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EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE HOERSTGEN

GEMEINDEBOTE HOERSTGEN + RHEURDT + SEVELEN

JUNI JULI AUGUST 2014


Gelobet sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode errettet.

Fotos: Stefan Maser

Psalm 68, 20-21 – Bibellese am Sonntag, 1. Juni


EIN WORT VORAB

Psalmen, die Gebete und Lieder Israels, gehören auch zum christlichen Gottesdienst. Wer dem ökumenischen Bibelleseplan folgt, findet immer sonntags einen Psalm. Aus den Klöstern und anderen Gemeinschaften kommt der Brauch, Psalmen im Wechsel zu beten oder auf einen „Psalmton“ zu singen. Die reformierten evangelischen Gemeinden lieben gereimte Nachdichtungen der Psalmen als Gemeindelieder. Der Reimpsalm 68 wird die „Hugenotten-Marseillaise“ genannt, die Hymne der französischen Protestanten. Er war ihr Trost- und Trotzlied in den häufigen Verfolgungszeiten. Es soll nicht verschwiegen werden, dass er dann auch gesungen wurde, wenn einmal Hugenottenscharen angriffen. „Lasst uns zum Schluss noch einmal unser Lied singen“, sagt die eigentlich noch ziemlich junge Pfarrerin. Und die ganze Versammlung stimmt ohne weiteres Fragen an: „Anbetung, Ehre, Dank und Ruhm/ sei unserm Gott im Heiligtum,/ der Tag für Tag uns segnet;/ dem Gott, der Lasten auf uns legt,/ doch uns mit unsern Lasten trägt/ und uns mit Huld begegnet./ Sollt ihm, dem Herrn der Herrlichkeit,/ dem Gott vollkommner Seligkeit,/ nicht Ruhm und Ehr gebühren?/ Er kann, er will, er wird in Not/ vom Tode selbst und durch den Tod/ uns zu dem Leben führen.“ (eg 281, 3) Der deutsche Text vom Weseler Matthias Jorissen ist mehr als 200 Jahre alt, die Melodie sogar fast 500. Aber es steckt einfach eine Menge Gutes drin: Die Strophe ist reine Anbetung Gottes. Das ist kein Privileg der „Frommen und noch Frommeren“ und ihrer Lieder. Zum täglichen Segen gehört täglicher Dank. Der eine, einzige Gott legt die Lasten des Lebens auf. Die Vorstellung, dass eine andere Macht das tut, wäre schrecklich und wird in der Bibel mehrfach bekämpft. Seine Hilfe ist, dass er nicht nur diese Last tragen hilft, die mir vielleicht so schwer vorkommt. Sondern dass er mich gleich mit trägt und erträgt, mit der Belastung, die ich oft für andere oder für mich selbst bin. Und „er kann, er will, er wird“ ist einfach biblische Logik. „Er kann und er will“ sagen mir die Berichte von Gottes Hilfe in der Bibel. Und es wächst das Vertrauen, dass er auch mir helfen wird. Sogar durch den Tod, sagt dieser Psalm seit ältester Zeit Ich hätte nichts dagegen, wenn „Reimpsalm 68“ auch unser Lied wird! Ihr und Euer Pastor Stefan Maser Gemeindebote | Hoerstgen-Sevelen-Rheurdt | 02-2014

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GEMEINDE LEBEN

Gemeindefest in Sevelen

Vor 1 1/2 Jahren sprach ich das Thema „Eine-WeltLaden in der eigenen Gemeinde“ an. Es gab viel Zuspruch und Interesse. Nun ist es so weit: die Gemeinde hat einen Eine-Welt-Kiosk auf Rädern, etwa schrankgroß. Beim Gemeindefest am 31. August in Sevelen hat er „Eröffnung“. Danach soll er normalerweise im Bistrobereich des renovierten Gemeindehauses in Hoerstgen stehen, so dass die Besucherinnen und Besucher Kaffee, Kakao, Tee, Schokolade, andere Süßigkeiten und Geschenkartikel kaufen können. Die Mitarbeitenden der Gruppen und Kreise brauchen dazu nur den Verkaufsschrank aufzuschließen. Auch Kunstgewerbeartikel aus unserem Partnerprojekt DIOS ES AMOR (Gott ist Liebe) in Lima/ Peru werden angeboten. Ich finde es richtig, dass eine evangelische Gemeinde sich am Vertrieb von Waren aus armen Ländern zu fairen Preisen beteiligt. Ich freue mich auf alle Wünsche und Anregungen, was wir noch in das Sortiment unseres kleinen mobilen Eine-Welt-Ladens aufnehmen können! Johanna Maser

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Gemeindebote | Hoerstgen-Sevelen-Rheurdt | 02-2014

Fotos: Stefan Maser

Die Evangelische Kirchengemeinde Hoerstgen lädt herzlich zum Besuch des Gemeindefestes am Sonntag, den 31. August 2014, von 9.15 - 16.00 Uhr in das Evangelische Gemeindehaus Sevelen ein. Wir beginnen um 9.15 Uhr mit einem Gottesdienst. Dieser Gottesdienst ist gleichzeitig der Gottesdienst zum Beginn des Kirchlichen Unterrichts. Die neuen KonfiKids, unsere Vorkonfirmandinnen und –konfirmanden, die Konfirmanden und die wenigen Katechumenen, die wir aufgrund des KonfiKids – Untrrichts nur noch haben, stellen sich zu diesem Anlass der Gemeinde vor. Im Anschluss an den Gottesdienst öffnet unsre Cafeteria mit Kaffee und Kuchen. Kalte Getränke werden angeboten. Gegen Mittag öffnet ein Büfett mit herzhaften Speisen. Spiel- und Bastelangebote für kleine und große Leute, Stände mit Selbstgebasteltem und Eine-Welt-Waren warten auf Besucherinnen und Besucher. Tanz- und Musikdarbietungen laden zum Zuschauen, Zuhören und Mitsingen ein. Übrigens machte im Frühjahr das merkwürdige Gerücht die Runde, dass das Sevelener Gemeindehaus geschlossen werden solle. And dieser Sache ist nun wirklich nichts dran, diese Behauptung ist völlig aus der Luft gegriffen. In diesem Sinne: Wir freuen uns auf Euer und Ihr Kommen! Pfarrer Jürgen Kunellis


GEMEINDE LEBEN

Einzigartiges Theatererlebnis Seit 15 Jahren ist Anne Klinge mit dem einzigen Fußtheater im deutschsprachigen Raum erfolgreich. Die Technik des Fußtheaterspielens hat die aus Thüringen stammende Puppenspielerin und Regisseurin selbst entwickelt und über die Jahre perfektioniert. Für ihre Aufführungen benötigt sie nicht nur eine hohe körperliche Fitness - das eigentlich anspruchsvollste ist die Koordination, da sie mit Händen und Füßen gleichzeitig verschiedene Figuren spielt. Das wirklich erstaunliche daran ist, dass die Figuren so lebendig und ausdrucksstark wirken, obwohl Anne Klinge sie nur mit Nasen ausstattet. Ihr Können stellte sie bereits im Fernsehen unter anderem bei "Gottschalk Live" und in der Bülent-Ceylan-Show vor. Mit ihren Stücken ist sie auf nationalen und international Bühnen unterwegs – ihre Vorstellungen sind immer ausverkauft. Am Freitag, den 28 Juni um 20.00 Uhr präsentiert Anne Klinge im Dorfcafé mit "Der Fußmord und andere Liebesdramen" ein außergewöhnliches Theatererlebnis für Erwachsene. Am Samstag, den 29 Juni um 11.00 Uhr spielt sie für Kinder ab 5 Jahren "Das tapfere Schneiderlein". Diesmal zieht das Dorfcafé in das Gemeindehaus der Freien ev. Gemein-de, damit möglichst viele Kinder und natürlich auch Erwachsene zuschauen können. Die Vorstellung dauert 60 Min. ohne Pause. Der Eintritt zur Veranstaltung am Freitag kostet 10 Euro, am Samstag 3 Euro pro Kind; 5 Euro für zwei Kinder (Freund_innen/Geschwister), jedes weitere Geschwisterkind 1 Euro. Daniela Herlyn-Kern

Frühstück in der Bücherei Ich erinnere an das Frauenfrühstück am 4. Juni 2014 zum Thema „Frauenfrühstück – nicht vergessen: Wie wär`s mit Gedächtnistraining?“ Frau Bärbel Likar wird mit praktischen Beispielen die Ziele des ganzheitlichen Gedächtnistrainings darstellen und zeigen, wie wir unsere Merkfähigkeit und unserer Gehirn trainieren können. Ein Frauenfrühstück gibt es auch am 20.August 2014 zum Thema „So hilft Kneipp bei Schlafstörungen“. Herr Joachim Scharenberg wird berichten, welche Möglichkeiten das ganzheitliche Konzept von Sebastian Kneipp bietet, auf natürlichem Wege wieder zu einem erholsamen Schlaf zu finden. Beide Veranstaltungen finden um 09.30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Sevelen, Rheurdter Str.42 statt. Für das Frühstück sammeln wir 4,00 Euro ein und bitten Sie, sich unter 02835/5662 bis zum 02.06.14 und bis zum 18.08.14 anzumelden. Jörg Heil Gemeindebote | Hoerstgen-Sevelen-Rheurdt | 02-2014

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GEMEINDE LEBEN

Anmeldung zum Kirchlichen Unterricht In zwei Schuljahren nehmen die Kinder und Jugendlichen unserer Gemeinde am Kirchlichen Unterricht teil. Sie lernen Bibel, Glaube und Gemeinde kennen und bereiten sich auf ihre Konfirmation vor, die nach dem zweiten Unterrichtsjahr drei oder vier Wochen nach Ostern gefeiert wird, meistens mit 14 Jahren. Jetzt lädt die Evangelische Kirchengemeinde Hoerstgen wieder herzlich zu den Unterrichtsgruppen ein. KonfiKids – Unterricht: Erstes Jahr des Kirchlichen Unterrichts im dritten Schuljahr. Anmeldetreffen: Hoerstgen: Dienstag, 17. Juni, 15.00 Uhr, Gemeindeladen Dorfstraße 3 Rheurdt: Dienstag, 17. Juni, 17.00 Uhr, Ev. Gemeindezentrum, Kirchstr. 44 Sevelen: Montag, 16. Juni, 17.00 Uhr, Ev. Gemeindehaus, Rheurdter Str. 42 Das KonfiKids-Jahr endet in allen Gemeindeteilen mit Gottesdiensten am Himmelfahrtstag 2015, in denen die Kinder auch zum ersten Mal am Abendmahl teilnehmen. Katechumenenunterricht / Konfirmandenunterricht: Am Katechumenenunterricht nehmen Jugendliche teil, die zu Beginn des neuen Schuljahres zwölf Jahre alt sind, in der Regel dann die siebte Klasse besuchen und keinen KonfiKids-Unterricht in unserer Kirchengemeinde besucht haben. Sie feiern im Frühjahr 2016 Konfirmation. Alle ehemaligen KonfiKids, die bis zum Beginn des neuen Schuljahres 13 Jahre alt geworden sind und in der Regel dann die achte Klasse besuchen, laden wir jetzt zum Konfirmandenunterricht und zur Vorbereitung auf ihre Konfirmation im Frühjahr 2015 ein. Zum Konfirmandenunterricht sind natürlich auch die Jugendlichen eingeladen, die im zurückliegenden Schuljahr Katechumenen waren. Sie müssen sich nicht noch einmal neu anmelden. Anmeldetreffen für Katechumenen und Konfirmanden: Hoerstgen: Dienstag, 17. Juni, 15.45 Uhr, Gemeindeladen Dorfstraße 3 Rheurdt: Dienstag, 17. Juni, 18.00 Uhr, Ev. Gemeindezentrum, Kirchstr. 44 Sevelen: Montag, 16. Juni, 18.00 Uhr, Ev. Gemeindehaus, Rheurdter Str. 42 Wir bitten ein Elternteil, die Kinder und Jugendlichen zur Anmeldung zu begleiten und für unsere Kirchenbücher möglichst schon das Taufdatum und den Taufort der neuen Konfis und KonfiKids herauszusuchen. Die neuen Gruppen aller Orte begrüßen wir dann im Gottesdienst zum Gemeindefest am Sonntag, 31.8.2014, um 9.15 Uhr in Sevelen. In der folgenden Woche beginnt der Unterricht. Auch wer noch nicht getauft ist, kann natürlich zum Kirchlichen Unterricht kommen. Beide Unterrichtsjahre sind auch eine gute Zeit für die Taufe. Sie kommt dann spätestens im Konfirmationsgottesdienst – und vor der ersten Teilnahme am Abendmahl der Gemeinde. Pfarrer Jürgen Kunellis & Pfarrer Stefan Maser 6

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GEMEINDE LEBEN

Beginn des Kirchlichen Unterrichts In diesem Jahr beginnt der Kirchliche Unterricht in unserer Kirchengemeinde für alle Kinder und Jugendlichen in einem zentralen Gottesdienst. Wir verbinden den Beginn des Kirchlichen Unterrichtes mit unserem Gemeindefest am Sonntag, den 31. August 2014. Alle neuen KonfiKids, Katechumenen und Konfirmanden laden wir herzlich gemeinsam mit ihren Eltern zum Besuch des Gottesdienstes um 9.15 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Sevelen ein. Dieser Gottesdienst wird von einem Vorbereitungskreis gestaltet. Unsere neuen KonfiKids, Katechumenen und Konfirmanden kommen, wenn sie darum gebeten werden, nach vorne und stellen sich mit Namen und Wohnort vor. Ich denke alle, die diesen Gottesdienst und das Gemeindefest besuchen, werden feststellen, wie viele Kinder und Jugendliche das sind und was für einen großen Raum der Kirchliche Unterricht in unserem Gemeindeleben einnimmt. Für Samstag, den 21. Juni, 15.00 Uhr laden Jugendleiterin Christel Bosch und beide Pfarrer alle, neuen Katechumenen und Konfirmanden herzlich zu einem Nachmittag mit Grillen, Klettern und Spielen nach Rheurdt zum Evangelischen Gemeindezentrum ein. Für die KonfiKids überlegen wir uns noch etwas anderes. Pfarrer Jürgen Kunellis

Fotos: Jürgen Kunellis, Stefan Maser

Saisoneröffnung und Sponsorenlauf Ein voller Erfolg waren der Sponsorenlauf und die Saisoneröffnung des Kletterwäldchens. Das schöne Wetter trug dazu bei, dass viele Besucher_innen erschienen, so dass das Team der Kletteranlage und die vielen anderen Helfer_innen alle Hände voll zu tun hatten. Jetzt ist die Saison eröffnet und die Anlage steht wieder Gruppen von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Terminabsprache bei Jugendleiterin Christel Bosch E-mail:christel.bosch@kirche-hoerstgen.de Tel. :0176 81151 246 Christel Bosch

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GEMEINDE LEBEN

Jörg Heil erhält den Josef-Diebels-Bürgerpreis der Kommune Issum

Kreisbahn in Oermten. Jörg Heil war die einzige Einzelperson, der an diesem Abend die Ehrung widerfuhr. Die Auszeichnung war mit 200,- Euro dotiert, die geehrten Gruppen erhielten je 700,- Euro, bzw. 800,- Euro. Dieses Geld lobt die Brauerei Diebels aus, die mittlerweile zu einer Firmengruppe gehört, die sich selbst als die größte Brauereigesellschaft der Welt bezeichnet, wie der Geschäftsführer, Herr Dr. Balzer in seiner Ansprache betonte. Bürgermeister Gerhard Kawaters stellte in seiner Laudatio das bürgerliche und kirchliche Engagement von Jörg Heil als Begründung für die Ehrung heraus. Dabei fanden die vielen musikalischen Aktivitäten, wie die Erteilung von Gitarrenunterricht in früheren Jahren, die Mitgliedschaft im Sevelener Kirchenchor seit 1977 und die Mitgliedschaft in der Instrumentalgruppe „Drei & Musik“ genauso Erwähnung wie die engagierte Arbeit im Büchereiteiam der Evangelischen Öffentlichen Bücherei Sevelen. Herr Heil ist der dritte Preisträger des Josef-Diebels-Bürgerpreises aus unserem Gemeindeteil. Vor ihm wurden bereits die Eheleute Friedhelm und Elisabeth Lenz und Gisela Soika geehrt. Im Namen unserer Kirchengemeinde sagen wir: Herzlichen Glückwunsch! Wir freuen uns über die die verdiente Ehrung von Jörg Heil und wünschen uns, dass er noch lange so aktiv in der Gemeinde mitwirken kann wie bisher. Pfarrer Jürgen Kunellis

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Foto: Jürgen Kunellis

Am 19. März wurde Jörg Heil aus Sevelen im Rahmen einer Feierstunde im Ratssaal in Issum der Josef-Diebels-Bürgerpreis verliehen. Gemeinsam mit Herrn Heil erhielten der Katholische Kirchenchor Sevelen, die Sevelener Landfrauen und ein Oermter Stammtisch die Auszeichnung. Der Kirchenchor wurde für die Aktion Brot und Fisch zu Karfreitag geehrt, die Landfrauen im Rahmen des 60. Jubiläums ihres Bestehens 2014 und der Stammtisch für die Gestaltung der Freizeitanlage an der alten Haltestelle der


GEMEINDE SCHATZ

300 Jahre Hoerstgener Kanzel Am Sonntag, den 17. August, 9.30 Uhr, laden wir ein zum festlichen Gottesdienst zum 300. Geburtstag der Kanzel in der Evangelischen Kirche Hoerstgen. Es predigt Pfarrer Burkhard Weber, Direktor des Johanneums in Wuppertal. Anschließend bleiben wir noch beisammen zum Kennenlernen und zum Gespräch im Seitenbereich der Kirche. Die Hoerstgener Kanzel trägt auf der Rückwand das Datum 11. Juli 1714. Mit der Thomas Weidtmann-Orgel (1731) und der Taufschale (1771) gehört sie zu den Ausstattungsstücken der Kirche, die zu Lebzeiten des letzten Freiherrn bzw. der letzten Freifrau von Milendonck auf Haus Frohnenbruch, Godhardt Kraft von Milendonck (1671-1749), und Christina Charlotta Elisabeth geborene von Wylich-Diersfordt (1696-1771) in die Hoerstgener Kirche gekommen sind und heute noch unseren Gottesdienst prägen. Nur unsere beiden Abendmahlsbecher sind noch älter (1681). Die „Evangelistenschule Johanneum“ ist eine Ausbildungsstätte für missionarische Jugend- und Gemeindearbeit in Wuppertal. Mit der Hoerstgener Gemeinde ist sie besonders verbunden, seitdem einmal ein früherer Hoerstgener Pfarrer, Johannes Hermann Haarbeck, von 1951 bis 1968 Direktor des Johanneums wurde. Die Besuchsfahrt bringt jedes Jahr im Herbst zwei Studierende nach Hoerstgen, zur Pflege der Verbindung, zum Erbitten von Spenden für ihre Ausbildungsstätte und zu Beiträgen in unseren Gottesdiensten und Gemeindekreisen. Dreihundert Jahre Predigt des Evangeliums von ein und derselben Kanzel und der Leiter einer „Evangelistenschule“ von heute, das passt zusammen! Pfarrer Stefan Maser

Ökumenische Fastenaktion 2014 Unter dem Motto „Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm nur viel zu selten dazu“, traf sich in der Passionszeit vierzehntägig eine ökumenische Fastengruppe in Rheurdt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen vierzig und achtzig Jahren erhielten als zusätzliche Hilfe einmal wöchentlich einen Fastenbrief der Aktion „Andere Zeiten“ aus Hamburg. Ausgehend von der Geschichte des Propheten Elia und an seinem Beispiel wurden darin wertvolle Tipps zum Fasten gegeben und Fragen und Anregungen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der bundesweiten Aktion aufgenommen und kommentiert. Wir waren in Rheurdt also nicht allein mit unserer Aktion. An den Abenden konnte jede teilnehmende Person von ihren persönlichen Fastenzielen und dem Erfolg oder Misserfolg auf dem Weg zu ihnen berichten. Wir verbanden diese Gespräche mit einem Austausch über einen biblischen Text oder eine bekannte Person des kirchlichen Lebens und Glaubens. Die Aktion endete am 26. April mit einem gemeinsamen Gottesdienstbesuch und einem anschließenden gemütlichen Beisammensein. Pfarrer Jürgen Kunellis Gemeindebote | Hoerstgen-Sevelen-Rheurdt | 02-2014

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GEMEINDE LEBEN

Abschied vom Evangelischen Kirchenchor Sevelen „Alles Liebe und Gute, Gottes Segen und Kraft für das neue Lebensjahr, wünscht der Evgl. Kirchenchor Sevelen!“ Diesen Gruß, den ich als passives Mitglied des Chores noch in diesem Frühjahr verbunden mit einer schönen Postkarte anlässlich meines Geburtstages in unserem Briefkasten fand, werde ich so nicht mehr vom Chor erhalten. Ende Februar fiel in einer Chorprobe die Entscheidung, nicht mehr gemeinsam weiter zu singen. So ein Ende hat immer mehr als nur einen Grund. Ein entscheidender, wenn nicht der entscheidende, war in diesem Fall die Altersstruktur der Sängerinnen und Sänger. Die meisten von ihnen waren siebzig und älter, einst tragende Stimmen jetzt um die achtzig. Der Evangelische Kirchenchor Sevelen wurde vor neununddreißig Jahren gegründet. Pastor Erwin Jungjohann gab den Anstoß, Herbert Hatzky wurde der erste Chorleiter. Damals, in den 70er Jahren waren viele junge, auch viele junge evangelische Familien nach Sevelen gezogen. Der Chor wurde für nicht wenige kirchenverbundene Menschen ein Stück Heimat und ist es für einige von ihnen bis zuletzt geblieben. Andere sangen nur kurz oder ein paar Jahre im Chor mit, nicht wenige aber über Jahrzehnte. Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle Elisabeth und Friedhelm Lenz, die beide auf ihre Weise viel für den Zusammenhalt des Chores getan haben, Friedhelm – man war im Chor per Du - etliche Jahre als Chorobmann, Elisabeth in verschiedenen anderen Funktionen, u.a. sehr aktiv bei der Vorbereitung und Gestaltung von Chorfeiern. Auch ich habe einige Jahre im Chor mitgesungen und das gerne. Singen und die Pflege der Gemeinschaft gingen Hand in Hand. Zu den zahlreichen Auftritten in Gottesdiensten in Sevelen und Rheurdt, zu Konzerten, auf Gemeindefesten und bei anderen Anlässen im Jahr, etwa zur Kranzniederlegung anlässlich der Sevelener Kirmes oder bei Altengeburtstagen, kamen gesellige Abende und Feiern im Jahreskreis hinzu. Einer dieser festen Daten war und ist der Pfingstmontag. Der Chor sang immer im Gottesdienst am Pfingstmontag in Sevelen. Anschließend blieb man noch gerne, manchmal über Stunden hin gemütlich bei leckerem Essen und kalten und heißen Getränken zusammen. In diesem Jahr wird dazu am 9. Juni, am Pfingstmontag 2014

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GEMEINDE MUSIK

zum letzten Mal die Gelegenheit bestehen. Denn zu diesem Anlass wollen die Sängerinnen und Sänger des Chores, der in den letzten zehn Jahren von Christian Braumann geleitet wurde, noch einmal im Gottesdienst singen. Wir laden ganz herzlich zum Besuch dieses Gottesdienstes ein. Auf dem oben von mir erwähnten Geburtstagsgruß fand sich noch ein Ausspruch eines berühmten Schriftstellers, der den Titel „Vielfalt“ trug. Er lautet: „Die ganze Vielfalt, der ganze Reiz, die ganze Schönheit des Lebens besteht aus Schatten und Licht.“ Im Namen der ganzen Kirchengemeinde bedanke ich mich bei allen Sängerinnen und Sängern, die über die Jahre hin im Chor mitgesungen haben und den Chorleitern für ihren treuen Dienst, für die Freude beim Singen, für das Licht das durch den Chorgesang in die Gemeinde getragen wurde. Das Motto der Chorsängerinnen und –sänger selbst lautet: „Gott loben, das ist unser Amt.“ In unserer Kirchengemeinde mit ihren drei Gemeindeteilen Hoerstgen, Rheurdt und Sevelen gibt es eine ganze Reihe kirchenmusikalischer Aktivitäten, für die wir dankbar sind. Im Zweiten Pfarrbezirk allein, in Sevelen und Rheurdt engagieren sich zwei Instrumentalgruppen, „Drei & Musik“ und ein Gitarrenkreis. Aber den 1975 gegründeten Evangelischen Kirchenchor Sevelen gibt es nun nicht mehr. Und das ist sehr schade. Pfarrer Jürgen Kunellis

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GEMEINDE LEBEN

Man kann schon viel erkennen! Der Umbau des Hoerstgener Gemeindehauses kommt gut voran. Von außen sieht man vor allem die Fahrzeuge der Handwerker, eine „Baubude“ und gelagertes Material. Innen ist schon viel mehr zu sehen: Hinter der Tür der breite, gerade Eingang ohne Pfosten und Stützmauern. Links Wände und Türöffnung des kleinen Büroraums und der Platz für das Treppenhaus. Rechts vom Eingang genauso die geräumige Küche und Anrichte.

Inzwischen werden auf den noch rohen Wänden bereits die Heizungs-, Sanitär- und Elektroleitungen verlegt. Dann folgt die Beplankung in der für öffentliche Gebäude vorgeschriebenen Brandsicherheitsklasse. Schwierigkeiten hat es auch schon erhebliche gegeben, z.B. durch neue Forderungen des Brandschutzes oder durch Höhenunterschiede im Gebäude. Das bringt Mehrkosten, unter anderem beim Fußbodenaufbau. Aber damit mussten wir bei einem über 110 Jahre alten Gebäude in einem Bergbaugebiet wohl rechnen. Was wird mit den Fenstern? Diese Frage wurde in den letzten Wochen am häufigsten gestellt. Licht im Haus durch klare, nicht getönte Fenster war schließlich ein Wunsch für das neue Haus von 12

Eleganter Schienenverkehr an der Decke

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Fotos: Johanna Maser

Über dem Saal der vergrößerte Fußboden des Obergeschosses mit den Wänden der zukünftigen Räume für weitere Gruppen. Und wer genau hinsieht, entdeckt auch schon die ersten Schienen für die beweglichen Hier geht’s rein Wände, die den großen Saal in Bistro, Gruppenraum und kleinen Saal unterteilen werden. Außen ist die seitliche Garage verschwunden, die bisher Heizung und Öltanks beherbergte. Auch der „olle“ Kamin ist endlich abgerissen. Dafür ist der hintere Anbau auf halber Breite ein Stück in den Garten gewachsen. Das neue Gemeindehaus soll ja nicht nur einen Abstellraum mit den Schränken und Regalen für die verschiedenen Gruppen haben, sondern noch einen zweiten, um bei Bedarf die größeren Stücke wie z.B. Tische, Stühle, Bühnenelemente oder Klavier abstellen zu können.


GEMEINDE SAAL

Anfang an. Einige Fenster entstehen neu oder mit veränderten Abmessungen. Die werden natürlich sofort weiß und klar verglast. Für den sofortigen Austausch aller Fenster und Rahmen reicht das Geld aber zurzeit nicht. Im Augenblick müssen wir der Erstellung der geplanten Räume, wahrscheinlich im oberen Bereich zum Teil noch ohne Innenausbau, und der Fertigstellung eines funktionstüchtigen Hauses für unsere Gemeindearbeit den Vorrang geben. Kirchmeister Thomas Hirth hat aber eine Firma Herr Isigkeit gefunden, die vorhandene Fensterrahmen bearbeivorm Schwalbennest ten und klar verglasen wird. Wir werden damit in den Räumen beginnen, in denen wir uns am meisten aufhalten. Und so weitermachen, wie die Mittel es zulassen. Dürfen wir an dieser Stelle noch einmal um Beiträge für den Umbau bitten? Für unsere eigenen Häuser und Wohnungen haben wir im Laufe der Jahre viel Geld eingesetzt, um sie zu erhalten und zu verbessern. Warum nicht auch für das „Wohnzimmer unserer ganzen Gemeinde“? Ob wir wohl im nächsten Gemeindeboten schon den Einzugstermin bekannt geben können? So wie’s bisher gelaufen ist, ist das gar nicht ausgeschlossen! Pfarrer Stefan Maser

Fotos: Wolfgang Lietzow

Es gibt noch einiges zu tun - helfen Sie mit?

Evangelische Kirchengemeinde Hoerstgen, Kto.-Nr. 880 3108 006, BLZ 350 601 90, Bank für Kirche und Diakonie, IBAN DE23 3506 0190 8803 1080 06, Spende Gemeindehaus Hoerstgen

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WERBUNG 14

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Gott nahe zu sein ist mein Glück

WIR SIND FÜR SIE DA

(Psalm 73,28) – Jahreslosung für 2014)

HOERSTGEN Pfarrer Stefan Maser, Dorfstr. 9, Vors. d. Presbyteriums zugleich evang. Krankenhausseelsorger am St. Bernhard Hospital Kirchmeister Thomas Hirth, Sternstraße 8 Küsterin Lynn Heiß, Dorfstraße 71 Kirchenmusikerin Annette Lubenow, Burgstraße 42 a

Tel. + Fax: 0 28 42 / 45 51 stefan.maser@kirche-hoerstgen.de Tel.: 0 28 42 / 4 13 60 thomas.hirth@kirche-hoerstgen.de Tel.: 0 28 42 / 9213759 Tel.: 0 28 42 / 4 12 39

RHEURDT Pfarrer Jürgen Kunellis, Rheurdter Str. 42, Sevelen Wolfgang Grimm, Oberweg 66, Stellv. Vors. d. Presbyteriums Küsterin Angela Tralles

Tel.: 0 28 35 / 51 63 juergen.kunellis@kirche-hoerstgen.de Tel.: 0 28 45 / 6 97 15 wolfgang.grimm@kirche-hoerstgen.de Tel.: 0 28 45 / 60 98 55

SEVELEN Pfarrer Jürgen Kunellis, Rheurdter Str. 42

Tel.: 0 28 35 / 51 63 juergen.kunellis@kirche-hoerstgen.de

Kirchenmusiker Christian Braumann

Tel.: Mobil: Tel.: Tel.:

Küsterin Birgit Weber Gemeindehaus Sevelen

0 28 55 / 93 29 49 0 163 / 6 85 51 99 0 28 35 / 68 31 0 28 35 / 7 92 26

Für alle Gemeindeteile zuständig Jugendleiterin Christel Bosch

Tel. 0 28 42 / 7 12 33 christel.bosch@kirche-hoerstgen.de

Hilfe außerhalb der Gemeinde Sozialstation der Grafschafter Diakonie Telefonseelsorge (gebührenfrei) Evangelische Beratungsstelle für Lebensfragen Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers, Dienststelle Kamp-Lintfort, Konradstraße 86

Tel. Tel. Tel.

0 28 42 / 5 62 98 0 800 / 111 01 11 0 28 41 / 9982600

Tel.

02842 / 928 42 - 0

KIRCHENGEMEINDE ONLINE www.kirche-hoerstgen.de; www.facebook.de/kirche.hoerstgen, www.twitter.com/kirchehoerstgen

BANKVERBINDUNG Kto-Nr: 8803108006, BLZ: 350 601 90 (Bank für Kirche und Diakonie), IBAN DE 23 3506 0190 8803 1080 06

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GRUPPEN & KREISE HOERSTGEN

KIRCHLICHER UNTERRICHT

Während der Umbauzeit im Gemeindehaus finden die Kreise im Gemeindeladen, Dorfstr. 3 statt, größere Veranstaltungen in der Dorfkirche.

Der Unterricht beginnt am 31.08. mit einem Gottesdienst beim Gemeindefest in Sevelen. Ansprechpartner: Pfarrer S. Maser

FRAUENSACHE

JUGENDARBEIT

MÜTTERKREIS

(während der Schulzeit) Ansprechpartnerin: C. Bosch

JUNGSCHAR (5-11 Jahre) donnerstags, 16.30 - 18.00 Uhr

Ansprechpartnerin: A. Jordan, Tel. 02842 / 47670

(Gesprächskreis von Frauen mit erwachsenen Kindern) 1. Dienstag im Monat, 20.00 Uhr Ansprechpartnerin: E. Anhamm, % 02842 / 4984

KINDERDISCO (ab 8 Jahre) 12. Juni, Immer von 16.30 bis 18 Uhr

OFFENER TREFF & HOBBYGRUPPEN (ab 11 Jahre) donnerstags, 17.30 - 20.00 Uhr

SENIORENTREFFEN 1. + 3. Mittwoch im Monat, 15.00 Uhr Ansprechpartnerin: H. Wessels, % 02842 / 42842

GEMEINSAMER MITTAGSTISCH IM BAUERNHOF ANHUF KINDERCHOR montags, 16.00-17.00 Uhr Ansprechpartnerin: A. Lubenow

dienstags, 12.00 Uhr, Molkereistr. 110 Anmeldung bei Pfarrer S. Maser

KIRCHENCHOR ELTERN-KIND-KREIS donnerstags, 9.30 - 11.30 Uhr (Haus der FeG) Ansprechpartnerin: C. Wessels, % 02842 / 904613

mittwochs, 19.00 - 19.30 Uhr: Einzelstimmprobe mittwochs, 19.30 - 21.30 Uhr Ansprechpartnerin: A. Lubenow Die Proben finden zurzeit im Evangelischen Gemeindezentrum Rheurdt, Kirchstr. 44 statt.

BIBELGESPRÄCH 1. und 4. Dienstag im Monat, 20.00 Uhr INSTRUMENTALKREIS Ansprechpartner: Pfarrer S. Maser nach Absprache mit A. Lubenow

BÜCHEREIFRÜHSTÜCK Õ siehe Sevelen MÄNNERARBEIT Õ siehe Sevelen 16

POSAUNENCHOR donnerstags, 20.00 Uhr, Kirche Hoerstgen Ansprechpartner: H. W. Anhamm, % 02842 / 41601

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RHEURDT

GRUPPEN & KREISE

KIRCHLICHER UNTERRICHT

FRAUENHILFE

(während der Schulzeit) dienstags, 15.30 Uhr Katechumenen Ansprechpartner: Pfarrer Kunellis

Donnerstag, 12.06., 13.00 Uhr: Fahrt nach Kevelaer mit Besuch eines Museums Im Juli machen wir Ferien. Donnerstag, 21.08., 15.00 Uhr: Wir besuchen ein Eiscafé. Ansprechpartnerin: Hanni Hebel, %: 02845/6581

KONFIKIDS (während der Schulzeit) mittwochs, 15.00 Uhr, im Evangelischen Gemeindezentrum

OFFENER FRAUENTREFF

MÄDCHENTREFF

Donnerstag, 12.06., 19.30 Uhr: Treffen auf dem Rheurdter Marktplatz zu einer Radtour. Amsprechpartnerin: Doris Deselaers, Tel.: 02833/7390

Mittwoch, 18.06., 18.00 – 20.00 Uhr Kreativtag

GENERATIONENCAFÉ

JUGENDARBEIT (während der Schulzeit) Ansprechpartnerin: C. Bosch

JUNGSCHAR mittwochs, 16.30 - 18.00 Uhr

JUGENDTREFF dienstags, 17.15 - 20.00 Uhr sonntags, ab 15.00 Uhr

TANZEN mit Jenny und Laura: donnerstags, 18.00 – 20.00 Uhr

SCHULGOTTESDIENSTE FÜR DIE ST. MARTINUSGRUNDSCHULE

Impressum

(in der Schulzeit) donnerstags, 7.55 Uhr

Sonntag, 22.06., 15.00 – 18.00 Uhr Bitte auf Aushänge achten! Ansprechpartnerin: Christel Bosch

SUPPENESSEN Letzter Sonntag in ungeraden Monaten, also am 27.07. um 11.30 Uhr im Anschluss an den Gottesdienst

FRÜHSTÜCK IN DER BÜCHEREI Õ siehe Sevelen

MÄNNERARBEIT Õ siehe Sevelen

Herausgegeben im Auftrage des Presbyteriums von der Redaktion: Jürgen Kunellis (verantw.), Doris Deselaers, Friedhelm Lenz, Wolfgang Lietzow Titelbild, sowie alle nicht besonders gekennzeichneten Fotos: Wolfgang Lietzow Redaktionelle Beratung & Gestaltung: Ulrike Anhamm Druck: Druckerei Elter, Friedrich - Heinrich - Allee 159, Kamp - Lintfort Redaktionsanschrift: Evangelische Kirchengemeinde Hoerstgen, Rheurdter Str. 42, 47661 Issum-Sevelen Nächster Redaktionssschluss: 1. Juli 2014

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GRUPPEN & KREISE SEVELEN KIRCHLICHER UNTERRICHT

FRAUENHILFE

(während der Schulzeit) dienstags, 15.30 Uhr: Katechumenen (in Rheurdt!)

Mittwoch, 25.06., 15.00 Uhr: Ausflug Im Juli haben wir Ferien. Mittwoch, 27.08., 15.00 Uhr: „Mein Freund, der Baum“, mit Karin Heil Ansprechpartnerin: Karin Heil, % 02835/5662

KONFIKIDS (während der Schulzeit) montags, 17.00 Uhr, im Ev. Gemeindehaus Sevelen

BASTELKREIS

(während der Schulzeit) Ansprechpartnerin: C. Bosch

Montag, 02.06., 15.00 Uhr Montag, 07.07., 15.00 Uhr Im August haben wir Ferien. Ansprechpartnerin: Eva Eilers, % 02835/447553

JUNGSCHAR

BÜCHEREI

JUGENDARBEIT

dienstags, 15.30 - 17.00 Uhr

JUGENDKREIS freitags, 16.00 - 18.00 Uhr

MÄDCHENTREFF freitags, ab 15.00 Uhr

ABENDMAHLSFEIERN im St. Antoniushaus Donnerstag, 05.06, 9.00 Uhr Donnerstag, 03.07., 9.00 Uhr Donnerstag, 07.08., 9.00 Uhr

dienstags 15.30 -17.00 Uhr freitags 17.15 -18.15 Uhr In den Ferien: dienstags 16.00 -17.00 Uhr Ansprechpartner: K. und J. Heil, % 02835/5662

FRÜHSTÜCK IN DER BÜCHEREI Mittwoch, 04.06., 9.30 Uhr: „Wie wär`s mit Gedächtnistraining?“ Mittwoch, 20.08., 9.30 Uhr: "So hilft Kneipp bei Schlafstörungen.”

MÄNNERARBEIT Immer was los ... ist bei den Männern, die sich im Gemeindezentrum Sevelen meistens am dritten Dienstag eines Monats treffen. Interessant war die Mühlenbegehung in Issum unter fachkundiger Führung von Ernst Brinkmann, bei dem ich mich mit diesen Zeilen noch einmal herzlich bedanke. Ein Gottesdienst in der Osternacht, gestaltet vom Männerkreis in der Dorfkirche Hoerstgen, war für die Teilnehmer ein besonderes Erlebnis, nicht nur die ungewöhnliche Zeit, die Osterkerze zum Mitnehmen, die Andacht, die Choralbegleitung mit Gitarre und Blockflöte sondern auch die dreistimmig singenden Männer konnten sich hören und sehen lassen. Im Juni steht schon traditionsgemäß am Dienstag, 17.06. die Tour mit Drahtesel und Kamera durch die Gemeinde an. Für das Entdecken der richtigen Motive und die Routenführung, diesmal um 18.00 Uhr ab Hoerstgen, wird der Schreiber dieses Artikels sorgen. Für den 15.07., 19.00 Uhr wird individuell eingeladen (Programmanfrage läuft noch) und im August reisen die Männer natürlich mit nach Utrecht und treffen sich am Dienstag, 19.08. ab 18 Uhr am , Gemeindezentrum Rheurdt zum Grillen von selbst mitgebrachtem Grillgut (und Getränken).

Wolfgang Lietzow % 02842/42639

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Emiel van Heumen Tel.: 02835 - 6515

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Ihre Fragen zu den Backwaren beantworten wir gerne: Freecall 0800/SCHOMAKER

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Gemeindebote | Hoerstgen-Sevelen-Rheurdt | 04-2013

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AMTS HANDLUNGEN Getauft wurden: 16.02. 30.03. 13.04. 13.04. 20.04. 20.04. 10.05. 10.05. 10.05. 11.05. 11.05.

Philip Franz, Sevelen Emma Petersen, Hoerstgen Charlotte Kraft, Sevelen Sanna Panthel und Sonea Panthel, Rheurdt Ben Högner, Hoerstgen Dana Kowalzik, Hoerstgen Julia Dause, Hoerstgen, Marie Krölls, Hoerstgen Saskia Weber, Hoerstgen Depagar Thurairajah, Hoerstgen Levin Jäkel, Sevelen

Es verstarben und wurden beerdigt: 14.02. 19.02. 21.02. 14.03.

Wilma Fredebohm, Rheurdt, 87 Jahre Gertrud Meißner, Hoerstgen, 94 Jahre Andreas Reichardt, Sevelen, 42 Jahre Hans Ludwig Bird, Hoerstgen, 88 Jahre

Wir beten für den Frieden, wir beten für die Welt, wir beten für die Müden, die keine Hoffnung hält, wir beten für die Leisen, für die kein Wort sich regt, die Wahrheit wird erweisen, dass Gottes Hand sie trägt. Peter Spangenberg (eg 678, 1. Strophe)

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GEMEINDE LEBEN

Gott loben, das war unser Amt „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“ (Prediger 3,1) Im kommenden Jahr hätte der Evangelische Kirchenchor Sevelen sein 40-jähriges Bestehen feiern können. Doch die Sängerinnen und Sänger sind mit dem Chor gealtert und somit in der Mehrzahl um einiges älter. Sänger_innen haben uns auf die eine oder andere Weise verlassen, und so ist nun für den Chor die Zeit des Abschieds gekommen. Am Pfingstmontag, den 9.Juni 2014, will der Chor zum letzten Mal seine Stimmen im Gottesdienst erklingen lassen. Dazu laden wir alle Menschen, die uns gewogen sind und den Chor über lange Jahre begleitet haben, herzlich ein. Friedhelm Lenz - Cornelia Bors - Jörg Heil

Goldkonfirmation in Rheurdt Am Sonntag, dem 13. April fand in Rheurdt die Gold-, bzw. Jubiläumskonfirmation für den zweiten Pfarrbezirk statt. Angeschrieben hatten wir die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Jahrgänge 1963/64. Die Suche nach den Betroffenen gestaltete sich schwierig, da unser Archiv wegen der Gemeindehausrenovierung in Hoerstgen im Moment nicht zugänglich ist. Gekommen waren vier Goldkonfirmandinnen und -konfirmanden und ein Gemeindeglied, das 1944, also noch im Krieg, konfirmiert wurde, also auf 70 Jahre Konfirmation zurückblikken kann. Die Jubiläumskonfirmation wurde mit einem Abendmahlsgottesdienst begangen, in dem auch die Zwillinge Sanna und Sonea Panthel getauft wurden. Auf dem Bild sehen Sie von links nach rechts: Pfarrer Jürgen Kunellis, Karin Heil, Horst Hennig, Marianne Engelskirchen, Wilfried Mand und Waltraud Wolters. Von den Anwesenden ist nur Frau Engelskirchen in Rheurdt konfirmiert worden, die anderen Jubilare in Gemeinden im Umkreis. Pfarrer Jürgen Kunellis 22

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GROß & KLEIN

Hallo große und kleine Leute,

in meinem kleinen Erzählschafskopf ist eine Menge los. Die Gedanken sausen nur so hin und her. Ganz viel habe ich in den letzten Monaten bei Kirche mit Kindern ge-lernt: Mit dem Beten vom Vaterunser und des Glaubensbekenntnisses ging es los. Dann haben wir mehrmals über die 10 Gebote gesprochen, die Moses von Gott bekommen hat. Das alles muss ich jetzt erst einmal verarbeiten. Viel besser verstehe ich aber nun schon, dass diese Gebote auch für unser Leben heute von großer Bedeutung sind. Ich bin gespannt, was ich im letzten Gottesdienst dazu im Juni noch erfahren werde. Danach geht es im Juli erst einmal in die großen Ferien. Da will ich mich viel ausruhen und saftiges Gras fressen, die kuschelige Wärme genießen, in den blauen Himmel sehen und in den Tag träumen. Mit den Schönwetterwolken will ich in Gedanken in die weite Welt fliegen und mir meine Schafsverwandten von oben ansehen. Das wird ein Erlebnis! Für Kirche mit Kindern habe ich mir gewünscht, dass wir im neuen Schuljahr viele alte Geschichten aus der Bibel besprechen werden, die Kinder und Erzählschafe besonders gern mögen, wie z. B. die von Noah und Jona – Ihr wisst ja, da spielen Tiere auch eine Rolle – und auch die von Josef und anderen wichtigen Menschen. Die Leute vom Vorbereitungsteam haben zugesagt und werden sich eine Menge dazu einfallen lassen. Sie und ich freuen uns auf Euch mit Euren Ideen. Kommt mit Euren Eltern am 15. Juni 2014 und am 24. August 2014 zu Kirche mit Kindern in unser Gemeindehaus in Sevelen. Dann nehmt Ihr Euer selbst gestaltetes Heftchen zum Thema Gebote auch endlich mit nach Hause. Bis dahin viel Freude und eine schöne Sommerzeit. Das wünscht Euch

Euer Wuschel

Achtung, die Gallier kamen! Zum Kinderferienprogramm " Die Gallier kommen", fanden sich 40 Kinder ein. Nach der Geschichte, warum Obelix, der Gallier, so stark ist, machten sich alle Kinder plus acht Teamer_innen auf die Jagd nach den römischen Entführern, die Miraculix in ihrer Gewalt hatten. Viele Römer wurden gefangen genommen und mussten den Platz preisgeben, an dem sie Miarculix versteckt hatten. Nach einer Pause, in der sich Gallier_innen und Römer_innen stärken konnten, wurde eifrig gebastelt, denn möglichst jeder wollte mit dem Helm von Obelix oder Asterix nach Hause gehen. Wieder einmal , vielen Dank an die jugendlichen Ehrenamtlichen, die mir tatkräftig zur Seite standen. Christel Bosch Gemeindebote | Hoerstgen-Sevelen-Rheurdt | 02-2014

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GEMEINDE LEBEN

Einfach Gut – unsere

30 Jahre Ehepaarkreis

Der Rheurdter Ehepaarkreis hat sich aufgelöst. Nach 30 Jahren war Schluss. Nach dem Tod von Ihr verlässlicher Partner Klaus Schmitt Anfang dieses Jahres war nur noch ein in allen Gesundheitsfragen Mann da, der an den Treffen hätte teilnehmen können. So einigten sich die verbliebenen Mitglieder dar„ Kompetente Beratung auf, die Treffen einzustellen. Die Frauen des Kreises (Ernährungs- & Impfberatung) Apothekerin sehen sich sowieso in einem separaten Christiane Kanngießer „ Faire Preise Moerser Str. 220 47475 Kamp-Lintfort Handarbeitskreis und in der Frauenhilfe. „ Diskretionsbereich Telefon: für eine persönliche Beratung 02842 – 2384 Die Kirchengemeinde Hoerstgen ist dem Kreis zu „ Medikations-Check E-Mail: info@ meine-loewen-apotheke.de nach Terminvereinbarung Dank verpflichtet. Ob Gemeindefeste oder www.meine-loewen-apotheke.de „ Mutter-Kind-Service Öffnungszeiten: Seniorenfeiern in Rheurdt, die Mitglieder des Verleih von Babywaagen & Milchpumpen Mo. bis Fr.: 8:00 - 18:30 Uhr und Sa.: 8:00 - 14:00 Uhr Ehepaarkreises waren immer gerne als „ Kostenloser Lieferservice Bestellung auch per Mail oder App Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei. Ob es „ Kundenkartenvorteile darum ging, Buden aufzubauen, wie bei den „ Messungen Gemeindefesten in den 80er und frühen 90er Jahren, Cholesterin, Blutzuckermessung, BMI ob Laienspielerinnen und –spieler für ein Theaterstück „ Barrierefreier Zugang gesucht wurden oder Leute für eine Vorführung eines „ Gute Parkmöglichkeiten „ Beschaffung interSchreittanzes mit Kerzen, die Paare des nationaler Arzneimittel Ehepaarkreises ließen sich auf alles ansprechen. Auch die monatlichen Abende, die jeweils bei einem der beteiligten Paare stattfanden, waren nie langweiNEUES lig. Nie stockte das Gespräch. Die Themen gingen 02930_2012-11-27_05937_AZ_A7.indd 27.11.2012 18:14:57nicht aus, ob es um kirchliche, gesellschaftliche, famiE V A N G E L I S C H 1E S liäre oder auch nur Fragen der Gartengestaltung FORUM ging, ob Reisen das Thema war, immer waren Frauen Die Mitarbeitenden des Neuen und Männer aktiv und sachkundig im Gespräch mit Evangelischen Forums stellen vielfältige dabei. So unterschiedlich die Paare auch waren, sie Angebote zur Bildung und Beratung zur passten einfach zusammen und das über Jahrzehnte Verfügung in den Bereichen: hin. Ich bin von meinem Dienstantritt vor 28 Jahren - Erwachsenenbildung in der Gemeinde an Mitglied des Kreises gewesen, - Evangelisches Familienbildungswerk nach meiner Eheschließung gemeinsam mit meiner - Synodale Kinder- und Jugendarbeit Frau. Und ich bin immer gerne zu den Abenden - Fachberatung für Tageseinrichtungen für Kinder gegangen und sage auch persönlich herzlichen Dank! - Konziliarer Prozess / Agenda 21 Nicht alle Paare waren von Anfang an dabei, ich - Frauen nenne hier aber alle, die mehrere Jahre oder die Schauen Sie doch mal rein! ganze Zeit mit dabei waren: Udo und Ingrid Götze, Neues Evangelisches Forum Hans und Rosel Kohl, Karl und Hiltraud Orgassa, Ingo Seminarstraße 8 und Inge Platzen, Karl Heinz und Christel Raupach, 47441 Moers Klaus Schmitt und Hanni Hebel, Johannes und Telefon: 02841 100 135 Martha Schrooten. Fax: 02841 100 174 www.kirche-moers.de/neuesevforum Pfarrer Jürgen Kunellis 24

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GEMEINDE LEBEN

Offener Frauentreff Rheurdt

Am 12. Juni 2014 treffen wir uns um 19.30 Uhr am Am 13.03.2014 war es soweit! Um 19.00 Uhr traf sich eine Marktplatz in Rheurdt. Gruppe von 10 Frauen, um gemeinsam nach Wachtendonk zu Gemeinsam werden wir mit dem fahren. Geplant war eine „Fackelführung“ durch Wachtendonk Fahrrad nach Vluyn zur Eisdiele radeln. mit anschließendem gemütlichen Beisammensein. Pünktlich um Wir hoffen auf gutes Wetter und rege 19.30 Uhr trafen wir unseren Stadtführer Herrn Roesler am Teilnahme. Bei Regenwetter überlegen Friedensplatz. Dort erfuhren wir zunächst interessante Dinge wir ein alternatives Programm. über die reiche geschichtliche Vergangenheit der kleinen „Stadt“, Ansprechpartnerin: Doris Deselaers, Tel.: 02833 7390. die im 80jährigen spanisch-niederländischen Unabhängigkeitskrieg

oft Mittelpunkt war. Besonders interessant: "Stadt Wachtendonk". Eigentlich war Wachtendonk ja nur bis zur französischen Besetzung unter Napoleon Stadt. Den verlorenen Stadtrechten trauerten die Wachtendonker lange nach - bis 1997. Da beschloss der Rat nämlich in zulässiger Anwendung der Gemeindeordnung die Bildung zweier Ortschaften: Wankum und Stadt Wachtendonk. Nach dieser kurzen informativen Einführung ging es dann in den historischen Ortskern, in dem wir Überreste alter Fachwerkhäuser, das Kloster und die Kirche besichtigten. Zu den zahlreichen historischen Daten und Fakten wurden uns lustige Anekdoten über die Wachtendonker aus der damaligen Zeit erzählt. Der Abschluss, bei dem wir noch mal Gelegenheit hatten, in einer gemütlichen Getränkerunde zu klönen und das Erlebte zu verarbeiten, fand in der Gaststätte „Zur Sandkaul“ statt. Alles in allem war unsere erste Aktion eine gelungene Sache, es hat viel Spaß gemacht und wir freuen uns auf die künftigen Aktivitäten. Melanie Meisel

Frauensache Vor den Sommerferien treffen wir uns noch einmal am 03. Juli bei Jutta Sauels, MolkereiStr. 40 zum alljährlichen “best of the year”: dem Grillen. Diejenigen, die das Prozedere schon kennen, warten schon ungeduldig auf den (vielleicht elektronischen?) Laufzettel, diejenige, die zum erstenmal das Erlebnis Frauensache wagen möchte, sagt einfach bei Annelie Jordan 02842/ 47670 oder Jutta Sauels 02842/ 42830 bescheid, damit auch für sie etwas auf dem Grill zu liegen kommt. Aber spontan geht auch, so zum Beispiel geschehen im März, als aus dem Casino Duisburg Bistro 29 wurde. Nicht ganz dasselbe, aber diejenigen, die da waren, hatten einen schönen Abend. Ich konnte an diesem Termin leider nicht, weshalb ich jetzt auch nicht viel zu sagen habe. Traditionell werden am Grillabend auch die Ideen und Vorschläge für das kommende Jahr Frauensache besprochen – also vergesst nicht, neben Kräuterbutter, Salat und Dessert welche mit zu bringen. Der Rest des Jahres bietet dann noch zwei kulturelle Highlights in Sache Frauensache: 11.September Theater Ebertbad, 13. November Kulturcafe Hoerstgen. So ist jedenfalls die Planung, aber es kommt bisweilen mal anders als man (frau) denkt – habe ich auch schon von gehört. Die Informationen dazu bekommt ihr auf jeden Fall rechtzeitig. Petra Brüggemann Gemeindebote | Hoerstgen-Sevelen-Rheurdt | 02-2014

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Die Gemeinde fliegt aus! Utrecht, die drittgrößte Stadt in den Niederlanden wird unser Ziel am Samstag, den 9.August 2014 sein. Viel historischer Stadtkern, Grachten und reichlich Museen werden anzuschauen sein. Wir reisen mit dem Bus um 8.00 Uhr ab Sevelen. Fahrt und Eintrittsgelder sind mit 30,00 Euro pro Person zu kalkulieren, eine Anmeldung ist erforderlich, da die Platzzahl beschränkt ist. Anmelden bitte bis zum 15. 07. bei Presbyteriumsmitgliedern (das sind auch die Pfarrer) oder bei Wolfgang Lietzow, dem Organisator, der für den Männerkreis tätig wird (02842 42639). Es kann auch auf den Anrufbeantworter gesprochen werden, für einen Rückruf bitte die eigene Nummer nennen.

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Wolfgang Lietzow

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Foto links: Jurjem Drenth, Toursime Utrecht, Foto oben: Willem Mes, Toerisme Utrecht

GEMEINDE LEBEN


LESE ZEICHEN

Foto: Sven Teschke [CC-BY-SA-3.0-de, via Wikimedia Commons

Jan Costin Wagner – Krimiautor der leisen Töne In diesem Winter hat Jan Costin Wagner mit „Tage des letzten Schnees“ seinen fünften Kimmo Joentaa Roman vorgelegt. Das ist ein Anlass, ihn näher vorzustellen. Wagner ist ein junger deutscher Autor; verheiratet mit einer finnischen Künstlerin, lebt er in Deutschland und in Finnland. So handeln auch seine Romane im finnischen Turku. Hauptfigur ist der junge Kommissar Kimmo Joentaa, den wir bei seinem ersten Auftritt („Eismond“) am Sterbebett seiner geliebten Frau Sanna antreffen, was seine seelische Verfassung beeinflusst und auch in den folgenden Romanen immer mitschwingt. Wie die Seelenlage des Kommissars, spielen die finnische Landschaft und die Jahreszeiten eine große Rolle in den Romanen. Im dritten („Im Winter der Löwen“) tritt eine mysteriöse Frau in sein Leben, die seine Geliebte wird, und deren Rätsel im aktuellen Roman gelöst wird. Jan Costin Wagner fesselt seine Leser durch die atmosphärisch dichte Schilderung seiner Kriminalfälle und durch die mitfühlende Grundeinstellung des Kommissars. Es fehlen Grausamkeit, Brutalität und die Schilderung von blutigen Details. In den Krimis entwikkelt Wagner verschiedene Handlungsstränge, die nach und nach für den Leser klarer und schließlich aufgelöst werden. Dabei hat man durchaus die Chance, Zusammenhänge zu erkennen. Jedoch, die Romane wollen aufmerksam gelesen werden, sonst entgehen dem Leser wesentliche Fakten. Die Täter sind oft Menschen mit Verletzungen seelischer Art, die nicht unbedingt zu Straftaten führen müssten. Diese resultieren aus Ereignissen, die alles verändern oder aus unbedachten oder bösen Handlungen anderer Menschen. Ich liebe Wagners lakonischen Schreibstil, der jedoch nie kalt oder auf vordergründige Effekte aus ist. So beginnt das erste Kapitel seines vierten Romans: „ Kimmo Joentaa lebte mit einer Frau ohne Namen in einem Herbst ohne Regen. Das Hoch wurde auf Magdalena getauft. Die Frau ließ sich Larissa nennen. Sie kam und ging. Er wusste nicht, woher und wohin.“ Wagner schafft es immer seine Leser in den Roman hineinzuziehen und sie mitleiden, mitfühlen zu lassen. Es soll Menschen geben, die Jan Costin Wagners Romane lieben, obgleich sie eigentlich keine Krimis lesen. Kein Wunder, da die Krimihandlung oft nicht das Wesentliche ist. Meine Empfehlung: Lesen Sie die Romane in der Folge ihres Erscheinens, besonders jedoch die letzten drei. Im letzten hat Wagner vielleicht etwas zu viel Schicksal gespielt, und doch, der Schluss ist emotional, voller Trauer und mit einem Lichtblick in die Zukunft. Jörg Heil Gemeindebote | Hoerstgen-Sevelen-Rheurdt | 02-2014

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“Wer bin ich?” Diese Frage stellt Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) in einem Gedicht, das er im Juli 1944 als Gefangener verfasst hat. Aber die Frage „Wer bin ich?“ stellt sich nicht nur in Gefangenschaft oder unter ganz besonders herausfordernden Umständen. Bonhoeffer weiß, dass das Leben moderner Menschen überhaupt seine Selbstverständlichkeit verloren hat. Im Blick auf seine eigene Situation schreibt er: Wer bin ich? Sie sagen mir oft, ich spräche mit meinen Bewachern frei und freundlich und klar, als hätte ich zu gebieten.

Wer bin ich? Sie sagen mir auch, ich trüge die Tage des Unglücks gleichmütig, lächelnd und stolz, wie einer, der Siegen gewohnt ist.

Das Urteil der anderen fällt ausnehmend positiv aus: gelassen, heiter, fest, – frei, freundlich, klar, – gleichmütig, lächelnd und stolz sind die Eigenschaften, die andere ihm zuschreiben. Aber bei all dem, was andere über uns sagen, und selbst wenn es schmeichelhaft ist – in uns selbst sieht es oft ganz anders aus. Manchmal sind wir dabei realistischer und ehrlicher als andere. Aber oft genug unterlaufen uns auch bei der Selbsteinschätzung eklatante Fehlurteile. So hält sich ein großer Teil von Mädchen und Frauen für zu dick, obwohl viele von ihnen längst an der Grenze zur Magersucht sind. Wer zu Depressionen neigt, sieht um sich herum oft nur Feinde. Die Unachtsamkeiten und Oberflächlichkeiten anderer werden als absichtsvoll-böse Anschläge wahrgenommen. Die eigene Sicht auf uns selbst ist also keinesfalls immer wahrer oder zutreffender als die Sicht anderer auf uns. Für Dietrich Bonhoeffer wird der Unterschied zwischen der Einschätzung anderer und seiner Selbsteinschätzung zu einer schweren Zerreißprobe. So vieles in seiner Seele steht in so krassem Widerspruch zu dem, was andere über ihn sagen: Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen? Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß? Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig, ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle, hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen, dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe, zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung, umgetrieben vom Warten auf große Dinge, ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne, müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen, matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?

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Gemeindebote | Hoerstgen-Sevelen-Rheurdt | 02-2014

Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1987-074-16 / CC-BY-SA

Wer bin ich? Sie sagen mir oft, ich träte aus meiner Zelle gelassen und heiter und fest wie ein Gutsherr aus seinem Schloss.


NACH GEDACHT

Innen- und Außensicht – Bonhoeffer bekommt beides nicht zusammen. Sieht er von außen wie ein stolzer Gutsherr aus, so sieht Bonhoeffer sich selbst als kleinen Vogel, der im Käfig eingesperrt ist. Während ihn andere als gelassen, heiter und fest beschreiben, kocht in ihm der Zorn über die Kränkungen und die Willkür der Haft. So sehr Bonhoeffers Gedicht aus seiner Situation der Haft heraus zu verstehen ist, so ist es doch zugleich ein Gedicht, in dem exemplarisch die Zerrissenheit modernen Menschseins sichtbar wird. Dass Innen- und Außensicht nicht zusammenzukriegen sind, das werden sehr viele von uns in ihrem Leben schon erfahren haben. Problematisch wird dieser Unterschied zwischen innen und außen jedoch dann, wenn das, was innen in uns geschieht, nirgendwo mehr nach außen kommt, wenn es immer verborgen gehalten werden muss, wenn wir es vielleicht nicht einmal mehr vor uns selbst zulassen. Dann setzen wir eine Maske auf und verstecken unser Inneres unter dieser Maske. Wir leben nur noch Fassade, wir sind nicht mehr wir selbst, wir verlieren im Extremfall sogar den Zugang zu uns selbst. Bonhoeffer findet die Antwort auf die Frage, wer er ist, in seinem Glauben, er findet sie bei Gott. Sein Fragen nach sich selbst mündet am Schluss des Gedichts in ein Gebet, in dem er all sein Fragen und all die auseinanderstrebenden Antworten an Gott abgibt und ihm überlässt: Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott. Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott! Bei Gott können wir schwach sein. Vor ihm müssen wir uns nicht verstecken. Dieses Vertrauen auf Gottes Liebe, die uns auch in unserer Schwachheit annimmt, hilft uns, uns selbst anzunehmen. Britta Ortmans Dr. Britta Ortmans ist nach ihrem Studium der Katholischen Theologie, Biologie und Pastoralpsychologie seit April 2013 Pastoralreferentin der Pfarrgemeinde St. Martinus in Rheurdt, Schaephuysen und Tönisberg. Ihre Aufgaben sind Caritasarbeit, Frauen- und Familienpastoral, Erstkommunionvorbereitung, Schulgottesdienste und Kontaktstunden, Begleitung der Kindergärten und vieles mehr. Ihr Beitrag über Dietrich Bonhoeffer (hier gekürzt) entstand für unsere gemeinsame ökumenische Aktion „Andere Zeiten“ während der Passionsund Fastenzeit. Stefan Maser

Gemeindebote | Hoerstgen-Sevelen-Rheurdt | 02-2014

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GOTTES HOERSTGEN 9.30 Uhr DIENSTE

SEVELEN

RHEURDT

9.15 Uhr

10.30 Uhr

Müller-Osenberg

01. Juni

Maser

Müller-Osenberg

08. Juni

Maser

Kunellis

Kunellis

Abendmahl

Abendmahl/Taizéliturgie

Abendmahl

Exaudi

Pfingstsonntag

Kunellis

09. Juni

Pfingsmontag

15. Juni Trinitatis

ZENTRALER GOTTESDIENST FÜR DIE GANZE GEMEINDE

Kunellis

Gallinat

Kunellis

Kirche mit Kindern

22. Juni

Kunellis

Maser

Maser

29. Juni

Maser

Kunellis

Kunellis

06. Juli

Köth

Loyal

Loyal

1.Sonntag nach Trinitatis 2.Sonntag nach Trinitatis 3.Sonntag nach Trinitatis

Abendmahl

13. Juli

Jülicher

Kunellis

Kunellis

20. Juli

Gallinat

Kunellis

Kunellis

27. Juli

Nebelung

Kunellis

Kunellis

03. August

Maser

Gallinat

Gallinat

4.Sonntag nach Trinitatis 5.Sonntag nach Trinitatis 6.Sonntag nach Trinitatis 7.Sonntag nach Trinitatis

Abendmahl

10. August

Maser

Nebelung

Nebelung

17. August

Direktor B. Weber

Jülicher

Jülicher

Kunellis

Kunellis

Kirche mit Kindern

Kirche mit Kindern

8.Sonntag nach Trinitatis 9.Sonntag nach Trinitatis

24. August

10.Sonntag nach Trinitatis

300 Jahre Kanzel Hoerstgen

Maser

GEMEINDEFEST IN SEVELEN 9.15 Uhr Beginn des Kirchlichen Unterrichts, Kunellis u. Maser

31. August

11.Sonntag nach Trinitatis

07. September

12.Sonntag nach Trinitatis

Maser

Kunellis

Kunellis

Abendmahl

Kindergottesdienst ist in Hoerstgen in der Schulzeit sonntags um 9.30 Uhr.

Kirche mit Kindern findet in Sevelen am 15. Juni und am 24. August, in Rheurdt am 24. August statt.


Gemeindebote Hoerstgen 2 2014