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INSIDE

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Die Schweizer Zeitschrift für die UE-, IT- und E-Home-Branche. Ausgabe 10 / 2013 / www.he-inside.ch

EXTRA

VON DEN KUNDEN LERNEN LG Country Manager Nacho Angel erläutert seine Strategie und Details aktueller Produkte. S. 8

GfK-Marktbericht

Händlerporträt

Report

Der Tablet-Markt boomt – ein richtiger Lichtblick. Trotz dem anhaltenden Preiszerfall stieg der Umsatz dieses Jahr. S. 12

Fachhändler müssen neue Technologien beherrschen. Radio/TV Poltera beweist es und ist erfolgreich. S. 18

Lautsprecher sind essenziell für guten Sound. Doch die Raumakustik beeinflusst den Klang daheim ebenso stark. S. 24

CLEVERE BEGLEITER

KUNDIGER BERATER

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Macht aus einem Smartphone eine vollwertige Digitalkamera CMOS-Sensor mit 18,2 Megapixel 10× optischer Zoom (25 – 250 mm) Optische Bildstabilisation Drahtlose Kommunikation mittels WLAN und NFC Video-Aufnahmen in Full-HD-Auflösung

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[ INHALT / EDITORIAL ]

IN DIESER AUSGABE #10 / 2013

GUT VORBEREITET Liebe HE-Insider, haben Sie auch bereits die umsatzstärksten Monate des Jahres im Visier? Dabei gilt es auch, die Einkaufsgewohnheiten der Schweizer Konsumenten im Auge zu behalten. Diese wurden neulich in einer Befragung von Prof. Rudolph der Uni St. Gallen erhoben, und dabei hat sich herausgestellt, dass Erlebniseinkäufe beliebter sind denn je – Konsumenten suchen die Inspiration beim Einkaufen. Eigentlich nichts Neues, aber für das Jahresendgeschäft ein nützlicher Hinweis. Sie wissen ja: Weihnachten kommt bestimmt – auch dieses Jahr. Darum ist es empfehlenswert, entsprechende Anlässe und Massnahmen frühzeitig zu planen.

INHALTSVERZEICHNIS/EDITORIAL . . . . . . . . . . . 3 BRANCHE NEWS/AGENDA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 KLICKPARADE Meistgelesene Online-News . . . . . . 4 INTERVIEW LG Nacho Angel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 ROTRONIC Medienmöbel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 GFK Marktbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 METZ Jubiläum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 HÄNDLERPORTRÄT Poltera, Regensdorf . . . . . . . 18 WIRTSCHAFT SWICO Verbandsnotizen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 NACHRICHTEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 GASTEINERS KNOW-HOW . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 RUSTERHOLZ’ UMSATZPLUS . . . . . . . . . . . . . . . . 23

Auch die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft werden gut bleiben, wie die Konjunkturforscher der ETH (KOF) vermelden. Die Schweizer Wirtschaftsleistung soll in den nächsten zwei Jahren stärker als bisher angenommen steigen: Das Bruttoinlandprodukt (BIP) 2013 soll um 1,9 Prozent und 2014 um 2,1 Prozent wachsen. Dies stimmt für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft positiv, zumal in der Schweiz ein regelrechter Tablet-Boom herrscht (Seite 15). Dies gilt es zu nutzen. So stossen Sie im Weihnachtsgeschäft auf viele Konsumenten mit prall gefüllten Portmonnaies. Auf jeden Fall wünsche ich viel Spass beim Lesen.

KNOW-HOW REPORT Raumakustik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 REPORT Analog-Revival . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 AUTOTEST Range Rover . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 IMPRESSUM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 TECHNIK EINFACH ERKLÄRT HDCP 2.2 . . . . . . . . 29

Marco Plüss, Chefredaktor

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Branche [ NEWS ] KLICKPARADE

Agenda

Die meistgelesenen Artikel auf he-inside.ch im Oktober 2013 (Webschlüssel in Klammer)

1. Samsung: Ultra-HDTV-Geräte lieferbar (131004a) 2. Loewe stellt Insolvenzantrag (131004b) 3. Mehr TV-Sender in HD bei upc (131004c) 4. Euronics Interfunk an der CE Expo (131004d) 5. Weniger Besucher an der CE Expo (131004e)

NATIONAL 12.11.2013 – 15.11.2013 21.11.2013 21.11.2013– 24.11.2013 30.03.2014 – 01.04.2014 03.04.2014 – 06.04.2014 04.09.2014 – 07.09.2014 28.04.2014 23.06.2014

13. Fachmesse für Sicherheit Studerus Technology Forum 2013 Bau-Holz-Energie-Messe 2013 Expo 14 CE Bauen & Wohnen Aargau Bauen & Modernisieren CE-Akademie HIFI 2014 CE-Akademie WIFI 2014

Zürich Zürich Bern Montreux Wettingen Zürich Grenchen Grenchen

www.sicherheit-messe.ch www.studerus.ch www.bauholzenergie.ch www.ce-messen.ch www.bauen-wohnen.ch www.bauen-modernisieren.ch www.ce-akademie.ch www.ce-akademie.ch

Stuttgart Las Vegas Amsterdam Düsseldorf Barcelona Hannover Frankfurt München

www.messe-stuttgart.de www.cesorg.org www.iseurope.org www.eurocis.com www.mobileworldcongress.com www.cebit.de www.prolight-sound.com www.highendsociety.de

INTERNATIONAL 21.11.2013 – 24.11.2013 07.01.2014 – 10.01.2014 04.02.2014 – 06.02.2014 16.02.2014 – 20.02.2014 24.02.2014 – 27.02.2014 10.03.2014 – 14.03.2014 12.03.2014 – 15.03.2014 14.05.2014 – 18.05.2014

Hobby & Elektronik CES ISE Integrated Systems Europe EuroCIS Mobile World Congress CeBIT ProLight & Sound High End

6. 90 Jahre Loewe Home Entertainment (131004f) 7. Loewe mit Zukunftsvision (131004g) 8. Soundpaket Panasonic SC-HTE80 (131004h) 9. Euronics kürt „Supplier of the Year“ (131004i)

Sortiment

Unterstützung

STELLENBÖRSE Multimedia-Elektroniker/in (100%) IFREC SA

Regensdorf

Leiter/in Services Tschachtli AG

Wohlen

Product Manager (m/w) Electronics Telion AG

Schlieren

Programmierer/in / Supporter/in Arocom AG

Reinach

Marketing

Erfolg

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Schweizer Konsumtrends

EINKAUFSVERHALTEN VERÄNDERT SICH Verbraucher in der Schweiz ändern ihre Einkaufsgewohnheiten. Schweizer Produkte und Erlebniseinkäufe sind beliebter denn je und Konsumenten suchen die Inspiration beim Einkaufen. Der Label-Urwald und die Ladengeschäfte wirken aber verwirrend. Eingekauft wird nicht nur gerne im Internet, sondern auch im benachbarten Ausland. Dies sind laut einer Untersuchung des Forschungszentrums für Handelsmanagement an der Uni St. Gallen (IRM-HSG) die wichtigsten Konsumententrends in der Schweiz, die in einer Studie untersucht wurden. Befragt wurden rund 1800 Käuferinnen und Käufer in den Fussgängerzonen der Deutsch- und Westschweiz. Resultat ist, dass die Relevanz von Informationen auf Herstellerund Händler-Webseiten deutlich gestiegen ist. Beim Kauf von Elektronik (Wachstum: 30,4 Prozent) werden Webseiten in der Vorkaufphase immer wichtiger. Zudem decken durchschnittlich 21 Prozent ihren Bedarf an Elektronik im Internet ab. Bei vielen Konsumenten handelt es sich dabei um Gelegenheitskäufer. Immerhin 11 Prozent der Konsumenten geben an, dass sie nahezu ihren gesamten Bedarf an Elektronikprodukten im Netz kaufen. www.irm.unisg.ch

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Prof. Dr. Thomas Rudolph der Universität St. Gallen untersuchte bei rund 1800 Konsumenten und Konsumentinnen das Einkaufsverhalten.


Branche [ NEWS ] DKB

PATRIC BIZE KOMMT

Die Piega-Mitbegründer Leo Greiner (links) und Kurt Scheuch präsentieren das neue MasterLine-Source-System.

PIEGA

DAS TOR ZUR KLANGWELT Die Schweizer Lautsprecher-Manufaktur Piega hat Ende September am Unternehmenssitz in Horgen am Zürichsee das neue Master-Line-Source-System mit einer Höhe von knapp 175 cm und einem Gewicht von 420 kg vorgestellt. Auch in diesem Lautsprechersystem kommt die von Piega entwickelte Bändchen-Technologie zum Einsatz und soll so eine absolute Wiedergabetreue und Güte ohne Limitierung und Verzerrung bieten. Dazu beschreibt Kurt Scheuch, Mitbegründer und Entwickler aller Piega-Lautsprecher, die Philosophie des Unternehmens: „Für uns ist der beste Lautsprecher einer, der sich selbst nicht ins Klanggeschehen einmischt, der keine eigenen Klanginterpretationen mit einbringt, sondern so direkt und natürlich wie möglich überträgt, was im Konzert oder Tonstudio gespielt wird.“ Und Leo Greiner, Mitbegründer von Piega, beschreibt das bisher aufwendigste System des Unternehmens so: „Die Master Line Source eröffnet eine neue Dimension des Musikhörens: Live-Charakter ohne Wenn und Aber.“ Die Master Line Source wird von einem langjährigen Mitarbeiter in mehr als 160 Arbeitsstunden mit viel Ruhe, Präzision und grosser Wertschätzung für das Produkt am Hauptsitz in Horgen am Zürichsee gefertigt und danach klanglich abgestimmt. Anders als die anderen Modelle des Unternehmens ist das Master-Line-Source-System nur auf Bestellung und in stark limitierter Stückzahl ab November 2013 verfügbar. Image_CH_2_2013_210x99

www.piega.ch

08.05.2013

14:30 Uhr

Seite 1

Nach langjähriger Tätigkeit bei Toshiba wird Patric Bize neuer Key Account Manager bei DKB. Er wird dort per 1. November den Verkauf Weisser Ware forcieren. „Nach 12 Jahren bei Toshiba habe ich nochmals eine neue Herausforderung gefunden“, freut sich Bize. „Ich werde bei DKB die Funktion als Key Account Manager für Weisse Ware übernehmen. Auf diese Weise kann ich mein Beziehungsnetz bestens nutzen. Zudem habe ich als Hobbykoch eine persönliche Affinität zu diesen Produkten.“ Bei Toshiba hat Patric Bize das Beamergeschäft in der Schweiz aufgebaut und war zuletzt Verkaufsleiter. www.dkb.ch

Patric Bize wird neuer Key Account Manager bei DKB.

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Dynavox

AUDIOQUEST Dynavox übernahm per 1. Oktober die Vertretung von Audioquest. Nebst bekannten analogen Verbindungskabeln und Lautsprecher-Strippen ist so bei Dynavox ein immenses Sortiment an HDMI, USB, Ethernet, Toslink oder Coax von Audioquest sowie viel nützliches Zubehör rund um den guten Ton und um das gute Bild erhältlich. Yvo Aebischer von Dynavox freut sich auf die Bereicherung in seinem Sortiment und vor allem auch, mit Audioquest einen namhaften Kabelspezialisten an Bord zu haben. www.dynavox.ch Stefan Kaufmann ist seit 1. Oktober 2013 Managing Director des Geschäftsbereichs Consumer Products Division bei Olympus.

Olympus

Ericsson

KAUFMANN ÜBERNIMMT

ZUSAMMENARBEIT

Seit 1. Oktober ist Stefan Kaufmann Managing Director des Geschäftsbereichs Consumer Products Division. Damit übernimmt er die Leitung des Kamerageschäfts in Europa zusätzlich zu seiner Funktion als Executive Managing Director der Olympus Europa SE & Co. KG. Sein Vorgänger Arni Ekholm verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Ekholm begann seine Karriere bei Olympus 2004 als Managing Director für Finnland und das Baltikum. Seit 2012 führte er die Consumer Products Division und war Mitglied des Vorstands der Olympus Europa SE & Co. KG. Nun wird Kaufmann Ekholms Aufgaben übernehmen. www.olympus.ch

Ericsson und Orange bauen ihre Geschäftsbeziehung in der Schweiz aus. Wie die Unternehmen mitteilten, wird Ericsson Lieferant entscheidender Bauteile der neuen Hard- und Software-Architektur, mit der die Geschäftsprozesse des Mobilfunkanbieters (BSS – Business Support System) unterstützt werden. Darüber hinaus integriert Ericsson die Plattform in das Orange-Netz und betreibt sie für zunächst Ericsson-Schweiz-Geschäftsführer Martin fünf Jahre. Damit wird der Umfang des seit AnBürki freut sich über die Zusammenarbeit fang 2013 bestehenden Managed-Services-Vermit Orange. trages, der den Betrieb und die Wartung des Orange-Netzes gewährleistet, erweitert. Zum Umfang des BSS-Projektes gehören zunächst die Abrechnung von Prepaid-Kunden sowie die Multi-Mediation und Multi-Aktivierung, die auf einer gemeinsamen Plattform harmonisiert werden. Mithilfe der Multi-Mediation werden Nutzerdaten aus allen Netzknoten abgefragt und so aufbereitet, dass sie in Echtzeit den jeweils relevanten IT-BackEnd-Systemen zur Verfügung gestellt und abgerechnet werden können. Die Multi-Aktivierung erlaubt Orange eine vollautomatische Teilnehmerverwaltung in Echtzeit.

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„In der Schweiz verfügt LG über ein schlagkräftiges, starkes Team.“ Nacho Angel


Branche [ INTERVIEW LG ]

KUNDENWÜNSCHE IM FOKUS // Text: Marco Plüss, Bilder: Balz Murer

Nacho Angel ist seit eineinhalb Jahren Country Manager und Sales Director Home Entertainment von LG Electronics in der Schweiz. Im Gespräch mit HE Inside erläutert er seine Strategie und Details aktueller Produkte.

LG Electronics ist weltweit einer der führenden CE-Anbieter. Wie sieht Ihre Strategie in der Schweiz aus? Nacho Angel: In erster Linie müssen wir unsere Kunden und ihre Bedürfnisse kennen. Dies ist für uns elementar und sehr wichtig. Deshalb führen wir regelmässig detaillierte Marktuntersuchungen durch. So wollen wir auch in der Schweiz unsere Marktstellung ausbauen und den Fachhandel stärker bedienen. Schlüssel zum Erfolg ist für mich ein starkes, schlagkräftiges Team – und ein solches haben wir hier in der Schweiz. Mit unseren Leuten vor Ort können wir erfolgreich sein, da bin ich mir sicher. Nach der IFA scheint 4K-Ultra-HD das grosse kommende TV-Thema zu werden. Was sind die Highlights von LG im Fernsehbereich? Mit der Vorstellung des weltgrössten Ultra-HD-OLED-TV-Gerätes haben wir an der IFA bereits ein deutliches Signal gesetzt. Mit einer Bilddiagonalen von 77 Zoll (195 cm) füllt der enorme Bildschirm mit seiner an eine Imax-Kinoleinwand erinnernden Krümmung das Sichtfeld Home electronics Inside

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des Zuschauers vollständiger aus als ein Flachbildschirm. Der Ultra-HD-CurvedOLED-TV kombiniert die aussergewöhnlichen OLED- und Ultra-HD-Technologien und bietet damit ein unendlich hohes Kontrastverhältnis sowie eine viermal höhere Bildauflösung als herkömmliche Full-HD-Geräte. Wir werden die fortschrittliche Ultra-HD-OLEDTV-Technologie im kommenden Jahr für die Konsumenten verfügbar machen. Welche Chancen rechnen Sie sich mit Ihrem Smartphone aus? Sehr gute Chancen, denn letzthin konnten wir schon unsere weltweite Marktposition im Smartphone-Markt von Nummer 5 auf 3 steigern. An der IFA haben wir dann unser neues Smartphone G2 lanciert, bei dem wir uns bei der Entwicklung von weitreichenden Untersuchungen des Nutzerverhaltens leiten liessen. Entsprechend haben wir alle wichtigen Funktionen in einem Bedienelement auf der Rückseite des Smartphones vereinigt, dem „Rear Key“. Zu den wichtigsten Hardware-Merkmalen des G2 zählen ausserdem ein 5,2-Zoll-

(13,2-cm-)Full-HD-Display mit extrem schmalem Rand und eine 3000-mAhBatterie für lange Betriebsdauer. Das LG G2 ist zudem das erste verfügbare Mobiltelefon weltweit mit einem QualcommSnapdragon-800-Prozessor. Die 13-Megapixel-Kamera mit Optical Image Stabilizer (OIS) sorgt für gestochen scharfe Aufnahmen selbst bei Bewegung oder in dunkler Umgebung. Die Möglichkeit, HD-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufzunehmen, legt die Latte für andere Smartphones höher. Auch akustisch punktet das G2: Mit 24 bit/192kHzAudiowiedergabe liefert es Studioqualität auf einem Niveau jenseits der CD. Was hebt Ihr Tablet von der Konkurrenz ab? Wir melden uns im Tablet-Markt zurück und ergänzen unsere G-Premiumproduktreihe um das LG G Pad 8.3. Das Gerät bietet als erstes 8-Inch-Tablet (ca. 21 cm Bildschirmdiagonale) ein Full-HDDisplay. Es punktet weiterhin mit durchdachter Nutzerführung und grosser Auswahl an Verbindungsmöglichkeiten. Das LG G Pad 8.3 verfügt über ein 

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„Wir kennen unsere Kunden und ihre Bedürfnisse.“

Zur Person

„Wir entwickeln technologisch hochstehende Produkte.“

Nacho Angel ist seit eineinhalb Jahren Country Manager und Sales Director Home Entertainment von LG Electronics in der Schweiz. Zuvor war er bereits TV Sales Manager und anschliessend Consumer Electronics Director bei LG in Spanien. Andere berufliche Stationen waren Philips Iberica und Electrolux, bei denen er als National Account Manager bzw. Key Account Manager tätig war. Die Freizeit geniesst er am liebsten in den Bergen mit seiner Frau und seinem 8-jährigen Sohn. Neben seiner Faszination für Unterhaltungselektronik zählt der begeisterte Sportler Fussball, Tennis und Jogging zu seinen Hobbys.

 grosses Display, doch lässt es sich be-

quem in einer Hand halten. Hierbei folgt LG den Vorlieben der Nutzer. Aus demselben Grund haben wir das G Pad mit einer ausdauernden 4600-mAh-Batterie ausgestattet. Trotzdem steigt das Gewicht des Tablets mit 338 g nicht über das mancher Tageszeitung. Mit anderen Exponenten der G-Premiumreihe teilt das G Pad das zentrale Merkmal eines

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„Unser Potenzial ist noch gross.“

Full-HD-Bildschirms und feierte so eine Weltpremiere für 8-Zoll-Tablets. Welche weiteren Neuheiten haben Sie noch im Köcher? Wir werden weiterhin technologisch hochstehende Produkte entwickeln, die den Wünschen unserer Kunden entsprechen. Insbesondere möchten wir unsere Technologieführerschaft im Ultra-HDund OLED-Bereich ausbauen. Welches sind für Sie Wachstumsmärkte? Da wir ein Fussball-WM-Jahr vor uns haben, sehe ich ein Wachstum im Fernsehbereich. Aber auch im Mobiltelefonbereich sowie mit Weisser Ware wird es eine Nachfrage nach innovativen Produkten geben. Unsere neuen Fernsehmodelle, Smartphones und Weisse Ware bieten uns hier gute Möglichkeiten. Was sind für Sie die Aussichten für 2014? Was das nächste Jahr angeht, wollen wir vor allem im Bereich der mobilen Produkte und mit Weisser Ware wachsen.

„Wir sind im Tablet-Markt zurück.“

Da ist unser Potenzial noch gross. Unsere Perspektive ist sonst aber eher langfristig. So wollen wir LG als treibende Kraft im Schweizer Markt weiter auszubauen und Strukturen schaffen, damit wir eine gute Basis für weiteres Wachstum haben. Was können Sie dem Fachhändler bieten, damit er Umsatz und Gewinn steigern kann? Da wir sehr detailliert die Wünsche der Konsumenten untersuchen, wollen wir ihnen stets die technologischen Neuigkeiten, wie beispielsweise den OLED-TV, bieten, die sie sich wünschen. Auf diese Weise hat der Handel viele interessante Geschichten zu erzählen und stets neue Produkte zu offerieren. Haben Sie Wünsche an den Fachhandel? Ich wünsche mir, dass der Fachhandel unsere Technologien und neuesten Produkte kennt, unsere Trainings besucht und dem Kunden Geschichten und unsere Vorteile weitervermitteln kann. So kann er nur profitieren. | Home electronics Inside

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Branche [ TV-MÖBEL ]

ZUSATZVERKAUF MIT MEDIENMÖBELN // Marco Plüss

Wer dem Konsumenten den Nutzen eines schicken TV-Möbels aufzeigen kann, profitiert nicht nur von Mehrumsatz, sondern auch von durchaus überdurchschnittlichen Margen. TV- und Multimedia-Möbel von Schnepel gibt es nun exklusiv bei Rotronic.

M

edienmöbel liegen im Trend, denn niemand will rund um seinen Fernseher einen Kabelsalat liegen haben. Jeder möchte aber seinen eigenen Stil pflegen, der auch immer einen Teil der eigenen Persönlichkeit widerspiegelt, und sich möglichst sein eigenes Wohlfühlambiente schaffen. Wo spielt Geschmack noch eine so grosse Rolle wie bei der Einrichtung der eigenen vier Wände? Ob klassisch oder modern, ob puristisch oder reduziert: Die Geschmäcker sind verschieden. Da kommen Medienmöbel wie gerufen. Solche TV- und Multimedia-Möbel von Schnepel sind nun seit kurzem exklusiv bei Rotronic erhältlich. Dazu meint Philipp Portmann, Product Manager Unterhaltungselektronik bei Rotronic: „Mit der Erweiterung unseres Sortiments durch Schnepel-Produkte ergänzen wir unser Produktportfolio im Bereich Unter-

Rotronic und Schnepel Rotronic ist der neue Vertriebspartner der Schnepel GmbH & Co. KG in Hüllhorst (Deutschland) und vertreibt somit exklusiv Schnepel-Möbel in der Schweiz. Schnepel, Hersteller von Highend-TV- und -Multimediamöbeln, setzte von Beginn an auf ein Höchstmass an Ästhetik, verbunden mit komfortabler Funktionalität, und geht dabei auf individuelle Bedürfnisse der Kunden ein. Die Zusammenarbeit mit dem Importeur Rotronic und der Markteintritt in die Schweiz unterstreichen Schnepels Absicht eines konsequenten Ausbaus des nationalen und inter nationalen Vertriebsnetzes.

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haltungselektronik, und mit der Partnerschaft haben die Fachhändler die Möglichkeit, ihren Kunden qualitativ hochwertige Produkte mit Exklusivcharakter anzubieten.“ Zwei Beispiele aus dem Schnepel-Sortiment sollen die Vorteile von Medienmöbeln veranschaulichen.

Das Kabelmanagement ist bei Medienmöbeln ein grosses Thema, eine unsichtbare Verkabelung innerhalb des Racks oder Regals das A und O.

KABELMANAGEMENT Das Schnepel-Modell S1 MK 2SK begeistert mit seiner Symmetrie: Zwei Türen nehmen eine Klappe in ihre Mitte. Das System verfügt über hochwertige Chromeinlagen in den Gehrungsverbindungen, verchromte Griffmuscheln (weitere Griffvarianten sind verfügbar), von innen verstellbare Ausgleichsfüsse und ausziehbare sowie verstellbare Einlegeböden in jedem Modul. Die Klappen und Türen verfügen über Selbsteinzug mit integrierter Softdämpfung sowie hochwertige Beschläge. Ein Infrarot-Verteiler zur Steuerung von AV-Geräten bei geschlossenen Türen ist dabei inbegriffen. Das Möbel verfügt über zwei in die Seitenwände integrierte 4-fach-Steckdosenleisten in jedem Modul, was acht Steckplätzen entspricht. Kabelmanagement ist bei Medienmöbeln auch immer ein grosses Thema. So verschwinden hier die Strippen unsichtbar innerhalb des Möbels durch doppelte Rückwand und Kabeldurchlässe in den Trennwänden der Fächer und im Unterboden.

ELEGANT Variabel, trickreich und elegant ist die X-Linie von Schnepel. Eine Vielzahl von Böden- und Kästenvarianten bieten eine hohe Flexibilität. Die X-Linie ist in den

Die X-Linie von Schnepel kann Lasten bis 90 Kilogramm tragen.

Kombinationen Boden/Boden, Boden/ Korpus und Korpus/Korpus in den Breiten 1200 mm und 1400 mm erhältlich. Die Belastbarkeit ist bis auf 90 Kilogramm ausgelegt. Das Möbel verfügt über eine integrierte Steckerleiste für LED- und A/V-Geräte und über versteckte Rollen. Sie sind optional mit Fix- oder Liftsäule und in acht verschiedene Dekors erhältlich und mit dem Produktkonfigurator www.schnepel-konfigurator.de lassen sich mit wenigen Mausklicks die ge wünschten Einrichtungswünsche umsetzen. Weitere Infos zu Schnepel-Produkten sind bei Rotronic unter verkauf@rotronic.ch oder Tel. 044 838 11 33 erhältlich. |

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Branche [ GFK-MARKTBERICHT ]

WO NOCH POTENZIAL LIEGT // Marco Plüss

Während sich Home-Audio-Produkte im Jahr 2013 von der Flaute im CE-Markt wenig betroffen zeigten und sich vor allem netzwerkfähige Lösungen ungebremster Beliebtheit erfreuten, gibt es einen weiteren Lichtblick: den IT-Sektor. Dieser hat sich vor allem aufgrund des Tablet-Booms noch besser entwickelt. Trotz dem anhaltenden Preiszerfall stieg der Umsatz in diesem Jahr.

I

n den ersten drei Monaten des Jahres startete der IT-Bereich mit einem Umsatz- und Stückwachstum von 3 Prozent insgesamt positiv. Somit wurde ein erster Grundstein für ein erfolgreiches Abschneiden 2013 gelegt, das sich in den kommenden Monaten dank den Neuheiten in allen ITProduktbereichen fortsetzte. Der Markt befindet sich, dank dem «Media Tablet» mitten im Auf- und Umbruch. Für 2013 geht der Marktforscher GfK von mehr verkauften Media Tablets als Notebooks aus, 2014 sollen sogar mehr Media Tablets als Notebooks und Desktops zusammen verkauft werden. Somit sind

Media Tablets endgültig im Massenmarkt angekommen und mittlerweile fester Bestandteil des technologischen Lifestyles in der Schweiz. Inwiefern der Erfolg der Tablets die Notebook- und Desktop-Produkte kannibalisieren wird, ist aus heutiger Sicht noch schwer zu beurteilen. Dass ein Zusammenhang besteht, ist jedoch klar. Die offene Frage jedoch lautet: In welcher Form und wann?

STARKES WACHSTUM Die Tablets mit vollwertigem Betriebssystem verzeichnen ein starkes Wachstum, wenngleich noch auf recht tiefem Level.

ENTWICKLUNG CONSUMER ELECTRONICS INKLUSIVE DIGITAL IMAGING 3'000

TV TOTAL INCL. TV MOUNTS

2'500

VIDEO TOTAL EXCL. CAMCORDER DIGITAL IMAGING

2'000

STATIC AUDIO PORTABLE AUDIO

TECHNICAL ACCESSORIES

1'500

1'000

500

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408 183 121 48 0 57

0 Sales Mio. CHF Growth Rate +/-%

235 222

POWER SUPPLY RECORDING MEDIA

980

1'067

1'110 991

1'043

731

INCAR ELECTRONICS CE ACCESSORIES

761

853

499 191 157 55 0 62

233 527 154 201 78 0 65

195 492

205 511

137

126

208

206

120 0 72

151 19 78

161

163

162

157

218

214

214

2003

2004

2005

2'033 0

2'338 15

2'488 6

158 103

891 181 486 121 204 137 20 86

124

115

443

424

116 168

127 162

110 26 88

98 30 103

96 353 133 131 84 29 123

832

84 336 134 116 68 23 123

768

67 299

821

61 277

128 95

123 79

58 21 129

48 21 121

171

152 147

147 127

142 123

137 111

129 98

120 101

117 90

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2'579 4

2'691 4

2'644 -2

2'340 -12

2'368 1

2'086 -12

1'945 -7

1'786 -8

1'757 -2

Home electronics Inside

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Rückläufig sind jedoch die Umsätze bei den Notebooks und den herkömmlichen Desktop-Rechnern. Trotz der negativen Entwicklung im Notebook-Markt gibt es innovative Produkte, sodass im Jahresendgeschäft noch ein Markt- und Umsatzpotenzial erwartet werden kann. Solche Produkte sind etwa Ultra Thin Notebooks und Computing Tablets, denn sie bieten dem Konsumenten neue Möglichkeiten in puncto Flexibilität und Mobilität und dürften somit zusätzliches Kundeninteresse generieren. Diese Mobilitätsbedürfnisse wie attraktivere Preispunkte werden dem Konsumenten im Laufe des Jahres zusätzliche Kaufanreize liefern.

In den ersten drei Monaten konnte der Marktforscher GfK auf bereits hohem Level ein weiteres sattes Wachstum von 68 Prozent verzeichnen. Aufgrund ihrer Konzeption erfreuen sich die Media Tablets vor allem bei privaten Konsumenten hoher Beliebtheit. Während im ersten Quartal 2012 noch 40 Prozent aller verkauften Geräte ein eingebautes 3G/4G-Modul besassen, lag dieser Wert im ersten Quartal 2013 nur noch bei 16 Prozent. Diese Entwicklung lässt (neben gelaufenen Promotionen) darauf schliessen, dass Media Tablets nicht nur als mobile Reisebegleitung genutzt werden, sondern auch im heimischen Wohnzimmer Verwendung finden. Hier können über die integrierte 

ENTWICKLUNG IT-/OFFICE-EQUIPMENT 3500

3000

555

2500 Office Supplies

440

Printing Devices

383 394

Classic IT Hardware

1500

270

355 185

598

615

382

406

409

398

170

179

173

177

217

1000 1435

590

504

Other IT Components

2000

559

1541

1729

1819

1862

1877

1861

500

0

Mio. CHF Growth rates %

2008

2009

2010

2011

2012

Est. 2013

Est. 2014

2538

2616 3

2852 9

2931 3

3036 4

3056 1

3051 0

Hi-Call

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Branche [ GFK-MARKTBERICHT ]

ENTWICKLUNG TEILMARKT KLASSISCHE HARDWARE 2000

1800 96 1600

166 197

1400 214 MediaTablets

1200

7 91

5 78

238

405

483

6 75

154

130

9 24

5 28

32 8

Monitors Tablet PC Netbook

108 48 6

1000

Notebook Deskbounds

532

165

800

746

816

921

885

883

865

828

600

400

200

442

445

448

450

2008

2009

2010

1435

1541 7

1729 12

388

360

340

2011

2012

Est. 2013

Est. 2014

1819 5

1862 2

1877 1

1861 -1

0

Mio. CHF Growth rates %

 WLAN-Funktion Dienste wie Social Networks, Shopping-

Portale oder Entertainment-Inhalte bequem und einfach genutzt werden. Attraktivere Datenabo-Angebote der Operators könnten den Media Tablets mit 3G/4G wieder etwas Auftrieb bescheren. Die Tendenz zum „Downsizing“ bei den Media Tablets ist voll im Gange. Während Computing Tablets trotz ihrem Erscheinungsbild und Touch-Funktionalitäten aufgrund eines kompletten Betriebssystems als vollwertiger Notebook-Ersatz angesehen werden müssen, positionieren sich die Media Tablets weiterhin zwischen dem klassischen Notebook und einem Smartphone. Hierbei gelingt es ihnen weiterhin, dem gesättigten Computermarkt neue Impulse zu geben.

den Jugendlichen heute ein Smartphone mit grosser Bildschirmdiagonale völlig aus, denn das Tablet wird von den Jugendlichen für unterwegs oftmals als zu sperrig empfunden.

TRENDS Entgegen dem landläufigen Trend bei den traditionellen Computern wird bei den Media Tablets die interne Speicherkapazität immer kleiner. Einerseits hat das sicherlich mit den getätigten Tiefpreispromotionen und neuen Anbietern zu tun, andererseits wird die Cloud vor allem im Privatgebrauch salonfähig. Im Bereich Geschäftskunden bestehen viel höhere Ansprüche bezüglich Datensicherheit und Datenverfügbarkeit. |

ZIELGRUPPE Grosse Abnehmer von Tablets sind die sogenannten Silver Surfer (55–69 Jahre). Gegenüber dem Vorjahr beträgt das Wachstum bei dieser Zielgruppe satte 44 Prozent. Inzwischen besitzt schon rund ein Viertel der älteren Bevölkerung ein Tablet – so hat diese Bevölkerungsgruppe mit den Digital Natives bereits Gleichstand erreicht. Das wiederum heisst, dass die Dichte an Tablet und Smartphones nirgends so gross ist wie in der Schweiz. So besitzen 31 Prozent der Bevölkerung ein Tablet und gar 70 Prozent ein Smartphoe. Über ein Viertel der Schweizer Bevölkerung (27 Prozent) besitzt sogar beides, wie der neuste Y&RMedia-Use-Index (MUI) aufzeigt. Silver Surfer schätzen die Benutzerfreundlichkeit, die grösseren Schriften beim Surfen im Web und beim Mobile-Abo der Zeitung. Demgegenüber reicht Home electronics Inside

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Aussichten Ende dieses Jahres geht der Marktforscher GfK von einem leichten Umsatz- und Absatzplus von je 2 Prozent aus, der Desktopcomputer-Markt ist dagegen leicht rückläufig, der Notebook-Markt weiterhin leicht ansteigend. Hingegen ist das Geschäft mit den Netbooks stark rückläufig. Gründe sind die steigende Marktsättigung und der Fokus der Konsumenten auf die in ihrer Funktion ähnlichen Tablets. Wer dem Konsumenten die Vorteile von Tablets schmackhaft machen kann, macht das Geschäft und kann am Boom teilhaben.

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Branche [ METZ ]

METZ: 75 JAHRE QUALITÄT „MADE IN GERMANY“ // Martin Freund

Metz ist eines der traditionsreichsten Unternehmen der deutschen Elektronikindustrie und behauptet sich seit 75 Jahren unabhängig am Markt. Eine erstaunliche Erfolgsgeschichte, mussten doch innerhalb dieses Zeitraums zahlreiche bekannte Hersteller dem schwierigen Markt Tribut zollen und die Geschäftstätigkeit einstellen.

I

m Jahr 1938 startete die Fertigung elektronischer Geräte. In den folgenden Jahren führte Paul Metz seine Firma zu weltweiter Bedeutung. Derzeit konzentriert sich das Unternehmen auf drei Geschäftsfelder: Unterhaltungselektronik, Fotoelektronik und Kunststofftechnik. Zahlreiche Innovationen prägen Vergangenheit wie Gegenwart und schaffen ein vielversprechendes Potenzial für die Zukunft. Bis zum heutigen Tag vereint das nach wie vor inhabergeführte Unternehmen Entwicklung und Produktion am Standort Deutschland. Dies garantiert einen gleichbleibend hohen Qualitätsstandard „made in Germany“.

BLICK ZURÜCK NACH VORN Die Firmengründung von Metz geht auf das Jahr 1938 zurück. Von diesem Zeitpunkt an gelang es Paul Metz mit unermüdlichem Einsatz und immer neuen Ideen, sein Unternehmen stetig weiter auszubauen. Bereits 1947 startete er mit

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der Produktion von Rundfunkgeräten. In den folgenden Jahren kamen weitere Geschäftsfelder hinzu. Bis zum heutigen Tag behauptet sich Metz erfolgreich in den Sparten Unterhaltungselektronik, Fotoelektronik und Kunststofftechnik. Im Jahr 1993 verstarb Paul Metz im Alter von 82 Jahren. Seither führt seine Ehefrau Helene Metz die Erfolgsgeschichte des Unternehmens unvermindert fort. Unternehmergeist, aber auch Verantwortung und Engagement für Mitarbeiter und Gesellschaft prägen auch heute noch ihr Handeln; innovative Ideen und hervorragende Qualität bilden, damals wie heute, die Grundlage für die positive Unternehmensentwicklung.

METZ-BLITZGERÄTE GEHÖREN ZUR WELTSPITZE 1952 stieg Paul Metz in das BlitzgeräteGeschäft ein und setzte ab 1979 mit einer zukunftsweisenden Innovation Zeichen:

Die Einführung des weltweit einmaligen SCA-Adaptersystems ermöglichte von diesem Zeitpunkt an, Metz-Blitzgeräte an Kameras aller gängigen Hersteller anzuschliessen, und machte Metz in den folgenden Jahren zu einer der weltweit führenden Marken in diesem Bereich. Inzwischen werden Metz-Blitzgeräte in über 90 Länder der Welt exportiert. Die neuesten Erfolgsmodelle wurden als erste Blitzgeräte der Welt mit USBSchnittstelle ausgestattet. Über sie lässt sich die spezifische Firmware des Modells via Computer und Internet bequem updaten.

KUNSTSTOFFWERK: PARTNER FÜR SYSTEMLÖSUNGEN 1957 kam der dritte Geschäftsbereich von Metz hinzu: In Zirndorf wurde das Tonmöbelwerk mit der Produktion von Holzgehäusen für Radios und TV-Geräte in Betrieb genommen. Im Jahr 1969 erweiterte man es mit der Aufnahme der Home electronics Inside

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Zum Jubiläum gabs den Taros LED Media twin R als limitierte Sonderausgabe in Titan mit integriertem 750-GBDigitalrekorder und mit Fernbedienung aus gebürstetem Aluminium.

Kunststoff-Fertigung. Eine Sparte, die bis heute einen weiteren wichtigen Baustein für Metz nicht zuletzt in Bezug auf die Herstellung eigener hochwertiger TVGehäuse darstellt.

SEIT 40 JAHREN SELEKTIVER VERTRIEB ÜBER FACHHANDEL Das auf den Umsatz bezogen bis heute wichtigste Geschäftsfeld für Metz wurde 1955 mit der Produktion von Schwarzweissfernsehern ins Leben gerufen. Erweitert wurde dieses Segment 1967 mit der Entwicklung und Produktion eigener Farbfernsehgeräte. In diesem Zeitraum startete Metz den selektiven Vertrieb über den CE-Fachhandel, der bis heute einen wichtigen Eckpfeiler des serviceorientierten Metz-Erfolgskonzeptes bildet. Auch der Schweizer Metz-Importeur, die Telanor AG, setzt dieses Vertriebskonzept nun seit bald schon zehn Jahren mit den Fachhandelspartnern konsequent um.

FERNSEHER MIT MODULAREM AUFBAU Bereits im Jahr 1995 wartete Metz im TVBereich mit einer Neuheit auf, die das Sortiment bis heute flexibel, einzigartig und erfolgreich macht: Das modular aufgebaute TV-Chassis wurde aus der Taufe gehoben. Mit Beginn der Jahrtausendwende liess sich hier schon der erste digitale Tuner integrieren. Ein weiterer Meilenstein kam im Jahr 2005 mit der Einführung eigener LCD-TV-Geräte hinzu. Seither werden am Firmenstandort ZirnHome electronics Inside

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Die Metz-Werke in Zirndorf nahe Nürnberg vereinen auf einer Fläche von insgesamt 86 000 Quadratmetern die gesamte Entwicklung, Produktion und den Vertrieb.

dorf Flachbildfernseher mit innovativen Technologien „made in Germany“ entwickelt und produziert. Seit je versteht man es bei Metz, den Blick realistisch in die Zukunft zu richten. Das spiegelt sich im aktuellen Produktprogramm wieder, welches stetig gepflegt, weiterentwickelt und auch modular ausgebaut wird. Mit der Einführung des Metz-Media-Systems wurde der zunehmenden Verschmelzung von Fernsehen und Internet Rechnung getragen. Viele aktuelle LCD-Fernsehgeräte verfügen über eingebaute Digitalrekorder und ermöglichen zudem USB-Recording und zeitversetztes Fernsehen. Dank integrierten Mehrfach-Tunern sind sie für alle Empfangswege gerüstet und erlauben auch das parallele Aufzeichnen und Anschauen von zwei Programmen.

mit hoher Bedienfreundlichkeit und besonderer Nachhaltigkeit der Produkte kombiniert wird. So sieht sich Metz nicht als Innovationsführer, sondern setzt auf ausgereifte Technik, die dem Käufer dank modularem Aufbau jahrelang Freude bereitet. www.metz.de

Die Grande Dame der deutschen Unterhaltungselektronik

ERFOLGSGESCHICHTE SOLL WEITERGEHEN Derzeit beschäftigt Metz rund 586 Mitarbeiter und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 109 Millionen Euro. Auf einer Fläche von insgesamt 86 000 Quadratmetern in Zirndorf nahe Nürnberg sind die gesamte Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb angesiedelt. Die bis heute ungebrochene Entwicklung ist einerseits der Einführung innovativer Produkte und Verfahren in allen Unternehmensbereichen zu verdanken, andererseits aber auch dem Umstand, dass das technisch Machbare keinen Selbstzweck darstellt, sondern

Helene Metz, die 89-jährige Inhaberin, sagte auf der IFA-Pressekonferenz anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Metz-Werke: „Mein Mann und ich haben stets investiert und die Entwicklung des Unternehmens vorangetrieben. Eigenständigkeit war uns wichtig. Gleichzeitig legten wir immer sehr viel Wert auf hervorragend ausgebildete, hochmotivierte Mitarbeiter. An diesen Werten wird sich auch künftig nichts ändern. Das nächste Jubiläum wird der 100. Geburtstag sein . . .“

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Branche [ HÄNDLERPORTRÄT ]

GEFRAGTES FACHWISSEN // Alois Knecht

In den letzten Jahren sind viele R-TV-Fachgeschäfte von der Bildfläche verschwunden. Wer jedoch die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt hat, der hat immer noch reelle Chancen in der UE-Branche, denn die Nachfrage nach Service und Dienstleistung nimmt stetig zu. In der heutigen Zeit muss der Fachhändler aber die neuesten Technologien beherrschen. Reto Poltera hat die Herausforderung angenommen und ist erfolgreich.

V

or 40 Jahren gründeten die Brüder Ernst und August Poltera im Einkaufszentrum von Regensdorf ihr RadioTV-Geschäft. Nebst Unterhaltungselektronik verkauften sie dazumal noch Schallplatten und Kassetten. Im Jahr 1996 übernahm dann Sohn Reto Poltera das Fachgeschäft. Aufgrund der hohen Mietpreise wechselte er daraufhin den Standort vom Einkaufszentrum an die Wehntalerstrasse 200 in Zürich und im Jahr 2000 in die heutigen Räumlichkeiten an der Watterstrasse in Regensdorf.

VERÄNDERUNGEN Das Geschäft hat sich in den letzten zehn Jahren sehr stark gewandelt. In der Anfangszeit der Flachbildfernseher war es noch attraktiv und spannend. Die Kunden wollten nur das Beste und es durfte auch etwas kosten. In den letzten drei bis vier Jahren, in denen die Preise so drastisch gefallen sind, sind auch die Margen stark geschrumpft. Als Fachhändler muss man heute aber mehr anbieten, vor allem auch Dienstleistungen. Zudem sollte auf die Modellvielfalt, vorzugsweise im gehobenen Preissegment, ein besonderes Augenmerk gerichtet sein. So hat sich Poltera auf Loewe als Topmarke fokussiert. Dies funktioniert auch bestens. Die Kunden wollen einerseits Qualität und anderseits ist ihnen die Vernetzung sehr wichtig. Hier kommt dann

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der Service- und Dienstleistungsteil zum Einsatz.

SORTIMENT Neben der Marke Loewe im Fernsehbereich, die letztes Jahr ins Sortiment aufgenommen wurde, ist der Schwerpunkt auf die Marken Philips und Panasonic gelegt. Geld verdienen lässt sich aber vor allem auch mit Medienmöbeln. Entsprechend wurde das Angebot mit solchen Produkten, die beim Kunden sehr gefragt sind, erweitert. Im Hifi-Bereich sind im Regensdorfer Fachgeschäft die Marken Cambridge Audio,


Im Fachgeschäft Poltera steht ein breit gefächertes Sortiment von Audio bis Fernseher zur Auswahl.

Yamaha, Canton sowie weitere des mittleren Preissegments zu finden. In den letzten Jahren sind auch DAB-Radios sehr gefragt. Entsprechend wurde das Sortiment ausgebaut, um alle Kundenwünsche erfüllen zu können. Bei Kundenwünschen zum Thema Vernetzung und Installation kommen dann die Spezialisten zum Einsatz. Sie verfügen über die nötigen Kenntnisse und machen entsprechend gute Geschäfte.

PREISKAMPF Generell werden im Regensdorfer Fachgeschäft, im Schaufenster wie auch in der Werbung das mittlere wie auch das gehobene Preissegment beworben und angeboten. Falls sich ein Kunde einmal einen 42-Zoll-Fernseher für 1000 Franken wünscht, wie er von Discountern wie Media Markt oder Interdiscount angeboten wird, dann stehen auch solche Geräte zur Verfügung. Die Lieferung und Installation wird in einem solchen Falle aber separat verrechnet.

Zur Person Reto Poltera (52) ist R-TV-Elektroniker sowie gelernter Kaufmann und Geschäftsführer des Radio-TV-Fachgeschäftes Poltera in Regensdorf.

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#10 2013

Das Euronics-Fachgeschäft lädt an der Watterstrasse in Regensdorf zum Einkauf ein.

Wer aber im Internet oder bei einem Discounter seine Geräte kauft und noch einen Heimservice in Anspruch nimmt, zahlt einen relativ hohen Preis. Der Fachhandel tut darum gut daran, seinen Heimservice verstärkt zu propagieren.

Als weiteres Standbein wartet und erneuert die Firma Poltera auch TV- und Sat-Anlagen im Hotelbereich. Dies ist eine grosse Herausforderung, da in den Hotels die Anlagen immer auf dem neuesten Stand sein müssen.

SERVICE

EINKAUFSGRUPPE EURONICS

Der Heimservice ist bei Radio/TV Poltera Pflicht, denn es ist wichtig, dass der Fachhändler den Kontakt mit dem Kunden pflegt. Für die Reparaturen arbeiten die Regensdorfer mit einem Servicepartner zusammen. Die Firma Poltera war in den 90er-Jahren eines der ersten Fachgeschäfte, die ihre Reparaturen ausgelagert und damit nur gute Erfahrungen gemacht haben. Der Vorteil der Auslagerung ist die Kontrolle der Kostenstruktur. Für den Fernsehempfang steht in Regensdorf Cablecom zur Verfügung. Poltera ist Cablecom-Partner, vermarktet deren Produkte und übernimmt den jeweiligen Service. Swisscom vermarktet ihre Produkte weitgehend selbst. Wenn Swisscom-Kunden Probleme haben, können auch sie auf den Service von Radio/ TV Poltera zählen; selbstverständlich gegen Verrechnung. Bei Aufträgen für grössere Vernetzungen arbeitet die Firma mit einem Partner zusammen. Letztlich sollen ja die Wünsche der Kunden erfüllt werden, denn wie die Erfahrung zeigt, kommt ein zufriedener Kunde immer wieder.

Geschäftsführer Reto Poltera ist froh, Mitglied von Euronics Interfunk zu sein. Euronics Interfunk nimmt ihm viel Arbeit wie beispielsweise Werbemassnahmen ab. Poltera hat die Erfahrung gemacht, dass er ohne Werbung keinen Erfolg hat – eine altbekannte These, die sich hier wieder bewahrheitet. Aber auch der gesamte Einkauf, die Konditionen, das grosse Sortiment und vieles anderes mehr, das Euronics Interfunk zur Verfügung stellt, hilft dem Fachhändler. Der Zusammenhalt der Mitglieder und der gute Kontakt untereinander ist heute auch sehr wichtig und nicht mehr wegzudenken. Man hilft sich aus, wo immer es nötig ist.

BLICK IN DIE ZUKUNFT Das Interessante an der CE-Branche ist, dass immer neue Techniken und Dienstleistungen gefragt sind, die das Regensdorfer Fachgeschäft auch bieten kann. Das ist die Zukunft des Fachhändlers. In nächster Zeit werden die analogen Programme abgeschaltet. Das bringt wieder neue Kunden in den Laden. |

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Wirtschaft [ SWICO ]

GETEILTE STIMMUNG BEI CE, ICT UND IPF Die Erwartungshaltung in den Schweizer Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche (ICT) ist positiv. Überdurchschnittlich fällt die Einschätzung der ICT-Branche in den Segmenten IT-Technology und IT-Services aus. Die Branchen Consumer Electronics (CE) und Imaging/Printing/Finishing (IPF) hingegen weisen tiefere Werte aus. Insgesamt sinkt deshalb der ICT-Index im Vergleich zum Vorquartal (105,3) leicht auf 104,3 Punkte.

Auffallend positiv für das vierte Quartal 2013 ist die Entwicklung im Segment ITTechnology: Nachdem der Index seit einem Jahr stetig abgenommen hatte, ist er seit dem letzten Quartal um knapp acht Punkte auf 111,5 angestiegen und liegt damit deutlich über dem Branchendurchschnitt. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich im Segment IT-Services, für welches der Index seit dem dritten Quartal ebenfalls um knapp acht Punkte auf 117,0 gestiegen ist. Das Segment Consulting hat sich von der Baisse vor einem Jahr erholt und liegt nun seit drei Quartalen konstant im positiven Bereich (aktuell 105,7). Die Branchen Consumer Electronics (CE) und Imaging/Printing/ Finishing (IPF) verzeichnen für das Q4 beide nach einem Anstieg im letzten Quartal wieder markante Rückgänge. Ihr Indexwert sank von 99,4 auf 89,5 bzw. von 95,0 auf 89,4 Punkte. Damit liegen beide weiterhin unter dem Durchschnitt. Auch im Segment Software sinkt der Indexwert, bleibt jedoch mit 105,7 Punkten klar im positiven Bereich.

BRUCH ZWISCHEN DEN BRANCHEN Im Vergleich zum Vorquartal zeichnet sich ein deutlicherer Bruch zwischen den verschiedenen Branchen ab. Aktuell bewegen sich die ICT-Segmente Consulting und Software bezüglich erwarteter Umsatzentwicklung, Veränderung der Rentabilität und des Auftragseingangs im Mittelfeld, während vor allem die Segmente IT-Services und IT-Technology positiv hervorstechen. Schlechter steht es um die Branchen Consumer Electronics und Imaging/Printing/ Finishing, deren Indexwerte deutlich unter dem Durchschnitt liegen.

NEUTRALE KONJUNKTURENTWICKLUNG ERWARTET Die Erwartungen an die Konjunkturentwicklung sind durchgehend gestiegen oder zumindest gleich geblieben. Allerdings ist die Aussicht in den Branchen Consumer Electronics und Imaging/Printing/Finishing weiterhin im negativen Bereich. Während die Segmente der ICT-Branche aufgrund steigender Auftragseingänge oder in Erwar-

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Als Grundlage für den Stimmungsbarometer Swico ICT-Index dienen die Indikatoren: erwartete Umsatzveränderung, erwartete Veränderung des Auftragseingangs sowie erwartete Veränderung der Rentabilität; alle jeweils im Vergleich zur Vorjahresperiode.

tung steigender Umsätze optimistisch in die Zukunft blicken, kämpfen CE und IPF mit sinkenden Werten. Dies, obwohl noch im Vorquartal eine Verbesserung der Indikatoren und somit ein Aufschwung in Sicht war.

WEITERHIN SINKENDES PREISNIVEAU WAHRSCHEINLICH Wie bereits im letzten Quartal rechnen alle Branchen mit einem Rückgang des Preisniveaus. Der Indikator Preisentwicklung deutet in den meisten Segmenten nur auf eine leichte Abnahme hin. Die Branchen Consumer Electronics und Imaging/Printing/Finishing befürchten jedoch einen stärkeren Preiszerfall. Die Herausforderung besteht für diese Unternehmen in der verstärkten Konkurrenz aufgrund anderer Vertriebsmodelle (Internet) oder Währungsvorteilen (nahes Euro-Ausland).

MANGEL AN FACHKRÄFTEN UND LEHRLINGEN HÄLT AN In drei von vier Segmenten der ICT-Branche wird es trotz wachsendem Personalbe-

stand zu einer grösseren Anzahl Vakanzen für Fach- und Lehrstellen kommen. Der Fachkräftemangel wird als grosse Herausforderung wahrgenommen. Im Segment Consulting zeigt der zunehmende Personalbestand in Verbindung mit einem Rückgang der Vakanzen, dass die nötigen Stellen gut besetzt werden können. Der über die letzten Quartale stetig abnehmende Bedarf an Fachkräften bei nicht zunehmenden Vakanzen in der Branche Consumer Electronics weist auf einen Stellenabbau hin.

Über Swico Swico ist der Verband der ICT-Anbieter sowie weiterer verwandter Branchen in der Schweiz. Er setzt sich als Unternehmensverband für die Interessen seiner Mitglieder in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein und bietet ihnen überdies eine breite Palette von Business-Dienstleistungen. Die über 400 Swico-Mitglieder beschäftigen 36 000 Mitarbeitende und erwirtschaften jährlich einen Umsatz von 20 Milliarden Franken. www.swico.ch

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#10 2013


Wirtschaft [ NACHRICHTEN ] Nachfolgeregelung

NACHFOLGE OFT NICHT GEREGELT Bei knapp 12 Prozent der KMU ist die Nachfolge offen. Am häufigsten stellt sich die Frage in den Einzelfirmen. Die Frage um die Nachfolge beschäftigt 11,7 Prozent der Schweizer KMU. Laut einer vom Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode durchgeführten Studie benötigen derzeit rund 55 000 im Handelsregister eingetragene Unternehmen in nächster Zeit einen neuen Eigentümer, Gesellschafter oder Verwaltungsrat. Die meisten Probleme mit der Nachfolge bestünden bei den Einzelfirmen: Über 19 Prozent der gut 150 000 Firmen in dieser Kategorie seien

betroffen. Bei den Aktiengesellschaften betrage der Anteil 10,6 Prozent, bei den GmbH seien es 4,5 Prozent. Die meisten offenen Nachfolgeregelungen seien zudem bei den Mikrounternehmen zu finden. Dort betrage der Anteil der Unternehmen ohne Nachfolgeregelung 12 Prozent. Bei den kleinen Unternehmen liege der Anteil bei 9,6 Prozent und bei den mittleren bei 4,5 Prozent. Auch zwischen den Wirtschaftszweigen bestehen laut Bisnode Unterschiede: So sei die IT-Dienstleistungsbranche mit 6,7 Prozent kaum betroffen. Die grössten Probleme habe derweil das Druck- und Verlagsgewerbe, wo 16 Prozent vor einem ungelösten Nachfolgeproblem stünden. // ahi www.bisnode.ch

Internationalisierung

INTERNATIONALE KMU Immer mehr Schweizer KMU wagen den Schritt über die Grenze. Ob die Unternehmen damit Erfolg haben, hängt in hohem Masse von der Erfahrung des Managements ab.

Lange Zeit war die Internationalisierung fast ausschliesslich den grossen Firmen vorbehalten. Mittlerweile ist der Schritt ins Ausland aber auch für viele kleine und mittlere Schweizer Unternehmen reizvoll geworden. In einer Studie hat die Hochschule für Wirtschaft in Freiburg deshalb untersucht, welche Faktoren zum Erfolg Home electronics Inside

#10 2013

oder Misserfolg hiesiger KMU im Ausland beitragen. Demnach hängt das wirtschaftliche Abschneiden insbesondere von der internationalen Erfahrung der Manager bzw. Unternehmer ab. Auch die Geschwindigkeit und das Ausmass der Expansion über die Landesgrenzen hinaus werden laut den Ökonomen durch diesen Faktor enorm beeinflusst. Zu den weiteren Erkenntnissen der Studie gehört unter anderem, dass KMU im Ausland stärker in Bereiche mit direkten Wettbewerbsvorteilen investieren als in Sachwerte. Zu Ersterem zählen beispielsweise die Forschung und Entwicklung oder auch Bereiche, wo die Kreativität der Beschäftigten gefragt ist – also genau die Qualitäten, für die die Schweiz im Ausland besonders geschätzt wird. // ahi www.hsw-fr.ch

KURZ NOTIERT HÖHERES UNFALLRISIKO BEI LEHRLINGEN Auszubildende haben im Vergleich zu sonstigen Angestellten ein höheres Risiko, einen Berufsunfall zu erleiden. Gemäss der Schweizerischen Unfallversicherung (Suva) verletzt sich hierzulande jedes Jahr einer von acht Lehrlingen. Damit liege die Unfallhäufigkeit dieser Gruppe deutlich über dem Durchschnitt – selbst wenn man Verletzungen, die im Sportunterricht an den Berufsschulen passieren, aus den Statistiken herausnehme. Allerdings hätten die Unfälle der Lernenden in der Regel weniger schwere Folgen als im Durchschnitt. Der Unterschied sei hauptsächlich auf das Verbot zurückzuführen, Jugendliche mit gefährlichen Arbeiten zu betrauen. www.suva.ch

HÖHERE DETAILHANDELSUMSÄTZE Die hiesigen Detailhändler konnten ihre Umsätze im Juni erhöhen. Laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) nahmen die realen Umsätze der Branche saisonbereinigt um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Nominal, also ohne die Deflation mit einzuberechnen, betrug der Anstieg 0,9 Prozent. Insbesondere im Nicht-Nahrungsmittelsektor brummte das Geschäft: Gegenüber Juni 2012 stiegen die Umsätze real um 4 Prozent und nominal um 1,6 Prozent. Der Bereich Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren verzeichnete dagegen einen Rückgang. Innert Jahresfrist belief sich das Minus auf real 1,3 Prozent und nominal auf 0,3 Prozent. www.bfs.admin.ch

GÜNSTIGE ELEKTRONIK Bei den Elektronikprodukten wird die Schweiz ihrem Ruf als Hochpreisinsel nicht gerecht: Ein Vergleich der Plattform Preisbarometer.ch zeigt, dass Elektronik in Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien im Schnitt zwischen 2 und 32 Prozent mehr kostet. So kostet ein iPhone 5 in Italien beispielsweise fast 200 Franken mehr als hierzulande. Preisbarometer.ch wird von vier Schweizer Konsumentenschutzorganisationen betrieben. Für den Vergleich wurden die Preise von insgesamt 54 Artikeln auf Online-Verkaufsportalen ausgewertet. Die Schweizer Preise stammen von den Portalen Digitec.ch, Brack.ch und Microspot.ch. www.preisbarometer.ch

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Wirtschaft [ GASTEINERS KNOW-HOW ]

ABSTIMMUNGSFRAGE // Albrecht Gasteiner

Die Prospekte elektronischer Geräte sind voll von technischen Daten. Doch Vorsicht: Auch imposante Zahlen garantieren noch keine Superqualität.

E

s ist ja verständlich, dass die verschiedenen Hersteller sich die grösste Mühe geben, einander mit immer noch spektakuläreren Messwerten zu übertrumpfen. Und es liegt auch nahe, dass man als Konsument reflexartig und ohne zu überlegen das Angebot mit der grösseren Zahl vorzieht. Schliesslich hat man ja auch lieber mehr Geld als weniger, mehr Ferien als weniger, mehr Besitz, mehr Genuss, mehr Anerkennung und so weiter. Doch bedeutet „mehr“ immer und überall auch automatisch „besser“? Ist ein Auto mit mehr PS auch wirklich überlegen, wenn es zum Beispiel keinen Kofferraum hat und seine Bremsen nichts taugen? Und kann es bei „mehr“ nicht auch unerfreuliche Risiken und Nebenwirkungen geben, etwa beim Alkohol? Jede Kette ist ja bekanntlich nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Folglich ist ein isoliert dastehender Spitzenwert schlicht für die Katz, wenn nicht drumherum viele unscheinbare Kleinigkeiten subtil aufeinander abgestimmt ineinandergreifen. Daher sollte man sich beim Gerätekauf nicht von einem einzelnen, lautstark hervorgehobenen Prospektwert blenden lassen.

Einen schönen Anlass für diese Empfehlung bieten Smartphones. Die meisten dieser digitalen „Alles und noch viel mehr“Könner enthalten eine Fotokamera und die Hersteller werden nicht müde, dafür mit immer noch mehr „Megapixeln“ oder gar „Ultrapixeln“ zu werben. Mehr Bildpunkte, das verspricht mehr Auflösung, mehr Schärfe, mehr Detailgenauigkeit. Stimmt alles, aber die Bildqualität wird nicht nur von der Anzahl der Bildpunkte bestimmt. Wie viel Qualität darf man letztlich erwarten, wenn das „Objektiv“ in Tat und Wahrheit aus einer gestanzten Plastiklinse besteht? Und wenn der versprochene „Zoom“ in Wirklichkeit nichts anderes ist als eine schärfemordende Ausschnittvergrösserung? Kein Witz, das gibt es wirklich! Sodann: Wie steht es um Lichtstärke und Empfindlichkeit, um die Grösse des Sensors, die Leistungen von Autofokus und Bildstabilisator, Bildwechselfrequenz, Belichtungsspielraum, Weissabgleich, Signalverarbeitung und, und, und? 16 Megapixel in allen Ehren, das ist doppelt so viel, wie das sagenhafte 4K-Video zu bieten hat, und gleich viel wie so manche professionelle Spiegelreflexkamera. Aber aus der Vergleichbarkeit dieses einen Wertes auf vergleichbare Bildqualität zu schliessen, wäre doch arg naiv. Und übrigens: Die Jagd nach immer noch mehr Megapixeln bringt letztlich sogar Nachteile mit sich, denn damit verringert sich die Lichtempfindlichkeit, während das Rauschen ansteigt.

KLEINIGKEITEN ENTSCHEIDEN

Albrecht Gasteiner ist Chef des firmenneutralen Informationsdienstes HDTV-Forum Schweiz.

Seite 22

Echten Nutzen bringen spektakuläre technische Daten in irgendeinem Detailaspekt also nur, wenn auch das Drumherum dieses Niveau hält und darauf abgestimmt ist. Ein aktuelles Positivbeispiel dafür liefern die neuen UHD-Bildschirme. Diese enthalten viermal so viele Bildpunkte und liefern damit viermal so viel Bildschärfe und Detailreichtum wie Full-HD-Geräte. Doch das ist nicht alles. Dass man staunend vor dieser neuen Dimension von Bildqualität steht, ist nicht nur dem feinen Bildraster zu danken. Im Kleingedruckten von „Ultra High Definition“ findet man noch eine ganze Reihe weiterer segensreicher Besonderheiten: etwa eine raffinierte Kontrastverarbeitung, die Möglichkeit, viel mehr Farben darzustellen, als das jemals möglich war, diese zudem nuanciert in mehr als tausend verschiedenen Intensitätsgraden und ohne erkennbares Rauschen zu zeigen sowie in bewegten Szenen mit einem Mehrfachen der heute üblichen Bildfrequenz zu viel mehr Schärfe zu verhelfen. Es ist eben nicht nur der Teufel, der im Detail steckt. Dort nisten auch die Engelchen, die den Unterschied zwischen „ordentlich“ und „grossartig“ hervorbringen. Es ist die Feinabstimmung, die bewirkt, dass das Ganze letztlich mehr wert ist als nur die Summe seiner Teile. | Home electronics Inside

#10 2013


Wirtschaft [ RUSTERHOLZ’ UMSATZPLUS ]

SHOWROOMING – EIN ÄRGERNIS // Martin C. Rusterholz

Beratung im Fachgeschäft, Einkauf im Netz – der Trend kostet Umsatz. Ein Projekt wie „Kampf um jeden Kunden“ (KujK) kann gegensteuern.

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or kurzem noch nannte man Besucher, die ein Geschäft betraten, ohne jedoch etwas zu kaufen, „Warschauer“. Ich hatte vor allem an den verkaufsoffenen Sonntagen vor Weihnachten grosse Freude an den vielen „Warschauern“, konnte ich doch sicher sein, dass ein beträchtlicher Teil dieser Besucher später als Kunden wiederkam. Sie wussten ja nun, wo sie das Produkt der eigenen Begehrlichkeit bzw. das Weihnachtsgeschenk für ihre Liebsten finden. Ich war mir auch sicher, dass sie wieder in mein Geschäft kommen würden, da ich wusste, dass ich über das beste Angebot, den schönsten Laden und die besten Verkäufer verfügte. Zudem gab es im Internet noch (fast) keine Möglichkeit, dasselbe Produkt zu einem besseren Preis zu kaufen bzw. überhaupt dort zu kaufen, da das World Wide Web damals noch hauptsächlich als Informationsquelle genutzt wurde und nicht als Einkaufsstätte. Es gab noch keine Onlineshops und die ersten zaghaften Versuche anderer, im Internet Fuss zu fassen, beunruhigten mich wenig. Das war vor acht Jahren.

SHOWROOMER Heute treffen wir auf eine andere Realität und sehen uns mit einer weiteren Konkurrenz konfrontiert. Zwar hat sich das Versandgeschäft mehrheitlich in Luft aufgelöst, dafür entstanden und entstehen Online-Shops hüben wie drüben, in der Regel immer mit günstigeren Preisen und ohne Versandkosten. Da nun die früheren „Warschauer“ eine neue Option erhalten haben, woanders einzukaufen, verschärft sich auch das Problem mit diesen. Man nennt sie nun auch anders: „Showroomer“. Ihr Merkmal: Sie lassen sich vor Ort beraten, kaufen dann aber im Internet ein. Ein grosses Ärgernis für den stationären Handel. Ob nun „Warschauer“ oder „Showroomer“, die Herausforderung bleibt seit je dieselbe: Wir müssen (mehr) verkaufen. Auch ich sah mich konfrontiert mit Besuchern, die erst später – im Idealfall – zu Kunden wurden. Meine Verkäufer jedoch hatten schon damals an den verkaufsoffenen Sonntagen wenig Lust, als Statisten herumzustehen, und äusserten sich verärgert über die geringen Verkäufe. Dieser Unmut wiederum rief unser Projekt „KujK“ auf den Plan. „KujK“ steht für „Kampf um jeden Kunden“.

ABSCHLUSSQUOTE Wir wollten gezielt unsere Abschlussquote erhöhen und machten uns Gedanken, wie wir dies anstellen können. Gemeinsam entwickelten wir ein Programm, das uns die nächsten zwei Jahre auf Schritt und Tritt begleitete. Wir kreierten ein „KujK“-Logo, wir entwickelten ständig neue Massnahmen, wir sprachen in unseren Mitarbeitermeetings jedes Mal über Neuerungen im Home electronics Inside

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Zusammenhang mit KujK, wir zeigten die erfreuliche Kurve unserer steigenden Abschlussquote und wir prämierten neue Ideen, wie wir unsere Verkäufe noch weiter steigern konnten. Die Massnahmen reichten vom einfachen „Wir begrüssen jeden Kunden, der uns über den Weg läuft, mit einem herzhaften Grüezi “ bis zu „Wir veranstalten für unsere Stammkunden exklusive Anlässe mit Sekt und Canapés“, wenn wir beispielsweise zu den Ersten gehörten, die Produktneuheiten zeigen konnten. „KujK“ war ein Erfolg! Nur schon deshalb, weil wir nicht irgendeine Einzelmassnahme ins Leben riefen, sondern ein Programm, an dem alle Mitarbeiter und Führungskräfte beteiligt waren: die Kassierin, die gefordert war, die Kunden freundlichst zu verabschieden, genauso wie die Lageristen, die bei Kundenkontakt ebenfalls ein freundliches Lächeln aufsetzten. Ich bin überzeugt, dass diejenigen, die ständig in Bewegung sind, auch mehr erreichen als solche, die stehen bleiben. Dazu gesellt sich ideal der Ausspruch: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“

APROPOS ZEIT Sie wissen ja, Weihnachten kommt bestimmt – auch dieses Jahr. Ich empfehle Ihnen, spätestens jetzt die sich dafür eignenden Anlässe und Massnahmen zu planen, damit Sie dann im November nicht überrascht sind, wenn die Konkurrenz die Kunden begeistert und überrascht. Eben – weil Weihnachten wie jedes Jahr vor der Tür steht. |

Martin C. Rusterholz ist Geschäftsführer und Delegierter des Verwaltungsrats bei Hofmann Consultants AG in Zürich, der führenden Personalberatung im Detailhandel und der Konsumgüterbranche (www.hofmannconsultants.com).


Know-how [ RAUMAKUSTIK ]

DER UNSICHTBARE DRITTE // Malte Ruhnke

Lautsprecher und Hifi-Elektronik sind essenziell für guten Klang – das weiss jeder, der zu Hause Musik hören will. Doch der dritte Spielpartner wird gern übersehen, denn man kann ihn nicht anfassen und nicht im Laden kaufen: die Raumakustik. Doch was geschieht eigentlich mit dem Klang im Raum, und warum ist das so wichtig? Wo liegen die Ursachen für eine Verschlechterung des Klangs? Die Genfer Victoria Concert Hall ist ein mit 3,5 Sekunden Nachhallzeit sehr halliger Raum, wegen der guten Verteilung des Nachhalls bei klassischen Konzerten aber trotzdem sehr geschätzt. Die elektrische Beschallung gelingt nur mit vielen versteckten Lautsprechern.

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ie Musikinstrumente klingen scharf und blechern, die Bässe dröhnen, und Stimmen wabern im Raum umher, statt an ihrem angestammten Platz zu stehen – nach einem Umzug wird vielen Hörern bewusst, wie entscheidend die Raumakustik für die Wiedergabequalität einer Hifi- oder Surround-Anlage ist und wie stark der Raum das Klangempfinden verändert. Dabei sind doch alle Komponenten dieselben geblieben, warum klingt es so viel schlechter? Die erste Antwort darauf ist einfach: Der Raum verändert den Schall sehr deutlich; viel stärker, als es verschiedene Verstärker oder selbst vollkommen verschieden klingende Lautsprecher je tun würden. Mehr als die Hälfte der Schallwellen, die beim Hörer eintreffen, sind nicht von den Lautsprechern selbst abgestrahlt – der Akustiker spricht hier von Direktschall –, sondern werden vom

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Raum reflektiert: Das ist der sogenannte Indirektschall. Der Raum kann zum Beispiel bewirken, dass ein bestimmter Basston mit 10-facher Lautstärke beim Hörer ankommt wie ein Ton anderer Frequenz, obwohl der Lautsprecher beide mit identischer Stärke abgestrahlt hat! Wer wissen will, wie stark die Auswirkungen der Raumakustik sind, höre seine Anlage einmal im Garten – die Unterschiede werden überraschend sein.

EVOLUTION DES HÖRENS Die andere Erklärung: Das menschliche Gehör ist extrem sensibel, wenn es um minimale akustische Unterschiede geht, die durch den Raum und die Aufstellung der Lautsprecher verursacht werden können. Treffen zwei Schallereignisse etwa gleichzeitig beim Hörer ein (wie beim Stereohören üblich), kann schon eine Zeitdifferenz von 40 Mikrosekunden (oder 1/25 000

Sekunde!) zwischen beiden zu einem anderen Ortungs- und Raumeindruck führen. Denn der menschliche Hörsinn versucht permanent, aus den unzähligen eintreffenden Schallwellen ein konsistentes Bild der Umgebung zu errechnen, sich eine Vorstellung von Raumgrösse, Beschaffenheit der Umgebung und vor allem von den Richtungen der eintreffenden Schallereignisse zu machen. Letztgenannte Funktion hat evolutionäre Ursachen: Für unsere urzeitlichen Vorfahren war der Gehörsinn eine Art Frühwarn- und Ortungssystem. Eine potenzielle Gefahr, wie ein angreifendes Raubtier, sollte schnell erkannt und ihre Richtung geortet werden, selbst wenn sie nicht sichtbar war. Doch was macht eigentlich der Raum mit dem Schall einer Hifi-Anlage? Schallwellen breiten sich – je nach Frequenz mehr oder minder gleichmässig – ähnlich wie Lichtstrahlen von der Quelle her aus Home electronics Inside

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und werden mit wachsender Entfernung immer schwächer, also leiser. Treffen Sie auf ein Hindernis, zum Beispiel eine harte Wand, werden sie zum grossen Teil reflektiert und wandern dann in entsprechend abgelenktem Winkel weiter, vergleichbar mit einem Lichtstrahl an einem Spiegel. Wenn sich in einem Raum viele harte Wände befinden, wird der Schall in Millionen von unterschiedlichen Richtungen und Winkeln immer und immer wieder reflektiert, bis er verklungen ist. Die Gesamtheit aller dieser Reflexionen nennt man Nachhallfeld, die Zeit, in der der Nachhall verklungen ist, ist die Nachhallzeit (siehe Glossar). Eine Nachhallzeit von unter 0,3 Sekunden wird als trocken empfunden, je nach Raumgrösse und Hörentfernung tritt der Hall ab etwa 0,7 Sekunden hervor, der Mensch „hört den Raum“. Nicht nur die Stärke des Nachhalles ist hier entscheidend, auch die spektrale Zusammensetzung und der zeitliche Ablauf. Ein Hallmuster mit wenig Höhen etwa signalisiert dem Gehirn viele Stoffe, Holz und Polster. Dominiert der direkte Schall, bedeutet dies: Die Schallquelle ist nah. Kommen die ersten Reflexionen erst spät nach dem Direktschall zum Ohr, weiss der Hörsinn: Dieser Raum ist sehr gross. Deshalb darf auch in grossen Sälen die Nachhallzeit höher sein: In Sprechtheatern strebt man Zeiten unter 1,2 Sekunden an, in Konzertsälen ist der Nachhall mit Werten zwischen 1 und 2,5 Sekunden für das Musikereignis essenziell, Kirchen hallen sogar mit bis zu 10 Sekunden. Für Hifi-Anlagen im heimischen Wohnzimmer ist eine Nachhallzeit zwischen 0,3 und 0,5 Sekunden ausgewogen – hier soll das vom Raum erzeugte Hallfeld, im Gegensatz zum Livekonzert, möglichst nicht bewusst vom Hörer wahrnehmbar sein. Denn auf der Aufnahme, egal ob Pop oder Klassik, befinden sich immer auch Hallinformationen, die vom Hörraum nicht überlagert werden sollten.

DIE NACHHALLZEIT ENTSCHEIDET Denn je höher die Nachhallzeit, desto mehr indirekter Schall kommt im Vergleich zum direkten Schall beim Hörer an. Das Klangbild wird dann zwar räumlicher und distanzierter, aber auch weniger deutlich, lässt Detailtreue und Ortbarkeit der InstruHome electronics Inside

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mente vermissen, ja, es kann sogar unangenehm scheppernd und scharf klingen, wenn der indirekte Schall zu stark dominiert. Was genau passiert, variiert von Raum zu Raum, von Anlage zu Anlage, denn die Nachhallzeit ist niemals für alle Frequenzen konstant. Bei den meisten Räumen ist sie im Bass sehr hoch, um dann zu den Mitten mehr oder minder stark abzusinken. Räume mit zu den Höhen stark sinkender Nachhallzeit werden als dumpf und muffig empfunden, eine absolut konstante Nachhallzeit dagegen als zu hell. Im Tieftonbereich steigt die Nachhallzeit und damit der Schallpegel im Raum immer an. Das hat mehrere Gründe: Zum einen gibt es in Wohnzimmern kaum Elemente, die den Tiefton mit seinen grossen Wellenlängen effektiv bedämpfen können, selbst grosse Polstermöbel bewirken hier wenig. Zum anderen sorgen die Reflexionen der Schallwellen an den Wänden fast immer für eine Verstärkung des Pegels, bei bestimmten Tonhöhen stellt sich sogar eine Welle ein, die mehrfach zwischen gegenüberliegenden Wänden hin und her wandert und sich dabei selbst verstärkt. Diese auch als Raumresonanzen oder Raummoden bezeichneten Phänomene sind besonders gefürchtet, sorgen sie doch nicht nur für einen viel zu lauten, sondern auch dröhnenden, schwammigen und unausgewogenen Tiefton. Je näher sich Lautsprecher oder Hörer an den Wänden befinden, desto stärker wird das Phänomen des „Wummerns“ der Bässe. Auch wenn die Abmessungen eines Raumes mathematische Vielfache voneinander sind (beispielsweise 6 x 6 x 3 m), treten die Dröhnfrequenzen besonders gehäuft auf. Dies gilt nicht, wenn Teile des Hauses in sogenannter Leicht- oder Trockenbauweise errichtet wurden: Die dann eingesetzten Rigips- oder Holzplatten schwingen mit dem Bass mit und entziehen ihm eher Energie, weshalb Räume in dieser Bauweise oft sogar ein Problem mit einem zu „dünn“ klingenden Klangfundament haben. Ideal sind für den Bass Räume mit nicht parallelen Wänden, also zum Beispiel fünfeckige oder mehrfach verwinkelte Grundrisse. Neben der Frequenz sind auch die zeitliche Zusammensetzung und die Richtung des Nachhallfeldes wichtig: Treffen

Wissen

Der Hall ist schon auf der CD Der jüngst verstorbene US-amerikanische Lautsprecher-Pionier Prof. Amar Bose postulierte, dass etwa 90% des in einem Konzert dem Ohr zugeführten Schalls indirekter Natur seien. Das ist in grober Näherung auf mittleren oder hinteren Hörplätzen auch richtig. Daraus allerdings zu schliessen, auch im Hörraum mit der Hifi-Anlage müssten 90% des Schalls indirekt sein, ist aus Sicht des Elektroakustikers nicht plausibel: Denn fast alle Musikaufnahmen – sowohl aus der Klassik wie aus dem Pop – enthalten ja schon mehr oder weniger Hallanteile, die den Raumeindruck des Konzertsaales transportieren oder künstlich hinzugefügt wurden. Starker zusätzlicher Indirektschall im Abhörraum hiesse also doppelter Hall und würde den Direktschall zu weit zurückdrängen und das Musikerlebnis distanziert, schwammig und langsam machen. Deshalb sollte ein Hifi-Hörraum oder ein Studio auch akustisch trockener sein als ein Konzertsaal.

viele Reflexionen früh nach dem Direktschall aus einer Vorzugsrichtung beim Hörer ein, stört dies die Abbildungsgenauigkeit, Stimmen werden breit, erklingen scheinbar aus mehreren Richtungen gleichzeitig oder beginnen zu springen. Ein möglichst diffuses Hallfeld im Abhörraum klingt deshalb immer natürlicher und angenehmer als eines, bei dem einzelne Reflexionen zum Beispiel von der Decke oder von Seitenwänden hervortreten. Je mehr schräge und unregelmässige Flächen und Möbel im Raum, desto besser. Wenn Ihnen jetzt einige Erlebnisse und Höreindrücke seit dem letzten Umzug bekannt vorkommen – nicht verzweifeln! In vielen Wohnräumen ist die akustische Basis zum Musikhören zwar ungünstig, mit etwas Raum-Tuning, der Wahl der richtigen Lautsprecher und dem Beachten einiger Regeln bei der Aufstellung wird die Musikwiedergabe in fast jedem Raum zum Erlebnis. Denn so toll das Konzerterlebnis ist – zu Hause wird man beim Musikhören am wenigsten gestört! |

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Know-how [ ANALOG-REVIVAL ]

ROTIERENDE LEIDENSCHAFT // Andreas Günther

Die Schweiz ist das Mutterland der Schallplatte? Nicht ganz, aber fast. Vor allem profitiert sie von der neuen Freude am alten Vinyl. Ein kurzer historischer Einblick und viele Tipps, wie alte und neue Fans die audiophile Kraft der schwarzen Scheiben am besten und nachhaltigsten nutzen.

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er heute eine Schallplatte rotieren lässt, sollte eine Gedenkminute für die vielen Helden dieses Mediums einlegen. Einige hätten sogar fast mit ihrem Leben dafür bezahlt. So legte sich der erste Wissenschafter, der Klang aufzeichnen wollte, mit der Inquisition an. Giovanni Battista della Porta (1535–1615) war fest davon überzeugt, dass sich Klang „eintopfen“ lässt – in grosse Bleigefässe, und dann einen Korken darauf. Bei seiner Camera obscura hatte das Einfangen ja funktioniert – doch wie so häufig: Optische Erlebnisse lassen sich einfacher bändigen als akustische. Nach della Porta wagte sich lange Jahre kein weiterer Wissenschafter an

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das Thema. Erst mit dem Aufkommen der Spieluhren zündete die Idee erneut. In der Folge auch mit einem grossen Namen aus der Schweiz: Thorens hatte dereinst als beschauliche Manufaktur für Spieldosen angefangen – und gilt heute mit 130 Lebensjahren als das älteste Unternehmen der Unterhaltungselektronik überhaupt. Die Schweiz ist also das Mutterland der Schallplatte. Ehrlicherweise: eines von drei Mutterländern – mit den USA und Deutschland. Natürlich muss noch Thomas Alva Edison (1847–1931) und seiner „Speaking Machine“ von 1877 gehuldigt werden. Gleich danach Emil Berliner (1851–1929), der aus der Walze eine Platte

machte und die moderne Serienproduktion eröffnete. Doch an echten Stars mangelte es in der Anfangsphase. Grosse Künstler waren sich zu schade dafür, mit ihrer Stimme in einen bis zu drei Meter langen Trichter zu brüllen. Einer der Ersten, die mit dieser Standesehre brachen, war Enrico Caruso. Der legendäre italienische Tenor verhalf der Schallplatte zur Anerkennung. Seit 1904 wurden Platten und Grammophone endlich auch in seriösen Musikgeschäften verkauft. Zuvor waren sie nur erhältlich in – Spielwarenläden. Provokative Frage: Ist das die VinylSchallplatte nicht auch noch heute: ein Spielzeug? Der gegenwärtige Boom ist Home electronics Inside

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nicht wirklich tief erforscht, aber alle Verkaufszahlen deuten eine Trennlinie an: auf der einen Seite die Besserverdiener, die sich der Schallplatte wieder als ernsthaftem Highend-Medium zuwenden; auf der anderen Seite die Jugend, die Vinyl zum ersten Mal entdeckt – bewusst als Gegenbewegung zum Digitalen. Aber Vorsicht vor einem Fehlschluss! VinylFreunde sind keine Hinterwäldler, die einem verblichenen Gott aus einem vorigen Jahrhundert huldigen. Vielmehr ist es die CD, die aus heutiger Sicht zu schnell und unreflektiert als Goldenes Kalb angebetet wurde. In einer legendären Pressekonferenz in Salzburg reckte am 15. April 1981 Herbert von Karajan die erste „Compact Disc“ der Welt entgegen mit dem markanten Spruch: „Alles andere ist Gaslicht.“ Faktisch ist genau das heute eher die CD – ein nichtflexibles Medium bei bescheidenen 16 Bit und 44,1 Kilohertz. Das zudem der Plattenindustrie nach dem Steilflug den grössten Umsatzeinbruch brachte – die Digitalisierung frass ihre Kinder. Und die Schallplatten wanderten milliardenfach auf Dachspeicher und in Keller. Glücklicherweise. Ein Grossteil des heutigen Vinyl-Booms basiert auf diesen eingelagerten Schätzen. Wer einer LP wieder oder zum ersten Mal begegnet, staunt in der Regel über die Klangpotenz. Die PR-

Maschine der CD-Fürsprecher hat in unserem Unterbewusstsein einen Generationensprung hinterlassen: Viele assoziieren Vinyl mit Schellack und eben Knistern, Rauschen, Rumpeln. Tatsächlich muss nichts davon den Klanggenuss trüben – wenn denn der Plattenspieler gut justiert und das Vinyl untadelig ist. Genau hier liegt das zugegebenermassen vorhandene Manko. Vinyl braucht Kenntnis und perfekte Lebensumstände. Ausgerechnet der Apple-Gründer Steve Jobs war begeisterter Vinyl-Freund – und wunderte sich, was Menschen dazu brachte, den besseren Klang nur für die leichtere Handhabung aufzugeben. Als offizielles Geburtsdatum der modernen Vinyl-LP gilt nebenbei der 21. Juni 1948. Der gebürtige Ungar Peter Carl Goldmark hatte für Columbia Records die Technik und die Spezifikationen festgeschrieben. Ein Erfolg auf ganzer Linie – zähneknirschend auch von den Konkurrenten als epochal anerkannt. 1950 sattelte die Decca um, ein Jahr später die Deutsche Grammophon, 1952 schliesslich die alte Tante EMI. Erst vor kurzem und pünktlich zum 65. Geburtstag berichtete Spiegel TV über die Renaissance der Schallplatte. Mit Jubelworten: „Back in Black – es ist das Comeback der letzten Jahre und sprengt alle Verkaufsrekorde.“ Nichts liegt uns

ferner, als diese Euphorie zu bremsen. Doch die Fakten widersprechen der journalistischen Marktschreierei. Wirklich gesicherte Zahlen liegen für die Schweiz als eigenständigen Markt nicht vor. Doch exemplarisch und vergleichbar sind die Analysen des Bundesverbands Musikindustrie für Deutschland: Von 2011 auf 2012 ist der Umsatz um 40 Prozent gestiegen. Eine Sensation. Fast. Ein dezidiertes Bild ergibt sich, wenn man Vergleichszahlen hinzunimmt: 1984 verkaufte die deutsche Phonoindustrie 71 Millionen Langspielplatten – im Verhältnis zu 3 Millionen CDs. Fast umgekehrt die Verhältnisse heute: 93 Millionen CDs stehen etwas mehr als 1 Million LPs gegenüber. Nur ein trauriges Prozent am gesamten Stückzahlvolumen. Der voluminöse Secondhandmarkt, auf dem CDs rasant an Wert verlieren, gebrauchtes Vinyl je nach Titel aber ordentliche Umsätze bringt, ist da natürlich aussen vor. Die gute Botschaft hingegen für alle Beschäftigten der Branche: Der VinylTrend ist noch nicht in jedem Wohnzimmer angekommen. Viel Raum für gute Verkäufer und neue Produkte. Bewusst ein Aufruf an die schwarze Leidenschaft – wie man einsteigt, wie man sie geniesst, wie man dem Medium treu bleibt. |

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Auf der Strasse macht dem Range Rover so schnell keiner was vor. Die Luftfederung hält die 2,4 Tonnen Gewicht perfekt in Balance.

LEISER GLEITER // Marco Plüss

Entspannter als im neuen Range Rover kann man kaum reisen. Die vierte Auflage des Range Rover ist leichter, sparsamer und edler als seine Vorgänger. Er flüstert nur so vor sich hin, lädt zum gediegenen Gleiten ein und bietet eine gute Übersicht.

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er Range Rover wurde 1970 lanciert und gilt seitdem als Wegbereiter des gehobenen Geländewagens. Er ist es über drei Generationen auch geblieben. Dies konnten wir in unserem Test mit dem Achtzylinder-Diesel-Modell Autobiography feststellen. Die Achtzylinder-Diesel sind sowieso zu einer raren Spezies geworden. Neben dem Audi Q7 und dem Toyota Land Cruiser führen nur noch Porsche im Cayenne und VW im Touareg solche Motoren in Offroadern. Der 4,4-Liter-Motor (SDV8) des Range Rover ist denn auch eine gründliche Weiterentwicklung des bisherigen 4,4-l-TDV8. Er bietet mit 340 PS ein Plus von 27 PS bei gleich gebliebenem Drehmoment von 700 Nm. Seine Muskeln lässt er anders spielen als der Kompressor-Benziner. Klang und Charakter sind gedämpfter und er reagiert weniger leichtfüssig auf dem Gas, bietet aber bissigen Durchzug. Der V8-Motor tritt beim Cruisen auf der Autobahn akustisch so stark in den Hintergrund, dass man die Musik über die hochwertige Dolby-Surround-Anlage von Meridian in vollen Zügen geniessen kann. Die 8-Stufen-Automatik harmoniert wunderbar und gefällt mit seiner ruckarmen Art. Falls gewünscht, lässt sich auch die Gangwahl über die mit dem Lenkrad mitdrehenden Schaltpaddel manuell steuern. Dank bis zu 30 cm Bodenfreiheit, Geländeuntersetzung und Mitteldifferenzial kann sich der grosse Engländer fast überall durchwühlen, selbst durch 90 cm tiefes Wasser. So erfüllt die vierte Generation auch hier die Anforderungen, die man an einen Range Rover stellt. Auch der Testverbrauch von 11 l/100 km ist für ein Auto dieser Grösse angemessen, auf Autobahnstrecken kommt man dagegen auch mit unter 8 l/100 km durch. Durch die gute Rundumsicht und die hohe Sitzposition wirkt alles noch souveräner. Das Interieur besticht durch gediegene Materialien, bequeme, gut stützende und vielfach elektrisch einstellbare Ledersitze vorne und hinten, je nach Ausstattung elektrische Neigungsverstellung und von der Heckklappe her elektrisch vorklappbare Rücksitze. Platz ist vorne wie hinten genügend vorhanden. Wer will, kann für das Modell Autobiography im Fond eine Sitzanlage mit zwei Einzelsitzen bestellen. Wegen der Wagengrösse geht es zum Einsteigen und Beladen des Range Rover mit einer Ladekante von 85 cm zünftig in die Höhe. Die programmierte Zustiegshöhe kann aber um 5 cm gesenkt werden, was beim Einstieg Erleichterung schafft. www.landrover.com

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PUBLIZISTISCHER LEITER Lothar Brandt (lbr) Tel. +41 44 245 45 11 brandt@home-electronics.ch CHEFREDAKTOR Marco Plüss (mp) Tel. +41 44 245 45 04 pluess@he-inside.ch REDAKTIONELLE MITARBEITER Martin Freund, Alois Knecht, Karin Meier, Albrecht Gasteiner, Kurt Haupt, Martin C. Rusterholz, Elisabeth Rizzi, Malte Ruhnke, Andreas Günther redaktion@he-inside.ch Cover: Balz Murer, Fotograf, Zürich ART DIRECTION/LAYOUT Daniel Bischof AVD Goldach AG, 9403 Goldach, www.avd.ch KORREKTORAT Stefan Gass SALES MANAGER Fernando Palencias Mobil +41 79 332 82 65 palencias@home-electronics.ch Fax +41 44 245 45 00 VERKAUF INNENDIENST Vivana Tozzi, Tel. +41 44 245 45 02 tozzi@home-electronics.ch ERSCHEINUNGSWEISE 10 Ausgaben pro Jahr Doppelnummern: Juni/Juli; Dezember/Januar ABOPREISE (1 JAHR) Kombi-Abo (Print und Online): 95 Franken Online-Abo: 59 Franken Print-Abo: 69 Franken Einzelpreis: Fr. 7.50 Ausland: auf Anfrage (Preise inkl. Porto, Versand, MwSt) ABOSERVICE AVD Goldach AG Sulzstrasse 10–12, 9403 Goldach Tel. +41 71 844 91 54, www.he-inside.ch/abo LITHOS, DRUCK, VERSAND AVD Goldach AG Sulzstrasse 10–12 9403 Goldach DRUCKAUFLAGE 4000 Exemplare REDAKTIONS- UND VERLAGSANSCHRIFT Home Electronics INSIDE p.a.media ag, Hottingerstrasse 12 Postfach, CH-8032 Zürich Tel. +41 44 245 45 46, Fax +41 44 245 45 00 redaktion@he-inside.ch, www.he-inside.ch COPYRIGHT © 7. Jahrgang 2013 p.a.media ag Nachdruck nicht gestattet. Das Fotokopieren aus Home Electronics INSIDE, das über Einzelstücke hinausgeht, ist untersagt. Die p.a.media ag ist eine Tochtergesellschaft der swisscontent AG.

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Know-how [ TECHNIK EINFACH ERKLÄRT ]

Technik einfach erklärt: HDCP 2.2

NEUES PIRATENGIFT Soll ein neuer Fernseher in Zukunft Videoscheiben mit UHD-Auflösung abspielen können, muss er das Kopierschutzverfahren HDCP 2.2 beherrschen. Das von Intel entwickelte Kopierschutzverfahren High-bandwidth Digital Content Protection (HDCP) ist inzwischen zehn Jahre alt. Es verhindert, dass sich digitale Videosignale einfach aufzeichnen und dann als Schwarzkopien verwenden lassen. Bevor Filmdaten übertragen werden, handeln beispielsweise ein BD-Player und das TV-Gerät ein Verfahren aus, mit dem sie die Daten auf der Kabelstrecke verschlüsseln. Auch Windows-PC, Spielkonsolen und die meisten Settop-Boxen nützten HDCP. Das Verfahren funktioniert mit HDMI-Anschlüssen, aber auch via DisplayPort und MHL (Mobile High-Definition Link).

GEÄRGERT UND GEKNACKT HDCP, das in den meisten heutigen Geräten in der Version 1.1 unterstützt wird, hat eine turbulente Geschichte. In den Flegeljahren brachte die Technik viele Fernsehbesitzer zur Weissglut, weil der Fernseher sich schlicht weigerte, teuer gekaufte Videogeräte als legale Abspieler zu akzeptieren. Auch AV-Receiver, HDMI-Umschalter und Funkstrecken wurden fälschlicherweise als „Piratenwerkzeug“ mit einem schwarzen Bildschirm bestraft. Sogar heute kann HDCP noch dazu führen, dass sich das selbst gedrehte Handy-Video am Fernseher nicht zeigt, weil HDCP zubeisst.

Als im Jahre 2010 auch noch der Master-Key von HDCP im Internet auftauchte, war der Kopierschutz faktisch tot, weil jeder ambitionierte Bastler Geräte kaufen konnte, welche die Verschlüsselung komplett entfernten und Aufnahmen in HD-Qualität erlaubten. Mit der Version 2.2 macht HDCP nun einen sicherheitstechnischen Neustart und die Filmstudios werden voraussichtlich UHD-Filminhalte nur an mit HDCP-2.2-geschützten Geräten freischalten. Einen ersten Schritt machte bereits Sony, die zu ihrem UHD-Fernseher eine Festplatte liefert, welche nur via HDCP 2.2 Filme abspielt. Fernseher, die HDCP 2.2 nicht eingebaut haben, lassen sich nur mittels Hardware und in den meisten Fällen durch einen Servicetechniker updaten. Spasskiller werden auch teure AV-Receiver mit altem HDCP sein. Wenn diese das neue Videosignal durchschleifen, bleibt der Fernseher schwarz. Probleme mit HDCP 2.2 dürften voraussichtlich auch lange Kabel und Funkstrecken haben: Kommt das Signal nicht innert 20 Millisekunden beim TV an, vermutet dieser einen Lauscher in der Leitung und schaltet sich schwarz. Käufer teurer Unterhaltungselektronik tun bereits heute gut daran, explizit zu prüfen, ob das Gerät den neuen Standard HDCP 2.2 unterstützt. http://www.digital-cp.com/


Publireportage [ HARMAN ]

Produktoffensive für die saison – Harman Präsentierte über 60 neuHeiten auf der Ce exPo in st. Gallen Nachdem der US-Konzern bereits 2012 mehr als 50 Neuheiten der Marken AKG, harman/kardon und JBL präsentierte hatte, setzte er dieses Jahr seine Produktoffensive mit über 60 Neuheiten fort.

„2012 war ein Wendepunkt in der Produktentwicklung von Harman“, so HansJörg Krebs, Leiter der Schweizer Niederlassung von Harman. „Und 2013 setzen wir diesen Weg konsequent fort.“ Über 60 Neuheiten gab es auf dem neu gestalteten Messestand zu bestaunen. Zahlreiche Fachbesucher aus der ganzen Schweiz nutzten die Gelegenheit. Design und Innovation – kein anderer Audiokonzern investiert derzeit so viel in seine Produkte wie Harman. Vor zwei Jahren wurde das Designzentrum in Shenzhen

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gegründet. 22 Designer aus der ganzen Welt entwickeln und gestalten die innovativen Produkte. Das Ergebnis sind 17 Red Dot Design Awards 2013, die dem Design-Chef im Juli in Essen übergeben wurden. Darüber hinaus wählte die europäische Fachpresse EISA vor kurzem den harman/kardon Onyx zum besten mobilen Lautsprecher des Jahres 2013/ 2104. Mittlererweile verfügen die Produkte von harman/kardon über eine eigene, sehr elegante und unverwechselbare Designsprache, die allerhöchste

Begehrlichkeit bei den Verbrauchern weckt. „Getreu dem Motto ‚stars must shine in retail‘ stellen wir dieses Jahr auch unser neues Trade-Marketing-Konzept vor. Von dem kleinen Shelf-Display für einzelne Produkte bis zu kompletten Wänden und Insellösungen bietet dieses Konzept unseren Händlern höchste Flexibilität und die Premium-Präsentation, die unsere Produkte verdienen“, erklärt uns Hans-Jörg Krebs. Die Aufstellung der Systeme erfolgt rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft ab Ende Oktober.

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Viele Anbieter, noch mehr Apps – da fällt dem Kunden die Übersicht manchmal schwer. Wir sorgen für Durchblick mit einem Leistungsvergleich. S. 24

Starker Surround-Sound für TV-, Film- und Spiele-Fans: Harman Kardon bietet mit der Blu-ray-Anlage BDS 877 ein Rundum-sorglos-Paket. S. 34

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