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KESSLER report Das Kundenmagazin von Kessler Druck + Medien Ausgabe 01/08

JOURNAL

„Geht nicht“ gibt‘s nicht! CREATION

Duftende Botschaften METTAGE

Glänzende Aussichten mit MiraFoil


ÜBER

Das Phänomen „Riechen“ Dass Gerüche längst vergessen Geglaubtes mit Wucht zurückbringen können, hat jeder schon einmal erlebt. Ein Mensch kann tausende von Gerüchen identifizieren und im Gedächtnis behalten. Wie diese Wahrnehmung funktioniert, ist der modernen Forschung aber immer noch ein Rätsel: Kein Sinn ist bis heute derart geheimnisumwittert wie der Geruchssinn.

„Perfumum“ – durch Rauch versuchten die Menschen in der Antike, mit den Göttern zu sprechen. Dazu verbrannten sie duftende Blumen, Kräuter und Harze. Von den alten Ägyptern ist bekannt, dass sie sich mit wohlriechenden Ölen und Salben parfümierten.

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Für uns Menschen der Neuzeit sind neben den neuesten Parfüm-Kreationen eher Düfte von gebrühtem Kaffee, frischem Brot oder gebrannten Mandeln ein Quell der Glückseligkeit. Genauso wie das Bouquet eines Rotweins, das sich beim Schwenken des Weinkelchs

langsam entfaltet und sanft in die Nase steigt. Gerüche, die Weinkennern Bezeichnungen wie „buttrige Ananas“ oder „erdige Johannisbeere“ entlocken. Auch der spezielle Geruch, der nach einem Sommerregen in den Straßen hängt oder der Duft der endlich wieder lauen,

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voller Blütenduft durchsetzten Luft können regelrechte Glücksgefühle auslösen. Schriftsteller und Poeten befassen sich schon seit Jahrhunderten mit dem geheimnisumwobenen Sinn. So waren bereits Shakespeare und Goethe vom Duft der Rosen, Bäume und Sträucher hingerissen. Vielen Dichtern war die heimische Duftwelt ein paar Zeilen wert: So streiften bei Mörike süße, wohlbekannte Düfte ahnungsvoll das Land, Heine hingegen ließ sich von jungen Blumen mit duftenden Augen anschauen. Ebenfalls ein Geruchserlebnis auf Papier beschert das letzte Werk von Thomas Mann: „Die Betrogene“. Detailliert beschreibt Manns Protagonistin Düfte der verschiedenen Jahreszeiten und ihre damit verbundenen Assoziationen. Nicht zuletzt der jüngste Welterfolg des sinnlichen Buches „Das Parfum“ von Patrick Süßkind zeigt auf, wie betörend und

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gleichzeitig geheimnisvoll Duft sein kann. Druckfrische Printerzeugnisse, ob Zeitung, Magazin oder Buch, verströmen aber auch selber einen ganz eigenen Geruch. Viele riechen vor dem Lesen erst mal intensiv an dem druckfrischen Produkt. Es gibt sogar Menschen, die am spezifischen Duft ihr Lieblingsmagazin erkennen. Der Geruchssinn der Menschen ist im Vergleich zu Tieren allerdings stark limitiert. Doch obwohl wir deutlich weniger Gerüche wahrnehmen können, spielt das Riechen eine größere Rolle, als von der Medizin bisher vermutet wurde. Der Geruchssinn greift auf subtile Art und Weise in unser Leben ein. Sehen und Hören sind direkte Sinne, die Sinnesreize werden sofort verarbeitet. Die Aufnahme von Gerüchen passiert dagegen unterbewusst. Bei vielen Düften kann man inzwischen wissenschaftlich beweisen, dass sie unsere Nase erregen und

Reaktionen im Gehirn hervorrufen, obwohl sie gar nicht aktiv bemerkt wurden. Trotzdem haben sie eine tief greifende Wirkung gehabt. Das heißt, der Geruchssinn versteht es, die Menschen auf sehr unterschwellige Art und Weise zu steuern und damit unser Leben vielfältig zu beeinflussen. Menschen, die ihren Geruchssinn verloren haben, fehlt ein Stück Lebensqualität. Der Verlust ist nicht lebensgefährlich, wenn man einmal davon absieht, dass der Geruchssinn auch als Warnsystem zum Beispiel bei Feuer oder schlechten Lebensmitteln fungiert. Trotzdem entfällt dadurch jegliches sinnliche Erleben bei kulinarischen Genüssen oder in der Natur. Die Eindrücke werden nur noch zweidimensional verarbeitet, das kann langfristig zu Depressionen führen. Gerüche und Düfte haben eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für den Menschen.

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ÜBER

Im Frühjahr werden Feste gefeiert Die Tage werden länger, alle Zeichen stehen auf Frühling. Die Natur erwacht zu neuem Leben und bei den Menschen setzen die ersten Frühlingsgefühle ein. Ein Hochgefühl, das unvergleichlich ist. Da ist es nicht verwunderlich, dass in den ersten Monaten des Jahres besonders viele Feste gefeiert und Bräuche gepflegt werden. Mit ausgelassenen Umzügen beginnt das Frühjahr – je nach Region mit dem Karneval, der Fastnacht oder dem Fasching. Im 13. Jahrhundert rief man diesen Brauch ins Leben, um vor der Fastenzeit alle ver-

derblichen Lebensmittel aufzubrauchen. Erst später kamen die heute bekannten Festivitäten hinzu. Ein Ende bereitet den teils sehr ausgelassenen Festlichkeiten der Aschermittwoch, er läutet die 40-tä-

gige Fastenzeit ein. Am darauf folgenden Sonntag werden vielerorts große Funkenfeuer angezündet, um den Winter endgültig zu vertreiben. Im Februar folgt der Tag der Liebenden, der Valentinstag. Man nimmt an, dass dieser Tag nach dem Märtyrer Bischof Valentin benannt wurde. Er gilt deshalb als Schutzheiliger der Liebenden, weil er Blumen an Verliebte verschenkte und gegen den staatlichen Willen Trauungen vollzog. Böse Zungen behaupten allerdings, dieser Tag sei allein von der Blumenindustrie ins Leben gerufen worden. Die Frühlingsgefühle explodieren förmlich, wenn das Kalenderblatt den 1. April zeigt. An diesem Tag ist es üb-

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Früher durfte man während der Fastenzeit keine Eier essen. Um sie haltbar zu machen, wurden sie hart gekocht. Und um sie von den frischen Eiern zu unterscheiden, wurden sie eingefärbt.

lich, seine Mitmenschen mit den verrücktesten Geschichten zum Narren zu halten. Bereits seit dem 16. Jahrhundert gibt es diesen Brauch. Über die Herkunft gibt es einige Theorien, zum Beispiel aus Frankreich: 1564 führte der französische König eine Kalenderreform durch. Der Jahresanfang wurde dabei vom 1. April auf den 1. Januar verschoben. Leute, die aus Unwissenheit weiterhin am 1. April Neujahr feierten, wurden von ihren Mitmenschen aufs Heftigste verspottet. Nach 40 Tagen Fastenzeit folgt im christlichen Kalender Ostern. Es ist das Fest der Auferstehung von Jesus. Während andere Feiertage, wie zum Beispiel Weihnachten, jedes Jahr auf den gleichen Tag fallen, ändert sich das Osterdatum in jedem Jahr. Das Osterfest wird immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn gefeiert. So kann der Termin zwischen dem 22. März und dem 25. April variieren. Der Brauch, dass an Ostern der Hase bemalte Eier bringt, ist heidnischen Ursprungs, sowohl der Hase als auch die Eier symbolisieren Fruchtbarkeit. Dass Ostereier hart gekocht und bemalt werden, hat einen praktischen Hintergrund:

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Kaum ist der Mai einen Tag alt, sieht man überall prachtvolle Maibäume stehen. Aber nicht nur auf Dorfplätzen sieht man die Bäume, die „Maien“ werden auch von jungen Männern gesteckt. Sie postieren in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai vor den Fenstern der Liebsten oder dem heimlichen Schwarm ein mit bunten Bändern verziertes Bäumchen. Wenn die Dame erfährt, von wem der Baum kommt, muss sie denjenigen einladen. Dieser Brauch wird vor allem auf dem Land gepflegt. Seit dem 20. Jahrhundert haben die Mütter einen Ehrentag. 1922/23 wurde der Muttertag in den Blumenläden mit dem Wahlspruch „Ehret die Mutter“ beworben und trat seitdem seinen Siegeszug an. Der Muttertag findet immer am zweiten Sonntag im Mai statt. Ausnahmen bestätigen die Regel, zum Beispiel in diesem Jahr: Wegen des Zusammentreffens mit Pfingsten wird der Muttertag eine Woche vorverlegt. Mit Pfingsten und Fronleichnam endet die Feiertagsserie des Frühjahrs. Das Wort „Pfingsten“ kommt vom griechischen „pentekoste“, was „der 50. Tag“ bedeutet. Das Pfingstfest folgt also 50 Tage nach dem Ostersonntag. Am 50. Tag nach Ostern ist den Aposteln der Heilige Geist erschienen. Dieses Ereignis gilt bis heute als „Geburtstag der Kirche“. Fronleichnam erinnert an das Sakrament der Eucharistie (Abendmahl, heilige Kommunion). Der kirchliche Feiertag wird mit Prozessionen durch die Orte begangen.

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JOURNAL

„Geht nicht“ gibt‘s nicht! Eigentlich heißt der Vertrieb bei Kessler Druck + Medien nur noch so, damit jeder weiß, was gemeint ist. Mit der klassischen Wortbedeutung „etwas vertreiben“ – wir haben etwas, das wir an den Mann bringen wollen – hat die Arbeit dieses Teams bei uns schon seit geraumer Zeit nichts mehr zu tun. Vielmehr geht es heute darum, Hand in Hand mit dem Kunden Ideen zu entwickeln, Innovationen in die Praxis umzusetzen und individuell zugeschnittene Konzepte auf eine wirtschaftliche Basis zu stellen. Diese Arbeit schlägt Brücken zwischen dem Unternehmen und seiner Umwelt. Und bringt die Partner auf beiden Seiten dieser Brücke voran. Zuverlässigkeit, Qualität und Termintreue. Seit 1960 untrennbar mit dem Namen Kessler verbundene Qualitätsmerkmale. Über fünf Jahrzehnte hinweg bedeutet das, Schritt zu halten mit einer schnell fortschreitenden Technik. Es bedeutet auch, die Strukturen ständig an die wirtschaftlichen Gegebenheiten und das sich wandelnde Marktverhalten von Partnern und Kunden anzupassen. Was die Firmengründer, das Ehepaar Kessler, über so viele Jahre erfolgreich lebten, setzt inzwischen die nächste Generation nachhaltig in die Tat um. Vor zwei Jahren wurde der Vertrieb im Hause Kessler Druck + Medien durch die Vertriebsleiterin Cornelia Sittner neu aufgestellt. Ähnlich wie bei einer Fußballmannschaft hat der Trainerwechsel einen neuen Teamgeist entfacht, der nun täglich den Kunden von Kessler zugutekommt. Denn dieser Teamgeist macht die Kunden zu Partnern und Wegbegleitern.

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Das Bindeglied zu den Kunden, die Brückenbauer bei Kessler, sind unsere Außendienstmitarbeiter. Jedem von ihnen stehen im Haus mehrere Sachbearbeiter zur Seite, gemeinsam bilden sie ein Team. „Bei jeder Druckmaschine greift ein Rad ins andere, im ganzen Dienstleistungs- und Herstellungsprozess sind Technik und Abläufe haarscharf aufeinander abgestimmt. Dieses arbeitsteilige Miteinander haben wir auch für unsere Teams zur Grundlage eines am Kunden orientierten Arbeitens gemacht“, sagt Sittner. Wie in einer gut aufgestellten Fußballmannschaft steht jedes Teammitglied an der richtigen Stelle. Jeder verfügt über fundierte fachliche Kenntnisse und kennt sich bestens auf dem Gebiet der Drucktechnik aus. Und mit den Wünschen und Bedürfnissen seiner Kunden. Diese innerliche Abstimmung mit den äußerli-

chen Gegebenheiten macht uns als Dienstleister erfolgreich. Das Kessler Vertriebsteam agiert unter dem Motto: „Gemeinsam + Miteinander = Stark“. Will heißen, dass der 19-köpfige Vertrieb sich nicht nur um den bloßen Auftrag kümmert. Sorgfältigste Datenprüfung, unmittelbare Klärung technischer Details, das Dranbleiben an den Abläufen – das ist die Basis für schnelle Reaktionszeiten und eine zügige Auftragsabwicklung. „Verantwortlich sein für das, was wir tun und für das, was wir nicht tun“, haben sich die Teams ins Stammbuch geschrieben. Und unterscheiden sich damit ganz wesentlich von anderen Druckdienstleistern. „Wir hören hin, fragen nach, so lange, bis der Prozess verstanden und umgesetzt ist. Das Rundum-Sorglos-Paket ist und bleibt unser erklärtes Ziel“, erklärt Cornelia Sittner.

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Gerade bei Aufträgen mit dem „gewissen Extra“ hat Kessler Druck + Medien dank des eingespielten Miteinanders die Nase vorn. Ein Beispiel ist das Magazin Novum, eines der führenden und einflussreichsten Designmagazine. Eine der jüngsten Ausgaben wurde von Kessler mit 30 verschiedenen Titelblättern gedruckt. Jeder Abonnent erhielt ein

rigens auch bei Kessler. Wenn die Publikation beim Kunden angeliefert wird, ist der Auftrag für das Unternehmen noch nicht erledigt. Die Nachbereitung ist wichtiger Bestandteil dessen, was Kessler Druck + Medien als ganzheitlichen Kundendienst versteht. Wie eine Spielkritik werden die einzelnen Spielzüge, sprich: die einzel-

„Das Rundum-Sorglos-Paket für unsere Kunden ist und bleibt unser erklärtes Ziel.“

Mittlerweile betreut das Team knapp 700 Kunden, dazu gehören Industrie, Agentur und Handel gleichermaßen. So breit gefächert sich die Produktpalette darstellt, so groß sind die Ansprüche daran, wie bei der Produktion von Publikationen aller Art die darin investierte Kreativität gedruckte Wirklichkeit wird.

persönliches Exemplar, versehen mit dem ersten Buchstaben seines Nachnamens. „Wer mit seinen Produkten aus dem Rahmen fallen will, findet dafür in der Zusammenarbeit mit uns immer erstklassige Zutaten“, weiß Cornelia Sittner. „Denn im Repertoire unserer Teams findet sich immer eine pfiffige Idee, mit der man sich von der Masse der Druckprodukte deutlich abheben kann.“ Die alte Fußballer-Weisheit „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ gilt üb-

Cornelia Sittner

nen Auftragsschritte, analysiert. „Wir müssen wissen, was war gut und was vielleicht weniger“, erläutert die Teamchefin. „Wer aufhört, sich selbst und die Prozesse zu durchleuchten und zu hinterfragen, sucht nicht mehr nach Verbesserungen und wird mittelfristig ohne Erfolg bleiben. Jedes Mal ein bisschen etwas dazulernen: So haben wir viele zufriedene Kunden und halten den Dialog und das gemeinsame Vorangehen aufrecht.“

„Wir nehmen uns Zeit für Sie“ – das Kessler Vertriebsteam

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CREATION

Mit Düften Botschaften emotional aufladen Wer nicht nur lesen will, muss fühlen, tasten oder sogar riechen. Die Botschaften duftender Druckerzeugnisse bleiben somit nicht nur im Gedächtnis, sondern auch in der Nase haften und schaffen dergestalt ein einmaliges, multisensuales Erlebnis ...

Wir alle kennen es: Bestimmte Düfte können verschiedenste Reaktionen erzeugen. Eine Creme, die besondere Erinnerungen an die Kindheit auslöst, ein Parfüm, das einen an die erste Liebe erinnert oder der Geruch frisch gekochten Eintopfs an die gute Küche der Großmutter. Wie auch immer: Düfte wecken Emotionen! Diese Tatsache lässt sich hervorragend auch für die Veredelung von Printerzeugnissen und deren langanhaltende Wirkung einsetzen. Duftlacke bieten sich hierbei in erster Linie für Kosmetikhersteller an, aber auch generell für besonders originelle Werbeaktionen. Sauber riechende Etiketten für Waschmittel oder Karten, die nach weihnachtlichem Gebäck duften, sorgen

dafür, dass der Kunde ein Produkt ganz individuell wahrnimmt. Ein Reisekatalog mit frischer Meeresbrise oder eine Verkaufsbroschüre für Kaffeemaschinen, die nach frisch gerösteten Kaffeebohnen duftet, kommt ganz anders bei Kunden an, als ohne den entsprechenden Duft. Geschäftsberichte wie Werbemailings können auf diese Weise veredelt werden und versenden so zusätzliche Sinneseindrücke. Im Vergleich zu den rein optischen Eindrücken, die mit der Zeit verblassen, bleiben Düfte auf Dauer im Gedächtnis haften. Diese Tatsache eröffnet im Marketing und Verkauf ganz neue Dimensionen. Gewusst wie? Der Duft auf den Printerzeugnissen entsteht durch spezielle Duft-

lacke. Diese Lacke enthalten mikroverkapselte Aromastoffe. Sie werden als letzte Lackschicht teilweise oder vollflächig auf die Bedruckstoffoberfläche aufgebracht. Wenn man über die Oberfläche des Lacks reibt, zerstört man die Mikrokapseln und setzt so die Aromastoffe frei. Dabei werden pro Reibung immer nur wenige Kapseln aufgerieben. Der Duft kann so durch erneutes Reiben genauso intensiv wahrgenommen werden, ein mit Duftlack veredeltes Erzeugnis hält auf diese Weise sehr lange an. In der Druckmaschine werden die Duftlacke über das Lackwerk der Druckmaschine aufgebracht. Damit die Mikrokapseln nicht schon beim Druck platzen, müssen Druck und Temperatur während des Verarbeitens konstant sein.

Umblättern, reiben und den Frühling in die Nase holen. Und so wird‘s gemacht: Das Motiv wird zunächst vierfarbig mit konventionellen Offset-Farben gedruckt. Anschließend wird über die Lackwerke spotlackiert, wobei FAKTEN zunächst ein Mattlack und daran anschließend der Duftlack mit Fliederaroma aufgetragen werden. Ein weiterer Glanzlack schützt die übrigen Bildbereiche vor mechanischer Beschädigung beim Rubbeln.

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Mörike, Eduard (1804-1875)

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CREATION

Der Blumen-Code Redensarten wie „etwas durch die Blume sagen“ oder „lasst Blumen sprechen“ kannte man schon im Mittelalter. Bereits vor hunderten von Jahren war der Blumencode eine besondere Art, um Botschaften ganz diskret zu übermitteln. Durch das Übergeben von Blumen und Blumengebinden drückten die Menschen ohne Worte Gefühle, Hoffnungen und Wünsche aus. Zwar sind diese geheimen Botschaften heute, in Zeiten von SMS und E-Mail weitgehend überholt, dennoch verschenken wir immer noch Blumen mit gewissen Absichten. Damit Sie in diesen Frühlingstagen und darüber hinaus in Sachen „Blumen“ stets auf der sicheren Seite sind, haben wir unser Augenmerk in dieser Ausgabe auf die Blumensprache gerichtet. Rot: Rot ist die Farbe der Liebe. Rote Rosen oder Nelken sind deshalb ein unmissverständliches Zeichen für innige Liebe. Je dunkler das Rot, desto größer Zuneigung und Leidenschaft. Gleichzeitig steht Rot auch für Entschlossenheit und Tatkraft. Rosa: Ein zartes Rosa deutet sanfte Gefühle an, die sich im Laufe der Zeit noch entwickeln können. Rosafarbene Sträuße versprühen deshalb häufig eine romantische Atmosphäre, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Gelb: Leuchtendes Gelb zeigt Lebensfreude und Sorglosigkeit. Es symbolisiert als Farbe der Sonne auch Energie und Wärme. Deshalb werden gelbe Blumen gerne zur raschen Genesung überreicht. Oft signalisiert die Farbe auch Freundschaft. Vorsicht: Gelbe Rosen können auch auf nachlassende Gefühle hindeuten. Weiß: Weiße Blüten bedeuten Ehrlichkeit und Unschuld. Besonders ältere Personen bringen weiße Blumen aber oft mit dem Tod in Verbindung, denn lange Zeit galten weiße Blumen als typische Friedhofsblumen.

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Blau: Geheimnisvolle Romantik, Liebe und Sehnsucht symbolisieren blaue Blumen. Sie versprechen Treue und Beständigkeit. Orange: Die Farbe Orange steckt voller Energie. Sie steht für Wärme und Ausdauer, im übertragenen Sinne auch für Optimismus und Lebenslust. Violett: Violett zeigt Individualität an und signalisiert Würde. Ein in violett gehaltener Blumenstrauß ist deshalb etwas Besonderes und transportiert unaufdringliche Herzlichkeit. Die Farbe Violett zeigt manchmal auch mystische oder spirituelle Beziehungen an.

Anlässen, wie beispielsweise einem runden Geburtstag, schenkt man in Europa ungerade Blumenzahlen: eins, drei, fünf, sieben, neun oder elf Blumen. In Fernost hingegen muss die Anzahl der Blumen durch zwei teilbar sein (Ausnahme ist die Vier, denn diese gilt als Unglückszahl!). Schließlich gibt es noch bestimmte Kriterien für die Übergabe der Blumenpräsente zu beachten. Sträuße sollten ausgewickelt überreicht werden, nur Transparentfolien bilden die Ausnahme. Kommt das Blumengeschenk von einem Paar, so überreicht der Mann die Blumen. Schenkt man die Blumen einem Paar, so übergibt man sie der Dame. Sind viele Gäste geladen, sollte am Blumengeschenk eine handgeschriebene Karte befestigt sein.

Grün: Viel frisches Grün gibt einem Blumenstrauß vor allem Natürlichkeit. Im Volksmund steht Grün für die Hoffnung, aber auch für Lebendigkeit und Neuanfang. Saftig grüne Blätter strahlen Kraft aus. Doch nicht nur die Farbe hat eine komplexe Bedeutung, auch die Blume selbst überbringt eine Botschaft. Zum Beispiel sollen Schneeglöckchen Trost spenden, Margeriten wollen sagen: „Du machst mich glücklich.“ Rosen drücken Zuneigung oder Freundschaft aus. Gladiolen und Tulpen hingegen symbolisieren Stolz. Da die Bedeutungen hier sehr weit reichend sind, sollte man sich im Voraus hinreichend über den Geschmack des Adressaten informieren. Von Kakteen und Trockenblumen ist allerdings ganz abzusehen. Ein weiteres kniffliges Kapitel ist die Anzahl der Blumen. Außer zu besonderen

Wenn Sie Angst haben, eine ungewollte Botschaft T I P P zu senden, kombinieren Sie am besten mehrere Farben in einem bunten Strauß. Dadurch verlieren einzelne Farben an Bedeutung.

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METTAGE

Fliegende Heftköpfe Die Zeiten sind vorbei, in denen sich Kunden bei Printaufträgen auf einen Sammelhefter einstellen mussten. Der Stitchmaster ST 450, die neue Sammelhefter-Generation von Heidelberger, kann dank automatisierter Vorgänge als „mitdenkende Maschine“ bezeichnet werden. Er kann sich mühelos auf die verschiedenen Printprodukte einstellen. Fortwährend transportieren die Bogenanleger die Signaturen an den Stationen des Stitchmasters ST 450. Mit einem dumpfen „Klapp“ werden die Klammern präzise ins Papier gedrückt, sofort rückt der nächste Bogen nach. 14.000 Broschüren verarbeitet die Maschine auf diese Weise innerhalb einer Stunde. Bei modernen Medien gehören heute Beileger wie Booklets, Karten, Warenproben oder CDs einfach dazu. Dabei ist der mechanische Helfer mehr als nur eine stumme, vor sich hin arbeitende Maschine, er denkt regelrecht mit. „Der Stitchmaster ist sehr flexibel einsetzbar, an jeder Position der Sammelkette anzustellen, verschieb-, höhenverstell- und kippbar, deshalb können wir Beileger unproblematisch auch an ganz ungewöhnlichen Stellen aufspenden“, so Arnfried Sittner. „Dadurch können wir unseren Kunden besonders außergewöhnliche Produkte offerieren, der

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Stitchmaster stellt sich hier auf das Produkt ein und nicht umgekehrt.“ Ein Thema, das momentan auch auf breites Interesse stößt, ist die Individualisierung von Printprodukten. Hier spielen die Vorteile der zentralen Steuerung des ST 450 eine wichtige Rolle: Beim selektiven Binden werden Inhalte auf verschiedene Zielgruppen oder Regionen angepasst. Für diesen Prozess definiert der Dateimanager des ST 450 über einen Verteilungsschlüssel, welche Falzbögen zu jeweils einer regionalen Version zusammengeheftet werden. Das Sammelheften war in Druckereibetrieben bisher von Unterbrechungen geprägt, Störungen bei der Fertigung an der Tagesordnung: „Häufig war der Output des Sammelhefters deutlich geringer, als die eigentlich mögliche Leistung, längere Produktionszeiten waren deshalb keine Ausnahme“, so Arnfried Sittner.

Der neue Sammelhefter wurde deshalb mit dem Ziel entwickelt, Fehler entweder erst gar nicht entstehen zu lassen oder sie automatisch zu berichtigen, so werden Produktionsprozesse noch schneller und zuverlässiger. Hierzu tragen zum Beispiel Funktionen wie der „Übergreifer“ bei. Eine falsch gefalzte Signatur im Anleger wird sofort erkannt. Automatisch packt der „Übergreifer“ zu, zieht die Signatur aus dem Registeranschlag und vermeidet dadurch den Maschinenstopp. Ein weiteres innovatives Tool des Stitchmasters ist das zentrale Controlling: Es prüft automatisch, ob das Produkt komplett ist, bevor es den Sammelhefter verlässt. Ist das Printerzeugnis unvollständig, wird die Broschüre noch einmal neu geordert und geheftet. Die perfekt abgestimmten Prozesse des ST 450 tragen bei Kessler Druck + Medien dazu bei, die Produktionszeiten deutlich zu verkürzen und konstant fehlerfrei zu produzieren.

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METTAGE

„Anker auf“ für kreatives Marketing Einer für alle und alle für einen. In der heutigen Zeit, in der Global Player kleinere Unternehmen reihenweise in die Knie zwingen, ist es für diese überlebenswichtig, an einem Strang zu ziehen. Besonders gut klappt das in der Kooperation von Unternehmen, bei denen das Miteinander zuhause ist – wie bei Büroring und Kessler. Manchmal brauchen Veranstaltungen ein ganz besonderes Ambiente. Damit die Botschaft bei den Teilnehmern auch richtig gut ankommt. So entschied sich das Marketingteam der Büroring eG, einem Zusammenschluss von über 370 unabhängigen Bürofachhändlern, ein Kundenevent aufs Wasser zu verlegen. Schon die Einladung sollte diesem besonderen Anlass gerecht werden. „Es handelte sich um eine ganz ausgefallene Veranstaltung auf einem Schiff, dies sollte dementsprechend dargestellt werden. Im Team entwickelten wir dann gemeinsam die Idee zu einer Karte in Form eines Kreuzfahrtdampfers“, so Marketingleiter Thomas Fröber. Nun möchte eine schlagkräftige Franchise-Organisation wie Büroring im Interesse ihrer Partner solche sehr speziellen

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Ideen natürlich schnellstmöglich und mit professioneller Hilfe in die Tat umsetzen. „Mit dem Druckdienstleister Kessler haben wir hier den passenden Partner gefunden“, sagt Fröber. „Wir liefern die Ideen, Kessler kümmert sich um die Ausführung und gibt bei eventuellen Problemen schnelle und zuverlässige Hilfestel-

lung. Dabei arbeiten unsere Teams Hand in Hand, sodass die Abwicklung der Aufträge ausgezeichnet ausgeführt wird.“ Aufträge wie die Einladungskarte sind sozusagen die Sahne auf dem Kuchen einer langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem Handels-

unternehmen und den Bobinger Druckdienstleistern. Ein großes Segment der Büroring Marketing Center GmbH ist die Bereitstellung von Katalogen, die das umfangreiche Sortiment von Büroring abbilden. Zuletzt hatte das Marketingteam sich zum Ziel gesetzt, die Kataloge des Unternehmens ungewöhnlicher und wertiger zu gestalten. Herausgekommen ist in der Ideenschmiede in Haan/Westfalen der Bürofachkatalog in Lederoptik-Hardcover. „Dadurch wird der edel verpackte Katalog zum Schmuckstück auf jedem Schreibtisch und ist kein schnelles Wegwerfprodukt mehr, außerdem ein sehr gutes Instrument, sich gezielt von der Konkurrenz abzuheben.“ Das Ergebnis kann sich sehen lassen, wie Thomas Fröber betont: „Auch hier haben wir gemeinsam mit Kessler einen optimalen Weg zur

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Aktionsflyer, Prospekte, Hauszeitungen und Kataloge. Mit ihrem Online-Marketingprogramm rundet die GmbH ihr Servicekonzept ab, angeboten werden vor allem umfassende Programmierung und Pflege von Onlinepräsenzen. Bei der Bereitstellung der Printmedien zur Verkaufsförderung bleiben für die Partner in der Genossenschaft keine Wünsche offen.

Verwirklichung unserer Ideen gefunden. Kessler hat uns dabei mit vielen Empfehlungen und Mustervorschlägen unterstützt. Wir haben mit Kessler wirklich eine symbiotische Kooperation, die beiden Seiten sehr viel Spaß macht.“ Stichwort „symbiotische Kooperation“. Die gehört auch zu den Geschäftsprinzipien der als Genossenschaft firmierenden Büroring eG. Ihre Mitglieder, die Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Arbeitsplatz anbieten, sind zugleich Teilhaber und Geschäftspartner der Büroring eG unter voller Wahrung ihrer unternehmerischen Freiheit. Die Vorteile für Fachhändler werden deutlich, wenn man das umfangreiche Leistungs- und Servicespektrum von Büroring eingehend betrachtet.

durchorganisierte Palette an Marketingund Verkaufsförderungsinstrumenten zur Verfügung. Dies fällt in den Kompetenzbereich der Büroring Marketing Center GmbH. Das fünfköpfige Team um Thomas Fröber konzipiert Kampagnen sowohl in klassischen als auch in neuen Medien. Das Portfolio der Büroring Marketing Center GmbH umfasst Zeitungsanzeigen,

Im Fokus der Büroring Marketing Center GmbH stehen innovative Ideen. Konkurrierende Global Player sind im Bereich Marketing gut aufgestellt, hier ist die Anforderung, ein entsprechendes Gegengewicht zu bilden. Das Team von Thomas Fröber sucht immer wieder neue Ansätze, um die Büroring eG und ihre Mitglieder optimal zu positionieren. Ein Beispiel ist die ausgefallene Designidee für die exklusive Einladungskarte. Cornelia Sittner, Vertriebschefin bei Kessler Druck + Medien: „Wir haben in unserem Haus schon viele anspruchsvolle und aufwändige Ideen im Druck umgesetzt, aber dank Büroring konnten wir jetzt erstmals ein Schiff vom Stapel lassen. Die Umsetzung haben wir alle als Herausforderung empfunden – und bei der Realisierung riesigen Spaß gehabt.“

Fünffach gut – das Marketingteam der Büroring eG

Die Büroring eG unterhält unter anderem ein Zentrallager, in dem für die Mitglieder eine breite Palette an Leistungen rund um das Thema Logistik und Bestellung bereitgestellt wird. Zum Leistungspaket gehört auch eine kostenfreie Rechtsberatung durch einen renommierten Juristen. Bis zu einer halben Stunde monatlich können die Büroring-Mitglieder diesen Service für alle Angelegenheiten, die unmittelbar mit ihrem Unternehmen in Zusammenhang stehen, kostenfrei in Anspruch nehmen. Wie in allen Handelssparten ist die Werbestrategie ein wichtiger Baustein des Erfolgs. Die Büroring eG stellt ihren Kunden in diesem Bereich eine umfassende und

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METTAGE

Glänzende Aussichten Im medialen Zeitalter ist die Ressource „Aufmerksamkeit“ ein knappes und wertvolles Gut. Für den Einsatz von Printmedien wie auch für Verpackungen von Lifestyle-Produkten gilt: Je hochwertiger das Design der Druckerzeugnisse, desto größer ist die Chance, aus der Masse an Informations- und Produktangeboten herauszustechen. Ganz neu im Bereich der Veredelung von Printerzeugnissen ist der Metallic-Effektlack MiraFoil. Dieses neue Produkt aus dem Hause Henkel lässt Oberflächen in einem brillanten, metallischen Glanz erstrahlen. Das Produkt liegt voll im Trend, denn die Nachfrage nach hoch veredelten Produkten hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Immer öfter stehen spezielle Metallic-Veredelungen auf der Wunschliste von Druckerei-Kunden. Der Effektlack MiraFoil wird dabei selbst höchsten Ansprüchen gerecht, außerdem vereint er zugleich ökonomische wie ökologische Anforderungen an einen modernen Effektlack in sich. Bestehend aus hoch reflektiven, mikrofeinen

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Aluminiumplättchen verleiht der UV-vernetzende Lack Papier- und Kunststoffuntergründen ein strahlendes Aussehen, ähnlich einer Silberfolie. Durch den Auftrag einer Farbschicht lassen sich auf diese Weise alle metallischen Farben in täuschend echter Optik erzeugen, die grafische Produkte perfekt in Szene setzen. Silberne, goldene oder metallisierende Objekte erscheinen dadurch besonders authentisch und vermitteln dem Betrachter ein Gefühl von Echtheit und Wert. Das Besondere an diesem Verfahren: Im Unterschied zu herkömmlichen Veredelungstechniken kann MiraFoil selektiv in den ausgewählten Zielbereichen appliziert werden und garantiert aufgrund

seiner hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit einen effizienten Druckprozess. Bisher ließen sich eine vergleichbare Optik und Haptik nur durch eine zusätzliche, aufwändige Heiß,- oder Kaltfolienprägung sowie den Einsatz von Spiegelkartons erreichen. Ein weiterer Vorteil: Nicht verdrucktes MiraFoil kann direkt aus dem Druckwerk herausgepumpt und zu einem späteren Zeitpunkt wiederverwertet werden. Argumente, die auch den Druckereibetrieb Kessler Druck + Medien überzeugt haben. Als Spezialist bei der Anwendung von Effektlacken verwendet das Unternehmen aus Bobingen als eine der ersten Druckereien die innovative MiraFoilTechnologie.

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CHRONIK

Vom Trinkgefäß zum Erlebnis mit allen Sinnen „Rubinrot, leicht rauchiges Barrique-Bouquet, das im Abgang den Gaumen mit sanften Johannisbeeraromen streichelt.“ Solche, fast schon literarischen Beschreibungen werden gerne unter Weinkennern gebraucht. Besonders wichtig ist dabei der gute Tropfen selber, danach folgt das Gefäß, in dem der Wein kredenzt wird.

„Die feinsten Gläser für technische sowie hedonistische Zwecke werden von Riedel gefertigt. Die Wirkung dieser Gläser auf den Wein ist groß. Ich kann nicht oft genug betonen, welchen Unterschied sie machen.“ Robert M. Parker, Jr. – The Wine Advocate

Besonders viel Gedanken über die Einzigartigkeit der unterschiedlichen Weine hat sich die Traditionsfirma Riedel seit jeher gemacht. Um die Glasbläser der Manufaktur ranken sich Legenden und schier unglaubliche Erfolgsgeschichten. Sie reichen im Grunde noch weiter zurück als 250 Jahre. Gemäß dem Familienmotto, „stets die Glut zu schüren, nicht die Asche zu hüten“, kam es in jeder Generation zu neuen Entwicklungen. So präsentierte Claus Riedel 1961 erstmals seine Untersuchungen und Vorstellungen von einem Weinglas, das den eigenen Stil eines Weines betonte – „form follows function“ lautete sein Credo. Damit unterschied sich die Firma Riedel mehr denn je von der Konkurrenz, deren Gläsermode ausschließlich von ästhetischen und nicht funktionellen Gesichtspunkten bestimmt war. 1973 wurde die mundgeblasene und handgefertigte Serie „Sommelier“ vorgestellt. Ein revolutionäres, neues Konzept, das mit internationalen Auszeichnungen überhäuft wurde und die Welt der Weingläser für immer verändern sollte. Jedes Glas ist eine Einzelanfertigung: die Oberteile in Formen geblasen, Stiel und Boden von Hand geformt nach Fertigungsmethoden, die zu Christi Geburt entwickelt wurden. Das Gesamtgeschmackserlebnis eines erlesenen Weines setzt sich aus vielen einzelnen Teilen zusammen, die richtige Temperatur ist dabei genauso wichtig wie die Körperhaltung oder das richtige Trinkgefäß. Welche Wei-

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ne von Weintrinkern präferiert werden, entscheidet aber allein die Nase! Der Geruchssinn ist im Stande, viele hundert verschiedene Aromen zu definieren. Die Geschmacksknospen im Mund des Menschen unterscheiden gerade einmal vier Eindrücke: sauer, süß, bitter und salzig. Die Qualität eines großen Weines zeigt sich besonders in seinem Bouquet. Ein wichtiger Teil des Genusses, den guter Wein bereiten kann, entsteht also in den Riechfeldern der Nase und des Nasenrachenraums. Deswegen lohnt es sich, ein Weinglas vor jedem Schluck zu schwenken, damit sich das Aroma voll entfalten kann, und anschließend daran zu riechen. Vanillearomen, ein leichter Hauch von Kirschen oder Aprikosen, ein Geruch, der an Holz, Leder und Teer erinnert oder eine Mischung aus Honigmelone und Gras – die Beschreibung des Weingeruchs ist eine Kunst für sich, Weinliebhaber haben diese oft bis ins kleinste Detail perfektioniert. Damit sich der Geschmack des Weines besonders gut entfalten kann, werden Weine vor dem Genuss dekantiert, ein wichtiges Ritual für Weinkenner. Aber nicht nur ältere, edle Weine können dekantiert werden, der französische Winzer Christian Moueix über das Dekantieren von Weinen: „Ich bevorzuge das Dekantieren sowohl junger als auch alter Weine. Bei alten Weinen ist das Dekantieren ein Zeichen von Respekt, bei jungen Weinen ein Zeichen von Vertrauen. Das Dekantieren alter Weine kurz vor dem Servieren bewirkt, dass

Farbe und Reinheit nicht durch ein Depot getrübt werden, das sich im Laufe der Lagerung gebildet haben mag. Das Dekantieren junger Weine mehrere Stunden vor dem Servieren gibt dem Wein die Möglichkeit, sein Bouquet zu entfalten, jenen Grad der Reife zu erlangen, der sonst nur durch jahrelange Lagerung erreicht wird.“ Auch bei den Dekantern entwickelt die Glasmanufaktur Riedel ständig Innovationen, zuletzt die Modelle Flamingo, Paloma und Swan. Sie bestechen durch ihr auffallendes Design und sind dabei perfekt ausbalanciert. Entworfen und umgesetzt wurden die Dekanter in der erstmaligen Design-Zusammenarbeit von Georg J. und Maximilian J. Riedel. Die neuen Dekanter sind das aktuelle „Must Have“ für Design-Liebhaber und Kenner gehobener Weinkultur.

Gewinnspiel Aus welchem Glas lässt sich am besten Rotwein RÄTSEL genießen? Schicken Sie eine E-Mail mit dem richtigen Lösungsbuchstaben an kesslerreport@kesslerdruck.de und mit etwas Glück gewinnen Sie einen der neuen Dekanter von Riedel.*

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* Rechtsweg und Barablösung der Gewinne sind ausgeschlossen. Die Gewinner werden von uns schriftlich benachrichtigt.

Impressum HERAUSGEBER:

Tel.: +49 821 4405-420

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KESSLER report 01/08

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Genießen Sie den Frühling und freuen Sie sich schon jetzt auf den nächsten „KESSLER report“ im Juni 2008.

super  

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