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technica 07/2008

www.marktspiegel.ch www.technica-online.ch

INDUSTRIAL IT

Messe Nachschau:

Im Fokus:

Erfolgsfaktoren: Was macht Unternehmen erfolgreich? Zulieferindustrie:

Projektmanagement als Zulieferauftrag

07/2008


MIT 3, 4 ODER 5 ACHSEN UND DURCHMESSERN VON 12 MM UND 20 MM… EUHE

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Editorial

Erfolgsfaktoren Was Unternehmen erfolgreich macht ist wohl eine der zentralen Fragen, die Unternehmer und Manager sich tagtäglich stellen und – mehr oder weniger erfolgreich – in der Praxis beantworten müssen. Beim Messen des Erfolgs lässt sich dies noch relativ einfach mit den typischen Unternehmenskennzahlen bewerkstelligen. Schwieriger wird es dagegen, zu klären, warum das eine Unternehmen erfolgreicher ist als das andere, obwohl beide praktisch die gleichen Produkte herstellen. Wir haben einigen erfolgreichen Unternehmen eine Plattform gegeben, was aus ihrer Sicht die Gründe für ihren Unternehmenserfolg sind. Einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren scheint eine konsequente Kundenorientierung zu sein, die im Business to Business-Bereich noch dazu hochgradig «technologielastig» ist. matthias.boehm@technica-online.ch

In unserem Exklusiv-Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden der Maxon Motor AG, Jürgen Mayer, weist er konkret auf den Aspekt der ersten erfolgreichen Marsexpedition hin. Die Marsexpedition hat das Unternehmen mit einem Schlag berühmt gemacht. Die Motoren sorgten auf dem Mars für ordentlichen Vortrieb der Raumsonde, weit über die Zeit hinaus, die ursprünglich geplant war. Die Bilder gingen um die Welt und Maxon Motor profitierte in vielerlei Hinsicht. Da ist zum einen der Marketingaspekt der Raumfahrtmission, den das Unternehmen perfekt zu nutzen wusste. Mit den Marssonden werden praktisch automatisch die Motoren des Innerschweizer Unternehmens assoziiert. Zum anderen konnte das Unternehmen im Rahmen der Marsexpeditionen eng mit der NASA zusammenarbeiten, was einen erheblichen Schub im Bereich F+E brachte.

« Das Geheimnis des Erfolges ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen. » Henry Ford

Schliesslich entwickelte sich daraus ein ausgezeichnetes Image des Antriebtechnik-Spezialisten, auch dies ist ein wichtiger Baustein, um sich gegenüber den Mitbewerbern hervorzuheben. Aber natürlich ist das nicht alles, es sind vielmehr kleine Bausteine die – jeder für sich genommen – ein erhebliches Know-how und tagtägliches Engagement jedes einzelnen Mitarbeiters bedingen. Welche Aspekte ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, lesen Sie in unserem Exklusivinterview mit Jürgen Mayer und den Fachbeiträgen aus der Industrie.

Matthias Böhm, Stellvertretender Chefredaktor Technica

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Inhalt

Ausgabe 07-2008 |

■ Panorama

«Wir müssen hungrig sein auf Erfolg»

■ Export-Forum

VR-Präsident Jürgen Mayer ist seit 40 Jahren bei Maxon Motor. In der Zeit hat sich die Firma zu einem Spitzenunternehmen der Antriebstechnik entwickelt. Anhand seiner Erfahrungen zeigt Jürgen Mayer auf, welche Faktoren für den Unternehmenserfolg von Maxon Motor besonders wesentlich sind.

Geschäftsmöglichkeiten frühzeitig nutzen

10

■ Märkte und Unternehmen 50 Jahre Chiron: Vorsprung in Sekunden

12

ab Seite 14 ■ Im Fokus: Erfolgsfaktoren

Zukünftige Ingenieurinnen gewinnen Der Beruf der Ingenieurin und des Ingenieurs ist vielseitig und mit ausgezeichneten Berufsaussichten verbunden. Doch es fehlt der Nachwuchs und das Potenzial der Frauen wird ungenügend ausgeschöpft. Mit dem neuen Projekt «Perspektive Ingenieurin» will die Fachhochschule Ostschweiz FHO deshalb gezielt junge Frauen für die Ausbildung zur Ingenieurin begeistern.

Was macht ein Unternehmen erfolgreich?

14

«Wir müssen hungrig sein auf Erfolg»

16

Erfolg ist kein Zufall

21

Härterei auf Erfolgskurs

26

■ Aus- und Weiterbildung

Seite 32

Ist es zu hart, bist du zu weich

30

Zukünftige Ingenieurinnen gewinnen

32

Multiphysikalische Werkzeuge im Kleinstformat

34

■ Fertigung und Produktion Siams mit gutem Ergebnis

40

Das letzte «μ» rausholen

50

EnergieSchweiz informiert . . .

55

Siams mit gutem Ergebnis 15 500 Besucher kamen nach Moutier zur Siams. Wie in den Jahren zuvor, waren die Gänge voll und die Besucher mussten sich erstmalig – dank der neuen Räumlichkeiten – nicht mehr durch das Labyrinth von Hallen und Gängen kämpfen. Gleichwohl, geblieben ist der knappe Platz für die Aussteller und die zum Teil suboptimal ausgestattete Infrastruktur.

ab Seite 40

■ Automations- und Antriebstechnik Praktizierte Anwendungs-Flexibilität

58

Komplexe Bewegungen einfach steuern

60

■ Zulieferindustrie und Industriebedarf

Industrial IT Inustrial IT

75

Zum Industrial IT-Titelbild Leistungszuwachs Bahnbrechende Synchronous-Technologie

76

«Simulanten-Meeting» am Zürichberg Bahnbrechende Synchronous-Technologie

Spiralbohrer schleifen statt «ex und hopp» 56

78

Projektmanagement als Zulieferauftrag

63

Schneller und sicherer mit Farben

67

■ Produkte

68

■ Lieferanten

81

■ TechniKnacknuss

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Panorama

Eurobot: Die Berner Fachhochschule holt den Meistertitel! Das Team MarsRiders der Berner Fachhochschule, Technik

und Informatik (BFH-TI), hat die Schweizer Meisterschaft der au-

Die Siegerteams: MarsRiders BFH-TI Burgdorf auf Rang 1, Deimos BFH-TI Biel zweitplatziert, Viper Winterthur auf Rang 3.

tonomen Roboter gewonnen. Die weiteren Teams der BFH-TI belegen die Ränge 2, 5 und 7. Das Team Phobos der BFH-TI Biel dominierte die ganze Qualifikation souverän. In den Finalspielen verhinderten jedoch Probleme mit der Navigation einen Spitzenrang, Phobos beendete das Turnier schliesslich auf dem 7. Schlussrang. Das oneTeam der BFH-TI Burgdorf, zwischenzeitlich auf dem 3. Qualifikationsrang, verlor mehrmals knapp in den Finalspielen, gewann jedoch mit der höchsten, am Finalnachmittag erzielten Punktzahl den 5. Schlussrang. Das Team Deimos der BFH-TI Biel scheiterte in den Finalspielen

gleich zwei Mal am nachmaligen Sieger, gewann aber die übrigen Spiele sicher. Die MarsRiders der BFH-TI Burgdorf bekundeten in der Qualifikation noch einige Mühe mit der Zuverlässigkeit des Roboters. Bis zu den Finalspielen konnten die Probleme allerdings gelöst werden. In einer bemerkenswerten Serie gewannen sie in der Folge alle Finalspiele, siegten im Final deutlich und verdient mit 27: 3 und wurden damit Schweizer Meister. Berner Fachhochschule Technik und Informatik 3400 Burgdorf 034 426 43 85

Euspen-Mitglieder zu Besuch bei Studer

Rund 30 Euspen-Mitglieder liessen sich bei der Fritz Studer AG über die neusten Entwicklungen und Erkenntnisse im Rundschleifen orientieren.

Die 10. Internationale Jahreskonferenz der Europäischen Gesellschaft für Präzisions- und

Nanotechnologie hat dieses Jahr in Zürich stattgefunden. Um die Nähe zur Industrie zu fördern,

haben am Rande dieses Anlasses rund 30 Euspen-Mitglieder die Fritz Studer AG besucht und sich über die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse im Rundschleifen informiert. Studer als Markt- und Technologieleader gewährte den Persönlichkeiten aus drei Kontinenten gerne einen breiten Einblick ins Unternehmen und bot ein Programm mit Fachvorträgen und Praxisanwendungen. Auf besonderes Interesse sind die Ausführungen von Dr. Ing. Frank Fiebelkorn, Leiter Produktentwicklung, Forschung und Technologie, gestossen. Sehr aufmerksam haben die Teilnehmer auch die Demonstrationen der Pro-

duktions-Rundschleifmaschinen S12 mit Lineartechnik sowie S32 mit HSG (Hochgeschwindigkeitsschleifen) und die Kombi-Bearbeitungsmaschine S242 zum Rundschleifen/Hartdrehen/ Fräsen/Bohren verfolgt. Dass die Schleifprogrammier-Software StuderGrind gegenüber dem herkömmlichen Programmieren einen grossen Wettbewerbsvorteil ermöglicht, haben die Teilnehmer bei entsprechenden Vergleichstests gesehen und erfahren.

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Kaderkarussell

Christoph Stucky

Alu Menziken Extrusion: neue, leistungsstarke Strangpresse nen rund 40 m langen Kühltisch und eine vollautomatische Anbindung der beladenen Skips an die Achsen des werksinternen Logistiksystems. «Mit einem InvestitionsvoluIm bereits modernisierten, neuen Hallenschiff der men von 12 Franken Alu Menziken Extrusion am Standort Reinach bietet Mio. die neue Strangpresse «P16» mit über 1400 Werk- haben wir mozeugsätzen eine noch grössere Flexibilität beim dernste EinrichPuffern, Transportieren und Warmlagern von Protungen geschaffilen. fen, um zeitInnerhalb von nur vier Monaten und kosteneffizient anspruchsvolle Halbzeuge für unsere Kunwurde die neue Strangpresse «P1602» am Produktionsstand- den zu pressen», erklärt Roland Gloor, CEO der Alu Menziken ort Reinach AG errichtet. Im Mai produzierte die Presslinie be- Extrusion AG. Die neue Strangpresse «P1602» reits im vollen 3-Schicht-Bebietet beispielsweise eine gröstrieb. Ein Lager für Aluminiumsere Flexibilität beim Puffern, Stangen bis zu acht Metern ist Transportieren und Warmauslain Bewegung, verbunden mit einem gasbeheizten Stangenofen gern von Profilen. Ihre ausgeklü(Extrutec) sowie einer 16-MN- gelte, integrierte SchnittstellenPresse einschliesslich Container kommunikation gewährleistet einen vollautomatischen Ablauf für 750 mm lange Bolzen, mit Auslauflängen bis zu 46 Metern, zwischen dem Bolzenofen und inklusive verfahrbarer Säge so- der Säge, dem Bolzenmanipulator und -lader sowie der Presse wie Doppelpuller (Unterschütz). und dem Puller. Auch die KühDazu umfasst die Presslinie ei-

lung, der Auslauftisch sowie die Reckbank arbeiten auf Knopfdruck per Computersteuerung. Das Produktionsprogramm umfasst u. a. auch Profile mit sehr komplexen Querschnitten und anspruchsvollen Toleranzen: Linearführungen, Pneumatikprofile sowie Rohre. Die doppelte Auslauflänge in Verbindung mit einer langen und leistungsstarken Kühlstrecke ermöglicht die Realisierung mehrerer Vorteile: das Sägen in der Stoppmarke (Ausbringensverbesserung), hohe Auspressgeschwindigkeiten (keine Einschränkung durch «fliegende Säge») und das Kühlen der gesamten Stranglänge unter gleichmässigen Bedingungen. «Damit sind wir prädestiniert für das Pressen dünnwandiger und komplexer Querschnitte mit engen Toleranzen», erläutert Produktionsleiter Bernd Seuren die Vorzüge. Der neue Presswerkbereich der Alu Menziken Gruppe gehört nun zu den modernsten und leistungsfähigsten Anlagen dieser Art in Europa. Alu Menziken Extrusion AG 5737 Menziken 062 765 21 21

wird Leiter Outsourcing bei Steria Schweiz AG. In dieser Position verantwortet er das IT OutsourcingGeschäft von Steria in der Deutschschweiz und rapportiert an den CEO Nicolas Vezin. Christoph Stucky (38) leitet bei Steria Schweiz AG das Profit Center «Business Operation Services» in der Deutschschweiz mit über 30 Mitarbeitenden. Vor seinem Wechsel zu Steria war er als Account Manager bei Siemens Business Services tätig.

Michael Obst wurde zum Delegierten des Verwaltungsrates für die operativen Geschäfte der SAG Systems AG Schweiz ernannt. Herr Obst verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der IT-Branche, zuletzt war er bei der Software AG Geschäftsführer für Osteuropa und Direktor für Business Development in Russland. In seiner neuen Aufgabe wird sich Michael Obst dem Ausbau der Aktivitäten der Software AG in der Schweiz widmen.

Detlef Sieverdingbeck ist seit 1. Juni Leiter der Unternehmenskommunikation der Schaeffler Gruppe. Er ist weltweit verantwortlich für die interne und externe Kommunikation aller zur Schaeffler Gruppe gehörenden Marken. Kernmarken der Schaeffler Gruppe sind INA, FAG und LuK. Sieverdingbeck berichtet in seiner Funktion direkt an den Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Schaeffler Gruppe, Dr. Jürgen M. Geissinger.

Zum Titelbild

Jürgen Barth

Maxon Motor Control: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort Wenn dezentrale Antriebsintelligenz gefragt ist, dann kommen MaxonEpos2-Positioniersteuerungen zum Einsatz. Diese sind speziell auf bürstenbehaftete und bürstenlose DC-Motoren mit Istwertgebern ausgelegt. Dank Interpolated-Position-Mode kann eine durch Stützpunkte vorgegebene Bahn in Echtzeit synchron abgefahren werden. Dynamisch und präzise.

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Siehe Bericht auf Seite 60

Messe Nachschau: INDUSTRIAL IT

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Im Fokus:

Erfolgsfaktoren: Was macht Unternehmen erfolgreich? Zulieferindustrie:

Projektmanagement als Zulieferauftrag

ist neuer Vertriebsleiter bei Horst Witte Gerätebau Barskamp e. K. Wolfgang Freese, seit mehr als 20 Jahren Verkaufsleiter für die Produktsparte Alufix bei Horst Witte Gerätebau Barskamp e. K, ist zum 1. Mai in den Ruhestand getreten. Dipl. Ing. Jürgen Barth, der ebenfalls seit mehr als zwei Jahrzehnten in leitenden Stellungen der Mess- und Prüftechnikbranche tätig ist, hat die Vertriebsleitung weltweit für alle WitteProduktbereiche und somit auch die bisherigen Aufgaben von Wolfgang Freese übernommen.

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Panorama

Staufen AG: Informationsmehrwert auf neuer Homepage Neue Angebote und intensive Kundenbetreuung verlangten bei der Staufen AG nach einer neuen Website. Die Homepage ist seit Kurzem online und bietet einen strukturierten Überblick zum Dienstleistungsangebot des international tätigen Akademie-, Beratungs- und Beteiligungsunternehmens. Neben den zahlreichen Veranstaltungs- und Fortbildungshinweisen wird vor allem Führungskräften produzierender, mittelständischer Unter-

nehmen ein fachlicher Mehrwert geboten. Als einen der ersten Beiträge veröffentlichte die Staufen AG auf ihrer neuen Homepage einen Fachaufsatz zum Thema Produktionsverlagerung nach China. Der englische Text mit dem Titel «Should foreign players bring manufacturing BestPractice to their plants in China?» ist unter www.staufen.ag kostenlos abrufbar. Der topaktuelle Fachaufsatz bietet Führungskräften und Unterneh-

mern einen ersten Überblick über die derzeitige Situation am Produktionsstandort China. Wo beispielsweise bisher ausschliesslich auf billige Arbeitskräfte gesetzt wurde, findet ein deutlicher Anstieg der Personalkosten statt. Chinesische Firmen setzen daher zunehmend auf Automatisierung, um schneller und mit besserer Qualität produzieren zu können. Im Fokus der Staufen AG stehen die Belange mittelständischer

produzierender Unternehmen. Der Kostendruck und der durch die Globalisierung zunehmende Wettbewerb machen für sie die Nutzung innovativer Produktionssysteme obligatorisch. Die Suche nach entsprechenden Ansätzen sowie ihre Weiterentwicklung sind das Anliegen der Staufen AG. STAUFEN AG 8472 Seuzach 052 316 37 59

Satomec AG mit starkem Partner Lauer/Beijer Nach dem Zusammenschluss von Lauer mit dem schwedischen Konzern Beijer Electronics im Mai letzten Jahres werden ab sofort alle Vertriebsaktivitäten durch die Satomec AG in Cham abgewickelt. Die Satomec

AG als Werksvertreter von Komponenten und Systemen für die Industrieautomation erhält nun Zugriff auf die erweiterte Produktpalette von Lauer/Beijer. Nebst den etablierten Bedienterminals der WOP-iT-Serie bie-

tet die Satomec AG mit den Produktserien LXT und LHT eine umfangreiche Auswahl von Bedienterminals von 3,5" bis 21" an. Das bestehende Angebot wird durch die robusten und zuverlässigen Industrie-PCs der

EPC-Serie sowie den Flachmonitoren der MT-Serie umfassend ergänzt. SATOMEC AG 6330 Cham 041 748 17 77

Codex-Gruppe: Wachstum fordert neue Strukturen werbsfähiger gemacht. Erklärtes Ziel ist gemäss Beat Flüeler, CEO Codex-Gruppe, den Kunden einen noch besseren Service und umfassendere Leistungen anbieten zu können. Die neuen Geschäftseinheiten unter dem Codex-Firmendach umfassen die Bereiche proAlpha Industry, proAlpha Trade, proAlpha Service, proAlpha Italy, pro-

Rollen und Räder jeder Art und für alle Zwecke direkt ab unserem Lager

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od Kata er als log b PD est F-D elle ow n nlo ad

Codex als erfolgreicher Anbieter im Bereich «Business Software» richtet seine Unternehmensstruktur an den Erfordernissen weiteren Wachstums aus. Unter dem Leitsatz «Structure follows Strategy» werden die einzelnen Unternehmensbereiche in Form von weitgehend eigenständigen Geschäftseinheiten kundenorientiert ausgerichtet und wettbe-

Alpha Asia und Actricity. Die Unternehmensstrukturen folgen damit der strategischen Ausrichtung auf mittlere und grössere Industrie-, Grosshandels- und Dienstleistungsunternehmen im internationalen Umfeld. Das Codex Group Management ist verantwortlich für die Leitung des Gesamtunternehmens und besteht aus Beat Flüeler (Codex

Group), Michel Henlin (Actricity), Martin Bühler (proAlpha Industry), David Knuchel (proAlpha Service).

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Splitter

Sigmatek Schweiz startet durch

Produktepalette der Sigmatek.

Seit Anfang Mai 2008 ist der Salzburger Automatisierungsspezialist mit einer eigenen Tochterfirma in der Schweiz vertreten. Geschäftsführer der Sigmatek Schweiz AG ist Beat Meili, ein Experte auf dem Gebiet der industriellen Automatisierungstechnik und Kenner des Schweizer Marktes. In der Automatisierungsbranche ist Sigmatek dafür bekannt, kundenspezifische Anforderungen innerhalb kurzer Zeit in effiziente Komplettlösungen inklusive Motion Control umzusetzen. «Ob Steuerungs- und Antriebskonzepte, Applikationserstellung, Schulungen sowie Support und Service – wir stellen unse-

ren Kunden unser umfassendes Know-how zur Verfügung und unterstützen sie aktiv bis zur Inbetriebnahme beim OEM-Kunden», so Beat Meili. Sigmatek war bislang in der Schweiz durch einen Vertriebspartner präsent und will nun zusätzliche Marktchancen nutzen. Die wichtigsten Branchen in der Schweiz sind für Sigmatek der Maschinenbau in den Bereichen Druck- und Textilindustrie, Verpackungs- und Sortiermaschinen sowie die Kunststoffindustrie. «Das sind alles Branchen, in denen wir unser Know-how bereits gewinnbringend für unsere Kunden anwenden», stellt Beat Meili fest.

Sigmatek zählt zu den führenden Herstellern von kompletten Automatisierungssystemen für den Maschinen- und Anlagenbau. In der 20-jährigen Firmengeschichte wurden richtungsweisende Technologien für die Automatisierungstechnik entwickelt. Mit einem Produktspektrum, das von Best Asset Cost bis zu Highend-Anwendungen alle Anforderungen erfüllt, kann heute praktisch jede Aufgabenstellung mit Serienprodukten abgedeckt werden. Die eigene Forschung, Entwicklung und Fertigung sichern dem Salzburger Unternehmen, das derzeit im Stammwerk rund 280 Mitarbeiter beschäftigt, einen Platz an der Spitze der Automatisierungstechnologie. Niederlassungen in Deutschland, der Schweiz, den USA und in China sowie Vertriebspartner in den bedeutenden internationalen Industriezentren unterstützen den gezielten Expansionskurs. SIGMATEK Schweiz AG 8307 Effretikon 052 354 50 50

Montech: Zusammenarbeit mit Buchmann Deutschland tung von Brillengläsern erfolgt in Europa und Nordamerika künftig ausschliesslich durch die Buchmann Deutschland GmbH. In der Optikbranche wird das System unter dem Markennamen Weco OptoMove auf dem Markt sein. «Weco OptoMove ist ein Monoschienensystem, mit dem Weco 990 mit angepasstem Weco OptoMove. ökonomische, Der Vertrieb des vom Schweizer Unternehmen Montech AG gebauten Transportsystems Montrac zur automatischen Bearbei-

flexible und intelligente Transportlösungen realisiert werden», berichtet Klaus Krengel, Product Manager Industry. Weco OptoMove kann die verschiedenen Arbeitsstationen in der Produktion und Bearbeitung von Brillengläsern miteinander verbinden. Die selbst fahrenden Shuttles kommunizieren via Infrarot mit der Fahrstrecke und steuern ihren Weg anhand einer ID-Nummer. Montech AG 4552 Derendingen 032 681 55 42

Professor Xiaoliang Sunney Xie erhält den Berthold Leibinger Zukunftspreis für herausragende Forschung in der angewandten Lasertechnologie. Professor Xie von der Harvard University ist einer der Gründungsväter der biophysikalischen Chemie einzelner Moleküle, insbesondere der Einzel-Molekül-Enzymologie. Der Zukunftspreis in der Höhe von 20 000 Euro wird ihm für seine Entwicklungsarbeiten zur hochauflösenden optischen Bildgebung zugesprochen. Die Ausschreibung des M2M Best Practice Award 2008 hat begonnen. Die M2M Alliance verleiht diesen Award heuer zum zweiten Mal. Mit der Auszeichnung sollen herausragende Leistungen in der Anwendung oder Erforschung von M2M-Technologien gewürdigt werden. Bewerben können sich sowohl Unternehmen als auch wissenschaftliche Einrichtungen. Dabei werden zwei Kategorien unterschieden: die Kategorie «Advantage» für Unternehmen und die Kategorie «Innovation» für Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Bewerber können ihre Unterlagen bis zum 31.10. 2008 um 12 Uhr bei der TEMA Technologie Marketing AG, Aachen, einreichen. Nähere Informationen zu den Teilnahmebedingungen sind unter www.m2m-alliance.de oder www.white-sim.de zu finden. Die International Powered Access Federation (IPAF) feiert dieses Jahr ihr 25. Jubiläum mit einem Fotowettbewerb zur Förderung des sicheren und wirksamen Einsatzes von Hubarbeitsbühnen. Der Fotowettbewerb läuft bis zum 30. September 2008. IPAF erwartet illustrative Fotos, die den korrekten Einsatz mobiler Hubarbeitsbühnen oder Mastkletterbühnen zeigen. Der Wettbewerb umfasst zwei Kategorien: eine für allgemeine Anwender von Höhenzugangstechnik und die zweite für Arbeiten von Medienfotografen. Einzelheiten zum Fotowettbewerb unter www.ipaf.org/photo. Der international präsente Lieferant für Werkzeuglösungen, Konstruktionsteile und moderne Hochleistungsmaterialien für Fertigungsprozesse, Kennametal, empfing Ende Mai etwa 90 Gäste im Hotel Le Meridian National in Moskau. Kennametal hat im letzten Jahr eine eigene Vertriebsniederlassung in Moskau gegründet, die sich erstmals mit einem eigenen Messestand auf der Metalloobrabotka präsentierte. In der Vergangenheit war Kennametal auf dieser bedeutenden internationalen Ausstellung für Ausrüstung, Geräte und Werkzeuge der metallbearbeitenden Industrie nur durch seine Händler vertreten.

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Panorama

Eine Studie zu «Treibstoffen aus Biomasse – zweite Generation» TA-SWISS schreibt eine Studie aus, die sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit den Biotreibstoffen der zweiten Generation befassen soll. Es zeigt sich immer deutlicher, dass die positiven Effekte bei vielen Treibstoffen aus Biomasse geringer sind als erhofft. Die «zweite Generation» von Biotreibstoffen soll eine bessere Energie- und Umweltbilanz aufweisen: Als Ausgangsmaterialien könnten Holz, Stroh und Pflanzenabfälle die-

nen, d. h. es wird nicht Zucker oder Stärke, sondern Zellulose zu Treibstoff verarbeitet werden. Im Hinblick auf kommerzielle Anwendungen gibt es dabei noch grossen Forschungs- und Entwicklungsbedarf. Der Inhalt der Studie umfasst die Auswertung vorhandener Fachartikel und Studien, die zu den Biotreibstoffen generell veröffentlicht wurden. Als Schwerpunkt der interdisziplinären Studie sollen dann die Zukunfts-

perspektiven (Chancen und Risiken) von Biotreibstoffen der «zweiten Generation» abgeschätzt werden. Dabei sind neben Fragen der Energieeffizienz und der Umweltbilanz (Auswirkungen auf die CO2-Emissionen) auch wirtschaftliche und soziale Aspekte zu erörtern und Potenziale für künftige Entwicklungen aufzuzeigen. Projektofferten müssen bis spätestens am 8. August 2008 bei TA-SWISS (Zentrum für Techno-

logiefolgen-Abschätzung) eingereicht werden. Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen können bezogen werden bei: ww.ta-swiss.ch -› aktuell -› Ausschreibungen.

Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung Effingerstrasse 43 3003 Bern 031 322 99 63

3. Dortmunder Schleifseminar Am Institut für Spanende Fertigung der Technischen Universität Dortmund findet am 25. September 2008 das «3. Dortmunder Schleifseminar» statt. Auch die dritte Veranstaltung der mittlerweile etablierten Seminarreihe wird wieder eine gelungene Mischung von Beiträ-

gen aus Forschung und Industrie bieten, welche die Themengebiete «Maschine und Umfeld», «Werkzeug» sowie «Prozess» umfassen. Das Ziel der Veranstaltung ist der Austausch aktueller Ergebnisse aus dem Bereich Forschung und Entwicklung unter Berücksichtigung der

Anforderungen der industriellen Anwendung der Schleiftechnologie. Es werden aktuelle Ansätze und praktische Umsetzungen von den Referenten aus Hochschule und Industrie präsentiert, die zu einem angeregten Wissens- und Erfahrungsaustausch einladen.

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6. Swissmem Symposium «Best Production Practice» Der Werk- und Denkplatz Schweiz

Mit kosteneffizienter Produktion zu konkurrenzfähigen Spitzenprodukten Donnerstag, 28. August 2008, Lake Side, Zürich

Themen «Nachhaltig überleben» Peter Dietrich, Direktor Swissmem, Zürich «Konjunkturentwicklung» Peter Meier, USP Consulting, Goldach «Gestaltung von Prozessketten» Prof. Dr. Konrad Wegener, IWF ETH / inspire, Zürich «Best Production Practice» in: - Der Werkzeugmaschinenindustrie Peter Pavlovic, StepTec AG, Luterbach - Der Mikrotechnik Armin Lederer, maxon motor AG, Sachseln - Dem Projektgeschäft Dr. Peter Guggenbach, ABB Schweiz - Der Werkzeugmaschinenindustrie in Japan Dr. Masahiko Mori, President, Mori Seiki Co.Ltd, Nagoya, Japan - Der Automobilindustrie Prof. Dr. Reimund Neugebauer, IWU Chemnitz «Die Rolle der Qualität» Dr. Hans Gut-Waernier, MAN Turbo AG, Zürich Ausführliches Programm und Anmeldung bei Swissmem: www.swissmem.ch/veranstaltungen, E-Mail: symposium@swissmem.ch, Tel. 044 384 48 34, Fax 044 384 48 46

«Die Produktion als Schlüssel zum Erfolg» Dr. Mathias Kammüller, Trumpf GmbH + Co. KG, Ditzingen, Deutschland «Industrie - Klima - Umwelt» Prof. Dr. Andreas Fischlin, ETH, Zürich


Export-Forum IN ZUSAMMENARBEIT MIT OSEC BUSINESS NETWORK SWITZERLAND

Globale Sportveranstaltungen:

Geschäftsmöglichkeiten frühzeitig nutzen Im Hinblick auf globale Sportanlässe wie die Olympischen Sommer- und Winterspiele oder Europa- und Weltmeisterschaften im Fussball bieten sich für Schweizer Unternehmen oft attraktive Geschäftsmöglichkeiten. Die Voraussetzung ist aber, dass interessierte Unternehmen, die zum Beispiel in der Logistik-/Transport- und Baubranche, in der Umwelttechnik oder im Zulieferbereich tätig sind, sich früh genug orientieren. Der offizielle Schweizer Aussenwirtschaftsförderer Osec informierte an einer Veranstaltung in Zürich über die vielen Geschäftsmöglichkeiten, die sich derzeit für Schweizer Unternehmen im Hinblick auf die Durchführung von globalen Sportanlässen ergeben. Daniel Küng, CEO von Osec, sagte: «Obwohl solche Grossanlässe oft erst in einigen Jahren durchgeführt werden, sollten sich Schweizer Unternehmen möglichst früh über die Geschäftsmöglichkeiten bewusst werden und sich schnell die entsprechenden Informationen beschaffen.» Denn gerade bei öffentlichen Projektausschreibungen benötigen Bewerber relativ lange Vorbereitungsphasen für ihre Offerteinreichung. Zudem spielt immer auch die Geschwindigkeit eine wesentliche Rolle. Küng sagte: «Wer von solchen Geschäftsmöglichkeiten optimal profitieren möchte, sollte sich schnell bewerben, um das Terrain nicht Konkurrenzunternehmen im Ausland überlassen zu müssen.»

Winterspiele 2014 in Sotschi bergen Chancen… Wie früh bereits der Logistikund Infrastrukturaufbau bei glo-

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balen Sportanlässen an die Hand genommen wird, zeigt sich bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014. In der Stadt Sotschi, die in der Region Krasnodar am Schwarzen Meer liegt, sind für die Olympischen Spiele gigantische Infrastrukturprojekte geplant, in welche die russische Regierung und private Investoren über US$ 20 Mrd. investieren werden. In den kaukasischen Bergen müssen auf die Olympischen Spiele hin Skigebiete auf- und ausgebaut werden. Zudem braucht es Sportstadien, Hotels, Strassen, Eisenbahnverbindungen und vieles mehr. Wertvoll für teilnehmende Unternehmen sind insbesondere Cluster-Bildungen (z. B. Planung und Ausbau von Skiresorts, Transport und Hotellerie), welche bei der Vergabe von Aufträgen dieser Dimension grössere Erfolgschancen haben.

…aber auch die Sommerspiele London und die Fussball-EM in Polen/Ukraine Für die im Jahre 2012 stattfindenden Olympischen Sommerspiele in London sind ebenfalls grosse Projekte geplant: In der Themse-Stadt entsteht ein Olympia-Park mit einer Fläche

von über 200 Hektaren. Rund 610 000 m2 von diesem grössten urbanen Park Europas werden bebaut. Dieses «olympische Dorf» wird direkt neben dem neuen Londoner Stadtteil «Stratford City» errichtet und während der Spiele fast 15 000 Athleten beherbergen. Erwähnenswert ist auch der geplante Bau eines über 300 Millionen Euro teuren «Aquatic Centre», in dem vor allem Schwimm- und Turmspringveranstaltungen durchgeführt werden, sowie der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Die Stadt London, die britische Regierung und private U-Bahn-Betreiber investieren zusätzlich über 40 Mrd. Euro in den Neubau und die Modernisierung von Bahnhöfen, Signalanlagen und das Schienennetz. Geschäftsmöglichkeiten ergeben sich beim London-Projekt 2012 nicht nur für grosse Unternehmen, sondern auch für kleine und mittlere Firmen, die qualitativ hochstehende, umweltfreundliche und innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten. Im Zusammenhang mit der Fussball-EM 2012 in Polen/Ukraine entstehen in Polen neue Autostrassen (rund 930 km Autobahnen und 2100 km Schnellstrassen) und drei komplett neue Sta-

dien in Warschau, Danzig und Breslau (Wroclaw). Zudem werden Flughäfen vergrössert und Eisenbahnnetze modernisiert. Für den Bau von 5- und 4-SternHotels werden in Polen rund 1,5 Mrd. Euro bereitgestellt. In der Ukraine werden rund US$ 24 Mrd. für die Vorbereitung und Durchführung der EURO 2012 investiert. Dabei fliessen in beide Länder viele Gelder in die Erneuerung der Transport-, Sportund Städteinfrastruktur sowie in den Bau von Spitälern und in die Energieversorgung. Auch die Fussball-WM 2014 in Brasilien wird für Schweizer Firmen interessante Geschäftsmöglichkeiten bieten.

Netzwerke nutzen und Allianzen bilden Um einfacher an Aufträge zu gelangen, ist die Nutzung von Netzwerken und persönlichen Kontakten von grosser Bedeutung. Gerade Netzwerke dienen nicht selten als Türöffner und erleichtern den Zugang zu Schlüsselstellen, wo Entscheide getroffen werden. Osec und die Swiss Business Hubs im Ausland verfügen über gute Kontakte zu relevanten Partnern und diversen Stellen bei ausländischen Behörden sowie über ein wertvolles Netzwerk, von dem auch Schweizer Unternehmen profitieren können. Den Zuschlag bei einer Bewerbung für einen öffentlichen Auftrag zu erhalten, ist oft einfacher, wenn Unternehmen Allianzen bilden bzw. mit Geschäftspartnern kooperieren. Dadurch lassen sich gemeinsame Synergien nutzen und umfassende Lösungen aus einer Hand anbieten.


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Märkte und Unternehmen

Technologie im Mittelpunkt der Jubiläums-Hausausstellung

50 Jahre Chiron: Vorsprung in Sekunden «Vorsprung in Sekunden», heisst das Motto des 50-jährigen Werkzeugmaschinenbauers Chiron. Denn mit einer Sekunde Gewinn im Bearbeitungsprozess kann schnell ein Monat pro Jahr eingespart werden. Die Maschinen werden in hohem Masse kundenspezifisch ausgelegt, um das Optimum im Bearbeitungsprozess herauszuholen. 400 Besucher kamen zum 50-JahrWerkzeugmaschinen-Jubiläum von Chiron. Chiron hat sich seit der Gründung im Jahr 1921 stets erfolgreich mit der Zeit gewandelt. Das Jahr 1958 markiert eine grundlegende Neuausrichtung des Unternehmens. Mit der Übernahme der Geschäftsanteile durch die Düsseldorfer Hoberg & DrieschGruppe beginnt Chiron in Tuttlingen mit der Entwicklung und Fertigung von Werkzeugmaschinen.

Kundenspezifische Ausrichtung Seit den ersten «Gehversuchen» als Werkzeugmaschinenbauer ist das Unternehmen in nunmehr 50 Jahren zu einem weltweit etablierten Hersteller von Hochleistungs-Fertigungszentren und darauf basierenden, kundenindividuell konfigurierten und vollautomatisierten Komplettlösungen gereift. Der Geschäftsführer der Chiron-Werke, Dr.-Ing., Dipl.-

Wirtsch.-Ing. Hans-Henning Winkler, ist sich sicher: «Diese Erfahrung, gepaart mit Kontinuität im Handeln, innovativem Denken und der kompromisslosen Verpflichtung zu höchster Qualität auf allen Ebenen, bildet eine solide Basis für künftige Erfolge.» Das Firmenmotto «Vorsprung in Sekunden» ist wie eine Selbstverpflichtung zu Höchstleistung und Ansporn zugleich. Ob Automobilindustrie, Maschinenbau, Luftfahrt, Medizintechnik, Uhren- und Schmuckherstellung,… Chiron ist heute international in allen Metallbearbeitenden Branchen ein Synonym für die schnelle, kostengünstige, qualitativ hochwertige und zuverlässige Komplettbearbeitung von Werkstücken und Werkstoffen aller Art. Womit Chiron aktuell und in Zukunft seinen Kunden die überlebenswichtigen Kosten- und Zeitvorteile auf höchstem Qualitätsniveau sichern will, präsentierte

Die Geschäftsführung der Chiron-Werke: (von links nach rechts): Dr. rer. Pol. Achim Degner, Dr.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Hans-Henning Winkler, Dr. Ing. Dirk Prust. Hans-Henning Winkler: «Erfahrung, gepaart mit Kontinuität im Handeln, innovativem Denken und der kompromisslosen Verpflichtung zu höchster Qualität auf allen Ebenen bilden eine solide Basis für künftige Erfolge.» (Bild: Böhm)

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der sechstgrösste europäische Werkzeugmaschinenhersteller am 29. April 2008 während seiner 50-Jahr-Jubiläums-Hausmesse. Über den Tag verteilt informierten sich gut 400 Fachbesucher auf über 1000 m2 Ausstellungsfläche am Firmenstammsitz in Tuttlingen sowie im Werk Neuhausen über die zahlreichen Chiron-Lösungen zu aktuellen Themen wie 5-AchsBearbeitung, multifunktionale 6-Seiten-Komplettfertigung, Mehrspindelbearbeitung, Langbett- und Pendelbearbeitung sowie insbesondere Automationsmöglichkeiten. Grosse Resonanz erntete auch der Vortrag zum Thema «Produktivitätssteigerungen durch automatisierte Komplettbearbeitung auf 5-Achs-Mehrspindel-Fertigungszentren», einer echten Hightech-Domäne, in der Chiron seit Jahren immer wieder neue Massstäbe setzt.

Automation bringt Arbeitsplätze Galt Automation bis vor einigen Jahren noch als Job-Killer, zeigt sich nun immer deutlicher, dass der konsequente Einsatz zum Beispiel von Robotern für das Be- und Entladen von Werkzeugmaschinen qualifizierte Arbeitsplätze in Hochlohnländern wie Deutschland nicht nur sichert, sondern sogar neue schafft – und zwar umso mehr die hiesigen Fertigungsbetriebe sich auf die Fertigung technisch wie qualitativ anspruchsvoller Werkstücke fokussieren. Dass Chiron auf der technologischen Höhe der Zeit und mit Blick auf die Herausforderungen der Zukunft entwickelt, konnten die Fachbesucher an zahlreichen Applikationen erleben. Als ganz besonderes Highlight zeigte Chiron erstmals öffentlich die neue «MPC 40». Bei der zur Hausmesse präsentierten Weltpremiere haben die Chiron-Ingenieure das erfolgreiche Hochleistungsfertigungszentrum vom Typ «FZ 12K S five axis» um

Weltpremiere auf der ChironHausmesse: Die sehr kompakte Fertigungszelle MPC 40 ermöglicht Anwendern die vollautomatisierte 5-Achs-Bearbeitung anspruchsvoller Teile bei hoher Flächenproduktivität zu minimalen Stückkosten.

einen Palettenwechsler für Rohund Fertigteile sowie Palettenspeicher ergänzt. Die sehr kompakte Fertigungszelle ermöglicht Anwendern die vollautomatisierte 5-Achs-Bearbeitung anspruchsvoller Teile mit hoher Flächenproduktivität und zu minimalen Stückkosten. Chiron wird das gelungene Konzept der Maschinenautomation mittels Paletten für die Modelle FZ 08, FZ 15 und die MILL-Baureihe anbieten.

Roboter-integrierendes Fertigungszentrum Ebenfalls «taufrisch» zeigte Chiron mit der «Flexcell Uno» einen weiteren Vertreter der roboterintegrierenden Fertigungszentren. Das ergonomisch wie funktional gelungene Fertigungskomplettsystem aus einer Hand ist insbesondere für Hersteller von Serien eine profitable Lösung für die mannarme, stückkostengünstige Fertigung. -böh-

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Im Fokus

| Erfolgsfaktoren

Kundenorientierung als wesentliche Voraussetzung für den Erfolg

Was macht Unternehmen erfolgreich? Wer erfolgreiche Unternehmen aus der MEM-Industrie vergleicht, wird Gemeinsamkeiten erkennen. Das ist unter anderem eine starke Orientierung am Kundennutzen inklusive nutzenorientierter Innovation. Das kann soweit gehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Kunden zu 100 Prozent im Fokus steht. Dieser Aspekt wird in diesem Beitrag entsprechend fokussiert.

G

emeinsam haben viele Unternehmen der MEM-Industrie eine enge, zum Teil stark ausgeprägt individuelle Kundenbeziehung, mit oft hohem technologischen Beratungsbedarf. Ein weiterer wesentlicher Aspekt im Bereich der Investitionsgüter sind höchste Anforderungen an Produktivität und Prozesssicherheit. Wobei die Prozesssicherheit nicht nur den eigentlichen Betrieb als solches betrifft, sondern praktisch vom Bestellvorgang über Montage bis hin zur Produktion und Service alles perfekt abgedeckt werden sollte.

Ertrag des Kunden erhöhen Viele Unternehmen sind sich dieser Aspekte natürlich bewusst. Bedeutend – gleich welches Produkt – ist letztendlich der Kundennutzen, der

sich aus den Investitionen ergibt. Der kann am Ertrag gemessen werden, die der Anwender mit der Lösung generieren kann.

Maximierung der Wettbewerbsfähigkeit Was sich so einfach anhört ist in der Regel ein komplexerer Beratungs-, Verkauf- und natürlich auch Entwicklungsprozess. Praktisch alle Unternehmen, die auf ihre Weise erfolgreich sind, setzen den Kundennutzen als oberste Priorität. Peter Witteczek, Vorstandsvorsitzender der Walter AG (siehe auch Beitrag in unserer Ausgabe Innovation 2008, Technica-Megalink) brachte es bei einer kürzlich abgehaltenen Pressekonferenz auf den Punkt: «Unser Ziel ist die Maximierung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden.» Ganz ähnlich hört sich das

bei dem Inhaber und Geschäftsführer Stefan Schön der ASS AG (siehe auch Technica 5/2008, Spezialist im Bereich Antriebstechnik in Düdingen, in sieben Jahren um zirka 300 % gewachsen) an, er sagt kurz und knapp: «Unser Unternehmenserfolg basiert auf dem Erfolg unserer Kunden. Aus dem Grund unterstützen wir unseren Kunden, um auf seinem Gebiet Markführer zu werden.» Felix Heimgartner, Geschäftsleiter der Härterei Gerster AG (siehe Beitrag in dieser Ausgabe) umschreibt es ganz ähnlich: «Die Kosten können… unter das internationale Niveau gesenkt werden und dadurch kann die Wettbewerbsfähigkeit unseres Kunden sowie des gesamten Wirtschaftsstandortes Schweiz gestärkt werden.»

Aussagen gleichen sich Die Zitatensammlung erfolgreicher MEM-Unternehmer könnte hier fortgesetzt werden, auffällig aber ist, bei den erfolgreichen Unternehmen gleichen sich die Aussagen. Was sich ebenfalls ähnelt, sind die in hohem Masse anspruchsvollen Prozesse und Technologien, die «verkauft» werden. Technologien, die ohne zielgerichtete Innovation nicht möglich wären, wobei man bei dem Aspekt «Innovation und Erfolg» angelangt ist.

Der Werkzeugspezialist Walter AG (D-Tübingen) will in den kommen drei Jahren um fast 100% wachsen. 1 Milliarde Euro Umsatz sind angepeilt. Im Bild: Peter Witteczek, Vorstandsvorsitzender (li.), Andreas Evertz (M., Executive Vice President) und Mirko Merlo (re., Vorstand Marketing).

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Innovation als Erfolgsfaktor «Innovation» ist in aller Munde, wenn Unternehmensleiter auf den


Giesserei, die neben dem Rohgussteil an der Entwicklung des Werkstoffes und der Fertigung und Montage eines Zusammenbauteils beteiligt ist. Der Vorteil ist, das sich in den Zulieferunternehmen ein spezifisches Know-how-Spektrum ausbilden kann, das vom Mitbewerber erheblich schwieriger zu kopieren ist.

Strategie und Erfolg Die ASS AG aus Düdingen wuchs in den letzten Jahren überdurchschnittlich. Die Getriebe des Unternehmens sorgen auch in dem Porsche GT für ordentlichen Vortrieb.

Erfolg ihres Unternehmens angesprochen werden. Bei erfolgreichen Unternehmen entsteht Innovation oft in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden. Jürgen Mayer (VRPräsident von Maxon Motor in Sachseln) bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: «Eine Innovation ist erst dann eine Innovation, wenn das Produkt am Markt erfolgreich ist und die getätigten Investitionen zurückspielen.»

Innovation nutzen– orientiert erarbeiten Eine solche Innovation ist beispielsweise das von dem führenden Werkzeughersteller Sandvik Coromant entwickelte Coromant-Capto-System (polygon-konische Werkzeugschnittstelle, siehe Beitrag in der Ausgabe Innovation 2008, Technica-Megalink). 1990 eingeführt, bringt das System aufgrund seiner spezifischen Vorteile den Kunden einen erheblichen Nutzen. Innovationen sind auch für Stef Wertheimer (Gründer und Teilhaber der Iscar Hartmetall AG, Beitrag in einer der folgenden Ausgaben) zum Fortschrittsmotor, geworden. Stef Wertheimer gilt als exzellenter Zuhörer seiner Kunden und als Visionär. Die Symbiose aus Innovation und Kundenutzen soll bei den Anwendern mehr Gewinn generieren. Stefan Schoen von der ASS AG setzt auf das gewisse ’Plus’: «Unser Erfolg findet sich in unserer Markbezeichnung «Evolvere» d. h. ‹Mehr als die Norm› wieder. Das heisst, wir verkaufen nicht, was wir vorab

herstellen, sondern gehen mit dem Kunden auf die speziellen Problematiken der Maschinen ein wie: Massabmessungen, Untersetzungen, Lärm, Lebensdauer, Kosten etc.»

F+E sollte kundenorientierter arbeiten Fazit: auch beim Thema Innovationen zeichnet sich eine starke Orientierung am Nutzen der Kunden ab. Unternehmen setzten in dieser Beziehung verstärkt auf eine enge Kommunikation zwischen Kunde, Vertrieb, Service und Entwicklung. Gerade die F+E-Abteilung muss die Feedbacks der Anwender letztlich in die Neuentwicklungen einfliessen lassen. Strategische Kommunikation – innerbetrieblicher und ausserbetrieblicher Art – ist hier das A und O.

Know-how-Abhängigkeiten realisieren Viele KMU sind Zulieferunternehmen. Typischerweise erweist es sich als positiv, wenn man sich vom Mitbewerber positiv abheben kann. In der Regel kann dies auch hier über das Know-how und die Kundenorientierung geschehen. Unternehmen, die dem Kunden möglichst viele Engineering-Leistungen abnehmen, können einen Mehrwert generieren. Das kann z. B ein Wälzlagerspezialist sein, der anstatt ’nur’ Wälzlager – komplette Spindellagersysteme mit Schwingungssensoren und integrierten Messmittel anbietet. Oder eine

Auch strategische Entscheidungen spielen in vielen Fällen eine Schlüsselrolle bei der zukünftigen Entwicklung von Unternehmen, wie hier nur kurz an einem Beispiel gezeigt werden soll. Der Werkzeugspezialist Walter AG ist im Zerspanungsbereich derzeit wohl eines der am stärksten wachsenden Unternehmen. In den letzten fünf Jahren wurde der Umsatz verdoppelt. Wohlgemerkt bei einem bereits sehr hohem Anfangsniveau. Walter setzt generell auf kundenorientierte Innovation, enorm starkes Marketing und schliesslich strategisch wichtige Entscheidungen.

Verkauf, weil der Kundenkreis sich änderte Thema Strategie: das Unternehmen verkaufte seinen Werkzeugschleifmaschinenbereich, weil sich das Kundenspektrum der Werkzeugschleifmaschinen vom eigentlichen Anwender (Nachschleifgeschäft) zum Werkzeughersteller – also Mitbewerber – gewandelt hatte. Mit dem Kapital wurde zielgerichtet in ein Unternehmen investiert, das den Werkzeugbereich von Walter in die Breite erweitert und somit Walter noch stärker als Komplettanbieter agieren konnte.

Zum Erfolg gehört mehr als Kundenorientierung Kundenorientierung ist einer der ganz wesentlichen Bausteine des Erfolgs. Das zu einer erfolgreichen Strategie aber noch erheblich mehr gehört, als Kundenorientierung, zeigt das folgende Interview und die weiteren Berichte aus der Industrie zum Thema «Erfolgsfaktoren». (mb)

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Im Fokus

| Erfolgsfaktoren

Jürgen Mayer* im Exklusiv-Interview der Technica

«Wir müssen hungrig sein auf Erfolg» Jürgen Mayer, VR-Präsident bei Maxon Motor, ist seit 40 Jahren bei Maxon Motor. In der Zeit hat sich Maxon Motor zu einem Spitzenunternehmen der Antriebstechnik entwickelt. Anhand seiner Erfahrungen zeigt Jürgen Mayer auf, welche Faktoren für den Unternehmenserfolg von Maxon Motor besonders wesentlich sind. Technica: Ihr Unternehmen verfügt über ein ausgezeichnetes Image. Wie kommt man zu so einem Image und welche Bedeutung hat es für ihre Marktposition? Jürgen Mayer: Sie erinnern sich vielleicht, die erste Marsexpedition 1992 hat unseren Bekanntheitsgrad auf einen Schlag erhöht. Ein gutes Image entsteht aber nach nur dann, wenn auch die Leistung stimmt. Wir haben auch schon vor 1992 hervorragend gearbeitet. Nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Jetzt kam das eine zum anderen, woraus sich unser derzeit hervorragendes Image herauskristallisiert. Schliesslich verfolgen wir den Unternehmens-Grundsatz «mach nur das selbst, was Du am besten kannst». Alles andere – z. B. Kommunikation – überlasse einem Spezialisten, auch dieser Aspekt trägt zu einem guten Image bei. Wir praktizieren das mit Erfolg. Welchen Stellenwert hat das Image? Es ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Wenn ein Unternehmen ein gutes Image hat, nehmen einen die Kunden positiv wahr. Ein gutes Beispiel ist, als uns kürzlich der Bundesrat mit einer 200-Personen-Delegation besuchte. Die Tatsache, dass wir ein starkes und führendes Unternehmen in der hochpräzisen Antriebstechnik sind, steigert auch unsere Reputation bei unseren Kunden. Die Kunden wissen aber auch, dass wir Qualität

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bieten, dass wir uns für sie einsetzen, innovativ sind und gleichzeitig dazu über eine hohe Flexibilität verfügen. An welchen Kriterien messen Sie Unternehmenserfolg? Das ist schwierig zu beantworten, begnügt man sich nicht mit Standardantworten aus den Lehrbüchern. Sicher ist, dass man die Kennzahlen heranziehen muss, wie Umsatz, Ertrag und den Cashflow. Aber es gibt auch weichere Faktoren: ist beispielsweise die ProduktPipline gut gefüllt, wie sieht es mit den fähigen Mitarbeitern und Hochleistungsteams aus. Hohe Attraktivität als Arbeitgeber, treue Kunden, die immer wieder zu uns kommen, sind auch Indizien für erfolgreiches Arbeiten. Auch unser weltweiter Vertrieb ist ganz wichtig. Man muss heute in unserem Sektor global agieren, sonst kann man den Erfolg, in der Art und Weise wie wir ihn erarbeiten, nicht über einen solchen Zeitraum generieren. Was bedeutet ein globales Engagement für ihr Unternehmen? Wir sind zum einen auf über 40 Messen weltweit vertreten. Aber wir machen erheblich mehr, wir schreiben Bücher, Fachartikel, halten Vorträge, führen weltweit Schulungen und Seminare durch, sind in den wichtigsten Verbänden vertreten und sind in den Fachmedien weltweit präsent. Der Bereich der Öffentlichkeitsarbeit ist, nebst der

«Mit Durchschnitt kommen wir in der Schweiz nicht weiter.» Jürgen Mayer, VR-Präsident Maxon Motor.

Technik, von grosser Bedeutung, auch im globalen Rahmen. Die Globalisierung – mit allen ihren Nachteilen – hat auch gewaltige Vorteile. Wer sich den Herausforderungen der Globalisierung nicht stellt, wird früher oder später zu den Verlierern zählen. Denn die Märkte werden grösser. Wir haben uns rechtzeitig darauf eingestellt. Natürlich bringt Globalisierung auch Konkurrenz, aber Konkurrenz bringt letztlich Schwung in die Unternehmen und dieser Konkurrenz muss man sich stellen. Unternehmenserfolg stellt sich nicht von allein ein. Was sind aus ihrer Erfahrung die wichtigsten Aspekte, dass Maxon Motor so erfolgreich am Markt agiert? Wir sind in den vergangenen Jahren stetig organisch gewachsen, also durch Akquisitionen. Wir haben unser Wachstum immer aus eigenen Mitteln finanziert und wir haben immer einen Schritt nach dem anderen gemacht. Wir sind nach wie vor hungrig darauf, Neues zu schaffen und besser zu werden. Wenn wir

*Jürgen Mayer ist VR-Präsident von Maxon Motor in Sachseln


«In der Schweiz geboren, in die Welt gewachsen.» «In der Schweiz geboren, in die Welt gewachsen», heisst es in der aktuellen Unternehmensbroschüre des High-Tech-Unternehmens Maxon Motor aus Sachseln. Tatsächlich ist hier ein Unternehmen gewachsen, das weltweit Standards setzt in modernster Antriebstechnik. Als die Technica-Redaktion mit Jürgen Mayer durch die Produktion und Montage ging, zeigte sich, dass der Unternehmenserfolg alles andere als zufällig ist. «Bei der Montage der Kleinstantrieb kommt es teilweise auf µm an», sagte Jürgen Mayer gegenüber der Technica. Spätestens hier wird klar, dass Maxon Motor nicht «nur» High-Tech-Antriebe verkauft, sondern auch über eine eigene High-Tech-Produktion – inklusive Reinraum-Produktion – sondergleichen verfügt. 1961 gegründet Maxon Motor, gegründet 1961, Hauptsitz in Sachseln, beschäftigt derzeit weltweit über 1500 Mitarbeitende. Mehr als 40 Jahre Erfahrung, stetige Innovation, höchste Qualität der Produkte und kompetenter Kundenservice machen das Unternehmen mit seinen Vertriebsgesellschaften in 40 Ländern zum verlässlichen Partner in der Antriebstechnik. Ihre spezifischen Bedürfnisse bestimmen unser konkretes Handeln: So sind individuelle, eigens auf den Kunden zugeschnittene Antriebslösungen die grosse Stärke des Antriebsspezialisten. Das im Baukastensystem aufgebaute Produktprogramm überzeugt durch seine Vielseitigkeit und umfasst: - Bürstenlose und bürstenbehaftete Gleichstrommotoren mit eisenloser Wicklung bis 500 Watt. - Bürstenlose Flachmotoren mit Eisenkern bis 90 Watt. - Planeten-, Stirnrad- und Spezialgetriebe. - Istwertgeber. - Servoverstärker und Positioniersteuerungen. - Innovative CIM- und MIM-Komponenten. Infos maxon motor ag 6072 Sachseln 041-666 15 00 info@maxonmotor.com www.maxonmotor.com

diesen Weg konsequent weiter gehen, bin ich der Meinung, werden wir auch in Zukunft bei aller weltwirtschaftlichen Volatilität erfolgreich bleiben. Welche Rolle spielen ihre Produkte? Wir realisieren heute sehr viele Systemlösungen, wir bieten die gesam-

te Palette vom DC- und EC-Motor mit eisenlosen Rotoren, Getriebe, Encoder und Elektronik an. Auch die immer stärker werdende Software-Entwicklung, die dazugehört, wird in unserem Hause grösstenteils entwickelt. In dem Premiumsektor, in dem wir tätig sind, haben wir ein sehr gut ausgewogenes und auf den Markt

J. Mayer: «Technologie weckt Begeisterung und macht Spass» sagt J. Mayer, neben dem Sojourner-Model in dem 1997 elf Maxon-Motoren auf dem Mars für Antrieb sorgten.

abgestimmtes Produktespektrum. Das ist sicher eine wesentliche Voraussetzung für unseren Markterfolg. Wir bauen hochpräzise Antriebe für unsere Kunden so massgeschneidert wie es wirtschaftlich vertretbar ist. Grössten Wert lege ich auf Zuverlässigkeit und kompetente ingenieurmässige Beratung unserer Kunden und das schnell und ehrlich. Schnelligkeit ist in unserem Business nach wie vor ein ganz entscheidendes Thema und in vielen Fällen fallen hier die Entscheidungen, denn die Entwickler, die unsere Produkte einsetzen, sind sehr oft auch in Zeitnot. Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur? Wir versuchen immer zu tun, was wir am besten können. Wir sind offen für Neues, Innovation entsteht im Kopf. Je mehr kluge Köpfe an Lösungen arbeiten, umso besser

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Im Fokus

| Erfolgsfaktoren

Wieder erfolgreiche Landung auf dem Mars Am 26. Mai 2008, nach einer neunmonatigen Reise, ist das amerikanische Raumgefährt «Phoenix Mars Lander» erfolgreich auf unserem Nachbarplaneten Mars gelandet. Die Reisezeit sowie das Reiseziel wurden mit Bedacht gewählt, so landet mit dem EinMit an Bord des jüngsten «Phoenix Mars Landers» sind sieben bruch des Mars-Früh- Gleichstrommotoren mit Durchmesser 25 mm von Maxon Molings erstmals eine tor. Raumsonde auf der Nordhalbkugel des roten Planeten. Seit der ersten Marslandung 1997 ist Maxon Motor ein konstanter Partner der NASA. Der «Pathfinder» war mit 11 kleinen Maxon-Motoren ausgerüstet. Die beiden Sonden «Spirit» und «Opportunity» sind mit je 39 Antrieben bestückt. Sie landeten im Januar 2005 auf dem Mars und sind seither ununterbrochen im Einsatz. Auch das jüngste Projekt «Phoenix» wird von Maxon Motor unterstützt. Erstmals soll auf unserem roten Nachbarn nicht nur optisch nach Wasser gesucht, sondern mit einer Roboterschaufel danach gegraben werden. Mit einem über zwei Meter langen Roboter-Arm soll die dünne Schicht aus Staub und Geröll durchbrochen werden, sodass das ewige Eis des Mars zum Vorschein kommt. So zumindest die Hoffnung der Forscher der Universität in Neuenburg, welche mit einem Spezialmikroskop Bodenproben untersuchen wollen um festzustellen, ob sich unter der Oberfläche des Mars primitive Lebensformen befinden. Mit an Board des «Phoenix Mars Landers» sind sieben Stück Gleichstrommotoren mit Durchmesser 25 mm aus dem Hause Maxon Motor in Sachseln. Diese Motoren werden für die Positionierung der zwei Solarzellen eingesetzt, welche die Sonde mit der benötigten Energie beliefern. Jüngste Bilder vom Mars sind unter www.nasa.gov zu sehen.

werden auch die Ergebnisse. Wir verstehen uns als Team, vielleicht sogar als Familie, wir diskutieren zum Teil sehr kontrovers auf allen Stufen, aber immer mit dem Ziel, dass wir gemeinsam zu besseren Lösungen als unsere Mitbewerber kommen. Diese Unternehmens-Kultur ist ein ganz wesentlicher Erfolgsmotor von Maxon Motor. Thema Mitarbeiter: Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind ein Schlüssel zum Erfolg. Wie kommen Sie zu guten Mitarbeitern und was schätzen Ihre Mitarbeiter an Ihrem Unternehmen? Ich glaube unsere gute Reputation hilft uns gewaltig. Maxon ist für viele zum Synonym ’Erfolg im Team’ geworden. Jeder kann sich in einem überschaubaren Bereich entfalten und profilieren. Jeder ist für uns wichtig, das möchte ich hervorheben. Maxon ist in jedem Fall eine gute Adresse, das hören wir regelmässig von unseren Bewerbern. Auch hier ist das Image sehr hilf-

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reich. Früher war es schwieriger einen ETH-Absolventen nach Sachseln zu bekommen, heute gelingt uns das besser. Sie bleiben auch in der Regel sehr lange bei uns. Auch die langfristige Mitarbeitermotivation spielt eine wichtige Rolle. Welche Möglichkeiten

nutzen Sie, um die MitarbeiterMotivation hochzuhalten? Verschiedenste Aspekte spielen natürlich eine Rolle, bestimmt nicht nur Geld. Aber wenn Sie Mitarbeitern hinterherrennen müssen, um sie zur Leistung anzuspornen, dann klappt das nicht. Die beste Motivation ist die Eigenmotivation. Das heisst letztendlich, sinnvolle Aufgaben haben, in einem guten Team arbeiten und diese Hochleistungsteams müssen Grosses erreichen wollen. Man muss die Messlatte relativ hoch legen. Dann haben die Mitarbeiter auch den Antrieb das Beste zu geben. Das zweite ist eine offene Kommunikation. Dass was man sagt, muss man auch halten, das ist ganz wichtig. Ohne Kontrollen geht es auch bei maxon nicht. Wir haben, dank unseren regelmässigen GL-Informationen an die ganze Belegschaft, eine offene Kommunikation über das Unternehmen, den Umsatz, den Ertrag, unsere Erfolge und Misserfolge, um nur einige Beispiele zu nennen. Das pflegen wir konsequent seit 1992 in diesem Rahmen. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind vernünftige Rahmenbedingungen, wie gute Sozialsysteme, aber auch eine zeitgemässe Entlöhnung. Ihr Unternehmen ist nicht an der Börse, welchen Hintergrund hat das? Wir verfügen über einen sehr sozialen Hauptaktionär, und wir sind zum

J. Mayer: «Eine Innovation ist erst dann eine Innovation, wenn sie am Markt erfolgreich ist.»


Eine Innovation ist erst dann eine Innovation, wenn das Produkt am Markt erfolgreich ist und die getätigten Investitionen zurückspielen. Innovationen sind wichtig, aber genauso wichtig sind die Hausaufgaben, die gemacht werden müssen und nicht erst dann, wenn es einem schlecht geht. Es liegt nach wie vor ein grosses Potential bei den meisten Firmen brach. Können Sie ein Beispiel nennen? Schauen Sie, wenn wir zum Beispiel ein neues Wickelverfahren entwickeln und einführen, wo wir 50% der Kosten einsparen können, dann ist das ein gewaltiger Schritt. Das ist mindestens so wichtig wie eine Produktinnovation, aber wesentlich besser überschaubar.

J. Mayer: «Je mehr kluge Köpfe an Lösungen arbeiten, umso besser werden auch die Ergebnisse.»

Glück nicht an der Börse quotiert. Dass wir nicht von Analysten zu Quartalsergebnissen getrieben werden, ist sehr wichtig für eine gesunde Entwicklung. Wie das in Zukunft aussehen wird, ist schwer vorhersehbar, in Stein gemeisselt ist ausser dem Maxon Brand sehr wenig. Thema Innovation. Innovation ist in Ihrem Segment sicher wichtig, aber nicht zu jedem Preis. Wie stellen Sie hier die richtige Balance zwischen innovativen und zugleich nicht zu teuren Produkten her? Innovation entsteht bei uns meistens in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden. Wir versuchen entsprechend der speziellen Anforde-

rungen, spezielle Lösungen zu offerieren. Je besser wir uns mit den Kunden austauschen, umso eher münden diese Aspekte auch in innovative Produkte. Inwieweit arbeiten Sie mit Hochschulen zusammen? Man muss sich zum Teil auch sehr gezielt in der Vorentwicklung und Entwicklung mit innovativen Themen beschäftigen, die nur in einer engen Zusammenarbeit mit externen Forschungsinstituten realisierbar sind. Aber auch gezielte Marktforschung ist nicht ganz unwesentlich. Mit der Kombination all dieser Faktoren realisieren wir eine gute Balance. Gestatten Sie mir eine Bemerkung zum Thema Innovation.

Der Erfolg auf Ihre Produkte bezogen: Warum sind Ihre Motoren so gefragt am Markt? Unsere Produkte sind leistungsstark, zuverlässig und innovativ. Und wenn Sie mich in 5 Jahren das nochmals fragen würden, dann würde ich sagen, weil sie noch leistungsfähiger, noch innovativer und noch zuverlässiger sind. Gott sei Dank ist die Magnetentwicklung längst nicht am Ende. Die NeodymMagnete haben ihr Leistungsmaximum noch nicht erreicht. Generell werden die Produkte immer kleiner und besser. Beispiele sind unsere Mikroantriebe. Standort Schweiz: Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten

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Im Fokus

| Erfolgsfaktoren

Schweizer Standortvor- und nachteile? Unser Standort Obwalden in der Zentralschweiz ist richtig schön. Das hört sich romantisch an, ist aber tatsächlich ein nicht unwesentlicher Aspekt, um gute Mitarbeiter zu verpflichten und zu halten. Allgemeine Vorteile des Schweizer Systems sind die politische Stabilität, das hohe Ausbildungs-Niveau, die Sicherheit, das Ringen nach Ausgleich und die sehr moderne technische Infrastruktur. Aber auch das Image Swissmade ist im Bereich der Feinwerk- und Mikrotechnik weltweit – ob Deutschland, USA, Indien oder China – hervorragend. Da ist die Schweiz einfach Spitze. Wenn wir zu diesen Vorteilen Sorge tragen, etwas offener werden, dann können wir mit den wenigen Nachteilen relativ gut leben. Auch steuerlich sind wir hier in Obwalden mittlerweile in einer sehr attraktiven Position. Hat die Steuersenkung in Obwalden Neuansiedlungen gebracht? Ja, es sind eine ganze Reihe von hoch interessanten Unternehmen dazugekommen. Das tut dem Kanton Obwalden sehr gut. Man darf das, trotz der grossen Euphorie, nicht überdrehen, es sollte sinnvoll weiter aufgebaut werden mit Schwerpunkt Hightech, aber auch anderen wichtigen Themen, die den Kanton Obwalden vorwärts bringen. Der Standort Schweiz ist ein Hochlohnstandort. Was genau zeichnet Ihre Produkte aus, dass sie in der Schweiz wirtschaftlich hergestellt werden können? Hochleistung hat seinen Preis. Wenn Sie eine Vollkosten-Rechnung machen, dann sind die Kosten hier in der Schweiz günstiger, als wenn Sie das Gleiche in Schwellenländern oder Asien produzieren würden. Allerdings gibt es Produktbereiche, die in Niedriglohnländern kostengünstiger herzustellen sind. Da muss man genau abwägen. Pauschal lässt sich das nicht beantwor-

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ten. Aber so wie sich Maxon Motor entwickelt, mit einem zweistelligen jährlichen Wachstum, sind wir hier in der Schweiz auf einem derzeit guten Weg. Produktinnovation ist eine Seite, auf der anderen Seite müssen Sie immer am Stand der Technik fertigen und produzieren? Henry Ford hat einmal gesagt, ‹Nicht mit Erfindungen, sondern mit Verbesserungen macht man das Vermögen›. Wir müssen schauen, dass wir entwicklungs-, maschinen-, verfahrens- und produktionstechnisch auf einem sehr hohen Level operieren können. Unsere Kernkompetenzen bauen wir gezielt aus, dass was wir besser von extern beziehen können, kaufen wir zu. Ich glaube diese Kombination und der Wille, die Nummer 1 in der Nische zu sein, sind wesentliche Voraussetzungen unseres Erfolgs. Wie sieht in diesem Zusammenhang in Ihrem Unternehmen die Zusammenarbeit zwischen der Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit der eigenen Produktionsabteilung aus? Bei uns fängt es bereits im Vertrieb an, die Vertriebsingenieure verfügen über ein hohes Wissen. Und wir haben eine sehr enge Zusammenarbeit von Entwicklung und Produktion. Die Abteilungen müssen wissen, was geplant ist. Wir haben die Kommunikation institutionalisiert, so dass keine grossen Reibungsverluste entstehen. Je besser das Verständnis füreinander ist, umso besser läuft der gesamte Prozess vom Vertrieb zur Entwicklung bis hin zur Produktion und zu unseren Kunden. So funktioniert Maxon. Welche Ihrer Tochtergesellschaften wachsen derzeit überdurchschnittlich und woran liegt es Ihrer Meinung nach? Interessant ist, dass wir in der Schweiz, in China und in Japan überdurchschnittlich stark wachsen, das heisst im Minimum 20%. Da spielt sich die Musik ab. In China sind wir präsent. Mit heute 12 Aussenstellen machen wir in China sehr

gute Geschäfte, eigentlich in der Höhle des Löwen. Wie schätzen Sie als VR-Präsident eines international agierenden und produzierenden Unternehmens die Zukunft des Produktions- und Fertigungsstandortes Schweiz ein? Das ist schwierig zu beantworten. Ich glaube, die Schweiz muss auf ihre Stärken setzen. Mit Zufriedenheit klappt das nicht. Wir müssen hungrig sein auf Erfolg, wir müssen mit unseren Produkten in die Welt hinaus. Die Swissness hat ein hohes Ansehen. Wir müssen alles tun, damit die Erwartungen unserer Kunden auch weiterhin erfüllt werden. Wenn wir das pflegen und das an die nächste Generation weitergeben, haben wir eine gute Chance. Mit Durchschnitt kommen wir in der Schweiz nicht weiter. Die Schweiz muss, ob sie will oder nicht, deutlich effizienter werden. Letzte Frage: Qualifiziertes Personal ist ein Schlüsselfaktor für den Unternehmenserfolg. Können Sie uns drei Gründe nennen, warum Jugendliche sich heute und in Zukunft für einen technologischen Beruf entscheiden sollten? Ja, das kann ich. Technologie weckt Begeisterung und macht Spass. Sie ist eine Triebfeder für unsere Weiterentwicklung. Sie ist die Basis, um Neues entstehen zu lassen und sie bildet letztlich sogar die Voraussetzung, um die grossen Aufgaben unserer Menschheit zu lösen. Technologie ist ein Biotop für globales Teamwork und sie befasst sich mit der Zukunft anstatt mit der Vergangenheit. (mb)


Studer: Erfolg trotz hart umkämpftem Markt

Erfolg ist kein Zufall Für den Erfolg eines Unternehmens sind viele unterschiedliche Faktoren verantwortlich. Das Rezept sieht bei jedem Unternehmen anders aus. Bei der Fritz Studer AG sind es die nachfolgenden Bausteine, welche internationalen Erfolg gegen starke Mitbewerber ermöglicht haben.

S

eit 96 Jahren fokussiert sich Studer auf das Rundschleifen. Keine Verzettelung, dafür klare Mission und Strategie. Die Schweizer Werkzeugmaschinenbauer konzentrieren sich auf Universal-, Aussen-, Innenrund- sowie Unrundschleifen. Zu den Produkten und Leistungen gehört neben Hardware und Software eine breite Palette an Dienstleistungen im Pre- und AfterSales-Bereich. Schon früh waren die Rundschleifspezialisten weltweit tätig. Erste Exporte nach Russland fanden bereits 1931, nach China 1937 und in die USA 1943 statt. Auch heute stellen Europa, Amerika und Asien mit China die Hauptmärkte dar. Die Bedeutung von Asien/China ist natürlich in den letzten Jahren stetig gestiegen, Europa ist aber immer noch von grösster Bedeutung. Das Unternehmen war und ist ein innovationsgetriebenes Unternehmen. So werden frühzeitig neue Trends erfasst und z.B. mit der Kombibearbeitungsmaschine S242 für Schleifen/Drehen/Fräsen/Bohren neue Produkte entwickelt und im Markt professionell eingeführt.

Kundenorientierung Ein wichtiger Erfolgsfaktor war schon immer die hohe Kundenorientierung. Basis ist einerseits die fachliche Kompetenz, andererseits die Motivation und Einstellung der Mitarbeiter zur Arbeit. Kundenorientierung bedeutet für Studer, den Kunden beim Finden

Kundenbesuche und Beratungsgespräche haben für den Vertrieb einen hohen Stellenwert.

des optimalen Bearbeitungsprozesses zu unterstützen. Dabei bietet Studer den Kunden eine kompetente und bedarfsgerechte Analyse und Beratung inkl. Machbarkeitsabklärung und Prozessbeschreibung. Bei Bedarf – und immer häufiger – erfolgen zusätzlich Schleifversuche mit Muster- oder Kundenwerkstücken im eigens dafür eingerichteten «Customer Center». Zur Kundenorientierung gehört auch die Pflege langfristiger Kundenbeziehungen. Studer sieht sich nicht einfach als Maschinenlieferant, sondern als Problemlöser und echten Partner ihrer Kundschaft. All die Anstrengungen lohnen sich, denn die Kundenloyalität ist sehr hoch und auch der Neukundenanteil liegt auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Weiter gehören umfassende und kundengerechte After-Sales-Services zu diesem Thema, stellt doch der Kundendienst einen wichtigen Faktor im Entscheidungsprozess der Kunden dar.

Mitarbeiter und Kultur Die Kultur bei Studer ist seit eh und je «familiär» bzw. die einer Grossfamilie. Das Wertesystem und die Mentalität im Berner Oberland

sind anders als in einer Grossstadt, die Firmentreue der Studer-Mitarbeitenden ist extrem hoch. Die geringe Fluktuation erlaubt es gerade im Verkauf, langfristige Kundenbeziehungen zu pflegen. Mit vielen Kunden haben sich im Laufe der Jahre echte Freundschaften entwickelt. Mit Umsatzboni sowie grosszügigen Regelungen bei Aus- und Weiterbildung wird die Motivation bei den Mitarbeitern hoch gehalten. Auch gegenüber den Vertretern zeigt Studer ein grosses Mass an Wertschätzung. Jedes Jahr findet der internationale Vertreteranlass «Studer Motion Meeting» in Thun statt: Das vergangene Jahr wird analysiert und die «Top Dealer» werden geehrt. Dann erhalten die Teilnehmer die neuen Jahresziele, werden über Schwerpunkte informiert und in den neuen Produkten geschult. Aber auch das Gesellschaftliche sowie der Teamgedanke werden gepflegt. Die Qualifizierung für die «Incentive-Reise» und die Ehrung als «Top Dealer» sind für viele mittlerweile Ehrensache und Antrieb, sich voll und ganz für Studer einzusetzen. Einen hohen Stellenwert geniesst bei Studer auch das «Lehrlingswe-

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Im Fokus

| Erfolgsfaktoren

Das jährliche Studer Motion Meeting ist der Informations- und Motivationsanlass für Vertrieb und Vertretungen, wo auch die «Top-Dealer» geehrt werden.

sen». Rund 10% der Mitarbeitenden sind Lernende in den Berufen Polymechaniker, Automatiker, Logistikassistenten, Konstrukteure, Informatiker und Kaufleute. Einzigartig ist die Rekrutierung von «Schleiftechnologen». Eine kleine Auswahl der besten Lernenden erhalten die Gelegenheit, sich nach dem 2. Lehrjahr im Schleifen zu vertiefen. Da Schleifprofis auf dem Stellenmarkt eine rare Spezies sind, hat sich Studer zu diesem neuen Weg entschieden. Übrigens ist Studer besonders stolz auf den Mitarbeiter Adrian Trachsel, der kürzlich an den Berufs-Weltmeisterschaften in Japan in der Sparte Mechatroniker (Automatiker) die Goldmedaille gewonnen hat. Trachsel hat bei Studer die Lehre absolviert und anschliessend eine Festanstellung erhalten. Er wurde speziell gefördert und unterstützt und hat sich als Schweizermeister für die Teilnahme in Japan qualifiziert.

Fritz Studer AG Studer, gegründet 1912, produziert Standardmaschinen und individuelle Systemlösungen im Hochpräzisions-Rundschleifen für die Bearbeitung kleiner und mittelgrosser Werkstücke. Zu den Kunden gehören Maschinenbau, Werkzeugund Formenbau, Automobilbau, Luft-/Raumfahrt, Pneumatik/Hydraulik, Elektronik/Elektrotechnik, Medizinaltechnik, Uhrenindustrie sowie Lohnfertigung. Studer beschäftigt zusammen mit der aus ihr hervorgegangenen Schleifring Service AG / Team Studer rund 800 Mitarbeiter (inkl. 69 Auszubildende) und macht weltweit einen Umsatz von über 240 Mio. CHF.

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Eine ausgeklügelte Qualitätssicherung und eine hohe QualitätsGrundhaltung bei den Mitarbeitern stellen sicher, dass Studer ihrem Ruf nach hochpräzisen und qualitativ hochstehenden Maschinen gerecht werden kann.

Qualität

Innovationen und Trends

Wer eine Studer-Rundschleifmaschine kauft, erwartet Höchstpräzision über den gesamten ProduktLebenszyklus, qualitativ hochstehende Komponenten, hohe technische Verfügbarkeit und Langlebigkeit der Maschine. Dahinter steht ein ausgeprägter Qualitätsgedanke, um den hohen Anforderungen nach VDA 6.4 (und ISO 9001) Rechnung zu tragen. Studer unternimmt grosse Anstrengungen für interne Prüfungen, Fehlerbehebung und Fehlerverhütung. Für die direkt und indirekt kundenrelevanten Qualitätssicherungs-Prozesse wurden Messgrössen entwickelt und die Q-Prozesse in Teilprozesse aufgeschlüsselt. Gemessen werden u.a. Auslieferqualität (Garantie, Nachlauf, Schwachstellen), Liefer- und Termintreue, Kundenund Mitarbeiterzufriedenheit. Die weiter oben erwähnten «Schleifversuche und -tests» sind nicht nur Symbol von Kundenorientierung und Beratungskompetenz, sondern haben als «Vorversuche» auch qualitätssichernden Charakter. Machbarkeit und Fehler im Prozess können damit frühzeitig erkannt und eliminiert werden. Übrigens verlässt keine Schleifmaschine das Werk, auf der nicht geschliffen wurde. Qualität ist aber auch eine Grundhaltung der Mitarbeiter und Qualität bezieht sich nicht nur auf die Produkte, sondern auf alle Leistungen, die direkt und indirekt für Kunden und Partner erbracht werden.

Studer ist als Technologieleader bekannt dafür, mit Innovationen neue Trends und Massstäbe zu setzen. Die rund 100 Mitarbeiter in Forschung, Entwicklung und Konstruktion bringen regelmässig Innovationen wie die Produktions-Rundschleifmaschine S12 oder die Kombibearbeitungsmaschine S242 raus. Bei der S12 erlaubt die Kombination von Linearmotoren und hydrostatischen Führungen Verfahrgeschwindigkeiten von 30 m/min und Positioniergenauigkeiten im Nanobereich. Für Konzept und Produktivität haben die S12 und die S242 Innovationspreise erhalten. Auch für Pionierleistungen wie die erste CNC-Rundschleifmaschine der Welt (1977) – nur eine von vielen Innovationen der letzten Jahrzehnte – hat sich Studer einen Namen gemacht.

After-Sales-Service Nach Abnahme und Inbetriebnahme der Maschine entsteht mit Studer eine langfristige Beziehung. Der Kunde erhält jeden erdenklichen Support, um seinen Bearbeitungsprozess bezüglich Qualität, Kosten und Zeit zu optimieren. Schulungen stellen sicher, dass er die Möglichkeiten der Maschine bestmöglich ausschöpfen kann. Das «Customer Center» bietet auf 1200 m2 auch für Kundenschulungen eine optimale Infrastruktur. Der eigentliche «After-Sales-Service» bietet kostenlose Hotline, Präventivwartung, Störungsbehebung, Ersatz-


teildienst, Überholung von Baugruppen oder ganzen Maschinen und vieles mehr. Die Dienstleistungen wurden stetig ausgebaut und den Kundenbedürfnissen angepasst.

Prozesse und Kosten Stabile und effiziente Prozesse bedeuten nicht zuletzt auch, die Kosten im Griff zu haben. Entsprechend müssen die Abläufe laufend überprüft und optimiert sowie die baulichen Voraussetzungen darauf abgestimmt werden. Gerade mit der Produktion immer höherer Stückzahlen ist Studer in den letzten Jahren platzmässig an ihre Grenzen gestossen und hat die Infrastruktur mehrfach anpassen und erweitern können. Weiter hat Studer mit dem Produktions- und Logistik-System PuLS die Durchlaufzeiten in der Montage senken und die Termineinhaltung deutlich steigern können. Aber auch ERP- und CAx-Systeme sind wichtige Hilfsmittel, um effizient arbeiten zu können. Dazu gehört mit CRM auch ein Werkzeug, wo alle wichtigen Daten über Kunden und Interessenten zu finden sind.

Gemeinsam mit der Tochterfirma Schaudt werden in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion und Vertrieb Synergien genutzt: Die Plattformen S242/CombiGrind h sowie S22/ CamGrind S werden von beiden Firmen – für unterschiedliche Anwendungen – genutzt. Die Basismaschinen für Schaudt werden in Thun gefertigt.

Infrastruktur und Arbeitsmittel In Gebäude und Arbeitsmittel wird wie bereits erwähnt laufend investiert. Dies hat einen positiven Einfluss auf die Qualität der Arbeitsergebnisse, motiviert die Mitarbeiter und schafft eine gute Grundlage für die Prozessoptimierung. Paradebeispiel für sinnvolle und kundengerechte Investition in die Infrastruktur ist das neue «Customer Center», das an einem neuen Standort grosszügig dimensioniert wurde und die modernste Einrichtung erhalten hat.

Marketing und Marke Studer hat einen ausgezeichneten Ruf. Selbstverständlich muss Stu-

der tagtäglich den Tatbeweis erbringen bzw. die Versprechungen einlösen. Die Erwartungen an den Marktführer sind besonders hoch. Die Marke muss sorgfältig und stetig gepflegt werden. Werbung und PR in Fachzeitschriften, Präsenz an Messen, Seminare, professionelles Verkaufsmaterial, Verkaufsförderungsmassnahmen, Internet-Auftritt usw. sorgen für eine hohe Bekanntheit und ein gutes Image. Synergien werden auch mit der Muttergesellschaft Körber Schleifring genutzt. Diverse Marketing-Massnahmen, insbesondere der Auftritt an grösseren Messen, erfolgen konzernweit gemeinsam. (mb)

Infos Fritz Studer AG 3602 Thun 033 439 11 11 info@studer.com www.studer.com

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Im Fokus

| Erfolgsfaktoren

Optimales Zusammenspiel harter und weicher Faktoren

Härterei auf Erfolgskurs Die Härterei Gerster AG deckt einen technologisch hochinteressanten und technisch bedeutenden Sektor ab: Wärmebehandlungen und Härteverfahren. Typisch für diese Branche ist eine relativ starke regionale Verankerung der Kundschaft. Insofern spielt die Globalisierung nur sekundär eine Rolle. Wärmebehandlungen, Vergütungs- und Härteverfahren müssen gerade in der Schweiz höchsten Ansprüchen genügen. Insofern müssen hier alle Abläufe, Prozesse und Know-how gebündelt und optimiert werden, um letztendlich erfolgreich am Markt zu agieren.

B

ereits das Wort erfolgreich beinhaltet reich, wird also automatisch reich, wer Erfolg hat? Die entscheidenden Faktoren, die zu diesem schönen Schluss führen sollten, werden in diesem Beitrag genauer betrachtet. Erfolgsfaktoren lassen sich in die folgenden zwei Kategorien aufteilen: a) Harte Faktoren, wie beispielsweise Strategie, Produktivität oder Investitionen. b) Weiche Faktoren, wie Fürsorge für Mitarbeiter, Kreativität und Vertrauen. Beide Punkte sind sehr eng verknüpft und lassen sich praktisch nicht trennen. Trotzdem will soll der Versuch gewagt werden, die entscheidenden Punkte zusammen zu tragen.

Langfristigkeit und Zuverlässigkeit Wie oft in Familienunternehmen, wird auch in der Härterei Gerster AG die langfristige Zukunftssiche-

Autor Felix Heimgartner Geschäftsleiter, Härterei Gerster AG

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Das Flammhärten ist ein klassisches Härteverfahren, in dem jedoch enorm viel Knowhow steckt, je nach Legierungsbestandteilen und gewünschte Einhärtetiefe sowie auch Zähigkeit des Materials.

rung klar über den kurzfristigen Erfolg gestellt. Dies zeigt sich in einem überdurchschnittlichen und antizyklischen Verhalten bei den Investitionen. Bei den Kunden ist Gerster oft Alleinlieferant und diese vertrauen darauf, dass der Wärmebehandlungsspezialist auch in Zukunft noch an ihrer Seite aktiv ist.

Zusammenarbeit mit Hochschulen Weiter ist es unabdingbar, auch bezüglich Produktivität und Innovation auf dem Stand der Technik zu bleiben. Betreffend Innovation wird ein kontinuierlicher Kontakt mit mehreren Hochschulen gepflegt, welche in der Wärmebehandlung führend sind. Die Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten ist auch unabdingbar, um sich technologisch laufend am Stand der Technik zu bewegen. Auf der anderen Seite gilt es, die Produktivität laufend zu steigern, um Preissteigerungen, beispielsweise bei der Energie oder

den Arbeitskosten, nicht immer voll weitergeben zu müssen.

Mitarbeitende: Maximum an Freiheit Es sind die Menschen, welche ein Unternehmen prägen. Die Summe der individuellen Kreativität schafft letztlich den Unterschied zu den Mitbewerbern und macht ein Unternehmen erfolgreich. Aus diesem Grund wird jedem Mitarbeitenden ein Maximum an persönlichem Freiraum gewährt, in welchem er sich entfalten kann. Dies funktioniert nur vor einem Hintergrund grossen Vertrauens und einer positiven Fehlerkultur. Woher beispielsweise weiss der Vorgesetzte, ob seine Idee beim Kunden besser ankommt als die des Mitarbeiters? Ergo wird voll auf das Know-how des Mitarbeiters vertraut und lässt ihn seine Idee verwirklichen. Diese vertritt er in der Folge auch mit Herzblut und hat dadurch oft indivi-


Gast-Kommentar «Zoll-Situation ist geschäftsschädigend» Felix Heimgartner, Geschäftsleiter Gerster AG: «Unsere kleine Wärmebehandlungs-Branche, welche veredelt, wird leider in den politischen Diskussionen schlichtweg vergessen. So ist die aktuelle Situation mit den Zollschranken geschäftsschädigend. Ein in Deutschland ansässiger Kunde ist gezwungen, wenn wir ihm unsere Dienstleistung verkaufen konnten, mehrere Dokumente für den Grenzübertritt auszufüllen. Diese Dokumente erstellt er in ganz Europa nur noch für die Schweiz. Folglich weiss ein durchschnittliches KMU nicht mehr, wie dies funktioniert, und bleibt mit seinen Aufträgen lieber in der EU. Dieser Formularkrieg ist umso unverständlicher, da die Werkstücke wenige Tage später wieder die Schweiz verlassen. Hier ist dringend eine pragmatische Lösung anzustreben.»

duellen Erfolg. Hat er ausnahmsweise keinen Erfolg, gibt es eine konstruktive Situationsanalyse und manchmal auch noch eine zweite Chance. Ganz wesentlich ist auch das Zusammenspiel der Mitarbeiter. Hier kann leider nicht davon ausgegangen werden, dass sich jeder mit jedem versteht und alles immer in ‹Minne› ist. Als Vorgesetzter ist man dieser Situation aber bei Weitem nicht hilflos ausgesetzt. Es gibt viele Möglichkeiten, die zwischen-

Zielsichere Kommunikation ist ein wichtiger Schritt für eine erfolgreiche Vermarktung des Produktspektrums.

menschliche Harmonie zu verbessern. Methoden wie persönliche Feedbacks, Mitarbeitergespräche, einzelne Führungsschulungen bis hin zum Teamentwicklungsseminar bringen in der Kombination gute Erfolge. Wichtig und entscheidend ist, dass dieses Thema angegangen und keinesfalls verdrängt wird. Die Mitarbeitenden sind in der Regel dankbar für konstruktive und kritische Voten, zumal sich die Betroffenen oft der angesprochenen Punkte bewusst sind und selbst auch eine Veränderung wünschen. Auf diesem schwierigen Weg ist aber eine Begleitung meist empfehlenswert. Generell ist eine positiv-konstruktive Atmosphäre beflügelnd und setzt enorme Kräfte frei. Mitarbeitende spüren auch intuitiv, ob das Verhalten der Vorgesetzten wohlwollend und positiv ist oder ob es sich um etwas Künstliches und Aufgesetztes handelt.

Erfolg durch Investition in moderne Verfahren. Das Laserhärten ist ein Härteverfahren, in dem viel Know-how steckt und für spezifische Anwendungsgebiete beste Vorraussetzungen bietet.

Kontinuierliche Marktbearbeitung Was nützt das beste Produkt, wenn kein oder nur ein schrumpfender Markt vorhanden ist? Durch kontinuierliches Beobachten der Markttrends muss sichergestellt werden, dass keine Veränderung bei Verfahren oder auch Produkten unbemerkt eintritt. Wird eine ungünstige Veränderung des Marktes festgestellt, kann dank der Aufmerksamkeit reagiert werden. Besser jedoch ist das Agieren am Markt und die aktive Suche nach neuen Kunden (Produkten) und – im Fall des Wärmebehandlungsunternehmens – neuen Härteverfahren. So konnte die Härterei Gerster AG in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals Produkte, welche grosse Anteile des Umsatzes ausmachten, ohne Personalabbau substituieren. Selbstverständlich ist auch dieses Agieren am Markt und in der Entwicklung als Investition zu betrachten.

Betrachtet man die Charakteristik der Produkte, welche verlagert werden, genauer, so stellt man fest, dass es sich tendenziell um weniger hochwertige Erzeugnisse handelt. Oftmals verbleibt die Produktion der sogenannten Herzteile, welche das grösste Wissen erfordern, in der Schweiz. Folglich müssen wir uns auch bei unseren Dienstleistungen auf immer höhere Forderungen einstellen. Was früher als praktisch unmöglich galt, wird heute zum Standard. Dies betrifft nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die

Qualität – Unmögliches wird Standard Was kann gegen die Ostverlagerung vieler Produktionen getan werden?

Ein Richtapparat bringt wärmebehandelte Werkstücke wieder in die richtige Position.

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Im Fokus

| Erfolgsfaktoren

begleitenden Dokumentationen und Forderungen der neuesten Normen. Diese Anforderungen müssen bekannt sein und auch umgesetzt werden können. Dies erfordert einen grossen zeitlichen Aufwand und ein enormes Wissen im Bereich des Qualitätsmanagements. Der Anteil Administration und Begleitung der Produkte in der Produktion nimmt stetig zu und fordert eine sehr gute fachliche Qualifikation der involvierten Mitarbeiter, mindestens auf Stufe höhere Fachschule.

Effizienz, Produktivität, Standardisierung Die relativen administrativen Kosten eines Produktes steigen aber nicht nur wegen den zunehmenden Normforderungen, sondern auch weil die reinen Produktionskosten stetig gesenkt werden müssen. Dies geschieht in der Regel durch Automatisierungsprozesse oder – in diesem Sektor typisch – Prozesszeitverkürzungen. Beide Punkte verlangen ein ausgereiftes technisches Wissen und sind in der Regel sehr kostspielige Investitionen. Steht aber eine entsprechende Serie im Hintergrund, können die Kosten oftmals auf oder sogar unter das internationale Niveau gesenkt werden und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit unseres Kunden sowie des gesamten Wirtschaftsstandortes Schweiz gestärkt werden. Durch die interne Standardisierung der Verfahren und Abläufe erreicht Gerster eine bessere Reproduzierbarkeit und geringere Fehlerraten.

Wirtschaftliches Umfeld Zulieferer oder Lohnbetriebe im Wärmebehandlungssektor sind wir sehr stark von den Schwankungen der belieferten Branchen abhängig. Der regionale Faktor ist hier nicht zu unterschätzen, gegenüber global agierenden Unternehmen. Die gezielte Präsenz in den verschiedensten Branchen und Märkten kann diese Abhängigkeit etwas reduzieren. Steckt allerdings die gesamte Wirtschaft in der Rezession, gelingt auch dem Zulieferer kaum ein gutes Unternehmensergebnis.

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Neue Lehre für Wärmebehandlung Ausbildung ist in für eine Wärmebehandlungs-Unternehmen zentral, da es den Beruf des Wärmebehandlers oder Härters nicht gibt. So ist man in diesem Sektor gezwungen, gute Berufsleute aus verwandten Bereichen wie der Mechanik einzustellen und mit grossem Ausbildungsaufwand langsam an das spezifische Metier heranzuführen. Glücklicherweise sind dank dem schweizerischen Verband für Wärmebehandlung Bestrebungen für eine Lehre als Betriebsmechaniker Fachrichtung Wärmebehandlung im Gang. Ab Sommer 2009 werden wir die ersten Lehrlinge ausbilden können. Dadurch wird sich langfristig auch die Qualität weiter verbessern und im Betrieb ist eine weitere innovative Generation tätig, was sich wieder positiv auf das Betriebsklima auswirken wird. Ausbildung ist eine Chance und kein Aufwand.

Termine: optimierte ERP-Lösung Termine sind eine grosse Herausforderung. In Zeiten knapper Rohmaterialien wartet der Kunde oft monatelang auf das Material, bearbeitet diese im Anschluss so schnell wie möglich und wenn die Teile endlich zur Wärmebehandlung kommen, ist der Termin oft längst ver-

strichen. Dies verpflichtet die Gerster AG zu kürzestmöglichen Terminen. Meist ist eine Woche zu viel und mehr als zwei Wochen werden kaum akzeptiert. Dies bedeutet, dass alle Nebenzeiten mit Hilfe einer für das Geschäftsmodell des Wärmebehandlers optimierten ERPLösung reduziert werden müssen.

Kleiner Technologie-Verband Die Wärmebehandler sind ein kleiner Club und müssen in Anbetracht der anstehenden Aufgaben nahe zusammenstehen. Gerade wenn es darum geht, sich politisch durchzusetzen, bei der Energiebeschaffung, bei einer Verbandslösung betreffend Vertragsbedingungen oder auch bei der Ausbildung. Nur gemeinsam sind wir stark genug, diese und auch andere anstehende Herausforderungen zu meistern.

Erfolg nicht zwingend Leider führen die gemachten Aussagen nicht in jedem Fall dazu, dass man reich wird oder Erfolg hat, sondern sind für jedes Geschäft stark verschieden. Sonst wäre «Geschäften» zu einfach und es würde die Würze und die Spannung fehlen. Grundsätzlich gilt aber: «Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.»

Familienunternehmen in zweiter Generation Die Härterei Gerster AG ist ein eigenständiges Familienunternehmen in der zweiten Generation und in der industriellen Lohnfertigung tätig. Mit rund 140 Mitarbeitern und über 100 verschiedenen Anlagen werden Kunden-Werkstücke gehärtet oder wärmebehandelt. Die Firma ist seit 58 Jahren am Markt aktiv und bedient jährlich rund 1500 grösstenteils in der Schweiz ansässige Kunden. Typische Branchen sind der allgemeine Maschinenbau, die Automobilindustrie, die Medizinaltechnik, die Elektrotechnik und die Luftfahrt. Im Angebot sind dreizehn verschiedene Wärmebehandlungsverfahren wie beispielsweise Induktionshärten, Einsatzhärten, Nitrieren oder Borieren. Aufgrund der vielen Verfahren besteht bei der Beratung die Möglichkeit, immer das optimale Verfahren anbieten zu können. Selbstverständlich immer mit dem Ziel, dem Kunden einen Vorsprung am Markt zu ermöglichen. Die Firma ist seit zwei Jahrzehnten ISO 9001 und seit mehreren Jahren ISO 14001 zertifiziert. Im Moment wird die ISO 16 949, eine Norm aus der Automobilindustrie, eingeführt, was auch auf die Prozesse der andern Branchen einen positiven Einfluss haben wird. Härterei Gerster AG 4622 Egerkingen 062 388 70 00 gersterag@gerster.ch www.gerster.ch


Highlight

Komplette Antriebstechnik Der Antriebstechnik-Spezialist Servotronic stellt einen enorm leistungsstarken 5 kW-Mini-Servoverstärker vor. Weiter im Sortiment sind Servo-Stellzylinder von Exlar mit bis zu 120 kN Stellkraft. Wenn es um Schnittstellen zwischen Antrieben und Wellen geht, sorgen spielfreie Balgkupplungen für eine optimale Drehmomentübertragung.

E

lmo hat seinen neuen Miniatur-Servoverstärker «Guitar» herausgebracht. Trotz kleinster Abmessungen 24, 5 x 61 x 88 mm verfügt er über eine ultrahohe Leistungsdichte mit bis zu 5 kW Dauerleistung und bringt bis zu 45 A Dauerstrom und 70 A Spitzenstrom. Zudem überzeugt der Servoverstärker durch eine sehr einfache Handhabung und eine breite Palette von Rückführungen. Weitere Features sind eine vektorgesteuerte SinusKommutierung sowie CANOpen Feldbus, verbesserte Filter und «Velocity Gain Scheduling» für noch dynamischere Leistung.

GSM-Stellzylinder Der Servo-Stellzylinder der GSM-Serie von Exlar besteht aus einem invertierten Rollengewindetrieb und einem AC-Servomotor, welche in einem kompakten Gehäuse integriert sind. Der Servo-Stellzylinder erlaubt eine Kontrolle der zahlreichen Parameter wie z. B. die Hubkraft, die

Vorfahrgeschwindigkeit und die Positioniergenauigkeit. Herausragend sind der geringe Wartungsaufwand, die hohe Lebensdauer, die extrem kompakte Bauform bei höchsten Kräften und die bisher unerreichte Steifigkeit des Antriebs, speziell für Präzisionsaufgaben (bis zu 120 kN).

Starke GSX-Stellzylinder Die GSX-Serie von Exlar vereinigt einen invertierten Planetenrollentrieb mit einem bürstenlosen AC-Servomotor, um eine Drehbewegung in eine hochdynamische axiale lineare Bewegung umzuwandeln. Dieser spezielle Mechanismus, patentiert von Exlar, verwirklicht in einzigartiger Weise die Umwandlung eines Drehmomentes in eine Kraft. Die grosse Kontaktfläche des Rollentriebs ermöglicht hohe Kraft in Verbindung mit langer Lebensdauer – 15-mal länger als ein vergleichbarer Kugelumlauftrieb. Die GSX Serie bietet Hublängen von 75 bis 600 mm und ist verfügbar in Grössen von 50 – 150mm Flanschgrösse. Es können Dauerkräfte bis zu 60 kN erzeugt werden. Sowohl die GSM- als auch die GSXSerie sind mit praktisch allen auf dem Markt befindlichen AC Servoreglern kompatibel.

Torsionssteife Metallbalgkupplungen Der Miniatur-Servoverstärker «Guitar» bringt bei kleinsten Abmessungen von 24, 5 x 61 x 88 mm eine ultrahohe Leistungsdichte bis zu 5 kW Dauerleistung.

Der Servo-Stellzylinder der GSM-Serie erlaubt eine Kontrolle der zahlreichen Parameter wie z.B. die Hubkraft, die Vorfahrgeschwindigkeit und die Positioniergenauigkeit.

Ob in Werkzeugmaschinen, Verpackungsmaschinen oder Automatisierungsanlagen, die absolut spielfreien und torsionssteifen Metallbalgkupplungen von R + W sorgen

Die absolut spielfreien und torsionssteifen Metallbalgkupplungen von R + W bringen eine exakte Übertragung von Winkel- und Drehmomenten.

für exakte Übertragung von Winkelund Drehmomenten. Zudem sind die Kupplungen verschleiss- und wartungsfrei sowie leicht zu montieren. Sie sorgen für einen Ausgleich von axialen, lateralen und angularen Wellenverlagerungen.

Infos Servotronic AG 1228 Plan-les-Ouates 022 794 93 26 info@servotronic.ch www.servotronic.ch

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Aus- und Weiterbildung

Militärische Kaderausbildung taugt auch als zivile Kaderschmiede

Ist es zu hart, bist du zu weich

An die 1600 angehende Kaderleute profitieren jährlich in Bern vom vierwöchigen Kurs der Führungsschule Einheit. In der auf die Bedürfnisse der Privatwirtschaft abgestimmten Schulung erwerben sie das Rüstzeug für Menschenführung in Theorie und Praxis, wie es sonst nur teure Programme bieten. Darin steckt eine Chance für Kleinbetriebe.

D

ie Privatwirtschaft braucht die besten Leute, wir brauchen im Militär die hellsten Köpfe, also arbeiten wir in der Ausbildung zusammen», resümierte Oberst i Gst Daniel Escher die Vision der Schweizer Armee am Arbeitgebertag der Führungsschule Einheit in Bern. An diesem 7. Februar 2008 hatte der Schulkommandant KMU-Chefs der ganzen Schweiz in die Mannschaftskaserne der Berner Truppen eingeladen. An die 40 Interessierte kamen, um sich über Inhalte und Methodik der militärischen Kaderausbildung zu informieren, die Gruppen zu besuchen und im Gespräch mit angehenden Einheitskommandanten das Potenzial dieser Kaderschulung zu erörtern.

Führungsschule – Startkapital für die Zukunft Der Führungslehrgang ist straff strukturiert, um jungen Menschen in vier Wochen das Basis-Rüstzeug für die Menschenführung auf Kaderebene zu vermitteln. In neun Schulungsmodulen, die Theorie praxisnah in Übungen im Gelände umsetzen, eignen sich die Absolventen jene Fähigkeiten an, die sie beruflich zum Erfolg führen. Bestform ist angesagt. «Wir zielen auf Perfektion ab. Nur hervorragend sein, ge-

Autorin

Elsbeth Heinzelmann, Journalistin Technik und Wissenschaft, Bern

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nügt nicht. Jeder kann sich verbessern», so Oberst Escher. «Ein Sportler, der an Silber denkt, hat den Kampf schon verloren.» Im täglichen Führen einer Kompanie von bis zu 200 Soldaten bauen die Absolventen Durchsetzungsvermögen auf, bilden Planungs- und Organisationskompetenz und entwickeln durch selbstständiges Arbeiten Selbstdisziplin, lernen Entscheide unter Zeitdruck zu fällen. «Lieber mal falsch entscheiden als gar nicht.» Verantwortung lässt sich nicht delegieren. Jeder muss gerne Verantwortung übernehmen. «In der Führungsschule denken wir wie Unternehmer, lassen uns im Handeln von Visionen und Ambitionen leiten, wollen mit guten Beispielen Werte vertreten, denn als Chefs nehmen wir eine Vorbildfunktion wahr.» Gross geschrieben ist Loyalität: «Das heisst, sich 100 % für eine Sache einsetzen und an deren Erfolg arbeiten.» Nach Abschluss der Schulung erhält jeder Absolvent ein Zertifikat. Laut Oberst Escher erhält jedermann dieses Dokument: «Alle müssen die Schlussprüfung absolvieren können, sonst ist die Ausbildung schlecht.»

Ziviler Mehrwert – wissenschaftlich untermauert Dass diese auf Führungs- und Sozialkompetenz angelegte militärische Schulung der Wirtschaft nützt, belegt eine wissenschaftliche Studie von Professor Norbert Thom. Der Direktor

Der Bürger in Uniform bringt sein ziviles Wissen und Können in die Armee. Diese «schmiedet» daraus den militärischen Kaderangehörigen. Dessen Führungserfahrung fliesst zurück in die zivile Welt, die Arbeitswelt. Von diesem Geben und Nehmen profitieren letztlich alle. (Bilder Oberstlt Andreas Steiner)

des Instituts für Organisation und Personal (IOP) der Uni Bern führte 2007 im Auftrag der Swiss Transnational Executive Association (STEA) eine Erhebung bei Unternehmenschefs, Zuständigen für Human Resources und Armeevertretern durch. Nach den Schlüsselqualifikationen für Führungskräfte befragt, räumen die meisten der Kommunikationsfähigkeit den ersten Platz ein. In der Wichtigkeit folgen die Übernahme von Verantwortung, Engagement, Begeisterungsfähigkeit und Eigeninitiative. Als wesentlich stufen die Interviewpartner die Fähigkeit ein, Entscheidungen zu treffen, eine Lage zu beurteilen und Probleme zu erfassen. Durchhaltevermögen und Belastbarkeit scheinen ihnen unabdingbar. In den Bereich Sozial- und Selbstkompetenzen fallen ebenso Team- und Konfliktfähigkeit, die Bereitschaft zu lernen sowie die Selbstreflexion. Erst an 11. Stelle tauchen die bereichsspezifischen Kenntnisse auf.

Weshalb tut man sich das an? Doch was veranlasst junge Menschen, eine Ausbildung anzutreten, die sie einen Monat lang psychisch wie physisch ununterbrochen auf eine harte Probe stellt? An diesem 7. Februar standen Absolventen des zu Ende gehenden Führungslehrgangs – Einheitskommandanten in spe – Red und Antwort. «Mein Ziel ist es, Führungsverantwortung zu übernehmen. Mich interessiert deshalb die Methodik zur


Entwicklung von Strategien für die strategische Führung», bestätigt Oblt Michel Lason, der an der Universität St. Gallen einen Master in Accounting & Finance absolviert. «Ich möchte mich stets neuen Herausforderungen stellen, beruflich und privat, die eigenen Grenzen ausloten und versuchen, darüber hinauszuwachsen.» Eigenverantwortung ist ebenso das Motiv von Oblt Marc Niederhauser. «Zwar gibt es im Zuge des BolognaProzesses nun auch Credit Points für Soft Skills, aber mir scheint die universitäre Ausbildung unbefriedigend, gerade bezüglich Menschenführung», so der HSG-Akademiker. «Dank der militärischen Schulung kann ich Kommunikation und Rhetorik optimieren, meine Stressresistenz verbessern und rasch brauchbare Problemlösungen erarbeiten, Voraussetzungen für eine Führungstätigkeit.» Die Umsetzung der militärischen Schulung ins Wirtschaftsumfeld motiviert Oblt Andreas Heizmann. «Oft treffen Aufträge spontan und kurzfristig ein. Es gilt also eine rasche und dennoch genaue Lagebeurteilung zu erstellen», so der Angestellte einer Zürcher

Unter Oberst i Gst Daniel Escher, Kommandant der Führungsschule Einheit, erhalten zivile Führungskräfte Einblick in die militärische Führungsausbildung, lernen militärische Führungsmethodik, Stabsarbeit, Menschenführung, Kommunikation und Krisenbewältigung.

Unternehmensberatung im Bereich Kommunikation. «Hier lernen wir Krisenresistenz, also selbst unter schwierigsten Umweltbedingungen zielorientiert zu arbeiten.»

KMU-Chefs äussern sich Eine breite, Führungs- und Sozialkompetenz umfassende Schulung können sich gerade kleinere Betriebe oft nicht leisten, denn solche Weiterbildungsprogramme sind teuer. Der finanzielle Aspekt des militärischen Führungslehrgangs ist deshalb nicht zu verachten. Ins Gewicht fällt aber die fehlende Arbeitskraft, denn je weniger Mitarbeitende eine Firma zählt, umso grösser klafft die Lücke, wenn jemand in leitender Funktion ausfällt. «Das ist gerade der Zielkonflikt für KMU», bestätigt Urs Grob, Geschäftsführer des Haus- und Energietechnikunternehmens Franconi & Grob AG in Biel. «Leute mit Führungskompetenzen sind meist im «guten Alter». Da kann das Fehlen wegen Weiterbildung Probleme aufwerfen.» Er besuchte den Anlass, da sein Junior mit einer militärischen Weiterbildung liebäugelt. Vater und Sohn zeigten sich von der Breite der Ausbildung mit Personalführung, rechtlichen und sozialen Aspekten beeindruckt. «Besonders das dabei entstehende Netzwerk ist für die spätere berufliche Tätigkeit nützlich», so der Sanitärtechniker. «Hätte ich eine Führungskraft im Betrieb, würde ich ihr diese Ausbildung vorschlagen, denn ich bekäme davon einen klaren Gewinn. Mein Sohn ist nun jedenfalls voll motiviert.» Militärische Ausbildung als Belastung oder Chance für ein KMU? Diese Frage stellte sich Adolf Bergundthal, Chef der Bergundthal Transporte AG in Schüpfen, die rund 30 Mitarbeitende zählt. «Wir haben eine sehr flache Hierarchie, wie sie in Kleinbetrieben öfters anzutreffen ist. Mir scheint deshalb, diese Art der Schulung eignet sich eher für Mitarbeiter grösserer Firmen, wo die Hierarchie ähnlich organisiert ist wie im Militär.» Überrascht war der Transportunternehmer vom Lerneffekt: «Es ist enorm, was die Absolventen in kurzer Zeit lernen und wie sie ihren Horizont erweitern können.» Eine interessante Formel scheint ihm das Durchdienen, indem die obligatorische Dienstleistung von zehn Monaten in einem Stück absol-

viert wird. «Das könnte man vielleicht 1:1 übernehmen. Die Leute kommen top geschult zurück, wodurch dem Gewerbe kein Nachteil entsteht.»

Theorie und Praxis kompakt kombiniert Grund seines Besuchs war für Robert Sutter die heutige Kaderschulung, speziell das Modul für zivile Ausbildung interessierte ihn. «Ich hatte einen sehr guten Eindruck. Die Absolventen sind überzeugt und stehen voll hinter ihren Aufgaben», so der Chef von Sutter & Partner Architekten in Niederbipp. «Wir haben nur acht Leute, somit kaum Gelegenheit, jemanden an diesen Kurs zu senden. Aber als Vizepräsident der Berner KMU werde ich in meinem Umfeld auf diese Schulung als wertvolle Weiterbildungsmöglichkeit hinweisen.» Weiterempfehlen wird Hansruedi Tanghetti, Inhaber eines Architekturbüros in Madiswil, den Führungslehrgang. «Die breite Ausbildung, die praktische Erfahrung, welche die Absolventen in kurzer Zeit sammeln, besonders auch der dynamisch wirkende Kommandant, beeindruckten mich.» Als Präsident der Oberaargauer KMU und Mitglied im leitenden Ausschuss des kantonalen Gewerbeverbandes will er diese Ausbildung möglichen Kandidaten ans Herz legen. «Die Belastung in der Arbeitswelt hat zugenommen. Es wird immer schwieriger, Beruf, Privatleben und Militär unter einen Hut zu bringen», bekennt Brigadier Rolf Oehri, Kommandant der Zentralschule. «Opferbereitschaft ist gefragt, sowohl von den Absolventen wie von ihrem Umfeld. Aber kaum ein Führungskurs für die künftige Elite des Landes bietet in derart kompakter Form Theorie und Praxis zu so günstigen Konditionen.» Grund für die Wirtschaft, in Ausbildungsfragen enger mit den Militärs zu kooperieren. Infos: www.zs-hka.ch

Literatur: Adrian Röthlisberger / Norbert Thom: Die militärische Kaderausbildung. Vermittlung relevanter Kompetenzen für die Führungskräfte in der Wirtschaft. In: Allgemeine Schweizerische Militärzeitschrift, 173. Jg. 2007, Nr. 11, S. 30-32.

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Aus- und Weiterbildung

| Ingenieurausbildung

Die Lösung des Ingenieurmangels liegt (auch) bei den jungen Frauen

Zukünftige Ingenieurinnen gewinnen Der Beruf der Ingenieurin und des Ingenieurs ist vielseitig und mit ausgezeichneten Berufsaussichten verbunden. Trotzdem zeichnet sich in der Schweiz ein Fachkräftemangel ab. Es fehlt der Nachwuchs und das Potenzial der Frauen wird ungenügend ausgeschöpft. Mit dem neuen Projekt «Perspektive Ingenieurin» will die Fachhochschule Ostschweiz FHO deshalb gezielt junge Frauen für die Ausbildung zur Ingenieurin begeistern.

Praktische Arbeiten gehören zum Studienalltag der angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure. (Foto: Fachhochschule Ostschweiz FHO)

S

eit geraumer Zeit weisen die Schweizer Industrie- und Berufsverbände auf ein ernsthaftes Problem hin: Der Schweiz mangelt es an Ingenieuren und Ingenieurinnen. Dieser Umstand rückt die Frage des Nachwuchses und des Berufsimages wieder ins Blickfeld. Ein in der Nachwuchsförderung noch ungenutztes Potenzial stellen die Frauen dar. An den Schweizer Fachhochschulen liegt der Frauenanteil in den klassischen Ingenieurdisziplinen unter fünf Prozent. Dies erstaunt wenig, absolvieren doch nur wenige Frauen eine technische Berufslehre. Im Ausbildungsfeld «Elektronik und Automation» beispielsweise sind nur etwa drei Prozent der Lernenden weiblich.

Auch für Frauen attraktiv Der Frauenanteil ist in den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Studiengängen generell eher gering, im europäischen Vergleich rangiert die Schweiz jedoch auf den letzten Plätzen. Dabei bietet der verantwortungsvolle Beruf der Ingenieurin vielfältige Tätigkeitsfelder und Entwicklungsmöglichkeiten. Ingenieurinnen und Ingenieure forschen, entwickeln und konstruieren nicht nur, sondern leiten auch Projekte und Unternehmen und sind in der Beratung tätig. Heute sind mit dem Beruf zudem Aspekte verbunden, die besonders Frauen mit ihrer Wunschtätigkeit verbinden: Teamarbeit, Kundenkontakt, interdisziplinäres Arbeiten, Auseinandersetzung mit Umweltfragen oder ein internationales Arbeitsumfeld.

Autorin

Ausgeprägter Männerberuf

Beatrice Cipriano Projektleitung «Perspektive Ingenieurin» Institut für Gender Cooperation IGC-FHO HSR Hochschule für Technik Rapperswil 055 222 45 42 beatrice.cipriano@hsr.ch

Die Gründe für die Untervertretung der Frauen in technischen Ausbildungen sind vielfältig: In der Schweiz ist die Berufswahl der Jugendlichen noch eher an traditio-

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nellen Rollenvorstellungen ausgerichtet. Die einzelnen Berufe werden stark dem einen oder anderen Geschlecht zugeordnet. Dies führt dazu, dass Mädchen und junge

Das Ingenieur-Berufsfeld bietet jungen Frauen attraktive Tätigkeitsfelder. (Foto: FHO)


Frauen bei der Berufsorientierung technische Berufe oft ausblenden und von ihrem Umfeld nicht dazu ermutigt werden. In vielen Fällen trauen sich junge Frauen eine technische Ausbildung nicht zu, weil sie befürchten, den Anforderungen in der Mathematik und Physik nicht gewachsen zu sein. Zudem fehlen weibliche Vorbilder und in vielen Köpfen gibt es noch die unzeitgemässe Vorstellung vom Ingenieur als einsamem, menschenscheuem Tüftler.

Begleitetes Praxisjahr Mit dem Projekt «Perspektive Ingenieurin – Mit einem begleiteten Praxisjahr an die Fachhochschule» will die Fachhochschule Ostschweiz FHO gezielt junge Frauen für den Beruf der Ingenieurin gewinnen. Das vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) unter-

stützte Projekt vermittelt ein zeitgemässes Berufsbild und bietet interessierten Frauen ein technisch orientiertes Praxisjahr an. Dieses richtet sich an Inhaberinnen einer Berufs- oder gymnasialen Maturität, die nicht über die für ein Fachhochschulstudium notwendige einschlägige Berufserfahrung verfügen. Das Praxisjahr umfasst einen Einführungskurs sowie Praktika in Unternehmen und Ingenieurbüros. Am Projekt beteiligt sind die FHO-Studiengänge Informatik, Telekommunikation, Elektro-, Maschinen- und Systemtechnik.

schule Ostschweiz absolviert wird. Der Kurs beinhaltet Vorlesungen, Laborübungen, Miniprojekte sowie Firmenbesuche. Er bietet den Teilnehmerinnen die einmalige Gelegenheit, verschiedene Ingenieurrichtungen und die Fachhochschule kennenzulernen. Anschliessend folgen Praktika in Unternehmen und Ingenieurbüros. Das Projekt unterstützt die Teilnehmerinnen aktiv bei der Suche nach diesen Praktikumsplätzen und begleitet sie während des einjährigen Arbeitseinsatzes.

Einblicke ins Ingenieurwesen

Infos

Das begleitete Praxisjahr startet erstmals im August 2008 und wird im Sommer 2009 wiederholt. Es beginnt mit dem fünfwöchigen Einführungskurs, der an der Fachhoch-

HSR Hochschule für Technik Rapperswil Institut für Gender Cooperation IGC-FHO 8640 Rapperswil 055 222 45 42 beatrice.cipriano@hsr.ch www.praxisjahr.ch.

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Aus- und Weiterbildung

| Mikrosystemtechnik

ZHAW forscht an Mikrosystemen, die Optik, Elektronik und Mechanik kombinieren

Multiphysikalische Werkzeuge im Kleinstformat Im Jahresbericht 2007 des Deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird die Mikrosystemtechnik (MST) als eines von 17 Zukunftsfeldern mit wirtschaftlichem und wissenschaftlichem Potenzial bezeichnet. Damit können in Zukunft neue Märkte für Produkte und Dienstleistungen erschlossen werden [1]. Die ZHAW führt zu diesem Thema Veranstaltungen und Tagungen durch.

Unter MST werden Fertigungsmethoden zur Herstellung von MEMS (micro electro mechanical systems) oder MOEMS (micro opto electro mechanical systems) bezeichnet. Dabei kommen Verfahren aus der Mikroelektronik, Mikromechanik, Mikrofluidik und Mikrooptik kombiniert zur Anwendung. Die Abmessungen der funktionsbestimmenden geometrischen Strukturen liegen im Mikrometerbereich, was als Abgrenzung zur Nanotechnologie herangezogen wird. MEMS sind z. B. als Sensoren ausgebildet. Eine integrierte elektronische Nase ist ein gutes Beispiel dafür (Abb. 1). So vielfältig die Herstellungsverfahren sind, so weit gefächert sind die Anwendungsmöglichkeiten. Die elektronische Nase kann heute in der Lebensmittelproduktion zur Überwachung von Backgut eingesetzt werden. Integrierte elektrostatisch angetriebene Kamm-aktoren (Abb. 2) sind MEMS, die in optischen Kommunikationssystemen als Schalter verwendet werden. Neben

Autor Prof. Dr. Hansueli Schwarzenbach ICP Institute of Computational Physics der ZHAW.

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diesen ersten 2 Beispielen, die heute als Produkte auf dem Markt erhältlich sind, gibt es an verschiedenen Forschungslabors Versuche, neue Ideen für zukünftige Produkte zu erproben. So wird zum Beispiel versucht, Hochtemperaturbrennstoffzellen als neuartige Energiequellen zu integrieren (Abb. 3). Verwendung sollen sie etwa als Batterieersatz in portablen Geräten, beispielsweise in der Unfallmedizin finden. Viel näher vorm kommerziellen Durchbruch stehen hingegen organische Leuchtdioden (OLEDs) organic light emitting devices. Hier ist gegenwärtig die Lebensdauer ein Forschungsthema. Heute bereits eingesetzt werden OLEDs für Kleinbildschirme in MP3-Playern und in Handys sowie neuerdings als Flachbildschirm-TV [6].

Abb 1 Unten eine Querschnittskizze des 2 cm grossen, fluidischen Gehäuses (grau) mit dem Sensorchip (Grün). Oben ist eine simulierte Temperaturverteilung innerhalb des fluidischen Gehäuses visulaisiert (Querschnittshälfte). Das Gas strömt von oben mit Umgebungstemperatur in die Messkammer ein und wird vom 300°C heissen Sensorchip erhitzt. Die experimentelle und numerische Charakterisierung erfolgte durch das Forschungszentrum Karlsruhe und das ICP [2].

Veranstaltungen im Bereich MEMS NMT NanoMicroTechnology, Berufsbegleitendes Weiterbildungs- und Masterprogramm [3] 14. Juli bis 18. Juli 2008 Projektwoche in CAE (Anweisungen zur Lösung von Ingenieurproblemen im Rechenlabor) Diese Veranstaltungen sind auch für nicht regulär eingeschriebene Entwicklungsingenieure aus der Industrie zugänglich. Nähere Informationen über E-Mail: hansueli.schwarzenbach@zhaw.ch. Tagungsreihe «Elektronik der Zukunft» 3 Fachtagungen an der ZHAW in Winterthur MEMS am 04.09.2008 Nano am 29.01.2009 Organic am 25.06.2009 Veranstalter: Electrosuisse [8], Institute for Computational Physics [7], Numerical Modelling GmbH [9]. Weitere Informationen: Ruedi.Felder@electrosuisse.ch.


Neuerungen in der Maschinensicherheit Halbtagesseminar

Anwendung der neuen Maschinenrichtlinie 2006/42/EG

Abb. 3 Schematische Darstellung einer integrierten Hochtemperaturbrennstoffzelle. Unter der Leitung des ETH-Institutes for nonmetallic Inorganic Materials und unter Mitwirkung des Laboratory for Thermodynamics in EmergingTechnologies ETHZ, des Ceramics Laboratory EPFL, des Institute for Micro- and Nanotechnology NTB, des Paul Scherrer Institutes und des ICP der ZHaW wird gegenwärtig die Machbarkeit eines MEMS abgeklärt [4]. Die Studien werden u.a. durch die Bundesämter für Energie und für Berufsbildung und Technologie (KTI) finanziert.

Abb. 2 Schematische Darstellung eines 2 mm grossen, integrierten elektrostatisch angetriebenen Kammaktors. Das Beispiel wird in der CAE-Ausbildung, im Rahmen eines berufsbegleitenden Masterstudienganges in Mikround Nanotechno-logie, am ICP eingesetzt [3].

Ersatz für Maschinenrichtlinie 98/37/EG 26. August, 23. September, 4. November 2008 Halbtagesseminar

EN ISO 13849-1 Die neue Norm für sichere Steuerungen 28. August, 25. September, 6. November 2008

Multiphysics Tools Das ICP Institute of Computational Physics [7] der ZHAW befasst sich seit Jahren mit virtuellen Experimenten für MOEMs. Dies umfasst - je nach Anwendung und physikalischem Wirkprinzip – die Modellierung des elektrischen Ladungs-, des thermischen Energie-, des Gas- oder Flüssigkeitstransportes, die Berechnung von mechanischen Spannungen, Dehnungen und Verformungen. Das Spezielle bei MOEMS ist, dass immer mehrere Effekte der klassischen Physik zueinander gekoppelt auftreten. Dieser Umstand erklärt auch den Begriff des Multiphysics Tools. Derartige Software ermöglicht bei der MEMS-Entwicklung einen gegenüber dem herkömmlichen experimentellen Entwicklungszyklus kostengünstigen Variantenentscheidungsprozess,

die Visualisierung oder die numerische Isolation einzelner Effekte (was rein experimentell gar nicht möglich ist) bis hin zur Optimierung. Computer Aided Engineering-Methoden können auch zur Lösung von Packagingproblemen eine wettbewerbsentscheidende Rolle spielen.

lected Topics in Quantum Electronics, Optoelectronic Device Simulation, 9 (3), 723-31, (2003). [6] http://www.sony.ch/view/ShowArticle.action?articlesection=1&article=1196773902773 &site=odw_de_CH. [7] http://www.icp.zhaw.ch. [8] http://www.electrosuisse.ch/cms.cfm/s_page/65180 [9] http://www.nmtec.ch. [10] http://www.fluxim.com

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Nähere Informationen: Literatur und weiterführende Links: [1] http://www.mstonline.de/publikationen/ download/jahresbericht2007.pdf. [2] Roman Gmür: «Impact of sensor packaging on analytical performance and power consumption of metal oxide based gas sensor microarrays», Eurosensors, Göteborg, September 18, 2006. [3] http://www.postgraduate.at/MBA/Studium/ Mikro-_und_Nanotechnik_40.htm. [4] Bieberle-Hutter A, et al., «A micro-solid oxide fuel cell system as battery replacement», JOURNAL OF POWER SOURCES Volume: 177 Issue: 1 Pages: 123-130 Published: FEB 15 2008. [5] B. Ruhstaller, et al., «Simulating electronic and optical processes in multilayer organic light-emitting devices», IEEE Journal of Se-

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Aus- und Weiterbildung

Ciba und CSEM verstärken Zusammenarbeit Ciba und das CSEM (Schweizerische Zentrum fßr Elektronik und Mikrotechnologie) haben ein mittel- bis langfristiges Kooperationsabkommen im Bereich der organischen Optoelektronik, Mikro-, Nano- und Dßnnfilmtechnologie unterzeichnet. Die Partnerschaft bezweckt die Entwicklung neuer kommerzieller Produkte und LÜsungen basierend auf neusten Druck- und Mikrotechnologien. Ciba und CSEM kßmmern sich gemeinsam um die Entwicklung von Materialien, Technologien, Prozessen, Serviceleistungen und Systemen auf diesem Gebiet. Die Partnerschaft kombiniert die erstklassige Expertise von Ciba bei der Materialkon-

zeption und -herstellung mit der Erfahrung von CSEM bei Systemen und Einrichtungen. Sie dient der Entwicklung von hÜchst innovativen LÜsungen fßr Massenmärkte in den Bereichen Lacke, Verpackungen, Abtastung, Displays und Markenauthentifizierung. Konkrete Anwendungsbeispiele sind ultradßnne OLEDs (Organische Leuchtdioden) fßr Displays und Beleuchtungen, organische Transistoren, Solarzellen, Sensoren und Hologramme. Da sich in der druckbaren Intelligenz und bei den Druckelektroniktechnologien laufend neue Entwicklungen abzeichnen, sind die beiden Partner davon ßberzeugt, dass sich der Markt fßr

druckbare interaktive Systeme in den nächsten Jahren signifikant vergrÜssern wird. Die kombinierten Stärken von CSEM in Mikro- und Nanotechnologien und die massgeschneiderten Materialsysteme von Ciba ermÜglichen es uns, gemeinsam neuartige, hochkomplexe und dennoch kosteneffiziente Produkte fßr diese Massenmärkte zu entwickeln, sagt Thomas Hinderling, CEO des CSEM. Die Kooperation blickt bereits zurßck auf eine Reihe erfolgreicher KTI-Projekte (unterstßtzt von der FÜrderagentur fßr Innovation) und EU-FP6-Projekte. Die ersten gemeinsam entwickelten Materialien sind mittlerweile auf dem Markt, und kom-

plette Systeme sind fßr die Zukunft geplant. Die Zusammenarbeit steht im Zeichen offener Innovation. Dieser Ansatz ergänzt die Strategie des CSEM, welche eine geografische Expansion und eine enge Zusammenarbeit mit den Kunden vorsieht. Aus diesem Grund hat das CSEM in Basel (im Areal Rosental) ein neues Regionalzentrum erÜffnet. Dies ist ein wichtiger Schritt, eine starke Technologiebrßcke zwischen der akademischen und industriellen Forschung in der Region Basel zu schaffen, sagt Martin Riediker, Chief Innovation Officer von Ciba.

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Aus- und Weiterbildung

Erste FH mit ASIIN-Bachelor-Studiengängen Die Berner Fachhochschule Technik und Informatik (BFH-TI) hat als erste Fachochschule der Schweiz die ASIIN-Akkreditierung der Bachelorstudiengänge Automobiltechnik, Elektrotechnik, Informatik, Maschinentechnik und Mikrotechnik erreicht. ASIIN ist die deutsche Fachakkreditierungsagentur für Studiengänge der Ingenieurwissenschaften, der Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik. Das Label garantiert eine qualita-

tiv hochstehende Ausbildung in diesen Bereichen und bietet aktuellen und potenziellen BFH-TIStudenten somit eine klare Orientierungshilfe. Mit der ASIIN-Akkreditierung trägt die BFH-TI dazu bei, die mit der Einführung der Bachelorund Masterstudiengängen verfolgten Ziele und Angebote vergleichbar zu machen. Die in diesem Zusammenhang relevanten Ziele sind Internationalisierung und Flexibilisierung; verbesserte

globale Marktfähigkeit; schnellere und flexiblere Anpassung der Studiengänge an die Anforderungen des Marktes sowie Weiterbildungsmöglichkeiten im Rahmen des lebenslangen Lernens durch Masterstudien. Akkreditierte Studiengänge garantieren definierte Standards in den Bereichen Qualität, Studierbarkeit, Transparenz und Vergleichbarkeit. Besonders beeindruckt zeigten sich die ASIIN-Gutachter von der zweisprachigen, praxisorien-

tierten Ausbildung und der sehr guten technischen Infrastruktur der BFH-TI. Weitere Pluspunkte sind das aktive Management der Schule, die gezielte Darstellung der Studiengangsziele sowie das ausgebaute Betreuungs- und Mentorensystem. Infos: Berner Fachhochschule Technik und Informatik 2501 Biel 032 321 64 63 www.ti.bfh.ch

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MAS-Energiesysteme erfolgreich gestartet Seit Herbst 2007 bietet das Institut für Energiesysteme IES der Interstaatlichen Hochschule für Technik Buchs NTB den Master of Advanced Studies in Energiesysteme an. Das Angebot im Bereich der Weiterbildung ist in der Welt der Ingenieure auf grosses Interesse gestossen und der Studiengang konnte mit 10 Teilnehmern gestartet werden. Steigende Energiepreise und eine zu erwartende Verknappung von fossilen Energieträgern, sowie die aktuelle Debatte über die langfristigen Folgen der Treibhausgasemissionen, rücken das Thema Energie in den Vordergrund. Eine zukünftig stabile Energieversorgung kann nur mit einer Vielfalt an unterschiedlichen Energietechniken realisiert werden. Dabei werden die erneuerbaren Energietechnologien weiter Marktanteile gewinnen. Aufgrund dieses mittel- bis langfristigen Trends werden sich in den nächsten zehn Jahren die Arbeitsplätze in diesem Sektor mehr als vervielfachen. Die Teilnehmer des MAS-Energiesysteme schätzen besonders den Wissensvorsprung zur Thematik Energieeffizienz und erneuerbare Energien, den sie durch diese Ausbildung erhalten. Die technische Vielfalt moderner, nachhaltiger Energiesysteme erfordert vom Fachmann eine breite technische Basis. Zu den Lerninhalten des 6 Semester dauernden Master-Kurses gehören: Grundlagen zu Energiesystemen, Wärmepumpen Kältetechnik, Photovoltaik, Solarthermie, Biomassenutzung und integrale Projektstudie. Ein reduziertes Programm mit einem Auszug aus dem genannten Angebot führt zum DAS (Diploma of Advanced Studies). Zudem ist es auch möglich, einzelne

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07-08 technica 39 6.6.2008 16:58:58 Uhr


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Schmelztiegel der Mikrotechnik

Siams mit gutem Ergebnis 15500 Besucher kamen nach Moutier zur Siams. Wie in den Jahren zuvor, waren die Gänge voll und die Besucher mussten sich erstmalig – dank der neuen Räumlichkeiten – nicht mehr durch das Labyrinth von Hallen und Gängen kämpfen. Gleichwohl, geblieben ist der knappe Platz für die Aussteller und die zum Teil suboptimal ausgestattete Infrastruktur.

Die komplette Bandbreite der Mikrotechnik - von der Fertigung und Zulieferindustrie über die Montage bis hin zur Automatisierung - deckte die Siams ab. (Bild: Thomas Meier)

zwungen, die Maschinen respektive die Maschine auszustellen die ideal für den Mikrotechnik-Bereich geeignet ist. Hier war also die Qual der Wahl angesagt. Laut Aussage der Messeleitung hat sich die ursprünglich regional ausgerichtete Messe mittlerweile zu einer internationalen Plattform der Mikrotechnik entwickelt. Der bemerkenswerte Vorteil der Siams liegt tatsächlich darin, dass hier sich internationale Unternehmen aus den Bereichen der Mikrotechnik fokussieren. Das bietet in diesem Rahmen keine andere Messe.

Internationalität auf französisch

F

ast alle Aussteller, die die Technica-Redaktion zur Siams besuchten, zeigten sich zufrieden bis sehr zufrieden mit der Messe. Sicher gab es auch Aussteller, deren Stände unglücklich platziert waren und entsprechendes Optimierungspotenzial artikulierten.

Gut: 480 Aussteller Gleichwohl mit 480 Ausstellern aus den Bereichen der Fertigungstechnik, Zulieferindustrie – zugeschnitten auf die mikrotechnische Ausrichtung der Region – zeigte die Siams wie eh und je ihre Stärken. Vor allem aber mussten viele Aussteller sich mit nur wenigen Quadratmetern zufrieden geben. Das hat gewisse Vorteile, werden doch gerade die Maschinenhersteller ge-

Autor Matthias Böhm Stellv. Chefredaktor Technica

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Umso erstaunlicher ist es, dass die Messeleitung – trotz internationaler Ausrichtung – vorwiegend in französischer Sprache kommuniziert. Die deutschsprachige Internetseite ist veraltet, unvollständig und englisch wird erst gar nicht angeboten. Hier profitiert die Messe von den Schweizer Ausstellern und Vertretungen, die sich das gewohnt sind und ihre Besucher sehr zuvorkommend beraten.

Optimierungspotenziale vorhanden Und hier kann sich die Messe auch ein Beispiel an den Ausstellern nehmen, die in der Regel sprachgewandt jeden Besucher in seiner gewünschten Sprache ein Gesprächspartner präsentierten. Will die Messe in Zukunft vermehrt Gäste aus dem internationalen Raum gewinnen, was durchaus wünschbar ist, sollte die Kommunikationsstrategie sicher angepasst werden.

Sehr gut organisiert war dagegen der öffentliche Verkehr. Der Bus vom Bahnhof zur Messe fuhr in kurzen Abständen und war noch dazu kostenlos. Über die Infrastruktur der WC-Anlagen enthält sich die Redaktion jeglichen Kommentars.

Technologisch Spitzenklasse Technologisch zeigten sich die Aussteller auf höchstem Niveau. Das war auch zu erwarten, ist doch die Westschweizer Region bekannt für ihr mikrotechnisches Know-how. Die Technica-Redaktion besuchte in diesem Jahr nahezu ausschliesslich die Fertigungsunternehmen. Hier lag der Fokus auf den Décolletage-Sektor, Uhrenindustrie als auch Medizinaltechnik. Ganz gleich, ob es sich um Werkzeuge, Werkzeugmaschine oder Messmittel handelte. Eine kleine Auswahl der Aussteller und deren Technologien werden auf den folgenden Seiten portraitiert.

Mai 2010 die nächste Siams Die nächste Siams findet vom 4. bis 8. Mai statt. Doch zuvor in 2009, vom 10. bis 13. März findet zum zweiten Mal die Medisiams statt. Hier wird der Fokus Medizintechnik sein, bereits die erste Medisiams zeigte erstaunliches Potenzial.

Infos SIAMS SA 2735 Bévillard 032 492 70 10 info@siams.ch www.siams.ch


6-seitig – komplett von der Stange konzept belebt. Einige Kunden bearbeiten mit der Stama MC 726/MT-Compact oft Werkstücke, an denen sich vorher schon andere die Zähne ausgebissen haben. Dafür ist dieses Bearbeitungszentrum genau das Richtige. Das 8-achsige Fräs-Drehzentrum ermöglicht eine hochpräzise 6-seitige Bearbeitung für den

Gustav Fricker hat mit seinen Stama-Maschinen den Schwei-

zer WZM-Markt in jüngster Zeit mit dem speziellen Maschinen-

Gustav Fricker (li.), Geschäftsführer, und Jean Yves Sandoz, Servicetechniker. G. Fricker: «Mit der Stama MC 726/MTCompact können wir von der Stange komplexeste Uhrengehäuse komplett fertigen.»

Durchmesserbereich von 5 bis 65 mm. Die Gegenspindel übernimmt das Werkstück zur Bearbeitung der sechsten Seite. Aufgrund seiner hohen Steifigkeit ist das Fräs-Drehzentrum für hochfeste Edelstähle und medizintechnische Werkstoffe ideal ausgelegt.

STAMA Swiss GmbH 5242 Lupfig 056 464 68 68 info@stama-swiss.ch www.stama-swiss.ch

Drehmaschinenprogramm komplettiert

Pierre-Yves Kohler (li.), Marketing-Manager, und Kurt Schneider, Sales Manager Schweiz, beide Tornos, präsentieren erstmalig die Delta-Baureihe für weniger komplexe Bauteile. P.-Y. Kohler: «Mit der Delta-Baureihe decken wir jetzt das komplette Drehmaschinenprogramm für einfache bis komplexe Bauteile ab».

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Ein neues Kundensegment will Tornos mit den neuen DeltaDrehmaschinen gewinnen. Die Maschine deckt den Bereich für weniger komplexe Bauteile ab, im Durchmesserspektrum von derzeit max. 20 mm (Zukunft bis 32 mm). Die Maschinenbasis ist vom japanischen Spezialisten Tsugami, spezifiziert mit spezifischen Tornos-Features. Derzeit werden 6 unterschiedliche Maschinen mit 3 bis 5 Achsen angeboten. Wie P.-Y. Kohler gegenüber der Technica sagte, hält mit der neuen Delta-Reihe eine völlig neue Maschinen-Phi-

losophie bei Tornos Einzug. Denn bei diesen Maschinen handelt es sich um StandardMaschinen im unteren Preissegment, die vom Kunden mit stehenden und/oder angetriebenen Werkzeugen bestellt werden können.

Tornos SA 2740 Moutier 032 494 44 44 contact@tornos.ch www.tornos.ch

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Enge Zusammenarbeit in CNC und Robotik boter und die erforderlichen Schnittstellen bei Fanuc alles aus einem Haus kommt. Generell geht die Entwicklung dahin, dass im Bereich der Automatisierung immer mehr Intelligenz in die Systeme integriert wird. Konkret heisst das, dass Christoph Strahm (re.), Direktor Fanuc beispielsweise KraftsensoRobotics, und Peter Balimann, Geschäftsren vermehr integriert führer GE Fanuc Automation Solutions werden oder Vision-SysteEurope SA, setzen auf Kooperation, C. Strahm: «Wir realisieren effiziente Kom- me in immer grösserem plett-Automatisierungs-Lösungen, auch Umfang für eine hocheffifür Werkzeugmaschinen.» ziente und -flexible AutoChristoph Strahm hob hervor, matisierung genutzt werden. Die Roboter selbst werden immer dass im Bereich der Automatisieleichter und verfügen über höherung vom Vision-System über die re Beschleunigungen bei WiederCNC-Steuerung bis hin zum Ro-

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holgenauigkeiten um die /100 mm. Bei GE Fanuc Automation Solutions Europe SA standen unter anderem die CNC-Steuerungen der Serien 30i und 31i-A5 im Vordergrund. Mit ihnen können komplexe Bewegungen einfach programmiert werden und sie bieten spezielle Funktionen für die Fünf-AchsenBearbeitung. Leistungsfähige Hard- und Software garantiert den Anwendern auch bei frei geformten Oberflächen beste Bearbeitungsergebnisse. Dabei unterstützen die Steuerungen jede Maschinenkonfiguration, ob mit Werkzeugschwenkkopf, mit Rundtisch oder beidem. Sie bieten zahlreiche Fünfachsenfunk-

tionen, wie: manuellen Vorschub (Manual Feed), Kompensation von Werkzeuglänge (TCP, Tool Center Point Control), Werkzeugrichtung (Tool Posture Control) und Werkzeugradius (TRC, Tool Radius Compensation). GE Fanuc Automation Solutions Europe SA 2555 Brügg 032 366 63 36 info.ch@gefanuc.com www.fanucge.ch FANUC Robotics Europe S.A. Niederlassung Schweiz 2555 Brügg 056 641 03 70 strahmc@fanucrobotics.ch

Neues Gewindemessgerät für die Uhrenindustrie

Peter Gaschen, Fachberater Brütsch Rüegger: «Mit unserem neuen GewindeMessgerät können erstmalig hochpräzis und schnell Uhrengewinde vermessen werden.»

Brütsch Rüegger präsentierte zur Siams sein Komplettprogramm, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Siams-Besucher: von Präzisionswerkzeugen bis hin zur Präzisions-Messtechnik. Ganz neu im Sortiment ist ein Gewindemessgerät von Sylvac für kleinste Uhrengewinde. Musste man sich hier oft auf

den Zufall verlassen, ob das Gewinde korrekt gefertigt wurde, ist dank dem neuen Messgerät eine optimale und schnelle Qualitätssicherung der Präzisionsschrauben für die Uhrenindustrie gewährleistet. Darüber hinaus präsentierte das Unternehmen sein breites Spektrum von Zerspanwerkzeugen und Messmitteln für die Industrie. Zudem feiert die WerkzeugHausmarke Futuro 10-jähriges

Jubiläum. Das Futuro-Produkt musste in Tests mindestens gleich gute Werte aufweisen wie ein entsprechendes Markenprodukt, sollte aber preislich rund 20% unter diesem liegen. Brütsch/Rüegger AG Werkzeuge und Normteile 8902 Urdorf 044 736 63 63 info@brw.ch www.brw.ch

Kronenradtechnologie hat die Antriebstechnik revolutioniert

Im Bild: v.l.n.r.: Pamela Schoen, Verkauf ASS AG, Jürgen Amslinger, Entwicklung Verzahnungsmesstechnik, Mahr GmbH, Peter Werro, Konstruktionsleiter ASS AG. Stefan Schoen, Geschäftsführer ASS AG: «Das perfekte Tragbild der Kronenradgetriebe ist einer der Gründe, warum wir bei Volkswagen drin sind.»

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Die Kronenradtechnologie hat die klassische Antriebstechnik revolutioniert. Mit dieser Verzahnungstechnologie lassen sich Getriebelösungen realisieren, die mit Kegelradgetrieben nicht machbar sind. Das sind beispielsweise im Automotiv-Bereich Differenzialgetriebe, die 40% des Drehmoments auf die Vorderräder und 60% auf die Hinterräder ver-

teilen. Verschiedene grosse Automobilhersteller setzen bereits auf die Technologie. Generell finden die Verzahnungstechnologien der ASS AG auch in den High-End-Bereichen der Werkzeugmaschinenindustrie Anwendung. Auch die von Mapal vorgestellte Tooltronic nutzt die sogenannten Harmonic-Drive-Getriebe der ASS AG. Kürzlich investierte das Unternehmen in eine neue Messmaschine von Mahr, mit der die hochkomplexen Geometrien der Verzahnungen

vollständig geprüft werden können. Mit der neuen Messmaschine GMX 400 von Mahr (Bild) bei der ASS AG können Computersimulationen der Zahnradfertigung verifiziert werden.

ASS AG Antriebstechnik 3186 Düdingen 026 492 99 11 antriebe@assag.ch www.assag.ch


Werkzeugprogramm für die Medizintechnik

Hans-Peter Bader (li.) und Marc-André Girod, beide Verkauf und Technik, Iscar. H.-P. Bader: «Für die Medizin-Fertigung haben wir ein ganz spezielles Werkzeug-Programm entwickelt.»

Iscar als Werkzeug-Komplettanbieter präsentierte sein breites Werkzeugprogramm zur Siams, abgestimmt mit dem Fokus der Präzisionszerspanung und Medizintechik. Gerade in der Medi-

zinfertigung werden Werkzeuge benötigt, die von der Norm in vielen Bereichen abweichen. Das liegt zum einen an den komplexen zu fertigenden Geometrien als auch an den enorm

schwierig zu zerspanenden Werkstoffgruppen. Iscar liefert auf Anfrage auch kundenspezifische Werkzeuge wie: Schneideinsätze und Wendeschneidplatten zum Ein- und Abstechen, Stechdrehen usw. Denn immer öfter fordern Kunden ein spezielles Werkzeug oder eine Werkzeug-Familie, um damit ein Produkt herzustellen, das noch nie zuvor fabriziert wurde. Ein Expertenteam von Produktespezialisten, Anwendungstechnikern, Konstrukteuren und Fertigungsingenieuren unterstützt die Anwender aktiv bei der Lösung von Fertigungsproblemen. Iscar Hartmetall AG 8500 Frauenfeld 052 728 08 50 office@iscar.ch www.iscar.ch

Extrem kleiner Tastkopf für WZM bar. Seine Schaltpunktgenauigkeit beträgt 1 Mikrometer. Der Bereich «Messkomponenten» des Unternehmens fertigt und entwickelt Qualitäts-Messtechnik für Werkzeugmaschinen. Das Angebot umfasst Messtaster und Laser-Mess-Systeme zur Werkzeugeinstellung und -überwachung, Messtaster zur Werkstück- und Werkzeugvermessung sowie ausgereifte Software zur Messung von Freiformflächen. Jürgen Dinges (li.), Technischer Service und Vertrieb, und Roland Gasser, Verkaufsingenieur , Blum Novotest. R. Gasser: «Für die Siams ist unser extrem kleiner Tastkopf Z-Pico das Highlight.»

Roland Gasser und Jürgen Dinges zeigten auf der Siams unter anderem den sehr klein bauenden Präzisionstaster Z-Pico. Mit 55 mm Bauhöhe ist er auch für Maschinen geeignet, die über

sehr kleine Z-Wege verfügen. Der Taster ist sowohl für die Werkzeugvermessung ab Durchmesser 0,05 mm, als auch für die Werkzeugkontrolle und Maschinenkompensation einsetz-

Blum-Novotest GmbH D-88287 Grünkraut Schweizer Büro: Gasser Roland 2543 Lengnau BE 032 653 77 11 www.blum-novotest.com r.gasser@blum-novotest.com


Fertigung + Produktion

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Effizientes Drehzentrum mit starker C-Achse

Michel Giauque (li.), Verkaufsleiter Westschweiz, und Cemil Kahraman, Applikationstechniker Dreh-Fräsen, beide Wenk AG. C. Kahraman: «Das Mazak-Drehzentrum Nexus 200-II ist eine hocheffiziente Maschine für den Decolletage-Sektor.»

Michel Giauque, Verkaufsleiter Westschweiz, und Cemil Kahraman, Applikationstechniker DrehFräsen, präsentierten zur Siams eine Mazak Nexus II MSY. Die Wenk AG musste mit dem zur Verfügung stehenden Platz auf der Siams haushalten, weshalb nur eine Maschine ausgestellt

werden konnte. Ausstellungsmaschine war eine Mazak Nexus-II MSY, die sich durch modernste Technologie für hohe Produktivität auszeichnet. Der Stangendurchlass liegt bei 65 mm, die Verfahrwege X/Y/Z liegen bei 230, 100, 575 mm. Eine zusätzliche C-Achse steht für Fräsbearbeitungen zur Verfügung. Wenn die Werkstücke sehr hohe Fräsanteile aufweisen, bieten Wenk die Integrex-Baureihe an, wie Cemil Kahraman bestätigt: «Für

hoch komplexe Bearbeitungen ist die Integrex-Baureihe wie beispielsweise die 100-IV mit ihren 5 Achsen eine hochinteressante Maschine.»

Wenk AG Werkzeugmaschinen 2500 Biel/Bienne 6 032 344 98 00 info@wenk-ag.ch www.wenk-ag.ch

Spanntechnik für die Mikrobearbeitung

Marc Schärer (li.), Geschäftsführer, und Yves A. Dardel, Verkauf Westschweiz, beide Schunk Intec AG, präsentierten ihre Präzisions-Spann- und Automationstechnik. M. Schärer: «Unsere Spann- und Automatisierungssysteme sind auch im Miniaturbereich wie der Uhrenindustrie Spitzenklasse.»

Marc Schärer hob im Gespräch mit der Technica die Bedeutung für sein Unternehmen den derzeitigen Boom der Uhrenindustrie hervor. Hier deckt die Schunk Intec AG sowohl den kompletten Präzisions-Bereich der Werkzeugspannung, Werkstückspannung als auch den Sektor des Handlings ab.

Für den Uhrenbereich sind dies insbesondere die Aufnahmen ISO 10, HSK 25 und 32. Ein Spitzenprodukt im Bereich der Uhrenfertigung ist nach wie vor, das nach dem Poligonprinzip arbeitende Werkzeugspannsystem Tribos-Mini ab 0,3 mm. Für die Uhrenindustrie ebenfalls ideal ist das Miniatur-Wechselsystem MWS, das mit 20 und 30 Millimeter Aussendurchmesser angeboten wird. Es ist ein extrem kompaktes und flaches Werkzeugwechselsystem für

Kleinroboter und findet Einsatz in der Mikrosystemtechnik für das Handling kleinster Bauteile.

Schunk Intec AG 8134 Adliswil 044 710 21 71 info@ch.schunk.com www.ch.schunk.com

Komplettanbieter für die Fertigung

Im Bild von l. n. re.: Bruno Dobler, Geschäftsführer Realtools, Michel Muller, Inhaber Muller Machines, und Monica MeyerBühler, VR-Mitglied Muller Machines. Monica Meyer-Bühler: «Muller Machines deckt heute den gesamten Fertigungsbereich ab.»

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Muller Machines SA präsentierte auf der Siams ihr ganzes Spektrum der Fertigungskompetenz: mit VFM als WZM-Vertretung wie Kellenberger, HTT, Hardinge, Schaublin usw. und Realtools das einen breiten Werkzeugbereich abdeckt, als auch den Bereich des Gebrauchtmaschinensektors, der nach wie

vor ein enorm starkes Standbein der Unternehmensgruppe ist. Bruno Dobler von Realtools stellte die neuen Entgratungswerkzeuge für CNC-Maschinen vor. Mit den Al-Oxid-Faserstäben sind nach seiner Aussage erhebliche Zeiteinsparungen im Fertigungsprozess realisierbar, weil sie direkt auf der Maschine entgraten können. Das ist auch für die Uhrenfertigung und Medizinbranche sehr interessant. Ganz neu im Sortiment bei Muller Machines ist die Werkzeug-

schleifmaschine Multi Grinder des Schweizer WZM-Herstellers Kocher, die zur Präzisionsfertigung von Werkzeugen bis zu einem Durchmesser von 100 mm ausgelegt ist. Muller Machines SA 2555 Brügg 032 373 34 44 sales@sambruegg.ch www.mullermachines.ch


Die richtige Maschine für diese Region ker erhebliches Potenzial drin, aber auch in der Prozessoptimierung der Bearbeitungsbereiche wie Entgraten und Polieren. In der Schweiz läuft die Uhrenfertigung hervorragend und die Medizinfertigung hat einen exorbitanten Stellenwert gerade im Vergleich zur Gesamtgrösse des Landes, sagt Staneker. Ausgestellt wurde die Chiron FZ 12, die 5-achsig simultan komplexeste Aufgaben löst und für diese Region eine ausgezeichnete Maschine ist. Théo Luternauer (li., Verkauf) ist für Chiron in der Westschweiz verantwortlich. Rainer E. Staneker ist als Medizintechnik-Experte weltweit für Chiron im Einsatz. Rainer E. Staneker: «Die Chiron FZ 12 kommt der Struktur dieser Region entgegen.»

Rainer E. Staneker ist der Chiron-Experte in der medizintechnischen Zerspanung und agiert in diesem Sektor weltweit als Top-Berater. Generell hebt er die geringer werdenden Losgrös-

sen hervor, sowohl in der Medizintechnik als auch in der Uhrenfertigung. Dadurch wird das optimale Umrüsten immer wichtiger, um Zeit zu sparen. Hier steckt nach Aussage von Stane-

Chiron-Werke GmbH & Co. KG D-78532 Tuttlingen +49 7461 94 00 www.chiron.de Westschweiz: Théo Luternauer 032 426 88 55 theo.luternauer@chiron.de

Härteste Werkstoffe zerspanen

Peter Herzig, Verkaufingenieur DMG Schweiz (li.), vor der DMG Ultrasonic 20 linear: «Die gesamte Uhrenbranche der Schweiz war bereits bei uns am Stand, um die Ultrasonic 20 linear unter die Lupe zu nehmen.»

Peter Herzig von DMG brachte es auf den Punkt: «Die Ultrasonic eröffnet Fertigungsperspektiven, die zuvor undenkbar waren.» DMG Schweiz war auf der

Siams gleich mit mehreren Maschinen vertreten. Auf enormes Interesse stiess nach Angaben von Peter Herzig die Ultrasonic 20 linear. Die Maschine eignet

sich dank der Ultraschallunterstützung zur Zerspanung von Werkstoffen, die bisher so nicht bearbeitbar waren: Hartmetall, Saphir oder Keramik. Nach Angabe von Herzig nahm bereits die gesamte Schweizer Uhrenbranche die Maschine während der Siams genau unter die Lupe. Die Maschine findet starken Absatz in der Medizinalbranche, hier insbesondere bei der Keramikzerspanung für Implantate. Mittlerweile bietet auch die Firma Cadmo in Büren an der Aare (www.cadmo.ch) mit der Ultrasonic entsprechende Dienstleistungen an.

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DMG (Schweiz) AG Deckel Maho Gildemeister 8600 Dübendorf 044 824 48 48 info@gildemeister.com www.dmgschweiz.ch Lerzenstrasse 4, CH 8953 Dietikon Tel. 044 746 46 46 technica info@gebrbraem.ch 07-08 45


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Geniales Spannsystem Alois Bättig sagte gegenüber der Technica, dass die Losgrössen eher immer kleiner werden. Das ist genau das Optimierungsfeld des Handling- und Automatisierungs-Spezialisten Erowa. Auch in der Uhrenindustrie ist diese Tendenz zu erkennen. Ein Highlight ist sicher das Erowa CTS Spannsystem. A. Bättig: «Speziell an diesem System ist, dass die Zentrierung direkt an der Spannzange erfolgt. Das heisst, dass bei einem Werkstückwechsel die Lage des Referenzpunktes bekannt bleibt. Das Spann-

system lässt sich auch in kleinere Teilapparate oder in Rundtaktmaschinen einsetzen.» Ganz wichtig ist auch das Werkstückhandling. Das Handlingsystem Erowa Robot Compact bedient eine oder zwei Maschinen mit Werkstücken bis zu 30 kg und bis zu 160 Palettenplätze – das alles auf nur 2 m2 Fläche. EROWA AG 6233 Büron 041 935 11 11 info@erowa.com www.erowa.com

Mapal gehört zu den ganz grossen Spezialisten der Werkzeugbranche. In dem Unternehmen werden Werkzeuge entwickelt, von denen Ingenieure bisher überzeugt waren, das es nicht funktioniert, wie beispielsweise Diamantbestückte Reibahlen für die Gussbearbeitung. Mapal war auch federführend bei der HSK-Entwicklung, die inzwischen Stand der Technik ist. Aber auch hier zeigt sich, dass es immer wieder Verbessungen gibt, wie beispielsweise die Mapal-spezifische Spielaufhebung zur Verdrehsicherung der HSK-T-Schnittstelle. Andreas Mollet wies zudem auf die HPR-Dehnreibahlen mit

neuem Justiersystem, und die sehr robusten Wechselkopf-Bohrer TTD (16-32mm) mit HirthVerzahnung hin. Hightech ist schliesslich noch das MapalTooltronic-Werkzeugsystem. Diese flexiblen Aussteuerwerkzeuge – mit voll nutzbarer zusätzlicher CNC-Achse – stellen für Bearbeitungszentren ein hohes Rationalisierungspotenzial dar. MAPAL Dr. Kress KG D-73431 Aalen www.mapal.com Mapal in der Schweiz: Andreas Molet 032 661 01 80 Andreas.mollet@ch.mapal.com

Andreas Mollet (li.), Gebietsverkaufsleiter Schweiz, und Robert Niedermann, technischer Berater, beide Mapal, präsentieren das Feinste vom Feinen aus ihrem Werkzeugsortiment. A. Mollet: «Mapal bietet hochproduktive Präzisions-Werkzeuge für die Fertigungsindustrie.»

press/tc/07/08/i-d

Alois Bättig, Verkaufsleiter Schweiz, Erowa stellt zur Siams das CTS-Spannsystem für die Uhrenindustrie als auch die Palettenwechselsysteme für WZM in den Vordergrund. A. Bättig: «Genial ist unser Collet Tooling System. Selbst nach einem Variantenwechsel ist der Referenzpunkt bekannt.»

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Capto für Tornos-Drehautomaten

Ralph Gerber, Technologieberater bei Sandvik Coromant: «Erstmalig haben wir die Tornos Sigma-Reihe mit hochsteifen Werkzeug-CaptoSchnittstellen ausrüsten können.»

Ralph Gerber, Technologieberater bei Sandvik Coromant, sagt, dass «die Capto-WerkzeugSchnittstellen (C3) noch immer das Mass der Dinge sind, wenn es um Steifigkeit, Präzision und exakte Positionierung geht.» Sandvik Coromant stellte seine neuen Werkzeughalter für stehende und drehende Werkzeuge für die Drehmaschinen Sigma 20 bis Sigma 30 vor. Das Geniale an dieser Lösung ist, dass die Werkzeugköpfe dank dem Capto-System extrem schnell und präzis gewechselt werden können. Einstellarbeiten in der

Maschine entfallen dadurch komplett. Die Nachfrage nach dem CaptoSystem generell ist nach Aussage von Sandvik-Coromant so gross, das derzeit die Fertigung bei Sandvik Coromant auf Hochtouren läuft.

Sandvik AG 6002 Luzern 041 368 34 34 coromant.luzern@sandvik.com www.sandvik.ch

Experten in Sachen Messtechnik Tesa SA deckt das gesamte Spektrum der Fertigungsmesstechnik ab, wie Peter Oppliger

gegenüber der Technica hervorhob. Eines der Highlights ist die Video-Messmachine Tesa-Visio

300 DCC. Zurzeit stehen drei Ausführungen zur Verfügung: eine Ausführung mit manueller Bedienung, die von der Software Tesa-Vista oder PC-DMIS (als Option erhältlich) gesteuert wird, und zwei Ausführungen zur Verwendung mit PC-DMIS, einschliesslich diese, die mit einem Messkopf für Koordinatenmesssungen versehen ist.

Der Grundkörper in stabiler Monoblock-Ausführung ist mit einem Koordinatenmesstisch ausgestattet. Messvolumen 300 x 200 mm (X/Y) und 150 mm (Z). Zur Grundausstattung gehören u.a. der motorisierte Zoom, die ringförmige Auflichtbeleuchtung (koaxiales Auflicht als Option erhältlich) und die Durchlichtbeleuchtung.

Peter Oppliger (re.), Verkauf Schweiz, und David Baumann, Applikations-Ingenieur, Tesa SA, präsentieren unter anderem das optische Messgerät Tesa-Visio 300 DCC. P. Oppliger: «When you need to be sure – wenn Sie wirklich ganz sicher gehen wollen, messen Sie mit Tesa.»

TESA SA Instruments et systèmes de mesure 1020 Renens 021 633 16 00 tesainfo@ch.bnsmc.com www.tesabs.ch

Multi-Robot-Technologie und Scara-Roboter Motoman zeigte auf der Simans eine spielerische Handlingsapplikation: zwei Scara-Roboter (Motoman-YS450 und Moto-

Die «Multi-Robot»-Funktionalität bringt deutliche Vorteile für Aufgabenlösung und Aufwand.

man-YS650L), ein sechsachsiger Motoman-HP3 und eine externe Drehachse, alle synchron angesteuert von einem einzigen NX100-Controller. Im Jahre 2006 hat Motoman sein Produktspektrum mit vierachsigen Scara-Robotern ergänzt, um damit den viel gehegten Wunsch nach einfachen und schnellen Pick-and-Place-Anwendungen nachkommen zu können. Angeboten werden insgesamt vier unterschiedliche Ty-

pen von Scaras, mit bis zu 20 kg Traglast und bis zu 850 mm Reichweite.

Die vier Typen, mit Reichweiten von 450 bis 850 mm, erlauben die Lösung verschiedener Scara-Applikationen.

Alle Motoman-Industrieroboter der HP3- oder Scara-Baureihe sind wahlweise mit der Kompaktsteuerung NXC100 oder der bekannten NX100-Steuerung erhältlich.

Motoman robotec GmbH DE-85391 Allershausen +49 8166/90-0 info@motoman.de www.motoman.de

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Fertigung + Produktion

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Präzisions-Langdreher für die Uhrenindustrie

Im Bild Frédy Rohrbach (li.) und Daniel Grosjean, beide Verkauf Westschweiz, Josef Binkert AG, vor dem Langdreher Tsugami PO3 mit einem Stangendurchlass bis 3 mm. Markus Fässler, Geschäftsführer der Josef Binkert AG (nicht im Bild): «Unsere ausgestellten Maschinen haben wir sehr spezifisch für die Uhrenindustrie ausgewählt.»

Auch am Stand der Josef Binkert AG konnte man nach Sichtung der ausgestellten Maschinen sofort erkennen, was auf der Siams gefragt ist: Maschinen für kleine Werkstücke mit hohen Anforderungen an die Präzision. Das bestätigte auch Markus Fässler, Geschäftsführer Josef Binkert AG, dass die ausgestellten Maschinen sehr spezifisch für die Uhrenindustrie ausgewählt wurden. Neben dem kompakt bauenden BAZ Mori Seiki NV 1500 DCG, mit 150/150/200 mm (X/Y/Z) Verfahrwegen, zeigte das Unternehmen auch zwei Lang-Drehautomaten des japanischen Prä-

zisions-Herstellers Tsugami: die BS 20 für hochkomplexe Präzisionsteile mit Stangendurchlass von 20 mm und die PO3, die erstmalig in der Schweiz ausgestellt wurde. Die P-Reihe (PO1, PO2 und PO3) ist für kleinste Werkstückdurchmesser ausgelegt. Die ausgestellte PO3 hat einen maximalen Stangedurchlass von 3 mm. Durchmesser ab 0,05 mm können gefertigt werden. Binkert Josef AG 8304 Wallisellen 044 832 55 55 info@josef-binkert-ag.ch www.josef-binkert-ag.ch

2g-Beschleunigung dank Linearantrieb Zur Siams war für Walter Meier AG besonders die Langdrehmaschine Maier ML 125 linear hervorzuheben. R. Ettlin: «Die Maier-Langdreher sind ein deutsches Qualitätsprodukt aus der Heuberger Region. Qualitativ sind sie Spitzenklasse.» Entwickelt wurde die Maier ML 125 linear speziell für die Fertigung von hochpräzisen Kleinteilen, wie sie beispielsweise in der Uhrendindustrie benötigt werden. Der Arbeitsbereich geht von 1 bis 12 mm. Linearantriebe sorgen dafür, dass selbst bei komplexer Komplettbearbeitung (dank Gegenspindel) die Hauptund Nebenzeit auf ein Minimum

reduziert werden. Für Qualität und Wirtschaftlichkeit sorgen bei der neuen Serie 20 Werkzeuge. Vier von diesen werden durch 1,1 kW starke Motoren angetrieben und stehen für die Bearbeitung der Vorderseite bereit. Ihre Dynamik verdankt die Maschine ihren Linearmotoren, welche die Achsen mit bis zu 2g beschleunigen und Eilgänge bis 40 m/min ermöglichen. Walter Meier (Fertigungslösungen) AG 8603 Schwerzenbach 044 806 46 46 info@waltermeier.ch www.waltermeier.ch

Roberto Ettlin (re.), President & COO Division Machining Solutions, und Peter Diem, Anwendungstechniker WZM Langdrehen, beide Walter Meier, vor dem Langdreher Maier ML 125 linear. R. Ettlin: «Qualitativ sind die Maier-Maschinen absolute Spitzenklasse.»

Flexible 5-Achs-Bearbeitung

Rolf Jauch (links im Bild), Verkaufsleiter bei Newemag, freut sich über den Erfolg der Maatsuura BAZ: «Die Matsuura MAM72-25V läuft derzeit hervorragend in der Schweiz.»

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Rolf Jauch, Verkaufsleiter bei Newemag, betont gegenüber der Technica, das das 5-Achs-Bearbeitungszentren Matsuura MAM72-25V der MAM72-Baureihe ideal für die flexible und hochproduktive 5-Achs-Bearbeitungen von Komponenten bis zu einer Grösse von Ø 630 mm x H 450 mm konzipiert. Eine Werkstückpalettisierung mit hochpräziser Capto-Schnittstelle sorgt für bis zu 72 Stunden mannlose und kontinuierliche Fertigung von variierenden Teilen, Just-in-

Time-Fertigung ohne Einrichtzeiten, Präzisionsbearbeitung in einer Aufspannung. Mit Palettenspeichern bis zu 180 Paletten bergen diese 5-Achs-Bearbeitungszentren ein enormes Potenzial zur Steigerung der Produktivität. Newemag Werkzeugmaschinen 6343 Rotkreuz 041 798 31 00 info@newemag.ch www.newemag.ch


Komplette Bandbreite des Hochpräziser Langdreher Werkzeug-Spektrums für die Uhrenindustrie nen. Der Almatic TitanHochdruckspanner im Verbund mit den Zeroclamp-Spannsystem zeigte den Besuchern auf, wie einfach Zeit und somit Kosten gespart werden können. Das Nullpunkt-Spannsystem Zeroclamp entIm Bild die Verkaufsmannschaft von faltet seine vollen FäSFS-Unimarket v.l.n.r.: Sébastian higkeiten vor allem im Stoecklin, Giovanni Manna (VerkaufsPrototypenbau sowie leiter Westschweiz), Christian Kipfer und bei der Fertigung von Carrel Blaise. «Unser Schwergewicht Klein- und Mittelserien liegt in den Bereichen Messen, Spannen und der Logistik.» – also überall dort, wo häufig umgerüstet wird. SFS Unimarket zeigte den Besu- Hier lassen sich die Stückkosten um bis zu 20 Prozent verringern. chern in Moutier die neuesten Direkt am Bildschirm wurden Entwicklungen. Das Schwergedie vielseitigen Möglichkeiten wicht lag dabei auf den Bereider Logistik von SFS Unimarket chen Messen, Spannen und der Logistik. Beim Messen standen gezeigt. Diese reichen von einfadie neuesten Stereomikroskope chen Bestellmöglichkeiten über das eCenter im Internet bis hin der Marken Garant, Vision und Leica im Mittelpunkt. Wie zu umfassenden Logistikanbindungen und kundenindividuelschnell, einfach und präzise len Lösungen. heute gemessen wird, wurde den Besuchern live auf dem Stand demonstriert. Grosses Interesse erweckten SFS unimarket AG auch die manuellen Spannstö- 9435 Heerbrugg 071 727 52 00 cke von Hainbuch, welche sehr www.sfsunimarket.biz vielseitig eingesetzt werden kön-

auf höchste Genauigkeit und schneller Bearbeitung gesetzt. Robert Häusler ist überzeugt, dass dank der neuen CitizenMaschinen die Kurvenautomaten endgültig ausgedient haben. Robert Häusler (li.), Geschäftsführer Suvema, und Fabio Albertini, Verkauf. R. Häusler: «Der R. Häusler blickt Langdreher Cincom K7/VII ist speziell auf die auf eine durchBedürfnisse der Uhrenindustrie ausgerichtet.» wegs positive Siams-Präsenz zurück: «Wir waren sehr zufrieden Bei der Suvema AG sorgte die mit den Besucherfrequenzen. neue K07 von Citizen für AufseDie neue Messehalle eignet sich hen. Mit 7 mm Durchlass ist sie auch besser für die Ausstellung. speziell für die Uhrenindustrie Allerdings muss sich die Messeund Kleinteilefertigung ausgeleitung in Sachen Hallenbelüflegt. Die hochpräzisen und tung noch etwas einfallen lasgleichzeitig kompakten CNCsen. Die stickige Luft war für Langdreher haben standardmässig eine 7-Achsen-Steuerung. unser Team und natürlich auch Wie Robert Häusler erwähnte, für die Besucher am Rande des Zumutbaren.» sorgen zudem bis zu zwei C-Achsen und bis zu vier HFSpindel für eine effiziente KomSuvema AG plettbearbeitung der Präzisions4562 Biberist Werkstücke. Zudem konnte man die linearge- 032 674 41 11 triebene Cincom R-Serie unter info@suvema.ch www.suvema.ch die «Lupe» nehmen. Hier wird

Weicher Schnitt dank hochpositiven Schneiden

Im Bild José Saez (li.) und Paul Müller, beide Beratung und Verkauf bei Alesa, zeigten auf der Siams, dass Alesa zu den Top-Zerspanern der Branche gehört. Paul Müller: «Highlight ist sicher der Alesa Twist Fräskopf AO 15 R90° mit seinen hochpositiven und axial einstellbaren Schneiden zum Feinstschlichten.»

Neben der gesamten WerkzeugBandbreite des Frässpezialisten Alesa präsentierte das Unternehmen unter anderem seinen Alesa Twist Fräskopf AO 15 R90°. Fertigungsspezialist Paul Müller hob hervor, dass der Fräskörper mit hochpositiven, spiral-geschliffenen Wendeschneidplatten Alesa Twist bestückt ist, die sehr weichschneidend sind. Die WSP können sowohl mit TiAlN-X für abrasive Werkstoffe als auch mit AlCrN für hochlegierte Stähle beschichtet werden. Die WSP-Schneiden sind ein-

zeln sehr einfach in der Maschi1 ne per /1000-Messuhr und Schraubendreher innerhalb we1 niger Minuten exakt auf /100 mm einzustellen. Der so generierte perfekte Planlauf bringt Oberflächengüten von Ra 0,5.

ALESA AG Werkzeugfabrik 5707 Seengen 062 767 62 62 info@alesa.ch www.alesa.ch

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Fertigung + Produktion

| Werkzeuge

Innovationoffensive bei GF AgieCharmilles

Das letzte «μ» rausholen Die Innovationstage bei Agie Charmilles Sales in Losone fokussierten klar den Bereich der Senk- und Drahterosion und es wurden einige Neuigkeiten vorgestellt. Zudem konnten die fast 300 Besucher die Fertigungs- und Montagehallen in Losone besuchen, wo höchst anspruchsvollste Erodiermaschinen entwickelt und produziert werden. Dieser Bericht wirft einen Blick auf die neue Unternehmensgruppe als auch in die Fertigungshallen in Losone. Und schliesslich wird noch aus dem Neuigkeiten-Katalog die High-End-Senkerosionsmaschine-Baureihe «Form 2000/3000» präsentiert. Autor Matthias Böhm Stellv. Chefredaktor Technica

Die Innovationstage bei Agie Charmilles Sales standen ganz im Zeichen der Kompetenz-Zusammenführung von Agie, Charmilles und Mikron AC. Seit dem 1. Juli 2007 vereinigt GF Agie Charmilles die bisherigen Produktmarken Agie, Charmilles und Mikron AC zur gemeinsamen Marke «GF

AgieCharmilles». Die Bereiche Elektroerosion, Hochgeschwindigkeits- und Hochleistungsfräsen wurden zusammengeführt, um so die führende Position von GF AgieCharmilles als Premiumhersteller von Werkzeugmaschinen für den Formen- und Werkzeugbau sowie für die Fertigung von Präzisionsteilen weiter auszubauen. Ziel des Übergangs zur Einmarkenpolitik ist es, die Marktleistung und Effizienz des Unternehmens und damit den Erfolg der Kunden

weiter zu steigern. Das gesamte Sortiment an Elektroerosionsmaschinen und Fräsmaschinen der Marken Agie, Charmilles und Mikron sowie alle Serviceleistungen werden seit dem 1. Juli 2007 unter einer Marke und über einen Vertriebskanal verkauft. Konkret wurden u. a. einige neue Maschinenreihen vorgestellt. Zum einen die High-End-Baureihe aus der Schweiz, die «Form 2000/3000», auf die hier später noch genauer eingegangen wird als auch die Standard-Maschinen «Cut 20/30» und «Form 20/30», die in China gefertigt und montiert werden, aber auf dem Schweizer Kern-Know-how basieren. Das Ergebnis dieser Standortstrategie ist, das Spektrum von relativ preiswerten und gleichwohl anspruchsvollen Maschinen bis hin zur Spitzentechnologie abzudecken. Wer sich das Maschinenspektrum von GF AgieCharmilles vergegenwärtig, stellt fest, dass dies sicher gewährleistet ist.

Die Erodierspezialisten Die Innovationstage bei Agie Charmilles Sales zeigten klar auf, wa-

rum das Unternehmen auf Seiten der Elektroerosion u. a. für den Werkzeug- und Formenbau über eine führende Stellung verfügt. Markus Sager, Managing Direktor, Agie Charmilles Sales betonte: «Die Senk- und Schneiderodieranlagen profitieren jetzt von dem enormen Know-how der Erodierspezialisten aus Genf und Losone. Wir sind überzeugt, dass die besten Technologien der beiden Erodierspezialisten Agie und Charmilles sich optimal ergänzen werden. Letztlich zahlt sich das auch für die Anwender aus.»

Präzision: kein Zufall Im Werkzeug- und Formenbau stehen Präzision und Prozesssicherheit im Fokus, aber auch die Bedienerfreundlichkeit ist ein wesentlicher Aspekt. Die eingesetzten Maschinen müssen diese Anforderungen des Anwenders zu 100 % erfüllen. Dass das bei GF Agie Charmilles unter keinen Umständen dem Zufall überlassen wird, davon konnte sich die Technica-Redaktion beim Besuch der Erodiermaschinen-Produktion und -Montage in Losone gemeinsam

Links: Automatisierte Prozesse werden immer wichtiger. Rechts: Diese Druckgussform für eine Münze sieht einfach aus, hat es aber in sich (insgesamt sieben Kerne). Praktisch alle Verfahren (HSC-Fräsen, Drahterodieren, Senkerodieren usw.) mussten zur Fertigung genutzt werden.

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Fast 300 Besucher informierten sich während der Innovationstage dezidiert über die neuesten Technologien bei Agie Charmilles Sales in Losone. Auf das «μ» erodieren ist heute im Drahterodierbereich machbar. Beim Senkerodieren können Oberflächengüten von Ra 0,1 μm erodiert werden.

mit Daniele Beretta, Manager Applikation und Training sowie Florian Achilles, Produkt Manager, beide Agie Charmilles Sales überzeugen lassen. Der Blick hinter die Kulissen beweist, dass das Unternehmen eine absolute Spitzenstellung einnimmt, in Sachen moderner Produktion und Montage. Das schlägt sich letztlich auch auf die Qualität der Produkte nieder.

Das letze μ rausholen Generell geht es bei GF Agie Charmilles um das «μ»: in möglichst allen Bereichen muss das letzte Mikrometer herausgeholt werden. D. Beretta: «Präzise Fertigen ist das eine. Aber um gleichzeitig wirtschaftliche Maschinen anbieten zu können, müssen wir sehr spezifisch produzieren. So werden beispielsweise verschiedene Baugruppen im

Ausland gefertigt – allerdings mit entsprechendem Aufmass – ohne Finishbearbeitung, die übernehmen wir. Das Interessante dieser Arbeitsteilung ist, dass das eigentliche Know-how – nämlich die unterstreichende Präzisionsfertigung – bei uns im Unternehmen bleibt und nicht beim Zulieferer landet. Denn Präzisionsfertigung ist eine Schlüsselqualifikation von uns.» Zudem werden einige Maschinen, die nicht dem High-End-Sektor zugeordnet sind, in China produziert und montiert, unter fachlicher Kontrolle Schweizer Spezialisten. Florian Achilles: «Welche Produkte aus der Schweiz aus China kommen, wird aber relativ offen kommuniziert. Im Fertigungswerk Losone allerdings laufen die High-End-Maschinen vom Band.»

Nicht «einfach» flachgeschliffen Hier greift das Kern-Know-how von GF Agie Charmilles. Die in 2001 völlig neu ausgerüstete Präzisionsfertigung in Losone – unter anderem mit einer Dixi 400 – gibt den Werkstücken den letzen «Schliff»: hier wird das letzte Tausendstel herausgearbeitet. D. Beretta: «Schlüsselflächen beispielsweise, werden hochpräzis ‹flachgeschliffen›. Allerdings nicht wirklich flach. Sondern es wird ein bestimmtes Profil geschliffen, das die spätere mechanische Deformation kompensiert. Es handelt es sich um einige μ-Meter, die von der Ebene abweichen. Das macht den kleinen aber feinen Unterschied.» Wenn eine Dixi in den Fertigungshallen steht, hat das meistens sei-

nen Grund. Das Präzisionsbearbeitungszentrum «Dixi 400» sorgt nämlich dafür, dass alle Funktionsflächen exakt – in Bezug auf die zuvor geschliffenen Bereiche – auf 3–5 μm genau gefräst werden. Natürlich ist eine äusserst präzise Klimatisierung von ± 0,5°C der Fertigungshallen eine zwingende Vorraussetzung hierfür. Aber mit der Fertigung als solches ist es noch nicht getan. Denn auch während der Montage muss die Maschine immer wieder genauestens geprüft werden, sodass sich keine Ungenauigkeiten geben.

Flexibel und produktiv In der Montage zeigt das Unternehmen seine Leistungsfähigkeit zudem in Bezug auf Flexibilität und Produktivität. D. Beretta: «Im Prinzip handelt es sich um eine

Kern-Know-how bleibt im Unternehmen. In der vollklimatisierten Fertigungshalle von GF AgieCharmilles wird den Maschinenelementen der letzte Schliff gegeben. Eine «Dixi 400» sorgt dafür, dass alle Funktionsflächen exakt auf 3-5 μm genau gefräst werden. Im Bild rechts ist die Elektronikfertigung zu sehen. In Losone werden die Steuerungstechnik und die Generatoren der Erodiermaschinen produziert.

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Fertigung + Produktion

| Werkzeuge

Patrick G. Köppe: «Das Optimum aus unseren Maschinen herausholen » Technica: Erodiermaschinen sind hochkomplexe Systeme mit höchsten Ansprüchen an Präzisionsmaschinenbau, spezifischer Steuerungs-Elektronik bis hin zur Softwareentwicklung. Was genau bedeutet das für die Grösse und die Qualifikation ihrer Entwicklungsabteilung? Patrick G. Köppe: Richtig – die Entwicklung neuer SteuerungsElektronik gehört mitunter zu einem der komplexesten Unterfangen. GF AgieCharmilles entwickelt mit Fachleuten in Mechanik, Elektrotechnik und Software-Engineering Hard- und Software, was die Grösse der Entwicklungsabteilung wesentlich beeinflusst. Wir sind einer der wenigen Anbieter am Markt, die auch die Steuerung selbst entwickeln. Entsprechend herausfordernd ist die Rekrutierung hoch spezialisierter Fachleute. Ein Grossteil unserer Entwicklungsingenieure befasst sich mit den Regulierungsprozessen zwischen Steuerung (CNC) und Generator. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit der beiden ehemaligen Konstruktions- und Entwicklungsbereiche von Agie und Charmilles heute? Die Integration der Forschungsabteilungen von Agie bzw. Charmilles erfolgte bereits vor einigen Jahren. Seither ist es das Bestreben unserer Teams, die neusten Erkenntnisse aus beiden ehemals getrennten Bereichen zusammenzuführen.

sehr durchdachte und vor allem flexible Fliessfertigung. Auf im Boden integrierten Schienen laufen die Maschinen von der ersten bis zur letzte Montagestation seit Januar 2007. Bis auf wenige Ausnahmen können alle Maschinen auf der Montagelinie montiert werden – insgesamt 17 Modelle. Die Zyklen sind so konzipiert, dass die Maschinen alle zwei Stunden an

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Integration in F&E lässt sich im Falle von GF AgieCharmilles sehr gut am sog. EDM-Plattformkonzept ablesen: Unsere Ingenieure arbeiten standortübergreifend in Genf, Losone und Beijing an einer gemeinsamen elektronischen Steuerung der nächsten Generation. Die Elektronik wird in der Schweiz hergestellt und dann in unseren drei Produktionsstätten in den mechanischen Teil eingebaut. Mit dem Zusammenschluss von Agie und Charmilles bringen Sie unterschiedliche ErodierPhilosophien zusammen. Welche Auswirkungen hat das Ihrer Meinung nach für die jeweiligen Kundensegmente der ehemaligen Konkurrenten? Unser Anspruch ist klar: Wir wollen das Beste aus beiden ErodierPhilosophien zusammenführen, ohne dass der Anwender auf die positiven Erfahrungen mit «seinem» bisherigen Produkt verzichten müsste. Daraus entsteht für ihn der grösste Nutzen. Ein Beispiel davon ist die Mensch-Maschine-Schnittstelle (MMI), die es ihm erlaubt, frei zwischen den beiden Bedienerphilosophien ehemaliger Agie- bzw. Charmilles-Maschinen zu wählen. Die GF AgieCharmilles deckt mit den ehemaligen Marken Agie, Charmilles und Mikron sowie System 3R einen breiten Bereich der Präzisionsfertigung ab. Was bringt das dem Anwender? Die Zukunft gehört demjenigen Maschinenbauer, der das beste

die nächste Station der insgesamt 12 Montagestationen übergeben werden. Bis zu vier Maschinen können so hochproduktiv montiert werden, in der Regel laufen aber drei Maschinen pro Tag vom Band, im Einschichtbetrieb.» Wie schon angedeutet, ist die Geometriebeherrschung ein ganz wesentlicher Punkt – nicht nur in der Produktion, auch bei der Montage.

Gesamtpaket anbieten kann. Bei GF AgieCharmilles bedeutet dies die Verbindung von Technologie und Service – überall auf der Welt. Technologisch beinhaltet es die beiden Schlüsseltechnologien EDM und HSM, ein modernes Sortiment an Automationslösungen und Tooling-Systeme. Dank unseres weltweiten Vertriebs- und Servicenetzes stehen unseren Anwendern kundennahes Applikationswissen und das umfassendste Angebot an Serviceleistungen, Verbrauchsmaterial, Ersatz- und Verschleissteilen zur Verfügung. Und sie können sich dabei immer an denselben kompetenten Ansprechpartner wenden. Sie haben auch in China einen Produktions- und Montagestandort. Worin genau unterscheiden sich die dort hergestellten Maschinen von den in der Schweiz produzierten? Die in China entwickelten Maschinen sind das Ergebnis eines nach höchsten Qualitätsanforderungen zusammengestellten Lieferantennetzes. Durch diesen lokalen Bezug ist es möglich, unsere Produkte auf einem bedeutend tieferen Kostenniveau zu halten, was auch bedeutet, dass sie punkto Preis-Leistungs-Verhältnis für den chinesischen Anwender die optimale Lösung sind. Das elektronische Paket wird weiterhin in der Schweiz produziert, d. h. es schlägt quasi ein Schweizer Herz in den Maschinen. Die Anforderungen Ihres Kunden an die Erodiermaschinen

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Maschinen nach neu montierten Teilen oft neu ausgerichtet werden müssen. Um den Prozess sicher nachvollziehen zu können, werden hierfür die Daten konsequent aufgezeichnet und abgespeichert. Das erhöht die Prozesssicherheit der Montage erheblich. Nach der Montage kommt schliesslich der Prüfprozess. Hier durch-

Patrick G. Köppe ist Chief Communications Officer, GF Agie Charmille: «Die Entwicklung neuer Steuerungs-Elektronik gehört mitunter zu einem der komplexesten Unterfangen.»

(z. B. Produktivität, Präzision, Automatisierung, Kostenstruktur) sind sicher unterschiedlich. Wie können Sie die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse befriedigen? Der Anwender in Europa will mit seiner Erfahrung das Optimum aus unseren Maschinen herausholen, um sich vom Mitbewerber zu differenzieren. Er sucht über das Expertensystem die technologische Differenzierung punkto Präzision, Schnelligkeit usw. Demgegenüber ist unser Kunde im «Einstiegsbereich» darauf bedacht, die Stückkosten seiner Produktion möglichst tief zu halten, d. h. er sucht die Einfachheit in der Bedienung, einen möglichst geringen oder keinen Schulungsaufwand und minimale Betriebskosten.

laufen die Maschinen ein aufwändiges Testprogramm, was letztlich dafür sorgt, das nur 100%-ige Maschinen das Werk verlassen. Allerdings ist diese Phase enorm aufwändig. D. Beretta: «Das zeigt sich allein daran, dass die Testphase mit 4 Tagen länger dauert als die Montagephase (drei Tage). In der Testphase wird die Geometrie per Laser geprüft und anschliessend ver-


In der Montage zeigt das Unternehmen seine Leistungsfähigkeit in Bezug auf Flexibilität und Produktivität. Dank der neuen flexiblen Fliessmontage können insgesamt 17 Modelle auf einer Linie montiert werden. Im Bild links die erste der 12 Stationen, auf im Boden integrierten Schienen geht’s weiter zur nächsten Station. (Bild rechts)

schiedene Prüf-Werkstücke erodiert, die in einem klimatisierten Vermessungsraum vollautomatisch vermessen werden. Erst wenn von hier grünes Licht kommt, kann die Maschine mit Prüfprotokoll zum Kunden gehen.»

Einzigartige Elektronikfertigung Eine weitere Besonderheit des Unternehmens ist seine Elektronik-Fertigung beispielsweise für den Maschinengenerator – das

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Herzstück der Erodiermaschinen. Das kann tatsächlich als einzigartig angesehen werden. D. Beretta: «Sowohl die Steuerung als auch die Generatoren, die für die Erodierprozesse von entscheidender Bedeutung sind, werden in Losone zum einen entwickelt als auch gefertigt und mit Elektronikbauteilen bestückt – ebenfalls mit Schweizer Know-how.» Hier zeigt sich, wie Mechanik und Elektronik und schliesslich auch Software perfekt ineinander grei-

fen, dass am Schluss die perfekte Erodiermaschine vom Band läuft. Wie beispielsweise die neue Senkerodiermaschinen-Baureihe «Form 2000/3000», die während der Innovationstage vorgestellt wurde.

Senkerosionsmaschine «Form 2000/3000» Die «Form 2000/3000»-Baureihe» definiert nach Aussage des Herstellers «die Präzisions- und Leistungsgrenzen in der Senkero-

sion neu.» Sie ist auf die Bedürfnisse anspruchsvoller Hersteller zugeschnitten. Ob die Produktion von Mikroelektronikteilen und komplizierten Telekommunikationskomponenten oder Steckverbindern und Multieinsenkungen mit höchsten Präzisionsanforderungen, die neue Senkerodiermaschinen-Baureihe deckt dieses ab.

Hohe Geschwindigkeiten Das mechanische Grundgerüst der «Form 2000/3000»-Baureihe

29.10.2007 9:08:43 Uhr

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Fertigung + Produktion

Die Daten der «Form 2000/3000» Die Senkerodiermaschinen «Form 2000» und «3000» bieten X-, Yund Z-Verfahrwege von 350 x 250 x 350 bzw. 600 x 400 x 500 mm. Die «Form 2000» kann bis zu 800 kg schwere und auf die «Form 3000» bis zu 2000 kg schwere Werkstücke aufnehmen. Bei beiden Maschinengrössen beträgt das maximal auf die Z-Achse ladbare Elektrodengewicht 100 kg. Die minimalen und die maximalen Arbeitskopf-Tisch-Abstände (ohne Spannfutter) betragen 170/520 bzw. 200/700 m. Die Arbeitstischabmessungen (Breite x Tiefe) belaufen sich bei der «Form 2000» auf 600 x 400 und bei der «Form 3000» auf 850 x 600 mm. Die «Form 2000» verfügt über ein 900 x 630 x 350 mm und die «Form 3000» über ein 1280 x 1040 x 450 mm grosses Arbeitsbecken. Die «Form 2000» und die «Form 3000» zeichnen sich nicht nur durch ihr Maschinengewicht von 3830 bzw. 5900 kg, ihren subtilen Anstrich in Grau und Orange und ihr ergonomisches Design aus, sondern ermöglichen auch effizienten und sicheren Maschinenbetrieb. Die «Form 2000/3000»-Baureihe mit ihren Abmessungen von 1410 x 2460 x 2660 bzw. 1790 x 2790 x 3110 mm ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Ingenieure dem Kriterium des Platzbedarfs in der Werkstatt hohe Bedeutung beimessen. «Form 2000/3000»: Ob die Produktion von Mikroelektronikteilen und komplizierten Telekommunikationskomponenten oder Steckverbindern und Multieinsenkungen mit höchsten Präzisionsanforderungen, die neue Senkerodiermaschinen-Baureihe deckt dieses ab.

wurde nicht nur auf extreme Leistungsfähigkeit bei hohen Geschwindigkeiten und Beschleunigungen ausgerichtet. Auch spezifische Marktsegmente, die hohe Präzision erfordern, werden voll abgedeckt. Konkret heisst das, es sollen neue Massstäbe in Bezug auf extremste Genauigkeiten in realen Industrieumgebungen gesetzt werden. Auch eine mögliche Automatisierung kann kundenorientiert mit einer modularen Paletten- und Elektrodenwechsellösung realisiert werden.

Entwicklung für den Kunden Die Entwicklungsingenieure der «Form 2000/3000»-Baureihe befassten sich mit den Anforderungen der Anwender: Anspruchsvolle Teile müssen nicht unbedingt eine komplexe Geometrie haben. Selbst die einfachsten Formen können infolge ihrer Grösse und der erforderlichen Perfektion oft schwer gefertigt werden. Das sind die Gebiete, wo die Maschinen ihre Fähigkeiten ausspielen können. Die «Form 2000» und «Form

3000» ermöglicht Anwendern, extrem genaue und perfekt geformte Geometrien mit einer sehr feinen Oberflächengüte von Ra 0.1 μm zu erodieren. Herz der «Form 2000/3000»-Baureihe ist der Maschinengenerator, der bemerkenswerte Leistungen prozesssicher und konstant erzielt. Der im Haus entwickelte Generator ist mit modernsten Technologien, Funktionalitäten und Funkenerosionsstrategien ausgerüstet.

Neue Benutzeroberfläche Des weiteren bietet die «Form 2000/3000»-Baureihe Besitzern von GF AgieCharmilles-Maschinen früherer Generationen eine spe-

zielle Benutzeroberfläche. Sie ermöglicht Anwendern, dieselbe CNC sowohl die Agievision- als auch die Dynamic Process Control (DPC)-Software zu laden. Die Agievision-Software ist ideal sowohl für Anwender, die bereits Agie-Maschinen nutzen, als auch für Kunden, die spezielle, für ihre Produktionsprozesse gut geeignete Funktionalitäten suchen. In Abhängigkeit der Anwenderbedarfe kann die DPC-Software, die das Vorbereiten der Senkerosionsmaschine und die Job-Einrichtung managt, einen systematischen Ansatz für die Nutzung der Maschine durch erstmalig GF AgieCharmilles-Produkte einsetzende Anwender darstellen.

Infos

Markus Sager, Managing Direktor Agie Charmilles Sales (ganz rechts im Bild) zeigt auf, wie die Technologien von Agie und Charmilles optimal zusammengeführt werden.

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Agie Charmilles Sales Ltd 6616 Losone TI 091 806 90 30 contact@ch.gfac.com www.gfac.ch Halle 1.2, Stand D9


EnergieSchweiz informiert . . .

Treibstoff vom Dach Im März 2008 hat die dreiköpfige Familie Schmid aus Niederdorf BL mit ihrem Elektroauto eine Fahrt nach Marokko unternommen. Die Fahrt im Renault Twingo (mit Zebra-Batterie) ging über Südfrankreich, Barcelona, Gibraltar, Fès, Marrakesch und Genua, zurückgelegt wurden 4567 Kilometer. Damit ist bestätigt, dass mit einem Elektroantrieb problemlos auch längere Strecken bewältigbar sind – oh-

Mit einem Elektroauto wie dem Renault Twingo lassen sich auch längere Fahrten machen. (Bild: e-mobile)

Die Fahrt nach Marokko ging über Südfrankreich, Barcelona und Gibraltar. (Bild: Familie Schmid)

ne Sponsoren oder technische Experimente. Den nötigen Solarstrom produzieren Schmids auf dem eigenen Hausdach in Niederdorf mit konventionellen Photovoltaik-Modulen. Der produzierte Solarstrom würde sogar für eine jährliche Fahrstrecke von 21 000 Kilometern ausreichen. Info: www.twikeklub.ch www.e-mobile.ch

Kostendeckende Einspeisevergütung Das revidierte Energiegesetz sieht zur Förderung des Ökostroms die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für Strom aus erneuerbaren Energien vor. Jährlich sollen dafür rund 320 Millionen Franken fliessen. Seit dem 1. Mai werden Anmeldungen für die KEV entgegengenommen. Pro Jahr kann die kostendeckende Einspeisevergütung nur für so viele neue Anlagen zugesprochen werden, wie es der Maximalbetrag für die jeweilige Technologie zulässt – das Volumen ist begrenzt. Kaum verwunderlich, dass die Anmeldestelle in den ersten Tagen förmlich überrannt wurde. Innerhalb von 24 Stunden gab es über 5000 Anfragen. Die Einspeisevergütung für den Strom aus Wasserkraft (bis 10 Megawatt), Photovoltaik, Windenergie, Geothermie, Biomasse wird ab dem

1. Januar 2009 erstattet, und zwar für den ab diesem Zeitpunkt produzierten Strom. Die Vergütungsdauer beträgt je nach Technologie 20 bis 25 Jahre. Info: www.swissgrid.ch

Zertifikate für peruanischen Ökostrom Im Bezirk Arequipa (Peru) entsteht ein Laufwasserkraftwerk, dessen zwei Turbinen jährlich rund 60 GWh Strom produzieren sollen. Der Ökostrom wird ins nationale Stromnetz von Peru eingespeist, wo er Strom aus fossiler Produktion ersetzt. Diese Emissionsreduktion wird in der Projektlaufzeit (2008 bis 2012) mit 140 000 CERs (Certified Emission Reductions) honoriert. Die Stiftung Klimarappen erwirbt alle 140 000 CERs aus

dem Kleinprojekt (Small-Scale Project). Die 6 Kubikmeter pro Sekunde Wasserströmung des Flusses «La Joya» wird genutzt, ohne dass ein Damm oder Staubecken nötig ist. Der Projekteigner hat sich zudem bereit erklärt, einen Teil der Einnahmen aus dem Verkauf der Kioto-Zertifikate für Stipendien zugunsten lokaler Studierenden einzusetzen. Der Bau des Kraftwerks begann im Frühjahr 2007, im Juni 2008 soll er betriebsbereit sein. Info: www.stiftungklimarappen.ch

Veranstaltungen Umweltfachfrau/-fachmann Ausbildungsbeginn am 20. August 2008, Biel Der Lehrgang «Natur- und Umweltfachfrau/-fachmann» bereitet mit thematischen Modulen von meist drei Tagen Dauer auf die eidgenössische Berufsprüfung vor. Info: www.umweltfachleute.ch Watt d’Or 31. August 2008 Mit dem Watt d’Or werden die besten Energieprojekte eines Jahres ausgezeichnet. Bis Ende August können auszeichnungswürdige Menschen, Projekte und Organisationen vorgeschlagen werden – von jeder Person. Info: www.wattdor.ch Minergie-P 4./5. September 2008, Biel, und 11./12. September 2008, Biel Das Planungsseminare Minergie-P richtet sich neben Architektinnen, Ingenieure, Planerinnen und Holzbauern auch an Generalunternehmen, Energiefachstellen und Immobilienverwaltungen. Info: www.hausbaumesse.ch Strom und Wärme 8. September 2008, Luzern Neben einer Marktübersicht der Hochleistungswärmedämmungen dreht sich am Energieapéro in Luzern alles um neue Entwicklungen für effizientere Elektrizitätsanwendungen. Info: www.energie-apero-luzern.ch Energie- und Umweltforschung 11./12. September 2008, Zürich Das 15. Schweizerische Status-Seminar Energie- und Umweltforschung im Bauwesen wird von der Empa gemeinsam mit dem «Nationalen Kompetenznetzwerk Gebäudetechnik und Erneuerbare Energien (brenet)» durchgeführt. Info: www.brenet.ch/statusseminar.php

Die Schattenseite der kostendeckenden Einspeisevergütung ist das begrenzte Volumen. Bei einzelnen Technologien, zum Beispiel der Photovoltaik, ist das Fördergeld bereits ausgeschöpft. (Bild: swissgrid)

Erneuerbare Energien 15. September 2008, Muttenz Der CAS-Zertifikatslehrgang «Eneuerbare Energien» vermittelt die Grundlagen für den Einsatz der erneuerbaren Energiesysteme zur Wärme- und Kälteerzeugung sowie zur Stromerzeugung. Info: www.fhnw.ch/habg/weiterbildung

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Fertigung + Produktion

Bohrerschleifmaschine: schnell, wirtschaftlich und flexibel

Spiralbohrer schleifen statt «ex und hopp» «Manche Spiralbohrer haben wir früher erst gar nicht nachgeschliffen», sagt Andreas Zumkeller. «Sie kamen in die Tonne und wurden ersetzt.» Gerade bei kleineren Bohrern hätte sich das Schärfen auf den grossen Werkzeug-Bearbeitungszentren kaum gerechnet: «Wegen der erforderlichen Qualifikation der Bediener war dies zu personengebunden und auch zu teuer», führt der Geschäftsführer der deutschen Königsheimer EZUMetallwaren GmbH+Co. KG aus.

Autor Wolfgang Filì, Fachjournalist, Köln

D

as auf die Lohnfertigung anspruchsvoller Drehteile zwischen 5 und 65 mm Durchmesser spezialisierte Unternehmen hat gleich mehrere dieser hoch technisierten und für das Schleifen komplexer Schneiden und Stufenwerkzeuge ausgelegten Maschinen im Haus.

Kostengünstige Alternative gesucht Mit den geometrisch eher simplen Spiralbohrern wären sie zwar ausgelastet, in ihren Möglichkeiten jedoch weit unterfordert gewesen. Ein Por-

sche auf dem Feldweg ergebe keinen Sinn, kommentiert Zumkeller. Allerdings lägen 60 % der in seiner Drehteilefertigung genutzten Spiralbohrer in genau jenem grenzwertigen Bereich zwischen 4 und 16 mm Durchmesser. Daher habe man zu der «ex und hopp»-Praxis eine kostenfreundliche Alternative gesucht. Diese hat EZU jetzt gefunden. Der Schleifautomat «XPS-16» der in Paderborn, ebenfalls Deutschland, ansässigen Brinkmann+Wecker GmbH hat vier CNC-gesteuerte Achsen und schärft Spiralbohrer zwischen 3 und 16 mm Durchmesser selbstständig und ohne jeden Eingriff von Hand. Dabei ist nachrangig, ob es sich um Werkzeuge aus Schnellarbeitsstahl oder Vollhartmetall handelt.

Brinkmann+Wecker GmbH: der Schärfspezialist Die Brinkmann+Wecker GmbH ist Generalimporteur von Schleifmaschinen der US-amerikanischen Hersteller DAREX Corp, Oliver Corp und Glendo Corp sowie der italienischen Cuoghi Srl. Das Programm des in Paderborn, Deutschland, ansässigen Unternehmens deckt das Schärfen von Spiralbohrern zwischen 0,5 mm und 100 mm Durchmesser lückenlos ab. Für nahezu alle Fragen rund um den Bohreranschliff bietet Brinkmann+Wecker eine wirtschaftlich interessante Lösung. In die Beratung fliessen auch die Erfahrungen aus dem hauseigenen Schleifbetrieb ein.

Schärfen, ausspitzen, bürsten So bürstet der «XPS-16» Hartmetallbohrer nach dem vollautomatischen Schärfen und Ausspitzen mit einer keramisch beschichteten Nylonbürste aus – und zwar auch dieses automatisch und ohne dass der Bediener sich dazu rühren müsste. Das Einzige, was er zu tun hat, ist, den Bohrer einzuspannen und den Startknopf zu drücken. Alles Weitere erledigt der Automat. Ein Handling-Komfort, der sich gerade bei an- und ungelernten Kräften rechnet.

Spiralbohrer wirtschaftlich schleifen: Kegelmantelschliff und Flächenschliff mit Kreuz- oder Radius-Ausspitzung, Kantenverrundung jeweils inklusive. Nach dem Schärfen bürstet die «XPS-16» die Schneiden vollautomatisch mit einer keramisch beschichteten Nylonbürste aus. (Bilder: Filì)

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EZU: technisch anspruchsvolle Drehteile Die EZU-Metallwaren GmbH+Co. KG ist Lohnfertiger für geometrisch wie technisch anspruchsvolle Drehteile zwischen 5 und 65 mm Durchmesser. Kunden des in den 80erJahren in Königsheim, Deutschland, gegründeten Unternehmens sind internationale Zulieferer der Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrtbranche, ferner medizintechnische Betriebe und der allgemeine Maschinenbau. EZU produziert überwiegend Grossserien. So verlassen derzeit täglich bis zu 600 000 einbaufertig bearbeitete Drehteile das Haus. EZU-Metallwaren GmbH+Co. KG D-78598 Königsheim +49 7429 930 20 info@ezu.de www.ezu.de

Die Software der «XPS-16» bietet die Möglichkeit, die Geometrien der Spiralbohrerspitzen entsprechend den eigenen Vorstellungen und Erfahrungen zu gestalten. Für das Abspeichern stehen 25 Plätze zur Verfügung. (Bild: Filì)

Sondergeometrien möglich Auch Sondergeometrien und Varianten verursachen keinen weiteren Aufwand. Und weil die Maschine zudem die Aufgaben erheblich teurerer Schleifzentren wie bei EZU übernehmen kann, kann sie diese entlasten. Betriebswirtschaftliche Orientierungszahlen für den «XPS-16» sind zwischen 15 und 30 scharfe Bohrer pro Stunde sowie ein Return-on-Investment binnen sieben Monaten. Dem EZU-Chef kamen solche Merkmale zupass. Nach kurzer Prüfung

Typische Teile, so wie bei EZU täglich zu Hunderttausenden produziert werden: In knapp 80 % der 5 bis 65 mm durchmessenden Werkstücke müssen Löcher gebohrt werden. Insbesondere hier lohnt sich der Einsatz der Spiralbohrer-Schleifmaschine. (Bild: EZU)

habe man den Automaten gleich vom Brinkmann+Wecker’schen Vorführwagen weg gekauft, berichtet Zumkeller. Bereut habe man diese – mit unter 35 000 Euro Einstandspreis einschliesslich Schulung – überschaubare Investition bislang nicht. Im Gegenteil: Die Maschine ist einfach zu bedienen. Auf einem berührungssensitiven Bildschirm wird die Spitzengeometrie der Spiralbohrer schematisch angezeigt und per Fingertipp ausgewählt. Der Bediener hat freie Wahl zwischen einem Kegelmantel- sowie einem Vierflächen-Anschliff jeweils mit oder ohne Kreuzbeziehungsweise Radiusausspitzung. Fachwissen ist wie immer hilfreich, für die Nutzung der «XPS-16» aber keineswegs gefordert.

Bohrer stets scharf Diese geldwerte Erfahrung hat man zwischenzeitlich auch bei EZU gemacht: Als der für das Werkzeugschärfen zuständige Mitarbeiter einmal über Wochen ausfiel, hatte das für die Spiralbohrer wenig Konsequenz. Die anderen Kollegen hätten seine Aufgaben am «XPS-16» nahtlos übernommen, wundert Zumkeller sich noch heute. Niemand habe den Wechsel weiter registriert. Die Bohrer waren stets scharf. Weiteres Merkmal des «XPS-16» ist das sogenannte Grind-Motion-Control-System. Es passt die Schleifgeschwindigkeit der eingestellten Abtragsvorgabe an und verhindert damit, dass sich der Bohrer zu sehr erwärmt. Die Präzision der Schliffe ist entsprechend hoch. So liegt die maximale Differenz der Schneidenhöhen bei 0,01 bis 0,02 mm. Die Maschine hat ausserdem eine Absaugeinrich-

tung, die für saubere Schleifscheiben und Spannsysteme sorgt.

Software bietet verschiedene Möglichkeiten Die bordeigene Software bietet zudem reichlich Möglichkeiten, die Geometrie der Spitzen nach eigener Vorstellung und Erfahrung zu gestalten. Für das individuelle Abspeichern stehen 25 Plätze zur Verfügung, sodass die Daten jederzeit wieder aufgerufen werden können. Insoweit sind Anwender des «XPS-16» in der Lage, grosse Schleifzentren mit hohem Maschinenstundensatz in Stoss- und Spitzenzeiten zu entlasten.

Reine Schleifzeit zirka eine Minute Lässt man das Ein- und Ausspannen der Werkzeuge aussen vor, dauert der Schleifvorgang einschliesslich Positionieren und Ausspitzen nicht mehr als eine Minute. Solche Kapazität im eigenen Haus zu haben, spart unnötige Umlaufzeiten, erübrigt das sonst erforderliche doppelte Vorhalten der Werkzeuge oder – wie früher bei EZU –, dass stumpfe Spiralbohrer «ex und hopp» in der Tonne landen.

Infos Brinkmann+Wecker GmbH D-33104 Paderborn +49 5254 920 00 info@brinkmann-wecker.com www.brinkmann-wecker.com

07-08 technica 57


Automations- und Antriebstechnik

| Antriebstechnik

Kriterien für die Auswahl des richtigen Antriebs

Praktizierte Anwendungs-Flexibilität Die richtige Antriebstechnik für eine spezielle produktionsoder montagetechnische Aufgabe sorgt für mehr Effizienz, mehr Qualität, mehr Prozesssicherheit und mehr Wirtschaftlichkeit.

E

in Antrieb ist ein Antrieb ist ein Antrieb – nach dieser Devise wurde lange Zeit verfahren. Denn wenn es lediglich galt, eine bestimmte Kraft zu erzeugen und/oder bestimmte Kraft-/WegKombinationen zu realisieren, spielte die Antriebstechnik keine allzu grosse Rolle, wenn sie nur genügend Kraft produzierte. Doch schon

in dem Wörtchen «bestimmte» vor der Kraft und erst recht bei den Kraft-/Weg-Kombinationen ist die Trennung der Spreu vom Weizen vorgegeben, weil eine «bestimmte» und eventuell auch noch reproduzierbare Kraft eben doch mehr ist als nur eine mehr oder weniger exakt definierte Maximalkraft. Und weil sich die Ingenieure nicht erst seit heute Gedanken machen um mehr Effizienz und gleichbleibende hohe Qualität, bietet Tox Pressotechnik GmbH auch schon seit vielen Jahren die energiesparenden und reproduzierbaren Presskräfte erzeugenden Antriebszylinder ToxKraftpaket, die weltweit für unterschiedlichste Anwendungen im Einsatz sind. Um den Wünschen der Kunden und den Forderungen aus den unterschiedlichen Märkten umfassend gerecht zu werden, wurde über die Jahre ein breites Programm entwickelt, das sich auf die Bereiche Pneumatische Antriebe, Pneumomechanische Antriebe, Pneumohydraulische Antriebe und Servomechanische Antriebe stützt.

Kriterien für die Wahl der Antriebstechnik

Pressengestell mit Steuerung und Sicherheitseinrichtung. Wahlweise mit der passenden TOXAntriebsvariante auszustatten.

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Welcher Antrieb für welchen Einsatzfall? Diese Fragestellung bringt einen Anwendungs-Ingenieur von Tox Pressotechnik vergleichsweise selten aus der Fassung, denn er kann ja aus dem Portfolio der Tox4Drive-Antriebstechnikfamilie und damit quasi aus dem Vollen schöpfen. Die Gründe, die aus der Sicht des Anwenders für den Einsatz ei-

TOX-Automatikstation mit elektromechanischem Antrieb TOX-ElectricDrive und Clinchwerkzeug.

nes bestimmten Antriebs sprechen, können sein: Technologie, Platz, Kosten, Vorgaben in Lastenheften, Ersatzteilversorgung, Prozesssicherheit, Energieverbrauch, Anschlusskonstruktionen, Service und Wartungsaufwand. Für den Konstrukteur oder den Anwendungs-Ingenieur gibt es jedoch noch einige Gründe mehr, diese oder jene Antriebsvariante zu empfehlen bzw. zu wählen: Fähigkeiten und Leistungen des Antriebs, Korrosion und Umgebungsbedingungen, Ex-Schutz, Wärmehaushalt, Steuerungsaufwand, Gewicht, Bauraum, Lebensdauer, Umweltauflagen, Emissionsschutz, Bedienerfreundlichkeit, Si-


TOX-Roboterzange mit pneumohydraulischem Antrieb TOX-Kraftpaket.

cherheit vor Fehlbedienungen, Know-how am Betriebsort, Kompatibilität im Austauschfall, Reparaturfreundlichkeit, Wahl des Energieträgers, Maschinen- und Betriebssicherheit, Geräuschentwicklung und dergleichen mehr.

Keine Kompromisse Folgerichtig kann nur derjenige Anbieter eine optimale Lösung offerieren, der sich nicht auf die eine oder andere Antriebsvariante, die er gerade im Lieferprogramm hat, festle-

gen muss, sondern der alle relevanten Alternativen im Portfolio hat. Eine kompetente technische Beratung unter Einbeziehung aller Aspekte ist unerlässlich, um die immer komplexer werdenden Aufgabenstellungen und Anforderungen beispielsweise der Automobilhersteller und deren Zulieferer vollumfänglich lösen und erfüllen zu können. Die aus vier Segmenten bestehende Antriebstechnikfamilie Tox-4Drive ermöglicht in jedem Fall eine optimale Lösung, und zwar unter Berücksichtigung aller relevanten Aspekte. Schliesslich kommt es darauf an, was man daraus macht, wenn es zum Beispiel «lediglich» um das Einpressen von Lagern in unterschiedlichen Tiefen-Positionen geht. Lediglich? Verschiedene Tiefen-Positionen? Das ist sicher kein Fall mehr für einen pneumatischen oder pneumohydraulischen Antriebszylin-

der, sondern für einen servomechanischen Antrieb Tox-ElectricDrive, der einfach entsprechend programmiert wird und dann reproduzierbar präzise die Einpresspositionen einnimmt. Wer allerdings «nur» ein Loch in ein Blech stanzen muss, der dürfte mit einem pneumohydraulisch betriebenen Antriebszylinder-Tox-Kraftpaket bestens zurechtkommen, denn hier steht die gewünschte Kraft im geforderten Arbeitszyklus zur Verfügung und zwar bei Bedarf rund um die Uhr. Geht es darum, ein Teil in einem Hub zu spannen und zu prägen bzw. zu fixieren und zu stanzen, stellen die pneumomechanischen Antriebseinheiten Tox-Kraft-Kurver die ideale Lösung dar, etwa für Blechteile im Karosseriebau. Dank des 90°-Schwenkwinkels des KraftKurvers lassen sich die Werkstücke einfach und schnell einlegen bzw. entnehmen, wodurch schnellere Zykluszeiten möglich sind. Die rein pneumatischen Antriebszylinder schliesslich werden für kleinere Pressen Tox-FinePress eingesetzt, mit denen beispielsweise kleinere mechanische Arbeiten oder Montageoperationen durchgeführt werden. (mg)

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Automations- und Antriebstechnik

| Antriebssteuerungen

Zum Titelbild Epos2 – neue Generation des erfolgreichen Motion Controllers

Komplexe Bewegungen einfach steuern Die kleinen, intelligenten und kompakten Positioniersteuerungen «Epos» erhalten ein neues Kind mit noch mehr Performance und zusätzlichen Features. Damit sind komplette Antriebslösungen für exakte Positionier- und geregelte Drehbewegungen in Verbindung mit Maxon-Motoren noch einfacher realisierbar.

E

pos ist eine Familie modular aufgebauter, digitaler Positioniersteuerungen nach CANopen-Standard für DC- und EC-Motoren mit Inkrementalencoder im Leistungsbereich von 1 bis 700 Watt. Sie bieten den Betrieb im Positions-, Geschwindigkeits- und Stromregelmodus und können per Softwarekommandos für den Betrieb mit DC-Motoren und EC-Motoren konfiguriert werden. Eine Vielzahl von Betriebsmodi ermöglicht den flexiblen Einsatz in verschiedensten Antriebssystemen der Automatisierungstechnik und Mechatronik. Die Epos2 50/5 ist die Weiterentwicklung der erfolgreichen Epos-Familie, völlig überarbeitet und mit erweiterter Funktionalität, aber trotzdem kompatibel mit dem bestehenden Programm. Mit bis zu 50 VDC Versorgungsspannung und 5 A Dauerstrom – oder 250 W Dauerleistung – schliesst die Epos2 50/5 die Lücke im Leistungsbereich zwischen der Epos 24/5 (120 W) und der Epos 70/10 (700 W). Eingebaute Drosseln ermöglichen den problemlosen Betrieb, selbst mit niederimpedanten Motoren. Bei bürstenlosen EC-Motoren wird eine sinus-

Autor Urs Kafader Leiter der Technischen Ausbildung bei maxon motor ag 6072 Sachseln

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förmige Stromkommutierung und Space Vektor PWM verwendet. Daraus folgen: hoher Motorwirkungsgrad, kleines Momentenrippel und geringes Motorgeräusch. Neueste 32-bit Digital-Signal-ProzessorTechnologie erlaubt eine höhere Rechenleistung. Zusammen mit dem zusätzlichen Speicher ergeben sich Motion-Control-Funktionalitäten vom Besten. Komplexe mathematische Algorithmen werden effizienter ausgeführt und ermöglichen noch bessere regeltechnische Eigenschaften.

Antriebssteuerung mit CANopen-Standard Die Motion-Controller der Epos-Familie gehorchen dem CANopenStandard CiA DS-301 und DSP402. Die Kommunikation zwischen allen CAN-Busteilnehmern, insbesondere mit dem übergeordneten Master, sowie sämtliche MotionControl-Funktionen der Antriebe sind mit diesen Standardprofilen definiert; zum Beispiel alle möglichen Positioniermodes, Referenzierungsarten und die Achssynchronisation. Damit sind einfachste Integration in bestehende CANopenSysteme, grösste Kompatibilität mit anderen Antriebsherstellern und Vernetzung mit weiteren CANopenModulen gegeben. CANopen wird von allen massgeblichen SPS-Herstellern unterstützt. Dieser Datenbus hat sich durch seine enorme Verbreitung im Automobilbereich auch eine sehr starke Position als

Feldbus und Gerätebus in der Automatisierungsindustrie gesichert. Es zeichnet sich durch gute Leistungsfähigkeit für Motion-Control-Anwendungen, höchste Zuverlässigkeit, Sicherheit und niedrigste Anschaltkosten pro Busknoten aus. Alternativ sind die Epos-Controller über die serielle Schnittstelle RS232 ansteuerbar, bei der Epos2 50/5 zusätzlich über USB. Ein weiteres Feature dieser beiden seriellen Schnittstellen ist, dass standardmässig ein Protokollwandler (Gateway) RS232 respektive USB zu CANopen implementiert ist. Dies ermöglicht eine Vernetzung von Antrieben auch über die seriellen Schnittstellen. Jedes Epos-Modul kann ohne Konfiguration sofort als Gateway eingesetzt werden. Dies vereinfacht zudem die Diagnose von allen Achsen in einem CAN-Netzwerk. Detaillierte Informationen zu dieser überaus interessanten Funktion sind in den entsprechenden Application Notes beschrieben.

Typische Bewegungsaufgabe: mit einem XY-Tisch eine zweidimensionale Bahn (z. B. um Hindernisse) abfahren.


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Wichtige Erläuterungen: Punkt-zu-Punktsteuerung Ausgelöst durch einen Bewegungsbefehl wird ein komplettes Weg/Zeit-Fahrprofil von Punkt A nach B erzeugt. Meist ist auch während der Ausführung des Befehls eine Änderung der Bewegungsparameter (Ziel, Beschleunigung, Geschwindigkeit) möglich. Pfadgenerator Interne Berechnungsroutine, welche unter Berücksichtigung von aktueller Position, Zielposition, Beschleunigung und Drehzahl automatisch in einem bestimmten Takt neue SollPositionen als Vorgabe für den Lageregelkreis berechnet.

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Interpolated Position Mode Eine durch Stützpunkte vorgegebene Bahn wird synchron abgefahren. Die Stützpunkte geben dabei die Position und die Geschwindigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt vor. Der Regler interpoliert die zwischenliegenden Punkte selbständig. Mit einem geeigneten Master können sowohl koordinierte Mehrachsbewegungen als auch beliebige Profile in einem 1-Achs-System ausgeführt werden. Geschwindigkeitsprofil Automatisch berechneter Geschwindigkeitsverlauf während einer Bewegung. Meist wird ein trapezförmiges Geschwindigkeitsprofil, welches sich in drei Teilbereiche (konstante Beschleunigung, gleichförmige Bewegung, Bremsen) zerlegen lässt, verwendet. Ein sanfteres Anfahr- und Bremsverhalten (ohne Drehmomentstösse) kann durch Profile mit sinusförmiger Beschleunigung erzielt werden.

Eigenständige Zwischenpositionsberechnung Die Epos Motion Controller sind Punkt-zu-Punkt-Positionierantriebe, was bedeutet, dass die Bewegungen immer vom Start- zu einem Zielpunkt hinführen. Zwischenpositionen werden vom Pfadgenerator der Epos eigenständig berechnet, wobei das gewählte Bewegungsprofil und die Parameter Beschleunigung und maximale Geschwindigkeit berück-

sichtigt werden. Typische Anwendungen mit unabhängigen Achsen sind das Verstellen von Anschlägen in komplizierten Bearbeitungsmaschinen, Sortiermaschinen, Produktionsmaschinen etc. Mit einem geeigneten CAN-Master (z. B. eine programmierbare Epos P 24/5) und etwas Programmieraufwand können auch synchron verkoppelte Mehrachsensysteme mit 2 bis ca. 6 Achsen pro CAN-Bus aufgebaut werden. JetWeb reduziert den Zeitaufwand für die Programmierung und die Inbetriebnahme Ihrer Maschinen: Mit dem Programmiertool JetSym und nur einer Programmiersprache realisieren Sie alle Funktionen für das Steuern, Antreiben und Vernetzen. Durchgängiges Ethernet vereinfacht die Modularisierung Ihrer Anlagen und ermöglicht eine direkte und umfassende Kommunikation mit der Office-EDV. E-Mail- und SMS-Versand direkt aus der Steuerung informieren Sie rechtzeitig und vermeiden Stillstandszeiten. JetWeb — Efficient Automation Solutions.

Lösung mit Interpolated-Position-Mode (IPM): Die Stützpunkte der gesamten Bewegung werden im Voraus an die Achsen gesandt. Der IPM interpoliert die nötigen Zwischenpositionen der gesamten Bewegung. Dabei werden auch Geschwindigkeitswerte an den Stützstellen berücksichtigt, sodass die Bewegung fliessend abgearbeitet wird. Die Bewegung wird durch einen einzigen kurzen Startbefehl an alle Achsen gestartet. Jetter (Schweiz) AG · Münchwiler Str. 19 · CH-9554 Tägerschen Telefon 0 71 /918 79 50 · Fax 0 71 / 918 79 69 · sales@jetterag.ch

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Automations- und Antriebstechnik

Die Epos2 ist eine weiterentwickelte Positioniersteuerung. Dank dem Interpolated-Position-Mode (IPM) ist die Epos2 in der Lage, eine durch Stützpunke vorgegebene Bahn synchron abzufahren.

Typische Anwendungen dafür sind Wickelmaschinen, Druckmaschinen, elektronische Getriebe, Kurvenscheiben und Roboter. Bei dynamischer Synchronisation mit kurzen Zykluszeiten von wenigen Millisekunden stösst man allerdings sehr schnell an die Grenzen der Kapazität des Bussystems. Da der Abgleich verschiedener Achspositionen im Master geschieht, verlangt die Punkt-zuPunkt-Positionierung das ständige Versenden von Positionierbefehlen und Auslesen der Positionen der verschiedenen Achsen. Hier hilft der «Interpolated Position Mode», der neu in der Epos2 50/5 implementiert wurde. Die Bewegung wird für mehrere Achsen im Voraus in Form von Stützpunkten (Position, Geschwindigkeit, Zeit) parametriert und in die Motion Controller geladen. Zwischen den Stützpunkten interpolierten die verschiedenen Achsen selbständig und arbeiten das Bewegungsprofil zeitsynchron ab. Damit ist die Epos2 in der Lage, eine durch Stützpunkte vorgegebene Bahn abzufahren. Mit einem geeigneten Master können sowohl koordinierte Mehrachsbewegungen als auch beliebige Profile in einem 1-Achs-System ausgeführt werden. Die Epos-Familie ist mit diversen frei konfigurierbaren, digitalen und analogen Ein- und Ausgängen versehen, die es erlauben, die in der Antriebsperipherie anfallenden Signale direkt einzulesen und eine Funktionalität zuzuweisen, wie zum Beispiel als Referenz- oder End-

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schalter. Die digitalen Eingänge der Epos können so konfiguriert werden, dass beim Auftreten einer positiven oder/und negativen Flanke eines Einganges der aktuelle Positionswert gespeichert wird, sogenannte Capture-Eingänge oder Position-Marker. Ähnlich können die digitalen Ausgänge der Epos2 als Trigger-Ausgang oder Position-Compare eingestellt werden: Bei einem gewählten Positionswert wird ein digitales Signal ausgegeben. Bei der neuen Epos2 50/5 wurde speziell auf Störsicherheit und wirksamen Schutz gegen elektromagnetische Störsignale geachtet. Die digitalen Ein- und Ausgänge sind entsprechend optoentkoppelt ausgeführt. Ebenfalls stehen zusätzlich vier schnelle differenzielle Eingänge nach RS422 zur Verfügung, die viele Möglichkeiten der Signalverarbeitung zulassen. Weiter sind analoge Eingänge verfügbar, die dank den 12-bit Analog-Digital-Wandlern eine hohe Auflösung und somit eine gute Qualität der analogen Signalerfassung erreichen.

Intuitiv bedienbare Inbetriebnahme Zur Konfigurierung, Inbetriebnahme und für das Autotuning von Reglerparametern steht ein Windows-basiertes, intuitiv bedienbares grafisches User Interface, das Epos-Studio, zur Verfügung. Verschiedene Wizards (elektronische Assistenten) und Funktionen helfen, den Antrieb problemlos in Betrieb zu nehmen. Sie unterstützen beispielsweise bei der Konfiguration des Antriebs sowie der Ein- und Ausgänge und bei der Sicherung und dem Klonen der Parameter von Antriebsachsen. Dank dem eingebauten «Data-Recorder» lassen sich dynamische Signale einfach abbilden und analysieren. Völlig neu gestaltet wurde die Funktionalität «Regulation Tuning», die dem Anwender ein wirksames und zeitsparendes Hilfsmittel für die optimale Einstellung sowohl der Strom- als auch der Geschwindigkeits- oder Positionsregelung in die Hand gibt. Das Regulation Tuning erfolgt in drei Schritten: Streckenidentifikation, Vorsteue-

| Antriebssteuerungen

Die Epos2 50/5 (mit USB) ist abgestimmt auf bürstenbehaftete DC-Motoren mit Encoder oder bürstenlose EC-Motoren mit Hall-Sensoren und Encoder, von 5 bis 250 Watt.

rungs- und Reglerparametrierung sowie Verifikation der Regelung. Für die Identifikation wird die Regelstrecke der Anwendung durch eine Rückkopplungsstruktur ergänzt, in der sich kontrollierte Dauerschwingungen ausbilden. Die Charakteristika der Dauerschwingungen repräsentieren wesentliche Streckeneigenschaften. Aus diesen Streckeneigenschaften sowie qualitativen Anforderungen der Anwendung werden geeignete Vorsteuerungs- und Reglerparameter berechnet. Die abschliessende Verifikation dient zur Kontrolle des Gesamtsystems. Für die einfache Programmierung stehen zahlreiche vorbereitete IEC61131-3-Bibliotheken für CANMaster-Einheiten diverser SPS-Hersteller (Beckhoff, Siemens/Helmholz, VIPA) und 32-bit WindowsDLLs für PC Master (IXXAT, Vector und National Instruments) bereit. Diverse Programmierbeispiele für MS Visual C++, MS Visual Basic, Borland C++, Borland Delphi, National Instruments LabView und National Instruments LabWindows/CVI sind frei verfügbar. Die Bedienungsanleitungen und die Software können von der Maxon Homepage www.maxonmotor.com kostenlos heruntergeladen werden.

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Systembau |

Zulieferindustrie und Industriebedarf

Die Systembauer erhalten an der nächsten Swisstech eine eigene Plattform

Projektmanagement als Zulieferauftrag Systembauer sind eine besondere Gattung von Zulieferbetrieben, wurden in der Öffentlichkeit bisher aber kaum wahrgenommen. Dabei spielen sie mit ihrem Know-how im Projektund Supply-Chain-Management für viele grosse Maschinenund Anlagenbauer eine strategisch wichtige Rolle. Mit der Plattform «Die Systembauer» erhalten sie im Rahmen der Swisstech erstmals ein Gesicht. Was unterscheidet den Systembauer vom üblichen Zulieferer? Wir unterhielten uns mit Guido Pinna, Geschäftsführer der Stoppani AG. Die Systembauer erhalten an der Swisstech in diesem Herbst zum ersten Mal eine eigene Plattform. Herr Pinna, wie stark stecken Sie persönlich hinter dieser Idee? Guido Pinna: Die Messe Schweiz hat uns im Rahmen der Ausstellerwerbung für die Swisstech kontaktiert und uns ihr Konzept vorgestellt, das nicht wesentlich anders war als bei unserem letzten Swisstech-Auftritt vor vier oder sechs Jahren. Wir haben die Messeleitung darauf aufmerksam gemacht, dass unsere «Gattung» der Systembauer fehlt und eine Messebeteiligung für uns deshalb wenig Sinn macht. Daraufhin wurde die Plattform «Die Systembauer» ins Leben gerufen. Wir werden diese Plattform gerne nutzen und sind gespannt auf die Resonanz aus dem Markt. Wie international ist Ihre Kundschaft? Oder anders gefragt, wie wichtig ist die Swisstech für Ihr Geschäft? Pinna: Der direkte Exportanteil liegt bei 33%. Das Systemgeschäft ist eher ein lokales Geschäft, da es sehr viel mit Vertrauen und KnowHow-Transfer zu tun hat. International kommen wir in der Regel eher

Interview Martin Gysi, Chefredaktor Technica

dann ins Geschäft, wenn jemand auf unsere Kernkompetenzen angewiesen ist. Dazu gehören zum Beispiel unsere Reinraum-Montageabteilung und die damit verbundene Reinraumerfahrung oder unser Know-how in der Vakuumtechnik. Der Schweizer Markt ist für uns sehr wichtig, aber er ist bei unserer Kundenstruktur auch recht überschaubar. Die grossen Firmen, die den Schritt ins Outsourcinggeschäft noch nicht gemacht haben und bis zum letzten Zahnrad noch weitgehend alles selbst fertigen, lassen sich fast an einer Hand abzählen. Aber diese Firmen kontaktieren uns oft an der Swisstech – ob sie ihre Produktionsstrategie in der Folge dann tatsächlich ändern, ist allerdings eine andere Frage.

Im Vordergrund stehen die Prozesse Sie haben Ihre Reinraum-Montage angesprochen. Welche weiteren Technologien werden bei Stoppani eingesetzt? Pinna: Technologisch gesehen liegen unsere Haupttätigkeitsfelder bei der spanabhebenden Metallbearbeitung und bei der Baugruppenmontage – und dabei als Spezialität bei der Reinraummontage. Aber entscheidend ist eigentlich nicht der Maschinenpark – eine neue Werkzeugmaschine kaufen und mit Kundenteilen laufen lassen, das

Guido Pinna führt den «Systembauer», Stoppani AG seit über 10 Jahren. Er hat mit seinem Team die Stoppani AG zu einem der führenden Systembauer in Europa ausgebaut.

kann jeder – entscheidend ist vielmehr die bei uns konsequent umgesetzte Lean-Philosophie. Damit haben wir auch die letzten drei Kunden überzeugt! Wenn man von unserem für die Schweiz einmalig grossen Montage-Reinraum absieht, differenzieren wir uns gegenüber unseren Mitbewerbern weniger durch den modernen Maschinenpark und das tolle Gebäude, sondern durch unser Streben nach Prozessführerschaft. Welche Rolle spielt der Systembauer im Zuliefergeschäft? Pinna: Der zunehmende Kostendruck als Folge der Globalisierung zwingt die Maschinen- und Anlagenbauer nicht nur, ihre Kosten zu senken – nicht immer ist dabei eine Produktionsverlagerung in Billiglohnländer möglich und sinnvoll – sondern gleichzeitig die Marktposition durch kürzere Innovationszyklen aufrecht zu erhalten. Nur – Innovation braucht gute Köpfe, Zeit und Geld. Letzteres können innovative Firmen gezielter einsetzen,

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Zulieferindustrie und Industriebedarf

| Systembau

Haus ist. Da stellt sich für diese Firmen stets die Frage, ob in zwei Jahren dann auch noch die Aufträge für diese Maschinen vorhanden sind. Wie erwähnt können wir dieses Risiko viel besser abfedern.

Mit standardisierten «Lean-Produktionszellen» sind Systembauer wie die Stoppani AG in der Lage, die Montage- und Durchlaufzeiten im Vergleich zu entsprechenden Produktionszellen beim Kunden um bis zu 50% zu optimieren.

wenn sie sich auf ihre Kerntätigkeiten konzentrieren: Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Verkauf. Die eigentliche Produktion – oder zumindest die nicht «kerntechnologieträchtigen» Teile davon – lagern sie deshalb an uns Systembauer aus. Aus diesem Grund gewinnt der Systembauer innerhalb der Zulieferebranche immer mehr an Dynamik und Bedeutung. Dabei geht man doch von der Annahme aus, dass der Systembauer günstiger produzieren kann als der Kunde selbst. Ist das wirklich so? Und weshalb? Pinna: Innovation ist auch beim Systembauer eine Voraussetzung fürs Überleben. Seine Innovation zielt aber auf Logistik und Produktion. Hier liegt deshalb das Synergiepotential zwischen den beiden Welten. Die Systembauer entwickeln Prozesse, um die Produktion ihrer Kunden reibungslos zu integrieren und zu optimieren. Mit standardisierten «Lean-Produktionszellen» sind Systembauer in der Lage, die Montage- und Durchlaufzeiten im Vergleich zu entsprechenden Produktionszellen beim Kunden um bis zu 50% zu optimieren. Im Gegensatz zum Kunden hat der Zulieferer zudem die Möglichkeit, Schwankungen in der Auslastung der teu-

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ren Produktionsmittel wie Werkzeugmaschinen über Kundenaufträge aus Märkten mit anderen Konjunkturzyklen auszugleichen. Und im Weiteren kann der Systembauer über seine globale, erprobte Supply Chain, die er mit Methoden wie Kanban und JIT steuert, für den Kunden zusätzliche Kosteneinsparungen erzielen.

Investition in Innovation oder Produktion Sind denn Firmen, die auch Fertigung, Montage und Logistik im Haus behalten, Ihrer Meinung nach nicht mehr zeitgemäss? Pinna: Im Gegenteil: Firmen, welche die gesamte Kette wirklich im Griff haben, sind in der Regel am erfolgreichsten. Trumpf ist ein gutes Beispiel dafür. Solche Firmen werden deshalb leider kaum Kunden von uns. Unsere Zielkunden sind Firmen die z. B. aufgrund ihres Branchenumfelds ihre Marktposition durch hohen Innovationsrhythmus behaupten müssen und deshalb nicht gleichzeitig in die Produktion investieren können. Wir haben allein in diesem Jahr rund 5 Millionen Franken in Produktionsmittel investiert. Dabei ist zu beachten, dass es in der Regel 8 bis 24 Monate dauert, bis eine Werkzeugmaschine im

Als Systembauer bieten Sie offensichtlich eine Leistungstiefe an, die weit über die «verlängerte Werkbank» hinaus in Richtung Projektgeschäft vom Beschaffungswesen bis zum After-SalesService geht. Mit einem «Patron» im Büro und ein paar Leuten an den Werkzeugmaschinen ist das kaum zu schaffen? Pinna: Da haben Sie recht und das ist wohl auch der Punkt, bei dem sich der Systembauer am meisten vom «klassischen Zulieferer» unterscheidet. Wir haben im Moment acht zwei- bis dreiköpfige Projektteams am Arbeiten. Jedes Team besteht aus einem technischen Projektbetreuer (Techniker HF oder Ing. FH) und einem Einkäufer. Entscheidend ist dabei, dass der Aufwand für diese Teams auf den Kunden überwälzt werden kann, da sonst der administrative Aufwand im Vergleich zum Produktionsaufwand zu hoch wäre. Dies ist auch der Grund, weshalb wir uns auf relative grosse, komplexe Projekte eingestellt haben. Ein Kunde sollte etwa zwei bis drei Millionen Franken Umsatz bringen, damit das funktioniert. Der Kunde bekommt dafür eine professionelle und individuelle Projektbetreuung, wie er das in seinem Betrieb auch hätte. Ist der Kunde tatsächlich bereit, Ihren Projektaufwand zu bezahlen? Pinna: Hier liegt die Schwierigkeit beim Wandel vom Zulieferer zum Systembauer: Der Kunde muss zuerst überzeugt werden, dass die Übernahme von Baugruppen- oder Systemverantwortung durch den Lieferanten Geld kostet. Viele Kunden haben anfänglich nicht begriffen, dass unser Supply Chain Management, d. h. z. B. das Qualifizieren und Betreuen der Subsystemlieferanten Aufwand bedeutet, der bei ihm wegfällt.


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Die grosse Reinraum-Montageabteilung wird unter anderem für Aufträge aus der Solarindustrie benötigt.

Wie lösen Sie dieses Problem? Pinna: Wir bieten unseren Kunden Kostentransparenz bis auf die Teileebene. Wir offerieren in der Regel nicht einen fixen Baugruppenpreis. Meistens gibt uns der Kunde eine vollständige Kostenstruktur des Systems. Wir machen dann eine ABCAnalyse und eine Aufteilung in Zeichnungsteile und Handelsteile. Auf dieser Basis können wir dem Kunden vorrechnen und begründen, dass beispielsweise eine Kosteneinsparung von 5% bei den Einkaufsteilen resp. von 20% bei den Zeichnungsteilen realisierbar ist. Gleichzeitig zeige ich ihm unsere Kosten auf – Materialgemeinkosten, Projektkosten, aber auch unsere Marge – und wo die Schwierigkeiten und Chancen liegen. All dies wird dann vertraglich «genagelt», manchmal sogar mit einer jährlichen Preisreduktionsstaffelung. Dabei wird das Ziel verfolgt, dass der Kunde seine Produktion schneller optimiert bekommt, als er dazu selber in der Lage wäre und dass wir uns die Einsparungen aufteilen können.

Outsourcing ist Vertrauenssache Und das funktioniert tatsächlich? Pinna: Ja, bei den letzten vier, fünf Aufträgen, die wir erhalten haben, ging es darum, dem Kunden aufzuzeigen, welchen Nutzen es für ihn bringt, wenn er sich auf seine Kernkompetenzen F&E/M&V konzentriert und die Produktion ganzer Systeme uns übergibt. Der Kunde hat seine

Produktion in diesen Fällen komplett uns übergeben. Für den Kunden bedingt dies eine entsprechende strategische Ausrichtung, z. B. in Bezug auf seinen Personaleinsatz, es bedingt aber auch ein grosses Vertrauen, wenn er einen wesentlichen Teil seiner bisherigen Geschäftstätigkeit aus der Hand gibt und sich damit in eine Abhängigkeit begibt. Sie nehmen für sich in Anspruch, über eine «professionalisierte Logistik» zu verfügen – können Sie das etwas näher erläutern? Pinna: Als Systembauer sind wir ein Zulieferer, arbeiten aber selbst mit Zulieferern zusammen, Wir haben für die Teilebeschaffung ein eigentliches Logistiknetz aufgebaut. Die wesentlichsten Beschaffungsmärkte sind für uns Holland, Deutschland, Frankreich und die Schweiz. Unser Netz reicht aber auch nach Osteuropa und Asien. Die Wahl des Beschaffungslands richtet sich dabei vor allem nach den dort vorhandenen Kompetenzen. Malaisia ist sehr kompetent im Werkzeugbau. Die Slovaken haben ein hohes Niveau beim Schweissen und in der Blechverarbeitung.

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Vakuumpumpen / Seitenkanalgebläse Professionalisierte Produktion und gleichzeitig Teilebeschaffung beim Zulieferer – ist das nicht ein Widerspruch? Pinna: (lacht) Unser Geschäftsziel ist ja nicht eine möglichst hohe Wertschöpfung, sondern eine Opti-

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Zulieferindustrie und Industriebedarf

ÂŤDIE SystembauerÂť ÂŤDIE SystembauerÂť ist der neue Fachbereich an der Swisstech. Im Rahmen dieses Fachbereiches kĂśnnen sich Hersteller von Endprodukten bzw. Systembauer präsentieren. Mit dem neuen Fachbereich soll die Komplexität der Ăœbernahme von Entwicklungs- und Konstruktionsaufgaben aufgezeigt werden und so den Nutzen eines kompletten Outsourcings verdeutlichen. Dauer der Swisstech 2008: Dienstag, 18. bis Freitag, 21. November 2008 Ort: Messezentrum Basel, Halle 2 MCH Messe Schweiz (Basel) AG www.swisstech2008.com info@swisstech2008.com

mierung der Produktkosten fßr den Kunden. Unser WertschÜpfungsanteil liegt in der Regel bei etwas ßber 50%. Noch wichtiger ist aber ein anderer Aspekt: rund drei Viertel unserer Kunden agieren in zyklischen Märkten. Diese Zyklen kann man nur dann bewältigen, wenn man die Supply Chain miteinbezieht.

+OENIG6ERBINDUNGSTECHNIK!'

Erhebliche Kostenvorteile realisierbar ZurĂźck zu Ihrer Rolle als Systembauer: Wie läuft die Zusammenarbeit mit einem Kunden Ăźblicherweise ab, und vor allem auch: in welchem Stadium der Produktentwicklung beginnt sie Ăźblicherweise? Pinna: Das ist sehr unterschiedlich und hängt auch von der Dauer der Geschäftsbeziehung und damit vom Vertrauensverhältnis ab. Einer unserer Kunden baut modulare Maschinen fĂźr die Elektronikindustrie, da waren wir bereits beim Prototypenbau involviert und haben ihn in produktions- und montagetechnischen Belangen beraten, so zum Beispiel in Richtung Lean Manufacturing, wo wir mittlerweile im Dienst unserer Kunden viel Erfahrung gesammelt haben. Es gibt aber auch Kunden, die mit fertig entwickelten Modulen zu uns kommen, die wir dann in einem ersten Schritt wertanalytisch beurteilen und Kostenreduktionspotentiale suchen. Ăœber unsere Supply Chain nach Osteuropa und Asien entstehen dann bei Zeichnungsteilen oft Kostenvorteile von 30 bis 60%.

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6ERSCHLàSSE 3CHARNIERE 'RIFFEUND"ÊNDER 3/54(#/¤HATFàR3IEDIEPERFEKTE,ÚSUNG

| Systembau

Aus welchen Branchen rekrutieren sich Ihre Kunden hauptsächlich? Pinna: Wir suchen in sämtlichen Branchen nach Betrieben mit einem hohen WertschÜpfungsanteil, bei denen der WertschÜpfungsprozess ähnlich gelagert ist wie in unserem Betrieb. Bezßglich Teile- resp. SystemgrÜsse sind wir dabei sehr flexibel – vom HÜrgerät bis zum Eisenbahnwaggon – da wir oft auch kundespezifisch in den Maschinenpark investieren, was selbstverständlich wiederum eine langfristige Beziehung mit dem Kunden voraussetzt. Der Branchenmix ergibt sich deshalb eher aus den Konjunkturzyklen als nach

unseren Vorlieben. Im Moment hat die Solarindustrie einen starken Wachstumszyklus. Wir haben die weltweit vier grÜssten Ausrßster dieser Branche als Kunden, weshalb das Solarbusiness im Moment fßr uns sehr wichtig ist. Weitere wichtige Branchen sind die Halbleiterindustrie und die Medizinaltechnik. Dieser Solarmarkt ist fßr uns insofern atypisch, als wir hier das Herz der Anlage, also die eigentlichen Kernkomponenten liefern kÜnnen. Aber geliefert wird stets an Ihren Kunden und nicht an den Endkunden? Pinna: In der Regel schon, aber es gibt auch Ausnahmen, bei denen wir unsere Systeme direkt beim Endkunden anliefern. Fßr gewisse Kunden ßbernehmen wir sogar den Reparatur- und den 24-StundenErsatzteildienst – allerdings, ohne dass die Firma Stoppani auf den Lieferpapieren erscheint. Sie sehen: unsere Dienstleistungen gehen von Fall zu Fall recht weit. (mg)

Infos Stoppani AG 3176 Neuenegg 031 744 22 11 mail@stoppani.com www.stoppani.com


Kunststoffe |

Zulieferindustrie und Industriebedarf

Weniger Verwechslungsgefahr durch farbige Energieketten

Schneller und sicherer mit Farben Eigentlich eine ganz einfache Idee, man muss nur darauf kommen – auf die optische Differenzierung von verschiedenen Typen an Energieführungsketten. Bislang sind so gut wie alle auf dem Markt befindlichen Energieführungsketten schwarz, unabhängig davon, für welche Anwendung sie gedacht sind. Lediglich die Prägung auf den Elementen gibt Auskunft darüber, welche Kette für welchen Einsatz gedacht ist. Diese Kennzeichnung ist aber in der Regel so klein, dass es bei der Lagerentnahme, Montage und Handhabung zu Verwechslungen kommen kann, die unter Umständen folgenschwer sind. Farbige Energieführungsketten verdeutlichen unmissverständlich ihre Eigenschaften.

Der schwäbische Energieführungsketten-Spezialist Murrplastik Systemtechnik hat schon vor Jahren alle Komponenten ihrer Energieführung, die sämtlich A-tex-RL-94/9/EG-konform sind, hellgrau eingefärbt und erfolgreich vertrieben. Die Konformität bezieht sich auf die europaweit gültige Richtlinie zur bestimmungsgemässen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen. Jetzt haben die Schwaben dieses Vorgehen konsequent fortgeführt und weitere Einsatzbereiche durch einen Farbkodex kenntlich gemacht: – Schwarze Energieführungskette aus Polyamid (PA): Standard-Ausführung; – Hellgraue Energieführungskette aus Polyamid (PA): ESDAusführung (ESD = electro static discharge);

– Oxidrote Energieführungskette aus Polyamid (PA): Ausführung gemäss der international gebräuchlichen Brennbarkeitsprüfung nach UL 94/Klassifizierung V0 (= selbstverlöschend); – Blaue Energieführungskette aus Polypropylen (PP), beispielsweise für Waschanlagen. Die «bunten» Energieführungsketten sind ab sofort in unterschiedlichen Grössen lieferbar. Mit der optischen Differenzierung durch diesen Farbkodex hat Murrplastik für mehr Prozesssicherheit gesorgt, da sich die unterschiedlichen Materialien einfacher, schneller und sicherer erkennen und den jeweiligen Einsatzbereichen zuordnen lassen. Damit hat der Farbkodex für Energieführungsketten das ohnehin schon sehr komplexe und vielseitige Lieferprogramm

des Unternehmens aus Oppenweiler um eine pfiffige Variante erweitert. (mg)

Infos Murrplastik AG 8253 Willisdorf 052 646 06 46 info@murrplastik.ch www.murrplastik.ch

Eindeutige Farbkennzeichnung sorgt für schnelle und sichere Handhabung der Energieführungsketten.

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Produkte

«plug and play» Linearantrieb Bei den Linearantrieben der Serie SKA compact 90, 140 und 200 handelt es sich um synchrone Servomotoren mit permanent erregten Magneten gemäss der «iron core»Technologie. Der SKA compact wurde als «plug and play»-Lösung entwickelt. Es ist eine Motoreneinheit mit vollständiger linearer Führung und dem Messsystem, welche in einem Aluminiumprofil integriert sind. Diese Lösung ist die beste Schutzgarantie aller lebenswichtigen Elemente des Linear-Servomotors. Ferner erlaubt die Bauweise vielfache, mechanische Konfigurationsmöglichkeiten und die extrem einfache und schnelle

Integration der Einheit. Der SKA compact umfasst drei verschiedene Baugrössen von 90, 140 und 200 mm mit Spitzenkräften von 190 bis 4800 N. Die lieferbaren Hublängen gehen von 50 bis 3500 mm. Servotronic AG 1228 Plan-les-Ouates 022 794 93 26 info@servotronic.ch www.servotronic.ch

Schnelle Muldenkipper Der Muldenkipper ist ein Allrounder in Produktionsbetrieben, im Baugewerbe und auf Werkhöfen. Späne, Sand, Granulat und Kleinabfälle können mit Behältern von 250 bis 1000 Liter Inhalt aufgenommen und durch Kippen entleert werden. Kippwellenposition und Wannenform sind präzis aufeinander abgestimmt. Der Kippvorgang wird manuell eingeleitet. Beim Kippen verlagert sich der Schwerpunkt und das Ladegut entleert sich selbstständig. Der Muldenkipper ist mit Fahrwerk und Staplertaschen ausgerüstet. Bei Arbeiten mit dem Stapler, kann der automatische Kipper mit Seilzug durch Fernbedienung ausgelöst werden. Ein im

Behälterboden angebrachtes Sieb mit Ablassventil ermöglicht die getrennte Entsorgung von festen und flüssigen Stoffen. FTA Fahrzeugtechnik AG 5035 Unterentfelden 062 737 04 04 verkauf@fta-fahrzeugtechnik.ch www.fta-fahrzeugtechnik.ch

Vision-Lösung in einem easy-to-use-Sensor Der 2D-Visionsensor «Inspector» wurde für vielfältigste Anwendungsbereiche entwickelt. Sein robustes Design eignet sich selbst für schwierige Einsatzfälle z.B. in der Automobilindustrie. Seine intelligenten und schnellen Auswertungsprozesse lassen ihn auch in der Verpackungsindustrie mit ihren hohen Geschwindigkeiten mithalten. Leistungsfähig wie eine Kamera und so einfach zu bedienen wie eine Standard-Lichtschranke – diese Eigenschaften vereint der Inspector in bislang nicht bekannter Weise. Seine beiden Beleuchtungsvarianten – Ringlicht oder diffuse Domleuchte – sind in das IP67 – klassifizierte Metallgehäuse fest integriert. Die DomLeuchte spielt ihre Vorteile vor allem bei glänzenden, reflektierenden Oberflächen aus und liefert ein sehr homogenes Bild – der Schlüssel zu einer erfolgreichen

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EtherCAT-Drives-Baureihe AX5000 erweitert

Applikationslösung. Vergleichbare Systeme kommen hier nicht ohne aufwendig gestaltete, kostspielige externe Beleuchtungsanordnungen aus. Sick AG 6370 Stans 041 619 29 39 contact@sick.ch www.sick.ch

Das Programm der EtherCAT-Servoverstärker AX5000 wurde durch neue Varianten mit einem Nennstrom von 18 A bzw. 25 A, die Safety-Optionskarte mit Wiederanlaufsperre sowie die Servomotoren der Baureihe AM3500, die jetzt auch mit BISS-Gebern verfügbar sind, erweitert. Die Servoverstärker-Baureihe AX5000 ist als Ein- oder Mehrkanalausführung für ein Optimum an Funktion und Wirtschaftlichkeit ausgelegt. Die integrierte, schnelle Regelungstechnik unterstützt hochdynamische Positionieraufgaben. EtherCAT, als leistungsfähige Systemkommunikation, ermöglicht die ideale Anbindung an die PC-basierte Steuerungstechnik.

Der AX5000 ist nach seiner Produkteinführung weltweit freigegeben und in den Basisvarianten AX51xx (1-Kanal) bis 12-A- und AX52xx (2-Kanal) bis 2 x 6-A-Motornennstrom verfügbar. Der 2-Kanal-Servoverstärker AX52xx erlaubt den Betrieb von zwei gleichen – oder sogar unterschiedlich grossen – Motoren mit einem Summenstrom bis 12 A. Die Mehrachsantriebe mit variabler Motorleistungsaufteilung optimieren die Packungsdichte und Kosten eines Antriebskanals. Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

Scannen und präsentieren mit Doku-Kamera Flexibler geht es kaum: Die neue Doku-Kamera kann ganze Bücher scannen, Standfotos an den Beamer übermitteln oder Live-Projektionen durchführen. Die Doku-Kamera von ARP ist ein einzigartiges Präsentationswerkzeug. Mit der eingebauten 3-Megapixel-Kamera und einer Echtzeitwiedergabe von 20 Bildern pro Sekunde (bei einer Auflösung von 1024 x768) kann sie Texte, Bilder oder 3D-Objekte einscannen und darstellen. Sie kann sehr einfach mit einem PC oder Laptop verbunden werden. Die mitgelieferte Software unterstützt Funktionen wie Präsentation, Zoom, Spiegeln, Drehen, Invertieren und Einfrieren. Zudem lassen sich RGB-Farben, Helligkeit wie auch die Gamma- und Schärfekorrektur präzis einstellen. Das kompakt gebaute Gerät ist nur 16 cm gross, lässt sich aber auf 44,5 cm ausziehen. Die Kamera fügt sich nahtlos in die bereits vorhandene Klassenraumoder Bürotechnik ein. Es sind somit unzählige Anwendungen

denkbar, so etwa in Büros, Schulen, in der Industrie, im Verkauf oder in der Ausbildung. Möglich ist beispielsweise eine Livepräsentation von Dokumenten via Kamera auf einen Beamer. ARP DATACON AG 6343 Rotkreuz 041 799 09 09 www.arp.com


Produkte Leistungen von 0,75kW bis 1,2MW punktgenau und hochdynamisch steuern

Druckmessumformer für schwierige Medien Gefran bringt den neuen industriellen Drucksensor TPFADA auf den Markt, der für die Druckmessung von viskosen, verunreinigten und aushärtenden Materialien wie z. B. Öle, Gummis, Kunststoffe, Pasten und chemische Produkte konzipiert ist, die den Druckkanal eines herkömmlichen Druckmessumformers zusetzen würden. Da der Dehnungsmessstreifen direkt auf die Rückseite der Kontaktmembran aus Edelstahl appliziert ist, ist kein internes Druckübertragungsmedium wie z. B. Silikonöl nötig. Die bis zu 2,2 mm dicke Membran macht den Sensor äusserst robust gegenüber dem Medium und ermöglicht eine störungsfreie Druckmessung. Die Elektronik der neuesten Generation stellt eine umfassende Palette von Ausgangssignalen in Strom und Spannung bereit. Der digitale Abgleich des Nullpunkts und der Spanne erfolgt ohne Öffnen des Sensors von aussen

Antriebstechnik

durch Aktivierung mittels eines Magnetstifts. Messbereiche von 10 bis 1000 bar, eine dicke und robuste Membran, die kompakte Bauform und eine Betriebstemperatur bis 120°C empfehlen diesen Druckmessumformer für den Einsatz in den schwierigsten Applikationen der industriellen Messtechnik. Gefran Suisse SA 2300 La Chaux-de-Fonds 032 968 49 55 office@gefran.ch www.gefran.ch

Sensoren

Automation

Wir bieten die Lösung für Torque-, Synchron-, Asynchronund natürlich auch DC-Motoren. GEFRAN SUISSE SA Rue Fritz Courvoisier, 40 - 2302 La Chaux-de-Fonds Tél. +41 (0) 32 968 49 55 - Fax +41 (0) 32 968 35 74 - www.gefran.com - office@gefran.ch Sandackerstrasse, 30 - 9245 Oberbüren Tél. +41 (0) 71 955 40 20 - Fax +41 (0) 71 955 40 25 - www.gefran.com - office@gefran.ch

IST-EDELSTAHL-Anlagenbau AG CH-3645 Thun-Gwatt 2_ARTDRIVE_bearb.indd 1 www.istinox.ch E-Mail: ist@istinox.ch Tel. +41 (0) 33 334 26 00 Fax +41 (0) 33 336 72 66

Flachmotoren mit integrierter Elektronik Maxon Motor lanciert eine Reihe bürstenloser DCMotoren mit integrierter Elektronik. Neu gibt es die bewährten Antriebe EC 20 flat, EC 32 flat und EC 45 flat auch mit eingebautem Drehzahlregler, und das bei nahezu identischer Baugrösse. Die Motoren sind standardmässig als 2- und 5-Draht-Versionen erhältlich. Sie decken einen Leistungsbereich zwischen 2 und 50 Watt ab. Die Antriebe eignen sich überall dort, wo enger Baumraum, hohe Lebensdauer sowie konstante Drehzahl bei gleichzeitig einfachster Ansteuerung im Zentrum stehen. Die neuen Motorenreduzieren zusätzlich den Steuerungsaufwand des Anwenders auf das absolute Minimum: im Motor integriert ist die Stromkommutierung mittels Hallsensoren, ein 1-QuadrantDrehzahlregler sowie zahlreiche Schutzfunktionen. Die Motoren werden jeweils als 2-Draht- und als 5-Draht-Versionen angeboten. Bei der 2-Draht

Systeme

10.6.2008 8:54:05 Uhr Kompetenz in Edelstahl

Druckgeräterichtlinie 97/23/EG Druckbehälter Lösungsmittelbehälter nach T1d Kolonnen Autoklaven Rohrleitungssysteme

Version verhält sich die Drehzahl proportional zur angelegten Betriebsspannung von 10 bis 28 Volt. Im einfachsten Falle wird der Antrieb direkt ab Batterie betrieben. Die 5-Draht-Version bietet mit Sollwerteingang, Freischaltung und Drehzahlmonitor zusätzliche Funktionalität und einen erweiterten Betriebsbereich. maxon motor ag 6072 Sachseln 041 666 15 00 info@maxonmotor.com www.maxonmotor.com

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Produkte

TP Standpult durch maximale Flexibilität An der Mensch-Maschine-Schnittstelle ist Flexibilität gefragt. Bedienpulte müssen genügend Möglichkeiten zur Bestückung bieten und für wechselnde Ansprüche konfigurierbar sein. Ein weiterer entscheidender Faktor ist das Design. Um den komplexen Anforderungen gerecht zu werden, erweitert Rittal sein Angebot an Pult-Lösungen um das Standpult. Prädestiniert ist es für den Einsatz an kleineren und mittleren Fertigungsanlagen, bei denen dezentrale Steuerungsund Überwachungsfunktionen gefragt sind. Das neue Standpult, das aus einem Stück besteht, kombiniert einen kompakten Schalt- bzw. Unterschrank mit einer ergonomisch angeschrägten Bedienfläche und bietet zahlreiche Ausbaumöglichkeiten. So lassen sich neben der Montageplatte auch Wände und Türen bestücken. Dabei kann auf vorhandenes Montagezubehör zurückgegriffen werden, das bereits

bei den Kompakt- und Anreihschränken CM und TS 8 zum Einsatz kommt. Rittal AG 5432 Neuenhof 056 416 06 00 rittal@rittal.ch www.rittal.ch

Heute schon in die Zukunft investiert?

Das Nachwuchsförderungsprogramm «New Generation» des swissT.net arbeitet für die Zukunft der Technologiebranche. www.swisst.net

Jetzt. Wirkt im Kleinen bewegt im Grossen.

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Schnellwechsel–Spannbacken-Rohling

Diese Neuentwicklung von Triag basiert auf dem patentierten Schnellwechselsystem vom «Powerclamp». Der Gedanke ist, dass komplexe, unförmige, dünnwandige und hochgenaue Werkstücke in Formbacken gespannt werden. Aber auch Rohlinge werden direkt in Prägebacken sehr knapp (~2 mm) gespannt und sicher bearbeitet. Dieses Modul beinhaltet das Schnellwechselsystem, den Backenrohling und das Spannsystem in einem. Das Modul wird auf die Basisschiene «Powerclamp»

gespannt, die Form hineingefräst und das Werkstück kann gespannt werden. Bei grossen Stückzahlen kann das Modul noch nitrier- oder einsatzgehärtet werden. Die Anwendungen sind sowohl auf Vertikal-, Horizontal- und besonders auch auf 5-Achs-Maschinen geeignet. Triag Präzisionswerkzeuge AG 6319 Allenwinden 041 727 27 27 office@triag.ch www.triag.com

Zahnriemenachse für schnelles Positionieren

Für das schnelle Positionieren kleiner Lasten bis 15 kg hat Igus GmbH eine schmierfreie Zahnriemenachse speziell für den LowCost-Bereich entwickelt. Die neue Lineareinheit «DryLin ZLW- 0630 Basic» – kompakt, sehr klein und leicht gebaut – ist eine schnelle Alternative zu Spindelverstellung oder Pneumatikzylinder. Das wartungs- und korrosionsfreie Leichtgewicht kommt bei 500 mm Hub auf lediglich 800 g. Die Hublänge ist frei wählbar bis maximal 1000 mm. Das Führungsprofil und die Schlittenplatte sind aus beschichtetem Aluminium. Ihre geringen Eigenmassen sorgen für ei-

ne geringe Massenträgheit. Die Gehäuse («Traversen») an den Enden der neuen Zahnriemenachse sind aus dem schlagfesten Spezialkunststoff «igumid G». Auch Teile der Umlenkung und der Zahnkränze sind aus tribo-optimierten igus-Polymeren gefertigt. Der mit Glasfaser verstärkte Zahnriemen ist aus Neopren, um ein extrem ruhiges, vibrationsarmes Laufverhalten zu realisieren. igus Schweiz GmbH 4623 Neuendorf 062 388 97 97 info.ch@igus.ch www.igus.ch


Produkte

Kleine Revolution in Infrarot interessanteste Wärmebildkamera, die momentan erhältlich ist. Dank der Focus-free-Technologie entfällt das manuelle Fokussieren, dadurch ist sie so einfach zu bedienen wie eine Digitalkamera und kostet nur CHF 3995.--. Diese Kamera wiegt nur 340 g und hat eine Auflösung von 80 x 80 Pixel. Mit den minimalen Abmessungen von 223 x 83 x 79 mm passt diese Wärmebildkamera in jeden Werkzeugkoffer. Bei Distrelec erhalten Sie diese «Revolution» ab Lager unter der Artikel-Nr. 919190.

Die neue Kamera Flir i5 ist die kleinste, leichteste und preislich

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Metallbalgkupplungen Produkte: Tätigkeiten: n Servoantriebe Verkauf & Vertrieb n n Direkt- & Linearantriebe Beratung n n Metallbalgkupplungen Anwendungsberechnung n n Schrittmotorantriebe Kundendienst n

Multiturn-Drehgeber mit dichtem Gehäuse

Die neuen Magres hermetic Absolut-Multiturn-Drehgeber besitzen eine hermetisch dichte Kapselung ihrer gesamten Elektronik. Diese einzigartige Kapselung bietet einen unüberwindbaren Schutz gegen Flüssigkeiten und erreicht IP 68 und 69K. Magres hermetic sind erhältlich mit SSI, CANopen, DeviceNet, Profibus-DP und EtherCATSchnittstelle. Mit ihrem Edelstahlgehäuse sind sie beständig gegen Seewasser und aggressive Medien wie Reinigungsmittel, Säuren und Laugen. Auch Hochdruckreinigung und Temperaturschwankungen können ihnen nichts anhaben. Der robuste Lageraufbau mit Simmerring und schlagfester Dich-

tung schützt zuverlässig vor Verschmutzung, Alterung durch UVLicht und bietet mechanische Spitzenwerte mit einer Schockfestigkeit bis 300 g und Wellenlasten bis 280 N. Durch die schock- und vibrationsfeste, magnetische Abtastung erreichen Magres-hermetic-Drehgeber eine optimale Robustheit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit und sind perfekt geeignet für Heavy-Duty Anwendungen aller Art. Baumer Electric AG 8500 Frauenfeld 052 728 11 22 sales.ch@baumerelectric.com www.baumerelectric.com

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Produkte

Display mit DVI/USB-Extended-Anschluss

Automatisieren mit Biss Wirtschaftlich automatisieren mit dem kompletten modularen Sortiment vom Spezialisten für Bearbeitungseinheiten von Bohr-, Fräs- und Gewindeschneidoperationen. Kompetenz, Qualität und unterstützende 2D-/3D-CAD Unterlagen sorgen... für perfekte Ergebnisse.

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Nach dem Panel-PC CP72xx für die Tragarmmontage präsentiert Beckhoff mit der Control-PanelSerie CP79xx ein weiteres Mitglied der «Economy»-Familie. Das Highlight des «Economy»-Panels ist der DVI/USB-Extension-Anschluss. Mit ihm lassen sich die Geräte standardmässig bis zu einer Entfernung von 50 m vom PC absetzen. Die «Economy»-Control-Panel-Serie CP79xx ist konzipiert für die Montage am Tragarm. Für jede Anwendung steht die passende Displaygrösse (6,5-, 12-, 15- und 19-Zoll-TFT) und Tastatur zur Verfügung. Die IP-65-Control-Panel CP79xx sind mit DVI/USB-Ex-

tended-Interface ausgestattet; dabei wird das Grafiksignal direkt per DVI-Kabel bis zu 50 m Entfernung übertragen. Um eine Entfernung von 50 m ohne Hubs zu realisieren, wird bei USB-Extended das USB-Signal umgewandelt, so dass es über 50 m CAT-5-Kabel, wie es bei der Ethernet-Verkabelung gebräuchlich ist, übertragen werden kann. Im Control Panel wird das Signal in USB 1.1 zurückgewandelt. Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

Qualitätsprüfungen und weltweite Abnahmen

Materialprüfungen erfordern spezielles Equipment und ausgebildetes, erfahrenes Personal. Ist weder das Eine noch das Andere vorhanden, bieten spezielle Prüfunternehmen Unterstützung an. Die Qualitech AG ist ein unabhängiger Dienstleistungsbetrieb für zerstörungsfreie Werkstoffprüfungen welcher durch die SAS nach ISO/IEC 17025 akkreditiert wurde. Ihre Kompetenz sind die Bereiche Montage-Bau-, Fertigungs- und Schweissüberwachungen. Durch stetigen Aufbau und Weiterentwicklung ist die Qualitech AG zu einem führenden Unternehmen geworden. Stationäre Prüfungen werden in den Röntgenbunkern in Mägenwil (3 Anlagen) und Altenrhein (2 Anlagen) durchgeführt. Für mobile Einsätze

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ausser Haus stehen Laborfahrzeuge und mobile Anlagen zur Verfügung. Die Durchstrahlungsprüfungen erfolgen mit Röntgenröhren bis 450 KV und Isotopen (Cobalt 60, Iridium 192, Selen 75). Auch andere Verfahren wie Ultraschall, Wirbelstrom, Oberflächenriss- Spezial- und Seilprüfungen werden angeboten. Für technische Abnahmen kontrollieren die Prüftechniker des Unternehmens weltweit die Qualitätsvorgaben der Kunden und deren Dokumentation vor Ort.

Qualitech AG 5506 Mägenwil 062 889 69 69 qualitech@qualitech.ch www.qualitech.ch


Drehzahlregelung von Pumpen und Lüftern Die neue Busklemme KL2791 ermöglicht den direkten Anschluss von Einphasen-Wechselstrommotoren bis 100 W. Kondensator-, Universal- oder Spaltpolmotor können so einfach in ihrer Drehzahl reduziert werden. Besonders geeignet ist dieses Verfahren für Antriebe mit einer quadratischen Lastkennlinie, wie Lüfter und Pumpen. Der Drehzahlsteller baut extrem kompakt und ist in einer Standard-Busklemme mit 12 mm Breite untergebracht. In vielen Industrienationen machen Elektromotoren mehr als die Hälfte des Stromverbrauches aus, sodass hier ein enormes Energieeinsparpotenzial besteht. Mithilfe einer Drehzahlregelung lässt sich der Energiebedarf leicht auf das notwendige Mass reduzieren und überflüssiger Energieverbrauch vermeiden. Für diese Anwendung hat Beckhoff sein Busklemmen-

I/O-System erweitert. Die Busklemme KL2791 ist als Drehzahlsteller für Einphasen-Wechselstrommotoren bis 100 W geeignet. Neben der Energieeinsparung bietet die Drehzahlreduzierung zudem eine Geräuschreduktion und erhöht die Lebensdauer des Motors. Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

Kleine Schleifer für die grössten Bauten

Der Schalungsspezialist Meva, der auch am Bau des 800 Meter hohen Wolkenkratzers Burj Dubai beteiligt ist, setzt in der Fertigung seiner Schalungselemente neuerdings auf die Hochfrequenzschleifer Brazor Mark II. Überzeugt haben den Anwender die mobile Einsatzmöglichkeit sowie die hohe Leistung. Auf dem internationalen Parkett punkten die Haiterbacher mit der Zuverlässigkeit und Praxistauglichkeit ihrer Systeme. In Fertigung und künftig auch Wartung der Schalungselemente setzen sie deshalb die neuen Hochfrequenzschleifer des Typs Brazor Mark II von Atlas Copco Tools ein - Geräte, die ebenso dauerhaft und zuverlässig eine hohe Leistung liefern.

«Diese Maschinen entwickeln bei wenig Gewicht eine hohe Kraft», erläutert Schuon. Bei Sonderanfertigungen, für die speziell geformte Schalungen hergestellt werden, könne es vorkommen, dass schon einmal 3 bis 4 m lange Schweissnähte abzutragen seien. «Den Brazor kann man hier fast nicht abwürgen, obwohl er sehr viel leichter und handlicher ist als einer der älteren Hochfrequenzschleifer, die wir noch in Betrieb haben.» Atlas Copco (Schweiz) AG Geschäftsbereich Tools 2557 Studen BE 032 374 16 00 tools.ch@ch.atlascopco.com www.atlascopco.ch

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Produkte

Lösung zur Montage kleiner Produkte

Durch konsequente Miniaturisierung, Standardisierung und Modularisierung sinken mit dem Rexroth-Modulbaukasten Desktop Factory (DTF), je nach Applikation, die Investitionskosten um bis zu 15 Prozent, der Energieverbrauch um bis zu 20 Prozent und der Flächenbedarf um bis zu 75 Prozent gegenüber herkömmlichen Fertigungseinrichtungen. Die Wiederverwendbarkeit der Komponenten nach Umrüstungen in der Fertigung bringt weitere Kostenvorteile und eine hohe Investitionssicherheit mit sich. Desktop Factory ist eine wirtschaftliche Lösung zur Montage kleiner Produkte bis zu 500 Gramm Gewicht. Dazu zählen Erzeugnisse mit geringen Abmes-

sungen, zum Beispiel Schalter oder Thermostate, aus den Bereichen Automotive, Elektronik und Elektrotechnik, Medizintechnik sowie Weisse Ware. Zur Weitergabe der Werkstücke von Montageposition zu Montageposition stehen standardisierte Shuttle-Module zur Verfügung. Die einzelnen Module arbeiten autark. So kann parallel zur laufenden Produktion ein Modul im Musterbau erprobt und ohne Unterbrechung in eine laufende Linie integriert werden. Bosch Rexroth Schweiz AG 8863 Buttikon 055 464 61 11 info@boschrexroth.ch www.boschrexroth.ch

Einheitliche Steuerung für alle Robotertypen

Portalroboter, SCARA, Knickarm oder Parallelkinematiken: für jeden Bearbeitungsschritt den passenden Roboter – aber nur eine Automatisierungsplattform. Mit PC-basierter Steuerungstechnik von Beckhoff lässt sich die gesamte Prozesskette einzelner Bearbeitungsmaschinen sowie kompletter Fertigungslinien steuern und überwachen: Zuführung, Fügen (Schweissen, Kleben etc.), Montage, Prüfen, Handling und Palletierung. Die hohe Dynamik und Wiederholgenauigkeit der Handhabungsgeräte erfordern ein System, das von der Erfassung eines physikalischen Signals über die Verarbeitung im Motion-Controller bis zu der Reaktion an einem physikalischen Ausgang minimale Verzöge-

rungen gewährleistet. Beckhoff bietet hierfür die notwendigen Produkte und Technologien: Hochleistungs-IPCs und Embedded-PCs, Control Panel als Bedien- und Anzeigeelemente, schnelle und kompakte I/O-Baugruppen in IP 20 oder IP 67, EtherCAT als offenes und ultraschnelles Kommunikationssystem, flexibel einsetzbare Servoantriebstechnik, kostengünstige Schrittmotortechnik und die SPSund Motion-Control-Software TwinCAT. Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

Neuer «flüsterleiser» Industrieserver Kontron erweitert seine flüsterleise Kiss-Industrieserver Familie um eine 4HE-Version mit bis zu vier 64-bit CPU-Cores. Der neue langzeitverfügbare Kontron Kiss 4U KT965 mit integriertem Embedded ATX Motherboard ist mit Intel Q965 Express-Chipsatz und LGA-Sockel 775 bestückt und bietet Intel Embedded und Desktop Performance bis hin zum Intel Core 2 Quad. Mit seiner beeindruckenden 64-bit-Multicore-Performance bei gleichzeitig flüsterleisem Betrieb (‹35 db) ist der Kiss 4U KT965 nicht nur für die Bearbeitung grosser Datenmengen, wie z.B. in der Mess- und Prüftechnik oder der industriellen oder medizinischen Bildverarbeitung prädestiniert, sondern auch ideal als Server für Leitwarten oder Ingenieurbüros geeignet. Dank der Intel Multicore-Technologie bietet der Kiss-Server auch genügend Performance, um vor-

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Wenn jedes Exemplar zählt

her separat betriebene Systeme zusammenfassen zu können. Das bietet Vorteile nicht nur bei den Hardwarekosten, sondern auch bei der Ausfallsicherheit. Dank der Intel Virtualisierungstechnologie können Ressourcen auch effizienter genutzt werden, da so Multiplikationseffekte für Kapazitätsreserven vermieden werden können. Fabrimex AG 8603 Schwerzenbach 044 908 13 60 kontakt@fabrimex-systems.ch www.fabrimex-systems.ch

Die Familie der LaserExemplarzähler Scatec eignet sich zur Zählung von Zeitungen und Zeitschriften in einem Schuppenstrom. Das Erkennungsprinzip des Scatec basiert auf einer patentierten, optischen Kantenerkennung. Dank dieser ist die Scatec-Famile extrem farbunempfindlich. Matte bis stark glänzende Druckobjekte (z. B. GoldEtiketten) werden bis zur höchsten Zählrate sicher erfasst. Die Scatec-Familie bietet für die verschiedensten Applikationen optimal zugeschnittene Lösungen. Der Scatec-10 erfasst Exemplardicken ab 0,1 mm und ermöglicht Zählraten bis zu 3 Mio. Exemplaren/Stunde. Er kann sowohl über das integrierte Panel mit Textanzeige wie auch über eine spezielle Analyse- und Parametrier-Software programmiert werden. Der Scatec-15 besitzt zu-

dem auch eine CAN-Schnittstelle, über die alle Daten abgerufen werden können oder der Sensor für ein neues Produkt programmiert werden kann. Eine integrierte Reflexions-Lichtschranke erfasst und wertet die Lücken im Schuppenstrom aus. Baumer Electric AG 8500 Frauenfeld 052 728 11 22 sales.ch@baumerelectric.com www.baumerelectric.com


www.codex.ch

www.abacus.ch

www.siemens.com/plm

www.infor.com

www.autodesk.de

NX 6 f체r die digitale Produktentwicklung Das Unternehmen Siemens Product Lifecycle Management Software (CH) AG hat die neue Softwareversion NX 6 f체r die digitale Produktentwicklung vorgestellt. NX 6 setzt Massst채be in Sachen Konstruktionsproduktivit채t. In NX 6 wurde die Synchronous-Technologie integriert, was gravierende Verbesserungen in den Bereichen Konstruktion, Simulation und Fertigungsplanung bringt. Verschiedene Anwender die bereits Testversionen nutzen, versprechen sich erhebliche Optimierungen durch die neue Technologie.

www.noser.ch

www.arp.com

Siehe Bericht auf Seite 76 (Bild: Siemens Product Lifecycle Management Software (CH) AG) www.skf.ch

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Industrial IT

| CAD

Zum Industrial IT-Titelbild Bahnbrechende Synchronous-Technologie

Leistungszuwachs Das Unternehmen Siemens PLM Software hat die neue Version NX 6 seiner Software für die digitale Produktentwicklung vorgestellt. Neu ist eine Reihe von Features, die auf der kürzlich vorgestellten Synchronous-Technologie von Siemens PLM Software basieren. Die Markteinführung von NX 6 ist für Ende Juni 2008 geplant. NX 6 setzt die neuen Massstäbe in Sachen Konstruktionsproduktivität, die wir im April bei der Vorstellung der SynchronousTechnologie angekündigt haben, in die Praxis um», erklärt Joan Hirsch, Vice President NX Product Development bei Siemens PLM Software. «Wir haben die Synchronous-Technologie in NX integriert und liefern damit gravierende Verbesserungen in den Bereichen Konstruktion, Simulation und Fertigungsplanung. Mit dem neuen Release werden wir die starke Marktposition von NX weiter verbessern.»

Nissan erwartet 20 % mehr Effizienz «Mit der Implementierung von NX erreichen wir Produktivitäts-

steigerungen, die unsere Erwartungen bei Weitem übertreffen. Insgesamt beobachten wir eine 20-prozentige Effizienzsteigerung bei CAD-Workflows», so Keigo Fukushi, General Manager, Process Information Management Department, R&D Engineering Management Division bei Nissan Motor Co., Ltd.

Vier Schlüsselinnovationen von NX 6 1. Flexibilität: «Design Freedom» ist das Schlagwort, unter dem NX 6 Anwendern auf Basis der Synchronous-Technologie mehr Flexibilität gewährt, durch direktes, dynamisches Editieren während der Modellerstellung. Design Freedom verbindet die Vorteile von Direct Modeling und

Parametrik, so dass Anwender Modelle signifikant schneller erzeugen und ändern können. 2. Leistungsfähigkeit: NX 6 kann sehr komplexe Probleme durch ein umfassendes CAD/ CAE/CAM-Portfolio lösen. Die Weiterentwicklungen im CAEBereich ermöglichen die Analyse und Simulation komplexester Aufgaben und können den Bedarf an physischen Prototypen um bis zu 30 Prozent reduzieren. 3. Koordination: Die einheitlichen Prozesse von NX 6 verbessern die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Disziplinen, die in den Produktentwicklungsprozess involviert sind. Damit verbundene Effizienzsteigerungen verkürzen Entwicklungszeiten um bis zu 20 Prozent. 4. Produktivität: Funktionelle Erweiterungen in NX 6 für die Wiederverwendung helfen Ingenieuren und Konstrukteuren, wesentlich produktiver zu arbeiten. Dadurch lässt sich der Entwicklungszyklus um bis zu 40 Prozent beschleunigen. Für einen zusätzlichen Produktivitätsschub sorgt NX 6 durch die Möglichkeit, Daten aus unterschiedlichsten CAD-Systemen in die Konstruktions-, Analyse- und Fertigungsplanungsprozesse einzubinden.

Mehr Flexibilität

Spielerisch leicht und vor allem schnell soll es in Zukunft in den Konstruktionsabteilungen der Unternehmen laufen.

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NX 6 erweitert die Leistungsfähigkeit von Design Freedom durch die Synchronous-Technologie mit Hilfe eines neuen Application Layers in der NX-Architektur. NX 6 Design Freedom bietet einen völlig neuen Ansatz,

um Geometrien zu erstellen oder zu ändern. Diese Verbesserungen machen die CAD-Anwendung einfacher für jeden Mitarbeiter, der innerhalb des Produktlebenszyklus’ damit zu tun hat: Konstrukteure, Entwickler, Berechnungsingenieure oder Fertigungsplaner. Eine neue Technik, die «Active Selection», fügt bei Bedarf auf Basis eines intelligenten Algorithmus die Konstruktionsabsicht den 3D-Modellen hinzu. Dieses neue Auswahlverfahren erkennt automatisch logische und featurebasierte Beziehungen, selbst wenn die Daten aus Fremdsystemen kommen und keinerlei Feature-Informationen enthalten.

Verbesserte Simulationsmöglichkeiten NX 6 entspricht konsequent der Vision von Siemens PLM Software im Bereich Simulation: den kompletten Produktlebenszyklus durchgängig mit SimulationsMechanismen zu begleiten und damit sowohl die Produktqualität als auch Innovationen zu verbessern. Deswegen umfasst die neue Version ein komplettes Portfolio robuster, disziplinübergreifend einsetzbarer Simulations-Lösungen, die auf die Anforderungen fortgeschrittener CAEAnalyse-Exerten ebenso abgestimmt sind wie auf die Wünsche von Konstrukteuren. Die Simulation in NX 6 bietet Erweiterungen zu den integrierten Lösungen Advanced Flow und Advanced Thermal. Damit deckt sie das komplette Spektrum der multi-physikalischen Berechnungsdisziplinen ab, da-


Optimierung auch in der Fertigung Neben der Wiederverwendung von Produktwissen bei der Konstruktion forciert NX auch die Wiederverwendung von NC-Bearbeitungsprozessen und senkt damit die Durchlaufzeiten in der Fertigung. Beispielsweise speichert die neue NX CAM Wissensdatenbank featurebasierte Zerspanungsprozesse, um die Automatisierung der NC-Programmierung zu erhöhen und um bewährte Bearbeitungs-Prozesse im Unternehmen einheitlich zu nutzen. Zusätzlich wird die Implementierung der Software durch vorkonfigurierte Maschinen-Tool-Kits beschleunigt.

runter Wärmeleitung, erzwungene Konvektion und Kondensation. Zusätzlich können CAE-Ingenieure jetzt die Genauigkeit ihrer Simulationsergebnisse durch den Vergleich mit Testergebnissen von realen physikalischen Prototypen bestätigen. Diese Fähigkeit basiert auf einem neuen Modul zur Korrelationsanalyse und führt zu mehr Qualität bei Konstruktions-Entscheidungen.

Anwender wollen schnell testen «Wir interessieren uns sehr für die neuen CAE-Features von NX 6», berichtet Liu Liping, Manager Assistant der CAE-Abteilung beim Foton Automotive Engineering Research Institute. «Besonders die Funktionalitäten von NX beim Pre- und Postprocessing und die Leistungsfähigkeit des integrierten Solvers von NX Nastran sind für uns hochinteressant. Wir haben klare Verbesserungen in dem einheitlichen CAD/CAE-Umgebungs-Modus festgestellt und sehen darin deutliche Vorteile. Die Methode und Funktionalität für die Ableitung von Mittelflächen ist ebenfalls sehr gut. Wir werden ebenso die «Virtuelle Masse»einsetzen, wenn wir das Schwingungsverhalten von Flüssigkeitsbehältern testen. Die lineare Kontaktberechnung ist für eine solche Analyse schnell und effektiv. Wir sind von diesen Funktionen tief beeindruckt und freuen uns darauf, sie in NX 6 zu testen.»

Weltweiter Zugriff auf zentrale Daten NX verbessert die Koordination, indem es die verschiedenen

CAD/CAE/CAM-Disziplinen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg integriert. Das ermöglicht einen einheitlichen, prozessübergreifenden Zugang zu den zentral gesteuerten Informationen und beschleunigt die Produktentwicklung. Das Produkt-Know-how wird voll genutzt, in dem es auch für nachgelagerte Anwendungen in Form von PMI-Objekten, Abkürzung für «Product and Manufacturing Information», zur Verfügung steht. NX 6 setzt die PMI-Daten wirksam ein, um den Informationsfluss während des gesamten Lebenszyklus deutlich zu verbessern. Das geschieht in Verbindung mit der featurebasierten Automatisierung der NCProgrammierung in NX CAM und reduziert die NC-Programmierungszeiten bis zu 20 Prozent. CAE-Produktwissen wird zusätzlich durch NX Advanced Simulation koordiniert. Diese Simulationslösung unterstützt sowohl das neue CAE-Datenmodell als auch die CAE-Produktstruktur, die für die Teamcenter for Simulation verfügbar ist. Durch den Zugriff auf Geolus Search, der innerhalb von NX möglich ist, können Ingenieure jetzt nach gebräuchlichen Teilen suchen, indem sie verschiedene Eigenschaften eingeben, beispielsweise ähnliche Formen oder Grösse. Geolus Search ist eine Suchmaschine für 3D-Modelle, die ähnliche Teile schnell anhand ihrer geometrischen Eigenschaften erkennt. Die Ergebnisse von Geolus Search können NX-Modelle enthalten, JT-Daten oder Daten aus anderen CADSystemen.

Fremddaten sehr einfach modellierbar Ein Alleinstellungsmerkmal von NX im Vergleich zu konkurrierenden Systemen ist die Fähigkeit, umfassende Informationen zu erfassen und wieder zu verwenden. NX 6 bietet neue Schlüsselfunktionen, die die Wiederwendung steigern und damit die Konstruktionszeiten reduzieren. «Die neuen Funktionen von NX 6 für eine schnelle und einfache Umsetzung von Änderungen sind wirklich beeindruckend», sagt Danila Marco, CAD-CAM Portfolio Manager bei Avio S.p.A. «Man kann Daten aus anderen CAD-Systemen ganz einfach modifizieren, ohne ihre Historie zu kennen. Die Integration des JTFormats ist auch ein grosser Schritt nach vorne bei der Bearbeitung grösserer Baugruppen. Und die neue Oberfläche ist sehr intuitiv.» (mb)

Fachkonferenz in Zürich Mehr Informationen zu NX 6 und der neuen Synchronous Technology, über Teamcenter sowie Tecnomatix sind an der kostenlosen Fachkonferenz «Siemens PLM Connection» am 4. September 2008 im Swissôtel Zürich zur erhalten. Um sich anzumelden, senden Sie ein E-Mail an info.ch@ugs.com oder informieren Sie sich online unter www.siemens.ch/plm. Siemens PLM Software AG Management Software (CH) AG 8902 Urdorf 044 755 72 72 info.ch@ugs.com www.ugs.com


Industrial IT

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13. Ansys-Konferenz und CADFEM User’s Meeting

«Simulanten-Meeting» am Zürichberg Zum 13. Mal versammelten sich Mitte Juni Schweizer Simulationsexperten zur Ansys-Konferenz in Zürich und dem CADFEM Usermeeting. Deutlich wurde im Rahmen der Vortragsreihe, dass die FEM-Methoden immer breitere Bereiche abdecken und das gerade das Portfolio des Ansys-Workbench selbst in der konstruktionsbegleitenden Berechnung relativ anwenderfreundlich ist. Trends in der FEM-Berechnung sind eine verstärkte Integration und Parallelisierung der rein mechanischen und Fluid-Simulation.

D

as CADFEM User’s Meeting zeichnet sich seit Langem durch seine hohe Praxisorientierung aus. Das war auch in diesem Jahr nicht anders, zeigten doch insbesondere Schweizer FEM-Experten, wie mit modernen FEMTools Bauteile und Baugruppen sicher optimiert werden können. Aber auch, in welchen Bereichen die FEM-Tools noch optimiert werden können. Im Folgenden werden einige Vorträge vorgestellt.

FEM wird zur tragenden Säule Wie der Geschäftsführer Markus Dutly vorweg formulierte, «ist für viele Unternehmen Simulation zu einer tragenden Säule für den Erfolg des Unternehmens geworden. Sie wird immer mehr ein wesentlicher Bestandteil des Entwicklungsprozesses.» Ansys-Workbench deckt heute sowohl die Breite als auch die Tiefe der FEM-Tools ab. Ansys Workbench ist eine Art FEM-Tool-Rah-

Autor Matthias Böhm Stellv. Chefredaktor Technica

78 technica 07-08

men in dem sich die verschiedenen Disziplinen einordnen. Von der Strukturmechanik über thermische Analysen bis hin zur Fluidtechnik usw. kann praktisch die gesamte Breite der Industrie abgedeckt werden. Neu im Ansys Workbench ist der Bereich des Elektromagnetismus. Dank einer Übernahme eines darauf spezialisierten Unternehmens durch CADFEM wird es bei den Simulationsmöglichkeiten des Elektromagnetismus einen erheblichen Schub geben.

Zusammenarbeit mit Hochschulen geplant Konkret ist generell eine engere Zusammenarbeit mit Hochschulen geplant, das zeigte sich auch an den Ausstellungspartnern, wo sich diesmal fast ausschliesslich Hochschulpartner befanden. Auch die Hochschulen treten schon lange als Dienstleistungspartner auf. CADFEM wird in Zukunft konkret eine Kooperation mit dem WZM-Institut der ETH-Zürich «Inspire» im Bereich Werkzeugmaschinenoptimierung eingehen. Wir M. Dutly gegenüber der Technica betonte, liegt im Bereich der Werkzeugmaschinenhersteller noch einiges Potential drin. Nur etwa 20% aller WZM-Hersteller nutzen FEM-Analysen in der Konstruktion. Gerade hier, wo es um

«µm» geht, können FEM-Analysen erhebliche Optimierungen bringen.

Stark: Composite-Vortragsreihe «Sensationell» ist laut M. Dutly eine ganze Serie von Composite-Vorträgen an dem diesjährigen Forum. Selbst in Deutschland hätte man eine solch breite Auswahl an Vorträgen bisher nicht realisieren können. Möglicherweise liegt das auch daran, das in der Schweiz Unternehmen, die mit Compositen arbeiten stark konzentriert sind und FEMTools rege nutzen. Zum Beispiel zur Leistungssteigerung von elektrischen Antrieben durch den Einsatz von Faserverbunden oder die Simulation von – mit Glasfasermatten verstärkten – Thermoplasten. Interessant war auch der Vortrag der gekoppelten Simulation vom Spritzguss bis zu Strukturmechanik, eine prozessübergreifende Simulation in diesem Fall. Hier zeigt sich auch wieder das Potenzial in der Breite des Software-Workbenchs von Ansys.

Jüngster CFD-Experte Um qualifizierten Nachwuchs scheint sich die FEM-Branche – hier speziell die Formel 1 – nicht sorgen müssen. Key-Note-Speaker war in diesem Jahr der nur 16-jährige Gymnasiast Milad Mafi aus Hannover. Er beschäftigt sich seit 3 Jahren mit Strömungssimulationen, immer in Bezug zur Formel 1. Seine Untersuchungen sollen konkret Wirbel bei F-1-Fahrzeugen reduzieren helfen, um mehr Überholmanöver zu garantieren. Milad Mafi hat mit dem Einsatz von CFD-Tools (Ansys Fluent) und HPCRechnern (Hochleistungsrechnern) mögliche aerodynamische Änderun-


Thema von Hilmar Meienberg. Er ist der Spezialist in Sachen Berechnung bei V-Zug, das seit 1997 Nastran im Einsatz hat. Die Stärke der Konstruktion zeigt sich an der Zahl der über 60 Catia-Arbeitsplätze. Ziel ist es, mindestens 10 der 58 Konstrukteure konstruktionsbegleitende Berechnungen durchführen zu lassen.

Simulation und CAD-Integration

Key-Note-Sprecher war in diesem Jahr der 16-jährige Milad Mafi (M.), der zum Thema CFD-Simulation in der Formel 1 referierte. Rechts von ihm Willem Toet, Chef-Aerodynamiker bei BMW Sauber Engineering AG, und links Markus Dutly, Geschäftsführer der CADFEM AG.

gen an den aerodynamischen Bauteilen untersucht. Wobei er darauf hingewiesen hat, dass man in vielen Fällen Baugruppen gemeinsam untersuchen muss, da oft erhebliche Wechselwirkungen bestehen. Konkret zielten seine Untersuchungen darauf ab, konstruktive Änderungen aufzuzeigen, die in Zukunft wieder vermehrt Überholmanöver erlauben. Tatsächlich hat er der FIA-Vorschläge zur Optimierung der F1-Bolliden

unterbreitet. Seine CFD-Aktivitäten werden derzeit belohnt durch ein Praktikum bei einem Formel-1 Team.

FEM konstruktionsbegleitend nutzen Der Nutzen von FEM ergibt sich insbesondere dann, wenn parallel zur Konstruktion berechnet wird. Konstruktionsbegleitende Berechnung war in diesem Zusammenhang

Out-of-the-box-Tools Das Unternehmen CADFEM ist ein Dienstleistungunternehmen rund um den Bereich Simulationtechnologien. Wie Geschäftsführer Markus Dutly gegenüber der Technica formulierte, deckt die CADFEM AG praktisch den gesamten Bereich der Simulationstools ab. Dabei ist die rein mechanische Simulation heute absoluter Standard, immer mehr Bereiche kommen hinzu und können immer sicherer berechnet werden. Ob dies strömungstechnische, elektrotechnische, thermische Simulationen sind, das Ansys-Workbench deckt praktisch alle Bereiche ab, die heute in der Industrie nachgefragt werden, aber nicht nur hier, wie beispielsweise der Vortrag von Chrisitan Wyss (Kantonsspital Aarau) gezeigt hat. Im Gespräch mit der Technica sagte M. Dutly, dass es aber viele Bereiche gibt, wo man bisher traditionell kaum auf Simulation gesetzt hat. Das sind beispielsweise Produktionsbereiche der Lebensmittelindustrie. Hier steckt seiner Aussage noch erhebliches Potenzial FEM-Analysen zur Optimierung zu nutzen, allerdings sind diese Branchen weniger Engineering-lastig. Aber früher oder später werden auch hier leicht zu bedienende «out of the box tools» den Unternehmen helfen ihre Produktion zu optimieren. Infos CAD-FEM AG 8355 Aadorf 052 368 01 01 info@cadfem.ch www.cadfem.ch

Wichtige Aspekte bei der konstruktionsbegleitenden Berechnung ist u. a. die Akzeptanz der Softwarelösung. Der Installations-Aufwand und die Bedienungsfreundlichkeit sind ebenfalls wesentliche Aspekte in der konstruktionsbegleitenden Anwendung. Denn die Konstrukteure arbeiten nicht tagtäglich mit den Tools. Insofern muss die Software sehr übersichtlich und leicht handhabbar sein. Die bisher eingesetzte Berechnungssoftware ist für die Konstruktion schlicht zu komplex. Die Evaluation der Ansys-Software lief ein halbes Jahr, und es zeigte sich, dass die Software sich für die Konstruktionsbegleitende Berechnung durchaus sehr gut eignet. Der Support arbeitet sehr effizient. Mit Ansys lassen sich bei V-Zug 80% der Anwendungsfälle sehr schnell lösen. Die restlichen 20% werden mit anderen Tools gerechnet.

Mehrkörpersimulationen per FEM Das Unternehmen VAT Vakuumventile (700 Mitarbeiter) im Rheintal ist Weltmarktführer im Bereich von Vakuumventilen. Martin Weiss (VAT Vakuumventile) zeigte am Beispiel der kinematischen Verhältnisse eines Vakuumventils auf, dass es sich durchaus lohnen kann, «einfache» mechanische Kinematik mit FEM-Methoden zu simulieren (Mehrkörpersimulation). Dank der FEM-Analyse konnten die relativ komplexen Bewegungsabläufe der Ventil-Mechanik auf den Punkt gebracht und hervorragend analysiert werden. Generell lies sich die Kinematik auch mit klassischen Formeln in Excel-Tabellen berechnen.

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Industrial IT

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Allerdings zeigte sich das Simulationstool als erheblich komfortableres Tool.

FEM-Berechnung eines Gelenklagers Stefanie Gründler von der Kaiser AG (Schaanwald FL, 140 Mitarbeiter) referierte über eine Gelenkoptimierung eines Schreitbaggers. Konstruiert werden die Bagger mit Solid Edge V19. Sogenannte Schreitbagger (auch Spinnenbagger genannt) – mit langen auskragenden Schreitbeinen kommen in unwegsamstem Gelände zum Einsatz. Reparaturen während des Einsatzes sind teuer, Verschleiss sollte deshalb unter allen Umständen minimiert werden. Ein typisches Verschleissteil ist das Gelenklager – eines der komplexesten Teile des Baggers in den Schreitbeinen. Dies galt es zu optimieren. Bei Kaiser AG wurden bereits verschiedenste Verstärkungen realisiert und getestet, aber es kam immer wieder zu Problemen im Gelenk. Stefanie Gründler rechnete das Gelenk mit Ansys durch, und es konnte eine sehr gute Übereinstimmung zwischen der Simulation und den tatsächlichen Schadstellen generiert werden. Die auftretenden Kräfte wurden mittels Mehrkörpersimulation ermittelt. Dank der Simulationsmethode

wurden zu hohe Spannungsspitzen im Gelenk erkannt und konstruktiv eliminiert. Bei den kommenden Modellen werden die neu konzipierten Gelenke verbaut. Auch hier zeigte sich Ansys als sehr bedienerfreundlich, es wird konstruktionsbegleitend angewandt.

FEM in der Fusschirugie Das FEM nicht nur rein technische orientierte Bereiche optimieren hilft, zeigte eindrücklich der Vortrag von Chrisitan Wyss vom Fusszentrum der orthopädischen Klinik in Aarau. Er gewann auch den FEMWanderpokal der CADFEM aufgrund seines ausgezeichneten Vortrags. Damit ein orthopädischer Fuss-Chirurge Fussprobleme überhaupt therapieren kann, muss er u. a. erkennen, ob ein Schmerzproblem mechanisch bedingt ist oder nicht. Leider können viele mechanische Probleme aber häufig nicht mit klinischen Methoden erkannt werden. Erstes und oberstes Ziel ist es also zu erkennen, ob wirklich ein mechanisches Problem vorliegt. Dazu müssen Messmethoden und -analysen benutzt werden, die präzise, quantifizierbar und reproduzierbar sind.

Sehr komplexe Analyse Der sehr komplexe Ablauf der Analyse wird in sechs Schritte aufgeteilt.

1. Messung der Kinetik. 2. Messung der Kinematik. 3. Messung der elektrischen Muskelaktivitäten im Gehen mit der Elektromyographie. 4. Modellrechnung mit den erhobenen Daten aus den Schritten 1 bis 3. Es werden Muskelkräfte, gesamtresultierende Kräfte und intraartikuläre Kräfte berechnet. 5. Jetzt werden postinterventionelle Situationen mit neuronalen Netzwerken simuliert. Damit können postoperativ zu erwartende Zustände annäherungsweise berechnet werden. Im 6. Schritt werden diese errechneten und simulierten Randbedingungen der prä- und postinterventionellen Situation zur Erstellung von Finiten Element Modellen (FEM) gebraucht, mit denen die durch die Operation hervorgerufenen Veränderungen der Belastungen von Knochen, Knorpeln, Muskeln und Sehnen dargestellt werden können. Aufgrund dieser Vorgehensweise können die operativen Resultate, als auch die orthopädietechnischen Massnahmen objektiv und reproduzierbar auf ihre Wirkung geprüft werden. Dies ist ein wichtiger Vorteil, weshalb die geschilderte Methode am Fusszentrum des Kantonsspitals Aarau nicht mehr aus dem klinischen Alltag wegzudenken ist.

Wanderpokale für Siegervorträge Im Rahmen der Konferenz werden die besten Vorträge regelmässig ausgezeichnet. Zwei Wanderpokale (FEM- und CFD-Berechnungen) werden den Siegern für ein Jahr verliehen. In diesem Jahr siegte im Bereich FEM Christian Wyss, Kantonsspital Aarau – Fusszentrum orthopädische Klinik (s. o.). Im CFDBereich gewann Antonio Liggieri von AFC Air Flow Consulting AG den Pokal. Er untersuchte die Störung einer Turbolader-Performance aufgrund der spezifischen Einlaufgeometrie am Beispiel ein V8-Zylinder Turbo-Dieselmotors. (mb) An der diesjährigen Ausstellung zum CADFEM Users’ Meeting waren fast ausschliesslich Hochschulen präsent.

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Lieferantenverzeichnis und Internetadressen Abdeckungen/ テ僕(nebel)abscheider

Antriebssysteme

Armaturen

Absauganlagen

Antriebstechnik

Automatisches Beladen und Entladen

Alarm- und Signalgeber

Automaten-Drehteile Antriebe und Steuerungen Automatisierung

Bildverarbeitung

Blechbearbeitung/ Laserschneiden

Arbeitsschutz

07-08 technica 81


Lieferantenverzeichnis und Internetadressen Bohr- und Fr채swerkzeuge

Bohrerschleifmaschinen

CAD/CAM Systeme

Diamant- und Borazonwerkzeuge

Diamantwerkzeuge

CAD-Dienstleistungen Dienstleistungen

CNC-Drehen

Blech- und Rohrverarbeitung

CNC-Werkzeugmaschinen

Dampfkesselvermietung Drehmoment-Schl체ssel/ -Pr체fger채te/-Service

Bodenmatten

Decolletagearbeiten

82 technica 07-08


Lieferantenverzeichnis und Internetadressen Drehmoment-Torque Control

Drehteile

Gebläse/Radialventilatoren

Gedruckte Schaltungen

Druckschalter Vakuumschalter

Gravieren Hydraulikzylinder + Systeme

Gummi-PUR-Silikon-Schaumcfk-Walzen-Rollen Elektroschrauber und Drehmomentmessung

Härtemessgeräte Industrie-PCs

Energiezuführungen mobil Honmaschinen

Infrarot-/UV-Strahler

Endoskope, industrielle Honmaschinen, Honwerkzeuge

Etiketten und -drucker Kabel Hydraulik

Galvanik

Aahusweg 8, Fänn 6403 Küssnacht

Tel. 041 799 49 49 Fax 041 799 49 48

info@atphydraulik.ch www.atphydraulik.ch

07-08 technica 83


Lieferantenverzeichnis und Internetadressen

Kupplungen Kabelkonfektionierung

Korrosionsschutz

Kreissägemaschinen

Kalibrieren / Prüfen Grundstr. 2, 6343 Rotkreuz Telefon 041 799 47 00 Internet www.quinel.ch

Lagertechnik Kunststoffe / Klebstoffe

EMV, el. Sicherheit, ATEX, Vibration, Klima, Expertisen

Keilriemen

Kunststoffprofile/-Teile

Klimageräte und Ventilatoren Laserbeschriftungen

Kompressoren und Zubehör

Kunststoffteile

84 technica 07-08


Lineartechnik

Materialprüftechnik

Oberflächenbearbeitung

Mechanische Fertigung Oberflächenbehandlung

Löten Plasma- und Autogen Schneiden

Luft entfeuchten / Luft kühlen

Messwerkzeuge

Präzisions-Drehteile Magnete Messen und Prüfen

Profilherstellungsmaschinen / -werkzeuge

Magnetsysteme, Permanentmagnete, Miniaturmagnete

Prozessautomation Materialanalysen

Normteile

07-08 technica 85


Lieferantenverzeichnis und Internetadressen Pulverbeschichtungen Lackierungen

Stecker, MIL-C+Industrie

Schleif- und Poliermaschinen Tieflochbohren/-Arbeiten

Putztextilien

Sandstrahl-Anlagen Schweisskonstruktionen

Ultraschall-Reinigungsanlagen

USV Unterbrechungsfreie Stromversorgung Sandstrahl-Zubehör Sensoren Verladetechnik / Aufzüge Sicherheitstechnik Schaltschranksysteme

Schichtdicken-Messgeräte

Schleifen

Spindeln und Hochfrequenzspindeln

Waagen

Stanz- / Biegeteile Wälzlager

86 technica 07-08


Werkstoffpr체fmaschinen

Wasserstrahl-Schneiden Werkzeuge

Werkzeugkoffer

Zahnr채der

Werkzeugmaschinen

07-08 technica 87


Impressum technica

die Fachzeitschrift für die Maschinen-, Elektround Metallindustrie ISSN 0040-0866 57. Jahrgang 2006 Redaktion «technica» Neumattstrasse 1, 5001 Aarau, Tel. 058 200 5642 Fax 058-200 5661, ISDN 058 200 5656 www.technica-online.ch, www.marktspiegel.ch Chefredaktor Martin Gysi, Masch. Ing. FHTel. 058 200 5629, martin.gysi@technica-online.ch

In dieser Ausgabe Aare-Tessin AG

24

Lastech AG

38

ABB Technikerschule

39

LISTEC Schweisstechnik AG

33

Alesa AG

49

MAPAL Dr. Kress KG

46

ARP Datacon AG

68

maxon motor ag

ASS AG Antriebstechnik

42

MOTOMAN robotec GmbH

47

Atlas Copco (Schweiz) AG

73

Muller Machines SA

44

Murrplastik AG

67

Neuma AG

59

Newemag

48

Baumer Electric AG

71, 74

Baumgartner AG

6

Stellvertretender Chefredaktor Matthias Böhm, dipl.-Ing. FHTel. 058 200 5630, matthias.boehm@technica-online.ch

Beckhoff Automation AG

Redaktionelle Mitarbeiter Edgar GrundlerAlois Altenweger, lic.rer.pol. Urs Wittwer

Blum-Novotest GmbH

43

OSEC

Bosch Rexroth Schweiz AG

74

Otto Suhner AG

Mediaberatung Christine Gehrig Tel. 056 631 22 20, Fax 056 633 56 23 christine.gehrig@azag.ch

BR TEC Bühler AG

23

Qualitech AG

Peter Spycher Tel. 058 200 5631 peter.spycher@technica-online.ch Verena Müller Tel. 058 200 5642, verena.mueller@azag.ch Willi Dennler Tel. 058 200 5643, willi.dennler@azag.ch

Berner Fachhochschule

Brütsch Elektronik AG Brütsch/Rüegger AG

4, 38

2 67

NTB

36, 39 2, 10 72 41, 72

Rittal AG

70

Sandvik AG

47

Brütsch-Rüegger AG Marie-Therese Kaiser 42

SATOMEC AG

Bürkert-Contromatic AG

3

Schneider MC SA

17, 19

CAD-FEM AG

78

Schunk Intec AG

11, 44

CHIRON-WERKE GmbH & CO. KG

45

Schupp AG

43

servo Halbeck GmbH & Co. KG

71

Verlag © AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1 5001 Aarau, Tel. 058 200 5650 Fax 058-200 5661, www.az-verlag.ch Ein Tochterunternehmen der AZ Medien Gruppe

CODEX

Verlagsleitung Karen Heidl

Egli Maschinenbau AG Elektro Motoren Werk Brienz

Bereichsleitung Jürg Rykart Tel. 058 200 56 04, juerg.rykart@azag.ch

68, 72, 73, 74

16, 60, 69

6, 77

6

Distrelec Bereich der Dätwyler Schweiz AG 71

Servotronic AG

DMG (Schweiz) AG

sfb Bildungszentrum

36

4

SFS unimarket AG

49

2

SHL Automatisierungstechnik AG

13

45

29, 68, 71

Erowa AG

46

SIAMS SA

40

Layout Thomas Furter, Konzept Ursula Urech

Fabrimex Systems AG

74

Sick AG

68

FHS St. Gallen

36

Siemens Product Lifecycle Management

Druck Vogt-Schild Druck AG, Gutenbergstrasse 1, 4552 Derendingen

Fritz Studer AG

4, 21

Erscheinung, Abonnement erscheint monatlich, 12 x jährlich zusätzlich je eine Sonderpublikation Innovation und Marktspiegel Abonnementspreis: Fr. 95.– inkl. 2.4% MwSt, Ausland zuzüglich Porti Telefon 058 200 5617, Beatrice Gmünder Auflage 12600 Ex. WEMF 2005: 11826 Ex, (2205 verkauft, 9621 Gratis) Verlagsrechte Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Bildunterlagen (Fotos, Dias) und Manuskripte übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Nachdruck nicht gestattet Zeitschriften im selben Verlag Batitech – HK-Gebäudetechnik – Elektrotechnik ET – MegaLink Precision – Natürlich – Kochen – Fit for Life

88 technica 07-08

Software (CH)

76

SPT Roth AG

73

GE Fanuc Automation Solutions Europe S.A 42

STAMA Swiss GmbH

41

Gebr. Bräm AG Bürkert-Contromatic

45

SUVA

35

Gebrüder Gysi AG

46

Suvema AG

49

Gefran Suisse SA

69

Swiss Technology Network

70

Hans Eberle AG

73

Swissmem

Härterei Gerster AG

26

Swissmem Kaderschule

37

HfB Hochschule für Berufstätige AG

36

TESA SA

47

Höhere Fachschule

39

TORNOS SA

FTA Fahrzeugtechnik AG

68

IBZ Schulen für Technik und Informatik

9

2, 41

Tox-Pressotechnik AG

58 70

Brugg AG

38

Triag Präzisionswerkzeuge AG

igus Schweiz GmbH

70

Walter Meier

ISCAR Hartmetall AG

43

Wenk AG

IST-Edelstahl-Anlagenbau AG

69

Jakob Keller Verschlusstechnik AG

72

Beilage:

Jetter (Schweiz) AG

61

Antrimon AG

Josef Binkert AG

48

13, 48 2, 44


TechniKnacknuss

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&LOW %RFAHRUNG

St. Gallen Genf retour Ein Lieferwagen fährt mit 120 km/h die Stecke von St. Gallen nach Genf. Dort angekommen wird das Auto beladen und fährt mit konstanter Fahrgeschwindigkeit und wegen der Zusatzlast mit nur 80 km/h zurßck nach St. Gallen. Wie hoch ist die Durchschnittsgeschwindigkeit des Autos?

Die AuflÜsung von Ausgabe 06/08 Ein Wasserbehälter soll aufgefßllt werden. Die vier zur Verfßgung stehenden Pumpen haben unterschiedliche Leistungen. Mit der stärksten dieser Pumpen kÜnnte der Behälter in einer Stunde gefßllt sein, mit der zweitstärksten in 2 Stunden. Die dritte Pumpe benÜtigte 3 Stunden zum Fßllen und die vierte 6 Stunden. Da der Behälter mÜglichst schnell aufgefßllt werden muss, werden alle vier Pumpen gleichzeitig eingesetzt. In welcher Zeit (in Minuten) wird der Behälter gefßllt? 1/1 x + 1/2 x + 1/3 x + 1/6 x = 2 x Die 4 Pumpen zusammen haben die doppelte FÜrderleistung der stärksten Pumpe. Diese fßllt den Behälter in 60 Minuten, d. h. alle Pumpen zusammen benÜtigen hierfßr 30 Minuten.

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Vorschau auf technica 08-08 Fertigung + Produktion

Werkzeugmaschinen, Werkzeuge, NC-, CNC-, DNC-Steuerungen, Werkzeugund Werkstßckspannsysteme, Wärmebehandlung und Oberflächentechnik, Präzisions- und Mikrobearbeitung, DÊcolletage, Fertigungsautomatisieerung, Fertigungsmesstechnik, Prßftechnik, QS AMB, Stuttgart, 9. bis 13. September

Automationsund Antriebstechnik

Steuerungen (SPS, Soft-SPS usw.), Handling, Robotik, Montagetechnik, Vision-Systems, Motoren, Hydraulik, Pneumatik, Antriebssteuerungen, mechanische Antriebselemente, Komponenten und Systeme zur Energieversorgung

Prozesstechnik

Prozess-, Mess- und Regeltechnik, Prozess-Steuerungen, Prozessautomatisierung, Rohrleitungen und Armaturen, Anlagen- und Apparatebau, Pumpen, Ventile, MessausrĂźstungen, Sicherheitssysteme fĂźr die Prozesstechnik

FĂśrdertechnik + Logistik

FĂśrdertechnik, Krane, Lagertechnik, Materialflusssysteme, Logistiksysteme, Logistikdienstleistungen, Indentifikationssysteme, Sensorik fĂźr FĂśrdertechnik

Industrial IT

Engineeringtools fĂźr die Fertigungsindustrie

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technica 07/2008