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HOELZLE.journal Ausgabe 5

Wasserdichte Steckverbindungen von DEUTSCH-USA

LED-Leuchtmittel als Ersatz von GlĂźhlampen

Pflugbeleuchtung

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Ihre Ansprechpartner

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René Bachofen

2 Andreas Riedi

3 Hansueli Hui

076 412 86 86 a.riedi@hoelzle.ch

079 419 60 82 h.hui@hoelzle.ch

Verkaufsleitung 079 419 60 80 044 928 34 33 r.bachofen@hoelzle.ch

5 Markus Felder

6 Godi Hanhart

076 360 96 67 m.felder@hoelzle.ch

079 904 62 23 g.hanhart@hoelzle.ch

5 8

7

079 365 02 04 m.fauler@hoelzle.ch

7 Roman Brülhart 8 Ralph Bahrt 079 419 60 81 r.bruelhart@hoelzle.ch

078 781 96 69 r.bahrt@hoelzle.ch

4 3

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4 Meta Fauler

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1

Impressum HOELZLE AG Industriestrasse 20 CH-8712 Stäfa © 2016 HOELZLE AG

Telefon: Fax:

044 928 34 34 044 928 34 35

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Herzlich willkommen!

Liebe Leserinnen und Leser, Sie halten die fünfte Ausgabe unseres Journals in Ihrer Hand. Es enthält praktische Anleitungen, informative Übersichten, gesetzliche Vorschriften und Vorbereitungstipps für den kommenden Winter. Wer eine gut ersetzbare, wasserdichte Verbindung sucht, ist mit Deutsch Steckern sehr gut bedient. Dank der einfachen Handhabung setzen viele Hersteller sie bei ihren Produkten ein. Welche Arten von Deutsch Steckern gibt es? Wie werden sie fachgerecht verbaut? Antworten auf diese Fragen finden Sie auf Seite 4. Die LED-Technologie ist momentan allgegenwärtig. Sie finden deshalb in dieser Ausgabe einen spannenden Bericht über die LED-Technik: Wir gehen zum Beispiel der Frage nach, wie herkömmliche Glühlampen eins zu eins durch LED-Leuchtmittel in bestehenden Leuchten ersetzt werden können. Ausserdem finden Sie auf Seite 8 eine schöne Übersicht über die Entwicklung der Beleuchtung am Fahrzeug. Bei Rundumleuchten stellt sich immer wieder die Frage, was aufgebaut werden darf, welche Vorschriften es einzuhalten gilt? Auf Seite 10 finden Sie alle relevanten Paragraphen aus der VTS (Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge). Zusätzlich zeigen wir Ihnen auf, wie Sie selber die Homologationen auf einer Leuchte lesen können und wie Sie diese zu interpretieren haben. Noch ist der Winter nicht da, doch das Material für die Schneeräumung muss für einen frühen Schneefall vorbereitet sein. Haben Sie gewusst, dass nicht der Winter das Material am stärksten fordert, sondern die langen Standzeiten draussen während der Sommerzeit? Welchen Herausforderungen das Material sonst noch ausgesetzt ist sowie ein kurzes Interview mit dem führenden Pflugbauer der Schweiz finden Sie ab Seite 13. Nun wünsche ich Ihnen eine spannende Lektüre. Bei Fragen steht Ihnen das Hoelzle-Team mit Rat und Tat gerne zur Seite. Ihr

Simon Baumann Geschäftsführer

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Wasserdichte Steckverbindungen von DEUTSCH-USA Louis Kasper, Product Manager

Da die anfallenden Arbeiten und der entsprechende Einsatz von Fahrzeugen, Maschinen und anderem meistens wetterunabhängig geschieht und nicht alle nötigen Steckverbindungen in den von Umwelteinflüssen geschützten Fahrzeuginnenraum verlegt werden können, braucht es wasserfeste Steckverbindungen. Es gibt viele Arten von wasserdichten Kontakten und Steckverbindungen: Superseal, Delphi WeatherPack, MetriPack, um nur einige zu nennen. Wir möchten hier aber näher auf eine Stecker-Variante der Firma DEUTSCH-USA eingehen, da diese sehr strapazierfähig und zuverlässig sind. Zudem bieten sie folgende Vorteile:

Wie bereits erwähnt, genügt bei dieser Serie eine Kabelschuhpress-zange für unisolierte Kabelschuhe um die Kontake zu pressen und eine Spitzzange, um die Verriegelung der Kontakte einzusetzen oder zu entfernen. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit gedrehte Stift- und Buchsenkontake zu verwenden. Diese sind von höherer Qualität, benötigen aber eine Spezialzange zur Verarbeitung. Wird diese Crimp-Zange nur einmalig benötigt und ist deren Anschaffung daher zu teuer, kann sie auch wochenweise gemietet werden (Artikel: HDT48/Miete).

• die meisten Kontakte können ohne Spezialwerkzeuge montiert und demontiert werden • wasserdicht nach IP68 • Temperaturbereich von -55°C bis +125°C • Gehäuse aus Thermoplastic und Silikondichtungen sind unempfindlich gegen Umwelteinflüsse • Sicherheitsverschluss Deshalb verwenden immer mehr Erstausrüster DEUTSCHSteckverbindungen in verschiedenen Ausführungen. Hilfreich im Ersatzbedarf ist auch die Tatsache, dass alle DEUTSCH-Stecker mit der entsprechenden Artikelnummer gekennzeichnet sind. Dies erleichtert nicht nur die Ersatzteilbeschaffung, sondern auch die Suche nach passendem Zubehör wie Abdeckkappen, Wellrohradapter etc.

Art. HDT48/Miete

Weit verbreitet sind die verschiedenen Varianten der DT-Serie. Diese unterscheiden sich durch unterschiedlich grosse Gehäuse, Anzahl Steckplätze und Strombelastungsstärke.

Serie

Anzahl Pole

Kabelquerschnitt

max. Stromstärke pro Steckerkontakt

DTM

2-12

0.35-1.0mm2

7.5A

DT

2-12

0.75-2.0mm2

13A

DTP

2-4

2.0-3.0mm2

25A

1

5.0-8.0mm2

60A/100A

DTHD

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Und so werden die gepressten Kontakte eingesetzt ....

... und wieder demontiert

Schritt 1

Schritt 1

Halten Sie den gecrimpten Kontakt ca. 10mm hinter der Pressung.

Den grünen Keil mit einer Spitzzange entfernen.

Schritt 2

Schritt 2

Halten Sie den Stecker so, dass Sie die Gummidichtung sehen.

Entfernen Sie die Kontakte, indem Sie leicht am Kabel ziehen und gleichzeitig von vorne mit einem kleinen Schraubenzieher die Kontakte aus ihrer Position hebeln.

Schritt 3

Schritt 3

Drücken Sie den Kontakt gerade durch die Gummidichtung bis das Einrasten zu spüren ist.

Halten Sie mit einem Finger die Gummidichtung, während Sie die Kontakte mit dem Kabel durch diese herausziehen.

Ziehen Sie leicht am Kabel um den korrekten Sitz zu prüfen. Schritt 4 Wenn alle Kontakte platziert sind, führen Sie von vorne den grünen Verriegelungskeil ein. Drücken, bis der Keil einrastet.

Da die Dichtigkeit bereits erreicht wird, wenn der Kontakt mit angepresstem Kabel durch die Gummidichtung geführt wird, werden keine weiteren Kappen oder dergleichen benötigt. Für eine saubere Installation können die Stecker der Serie DT mit Wellrohradaptern versehen werden. Diese stellen eine schlüssige Verbindung zum kabelführenden Wellrohr her und schützen die Installation somit zusätzlich. Zudem finden sich DEUTSCH-Verbindungen in runder Gehäuseausführung aus Aluminium oder Kunststoff, die mit bis zu 47 Kontakten bestückt werden können (Serie HD30, HDP20). Diese und weitere DEUTSCH-Artikel, z.B. für ISO-Bus-Applikationen im Landmaschinenbereich finden Sie auf unserer Website. Bei Fragen dürfen Sie uns auch gerne telefonisch kontaktieren. ®

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LED-Leuchtmittel als Ersatz von Glühlampen Roger Eichholzer, Product Manager Immer mehr Automobilisten tauschen an ihren Fahrzeugen die herkömmlichen Glühlampen gegen baugleiche Leuchtmittel mit LED–Technik aus. Einerseits können sie auf diese Weise im Fahrzeug Energie sparen und andererseits verleihen die LEDs dem Fahrzeug einen speziellen Look, was gerade in der Tuning-Szene wichtig ist.

Licht wird durch Fluoreszenz in ein breitbandiges Spektrum und damit in weisses Licht umgewandelt.

LED steht für Light Emitting Diode (Deutsch: Leuchtdiode). Die elektrischen Eigenschaften dieses Halbleiter-Bauelementes entsprechen der normalen Diode wie sie in der Elektronik eingesetzt wird. Fliesst durch die Diode elektrischer Strom in Durchlassrichtung, so strahlt sie Licht aus, Infrarotstrahlung oder auch Ultraviolettstrahlung.

Wie die Leuchtstofflampen werden auch weiss-leuchtende LEDs je nach Verwendungszweck für unterschiedliche Farbtemperaturen gefertigt. Übliche Kategorien sind das «kaltweisse»,, tageslichtähnliche Licht mit einer Farbtemperatur von 5’500 bis 6’000 Kelvin (K) sowie das «warmweisse» Licht, das dem Licht von Haushalts-Glühlampen mit einer Farbtemperatur von 2’700 bis 3’000 K ähnelt: Damit lässt sich das im Wohnbereich als angenehm empfundene Licht herkömmlicher Glühlampen (welche in der Schweiz seit 2009 verboten sind) erzielen.

Weisses LED-Licht wird nicht von weissen LEDs, sondern aus blauen Leuchtdioden mittels Lumineszenzfarbstoff gewonnen, ähnlich wie der Leuchtstoff bei einer Leuchtstofflampe (früher z.B. das Neonlicht). Das monochromatische, blaue

Inzwischen gibt es aber nicht nur für den Haushalt, sondern auch im Automobil-Aftermarket für fast alle herkömmlichen Glühlampen-Formen und -Typen ein entsprechendes LEDPendant, dies sowohl in 12V- als auch in 24V-Ausführung.

Geschichte der Autobeleuchtung

Hindernisse, Menschen, Tiere und vieles mehr dank der neuen Lichtstärke schon von Weitem erkennen. Stand der Technik sind die sogenannten Matrix-LED-Scheinwerfer mit 36 LEDs, 24 davon elektrisch steuerbar. Dabei tastet eine Kamera die Umgebung des Fahrzeuges ab und schaltet die einzelnen LEDs ein und aus, so dass der Fahrzeuglenker immer eine optimale Ausleuchtung hat und agleichzeitig der Gegenverkehr nicht geblendet wird. Doch die Zukunft heisst: Laserlicht!

Gute Scheinwerfer gehören zu den wichtigsten Sicherheitsausstattungen eines Fahrzeuges, denn das tödliche Unfallrisiko steigt bei Dunkelheit um das Doppelte. Die aktuelle LED-Technik sorgt durch computergesteuerte Lichtstreuung für eine nie dagewesene Effizienz in Sachen Fahrbahnbeleuchtung und Verkehrssicherheit. Der Fahrer kann

Laternen, Petroleum-, Karbid- und Acetylenlampen

1854

1879

1908

1913

1925

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Heinrich Goebel baut die erste Glühlampe. Er schmilzt einen verkohlten Bambusfaden in eine luftleere Glasglocke ein. Von einer Batterie holt er sich Strom und erleuchtet so seine Uhrmacherwerkstatt in New York. Seine Kohle-Fadenlampe gilt als die erste brauchbare Glühlampe.

Thomas Alva Edison entwickelt die Glühbirne bis zur industriellen Fertigungsreife. Er führt den Schraubsockel für den elektrischen Kontakt ein, der heute noch als Standard verwendet wird und seinen Namen trägt. Als Glühfaden dient wie bei Goebel ein Kohlefaden.

Im Jahre 1908 wurde für die damals üblichen Karbidlampen eine Abblendeinrichtung konstruiert: über einen Bowdenzug wurde ein Hebel betätigt, der die Gasflamme aus dem Brennpunkt des Reflektors verschob. Gleichzeitig wurden elektrische Scheinwerfer mit Batteriebetrieb populär

Als erstes komplettes elektrisches Lichtsystem aus Scheinwerfer, Lichtmaschine und Lichtmaschinen-Regler wird das sogenannte "Bosch-Licht" eingeführt

OSRAM lanciert die zusammen mit Bosch entwickelte BILUX®-Zweidraht-Autoscheinwerferlampe. Sie ermöglich Abblendlicht und Fernlicht aus einer einzigen Lichtquelle.

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Diese Nachrüst-Lampen können in Stand- und Positionslichtern, sowie in Blinkern-, Stopp- oder Schlussleuchten verwendet werden. Inzwischen gibt es auch LEDs als H4/H7 Halogenlampen-Ersatz für Nebel- und Hauptscheinwerfer. Bei Tagfahrleuchten werden fast ausschliesslich SMD-LEDs (mit LEDs bestückte Leiterplatten) eingesetzt. Wem seine herkömmlichen Scheinwerfer zu wenig hell sind, kannin wenigen Fällen1 auf Xenon umrüsten, oder gleich zur LED Technologie wechseln. Beide Technologien bieten ein helles kalt-weisses Licht mit Farbtemperaturen von 6’000 bis 8'000 K. Die LED-Lampen haben jedoch klare Vorteile. So ist die Stromaufnahme geringer und sie weisen eine längere Lebensdauer auf. Im Gegensatz zu den teuren Xenon-Brennern können LED-Leuchtmittel einfach in bestehende Leuchten und Halogen-Scheinwerfer eingebaut werden, was auch relativ kostengünstig ist. Da das weisse Licht aus blauen LED’s gewonnen wird, schimmern LED Scheinwerfer bläulich bis violett. Der Trend der blauen Halogen-Lampen wird damit fortgesetzt.

Art. H7/LED

Art. H4/LED

Zu beachten ist, dass alle diese Nachrüst-Lösungen, obwohl verbreitet, aktuell NICHT für den Strassenverkehr zugelassen sind. Der Grund ist, dass alle zugelassenen Scheinwerfer (diese verfügen über ein e-Prüfzeichen) ursprünglich mit den zugehörigen Leuchtmitteln zusammen homologiert wurden. Die Leuchtmittel bestehen in der Regel aus Halogenlampen des Typs H1-, H3-, H4-, H7, etc.

1 komplette Xenon-Nachrüstscheinwerfer sind sehr teuer und nur für wenige Fahrzeuge erhältlich. Die originalen Glühlampen durch XenonBrenner ersetzen ist nach VTS nicht erlaubt.

Deshalb werden die LED-Lampen von allen Anbietern inklusive Hoelzle ausschliesslich für den Off-Road-Einsatz, den Rennsport oder für Showzwecke deklariert, und deren Einsatz erfolgt auf eigene Gefahr.

Mit Laserlicht wird die Leuchtdichte der LED bereits heute um etwa das Vierfache übertroffen. Scheinwerfer können damit in Zukunft noch kleiner gestaltet werden – ohne Verminderung der Lichtleistung.

Seither hat sich für den Fahrzeuglenker vieles vereinfacht und verbessert. Die folgende Grafik fasst die wichtigsten technischen Errungenschaften in Sachen Fahrzeugbeleuchtung zusammen. ® Enzo Razzano

Angesichts dieser Tatsachen kann man sich heute kaum vorstellen, dass die ersten Automobile Anfang des 20. Jahrhunderts noch mit Kerzen und Laternen auf kaum beleuchteten Strassen unterwegs waren.

Glühbirnen, Halogenlampen, Xenonlampen LED Laser

1957

1964

1991

2006

2014

|

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Erste asymmetrische Scheinwerfer. Beim Mercedes 300 SL wird erstmals Abblend-, Fern-, Stand- und Parklicht sowie Blinker in einer Baueinheit eingeführt

Die ersten Einfaden-Halogenlampen des Typs H1 und H3 kamen um 1964 auf den Markt. Die Füllung mit Halogengas garantierte eine fast gleichmäßig hohe Strahlkraft während der gesamten Lebensdauer, da sich im Gegensatz zu konventionellen Glühlampen kein verdampftes Metall vom Glühwendel auf den Glaskolben niederschlug.

Doppelt so lichtstark wie eine Halogen-Glühlampe war der nächste Evolutionsschritt, das 1991 im BMW 7er präsentierte Gaslicht namens Xenon. In den Quarzglaskörpern dienten das Leuchtgas Xenon und Metallsalze als Lichtquelle, während elektronische Vorschaltgeräte Lichtbögen erzeugten, mit denen die konventionelle Glühwendel ersetzt wurde. Spätestens jetzt war der seit 1990 gesetzlich vorgeschriebene Leuchtweitenregler unersetzlich.

Erstmals wird auf dem Audi R8 optional ein Voll-LED-Scheinwerfer angeboten. Doch bereits Anfang der 90er-Jahren hatten LEDs ihren Einzug in die Autobeleuchtung begonnen; zuerst in der dritten Bremsleuchte, dann vermehrt in der Schlussleuchte und schliesslich ab 2004 als Tagfahrlicht auch in den Frontbereich.

Im Jahr 2014 brachte BMW mit dem i8 das erste Serienfahrzeug mit Laserlicht auf den Markt. Laserdioden erzeugen hierfür einen blauen Laserstrahl, der durch eine Leuchtstoff-Schicht (Fluoreszenz) in tageslichtweißes Licht umgewandelt wird.

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Die Umrüstung auf LED kann auch Probleme machen, vor allem bezüglich der Lampenausfall-Kontrolle: So deuten herkömmliche Blinkgeber die minimale Stromaufnahme der LED-Lampen als vermeintlichen Glühlampen-Ausfall und blinken entweder zu schnell oder zu langsam. Dies geschieht oft auch bei neueren Fahrzeugen mit CAN-BusSystem, es erfolgen System-Fehlermeldungen. Zu deren Behebung gibt es verschiedene Lösungen: Vom Einsatz eines Widerstandes mit dem Ohm-Wert der zu ersetzenden Glühlampe, bis hin zum mehrkanaligen Überwachungsmodul mit Potentiometer für jeden einzelnen Kanal. Welche Lösung bei welchem Problem eingesetzt werden kann, fin-

den Sie auf unserer Webseite unter der Rubrik Technik > LED Leuchten Einbau. Die einfachste und günstigste Lösung ist der Einsatz eines parallel geschalteten Widerstandes. Einige Hersteller statten deshalb ihre LED-Lampen bereits ab Werk mit einem internen Widerstand aus. Mit dem Einsatz eines solchen Widerstandes kann es jedoch sein, dass ein Ausfall der LED-Lampe nicht mehr erkannt wird. Die gesetzlich vorgeschriebene Fehlermeldung wird somit nicht angezeigt und der Vorteil der geringen Stromaufnahme entfällt. Als Vorteile bleiben die neue Optik, die längere Lebensdauer, die grössere Vibrationsbeständigkeit und die grössere Helligkeit. Um

Soffittenlampen

Glassockellampen

Kugelglühlampen

Sockel

8

entspricht

TYP

Standlicht

BA15s

weiss

5W

R5W

Blinker/ Stop

BAY15d

rot

21/5W

P21/5W

BA15s

weiss

21W

P21W

BAU15s

orange

21W

P21W

W3x16d

weiss

21W

W21W

W3x16d

orange

21W

WY21W

W3x16q

weiss

21/5W

W21/5W

W2.1x9.5d

weiss

3W, 5W

W5W

SV8,5-8

weiss

10W

11x28mm

SV8,5-8

weiss

5 / 10W

11x36mm

SV8,5-8

weiss

5 / 10W

11x41mm


E1

ein möglichst universelles LED-Lampen Sortiment zu führen, umfasst dieses aktuell nur Leuchten ohne integrierte Widerstände. Die Nachfrage nach LEDs in alle Anwendungen steigt und so umfasst unser Angebot neben den punkt-gerichteten LEDs auch schon 3D-LEDs mit einer 360°-Abstrahlung als Ersatz für herkömmliche Kugelglühlampen mit BA15 Sockel (5W, 21W, 21/5W) als auch LEDs mit Glassockeln (W3x16d, W3x16q und W2.1x9.5d) sowie Soffittenlampen (in den Grössen 11x28mm, 11x36mm und 11x41mm für SV8,5-8 Sockel). Die LED-Lampen aus der HL3-Serie (siehe Bilder und Über-

e-Prüfzeichen auf Scheinwerfern – LED-Lampen sind NICHT für den Strassenverkehr zugelassen

sicht) verfügen über einen satinierten Leuchtkörper (Milchglas). Dadurch entsteht ein sehr homogenes Licht, man spricht auch von Neon-Look-LEDs. Diese entsprechen technologisch dem neusten Stand der Dinge, wobei die Entwicklung im LEDBereich noch lange nicht abgeschlossen ist. Es wird auch zukünftig immer wieder zu Durchbrüchen kommen. ®

Artikelnummern: Glühlampe 12V

LED 12V

Glühlampe 24V

LED 24V

1401

HL393VW1

1402

HL393VW2

1341

HL395R321

1321

HL395W311

1322

HL395W312

1383

HL395W31U

1393

HL395W31U2

1631

HL394W31

1633

HL394A31

1632

HL394W32

1612, 1622

HL387NW2

1611, 1621, 1628 HL387NW1

1735

HL389NW1

1715

HL390NW1

1712

HL390NW2

1721

HL391NW1

1722

HL391NW2

Skizze

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Rundumleuchten/Blitzleuchten: Welche gesetzliche Vorschriften gelten und was gibt es zu beachten? Enzo Razzano, Product Manager Ob in der Landwirtschaft, im kommunalen Sektor oder als Fahrer auf der Landstrasse; in Situationen, die eine höhere Sichtbarkeit verlangen, kann die richtige Warnleuchte am Fahrzeug die Sicherheit wesentlich erhöhen. Was ist aus gesetzlicher Sicht zu beachten und welche Möglichkeiten gibt es? Gesetzliche Voraussetzungen Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Schweiz sind in der VTS (Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge) geregelt. Diese basiert auf den Europäischen ECE-Reglementen. Die oben beschriebenen Warnleuchten werden hier als «gelbe Gefahrenlichter» bezeichnet. Die wichtigsten Punkte der Regelungen für den Einsatz im Strassenverkehr (ausgenommen sind Blaulicht und Fahrzeuge für Feuerwehr, Polizei, Sanität und Zoll) sind: Rundumleuchten, Dachbalken, Blitzer (in der VTS allgemein als «Gefahrenlicht» bezeichnet) §§ Gelbe Gefahrenlichter müssen von der Zulassungsbehörde mit einem Eintrag im Fahrzeugausweis bewilligt werden. Diese sind an Fahrzeugen erlaubt, die für die übrigen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer eine nicht leicht erkennbare Gefahr darstellen, ebenso an Begleitfahrzeugen und an Fahrzeugen, die für das vorübergehende Anbringen von Zusatzgeräten mit einer Breite von über 3,00 m vorgesehen und ausgerüstet sind. Regelung: VTS, Art. 110, Abs. 3b

max. 4m

§§ Die Anforderungen an gelbe Gefahrenlichter richten sich nach dem ECE-Reglement Nr. 65. Die Gefahrenlichter müssen rotieren (Rundumleuchten) oder blinken. Ihr Leuchten muss dem Fahrzeugführer oder der Fahrzeugführerin durch ein Kontrolllicht (im Innern des Fahrzeugs) angezeigt werden. Regelung: VTS, Art. 78, Abs. 3 §§ Anbringungshöhe: Der Abstand des oberen Randes der Leuchtfläche vom Boden darf höchstens 4m betragen. Regelung: VTS, Anhang 10, Abs. 323 §§ Betrifft vor allem Dachbalken: Schriften und Bemalungen an Fahrzeugen dürfen die Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern nicht übermässig ablenken. Sie dürfen weder selbstleuchtend, beleuchtet noch lumineszierend sein. Regelung: VTS, Art. 69, Abs. 1 §§ Funkenstörung: Die ganze elektrische Anlage an einem Fahrzeug (inkl. Zusatzausrüstungen) muss gemäss den geltenden Normen funkentstört sein. Die oben genannten Leuchten müssen deshalb nach dem ECE-Reglement Nr. 10 geprüft sein. Regelung: VTS, Anhang 12 Hebebühnen §§ Als Warnblinklichter zur Kennzeichnung von Hebebühnen, heruntergeklappten Heckladen oder geöffneten Hecktüren gelten daran fest angebrachte Blinklichter. Sie müssen gelbes Blinklicht in einer Frequenz von 90 ± 30 pro Minute ausstrahlen. Eine Kontrolllampe muss dem Fahrzeugführer oder der Fahrzeugführerin anzeigen, ob die Blinklichter eingeschaltet sind. Sie können zu den Warnblinklichtern nach Absatz 1 zugeschaltet werden. Regelung: VTS, Art. 78, Abs. 2 §§ Obligatorische Beleuchtungsvorrichtungen: Hebebühnen, die in der Arbeitsstellung mehr als 0,75 m über die Fahrzeugkontur (seitlich gesehen) hinausragen, müssen möglichst weit aussen mit mindestens zwei Warnblinklichtern versehen sein (Art. 78 Abs. 2 siehe oben). Regelung: VTS, Art. 109, Abs. 5 §§ Dasselbe gilt für Anhänger. Regelung: VTS, Art. 192, Abs. 6

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Homologationsnummern Für die Bewilligung und den entsprechenden Eintrag im Fahrzeugausweis ist das jeweilige Strassenvekehrsamt zuständig. Voraussetzung dafür ist, dass die Warnleuchte gemäss den ECE-Reglementen 65 (auch R65 genannt) und 10 (für die Funkenstörung) homologiert sind. Nicht nach ECE R65 homologierte Leuchten dürfen nur auf privatem Gelände eingesetzt werden.

Die ECE-Regelung 65 gibt vor, welche Lichtwerte, Lichtverteilung, Befestigungsvorgaben etc. zu erfüllen sind, damit Sichtbarkeit und Sicherheit der Warnleuchten auf der Strasse gewährleistet sind. Während des Homologationsverfahrens werden die Leuchten verschiedenen Tests unterzogen wie z.B. der Lichtverteilung bei unterschiedlichen Neigungswinkeln etc. Hier ins Detail zu gehen, würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Dennoch ein kleiner Hinweis darauf, wie anhand der Homologationsnummern erkannt werden kann, ob die Warnleuchte die Mindestanforderung für die Bewilligung beim Strassenverkehrsamt erfüllt.

Die zwei Homologationsnummern für die Regelungen ECE 65 und ECE 10, sind in der Regel auf dem Glas, Reflektor oder Gehäuse eingraviert, so dass diese schnell von aussen lesbar sind, wie am folgenden Beispiel ersichtlich:

Homologationsnummer nach ECE R10 (Funkentstörung) E11: 10R: 057975:

Zulassungsland, z.B. 11= Grossbritannien und Nordirland Hinweis, dass es sich um die ECE 10 Homologation (Funkentstörung) handelt Homologationsnummer

Homologationsnummer nach ECE R65 E11:

Zulassungsland, z.B. 11= Grossbritannien und Nordirland

001092: Homologationsnummer TA1:

detaillierte Kategorisierung gemäss ECE 65-Regelung:

T = drehende oder stillstehende Blinkleuchte X = richtungsgebunde Blinkleuchte

A = gelbes Licht B = blaues Licht

1 = Lichtstärkepegel Klasse 1 > ein Lichtstärkepegel (Nacht) 2 = Lichtstärkepegel Klasse 2 > zwei Lichtstärkepegel (Tag & Nacht)

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Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Warnleuchten mit gelbem Licht und deren wichtigsten Merkmale. Bezeichnung

Bild / Artikel

Einfache Rundumleuchte (auch Drehleuchte genannt)

W112 Blitzleuchte

Eigenschaften

Montage-/Anschlussvarianten

• Rotierendes Lichtmuster • Fixmontage mit Schrauben • Halogenlicht mit rotierendem • Mobile Montage mit Magnet und Reflektor oder mehrere LEDs, die Saugnapf nacheinander geschaltet ein rotie- • Mobile Montage auf Aufsteckrohr rendes Lichtmuster ausstrahlen1 (Din A) und Anschluss via Zig.-Anz.Stecker. Einige Modelle haben eine flexiblere/leicht biegbare Basis, die kleinere Erschütterungen aushalten • Meist Einfach- oder Doppelblitz • Xenon- oder LED-Licht, z.T. mit mehreren programmierbaren Lichtmustern1

• Analog Rundumleuchten

2176F33D Blitzleuchte ohne ECE 65 Zulassung

2130L35 Dachbalken

EQLB1220

2350M3TP15 Richtungsgebundene Blitzleuchte

• Wie homologierte Blitzleuchte je- • Analog Rundumleuchten doch nur auf privatem Gelände erlaubt z.B. auf einem Hubstapler. Da letzterer meist mit 48V betrieben wird, gibt es dazu spezielle Leuchten die im Bereich 12V – 80V oder noch mehr eingesetzt werden können • Als Blitz- oder Drehlicht • Halogen oder LED-Licht, z.T. mit mehreren programmierbaren Lichtmustern¹ • Verschiedene Längen, je nach Fahrzeugbreite • z.T. Möglichkeit zur Beschriftung des Mittelteils² • z.T. mit zusätzlichen Funktionen und Aggregate wie Front-scheinwerfer, Suchscheinwerfer etc.

• Fixmontage • kleinere Varianten auch mit Magnet + Saugnapf und Anschluss via Zig.Anz.-Stecker.

• Blitzlicht • LED mit mehreren programmierbaren Lichtmustern¹

• Montage fix am Fahrzeug vorne oder hinten

• Blinkendes Licht • LED-Licht, mit integriertem Blinkgeber oder über separaten Blinkgeber • Flaches, robustes Metallgehäuse als Schutz gegen Schläge von Palettrollis usw.

• Fix links und rechts an der Hebebühne

LED4DVAR65 Warnleuchten für Hebebühnen

H746100101

1) einige LED-Varianten haben mehrere programmiere Lichtmuster sowohl mit rotierendem Licht wie auch mit Blitzlicht. WICHTIG: Für die Strassenzulassung müssen alle Lichtmuster homologiert sein! 2) Gemäss der VTS dürfen Aufschriften weder selbstleuchtend noch beleuchtet sein, siehe unter «Gesetzlichen Voraussetzungen»

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Pflugbeleuchtung Simon Baumann, Geschäftsführer

Schneller, als man denkt, ist es wieder so weit: Man geht ins Bett, draussen rieselt der Schnee und überzieht die Landschaft mit einer weissen Decke. Hört man am frühen Morgen die Schneepflüge durchs Dorf fahren, weiss man ohne einen Blick aus dem Fenster werfen zu müssen, dass die Strassen mit Schnee bedeckt sind. Aber wenn man aus dem Haus geht, sind meistens alle Strassen bereits geräumt, so dass man mit seinem Auto sicher ans Ziel fahren kann. Moderne Heinzelmännchen – vom Gemeindeangestellten bis zum Bauern in der Region – leisten Winter für Winter eine überdurchschnittliche Arbeit. Um diese Arbeit machen zu können, brauchen sie überdurchschnittliche Werkzeuge, vom professionellen Schneepflug mit Salzstreu-Aufbau bis zum einfachen Traktor mit angebautem Pflug. Der Laie sieht im Pflug bloss eine Schaufel vor einem Fahrzeug. Für den Pflugbauer und Anwender indes ist der Pflug viel mehr. Es gilt verschiedene Punkte zu berücksichtigen: Richtige Markierung: Fahnen und Beleuchtung Folgende Vorschriften gelten bei der Schneeräumung: • Der Einsatz eines gelben Gefahrenlichts ist nur erlaubt, wenn dies im Fahrzeugausweis entsprechend vermerkt ist. Den Eintrag macht das Strassenverkehrsamt auf Antrag des Halters. • Wenn das Schneeräumgerät die Abblendlichter verdeckt, ist eine Ersatzbeleuchtung nötig. • Die äussersten Stellen der Schneeräumgeräte sind tagsüber mit rot-weiss gestreiften Flächen (empfohlen werden retro-reflektierende Fahnen) und nachts sowie bei schlechter Sicht mit Markierlichtern zu kennzeichnen. Da die erwähnten Markierungen und Beleuchtungen einem rauen Klima ausgesetzt sind, sollte man sein Augenmerk auf folgende vier Herausforderungen richten:

Herausforderung 1: Vibrationen Der Schneepflug wird über die Strasse gestossen und durch das Eigengewicht nach unten auf den Asphalt gedrückt. Dadurch kommt es zu massiven Vibrationen. Herkömmliche Glühlampen halten dies nicht lange aus, sie müssen regelmässig ausgetauscht werden. Für dieses Problem gibt es zwei Lösungen: • Man kann verstärkte Glühlampen einsetzen sogenannte Heavy-Duty-Modelle,. • Man kann eine Technologie einsetzen, die Vibrationen besser standhält. Eine davon ist die LED-Technologie: Da das Licht durch einen Halbleiter auf einer Platine und nicht, wie bei der Glühlampe, durch einen dünnen Faden erzeugt wird, halten sie Vibrationen besser aus. Weiter sollte man auch die Halterungen der LED-Leuchten gut auswählen: Eine Halterung aus Gummi kann viele Vibrationen abdämpfen, so dass die Leuchte geschont wird. Für den Einsatz von vibrationsresistenten LED-Leuchten haben wir mit dem führenden Hersteller von Schneepflügen in der Schweiz, der ZAUGG AG in Eggiwil, eine Spezialanfertigung entwickelt. Die Leuchte mit der Artikel-Nummer GS1425/26/1 wird von unserem Aussendienstmitarbeiter Ro-

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man Brülhart in Heimarbeit angefertigt. Die LED-Leuchte mit Blink- und Positionslicht nach vorne und hinten, hält dank des Gummisockels den stärksten Vibrationen stand. Die Leuchte wurde vor drei Jahren entwickelt und hat sich auf den Schweizer Strassen gut bewährt. Auch bei den Aufbauscheinwerfern mit Fern- und Abblendlicht gibt es mittlerweile Varianten mit LED. Hersteller wie Hella, Nordic Light und ABL bieten seit zwei Jahren erste Modelle an. Aufbauscheinwerfer mit Abblendlicht werden dann benötigt, wenn der Pflug die fahrzeugeigenen Leuchten verdeckt. Beim Einschalten dieser zusätzlichen Lichter müssen sich die fahrzeugeigenen Leuchten ausschalten. Herausforderung 2: Dichtigkeit

Herausforderung 3: Der Schnee klebt an der Beleuchtung und verhindert so den Lichtaustritt Wie alle Technologien, haben auch LEDs ihre Kehrseiten: Durch die höhere Effizienz produzieren LED weniger Wärme; bei LED mit grossen Lichtleistungen wird die Wärme meist nach hinten auf einen Kühlkörper geleitet. Früher hat das erhitzte Glas der Glühlampe den Schnee geschmolzen, so dass auf den Lampen kein Schnee kleben blieb. Die Wärme vieler LED-Leuchten erreichen jedoch nicht die benötigte Schmelztemperatur. So kann es sein, dass der Schnee auf der Linse kleben bleibt und den Lichtaustritt verhindert. Dieser Herausforderung hat sich die ABL Lights SA angenommen und eine clevere Lösung ausgearbeitet: Einen Teil des Kühlkörpers nahm der Hersteller auf die Vorderseite der Leuchte, so dass das Glas miterwärmt und der Schnee weggeschmolzen wird.

Das raue Klima verlangt auch dem Material viel ab: Die Temperaturen schwanken von 20 Grad in der Werkstatt, bis zu über minus 40 Grad in den Bergen. Wegen dieser Temperaturschwankungen und wegen des Wassers (Schnee, Pfützen, Regen, Eis etc.) ist eine gute Dichtung enorm wichtig. Die Dichtigkeit wird gemäss der Schutzart nach DIN 40 050 mit einem Kurzzeichen angegeben. Dieses Kurzzeichen setzt sich aus den stets gleichbleibenden Kennbuchstaben IP (EN: Internal Protection; DE: Interner Schutz) und zwei nachfolgenden Kennziffern für die Schutzgrade zusammen. Code Buchstaben (International Protection)

Erste Kennziffer (Schutz gegen feste Fremdkörper)

Zweite Kennziffer (Schutz gegen Wasser)

IP

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Eine übersichtliche Tabelle der Kennziffern finden Sie auf unserer Webseite unter Technik > IP-Schutzarten. Für den Winterdienst empfehlen wir den Einsatz von Artikeln mit einer Dichtigkeit von mindestens IP67 (Schutz gegen zeitweises Eintauchen) – ideal wäre der höchste Schutz IP69K (Schutz gegen Hochdruck).

Herausforderung 4: Lange Standzeiten Je nach Region dauert der Winter unterschiedlich lange, in den Bergen sind die Pflüge länger im Einsatz als im Flachland. Doch auch in den Bergen werden die Pflüge mindestens sechs Monate lang nicht gebraucht und müssen zwischengelagert werden. Vielen Werkhöfen fehlt jedoch der Platz dafür. Deshalb stehen die Pflüge oft den ganzen Sommer lang draussen und sind den verschiedenen Witterungen und der brennenden Sonne ausgesetzt. Es ist nicht der Gebrauch im Winter, sondern die langen Standzeiten draussen im Sommer, die das Material am stärksten in Mitleidenschaft zieht. Aus diesem Grund empfehlen wir, die Pflüge in einer Einstellhalle einzulagern. ®

Hoelzle Produkte geeignet für den Winterdienst

LED Rundumleuchte

Art. GS1425/26/1 Art. ABL3830LED/R & ABL3830LED/L

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Art. 2150L75


Interview mit Hans Niederhauser (Abteilung Technik) der Firma Zaugg AG: Die ZAUGG AG EGGIWIL ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung technisch hochstehender Geräte für die Schneeräumung auf Strassen, Schienen, Flugplätzen und die Bearbeitung von Schneepisten. Die Zaugg-Produkte sind bekannt für ihre herausragende Schweizer-Qualität, die ausserordentliche Betriebssicherheit, den unübertroffenen Arbeitskomfort, die überdurchschnittlich lange Lebensdauer und bieten dadurch ein Höchstmass an (Räum)-Leistung und Wirtschaftlichkeit. Dank stetiger Innovation und Anpassungsfähigkeit an die Kundenbedürfnisse, ist das Unternehmen in den letzten Jahren stark gewachsen und beschäftigt heute in Eggiwil, Bärau und Schüpbach rund 170 Mitarbeiter. Was sind aktuell die grössten technischen Herausforderungen bei der Entwicklung neuer Pflüge?

Zur Stunde X muss die Schneeräumung effizient ausgeführt werden.

Heute werden Trägerfahrzeuge mit grösserer Motorenleistung und höherem Gewicht (z.B. LKWs mit fünf Achsen) für die Schneeräumung eingesetzt. Damit im hohen Verkehrsaufkommen der Verkehrsfluss minimal verlangsamt wird, müssen Sicherheitssysteme an und auf Schneepflügen für Räumgeschwindigkeiten bis 60 km/h ohne Einschränkung gebaut sein.

Was sind die wichtigsten Verkaufsargumente bei einem Pflug? Welchen Stellenwert nimmt die Beleuchtung ein?

Sie vertreiben Ihre Produkte weltweit: Wie unterscheidet sich der Schweizer Markt vom ausländischen? Bei der Signalisation unterscheidet sich das schweizerische Strassenverkehrsgesetz markant zur den Gesetzgebungen in der restlichen Welt. Und Kunden in der Schweiz beschaffen Schneepflüge und Fahrzeugausrüstungen über mehrere Jahre flottenorientiert.

Kundenspezifische Ausführungen und Ausrüstungen und die hohe Fertigungstiefe in der Schweiz ist für die ZAUGG AG ein wichtiges Verkaufsargument. Wir sind zudem auf Sicherheitssysteme für den optimalen Schutz von Chauffeur und Fahrzeug spezialisiert. Ausserdem sollen die Zusatzbeleuchtungen auf Schneepflügen die länderspezifischen Strassenverkehrsgesetze erfüllen, nicht mehr und nicht weniger. Welche Beleuchtungstechnologien verwenden Sie in der Erstausrüstung? Altbewährte Lampen sowie neue Technologie-Leuchten werden auf Schneepflügen eingesetzt. Die Auswahl ist so kundenspezifisch, wie die Sprachenvielfalt in der Schweiz.

Welchen Einfluss hat das Klima wie zum Beispiel mehr milde Winter oder häufiger auftretende extreme Ereignisse auf Funktion und Sicherheit?

Was muss bei den heutigen LED-Leuchten noch verbessert werden?

Die Anforderung an Funktionalität und Betriebssicherheit ist trotz weniger Einsatzstunden nicht geringer. Im Gegenteil:

LED-Fahrscheinwerfer sind im Vergleich mit Standard Aufbau-Scheinwerfer heute noch zu teuer. ®

LED Dachbalken Art. EQLB1524

Signalfahne für Überbreite Art. 318563

Rotes Licht für Salzstreuer Art. 8312BMR

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www.hoelzle.ch | info@hoelzle.ch | T: 044 928 34 34 | F: 044 928 34 35

HOELZLE.journal - Ausgabe 5  
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