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03 – 05/09

Kundenmagazin der Euroriding Reitsport-Fachgeschäfte

Brennpunkt E/A-Prüfungen nur für Senioren?

Springen Praxistipps von Franke Sloothaak

Porträt Zu Besuch bei Silke Vallentin


Gastkommentar

Erwachsene im Turniersport Bereits seit geraumer Zeit propagieren die FN und ihre Landesverbände – sicherlich in unterschiedlicher Intensität – das Thema „Zielgruppenorientierung im Turniersport“. Was gehört dazu, bezogen auf Erwachsene im Turniersport? Fakt ist leider aber auch, dass innovative Gedanken und Ideen in unserem traditionsbewussten Sport nur sehr schwer ihren Weg bis an die Basis und hin zur praktischen Umsetzung finden. Die Ausschreibung einer separaten Prüfung für die „Oldies“ bedeutet i. d. R. größeren Aufwand (Preisgeld, Organisation etc.) bei – derzeit noch – eher kleinen Starterfeldern. Zielgruppenorientierung bedeutet aber auch das Eingehen auf die speziellen Belange dieser Klientel: Der erwachsene Turnierreiter stellt andere Ansprüche als unsere – ohne Wenn und Aber weiterhin förderungswürdigen – Jugendlichen oder die „Halb- und Vollprofis“ in Aufbauprüfungen und im „echten“ Leistungssport, den es ebenfalls auf hohem Niveau zu erhalten gilt. Der „Amateur gesetzten Alters“ will (und kann oft) nicht um 07.30 Uhr am Samstag ein top vorbereitetes Pferde an den Start bringen. Womöglich möchte er auch seinen Kaffee nicht aus Plastikbechern

trinken und steht nicht unbedingt auf das kulinarische Standardangebot mancher Turniere. Andererseits gehört er aber sicher oft genug zu denen, die bei schönem Ambiente, in stressfreier Atmosphäre, unter „ihresgleichen“ gern auf ein Preisgeld verzichten, ja vielleicht sogar als Mäzen oder Sponsor gewonnen werden können. Derzeit beschäftigen sich drei Diplomarbeiten in unterschiedlichen Konzeptionen mit Fragestellungen zum „Kundenverhalten“ im Turniersport – vielleicht gelingt es ja, mit wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen eigentlich bekannte Erkenntnisse noch besser zu kommunizieren und eine noch effektivere Veranstalterberatung im Sinne unserer älteren Turniersportler zu leisten.

Friedrich Otto-Erley Leiter der Abteilung Turniersport Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN)

Kompetenz

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von Andalusier

bis Zwergpony.

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Zu den begleitenden Maßnahmen dieser „Kampagne“ gehörten u. a. die Einführung neuer Altersklassen gem. LPO „Reiter Ü21/U40“ bzw. „Senioren Ü40“ sowie des Konzeptes FN Hunterklassen. Auch die Liberalisierung des LPO-Preisgeldsystems gehört sicherlich in diesen Zusammenhang. Es wird auch bereits seit geraumer Zeit unseren Veranstaltern empfohlen, schon bei Abfassung der Ausschreibung den Teilnehmerkreis – insbesondere was das Handicap „Altersklassenzugehörigkeit“ angeht – nach Zielgruppen zu spezifizieren. Entsprechend groß dürfte die Resonanz der Interessenten ausfallen: Wenn ich schon bei Nennungsabgabe weiß, dass ich mit einem „homogenen“, vielleicht auch etwas kleineren Teilnehmerfeld meines Alters- und Leistungsstandes konkurriere, ist meine Motivation sicherlich ungleich höher, als (in der Hoffnung auf eine möglichst „gerechte“ Teilung bei vielen Nennungen) eine Prüfung für „Alle Altersund Leistungsklassen“ zu nennen.

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Aktuell

Wie hoch müssen Weidezäune sein? Diese Frage steht spätestens dann im Fokus, wenn es zum Schadensfall kommt. Deshalb dazu eine Expertenauskunft der R+V-Versicherung: Für die Höhe von Weidezäunen gibt es keine eindeutigen gesetzlichen Vorschriften, nur eine Leitlinie der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (LBG). Darin heißt es, die Weidezäune müssen „stabil und ausbr uchsicher“ sein. Wenn ausbrechende Pferde größere Schäden verursachen, landen solche Fälle meist vor Gericht. Aus den Urteilen ergeben sich dann konkretere Anforderungen, die jedoch immer nur für diesen Einzelfall gelten. Hier ist der landwirtschaftliche Sachverstand des Weidebesitzers gefragt: Je nach Größe der Herde, Art der Tiere und Lage der Weide sind unterschiedliche Zaunarten und Zaunhöhen erforderlich: Ein Hengst braucht eine höhere Umzäunung als Stuten mit Fohlen, Shetties andere Zäune als Springpferde und in der Nähe einer Autobahn muss der Zaun besonders sicher sein. Und: Die Pferde müssen

Lesermeinungen Zum Beitrag „Im Wechselbad der Geschichte“ über das ehemalige Landgestüt Kreuz in Heft 12/08 Foto: B. Uhlenbrok

ausreichend zu fressen und zu trinken haben. Bei einem Schadenfall wird ein Gutachter darüber urteilen, ob der Zaun dem Gefahrenpotenzial angemessen war. Beispiel 1: Eine kleine Weide am Stall ist seit Wochen abgenagt. Die Pferde kommen trotzdem für täglich acht Stunden raus, strecken ihre Hälse durch den Holzzaun, bis der endlich bricht und die Tiere ausreißen. Als sie über die Straße laufen, verursachen sie einen Verkehrsunfall. Wer muss für den Schaden auf kommen? Letztlich haftet hier der Eigentümer des Reitstalls, da es sein Verschulden ist, wenn die Tiere nicht genügend Futter haben. Aber damit der Geschädigte, der PKW-Eigentümer, schnell zu seinem Geld kommt, kann er sich zunächst auch an den Pferdeeigent ümer wenden. Rechtlich gibt es gegenüber dem Geschädigten ein sogenanntes Gesamtschuldverhältnis zwischen Tierhalter und Eigentümer des Reitstalls. Im zweiten Schritt wird jedoch die Versicherung des Tierhalters die des Reitstallbesitzers in Regress nehmen und sich das Geld zurückerstatten lassen.

Turniersport hat zugelegt Die Anzahl an Turnierveranstaltungen hat 2008 im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent auf 3.692 Veranstaltungen zugenommen, so die aktuelle Turniersportstatistik der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Zieht man die in dieser Statistik zuvor nicht erfassten früheren Kat.C-Veranstaltungen ab, bleibt ein Zuwachs von drei Prozent. Leicht rückläufig ist hingegen die Mitgliederentwicklung: Mit 753.004 Mitgliedern, 706 weniger als 2007, rangiert die FN in der Rangliste aller Spitzenverbände des Dt. Olymp. Sportbundes wie im Vorjahr an achter Position.

Beispiel 2: Zwei Junghengste toben auf einer Koppel, die mit mobilen Weidepfählen und einer einfachen Stromlitze auf etwa einem Meter Höhe eingezäunt ist. Beide Pferde brechen aus, ein Pferd verletzt sich dabei am E-Zaun. Wer haftet? Soweit – wie in diesem Fall – die Weideeinzäunung nicht hoch und stabil genug gebaut wurde, haftet der Weideeigentümer. Er müsste die Umzäunung den Gegebenheiten anpassen. Wäre der Weidezaun hingegen angemessen gewesen, haftet niemand – dann gilt dies als sog. „Eigenschaden“ des Tierhalters. Stefanie Simon

Der Artikel über das ehemalige Landgestüt Kreuz in Ihrer letzten Ausgabe war für mich das Erste, was ich über dieses Gestüt im Zusammenhang gelesen habe. Klasse! Ehrenfried Brandts, 87629 Füssen Das jüngste Heft hat mir wieder hervorragend gefallen. Allein der ausgezeichnete Artikel über Kreuz und das hervorgehobene Zitat des Landstallmeisters a.D. rechtfertigen schon den ‚Kaufpreis‘. Dr. Peter Launer, 01328 Dresden

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Fotos: www.RamonaDuenisch.de

Brennpunkt

Extra-Prüfungen für Erwachsene ? Erwachsene fühlen sich als Turniereinsteiger oft unwohl, wenn sie gegen die zahlenmäßige Übermacht der Kinder und Jugendlichen antreten müssen. Nicht selten werden sie belächelt oder sogar angemotzt. Für viele ein Grund, dem Turniersport den Rücken zu kehren oder aus Angst vor Blamage gar nicht erst einzusteigen. Doch können – und wollen – wir uns das leisten? Welche Meinung Betroffene haben, was Vertreter der FN und Landesverbände dazu sagen und was Turnierveranstalter tun können, lesen Sie in unserem Brennpunktthema. Große Freude bei der Siegerehrung nach einer gelungenen E-Dressur

Das sagen erwachsene Turniereiter der Kl. E/A: „Ich gehöre zu den Senioren, die sich ihren Kindheitstraum vom eigenen Pferd erst spät erfüllen konnten. Nicht jeder hat reiche Eltern, die einem jeden Wunsch von den Augen ablesen und vor allen Dingen auch bezahlen können. Vor zwei Jahren habe ich mir also mein DRA IV mit viel Schweiß und Tränen erarbeitet und versuche seitdem, bei Dressurprüfungen Fuß zu fassen. Die E- und häufig auch A-Dressuren sind bei uns so stark besetzt, dass diese immer zu dritt oder viert geritten werden. Startet man in solchen Prüfungen, wird man sehr oft von den Junioren/ Jungen Reitern bzw. eigentlich eher noch von deren Eltern belächelt. „Was will die Alte denn hier?“, „Die soll doch lieber zu Hause üben“, und ähnliches kann man dann öfters hinter vorgehaltener Hand hören. Als ich endlich in einer Ausschreibung die RE1 fand, einzeln und extra für Reiter und Senioren ausgeschrieben, war ich begeistert. Ich fi nde, solche Prüfungen sollte es viel öfter geben.“

„Vor ein paar Jahren habe ich angefangen, einmal wöchentlich Unterricht zu nehmen. Jetzt bin ich 25. Gern würde ich mit meinem Pferd, das ich mittlerweile habe, das Reitabzeichen schaffen und dann in kleinen Prüfungen starten. Wenn ich mich aber so auf den

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„Ich gehöre auch zu den Spätberufenen. Da ich weiß, wie schwer es ist, gegen die Jugendlichen zu reiten, bin ich immer ein vehementer Verfechter unseres „Grufti-Reiterwettbewerbs“ bei unserem kleinen Turnier (früher Kat. C, jetzt WBO). Und was passiert? Wir hatten 2008 ganze sechs Nennungen, davon fünf vom eige-

„Ich werde dieses Jahr 44, und ich bekomme immer wieder sehr unverschämte Bemerkungen zu hören. Letztens auf einem Turnier sprach mich eine Mutter an und fragte, ob ich mich nicht schämen würde, gegen ihre Tochter auf ihrem Pony zu reiten. Es war die A5 für 0–56 Ranglistenpunkte. Obwohl ich echt sauer war, sagte ich freundlich, dass ich in dieser Prüfung genau da bin, wo ich hingehöre.“

terwettbewerb an. Bei uns gibt es einige über 20 (ich finde, da geht das „Belächeln“ schon los), die genauso drauf sind und man trifft sich dann auf den Turnieren und es macht Riesenspaß. Wir haben durchschnittlich acht Reiter in der Senioren-Abteilung. Aber viele mit denen man sich unterhält, die auch gerne (mal wieder) ein Turnier reiten möchten, trauen sich einfach nicht. Die haben wirklich Angst, sich zu blamieren.“ „Es gibt Kinder, die auf teure, hoch ausgebildete Ponys oder Pferde gesetzt werden, teuren Unterricht bekommen, einen auf dem Abreiteplatz über den Haufen reiten und anmotzen. Da vergeht mir der Spaß am Turnierreiten. Ich bin deshalb sehr für eine Unterteilung nach LK und Alter. Es reicht schon, wenn man im Stall von den Eltern der Ponykinder mit diesen verglichen wird. Ich sage dann nur, dass man das nicht vergleichen kann: Ich habe eine Rücken-OP hinter mir, einen Herzfehler, bin 30 Jahre älter, habe zwei Kinder, Job und Mann.“

Turnieren umschaue, komme nen Verein. Da frage ich mich: ich mir schon steinalt vor. In Wo sind die er wachsenen der Kl. E lauter 13-16-Jährige, (Wieder-)Einsteiger, die immer schimpfen, dass sie gegen alle Älteren dann in A und L. Meine Freundin ist 20 und Junioren keine Chance haben, überlegt auch wegen E-Starts, wenn man als Veranstalter aber selbst sie jammert schon, dann eine Prüfung nur für die dass sie zu alt ist und dann Erwachsenen ausschreibt?“ nur dumm angeschaut werden wird. Warum sollen wir nicht „Mit 29 Jahren habe ich nun mit meiner Schwester zusamgleichberechtigt sein?! Extra-Prüfungen müssten ei- men ein Pferd, mit dem ich auf gentlich gar nicht sein, nur Turnieren starten kann – und fange mit dem Einfachen Reimehr Toleranz!“


„Reitstunden wären in meiner Kindheit unvorstellbar gewesen. Diesen Traum konnte ich mir erst als Erwachsene mit selbst verdientem Geld erfüllen. Den Kids heute gönne ich die oft reichliche finanzielle Unterstützung der Eltern von Herzen, allerdings könnte man manchmal den Eindruck gewinnen, dass das gar nicht immer wirklich geschätzt wird.“

Ein häufiges Bild: Kinder und Erwachsene in gemischten Abteilungen bei E- und A-Dressuren

„Ich fi nde es gut, die Kinder habe ich nämlich noch keine zu fördern, aber dann sollen in weißen Reithosen auf einem sie doch unter sich reiten. Wir Turnier gesehen, aber mitreerwachsenen Amateure haben den geht immer. ja dann immer noch genügend Hunterprüfungen gibt es bei Profis in der Abteilung, die die uns leider so gut wie gar nicht, Pferde ihrer Schüler in den ebenso wenig Caprilli-Tests Prüfungen vorstellen. Im Mo- oder andere Vorschläge der ment reite ich Dressurpferde A WBO. Die Ausschreibungen und A-Dressur, da treten in der haben sich seit der WBO kaum Dressurpferde die Profi s mit verändert und wenn, dann zwei bis drei Pferden an und zum Nachteil für die Älteren in der A-Dressur geht es auch ohne LK. Traurig, denn das bis LK 4, und dazu kommen war vermutlich nicht Sinn der die erfahrenen Pferde, die Sache.“ schon jahrelang A gehen und nie weiter gekommen sind. Die „Bei uns waren letztes Jahr einzige Prüfung, in der ich viele Prüfungen auch nach punkte, ist eine Dressurreiter Jahrgängen geteilt. Finde ich Klasse A, aber die gibt es bei seh r g ut. Da kom mt ma n uns nicht so oft. Ich kenne sich mit 33 nicht ganz so alt einige Erwachsene, die aus die- vor wie bei der Teilung nach sem Grund aufgehört haben, Ranglistenpunkten, denn die meisten mit 0–50 Punkten sind Turniere zu reiten.“ ja dann doch wieder Kinder „Wenn man A/L reitet geht es oder Jugendliche.“ ja noch. Aber was sollen die sagen, die über Reiterwettbe- „In Schleswig-Holstein gibt es werbe und E-Dressuren – aus den Senior-Amateurreiter-Club, welchen Gründen auch immer eine feine Sache, wo man ab – nicht hinaus kommen? Ich 40 Mitglied werden kann und habe beispielsweise auch kein dann in den Cup-Prüfungen Reitabzeichen und kann des- kein schlechtes Gewissen hahalb nur bis E reiten. Des wei- ben muss, gegen die Kids zu teren habe ich einen Vollzeitjob, reiten. Tatsächlich hat man als Familie, Haus/Garten und unser Erwachsener bei den Richtern Pferd steht 20 km weit weg. oft ohnehin keine reale ChanTrotzdem habe ich Spaß an den ce. Die „blonden Zöpfe“ sind ja Turnieren. Wahrscheinlich auch dann in der Platzierung, wird hinterm Rücken gelästert. wenn der Erwachsene eigentIch sage mir dann immer, dass lich besser geritten ist. Eine die Lästerer (die Mütter der Art Kids-Bonus. Leider stimmt Kinder) erst mal dahin kom- es aber auch, dass nur wenige men sollen und sich selber der Senioren für die EinstiegsprüAufregung stellen. Von denen fungen melden.

„Mit 30 habe ich vor sieben Jahren das Reitabzeichen gemacht und treibe mich seitdem auf Turnieren herum, mittlerweile bis Klasse L. Ich gehöre zu der Generation, deren Eltern sich vor 40 Jahren den Traum vom Haus erfüllten und somit gespart wurde was das Zeug hält. Reitstunden wären da undenkbar gewesen. Manche Kids, die heute mit reichlicher finanzieller Unterstützung der Eltern Turniere reiten, scheinen nicht zu überblicken, um wie viel Geld es sich dabei handelt und was es bedeutet, dieses verdienen zu müssen. Diese Einsicht würde ihnen vielleicht helfen, uns ‚Alte‘ zu respektieren.“

„Wir haben vor kurzem unser Hausturnier geplant. Dabei habe ich einfach mal in den Raum geworfen, dass man doch auch mal eine Prüfung nur für die Älteren ausschreiben könnte und siehe da, die Begeisterung war groß. Wir haben jetzt eine A-Dressur (Ü 30) und eine A-Dressur (unter 30) ausgeschrieben, so dass die unterschiedlichen Generationen in dieser ‚Liga‘ nicht aufeinander treffen. Das einzige Dilemma: Ich mit meiner großen Klappe muss jetzt natürlich mitmachen! Na ja, ich nehm's sportlich, frei nach dem olympischen Motto: ‚Dabei sein ist alles.‘ “

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Brennpunkt Das sagen Vertreter der Landesverbände:

Rolf-Peter Fuß, Geschäftsführer Sport des Pferdesportverbandes Rheinland: „Sie sprechen hier ein wahres Problem an, für das wir im Rheinland sehr viel Verständnis aufbringen. Ein altersmäßige Trennung im Bereich E, A oder L wird von uns nicht nur in der Dressur, sondern auch im Springen befürwortet. Insofern versuchen wir schon, Veranstalter in diese Richtung zu beraten. Allerdings ist das leider nicht immer von Erfolg gekrönt. Dies gelingt meistens erst dann, wenn in den Vereinen direkt Betroffene den Veranstalter sensibilisieren oder aber für die „Übernahme“ solcher Prüfungen verantwortlich zeichnen. Uns ist bewusst, dass sich gerade die Späteinsteiger im Wettkampf gegen die Junioren sehr unwohl fühlen. Diese Problematik über entsprechende Veröffentlichungen zu verbessern halte ich für sehr gut. Nur wenn man auf Probleme hinweist, kann man Änderungen erreichen. Ein Weg in diese Richtung ist bei uns und einigen anderen Landesverbänden der FAB (Förderkreis für Amateur- und Berufsreitsport), der sich dieser Problematik verschrieben hat. Zwar sind hier die Prüfungen auch bis Kl. S ausgeschrieben und nicht in Kl. E/A, das Problem bleibt aber das Gleiche. Der FAB hat mittlerweile eine stattliche Mitgliederzahl und eine sehr positive Entwicklung.“ Christian Abel, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Baden-Württemberg: „In unserem Landesverband gibt es im L-/M-Bereich, vor allem in der Dressur, Serien für „Ü40“-Reiter, im E/A-Bereich nicht. Auf den alljährlich stattfindenden Veranstaltertagungen wird immer wieder mit zur Sprache gebracht, dass es die Möglichkeit gibt, z.B. Prüfungen nach dem Alter der Reiter zu teilen. In vielen Vereinen besteht jedoch nicht genügend Nachfrage nach separaten Seniorenabteilungen. Wenn die Erwachsenen gut genug sind, setzen sie sich in der Bewertung auch bei allen Altersklassen durch. Einen Richter-Bonus für Kinder und Jugendliche gibt es nicht. Im Vorjahr hat z.B. der PSV Hohe Eichen in 71116 Gärtringen u.a. spezielle Prüfungen für „Jahrgang 1968 u. älter“ ausgeschrieben. Da gab es bei den E- und A-Dressuren je 15 Teilnehmer, in den ASpringen zwischen 13 und 21 und im E-Springen 23 Teilnehmer. Das sind doch schon mal ganz erfreuliche Zahlen.“

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Foto: PEMAG

Marei Grehl, Referentin des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes: „Es freut uns sehr, dass Sie die Thematik in Ihrer Zeitschrift „unter die Leute“ bringen, indem Sie Teilnehmer, vor allem aber Veranstalter darauf aufmerksam machen, dass diese Möglichkeit der Ausschreibung besteht und entsprechend genutzt werden sollte. Die Veranstalter können einzelne Prüfungen bzw. Wettbewerbe für einen bestimmten Teilnehmerkreis ausschreiben. Damit ist nicht nur eine örtliche Beschränkung gemeint, sondern LP/ WB können u.a. nach Altersgruppen ausgeschrieben werden. So z.B. auch E-Dressuren ausschließlich für Erwachsene, wobei das Alter wie z.B. „Jahrgang 1960 u. älter“ vom Veranstalter frei bestimmbar ist. In München gibt es übrigens bereits seit über zehn Jahren das sogenannte „Generationenderby“, bei welchem ganz gezielt nur Erwachsene über 40 Jahre und Jugendliche unter 16 Jahre eingeladen werden.“


Foto: www.RamonaDuenisch.de

Auch Späteinsteiger erproben sich in Stilspringen der Klasse E

Turnierveranstaltern stehen alle Möglichkeiten offen: Ausschreibung von Prüfungen/Wettbewerben mit Beschränkung der Teilnahmeberechtigung nach Altersklassen gem. § 17 LPO (Junioren [U 18], Junge Reiter [U 21], Reiter [U 39], Senioren [Ü 40]) statt „Alle Altersklassen“, z.B.: 1. Dressurprüfung Kl. E – Jun./J.R. 2. Dressurprüfung Kl. E – Reiter/Senioren zusätzliche Eingrenzung der Altersklassen, z.B.: 1. Dressurprüfung Kl. A – Jun./J.R./Reiter, Jahrg. 78+jün. 2. Dressurprüfung Kl. A – Reiter/Senioren, Jahrg. 79+ält. Teilung von Prüfungen/Wettbewerben nach Altersgruppen

Turnierveranstalter aufgepasst: „Euroriding News“ sponsert 3 Ehrenpreise! Die ersten drei Turnierveranstalter, die in der Saison 2009 eine Prüfung oder einen Wettbewerb für Erwachsene gemäß dem hier besprochenen Anliegen ausschreiben und sich telefonisch in der Redaktion unter (03 51) 250 211 24 melden, erhalten dafür von uns als Ehrenpreis die hochwertige Abschwitzdecke „Cooler“ aus der Euroriding-Markenkollektion.


Fotos: www.RamonaDuenisch.de

Zu dicht an den ersten Sprung der Kombination gekommen – das Pferd reißt. Doch im weiteren Verlauf löst die Reiterin das Problem sehr gut, so dass der Aussprung fehlerfrei gelingt. (Reiterin und Pferd sind nicht identisch mit dem unten geschilderten Fall.)

Praxistipps

Probleme in der Kombination ? Frage: Ich bräuchte bitte dringend ein paar Anregungen, um mein Pferd besser Hinderniskombinationen springen zu lassen, weil es sich dabei partout nicht zurücknehmen lassen mag. Die Stute ist 7-jährig, wurde leider von einem Bereiter etwas überdreht, bis Hindernishöhe Klasse M gesprungen, und machte mit Bocken und Steigen dicht. Sie kam vor anderthalb Jahren zu mir. Ich bin Trainer B und versuchte, sie mit viel Dressurarbeit wieder aufzubauen. Mittlerweile kann ich nun endlich behaupten, sie wäre rittig; Bocken u.ä. sind weg. Jedoch: Sobald ein Oxer oder eine Kombination oder geschweige denn eine Reihe vor ihr stehen, geht sie ab. Bei Kombinationen macht sie statt zwei Galoppzwischensprüngen nur einen, und Kombinationen mit einem Galoppzwischensprung nimmt sie als In-out. Ganz schwierig wird es mit einem Einsprung als Oxer, ich bekomme sie einfach nicht zurück. Ich war bereits bei einem internationalen Springreiter zum Training, der gab mir den Tipp, sie komplett in Ruhe zu lassen, Hand und Nase vor ... Das kam irgendwie nicht so gut, da sie sich dabei derart verselbstständigt, dass man keine

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Chance mehr hat. Mein Trainer hat mir schon öfters mal eine Stange dazwischen gelegt, was aber auch manchmal gefährlich wird, da – wenn sie zu groß rein kommt, was auch gern passiert – sie sich dann natürlich verhaspelt, und mir kommt der Boden einfach in manchen Situationen zu nah ... In einer Reihe kriegt sie das Stürmen mittendrin, genau wie in der Kombi, wo sie dann auch gerne mal einen Galoppsprung vergisst und meint sie kann schon abspringen. Wenn es eine Kombi Steil/Oxer ist, landen wir meist mitten im Oxer, weil sie dann einfach einen Galoppsprung zwischen den Hindernissen weglässt, bei Einsprung Oxer fliegt sie meist so weit rein (auch wenn man passend hinkommt), dass der folgende Steilsprung zum Verhängnis wird. Bin letztens im Training Doppel-L-Steil mit einem Galoppsprung geritten, da hat sie es auch wieder gemacht, einfach den Galoppsprung vergessen und als In-Out

genommen und voll in den Steilsprung hineingesprungen ... so langsam verlässt einen der Mut für eine Kombi. Cavalletis und einzelne E- bis L- Sprünge geht sie ruhig an. Mein Trainer sagt, dass ich sie aus der Versammlung heraus an den Sprung heranbringen soll, das klappt auch schon ganz gut und sie macht sich schön rund, aber ich selber habe ein Problem damit, wenn die Sprünge höher werden. Ich habe kürzlich auf einem Turnier mal was Neues ausprobiert: Habe sie einfach mal richtig galoppieren lassen und auch noch mal angepiekt, sie hat das super angenommen und genial mitgekämpft ... bis die Kombi kam ... sie kam passend mit mir ran, sah die Kombi, sprang weit rein und machte statt zwei Galoppsprüngen wieder nur einen und wir hingen im Oxer. Wenn mein Trainer sie reitet, wird sie umso cooler je höher es wird, aber er ist so ein Typ, der sich das auf dem Pferd zurechtpfriemelt. Im Freispringen, was ich selten mache, nimmt sie auch alles so hastig. Ich reite sie übrigens auf Gummistangenpelham, anders ist es für mich bei diesem Pferd schier unmöglich, sie kommt aber mit dem Gebiss sehr gut klar.


„Ich stelle meine Kombinationen im Training nie über 7 m auseinander, unabhängig vom Pferdealter und egal wie hoch die Hindernisse sind.“

Rat von Franke Sloothaak: „In dem geschilderten Fall würde mein Rat ehrlich gesagt kurz ausfallen: ‚Reite mit diesem Pferd keine Springen mehr oder verkauf es!‘ – Die Reiterin hat nicht genügend Kenntnisse oder es ist nicht das passende Pferd für sie. Die Stute musste mittlerweile viele negative Erlebnisse hinnehmen. Es wäre an der Zeit, sich selbst einige Fragen zu stellen: Bin ich couragiert genug? Habe ich Angst? Liegt es an meiner Konzentration? Passt das Pferd nicht zu mir? Ich sehe hier eine Blockade der Reiterin als Hauptursache für das Problem. Wenn jemand in meinen Springkursen Angst hat oder das Pferd passt einfach nicht zu ihm, dann sage ich das ganz offen. Ich bin der Meinung, Reiten soll Spaß machen. Den hat man aber nicht, wenn man mit einem Pferd überfordert ist, jedoch weitermacht in dem Glauben, sich oder anderen unbedingt etwas beweisen zu müssen. Das kommt in der Praxis immer wieder vor, aber falscher Ehrgeiz am falschen Platz bringt nichts. Wie gesagt, Reiten soll schließlich Spaß machen! Wenn man das Problem mit dem Eiligwerden in Kombinationen mal ganz allgemein betrachtet, muss ich sagen, dass die meisten Leute die Kombinationen im Training zu weit auseinander stellen und dann mit ihrem Pferd hineinhechten. Das ist aus meiner Erfahrung der häufigste Praxisfehler. Um langsam hinein und hindurch zu kommen, müssen die Abstände eng gestellt werden. Zunächst beginnt man aus dem Trab, stellt den Abstand dafür auf 5,50 m bis 6 m ein. Wenn das in Ruhe gelingt, folgt das Anreiten aus dem Galopp. Dabei ist Augenmaß gefragt: Man beginnt mit engem Abstand und stellt bei Bedarf etwas weiter. Ich stelle meine Kombinationen im Training nie über 7 m auseinander, unabhängig vom Pferdealter und egal wie hoch die Hindernisse sind, auch mit Oxer am Ausgang der Kombination. Beispielsweise stelle ich sie auf 6,30 m, 6,50 m oder 6,70 m und fange mit 1,15–1,20 m Höhe an. Sind Pferde noch unerfahren oder wurden junge Pferde für Auktionen, Körungen u.ä. vorbereitet, neigen sie oft dazu, angesichts

Foto: Jacques Toffi

Franke Sloothaak (hier mit Aquino) – im internationalen Spitzensport seit vielen Jahren stilistisch eine Augenweide von Kombinationen oder Sprungreihen loszurasen. Hier müssen zunächst einmal ganz in Ruhe Vertrauen, Kontrolle und ein Gleichmaß im Galopp hergestellt werden. Eine gute erste Übung ist dafür z.B. das Reiten auf einem Zirkel, wobei 3–4 Cavalettis überwunden werden, die dann auch mal ein bisschen höher oder als In-Out gestellt werden. Für so etwas muss man nicht extra eine Springstunde abhalten, das lässt sich ganz bequem in die alltägliche Arbeit einbauen.

Lenkt man das Augenmerk auf den Reiter, stelle ich in der Praxis häufig fest, dass mit dem Oberkörper schon vor dem Sprung zu weit nach vorn gegangen wird. Man soll der Bewegung des Pferdes folgen, nicht diese vorweg nehmen. Im Training lasse ich deshalb bei Springgymnastik Reiter auch mal ohne Steigbügel springen. Und auch mal ohne Zügel – d.h. der Zügel wird auf dem Pferdehals abgelegt. Schließlich ist es doch so: Steht der Zügel stramm an, beispielsweise weil ein Pferd in der Kombination nach vorn zieht, wird es dadurch eher noch schneller, wird noch mehr Druck aufgebaut. Schaut man sich z.B. mal Pferde in einem Galopprennen an: Kein Siegerpferd wird mit durchhängenden Zügeln ins Ziel geritten – die Zügel stehen bei hohem Tempo stramm an. Deshalb also meine Übung, gelegentlich in der Springgymnastik bei Reihen auch mal ganz ohne Zügel, also ohne Druck auszukommen. So finden Reiter und Pferd zu Balance und Rhythmus.“ aufgezeichnet: B. Uhlenbrok

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Porträt

Wovon alle träumen Seitengänge nur durch Blickkontakt, ein Lächeln als Lassoersatz? Klingt unglaubwürdig, funktioniert aber doch, wie EURORIDING NEWS bei einem Besuch bei Silke Vallentin erfuhr, einer von zwei Parelli-Instruktoren in Deutschland. Während meiner Zeit bei diversen Pferde- dem heutigen Diplom-Agrar-Ingenieur zeitschriften hatte ich Gelegenheit, eine entsprach. Es folgten ein paar Umschuganze Reihe (selbsternannter) Pferde- lungen, doch entscheidender für ihren gurus kennen zu lernen. Nach meiner weiteren Lebensweg war, dass sich ihre Erfahrung sind das oft genug Leute, die beste Freundin Ellen ein Pferd kaufte. ein Riesen-Bohei darum machen, dass sie, Es handelte sich um die Schimmelstute sagen wir mal, ein Pferd in den Hänger Queeny, einen Camargue-Andalusier-Mix. kriegen. Die kostspielige Seminare ver- „Queeny hat gebissen und getreten, es war anstalten zu Themen wie: Pferden richtig schon lebensgefährlich sie aus der Box zu Möhren geben, Teil I bis X. Die bei ihren holen“, berichtet Silke Vallentin. „Das Lehrgängen die ganze Zeit auf der FN, muss ja nicht sein, in meiner Situation“, den armen Englisch- und Turnierreitern dachte sie sich. Heute ist Queeny mit 24 und natürlich allen anderen Pferdegurus Jahren das älteste Pferd auf Silkes Hof. rumhacken. Und wenn sie sich dann mal Sie ist lieb und umgänglich und Ellen auf ein Pferd setzen, denkst du: Hey, ist reitet mit ihr ohne Sattel und Zaumzeug das jetzt seine erste Reitstunde oder doch ins Gelände. schon die dritte? Ich war also ziemlich voreingenommen, „Dann fährste eben Kutsche!“ als ich mich auf den Weg nach Bröhsen bei Leipzig machte, wo das Ausbildungszen- Auf der Pferdemesse Hippologica traf Siltrum von Silke Vallentin liegt. Und um es ke Vallentin einen Berliner Pferdetrainer, vorweg zu nehmen: Erst war ich skeptisch. der sagte zu ihr: „Wennde nich reiten Dann erstaunt. Als nächstes: beeindruckt. kannst, fährste eben Kutsche.“ Gute Idee, Und zum Schluss ziemlich begeistert. fand Silke, und kaufte sich Friesenwallach Biko. Die Zusammenarbeit gestaltete sich, vorsichtig ausgedrückt, eher schwierig. Das war wohl der Grund dafür, dass Silke mit Biko auf der Suche nach Leuten, die ihr helfen konnten, bei einem Zwei-Tages-Kurs von Pat Parelli landete. „Biko hat sich da gleich von seiner besten Seite gezeigt“, berichtet Silke, „Er biss in den Griff von meinem Rolli, zog einmal kräftig dran und kippte mich Pat vor die Füße.“ „Hmmm“, sagte Pat, „ich zeige dir Silke Vallentin schickt ihr Pferd 10 m mal ein paar Sachen, mit denen du so was von sich fort und holt es wieder heran: vermeiden kannst.“ dazu braucht sie nur das „SchwiegerParelli brachte Silke bei, wie sie Biko vom muttergesicht“ und dessen Gegenteil – Rolli aus rückwärts richten konnte – wenn ein strahlendes Lächeln es sein musste, 15 Meter weit – und wie sie ihn dann wieder zurückholt. „In diesem Silke Vallentin ist eine von zwei Parelli- Kurs ging mir kein Licht, sondern eher Instruktoren in Deutschland. Seit einem schon ein Kronleuchter auf“, sagt Silke unverschuldeten Motorradunfall im Jahr Vallentin. Seitdem war sie bei jedem Lehr1983 – da war sie 18 – ist sie querschnitts- gang von Parelli in Deutschland dabei. gelähmt. Vorher hatte sie Zootechnikerin Pat Parelli sieht nicht nur aus wie ein gelernt, eine Ausbildung, die in etwa Cowboy, lange lebte er auch wie einer.

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Fotos: Stephan Elison

In seiner Jugend tourte er durch die USA, verdingte sich als Rodeoreiter und führte auf Shows Westernreiten auf höchstem Niveau vor. Immer öfter traten Reiter aus anderen Disziplinen – Spring- und Dressurreiter mit Turnierambitionen zum Beispiel – an ihn heran, weil sie ihre Ziele nicht erreichten oder mit ihren Pferden nicht klar kamen. Pat konnte ihnen helfen. So erkannte er den Bedarf und entwickelte sein System der „Natural Horsemanship“. Gründlicher als andere hat Parelli darüber nachgedacht, wie Pferde untereinander kommunizieren und wie Reiter sich dieser „Pferdesprache“ bedienen können, um sich den Viechern verständlich zu machen. Vielleicht wenden gerade erfolgreiche Reiter und Pferdemenschen seit jeher mehr oder minder unbewusst oder instinktiv an, was Parelli lehrt. Sein Verdienst besteht darin, so etwas wie eine „Grammatik der Pferdesprache“ aufgezeichnet zu haben, die so für andere erlernbar wird. Zusammen mit seiner Frau Linda hat Pat Parelli aus seinen Erkenntnissen ein gründlich durchkommerzialisiertes Lehrsystem gezimmert. Wer in der Parelli-Hierarchie aufsteigen möchte, kann reihenweise Kurse und natürlich die Parelli-Universität besuchen. Es gibt DVDs fürs Heimstudium, Bücher und Zeitschriften und einen Shop, wo Interessierte original Parelli-Halfter und Stricke zu heftigen Preisen kaufen können. Doch Kommerz ist nicht alles. „Pat hat mich immer sehr großzügig gefördert“, erzählt Silke Vallentin. Er lud sie zu Instruktoren-Kursen nach Amerika ein, bezahlte den Flug und sorgte dafür, dass auch Wallach Biko mitfliegen konnte.


Rückwärtsrichten mit „Schwiegermuttergesicht“ „Genug erzählt“, findet Silke, sie führt jetzt lieber etwas vor. Als erster ist der 4-jährige Andalusier Viento dran. An einem lose durchhängenden Seil lässt Silke ihn auf einem Zirkel um sich herum traben. Silke sitzt entspannt, den Hals vorgestreckt, in ganz ähnlicher Haltung geht Viento: vorwärts-abwärts, mit langem Hals. Dann richtet sich Silke mit einem Schnaufen auf, bringt ihren Oberkörper unter Spannung – und Viento macht spontan das Gleiche: er versammelt sich. Äh, darf ich das nochmal sehen? Aber gerne, Silke entspannt sich wieder, atmet aus, sinkt ein wenig in sich zusammen, was Viento zum Anlass nimmt, sich ebenso zu entspannen und zum Vorwärts-abwärts zurück zu kommen. Bei einem neuerlichen, noch intensiveren Spannungsaufbau durch Silke zeigt Viento fast schon passageartige Tritte und Spanischen Schritt. Faszinierend zu sehen, wie fein die beiden aufeinander abgestimmt sind und mit welch minimalen Hilfen Silke auskommt. Jetzt darf der 18-jährige Biko zeigen, was er kann. Sie schickt ihn in gerader Linie zehn Meter von sich fort und holt ihn geratene“ Welsh-Cob-Stute Rachel an der wieder heran – und alles was sie dazu braucht ist das „Schwiegermuttergesicht“ langen Seite des Reitplatzes entlang. Ronja lässt Rachel Travers gehen, ausgelöst und dessen Gegenteil, ein strahlendes durch denkbar sparsame Hilfengebung: Lächeln. Dann gibt Silke Gas, lässt den einen Blick Ronjas auf die Rippenbögen Elektromotor ihres Rollis schnurren und des Ponys genügt. Biko tänzelt, 15 Einerwechsel in Folge springend, neben ihr her. Mit dieser „Am Anfang hat Rachel mich nur runtergebuckelt und ist ständig durchgegangen“, Nummer sind Silke und Biko schon vor erzählt Ronja. Nach der erfolgreichen der Queen aufgetreten. Paartherapie durch Silke ist von diesen Praktikantin Ronja Kay reitet seit fünf Dissonanzen nichts mehr zu spüren – Jahren bei Silke, jetzt hat sie das Abi fertig und macht ein Praktikum bei ihr. Ronja hat Rachel gerade erfolgreich anpiaffiert. Silke und ihre Kunden verbindet, Sie führt ihre 16-jährige, „etwas zu groß

Die Ausbilderin ist querschnittsgelähmt, deshalb sitzt sie im Rollstuhl. Den vierjährigen Andalusier dirigiert sie mit Körpersprache: Sitzt sie entspannt, geht auch er in Vorwärts-AbwärtsHaltung (Foto oben). Richtet sie sich auf und bringt ihren Oberkörper unter Spannung, versammelt er sich deutlich (Foto unten).

dass sie den Problemen mit ihren Pferden nicht aus dem Weg gehen, indem sie dem blöden Tier die Schuld geben und sich halt ein neues kaufen. Stattdessen suchen sie sehr ausdauernd und sehr geduldig nach Lösungen. „Stimmt schon“, sagt Silke Vallentin, „Wir machen hier alles sehr liebevoll – mein Stallmeister flucht sogar schon liebevoll.“ Stephan Elison Infos zum Ausbildungszentrum von Silke Vallentin: www.silkevallentin.de

Unser neues Masterwerk. Sehen Sie erstmalig die neuen Master -Modelle auf der Equitana 2009 Halle 3, Stand A70 Mehr Infos unter www.boeckmann.com

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Fotos: Sebastian Kobel

Nur noch selten zu sehen: in der Fabrik Kobel wird lederschonend in der Grube gegerbt

Zunächst wird das Leder angetrocknet, bevor es gereckt wird

Die Lederexperten Die 1877 gegründete Lederfabrik Gebr. Kobel in Kellinghusen (Schleswig-Holstein) ist auf hochwertiges Leder für den Pferdesport spezialisiert. Kunden sind z.B. Sattler von Euroriding, namhafte Sattelfabrikanten und Geschirrspezialisten. Euroriding News sprach mit Juniorchef Sebastian Kobel, der den Familienbetrieb bald in fünfter Generation weiterführt. Welche Lederarten fertigen Sie für den Pferdesportbedarf? Geschirrleder, Zaumleder, Bügelriemenleder, Leinenleder, Sattelsitzleder und Taschenleder. Alles wird aus Rindleder gefertigt, das sehr stabil, abrieb- und reißfest ist. Abhängig vom Einsatzzweck wird es in verschiedenen Stärken hergestellt. So benötigt man z. B. für Steigbügelriemen 5 mm starkes Leder, für Zäume 3,5 – 4 mm und für Sattelsitzleder 1,5 – 2 mm. Neben der Stärke unterscheidet sich das Leder in der Art der Fettung und Färbung, teilweise wird es auch gewachst. So muss beispielsweise Sattelsitzleder extra gefettet und geschmeidig gemacht werden; bei Taschenleder, das für die Sattelblätter verwendet wird, ist besonders auf Farbechtheit zu achten, damit das Leder nicht an die Reithosen abfärbt.

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Als Rohmaterial verwenden Sie nur Häute von süddeutschen Kühen. Was unterscheidet diese von anderen? Das Fasergefüge eignet sich besonders für den Einsatz im Reitsportbedarf. Die Rohware ist von sehr gleichmäßiger Qualität, sehr kräftig und hat demzufolge eine hohe Gewichtsklasse. Die Haut beispielsweise von argentinischen Kühen ist dünner, von den Flächen und Stärken her demzufolge weniger geeignet. Sie sind einer von nur noch ca. drei Betrieben in Deutschland, die Leder auf die traditionelle Art in Gruben gerben statt in Fässern, wie in der industriellen Fertigung üblich. Warum halten Sie an diesem aufwändigen Verfahren fest? Schwere Lederarten lassen sich auf diese Art schonender behandeln.

Die Bürstfärbung erfolgt in Handarbeit, dann wird das Leder maschinell gebügelt

Für das Pferdesportleder verwenden Sie die pflanzliche Gerbung anstelle der mineralischen bzw. Chromgerbung, die heutzutage überwiegend eingesetzt wird. Warum? Die pflanzliche Gerbung, auch Vegetabilgerbung genannt, hat bestimmte Eigenschaften wie die Art der Färbung und die erreichbare Flexibilität des Leders, die sich für den Einsatz im Pferdesport besser eignen. Im Farbengang verwenden wir Mimosarinden-, Quebrachoholz- und Kastanienholzextrakt in Kombination mit synthetischen Gerbstoffen. Kann man als Laie eigentlich erkennen, ob Leder pflanzlich oder aber mineralisch gegerbt wurde? Im Großen und Ganzen nein. An einer Schnittstelle zeigt sich Chromleder von grau-grüner Farbe. Doch wenn das Leder durchgefärbt ist, kann man das nicht erkennen. Wie viele Arbeitsgänge sind in Ihrem Hause ungefähr notwendig, bis fertiges Leder entstanden ist? Der gesamte Prozess dauert ca. zehn bis zwölf Wochen, in dieser Zeit sind rund 30 Arbeitsschritte zu absolvieren, viele davon in Handarbeit. Interview: Beate Uhlenbrok


Ausrüstung

Leder – ein kostbares Naturprodukt Gutes Leder atmet und duftet, ist schmiegsam und weich oder auch hart und höchst robust. Wie Leder zugerichtet wird und welche Vorteile und Risiken die verschiedenen Gerbverfahren mitbringen, erläutert Beate Uhlenbrok. Auf dem Weg von der Rohhaut zum Leder wird die Haut mit einer Maschine der Fläche nach in zwei Hälften gespalten. Dabei wird der Teil der Haut, der bei dem Tier nach innen gerichtet ist, von der äußeren Narbenseite abgetrennt, so dass sozusagen zwei Lederhäute entstehen. Die Hautoberseite wird als Narbenleder bezeichnet und ist sehr hochwertig, während die Hautunterseite, das sog. Spaltleder, minderwertiger ist und z. B. zur Erzeugung von Veloursleder dient. Zugerichteter Spalt wird mit Pigmentfarben beschichtet und mit einem Muster geprägt, so dass eine unmittelbare Ähnlichkeit mit Narbenleder entsteht.

Die Gerbverfahren: vegetabil oder mineralisch Im Gerbprozess, mit dem das Leder haltbar gemacht wird, unterscheidet man zwischen zwei Verfahren: Die traditionelle pflanzliche bzw. Vegetabilgerbung setzt zur Konservierung des Leders Rindenund Holzextrakte ein. Die mineralische Gerbung hingegen verwendet verschiedene Salze, wie z. B. Chromsalze, was auch zum Begriff Chromgerbung führte. Bei der Entsorgung ist pflanzlich gegerbtes Leder von Vorteil, weil es sich sogar kompostieren lässt, vorausgesetzt die verwendete Farbe ist nicht schwermetallhaltig. Chromgegerbtes Leder dagegen muss verbrannt werden. Die meisten Auto-, Möbel- und Bekleidungsleder werden im Zuge industrieller Großproduktion chromgegerbt, ebenso die Lederwaren im unteren Preissegment des Reitsportbedarfs.

Gesundheitsrisiko für Mensch und Pferd Die Chromgerbung ist die billigere Variante, doch sie kann bei unsauberer Verarbeitung gesundheitliche Risiken bergen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz kritisierte kürzlich, dass überprüfte Lederwaren wie Arbeitsbekleidung, Schuhe,

Rucksäcke und Taschen vielfach mit hohen Gehalten von Kaliumdichromat (Chrom VI) belastet waren. Der Stoff ist stark giftig, wirkt krebserregend und erbgutverändernd und kann zu allergischen Hautreaktionen führen. Von den rund 600 untersuchten Proben enthielten 43 % Kaliumdichromat. Es kann bei der Lederherstellung durch chromhaltige Gerbstoffe entstehen, indem das beim Gerben verwendete Chromsulfat (Chrom III) mit Chrom VI verunreinigt ist oder im Verarbeitungsprozess zu Chrom VI oxidiert wird. Es wird angenommen, dass in Deutschland eine halbe Millionen Menschen eine Kontaktallergie gegen Kaliumdichromat haben. Damit liegt der Stoff auf Platz fünf der „AllergenHitliste“. Rein pflanzlich gegerbtes Stirnband aus der neuen Euroriding-Kollektion „Natural Line“

Auch für Pferde ist Kaliumdichromat höchst problematisch. Dr. Peter Launer, Fachtierarzt für Pferde: „In meiner Praxis ist es schon mehrfach bei Pferden durch neu gekauftes Lederzeug wie Sattelgurte, Trensen usw. plötzlich zu Hautveränderungen gekommen: Haarausfall, kahle Stellen, Pusteln, Rötungen bis hin zu schmerzhaften kleinen Erhebungen auf der Haut. Es dauert bis hin zu Monaten, bis so ein Kontaktekzem wieder abheilt.“ Eine Kennzeichnungspflicht Chrom (VI)haltiger Lederwaren besteht bisher nicht, ein Verbot ist ab Mitte 2009 geplant. Die sicherste Maßnahme zum Ausschluss jeden Risikos ist das Vermeiden von chromgegerbten Lederwaren durch ein Ausweichen auf pflanzlich gegerbte Produkte. Ihr Euroriding-Reitsporthändler berät Sie dazu gern. Seit kurzem neu erhältlich ist z.B. die Euroriding-Kollektion „Natural Line“. Alle dazu gehörenden Lederprodukte (Trensen, Halfter, Stirnbänder, Sattelgurte etc.) sind rein pflanzlich gegerbt.

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Euroriding intern Euroriding mit großem Messestand auf der Equitana Auf der vom 14. bis 22. März stattfindenden EQUITANA in Essen, der Weltmesse des Pferdesports, begrüßt Sie 14 . – 2 2 . M ä r z Messe Essen Euroriding dieses Jahr auf H a l l e 12 Stand B 26 einem 70 qm großen Messestand in Halle 12, Stand Nr. B 26. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Unser Titelbild: HOP TOP Show auf der Equitana Foto: Jacques Toffi

10 Fragen an ...

IHRE GEWINNCHANCE:

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen in jeder Ausgabe einen Euroriding-Reitsporthändler vor. Diesmal ist es Hans-Joachim Hoffschild vom „Reitsport-Center Hoffschild“ in 10713 Berlin, Hohenzollerndamm 34.

Am Euroriding-Messestand auf der Equitana erhalten Sie Teilnahmekarten für die Verlosung hochwertiger Preise aus der Euroriding-Kollektion: 1. Preis: Sattel „Diamant" (siehe 4. Umschlagseite) 2. Preis: Trense mit englischem Reithalfter 3. Preis: Abschwitzdecke „Cooler“ Die Teilnahme ist ab 14.03.09 auch unter www.Euroriding.de möglich. Teilnahmeschluss ist der 31. März 2009.

Wie kamen Sie dazu, Reitsportartikel zu verkaufen? Nac h mei nem Süd a f r i ka Aufenthalt, wo ich als Hotelkaufmann drei Jahre tätig war, suchte ich ein neues Betätigungsfeld. Befreundete Reiter boten mir das Reitsportgeschäft zum Kauf an und da mir die Gastronomie zu stressig war, sattelte ich um. Seit wann führen Sie das Unternehmen? Seit 1976. Reiten Sie selbst? Ja, ich habe mit zehn Jahren angefangen zu voltigieren und später Dressur und Springen bis zu Klasse M geritten. Jetzt reite ich allerdings nur noch gelegentlich und das meistens im Urlaub. Ihr Lieblingsartikel? Der mit höchster Kalkulation am häufigsten verkauft wird. Ihr ungewöhnlichster Kunde oder Kundenwunsch? Die Sadomasochisten, die ihre speziellen Peitschen kaufen wollen. Es kommen viele, die von Beate Uhse geschickt wer-

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den. Oder die Kunden, die unseren bunten Muster-Reitstiefel von Königs kaufen möchten. Worauf sind Sie stolz? Dass ich 30 Jahre mein Geschäft führen und dabei den Umsatz kontinuierlich steigern konnte und seit 30 Jahren glücklich mit meiner Frau zusammen bin. Wofür sind Sie dankbar? Dass ich das Rentenalter ohne nennenswerte Krankheiten erreicht habe. Was ist für Sie Genuss? Klassische Musik und gutes Essen. Welches Ziel möchten Sie unbedingt noch erreichen? Einen geeigneten Nachfolger zu fi nden, der das Geschäft weiterführt. Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das? Dass ich noch viele Jahre mit meiner Frau glücklich und gesund zusammen sein kann, dass wir unsere Umwelt retten können und dass der Hunger in der Welt beseitigt wird.

Reitsport Live auf spoga horse als „Bester Reitsportfachhändler“ ausgezeichnet Die Fachzeitschrift „Reitsport-Markt“ verlieh auf der der internat. Fachhandelsmesse spoga horse in Köln zum zweiten Mal einen Preis für den „Besten Reitsportfachhändler“. Eine Fachjury aus Branchenexperten hatte Das Team von Reitsport Live die teilnehmenden Geschäfte nach Kriterien wie Sortiment, Beratungsqualität, Präsentation und Aktionen/Marketing bewertet. Außerdem hatten Tester die Händler inkognito besucht. Der Siegerpokal für den besten Fachhändler 2008 ging an das Euroriding-Mitglied „Reitsport Live“ aus 78467 Konstanz. Überreicht wurde er von DoppelOlympiasieger Hinrich Romeike.

Reitsport-Sattlerei Peter zieht um Neu: „gläserne“ Sattlerei Das 1974 gegründete Unternehmen in 57076 Siegen, seit über 25 Jahren Euroriding-Mitglied, zieht um. Der neue Standort befindet sich mit direkter Autobahnanbindung (A 45) im Gewerbepark Heidenberg (200 m hinter IKEA). Auf einer Gesamtfläche Sattlermeister von rund 400 qm entsteht neben einer Frank Peter gläsernen Sattlerei ein großes Sattelkompetenzzentrum mit Maßsattlerei. Die Neueröffnung des Ausrüstungspartners für Turnier-, Freizeit-, Western- und Treckingreiter findet am 02. April 2009 statt.


Übersicht der Euroriding-Fachhändler PLZ 0

NEU

Sattlerei Thomas Büttner Sattlerei Thomas Büttner Roß & Reiter Sattlerei Mario Schipler

01169 Dresden 01468 Moritzburg 03099 Kolkwitz 06577 Oberheldrungen

PLZ 1

PLZ 8

Reitsportcenter Hoffschild 10713 Berlin Reitsport Lübars 13469 Berlin Reitsport Petersen 15518 Arensdorf Reitsportfachgeschäft Manski18273 Güstrow PLZ 2

Neue Kollektion

„Natural Line“ PFLANZLICH GEGERBT ! Alle Produkte dieser Kollektion sind aus hochwertigem, pflanzlich gegerbtem Leder gefertigt. Das traditionelle vegetabile Gerbverfahren ist absolut chromfrei, bietet dadurch Schutz vor dem Risiko allergischer Hautreaktionen und ist umweltfreundlich.

ökologische Herstellung sehr gute Hautverträglichkeit lange Lebensdauer

Horse & Rider 21376 Luhmühlen Reitsport Witt 21717 Fredenbeck Der Reiterladen 22529 Hamburg Lucky Horse 22949 Ammersbek Reitsport Steckenpferd 24103 Kiel Sattelkammer Laffrenzen 24811 Owschlag Von Rönne Reitsport 25337 Elmshorn Sattelkammer Laffrenzen 25746 Heide Reitsport Jade 26349 Jade Reitsport Osteel GmbH 26529 Osteel Reitsport-Spezialist Wortmann28203 Bremen Der Steigbügel Linz 29227 Celle PLZ 3 Der Steigbügel Linz Reitsport Engelke Reit- und Fahrsport Rösler Reitsport Bremer Reitsport Weitkamp GmbH Reitsport Weitkamp GmbH Louis Völzing GmbH Horse Shop Landenhausen Reitsport Simon Pferdesport Ilsemann Pferdesport Ilsemann Der Steigbügel Linz Reiter und Pferd Reitstiefel Kandel Reitsport Uwe Hase Reitsport Uwe Hase

30851 Langenhagen 30853 Langenhagen 32584 Löhne 33102 Paderborn 33611 Bielefeld 33699 Bielefeld-Ubbedissen 35440 Linden 36367 Landenhausen 36381 Schlüchtern 37586 Dassel/Amelsen 37079 Göttingen 38114 Braunschweig 38259 Salzgitter-Flachstöckh. 38723 Seesen/Harz 39112 Magdeburg 39291 Nedlitz 45711 Datteln 46485 Wesel 48683 Ahaus 49074 Osnabrück 49434 Neuenkirchen/Olb. 49479 Ibbenbüren-Dörenthe

PLZ 5

Farben: schwarz braun

Der Reiter Reitsport Lüttgens Fritz Goertz GmbH, Sattlerei Reitsport McArthur Reitsport-Sattlerei Peter Hofmeister Pferdesport Cheval-Reitsport GmbH Sattlerei Döhl M+B Pferdesport Selm

80333 München 84359 Simbach/Inn 86152 Augsburg 86899 Landsberg 87700 Memmingen 88212 Ravensburg

PLZ 9 Steigbügel Nürnberg GmbH Steigbügel Zitzler GmbH Krones & Müller GbR Steigbügel Harms Der Steigbügel Lederhaus Neumeister Lederhaus Neumeister

90491 Nürnberg 91207 Lauf 93049 Regensburg 94036 Passau 94315 Straubing 95028 Hof/Saale 95444 Bayreuth

BELGIEN Emmers & Co BVBA Kerckhaert Ruitersport SPRL Sellerie Dumont

B-3930 Hamont B-9140 Temse B-4460 Grace-Hollogne

DÄNEMARK Tattersall Riduedstyr

DK-1358 Kopenhagen

FRANKREICH Sellerie Tillaux B.R. Equitation Sellerie Fouilloux Sellerie Nortier Kineton Sports Equestres Sellerie Leprince

F-14130 Pont L´Eveque F-25480 Pirey F-42100 Saint Etienne F-60120 Breteuil F-75016 Paris F-91640 Fontenay Les Briis

ÖSTERREICH Reitsport Toscaninihof Reitsport Zwerlin

A-5020 Salzburg A-8054 Graz

Vroegop Ruitersport J.J. van Rijs STA-RHO Ruitersport Drunens Ruiterhuis Ruitersport Den Besten

NL-1834 Sint Pancras NL-2761 LB Zevenhuisen NL-3161 Rhoon NL-5151 BS Drunen NL-3849 AK Hierden

NORWEGEN P.G. Lowenborg Sadelmaker N-0164 Oslo

50677 Köln 52062 Aachen 52428 Jülich 53340 Meckenheim-Merl 57076 Siegen 58285 Gevelsberg 58515 Lüdenscheid 58730 Fröndenberg-Frömern 59379 Selm

POLEN Ihaha.pl

05-803 Pruszków

SCHWEDEN Ryttare & Häst I Lund AB

S-24032 Flyinge

SCHWEIZ

PLZ 6 Reitsport Frölich GmbH Reitsport Frölich Pferde Remise Reitsport Bassler

Steigbügel München GmbH Ross & Reiter Reitsport Komplett Sattelkammer Kreid Reitsport Komplett Reitsport Moden

NIEDERLANDE

PLZ 4 Reitsport Stegemann Reitsport H. Lohmeier Reitsport Büscher Pferde Szene Reitsport Hugenberg Reitsport Ottenhues

Reitsport Blank GmbH 73479 Ellwangen Schrezheim Reitsport Rambacher 74613 Öhringen-Unterohrn Reitsportsattlerei Hintermayer 76694 Forst Reitsport Live 78467 Konstanz Sattelkammer Breisgau 79111 Freiburg Reitsport Kaufmann GmbH 79576 Weil-Haltingen

64289 Darmstadt 64385 Reichelsheim 66386 St. Ingbert 67657 Kaiserslautern

Reiterboutique Wittich GmbH CH-8400 Winterthur Spirig Pferdesport CH-9000 St. Gallen SPANIEN El Corcel

E-28027 Madrid

PLZ 7 Steckenpferd Oettle‘s Sattelkammer

71126 Gäufelden/Nebringen 73108 Gammelshausen

TSCHECHISCHE REPUBLIK Equiservis

CZ-150 00 Prag

Besuchen Sie uns auch im Internet: www.Euroriding.de

Impressum

V ER S CH IEDEN MODEL L E E

Herausgeber: Euroriding GmbH & Co. KG Datumer Str. 60, D-25469 Halstenbek Fon: (0 41 01) 40 67 64 Fax: (0 41 01) 40 67 65 www.euroriding.de, E-Mail: info@euroriding.de Angegebene Preise sind unverbindl. Verkaufsempfehlungen der Euroriding GmbH & Co. KG

Die abgebildeten Artikel sind Beispiele aus der Gesamtkollektion „Natural Line“. Ihr Euroridinghändler berät Sie gern.

Verlag: creatxx media • Verlag & Werbeagentur Breitscheidstr. 31, D-01237 Dresden Fon: (03 51) 25 02 11 - 0, Fax: - 50 www.creatxx.de, E-Mail: info@creatxx.de

Redaktion: Beate Uhlenbrok Fon: (03 51) 25 02 11 - 24 E-Mail: beate.uhlenbrok@creatxx.de Anzeigenbetreuung: Mathis Gruhl Fon: (03 51) 25 02 11 - 21 E-Mail: mathis.gruhl@creatxx.de Heide Ruttkamp E-Mail: heide.ruttkamp@creatxx.de Druck: Druckerei Vetters, Radeburg Auflage: 27.000 Exemplare Erscheinungsweise: vierteljährlich


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