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Branchen Bericht

2007 2008 2009 2010 2011 2012

2013

2014

2015

2016

Ein Jahr mit stabilen Strukturen 15/16


Š Peter Moloney, Arch. Wejchert Architects


Positiv, trotz negativer Vorzeichen Die Holzindustrie wies 2015 eine bemerkenswerte

All diese Initiativen haben uns europaweit den Ruf

Steigerung der Produktion um 4,8% aus. Näher be-

eines Vorreiters bei der Ausbildung, Forschung,

trachtet ist diese allerdings nahezu ausschließlich auf

Normung und beim Marketing eingebracht. Gespeist

einen Zuwachs der Schnittholzerzeugung gegenüber

werden diese auch durch den Holzinformationsbeitrag

dem außerordentlich schwachen Vorjahr zurück-

der Sägeindustrie, dessen rechtliche Grundlage nun

zuführen. Die meisten Branchen stagnierten oder

durch einen höchstgerichtlichen Entscheid aufgeho-

hatten sogar leichte Rückgänge, nur der Baube­reich

ben wurde. In einem jahrelangen Konflikt hat nun

weist noch ein zartes Plus aus. Insgesamt bewegen

ein Gericht einen vorläufigen Schlusspunkt gesetzt

wir uns trotzdem auf dem durchschnittlichen Niveau

und befunden, dass zwei Bemessungsgrundlagen

der letzten fünf Jahre.

für Säge- und Holzverarbeitende Industrie im Widerspruch zum Wirtschaftskammergesetz stehen, das

Die höheren Exporte konnten die geringfügig gestie-

Einheitlichkeit fordert.

genen Importe überkompensieren, sodass der Handelsbilanzüberschuss erneut zunahm. Durch das

Unterschiedliche Leistungsanforderungen und Er-

lang anhaltende schwierige wirtschaftliche Umfeld hat

wartungen sowie die Heterogenität der Branchen

auch die Beschäftigtenzahl der Holzindustrie, die über

erfordern aber differenzierte Beiträge. Gerne wird

Jahrzehnte stabil war, kontinuierlich abgenommen.

auch übersehen, dass hier von der Sägeindustrie ins Leben gerufene Institutionen unter dem gemeinsamen

Selbstverständlich haben wir unser zu Beginn der

Dach des Fachverbandes mit der Holzverarbeitenden

Funktionsperiode beschlossenes Aktionsprogramm

Industrie erfolgreich weitergeführt und ausgebaut

wood 2020 2.0 konsequent und planmäßig weiter-

wurden. Dem starken Engagement der Sägeindustrie

verfolgt. Eine besondere Kraftanstrengung fordert

in der Holzimagewerbung stehen die wertmäßig sicher

uns derzeit der Neubau unserer Schule in Kuchl ab.

nicht geringeren Aufwendungen der Holzverarbeiten-

Die Gesamtinvestition beträgt rund 10 Mio. Euro, der

den Industrie in die Marktaufbereitung ihrer Produkte,

Neubau soll auch ein Statement zur Leistungsfähigkeit

die Akquisition und Kundenbetreuung gegenüber. Ihr

der Holzindustrie sein und Vorbildwirkung entfalten.

wirtschaftlicher Erfolg nützt auch den vorgelagerten Wertschöpfungsstufen. Der gemeinsame Erfolg der

Der Fachverband ist auch ein bedeutender Förderer

Vergangenheit sollte uns aber wieder zur Solidarität

wichtiger Holzforschungsprojekte, um die Holzindus-

zurückfinden lassen.

trie für künftige Herausforderungen fit zu machen, Normungen vorzubereiten und Angriffe abzuwehren. Neben Grundlagenprojekten wie MechWood und LäDouKi (Festigkeitsklassen) wurde zum Beispiel auch in die Weiterentwicklung von Brettsperrholz (Solid Timber Solutions), in die Erforschung holzrelevanter Raumluftfaktoren und Akustik im Holzbau sowie in zukunftsträchtige Simulationsprojekte investiert. Auch mit unserer Marketingplattform proHolz konnten wir wieder kräftige Signale setzen.

Dr. Erich Wiesner Obmann Fachverband der Holzindustrie Österreichs

03


04

Rohstoff voller Leben.

Holz.


05 Bericht 20156

Europa: Roadmap 2010

Kompetenzbereiche

Arbeitsrecht/Kollektivvertrag/Bildung 12

10

Forschung & Normung

14

Rohstoffmanagement 18

K

Umwelt & Energie

20

Verbands- und Branchenkommunikation, proHolz Austria

22

Berufsgruppen

Säge28

Bau34

Platte40

Möbel48

Ski54

Sonstige60

Bonitätsservice62

Ausbildungszentrum Kuchl63

Forst Holz Papier

Holzforschung Austria

Internationale Mitgliedschaften71

Organigramm72

69

67


06

Bericht 2015

Produktion

26.444), davon 733 Lehrlinge. Die Holzindustrie zählt zu den größten Arbeitgebern aller 17 Industriezweige

2015 verzeichnete die Österreichische Holzindustrie

Österreichs und wies die letzten Jahrzehnte immer

gemäß Konjunkturstatistik ein Produktionsvolumen

ein relativ stabiles Niveau bei den Beschäftigtenzahlen

von insgesamt 7,49 Mrd. Euro und erreichte damit

aus, das 2015 sank.

ein Produktionsplus von 4,8% gegenüber dem Vorjahr.

Löhne, Gehälter

Abgesetzte Produktion nach Güterliste 1 + 2 / in Mio. Euro

Die Bruttogehaltssumme der Angestellten der Holzindustrie (inkl. Sonderzahlungen und Abfertigungen)

Mio. Euro

%-V

2007

7.543

7,2

2008

7.320

-3,0

2009

6.210

-15,2

(inkl. Sonderzahlungen und Abfertigungen) machte

2010

7.056

13,6

im selben Zeitraum 598,4 Mio. Euro (2014: 607,4

2011

7.624

8,0

2012

7.545

-1,0

2013

7.464

-1,1

2014

7.143

-4,3

2015

7.488

4,8

betrug im vergangenen Jahr 379,8 Mio. Euro (2014: 376,5 Mio. Euro). Die Bruttolohnsumme der Arbeiter der Holzindustrie

Betriebe

Mio. Euro) aus. Die Lehrlingsentschädigung der gewerblichen Lehrlinge (inkl. Sonderzahlungen) lag im Jahr 2015 in der Holzindustrie bei 8,8 Mio. Euro.

Exporte Die Holzindustrie ist generell eine stark außenhandelsorientierte Branche. Der Löwenanteil der Exporte

Die Holzindustrie Österreichs zählt derzeit 1.315

entfiel auf Nadelschnittholz, Leimholz, Holzwerk-

aktive Betriebe, davon sind 1.071 Sägewerke. Diese

stoffe (Platten) und Ski. Im letzten Jahr umfassten

Branche ist ein äußerst vielfältiger Wirtschaftsbereich

die Exporte ein Gesamtvolumen von 4,96 Mrd. Euro

und umfasst die Sägeindustrie, den Baubereich, die

mit einer Exportquote von ca. 66%. Erstmals seit

Möbelindustrie, die Holzwerkstoff (Platten-)industrie

2012 konnten die Exporte zulegen: Ein Plus von 2,4%

sowie die Skiindustrie.

gegenüber dem Vorjahr war das erfreuliche Ergebnis.

Der Großteil dieser Betriebe ist klein- und mittel-

Der Großteil der österreichischen Holzprodukte, insge-

betrieblich strukturiert. Ein wesentliches Merkmal

samt 73,9% (3,67 Mrd. Euro), ging in die Europäische

unserer Unternehmen ist es, dass sie sich fast aus-

Union und hier speziell nach Deutschland und Italien.

schließlich in Familienhand befinden.

Die restlichen 26,1% verteilten sich auf Resteuropa mit 12,9%, die Entwicklungsländer mit 2,7% und übrige Länder (wie USA und Japan) mit 10,5%.

Beschäftigte Die österreichische Holzindustrie ist als bedeutender und sicherer Arbeitgeber vor allem in strukturschwachen Regionen bekannt. Im abgelaufenen Jahr waren 25.484 Personen in der Holzbranche beschäftigt (2014:


07

2014

2015

%-Ant.

%-V

3.622.944

3.666.858

73,9

1,2

Resteuropa

627.862

641.980

12,9

2,2

Entw. Länder

136.281

135.101

2,7

-0,9

Übrige

459.284

518.824

10,5

13,0

4.846.371

4.962.763

100,0

2,4

EU

Gesamt

Bericht 2015

Exporte 2014/2015* / in 1.000 Euro

Importe 2014/2015* / in 1.000 Euro 2014

2015

%-Ant.

%-V

3.215.083

3.267.901

87,4

1,6

Resteuropa

241.026

222.537

6,0

-7,7

Entw. Länder

208.310

226.041

6,0

8,5

21.655

21.268

0,6

-1,8

3.686.075

3.737.747

100,0

1,4

EU

Übrige Gesamt

*Quelle: Statistik Austria, 2015: vorläufige Zahlen

Importe Insgesamt wurden Produkte im Wert von 3,74 Mrd. Euro importiert, um 1,4% mehr als im Vorjahr. Wiederum ist die Europäische Union der wichtigste Handelspartner der Holzbranche mit einem Anteil von 87,4%.

Handelsbilanz Der Außenhandel ist ein wesentliches Standbein der österreichischen Holzindustrie. Diese konnte in den vergangenen Jahren eine kontinuierlich positive Handelsbilanz aufweisen. Auch 2015 gab es eine deutliche Steigerung der Handelsbilanz um 5,6% auf 1,23 Mrd. Euro.

© proHolz


08

Handelsbilanz 2014/2015* / in 1.000 Euro 2014

2015

EU

407.860

Resteuropa

%-Ant.

%-V

398.958

32,6

-2,2

386.835

419.442

34,2

8,4

Entw. L채nder

-72.029

-90.939

-7,4

26,3

체brige L채nder

437.629

497.555

40,6

13,7

1.160.296

1.225.016

100,0

5,6

Gesamt

2014/

2015

Exporte und Importe 2007 - 2015* / in 1.000 Euro Exporte

Importe

2007

5.574.786

3.026.116

2008

5.469.369

3.332.216

2009

4.538.773

3.135.117

2010

4.538.773

3.377.569

2011

5.280.784

3.720.065

2012

4.864.179

3.743.979

2013

4.858.833

3.770.467

2014

4.846.371

3.686.075

2015

4.962.763

3.737.747

*Quelle: Statistik Austria, 2015: vorl채ufige Zahlen

Exporte/

Importe


Bericht 2015

09

© Donal Murphy Photography


10

Roadmap – Building with Wood–Prozess (BWW)

“Die Notwendigkeit einer Plattform (Expertengremium) für die Beeinflussung der gemeinsamen gesetzlichen und technischen Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit des Sektors durch Einbringung von neuen Erkenntnissen in den Normungsprozess sowie der Beeinflussung der Normungsarbeit und der Entscheidungsträger ist auch für den Holzbau unumgänglich.”

Roadmap Building with Wood–Prozess (BWW) Der Building with Wood–Prozess (BWW) im Rahmen der Roadmap 2010 des Europäischen Verbandes CEIBois hat in Europa unter der maßgeblichen Leitung und Beteiligung des Fachverbandes der Holzindustrie Österreichs zukunftsweisende Forschungsprojekte initiiert und durchgeführt. Es ist dabei gelungen, hohe Beiträge aus europäischen Fördertöpfen anzusprechen und zu erhalten. Insbesondere wurde die Zielsetzung verfolgt, die recht­ lichen und technischen Rahmenbedingungen für den

Dr. Erich Wiesner

Holzbau in Europa, wie Normen und Eurocodes, zu verbessern und in weiterer Folge anwendungsfreund­ licher zu gestalten. Dies geschah in Ergänzung zu den vielfältigen Werbe- und Marketingaktivitäten in den verschiedenen europäischen Ländern.


11

Status 2015 Drittmittel bzw. Förderungen Wood2ReNu (Innenraumprojekt) Silent Timber Build (Akustikprojekt)

FireIn Timber 1.145.000 Euro (70%)

Die beiden Forschungsthemen sind im letzten bzw. vorletzten For-

WoodExter

schungsjahr und zeigen bereits erste konkrete und wichtige Ergebnisse.

1.625.000 Euro (82,5%)

Des Weiteren wird derzeit auch an der Fortführung der Prozesse Buiding With Wood gearbeitet. Es gibt eine inhaltliche Übereinstimmung, dass

Gradewood

dieser Prozess wichtige Erkenntnisse auf europäischer Ebene gebracht

1.113.000 Euro (78%)

Projekte im Rahmen einer europäischen Initiative fortgesetzt werden.

Improved Moisture 1.016.000 Euro (83%)

Es gibt mehrere Überlegungen, wie die Zusammenführung der Prozesse Building With Wood mit der im Rahmen des Europäischen Verbandes

MechWood I

CEI-Bois organisierten Plattform Construction gelingen kann. Auch die

1.168.000 Euro (61%)

möglichen künftigen Themen wurden bereits analysiert. Beispielsweise seien genannt: Brandschutz, Schallschutz, Eurocode 5, Innenraumluft,

ECO 2

Nachhaltigkeit oder der Aufbau einer europäischen Normenkoordination,

1.663.000 Euro (84,5%)

um den Normungsprozess beschleunigen zu können. Nur im gemeinsamen, kooperativen Ansatz wird es künftighin möglich sein, Anliegen des

MechWood II

Holzbaus und die Verwendung von Holz im Bauwesen in der europäischen

720.000 Euro (60%)

Politik aufzuzeigen. Silent Timber Build

Überblick über den BWW Prozess

1.740.000 Euro (90%)

2002 – 2004:

CEI-Bois Roadmap 2010 Grundstudie

Wood2ReNew

2004:

Entwicklung der Struktur von BWW

1.568.000 Euro (84%)

(Organisation; Finanzierung; Strategie)

Gesamtprojektvolumen 2004 – 2006:

Machbarkeitsstudien; Projektvorschläge;

Arbeitsprogramm

Forschungsprojekte 15.143.000 Euro

2007:

Akquise öffentlicher Finanzierungen für F&E Projekte (Drittmittelfinanzierung)

Drittmittel 11.758.000 Euro

2007 – 2010:

Umsetzung von 5 F&E Projekten, weitere Projekte und Machbarkeitsstudien

Industriemittel (BWW) 3.385.000 Euro (22%)

2011:

erfolgreiche Einreichung weiterer F&E Projekte zur Drittmittelfinanzierung Diese Projekte hatten eine

2011 – 2013:

Durchführung von zwei weiteren F&E Projekten,

Gesamt­höhe von 15,143 Mio.

andere Themen und neue Machbarkeitsstudien

Euro. Es ist gelungen, die industriellen Finanzmittel fast zu

2013:

Drei weitere Projekte bei europäischen Calls

verfünffachen. Der Industrie­

eingereicht und zwei positiv evaluiert

beitrag lag bei 3,385 Mio. Euro, also 22%, und die Förderung

2013 – 2015:

Umsetzung der zwei neuen F&E Projekte der

Eurocode-Aktivitäten und weitere Initiativen

bei 11,76 Mio. Euro, also 78%.

Roadmap

hat. Folglich sollen die europäische Plattform aufrechterhalten und die


K

12

Arbeitsrecht, Kollektivvertrag, Bildung Kollektivvertrag positiv abgeschlossen

Insbesondere konnten wesentliche materielle Forderungen der Arbeitnehmerseite (arbeitsfreier

"Die hohe Akzeptanz der Ergebnisse bei den KV-Verhandlungen bestätigt unseren erfolgreichen Weg. Im Bildungsbereich konzentrieren wir uns auf das Zukunftsthema Digitalisierung und Industrie 4.0." Dr. Renatus Capek

Die wichtigste Aufgabe des

31. Dezember, erweiterter An-

Arbeitgeber-Ausschusses ist die

spruch auf Jubiläumsgeld, zusätz-

Führung der jährlich stattfindenden

licher Zeitzuschlag beim Band-

Kollektiv­vertragsverhandlungen auf

breitenmodell) abgewehrt werden.

Arbeitgeberseite für die rd. 26.000 Arbeitnehmer der gesamten Holzindustrie gemeinsam mit Arbeitneh-

Arbeitsrecht

mervertretern der GPA bzw. GBH. Zahlreiche arbeits- und sozialDabei gilt es, ein, für alle im Fach-

politische Neuerungen aus 2015

verband vertretenen Mitglieds-

und

betriebe, unter Beachtung und

Auswirkungen auf den betrieb­

Ausnutzung der der rechtlichen

lichen Alltag der Mitgliedsbetriebe.

2016

haben

wesentliche

Möglichkeiten, akzeptables und ausgewogenes Verhandlungser-

Neben der individuellen Auskunfts­

gebnis zu erzielen. Dieses muss

erteilung an Mitgliedsbetriebe

von einer breiten Basis getragen

insbesondere zu Kollektivver­

werden, weshalb bei den KV-Ver-

tragsthemen- und Betriebsver-

handlungen über den Kreis der

einbarungsgestaltungsmöglich-

Ausschussmitglieder hinaus auch

keiten, aber auch zu Fragen im

weitere Leiter der Personalabtei-

Zusammenhang mit dem Arbeit­

lungen eingeladen werden.

nehmerschutz gilt es vor allem, die Be­troffenen rechtzeitig in an-

Dr. Renatus Capek ist Vorsitzender

stehende Neuerungen miteinzu-

des Arbeitgeber-Ausschusses und

beziehen bzw. sie rechtzeitig von

Mag. Kurt König ist seit 2016 dessen

der bevorstehenden Umsetzung

Stellvertreter; er übernahm diese

in Kenntnis zu setzen. Ersteres

Funktion von Christoph Kulterer.

geschieht in Form der Einräumung einer Möglich­keit, Stellungnah-

Mit dem aktuellen KV-Abschluss

men aus betrieblichen Sicht

vom 09. März 2016 mit Wirksam-

und Betroffenheit zu relevanten

keit 01. Mai 2016 ist mit der nach-

Gesetzes­änderungen abzugeben,

folgenden KV-Steigerung ein guter

die in weiterer Folge in die offiziell

und akzeptierter Abschluss gelun-

abgegebenen Stellungnahmen aus

gen, wie die durchwegs positiven

industriepolitischer Sicht der WKO

Rückmeldungen gezeigt haben:

einfließen.

• Erhöhung der Mindestlöhne um 1,55% und der Mindestgehälter um 1,5%. • Erhöhung der IST-Löhne um 1,45% sowie der IST-Gehälter um 1,4%.


• Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz

»» Schaffung einer Arbeitszeitbandbreite bei Elternteilzeit • Maßnahmen betreffend Beschäftigung

(LSDB-G) ab 01. Jänner 2015

älterer Arbeitnehmer

Mindestentgelt nach Gesetz/VO/KV – bisher

Erstinformation an Unternehmen: WKÖ Merk-

Mindest-KV Lohn/Gehalt

blatt „Mögliches Bonus-Malus-Modell ab 2018“

Eine Neukodifizierung sämtlicher derzeit „verstreuter“ LSDBG-Bestimmungen in einem neuen einheitlichen Gesetz ist für 2016 geplant.

• Pensionsgipfel: Grundinformation erteilt – legistische Umsetzung bleibt abzuwarten

• Arbeitsrechtspaket resultierend aus dem Arbeitsmarktgipfel – wirksam für Neuabschlüsse

Sonstige relevante Rechtsthemen

ab 01. Jänner 2016: • Barrierefreiheit ab 01. Jänner 2016 nach Ablauf »» Dienstzettel – betragsmäßige Angabe der Höhe „Grundgehalt/-lohn“ »» Konkurrenzklausel – Anhebung Entgeltgrenze auf 20-fache Tageshöchstgrenze

der zehnjährigen Übergangsfrist auch für bauliche Barrieren (FAQs) • Registrierkassenpflicht ab 01. Jänner 2016 (FAQs) für Betriebe mit Barumsätzen über 7.500 Euro und Jahresumsatz über 15.000 Euro

»» All-in-Verträge – mehr Transparenz durch Angabe des Grundgehalts

• Neuerungen Verbrauchergeschäfte – Fern- u. Auswärtsgeschäftegesetz (FAGG)

»» Konventionalstrafen unterliegen ausdrücklich richterlichem Mäßigungsrecht

umfassende Informationspflichten des Unternehmers und Neuerungen betreffend Rücktrittsrechte des Verbrauchers (Broschüren erstellt)

»» Teilweise Erhöhung der zulässigen Höchstarbeitszeit bei Lehrlingen und Reisezeit

Bildung »» Informationsrecht für Teilzeitbeschäftigte über freie Vollzeitstellen

Im Bildungsbereich wurden folgende Initiativen und Projekte umgesetzt:

»» Einschränkung beim Ausbildungskostenrückersatz - Fristverkürzung auf 4 Jahre

• Start der Werkmeisterausbildung „Holztechnik-Produktion“ im Herbst 2015.

»» Anspruch auf Übermittlung einer schriftlichen Darstellung der zustehenden Bezüge

• Promotionskampagne zum Spezialmodul „Design&Konstruktion“ im Modullehrberuf Holztechnik

»» Jubiläumsgelder werden ab 01. Jänner 2016 ohne Ausnahme zur Gänze SV-pflichtig

- Werbeaktion durch Anschreiben von Lehrbetrieben und Lehrlingen sowie verstärkte Bewerbung über proHolz – genialeholzjobs Tage und Blog.

Änderungen im Mutterschutzund Väter- Karenzgesetz

• Sensibilisierung der Lehrbetriebe in Richtung Digitalisierung und Industrie 4.0. - zeitgemäße

»» z.B. Einbeziehung von freien Dienstnehmerinnen in die Beschäftigungsverbote

und zukunftstaugliche Ausbildungsinhalte Änderungsbedarf? Schwerpunktthema im nächsten Arbeitskreis Bildung.

»» Kündigungs- und Entlassungsschutz bei Fehlgeburten »» Schaffung eines Karenzanspruches für Pflegeeltern

13

Kompetenzbereich Arbeitsrecht, Kollektivvertrag, Bildung

Wesentliche Gesetzesänderungen/ -neuerungen 2015/16


K

14

Forschung und Normung Forschung

schem Holz zu erheben, um den bereits vorhandenen Datensatz zu

"Die Früchte der Normungsarbeit wachsen langsam, doch die Auswirkungen sind fundamental für die Marktentwicklung." Dr. Raimund Mauritz

Mit den vier Projekten der Dok-

in Österreich gewachsenem Holz

toratsinitiative, vier Projekten zur

zu ergänzen und das in Öster­

Festigkeitssortierung SiOSiP,

reich verarbeitete Holz repräsen­

(Dach-)latte, LäDouKi I und II

tativ abbilden zu können. Derzeit

und den WoodWisdomNet–Pro-

werden die Auffüllproben für öster­

jekten European Hardwoods for

reichisches Holz geprüft. Für den

the Building Sector und Silent

15. Juni 2016 ist eine weitere Ex-

Timber Build wurden zehn For-

pertenrunde zur Vorstellung und

schungsprojekte in unterschied-

Beratung der Zwischenergebnisse

lichen Phasen durchgeführt bzw.

geplant.

begleitet. Dabei reicht das Engagement des Fachverbands von der Finanzierung, über die Mitarbeit

(Dach–)Latte

als Partner, bis hin zu Organisation und Kontrolle.

Nach dem Dachlattenbericht im Jänner 2015 folgte im Juni der Bericht für die visuell nach DIN

Doktoratsinitiative

4074-1 sortierten Hölzern mit Lat­ ten­ q uerschnitten aus Fichte/

Noch

bis

2018

laufen

die

Tanne zur Einstufung in Festig-

Forschungs­­p rojekte Innovati-

keitsklassen nach EN 338. Damit

ve Laubholzverwendung (Prof.

können Latten aus deutscher bzw.

Schickhofer), Das akustische Ver-

österreichischer Fichte/Tanne

halten von Wand– und Deckenver-

CE-gekennzeichnet werden. Der

bindungen im Massivholzbau (Prof.

Berichte wird den Mitgliedern des

Schanz/Prof. Ferk), Numerische

Fachverbandes kostenlos zur Ver-

3D–Modelle zur Ermittlung von

fügung gestellt.

Biegefestigkeiten, Festigkeiten und stochastischer Informationen von Brettschichtholz und Brettsperrholz (Prof. Eberhardsteiner) und

Festigkeitssortierung LäDouKi I

Experimentelle Bestimmung und numerische Modellierung von

LäDouKi I wurde abgeschlossen.

Festigkeiten von Einzelfasern und

Visuell nach DIN 4074-1 sortier-

Faser–Faser–Bindungen in Papier

te Hölzer mit brettquerschnitten

(Prof. Eberhardsteiner).

aus Lärche, Douglasie oder Kiefer wurden in Festigkeitsklassen nach EN 338 eingestuft. Die Berichte

Simulationsgestützte Optimierung der Schnittholzproduktion (SiOSiP)

werden den Mitgliedern der Studiengemeinschaft, des Fachverbandes und Conlegnios kostenlos zur Verfügung gestellt.

Im März 2016 wurde entschieden, die Basisdaten für die Sortierung von deutschem und tschechi-


Normung

Im Projekt LäDouKi II wird von der HFA eine gepaarte

Die Mitarbeit in Normungsgremien und deren Arbeits­

Stichprobe auf Biegung untersucht. Ziel ist die Er-

gruppen erfordert Zeit zur Sitzungsteilnahme, zur

mittlung der charakteristischer Hochkant-Biegefes-

Vor– und Nachbereitung. Ohne die Expertise unserer

tigkeits- und Steifigkeitswerte sowie der Rohdichte

Mitglieder und deren Engagement ist der Arbeits– und

von visuell nach den Brettkriterien der ÖNORM DIN

Themenumfang nicht zu bewältigen. Nur durch eigene

4074-1 sortierten Lamellen der Holzarten Lärche und

konkrete und begründete Vorschläge und längerfristige

Kiefer zur Herleitung eines Umrechnungsfaktors von

Mitarbeit findet man die Anerkennung, die der Stimme

charakteristische Hochkant-Biegefestigkeit zur cha-

Gewicht verleiht.

rakteristische Zugfestigkeit. Die Prüfungen für SiOSiP wurden prioritär abgearbeitet, nun sind etwa 55%

Vom zweiten Quartal 2015 bis zum Ende des ersten

der Biegeprüfungen von LäDouKi II abgeschlossen.

Quartals 2016 war der Fachverband allein in elf Sitzungen des nationalen Normungskomitees ASI 012 Holzbau bzw. ASI 176 Belastungsannahmen und 8

European Hardwoods for the Building Sector

zweitägigen europäischen Sitzungen des CEN TC124 Timber Structures bzw. CEN TC250 SC5 Design of Timber Structures inklusive Arbeitsgruppensitzungen

Am 16. Oktober 2015 wurde mit den österreichischen

vertreten.

Laubholzsägern diskutiert, wie die vorhandenen Mittel für Materialprüfungen verwendet werden sollen. Es

Am 15. Juni 2015 erschien die korrigierte ON B

werden Zugprüfungen an Buchenbrettern und Biege-

1995–1–1 als Zusammendruck des EC 5 mit dem

prüfungen mit Eichenbrettern durchgeführt werden.

nationalen Anwendungsdokument.

Ziel ist die Zuordnung von Sortier- zu Festigkeits­ klassen und der Eintrag in EN 1912, in der derzeit

Die ON B 1991-1-3 Schneelasten vom 01. September

kein einziges österreichisches Laubholz vertreten ist.

2013 enthält insbesondere für den Holzbau nachteilige Regelungen zur Schneelast auf Einzelbauteilen mit

Mit René Steiger wurde eine Kooperation zu den Sor-

einer Lasteinzugsfläche unter 10 m² und eine verbes-

tierkriterien und –grenzen vereinbart. Im Schweizer Projekt zum Buchen-BSH wurden von der von Prof. Gehri langjährig betreuten Neuen Holzbau AG / Lungern Buchenbretter festigkeitssortiert und BU-BSH hergestellt. Die Aufnahme der sortierrelevanten Merkmale durch die HFA soll eine gemeinsame Auswertung ermöglichen und den gemeinsamen Weg in die EN 1912 ebnen. Ziel ist es auch die suboptimale Sortierung nach DIN 4074-5 zu verbessern.

Fire Safe Use of Wood (FSUW) Am 06./07. Oktober 2015 fand ein Workshop der COST FP1404 Fire safe use of bio-based building products in Berlin statt. In Stockholm tagten am 10./11. März 2016 die COST Actions FP1402 und FP1404 zum Thema Cross Laminated Timber – a competitive wood product for visionary and fire safe buildings. Präsentationen zeigen neben vielen Gemeinsamkeiten (Datenbank zum Brandverhalten von Baustoffen vereinbart) auch die unterschiedlichen Herangehensweisen und den weiteren Abstimmungsbedarf hin zu gemeinsamen europäischen Regelungen.

© Sabine Pumberger

Die inhaltlichen Diskussionen, Publikationen und

Kompetenzbereich Forschung und Normung

15

Festigkeitssortierung LäDouKi II


16

serbare Regelung bei großen Dachflächen ab 2.000 m². Durch den Fachverband wurde eine fachliche Recher-

• EN 1381 Prüfverfahren – Tragende Klammerverbindungen

che durchgeführt, Änderungsvorschläge erarbeitet und die Unterstützung von 70 Zivilingenieuren und drei weiteren Verbänden erworben. Das Komitee 012

• EN 1382 Prüfverfahren – Ausziehtragfähigkeit von Holzverbindungsmitteln

Holzbau stellte einen Antrag auf Überarbeitung, der von Komitee 176 Belastungsannahmen angenommen wurde und von der Arbeitsgruppe 176.09 Schneelasten

• EN 1382 Prüfverfahren – Prüfung von Holzverbindungsmitteln auf Kopfdurchziehen

nun bereits in der zweiten Sitzung bearbeitet wurde. • EN 338 Bauholz für tragende Zwecke – Festigkeitsklassen • EN 384 Bauholz für tragende Zwecke – Bestimmung charakteristischer Werte für mechanische Eigenschaften und Rohdichte • EN 14358 Berechnung der 5%-Quantile für charakteristische Werte und Annahmekriterien für Proben Zur CE-Kennzeichnung EN 14081-1 fehlt noch die Nennung im Europäischen Amtsblatt. In EN 384 bleibt der Faktor kv für die maschinelle Festigkeitssortierung erhalten, dessen Streichung längerfristig zu Mindereinnahmen bei Mitgliedern von mehreren Millionen Euro in einem Jahr geführt hätte.

© Stora Enso

CEN TC124.02: Gradewood Transition Project Am 27./28. Oktober 2015 wurde der Entwurf für EN 14081-2 diskutiert. Es stellte sich heraus, dass der Verifizierungsprozess der Samples genauer untersucht werden muss und Beispielrechnungen bisher

In CEN TC250 SC5 wurde diskutiert, ob für die neue

zu negativen Resultaten führten: Entweder konnte

EN 1995-1-1 ein Anhang erarbeitet werden soll, der

das Sample nicht verifiziert werden oder die Samples

die Nicht-Einordnung in die Gebrauchsklassen 1 bis

führen zu Ausbeuteverlusten von bis zu 20%. Am

5 nach EN 335 konkretisiert. Österreich wird seine

05. Mai begann das dreimonatige Enquiry für prEN

Holzschutznormen in diese Diskussion einbringen.

14081-2. Die HFA wird auf Anregung vom Fachverband

Das Komitee 081 Holzschutz will nach der Anhö-

Beispielrechnungen durchführen, um die Auswirkun-

rung nationaler Verbände anderer CEN-Mitglieder

gen des Entwurfs zu prüfen und einen qualifizierten

entscheiden, ob die vom Fachverband beauftragten

Kommentar abgeben zu können.

Übersetzungen der ON B 3801 und ON B 3802 ins Englische auch als offizielle österreichische Normen herausgegeben werden. In CEN TC124 wurden die folgenden Normen fertiggestellt und stehen zur Publikation an: • EN 14081-1 Nach Festigkeit sortiertes Bauholz für tragende Zwecke mit rechteckigem Querschnitt – Teil 1 Allgemeine Anforderungen


Kompetenzbereich Forschung und Normung

17

Š Stora Enso


K

KOMPETENZ BEREICH

18

Kompetenzbereich Rohstoff

Rohstoffmanagement

“Ohne Rohstoff – keine Holzindustrie! Unser gemeinsam definiertes Ziel zwischen Forstwirtschaft und Holzindustrie lautet: 22 Mio. Erntefestmeter aus heimischen Forstbetrieben. Derzeit liegen wir noch gute 25% vom Zielwert entfernt. Die modernen Produktionsstätten der Holzindustrie sind nur zu zwei Drittel ausgelastet. Seit Jahren verliert die Öster­ reichische Sägeindustrie internationale Marktanteile an die Mitbewerber im Norden Europas und Amerika. Diese Mengen­ verluste können nur sehr schwer wieder zurückgewonnen werden. Wir müssen uns ändern, um etwas ändern zu können. Die vielen kleinund mittelstrukturierten Waldbesitzer müssen von den Experten informiert sein: …nur ein genutzter Wald ist ein gesunder und „klimafitter“ Wald von morgen!“ Mag. Herbert Jöbstl

Jahr für Jahr werden zusätzliche

der Rundholzvermessung und Da-

Holzvorratsmengen im Wald auf-

tenaustausch. Die Holzindustrie

gebaut (1,2 Mrd. Vorratsfestme-

verkörpert die moderne „Bioökono-

ter; das entspricht einem Plus von

mie“ in Perfektion. Aus nachhaltig

rund 20% zu 1996) - diese könnten

zertifizierten Wäldern produziert

voll genutzt werden, ohne die so-

sie hochwertige Produkte (auch

zialen Aufgaben oder die stren-

im Sinne der Wertschöpfung) im

gen Nachhaltigkeitskriterien des

modernen Möbel-, Bau- und Ver-

Waldes zu vernachlässigen.

packungsbereich mit dem Plus „Kohlenstoffspeicher“.

Der anhaltend rückläufige Trend von Säge- und Industrierund-

Ein wichtiger Themenblock ist

holz aus heimischen Wäldern

die Zertifizierung mit allen, damit

der letzten Jahre muss gestoppt

verbundenen Belangen: EU-Han-

werden, erst dann ist es möglich,

delsverordnung, FLEGT, aktive Ge-

Importmengen aus den Nachbar-

staltung der Rahmenbedingungen

ländern im EU-Raum zu reduzie-

von PEFC und die Aufarbeitung

ren.

von, in der Branche generierten Zahlen, Daten und Fakten. Die

Im neuen Arbeitskreis Rohstoff

direkte Mitgliederbetreuung, sowie

des Fachverbandes werden Maß-

die aktive Gestaltung von, für die

nahmen diskutiert, viele Ideen und

Holzindustrie günstigen Rahmen-

Interessen gebündelt: Holzmobi-

bedingungen in nationalen und

lisierungsmaßnahmen stehen in

internationalen Gremien und Ver-

den nächsten Jahren im Fokus der

bänden (z.B. ARGE Rohstoffver-

Holzbranche. Unsere Konkurrenz

braucher), sind ebenso in diesem

in Nordamerika und Russland hat

Kompetenzbereich angesiedelt.

von all den relevanten Kosten – Rohstoff, Lohn, Transport und Energie – nur die Hälfte zu tragen.

Holzbilanz, Holzfluss und Logistik

Die wichtigste Aufgabe dieses Kompetenzbereichs ist es, die kon-

Die Arbeitsaufträge in diesem

tinuierliche Rohstoffversorgung

Bereich reichen von der klaren

der österreichischen Holzindustrie

Analyse der aktuellen Situation,

sicherzustellen. Die zahlreichen

über die Festlegung kurzfristig

Themen, die hiervon erfasst sind,

umsetzbarerer Pilotprojekte, bis

beginnen im Wald an der Forst-

hin zur Erarbeitung einer lang-

straße und enden im Betrieb, dem

fristigen Vorschau unter Berück-

Säge- oder Plattenwerk. Dazu

sichtigung der markt- und gesell-

gehören: Transport, Logistik, Da-

schaftspolitische Veränderungen

tenanalysen zum Holzaufkommen

und Trends: Gemeint ist hier die

bzw. Holzbilanz, Stoffstromana-

Erstellung einer Strategie mit zeit-

lysen (wie viel und welches Holz

lichem Umsetzungsplan.

landet wo), Holzmobilisierung, Holzhandelsgebrauch, Bearbeitung der rechtlichen Grundlagen


37% 5%

3% 16% 4%

Rohstoff-Import am Beispiel Nadelsägerundholz in %

Der Importanteil von Nadelsägerundholz liegt für Tschechien bei 37%, für Deutschland bei 32%, für Slowenien bei 16%, für die Slowakei bei 5%, für die Schweiz bei 3% und für Italien bei 4%. Diese Nachbarländer decken nahezu die Importe zur Gänze ab. Der hohe Importanteil ergibt sich aber auch durch den natürlichen Einzugsradius eines Sägewerkes bis zu 150 km.

Dr. Erlfried Taurer

19

Kompetenzbereich Rohstoffmanagement

32%

„Die Holzindustrie ist der verlässliche Partner für die Forstwirtschaft. Die Mobilisierung im Kleinwald muss weiter unterstützt werden. Gemeinsam müssen wir verstärkt arbeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit des attraktiven Holzlandes zu erhalten. Der Schlüssel dafür liegt beim Gesetzgeber und bei der Überzeugungsarbeit im Kleinforst. Die österreichische Holzindustrie braucht planbare Größen und eine konstante Versorgung über das gesamte Jahr. Insbesondere über den Sommer und zu Beginn des Herbstes ist die Versorgungslage seit Jahren immer noch sehr unbefriedigend. Zahlreiche Projekte befinden sich in der Umsetzung. Die derzeitigen Rahmenbedingungen und die sich abzeichnende Entwicklung stimmen uns für das Jahr 2016 positiv.“


K

20

Umwelt und Energie Der Umweltausschuss behandelt vielzählige Themen und vielfältige Frage- und Themenstellungen

EU-Luftpaket; Richt­ linien­entwurf Mittelgroße Feuerungsanlagen

aus den Bereichen Umwelt und

"Wesentlich für den Kompetenzbereich Umwelt & Energie ist die Fortführung einer aktiven Umweltpolitik, die Vernetzung der Berufsgruppen sowie die Kooperation mit europäischen Verbänden wegen der zunehmenden Bedeutung europäischer Themen." Ing. Mag. Martin Wurzl

Energie. Vorsitzender ist Ing. Mag.

Dieser

Martin Wurzl. Die stellvertretenden

regelt die Emissionsgrenzwerte

Richtlinienvorschlag

Vorsitzenden sind DI Franz Kas-

für Staub, NOx und SO2 für neue

hofer und DI Rudolf Rumplmayr.

und bestehende Feuerungsanlagen im Leistungsbereich zwischen 1 und 50 mW. Damit soll die Lücke

Treibhausgasbilanz der österreichischen Holzkette

zwischen sehr kleinen Anlagen gemäß Ökodesign-Richtlinie und sehr großen Anlagen, die unter den Geltungsbereich der Indus-

Das Ziel der drei Klie:en-Projekte

trieemissions-Richtlinie fallen,

(Klimaschutz in der Forstwirt-

geschlossen werden. Seitens der

schaft; Harvested Wood Product

Mitglieder wurden bislang keine

Pool; Treibhausgas-Emissionen

Probleme mit diesen Grenzwerten

des stofflichen und energetischen

kommuniziert.

Einsatzes von Holz) ist es, entsprechende Treibhausgas-Effekte zu berechnen bzw. aufzuzeigen, welche Maßnahmen welche Wirkungen nach sich ziehen. Der Mo-

Umfassende Analyse der Potenziale für KWK und Fernwärme/-kälte

dellierungszeitraum streckt sich bis zum Jahr 2100.

Im Rahmen der Europäischen Energie-Effizienz-Richtlinie müssen

Eines dieser Ergebnisse ist durch­

alle Mitgliedsstaaten eine “umfas-

aus erfreulich: die verstärkte kas-

sende Bewertung des Potentials

kadische Nutzung ist langfristig für

für den Einsatz der hocheffizi-

die Treibhausgasbilanz besser als

enten KWKs und der effizienten

die verstärkte direkte energetische

Fernwärme- und Fernkältever -

Nutzung. Ein hoher bzw. gestei-

sorgung“ erarbeiten. Das Wirt-

gerter Holzbauanteil ist nötig, um

schaftsministerium hat die TU

einen größeren Anteil an Koppel-

Wien in Zusammenarbeit mit

produkten für die Papierindustrie

ECOFYS mit der Analyse der

und die energetische Verwertung

Potenziale von hocheffizienten

zu haben.

Kraft-Wärme-Kopplungen (KWK) und von effizienter Fernwärme

Ebenfalls war sehr positiv zu erfah-

und Fernkälte in Österreich auf

ren, wie hoch die Substitutions­

Grund­lage der Energie-Effizienz-

wirkung von Holz ist: 20 Jahre

Richt­linie, Artikel 14, beauftragt.

gesamtösterreichische Treibhausgasemissionen können im Simu­

Im Rahmen dieses Projekts werden

lationszeitraum über 90 Jahre

u.a. auch Daten zu großen Indus-

eingespart werden.

triestandorten sowie zu gesamten Branchen erarbeitet und in der


Analyse der ökonomischen Potenziale von Fernwärme

Es gab speziell im letzten Jahr heftige politische und

und KWK angewendet. Zum Teil werden die Daten

inhaltliche Interventionen gemeinsam mit Firmen-

in einer interaktiven Karte nach dem Projektende

vertretern, Anschreiben an Minister, umfangreiche

veranschaulicht.

inhaltliche Aussprachen. Letztendlich konnte trotz

21

sehr widerstreitender Ansichten ein Konsens und eine Basis für weitere und gute Zusammenarbeit

Ziele dieser Verordnung sind: • die Gewährleistung eines für Mensch und Umwelt

gefunden werden.

Forschungsprojekt „Erstellung und Evaluierung von Schadstoffprofilen von Recyclingholz mit Fokus auf PAK und Chlor“

schadlosen Recyclings von geeignetem Altholz in der Holzwerkstoffindustrie;

Das Projekt verfolgt das Ziel der Etablierung von innovativen Methoden zur Bewertung von Schadstoff-

• die Sicherstellung, dass mit dem Einsatz des

leitparametern für effizientere Altholzquellensortierung

Altholzes kein höheres Umweltrisiko als bei

und zukünftige, optimierte Verwendung von geeigneten

einem vergleichbaren Primärrohstoff oder einem

Stoffströmen an Altholz.

vergleichbaren Produkt aus Primärrohstoffen verbunden ist;

Es läuft von 2014 bis 2017 und wird durch die FFG gefördert. Partner sind die Umweltbundesamt GmbH

• eine Schadstoffanreicherung im Produktkreislauf zu vermeiden;

– Abt. Organische und Anorganische Analysen und die Forschungsgesellschaft Technischer Umweltschutz – FTU.

• die Förderung der Quellensortierung, der Aufbereitung und des Recyclings von geeignetem Altholz gemäß der Hierarchie in § 1 Abs. 2 AWG

Wood COMET 2015+

2002. Das Projekt verfolgt das Ziel der Identifizierung und Mit der Novelle wird der Abfallhierarchie durch die

Quantifizierung von leichtflüchtigen organischen Ver-

Einführung eines Recyclinggebots für Holzabfälle

bindungen (VVOC wie z. B. Formaldehyd), welche aus

Rechnung getragen.

verschiedenen Materialien emittieren. Um rele­vante Fragestellungen, wie Zeitverlauf, mögliche Einflussfaktoren sowie die Qualifizierung und Quanti­fizierung

Best Available Techniques Reference (Bref) Span- und Faserplattenindustrie

solcher VVOC rasch und effizient bewerten zu können, sind vergleichende Messmethodiken notwendig. Die Fragestellungen zur Bewertung der Innenraumluftqua-

Seit Jahr 2011 gibt es im Zusammenhang mit dem

lität vor allem im Rahmen des gesteigerten Interesses

sogenannten „BREF-Dokument“ zum Stand der besten

von relevanten Entscheidungsträgern hinsichtlich

verfügbaren Techniken (BVT) für die Plattenerzeugung

gesetzlicher Fragestellungen in punkto Formaldehyd-

(IPPC Verfahren) einen Expertenstreit zwischen Um-

freisetzung sind wesentlich. Es läuft von 2015-2018

weltbundesamt und der Wirtschaft, der sich zuneh-

und wird durch die FFG gefördert. Partner ist die

mend von sachlichen Argumenten losgelöst hat. Diese

Kompetenzzentrum Holz GmbH.

Beschreibungen der „besten verfügbaren Techniken“ haben eine große Auswirkung auf die Praxis, da die betroffenen Anlagen spätestens innerhalb von vier Jahren diesen festgelegten Technologien entsprechen müssen. Im Kern der Diskussion in Österreich geht es um die Frage, welche Technologien als die besten verfügbaren zu bezeichnen sind.

Kompetenzbereich Umwelt und Energie

Recycling von Altholz in der Holzwerkstoffindustrie (Recyclingholz-Verordnung); Novelle


K

22

Verbands- und Branchenkommunikation

"Tue Gutes und rede darüber! Diesem Motto der Kommunikation getreu sehen wir uns verpflichtet, unsere MitgliederInnen über aktuelle Themen zeitnah zu informieren." Dr. Erich Wiesner

Kompetenzbereich Branchenkommunikation neu aufgestellt

für die diversen Fachmedien ver-

Im Kompetenzbereich Branchen-

Gemeinsam mit der Österreichi-

kommunikation gab es in der

schen Notariatskammer wurde

abgelaufenen Saison einige Än-

im Frühjahr 2016 eine Roadshow

derungen. Der Jahresbericht inkl.

auf die Beine gestellt; geplante

Branchenbericht wurde neu ge-

Stationen waren Ansfelden/OÖ,

staltet und die interne Kommuni-

Gleisdorf/STMK und Kitzbühel/

kation umgekrempelt. Anstelle der

Tirol. Thema dieser branchenüber-

bekannten Zeitschrift „Information

greifenden Veranstaltung war die

& Service“ trat die erschlankte und

„Betriebsvorsorge/-übergabe“ von

ebenfalls neu gestaltete Print-Aus-

einer zur nächsten Generation.

gabe des „Information & Service“

Passend dazu wurde ein Leitfa-

begleitet von einem digitalen

den erarbeitet, der bei der Über-

Newsletter. Ein zusätzliches In-

gabe eine Hilfestellung sein soll

formationstool ist nun der Blog der

und speziell auf die Bedürfnisse

Holzindustrie mit der, nunmehr

der Holzindustrie eingeht. Diese

in den digitalen Raum, verlegten

Broschüre wurde den Mitglieds-

Maschinenbörse. Der Zuspruch,

betrieben kostenlos zur Verfügung

den der Newsletter findet ist sehr

gestellt.

fasst sowie Interview- und Presseanfragen bearbeitet.

gut, die Öffnungs- und Klickraten bewegen sich nahe 100%.

Neben all diesen Aktivitäten bean­ sprucht die laufende Betreuung

Gleich blieb die Organisation

der digitalen Medien einen Großteil

sowie die Vor- und Nachberei-

unserer Arbeitszeit. Die beiden

tung diverser Pressekonferenzen

Websites www.holzindustrie.at

für die einzelnen Berufsgruppen

und www.moebel.at sowie der

bzw. den Fachverband. Hier sind

Blog blog.holzindustrie.at sind

zu nennen: die Vorstellung des

ständig am letzten Stand. Ein

völlig überarbeiteten Jahresbe­

besonderer Dank gilt hier Mag.

richtes im Juni 2015, die Presse-

Margot Schatzl, die die digitalen

konferenz anlässlich des Interna-

Medien betreut.

tionalen Holztages in Pörtschach (September 2015), jene gemeinsam mit der Holzforschung Austria zur Eröffnung des Akustik-Centers in Stetten (Thema: „Schall im Holz-/ Wohnbau“ im Oktober 2016) sowie eine (gemeinsam mit der Techni­ schen Universität Wien) zum Thema „Holzbau und Dauerhaftigkeit – ein Widerspruch?“ im März 2016 in Wien. Daneben wurden verschiedene Presseaussendungen und quartalsweise Marktberichte


Kompetenzbereich Verbands- und Kompetenzbereiche Branchenkommunikation

23

Š Steinegger


24

proHolz Austria Imagearbeit für den Werkstoff Holz Aktivitäten 2015

Durch den Footprint betrachtet: 1 m3 verbautes Holz bindet 1 Tonne CO2!

proHolz Austria ist als Marketingeinrichtung der österreichischen Forst- und Holzwirtschaft das Sprachrohr zu Wald & Holz. Unsere Aufgabe ist es, Bewusstsein für die Qualitäten des Werkstoffs Holz zu schaffen und Impulse zu dessen vermehrter Verwendung zu setzen. Dazu haben wir im Jahr 2015 folgende

Wieder was gelernt.

Schwerpunkte gesetzt: Durch den Footprint betrachtet: Kein Wald bindet so viel CO2 wie ein bewirtschafteter Wald.

Imagekampagne “Holz ist genial - CO2 Footprint” Waldbewirtschaftung und Holzverwendung sind aktiver Klimaschutz. Seit 2013 macht die proHolz-Imagekampagne auf die positiven Klimawirkungen der Forst- und

Wieder was gelernt.

Holzwirtschaft aufmerksam und verwendet dabei das allgemein anerkannte Kürzel CO2-Footprint, das

Eine repräsentative Umfrage in der Bevölkerung zum

unsere Klimawirkungen gesamthaft auf den Punkt

Ende der Gesamtlaufzeit der Kampagne bescheinigt,

bringt.

dass Holz als intelligenter Baustoff mit Klimaschutzpotential gilt. Weniger Zuspruch hingegen erhält die

Die Kampagne wurde im Frühjahr 2015 in den Print-

Holzgewinnung im Wald. Ein erheblicher Teil der Ös-

medien Standard, Presse, Wirtschaftsblatt, Kurier,

terreicherInnen sieht den Wald am liebsten unberührt.

Kleine Zeitung, Profil und Kommunal geschaltet. Im

Deshalb soll in der zukünftigen Kommunikationsarbeit

Online-Bereich wurde erneut auf die User-stärksten

auch der Wald als Lieferant des nachwachsenden

Portale standard.at und orf.at gesetzt. Zusätzlich

Rohstoffs Holz wieder vermehrt in den Blickpunkt

kamen bundesweit in ausgewählten Kinos während

rücken. Seit September 2015 wird an einer neu aus-

der Oscar-Wochen zwei Werbefilme zum Einsatz.

gerichteten Kampagne für geplanten Start im Herbst

Im Schaltzeitraum (09. Februar bis 09. März 2015)

2016 gearbeitet.

konnten über 55.000 Sitzungen auf www.holzistgenial. at erzielt werden. Das sind 9-mal so viele wie in einem Vergleichszeitraum ohne Schaltungen.

www.holzistgenial.at


25

Berufserkundungsprogramm “genialeholzjobs Tage” Die von proHolz Austria ins Leben gerufene Aktion unterstützen, sich als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren und die besten Köpfe für sich zu gewinnen. Im bereits fünften Jahr der Umsetzung wurde der Aktion ein neuer Look verpasst. Sämtliche Werbe© proHolz

mittel und die Webplattform www.genialeholzjobs. at wurden einem Relaunch unterzogen. Im Zentrum steht der jugendliche Protagonist Oskar, der die Welt der Holzberufe erkundet und zum Mitmachen einlädt.

Holzbaupreis “wienwood 15” Seit September 2015 findet die zuvor auf zwei Herbstwochen konzentrierte Aktion ganzjährig statt. Schulklas-

Aus der von proHolz Austria in Auftrag gegebenen neu-

sen können nun jederzeit die teilnehmenden Betriebe

erlichen Erhebung zum Holzbauanteil in Österreich

besuchen und authentische Eindrücke aus dem Ar-

geht hervor, dass Bauen mit Holz auch in Wien auf dem

beitsalltag gewinnen. Schulen und Betriebe werden

Vormarsch ist. Knapp ein Viertel aller Bauvorhaben

mit einem Holzbox-Werbepaket unterstützt, in dem

in Wien sind gemäß den jüngsten Zahlen Holzbauten,

zahlreiche Informationsmaterialien enthalten sind.

dabei wird bereits fast ein Zehntel des jährlichen Bauvolumens in Holz errichtet. Zehn Jahre nach Vergabe des ersten Holzbaupreises in Wien suchte proHolz Austria 2015 gemeinsam mit der Stadt Wien erneut die besten Projekte der Bundeshauptstadt, um damit die positiven Entwicklungen der letzten Jahre zu würdigen und den vielfältigen Holz-Einsatz in der traditionell massiv gebauten, “steinernen” Stadt aufzuzeigen. Aus 76 eingereichten Holzbauten wurden sechs mit dem “wienwood 15” prämiert und weitere

Forst-

U

n Live

rnehme

zunte ND Hol

n!

erlebe

bs.at

olzjo nialeh www.ge out! k it c e h c . ..

fünf ausgezeichnet. Ein Leporello mit ausführlicher Darstellung der gewürdigten Projekte wurde in einer Auflage von 118.000 Stück der Tageszeitung “Der Standard” beigelegt. In der begleitenden redaktionellen Medienarbeit konnten rund 50 Presseartikel erzielt werden.

www.wienwood.at

www.genialeholzjobs.at

proholz Austria

„genialeholzjobs Tage“ soll die Holzwirtschaft dabei


26

Fachzeitschrift “zuschnitt”

Internationale Roadshow “Woodbox & Wooddays”

Das Fachmagazin zuschnitt überzeugt bereits seit 15 Jahren mit Information und Gestaltung auf höchstem

“Wood. Building the Future” lautet das Motto der

Niveau. Viermal jährlich erhalten Interessierte aus

seit 2014 durch europäische Metropolen tourenden

der Fachwelt des Entwerfens, Planens und Bauens,

Roadshow von proHolz Austria. Die “Woodbox” wird

aber auch Entscheidungsträger und Multiplikatoren

als mobile Ausstellung in den Stadtzentren platziert.

fundierte Berichterstattung zu ausgewählten Themen

Anhand von 50 Architekturbeispielen visualisiert sie

rund um den Werkstoff Holz.

die Potentiale von Bauen mit Holz in Europa. Begleitende “Wooddays” widmen sich in Dialogen, Vorträgen und Best Practice-Veranstaltungen dem Erneuern und Verdichten von Städten mit Holz. Architektur und Planung, Politik und Behörden wird die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch geboten. Elf Stationen hat die “Woodbox” bereits hinter sich. 2015 gastierte sie in Zagreb, Turin, Linz, Aachen und Wien, wo sie in Ergänzung zum Holzbaupreis “wienwood 15” zu sehen war. Anfang 2016 reiste sie weiter nach Berlin zur weltweit größten Agrarmesse, der “Grünen Woche”, sowie zur internationalen Baumesse “bautec”.

In einer Auflage von mittlerweile 19.000 Stück, wovon

Rund um die Roadshow in Turin wurde das italienisch­

rund 3.800 Stück über eine Kooperation mit proHolz

sprachige Fachmagazin “materialegno” breit aufgelegt,

Bayern in Bayern vertrieben werden, wird die Leis-

das sich in seiner fünften Ausgabe dem Thema “Wood

tungsfähigkeit von Holz kommuniziert und damit

and the City” widmete.

die Holzverwendung in der Architektur angeregt. Die 60. Ausgabe war eine ganz besondere: Anlässlich der

Der mit der Roadshow begonnene Fachdialog in Slowe-

Gründung von proHolz Austria vor 25 Jahren widmete

nien und Kroatien wird 2016 mit einem universitären

sie sich den Entwicklungen in der Bedeutung und

Workshop-Programm fortgesetzt. Ziel des Programms

Anwendung von Holz im letzten Vierteljahrhundert.

ist es, Studierende an urbane Bauaufgaben mit Holz

Die anderen drei Ausgaben des Jahres 2015 beschäf-

heranzuführen und sie als Multiplikatoren für die

tigten sich mit Holz in der Stadt, Holzfenstern sowie

Zukunft aufzubauen.

der Modernisierung, Erweiterung und Neunutzung von alten Holzbauten. Ebenso erschienen ist 2015 die bereits dritte Auflage des “zuschnitt attachment” zum Thema Brandschutzvorschriften.

www.zuschnitt.at

www.wooddays.eu www.promolegno.com


© proHolz

proholz Austria

27

© proHolz

© proHolz


© proHolz


29

„Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, muss der österreichischen Sägeindustrie das heimische Rundholz ganzjährig zur Verfügung stehen. Die Sägeindustrie will weiterhin gemeinsam mit der Forstwirtschaft alle Mobilisierungsaktivitäten und Schadholzaufarbeitungen partnerschaftlich noch stärker nutzen.“

Mag. Herbert Jöbstl Vorsitzender der österreichischen Sägeindustrie

Berufsgruppe Säge

Berufsgruppe Säge


30

Stabiles Niveau 2015 und Anfang 2016 waren die Schnittholzmärkte stabil. Deutschland ist im Moment für den europä­ ischen Markt ein wichtiger „Motor“; die Lage in Japan hat sich vor allem wegen Versorgungsschwierigkeiten aus osteuropäischen Staaten leicht verbessert. Die noch immer unsicheren politischen Strukturen in den Levante-Staaten führen zu schwierigen Verhältnissen, die Situation in China wird sich in nächster Zeit kaum

Produktionsstatistik der österreichischen Sägeindustrie Produktion Nadelschnittholz

stetiger Absatzreduktion in Italien (-50% von 2008 bis 2013), unserem wichtigsten Exportmarkt, die Exporte während der letzten Jahre auf einem niedrigen Niveau stabil gehalten werden.

Kalamitätsholz sichergestellt worden. Würde man selbst in diesen „besser“ versorgten Jahren nur von heimischem Rundholz abhängig sein, wäre die österreichische Schnittholzproduktion nur mehr bei 50%

1.610

2014

8.327

1.575

+4%

'+2%

davon Fichte/ Tanne

benachbarten Ländern importiert werden, um die Schnittholzmärkte bedienen zu können. 2015 wurden insgesamt 15,16 Mio. Festmeter (fm) Sägerundholz eingeschnitten. Die Schnittholzpro-

2015

8.036

1.471

2014

7.639

1.423

+5%

+3%

SNP

rm

2015

19.459

286

2014

19.018

284

+2%

+1%

der Gesamtkapazität. Auch 2015 mussten 5,5 Mio. Festmeter (2014: 4.84 Mio. fm) Sägerundholz aus den

m³ 8.681

Die Holzversorgung ist seit den Sommermonaten 2015 vor allem durch ausreichende Lieferung von

Wert in Mio. Euro

2015

verbessern und auch in Italien lässt der Aufschwung auf sich warten. Immerhin konnten nach fünf Jahren

Menge in 1.000

Produktionswert nominell** 2015

1.958

2014

1.921 +2%

duktion betrug rund 8,8 Mio. m³, was einem Plus von 4% gegenüber 2014 entspricht. Sie hat annähernd wieder das Niveau von 2012 und liegt exakt auf dem

Quelle: Statistik Austria *ohne Profilholz, Hobelware & keilverzinkte Produkte **Schnittholz und SNP gesamt, ohne Profilholz

Durchschnittswert der letzten schwächeren Jahre. Der große Nadelschnittholzanteil von 98% wird mit

Nadelsägerundholz – Import gestiegen

knapp 8 Mio. m³ von Fichte und Tanne dominiert. Im Gesamtjahr 2015 sind rund 5,1 Mio. fm Nadelsä-

Schnittholzproduktion 2007-2015 in 1.000 m³

gerundholz nach Österreich importiert worden (2014: rund 4,6 Mio. fm). Die Lieferungen aus dem größten Importland Tschechien nahmen um 2,4% zu (rund

2007

11.300

2008

10.800

2009

8.500

2010

9.647

2011

9.658

2012

8.968

2013

8.556

2014

8.460

2015

8.870

1,9 Mio. fm); jene aus Deutschland stiegen sogar um 81,7% auf 1,6 Mio. fm (2014: 0,9 Mio. fm). Die Importe aus Slowenien stiegen ebenso durch die hohen Kalamitätshölzer um 6,2% auf 846.586 fm. Leider sind Ende des ersten Quartals 2016 witterungsbedingt viele Abfuhrmöglichkeiten gesperrt worden. Daher kam es immer wieder kurzfristig zu Engpässen. Wichtig für die Sägeindustrie ist die Verfügbarkeit von Frischholz, um die anspruchsvolleren Schnittholzkunden bedienen zu können. Inländisches Holz hat höchste Priorität. Wichtig ist die kontinuierliche und planbare Versorgung über das ganze Jahr mit allen Sortimenten.


Gute Nachfrage nach Schnittholz

Der Exportanstieg von rund 8% nach Deutschland auf

31

740.780 m³ (2014: 684.431 m³) war enorm und ist In Österreich hält die träge, aber doch kontinuier-

auf die starke Kaufkraft und den Wohnungsmangel

liche Aufwärtstendenz der Konjunktur bislang an.

zurückzuführen. Holz bietet hier ideale Lösungen

Dementsprechend sieht die Sägeindustrie der ersten

auf höchstem Niveau und hohen Vorfertigungsgrad,

Hälfte 2016 durchaus optimistisch entgegen. Für das

vom Einfamilienhaus bis hin zum mehrgeschossigen

erste Halbjahr 2016 erwartet man das nahezu gleiche

Wohnbau im urbanen Bereich an. Insgesamt legte

Produktionsniveau des Vorjahres.

der Absatz auf den restlichen europäischen Märkten auch zu. Das Exportvolumen in die Levante bewegt sich nach wie vor auf stabilem Niveau, und konnte 2015 um rund 6% auf 890.207 m³ 2015 (2014: 841.033 m³) zulegen.

Die österreichische Sägeindustrie ist ein großer und sehr erfolgreicher Industriebereich mit über 1.000 aktiven Betrieben, bei denen annähernd 10.000 Arbeit­

Nadelschnittholz / Menge in m3

nehmer beschäftigt sind. Rund 80% der in Österreich

Import

Export

2014

1.627.418

5.040.061

2015

1.614.851

4.883.991

1%

3%

manipulierten festen Biomasse Holz läuft über die Sägeindustrie. Die Exportquote liegt bei knapp 60% der gesamten Produktion. Österreich ist sowohl in der Produktion als auch im Export unter den Top 7 der Welt in absoluten Zahlen. Relativ bezogen auf die Fläche des Landes Top 1. Die österreichische Sägeindustrie ist fast aus­ schließlich klein- und mittelbetrieblich strukturiert

Nadelschnittholz / Wert in 1.000 Euro

und ein sehr wichtiger Faktor für die Außenhandels-

Import

Export

2014

339.546

1.025.822

2015

336.368

995.528

1%

3%

bilanz Österreichs. Die größten acht Betriebe liefern rund 50%, die 40 Größten 90% der Gesamtproduktion.

Nadelschnittholz Rund 60% der heimischen Schnittholzproduktion gehen in den Export, deswegen kommt der Entwicklung der Weltmärkte eine besondere Bedeutung zu. Der Nadelschnittholz–Export (NSH) betrug 2015 rund 5,04 Mio. m³ und steigerte sich somit um rund 3% (2014: 4,88 Mio. m³). Der Exportwert stieg ebenso um 3% auf rund 1.03 Mrd. Euro nur im Schnittholzbereich. Den schwachen Konjunkturaussichten zum Trotz entwickelten sich einige Exportmärkte auch 2015 gut - der Hauptmarkt Italien lief allerdings weiter schleppend. Nach sieben mageren Jahren war 2014/2015 erstmals ein leichtes Plus von knapp 1% erkennbar. In absoluten (vorläufigen) Zahlen sind das immerhin 2,4 Mio. m³, das entspricht mehr als 50% des gesamten Exports. 2015 verzeichnete man beim Nadelschnittholzexport einen kleinen Rückgang auf 2,38 Mio. m³, der aber durch den immer höheren Vorfertigungsgrad von komplexen Wand- und Deckenelementen (Brett­ sperrholz) kompensiert werden konnte.

Berufsgruppe Säge

Heimische Sägeindustrie agiert weltweit an vorderster Stelle


32

Exportentwicklung Nadelschnittholz 2007-2015 Italien

Deutschland

Japan

Gesamt

in m³*

8.000.000 7.000.000 6.000.000 5.000.000 4.000.000 3.000.000 2.000.000 1.000.000 0

07

08

09

10

11

12

13

14

15

*Quelle: Statistik Austria, 2015: vorläufige Zahlen

Laubschnittholz

Gemeinsame Bauholzsäger Initiative für hochwertige Bauholzprodukte

Die Produktion der Laubholzsägewerke sank nach einem leichten Rückgang 2014 (149.000 m³) auch 2015

Der Verein MH® MassivHolz Austria ist nur eine der

weiter auf 136.000 m³. Die Exporte von Laubschnitt­

zahlreichen Initiativen im Rahmen des KMU Aktions­

holz nahmen 2015 um 3% ab, insgesamt gingen über

planes des Fachverbandes. Die gemeinsame Kom-

123.000 m³ über Österreichs Grenzen ins Ausland.

munikations- und Aktionsplattform hat zahlreiche

Das entspricht einem Wert von über 74 Mio. Euro

vereinfachte und pragmatische Umsetzungsschritte

(2014: 70,7 Mio. Euro). Die Nachfrage nach Eichen-

für alle Bauholzsäger in Österreich geschaffen. Auch

schnittholz ist in den letzten Jahren exorbitant gestie-

„uso fiume“ und „uso trieste“ Produzenten sind seit

gen, leider ist die Rundholzversorgung in dieser Holzart

Jahren im Fokus der Initiative. Normungsarbeit und

in Mitteleuropa schlecht. Die Sägeindustrie ist aber

Forschung sichern auch die regionale Wertschöpfung

mit der steigenden Nachfrage aller Hauptlaubholzarten

in den ländlichen Regionen.

im ersten Halbjahr 2016 zufrieden. Bahnschwellen werden aufgrund ihrer besseren Eigenschaften als

Bei mehreren gemeinsamen Messeauftritten und In-

Betonschwellen nachgefragt, hier gestalten sich aber

formationsveranstaltungen (auch mit deutschen und

die Verhandlungen mit den Monopolisten im Schienen-

italienischen Partnern) wird der Mehrbedarf nach

verkehr sehr schwierig. Gemeinsame Forschungs- und

technisch getrocknetem und überwachtem Qualitäts-

Entwicklungsprojekte sollen helfen, diesen Bereich

bauholz für den konstruktiven Einsatz im modernen

wieder zu beleben.

Holzbau bestätigt. Zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen für alle Säger Österreichs wurden mit den Experten und Funktionären der Branche vorbereitet

Schlüssel bleibt die Rohstoffversorgung Aus Sicht der Industrie bleibt zu hoffen, dass die gute Nachfrage nach Holz aus dem Kleinwald mobilisiert werden kann. Der Staatswald und die Großforstbetriebe liefern nahezu konstant, haben aber auch Steigerungspotential. Die Sägeindustrie bleibt ein stabiler Abnehmer mit hoher Aufnahmekapazität und sichert den Forstbetrieben seit Jahrzehnten die sicheren Einnahmen auf Weltrekordniveau.

und abgewickelt.


ÖNORM L 1021 und Eichung bei der Werksvermessung neu geregelt Die elektronische Werksvermessung von Sägerundholz hat sich in der Holzindustrie als Standard etabliert.

33

PEFC Fundament zum Erhalt des Waldes PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) ist der Nachweis, dass Holz– und Papierprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Seit der Gründung

Dies führte zu einem steigenden Informationswunsch

im Jahr 1999 hat sich die ursprünglich europäische Initiative

der Lieferanten in Bezug auf die Art und Weise der

rasch global positioniert und wächst kontinuierlich.

Vermessungsanlage.

Weltweit waren mit Jahresende 2015 bereits 272 Mio. Hektar weltweiten Waldfläche. Insbesondere im Bereich der „Chain of

messung von Rundholz“ (2015) und den bereits ver-

Custody“ konnte zu diesem Zeitpunkt ein enormer Zuwachs auf

öffentlichten, adaptierten Eichvorschriften (2014) für

über 10.700 zertifizierte Betriebe verzeichnet werden. Damit ist

Rundholzmessanlagen ist es gelungen, zeitgemäße,

PEFC das größte Holzzertifizierungssystem der Welt.

fachlich fundierte und branchenübergreifend akzep-

In Österreich waren im Dezember 2015 mit 2,80 Mio. Hektar Wald

tierte Regulative zu schaffen.

bereits rund 70% der Waldfläche nach PEFC zertifiziert. Durch die Zertifizierung und damit verbundene Kontrolle der gesamten

Dieses über Jahrzehnte bewährte und stetig weiterentwickelte System wird inzwischen in fast allen mittel- und osteuropäischen Ländern als Standard

Verarbeitungskette („Chain of Custody“), vom Wald bis zum Endprodukt, garantiert das PEFC Logo, dass der Holzfluss lückenlos zu verfolgen ist. Österreichweit waren Ende des Jahres über 500 Betriebe (vom Sägewerk, über Platten– und Papierindustrie bis

eingesetzt und wird von Experten als eine exakte und

hin zur Möbelbranche und Druckereien) aktive Teilnehmer an

absolut wiederholgenaue Messmethodik befürwortet.

der PEFC–Zertifizierung.

Österreich hat damit in Europa weiterhin eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung moderner Messtechnik für die Rundholzübernahmepraxis inne.

Im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung werden spätestens alle fünf Jahre die Zertifizierungssysteme der nationalen PEFC–Mitglieder umfassend und transparent überarbeitet und einer Wiederanerkennung durch PEFC International unterzogen.

Der Fachverband der Holzindustrie Österreichs un-

Dieser Revisionsprozess ist derzeit im Gange.

terstützt mit der Kooperationsplattform Forst Holz

Die Kommunikation mit Hilfe des PEFC–Logos ist das Um und Auf.

Papier (FHP) gemeinsam Betriebe, die das „Anlagen FIT

Auch 2015 haben zahlreiche Unternehmen das PEFC–Logo auf

Programm“ auch in ihrem Betrieb sicherstellen wollen.

Produkten, Verpackungen, Druckwerken und Firmenunterlagen verwendet. Unternehmen beweisen damit den Willen zum Erhalt

Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden gemeinsam mit dem Holztechnikum Kuchl (HTK) ver-

der weltweiten Waldressourcen und ermöglichen den Kunden einen verantwortungsvollen Kauf.

stärkt angeboten. Seit Jahresbeginn 2012 ist die

Zwei wertvolle Botschafter wurden bei den Österreichischen Holz-

CE-Kennzeichnungspflicht von Bauholz europaweit

gesprächen 2015 mit dem PEFC Award ausgezeichnet. Österreichs

umgesetzt. Auf Initiative des Fachverbandes der

größter Türenproduzent, die Jeld-Wen Türen GmbH aus Spital/

Holzindustrie wurden in enger Zusammenarbeit mit dem HTK die Schulungsmaßnahmen dahingehend

Pyhrn, erhielt den Preis in der Kategorie Chain of Custody. Die Auszeichnung in der Kategorie Wald nahm das Erzbischöfliche Forstamt Kirchberg am Wechsel entgegen.

verstärkt. Nun können auch Dachlatten CE-gekennzeichnet werden, wenn eine entsprechende Qualitätssicherung im Betrieb nachgewiesen wird. Mit einem Besuch einer Schulungseinheit oder den bestens

2016 steht weiter im Zeichen der Bekanntmachung unseres Logos mit den beiden Bäumen. Im März konnte das erste CoC-Gruppenzertifikat an Dru-

aufbereiteten Unterlagen der Experten sind bereits

ckereien überreicht werden. Mehr als

über 150 Bauholzsäger in Österreich dieser europaweit

70 zertifizierte Druckereien können Ös-

gesetzlichen Verpflichtung leicht nachgekommen. Die

terreich nun mit PEFC-Druckwerken

Marktaufsicht wird im gesamten Baubereich verstärkt

flächendeckend versorgen. 2016 steht

werden.

außerdem im Zeichen der Revision des CoC-Standards. Über mögliche Adaptierungen des Standards werden die Mitglieder natürlich auf dem Laufenden gehalten.

www.pefc.at

Berufsgruppe Säge

Waldfläche nach PEFC zertifiziert. Das entspricht rund 7% der

Mit der neu überabeiteten „ÖNORM L 1021 - Ver-


© González


35

"Ziel der Berufsgruppe Bau ist es, die Bauprodukte aus Holz und den Holzbau selbst zu stärken und in diesem Zusammenhang die vorrangigen Themen wie Bauordnungen, Normung und Normungsunterstützende Forschung sowie die Vermarktung der vielzähligen Initiativen bestmöglich umzusetzen."

KR Dipl.-Ing. Helmuth Neuner Vorsitzender der österreichischen Holzbauindustrie

Berufsgruppe Bau

Berufsgruppe Bau


36

Leichter Anstieg bei der Produktion Die abgesetzte Produktion des Bausektors belief sich 2015 auf 2,37 Mrd. Euro und ist somit gegenüber dem Vorjahr um 1,6% gestiegen. Allerdings ist eine Vergleichbarkeit nur bedingt gegeben: im Vergleich zu 2014 sind einige Positionen im Erhebungszeitraum (etwa Parkettböden) geheim oder es werden noch Korrekturen bei der Endauswertung 2015 vorgenommen. Die einzelnen Sparten des bauabhängigen Bereichs zeigten ein inhomogenes Bild. Die Produktion von Holzfenstern entwickelte sich im Mio. Euro. Bei den vorgefertigten Häusern aus Holz stieg der Produktionswert um 3,3% auf 518,6 Mio. Euro. Auch bei den Türen war die Produktion leicht rückläufig (-4%, 215,2 Mio. Euro). Dem gegenüber

© WIEHAG GmbH

Jahr 2015 negativ und sank um 13,1% auf 407,6

nahm die Produktion von Leimbauteilen um 2,9% Die wichtigsten Importmärkte bei Fenstern waren

auf 594,5 Mio. Euro zu.

Ungarn mit einem Marktanteil von 50,9% (+10,8%) und Deutschland mit 33,8% (+5,2%). Es folgten Polen

Außenhandel (exemplarisch für 4 Bereiche)

mit 5,3% (+76,6%). Beachtlich waren die hohen Importrückgänge aus Bosnien–Herzegowina mit 2,2% (-27,3%) und Tschechien mit 1,5% (-47,2%).

Im Bereich Fenster entwickelten sich die Exporte im Jahr 2015 negativ. Mengenmäßig nahmen sie

Im Bereich Türen gab es eine positive Entwicklung

um 8,2% und wertmäßig um 8,4% auf 67,3 Mio.

bei den Exporten. Diese nahmen mengenmäßig um

Euro ab. Die Importe nahmen mengenmäßig um

7,4% und wertmäßig um 7,1% auf 39,2 Mio. Euro

1,3% und wertmäßig um 0,8% auf 43,2 Mio. Euro

zu. Die Importe wuchsen ebenso mengenmäßig um

ab. Daraus resultierte ein Außenhandelsbilanzüber-

4,4% und wertmäßig um 0,4% auf 40,1 Mio. Euro an.

schuss in der Höhe von 24,08 Mio. Euro (+55,8%).

Daraus ergab sich eine negative Außenhandelsbilanz in der Höhe von 0,88 Mio. Euro (–2,2%).

Außenhandelsbilanz Fenster / in 1.000 Euro Import

Export

Bilanz

2014

42.871

73.399

30.528

2015

43.188

67.271

24.083

Deutschland war bei einer Exportquote von 43,2%

Außenhandelsbilanz Türen / in 1.000 Euro Import

Export

Bilanz

2014

42.160

36.388

–5.772

2015

40.128

39.247

-881

(-20,1%) der Hauptabnehmer österreichischer Fenster. Mit 21,8% war die Schweiz der zweitwichtigste Ex-

Die Schweiz war bei einer Exportquote von 47,1% der

portmarkt. Die Exporte dorthin wuchsen um 25,6%.

Hauptabnehmer österreichischer Türen. Die Exporte

Größere Exporte gab es noch nach Italien mit 13,5%

dorthin konnten um 26,4% zulegen. Mit 29,9% war

(+0,3%) und in das Vereinigte Königreich mit 6,3%

Deutschland der zweitwichtigste Exportmarkt, der

(+42,8%).

jedoch einen Rückgang von 4,0% hinnehmen musste. Größere Exporte gab es noch nach Tschechien mit 5,6% (-19,6%), in die Slowakei mit 2,7% (-19,2%), nach Slowenien mit 1,8% (–42,4%), nach Ungarn mit 2,4% (+26,4%).


land, von wo mehr als knapp zwei Drittel aller importierten Türen kamen (60,7%). Die Importe aus

Import

Export

Bilanz

2014

26.079

473.168

417.878

2015

26.107

399.195

372.837

Deutschland legten um 10,7% zu. Weiteres bedeutend waren auch die Importe aus Tschechien mit 9,3% (–7,0%), Slowenien mit 12,4% (+5,8%), Polen mit 5,4% (-18,3%) und Italien mit 2,3% (-37,7%).

37

Außenhandelsbilanz Lamellenholz / in 1.000 Euro

Im Bereich der Holzfußböden (Parkett) entwickel-

Italien war mit 50,5% der Hauptabnehmer österrei-

ten sich die Exporte im Jahr 2015 positiv. Wertmä-

chischen Lamellenholzes. Allerdings mussten die

ßig nahmen sie um 2,2% zu und mengenmäßig um

Exporte nach Italien einen Rückgang von 9,4% ver-

6,1% ab auf 202,7 Mio. Euro. Die Importe nahmen

zeichnen. Deutschland war mit 14,3% der zweitwich-

wertmäßig zwar um 0,1% zu, aber mengenmäßig

tigste Exportmarkt (-4,5%), gefolgt von Japan mit

um 11,7% auf 85,5 Mio. Euro ab. Das ergab einen

11,6% (-13,5%) und der Schweiz mit 7,2% (+12,1%).

Außenhandelsbilanzüberschuss von 117,2 Mio. Euro

Auffällig waren die relativ starken Exportrückgänge

Dies entsprach einen Anstieg von 3,7%.

nach Frankreich (-13,8%) und Vereinigte Königreich (-19,0%).

Außenhandelsbilanz Holzfußböden (Parkett) / in 1.000 Euro

Der wichtigste Importmarkt war Deutschland mit einem Anteil von 54,4%. Die Einfuhren aus Deutschland nahmen um 5,4% ab. Mit 29,1% war Italien

Import

Export

Bilanz

2014

85.494

198.412

112.918

Es folgten Importe aus Slowenien mit 3,1% (-29,0%)

2015

85.509

202.661

117.152

und Russland mit 2,8% (-18,5%).

immer noch der zweitgrößte Importmarkt (+74,3%).

Die Hauptexportmärkte für Parkett waren Deutschland und die Schweiz. Deutschland hatte einen Marktanteil von 59,6%), die Schweiz einen mit 14,8% (+9,6%), gefolgt von Italien mit 6,1% (+9,3%).Beachtliche Exportrückgänge gab es nach Tschechien (-49,5%), Slowenien (-27,7%) und Frankreich (-22,5%). Mit einem Anteil von 46,0% (-16,6%) war Deutschland das wichtigste Importland für Parkettböden. Es folgten China mit 11,6% (+0,9%), Litauen mit 9,9% (+174,6%), Polen mit 6,0% (-32,7%) und Ungarn mit 4,1% (-23,1%). Besonders die Importe aus Spanien und Bosnien-Herzegowina konnten Zuwächse verzeichnen, wohingegen die Importe aus der Schweiz, Kroatien und der Slowakei abnahmen. Im Bereich Lamellenholz waren die Exporte rückläufig: Mengenmäßig nahmen sie um 6,5% und wertmäßig um 10,7% auf 399,2 Mio. Euro ab. Die Importe hingegen stiegen mengenmäßig um 13,8% und wertmäßig lanzüberschuss bei Lamellenholz belief sich auf 372,8 Mio. Euro (-10,8%).

© die Erlebnis Akademie

um 1,0% auf 26,1 Mio. Euro. Der Außenhandelsbi-

Berufsgruppe Bau

Der wichtigste Importmarkt bei Türen war Deutsch-


38

© Egger

Aktivitäten 2015/2016 Interessenpolitik (Lobbying)

cherstellung bzw. Verbesserung des Einsatzes von Holz und Holzprodukten im Bauwesen auf nationaler und europäischer Ebene. Wesentliche Rahmenbedingungen werden in Europa im Ständigen Ausschuss für

© proHolz, Martinez

Die Haupttätigkeit der Berufsgruppe Bau ist die Si-

das Bauwesen oder diversen Arbeitsgruppen, sowie national auf Bundes– und Landesebene, definiert.

Holzbauplattform

Die Aktivitäten umfassen zielorientiertes Lobbying, Bauordnungen und Bautechnikverordnungen, Nor-

Ziel der Holzbauplattform ist es, die die entsprechenden

menkoordination bei Holz-einschlägigen als auch bei

baurelevanten Themen und Inhalte branchenüber-

übergreifenden Themen, die Normung unterstützende

greifend zu behandeln und abzuarbeiten. Neben den

Forschung, die CE–Kennzeichnung und die Nachhal-

langjährigen Partnern Fachverband der Holzindustrie,

tigkeit. In der Normung wird aktiv und koordinativ

Holzbau Austria, Fertighausverband, Österreichischer

sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene

Ingenieurholzbauverband nehmen nun auch Zivil-

mitgewirkt. Dies betrifft sowohl die Normengremien

techniker, Bauphysiker und proHolz-Vertreter teil.

im Rahmen der europäischen als auch zusätzlich auf

Architekten sind eine wichtige Zielgruppe bzw. wichtige

ISO-Ebene.

Partner und werden anlassbezogen eingebunden.

Immer wichtiger und notwendiger ist auch eine direkte

Ausgesuchte Ergebnisse werden über proHolz kommu-

Anwesenheit bei grundlegenden Sitzungen in den

niziert. Dieser Übergang ist wesentlich und zu etablie-

diversen Gremien und auf europäischer Ebene. Ein

ren, um am Markt entsprechend aufzutreten und gehört

wesentlicher Bereich ist die Mitverfolgung und Kom-

zu werden. Nur im Zusammenspiel aller Kräfte hat der

mentierung von Unterlagen des Ständigen Ausschus-

Holzbau gute Chancen, den Marktanteil auszubauen.

ses für das Bauwesen bzw. EOTA. Hier werden je nach Bedarf entsprechende Stellungnahmen und

Die Holzbauplattform hat vor allem das Ziel, die be-

Sichtweisen eingebracht. Darunter fällt etwa die Be-

stehenden Ressourcen besser zu vernetzen bzw. auf

handlung der sieben wesentlichen Anforderungen,

operativer Ebene besser zu kooperieren. Es geht nicht

die Anpassung der Mandate oder Bedingungen für

um den Aufbau neuer Strukturen. Die Koordination

die Zurverfügungstellung einer Leistungserklärung

hat die Berufsgruppe Bau des Fachverbandes der

von Bauprodukten auf einer Website.

Holzindustrie inne.


gemäß EN 14080:2013 entwickelt. Dieses Merkblatt

39

soll Planer und Verwender bei der Auswahl die richtigen Festigkeitsklassen von Brettschichtholz und Balkenschichtholz für tragende Zwecke unterstützen. Neu ist auch der Flyer „Einsatz von dreischichtigen Massivholzplatten im Außenbereich“ in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch) der Initia­tive Massivholzplatte. Diese Initiative wurde im Jahr 2003 als Zusammenschluss namhafter Erzeuger mehrschichtiger Massivholzplatten aus Deutschland, Italien und © proHolz, Martinez

bilisierung der Verbraucher und Interessenten von Massivholzplatten über die vielfältigen Einsatzmöglich­ keiten. Besonderes Augenmerk wird auf die Information von Architekten, ausschreibenden Stellen und Ausbildungsstätten gelegt, um diesen wichtigen Meinungsbildnern die neuesten Erkenntnisse und die

Forschung/Normung (Initiativen/Projekte)

Anwendungsmöglichkeiten darzustellen.

Die Berufsgruppe Bau setzt vielfältige Initiativen in verschiedenen Bereichen. Im Bereich Parkett geht das CORNET Projekt „Oberflächenqualität, Klimabeständigkeit und Verklebungsqualität von Parkettböden”, das im Rahmen einer europäischen Initiative mitini© proHolz, Martinez

tiiert und mitgestaltet wurde, in das zweite Projektjahr. Für Fenster läuft ein Projekt zur Erhöhung der Dauerhaftigkeit von Fensterecken durch konstruktive Maßnahmen (DauerFen) bei der Holzforschung Austria. Das Projekt zur Winddichtheit von Unterdächern ist abgeschlossen. Jetzt gilt es, die Ergebnisse nach

Den Vorsitz des Berufsgruppenausschusses Bau hat

außen zu tragen. Das Comet–K Projekt focus_solid_

KommR Dipl-Ing. Helmuth Neuner inne, Mag. Mario

timber_solutions mit der TU Graz wird aktuell von Dr.

Wagner ist sein Stellvertreter.

Hübner mitbetreut und ist im letzten Forschungsjahr. Ebenso ist die Mitfinanzierung des internationalen Normensekretariats der CEN TC 124 WG 3, die sich auf internationaler Ebene mit den wichtigen Themen wie Brettschichtholz und Brettsperrholz beschäftigt, eine strategische Investition. Das positiv beurteilte Projekt der Holzforschung Austria „AcousticCenter. at“ ist ebenfalls im Laufen. Auf europäischer Ebene, im Rahmen von Building with wood, befindet sich das Projekt Mechwood II im letzten Forschungsjahr. Die beiden neuen Projekte Wood2ReNew (Innenraumprojekt) und Silent Timber Build (Akustikprojekt) sind im zweiten Forschungsjahr. Gemeinsam mit der Holzforschung Austria und dem österreichischen Ingenieurholzbauverband wurde ein Merkblatt „Brettschichtholz und Balkenschichtholz

Berufsgruppe Bau

Österreich gegründet. Ziel ist die verstärkte Sensi-


Š Egger


41

"Flexibles und rasches Reagieren auf Marktschwankungen ist unser Markenzeichen. Stabile Erträge in schwierigen Zeiten einzufahren ist das Ergebnis!" Dr. Erlfried Taurer Sprecher der ö ­ sterreichischen Plattenindustrie

Berufsgruppe Platte

Berufsgruppe Platte


42

Immerhin stabil! Die Marktsituation der europäischen Holzwerkstoff­

dieser positiven Erwartungshaltung starteten wir

industrie ist differenziert zu beurteilen: Während im

ins Jahr 2016.

Norden Europas gute Ergebnisse eingefahren werden, zeigt der Süden ein anderes Bild. Hier ist vor allem Griechenland das Schlusslicht unter den Märkten, in Italien pendeln sich diese auf einem niedrigen Niveau

Stabile Entwicklung trotz internationaler Konjunkturschwäche

ein. Die Nachfrage in Süd-Osteuropa ist eher verhalten, der Bausektor wirkt nicht belebend. Insgesamt liegt

Wie schon in den letzten Jahren hat sich die öster­

die europäische Produktionskapazität der Spanplat-

reichische Plattenindustrie in einem schwierigen kon-

tenhersteller bei etwa 28 Mio. m3.

junkturellen Umfeldes stabil entwickelt. Dies zeigt

© FunderMax

Die Situation in Österreich ist stabil, wenngleich

sich insbesondere in einer sehr hohen Exportquote

auf einem niedrigeren Wert. Die Ursache ist auch

(rd. 80%) und dem Außenhandelsüberschuss. Beide

darin zu suchen, dass Banken in ihrem Kreditver-

Parameter zeugen (noch) von der Leistungs-und Wett­

gabeverhalten weiterhin zurückhaltend agieren und

bewerbsfähigkeit der österreichischen Standorte.

somit Investitionen aufgeschoben werden. Die aktuelle Steuerreform ist ein Versprechen, den Privatkonsum

Allerdings gibt es kritische Äußerungen von Unterneh-

anzukurbeln und in weiterer Folge die Kaufkraft. Hier

mensseite an den zunehmenden Standortproblemen

ist auch Deutschland zu nennen: Unsere Nachbarn

Österreichs, was die industriepolitischen Rahmenbe-

sind nach wie vor der wirtschaftliche Motor für die

dingungen betrifft. Dies findet seinen Niederschlag

Plattenindustrie.

darin, dass sich Investitionen im Wesentlichen auf die Erhaltung beschränken und die Erneuerung außen

Nichts desto trotz gab es in den vergangenen Jahren

vor bleibt.

Kapazitätsbereinigungen, die nun im Großen und Ganzen abgeschlossen sind; einige Produktionslinien

Selbstverständlich haben die Auswirkungen einer

– auch in Österreich - mussten aufgelassen werden.

weltweiten konjunkturellen Abschwächung auch vor

Eine ständige Beobachtung der Marktgegebenheiten

der Plattenindustrie nicht halt gemacht; die Branche

und ein flexibles und rasches Handeln sind aber nach

muss daher sehr flexibel auf den einzelnen Märkten

wie vor unumgänglich für den nachhaltigen Erfolg.

in den wichtigsten Abnahmesektoren Möbel und Bau

Die Jahre der Restrukturierung waren für die Branche

agieren. Dies gelingt zwar recht gut, allerdings vielfach

nicht leicht; insgesamt kann aber unter den jetzigen

auf Kosten der Ertragslage.

Gegebenheiten die Entwicklung der österreichischen Plattenindustrie als stabil bezeichnet werden. Mit


Außenhandelsbilanz positiv

43

Nach den derzeitigen vorliegenden vorläufigen Außenhandelszahlen ergibt sich ein höchsterfreulicher Außenhandelsüberschuss. Demnach wäre der Überschuss, bezogen auf Spanplatten, MDF und sonstigen Faserplatten, mit ca. 700 Mio. Euro anzusetzen. Dabei bilden hohe produktionstechnische Standards sowie eine jahrzehntelange Erfahrung im Produktionsmarketing die Grundlage für den Erfolg dieser

© Egger

Wichtige Arbeitgeberfunktion in strukturschwachen Gebieten Die österreichische Span-, MDF-, und Faserplat-

Auch wurde in den letzten Jahren, durch gemeinsame

tenindustrie zählt mit rd. 3.000 direkt Beschäftig-

Anstrengungen der Mitarbeiter und des Managements,

ten (und darüber hinaus mehreren tausend indirekt

eine weitere Optimierung der Produktionsabläufe, des

Beschäftigten) zu jenen Branchen, die seit vielen

Marketings und des Vertriebes erreicht.

Jahren mit ihrer familiären Eigentümerstruktur für ihre Mitarbeiter ein verlässlicher Arbeitgeber ist und hohe Arbeitsplatzsicherheit bietet. In Regionen, die

Klimaänderung in Richtung „industriefreundlich“ erwünscht

zum Teil mit strukturellen Problemen zu kämpfen haben, kommt der Plattenindustrie als Arbeitgeber eine besondere Bedeutung zu.

Ein wesentliches Merkmal der heimischen Plattenindustrie ist es, dass sie sich in Familienhand befindet

Hoch spezialisierte Mitarbeiter sind seit jeher ein

– wie fast die gesamte Holzindustrie. Der familiäre

zentraler Erfolgsfaktor, sind sie doch die Stütze der

Hintergrund steht für eine nachhaltige Unternehmen-

Unternehmen. Höchst positiv zu vermerken ist die

sentwicklung und ist einer der wesentlichen Gründe,

überdurchschnittlich lange Betriebszugehörigkeit

warum österreichische Standorte der Plattenindustrie

und damit die Rolle der Mitarbeiter als Konstante

gehalten werden. Durch die internationale Ausrichtung

im Betrieb.

der Branche (über 40 Standorte in ganz Europa) ist der Standortwettbewerb innerhalb der Unternehmens-

Die österreichische Plattenindustrie leistet auch einen

gruppen sehr transparent.

wichtigen Beitrag in die Zukunft unserer Jugend mit der Lehrlingsausbildung. Ein Großteil der Lehr­

Um die österreichischen Standorte zukünftig durch

absolventen bleibt den Unternehmen erhalten, weil

Investitionen halten und absichern zu können,

die Ausbildung an hoch komplexen, technologisch

stehen zunehmend Themen wie gesicherte Roh­

anspruchsvollen und kapitalintensiven Anlagen erfolgt

stoffversorgung, Transportlogistik, sozialpoliti-

und mit diesem erlangten Spezialwissen beste Ar-

sche Rahmenbedingungen und ganz allgemein ein

beitsplatzgegebenheiten und Karrierechancen im

industrie­freundliches Klima im Fokus. Eine konstante

Lehrbetrieb gegeben sind. Die hohen Anforderungen

und planbare Rohstoffversorgung ist Voraussetzung

an Lehrlinge und Stammpersonal erfordern auch

für einen nachhaltigen Erfolg der Plattenindustrie

dementsprechend hohe Motivation und beste Eignung

und damit für Standort- und Arbeitsplatzsicherheit.

bzw. Qualifikation. Durch den ständigen technologischen Fortschritt kommt der notwendigen Aus- und Weiterbildung ein hoher Stellenwert in der Unternehmenskultur zu.

Berufsgruppe Platte

überwiegend international agierenden Branche.


44

Rohstoff, ja bitte! Die Absicherung einer langfristigen kontinuierlichen Rohstoffversorgung mit Holz ist ein ganz entscheidender Faktor für den Erfolg der österreichischen Plattenindustrie und natürlich der gesamten Holzindustrie. Damit ist diese Branche auch ein zuverlässiger Abnahmepartner für die Forstwirtschaft. Die österreichische Plattenindustrie bekennt sich ausdrücklich zur kaskadischen Nutzung sowie zu einer Zusammenarbeit aller Beteiligten innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette.

Import in 1.000 fm Plattenholz

SNP & Späne

© Egger

2007

496

830

2008

404

560

2009

752

411

2010

617

418

2011

558

388

2012

472

292

2013

560

238

2014

528

209

2015

507

190

Gesamt in 1.000 fm Plattenholz

SNP & Späne

2007

3.423

1.326

2008

3.244

964

2009

2.014

1.126

2010

2.597

1.035

2011

2.792

945

2012

2.345

764

2013

2.285

798

2014

2.297

737

2015

2.155

697


45

Triebfeder Innovation Die Entwicklung innovativer Produkte und Dienst­ leistungen ist ein notwendiges Asset der Plattenindustrie, um am Markt bestehen zu können. Die Zusammenarbeit mit diversen wissenschaftlichen Partnern ist intensiv. Dazu gehören die Universitäten im In- und Ausland, aber auch die Holzforschung Austria oder

© Egger

Inlandsverbrauch in 1.000 fm Plattenholz

SNP & Späne

Gesamt

2007

1.097

3.652

4.749

2008

1.117

3.092

4.209

2009

1.285

1.891

3.176

2010

1.348

2.284

3.632

2011

1.364

2.373

3.737

2012

1.236

1.873

3.109

2013

1.432

1.651

3.083

2014

1.546

1.488

3.034

2015

1.479

1.373

2.852

Inlandsproduktion in 1.000 fm Plattenholz

SNP & Späne

2007

601

2.882

2008

712

2.532

2009

533

1.481

2010

731

1.866

2011

807

1.985

2012

764

1.581

2013

872

1.413

2014

1.018

1.279

2015

972

1.184

Berufsgruppe Platte

Wood K Plus.


46

Š Egger


47

Massivholzplatte Im Jahr 2015 wurden Massivholzplatten im Wert von 198,5 Mio. Euro exportiert. Die Exporte sind gegenüber dem Vorjahr um 8,5% zurückgegangen. Auch die Importe nahmen um 8,3% auf 115,2 Mio. Euro ab. © Kaindl

Daraus resultierte ein Rückgang des Außenhandelsbilanzüberschusses um 9,5%. Mehr als 67,9% der Exporte gingen in die EU27 Weit abgeschlagen sind Resteuropa mit 1,2% und die

Massivholzplatte / in 1.000 Euro

übrigen Länder mit 3,7%.

Import

Export

Bilanz

2014

124.414

216.531

92.117

2015

115.156

198.451

83.295

Mit 90,7% wurden überwiegend Massivholzplatten aus den Ländern der EU importiert (-6,9%); aus den Übrigen Ländern kamen 5,8% (-6,3%). Aus den EFTA-Staaten wurden nur 2,4% importiert und aus Resteuropa 1,1%.

Import Ein- und mehrschichtige Massivholzplatten (MHP) / in 1.000 Euro Gesamtjahr

Anteil

Gesamtjahr

Anteil

%V

2014

in %

2015

in %

in %

112.148

90,1

104.400

90,7

-6,9

EFTA

3.861

3,2

2.771

2,4

-28,2

Resteuropa

1.269

1,0

1.294

1,1

2,0

übrige Länder

7.136

5,7

6.689

5,8

-6,3

124.414

100

115.156

100

-7,4

EU

Gesamt

Export Ein- und mehrschichtige Massivholzplatten (MHP) / in 1.000 Euro Gesamtjahr

Anteil

Gesamtjahr

Anteil

%V

2014

in %

2015

in %

in %

153.632

71,0

134.780

67,9

-12,3

53.508

24,7

53.857

27,1

0,7

Resteuropa

3.383

1,6

2.376

1,2

-29,8

übrige Länder

6.008

2,8

7.438

3,7

23,8

216.531

100

198.451

100

-8,3

EU EFTA

Gesamt

Berufsgruppe Platte

(-12,3%) und 27,1% in die EFTA-Staaten (+0,7%).


© ADA


49

"Die aktuellen Trends sind gleichzeitig unsere Stärken: Individualität, hervorragendes Design und Funktion sowie soziale und ökologische Nachhaltigkeit."

Dr. Georg Emprechtinger Vorsitzender der österreichischen Möbelindustrie

Berufsgruppe Möbel

Berufsgruppe Möbel


50

Kräftige Exportbelebung bei leicht rückläufiger Produktion

Neben der Bearbeitung des Inlandsmarkts gilt es auch, den Export auf hohem Niveau zu stabilisieren. Dies scheint zu gelingen, denn viele Unternehmen aus der

Die Trendwende ist geschafft: Die österreichische

österreichischen Möbelindustrie bewerteten das erste

Möbelindustrie hat ihre Ausfuhren mit einem Plus von

Quartal positiv: Die Entwicklung der Auftragslage ins­

4,9% auf 829,5 Mio. Euro deutlich steigern können.

gesamt wie auch die der Exportauftragsbestände hat

Allerdings gab es einen Produktionsrückgang, der

sich gegenüber dem Jahresende nochmals verbessert,

jedoch mit 0,9% auf 1,84 Mrd. Euro sehr viel geringer

die Auslastung der Produktionskapazitäten ist eben-

ausfiel als im Vorjahr.

falls gestiegen. Optimistisch sind die Erwartungen, die Unternehmen rechnen mit einer Zunahme der

Die Importe nahmen nur geringfügig zu: um 0,7%

Beschäftigung.

auf 1,69 Mrd. Euro. Dieses Gesamtergebnis stimmt positiv. Im Inland liegt der Marktanteil heimischer

Die Dynamik der Märkte steigt. Damit die einzelnen

Möbel bei unter 40 Prozent. Das ist angesichts des

Betriebe ihre Marktchancen effektiv nutzen können,

hohen Qualitätsbewusstseins der Österreicher sicher

sind die Rahmenbedingungen entscheidend. Dafür

ausbaufähig. Allerdings weisen die Importe aus Asien

setzen sich die österreichische Möbelindustrie und

und Osteuropa auch darauf hin, dass Kaufanreize

die Europäische Möbelindustrie (EFIC) ein. Im ver-

zunehmend über niedrige Preise geschaffen werden.

gangenen Jahr legte EFIC ein Manifest vor, das der

Hersteller und Handel gemeinsam können hier

europäischen Politik konkrete Handlungsoptionen

die Vorzüge heimischer Möbel stärker transparent

aufzeigt. Außerdem unterstützt EFIC die Initiative

machen. Denn: Die aktuellen Trends sind zugleich die

„Compulsory E1“ der European Panel Federation

Stärken der überwiegend mittelständischen Betriebe:

(EPF). Das hohe Qualitätsniveau von Möbelprodukten

Individualisierung gehört etwa dazu, generell sind

innerhalb Europas ist für die heimischen Hersteller

Design und Funktion gefragt wie auch ökologische und

ein Türöffner zum Weltmarkt.

soziale Nachhaltigkeit. Bedarfsorientierte Sortimente und flexible Produktionsabläufe auf dem Stand der Technik sind die richtigen Antworten – auch für die Kunden, die heimische Möbel von herausragender Qualität kaufen wollen.

Produktion Möbel gesamt (Holz/Metall/Kunststoff, ohne Teile für Möbel) / Werte in 1.000 Euro 2014 endg.

2015 vorl.

% V

Sitzmöbel und Teile dafür

209.910

213.614

1,8

Büromöbel

260.206

267.337

2,7

Ladenmöbel

165.001

156.908

-4,9

Küchenmöbel

268.971

261.594

-2,7

Matratzen

122.957

121.195

-1,4

Sonstige Möbel

825.873

815.373

-1,3

- Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbel, aus Holz (Wohnmöbel)

338.536

325.112

-4,0

25.853

27.238

5,4

3.468

3.496

0,8

1.852.920

1.836.021

-0,9

- Badezimmermöbel, aus Holz - Gartenmöbel, aus Holz Gesamt Quelle: Statistik Austria, alle Zahlen beziehen sich auf Industrie und Gewerbe und sind ohne Zulieferindustrie (Teile für Möbel)


51

Produktion

Trendwende beim Export: plus 4,9 Prozent

Bis Jahresmitte konnte die österreichische Möbelin-

Nach mehreren Jahren mit rückläufigen Exportzahlen

dustrie ihre Produktion mit einem deutlichen Plus

gelang den österreichischen Möbelherstellern 2015

von mehr als vier Prozent über das Vorjahresniveau

offenbar die Trendwende: Sie konnten ihre Ausfuhren

steigern. Bereits im dritten Quartal schrumpfte der

um 4,9% auf knapp 829,5 Mio. Euro deutlich hoch-

Vorsprung, und das Gesamtjahr ging schließlich mit

schrauben. Hierbei machen Wohnmöbel mehr als ein

einem leichten Produktionsrückgang von 0,9% auf

Viertel des gesamten Volumens aus und verzeichneten

1,84 Mrd. Euro negativ aus. Jedoch hat sich der

den höchsten Zuwachs (13,9%, 215,2 Mio. Euro)

rückläufige Trend gegenüber dem Vergleichsergebnis

(siehe Tabelle). Berufsgruppe Möbel

im Vorjahr (-3,2%) etwas abgemildert.

Positive Entwicklung nur bei Büro- und Sitzmöbeln Im abgelaufenen Jahr freuten sich die Hersteller von Büromöbeln (+2,7%, 267,3 Mio. Euro) und von Sitzmöbeln (+1,8%, 213,6 Mio. Euro) über die positive Entwicklung. Alle anderen Bereiche der Möbelindustrie mussten ein Minus in den Ergebnissen verkraften (siehe Tabelle).

© Viteo

Möbelexporte nach Teilbereichen (ohne Teile für Möbel) / Werte in 1.000 Euro 2014 endg. Sitzmöbel und Teile davon, a.n.g.

2015 vorl.

% V

290.550

288.001

-0,9

Büromöbel

81.037

80.675

-0,4

Ladenmöbel

97.175

105.218

8,3

Küchenmöbel

52.785

58.353

10,5

188.952

215.181

13,9

79.988

82.054

2,6

790.488

829.482

4,9

Wohnmöbel Matratzen / Sprungrahmen Gesamt


52

Im Zuge der günstigen Prognosen für die konjunktu-

sind in dieses Mittelfeld aufgestiegen und bieten Po-

relle Entwicklung in Europa könnte für das Auslands-

tenzial. Die Wachstumsmärkte in China (-12,2%, 12,7

geschäft in diesem Jahr die Trendwende gelingen.

Mio. Euro) und in Asien insgesamt (-13,5%, 34,1 Mio. Euro) haben für die österreichischen Hersteller im

Die Belebung der Exporte in den deutschen Markt

vergangenen Jahr an Bedeutung verloren.

ist ein wichtiges Signal, wenn sie auch unterdurchschnittlich ausfiel (3,8%, 339,7 Mio. Euro). Besonders erfreulich verliefen die Geschäfte für die Produzenten

Importe leicht gestiegen

von Wohnmöbeln (14,7%, 101,8 Mio. Euro) und von Ladenmöbeln (9,4%, 43,7 Mio. Euro) sowie bei Mat-

Der Importdruck auf die österreichischen Möbel-

ratzen / Sprungrahmen (8,7%, 48,4 Mio. Euro) und

produzenten ist um 0,7% auf 1,69 Mrd. Euro leicht

bei Küchenmöbeln (8,7%, 20,8 Mio. Euro). Die Her­

gestiegen (siehe Tabelle). Insgesamt ist die Attrakti-

steller von Sitzmöbeln (-9,3%, 94,7 Mio. Euro) hatten

vität des österreichischen Markts für ausländische

es im deutschen Markt weniger leicht, und die von

Hersteller ungebrochen hoch, und sie konnten dort

Büromöbeln (-0,7%, 30,3 Mio. Euro) blieben etwa auf

im vergangenen Jahr geringfügig Anteile gewinnen.

Vorjahresniveau. Etwa die Hälfte aller importierten Möbel stammte Der zweite Qualitätsmarkt für österreichische Möbel

aus Deutschland, wobei die Einfuhren von dort leicht

bleibt die Schweiz (4,7%, 156,7 Mio. Euro), die schon

zurückgingen (-0,9%, 843,2 Mio. Euro). Am stärksten

über Jahre an Bedeutung gewinnt. Die Hersteller von

verloren die Küchenmöbel (-7,1, 152,4 Mio. Euro).

Wohnmöbeln und die von Küchen konnten hier am

Schwerer als im Vorjahr taten sich auch die deutschen

meisten punkten. Auf die Schweiz folgen als nächst

Hersteller von Ladenmöbeln (-5,1%, 105,7 Mio. Euro)

wichtigste Handelspartner Polen (9,1%, 42,6 Mio.

und Wohnmöbeln (-2,2%, 273,4 Mio. Euro) auf dem

Euro), Italien (13,1%, 36,5 Mio. Euro) und Ungarn 11,4%, 29,1 Mio. Euro). Beim Export stützte sich die österreichische Möbel­ industrie neben den fünf genannten Hauptmärkten auf ein breites europäisches Mittelfeld von Handelspartnern: Mit Ausfuhren im Bereich von zwanzig bis © Braun Lockenhaus

zehn Mio. Euro sind auch Länder wie Tschechien, Frankreich, die Slowakei, das Vereinigte Königreich, Belgien, Liechtenstein und Slowenien bedeutende Abnehmer für heimische Möbel. Eine interessante Entwicklung gab es in Nordamerika: Die USA (70,6%, 13 Mio. Euro) und Kanada (20,4%, 10,1 Mio. Euro)

Möbelimporte nach Teilbereichen (ohne Teile für Möbel) / Werte in 1.000 Euro 2014 endg.

2015 vorl.

% V

587.808

592.048

0,7

68.058

72.924

7,1

Ladenmöbel

241.101

237.785

-1,4

Küchenmöbel

176.941

164.300

-7,1

Wohnmöbel

521.971

533.996

2,3

80.881

87.592

8,3

1.676.761

1.688.644.887

0,7

Sitzmöbel und Teile davon, a.n.g. Büromöbel

Matratzen / Sprungrahmen Gesamt


© TEAM 7

österreichischen Markt. Zuwächse im zweistelligen Bereich konnten allerdings die Produzenten von Matratzen / Sprungrahmen (17,1%, 36,3 Mio. Euro) sowie die von Büromöbeln (13,7%, 45,9 Mio. Euro) verzeichnen. Bei den Sitzmöbeln stiegen die Einfuhren aus Deutschland weniger stark (2,1%, 229,4 Mio. Euro). Zweitgrößter Wettbewerber mit starkem Zuwachs auf dem heimischen Markt war Polen (6,0%, 139,3 Mio. Euro). Das Land steigerte seine Einfuhren nach Österreich bei Büromöbeln um mehr als ein Fünftel (21,5%) und auch bei Wohnmöbeln (19,0%), Küchenmöbeln (14,1%) sowie bei Ladenmöbeln (12,4%) zweistellig. Matratzen / Sprungrahmen aus Polen hatten ebenfalls ein Plus (5,4%). Einzig bei den Sitzmöbeln verzeichneten die polnischen Hersteller einen Verlust (-6,2%). Fast gleichauf liegt China, das ebenfalls ein deutliches Plus erzielte (4,8%, 138,6 Mio. Euro). Chinas in der (6,1%) und Wohnmöbel (3,3%). Stark entwickelte sich auch der Vietnam (52,9%, 17,4 Mio. Euro), der so 2015 fast an europäische Handelspartner wie Dänemark, die Niederlande oder die Slowakei heranreichte. Insgesamt steigerten sich die Möbelimporte aus Asien deutlich (7,9%, 180,6 Mio. Euro). In der Rangliste der größten Importnationen folgt auf Deutschland, Polen und China mit einem leichten Zuwachs Italien (2,7%, 124,1 Mio. Euro), an fünfter Stelle schließt sich Rumänien (1,9%, 79,5 Mio. Euro) an – die dortige Möbelindustrie ist in den vergangenen Jahren erstarkt. Sie zielt auf Märkte in Westeuropa und ist wie die österreichische sehr holzaffin.

© P.Max

Größenordnung wichtigste Positionen sind Sitzmöbel

Berufsgruppe Möbel

53


© Atomic Austria GmbH


55

Berufsgruppe Ski

Berufsgruppe Ski

"ร–sterreich wird nach wie vor weltweit als die Skination Nr.1 wahrgenommen. Damit einher geht eine starke Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Produkten und generell nach Ski Know-How Made in Austria." Mag. Franz Fรถttinger Sprecher der รถsterreichischen Skiindustrie


56

Tourenbereich als Innovationstreiber

Schneearmer Winter versus Schneesicherheit dank flächendeckender Beschneiung

Längst sind die Zeiten vorbei, wo sich Erfolge scheinbar fast von alleine eingestellt haben durch ideale

Der „natürliche“ Winter war in Europa inklusive Skan-

Rahmenbedingungen, klimatisch und marktbezogen.

dinavien zum wiederholten Male überdurchschnittlich

Die Möglichkeiten alternativer Freizeitgestaltung sind

warm und schneearm. Die Wettersituation in den USA

zwischenzeitlich schier unendlich geworden, was sich

war zweigeteilt: sehr gute Schneeverhältnisse gab es

in einem über Jahre rückläufigen, bestenfalls stag-

im Westen / Rockies, jedoch keine Spur von Winter

nierenden Weltmarkt widerspiegelt. Als erschwerend

im Osten. Japan spricht gar von einem Katastrophen-

kommt dazu, dass es wiederholt schneearme Winter

winter. Davon betroffen sind besonders Segmente wie

gibt.

Tour oder Langlauf. Die vom Skisport getragenen Wirtschaftsbranchen haben auf diese klimatischen Gegebenheiten und Entwicklungen entsprechend reagiert; große Anstrengungen wurden unternommen sowie hohe Investitionen in die künst­liche Beschneiung getätigt, um in Skigebieten dennoch optimale Pistenverhältnisse zu schaffen, wovon die Skibranche beim Absatz der Alpin-Produkte profitiert. Nichts desto trotz ist die

© Fischer Sports

Die Branche ist mehr denn je gefordert, mit innovativen

Skiindustrie für die Saison 2016/17 stark gefordert, wobei eine früh startende schnee­reiche Saison unbedingt notwendig wäre.

Markt-Trends und Innovationen

Produkten und Programmen sowohl die Jugend aber auch neue Zielgruppen wie z.B. ältere Menschen,

Ein positiver Trend ist in China zu verzeichnen. Dieser

systematisch anzusprechen. Es ist die Aufgabe aber

Markt gilt als Zukunftshoffnung auch im Hinblick auf

vor allem auch die Chance der Branche, einer sehr for-

Olympia 2022 in Peking. Das Projekt „Network Winter

dernden Gesellschaft mit ausgeprägtem Gesundheits-

China“, an dem sich insgesamt zehn Branchenführer

bewusstsein ein attraktives Angebot zur Verfügung zu

unter Federführung der österreichischen Skiindustrie

stellen. Ein Beispiel dafür ist das, von immer mehr

branchenübergreifend beteiligen, geht voran.

Menschen geschätzte, Tourenerlebnis. Im Tourenbereich haben die heimischen Marken eine Vorreiterrolle

Der Megatrend „shared economy“ ist auch in der

übernommen und sind auch zum Innovationstreiber

Skibranche längst angekommen. Die Möglichkeit zum

für das gesamte Skisportsegment avanciert.

Verleih wird in den Stationen immer weiter ausgebaut und vereinfacht. Dieser Trend drückt natürlich auf die

Erfolgreich umsetzen konnten die österreichischen

Verkaufsmenge, ist jedoch von Seiten der Skiindustrie

Skifirmen auch den Wandel vom Skispezialisten zum

nicht aufzuhalten.

Komplettanbieter und entwickeln unter ihren weltbekannten Labels auch Bindungen, Schuhe, Helme

Weiterhin positiv entwickelt sich der Markt im Tou-

und Bekleidung.

renbereich. Dieser Sektor sorgt jetzt für einen Innovationsschub im gesamten Ski und Schuhbereich. Während die Rolle eines Innovationstreibers bis etwa 1990 der Rennlauf inne hatte, dieser um das Jahr 2000 von der Entwicklung des Snowboards und damit


© Atomic Austria GmbH

verbunden des Carving-Skis abgelöst wurde, ist es jetzt der Tourenbereich, aus dem sich die entscheidenden

Internationale Marken mit hoher Exportquote

Innovationen für die kommenden Jahre entwickeln. Profitieren können zukünftig alle Skifahrer von diesen

Es gibt nur wenige Markenprodukte aus Österreich mit

Entwicklungen im Touren-Bereich.

einem weltweit derartig großen Bekanntheitsgrad wie Atomic, Blizzard, Fischer und Head; dementsprechend

Bei Ski und Bindung wird bei allen Modellen intensiv

hoch ist auch die Exportquote von mehr als 80%.

an der Leichtigkeit des Materials und damit einer möglichst großen Gewichtsreduktion gearbeitet.

Die Investitionen und Innovationen der österreichischen Skiindustrie - auch in den Bereichen Schischuh,

Bei den Schuhen geht es zusätzlich darum, mit neuen

Bindung, Bekleidung etc. - sind ausschlaggebend

Technologien eine immer bessere Gehbarkeit zu erzielen sowie generell um Komfortverbesserung. Bei Skischuhen hat sich das Thema der individuellen Anpassung durchgängig etabliert. Dadurch bietet sich für den Konsumenten die Möglichkeit, seine „Problemstellen“ zu neutralisieren und damit wird uneingeschränkter Fahrspaß sichergestellt. Der Sportfachhandel kann durch das Thema Anpassung von Skischuhen seine Kompetenz zum Ausdruck bringen; es bietet sich die Möglichkeit zur Speziali­ sierung und Differenzierung. Erfreulich ist, dass der Trend zum Skisport unvermindert anhält. Sowohl die Ausrüstung mit den vielen Innovationen aus österreichischer Produktion, aber auch die moderne Infrastruktur in den Skigebieten ist nach wie vor zukunftsweisend.

Berufsgruppe Ski

57

© Atomic Austria GmbH


58

dafür, dass Österreich in den wichtigen Kernmärkten als die Skination und Wintersportland wahrgenommen wird. Den österreichischen Skimarken kommt damit eine wichtige Rolle als Botschafter Österreichischer Wintersportkompetenz zu.

© Fischer Sports

Die Markt- und Wettbewerbssituation, der die weltweit tätige Skiindustrie ausgesetzt ist, macht ein laufendes Überdenken der Kostenstrukturen unumgänglich. Durch die zunehmende Produktsegmentierung - zum Beispiel durch die Zielgruppen Tour, Freeride oder Women – müssen ständig neue Investitionen einkalkuliert werden; eine kritische Überprüfung des großen finanziellen Engagements im Rennsport sei

Große Erwartungen an China im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2022

daher gestattet. Der Masterplan der chinesischen Regierung, im Rahmen der Vorbereitungen für die Olympiade 2022,

Aktionen zur Nachwuchsförderung

Schnee und Eissportarten in der Chinesischen Bevölkerungen zu etablieren, bietet große Potentiale für die

Eines der wichtigen Anliegen der österreichischen

heimische Skiindustrie. Als Schwerpunktinitiativen

Skiindustrie, im Verbund mit dem Netzwerk Winter, ist

seitens der österreichischen Skiindustrie wurden die

die Förderung des Ski-Nachwuchses. Schulskikurse

Etablierung eines chinesischen Skilehrwesens nach

übernehmen dabei eine wesentliche Rolle, damit Ös-

österreichischem Standard sowie die gezielte Förde-

terreich auch in Zukunft das Ski-Land Nummer eins

rung des Rennlaufs (Alpin und Nordisch) als mediale

bleibt und Kinder als spätere potentielle Kunden den

Plattform, im Idealfall in Kooperation mit dem ÖSV,

Zugang zum Skisport schon früh vermittelt bekommen.

definiert. In Kooperation mit der Wirtschaftskammer

Die Skiindustrie steht auch weiterhin bei jeglichen

Österreich sollen die Chinesen die österreichische

Aktionen zur Nachwuchsförderung unterstützend

Skikultur kennen und lieben lernen. Ziel ist es, „ein

zur Verfügung.

ganzes Snow How Paket“ aus Österreich zu verkaufen - da geht es um Hardware genauso wie um Dienst-

Netzwerk Winter - gemeinsam in die Zukunft investieren Die intensive Vernetzung der Wintersportinteressen in Österreich ist ein wichtiges Anliegen der Skifirmen. Die

leistungen.

Weltmarktvolumen: Alpin-Ski

3 Mio.

leisteten wesentlichen Beiträge sollen auch in Zukunft im

Alpin Bindungen

3 Mio.

Fokus stehen. Gemeinsam mit den wichtigen Partnern

Alpinschuhe

3,3 Mio.

terien und der Politik kann viel zum Vorteil aller bewegt

Langlaufski

1,6 Mio.

werden. Aufgrund der enormen Bedeutung des Winter-

Langlaufschuhe

1,6 Mio.

Snowboard

0,8 Mio.

von der österreichischen Skiindustrie schon bisher ge-

des Tourismus und der Seilbahnwirtschaft, den Minis-

sportgeschäfts für die österreichische Volkswirtschaft sind alle beteiligten Branchen bereit, in die Zukunft zu investieren und gemeinsame Ziele zu verfolgen.

Alpin-Ski in Europa

2 Mio.

Asien/Pazifik

0,3 Mio.

Nordamerika

0,7 Mio.


Berufsgruppe Ski

59

© Atomic Austria GmbH


60

Sonstige Sparten

In diesem Kapitel werden etwa 20 verschiedene

2015 wurden Paletten im Wert von 37,0 Mio. Euro

Sparten zusammengefasst, wie z.B. die Erzeugung

(+22,5%) exportiert. Mengenmäßig entsprach dies

von Paletten, Särgen aus Holz, Holzrahmen für Bilder,

einem Anstieg von 12,3%. Auch die Importe mit einem

Bürsten und Besen für die Haushaltsreinigung sowie

Volumen von 67,8 Mio. Euro (+1,5%) nahmen 2015

die Imprägnierung von Holz. Bei etlichen Sparten kann

mengenmäßig um 9,5% zu.

die abgesetzte Produktion aus Geheimhaltungsgrün85,3% aller Paletten wurden in die EU27 exportiert.

den nicht angegeben werden.

Die Hauptexportländer für Paletten waren DeutschExemplarisch wird im Folgenden der größte Einzelbe-

land, Italien, Tschechien, Ungarn und die Schweiz.

reich, nämlich die Erzeugung von Paletten, dargestellt.

Steigerungen konnten bei den Exporten nach Polen, die Niederlande und Frankreich erzielt werden, wohingegen die Exporte nach Slowenien und die Slowakei

Außenhandelsbilanz Paletten / Werte in 1.000 Euro

Rückgänge verzeichnen mussten. 90,7% aller Paletten wurden aus der EU27 impor-

Import

Export

Bilanz

2014

66.746

30.183

–36.563

2015

67.757

36.970

–30.787

tiert. Tschechien (-14,5%) und Deutschland (+10,4%) waren die Hauptimportländer: Mehr als die Hälfte aller Palettenimporte kam aus diesen beiden Ländern. Rückgänge gab es bei den Importen aus Slowenien und der Slowakei. Zulegen hingegen konnten die Importe

Bei Flachpaletten 80x120 cm und anderen Flachpaletten konnte im Jahr 2015 eine abgesetzte Produktion von 65,2 (+4,4%) Mio. Euro erreicht werden. Das entsprach einer Stückzahl von 6,8 Mio. (-5%).

aus Italien, Polen und Ungarn.


Sonstige Sparten

61

Š Steinegger


62

Bonitätsservice neu In Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Dun & Bradstreet, dem weltweit größten Anbieter von Wirtschaftsinformationen, bietet der Fachverband der

Monatliche Aktualisierung der „Betreibungslisten–Holzexport“ der Wirtschaftskammer Österreich

Holzindustrie Österreichs seit Jahren dieses stark nachgefragte Service allen Mitgliedern der Wirtschafts-

Seit vergangenem Jahr stehen zusätzlich zur bis-

kammer Österreich an.

herigen Betreibungsliste „Holzexport Italien“ sechs weitere Länder – Frankreich, Griechenland, Kroatien,

Durch das Bonitätsservice sind verborgene Risiken

Serbien, Slowenien und Spanien – für alle Mitglieder

einschätzbar und neue Geschäftsbeziehungen

der Wirtschaftskammer Österreich zur Verfügung.

kalkulierbar. Das Bonitätsservice ist direkt über

Um den Kunden topaktuelle Informationen liefern zu

www.holz-bonitaet.at abrufbar. Aktuell werden Wirt-

können, werden die Betreibungslisten nun monatlich

schaftsberichte zu Unternehmen aus 66 Ländern an-

aktualisiert.

geboten. Bei Bedarf und auf Anfrage kann das Angebot problemlos ausgeweitet werden. Die Auskünfte dienen als Basis für die Absicherung der Exportgeschäfte mit der Kreditschutzversicherung.

Kooperation mit der Atradius Kreditversicherung Seit kurzem besteht eine spezielle Kooperation zwischen dem Fachverband der Holzindustrie Öster-

Auf der Betreibungsliste erscheinen diejenigen auslän-

reichs und der Atradius Kreditversicherung. Hierdurch

dischen Unternehmen bzw. Handelspartner, die ihre

ergeben sich exklusive Vorteile für Mitglieder des

vertraglich eingegangenen Verpflichtungen gegenüber

Fachverbandes. Nähere Informationen hierzu finden

dem österreichischen Lieferanten nicht fristgerecht

Sie unter www.holz-bonitaet.at, Menüpunkt „Kredit-

erfüllt haben. Voraussetzung ist außerdem, dass vom

versicherungen“.

österreichischen Exporteur Maßnahmen zur Betreibung (Geltendmachung) gegenüber dem ausländischen Kunden eingeleitet wurden, z.B. die Einschaltung

Monitoring

eines Anwalts bzw. Inkassobüros. Dieses Angebot an Serviceleistungen hat maßgeblich dazu beigetragen,

In Ergänzung zur komplett überarbeiteten Website

dass in den letzten Jahrzehnten Unregelmäßigkeiten

des Online-Bonitätsservices bietet der Fachverband

im Holzgeschäft frühzeitig erkannt und abgestellt

der Holzindustrie Österreichs ein neues Tool an – das

werden konnten.

Monitoring-System. Seit 01. Oktober 2015 können im Fachverband die

Neue Geschäftszeiten

Geschäftspartner in Form eines Monitoring-Abonnements beobachtet werden. Um nur 18,- Euro (exkl.

Das Bonitätsservice steht den Mitgliedern ab sofort

USt, pro Geschäftspartner) werden die Kunden tages­

montags bis freitags von 08:00 – 14:00 Uhr zur Ver-

aktuell in Form eines E-Mails über einen Zeitraum

fügung. Außerhalb dieser Zeiten werden die Kunden

von 12 Monaten informiert, wenn sich bei diesem

gebeten, ein E-Mail an bonitaet@holzindustrie.at zu

bonitätsrelevante Informationen ändern (Kreditlimit,

schicken. Dieses wird selbstverständlich am darauf-

Rating, Geschäftsführerwechsel uvm.). Jeder Abruf

folgenden Tag umgehend bearbeitet.

einer Bonitätsauskunft ist in diesem Zeitraum kostenlos.


Holztechnikum Kuchl Alles neu! Die österreichische Holzindustrie unterstützt das Holzkompetenzzentrum Kuchl tatkräftig. Am Campus

63

Praxisnahe Ausbildung steht im Vordergrund

ten: Von der Berufsschule über Fachschule, HTL,

Besonders wichtig ist die praxisnahe Ausbildung,

Werkmeisterschule bis hin zu den Studiengängen

deshalb werden Projekte gemeinsam mit Partner-

Holztechnologie und Holzbau der FH-Salzburg kann

betrieben realisiert. Im Schuljahr 2015/16 wurden

man alle Bildungsstufen in Kuchl abdecken.

beispielsweise die geschmackliche Auswirkung von Holz auf Essig, die energetische Optimierung einer

Das Holztechnikum Kuchl (HTL, Fachschule, Inter-

Schnittholztrocknung, der Bau eines Therapiegartens

nat, Werkmeisterschule) bietet eine in Europa einzig­

für das LKH Salzburg, Beispiele des Carbon Footprints

artige Kombination aus Holz/Technik, Wirtschaft

für den ORF-Nachhaltigkeitsgarten oder die Planung

und Sprachen (Englisch, Italienisch, Russisch). Die

eines energieautarken Holzmodulhauses bearbeitet.

österreichische Holzindustrie sichert die Qualität

Jeweils am Ende des Schuljahres werden die Projekte

in der Ausbildung, indem sie in den Schulneubau

dem Publikum anlässlich des HTK-Awards vorgestellt.

investiert. Im Juli 2015 erfolgte der Baubeginn. Die erste Bauphase (Neubau aus Brettsperrholz) kann im Sommer 2016 abgeschlossen werden. Die zweite

Holz Challenge: Gemeinschaftsprojekt

Bauphase (Generalsanierung des Osttraktes in Holz) soll im Februar 2017 beendet werden. Das neue

Ein viertägiges Gemeinschaftsprojekt der Försterschu-

Schulgebäude wird den heutigen Anforderungen eines

le Bruck, des Holztechnikums Kuchl, von FelixTools

modernen Unterrichts gerecht.

sowie der Österreichischen Bundesforste fand im September statt. Schülerteams der beiden Schulen haben die Rundholzmanipulation von der Schlägerung bis zum Verkauf des Holzes mit Partnern aus der Praxis abgewickelt. Ziel war es, den Holzfluss vom Wald bis zur Säge zu optimieren. Dabei wird der Forst-Holz-Papier-Logistikdatenstandard eingesetzt, © Holztechnikum Kuchl

um einen lückenlosen und einheitlichen Datenaustausch zu gewährleisten. Der Standard wurde über drei Jahre gemeinsam von Forst Holz Papier entwickelt.

Die Holzindustrie Österreichs unterstützt den weiteren Ausbau des Holztechnikums Kuchl

© Holztechnikum Kuchl

© Holztechnikum Kuchl

HTK-Baustelle: Baustellenaufnahme am Holztechnikum Kuchl

Das Holztechnikum Kuchl war auf der BIM in Salzburg wieder am großen proHolz-Gemeinschaftsstand vertreten.

Holztechnikum Kuchl

Kuchl wird eine breite Ausbildungspalette angebo-


64

Zusammenkunft: Arbeitgeber und zukünftige Arbeitnehmer

Interessierte SchülerInnen können im Laufe des Schuljahres an ein bis zwei Tagen ihrer Wahl „schnuppern“, das heißt am Unterricht teilnehmen, im Internat

Bewerbungstipps sowie die Kontakte zwischen Ar-

wohnen und Lehrkräfte sowie Internatspädagogen

beitgebern und zukünftigen Arbeitnehmern in der

kennen lernen. Etwa 100 Schnupperschüler konnten

Holzbranche zu verbessern – das stand Mitte Februar

wir im heurigen Schuljahr begrüßen.

am Holztechnikum Kuchl im Vordergrund. Das alljährliche Come2gether organisierte DI Stefan Leo Vötter, Holzjob.eu und Lehrer am Holztechnikum Kuchl. Er war begeistert vom großen Interesse sowie den intensiven Gesprächen zwischen Wirtschaftstreibenden und zukünftigen Führungskräften. © Holztechnikum Kuchl

Zentralmatura bereits erprobt Die SchülerInnen des Holztechnikums Kuchl sind bestens gerüstet für die neue Form der Reife- und Diplomprüfung. Bereits im Vorjahr haben alle SchülerInnen die Zentralmatura positiv abgeschlossen. Das

Die Schülerinnen Denise und Sandra haben die steirischen Schüler über das Bildungsangebot in Kuchl informiert.

Holztechnikum Kuchl nimmt mit der Einführung des neuen kompetenzorientierten, modularisierten (semes-

Weiterbildung und Dienstleistung

terweisen) Lehrplans ebenfalls eine Vorreiterrolle ein. Die HTL-Lehrpläne wurden somit auch den Bedürfnis-

Neben der Ausbildung junger Menschen unterstützt

sen der Wirtschaft angepasst. Im heurigen Schuljahr

das Holztechnikum Kuchl die Holzwirtschaft auch

wurde auch der Fachschul-Lehrplan überarbeitet.

durch bedarfsgerechte Weiterbildung für Mitarbeiter und Führungskräfte. Es werden sowohl allgemeine Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen als auch

Junge Leute für den Werkstoff Holz begeistern

Dienstleistungen für einzelne Betriebe angeboten. Schulungsmaßnahmen erfolgen in Abstimmung mit dem Fachverband der Holzindustrie und mit den je-

Bei den jungen Leuten die Begeisterung für den Werk-

weiligen Fachgruppen der Bundesländer und werden

stoff Holz zu wecken und über die Ausbildung am

auf Wunsch auch dezentral in den Bundesländern

Holztechnikum Kuchl zu informieren, das stand im

durchgeführt.

Mittelpunkt der Marketingaktivitäten. Unter anderem war man auf Bildungsmessen in Wieselburg, St. Pölten, Bad Vöslau, Wiener Neustadt, Deutschlandsberg, Wels, Graz, Salzburg, Innsbruck, Knittelfeld, Leoben, Pregarten, Feldkirchen, Berchtesgaden/DE und Burghausen/DE mit dabei. In 70 Schulen in ganz Österreich und Bayern konnte das Bildungsangebot anlässlich der Elterninformationsabende bzw. im Rahmen des Berufsorientier­ ungsunterrichtes präsentiert werden. Zusätzlich besuchten uns SchülerInnen aus Hauptschulen und Neuen Mittelschulen bei der heurigen Schultour und anlässlich der „Genialen Holzjobstage“. Das Holztechnikum Kuchl nimmt fünf Mal pro Jahr am Schmankerlmarkt des ORF Salzburg teil. Die selbst produzierten Holzgeschenke fanden guten Anklang.


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Schwerpunkte im Schuljahr 2015/16 bildeten folgende Bereiche: • CE-Kennzeichnung von Bauprodukten • Werksvermessung und Qualitätssortierung von Nadelrundholz © Holztechnikum Kuchl

• Unterstützung der Messanlagenbetreiber beim

• Mitarbeit in Arbeitskreisen und Normenausschüssen

Erster Lehrgang der Werkmeisterausbildung

Personalveränderungen am Holztechnikum Kuchl

• Vorbereitungen für die Werkmeisterausbildung Der langjährige Direktor des Holztechnikums Kuchl, DI Im Schuljahr 2015/16 startete erstmals die Seminar-

Helmuth Kogler, hat am 01. April 2016 den wohlver-

reihe „Warenkunde für Holzkaufleute“. Der erste Block

dienten Ruhestand angetreten. Er war 18 Jahre lang

der Seminarreihe mit vier Modulen ist abgeschlossen

für die Schulleitung verantwortlich und hat insgesamt

und wurde von Jänner bis April von insgesamt 70

36 Jahre am Holztechnikum Kuchl (HTK) die Maschi-

Personen besucht. Ziel der Veranstaltung ist es, die

nenbaufächer unterrichtet und dem Holztechniker-

komplexe Materie „Holz und Holzwerkstoffe“ für Mitar-

nachwuchs das Verständnis für CAD-Zeichnen, Steue-

beiterInnen aus dem Bereich Holzhandel kompakt zu

rungstechnik, Maschinen und Anlagen nähergebracht.

vermitteln. Die Seminarreihe schließt für Personen, die

Helmuth Kogler hat gemeinsam mit seinem Team den

alle vier Module besucht haben, mit einer optionalen

Ausbildungsstandort erfolgreich weiterentwickelt.

Prüfung ab und kann als offizieller Qualifikations-

Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass die

nachweis verwendet werden. Aufgrund der hohen

Privatschule immer unter den Vorreitern ist, sei es bei

Nachfrage wird ein zweiter Durchgang ab Herbst 2016

der Erstellung der neuen Lehrpläne, des Leitbildes,

gestartet. Das Konzept wurde gemeinsam mit dem

bei der Qualitätsentwicklung im Schulwesen, bei der

Bundesgremium des Baustoff-, Eisen-, Hartwaren-

Einführung der neuen Reife- und Diplomprüfung oder

und Holzhandels ausgearbeitet.

der modularen Oberstufe. Seine Offenheit, Genauigkeit und Bereitschaft, auf neue Ideen einzugehen, zeichnen den gebürtigen Kärntner aus. Das Präsidium und alle

NEU: Holztechnikum-Werkmeisterschule

KollegInnen des Holztechnikums Kuchl wünschen ihm viele sportliche Herausforderungen, spannende

Erstmals startete in Kuchl im September 2015 die Aus-

Bergtouren, gesellige Runden mit seinen Chorsängern

bildung zum Werkmeister „Holztechnik-Produktion“.

und Gesundheit für seinen neuen Lebensabschnitt.

Die Ausbildung dauert vier Semester und soll Fachpersonal auf Führungsaufgaben in der Holzindustrie vorbereiten. Die Durchführung ist berufsbegleitend und wird in einer Mischform von Präsenzphasen und Individualphasen angeboten. Das Interesse an der zweijährigen Ausbildung war sehr groß, 32 Studenten absolvieren derzeit die Ausbildung. Anmeldungen für den zweiten Ausbildungszyklus – Beginn im September 2016 – werden noch entgegengenommen.

Holztechnikum Kuchl

Umstellungsprozess auf die neue ÖNORM L 1021


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© Holztechnikum Kuchl

Führende Marktposition ausbauen DI Hans Blinzer wurde als neuer Schulleiter bestellt. Hans Blinzer ist studierter Holzwirt und seit 1988 als

© Holztechnikum Kuchl

DI Helmuth Kogler wurde anlässlich des ersten Osterkonzertes der HTK-Schulmusik in den Ruhestand verabschiedet – das Präsidium, der Geschäftsführer und die Schulgemeinschaft bedanken sich für seinen Einsatz.

Das Führungsteam des Holztechnikums Kuchl - Geschäftsführer Dipl. BW (FH) Hans Rechner, Schulleiter DI Hans Blinzer, DI Erwin Treml, Mag. Josef Essl - zeigt den Baufortschritt im neuen Schulgebäude.

Lehrer am Holztechnikum Kuchl tätig. Er leitet seit 2006 den Geschäftsbereich Weiterbildung & Dienst­ leistung und ist seit 2007 zusätzlich als Abteilungs-

„Mit diesen neuen Weichenstellungen können wir

vorstand für die Schulausbildung zuständig. Er hat

die führende Marktposition der Privatschule weiter

den Bereich Weiterbildung & Dienstleistung am HTK

ausbauen und Jugendliche praxisgerecht für die An-

aufgebaut und die neue Werkmeisterschule mitentwi-

forderungen in der Holzwirtschaft ausbilden. Gleich-

ckelt. Weiters ist er für die kontinuierliche Anpassung

zeitig können das Weiterbildungsangebot ausgebaut

der Lehrpläne verantwortlich.

und die Zusammenarbeit mit den Betrieben verstärkt werden.“, ist das ehrenamtliche Präsidium bestehend

Mag. Josef Essl und DI Erwin Treml ergänzen das

aus Wolfgang Hutter, Dr. Renatus Capek, Christian

Führungsteam. In der Schule wird Hans Blinzer von

Rettenegger und Dr. Claudius Kollmann sowie Ge-

Josef Essl als Abteilungsvorstand unterstützt. Der

schäftsführer Dipl. BW (FH) Hans Rechner überzeugt.

Wirtschaftspädagoge Josef Essl unterrichtet seit 1996 als Lehrer am Holztechnikum Kuchl und unterstützt an der Pädagogischen Hochschule Salzburg die Fortbildung von LehrerInnen im technisch-pädagogischen Bereich. Seit 2005 beschäftigt er sich mit dem Quali­ tätsmanagement in Schulen und hat somit viel zur Vorreiterrolle des Holztechnikums Kuchl beigetragen. Da man am Holztechnikum Kuchl den wichtigen Bereich Weiterbildung & Dienstleistung noch weiter ausbaut, wird DI Erwin Treml als Leiter der Weiterbildung & Dienstleistung eingesetzt. Der studierte Forstwirt ist seit 22 Jahren am Holztechnikum Kuchl tätig. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer engagiert sich Erwin Treml seit vielen Jahren für die Anliegen der österreichischen Holzwirtschaft. Er ist Mitarbeiter im Arbeitskreis „Werksübernahme“ bei FHP und zertifizierter Gerichtssachverständiger für den Holzhandel.


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Forst Holz Papier Holz: Auf Schiene!

FHP-Delegation beim Vorsitzenden der Landeshauptleutekonferenz Haslauer

Holzgespräche in Eferding/OÖ statt. Namhafte Re-

Unter der Leitung von FHP-Vorsitzenden Rudolf Ro-

ferenten wie Franz Fischler (Präsident des Forum

senstatter besuchte eine hochrangige Delegation aus

Alpbach), Christan Kern (ÖBB-Vorstandsvorsitzender),

dem österreichischen Forst- und Holzsektor Landes-

Hans-Peter Weiss (GF der Bundesimmobiliengesell-

hauptmann Wilfried Haslauer, der in der ersten Hälfte

schaft) und Klimatologin Christa Kummer sprachen

2016 den Vorsitz in der Landeshauptleutekonferenz

über Holz als wichtigen Wirtschaftsfaktor sowie

innehat. Thematisch ging es bei diesem Gespräch um

Klimafaktor und über den Holzbau als Lokomotive

die Bedeutung der gesamten Wertschöpfungskette für

der gesamten Wertschöpfungskette. Aus Anlass des

den Wirtschaftsstandort Österreich, um den vermehr-

10-Jahr-Bestehens der Kooperationsplattform FHP

ten Einsatz von Holz im mehrgeschossigen Wohnbau

gab ein Film kurzen Ein- und Überblick zu den gesetz-

und auch um die zunehmenden gesellschaftspoliti-

ten Aktivitäten und erreichten Zielen und skiz­zierte

schen Forderungen nach Aussernutzungstellung des

die Hauptaufgaben der Organisation. Der Film ist auf

Waldes und den Einfluss des Klimawandels auf das

www.forstholzpapier.at downloadbar.

Ökosystem.

FHP-Charta für Holzbau setzt massives Zeichen für die Zukunft Die Charta wurde von über 8.600 Institutionen, © LK Salzburg

Vereini­gungen und auch Einzelpersonen unterzeichnet. Die Holzbau-Charta fordert den vermehrten Einsatz von Holz im Zuge des Konjunkturpaketes der Bundes­regierung. Die Forderungen wurden an Vizekanzler Reinhold Mitterlehner übergeben.

FHP-Vorsitzender Rudolf Rosenstatter führt eine Delegation zu LH Wilfried Haslauer

Tag des Waldes: FHP-Abordnung beim Bundespräsidenten Am 21. März findet alljährlich der „Tag des Waldes“ statt. Der Baum des Jahres 2016 ist in Österreich die © FHP

Eiche. Dieser Baum ist ein regelrechtes „Klimawunder“, ist unverzichtbar für die Winzer, Schiffs- und Möbelbauer, spielte immer schon eine Rolle als „Na-

Starhemberg übergibt Stimmenpaket an Mitterlehner

mensgeber“ und in der Kulturgeschichte. Zum Tag des Waldes empfing Bundespräsident Heinz Fischer eine FHP-Abordnung der Forst- und Holzwirtschaft

Mit der „woodbox“ auf der „Grünen Woche“ Im Rahmen der „Grünen Woche“ in Berlin war heuer die österreichische Forst- und Holzwirtshaft mit der proHolz-„woodbox“ vertreten. Dort wurde auch ÖKR Rudolf Rosenstatter als neuer FHP-Vorsitzender präsentiert.

und nahm ein „Eichenpaket“ in Empfang.

Forst Holz Papier

Unter diesem Titel fanden 2015 die Österreichischen


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Überarbeitete FHP-Richtlinie zur Gewichtsvermessung von Industrierundholz in Kraft getreten

Heimische Forst- und Holzwirtschaft legt scharfe Protestnote gegen flächendeckende Lkw-Maut ein

Die FHP-Arbeitsgruppe „Werksübernahme von In-

Auf Bundesländer-Ebene wird die Einführung einer

dustrierundholz“ hat in den letzten zwei Jahren die

flächendeckenden LKW-Maut angedacht. Die heimi-

Richtlinien zur Gewichtsvermessung von Industrie­

sche Forst- und Holzwirtschaft, koordiniert in der

r­undholz überarbeitet. Die Richtlinie trat mit 01.

Kooperationsplattform Forst Holz Papier (FHP), legte

Jänner 2015 in Kraft. Das grundlegende Prinzip der

gegen ein solches mögliches Belastungspaket eine

Gewichtsvermessung wurde dabei bestätigt. Neu ist

scharfe Protestnote ein und begründet dies mit wirt-

lediglich, dass Begriffe, Bezeichnungen und Prozesse

schaftlichen wie ökologischen Argumenten.

nunmehr klar definiert sind.

FHP-Richtlinie zur Übernahme von Energieholz in Kraft getreten Am 01. März 2016 trat die neue FHP-Richtlinie zur © Anna Schreiner/LKÖ

Übernahme von Energieholz in Kraft. Durch diese neue Richtlinie wird die Übernahme sowohl von Energieholz als auch von Schüttgut zur energetischen Verwertung geregelt. Ab sofort steht die Richtlinie auf der Homepage der Kooperationsplattform Forst Holz Papier www.forstholzpapier.at als Download zur Verfügung. Unterzeichner der Protestnote sind (v.l.n.r.) Erich Wiesner (Fachverband Holzindustrie), Alfred Heinzel (Papierindustrie), Herbert Jöbstl (Sägeindustrie), Rudolf Rosenstatter (FHP-Vorsitzender und Obmann Waldverband Österreich), Felix Montecuccoli (Land&ForstBetriebe Österreich), Franz Titschenbacher (Forstausschuss Landwirtschaftskammer Österreich).


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Holzforschung Austria Im Geschäftsjahr 2015 der Holzforschung Austria (HFA) setzte sich die positive Entwicklung der letzten zehn Jahre fort. Ein Meilenstein ist der Bau des Akustik Center Austria in Stetten. Das im Oktober Forschungsinfrastruktur für die gesamte europä­i­sche Holzbaubranche zur Verfügung, sondern stellt auch eine bewußte Erweiterung des Prüfangebots der HFA © HFA

im Schallschutz dar. Ab Sommer 2016 können die innovativen Prüfstände für die ersten Aufträge zur Untersuchung niedriger Frequenzen im Holzbau genutzt werden.

Das innovative Schalllabor Akustik Center Austria steht als Forschungs- und Prüfungsinfrastruktur für die gesamte europäische Holzbranche zur Verfügung.

Viele neue Forschungsprojekte konnten im letzen Jahr durch die Erschließung neuer Förderungen begonnen werden. Mit den Projekten wird auch eine Vernetzung mit internationalen Partnern möglich, mit denen gemeinsam an kommenden Herausforderungen gearbeitet wird. Die Bündelung von Kompetenzen stärkt nicht nur die Position des Roh- und Werkstoffes Holz am internationalen Parkett, sie trägt auch für eine erhöhte Akzeptanz am heimischen Markt bei. Das in den Forschungsprojekten generierte Wissen wird durch unseren Wissenstransfer, der 2015 besonders aktiv war, wieder in die Branche getragen. Ganze neun Branchentreffs, Fachtagungen und Lehrgänge © HFA/Johannes Brunnbauer

wurden an insgesamt 14 Orten in ganz Österreich erfolgreich durchgeführt. 1.408 TeilnehmerInnen besuchten die Seminare, davon 244 aus anderen europäischen Ländern. Die Zugriffzahlen der kostenlosen Online-Plattformen dataholz.com und infoholz.at konnten im letzten Jahr wieder gesteigert werden. Die Services werden gut

Obmann des Fachverbandes der Holzindustrie Österreichs, Dr. Erich Wiesner, betonte bei der Eröffnung des Akustik Center Austria die große wirtschaftliche Bedeutung des Projektes

angenommen und zeigen, daß der Kunde ein großes Bedürfnis nach fachspezifischer Information hat. Im Zuge der Optimierung des Frage- und Antwortservices infoholz.at wurde im letzten Jahr erfolgreich ein tiefgreifender Relaunch der Plattform durchgeführt. Dadurch bietet sie jetzt neben einer kundenfreundlicheren Benutzeroberfläche auch die Möglichkeit, die Seite auf mobilen Endgeräten barrierefrei abzurufen.

Forst Holz Papier

2015 eröffnete Schalllabor steht aber nicht nur als


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Generierung und Weitergabe von Wissen Es ist allgemeiner Konsens in der Holzbranche, daß nur die Begeisterung junger Menschen für den Roh- und Werkstoff Holz und seine ökologischen wie ökonom­ischen Möglichkeiten, die zukünftige Verankerung des nachhaltigen Baustoffes sichert. Ohne qualitative Ausbildung junger Neueinsteiger ist der Forschungsstandort Österreich kaum vorstellbar. Die HFA ist sich als außeruniversitäres Forschungsinstitut dieser großen Aufgabe bewußt. Sie bietet einer jungen Generation die Möglichkeit, sich durch fachspezifische Praktika in der Berufswelt zu orientieren. Gleichzeitig betreuen unsere wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, obwohl wir selbst keine universitäre Ausbildung anbieten, derzeit auch mehrere Diplomarbeiten und Dissertationen mit praktischem Hintergrund. Viele dieser Leistungen, die die HFA im Sinne der gesamten Holzbranche durchführt, wurden erst durch die finanzielle Unterstützung des Fachverbandes der Holzindustrie ermöglicht.

www.holzforschung.at


CEI–Bois

FEMB

Zentralverband der Europäischen Holzindustrie

Europäischer Verband der Büromöbelindustrie

www.cei–bois.org

www.femb.org

EFIC

FEP

Verband der Europäischen Möbelindustrie

Föderation der Europäischen Parkettindustrie

www.efic.eu

www.parquet.net

EMMA

GLULAM

European Moulding Manufacturers Association

Europäische Vereinigung der Holzleimbauindustrie

www.emma–mouldings.org

EOS

MH

Europäische Organisation der Sägewerke

Massivholz Deutschland

www.eos–oes.eu

www.mh–massivholz.de

EPF

VEH

Europäischer Holzwerkstoffverband

Verband der Europäischen Hobelindustrie

www.europanels.org

www.veuh.org

71

Internationale Mitgliedschaften

Internationale Mitgliedschaften


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Organigramm Büro Fachverband der Holzindustrie Österreichs | Juni 2016

Geschäftsführung Funktionäre - Personal WKO Organisation, HT-Kuchl, proHolz, ÖGH Dr. Claudius Kollmann Mag. Dieter Lechner (Stv.)

Sekretariat Christine Larch (Chefassistenz) Renate Bauer (Rechnungswesen) Kristina Dimova Georg Loibnegger Bettina Perl Mag.a Margot Schatzl

EU-Angelegenheiten Mag. Dieter Lechner

Kommunikation & PR Fachverband DI Andrea Steinegger, MAS

Umwelt und Energie Bau

Forschung und Normung

Branchenkommunikation Möbel

Arbeitsrecht/ KV/Bildung Platte/Ski

Rohstoff­ management Säge

Marketing & Wissenstransfer ARGE proHolz

Mag. Dieter Lechner

DI Dr. Ulrich Hübner

DI Andrea Steinegger, MAS

Mag.a Monika Podlesnig

DI Rainer Handl

Obmann Christoph Kulterer GF: Mag. Georg Binder


73 Geschäftsführung ÖGH proHolz office@holzindustrie.at

Dr. Claudius Kollmann DW 17 Wirtschaftsbetrieb (BGA)

Arbeitsrecht/KV/Bildung, Platte, Ski office@platte.at

Mag.a Monika Podlesnig DW 20

Christine Larch DW 14 Chefsekretariat Platte, Ski

Renate Bauer DW 27 Rechnungswesen & Controlling, Arbeitsrecht, Platte, Ski

Stv. Geschäftsführung Umwelt und Energie EU–Angelegenheiten

Mag. Dieter Lechner DW 12

Kristina Dimova DW 25

Bau office@holzbauindustrie.at

Forschung und Normung office@holzbauindustrie.at

DI Dr. Ulrich Hübner DW 23

Verbands- und Branchenkommunikation Möbel office@moebel.at

DI Andrea Steinegger, MAS DW 21

Mag.a Margot Schatzl DW 24 Internetauftritt

Rohstoffmanagement Säge office@saege.at

DI Rainer Handl DW 18

Georg Loibnegger DW 22

Bettina Perl DW 33

Bonitätsservice bonitaet@holzindustrie.at

Verwaltung

Nicole Donato DW 32

Michael Grameiser DW 26

Nina Stanka DW 32

Organigramm

HT Kuchl


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Notizen


Š Sabine Pumberger


Fachverband der Holzindustrie Österreichs Schwarzenbergplatz 4 | 1037 Wien Tel.: +43 / 1 / 712 26 01 – 0 Fax: +43 / 1 / 713 03 09 E–Mail: office@holzindustrie.at Internet: www.holzindustrie.at Blog: blog.holzindustrie.at

PEFC/06-39-05

PEFC zertifiziert Dieses Produkt stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen www.pefc.at

Impressum: Redaktion: DI Andrea Steinegger, MAS; Assistenz: Mag.a Margot Schatzl; Druck: Agensketterl; Layout und grafisches Konzept: www.madison.at

DVR: 0556556


Branchen Bericht 15/16