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Gute Nachrichten aus Ober St. Veit

44. | Ausgabe Winter 2009 - Viel Spaß beim Lesen wünschen die Kaufleute Ober St. Veit

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Seite 2 - Editorial Manfred Pazelt

Seite 3 - Krampus & Nikolo kommen

Seite 4 - Vorstellung „Historischens Ober St.Veit“

Seite 5 - Georg Strnadt zum 100. Geburtstag

Seite 6 - Erfolg für Sandra Fellner/Johann Nastas

Seite 7 - Ihre Kaufleute in Ober St. Veit

Seite 8 - Widmungsgeschichte Einsiedeleigasse 4–6

Seite 10 - Der Seite 11 - Kann die Politik Veranstaltungskalender den Ortskern retten? Gute Nachrichten aus Ober St. Veit

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Unsere Verpflichtung als Ober St. Veiter Kaufleute ist es, diese spürbar und erlebbar zu machen, sodass sich unsere Kunden in einer angenehmen Umgebung wohlfühlen und immer wieder kommen. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit im Verein der Kaufleute. Ihr Manfred Pazelt

Manfred Pazelt Leiter der Erste Bank Filiale Ober St. Veit

Editorial

DE ZEIT ZUM GRATULIAN

Zwei Jahre und kein bisschen müde!

Liebe Ober St. Veiter! Als ich im Jahr 2007 die Leitung der Erste Bank Filiale Ober St. Veit übernommen habe, war mir klar, dass ich dem Verein der Kaufleute beitreten wollte, da der Verein einen guten Ruf hatte und hier meine Interessen als Kaufmann in Ober St. Veit gut vertreten schienen. Ich kam aber bald darauf, dass der Erfolg des Vereins im Grossen und Ganzen von den Vereinsmitgliedern abhängt, was ja beim alljährlichen Grätzlfest den Ober St. Veitern sehr gut vermittelt werden kann. Auch der Nikoloumzug ist eine Veranstaltung für Jung und Alt, die seit Jahren gut ankommt und bei der die Kaufleute in Ober St. Veit präsent sind. So war es für mich eine Ehre, als ich 2008 gefragt wurde, ob ich im Vorstand mitarbeiten wolle. Erst ab dem Zeitpunkt wurde mir bewusst, welche Arbeit hier geleistet wird und welcher Aufwand hinter der Organisation der diversen Förderungsmaßnahmen steht, auch wenn diese im Laufe der Jahre seit Bestehen des Vereines zur Selbstverständlichkeit wurden. Große Events sind sinnvoll und notwendig. Ich denke aber, dass wir als Kaufleute im Grätzl laufend im Gespräch bleiben müssen. Dazu wären viele kleinere Veranstaltungen wünschenswert. Der Verein bzw. der Vorstand kann zwar eine Plattform bieten, letztendlich liegt es aber an der Kreativität und dem Einsatzwillen der Vereinsmitglieder, um Ober St. Veit für die Ober St. Veiter immer wieder spürbar zu machen. Ein Versuch war der am 9. 10. 2009 veranstaltete Weinrundgang, der von den Kunden der einladenden Betriebe mit Begeisterung wahrgenommen wurde. Für uns ist dies eine Bestätigung, dass auch Veranstaltungen im kleineren Rahmen dem ganzen Grätzl gut tun. Ich denke, die Ober St. Veiter haben großes Interesse an einer funktionierenden Infrastruktur und Ihnen ist bewusst, dass diese nur bei entsprechender Nutzung Bestand hat.

S‘kumt wida de zeit zum gratulian do soi da mensch kan grant faschpian wos i so wem und wem i wos schreib i wißt ma an bessan zeitfatreib dazua wo ollas teira wiad des weamste heaz wiad dabei miad da schenste kristbamlichtaschtroi is teira ois des lezte moi sogoa des porto kost jezt mea do foid am s‘schreibm besondas schwea doch gibts noch ima a boa leid aun de i denk und wos mi gfreid drum schreib i heit und gratulia wo i a woams menschnheaz faschbia auch Ihnen so wias ima woa ein schönes fest – prosit neujahr!

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Ober St. Veiter Blatt‘l

Georg Strnadt


Kinder, in Ober St. Veit ist wieder was los!

Krampus und Nikolo kommen

und nachher die Perchten

Am Freitag, den 4. Dezember 2009, ab 15 Uhr Das Einkaufsgebiet in Ober St. Veit gilt als besonders kinderfreundlich. Rund ums Jahr sind die Kaufleute des Grätzls bemüht, nicht nur ihren „großen“ Kunden, sondern auch den kleineren ein abwechslungsreiches Angebot, Spiel, Spaß und Abenteuer im Rahmen ihrer Feste und Veranstaltungen zu bieten. Fixpunkt in diesem Bemühen ist der traditionelle Nikoloumzug! Auf ihrem Weg durch Ober St. Veit, der in der Glasauergasse Höhe Silvinggasse beginnt, verteilen Nikolo und Krampus an alle Kinder kleine Geschenke und sorgen für eine angenehme vorweihnachtliche Stimmung. Einige der bei den Stationen genannten Kaufleute bieten zusätzliche „Zuckerl“ an, wie zum Beispiel die Bäckerei Schwarz mit ihrer leckeren Weihnachtsbäckerei. Danach wird in den umliegenden Heurigenbetrieben weiter gefeiert. Der Verlauf der Kutschenfahrt ist auf dem rechts dargestellten Plan ersichtlich und darunter die Stationen, wo Krampus und Nikolo persönlich begrüßt werden können. Nach Beendigung des Nikoloumzugs findet am selben Tag ab etwa 17:30 Uhr auf dem Platz zwischen Schule und Alter Weinhütt`n auch ein Perchtenlauf statt! Es werden echte Tiroler Perchten kommen, organisiert vom Inhaber der Tiroleralm, Herrn Peter Zorzi.

Station 1: 15:00 Uhr Bautischlerei Fellner, Gastbetriebe Steinmetz, Heuriger Schneider Gössl, Kleine Ober St. Veiter Bierstube, Zum Zitta Station 2: ca. 15:20 Uhr Gabriele‘s Haar-Atelier, Immoinvest Issel, Optiker Prior Station 3: ca. 15:45 Uhr Bäckerei Schwarz Station 4: ca. 16:20 Foto Prudlo, Korkisch Energie Station 5: ca. 16:45 Kurzwaren Widhalm Station 6: ca. 17:00 Uhr Coiffeur Hebenstreit, Produkte aus Niederösterreich Station 7: ca. 17:20 Uhr Bäckerei Schwarz, Bildhauer Karnutsch, Bücher&Geschenkeladen, Energy Island, Erste Bank, Fahrschule Hietzing, Fleurop, Ger-Ger Kindermoden, Haarscharf, Hietzing.at, Imker Hirtzi, Moden Massing, Pacofact Print, Porsche Hietzing, Raika, Rechtsanwalt Hemetsberger, Uniqa Versicherungen. Anschließend Perchtenlauf. Informationen auch auf

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Gute Nachrichten aus Ober St. Veit

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„Memini Sancti Viti“ – Die Ober St. Veiter Handwerks-, Gewerbe- und Vereinsgeschichte ist ab Anfang Dezember im Handel erhältlich.

alten Dokumenten, Geschichten und Fotos zu suchen. Vor allem aber interviewte er unzählige Zeitzeugen, die teilweise selbst noch in den Unternehmen ihrer Eltern standen oder sich an deren Erzählungen erinnern können. Viele kleine und größere Unternehmen, ja sogar die einstige Industrie wurden aufgenommen, und die Arbeit wurde immer umfangreicher. Schließlich fanden auch Auf Initiative von KR Gerhard Korkisch noch die Vereine Eingang. Haben wir in Ober St. Veit geschrieben von Dr. Josef Holzapfel wirklich so viele Unternehmen gehabt? Doch, denn alle Lange Jahre führte mich mein „Morgenspaziergang“ Einkäufe mussten vor 50 Jahren noch zu Fuß erledigt von der Wohnung in der Firmiangasse zur Arbeit in die werden und dafür war die Nahversorgung auf kurzen Testarellogasse. Vor meinem geistigen Auge stehen noch Wegen notwendig. Außerdem waren viele der Betriebe die vielen Geschäfte auf diesem kurzen Stück Weges. wichtige Kommunikationszentren. Auch das kulturelle Schon an der Kreuzung Firmiangasse/Auhofstraße Leben war ein intensives „Miteinander“ in der Region. waren drei Straßenecken von Betrieben besiedelt: dem Einige der im Buch angeführten Jahrzehnte alten FamiCafé Auhof, dem Konsum und dem Steinerwirt. An das lienunternehmen sind auch Mitglieder der IG Kaufleute Kaffeehaus schloss ein Greißler, rechts Ober St. Veit. vom Konsum waren eine Trafik und ein Dieses Buch ist ein Nachschlagwerk, Friseur, und auf der anderen Seite die voll mit Erinnerungen über alte, nicht kleine Drogerie Trittenwein, wo links mehr vorhandene Unternehmen und neben dem Eingang das Petroleumfass einige, die es heute noch gibt. Ich danke stand (es gab noch in vielen Haushalten Herrn Dr. Holzapfel für die Jahre, die keinen Strom). Mein weiterer Weg in der er diesem fast schon wissenschaftlichen Auhofstraße war von einem Milchladen Werk gewidmet hat und seiner Familie, gesäumt, wo noch mit einem Ziment die die dies tolerierte. Ich danke auch unserem Milch in die Kannen und später in die FlaDirektor des Hietzinger Bezirksmuseums, schen eingefüllt wurde, weiters von einer Herrn Prof. Felix Steinwandtner, selbst Papierhandlung, einer Gemüsehandlung, einmal Fleischhauer, für die vielen Fotos, dem Fleischhauer Schütz und gegenüUnterlagen und Hinweise. Ich danke auch ber einer Parfümerie. Am nächsten Eck den vielen Familien, die bereit waren, KR Gerhard Korkisch war die Bäckerei Schwarz, dann das Herrn Dr. Holzapfel mit Informationen Auhof-Kino, die Wäscherei und Putzerei Steinfest, die und Unterlagen zu unterstützen. Konditorei Gmatl und an der Ecke zur Testarellogasse Ich wünsche Ihnen viel Freude auf dieser Reise von ein kleines Lebensmittelgeschäft. Auf der anderen der oft weit zurückliegenden Ober St. Veiter WirtschaftsSeite der Auhofstraße ein Installateur, eine Wein- und und Vereinsvergangenheit bis in die Gegenwart. Gemüsehandlung, eine Lotto-Toto-Annahmestelle, ein Kommerzialrat Gerhard Korkisch Fleischhauer, ein Fotograf und ums Eck eine Lebensmittelhandlung, daneben noch eine kleine Konditorei. Das Buch (ca. 600 Seiten A4) wird Anfang Dezember 2009 Viel Gewerbe auf einem Weg von nur ca. 300 m, und erscheinen und in folgenden Geschäften zum Preis von wie viele Unternehmen sind heute noch vorhanden? Wie € 48,– erhältlich sein: viele Traditionsbetriebe mit jahrzehntelangem Bestand Bücher&Geschenkeladen, Historisches gibt es überhaupt noch in Ober St. Veit? Hietzinger Hauptstraße 147 Ober St. Veit Schon lange hat mich der Gedanke beschäftigt, die Bautischlerei Fellner, Geschichte dieser Traditionsbetriebe für unsere NachGlasauergasse 24 kommen zu dokumentieren. Doch wer sollte dies tun, Immoinvest, Firmiangasse 47 da ich mich dazu nicht geeignet hielt? Mein Wunsch Korkisch Energie, war, Herrn Dr. Holzapfel für das Projekt zugewinnen. Er Auhofstraße 120a gestaltet schon viele Jahre mit viel Liebe das „Ober St. Massing Moden, Veiter Blatt’l“, schreibt Artikel und verfasste auch das Hietzinger Hauptstraße 145 Buch „Die siebente Farbe“. Als „alter“ Ober St. Veiter Handwerks-, GewerbeProdukte und Spezialitäund Vereinsgeschichte ten aus NÖ, sagte er spontan zu, ohne dass wir beide ahnten, was aus Memini Hietzinger Hauptstraße 142 den geplanten paar Seiten werden sollte. Sancti und im Online-Shop Viti Dr. Holzapfel begann zu recherchieren, in der Ober auf www.a1133.at St. Veiter Heimatrunde und im Bezirksmuseum nach

Historisches Ober St. Veit

Dr. Josef Holzapfel

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Ober St. Veiter Blatt‘l


Georg Strnadt

wäre heuer 100 Jahre alt geworden

Georg Strnadt (1909–1980) war von Beruf Antiquitätenhändler und vor allem musikalisch begabt. Er fühlte sich der Klassik zugetan und hatte sich in der Jugend der Pflege des Volksliedes und Volkstanzes gewidmet. Seit seiner Verehelichung mit Inge Kruppa wohnte er in der Prehausergasse 18. Mit seinem dichterischen Werk begann er erst 1962, als er im Freundeskreis sein erstes Gedicht „Auferstehung in Perchtoldsdorf“ vorlas. In rascher Folge schrieb er Gedichte von wienerisch beschwingter Poesie, und obwohl er seine Zeit sehr kritisch betrachtete, sind sie eine Liebeserklärung an die Donaustadt und ihre Menschen. Der beliebte Burgschauspieler Richard Eybner hatte die Gedichte erstmals im Jahre 1964 zum Vortrag gebracht und schon im Dezember 1965 stellte Georg Strnadt sein erstes Buch: „Aus da mitlan lod“

vor. Es kam zur Herausgabe von 4 weiteren Büchern („Gschimpft gredt und graunzt“, „Wossa und Wein“, „Waunzn, flee und läus“ und „De faschiamaschin“). Eines seiner Gedichte – „Des lebm is nix weat“ – vertonte er als volkstümliches Couplet. Sein Anliegen war es, die Wiener Umgangssprache in ihrer Schönheit mit gehaltvoller Wiener Musik zu einem echten Klangbild zu vereinen und dadurch die Wiener Atmosphäre zum Ausdruck zu bringen. Er veranstaltete sowohl in Wien, als auch in anderen Städten und Ortschaften ungezählte Wiener Abende und sprach seine Gedichte meistens selbst, immer begleitet von gediegener Alt-Wiener Schrammel-Musik. Auch im Radio und Fernsehen kam der Autor zu Wort. Durch Heinz Conrads, Richard Eybner, Fritz Lehmann und viele andere hervorragende Interpreten wurden die Gedichte weithin bekannt. Eine von der Witwe Inge Strnadt zusammengestellte Gesamtausgabe der Gedichte aus diesen Büchern und weiteren Gedichten aus dem Nachlass wurde 1992 herausgebracht. Darüber hinaus gibt es zwei Schallplatten und ein Doppelalbum, auf denen Richard Eybner, Fritz Lehmann und Heinz Conrads seine Werke mit Begleitung von Schrammel-Musik vortragen. Der Seniorenklub Ober St. Veit veranstaltet am Samstag, den 19. Dezember 2009 ab 16:00 Uhr im Pfarrsaal aus Anlass des 100. Geburtstages eine Dichterlesung mit Georg Strnadts Sohn Günther Strnadt, Prim. Dr. Franz Böhmer, Prof. Karl Hodina und Rudolf Koschelu.

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Eine Ober St. Veiterin

Foto: Elisabeth Eliasch

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� ��������� Turniertanzen oder allgemein der Tanzsport ist eine ��� �� ���������� �� �� � � Kunstsportart, die sich im Laufe des 20. Jahrhunderts aus dem Gesellschaftstanzen weiterentwickelt hat. Dem���������� entsprechend werden in den einzelnen Disziplinen dieser Sportart (Latein, Standard, Kombination und Formation) � die aus den Gesellschaftstänzen bekannten Tanzarten ������������������������ ����������������������� ������������������������������������� ����� ����� ��������� ����� �������� gefordert, doch wurden die Figuren und Bewegungen ��� ���������� �������������������������� immer raumgreifender und sportlicher. Wer heute Tanzen als Sport betreiben will, muss bei einem Tanz-Sportclub im Österreichischen Tanz-Sportverband Mitglied sein. Tanzturniere werden in verschiedenen Alters- und Wir wünschen allen Kunden und Freunden Leistungsklassen ausgetragen. Von der Alterseinteilung her gibt es die Klassen Schüler I, Schüler II, Jugend, Hauptklasse, Senioren I, II, III und auch noch „höhere“ Alterstufen. Die niedrigste Leistungsklasse, in der man nach ausreichendem Training üblicherweise startet, ist die D-Klasse. Der Aufstieg in die nächsthöhere Klasse (C, B, A und letztendlich S bzw. Sonderklasse als höchste Klasse) erfolgt nach Erreichen einer bestimmten Gesamtpunktezahl. Die Paare der Sonderklasse kämpfen um den Titel des Staatsmeisters in der jeweiligen Disziplin, aus den ersten 6 Paaren wird die jeweilige Nationalmannschaft gebildet, die ihr Land bei internationalen Bewerben vertritt. Beim traditionellen Ober St. Veiter Nikoloumzug Ein für Ober St. Veit bemerkenswerter Event waren freuen wir uns auf Ihren Besuch. Punsch, die Österreichischen Staatsmeisterschaften in den StanBäckerei und weihnachtliche Atmosphäre dardtänzen am 31. Oktober 2009 in der Arena Nova in Wr. erwarten Sie! Neustadt. Im ersten Wettbewerb dieser Veranstaltung, der Standard A-Klasse, war Österreichs größter Tanzsportclub, der Union Tanzsportclub Forum Wien, durch Sandra Fellner (Tochter des Ober St. Veiter Bautischlerehepaares Fellner) und Johann Nastas vertreten. Das neue Tanzpaar konnte sich nach nur 5 Monaten hartem Training, intensiven Vorbereitungen und dank einer sehr guten Betreuung Glasauergasse 24 gegenüber den 18 konkurrierenden Tanzpaaren durch1130 Wien setzen und den Titel „Österreichischer Meister in der AKlasse 2009” erringen. gehen, wo sie auf Anhieb ins Semifinale unter die Top 12 Mit diesem Sieg waren sie berechtigt, in der höchsten kamen! Wir gratulieren herzlich und wünschen viel Erfolg Turnierklasse, der Sonderklasse, erneut an den Start zu für die kommenden Turniere. hojos

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Frohe Weihnachten

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Ober St. Veiter Blatt‘l


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Frohe Weihnachten und ein Gutes Neues Jahr wünschen Ihnen Ihre Kaufleute in Ober St. Veit! Wi

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Gute Nachrichten aus Ober St. Veit

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Foto: Rudolf Wawra

Widmungsgeschichte der Einsiedeleigasse 4 und 6

Genealogie eines „Kompromisses“

Im Rahmen der zweiten Stufe der Eingemeindungen war 1892 auch Ober St. Veit nach Wien gekommen, und Wien war mit Ausnahme von Floridsdorf (kam 1904 dazu) und den 1954 nicht wieder ausgegliederten Teilen „Groß Wiens“ (z. B. dem heute zu Hietzing gehörenden Lainzer Tiergarten) seinem heutigen Ausmaß nahegekommen. Die im Sog der Industrialisierung und Zuwanderung maßlos und fast ungeordnet wachsende Stadt drohte zu dieser Zeit selbst an der Peripherie den ländlichen Charakter zu verlieren. Damals wurde für die Mitte des 20. Jahrhunderts mit einer Bevölkerung von vier Millionen Menschen gerechnet. Im Gegensatz zu anderen Bereichen von Wien wurden bis Ende des 19. Jahrhunderts in Ober St. Veit aber nur wenige Zinshäuser errichtet, sodass sich die soziale und bauliche Struktur des Ortes nur gering veränderte. Der Notwendigkeit einer ordnenden Hand und eines städtebaulichen Leitbildes wurde 1892 mit einem Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für einen „Generalregulierungsplan“ Rechnung getragen. Oft genannt wird in diesem Zusammenhang der mit dem 2. Preis bedachte Entwurf des in Penzing geborenen und in Ober St. Veit mit einer Straßenbenennung bedachten Architekten, Städteplaners und Fachautors Eugen Fassbender. Verwirklicht wurde aber keiner der eingereichten Entwürfe. Statt dessen wurden 1893 der Wiener „Bauzonenplan“ beschlossen und 1894 ein „Regulierungsbüro“ (später StadtbauamtsAbt. XIII für die Stadtregulierung) geschaffen, das die Vorgaben des Bauzonenplans in Regulierungsplänen relativ konsequent umsetzte. Daraus entstand die für Wien typische Gebäudehöhenstaffelung: Bauklasse V im 1.Bezirk; Bauklasse IV in den Bezirken 2 bis 9 und 20 sowie zum Teil im 10. und 22. Bezirk (Kaisermühlen); Bauklasse III außerhalb des Gürtels etwa bis zur Vorortelinie; die niedrigeren Bauklassen I und II nach außen hin anschließend und mit den durchgrünten Einfamilienhausgebieten zur freien Landschaft überleitend. Die für die Bauklassen festgelegten Höhen von mindestens 2,5 m und höchstens 9 m für die Bauklasse I bzw. mindestens 4,5 m und höchstens 12 m für die Bauklasse II waren natürlich in keiner Weise geeignet, in der Regel niedrigere dörfliche Altbestände zu sichern. Der Schutz alter Dorfkerne war allerdings kein Anliegen dieser Zeit, sondern eher der zügige Ersatz durch dichtere Baufor8

men. Der älteste Regulierungsplan, der auch die Häuser Einsiedeleigasse 4 und 6 umfasst, war der Plan Nr. 213 aus dem Jahr 1903. Darin waren im Wesentlichen der Bestand und die neuen Baulinien eingezeichnet. Auf die Bauhöhe wird im Text ganz allgemein mit folgender Formulierung Bezug genommen: „Die Verbauung in dem Gebiete von Ober St. Veit zwischen der Hietzinger Hauptstraße, der Einsiedeleigasse, der Ghelengasse und der Schweizertalstraße hat mit Wohnhäusern zu erfolgen, welche außer einem Parterre oder Tiefparterre bloß 2 Stockwerke erhalten dürfen, wobei ein Mezzanin als Stockwerk zu zählen ist. Höher ragende Gebäudeteile wie Türme, Giebel etc. sind gestattet. In der Vitusgasse und in der Einsiedeleigasse zwischen der Hietzinger Hauptstraße und der Einmündung der Vitusgasse zu beiden Seiten, von da aufwärts in der Einsiedeleigasse auf der Seite der ungeraden Nummern bis O. Nr. 29 können die Gebäude in geschlossenen Fronten errichtet werden. In der Einsiedeleigasse sind die geschlossenen Fronten jedoch nur zulässig, so weit sie heute bereits bestehen, dort wo Seitenabstände vorhanden sind, müssen dieselben im gleichen Ausmaße auch für die Zukunft beibehalten werden.“ Diese Regelung bedeutete den programmierten Tod der in diesem Gebiet noch großteils ebenerdigen historischen Verbauung. In weiteren Bestimmungen zeugt der Plan allerdings auch – von später weitgehend abhandengekommenem – ästhetischem Empfinden: Zaungitter durften die freie Durchsicht nicht behindern, und Feuermauern durften von der Straße aus nicht sichtbar sein. Auch sollten in geschlossenen Fronten vorhandene Lücken bestehen bleiben. Dies wurde mittlerweile vor allem bei den Häusern Einsiedeleigasse 4 und 6 ignoriert. Diese Bestimmungen galten bis weit in die 2. Republik, und den noch vorhandenen Rest unseres ländlichen oder vorstädtischen Ortskernes verdanken wir vor allem dem Geldmangel der kommenden Jahrzehnte. Erst in Plandokumenten ab dem Jahr 1965 wird auf die Erhaltung des alten Ortskernes durch bestandsorientierte Baulinien und durch Beschränkung der zulässigen Gebäudehöhe auf 7,5 m sowie durch Ermöglichung der Errichtung von Hintergebäuden ansatzweise Bedacht genommen.

Ober St. Veiter Blatt‘l


Ausschnitt des Plandokumentes 5553 vom 6. 11. 1978

Ein vielversprechender Schritt war die Altstadterhaltungsnovelle im Jahr 1972. Seitdem kann die Stadt Wien unabhängig vom Denkmalschutz Schutzzonen festlegen. Diese sollen charakteristische Gebäudeensembles vor Abbruch oder Überformung bewahren. Verankert sind sie im § 7 der Bauordnung für Wien. Die Schutzzonen in Wien sind ein Ergebnis der Weitsicht des Stadtplaners Prof. Roland Rainer, oft als „Flachbauer” bezeichnet. Er war Stadtplaner von 1958-1963, seine große Tat war die Verwerfung der Stadtregulierungspläne ab 1893, die ja die Schleifung sogar eines Teiles der historischen Innenstadt und auch der alten Ortskerne wie z. B. Döbling, Grinzing, Nussdorf und natürlich auch Hietzing und Ober St. Veit ermöglicht hätten. Auf die Frage eines Bezirksblattes: „Was würden Sie an Hietzing gerne ändern?” antwortete Prof. Rainer: „Nichts”. Im Plandokument 5553 vom 8. November 1978 war der Kern von Ober St. Veit erstmals als Schutzzone ausgewiesen (vgl. Ausschnitt oben, rot unterlegter Bereich). Mit gleichem Dokument wird der Gedanke allerdings ad absurdum geführt, in dem über den Streckhof Einsiedeleigasse 4 eine Verbaubarkeit bis 12 m eingetragen war und der südlich angrenzende Bereich mit der Einsiedeleigasse 6 als Wohngebiet II mit max. 10,5 m. Mit Ausnahme des Durchlasses zwischen Nr. 4 und Nr. 6 wurde es außerdem zum Gebiet mit geschlossener Bauweise. Das Plandokument Nr. 6842 vom 30. 10. 1995 sah eine reduzierte Bauhöhe von 6,5 Meter vor. Die folgenden Jahre waren vom behördlich nahezu ungehinderten Verfall der Streckhöfe mit dem vermutlichen Ziel eines wirtschaftlichen oder technischen Abbruchs gekennzeichnet. Ein Entwurf zum Plandokument 7654 im Jahr 2005 sah wieder erweiterte Verbauungsmöglichkeiten vor, unter anderem eine Bauhöhe von 7,5 Meter. Unter Ausnützung aller Möglichkeiten der Wiener Bauordnung wäre man zu einer Firsthöhe (oberster Abschluss) von 13 Meter gekommen, bei fallendem Gelände sogar von über 14 Meter. Das Schutzzonen-Feigenblatt bestand in der Rückversetzung des Gebäuderiegels und dem Erhalt des

vorderen Teiles der Streckhöfe. Der Wiesenstreifen auf der anderen Gebäudeseite wurde damit zum Nachteil des gemeinsamen Grünraumes aller Anrainer verringert. Eine von Herrn Rudolf Wawra initiierte Liste mit 900 Unterschriften, die gegen die geplanten Umwidmungen im historischen Kern Ober St. Veits protestierten, wurde dem damaligen Vorsitzenden des Bauausschusses für den 13. Bezirk, Herrn Ing. Mag. Bernhard Dworak, übergeben. Am 22. März 2006 gab es eine Bürgerversammlung im Festsaal der Bezirksvorstehung Hietzing. Aus den Reihen der BürgerInnen sowie von FPÖ und den Grünen kamen negative Stellungnahmen: Der geplante Bau im Hintergrund wird einfach zu hoch, die „Restteile” der alten Streckhöfe wirkten auf den Betrachter wie eine Kulisse. Nach Angabe der Bauwerber (Raiffeisen Leasing) würde aber ein Bau von geringerer Höhe unrentabel. Die Renovierung bzw. der Abriss und die Neuerrichtung der verbleibenden Teile der Streckhöfe kosten viel Geld. Das übliche Dilemma also: Grundstückspreise wurden durch kühne Erwartungen hochgetrieben, der Bau muss dem dann folgen. Im endgültigen Plandokument 7654 vom 28. Februar 2007 war dann für einen Teil des Gebäudes der „oberste Abschluss” (= Firstkante) auf 9 m, für den anderen auf 11 m festgelegt (siehe Plan-Ausschnitt unten). Das Resultat dieser heute gültigen Flächenwidmung kann anhand der Fotos auf der Vorseite betrachtet werden. Was allgemein als „Kompromiss” bezeichnet wird und bezirksintern eine politische Mehrheit fand, kann keinesfalls als im Sinne des Schutzzonengedankens gesehen werden. Die drei Fortsätze des in den knappen Freiraum gestellten Wohnbaublocks haben nichts mehr mit den „natürlichen Gegebenheiten, der historischen Struktur und der prägenden Bausubstanz” (Erhaltungsziele des Schutzzonenmodells) der einstigen Streckhöfe zu tun. Auch der 4. Gedanke der Schutzzonen wird verleugnet: die Vielfalt der Funktionen. Es sei denn, man sieht einen Müllraum als schützenswerte Funktion. hojos

Ausschnitt des Plandokumentes 7654 vom 28. 02. 2007

Gute Nachrichten aus Ober St. Veit

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Veranstaltungen in Ober St. Veit und Umgebung Dezember 2009 bis März 2010 Angaben ohne Gewähr!

Samstag, 28.11.2009

Der Wein in der Oper

Montag, 30.11.2009

Tag der offenen Tür bei Immoinvest

Freitag, 04.12.2009

Krampus und Nikolo fahren durch Ober St.Veit

Freitag, 04.12.2009

Jazz beim lustigen Radfahrer

Freitag, 04.12.2009

Fred und Franz

Samstag, 05.12.2009

Karaoke in der Sektbar

Sonntag, 06.12.2009

Fahrt zu einem Adventkonzert in der Grazer Oper

Dienstag, 08.12.2009

Konzert des neuen Madrigalchors

Mittwoch, 09.12.2009

Vortrag - Ernährung im Jahreszyklus Element Wasser

Freitag, 11.12.2009

Punsch & Maroni bei Rechtsanwalt Hemetsberger

Freitag, 11.12.2009

Jazz beim lustigen Radfahrer

Samstag, 12.12.2009

Kreativworkshop für Kinder, anschließend Pfarrkino

Samstag, 12.12.2009

Hüttengaudi in der Sektbar

Sonntag, 13.12.2009

Adventwanderung

Freitag, 18.12.2009

Duo de Zwa

Samstag, 19.12.2009

Dichterlesung zum 100. Geburtstag von Georg Strnadt

Donnerstag, 24.12.2009

X-Mas-Party in der Sektbar

Donnerstag, 31.12.2009

Silvester in der Sektbar

Samstag, 16.01.2010

Swingendes vom Broadway und aus Hollywood

Mittwoch, 20.01.2010

Vortrag - Wechseljahre - Jahre des Wandels

Samstag, 23.01.2010

Pfarrball der Pfarre Ober St. Veit

Samstag, 13.02.2010

Streifzüge durch St. Veit

16:00 Uhr

10:00–17:00 Uhr

15:00–17:30 Uhr

20:00 Uhr

20:00 Uhr 19:00 Uhr

16:30 Uhr

20:00 Uhr

09:00–16:00 Uhr

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Videoprojektionen von Hofrat Dr. Walter Herrmann Eine Veranstaltung des Seniorenklubs im Pfarrsaal der Pfarre Ober St. Veit, Wolfrathplatz 1 mit unverbindlicher, kostenfreier Beratung zum Thema Immobilien Immoinvest, 1130 Wien, Firmiangasse 47 nachher kommen die Perchten. Informationen auf Seite 3 Start Ecke Glasauergasse/Silvinggasse

Zum lustigen Radfahrer, Rohrbacherstraße 21, Tel. 877 87 39 Ein Wiener Abend mit Wiener Musik, Humor und Unterhaltung Heuriger Schneider-Gössl, Firmiangasse 9-11, Tel. 877 42 76 Hietzinger Hauptstraße 153, Tel.: 877 49 00 Eine Veranstaltung des Seniorenklubs der Pfarre Ober St. Veit Pfarrkirche Ober St. Veit, Wolfrathplatz 1

Kosten: € 10,--, Referentin: Bettina Schmid (Dipl. Ernährungstrainerin), Anmeldung und Information: SDS Gesundheitszentrum - 01/87844-5170, Salvatorsaal, St. Josef KH, Auhofstraße 189 von Maroni Maly, DEM Wiener Maronibrater Hietzinger Hauptstraße 158

Zum lustigen Radfahrer, Rohrbacherstraße 21, Tel. 877 87 39 Pfarre Ober St. Veit, Wolfrathplatz 1

Hietzinger Hauptstraße 153, Tel.: 877 49 00 Treffpunkt Wotrubakirche in Mauer, Rysergasse / Georgsgasse Wienerlied und Wiener Schmäh Heuriger Schneider-Gössl, Firmiangasse 9-11, Tel. 877 42 76 mit Günther Strnadt, Prim. Dr. Franz Böhmer, Prof. Karl Hodina und Rudolf Koschelu Eine Veranstaltung des Seniorenklubs im Pfarrsaal der Pfarre Ober St. Veit, Wolfrathplatz 1 Hietzinger Hauptstraße 153, Tel.: 877 49 00 Hietzinger Hauptstraße 153, Tel.: 877 49 00 Am Flügel gespielt und moderiert von Mag.Thomas Gulz Eine Veranstaltung des Seniorenklubs im Pfarrsaal der Pfarre Ober St. Veit, Wolfrathplatz 1 Ernährung nach TCM in den Wechseljahren, Kosten: € 10,--, Referentin: Bettina Schmid (Dipl. Ernährungstrainerin), Anmeldung und Information: SDS Gesundheitszentrum - 01/87844-5170, Salvatorsaal, St. Josef KH, Auhofstraße 189 Don Bosco Haus, St.-Veit-Gasse 25

Rechtsanwalt DDr.Gebhard Klötzl bringt Spaziergänge aus alten Zeiten. Eine Veranstaltung des Seniorenklubs im Pfarrsaal der Pfarre Ober St. Veit, Wolfrathplatz 1

Ober St. Veiter Blatt‘l


werden, wenn diese aus Eigenem nicht mehr erwirtschaftet werden können. Ein solcher Fördertopf würde auch zur wirtschaftlichen Belebung der örtlichen Handwerksbetriebe beitragen können (Stichwort „Konjunkturpakete“). Das Hauptproblem liegt allerdings in den Flächenwidmungen, die in den Schutzzonen teilweise erheblich über den Bestand hinausgehen und damit der Spekulation Tür und Tor öffnen (siehe Widmungsgeschichte auf den Seiten 8–9). Ein heißes politisches Eisen, und da nach der Wahl immer vor der Wahl ist, werden solche Dinge nicht zum Schutz der Schutzzonen verändert. Aber auch außerhalb der Schutzzonen sind verheerende Dinge mit dem Ortsbild passiert. Mehrstöckige Häuser mit Mietskasernencharakter haben am Beginn der Fasangartengasse die letzten Grünlücken geschlossen. Die Frage stellt sich, welche Rolle die MA 19 (Stadtgestaltung) hier wahrnimmt. Dies trifft natürlich auch auf viele andere Gebäude zu, inklusive solcher, die vermeintlich modernen Ansprüchen gerecht werden wollen. Ein Beispiel ist das alle Relationen zur Umgebung missachtende Haus Ecke Jagdschloßgasse/Gobergasse vis-a-vis der weltberühmten Werkbundsiedlung. Ein Extrembeispiel ist der Komplex am Ende der Ghelengasse bei der Lindwurmwiese, wo die dicht verbundenen Gebäudetrakte einen Monolith in locker verbauter Umgebung bilden. Eine Ungeheuerlichkeit für jeden kleinen privaten Bauherren, der oft um Zentimeter streiten muss. Abschließend ist noch auf die dringend zu beendende quasi „Narrenfreiheit“ der Plakatfirmen in den Schutzzonen hinzuweisen, aber auch die ortsbildresistente Haltung vieler Grundeigentümer, die ihre Liegenschaften mit Plastikplanen, Schilfmatten, Holzlatten etc. in bauordnungswidriger Weise abschotten. Der Zustand der Straßen und das fehlende Verkehrskonzept (z. B. Entfernung des Durchzugsverkehrs aus den historischen Ortskernen laut seit langem bestehendem Masterplan) ist nach wie vor ein totgeschwiegenes Problem. Das Empfinden für Ästhetik im Ortsbild und rasche kreative Lösungen bei Missständen sind im politischen Alltag – aus meiner Sicht – leider eine Seltenheit.

Eine Stellungnahme von Eduard Issel/Immoinvest

Ist die Politik imstande

das Erbe des Ortsbildes zu erhalten?

Wir sehen an vielen Beispielen, dass die Willenskundgebungen der Verantwortlichen in der Politik stark von der Realität abweichen. Beispiele dafür: Einsiedeleigasse 4–6, ein klassisches Muster zu Ende geführten Umgebungsraubbaues. Ein trauriger Torso eines verwaschenen Willens zwischen vermeintlicher Pflege des Ortsbildes und Hingabe an privatwirtschaftliche Interessen. Keine Spur von anspruchsvoller Architektur. Ein jüngeres Stadium des Umgebungsraubbaus scheint gerade die Liegenschaft Hietzinger Hauptstraße 170 zu durchlaufen, ein für das Ortsbild extrem wichtiges Gebäude. Alles deutet darauf hin, dass der Eigentümer kein Interesse an der Erhaltung des Gebäudes in der jetzigen Form hat. Die üblichen kleinen Verfallserscheinungen werden offensichtlich gerne in Kauf genommen (Schäden am Dach, an der Fassade, vernachlässigte Fenster, verstopfte Rinnen, Verblechungsschäden und ein seit Jahren zum extremen Schaden der Kaufmannschaft in Ober St. Veit leerstehendes Geschäft). Offensichtlich besteht seitens des Eigentümers kein Interesse an einer Neuvermietung, denn laut verlässlichen Informationen gab und gibt es viele Anfragen. Damit stellt sich die Frage, ob hier auf einen wirtschaftlichen oder technischen Abbruch hingearbeitet wird! Es gibt noch zahlreiche weitere Gebäude, bei denen die Frage nach den wahren Interessen der Eigentümer zu stellen ist: Firmiangasse 19 (ein winziges, für das Ensemble wichtiges Haus), Glasauergasse 15, Rohrbacherstraße 29 etc. Überall deutliche Verfallserscheinungen durch offensichtliche Leerstehung seit Jahren. Natürlich kann man nicht nur Unwillen der Eigentümer zur Erhaltung der eigenen Liegenschaften voraussetzen; es stellt sich auch die Frage, welche Hilfestellung die öffentliche Hand anbietet, wenn sie bestimmte Gebiete zu Schutzzonen erklärt. De facto gibt es derzeit kaum eine Hilfestellung, nur bloßes Zuschauen, um dann mit Bedauern festzustellen, dass dieses oder jenes Gebäude unrettbar verloren ist. Es müssen finanzielle Mittel für die Erhaltung von Gebäuden in den Schutzzonen bereitgestellt

Neujahrswunsch Wos wünsch i eich füas neiche joa wos guads, wauns oide schlechta woa woas guad, daun brauch i ned fü schreibm es soi des neiche ebmso bleibm woas oide owa wundaboa is‘s bessa, waun is schreibm daschpoa

Gute Nachrichten aus Ober St. Veit

Georg Strnadt

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www.swennen.com

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Ober St. Veiter Blatt‘l

Impressum: MI, Hg., V.: IG Kaufleute Ober St. Veit, 1130 Wien, Hietzinger Hauptstraße 145

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Das Ober St. Veiter Blatt'l. Das Printmedium der IG Kaufleute Ober St. Veit

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