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Allgemein

23. Dezember 2011

Garten

Die Immergrünen haben im Winter ihren großen Auftritt Ob im Garten oder am Balkon, das Schneehäubchen bringt die immergrünen Pflanzen erst richtig zur Geltung. Und es gibt deren viele, die nicht nur mit verschiedenen Grüntönen, sondern auch mit Farben und Früchten den winterlichen Garten verzaubern. Dankbar, weil gut in Form zu bringen, ist der Buchs. Formschneiden ist jedoch kein Muss, der Buchsbaum wächst auch ohne Schnitt – es kommt darauf an, was besser gefällt. Ein interessanter Gartenbewohner ist die Schönfrucht auch Liebesperlenstrauch genannt. Er verliert zwar im Herbst das Laub, die roten, lilaoder pinkfarbenen Früchte bleiben aber noch lange auf den Ästen, bis sie von den Vögeln entdeckt werden. Die Zwergmispel (Cotoneaster), meist eingesetzt als Bodendecker, besticht mit ihren roten bis bräunlichen Früchten. Ein mit Zwergmispeln bewachsener Mauervorsprung erfreut das Auge nicht nur im Winter. Nahezu unverwüstlich ist der Efeu. Die genügsame Pflanze begleitet uns durch das ganze Jahr hindurch, ohne spektakuläre Höhepunkte zwar, aber unermüdlich rankend und kletternd. Den Efeu gibt es in vielen verschiedenen Sorten, Farben und Formen. Ein guter Kletterer sowie Bodendecker ist auch der Kletter-Spindelstrauch. Als Kletterer erklimmt er Bäume und Mauern und kann bis zu zehn Meter erreichen. Mit seinen weißbunten oder gelbbunten Blättern ist er ganzjährig ein Blickfang und gibt kaum Arbeit. Wenig Pflege brauchen auch Skimmien. Die Skimmia japo­ nica erfreut uns bis in den Winter hinein mit ihren roten, kugelförmigen Früchten, die der Busch in dichten Trauben ausbildet. Weihnachtliche Gedanken ruft die Stechpalme hervor. Die roten Früchte bildet allerdings nur die weibliche Pflanze aus, darauf ist beim Einkauf zu achten. Auch Stechpalmen gibt es in verschiedenen Sorten, mit verschiedenen Randfarben und sogar mit bunten Blättern.

Koniferen

Unbedingt zu erwähnen, wenn man von Immergrünen spricht, sind die Nadelhölzer oder Koniferen. Dabei muss man nicht gleich an meterhohe Bäume denken. Von Koniferen gibt es auch kleine Arten, die den winterlichen Garten gut in Szene setzen. Zu den beliebtesten Koniferen zählen

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die duftenden Thujen, der Wacholder als Säulen- oder Kriechpflanze, die Blaue Mädchenkiefer mit ihren bizarr wachsenden Ästen oder die kleinwüchsige Zuckerhutfichte und nicht zu vergessen, die Hemlocktanne, mit ihren sich neigenden Zweigen. Mittlerweile gibt es schwach- und kleinwüchsige KoniferenZüchtungen, die sich gut für die Bepflanzung von Balkonkästen oder als Kübelpflanze eignen. Diese Immergrünen machen solo durch das ganze Jahr hindurch Freude, können aber auch mit Blumen der Saison ergänzt werden.

Die Gartenliesl rät Vorsicht bei der Ernte

Frostfest sind Feldsalat, Spinat, Grünkohl, Lauch, Pastinaken, Rosenkohl, Schwarzwurzeln und der wieder entdeckte Winterportulak. Temperaturen bis minus fünf Grad verträgt der Chinakohl. Herrschen frostige Temperaturen, dann ist bei der Ernte von Portulak, Spinat und Feldsalat Vorsicht geboten. Die gefrorenen Blätter sollen nicht angefasst werden, da sich sonst im aufgetauten Zustand matschige Stellen bilden. Am besten schneidet man die Stängel knapp über dem Boden, bringt das Gemüse bzw. den Salat in einen kühlen Raum und lässt es langsam auftauen. Wurzelgemüse kann nur bei frostfreiem Boden geerntet werden, sonst bricht es.

Winterfütterung der Vögel

Mit der Fütterung der Vögel soll zugewartet werden, bis der Boden gefroren oder zugeschneit ist. Zu Beginn der Brutsaison im April muss das Zufüttern wieder eingestellt werden. Verschiedene Vogelarten bevorzugen auch verschiedenes Futter. Um eine bunte Schar in den Garten zu locken, füttert man neben in Rinderfett eingearbeitete Haferflocken auch Kerne, Nüsse und Samen. Fett ist ein wichtiger Bestandteil des Futters, es ist für die Vögel der Energieträger in der kalten Jahreszeit. Die Futterstelle ist so zu gestalten, dass sie vor Nässe, Verunreinigungen und Vogeljägern wie Katzen geschützt ist.

Gartenarbeit mit dem Mond Der Mond ist abnehmend, Neumond am 24. Dezember. Der Mond geht ab 23. Dezember über sich. Freitag, 23. Dezember Samstag, 24. Dezember Sonntag, 25. Dezember Montag, 26. Dezember Dienstag, 27. Dezember Mittwoch, 28. Dezember Donnerstag, 29. Dezember

Schütze Steinbock Steinbock Wassermann Wassermann Wassermann Fische

Frucht Wurzel Wurzel Blüte Blüte Blüte Blatt

An Steinbocktagen geschlägertes Holz bleibt wurmfrei. Ein gutes Zeichen zum Holz einlagern und Bauholz aufschlichten. Wassermann ist ein gutes Zeichen zum Blütengehölze schneiden und für Reparaturen im Haushalt.

Größere Immergrüne von der Schneelast befreien.

Fischetage sind nachteilig für Holzarbeiten, aber geeignet zum Schneiden von Blattgehölzen. Fischetage sind günstig für Schönheits- und Heilbäder.

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GBH 11-51  

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