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#3 / 2013

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+ Home electronics

MAGAZIN

Schweizer Fachpublikation für Heimelektronik. #3 / März 2013 / Fr. 9.50 / www.home-electronics.ch

DOSSIER: 36 SEITEN

SMART ENTERTAINMENT 36 SEITEN DOSSIER: SMART ENTERTAINMENT // 55-ZOLL-GROSSFERNSEHER // STANDLAUTSPRECHER // KOMPAKTKAMERA MIT VOLLFORMATSENSOR // REPORT: NEUHEITEN VON DER CES // MUSIKTIPPS // FILMTIPPS

Alles über die neue Welt der Unterhaltung von Samsung und Co: Trends, Technik, Tipps. S. 21

TV & Heimkino

MIT GRANDIOSEN BILDERN 4 Top-Fernseher im Gardemass 55 Zoll treten gegeneinander an. Im Vergleichstest der Giganten: Panasonic, Philips, Samsung und Sony. S. 58 Audio

MIT JET AUF HÖHENFLUG Der Standlautsprecher Elac FS 407 brilliert mit einem faszinierenden Hochtöner namens JET 5. Und die Box kann auch sonst im Test überzeugen. S. 64 Foto & Video

MIT PROFIS AUF AUGENHÖHE Die Kompaktkamera Sony DSC-RX1 bietet neben einer fantastischen Bildqualität einen 24-Megapixel-Vollformatsensor. Ein neuer Meilenstein. S. 68


[ EDITORIAL ]

INTEGRATION In dieser Ausgabe von Home Electronics erwartet Sie, geschätzte Leserinnen und Leser, eine Neuerung. Wir haben das sogenannte Dossier – bislang viermal jährlich separat publiziert – ins Stammheft integriert. Das Dossier behandelte ausschliesslich einen Themenbereich aus dem Spektrum von Home Electronics, wie zum Beispiel digitale Fotografie oder TV-Technologien. Möglichst allgemein verständlich, ohne spezifische Produkttests und im handlichen Pocket-Format. Was sich daran ändert? Nicht viel. Nur dass es – im Format angepasst – viermal pro Jahr zum „Heft im Heft“ wächst. Schauen Sie einmal von aussen Ihre gedruckte Ausgabe an: Ein dezenter Blauton am oberen rechten Seitenrand signalisiert Ihnen sofort, wo das Dossier beginnt. Mit dem Thema „Smart Entertainment“ bildet es den inhaltlichen Schwerpunkt dieses Heftes. Aus unserer Sicht nicht der schlechteste Einstieg in die Eingliederung – steht doch Smart Entertainment heutzutage selber für Integration. Stärker denn je wachsen TV & Heimkino, Audio und Computer zusammen – dank Internet und unter dem grossen Dach der Vernetzbarkeit. Und Ende Februar tagte in Köln ein Expertengremium über die „vernetzte Foto- und Imaging-Welt“. Zum Teil, so viel sei aus dem Nähkästchen geplaudert, wusste die Redaktion bei manchen Geräten auch nicht mehr so recht, in welchem Ressort sie es „abfeiern“ sollte. Manchmal ist es eben wie im richtigen Leben: Integration macht Abgrenzung überflüssig. Doch wir verquirlen nicht wild drauflos. In dieser wie jeder Ausgabe kommen auch die „klassischen“ Ressorts mit Tests und Technik zu ihrem Recht. Auch insofern bleibt Home Electronics, was es schon immer war: ein publizistischer Ort der Integration. // Lothar Brandt, Chefredaktor

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[ INHALT ]

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IN DIESER AUSGABE om apple.c

itunes.

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Seite 4

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Grosses Bild

Hoher Ton

Wie smart ein moderner Fernseher auch sein mag: Entscheidend für den TV-Genuss bleiben die Bild- und Tonqualität sowie eine einfache Bedienung. Im Test: Vier imposante 55-Zöller von Panasonic, Philips, Samsung und Sony.

Wunderbar ausgeglichener Klang, lebendig und agil – weshalb die neuen Standlautsprecher FS 407 von Elac dieses Prädikat verdient haben und welche Rolle ihre JET-Hochtöner dabei spielen, verrät unser Hörtest.

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NEUES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 UMFRAGE: Wozu brauchen Sie ein Tablet? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 REPORT: CES Las Vegas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 MUSIKTIPPS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 FILMTIPPS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 AUSPROBIERT: • Kabel-TV-Receiver Reycom REC100-C/CI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 • Vollformat-DSLR Canon EOS 6D . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 DOSSIER: SMART ENTERTAINMENT INHALT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . EINFÜHRUNG: Faszinierende Welten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . WISSEN: Die Grundlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . RATGEBER: Die Apple-Welt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . RATGEBER: Die Bang-&-Olufsen-Welt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . RATGEBER: Die Sonos-Welt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . RATGEBER: Die Samsung-Welt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . RATGEBER: Die Philips-Welt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . REPORT: Musikstreaming . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . REPORT: Video-on-Demand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . TIPPS & TRICKS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . GLOSSAR & NÜTZLICHE ADRESSEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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TV & HEIMKINO TEST: 55-Zoll-LCD-Fernseher • Panasonic TX-L55WT50E • Philips 55PFL8007K • Samsung UE55ES8090 • Sony KDL-55HX955 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58

Volles Format Die Sony RX1 besitzt ein lichtstarkes Objektiv bei Ausmassen einer Kompaktkamera. Im Innern werkelt jedoch ein leistungsfähiger Vollformat-Sensor einer Spiegelreflex. Ob die RX1 damit auch gute Bilder liefert, erfahren Sie im Test.

AUDIO TEST: Standlautsprecher mit JET-Hochtöner • Elac FS 407 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 FOTO & VIDEO TEST: Kompaktkamera mit Vollformat-Sensor • Sony RX1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 SERVICE EDITORIAL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 AGENDA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 IMPRESSUM/VORSCHAU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75

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Magazin [ NEUES ]

- UMFRAGE

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MAGAZIN

Vincent

WOZU EIN TABLET?

HEISSE KOMBI

Sie sind gefragt: In jeder Ausgabe erkundet die Home Electronics-Redaktion das Meinungsbild ihrer Leserinnen und Leser zu einem bestimmten Thema aus der Welt der Unterhaltungselektronik. Bitte gehen Sie im Internet auf: www.home-electronics.ch/umfrage, und entscheiden Sie sich für eine der Antworten auf die dort gestellte Frage. Die Auflösung folgt im nächsten HE.

Wir würden gerne wissen:

Bowers & Wilkins

Die Zahl der Schweizer TabletNutzer hat sich innert eines Jahres verdoppelt. Das ergab eine repräsentative Umfrage von comparis.ch. Das praktische, kompakte Apple iPad und seine Konkurrenten verkaufen sich wie die sprichwörtlichen frischen Brötchen. Doch wozu braucht man sie eigentlich?

Wozu nutzen Sie ein bereits angeschafftes oder anzuschaffendes Tablet hauptsächlich? a) Ich habe oder möchte ein Tablet zur Unterhaltung (Games, Video, Musik, Gerätesteuerung). b) Ich habe oder möchte ein Tablet für Informationen (E-Mails, E-Books, Zeitschriften, Internet). c) Ich habe kein Tablet und werde mir auch keines anschaffen. Bitte geben Sie Ihr Votum ab bis

11. MÄRZ 2013 Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

- UMFRAGE VOM MONAT FEBRUAR

+

MAGAZIN

Letzten Monat wollten wir von Ihnen wissen: Was halten Sie von Musik-Streaming-Diensten? Während Spotify und Co. nur noch einer Minderheit zu teuer sind, liegen die Fans einer Rundumversorgung inzwischen merklich vor denen, die von deren Quantität und Qualität nichts halten.

Mir genügen Qualität und Quantität des Angebotes nicht.

Ich finde die Angebote zu teuer.

Ich nutze sie, weil ich praktisch alle Musik für eine fixe monatliche Gebühr hören kann.

PRACHTPANORAMA Der britische Lautsprecher-Spezialist Bowers & Wilkins stellt seinen „Panorama 2“ vor. Er gehört zur beliebten Gattung der Soundbars, die surroundfreudigen Klang-Ästheten den Aufbau von fünf und mehr Lautsprechern um ihren Fernseher ersparen. Und die trotzdem vom meist quäkig-kraftlosen Klang moderner Flachbildschirme erlösen. Quasi als Querbalken unter oder über dem TV fasst der Panorama sechs Digitalverstärker und neun Lautsprecher in seinem 110 Zentimeter breiten, aber nur 13 cm hohen und 18 cm tiefen Edelstahlgehäuse ein. Dessen geschwungene Linien, die glänzende Lackierung sowie die feinschwarze Abdeckung werten die Optik erheblich auf. Elektronische Tricks sorgen dafür, dass trotz der Konzentration aller Schallquellen auf einen Abstrahlort der Eindruck akustischer Rundumversorgung entsteht. Der fernbedienbare Panorama 2 hat drei HDMI-Eingänge für Blu-rayPlayer, Konsolen oder Sat-Receiver und leitet per HDMI-Ausgang hochauflösende Bilder zum Fernseher weiter. Ein spezieller Modus macht ihn auch zum Partner für reine stereophone Musikwiedergabe. Der B&W Panorama 2 kostet 2400 Franken. // lbr

Die deutsche Elektronik-Marke Vincent präsentiert einen neuen Hybrid-Vollverstärker. Der SV 237 folgt auf den erfolgreichen SV 236 MK II, mit dem er das Mischkonzept aus Röhren-Vorstufe und TransistorEndstufe teilt. Der renommierte Entwickler Frank Blöhbaum überarbeitete die Endstufen dahingehend, dass sie noch höhere Stabilität an komplexen Lasten aufweisen. Lautsprecher-Frequenzweichen können die Phasenlage zwischen Strom und Spannung verschieben und damit die Leistungsabgabe mindern. Den SV 237 sollen selbst Phasendrehungen von bis zu 90 Grad nicht beeindrucken. In der Vorstufe sollen 6N1PRöhren für besseren Rauschabstand und mehr Grosssignalfestigkeit sorgen. Als zeitgemässe Zugabe bekam der SV 237 einen USB-Eingang spendiert. Der Schweizer Distributor Sinus Technologies ruft einen Verkaufspreis von 2400 Franken auf und empfiehlt die Kombination mit dem gleichfalls röhrenbestückten CDPlayer CD-S7 DAC für 2500 Franken. Der kann auch als hochwertiger Digital-Analog-Wandler für externe digitale Quellen dienen. // lbr www.sinus-technologies.ch

Stand am 7. 2. 2013

www.bowers-wilkins.ch

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Cookoo

UHR HILFT HANDY Moderne Smartphones sind so gross, dass man sie meist nicht in Händen halten will, sondern in Taschen verstaut. Dadurch weiss man allerdings nicht mehr, was auf dem Handy abgeht. Aus diesem Dilemma erlöst die 150 Franken teure Bluetooth-Uhr Cookoo. Sie verbindet sich mit der extrem stromsparenden Funktechnik Bluetooth 4 Smart Ready mit den neusten iPhone-Modellen 4s und 5. Verlangen Anrufe, SMS, FacebookNachrichten oder Termine Aufmerksamkeit, signalisiert dies die Uhr mit Vibration und einem entsprechenden Symbol auf dem Ziffernblatt. In der Gegenrichtung steuert die Uhr die Audiowiedergabe auf dem Smartphone und dient als Fernauslöser der Foto-Funktion. Per Tastendruck auf der Uhr kann man sich ferner mit seiner GPS-Position an einem Ort „anmelden“ (Check-in). Wer sich nie mehr von seinem Smartphone trennen will, aktiviert den Alarm. Entfernt man sich mehr als 20 Meter von seinem Handy, jammert die Uhr. Die App für iOS ist kostenlos, für Android ist sie angekündigt. // kh www.portacomp.ch

Sony

GVU

BESSERES BLUETOOTH

RIESIGES WWW-KINO

Sony hat für seine neuen Audio-Produkte die Aptx-Technik von CSR lizenziert. Diese sorgt dafür, dass die drahtlose Musikübertragung via Bluetooth auch Qualitätsansprüchen von verwöhnten Ohren genügt. Dank Bluetooth können Handys und andere Mobilgeräte sehr einfach Musik über mehrere Meter auf eine Stereoanlage oder Aktivboxen übertragen. Die Musik wird aber stark komprimiert, was zu einem hörbaren Qualitätsverlust führt. Bei Aptx wird für die Kompression ein besserer Algorithmus verwendet; die Musik tönt danach wieder in CD-Qualität aus den Lautsprechern. Viele neue Smartphones von Samsung und Sharp unterstützten Aptx bereits; für bestehende Stereoanlagen gibt es beispielsweise Adapter von QED. Eine Produkteliste findet sich bei CRS im Internet. Dass nun auch Sony bei Aptx mitmacht, dürfte die Verbreitung zusätzlich antreiben. Das erste Sony-Gerät mit der neuen Technik ist der kabellose tragbare Lautsprecher SRS-BTX300, der 240 Franken kostet. // kh

Obwohl im vergangen Jahr 51 illegale Streaming- und Download-Portale im Internet abgeschaltet wurden, blüht das Untergrund-Kino im WWW weiter. Dies berichtet die deutsche Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU). Inzwischen ermöglichen die Untergrund-Kinos Zugriff auf mehr als zwei Millionen Spielfilmdateien. Das grösste Angebot bietet dabei laut GVU das Portal movie2k.to. Seit 2008 aktiv, bietet es inzwischen über 27 000 Filme an, davon rund 9500 in Deutsch. Neben Streaming-Anbietern zählte die GVU auch das Angebot bei Download-Portalen. Dort lassen sich Filme direkt auf die private Festplatte herunterladen. Demnach sollen acht BitTorrent-Portale Zugriff auf insgesamt 561 577 illegale Filmdateien ermöglichen. Schweizer Besucher und Nutzer der illegalen Filmanbieter riskieren hauptsächlich, mittels Werbung auf- seiten von sogenannten Abo-Fallen geleitet zu werden. Dort wird versucht, per Kreditkarte dubiose Angebot zu verkaufen oder mittels versteckter Verträge dem Surfer ein kostenpflichtiges Abo unterzujubeln. // kh

www.sony.ch; www.crs.com

HFX

MACHT CD ZU DATEN Die RipNAS-Geräte des österreichischen Herstellers HFX räumen mit der alten CD-Sammlung auf und verwandeln diese in eine netzwerktaugliche Musikkollektion. Dazu arbeitet das RipNAS einerseits als sogenannter Ripper. Eingelegte Silberscheiben werden digitalisiert, aus dem Internet mit Titelinformationen und Coverbildern ergänzt und dann dank einem ausgefeilten Prüfprozedere ohne ein fehlendes Bit auf der Festplatte abgelegt. Zweitens arbeitet der Mini-PC auch als Netzwerkspeicher (NAS) und stellt die auf ihm vorhandene Musik allen Unterhaltungsgeräten im Netzwerk sauber sortiert nach Titeln, Interpreten und Musikstil zur Verfügung. Dadurch ist das RipNAS die perfekte Ergänzung zu vernetzten Audiogeräten von Sonos, Linn oder Revox. Das RipNAS ist mit Festplatten zwischen einem und drei Terabyte erhältlich. Die grösste Version kann über 100 000 CD verlustfrei speichern. Das günstigste RipNAS Solid E ist ab rund 1500 Franken erhältlich. Für einen Aufpreis von rund 2500 Franken wird die Festplatte bereits mit 100 klassischen Werken aus über 300 CD „vorgefüllt“. // kh

www.gvu.de; www.movie2k.to

www.hfx.at

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Magazin [ NEUES ]

Sonoro

IM FILZMANTEL Zumindest der portable Lautsprecher Sonoro GoNewYork muss nicht frieren, wenn sich sein Besitzer mit diesem unter dem Arm der Winterkälte aussetzen will. Das Gehäuse kann nämlich mit wechselbaren Filzhüllen in Brombeere, Grau und Grün überzogen werden, alternativ sind Soft-Touch-Hüllen in acht verschiedenen Farben erhältlich. Vor Kälte geschützt, empfängt der Filzquader Musik via Bluetooth-Funk von einem Smartphone, Tablet oder Notebook. Die 2 Zoll grossen Breitbandlautsprecher mit Bassreflexröhre sollen für genügend Sound sorgen. Das integrierte Mikrofon erlaubt freies Sprechen bei Mobiltelefonanrufen. Laut Hersteller liefert der Akku für bis zu 12 Stunden Energie. Der Bluetooth-Lautsprecher Sonoro GoNewYork misst 9,4 x 9,4 x 19,2 Zentimeter (B x T x H) und wiegt 550 Gramm. Demnächst erhältlich für voraussichtlich 150 Franken. // rf www.sonoro-audio.com

Sony

Digitalradio

SENSORENTIEF REIN

NEUE DAB+SENDER

Sony hat ein Bildanalysesystem entwickelt, mit dem sich in wenigen Sekunden Pickel, Flecken und Poren menschlicher Haut erkennen und retouchieren lässt. Dies schreibt das deutsche Magazin „Technology Review“ in seiner Online-Ausgabe. Das sogenannte Smart Skin Evaluation Program (SSKEP) besteht aus Hard- und Software und könne eines Tages in Kosmetikstudios oder bei Hautärzten eingesetzt werden. SSKEP soll einfacher bedienbar und deutlich billiger werden als aktuelle Geräte zur Hautuntersuchung. Das System nutzt einen speziellen CMOS-Bildsensor, der die verschiedenen Hautschichten durchdringen und erfassen kann. Eine Software erstellt daraus ein genaues Hautbild. Problematische Stellen lassen sich markieren und – auch automatisch – digital nachbearbeiten. Dabei werden Farbveränderungen der Haut ausgeglichen und unschöne Stellen retuschiert. Das Ergebnis soll zwar kein unverfälschtes, aber ein nahezu perfektes Bild sein. Sony will mit SSKEP zuerst die Schönheits- und Modeindustrie erobern, danach sollen Konsumenten-Fotokameras für weitere Umsätze sorgen. // rf

In der Westschweiz werden voraussichtlich im August neue Digitalradiosender mit DAB-Plus-Technik ihren Betrieb aufnehmen. Die entsprechende Funkkonzession hat das Bundesamt für Kommunikation im Ferbruar erteilt. Im DAB-Plus-Standard können auf einer Frequenz bis zu 18 Radioprogramme in CD-Qualität ausgestrahlt werden. Zu den konzessionierten Programmen zählen digitale Angebote von Radio Rhône AG, Radio Fribourg/ Freiburg AG und Soprodi GmbH. Weiter will die Konzessionärin Romandie Médias SA zwischen Wallis und Jura praktisch alle privaten Westschweizer Radioprogramme verbreiten. Die SRG will Rete Tre und SRF 4 News aufschalten. Es ist dies die zweite DAB-Plus-Plattform in der Westschweiz. Vor mehr als zehn Jahren hat die SRG ein erstes Sendernetz in Betrieb genommen. In der Deutschschweiz sind zwei regionale Digitalradio-Plattformen in Betrieb. Bei der Romandie Médias SA handelt es sich um eine Gemeinschaft von privaten Radiostationen in der Romandie, der SRG und der Swisscom Broadcast AG. // rf

www.sony.ch

Western Digital

PER APP BEDIENT Der Festplattenhersteller Western Digital erweitert seine Medienabspieler-Familie mit dem Modell WD TV Play. Gegenüber den bisherigen Modellen kann die kleine Box neu über eine kostenlose App (iOS/ Android) gesteuert werden. Eine herkömmliche Fernbedienung ist weiter im Lieferumfang enthalten. WD TV Play spielt wie ihre Geschwister Bild- und Tonformate in den gängigsten Formaten ab – darunter auch HD-und Containerformate. Bei kopiergeschützten Varianten bleibt die Box jedoch stumm und blind. Via WLAN/Ethernet kann sie direkt auf Videoportale wie Youtube oder Musik-Streaming-Dienste wie Spotify zugreifen und deren Inhalte an den Fernseher oder an die HifiAnlage ausgeben. Auch Inhalte von USB-Geräten (USB 2.0) oder aus dem Heimnetzwerk kann die Box wiedergeben. Die WD TV Play misst 10,6 x 10,5 x 2,7 Zentimeter (B x T x H) und ist derzeit erst in den USA für 70 Dollar erhältlich. Preis und Verfügbarkeit für die Schweiz waren zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt. // rf

www.digitalradio.ch

www.wdc.com

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Panasonic

GANZ PERSÖNLICH Zu den beeindruckenden Neuerungen im grossen TV-Angebot von Panasonic für das Jahr 2013 zählt „My Home Screen“. Dahinter steckt eine individuelle Gestaltung des „Einstieg“-Bildschirms, die alle neuen Modellreihen mit dem Smart-Viera-Emblem anbieten. Jeder Nutzer soll so schnell die Inhalte auf seinem Bildschirm sehen, die er besonders interessant findet. Der Herr Papa kann also einen Sportinformationsdienst und Nachrichtenseiten konfigurieren, das Fräulein Tochter Seifenoper und ein Quasselforum oder Ähnliches. Damit nichts durcheinanderkommt, übernimmt eine Kamera bei den Topgeräten die Gesichtserkennung. Und die „Voice Interaction“-Sprachsteuerung in den Serien WTW 60, DTW 60, ZT 60, VTW 60 und GTW 60 gestattet, das Mikrofon der Fernbedienung oder seines Smartphones mit Viero Remote 2 App anzusprechen – und wenigstens der Fernseher tut, was man ihm sagt. Denn in der Demonstration während der Neuheitenpräsentation funktionierte die verbale Kommunikation erstaunlich gut. Ansonsten folgen die Japaner dem Motto „Von allem etwas mehr“. Sie prahlten nicht mit Revolu-

tionen, sondern konnten überzeugende Weiterentwicklungen von Smartness, Bedienungsfreundlichkeit und vor allem auch Bildqualität zeigen. Und natürlich das allseits grassierende Grössenwachstum befeuern – alle LCDFernseher gibt es nun bis 152 Zentimeter Diagonale, das entspricht 60 Zoll. Lustig geriet die Demonstration des Touch-Pen-Eingabestiftes. Damit kann man tatsächlich "auf" dem Fernsehschirm der Smart-Viera-Plasma-Modelle malen und die so erstellten Kunstwerke sogar speichern und aufs Smartphone übertragen. Aprops übertragen: „Swipe & Share 2.0“ transportiert recht zuverlässig per Wischbewegung multimediale Inhalte vom Handy zum Bildschirm. Berückend ist die Konsequenz, mit der Panasonic seine „grüne“ Strategie hoher Energieeffizienz verfolgt. Beglaubigt ist diese schon für sechs Fernseher, die mit A++ klassifiziert sind. Als reine Bildquelle überzeugten vor allem der Viera NeoPlasma und der sehr gute 3D-Beamer PT-AT6000E. // lbr www.panasonic.ch

Weiterbildung klar. Finanzierung auch. GE Money Bank Kredit-Finanzierung nach Mass. redit Jetzt Kagen anfr ybank.ch

emone www.g 07 807 0800 8

GE imagination at work

Berechnungsbeispiel: Kredit CHF 10 000.–. Ein effektiver Jahreszins zwischen 9,95 % und 14,5 % ergibt Gesamtkosten für 12 Monate zwischen CHF 523.– und CHF 753.–. Kreditgeberin ist die GE Money Bank AG mit Sitz in Zürich. Die Kreditvergabe ist verboten, falls sie zur Überschuldung der Konsumentin oder des Konsumenten führt.

www.gemoneybank.ch


Magazin [ NEUES ]

VERANSTALTUNGEN

AGENDA NATIONAL 14. 3. 2013 Fachkongress Smart Home, Umweltarena Spreitenbach www.intelligenteswohnen.com

11.–14. 4. 2013 Bauen und Wohnen, Tägerhard Wettingen www.bauen-wohnen.ch

20.–21. 4. 2013 Klangschloss, Schloss Greifensee www.klangschloss.ch

INTERNATIONAL 5.–9. 3. 2013 CeBIT, Hannover www.cebit.de

9.–12. 5. 2013 High End, München www.highendsociety.de

Tivoli Audio

EWA Marine

MIT BLUETOOTH

ABTAUCHEN

Die Radiogeräte und Musiksysteme von Tivoli Audio zählen längst zu den Klassikern der kompakten Unterhaltung. Sie erfreuen den Besitzer mit ihrem edlen Äusseren, ihrem ausgezeichneten Klang und der einfachen Bedienung. In jüngster Zeit hat der US-amerikanische Audiospezialist einige seiner Modelle zusätzlich mit Bluetooth ausgerüstet – so auch das Tivoli Audio Music System+ (Bild). Mit dem Kurzdistanzfunk lassen sich Musikdateien und Internetradiosendungen von einem beliebigen Smartphone an das Musiksystem streamen und auch mittels neuer App (zur Zeit leider nur für Apples iOS-Geräte) bedienen. Unterstützt werden die Bluetooth-Profile 2.1 und EDR. Das neue Aptx-Profil liefert Tivoli Audio leider nicht mit, dieses würde dank einer weniger verlustbehafteten Datenkompression für eine hörbar bessere Klangqualität bei der Übertragung sorgen. Ferner vermisst man bei den überarbeiteten Geräten ein WLAN-Modul für den direkten Zugriff auf das Heimnetz und das Internet. Der Umweg über Bluetooth leert einen Smartphone/Tablet-Akku erfahrungsgemäss in wenigen Stunden. Das Tivoli Audio Music System+ mit CD-Spieler und DAB+Radioempfang gibt es in verschiedenen Farben und Materialien. Es kostet 1200 Franken. // rf

Wer Aufnahmen am, auf oder unter Wasser machen will, muss gezwungenermassen seine Kamera vor eindringender Feuchtigkeit schützen. Bei den „Plastiktüten“ von Ewa Marine handelt es sich tatsächlich um wasserdichte Gehäuse, die seit Jahrzehnten in Deutschland produziert und zu 100 % auf Dichtigkeit geprüft werden, bevor sie in den Verkauf gelangen. Die flexiblen Kunststoffgehäuse sind alle nach dem gleichen Prinzip entwickelt, ihr spezifisches Design folgt dabei der Form der zu schützenden Kamera. Für die Frontgläser verwendet der Hersteller ausschliesslich gehärtetes, optisches Mineralglas. Je nach Gehäuse wird sogar ein Handschuh zur direkten Bedienung von Blende, Verschlusszeit etc. eingearbeitet. Die Gehäuse wiegen höchstens 400 Gramm und bieten Schutz für die meisten Kompakt- und SLRKameras, auch mit Blitzgerät und Objektiven. Sie kosten zwischen 60 und 470 Franken. Videokameragehäuse sind ab 270 Franken erhältlich. // rf

www.tivoliaudio.de

Erleben Sie

die hohe Kunst des Klanges

mit allen Sinnen

www.ewa-marine.de www.multimedia-online.ch

MOMENTUM BLACK Der edle Sennheiser MOMENTUM Black Kopfhörer macht die berühmte Sennheiser-Klangqualität greifbar. Dafür steht zunächst die Auswahl des Materials: feinstes, weiches und atmungsaktives Leder für Kopfbügel und Ohrmuscheln zeigt, dass Sennheiser für Stilbewusstsein steht. Auf der technischen Seite sorgen die Hochleistungs-Neodym-Magneten für ausserordentlich reichen und detaillierten Stereosound. Die ohrumschliessenden Kapseln gewährleisten perfekten Hörgenuss. Für die Verwendung mobiler Audiogeräte ist der MOMENTUM Black mit einem 3,5-mm-StereoKlinkenstecker ausgestattet. Im Lieferumfang ist ein zusätzliches Kabel mit integrierter Smart-Fernbedienung und Mikrofon enthalten, mit dem Musiktitel und Telefonanrufe komfortabel gesteuert werden können.

Bezugsquellen Sennheiser MOMENTUM Black: www.sennheiser.ch

Sennheiser (Schweiz) AG ∙ Zürcherstrasse 71 ∙ 8103 Unterengstringen ∙ info@sennheiser.ch ∙ www.sennheiser.ch


Belenus-Quartett

Neue Spielkonsolen

VOLLENDETER KLANG

OBAN, ORBIS UND OUYA

Warum ein in Basel gegründetes und mittlerweile in Zürich beheimatetes, aus vier Damen rekrutiertes Streichquartett nach dem gallischen Sonnengott heisst, mag sich nicht auf Anhieb erschliessen. Doch wenn das BelenusQuartett aufspielt, wird sofort klar, warum die Formation zu den hoffnungsvollsten der jüngeren Generation gehört. Die vitale Virtuosität, einhergehend mit einem faszinierend nuancenreichen Klang, springt förmlich ins Ohr. Das audiophile deutsche Label Acousence hat nun mit dem Schweizer Streichquartett, Preisträger unter anderem der „Orpheus Swiss Chamber Music Competition“, eine, genauer zwei faszinierende Aufnahmen produziert. Die CD vereint Joseph Haydns Quartett Opus 76/2 mit Bela Bartoks viertem Streichquartett. Fasziniert bei Haydns „Quinten“-Quartett die ausserordentlich lebendige, vollmundige und kraftvoll-farbige Darstellung, so begeistert im Bartok-Werk mit dem berühmten Pizzikato-Satz die variable Tongebung und Ausgewogenheit. Die Damen gehen nicht ganz so wagemutig zur Sache wie das Takacz-Quartett, ihnen fehlt vielleicht noch die vollendete Eleganz des Emerson oder Juillard Quartet – doch ihre intensiv-konzentrierte Interpretation gerät zum kammermusikalischen Genuss. Nicht zuletzt auch dank der superben Tontechnik. Deren Krönung ist die auf 999 Stück limitierte, prachtvoll ausgestattete Sonderausgabe auf zwei 180-Gramm-LPs, die mit schnellen 45 Umdrehungen pro Minute abzuspielen sind. Die Nobeledition bietet sensationelle Klangqualität – Dynamik, Detail- und Farbreichtum suchen ihresgleichen. Ein Fest für Musik- und Vinylfans. // lbr

Die Verkaufszahlen der Spielkonsolen Xbox 360 und Playstation 3 leiden unter der Konkurrenz durch billige Smartphone-Games. In der Schweiz ist laut der Branchenvereinigung Swiss Interactive Software Association (SIEA) der Umsatz zwischen 2009 und 2012 um rund 50 Prozent auf 70 Millionen Franken eingebrochen. Neue Konsolen sollen nun den Markt beleben. Diese sollen einerseits energiesparender und leiser sein, andererseits dank mehr Rechenleistung noch bessere Grafiken auf den HD-Bildschirm zaubern. Gerätselt wird, ob einzelne Hersteller ihre Konsolen bereits fit für 4K-Fernseher machen werden. Der Nachfolger der Spielkonsole Xbox 360 aus dem Hause Microsoft wird in der Gerüchteküche mit dem Codenamen Oban oder Xbox 720 gehandelt. Sie erhält wohl ein Blu-ray-Laufwerk, Spiele dürfen dann bis 50 Gigabyte Daten enthalten. Ferner wird die Bewegungserkennung Kinect verbessert. Über Sonys Nachfolger der Playstation 3 wird derzeit unter dem Namen Orbis gemunkelt. Hobby-Esoteriker wollen auch wissen, dass die Zahl 4 „negativ“ besetzt ist und deshalb die PS4 nicht PS4 heissen wird. Die Konsolen von Microsoft und Sony übertrumpfen die Rechenleistung eines üblichen PC um Faktoren, werden aber erst 2014 in Europa erhältlich sein. Günstiger, leistungsschwacher, aber dafür früher erhältlich ist die AndroidSpielkonsole Ouya. Wer die quelloffene Konsole jetzt für 99 Dollar bestellt, wird wohl im Frühling am TV unter Android zocken können. // kh

www.acousence.de; www.belenusquartett.ch

www.xbox.com; www.playstation.com; www.ouya.tv

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Magazin [ CES LAS VEGAS ]

Riesiger Wirbel um den grossen, freistehenden 4K-Fernseher von Samsung.

KRISE? WELCHE KRISE? // Albrecht Gasteiner

Die US-amerikanische Wirtschaft taumelt nahe am Abgrund dahin. Doch an der Consumer Electronics Show in Las Vegas war davon nichts zu spüren.

I

m Gegenteil, die weltweit grösste Fachmesse für Heimelektronik wartete mit neuen Rekorden auf: 3250 Aussteller (Rekord), 180 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche (Rekord), 20 000 neue Produkte (Rekord), 150 000 Fachbesucher (genau: Rekord). Und dies, obwohl weder Apple noch Microsoft präsent waren und die zweite Januarwoche als Messetermin wegen der nachweihnachtlichen Ebbe in der Portemonnaies der Kunden ohnehin als äusserst ungünstig gilt. Trotzdem herrschte in den Messehallen bedrohliches Gedränge, und die grossen Weltmarken überboten einander mit spektakulären Innovationen. Dass bei solchen Gelegenheiten ganz gerne als perfekt und marktreif dargestellt wird, was sich in Wahrheit erst im Laborstadium befindet, hat man vor genau einem Seite 12

Jahr an Ort und Stelle anhand der mit riesigem Tamtam vorgestellten OLED-Fernsehgeräte vorgeführt bekommen. Die gibt es auch ein volles Jahr später noch immer nicht zu kaufen. Nicht ganz so krass liegen Versprechen und Wirklichkeit beim Thema 4K auseinander. Allerdings ist auch hier noch allerhand Entwicklungsarbeit zu leisten, bevor das neue „Highend für die Augen“ wirklich Läden und Wohnungen erobern kann. Das fängt schon beim Namen an. Soll es nun Ultra-HD heissen? Oder 4K? Oder UHD? Oder Ultra High Definition 4K? Und mit grossem K oder kleinem k? Auch technisch ist noch vieles in der Schwebe: Was für eine Datenkompression und welche Speichermedien wird man bei der Aufzeichnung auf 4K-Camcordern einsetzen? Für das Archivieren von 4K-Filmen auf Blu-

ray-Discs oder irgendwelchen anderen Speichern braucht es einen neuen Standard, ebenso ist noch völlig offen, mit welcher Technik man (eines Tages) 4K-Fernsehsendungen ausstrahlen oder -Filme herunterladen möchte. Immerhin hat man es hier mit respekteinflössenden Datenraten irgendwo zwischen 20 und 50 Mbit/s zu tun. Geklärt ist noch nicht einmal die Frage, wie man solche Programme von einem Player/Server/Camcorder/Tuner auf einen Bildschirm transportieren soll. Ein speziell dafür erweiterter HDMI-Standard soll „im Laufe des ersten Halbjahres“ etabliert werden.

UHD 4K, DER NEUE STANDARD Realistisch gesehen bleiben also noch ein paar Monate Zeit bis zur tatsächlichen Verkaufsreife der UDH-4K-Bildschirme. Doch immerHome electronics

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Weltneuheit von Panasonic: 20-Zoll-Tablets, auch bereits mit vierfacher HD-Auflösung.

Das gab es noch nie: Sowohl Samsung als auch LG zeigten elegante OLED-Bildschirme mit sanftem Schwung.

Sony zeigte eine vollständige 4K-Übertragungskette, von der Kamera bis zum Bildschirm.

Sharp schafft mit seiner neuen IGZO-Bildschirmtechnik 4K-Auflösung schon bei kleinen Bildschirmen.

hin darf jetzt als sicher gelten, dass dieses neue Format sich als neuer Highend-Standard neben HD etablieren wird. Denn wer sich im Vorfeld der Messe noch gefragt hatte, ob 4K überhaupt vernünftig oder nötig sei, der hat in Las Vegas eine eindeutige Antwort gefunden: Ja, es ist vernünftig und auch nötig, denn die Bildschirme werden immer grösser, und das verlangt einfach nach immer höherer Detailgenauigkeit. Alle bedeutenden Weltmarken haben solche Geräte vorgeführt, mit eindrucksvollen Bildgrössen zwischen 40 und 110 Zoll Diagonale. Besonders Samsung machte mit seinem 85 Zoll grossen Modell Furore. Dessen Bildfläche ist so gross wie die von vier 42-Zöllern, die Diagonale misst 215 Zentimeter, die Lautsprecher sind im Rahmengestell untergebracht. Auch chinesische Hersteller mischen bei der neuen Technik schon mit. Und Sony hatte sogar schon eine komplette Produktionskette präsent, wenngleich der gezeigte 4KAmateur-Camcorder nur ein Mock-up war, ebenso der 4K-Server, den die Japaner mit einigen Spielfilmen füllen und zusammen mit den ersten 4K-Bildschirmen ausliefern wollen. Vielleicht am konsequentesten folgt Sharp dem Trend zur Grösse. Das Unternehmen will in diesem Jahr in den USA nicht weniger als 21 verschiedene Fernsehgeräte mit Bildschirmen von 60 Zoll und darüber einführen, wobei man aber auch am anderen Ende der Grössenskala Home electronics

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Besonderes zu bieten hat: Mit seiner IGZOTechnik erreicht Sharp die enorm hohe Auflösung von 4K schon auf 32-Zoll-Bildschirmen, die ersehnten, reflexionsfreien „Moth Eye“Bildschirme kommen leider erst etwas später. Noch kleiner schafft es Panasonic, das mit einem 4K-Tablet von 20 Zoll Grösse eine veritable Sensation für Grafiker, Fotografen und Designer präsentierte.

WO BLEIBT OLED? Und OLED? Da haben sowohl LG als auch Samsung die Schwierigkeiten mit der überaus heiklen Massenproduktion unterschätzt. Das hat ihre Projekte um etliche Monate zurückgeworfen, und erst jetzt beginnt LG ganz langsam mit der Auslieferung der ersten Geräte. Nur sollte man diese Bildschirmtechnik deswegen nicht vorschnell abschreiben, sie bietet einfach zu viele offensichtliche Vorteile. Und in Las Vegas hat man auch schon den nächsten Entwicklungsschritt gesehen: Sanft gewölbte Bildschirme mit enorm elegantem Aussehen. Nachgerade Sensationelles hat jedoch die Zusammenarbeit von Panasonic und Sony hervorgebracht: 56 Zoll grosse OLED-Bildschirme mit 4K-Auflösung. Das Beste aus zwei Welten, sozusagen. Im Übrigen sah man sich in Las Vegas einem Tsunami von Smartphones, Tablets, Phablets, Ultrabooks und Notebooks gegenüber, wobei

Sony den Vorgang der Vernetzung besonders elegant gelöst hat: Sobald zwei Geräte einander auch nur für einen Moment berühren, verbinden sie sich automatisch miteinander. Übertroffen wird die Menge an Taschencomputern nur noch von der unübersehbaren Menge kleinster Aussteller aus Fernost mit irgendwelchem Zubehör für diese Geräte. Neue Trends? Vielleicht der, sich selber als Bildhauer zu versuchen. Oder zumindest als Gestalter dreidimensionaler Objekte. Dazu arbeitet man heutzutage aber nicht mehr mit Ton, Holz oder Marmor, sondern am Computer. Es wird vom Material auch nichts mehr weggeschlagen, geschabt oder gefräst. Im Gegenteil, es wird Schicht für Schicht aufgebaut. Dazu entwirft man am Computer irgendein Spielzeug, eine Teetasse oder den Korpus einer Gitarre, man schickt die Datei per E-Mail an eine Spezialfirma wie etwa 3D-Model in Zürich oder die französische Sculpteo, und dort baut ein 3D-Drucker den Gegenstand in Schichten von weniger als einem Zehntelmillimeter aus Kunststoff auf – im Prinzip nicht viel anders, als man das bei einem Gebäude mit Ziegelsteinen tut. Das klappt präzise auch bei hochkomplizierten Formen. Mehrere Farben und Materialien stehen zur Wahl, und wer viel Geld loswerden möchte, kann seine Werke sogar echt versilbert bekommen. Hat da jemand etwas von „Krise“ gesagt? |

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Magazin [ MUSIKTIPPS ]

MACHT UND LIEBE // Christoph Vratz

Im zweiten Teil der Giuseppe-Verdi-Gedächtnis-Serie zum 200. Geburtstag stehen abermals drei populäre Opern im Fokus: „La Forza del Destino“, „Don Carlo“ und „Aida“.

N

ach seiner Trias mit Rigoletto, Il Trovatore und La Traviata war Giuseppe Verdis Weltruhm als Opernkomponist zementiert (HE 2/2012). Mit I Vespri Siciliani, Simon Boccanegra und dem Ballo in Maschera folgten drei weitere Opern, bevor sich Verdi für die bis dahin längste Zeit vom Theater zurückzog. 1862 kehrte er mit einer für Sankt Petersburg komponierten Oper zurück: La Forza del Destino, die Macht des Schicksals, die er 1869 noch einmal gründlich überarbeiten sollte. 1954 entstand unter Tullio Serafin die wohl mitreissendste Einspielung dieses Werkes, das eine seltsame Mischung aus italienischem Belcanto und französischer „Grand Opéra“ darstellt. Mag es auch bei Maria Callas erste vage Anzeichen für ihre späteren Überzeichnungen geben, so singt sie vor allem die Rezitative mit einer beispiellosen Aus-

DON CARLO / DON CARLOS

1970: Domingo, Caballé, Raimondi; Orchestra of the Royal Opera House, Giulini. EMI, 3 CDs. Auch in der Box: Verdi – The Great Operas. EMI, 35 CDs

1984: Domingo, Ricciarelli, Nucci; Scala-Orchester, Claudio Abbado (frz., 5 Akte). DG, 4 CDs

LA FORZA DEL DESTINO

AIDA

1954: Callas, Tucker; Scala-Orchester, Tullio Serafin. EMI, 2 CDs. Auch in der Box: Maria Callas – The Complete Studio Recordings. EMI, 70 CDs

1961: Price, Vickers, Gorr; Orchestra del Teatro dell’Opera di Roma, Georg Solti. Decca, 2 CDs. Auch in der Box: Georg Solti – The Verdi Operas. Decca, 16 CDs

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druckskraft und Gestaltungslust. Richard Tucker ist einer der wenigen Tenöre in der Schallplattengeschichte, die der undankbar-schwierigen Partie des Alvaro wirklich gerecht wurden. Einzig bei der Tonqualität dieser Mailänder Produktion müssen Klanggourmets kleinere Abstriche machen.

EINSAMKEIT UND MASSE Es gibt nicht wenige Verdi-Liebhaber, die den Don Carlo zu seiner schönsten Oper erklären. Hier gibt es alles: herrlich lyrische Momente, Augenblicke tiefen Schmerzes und blinder Hingabe, grossartige Chorszenen und Szenen todesnaher Einsamkeit. Die Liebesgeschichte vom Infanten Carlos, der die Frau seines Vaters liebt, basiert auf Schillers Dramenvorlage. Und wie immer hat Verdi die Essenzen des Schauspiels auf die Opernbühne übertragen. Beim Carlos liegen etliche verschiedene Fassungen vor, darunter als Hauptstränge eine fünfaktige Version in französischer Sprache, für Paris entstanden, sowie eine vieraktige italienischsprachige Version mit vier Akten. Carlo Maria Giulini lieferte 1970 eine Sternstunde der Verdi-Diskografie, mit der Einspielung einer fünfaktigen (!) italienischen Version. Plácido Domingo als Carlo, Montserrat Caballé als Elisabeth, Sherrill Milnes als Posa, Ruggero Raimondi als Filippo sowie Shirley Verrett als Eboli – eindringlicher ist diese Oper kaum festgehalten worden. Die französische Version haben Claudio Abbado (ebenfalls mit Domingo) und zuletzt 1996 Antonio Pappano (mit Roberto Alagna) aufgenommen. Hier hat der Hörer ein bisschen die Qual der Wahl. Pappano hat sich für die originale Gestalt der Oper entschieden, Abbado liefert wiederum eine später von Verdi bearbeitete Version. Der Don Carlo ist mit all seinen Versionen ein Dschungel, durch den selbst die Experten nur schwer durchblicken. Neben dieser komplexen, vielschichten Handlung nimmt sich der Kern von Aida geradezu schlicht aus, wenngleich das Bühnengeschehen operngerechter, weil konsequenter, schlüssiger abläuft. Verdi hatte die Oper für Kairo im Jahr 1871 komponiert, und ein französischer Archäologe lieferte ein üppiges Bühnenbild und bombastische Kostüme. Georg Solti hat Aida Anfang der 1960er Jahre mit der KlangEquipe von Decca aufgenommen – allein deshalb ist diese Produktion den Konkurrenz-Aufnahmen jener Zeit überlegen. Leontyne Price und Jon Vickers als Liebespaar Aida/Radames sowie Rita Gorr als Amneris und Robert Merrill als Amonasro singen mit einer Hingabe und Vehemenz bei gleichzeitiger Präzision und Fähigkeit zur Zurücknahme, die den Rang dieser Aufnahme bis heute prägen. Allenfalls die Aufnahmen mit Arturo Toscanini von 1949 (RCA/Sony) sowie später mit Riccardo Muti (nicht mit seiner Studioproduktion bei EMI, sondern live aus der Bayerischen Staatsoper, Orfeo) aus dem Jahr 1979 können als Alternativen herhalten. | Home electronics

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Bass-Performance. Der SB 400 wird gemeinsam mit einem kabellosen Subwoofer ausgeliefert, der überall im Raum positioniert werden kann und lästigen Kabelsalat Geschichte werden lässt. Alternativ ist der SB 100 ein klangstarkes Highlight für all jene, die bereits einen Subwoofer besitzen. Der Soundbar wird einzeln verkauft und kann durch RCA/ Chinch-Output mit jedem Subwoofer verbunden werden. Mit seinem einzigartigen JBL-Akustik-Design, bestehend aus zwei Tiefton-Treibern mit langem Hub und doppelt ausgeführten Bassreflexöffnungen, garantiert der All-in-one-CinemaSoundbar SB 200 satte Bässe – und das ohne externen Subwoofer. Alle Cinema-Soundbars enthalten zwei integrierte Woofer zur Bassverstärkung. Ein „Bass Boost“-Knopf auf dem JBL SB 100 und dem JBL SB 200 optimiert die Bass-Frequenz-Performance. Die JBL-Cinema-Soundbars SB 200 und SB 400 verfügen über Bluetooth®-Funktionalität, sodass Anwender ihr Audio-Repertoire durch das Streamen von Inhalten von iPhones®, iPads®, Android™Produkten oder anderen Bluetooth®-kompatiblen Geräten erweitern können. www.jbl.com

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Magazin [ FILMTIPPS ]

UNHEIMLICH GUT // Dani Maurer, outnow.ch

Die Fernsehlandschaft hat viel mehr zu bieten als verzweifelte Hausfrauen und balzende Ärzte. Beispielsweise Serien, die es noch nicht zu uns ins Programm geschafft haben, dies aber längst verdient hätten. Titel: Misfits Jahr: 2009 Regie: Tom Green Schauspieler: Nathan Stewart-Jarrett, Iwan Rheon, Lauren Socha Hersteller/Vertrieb: Polyband

Titel: Homeland Jahr: 2011 Regie: Michael Cuesta Schauspieler: Claire Danes, Damian Lewis, Morena Baccarin Hersteller/Vertrieb: Showtime Networks

Titel: American Horror Story Jahr: 2011 Regie: Bradley Buecker Schauspieler: Jessica Lange, Zachary Quinto, Joseph Fiennes Hersteller/Vertrieb: 20th Century Fox

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E

rinnert sich noch jemand an die US-Serie Heroes? Dort retteten unterschiedliche Charaktere mit ihren übermenschlichen Kräften die Erde mehr als einmal vor dem Untergang. Die britische Serie Misfits übernimmt zwar die Dramaturgie, die Figuren sind jedoch vielschichtiger angelegt. Im Zentrum stehen junge Menschen, die allesamt straffällig geworden und nun mit gemeinnütziger Arbeit beschäftigt sind. Als eines Tages ein Gewitter aufzieht, werden sie vom Blitz getroffen, aber nicht getötet. Stattdessen stellen sie einige Veränderungen an sich fest: Der eine kann sich unsichtbar machen, der andere dreht die Zeit zurück, und eine weitere macht sich mit ihren verzückenden Pheromonen die Männerwelt untertan. Anfänglich ist dies noch „very cool“ und praktisch, doch bald müssen die Sträflinge feststellen, dass sie nicht die Einzigen sind mit übermenschlichen Fähigkeiten. Misfits kommt aus Grossbritannien, und das merkt man der Produktion auch an. Wer Glanz und Gloria à la Hollywood sucht, wird davon nichts finden. Die Probleme sind realistisch, die Darsteller charismatisch, und in Sachen Brutalität und Sex dreht der Kameramann nicht weg, wenn es interessant wird. Daher ist die Serie nicht unbedingt für zartbesaitete Gemüter geeignet. Die erste Staffel von Misfits enthält sechs Episoden, die einen optimalen Einstieg ermöglichen. Wer davon angesteckt wird, kauft sich am besten gleich Staffel 2, die ebenfalls schon auf Deutsch erhältlich ist. In Grossbritannien laufen derweil Vorbereitungen für die fünfte Staffel. Letztes Jahr hat sich im US-Fernsehen eine Serie einen Namen gemacht, die seit Februar bei uns auf SRF zwei gezeigt wird: Homeland. Im Mittelpunkt des Geschehens steht die CIAAgentin Mathison (Claire Danes, Romeo + Julia). Sie wird damit beauftragt, einen MarineSoldaten namens Brody (Damian Lewis, Band of Brothers, Life) zu überwachen. Dieser galt

seit 2003 im Irak als vermisst und taucht plötzlich auf. Während der Soldat von Medien und Bevölkerung zu Hause als Held gefeiert wird, hat Mathison ihre Bedenken. Sie ist überzeugt, dass Brody von al-Qaida „umgedreht“ wurde und ein Schläfer ist. Das zu beweisen, ist jedoch nicht ganz einfach. In Rückblenden wird der Zuschauer immer wieder an der Nase herumgeführt, und man merkt schnell, dass der Marine nicht ganz sauber rapportiert hat. In den USA konnte Homeland einen fulminanten Start hinlegen, bescherte dem Sender beste Einschaltquoten und den Hauptdarstellern Golden Globes und Emmys. Inzwischen wurde bereits die dritte Staffel angekündigt.

SOFA-SCHOCKER Eine neue erfolgreiche und eigenwillige Serie ist American Horror Story. Die Geschichte handelt von der Familie Harmon, die in ein altes Haus einzieht und dort einen Neustart in ihrem bewegten Leben wagt. Bald merken die Bewohner, dass es nicht mit rechten Dingen zu und her geht. Denn wer jemals auf dem Grundstück gestorben ist, ist längst nicht tot, sondern geistert weiterhin im Haus umher. Einigen Untoten und Spukgestalten gelingt es, Einfluss auf die Hausbewohner zu nehmen. In American Horror Story ist der Name Programm. Wer sich auf diese Serie einlässt, sollte gute Nerven haben. Es spukt an jeder Ecke, Tote sterben nicht, Blut fliesst, und wie in jeder guten Geisterbahn gibt es jede Menge zu schreien. Nicht nur die Gruselmomente sind hervorragend umgesetzt, auch die Story ist packend. Die Darsteller (allen voran Jessica Lange, Broken Flowers) spielen ihre Rollen grandios, und die Gaststars passen sich dem Geschehen wunderbar an. Ein weiterer Fall einer Serie, von der man nicht mehr lassen kann, wenn man ein paar Folgen gesehen hat. Den Sofa-Schocker sollte man sich einfach nicht alleine anschauen. | Home electronics

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Wenn die Welt eine perfekte Box kennt, dann diese.“ Zitat Malte Ruhnke, Audiophile 1/2011

„REVOLUTION AUS DEUTSCHLAND“ Der Zylinderwellenstrahler bildet die Musik so präzise ab, wie kein anderer Lautsprecher. Die BM35 ist der beste Lautsprecher, den ich je gehört habe. B&M-Chefentwickler Johannes Siegler sind nostalgische Anwandlungen fremd. Fast könnte man meinen, er sei ein Revolutionär seine Innovationen wie der Zeilenstrahler lassen andere High-End-Entwicklungen wie Trippelschritte anmuten. Doch kann eine einzige Box mit den hartnäckigen Vorurteilen gegenüber der Aktiv- wie der Digitaltechnik aufräumen? Sie kann. Wo die Focal (Focal Grande Utopia) die Positionen der 400 Musiker nur skizzierte, stellte die Backes jeden einzelnen an seinen richtigen Platz: unglaublich! Sie ermöglichte sogar auf ungünstigeren Sitzplätzen ein Durchhören der Musik. Kollege Lothar Brandt atestierte ihr die „Abbildungsschärfe einer Lesebrille“ aber mit der Breite eines Panoramagemäldes. Toll, dass eine solche Revolution endlich mal wieder aus Deutschland kommt.“ Textauszüge Audio 2/2007

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Magazin [ AUSPROBIERT ]

Reycom

KABEL-TV-REKORDER FÜR FREIHEITSLIEBENDE Das Reycom Entertainment Center (REC 100-C/CI) ist eine clevere, leise, kleine Box zum Empfangen und Aufzeichnen von unverschlüsseltem Kabelfernsehen (DVB-C). Es integriert sich nahtlos ins heimische Unterhaltungsnetzwerk und verteilt Live-TV und Videos dank Extender im ganzen Heim. Klasse statt Masse zeigt das in der Schweiz entwickelte REC 100 schon auf den ersten Blick. Der mattschwarze Kubus misst nur 22,5 x 22,5 x 5,5 Zentimeter und hinterlässt dank Metallgehäuse einen hochwertigen Eindruck. Innerlich ist das REC 100 ein Tausendsassa und jedem Smart TV überlegen. So kann man dank Dual-Tuner eine Sendung betrachten und eine andere aufnehmen. Will man etwas dauerhaft archivieren, brennt das REC 100 Filme einfach auf eine Video-DVD. Bei heutigen Smart TV sind dagegen Aufzeichnungen durch Verschlüsselung an das TV-Gerät gekettet und nach dem Umhängen an einen anderen Smart TV unwiederbringlich verloren.

BEDIENUNG AUF TABLET UND SMARTPHONE Gesteuert wird das REC 100 mit einer Funkfernbedienung. Diese ist zuverlässiger und weitreichender als übliche Infrarot-TV-Fernbedienungen. Maximalen Komfort erhält, wer 10 Franken in die App „My Media Center“ (iOS, Android oder Windows Phone) investiert. Auf Smartphone oder Tablet kann man dann mit der Fingerspitze durch das Fernsehprogramm blättern. Die Aufnahmeplanung braucht so genau einen Fingerspitzen-Tipper. Suchbegriffe für das Durchforsten von Aufzeichnungen oder der Filmsammlung tippt man am Touchscreen ein. Die Wiedergabe von Filmen und Musik lässt sich dank App sogar intuitiv für mehrere Räume steuern. Das clevere Center von Reycom vernetzt sich via Ethernetdose und DLNAStandard perfekt. Als Windows Media Center bindet es sich nahtlos in die heimische Computerwelt ein. Das REC holt sich so Filme von PC-Festplatten oder NAS-Laufwerken ab. Im Gegenzug können PC und Notebooks direkt auf die Aufzeichnungen des REC zugreifen und diese autonom abspielen. Als Musikus spielt das REC Songs aus einer beliebigen Audiobibliothek ab. Es arbeitet selber aber auch als Musikserver im Heimnetz. Kauft man für 230 Franken einen Extender (Ceton Echo), kann man in einem zweiten Raum via Ethernet oder WLAN Live-TV empfangen und auf Aufnahmen sowie alle anderen Funktionen des REC 100 zugreifen. Der lüfter- und geräuschlose Extender in der Grösse einer Zigarrenschachtel wird per HDMI an einen Fernseher oder Monitor angeschlossen und per InfrarotfernbedieSeite 18

nung oder App gesteuert. Auch die Spielkonsole Micosoft Xbox 360 arbeitet als Extender am REC. Das REC100 glänzte in unserem Test im Drei-Zimmer-Betrieb. Es lieferte gleichzeitig zwei HD-Fernsehkanäle aus und spielte im dritten Raum eine TV-Aufzeichnung ab. Schwächen zeigte das REC in unserem Test noch bei der Installation und beim „digitalen Fernseh-Heftli“ (Electronic Program Guide, EPG). Die Senderliste muss von Hand sortiert werden. Der EPG listet Sendungen nur für die kommenden zwei Tage auf. Reycom verspricht aber, per Software-Update einen zweiwöchigen EPG sowie vorgefertigte Senderlisten nachzuliefern. Vermisst haben wir ferner die Unterstützung von HbbTV. Fazit: Das REC 100 hat im Test vor allem durch seine unzähligen Funktionen, beinahe geräuschlosen Betrieb, Ausbaubarkeit mit bis zu 4-USB-Festplatten und intuitive Bedienung begeistert. Beim Stromverbrauch glänzt vor allem der Extender, der 1 bis 4 Watt (Stand-by und HD-Wiedergabe) verbraucht. Für den REC liegen diese Werte zwischen 1 und 39 Watt. Käufer des multifunktionalen Kubus müssen sich auch folgender Einschränkung bewusst sein: Das REC 100-C kann keinerlei verschlüsselte TV-Kanäle empfangen, aufzeichnen oder abspielen. Sein Nutzen ist also, im Gegensatz zu Kabelreceivern mit CI+-Modul, auf die TV-Sender im unverschlüsselten Grundangebot beschränkt. // kh

STECKBRIEF

Hersteller Modell Preis Info www. Merkmale

Reycom REC 100-C/CI 500 Franken, Extender 230 Franken reycom.ch 320-GB-Festplatte für 25 bis 100 Filme (SD/HD), DVD-RW-Laufwerk, 4 USB-2.0-Anschlüsse, Zugriff auf verschiedene Mediatheken und Webportale, Webbrowser, DLNA-Server und Client. Weitere Anschlüsse: HDMI, LAN (100 Mbit), analog Stereo, S/PDIF koaxial

Home electronics

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Canon

VOLLFORMAT FÜR EINSTEIGER Mit ihren neuen Modellen Canon EOS 6D und Nikon D600 haben die beiden japanischen Kamerahersteller eine neue Zielgruppe im Visier: Anspruchsvolle Fotoamateure, die sich die teilweise sehr teuren digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR) mit Vollformat-Bildsensoren bisher nicht leisten konnten oder wollten. Die beiden Modelle sind also für Einsteiger gedacht und ohne Objektiv mittlerweile bereits für unter 2000 Franken erhältlich. Canons preisgünstigstes Vollformat-Modell EOS 6D ähnelt dem Gehäuseformat der Schwesterkamera EOS 60D mit kleinerem APS-C-Sensor. Das Gehäuse der EOS 6D ist gegen Spritzwasser und Staub abgedichtet, viele Teile davon bestehen aus einer Magnesiumlegierung. Gummierungen sind an den entscheidenden Stellen platziert. Die EOS 6D ist deshalb für eine Vollformat-Kamera mit rund 770 Gramm Gewicht bei kompakten Abmessungen von 145 x 111 x 71 Millimetern erstaunlich leicht.

MULTIMEDIALE FUNKTIONEN Die 6D hat unter den EOS-Modellen erstmals ein integriertes WLAN-Modul, um Bilder drahtlos übermitteln und Steuerbefehle empfangen zu können. Sie beherrscht den DLNA-Standard, unterstützt den Bilder-Upload in soziale Netzwerke, das drahtlose Direktdrucken sowie die Kamera-Fernsteuerung via Smartphone mittels EOS-Remote-App. Ein GPS-Modul ist ebenfalls mit an Bord und sorgt auf Wunsch für die Standorterfassung der einzelnen Aufnahmen. Zusätzlich gibt es eine TrackingFunktion, mit der die GPS-Position in regelmässigen Abständen auch bei ausgeschalteter Kamera in einer Log-Datei gespeichert wird. Damit steigt aber auch der allgemeine Stromverbrauch. Dem GPS-Modul zum Opfer fiel ein eingebauter Aufklappblitz. Auf der Rückseite hat die EOS 6D ein ins Gehäuse integriertes TFT-LCD mit 3,2-Zoll-Diagonale und 1,04 Millionen Subpixeln, das auch ein Live-View-Bild anzeigen kann. Eine elektronische Wasserwaage lässt sich wahlweise ins LCD oder in den optischen Spiegelreflexsucher (97 Prozent Bildfeldabdeckung) einblenden. Für die EOS 6D hat Canon eigens einen neuen, rund 20 Megapixel auflösenden CMOS-Sensor mit einem ISO-Arbeitsbereich von 100 bis 25 600 entwickelt. Dieser lässt sich bei Bedarf noch von ISO 50 bis auf ISO 102 400 erweitern. Im Test sorgte der Sensor zusammen mit der 14-Bit-Bilddatenverarbeitung für sehr feine Farbabstufungen, Bildrauschen ist bis in Bereiche Home electronics

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von ISO 3200 kaum ein Thema. Die maximale Serienbild-Rate lag bei RAW und JPEG jedoch bei moderaten 4,5 B/s. Videofilmen erfolgt bei Full HD mit maximal 30 B/s und manueller Kontrolle über die Aufnahmeeinstellungen. Der Stereoton kann auch von einem externen Mikrofon stammen. Beim Autofokus merkt man dann die „Einsteigerklasse“, denn er bietet nur 11 Messpunkte. Immerhin reicht der Arbeitsbereich bis zu −3 LW, sodass die EOS 6D auch in dunkler Umgebung noch treffsicher fokussieren kann. Im klassischen DSLR-Betrieb arbeitet der Phasen-AF meistens flott und genau. Stellt man dann aber auf Live-View-Betrieb um, folgt die Ernüchterung: Die Kontrast-AF-Messung ist bei Foto und Video zu langsam. Es dauert oft über 2 Sekunden, bis die Schärfe stimmt. Das Nachführen des Autofokus bei Video klappt zudem nur auf Tastendruck (AF on), ein kontinuierlich arbeitender Kontrast-AF ist nicht vorhanden. Das können andere Systemkameras eindeutig besser. Fazit: Canon erreicht mit dem neuen Sensor eine insgesamt sehr gute Bildqualität, mit der es die EOS 6D unter die besten DSLR schafft. Sie knüpft damit an das hohe Niveau der merklich teureren Schwester EOS 5D Mark III an. Grundvoraussetzung für eine hohe Bildqualität sind allerdings hochwertige und somit in der Regel teure EF-Bajonett-Objektive. Daran kommt man auch mit einer vergleichsweise preiswerten Vollformat-DSLR-Kamera nicht vorbei. Für den Live-View-Betrieb oder Videoeinsatz ist die EOS 6D hingegen weniger gut geeignet. // nmp

STECKBRIEF

Hersteller Modell Preis Info www. Merkmale

Canon EOS 6D 2480 Franken (Gehäuse) canon.ch kompaktes, staub- und spritzwassergeschütztes DSLR-Gehäuse mit EF-Bajonett, Gewicht: 770 Gramm, Vollformat-Bildsensor mit 20,2 Megapixeln, Phasen-AF mit 11 Sensoren und zentralem Kreuzsensor, Full-HD-Video mit 30p, Mikrofonanschluss, integriertes 3,2-Zoll-Live-View-LCD mit 1,04 Millionen Subpixeln, GPS-Modul, Geotagging, Ad-hoc-Funktion mit WLAN, Fernsteuerung via Smartphone und EOS-App, DLNA-Unterstützung

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DOSSIER

SMART

ENTERTAINMENT 3

#

2013

INHALTSVERZEICHNIS SMART FASZINIERENDE WELTEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 GRUNDLAGEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 FÜNF SMARTE WELTEN: • Apple . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 • B&O . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 • Sonos . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 • Samsung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 • Philips . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 ENTERTAINMENT MUSIK: Streaming-Dienste . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 FILM: Video-on-Demand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52 TIPPS & TRICKS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54 LINKS & ADRESSEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56

Home Electronics #3 DOSSIER 2013

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Smart Entertainment [ FASZINATION ]

EINFACH ALLES ÜBERALL // Kurt Haupt

Smarte Unterhaltung fasziniert. Denn sie macht, was der Mensch will. Dank Internet und Vernetzung kann man mit seiner Fingerspitze ein beinahe unbeschränktes Unterhaltungsangebot steuern und Musik und Filme jederzeit und überall geniessen.

Die intuitive Bedienung auf Tablets verwandelt komplexe Geräte in smarte Unterhalter.

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W

ir leben in einem smarten Zeitalter. Das bescherte uns zu Beginn smarte Telefone, dann smarte Fernseher, und inzwischen ist von der Diät bis zum WC-Reiniger alles ein bisschen smart geworden. Trotz epidemischem Wortmissbrauch verdient aber die Entwicklung bei der heimischen Unterhaltung wirklich die Bezeichnung „smart“. Oder einfach ausgedrückt: Noch nie hat es so viel Spass gemacht, Musik, Videos und Bilder zu geniessen. Das Wichtigste am Prädikat „smart“ ist dabei, dass sich Geräte einfach und ohne Handbuchstudium bedienen lassen. Zweitens bedeutet smart aber auch mehr Auswahl. Denn da bei der smarten Unterhaltung Musik und Filme nicht mehr gekauft, sondern gemietet werden, besitzt man plötzlich eine Plattensammlung mit Millionen Alben und eine Videothek, die sogar Kinobesitzer erblassen lässt. Drittens ist smarte Unterhaltung vernetzt und mobil. Verschiedene Unterhaltungsgeräte im Haus arbeiten zusammen und versorgen jeden Raum mit Bild und Ton. Immer mehr Geräte

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verbinden sich dabei auch mit dem Internet und erhalten so Zugriff auf Zehntausende Radiostationen, Live-TV, Mietfilme, Archive der TV-Sender sowie die im Internet publizierten Videos und Fotos von Freunden. Die Grenzen zwischen „Meins“ und „WWW“ verschwinden dank so wolkigen Begriffen wie „Cloud Entertainment“. Smartphones und Tablets befreien von Kabeln und Steckdosen und sorgen dafür, dass man seine Unterhaltung immer dabeihat. Egal, ob man zwischen Sofa und Kühlschrank oder Heim und Arbeitsplatz pendelt, man muss nie mehr auf seine Unterhaltung verzichten.

STREICHELN, ZEIGEN, REDEN Weil Unterhaltungsgeräte endlich smart geworden sind, muss der Mensch nicht mehr besonders smart sein, um sie intuitiv bedienen zu können. Aus dem genervten Bediener ist ein Geniesser geworden, dem Geräte zu Dienste stehen. Die grösste Erleichterung haben bei der Bedienung berührungsempfindliche Bildschirme (Touchscreens) auf Smartphones und Tablets gebracht. Statt auf unleserlich beschrifteten Knöpfen von Infrarotfernbedienungen herumzudrücken und mit diesen Steuerknochen fuchtelnd auf Fernseher und Empfänger zu zielen, lehnt man sich heute gemütlich zurück. Auf einem auch im Dunkeln hell leuchtenden Touchdisplay schiebt man schlicht einen Lautstärkeregler mit der Fingerspitze von oben nach unten. Die Bedienoberfläche passt sich automatisch dem Medienkonsum und den dabei beteiligten Geräten an. Weil Fernsteuerung und Unterhaltungspark dabei via WLAN durch Wände kommunizieren, funktioniert das alles auch um alle Ecken oder zusammen mit in Möbeln versteckten Geräten.

Touch-Fernbedienungen informieren auf ihren farbigen, grosszügigen Bildschirmen umfassend. Beispielsweise wird die eigene Musikbibliothek auf dem Smartphone hübsch mit Plattencovers aufgelistet. Ausgewählte Songs zieht man einfach mit der Fingerspitze in eine Abspielliste. Sucht man einen Song, muss man nur auf der Display-Tastatur tippen. Die Fernbedienung ist dank Informationen aus dem Internet auch schlauer geworden. Für die Gestaltung der abendlichen Fernsehunterhaltung liest man im digitalen Fernseh-Heftli (Electronic Program Guide, EPG) auf dem Tablet. Interessante Sendungen tippt man mit dem Finger an, und der smarte Fernseher schaltet sofort auf den gewünschten Kanal oder nimmt die Sendung auf. Dank Touch-Oberflächen verhält sich die digitale Unterhaltungswelt also endlich wieder so, wie man es erwartet. Man muss nicht mehr „lernen“, um sie geniessen zu können. Sogar mehrere Geräte in mehreren Räumen lassen sich so intuitiv steuern. Ein Foto auf dem Handy wird auf das TV-Symbol geschoben, damit es auf dem Fernseher in Grossformat zu sehen ist. Musikabspieler in mehreren Räumen werden einfach mit der Fingerspitze mit Songs gefüttert oder per Party-Modus in eine synchrone Beschallungsanlage verwandelt. Die neuste Fernsehergeneration

beginnt sogar, auf Besitzer zu hören. Die erste Generation mit Sprachsteuerung wurde zwar wegen ihres eingeschränkten Wortschatzes noch belächelt. Neue Modelle nutzen aber bereits die Rechenleistung von CloudRechnern im Internet, um Sprache zu erkennen. Sie reagieren auf die Aufforderung „Ich will Julia Roberts sehen“ mit einer Liste kommender TV-Sendungen und Filmen aus der Internet-Videothek. Gleichzeitig schreitet auch die Personalisierung der Unterhaltungsgeräte voran. Videokameras erkennen, wer vor dem Fernseher sitzt, und passen dann die Senderreihenfolge für das Zappen oder Vorschläge für Sendungen den persönlichen Vorlieben an.

20 MILLIONEN SONGS GEFÄLLIG? Unterhaltung ist aber nicht nur smart, sondern in seiner Quantität umfassend geworden. Wer sich je eine Plattensammlung mit 20 Millionen Titeln gewünscht hat, muss nicht mehr länger warten. Streaming-Dienste im Internet „vermieten“ solche kompletten Plattensammlungen für rund 150 Franken jährlich. Man darf davon in ansprechender Audioqualität so viel hören, wie man will, und muss sich nie mehr um das Abstauben von CD-Hüllen kümmern. Solche Streaming-Dienste (siehe S. 50) lassen sich mit Smartphones, Tablets, PCs und auch direkt mit Unterhaltungsgeräten nutzen. Man durchsucht das riesige Angebot aufgrund von Songtiteln, Interpreten, Alben oder Genres und stellt sich Abspiellisten zusammen. Diese werden später je nach Stimmung und Situation wieder aufgerufen. 

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Smart Entertainment [ FASZINATION ]

BESSER ALS CD

Die digitale Fernsehzeitschrift auf dem Tablet dient gleichzeitig auch der TV-Steuerung und der Aufnahmeprogrammierung.

 Immer mehr Audiogeräte und Fernseher verbinden sich direkt mit dem Musikangebot aus dem Internet. Vor allem die Geräte von Logitech und Sonos glänzen damit, dass sie neben Zehntausenden Internetradiostationen auch gegen ein Dutzend verschiedener Streaming-Dienste unterstützen. Der in der Schweiz bekannte Dienst Spotify wird beispielsweise auf Audiogeräten von Boxee, Denon, Marantz, Onkyo, Philips, Samsung und Western Digital direkt unterstützt. Bei Mobilgeräten lassen sich Hunderte Songs auch direkt in den Speicher laden, damit sie unterwegs offline und ohne teure Internetverbindungskosten genutzt werden können.

DANK CLOUD IMMER DABEI Auch wer Musik lieber besitzt als mietet, profitiert von Internetdiensten. Die eigene Musiksammlung wird dabei in einem Internetspeicher (Cloud) oder auf einer internettauglichen heimischen Seite 24

Festplattte (Network Attached Storage, NAS) abgelegt. Danach sind persönliche Musik, Videos und Bilder – Internetverbindung vorausgesetzt – jederzeit überall verfügbar. Damit man bei Cloud-Speicherdiensten nicht Hunderte Songs mühsam ins Internet transferieren muss, bieten Musikverkäufer wie Apple, Amazon und (demnächst) Google ausgeklügelte Synchronisationsdienste an. Die eigene Musiksammlung auf dem PC wird analysiert. Dabei werden alle bereits vorhandenen Titel erkannt und im Internet-Plattenladen von Apple und Co. für die Nutzung freigeschaltet. Songs, die sich exklusiv in der persönlichen Plattensammlung befinden, werden ergänzend in den Internetspeicher transferiert. Will man die Musik unterwegs hören, wird sie dann direkt von Apple oder Amazon gestreamt, auch wenn man den Song nicht bei diesem Anbieter gekauft hat. Die Musikstreaming-Dienste und Cloud-Speicher unterstützen zwar digitale Audioformate in passabler Qualität. Wer allerdings seine Musik verlustfrei (lossless) von Silberscheiben digitalisiert und in Formaten wie FLAC gespeichert hat, muss selber mit einer Netzwerkfestplatte (NAS) für Speicherung und Internetverbindung sorgen.

Smarte Unterhaltung bringt nicht nur mehr Quantität, sondern auch eine bisher unerreichte Qualität. Vernetzte Highend-Audiogeräte können digitale Musikkonserven in einer Qualität zum Leben erwecken, von der bisher audiophile Ohren nur geträumt haben. Dabei wird die gewohnte CD-Qualität weit übertroffen. Immer mehr Musikvertriebe bieten via Internet Aufnahmen als HD-Musik beziehungsweise HD-Audio an. Ein Verzeichnis dieser Angebote findet sich auf www.home-electronics.ch/hdmusik. Während bei der AudioCD die Musik 44 100-mal pro Sekunde mit 16 Bit digitalisiert (16/44) wird, verwendet HDMusik bis zu 192 000 Samples pro Sekunde mit 24 Bit Auflösung (24/192). HD-Musik benötigt dreibis fünfmal mehr Speicherplatz als eine Audio-CD, im Vergleich zu MP3 ist die Datenmenge sogar bis 100-mal grösser. Die grossen Dateien von HD-Musik muss man sich von den Plattenläden im Internet auf Festplatten im Heimnetzwerk kopieren. Von dort werden sie dann mit HD-Unterhaltungsgeräten (Audiostreamer, Digital-Analog-Konverter) oder mittels Notebooks und PC abgespielt. Smarte Unterhaltung bietet also dank Internet und Vernetzung einerseits ein riesiges Angebot für wenig Geld und andererseits dem audiophilen Musikfreund akustische Perlen in bisher unerreichter Qualität. Es ist absehbar, dass sich Quantität und Qualität zunehmend ergänzen. Streaming-Dienste liefern bereits deutlich bessere Qualität als in ihren Kinderjahren, und HDMusikportale bauen ihr Titelangebot rasant aus.

LIEBLINGSFILME AUF KNOPFDRUCK Von smarter Unterhaltung profitieren auch Filmfreunde. In modernen Fernsehern ist ein Video-Mietdienst (Video-onDemand, VoD, siehe S. 52) bereits integriert. Bei unterschiedlichen Anbietern kann man unter Tausenden Filmen wählen und für einige Franken einen Film für wenige Tage ausleihen. Die Registrierung geht einfach am PC, bezahlt wird mittels Rechnung oder Kreditkarte. Die Filmdaten werden via Streaming in Echtzeit aus dem Internet angeliefert. Die heute üblichen Internetanschlüsse erlauben dabei auch HDVideoqualität und Digitalton. Smarte Fernseher kümmern sich aber auch um das Aufzeichnen von Sendungen. Oder sie stoppen eine Sendung während einer „Kühlschrankpause“, um sie später zeitversetzt und lückenlos abzuspielen. Dank direktem Zugriff auf die Mediatheken der Sendeanstalten kann man ferner jederzeit am Fernseher verpasste Sendungen oder Serien-Episoden aus dem Internet „nachschauen“. Live-TV und Internet-Infos verschmelzen bei der Funktion HbbTV (Hybrid broadcast broadband TV). Das Drücken der roten Taste genügt, um zur laufenden Sendung passende Zusatzinformationen aus dem Internet einzublenden. Seit wenigen Wochen wird HbbTV praktisch schweizweit im Kabelnetz bei Dutzenden deutschen Sendern übertragen. Das Schweizer Fernsehen will dieses Jahr auch bei HbbTV nachziehen.

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Musikstreaming-Dienste ersetzen die herkömmliche Plattensammlung. Microsofts Xbox Music lässt sich unter Windows 8 sogar gratis nutzen.

INTERNET-TV UND SOCIAL MEDIA Führende TV-Hersteller wie LG und Samsung haben sogar die Live-TV-Dienste von Zattoo und Teleboy in ihre Geräte integriert. Das erlaubt, via Internet bis zu 100 Sender ohne Abogebühr in Standardqualität live auf dem grossen TV-Bildschirm zu konsumieren. Für rund 70 Franken jährlich liefert Zattoo sogar HDKanäle. Ferner kann man mit Recall-TV verpasste Sendungen der wichtigsten Sender bis 7 Tage aus der Vergangenheit vom Internetserver abrufen. Man muss also keine persönlichen Aufnahmen mehr programmieren und verpasst dennoch nichts. Zattoo und Teleboy lassen sich natürlich auch auf Smartphones, Tablets und PCs mobil nutzen. Smarte Fernseher entwickeln langsam eine soziale Ader. Einer-

Das Musiksystem von Sonos beweist, wie man mehrere Räume einfach mit Musik aus unterschiedlichsten Quellen versorgt.

seits kann man dank integrierter Kamera direkt via Skype videotelefonieren. Andererseits führt die Integration von Social-MediaPlattformen wie Facebook oder Twitter dazu, dass Fernsehen zum „Mitmach-Erlebnis“ wird.

ÜBERALL UND JEDERZEIT Smarte Unterhaltung erleichtert also die Bedienung und bietet viel mehr individuelle Unterhaltung als herkömmliche Heimelektronik. Zusätzlich macht smarte Unterhaltung aber auch unabhängig von Ort und Zeit. So können Smartphones und Tablets im Heimnetzwerk sämtliche Formate, von Musik bis zu Live-TV, in HDQualität abspielen. Man setzt sich also nicht mehr vor den Fernseher, sondern der „Tablet-Fernseher“ begleitet einem beim Kochen, Bügeln und Einschlafen. Das Fernsehsignal stammt dabei

entweder vom Fernseher oder von einer Settop-Box (Second Screen) oder wird aus dem Internet (Zattoo und Co.) angeliefert. Sogar unterwegs, sei es im Auto, im Zug, in den Bergen oder in Restaurants, können smarte mobile Unterhaltungsgeräte auf Musikstreaming-Dienste, den persönlichen Cloud-Speicher oder einen heimischen NAS zugreifen. Telekomanbieter wie Orange sind sogar dazu übergegangen, den Internetverkehr für Musikstreaming „gratis“ anzubieten. Der Ausbau der Mobilfunknetzte auf die für Internet optimierte, leistungsfähige LTE-Technik macht ferner mobilen Fernseh- und Videogenuss unterwegs praktikabel und bezahlbar. Wie umfassend vernetzte smarte Unterhaltung sein kann, beweist beispielweise die Fernsehlösung von Swisscom. Zu Hause vor dem Fernseher blättert man am Tablet durch die Programmzeitschrift. Strahlt das Fernsehen nur einen alten BondStreifen aus, genügt ein Fingertippen, um aus der Videothek neue Bond-Filme zu mieten. Merkt man erst im Büro, dass man vergessen hat, eine bestimmte Sendung aufzuzeichnen, lässt sich das auch via Smartphone erledigen. Auf der Heimreise kann man dann sogar via Mobilgerät auf die eigenen Filmaufzeichnungen zugreifen. Die erste Hälfte des Filmes sieht man also im Zug, die zweite Hälfte genüsslich vor dem Fernseher. Smarte Unterhaltung ist also kein leeres Werbeversprechen, sondern ein Strauss von technischen Errungenschaften. Für den Geniesser bringt sie ein riesiges Angebot an stressfreiem, individuellem und qualitativem Hochgenuss. Ferner verschafft sie die Freiheit, Ort und Zeit seines Medienkonsums frei zu wählen. Was will man mehr? |

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Smart Entertainment [ GRUNDLAGEN ]

U

nfassbar, aber wahr: Die wundervolle Welt, die sich Ihnen gehend auf den Standard Ethernet geeinigt. Sobald zwei Geräte eine auf den vorigen Seiten ausbreitete, besteht ausschliesslich Ethernet-Steckdose in ihrem Anschlussfeld aufweisen, kann man sie aus Zahlen. Smart Entertainment ist digital, seine kleinsten per Kabel (neudeutsch: Wire) verbinden. Informationseinheiten sind Nullen und Einsen. Je nach Will man mehr als zwei Geräte verkabeln, braucht man eine Art Betrachtungsweise kann man auch Ja / Nein beziehungs- Mehrfachstecker (neudeutsch: Switch). Daran steckt man alle Geräte weise Strom an / Strom aus sagen. In diesem sogenannten binären Code oder auch weitere Switches an. Meist übernimmt ein sogenanntes ist alles abgelegt und wird alles transportiert, egal ob die Gags von Lau- Breitbandmodem mit Router den Job als erster Mehrfachstecker und rel & Hardy, die Musik von Mozart oder die Liebes-Mails des Lebenspart- Verteiler. Dieses Gerät stellt zudem die unverzichtbare Verbindung zum ners. Natürlich können eine alte VHS-Videokassette, eine Langspiel- Internet her – Voraussetzung für die meiste Smartness in der heimiplatte oder ein Brief auch schön sein – nur smart sind sie beziehungsweise schen Unterhaltung. Der Router ist sozusagen die Spinne im Netz. ihre Inhalte nicht. Dazu müssten sie erst digitalisiert, also in die SPEED IM NETZ Welt der Nullen und Einsen umgeWarum Breitband? Weil diese wandelt werden. Technik genug Daten pro ZeitWas digital vorliegt, kann einheit verwalten und weitervergrundsätzlich auch vernetzt teilen kann. Wir haben gesehen, genossen werden. Die Unterhaldass unter Umständen verflixt tungselektronik hat sich endgülgrosse Datenmengen zirkulieren tig mit der Computertechnik verkönnen oder müssen. Die Massschwistert. Inhalte sind Daten, einheit ist Mbit/s (eine Million Bit also Nullen und Einsen. Wie pro Sekunde). Viele Daten brauviele davon, das hängt vom chen bildlich gesprochen ein breiInhalt ab. Einen einzelnen Buchtes Band für ihre Reise. Fürderhin staben unseres Alphabets könnte wird die Bandbreite beziehungsein Digitalprofi noch mit einer weise das Bedürfnis danach stetig Folge von acht Binärzahlen darweiterwachsen – Grenzen setzt im // Lothar Brandt, Kurt Haupt stellen, beispielsweise 10110110. Internet nur die Kapazität der Ein funktionierendes Netzwerk Das sind also acht kleinste Inforinternationalen Netze. mationseinheiten, im TechnikDabei entspricht die von den bildet die Grundlage für modernes jargon acht Bit oder ein Byte. Die Anbietern angepriesene MaxiSmart Entertainment. rasante Entwicklung brauchte malgeschwindigkeit leider nicht und brachte neue Masseinheiten immer dem realen Speed. Eine Ein wenig Grundwissen hilft dabei, für benötigten Speicherplatz 5-Mbit-Leitung reicht knapp für mit Freude ins Netz zu gehen. und Transportkapazitäten. KiloHDTV via Internet. Hausintern bit und -byte (1000), Mega (eine rast inzwischen schon bis zu Million), Giga (eine Milliarde), 1 Gbit durch die Ethernet-Kabel. Tera (eine Billion) oder Peta (eine Während Strom ziemlich ungeBilliarde). Eine Billiarde kommt auf 1000 mal 1000 mal 1000 mal 1000 zügelt durch seine Kabel fliesst, brauchen Bild und Ton im digitalen mal 1000 – eine gewaltige Zahl mit 15 Nullen. Netz mehr Ordnung. Die Daten müssen beim richtigen Empfänger korDer in manchen Verkaufsgesprächen bemühte „Tausend-Gig-Spei- rekt und schnell ankommen. Deshalb erhält jedes Gerät eine Adresse, cher“ entspräche etwa 1000 Milliarden Buchstaben, etwa 1500 gut etwa 192.168.1.33. Diese sogenannten IP-Adressen, welche die Geräte gefüllten Musik-CDs oder 20 randvoll mit hochaufgelösten Bildern und automatisch beim Router beziehen, vermeiden ein Beziehungschaos. In Mehrkanalton gestopften Blu-ray-Discs. Alles ist relativ. Päckchen geschnürt, mit einer Empfängeradresse versehen, zirkulieren die Daten im Netz. Der Drucker plottet brav die Datei „Brief ans SteuerDATEN IM NETZ amt��� aus, die Musikanlage dudelt den neuesten Züri-West-Hit, und der Wenn wir die Unterhaltung im Haus vernetzen, sollten wir Datenmen- Computer schickt die E-Mail „Frohe Ostern“ über das World Wide Web gen und -transport ein wenig berücksichtigen. Die Unterhaltungselek- in die Aussenwelt. tronik nutzt längst gleiche Stecker, Kabel und Standards wie die ComDie Regeln für den Datenverkehr sind in sogenannten Protokollen putertechnik. Einfach und zuverlässig verbindet man zwei Geräte mit festgelegt. Die wichtigsten Protokolle sind unter TCP/IP (Transmission einem Kabel. Damit Stecker und Verbindung passen, hat man sich weit- Control Protocol / Internet Protocol) zusammengefasst. 

HINEIN INS VERGNÜGEN

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Smart Entertainment [ GRUNDLAGEN ]

STANDARDS IM NETZ

ren. Festplatten im Plural deshalb, Das Schöne an Ethernet und TCP/IP weil mindestens zwei sich dann ist ihre Universalität. Es spielt regelmässig die Inhalte „spiegeln“ keine Rolle, ob ein Windows-PC, können. Was Verluste liebgewonneein Apple-Macintosh-Rechner, ein ner oder sonst wie wertvoller Daten Drucker, ein Internetmodem, eine weitgehend ausschliesst. Festplatte, ein Internetradio oder Überlegen Sie, was Sie Ihrem Ein Router wie die Fritz Box 7390 stellt den Kontakt ein Fernseher am Netz hängt. Alle NAS anvertrauen – und kalkulieren zum Internet her, verbindet alle Geräte untereinander können untereinander Daten ausSie grosszügig mit Platz. Äusserlich per Kabel oder Funk und dient zudem als Mediaserver. tauschen. Der Inhalt ist dem Netz fallen die cleveren Speicher ja inzwiegal. Er muss nur – siehe oben – digischen klein aus. Auf nicht einmal tal vorliegen. Toastervolumen freuen sich ganze Terabyte-Armeen auf Content. Im Das ganze Konstrukt aus Kabeln, Geräten und Standards bezeichnet kleineren Massstab kann aber auch die Festplatte eines PC die Rolle des man nun als Local Area Network (LAN, altdeutsch: ortsgebundenes Servers übernehmen. Dort liegen zum Beispiel die MP3-Musikdateien Datennetz). Die Arbeit im Netz teilen sich die Server und Clients (alt- des Hausherrn. Der PC stellt diese Dateien dann allen mit vernetzten deutsch: Anbieter und Kunden). Die Server stellen Daten zur Verfü- Geräten zur Verfügung. Dann kann sich etwa das Küchenradio die gung, welche die Clients abholen und verwerten. Der Server kann in Begleitmusik zum Fleischbrutzeln abholen. Form eines NAS (Network Attached Storage) die Funktion der alten Fotoalben, Bibliothek, Schallplattensammlung und Privatvideothek auf GEMEINSAME SPRACHE IM NETZ sich vereinen. Die platzraubenden Medien der Kohlenstoffwelt entfal- Damit Geräte im LAN vernünftig zusammenarbeiten können, müssen len, und trotzdem bleiben die Inhalte im „Besitz“ des Heimnetzwerkers. sie miteinander reden und sich gegenseitig verstehen. Die Sprache oder Während Bilder und Texte vergleichsweise bescheidene Platzansprü- besser das Gespräch bezeichnet man als Protokoll. Das wichtigste Proche stellen, werden highfidele, hochauflösende Musiksammlungen und tokoll ist Universal Plug and Play (UPnP), das die Digital Living Neterst recht Filme gewaltige Räume auf den Festplatten des NAS okkupie- work Alliance (DLNA) weiterentwickelte. Rund 250 Hersteller haben

GUTINFORMIERT MIT EINEM JAHRESABO #1 / 2013

Die wichtigsten Trends, Tests und Ratgeber aus der Welt der Unterhaltungselektronik.

+ Home electronics

MAGAZIN

Schweizer Fachpublikation für Heimelektronik. #1 / Januar 2013 / Fr. 9.50 / www.home-electronics.ch

#1 / 2013

Foto & Video: MFT-Systemkameras

MEHR QUALITÄT FÜRS GELD

Foto & Video [ TEST - MFT-SYSTEMKAMERAS ]

+

Foto & Video [ TEST - MFT-SYSTEMKAMERAS ]

Home electronics

FAZIT

MAGAZIN

Olympus veredelt seine beiden kompakteren Systemkameras Pen Lite (E-PL5) und Pen Mini (E-PM2) nicht nur mit einer höheren Serienbildgeschwindigkeit und einem hinzugekommenen Kunststoffgriff, sondern vor allem mit

Schweizer Fachpublikation für Heimelektronik. #1 / Januar 2013 / Fr. 9.50 / www.home-electronics.ch

dem neuen Four-Thirds-CMOS-Bildsensor mit einer von 12 auf 16 Megapixel gestiegenen Auflösung und einer überarbeiteten Signalverarbeitung. Im Vergleich zu den Pen-Vorgängerinnen E-PL3 und E-PM1 erreichen die beiden Pen-Neuheiten E-PL5 und E-PM2 dadurch

eine signifikant bessere Bildqualität und schliessen zur OM-D E-M5 auf. Da diese noch mehr Bedienkomfort bietet und zu den wenigen spiegellosen Systemkameras mit Spritzwasserschutz gehört, verteidigt sie ihren ersten Platz unter den Olympus-Modellen. |

STECKBRIEF

MEHR QUALITÄT FÜRS GELD TELECLUB IN HD // AUDIOPHILE SACDS// MFT-SYSTEMKAMERAS // HEIMKINO-BEAMER // AUDIO-NETZWERK-MINIANLAGE // RATGEBER: AUDIOSTREAMING // WINDOWS 8 ALS UNTERHALTER // 7-ZOLL-TABLETS

TELECLUB IN HD // AUDIOPHILE SACDS// MFT-SYSTEMKAMERAS // HEIMKINO-BEAMER // AUDIO-NETZWERK-MINIANLAGE // RATGEBER: AUDIOSTREAMING // WINDOWS 8 ALS UNTERHALTER // 7-ZOLL-TABLETS

Olympus stattet seine Pen-Kameras mit Spitzenelektronik aus. Die produziert sehr gute Bilder. S. 42

Hersteller Modell Preis Info www. Abmessungen (B x H x T), Gewicht mit Akku

Foto & Video: MFT-Systemkameras

Olympus OM-D E-M5 1300 Franken (nur Gehäuse) olympus.ch 121 x 90 x 42 mm, 425 g

Olympus Pen E-PL5 (Lite) 900 Franken (mit Objektiv 14–42 mm) olympus.ch 122 x 66 x 39 mm, 325 g

Olympus Pen E-PM2 (Mini) 800 Franken (mit Objektiv 14–42 mm) olympus.ch 120 x 65 x 34 mm, 270 g

BILDSENSOR/DATEI BILD Pixelklasse, Format Auflösung (nicht interpoliert) Pixelgrösse (Pixelpitch)/förderliche Blende Sensorgrösse/Bildwinkelfaktor Sensortyp/Sensorreinigung/Bildstabilisator Sensortyp/Sensorreinigung/Bildstabilisator Dateiformate

Olympus stattet seine Pen-Kameras mit Spitzenelektronik aus. Die produziert sehr gute Bilder. S. 42

16 Mega, Four Thirds (4:3) 4608 x 3456 Pixel 3,8 µm/ f/6,2 17,3 x 13,0 mm/2,0-fach CMOS/•/• JPEG, RAW, RAW + JPEG

16 Mega, Four Thirds (4:3) 4608 x 3456 Pixel 3,8 µm/ f/6,2 17,3 x 13,0 mm/2,0-fach CMOS/•/• JPEG, RAW, RAW + JPEG

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35 AF-Sensoren/–/• 1/4000–60 s/Blitz 1/250 s/B mittenbetont, Spot, Matrix (324 Felder) P (mit P-Shift), Av, Tv, M ±3 Blenden, ±3 Blenden •/•

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–/• (1,44 Millionen Subpixel, 100%-Abbildung) 3,0 Zoll/609 900 Subpixel/ Touchscreen, ausklappbar Live View, Sensor-AF mit 35 Feldern, Lupe, Histogramm, Lichter- und Schattenwarnung Histogramm, Lichter- und Schattenwarnung

–/optional (1,44 Millionen Subpixel, 100%-Abbildung) 3,0 Zoll/460 000 Subpixel/ Touchscreen, ausklappbar Live View, Sensor-AF mit 35 Feldern, Lupe, Histogramm, Lichter- und Schattenwarnung Histogramm, Lichter- und Schattenwarnung

–/optional (1,44 Millionen Subpixel, 100%-Abbildung) 3,0 Zoll/460 000 Subpixel/ Touchscreen Live View, Sensor-AF mit 35 Feldern, Lupe, Histogramm, Lichter- und Schattenwarnung Histogramm, Lichter- und Schattenwarnung

AUFNAHMESTEUERUNG A AU F AF-Felder/Kreuzsensoren/manueller Fokus Verschlusszeiten/kürzeste Blitzsync./Bulb Belichtungsmessung Belichtungsprogramme Belichtungskorrektur, Blitzbelichtungskorrektur Belichtungsreihe/Blitzbelichtungsreihe Belichtungsreihe/Blitzbelichtungsreihe Empfindlichkeitswahl: ISO-Autobereich variabel/manuell/Reihe Weissabgleich Steuerbare Grundeinstellungen

SUCHER/MONITOR/DISPLAY SUC Sucher: optisch/elektronisch (RGB-Auflösung) (RGB-Auflösung) Bildmonitor: Grösse/RGB-Auflösung/Extras

VEREDELTE LINIE

für rund 500 Franken, die E-PL3 um 600 Franken inklusive Aufsteckblitz – Tendenz fallend. Für die Nachfolger muss man noch rund 300 Franken mehr ausgeben. Das Gehäuse der Pen E-P3 kostet rund 800 Franken mit integriertem Blitz, das der OM-D E-M5 um 1300 Franken. Letztere setzt sich nicht nur preislich deutlich von der Pen-Familie ab, sondern hat im Gegensatz dazu auch einen eingebauten elektronischen Sucher und als besonderes Highlight ein abgedichtetes Gehäuse und Set-Objektiv (12–55 mm) – bei spiegellosen Systemkameras noch immer ein höchst seltenes Gut. Panasonic hat nun jedoch ebenfalls ein spritzwassergeschütztes Modell, die Lumix DMC-GH3.

// Annette Kniffler

Mit den neuen Pen-Modellen E-PL5 und E-PM2 führt Olympus den 16-Megapixel-Sensor des Topmodells OM-D E-M5 im Four-Thirds-Format sowie viel von dessen leistungsstarker Elektronik nun auch in ihren kompakten Micro-Four-Thirds-Kameras unter 1000 Franken ein. TV & Heimkino

Audio

TELECLUB BOYKOTTIERT?

WER BRAUCHT NOCH CDS?

Die meisten Kabelkunden können das Angebot des PayTV-Anbieters Teleclub nur in Standard- statt HD-Qualität geniessen. Warum? S. 6

Die Netzwerk-Minianlage Ceol Piccolo von Denon zaubert aus fast jeder digitalen Quelle guten Klang. Nur einen CD-Schlitz sucht man vergeblich. S. 32

Multimedia & Netz

WAS TAUGT WINDOWS 8? Microsofts neues Betriebssystem soll wahre Wunderdinge vollbringen. Wir haben seine Fähigkeiten als Unterhalter im Heimnetzwerk getestet. S. 52

O

lympus splittet sein Micro-Four-ThirdsSystem in die wenige Monate alte, klar über 1000 Franken teure OM-D E-M5 und die bereits über mehrere Generationen bewähr te Pen-Serie mit Kameras bis rund 1000 Franken. Die lassen sich wiederum grob unterteilen in Seite 42

SENSOR UND AUFLÖSUNG die gehobene Pen E-P3 und die kompakteren Modelle Pen Lite und Pen Mini. Genau diese beiden Einstiegsvarianten hat Olympus zur Photokina 2012 neu aufgelegt: Die Pen E-PL5 alias Pen Lite und die Pen E-PM2, genannt Pen Mini. Über kurz oder lang sollen sie die E-PL3

und E-PM1 ablösen. Zunächst dürfte es allerdings wie so oft erst einmal auf eine zeitlich begrenzte Koexistenz hinauslaufen. Denn einige Händler haben die älteren Pen-Modelle noch an Lager und verkaufen sie nun zu verlockenden Preisen: die E-PM1 im Objektiv-Kit Home electronics

#1 2013

– also dem (Micro-)Four-Thirds-Standard. Da es sich dabei um einen von mehreren Herstellern getragenen Standard mit offener Lizenzpolitik handelt, bietet Micro-Four-Thirds (MFT) einen entscheidenden Vorteil gegenüber Konkurrenzsystemen wie Sony NEX und Samsung NX: eine grosse, vielseitige Auswahl an passenden Objektiven. Neben den etwa 28 Optiken von Olympus und Panasonic zwischen 7 und 300 mm (von 14 bis 600 mm KBäquivalent) gibt es auch diverse MFT-Festbrennweiten von Fremdmarken wie Sigma, Tokina, Voigtländer/Cosina und Walimex (bis 1360 mm). Alles in allem hat man mittlerweile die Wahl aus mehr als 40 MFT-Objektiven. Hinzu kommen noch einmal so viele FourThirds-Optiken, die sich über Adapter an MFT-Gehäuse anschliessen lassen.

Während die ältere Generation (die Pen E-P3, E-PL3 und E-PM1) noch mit 12 Megapixeln auskommen muss, sind die jüngeren Modelle AUSSTATTUNG OM-D E-M5, Pen E-PL5 und E-PM2 bereits mit Alle neuen Olympus-Systemkameras bringen I AM THE NIKON D600. Ich eröffne neue Welten. dem neuen 16-Megapixel-CMOS ausgestattet. sowohl ein Sensor-Reinigungssystem mit als Die Sensorfläche entspricht stets 17,3 x 13,0 mm auch einen mechanischen Bildstabilisator und

Mit 24 Megapixel und einem Vollformat-Bildsensor, der zuvor ausschliesslich professionellen Kameras vorbehalten war,

Home erfasse ich #1auch die kleinsten Details mit HDR-Technologie electronics 2013 und Full-HD-Video. Ich bin ein Profi für alle. nikon.ch Seite 46

Monitorfunktionen bei Aufnahme

fühlen sich im sauber verarbeiteten Vollmetallgehäuse hochwertig an. Besonders sicher liegt die OM-D E-M5 mit Griffausbuchtung, weit hervortretender Daumenauflage und strukturierter Oberfläche in der rechten Hand. Bei E-P3 und E-PL5 lässt sich der Kunststoffgriff abnehmen und durch den grösseren MCG-2 ersetzen. Das geht zwar an der E-PM2 nicht, doch bietet sie immerhin eine kleinere Auswölbung an der vorderen Auflagefläche; E-PM1 und E-PL3 haben dagegen nur eine ebene, glatte Front. Auch beim Monitor sind OM-D und P3 den kleineren Pen überlegen: Statt des einfachen 16:9-LC-Displays haben sie berührungsempfindliche und höher auflösende OLED-Monitore, die vorab im hellen Licht eine sichtbar bessere Vorschau zeigen. Das Scharnier, mit dem der Monitor um rund 90 Grad nach oben oder um etwa 45 Grad nach unten geklappt werden kann, verbaut Olympus nur in der Pen Lite und der OM-D. Deren 100-Prozent-EVF liefert zwar ein ordentliches Bild, erreicht aber nicht 

Seiteelectronics 43Home

Einblendungen bei Bildwiedergabe

DIVERSES Bajonett/Speichermedien/Akkutyp Interner Blitz/Anschluss externer Blitz Schnittstellen Video: Format/maximale Auflösung, max.Bildfrequenz, max. Länge/AF-Funktion Spiegelvorauslösung/Spritzwasserschutz Spiegelvorauslösung/Spritzwasserschutz

Micro Four Thirds/SDHC, SDXC/Li-Ion –/Blitzschuh USB 2.0, AV-TV, HDMI

Micro Four Thirds/SDHC, SDXC/Li-Ion –/Blitzschuh USB 2.0, AV-TV, HDMI, WLAN-ready

MOV (H.264)/1920 x 1080p, 30 B/s, 29 min/• spiegellos/•

MOV (H.264)/1920 x 1080p, 30 B/s, 29 min/• spiegellos/–

MOV (H.264)/1920 x 1080p, 30 B/s, 29 min/• spiegellos/–

+ Bild- und Gehäusequalität (Schutz) + flexibler und sehr schneller Autofokus + ausklapp- und kippbarer Touch-Monitor

+ Bild- und Gehäusequalität + flexibler und schneller Autofokus + ausklapp- und kippbarer Touch-Monitor

+ Bild- und Gehäusequalität + flexibler und schneller Autofokus + Touch-Monitor

Micro Four Thirds/SDHC, SDXC/Li-Ion –/Blitzschuh USB 2.0, AV-TV, HDMI, WLAN-ready

+ 5-Achsen-Bildstabilisator im Gehäuse + guter elektronischer Sucher (EVF) − kein integrierter Aufklappblitz − kein 50p-Full-HD-Videomodus − Texturverluste ab ISO 1600/3200

+ Bildstabilisator im Gehäuse − elektronischer Sucher nur optional − kein integrierter Aufklappblitz − kein 50p-Full-HD-Videomodus − Texturverluste ab ISO 1600/3200

+ Bildstabilisator im Gehäuse − elektronischer Sucher nur optional − kein integrierter Aufklappblitz − kein 50p-Full-HD-Videomodus − Texturverluste ab ISO 1600/3200

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Hause zugeschickt, sondern auch während eines Jahres freien Zugang auf alle

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sich auf eine gemeinsame Datensprache verständigt. Auch wenn moderne Videoformate einzelne DLNA-Geräte noch überfordern können: Wer Kommunikationsstörungen vermeiden möchte, schaut nach diesem Kürzel und Formatangaben in der Gerätebeschreibung.

MIT ODER OHNE Nicht jeder kann oder will in seinem Haushalt alles mit Ethernet-Kabeln vernetzen. Obwohl am sichersten, schnellsten, strahlungsärmsten und zuverlässigsten, ist ein Kabelnetz auch am wenigsten flexibel. Immerhin gibt es inzwischen millimeterdünne Lichtleiter aus Kunststoff, Polymeric Optical Fibre oder POF genannt. Sie lassen sich recht einfach schneiden, verlegen und verbinden. Dabei schaffen sie Entfernungen bis zu 100 Metern mit 100 Mbit/s. Starterkits gibt es zum Beispiel von Swisscom oder Casacom für rund 130 Franken. Generelle Abhilfe leisten kabellose LANs, neudeutsch: Wireless Local Area Networks oder kurz WLANs. Hier werden die Daten gefunkt, inzwischen mit beachtlicher Bandbreite: Der neuste Funknetzstandard mit dem sehr unflotten Namen 802.11ac bringt es theoretisch auf rasante 1300 Mbit/s, in der Praxis bleiben immerhin noch knapp die Hälfte übrig. Moderner ist meist besser. Die Probleme des WLAN heissen Nachbar, Reichweite und Sicherheit. Tummeln sich in der Nachbarschaft viele emsige, drahtfeindliche Netzwerker, kann das eigene Netzgeschäft lahmen. Und mehr als 70 Meter Freiluft schafft der Funk nicht, Stahlbetondecken und dralle

Wände bremsen ihn gehörig aus. Und dass sich findige Hacker fröhlich sensible Daten aus WLAN-Netzen zapfen können, ist keine Räubergeschichte, sondern bittere Realität. Eine besondere Anwendung der Drahtlosverbindungen ist das von Apple entwickelte Airplay. Damit ausgerüstete Geräte übertragen einfach Musik und Videos. Eine ausführliche Beschreibung der WLANVariante sowie viele Tipps zum Fitnesstraining fürs WLAN-Netz finden Sie unter www.home-electronics.ch/wlan. Ein weiterer Ausweg für WLAN-Scheue heisst Power Line Communication, kurz PLC. Hier läuft der Datenverkehr einfach über die bestehenden Stromkabel im Haus. Leitungen und Dosen sind meist grosszügig verteilt. Entsprechende Adapter müssen dann die Brücken zwischen Daten- und Stromnetz bauen. Sie haben auf der einen Seite einen Stromstecker und auf der anderen eine Ethernet-Buchse. In unseren Tests bewährt haben sich Power-Liner von Devolo, Zyxel und AVM. Moderne PLC-Technik bringt theoretisch bis zu 1 Gbit/s. Wie viel davon in der Praxis übrig bleibt, hängt von mehreren Faktoren wie der Anzahl von Verteilerdosen oder der Länge der Stromverkabelung ab. Bestenfalls hängen alle verbundenen Steckdosen an derselben Haussicherung. Dann gibt es kaum Probleme. Ob Sie nun mit oder ohne Kabel, mit vielen oder ganz wenigen Geräten, mit überschaubaren oder riesigen Datenmengen netzwerken wollen: Es gibt (fast) immer Lösungen, damit Sie schnell, preiswert und unkompliziert ins Netz gehen können. Der Spass kommt von alleine. |

The origin of true Sound John Bowers: „Der beste Lautsprecher ist nicht der, der möglichst viel aus einer Aufnahme herausholt. Vielmehr ist es der, der am wenigsten von ihr verliert! Dieser Leitsatz prägt die Ingenieure von Bowers & Wilkins und fliesst in jedes unsere Produkte ein. Erleben Sie die faszinierende Bowers & Wilkins Klangwelt bei ihrem B&W-Händler. Listen and you‘ll see

Liste der autorisierten Bowers & Wilkins Händler auf www.bwgroup.ch

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B&W Group (Schweiz) GmbH 043 433 61 50 I 8953 Schlieren www.bowers-wilkins.de | www.bwgroup.ch


5 wege, 5 welten Viele Wege führen zum Smart-Entertainment-Glück. Und sie enden in verschiedenen Welten. Denn die Galaxie der vernetzten Unterhaltung ist weit. Home Electronics ging auf Erkundungsflug und wählte fünf ­Planetensysteme aus. Sie alle bieten fürs unterhaltsame Leben wirklich smarte Bedingungen, unterscheiden sich jedoch erheblich voneinander. Kundige Autoren beschreiben ihre Eigenarten, ihre Vor- und Nachteile.

Bilder: Nasa/Hubble, ESA


Smart Entertainment [ FÜNF WELTEN ]

1 APPLE: ALLES AUS EINEM GUSS // Claude Settele

Hohe Benutzerfreundlichkeit, verpackt in edlem Design – so lautet das Erfolgsrezept des US-Giganten Apple. Den Komfort der abgestimmten und durchgestalteten Plattform bezahlt man mit der Abhängigkeit von einem einzigen Hersteller.

Die Settop-Box Apple TV geizt mit Apps, bringt dafür Video-on-Demand, Inhalte von PC und iCloud. Dank der Streaming-Technik Airplay lässt sich das Display von iPhone und iPad am Fernseher anzeigen.

J

eder Hersteller will benutzerfreundlich sein, doch bei der Umsetzung und beim Ergebnis sind die Unterschiede gross. Apple hat sich schon in den Tagen, als der Personal Computer laufen lernte, für eine Methode entschieden: Baue die Hardware und die Software selber, und behalte die Kontrolle über das Produkt. Während sich PC-Besitzer vor dreissig Jahren über eine grosse Auswahl freuten und sich dafür mit Treiberproblemen und inkompatiblen Komponenten plagten, bekamen MacAnhänger nur teure Hauskost mit begrenzter Auswahl. Dafür waren alle Komponenten

Home Electronics #3 DOSSIER 2013

abgestimmt, und das Kistchen lief wie geschmiert. Die Strategie hat dem Unternehmen zuerst Erfolg gebracht und später zu dessen bedrohlicher Schieflage beigetragen, bevor Firmenmitgründer Steve Jobs zurückkam und Apple zum wertvollsten Unternehmen an der Börse machte. Heute steht Apple nach der Einführung der Touch-Benutzeroberfläche, der Umkrempelung des Mobiltelefongeschäfts und der Neuerfindung des mobilen Computers besser da denn je – trotz riesiger Konkurrenz. Doch ein wenig scheint sich die Geschichte zu 

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Smart Entertainment [ FÜNF WELTEN ]

 wiederholen. Während Apples Absatz mun-

ter wächst, galoppiert die offene Konkurrenzplattform Android davon. Und dies, obschon manche Android-Probleme an das PC-Zeitalter erinnern: Android-Handys sind mehr von Viren betroffen und der Markt durch die breite Modellpalette unübersichtlich. Aufgrund fehlender Update-Möglichkeiten profitieren bereits gekaufte Handys und Tablets von neuen Android-Funktionen erst sehr spät oder gar nie.

KONTROLLIERTE FREIHEITEN Attraktiv ist Apples Welt für Anwender, die ein schickes, einfaches Gerät suchen und gerne auf maximale Konfigurationsoptionen und offene Standards verzichten, die sie ohnehin nicht nutzen würden. Sie nehmen auch in Kauf, dass man Apps für mobile i-Geräte, also iPhone, iPad oder iPod, nur in einem einzigen Shop erwerben kann und man sich mitunter Dazu trägt einmal das Programm iTunes bei, über Zensureingriffe ärgern muss. Die positive das als Player und als Shop dient. Mit 28 MilSeite der Kontrolle: Die Zuverlässigkeit der lionen Songs ist der iTunes-Store zum weltApps ist hoch, und Schadprogramme sind grössten Musikverkäufer avanciert und beherkaum ein Thema. bergt zudem den App-Store mit über 700 000 Die Apple-Plattform ist zwar ein mehr oder Titeln sowie Videos, Podcasts und Bücher, auf weniger geschlossenes System, als Aussen- die man über iPod, iPhone und iPad Zugriff seiter fühlen sich Anwender allerdings hat. Rund um die mobilen Geräte gibt es ferner Image_CH_2_2013_230x104 18.02.2013 11:17 nicht. Uhr Seite 1

… Sie sicher durch die Welt der Elektronik. … 5.000 Artikel, übersichtlich in Gesamt- und Fachkatalogen präsentiert. … mit technischem Support, Kundendienst und Vertriebsservice. Wir sind für Sie da.

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Bei Apple-Geräten überzeugen die benutzerfreundliche Bedienung, die reibungslose Synchronisation zwischen den Geräten und das Angebot an Apps. Eine proprietäre Plattform bringt aber auch Nachteile.


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ein grosses „Ökosystem“ mit einem riesigen Angebot an Lautsprechern und Musikanlagen jeder Grösse und Qualitätsklasse, die mit einer i-Geräte-Dockingstation ausgestattet sind.

KOMFORTABEL UND EINFACH Dockingstationen sind praktisch, um ganze Alben und Listen abzuspielen. Doch Musik-

Zapper können sich damit nicht der entspannten Unterhaltung auf dem Sofa hingeben. Für sie hat Apple Airplay entwickelt, die proprietäre Streaming-Technik, die Musik von mobilen Geräten drahtlos auf Musikanlagen bringt und Bildinhalte auf Fernseher. Eine wachsende Anzahl von Musik- und Hifi-Anlagen unterstützt Airplay, für alle anderen übernimmt

Apples kompakte Basisstation Airport Express dank LAN, WLAN und einem Audioausgang diese Aufgabe. Ein gelungenes Beispiel für benutzerfreundliche Technik ist auch iTunes Match. Der Cloud-Service für die Musikbibliothek stellt zu einem moderaten Preis alle gekauften und selber gerippten Songs im Internet bereit und streamt die Musik an beliebige i-Geräte. Somit erübrigt sich das Überspielen von Musikbibliotheken und Songlisten vom einen zum anderen Gerät. Zugleich löst der Service das Backup-Problem. Kauft man ein neues Apple-Gerät oder einen PC, meldet man sich einmal beim Konto an und kann sogleich seinen Musikschatz streamen und Songs herunterladen. Mit dem kürzlich erschienenen Update auf die Version 11 hat sich die überladene Software iTunes herausgeputzt, auf einen Streaming-Service à la Spotify (siehe S. 50) warten Musikfans indes immer noch. Apple hat ebenso die Vernetzung seiner Geräte mit dem Fernseher forciert, wobei auch hier Airplay eine wichtige Rolle spielt und durch Einfachheit glänzt. Viele iOS-Apps unterstützen das Protokoll und zeigen mit einem blauen Pfeil, dass man Diaschauen, Videos, Filmtrailer, Podcasts und Games 

360 Series

360 S25 Die 360-Series bietet ein einzigartiges Hörerlebnis für Ihre Ohren. Die 360°-Musikabstrahlung erlaubt es, unabhängig von der Hörposition im gesamten Raum lebendige und eindrückliche Musik-Wiedergabe zu geniessen. Weiter Produktinformationen finden Sie auf www.novisgroup.ch

360 S35

360 C35

360 S35

360 S25


Smart Entertainment [ FÜNF WELTEN ]

 auf den Fernseher projizieren kann. Mit dem

Betriebssystem iOS 5 hat Apple zudem Airplay Mirroring eingeführt, eine Funktion, die das Display mobiler Geräte 1:1 auf den TVBildschirm zeigt. Diese Technik beherrschen mittlerweile auch neuere MacBooks, über die man beispielsweise Videos in Full HD auf dem Fernseher abspielen kann. Voraussetzung für die Vernetzung mit dem Fernseher ist die kleine schwarze Box namens Apple TV, die Steve Jobs 2007 vorstellte und als sein persönliches Hobby bezeichnete. Die Settop-Box, die sich via HDMI-Kabel mit jedem digitalen Fernseher verbindet, streamt die auf Macs und PCs gespeicherten iTunesTitel sowie abonnierte Podcasts, mittlerweile aber auch Medieninhalte aus der iCloud. Das Konzept hat dennoch seine Grenzen: Airplay versteht sich nicht mit den weitverbreiteten, vernetzbaren DLNA-Geräten. Und man kann zwar gleichzeitig mehrere Räume mit derselben Musik beschallen, bei unterschiedlichen Programmen ist die Airplay-Technik jedoch überfordert. Der Hersteller Sonos beherrscht die Multiroom-Beschallung seit langem ohne Probleme (siehe S. 39). Neben den iTunes-Funktionen liefert die TV-Box auch ein gelungenes Video-on-Demand-Portal (siehe S. 52), in Sachen Apps herrscht allerdings gähnende Leere. Mit gerade einmal zehn Anwendungen ist das Angebot zurzeit sehr bescheiden.

FOTODIENST MIT SCHATTEN Dass nicht jedes neue Rezept aus Apples Küche im kalifornischen Cupertino rundum gelungen ist, illustriert auch das Cloud-Angebot Fotostream. Das Prinzip ist überzeugend und einfach zu bedienen, die Ausführung aber unbefriedigend. Seite 34

Mit seinen mobilen Playern, dem iTunesStore sowie dem Airplay-Streaming auf Hifi-Anlagen bringt Apple eine umfassende Musiklösung, die durch den CloudService iTunes Match komplettiert wird.

Mit einem kostenlosen Apple-Konto kann man den Dienst nutzen, der jedes mit einem i-Gerät geschossene Bild in die Cloud lädt und auch anderen Geräten zur Verfügung stellt. Bei Macs lässt sich per Option bestimmen, dass beim Anschliessen einer Kamera oder Einlesen einer Speicherkarte automatisch jedes Bild in komprimierter Grösse in die Wolke kopiert wird. Der Dienst ist beliebt, laut Apple haben Nutzer bereits über 9 Milliarden Bilder auf Fotostream geladen. In der neusten Version können auch verschiedene Fotostreams erstellt, mit Freunden geteilt oder über eine öffentliche Webadresse aufgerufen werden. Dennoch ist die Anwendung von begrenztem Nutzen. Der Dienst speichert nur gerade 1000 Fotos, die man lokal sichern muss, bevor sie durch neuere Bilder überschrieben werden. Damit beschränkt Apple den Nutzen auf Gelegenheitsknipser. Hobbyfotografen müssen auf Dropbox und Co. ausweichen, weil Apple kein bezahltes Angebot mit mehr Speicher führt, Fotos nur in eingeschränkter Auflösung in der Cloud gespeichert werden und Videos vom Upload ausgeschlossen sind.

Ein Schönheitsfehler ist auch, dass man die Fotostreams nicht zentral über sein persönliches Konto bei iCloud.com in jedem Browser abspielen kann, so wie man Zugriff hat auf die Adressen, die Agenda und Dokumente.

FAZIT Anwender von Apple-Geräten profitieren von einer optimal abgestimmten Umgebung, in der sie sich auch ohne technisches Expertenwissen problemlos zurechtfinden. Die Geräte sind gut vernetzt und die persönlichen Inhalte über viele Kanäle zugänglich. Airplay nimmt als elegantes Scharnier eine wesentliche Rolle ein, ebenso wie der WebSpeicher iCloud, über den auch die Daten vieler Apps zentral synchronisiert werden. Bei den Bildern in der Wolke liegt allerdings noch einiges Potenzial brach, wie auch bei Apple TV. Mit Blick auf die Entwicklung bei den Smart TV müsste Apple das ewige Hobby einmal zum Geschäft machen, sei es mit einer erweiterten Settop-Box oder einem eigenen Fernseher. Dieser iTV bleibt aber vorläufig, was er ist: das älteste Gerücht aus dem Reich der Äpfel. Man wird den Eindruck nicht los, dass das Unternehmen an Schwung und Innovationskraft eingebüsst hat. |

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attraktive Produktepalette Benutzerfreundlichkeit komplette Musik-Plattform Streaming-Lösung Airplay Apps mit hoher Qualität Cloud-Dienst

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Apple TV ist unterentwickelt limitiert bei Fotostream geschlossene Plattform

Home Electronics #3 DOSSIER 2013


2 B&O: KLUG UND SCHÖN // Volker Strassburg

Technik so elegant wie möglich zu verpacken und ebenso elegant nutzbar zu machen, so stellt sich die Strategie des dänischen Spezialisten Bang & Olufsen dar. B&O ist seit langem erfolgreich damit – und seit neustem auch smart.

Auf der Startseite des B&O-Internetportals lassen sich favorisierte Dienste prominent auf den vorderen Plätzen positionieren (untere Reihen). So greift man direkt und schnell darauf zu.

D

ie Design-Schmiede Bang & Olufsen hat erst kürzlich die Bühne der smarten Welt betreten. Die Hauptrolle spielt der seit Oktober erhältliche Edelfernseher BeoVision 11 – siehe auch Home Electronics Nr. 2/2013. Begleitet wird er von Lautsprechern und Playern, denen man via Netzwerk Musik zuspielen kann. Seine extravagant gestalteten Fernseher und Audiogeräte lässt sich der dänische Hersteller gut bezahlen. Die Preise bewegen sich eindeutig im oberen Bereich. So ist der BeoVision 11 als 40-, 46- und 55-Zoll-Variante ab

Home Electronics #3 DOSSIER 2013

7000 Franken erhältlich. Mit einem Preis von rund 3000 Franken darf der 32-Zöller BeoPlay V1 bereits als günstig gelten. Immerhin: Seit einem Software-Update vom Oktober 2012 verfügt der BeoPlay V1 ebenfalls über smarte Funktionen.

HBBTV-PORTAL Das Smart-TV-Portal von B&O basiert auf dem zukunftssicheren HbbTV-Standard. Dieser Standard gilt als Teletext-Nachfolger mit dem Unterschied, dass via Internet nebst Text auch Bilder und Videos am Fernseher per 

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Smart Entertainment [ FÜNF WELTEN ]

Knopfdruck angeschaut werden können. B&O lehnt sich bei seinem Portal eng an Philips an. Das ist nicht so verwunderlich: Philips bekannte sich als einer der ersten Smart-TV-Anbieter zu HbbTV. Die Niederländer gehören auch zu den Gründungsmitgliedern der Smart TV Alliance. Der inzwischen mächtige Interessenverbund will den HbbTVStandard bei Geräte- als auch Dienste-Entwicklern durchsetzen. Im Detail betrachtet unterscheiden sich die Portale von B&O und Philips dennoch. So fehlt beim B&O-Portal derzeit ein Video-onDemand-Dienst (VoD). Eine virtuelle Videothek gehört jedoch zu den attraktivsten Funktionen eines Smart TV. Laut B&O ist ein VoD-Dienst geplant, wann er verfügbar sein wird, ist allerdings noch offen. Die übrigen Portal-Dienste lassen dagegen nichts zu Wünschen übrig. Youtube als Lieferant zahlreicher Videoclips und Filme taucht in der Übersicht ebenso auf wie der Kommunikationskanal Twitter. Auf Videotelefonie von Skype hat B&O jedoch verzichtet, sodass am Fernseher weder Bild- noch Sprachtelefonie möglich sind. Vielfältig sind die Info-Dienste. Ob Wetter, Neuigkeiten aus Europa oder Daten aus der



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Für den Kontakt zum Internet oder zum heimischen Netzwerk sind keine Kabel notwendig. Der elegante BeoVision 11 verbindet sich drahtlos per WLAN mit dem Router.

Sportwelt, leicht zu bedienende und ansprechend gestaltete Info-Seiten halten auf dem Laufenden. Musik steht ebenfalls im Angebot, und „Cinetrailer“ stellt aktuelle Kinoinfos bereit samt Abspielmöglichkeit der Vorschaufilme. In Deutschland offerieren die öffentlichrechtlichen Sender ARD, ZDF und die Dritten schon länger ihre Mediatheken mit Sendungen zum zeitversetzten Abruf im Internet. Je nach Rechtevergabe können auch in der Schweiz am B&O-Smart-TV Sendungen per Knopfdruck aus diesen Mediatheken abgespielt werden.

KOMFORTABLE BEDIENUNG Sendungen einer Mediathek lassen sich nicht nur über das Portal abrufen, sondern eben auch als HbbTV-Dienst über die rote Taste der Fernbedienung. Auch diese Funktion hat B&O im Griff. Ob das HbbTV-Signal gesendet wird, hängt allerdings vom jeweiligen Übertragungsweg und von den Sendeanstalten ab. Der Umgang mit dem Portal gelingt auf Anhieb.

Auf der Start- und den nachfolgenden Seiten lassen sich die bevorzugten Dienste ablegen, sodass man sie schnell und direkt aufrufen kann. Sind bestimmte Services für einen uninteressant, löscht man sie einfach von den Hauptseiten. Über die „App Gallery“, in der das Portal alle auf den Fernseher ladbaren Services auflistet, kann man einen gelöschten Dienst wieder hinzufügen. Freies Surfen im Internet ist mit B&OSmart-TV ebenfalls möglich. Hier empfiehlt es sich, die kostenlose iPad-App von B&O zu verwenden. Damit bedient man schnell und einfach alle Funktionen des Fernsehers. Mit der virtuellen Tastatur können zudem Internetadressen bequem eingetippt werden. Eine Bedienungs-App fürs iPhone und für AndroidSmartphones ist erst angekündigt. Bis es so weit ist, hilft eine am Bildschirm eingeblendete Tastatur bei der Eingabe von Internetadressen. Die Tastatur steuert man mit der mitgelieferten B&O-Fernbedienung an. Das ist ohne Zweifel umständlicher, allerdings besitzt die Fernbedienung einen Mini-Joystick für die Cursor-Navigation, mit der man die einzelnen Buchstaben sowie Menüfunktionen nervenschonend anwählen kann.  Home Electronics #3 DOSSIER 2013


Höchstleistung für beste Bildqualität.* Die 9000er Serie bringt preisgekrönte Technologie ins Wohnzimmer. Von Jahr zu Jahr überzeugt Philips mit Top-Ergebnissen in Sachen Bildqualität. Bereits zum 13. Mal wurde ein Philips Fernseher mit dem renommierten EISA Award ausgezeichnet. Die herausragende Bilddarstellung wird durch das Umgebungslicht Ambilight noch verstärkt. Einzigartige Technik, gepaart mit komfortablen Extras: Smart TV macht den Zugriff auf Internet und unzählige Apps direkt über den Bildschirm möglich. Ihre Kunden können Videos, Musik und Bilder ganz einfach mit dem Smartphone oder Tablet-PC teilen. Ausführliche Informationen finden Sie auf www.philips.ch/tv Home Electronics #3 * Der 46PFL9707 wurde von der EISA zu Europas LCD TV des Jahres 2012/2013 gewählt. DOSSIER 2013


Smart Entertainment [ FÜNF WELTEN ]

SMARTER PARTNER Generell gehört die Steuerung von HeimkinoKomponenten über smarte Mobilgeräte zu den angenehmsten Errungenschaften moderner Netzwerktechnik. Ganz intuitiv geht man mit der aufs iPad geladenen B&O-App um. Ob Fernsehen oder etwa die Smart-Funktionen: Man ruft das Gewünschte auf, und die Bedienoberfläche auf dem iPad-Bildschirm passt sich entsprechend an. Bei B&O unterteilen sich die Smart-Funktionen in die Bereiche „Webmedia“ und „Heimmedia“. „Webmedia“ umfasst die ins Internet führenden Portal-Dienste. Mit „Heimmedia“ bleibt man bei sich zu Hause und ruft sämtliche Heimnetzwerk-Funktionen auf. Alle Seiten sind ansprechend und übersichtlich gestaltet. Dabei sind unterschiedliche Bedienstile wählbar. So lässt sich wie bei der bekannten Fernbedienung auf den Schirm „tippen“, oder man wählt die seit dem iPhone bekannten, typischen Streichbewegungen, die dann den Menü-Cursor auf dem TV-Bildschirm wandern lassen. Sämtliche Smart-Optionen hat man auf diese Weise gut im Überblick und wechselt zwischen ihnen unkompliziert hin und her. Komfortbedienung und Komfortfunktionen wachsen dabei nahtlos zusammen.

Mit der iPad-App lassen sich komfortabel Texte eingeben (links) und zum Fernseher schicken. Auch ein Zahlenfeld oder Videotext-Tasten sind vorhanden (rechts).

HOME-MEDIA: IM NETZWERK Der Fernseher wird via Ethernet-Kabel oder WLAN am Router angeschlossen und so ins heimische Netzwerk eingebunden. Über den Router gelangt der B&O auch ins Internet. Sobald sich das iPad per WLAN ebenfalls ins Netzwerk einklinkt, verbindet es sich automatisch mit dem B&O-Fernseher. Von da an stehen alle Steuermöglichkeiten bereit. Diese umfassen auch das freie Medienspiel innerhalb des Netzwerks. Ist zum Beispiel ein Computer darin eingebunden, kann die B&O-App auf dessen Festplatte zugreifen und die dort gespeicherte Musik am TV-Lautsprecher abspielen oder Videos und Fotos am TV-Bildschirm zeigen. So leiten B&O-Besitzer ihre Medien unkompliziert vom Büro weiter ins Wohnzimmer. Live-TV-Streaming vom B&O-Fernseher aufs Tablet oder auf andere vernetzte TV-Geräte ist jedoch nicht möglich. Im Gegensatz zu anderen Herstellern von Seite 38

Smart TV bieten B&O-Fernseher die Funktion „Wake on LAN“. Damit kann ein beliebiges Gerät im Netzwerk den Fernseher bei Bedarf aus dem Stand-by-Schlummer wecken. Mit dem iPad ist es beispielsweise möglich, so den Fernseher einzuschalten. Die mitgelieferte Fernbedienung wird überflüssig. Bei anderen Herstellern muss man sie zumindest fürs Einschalten des Fernsehers stets griffbereit haben. In der vernetzten Welt von B&O finden auch die neueren Musikspieler ihren Platz. So versteht sich der Mobillautsprecher Beolit 12 auf Bluetooth-Funk, die grösseren Lautsprecher BeoPlay A8 und A9 für zu Hause beherrschen die WLAN-Verbindung Airplay. Diese AppleTechnik erlaubt, dass man etwa auf dem iPad, iPhone oder iPod gespeicherte Musik einfach per virtuellen Knopfdruck aufrufen und über die externen Lautsprecher anhören kann. Geschickt gemacht: Die TV- und Musik-Box

Apple TV ist leicht integrierbar. Sie stellt eine Reihe von weiteren gratis und kostenpflichtigen Internet- und Netzwerkangeboten bereit. Für die Box hat B&O einen diskreten Platz im TV-Korpus vorgesehen, sodass sie die Optik des Fernsehers nicht stört. Steuern lässt sich die Apple-TV-Box über die B&O-Fernbedienung oder über die iPad-App. |

+

standardisierte, zukunftssichere Portal-Plattform HbbTV

+ +

ständiger Ausbau der Portal-Dienste

+

einfache Bedienung per iPad-App

keine Bedienungs-App fürs AndroidBetriebssystem

kein direktes Medienzuspiel vom Mobilgerät aus

programmbegleitende HbbTV-Dienste aufrufbar (Red-Button-Funktion)

Home Electronics #3 DOSSIER 2013


3 SONOS: FIDELER HAUSMUSIKANT // Kurt Haupt

Spezialisiert auf den smarten Ton: Wer sich vor allem musikalisch unterhalten lassen will, ist bei Sonos an der richtigen Adresse. Vor allem, wenn es einfach, zuverlässig und dazu preisgünstig funktionieren soll.

Das Sonos-System begeistert durch leichte Bedienung mit der Fingerspitze auf Tablets und Smartphones. Mit unterschiedlichen Musikinhalten lassen sich einfach mehrere Räume versorgen.

W

er Internetradio, seine persönliche Musiksammlung und ein Dutzend Musikstreaming-Dienste überall in seinen Wohnräumen geniessen will, sollte sich vom Fachhändler unbedingt das Sonos-System demonstrieren lassen. Der Hersteller ist in der vernetzten Unterhaltung ein Platzhirsch mit viel Erfahrung und begeistert immer wieder durch neue kluge Ideen. Bereits im Jahre 2005 lancierten die Kalifornier mit dem Zoneplayer 100 ihr erstes Musikgerät. Das System fand dank einfacher Installation, Musikverteilung über WLAN,

Home Electronics #3 DOSSIER 2013

intuitiver Bedienung und problemloser Erweiterung auf mehrere Räume schnell viele begeisterte Anhänger.

SCHLICHTE GERÄTE Heute umfasst das Sonos-Sortiment ein halbes Dutzend Modelle. Der Einstieg ist mit dem Sonos Play:3 bereits ab rund 400 Franken möglich. Wer ein komplettes System mit aktivem Subwoofer braucht, erhält für rund 1500 Franken eine kabelarme Lösung, die sich flexibel aufstellen lässt und dank aktivem Subwoofer bassstarken Sound liefert. 

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Smart Entertainment [ FÜNF WELTEN ]

Erkennungsmerkmal aller Sonos-Modelle ist das schlichte, zeitlose Design. Neulinge suchen an den Geräten verzweifelt und erfolglos nach physischen Steuertasten oder einem Touchdisplay. Stattdessen gibt es lediglich eine Wippe für „laut“ und „leise“, und ein weiterer Knopf bringt die Musik zum Verstummen. Mehr lässt sich an einem Sonos-Gerät nicht kontrollieren, und das ist auch gut so. Denn berührungsempfindliche farbige und leichte Smartphones und Tablets sind jeder Fernbedienung überlegen. Darum wird das Sonos-Musiksystem mit einer kostenlosen App auf einem Smartphone (iOS/Android) oder noch komfortabler mit einem Tablet dirigiert. Die Fingerspitzenbedienung auf dem Touchdisplay ist dabei intuitiver, informativer und komfortabler als jede Herumdrückerei an Bedienelementen am Gerät oder auf Infrarotfernbedienungen.



WACHSENDES FUNKNETZWERK Auch Kabel sind bei Sonos erfreulicherweise Mangelware. Da sich alle Sonos-Geräte durch ein drahtloses Netzwerk untereinander verbinden, braucht es keine Kabelstränge. Stromversorgung und ausnahmsweise ein Boxenkabel genügen, um die Gerätefamilie zu installieren. Eine Besonderheit von Sonos ist dabei ein sich selbst verknüpfendes und automatisch erweiterndes Funknetzwerk (SonosNet). Das erste Sonos-Gerät im Haus wird mittels Ethernet-Kabel an den Router angeschlossen. Dadurch wird es zur Keimzelle des SonosFunknetzwerkes. Jedes weitere Sonos-Gerät verbindet sich per Knopfdruck mit dem Erstling. Der Trick dabei ist, dass nun auch das zweite Gerät seinerseits wieder als drahtloser Anschlusspunkt für weitere Sonos-Elemente dient. Ein Sonos-Gerät ist also nicht nur Musikabspieler, sondern auch ein Art Funkbox. Mit jedem zusätzlich installierten Gerät vergrössert sich dadurch die Reichweite des drahtlosen Unterhaltungsnetzwerkes automatisch. Jedes zusätzlich installierte Sonos-Gerät sucht sich einfach den nächstgelegenen Partner und verSeite 40

Das Sonos-System lässt sich mit verschiedenen Komponenten einfach erweitern und wird per Smartphone, Tablet oder PC gesteuert.

stärke in einem oder in allen Räumen regeln. Eine einzige Berührung mit der Fingerspitze lässt die komplette Anlage verstummen.

GERÄTE WERDEN ZU ZONEN bindet sich mit diesem. Alle Geräte zusammen bilden ein grosses, transparentes Netzwerk. Dieses automatisch wachsende Funknetzwerk von Sonos ist ein grosser Vorteil gegenüber herkömmlichen WLAN-Netzwerken nach dem gewohnten Standard 802.11xx. Beim „normalen“ WLAN müssen alle Geräte Funkkontakt zum zentralen Router haben. Dies scheitert aber meist nach drei Wänden. Dann ist beim herkömmlichen Funknetz Bastelei mittels Repeatern oder Funkbrücken angesagt.

RAFFINIERTE FERNBEDIENUNG Auf Tablets oder Smartphones lassen sich bei Sonos einzelne, alle oder eine Gruppe von Lautsprechern einfach steuern. Es ist die hervorragende kostenlose App von Sonos, die letztlich im Alltag dafür sorgt, dass man seine Geräte einfach und intuitiv bedienen kann. Sogar bejahrte Fingerspitzen finden sich mit der Bedienphilosophie von Sonos sofort zurecht. Als Erstes entscheidet man, woher die Musik stammen soll. Aus der eigenen Sammlung, von einem Streaming-Anbieter oder von einer Internetradiostation? Egal, woher die Musik kommt, das Bedienkonzept bleibt identisch: Die einzelnen Musiktitel werden einfach auf eine Abspielliste „gezogen“ und arrangiert. Die Liste wird dann auf einem oder mehreren Sonos-Geräten im Haus abgespielt und lässt sich selbstverständlich für eine spätere Wiederverwendung auch speichern. Kleinigkeiten bei der Bedienung zeigen, wie fürsorglich sich die Sonos-Entwickler um die Bedürfnisse ihrer Anwender kümmern. Berührt man beispielsweise den Lautstärkeregler auf der App, schieben sich automatisch die Regler aller aktiv bespielten Räume in den Vordergrund. Man kann so einfach die Laut-

Klug ist auch die Idee von Sonos, eine Musikanlage nicht nur als einzelne Geräte zu sehen, sondern stattdessen eine Wohnung in musikalische Zonen aufzuteilen. Man kann einfach jeden Lautsprecher einer oder mehreren Zonen zuordnen. Jede Zone lässt sich dann bei Bedarf nutzen und mit Musik „füttern“. Die „Sommer-Zone“ umfasst beispielsweise Lautsprecher in Küche, Wohnzimmer und auf der Terrasse, die „Morgen-Zone“ dagegen die Sonos-Geräte in Küche, Esszimmer und Bad. Die Bedienung von Sonos macht zwar auf Touchdisplays am meisten Spass. Wer aber im Heimbüro vor dem Rechner sitzt, darf seine Anlage auch am PC unter Windows oder OS X bedienen. Will man ein umfangreiches Musikprogramm zusammenstellen, ist das Zusammensuchen der nötigen Titel dank richtiger Tastatur am PC auch einfacher. Die Suchfunktion von Sonos ist übrigens nicht nur flink, sondern auch – wie erwartet – ein bisschen cleverer als bei der Konkurrenz. Der Begriff „Love“ findet nicht nur das Album Love Songs, sondern auch die Musik der Gruppe Lovebugs.

OFFEN FÜR ALLE UND ALLES Aussergewöhnlich bei Sonos ist, dass ihre Geräte über keinen eigenen Musikspeicher verfügen. Auch CD-Laufwerk oder gar USBDose fehlen. Die Musik wird immer via Netzwerk angeliefert. In der Praxis wird dazu meist eine vernetzte Festplatte verwendet, die auch als Network Attached Storage (NAS) bezeichnet wird. Sonos verwaltet bis zu 65 000 Songs automatisch. Für grössere Sammlungen muss als externer Musikserver der Windows Media Player eingesetzt werden. Ergänzend können die Sonos-Musikanten auch Musik abspielen, die direkt aus dem Internet, von einer PC-Festplatte oder aus dem Speicher von Smartphones und Tablets stammt.  Home Electronics #3 DOSSIER 2013


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Smart Entertainment [ FÜNF WELTEN ]

Sonos

Die Komponenten PLAY:3 Wer einen günstigen Einstieg in die Sonos-Welt sucht, greift zur Play:3. Die Aktivbox bietet aber nur Mono-Sound. Kauft man jedoch zwei Play:3 und stellt sie hochkant auf, verwandeln sie sich automatisch in einen linken und einen rechten Lautsprecher eines Stereosystems. Wer ausschliesslich eine Play:3 betreibt und sie nicht direkt mit einem Ethernet-Kabel anschliessen will, benötigt zusätzlich noch eine Sonos Bridge.

Der neue Sonos Playbar sorgt für besseren Sound am TV und wird tagsüber als Musikquelle genutzt.

VON ITUNES BIS SPOTIFY Egal, woher die Musik kommt, die Bedienung bleibt immer gleich. Man findet also einen Song in seiner Sonos-Bibliothek genauso einfach wie beim Mietdienst Spotify, bei der Freigabe eines Synology-NAS oder des Mediaservers eines Windows-PC. Bei den Musikformaten reicht die Unterstützung von MP3 über AAC und Ogg bis zum verlustfreien FLAC. Allerdings wird dessen audiophile Variante (24 Bit/96 kHz) nicht unterstützt, nur Datenraten bis 16 Bit bei 44,1 kHz (das entspricht CD-Qualität) lassen sich wiedergeben. Eine komplette Liste findet sich unter http://goo.gl/Pvsij im Internet. Bereits installiert sind Tausende Internetradiostationen. Darunter gibt es auch hochkarätige Stationen wie Linn, die mit 320 kbit/s annähernd CD-Qualität anbietet. Die Radioliste lässt sich nach Regionen und Musikstilen durchsuchen, und persönliche Favoriten lassen sich leicht festlegen. Erfreulich ist weiter, dass die Sonos-Musikabspieler auch mit anderen Geräten im Netzwerk gut kooperieren. So kann man die auf einem iOS-Gerät vorhandenen Songs via Sonos-App direkt abspielen. Schliesst man gar den rund 100 Franken teuren Funkadapter Airport Express von Apple an ein Sonos-Gerät an, beherrschen alle Sonos-Komponenten zusätzlich auch Apples Drahtlostechnik Airplay (www.sonos.com/airplay). Ohne Zusatz-Hardware arbeitet Sonos nahtlos mit Windows- und Android-Geräten zusammen. Unter Windows – ausgenommen ist die neuste Version 8 – sind alle SonosGeräte direkt via Funktion „Play to“ verfügbar. Im Dateimanager oder im Windows Media Player werden Songs einfach mit der rechten Maustaste angeklickt und mittels „Wiedergeben auf“ durch ein Sonos-Gerät wiedergegeben. Seite 42

Ebenso erfreulich ist, dass die neuste Version des Windows-Musikverwalters Mediamonkey (siehe S. 54) nun die Sonos-Geräte direkt unterstützt. Auch der bei Freunden audiophiler Musikwiedergabe beliebte Foobar 2000 kann seinen Audio-Strom via UPnP auf SonosGeräte umleiten. Unter Android sorgt die kostenlose App „Twonky“ dafür, dass die auf dem Mobilgerät gespeicherten Songs auf den Sonos-Geräten abgespielt werden. Wem all diese Möglichkeiten noch nicht genügen, der kann zusätzlich eine beliebige Audioquelle via analogen Eingang an sein Sonos-System anschliessen. Die so zugespielte Musik lässt sich dann ebenfalls kinderleicht im ganzen Haus verteilen.

FAZIT In der Praxis zeigt sich Sonos als ein zuverlässiges, multifunktionales Musiksystem mit einer gleichermassen ausgeklügelten wie einfachen Touch-Bedienung. Ein kleiner Wermutstropfen ist lediglich die mangelnde Unterstützung von audiophilen Dateiformaten. Hier bietet der Konkurrent Simple Audio mehr. Gewöhnungsbedürftig ist ferner, dass Tablet oder Smartphone meist eine Sekunde für den Start benötigen, bevor man seine Anlage steuern kann. Der Einstieg in die Sonos-Welt ist günstig, die Gerätefamilie wächst jedoch schnell, hat man deren Vorzüge entdeckt. |

+ einfache drahtlose Musikverteilung + komfortable Bedienung via App + Unterstützung vieler Streaming-Dienste + preisgünstiger Einstieg, einfach erweiterbar − −

Bibliothek verwaltet nur 65 000 Songs FLAC in HD-Qualität (24/96) nicht unterstützt

PLAY:5 Statt zu Küchenradio oder Mini-Anlagen kann man auch zur Sonos Play:5 greifen. Das System bietet dank fünf Lautsprechern mit fünf digitalen Verstärkern raumfüllenden Stereoklang bei mässigem Platzbedarf. PLAYBAR Der Playbar ist das jüngste Kind der Sonos-Familie und passt perfekt vor den Fernseher. Gespeist wird er ausschliesslich über einen optischen Anschluss. Ergänzt mit SUB und Play, mutiert er zum 5.1-Kinosystem. SUB Falls man im Wohnzimmer oder im Partykeller mehr „Wumms“ beim Musikgenuss will, hilft der Sub. Der aktive Subwoofer sorgt mit zwei gegenüberliegenden Force-Cancelling-Lautsprechern für spürbaren Schub. CONNECT:AMP Wer ein Musiksystem mit Lautsprechern seiner Wahl aufbauen will, greift zum Connect:Amp. Er verfügt über einen 55-Watt-Verstärker, der zwei Lautsprecher und einen Subwoofer versorgen kann. Mittels optischen oder analogen Ausgangs kann er auch als Zuspieler zu einem anderen Verstärker arbeiten. CONNECT Der Connect hat weder Lautsprecher noch Verstärker und dient als Ergänzung für eine bestehende Stereoanlage, Aktivboxen oder einem AV-Receiver. Auf seiner Rückseite befinden sich analoge Ein- und Ausgänge sowie optische und koaxiale Digitalausgänge. BRIDGE Die Bridge ist nur nötig, wenn man keine andere Sonos-Komponente direkt via Ethernet-Kabel mit dem Heimnetzwerk verbinden kann. Sie wird via Ethernet an den LAN-Router angeschlossen und bildet dann die Keimzelle für das SonosNet.

Home Electronics #3 DOSSIER 2013


4 SAMSUNG: UMFASSEND SMART // Claude Settele

Eine gigantische Produktpalette, das Entertainment auf offener Plattform: Was Samsung der smarten Unterhaltung zu bieten hat, nötigt galaktischen Respekt ab. Auf- und Nachrüst-Optionen laden zusätzlich in den koreanischen Kosmos ein.

Anfang Jahr zeigte Samsung die neue Version seiner TV-Benutzeroberfläche „Smart Hub“. Sie basiert auf fünf virtuellen Displays, auf denen Apps und TV-Funktionen nach Themen geordnet zu finden sind.

W

ie ein Jet fliegt der Elektronikriese Samsung der Konkurrenz davon. Der südkoreanische Mischkonzern, der auch Kühlschränke, Motoren und Versicherungen anbietet, ist in den letzten Jahren zum globalen Markführer für Mobiltelefone und Fernseher aufgestiegen und baut Kameras, Musikanlagen, Tablets, Computer, Monitore und Drucker. Wenn die Palette auch nicht in allen Segmenten gleich stark ist, so kann man doch seine gesamte Unterhaltungs- und Kommunikationsausrüstung mit Produkten des Herstel-

Home Electronics #3 DOSSIER 2013

lers bestücken. Laut Marktforscherin Gartner hat Samsung 2012 Apple als grössten Einkäufer von Chips überholt. „Inspire the World, create the future“ nennt Samsung seine Vision, mit der das Ziel verbunden ist, bis 2020 zu den fünf grössten Unternehmen der Welt zu gehören. Mit attraktiven Geräten vom JumboHandy mit Griffel bis zur Android-Kompaktkamera hat sich Samsung eine gute Basis geschaffen und meldet mit dem Konzept „Smart Hub“ grosse Ambitionen an, Fernsehen, Apps und Internet zu einer benutzerfreundlichen Einheit zu verschmelzen. 

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Smart Entertainment [ FÜNF WELTEN ]

 Die Verbindung unterschiedlichster Geräte erledigt Samsung elegant über diverse Apps, die AllShare nutzen, eine auf dem DLNA-Standard basierende Technik der drahtlosen Vernetzung. Über die App „AllShare Play“ lassen sich beispielsweise auf einem Handy gespeicherte Fotos, Videos oder Songs auf einem Tablet oder Fernseher abspielen. Die App „AllShare Control“ macht ein Handy zur Fernbedienung für den Fernseher, den PC, die Waschmaschine und den Airconditioner der Herstellerin. Mittels der App „Remote Viewfinder“ kann man das Handy-Display als Sucher einer GalaxyKamera nutzen und aus der Ferne Schnappschüsse auslösen.

Für die TV-Steuerung bietet Samsung viele Wege: Spracheingabe, Gestensteuerung, klassische Fernbedienung oder auch TouchBedienung mittels Smartphone-App (Bild).

WIR SIND DIE FERNBEDIENUNG Neue Wege beschreitet Samsung bei der Bedienung. So setzt die Galaxy-Kamera auf die Stärken von Android, beim Fernseher arbeiten die Koreaner an Alternativen zur klassischen Fernbedienung. So bietet die Herstellerin auf ihren Android-Handys eine „S Voice“ genannte

Sprachfunktion an, die unverkennbar von Apples Assistentin Siri inspiriert ist. Sie gibt primär Anschauungsunterricht, dass Spracherkennung ein schwieriges Terrain ist. Die Frage „Zeige mir das letzte Foto, das ich gemacht habe“ versteht S Voice perfekt und notiert den Satz fehlerfrei. Ernüchternd ist die Antwort: „Ich kann keine Übereinstimmung im Terminplaner finden.“ Das ist leider kein Ausreisser. Viel erfreulicher ist die Performance der Voice-Funktion auf dem Smart TV. Mit gesprochenen Anweisungen holt man den Fernseher aus dem Schlummerschlaf, wechselt die Kanäle, regelt die Lautstärke und kann Apps aufrufen sowie Begriffe googeln. Wer bereit ist, mit seinem Fernseher zu sprechen, kommt recht weit, mitunter geht es aber nur mit dem Griff zur Fernbedienung weiter. Verschlägt es einem einmal die Stimme vor dem Fernseher, kann man auch auf die Gestensteuerung ausweichen. Eine Mini-Kamera registriert die erhobene Hand, die als Mauszeiger auf dem Bildschirm erscheint und beim

Toshiba

4K ULTRA HD-FERNSEHER IN DREI VERSCHIEDENEN BILDGRÖSSEN 4k Ultra HD markiert die Spitze des derzeit Machbaren in Sachen TVund Heimkino-Bildqualität. Diese Technik bietet die vierfache Auflösung der heutigen 1080p-Full HD-TVs und realisiert so das ultimative Seherlebnis für Filme, TV-Shows, Videospiele, wie auch bei PC-Anwendungen und beim Betrachten von Fotos. Passend dazu Toshiba präsentiert die neue L9-Serie mit den drei Modellen 58L9375, 65L9375 und 84L9675. Damit wird 4k Ultra HD in drei verschiedenen Bildgrössen, passend zu jeder Wohnumgebung, verfügbar. Herzstück der neuen L9-Serie bildet Toshibas Hochleistungsprozessor CEVO 4K-Quad + Dual Core. Dieser realisiert bestechende Ultra HDBildqualität, einschliesslich Bildverbesserung und Upscaling von normalen HD-Bildern in hochaufgelöste 4k-Bilder. Ergänzt wird dies durch Clear Motion Resolution+ 800Hz. Diese Technik sorgt für klare und fliessende Bildfolgen bei schnellen Filmsequenzen. Mit ihrem top-ausgebauten Smart-TV-Portal inklusive Cloud-Funktion ist die L9-Serie für sämtliche Online-Anwendungen oder Netzwerk-Funktionen bestens gerüstet. Eingebautes WiFi, Miracast und WiDi sowohl für Router wie TV-to-PC-to-Tablet machen die interaktive Kontaktaufnahme mit mobilen Geräten zum Kinderspiel. Dazu wird Toshiba passende Apps für iOS, Android und Windows 8 zur Verfügung stellen.

Die L9-Serie gefällt mit einem modernen, eleganten Design und ihrem anspruchsvollen Gun-Metallic Rahmen. Auch die neue Fernbedienung überzeugt mit übersichtlichem, klarem Tastenlayout. Die neuen 4k Ultra HD-Fernseher von Toshiba werden in den Bildschirmgrössen 58 -, 65 - und 84-Zoll ab Sommer 2013 verfügbar. www.toshiba.ch


Schliessen zur Faust einen Klick auslöst. Sogar das beliebte Spiel Angry Birds lässt sich ganz ordentlich über Gesten steuern. Die Bewegung läuft aber nicht so präzis wie bei einer Maus, mitunter hüpft der Zeiger, womit die Steuerung zur Turnübung gerät. Das Konzept hat Potenzial, muss aber noch zulegen, wenn es von einer technischen Spielerei zur nützlichen Funktion für den Durchschnittsanwender wachsen will. Das Nebeneinander mehrerer Eingabemethoden kann manche Anwender überfordern. Diese können allerdings Sprach- und Gestensteuerung ignorieren und sich über die klassische Fernbedienung freuen. Wer es

Leistungsfähige Blu-ray-Player von Samsung bringen neben zahlreichen Funktionen wie HD-Recording und 3D-Upscaling auch den „Smart Hub“ auf viele ältere Fernseher.

moderner mag, findet im Lieferumfang als Alternative ein zweites Kontrollgerät mit Touch-Feld und einem Mikrofon für die optimale Spracheingabe. Damit nicht genug: Als dritte Lösung gibt es eine gelungene App für die Steuerung via Handy und Tablet, die es auch für das iPhone und iPad gibt. Die zum Skypen einsetzbare Kamera nimmt übrigens

nicht nur Steuerungsgesten wahr, sondern auch Konterfeis: Für den Zugang zu den persönlichen Einstellungen bietet der Fernseher eine Gesichtserkennung als Alternative zum Passwort an, diese funktionierte aber im Test selbst bei gekämmter Frisur mit geradem Scheitel unzuverlässig.

FERNSEHER UND WEB HAND IN HAND Ein Samsung-Smart-TV verbindet die Fernsehwelt mit lokalen Apps und Internetanwendungen in einer einheitlichen Oberfläche namens „Smart Hub“. Hier lassen sich mehrere hundert Apps installieren mit Unterhaltung, Bildung und News, darunter auch einige lokale wie 

The Art of true Computer audiophile Sound Die Bibliothek im Wandel der Zeit. Die neue Musik-Streaming-Welt fasziniert viele Musikliebhaber. Es ist wunderbar, entspannt auf dem Sofa sitzend, seine ganze Musikbibliothek in den Händen zu haben, sie zu durchforsten und die Wunschtitel auf höchstem Klangniveau zu geniessen. Der Classé CP-800 Digital-DSP-Vorverstärker und der Sonata Music Server ASR-800 vereinen Computer Audio- und High-End-Technologie auf audiophilem Höchstniveau. Dank der modernen Architektur mit State-of-the Art USB- und Ethernet-Schnittstellen ist der Classé CP-800 die perfekte Vorstufe für Analog-, Digital- und Computer Audio-Quellen.

B&W Group (Schweiz) GmbH I 8952 Schlieren I 043 433 61 50 Händlerliste und weitere Infos: www.bwgroup.ch I www.classeaudio.com


Smart Entertainment [ FÜNF WELTEN ]

 etwa von „20 Minuten“, „NZZ“ oder Teleboy. Samsung steuert eigene Titel bei wie Lernanwendungen für Kinder oder eine Fitness-App. Die Herstellerin ist zudem offen für den Wettbewerb und gibt mehreren Anbietern von Video-on-Demand-Diensten Zutritt zum Portal, die Samsungs eigenen Dienst Your Video konkurrenzieren. Was das Angebot an Multimediadiensten angeht, ist Samsung noch nicht in jedem Land gleich gut aufgestellt. So gibt es etwa in der Schweiz keinen Zutritt zum „Music Hub“, wo man seine Alben im Stile von Apples iTunes auf diversen Geräten abspielen und neue Titel kaufen kann. Auch den auf Smartphones und Tablets angebotenen „Readers Hub“ für Bücher und Zeitschriften sowie den „Game Hub“ für Spiele findet man auf dem Smart TV nicht. Das mag sich bald einmal ändern, denn die Koreaner lieben ein hohes Tempo. An der Consumer Electronics Show in Las Vegas zeigte Samsung Anfang Jahr erste Bilder vom neuen Smart Hub, der in den aktuellen Smart-TV-Geräten integriert sein wird. Er wirkt aufgeräumter und setzt auf fünf virtuelle Displays, zwischen denen man wie bei einem Smartphone wechseln und thematisch geordnete Bereiche aufrufen kann. Die Änderungen sind offenbar so gross, dass der neue Hub nicht per Software-Update aufgerüstet werden kann. Eine Ausnahme sind Modelle von 2012, die für das interessante Konzept namens „Evolution“ gerüstet sind: Dabei handelt es sich um ein Hardware-Modul, das auf der Rückseite eingeklinkt wird und einen alten Fernseher mit mehr Rechenleistung und neuen Funktionen fit trimmt.

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Mit der drahtlosen, auf dem Standard DLNA basierenden StreamingTechnik AllShare lassen sich Multimedia-Inhalte von Smartphones, Tablets, Kameras und PCs bequem am Fernseher präsentieren.

Nachholbedarf hat Samsungs gelungenes Konzept des Connected Living in einem Punkt: Es gibt keinen Speicher- und Synchronisationsservice in der Cloud, über den man jederzeit und über diverse Geräte Zugang auf seine Musik, Fotos und Videos hat. Eine Idee davon gibt der Service „Family Story“, über den man Fotos und Memos mit Freunden teilen kann. Der Service synchronisiert alle Einträge automatisch mit mobilen Geräten, und via Smart TV hat man Zugriff auf die Sammlung. Die Gerüchte über die Einführung eines Dienstes mit dem möglichen Namen „S Cloud“ haben sich bisher nicht bestätigt, Samsung setzt vorläufig auf Drittanbieter. So schenkt die Herstellerin Käufern mehrerer Handy- und Tablet-Modelle viel Speicherplatz beim CloudService Dropbox. Damit werden mit dem Handy oder der Galaxy-Kamera geschossene Bilder automatisch ins Web hochgeladen. Doch aus der eindrücklichen Präsentation der Fotos auf dem Fernseher wird nichts: Auf dem Smart Hub gibt es keine Dropbox-App, dafür gibt es hier verwirrenderweise eine Anwendung des Konkurrenten SugarSync.

FAZIT Im Portefeuille von Samsung findet man viele ausgezeichnete Produkte, das Ziel einer kon-

vergenten, benutzerfreundlichen Entertainment-Welt haben die Südkoreaner noch nicht ganz erreicht. Die Aufgabe ist nicht trivial, operiert Samsung doch nicht in einer geschlossenen Welt wie Apple. Bei den mobilen Geräten setzt die Herstellerin mit Bada, Android und Windows gleich auf drei Betriebssysteme, sie bietet auch Apps fürs iPhone an und unterstützt bei den eigenen Wireless-Audio-Docks neben AllShare Play auch Apples Airplay. Dieser Ansatz macht die Software-Anforderungen komplexer, die Bedienungsoptionen zahlreicher. Technik-Fans applaudieren und freuen sich über den reichen Funktionsumfang und neue Bedienungskonzepte, weniger geübte Anwender kann diese Strategie überfordern. Einen entscheidenden Schub für das vernetzte Entertainment im Samsung-Kosmos könnte eine S Cloud als zentrale Synchronisationsstelle für die persönlichen Inhalte bringen sowie der Start des Music Hub in unseren Breitengraden. |

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grosse Produktepalette offene Plattform viele Apps auf mobilen Geräten und Smart TV Fernseher lassen sich aufrüsten Sharing-Funktionen Handy als Fernbedienung für diverse Geräte

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das Hub-Konzept ist noch ein Puzzle mit Lücken kein eigene Cloud-Lösung Voice- und Motion-Control sind entwicklungsfähig

Home Electronics #3 DOSSIER 2013


5 PHILIPS: SOZIAL UND FAMILIÄR // Frank Busch

Viele Direktanbindungen ans Social Web, familienfreundliche Extras, Nutzerkomfort bis zur Fernbedienung, clevere Nachrüst-Optionen aus der hauseigenen Produktpalette: Die Philips-Welt lebt vom Gemeinsinn.

Philips’ Smart-TVPlattform namens Net TV bietet viele Info-Dienste an: ob Wetter, Nachrichten aus Europa oder aus der ganzen Welt. Video-onDemand gehört ebenso zu dieser Plattform wie das Social Web.

A

uch bei Philips steht der Fernseher im Zentrum der smarten Unterhaltung. Die Auswahl ist gross und beginnt bei Geräten mit einer übersichtlichen Bildschirmdiagonale von 32 Zoll, sie endet bei gewaltigen 60 Zoll. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Fernseher netzwerktauglich und verfügen nebst Ethernet-Anschluss meist über WLAN oder sind zumindest mit entsprechenden USBDongles auf WLAN aufrüstbar. Wer seinen Philips-Fernseher ins heimische Netz einbindet, kann von zusätzlichen Funk-

Home Electronics #3 DOSSIER 2013

tionen profitieren. So erhält man auf der Philips-eigenen Net-TV-Plattform Zugriff auf zahlreiche Onlineangebote wie den Video-onDemand-Dienst Viewster oder das familienfreundliche Kinderkino. Ebenso zugänglich sind die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. Net TV unterstützt ferner die Social-Web-Plattformen Facebook und Twitter. Hier können die Zuschauer eine laufende Sendung in einem zweiten Fenster (Bild-im-Bild) kommentieren und sich in Echtzeit mit Freunden austauschen. 

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Smart Entertainment [ FÜNF WELTEN ]

Philips’ Network Music Player namens Streamium sorgt für kabelloses Hörvergnügen.

Philips-Fernseher können aber auch mit anderen netzwerktauglichen Geräten kommunizieren. So wird zum Beispiel das Smartphone zur Fernbedienung mit integriertem elektronischem Programmheft (Electronic Program Guide, EPG). Zudem lassen sich Bilder, Videos und Musik vom Smartphone oder Tablet direkt zum Smart TV zu übertragen. Philips bietet zu diesem Zweck eine eigene App namens „My Remote“ an, die sowohl für Android als auch für iOS erhältlich ist. Damit soll demnächst sogar Live-TV-Streaming vom Fernseher zum Smartphone/Tablet möglich werden. PhilipsFernseher berücksichtigen auch den DLNAStandard und können so via WLAN oder Ethernet-Kabel direkt auf Musik, Bilder und Videos zugreifen, die auf dem PC oder auf einer Netzwerkfestplatte gespeichert sind.



Unterstützt werden die üblichen Multimediaformate, jedoch erstreckt sich die DLNAKompatibilität nicht auf die am Fernseher anschliessbaren USB-Festplatten. Zwar kann der Fernseher Sendungen darauf aufzeichnen und danach wiedergeben, die Aufnahmen sind jedoch nicht im Netzwerk verfügbar. Zudem müssen die USB-Festplatten vor dem Gebrauch in einer proprietären Datenstruktur formatiert werden. Dies verhindert, dass USB-Aufnahmen zur Archivierung auf einen PC oder Mac überspielt werden.

SKYPEN STATT FERNSEHEN Smart TV von Philips unterstützen wie Geräte anderer Hersteller den Videotelefonie- und Instant-Messaging-Dienst Skype. Um diesen Dienst zu nutzen, muss man eine Skype-kom-

patible Kamera wie die Philips PTA317 anschliessen. Danach kann man formatfüllende Videokonferenzen mit Freunden oder Verwandten abhalten. Leider funktioniert dies nur mit speziellen und teureren Skype-Kameras. Deutlich günstigere USB-Webcams können hierfür nicht verwendet werden. Zur Philips-Welt zählen Home-Entertainment-Systeme. Sie sind mit einem Blu-ray-DiscPlayer (BD-Player) ausgerüstet sowie mit „BDLive“, einer interaktiven Funktion, mit der sich Zusatzinhalte wie Trailer, Dokumentationen oder sogar Spiele zum eingelegten Film über das Internet herunterladen lassen – sofern diese Inhalte bereitgestellt werden. Mit einem Home-Entertainment-System lässt sich vor allem ein älterer Fernseher smart aufrüsten. Damit hat man auch Zugriff auf die oben erwähnte Net-TV-Plattform, kann Skype nutzen, Mediendateien abspielen, via Facebook und Twitter kommunizieren, und man bekommt Zugang zur kaum zu überschauenden Menge kostenloser Internetradiosender. Home-Entertainment-Systeme sind also in ähnlichem Umfang onlinefähig wie die Smart TV von Philips. Deren Fernbedienungen bringen auf der Rückseite zusätzlich eine vollständige Qwertz-Tastatur mit. Mit der Tastatur lassen sich Internetadressen deutlich einfacher und schneller in den Browser ein- und Statusmeldungen ins Social Web durchgeben. Nochmals eleganter funktioniert die Eingabe von Text jedoch im Zusammenspiel mit den kostenlosen Android- und iOS-Apps.


Einige Philips-Home-Entertainment-Systeme erlauben auch den Anschluss einer iPod/ iPhone-Dockingstation. Zwar sind die meisten Geräte wie der Soundbar-Heimkino-Lautsprecher HTB5150D derzeit noch für die älteren iOS-Geräte mit dem 30-poligen Dock-Connector ausgelegt. Neuere Geräte wie die Dockingstation DS3205 haben jedoch bereits den neuen Lightning-Connector. Damit stellt Philips sicher, dass künftige i-Geräte von Apple ebenfalls Anschluss in der Philips-Welt finden.

Der HD Media Player von Philips zeigt Videos und Fotos am Fernseher und streamt Internetradiostationen.

GANZ FIDELIO Im Philips-Sortiment finden sich auch Geräte, die noch spezifischer auf Apple abgestimmt sind: die Lautsprecher und Abspielgeräte der Fidelio-Serie mit Airplay-Funktechnik. Dies sind zum Beispiel die All-in-one-Geräte SoundCurve, SoundRing oder SoundAvia. Auch die kleine Box HiFi-Link A1 empfängt via WLAN und Airplay Musik vom Smartphone oder Tablet und gibt diese über die Audioanschlüsse weiter an eine Hifi-Anlage. So wird Musikstreaming von einem Mobilgerät zu einer älteren, nicht vernetzbaren Stereoanlage möglich. Die Steuerung übernimmt hier die kostenlose App „Air Studio“ (iOS/ Android). Aber nicht nur iOS- und Androidkompatible Geräte werden von Philips berücksichtigt: Kabellose Lautsprecher, wie zum Beispiel die P9SLV/10 für den mobilen oder auch stationären Einsatz, verbinden sich über das verbreitete Bluetooth-Profil A2DP mit den meisten

Smartphones und Tablets. Zwar ist dieses Bluetooth-Profil verlustbehaftet, je nach Anwendungszweck mag dies jedoch akzeptabel sein. Mit dem Hifi-Adapter AEA2000 hat Philips auch ein Gerät im Angebot, das einer vorhandenen Hifi-Anlage erlaubt, per A2DP-Profil Musik von beliebigen Smartphones oder Tablets zu empfangen, und dank dem ebenfalls unterstützten Bluetooth-Profil AVRCP sind diese dann auch fähig, die Hifi-Anlage fernzusteuern.

GLOBALISIERTES SORTIMENT Philips bietet ein umfangreiches Sortiment netzwerktauglicher Unterhaltungselektronik an und deckt damit fast alle Einsatzbereiche ab. Zwar vermisst man echte Heimkinoreceiver und Mediaserver für das multimediale Heimnetz, trotzdem sind die Niederländer in vielen

Grossartiger Klang mit Komfort und Stil 2.1-Kanal-Lautsprechersystem Steuern Sie das Heimkino-System über Ihre TV-Fernbedienung Spielen Sie über Bluetooth Musik von Ihrem iPhone, Tablet und PC Erleben Sie sensationellen 3D-Surround-Klang Platzieren Sie den drahtlosen aktiven Subwoofer, wo immer Sie möchten

www.novisgroup.ch

Envision Cinema LS3100

Bereichen mit kreativen Produkten vertreten. Selber steht Philips gleichfalls für globalisierte Vernetzung: Die Fernseher entstehen seit 2012 im niederländisch-chinesischen Joint Venture TP Vision, die restliche Unterhaltungselektronik wird demnächst an die japanische Funai Electric verkauft. Bleibt zu hoffen, dass unter dem Markennamen Philips die bisherigen hohen Qualitätsstandards erhalten bleiben. |

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Bild-im-Bild ermöglicht die Nutzung der SmartTV-Funktionen bei laufendem TV-Programm Smart TV mit flexiblen Webbrowser keine Heimkinoreceiver im Angebot DLNA-kompatibler Mediaserver fehlt im Angebot Skype-Nutzung nur mit wenigen SkypeKameras möglich


Smart Entertainment [ MUSIKSTREAMING ]

IM STETEN STROM DER TÖNE

Definition

DARUM GEHTS Im weiteren Sinne „streamten“ wir schon über das gute alte Dampfradio. Irgendwo lag eine Tonband-/Schallplattensammlung oder wurde live musiziert – und wir lauschten ohne Zeitverzögerung dem durch die Luft per Ätherwelle Dargebotenen. Wenn es vorbei war, wars vorbei. Die Programmauswahl konnten wir ansatzweise durch die Sendersuche steuern. Diese Möglichkeit wird durch das Internetradio ins nahezu Unendliche gesteigert: Über 12 000 zum Teil hochspezialisierte Stationen versorgen den duldsamen Musikfreund auch mit den abgelegensten Programmen. Vom kambodschanischen Heavy Metal über friesische Volksmusik bis zu mongolischem Obertongesang gibt es fast nichts, was es nicht gibt. Nur: Das Programm machen andere. Beim Streaming im engeren Sinne „zieht“ sich der Nutzer von einem Anbieter genau den Titel oder die Titelauswahl, die er will. Ad hoc, in Echtzeit. Im Gegensatz zum Download, wo man Songs oder Alben kauft, um sie dann auf eigene Datenträger zu speichern, besitzt man die Musik aber nicht, sondern die entsprechenden Dienste liefern sie lediglich während des Hörens über die drahtgebundene oder drahtlose Verbindung zum Internet an. Gehört wird über ein streamingfähiges mobiles oder stationäres Gerät. Üblicherweise abonniert der geneigte Musikfreund einen solchen Dienst für 7 bis 14 Franken pro Monat. Limitierende Faktoren sind dann nur noch das Archiv des Anbieters – und die Aufnahmefähigkeit des Kunden. www. + +

home-electronics.ch/streaming: Musikstreaming-Dienste im Vergleich reichhaltiges Angebot Nutzung recht einfach

meist nur durchschnittliche Klangqualität

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// Lothar Brandt, Kurt Haupt

Hören, was, wie, wo und wie oft man immer will: Musikstreaming machts möglich. Und die Reise auf dem unendlichen Musikfluss ist schneller und einfacher gebucht denn je.

Angebot

DAS GIBTS Mit Deezer, Juke, Simfy, Spotify, Rara und Xbox Music werben in der Schweiz gleich mehrere vergleichbare Musikstreaming-Dienste um Zuhörer und Abonnenten. Gegen eine monatliche Gebühr kann man bei diesen unbeschränkt viel Musik über PCs, Tablets, Smartphones und andere geeignete Unterhaltungsgeräte hören. Das Angebot umfasst dabei bis zu 30 Millionen verschiedene Titel. Auch wenn das kein Mensch auf Doppelnennungen oder Blindgänger prüfen kann: Selbst wenn nur die Hälfte, 15 Millionen, gebunkert wäre, würde bei einer angenommenen Länge von durchschnittlich 3 Minuten pro Song das Angebot ausreichen, um einen Menschen sein ganzes Leben lang, etwa 85 Jahre, ununterbrochen mit Musik zu berieseln, ohne einen Song zu wiederholen. Verlockender ist die Tatsache, dass man alles hören kann, ohne selber die Musiksammlung verwalten zu müssen. Und Neuheiten häufen sich minütlich dazu. Für Handynutzer mit Internet-Flatrate gibt es Kombi-Angebote: Orange zum Beispiel bietet Jugendlichen unter 27 Jahren zur Flatrate von 19 Franken schweizweiten Zugriff auf Spotify. Sunrise hat sich mit Juke verbandelt, Swisscom verweist auch auf die neuen Smartphones mit Windows 8 und Xbox Music. www. Zu beachten

deezer.com, myjuke.com, rara.com, simfy.de, spotify.com Testphase möglich? Plattformunterstützung? Kosten für mobile Endgeräte? Werbung?

Zu beachten

Abo-Fallen? Ausreichende Klangqualität? Aktive Kündigung nötig?

Home Electronics #3 DOSSIER 2013


Hardware

DAS BRAUCHTS Das Wichtigste fürs Streamen ist ein Internetanschluss mit mindestens 0,5-Mbit/s-Tempo samt Flatrate für zu Hause beziehungsweise ein internetfähiges Handy, natürlich auch mit Flatrate oder günstigem Datenangebot. Mobile Nutzer brauchen dann nur noch einen guten Kopfhörer – Home Electronics rät dringend dazu, die billigen Beipackstöpsel der meisten Devices gegen manierliche Im-Ohr-, ohraufliegende oder ohrumschliessende Kopfhörer auszutauschen. Wer zu Hause streamen will, kann dies auf mehreren Wegen: 1. Über einen mit dem Internet verbundenen Computer, der nach Möglichkeit über einen externen DigitalAnalog-Wandler (DAC) an die Hifi-Anlage angeschlossen wird. 2. Über ein Handy oder Tablet, das per Bluetooth, Airplay, Kabel oder Dockingstation an die Hifi-Anlage andockt. 3. Über einen mit dem Internet verbundenen sogenannten Netzwerkspieler, der direkt auf das Musikangebot der Mietdienste zugreift. 4. Über All-in-one-Geräte, die einen Streamer samt Verstärker eingebaut haben. www. + −

home-electronics.ch: Zum Beispiel Lexikon Netzwerk und Streaming; Ratgeber zum Einstieg ins Streaming preisgünstiger Einstieg möglich; gute USB-DACs ab 300 Franken; zum Beispiel streamingfähiger Tuner Rotel RT 12, um 920 Franken (Test HE 2/2013) gute Kopfhörer unbedingt nötig (ab 70 Franken); kann wie jede Highend-Lösung extrem teuer werden (es gibt Netzwerkspieler für über 12 000 Franken)

Qualität

SO KLINGTS Hifi-Fans rümpften lange die Nase über Musik aus dem Netz. Downloads oder Streams kamen da meist nur in erbärmlicher Klangqualität aus den Leitungen. Es war lange notwendig, aus Platzmangel und für eine akzeptable Übertragungsgeschwindigkeit die Datenrate etwa von CDs zu reduzieren. Masseinheit der Datenrate ist Kilobit pro Sekunde. 64 kbit/s tönen detailarm, langweilig und wenig brillant. Inzwischen sind 128 bis 320 kbit/s möglich und werden auch nachgefragt. 128 können erträglich, 320 schon richtig gut klingen. Dazu muss man wissen, dass die meiste Popmusik heute hinsichtlich Dynamik oder Detailreichtum so aufgenommen und abgemischt ist, dass mehr als 320 gar nicht nötig sind. Bei Madonna oder Metallica fällt es selbst geschulten Hifi-Ohren schwer, im Blindtest noch Unterschiede zur CD auszumachen. Ganz anders bei audiophil produzierter Musik mit grosser Dynamik, reichem Obertonspektrum und viel natürlicher Rauminformation. Hier geriet schon die CD (16 Bit Wortbreite und 44,1 kHz Sampling-Rate) an ihre Grenzen. Doch die Digitaltechnik ist längst viel weiter. High Resolution oder High Definition bringt der Musik bis zu 24 Bit und 192 kHz (Studiomasters haben meist 24/96). Damit können das Netz beziehungsweise entsprechende Anbieter eine Klangqualität bieten, welche weit über die CD hinausgeht. Akustische Instrumente oder Stimmen klingen dann fast greifbar natürlich und präsent. Nur: Aus schlecht aufgenommenen Produktionen kann auch HD kein tönendes Gold mehr machen. www.

+ + −

home-electronics.ch/hd-musik: Sammlung von Links zu Anbietern, die Musik in hoher Auflösung jenseits von CD-Qualität offerieren mit normal gutem Hifi-Equipment lässt sich auch Musik ab 128 kbit/s geniessen das Angebot an gut klingender Musik wächst das Angebot an schlecht klingender Musik wächst schneller

Home Electronics #3 DOSSIER 2013

Grenzen

DA HÖRTS AUF Gestreamte Musik gehört dem Nutzer nicht. Er kann seine Lieblingsmusik nur so lange „körperlos“ geniessen, wie er beim jeweiligen Anbieter abonniert ist. Lediglich auf Mobilgeräte wird die Musik zum Teil auf Wunsch während der Abo-Phase verschlüsselt zwischengespeichert. Freunde der Popmusik sind fast immer fein raus: Die Such-und-find-Software vieler Anbieter funktioniert meist zufriedenstellend. Wer den Song Cats in the Cradle sucht, dürfte im Normalfall sowohl das Original des US-Songschreibers Harry Chapin als auch die bekannteste Coverversion von Ugly Kid Joe finden. Extremisten können aber an Grenzen stossen: Alle Coverversionen des Beatles-Evergreens Yesterday lassen die beste Suchmaschine verzweifeln. Und Liebhaber des französischen Vorkriegs-Chansons oder früher Dixieland-Grössen werden wohl nur Teile ihres Favoriten-Repertoires finden. Schauen Sie sich die Homepages und Suchergebnis-Seiten der Anbieter an. Nicht alle haben eine so ergiebige „Hilfe“-Seite wie Simfy. Machen Sie die Probe mit Ihrer Lieblingsband oder Ihrer Lieblingssängerin. Spätestens beim dritten Fehlversuch oder rätselhaften Suchergebnis können Sie aussortieren. Klassik-Fans haben zuweilen ihre liebe Not, und das nicht nur mit Nischenrepertoire. Die normale „klassische“ Eingabe Komponist - Werk - Interpret führt zuweilen zu ulkigen Ergebnissen. Die Schreibweise osteuropäischer Komponisten ist eine weitere Hürde. Und bekannte „Spitznamen“ für gleich mehrere Werke („Pathétique“ für eine Beethoven-Klaviersonate und eine Tschaikowsky-Sinfonie) stellen fast alle Sucher vor unlösbare Probleme. + + − −

Pop und Rock suchen und finden sich leicht viele Dienste bieten auch ein reichhaltiges Jazz-Repertoire Randrepertoire aus Rock oder Folk ist schwer zu finden Klassik-Freunde müssen viel Geduld, Improvisationstalent oder tiefergehende Kenntnisse mitbringen, um Lieblingswerke, Randrepertoire oder weniger bekannte Interpreten zu finden. Wenn überhaupt

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Smart Entertainment [ VIDEO-ON-DEMAND ]

DVD ADE // Adrian Scherrer

Die Anbieter von Video- und TV-on-Demand sind mittlerweile so zahlreich, dass man problemlos auf eigene Aufzeichnungen, DVDs und Blu-ray-Discs verzichten kann.

D

rei Wege bringen Video-on-Demand (VoD) auf den Fernseher: Die digitalen Settop-Boxen von Kabel-TV- und Telekomunternehmen, Spezialboxen wie Apple TV und schliesslich Apps auf Smart TV, Mediaplayer-Boxen und Spielkonsolen. Die Grundfunktionen sind überall gleich. Nach der Bestellung steht ein Film für 24 oder 48 Stunden zur Verfügung. Man kann ihn beliebig oft ansehen, anhalten oder vor- und zurückspulen. Mittlerweile bieten fast alle Schweizer Anbieter verschiedene Sprachversionen, teilweise auch mit Untertiteln. Preislich unterscheiden sie sich kaum, da die Mietpreise von den Filmstudios diktiert werden. Neue Blockbuster aus Hollywood kosten vor der TVAusstrahlung 6 bis 8 Franken, ältere Filme 3.50 Franken. Die HD-Versionen, die es bei allen Anbietern gibt, kosten meist 1 Franken mehr. Dokumentationen, einzelne Folgen von TV-Serien und gelegentliche Spezialangebote sind schon ab 1.50 Franken zu haben.

UNTERSCHIEDLICHE SCHWERPUNKTE Am besten etabliert hat sich VoD auf den Settop-Boxen von Swisscom TV und UPC Cablecom. Die Boxen sind einfach zu bedienen, die neusten Blockbuster und eigene Schwerpunkte bilden ein attraktives Angebot. So kann die Swisscom mit vielen Schweizer Filmen trumpfen, während UPC Cablecom als Spezialität neue Staffeln amerikanischer Serien in Originalfassung zeigt – unmittelbar nach der US-Premiere. Beim Bedienungskomfort hat UPC Cablecom mit der Einführung der neuen Horizon-Box im Januar mit Swisscom TV gleichgezogen.

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Auch kleinere Kabelnetze wie der QuicklineVerbund verfügen meist über umfangreiche VoD-Angebote. Sunrise-TV bezieht seine Inhalte von HollyStar, welche auch die Moviebox (siehe unten) vertreibt. Bei allen Anbietern ist der Zugang zu Filmen auf Abruf im digitalen Grundangebot eingeschlossen; nur die Kosten pro Film fallen auf der Monatsrechnung an. Abgesehen von Apple bieten alle VoDDienstleister zwischen 1500 und 2000 Spielfilme an. Entscheidend dabei ist weniger der Umfang des Angebots als die Qualität der einzelnen Titel. Eine riesige Auswahl an zweitklassigen B-Movies ist bedeutend weniger attraktiv als ein kleineres, aber gepflegtes Sortiment von Blockbustern und gefragten Klassikern. Vor dem Entscheid für einen bestimmten Anbieter empfiehlt es sich also, auf der jeweiligen Homepage nach jenen Titeln zu suchen, die einen wirklich interessieren.

SPEZIALISIERTE ANBIETER Apple hebt sich mit der schweizweit umfangreichsten Auswahl an Spielfilmen ab. Mittlerweile sind gegen 10 000 Titel im iTunes-Store erhältlich, nach wie vor aber keine TV-Serien. Am PC kann man bequem durch das Angebot navigieren und kostenlos Trailer anschauen. Die Apple-TV-Box, die auch unter Windows läuft, bringt die Videos auf den Fernseher. Die Box kostet einmalig 109 Franken. Die gemieteten Filme bezahlt man mit Prepaid- oder Kreditkarte. Die Moviebox des Neuenburger Unternehmens Homedia wird über das Internetportal www.hollystar.ch vertrieben. Sie kostet monatlich 12 Franken mit zwei inbegriffenen Filmen oder 24 Franken mit vier inbegriffenen Filmen. Bezahlt wird via Kreditkarte oder per Rech-

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nung. HollyStar überzeugt mit der ausgeklügelten Sparteneinteilung und einer kultivierten Auswahl von Dokumentar- und ArthouseFilmen (anspruchsvollere Autorenfilme). Für zusätzlich 5.90 Franken erhält man unbeschränkten Zugang zu einem kleinen Grundstock älterer Filme aus den Archiven der Warner-Filmstudios. Bei SwissTV (www.swisstv.ch) benötigt man im Gegensatz zur Moviebox kein Abo. Die Box kostet einmalig 128 Franken. Bezahlt werden die Filme mit Prepaid- oder Kreditkarte. Voraussetzung für den Filmgenuss in guter

Tipp

Kostenlose Mediatheken Die kostenlose Alternative zum bezahlten Video-on-Demand ist das zeitversetzte Fernsehen. Es ist als sogenanntes Replay-TV in den Settop-Boxen von Sunrise und Swisscom enthalten. UPC Cablecom bietet es über eine Zattoo-App auf seiner HorizonBox an. Daneben bieten auch die Mediatheken der verschiedenen Sender unzählige Sendungen zum Abruf an. Sie sind kostenlos, weil sie mit den TVGebühren bereits finanziert sind. SRF offeriert neben seinen Eigenproduktionen neu auch ameri kanische Serien wie Grey's Anatomy oder Private Practice während sieben Tagen nach der Ausstrahlung.

Bildqualität ist bei beiden Anbietern ein leistungsfähiger Internetzugang von mindestens 3 bis 4 Mbit/s. Nur Apple TV umgeht dies, indem die Filme nicht gestreamt, sondern zuerst auf die Box heruntergeladen und dann am Fernseher gezeigt werden.

APPS AUF SMART TV Sowohl SwissTV als auch HollyStar sind auch auf Smart TV verschiedener Hersteller mittels Apps verfügbar. Zu den weiteren VoD-Portalen, die nur auf dem App-Weg zugänglich sind, gehören Acetrax und Viewster. Diese beiden Portale gibt es auch auf Boxen, mit denen ältere Fernseher ohne Internetanschluss zu Smart TV aufgerüstet werden können. Acetrax setzt auf die Mediaplayer von Western Digital und Asus, Viewster auf die Videoweb-Box. Bei Acetrax muss man sich vor der ersten Nutzung online ein Benutzerkonto einrichten, über das via Kreditkarte oder den OnlineBezahldienst Paypal abgerechnet wird. Voraussetzung, um sich bei Viewster anzumelden, ist hingegen ein Facebook-Konto. Viewster ist die einzige Plattform, die auch kostenlose Inhalte anbietet. Bei einigen Filmen kann man wählen, ob man sie gratis mit Werbeunterbrechung oder gegen eine Mietgebühr werbefrei sehen will. Viewster verfügt zudem über Apps für Smartphones und Tablets. Unter den Spielkonsolen bietet nur die Xbox von Microsoft eine nennenswerte Auswahl an Filmen. Über Xbox Video kann man auf rund 1600 Spielfilme zugreifen, die man mit sogenannten Microsoft Points bezahlt, die via Prepaid- oder Kreditkarte gekauft werden. Die Playstation von Sony bietet in der Schweiz bis jetzt nur das sehr anspruchsvolle ArthouseSortiment von mubi.com an. |


Smart Entertainment [ TIPPS UND TRICKS ]

Mediamonkey

MUSIK IM GRIFF Sugru

REPARATUR-KIT FÜR KABEL UND MEHR Eine Art Zaubergummi bietet die Firma Sugru an. Der kann tatsächlich helfen, viele Problemfälle auch in der Unterhaltungselektronik zu lösen. Zum Beispiel angeknackste Kabel, die nicht leicht neu zu verlegen sind, oder angebrochene Steckerhüllen reparieren beziehungsweise verstärken. Natürlich darf die elektrische Steckverbindung selber nicht beschädigt sein, aber oft steht so eine Strippe kurz vor dem Kollaps, arbeitet elektrisch jedoch noch gut. Dann kann man das elektrisch isolierende Sugru, das es in fünf Farben gibt, quasi als Stützverband verwenden. Die nach dem Auspacken sehr leicht formbare SilikonKnetmasse härtet über Nacht zuverlässig aus und ist laut Hersteller temperaturbeständig von −50 bis +180 Grad Celsius und sogar wasserfest. Weil es auf vielen Materialien wie Kunststoff, Aluminium, Stahl, Keramik, Glas, Holz oder Silikon klebt, eröffnen sich schier unendliche Einsatzmöglichkeiten. Der Autor hat es bei einem ramponierten und vom Sohn heftig beanspruchten Stecker einer Wii-Fernsteuerung sowie an einem verdächtig lockeren Ethernet-Stecker ausprobiert – mit tadellosem Ergebnis. Sogar Stossdämpfer für Smartphones liessen sich formen. Eine Packung mit acht farbigen Sugru-Minipacks – im Kühlschrank sollen sie über ein Jahr frisch bleiben – kostet um 19 Franken. // lbr

Aus Bequemlichkeit greifen viele bei der Musikverwaltung zu iTunes oder zum Windows Media Player. Der in den Grundfunktionen kostenlose Mediamonkey für Windows zeigt, dass man grosse Musiksammlungen auch anders perfekt verwalten und damit seine ganze heimische und mobile Unterhaltung versorgen kann. Egal, ob man 100 000 Songs, ein Dutzend Dateiformate von MP3 bis FLAC oder Abspielgeräte von Smartphones bis Sonos-Komponenten unter einen Hut bringen muss, Mediamonkey schafft es. Er importiert aus einer beliebigen Anzahl Ordner, die sich auch im Netzwerk befinden dürfen, Musik in allen gängigen Formaten. Mit Abfragen aus dem Internet ergänzt er diese mit korrekten Albenund Titelbezeichnungen und besorgt auch Coverabbildungen. CDs können direkt gerippt und in die Sammlung integriert werden. Dank Wasapi bespielt er auch audiophile Geräte mit bitgenauen Audio-Datenströmen, das heisst, die Musikdateien werden ohne Umweg über eine Software unverändert an einen Verstärker ausgegeben. Im Heimnetzwerk arbeitet der Mediamonkey als DLNA-Musikserver und konvertiert nötigenfalls Musik in Echtzeit, damit jedes Gerät damit zurechtkommt. Er kann aber auch andere UPnP-Geräte mit einer „Play to“-Funktion direkt mit Musik beschicken. Musiksammlungen lassen sich mit dem Smartphone (iOS/Android) synchronisieren, wobei sie automatisch in ein passendes Format konvertiert werden. Die Basisversion ist kostenlos, für 25 Dollar erhält man alle Funktionen. Eine Version für Android steht erst als Betaversion zum Testen bereit. // kh

Verbindungstechnik

NEUE SIND BESSER Oft werden beim Verkabeln von Unterhaltungsgeräten alte Verbindungsstandards wie StereoCinch, Stereo-Klinken oder Scart verwendet. Denn mit den neuen Kabelvarianten wie Toslink (optische Verbindung, Bild) oder HDMI kennen sich viele Nutzer noch nicht aus. Ferner liefern vor allem die Hersteller von günstigen Produkten die nötigen Kabel leider nicht mit. Es lohnt sich aber, einige Franken für ein gutes HDMI-Kabel oder einen Lichtwellenleiter zu investieren. Denn die modernen Verbinder sind meist dünner und qualitativ besser – und sie eröffnen auch neue technische Möglichkeiten. Insbesondere trifft dies auf HDMI zu. Wer zum Beispiel sein Notebook oder Tablet mit herkömmlichen Stereo-Klinkensteckern an seinen AV-Receiver verbindet, wird lediglich mit mässigem Analogton beschallt, inklusive aller Störgeräusche, die Funktechnik und Stromversorgung im Notebook verursachen. Greift man stattdessen zum HDMI-Kabel, können die Mobilgeräte Musik im Digitalformat übertragen. Dadurch steigt nicht nur die audiophile Qualität, sondern die digitale Übertragung ist gegen Störungen praktisch unempfindlich. Gleiches gilt für den Anschluss von DVD/BD-Abspielern am Fernseher. Per HDMI übertragen diese meist automatisch digitalen Mehrkanalton in Kinoqualität. // kh

www.mediamonkey.com/language/de

www.rrrevolve.ch, www.sugru.com/de

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Home Electronics #3 DOSSIER 2013


QED

FLACHE KABEL XBMC

VIDEOS IM GRIFF Im Laufe der Zeit sammeln sich allerhand Videodateien auf Festplatten und Netzwerkspeichern, und auch CDs, DVDs und Blu-ray-Discs mehren sich wundersam. Wer verliert da nicht den Überblick? Ordnung ins Chaos bringt die freie Software XBMC. Ursprünglich als Medienabspieler gedacht, katalogisiert und organsiert die neuste Version 12 inzwischen sämtliche Mediendateien und -datenträger in einer übersichtlichen Oberfläche. Die Mediathek ergänzt sie automatisch mit Filmpostern, Covers, Trailern, Schauspielerlisten usw. aus dem Internet. Ist die Ordnung einmal hergestellt, kann XBMC praktisch alle Formate abspielen, darunter Videocontainer- (z. B. Matroska) sowie HD-Formate bei Bild und Ton (DTS, Dolby True HD). Seit kurzem dient die Software als Videorekorder mit elektronischem Programmheft. Sie kann zudem direkt auf Mediatheken der Fernsehanstalten zugreifen und Sendungen abspielen. Durch XBMC blättert man sehr einfach mit den Pfeiltasten eines Eingabegerätes: am Computer (Windows, Mac, Linux) per Maus, Tastatur, Joypad, Fernbedienung, Web-Interface sowie Wiimote. Smartphone-Besitzer können im heimischen WLAN auch mittels App (iOS/Android) fernbedienen. Mit diesen Möglichkeiten zeigt sich XBMC 12 beispielsweise dem kostenpflichtigen Windows Media Center weit überlegen. // rf

Zu dick, zu wenig flexibel: Dieses Problem plagt nicht nur etliche wohlgenährte Zeitgenossen, es gilt in vielen Fällen auch für die Kabel, die Heimkino- oder Game-Fans verlegen müssen – und die unerwünschte, sichtbare Spuren in der Stube hinterlassen. Vor allem bei der Anbindung der hinteren Boxen in ausgewachsenen SurroundAnlagen stellt sich das Problem augenfällig. Die Firma QED bietet mit dem flachen „Qontour Ultra Flat“ ein Lautsprecherkabel an, das sich leicht hinter Fussleisten oder unter dem Teppich verstecken lässt. Die Leiter aus sauerstofffreiem Kupfer dürften die Signale verlustarm auch über längere Strecken zu den Rear-Speakern transportieren. 1 Meter kostet 6 Franken. Und auch für die oft fetten HDMI-Verbindungen offeriert QED mit dem „HDMI e-flat“ eine dünne Alternative bis zu mindestens 10 Gbit/s an. Das reicht für HighSpeed-HDMI- und Ethernet-Anwendungen. Die 1-Meter-Ausführung kostet zivile 49 Franken, und selbst die 5-Meter-Länge bleibt mit 89 Franken im zweistelligen Bereich. // lbr www.horndistribution.com

www.xbmc.org

Micro-USB-Sticks

UNSICHTBARE SPEICHERSTICKS USB-Speichersticks werden immer häufiger in der Unterhaltungstechnik eingesetzt. Beispielsweise kann man eine Diashow auf einen solchen Stick kopieren und am Fernseher abspielen. Fürs Autoradio mit USB-Anschluss lassen sich Dutzende Stunden persönlicher Lieblingsmusik auf den Stick übertragen, damit man auch eine längere Autobahnfahrt entspannt übersteht. Herkömmliche Sticks haben jedoch meist die Grösse eines Feuerzeugs und ragen deshalb aus den Geräten heraus. Das ist beispielsweise bei einem Autoradio gefährlich und bei Notebooks lästig. Eine praktische Lösung stellen sogenannte Nano-Sticks dar. Hier ist der Speicherstick in den Stecker verbaut, und er ragt nur einige Millimeter aus dem Gehäuse. Bekannte Produkte sind Delock Nano, SanDisk Cruzer Fit, Kingston Data Traveller Micro und Lacie MosKeyto. Die maximale Speicherkapazität dieser Sonderlinge beträgt 32 Gigabyte. Sie kosten etwa gleich viel wie übliche USB-Sticks. Wer die Speicherkapazität abwechselnd in Kameras, Smartphones und USB-Geräten nutzen will, schafft sich stattdessen einen USB-Nano-microSDHC-Card-Reader an. In diesen können microSDHC-Speicherkärtchen bis 32 Gigabyte Kapazität eingeschoben werden. Die Kärtchen haben die Grösse eines Fingernagels und sind ebenfalls kaum teurer als USB-Speichersticks. // kh www.lacie.ch

FRX2 Kurbelradio mit USB-Ladeausgang und Solarmodul Der perfekte Begleiter für unterwegs! Immer einsatzbereit, zu Hause und unterwegs - das FRX2. Das kompakte, vielseitig verwendbare FRX2 bietet Solar-, Netz- und Kurbelbetrieb für den UKW/MW/KW-Empfang sowie eine USB-Ladefunktion für Smartphones. Drehen Sie die Kurbel 60 Sekunden lang und Sie erhalten genug Strom für 10-15 Minuten Nachrichten oder Unterhaltung.

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Smart Entertainment [ GLOSSAR ]

BEGRIFFE & ABKÜRZUNGEN AAC Advanced Audio Coding: Verfahren zur Kompression von Audiodaten. Reduziert Musikdaten um den Faktor 16. Standard bei Apple.

MP3 Kurzform von MPEG-2, Layer 3: Datenreduktionsverfahren für Musik. Lässt verschiedene Kompressions- und Qualitätsstufen zu.

CLIENT Das Gerät, das von einem Server Daten erhält und diese wieder in Fotos, Musik oder Videos wandelt.

MPEG Kompressionsverfahren der Moving Picture Experts Group. Soll Bilddaten da einsparen, wo es dem Auge kaum auffällt. DVDs greifen auf MPEG-2 zurück, hochauflösende HDTVSendungen auf MPEG-4 .

DLNA Die Digital Living Network Alliance hat das Ziel, die Vernetzung von UE, Kommunikationsund Computertechnik durch Standards zu vereinfachen. ETHERNET Standard für lokale Datennetze. FLAC Free Lossless Audio Codec: Verfahren zur verlustfreien Kompression von Audiodaten. Reduziert Dateigrössen um etwa die Hälfte. HDMI High Definition Multimedia Interface: Digitale Schnittstelle für die Übertragung von Bild und Ton. KOMPRESSION Verfahren zur Reduktion von Datenmengen, um Speicherplatz beziehungsweise Bandbreite bei der Datenübertragung zu sparen. Typisch sind MP3 oder AAC beim Ton, MPEG für Video und JPG für Bilder.

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NAS Network Attached Storage: Netzwerkfestplatten. Sie haben einen Prozessor, dank dem sie allen Geräten im Netzwerk Daten zur Verfügung stellen. Sie arbeiten auch als DLNA-Server. PLC Power Line Communication: Datentransport über Stromnetze mittels Adaptern. ROUTER Bindeglied zwischen Hausnetz und dem Internet. SERVER In der vernetzten Unterhaltung ist der Server das Gerät, das elektronische Ton- und/oder Bilddaten archiviert und an die Clients weitergibt. Mögliche Server sind eine Computerfestplatte oder ein NAS.

ADRESSEN UPNP Universal Plug'n'Play: Dient zur einfachen Vernetzung verschiedenster Gattungen von Heimelektronik wie Router, HifiAnlage, Drucker oder Haussteuerung über ein Netz. USB Universal Serial Bus: Begriff aus der Computertechnik für den Anschluss externer Geräte wie Tastatur, Maus, Modem. Inzwischen werden auch externe Festplatten, Musikspieler und die Sticks genannten kleinen mobilen Datenträger an USB-Buchsen angeschlossen.

WWW. HOME-ELECTRONICS.CH /cloud; /NAS; /smart-tv; /streaming; /spotify; /hd-musik: Ratgeber zu smarten Themen WWW.TVERSITY.COM: Kostenlose MediaserverSoftware WWW.TWONKYMEDIA.COM: Kommerzielle MediaserverSoftware WWW.MYMOVIES.DK; WWW.MOVIENIZER.COM: Filmverwaltungs-Software

WLAN Wireless Local Area Network: Bezeichnung für drahtlose lokale Datennetze. Viele Clients, Server und Router verfügen heute über diese Technik und erlauben so Vernetzung ohne Kabel. WMA Windows Media Audio: Datenreduktionsverfahren von Microsoft, vergleichbar mit MP3. WMV Windows Media Video: Datenkompressionsstandard mit Kopierschutz von Microsoft. WMV-9 etwa komprimiert Bild und Ton stärker als MPEG-2 und kann mit rund 10 Mbit/s HDTV-Bilder übertragen.

Home Electronics #3 DOSSIER 2013


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DIE BESTEN DER BESTEN // Yasmin Vetterl, Roland Seibt, Lothar Brandt

Goliath gegen Goliath – in diesem Vergleichstest treten vier der derzeit stärksten Fernseher im 55-ZollGardemass gegeneinander an.

I

m Motorsport gilt die Formel 1 als Königsklasse, im Fussball ist es die Champions League, und im Tennis verkörpert das Turnier in Wimbledon den Wettbewerb der Stärksten. Die Besten der Besten treten in ihrer Disziplin an. So funktioniert es nicht nur im Sport, auch Home Electronics versammelte die besten TV, die derzeit in ihrer Klasse den Markt beherrschen, zum Wettstreit. Vier Hersteller gehen mit ihren besten Modellen mit 55-Zoll-Bilddiagonale an den Start: Panasonic, Philips, Samsung und Sony wagen den Vergleich in den Disziplinen Bildqualität, Ton, Ausstattung, Bedienung und Verarbeitung. Die Geräte kosten zwischen Seite 58

2700 und 3400 Franken und ergänzen zurzeit den Giganten-Kampf in HE 7-8/2012. Von diesem läuft der LG 55LM960V quasi im Hintergrund noch mit, ebenso wie der schöne Bang & Olufsen BeoVision 11 (HE 2/2013).

SONY KDL-55HX955 Sony gönnt seinen Spitzenmodellen als einer der wenigen Hersteller von LCD-TV perfekte Kontraste – in Form von lokalem Dimmen der Hintergrundbeleuchtung, neudeutsch Local Dimming. Seit LED-Lämpchen zum Erzeugen des Lichts verwendet werden, das den LCDPanels ihr bildtechnisches Leben einhaucht, gilt Local Dimming als die optimale Technik

dazu. Sie verbessert den ursprünglich mageren Kontrast der LCD-Technik, indem sie in kleinen Parzellen direkt hinter dem Display genau so viel Licht liefert, wie dieser Bereich des Bildes gerade benötigt. Bei herkömmlicher Hinterleuchtung werden beispielsweise die schwarzen Balken eines Breitwandfilms mit voller Leuchtkraft angestrahlt und verblassen, weil die LCD-Schicht immer etwas Licht durchlässt. Durch lokales Dimmen werden sie wieder pechschwarz, weil das Licht hinter den Pixeln ausgeschaltet wird. Zudem hat Sony alles integriert, was technikbegeisterte Zuschauer sich wünschen. Das fängt an beim Vier-Wege-Tuner, der auch Home electronics

#3 2013


TV & Heimkino [ TEST - 55-ZOLL-LCD-FERNSEHER ]

Der Sony KDL-55HX955 besitzt ein 200-Hertz-Panel, das durch vierfache Taktung der Hintergrundbeleuchtung zu Motionflow XR 800 Hertz aufgebohrt wird. Empfohlene Sehabstände: 2 (HD) bis 3,4 (TV) Meter.

CI-Plus entschlüsseln sowie auf eine USBFestplatte aufzeichnen kann. Hinzu kommen genügend Eingangsbuchsen sowie zahlreiche Netzwerkfunktionen und smarte Ergänzungen. Und dann darf man von einem Top-TV heutzutage auch eine optionale Skype-Kamera erwarten. Mit „Facebooking“ und Twittern neben dem TV-Screen bis hin zur Smartphone- und Tablet-App zur Steuerung des Fernsehers dringt das „digitale Sozialleben“ immer stärker ins Wohnzimmer ein. Doch auch die etwas klassischere Unterhaltung baut Sony sehr schön aus. Nicht nur durch das Sony Entertainment Network, sondern auch mit der Unterstützung von Maxdome, Lovefilm und den Berliner Symphonikern. Keine andere TV-Baureihe bietet so viele On-Demand-Videos wie der 55HX955. Bei den Internet-Apps hat Sony nachgelegt; auch mit TV-Sender-spezifischen, die man mittels HbbTV aufruft. Alles ist jedoch so bunt in den Menüs der schnellen Xross Media Bar (Medienleiste) verteilt, dass man nicht immer weiss, was es wo alles gibt. Home electronics

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JEDE MENGE RECHENPOWER Als i-Tüpfelchen der Alleinstellung gibt es mit „Track ID“ eine Funktion, die, unterstützt von der Mega-Datenbank Gracenote, aus der gerade laufenden Musik Namen von Künstlern und Songs erkennen soll – was im Test auch recht gut funktionierte. Dieser Datenanschluss hilft ausserdem dem elektronischen TV-Programmführer auf die Sprünge, der dann mehr Infos in Erfahrung bringt als üblich. Sony hat ebenfalls und vor allem bei der Bildverarbeitung in jede Menge Rechenpower investiert. Das Panel des KDL-55HX955 lieferte tatsächlich die schärfsten Bewegungen, die wir bislang im Labor gesehen haben. Die Krönung ist der neue Impulsmodus, der das Auge nur extrem kurz „belichtet“, dafür aber messerscharfe Bilder zeigt. Er funktioniert damit im Prinzip ähnlich wie eine Bildröhre, flimmert allerdings mindestens genauso stark. Die Bewegungsmodi „Standard“ und „klar“ sind exzellent abgestimmt und bilden einen optimalen Kompromiss aus klassisch filmi-

scher Anmutung und Artefakt-Freiheit. Flüssigere Bewegungen bedeuten Schärfe in der vierten Dimension. Die Aufbereitung von guten (wie Blu-rays) und schlechten (wie DVB-T oder Analog-TV) Quellen hat Sony gleichermassen hochwertig gelöst. Jedes Bild wird, falls nötig, von Artefakt-Blöcken oder Antennenrauschen befreit und seine Tiefenauflösung (Quantisierung) erhöht, indem Verläufe geglättet werden. Dann können Kontraste, Haut töne, Farbbrillanz sowie die maximale Leuchtkraft automatisch angepasst werden. Zum Umrechnen der Bildauflösung auf das Full-HD-Panel (Skalierung) greift der interne X-Reality-Pro-Chip auf eine Musterdatenbank zurück und rechnet die Bilder besonders intelligent hoch. Dabei zeichnet der Prozessor beispielsweise Diagonalen stufenlos fein, ohne dass Flächen strukturiert werden. Das Ganze klappt hervorragend; allerdings sollte man die vielen Regler mit Bedacht dosieren, sonst kann das Ergebnis zu künstlich wirken. 

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TV & Heimkino [ TEST - 55-ZOLL-LCD-FERNSEHER ]

Die Verarbeitung des Philips 55PFL8007 K ist ohne Fehl und Tadel. Die Hochglanzscheibe indes spiegelt stark. Empfohlene Sehabstände: 2,1 (HD) bis 3,5 (TV) Meter.

 Mit dem Topmodell KDL-55HX955 belegt

Sony den Spitzenplatz der Full-HD-TV punkto Bildqualität. Freilich sollte man für den Ton externe Unterstützung einholen – die in dem 5 Zentimeter tiefen Gehäuse eingebauten Lautsprecher tönen doch etwas mager. .

PHILIPS 55PFL8007K

Mit der 8000er-Serie bietet Philips seinen Kunden schon auf den ersten Blick so ziemlich alles, was das Herz begehrt: guten Klang, edles Design und ein Display, das mit 800 Hertz arbeitet. Mehr steckt dann nur in den exklusiveren 9000er-Modellen, von denen Home Electronics den 60-Zöller in Ausgabe 12/2012 vorstellte. Doch auch der 55PFL8007K verwöhnt mit Ambilight. Die 67 Leuchtdioden am Rande erleuchten den Raum um ihn herum und werten das Gerät und dessen Inszenierung damit auf. Unter dem Einstellungspunkt Ambilight kann man wählen, ob sich dieses dynamisch mit dem Bildinhalt verändern soll oder nicht. Seite 60

Auch sonst gehört der Philips zu den schönsten Fernsehern im Vergleich: Der Rahmen in schwarzem Hochglanz und der elegante Standfuss runden den perfekten Auftritt des 55-Zöllers ab. Die reine Bildfläche ist wegen des extrem schmalen Rahmens ein paar Millimeter grösser als bei der Konkurrenz. Neben dem Gerät verdient auch die Bedienung einen zweiten und genaueren Blick. Ist man sonst die typischen schwarzen Fernbedienungen gewohnt, kommt Philips hier nicht nur mit einer grauen Variante, sondern auch mit wendbarer Tastatur daher. Das Navigieren im Smart-TV-Portal oder die Eingabe von Webadressen im Browser wird damit enorm erleichtert: Durch das Wenden der Fernbedienung hat der Nutzer eine Art Computertastatur vor sich liegen. Der Hersteller empfiehlt indes, das neuste Software-Update durchzuführen. Erst die Version 000.150.048.014 des Herstellers behebt Bedienungsprobleme wie das lange Warten auf das Ein- bzw. Ausschal-

ten weitgehend. Wichtig ist hier, dass das TVGerät danach auch komplett neu eingerichtet, also zurückgesetzt wird. Aufwendig, aber notwendig. Nach der Erstinstallation des Philips 55PFL8007K gewöhnt sich der Anwender schnell an die Handhabung. Der präsente Home-Button auf der Fernbedienung führt zu einer Art Quick-Menü. Das bietet Bild- und Toneinstellungen an, bevor man tiefer in die Untermenüs vordringt. Der Bildmodus des Herstellers fiel in unserem Test mit natürlichen und brillanten Farben auf, die perfekt an die optimalen Bedingungen des Testraumes angepasst waren. Auch der Gammawert liess keine Feinjustierung zu – mit nur 1,6 Prozent Abweichung von der Idealkurve erfüllt der Hersteller die Vorgaben aber genauestens. Bei Bewegungen und Schwenks reagiert der Philips nicht ganz so gekonnt. Vor allem bei dunklen Bildinhalten bleiben Artefakte sichtbar. Alles in allem bietet Philips hier Home electronics

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Primare

Sugden

COPLAND Der Samsung UE55ES8090 heimst grösstenteils überragende Bildnoten ein, bei Sehabständen zwischen 2 und 3,5 Metern. Einzig unter grösseren Blickwinkeln verliert er erheblich an Kontrast. Der Klang ist relativ gut.

Nagaoka

– trotz Helligkeitsverlust in 3D und nicht ganz perfekter Bewegungsdarstellung – ein brillantes Bild. Die Shutterbrillen lassen sich auch über eine längere Zeit angenehm tragen, ohne den 3D-Genuss zu beeinträchtigen.

SATTER SOUND Die Sender sortiert der 55-Zöller jedoch ohne erkennbare Struktur. Dagegen ist die Anzeige der Senderliste mit einzelnen Senderlogos schön gemacht und verleiht einen schnellen Überblick. Zum Glück bietet Philips hier eine Art Suche an. Damit kann über die wendbare Tastatur ein Sender gesucht und danach gleich als Favorit gespeichert werden: So lassen sich im nächsten Schritt alle bevorzugten Sender einfach finden. Generell erleichtert die Fernbedienung einem das Leben im smarten TV-Portal enorm. Hinzu kommt seit dem Software-Update auch die neuartige PointingFunktion. Dabei agiert die Fernbedienung wie der Controller der Spielkonsole Wii. Ein runHome electronics

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der Mauszeiger erlaubt durch die Bewegung der Fernbedienung das Navigieren in den einzelnen Menüpunkten. Der Sound kommt nicht wie bei anderen Herstellern vom Display, vielmehr verbirgt sich die Klangtechnik in seinem massiven Standfuss. Dadurch wirken die Bässe kraftvoll und ausgewogen. Die Höhen klingen angenehm präsent und lassen andere TV-Geräte in Sachen Ton schnell alt aussehen. Zwar lässt sich selbst mit dieser Lösung ein zusätzliches Soundsystem für Surround nicht ersetzen, doch der Klang des 55-Zöllers wirkt satter und weniger blechern als bei vielen anderen Fernsehgeräten auf dem Markt.

SAMSUNG UE55ES8090 Mit den 8090ern landete Samsung technisch gesehen einen Coup. Bei dem 55-Zöller wirkt die Ausleuchtung des Displays deutlich besser als vor einem Jahr, Banding (Streifen) spielt hier kaum noch eine Rolle. Zwar hat Samsung kein 

Lead Audio

Wir fertigen ausschliesslich langlebige Qualitätsprodukte mit hoher Werterhaltung. Dies gilt für sämtliche von uns hergestellten und vertriebenen Marken. Dies ist kein Zufall, da die von uns vertretenen Firmen sich für die gleiche Philosophie einsetzen; keine schnellebigen Massenprodukte herzustellen. Vertrauen Sie Ihren Ohren, die Ihnen für ein so hohes Mass an natürlicher Musikwiedergabe, über lange Jahre hinweg dankbar sein werden! Http://www.precide.ch


TV & Heimkino [ TEST - 55-ZOLL-LCD-FERNSEHER ]

Der TX-L55WT50E von Panasonic punktet nach schneller Installation mit einer als natürlich und ehrlich empfundenen Farbdarstellung. Die im Messlabor festgestellte „Grünverschiebung“ fällt im Betrieb bei 2 bis 3,5 Metern Sehabstand kaum auf.

 echtes Local Dimming mit an Bord, doch

der Öko-Sensor dunkelt das Hintergrundlicht ab und verringert damit mögliche Bildfehler. Exzellent poliert wurde schlechtes Filmmaterial, egal ob Analogvideo, DVB-T oder schwach gemastertes SDTV. Das Bild ist sagenhaft scharf und brillant – vor allem im hellen Raum. Samsung setzt auf echte 200 Hertz und scannt die Hintergrundbeleuchtung feinfühlig. Auch 3D bleibt ruckelfrei und zeigt kaum Übersprechen (0,9% im Labor). Samsungs „Smart Hub“-Startseite (interaktive Dienste) wirkt in dieser Serie aufgeräumter. Video-on-Demand von bald mehreren Anbietern ist eine wichtige Besonderheit, und mit „Family Story“ setzt das Unternehmen auf geschlossene Sozialfunktionen. Generell ist „smart“ die Devise bei Samsung. Mit Gestenund Sprachsteuerung lässt sich der 55-Zöller nun intuitiv bedienen. Seite 62

„Hi TV“ ist das Zauberwort, auf das die neuen Samsung-Fernseher hören. Es aktiviert die Sprachauswahl. Danach sind auch Lautstärkeregelung, Ausschalten, Kanalwechsel (Skip) oder gar das Ansagen einer bis zu vierstelligen Kanalnummer per Sprache möglich. Das Gerät lässt sich sogar mit einem Sprachbefehl einschalten und benötigt dazu nur 0,7 Watt im Stand-by-Betrieb. Verlangt man dann „mehr“, können gar Webbrowser, Skype oder weitere interaktive Spielarten der Kommunikation genutzt werden.

PANASONIC TX-L55WT50E Mit dem TX-L55WT50E schickt Panasonic seinen grössten und vor allem besten LCD zum Vergleichstest. Dabei überzeugte der 55-Zöller im Labor vor allem mit seinem atemberaubenden Blickwinkel. Mit einem Blickwinkelfehler von nur 12 Prozent gehört er

zu den besten LCD-Fernsehern. Auch die Farben wirken – selbst von der Seite betrachtet – nicht verfälscht. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Glasfront nicht aus Plastik, der Standfuss edel und massiv. Mit nur 10 Millimetern Breite ist auch das Display extrem schmal und edel. Das Bild des 55-Zöllers wirkt nach der schnellen und einfachen Installation natürlich und ehrlich. Allein indem der Anwender den Bildmodus „True Cinema“ auswählt, kommt er bereits zu einem nahezu optimal eingestellten Bild. Nur der Raumlichtsensor sollte noch aktiviert und der Kontrast etwas erhöht werden, um natürliche und kräftige Bilder zu bekommen. Vier HDMI-Anschlüsse und drei USBSchnittstellen genügen für den gewöhnlichen TV-Betrieb. Praktisch ist auch, dass diese stets gut zu erreichen sind und nicht unnötig optisch camoufliert werden. Home electronics

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Um im Smart-TV-Portal einfacher zwischen einzelnen Apps zu wechseln, liefert Panasonic auch beim 55-Zöller seine intelligente Touchpad-Fernbedienung zum Gerät. Diese wird bei der Installation direkt auf das TV-Gerät gehal-

ten. Alle Schritte werden exakt am Bildschirm erklärt, es gibt kaum Spielraum für Fehler. Der Umgang mit der Fernbedienung ist anfangs etwas ungewohnt, jedoch schnell und intuitiv zu erlernen.

Im Goliath-Bereich der TV gibt es keine Verlierer. Vom Bild- bis zum Klang-Freak, vom Internet-Junkie bis zum Design-Fan findet jeder sein Traummodell. Besser, vielseitiger und komfortabler war Fernsehen noch nie. |

STECKBRIEF

Hersteller Modell Preis Internet: www.

Panasonic TX-L55WT50E 2720 Franken panasonic.ch

Philips 55PFL8007K 3100 Franken tv.philips.com

Samsung UE55ES8090 3400 Franken samsung.com/ch

Sony KDL-55HX955 3400 Franken sony.ch

124 x 81 x 34 (2,7) cm 139 cm 20 kg 1920 x 1080 16:9 123/101/0,45/– Watt

124 x 76 x 30 (2,9) cm 139 cm 24 kg 1920 x 1080 16:9 127/101/0,2/– Watt

123 x 77 x21 (3,1) cm 139 cm 19 kg 1920 x 1080 16:9 135/88/0,01/– Watt

128 x 88 x 37 (5) cm 139 cm 30 kg 1920 x 1080 16:9 136/65/0,2/– Watt

1/1/1 (HD)/1 (HD) 4/1/1 1/1 3/SDXC LAN + WLAN CI Plus, Kopfhörer optischer Digitaltonausgang

1/1/1 (HD)/1 (HD) 5/1 (Adapter)/1 1/1 (Adapter) 3/– 1 CI Plus, Kopfhörer WLAN-Modul eingebaut

1/1/1 (HD)/1 (HD) 3/1/– 1/1 3/– 1 Kopfhörer, CI Plus Bluetooth, WLAN, AV In

1/1/1 (HD)/1 (HD) 4/1/1 1/1 2/– 1 CI Plus, Kopfhörer optischer Digitaltonausgang

Shutter/2/• Rand-LED/• •/• •/• •/• •/•/• •/• 8/8/• 9/•/• –/•/1600 Hz Viera Link/• •/•/•/– Filme, Fotos, Musik Filme, Fotos, Musik •/Viera Connect –/• markenintern/• DVB-SI/Q-Link •/•/• •/• zwei 3D-Brillen, Touchpad, ISF-Kalibrierung, 3D 24p Smooth

Shutter/2/• Direkt-LED/• •/• –/• •/• •/•/• •/• 9/1/• 6/•/• –/•/• •/Easy Link •/•/•/– Filme, Fotos, Musik Filme, Fotos, Musik •/Net TV –/• –/– •/• •/•/• –/• Adapter, 2 3D-Brillen Ambilight, Doppeltastatur

Shutter/2/• Rand-LED/• •/• •/• •/• •/•/• •/• 4/1/• 6/•/• –/•/Scan •/• •/•/•/– Filme, Fotos, Musik Filme, Fotos, Musik •/• –/• –/• •/• •/•/• •/• Pad-Fernbedienung, IR-Blaster Sprachsteuerung, Gestensteuerung

Shutter/2/• Lokal-LED/• •/• •/• •/• •/•/• •/• 10/10/• 6/•/• •/•/• •/Bravia Sync •/•/•/– Filme, Musik, Fotos Filme, Musik, Fotos •/SEN –/• –/– •/• •/•/• •/• – Wi-Fi Direct, Track-ID, Gracenote

+ gute Farbdarstellung + exzellenter Blickwinkel + einfache Installation + leichte Bedienung + viele Einstellmöglichkeiten − minimale Schwarzfehler − Fernbedienung etwas verwirrend − kein EPG

+ superbes Preis-Leistungs-Verh. + Ambilight + gutes Smart-TV-Portal + Fernbedienung mit Tastatur + guter Ton + angenehme Shutterbrille − suboptimale Bewegungsdyn. − Helligkeitsverlust bei 3D

+ scharfes Bild + Sprach- und Gestensteuerung + viel Multimedia + viele Extras + guter Ton + leichte Bedienung − kein Local Dimming − Smart-View-App nicht verfügbar

+ exzellentes Bild + sehr viele Extras + viel Video-on-Demand + schnelle Bedienung + elegantes Design − schwachbrüstiger Klang − unhandliche Shutterbrille − leichtes Übersprechen bei 3D

MESSWERTE Abmessungen (B x H x T) Bilddiagonale Gewicht Auflösung Seitenverhältnis Verbrauch max./Film/Stand-by/aus

ANSCHLÜSSE Tuner: analog/DVB-T/DVB-C/DVB-S2 HDMI/Komponente/VGA Scart/davon RGB USB/Speicherkarten-Slot Netzwerk Front- bzw. Seitenanschlüsse Besonderheiten

AUSSTATTUNG 3D/Brillen mitgeliefert/2D zu 3D Hintergrundbeleuchtung/regelbar . . . via Lichtsensor/via Bildinhalt Farbraum-/Farbtemperatureinstellung . . . RGB Offset/Gain Gammaeinst./Rausch-/Artefaktfilter Autom. Kontrast-/Farbnachbesserung Voreinstellungen/Speicher/je Eingang Bildformate/Pixel-to-Pixel/WSS 100 Hz/200 Hz/Backlight Blinking HDMI-CEC-Grundfunktionen/erweitert HDMI: Deep Color/x.v.Colour/ARC/LAN Medienwiedergabe über USB oder Kartenslot Medienwiedergabe über DLNA-Netzwerk HbbTV/Internetinhalte Festplatte für Aufnahmen/über USB Fernbedienung universal/beleuchtet EPG/AV-Link Sleep-Timer/Wecker/Kindersicherung Bild-im-Bild/Bild-im-Videotext Zubehör Besonderheiten

+

WERTUNG MAGAZIN

Home electronics

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Seite 63


Audio [ TEST - STANDLAUTSPRECHER MIT JET-HOCHTÖNER ]

GOLDENE HÖHEN

// Lothar Brandt

Die neuste Version des berühmten JET-Hochtöners verhilft der Elac FS 407 zu einem faszinierenden Auftritt. Doch der schlanke Standlautsprecher kann noch mit weiteren Tugenden brillieren.


Schön schlank: Vor allem im hochglanzschwarzen Finish macht die Elac FS 407 eine hervorragende Figur. Die auskragenden Füsse dienen der Standfestigkeit, können aber auch abmontiert werden.

G

efühlte 95 Prozent aller Hifi-Lautsprecher tragen die Halbkugel vor sich her. Sie vertrauen die hohen und höchsten Frequenzen des musikalischen Klangspektrums – in der Gesamtheit gemeinhin etwa zwischen 20 und 20 000 Schwingungen pro Sekunde (Hertz) angesiedelt – einer Kalotte an. Die nach aussen gewölbte, mehr oder weniger Millimeter durchmessende, elektrodynamisch angetriebene Membran hat sich millionenfach bewährt. Und doch suchen viele auch nach Alternativen. Die norddeutsche Firma Elac zum Beispiel setzt seit über zwanzig Jahren zumindest in den meisten ihrer teuren Modelle auf Jet Emission Tweeter, kurz JET genannt. Mittlerweile fertigen die Kieler die fünfte Generation ihres Hochtöners – und in der brandneueen FS 407 feiert er seinen Einstand in der 5000-FrankenKlasse der Standlautsprecher. Vollmundig preisen ihn die Schleswig-Holsteiner als „keine schlichte Evolution, sondern einfach der beste Hochtöner, den wir je gebaut haben“.

DER OBERTON MACHT DIE MUSIK Warum überhaupt das Gewese um den Hochtöner, der ja „nur“ das Obertonspektrum von Stimmen und Instrumenten mit einem Bruchteil der akustischen und elektrischen Leistung eines ausgewachsenen Tiefmitteltöners abgibt? Das hohe C eines Tenors liegt bei gerade 524 Hertz, sogar die schwindelerregenden Spitzentöne eines Koloratursoprans reichen nicht einmal bis 1500 Hertz. Selbst bei den einige Oktaven höher reichenden akustischen Instrumenten wie Klavier, Harfe oder Piccoloflöte ist bei spätestens 4200 Hertz Schluss. Aber nur im Grundton. Ihren spezifischen Klang und damit die Musik machen die vielen ganzzahligen Vielfachen dieser Basis, die weit höher reichenden Obertöne – und diese fordern den Hochtöner. Musikwiedergabe mit abgeHome electronics

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schnittenen Höhen wie etwa übers alte Mittelwellenradio tönt quäkig, langweilig, farblos. Die Physik verlangt nun für eine ausgeglichene Wiedergabe aller Frequenzen nahezu unmöglich zu Vereinbarendes von den Schallwandlern – weshalb man den Job normalerweise auf mehrere Chassis, sprich: Töner oder Wege, verteilt. Das hört sich theoretisch toll an, bereitet in der Praxis jedoch Probleme. Unser Ohr ist unfassbar empfindlich und gerade im Übergangsbereich zwischen (Tief-)Mitteltöner und Hochtöner besonders sensibel. Stimmen hier Grund- und Oberton nicht zu 100 Prozent in Phase, Pegel, Dynamik oder Charakter überein, reagiert es irritiert oder gestresst, der entspannte Spass am Hören ist dahin.

DER JET VERLEIHT FLÜGEL Die allseits bewährte Kalotte kann da einen guten Job machen – doch Entwickler wie Dr. Oskar Heil wollten sich mit ihren zwangsläufig einzugehenden Kompromissen schon vor vierzig Jahren nicht abfinden. Der geniale Tüftler ersann den Air Motion Transformer, der in Lautsprechern wie dem schweizerischen Heil A.M.T. Kithara noch immer bestens arbeitet – siehe auch HE 10/2012. Elac hat das Prinzip Air Motion für den Markenzeichen-JET adaptiert: Lamellenartig wie eine Ziehharmonika gefaltet, hat die federleichte Membran eine grosse Fläche für die verlangten rasend schnellen Schwingungen zur Verfügung. Und die Schallwellen treten rasant aus. Legendär sind Oskar Heils Demonstrationen mit einem Kirschkern, den er mal mit der flachen Hand (normale Membran) fortschlug, mal zwischen den Fingern mit deutlich mehr Speed herausschnippte (Air Motion). Der JET verleiht dem Hochtonbereich sozusagen Flügel. Auch bis weit über die übliche Obergrenze – der Frequenzgang des JET reicht bis 50 000 Hertz. 

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Audio [ TEST - STANDLAUTSPRECHER MIT JET-HOCHTÖNER ]

bei den Tiefmitteltönern nach. Die bekamen stabile Alu-DruckgussKörbe in strömungsoptimiertem Design, ein gekräftigtes Magnetsystem, beidseitig belüftete Zentrierungen, doppelt asymmetrische Sicken – alles Massnahmen, um gefürchtete Nebenwirkungen wie Partialschwingungen, nichtlineare oder harmonische Verzerrungen aus dem Klanggeschehen zu verbannen. Ins Auge fällt dabei die an Diamantschliff erinnernde Oberflächenstruktur der Membranen. Die resultiert aus der speziell verklebten Kombination von hochbedämpftem Zellstoff und verwindungssteifem Aluminium. Von den beiden im Bass parallel schuftenden Chassis klinkt sich das untere ab etwa 500 Hertz aus, sodass man von einer 21/2-Wege-Konstruktion sprechen kann.

DER LAUTSPRECHER HEBT AB Schön offen: Im Schnittmodell sieht man gut die vielfach gefaltete Folienmembran des JET 5 sowie die Austrittsgeometrie.

 Feinarbeit an der Membran selber, an ihrer Bedämpfung und an der Austrittsgeometrie – vier unterschiedlich breite Schlitze statt bisher fünf – zeichnen die neue Generation aus. Doch was nützt die beste Erleuchtung der Frequenzstratosphäre ab etwa 2500 Hertz, wenn die Basis nicht stimmt? Also rüstete Elac auch

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Der Hörtest bewies dann, dass Elac nicht umsonst getunt hat. Befeuert etwa von Accuphases SACD-Player/Vollverstärker-Kombi DP-550/ E-260 (Test im nächsten HE) oder vom Plattenspieler Clearaudio Anniversary, hob die FS 407 förmlich ab. Als stünden sie gar nicht im Raum, löste sich das musikalische Geschehen von den Lautsprechern. Die Atmosphäre der legendären Live-Aufnahme Nude Ants des KeithJarrett-Quartetts aus dem New Yorker „Village Vanguard“ (ECM) war fast mit Händen zu greifen. Die Saxofon-Melodien Jan Garbareks schwärmten umher, das gefühlvolle Spiel der Rhythm Section Palle Danielsson / Jon Christensen untermauerte die Klavierkaskaden des Meisters mal genüsslich treibend, mal explosiv kommentierend. Die Elac machten jeden Dynamiksprung ohne jede Anstrengung mit.

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Freilich verlangen die schlanken Säulen nach kraftvollem Antrieb. Mit einem klanglich tadellosen, aber schwachbrüstigen kleinen Transistor- oder Röhren-Amp fühlen sie sich nicht wohl. Sie brauchen etwas Dampf. Mit der feinen Power des Accuphase und erst recht mit den 120 Röhrenwatt der Monoblöcke MRE 120 von Octave legen sie dagegen wunderbar präzise, spielfreudig und in jeder Stimmlage vorbildlich neutral los. Angst vor Überforderung ist fehl am Platz – bis in hohe Lautstärkebereiche zeigten weder die Mitteltöner noch die ohnehin nie vorlauten JET irgendwelche Neigungen zu nerven. Sogar der Bass, von einem nach unten geöffneten, auf etwa 40 Hertz abgestimmten „Downfire“-Reflexrohr gestützt, hielt gut mit. An Architect’s Dream von Kate Bush (Aerial, EMI) verlangt einiges an Tiefgang. Grimmig fauchende Kontrabässe wie zum Eingang von Gustav Mahlers 2. Sinfonie unter Georg Solti (Decca) brauchen Substanz. Subwoofer-Druck darf man von der FS 407 nicht erwarten, aber auch im Frequenzkeller braucht sich die Kielerin nicht zu verstecken. Musste sie mit dem staubtrockenen Boogie-Blues von ZZ Top auch einmal rocken, knüppelte sie zwar nicht ganz so hart drauflos wie grössere Kaliber, doch ihre faszinierende Detailtreue liess den Spass nie zu kurz kommen. Und wenn dann exzellentes Streichquartett-Spiel wie etwa vom Belenus-Quartett (siehe auch Seite 11) auf dem Programm stand, beeindruckte die Elac mit geradezu überirdischem Klangfarbenreichtum. Dieser JET made in Germany zählt wirklich zu den Himmelsstürmern seiner Fachs. Doch auch das Ensemble namens Elac FS 407 kann in jeder Beziehung brillieren. Vor allem, aber nicht nur dank JET. |

STECKBRIEF

Hersteller Modell Preis bei Test (pro Paar) Info www.

Elac FS 407 5580 Franken elac.de; sennheiser.ch

AUSSTATTUNGSMERKMALE Abmessungen (H x B x T) Gewicht Prinzip Hochtöner Mittel/Tieftöner Empfindlichkeit (dB/1 W/1 m) Impedanz Empfohlene Verstärkerleistung Bi-Wiring Ausführungen Besonderheiten

104 x 26 x 32 cm 20,4 kg 2½-Wege-Bassreflex JET 5 2x 150-mm-Konus 88 dB Minimum 3,8 Ohm 120 Watt – Tobacco, Walnuss, Schwarz, Weiss JET-Hochtöner, separat montierbare Füsse, Schwarz-Hochglanz-Finish

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WERTUNG MAGAZIN

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LUST AUF VERNETZTES WOHNEN Vernetzung: Mit diesem Stichwort lässt sich der beherrschende Megatrend in der Unterhaltungs-Elektronik wie in der Informations-Technologie wahrhaft umfassend beschreiben: Alles, was im Hause irgendwie Strom verbraucht, dem Entainment oder der Kommunikation dient, wächst zusammen, findet Schnittstellen, greift auf gemeinsame Steuerungen zurück oder bedient sich aus dem gleichen Datenreservoir – lässt sich eben untereinander vernetzen. Home Electronics hat diesen Trend seit langem nicht nur aufgespürt, sondern auch publizistisch begleitet. Am eingehendsten wohl in dem Jahrbuch „Vernetztes Wohnen“, das jetzt zum siebten mal erscheint. In ausführlichen Beiträgen und ansehnlicher Optik beschreibt Home electronics Jahrbuch 2013 / Vernetztes Wohnen

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das Buch auf fast 150 Seiten hochwertigen Papiers, wie sich die faszinierende Welt der „connectable products“ in den heimischen Kosmos einfügt und seinen Bewohnern das Leben erleichtert und bereichert. Renommierte und fachkundige Autoren wie Martin Hug, Karin Meier oder Viktor Grinewitschus beschreiben nicht nur gelungene Beispiele vernetzter Multimedia-Elektronik und Haustechnik, sondern auch die im wahrsten Sinne des Wortes dahinter steckende Infrastruktur, die umgehebende Architektur und die zugrundeliegenden Design-Ideen. Für die passende Bildsprache sorgte unter anderem Fotograf Balz Murer, dessen perfekt zwischen sachlicher Information und faszinierender Illustration balancierenden Aufmacher und Details die Lust am Objekt zusätzlich verstärken. Doch das in der Schweiz einzigartige Fachbuch öffent auch den Blick über die Grenzen mit einer eingehenden Marktanalyse nicht nur des heimischen, sondern auch des deutschen und österreichischen Marktes für vernetztes Wohnen. Den Nutzwert steigern zahlreiche Infoboxen und Service-Elemente.

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Wir wünschen Ihnen schon jetzt viel Vergnügen beim Lesen!


Foto & Video [ TEST - KOMPAKTKAMERA ]

VOLLFORMAT // Sabine Schneider

Mit der DSC-RX1 setzt Sony einen neuen Meilenstein: ein 24-Megapixel-Vollformatsensor in einem vergleichsweise kompakten Gehäuse mit lichtstarker Zeiss-Festbrennweite 2,0/35 mm.

Q

ualität in einem kleinem Gehäuse bietet Sony bereits mit der DSCRX100. Die ist nicht grösser als eine Kompaktkamera, setzt aber auf einen 1-Zoll-Sensor mit 20 Megapixeln Auflösung (vgl. HE 10/2012). Mit der RX1 geht Sony noch einen grossen Schritt weiter: Herzstück der RX1 ist ein Exmor-CMOS-Vollformatsensor (35,8 x 23,9 mm, 24,3 Megapixel), und zwar der gleiche, mit dem auch Sonys neue Profi-Spiegelreflex Alpha 99 aufwartet. Hinzu kommt eine Zeiss-Festbrennweite 2,0/35 mm. Die Bildverarbeitung übernimmt der weiterentwickelte Bionz-Prozessor, mit dem Serienaufnahmen von bis zu 5 Bildern pro Seite 68

Sekunde bei voller Auflösung und Vorfokussierung möglich sein sollen. Der Technik entsprechend ist auch der Preis, der bei 3815 Franken liegt. Wir testeten und bewerteten die DSC-RX1 wie alle Modelle mit grossem Sensor nach dem Verfahren für Spiegelreflexkameras (SLR).

35-MILLIMETER-FESTBRENNWEITE Von aussen betrachtet, wirkt die RX1 für eine Vollformatkamera fast zierlich: Sie ist auffallend schlank und mit 482 Gramm samt Akku und Speicherkarte leicht. Für das Objektiv gilt dies allerdings nicht, Zeiss hat Home electronics

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Die Programmeinstellscheibe findet sich gut erreichbar neben dem Auslöser, rechts daneben der Drehregler für die Belichtung. Mit an Bord ist eine 2D-Schwenkpanoramafunktion, die sich über das Programmwahlrad direkt anwählen lässt. Blende und Fokusart lassen sich bequem über den Objektivring einstellen.

das 2,0/35-mm-Sonnar-T-Objektiv speziell für die RX1 gerechnet, und Lichtstärke 2,0 führt zu entsprechend grossen Linsen. Der Fokussierbereich beginnt bei 24 cm und verkürzt sich im Makromodus auf 14 bis 29 cm. Auch bei der RX1 bietet Sony ein „Klarbild-Zoom“, das die Bilddaten durch einen Algorithmus interpoliert. Im Vergleich zu konventionellen Digitalzooms bleiben Bilddetails besser erhalten, aber wer kauft eine teure Kamera mit Festbrennweite, um dann Bildausschnitte in der Kamera hochzuinterpolieren? Auffällig: Obwohl die Akku-Ladung fürs Fotografieren und Zoomen ausreichte, liess sich der Zoommodus im Menü bei rund 20 Prozent Ladung nicht mehr anwählen.

ISO 50 BIS ISO 102 400 Die Lichtempfindlichkeit der RX1 ist den grossen SLR-Schwestern ebenbürtig und bietet Einstellungen von ISO 100 bis 25 600. Mit der Mehrbild-Rauschunterdrückungsfunktion reicht die maximal mögliche Lichtempfindlichkeit bis rein rechnerisch ISO 102 400, in einem „Expanded-“Modus lassen sich ISO 50 einstellen. Die möglichen Verschlusszeiten hat Sony kurz vor Verkaufsstart sinnvollerweise noch erweitert: Es sind nun Zeiten von 1/4000 s möglich, allerdings nur bei Blendenwerten unter 5,6. Mit f/4,0 sind noch 1/3200 s drin, bei f/2,0 nur mehr 1/2000 s, womit die Gefahr besteht, dass die Aufnahmen bei sehr hellem Tageslicht und offener Blende schon einmal überbelichtet sein können. Hier wäre ein eingebautes Grau- oder Neutraldichtefilter nützlich. Integriert ist ein optischer Bildstabilisator.

HÖCHSTAUFLÖSENDES DISPLAY Die RX1 besitzt zwar einen integrierten Pop-up-Blitz, der fällt allerdings mit LZ 6 etwas schwach aus und wirkt im Verhältnis zur soliden Kamera sehr filigran und etwas instabil. Was in der Praxis fehlt, ist ein eingebauHome electronics

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ter Sucher. Beides, Aufsteckblitz und Sucher (optisch oder elektronisch), wie auch ein externer Monitor kann optional über den Blitzschuh adaptiert werden. Ein Sucher ist sinnvoll, um die volle Funktionalität der Kamera wie etwa Peaking (dient zur Schärfebeurteilung) beim manuellen Fokussieren optimal anzuwenden. Das 3-Zoll-Display mit 921 600 Subpixeln ist kein Touchscreen und weder dreh- noch schwenkbar, bietet aber als RGBW-Display mit zusätzlichen weissen Subpixeln eine besonders hohe Leuchtkraft, wenn etwa die Sonne ungünstig auf das Display trifft. Entsprechend überzeugend ist die Abbildungsqualität: Sie ist klar, knackscharf und rauscharm. Die Helligkeit lässt sich automatisch oder manuell über das Menü an das Umgebungslicht anpassen, allerdings könnte die Oberfläche etwas besser entspiegelt sein.

BEDIENKONZEPT Dem Käuferkreis angemessen, spielen Automatiken eine eher untergeordnete Rolle. Das Tastenprinzip ist schlüssig und lässt sich weitgehend den individuellen Bedürfnissen anpassen. Blende und Fokus stellt man komfortabel über einen Ring am Objektiv mit brauchbarer Lupenansicht ein. Die Fokusart wird über einen Drehknopf an der Front festgelegt. Die Scharfstellung geschieht über den Auslöseknopf, links davon findet sich das Moduswahlrad, das alle gängigen Belichtungsmodi bietet, von der Automatik über Halbautomatiken bis zur voll manuellen Belichtungskontrolle, sowie drei Anwenderspeicher, Videobetrieb oder Panoramamodus. Daneben ist ein weiteres Einstellrad für die Belichtungskorrektur untergebracht mit einer Korrektur um ±3 Blendenstufen. Auf der Rückseite gibt es neben Drehrad und AEL-Taste, ebenfalls gut erreichbar für den Daumen, eine Fn- und Vier-Wege-Taste. Praktisch: Um den Set-Knopf des Vier-Wege-Schalters herum sitzt ein zweites 

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Foto & Video [ TEST - KOMPAKTKAMERA ]

3 Zoll grosser, 921 600 Subpixel auflösender Monitor: Die Helligkeit lässt sich automatisch oder manuell an das Umgebungslicht anpassen. Für den Monitor und optionalen Sucher kann man individuell festlegen, welche Informationen eingeblendet werden sollen.

ISO-Vergleichsbilder In Auflösung, Feinzeichnung und Rauschen liefert die Sony RX1 eine sehr konstante Leistung bis ISO 800. Die Grenzauflösung nimmt zwischen ISO 400 und ISO 1600 nur unmerklich ab, und auch das Rauschen bleibt vergleichsweise gering.

ISO 400

ISO 1600

ISO 6400

 Rändelrad, das neben der Navigation durch das Menü als komfortables Einstellrad zu verwenden ist, etwa um Bilder in der Voransicht zu zoomen (Lupenmodus). Das Menü ist umfangreich, dennoch gut gegliedert und logisch, mit kurzen Reitern, sodass man sich schnell zurechtfindet.

VIDEOAUFNAHME IN SPIELFILM-QUALITÄT Bildgestaltung und Kreativität haben die Entwickler im Konzeptentwurf der RX1 grossgeschrieben: Insgesamt stehen 11 Bildeffekte zur Auswahl, zusätzlich können bei der Aufnahme 13 verschiedene Kreativfunktionen und Nachbearbeitungseffekte hinzugeschaltet werden. Es gibt eine Auto-HDR-Funktion, eine D-Range-Kontrastoptimierung, Serienbildaufnahme mit unterschiedlichen Belichtungsstufen, Weissabgleichen oder DRO-Einstellungen. Den Videobetrieb startet man direkt und schnell über eine rote Videotaste an der rechten Gehäuseseite. Um weitere Einstellungen wie Blende, Zeit, Programmautomatik und die generelle manuelle Steuerung vorzunehmen, muss man im Menü allerdings in den Videomodus wechseln. Dank dem lichtstarken Objektiv mit Offenblende 2,0 können selbst bei schlechten Lichtverhältnissen noch Szenen mit geringem Rauschen und Detailreichtum eingefangen werden. Wahlweise können Full-HD-Videos mit maximal 50/60 B/s im AVCHD- oder MP4-Format gedreht und ein Vierfach-Digitalzoom genutzt werden. Sehr überzeugend der kontinuierliche Autofokus im Videobetrieb: Er zieht die Schärfe präzise, ruckelfrei und ohne merkliche Geräuschentwicklung nach. Die Aufnahme erfolgt über das eingebaute Stereomikrofon, ein professionelles externes lässt sich per Blitzschuh adaptieren, ein Kabelfernauslöser über das integrierte Gewinde im Auslöseknopf.

SERIEN UND AUSLÖSEN Anders als zunächst angekündigt, ermöglicht die RX1 beim Fotografieren ausser manuellem Scharfstellen auch die automatische Einzelfokussierung, der kontinuierliche Fokus bleibt dem Videobetrieb vorbehalten. Die 25 Messfelder des Autofokus arbeiten mit Kontrastmessung auf den Sensor. Dank dem neuen Bionz-Prozessor benötigte die Kamera zum Auslösen moderate 0,43 s bei 1000 Lux wie bei 30 Lux. Das ist kein  Seite 70

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STECKBRIEF

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Sony Cyber-shot DSC-RX1 3815 Franken sony.ch 113 x 65 x 70 mm, 482 g

BILDSENSOR/DATEI Pixelklasse, Format

 absoluter Topwert, für einen Vollformatsensor aber sehr anständig

und auch mit den Leistungen der meisten SLR mit PhasendetektionsAutofokus konkurrenzfähig. Die Einschaltverzögerung lag bei lahmen 2,1 s. Im Serienmodus erreichte die RX1 12 Bilder (RAW) bzw. 14 Bilder (JPEG) bei 5,3 B/s – ein Top-Ergebnis in beiden Formaten. Vorbildlich geräusch- und erschütterungsarm läuft der Verschluss. Der Akku ist jedoch zu klein und macht teilweise zu früh schlapp.

TOP-BILDQUALITÄT Bei der Bildqualität landet die RX1 ganz vorne und auf Augenhöhe mit den Profikameras Canon 1DX und Nikon D4. Bis ISO 800 zeigt die RX1 quasi keine Schwächen, die Unterschiede zu ISO 100 sind minimal, was Auflösung, Feinzeichnung und Rauschen angeht. Auch bei den hohen Empfindlichkeiten bis ISO 12 800 steigt der Noise-Wert bis maximal 1,1 an. Bei ISO 100 erreicht die Grenzauflösung 1743 LP/BH. Sie hält sich bis ISO 6400 (1658 LP/BH) konstant und fällt bei ISO 12 800 auf 1449 LP/BH ab. Durchaus erfreuliche Werte förderten auch die DL-Messungen zutage: Im Bereich ISO 100 bis ISO 3200 sind 1368 LP/BH bis 1115 LP/BH drin, ohne dass Sony dazu den Kontrast extrem anhebt. Die Texturverluste sind in Ordnung und steigen erst bei ISO 3200 an.

FAZIT Mit der neuen DSC-RX1 hat Sony ganze Arbeit geleistet und ein Konzept realisiert, das den Spass am Fotografieren erhöht und zugleich technisch überzeugt: Ausstattung und Leistung der RX1 sind beachtlich – nur der Akku sollte leistungsfähiger sein. Die Bildqualität ist sehr hoch und liegt wie bei der Sony A99 bis in die hohen ISO-Stufen auf dem Niveau der neusten Top-Modelle von Canon und Nikon. Weitere Pluspunkte sind der fast geräuschlose Verschluss, das lichtstarke Carl-Zeiss-Objektiv, ein brillanter 3-Zoll-Monitor sowie eine üppige Ausstattung und eine komfortable Bedienung. Vor allem Letztgenannte liegt auf Top-SLR-Level, da sie jede Menge manuelle Einstellungen und individuelle Tastenbelegungen erlaubt. Absolut konkurrenzfähig ist auch der Kontrastautofokus mit 0,43 s, auch wenn er keine Spitzenwerte beim Tempo erreicht. | Seite 72

Auflösung (nicht interpoliert) Pixelgrösse (Pixelpitch)/förderliche Blende Sensorgrösse/Bildwinkelfaktor Sensortechnik/Sensorreinigung/ Bildstabilisator Dateiformat

24,3 Mega, Vollformat (35,8 x 23,9 mm) 6000 x 4000 Pixel 6 µm/f/9,8 35,8 x 23,9 mm/1,0-fach Exmor-CMOS/–/• JPEG, RAW

AUFNAHMESTEUERUNG AF-Felder/Kreuzsensoren/manueller Fokus Verschlusszeiten/Bulb Belichtungsmessung Belichtungsprogramme Belichtungskorrektur Belichtungsreihe Empfindlichkeitswahl: ISO-Autobereich variabel/manuell Weissabgleich Steuerbare Grundeinstellungen

25 AF-Sensoren/–/• 1/4000–30 s/• mittenbetont, Spot, Matrix (1200 Felder) P (mit P-Shift), Av, Tv, M ±3 Blenden • einstellbar/50–102 500 autom., messen, Presets, Kelvinwerte, manuelle Korrektur Schärfe, Kontrast, Sättigung, Rauschfilter

SUCHER/MONITOR/DISPLAY Sucher: optisch/elektronisch Bildmonitor: Grösse/RGB-Auflösung Monitorfunktionen bei Aufnahme Einblendungen bei Bildwiedergabe

– (optional) /– (optional) 3,0 Zoll/921 600 Subpixel Live View, Lupe, Histogramm, Lichter- und Schattenwarnung Histogramm, Lichter- und Schattenwarnung

DIVERSES Bajonett/Speichermedien/Akkutyp Interner Blitz/Anschluss externer Blitz Schnittstellen Video: Format/max. Auflösung, Bildfrequenzen, max. Länge/AF-Funktion

–/SDHC, SDXC, MS Pro Duo/ Li-Ion 2x AA –/Blitzschuh USB 2.0, HDMI MTS (AVCHD)/1920 x 1080p, 60 B/s, 29 min/•

TESTERGEBNISSE Bildqualität bei ISO 100 bis 400 Bildqualität bei ISO 800 bis 1600 Bildqualität bei ISO 3200 bis 6400 Ausstattung/Leistung +

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sehr gute Bildqualität bis ISO 1600 einfache Bedienung, personalisierbares Menü kompakte Gehäusegrösse schwacher Akku

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Magazin [ VORSCHAU/IMPRESSUM ]

VORSCHAU #4/2013 AUSGABE 4/2013 ERSCHEINT AM 29. MÄRZ AM KIOSK.

17. Jahrgang 2013

Impressum VERLEGER Dr. Daniel Kaczynski GESCHÄFTSFÜHRER/VERLAGSLEITER Dominik Achermann Telefon 044 245 45 10 dominik.achermann@home-electronics.ch CHEFREDAKTOR Lothar Brandt (lbr); Leitung Audio, TV & Heimkino REDAKTION Rolf Frank (rf); stellvertretender Chefredaktor, Leitung Smart Entertainment, Foto & Video Kurt Haupt (kh); Smart Entertainment, Leitung HE Online REDAKTIONELLE MITARBEITER IN DIESER AUSGABE Frank Busch, Albrecht Gasteiner, Dani Maurer, Nicolas M. Philippin (nmp), Adrian Scherrer, Sabine Schneider, Roland Seibt, Claude Settele, Volker Strassburg, Yasmin Vetterl, Christoph Vratz ANZEIGENVERKAUF Fernando Palencias, Telefon 079 332 82 65 palencias@home-electronics.ch Telefax 044 245 45 00

4K- UND OLED-TV: STAND DER DINGE Verheissungsvoller Jahresbeginn: An der CES Las Vegas zeigten Hersteller wie Panasonic (Bild) ihre ersten marktreifen OLED-Fernseher und Ultra-HD-Fernseher mit 4K-Auflösung. Doch wann und wie kommen die Modelle auf den Schweizer Markt? Ein Report.

REDAKTIONS- UND VERLAGSANSCHRIFT Home Electronics p.a.media ag Hottingerstrasse 12, 8032 Zürich Telefon 044 245 45 46, Telefax 044 245 45 00 redaktion@home-electronics.ch AUFLAGE Durchschnittliche Druckauflage 2011: 8200 Exemplare ABONNENTEN-SERVICE AVD Goldach AG Abonnenten-Service Home Electronics Sulzstrasse 10–12, 9403 Goldach Telefon 071 844 91 54 ERSCHEINUNGSWEISE 11-mal pro Jahr auf Monatsende (Doppelnummer: Juli/August)

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KORREKTORAT Eva Koenig, Stefan Gass DRUCK UND VERSAND AVD Goldach AG, Sulzstrasse 10–12, 9403 Goldach Folgende Beiträge wurden übernommen und den schweizerischen Marktverhältnissen angepasst: video: 58–63; ColorFoto: 68–72 BILDQUELLEN & AGENTURMELDUNGEN Falls nichts anderes vermerkt, stammen die Bilder aus dem Archiv der Zeitschrift Home Electronics oder von den Herstellern der abgebildeten Produkte. Home Electronics verwendet Agenturmeldungen von Pressetext (pte).

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