friedrich August Stülers zwischen 1843 und 1855 erbaute Gebäude bröckelte fast fünf Jahrzehnte als Kriegsruine vor sich hin. Erst ab 2003 fanden unter der Leitung des Architekten David Chipperfield aufwendige Restaurierungs- und Wiederherstellungsarbeiten statt. Heute vereint das Neue Museum fast 9.000 Objekte dreier unterschiedlicher Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin unter einem Dach: das Ägyptische Museum und die Papyrussammlung, das Museum für Vor- und Frühgeschichte und Teile der Antikensammlung. Auch die schönste Frau Berlins ist hier zu Hause: Nofretete, zumindest ihre Büste. Als einziges Objekt im Nordkuppelsaal in einer mehrere Meter hohen Vitrine ausge-

stellt, ist sie der Star und Besuchermagnet der Sammlung. „Die Schöne ist gekommen“, heißt Nofrete übersetzt. Die mehr als 3000 Jahre alte farbige Büste wurde 1912 weitgehend unversehrt bei Ausgrabungen im ägyptischen Amarna von dem deutschen Archäologen Ludwig Borchardt in der Werkstatt des Hofkünstlers Thutmosis entdeckt. „Arbeit ganz hervorragend. Beschreiben nützt nichts, ansehen“, notierte der Altertumsforscher in sein Grabungstagebuch. Doch lange blieb sie der Öffentlichkeit vorenthalten. Eine Kopie erhielt 1913 Kaiser Wilhelm II. Das gemeine Volk konnte sie erst 1924 bewundern. Zu verdanken ist das James Simon – durch seine Schenkung an die Berliner Museen. Die Menschen waren elektrisiert von der Schönen. Sie standen Schlange, Frauen schminkten sich wie sie und wollten selbst auch so zart, kühl und androgyn sein. 2


Alles oder Anders

Als Fotografieren noch Abenteuer war, Zeiss Super Ikonta 3 x 4

Ich poste Selfies, also bin ich

Und heute? Leben wir inmitten einer gigantischen Cloud von Bildern, einer endlosen Flut – was zählt da noch das einzelne Bild? Seit 2007 das erste i-Phone den Markt eroberte, ist das Medium Fotografie quasi explodiert. Auf Facebook werden pro Sekunde (!) 3.000 Fotos hochgeladen. Jeder hat ein Smartphone, jeder fotografiert, versendet und postet seine Shots. Noch vor fünfzig Jahren fochten Berufsfotografen dafür, dass man ihr Tun nicht mehr als reines Handwerk ansah. Fotos galten mehr und mehr als Kunstwerke, auch dank exzellenter Technik. Zum Ehrenkodex der Zunft gehörte das Equipment. Zeiss Ikon, Hasselblad, Leica. Immer gewichtiger wurden Objektive, Fototaschen, Stative und auch das Entwickeln im Labor, der Hand gemachte Abzug auf Barytpapier. Heute ist Fotografieren der Massensport. Und die Technik prescht voran. Von super Pixelzahlen und Datenmengen raunen die Hersteller, bauen die raffiniertesten Elemente klassischer Kameras ins Smartphone ein, vom Zoom bis zur Panorama-Linse. Und dann der Selfie-Wahn: Nicht mehr die Akropolis oder der Vesuv werden fotografiert, sondern das „Ich“ davor. Ich poste Selfies, also bin ich. Touristen erklimmen mit dem Selfie-Stick einen Berg, um sich oben in Pose zu stellen und abzulichten. Das mag bei Teenagern der Selbstvergewisserung dienen, in dem Alter normal, bei anderen der virtuellen Kommunikation mit Familie und

Freunden – aber oft zeigt so ein Verhalten auch narzisstische Züge. Dabei versperren die Selfie-Maniacs all jenen die Sicht, die einfach nur das Hier und Jetzt genießen wollen, ohne Handy. Ähnliches passiert in den Konzertsälen, weshalb etwa Keith Jarrett bei seinen raren Liveauftritten Handys strikt verbietet. Und doch: Es gibt auch heute noch Fotografen, die mit beeindruckenden Bildern zeigen, dass sie Qualität statt Quantität suchen, die World Press Ausstellung zeigt das Jahr für Jahr. Und natürlich ist die analoge Technik der digitalen weiterhin noch überlegen, schon weil nicht alles in ein flaches Smartphone passt – das allein ist es aber nicht. Vielmehr kommt es auf das Sehen an, das Verstehen. Das geschulte Auge. Nur Technik und den Auslöser betätigen reicht nicht. Wer „sprechende“ Fotos machen möchte, braucht mehr. Etwa das Wissen um und das Gespür für Licht und Gegenlicht, für Aufbau und Komposition eines Bildes. Und, ganz elementar: Das Bild muss eine Geschichte transportieren. Viele Profis oder Künstler wenden sich inzwischen von der DigitalTechnik ab, arbeiten wieder analog. Leica. Hasselblad. Nikon. Es ist wie in der Musikindustrie, wo in Zeiten von Spotify das gute alte Vinyl immer mehr Liebhaber zurückgewinnt. Auch die Schwarz-WeißFotografie erlebt ein Comeback. Bewährtes gegen die Wahllos-Bilderflut – in der Hoffnung, dass ein paar Leute den Unterschied merken. Und honorieren. Andererseits kann uns auch ein Handyfoto berühren. Auf vielen Internetplattformen ist die Rubrik „Foto des Tages“ zur Institution geworden. Jedes Motiv ist dabei: Landschaften, Tiere, Blumen, Hochzeiten, Sonnenuntergänge, Porträts. Das Spektrum reicht vom technisch brillanten Bildmoment bis zum verwaschenen Knipsi. Doch ob ein Bild uns berührt, entscheidet etwas anderes: Bricht es jene glatten, unecht schönen, endlos reproduzierten Werbe-Klischees? Wird der Fotograf zum Erzähler, erkennen wir die Geschichte hinter dem Bild? Denn dazu braucht es mehr als Technik. Etwa: Kopf und Herz. Bestimmt auch: Menschenkenntnis. Lebenserfahrung. Frauke Döhring

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Foto: Fotolia/hufnasi

Die Geschichte der Fotografie steckt voller bleibender Momente. Jene poetischen Alltagsszenen aus dem Paris der Fünfzigerjahre, die wie Schnappschüsse daherkamen und doch inszeniert waren, gingen als Postkarten um die Welt. „Der Kuss“ von Robert Doisneau oder Willy Ronis’ Junge in kurzen Hosen, der mit dem Baguette unter dem Arm durch die Straßen läuft – sie symbolisierten Glück und Liebe, trafen den Betrachter ins Herz. Andere Motive wurden zu Ikonen, weil sie vom Leid erzählten. Das schreiende nackte Mädchen in Vietnam, das vor den Napalm-Bomben flieht, aufgenommen von Nick Ut. Die junge Frau aus Afghanistan mit dem Kriegstrauma in ihren weit aufgerissenen grünen Augen (Steve McCurry) – hier stimmte es: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und die Botschaft wurde verstanden, bewirkte Hinsehen, Aufsehen, Mitleid, sogar öffentlichen Protest.


Der Ahnherr blickt Christiane Gräfin zu Rantzau in ihrem Hamburger Büro immer über die Schulter. James Christie gründete vor 250 Jahren in London das erfolgreiche Kunstauktionshaus. Christiane zu Rantzau ist Mitglied der Geschäftsleitung von Christie‘s Deutschland.


Culture Experience Christie´s

Wer bietet mehr ...? Christiane Gräfin zu Rantzau ist Chairwoman von Christie’s Deutschland. Die Gräfin aus holsteinischem Uradel ist eine der wenigen Frauen im Kunstauktionsgeschäft. Ihr Beruf ist ihre Berufung.

Fotos: Andreas Herzau; Christie‘s

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Text: claudia Biehahn Porträtfotos: Andreas Herzau

r ist immer noch das große Vorbild, obwohl er schon seit mehr als 200 Jahren tot ist: James Christie, der Gründer des gleichnamigen, heute größten Kunstauktionshauses der Welt. Christiane Gräfin zu Rantzau hat ihm deshalb einen prominenten Platz in ihrem Büro reserviert. Der Ahnherr hängt, von Thomas Gainsborough 1778 in Öl gemalt, über ihrem Besprechungstisch: ein großer, schlanker Mann, der sich entspannt auf einen Bilderrahmen lehnt und sehr zufrieden in die Welt blickt. „Er hatte allen Grund dazu“, lächelt Christiane zu Rantzau. „Seine Geschäfte liefen hervorragend.“ Am 5. Dezember 1766 hatte James Christie in London mit der Versteigerung von Kunst begonnen und schon wenige Jahre später zählte die finanzielle und gesellschaftliche Elite Europas zu seinen Kunden. Eine seiner berühmtesten Kundinnen war Katharina die Große, die über Agenten ganze Bildersammlungen aufkaufte. Sie hängen heute in der Eremitage in St. Petersburg. Wie hat er das geschafft? „Versteigerungen hat es immer schon gegeben“, erzählt Christiane zu Rantzau. „Aber Kunst zu kaufen war in Mode gekommen und er hat in London daraus ein gesellschaftliches Highlight gemacht. Die Art, wie er die Menschen in seinen Bann zog, wie er sie ansprach, sie unterhielt, sie zum Bieten bewegte – das war genial.“ Und eben deshalb tauge er heute noch als Vorbild für alle, die

als Auktionatoren Erfolg haben wollen, sagt die Gräfin, und sie muss es wissen. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet sie schon für das Londoner Auktionshaus. Als Kunstexpertin und Auktionatorin und seit 2011 auch als Mitglied der Geschäftsführung von Christie‘s Deutschland sowie als „European Director“. Christiane zu Rantzau hat in ihr Hamburger Büro zum Interview eingeladen. So präsent, aufmerksam und energiegeladen, wie sie stundenlange Auktionen managt, ist sie auch im Gespräch. „Kunst hat mich immer interessiert“, erzählt die Gräfin, die auf Gut Rastorf in Schleswig-Holstein aufgewachsen ist. Ihre Familie zählt zu den ältesten Adelsgeschlechtern Norddeutschlands. Von Kindheit an gehörte der Umgang mit Kunst und Antiquitäten zu ihrem Leben. „Trotzdem war mein Weg in den Kunsthandel nicht vorgezeichnet“, sagt sie. „Da bin ich mehr aus Zufall reingerutscht.“ Sie „entdeckte“ während ihrer Ausbildung zur Dolmetscherin in München die beiden Pinakotheken für sich – und das Auktionshaus Neumeister, das nicht weit entfernt lag. Nach ihrem Studium fing sie dort als Volontärin an, 1984 wechselte sie zu Christie‘s. Seit 1999 besitzt sie die Auktionatorenlizenz. „Es waren immer die praktische Seite am Kunsthandel und der Umgang mit den Kunden, die mich interessierten“, sagt Christiane zu Rantzau. „Im Auktionshaus kann man die Dinge in die Hand nehmen, sie fühlen. Das ist der Unterschied zum Museum und das macht für mich die Faszination an meinem Beruf aus.“ Außerdem werde sie

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Culture Experience Christie´s

von einer detektivischen Neugier angetrieben. Sie liebe es, in staubigen Dachböden zu wühlen und unter Spinnweben versteckte Preziosen aufzustöbern. Das eine oder andere Schätzchen hat sie dabei schon entdeckt, das anschließend für viele Hunderttausend Pfund den Besitzer wechselte. Vier bis fünf Auktionen führt Christiane zu Rantzau pro Jahr für Christie‘s durch und noch sehr viel mehr Charity-Auktionen. Die Hauptarbeit ist aber eine andere: Kunden besuchen, Kontakte pflegen, Aufträge akquirieren, Vorträge halten. Heute in Hamburg, morgen in London, Amsterdam oder Zürich. „Bei meinem Leben vermischt sich das Private mit dem Beruf“, sagt die Gräfin. „Der Beruf ist Lebensstil. Er ist kein Job, bei dem man um 18 Uhr die Tasche fallen lässt.“ Hat sich viel verändert im Auktionswesen, seit James Christie seine Firma gründete? „Versteigerungen über Telefon und Internet sind dazugekommen“, sagt Christiane zu Rantzau. „Und Privatsales nehmen einen immer größeren Anteil am Geschäft ein.“ Um 25 Prozent sind im letzten Jahr die diskret abgewickelten Verkäufe für einzel-

ne Kunden gestiegen. Zum Beispiel hat Christie‘s im letzten Jahr den Verkauf zweier Rembrandts für den Louvre und das Rijksmuseum im Wert von 160 Millionen Euro vermittelt. Details? „Werden Sie von mir nicht hören“, lächelt Christiane zu Rantzau. „Vertrauenswürdigkeit und absolute Diskretion sind unsere wichtigsten Währungen.“ Trotz Telefon und Internet – die Insignien eines Auktionators sind bis heute aber dieselben geblieben: ein Pult und ein Hammer im Chippendale-Stil. Jeder Auktionator hat bei Christie‘s seine eigenen Hämmer. „Meine drei sind aus Ebenholz und aus Elfenbein“, erzählt die Gräfin und seufzt. „Leider habe ich den schönsten mal verschenkt.“ Eigentlich überflüssig die Frage, ob sie selbst auch Kunst sammelt. Natürlich. „Ich mag die Klassische Moderne und die Moderne. Aber ich mische auch gern und würde durchaus ein Bild aus dem 18. Jahrhundert neben ein zeitgenössisches hängen.“ Und das Gemälde von James Christie – ist das ein Original? „Nein, nein!“, lacht Christiane Gräfin zu Rantzau. „Das hängt im Getty-Center in Los Angeles. Das hier ist nur eine Kopie.“

der nächste, bitte! Das Hansemuseum Lübeck und das Auktionshaus Christie‘s laden zum Schätztag ein – und die Menschen kommen in Scharen.

Kein Stuhl ist mehr frei an diesem Donnerstagnachmittag im Beichthaus in Lübeck. Im Minutentakt geht die große Holztür des alten Backsteinbaus im Hansemuseum auf und neue Interessenten strömen in die große Halle. Junge Paare, alte Paare, Mutter mit Tochter, Großvater mit Enkel. Die meisten kommen das erste Mal zu einer solchen Veranstaltung. Einige schauen etwas unsicher, bevor sie auf der langen Stuhlreihe Platz nehmen, die unauffällige Plastiktüte fest in der Hand. Aldi und Ikea geben eine gute Tarnung ab. Wer vermutet schon Silberbecher aus dem 15. Jahrhundert in einem schnöden Plastikbeutel? „So ein Treffer war heute schon dabei“, sagt Vered Bergman, Christie‘s Mitarbeiterin aus Hamburg. Sie ist glücklich über den großen Andrang. Jeder Termin bei den beiden Christie‘s-Experten Frederik Schwarz und Dr. Anke Held ist vergeben: Schwarz ist „Senior Specialist“ für Schmuck, Anke Held für Alter Meister. Die Einschätzung der beiden ist kostenlos. Ein Service von Christie‘s, der dem Auktionshaus schon oft große Entdeckungen beschert hat. Vor Frederik Schwarz sitzt eine ältere Dame und packt ihr Silberbesteck aus. „Ja, das ist 824er Silber“, sagt der

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Experte nach einem prüfenden Blick durch seine Lupe. „Aber leider können wir das nicht verkaufen. International gibt es dafür keine Kunden.“ Die Dame blickt enttäuscht. „Versuchen Sie es in den Auktionshäusern Ihrer Stadt“, rät Frederik Schwarz. „Da haben Sie sicher mehr Glück.“ Am Nebentisch lässt derweil Anke Held ihrer Begeisterung freien Lauf: „Sehr, sehr schön! Und kulturhistorisch unglaublich interessant!“ Vor ihr liegt ein Aquarell, das Pariser Herren- und Frisurenmode aus der Zeit 1795 bis 1799 zeigt. „Das sind die Stutzer“, sagt der Besitzer des Bildes stolz. Er ist extra aus Berlin angereist, um das Gemälde schätzen zu lassen. „Das Bild hing schon in mehreren Ausstellungen. Ich möchte es verkaufen.“ „Das Aquarell ist auf jeden Fall mehr wert als 5.000 Euro“, meint Anke Held. Der Mindestwert bei Christie‘s für ein Gemälde. Aber eine Schätzung möchte sie nicht abgeben. „Das können unsere Experten aus der Zeichnungsabteilung besser“, sagt sie und macht ein Foto des Kunstwerks, das sie an die Kollegen in London weiterleitet. Beide Seiten sind sich einig: In einer der nächsten passenden Auktionen sollen „die Stutzer“ versteigert werden. Ein Treffer – für den Herrn aus Berlin und für Christie‘s. 2


Culture Experience Christie´s

Christie’s Daten & Fakten

Fotos: Andreas Herzau

Ein Leben für den Kunsthandel. Heute in Hamburg, morgen in Amsterdam, London oder Zürich. „Bei meinem Leben vermischt sich das Private mit dem Beruf“, sagt Christiane zu Rantzau. „Der Beruf ist Lebensstil. Er ist kein Job, bei dem man um 18 Uhr die Tasche fallen lässt.“

Christie’s gilt als größtes Kunstauktionshaus der Welt. Das Unternehmen unterhält 54 Repräsentanzen in 32 Ländern. In den Auktionsräumen in New York, Paris, Genf, Mailand, Amsterdam, Dubai, Zürich, Hongkong, Shanghai und Mumbai wird in rund 450 Auktionen pro Jahr alles versteigert, was schön und einzigartig ist: Kunstwerke aller Epochen und Regionen, Juwelen, Möbel, Schmuck, Uhren, Fotografien, Sammlungen, Wein. Umsatz im letzten Jahr: 5,4 Milliarden Dollar.

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Küssen kann man nicht alleine. Annette Humpe

Der Herr, der nach Champagner klingt Max Raabe und das Palast-Orchester – was für eine Inszenierung! Text: Monika Goetsch

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Culture Experience Portrait

Foto: Gregor Hohenberg

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nsmiling – hat ihn die „New York Times“ nicht ohne Bewunderung genannt. Max Raabe gastierte da in der Carnegie Hall. Der Sänger, der nicht lächelt. Aber das stimmt nicht ganz. Max Raabe mag mit großem Ernst singen, aber innerlich lächelt er immerzu. Sein Lächeln begleitet die sehnsuchtsvollen Lieder ebenso wie die albernen, verspielten. Die Gassenhauer aus den Zwanziger- und Dreißigerjahren, als unverheiratete Damen noch Fräulein hießen und die Hand zum Kuss hinhielten. Und die Songs von heute, in denen Frauen Kühlschränke enteisen, Bauch-Beine-Po-Kurse im Fitnessstudio besuchen und den Männern ganz natürlich und in allem überlegen sind. Mit höchster Akkuratesse besingt dieser Mann Kakteen ebenso wie Eisbären und die abgrundtiefe Einsamkeit, wenn kein Schwein anruft. Mal Kopfstimme, mal Bruststimme, mal einfacher Sprechgesang. Alles wohlgesetzt und klar. Anderswo mögen Sänger nach Whiskey klingen und nach Zigaretten, nach durchzechten Nächten und Exzess. Max Raabe klingt nach Champagner. Oder einem Tässchen Tee. Je nachdem. Der gebürtige Westfale hat sich zum Bariton ausbilden lassen, er wollte zur Oper. Das Feierliche, Klassische hat er sich bis heute bewahrt. Klar, andere Leute stolpern in Jeans, Leggings oder Jogginghosen durch die Straßen. Verwenden Elektrorasierer und halten für Stil, was in Wirklichkeit einfach nur bequem ist. Max Raabe dagegen weiß, was sich gehört. Ein eleganter Herr steht da vorn auf der Bühne, stäubchenfrei wie eine frisch aufgelegte Schellackplatte. Schmal, ordentlich gekämmt und bis in die Frackspitzen hinein kontrolliert. Ein Mann aus einer anderen Zeit, der sehr genau weiß, wie gut Eleganz und Haltung heute ankommen. Formvollendet ist die Figur, als die er sich inszeniert, die pure Ironie. Raabe hält an ihr fest, als sei er sie selbst. Alle fragen sich natürlich, wie das Leben dieses Mannes wirklich aussieht, der, wie unpassend, vor bald 55 Jahren auf einem Bauernhof aufgewachsen ist. Aber Privates hält der Meister diskret zurück. Man darf jedoch vermuten, dass die Inszenierung seiner Kunstfigur keine echte Lüge ist. Sondern bloß: eine zulässige Übertreibung. Auf jeden Fall hat da einer die Rolle seines Lebens gefunden. Seit Jahrzehnten holt er das Allerbeste aus sich und seiner Stimme heraus. War die Sorgfalt, mit der er sich seit der Gründung des Palast Orchesters 1986 dem Liedmaterial vergangener Zeiten

widmet, an sich schon großartig, wagte er vor sechs Jahren etwas, das sein Können auf eine ganz neue Stufe hob. Es gewann eine der besten Songschreiberinnen für sich, die Deutschland hat: Annette Humpe. „Küssen kann man nicht alleine“ – das war der Satz, der Humpe für Raabe einfiel. Er wurde nicht nur ein Lied daraus, es wurden gleich ganz viele. Und die gefallen in der Regel auch denen, die in Raabes Auftreten immer auch etwas allzu Rückwärtsgewandtes wittern. Die sorgsam gewählten Worte, die ironische Fallhöhe, die den Reimen von Einsamkeit und Sehnsucht eingeschrieben ist: Bei Max Raabe wirkt auch die deutsche Sprache neu und frisch. In der Musik ist mit Deutsch oft nichts anzufangen. Schlagerkitsch, verbrauchte Bilder. Hilflos der Versuch mancher Musiker, sich im Englischen zu verstecken, damit alles ein bisschen cooler, verwaschener klingt. Bei Raabe ist das anders. So überdeutlich singt er, als hätte man es mit kolorierten Postkarten zu tun. Und was das für Wörter und Reime sind! Wie sie funkeln und scherzen und charmieren! Im Ausland verstehen die Besucher seiner Konzerte nicht jedes Wort. Aber sie hören, wie es gemeint ist. Einmal hat Max Raabe zusammen mit Helene Fischer gesungen. „Für Frauen ist das kein Problem“, ein Song aus der Feder Annette Humpes, sehr konkret und heutig, und doch von einer zarten Brüchigkeit. Seinen Witz bezieht es auch daraus, dass da ein ziemlich altmodischer Herr ganz manierlich die multitasking-erprobte Frau von heute ansingt. Natürlich vernichtete Helene Fischer das Lied, einfach, weil sie wie Helene Fischer sang. Max Raabe stand neben ihr. Nichts war ihm anzusehen. Aber man möchte zu gern wissen, was in ihm vorging. 2

Max Raabe und das Palast Orchester (Auswahl) 30.5. Dresden, Konzertsaal im Kulturpalast 14.9. Donaueschingen, Donauhalle 15.9. Basel, Musical Theater 18.10. Koblenz, Rhein-Mosel-Halle 21.10. Saarbrücken, Saarlandhalle Solo (Auswahl) 5.10. Hamburg, Elbphilharmonie 8.10. Köln, Philharmonie // www.palast-orchester.de

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Meisters Hotel Irma / Meran

Alles ist erlaubt Die Meraner Musikwochen bieten ein buntes Potpourri Jazz und Weltmusik bei einem Klassikfestival? Das ist kein Stilbruch, sondern eine attraktive Erweiterung, die Türen öffnet, durch die man aufregende musikalische Landschaften betritt. Bei den Meraner Musikwochen vom 23. August bis 21. September ist (fast) alles erlaubt. Das Angebot reicht von Klassik über Folk und Tango bis zu neuer Volksmusik aus den Alpen. Eingebettet in die Reihe sind auch die „Nachtkonzerte“ mit Weltstars wie Giora Feidman, Nigel Kennedy oder Ute Lemper. Verknüpfen Sie höchsten Musikgenuss mit einem Aufenthalt in Meisters Hotel Irma, der botanischen Oase mitten in Meran. Die außerordentliche Herzlichkeit in der Irma streichelt die Seele und führt zur vollkommenen Entspannung in schönster Umgebung. Das Hotel bietet übrigens ebenso das ganze Jahr über ein reichhaltiges Kulturprogramm.

Colorful potpourri / Merano Music Week with world stars The Merano Music Week from Aug, 23rd to Sep, 21st featuring stars like Giora Feidman, Nigel Kennedy or Ute Lemper is a must for lovers of music. Combine this musical enjoyment with a stay at Meisters Hotel Irma. Inhaber: Familie Walter Meister / Leitung: Geschwister Claudia und Alex Meister E-Mail: info@hotel-irma.com // www.hotel-irma.com

Schöne Künste Die interessantesten Kulturereignisse in den Metropolen, die besten Kulturtipps der MOSAIK-Hotels FINE ARTS The most appealing cultural events, presented by the MOSAIK hotels

Hotel Gasthof Post / Lech am Arlberg

Arlberger Musikfest Ein Bergsommer voller einzigartiger Veranstaltungen Eine traumhafte Bergkulisse, fröhliche Menschen und eine volksmusikalische Klangwolke von früh bis spät. Vom 14. bis 16. Juli ist Lech wieder Gastgeber des Arlberger Musikfestes. Virtuose Bläser-Formationen wie „Viera Blech“ aus Tirol, die „Jetzendorfer Hinterhofmusikanten“ oder die „Woodyblechpeckers“ sorgen zwei Tage lang für tolle Stimmung. Nicht verpassen sollten Sie den großen Festzug mit über 1.500 Musikanten am Sonntag. Ein anderes Highlight im prallvollen Veranstaltungskalender in Lech Zürs ist das Philosophicum. Vom 20. bis 24. September diskutieren Philosophen mit dem Publikum über den Mut zur Faulheit. Erleben Sie echte Tradition und fortschrittliche Gastlichkeit auf 1.450 Metern Seehöhe. Alle Veranstaltungen und Informationen über Lech Zürs finden Sie auf der Website www.lech-zuers.at.

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Sound of the Alps / Arlberg Music Summer A summer in the mountains packed with unique events. From July 14th to 16th, the best brass bands will rock the floor at the Arlberg Music Festival. Don`t miss the parade of over 1,500 musicians on Sunday. Inhaber: Familie Moosbrugger / E-Mail: info@postlech.com // www.postlech.com


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Experience Culture Packages & More

er Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit.” Gustav Klimt (1862 - 1918), österreichischer Maler

Hamburg

ELBJAZZ - Festival Der Hafen ist im Juni Kulisse für ein einmaliges Event Tausende von Besuchern begeistern sich seit 2010 für eines der größten europäischen Jazzfestivals, bei dem das unverwechselbare maritime Flair der Hansestadt auf spektakuläre Veranstaltungsorte und musikalische Vielfalt trifft. Neuer Spielort im Jahr 2017 ist die frisch eröffnete Elbphilharmonie. Damit gruppieren sich am 2. und 3. Juni die diversen In- und Outdoorbühnen erstmals um zwei Festivalzentren: das beeindruckende Konzerthaus mit dem angrenzenden Areal und das Werftgelände von Blohm+Voss. Ein Reservierungssystem ermöglicht den ersten 8.000 Ticketinhabern, ein Konzert in der Elbphilharmonie während des ELBJAZZ zu besuchen. Per Barkasse können die Besucher zwischen der Elbphilharmonie und Blohm+Voss pendeln. Mit dabei 2017: die Superstars Jan Garbarek und Gregory Porter mit Bands.

Maritime backdrop / ELBJAZZ Festival at Elbphilharmonie

Wolfgang Silveri Fotos: ute lemper: jitmanagement; Elbphilharmonie: Ralph Larmann; Arlberg Musikfestival: Lech Zürs Tourismus; Figurentheater Dewey Dell Marzo:

On June, 2nd and 3rd, the ELBJAZZ Festival will take place in the newly opened Elbphilharmonie. Highlights in 2017 are the concerts of the superstars Jan Gabarek and Gregory Porter with bands. // www.elbjazz.de

Carlton Hotel Nünberg

FIGURENTHEATER Im Großraum Nürnberg tanzen im Mai die Puppen Das Figurentheater gehört zu den ältesten und faszinierendsten Bühnenkünsten überhaupt. Wie kaum eine andere Theaterform hat es sich in den letzten Jahrzehnten über seine Grenzen hinausbewegt, Impulse aus anderen Sparten aufgenommen und neue Formensprachen erprobt. Vom 19. bis 28. Mai zeigt das 20. Internationale Figurentheater-Festival im Städtegroßraum Erlangen, Nürnberg, Fürth das ganze Spektrum des zeitgenössischen Figurentheaters. Über 60 Kompanien aus aller Welt präsentieren zehn Tage lang in über 100 Vorstellungen ihr Können. Das Event ist eine von vielen Kulturveranstaltungen, die die Metropolregion Nürnberg bietet. Lernen Sie Nürnberg kennen mit dem „Nürnberg City Tour“-Paket des Carlton Hotels Nürnberg. Enthalten sind eine Übernachtung inklusive Frühstücksbuffet im zentral gelegenen Luxushotel sowie eine NürnbergCard pro Person. Pro Person ist das Angebot ab 160 Euro zu buchen.

Dancing dolls / International Puppet Theater in Nürnberg Visitors of the 20th International Puppet Theater benefit from the hotel`s „Nürnberg City Tour“-package with 1 night, breakfast and the NürnbergCard that allows free entry in museums. Rates from 160 € p.p. Leitung: Werner Rübsamen / E-Mail: info@carlton-nuernberg.de // www.carlton-nuernberg.de

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Experience Culture Packages & More

Der Europäische Hof / Heidelberg

Der freche Froschkönig Die Schlossfestspiele verschönern den Sommer

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Im Schlosshof macht Wilhelm Hauffs Räuberbande „Das Wirtshaus im Spessart“ unsicher. Im Englischen Bau empfängt Thomas Freyers frecher „Froschkönig“ das Publikum. Im Dicken Turm wird es eine SchauspielNeuinszenierung von Alan Ayckbourns Komödie „Glückliche Zeiten“ geben. An drei Spielstätten erwartet Sie zu den Heidelberger Schlossfestspielen zwischen dem 16. Juni und dem 4. August ein abwechslungsreiches Theater- und Konzertprogramm. Besuchen Sie die schönsten Bühnen der Stadt vom schönsten Hotel Heidelbergs aus, dem Europäischen Hof. Lassen Sie sich vom außergewöhnlichen Ambiente und von der feinen Gastronomie des mondänen Luxushotels verzaubern. Allein der Panorama SPA Club mit der atemberaubenden Aussicht auf das wunderschöne Heidelberg wird für sprachlose Momente sorgen.

Drama, baby! / Heidelberg Schlossfestspiele Festival 2017

er in schönen Dingen einen schönen Sinn entdeckt, der hat Kultur.“

From June, 16th to Aug, 4th, the Heidelberg Schlossfestspiele Festival offers a diverse theater and concert program. Visit the best performances as a guest at the traditional Hotel Europäischer Hof. Geschäftsführende Gesellschafterin: Dr. Caroline von Kretschmann E-Mail: reservations@europaeischerhof.com // www.europaeischerhof.com

Oscar Wilde (1854 - 1900), irischer Lyriker

Villa Geyerswörth / Bamberg

Bamberger Bierkultur Jede Menge Entdeckungen von Hopfen und Malz Bamberg bietet nicht nur eine überwältigende Architektur, ein Orchester von Weltrang und zehn verschiedene Bühnen. Nirgendwo sonst in Bayern gibt es auf kleinstem Raum auch noch eine so vielfältige Braukunst: Neun Brauereien stellen hier noch rund 50 Biere her. Zwei Mälzereien, das Fränkische Brauereimuseum und viele Biergärten formen dazu Bambergs Bierkosmos, den es zu entdecken lohnt. Erkunden Sie Bambergs Brauereikünste mit dem Städtereise-Arrangement der Villa Geyerswörth. Das Viersterne-SuperiorHotel ist mit seiner reizvollen Lage im Herzen der historischen Altstadt ein idealer Ausgangspunkt für alle Erkundungen in der Domstadt. Zwei Übernachtungen im Doppelzimmer mit Frühstück vom Buffet und ein exklusives Drei-Gänge-Menü im Restaurant „La Villa“ gibt es zum Komplettpreis für zwei Personen für 369 Euro. Inkludiert sind auch Sauna und Fitness, WLAN sowie eine Infomappe und je eine BambergCard pro Person.

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Bavaria at its best / Explore Bamberg`s beer cosmos 9 breweries, 2 malt houses, the Franconian Brewery Museum and many beer gardens form Bamberg‘s beer cosmos, worth exploring. The hotel`s offer includes 2 nights, breakfast and a 3-course menu. 369€ for 2 people. Geschäftsführer: Peter Klappen / E-Mail: info@villageyerswoerth.de // www.villageyerswoerth.de


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Museum Barberini / Potsdam

Impressionismus Das neue Museum eröffnet mit der „Kunst der Landschaft“

Fotos: Theater und Orchester Heidelberg; Tollwood-Festival, Annett Louisan; Gustave Caillebot, Museum Barberini, Bamberg Tourismus

München

Tollwood Sommerfestival Gute Musik, gutes Theater, gute Unterhaltung Sommerzeit, Tollwood-Zeit in München. Rea Garvey, Annett Louisan und Silbermond haben schon zugesagt. Für 26 Tage lädt das Tollwood Sommerfestival ab 21. Juni wieder MusikFans, Kulturinteressierte und Flaneure in den Olympiapark ein. Vor der Kulisse des bunten „Marktes der Ideen“ treffen sich auf dem Festivalgelände faszinierende Theater- und Performances-Gruppen, aus den Zelten dringt Livemusik aus der ganzen Welt. Das Festival bringt die große Vielfalt der Musikwelt mit Newcomern, aktuellen Chartstürmern und Legenden, mit deutschen Künstlern und internationalen Stars auf die Bühne der Musik-Arena. Der Markt mit Kunsthandwerk und Gastronomie aller Kontinente und viele Orte, an denen die Besucher selbst aktiv werden können, laden zum Verweilen und Genießen ein. Dabei finden über 70 Prozent aller Veranstaltungen bei freiem Eintritt statt.

Englische Head / englische Unterzeile Rey Garvey, Annett Louisan and Silbermond have already assured: For 26 days from June 21st forward, the Tollwood Festival will once again invite music fans into the Olympiapark Munich. There are also crafts and culinary specialties of all continents. // www.tollwood.de

Noch bis 28. Mai zeigt das Museum Barberini in Potsdam die Ausstellung „Impressionismus. Die Kunst der Landschaft“. Fluss- und Meereslandschaften, blühende Gärten und Felder, reflektierende Wasseroberflächen und Winterlandschaften bildeten die Experimentierfelder der Impressionisten. Mit Werken von Künstlern wie Claude Monet (1840–1926), Pierre-Auguste Renoir (1841–1919) und Gustave Caillebotte (1848–1894) holt die Ausstellung die großen Vertreter des Impressionismus nach Potsdam. Sie zeigt in den malerischen Erkundungen ein damals noch junges, modernes Naturverständnis. Potsdam hat mit dem Museum Barberini ein neues Kunstmuseum erhalten. Die Ausstellungsthemen reichen von den Alten Meistern bis zur zeitgenössischen Kunst. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Impressionismus. Ausgehend von den Werken der Sammlung des Stifters und Mäzens Hasso Plattner präsentiert das Museum Barberini drei wechselnde Ausstellungen pro Jahr mit Leihgaben aus internationalen Museen und Privatsammlungen.

Impressionism / The art of Landscapes Until May 28th, the Barberini Museum in ­Potsdam will be showing the exhibition ­„Impressionism. The Art of the Landscape“ with works by artists such as Claude Monet, PierreAuguste Renoir and Gustave Caillebotte. // www.museum-barberini.com

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Hotel Louis C. Jacob / Hamburg

Hamburger Jedermann Die hanseatische Freiluftsaison ist eröffnet ... ..., wenn der Ruf des „Hamburger Jedermann“ ertönt. Seit 24 Jahren wird das spannende Mysterienspiel um Geld und Gunst vom Theatermacher und Lichtkünstler Michael Batz als kraftvolles Open-Air-Spektakel in der Speicherstadt inszeniert. Es gilt schon lange als Kultstück in der Hamburg. Das Louis C. Jacob hat Ihnen dafür Karten der besten Kategorie reserviert. Verbringen Sie ein Kulturwochenende in der Hansestadt mit zwei Übernachtungen im Louis C. Jacob inklusive Frühstück. Vor dem Theater-Event am zweiten Abend lädt Sie das Hotel zu einem Zwei-Gänge-Menü, inklusive Tischwasser, ins CARLS ein. Danach bringt Sie ein Shuttle in die HafenCity und nach der Theateraufführung zurück. Bei Käse und Rotwein in Jacobs Bar klingt der Abend aus. Das Arrangement ist ab 450 Euro pro Person zu buchen. Termine: 21. - 23. Juli, 28. - 30. Juli, 4. - 6. August, 11. - 13. August, 18. - 20. August 2017.

„Everyman“ in Hamburg / Mystery play at the Speicherstadt Spend a cultural weekend in July or August in Hamburg and enjoy the exciting mystery play at the Speicherstadt. The hotel package can be booked from 450 € per person. E-Mail: jacob@hotel-jacob.de // www.hotel-jacob.de

Museum Folkwang / Essen

Gerhard Richter

Am 9. Februar 2017 wurde Gerhard Richter 85. Aus diesem Anlass zeigt das Museum Folkwang in Essen noch bis 30. Juli sämtliche, seit 1965 entstandenen Editionen des Künstlers. In Auflage geschaffene Werke – Drucke, Fotografien, Objekte, Gemälde und anderes mehr – bilden eine wichtige Gruppe im vielschichtigen Schaffen Gerhard Richters. Die Ausstellung präsentiert die aktuell über 170 Editionen zum ersten Mal in diesem Umfang, darunter viele nur selten gezeigte Arbeiten. Sie bietet einen Überblick über sein mehr als fünf Jahrzehnte umfassendes künstlerisches Schaffen. Der Rundgang durch die Ausstellung umfasst insgesamt 14 Räume. Den Auftakt macht der Raum „Graphik 1965 – 1970“, der Richters frühe Editionen zusammenfasst und an die gleichnamige erste Museumsausstellung des Künstlers im Museum Folkwang 1970 erinnert. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Olbricht Collection.

Five centuries of art / Exhibition dedicated to Gerhard Richter On Feb 9th, 2017, Gerhard Richter turned 85. On this occasion, the Museum Folkwang in Essen will be showing all the artist‘s prints since 1965 – photographs, objects, paintings and more. // www.museum-folkwang.de

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Fotos: Hamburger Jedermann; Gerhard Richter

Eine Ausstellung zeigt seine sämtlichen Editionen


kunst buch

Who Am I Anyway? Barbra Streisand fotografiert von Steve Schapiro und Lawrence Schiller Die echte Barbra Im Jahre 1970 veröffentlichte Barbra Streisand eine Geschichte in der Zeitschrift Life unter dem Titel „Who Am I Anyway?“ („Wer bin ich denn überhaupt?“). Genau diese Frage versuchten auch zwei der damals renommiertesten Fotojournalisten – Steve Schapiro und Lawrence Schiller – zu beantworten, als sie sie während ihrer ersten fünf Jahre in Hollywood begleiteten und versuchten, hinter die Fassade zu blicken und „die echte Barbra“ zu entdecken. Diese Sammlung, eine Pflichtlektüre für jeden Streisand-Fan, die bisher nur als limitierte Ausgabe erhältlich war, steckt randvoll mit Fotos, Geschichten und Anekdoten von Schapiro und Schiller. Sämtliche Höhepunkte aus Streisands erstem Hollywoodjahrzehnt sind vertreten wie auch ihre Liebhaber, Regisseure, Vertrauten und Schauspielkollegen. Aus allem ergibt sich das Bild einer Sängerin, die auch schauspielern, schreiben, tanzen, Regie führen und so ziemlich alles kann, was sie sich in den Kopf setzt. Barbra Streisand / Steve Schapiro & Lawrence Schiller / Hardcover / 336 Seiten 26,5 x 37,4 cm / Deutsch / ISBN 978-3-8365-6367-3 / 49,99 € / Taschen Verlag

Sagenhafte Orte Poetische Texte erzählen von Goldfieber, Entdeckern und Paradiesen auf Erden Von Troja bis Eldorado Dieses bibliophile Buch lüftet das Geheimnis mythischer Plätze auf der ganzen Welt. Die Heimat der Amazonen, das Reich des Priesterkönigs Johannes, das Land der Barbaren – seit Urzeiten haben sagenhafte Orte die Erzählungen von Entdeckern beherrscht. Abenteurer haben im Laufe der Jahrhunderte von fernen Ländern berichtet und sie dabei mit legendären Wesen bevölkert. Dieser Atlas lädt zu einer poetischen Erkundung der Welt ein, im Kielwasser der Forscher der Antike und des 16. Jahrhunderts und begleitet von Dichtern früherer Zeiten. Atlas der sagenhaften Orte / Von Troja bis Eldorado / Hardcover / 144 Seiten ca. 70 Abbildungen / 19,0 x 26,5 cm / Deutsch / ISBN 13: 978-3-95416-224-6 30,00 € / Verlag Frederking & Thaler

Farbspiele Neue Blickwinkel auf das Werk Monets Der andere Monet Als Maler der „Seerosen“ ist er in unserem Kunstwissen fest verankert. Jedoch lohnt es sich, dem ganzen Lebenswerk des Malers Claude Monet Aufmerksamkeit zu widmen. Während üblicherweise eher das Früh- und das Spätwerk des Malers in den Blick geraten, fokussiert das Buch „Monet – Licht, Schatten und Reflexion“ mit mehr als 180 Abbildungen und 60 Werken die Entwicklung zwischen diesen Perioden. Nach dem Tod seiner ersten Frau Camille im Jahr 1879 begann für Monet eine Phase der Neuorientierung. Die Zeit als Pionier des Impressionismus war abgeschlossen. Seine wachsende wirtschaftliche Unabhängigkeit ermöglichte ihm häufigere Reisen – Monets Werke wurden persönlicher und lösten sich vom »impressionistischen Stil«. Im Zuge der Auseinandersetzung mit den Leitmotiven »Licht, Reflexion und Schatten« machte Monet in seiner Kunst zunehmend das gemalte Bild selbst zum Thema: »Ihn interessierte weniger das Motiv als das, was zwischen ihm und dem Motiv passierte«, erklärte sein Stiefsohn Jean Hoschedé. Der Maler experimentierte mit wechselnden Licht- und Farbspielen im Verlauf der Jahreszeiten. Durch den Einsatz von Spiegelungen und Schattenwürfen gelang es ihm, magische Stimmungen zu erzeugen. Wiederkehrende Sujets und Orte sind Landschaften am Mittelmeer, wilde Atlantikküsten, Flussläufe, Blumenwiesen, Heuhaufen, Seerosen, Kathedralen und Brücken. Bereits in Monets erstem Ölbild spiegeln sich Pappeln im Wasser. Der im Buch vorgestellte Ausschnitt seines Schaffens steht somit nicht zuletzt auch stellvertretend für das Gesamtwerk des französischen Malers. Thematisch aufgeschlüsselt gleicht der Band einer feinsinnigen Reise durch Monets Bildwelten – von der Seine zu den Küsten der Normandie und der Bretagne bis hin zur Waterloo Bridge in London sowie der malerischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Garten in Giverny. Essays von Maria Becker, Gottfried Boehm, Ulf Küster, Philippe Piguet, Hannah Rocchi und James H. Rubin begleiten und verorten die verschiedenen Stationen. „Monet – Licht, Schatten und Reflexion“ erschien zum 20-jährigen Jubiläum der Fondation Beyeler, die dem »Maler des Lichts« eine große Jubiläumsschau widmet. Die Ausstellung ist noch bis 28. Mai 2017 in Riehen/Basel zu sehen. MONET – LICHT, SCHATTEN UND REFLEXION / Herausgeber Ulf Küster, Fondation Beyeler Texte Maria Becker, Gottfried Boehm, Ulf Küster, Philippe Piguet, James H. Rubin 180 Seiten / 130 Abbildungen / 20 x 31,5 cm / Deutsch / ISBN 978-3-7757-4238-2 58,00 € / Hantje Cantz Verlag

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Sports and spa

sport und spa


Kleine Bälle vor mächtigen Gipfeln

Foto: www.seefeldgolf.at

Engländer brachten Ende des 19. Jahrhunderts Golf in die Schweiz, doch der Sport hatte es in den Alpen nicht leicht. Seit 1955 wird auch in der Region Kitzbühel, in Tirol, im Salzkammergut und im Salzburger Land der perfekte Abschlag geübt. Golf ist heute fester Bestandteil des Freizeitangebotes in den Alpenregionen und beliebt auch wegen der spektakulären Kulisse wie hier in Seefeld-Wildmoos. Text: Irmi Ruck

Golfclub Seefeld-Wildmoos


SAm Snead „Man muss nicht viele Putts verschieben, um das Selbstvertrauen zu verlieren. Aber man muss sehr viele einlochen, um es zurückzugewinnen.“

igentlich waren die Berge im Winter zum „Skiing“ und „Bobsleighing“ ideal und im Sommer zum „Rockclimbing“, Bergsteigen oder Bergwandern. Die herrlichen Seen boten auch genügend Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten, doch irgendetwas schien den neuen Gästen zu fehlen. Nein, die Ladys und Gentlemen aus England, die die Schweiz als ihre neue Ferienregion entdeckt hatten, wollten auf ihren Lieblingssport in der Sommerfrische nicht länger verzichten. Golf gehörte schließlich wie der ‚Five o‘clock Tea‘ zum feinen Leben dazu und wurde bereits seit dem 15. Jahrhundert auf der Insel gespielt. Man muss gestehen, damals vor über 125 Jahren wäre vermutlich auch kein Alpenbewohner selbst auf die Idee gekommen, auf 2.000 Metern Höhe eine Golfanlage zu errichten. Golf verlangt einen perfekten Rasen und keine Almenwiesen, in deren Gras die Bälle versinken – man bedenke, der Rasenmäher wurde erst 1902 erfunden –, genügend Weite für den ordentlichen Abschlag und kein Geröll oder Felsklippen, in denen die Bälle für immer verschwinden und das Schuhwerk zerschunden wird. Hinzu kommt ein Bergklima, das doch die Spielzeit auf wenige Monate beschränkt und eher für eine ausgedehnte Wintersportsaison spricht. Nein, die Alpen und natürlich ihre Bewohner zierten sich lange vor dieser Sportart. Und: In der einheimischen Bevölkerung festigten sich die bekannten Vorurteile: Spaziergang mit Bälleweghauen, ohne jegliche Anstrengung – das sollte Sport sein? Nur der Engadiner Hotelpionier Conradin von Flugi erkannte die Marktlücke. Er reiste nach England, um zum Wohl seiner Gäste im Ursprungsland des Golfspiels die benötigten Infrastrukturen zu erkunden. Das Resultat war ein 9-Loch-Platz zwischen dem heutigen Bahnhof in St. Moritz und dem Ortsteil St. Moritz Bad. Im „Engadine Year Book“ von 1890 wurde dieser Platz erstmals erwähnt und erhielt das Qualitätsprädikat „very sporty“. Kurz darauf erblickte der Engadin Golfclub bei Samedan das Licht der Welt, das war im Jahre 1893. Um 1900 waren es sieben Golfanlagen mit passablen Greens in der ganzen Schweiz. Die Wiege des Golfsports in den Alpen liegt also im Engadin. Im Lauf der Jahre entstanden in St. Moritz mehrere weitere 9-Loch-Plätze, aber keiner von ihnen erlebte den Übergang in die Neuzeit des Golfsports. Sie genügten nicht den wachsenden Anforderungen. 1929 erbauten die Davoser ihren Golfplatz, was in Arosa den Ehrgeiz besonders unter Hoteliers anspornte, auch einen eigenen Golfplatz zu bauen. Doch wo? Das Initiativkomitee für die Schaffung eines Golfplatzes kämpfte gegen viele Hürden. Die Bauern bewirtschafteten die Wiesen mit

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Foto: Michael Werlberger

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Golfclub Arosa


Sports and Spa Golf

kitzbĂźhel

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Fotos: Arosa Tourismus / Nina Mattli

Golfclub Arosa

Vieh und Bauverbote gab es zudem. Erst am 24. August 1942 gründete sich der Golfclub in Arosa, einen Platz hatte er aber noch nicht. Inzwischen hatte die Forst- und Alpkommission die Angelegenheit in die Hand genommen und Forderungen aufgestellt: Bis 50 Meter zum Green darf das Gras nicht gemäht werden, Steine müssen sortiert und eine Entschädigung für den Weideausfall gezahlt werden. Am 13. Juli 1946 konnte endlich der Golfplatz mit einem Demonstrationsspiel feierlich eröffnet werden. Erschienen waren 70 Personen, 35 hatte der Golfclub eingeladen, nach den Regeln, die auch heute noch gelten. Dazu gehörten auch die drei Caddies aus Bern. In Arosa konnte man keine finden. Hier war Caddie ein Fremdwort - Stockträger stand im Wörterbuch. Was und wer wollte das sein? 2001 wurde ein neuer Golfplatz in Arosa angelegt. Mit 1905 Meter über dem Meer gehört der 18-Loch-Platz heute zu den höchstgelegenen Golfplätzen Europas und bietet eine spektakuläre Aussicht auf das Bergpanorama. Das Arosa Kulm Hotel, Mitglied von HotelMOSAIK, ist mit dem Golf Club Arosa eine Partnerschaft eingegangen und kann den Hotelgästen deshalb attraktive Programme und Packages, wie beispielsweise eigene Golf Trainingswochen oder Platzreifekurse, anbieten. Saisonalen Höhepunkt bilden die vom Hotel organisierten Golfturniere. In diesem Jahr findet der traditionsreiche Perrier Jouet Golf Cup bereits zum 31. Mal statt. Termin ist der 4. bis 7. August 2017. Dazu kann das Arosa Kulm Hotel & Alpin Spa seinen 135. Geburtstag feiern. Na ja, und der Golfclub Arosa wird in diesem Jahr 75 Jahre.

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Zurück zu den Anfängen: Keineswegs waren die ersten Golfplätze bei allen Schweizern beliebt. Denn grundsätzlich wurden die Plätze nur für die gut betuchten englischen Touristen gebaut. Einige Schweizer Militärs fanden Zugang, aber die Bündner arbeiteten für die britischen Gäste meist als Caddies, trugen deren Golftaschen. Einige wenige versuchten sich selber und wurden sogar gute Golfer. Die Clubmitglieder aber weigerten sich anfangs, die Einheimischen in den Club aufzunehmen. Auch in der Fremde wollten die Members unter sich sein. Sie pflegten damit die klassische aristokratische Clubtradition. Die Devise: Ein Club, der jeden nimmt, ist kein Club. Entsprechend hoch war auch das Greenfee. Den gängigen Vorurteilen gegenüber dem zu elitären Golfsport mit seinen Insiderbegrifflichkeiten gab das natürlich reichlich Nahrung. Doch da die Schweizer irgendwie alles ordentlich organisieren, wurde bald ein Verband gegründet. Das Jahr 1902 war dann das Gründungsjahr des Schweizerischen Golfverbandes ASG. Offiziell: Association Suisse de Golf. Man kann also in diesem Jahr auf stolze 115 Jahre zurückblicken. Baron und Oberstdivisionär Hans Pfyffer von Altishofen, ein altgedienter Schweizer Militär, mit einem Mitstreiter aus Zürich und zwei englischen Gentlemen waren die ersten Vorstandsmitglieder der ASG. Sie unterstützten den ersten Präsidenten des Schweizerischen Golfverbandes Sir Arthur Henry Crosfield, ein betuchter Seifen- und Waschmittelfabrikant. In den Anfängen waren so mehrheitlich englische Adlige im Vorstand des Schweizerischen Golfverbandes. Bis heute bekleideten 17 Herren das Amt des Präsidenten.


Sports and Spa Golf

Winston Churchill „Golf ist ein Spiel, bei dem man einen zu kleinen Ball in ein zu kleines Loch schlagen muss, und das mit Geräten, die für diesen Zweck denkbar ungeeignet sind.“

Wenn man über helvetisches Golf redet, muss man sehr aufpassen, welche Variante man betrachtet. Es gibt kaum ein anderes Land in Europa mit einer so großen Spannbreite der Golf-Soziologie. Hier, bedingt durch die Gründungsgeschichte, elitäre abgeschottete Clubs – und dort recht proletarische Organisationen. In den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts war es das Unternehmen „Migros“, das den vermeintlichen Elitesport Golf popularisierte. Der Golfverrückte Migros-Präsident Eugen Hunziker eröffnete bezeichnenderweise im Finanzdorado des Kantons Zug, in Holzhäusern, den ersten betriebseigenen Volksplatz. Man rechnet, dass von den etwa 100.000 Golfern in der Schweiz 20.000 durch Migros zum Golfsport gefunden haben. Ein Roger Federer des Golfs ist allerdings nicht in Sicht. Er würde dem Sport sicherlich einen Imageschub geben. Denn immer noch haftet Golf ein Dünkel an. Und bei Volksabstimmungen über neue Golfplätze hagelt es regelmäßig deftige Niederlagen um die 70 Prozent Ablehnung. Umso pfleglicher müssen die Schweizer mit ihren bestehenden Plätzen umgehen. Auch in Österreich waren Engländer an den Planungen der ersten Golfplätze beteiligt. Die Idee, im berühmten Wintersportort Kitzbühel einen Golfplatz zu errichten, bestand schon in den 1930er Jahren. Vorreiter dieses Plans war der Jet‐Setter Baron Hubert Pantz mit seinem legendären Sport & Shooting Club Schloss Mittersill. Als 1937 Pantz anlässlich des langen Aufenthalts des Herzogs von Winsor auf Schloss Enzesfeld zu einem „diner dansant“ eingeladen war, gelang es ihm, den Herzog zur Annahme der Ehrenpräsidentschaft des künftigen Mittersill Golfclubs zu

überreden. Pläne für den Platz hatte bereits der berühmte englische Golfplatzarchitekt Simpson entworfen. Die Freude über die Gunst seiner Königlichen Hoheit, dem Club ehrenhalber vorzustehen, währte nicht lange. Ein Jahr später marschierten die Nazis durch Österreich, Pantz ging ins Exil in die USA, und der Platz wurde nicht gebaut. 1948 kehrte Pantz das erste Mal nach dem Krieg nach Europa zurück und besichtigte natürlich Schloss Mittersill. 1953 wurde der Club wieder eröffnet. Zu den Gästen zählten Prinz Sadruddin Aga Khan, Henry Ford, Bob Hope und Bing Crosby. Die beiden Letzteren waren gute Golfer und angeblich sehr angetan von dem kleinen Golfplatz, den Pantz kostengünstig selbst angelegt hatte. Bald aber entstand die Idee, einen richtigen Golfplatz anzulegen. Gemeinsam mit dem berühmten Golfplatzarchitekten John F. S. Morrison und dem Ort Kitzbühel plante man einen 9‐Loch-Platz zuerst in der Nähe von Schloss Mittersill, später auf dem Gelände von Schloss Kaps. Einer Reihe privater Unterstützer, allen voran Graf Carl Lamberg, Besitzer von Schloss Kaps in Kitzbühel, ist es zu verdanken, dass ein noch heute beliebter Golfplatz in dem Wintersportort entstand. Der Golfsport hatte in Kitzbühel schnell Fuß gefasst, die Mitgliederzahl im Jahr 1958 betrug bereits 98 und die Qualität der Spieler stieg ständig. Der Club pflegte rege Kontakte zu anderen Clubs, insbesondere zu den Salzburgern und den Berchtesgadenern, mit denen man Interclubwettkämpfe durchführte. Kitzbühel entwickelte sich zu einem führenden Club in Österreich, der seine Spitzenstellung auch über jene Zeit hinaus halten konnte, als die Anzahl der Plätze bereits gestiegen war. Neue Impulse bekam der Golfsport in Kitzbühel durch die Errichtung des 18-Loch-Platzes in Schwarzsee im Jahr 1988 und des Platzes in Eichenheim 1999. Der Golf Club Kitzbühel hingegen gestaltete den historischen 9‐Loch-Platz 2006 völlig um. Seitdem wird auf diesem neuen Platz wieder gespielt und eine unabhängige Fachjury wählte ihn sogar damals zum schönsten 9-Loch-Platz Österreichs. Heute präsentiert sich Kitzbühel im Rahmen des Verbundes Golf Alpin. Das bedeutet 30 abwechslungsreiche Golfanlagen in Tirol, Salzburger Land und im Salzkammergut unter einem Golf-Dach in wundervoller Landschaft mit einer Club-Card. Der Vorteil: Gesamtpunkte der Karte sind flexibel auf unterschiedlichen Plätzen einsetzbar. Hervorzuheben ist vielleicht noch die Olympiaregion Seefeld in Tirol. Auf 1.200 Metern Höhe, am sonnigen Hochplateau eingebettet in eine faszinierende Berglandschaft, liegt ein fantastisches Golfgebiet. Atemberaubendes Panorama mit einem Blick auf die Gipfel des Karwendel- und Wettersteingebirges in Kombination mit perfekten Fairways und Greens versprechen ebenfalls einen Golf-Urlaub mit höchsten Ansprüchen und Exklusivität. 2

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Sports and Spa Jet Peeling

alles, nur nicht oberflächlich Die innovative Jet Peeling-Methode setzt neue Maßstäbe im Bereich der Anti-AgingBehandlungen. Auch im Spa des Hotels Gasthof Post in Lech am Arlberg können Gäste diese hochwirksame Technologie für sich nutzen. Text: Franziska Grosswald

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ine gute Nachricht vorneweg: Falten machen ­sympathisch. Das jedenfalls hat eine wissenschaftliche Studie ergeben. Ein einschränkendes ABER leider gleich hinterher: Sympathisch wirken laut Studie nämlich nur jene Falten, die quer verlaufen, etwa die unter den Augen. „Lachfältchen“, so die beteiligten Psychologen, ließen darauf schließen, man sei ein fröhlicher und damit umgänglicher Zeitgenosse. Es sind deshalb nur die längs verlaufenden Falten, etwa die an der Nasenwurzel, auch „Zornesfalten“ genannt, die uns alt wirken lassen. Nun ja, ­Wissenschaft hin oder her. Beim morgendlichen Blick in den Spiegel sind diese Erkenntnisse auch nicht wirklich tröstend. Was also tun, um die ­Alterung der Haut ein Stück weit aufzuhalten? Gibt es denn keine Alternative, als sich unters Messer zu legen? Eine nicht mehr ganz neue, hierzulande aber trotzdem noch recht unbekannte Anti-Aging-Behandlung zeigt nun neue Wege auf: Jet Peeling heißt die dermo-kosmetische ­Anwendung, die dank innovativer Technologie ganz ohne Spritzen, ohne Nadeln und damit ohne Schmerzen auskommt. Mit den einfachsten ­Elementen – Luft und Wasser – in Verbindung mit hochwirksamen Stoffen wird der Haut ein strahlendes, jugendliches Aussehen verliehen. Die eigentliche Innovation steckt in einem speziell geformten Handstück, das die Kosmetikerin dicht über der Haut führt. Durch eine integrierte Düse, aus der unter hohem Druck ein Luftstrahl austritt, wird der Haut

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bis in die tiefsten Schichten hinein zunächst Feuchtigkeit in Form von Wasser zugeführt. Die Kühlung bewirkt, dass die Durchblutung und damit auch die Kollagen-Produktion angeregt werden. Anschließend werden, ebenfalls mit Hochdruck, reichhaltige Wirkstoffe und Seren auf ­natürlicher Basis – wie etwa Vitamine oder Hyaluronsäure – tief in die Haut eingebracht, ohne diese zu berühren. Welche Wirkstoffe verwendet werden, ist je nach Hauttyp verschieden. Wirkstoffe werden individuell an den Hauttyp angepasst „Der Effekt ist unglaublich“, sagt Raluca Burdusel, Spa-Managerin im Hotel Gasthof Post, „die Haut sieht sofort nach der Behandlung glatt und frisch aus.“ Seit etwa einem Jahr hat das Fünfsternehotel in Lech am Arlberg die Jet Peeling-Methode im Programm, deren Wirksamkeit durch die Universität Hamburg sowie die Universitäts-Hautklinik Leipzig in mehreren Studien auch wissenschaftlich bewiesen werden konnte. Wenn Raluca Burdusel eine Kundin oder einen Kunden zur Jet Peeling-Behandlung begrüßt, führt sie sie oder ihn in eine der Kosmetik-Kabinen im Spa-


Sports and Spa Jet Peeling

Bereich. Begleitet von sanfter Wellness-Musik, beginnt sie zunächst damit, die Haut auf die Anwendung vorzubereiten. Mit einer speziellen Milch und einem Tonic wird die Haut von Unreinheiten und Schmutz gereinigt. Im Anschluss führt Raluca Burdusel eine Hautanalyse durch. „Je nach Hauttyp entscheide ich, welche Wirkstoffe bei der Behandlung verwendet werden beziehungsweise welche Wirkstoffe die Haut braucht“, so die 29-Jährige. Danach beginnt die eigentliche Behandlung: „Im ersten Schritt wird mit dem Jet Peeling eine Dermal-Infusion durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine Lymphdrainage mit Natriumchlorid. Es folgt eine Dermabrasion, sprich ein Peeling, mit Natriumchlorid. Zuletzt führe ich der Haut die Wirkstoffe zu, die bei der Hautanalyse ermittelt wurden, beginnend mit einer 16-prozentigen Glycosäure, welche die basischen PH-Werte normalisiert.“ Nach etwa 50 Minuten ist die Anwendung beendet. „Die Haut strahlt, der Lifting-Effekt ist deutlich erkennbar“, so Raluca Burdusel. „Falten werden geglättet, die Haut allgemein gestrafft. Das Tolle ist, dass die Haut auch direkt danach weder gerötet ist noch irritiert. Selbst Schminken ist kein Problem.“

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Minuten dauert eine Jet Peeling-­ Anwendung.

Mal Jet Peeling im Monat erzielt nachhaltige Effekte.

Jet Peeling eignet sich aber nicht nur für Gesicht, Hals und Dekolleté, es kann genauso gut auch an den Händen oder anderen Körperstellen angewendet werden. Ob Augenringe, Pigmentflecken oder Akne – das ­Gesamtbild der Haut verbessert sich. Auch bei Couperose, Narben und Dehnungsstreifen kann die Jet Peeling-Methode kleine Wunder bewirken. „Idealerweise sollte die Behandlung einmal pro Woche fünf Wochen lang durchgeführt werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen“, rät Raluca Burdusel, „danach einmal pro Monat. Da unsere Gäste meist nicht so viele Urlaubstage hier verbringen können, empfehlen wir, die drei ­Behandlungen in einer Woche mit jeweils einem Tag Pause dazwischen zu buchen.“ Vor allem in der Hochsaison sei es deshalb sinnvoll, Termine im Vorhinein zu vereinbaren, damit alle Behandlungen effizient durchgeführt werden können. Direkt im Anschluss an das Jet Peeling sollte man übrigens auf einen ­Besuch in der Sauna oder im Dampfbad verzichten: „Beim Jet Peeling wird mit kalter Luft gearbeitet. Die Hitze in der Sauna würde den Effekt der Behandlung zerstören“, so Raluca Burdusel. 2

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atemlos Was wir von den Apnoetauchern lernen können. Text: Frédéric Vacheron Fotos: Phil Simha


Sports and Spa Apnoe

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ie soll das gehen: ohne Luft, ohne Sauerstoffgerät tauchen? Nicht nur ein, zwei Meter, nicht ein paar Sekunden, wie Kinder gern den Wettstreit im Freibad üben. Nein, richtig lange und richtig tief. Apnoetauchen nennt sich der Sport. Wer erstmals mit Apnoetauchern spricht, schüttelt ungläubig den Kopf. Die Fähigkeit, mehr als sieben oder acht Minuten ohne Atmung auszukommen, grenzt an ein Wunder. Der Weltrekord liegt bei 11 Minuten und 35 Sekunden. Dieses spezielle Können der Freitaucher, wie sie sich auch nennen, hat dem Apnoetauchen den Nimbus des Mystischen verliehen. „Apnoe“ bedeutet Atemstillstand. Ohne Luftzufuhr tauchen die Sportler in Tiefen von mehr als 200 Metern. Eine unvorstellbare Leistung, die medizinisch nicht so einfach zu erklären ist, denn ohne die bekannten Sauerstoffflaschen ist der Mensch in solchen Tiefen normalerweise nicht überlebensfähig. Ja, der Sport ist nicht ungefährlich. Doch immer mehr Menschen suchen nicht nur den Wettkampf, sondern betrachten Apnoetauchen als neue Art der Meditation, erklären Phil Simha und Nik Linder in ihrem Buch „Apnoe & Meditation“, das beim Verlag Delius-Klasing erschienen ist. Herausgeber ist Dr. Friedrich Nagelschmid. Im Zentrum steht die Atmung und Entspannung, wie sie auch im Yoga oder beim Autogenen Training gelehrt wird. Es gibt eine Reihe von Sportarten, in denen das ebenfalls die Voraussetzung ist, um höchste Konzentration zu erlangen. Bei Sportschützen zum Beispiel oder auch Golfern. Der Frei- oder Apnoetaucher aber muss dazu noch körperlich anstrengende Leistung erbringen. Er geht eine Gratwanderung bei der perfekten Ausnutzung des finalen Atemzugs, indem er damit eine möglichst weite Strecke oder lange Zeit oder große Tiefe erreicht. Das Ganze mit einem möglichst niedrigen Puls. Denn je höher der Puls, umso mehr Sauerstoff wird verbraucht, umso kürzer die Tauchzeit. Das Wichtigste für den Apnoetaucher ist, auf den Punkt entspannen zu können. Das ist es, was diesen Sport für den Umgang mit Stress, für den nach Ruhe und Ausgeglichenheit suchenden Menschen so interessant macht, erklären die beiden Autoren. „Der Mensch ist eines der wenigen Lebewesen, welches bewusst und damit aktiv in die Atmung eingreifen kann. Wir können im Gegensatz zu unseren tierischen Mitbewohnern die Atmung gezielt einsetzen, um uns besser zu konzentrieren, uns zu entspannen und sogar, um Schmerzen zu lindern. Ein Tauchgang ist somit auch eine Meditation, bei der es darum geht, in sich selbst hineinzuhören.“

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apnoe & meditation von Nik Linder, Phil Simha 136 Seiten Format: 232 x 265 mm 978-3-667-10959-0 24,90 Eur Delius Klasing Verlag // www.delius-klasing.de

Der Puls fällt, die Augen halte ich geschlossen, und ich falle in eine Art Schlaf. Nik Linder

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Doch wie schaffen es die Extremsportler zu überleben? Hochtrainierte Ausnahmeathleten haben einen sehr niedrigen Ruhepuls, Herz und Lunge sind vergrößert und versorgen den Körper auch bei anhaltender Belastung ausreichend mit Sauerstoff. So lässt sich der sogenannte „breathhold-breaking-point“ hinauszögern. Damit ist der Punkt gemeint, an dem der Körper den Atemreiz nicht mehr unterdrücken kann. Denn auch wenn man die Luft anhält, werden die Organe und das Gehirn noch eine gewisse Zeit mit dem im Blut verbliebenen Sauerstoff versorgt. Gleichzeitig steigt aber der Kohlendioxidspiegel, da das Gas nicht abgeatmet wird. Rezeptoren im Körper registrieren sowohl den Sauerstoffgehalt als auch den Anteil an Kohlendioxid (CO2). Übersteigt der CO2-Spiegel einen bestimmten Wert, schaltet der Körper ein Notfallprogramm ein. Der Atemreiz lässt sich dann nicht mehr willentlich unterdrücken. Ein ernstes Problem beim Abtauchen ist der Druckausgleich, denn bereits in 30 Meter Tiefe beträgt das Lungenvolumen nur noch ein Viertel der normalen Größe. Damit ist die maximale Ausatmungskapazität erreicht. Im Rachenraum kann kein Druck zum Ausgleich aufgebaut werden. Durch Druck der Zunge gegen den Gaumen gelingt es Tauchern, den Druckausgleich durchzuführen. Um die Kapazität ihrer Lunge zu vergrößern, praktizieren Spitzentaucher spezielle Atem- und Yogaübungen. Jacques Mayol, der als erster Freitaucher die 100-Meter-Grenze erreichte, war auch der Erste, der solche Techniken einsetzte. Trainiert werden Stoß- und Lungenseitenatmung, aber auch die Zwerchfellatmung. Damit lässt sich die Kapazität der Lunge erhöhen, und der Taucher hat mehr Luft zum Einatmen zur Verfügung. Das Zwerchfell bleibt elastischer, und das erleichtert den Druckausgleich auch in großen Tiefen. Um zu ergründen, wie sich die Lunge in solche Tiefen verhält, führten Mediziner mit Jacques Mayol interessante Versuche durch. Dabei fanden sie heraus, dass es nicht nur bei Walen und Delfinen das Phänomen des „Bloodshift“ gibt, sondern auch beim Menschen: Um die lebenswichtigen Organe mit Sauerstoff zu versorgen und zu vermeiden, dass die Lunge unter dem Wasserdruck zusammenfällt, strömt Blut aus Armen und Bei-


Sports and Spa Apnoe

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Foto: Cedric Schanze

Atemübung von Swami Saradananta

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Aus dem Buch „Atem. Kraftquelle Deines Körpers“ Setze Dich in eine bequeme Haltung hin, sodass Du aufgerichtet bist und eine geöffnete Haltung hast, das bedeutet, dass Du tief ein- und ausatmen kannst. Eine geöffnete Haltung erreichst Du, indem Du den Rücken bis zum Scheitel gerade machst und Dein Blick einen Punkt auf Höhe Deiner Augen fixiert, sodass Dein Kinn leicht angehoben sein muss. Deine Schultern hängen nach unten, fallen aber nicht nach vorne. Deine Hände ruhen in Deinem Schoß. Man schließt die Lippen und atmet durch die Nase ein. Man verändert den Atemrhythmus nicht, sondern beobachtet nur, wie die kühle Luft durch die Nase und über die Rückseite des Rachens strömt. Am Ende der Einatmung achtet man auf die kurze Atempause, in der sich das Einatmen umdreht und in ein Ausatmen verwandelt. Man nimmt beim Ausatmen durch die Nase bewusst wahr, wie sich die Lunge entleert. Man stellt sich bildlich vor, wie der Atem durch die Kehle und die Nasenlöcher ausströmt.

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nen in Richtung Körpermitte. Die Lungenbläschen schwellen an, und dadurch verkleinert sich der Hohlraum. In sehr großen Tiefen strömen Plasma und Blut direkt in die Lunge, um den Hohlraum zu erhalten. Dies gelingt jedoch nur bei trainierten Lungenflügeln. Beim Aufsteigen strömt die Flüssigkeit dann wieder aus der Lunge. Passiert dies nicht, droht der Erstickungstod. Stephane Mifsud, der Weltrekordhalter in der Disziplin statisches Apnoe, erklärt: „Es ist eine Art Reise, weg vom Leben und zurück. Es geht nicht um die Gedanken, sondern gerade um das Nichtdenken.“ Die im Wasser empfundene Schwerelosigkeit hilft dem Apnoetaucher zusätzlich, störende Sinneseindrücke auszublenden. Der erfahrene Apnoetaucher Nik Linder schildert seine Erfahrungen so: „Sofort mit dem Abtauchen entspanne ich den Nacken, geh nach und nach durch meinen Körper. Die Achtsamkeit auf die einzelnen Körperteile ist ein Dialog, der die völlige Entspannung jeweils überprüft und gegebenenfalls herstellt. Der Puls fällt, die Augen halte ich geschlossen, und ich falle in eine Art Schlaf.“ Linder stellte sich so die Frage, warum also nicht die Techniken des Apnoetauchens auch bei der Bewältigung des stressigen Alltags einsetzen? Daher hat er das Relaqua-Programm entwickelt. Schnell wird deutlich, dass es sich bei dem Buch nicht nur um eine Übungssammlung handelt, Relaqua möchte er auch als Grundstein einer neuen Lebenseinstellung verstanden wissen. 2


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Berghotel Maibrunn / St. Englmar

Mit Asanas zu sich selbst finden Yoga-Wochenende im Bayerischen Wald Berge, Moosgrün, frische Luft – der Bayerische Wald vereint sämtliche Attribute, die die Erholung im Urlaub fördern. Inmitten dieser energiespendenden Natur lädt das Berghotel Maibrunn im Herbst wieder zu einem Yoga-Wochenende mit Andrea Pöllner ein. Die Entspannungstrainerin und Yogalehrerin zeigt Haltungen zur Kräftigung der Muskulatur sowie Atem- und Entspannungsübungen, die Körper und Seele vereinen. Das Seminar findet vom 20. bis 22. Oktober statt und ist je nach Zimmerkategorie ab 249 Euro pro Person buchbar. Inbegriffen sind zwei Übernachtungen, Frühstück, Nachmittagssnack sowie köstliche Abendessen. Die Nutzung der Bergoase mit Saunen, Dampfbad und mehr ist frei. Aufgrund der großen Beliebtheit der Bewegungs-Seminare wird es vom 10. bis 12. November bereits einen Zusatz­termin mit Andrea Pöllner geben, diesmal mit Schwerpunkt Rücken.

Learn to breathe / Yoga weekend in the Bavarian Forest Yoga retreat from Oct, 20th until 22th including yoga classes, 2 nights with breakfast, snack in the afternoon and dinners. Free use of wellness area with saunas, steambath and more. Rates from 249 € p.p. depending on room category. Inhaberin: Anna Miedaner / E-Mail: info@berghotel-maibrunn.de ­­ // www.berghotel-maibrunn.de

entspannung pur Atempausen im hektischen Alltag: Sport- und Spa-Angebote unserer MOSAIK-Partner PUre relaxation Sports and spa at our MOSAIK partner hotels

Land & Golf Hotel Stromberg / Stromberg

Wohlfühlmomente Stromberger Wellness-Tage

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Moments of joy / Stromberg wellness special The offer includes 3 nights, breakfast and delicious dinners as well as 3 relaxing body treatments at the hotel spa: a facial treatment, a body massage and a soft pack treatment. Rates from 432 € p.p. Direktor: Andreas Kellerer / E-Mail: i­nfo@golfhotel-stromberg.de // www.golfhotel-stromberg.de

Fotos: Shutterstock; privat

Schon seine Lage zwischen Rhein, Nahe und Mosel, zwischen ruhigen Wäldern und romantischen Flusstälern, macht das Land & Golf Hotel Stromberg zum perfekten Rückzugsort für erholsame Wellness-Momente. Um die Ankömmlinge gleich einzustimmen, erwartet sie in ihrem Zimmer oder ihrer Suite ein Korb mit frischem Obst sowie eine Flasche Kombucha. Während ihres Aufenthalts mit drei Übernachtungen, einer riesigen Auswahl an Frühstücksköstlichkeiten sowie schmackhaften Abendessen kommen sie darüber hinaus in den Genuss einer 45-minütigen Gesichts-Verwöhn-Behandlung, einer Behandlung in der Soft-Pack-Liege à 30 Minuten sowie einer klassischen ­Ganzkörpermassage von 45 Minuten. Das Package kann zum Preis ab 432 Euro pro Person gebucht werden.


Sports and Spa Packages & More

Das Arosa Kulm Hotel & Alpin Spa feiert 2017 seinen 135. Geburtstag. Im Jubiläumsjahr gibt es für die Gäste viele Highlights, beispielsweise im August den Perrier Jouet Golf Cup, der in diesem Jahr bereits in seiner 31. Ausgabe stattfindet. Mit seiner Lage auf 1.905 Metern über dem Meer gehört der Golfplatz Arosa zu den höchstgelegenen Golfplätzen Europas und bietet eine spektakuläre Aussicht auf das Bergpanorama. Das Hotelteam freut sich, seine Gäste anlässlich dieses exklusiven Turniers vom 4. bis 7. August zu einem Special mit drei Übernachtungen und Frühstück begrüßen zu dürfen. Das Golf-Wochenende beginnt am Freitag mit dem Gästeturnier. Hierzu erhalten die Teilnehmer je zwei Greenfees und zwei Match Fees, der Imbiss am Golfplatz ist inklusive. Am Samstag findet der 18-Loch Golf Cup statt. Hierzu werden ein Apero und ein Dinner serviert. Zudem sind die Gäste zu einem Exklusiv-Konzert eingeladen. Der Transfer zum Golfplatz, die Benutzung des Alpin-Spas, die Getränke der Minibar, ein Außenparkplatz sowie die Arosa All-inclusive-Card, welche kostenlose Fahrt mit den Bergbahnen sowie freien Eintritt zum Seilpark und vielem mehr gewährt, sind im Preis ab 860 CHF (ca. 804 Euro) pro Person ebenfalls inkludiert.

Arosa Kulm Hotel & Alpin Spa / Arosa

A tournament to remember / Perrier Jouet Golf Cup

135 Jahre Arosa Kulm Hotel & Alpin Spa Golfturnier der Superlative in den Alpen

From Aug, 4th until 7th the renowned Perrier Jouet Golf Cup takes place at the golf course Arosa. The hotel`s offer includes 3 nights, breakfast, 2 green fees, 2 match fees, snacks, a dinner & more. Rates from 804 € p.p. Gastgeber: Nicole und André Salamin / E-Mail: info@arosakulm.ch // www.arosakulm.ch

Hotel Erbprinz / Ettlingen

Gesund und erholt Neue privatärztliche Praxisgemeinschaft im Hotel Erbprinz Im stressigen Alltag verlieren wir nicht selten den Blick für uns und unsere Gesundheit. Auch fehlt oft einfach die Zeit, um sich beim Arzt einmal gründlich durchchecken zu lassen. Viele Menschen nutzen hierzu dann ihre freien Tage. Gäste des Hotels Erbprinz können ab sofort Erholung und Gesundheitsfürsorge elegant miteinander verbinden, denn seit Kurzem gibt es in dem vornehmen Fünfsterne-Hotel die Abteilung Erbprinz Medical. Drei Fachärzte haben sich zu einer privatärztlichen Praxis­ gemeinschaft zusammengeschlossen und stehen privat versicherten oder privat zahlenden ­Gäs­ten ab sofort mit medizinischem Rat zur Seite. Leiter der Praxis ist Dr. med.

Christian Schmidt (Foto Mitte). Der Facharzt für A ­ llgemeinmedizin und Anästhesiologie ist zudem Experte auf den Gebieten der Psychotherapie, der Chirotherapie und manuellen Medizin sowie der Sportmedizin. Schmerzpatienten, aber auch solche mit Migräne oder chronischen Erkrankungen, sind bei ihm bestens aufgehoben. Auch führt Dr. Schmidt Ernährungsberatungen durch. Gemeinsam mit seinen Kollegen, Dr. Kirstin Schubert (links), Fachärztin für Augenheilkunde, und Dr. Tilman Markert (rechts), Facharzt für Innere Medizin und Kardiologe mit invasiver Tätigkeit, zu dessen Praxisschwerpunkten akute und chronische Herz- und

Gefäßerkrankungen gehören, kümmert sich Dr. Schmidt fortan um das Wohlergehen der Hotelgäste. Die Sprechstunden können telefonisch unter 07243/ 7187 550 oder online über www.erbprinz-medical.de vereinbart werden. In Kürze wird das Ärzteteam zudem durch einen Physiotherapeuten unterstützt.

Health & Holiday / Medical care for guests Time is rare, so why not combine your days off with a check-up with the doctor`s? Guests at Hotel Erbprinz can do that easily since from this day forward, a team of three medical specialists are at their disposal. Eigentümer/Leitung: Bernhard Zepf E-Mail: info@erbprinz.de // www.erbprinz.de

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Sports and Spa Packages & More

Genießer Hotel Altes Gymnasium / Husum

Achtsamkeit lernen Sich selbst mehr Zeit und Liebe schenken Ein Arrangement für alle, die sich im Alltag sonst mehr um andere als um sich selbst kümmern: Das Genießerhotel Altes Gymnasium lädt mit seinem Achtsamkeits-Package zu einer Auszeit an der Nordsee ein. Das Angebot zum Preis ab 849 Euro pro Person umfasst fünf Übernachtungen mit Frühstück – vitaminreich und gesund, versteht sich. Achtsam sein, dies lernen die Gäste während ihres Aufenthalts, bedeutet nämlich auch, darauf zu achten, was und wie viel man zu sich nimmt. Zum Lunch gibt es deshalb einen leckeren Smoothie, abends eine eiweißreiche Reduktionskost. Die große Wellnesslandschaft des Hauses steht zur freien Nutzung. Obendrauf gibt es drei Ganzkörper-Bürsten-Massagen mit anschließender Aromaölmassage.

How to be more mindful / A week just for you Treat yourself with this wellness package including 5 nights, healthy breakfast and dinners, smoothies for lunch as well as 3 full body massages followed by aroma treatments. Rates from 849 € p.p. Direktor: Mathias Terpe / E-Mail: info@altes-gymnasium.de // www.altes-gymnasium.de

Hotel HerzogsPark / Herzogenaurach

Ferien im FuSSballcamp Ein Package, das die ganze Familie glücklich macht Da schlagen die Herzen junger Nachwuchskicker aber hoch: Gemeinsam mit der SpVgg Greuther Fürth bietet das Viersterne-Superior-Hotel ­HerzogsPark ein absolutes Highlight für Familien mit Kids im Alter von sechs bis zwölf Jahren an: In „Eddy’s Fußballcamp 2017“ lernen sie mit viel Spaß und Action, wie die Profis trainieren. Die Leitung übernehmen lizenzierte Trainer aus dem 3-Sterne-Nachwuchsleistungszentrum der SpVgg Greuther Fürth, die natürlich auch den einen oder anderen Kniff ihrer Stars verraten. Während der Nachwuchs Pässe, Flanken und D ­ ribbling übt, genießen Papa und Mama einen stilvollen Kurzurlaub. Ob Sauna, Pool, Fitnessstudio oder Beauty Lounge – hier können sie entspannt ihre Z ­ weisamkeit ­genießen. Die Pauschale zum Preis von 995 Euro für eine dreiköpfige Familie enthält unter anderem vier Übernachtungen mit Frühstück, ein Drei-Gänge-Menü an drei Abenden sowie für den Nachwuchs drei Tage Fußballspaß inklusive Verpflegung, Trikot, Hose, Stutzen und Ball. Falls nur ein Elternteil mitkommt, reduziert sich der Preis auf 755 Euro. Die Pauschale kann für die Termine 11. bis 15. Juni, 5. bis 9. September sowie 31. Oktober bis 4. November gebucht werden.

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Soccer camp / Happy family package Kids aged 6-12 will love it: In „Eddy`s Soccer Camp“, led by licensed trainers from SpVgg Greuther Fürth, a 3-star junior training center, they get the chance to learn as the professionals train. Meanwhile, parents enjoy relaxing moments at the hotel spa. 4 nights and half board: 995 € / 2 adults, 1 kid. Geschäftsführer: Michael Bläser / E-Mail: info@herzogspark.de // www.herzogspark.de


Sports and Spa Packages & More

Sie ist bereits legendär: die offene Golfwoche auf der Golfanlage Seeschlösschen Timmendorfer Strand. Auch dieses Jahr lädt das Grand Hotel Seeschlösschen alle Golffans wieder zu dieser spannenden Turnierwoche ein, die vom 26. Juni bis zum 30. Juni stattfindet. Neben dem schon traditionellen Seeschlösschen-Vierer werden auch wieder die von den Sponsoren veranstalteten Wettspiele, der Joint Venture- und der OstseeCup, ausgetragen. Ergänzt werden sie durch den Tillipaul-Gedächtnis-Preis sowie die Hotels-auf-dem-Golfplatz-Trophy. Den Abschluss der sommerlichen Golfwoche bildet der Ostsee-Cup-Vierer mit anschließender Feier und Abendessen im Restaurant Windfang. Für die Turnierteilnehmer gibt es ein exklusives Angebot: drei Übernachtungen mit Frühstück sind zum Preis ab 319 Euro pro Person im Doppelzimmer, zuzüglich Nenngeld, buchbar. Bei Einzelnutzung des Doppelzimmers beläuft sich der Preis auf 529 Euro. Die Nutzung des SPA-Bereiches ist inklusive.

Trophy hunting / Open golf week 2017 Grand Hotel Seeschlösschen / Timmendorfer Strand

auf trophäenjagd Einladung zur offenen Golfwoche 2017

Hotel Paradies / Ftan im Engadin

Wellness-Auszeit im Paradies Ein Arrangement für Körper, Geist und Seele Abtauchen. Loslassen. Höhenflüge. Das ist Urlaub im Paradies, im bezaubernden Berg-Refugium in den Schweizer Alpen, wo sich feinfühlige Profis liebevoll um die Gäste kümmern, um ihren Rücken, ihre Haut – ihre Seele. Raus aus dem Alltag und rein in ein Meer von Pflege und Entspannung, Berg-Ayurveda mit heimischen Ölen, vitalisierendes Yoga oder Shiatsu. Schönheitspflege oder Sprudelbad, Sauna und Dampfbad im Wellnessbereich – all das vor der atemberaubenden Kulisse der Schweizer Bergwelt. Oft reicht schon eine kurze Auszeit, um aufzutanken. Drei Übernachtungen im Paradies – der Rest kommt von selbst. Das Wellness-Arrangement des Hotels, das ab 1.065 CHF (ca. 993 Euro) pro Person gebucht werden kann, ­beinhaltet zudem ein reichhaltiges Frühstück, zwei Abendessen im Restaurant „La Cucagna“ und eines in der Fleischmanufaktur „Charn Alpina“, eine Kosmetik-Anwendung mit den Pflegeprodukten von Clarins, eine Massage sowie ein Kräuterbad.

Golfers are invited to enter the tournaments taking place from June, 26th until 30th. Offer: 3 nights and breakfast from 319 € p.p. Single usage of the double room at ­ 529 €. Match fees are to be paid additionally. Eigentümer: Brigitte und Rohlf von Oven / E-Mail: info@seeschloesschen.de // www.seeschloesschen.de

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ie tiefe Ruhe ist die Bewegung in sich selbst.“ Laotse (6.-5. Jh. v. Chr.), chinesischer Philosoph

Fotos: Shutterstock; privat

Body & Mind / Wellness in paradise Breathe, relax and dream away at Hotel Paradies right in the middle of the Swiss Alps. The package from approx. 993 € p.p. offers 3 nights, breakfast, 3 delicious dinner menus, a beauty treatment with Clarins products, a massage and a herbal bath. Eigentümer: Familie Rahe / E-Mail: info@paradieshotel.ch // www.paradieshotel.ch

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Enjoy and indulge

Geniessen und erleben


ein klassiker erfindet sich neu Hamburgs Spitzenrestaurant Jacobs versucht sich in hanseatischer Lässigkeit. Kolumnist Horst-Dieter Ebert besuchte fßr HotelMOSAIK den Sternekoch Thomas Martin.


Enjoy and Indulge Thomas Martin

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Enjoy and Indulge Thomas Martin

Roh marinierter Maigre, Fleur de Sel, Avocado, Zitrone und Fenchel

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raditionshotels mit langer Geschichte gibt es in Hamburg etliche. Doch keines besteht auch nur annähernd so lange wie das kleine Louis C. Jacob hoch über der Elbe, das im letzten Jahr das 225. Jahr seines Bestehens feiern konnte. Die Mehrheit der heute bekannten Traditionshotels der Luxusklasse wurde um die Jahrhundertwende (die vorletzte natürlich) gegründet. Das Jacob besteht mithin schon hundert Jahre länger. Es hat freilich auch immer begabt an seiner Legendenbildung gearbeitet. Es beginnt schon mit dem Ur-Besitzer des Hauses, einem begabten Zuckerbäcker und Schiffsliebhaber, der bei jedem größeren Schiff, das vorbeifuhr, ein paar Böllerschüsse aus einer kleinen Kanone abfeuerte, bevor er sich eines Tages damit selbst in die Luft sprengte. Pikanterweise steht heute an derselben Stelle wieder eine Kanone. Und jedes Mal, wenn Hamburgs Lieblingsschiff, die „Queen Mary 2“, vorbeikommt, dann wird sie – im Rahnen einer Party, bei der auch Bettlaken geschwenkt werden und „Britannia, rule the waves“ ertönt – abgefeuert. Doch das Jacobs hat sich auch vorausschauend auf die Hamburger Zukunft mit der Elbphilharmonie eingerichtet: Es eröffnete direkt gegenüber eine schicke Brasserie mit angeschlossenem Bistro, beide mit den schönsten Logenplätzen für Elb- und Elphi-Sicht. Da war die noch immer eine Baustelle. Doch jetzt, nachdem tagtäglich ein nach Tausenden zählendes Publikum in Hamburgs neues Wahrzeichen strömt, ist das „Carls an der Elbphilharmonie“ besser besucht als je zuvor. Für die Konzertbesucher wird allabendlich ein „Pre-Elphi-Menü“ angeboten. Und wer ein richtiger Gast im Jacob ist, dem bietet das Hotel nach dem Konzert eine Heimfahrt über die Elbe mit der hoteleigenen Luxus-Barkasse „SM Jacob“, wo das Kulturerleben bei einem Glas Rotwein und etwas Käse noch einmal durchgesprochen werden kann. Im Übrigen gilt das Jacob als das einzige Hamburger Hotel, das in der Lage ist, seinen Gästen zu Elphi-Karten zu verhelfen. Und das ist nicht weniger als eine Sensation: Die Vorstellungen sind auf Monate hinaus ausverkauft, Karten erreichen auf dem Schwarzmarkt astronomische Preise, die Schlangen an den Vorverkaufsstellen (auch den digitalen) sind kilometerlang. Doch wer im Jacob logiert und sich dort frühzeitig

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„ kümmert, hat gute Chancen, zu den Glücklichen zu gehören, die das Erlebnis „Elphi“ genießen können. Derweil hat das hochgerühmte Restaurant des Hauses eine Art luxuriöser „Abrüstung“ erfahren (siehe Interview weiter unten), einem zeitgeistigen kulinarischen Trend folgend, der erstmals vor vier Jahren von sich reden machte – und zwar auf dem Wasser. Denn es war die „MS Europa 2“, die mit einem lässigen Luxus das Gegenbild zur etiketteverliebten „Europa 1“bilden sollte, Slogan: „20 Knoten, aber keine Krawatte”. Einen verpflichtenden Dress-Code hatte das Restaurant Jacobs eh schon lange nicht mehr (obwohl die meisten Gäste so aussahen). Doch jetzt wurde auch das Interieur modernisiert: Es wurden mehr und kleinere Tische gestellt, etliche mit einem Hauch von Brasserie, ohne Tischdecken und mit farbigen Sofas davor. Die Kronleuchter wurden tiefer gehängt. Und die Kellner tragen nicht mehr Jackett und Krawatte, sondern nur noch eine Weste. Der langjährige Jacob-Direktor Jost Deitmar wollte damit „vor allem dem Restaurant den sakralen Charakter nehmen“, wie er das nannte. Stattdessen soll „zeitgemäße hanseatische Gelassenheit“ einziehen – aber natürlich auf höchstem Niveau. Wie sich das in der Küche darstellt, haben wir mit Thomas Martin besprochen, dem Chefkoch des Jacobs.

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Herr Martin, erfinden Sie nun die feine küche neu?

Lieber Thomas Martin, sind Sie eigentlich der dienstälteste Spitzenkoch in Hamburg? Ja, also (lacht), gefühlt bin ich nicht alt, aber küchenmäßig bin ich jetzt 20 Jahre im Jacobs. Und in Hamburg wohl auch der meistdekorierte, nach vielen Jahren als Hamburgs Nr. 1? Insgesamt war ich elf Jahre die Nr. 1 nach Auswertung der ganzen Restaurantführer, dann hat mich vor ein paar Jahren das „Haerlin“ eingeholt und das „Table“, aber sonst wäre es ja allmählich auch zu langweilig geworden – wir befinden uns da in dünner Luft sehr nahe beisammen. Und in ihrem 20. Jahr erfinden Sie nun die feine Küche neu? Ja, hmm, im Grunde tue ich das, was ich schon immer am liebsten getan habe, nämlich eine sehr produktorientierte Küche, man könnte fast sagen, eine sehr reduzierte Küche, eben drei bis vier Komponenten und nicht 13 oder 14, was ich ja auch schon gemacht habe. Der Slogan „Einfachheit auf höchstem Niveau“ – das klingt nach Werbe-Sprech –, stammt das von Ihren PR-Leuten? Wir haben ja den Markt beobachtet. Und ich habe für mich festgestellt, von München bis Sylt, die ganze Hochküche ist ein bisschen breiig geworden. Es wurde immer komplizierter auf dem Teller.


Enjoy and Indulge Thomas Martin

St. Petersfisch mit Mangold, Zitronen und Pinienkernen

thomas martin „Eine Bressepoularde aus Frankreich braucht keine Landschaft aus acht Gemüsen um sich herum, um zu leuchten. Nur eine tolle Sauce und ein schönes Kartoffelpüree.“

Geschmorte Ochsenschulter mit Rotweinjus

Sie sprechen jetzt von den sogenannten Landschaften auf dem Teller? Und das wollte ich nicht weiter mitmachen. Ich habe dann festgestellt, dass die Gäste in Jacobs meist nur einmal im Jahr kamen und ich wollte einfach einen größeren Durchlauf haben. Durch mehr Einfachheit? Also dieses Aufrüsten auf dem Teller und dieses Drumherum um den Gast, das wurde ja immer aufwendiger. Und jeder Koch wollte den anderen überbieten mit Kreativität. Und Kompliziertheit? Ja, aber wir hier im Jacobs, wir sind eine Institution, wir sind Hamburg, und das hat was mit Klarheit zu tun, und das auch auf dem Teller. Und diese Landschaftsmalereien auf dem Teller, mit den Saucenspritzern und den Gemüseskulpturen, die lenken doch nur ab, das sind für mich keine klaren Aussagen. Dieses Ideal der Einfachheit gabs ja schon vor 20 Jahre: Da propagierte Josef Viehhauser, ein berühmter Sternekoch an der Elbchaussee, „nur drei Produkte und drei Farben auf dem Teller“. Naja, ein bisschen flexibel muss man da schon sei. Aber richtig ist: Je weniger Produkte Du auf den Teller tust, umso mehr musst Du Dich auf die konzentrieren, aberum so klarer ist das Ergebnis.

Ich darf mal Thomas Martin zitieren: „Eine Bressepoularde aus Frankreich braucht keine Landschaft aus acht Gemüsen um sich herum, um zu leuchten. Nur eine tolle Sauce und ein schönes Kartoffelpüree.“ Könnte ich heute sofort wieder so unterschreiben. Als ich hier angefangen habe, da war meine Küche ja auch so. Aber du hast dich natürlich auch verändert als Kreativer und dann wurde alles komplizierter und raffinierter, da kam das Kartoffelpüree dann schon mal aus der Espuma-Flasche. Doch dann, so vor zwei Jahren, hab ich festgestellt, dass das nicht der Weg des Jacobs sein kann. Deshalb jetzt auch eine Art „Downsizing“, also lockerer und ein bisschen runter ... Aber sind Sie da nicht besorgt – als einer, der berühmt war für seinen fünffachen Salto, und der jetzt nur noch eine Rolle vorwärts macht? Also, den fünffachen Salto hab ich nie gemacht (lacht), da war ich doch immer klassischer als die andern, und jetzt bin ich es noch mehr. Doch Haute Cuisine hatte doch auch stets mit bestimmten Formen, bestimmten Ritualen zu tun. Wenn das jetzt alles wegfällt, meinen Sie, Ihre Gäste akzeptieren das? Ja, die sind sicher ein Thema, die Formen am Tisch, aber für mich als Koch sind ja zunächst mal die Formen auf dem Teller wichtig, und der Aufwand für klassische Küche ist ja enorm, dass am Ende

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Enjoy and Indulge Thomas Martin

Der Chef ist nicht alleine. Thomas Martin kann sich auf sein eingespieltes Kochteam verlassen. // www.jacobs-restaurant.de

etwa die Bresse-Poularde so hammermäßig perfekt auf dem Teller zu liegen kommt. Das Handwerk? Ja, und da lernt man: Für einen richtigen Geschmack im Mund braucht man eben einen Löffel voller Morcheln und nicht nur zwei, und die auch noch püriert. Mir macht das sonstige Downsizing mehr Sorgen: nicht vier Gabeln links und rechts vier Messer, keine Cloches und kein simultanes Aufdecken der Gerichte – meinen Sie nicht, Gäste, die es immer so hatten, wollen nicht auch etwas Show und Entertainment? Ja, richtig, wir haben den Service entschlackt. Es gab viele Rituale, die den Abend zu steif werden ließen. Aber es gibt natürlich Gäste, die hätten gern die Cloches und 30 Sorten auf dem Käsewagen. Aber wenn man ihnen das erklärt, verstehen sie das. Und kommen wieder? Ja, und zwar auch die, die früher nur einmal im Jahr kamen (etwa für ein Familienfest), die kommen jetzt häufiger, weil sie ja auch einfach für ein Gericht und einen Salat reinkommen können – freilich auf höchstem Niveau gemacht. Aber Sie haben natürlich recht: Es gibt auch Gäste, die hängen an den alten Zeremonien – wie dem Kellnerservice von links und von rechts. Das haben wir nicht mehr, aber es muss natürlich Stil haben. Sie haben gesagt, die steifen Rituale des traditionellen Service erzeugten im Unterbewusstsein des Gastes ein Unbehagen. Muss der Koch von heute nun auch noch Psychoanalytiker sein? War ich irgendwie immer! Ich hab immer über den Tellerrand hinausgedacht, hab immer versucht, mich in den Gast hineinzuversetzen. Ein bisschen Psychologie war bei mir immer dabei. Und ich gehe ja auch viel selbst essen. Da kann das Essen noch so gut sein, wenn der Kellner unsympathisch ist, dann ist der Abend gelaufen bei mir. Und wenn

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die Rituale nicht Spaß machen, dann ist das Essen nur halb so gut. Sie selbst schwärmen von der großen kulinarischen Oper im „Haerlin“ einmal im Jahr. Was ist denn das, was Sie jetzt propagieren – Operette, leichte Muse? Also, das im „Haerlin“ ist schon toll, auch im „Table“, einmal im Jahr, finde ich das wunderbar. Nur: Meine Küche ist genauso gut, nur anders. Aber Sie können natürlich auch bei mir große Oper haben, fünf Gänge, aber ein bisschen entschlackt. Aber Sie können eben auch à la Card essen. Sie sagen: „Darf ich der Dame noch etwas Wein einschenken?“ war gestern. Wie heißt das denn heute? „Darf ich Ihnen noch etwas Wein nachschenken?“ das reicht vollkommen, „meine Dame“ oder „mein Herr“ wirkt doch heute ziemlich affektiert! Übrigens auch „Der Gruß aus der Küche“, ganz gruselig! Gibt es denn noch Services, die am Tisch angeboten werden? Wird denn noch filetiert, tranchiert, flambiert? Ja, bei meinen Zwei-Personen-Gerichten: Die Bauernente und der Seeteufel zum Beispiel werden am Tisch tranchiert, auch meine Fischsuppe wird am Tisch zubereitet, also da passiert noch unheimlich viel am Tisch. Da wundere ich mich, dass die Cloches außer Dienst sind. Ja, damit hadere ich auch ein bisschen, vielleicht machen wir die Cloches doch wieder, jedenfalls bei den Hauptgängen, ich weiß noch nicht. Wenn Sie jetzt alles addieren an Vereinfachung und Downgrading, ist Ihnen da nicht ein bisschen bange um Ihre Sterne? Ich bin fest überzeugt, dass die Gerichte, die bei mir auf den Teller kommen – die sind zwei Sterne. Aber davon abgesehen: Ich kann gar nicht anders kochen. Wenn es keinen Guide Michelin gäbe, würde ich genauso kochen. Meine Küche ist Sterne wert, sie ist auch einen Umweg wert. Da habe ich keine Angst. 2


nasch markt

Sommertage in der Apothekerflasche Heidelbeerwein aus dem Hause Schloss Gebsattel hat die volle Kraft der schönsten Sommertage und weckt, egal ob kalt oder warm getrunken, die Erinnerung daran. Sein samtig weiches Aromaspiel und seine kräftig dunkle Farbe machen diesen Wein so einmalig. Zum Teil reifen Fruchtweine nach alter Familienrezeptur in bis zu 100 Jahre alten Holzfässern. Ein hoher Fruchtgehalt und etwas mehr Alkohol als üblich sind charakteristisch. // www.schloss-gebsattel.de

Alles Marille Köstlichkeiten von der „Massaie“ Bei so einigen Toskana-Reisenden gehört ein Abstecher zum Landgut „Fattoria La Vialla“ zwischen Florenz und Arezzo zum festen Programm. Hungrige Besucher können an einem der Tische rund um den Hofladen eine „Mirenda“ essen, was mit „Brotzeit“ oder „Vesper“ nur unzulänglich übersetzt ist. Im La Vialla ist man stolz darauf, dass hier noch echte „Massaie“ kochen, wie die italienische Bezeichnung für Hausfrauen lautet, in Italiens traditionsbesessener Regionalküche bis heute ein Gütesiegel für authentische Rezepte und unverfälschten Geschmack. Und genau so schmeckt es hier auch. Auf dem großen Bio-Bauernhof wird Gastlichkeit gelebt und Bio in allen Bereichen großgeschrieben. Anfang des Jahres wurde La Vialla zum dritten Mal in Folge beim Internationalen Weinpreis MUNDUS VINI BIOFACH zum „Erzeuger des Jahres international“ gekürt. Nicht der einzige Erfolg, den sich die Brüder Gianni, Antonio und Bandino Lo Franco und ihr Team auf die Fahnen schreiben können. Der „neugeborene“ Wein, der Podere La Casotta 2013, kam auf insgesamt 10 Goldmedaillen. Bei vielen Wein-Wettbewerben und Verkostungen schneiden die Weine der Fattoria stets bestens ab. Das kommt nicht von ungefähr. Seit der Gründung des Weinguts im Jahr 1978 wird auf der Fattoria biologisch gewirtschaftet und seit 1997 sogar biodynamisch. 2011 wurde der Rotweinkeller eingeweiht. Hier setzt man jetzt auch auf unfiltrierte Weine, nachdem mit dem Weißwein gute Erfolge erzielt wurden. Unter anderem eine Platinmedaille mit sagenhaften 95 Punkten als „Best White Wine Tuscany“ beim Decanter World Wine Award 2016. Der erste unfiltrierte Wein überhaupt. Wer dann den Geschmack der Toskana nach Hause mitnehmen möchte, kann sich im Hofladen eindecken. Olivenöl, Weine, Grappa, Pasta, Käse und eingelegte Tomaten, Antipasti und vieles mehr. Alles bio und echt Toskana. Ein paar Wochen mag das reichen. Und dann? Freunde der Fattoria dürfen gerne Bestellungen aufgeben. Dann kommen die Köstlichkeiten der Fattoria liebevoll in Pakete mit Holzwolle verpackt nach Hause. // www.lavialla.it

Drei Tage wird in diesem Jahr in Krems an der Donau ausgiebig die Marille gefeiert. Marillenknödel, Marilleneis, Marillenkuchen, Marillenbowle, Marillenpalatschinken und viele neue Marillenkreationen warten auf die Gäste. Der Höhepunkt bei diesem Genuss- und Kulturfest in der Kremser Altstadt vom 14. bis 16. Juli ist der Anschnitt des 25 Meter langen Marillenkuchens. Weil der Kuchen trotzdem zu kurz für den großen Ansturm ist, wird er gleich zweimal angeschnitten. Am Freitag, um 11.30 Uhr und am Samstag, um 10.30 Uhr. Selbstverständlich ist auch für musikalische Unterhaltung gesorgt. Doch im Mittelpunkt: die Wachauer Marille, die in Krems, bedingt durch das Klima, immer zuerst reif ist. Und frisch geerntet schmecken sie natürlich am besten. Weitere Informationen unter // +43 650 430 68 95

Aus der Seele Mexikos Wer echte Handwerkskunst aus Mexiko erleben und schmecken will, kommt jetzt mit Bozal Mezcal Cuixe voll auf seine Kosten. Herkunftsort dieses Mezcal aus einer einzelnen Agavenart ist das Dorf San Baltazar in der Region Oaxaca. Die Cuixe Agave ist eine physisch stark ausgeprägte Agavenart. Sie wächst vertikal als ein einzelner, kräftiger Stiel. Die scharfkantigen Blätter breiten sich erst an der Spitze aus. Aufgrund der ungewöhnlichen Struktur und dem festem Stiel ist die Cuixe Agave schwer zu ernten und zu bearbeiten. Diese Agave bietet Aromen von tropischen Früchten und trockener Pinie mit einem mineralischen Finish. // www.bremerspirituosencontor.de

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Zartes Grün aus dem Küchengarten Einer der neusten Trends für die Küche heißt Micro Greens oder Micro Leaves. Früher hat man Sprossen gezogen, heute lässt man Rauke, Radieschen, Rettich oder Grünkohl und eine Vielzahl anderer Gemüse in der Erde wachsen und erntet die ganz jungen, ersten kleinen Blätter nach ein paar Wochen. Die vitalstoffreichen Powerpflänzchen enthalten alles, was sie für die weitere Entwicklung brauchen, sind schmackhaft und erstaunlich würzig. Manuela Rüther hat Anbautipps und eine bunte Auswahl an Rezepten in einem Buch zusammengestellt – von Salaten, Wraps und Suppen, Pasta- und Risottogerichten bis zur überraschenden Süßspeise. HotelMOSAIK stellt ein paar der Gerichte vor.


Enjoy and Indulge Micro Greens

Wem Bockshornklee zu würzig ist, probiert es mit nussigem Leindotter oder Alfalfa. Mir persönlich schmecken hier auch Basilikum-Leaves.

Hirsesalat mit Granatapfel und Mangold-Leaves 100 g Hirse, Salz, 1 Salatgurke, 1 Granatapfel, 1 Schalotte, 2 Limetten (Saft), 1–2 EL Ahornsirup, 4 EL Olivenöl, Meersalz, 1 Msp. Cayennepfeffer, 4 EL Mangold-Leaves, 1 EL BasilikumLeaves, Pfeffer aus der Mühle Die Hirse in einem Sieb heiß abspülen. Mit der doppelten Menge Wasser und 1⁄2 Teelöffel Salz in einen Topf geben. 10–15 Minuten kochen lassen. Bitte unbedingt die angegebene Kochzeit auf der Packung beachten und anpassen! Die Gurke in zentimetergroße Würfel schneiden. Die Granatapfelschale am Blütenansatz kreisrund einschneiden und abheben. Die Schale rundum in Spalten einschneiden und den Granatapfel aufbrechen. Die Kerne herauslösen und zur Gurke in eine Schüssel geben. Die Hirse nach dem Garen zum Abkühlen in einer flachen Schale verteilen. Die Schalotte klein würfeln. Den Limettensaft mit Ahorn-sirup, Schalottenwürfeln und Olivenöl verquirlen. Mit Salz und Cayennepfeffer würzen. Die abgekühlte Hirse in die Schüssel geben und mit dem Dressing mischen. Die Leaves mit einer Schere frisch abschneiden und behutsam unter den Salat mischen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.

Gedämpfter Spargel mit Zitrus-Bockshornklee-Sauce 2 kg weißer Spargel, 2 Schalotten, 800 ml Gemüsebrühe, 100 ml Weißwein, 1 TL schwarzer Pfeffer zerstoßen, 3 Stängel Petersilie / Für die Sauce: 1 unbehandelte Zitrone, 1 unbehandelte Orange, 1 EL Rohrohrzucker, 250 ml frisch gepresster Orangensaft, 100 ml frisch gepresster Zitronensaft, 100 g zimmerwarme Butter, Meersalz, Pfeffer aus der Mühle, 3 EL Bockshornklee-Leaves / 1–2 EL Olivenöl, Meersalz und verschiedene Leaves zum Bestreuen

Mangold sorgt für Frische, Basilikum für das Aroma. Aber auch hier ist erlaubt, was gefällt und schmeckt: Experimentieren Sie mit Rübstiel und Grünkohl, mit Radieschen und Rettich für eine frische Schärfe.

Den Spargel schälen, die Enden abschneiden. Die Schalotten schälen und halbieren. Gemüsebrühe, Weißwein, Schalotten, Pfeffer und Petersilie in einen Dämpftopf geben und aufkochen. Den Spargel in einen passenden Dämpfeinsatz legen und im Dämpftopf zugedeckt bei mittlerer Temperatur je nach Dicke der Spargelstangen 20–30 Minuten dämpfen. Für die Sauce die Zitrone und die Orange heiß waschen, trocknen und die Schale mit einem Zestenreißer abziehen. Alternativ die Schale mit einem Sparschäler dünn abschälen und mit dem Messer in feine Streifen schneiden. Die Zesten zusammen mit dem Rohrohrzucker in einem kleinen Topf anschwitzen. Den Zitronen- und Orangensaft zugeben und bei mittlerer Hitze sämig einkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen, die Butter nach und nach unterrühren. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Bockshornklee-Leaves frisch abschneiden und in die Zitrussauce geben. Den Spargel aus dem Dämpfsud nehmen und auf einer Platte anrichten. Mit Olivenöl beträufeln, Meersalz drüberstreuen und mit einigen Leaves nach Belieben verfeinern.

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Kokosmilchreis mit Leaves-Mischung und Mango 1⁄2 Vanilleschote, 250 ml Milch, 250 ml Kokosmilch, 150 g Milchreis, 1 reife Mango, 2 EL Honig, 2 EL frisch gepresster Limettensaft, 1 EL Kokoschips, 2 EL Leaves-Mischung nach Belieben (etwa Amarant, Lein, Sauerampfer, Zuckerschote) Die Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und beides mit der Milch und der Kokosmilch in einem Topf zum Kochen bringen. Den Milchreis in die kochende Milch geben, umrühren und bei geschlossenem Deckel auf kleinster Stufe 30–40 Minuten ausquellen lassen. Dabei gelegentlich umrühren. Die Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Stein schneiden und in einen hohen Becher geben. Den Honig und den Limettensaft zufügen und alles fein pürieren. Den fertig gegarten Kokosmilchreis mit dem Mangopüree in Schalen verteilen. Die Kokoschips und die Leaves drüberstreuen. Der Kokosmilchreis schmeckt warm und kalt.

Illus: Created by Freepik Fotos: © Manuela Rüther, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Kokoschips selbst gemacht: Kokosnussfruchtfleisch von einer halben frischen Kokosnuss mit dem Sparschäler in dünnen Scheibchen abhobeln, im Backofen bei 160 Grad etwa 20 Minuten backen, dabei bereits trockene und hellbraune Kokoschips fortlaufend vom Blech nehmen und abkühlen lassen.


Enjoy and Indulge Micro Greens

Gebackene Süßkartoffeln mit Radieschen-Leaves-Pesto 800 g Süßkartoffeln, 1 TL grobes Meersalz, 1 TL Pfeffer, grob zerstoßen, 3 EL Olivenöl / Für den Pesto: 1 Bund Petersilie, Blättchen abgezupft, 6 EL Rapskernöl, 1 TL Ahornsirup, 1 EL Pinienkerne, geröstet, 1⁄2 Zitrone, Saft, Meersalz, Pfeffer aus der Mühle, 2–3 EL Radieschen-Leaves / 1 Bund Radieschen, 2 EL gemischte Leaves zum Bestreuen (etwa Kohlrabi, Rübstiel, Wirsing, Grünkohl) Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Süßkartoffeln unter fließendem kalten Wasser gründlich abbürsten und ungeschält in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. In einer Schüssel mit dem groben Meersalz, dem zerstoßenen Pfeffer und dem Olivenöl mischen. Die marinierten Süßkartoffeln auf ein Backblech verteilen und im vorgeheizten Backofen etwa 20 Minuten backen. Sie sollten weich sein, aber nicht zerfallen. Für den Pesto die Petersilienblättchen mit Rapskernöl, Ahornsirup, 1 Esslöffel Pinienkernen und dem Zitronensaft im Mixer pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zuletzt die Radieschen-Leaves zugeben und nur ganz kurz untermixen. Die Radieschen in dünne Scheiben schneiden und zusammen mit den Süßkartoffeln auf einer großen Platte verteilen. Mit dem Pesto beträufeln und mit den restlichen Pinienkernen und den Leaves bestreuen.

Schmeckt als Dessert, zum Frühstück oder als kleine Zwischenmahlzeit. Nussige Leaves wie Amarant oder Lein passen genauso gut wie süße Zuckerschote oder frischer Sauerampfer.

Micro greens Micro leaves von Manuela Rüther Einband: gebunden Umfang: 152 Seiten Format: 19,5 cm x 26,5 cm ISBN: 978-3-03800-948-1 Preis: 24,00 EUR // www.at-verlag.ch

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Bleiche Resort & Spa / Burg im Spreewald

mit allen sinnen Der neue Küchenchef René Klages lädt zur Gourmet-Reise ein Das vielfach ausgezeichnete Gourmetrestaurant „17fuffzig“ vermittelt mit den expressionistischen Gemälden der Künstler Hugó Scheiber und Béla Kádár ein völlig neues Raumgefühl. Dazu lädt Sie der neue Küchenchef René Klages ein – mit allen Sinnen „auf den Geschmack“ kommen. Die Küchenphilosophie des 29-Jährigen: „Ein Gericht ist dann perfekt, wenn es von allem Überflüssigen befreit wurde.“ Testen Sie das neue Feeling mit der „BLEICHE-GOURMET-REISE“. Zwei Übernachtungen mit Frühstück, einem abwechslungsreichen Abendmenü und einem Acht-Gänge-Degustationsmenü im „17fuffzig“ inklusive korrespondierender Weine sind pro Person im Doppelzimmer ab 590 Euro zu buchen.

Gourmet trip / Experience René Klages` delicious menus René Klages, new chef at the gourmet restaurant „17fuffzig“, invites you to the „Bleiche gourmet trip“: 2 nights, breakfast, a dinner as well as an 8-course degustation menu with corresponding wines. Rates from 590 € p.p. Eigentümer: Heinrich Michael Clausing E-Mail: reservierung@bleiche.de // www.bleiche.de

GENUSS-GIPFEL Kulinarische Events und Arrangements zum Schlemmen, Staunen und Glücklichsein FEASTING AND SAVOURING Culinary delights for your pleasure

Ketschauer Hof / Deidesheim

Pures GenieSSer-Glück Hoffest zu Pfingsten mit viel Livemusik und gutem Essen Reservieren Sie die Pfingstfeiertage für den Ketschauer Hof in Deidesheim. Genießen Sie die Weine der beiden Weingüter Schneider & Hensel und köstliches Essen aus den zahlreichen Foodstationen. Tagsüber gibt es Musik vom DJ und abends live von der C3ntral Hausband. Der Eintritt ist frei, das Hoffest startet am 4. und 5. Juni jeweils um 12 Uhr. Es werden Ihnen dazu im Terrassenrestaurant á la carte Gerichte aus dem Foodtruck „Genusswagen“ von Robbe & Berking, Caviar House und Pommery Champagner serviert. Das besondere Highlight: der Chef´s Table mit Daniel Schimkowitsch! Exklusiv aus dem „Genusswagen“ kocht Daniel Schimkowitsch ein VierGänge Menü der Extraklasse. Dazu werden Ihnen ein Pommery Champagner-Aperitif, Wasser und Wein-Raritäten aus den Kellern von Schneider & Hensel gereicht. Nur vorab zu buchen. Die Zeiten sind am 4. und 5. Juni jeweils um 12.30 Uhr, 15.00 Uhr, 18.00 Uhr und 20.30 Uhr. Das Menü kostet 140 Euro pro Person, inklusive Aperitif, Wasser und Weine.

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Music & finest food / Whitsun at hotel Ketschauer Hof Enjoy the Whitsun Holidays on June, 4th and 5th at the Ketschauer Hof in Deidesheim. Enjoy the wines of the wineries ­ Schneider & Hensel and delicious food from the numerous stations. Geschäftsführer: Ingo Swoboda, Stephan Attmann E-Mail: info@ketschauer-hof.com // www.ketschauer-hof.com


Enjoy and Indulge Arrangements & More

Die Küche des mit 15 Gault Millau-Punkten ausgezeichneten Restaurants „Garden“ wird grüner: Neben den Klassikern bietet die Menükarte nun auch leichtere Gerichte mit mehr Gemüse und frischen Kräutern. Verabreden Sie sich zum „Sunday Light Lunch“ im lichtdurchfluteten Garden und genießen Sie das Menü mit einem Garden Salat als Vorspeise, einem Hauptgang aus Fleisch- oder Fischgerichten mit verschiedenen Gemüse-Kompositionen sowie Café Gourmand mit feinsten süßen Kreationen als Dessert. Der Sunday Light Lunch ist wunderbar mit einer Übernachtung von Sonntag auf Montag zu kombinieren. Das „Sunday Delight Arrangement“ umfasst eine Nacht im Doppelzimmer, inklusive Champagner-Frühstück vom Buffet und natürlich das Mittagsmenü. Ihr Zimmer steht Ihnen am Montag bis 16.00 Uhr zur Verfügung. Es ist ab 329 Euro pro Person zu buchen.

Garden goes green / Healthy lunch break Hotel Bayerischer Hof / München

Garden goes green Lassen Sie sich von einem neuen kulinarischen Konzept verwöhnen

Vegetables, salads and fresh herbs dominate the menus at the „Sunday Light Lunch“ in the light-flooded Garden. Why not combine this delicious experience with the „Sunday Delight Package“ including 1 night, champagne breakfast and the lunch menu? Rates from 329 € p.p. Geschäftsführende Komplementärin: Innegrit Volkhardt E-Mail: info@bayerischerhof.de // www.bayerischerhof.de

Hotel im Wasserturm / Köln

Drei Sterne, ein Turm Eric Werner kocht jetzt im „Himmel un Äd“ Seit Anfang des Jahres kocht Küchenchef Eric Werner im Gourmetrestaurant „Himmel un Äd“. Der 31-Jährige aus Halle an der Saale wechselte aus dem „Résidence“ in Essen nach Köln. Was er dort auf den Tellern anrichtete, bewerteten die kritischen Tester des Guide Michelin mit zwei Sternen. Von Mathias Maucher musste sich das Hotel im Wasserturm aber glücklicherweise nicht trennen. Der mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete bisherige Küchenchef des „Himmel un Äd“ verzaubert ab sofort die Gäste im Restaurant „d/\blju ‚W‘“ im Erdgeschoss des Fünfsterne-Hotels mit seinen kreativen Interpretationen. Freuen Sie sich auf kulinarische Highlights: entweder im Restaurant „Himmel un Äd“ in 35 Metern Höhe mit einem einmaligen Blick über die Dächer Kölns oder im modernen Restaurant „d/\blju ‚W‘“ im idyllischen Grünen auf der Gartenterrasse. In beiden Fällen ist Genuss pur garantiert!

Fotos: privat

3 stars under one roof / New chef at „Himmel un Äd“ Since the beginning of the year, two-star chef Eric ­Werner is the new chef at the gourmet restaurant “Himmel un Äd“. Mathias Maucher, also awarded with a Michelin star, has b ­ ecome chef of the restaurant „d / \ blju, W ‚“ in the b ­ asement of the hotel. Geschäftsführer: Stefan Sandweg E-Mail: info@hotel-im-wasserturm.de // www.hotel-im-wasserturm.de

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ersuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen.“ Oscar Wilde (1854-1900), ir. Schriftsteller

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Enjoy and Indulge Arrangements & More

Badhotel Sternhagen / Cuxhaven

zwei Sterne strahlen Auszeichnung vom Guide Michelin für Marc Rennack

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„Die Sterne strahlen nicht nur in der Küche, sondern auf das ganze Haus“, freut sich Geschäftsführerin Susan Cantauw vom Badhotel Sternhagen. Gerade hat der Guide Michelin Küchenchef Marc Rennack zum fünften Mal in Folge mit dem zweiten Stern ausgezeichnet. Der 42-jährige Rennack erkocht bereits seit elf Jahren Michelin-Sterne für das Panorama-GourmetRestaurant „Sterneck“. Sein Credo: „Am Ball bleiben und topfrische Produkte verwenden.“ Natürlich brauche man Ideen, um die Gäste in neue kulinarische Welten zu entführen. Gerne auch mal verrückte Ideen. Und Leidenschaft natürlich für den Beruf. „Liebe ohne Leidenschaft geht ja auch nicht“, sagt Marc Rennack augenzwinkernd. Er hat doppelten Grund, sich zu freuen: Das Sterneck steht unter den Restaurants in Niedersachsen auf Platz 3 und zählt zu den 50 besten Gourmetrestaurants Deutschlands.

Two-star sparkling / Michelin guide awards Marc Rennack

in gutes Essen bringt gute Leute zusammen.” Sokrates (470-399 v. Chr.), griech. Philosoph

For the fith time in a row, the Guide Michelin has awarded Marc Rennack with a second star. For eleven years already, the 42-year-old Rennack has won Michelin stars for the panorama gourmet restaurant „Sterneck“. His credo: „Stay on the ball and use top-of-the-range products“. Marc Rennack has a double reason to be happy: The Sterneck is ranked 3rd among the ­restaurants in Lower Saxony and is one of the 50 best gourmet restaurants in Germany. Eigentümer: Familie Sternhagen / E-Mail: Sternhagen@Badhotel-Sternhagen.de // www.Badhotel-Sternhagen.de

Weinromantikhotel Richtershof / Mülheim/Mosel

Wilde Küchenparty Sommerlicher Genuss mit Reh, Hirsch & Co. Haben Sie Lust auf zartes Wild-Carpaccio und eine feine Rehconsommé? Wie wäre es mit hausgemachten Hirschravioli sowie rosa Rehrücken unter einer Haselnusskruste? Und zum süßen Abschluss frisch aufgeschlagene Zabaione und eine delikate Auswahl sommerlicher Desserts? Trauen Sie sich an das Thema Wild heran! Das Weinromantikhotel Richtershof und der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz freuen sich, Sie am 20. Juni 2017 zur „Wilden Küchenparty“ begrüßen zu dürfen. Zu Beginn stimmen ein Glas Rieslingsekt sowie kleine, wilde Leckereien auf den Abend ein. Im Anschluss wird in der Küche an verschiedenen Live-Cooking-Stationen ein Fünf-Gänge-Menü gezaubert. Schauen Sie den Köchen über die Schulter oder legen Sie selber Hand an, ganz wie Sie möchten. Das Küchen-Team beantwortet Ihnen alles, was Sie schon immer zum Thema Wild wissen wollten – und Sie vergessen die vielen Vorurteile, zum Beispiel „Wildgerichte schmecken immer so streng“. Buchbar für 99 Euro pro Person inklusive Sekt, Mineralwasser, Menü sowie Rezeptmappe.

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Learn & enjoy / Wild Kitchen Party Take courage to try deer! On June, 20th the Weinromantikhotel ­Richtershof welcomes its guests to the „Wild Kitchen Party“. Look over the chef`s shoulder or try yourself if you like. Tickets for the event can be booked at 99 € p.p. Listen, learn and enjoy it: Apart from the tutorial, the package includes sparkling wine, water, the menu and a recipe book. Eigentümer: Manfred Preuß / Direktorin: Andrea Mereu E-Mail: info@weinromantikhotel.de // www.weinromantikhotel.com


Enjoy and Indulge Arrangements & More

Hotel Bareiss / Baiersbronn-Mitteltal

Festspiele der süssen Lust Stefan Leitner ist „Pâtissier des Jahres 2017“

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eun von zehn Leuten mögen Schokolade. Der Zehnte lügt.” John Tullius, amerik. Karikaturist

„Seine Kreationen sind wahre Festspiele der süßen Lust, stets sinnenfroh, hochästhetisch und oft so ideenreich, dass der schlaraffenwürdige Reigen über mehrere Teller tanzt.“ Himmlisch, oder? So klingt die Begründung des Gault Millau dafür, dass er Stefan Leitner zum Pâtissier des Jahres 2017 ernannte. Genießen Sie die Künste des Bareiss-Pâtissiers im Rahmen der „Gastronomischen Trilogie“. Am ersten Tag des Arrangements dominieren Klassiker-Rezepte bei einem Fünf-Gänge-Menu in der Kaminstube. Der zweite Abend huldigt in den Dorfstuben in vier Gängen regionalen Spezialitäten. Der Höhepunkt am Mittag des dritten Tages ist ein festliches Fünf-Gänge-Menu von Drei-Sterne-Koch Claus-Peter Lumpp. Das Angebot ist ab 1.050 Euro bis 21. Juli zu buchen. Anreise: Montag, Dienstag oder Mittwoch.

Sweet passion / Bareiss Gastronomic trilogy Stefan Leitner is „Pâtissier of the year 2017“. Guests can enjoy his work until July, 21st as part of the package „Gastronomic Trilogy“: 2 nights, breakfast and worldclass dinners, from 1050 € p.p Leitung: Familie Bareiss / E-Mail: info@bareiss.com // www.bareiss.com

Relais & Châteaux Hotel Burg Wernberg / Wernberg-Köblitz

Live-Preview mit Sternekoch

Fotos: privat

Dabei sein, wenn neue Kreationen entstehen Die Kreation neuer Gerichte ist für Thomas Kellermann eine der schönsten Aufgaben seines Berufs. Mit dem Format der Live-Preview möchte der Zwei-Sterne-Koch seinen Gästen etwas ganz Einmaliges bieten. Sie erleben bei der exklusiven Vorpremiere die Sternstunde eines vollkommen neu entwickelten Menüs – und das live und vor dem offiziellen Start. Und während Sie die aufwendig entwickelten Kompositionen kosten und genießen, verrät Ihnen Thomas Kellermann gerne alles, was Sie dazu wissen möchten – von der Entstehung der Rezepte bis zum komplexen Zusammenspiel der Zutaten und Aromen. Kurzum: Spannende Aussichten für kulinarische Gipfelstürmer. Thomas Kellermanns „Live-Preview“ startet am 21. Mai, am 17. September und am 5. November, jeweils um 18 Uhr. Pro Person ist das Event für 118 Euro, exklusive korrespondierende Getränke, unter der Telefonnummer +49 (0)9604 939 135 zu buchen. In der Burg Wernberg, im Herzen der bayerischen Oberpfalz, können Feinschmecker und Gourmets in den sorgsam und exklusiv restaurierten Gemäuern exzellent speisen, fürstlich übernachten, wunderbar entspannen oder prunkvolle Feste feiern.

Creative acts / Live-preview with Thomas Kellermann Guests are invited to look 2-star chef Thomas Kellermann over his shoulder when he develops a new menu. The „Live Preview“ takes place on May 21st, Sep. 17th and Nov. 5th, at 6 pm. Tickets from 118 € p.p. Direktion: Sven von Jagemann E-Mail: hotel@burg-wernberg.com // www.burg-wernberg.de

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Enjoy and Indulge Gifts

Gut und schön Empfehlungen zum Verschenken und sich selber schenken

Porzellan wie eine flieSSende Bewegung Das Jahr 2017 steht bei der Porzellanmanufaktur Fürstenberg ganz im Zeichen von Fluen, einer neuen Geschirrform, die in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Designer Alfredo Häberli entwickelt wurde. Häberli und Fürstenberg verbindet die Leidenschaft für Designs, die traditionelle Wurzeln haben und gleichzeitig die Zeit widerspiegeln, in der sie entstehen: den Geist, das Lebensgefühl und die Ästhetik. So spielt auch das umfangreiche Service Fluen mit eigenen Kindheitserinnerungen von Alfredo Häberli und der Innovationsfreude einer kosmopolitischen Gegenwart. Fluen ist ein Porzellan wie eine

weiche, fließende Bewegung. „Es geht ums Fließen, um Formverläufe. Ich habe versucht, ganz weiche Linien herzustellen, also eigentlich fließende Linien, und auf diese Weise fast kein Design in den Entwurf zu bringen. Man sieht das sehr gut an dem PastaTeller, der sich durch eine durchgehende, weiche Bewegung auszeichnet“, so Alfredo Häberli. Fluen ist ein elegantes, weltläufiges Porzellan, das einerseits funktional und materialgerecht auftritt, anderseits sehr intuitiv und organisch erscheint. Es passt sich somit in vielfältige, moderne Lebenswelten ein und erfüllt die Anforderungen an ein zeitloses

Porzellan. Neben der Variante in reinem Weiß wird es Fluen mit zwei Dekoren geben, die ebenfalls von Alfredo Häberli stammen. Häberli wurde 1964 in Buenos Aires geboren. Als Dreizehnjähriger kam er mit seiner Familie in die Schweiz und schloss 1991 sein Industrial Design Studium an der Hochschule für Gestaltung in Zürich ab. Noch im selben Jahr eröffnete er sein eigenes Studio. Heute ist er ein international etablierter Designer mit Sitz in Zürich, von wo aus er für zahlreiche führende Designfirmen Möbel, Leuchten und Accessoires kreiert. // www.fuerstenberg-porzellan.com

Cosa Barbecue Wer keine Lust auf Hightech-Grills hat, aber dafür auf gutes Design Wert legt, ist hier richtig. Dieser zweiteilige Grill kann im Freien mit Grillkohle und im Innenbereich mit Bio-Ethanol betreiben werden. Cosa Barbecue ist aus Aluminiumguss gefertigt und kann unten mit Grillkohle gefüllt werden, während zwei Grillgitter viel Platz für das Grillgut bieten. Die

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obere Hälfte des Grills kann gleich einem Schornstein auf den unteren Teil gestellt werden. Alternativ wird er – versehen mit einer Holzabdeckung – zum Beistelltisch. Entworfen wurde der Grill von Aysin Uluganer und Berkan Kaplan, die dafür mit dem reddot award 2016 ausgezeichnet wurden. // www.aniva.com.tr


Enjoy and Indulge Gifts

George‘s Living

Leder Lebt Leder ist ein hochwertiges Naturprodukt. Ulrich Czerny weiß damit umzugehen. Seit 20 Jahren stellt er handgefertigte Ledertaschen her, die „nicht Modeartikel oder Saisonware sein sollen, sondern Taschen, die man im Idealfall ein Leben lang bei sich trägt“. Das pflanzlich gegerbte Leder bezieht Czerny daher aus einer belgischen Gerberei, die seinen Qualitätsansprüchen genügt. Jede Tasche trägt seine Handschrift, vom Entwurf über die Auswahl des Leders – gerne Sattelleder – und dem Zuschnitt bis zur Endverarbeitung. So entstehen nummerierte Einzelstücke. „Die von Hand genähte Lederarbeit ist in einer besonderen Weise beseelt“, erklärt er seine Arbeit. „Die Wahrnehmung dieser Beseeltheit empfindet nicht jeder Mensch gleich, sie hat aber großen Anteil am Wert der Taschen. Den besten Vergleich stellt wohl ein von Hand geschriebener Brief dar.“ Auf Wunsch wird Czerny auch zum „Ghostwriter“ und fertigt Taschen nach Kundenentwürfen. Czerny-Taschen findet man auch in Ausstellungen: Deutsches Ledermuseum, Offenbach, Niederländisches Taschenmuseum Hendrikje, Amsterdam, Lotte-Reimers-Stiftung, Deidesheim. // www.lederdesign.de

Der Stuhl George wirkt leicht und ideal für den Garten oder die Terrasse. Entworfen hat ihn der Spanier David Lopez Quincoces für Living Divani. Das gelungene Design wird durch das Spiel von Beschichtungen und Oberflächen aufgewertet. Ist auch in Schwarz zu haben und ohne Geflecht. // www.miliashop.com/it

Aufregende Reisen Anlässlich der Eröffnung seines weltweit größten Stores in Paris präsentiert der Kölner Kofferhersteller RIMOWA eine Sonderkollektion „Défense d‘afficher“, designt von M/M, als eine Hommage an die Modemetropole. Das Aluminium-Modell CLASSIC FLIGHT ist mit farbigen Prints auf der Vorder- und Rückseite verziert und vom Straßenbild der französischen Hauptstadt inspiriert. Die einzelnen Muster bilden eine Collage – Sticker von bekannten Hotels und entlegenen Orten schaffen eine Erinnerung an aufregende Reisen. Die Hausnummer 73 der Rue du Faubourg Saint-Honoré symbolisiert die exklusive Lage des neuen Stores in Frankreich. Der Cabin Trolley ist auf 50 Stück limitiert und exklusiv bei Colette erhältlich. // www.colette.fr + www.rimowa.com

Hier nehmen Sie gerne Platz Ripples „Like a River” ist eine wahre Ikone des Interiordesigns. 2004 gewann Toyo Ito mit dieser Bank den Compasso d‘Oro Award. Das System-Möbel machte den japanischen Designer schlagartig weltweit bekannt und ist auch heute noch beliebt. Das Besondere: Für die Bank verwendete er fünf unterschiedliche Hölzer: Nussbaum, Mahagoni, Kirsche, Eiche und Esche. Durch die übereinander angeordneten Schichten mit sich überkreuzenden Maserungen entsteht ein beeindruckendes optisches und haptisches Erlebnis der Sitzvertiefungen, die übrigens von Hand ausgearbeitet werden. Da die Bank eigentlich als Modul konzipiert ist, ist eine unendliche Zusammenstellung möglich. Ripples eignet sich jedoch als Einzelbank für den privaten Wohnraum genauso wie aneinandergereiht für gewerbliche oder öffentliche Räume. Bei der Outdoorvariante wird in der Sitzvertiefung ein Loch gebohrt, damit Regenwasser ablaufen kann. // www.horm.it

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Kochmesser fßr den Alltäglichen Einsatz


Enjoy and Indulge Messerschmiede

ganz schön schneidig Luca Distler und Florian Pichler sind die Messermacher aus dem Chiemgau. Handwerker aus Leidenschaft. Ihre Devise: Keine Kompromisse beim Design und den Materialien. So entstehen Liebhaberstücke für Generationen.

Text: Hartmut E. Rätsch Fotos: Manuel Uebler

Irgendwann muss man sich für eine Sache entscheiden, wenn man gute Qualität herstellen möchte“, sagt Luca Distler. Für den gelernten Kunstschmied und Florian Pichler, im ehemaligen Leben Zahntechniker, war das im Jahr 2004 so weit. Was die beiden Freunde anfangs als Hobby und später im Nebenerwerb betrieben hatten, wurde zur Berufung. Messerschmied. Im Zeitalter der industriellen Produktion ein mutiger Schritt, denn wer braucht schon handgefertigte Messer? Der Beruf wird längst nicht mehr gelehrt. Eine zweischneidige Sache sozusagen. Ihre Vorstellung von Qualität gab jedoch den Ausschlag. Denn eine besondere Vorliebe entwickelten sie für Messer aus Damaszenerstahl,

diesem Produkt uralter Schmiedekunst, das wohl vor über 2.500 Jahren aus dem Orient nach Europa kam und durch das wellenförmig scharrierende Metall so fasziniert. Wenn man also von High-End-Messern sprechen kann, dann findet man sie im Messer Werk in Aschau im Chiemgau. Dort in der alten Dorfschmiede aus dem Jahr 1808 unterhalb der trutzigen Schloss-Burg Hohenaschau und vor der eindrucksvollen Kampenwand. Jedes Messer ist nicht nur ein Kunststück für die Vitrine, sondern Gebrauchsgegenstand für den entsprechenden Zweck. Jagdmesser, Taschenmesser, Küchenmesser für die unterschiedlichsten Anforderungen von Hobbyköchen und Profis. Alltagstauglich. Jedes Messer ein Unikat. Von Messerliebhabern inzwischen weit über den deutschsprachigen Raum hinaus geschätzt.

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Enjoy and Indulge Messerschmiede

Das, was der Benutzer gemeinhin als schön empfindet, liegt daran, dass sich die geleistete technische Arbeit auf den Klingen abzeichnet. Wer bisher dachte, Stahl sei Stahl, den belehrt Luca Pichler eines Besseren. Es gibt x-verschiedene Sorten Stahl, welche mit viel Kohlenstoff, welche mit weniger. Viel heißt hart, wenig heißt eher weich, dafür flexibler. Manche taugen nur für das Gartentor. „Die richtigen zu finden und so zu kombinieren, dass die besten Eigenschaften beider optimal zur Geltung kommen, das ist die Kunst“, sagt Luca. Lange haben die beiden Freunde getüftelt, ausprobiert, verworfen und wieder probiert, bis sie ihre optimale Stahlrezeptur beisammen hatten. Die scharrierenden Linien des Damaszenerstahls sind ja nicht nur der Ästhetik wegen entstanden, sondern weil beim Schmiedevorgang drei, fünf oder sieben Riegel der unterschiedlichen Stahlsorten mit verschiedenem Kohlenstoffgehalt übereinandergelegt, als Paket im Schmiedefeuer erhitzt und unter dem Lufthammer miteinander feuerverschweißt werden. Danach wird der glühende, flach geklopfte Block der Länge oder Breite nach geknickt, die beiden Hälften werden übereinander gefaltet und erneut unter dem Lufthammer verschweißt. Der Schmied kann diesen Vorgang je nach Anforderung mehrmals wiederholen. Am offenen Feuer der Esse bei 1.600 Grad eine harte, schwere, schweißtreibende Arbeit. „Wenn die Temperatur aber nicht stimmt, ist alles für die Katz“, sagt der Schmied. Ein paar Grad Abweichung und die beiden Stähle verbinden sich nicht optimal. Ist das Feuer zu heiß, kann der Stahl sogar verbrennen. Noch ist das Muster nicht zu erkennen. Erst wenn das geschmiedete Stück Stahl zur Klinge geschliffen ist, werden die so faszinierenden Wellenlinien sichtbar. Aber der Arbeitsvorgang ist notwendig, um größtmögliche Elastizität und Biegsamkeit bei höchster Härte der Klinge zu ermöglichen. Ja, man kann so ein Messer in Auftrag geben, aber die beiden wollen ihren eigenen Stil beibehalten und machen nicht jeden „Schmarren“ mit. „Manchmal entwickelt sich in einem Beratungsgespräch ein ganz anderes Messer“, erzählt Florian Pichler, weil der Kunde einsieht, dass er fürs Zwiebelschneiden ein anderes Messer benötigt als für die Jagd. Und Luca Distler ergänzt, dass die nun schon Jahrzehnte lange Erfahrung sich in den Endprodukten auch widerspiegelt. Davon profitiert der Auftraggeber ja nicht unerheblich. Je nach Messertyp stecken 15 bis 20 Arbeitsstunden drin, ohne Beratungsgespräch und Entwurfsarbeit.

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Der Entschluss, Qualität ohne Kompromisse zu produzieren, schließt B-Ware aus. „Es gibt da nur eine Linie: hochwertigste Rohware, allerbeste präzise Verarbeitung und bestes Design.“ Natürlich hat das seinen Preis: Bei 700 Euro für ein einfacheres Stahlmesser beginnend bewegt er sich auf der nach oben offenen Preisskala für ein Damaszenermesser auch bis über 10.000 Euro. Schließlich können zusätzlich im Griff diverse edle Teile eingearbeitet werden. Gold, Sterlingsilber, Edelsteine und andere Schmuckelemente. „Das kann ganz schön teuer werden“, sagt Florian Pichler, der sich über der Werkstatt, im Büro mit Schauvitrinen, ums Kaufmännische kümmert. Hier


Enjoy and Indulge Messerschmiede

Brotzeitmesser-Jagdmesser

Gravur

Präzision Florian Pichler (links) kann gar nicht anders: Präzision liegt dem gelernten Zahntechniker im Blut.Luca Diestler ist nicht minder genau, kann aber auch den Hammer gebrauchen. Mehr zu den Messern aus Aschau:

// www.messer-werk.de

kann auch aus einer Reihe von Anschauungsobjekten und Materialien für die Griffe – wie edle Hölzer, Perlmutt, Mammutelfenbein oder Horn verschiedener Tiere – für das zukünftige Messer gewählt werden. Nicht selten werden Initial- und Wappengravuren oder andere Verzierungen passend zum Gebrauchszweck in Auftrag gegeben. Und wer das Wurzelholz eines Weinstocks aus seinem Weinberg verarbeitet haben möchte, findet dafür bei den beiden auch ein offenes Ohr. Schließlich sind solche edlen Messer auch Ausdruck einer persönlichen Haltung zu Herkunft, Tradition und Handwerk. Ganz ohne Zweifel verkörpern sie auch etwas Archaisches. Messer

gehören schließlich zu den ältesten Werkzeugen der Menschheit. Man schneidet, schnitzt, zerteilt, entbeint, kann auch damit töten. Und das Wissen darum trägt sicherlich zur Faszination unter einem wachsenden Freundeskreis bei. Bekanntlich soll man Messer nicht verschenken, weil die Freundschaft zerschnitten werden könnte, weshalb eine Münze immer den Besitzer wechseln muss. Aber gegen das Vererben hat der Aberglaube nichts einzuwenden – von Generation zu Generation und vielleicht sogar zur nächsten. Wenn man das beim Kauf bedenkt, ist doch kein Preis zu hoch. 2

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Bedtime Story

Blind Date Eine Kurzgeschichte von Monika Goetsch Illustration: Elke Ehninger

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ielleicht haben wir alle dieselbe Angst. Wir teilen sie, ohne es zu wissen. Angst vor einem langsam über den Feldweg rollenden Wagen. Vor schnellen Schritten im Wald und einem Spaziergänger, der immer näher kommt. Vor dem Gebüsch, aus dem einer springen, vor dem Baum, hinter dem einer lauern, vor dem Maisfeld, in dem sich etwas verbergen kann. Ich fürchte all das. Ich habe es immer gefürchtet. So, wie ich fensterlose Häuser fürchte. Krankenhausflure. Dichten Nebel. Einsame Hotels, die im Winter leer stehen. Meistens habe ich mich von dem, was ich fürchte, ferngehalten. Manchmal gelang es nicht. Ich tröste mich damit, dass es gesund sein soll, sich seinen Ängsten zu stellen. So gesehen bin ich auf dem besten Weg, sehr gesund zu sein. Ich erinnere mich genau an mein Zögern. Es ist ein paar Wochen her, alles war damals noch weit genug weg. Unschlüssig hob ich die Hand über der Tastatur. Ich weiß noch, dass ich Irrsinn dachte – und lass es sein. Es war, als sähe mir jemand zu. Ich ließ den Zeigefinger sinken, wie Millionen Zeigefinger tagtäglich auf die Entertaste sinken, und das Zögern endete. Zack, die Fingerkuppe landet auf dem weißen

Sechseck und etwas Neues beginnt, auch wenn das Neue der Tod ist. Aber was sage ich. Es ist nicht der Tod. Es ist nur dunkel und kalt. Am frühen Nachmittag kam ich im Hotel an. Die Fahrt war lang gewesen. Irgendwann hatte der Zug auf freiem Feld zu rütteln begonnen, mehrmals hintereinander trat der Lokführer auf die Bremse, fuhr wieder an, bremste erneut, dann hingen wir fest. Der Gleichmut der anderen Fahrgäste wunderte mich, eine junge Frau mit zu dunkel gefärbtem Haar tippte in ihr Handy, eine andere hatte sich ein großes, gemustertes Tuch übers Gesicht gelegt. Auch der Mann, der ihr gegenüber saß, verhielt sich still und duldsam. Ich sah aus dem Fenster. Ein Traktor zog seine Bahnen übers Feld und verteilte Gülle, und als sämtliche Gülle ausgeleert war, fuhr er zurück, auf einen Weiler zu, man sah die Kirchturmspitze hinter dem Hügel. Der Traktor verschwand, es roch schlecht, die Frau schlief immer noch unter dem Tuch. Strahlend weiße Segelboote in türkisblauen Wellen. Ein schönes Tuch, dachte ich. Wenn sie blond war, und das war sie sicherlich, stand es ihr gut. Ich las meine Zeitung und hörte die Frau atmen, auch die anderen Fahrgäste atmeten, und natürlich konnte man weder eine Tür öffnen noch ein Fenster. Ich saß in der Falle, so fühl-

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te ich mich, und wäre am liebsten umgekehrt. Als der Zug anfuhr, ging es besser. Ich besann mich darauf, dass man etwas versuchen kann, warum auch nicht, dachte ich, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Das Hotel war genau so, wie ich es mir ausgemalt hatte. Alles ist ausgemalt, bevor wir es sehen. Im Internet hatte ich das Gelände bereits im Vogelflug betrachtet, helles Wiesengrün, dunkelblaues Wasser, ein behaglich rotes Dach, die Fassade auf altmodische Weise ordentlich, der Turm imposant. Ich war zum Strandbad gegangen, hatte anschließend hinter sehr hohen Fenstern gegessen und getrunken und dabei hinausgesehen und gedacht, dass das da draußen kein See war und auch kein Meer, sondern etwas anderes, drittes, größeres, für das wir keinen Namen haben. In der Fantasie hatte ich mich lange in diesem Hotel aufgehalten. Es war mir vertraut, soweit

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das möglich ist. Trotzdem erschrak ich, als ich vor dem Gebäude stand. Musste es wirklich so schön sein! Ich ging direkt auf mein Zimmer, ich fragte nicht, ob jemand eine Nachricht für mich hinterlassen hatte, ich wollte gar nicht wissen, ob er schon da war oder nicht, beides hätte mich verstört. Der Raum war einladend und duftig, das Bett breit. Ich legte mich einmal längs darauf, einmal quer, trank ein Glas Wasser, betrachtete mich im Spiegel, ein kleines Mädchen Anfang vierzig, befangen, in einem fremden Zimmer. Ich ging nicht auf den Balkon. Jeder geht zu allererst auf den Balkon, wenn er ein Hotelzimmer betritt, ich wollte das nicht, er sollte mich nicht auf dem Balkon stehen sehen. Statt den Koffer auszupacken oder zu duschen und mich für den Abend schön zu machen, zog ich den Kapuzenpulli an, den ich auf jede Reise mitnehme und die Leggings. Ich bin eine Läufe-

rin. So habe ich es in der Annonce geschrieben, ich habe mich eine Läuferin genannt, gab man in der Suchmaske Läuferin ein, fand man mich. Das mag dumm gewesen sein, im Nachhinein, aber es hatte auch seine Richtigkeit, denn wenn man sich auf etwas bei mir einstellen muss, ist es meine Lauferei, bei jedem Wetter, an jedem Ort, zu jeder Zeit und in meinem Tempo. Seine Nachricht war freundlich, wie immer. Keine Antworten, nur Fragen. Was ich gerade mache. Ob es mir gut gehe. Ob ich vergnügt sei. Mir war das angenehm: Ein Mann, der etwas von mir wissen will. Ich antwortete, dass ich im Begriff sei, eine kleine Runde zu laufen, und er fragte, ob ich Richtung Sonnenuntergang, nach Westen, laufen würde und machte eine Bemerkung über das Licht und mein Haar, obwohl er mein Haar nicht kannte. Ich schrieb, ja, nach Westen. Aus seinen Sätzen schloss ich, dass er bereits im Hotel war. Wir hätten uns zum Laufen verabreden können. Aber er schrieb: Lass uns nichts überstürzen. Mach deinen Lauf. Wir sehen uns im Restaurant um acht. Ich antwortete nicht sofort. Meistens ließ ich ihn ein klein wenig warten. Seine Freundlichkeit litt nicht darunter, im Gegenteil. Wir schrieben uns zum Aufwachen, zum Einschlafen, in der Mittagspause und zwischendurch. Eigentlich schrieben wir uns die ganze Zeit. Vielleicht sah er nicht gut aus (auf dem einzigen Foto, das ich besaß, war er kaum zu erkennen). Aber mein Handy fühlte sich anders an, seit wir uns schrieben. Ich berührte es kurz, einfach so. Als sei es ein Teil von ihm. Dann rannte ich die Treppe hinunter, ins Freie, zum See. Die Sonne war gerade untergegangen, als ich den Uferweg erreichte. Alles Himmel. Alles Wasser. Die blaue Stunde, friedlich und zart. Ich mochte das Blau, ich mochte es, endlich draußen zu sein. Mit jedem Schritt springt man ein wenig höher, am Anfang ist das so. Ich wette, man könnte das millimetergenau messen: wie sehr sich die Füße vom Boden lösen, wenn man losläuft. Und wie flach die Sprünge sind am Ende. Ich bog auf den Uferweg ein und lief, als hätte jemand eine große Flügelschraube aufgezogen, die hinten zwischen meinen Schulterblättern sitzt, ich schnurrte den Weg entlang, über mir die dünnen Linien der Reben, ausladende Weingüter, eine prachtvolle Kirche. Ich dachte an dies und jenes und vor allem an ihn, seine Stimme, die vermutlich zu hoch war


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oder zu tief, egal, dachte ich, und redete mir gut zu. Man muss sich gut zureden, wenn man die Leere ahnt, die plötzliche Einsamkeit, all das. „Mit einem fremden Mann, spinnst Du?“, hatte meine Schwester gesagt und natürlich recht gehabt, man traf sich nicht mit einem fremden Mann in einem Hotel, man telefonierte zunächst und setzte sich dann in ein Café für ein Stündchen. Man hielt alles im Vagen und Ungefähren, im sicheren Abstand. „Wenn er nun aber 500 Kilometer entfernt wohnt“, hatte ich meiner Schwester geantwortet, „und man sich nicht einfach so im Café treffen kann?“ Ich hatte sie nicht überzeugt. Und jetzt, am See, überzeugte es auch mich selbst nicht mehr. In spätestens zwei Stunden, dachte ich, würde etwas zusammenbrechen. Das fürchtete ich: dass die Begegnung alles vernichtete und zerstörte, was zwischen ihm und mir hätte sein können. Ich dachte daran, mich auf dem Hotelzimmer einzusperren oder den letzten Zug nach Hause zu nehmen und alles abzublasen und dort zu lassen, wo es wochenlang so gut aufgehoben gewesen war. Und während ich das dachte und meine Flucht vorbereitete und das Ende von etwas, das noch nicht einmal begonnen hatte, entfernte ich mich immer weiter vom Hotel. Bis ich ganz plötzlich bemerkte, dass es dunkel war. Vielleicht hatte sich eine Wolke vor den Mond geschoben oder die hohen Büsche am Ufer schluckten das Licht. Es war nicht stockdunkel, ich konnte meine Sportschuhe erkennen und den Kiesboden. Aber es war dunkel genug. Sofort hielt ich an und kehrte um. Eine halbe Stunde, dachte ich, und du bist wieder im Hotel. Ich dachte an die anderen Frauen, die nicht umgekehrt, sondern weitergelaufen waren, durch die Dunkelheit, weil sie ihre Strecke kannten, und lief schneller. Der Boden war voller Kies. Auf solchen Böden hört man manchmal etwas. Schon oft habe ich mich beim Laufen umgesehen. Aber beim Umsehen bemerkte ich, dass da nichts war und ich mich vor meinen eigenen Schritten gefürchtet hatte, als sei ich mir selbst auf den Fersen. Auf der anderen Seite des Sees funkelten ein paar Lichter. Die Beine waren weich und leicht. Ich laufe, dachte ich, ich laufe. Man kann immer laufen, wenn man will. Auch die anderen Frauen waren gelaufen. Am See. Am Fluss. Da, wo Wasser war. Sie waren sportlich, sie waren fit. Sie rannten, wie ich.

Es war nicht mehr weit. Was du dich aufregst, dachte ich. Hasenfuß, dachte ich. Liest zu viel Zeitung. Die fiesen, die unverzeihlichen Dinge. Das, was Angst macht, obwohl es anderen geschieht, nicht dir. Gleich bist du da. Sie waren gerannt, dachte ich, um ihr Leben waren sie gerannt, in ihren Laufschuhen, in ihren Laufhosen, mit ihren Mützen und ihrer Routine. Sie waren schnell. Nicht schnell genug für ihn. Ich rannte und rannte. Das Atmen tat weh. Der Hals wurde eng. Da hörte ich es. Ein Knacken. Ein Keuchen. Schritte, die nicht meine waren. Ganz sicher nicht meine. Zugleich geschah

„Beim Umsehen bemerkte ich, dass da nichts war und ich mich vor meinen eigenen Schritten gefürchtet hatte, als sei ich mir selbst auf den Fersen.“

etwas mit den Füßen, ein Bein knickte weg und das andere, ich spürte, dass ich stürzte, ganz langsam, und da war da noch etwas anderes, ein Krachen, wie ich es noch nie gehört hatte. Dann zersprang mir der Kopf. Ein paar Mal muss ich in den nächsten Tagen aufgewacht sein. Meine Schwester hat es mir erzählt. Ich bewegte mich kaum. Irgendwann montierte man die Schläuche ab. Ich saß im Bett, ich trank einen Tee, als die Frau von der Polizei hereinkam. Sie war blond und kräftig. Ich erkannte das Tuch, das sie trug, Segelboote, Wellen. Sie rückte ihren Stuhl nah an mich heran. Ich sah in ihre leicht vorstehenden Augen. „Wir hatten ihn schon lange im Blick“, sagte sie. Seine E-Mails, seine Chats. Die Frauen, die er aufspürte und aushorchte, alles Läuferinnen, wie ich. Die Frau von der Polizei sagte: „Ich hatte einen Verdacht.“ Sie hatte alles auf eigene Faust

getan. Im Zug saß sie in meiner Nähe. Sie ging mit zum Hotel. Wartete in dem kleinen Park, bis ich in Sportschuhen herauskam. Folgte mir, ich weiß nicht wie, den Uferweg entlang. Sie beobachtete, dass er hinter mir herkam und im Gebüsch verschwand und sich ganz still verhielt und auf meine Rückkehr wartete. Kauerte selbst irgendwo im Dunkel. Rannte los, als er an meine Seite sprang. Sah den Wagenheber in seiner Faust, über meinem Kopf. Warf sich dazwischen. „Es war fast zu spät“, sagte sie. „Nein: Es war zu spät und doch gerade noch rechtzeitig.“ Sollte ich ihr danken? Sollte sie sich bei mir entschuldigen? Wir taten nichts von beidem. „Er hat gestanden“, sagte sie später am Telefon. Fünf Delikte mindestens, sagte sie, Frauen, denen er auflauerte, Frauen, die vor ihm wegliefen, die er halb totschlug. Andere, die er an einen Fluss lockte oder an einen See, falscher Name, falsche Worte, Läuferinnen wie ich. Vergewaltigungen, Mordversuche. „Alles vorbei“, sagte sie. Für sie mag das so sein. Für mich fängt es erst an. Das Handy habe ich noch in der Klinik weggeworfen. Es dauerte nicht lange, bis ich zum ersten Mal wieder laufen ging. Zehn Minuten: Weiter kam ich nicht. Fünfzehn waren es ein paar Tage später. Dreißig, vierzig sind es inzwischen. Von Tag zu Tag werde ich stärker und schneller. Es gibt etwas, worauf man sich verlassen kann. „Wir haben Ihnen viel zu verdanken“, sagte die Frau von der Polizei, um mich zu trösten. Ich hoffe, das bald so zu sehen wie sie. 2

Monika Goetsch ist Schriftstellerin und Journalistin und lebt in München. Sie hat zwei Romane veröffentlich, „Wasserblau“ und „Grüne Witwe“ (Doerlemann Verlag, Zürich). Für HotelMOSAIK schreibt sie regelmäßig über Kultur und Lifestyle-Themen.

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schau mich an

Wer macht schon eine solche Figur im Bikini?

Eine ehrliche Haut Der Bikini ist ein Problem, das im März beginnt und bis September anhält. Im Winter denkt man nicht an ihn. Und das ist gut so. Man will ja auch mal leben. Aber dann stellt sich die Frage doch: Passt er noch? Soll man überhaupt? Man kramt in der Schublade, zieht diese beiden winzigen Stoffdinger heraus, hält sie sich probeweise an den blassen Körper. Das Ergebnis ist grundsätzlich zweifelhaft. Na gut. Man wird brauner sein, wenn es so weit ist. Schlanker. Sich vielleicht noch ein bisschen im Fitnessstudio straffen vor Saisonbeginn. Man kann sich diesmal außerdem für einen Tankini entscheiden. Der verbirgt ein bisschen mehr. Oder ein Kleidchen drüberziehen, Ton in Ton. Strandmode gibt es in unendlich vielen Varianten. Das Versprechen hängt in der Luft, dass für jede Frau das Richtige dabei sei. Als passe sich nicht die Figur dem Bikini an (was ohnehin unmöglich ist), sondern der Bikini der Figur. Üppigere Formen, so die Theorie, benötigen stützende Bügel und hoch sitzende Höschen, knabenhafte Körper können sich dünne Bänder leisten, die sehr wenig Stoff zusammenhalten. Einfarbige Bikinis und solche mit kleinen Mustern machen schlank oder wenigstens: nicht dick. Rüschen sorgen für mehr Volumen an den richtigen Stellen. Für sich genommen sind tatsächlich viele Bikinis hübsch. Es gibt Bandeaubikinis, Bustierbikinis, Triangelbikinis. Blumen, Punkte, Streifen. Pareos als „Add-on“. Oberteile, die zu Unterteilen passen, und Oberteile, die zu Unterteilen nicht passen – und gerade deswegen gut aussehen.

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All das kürzt den quälenden Vorgang in der Umkleidekabine nicht gerade ab. Und man mache sich keine falschen Vorstellungen: Schmeicheln wird auch der Pareotriangelbikini nicht. Denn richtig freundlich ist ein Bikini nie. Nein, auch der neue nicht! Man hat einfach zu wenig an. Selbst wenn die Silhouette stimmt: Die Haut verrät das wahre Alter. Dellen, Fältchen, Härchen: Wer sich die Welt schön sehen will, lässt die Brille besser zu Hause. Den idealen Bikini gibt es nicht. Er müsste nicht nur kaschieren, er müsste uns besser machen. Stattdessen zeigt er, der männlichen Badehose nicht unähnlich, was ist. Und was nicht. Soll man ihn dafür mögen? Mag man die Nachbarin, die sagt, was sie von einem hält? Vielleicht sollte man das tun. Denn der Bikini ist nicht nur eine ehrliche Haut, sondern noch immer Symbol. Freiheit statt Scham. Nackte Haut statt Verklemmtheit. Größtmögliche Gleichbehandlung von Männern und Frauen. Der Zweiteiler wurde sogar mal verboten – 1932, der „Zwickelerlass“. Aber das zeigt nur das emanzipatorische Potenzial, das in ihm steckt. Dass ein Franzose seine Neuerfindung kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ausgerechnet „Bikini“ taufte – nach dem Atoll im Pazifik, auf dem Amerika die Sprengkraft von Atombomben testete – und an einer Nackttänzerin präsentierte, weist allerdings eher in eine andere Richtung. Egal. Wer keinen nackten Stoff am Bauch mag und gern halb nackt herumspringt, liebt den Bikini trotz allem. So, wie man den Sommer liebt. Nicht, weil man darin bella figura macht – die macht man nämlich nur in den seltensten Fällen. Sondern weil es einfach wunderbar ist, unverhüllt in der Sonne zu sein und im Sand und im Wind. Und mit ein bisschen Glück sitzt das Ding sogar.


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Wussten Sie, dass Berlin auch Hauptstadt für bewussten Lebensstil ist? Von Cold Pressed Juices Bars, veganen placesto-be, über Yoga- und Wellness-Oasen, spirituellen Festivals, bis zu Fashion-Labels und Work-Spaces. Ein Muss für alle, die sich für den bewussten healthy lifestyle interessieren und Berlin auf ganz neue Weise entdecken wollen. Conscious Living Berlin 192 Seiten I 19,90 €

Ein Angebot der Süddeutsche Zeitung GmbH, Hultschiner Str. 8, 81677 München.

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Jetzt im Handel oder bestellen: sz-shop.de 089 / 21 83 – 18 10


Bewusster. Besser. Berlin. Der neue Guide für einen nachhaltigen Städtetrip. sen es

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Die Partnerhotels

hotel mosaik

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Oeversee

Hamburg

MS EUROPA Hapag-Lloyd Kreuzfahrten GmbH Ballindamm 25 / 20095 Hamburg T: 040-30 01-46 00 / F: -46 01 E-Mail: service@hl-cruises.com // www.hl-cruises.de 7 Passagierdecks, 204 Außensuiten, davon 168 Suiten mit Balkon, von 27 bis 85 m2 Größe; zwei behindertengerechte Suiten. Golfsimulator, Personaltrainer, Friseur, Beautysalon, Fitnessraum mit Meerblick, Sauna, Massagen, Wellnessbereich OCEAN SPA, 20-Meter-Swimmingpool mit schließbarem Glasdach. Exklusive Boutique-Promenade auf Deck 4. Themenreisen mit Programmen und Landausflügen für jede Ambition: Aktiv, Event, Familie, Genuss, Golf, Kultur, Musik.

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Cuxhaven

GENIESSER HOTEL HistorischeR Krug Inhaberin: Lenka Hansen-Mörck Grazer Platz 1 / 24988 Oeversee T: 046 30-940 0 / F: 046 30-780 E-Mail: info@historischer-krug.de // www.historischer-krug.de

BADHOTEL STERNHAGEN Eigentümer: Familie Sternhagen Cuxhavener Straße 86 / 27476 Cuxhaven T: 047 21-434-0 / F: 434-444 E-Mail: Sternhagen@Badhotel-Sternhagen.de // www.Badhotel-Sternhagen.de

Charmantes historisches Hotel, „Dorf im Dorf“, Gourmetrestaurant „Privileg“ (Gault-Millau: 16 Punkte), Krugtherme mit Schwimmbad, Sauna, Hamam, Massagepool und Kneippanlage, Solarium, Rollenmassagegerät, Hydrojet und Dampfbad. Ayurveda-Thalasso-Wellness­ oase mit a ­ uthentischem Ayurveda und ayurvedischer Feinschmeckerküche.

48 Zimmer und Suiten mit exklusiver Ausstattung. 42 Wohn-Schlaf-Einheiten mit therapeutisch nutzbarem WannenTherapool. Original-Nordsee-ThalassoTherapie-Center „Nordsee SPA“ mit Physiotherapie und Schönheitsfarm. Panorama-Gourmet-Restaurant Sterneck (2 Sterne im Guide Michelin), PanoramaRestaurant Schaar­hörn und rustikale Stube Ekendöns. Sonnengarten und Café am Meer. Green­fee-Ermäßigungen im Küsten-Golfclub „Hohe Klint“ Cuxhaven e. V. und im Golfclub „Gut Hainmühlen“.

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Hamburg

HOTEL LOUIS C. JACOB Elbchaussee 401–403 / 22609 Hamburg T: 040-822 55-0 / F: 040-822 55-444 E-Mail: jacob@hotel-jacob.de // www.hotel-jacob.de 66 Zimmer und 19 Suiten, auch mit Elbblick. Wohnhalle mit Kamin, Gourmetrestaurant „Jacobs Restaurant“ (17 GaultMillau-Punkte, 2 Michelin-Sterne), weltberühmte Lindenterrasse, Weinwirtschaft „Kleines Jacob“ mit Garten, Jacobs Bar, historischer Eiskeller, Bibliothek, Kunstsammlung mit über 500 Originalen. Veranstaltungsräume mit Elbblick für bis zu 240 Personen.Wellnessbereich, Fahrradverleih, Jogging-Track, Elbanleger, Speedbootfahren, Limousinen-Service. Hamburger Poloclub und Golfclub.

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Timmendorfer Strand

GRAND HOTEL SEESCHLÖSSCHEN Eigentümer: Brigitte und Rohlf von Oven SPA & GOLF RESORT Strandallee 141 / 23669 Timmendorfer Strand / T: 045 03-601-1 / Res.-T: -334 F: 045 03-601-333 E-Mail: info@seeschloesschen.de // www.seeschloesschen.de Direkt am Strand. Eigene 36-Loch-Golfan­ lage. 130 elegante Zimmer und Suiten. Internationale und regionale Spezialitäten in den Restaurants Panorama, Noblesse und La Mer mit Seeblick. Wellness-Resort mit über 2000 m2: Innen- und Außenpool, Fitnessstudio und Saunalandschaft sowie Räume für Kosmetik, Massage, Ayurveda, Hamam, Rhassoul und Thalasso. Heilfas­ tenkuren unter Anleitung von Dr. med. Ulrike Schwaab.

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HUSUM

GENIeSSER HOTEL ­ ALTES ­GYMNASIUM Direktor: Mathias Terpe Süderstraße 2–10 / 25813 Husum Anfahrt Ludwig-Nissen-Straße 35 T: 048 41-8 33-0 / F: 04 841-8 33-12 E-Mail: info@altes-gymnasium.de // www.altes-gymnasium.de 5-Sterne-Hotel mit historischem Flair nahe dem Binnenhafen mit 53 luxuriösen Zimmern und Suiten. 1890 m2 Wellness­ bereich mit 22-m-Pool, Dampfsauna, Fitnessstudio. Massagen und ayurvedische Anwendungen. Regionale Feinschmecker­ küche und erlesene Weinauswahl im Gourmetrestaurant „DAS EUCKEN“. Festliche Aula für Veranstaltungen mit Tagungs-Equipment. Bibliothek, Fahrrad­ verleih, Husumer Golfplatz.

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Hohen Demzin

RELAIS & CHÂTEAUX SCHLOSSHOTEL BURG SCHLITZ Geschäftsführer/Inhaber: ­ Manuela & Armin Hoeck Burg Schlitz 2 / 17166 Hohen Demzin T: 039 96-127 00 / F: 039 96-12 70 70 E-Mail: info@burg-schlitz.de // www.burg-schlitz.de 20 Zimmer und Suiten, Gourmetrestaurant im neogotischen Wappensaal, CaféBrasserie, Hotelbar, Cigarren-Lounge, 180 ha Landschaftspark, Privat-Jagd, 35 Gast-Pferdeboxen, Military-Reitstrecke, Kutschfahrten im Friesen-Gespann, Kochkurse in der Schlossküche, herrschaftliche Säle, Kapelle für Traumhochzeiten, Wellness & SPA-Lounge, Green Luxury Day Spa. HOTEL DES JAHRES 2012 in Deutschland. Jagd-Akademie www.jagdakademie-burg-schlitz.de


8

Köln

Hotel im Wasserturm Geschäftsführer: Stefan Sandweg Kaygasse 2 / 50676 Köln T: 02 21 – 200 80 / F: 02 21 – 200 88 88 E-Mail: info@hotel-im-wasserturm.de // www.hotel-im-wasserturm.de Fünf-Sterne-Luxushotel im ehemaligen Kölner Wasserturm, nur wenige Gehminuten von Dom, Altstadt und Rheinuferpromenade entfernt. 88 Zimmer und Suiten. Restaurant „d/\blju ‚W‘“ mit regionalen Köstlichkeiten, Gourmetrestaurant „Himmel un Äd“ mit Blick über Köln. Massagen und Schönheitsanwendungen im Atelier Beaut. Wellnessbereich mit Sauna und Fitness. Vollklimatisierter Tagungsbereich im hoteleigenen Parkensemble, alle Räume mit Tageslicht und Wireless-LAN-Zugang. Festsäle für über 500 Gäste.

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stromberg/bingen

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Bad Laasphe

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BURG im spreewald

RELAIS & CHÂTEAUX HOTEL JAGDHOF GLASHÜTTE Eigentümer/Leitung: Edmund Dornhöfer 57334 Bad Laasphe-Glashütte T: 027 54-399-0 / F: -222 E-Mail: info@jagdhof-glashuette.de // www.jagdhof-glashuette.de

BLEICHE RESORT & SPA Eigentümer: Hotel „Zur Bleiche“ ­Heinrich Michael Clausing e. K. Bleichestraße 16 / 03096 Burg im Spreewald / T: 03 56 03-620 / F: -602 92 E-Mail: reservierung@bleiche.de // www.bleiche.de

Ländlich-luxuriöse Atmosphäre einer Country-Residenz. Gourmet-Restaurant „ARS VIVENDI“, Rôtisserie „Jagdhof Stuben“, Wittgensteiner Bauernstube, Hirschgarten-Terrasse, Jagdhof-Lounge, Pianobar. Großzügiger Tagungsraum mit Blick ins Grüne. Spa-Bereich mit FelsenSchwimmbad und Massagen.

Idyllisch mitten im UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald gelegenes Wellnessresort. Alle 90 Zimmer und Suiten sind individuell und im natürlich-ländlichen Chic eingerichtet. 5000 m2 große Landtherme mit Schwimmbad, offenem Kamin, ver­ schiedenen Dampf- und Sprudelbädern, Saunen, russischer Banja und türkischem Hamam. Jungbrunnen-SPA mit Dr. Hauschka und Martina Gebhardt Naturkosmetik. Personal Fitness. Gourmet­restaurant „17fuffzig“. Eigene Kahnanlegestelle am Haus.

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Deidesheim

LAND & GOLF HOTEL STROMBERG Direktor: Andreas Kellerer Am Buchenring 6 / 55442 Stromberg/ Bingen / T: 067 24-60 00 F: 067 24-60 04 33 E-Mail: info@golfhotel-stromberg.de // www.golfhotel-stromberg.de

Ketschauer hof Geschäftsführer: Ingo Swoboda, Stephan Attmann Ketschauerhofstraße 1 / 67146 Deidesheim / T: 063 26-700 00 F: 063 26-70 00 99 E-Mail: info@ketschauer-hof.com // www.ketschauer-hof.com

Gäste erwarten 174 individuell ausgestattete Zimmer und Suiten, dazu eine ideenreiche gehobene Küche in drei R­ est­aurants, darunter das Gourmetrestaurant „Le Délice“. Für Abwechslung sorgen die „Birdie-Bar“ mit Livemusik am Fr. und Sa., ein Kino, 2.500 m2 Wohlfühlambiente im SOONWALD spa und der anspruchsvolle 18-Loch-Golfplatz mit dem ersten Abschlag direkt am Haus. Die wunderschöne Umgebung zwischen Rhein, Nahe und Mosel gibt es obendrauf.

Fünf-Sterne-Boutiquehotel auf einem ehemaligen Gutshof. 17 individuell gestaltete Junior-Suiten und Doppelzimmer sowie die feudale von Bassermann-Jordan-Suite. Raffinierte Gerichte werden im mehrfach ausgezeichneten Gourmet-Restaurant „L.A. Jordan“ (1 Michelin-Stern) serviert. Mittags und abends Klassiker und bodenständige Spezialitäten im stylischen Bistro. Kochkurse. Tagungsräume. Kleiner, exklusiver Wellness- und Beautybereich für unvergessliche Wohlfühlmomente.

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heidelberg

DER EUROPÄISCHE HOF Geschäftsführende Gesellschafterin: ­ Dr. Caroline von Kretschmann Friedrich-Ebert-Anlage 1 / 69117 ­Heidelberg / T: 062 21-515-0 F: 062 21-515-506 / Reservierung 062 21-515-501/-502 Email: reservations@europaeischerhof.com // www.europaeischerhof.com Universität, Schloss, Altstadt, das Kongresshaus Stadthalle und alle Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß erreichbar. 118 Zimmer, Juniorsuiten und Appartements, teilweise mit Whirlwanne. Exklusive 200-m2-PenthouseSuite mit Blick aufs Schloss. PANORAMA SPA CLUB mit Sauna, Sanarium, Dampfbad, Solarium, Fitnessraum, Edelstahlpool und Sonnenterrasse. Gourmetrestaurant „Die Kurfürstenstube“.

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Mülheim/Mosel

WEINROMANTIK­HOTEL RICHTERSHOF Eigentümer: Manfred Preuß, Direktorin: Andrea Mereu / Hauptstraße 81–83 54486 Mülheim/Mosel T: 065 34-94 80 / F: 065 34-94 81 00 E-Mail: info@weinromantikhotel.de // www.weinromantikhotel.com Romantik-Hideaway auf einem ehemaligen Weingut inmitten einer weitläufigen Parkanlage. 43 Zimmer und Suiten. Genuss-Inseln: Restaurant „Culinarium R“, Bistro-Bar „Remise“, „Davidoff-Lounge“, Restaurant „Wintergarten Baldachin“. Vinothek „FORUM VINUM“ im Gewölbe des über 1700 m2 großen Weinkellers von 1680. Der hohe Servicestandard des Hauses wurde bereits mehrfach durch wichtige Auszeichnungen gewürdigt.

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BAMBERG

HOTEL VILLA GEYERSWÖRTH Geschäftsführer: Peter Klappan Geyerswörthstraße 15–21 a 96047 Bamberg T: 09 51-917 40 / F: 09 51-917 45 00 E-Mail: info@villageyerswoerth.de // www.villageyerswoerth.de Auf einer Insel im Herzen Bambergs zwischen Re­g­nitz und dem LudwigDonau-Main-Kanal, 40 Deluxe-Zimmer mit Marmorbad, größtenteils vollklimatisiert. In zwei Villen befinden sich das Restaurant „La Villa“ mit Garten­terrasse sowie 16 Zimmer, eine Suite und zwei Studios. Toskanischer Stil prägt den neu errichteten Hotelflügel mit 21 Zimmern und drei Konferenz-Veranstaltungsräumen. ­Sauna, Cardio- und Fitnessbereich. Kostenfreies W-LAN. Eigener Gondelanlegesteg, romantische Arrangements.

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HERZOGENAURACH

HOTEL HERZOGSPARK Geschäftsführer: Michael Bläser Beethovenstraße 6 91074 Herzogenaurach T: 091 32-778 0 / F: 091 32-778 778 E-Mail: info@herzogspark.de // www.herzogspark.de 60 Zimmer, 13 Juniorsui­ten, ­3 Suiten, 21 Appartements, Trainerzimmer, Restaurant Stüberl, St. James Bar. ­8 Tagungsräume (bis 300 Personen), Farblicht- und ­Meditationsraum. BeautyLounge (Hilde­gard Braukmann Cosmetics, KLAPP, Horst Kirchberger), Fitness-Club, Praxis für Physio­therapie, Wellnessbereich, Tennis­plätze. 18-Loch-Meisterschaftsplatz, TaylorMade-Fitting-Station „Center of Excellence“, PGA-Golfschule.

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ETTLINGEN

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nürnberg

CARLTON HOTEL NÜRNBERG Leitung: Werner Rübsamen Eilgutstraße 15 / 90443 Nürnberg T: 09 11-200 30 / F: 09 11-200 31 11 E-Mail: info@carlton-nuernberg.de // www.carlton-nuernberg.de 2001 erbautes, privat geführtes FünfSterne-Haus am Rande der Altstadt mit ­161 modernen Zimmern und fünf exklusiven Suiten mit Dachterrasse. CARLTONSpa mit Sauna, Solarium, Dampfbad, Whirlpool sowie Fitness- und Massage­ bereich. Fitness-Bar mit Terrasse. Fränkische und internationale Spezialitäten, Fassbier und Weine aus den besten Lagen im Res­ taurant „Tafelhof“. „Boymanns‘ Bar“. Sechs Tagungsräume für bis zu 160 Personen. Direkter U-Bahn-Anschluss zur Messe Nürnberg und zum Airport.

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BAIERSBRONN-MITTELTAL

HOTEL ERBPRINZ Eigentümer/Leitung: Bernhard Zepf Rheinstraße 1 / 76275 Ettlingen T: 072 43-32 20 / F: 072 43-32 23 22 Kostenlose Reservierungshotline: 0800-ERBPRINZ E-Mail: info@erbprinz.de // www.erbprinz.de

HOTEL BAREISS im ­schwarzwald Leitung: Familie Bareiss Hermine-Bareiss-Weg 72270 Baiersbronn-Mitteltal T: 074 42-470 / F: 074 42-473 20 E-Mail: info@bareiss.com // www.bareiss.com

Fünf-Sterne-Superior-Haus am Rande des Nordschwarzwalds. Gourmetrestaurant ­ (1 Michelin-Stern). Die Karlsruher Innenstadt liegt 20 Straßenbahnminuten entfernt, Baden-Baden mit Casino und Thermen ist mit dem Wagen in 25 Minuten erreichbar. Großzügige, elegante Zimmer und Suiten, modern ausgestattete Tagungsräume und Säle für Veranstaltungen und Feierlichkeiten. Außerdem im Haus: Erbprinz Beauty SPA by Jaqueline Frank-Zepf.

Das familiär geführte Hotel gilt in den Rankings der europäischen Spitzen­hotellerie als eines der schönsten Resorts wegen seiner geschmackvollen Zimmer und seiner erstklassigen Gastronomie (u.a. 3-SterneRestaurant „Bareiss“). Badewelt mit neun Innen- und Außenpools mit Süß- und Meerwasserbecken, Natur-Schwimmteich, fünf Saunen, Ruhebereich mit Kamin-Lounge, „Bareiss Beauty & Spa“. Breites Sport-, Wander- und Kulturprogramm, ganztägige Kinderbetreuung, Shopping-Passage.

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Wernberg-Köblitz

Relais & Châteaux Hotel Burg Wernberg Direktion: Sven von Jagemann Schlossberg 10 / 90443 Wernberg-Köblitz T: 09 604-93 90 / F: 09 604-93 9 139 E-Mail: hotel@burg-wernberg.de // www.burg-wernberg.de Vier-Sterne-Superior-Hotel in einer aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg im Naturpark Oberpfälzer Wald. 5 Suiten und 22 Doppelzimmer, individuell gestaltet. Zwei-Sterne-Gourmet-Restaurant „Kastell“. Kleiner, exklusiver Wellnessbereich mit Gewölbesauna, Beauty- und Massage­ anwendungen. Idealer Ort für Hochzeiter: Zur Burg gehören eine eigene Kapelle und das Standesamt von Wernberg-Köblitz. Moderne Tagungsräume. Golfclub ­­ (18 Loch) in 7 Kilometern Entfernung.

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Lindau

HOTEL BAD SCHACHEN Geschäftsführerin: Isolde Schielin Direktor: Hans-Peter Grüneberg 88131 Lindau/Bodensee T: 083 82-2980 / F: 083 82-25 390 E-Mail: servus@badschachen.de // www.badschachen.de 125 individuelle Zimmer und Suiten. Raffinierte Küche von Susanne Brummer, ­„Fischerstube“ mit Spezialitäten aus See und Region. Schachen Bad & Spa, Konferenz- und Festräume für bis zu 400 Personen, Bootsverleih, Parkstrandbad mit Zugang zum See, zwei 18-LochGolfplätze in der Nähe. Hauseigener Bootsanleger mit Transfer, zum Beispiel im Sommer zu den Bregenzer Festspielen. Jugendstil-Parkstrandbad.

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St. Englmar

BERGHOTEL MAIBRUNN Inhaberin: Anna Miedaner Maibrunn 1 / 94379 St. Englmar T: 099 65-85 00 / F: 099 65-85 0 100 E-Mail: info@berghotel-maibrunn.de // www.berghotel-maibrunn.de 50 Zimmer, 2 Suiten. Panoramahallenbad mit Whirlpool. Spa „Bergoase“ mit Bergkräutersauna, Panoramasauna, Leuchtdampfgrotte, Chill-out-Lounge mit ­Wasserbetten und Bergquell­ wasserbrunnen. Eigener Skilift mit ­Beschneiungsanlage und Flutlicht sowie eine 60-Meter-Naturhalfpipe für Snowboarder.

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Garmisch-Partenkirchen

REINDL’S PARTENKIRCHNER HOF Eigentümer: Marianne Holzinger Leitung: Marianne & Michael Holzinger / Bahnhofstraße 15 82467 Garmisch-Partenkirchen T: 088 21-943 87-0 / F: 088 21-943 87250 / E-Mail: info@reindls.de // www.reindls.de Fünf-Sterne-Hotel, zentral in Garmisch-Partenkirchen am Fuße der Zugspitze. Küche von Chefin Marianne Holzinger, Weinkarte mit 330 Premium-Weinen. 62 Zimmer, darunter 15 Deluxe-Doppelzimmer, 16 Junior-Suiten und 10 Suiten mit Bergblick. Tagungen und Festlichkeiten. Neuer Wellnessbereich mit Schwimmbad, Saunen & Dampfbad, Whirlpool, Fitnessraum & Solarium.


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München

HOTEL BAYERISCHER HOF Geschäftsführende Komplementärin: Innegrit Volkhardt / Promenadeplatz 2–6 80333 München / T: 089-21 20-0 Reservierungs-T: -900/-901/-902 F: -906 / E-Mail: info@bayerischerhof.de // www.bayerischerhof.de 340 Zimmer inklusive 60 Suiten. Konferenzräume für bis zu 2500 Personen. Restaurants und Bars: Sterne-Restaurant Atelier, Restaurant Garden mit Wintergarten und Terrasse, Trader Vic’s, das polynesische Restaurant mit Tropical Bar, rustikaler Palais Keller, falk’s Bar, Piano-Bar, Night Club. „Blue Spa“ mit Pool, Sauna, Dampfbad, Massage und Fitnessstudio, Pool Bar & Lounge, Coiffeur. Shopping-Passage, Qualimero Businesscenter, Theater im Haus: Komödie im Bayerischen Hof.

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Kitzbühel

HOTEL ZUR TENNE Inhaberin: Innegrit Volkhardt Direktor: Thomas Lechner Vorderstadt 8–10 / A-6370 Kitzbühel/ Tirol / T: +43-53 56-64 44 40 F: +43-53 56-64 44 48 88 E-Mail: info@hotelzurtenne.com // www.hotelzurtenne.com 51 gemütliche, in Altholz gestaltete Zimmer und Suiten, teilweise mit offenem Kamin. Vom Gault-Millau mit 14 Punkten und einer Haube ausgezeichnetes Restaurant mit internationaler und regionaler Küche. Kaminstube, Jagastube, Wintergarten und Lobby Bar. Wellness­bereich sowie vier Veranstaltungsräume für 1 ­ 0 bis 500 Personen.

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Seefeld/Tirol

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Lech am Arlberg

ASTORIA RELAX & SPA HOTEL Gastgeberin: Dkfm. Elisabeth Gürtler Geigenbühel 185 / A-6100 Seefeld T: +43-52 12-227 20 / F: 22 72-100 E-Mail: hotel@astoria-seefeld.com // www.astoria-seefeld.com

Hotel Gasthof post Inhaber: Familie Moosbrugger A-6764 Lech am Arlberg T: +43-55 83-22 06-0 / F: -23 E-Mail: hotel@postlech.com // www.postlech.com

55 Zimmer, eine Haube im Gault-Millau. 2.000 m2 Relax- und Spa-Refugium: Innen- und Außenpool. Relaxbereich mit Bar, Büfett und offenem Kamin, Fitness- und Bewegungsraum, Lakonium, Solegrotte, Hütten- und Stubensauna, Wetterstein-Kräuter-Dampfbad, Eisbrunnen, Erlebnisduschen, Wärmeliegen, Ruheraum mit Wasserbetten. 20 Meter ganzjährig beheizter Infinity Aktivpool im Alpengarten, Sole-Jacuzzi im Außenbereich, 800m² Astoria Naturbadesee mit Alpinstrand und erweiterte Relaxzonen.

Exklusives 5-Sterne-Relais & Châteaux-Hotel in Lech am Arlberg. 48 Zimmer und Suiten in luxuriös-rustikaler Ausstattung. Im Gourmetrestaurant „Post-Stuben“ (1 MichelinStern und 2 Gault-Millau-Hauben) zeigt Küchenchef Michael Spirk seine Klasse. „Kutscherstube“ mit österreichischen Schmankerln. Wellnessoase mit beheiztem 15-Meter-Panorama-Pool, Sauna, SoleDampfbad. Massagen. Veranstaltungsräume für bis zu 150 Personen.

impressum

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Arosa

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Ftan

hotel PAradies Eigentümer: Familie Rahe CH-7551 Ftan/Engadin T: +41-81-861 08 08 F: +41-81 861 08 09

Arosa Kulm Hotel & Alpin Spa Hotelmanager: Nicole und André Salamin Innere Poststraße / CH-7050 Arosa T: +41-81-378-88 88 / F: -89 E-Mail: info@arosakulm.ch // www.arosakulm.ch

E-Mail: info@paradieshotel.ch // www.paradieshotel.ch

Fünf-Sterne-Hotel inmitten einer imposanten Bergwelt.119 Zimmer, 23 Suiten.Verschiedene Bars und Restaurants, drei davon vom Gault-Millau ausgezeichnet: „Muntanella“ (14 Punkte), „Ahaan Thai“ (13 Punkte), „Stüva Cuolm“ (14 Punkte). Seminare und Veranstaltungen. Alpin Spa und Wasser-Wellnesswelt. Golfen auf Europas höchstgelegenem 18-Loch-Platz.

Luxuriöses Fünf-Sterne-Hideaway am Rande des Bergdorfs Ftan im Unterengadin für Naturliebhaber und Skifahrer. 23 Zimmer und Suiten mit Blick auf das gewaltige Lischanamassiv. Fine Dining in der Fleischmanufaktur „Charn Alpina“. Engadiner Spezialitätenrestaurant „La Cucagna“. Massagen und Ayurveda-Behandlungen mit heimischen Ölen, Yoga und Shiatsu. Sprudelbad, Sauna und Dampfbad.

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Meran

MEISTERS HOTEL IRMA Inhaber: Familie Walter Meister Leitung: Geschwister Claudia und Alex Meister / Schönblickstraße 17 / I-39012 Meran / T: +39-04 73-21 20 00 F: +39-04 73-23 13 55 E-Mail: info@hotel-irma.com // www.hotel-irma.com Baumhaus-Suite auf luftigen 5 bis 10 m Höhe. Langschläferfrühstück, Mittagsidee, Kuchentreff, Aperitifstunde, lustvoll-mediterrane Küche in verschiedenen Restaurants und unter dem Sternenhimmel, Weinkeller. Beheizte Innen- und Außenbecken mit Süß- und Solewasser, sechs Saunen, Sprudelbäder, Wellness und Beauty. Fitness, Nordic Walking, Tennis, Wandern, Golf, Mountainbike-Verleih, Sonnenliegen. Jeden Montag und Dienstag Salonkultur mit Lesungen und Konzerten.

Herausgeber SZ Scala GmbH, Hultschiner Straße 8, 81677 München Chefredakteur Hartmut E. Rätsch, Telefon 089/21 83-72 69, Fax 089/21 83-72 12, hartmut.raetsch@sz-scala.de Redaktion Claudia Biehahn, Franziska Grosswald Lektorat Egbert Scheunemann Artdirektion Kathrin von Eye Geschäftsführer Stefan Hilscher, Dr. Karl Ulrich Anzeigen Daniela Schräder, Anschrift wie Verlag, Telefon 089/21 83-72 37 Litho Compumedia GmbH, Elsenheimer­straße 59, 80687 München Druck westermann druck GmbH, 38104 Braunschweig Alle Preis- und Termin­angaben ohne Gewähr. Magazinbestellung info@hotelmosaik.de, Einzelpreis: 12 Euro www.hotelmosaik.de

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Menu Card

Arenscher Weideochsen Eine Empfehlung aus dem Badhotel Sternhagen in Cuxhaven, serviert von Chefkoch Thomas Hildebrandt

Regionale Produkte liegen im Trend und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Verbraucher möchten wissen, woher Fleisch, Gemüse & Co. kommen. Diese verantwortungsbewusste Haltung gegenüber Gästen, Umwelt und Tieren wird im familiär geführten 5-Sterne-Haus Badhotel Sternhagen in Cuxhaven Duhnen seit Jahrzehnten gelebt. Hier, unmittelbar an der Nordseeküste und dem Weltnaturerbe Wattenmeer, arbeitet ein großer Verfechter und Freund dieser Philosophie, Thomas Hildebrandt, Küchenchef des Panorama-Restaurants „Schaarhörn“. Er hat sich die Verwendung von Produkten aus nachhaltiger Landwirtschaft und Fischerei, die Förderung von artgerechter Viehzucht und das traditionelle Lebensmittelhandwerk auf die Fahne geschrieben und setzt auf natürliche Zutaten sowie die Vielfalt der Aromen. Ein schmackhaftes Beispiel dafür ist der Arenscher Weideochse, der sein Zuhause auf den saftigen Salzwiesen im Umland Cuxhavens hat. Ein weiteres Flaggschiff kulinarischer Kunst im Hotel ist das PanoramaGourmet-Restaurant „Sterneck“, ausgezeichnet mit zwei Michelin-Sternen, unter der Leitung von Marc Rennhack. Auf hochwertige Biolandprodukte wird auch hier ein großes Augenmerk gelegt.

Thomas Hildebrandt Küchenchef des Panorama-Restaurants “Scharhörn” im Badhotel Sternhagen Tischreservierungen: Sternhagen@Badhotel-Sternhagen.de +49 (0)47 21 - 434 - 0 // www.Badhotel-Sternhagen.de

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Geschmorte Ochsenbacke 800-1000 g Ochsenbacke, pariert, 2 Zwiebeln, 1 Karotte, 50 g Sellerie 250 ml Rotwein, trocken, 500 ml Portwein, 500 ml Kalbsfond, 1 EL Tomatenmark, 1 Zweig Rosmarin, 10 Körner Pfeffer, 1 Lorbeerblatt, Honig, Balsamico-Essig, Salz und Pfeffer, Öl und Butter Zubereitung: Das Pflanzenöl wird in einem Bräter erhitzt, darin werden die Fleischstücke scharf von beiden Seiten angebraten. Das Fleisch herausnehmen, anschließend das Gemüse in dem Öl anrösten und tomatisieren. Nacheinander mit Rot- und Portwein ablöschen. Zwischendurch immer wieder einkochen lassen, ohne dass das Gemüse ansetzt. Dann mit dem Kalbsfond auffüllen. Die Fleischstücke wieder zugeben und mit dem restlichen Wein und Portwein auffüllen und aufkochen lassen. Die Gewürze zugeben und zugedeckt auf

dem Herd ca 2,5-3 Stunden weich schmoren (leise köcheln lassen). Anschließend die Ochsenbacken herausnehmen und warm halten. Die Sauce wird nun durch ein Haarsieb passiert und auf die gewünschte Konsistenz reduziert. Danach mit etwas Stärke binden und mit Honig, Balsamico, Salz und Pfeffer abschmecken. Das Fleisch mit der Sauce servieren. Für das Gemüse 500g weißer Spargel, 250g grüner Spargel, 250g Karotten, 1 Zweig Blattpetersilie Zubereitung: Den weißen Spargel schälen, bissfest garen und in Stücke (ca. 1 cm) schneiden. Den grünen Spargel schälen (die untere Hälfte), bissfest garen und ebenfalls in Stücke (ca. 1 cm) schneiden. Die Karotten putzen, in Scheiben schneiden und mit etwas Butter, Salz und Zucker glasieren. Zum Schluss das Spargelgemüse zu den warmen Karotten geben und alles zusammen nochmals erhitzen. Anschließend die fein gehackte Petersilie hinzugeben. Das gesamte Rezept und die Zubereitung der Lila Brandteigkrapfen, der weißen Pfeffersauce und des Ochsenfilets finden Sie auf www.hotelmosaik.de unter Lila Brandteigkrapfen.

Fotos: privat, iStock Photo

Zweierlei vom Arenscher Weideochsen: rosa gebratenes Filet und geschmorte Ochsenbacke mit Portwein- und weißer Pfeffersauce, dazu Spargel-Karottengemüse und Lila Brandteigkrapfen


I H R E S C H Ö N ST E YAC H T D E R W E LT

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„Kein Geschenk der Welt könnte schöner sein, als in seinen Armen Walzer zu tanzen. Ob damals auf unserer Hochzeit oder heute mitten auf dem Pazifik.“

HotelMOSAIK Sommer 2017  
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