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ÖSTERREICHISCHE ORGANISATION FÜR ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT

JAHRESBERICHT

2016 Foto von Volker Suhr,

Personaleinsatz in Madang, Papua-Neuguinea


INHALT 04 ........................................... KERNKOMPETENZEN

VORSTAND

05 ........................................... MITTELVERWENDUNG

Georg Matuschkowitz Vorstandsvorsitzender, CARITAS Österreich

06 ...................................... SDGs BEI HORIZONT3000

Sigrun Zwanzger

07 ................................................ SDGs AUSMALBILD

Stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Welthaus Diözese Graz-Seckau

08 ............................................ AROUND THE WORLD

Jakob Wieser

10 .......................................... PERSONALPROGRAMM

Dreikönigsaktion, Hilfswerk der Katholischen Jungschar Österreichs

11 ................................................ PERSONALSERVICE

Christian Reichart

12 .................................. FINANZIERUNGSPROJEKTE

Katholische Männerbewegung Österreichs

13 ............................................. KOFINANZIERUNGEN Ursula Scheiber

14 ....................................... IN DIE ZUKUNFT DENKEN

Bruder und Schwester in Not, Innsbruck Am Rio Negro.

Cornelia Barger

Infos zum Projekt in Brasilien

Katholische Frauenbewegung Österreichs

http://maps.knowhow3000.org/a-15-501/

16 ............................... MITGLIEDSORGANISATIONEN 19 ............................................................... TEAMFOTO

2

Gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens. gugler*print, Melk, UWZ-Nr. 609, www.gugler.at

IMPRESSUM

Medieninhaber & Herausgeber HORIZONT3000, Wilhelminenstraße 91/II f, 1160 Wien Web www.horizont3000.at ZVR-NR. 657802754 Für den Inhalt verantwortlich Erwin Eder, Wolfgang Zechner, Klaus Ebenhöh Grafik www.leerzeichen.at Fotos HORIZONT3000


LIEBE LESERIN, LIEBER LESER Mit der Strategie 2020 setzt HORIZONT3000 die Segel für den Aufbruch in eine neue Ära der Entwicklungszusammenarbeit. Die neue Strategie ist offensiv und ambitioniert angelegt. Mit ihrer Umsetzung erweitern wir unseren Wirkungskreis und unsere Wirkungsweise. Neue Ära in der Entwicklungszusammenarbeit Manche sehen das Ende der Entwicklungszusammenarbeit

schaftsinstituten zusammenarbeiten und Kooperationen mit

hereinbrechen. Im Gegensatz dazu sehen wir Entwicklungs-

engagierten Wirtschaftstreibenden suchen, um mehr Mittel

zusammenarbeit als ein Leitkonzept und -instrument für die

aus der Wirtschaft für nachhaltige Entwicklung zugängig zu

notwendige sozial-ökologische Verwandlung der Welt. Die Zeit

machen und inklusive Wirtschaftsformen zu stärken.

drängt, denn das kohlenstoffbasierte Weltwirtschaftsmodell

Erwin Eder & Georg Matuschkowitz

gefährdet massiv die Existenzgrundlagen künftiger Generatio-

Veränderte Wirkungsweise

nen. Und die ungerechte Verteilung von Reichtum und Lebens­

Bei der Zusammenarbeit mit Partnern in Afrika, Ozeanien und

chancen führt in vielen Regionen der Welt zu einer spürbaren

Lateinamerika gehen wir verstärkt strategische Partnerschaf-

Zunahme sozialer Spannungen. Mit den nachhaltigen Entwick-

ten ein, die auf eine langfristige gemeinsame Problembearbei-

lungszielen (SDGs) hat die UNO einen Masterplan vorgegeben,

tung ausgerichtet sind. Auch die Entwicklung reziproker Per-

der eine neue Ära globaler Zusammenarbeit einläutet und ein

sonaleinsatzmodelle (Süd-Süd-Einsätze, Süd-Nord-Einsätze, …)

»gutes Leben für alle« bis 2030 möglich macht.

soll Vernetzung, Austausch und gemeinsame Bearbeitung globaler Probleme – ganz im Sinne der SDGs – stärken.

Erweiterter Wirkungskreis

Um die Wirksamkeit und Qualität unserer Arbeit weiter zu

In inhaltlicher Hinsicht verstehen wir uns als eine wichtige

verbessern, führt HORIZONT3000 als erste Organisation in

Brückenorganisation, die soziale, ökologische und wirtschaft-

der OEZA eine Wissensbilanz als Basis für systematisches

Geschäftsführer &

liche Herausforderungen und Lösungsansätze im globalen

Wissensmanagement durch.

Vorstandsvorsitzender

Kontext verknüpft. Politikdialog, Klimawandel und nachhaltiges

von HORIZONT3000

Wirtschaften sind dabei Themen, mit denen wir uns intensiv

Herzlichen Dank all jenen,

befassen. Wir werden noch stärker als bisher mit Wissen-

die unsere Arbeit tatkräftig unterstützen!

Mehr Informationen zur Strategie 2020 http://www.horizont3000.at/wp-content/uploads/2017/02/Strategie2020_Kurzversion_extern.pdf

3


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KERNKOMPETENZEN 53

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56

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Lokal verankert, gut vernetzt Unsere Schlüsselfunktion ist

Maßgeschneiderte Lösungen Wir entwickeln Kapazitäten

Unser Leistungsangebot orientiert sich am

Höchste Standards

Bedarf unserer Partnerorganisationen. Die

HORIZONT3000 hat jahrzehnte-

aus verschiedenen Kulturen und

HORIZONT3000 ist Spezialistin

enge Kooperation mit unseren Mitgliedsorgani-

lange Erfahrung mit Programmen

unterschiedlichen Ebenen. Unsere

für die Stärkung lokaler Kapazitä-

sationen ermöglicht skalierbare Interventionen;

der personellen und der finanzi-

Länderbüros und Fachkräfte der

ten – personell, organisational und

vom Kleinprojekt bis zur komplexen Kofinan­

ellen Entwicklungszusammen-

personellen EZA gewährleisten ba-

gesamtgesellschaftlich. Das hierzu

zierung im internationalen Konsortium, von

arbeit. Gestützt auf ein hoch

sisnahe Arbeit vor Ort. Wir verfügen

notwendige Know-how in personeller

punktueller Beratung bis zum mehrjährigen

qualifiziertes Team vereint unser

über umfassende Erfahrung in der

EZA, Organisationsentwicklung und

Personaleinsatz. Eine besondere Qualität

Ansatz Partnerschaft auf Augen-

Koordination von Netzwerken und

Wissensmanagement entwickeln wir

unserer Leistungen sind die Synergieeffekte

höhe mit höchsten professionel-

Konsortien.

systematisch weiter.

zwischen den verschiedenen Instrumenten.

len Standards.

die Vernetzung von AkteurInnen

4

Bei den hier veröffentlichten Zahlen handelt es sich um einige ausgewählte Resultate der Arbeit unserer Partner.


FINANZEN 2016

HORIZONT3000 trägt zusammen mit den lokalen Partnerorganisationen Verantwortung für den optimalen Einsatz der anvertrauten Projektgelder. Ein ausgereiftes internes Kontrollsystem sorgt für entsprechende Qualität, Nachvollziehbarkeit und Transparenz.

MITTELHERKUNFT

in EURO

in %

109.995

0,91 %

3.332.097

27,44 %

1.620.092

13,34 %

staatliche Mittel

5.914.236

48,71 %

EU-Mittel

1.081.004

8,91 %

Vermögensverwaltung

12.198

0,10 %

sonstige Erträge

71.436

0,59 %

12.141.058

100 %

in EURO

in %

10.697.366

88,11 %

Projektkoordination und -umsetzung

846.469

6,97 %

Akquiseaufwand

158.693

1,31 %

III. Verwaltungsaufwand

429.950

3,54 %

8.580

0,07 %

12.141.058

100 %

I. Spenden und Beiträge der Mitgliedsorganisationen Mitgliedsbeitrag weitergeleitete Spenden II. Zuwendung von Stiftungen und Unternehmen III. Öffentliche Mittel

IV. Sonstige Einnahmen

Summe Einnahmen

MITTELVERWENDUNG I. Leistungen für statutarisch festgelegte Zwecke Internationale Projektarbeit II. Akquise und Projektkoordination/Umsetzung

IV. Dotierung von Rücklagen Summe Aufwendungen

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NACHHALTIGE ENTWICKLUNGSZIELE

SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS Die Menschheit muss in einigen Bereichen radikal umdenken, um das Leben auf der Erde auch für kommende Generationen zu ermöglichen. Die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) geben die Richtung vor. Die nachhaltigen Entwicklungsziele – oder »Sustainable Development

Die SDGs sind damit mehr als eine Fortschreibung der Zielsetzung für

Goals« (SDGs) – bilden, seit sie im Herbst 2015 von der UNO-Vollver-

die Entwicklungszusammenarbeit. Sie drücken aus, dass die Mensch-

sammlung verabschiedet wurden, den Orientierungsrahmen für die

heit die großen Probleme, die alle betreffen, gemeinsam angehen

internationale Zusammenarbeit bis 2030.

muss. Gelingt dies nicht, bleiben nicht nur arme Länder weiterhin zurück. Es mag mit sehr viel Aufwand noch eine Weile gelingen, Men-

Gegenüber dem Vorgängerregime, den »Millenium Development Go-

schen gewaltsam von der Migration nach Europa abzuhalten. Doch

als« (MDGs) bringen die SDGs wichtige Neuerungen: Inhaltlich waren

gegen Klimaveränderungen, politische Destabilisierung und kollabie-

die MDGs von den klassischen Themen der traditionellen Entwick-

rende Ökosysteme werden alle Abschottungsversuche nutzlos sein.

lungszusammenarbeit (EZA) dominiert: Gesundheit, Bildung, Armuts-

Die Menschheit hat somit keine andere Wahl als die der Umgestaltung

bekämpfung. An der SDG-Agenda fällt dagegen der große Bereich

der Lebens- und Wirtschaftsformen in Richtung höherer Nachhaltig-

Umwelt und Klima auf: Nicht weniger als 6 der 17 Ziele befassen sich

keit und gerechterer globaler Verteilung.

mit Ökologie, Klimawandel und Nachhaltigkeit. Und, noch wichtiger:

Thomas Vogel Bereichsleitung Programme

6

Bei den SDGs geht es nicht mehr nur darum, Probleme der armen

Für HORIZONT3000 stand das Jahr 2016 ganz im Zeichen einer

Länder zu lösen, die weit von uns weg sind und uns selbst scheinbar

Neuausrichtung der programmatischen Schwerpunkte in Richtung

nicht betreffen. Nein, die SDGs betreffen alle Länder der Welt, und

Agenda 2030. Und über alle Bereiche hinweg – von der Personellen

damit haben plötzlich auch die OECD-Länder Vorgaben bekommen,

Entwicklungszusammenarbeit über öffentliche Kofinanzierungen bis

die sie erfüllen und über die sie Rechenschaft ablegen müssen. SDG

hin zur Kooperation mit dem Privatsektor – werden die SDGs den

12 (Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster) bezieht

Weg weisen, den HORIZONT3000, gemeinsam mit seinen Mitglieds­

sich sogar vorrangig auf die reichen und vermeintlich »entwickelten«

organisationen und den lokalen Partnern im Globalen Süden, in den

Länder, die den ihnen zustehenden Anteil der globalen Ressourcen

kommenden Jahren gehen wird.

längst mehrfach verbraucht haben.


SDGs ZUM AUSMALEN

7 Ausmalbilder für Erwachsene liegen sehr im Trend. Sie sollen vor allem der Entspannung dienen. Wir nehmen das zum Anlass und bieten Ihnen hier die SDGs (Sustainable Development Goals) zum Ausmalen. Buntstifte können wir leider keine liefern, dafür aber die Farbvorlage. Viel Vergnügen!

https://sustainabledevelopment.un.org/sdgs


AROUND THE WORLD

‣‣SÜDLICHES AFRIKA Mosambik ‣‣ Projektmittel: 0,3 Mio. € (2,6 %) 4 Personaleinsätze 2 Finanzierungsprojekte

Alles auf einen Blick: Länder, Projekt-

LANDESBÜRO Beira (Mosambik)

mittel, Anzahl der Personaleinsätze und

Leitung: Jan Wiesenmüller

Finanzierungsprojekte, Länderbüros,

2 Mitarbeiter

Leitung, MitarbeiterInnen

‣‣OZEANIEN Papua-Neuguinea ‣‣ Projektmittel: 0,7 Mio. € (6,4 %) 16 Personaleinsätze 2 Finanzierungsprojekte

LANDESBÜRO Madang (Papua-Neuguinea) Leitung: Lilo Massing 2 MitarbeiterInnen

‣‣ÖSTLICHES AFRIKA Äthiopien*, Kenia, Südsudan, Tansania, Uganda ‣‣ Projektmittel: 4,1 Mio. € (34,6 %) 40 Personaleinsätze 27 Finanzierungsprojekte

8

LÄNDERBÜRO Kampala (Uganda) Leitung: Christian Guggenberger 14 MitarbeiterInnen * ohne Personaleinsatz ** Personalservice für andere NGOs


‣‣EUROPA Zentrale: Wien (Österreich) Österreich / EU-13* ‣‣ Projektmittel: 0,6 Mio. € (4,8 %) 4 Finanzierungsprojekte

‣‣WESTLICHES AFRIKA Burkina Faso**, Senegal* ‣‣ Projektmittel: 1,0 Mio. € (8,9 %)

‣‣SÜDAMERIKA Brasilien*, Ecuador** ‣‣ Projektmittel: 1,3 Mio. € (11,3 %)

1 Personaleinsatz

1 Personaleinsatz

3 Finanzierungsprojekte

10 Finanzierungsprojekte

ZENTRALE WIEN

LANDESBÜRO Dakar (Senegal)

(Österreich)

Leitung: Ismael Ndao

Leitung: Erwin Eder

4 MitarbeiterInnen

33 MitarbeiterInnen

‣‣ZENTRALAMERIKA El Salvador, Guatemala, Nicaragua ‣‣ Projektmittel: 3,7 Mio. € (31,4 %) 12 Personaleinsätze 30 Finanzierungsprojekte

LÄNDERBÜRO Managua (Nicaragua) Leitung: Peter Rupilius 11 Mitarbeiterinnen

»Die Art und Weise, wie die Erde abgebildet wird, ist nicht zufällig. Sie schreibt ein Weltbild fest und stellt einen Standpunkt dar«, schreibt unsere Mitgliedsorganisation Welthaus Graz-Seckau über ihre umgedrehten Weltkarten, die zu neuen Perspektiven anregen sollen und online bestellbar sind. http://graz.welthaus.at/weltkarten/

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PERSONALPROGRAMM BEISPIEL

Christian Schäfer, Hotelfachmann und Absol-

FINANZIERUNG

Der Personaleinsatz finanziert sich durch

vent der Internationalen Entwicklung, berät in

FACHKRÄFTE

2016 waren 74 PERSONEN in 11 LÄNDERN im Personaleinsatz

Gulu die NGO BOSCO UGANDA in Organisa­ tionsentwicklung und Management.

öffentliche Mittel € 2.480.778 (69 %)

53 %

47 %

Eigenmittel € 1.114.849 (31 %)

Eigenmittel

Ziel des Personaleinsatzes ist die Weiterent-

öffentliche Mittel

SEKTOREN

wicklung von institutionellen Strukturen und Kapazitäten und die Stärkung des Managements. Schwerpunkte der Beratung sind Projektmanagement, Monitoring und Evaluierung, Ressourcenmobilisierung und Strategie. Christian Schäfer und alle anderen aktuellen

10

http://maps.knowhow3000.org/x-15-806/

Tansania (6)

37 %

Menschenrechte – Zivilgesellschaft

Kenia (12)

Südsudan (3)

28 %

Ländliche Entwicklung – Manage-

Papua-Neuguinea

Burkina Faso* (1)

Personaleinsätze finden Sie auf unserer Projektlandkarte.

Uganda (19)

ment natürlicher Ressourcen

(16)

El Salvador (2)

25 %

Bildung

Nicaragua (8)

Guatemala (2)

10 %

Gesundheit

Mosambik (4)

Ecuador (1)

* Personaleinsatz als Service für österreichische NGOs


EZA-PERSONALSERVICE HORIZONT3000 bietet Organisationen ohne eigenem Personalprogramm die Durchführung spezifischer Personaleinsätze, die von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) bis zu 70 % gefördert werden. Das Personalservice inkludiert in der Regel Auswahl, Vorbereitung und Betreuung des Personaleinsatzes.

PERSONALSERVICE

Die Personaleinsätze werden in Abstimmung mit der Austrian Development Agency (ADA) durchgeführt. Dadurch werden Synergien zwischen Akteuren gefördert, die Kosteneffizienz im Personalprogramm gesteigert und die Expertise von HORIZONT3000 bestmöglich genutzt.

An wen richtet sich das Service?

ergänzenden Instrument in der Entwicklungszusam-

‣‣ Vorrangig an österreichische NGOs, die durch die

menarbeit

OEZA gefördert werden ‣‣ In Ausnahmefällen auch NGOs außerhalb Österreichs

Wir können das Service nicht anbieten

‣‣ Unternehmen im Zuge von Wirtschaftspartnerschaf-

‣‣ für Kooperationen, die in Widerspruch zu den Werten

ten, die HORIZONT3000 nach eingehender Prüfung für unterstützungswürdig befindet

und Zielsetzungen von HORIZONT3000 stehen ‣‣ für die Entsendung von Personal, das nicht die rechtlichen Kriterien einer Personalentsendung gemäß

Ziele des EZA-Personalservice? ‣‣ Unterstützung wichtiger Projekte bzw. Programme anderer NGOs, die zu einer Erhöhung der Wirksamkeit

Entwicklungshelfer-Gesetz erfüllt ‣‣ für Kooperationen, die für HORIZONT3000 mit rechtlichen oder politischen Risiken verbunden sind

ches Gespräch um über die Details des Perso-

beitragen ‣‣ Stärkung der Kooperationsbeziehungen mit österreichischen und europäischen NGOs als Beitrag zur

Aktuelle Beispiele finden Sie auf

nalservices zu informieren.

unserer Projektlandkarte: Kontakt: Andrea Heiden, Teamleitung

Harmonisierung und Vernetzung ‣‣ Weiterentwicklung des Personaleinsatzeszu einem

Gerne vereinbaren wir mit Ihnen ein persönli-

http://maps.knowhow3000.org/category/dritteinsatz/

Personelle Entwicklungszusammenarbeit

11


FINANZIERUNGSPROJEKTE BEISPIEL

Die ökologische Sanierung des St. Luke Hospital Angal in Uganda, finanziert von der Medicor Foundation Liechtenstein und der DKA, ermöglicht die Versorgung des über 50 Jahre alten Krankenhauses mit sauberem Trinkwasser, Solarstrom, Sanitär- und Abfallwirtschaftssystemen.

FINANZIERUNG

Die Projekte finanzieren sich durch Stiftungen € 1.323.835 (16,2 %)

FINANZIERUNGSPROJEKTE

2016 wurden 78 FINANZIERUNGS-

PROJEKTE in 14 LÄNDERN durchgeführt

öffentliche Mittel € 4.536.695 (55,7 %) Eigenmittel € 2.291.606 (28,1 %)

SEKTOREN

Die Projekte verteilen sich auf diese Sektoren:

Für über 180.000 Menschen ist dieses 120-Betten-Krankenhaus der einzige Ort, wo eine medi-

Nicaragua (15)

Guatemala (7)

zinische Betreuung für die Bevölkerung verfüg-

Brasilien (9)

Äthiopien (5)

bar ist. 2016 wurden über 48.000 PatientInnen

12

versorgt.

50 %

Mehr zu unseren Projekten finden Sie auf

43 %

unserer Projektlandkarte.

7 %

http://maps.knowhow3000.org/d-17-205/

Uganda (11)

Papua-Neuguinea (2)

Ländliche Entwicklung – Manage-

El Salvador (8)

Südsudan (1)

ment natürlicher Ressourcen

Tansania (7)

Mosambik (2)

Menschenrechte – Zivilgesellschaft

Ecuador (1)

Senegal (3)

Bildung

Kenia (3)

Österreich (4)


KOFINANZIERUNGEN Die Finanzierung der Programme und Projekte von HORIZONT3000 erfolgt zum Großteil durch Beiträge der Mitgliedsorganisationen und Kofinanzierungen durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA), Mittel der Europäischen Kommission und des Liechtensteinischen Entwicklungsdienstes (LED). Das Personalprogramm erfährt nennenswerte Unterstützung durch das Land Oberösterreich und das Bankhaus Schelhammer & Schattera. Über das Netzwerk Klimabündnis Österreich arbeiten wir mit Ländern, Städten und Gemeinden an spezifischen Projekten. Immer wichtiger werden Stiftungen, etwa die Erbacher Stiftung; langjährige Partnerschaften gibt es mit Crossing Borders und der Medicor Foundation Liechtenstein.

13 Volker Suhr im Personaleinsatz in Papua-Neuguinea


GRUNDLAGEN SCHAFFEN Häufig wird in diesen Tagen über Entwicklungszusammenarbeit als Instrument zur Migrationsdämmung geredet. Die Gründe für Migration sind jedoch vielfältig, die einfache Formel »mehr Entwicklungszusammenarbeit = weniger Migration« ist nicht haltbar, eine Instrumentalisierung von Entwicklungszusammenarbeit als Mittel der Migrationsabwehr abzulehnen.

‣‣‣‣ ERNÄHRUNGSSICHERHEIT

Das Senegal-Programm mit Schwerpunkt Ernährungssicherheit, hauptfinanziert von LED und OEZA, integriert die Komponente der funktionalen

Alphabetisierung. KleinbäuerInnen, vorwiegend Frauen, werden in neuen Anbaumethoden und

14

EZA - ein Baustein unter mehreren

uanischen Karibikküste werden durch Bildungsarbeit

in den Grundkenntnissen des Schreibens und

Entwicklungszusammenarbeit kann aber einen

und die Absicherung von Uferzonen mit Mangroven im

Rechnens geschult. Die Kurse finden in den

wichtigen Beitrag zur Ursachenbekämpfung von

Kampf gegen den Klimawandel unterstützt. VertreterIn-

Nationalsprachen Wolof, Serer und Mandingue

erzwungener Migration leisten. Denn dort, wo Frieden,

nen der Zivilgesellschaft in ostafrikanischen Ländern

statt und beziehen sich auf den Lebensalltag

Sicherheit, eine intakte Umwelt und ausreichende

vernetzen sich im Politikdialog-Programm, das HORI-

der TeilnehmerInnen. So sichert das Programm

Lebensgrundlagen gewährleistet sind, müssen sich

ZONT3000 im Verbund mit anderen österreichischen

nachhaltige Lebensgrundlagen.

weniger Menschen auf den Weg machen. Migration

NGOs entwickelt hat, um die Menschenrechte in ihren

wird dann zu einer Möglichkeit unter vielen und nicht

Ländern zu verteidigen und zu stärken. (Mehr dazu in

zur Notwendigkeit.

den drei anschließenden Infokästen.)

Herausforderungen meistern

Entwicklungspolitik ist gefragt

Ein wichtiger Ansatzpunkt zur Stärkung der Verwurze-

Nur wenn es gelingt, Menschenrechtsverletzungen,

lung vor Ort ist die Förderung von Resilienz, also der

Gewalt, Krieg, Armut und Umweltzerstörung nachhaltig

Fähigkeit, mit Belastungen wie zunehmenden Dürren,

zu beseitigen, werden Massenfluchtbewegungen und

Naturkatastrophen oder Menschenrechtsverletzungen

irreguläre Migration abnehmen. Eine konsequent auf

umzugehen. Viele Projekte von HORIZONT3000 setzen

Armutsbekämpfung und Sicherung von Lebensgrundla-

genau da an. Bäuerinnen und Bauern im Senegal

gen ausgerichtete Entwicklungspolitik und -zusammen-

lernen neue Anbaumethoden um mit der zunehmenden

arbeit kann dabei einen wesentlichen Beitrag leisten.

Trockenheit umzugehen. Menschen an der nicarag­


FÜR EIN LEBEN IN DER HEIMAT KLIMASCHUTZ

Martina Luger, Ökologin und Um-

POLITIKDIALOG

STIFTUNGSSERVICE

Das Konsortialprojekt fünf österreichi-

Stiftungen werden immer wichtiger als Part-

weltpädagogin aus Wien, berät in

scher NGOs (koordiniert von HORI-

ner im Kampf gegen Armut, Ausbeutung und

Nicaragua die Universität BICU und

ZONT3000, kofinanziert von der OEZA),

Umweltzerstörung in den Ländern des Globalen

die NGO blueEnergy in den Bereichen

hat die Stärkung der Kapazitäten von

Südens. Seit Jahren arbeiten wir daher bereits

Umweltschutz und Klimawandel. Durch den

CSOs in Ostafrika (Kenia, Tansania, Uganda und

mit Crossing Borders und der Medicor Foundati-

Projekteinsatz wird das Thema Klimawandel bei

Ruanda) für ein wirksames Engagement im Politik­

on Liechtenstein zusammen.

beiden Organisationen in Strategie und Entwick-

dialog zum Ziel. Partnerorganisationen werden

lungsprojekten verankert. Ziel ist die Umsetzung

dabei unterstützt, sich in den Prozess der Politik-

des Klimawandelschwerpunkts in verschiede-

gestaltung einzubringen, damit die Bedürfnisse der

nen organisatorischen Bereichen (Richtlinien,

marginalisierten Bevölkerung von politischer Seite

Projekten, Forschung, Lehre etc.) und die Schu-

besser wahrgenommen und dementsprechend

lung des lokalen Personals.

Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

Wir bieten Stiftungen: ‣‣ Professionelle Beratung und Vermittlung von Projekten ‣‣ Begleitung von stiftungsrelevanten Projekten durch ausgewiesene Fachleute ‣‣ Rigides Erfolgs- und Finanzmonitoring Diese drei Beispiele unserer Arbeit, die zur Ursachenbekämpfung von erzwungener Migration beisteuern, werden schon jetzt teilweise von Stiftungen unterstützt. Nähere Informationen zum Stiftungsservice finden Sie auf unserer Website. http://www.horizont3000.at/service-angebote/service-fuer-stiftungen

‣‣ Projektdokumentation, Betreuung von FörderInnen, Begleitung von Projektbesuchen Kontakt: Daniela Pfeffer

15


MITGLIEDSORGANISATIONEN

www.dka.at

www.kmb.at

www.kfb.at

www.bsin.at

www.caritas.at

graz.welthaus.at

www.erzdioezese-wien.at

www.kath-kirche-kaernten.at

www.aussaetzigen-hilfswerk.at

16


Ethisch nachhaltig Zukunft gestalten. Seit 1832.

Goldschmiedgasse 3, 1010 Wien E-mail: office@schelhammer.at

Tel. 01/53434-0 www.schelhammer.at


Zukunft 210x148.indd 1

30.06.17 13:30


19

Das HORIZONT3000-Team des Wiener Büros und die LeiterInnen der Länderbüros. Nicht im Bild: Andrea Heiden, Petra Herout, Klaus Ebenhöh,

Daniela Pfeffer und Wolfgang Zechner. Die Aufgabengebiete der MitarbeiterInnen finden Sie auf unserer Website www.horizont3000.at

Sabine Selinger

Anaϊs Angelo

Elisabeth Unterberger

Eva Böhm

Thomas Vogel

Ismael Ndao

Sieglinde Gillmayr

Sabine Trimmel

Georg Pardo

Elisa Romero

Erwin Eder

Elfriede Paller

Peter Rupilius

Manuela Klepatsch

Christian Guggenberger

Andrea Vogiatzopulos

Kristina Kroyer

Eva Scheibreithner

Friedbert Ottacher

Magdalena Fischer

Jasmin El Shorra

Ulrike Bey

Lilo Massing

Barbara Hosp

Jan Wiesenmüller

Jasmin Thomas

Martina Podeprel

Peter Pober-Lawatsch

Diego Santos


MENSCH IM MITTELPUNKT

Alle Menschen haben Anspruch auf gerechte, menschenwürdige Lebensbedingungen und auf Selbstbestimmung, ungeachtet ihrer kulturellen Herkunft, ihres Geschlechts oder ihrer Religion. Zielgruppen von HORIZONT3000 sind die am meisten benachteiligten Menschen im Süden. Im Dialog mit den Partnerorganisationen werden Lösungsansätze für die Probleme der Zielgruppen gesucht, die in speziell definierte Projekte und Programme einfließen.

RESPEKT UND PARTNERSCHAFT

Wir stehen - über unsere Regionalbüros und ProjektmitarbeiterInnen - in ständigem Dialog und Austausch mit

Organisationen der Zivilgesellschaft und EntscheidungsträgerInnen in unseren Partnerländern. Unser Umgang miteinander ist geprägt von Respekt, einem partnerschaftlichen Arbeitsklima, Partizipation und der Bereitschaft, voneinander zu lernen. Damit gelingt es uns, den Bedürfnissen und Anforderungen unserer Zielgruppen optimal gerecht zu werden.

NACHHALTIGKEIT

Sowohl in der Konzeption als auch bei der Umsetzung unserer Programme und Projekte orientieren wir uns an den Prinzipien der Nachhaltigkeit in ihren sozialen, ökologischen und ökonomischen Ausprägungen. Gemeinsam mit VertreterInnen der zivilen Gesellschaft und unseren Partnerorganisationen tragen wir Mitverantwortung für die »eine« Welt. Dazu gehört auch das Wissen um die begrenzte Verfügbarkeit von natürlichen und materiellen Ressourcen. Foto Volker Suhr: In der Community Mabonob (PNG)

HORIZONT3000 - Jahresbericht 2016  

Unsere Arbeit im Jahr 2016 auf 20 Seiten.

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