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Pfalz-Echo – Gesellschaft

Kandeler

STEREIER MARKT 2 13 Sa.16. & So. 17.2.

11:00 - 18:00 Uhr

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Weitere Infos: Stadt-Kandel@vg-Kandel.de oder www.vg-kandel.de

Veranstalter:

mit freundlicher Unterstützung durch

Nachwuchskünstler gesucht Malwettbewerb für Grundschulkinder von der Bürgerstiftung Pfalz

■ KLINGENMÜNSTER Die Bürgerstiftung Pfalz lädt im Rahmen des Lernpatenprojekts „Keiner darf verloren gehen“ zu einem Malwettbewerb ein. Unter den beiden Mottos „Kein Ei darf verloren gehen“ zu Ostern oder „Keiner darf verloren gehen“ werden die schönsten Bilder ausgewählt und mit einem Preis honoriert. Außerdem werden 30 Kunstwerke im Stiftsgut Keysermühle ausgestellt. Bei einer Vernissage Ende April werden die Künstler vorgestellt und prämiert.

Alle Bilder sollten folgende Voraussetzung erfüllen: Die Teilnehmer müssen zwischen 6 und 11 Jahren sein, die Bilder sollten nicht größer als A3 sein, auf der Rückseite des Bildes sind Name und Adresse verzeichnen. Abgabetermin ist der 28. Februar, bei: Bürgerstiftung Pfalz – z. Hd. Ivonne Achtermann – Bahnhofstraße 1a, 76889 Klingenmünster. Die Teilnahme ist zugleich Einverständnis (der Eltern) zur Veröffentlichung der Bilder in Form von Postkarten, Kalendern oder ähnlichem. (per)

07 - 11.02.2013

Dem närrischen Treiben auf der Spur... FORTSETZUNG VON SEITE 1: Das PFALZ-ECHO hinterfragte die närrischen

Bräuche und ihre Herkunft

Beginnen wir mit dem naheliegendsten: Warum feiert man überhaupt Fasching? Eine gängige Interpretation ist, dass man laut und ausgelassen feiert, um den Winter und böse Geister zu vertreiben. Genau aus diesem Grund soll auch der Brauch der Kostümierung entstanden sein: Man wolle sich mit den grausigen Masken über die bösen Geister lustig machen und sie somit zum Teufel jagen. Dieses Konzept hat zumindest die klassische alemannische Fastnacht. Wie es aber nun einmal so ist mit Bräuchen, so hat sich auch dieses Konzept in den diversen Regionen des Landes über die Zeit verändert. Längst sind die meisten unserer heutigen Kostüme nicht mehr so angsteinflößend, dass sie irgendetwas verjagen könnten. Nun stellt sich allerdings die Frage, wie aus diesen einzelnen Fastnachtern ein ganzer Umzug wurde und warum? Nun, diese Frage lässt sich nicht ganz klar beantworten. Es steht fest, dass es bereits im 14. Jahrhundert Fastnachtsumzüge, wie beispielsweise in Nürnberg, gab. Die Umzüge zeigten Ähnlichkeiten mit den Militärparaden – musikalisch ebenso wie durch die Marschweise der Teilnehmer. Dementsprechend hielt sich landläufig die Meinung, dass diese Umzüge die steifen und koordinierten Militärparaden karikieren sollten. Im Laufe der Zeit wurden die Themen der Umzüge jedoch immer politischer. Heute sieht man auch bei unseren regionalen Umzügen immer wieder großartige Wägen, die das Politikgeschehen des vergangenen Jahres auf die Schippe nahmen: sei es nun die Diskussionen um die Doktorarbeiten diverser Politiker oder eine öffentlich breitgetretene Sexismusdebatte, die von den Fastnachtern durch den Kakao gezogen wird. Höhepunkt der Faschingszeit ist der Rosenmontag: auf diversen Bällen wird so richtig gefeiert – und viele Arbeitgeber der Region kommen ihren Angestellten entgegen, so dass man am Faschingsdienstag

zumindest nachmittags nur selten eine offene Behörde oder voll besetzte Abteilungen findet. Aber warum nun heißt dieser Faschingsmontag

Persönlichkeit überreicht haben, die sich weithin verdient gemacht hat. Wer die christliche Erklärung nicht ganz glaubwürdig findet, für

Ob Känguru oder Zebra – beim närrischen Treiben sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. -Foto: Mertzlufft

„Rosenmontag“? Schließlich werden doch bei unseren Umzügen auch keine Rosenblüten geworfen. Es dürfte nicht sehr überraschend sein, dass es auch für diese Frage zum närrische Brauch nicht nur eine Antwort, sondern einige verschiedene Ansätze gibt. Weit verbreitet ist eine Erklärung, die ins Jahr 1822 zurückgeht: Damals soll der Papst am „Laetare“-Sonntag, dem Rosensonntag, stets eine goldene Rose geweiht und sie einer

den bringen die Gebrüder Grimm einen anderen Ansatz aufs Tapet: In ihrem Deutschen Wörterbuch führten die Grimms den Rosenmontag auf „Rasenmontag“, den rasenden Montag, zurück – wobei rasend nichts anderes heißt als „närrisch“. Rosenmontag ist Umzugstag. Egal, auf welchem Umzug man sich tummelt oder bei welcher Prunksitzung man fröhlich die Gläser hebt, eins ist allen Faschingsveranstaltungen gemein:

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„Sind Monarchen noch zeitgemäß?“ Die PFALZ-ECHO-Umfrage befasst sich mit (ver)alte(tete)n Traditionen

Königin Beatrix dankt ab. Am 30. April will sie das Amt ihrem ältesten Sohn Willem Alexander übergeben. Damit bekommen die Niederlande – nach 123 Jahren Frauenherrschaft – wieder einen König. Doch ist die Monarchie überhaupt noch zeitgemäß oder ist die royale Regierungsform längst passé? Das PFALZ-ECHO hörte sich in der Region um und befragte Passanten nach ihrer Meinung. Jörg Michalski, Mannheim (zu Besuch in Wörth): „Nein, Monarchen sind nicht mehr zeitgemäß. Ich denke die Monarchie hat ihre positiven, aber auch ihre negativen Seiten. Früher hat man in den elitären Zirkeln Macht und Adelstitel weitervererbt oder verliehen, heutzutage vererbt oder verleiht man sich in den elitären Zirkeln eben Macht und Geld. Dies ist nicht monarchisch, sondern kapitalistisch. Eine „Moneyarchie“, sozusagen. Deshalb wäre mir die klassische Monarchie dann fast lieber.“

Walter Sommer, Jockgrim:

Geld. Es ist sinnvoller ein Staatsoberhaupt vom Volk wählen zu lassen und nicht durch Erbfolge – ob ein Kandidat nun geeignet ist, oder nicht – zu bestimmen. Ich bin für eine Demokratie, nicht für eine Monarchie.“

dem Geld, welches für Königshäuser ausgegeben wird, könnte man diese Armen unterstützen. Denn nur die Taten zählen im Leben – und diese Tat könnte sehr hilfreich sein.“ Bernd Korn, Leimersheim:

Mathilde Pfirrmann, Jockgrim:

„Ich würde sagen, dass die Monarchie nicht mehr in unsere heutige Zeit passt. Jedes Land soll eine geeignete Bundespräsidentin oder einen geeigneten Bundespräsidenten wählen, die oder der das Land repräsentiert. Zur Abdankung von Königin Beatrix möchte ich folgendes anmerken: Sie hat sich für ihr Land verdient gemacht hat, aber es ist gut, dass jetzt die Jungen das Ruder übernehmen. In England ist es beispielsweise Tradition, dass eine Königin oder ein König bis zu ihrem oder seinem Tod regiert und erst dann wird die Nachfolge geregelt.“ Robert Serr, Leimersheim:

„Meiner Meinung nach ist die Monarchie völlig veraltet und überholt. Sie ist unnötig und kostet nur

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„Ich halte nicht viel von diesem ganzen Klimbim. Monarchen sind nicht mehr zeitgemäß, weil es in jedem Land genügend Armut gibt. Mit

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der typische Faschingsgruß. In Köln schreit man sich ein gutgelauntes „Alaaf“ entgegen, in der Südpfalz trifft man vielerorts auf den deutschlandweit bekanntesten Gruß: ein fröhliches „Helau!“. Will man hinterfragen, was all diese Narrenrufe – die meistens mit dem Ortsnamen oder dem Namen der feiernden Gruppierung eingeleitet werden – wirklich bedeuten, sollte man eventuell ein zeitaufwändiges Sprachen- und Geschichtsstudium oder sogar eine Doktorarbeit darüber in Erwägung ziehen. Gerade für unser „Helau“ gibt es zahlreiche Erklärungsversuche: Könnte unser Ruf eine Abkürzung vom christlichen Halleluja sein oder ist es vielleicht noch ein niederrheinischer Hirtenruf, der von den Karnevalshochburgen zu uns herübergeschwappt ist? Vielleicht aber stammt es auch von Spruch „Hel auf“, was etwa „Hölle auf“ bedeuten soll und uns wieder zu den Wurzeln der alemannischen Fastnacht führt und wieder zurück zum Thema der bösen Geister. Wer nun wann welchen närrischen Brauch begründet hat, ist nicht immer ganz klar nachzuvollziehen. Aber die Tatsache, dass es zahlreiche Deutungen gibt – teilweise christlich fundierte, teilweise einfach erfundene und lustige, zeigt auch gleichzeitig die vielen Facetten, die Fasching für uns Narren haben kann. Und der närrische Spaß sollte oberste Priorität haben. In diesem Sinne, ein schallendes „PFALZ-ECHO Helau!“. (yv)

„Wenn die Monarchie durch ihr Dasein das Volk zusammenhält und friedenstiftend wirkt, ist sie als positiv anzusehen. Wenn sich das jeweilige Volk die Hofhaltung leisten kann und durch die Monarchie ihre eigene Identität findet, dann ist sie angebracht. Für Deutschland jedoch kann ich mir eine Monarchie nicht mehr vorstellen, weil wir die Demokratie als Friedensstifter haben.“ Christa Frenzel, Jockgrim:

„Im Grunde bräuchte man die Monarchie nicht mehr. Aber eigentlich können wir Deutsche da gar nicht mitreden, weil wir nichts damit zu tun haben. Wir kennen weder die genauen Hintergründe, noch die vielfältigen Aufgaben, die die Königshäuser bewältigen müssen. Was wir hier durch Zeitschriften oder das Fernsehen von den Monarchen, von ihren Ritualen und ihrer ganzen Aufmachung erfahren, ist zwar schön anzuschauen, hat aber mit der Wirklichkeit meist wenig zu tun.“ (teu)

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Pfalz-Echo 07/2013  

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