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www.marktspiegel.ch www.technica-online.ch

08/2010 Front

ASSAG-SWITZERLAND

F端gen-trennen-formen

Kronenrad Face gear

Messe-Vorschau:

Motek, Stuttgart, 13. bis 16 Sept.

Messe-Nachschau:

Automatica EasyFairs Produktion + Design Fair for automation

Werkzeuge:

Maschine, Werkzeug und Prozess im Einklang

Antriebstechnik:

Von da Vinci zum Audi quattro


Gehäuseprogramm für elektrische und elektronische Bauteile: Card-Gehäuse, 19“-Gehäuse, Baugruppenträger, Handgehäuse, Industriegehäuse, Frontplatten, Folientastaturen, Tischgehäuse, Tastaturen- und Elektronik- Gehäuse.

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KUNDISCH Kundisch ist Spezialist für die Herstellung von Folientastaturen. Produkthighlights: • Folientastaturen auf Leiterplatten • Kupferkaschierte Folientastaturen • Kurzhubtastaturen Kurzfristige Erstellung von Design und Layout möglich.

82  technica  08-10

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Arbeitsplätze

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Hartmann Elektronik konstruiert, bestückt und produziert Backplanes sowie Lösungen für „Elektronic Packaging“. Wir stellen Baugruppenträger mit der Backplane individuell für Sie zusammen. Sie können unter zahlreichen Ausstattungsmerkmalen wählen und bekommen ein individuell abgestimmtes System.

GÖTZ-UDO HARTMANN Götz-Udo Hartmann ist seit Jahren auf die Entwicklung und Fertigung von induktiven Bauteilen spezialisiert: Produkthighlights: • Stromkompensierte Drosseln • Funkentstör- und Speicherdrosseln • Leistungsübertrager bis 500 Watt • Metallpulverring- und EF-Kerne • SMD-Drosseln • Übertrager

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PTR Das Print- und Anschlussklemmenprogramm in Schraub- und Federkrafttechnik bietet eine wirtschaftliche Lösung in der Verbindungstechnik. Das breite Programm an PTRReihenklemmen in Schraub- und Federkrafttechnik bietet ebenfalls trotz günstiger Preise höchste Qualität.

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HARTMANN CODIER

EINER

Das Programm von RK umfasst mechanische und elektromechanische Komponenten für den Maschinenbau, die Gestaltung von Arbeitsplätzen und für die Automation. Dazu zählen z. B. Lineareinheiten, Elektrozylinder, Hubsäulen, Verbindungssystem, BlocanProfilmontagesystem und Schutzgitter.

HARTMANN ELEKTRONIK

Neben der weltweit umfangreichsten Palette an Codierschaltern werden Microschalter, Printklemmen, Schraub-Steckverbinder, Kleinst-Tastaturen, Schiebeschalter und vor allem Print-Codierschalter hergestellt, die aufgrund der Auswahl und der Qualität eine marktführende Position einnehmen.

AUS

RK ROSE+ KRIEGER

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MECANO GRUPPE

BOPLA

PHOENIX

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ALLES

Die bewährte ROSE Produktpalette in der Gehäusetechnik! Gehäuse aus Aluminium, Polyester, Edelstahl, Polycarbonat und ABS. Geräteträger in Verbindung mit Schalttafeln. Individueller Bearbeitungsund Bestückungs-Service ab Einzelstück.

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Mit der Übernahme der Firma MCT/Leonhardy im Jahre 2007 wurde das Hartmann Sortiment weiter ausgebaut mit LEDElementen, DIP-Schaltern, Drehund Kippschaltern, Einbausteckern sowie weiteren elektromechanischen Bauelementen.

www.hartmann-codier.de Phoenix Mecano Komponenten AG Postfach 8260 Stein am Rhein

Telefon +41 (0)52 742 75 00 Telefax +41 (0)52 742 75 90 e-mail: info@phoenix-mecano.ch http://www.phoenix-mecano.ch


Editorial

Vorsicht: Volksverdummung!

kommedia@t-online.de

Nach «Wikiblödia», sprich verstümmeltem Fachwissen, «Gugelmanie», sprich dem Blick in die Kaffeetasse, und «Fratzenbook», sprich dem freien Zugang zum Seelenleben, jetzt auch noch das: Suchmaschinen sollen künftig den (Fach)Journalisten Themen vorgeben, über die zu berichten wäre, wenn man denn beim Volk punkten will. Warum und auf welcher Basis? Ganz einfach, weil allein die Suchmaschine X angeblich genau weiss, was wir als Leser, Zuhörer und Zuschauer denn so wollen. Damit erfüllt sich nach Angaben des Exekutive Vice President einer Internet-Nachrichtenagentur – zufällig Zulieferer einer nicht näher genannten Suchmaschinen-­ Grösse? – ein alter Traum: «Wir machen Service-Journalismus und erstellen hilfreiche Beiträge für Menschen, die gesünder, besser und erfolgreicher leben wollen.» Hört sich zunächst schlüssig und unterstützenswert an, ist aber an Zynismus, Heuchelei und Niedertracht kaum mehr zu überbieten. Deshalb gilt hier einzig und allein die Devise «Wehret den Anfängen!» Denn wer sich anmasst, aus einer wie auch immer konzipierten, um nicht zu sagen ausgeklügelten Auswertung abzuleiten, was morgen in den (Fach)Zeitungen stehen soll, der öffnet der Manipulation besagter Medienkonsumenten Tür und Tor. Dabei geht es denen nur um eines, nämlich um die Schaffung kostengünstiger Inhalte als Umfeld für Banner-Werbung. Umgekehrt heisst das im Übrigen, dass wir «unvirtuellen» Journalisten und Redakteure bis dato gar nicht wussten, ob wir unseren Lesern/Zuhörern/Zuschauern wohl den richtigen Stoff anbieten. Dass genau darin der Reiz liegt, nämlich eine interessante Zeitschrift zu machen und diese am Ende als eine «der» wichtigen Informationsquellen für die jeweiligen Zielgruppen zu etablieren, haben die Anbieter von täglich Tausenden Videos und Texten wohl wissentlich übersehen. Die Folgen sind heute schon sichtbar. Wer drei verschiedene Tageszeitungen aufschlägt, sieht und liest dank Text- und Bildagenturen oft dreimal dasselbe.

« Lerne zu hören, und Du wirst auch von denjenigen Nutzen ziehen, die dummes Zeug reden. » (Platon, griechischer Philosoph der Antike, 428 – 348 v. Chr.)

Bei Tageszeitungen mit regionalem Einzugsgebiet ist das sogar in Ordnung. Was aber sagen die Leser von nationalen Fachzeitschriften, wenn überall dieselben Infos zu lesen sind? Für schleichende Manipulation mit dem Ziel des fremd bestimmten Kasperls einer von Lobbyisten gesteuerten Interessen-Clique haben wir nichts zu tun! Wir sehen uns in der Tradition des engagierten «Technik-Qualitätsjournalismus» und dürfen deshalb auch zurecht das Gütesiegel «Q-Publikation 2010» vom Verband Schweizer Fachpresse tragen. Dazu gehört, dass wir Themen lancieren oder auch aufgreifen und entwickeln. Nur auf diese Art und Weise haben unsere Leser den Nutzen, den sie für ihre Arbeit und für ein erfolgreiches Leben brauchen.

Edgar Grundler, Redaktor technica

08-10  technica  1


Inhaltsverzeichnis Messen

Steuern

Bewegen

Fertigen

Seite 19 Maschine, Werkzeug und Prozess im Einklang

Grosses Sparpotenzial bei der Druckluft

Durch eine Reorganisation der Produktion werden bei der Ferrum AG in Rupperswil die Teile heute um ein Vielfaches effizienter hergestellt. Der Werkzeughersteller Walter AG liefert mit seinen Hightech-Werkzeugen einen wesentlichen Beitrag zur Effizienzsteigerung in der Zerspanung der unterschiedlichsten Werkstoffe.

Druckluft ist ein vielseitiger, beliebter Energieträger. Aber Druckluft ist nicht gratis, sondern wird mittels elektrischer Energie hergestellt. Schon nach zwei Jahren übersteigen die Energiekosten oft die Investitionskosten für die Druckluftanlage. Über Effizienz steigernde Komponenten und Pneumatik-Lösungen lassen sich deshalb erheblich Energiekosten sparen.

■■ Panorama

■■ Werkzeugmaschinen und Werkzeuge

4–6

■■ Export-Forum Ausländische Nachfragebelebung Schweizer KMU mit positiver Exportstimmung für das 3. Quartal 2010

8

Kohlenstoff-Nanoröhre als Transistormaterial Durchbruch in der Forschung: Sensoren ohne unerwünschte Gate-Hysterese

9

GV bei Hopfen und Malz Unternehmensprozesse auf die Reihe kriegen Business-Knigge für Techniker Mit den Umgangsformen im Business geschickt jonglieren

10

Zeit für eine Nabelschau, Boss Ein pointierter Aufruf zum Schutz und zur Pflege des menschlichen Kapitals

12

10 11

■■ Märkte und Unternehmen Multitaskingmaschine für Einsteiger Dreh-, Fräs- und Bohrbearbeitung in einer Aufspannung Eine Einheit für Linear- und Drehbewegungen Highlight: EHMB – das Dreh-Hub-Modul

2  technica  08-10

Ein Universalbearbeitungszentrum Die clevere Kombination aus Kuka KR 30/3, PDKS und DDP550 ROB

Maschine, Werkzeug und Prozess im Einklang Walter unterstützt Ferrum bei erfolgreicher Reorganisation der Produktion Von Stechwerkzeugen zum Komplettprogramm 25 Jahre Iscar Hartmetall AG, Frauenfeld

■■ Planung + Produktion

SIRAG AG CH-6312 Steinhausen www.sirag-ag.ch Tel. +41 (0)41 747 11 47 mail@sirag-ag.ch

Seite 29

15

16 17

Qualität und Bedienfreundlichkeit statt Schnickschnack 18 Mit VHM-Werkzeugen zu neuen Leistungshorizonten

Präzision setzt Präzisions­technik voraus Bearbeitungszentrum für Technologie- und Zulieferunternehmen Alles für die Qualität Nachschau auf die 24. Control in Stuttgart

19

22

24

26

■■ Automations- und Antriebstechnik In jeder Beziehung einmalig EasyFairs «Produktion + Design» im Rückblick Grosses Sparpotenzial bei der Druckluft Anregungen zur Senkung der Energiekosten bei Druckluftanlagen Energieeffiziente Erzeugung ölfreier Druckluft Highlight

28

29

35

Von da Vinci zum Audi quattro Das Kronenradgetriebe: problemlose Montage durch axiale Freiheit des Ritzels

36

Software, die verbindet PNOZmulti Configurator für PNOZmulti Mini & Co.

39

Noch mehr Präsenz in der Schweiz Interview mit Parker-Country-Sales-Manager Rolf Freiburghaus

41


VAKUUMTECHNIK www.zwahlenag.ch

Vakuumsauger von Ø1 - 600 mm Flach-, Oval- und Faltenbalgsauger

Seite 36 Von da Vinci zum Audi quattro Schon Leonardo da Vinci erkannte die wesentlichen Vorteile des Kronenradgetriebes: Das zylindrische Antriebsritzel ist in axialer Richtung frei auf dem Kronenrad positionierbar, der Wirkungsgrad entspricht

Als Premiere durchaus beachtlich SwissT.meeting – fair for automation in Zürich

42

Stärkste Motoren am Markt Starke Antriebe für hochgetaktete Maschinen

44

Automation und Rationalisierung im Fokus Das Messetrio Motek, Microsys und Bondexpo ist startklar Das TOX-Servo-Kraftpaket Schnelle Bereitstellung in der Montage Lösungen für die Nano- und Mikroliterdosierung Die ganze Welt der Robotik Nachschau auf die Automatica in München

schräg verzahnten Stirnradgetrieben und das Getriebe ist nicht selbsthemmend. Die Vorteile werden nun in vielen Anwendungsgebieten eingesetzt. An vorderster Front dieser Entwicklung: die ASSAG in Düdingen.

Alle Vakuumkomponenten, die nötig sind, damit ein Vakuumsystem sicher läuft.

■■ Zulieferindustrie + Industriebedarf

46

«Mehr» beim Sägen und Lagern von Metall Säge- und Lagertechnik-Neuheiten versprechen nutzbaren Mehrwert

46

Feinguss macht schlank Leichter Feinguss in der leichtesten FreerideTourenbindung der Welt

53

55

47

■■ Produkte

47 48

■■ Lieferantenverzeichnis 74–79

58–64

■■ Impressum ■■ TechnikKnacknuss

Vakuum-Hubzylinder – die elegante Lösung um etwas zu greifen.

80 US 3

Fügen-Trennen-Formen Zum IT-Titelbild Beschriften, grafieren, schweissen Professioneller Partner für Laserschweissen

66

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Qualität steigern und Kosten senken Möbelhersteller profitiert vom «kalten» Schweissen

68

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71

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Panorama

Anwenderkatalog CoroKey von Sandvik Coromant

Sandvik Coromants CoroKey-­ Anwenderkatalog 2010. Der CoroKey 2010 hilft Anwendern, schnell und einfach die beste Kombination aus Werkzeugen und Schnittda-

ten für ihre Anwendung zu wählen. Das 216 Seiten umfassende Nachschlagewerk enthält detaillierte Informationen zu verschiedenen Anwendungen und den passenden Zerspanungslösungen, unter anderem aus den Bereichen Drehen, Fräsen und Bohren. Hinzu kommen praktische Tipps und Informationen zum Einsatz modularer Werkzeugsysteme sowie der verschiedenen Schneidstoffsorten. In der Neuauflage des CoroKey-Katalogs finden sich viele der neuesten

Sandvik Coromant-Zerspanungsinnovationen. Er richtet sich an Ingenieure, Konstrukteure, Maschinen­bediener sowie alle Anwender, die schnell und einfach das richtige Werkzeug und die passenden Schnittdaten zur Hand haben möchten. Die Inhalte zum Thema Produktivität sind noch anwenderorientierter gestaltet: Der Fokus bei der allgemeinen Zerspanung liegt zum Beispiel auf den Zerspanungsraten. Häufig genutzte Formeln zur Schnittdatenberechnung finden sich deshalb

ebenso wie passende Illustrationen, die die verwendeten Begriffe und Fachbezeichnungen schlüssig erklären. Das Nachschlagewerk kann auf der Website von Sandvik Coromant unter www.sandvik.coromant.com/de unter dem Menüpunkt «Onlinekataloge» in verschiedenen Sprachen heruntergeladen werden.

Sandvik AG 6005 Luzern www.sandvik.ch

50 Jahre Präzision aus dem Feuer bei Feinguss Blank

Die Jubiläums-Feuershow als Symbol für das Zusammenspiel von Feuer, Hitze, Energie und flüssigem Metall beim Feingiessen.

Mehrere Tausend Gäste haben am 16./17. Juli die Gelegenheit genutzt, bei der Firma Feinguss Blank in Riedlingen hinter die Kulissen zu schauen. Freunde, Wegbegleiter, Geschäftspartner und

die Mitarbeiter feierten mit der Geschäftsleitung das 50-jähige Bestehen der Feingiesserei mit einem rauschenden Fest. Als am Freitag die Sonne vom Himmel brannte, bekamen die Gäste ein Gespür für die schweisstreibende Arbeit der Feingiesser – so Geschäftsführer Werner Blank. Mit Sektempfang, Führungen durch die Feingussproduktion und einer Anwendungsausstellung wurde die zweitägige Jubiläumsfeier eröffnet. Kunden und Geschäftspartner feierten beim anschliessenden feurigen Galaabend 50 Jahre Präzision aus dem Feuer. Wilhelm Blank, einer der

Pioniere des Feingiessens in Europa, legte 1960 in Riedlingen den Grundstein für das Unternehmen. Aus 850 Quadratmetern Betriebsfläche mit damals acht Mitarbeitern sind in 50 Jahren 20 000 Quadratmeter und 410 Mitarbeiter geworden. Über 150 junge Menschen haben inzwischen erfolgreich einen Ausbildungsgang bei Blank absolviert. Am Samstag erlebten Besucher und Gäste einen bunten und erlebnisreichen Tag beim Open House – unter anderem mit einer atemberaubende Feuershow. Eines der Highlights war der Rundgang durch die Feingussproduk-

FEINGUSS BLANK GmbH D-88499 Riedlingen www.feinguss-blank.de

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Alle Termine auf www.technica-online.ch

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4  technica  08-10

Kosten

tion. Von der Werkzeugherstellung über die Wachsmodellherstellung hin zur fertigen Gusstraube wurde den Interessenten gezeigt, was Blank kann und wie die Teile zur Anwendung kommen. Die Gäste konnten live bei fünf Stahlabgüssen dabei sein. Dafür wurde extra eine Rampe in der Giesserei aufgebaut, um so vielen Besuchern wie möglich das Zusammenspiel zwischen dem Element Feuer, der Hitze, Energie und dem flüssigen Metall aufzeigen zu können.

Veranstalter/Infos

30.03.09 12:15


Forum Wärmetauscher des energiecluster.ch an der Ilmac Im Rahmen der Industriemesse ­Ilmac in Basel präsentiert der energie-cluster.ch im Forum Wärmetauscher am 23. September neue Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung verfahrenstechnischer Prozesse.

Viel bisher ungenutztes Potenzial Aktuelle Projekte zeigen, dass in verfahrenstechnischen Prozessen verschiedener Industrien bedeutende, bisher ungenutzte Abwärmepotenziale bestehen. Deren Nutzung ist eine wichtige Voraussetzung für verminderte Produkti-

sierungszeiten realisieren. Neben der Präsentation verwirklichter Anlagen wird die Darstellung weiterer Einsatzmöglichkeiten sowohl technische Mitarbeiter als auch Planer, Berater, Forschende und Verbände interessieren.

onskosten und somit Wettbewerbsfähigkeit. Darum moderiert der energie-cluster.ch die Innovationsgruppe Wärmetauscher, die aus rund 40 Herstellern oder Lieferanten von Wärmetauschern und Systemen besteht. Die Förderung von Entwicklungsprojekten sowie das Zusammenführen von Kompetenzen in Hochschulen und Industrie stellt dabei ein wesentliches Ziel dar.

Schmierfrei

Wichtige und wertvolle Industriebeteiligung Das Forum Wärmetauscher bietet neben verschiedenen praxisorientierten Beiträgen zur Prozessoptimierung und der integralen Anlagenplanung auch Fachbeiträge der fünf Komponentenhersteller AG für Apparatebau (apaco, Grellingen), BMS Energietechnik AG (Wilderswil), Allenspach Apperatebau AG (Hermetschwil), ­Kasag AG (Langnau) und Picatech Huber AG (Kriens). (bf)

Das Forum an der Ilmac

Namhafte Experten vermitteln neueste Erkenntnisse zur Planung und Optimierung verfahrenstechnischer Anlagen, zur verbesserten Nutzung von Medien- und Energieströmen sowie zum gezielten Einsatz entsprechender Wärmetauscher-Einheiten. Den Betreibern von Prozessanlagen in Industrie und Gewerbe werden Lösungen zur Nutzung von Abwärme aufgezeigt und die dafür entwickelten Werkzeuge vorgestellt. Die sich daraus ergeDas Forum Wärme­tauscher bietet unter benden Energieeffizianderem Fachbeiträge von Apaco, BMS enzsteigerungen lassen Energietechnik, Allenspach Apparatebau sich mit kurzen AmortiAG, Kasag und Picatech Huber AG.

Das Forum findet statt am Donnerstag, den 23. September 2010, während der Ilmac, von 14 bis 18 Uhr.

... hält länger

... ab Lager.

Veranstaltungsort ist die Ilmac, Messe Basel. Informationen und Anmeldung: energie-cluster.ch 3011 Bern, 031 333 24 69 www.energie-cluster.ch

Front

Von da Vinci zum Audi quattro

www.marktspiegel.ch www.technica-online.ch

Schon Leonardo da Vinci erkannte die wesentlichen Vorteile des Kronenradgetriebes: Das zylindrische Antriebsritzel ist in axialer Richtung frei auf dem Kronenrad positionierbar, der Wirkungsgrad entspricht schräg verzahnten Stirnradgetrieben und das Getriebe ist nicht selbsthemmend. Nachdem der Durchbruch des Konzepts lange Zeit an der Gestaltung der Verzahnung des Kronenrads scheiterte, werden die Vorteile des Kronenradgetriebes nun in vielen Anwendungsgebieten, von der Werkzeugmaschinenindustrie, der Medizintechnik bis zum Mittendifferenzial des Audi quattro, eingesetzt. An vorderster Front dieser Entwicklung: die ASSAG in Düdingen.

Bild: ASSAG, 3186 Düdingen, 026 492 99 11, www.assag.ch, info@assag.ch

ASSAG-SWITZERLAND

Kronenrad Face gear

FügEn-trEnnEn-ForMEn

Siehe Bericht auf Seite 36

08/2010 Front

Messe-Vorschau:

Motek, Stuttgart, 13. bis 16 Sept.

Messe-Nachschau:

Automatica EasyFairs Produktion + Design Fair for automation

Werkzeuge:

Maschine, Werkzeug und Prozess im Einklang

Antriebstechnik:

Von da Vinci zum Audi quattro

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08-10  technica  5


Panorama

WM-Sieg mit Polymerlagern

Singapur: WM-Sieger im Roboter-Fussball ist das Team «B-Human» aus Bremen. An den beweglichen Stellen der humanoiden Roboter – Hüften, Knie, Ellbogen, Schultern – sind leichte, schmierfreie «iglidur»-Polymerlager verbaut.

Über 500 Teams aus 40 Ländern haben am «RoboCup 2010», der Fussball-WM der Roboter, teilgenommen. Der WM-Titel geht an das Team «B-Human» des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) der Universität Bremen. In der «Standard Platform League» – der Liga mit den meisten Teams – gab es im Finale einen klaren 6:1-Sieg gegen «Runswift» aus Australien. Die Fussball spielenden Roboter des Weltmeisters aus Bremen sind von der französischen Firma Aldebaran Robotics. Damit sie sich leicht und schmierfrei bewegen können, kommen an den beweglichen Stellen – Hüften, Knie, Ellbogen, Schultern –

«iglidur»-Kunststoffgleitlager von igus zum Einsatz. Sanfte, ruckfreie Bewegungen unter Last und Stössen sind mit tribologisch optimierten Kunststoffen exzellent machbar, so das Unternehmen. Für sämtliche beweglichen Elemente der humanoiden Roboter stellt igus, Sponsor u.a. des Weltmeisters, auch weiterhin allen Teilnehmern sowie anderen Interessenten kostenfrei Gleitund Gelenklager zur Verfügung. igus Schweiz GmbH 4623 Neuendorf www.igus.ch

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① Schmiernut-Buchse (Lube Groove)

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② Nahtlose Buchse, perfekt zylindrisch ③ Senkvernietung ④ Stanzringverdichtung

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Export-Forum Export-Forum

IN ZUSAMMENARBEIT MIT OSEC BUSINESS NETWORK SWITZERLAND

Schweizer KMU mit positiver Exportstimmung für das 3. Quartal 2010

Ausländische Nachfragebelebung Die Exporte von Schweizer KMU profitieren von der Erholung der ausländischen Konjunktur. Dies ist das jüngste Ergebnis des quartalsweise erhobenen KMU-Exportindikators von CS und der Osec. Das Credit Suisse Export­ barometer zeigt eine Normalisierung der Auslandsnachfrage. Die KMU-Exportperspektiven der Osec, die auf der Befragung von über 200 Schweizer KMU basieren, erreichen 68,5 von möglichen 100 Punkten. Das Exportbarometer der Credit Suisse, das die ausländische Nachfrage nach Schweizer Produkten abbildet, ist im Laufe der letzten drei Monate weiter angestiegen. Aktuell wird ein Wert von 0,3 erreicht, weit über der Wachstumsschwelle von –1 und ebenfalls über dem Nullwert, der eine Normalisierung signalisiert. Die ausländische Nachfrage nach Schweizer Produkten zeigt sich so freundlich, wie seit Mitte 2008 nicht mehr. Das Exportbarometer hat einen Vorlauf von etwa drei Monaten. Somit sollten die Aussichten für Schweizer Exporte über die nächsten Monate günstig bleiben. Die KMU-Exportperspektiven der Osec, die auf der Befragung eines Panels von über 200 Schweizer KMU basieren, erreichen 68,5 von möglichen 100 Punkten. Dieser Wert liegt zwar unter dem Niveau des Vorquartals von 76,8 Punkten, aber deutlich über der Wachstumsschwelle von 50,0 Punkten. Die Schweizer KMU erwarten somit für das 3. Quartal 2010 weiterhin eine Zunahme der Exporte. Allerdings hat sich die Wachstumskurve gegenüber dem Vorquartal leicht abgeflacht.

Elektro, Dienstleister und Konsum besonders optimistisch Alle Branchen dürften im 3. Quartal 2010 ihre Exporte steigern,

8  technica  08-10

wobei KMU aus den Sektoren Elektrotechnik, Dienstleistungen und Konsumgüter das stärkste Wachstum erwarten. Den Exportzuwachs führen die von der Osec befragten KMU vor allem auf drei Faktoren zurück: 49% erwarten eine Verbesserung der Konjunktur, 40% führen Produktinnovationen und 37% verstärktes Marketing an (Mehrfachnennungen möglich). Am geringsten ist die Wachstumserwartung in der Metallindustrie und im Maschinenbau. Bei letzterer fand ein markanter Meinungsumschwung statt, lag sie doch zu Beginn des 2. Quartals 2010 noch an zweiter Stelle. Auch das Exportbarometer der Credit Suisse zeigt für alle Branchen eine Belebung der ausländischen Nachfrage. Besonders ausgeprägt fällt der Anstieg wie im Vorquartal für Präzisionsinstrumente aus, die von ihren hohen Exportanteilen in die USA und nach Asien profitieren können. Ebenfalls robust bleibt die ausländische Nachfrage nach Elektronikprodukten, die fast zur Hälfte nach Deutschland und in die USA exportiert werden. Aus Sicht des Maschinenbausektors hat sich die ausländische Nachfrage dagegen leicht abgeschwächt. Im Rahmen der Gesamtnachfrage nach Schweizer Exportgütern bleibt sie jedoch überdurchschnittlich.

Geografische Exportverteilung bleibt stabil 87 % der Schweizer KMU werden gemäss den KMU-Exportperspektiven der Osec in den kommenden sechs Monaten nach Europa exportieren. Wichtigster europäischer Exportmarkt bleibt Deutschland, wohin 72 % der befragten KMU Waren oder Dienstleistungen ausführen werden, gefolgt von Frankreich (47 %), Österreich und Italien (beide 45 %). 49 % der Schweizer KMU werden im nächsten Halbjahr in die Region Asien / Pazifik exportieren, mit China (27 %), Indien (25 %) und Japan (23 %) als wichtigste Märkte. Nach Nordamerika dürften 39 % der KMU exportieren, 33 % in die Region Naher Osten/ Afrika sowie 20 % nach Südamerika. Wie das Exportbarometer der Credit Suisse zeigt, tragen die Haupthandelspartner wesentlich zu den guten Aussichten für die Schweizer Ausfuhren bei. Führend hierbei sind die USA, Deutschland und China. In den USA und in Deutschland wirkt sich die Kombination aus freundlicher konjunktureller Lage und ihrer hohen Bedeutung für die Schweizer Exporte positiv aus. In China findet demgegenüber eine Konsolidierung auf hohem Niveau statt. Die chinesischen Vorlaufindikatoren zeigen aktuell eine leichte Abschwächung. Sie stehen gleichwohl weiter auf

Wachstum und so bleibt denn auch der chinesische Beitrag zur Schweizer Exportdynamik überproportional.

Heterogener Einfluss der Wechselkurs­ verschiebungen 53 % der Schweizer KMU erwarten, dass sie als Folge des tie­fen Euro-Kurses weniger in die EU exportieren. Insbesondere die Branchen Chemie/Phar­ma (82 %), Präzisionsindustrie (67 %), Metallindustrie (61 %) und Konsumgüter (59 %) sind vom Zerfall des Euro betroffen. Verhältnismässig resistent zeigen sich die Sektoren Elektrotechnik (30 %) und Dienstleistun gen (40 %). Für 38 % der KMU haben die Wechselkursverschiebungen hingegen keinen Einfluss auf ihre geografische Umsatzverteilung und nur 9 % erwarten, dass sie ihre Exporte ausserhalb der EU steigern können.  (mg)


Offizielles Organ des Schweizerischen Verbandes für Betriebsorganisation und Fertigungstechnik – svbf Nr. 08-10

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Durchbruch in der Forschung: Sensoren ohne unerwünschte Gate-Hysterese

KohlenstoffNanoröhre als Transistormaterial Forscher der ETH Zürich haben einen Transistor gebaut, dessen Kernstück ein zwischen zwei Kontakten aufgehängtes Kohlenstoff-Nanoröhrchen mit hervorragenden elektronischen Eigenschaften ist.

D

ie Grenzen in der konventionellen Mikrotechnik, die vor allem auf Silizium basiert, sind erreicht. Kleiner und besser geht es nur mit neuen Materialien und Technologien. Die Forschung setzt deshalb grosse Hoffnungen in die Carbon Nanotubes (CNT), winzigste Röhrchen aus reinem Kohlenstoff mit wenigen Nanometern Durchmesser. CNT haben aussergewöhnliche strukturelle, mechanische und elektronische Eigenschaften. Diese in Bauelementen der Nanoelektronik zu nutzen, ist das Ziel der Forschungsgruppe von Christofer Hierold, Professor für Mikro- und Nanosysteme der ETH Zürich. Ihr und namentlich dem Doktoranden Matthias Muoth ist es nun gelungen, einen hysteresefreien Feldeffekt-Transistor herzustellen, der auf einer einzelnen CNT mit me-

Quelle redaktion@ethlife.ethz.ch

tallischen Nanokontakten beruht. Dies berichteten die Forscher kürzlich in «Nature Nanotechnology».

Nanoröhrchen wächst Für den Bau des Transistors liessen die Forscher zwischen zwei Polysiliziumspitzen ein einzelnes CNT wachsen. Für einen guten elektrischen Kontakt bedampften sie die Enden des Röhrchens hochpräzise mit dem Metall Palladium. Um den Rest des CNT vor ungewollter Metallisierung zu schützen, integrierten die Wissenschaftler eine verschiebbare Abdeckung, die Schattenmaske, in die Anordnung. Als Steueranschluss, das sogenannte Gate, diente das vom CNT drei Mikrometer entfernte, ebenfalls metallisch beschichtete Substrat aus Silizium. Für Christofer Hierold ist nicht nur der Umstand entscheidend, dass die Herstellung des Transistors mit der CNT geglückt ist und dass dessen Enden zielgenau mit Palladium angeschlossen werden konnten. Als

Durchbruch betrachtet er die Tatsache, dass der Transistor keine so­ genannte Gate-Hysterese (unerwünschte Eigenschaften eines elektronischen Systems) zeigt. Diese bleibt selbst bei einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 45 Prozent aus. «Das ist ein wesentlicher Fortschritt für Bauelemente, die als Sensoren eingesetzt werden sollen», sagt er. Das neue Bauteil eröffnet interessante Anwendungen für Sensoren und weitere nano-elektromechanische Bauelemente. Der Transistor könnte etwa in hochempfindlichen Gas- oder Dehnungssensoren sowie in einer Resonator-Anordnung als Nano-Waage eingesetzt werden.(aa)

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Literaturhinweis Muoth M., Helbling T., Durrer L., Lee S.W., Roman C. & Hierold C. Hysteresis-free operation of suspended carbon nanotube transistors. Nature Nanotechnology advance online publication.

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08-10  technica  9


Planung + Produktion  |  Mix

Schweizerische Vereinigung für Betriebsorganisation + Informatik (B+I)

GV bei Hopfen und Malz Eine gutgelaunte Gruppe traf sich zur Generalversammlung der Schweizerischen Vereinigung für Betriebsorganisation + Informatik in den Räumen der Brauerei Heineken-Eichhof in Luzern.

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erbandspräsident Walter Wipf eröffnete mit einer sowohl tiefschürfenden als auch Perspektiven aufzeigenden Rede die Versammlung. Ein Leitsatz seiner Ausführungen war: «Wir müssen uns also weiter auf unsere Stärken konzentrieren und unsere Wettbewerbsvorteile kontinuierlich ausbauen. Letztlich ist das Wirtschaftswachstum nichts anderes als der Erfolg vieler Unternehmen.» Im übertragenen Sinne gilt das auch für die Vereinigung: Trotz eines Rückgangs der Beteiligungen an den Seminaren werden mit viel Elan und Kreativität im neuen Programmangebot 2010/11 die breit gefächerten und verschiedensten Interessenbereiche der Mitglieder aufgenommen. Was geschah im vergangenen Jahr? 13 Seminare konnten erfolgreich durchgeführt werden. Ein Firmenbe-

Autor Alois Altenweger, Redaktor Technica

such bot wiederum die Gelegenheit zum Auffrischen von Kontakten und Knüpfen neuer Beziehungen: Netzwerken, ein nicht unwesentlicher Teil des Verbandslebens. Bei den statutarischen Geschäften wurden zwei Mitglieder des Vorstandes, David Richard und Roland Häfliger, verabschiedet. Der Präsident brachte zum Ausdruck, dass diese scheidenden Vorstandsmitglieder eine grosse Lücke hinterlassen, denn die beiden Positionen konnten noch nicht wiederbesetzt werden. Der Dank an die Beiden fiel entsprechend aus. Unnötig zu erwähnen, dass sie in Funktionen für den Verband immer willkommen sind. – Ersatz und Neuwahlen standen keine an, Walter Wipf wurde für ein weiteres Jahr mit ­Akklamation im Amt des Präsidenten bestätigt. Als Gastreferent führte Heinz Frei, Rennrollstuhlsportler, in launiger und nicht selten witziger Weise durch sein Leben nach dem Unfall, der ihn an den Rollstuhl fesseln sollte. Er zeigte auf, was Wille kann und wie man sich

in die nötige mentale Verfassung – und das heisst lebensbejahend sein – bringt, um Goldmedaillen und Weltrekorde einzuheimsen. Die Generalversammlung schloss mit einem Film von Heineken, mit einer instruktiven Führung durch die ­Brauerei und in guter Stimmung mit einem gehaltvollen Apéro.  (aa)

Infos www.b-i-seminare.ch

Unternehmensprozesse auf die Reihe kriegen Das vorliegende Büchlein von 40 Seiten Umfang hats in sich: Eine CD mit 97 Prozessoptimierungsmethoden und eine ausgezeichnete Beschreibung der angewandten Strukturverfahren lassen den Leser die ganze Landschaft an Prozess optimierenden Vorgehensweisen durchschreiten. Beispielsweise finden sich im Text die grafisch unterlegte Unterscheidung in Prozessmodelle wie das von ISO, das Refa-Prozessmodell, die Kernprozesse im GiPP-Modell

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oder das Prozessmodell nach Scheer und schliesslich das Modell der European Foundation for Quality Management (EFQM 1999) oder Stichworte zur Optimierung des Suchvorgangs wie Einsatz, Beschreibungsfelder und Auswahl der geeigneten Methoden. Das Büchlein ist sehr empfehlenswert. (aa) ISBN: 978-3-89172-463-7 Autor: Norbert Baszenski Preis: Euro 23.50

Herausgeber: Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. Wirtschaftsverlag Bachem, Köln 2008


Aus- und Weiterbildung  |  Planung

+ Produktion

Mit den Umgangsformen im Business geschickt jonglieren

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Planung + Produktion  |  Dossier Betrieb

Ein pointierter Aufruf zum Schutz und zur Pflege des menschlichen Kapitals

Zeit für eine Nabelschau, Boss Mitarbeiter, die zu erkennen geben, dass sie eine Psyche haben, gelten bei vielen Führungskräften immer noch als «Psychos». Diese Ewiggestrigen aus dem Macho-Lager täten gut daran, sich der Realität anzupassen, denn psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch. In Unternehmen ist ein Gesundheitsmanagement, das auch der psychosozialen Gesundheit Rechnung trägt, ein Gebot der Stunde.

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s rollt eine Welle auf unsere Arbeitswelt zu: eine Welle der psychischen Erkrankungen», schreibt Anne Katrin Matyssek in ihrem Ratgeber «Führung und Gesundheit». Die Diplom-Psychologin, Psy-

Autor Alois Altenweger, Redaktor «Planung und Produktion»

chotherapeutin und Stressbewältigungstrainerin muss es wissen, arbeitet sie doch seit 1998 als Beraterin zu betrieblichem Gesundheitsmanagement und hat seit ihrer Tätigkeit in zahlreiche Firmen gesehen. «Revidieren Sie also Ihr Menschenbild, Chef, der Sie jemanden, der an einem Burn-out leidet, als Warmduscher oder Weichei bezeichnen. Versuchen Sie, sich vorzustellen, dass

Gesichter hinter einem Pokerface. (Bilder: Roni Horn, Stimmungen)

Mitarbeiter von Ihnen eine Psychotherapie machen, ohne dass Sie gleich an Klapsmühle denken. Falls es Ihnen gelingt, so beruhigen Sie sich, Sie sind deswegen noch lange nicht pervers oder Esoteriker. »

Ein ergonomischer Arbeits­platz ist nicht genug Ob psychische Erkrankungen tatsächlich häufiger auftreten als früher oder

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Dossier Betrieb  |  Planung

+ Produktion

ÂŤĂœberlastungssignale bei BeschäftigtenÂť Veränderungen des KĂśrpers • Roter Kopf (oder starke Blässe) • Schwitzen (erhĂśhter Blutdruck, vermehrte Durchblutung) • Schneller, flacher Atem • Zittern • Offensichtliche MĂźdigkeit (Ringe unter den Augen) • Appetitlosigkeit, Magenschmerzen • Anspannungen (z.B. Schultern hochziehen, Faust ballen) • Hektische, ÂŤzackigeÂť Bewegungen • Ungepflegtes Aussehen • GebĂźckte, spannungslose Haltung Veränderungen im Denken und FĂźhlen • Wut, Agressivität • Stimmungslosigkeit (kann nicht mehr lachen, wirkt emotional leer) • Zynische Bemerkungen • Ă„ussern von ÂŤMiesmacherÂť-Gedanken (ÂŤkann ich nicht, andere sind besserÂť) • Geistige ÂŤAbwesenheitÂť im Gespräch • KonzentrationsstĂśrungen (verwechseln, vergessen, doppelt erledigen usw.) Veränderungen auf der Verhaltensebene • Krankheitsverhalten (Kopf halten, RĂźcken stĂźtzen, Gesicht verziehen) • FlĂźchtigkeitsfehler • Laut werden • Häufige Pausen (erkennbar z.B. an häufigen WC-Besuchen) • Unzuverlässigkeit • Ungeduld (TĂźren knallen, ÂŤgenervtÂť reagieren usw.) • RĂźckzug (Gespräche meiden, knappe Antworten, Pausen allein verbringen) • Vermehrtes Risikoverhalten (mehr Rauchen, Alkoholfahne, Tabletten) Leider sind Ăœberlastungssymptome bei anderen nicht immer eindeutig zu interpretieren (die eigenen kann man oft deutlicher erkennen). Eine mĂśglichst eindeutige Interpretation erfordert, dass zuvor genau beobachtet wurde, wie ein Mensch im ÂŤNormalzustandÂť aussieht, wie er sich bewegt, wie er arbeitet. Nur dann kĂśnnen Veränderungen rechtzeitig bemerkt werden. – Diese Anzeichen bei sich selbst zu erkennen, ist der erste Schritt zu ihrer Bewältigung. Deshalb ist es sehr empfehlenswert, fĂźr zwei Wochen eine Art Selbstbeobachtungsbogen zu fĂźhren. Aus ÂŤFĂźhrung und GesundheitÂť von Anne Katrin Matyssek, S. 198, ISBN 978-3-8391-0639-9, Fr. 40.50, Verlag: Books on Demand GmbH, D-Norderstedt

ob sich nur die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen geändert haben und man sich nun, was vor ein paar Jahren noch nicht mÜglich gewesen wäre, z.B. als depressiv outen kann, ohne Angst vor Repressionen haben zu mßssen, sei dahingestellt. Tatsache ist jedoch, dass wir Arbeitnehmer allesamt zunehmend mehr oder weniger psychisch angeschlagen sind, was sich auf Leistungsfähigkeit und Leistung unvorteilhaft auswirkt. Aber nicht nur deshalb tut psycho-

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soziales Gesundheitsmanagement not. Gesundheit per se ist nun mal mehr als physische Gesundheit. Um es mit anderen Worten unmissverständlich auszudrßcken: Damit ein Arbeitnehmer gesund bleibt, braucht es mehr als gutes Licht und einen ergonomischen Stuhl.

Der Chef als Risikofaktor Dass das Betriebsklima in der Chefetage gemacht wird, ist eine Binsenwahrheit. Ob in der Firmen-

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Planung + Produktion  |  Dossier Betrieb

kultur Misstrauen oder Vertrauen vorherrschen, Herzlichkeit oder Kühle, Grosszügigkeit oder Kleinlichkeit: Der Fisch stinkt immer vom Kopf her. «Deshalb wird es Zeit für eine Nabelschau, Boss. Wie pathogen oder salutogen sind Sie?» Jawohl, es gibt krankmachende Vorgesetzte, wie es auch das Gegenteil davon gibt, die salutogenen, in deren Gegenwart einem nicht gleich die Galle hochkommt. Anne Katrin Matyssek nennt sechs Dimensionen gesunder Führung: • Stressbewältigung, Belastungs­ abbau, Ressourcenaufbau • Stimmung, Betriebsklima • Transparenz, Offenheit • Anerkennung, Lob, Wertschätzung • Interesse, Aufmerksamkeit, ­Kontakt • Gesprächsführung, Einbeziehung, Kommunikation. Wird diesen Erfordernissen zuwidergehandelt, darf von pathogener Führung mit all ihren üblen Folgen wie sinkender Leistung und hoher Absenzenquote ausgegangen werden. Schlittert ein Betrieb in die roten Zahlen, nehme man also mal vor allen anderen mehr oder weniger kostspieligen Massnahmen als Erstes die Führungskraft unter die Lupe. Vielleicht schafft man beim eventuellen Auswechseln derselben den Turna-

round schon. Oder stellen Sie sich bei einer hohen Fehlzeitenquote die Frage, was die Beschäftigten nicht aushalten, dass sie so oft blaumachen. Angst vor einem cholerischen Chef ist auf die Dauer schwer zu ertragen. Nun verhält es sich mit gesunder Führung ungefähr so wie mit der Nächstenliebe: Wer sich selbst nicht gern hat, schafft es nicht, die anderen zu mögen. Abgeleitet: Grundlage aller gesunden Führung ist der gesunde Umgang mit sich selbst. Und was zum Kuckuck bedeutet das nun? «Self care», um es mit einem Trendwort zu sagen. Also entstressen, entspannen, abschalten, sonst sägen einem die Mitarbeiter am letzten Nerv, und die Reaktionen fallen entsprechend aus. Wertschätzung ist das A und O salutogener Führung. Ohne Wertschätzung geht nichts. Weder gedeiht ohne sie die Selbstfürsorge noch die Fürsorge für andere.

Negatives Führungsverhalten Anne Katrin Matyssek schildert die Auswirkungen eines negativen Führungsverhaltens auf die Beschäftigten wie folgt: «Herunterputzen einzelner Mitarbeiter als Gegenteil von Wertschätzung, die Bevorzugung ein-

zelner oder das Ignorieren von Personen als Gegenteil von Interesse, das Wieder-an-sich-Reissen von bereits delegierten Vorgängen oder das Durchführen engmaschiger Kontrollen als Gegenteil zum partizipativen Kommunikationsstil, intransparente Entscheidungen oder das Pokerface als Gegenteil zur Durchschaubarkeit, Führung durch Misstrauen (als KlimaZerstörer) oder zusätzliche Druck­ erhöhung unter Missachtung von Stress-Symptomen als Gegenteil zum Belastungsabbau.»  (aa)

Infos Dr. Anne Katrin Matyssek, ­Diplom-Psychologin und approbierte Psychotherapeutin, arbeitet seit 1998 für Verwaltungen und Firmen der freien Wirtschaft zum Thema «Gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung durch Wertschätzung im Betrieb». info@gesund-fuehren.de wohlbefinden-im-job.de

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Werkzeugmaschinen  |  Märkte

und Unternehmen

Dreh-, Fräs- und Bohrbearbeitung in einer Aufspannung

Multitaskingmaschine für Einsteiger In einer Maschine für Dreh-, Fräs- und Bohroperationen und in nur einer Aufspannung die komplette Teilebearbeitung durchführen – ­ dafür steht mit weltweit über 10 000 Installationen das nach wie vor wegweisende Werkzeugmaschinen-Konzept Integrex von Mazak.

Die Integrex-J-Serie ergänzt die Integrex-Baureihe und ist besonders attraktiv für den Einstieg in die Multitasking-Fertigung.

Z

um Jubiläum darf man sich auch mal selbst ein Geschenk machen. So tat es jedenfalls die Yamazaki Mazak Deutschland GmbH aus Göppingen (D) mit der Vorstellung einer weiteren Baureihe Integrex-Multitasking-Maschine. Seit 1987 wurden über 10 000 solcher Anlagen verkauft und installiert – aber natürlich nicht nur im Zuständigkeitsgebiet Deutschland, Schweiz und Österreich der Yamazaki Mazak GmbH, sondern in allen Ländern der Erde. Was die Automobilisten mit dem sogenannten «Weltauto» immer wieder einmal probieren und damit regelmässig auf die Nase fallen, ist dem alteingesessenen Hersteller von Werkzeugmaschinen Yamazaki/ Mazak damit quasi auf Anhieb gelungen! Ganz offensichtlich haben die unterschiedlichsten Märkte in Asien, Amerika, Ozeanien und Europa schon damals

Autor Edgar Grundler, Allensbach Redaktor Technica

nur auf solch ein Maschinenkonzept gewartet, wobei zunächst wohl eher die Klein- bis Mittel­ serienfertigung im Vordergrund stand, während heute die Einzelteil-, Kleinserien- und Kleinchargenfertigung angesagt ist. Folgerichtig haben die kreativ-konstruktiven Ingenieure in Japan genau hingehört, als die Anwender und die Vertriebsmannschaft ihre Wünsche für eine neue Integrex-Generation artikulierten und nicht den Fehler begangen, einfach nur eine aktualisierte Maschinenversion zu kreieren. Das Gegenteil ist der Fall, denn zum einen bleibt die bekannte, erfolgreiche Integrex-Baureihe vollumfänglich erhalten und zum anderen gibt es mit der Version In­ tegrex-J-Serie eine zusätzliche Baureihe, welche vor allem den Einstieg in die Multitasking-Fertigung erleichtert, aber auch für die erfahrenen Anwender von Multitasking-Maschinen eine sinnvolle Ergänzung darstellt.

Multi­tasking-Fertigung Nun geht Mazak noch einen Schritt weiter und erweitert mit

der j-Serie den Umfang der Donein-one-Komplettbearbeitung in nur einer Aufspannung und integriert auch solche Zulieferer, die bislang Multi-Tasking-Maschinen für zu kostspielig, schwer zu bedienen, kompliziert zu programmieren und ausgestattet mit zahlreichen nicht benötigten Funktionen hielten. Die J-Serie räumt also mit verschiedenen Vorurteilen auf und eröffnet den kleinen bis mittleren Unternehmen den Einstieg in die Multi-Funktions-Bearbeitung. Einer der Hauptvorteile der Maschinen ist ihre Fähigkeit, auch kleinste Losgrössen wirtschaftlich fertigen zu können; dies erhöht nicht nur die Flexibilität in allen Werkstätten, sondern hilft auch, konjunkturell schwache Zeiten besser zu meistern. In dieser Hinsicht überzeugt die J-Serie und reduziert die Zeiten bis zum ersten Teil im Vergleich zu herkömmlichen CNC-Drehmaschinen und -Bearbeitungszentren um bis zu 64 Prozent. Die Maschinen sind mit vielen Funktionen und Merkmalen ausgestattet, mit denen bereits bestehende Anwender bestens vertraut sind, wie z.B. der Fräs-/Drehspindel (B-Achse) oder auch das Werkzeugmagazin für 20 Werkzeuge (optional 36 oder 72 Plätze) – alles in der Standardversion mit inbegriffen. Die J-Serie nutzt zudem in vollem Umfang die effiziente Mazatrol-Matrix-Steuerung. Diese Steuerung vereinfacht die meisten komplexen Programmieraufgaben durch Einsatz der intuitiven Mazatrol-Dialogprogrammierung. Im Vergleich zur ISOProgrammierung verringert die Mazatrol den Programmumfang in der Regel um rund 89 Prozent.

Herkömmliche CNC-Maschinen benötigen 56 Prozent mehr Platz.

Weitere Typen 300/400 in Entwicklung Die Integrex-J-Serie ist mit einer als B-Achse ausgelegten Fräs­ spindel mit 12 000 U/min (7,5 kW und 49  Nm) sowie einer Hauptspindel mit 5000 U/min (11 kW und 161  Nm) ausgestattet und bietet zudem Vorschubgeschwindigkeiten von 40  m/min, einen ­X-Achsen-Verfahrweg von 450 mm, davon 50 mm unter Mitte, einen Y-Achsen-Verfahrweg von 200 mm davon (± 100  mm) und einen ­Z-Achsenhub von 550 mm. Die BAchse ist um 220 Grad in 5-GradInkrementen schwenkbar; zum Spannfutter hin kann sie 30 Grad und vom Spannfutter weg 10 Grad über der Mittelachse der Maschine positioniert werden. Mit ihrem 200-mm-Spannfutter und einem max. Bearbeitungsdurchmesser von 500 mm offeriert die IntegrexJ-200 eine Bearbeitungsleistung, die die ökonomische Aufstellfläche von nur 3,0  m × 2,43  m fast Lügen straft; im Vergleich zu herkömmlichen CNC-Drehmaschinen und -Bearbeitungszentren entspricht dies – wollte man die­selben Ergebnisse erzielen – einer Platz­ ersparnis von 56 Prozent. (bf)

Infos Wenk AG Werkzeugmaschinen 2504 Biel 032 344 98 00 info@wenk-ag.ch www.wenk-ag.ch

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Highlight

EHMB – das Dreh-Hub-Modul

Eine Einheit für Linear- und Drehbewegungen Durch die grosse Anzahl an Variationsmöglichkeiten bietet das Dreh-Hub-Modul EHMB ein flexibel anpassbares Handhabungssystem – sowohl vom Bauraum, von den Kosten und der Leistungsfähigkeit.

Schwenkantriebs DRQD, so dass bereits ein reichhaltiges Sortiment an Adaptionsmöglichkeiten für Greifer vorhanden ist. Auch sind die Montageschnittstellen des EHMB so ausgeführt, dass eine einfache Integration in den Handhabungsbaukasten von Festo möglich ist.

Ein Vergleich Die Konstruktion hat ein Bewegungsmuster, das einem Scararoboter sehr ähnlich ist. Der Scararoboter bietet eine frei programmierbare Position mit einer kleinen Standfläche. Wenn die einzelnen anzufahrenden Positionen hingegen auf einem Kreis angeordnet werden können, bietet das Dreh-Hub-Modul EHMB die gleichen Vorteile und überbietet den Scararoboter sogar noch. Durch die Untertisch-Montage ist die erforderliche Fläche auf der Arbeitsebene einer Maschine noch kleiner und die Kosten für die Handhabungslösung lassen sich um bis zu 75 % reduzieren.

Durchdachte Extras

Kurze Positionierzeiten garantieren einen hohen Maschinen­durchsatz, womit das EHMB ebenfalls punktet.

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ie Basis bildet ein Drehmodul mit einer stabilen Lagerung, das mit einem Zahnriemen die Führungsmutter einer Rundführung dreht. Am Ende der Führung ist über ein Adapterstück ein pneumatischer oder elektrischer Zylinder ankoppelbar. Dadurch beeinflussen sich beide Achsen nicht und es sind unterschiedliche Antriebstechnologien für beide Achsen wählbar.

Schnittstellen Die Schnittstelle der Drehbewegung zu den Elektromotoren entspricht der des Elektrozylinders

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DNCE, sodass alle dort verwendbaren Antriebe auch beim Drehmodul des EHMB verwendet werden können, z.B. Servomotoren, Schrittmotoren und Stellantriebe. Die mechanische Schnittstelle für den Anbau der Linearachse entspricht den Normzylindern der Baureihe DNC. Damit können Pneumatikzylinder DNC und Elektrozylinder DNCE für das DrehHub-Modul EHMB verwendet werden. Auch sind zum ersten Mal pneumatische Zylinder mit einem elektrischen Drehantrieb in einer Einheit kombinierbar. Die Lastschnittstelle entspricht der des

müssen. Eine Drehbewegung über 180 ° und einer Last von 0,02 kgm2 (ca. 1 kg) wird in 0,25 Sekunden positioniert. Vorteile einer vollständig elektrischen Lösung ist die freie Programmierbarkeit aller Positionen, sodass Umrüstungen nur durch eine einfache Änderung von Parametern möglich werden. Auch lassen sich die Linear- und die Dreh-Achse einfach interpolieren, um eine weitere Optimierung in Richtung kürzester Durchsatzzeiten zu realisieren.

Hohe Leistungsdichte Aber auch die Kombinationsmöglichkeit mit einem Pneumatik­ zylinder DNC hat seine Vorteile. Denn die Leistungsdichte der Pneumatik ist im Vergleich zu elektrischen Antrieben unschlagbar gut. Konkret bedeutet dies, dass die Gesamtmasse des DrehHub-Moduls erheblich sinkt. Wichtig ist dies vor allem bei Anwendungen, bei denen das DrehHub-Modul selbst bewegt werden muss. (bf)

Eine Handhabungslösung ist nicht komplett, wenn nicht auch die Lösung für die Schlauchund Leitungsführung vorhanden ist. Denn für ein Handling werden nahezu immer ein Greifer oder Sauggreifer und Sensoren benötigt. Durch die sehr grosse Hohlachse mit einem freien Innendurchmesser von 14 bis 21 mm lassen sich Durch den Hohlraum (dieser misst zwischen Druckluftschläuche 14 und 21 mm) lassen sich Schläuche und Leitungen elegant verlegen. und elektrische Leitungen sehr einfach durch die Infos Achsen führen. Eine clevere KonFesto AG struktion ist nicht alles. In der Au8953 Dietikon tomatisierungstechnik bestimmen 044 744 55 44 die Positionierzeiten den mögliinfo_ch@festo.com chen Maschinendurchsatz, so www.festo.ch dass diese möglichst kurz sein


Fertigungstechnik  |  Märkte

und Unternehmen

Die clevere Kombination aus Kuka KR 30/3, PDKS und DDP550 ROB

Ein Universalbearbeitungszentrum Ihre Hochleistungsprodukte fertigt die Regensburger Maschinenfabrik Reinhausen mit drei fast identischen Roboter-Schleif- und Bearbeitungsanlagen von SHL. Das Bohren, Senken, Fasen und Entgraten eines Blechteils dauerte früher sechsmal so lange. Heute kommt das Teil fix und fertig aus der Anlage.

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oboter arbeiten schnell, qualitativ, prozesssicher und günstig. Darum führte die Maschinenfabrik Reinhausen (MR) aus Regensburg vor knapp zwölf Jahren die erste RoboterSchleifanlage der Böttinger SHL Automatisierungstechnik AG ein. MR produziert Stufenschalter für die Energieversorgung. Das Unternehmen hat ein breites Spektrum an Komponenten und Geräten für Energieübertragung, -verteilung und die Peripherie entwickelt.

Bearbeitungszentren Ende der 80er-Jahre wurde die eher konventionell ausgestattete Teilefertigung bei der Maschinenfabrik umstrukturiert. Es wurden Schulungen bei SHL belegt und Roboter-Tests gefahren. 1998 lieferten die Automatisierungstechniker die erste von mittlerweile drei fast identischen Schleif- und Bearbeitungsanlagen. In enger Zusammenarbeit mit den Anwendungsspezialisten entstand eine multifunktionelle Roboter-Bearbeitungsanlage. Heute schleifen die SHL-Roboter Kupfer- und Aluteile, entgraten Blech, bringen Bohrungen und Senkungen ein und verputzen die Blechteile. Die Anlagen sind als komplett gekapselte Bearbeitungszellen konzipiert. Sie bestehen jeweils aus einem Sechs-Achsen-Industrieroboter Kuka KR 30/3 für bis 30 kg Traglast, einer positionierbaren Doppel-Kontaktrollen-Schleifma-

Autor Edgar Grundler, Allensbach Redaktor Technica

schine PDKS, einem Rundtisch/ Drehsockel und einer Doppelbürstmaschine. Dazu kommen zwei Frässpindeln, eine Dreh­ spanneinheit zum Wenden/Umspannen von Werkstücken, ein Wechselspanner für verschiedene Greifer und ein Doppel-Zuführtisch für palettierte Rohteile. Des Weiteren gehören ein Ausfuhrband für fertige Werkstücke, eine Schallschutzkabine mit Absaugeinrichtung, eine Sicherheitseinrichtung und die Steuerung mit Software und einem Handbedienterminal zur Anlage.

Florian Six, Systembediener und Roboterprogrammierer, mit dem Handbedienterminal beim Einrichten des Roboters für die auto­ matische Schleifbearbeitung eines CU-Kontaktteils auf der DoppelKontaktrollenschleifmaschine PDKS.

Ein wenig Handarbeit Die Doppelbürstmaschine vom Typ DDP550 ROB und die beiden Frässpindeln sind auf dem Rundtisch/Drehsockel installiert und werden je nach Bearbeitungsaufgabe automatisch geschwenkt oder in Arbeitsposition gebracht. Der Doppel- oder Paletten-Zuführtisch stellt in Wechselpaletten oder Aufnahmen dem Roboter die Werkstücke lageorientiert zur Verfügung. Der Roboter entnimmt ein Teil, verfährt zur jeweiligen Bearbeitungsstation zum Schleifen, Entgraten, Bohren oder Senken. Danach setzt er das Werkstück auf dem Austragförderband ab. Dieses hat eine gewisse Länge und dient als Puffer für viele Teile. Der Bediener nimmt die geschliffenen Kupfer- und Aluwerkstücke und sorgt an einer benachbarten Feinschleif- und Polierstation für den letzten Schliff. Anschliessend werden die Blechteile in Transportbehälter gelegt. Bei der Hauptbearbeitung, nämlich dem Schleifen und Bürsten

Links die Rundtisch-/Dreheinheit mit der Doppelbürstmaschine DDP550 ROB und den beiden Spindeleinheiten zum Bohren, Fräsen und Senken sowie in der Mitte die Drehspanneinheit zum Wenden und Umspannen von Werkstücken.

von Kontakteilen und Schaltelementen aus Kupfer und Aluminium, nehmen die beiden Wechselpaletten des Zuführsystems 120 Werkstücke auf. Pro Schicht werden rund 100 Stück gefertigt. Das sind an einem Tag im Dreischichtbetrieb etwa 300 Teile. Folglich läuft die Anlage über mehr als eine Schicht autark. Der Bediener kann sich dem Finishing, der Roboter-Programmierung und dem Materialfluss widmen. Das Umrüsten geht schnell vonstatten, weil die Anlage so ausgerüstet ist, dass alle Aggregate und Werkzeuge schon vorhanden sind. Lediglich die Greifer, die

Werkstück-Aufnahmen und die Arbeitsprogramme müssen gewechselt werden. Da die RoboterSchleif- und Bearbeitungsanlagen von der MR sehr universell, flexibel und dabei hochgradig genutzt werden, rechnet sich die Investition schnell.  (bf)

Infos SHL Automatisierungstechnik AG D-78583 Böttingen +49 7429 9304-0 info@shl-automatisierung.de www.shl-automatisierung.de

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Märkte und Unternehmen

| Werkzeuge

Mit VHM-Werkzeugen zu neuen Leistungshorizonten

Qualität und Bedienfreundlichkeit statt Schnickschnack Mit neuen VHM-Werkzeugen zum Bohren und Fräsen dringt Mapal bei Zerspanleistungen, Standzeiten, Verringerung von Vorschubkräften und Reduzierung von Arbeitsschritten in bisher nicht erreichte Leistungsbereiche vor.

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it Zuversicht und neuen Produkten in eine neue Runde – so ungefähr lautet das Resümee aus der Fachpressekonferenz 2010 der Firma Mapal Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG in Aalen, die im Frühsommer die aktuelle Marschrichtung vorgab. Wie bei allen anderen Herstellern von Präzisionswerkzeugen, Werkzeugmaschinen und Spanntechnik konnte sich laut dem geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Dieter Kress auch Mapal der 2009er-Krise nicht entziehen. Jedoch nutzte man die «beschäftigungsarme» Zeit zur Weiterbildung und Qualifizierung der beibehaltenen Stammmannschaft und investierte massiv in die Produktentwicklung. Mit einem Umsatz von 215 Mio. Euro in 2009 konnte zwar nicht annähernd an die 310 Mio. des Vorjahres angeknüpft werden, man sieht aber bereits für 2010 deutliche Erholungstendenzen und glaubt, zum Vorjahr ein Plus von 40 % erreichen zu können. Daran dürften nicht zuletzt die nachfolgend vorgestellten Bohrund Fräswerkzeuge wesentlich beteiligt sein, denn sie versprechen in allen Bereichen mehr Performance und damit Wirtschaftlichkeit.

Einstellgeräte vom Werkzeug-Hersteller Mit dem neuen Uniscale-M sind Längen, Winkel und Radien an so gut wie allen Bohrern, Fräsern und Reibahlen zu messen und zu kontrollieren. Die Kombination durchdachter Komponenten führt bei einfachem Handling zu optimalen Ergebnissen beim Vermessen von Stirngeometrien, Umfangsgeometrien und Stufenlängen von Vollhart-

Autor Edgar Grundler, Allensbach Redaktor Technica

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metallwerkzeugen. Das CNC-Einstellgerät Uniset-V wiederum entstand aus dem Bedürfnis, den Kunden für einstellbare Werkzeuge zur Bohrungsfeinbearbeitung präzise Einstellgeräte an die Hand zu geben, mit denen in der täglichen Praxis exaktes Messen und Einstellen machbar sind, ohne dass dabei Genauigkeits-Kompromisse eingegangen werden müssten.

Mapal-Tritan-Drill – dreischneidiger Vollhartmetall-Bohrer mit sehr gutem Zentrierverhalten.

Dreischneidiger Bohrer für Zentriergenauigkeit Optimales Selbst-Zentrieren kennzeichnet den dreischneidigen Vollhartmetall-Bohrer Tritan-Drill. Während zweischneidige Bohrer beim Anbohren entlang ihrer Querschneide verlaufen können, zentriert und stabilisiert sich der TritanDrill über seine drei Schneiden optimal. Auch bei der Bearbeitung von Werkstücken mit Schnittunterbrechungen oder Querbohrungen sind diese Eigenschaften besonders wichtig, um das Verlaufen des Bohrers zu verhindern. Gegenüber anderen bekannten dreischneidigen VHM-Bohrern weist der Tritan-Drill eine verbesserte Ausspitzung auf, welche die Vorschubkräfte reduziert und somit die Belastung von Maschine, Werkstückspannung und Bohrer senkt. Kühlkanäle sorgen für optimale Kühlung der Bohrerschneiden und für lange Standzeiten. Eine besondere Variante mit gekrümmter Hauptschneide ist

speziell für die Bearbeitung von vorgekernten Bohrungen konzipiert. Durch einen flachen Spitzenwinkel im Bereich der Schneidecken wird vermieden, dass der Bohrer dem Verlauf des Gusstrichters folgt. Der Tritan-Drill ist zum Vollbohren geeignet und ermöglicht neben den genannten Vorteilen auch bis zu 50 % grössere Vorschübe.

Mit 180°-Spitzenwinkel Üblicherweise müssen Bohrungen mit ebenem Grund in zwei Arbeitsgängen – Bohren und Senken – hergestellt werden. Mit dem MapalMega-Drill-180 ist das Bearbeiten nun in einem einzigen Arbeitsgang möglich. Denn dieser besitzt eine S-förmige Hauptschneide, die auch bei lang spanenden Werkstoffen für optimalen Spanbruch und höchste Stabilität sorgt. Die Freifläche ist als gegensätzlich zur Hauptschneide verlaufende Kurve geschliffen, damit sich in der Abwicklung der Schneide ein ebener Bohrungsgrund ergibt. Daneben hat der Mega-Drill-180° auch grosse Vorteile beim An- oder Durchbohren auf schrägen oder gekrümmten Werkstückoberflächen. Die senkrecht zur Werkzeugachse ausgerichtete Hauptschneide reduziert die radiale Belastung und somit auch das Verlaufen des Bohrers bei Schnittunterbrechungen erheblich. Die 3xD-Ausführung des Mega-Drill-180 schafft es, auf geneigten Flächen von 45° und grösser anzubohren. Sobald die Schneiden voll im Eingriff sind,

können sie mit ähnlichen Vorschüben belastet werden, wie es bei konventionellen Bohrern mit Spitze möglich ist.

Universelle HPC-Fräser Die neuen Optimill-HPC-Fräser M3094 von Mapal zeichnen sich durch hohe Belastbarkeit, vibrationsfreien Lauf und lange Standzeiten aus. Die Kombination zwischen einem sehr zähen Hartmetallsubstrat mit einer besonders verschleissfesten Beschichtung und einer speziellen Geometrie hat zu einer sensationellen Verbesserung der Zerspanleistung und des Standwegs geführt. Besonders hat sich der Fräser bewährt, wenn ein grosses Spanvolumen in kurzer Zeit abgetragen werden soll. Vollnutfräsen bis zu Schnitttiefen von 1xD ist selbst beim Bearbeiten von rostfreiem Stahl kein Problem. Die grosszügig ausgelegten Spannuten mit dem vergrösserten Drallwinkel sichern dabei die reibungslose Späneabfuhr. Ungleiche Drallwinkel und Ungleichteilung der einzelnen Schneiden garantieren auch bei langen Auskragungen oder labilen, dünnwandigen Werkstücken eine sehr hohe Laufruhe ohne Vibrationen. Neben der Basisversion mit scharfen Schneidecken M3094 steht der HPC-Fräser auch in der besonders robusten Version M3091 mit Eckenradien lagerhaltig zur Verfügung. (bf)

Mapal-Optimill-HPC-Fräser ermöglicht grosses Zerspanvolumen und hohe Laufruhe.

Infos

Einsparen eines Arbeitsgangs mithilfe des Mapal-Mega-Drill-180°.

MAPAL Schweiz 4588 Brittern 032 661 01 80 www.mapal.com info@ch.mapal.com


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Werkzeugmaschinen und Werkzeuge

Walter unterstützt Ferrum bei erfolgreicher Reorganisation der Produktion

Maschine, Werkzeug und Prozess im Einklang Die Ferrum AG in Rupperswil betreibt fünf verschiedene Geschäftsbereiche, deren Produkte und Dienstleistungen in die unterschiedlichsten Wirtschaftsbranchen fliessen und als Basis für eine Vielzahl von Endprodukten dienen. Durch eine Reorganisation der Produktion werden die entsprechenden Teile heute um ein Vielfaches effizienter hergestellt. Der Werkzeughersteller Walter AG liefert mit seinen Hightech-Werkzeugen einen wesentlichen Beitrag zur Effizienzsteigerung in der Zerspanung der unterschiedlichsten Werkstoffe.

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öchst anspruchsvolle Produkte und Dienstleistungen kennzeichnen das Portfolio der Ferrum AG: Neben Zentrifugen für die pharmazeutische und chemische Industrie produziert das Unternehmen unter anderem auch Dosen-Verschliessautomaten für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Die Giesserei zählt zu den modernsten Produzenten von Grau- und Sphäroguss. Ein weiterer zentraler Teil des Unternehmens mit seinen insgesamt etwa 420 Mitarbeitern ist der Geschäftsbereich «Produktion». Die Kernkompetenzen der Pro-

Siebzylinder für Zentrifugen: Die schwer zerspanbare Sonderlegierung stellt extreme Anforderungen an das Werkzeug. (Bilder: Jörg Müller)

duktion liegen in der spanabhebenden Bearbeitung von hoch legierten, säurebeständigen Werkstoffen sowie in der Herstellung von Präzisionsteilen für interne aber auch externe Kunden.

aktiver Unterstützung der Anwendungstechniker der Walter (Schweiz) AG wurden die Bearbeitungsstrategien grundlegend überdacht.

Umfassende Reorganisation mit Walter-Werkzeugen

Standortsicherung dank modernen Bearbeitungsstrategien

Vor etwa zwei Jahren begann man bei der Ferrum AG den Kernbereich Produktion neu aufzustellen und tätigte Investitionen im Wert von rund sechs Millionen Schweizer Franken. Sämtliche Prozesse und Arbeitsabläufe kamen sukzessive auf den Prüfstand. Mit

Robert Gadient, Geschäftsbereichsleiter «Produktion» der Ferrum AG, stellt fest: «Wenn wir die Entwicklung der letzten anderthalb Jahre betrachten, in

gripos • • • • • •

Neue Einsatzmöglichkeiten dank modularem Aufbau Bewährte gripos Kraftverstärkung Spannen mit System – 160º Schnellspannhebel VS-Versionen für grosse Spannweiten PC-Versionen für nahezu zentrische Aufspannung Backenbreiten 100, 125 und 160 mm

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Werkzeugmaschinen und Werkzeuge

Gemeinsame Optimierung von Prozessen: WalterAnwendungstechniker Stefan Weber (links) im Gespräch mit einem Ferrum-Mitarbeiter.

denen unsere Mitarbeiter permanent gemeinsam mit den Walter-Anwendungstechnikern Bearbeitungsstrategien applizieren, haben wir in dieser Zeit die Durchlaufzeiten um durchschnittlich 30 bis 35 Prozent verringert.» Der Produktionsleiter ergänzt, welche grundlegende Bedeutung solche Fortschritte haben: «Die einzige Möglichkeit, uns an diesem Standort erfolgreich zu behaupten, ist die Anwendung modernster Werkzeuge, eine schnellstmögliche Zerspanung mit High-End-Maschinen in Verbindung mit hoch qualifizierten Mitarbeitern.»

Know-how bei schwer zerspanbaren Materialien Säure- und Meerwasserbeständigkeit sowie Lebensmittelechtheit sind gängige Anforderungen an die Teile aus hoch legierten, oftmals exotischen Werkstoffen. Torsten Heim, Leiter des Werkzeugmanagements in der Produktion von Ferrum, stellt fest: «Für eine wirtschaftliche Bearbeitung dieser Materialien ist ein grosses WerkzeugKnow-how notwendig, das wir in den letzten beiden Jahren in einer intensiven Zusammenarbeit mit Walter aufgebaut haben. Mit dem Umstieg von vorwiegend HSS-Werkzeugen auf die Tigertec-Technologie von Walter haben wir sehr gute Ergebnisse erzielt.» Eine Herausforderung ist auch die Vielfältigkeit der Bearbeitungsaufgaben im Fräsen, Drehen und Bohren. Nicht die Serie, sondern individuelle Teile sind hier an der Tagesordnung. Hinzu kommt die hohe Präzision, die in der Zentrifugentechnik absolute Reinheit und höchste Verfügbarkeit gewährleisten muss.

Die Philosophie der Reorganisation Um diese anspruchsvollen Produkte wirtschaftlich fertigen zu können, wurde nicht nur in neue Maschinen und

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neue Werkzeuge investiert. Eine ganzheitliche Betrachtung von Equipment, Prozessen und Menschen ist heute im Unternehmen etabliert. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel sämtlicher Komponenten und Aspekte des Fertigungsbetriebs. Stefan Weber, Anwendungstechniker der Walter AG in der Schweiz, verweist zum Beispiel auf das Zusammenspiel von Werkzeug und Maschine: «Die Dynamik und Performance der Maschine muss dem heutigen technologischen Stand entsprechen, damit unsere Werkzeuge bis ans Limit ausgefahren werden können. Da der Maschinenpark bei Ferrum in weiten Teilen erneuert wurde, kommen die Stärken unserer Werkzeuge hier voll zur Geltung.» Dabei lieferte Walter nicht einfach nur die Werkzeuge. Walter Laib, ebenfalls Anwendungstechniker bei Walter in der Schweiz, schildert: «Unsere Aufgabe war es auch, die Prozesse mit unseren Werkzeugen weiter zu optimieren, um Reduktionen bei den Kosten pro Werkstück zu erreichen, die Durchlaufzeiten zu verringern und die Prozesssicherheit zu gewährleisten. Wir haben daher über die Werkzeugauswahl, die Programmierung oder etwa die Aufspannung die Prozesse auf den neuen Maschinen an das obere Limit getrieben.» Für Robert Gadient, Leiter der Ferrum-Produktion, muss die Gesamtphilosophie stimmen, in der die Mitarbeiter eine wesentliche Rolle spielen: «Denn ein Werkzeug zu kaufen ist eine Sache, die Maschine laufen zu lassen eine andere. Die Mitarbeiter müssen mitziehen. Sie dürfen keine Angst haben und daher nur einen Vorschub von 50 Prozent einstellen. Wenn hier ganze Versuchsreihen gefahren werden, bis man das optimale Werkzeug und die besten Prozessparameter gefunden hat, so schafft dies Vertrauen.»

Gewünschtes Ergebnis mit Tigertec-Technologie In einer ganzen Reihe von konkreten Projekten hat sich diese Philosophie bereits ausgezahlt. Beim Drehen von Siebzylindern für die Zentrifuge einer Meerwasserentsalzungsanlage konnten die Standzeiten der Werkzeuge spürbar erhöht werden. Die Werkzeugkosten verringerten sich um mehr als 20 Prozent. Die Prozesssicherheit wurde erheblich verbessert. Der Nickel-Molyb-

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Bohren ins Volle mit dem High-PerformanceWeitwinkelfräser F2330 von Walter.

dän-Stahl 1.4462 stellte dabei extreme Anforderungen an das Werkzeug. In einer Reihe von Versuchen mit verschiedenen Wendeschneidplatten tastete man sich gemeinsam an die optimalen Werte heran. Die Walter Tigertec-Platte in der Schneidstoffqualität WSM30 brachte schliesslich die gewünschten Ergebnisse. Die Wendeplatte, beschichtet mit Aluminiumoxid im PVD-Verfahren, eignet sich vor allem für rostfreie Stähle (ISO M), Superlegierungen (ISO S) und Stahl (ISO P). Erhöhte Verschleissfestigkeit, Temperaturbeständigkeit und Prozesssicherheit zeichnen diese Mehrbereichssorten aus. Eine scharfe Schneidkante sorgt für gratfreie Bauteile und verminderte Aufbauschneidenbildung. Auch die Drehbearbeitung von Zentrifugentrommeln mit Durchmessern von 1,60 Metern und einer Höhe von 1,20 Metern aus schwer zerspanbarem rostfreiem Material wurde optimiert. Gemeinsam mit den Walter-Anwendungstechnikern wurde eine Lösung mit der Sonderanfertigung einer Werkzeugaufnahme entwickelt, in die zwei Drehmeissel gespannt werden können. Das Ziel war einerseits die Reduktion von Ausschuss bis zur Null-Fehler-Produktion, da der Drehling einer solchen Trommel einen Wert von 50 000 bis 70 000 Franken hat. Das neue Werkzeugkonzept ordnete sich zum anderen in eine völlig neue konzeptionelle Auslegung der Dreherei mit neuen Maschinen und Arbeitsabläufen ein. So konnten auch die Durchlaufzeiten um 15 Prozent reduziert werden, was bei solch grossen Teilen mit Bearbeitungszeiten von drei bis sechs Stunden und einem Maschinenstundensatz von durchschnittlich 170 Franken ordentlich zu Buche schlägt. Im Fräs- und Bohrbereich wurden die Prozesse noch deutlicher beschleunigt – um 35 Prozent beim Bohren und sogar um 50 Prozent beim Fräsen. Zwei neue Bearbeitungszentren im Wert von


Werkzeuge |

sechs Millionen Schweizer Franken sind die bislang letzte grosse Investition in der Produktion. Sie sind ausgestattet mit einem Palettiersystem, einem Null-Punkt-Spannsystem mit einer Spanngenauigkeit von fünf tausendstel Millimetern und einem Werkzeugmagazin mit 300 Speicherplätzen. Auf einer der beiden Maschinen wird ein Begasungsund Bedampfungsrotor für die Konserventechnik aus rostfreiem säurebeständigem Stahl bearbeitet. Der High-Performance-Weitwinkelfräser F2330 von Walter, mit dem mittels einer Zirkularbewegung eine Bohrung ins Volle erfolgt, sorgt mit geringen Schnitttiefen und hohen Vorschüben für eine optimale Abtragleistung. Für tiefe Bohrungen kommt der Xtratec-Bohrer B 4015 mit der neuen Bohrspitze P 6003 zum Einsatz. Auf den modernen Bearbeitungszentren kommen die Potenziale dieser neuen Werkzeugtechnologie voll zur Geltung. In Verbindung mit einer durchdachten Bearbeitungsstrategie konnte die Bearbeitungszeit des Begasungsrotors von 12 auf 3,5 Stunden reduziert werden.

Werkzeugmaschinen und Werkzeuge

Das neue Maschinen-WerkzeugKonzept erlaubt es zudem, die Maschine während der Bearbeitungszeit zu rüsten und sicher mannlos zu betreiben. Aufgrund dieser Erfolge hat sich der Einsatz von Walter-Werkzeugen bei Ferrum in den letzten zwei Jahren verzehnfacht. «Die Zusammenarbeit hat sich bewährt und wird weiter ausgebaut», sagt Torsten Heim, Leiter des Werkzeugmanagements der Ferrum-Produktion. Und Geschäfts-

bereichsleiter Gadient nennt zwei weitere wichtige Gründe für die Zusammenarbeit mit Walter: «Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Hier haben einige Konkurrenten Mühe mitzuhalten. Die Verfügbarkeit und Kompetenz der Anwendungstechniker von Walter ist sehr hoch. Die Werkzeuge, die wir im Notfall brauchen, bringen sie gleich mit. Die Walter-Mitarbeiter sind sofort zur Stelle, wenn wir sie brauchen.» (mg)

Infos Walter (Schweiz) AG 4501 Solothurn 032 617 40 70 service.ch@walter-tools.com www.walter-tools.com Ferrum AG 5102 Rupperswil 062 889 11 11 www.ferrum.ch ferrum@ferrum.ch

Mehr als nur Werkzeuglieferant An der Schwestermaschine wird ein Achslager aus Grauguss für die Schweizer Bundesbahn gefräst und gebohrt. Auch dieser Prozess wurde gemeinsam mit den Walter-Anwendungstechnikern entwickelt – von der Werkzeugauswahl über die Aufspannungslösung bis hin zur Programm- und Prozessoptimierung. Dabei wurden die Möglichkeiten des grossen Werkzeugmagazins ausgereizt und das innovative Werkzeugmanagement berücksichtigt. In der schwierigen Bearbeitungssituation, in der teilweise schwer zu bearbeitender Grauguss mit sehr langen Werkzeugen bei ungünstigen Aufspannungsverhältnissen gefräst werden muss, kommt nun der Rundplattenfräser F2334 zum Einsatz, der prozesssicher mit einer Vorschubgeschwindigkeit von 9000 Millimetern pro Minute arbeitet. Die Durchlaufzeiten für die Achslager wurden so um 45 Prozent gesenkt.

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25 Jahre Iscar Hartmetall AG, Frauenfeld

Von Stechwerkzeugen zum Komplettprogramm Vom Erfinder und Hersteller von Werkzeug-Nischenprodukten zum Vollsortimenter für Standardwerkzeuge und Werkzeugaufnahmen sowie kundenspezifische Sonderwerkzeuge, so lässt sich die 25-jährige Geschichte der Iscar Hartmetall AG zusammenfassen. Die Technica interviewte zum Jubiläum den Branch Manager, Josef Huber, der den Aufstieg in der Schweiz von Anbeginn an wesentlich mitgeprägt hat.

D

ie Geschichte der nunmehr 25-jährigen Schweizer Iscar Hartmetall AG ist sehr eng mit der Historie des weltweit agierenden Werkzeug-Spezialisten Iscar, Mitglied der israelischen IMC-Group, verbunden. Denn zunächst drehte sich alles um das heute noch aktuelle Werkzeugsystem für Abstech-, Einstech- und Stechdreh-Operationen, wogegen sich das Lieferspektrum gerade in den letzten Jahren rasant in Richtung Komplettprogramm entwickelte. Technica: Wie kam es zur (frühen) Gründung der Iscar-Schweiz, warum der Standort Frauenfeld in der Ostschweiz und gibt es noch Mitarbeiter aus dieser Zeit? Josef Huber: Der damalige Geschäftsführer von IscarDeutschland, Peter Geisendörfer, sah für Josef Huber, das revolutionäre Abstech-WerkzeugproBranch Manager, gramm gerade auch Iscar Hartin der Schweiz sehr metall AG, Frauenfeld. gute Chancen. Da zudem schon Händler aktiv waren und auch das IscarFinanzzentrum ebenfalls in der Schweiz angesiedelt war, entschloss man sich zur Gründung der Iscar Hartmetall AG, und wählte den im interessanten Testmarkt liegenden Standort Frauenfeld. Was ist das Geheimnis und wie gestaltete sich der Erfolg mit Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre? Huber: Die damals kritischen Operationen Abstechen und Einstechen

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gab es in der Langdreher- und Stangenbearbeitungs-Hochburg Schweiz zuhauf, weshalb sich mit dem Stechwerkzeugsystem bald ein grosser Erfolg einstellte. Das haben wir uns zunutze machen können und sukzessive die ganze Schweiz erschlossen. Als Schlüssel für den wachsenden und anhaltenden Erfolg würde ich jedoch die anerkannte Innovationsstärke ansehen, wobei wir das Bestreben haben, dem Markt immer einen oder auch zwei Schritte voraus zu sein.

Mit zweistelligen Zuwachsraten nach vorn Wie viele Mitarbeiter werden heute beschäftigt und an welcher Position sieht sich Iscar heute in der Schweiz? Huber: Wir haben aktuell 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wovon zwölf im Aussendienst tätig sind. Ausser im Jahr 2009 konnten wir in all den Jahren immer mit zweistelligen Zuwachsraten glänzen, sodass wir uns heute, zusammen mit drei bekannten Wettbewerbern, den zweiten Rang im Schweizer Markt teilen. Wie sind der Vertrieb und Service organisiert? Gibt es wie in anderen Ländern auch freie Handelsvertreter als zusätzliche Vertriebsschiene? Huber: Wir haben die Schweiz, ausgeschlossen das Tessin, weil dort mit der einheimischen N.T.R. AG ein selbstständig agierender Wiederverkäufer den Markt komplett betreut, in acht Gebiete aufgeteilt und dort sind die zwölf Aussendienstmitarbeiter tätig. Zudem liefert das Han-

delshaus Brütsch+Rüegger, Urdorf, Iscar-Werkzeuge an zahlreiche Kleinkunden, welche über die breite Handelsorganisation und deren Aussendienst betreut werden. Selbstverständlich unterstützen wir diese erfolgreichen Partner bei Bedarf mit Engineering-Leistungen, die über das Alltagsgeschäft hinausgehen. Wo sind die Stärken von Iscar? Huber: Das sind eindeutig die beständige Innovationskraft und das sehr hohe Innovationstempo, sowohl die Werkzeuge selbst als auch deren Herstellungstechnologien und Verfahren betreffend. Wir verstehen die Entwicklungstätigkeit als applikationsgetriebene und dabei ganzheitliche Aufgabe an, um die Fertigungsprozesse nach der 3P-Philosophie nach vorne bringen zu können.

Steigende Nachfrage nach Sonderwerkzeugen Wie teilt sich das Geschäft heute auf in Standardwerkzeuge und in Sonderwerkzeuge und wie sind die Lagerhaltung und die Belieferung bzw. Herstellung von Sonderwerkzeugen organisiert? Huber: Das Verkaufen aus dem Koffer gehört der Vergangenheit an, jedoch machen die Standardwerkzeuge bis heute rund 80 % unseres Geschäfts aus. Hier kommen die Innovationen wie SchneideinsatzHerstellung durch Sintertechnik, Schneidstoffe auf Basis Ultra-Micrograin oder auch Finishbearbeitung der Schneiden zum Tragen, weil alle Werkzeuge davon profitieren und vielfältige Anwendungen erlauben. Die Standardprodukte kommen aus

Am Schweizer IscarHauptsitz in Frauenfeld stehen Werkzeugmaschinen für eingehende Werkzeugtests zur Verfügung.

dem Zentrallager und sind zu 98 % innerhalb zweier Tage oder im Extremfall auch innerhalb 24 Stunden verfügbar. Die Sonderwerkzeuge haben aktuell einen Anteil von gut 20 %, mit steigender Tendenz. Sie werden auf Anfrage produziert und geliefert, wobei wir hier eine grosse Nachfrage feststellen, was teilweise schon wieder zu Lieferengpässen führt. Wo sind die klassischen Kunden angesiedelt, wie hat sich das in all den Jahren verändert und wo gibt es noch Wachstumspotenzial? Huber: Das sind ganz klar die klassischen KMU, zumal es immer weniger Grosskunden gibt, weil diese ihre Fertigungsaufträge mehr und mehr nach aussen vergeben. Lediglich Grosskunden mit spezieller Zertifizierung und Validierung produzieren noch alles selbst. Heute hat sich der Markt geordnet und es finden kaum mehr Verlagerungen statt. Folglich wird der Markt auch nicht mehr grösser, sondern es geht ans Verdrängen. Wer wie wir nicht nur ein umfassendes Werkzeugprogramm, sondern auch die begleitenden Dienst- und Serviceleistungen zur Realisierung von Prozesslösungen zu bieten hat, ist da ganz klar im Vorteil. Iscar ist bekannt für sein hohes Innovationstempo; wie schaffen sie es, die neuen Produkte auch nachdrücklich in den Markt zu bringen, vor allem auch vor dem Hintergrund eines ebenfalls sehr aktiven Wettbewerber-Umfeldes? Huber: Der typische Schweizer Kunde verhält sich eher statisch. Läuft ein Prozess stabil, wechselt er


21. Internationale Technologiemesse für Blechbearbeitung

Helido: Schaftfräser und PlanEckfräser mit doppelseitiger Wendeschneidplatte im Durchmesser von 25–125 mm.

Tang Grip, ein einschneidiges Abstechsystem mit tangentialer Klemmung.

nicht wegen am Ende nur marginaler Verbesserungen seine Werkzeuge durch gleichartige aus. Gibt es jedoch neue Werkzeuge, die mehr Performance versprechen und das im Test auch halten, hat man immer eine Chance. Mit unseren neuen Werkzeugen können wir immer quasi unbelastet ans Werk gehen. Deshalb sehen wir unseren Marktanteil als noch lange nicht ausgereizt sprich entwicklungsfähig an.

wir es darstellen, wirtschaftlich kaum machbar, aber auch nicht zwangsläufig anzustreben. Mit unserem breiten Lieferprogramm an Werkzeugen und Komplettlösungen decken wir gut 80% aller Bedarfsfälle und mit den Sonderwerkzeugen noch ein paar Prozent mehr ab. Für den Rest bräuchte es einen extremen Aufwand, der nicht rentabel sein kann. Ausserdem entwickeln sich neue Märkte dynamisch und hier hat zum Beispiel die Medizintechnik viele neue Ansätze für spezifische Werkzeuglösungen gebracht. Daraus ergeben sich ganz von alleine Sortimentsergänzungen, die man dann durch Zukäufe noch abrunden kann. Aktuell ist aber nichts vorgesehen, denn wir sehen uns ganz gut aufgestellt. Abschliessend noch ein Wort zur aktuellen Lage? Huber: Die Stimmung hat sich massiv aufgehellt, aber wir sind natürlich noch nicht da, wo es richtig Freude machen würde. Grundsätzlich ist wieder sehr viel Arbeit vorhanden, und wenn der Knopf einer Werkzeugmaschine gedrückt wird, sind wir dabei. Denn als Werkzeughersteller sind wir Lieferant von Verbrauchsgütern, die irgendwann verschleissen. Wollen wir hoffen, dass nicht wieder politische oder finanzpolitische Kopfstände die reale Wirtschaft in die Knie zwingen, denn wie schon angedeutet, ist wirklich Arbeit genug da.

Die Entwicklung geht weiter Iscar sorgt bei den Schneidstoffen, Beschichtungen und Geometrien immer wieder für Furore, ist denn nicht irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht? Huber: Schon vor 10 Jahren meinte man, jetzt geht nicht mehr viel. Heute gibt es Hartmetalle, die so zäh sind wie HSS. Dank einem bis vor Kurzem für nicht machbar gehaltenen Mix aus PVD- und CVD-Technologie sind nun multifunktionale Multilayer-Beschichtungen möglich. Das Ultra-Micrograin löste Micrograin als bis dato feinstkörniges SchneidstoffBasismaterial ab. Mechanische Finish-Verfahren schliessen nach dem Beschichten die Schneidkanten-Behandlung ab. So gesehen ist noch lange kein Ende erreicht, denn neue Materialien und Verbundwerkstoffe verlangen zur mechanischen Bearbeitung mehr denn nach neuen Werkzeugen und wir wollen hier mit praktikablen Lösungen ganz vorne dabei sein. Iscar bzw. IMC hat u.a. auch durch Zukäufe an Marktanteilen, Umsatz und Werkzeugprogrammen zugelegt. Die Schweiz ist wie kaum ein anderes Industrieland durch viele kleine bis mittlere einheimische Werkzeughersteller geprägt. Wie begegnet Iscar diesen Nischenanbietern und gibt es weitere Ausbaubzw. Zukaufpläne? Huber: Nischen findet man immer und 100 % Bedarfsabdeckung sind für ein grösseres Unternehmen, wie

Herr Huber, wir bedanken uns für das ausführliche Gespräch und wünschen der Iscar Hartmetall AG und allen Mitarbeitenden für die nächsten 25 Jahre anhaltenden Erfolg! Interview: Edgar Grundler

Infos ISCAR Hartmetall AG 8500 Frauenfeld 052 728 08 50 office@iscar.ch www.iscar.ch

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Werkzeugmaschinen und Werkzeuge  |  Werkzeuge

Bearbeitungszentrum für Technologie- und Zulieferunternehmen

Präzision setzt Präzisions­ technik voraus Mit Präzision zum Erfolg oder vom Kundenwunsch zum Präzisionsteil – das bayerische Technologie- und Zulieferunternehmen Stangl & Co. nimmt buchstäblich alles sehr genau.

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enn von 27 Fräsmaschinen bzw. Bearbeitungszentren 17 von einem einzigen Lieferanten stammen und als wesentliche Erfolgsgaranten angesehen werden, dann handelt es sich um eine intensive Kunden-Lieferanten-Beziehung. Wenn sich zudem die ganze Produktpalette dieses Lieferanten im Einsatz befindet, darf man weiterhin annehmen, dass der Kunde sehr zufrieden ist und dass er die Vorteile bezüglich Technologie, Präzision, Performance und Service über alle Werkstück- und StückzahlAnforderungen hinweg nutzen will. Das Zerspantechnik- und Zulieferunternehmen Stangl & Co. Präzisionstechnik aus Roding (D) ist das beschriebene Unternehmen, ein typischer Mittelstandsbetrieb mit 130 Beschäftigten und 39 Azubis. Sinn und Zweck der 1988 gegründeten Firma ist es bis heute, «Spitzen-Präzisionsprodukte für den Maschinenbau, die Elektronik und Elektrotechnikindustrie und die Automobilindus­

Autor Edgar Grundler, Allensbach Redaktion Technica

trie zu fertigen». Dazu sagte Stefan Kulzer, zuständig für Vertrieb und Kundenbetreuung: «Wir haben von Anfang an darauf hingearbeitet, mehr als nur ein austauschbarer Zulieferer und Dienstleister zu sein.»

«Hermle-Welt» beim bayerischen Technologieund Zulieferunternehmen Stangl & Co. in Roding mit insgesamt 17 Fräsmaschinen/BAZ.

Hermle – von Anfang an Es fällt auf, dass ein Maschinenlieferant von Anfang an dabei ist und den Kunden über Maschinengenerationen hinweg beliefert, nämlich die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG aus Gosheim (D). Zum Start in 1988 wurde eine Universalfräsmaschine UWF 851 beschafft und dieser folgten mit der Zeit weitere UWF 900 E, 900 T, 1000 H sowie eine U 630 T, die bis heute als 3- und 4-AchsenMaschinen treu ihre präzisen Dienste verrichten. Zu den Universalfräsmaschinen UWF und U der 80er-Jahre kamen in den 90ern die Bearbeitungszentren der C-Baureihe hinzu, nämlich drei C 800 U sowie je eine C 600 V und eine C 600 U für die 3- bis 5-achsige Teilefertigung. Bezeichnend dabei ist, dass alle diese Maschinen, wie schon erwähnt, immer noch voll im Einsatz weil technisch auf der Höhe sind und parallel dazu die 5-Achsen-Technologie für

die rationelle Simultan-/Komplettbearbeitung anspruchsvollster Werkstücke vorangetrieben wurde. Folgerichtig gesellten sich zu den U-, UWF-, C-600/800-Maschinen sukzessive die Bearbeitungszentren der aktuellen C-Baureihen an 5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentren, nämlich zwei C 20 U, drei C 30 U, drei C 40 U dynamic und weiter ein C 50 U dynamic, sodass bei Stangl & Co. aktuell 17 Maschinen von Hermle eingesetzt werden. Damit sind bis auf sehr grosse Werkstücke fast alle Teilegrössen abzudecken, ausgehend etwa von den Verfahrwegen des 5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentrums C 20 U mit X = 600, Y = 4450, Z = 450 und bis hin zu den Verfahrwegen der grossen Schwester C 50 U dynamic mit X = 1000, Y = 1100, Z = 750 mm. Mit «Fan-sein» von Hermle-Maschinen mag das durchaus auch zu tun ha-

Die Arbeitsräume von vier 5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungs­zentren (v.l.n.r.): C 50 U mit NC-Schwenk­rundtisch (Durchmesser 1150 mm) zur 5-Achsen-Simultan- und Komplettbearbeitung grösserer Werkstücke C 40 U mit Schwenk­rundtisch (Durchmesser 800 mm) und multifunktionalem Basis-Spannsystem C 30 U mit NC-Schwenkrundtisch (Durchmesser 630 mm) und einer aufgespannten Sonder-Spannvorrichtung für filigrane Karbon-Bauteile C 20 U mit NC-Schwenkrundtisch (Durchmesser 280 mm) mit aufgebautem Universal-Spannstock.

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Werkzeuge  |  Werkzeugmaschinen

ben, jedoch gibt es dafür laut Stefan Kulzer sehr gute und vor allem nachvollziehbare Gründe: «Wir bewegen uns in einem anspruchsvollen Umfeld und nehmen zum Wohle unserer Kunden alles sehr genau. Wir besprechen mit den Kunden deren Anforderungen, führen per 3D-CAD-/CAMSysteme die Konstruktion sowie die Planung und die Programmierung durch und nehmen vor Fertigungsbeginn für jedes Teil eine Prüfung durch Simulation vor. Damit sind wir in der Lage, Werkstücke aller Ansprüche einzeln oder in kleinen bis mittleren Serien komplett zu bearbeiten, denn wir verfügen auch über alle relevanten komplementären Technologien wie Drehen, Erodieren, Schleifen und dergleichen mehr. Nicht zuletzt die Hermle-Maschinen bringen uns und damit unseren Kunden beste Ergebnisse, denn besonders in der hochflexiblen, terminlich engen Einzelteilfertigung muss absolut jeder ‹Schuss› sitzen».

und Werkzeuge

Flexibilität für jede ­denkbare Aufgabe Die Breite des Teilespektrums und der Werkstoffe erklären die Nutzung des durchgängigen und doch fokussierten Maschinenprogramms von Hermle. Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass alle Fachkräfte prinzipiell an allen Maschinen arbeiten können. Andererseits sind die HermleBearbeitungszentren schon aufgrund ihrer verschiedenen Baugrössen mit teilweise gleichen bzw. unterschiedlich grossen NC-Schwenkrundtischen auszurüsten. Demzufolge sieht man sich bei Stangl & Co. bestens für alle Eventualitäten gerüstet, wie Stefan Kulzer berichtet: «Wir fertigen zweibis dreischichtig und spielen für unsere Kunden aus der Automobiltechnik und dem Rennsport oftmals Feuerwehr. Da ist Genauigkeit genauso wichtig wie die maximale Maschinenverfügbarkeit und der schnelle Service und auch hier fühlen wir uns bei Hermle sehr gut aufgehoben». (bf)

Stefan Kulzer (links), Geschäftsführender Gesellschafter, und Thomas Schwarzfischer, CNC-Spezialist und Bediener der neuen C 50 U dynamic.

Auszug des bei Stangl & Co. bearbeiteten Teilespektrums: u. a. ein Radträger aus Aluminium, der später in Titan zu fertigen ist (wurde aus einem Block von 27 kg gefräst und wiegt als Fertigteil 2300 Gramm).

Infos Hermle (Schweiz) AG 8212 Neuhausen am Rheinfall 052 674 00 40 info@hermle-schweiz.ch www.hermle-schweiz.ch

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Answers for industry. 08-10  technica  25


Werkzeugmaschinen und Werkzeuge  |  Werkzeuge

Nachschau auf die 24. Control in Stuttgart

Alles für die Qualität Die Control – Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung – des Jahres 2010 stellte sich mit ihren 837 Ausstellern und 20 369 Fachbesuchern aus 28 Ländern als robuster Fels in der (Konjunktur-)Brandung dar.

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ualität hat immer Konjunktur (zu haben), weil sich kostengünstig produzierter Schrott in Zeiten der wirtschaftlichen Schwäche gar nicht mehr verkaufen lässt. Dahin gehend liess die 24. Control in Stuttgart keine Fragen offen. Dieser Devise, an der sich die Produzenten tunlichst orientieren sollten, folgten mehr als 800 Aussteller aus allen Industrieländern und präsentierten in vier Messehallen auf einer Bruttofläche von über 53 000 m2 ihre Produkte und Leistungen in Hard- und Software. Mit 30 Firmen stellte die Schweiz nach der veranstaltenden Nation Deutschland das zweitgrösste Kontingent. «Qualität ist, wenn die Aussteller wie die Fachbesucher begeistert sind», so betitelte das priva­te Messeunternehmen seinen Schlussbericht, und spiegelt damit die Stimmung zum Ende der 24. Control wider, was uns alle schliesslich auf bessere Zeiten

Autor Edgar Grundler, Allensbach Redaktor Technica

hoffen lässt. Jedenfalls haben sich die Hersteller aus nah und fern mächtig ins Zeug gelegt und zum Branchen-Treff des QS-Volkes 140 Europa- und Welt-Neuheiten präsentiert, was für die ungebrochene Innovationskraft der stark mittelständisch geprägten Hersteller-Struktur spricht. Hier stellen wir einen Auszug aus dem Programm der Control vor, wobei auffällt, dass es immer grössere und leistungsfähigere Messmaschinen gibt.

Am Anfang der Produktion sollte eigentlich immer die Werkstoff- oder Materialprüfung stehen, denn dies schliesst von Anfang an die berüchtigten Materialfehler aus. In diesem Metier ist die Proceq SA seit über 50 Jahren tätig und hat zur Control eine neue Generation an Schlaggeräten für das Härteprüfgerät Equotip 3 vorgestellt. Die breite Palette allein für diesen Typ Härteprüfgerät lässt erahnen, dass dem Thema Härteprüfung eine besondere Bedeutung zukommt: Schlaggerät D bedient universell die meisten Härteprüfanforderungen; Schlaggerät G

Weiss: Klimakammern zum Prüfen von Sonnenkollektoren.

eignet sich für Messen bei erhöhter Schlagenergie, wie es z. B. bei massiven und schweren Guss-/ Schmiedeteilen; Schlaggerät E kommt für Messungen in sehr hohen Härtebereichen wie Werkzeugstähle mit hohem Karbidgehalt zum Einsatz und weist dafür eine Sonde mit Keramikeindringkörper auf.

Solar- und Photovoltaik-Module prüfen heisst, Photovoltaikelemente und Sonnenkollektoren, die jahrelang ihre Dienste verrichten sollen, allen Witterungs- und Umwelteinflüssen auszusetzen, die man sich vorstellen kann. Dafür hat Weiss, D-Reiskirchen-Lindenstruth, die Klimakammern der Serie WK 3100 entwickelt, die sich durch eine hohe Bauform sowie 3100 l Prüfraumvolumen auszeichnen.

Damit die Laborprüfungen kurz geraten, wird ein Zeitraffer-Verfahren angewandt, das die Auswirkungen der Umwelteinflüsse stark beschleunigt, was wiederum einen grösseren Produktstress und damit aussagekräftige Testergebnisse mit sich bringt. Die Tests laufen unter Temperatur- und Feuchteeinwirkungen nach den Normen EN 61215 bzw. EN 61646, wo die Bauteile und Module umfangreiche FeuchteWärme-Prüfungen, Feuchte-FrostZyklustests und Temperaturwechselprüfungen bestehen müssen, bevor die Bauartzulassung erteilt werden kann.

Fix den Prüfling fixieren und schon kann es mit den unterschiedlichsten messtechnischen berührenden oder auch berührungslosen Messverfahren zur Sache ge-

Witte: Mit Witte fix den Prüfling fixiert.

❚❚Handgeführte Messbewegungen wiederholen Auf der Control 2010 hat Tesa ihr ganz neues Koordinatenmessgerät «Micro-Hite 3D 454 Recorder» vorgestellt. Dieses mit einem einfachen Bedienpult ausgerüstete Messgerät bietet eine einzigartige Funktion: die automatische Wiederholung aller handgeführten Messbewegungen. Dadurch wird die vom Bediener benötigte Zeit für die Programmierung einer «masslichen» Werkstückprüfung erheblich verkürzt, da nur der im Prüfplan festgelegte Programmablauf zur Erfassung der Messpunkte gespeichert

26  technica  08-10

wird. Dies kann entweder beim manuellen Einsatz des Gerätes oder über einen Joystick erfolgen. So kann nun die im motorisierten Mess­modus bediente MH3D RecorderAusführung diesen Programmablauf ständig reproduzieren. Des Weiteren können Ausrichtungen auf rasche und einfache Weise verwaltet und die jeweiligen geometrischen Formelemente, die entsprechend gemessen wurden, automatisch erkannt werden. Durch einen einzelnen Tastendruck wird dann das Verhältnis zwischen zwei

Elementen gesetzt. Die Messergebnisse können statisch verarbeitet oder in verschiedenen Formaten exportiert werden. Beim Anbieten dieses bedienerfreundlichen und vielseitigen Messmittels zum Einsatz im Werkstattbereich ebnet Tesa einen neuen Weg für die Prüfung von Serienteilen. Tesa SA 1020 Renens 021 633 16 www.tesabs.ch tesa-info@hexagonmetrology.com


Wenn ‘s ums Stanzen geht ... hen. Witte bietet dafür einen umfangreichen Baukasten an standardisierten Komponenten zur Erstellung individueller Spannvorrichtungen und Lehren eben zur reproduzierbar exakten Aufnahme von Bauteilen und Funktionsbaugruppen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Das können mechanische Bauteile oder auch Gehäuse sowie Türen und Klappen genauso sein wie Spritzgiessteile oder auch Formen und Werkzeuge. Mit den Baukastensystemen Aluquick Solid und Alufix eco lassen sich Halterungen, Vorrichtungen, Aufnahmen und Spanneinheiten ohne grossen Aufwand zusammenbauen. Geht es um den Bau von Lehren und die Präzisions-Fixierung z. B. von Teilen aus der Aeronautic, die dann in Grossteile-Messmaschinen automatisch kontrolliert werden, empfehlen sich die Leichtbau-Konstruktionen aus Aluminium und/oder Ureol.

3D-Multisensor-Koordinatenmesstechnik hat sich der Messtechnik-Multi Hexagon Metrology mit dem neuen Lieferprogramm Optiv auf die Fahne geschrieben und versammelt ein Spektrum vom einfachen DesktopMessgerät bis zum hochgenauen Multisensor-Messgerät. Aufgeteilt in die Segmente Classic, Performance, Advantage und Reference decken die Messgeräte einen weiten Messbereich von 250 x 150 x 300 mm bis 1500 x 600 x 450 mm ab. Je nach Grösse und Ausführung sind sie als Tisch- oder Portalmaschinen gebaut und vereinen flexibel optische und taktile Messverfahren.

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Messbereich den grössten von vier Messgeräte-Typen darstellt. Bereits in der Standardausrüstung verfügt das Messgerät über ein rastendes Dreh-Schwenk-Gelenk RDS mit Computer Aided Accuracy (CAA). Durch die Kombination RDA mit CAA erzielt der Anwender bei schaltenden Sensoren kürzere Kalibrierzeiten und kann die Durchlaufzeiten reduzieren Infos bzw. die ProduktiviProceq SA tät steigern. Darü8603 Schwerzenbach ber hinaus sind mit043 355 38 00 tels weiterer schalwww.proceq.com tender Sensoren info@proceq.com und Verlängerungen WEISS TECHNIK AG bis 350 mm auch 8852 Altendorf schwer zugängliche 055 2561066 Stellen gut erreichinfo@weiss-technik.ch bar, wodurch sich www.weiss-technik.ch die AnwendungsHorst Witte Gerätebau und Nutzungs-FlexiBarskamp KG bilität verbessert. D-21354 Bleckede Ausserdem lässt www.horst-witte.de sich bei diesen Messgeräten die beIn der Schweiz vertreten durch: FN Niederhauser reits bekannte Foam 6048 Horw Insulation Techno041 340 50 75 logy (F.I. Technowww.niederhauser.ch logy) anwenden, was info@niederhauser.ch eine noch flexiblere Nutzung erlaubt.(bf) Brütsch/Rüegger

lautet der Messbereich eines neuen Horizontalarm-Messgerätes namens Carmet II von Carl Zeiss wobei dieser

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Automations- und Antriebstechnik  |  Fachmessen

EasyFairs «Produktion und Design» im Rückblick

In jeder Beziehung einmalig Die Idee, die Produktionstechnik und das Industrial Design in einer Fachmesse thematisch zusammenzufassen und damit den Bogen von der Konstruktion mittels CAD über CAM bis in die industrielle Produktionstechnik zu spannen, war bestechend. Terminprobleme und Wirtschaftskrise haben leider mitgeholfen, dass die spannende Messe in St. Gallen in jeder Beziehung einmalig blieb.

E

inmalig blieb die St. Galler EasyFairs-Messe «Produktion und Design» nicht zuletzt deshalb: Auch die geplan­te Nachfolgemesse «Produktion Schweiz», die nächstes Jahr in Winterthur hätte stattfinden sollen, wurde in der Zwischenzeit abgesagt. Lag das Messekonzept so quer in der Landschaft? Wohl kaum. Product Lifecycle Management nicht

nur als Software verstanden, sondern als ganzheitliche Optimierungsaufgabe von Gestaltung und Herstellung eines Produkts über den Service bis zur Entsorgung. Das wäre doch ein spannendes Fachmessethema für Produktionsfachleute im weitesten Sinn. CAD, CAM, CNC, DNC, ERP und PLM sind dabei «nur» Hilfsmittel für die Umsetzung der Idee, dass sich der Teilprozess an der Optimierung des

Prozesses über Gesamtlebensdauer orientieren muss. Das Zielpublikum für PLM-Systemanbieter sind deshalb schon seit Jahren nicht mehr in erster Linie die Informatiker, sondern Product Lifecycle Management. (Bild: W2Consult) die Produktionsfachleute im ganzheitlichen Sinn. wie das dahinter stehende Konzept Der Markt hat leider anders ent- waren spannend. Wer greift die schieden. Weder eine Informatik- Idee wieder auf? (mg) noch eine Automations- oder eine Werkzeug- und WerkzeugmaschiInfos nenmesse kann diesen thematisch easyFairs Switzerland GmbH weiten Bogen befriedigend über4058 Basel spannen. Ist der PLM-Gedanke bei 061 228 10 00 uns noch zu wenig weit entwickelt? schweiz@easyfairs.com Oder schon wieder aus der Mode www.easyfairs.com/schweiz gekommen? Schade, die Messe

Kennzeichnung in verschiedenen Materialien

Hilfe bei einer Firmengründung in China

Mit dem WriteStar-Werkzeug lassen sich dauerhafte und gut sichtbare Kennzeichnungen erzeugen. Bei dieser Stressless-Kennzeichnung wird die Oberfläche wie beim Rollieren verdichtet, geglättet und hebt sich somit als polierte Schrift hervor. Es ergibt sich bei korrekter Anwendung des Werkzeuges kein Materialabtrag und insbesondere keine Gratbildung. Der WriteStar hilft bei einer äusserst preiswerten Kennzeichnung, da mit ihm so schnell gekennzeichnet werden kann, wie die CNC-Maschine in der Lage ist, die Beschriftungskontur zu fahren. Dabei benötigt das Gerät weder Spindeldrehzahl noch Kühlschmiermittel noch Druckluft. Der Anwender spart deswegen Strom und schont die Maschinenspindel. Der Einsatz ist unproblematisch, weil das Werkzeug auf unterschiedlichen Werkstoffen – etwa auf Kunststoff, Aluminium, VA und Stahl bis zu 60 HRC sowohl auf bearbeiteten als auch auf rohen sowie auf benetzten und trockenen Oberflächen – in gleicher Weise eingesetzt werden kann. Selbst Unebenheiten von bis zu 5 mm werden überbrückt und haben keinen Qualitätseinfluss auf die Kennzeichnung. Die Lebensdauer des WriteStars beträgt mehrere Jahre, ohne dass Nachschleifen oder Wartung notwendig ist. Testläufe haben Kennzeichnungsstrecken über Maprox GmbH 40 km gezeigt. Die Werkzeuge 8620 Wetzikon sind sowohl in Bearbeitungs-, 043 488 18 00 in Dreh- und Fräszentren als www.maprox.ch auch in Robotern einsetzbar. info@maprox.ch

Das für Investitionsförderung zuständige Team in Berlin, InvestHK, das mit dem Hongkonger Wirtschafts- und Handelsbüro zusammenarbeitet und der Regierung der Sonderverwaltungsregion Hongkong untersteht, ist seit Anfang 2009 aktiv. Das Team bietet kostenfreie Unterstützung für Unternehmen, die die Möglichkeit einer Firmengründung in Hongkong erkunden bzw. Festlandchina für eine potenzielle Expansion analysieren. Das Hong Kong Economic and Trade Office kann Investoren Informationen über sektorspezifische Möglichkeiten, Kostenmodelle, Gelegenheiten zur Geschäftsvernetzung und Dienstleister verschiedener Branchen in Hongkong zur Verfügung stellen. Die Internetseite, www.investhk.gov.hk, und die Internetseite des Hongkonger Wirtschafts- und Handelsbüros in Berlin, www. hketoberlin.gov.hk, bieten weitere Details bezüglich der neuen Präsenz in der deutschen Hauptstadt und deren Vorteile für jedes Unternehmen, das sich für eine Firmengrüdung in China interessiert.

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Pneumatik  |  Automations-

und Antriebstechnik

Anregungen zur Senkung der Energiekosten bei Druckluftanlagen

Grosses Sparpotenzial bei der Druckluft Druckluft ist ein vielseitiger, beliebter Energieträger. Aber Druckluft ist nicht gratis, sondern wird mittels elektrischer Energie hergestellt. Schon nach zwei Jahren übersteigen die Energiekosten oft die Investitionskosten für die Druckluftanlage. Über Effizienz steigernde Komponenten und Pneumatik-Lösungen lassen sich deshalb erheblich Energiekosten sparen.

B

ei den Lebenszykluskosten eines Druckluftsystems entfallen rund 76 % auf die Energiekosten, bescheidene 6 % auf die Wartungskosten und lediglich 16 % auf die Investitionskosten. Schon diese Zahlen geben einen deutlichen Hinweis darauf, wo der Hebel anzusetzen ist. Dies um so mehr, als erfahrungsgemäss auch in gut unterhaltenen Druckluftanlagen zwischen 5 und 50 % der Energiekosten eingespart werden können. Aber wie geht man vor? Verlässliche Hinweise für die Ermittlung der Effizienzpotenziale bieten entsprechende Analysetools, wie z.B. Druckluft-FIT, ein kostenloses Programm, das unter www. druckluft-energieeffizienz.de zur Verfügung steht. Ähnliches bietet der 3-Schritte-Test, den man bei www.druckluft.ch findet. Ein erhebliches EnergieeffizienzPotenzial liegt erfahrungsgemäss bei Massnahmen, die der Systembetreiber selbst einleiten kann: • Engstellen im Rohrnetz beseitigen

• Öffnungsdauer der Ventile minimieren • Lecke aufspüren und abdichten • Falsch dimensionierte Kompressoren ersetzen usw. Doch auch wenn diese Massnahmen ergriffen sind, muss dies nicht das Ende der Fahnenstange bei den Effizienzsteigerungsmassnahmen bedeuten. Erhebliche Potenziale schlummern in einer intelligenten Anlagensteuerung und in effizienteren Systemkomponenten. Eine wesentliche Voraussetzung für den effizienten Drucklufteinsatz in den verschiedensten Einsatzbereichen bildet daher eine zuverlässige Erzeugungs- und Aufbereitungstechnik. Sie muss in der Lage sein, Druckluft kostengünstig in einer exakt definierten Menge und Qualität zu liefern.

Beratung entscheidet über Wirtschaftlichkeit Ein Druckluftsystem, das diesen Anforderungen entspricht, muss genau auf die Anwendung(en), die Aufstellungs- und Umgebungsbedingungen abgestimmt sein. Das

Die Baureihe ZS an energiesparenden Schraubengebläsen erfüllt die aktuellen Anforderungen an einen CO2-armen Betrieb. (Bild: Atlas Copco)

Mithilfe moderner 3D-CADSysteme können Kompressorstationen bis ins letzte Detail geplant und genau auf den Anwenderbedarf abgestimmt werden. (Bild: Kaeser Kompressoren)

heisst, es muss über richtig dimensionierte Kompressoren, Aufbereitungsgeräte und Rohrleitungen verfügen, eine möglichst effiziente Steuerung, eine angemessene Lüftungstechnik und Kondensataufbereitung besitzen sowie, wenn möglich, die Nutzung der Wärmerückgewinnung einbeziehen. Dieser Erkenntnis entspricht das «KaeserEnergiesparsystem» (Kess). Es umfasst die Druckluftbedarfsanalyse, Planung, Realisation, Weiterbildung und den Kundendienst. Druckluft-Bedarfsanalyse Ausgangspunkt jeder Kess-Beratung ist eine Analyse des gegenwärtigen und gegebenenfalls künftigen Druckluftbedarfs. Diese bei Kaeser unter dem Kürzel ADA (Analyse der Druckluft-Auslastung) geführte Untersuchung muss je nach Bedarfsfall unterschiedliche Rahmenbedingungen berücksichtigen: Neuplanung einer Druckluftversorgung Zur Neuplanung einer Kompressorstation erhält der künftige Betreiber einen speziellen Auslegungsfragebogen. Dieser Leitfaden ermöglicht es in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Kaeser-Druckluftfachberater, den zu erwartenden Druckluftbedarf und die dazu benötigte Ausstattung zu ermitteln. Die Fragen decken alle für eine wirtschaftliche und umweltgerechte Druckluftversorgung wichtigen Aspekte ab. Erweiterung und Modernisierung Im Gegensatz zur Neuprojektierung gibt es bei Erweiterungsvorhaben genügend Anhaltspunkte für die bedarfsgerechte Auslegung. Kaeser stellt dem Anwender Messverfahren und -geräte zur Verfügung, mit de-

nen der Druckluftbedarf in diversen Betriebsteilen zu verschiedenen Zeiten exakt ermittelt werden kann. Dabei ist es sehr wichtig, nicht nur Durchschnittswerte, sondern auch Maximal- und Minimalwerte zu ermitteln. Prüfen der Effizienz bestehender Stationen Auch bei bereits bestehenden Stationen empfiehlt es sich, von Zeit zu Zeit mithilfe eines computergestützten Analysesystems festzustellen, ob die Kompressoren (noch) richtig belastet werden, ob möglicherweise übergeordnete Steuerungen nicht (mehr) richtig programmiert sind oder die Leckagerate sich noch im Toleranzbereich bewegt. ADA sollte auch dann zum Einsatz kommen, wenn alte Kompressoren durch neue ersetzt werden. Damit bietet sich die Chance, eventuell fehlerhafte Leistungsgrössen durch die richtigen zu ersetzen, das Betriebsverhalten der Kompressoren im Teillastbereich zu verbessern und eine entsprechende übergeordnete Steuerung einzuplanen. Veränderung der Druckluft-Einsatzbedingungen Auch bei geänderten Einsatzbedingungen sollte ein Fachmann zurate gezogen werden. In vielen Fällen lassen sich nämlich durch angepasste Aufbereitungstechnik oder Druckabstimmung erhebliche Kosteneinsparungen erreichen.

Energiesparen beginnt bei der Drucklufterzeugung Das erste Glied in der Druckluft-Prozesskette ist die Drucklufterzeugung. Hier muss deshalb die Effizi-

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Wie man bei der Drucklufterzeugung auf mehreren Ebenen Heiz- und Stromkosten einsparen kann. + … Wärme

+ … ein Kraftwerk

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… ein Nachtwächter

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Das Display des Airleader Master-Moduls informiert nicht nur über den aktuellen Betriebsstatus aller angschlossenen Kompressoren, sondern auch über die wichtigsten Netzparameter. (Bild: WF Steuerungstechnik GmbH)

enzsteigerung beginnen. Atlas Copco stellt seine neue und geprüfte Technologie mit hohem Wirkungsgrad für Gebläseanwendungen vor: das ZS-Schraubengebläse. Die Schraubentechnologie weist im Vergleich zur Drehkolbentechnologie einen im Durchschnitt 30 % höheren Wirkungsgrad auf. Nach Ansicht von Atlas Copco wird die zurzeit häufig verwendete Drehkolbentechnologie den aktuellen Anforderungen an einen CO2-armen Betrieb nicht mehr gerecht. Branchen und Anwendungen wie z. B. Abwasseraufbereitung, pneumatische Fördersysteme, Energieerzeugung, Lebensmittel- und Getränkeindustrie, pharmazeutische Industrie, chemische Industrie, Zellstoff- und Papierindustrie, Textilindustrie, Baustoffindustrie und allgemeine Industrie, können mit dem Austausch der konventionellen Drehkolbengebläse durch die führende Schraubentechnologie profitieren. Atlas Copco ersetzt seine gesamte Reihe an Drehkolbengebläsen durch die ZS-Schraubengebläse. In einer typischen biologischen Abwasseraufbereitungsanlage entfallen bis zu 70 % der Energiekosten auf das Gebläse des Belüftungssystems. Derzeit wird in den meisten dieser Anlagen die weniger effiziente Drehkolbentechnologie verwendet. Durch die Reduzierung des Energieverbrauchs des Gebläses im Belüftungssystem können diese Anlagen ihre Energiekosten senken und gleichzeitig umweltfreundlicher arbeiten. Viele Branchen setzen für ihre Prozesse Gebläse ein und können nun vom hohen Wirkungsgrad der Schraubengebläse profitieren. Den grössten Vorteil können kommunale und privatwirtschaftliche Abwasseraufbereitungsanlagen verzeichnen, in denen bis zu 70 % der gesamten Stromkosten auf Gebläse entfallen. In den Anlagen leben Millionen Bakterien von organischen Abfällen und spalten diese in Kohlendioxid, Stickstoffgas und Wasser auf. Da für diesen Prozess Sauerstoff benötigt wird, müssen grosse Mengen an Luft in die Becken geblasen werden.

Die Leistung des neuen ZS-Schraubengebläses im Vergleich zu einem dreiflügeligen Drehkolbengebläse wurde vom deutschen TÜV (Technischer Überwachungsverein) gemäss dem internationalen Standard ISO 1217, Ausgabe 4, geprüft. Dabei wurde belegt, dass bei 0,5 bar(e)/7 psig das ZS-Gebläse einen um 23,8 % höheren Wirkungsgrad als das dreiflügelige Drehkolbengebläse aufweist. Bei 0,9 bar(e)/13 psig ist der Wirkungsgrad sogar um 39,7 % höher. Seinen hervorragenden Wirkungsgrad verdankt das ZS-Schraubengebläse hauptsächlich der überlegenen Schraubentechnologie. Weitere wichtige Merkmale, die den hervorragenden Wirkungsgrad und die hohe Zuverlässigkeit sicherstellen, sind das integrierte Getriebe, das Ölsystem sowie die innovative Bauweise, bei der die einzelnen Bauteile zu einer sofort betriebsbereiten Lösung kombiniert werden.

Noch besser als sparen: Kosten vermeiden Die effektivste Methode, Energie zu sparen, ist aber immer noch, unnötige Drucklufterzeugungskosten erst gar nicht entstehen zu lassen. Hier setzt WF Steuerungstechnik mit dem Airleader Master Modul den Hebel an. Dieses Kompressoren-Managementsystem reduziert die laufenden Kosten erheblich, denn es sorgt für • weniger Betriebsstunden der Kompressoren • weniger Last- und Leerlauf kWh • weniger Ersatzteilkosten und • weniger Servicekosten. Airleader optimiert automatisch bis zu 16 Kompressoren und passt sich selbstlernend an Veränderungen an. Durch iterative Rechenprozesse ermittelt das Modul permanent und automatisch die Netzdynamik, das Netzvolumen und weitere Parameter. Das Modul ist einfach zu bedienen. Es müssen nur die Kompressorenliefermengen und das gewünschte Druckband eingegeben werden.

08-10  technica  31


Automations- und Antriebstechnik  |  Pneumatik

Druckverstärker versorgen Verbraucher mit erhöhtem Druckbedarf mit dem benötigten Eingangsdruck, ohne dass das ganze Druckluftnetz auf dieses Niveau ausgelegt werden muss. (Bild: SMC)

Airleader kombiniert unterschiedliche Kompressoren zu einer sich automatisch, nach aktuellem Druckluftverbrauch, auf die Produktion einstellenden Einheit. Es wird sichergestellt, dass immer nur die effizienteste Kompressoren-Kombination die Druckluft erzeugt, die zur Produktion benötigt wird, unabhängig von Hersteller und Leistungen. Die Kompressoren-Kombination arbeitet mit sinnvoller Hystereseberechnung, mit minimalsten Last-

Leerlauf-Schaltspielen und damit niedrigsten Leerlaufzeiten. Anstatt Leerlauf der grossen Kompressoren läuft die richtige Kombination unter Last, wobei der kleinste Kompressor taktet. Der Netzdruck bleibt innerhalb niedrigster Grenzen. Es wird darauf geachtet, dass die entstehenden Kosten so niedrig wie möglich bleiben. Durch die Anschlussmöglichkeit von mehreren Drucksensoren können weiter entfernte Betriebs-

teile überwacht und in den Steuerdruck integriert werden. Geht ein laufender Kompressor innerhalb des Druckbandes auf Störung oder wird zur Wartung ausgeschaltet, wird seine Leistung durch andere Kompressoren ersetzt. Der Status aller Kompressoren wird permanent auf einem grossen, hinterleuchteten Display angezeigt. Angezeigt werden aber auch wichtige Netzparameter wie Druckluftverbrauch, Netzdruck sowie weitere Parameter in Abhängigkeit angeschlossener Sensoren.

Wie viel Druck ist wirklich nötig? Ein wesentliches Einsparpotenzial liegt beim Druckniveau. Nicht immer ist es zweckmässig, den Anlagendruck auf den erforderlichen Maximaldruck auszulegen. Ganz besonders, wenn nur einzelne Geräte über dem allgemein erforderlichen Druckniveau liegen, lohnt es sich für diese «Exoten», mit Druckverstärkern zu arbeiten. Für solche

Einsatzfälle bietet z. B. SMC die Druckverstärker der Serie VBA an. Sie erhöhen den Druck im Verhältnis 2:1 resp. 4:1 bei einem Eingangsdruck von 0,1 bis 1 MPa. Sie sind einsetzbar bei Betriebstemperaturen zwischen 2 und 50 °C. Für die Erhöhung des Druckes ist keine zusätzliche Stromversorgung erforderlich. Bei dieser horizontal einzubauenden DruckluftverstärkerSerie wurde die Lebensdauer gegenüber herkömmlichen Modellen verdoppelt, die Betriebssicherheit mithilfe eingebauter Siebfilter am IN-Anschluss erhöht und das Betriebsgeräusch vermindert.

Nur soviel Energie wie nötig Immer leistungsfähigere elektronische Steuerungen eröffnen neue Möglichkeiten bei technischen Prozessen, um den Energieverbrauch dem aktuellen Bedarf anzupassen. Hierzu ist die passende Peripherie erforderlich, um die elektronischen Befehle umzusetzen.

❚❚Ölfreie Drucklufterzeugung

Die Boge-K-Baureihe wird erweitert. Das Spitzenmodell K 15 liefert 1,2 m3/min ölfreie Druckluft und ist als 10 bar-, 15 bar- und 40 barVersion verfügbar. Mit der K-Baureihe stellte Boge vor zwei Jahren ein neues Konzept zur wirtschaftlichen Erzeugung ölfreier Druckluft vor. Diese Kolbenkompressoren verzichten auf eine aufwändige Kreuzkopfkonstruktion, da sie nach dem eleganten Schubstangenprinzip

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arbeiten. Die Zylinderbuchse wird aus hochfester Aluminium-Silizium-Legierung gefertigt, in ihr bewegt sich der Hubkolben, der mit einem SpezialCompound beschichtet ist. Diese Gleitpaarung bewirkt reibungs- und somit verlustarme Drucklufterzeugung.

Dieses innovative Prinzip schafft die Voraussetzung für die wirtschaftliche Erzeugung ölfreier Druckluft. Die bisherigen Baugrössen K 3 bis K 8 mit 2,2- bis 5,5-kW-Antrieben stellen Liefermengen von 0,24 bis 0,65 m³/min für 10-bar- und 15-bar-Netze bereit; der bisher grösste Typ K 8 ist auch in einer 40-bar-Version verfügbar. Offenbar hatte der Markt auf solch eine Maschine gewartet, denn die K-Baureihe wird sehr stark nachgefragt. Viele Anwender vor allem in der Pharma- und Lebensmittelindustrie sowie in Brauereien suchen nach einer Möglichkeit, ölfreie Druckluft zu günstigen Kosten zu erzeugen und dabei auch höchste Ansprüche an die Verfügbarkeit zu erfüllen. Der grosse Erfolg der K-Baureihe war Anlass für Boge, das Schubstangenprinzip auch bei grösseren Verdichtern einzusetzen. Die brandneue K 15, deren Produktion in Bielefeld gerade vorbereitet wird, arbeitet mit zwei SchubstangenEinheiten in gegenüberliegender Anordnung. So entsteht ein «Vierzylinder», der bis zu 1,2 m3/min ölfreie Druckluft erzeugt – auf kompaktem Bauraum und zu extrem niedrigen Kosten. Dazu trägt neben dem Schubstangenprinzip auch die hoch effiziente Steuerung bei: Die

K 15 wird wahlweise mit einer Boge Steuerung vom Typ «Basic» oder «Focus» ausgestattet. Zudem ist das Verdichtungsprinzip wartungsarm, sodass der Anwender auch von geringen Servicekosten profitiert. Die neuen ölfreien Verdichter sind in 10-bar-, 15-bar- und 40-bar-Ausführung lieferbar. Zu den Optionen gehört eine Superschalldämmung. Vorteilhaft ist die intelligente Kühlluftführung der K 15, die den Anschluss an einen Abluftkanal erlaubt. Dadurch kann auch bei diesem 11-kW-Kolbenkompressor der Vorteil einer effizienten Wärmerückgewinnung genutzt werden. Die konsequente Nutzung der Verdichtungswärme wird schon lange bei Schraubenkompressoren angeboten und von Boge nun auch bei Kolbenkompressoren standardmässig unterstützt. Damit können auch hier bis zu 94 Prozent der eingesetzten Energie zurückgewonnen werden.

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| Pneumatik

Elektropneumatische Druckregelventile sind solche Umsetzer, die digitale Regelelektronik mit innovativer Proportionaltechnik verbinden und so eine feinfühlige Druckregelung realisieren. Elektrische Signale lassen sich mithilfe dieser Ventile in genaue pneumatische Drücke verwandeln. Ein permanenter Abgleich der Soll- und Istwerte sorgt für eine exakte Dosierung, um beispielsweise zur richtigen Zeit die richtige Kraft wirken zu lassen. Dabei wird immer nur so viel Energie abgerufen, wie im jeweiligen Prozessschritt gerade benötigt wird; und somit wird wie nebenbei auch die Energieeffizienz einer Anlage gesteigert. In Industrieapplikationen kommen die Druckregelventile in vielen Bereichen erfolgreich zum Einsatz. Darüber hinaus setzt etwa auch die Nutzfahrzeugtechnik die Kraft der Pneumatik ein. Massgeschneiderte Pneumatikkomponenten helfen hier, den Verbrennungsvorgang in Dieselmotoren zu optimieren. Als Bindeglied zwischen Motorsteuerung und Antriebsphysik setzen Regelventile elektrische Signale in einen gewünschten Druck um, mit dem variable Verstellungen am Triebwerk ermöglicht werden. Auf diese Weise werden Abgasturbolader und variable Abgasrückführsysteme von der Motorelektronik so gesteuert, dass stets die maximale Durchzugskraft bei optimaler Verbrennung geboten werden kann. Elektropneumatische Regelventile leisten wiederum ihren Beitrag zum Umweltschutz, indem sie zur Verbesserung der Abgasqualität bei Lkws beitragen. Im Vergleich zu industriellen Anwendungen stellt dieser Arbeitsplatz natürlich extreme Anforderungen an die Komponenten: durch Umgebungstemperaturen von –40 °C bis +120 °C und durch z. T. massive Vibrationen sowie in Bezug auf elektromagnetische Verträglichkeit. Die robusten Druckregelventile von Rexroth sind diesen Anforderungen mehr als gewachsen. Die grundlegende Technik, die dem Einsatz in diesen extremen Umweltbedingungen standhält, kommt

Rexroth hat das robuste elektropneumatische Druckregelventil für die direkte Montage im Motorraum von Lkws entwickelt. (Bild: Bosch Rexroth)

auch in anderen Applikationen zum Einsatz. So können die ohnehin schon robusten Regelprofis aus dem Rexroth-Produktprogramm für die Industrie auch für andere spezielle Aufgaben modifiziert werden, bei denen es auf besondere Eigenschaften ankommt. Auf diese Weise finden sich diese Regelventile mittlerweile nicht nur an Lkw-Motoren und in rauen Industrieanwendungen wie in Glasmaschinen wieder, sondern bieten auch in Off Shore Applikationen sowie in der Bahntechnik ihre zuverlässigen Dienste und sorgen überall für immer effizientere Funktionen. (mg)

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Highlight

Energieeffiziente Erzeugung ölfreier Druckluft Kompressoren zur Erzeugung von Druckluft benötigen sehr viel elektrische Energie, oft verbrauchen Anwender mehrere 100 000 kWh pro Jahr. Ebenfalls besteht ein klarer Trend zu ölfreier Druckluft, vor allem in der Lebensmittel-, Chemie- und Pharmaindustrie.

A

ngesichts der steigenden Energiekosten beschäftigen sich deshalb viele Kunden mit der Frage, wie ölfreie Druckluft möglichst energieeffizient hergestellt werden kann. Bei Grossinstallationen kommt es häufig vor, dass alleine durch den Ersatz alter Kompressoren über eine Energieersparnis von 20 oder

Die Antriebseinheit des QuantimaKompressors.

mehr Prozent eine neue Anlage innerhalb von 3 Jahren amortisiert werden kann.

Neuartiger Turbinenkompressor Die Firma CompAir hat unter diesen Aspekten eine neue Kompressorgeneration zwischen 150 und 300 kW Leistung mit dem Namen

Quantima entwickelt. Kernstück des Turbinenkompressors ist ein magnetisch gelagerter, ohne Getriebe direkt angetriebener Rotor mit 2 Verdichterstufen, welcher Drücke bis 8 bar und Volumenströme bis 52 m3/min erzeugen kann. Über die Regulierung der Rotordrehzahl kann die produzierte Luftmenge in einem bestimmten Bereich exakt dem Verbrauch angepasst werden.

Sauberkeit und Energieeffizienz

Ölfreier Kompressor vom Typ Quantima.

Das ganze Maschinenkonzept ist komplett ölfrei konstruiert, d.h., es befindet sich kein Öl in der Maschine, was das Risiko einer Ölverschmutzung sowie auch die unbeliebten Ölwechsel komplett eliminiert. Im Weiteren bietet diese Technik eine sehr tiefe innere Reibung gegenüber konventionellen Anlagen mit Getriebe, was zu hervorragenden Verbrauchswerten

führt. Das Turbinenkonzept hat gegenüber dem bekannten Prinzip der Schraubenverdichter weiter den Vorteil, dass die Verdichterstufe über die Zeit keine Leistung verliert (steigender Energiekonsum, teures Wechseln der Verdichter). Zusätzlich können diese Anlagen extrem klein gebaut werden und sind mit unter 70 dBA auch erstaunlich leise. Weltweit wurden bereits über 70 Maschinen bei verschiedensten Kunden installiert. Im Dezember 2009 wurde auch in der Schweiz die erste Maschine in Betrieb genommen, weitere Installationen sind für dieses Jahr geplant.(mg)

Infos CompAir Aeberhardt AG 8406 Winterthur 052 208 02 60 aeberhardt@compair.com www.compair-kompressoren.com

08-10  technica  35


Automations- und Antriebstechnik  |  Fachmessen

Das selbstsperrende Kronenrad-Mittendifferenzial im Audi Z5.

Das Kronenradgetriebe: problemlose Montage durch axiale Freiheit des Ritzels

Von da Vinci zum Audi quattro

Schon Leonardo da Vinci erkannte die wesentlichen Vorteile des Kronenradgetriebes: Das zylindrische Antriebsritzel ist in axialer Richtung frei auf dem Kronenrad positionierbar, der Wirkungsgrad entspricht schräg verzahnten Stirnradgetrieben und das Getriebe ist nicht selbsthemmend. Nachdem der Durchbruch des Konzepts lange Zeit an der Gestaltung der Verzahnung des Kronenrads scheiterte, werden die Vorteile des Kronenradgetriebes nun in vielen Anwendungsgebieten, von der Werkzeugmaschinenindustrie, der Medizintechnik bis zum Mittendiffe­ renzial des Audi quattro, eingesetzt. An vorderster Front dieser Entwicklung: die ASSAG in Düdingen.

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amit das zylinderförmige Antriebsritzel mit seiner klassischen Evolventenverzahnung auf dem Kronenrad eine reine Abwälzbewegung ausführen kann, verändert sich der Eingriffwinkel des Kronenrads kontinuierlich in Abhän-

Autor Martin Gysi, Cheferdaktor Technica

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gigkeit des Durchmessers. Das heisst: Die Zahnform ist eigentlich eine Freiformfläche. Erst durch detaillierte mathematische Beschreibungen und durch entsprechende Software gelang es, die komplexen Eingriffsverhältnisse zu berechnen, Tragfähigkeitsberechnungen anzustellen sowie Maschinenparameter für Werkzeugmaschinen und Werkzeuge zu berechnen, zu optimieren, zu steuern und zu messen.

Die Grundlagen für diese Getriebetechnologie wurden an der Universität Eindhofen erarbeitet. Als Spin-off entstand daraus die Crown Gear BV, die das Kronenradgetriebe: CylkroGetriebe (Cylinder – Kronenrad) 1990 auf den Markt brachte. 2003 wurde die Firma von der ASSAG in Düdingen übernommen. Die Düdinger Getriebebauer entwickelten das bestechende Untersetzungsgetriebe-Konzept weiter und halten heute nicht weniger als 85 Patente für diese Technologie.

Quattro-Technologie mit Kronenrad-Differenzial Die bestehenden Vorteile der CylkroGetriebe lassen sich auch an der Breite ihrer Einsatzfelder ablesen. Sie reichen von der Medizinaltechnik über die Automation, die Textil- und Werkzeugmaschinenindustrie oder den Liftbau bis zur Luftfahrt und Ver-


Prozent nach vorn resp. maximal 85 Prozent nach hinten. Die Standardauslegung ist mit 40:60 weiterhin sportlich heckbetont. Das neue Differenzial arbeitet mit einer elektronischen radselektiven Momentensteuerung zusammen, die auf alle vier Räder zugreift. Wenn bei dynamischer Gangart eines der kurven­ inneren Räder zu stark entlastet wird, bremst es das System leicht ab, noch bevor Schlupf auftritt – das sorgt einerseits für satte Traktion und erzeugt andererseits ein Giermoment, das die Kurvenfahrt unterstützt.

Kundenspezifische Antriebskomponente Systemlieferant: Alles aus einer Hand Labordienst und Engineeringprojekte Kompetente Beratung

Was macht das Cylkro-Evolvere-Winkelgetriebe so erfolgreich? Es sind gleich mehrere interessante Eigenschaften. Im Gegensatz zum Kegelradgetriebe, das in axialer wie in radialer Richtung präzis eingestellt werden muss, lässt sich das Ritzel beim Cylkro-Getriebe in axialer Richtung frei positionieren. Das erleichtert nicht nur die Montage, sondern macht das Getriebe auch unempfindlicher gegen Wärmedehnung. Zudem ist das Ritzel frei von Axialkräften, was diese Lagerung einfacher, kostengünstiger und platzsparender macht. Ausserdem wird das Zusammenwirken resp. die Montage mehrerer Ritzel mit einem Cylkro-Rad

ASSAG-Direktor Stefan Schoen mit dem Schnittmodell eines Cylkro-Getriebes.

im kleinen Leistungsbereich

Axiale Verstellfreiheit des Ritzels

Breite Produktepalette

kehrstechnik. Bei der Automobilindustrie konnte die ASSAG mit dem Cylkro-Evolvere-Getriebe in jüngster Zeit auch die spektakulärsten Erfolge verbuchen. Nachdem im Porsche Carrera GT die Cylkro-Kronenräder erfolgreich eingesetzt wurden, baut Audi diese in hohen Stückzahlen in ihren quattroModellen ein, z.B. im RS 5. Die ASSAG lieferte dabei die geometrische Auslegung der Verzahnung, Prototypen und Vorserien. Die Fertigung des innovativen Mittendifferenzials erfolgt durch Audi. Der hochdrehende 4,2-Liter-V8 des RS 5 sorgt mit seinen 331 kW (450 PS) für mächtige Performance – bei aussergewöhnlicher Effizienz im Umgang mit dem Kraftstoff. Die Siebengang S tronic und das neu entwickelte Mittendifferenzial im Quattro-Antriebsstrang leiten die Kräfte mit dem permanenten Allradantrieb auf alle vier Räder. Beim Mittendifferenzial, das die Kräfte zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt, kommt nun die Kronenrad-Technologie zum Einsatz. Das selbstsperrende Kronenrad-Mittendifferenzial baut kompakt und erzielt einen hohen Wirkungsgrad bei einem Gewichtsvorteil von 2 kg gegenüber dem Vorgängerdifferenzial. Dank seiner Lamellenpakete kann es die Verteilung der Momente zwischen Vorder- und Hinterachse breit variieren; bei Bedarf strömen bis zu 70

Antrimon AG Luzernerstrasse 91 5630 Muri, Schweiz Telefon + 41 56 675 40 30 www.antrimon.ch 08-10  technica  37


Das grösste und das kleinste je bei ASSAG gebaute Cylkro-Getriebe.

Erfolgreiche Lösungen in kurzer Zeit Spindelhubgetriebe von 2 bis 1000 kN Hubkraft >> Kurze Lieferzeiten für kundenspezifische Anforderungen > Modularer Systembaukasten für ein breites Anwendungsgebiet

Hohe Gestaltungsfreiheit für den Anwender

>> Ihre Konstruktion wird einfacher und kostengünstiger > Einfacher Zusammenbau mit standardisierten Einzelkomponenten – Sie sparen Zeit > Weniger Sonderkonstruktionen durch das breite Sortiment >> Komplette Antriebssysteme – alles aus einer Hand > Ob Motor, Wegmesssystem oder Linearführung – Sie haben einen Ansprechpartner

Nozag AG CH-8330 Pfäffikon

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T. +41 (0)44 805 17 17 F. +41 (0)44 805 17 18

bzw. eines Ritzels mit zwei CylkroRädern durch die axiale Verstellfreiheit des Ritzels wesentlich erleichtert. Theoretisch kann das Cylkro-Getriebe in allen Übersetzungsbereichen eingesetzt werden. Im Gegensatz zum Kegelradgetriebe gibt es kaum Übersetzungseinschränkungen nach oben. Obwohl bei Übersetzungen i>12 aus Gründen des Getriebevolumens meist eine mehrstufige Variante gewählt wird, ist eine grosse Übersetzung in einer Stufe in gewissen Anwendungen von Vorteil, beispielsweise bei Drehtischen mit hohen Präzisionsanforderungen.

www.nozag.ch info@nozag.ch

Die Cylkro-Getriebe sind einsetzbar von 0,01 bis 10 000 kW Antriebsleistung mit Kronendurchmesser von 5 bis 2500 mm. Sowohl die axiale Verstellfreiheit des Ritzels wie auch der fast unbe-

schränkte Übersetzungsbereich zeigen die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten, welche die ASSAG mit den Cylkro-Getrieben anbieten kann. Die Cylkro-Winkelgetriebe werden zudem sowohl gerade wie auch schräg verzahnt und auch mit Achsversatz (hypoid) angeboten und der Achswinkel ist zwischen 0 und 135 Grad wählbar. Hinzu kommen die weiteren Vorteile, welche dieses interessante Getriebe gegenüber den Kegelrad- und Schneckengetrieben bieten kann: hoher Wirkungsgrad, kleiner Platzbedarf und Geräuscharmut, um nur die Wichtigsten zu nennen. (mg)

Infos ASSAG 3186 Düdingen 026 492 99 11 www.assag.ch info@assag.ch

ASSAG-Events mit Hochschulen Die ASSAG führt dieses Jahr mit mehreren Hochschulen gemeinsame Veranstaltungen durch, um die neusten Entwicklungen und Produkte im Bereich von Präzisionsgetrieben (insbesondere Kronenradtechnik und Harmonic Drive-Getriebe) vorzustellen. •A  n der NTB Interstaatlichen Hochschule Buchs SG, Institut für Mechatronische Systeme, am Donnerstagnachmittag, 2. September 2010, mit Schwerpunkt Robotik. • An der ETH Zürich, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik, am Donnerstagnachmittag, 23. September 2010, mit Schwerpunkt Fahrzeugantriebe.


Steuerungen  |  Automations-

und Antriebstechnik

PNOZmulti Configurator für PNOZmulti Mini & Co.

Software, die verbindet Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Von Dingen, mit denen er sich einmal vertraut gemacht hat, löst er sich in der Regel nicht gerne. Vor allem dann nicht, wenn sie ihm Nutzen bringen und sich im Laufe der Zeit bewährt haben. Es gilt also, Bewährtes mit Neuem zu verbinden. Diesen Gedanken aufnehmend, hat das Pilz sein Hardwarespektrum erweitert, gleichzeitig jedoch dafür gesorgt, dass sich alle Automatisierungsaufgaben – von einfach bis komplex – mit nur einer Software durchgängig und einheitlich konfigurieren lassen.

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ährend das Lieblingslo­ kal unterschiedliche Ein­ zelgerichte anbietet, gibt es Softwaretools im Bereich der Au­ tomatisierung nur in Kombination mit einer bestimmten Hardware. Eine

Hier nun setzt die Lösung des Unter­ nehmens Pilz an: Das Hardwarespek­ trum wurde erweitert und lässt sich einheitlich und durchgängig mit dem bewährten Konfigurationstool für das Steuerungssystem PNOZmulti nut­

Das kleinste PNOZmulti der Welt verfügt über ein integriertes Display zur Informationsund Diagnoseanzeige.

neue Hardware, weil etwa die Integ­ ration einer Einzelmaschine in eine verkettete Anlage eine komplett an­ dere Sicherheitslösung bedingt, zieht oftmals auch die notwendige Einar­ beitung in eine neue Projektierungs­ software nach sich. Mehraufwand und höhere Kosten sind die Folge.

Autorin Nicole Oberender, Pilz GmbH & Co. KG

zen. Damit lassen sich Automatisie­ rungsaufgaben – von einfach bis komplex – komplett abdecken. Neu zur Steuerungsfamilie hinzugekom­ men ist das konfigurierbare Sicher­ heitsschaltgerät PNOZmulti Mini, das das Leistungsspektrum nach unten abrundet.

Das kleinste PNOZmulti der Welt Das PNOZmulti Mini ist die jüngste Erweiterung der überaus erfolgreichen Familie PNOZmulti und mit nur

45 mm Baubreite deutlich kleiner als das 134 mm breite PNOZmulti. Zu die­ sem ist es zu 100 Prozent kompatibel, d. h., es lässt sich ebenfalls mit dem bewährten Softwaretool, dem PNOZ­ multi Configurator, konfigurieren. Entwickelt wurde das PNOZmulti Mini vor allem für den Einsatz in Einzelma­ schinen in allen Bereichen des Ma­ schinenbaus. Neben der Überwa­ chung von Sicherheitsfunktionen wie Not-Halt, von Schutztüren oder Licht­ schranken, kann es durch seine Lo­ gikfunktionen auch Aufgaben der Ma­ schinensteuerung übernehmen. Wirt­ schaftlich interessant wird das PNOZmulti Mini, sobald es mehr als zwei Funktionen zu überwachen gilt. Das Display auf der Frontseite zeigt Informationen zu allen Signalzustän­ den sowie Einträge des Fehlerstacks an. Klare und leicht verständliche Di­ agnosemeldungen verkürzen die Feh­ lersuche und erhöhen die Verfügbar­ keit. Darüber hinaus lassen sich Prüfsumme und Erstelldatum des Anwenderprogramms CRC durch ein­ faches Drücken des Drehknopfes aus­ lesen. Jede zwischenzeitlich vorge­ nommene Änderung lässt sich so schnell erkennen. Das erhöht die Si­ cherheit vor Manipulationen, die über die Verdrahtung bei klassischen Lö­ sungen nur schwer erreicht werden kann. Wie beim PNOZmulti wird das Anwen­ derprogramm auf einer Chipkarte ab­ gespeichert und lässt sich so auf ein­ fache Weise von einem Gerät auf ein anderes übertragen. Interessant ist dies vor allem im Servicefall, da für den Geräteaustausch kein Soft­ waretool benötigt wird.

Von einfach bis komplex Im Jahr 2002 brachte Pilz mit dem PNOZmulti das erste frei konfigurier­ bare Sicherheitsschaltgerät auf den Markt: kompakt, modular und mit ei­ ner kinderleicht zu bedienenden Kon­ figurationssoftware. In den vergange­ nen sieben Jahren wurde es dank zahlreicher Anregungen der Anwen­

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Automations- und Antriebstechnik  |  Steuerungen

der zu einem konfigurierbaren Steuerungssystem weiterentwickelt. Inzwischen bietet die Baureihe PNOZmulti allein vier verschiedene Basisgeräte: die Einstiegsvariante PNOZmulti Mini, dazu erweiter- und vernetzbare sowie zwei branchenspezifische Varianten. Letztere sind mit entsprechenden Softwarebausteinen speziell für den Einsatz in Pressen bzw. Brennersteuerungen ausgelegt. Hinzu kommen viele Sondermodule, etwa zur Erfassung und Überwachung von Drehzahlen. PNOZmulti hat sich in vielen Bereichen der Automatisierungstechnik bewährt – mittlerweile sind mehr als 100 000 Basisgeräte im Einsatz. Auch im Rahmen seines neuen Automatisierungssystems PSS4000 führt das schwäbische Familienunternehmen die Erfolgsgeschichte des PNOZmulti fort. Mit PSS4000 lassen sich alle Aufgaben der Maschinensteuerung, der Sicherheitstechnik sowie der Bereiche Motion Control, Visualisierung und Diagnose umsetzen. Die Besonderheit: Die Vorteile einer dezentralen Steuerungsstruktur können genutzt werden, ohne dass – wie bislang – die Komplexität zunimmt. Denn genau hier kommt die Software-Plattform PAS4000 ins Spiel. Mit ihr behalten Anwender nicht nur den Überblick über ein dezentrales Automatisierungssystem mit verteilten Steuerungsfunktionen, sondern können Applikationen auch schnell und einfach erstellen.

Als Hardware stehen Steuerungen in verschiedenen Leistungsklassen sowohl für Sicherheits- wie auch für Standardsteuerungsfunktionen zur Verfügung. Eine davon wird künftig PSSuniversal multi sein, eine vernetzte Steuerung für die Bereiche Standard und Sicherheit, die lokale Sicherheitsfunktionen bietet und über den grafischen Editor PASmulti konfiguriert werden kann. Dafür wurde der PNOZmulti Configurator weiterentwickelt und in die Pilz Automation Suite (PAS) 4000 integriert.

Unterschiedliche Hardware bei gleicher Software Egal, ob sich Anwender für das PNOZmulti Mini, das PNOZmulti oder künftig für PSSuniversal multi entscheiden, die Konfigurationssoftware sowie ihre einfache Handhabung bleiben gleich – unabhängig von der Hardware. Ein Vorteil, der sich nicht nur in einer effizienteren Arbeitsweise zeigt, sondern auch Flexibilität schafft. Denn wer kann zu Beginn eines Automatisierungsprojekts schon endgültig den Umfang an Funktionen benennen, der benötigt wird? Treten Änderungswünsche – meist in der Projektphase – auf, kann nur schwer mit der erforderlichen Flexibilität darauf reagiert werden. Zudem sind es heute weniger Eigenschaften der Hardware als vielmehr Funktionalität und Handhabung derselben, die Anwender als Möglichkeit für Standardisierung und Optimierung nutzen.

So hat die Einfachheit des PNOZmulti Configurators wesentlich zum Erfolg des konfigurierbaren Steuerungssystems beigetragen. Durch seine intuitive Bedienung und Einfachheit nimmt das Softwaretool dem Anwender die Scheu, sich mit einer Software auseinanderzusetzen. Auf der vollgrafischen Bedienoberfläche stehen alle Konfigurations- und Funktionselemente entweder als Symbole oder in Auswahlmenüs zur Verfügung. Die benötigten Funktionen an der Maschine und die zu erreichende Sicherheitskategorie sind Ausgangspunkt für die Konfiguration der Elemente. Alle Ein- und Ausgänge sind frei wählbar und lassen sich mittels «drag and drop» durch logische Funktionen verknüpfen. Vordefinierte, abgenommene Funktionsblöcke und Menüs machen es dem Anwender denkbar einfach. Da Sicherheitsfunktionen insbesondere bei Auslegung und Umsetzung ein profundes Fachwissen erfordern, erleichtern zertifizierte Sicherheitsbausteine in Hard- und Software die Abnahme von Maschinen enorm. Da für den PNOZmulti Configurator keinerlei Programmierkenntnisse erforderlich sind, entsteht kein Schulungsbedarf und damit kein Zeit- und Kostenaufwand. Von der Einzelmaschine bis zur verketteten Anlage – Pilz bietet einmal mehr eine durchgängige Steuerungslösung für Sicherheits- und Automatisierungsaufgaben jeder Grössenordnung. Gleich, welche Hardware Anwender auch wählen – das neue PNOZmulti Mini, das bewährte PNOZmulti oder künftig die Steuerung PSSuniversal multi – das Prinzip und damit die Handhabung bleiben immer gleich und somit gleich einfach. Der Standardisierbarkeit und auch der Gewohnheit zuliebe. (mg)

Infos

Das neue PNOZmulti Mini – optimal für Einzelmaschinen in allen Bereichen des Maschinenbaus, sobald es mehr als zwei Funktionen zu überwachen gilt.

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Pilz Industrieelektronik GmbH 5506 Mägenwil 062 889 79 30 pilz@pilz.ch www.pilz.ch


Fluidik |

Automations- und Antriebstechnik

Interview mit Parker-Country-Sales-Manager Rolf Freiburghaus

Noch mehr Präsenz in der Schweiz Was wurde aus der bekannten Bieler Pneumatikfirma Legris nach der Übernahme durch Parker? Diese Frage beschäftigte in den letzten Monaten viele Fluidik-Anwender in der Schweiz. Wir sprachen mit dem Country-Sales-Manager Rolf Freiburghaus am europäischen Parker-Hauptsitz im waadtländischen Etoy. Parker positioniert sich seit 2008 als Pneumatikspezialist. Was ist aus den zugekauften Firmen geworden? Rolf Freiburghaus: Parker ist in allen Bereichen der Industrie tätig; wie Sie sagen, auch in der Pneumatik. Als weltweit führender Hersteller der Antriebs- und Steuerungstechnologie entwickelt Parker jedoch auch für Industriebereiche wie die Luft- und Raumfahrttechnik, Klimasteuerung, Elektromechanik, Filtrationstechnik, Verbindungstechnik, Dichtungstechnik und die Prozesssteuerung hochwertige Produkte. Die Produkte, die von den Firmen Rectus, Legris und Origa mit unseren Zukäufen in den Jahren 2007/2008 dazu kamen, erweiterten hervorragend unsere bestehende Produktpalette. Die Integration aller Firmen ist erfolgreich abgeschlossen. An unserem Standort in Biel (vormals Legris) haben wir ein Kom-

petenzzentrum für die Pneumatik, Elektromechanik und die Luftaufbereitung aufgebaut. Wie hat sich die Neupositionierung bewährt? Freiburghaus: Wir konnten die vergangenen Monate gut nutzen, um die neuen Produktlinien zu integrieren. Aufgrund der vervollständigten Produktpalette ist es uns möglich, die Industriebereiche mit gesamtheitlichen, optimalen Kundenlösungen abzudecken. In den letzten 18 Monaten konnten wir unseren Marktanteil weiter ausbauen. Zudem entwickelten sich die letzten sechs Monate sehr positiv. In welchen weiteren Bereichen ist Parker in der Schweiz aktiv? Freiburghaus: Parker ist weltweit der führende Hersteller in Antriebs- und Steuerungstechnologien und ist in der Schweiz in den Bereichen Hydraulik, Verbindungstechnik, Pneumatik, Elektrome-

chanik, Filtrationstechnik, Klimasteuerung, Dichtungstechnik, Prozesstechnik und in der Luft- und Raumfahrttechnik aktiv. Welche Bedeutung hat der Schweizer Markt für Parker? Freiburghaus: Die Schweiz war für Parker immer ein wichtiger Standort, so werden in unserem Produktionswerk in Genf Produkte für die Klimatechnik hergestellt und der europäische Hauptsitz von Parker wurde im Mai dieses Jahres in Etoy bezogen und feierlich eröffnet. Die Parker-Verkaufsorganisation in der Schweiz wurde in den letzten zwei Jahren von drei Personen auf über 50 ausgebaut. Das verdeutlicht eindrücklich die Wichtigkeit des Standortes Schweiz. Wie haben Sie auf die Wirtschaftskrise reagiert? Parker arbeitet kontinuierlich daran kostenoptimiert zu produzieren und die internen Abläufe und

Rolf Freiburghaus, Country Sales Manager, Parker Hannifin Europe Sàrl, Sales Company Switzerland.

Prozesse «lean» (schlank) zu halten. Somit haben wir bereits vor der Wirtschaftskrise die Voraussetzungen geschaffen, auch schwierige Zeiten gut zu meistern. Wir dürfen heute sagen, dass sich die Anstrengungen gelohnt haben, wir die Krise gut gemeistert haben und sogar Marktanteile dazugewinnen konnten.

Welche Ziele haben Sie auf dem Schweizer Markt für das kommende Jahr und darüber hinaus? Freiburghaus: Parker will für seine Kunden ein innovativer, zuverlässiger und fairer Partner in den Bereichen Motion & Control sein. Mit der Einführung der «WIN-Strategie» im Jahr 2000 haben wir uns hohe Ziele gesetzt, die wir kontinuierlich verfolgen und verbessern wollen. Es sind dies u.a.: exzellenter Kundenservice und profitables Wachstum. Parker will seine Präsenz in der Schweiz weiter verstärken und in unseren neun Zieltechnologien ganz vorne mit dabei sein. (mg)

Infos

Mit ihren Kompetenzen in der Prozesssteuerung stellt Parker auch an der Ilmac in Basel aus.

Parker Hannifin Europe Sàrl Sales Company Switzerland 1163 Etoy 021 821 87 00 parker.switzerland@parker.com

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Automations- und Antriebstechnik  |  Antriebstechnik

SwissT.meeting – fair for automation in Zürich

Als Premiere durchaus beachtlich Die angesichts des heissen Frühsommerwetters nicht gerade idealen Messehallen konnten dem Erfolg keinen Abbruch tun. Die von der SwissT.net erstmals initiierte Messe «SwissT.Meeting – fair for automation» zeigte durchaus Zukunftspotenzial. Dies besonders, wenn man bedenkt, dass die nächste «richtige» Automationsmesse – seit der diesjährigen «fair for automation» hat sie sogar einen Namen – übernächstes Jahr in Bern noch wesentlich bedeutender werden soll.

war es, wichtige Akteure der Branche und des Verbandes zu versammeln, um so eine neue Plattform zu schaffen. Von diesem Angebot profitierten bereits an seiner ersten Durchführung rund 2000 Besucher. Dabei bewährte sich vor allem auch das Konzept, das Messe- und Standdesign einheitlich, offen und übersichtlich zu gestalten. Die Kontakte zwischen Ausstellern und Besuchern ergaben sich dadurch einfacher und ungezwungener, was sicherlich zur guten Stimmung während der Messe beigetragen hat.

Die neue Messe heisst Sindex!?

Innovative Track&Trace-Lösung für Bildverarbeitungsanwendungen.

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ährend zweier Tage stand die Halle 9 des Messezentrums Zürich ganz im Zeichen der Automation. 130 Aussteller zeigten die neusten Trends im Bereich Technologie und Automation. Die Messe bot Platz für den fachlichen Austausch, um Kontakte zu knüpfen und zu pflegen – und kompetente Antworten auf alle Fragen in den Bereichen Automatisierungssysteme und Engineering, Antriebssysteme und vernetzte Systeme, Sensorik und RFID-Technik, Robotersysteme und Innovationsentwicklung, Hardware und Software zu erhalten. Laut Aussteller Roland Eschmann,

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Leiter Marketing der ABB Robotik Schweiz, war es eine ideale Plattform, um Produkte und Lösungen zu präsentieren: «Die Messe ist nicht zu gross und nicht zu klein, man kennt und trifft sich.» Nicht nur die Aussteller schätzten den Rahmen der Veranstaltung: Auch die Besucher zeigten sich beeindruckt vom ersten «SwissT.meeting – fair for automation». «Die Feedbacks der Besucher und Aussteller waren durchwegs gut. Man spürt, dass das Interesse an dieser Plattform für die Branche von hoher Bedeutung ist», zieht Roland Steinemann, Geschäftsführer von SwissT.net, Bilanz. Ziel

Parallel zur Messe referierten vier Experten an der «conference» zu den Themen «Effizienz» und «Die neue Maschinenrichtlinie». Die vollen Säle zeigten, dass auch hier einem Bedürfnis entsprochen wurde. Vor einem rekordverdächtigen Teilnehmerfeld von beinahe 200 Mitgliedern anlässlich der Generalversammlung am Mittwochabend informierte der Zentralvorstand des swissT.net auch über aktuelle und geplante Aktivitäten. Nebst der Realisation des «fair for automation» und den Fortschritten in der Nachwuchsförderung mit der Stiftung «New Generations» bildete die Präsentation der neuen Gesamt-Branchenmesse «Sindex – Massgebend in Technologie», die vom 4. bis 6. September 2012 erstmals in Bern stattfinden wird, einer der Höhepunkte einer gut gelaunten GV. Organisiert wurde das «SwissT.meeting – fair for automation» von der Winterthurer fairMeetings AG im Auftrag von SwissT.net. Im 2011 findet das «SwissT.meeting – fair for automation & electronics» am 16./17. Juni im Hallenstadion Zürich statt – und gleich anschliessend für die französische Schweiz am 22./23. Juni in Yverdon.


Antriebstechnik  |  Automations-

Von jedem Betriebselektriker installierbar: der busfähige Stromzähler Saia S Energy.

Track&Trace-Lösung für Bildverarbeitungs­ anwendung Das industrietaugliche Spannungs­ niveau und die einfache Hutschienenmontage des neuen GigE Trigger Device von Baumer ermöglichen eine schnelle Integration in jeden industriellen Aufbau. Zusammen mit GigEKameras und Netzwerkkomponenten von Baumer übernimmt es die Aufgabe der Schaltzentrale im Bildverarbeitungssystem. An den zahlreichen Anschlüssen lassen sich Lichtschranken, Drehgeber, Aktoren und Kameras einfach einbinden. Das Signal der angeschlossenen Sensoren wird intern verarbeitet und das Prüfobjekt gleichzeitig mit einer eindeutigen Nummer versehen. Im vordefinierten Moment ist das Trigger Device in der Lage, die angeschlossenen Baumer-Kameras in Echtzeit über das Netzwerk zu triggern. Die Bildüber-

tragung zum PC findet wie gewohnt via GigE Interface statt, wobei das Bild gleichzeitig mit der objekteigenen Identifikationsnummer versehen wird. Nach der Auswertung der Bilddaten im PC wird das Ergebnis an das Trigger Device übermittelt. Dieses ist nun in der Lage, für das aufgenommene Objekt eine frei definierbare Aktion auszuführen. Dazu stehen zahlreiche Ausgänge zur Verfügung, die z. B. Schranken oder andere Ausschleusmechanismen steuern können. Die Konfiguration des Gesamtsystems lässt sich einfach und benutzerfreundlich durch das mitgelieferte SDK Baumer-GAPI realisieren.

und Antriebstechnik

leitung lassen sich die Stromzähler mit dem S-Energy-Manager verbinden, und schon werden die EnergieWerte auf dem Display angezeigt. Der S-Energy-Manager kann auch an ein Unternehmes-Netzwerk angeschlossen werden. Er liefert zudem aussagekräftige Diagramme wie auch erfasste Werte im Excel lesbaren CFD-Format. Mit diesem einfach integrierbaren System kommt Transparenz über den Energiekonsum bis zum einzelnen Verbraucher in den Betrieb.  (mg)

Der einfache Einstieg ins Energiemanagement Ein Energiemanagementsystem, das den Verbrauch der einzelnen Bezüger einzeln auswertet und anzeigt, und das so einfach ist, dass es vom Betriebselektriker problemlos installiert werden kann: Diese Lösung zeigte Saia-Burgess mit dem Saia-S-EnergyStromzähler. Die in etablierter Installationstechnik ausgeführten und auf DIN-Schienen handelsüblicher Verteilkästen passenden Zähler erfassen die elektrische Arbeit, aber auch weitere Grössen wie Strom, Spannung, Wirk- und Blindleistung sowie den cos φ. Über eine simple Zweidraht-

Infos Baumer Electric AG 8501 Frauenfeld 052 728 13 13 sales.ch@baumer.com www.baumer.com Saia-Burgess Controls AG 3280 Murten 026 672 71 11 pcd@saia-burgess.com www.saia-pcd.com

Symposien

Moderne Fertigungstechniken aktiv erleben Oktober und November 2010, Winterthur

• Fertigungsgerechtes Konstruieren • Spanntechniken: Neuigkeiten und Trends • Produktivitätssteigerung durch optimale Nutzung einer 5-Achsen-Fräsmaschine Anmeldung und Informationen Zürcher Fachhochschule

www.zpp.zhaw.ch 08-10  technica  43


Automations- und Antriebstechnik  |  Antriebstechnik

Starke Antriebe für hoch getaktete Maschinen

Stärkste Motoren am Markt Die langjährige Erfahrung von B&R im Bereich Servomotoren wurde mit Rückmeldungen von Kunden abgeglichen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Entwicklung der neuen Schrittmotoren ein.

Für die Ansteuerung der Motoren stehen der ACOPOSmicro sowie Schrittmotormodule des X20-Systems und X67-Systems zur Verfügung, die einen Strombereich von 1 bis 10 A abdecken.

Flansch-kompatibel zu 56-mm-Motoren Besonderes Augenmerk wurde im Zuge der Konstruktion der neuen 80MPF-Serie auf die Kompatibilität des Einbauflansches zu den bestehenden 56-mm-Motoren der 80MPDSerie gelegt. Somit sind die Befestigungsbohrungen der beiden Motorbaureihen identisch. Dank des Einsatzes hochwertigster Materialien zeichnen sich die neuen Schrittmotoren, wie alle B&R Motoren, durch höchste Robustheit und eine lange Lebensdauer aus.

Robustes Kugellager

Mit einem Haltemoment im Bereich von 1,1 Nm bis 13,6 Nm eignet sich die robuste 80MPFSerie ideal für den Einsatz in anspruchsvollsten Applikationen.

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ie neuen Schrittmotoren der 80MPF-Serie mit einem 60mm-Flansch ergänzen das B&R-Produktprogramm um weitere leistungsstarke Antriebskomponenten mit höchster Wirtschaftlichkeit. Aufgrund der bis zu 30 % geringeren Verlustleistung bei einem bis zu 25 % höheren Drehmoment eignen sich die Schrittmotoren der 80MPF-Serie ideal für Anwendungen in Maschinen mit hohen Taktraten, wie beispiels-

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weise Verpackungsmaschinen oder Abfüllanlagen. Bezogen auf das Haltemoment zählen die 80MPF-Motoren, die 56-mmMotoren der 80MPD-Serie sowie die 86-mm-Motoren 80MPH zu den stärksten Schrittmotoren am Markt. Damit stellt B&R Anwendern ein Produktspektrum für anspruchsvollste Applikationen mit einem Haltemoment von 1,1 Nm bis 13,6 Nm zur Verfügung.

Eine der Kernkomponenten, wenn es um Zuverlässigkeit auch unter rauen Umgebungsbedingungen geht, ist das Kugellager eines Schrittmotors. B&R hat hier einen besonderen Fokus auf die sorgfältige Auswahl gelegt. Jahrelange Erfahrungen aus dem Servobereich sowie das Feedback vieler Kunden wurden in die Umsetzung mit einbezogen. So gewährleisten die am Kugellager anliegenden Dichtlippen einen optimalen Schutz vor Verschmutzung und Feuchtigkeit. Standardmässig ist die neue 80MPFSerie in Schutzart IP30 erhältlich. Mit einer optional verfügbaren Abdeckung wird die Schutzart IP65 erreicht. Je nach Anforderung können die 60-mm-Motoren auch mit einem ABR-Geber, einem SSI-Geber und/ oder einer Motorbremse ausgestattet werden.

Ausserdem neu bei B&R: IP69K Modernstes Oberflächendesign und die ausserordentliche Beständigkeit gegenüber häufigen Reinigungsvor-


Antriebstechnik  |  Automations-

und Antriebstechnik

und Sterilität. Somit unterstützen die IP69K-Bedieneinheiten beste Arbeits­ bedingungen selbst in hygienekritischen Industriebereichen.  (bf)

Infos B&R Industrie-Automation AG 8500 Frauenfeld 052 728 00 55 www.br-automation.ch office@br-automation.ch Die IP69K-Bedieneinheit ist auch für offene Prozesse ideal.

gängen machen die IP69K-Bedieneinheiten von B&R zu zuverlässigen Automatisierungsstandards in anspruchsvollen Industrieumgebungen. Vom Visualisierungsterminal mit modularen Interfacekarten bis hin zum Power-Panel mit integrierter Steuerungs- und Antriebstechnik sind die robusten HMIGeräte nach DIN 40050 für den Schutzgrad IP69K zertifiziert und mit Bildschirmdiagonalen von 5,7 bis zu 15 Zoll verfügbar. Konstruiert für den Einsatz in der Getränke-, Pharma- und Lebensmittelindustrie, wo Reinigungen mittels Hochdruckreinigungsgeräten Standard sind, bieten die B&R IP69K-Bedieneinheiten dank der einzigartigen Kombination aus Edelstahlfront und Hygienedesign höchste Zuverlässigkeit und Robustheit. So profitieren Anwendungen mit ständigem Feuchtigkeitskontakt vom zuverlässigen Schutz gegen das Eindringen von Wasser, selbst unter Hochdruckeinwirkung. Während die Ziffer 6 den Schutz der elektrischen Ausrüstung gegen das Eindringen von Festkörpern einschliesslich Staub durch völlige Dichtheit definiert, kennzeichnet 9K den Schutz gegen das Eindringen von Wasser bei Hochdruckoder Dampfstrahl-Reinigung. Ein optimaler Korrosionsschutz sowie die hohe Schmutzbeständigkeit gewährleisten vor allem bei «offenen» Prozessen, in denen die Erzeugnisse direkt mit dem Fertigungsequipment in Berührung kommen, ein Höchstmass an Sauberkeit

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Automations- und Antriebstechnik  |  Fachmessen

Das Messetrio Motek, Microsys und Bondexpo ist startklar

Automation und Rationalisierung im Fokus Bei der internationalen Fachmesse für Montage- und Handhabungstechnik Motek, die vom 13. bis 16. September auf der Landesmesse Stuttgart stattfindet, werden in fünf Messehallen mehr als 900 Unternehmen aus 23 Nationen erwartet. Für die parallel stattfindende Bondexpo, Fachmesse für industrielle Klebetechnologie, haben sich nahezu 100 Aussteller aus sieben Ländern angemeldet. Als drittes Messehighlight findet die 4. Microsys, die Fachmesse für Mikro- und Nanotechnik, statt. In diesem Jahr ist insgesamt eine Netto-Ausstellungsfläche von rund 30 000 Quadratmetern belegt. 2009 kamen 31 000 Fachbesucher, 15 Prozent davon aus

dem Ausland. Im Vordergrund der Messe stehen Lösungen, mit denen Unternehmen ihre Abläufe automatisieren und damit rationalisieren können.

Die Motek wird auch dieses Jahr zahlreiche Kontaktmöglichkeiten für Automatisierungs- und Rationalisierungsfachleute bieten.

Im Rahmenprogramm der Motek findet dieses Jahr zum ersten Mal die «Arena of innovation» (Aoi) statt. Diese neue Präsentationsform für Innovationen haben das Kompetenznetzwerk Mechatronik BW, das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA und der Messeveranstalter Schall gemeinsam konzipiert. Über die Plattform der Aoi werden Ideen aus Industrie und Wissenschaft zu Innovationen weiterentwickelt. Es sollen dabei Produkte und Dienstleistungen entstehen, die das Potenzial haben, später wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Das Kompetenznetzwerk Mechatronik BW e.V. veranstaltet zwei Themenparks: Beim Themenpark Mechatronik präsentieren Unternehmen mechatronische Lösun-

gen für die Produktions- und Montage-Automatisierung. Der Themenpark Bildung & Forschung setzt sich für die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften ein. Hochschulen und Institute wie die Bundesagentur für Arbeit engagieren sich hier gemeinsam. (mg)

Motek auf einen Blick Messetermin: 13.9.–16.9.2010 Öffnungszeiten: Montag  – Donnerstag 9  – 17 Uhr Eintrittspreise: Tageskarte 25 Euro 2-Tages-Karte 40 Euro Veranstaltungsort: Landesmesse Stuttgart GmbH Messepiazza D-70629 Stuttgart Veranstalter: P.E. Schall GmbH & Co. KG D-72636 FrickenhausenLinsenhofen www.schall-messen.de

Das TOX-Servo-Kraftpaket Mit dem TOX-ElectricDrive – elektromechanische Servo-Antriebe und Steuerungstechnik in Hardund Software – stellt TOX Pressotechnik komplette Antriebssysteme für die Präzisionshub-/ Presskraft-Prozesse vor. Je nach Baugrösse erzeugen die Spindeleinheiten Presskräfte von 0,5 bis 400 kN und bringen diese wie­ derholgenau auf den (Einsatz-) Punkt. Brandneu im Programm ist die neue ElectricDrive line-Q² mit dem Servo-Kraftpaket EPQS. Damit werden die ElectricDrive-Varianten line-Q und line-X um einen LowCost-Antrieb ergänzt. Beim EPQS

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handelt es sich um elektromechanische Servospindeln. Sie sind in drei Varianten mit Nennkräften von 25, 55 und 100 kN lieferbar. Die Hublängen mit 200 mm wie auch die Verfahrgeschwindigkeit mit 100 mm/s sind für alle Baugrössen standardisiert. Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen elektrischen Antrieben beziehen sich diese Nennkräfte auf «Drück- und ZiehOperationen» gleichermassen, sodass sich mit den weiten Anwendungsbereichen Montieren, Einpressen, Einstanzen, Nieten, Verstemmen, Stanzen, Lochen, Prägen, Markieren, Bördeln, Zusammenpressen und Verdichten

noch sehr viel flexiblere Einsatzmöglichkeiten ergeben. Die Servo-Kraftpakete EPQS verfügen über einen mechanisch robusten Aufbau, der aus dem Gehäuse mit innen liegendem Kugelgewindespindelantrieb, Arbeitskolben, Wälzlagern, Getriebemotor mit Resolver und Haltebremse besteht. Sie können somit für alle industriellen Arbeitsprozesse eingesetzt werden, bei denen eine definierte Presskraft punktgenau aufgebracht werden muss.

Antriebssystem EPQS der Baureihe TOX-ElectricDrive line-Q².

Infos Tox-Pressotechnik AG Pressenund Verbindungstechnik 4460 Gelterkinden 061 981 33 70 info@tox-ch.com www.tox-pressotechnik.de Halle 5, Stand 511


Schnelle Bereitstellung in der Montage tive Lagerung grosser und schwerer Teile zeigt das Unternehmen eine Kombination aus Palettendurchlaufregal (mit ausziehbarem Palettenplatz) und Palettenregal: Die unteren Ebenen dieser Lösung sind als Zufuhrrollenbahnen ausgelegt. Überbaut sind diese mit statischen Palettenregalebenen, die als Zwischenlager dienen können. Bei den Kunststoffbehältern stellt Bito Kleinteile-, Stapel-, Mehrweg- und Grossbehälter vor sowie Sichtlagerund Regalkästen.

Palettendurchlaufregal mit Palettenregal kombiniert. Die Zufuhr­ bahnen der unteren Ebene sind mit einem ausziehbaren Palettenplatz ausgestattet.

Bito-Lagertechnik zeigt auf der Motek effiziente Lösungen für die Bereitstellung von Kleinteilen sowie von grossen und schweren Teilen für die Montage. Für die Bereitstellung von Kleinteilen präsentiert der Lagerspezialist seine bewährten Stückgutdurchlaufregale. Damit ist die Verfügbarkeit durch den selbst-

ständigen Nachlauf der Teile gewährleistet. Mit dieser Lösung können nicht nur Wegzeiten deutlich reduziert werden. Im Vergleich zu konventionellen Regalen lässt sich damit auch Fläche im Lager einsparen. Daneben stellt Bito auch fahrbare Bereitstellregale vor. Für die effek-

Infos Bito-Lagertechnik Bittmann AG 6343 Rotkreuz 041 790 20 64 info@bito.ch www.bito.ch Halle 5, Stand 5315

Lösungen für die Nano- und Mikroliterdosierung Modularität wird bei der Firma Fritz Gyger AG im Bereich Nano- und Mikroliterdosierung gross geschrieben. Sämtliche Komponenten für ein sehr präzises und zuverlässiges Dosiersystem werden individuell zusammengestellt und decken so flexibel die verschiedensten Anforderungen ab. Ein Dosiersystem von Gyger besteht aus den folgenden Hauptkomponenten: gewünschte Anzahl Mikroventile der SMLD-­ Familie, der elektronischen Ventilsteuerung MVC 1 mit Software, einem passenden Dosierkopf, der Mediumversorgung und den Zubehörteilen.

Die SMLD-Mikroventile werden aus hochwertigen Materialien hergestellt, und das Mikroventil ist von der Spule trennbar. Dies ermöglicht ein schnelles und einfaches Austauschen von Ersatzventilen. Die extrem kleine Bauweise lässt als weiterer Vorteil eine Mindestrasterweite von 4 mm zu. Mit der Ventilsteuerung MVC 1 ist es möglich, die Ventile 4 kHz schnell im Dauerbetrieb zu schalten. Diese schnelle Ansprechzeit ermöglicht, einige wenige Nanoliter sehr wiederholgenau zu dosieren. Die Mikroventile bilden den Kern des Dosierkopfs, welcher je nach Ein­

satzgebiet auf dem jeweiligen Grundprinzip kundenspezifisch angepasst wird. Die Modularität der Produkte ermöglicht dem Kun­den, je nach seinen Bedürfnissen einzelne Komponenten oder ein Gesamtsystem bei Gyger zu be­ ziehen.

Infos Fritz Gyger AG 3645 Thun-Gwatt 033 336 22 77 sales@fgyger.ch www.fgyger.ch Halle 1, Stand 110

08-10  technica  47


Automations- und Antriebstechnik  |  Fachmessen

Nachschau auf die Automatica in München

Die ganze Welt der Robotik Mit Robotern in die produktionstechnische Zukunft: 31 000 Fachbesucher aus 114 Ländern holten sich in München Anregungen und Lösungen für mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit.

V

om 8. bis 11. Juni 2010 fand in München die Automatica, Internationale Fachmesse für Automation und Mechatronik, statt und weckte Hoffnungen für einen neuen Robotik-Boom. Ausgehend von einer erneuten Aufwärtsentwicklung der Wirtschaft, die sich in den wichtigen Exportmärkten beständig nach oben bewegt, während die europäischen Binnenmärkte eher vor sich hin trudeln, gibt es für die Branchen Roboter und Handlingsysteme noch sehr viel Potenzial. Betrachtet man die vergangenen beiden Jahre ab Mitte 2008 und bis Mitte 2010, darf man sich durchaus die Frage stellen, warum denn auch die Automatisierungstechnik im Bereich Industrial Handling deutliche Rückgänge erleiden musste; wo doch vor allem die Automatisierung in Produktions-, Montage- und Distributions-Vorprozessen den Schlüssel zur globalen Wettbewerbsfähigkeit darstellt. Folgerichtig hätte die Rezession zur verstärkten Nachfrage nach Robotern und Handling- sowie Materialflusssystemen führen müssen, was aber nicht der Fall war. Doch nun scheint sich wieder mehr Zuversicht und Vertrauen in die Märkte breit zu machen, was auch daran abzulesen ist, dass die Automatica 2010 mit einem Rekord bezüglich Fachbesucher-Anteil aus dem Ausland aufwarten kann. Eine starke Steigerung von 26 % auf nunmehr 34 % ist kaum allein damit zu erklären, dass die Märkte wieder anziehen. Zumal die Top-Besucherländer (neben Deutschland) Österreich, Italien, Schweiz, Tschechien, Frankreich, Slowenien, USA, Spa-

Autor Edgar Grundler, Redaktor Technica, Allensbach

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nien, England und Dänemark ja heute schon einen gewissen Grad an Roboter-Automation aufzuweisen haben und damit auch eine gewisse Sättigung oder zumindest Verlangsamung an Roboter-Installationen zu erwarten ist.

Roboter erobern sich immer mehr Bereiche Doch dem ist keineswegs so, wobei sich in den grossen Industrieländern der Hauptanteil (50 % und mehr) an Robotern in der Automobil- und Zulieferbranche befindet, während sich in den kleineren Hightech-Industrieländern wie zum Beispiel Schweiz, Österreich und Niederlande der Hauptanteil an Robotersystemen jeweils auf die ganze industrielle Bandbreite erstreckt. Speziell die drei Nachbarstaaten Österreich, Schweiz und Niederlande haben bereits in eher kleinen mittelständischen Betrieben eine höhere Roboterdichte zu verzeichnen, als es z. B. in vergleichbaren Unternehmen in Deutschland der Fall ist, etwa betreffend die Hersteller bzw. Zulieferer von Zerspanund Umform-Metallteilen oder auch andere produzierende Branchen sowie Handelsunternehmen. In diesem Zusammenhang stand die Verleihung des Fanuc Robotics Award 2010 in der Kategorie Base Business an die Schweizer Roboter-Spezialisten Robotec Solutions AG ganz im Zeichen der hier gebotenen Systemlösungskompetenz, eben nicht nur hinsichtlich angestammter klassischer Roboter-Anwendungen, sondern auch ganz neuer Nutzungs- und Anwendungsgebiete. Ansonsten zeigten die Roboter-Hersteller an der Automatica «erwartungsgemäss» ihre Welt- und Europa-Neuheiten, von denen wir den Lesern der Technica eine kleinen Auszug vorstellen wollen.

Ein «richtiger» Klebe­ roboter Die Klebetechnik ermöglicht das Verbinden etwa von Kunststoff mit Metallwerkstoffen ohne formverändernde Eingriffe oder auch das Dichten von Glassubstraten mit Butyl und Silikon. Beim Fügen in automatisierten Klebeapplikationen folgen Roboter in möglichst hoher Geschwindigkeit einer definierten Bahn entlang des Nahtverlaufs auf der Teileoberfläche. Die Automatisierung erfordert hier das Koordinieren der Bahnsteuerung mit den klebetechnischen Tools des Roboters. ABB Robotics, Zürich, vermeidet mit der integrierten Robotersteuerung IRC 5 von vorneherein den Kommunikations-Engpass zwischen den beiden Anlagen-Bausteinen, in dem die Steuersignale für den Nahtverlauf und die Befehle für die Aktoren zum Fördern, Dosieren und Temperieren des Klebstoffs aus ein und demselben System kommen. Zudem bietet ABB mit dem Funktionspaket Integrated Gluing Function Pac eine komplette Lösung mit elektrischem Dosierer inklusive Applikator, Pumpe und Heizung zur Temperierung des Klebstoffs, sodass der Anwender nur einen Liefer- und Ansprechpartner hat.

ABB: Eine komplette Lösung mit elektrischem Dosierer inklusive Applikator, Pumpe und Heizung zur Temperierung des Klebstoffs.

6 Kilo-Klasse mit max. 6 Achsen = M-3iA-Serie Mit dem neuen Delta-Roboter M-3iASerie, der modular konzipiert und wahlweise als 4- oder auch mit bis zu 6 Achsen lieferbar ist, sorgte Fanuc


Robotics auf der Automatica für Furore. Traglasten bis 6 kg, sehr schnelle Rundachsenbewegungen bis 4000 °/s, ein nahezu zylindrischer Arbeitsraum mit 1350 mm Durchmesser, ein «innerer» Arbeitsbereich mit 900 mm Durchmesser und der vollen Z-/Nutzhöhe 500 mm, wogegen die Z-Höhe nach aussen dann um etwa 100 mm abnimmt, das sind die Fakten, die dem Begriff Highspeed-Handling eine ganz neue Bedeutung verleihen. Mit Blick auf die bevorzugten bzw. möglichen Einsatzgebiete in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie gibt es die Roboter mit einer speziellen Epoxydharzlackierung, die Verunreinigungen minimiert und gegenüber vielen Reinigungsmitteln resistent ist. Ausserdem sind die Roboter für solche Anwendungen mit einem für die Lebensmittelindustrie zertifizierten Fett geschmiert.

Fanuc Robotics in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie.

einzusetzen, wo dies bis jetzt platz- oder layoutbedingt nicht möglich war, etwa bei beengten Raumverhältnissen. Zudem erlauben die leichteren Roboter eine höhere Verfahr- und Positionier-Dynamik, was am Ende in kürzeren Taktzeiten mündet. Trotzdem konnte die bekannt hohe mechanische Präzision beibehalten und die PunktWiederholgenauigkeit auf sehr gute ± 0,06 mm festgelegt werden, was am Ende genaue und vor allem reproduzierbar exakte Handling- oder Bearbeitungsprozesse gestattet.

Kuka: Roboter mit hoher Verfahrund Positionierdynamik.

Durchdachte und schlüssige Lösungen _ Nutzen Sie die überzeugende Kombination aus innovativen Produkten, langjähriger Erfahrung

Quantec oder: Robotervielfalt

und hoher Kompetenz von R. STAHL bei der Ent-

Die neue Roboterfamilie Quantec von Kuka (Schweiz) AG deckt mit einem Traglastbereich von 90 bis 300 kg und Reichweiten von 2500 bis 3100 mm eine sehr breiten Bereich ab. Des Weiteren sind die Quantec-Roboter gegenüber ihren Vorgängern um bis zu 160 kg leichter und haben bis zu 25 % weniger Volumen, was sich natürlich sehr vorteilhaft auf die Anlagenplanung, die Anschlusskonstruktionen, die Einbau- und Installationsvorgaben und schliesslich auf den Platzbedarf auswirkt. Damit wiederum ist es möglich, solche Roboter auch dort

Automatisierung. R. STAHL bietet das komplette

wicklung explosionsgeschützter Systeme für Ihre Spektrum in den Bereichen: > Remote I/O IS1 > Feldbustechnik ISbus > Ex i Trennstufen ISpac > Systeme zum Bedienen und Beobachten HMI. Automatisieren mit R. STAHL, viel mehr als nur Komponenten. Ihre Fragen beantworten wir gerne. R. STAHL Schweiz AG, 4312 Magden, Tel. +41 61 855 40 60 oder info@stahl-schweiz.ch

08-10  technica  49


Automations- und Antriebstechnik  |  Fachmessen

Roboter im Härtetest Entgraten oder reinigen in Feuchträumen, arbeiten in Produktionsumgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit und mit viel Spritzwasser, Reinigungsprozesse in der Lebensmittelindustrie, das sind die «normalen» Arbeitsbereiche für den modifizierten Knickarmroboter TX 90he; wobei die Zusatzbezeichnung «he» für Humid Environment steht und alle entsprechend modifizierten Robotermodelle von Stäubli kennzeichnet. Zum TX90he gesellen sich bei Bedarf noch die Versionen RX160 und TX200 mit dem Zusatz «he», weshalb den Anwendern doch eine ansehnliche Palette zur Lösung ihrer Handling- und Automatisierungsaufgaben zur Verfügung steht. Bereits der Sechsachser TX90(he) verfügt über eine Tragkraft von 7 kg und hat eine Reichweite von 1000 mm. Darüber hinaus gibt es Langarmversionen mit 1200 bzw. 1450 mm, wobei dann die Tragkräfte 6 bzw. 5 kg betragen.

Warum nicht einen

boter mechanisch und elektrisch, lassen sich sogar Massen bis 1200 kg schnell und reproduzierbar genau bewegen. Das Haupteinsatzgebiet dürften Be- und Entlade- bzw. Weitergabe-Vorgänge im weiten Bereich der mechanischen Metallbearbeitung sein. Aber auch für das Montagehandling grosser Baugruppen und Komplettgeräte sind solche Linearroboter bestens geeignet. Zumal das Grundmodell mit seinen drei Linearachsen durch Dreh- und Kippmodule oder zusätzliche NC-Achsen und Greifereinheiten an so gut wie jede Handlingaufgabe individuell anzupassen ist.

Linear­roboter nehmen ...? Für das Teilehandling in komplexen Produktionsanlagen bietet sich zur Verkettung oftmals ein Linearroboter an, der universeller und flexibler als jedes Materialfluss-Fördersystem sein dürfte. Aus diesem grund hat Reis Robotics seine bewährte Baureihe RL an Linearrobotern jüngst sogar um eine weitere Baugrösse ergänzt, womit nun auch für den Schwerlastbereich bis 600 kg geeignete Be- und Entladeroboter lieferbar sind. Koppelt man nun zwei solcher Linearro-

50  technica  08-10

Cloos: Die Qirox-Robotergeneration ist effizient und dynamisch im universellen Einsatz.

Zur Schnitzeljagd

Reis Robotics: Hohe Dynamik und Positioniergenauigkeit, modernste Steuerungstechnik und ein interessantes Preis-Leistungs-Verhältnis sind die besonderen Eigenschaften dieser Linearroboter.

Qirox

Stäubli4: Auch im «humid environment» erfolgreich.

Anwender aus demselben Haus auch die Schweissquelle bekommt, ist alles perfekt aufeinander abgestimmt und verspricht eine sehr hohe technische Verfügbarkeit.

heisst die neue Roboter-Generation von Cloos und diese machen durch ihre zahlreichen Innovationen positiv von sich reden: gewichts- und belastungsoptimierte Auslegung für eine hohe Dynamik, schlankes Design und kompakte Ausführung in den beiden Varianten Classic sowie RH (mit Hohlwelle), Boden- oder Überkopfmontage möglich, modulare Bauweise für höchste Flexibilität, erweiterte Arbeitsbereiche plus 7. Achse zur optimalen Positionierung des Schweissbrenners, Verschleissminimierung durch integrierte sowie optimierte Kabelführung und Steckersowie Motorenschutz, hohe mechanische Präzision, hohe Wiederholgenauigkeit und schliesslich lange Wartungsintervalle. Damit sind die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Einsatz in der Schweiss- oder in der Schneidbearbeitung wohl gegeben, und weil der

der anderen Art eignet sich der neue Delta-Roboter Adept Quattro s650HS von Adept, (Asic, Burgdorf) bestens, denn er wurde u. a. für Spitzenleistungen beim Handling von Fleisch und Geflügel entwickelt und besteht demnach auch problemlos die entsprechenden Vorgaben bezüglich Hygiene und Reinigung. Mit Tragkräften bis 6 kg, einem Arbeitsbereich bis 1300 und hochdynamischen Bewegungen zählt der s650HS zu den «Performancern» im Lande. Zumal er sich mit seiner speziellen VierarmKonstruktion nicht nur im Design von den herkömmlichen Parallelrobotern unterscheidet, sondern sie in Beschleunigung und Leistung über den gesamten Arbeitsbereich deutlich übertreffen soll. Inklusive des Pakets mit Bildverarbeitungssystem und Anwendungssoftware Adept PackXpert bekommt der Kunde aus einer Hand eine Komplettlösung .

Adept: Hochdynamische Vierarmkonstruktion.


Internationale Messe Nr. 1 für Kunststoff und Kautschuk weltweit

Schunk: Es muss kein Scara-Roboter sein.

Muss es ein Scara-Roboter sein ? Oder lässt sich die Handlingaufgabe nicht auch mithilfe des neuen Dreh-Hub-Moduls EHBM von Festo lösen? Zwar haben beide Varianten ihre spezifischen Vorteile, jedoch darf ruhig auch einmal die Devise gelten; so wenig wie möglich, so viel wie nötig! Denn das Dreh-Hub-Modul hat prinzipiell ein ähnliches Bewegungsmuster wie ein Scara-Roboter und kann deshalb für alle entsprechenden Lade-Entlade- oder Beschickungs- und Fügevorgänge zum Einsatz gebracht werden. Die beiden Funktionen Linear- und Drehbewegungen werden von zwei unabhängig von einander zu programmierenden und agierenden Achsen ausgeführt, wobei die Drehachse immer elektrisch betrieben ist und eine Drehung um 180° mit einer Last von einem Kilogramm innerhalb von nur 0,25 Sekunden durchführt! Das hilft, die Zyklus- und Positionierzeiten zu verkürzen und dies wiederum sorgt pro Zeiteinheit für mehr Durchsatz.

sich die Baugrössen der Greifer neu einordnen, denn wer früher einen Greifer der Grösse 50 einsetzte, kann heute mit einem kleineren und leichteren, jedoch nicht minder leistungsfähigen Greifer der Grösse 40 arbeiten, was nicht nur Gewicht spart, sondern durch die kleinere Bauweise auch neue Einsatzmöglichkeiten mit sich bringt.  (mg)

Infos

ABB Schweiz AG Robotics 8048 Zürich 058 586 05 15 www.abb.ch/robotics get.info@ch.abb.com FANUC Robotics Schweiz 2500 Biel 032 344 46 46 www.fanucrobotics.ch sales@fanucrobotics.ch KUKA Roboter Schweiz AG 5432 Neuenhof 044 744 90 90 www.kuka-roboter.ch Stäubli AG 8810 Horgen 043 244 22 66 www.staubli.com robot.ch@staubli.com

Festo: In einer Anlage zum feinfühligen Handhaben von empfindlichen Kleinteilen wie CDs oder Wafern werden Linear- und Drehbewegungen in einer EHBM-Einheit ausgeführt.

Hocheffizientes Kleinteile-Handling ist vor allem eine Frage der Greifertechnik und deshalb läutet Schunk mit der neuen Greiferfamilie MPG plus (Miniatur-Parallelgreifer) sozusagen ein neues Greiftechnik-Zeitalter ein. Kennzeichen der neuen MPGplus-Greifer gegenüber den Vorgängern sind, bezogen auf die Baugrösse 40, um 25 % höhere Greifkräfte (von 110 auf jetzt 140 N) und eine zulässige Fingerlänge von jetzt 60 mm gegenüber früher 40 mm. Damit lassen

Reis Robotics D-63785 Obernburg +49 6022 503 0 info@reisrobotics.de Carl Cloos Schweisstechnik GmbH D-35708 Haiger +49 2773 85 0 info@cloos.de www.cloos.de Adept Technology GmbH CH: Asic Robotics AG 3400 Burgdorf 034 420 42 42 info@asic.ch Festo AG 8953 Dietikon 044 744 55 44 info_ch@festo.com www.festo.ch Schunk Intec AG 8307 Effretikon 052 354 31 31 info@ch.schunk.com www.ch.schunk.com

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Zulieferindustrie + Industriebedarf

| Industriebedarf

Sägemaschinen- und Lagertechnik-Neuheiten versprechen nutzbaren Mehrwert

«Mehr» beim Sägen und Lagern von Metall Nutzbaren Mehrwert versprechen die Sägemaschinen- und Lagertechnik-Neuheiten, die Kasto zu den Future Days 2010 dem internationalen Fachpublikum präsentierte.

E

in neues Outfit macht (fast) immer viel her, jedoch kommt es am Ende eben nicht nur auf Äusserlichkeiten, sondern auf Inhalte an. So gesehen hat die Kasto Maschinenbau Gmbh & Co. KG mit ihrem neuen Outfit bezüglich Sägemaschinen und Betriebsgebäude den Nagel auf den Kopf getroffen und die Sägetechnik endgültig aus der Schmuddelecke geholt. Als die geschäftsführenden Gesellschafter Armin Stolzer und sein Cousin Hans-Jürgen Stolzer am Eröffnungstag der traditionell «Kasto Future Days» genannten Hausausstellung vor einigen Hundert Gästen und einem Tross von internationalen Fachjournalisten die neue Generation Kasto-Evo und Kasto-Verto sowie Kasto-Maxcut vorstellten, ging beim Lüften der Abdecktücher zunächst ein Raunen durch die Runde. Denn sowohl die Hochleistungs-Bandsägemaschinen Kasto-Evo als auch die universal-flexiblen Geradschnitt-Bandsägeautomaten Kasto-Verto zeigten sich in einem fast schon futuristischen Desing, das bis dato noch nicht einmal jede noch so hochwertige Präzisionswerkzeugmaschine schmückte. Dass über allem Design am Ende weder die Funktionalität noch die bewährte Kasto-Robustheit vernachlässigt wurde, konnte man spätestens bei der Haptik, sprich beim brüfenden Berühren der Bauteile, feststellen. Denn auch ein «designtes» Blechteil, das im mehrschichtigen Betrieb mit rauen Sägeabschnitten und Restspänen in

Autor Edgar Grundler, Allensbach Redaktor Technica

Berührung kommt, ist eben nur dann robust, wenn man die Dicke 10 mm beibehält, wie bei den Kasto-Entwicklungen geschehen.

In Verto veritas Der neue Geradschnitt-Bandsägeautomat Kasto-Verto hat einen Schnittbereich von 260 mm Durchmesser (rund), 320 × 260 mm flach oder 260 × 260 mm (B × H) vierkant. Der kleinste zu sägende Durchmesser ist 10 mm. Damit können in der betrieblichen Praxis die allermeisten Sägeaufgaben flexibel erledigt werden, egal ob es sich um Einzelschnitte oder um Klein- bzw. Mittelserienschnitte handelt. Ausserdem ist der Bandsägeautomat mit einem Material-Vorschubsystem ausgerüstet, um Vorschublängen bis 850 mm nach Programm zu fahren und entsprechende Abschnitte nach Auftrag automatisch zu sägen. Dazu lässt sich die Schnittgeschwindigkeit je nach Material und Kontur zwischen 12 und 120 mm/min variieren. Die Materialspannung geschieht hydraulisch, sodass der Bediener nach manuellem oder (optional) auch mechanisiertem Beschicken der Sägeanlage und in Verbindung mit dem automatischen Vorschub, die Bearbeitung der Sägeaufträge buchstäblich der Säge überlassen kann. Der Sägeautomat hat eine Gesamtantriebsleistung von 2,5 kW, wobei 1,5 kW auf den Sägeantrieb entfallen und das Sägeband (Bi-Metall-Bänder) sehr effizient zum Einsatz bringen. Mit kompakten Abmessungen von L = 2365 mm, B = 1350 mm und H = 1765 mm ist die Sägemaschine überall und damit produktions- oder verbrauchernah aufzustellen. In (Kasto-) Verto veritas ... steht zudem für ein

Die Kasto-Verto erlaubt Schnittgeschwindigkeiten zwischen 12 und 120 mm/min.

überaus praxisnahes Design, für eine hohe und bereits in der Standardausführung integrierte Funktionalität sowie zahlreiche weitere Nutzervorteile. Beispielhaft wären hier zu nennen ein optimaler Spanfluss, die hydraulische Bandspannung, die Sägebandführung mit leicht auswechselbaren Backen aus Hartmetall, der werkzeuglose Wechsel des Sägebandes, die durchgängige Rollenbahn an und in der Maschine, die Materialbreitenerkennung, die dank leistungsstarkem Hydraulikaggregat und noch besserer Hydraulik für den Sägevorschub (inkl. Anpassung des Schnittvorschubs) im Vergleich kurzen (Säge)Taktzeiten und nicht zuletzt das Kühlmittelsystem mit 60 Litern Inhalt und drei Kühlmittel-Zuführdüsen.

Flexibel und effizient für Serienschnitte Mit der zu den Kasto Future Days 2010 erstmalig erfolgten Vorstellung der neuen Baureihe Kasto-Evo-Hochleistungs-Bandsägen mit Zweisäulenführung sorgt Kasto für einen Generationenwechsel. Denn die Kasto-Evo-

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Zulieferindustrie + Industriebedarf  |  Industriebedarf

Mit der Kasto-Evo bleibt bei Materialstangen nur noch ein kleiner Rest: 40 mm im automatischen, 15 mm im manuellen Betrieb.

Maschinen lösen die vielfach bewährten Maschinen der über Jahre sehr erfolgreichen Kasto-Twin-Baureihe im 300er- und 400er-Arbeitsbereich ab. Die Variante Kasto-Evo A 3x4 weist bei 90 °-Schnitten in Rundmaterial einen Schnittbereich von 360 mm, bei 90 °-Schnitten in Flachmaterial von 420 × 360 mm und bei 90°-Schnitten in Vierkantmaterial von 360 × 360 mm auf. Der Spannbereich beträgt grundsätzlich 420 mm und die kleinste zu sägende Abmessung ist 10 × 10 mm. Im Automatikbetrieb lassen sich die Materialstangen bis auf einen sehr kurzen Rest von 40 mm und im manuellen Einzelschnitt sogar bis auf nur 15 mm aufsägen, wobei die kleinste Abschnittlänge immer 6 mm ausmacht. Die Kasto-Evo A 3x4 hat eine Gesamtleistung von 5,5 kW, davon 3,0 kW für den Sägemotor und 1,5 kW für das Vorschubsystem und die Hydraulik. Die Schnittgeschwindigkeiten sind zwischen 15 und 150 mm variierbar und können, in Kombination mit dem Sägevorschub, optimal auf die jeweilige Sägeaufgabe angepasst werden. Die Hochleistungsbandsäge mit Zweisäulenführung Kasto-Evo A 3x4 weist schon in der Standardkonfiguration einen hohen Ausrüstungsgrad auf. Dazu gehören eine Kühlmittelanlage mit 100-l-Behälter, eine Spänebürste, eine Materialfühlerlichtschranke, eine Schnitttiefeneinstellung, ein Einstellsystem zur Spanndruckreduzierung bei kritischen Materialien oder dünnwandigen Rohren oder Profilen, das Hydraulikaggregat, eine Maschinenleuchte und eine Seitenrolle zur Materialauflage. Selbstverständlich gibt es optional Zubehör und Geräte zur Automatisierung und zur Überwachung, um die Bandsägen Kasto-Evo

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auch in automatisierten Abläufen einsetzen zu können. Die Variante Kasto A 4x5 basiert prinzipiell auf demselben Konzept wie dem der A 3x4, bietet jedoch einen grösseren Schnittbereich: 90 °-Schnitt rund = 440 mm, 90 °-Schnitt flach (B × H) = 520 × 440 mm, 90 °-Schnitt vierkant = 440 × 440 mm. Der Spannbereich ist mit 0 bis 520 mm grosszügig dimensioniert und bietet entsprechende Reserven zum Beispiel für den Einsatz von Mehrfach- oder Bündelspanneinrichtungen.

Programmerweiterung für Grossbandsägemaschinen Mit dem brandneuen Gantry-Bandsägeautomat Kasto-Maxcut versetzt die Kasto die Massstäbe im Bereich des Metallsägens ein ganzes Stück nach oben. In Gestalt der Kasto-Maxcut steht den Anwendern aus Stahlproduktion, Handel und verarbeitender Industrie jetzt eine universelle Hochleistungs-Bandsägemaschine neuer Dimension zur Verfügung. Konzipiert für mittleren bis schweren Produktionseinsatz eignet sich der Bandsägeautomat für die Verwendung von Bi-Metall- wie von Hartmetall-Sägebändern und damit für die hochflexible Anwendung in allen relevanten Bereichen. Dazu zählen die Bearbeitung von Brammen, Kokillen, Schmiedewellen, Freiformschmiedestücken, Schiffskurbelwellen, Turbinenwellen, grossen Bauteilen aus dem Formenund Werkzeugbau sowie Rohteilen und Werkstücken aus dem allgemeinen Grossmaschinenbau. Robuste, langlebige Bauweise in schwerer Ausführung, moderne Hochleistungs-Maschinenelemente, ein effizient-leistungsgerechter Sägeantrieb über ein spielarmes Planetengetriebe und eine Riemenvorstufe, ein Kugelrollenspindel-Vorschubsystem für die beiden getrennt geführten Sägeköpfe im Maschinenoberteil, und damit sowie in Verbindung mit speziellen Sägeband-Führungen und -Überwachungseinrichtungen hohe Werkzeugstandzeiten und somit möglichst niedrige Werkzeugkosten – mit der Kasto-Maxcut lassen sich alle anstehenden Sägeaufgaben an Grossteilen rationell, wirtschaftlich und prozesssicher durchführen.

Die neue Hochleistungs-Grossbandsägemaschine Kasto-Maxcut gibt es aktuell in den Versionen Kasto-Maxcut A 16, A 16x20 und A 20, was in max. Sägedimensionen ausgedrückt einen Schnittbereich von 1600 × 1600 mm Höhe × Breite oder 1600 × 2000 mm Höhe × Breite bzw. 2000 × 2000 mm Höhe × Breite bedeutet. Die Tischlängen und Längsverfahrwege betragen in der Basisausführung 4000 mm, sind jedoch schrittweise um jeweils 1000 mm zu verlängern. Neben der auf den FutureDays 2010 präsentierten Gantry-Ausführung mit festestehendem Tisch und verfahrender Sägeeinheit ist auch eine Variante mit fest angeordneter Sägeeinheit und verfahrbarem Tisch erhältlich. In der Standardausführung kommen Sägebänder mit 100 mm Höhe zum Einsatz. Die Programmierung, Bedienung und Steuerung für den halb- oder vollautomatischen Betrieb erfolgt über die PC-basierte, tausendfach bewährte Steuerung EasyControl, die über ein 10˝-Touch-Farbdisplay verfügt und die Informationen für den Bediener sehr einfach, weil visuell transparent macht. Für die Abfuhr der Späne ist serienmässig ein Kratzbandförderer installiert, der sich für den Transport aller vorkommenden Spanarten, also auch längere Späne oder solche, wie sie beim Sägen mit Hartmetallwerkzeugen entstehen, eignet. (bf)

Die Kasto Future Days 2010 brachten nutzbaren Mehrwert.

Infos Hch. Reimmann 8617 Mönchaltorf 044 949 49 49 info@reimmann.ch www.reimmann.ch


Gusstechnik |

Zulieferindustrie + Industriebedarf

Leichter Feinguss in der leichtesten Freeride-Tourenbindung der Welt

Feinguss macht schlank Gewicht und Ergonomie sind die wichtigsten Kriterien einer Skitourenbindung. Drei Feingussteile der Feinguss Blank GmbH sind dabei für die Dynafit-Skibindungen der Salewa Sportgeräte GMBH in Aschheim von besonderer Bedeutung. Die Teile sorgen in der Bindung für einen sicheren Stand und fixieren den Ski am Skischuh.

D

ie Skibindungen von Dynafit sind rahmenlos und extrem leicht. Durch die variable Steighilfe und durch die bewegliche Ferse kann der Skiläufer beim Aufsteigen Kraft sparen. Mit nur 117 g ist die neue Bindung «Low Tech Race» die leichteste Bindung weltweit. Neue Innovationen, Materialien, Technologien und Verarbeitungsweisen liessen das bereits unmögliche nochmals toppen. Dies ist nur durch einen Materialmix sowie sensationellen Patente möglich. Die patentierten Schneeverdrängungskerben auf den Bolzen der Bindung, welche in die Aufnahmelöcher vom Schuh münden, garantieren ein schnelles Einsteigen bei allen Schneebedingungen. Die Bindung verriegelt beim Einsteigen automatisch für sofortigen Einsatz im Gelände. Die rahmenlosen Bindungen von Dynafit sind bis zu 75 Prozent (1500 Gramm pro Paar) leichter als herkömmliche Rahmenbindungen. Die Vier-Punkt-Kraftübertragung sorgt mit hoher Stabilität für schnelles Abfahren, um in den am weitest entlegenen und härtesten Winkel der Berge die ultimative Abfahrt zu ermöglichen.

Diese drei strategisch wichtigen Feingussteile werden in jede Dynafit-Bindung eingebaut.

Lieferfähigkeit und Masshaltigkeit als Kriterien Wichtig für den bayerischen Sportgerätehersteller ist eine prompte Lieferfähigkeit, vor allem während des Saisongeschäfts. Deshalb entschloss er sich zu einem Wechsel des Feingusslieferanten. Die hohen Anforderungen an Masshaltigkeit und die Einhaltung der engen Toleranzen war Hauptanspruch des Herstellers von Tourenskibindungen. Die Oberflächengüte der drei Bauteile ist sehr wichtig, weshalb auf dem Hauptsichtbereich keine Einspritzkanäle und Angüsse vorgesehen sind. Dadurch werden Schleifspuren im Sichtbereich vermieden. «Die Angüsse wurden deshalb bei der Konstruktion auf den Nebensichtbereich verlegt.», so Lothar Lohner, zuständiger Anwendungstechniker des Hauses Blank. Diese konstruktive Änderung hatte zudem eine positive Kostenauswirkung, da die Riedlinger Feingiesserei einen Angussrest stehen lassen kann. Bei der Konstruktion der Bauteile spielte das Design eine bedeutende Rolle. Der Designer von Salewa wirkte beim Konstruktionsprozess mit, seine

Anregungen wurden bereits in der Anfangsphase berücksichtigt. Durch die konstruktive Änderung der Teile konnte die Bearbeitung wesentlich vereinfacht werden. Die Skibindung ist während des Einsatzes ständig mit Schnee in Kontakt, muss also ständig wässrigen Belastungen standhalten. Deshalb ist ein Korrosionsschutz der Teile unabdingbar. Nach der Oberflächenbehandlung werden die Winkel und die Spanngabel in einer Behindertenwerkstatt mit Bolzen und Federn versehen. In speziellen Verpackungen gehen die fertig montierten Teile an den Endkunden.

Auf das Gewicht kommt es an

Die drei Feingussteile wiegen 67,62 Gramm. Sie werden in jeder Bindung des Aschheimer Unternehmens verbaut. Jede Gewichtsreduktion der Feingussteile und somit der Bindung ist wichtig, denn das Gewicht ist bei Tourenskiern von grosser Bedeutung. Ein Tourenski ist viel leichter als ein Pistenski, um einen leichten und schnellen Aufstieg zu ermöglichen. Für Tourenskis gibt es eine spezielle Kombination aus Sicherheits- und nordischer Bindung, die Tourenbindung. Sie hat ähnliche Sicherheitsmechanismen wie eine Alpinbindung und erlaubt ausserdem ein freies Anheben der Ferse, während die Schuhspitze fixiert ist. Für die Abfahrt kann die Ferse fixiert werden. Die Tourenskis von Salewa haben eine rahDie komplette montagebereite Bindung. menlose Bindung, das

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Zulieferindustrie + Industriebedarf  |  Gusstechnik

bindung von Bindung und Schuh im Zusammenspiel mit der aufwendigen «Torsionsbrücke» von Vorder- und Fersenteil garantiert eine bisher unerreichte Kraftübertragung zum Ski, welche wegen der feinfühligen Steue­ rung des Skis im Freetouring- und Freeridetouring-Bereich sehr wichtig ist.

Beim Anstieg spielt die ergonomisch optimale Funktion der Bindung eine zentrale Rolle.

bedeutet, dass der Schuh nur vorne fixiert wird. Am Schuh sind kleine Anschläge, der Schuh wird auf den Ski bzw. die Skibindung gestellt. Durch Druck rastet die Bindung in den Anschlägen ein. Der Tourenskiläufer spart Kraft durch diese spezielle Bindung, da das Drehmoment direkt an der Vorderseite des Schuhs ist und nicht wie bei einer Rahmenbindung ca. 10 mm vor dem Schuh. Der Drehpunkt ist anatomisch richtiger und somit kraftsparend positioniert. Die patentierte mechanische 4-Punkt-Ver-

Höhere Festigkeit trotz tieferem Gewicht Die hohen Festigkeitsanforderungen in der Vorderbackenarretierung und Steigeisenfixierung in der SkitouringBindung erforderten zudem neue strukturelle Berechnungen sowie eine exakte Justierung der selektierten Materialien. Somit erreichten die Konstrukteure eine 20 Prozent höhere Festigkeit, höheren Bedienkomfort bei höherer Leichtigkeit und eine präzisere Kraftübertragung. Beim Feingussverfahren können Bauteile hinsichtlich Detailgenauigkeit, Massgenauigkeit, Kompliziertheit, Giesstechnik und Geometrie bis an die Grenzen des technisch Machbaren

❚❚Digitaler Druckschalter mit 3A-Zulassung

Die digitalen Druckschalter der Baureihe TED von Baumer sind ab sofort mit verschiedenen 3A-zertifizierten Prozessanschlüssen erhältlich. Das hygienische Messinstrument eignet sich somit auch für Anwendungen in der Lebensmittelund Getränkeindustrie sowie für die Pharmaindustrie. Alle medienberührenden Bauteile des Druckschalters sind aus säurebeständigem Edelstahl gefertigt und erfüllen die FDA- und EHEDGAnforderungen hinsichtlich Design, Material und Endfertigung. Der digitale Druckschalter eignet sich zur absoluten und relativen Druck- und Unterdruckmessung bis 400 bar. Die Genauigkeit liegt bei 0,5 % der Messspanne.

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Der TED ist für die Druckkontrolle in der industriellen Prozesssteuerung ausgelegt, beispielsweise zur Füllstandsregelung oder zur Steuerung von Zylindern. Das Gerät basiert auf Mikroprozessor-Technologie und ist ohne Zusatzgerät mithilfe der Tasten, die über einen Zugangscode abgesichert sind, vor Ort vollständig programmierbar. Es verfügt über ein LED-Display und zwei Ausgänge mit Schaltfunktionen (PNP-Transistoren oder galvanisch getrennt). Das Ausgangssignal kann analog (4...20 mA) oder digital (RS485 Modbus) sein. Der TED ist mit zahlreichen unterschiedlichen Druckanschlüssen sowie in einer um 300 Grad drehbaren Ausführung erhältlich. Für Anwendungen in explosionsgefährdeten Umgebungen bietet Baumer den Druckschalter in der Version YTED mit ATEX-Zulassung für die Gefahrenzonen 0, 1 und 2 an. Baumer Electric AG 8501 Frauenfeld 052 728 13 13 sales.ch@baumer.com www.baumer.com

50 Jahre Feinguss Blank GmbH Seit 50 Jahren stellt die Feinguss Blank GmbH Feingussteile nach dem Wachsausschmelzverfahren her – 50 Jahre Präzision aus dem Feuer! Als eine der grössten Feingiessereien Deutschlands werden jährlich ca. 3000 Tonnen Stahl-, Aluminium-, Kupfer- und Superlegierungen vergossen. Neben den Feinguss-Rohteilen bietet Feinguss Blank weitere Leistungen an: Mechanische Bearbeitungen, Oberflächenveredelungen und/oder Baugruppenmontage. Alles aus einer Hand!

konstruiert und gestaltet werden. Hinterschneidungen, dünne Wandstärken und exakte Schriften lassen sich durch das Feingiessen ohne aufwändige mechanische Bearbeitung problemlos darstellen. Je komplexer ein Teil ist, desto besser ist es geeignet für das Feingussverfahren. (mg)

Infos FEINGUSS BLANK GmbH D-88499 Riedlingen +49 7371 182-120 www.feinguss-blank.de info@feinguss-blank.de

❚❚Schalter mit doppelter Funktion

Mit dem Betriebsartenwahlschalter PITmode erweitert Pilz sein Angebot im Bereich Bedien- und Visua­ lisierungssysteme. Der PITmode bietet zwei Funktionen in einem kompakten Gerät: Die Wahl der ­Betriebsart und die Regelung der Zugangsberechtigung zur Maschine. Entwickelt wurde der Betriebsartenwahlschalter für den Einsatz in Maschinen und Anlagen mit unterschiedlichen Steuerungsabläufen und Betriebsarten. Als Betriebsartenwahlschalter ermöglicht der PITmode das Umschalten zwischen definierten Betriebsarten. Über einen RFID-basierten Schlüssel ist es möglich, für jeden Bediener individuelle (Zugangs-)Berechtigungen zu erteilen. Diese werden über eine Identifi-

kationsverwaltung in der Maschinensteuerung vergeben. Die ausgewählte Betriebsart wird zudem sicher vom Auswertegerät erkannt und ausgewertet, was entscheidend zur Vermeidung von Unfällen beiträgt. Dank der RFID-Technologie ist mechanischer Verschleiss ausgeschlossen. Die Auswahl der Betriebsart erfolgt durch Stecken eines Transponder-Schlüssels und Betätigen der für die Betriebsart definierten Taste. Jeder Schlüssel ist individuell kodiert, was Manipulationen vermeidet. Da die Funktionen mehrerer mechanischer Schlüssel in einem TransponderSchlüssel zusammengefasst werden können, reduziert sich der administrative Aufwand. Mit der Kombination aus Betriebsartenwahlschalter PITmode und Steuerungslösungen von Pilz, wie beispielsweise dem konfi­ gurierbaren Steuerungssystem PNOZmulti, steht eine wirtschaftliche Lösung für die Wahl der Betriebsart bzw. die Regelung der Zugangsberechtigung zur Verfügung. Pilz Industrieelektronik GmbH 5506 Mägenwil 062 889 79 30 pilz@pilz.ch www.pilz.ch


Produkte

❚❚Testen und staunen

Für höchste Dieser 2-Komponenten-Polyurethan-Reaktionsklebstoff ist frei von Lösungsmitteln und lässt sich im gemischten Zustand, bei einer Viskosität von 50 000 mPa.s, direkt aus der Kartusche oder auch mittels Spachtel problemlos auftragen. Harz und Härter, in Mischkartuschen à 350 g, können mit Standard-Kartuschenpressen innerhalb von 90 Minuten appliziert werden. Körapur 666 ist übrigens auch in Grossgebinden (5 Liter) lieferbar. Diese Merkmale zeichnen Körapur 666 besonders aus. Der Klebstoff erzeugt hochfeste Verbindungen in Fahrzeugaufbauten, etwa bei Verstärkungswinkeln oder Profilen. Körapur 666 haftet auf Metall, verschiedenen Kunststoffen und Holz. Er erreicht hohe Festigkeiten auf Aluminium und rostfreiem Stahl, bei Blech- und Metallverarbeitungen sowie bei Verstärkungen von Polyestermateria-

lien in der Herstellung von ultraleichten und widerstandsfähigen Sandwichstrukturen. Ein besonderes Augenmerk gilt innovativen Werkstoffen und Designs, welche aus technischen Gründen nicht mit traditionellen mechanischen Befestigern zusammengefügt werden können. Detaillierte Informationen über das 2-K-Polyurethan-Sortiment von Kömmerling bieten die bei KVT erhältliche Auswahltabelle resp. die Verbindungstechnik-Spezialisten bei der Koenig Verbindungstechnik AG.

Belastungen

Koenig Verbindungstechnik AG 8953 Dietikon 044 743 33 33 www.kvt.ch info@kvt.ch

Der Kugelgewindetrieb • • • •

❚❚Schraubengebläse mit hohem Wirkungsgrad Atlas Copco stellt seine neue und geprüfte Technologie mit hohem Wirkungsgrad für Gebläseanwendungen vor: das ZS-Schraubengebläse. Die Schraubentechnologie weist im Vergleich zur Drehkolbentechnologie einen im Durchschnitt 30% höheren Wirkungsgrad auf. Nach Ansicht von Atlas Copco wird die zurzeit häufig verwendete Drehkolbentechnologie den aktuellen Anforderungen an einen CO2-armen Betrieb nicht mehr gerecht. Branchen und Anwendungen, wie z. B. Abwasseraufbereitung, pneumatische Fördersysteme, Energieerzeugung, Lebensmittel- und Getränkeindustrie, pharmazeutische Industrie, chemische Industrie, Zellstoff- und Papierindustrie, Textilindustrie, Baustoffindustrie und allgemeine Industrie, können mit dem Austausch der konventionellen Drehkolbengebläse durch die führende Schraubentechnologie profitieren. Atlas Copco ersetzt seine gesamte Reihe an Drehkolbengebläsen durch die ZS-Schraubengebläse.

Viele Branchen setzen für ihre Prozesse Gebläse ein und können nun vom hohen Wirkungsgrad der Schraubengebläse profitieren. Den grössten Vorteil können kommunale und privatwirtschaftliche Abwasseraufbereitungsanlagen verzeichnen, in denen bis zu 70% der gesamten Stromkosten auf Gebläse entfallen. In den Anlagen leben Millionen Bakterien von organischen Abfällen und spalten diese in Kohlendioxid, Stickstoffgas und Wasser auf. Da für diesen Prozess Sauerstoff benötigt wird, müssen grosse Mengen an Luft in die Becken geblasen werden.

gerollte Präzision hohe Belastbarkeit hohe Verfahrgeschwindigkeiten hoher Wirkungsgrad

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Produkte

❚❚Effiziente Temperaturregelung für die Kunststoffindustrie

Die exakte Einhaltung der Solltemperatur auf Extrudern und Spritzgiessmaschinen hat grossen Ein-

fluss auf die Qualität der erzeugten Produkte. Bereits wenige Zehntelgrade können darüber entscheiden, ob ein Werkstück den Qualitätskriterien entspricht oder ob es entsorgt wird. Hinzu kommt, dass neue Temperatursollwerte möglichst schnell und ohne Überschwingen angefahren werden müssen und gleichzeitig der Energieverbrauch gering gehalten wird. Aus diesem Grund hat B&R eine neue Lösung entwickelt, die eine intelligente und energieeffiziente Temperaturregelung ermöglicht – in Zeiten um-

weltbewussten Denkens ein wichtiger Baustein im Automatisierungsangebot. Die Algorithmen von B&R gewährleisten zum einen eine konstante Schmelztemperatur im Betrieb, zum anderen das rasche und überschwingungsfreie Anfahren der gewünschten Sollwerte beim Hochfahren aus dem Stillstand, nach dem Werkzeugwechsel oder bei Materialänderungen. Der Temperaturregler kann dabei auf eine beliebige Anzahl von Zonen erweitert werden und fügt sich nahtlos in das Ge-

samtautomatisierungsprojekt ein. Die Ermittlung geeigneter Reglerparameter für Heiz- und Kühlstelleingriff erfolgt in einem Selbstlernvorgang vollständig automatisiert, ohne dass ein Benutzereingriff notwendig ist. Dabei wurde auch beim Ablauf des Autotunings grösster Wert auf Zeit- und Energieeffizienz gelegt. B&R Industrie-Automation AG 8500 Frauenfeld 052 728 00 55 www.br-automation.ch office@br-automation.ch

❚❚Induktivsensor im M12-Gehäuse misst im Nanometerbereich Der neue Induktivsensor IPRM 12 von Baumer misst mit einer in dieser Sensorklasse bisher unerreichten Auflösung von bis zu 50 nm. Sämtliche benötigte Elektronik ist in seinem M12-Gehäuse integriert. Gleichzeitig erzielt er eine hohe Messgeschwindigkeit von 1 mm/s und gehört damit zu den schnellsten Sensoren seiner Klasse. Mit dieser Leistung stellt der kompakte Sensor eine Alternative zu aufwändigen Messsystemen dar. Im Gegensatz zu diesen benötigt der IPRM 12 keinen externen Verstärker und keine teuren Koaxialkabel. Sowohl Messkopf, Signalauswertung und

-verstärkung als auch die analoge Ausgangsschaltung sind in einem 90 mm kurzen M12-Gehäuse untergebracht. Dank der Kompatibilität des 0…20-mA-Stromausgangs mit gängigen Analogkarten und Standardkabeln entstehen dem Anwender ausserdem keine zusätzlichen Interfacekosten. Auch grosser externer Hardware- bzw. Rechenaufwand, normalerweise nötig für hohe Messpräzision bei gleichzeitig hoher -geschwindigkeit, entfällt, da sämtliche Elektronik im Sensor integriert ist. Seine ausgeklügelte Schaltung lässt den IPRM 12 zudem auch ohne externe Temperaturkompensa-

tion weitestgehend temperaturstabil arbeiten. Ein robustes Metallgehäuse und Schutzart IP67 sorgen für eine lange Lebensdauer. Für verschiedene Messaufgaben stehen drei unterschiedlich konfigurierte Sensorvarianten zur Verfügung. Je nach Anwendung sind sie auf hohe Auflösung und hohe Linearität, hohe Auflösung bei grossem Messbereich oder grossen Messbereich bei kleiner Temperaturdrift optimiert. Die Einsatzmöglichkeiten des Induktivsensors reichen von Messeinrichtungen über präzise Positionierung bis zu Rundlaufüberwachung.

Baumer Electric AG 8501 Frauenfeld 052 728 13 13 sales.ch@baumer.com www.baumer.com

❚❚DC/DC-Wandler 15 bis 60W für DIN-Hutschiene ❚❚Cloud-basierte Qualitätsmanagement-Lösung

Die geregelten DC/DC-Wandler der DFED/DFEC-Serien von Power Mate liefern 15 bis 60 W aus einem äus­ serst kompakten Gehäuse-Format für die Hutschienenmontage TS357.5/-15. Ab den Weitbereichseingängen 2:1 (9,5–18 V, 18–36 V, 36–75V) oder 4:1 (9,5–36 V, 18– 75 V) sind einfache Ausgangsspannungen von 3,3 V, 5 V, 12 V und 15 V, Dual-Spannungen von ±12 V, ±15 V sowie Dreifachausgänge von 3,3/±12 V, 3,3/±15 V, 5/±12 V, 5/±15 V verfügbar. Die Single-Ausgangsmodelle können mittels Potenziometer an der Frontplatte im Bereich von ca. ±10 % justiert werden. Der Betriebstemperaturbereich liegt bei –40 bis +85 °C (mit Derating) und je nach Modell sind die Module bis zu einem Wert von

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75 °C ohne Leistungsabfall einsetzbar. Der typische Wirkungsgrad liegt je nach Typ bis 90 %. Die Module sind umfassend geschützt gegen Verpolung am Eingang, zu hohen Eingangsstrom, Überlastung, Kurzschluss sowie Überspannung. Es wird eine Spannungsfestigkeit von 1600 VDC spezifiziert und die Wandler sind mit einer Schaltung zur Eingangsstrom-Begrenzung ausgestattet. Der Remote-On/OffEingang ist ebenso Standard wie die fixe Schaltfrequenz und die LED-Betriebsanzeige. Das Gehäuse genügt der Schutzart nach IEC 60529 und misst lediglich 125 × 24,5 × 57,6 mm. Die Spezifika­ tionen der Geräte entsprechen den Sicherheits-Anforderungen nach EN60950-1 und UL60950-1 sowie den EMV-Richtlinien nach EN 55022 Class B. Besonders geeignet sind die Wandler für den Einsatz in Telecom & Datacom, Drahtlose Netzwerkanwendungen, Industrie-Automation, Mobile Telecom, Test-Equipment sowie HalbleiterAnwendungen. Pewatron AG 8052 Zürich 044 877 35 00 www.pewatron.com info@pewatron.com

Gemeinsam haben Siemens PLM und Microsoft die industrieweit erste Cloud-basierte Qualitätsmanagementlösung entwickelt. Die Anwendung nutzt Microsofts Windows Azure Cloud-Plattform, um die Siemens PLM Software Dimensional Planning and Validation (DPV)-Applikation auszuführen. Dabei zeigt sich: Über Cloud Computing können erstklassige Qualitätsmanagement-Applikationen umgesetzt werden, die kosteneffizient sind und eine Skalierung «nach Bedarf» ermöglichen. «Wir wollen, dass unsere Unternehmenskunden einen maximalen Return on Investment aus ihren IT-Investitionen ziehen», sagt Simon Witts, Corporate Vice-President, Enterprise and Partner Group (EPG) bei Microsoft. «Unser Erfolg basiert nicht nur auf starken und langjährigen Beziehungen mit unseren Kunden, sondern auch auf der Zusammenarbeit mit marktführenden Partnern wie Siemens PLM Software, die genau wie wir den Erfolg des Kunden im Auge haben.» Siemens PLM arbeitet auch eng mit Microsoft zusammen, um das Thema Cloud Computing voranzubringen. So wurde zum Beispiel auf der Siemens PLM Connection User Conference am 28. Juni ein Cloud-

Szenario auf der Windows AzurePlattform für die Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung und den automatischen Austausch über 3D-Produktinformationen gezeigt. Dabei wurde mit dem Standard JTDatenformat und PLM XML gearbeitet. «Wir glauben an die Möglichkeiten und das Potenzial von Cloud Computing. Wenn ein solches System richtig eingesetzt wird, kann es bedeutende Auswirkungen für die PLM-Industrie haben», sagt Chuck Grindstaff, Executive Vice President of Products and Chief Technology Officer bei Siemens PLM Software. «Durch unsere starke Beziehung zu Microsoft sind wir die Ersten, die SharePoint im PLM-Bereich unterstützen. Das ermöglicht uns, Cloud Computing über die Windows Azure-Plattform anzubieten.»

Siemens Schweiz AG Industry Sector IA & DT 8047 Zürich 0848 822 844 automation.ch@siemens.com


Produkte

❚❚Servomotoren für die Lebensmittelindustrie Mit der Synchron-Servomotorserie AM3000 in FDA-konformer, weisser Oberflächenbeschichtung bringt Beckhoff eine Sonderlösung für alle Anwendungen in der Lebensmittelindustrie auf den Markt. Die Beschichtung ist lebensmitteltauglich und resistent gegen aggressive Reinigungsmittel. Die Motoren unterscheiden sich bis auf die Oberfläche nicht von den Standardtypen der AM3000-Serie. Die Hygienebestimmungen in der Lebensmittelindustrie stellen auch an die dort eingesetzten Antriebsund Steuerungskomponenten hohe Anforderungen in Bezug auf Oberflächen und Materialien, die einer regelmässigen Behandlung mit aggressiven Reinigern standhalten müssen. Mit der lebensmittelechten Beschichtung eines Standard-Servomotors geht Beckhoff einen neuen Weg: Die weisse, im Lebensmittelbereich übliche Beschichtung ist FDA (Food and Drug Administration)konform und stellt sicher, dass die damit produzierten Produkte in keiner Weise durch chemische Substanzen belastet werden. Die FDA-konformen Motoren unterscheiden sich nur durch ihre Oberfläche, den Wellendichtring und durch die Edelstahlwelle, ansonsten

sind sie identisch mit den Standardtypen. Für den Anwender hat das den Vorteil, dass er bei einem gemischten Einsatz von beschichteten und Standardmotoren keine weiteren Typen in seine Maschine «eindesignen» muss. Ein weiterer Vorteil ist der Preis: Durch die Beschichtung ergibt sich, je nach Baugrösse, lediglich ein Aufpreis von ca. 30% gegenüber den Standardmotoren. Mutronic_saegen_bearb.indd Die Flanschgrössen 2…7 der AM3000-Serie sind optional mit der Oberflächenbeschichtung erhältlich. Die Ausführung in Schutzart IP 67 erlaubt ausserdem den Einsatz in rauer Industrieumgebung. Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

❚❚BiSS-Interface für ACOPOS

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FTIR Spektrometer von QS bis Forschung (High-End) FTIR Mikroskope inkl. Imaging vielseitiges Zubehör tragbare FTIR-Geräte

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❚❚Kompakte magnetgelagerte Turbopumpen

B&R erweitert sein umfangreiches Spektrum an Einsteckkarten für die Acopos-Antriebsfamilie um ein Modul zur Auswertung von BiSS-­ Gebern. Bei der volldigitalen bidirektionalen Sensorschnittstelle BiSS handelt es sich um einen offenen und lizenzfreien Kommunikationsstandard, der das synchrone, schnelle und sichere Auslesen von Sensordaten ermöglicht. Das BiSS-Interface zeichnet sich ganz besonders durch die hohe Übertragungsrate und eine sehr gute Fehlererkennung aus. Durch diese Vorzüge ist die BiSSGeberschnittstelle besonders für Anwendungsbereiche mit hohen Anforderungen, beispielsweise zur In-

tegration von voll digitalen Hohlwellengebern mit grossem Innendurchmesser oder von robusten, absoluten sowie linearen Messsystemen mit hoher Verfahrgeschwindigkeit, geeignet. Die BiSS-Interface-Einsteckkarte ist damit die logische Ergänzung der breiten Palette an Rückführungs­ optionen für Acopos-Antriebe und eröffnet somit neue Möglichkeiten bei der Umsetzung anspruchsvoller Automatisierungsprojekte. B&R Industrie-Automation AG 8500 Frauenfeld 052 728 00 55 www.br-automation.ch office@br-automation.ch

Pfeiffer Vacuum hat eine neue Reihe magnetgelagerter Turbopumpen namens HiPace M in den Markt eingeführt. Ein Saugvermögen von 300, 700 und 800 l/s wird damit abgedeckt. Es werden hohe Kompressionsraten für alle Gase erreicht. Die Pumpen sind flexibel in allen Einbaulagen. Weiterhin wird IP54 erreicht. Durch das geringe dynamische Magnetfeld werden selbst hochempfindliche Geräte in der Umgebung nicht gestört. Das Anwendungsspektrum umfasst Analytik, Beschichtungs- und Halbleitertechnik sowie Anwendungen aus Forschung & Entwicklung und Industrie. Die integrierte Antriebs­ elektronik der HiPace M reduziert aufwändige Verkabelungen. Durch innovative Technologien wurde die Stromaufnahme der Antriebe deutlich reduziert – ein weiterer Schritt in Richtung Energieeinsparung. Auch die Hochlaufzeit wurde verkürzt und die Pumpen sind somit noch schneller einsatzbereit. Das funktionelle Aluminiumgehäuse macht die Pumpen extrem leicht. Ein optionaler Sperrgasanschluss schützt die Lager vor Partikeln oder

oxidierenden Gasen. Dies führt zu einer optimalen Integrationsfähigkeit. Auch der ruhige, vibrationsarme Betrieb setzt neue Massstäbe. Pfeiffer Vacuum (Schweiz) 8005 Zürich 044 444 22 55 info@pfeiffer-vacuum.ch www.pfeiffer-vacuum.ch

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Produkte

❚❚Kompakter 40-A-Servoverstärker ergänzt EtherCAT-Drives-Programm

Beckhoff baut sein Produktspektrum im Bereich der Antriebstechnik weiter aus: Die hochdynamische EtherCAT-Servoverstärker-Familie wird durch den neuen AX5140 ergänzt,

der mit 40 A Nennstrom die Lücke zwischen der 25-A- und 60-A-Variante schliesst. Das Highlight ist seine hohe Leistung bei kleinsten Abmessungen. Der AX5140 ist für den 3-phasigen Betrieb an 100 bis 480 V AC ausgelegt. Der Einsatzbereich ist vielfältig, beispielsweise im Bereich der Kunststoffverarbeitung, der Metallbearbeitung, in Fräs- und Bohrzentren und in Extrudern kann der kompakte Servoregler seine Vorzüge ausspielen. Baugleich mit den 18-A- und 25-AVarianten stellt der AX5140 ein sehr kompaktes Gerät in seiner Leistungsklasse dar. Durch die Integration von Netzfiltern und Ballastwiderstand

sowie den Einsatz eines Hochleistungskühlkörpers sind die Abmessungen auf ein Minimum von 300 × 185 × 232 mm (H × B × T) reduziert. Über das AX-Bridge-System kann der AX5140 einfach und schnell mit weiteren AX5000-Drives zu einem Mehrachssystem verbunden werden. Die AX-Bridge verbindet Einspeisung, Zwischenkreis und 24-V-DC-Steuer- und Bremsspannung. Der AX5140 verfügt über die gleichen Algorithmen bzw. Reglerstrukturen wie die übrigen Geräte der AX5100-Serie und ist bezüglich der anschliessbaren Motoren äusserst flexibel. Beispielsweise bietet er zu-

sammen mit den Synchron-Servomotoren AM307x mit Wicklungscode «Q» ein hochdynamisches Antriebsmodul. Gleich geblieben sind auch die Ausstattung mit Multi-FeedbackInterface, Diagnose und Parameteranzeige sowie Digital-I/O-Interface. Auch Sicherheitsfunktionen wie die Wiederanlaufsperre sind über die Beckhoff-Safety-Lösung TwinSafe in die EtherCAT-Servoverstärker integriert. Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

❚❚USB-Port-Blocker für mehr Schutz und Sicherheit Soll eine USB-Schnittstelle «geschlossen» werden, greift man am besten zum USB-Port-Blocker: Den Blocker einstecken und schon kann der USB-Port nicht mehr benutzt werden. Es gibt verschiedenste Gründe, einen USB-Anschluss am PC oder Notebook physisch zu sperren. So etwa an Schulen, wenn temporär nicht erlaubt wird, USB-Peripherie zu verwenden. Oder in der Industrie, wenn es darum geht, offene Schnittstellen vor eindringendem Staub und Schmutz zu schüt-

zen. Ebenso praktisch kann es sein, einen defekten Port zu verriegeln, damit nicht immer wieder ein Gerät vergeblich angeschlossen wird. Wenn bei mehreren Ports immer nur derselbe verwendet soll, können die übrigen Ports verriegelt werden. Der Blocker dient zudem als physischer, sichtbarer Schutz für die auf dem Computer gespeicherten Files. Der Datenklau wird erschwert. Der Blocker bzw. das «Schloss» wird einfach in den Port gesteckt

und kann dann nur mit dem mitgelieferten Schlüssel wieder herausgezogen werden. Mit dieser sehr kostengünstigen Lösung lassen sich auf einfachste Weise beliebige USB-Ports verriegeln und entriegeln. Der Blocker ist für sämtliche USB-A-Anschlüsse (inkl. 1.1, 2.0, 3.0) geeignet. ARP liefert das Set mit Schlüssel und 4 Blockern (Art. Nr. 808027) für CHF 22.50 oder als Ergänzung ein 5er-Pack mit 5 weiteren Blockern (Art. Nr. 808219) für CHF 9.–.

ARP Datacon AG 6343 Rotkreuz 041 799 09 09 verkauf@arp-datacon.ch www.arp.ch

❚❚Druckmessumformer für hohe Medientemperaturen

Der Druckmessumformer ED701 von Baumer ist mit einer Kühlstrecke erhältlich, wodurch er für Anwendungen mit hohen Medientemperaturen

bis zu 300 °C eingesetzt werden kann. Damit eignet sich das Gerät insbesondere für die Druckmessung in Sterilisationsprozessen in der pharmazeutischen, chemischen und Lebensmittelindustrie sowie in der Medizinaltechnik. Der ED701 zeichnet sich durch eine hohe Genauigkeit und Langzeitstabilität aus. Er ist mit verschiedenen Industrie- und hygienischen Prozessanschlüssen lieferbar. Bereits ohne Kühlstrecke ist der Druckmessumformer für Medientemperaturen bis zu 150 °C geeignet, mit der Standard-Kühlstrecke für Tempe-

raturen bis zu 200 °C und mit der verlängerten Kühlstrecke bis zu 300 °C. Durch die aktive Kompensation der Temperaturdrift hat der ED701 eine sehr hohe Messgenauigkeit (bis zu 0,1 % der Messspanne). Ausserdem zeichnet sich das Messgerät durch eine hohe Langzeitstabilität (0,1 % pro Jahr) und eine ausgezeichnete Wiederholgenauigkeit aus. Im Falle einer Signaldrift lässt sich das Nullsignal neu kalibrieren. Der ED701 ist vielseitig einsetzbar, da er mit einer grossen Auswahl an Prozessanschlüssen und verschiede-

❚❚IP-67-Module mit 16 Kanälen reduzieren Verkabelungsaufwand Die neuen EtherCAT-Box-Module für das IP-67-System von Beckhoff enthalten 16 Kanäle – statt bisher 8 – in doppelt breitem Gehäuse, wodurch sich Verkabelungsaufwand und Kanalpreis deutlich reduzieren. Die Beckhoff-EtherCAT-Box-Module der 16-Kanal-Baureihe lassen sich direkt in jedes EtherCAT-Netzwerk einbinden. So bleibt die hohe EtherCAT-Performance mit 100 MBit/s bis in jede IP-67-Box erhalten. Mit exakt doppelter Gehäusebreite von 126 × 60 × 26,5 mm bieten die Module Platz für 16 digitale Ein- bzw.

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Ausgänge. Die Module sind mit M8oder M12-Buchsen für den Signalanschluss ausgeführt. Aufgrund der Verdoppelung der Kanalanzahl je EtherCAT-Box spart der Anwender sowohl bei der EtherCATals auch bei der Powerverkabelung Zeit und Kosten. Folgende I/O-Varianten stehen zur Verfügung, jeweils mit M8- oder M12-Schraubverbinder: • EP1809: 16-Kanal-Digital-Eingang • EP2809: 16-Kanal-Digital-Ausgang

• EP2339: 16-Kanal-DigitalI/O (frei wählbar) Die Montagepunkte wurden von den kompakten 30 mm breiten EtherCAT-Box-Modulen übernommen, sodass die 16-Kanal-Box-Module im gleichen Raster montiert werden können. Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

nen Ausgangssignalen (4…20mA, 0…10VDC, 0…5VDC) erhältlich ist. Der komplett aus Edelstahl gefertigte Druckmessumformer ist für den Einsatz mit aggressiven Medien auch mit einem Druckanschluss in Hastelloy C erhältlich. Für Anwendungen im ExBereich stehen verschiedene AtexAusführungen zur Verfügung. Baumer Electric AG 8501 Frauenfeld 052 728 13 13 sales.ch@baumer.com www.baumer.com


Produkte

❚❚Rostfreies Vollmetallgehäuse IP 69K

Die induktiven Sensoren DuroProx sind im wahrsten Sinne hart im Nehmen. Die Familie umfasst induktive Sensoren im Vollmetallgehäuse mit Schutzklasse IP 69K. Sie wurden von Anfang an für den harten und anspruchsvollen Industrieeinsatz entwickelt. Dank eines Arbeitstemperaturbereiches von –25 bis +100 °C und dem Gehäuse aus rostfreiem V4A-Stahl sind diese Sensoren resistent gegen aggressive Medien wie z. B. Salzwasser und können daher mühelos in Onund Offshore-Windanlagen für die Überwachung des Bremsscheibenbelags oder Rotor-Drehzahlmessung und -Positionserfassung eingesetzt werden. Daneben sind sie auch für Anwendungen in anderweitig stark verschmutztem Umfeld

geeignet. Selbst den Einsatz in hochgradig EMV-verseuchter Umgebung überstehen sie schadlos. Dafür sorgt neben dem Vollmetallgehäuse mit aktiver Edelstahlfläche eine erhöhte Störfestigkeit gemäss EN 61000-6-2. Die Sensoren sind in sehr kompakten Gehäusen mit Abmassen von 6,5 mm sowie als grössere M8-, M12oder M18-Versionen erhältlich. Bei quasi bündigem Einbau erreichen sie einen Schaltabstand von 2 bis 6 mm. Beim Design der Induktivsensoren wurde durch den Einsatz eines ASIC die Zahl der Bauteile und Lötstellen auf ein Minimum reduziert, was sich positiv auf die MTBF (Mean Time Between Failures) auswirkt.

Baumer Electric AG 8501 Frauenfeld 052 728 13 13 sales.ch@baumer.com www.baumer.com

❚❚Schnell aushärtendes und vielseitiges Polyurethan

Der Körapur 784/5 ist ein 2-Komponenten-Polyurethan-Reaktionsklebstoff mit einer Topfzeit von fünf Minuten. Er ist einfach zu verwenden und lässt sich problemlos mit unseren KVT-Dosierpistolen KPM und KPP applizieren. Im gemischten Zustand (Mischverhältnis 1:1) unterscheidet sich der Körapur 784/5 gegenüber anderen Körapur-Produkten durch seine dunkelgraue Farbe. Die Viskosität wird als «standfest» definiert, d.h., sie beträgt 30 000 mPa. Dieser Vorzug macht dieses Produkt zu einem schnell und sehr angenehm zu verarbeitenden Klebstoff. Lieferbar ist Körapur 784/5 in Tandemkartusche 50 ml (2 Stück je

Verpackungseinheit) und zu 400 ml, jeweils mit einem Statikmischer. Bild gross: Handdosiergerät mechanisch KPM 250 für 2-K-Produkte in 50-mlDoppelkartuschen. Bild klein: Handdosiergerät pneumatisch KPP 2400 für 2-K-Produkte in 400-mlDoppelkartuschen. Koenig Verbindungstechnik AG 8953 Dietikon 044 743 33 33 www.kvt.ch info@kvt.ch

❚❚Onlineauftritt in modernem Design Koenig Verbindungstechnik AG

Kleb- und Dichtstoffe KVT – Der offizielle Vertriebspartner von KÖMMERLING CHEMISCHE FABRIK GMBH Konsequente Verbindung von Kompetenz, Leistung und Service!

Datalogic Mobile Germany D-73230 Kirchheim unter Teck +49 0 70 21 / 50599 – 40 www.elf.mobile.datalogic.com

54.006D.4h.3f.07-90x125

Datalogic Mobile baut seinen Webauftritt aus und präsentiert den neuen PDA Elf auf www.elf.mobile. datalogic.com. Diese Seite ergänzt den bisherigen Webauftritt um eine inhaltlich stark fokussierte Microsite. Interessenten, Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner von Datalogic Mobile finden hier auf einen Blick ausführliche Informationen über den neuen PDA Elf. Mit Elf hat Datalogic Mobile eine bedeutende Weiterentwicklung auf dem PDA-Markt erreicht: Nach dem neuesten Stand der Technik, ergonomisch, benutzerfreundlich und mit einer Hand zu bedienen. Entsprechend nutzt das Unternehmen auch in der Kommunikation moderne technische Mittel, um das Produkt erlebbar zu machen.

Intuitiv erreicht der Besucher die für ihn wichtige Kategorie. Produktspezifische Informationen wie beispielsweise Funktionen, Software, Modelle und Zubehör werden unter «Product» gezeigt. In einem Video unter «Applications» kann der Besucher sehen, wie der PDA in verschiedenen Einsatzbereichen arbeitet. Weiterführende Informationen bietet der Downloadbereich unter «Resources» mit Datasheets, Broschüren und Videos. Informationen zum Serviceangebot für den Elf finden Kunden unter «Service». Hier werden die verschiedenen Servicepakete, die der Kunde beim Kauf eines Produktes buchen kann, aufgelistet und erklärt.

Koenig Verbindungstechnik AG, 8953 Dietikon/ Zürich T 044.743.33.33, www.kvt-koenig.com, info@kvt-koenig.com

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Produkte

❚❚WLAN-Tests nach IEEE 802.11n

Die WLAN Measurement Suite 2.0 von National Instruments erweitert die Toolkits für die Erzeugung und Analyse um den Standard IEEE 802.11n und erleichtert so die Realisierung von MIMO-Tests durch exakte Phasenkohärenz zwischen den einzelnen Anschlüssen. Das Toolkit kann mit dem Vektorsignalanalysator NI PXIe-5663E für Signale bis 6,6 GHz in zwei-, drei- und vierkanaligen Systemen verbunden werden, um MIMO-Messungen über Multistream mit hoher Genauigkeit durchzuführen. Es kann mit dem Vektorsignalgenerator NI-PXIe5673E für Signale bis 6,6 GHz in zwei-, drei- und vierkanaligen Systemen verbunden werden, um exakte, phasenkohärente RF-Signale über Multistream zu erzeugen. Neben der MIMO-Unterstützung gemäss dem Standard 802.11n bietet die neueste Version zudem schnellere Messzeiten. Zusammen mit dem

neuesten QuadCore-EmbeddedController NI PXIe8133 kann das System die auf dem Markt schnellstmöglichen, kombinierten EVM- und Leistungsmessungen durchführen – und das in nur 7,0 ms. Aufgrund des Multicore-fähigen Messalgorithmus des Toolkits ist die hohe Messgeschwindigkeit entscheidend dafür, dass Prüfzeiten verkürzt und die Kosten für den Test von WirelessGeräten gesenkt werden. Die Measurement Suite umfasst Softfrontpanels für die Signalerzeugung und -analyse, um umfangreiche WLAN-Konfigurationen nach dem Standard IEEE 802.11n, einschliesslich 4 × 4-MIMO-Systeme, zu unterstützen und Messergebnisse und -Fehlerprotokolle zu generieren. Ausserdem kann die Measurement Suite als ausführbares Programm oder als API in LabVIEW, in der ANSIC-Entwicklungsumgebung NI LabWindows/CVI oder in anderen C-, C++- und .NET-Entwicklungssystemen eingesetzt werden. National Instruments 5408 Ennetbaden 056 200 51 51 ni.switzerland@ni.com ni.com/switzerland

❚❚Energieeffiziente Stirnradgetriebe

Nozag in Pfäffikon stellt eine neue Generation an Stirnradgetrieben der Baureihe CHC vor. Die neuen Stirnradgetriebe werden vorerst in fünf Baugrössen in drei möglichen Versionen geliefert. Die Eintriebs- und Abtriebswellen sind koaxial angeordnet. Der modulare Aufbau ermöglicht es, standardisierte Bauteile zu verwenden. Damit lassen sich individuelle Antriebslösungen kostengünstig umsetzen. Die präzise gefertigten Getriebe erreichen einen hohen Wirkungsgrad. Das wiederum führt, kombiniert mit bedarfsgerecht ausgelegten Elektromotoren, zu energieeffizienteren Antriebslösungen als bisher bekannt. Die Präzisionsmechanik mit der gehärteten und geschliffenen Verzahnung zeichnet sich durch geringe Reibung und geräuscharmen Lauf aus. Die kompakten Getriebe haben ein Gehäuse aus Aluminium und bieten diverse Möglichkeiten zum Anbau von Motoren oder von Anschlusskonstruktionen. Ausserdem sind sie

universell zu montieren und können durch ihre Kompatibilität im Fall der Fälle leicht ausgetauscht werden. Da sie eine Lebensdauerschmierung aufweisen, sind sie nicht nur als wartungsfrei, sondern generell auch als arbeitswelt- und umweltschützend einzustufen. Mit den drei Versionen sowie den fünf Baugrössen wird ein Leistungsbereich von 0,12 bis vier Kilowatt abgedeckt. Konstrukteure und Anwender können dabei auf Übersetzungen von 5 bis 46 oder auf Drehmomente bis 500 Nm zurückgreifen. Damit werden viele Antriebsprobleme im Maschinen-, Apparate- und Vorrichtungsbau leicht lösbar. Weitere Anpassungen ermöglichen anflanschbare IEC-Motoren, die bei Bedarf ebenfalls geliefert werden. Nozag AG 8330 Pfäffikon/ZH 044 805 17 17 www.nozag.ch info@nozag.ch

❚❚Sicherheit und Achssteuerung auf einer Plattform rende Unternehmen bei der kostensparenden Einbindung ihrer Maschinen oder Sicherheitsanwendungen in die fabrikweite Leittechnik.

Zwei neue Steuerungen von Rockwell Automation bringen integrierte und diskrete Sicherheitstechnik sowie Achs- und Antriebssteuerung in einem einzigen, speziell für mittelgrosse Anwendungen konzipierten PAC (Programmable Action Controller) zusammen. Die beiden neuen Modelle Allen-Bradley Compact GuardLogix L43S und L45S besitzen umfangreiche Funktionen zur Diagnose und Informationsverarbeitung, die unnötige Abschaltungen und

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langwierige Neustarts verringern. Die einheitliche Programmierum­ gebung erhöht die Produktivität in Design und Entwicklung. Integrated Architecture Als Bestandteil der Integrated Architecture von Rockwell Automation nutzen sie dieselbe Konfigurations-, Netzwerk- und Visualisierungsumgebung wie die grösseren ControlLogix-Systeme. Damit unterstützen sie Maschinenbauer und produzie-

Ausgefeilte Optionen Die Compact GuardLogix PACs können eine integrierte Achssteuerung für bis zu acht Achsen über das Sercos-Kommunikationsnetzwerk realisieren. Im Verbund mit dem Servoantrieb Allen-Bradley Kinetix 6200 bieten sich Kunden aus dem Maschinenbau ausgefeilte Sicherheitsoptionen wie z. B. sichere Geschwindigkeit oder sichere Richtung.

1oo2-Sicherheitsarchitektur, sind die Compact GuardLogix-Steuerungen bis zum Safety Integrity Level 3 (SIL 3) bzw. Performance Level e (PL e) bewertet – die höchste Stufe für Maschinensicherheit. Werden sie zusammen mit der Programmiersoftware Rockwell Software RSLogix 5000 v18 eingesetzt, können die Compact GuardLogix PACs Add-On-Instructions (AOIs) mit hoher Integrität nutzen und damit die Kommissionierung beschleunigen. AOIs kapseln den Code häufig benötigter Routinen in fertig validierte Module, die sich leicht wiederverwenden lassen.

Compactblock- und Point-Guard Die Steuerungen unterstützen aus­ serdem die Allen-Bradley-Compactblock-Guard-I/O- und die AllenBradley-Point-Guard-I/O-Module für EtherNet/IP, was eine schnelle Systemkonfiguration und einen verbesserten Informationsaustausch ermöglicht. Ausgestattet mit einer

Rockwell Automation AG 5000 Aarau 062 889 77 77 www.rockwellautomation.ch marketing.ch@ra.rockwell.com


Produkte

❚❚Werkzeughalter für negative Wendeschneidplatten Das innovative Haltersystem «CoroTurn HP» bringt Kühlschmierstoff präzise da hin, wo er gebraucht wird. Neu ist es auch für negative Wendeschneidplatten erhältlich. Diese Kombination ermöglicht bis zu 20 Prozent erhöhte Schnittgeschwindigkeiten bei der Bearbeitung schwer zerspanbarer Materialien und erzielt dabei bis zu 50 Prozent höhere Standzeiten. Denn warmfeste Superlegierungen, Titan und rostfreie Stähle finden in verschiedenen Industriebereichen zunehmend Verwendung. Aber das Fehlen einer exakten und leicht einsetzbaren Werkzeughalter-Technologie mit integrierter Hochdruck-Kühlschmierstoffzufuhr

erschwerte bis heute die Bearbeitung für Hersteller in der Luftfahrt, im Motorsport und in der Medizintechnik. Deshalb erweitert Sandvik Coromant sein erfolgreiches CoroTurn-HP-Programm auf Halter für negative Schneidplatten. Die präzise ausgerichteten Kühlschmierstoffdüsen lenken ihre Strahlen auf vordefinierte Zielbereiche an der Schneidkante. Diese erzeugen einen hydraulischen Keil, der den Span anhebt. Die auftretende Wärme wird effizient abgeleitet und ein Verschleiss minimal gehalten. Ausserdem wird ein Nachschneiden der Späne verhindert und die Spanabfuhr verbessert. Besonders bei Multi-Task-Ma-

schinen, bei denen um das Werkzeug gewickelte Späne Probleme beim automatischen Werkzeugwechsel verursachen können, kann CoroTurn HP für Bearbeitungssicherheit sorgen. 38 neue Coromant Capto-Halter in den Kupplungsgrössen C5, C6 und C8 ergänzen des Angebot an Werkzeug­ haltern und sind zur Aufnahme von neutralen Wendeschneidplatten in C-, S- und D-Form ausgelegt. Sandvik AG 6002 Luzern 041 368 34 34 www.sandvik.ch coromant.luzern@sandvik.com

❚❚Pneumatik-Komponenten für Nahrungsmittel und Getränke Die richtige Auswahl geeigneter Komponenten für die jeweiligen Hygienebereiche ist von entscheidender Bedeutung, besonders an Stellen, an denen Maschinenteile bei der Produktion mit Nahrungsmitteln in Kontakt kommen können. Rexroth macht seinen Kunden die Auswahl der Pneumatiklösungen jetzt noch einfacher: Das neue Pneumatikkompendium enthält ausgewählte Komponenten, die für die Anwendung in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie optimiert sind. Darüber hinaus informiert ein umfangreicher fachspezifischer Informationsteil über Branchenthemen wie gesetzliche Anforderungen, Vorgaben hinsichtlich zuläs-

siger Werkstoffe, den Einsatz von Schmiermitteln, erforderliche Druckluftqualität, Maschinensicherheit, Energieeffizienz und nicht zuletzt Hygienisches Design. Die enge Zusammenarbeit, die Rexroth zu den Kunden pflegt, zeigt in diesem gedruckten Band ihre Früchte: Die spezielle Konstruktion der Pneumatikkomponenten sowie deren spezifische Materialien erhöhen die Prozess- und Lebensmittelsicherheit und sorgen für effiziente Anlagenausrüstung. Die Bosch Rexroth AG ist einer der weltweit führenden Spezialisten von Antriebs- und Steuerungstechnologien. Für über 500 000 Kunden entstehen unter der Marke Rexroth mass-

geschneiderte Lösungen zum Antreiben, Steuern und Bewegen. Bosch Rexroth ist Partner für die Anlagenausrüstung und Fabrikautomation, für mobile Arbeitsmaschinen sowie für die Nutzung regenerativer Energien. Bosch Rexroth entwickelt, produziert und vertreibt seine Komponenten und Systeme in über 80 Ländern. Das Unternehmen erzielte 2009 mit 34 200 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 4,1 Mrd. Euro. Bosch Rexroth Schweiz AG 8863 Buttikon 055 464 61 11 info@boschrexroth.ch www.boschrexroth.ch

❚❚Die Switches für mehr Effizienz im Netzwerk

Switches PSSnet SLL (Switch Low Layer) sind für kleinere Netzwerke

geeignet, während Switches PSSnet SHL (Switch High Layer) grössere Netzwerke ermöglichen und zudem mit Management-Funktionen ausgestattet sind. Damit sind sie nicht nur konfigurierbar sondern bieten auch verschiedene Möglichkeiten, um die Verfügbarkeit des Netzwerks und damit der Anlage zu erhöhen. Mit den Infrastrukturkomponenten PSSnet S lässt sich ein Netzwerk segmentieren, dies erhöht die Kom-

munikationsleistung. Zudem verfügen die Switches über fiberoptische Ports. Mit diesem Medium lassen sich grosse Distanzen von mehr als 30 km zwischen zwei Switchen überbrücken. Die neuen Komponenten PSSnet S lassen sich abgesehen von SafetyNET p auch für andere Ethernet-basierte Kommunikationssysteme wie Profinet, Ethernet/IP und Modbus TCP nutzen.

Mit PSSnet S erhöht Pilz zudem auch die Flexibilität aller eigenen Systeme mit Schnittstellen für SafetyNET p sowie für andere Ethernet-Protokolle. Pilz Industrieelektronik GmbH 5506 Mägenwil 062 889 79 30 pilz@pilz.ch www.pilz.ch

❚❚TÜV SÜD zertifiziert Simulink PLC Coder von MathWorks MathWorks gibt bekannt, dass der TÜV SÜD den Simulink PLC Coder zertifiziert hat. Simulink PLC Coder ist ein automatischer Codegenerator für Strukturierten Text (ST) gemäss IEC 61131 für Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) und Programmierbare Automatisierungssteuerungen (PAC). Die Beurteilung des Codegenerators durch den TÜV erfolgte dabei für Entwicklungsprozesse nach Normen IEC 61508-3 bzw. IEC 61511-1 für die Prozessindustrie. Ingenieure können so bei der Entwicklung von High-Integrity Regelungs- und Steu-

erungssystemen die Zertifizierung ihrer Industriesteuerungen vereinfachen, indem sie diese automatisiert mit Strukturiertem Text (ST) programmieren, der von Simulink PLC Coder erzeugt wurde. Die TÜV SÜD-Zertifizierung beruht auf einem Audit der Softwareentwicklungs-, Qualitätssicherungsund Fehlerreport-Prozesse, die Math­Works bei der Entwicklung von Simulink PLC Coder anwendet. Das Zertifikat verlangt, dass Ingenieure, die mit Simulink PLC Coder arbeiten, einen Verifikations- und Validierungs-Workflow einhalten. Die-

ser unterstützt die Erkennung und Vermeidung potentieller Fehler im generierten Strukturierten Text sowie auch in der nachgeschalteten integrierten Entwicklungsumgebung (IDE) von Drittanbietern. Durch den Einbezug der gesamten Implementierungs-Toolkette kann dieser Workflow eine grosse Auswahl an Industriesteuerungen unterstützen und ist nicht an ein bestimmte PLC- oder PAC-Hardware gebunden. Das Workflow-Dokument steht im Rahmen des MathWorks IEC Certification Kit zur Verfügung. Ausser-

dem im IEC Certification Kit enthalten ist das TÜV SÜD-Zertifikat nebst Zertifikatsbericht. MathWorks GmbH 3006 Bern 031 950 60 20 www.mathworks.ch info@mathworks.ch

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Produkte

❚❚Eine Plattform der C-Serie für jede Anwendung

National Instruments gibt bekannt, dass inzwischen über 100 Module der C-Serie verfügbar sind. Dabei stammen 50 Module von NI selbst

und 50 weitere von Drittanbietern. Darüber hinaus sind zahlreiche Chassis erhältlich, so dass eine Vielzahl von Anforderungen an Messund Automatisierungsanwendungen mit den verfügbaren Konfigurationsoptionen abgedeckt werden können. So können Ingenieure und Wissenschaftler Module der C-Serie von NI in jedes beliebige Chassis der Produktfamilie einfügen, darunter NI CompactDAQ, NI CompactRIO und das Erweiterungschassis der R-Serie von NI. Damit lassen sich viele

unterschiedliche Systeme für verschiedene Arten von Messungen erstellen. Darüber hinaus können die Module von Drittanbietern in allen FPGA-basierten (Field-Programmable Gate Array) Chassis eingesetzt werden, einschliesslich aller NICompactRIO-Chassis und Erweiterungschassis der R-Serie. «Die Tatsache, dass wir allein für die C-Serie 100 Module verfügbar haben, stellt einen wichtigen Meilenstein dar und ist ein Beleg für die Beliebtheit und Flexibilität der Platt-

form der C-Serie», so John Hanks, Vice President of Industrial and Embedded Product Lines bei National Instruments. «Mit den Modulen von NI und anderen Anbietern erstellen Kunden anspruchsvolle Systeme in viel kürzerer Zeit als mit herkömmlichen Methoden.» National Instruments 5408 Ennetbaden 056 200 51 51 ni.switzerland@ni.com ni.com/switzerland

❚❚Chrysler Group entscheidet sich für Software von Siemens PLM Der Chrysler-Konzern stellt Fahrzeuge unter bekannten Markennamen wie Chrysler, Dodge und Jeep her und nutzt dazu bereits seit 2008 Teamcenter. Mit der Erweiterung auf NX setzt das Unternehmen in Sachen PLM jetzt komplett auf Lösungen von Siemens PLM Software, einer Business Unit der Siemens-Division Industry Automation. Durch den Einsatz der Lösung NX erwartet Chrysler, die Effizienz bei Entwicklung und Design deutlich zu steigern. Im Zusammenspiel mit Teamcenter entsteht

zudem eine einheitliche Plattform für die Produktentwicklung. «Die Integration dieses Tools wird unsere Fähigkeit erhöhen, gemeinsam neue Produkte mit besserer Qualität und kürzerer Vorlaufzeit zu entwickeln», erklärt Scott Kunselman, Senior Vice President Engineering von Chrysler Group LLC. Die Technologie von Siemens PLM Software wird von Automobilherstellern und Zulieferern eingesetzt, um die Entwicklung und Produktion von Fahrzeugen zu planen, entwerfen und auszuwerten. Die

Werkzeuge erlauben, bei komplexen Konstruktionsprozessen über die gesamte, erweiterte Zulieferkette hinweg erfolgreich zusammen zu arbeiten. Siemens PLM Software kann die Effizienz im zweistelligen Bereich verbessern, indem Grenzen zwischen Konstruktionsfunktionen durchbrochen, Informationen in Echtzeit zugänglich sowie Analyse und Simulation durchgeführt werden. «Die Entscheidung von Chrysler, bestehende Komponenten durch NX und Teamcenter als unternehmensweite Stan-

dards zu ersetzen, bestätigt unser Bekenntnis zu einer robusten, offenen PLM-Plattform für die Automobilindustrie», kommentiert Tony Affuso, Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer von Siemens PLM Software. Siemens Schweiz AG Industry Sector IA & DT 8047 Zürich 0848 822 844 automation.ch@siemens.com

Industriemesse für Forschung und Entwicklung, Umwelt- und Verfahrenstechnik in Pharma, Chemie und Biotechnologie

21. bis 24. September 2010 | Messe Basel | www.ilmac.ch Gratis zur ILMAC: Registrieren und PriorityCode «471-C81W36C84T62» eingeben unter www.ilmac.ch/online-ticket www.ilmac24.ch: Das interaktive Aussteller-, Produkte- und Markenverzeichnis

Die ILMAC präsentiert wie keine andere Messe alle industriellen Anwendungen der Verfahrenstechnik in Basel, dem grössten Zentrum der pharmazeutischen und chemischen Industrie Europas. Hier treffen Anbieterkompetenz auf Kundenkompetenz und Innovation auf Nachfrage. Jetzt vormerken!

Presenting Partner

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Anreise und Aufenthalt: www.sbb.ch/messen und www.basel.com


Fügen-Trennen-Formen  |  Blechverarbeitung

www.kvt.ch

www.ch.trumpf.com

www.igm.at

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Qualität steigern und Kosten senken Die tragenden Elemente qualitativ hochwertiger Möbel für Büros, Schulen und Spitäler bestehen zum grössten Teil aus Stahlprofilen. Lichtbogen-Schweissverfahren fügen ihre Schnitt- und Verbindungsstellen dauerhaft stabil. Im Vergleich zum konventionellen MAG-Verfahren bringt der innovative CMT(Cold Metal Transfer)Prozess dem Möbelhersteller zahlreiche technische, qualitative und wirtschaftliche Vorteile. Im Vergleich zum klassischen Premium-Verfahren WIG (Wolfram-Inertgas) zeichnet sich der CMT-Prozess vor allem durch höhere Wirtschaftlichkeit aus.

www.waterjet.ch

Siehe Bericht auf Seite 68 (Bild: Fronius Schweiz AG, 8153 Rümlang) www.mtp-ag.ch

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Fügen-Trennen-Formen

Professioneller Partner für Laserschweissen

| Lasertechnik Rolf Merz, Inhaber und Geschäftsführer der Rofam GmbH, vor dem Laserarbeitsplatz «TruLaser Station 5004».

Beschriften, grafieren, schweissen Bis Mitte letzten Jahres befasste sich die Rofam GmbH ausschliesslich mit Laserbeschriften und -gravieren von Werkstücken aus den unterschiedlichsten Bereichen. Dann kam als weiteres Standbein noch das Laserschweissen dazu. Dieses Verfahren birgt ein enormes Potenzial wie Untersuchungen zeigen.

A

ls Abschluss seines Studiums zum Betriebstechniker HF schrieb der Betriebsleiter Roger Hochstrasser eine Diplomarbeit zum Thema «Expansion Laserschweissen». Dazu bemerkt Rolf Merz: «Das daraus ersichtliche Potenzial der Laserschweisstechnik hat

(Ende Oktober 2009) konnten wir einen Neubau, der ausschliesslich für das Laserschweissen erstellt wurde, beziehen. Dadurch erhält der Kunde nun Beschriftungen, Gravuren und Schweissarbeiten aus einer Hand.» Durch das in der Laserschweissanlage integrierte digitale Stereomikroskop ist während des gesamten Prozesses eine 100- %-Kontrolle durch den Mitarbeiter möglich. Zusätzlich lassen sich mit einem Messmikroskop stichprobenartige Kontrollen mit einer bis zu 200-fachen Vergrösserung durchführen. Damit kann die Qualität des Schweissprozesses sichergestellt und dokumentiert werden. Dadurch ist eine reproduzierbare Qualität gewährleistet.

für das TIC-Schweissen sowie auch für das Hartlöten. Deshalb sieht er für dieses Verfahren ein enormes Anwendungspotenzial. Derzeit setzt das Unternehmen beim Laserschweissen vor allem auf zwei Zielgruppen, einerseits die Medizinaltechnik sowie andererseits den Werkzeug- und Formenbau. Dazu bemerkt er: «Beim Schweissen von Instrumenten für die Chirurgie spielt der Laser all seine Stärken aus: Er arbeitet mit höchster Qualität, bietet viele Anwendungsmöglichkeiten für verschiedene Produkte und ist ideal für schnell wechselnde kleine Losgrössen. Diese bestehen hauptsächlich aus Chromnickelstahl» Bei den meisten Anwendungen entfällt auch jegliche Nacharbeit. Durch die definierte, eng begrenzte Wärmeflusszone lassen sich auch dünne Materialien verzugsarm und exakt bearbeiten. Die Lasernähte sind porenfrei, steril und biokompatibel wie der Grundwerkstoff, selbst wenn mit Zu-

Anwendungsschwerpunkte

uns veranlasst, diesen Erkenntnissen Taten folgen zu lassen. So wurde bereits acht Monate nach Abschluss der Diplomarbeit unsere erste Laserschweissanlage in Betrieb genommen. Weitere vier Monate später

Autor Aldo Tormen, Freier Fachjournalist, 9403 Goldach.

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Blick in den Arbeitsraum des Laserarbeitsplatzes.

Das Laserschweissen wird vor allem bei Bauteilen eingesetzt, die mit einer schmalen, schlanken Schweissnahtform und einem geringen thermischen Verzug zu fügen sind. Dabei lassen sich sämtliche Nahtgeometrien herstellen, wie Stumpf-, Überlappoder Kehlnähte. Ein wichtiger Schweissparameter, der unter anderem die Einschweisstiefe festlegt, ist die Lage des Laserstrahlfokus relativ zur Werkstückoberfläche. Die lokale und temporäre Energiezufuhr durch den Laserstrahl ermöglicht neben der schnellen Ausbildung eines Schmelzbades auch eine hohe Abkühlgeschwindigkeit der Schweissnaht und damit bei Metallen eine leichte Erhöhung der Härtewerte. Gemäss Rolf Merz ist das Laserschweissen eine Ablösetechnologie

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Lasertechnik  |  Fügen-Trennen-Formen

Oberflächen. Dabei wird die gewünschte Form Punkt für Punkt, Linie für Linie und Schicht für Schicht aufgetragen», erklärt Rolf Merz. «Da sich der Zielmarkt für das Laserschweissen quer durch die gesamte Industrie erstreckt, gibt es noch viele Bereiche, zum Beispiel den Maschinen- und Apparatebau sowie die Blechverarbeitung, die für uns von grossem Interesse sind.»

Werkstück aus der Medizinaltechnik: Die Schweissnähte sind porenfrei, steril und bio­ kompatibel wie der Grundwerkstoff.

satz geschweisst wird, um beispielsweise einen Spalt zu füllen oder eine glatte Oberfläche zu erzeugen. «Im Werkzeug- und Formenbau geht es um das Auftragschweissen bei der Reparatur oder Modifikation bestehender Bauteile und der Veredelung von

Für stichprobenartige Kontrollen lässt sich die Schweissnaht bis zu 200-fach vergrössern.

Fazit und Zukunftsperspektiven Die wichtigsten Kriterien, die für den Einsatz des Laserschweissens sprechen, sind die hohe Wirtschaftlichkeit aufgrund der hohen Schweissgeschwindigkeit sowie das verzugsarme Schweissen, da nur kurzzeitig Wärme eingebracht wird. In den meisten Fällen kann man zudem aufwendige Nacharbeiten einsparen, da das Verfahren optisch schöne Schweissnähte erzeugt. Über die Investition in den TrumpfLaserarbeitsplatz sagt Rolf Merz: «Unsere Erwartungen wurden vollumfänglich erfüllt. Wir werden daher den Bereich des Laserschweissens nach und nach weiter ausbauen. So erhalten wir bereits im Juli nochmals einen solchen Laserarbeitsplatz. Unser Ziel ist es, nächstes Jahr mit einer weiteren Anlage das 3D-Laserschwei-

Start mit Beschriftungslaser Im Jahre 1993 gründete Rolf Merz im aargauischen Leimbach mit einem Beschriftungslaser die Rofam GmbH. In den nächsten elf Jahren kamen nach und nach fünf weitere Beschriftungslaser dazu. Dazwischen wurde 1999 ein neues Firmengebäude bezogen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund zehn Mitarbeiter. Die Kunden verteilen sich über die ganze Schweiz, wobei es sich um Firmen jeder Grösse handelt.

ssen in Kombination mit dem Laserschneiden anbieten zu können. Zudem setzen wir all unsere Kräfte dafür ein, bis in fünf Jahren die neue Halle mit verschiedenen Laserschweissanlagen und dementsprechend natürlich auch mit Aufträgen gefüllt zu haben.» (mg)

Infos Rofam GmbH 5733 Leimbach 062 772 34 30 produktion@rofam.ch www.rofam.ch Trumpf Maschinen AG 6340 Baar 041 769 66 66 info@ch.trumpf.com www.ch.trumpf.ch

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Fügen-Trennen-Formen

| Schweissen

Die Schweissnähte verbinden zuverlässig hoch belastete Funktionsteile des Krankenbettes.

Möbelhersteller profitiert vom «kalten» Schweissen

Qualität steigern und Kosten senken Die tragenden Elemente qualitativ hochwertiger Möbel für Büros, Schulen und den medizinischen sowie Pflege-Bereich bestehen zum grössten Teil aus Stahlprofilen. Lichtbogen-Schweissverfahren fügen ihre Schnitt- und Verbindungsstellen dauerhaft stabil. Im Vergleich zum konventionellen MAG-Verfahren bringt der innovative CMT (Cold Metal Transfer)-Prozess dem Möbelhersteller zahlreiche technische, qualitative und wirtschaftliche Vorteile. Im Vergleich zum klassischen Premium-Verfahren WIG (Wolfram-Inertgas) zeichnet sich der CMT-Prozess vor allem durch höhere Wirtschaftlichkeit aus.

D

ie Embru-Werke in Rüti ZH profitieren seit Ende 2007 vom CMT-Prozess und geben darüber Auskunft. Stahlrohre mit quadratischen, rechteckigen oder kreisrunden Querschnitten treffen als Ausgangsmaterial im Wareneingang ein. Ihre Wanddicken betragen zwischen 0,5 und 6 mm. Eine Laserschneidanlage längt sie auf die gewünschten Masse ab. Parallel dazu schneiden, stanzen und biegen mehrere andere moderne Maschinen die Blechteile. Deren Dicke variiert zwischen 0,5 und 3 mm. So wie die im Fertigungsfluss folgenden Schweissroboter arbeiten die präzisen und leistungsfähigen Maschinen im Zwei- oder Dreischichtbetrieb. «Wir sind ein innovatives Unternehmen, bei dem Qualität im Vordergrund steht. Unseren Kunden wollen wir hochwertige Produkte liefern. Deshalb legen wir Wert auf motivierte, zufriedene Mitarbeiter und auf regelmässige Investitionen

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in leistungsfähige Technologien. Ebenfalls gehört dazu, dass wir nach ISO 9001 zertifiziert sind», erläutert Jürg Radtke einige Aspekte der Unternehmensphilosophie. «Wir halten konsequent am Produktionsstandort Schweiz fest. Daraus leiten wir unsere Stärken ab: Eingehen auf Kundenwünsche – bis hin zum Vor-Ort-Service.» Falls der Kunde es wünscht, übernehmen Mitarbeiter von Embru auch den anschliessenden Service, zum Beispiel im Rahmen eines Wartungsvertrages. Zur guten Auslastung und damit verbundener hoher Produktivität tragen in Rüti auch anspruchsvolle Lohnfertigungsaufträge bei.

Qualitäts- und Wettbewerbsvorteile ausbauen Eine Erfolgsstrategie von Embru besteht darin, regelmässig auf zukunftsträchtige Technik zu setzen. Der konkrete Kapazitätsbedarf nach einer neuen Schweisszelle führte im Jahr 2006 zum Besuch

der Baumesse in Basel und zum Kennenlernen des CMT-Verfahrens. «Wir haben uns die Vorteile erklären lassen und waren sehr beeindruckt. Geringe Wärmeeinbringung, schlacke- und spritzerfreies Schweissen sind genau das, was wir brauchen», erinnert sich Jürg Radtke. Als feststand, dass ABB die Projektverantwortung für die Schweisszelle erhält, liess Embru eine Lösung mit und ohne CMTAusstattung rechnen. Trotz höherer Anschaffungskosten fiel die Entscheidung pro CMT. Denn die grössere Wirtschaftlichkeit gleicht die Unterschiede bereits nach kurzer Zeit aus. «Wir sparen jährlich einige Hundert Stunden manueller Zusatzarbeiten», berichtet Werkmeister Fabian Süess aus der betrieblichen Praxis und ergänzt: «Der geringere Wärmeeintrag vermeidet weitgehend Verzug und als Folge auch aufwändige Richtarbeiten. Hinzu kommen die Qualitätsverbesserungen. Ebenso positiv gehen die eingesparten Zeiten für

entfallende Oberflächen-Nachbearbeitung in die betriebswirtschaftliche Bilanz ein.»

Eine CMT-Roboterschweisszelle für viele Anwendungen Schweissen gehört bei Embru zu den traditionsreichen Fertigungstechniken. Hohe Festigkeit und Qualität der Nähte gelten hier als selbstverständliche Grundlagen der eigenen Ansprüche. «Damit liegen wir weit über der Norm. Das gibt uns die Sicherheit, dass ein Krankenbett hält, auch wenn sich gleichzeitig mehrere gewichtige Besucher darauf setzen. Vergleichbares gilt natürlich für Möbel im Büro und besonders in Schulen», erläutert Jürg Radtke. Die Wertschöpfung per Schweissen beziffert er bei Embru in einer Grössenordnung von 10 Prozent. Für dieses wichtige Fügeverfahren steht deshalb die Automatisierung im Fokus. Auch die Genauigkeit und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse sprechen dafür. Die im Jahr 2007 angeschaffte Roboterzelle besteht im Wesentlichen aus einem Positionierer mit der Tischfläche 1200 × 2500 mm für Werkstücke bis 250 kg; weiter aus dem Siebenachs-Industrieroboter IRB 1600, dem Schweisssystem TransPuls Synergic 5000 CMT sowie einem WIG-Schweiss-


Schweissen |

system. Das Nahtsuchsystem «Smart Trac» komplettiert die Ausstattung. Die Schweisszelle produziert quer durch das differenzierte Produktionsprogramm bis zu 40 unterschiedliche Werkstücke, zum Beispiel jährlich bis 1200 Kranken-, 2000 Pflegebetten und 4000 Tischgestelle. Dabei ruft der Roboter das jeweils für die Schweissaufgabe hinterlegte Programm auf. Die unterschiedlichen CMT-Jobs entwickelten die Schweissexperten von Fronius International und die Servicekollegen der Schweizer Tochtergesellschaft installierten sie bei Embru. Entscheidend für die hohe Produktivität der Schweisszelle und die Qualität der geschweissten Produkte ist das Fügen in einer Aufspannung. Dazu spannt die Vorrichtung des Positionierers jedes Werkstück so, dass alle Verbindungen ohne

Umspannen nacheinander geschweisst werden. Dies beinhaltet auch eventuelle Verfahrenswechsel zwischen CMT-, Impulsund WIG-Technologie.

Fügen-Trennen-Formen

CMT für an- und auffällige Sichtflächen Lackieren per Pulverbeschichten zeichnet sich durch mehrere Vorteile aus. Neben der hohen Ober-

flächengüte überzeugen die wirtschaftlichen und ökologischen Faktoren. Denn die Lackpartikel benetzen ausschliesslich das Werkstück, ohne die Umgebung zu

Zum CMT-Schweissen per Roboter ist das Tischgestell in die Vorrichtung gespannt.

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belasten. Anfang 2010 nahm Embru eine neue Anlage in Betrieb. Es ist die erste in der Schweiz, die die Werkstücke vor dem Lackieren im Sprühverfahren beizt. Sie ersetzt bei den lasergeschnittenen Teilen das sonst übliche Sandstrahlen. Beim Oberflächenveredeln dieser Teile wirkt sich einer der CMT-typischen Vorzüge gravierend aus: die praktische Spritzerfreiheit. Das Anhaften von Spritzern wurde früher beim konventionellen MAGSchweissen weitgehend mit Schweissspray unterbunden. Allerdings zeigte dies eine unangenehme Nebenwirkung. Weil das Spray sehr gut haftet, erzeugt es nach dem Pulverbeschichten speziell mit weissem Lack gelbe Ränder. Qualitätsprodukte wie Pflegebetten dürfen aber solche Mängel nicht aufweisen. Die Alternative, die Flächen nachher mechanisch zu putzen statt vorher Schweiss-

Die Positioniervorrichtung bewegt und hält das Tischgestell in der optimalen Schweissposition.

spray einzusetzen, ist weder praxisnoch lackiergerecht. Noch drastischer gilt das bei Büromöbeln. Hier erwartet der Kunde optisch einwandfreie Oberflächen. Weil beim

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70 technica 08-10

| Schweissen

CMT-Schweissen weder vorheriges Sprayen noch nachträgliches Putzen erforderlich ist, fertigt Embru jetzt alle Teile für Pflegebetten und Büromöbel ausschliesslich mit diesem Verfahren. Bei Büromöbeln mit grossen Sichtflächen punktet die CMT-Technologie mit einem ihrer weiteren Vorzüge. Blechblenden von Schubladen und andere Aussenteile erhalten zum Versteifen auf ihrer Rückseite Profilschienen. Sowohl fertigungstechnisch wie von der Festigkeit her bietet sich das Schweissen dafür als optimales Verbindungsverfahren an. Allerdings erzeugt das MAG-Schweissen Wärmeverzüge auf den Blechflächen, die nach dem Lackieren deutlich sichtbar sind. Dank seines geringen Wärmeeintrages bleiben beim CMT-Schweissen die kritischen Blechflächen verzugsfrei und eben. Fügen mit der CMT-Technologie vereinfacht im Ergebnis auch den logistischen Aufwand. Weil alle geschweissten Teile vor und nach dem Lackieren gleich gut aussehen, entfällt das Sortieren und Lagern nach unterschiedlichen visuellen Gütekategorien. Unabhängig vom Kundenauftrag und der gewünschten Farbe kann ein beliebiges Teil aus der Vorratspalette gegriffen und zum Lackieren transportiert werden.

26.07.2010 13:14:06 Uhr

Trends und Perspektiven In den rund 30 Monaten Betriebsund Erfahrungspraxis hat die CMTTechnologie die qualitätsorientierten Manager und ihre Mitarbeiter bei Embru überzeugt. So wenden sie das zwar qualitativ hochwertige aber deutlich weniger produktive WIG-Verfahren nur noch dann an, wenn Kunden es ausdrücklich wünschen. Dagegen prüfen die Fertigungsexperten, welche Schweissprozesse sie sinnvoll auf CMT umstellen können. Bereits beschlossen ist die Erweiterung der CMT-Ressourcen. Eine vorhandene MAG-Schweisszelle wird auf CMT umgerüstet. Betriebsleiter Radke empfiehlt Kollegen, die Dünnbleche oder Dünn-Dick-Verbindungen schweissen: «Prüfen Sie eingehend die Alternative CMT, denn ganzheitlich betrachtet ist sie auf Dauer oft die wirtschaftlichere Lösung.» (mg)

Infos Fronius Schweiz AG 8153 Rümlang 044 817 99 44 sales.switzerland@fronius.com www.fronius.com Embru-Werke AG 8630 Rüti ZH 055 251 11 11 info@embru.ch www.embru.ch


Lasertechnik  |  Fügen-Trennen-Formen

Anspruchsvolle Teile verzugsarm schweissen

Laserauftragschweissen mit fünf Achsen simultan Sulzer Innotec setzt seit über 20 Jahren Hochleistungslaser in der Materialbearbeitung ein. Das Laserauftragschweissen wird erfolgreich für Schweissreparaturen eingesetzt, findet aber auch zunehmend in der Neuteilfertigung Verwendung. das erste Einsatzfeld, die Wieder­ herstellung der Schaufelkontur von Abgasturboladern.

3D-Reparatur­ schweissen

Aufbau der Turbinenschaufeln.

D

ie Vorteile liegen neben dem geringen Verzug in der deutlich verbesserten Schweissbarkeit auch schweiss­ technisch anspruchsvoller Werk­ stoffe wie hochwarmfester Nickel­ basislegierungen oder hochkoh­ lenstoffreicher Stähle. Bekannte Anwendungsgebiete sind Repara­ turschweissungen an Gasturbinen­ schaufeln oder Formwerkzeugen.

Anleihen in der Fräsbearbeitung Die Herstellung von Impellern, ob in offener Ausführung, mit gelöte­ ter oder geschweisster Deckscheibe oder vollständig integral aus einem

Rohling gefräst, gehört zu Innotecs Kernkompetenzen in der mechani­ schen Fertigung. Damit einher geht langjährige Erfahrung in der Pro­ grammierung von 5-Achs-Simult­ anfräsprozessen sowohl mit kom­ merzieller CAM-Software als auch mit Eigenentwicklungen. In der Laserschweisstechnik be­ treibt Innotec einen Portalroboter mit einem 2,2-kW-CO2-Laser und eine 1,5-kW-Faserlaseranlage, die beide steuerungsseitig die 5-Ach­ sen-Simultanbearbeitung unter­ stützen. Die Idee, statt Fräsbahnen Auftrag­ schweissbahnen zu generieren, war daher genauso naheliegend, wie

Das Laserauftragschweissen erfolgt mit Metallpulver als Schweisszu­ satz, das über eine richtungsunab­ hängig einsetzbare Coaxial-Düse dem mit dem Laserstrahl erzeug­ ten Schmelzpunkt zugeführt wird. CNC-gesteuert werden so Auftrag­ schweissbahnen erzeugt. Robuste Schweissparameter und Schweiss-Strategien sind erforder­ lich, um die Geometrieabweichun­ gen des Gussrades auszugleichen. Die Schweissbahnen werden da­ für auf Grundlage des vorhande­ nen CAD-Modells im CAD-System generiert.

Verschleissschutz­ beschichtungen Stellite sind Hartlegierungen auf Cobalt-Chrom-Basis, die sich ne­ ben der grossen Härte durch hohe Beständigkeit gegen Korrosion aus­ zeichnen. Beim Aufschweissen ei­ ner Stellitschicht auf eine Förder­ schnecke ist die vollständige Abde­ ckung der Oberfläche wesentlich. Konventionelles Auftragschweissen erfordert aufgrund der Durchmi­ schung mit dem Grundmaterial mehrere Schweisslagen, respektive Schichtdicken von mehreren Milli­

metern, um die gewünschten Ver­ schleissschutzeigenschaften auf der Funktionsfläche sicherzustel­ len. Die geringe Aufmischung beim Laserauftragschweissen erlaubt da­ gegen einlagiges Aufschweissen und macht damit die Beschichtung von vergleichsweise dünnwandigen Geometrien erst möglich.

Bauteilpanzerungen Für extreme Verschleiss- und Schlag­ beanspruchungen bietet sich das Aufschweissen von Schichten aus Wolframkarbid in einer Kobaltmat­ rix (WC/Co) an, mit denen Härten bis 1300 HV erreicht werden können. Auch hier liegt der Schlüssel zum Erfolg in der lückenlosen Panzerung der Bauteiloberfläche auch in Ecken und auf Kanten. Die richtige Aus­ wahl der Prozessparameter stellt sicher, dass die Beschichtung bei Schlägen nicht abplatzt.

Neue Möglichkeiten Der Einsatz des Laserauftrag­ schweissens ist generell dann sinn­ voll, wenn Konkurrenzverfahren wie thermisches Spritzen oder konven­ tionelles Schweissen sich tech­ nisch als nicht geeignet erweisen oder wenn in der Vor- und Nachbe­ arbeitung bzw. bei der Auslegung der Bauteile Einsparungen erzielt werden können. Das hier vorgestellte 3D-Laser-Auf­ tragschweissen auf Grundlage ei­ nes CAD-Modells ermöglicht die Bearbeitung beliebiger Bauteilfor­ men, wenn die Zugänglichkeit des Werkzeugs, hier Laser- und Pulver­ strahl, sichergestellt werden kann. Das Schweissen in einer Aufspan­ nung reduziert ausserdem die Schweisszeiten und damit Kosten signifikant. (mg)

Infos

Stellitierte Förderschnecke.

Panzerung eines Steinbrechwerkzeuges.

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Fügen-Trennen-Formen  |  Lasertechnik

Laserschweissen und -härten auch an grossen Bauteilen

Funktionsflächen gezielt veredeln Auch an grossen Maschinenbauteilen sind es oft nur relativ feine, kleine Funktionsflächen, die besonderen Belastungen ausgesetzt sind, und deshalb beschichtet oder gehärtet werden müssen. Da diese «Funktionsflächenveredelung» zudem möglichst verzugsfrei und im dreidimensionalen Raum erfolgen muss, eignet sich der Laser dafür besonders gut. Vor allem auch, wenn es um kleine Stückzahlen geht.

Der feine, ringförmige Pulveraustritt aus der Düse umgibt den Laserstrahl.

V

oll im Trend dieser Marktnachfrage liegt BR TEC Bühler AG in Turbenthal mit ihren drei- und fünfachsgesteuerten Laser-Bearbeitungszentren. Das Produktionsprogramm der BR TEC Bühler AG umfasst unter anderem die Konstruktion und Herstellung von kundenspezifischen Werkzeugen für die Blechbearbeitung, Industriemessern, hochwertigen Industrie-Sägewerkzeugen und unterschiedlichen Bauteilen für den Maschinenbau.

Auch grosse Werkstücke gezielt behandeln Die besonderen Stärken des Lasers liegen bei der hohen Energiedichte und der geringen Wärmeeinbringung in das Werkstück. Dazu kommt, dass die multifunktionalen Anlagen über vier Meter lange, zwei Meter breite und einen Meter hohe Arbeitsbereiche verfügen. Selbst voluminöse und kompliziert gestaltete Werkstücke

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lassen sich somit bearbeiten, auch innerhalb von Vertiefungen, Durchbrüchen und Bohrungen. Beim LaserPulverauftragsschweissen können die Härte und die mechanischen Eigenschaften des aufgeschweissten Materials auf den Lastfall abgestimmt werden. Der lokal sehr begrenzte Wärmeeintrag in das Werkstück verursacht kaum thermischen Verzug des Werkstücks. Damit werden Nachbearbeitungen wie Richten oder Schleifen oft überflüssig.

Hoch beanspruchbare Zonen auf zähem Grundmaterial Das Pulverauftragsschweissen mit dem Laser ermöglicht es, in präzisen Geometrien schmale und dünne, fein strukturierte Schichten aus härtbaren, zähen oder verschleissfesten Werkstoffen auf kostengünstiges Grundmaterial aufzutragen. Dazu wird im Bearbeitungskopf durch eine Ringdüse Schweisspulver koaxial zum Laserstrahl auf das Werkstück aufgesprüht und dort mit dem Grundmaterial verschweisst. Transportmedium des Schweisspulvers ist Schutzgas, die Ringdüse ermöglicht Richtungsänderungen auf engstem Raum. Die mit dem Laser aufgetragenen Schichten sind 0,1 bis 1,5 mm dick, die Breiten können zwischen 1 und 5 mm eingestellt werden. Für grös­ sere Schichtbreiten werden mehrere Schweissraupen überlappend nebeneinander aufgetragen. Für höhere Schichtdicken wird mehrlagig aufgeschweisst.

Auch bei Instandsetzungen teurer Werkzeuge spart es erheblich Kosten, wenn sich die Reparatur auf die beschädigten oder abgenützten Bereiche beschränkt. Weitere Beispiele sind Blechverformungswerkzeuge, Führungsschienen sowie Wellenlaufflächen oder Lagersitze.

Extrem harte Schichten möglich Der Laser ermöglicht ein breites Spektrum von Möglichkeiten für die Materialpaarung. In der Praxis handelt es sich beim Grundmaterial meist um kostengünstigen Baustahl. Bei den aufgeschweissten Werkstoffschichten werden in der Regel Härten von 20 bis 65 HRC gewünscht, durch Einschmelzen von Hartstoffen sind jedoch extreme Härten bis zu 2000 HV möglich. Zudem kann mit filigranen Schriftzügen, Grafiken oder durch nebeneinander angeordnete schmale Laser-Schweissraupen die optische Attraktivität eines Bauteils gesteigert werden. Neben dem Pulverauftragsschweis­ sen werden die Anlagen auch zum

Aufbringen von verschieden hohen Beschichtungen auf ein Bauteil.


Gut sichtbarer Positionslaserpunkt aus dem Bearbeitungskopf. Darunter ein mit Pulverauftragsschweissen erstellter Schriftzug.

Härten eingesetzt. Dabei erhitzt der Laserstrahl die zu härtende Zone mit einer Aufheizgeschwindigkeit von mehr als tausend Grad pro Sekunde bis zur Austenitisierungstemperatur des Stahls. Aufgrund der hohen Strahlgeschwindigkeit kühlt der umgebende kalte Grundwerkstoff die erwärmte Zone unmittelbar hinter dem Laserstrahl sehr rasch wieder ab. Durch diese Selbstabschreckung bildet sich hartes Martensitgefüge und damit eine harte Oberflächenzone, wobei die Zähigkeit im Inneren des Bauteils erhalten bleibt.

richtung beliebig ändern. Ausserdem sorgt die koaxiale Ringspaltdüse für einen homogenen Pulverfokus von nur 0,7 mm Durchmesser. Wenn erforderlich, lassen sich durch einen Zusatzgasanschluss direkt am Kopf Schutzgase zumischen. Da die für das Schweissen erforderlichen Medien wie Kühlwasser und Pulver zusammen mit dem Laserstrahl innerhalb des Kopfes geführt werden, ist der modular konzipierte Bearbeitungskopf auffallend schlank gebaut. Die Schutzgaskassette, eine Schutzgasüberwachung und die Prozess-Sensorik mit kontinuierlicher Temperaturmessung sind ebenfalls in den Kopf integriert. Die Temperatur am Arbeitspunkt ist ein entscheidender Faktor bei der Laserbearbeitung, sie wird von der Steuerung auf Basis der kontinuierlichen Temperaturmessung mit einer hohen Genauigkeit geregelt. Fährt der Laserstrahl über eine dünnere Stelle, in die Nähe einer Kante oder einer Bohrung, so registriert das System sofort eine Temperaturerhöhung und fährt die Laserleistung entsprechend zurück und anschliessend je nach Dicke des Grundmaterials wieder hoch. Zum Härten und Beschichten sind unterschiedliche Laserköpfe erforderlich.

Prozessüberwachung inbegriffen

Kleben Sie an falSchen Technologien

In Verbindung mit dem Laser-WeldingMonitor (LWM) steht ein System zur Prozessüberwachung und -dokumentation zur Verfügung. Alle relevanten Prozessdaten werden von der Steuerung laufend dokumentiert. Damit ist der gesamte Vorgang der Laserbearbeitung sicher reproduzierbar, die Daten bilden aber auch die Grundlage zu einer verlässlichen Qualitätskontrolle. (mg)

Bearbeitung mit Zukunftspotenzial Als Laserquelle dienen fasergekoppelte Drei-Kilowatt-Diodenlaser, von denen aus ein flexibles Lichtleiterkabel den Laserstrahl zum Bearbeitungskopf führt. Das Schweisspulver wird dem Bearbeitungskopf durch eine koaxiale Ringspaltdüse zugeführt, damit lässt sich die Arbeits-

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TechniKnacknuss

Die Geburtstagsfeier An der Geburtstagsfeier wird der noch nicht 100-jährige Jubilar von einem Journalisten gefragt: «Wie viele Kinder haben Sie?» Der Jubilar antwortet: «Die Anzahl meiner Enkelkinder ist gleich gross wie mein Alter. Jeder meiner Söhne hat gleich viele Brüder wie Kinder und jede meiner Töchter hat gleich viele Schwestern wie Kinder.» Der Journalist beginnt zu rechnen (er kennt ja das Alter des Jubilars), dann antwortet er: «Sie haben mir noch nicht genügend Angaben gemacht, damit ich die Anzahl Ihrer Kinder herausfinden kann.» «Das ist richtig», bestätigt der Gefeierte, «aber wenn ich Ihnen sage, dass ich mehr Söhne als Töchter habe, so besitzen Sie alle Angaben, die Sie benötigen.» Wie alt ist der Jubilar? Wie viele Söhne und Töchter hat er?

Die Auflösung von Ausgabe 6/7-2010

Quelle: www.mathematik.ch

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Vorschau auf die AMB

In Stuttgart öffnet am 28. September die grösste deutsche Werkzeugmaschinenmesse des «Zwischen-EMO-Jahrs» ihre Tore.

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maxon DC motor Präzis, effizient, zuverlässig.

maxon-Antriebe in Schiff-Schweissrobotern.

Wenn es drauf ankommt. Auch die Schiffbauindustrie setzt auf unsere Antriebssysteme. Die stecken z.B. in Schweissrobotern, welche dafür sorgen, dass Tanker sicher die Meere überqueren.

Die Innenwände von Tankern werden von mobilen Robotern so präzis zusammengeschweisst, dass sie extremen Hochseebedingungen standhalten. Dank maxon-DCMotoren können die Roboter an Schiffswänden hinauf- und herunterklettern sowie das Schweissgerät genau justieren.

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Das maxon-Produktprogramm ist modular aufgebaut und besteht aus: bürstenlosen sowie bürstenbehafteten DC-Motoren mit eisenloser maxon-Wicklung, Flachmotoren mit Eisenkern, Planeten-, Stirnrad- und Spezialgetrieben, Istwertgebern und Steuerelektronik.

maxon motor ist der weltweit führende Anbieter von hochpräzisen Antrieben und Systemen bis 500 Watt. maxon motor steht für kundenspezifische Lösungen, höchste Qualität, Innovationskraft und ein weltweites Vertriebsnetz. Testen Sie uns: www.maxonmotor.com


technica 08/2010