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CHF 12.–

11.2013

www.technica-online.ch www.marktspiegel.ch

fachzeitschrift für die maschinen-, elektro- und metallindustrie

Neuartige Getriebe

Was wäre, wenn Ihr Antrieb plötzlich 40 Prozent günstiger wäre?

SPECIAL: Zukunft der Messtechnik

20

Scannen statt tasten Werkstückoberflächen im Schleifzentrum überprüfen kann zeitaufwendig sein. Wir zeigen eine effektive Lösung mit einem digital-analogen Messtaster.

42

Noch mehr Drive EMWB hat eine neue Permanent-Magnet-Synchron-Motorenreihe entwickelt. Ein Hintergrundgespräch zum Thema Effizienz und Performance.

48

Filigranes Fräsen Zur Herstellung komplexer Modelle, Formen und Werkzeuge setzt ein Kristallglaskunst-Hersteller auf 5-Achsen-Bearbeitungstechnologie von Hermle.


Dynamik auf die Spitze getrieben

Gute Nuten fräsen: wegweisend wirtschaftlich. Mit unseren Hartmetall-Zirkularfräswerkzeugen zum Nutfräsen, Bohrzirkularfräsen, Gewindefräsen, T-Nutfräsen und für Sonderanwendungen. Das Programm umfasst Schneidkreisdurchmesser von 9,3 mm bis 35,7 mm. Der schwingungsarme Hartmetallschaft mit patentiertem Plattensitz sorgt mit optimal abgestimmten Hartmetallsorten und Geometrien der Schneidplatten für beste Schnittwerte, kontrollierten Spanfluss und prozesssicheres

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ABST ECH E N

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NUTSTOSSEN

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REIBEN


GELEITWORT

technica 11.2013

1

Geleitwort von Prof. Dr.-Ing. Claus P. Keferstein zum Messtechnik-Special der «technica»

Messtechnik – Katalysator des Fortschritts Schon die Ägypter mussten messen, um ihre Pyramiden bauen zu können. Dann, im Mittelalter, verbesserten die Zünfte ihre Produkte durch Messtechnik und Zölle auf Handelswaren wurden in «Fuss» und «Elle» berechnet. Ohne Messtechnik hätte es keine Ozeanüberquerungen (Kolumbus um 1500), Eisenbahnlinien und Kanäle (Suezkanal um 1800) gegeben. Mit der Industrialisierung und internationalen Arbeitsteilung (um 1900) wurde die Messtechnik und besonders deren Standardisierung wichtig. Unser Wohlstand ist zu einem überwiegenden Teil auf den «Austauschbau» zurückzuführen. Er ermöglicht es, ein Produkt funktional und messtechnisch so zu spezifizieren, dass ein Teilprodukt in den USA, ein anderes in China produziert werden kann und sich die beiden Teile in der Schweiz zusammenbauen lassen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Messtechniker noch «Kontrolleure im weissen Kittel», welche die Qualität der Produkte nach der Fertigung überwachten. Deshalb der Name «Fertigungsmesstechnik» oder «Produktionsmesstechnik». Das Bild des Messtechnikers hat sich seitdem grundlegend gewandelt. Die grosse Kostenverantwortung der Entwickler für die effiziente Herstellung und Qualität der Produkte wurde

Miss alles, was sich messen lässt, und mach alles messbar, was sich nicht messen lässt. (Galileo Galilei) erkannt. Heute muss schon der Konstrukteur darauf achten, dass die Einzelteile auch preiswert und effizient mess- und herstellbar sind. Die Zeiten der «Angsttoleranzen» sind vorbei. Entwickler und Fertiger brauchen mehr Messtechnikwissen. Und eine zweite Erkenntnis hat sich durchgesetzt; die Messtechnik dient nicht zur «Kontrolle», sondern zur Regelung (englisch «to control») des Produktionsprozesses. Das wiederum bedeutet, dass die Messtechnik näher an den Produktionsprozess heranrückt, den Regelkreis schneller macht, um erst gar keinen Ausschuss entstehen zu lassen. Man spricht auch von «produktiver Messtechnik»: einer Messtechnik, die mehr Geld einspart, als sie kostet. Beide Entwicklungen haben grossen Einfluss auf die technologischen Anforderungen an die Messtechnik und die Ausbildung in Sachen Messtechnik. Techno-

logisch haben neue, meist schnelle optische Verfahren wie z. B. die optische, flächenhafte Oberflächenmesstechnik diese Herausforderung erfolgreich angenommen. Die Multisensor-Koordinatenmesstechnik ist ein weiteres Beispiel in diese Richtung. Auch die Werkzeugmaschinen können heute, dank der Weiterentwicklung der Messtechnik, eine Position nicht nur reproduzierbarer anfahren, sondern auch ihre absolute Genauigkeit wesentlich steigern. Die Messtechnik am Fertigungsprozess wird robuster und einfacher bedienbar. Sie werden sicher in diesem Themenheft noch von weiteren Beispielen lesen können. Die Ausbildung hinkt hier naturgemäss etwas hinterher. Die kurzen Innovationszyklen in der Messtechnik erfordern auch entsprechende Zyklen beim lebenslangen Lernen. Heute ist das noch nicht überall der Fall. Es braucht noch viel Zeit, bis sich neue Vorgehensweisen allgemein etabliert haben. Das gilt auch für die Lehrenden für Konstruktion, Entwicklung, Fertigung, Messtechnik und Qualitätsmanagement. Kooperation und Abstimmung sind angesagt, um den Katalysator Messtechnik voll zur Entfaltung zu bringen. Konstrukteure müssen unter anderem schon aus rechtlichen Gründen gegenüber dem Kunden lernen, messtechnisch eindeutige Zeichnungen zu erstellen und die Form- und Lagetolerierung effizient einzusetzen. Fertiger brauchen Wissen über «beherrschte Prozesse». Messtechniker müssen die neuesten Messverfahren beurteilen können. Erste Schritte mit neuen Lernkonzepten sind gemacht, z. B. mit Weiterbildungen über das Internet. Auch Kombinationen, sogenannte «blended learning Ansätze», mit Fernunterricht, Präsenzunterricht und Praktika vor Ort feiern Erfolge. Ich freue mich, dass die Redaktion dieses Thema in den Mittelpunkt gestellt hat, und wünsche allen Lesern und Leserinnen viel Spass. Prof. Dr.-Ing. Claus P. Keferstein

Ein Leben für die Messtechnik. Prof. Dr.-Ing. Claus P. Keferstein (61) spezialisierte sich schon während des Studiums an der Universität Stuttgart auf die Messtechnik. Er promovierte an der Fraunhofergesellschaft über optische Messtechnik und entwickelte acht Jahre Messtechnik-Technologie in der Industrie. Von 1994 bis September 2013 war Keferstein Dozent für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement sowie Institutsleiter des Instituts für Produktionsmesstechnik, Werkstoffe und Optik (PWO) an der NTB in Buchs SG.

Keferstein@bluewin.ch


2

INHALTSVERZEICHNIS

10

SPECIAL Messtechnik

Steigende Qualitätsanforderungen bei höherem Kosten- und Zeitdruck: Dieses Dilemma akzentuiert sich in der Mess- und Prüftechnik ganz besonders. Noch präzisere Teile schneller und billiger prüfen, wie geht das? Neue Messmethoden und Prüfstrategien sind gefragt.

11.2013 technica

35

Antriebstechnik

Die Firma Infotech baut seine kompakten, hoch spezialisierten Automations-Anlagen auf kleinstem Raum mit Linearantrieben von Schneeberger AG. Warum? Weil sich alles um Swissness dreht: bei den Lieferanten und natürlich in der Unternehmensphilosophie.

50

Werkzeuge

Gleich mit mehreren Neuheiten im Programm startete die Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH in den Herbst. Unter anderem mit der Schneidplatte S100 mit neuer Innenkühlung, ein Schneideisen für Rohrgewinde und eine Erweiterung des modularen Frässystems DG.

Fokusthema: Messtechnik, Berichte Seite 1, 10 – 20 1 Geleitwort von Prof. Claus P. Keferstein 4 Nachrichten Serie Industrie 4.0, Teil 9/12 8 Die menschenleere Fabrik – eine Illusion Siemens-Vorstand Russwurm berichtet von einer Vision, die jeden Tag konkreter wird

18 Einfacher und schneller Messfeldwechsel 3D-Digitalisierung: Steinbichlers innovativer Highend-Sensor

38 Individuelle Bedienpanels Kundenspezifische Control Panels in drei Entwicklungsstufen bieten Mehrwert

20 Scannen statt tasten Beweggründe, auf eine scannende Messung umzusteigen. Ein Anwenderbericht

40 Sichere Antriebe für sichere Papiere Neues Antriebskonzept für HightechPapiermaschinen in Landquart

FACHMESSEN SPECIAL Messtechnik 10 Strategien für effizienteres Prüfen Teile schneller und billiger prüfen? Neu Methoden und Strategien sind gefragt 12 Messtechnik-Umfrage Mit welchen Trends beschäftigen Sie sich? Messtechnik-Firmen antworten 13 Zukunft der Mess- und Automatisierungstechnik Virtuelle Instrumente in der Praxis 15 Neues aus der Messtechnik Produkte und Nachrichten aus der Branche 16 Null-Fehler-Produktion Wer nach dem Null-Fehler-Prinzip produziert, braucht starke Messtechnik-Partner 17 Verbesserte Zusammenarbeit Hinter der Kulisse: Wie ein MesstechnikHersteller seine Produkte entwickelt

EMO 23 Intelligente Produktionstechniken Noch ein paar Highlights der vergangenen EMO, die man gesehen haben muss SPS IPC Drives 28 Auftrieb für Antriebe Komplette Automatisierungsbranche erstmals in 13 Messehallen vertreten

Euromold 32 Euromold mit neuen Sonderthemen Zur 20. Euromold hat der Veranstalter bereits im Vorfeld einiges verändert

FACHARTIKEL Automations- und Antriebstechnik 35 Qualität für Schweizer Präzision Swissness mit Präzisions-Know-how und heimischen Linearantrieben

42 Noch mehr Drive Neue Permanent-Magnet-SynchronMotorenreihe EMWB 44 Neuartige Getriebe für mehr Effizienz Was wäre, wenn Ihr Antrieb plötzlich 40 Prozent günstiger wäre? 46 Weltrekord in den Alpen 100-MVA-Umrichter für drehzahlvariablen Antrieb in einem Pumpspeicherkraftwerk Werkzeugmaschinen und Werkzeuge 48 Gefräste Vielfalt für die Glaskunst Auch Glashersteller setzen auf 5-AchsenBearbeitungstechnologie 50 Breites Sortiment weiter ausgebaut Mit mehreren Neuheiten startete Paul Horn in den Herbst 52 Professionelle Alarmierungslösung ADVERTORIAL: Alarmierung aus der Cloud

Zulieferindustrie 55 «Zu jeder Reinigungsaufgabe einen Vorschlag» Industrielle Teilereinigung: Wie man zum optimalen Verfahren kommt


technica 11.2013

INHALTSVERZEICHNIS

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Fokusthema

013 Ausgabe 11/2

Messtechnik

57

Konstruktion/CAx

Das kleine, aber schlagkräftige Cimform-Team stellt sich jeder Herausforderung im Modell- und Formenbau oder bei der Fertigung von komplexen Einzelteilen. Open Mind unterstützt die Experten mit den individuellen Hypermill-CAD/CAM-Lösungen.

In dieser Ausgabe haben wir das Fokusthema gleich zu einem kompakten Special zusammengefügt. Passend dazu haben wir auf ein Editorial verzichtet, dafür einem der ganz grossen Koryphäen der Messtechnik, Prof. Dr.-Ing. Claus P. Keferstein, das Wort zuteilwerden lassen. «Messtechnik – Katalysator des Fortschritts» – und das ist sie seit Ewigkeiten und wird es weiterhin bleiben.

Industriesoftware 57 Richtige Entscheidung für komplexe Formen Das passende Werkzeug ist im «Just-in-time»-Geschäft elementar 60 Die wichtige Weichenstellung Entwicklungsdienstleister unterstützt mit durchgehender CAD- und CAE-Lösung

VERBÄNDE UND ORGANISATIONEN SVBF – Planung und Produktion 63 Dem Tiger im Visier Starrag Group: Tipps zum Aufbau eines indischen Transplants 65 An der Umsetzung hapert es Firmen nehmen Lean Leadership ernst, doch konkrete Umsetzungshinweise fehlen 66 Produkte 73 Lieferantenverzeichnis 78 Agenda 79 In dieser Ausgabe/Impressum 80 TechniKnacknuss/Vorschau

DU®, DX DP4 ®, EP GAR-MAX® HSG

Selbstschmierende und wartungsarme ZUM TITELBILD:

Gleitlager

Polyurethane – die individuelle Problemlösung Kundert ist Spezialist für die Herstellung von Halbzeugen und Fertigteilen aus Polyurethan. Aufgrund modernster Polyurethan-Verarbeitungsanlagen sowie eines breiten Werkstoffspektrums ist es Kundert möglich, kundenindividuelle Problemlösungen anzubieten. Fertigungsverfahren: Beschichtung von Metall- und Kunststoffkernen, Giessen von Formteilen. Werkstoffe: High-Performance-Polyurethansysteme für höchste Belastungen, Standard-Polyurethansysteme für vielfältige Einsatzgebiete, Polyurethansysteme mit anwendungsspezifischem Eigenschaftsprofil, FDA-zugelassene Polyurethansysteme. Zu den Spezialitäten von Kundert gehören: Härteeinstellungen von 10 ShA bis 80 ShD, grosse Auswahl an Farbeinstellungen, Mehrkomponenten-Giessen ohne Kleben, Beschichtung von Thermo- und Duroplastkernen ohne Kleben, antistatische Ausrüstung und Ausrüstung mit Hydrolyse- und Mikrobenschutz. Weitere Informationen: www.kundert.ch

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The Global Leader in High Performance Bearing Solutions


4

NACHRICHTEN

F

UNK ENFLUG

T Cornelia Buchwalder Swissmem T Eugen Albisser Chefredaktor «technica»

Liebe Cornelia Buchwalder Swissmem lanciert E-Books für die Berufsbildung und geplant seien solche auch für die betrieblichen Lehrmittel. Startet Swissmem eine E-Book-Offensive? Oder locker gefragt: Alles E-Book oder was? Lieber Chefredaktor zum Glück ist die Swissmem Berufsbildung im E-Bereich offensiver, als ich es bin. Denn ich muss gestehen: Elektronische Tools interessieren mich nicht allzu sehr. Ich bin ja schon fast stolz, ein Smartphone zu besitzen. Aber nicht deshalb nur habe ich meinen Kollegen Arthur Glättli um Rat gefragt, sondern weil er die Swissmem Berufsbildung leitet und dementsprechend kompetent Auskunft geben kann. Zum Beispiel über die Gründe und Motivationen für den vermehrten Einsatz elektronischer Tools. Dies habe auch mit dem gewandelten Nutzungsverhalten zu tun, erklärt er. Die Jugend wächst heute mit elektronischen Gadgets auf und will Informationen jederzeit und überall zur Verfügung haben. Ausserdem werden elektronische Medien an den Berufsfachschulen und in der betrieblichen Ausbildung immer stärker eingesetzt. Die Vorteile liegen auf der Hand. Einer davon: Die Wirksamkeit der Lehrmedien wird erhöht, und zwar durch die Integration von Videos und Animationen, Links ins Internet, individuelle Einbindungen von Beispielen oder Zusatzübungen durch Lehrer. Sozusagen als Nebeneffekt können wir so auch die duale Berufsbildung/MEM-Berufe als moderner und attraktiver Bildungsweg positionieren. In Arbeit haben wir übrigens auch E-Books für Konstrukteure/-innen für die Ausbildung im Lehrbetrieb und in überbetrieblichen Kurs. Ein Pilot mit international tätigen Firmen ist noch für dieses Jahr geplant. Das alles gehört zu unserer umfassenden Strategie, die Effizienz der Berufsbildung durch elektronische Mittel zu erhöhen und die MEM-Berufe zu fördern. Da haben wir bereits einiges vorliegen. Zum Beispiel die Informationsplattform tecmania.ch, Lernstoffvertiefung und Prüfungsvorbereitung auf der Swissmem E-Learning-Plattform, und eine elektronische Lehrabschlussprüfung der Berufskenntnisse der Elektroniker/-innen. Und nun noch ein grosses ABER: Die elektronischen Hilfsmittel ersetzen nicht die Praxisausbildung, sondern unterstützen diese. Das Lernen an Produkten und Dienstleistungen, die strengen Kunden- und Qualitätsanforderungen genügen müssen, steht nach wie vor im Zentrum der beruflichen Grundbildung! Weitere Infos:www.swissmem-berufsbildung.ch Im FUNKENFLUG «duellieren» sich abwechselnd mit Frage stellen und Antwort geben Cornelia Buchwalder, Ressortleiterin Fachgruppen bei Swissmem, und «technica»-Chefredaktor Eugen Albisser zu Themen der MEM-Branche, Technologien, Medien, Politik und was sie und ihre Branchen sonst noch beschäftigt im Arbeitsalltag.

11.2013 technica

Deutsche Messe schreibt Hermes Award aus

Siemens und Kuka wollen kooperieren

Der Hermes Award ist einer der bedeutendsten Technologiepreise und zählt zu den weltweit begehrtesten Industrieauszeichnungen. Ab sofort können sich Unternehmen und Institutionen, die ihre Produktinnovationen als Aussteller auf der Hannover Messe 2014 präsentieren, um den Hermes Award bewerben. Der begehrte Preis ist mit einem PR-Paket im Gesamtwert von etwa 100 000 Euro dotiert. Die eingereichten Produkte müssen bereits industriell erprobt und/oder in der industriellen Anwendung sein sowie im Hinblick auf ihre technische und ökonomische Umsetzung als besonders innovativ beurteilt werden. Bewerbungsschluss ist der 6. Februar 2014. www.hermesaward.com

Siemens Industry und die Kuka Roboter GmbH haben eine umfassende Kooperation angekündigt. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Integration von Kuka-Robotern und Siemens CNC-Lösungen beim Beschicken von Werkzeugmaschinen. Mit dieser gemeinsamen Herangehensweise versuchen beide Unternehmen, den Kerngedanken der integrierten Fertigung zu fördern und wollen beispielsweise durch die enge Verzahnung von Werkzeugmaschinen- und Beladeaufgaben neue Märkte erschliessen. www.kuka-roboter.ch www.siemens.ch

Parts2clean mit Rekorden Bei ihrer 11. Auflage schloss die Messe Parts2clean in allen relevanten Bereichen mit Rekordergebnissen. 264 Unternehmen aus 16 Ländern waren in diesem Jahr auf das Stuttgarter Messegelände gekommen – ein Plus von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr und gleichzeitig Ausstellerrekord. Nach den drei Messetagen stand mit 4982 Fachbesuchern – knapp 14 Prozent mehr als 2012 – ein weiteres Rekordergebnis fest. Die nächste Parts2clean 2014 wird vom 24. bis 26. Juni in Stuttgart veranstaltet, dann erstmals parallel zu den Messen O&S, der internationalen Fachmesse für Oberflächen und Schichten; Lasys (internationale Fachmesse für Laser-Materialbearbeitung) sowie Automotive Expo, einem Zusammenschluss verschiedener Messen aus dem Automotive-Bereich. www.parts2clean.de

50 Jahre für die Präzision Die PWR Präzisions-Werkzeuge AG aus Rüti/ZH ist seit der Gründung in der Präzisionstechnik tätig. Der Anspruch ist aus diesem Grund fest in der Unternehmensstrategie verankert und PWR ist nach dem Qualitätsmanagementsystem-Zertifikat SQS ISO 9001:2008 zertifiziert. Dank dieser Geschäftspolitik, so

Wie Schweizer mit Schmerzen umgehen Wie geht ein Deutschschweizer mit Rückenschmerzen um? Anders als ein Romand oder ein Tessiner? Die Universität Lugano hat im Auftrag der Suva die Antworten zu diesen Fragen erforscht, mit dem Ziel, die Präventionsinstrumente für die psychosoziale Belastung am Arbeitsplatz zu optimieren. Neben zahlreichen Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Sprachregionen unterscheidet sich vor allem die Zuschreibung von Ursachen für Rückenschmerzen. So kommt die Studie unter anderem zum Schluss, dass Arbeitnehmende in der Deutschschweiz aktiver bemüht sind, mit Rückenschmerzen zurecht zu kommen. «Die Untersuchung hilft der Suva, aus der Analyse der Wahrnehmung der Betroffenen Schlüsse für die optimale Kommunikationsstrategie gegenüber Mitarbeitenden und Betrieben zu ziehen», sagt Claudia Pletscher, Chefärztin Arbeitsmedizin bei der Suva. Die Studie ist einsehbar auf der Website der Suva. www.suva.ch

Grund zum Feiern: PWR-Geschäftsleiter Thomas Rüegg (links) und VR Präsident Sepp Rüegg. (Bild: Estech) das Unternehmen, habe es sich seit 50 Jahren erfolgreich auf dem Markt behaupten können. Seit 2010 gehört das Unternehmen zur Estech Gruppe und schafft dort mit ihrem Präzisionsbereich eine Ergänzung und bietet die Synergien, um an der Weiterentwicklung der Gruppe mitzuarbeiten. www.estech.ch


NACHRICHTEN

technica 11.2013

Was immer Sie messen wollen, wir haben die Lösung!

Datenerfassungsprodukte von National Instruments zählen zu den zuverlässigsten computergestützten Messgeräten und bieten herausragende Genauigkeit und Performance. Für NI-CompactDAQ-Systeme stehen mehr als 50 messspezifische Module und eine umfangreiche Auswahl an I/O zur Verfügung. Durch das Zusammenspiel der Hardware mit der Software NI LabVIEW und ihrer Analyse- und Signalverarbeitungsfunktionalität profitieren Sie vom Konzept des Graphical System Design, mit dem Sie Messsysteme schneller erstellen können.

>> ni.com/measurements-platform/d

Halle 7, Stand 381

© 2013 | National Instruments, NI, ni.com, NI CompactDAQ und LabVIEW sind Marken der National Instruments Corporation. Andere Produkt- und Firmennamen sind Warenzeichen der jeweiligen Unternehmen.

LabVIEW bietet leistungsstarke Analysefunktionen, vereinfacht das Entwickeln grafischer Benutzeroberflächen und ermöglicht es Ihnen, intuitiv zu programmieren.

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NACHRICHTEN

Swiss Pavilion, Hannover Messe, 7.–11.4. 2014

Vom Aufschwung profitieren Die neuesten Wirtschaftszahlen prognostizieren ein Anziehen der Konjunktur in der EU und speziell in Deutschland. Dies eröffnet Schweizer Zulieferern neue Absatzchancen in Deutschland und über OEM auch auf Drittmärkten. «Vom Konjunkturaufschwung in Deutschland profitieren!»: Unter diesem Leitmotiv steht der von Switzerland Global Enterprise (S-GE, ehemals Osec) organisierte Gemeinschaftsstand unter dem Label Swiss Pavilion in der Halle 4. Diese seit vielen Jahren erfolgreiche Schweizer Beteiligung hat ihren Fokus auf Werkstoff- und TechnologieKnow-how, Entwicklung, Konstruktion und Verfahren sowie Teilen, Komponenten und Systemen.

11.2013 technica

Facelifting zum Jubiläum

Solide ABB

Als ambitionierter Pionier lancierte die Businesslink GmbH im Oktober 1998 diverse Online-Dienste und legte damit den Grundstein für das «Netzwerk der Schweizer Industrie». Mittlerweile hat sich die unabhängige Webplattform zu einem bedeutenden Informationsanbieter im geschäftlichen Umfeld der deutschsprachigen Schweiz entwickelt. Zum 15. Jubiläum gönnte sich die Plattform ein Facelift und optimiert mit diesem die Benutzerfreundlichkeit. Das System wurde zudem auf die aktuellste Serverumgebung gehoben und mit neuster Hardware ausgestattet. www.businesslink.ch

ABB hat den Umsatz, die Ertragskraft und den Cashflow im dritten Quartal 2013 aufgrund einer verbesserten Performance in allen Divisionen gesteigert. Im frühzyklischen Geschäft legte der Auftragseingang gegenüber dem dritten Quartal 2012 zu, was vor allem auf Kundeninvestitionen in Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen zurückzuführen ist. Gleichzeitig führten weitere Verzögerungen bei der Vergabe von Grossprojekten angesichts anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten und die strategische Neuausrichtung der Division Energietechniksysteme zu einem Rückgang von Grossaufträgen. www.abb.ch

Kafo neu bei Walter Meier Der Schweizer Industriemarkt fordert Innovationskraft und bedarfsgerechte Angebote. Das war mit ein Grund, warum Walter Meier (Fertigungslösungen) AG kürzlich mit dem in Taiwan führenden Werkzeugmaschinenproduzenten Kafo Kao Fong Machinery Co. Ltd. eine Kooperation vereinbart hat. Kafo ist ein neuer Partner an der Seite von Walter Meier und ergänzt das Werkzeugmaschinen-Portfolio des Schwerzenbacher Unternehmens. www.waltermeier.com

Internetpräsenz überarbeitet Jedes Jahr ein Anziehungspunkt in der Halle 4: Gemeinschaftsstand unter dem Label Swiss Pavilion. (Bild: S-GE) Angeboten werden drei Beteiligungsvarianten: First (Standfläche nach Wahl ab 16 m2), Business (12 m2) und Point of Business (4 m2). Damit wird S-GE den Anforderungen von Neuausstellern, für welche die Leitmesse auch ein Instrument praxisorientierter Marktbeobachtung sein kann, ebenso gerecht wie denjenigen langjähriger Aussteller, für welche die Hannover Messe die wichtigste jährliche Marketing- und Verkaufsplattform darstellt. Allen Beteiligungsvarianten gemeinsam ist ein umfangreiches Leistungspaket, welches die Aussteller von organisatorischen Aufgaben möglichst entlastet. Für Raschentschlossene seien noch erstklassige Standflächen zu haben, teilt S-GE mit. Anmeldung und Information: Corinne Schmid, 044 365 52 53, cschmid@s-ge.com, oder Reto Schoch, 044 400 33 50, rschoch@schoch-marketing.ch (operative externe Projektleitung). www.s-ge.com

Der Automatisierungs- und Handhabungsspezialist IEFWerner GmbH mit Sitz in Furtwangen, hat seine Website komplett überarbeitet. Die neue Homepage ist übersichtlicher strukturiert und ermöglicht eine intuitive Navigation. Die Internetpräsenz von IEF umfasst ausführliche Produktinformationen, anschaulich ergänzt durch Fotos und Videos, aktuelle News aus dem Unternehmen und viele weitere praktische Features. Auch Zeichnungen, Datenblätter und CAD-Daten sind verfügbar – auf Wunsch auch als Download. www.ief-werner.de

Eine spezielle Rubrik zeigt die Systeme und Komponenten von IEF-Werner im Einsatz beim Kunden. (Bild: IEF-Werner GmbH)

Automatisierungstechnik. Mit Sicherheit! Pilz Industrieelektronik GmbH, 5506 Mägenwil, 062 889 79 30, www.pilz.ch

EPHJ-EPMT-SMT verstärkt Aktionärsbasis Vor dem Hintergrund des nun schon 12 Jahre andauernden Wachstums und einer besonders erfolgreichen Ausgabe 2013 mit 755 Ausstellern und mehr als 18 000 Besuchern haben die beiden Mitbegründer der Messe EPHJEPMT-SMT André Colard und Olivier Saenger beschlossen, neue Aktionäre an der Messe zu beteiligen. «Wir wollen den Erfolg des Salons EPHJ-EPMT-SMT langfristig sichern», erklärte Olivier Saenger. «Deshalb müssen wir neue Aktionäre einbinden und unsere Organisation konsolidieren.» Zur Umsetzung dieser beiden Ziele verkauften Colard und Saenger einen Teil ihrer Aktien, halten aber weiterhin einen Drittel des Kapitals der neuen Struktur. Die Organisation der Messe wird nun von Palexpo SA übernommen. «Wir haben uns ganz selbstverständlich an Palexpo gewandt, da wir mit diesem Team aus Fachleuten seit zwei Jahren den Erfolg unserer Messe in Genf sicherstellen», so André Colard. Der nächste Salon EPHJEPMT-SMT findet vom 17. bis zum 20. Juni 2014 statt. www.ephj.ch


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NACHRICHTEN

technica 11.2013

Aerosuisse Award 2013 für Maxon

Eugen Elmiger, CEO von Maxon (Mitte), nimmt die Auszeichnung entgegen. (Bild: Maxon) Aerosuisse, der Dachverband der schweizerischen Luftund Raumfahrt, hat ihren diesjährigen Award an die Maxon Motor AG verliehen. Der Antriebsspezialist ist mit seinen Produkten nicht nur seit über 15 Jahren auf dem Mars unterwegs, sondern fliegt immer öfter auch in zivilen Passagierflugzeugen

mit. Ohne die Mikromotoren von Maxon würde der Mars Rover Opportunity auf dem Roten Planeten stehen bleiben. Oder die Dragon-Kapsel des Raketen- und Raumschiffunternehmens Space X könnte ohne Maxon Motor nicht an die International Raumstation andocken. Und auch die Ventile und Klap-

pen des Lüftungssystems der Boeing 787 werden mit Maxon-Motoren angetrieben. Die Aerosuisse würdigt Maxon mit dem Aerosuisse Award 2013 «für ihre wegweisende Entwicklung und Produktion von präzisen Antriebssystemen, welche in der Luft- und Raumfahrt von entscheidender Bedeutung sind». Eugen Elmiger, CEO von Maxon, freut sich ganz besonders über den Award: «Wir sind sehr stolz auf die Auszeichnung. Stolz darauf, dass wir mit unseren kleinen Antrieben immer wieder an grossen Missionen und Abenteuern teilnehmen können; und vor allem sind wir stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich alles geben, um die ambitionierten Anforderungen der Luft- und Raumfahrtbranche erfüllen zu können. Der Award gehört in erster Linie ihnen.» www.maxonmotor.ch

Innovationspreis für Schurter Eine Sicherung ist zwar eine wichtige jedoch eher unscheinbare Komponente. Anders die MGA-Space-Sicherung, für welche Schurter dieses Jahr den Innovationspreis der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ) entgegennehmen darf. Er wird jährlich verliehen für innovative, einzigartige Produkte, Dienstleistungen oder

Prozesse. Die bereits für kommerzielle Anwendungen etablierte Sicherung MGA auf Weltraumtauglichkeit weiterzuentwickeln, erforderte innovative neue Prozesse in Produktion und Qualitätssicherung: Für die Raumfahrt musste die Sicherung absolut dicht, vakuumfähig und temperaturresistent sein. Zudem sollte sie sehr schnelle und

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präzise funktionieren und starke Kräfte und Vibrationen aushalten. Weiter stellten die Prüfverfahren eine grosse Herausforderung dar: Es musste gezeigt werden, dass die Sicherung hundertprozentig funktioniert, ohne, wie bei der Auslösung einer Sicherung üblich, diese zu zerstören. www.schurter.com

Einstiegsseite des E-Shops.

(Bild: Dihawag)

E-Shop für Dihawag-Kunden Die Dienstleistungspalette von Dihawag wurde um ein weiteres Tool erweitert: der E-Shop ist seit Mai 2013 aufgeschaltet. Speziell für Dihawag-Kunden entwickelt und rund um die Uhr erreichbar, bietet der E-Shop eine einfache und schnelle Möglichkeit, Bestellungen über das Internet zu tätigen. Mehr als 27 000 Artikel sind mit Echtzeitinformation über Preise und Verfügbarkeit hinterlegt. www.dihawag.ch.

Schuler strafft Unternehmen Der Schuler-Konzern strafft seine Unternehmensstrukturen in Deutschland und treibt seine Internationalisierung weiter voran. Schuler will seinen Erfolg in grossen Wachstumsmärkten wie China stärker mit eigener Produktion, Einkauf und Entwicklung absichern. Das Unternehmen hat deshalb vor einigen Monaten seine Kapazitäten im chinesischen Werk Dalian massgeblich erweitert. Mit rund 75 Prozent der im Konzern Beschäftigten bleibt Deutschland auch zukünftig mit Abstand wichtigster Standort von Schuler. Allerdings wird das Unternehmen in Deutschland seine Produktion straffen und die Fertigungstiefe verringern. Grünes Licht gab der Aufsichtsrat für den Bau eines neuen Engineering- und Technologiecenters. Der Neubau mit rund 750 modernen Arbeitsplätzen soll in Göppingen bis 2016 für rund 40 Millionen Euro entstehen. «Dies ist ein deutliches Zeichen, dass Deutschland unsere Heimatbasis bleiben wird», sagte Vorstandsvorsitzender Klebert. www.schulergroup.com CH: www.beutler-nova.ch


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Industrie

4.0

technica

11.2013 technica

Serie Industrie 4.0, Teil neun: aus dem Blickwinkel eines Weltkonzerns

Die menschenleere Fabrik – eine Illusion Allen Unkenrufen zum Trotz: Der Begriff Industrie 4.0 macht die weltweite Runde. Siemens-Vorstand Siegfried Russwurm berichtet von einer Vision, die jeden Tag konkreter wird und sogar Chinesen interessiert. Eines ist dabei für den ehemaligen Personalchef sicher: Ohne den Menschen wird sie nicht Realität. NIKOLAUS FECHT

hohe Anforderungen an die Menschen in der Produktion. Daher würden sich die Profile der Mitarbeiter in der Produktion weiter verändern. So blickt der heutige Siemens-Vorstand zurück auf eine Zeit, als er Personalchef bei dem Konzern war. Dank dieser Kontakte hat er heute einen leichten Zugang zu Statistiken über den Wandel in der Personalstruktur. Auf Mausklick stellte der Vorstand erstaunt fest, dass sich Anteil der Akademiker im Konzern im Zeitraum 1970 bis 2012 fast vervierfacht (von 10 auf 37 Prozent) und der Anteil der Facharbeiter von 34 auf 52 Prozent erhöht hat.

D

er grundlegende Wandel hin zu mehr Intelligenz in der Produktion hat mit Industrie 4.0 nun einen Namen», sagt Prof. Dr. Siegfried Russwurm, Vorstand der Siemens AG in D-Erlangen. Das neue Schlagwort befindet sich weltweit auf dem Vormarsch. Mittlerweile fragen den CEO Industry Sector – «wo auch immer ich unterwegs bin» – Menschen nach diesem Begriff und was sich dahinter verbirgt. Im Herbst hielt der Siemens-Vorstand sogar in Peking bei der «Chinese Academy of Engineering» einen Vortrag zum Thema Industrie 4.0, das er als eine Vision ansieht, die langsam, aber sicher Realität wird. So ist sich der Produktionsexperte sicher, dass «Industrie 3.8» heute schon verfügbar ist. Für ihn ist Industrie 4.0 zwar noch eine Vision, die aber jeden Tag, jeden Monat konkreter wird.

Industrie 4.0 als eine Art Schachspiel. Sicherlich sprach Professor Russwurm in Peking auch vom Schachspiel, mit dem er Industrie 4.0 gerne vergleicht: Für ihn ist die vierte industrielle Revolution nämlich ein «algorithmisiertes Produktionsschach der Cyber-physischen Systeme». Das hört sich für manchen zwar wie Science-Fiction an, doch vieles davon gibt es seiner Ansicht nach heute schon. «In Summe ist das Szenario Industrie 4.0 für mich vergleichbar mit einem Schachcomputer, der mit mir unzählige Spielkombinationen übt», erklärt der Produktionsexperte. «Ich bin eher dafür, dass der Computer mir Vorschläge für den wahrscheinlich erfolgreichsten Zug macht. Aber ich ziehe dann die Figur. Dieser letzte Zug wird zu diskutieren sein.»

Siegfried Russwurm, Vorstand der Siemens AG: «Ist Industrie 4.0 die entpersonalisierte Produktion? Nein, es ist das exakte Gegenteil.» (Bild: Deutsche Messe)

Der Siemens-Vorstand deutete mit diesem Vergleich auch die wachsende Bedeutung des Menschen in der Smart Factory an, denn der Albtraum mancher Kritiker von der menschenleeren Fabrik würde mit Industrie 4.0 nicht eintreten. «Ist es die entpersonalisierte Produktion?», fragt Siegfried Russwurm. «Nein, es ist das exakte Gegenteil. Es ist und bleibt der Mensch, der das Produkt entwirft und gestaltet. Das werden cyber-physische Systeme nie tun können.» Der Mitarbeiter 4.0 wird ausserdem – so seine feste Überzeugung – die Zielgrössen für die Produktion anhand vieler Informationen etwa aus der Materialwirtschaft festlegen. «Um im Bild vom Produktionsschach zu bleiben», sagt Russwurm. «Irgendjemand muss bestimmen, wie sich der Springer bewegen darf.» Doch diese Aufgaben stellen

Auch KMU handhabbar machen. Auf der Strecke blieben Angelernte: War 1970 noch mindestens jeder zweite «Siemensianer» ohne Berufsausbildung, so ist es heute etwa nur jeder neunte. «Das ist ein dramatisches Abschmelzen einfacher, manueller Tätigkeiten, die in den letzten Jahren von Automaten übernommen wurden», konstatiert der einstige Personalchef. «Nur wenn wir unsere Ausbildung auf die technisch qualifizierten Mitarbeiter und IT-Spezialisten ausrichten, können wir die Digitalisierung der Produktion aushalten und vorantreiben. Denn wir wollen ja die Treiber sein und nicht die Getriebenen.» Industrie 4.0 stehe und falle aber nicht mit seinen hoch qualifizierten Mitarbeitern, sondern auch mit der Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) an der Digitalisierung der Produktion. «Wir müssen dazu industrielle Informationstechnologie auch für KMU handhabbarer machen», fordert der Siemens-Vorstand. Als einen vielversprechenden Ansatz sieht er für Mittelständler die Web-Technologie mit ihren Apps: Eine Handvoll KMU könnten sich eine einfach zu bedienende Simulation-App gemeinsam leisten. Russwurms Vision: «Es gibt eines Tages Communities, die sich den Aufwand für ● Software und die Erfahrungen damit teilen.» Der Beitrag basiert auf einem Referat auf dem VDMA-Kongress «Intelligenter Produzieren» auf der EMO 2013 in Hannover.

ARTIKELSERIE INDUSTRIE 4.0 Die «Industrie 4.0» ist das grosse Industriethema im 2013. Diese Serie mit ihren zwölf Folgen zeigt auf, was die Vordenker zum Thema zu sagen haben und wie sie die vierte industrielle Revolution, deren Chancen, Risiken und Nebenwirkungen einschätzen.


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SPECIAL 10

MESSTECHNIK

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Kann Messtechnik gleichzeitig schnell, genau, preiswert und prozessnah sein?

Strategien für effizienteres Prüfen Steigende Qualitätsanforderungen bei höherem Kosten- und Zeitdruck: Dieses wohlbekannte Dilemma der industriellen Produktion akzentuiert sich in der Mess- und Prüftechnik ganz besonders. Noch präzisere Teile schneller und billiger prüfen, wie geht das? Neue Messmethoden und Prüfstrategien sind gefragt. MARTIN GYSI

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as bekannte «magische Dreieck des Qualitätsmanagements» mit den Eckwerten Qualität, Kosten und Zeit macht es deutlich: Der Kunde wünscht kleinere Toleranzen und 100 Prozent gute Werkstücke, dies bedeutet höheren Mess- und Prüfaufwand. Der Kostendruck steigt. Die logische Folge: Auch der Druck auf den «Unkostenfaktor» Mess- und Prüfaufwand steigt. Der Zeitdruck steigt und gleichzeitig sinken die Losgrössen – wie kann man gleichzeitig schneller und billiger prüfen? Dieses Dilemma des QM zog sich vor Kurzem wie ein roter Faden durch die Fachtagung Produktionsmesstechnik am Institut für Produktionsmesstechnik, Werkstoffe und Optik (PWO) des NTB in Buchs. Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Claus P. Keferstein machte schon in seinem Eröffnungsreferat deutlich, dass dieses Dilemma nur mit neuen Ansätzen der Messtechnik und gleichzeitig mit zielgerichteten Prüfstrategien gelöst werden kann. Wo liegt der Nutzen der Präzision? Keferstein wies darauf hin, dass zuerst einmal hinterfragt werden muss, wie gut das zu messende Prüfmerkmal überhaupt mit dem Funktionsmerkmal korreliert. Es nützt schlussendlich wenig, präzise Messreihen über Dimensionen oder andere Eigenschaften des Produkts zu haben, die für dessen Funktion nicht oder nur bedingt relevant sind.

Eine Methode, die Durchlaufzeit in der Fertigung zu reduzieren, ist die Verlagerung der Messung in die Nähe der Produktion oder gleich die vollständige Integration in den Produktionsprozess. Dabei erreicht man in manchen Fällen ähnliche Zeit- und Produktivitätsgewinne wie bei der Zusammenfassung einzelner Fertigungsschritte in Richtung Komplettbearbeitung. Da es aber auch kontraproduktiv sein kann, den Fertigungsprozess durch einen zusätzlichen «Fertigungsschritt» Messen zu verlängern, ist die Integration des Messens in oder an die Fertigung eine Optimierungsaufgabe, für die es kaum allgemeingültige Lösungen gibt. In jedem Fall leuchtet es aber ein, dass das Messen in Produktionsnähe unter dem Strich schneller und rationeller ist als in der separaten Messkabine – sofern der Verzicht auf die kontrollierten Messbedingungen des separaten Messplatzes verantwortbar ist. Messgeräte und Methoden hinterfragen. Ein weiterer Ansatz zur Reduktion des Messaufwands liegt zudem in den Messmethoden und Messgeräten. Dass auch die Messgeräte dem allgemeinen technischen Trend folgend heute schneller messen und mit schlechteren Umgebungsbedingungen auskommen ist zwar eine Entwicklung, die der Auflösung des eingangs erwähnten Dilemmas entgegenkommt. Oft wird dieser Messproduktivitätsfortschritt jedoch durch die gleichzeitig steigenden Präzisionsanforderungen wieder aufgefressen.

Was muss man wie prüfen? In der Antwort liegt der Schlüssel zur effizienten Absicherung der Null-FehlerProduktion. (Bild: Harald Richter/iStockphoto)

Dr.-Ing. Alexander Schloske präsentierte in Buchs sein Denkmodell für die Entwicklung von Prüfstrategien in der Produktion. (Bild: Martin Gysi)

Zweckdienlicher als die Optimierung der Messmethode ist deshalb oft, diese als solche infrage zu stellen. Gibt es im grossen Markt der Messmittel und Methoden vielleicht Lösungen, welche die Messaufgabe radikal und nicht nur um ein paar mickrige Prozentpunkte beschleunigen? So lässt sich beispielsweise die Dichtheit eines Keramiktopfs mittels Klangprüfung schneller und einfacher prüfen als mittels Bildverarbeitung. Prüfstrategien zur Null-Fehler-Produktion. Bei der Serienteilproduktion mit Null-Fehler-Anforderungen steht weniger die Messmethode oder das Messmittel als vielmehr die geeignetste Prüfstrategie im Vordergrund. In der Antwort auf die Frage, «Was muss ich wie prüfen?», liegt deshalb der Schlüssel zur effizienten Absicherung der Null-Fehler-Produktion. Im bemerkenswerten Referat zu diesem Thema von Dr.-Ing. Alexander Schloske, Leiter der Stuttgarter Produktionsakademie, anlässlich der erwähnten Fachtagung am NTB Buchs stand deshalb weniger die Messtechnik als die Organisation des Prüfens im Fokus. Entwicklung und Produktion müssen bei diesen Anforderungen integriert betrachtet werden, da die Produktmerkmale und insbesondere die im Rahmen der Produkthaftpflicht entscheidenden sog. «besonderen Produktmerkmale» sowohl in der Konstruktion wie in der Fertigung realisiert werden. Anders gesagt: Es muss sichergestellt werden, dass diese Merkmale richtig ausgelegt und anschliessend richtig hergestellt sind. Als konkretes Beispiel: Ein Magnetventil kann im Einsatz klemmen, weil die Ankerführung in der Konstruktion zu eng toleriert wurde, da möglicherweise die Umgebungsbedingungen im Einsatz zu wenig berück-


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Prozessfähigkeit und Prozessbeherrschung Ein Prozess gilt als fähig, wenn er Einheiten liefern kann, die Qualitätsanforderungen erfüllen, d. h. der Prozess praktisch nahezu keinen Ausschuss bzw. keine Nacharbeit liefert. Ein Prozess gilt als beherrscht, wenn sich die Parameter der Verteilung der Merkmale des Prozesses über die Zeit praktisch nicht bzw. nur in bekannten Grenzen ändern.

sichtigt wurden. Oder es kann klemmen, weil in der Fertigung ein falsches Werkzeug gerüstet worden war. Wichtig ist dabei, dass die «Ursache-WirkungsKette» zwischen Entwicklung und Produktion unterbrochen ist. Ein Fertigungsprozess muss fähig und beherrscht sein. Selbst wenn die Entwicklung wie die Produktion mit der nötigen Sorgfalt durchgeführt wurde, sind Prüfmassnahmen unerlässlich. Der Prüfaufwand kann erheblich reduziert werden, wenn man sich auf eine Stichprobenprüfung im Rahmen einer «Statistischen Prozessregelung» (SPC) beschränken kann. Dies ist jedoch nur dann zulässig, wenn der Produktionsprozess «fähig» und «beherrscht» ist. Wenn dies der Fall ist, d. h. wenn der Prozess qualitätsfähig ist, können systematische Fehler mit statistischen Prüfstrategien beherrscht werden. Bei nicht qualitätsfähigen Prozessen oder beim Auftreten zufälliger Fehler bleibt jedoch nur die 100-Prozent-Prüfung. Dies zeigt einmal mehr: Der Schlüssel zur Reduktion des Prüfaufwands liegt weniger bei rationelleren Messmethoden als bei der Pro● zessbeherrschung in der Produktion.

Wir innovieren für Sie!

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Fachtagung Produktionsmesstechnik Am 3. und 4. September fand zum fünften Mal die Internationale Fachtagung «Produktionsmesstechnik für die Praxis» an der NTB statt. Das Institut für Produktionsmesstechnik Werkstoffe und Optik (PWO) hatte dieses Mal unter dem Motto eingeladen «Neue Wege gehen – Werte schaffen». Am ersten Tag gab es 15 herstellerunabhängige Fachvorträge und 54 Aussteller präsentierten ihre neuesten Innovationen auf ihren Messeständen. Der Vormittag des zweiten Tages stand ganz im Zeichen der Aussteller, die neben ihren Messeständen mit weiteren 32 Kurzvorträgen Neuheiten präsentierten. Die Veranstaltung war wiederum ein voller Erfolg und wurde von rund 320 Fachleuten besucht.

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SPECIAL 12

MESSTECHNIK

11.2013 technica

Die aktuelle «technica»-Messtechnik-Umfrage

Unternehmen

Blum-Novotest GmbH

Hexagon Metrology

National Instruments (NI)

Helmut Fischer AG

Name

Roland Gasser

Per Holmberg

Christian Moser

Marcel Koch

Funktion

Vertriebsleiter Schweiz

President Hexagon Metrology EMEA

Geschäftsführer NI Schweiz

Head of Marketing

Unternehmensschwerpunkte

Hersteller von innovativer und qualitativ hochwertiger Mess- und Prüftechnologie.

Hersteller und Dienstleister für alle Anwendungen der industriellen Messtechnik.

Hersteller und Dienstleister für Entwicklung von Mess-, Steuer- und Regelsystemen.

Spezialist für Lösungen zur Schichtdickenmessung, Materialanalyse, Mikrohärte und Werkstoffprüfung.

Homepage

www.blum-novotest.com

www.hexagonmetrology.ch

www.ni.com/switzerland

www.helmutfischer.com

Mit welchen Trendthemen in der Messtechnik beschäftigen sie sich aktuell besonders?

Mit der Vorstellung einer Reihe an digital-analogen Messsystemen für Werkzeugmaschinen («digiloge Messtaster») ist Blum selber ein Trendsetter. Soll eine Werkstückoberfläche auf Bearbeitungsfehler hin überprüft werden, müssen mit einem reinen Digitaltaster sehr viele Punkte erfasst werden, um eine ausreichende Auflösung zu erreichen. Im Gegensatz dazu kann ein digiloger Messtaster «scannend» über die Oberfläche geführt werden, wodurch Bearbeitungsfehler in einem Bruchteil der Zeit und in der Bearbeitungsaufspannung erkannt werden.

Ich sehe einen ganz klaren Trend in Richtung automatisierter Messtechnik. Automatische Inline-Qualitätssicherung, die noch innerhalb der Taktzeiten Informationen zurückspeist, hat Zukunft. Unsere Kunden sind durch das Wettbewerbsumfeld gefordert, ihre Produktionskosten zu senken. Gleichzeitig sind Werkstücke enger toleriert, Qualitätskontrollen müssen genauer sein. Automatisierte Messtechnik, die direkt in die Produktionslinie integriert ist, greift diese Punkte auf.

Eine Herausforderung liegt im Bereich des sogenannten Big Analog Data, also der Speicherung und Archivierung sowie der Auswertung von unendlichen Datenmengen. Nun stellt sich vermehrt die Frage, wie Daten in einheitlichen Formaten und Strukturen im Netz abgelegt werden können und wie effizient darauf zugegriffen werden kann, aber auch einfache Auswertungen möglich sind, sodass neue Aufschlüsse und Informationen über die Prozesse und physikalischen Phänomene entstehen.

Trendthemen bei uns sind vor allem das Messen von Schichten (z. B. Lacke) auf Kunststoffbasis oder Kunststoffteilen vor allem für die Automobilbrache, sanitäre Armaturen und Industrieteile (z. B. Kaffeemaschinen usw.). Aber auch für immer dünnere Schichten im Edelmetallbereich (Uhren, PCBs, Modeschmuck und so weiter).

Welche Herausforderungen sehen Sie in Ihren Bereichen besonders?

In der Vergangenheit war die Hauptzeit und somit «Späne machen» das Mass aller Dinge. Heute ist jedoch das Verständnis gereift, dass mit dem Einsatz der richtigen maschinenintegrierten Fertigungsmesstechnik, im Sinne einer Investition in Zeit, nachhaltig die Produktivität und Qualität des Zerspanungsprozesses sowie der produzierten Teile gesteigert werden. Kunden sind daher zunehmend an Messtechnik interessiert, mit der in kürzester Zeit dieses Ziel erreicht wird. Blum bietet hierfür massgeschneiderte Lösungen.

Die Herausforderung ist, die Messtechnik vom Messraum in die Herstellung zu bringen – und dabei das Qualitätsniveau zu halten. Gleichzeitig sind wir gefragt, Messtechnik zu entwickeln, die in das übergeordnete Informationssystem unserer Kunden eingebunden ist und Messinformationen allen Stellen in einem Fertigungsbetrieb zur Verfügung stellt – in Echtzeit. Nur durch die schnelle Verbreitung von Messinformationen und die Ableitung korrigierender Massnahmen können unsere Kunden ihre Visionen wettbewerbsfähig umsetzen.

Ein Phänomen ist die steigende Ineffizienz in der Schweizer Industrie, was das Projektmanagement angeht. Im Zuge von Eurokrise/Wettbewerbsdruck wird bei vielen, oft auch kleinen Projekten, eine sehr hohe Intensität an den Tag gelegt, wenn es um die Evaluation der Systemkomponenten geht. Die Folge davon ist, dass viel zu wenige Innovationsprojekte realisiert werden und die Pflege der bestehenden Systeme und Infrastruktur vernachlässigt wird. Hier kann eine verstärkte Standardisierung innerhalb der Unternehmen auf weniger Soft- und Hardwareplattformen helfen.

Eine unserer grössten Herausforderungen ist es, ein Handgerät für die Kunststoffteile zu haben (vorgängig beschrieben). Generell sind kompaktere Geräte vom Markt gefragt.


SPECIAL MESSTECHNIK

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Technologie- und Anwenderkongress «VIP 2013» stellte virtuelle Instrumente in der Praxis vor

Zukunft der Mess- und Automatisierungstechnik Der 18. Technologie- und Anwenderkongress «Virtuelle Instrumente in der Praxis» von National Instruments (NI), bei dem Innovationen und Trends rund um Messtechnik und Automation im Mittelpunkt standen, war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg. Insgesamt besuchten etwa 700 Teilnehmer den Kongress und zeigten sich von den neuen Technologien und Best-Practices, die von zahlreichen Branchenexperten vorgestellt wurden, begeistert.

A

m ersten Kongresstag in Fürstenfeldbruck bei München sprach James Truchard, CEO und Mitbegründer von National Instruments, in seiner Keynote über die grosse Bedeutung des grafischen Systemdesigns, was die logische Folge der wachsenden Rolle der Software sowie der Integration von Hard- und Software ist. Anschliessend erläuterte Professor Alberto Sangiovanni-Vincentelli von der Berkeley University in seiner Keynote mit dem Titel «Die Zähmung des Dr. Frankenstein: Entwickeln von cyber-physischen Systemen», dass Informationstechnologie sich zunehmend zu einer dezentralen und kollaborativen Umgebung – der Cloud – entwickelt, die reich an Schnittstellen zur physikalischen Welt, dem Internet der Dinge, ist. Er legte dar, wie wichtig cyber-physische Systeme für die zukunftsträchtigen Bereiche wie Energieeffizienz, Fahr-, Flugzeuge und synthetische Biologie sind. Auch hier wurde demonstriert, dass sich mit dem grafischen Systemdesign nicht nur cyber-physische Systeme, sondern auch intelligente, zukünftige technische Systeme jeglicher Art realisieren lassen. In diesem Zusammenhang stellte NI sogar eine ganze Reihe von Produktneuheiten rund um die RIO-Technologie (Rekonfigurierbare I/O) vor, unter anderem NI LabVIEW 2013, die neue Version der Software für das grafische Systemdesign. Die LabVIEW-RIO-Architektur bildet einen wesentlichen

Das NI CVS-1457RT bietet zahlreiche Funktionen, z. B. zwei Power-over-EthernetAnschlüsse (PoE) fürGigE Vision, deterministische Kamera-Triggerung viaEthernet (Bild: NI) und FPGA-fähige I/O.

Alberto Sangiovanni-Vincentelli diskutierte mit Rahman Jamal und James Truchard seine Visionen von Cyber-Physical-Systemen und wie relevant diese in zukünftigen Produktionsprozessen sein werden. Industrielle Messtechnik müsse auch über das Test-Design der Produktionslinie nachdenken, um im Zusammenhang eine ganzheitlich optimierte Kostenreduktion zu erzielen. (Bild: NI)

Bestandteil der NI-Plattform für das grafische Systemdesign – ein modernes Konzept der Entwicklung, Prototypenerstellung und des Einsatzes von Embedded-Systemen zur Steuerung, Regelung und Überwachung. Für industrielle Bildverarbeitung: das Compact Vision System «NI CVS-1457RT». Das neu vorgestellte, robuste Compact Vision-System verfügt über einen

Intel-Atom-Prozessor mit 1,66 GHz und zwei unabhängige Power-over-Ethernet-Anschlüsse (PoE) für GigE-Vision-Kameras. Die PoE-Anschlüsse unterstützen die deterministische Kamera-Triggerung via Ethernet, was es Anwendern ermöglicht, mit nur einem einzigen Ethernet-Kabel die Kamera mit Strom zu versorgen, Trigger zu senden und Bilder zu erfassen. Das NI «CVS-1457RT» weist zudem FPGA-fähige I/O auf, die mit der bedienfreundlichen Vision RIO API kombiniert werden können, um Prüfergebnisse der Bildverarbeitung mit anderen Systemteilen nahtlos zu synchronisieren, beispielsweise mit Encodern, Ausstossern und Näherungssensoren. Das NI «CVS-1457RT» wird entweder mit der Systemdesignsoftware NI LabVIEW oder dem NI Vision Builder for Automated Inspection (AI) programmiert. Es ist Teil der LabVIEW-RIO-Architektur, welche einen wesentlichen Bestandteil der NI-Plattform für das grafische Systemdesign darstellt. Als modernes Konzept in der Entwicklung, Prototypenerstellung und dem Einsatz von Embedded-Systemen zur Steuerung, >>


SPECIAL 14

MESSTECHNIK

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Die intuitive Umgebung Multisim 13.0 für die Schaltungssimulation reduziert die Anzahl der erforderlichen Prototypen für Entwicklungsund Prüfingenieure, senkt die Entwicklungskosten und unterstützt Studenten beim Erwerb von Fachwissen.

Regelung und Überwachung kombiniert das Graphical System Design die offene Programmierumgebung NI LabVIEW mit handelsüblicher Standardhardware, um die Entwicklung dieser Systeme deutlich zu vereinfachen. Dies ermöglicht Anwendern, leistungsstarke Bildverarbeitungswerkzeuge, I/O, industrielle Kommunikation, Datenloggen und HMI in einer einzigen Umgebung zusammenzufügen. «Beim CVS-1457RT handelt es sich um einen sehr grossen Fortschritt für NI Compact Vision Systems», erklärt Jamie Smith, Director of Product Marketing for Embedded Systems bei National Instruments. «Ich denke nicht, dass Ingenieuren und Wissenschaftlern aus den Bereichen Maschinenbau, automatisierte Prüfanwendungen, Fertigung sowie Qualitätssicherung ein besseres Bildverarbeitungssystem zur Verfügung steht.» Raus aus dem Labor: Messungen mit NI «cDAQ9188XT» unter rauen Bedingungen durchführen. NI stellte das neue Ethernet-Chassis «cDAQ-9188XT» mit acht Steckplätzen vor, das für verteilte oder dezentrale Messanwendungen in extremen Umgebungsbedingungen entwickelt wurde. Es kann Temperaturen von –40 bis 70 °C standhalten, besitzt eine Stossfestigkeit bis 50 g und eine Vibrationsfestigkeit bis 5 g. Ingenieure aus der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie und dem Verteidigungswesen haben damit bereits erfolgreich Daten erfasst und so teure Wiederholungstests vermieden. «Wir setzen das NI cDAQ-9188XT ein, um Druck, Schwingungen, Geschwindigkeiten und vieles mehr in unserem düsengetriebenen Fahrzeug zu messen, mit dem wir den Geschwindigkeitsrekord an Land brechen wollen», erklärt Steve Wallace, Data Acquistion Scientist beim North American Eagle Project. «Bisher hat es alles überstanden, dem wir es ausgesetzt haben. Die Ergebnisse waren hervorragend.»

Multisim 13.0 optimiert die Simulation von Schaltungsdesign für Industrie, Forschung und Lehre. Mit Multisim 13.0 nietet NI eine führende SPICE-Simulationsumgebung, die von Entwicklern, Lehrenden und Studenten weltweit eingesetzt wird, um Schaltkreise zu analysieren, zu entwickeln und Prototypen zu erstellen. Multisim 13.0 bietet umfassende Werkzeuge für die Schaltungsanalyse in den Bereichen Analog- und Digitaltechnik sowie Leistungselektronik. Die grafische, interaktive Umgebung unterstützt Lehrende bei der Vermittlung der Schaltungstechnik und dem Schliessen der Lücke zwischen theoretischem Unterricht und praxisorientiertem Lernen im Labor. Dieselbe leistungsstarke Analysefunktionalität von Multisim wird ebenfalls in verschiedenen Branchen eingesetzt, um mit der Mixed-Mode-Simulation Designentscheidungen zu prüfen und das Schaltungsverhalten zu optimieren. Ingenieure aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie sowie Life Sciences setzen für die Simulation Bauteilmodelle von führenden Halbleiter-

herstellern in einer interaktiven Analyseumgebung ein, um Anwendungen zur rechtzeitigen Erfüllung von Spezifikationen zu evaluieren, zu optimieren und zu entwickeln. «Wir haben Multisim aufgrund seiner flexiblen Einsatzmöglichkeiten ausgewählt, da es Studenten in den unteren Semestern unterstützt, die Grundlagen der analogen und digitalen Schaltungstechnik zu verstehen, aber auch die notwendige Tiefe bietet, die Master-Studenten für ihre Abschlussarbeiten benötigen», erklärt Danielle George, Faculty Member of Engineering and Physical Sciences an der University of Manchester. (mf) ●

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SPECIAL NEUES AUS DER MESSTECHNIK

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Smartes Komplett-Paket Damit die mit High-Speed-Kameras gemachten Aufnahmen unkompliziert ausgewertet werden können, bietet die Optronis GmbH ihre Camrecord stets mit der Analyse-Software Timebench an. Diese wurde nun um die sogenannte Tracking-Funktion erweitert, mit der Laufbahn, Beschleunigung und Geschwindigkeit von Bewegungen grafisch dargestellt und analysiert werden können. Vorgestellt wird das smarte Komplett-Paket auf der SPS IPC Drives in Nürnberg in der Halle 71, Stand 636. www.optronis.com

Creaform wurde übernommen Ametek hat die Übernahme von Creaform für rund 120 Millionen Dollar bekannt gegeben. Creaform ist der Marktführer im Bereich tragbarer 3D-Scanner. Diese optischen Geräte werden genutzt, um genaue 3D-Modelle und Messungen von Objekten zu erstellen. Zu den Produkten gehören verschiedene handgeführte 3DScanner, tragbare Koordinaten-Messmaschinen und Zubehör, die für Reverse Engineering, dreidimensionale Inspektionen, Präzisionsfertigung, zerstörungsfreie Prüfung, automatisierte Qualitätskontrolle und 3D-Druck verwendet werden. www.creaform3d.com

Mehr Bildverarbeitung Einige Monate nach der letzten Control, der internationalen Fachmesse für Qualitätssicherung, hätten sich schon wieder über 90 Prozent der Hersteller und Anbieter zur erneuten Teilnahme entschlossen, meldet das Messeunternehmen P. E. Schall GmbH & Co. KG. Aber auch neue Aussteller werden im nächsten Jahr dabei sein. Diese kämen besonders oft aus dem Bereich des berührungslosen Messens. «Wir registrieren eine deutliche Zunahme von Herstellern und Anbietern aus dem Segment Bildverarbeitung/Visionsysteme», erklärt die Projektleiterin der Control, Gitta Schlaak. Damit dürfte das Angebots- und Leistungs-Portfolio an Bildverarbeitung und Visionsystemen zur Control weiter ausgebaut werden. Die nächste Control findet vom 6. bis 9. Mai 2014 statt. www.control-messe.de

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Messtechnik auf der EMO gesehen Das Thema «Intelligence in Production» auf der EMO spiegelte sich auch in den neuen Lösungen der Messtechnik wider. Das Unternehmen Mitutoyo präsentierte eine kompakte 3D-Koordinatenmess-maschine mit dem Namen «Mach-3A 653», die als Station in verkettete Anlagen integriert werden kann. Sie erkennt fehlerhaft bearbeitete Werkstücke frühzeitig als Ausschuss. Korrekturmassnahmen können eingeleitet werden. Die Maschinen sind mit ihren Verfahrgeschwindigkeiten von 1212 mm/s konventionellen Koordinatenmessmaschinen deutlich überlegen und besitzen einen kompakten Bauraum. Die Längenmessabweichung liegt bei Werten ab 2,5 µm. www.mitutoyo.ch Jenoptik Industrial Metrology präsentierte auf der EMO eine Messeinheit zur Bestimmung von Rundheit und Durchmesser der Lagerstellen bei Kurbelwellen. Die Einheit zeichnet sich unter anderem

Mitutoyos Maschine ist prädestiniert für die fertigungsintegrierte Messung bei hohem Präzisionsanspruch trotz rauer Umgebungsbedingungen. (Bild: Mitutoyo)

durch eine motorische Verstellung aus, die den Messkopf in die optimale Messposition bringt. Dies ist insbesondere dann erforderlich, wenn ein Abnutzungsgrad der Schleifscheibe vorliegt, der eine Nachführung erfordert. www.jenoptik.com Schweiz: www.hommelmovomatic.com Die Alicona Imaging GmbH stellte ein Lichtmikroskop vor,

mit dem auch steile Flanken von bis zu 80 Grad abgebildet werden können. Die Systeme mit «Infinitive Focus» basieren auf einer Fokusvariation. Mit der dazugehörigen Software kann die aufgezeigte Ist-Form mit einer Soll-Kontur verglichen werden. Darüber hinaus ist es möglich, Rauheiten zu messen oder Schneidkantenverrundungen zu bestimmen. www.alicona.at

3D-Daten sekundenschnell geliefert Röntgenstrahlen geben wertvolle Einblicke ins Innere von Werkstücken. Dafür kamen

bisher im Messraum Computertomographen und in der Fertigungsumgebung 2D-Rönt-

Der neue Computertomograph von Zeiss vereint zwei Messmetho(Bild: Zeiss) den.

genmessgeräte zum Einsatz. Der neue Computertomograph Zeiss Volumax vereint nun die Vorteile beider Messmethoden. Er generiert 3D-Volumenmodelle wie ein Computertomograph im Messraum. Dennoch eignet er sich wie die 2D-Radiographie für die Fertigungsumgebung. Er ist bei Temperaturen zwischen 15 und 40 Grad Celsius einsatzfähig und liefert die Messergebnisse innerhalb von Sekunden. Das macht ihn zu einem geeigneten Inspektionsgerät für die 100-Prozent-Prüfung in der Fertigungshalle. www.zeiss.ch


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MESSTECHNIK

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Zwei starke Partner mit Qualitätsgarantie

Null-Fehler-Produktion VAT, international agierendes Schweizer Unternehmen und ein Marktführer für Vakuumventile für die Halbleiter- und Vakuumbeschichtungsindustrie, produziert seit Jahren nach dem Null-Fehler-Prinzip. Dies setzt unbedingte Qualitätsverantwortung voraus – über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Zoller ist hierfür mit technologisch führenden, hundertprozentig zuverlässigen und hochpräzisen Einstell- und Messgeräten ein starker Partner.

U

m Marktführerschaft zu sichern, ist Perfektion in allen Unternehmensbereichen wichtig – auch in der spanabhebenden Fertigung. Dafür braucht es die entsprechenden Partner in allen Fertigungsschritten. Fehlervermeidung ist das oberste Prinzip, und die absolute Zuverlässigkeit der Technik ist unerlässlich.

Hochkomplexe Werkzeuge bedienerunabhängig messen. Der Aufbau eines neuen Fräs-Dreh-Zentrums bei VAT am Standort in Haag, Sennwald (SG) gab den Anlass, nach einer entsprechenden Messlösung zu suchen, die die Strategie der Null-Fehler-Produktion erfolgreich unterstützt. Die Herausforderung bestand darin, die hochkomplexen Werkzeuge bedienerunabhängig zu messen und zu prüfen. «Um die Drehmitte bzw. Spitzenhöhe auch bei grossen Werkzeugen zuverlässig und fehlerfrei zu messen, kam für uns nur Zoller infrage», so Urs Roduner, Tool Coach und Werkzeugbeschaffung bei VAT. Mittels der am Optikträgergrund des «Venturion 450/8» angebrachten Drehmittenmesskamera wird die Schneide gemessen. Die Optik fährt dafür direkt an die Schneide, um die Spitzenhöhe zu vermessen oder einzustellen. «Die bis zu 350 mm Durchmesser grossen und bis zu 26 kg schweren Werkzeuge kann nur Zoller stemmen», so Urs Roduner. Die Ace-Spindel garantiert Wechselgenauigkeit von 0,001 mm. Dabei ist die Zoller-Spindel «Ace» das Nonplusultra. Sie bietet kraftbetätigte Werkzeugspannung wie in der Maschine – das bedeutet extrem einfaches Wechseln der Werkzeugaufnahmen (Vorsatzhalter), absolut spielfrei und mit garantierter Wechselgenauigkeit von 0,001 mm. Hundertprozentig verlässlich. Inzwischen sind zwei weitere Einstell- und Messgeräte der modularen Premiumklasse «Venturion» in der Serienfertigung sowie im neuen Werk in Penang in Malaysia im Einsatz. Als wesentliche Vorteile in allen Einsatzbereichen stellt Urs Roduner die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Zoller-Geräte heraus: «Egal welches Alter, welche Nationalität und welcher Ausbildungsgrad, egal wer am Gerät arbeitet: Ich kann mich auf die Ergebnisse hundertprozentig verlassen.» Die Bildverarbeitung «Pilot 3.0» ist wie keine zweite Messgeräte-Software selbsterklärend, homogen und durchgängig bedienfreundlich aufgebaut. Konkret unterstützt Zoller die Null-Fehler-Produktion durch bedienerunabhängiges Messen, die automatische Toleranzüberwachung sämtlicher Para-

meter beim Messvorgang sowie die steuerungsgerechte Datenausgabe direkt an die Maschinen mittels RFID-Technologie. In der Serienfertigung werden pro Tag circa 300 Werkzeuge gemessen und auf 30 unterschiedliche Maschinen bestückt; das Einstell- und Messgerät «Venturion» ist also im Dauereinsatz. Für einen Auftrag werden in etwa 60 Werkzeuge benötigt. Hier liegt der wesentliche Vorteil darin, dass Zoller den gesamten Messablauf auf maximal zwei Minuten – bei komplexen mehrstufigen oder mehrschneidigen Werkzeugen – optimiert. Denn dank des CNC-gesteuerten, bedienerunabhängigen Systems geht der Messvorgang jetzt um ein Vielfaches schneller.

Stefan Bühler (Vertrieb bei der Zoller-Vertretung Springmann) und Urs Roduner (Tool Coach und Werkzeugbeschaffung bei VAT) vor dem Stammhaus in Haag, Sennwald.

«venturion450/8» für das Messen und die Überprüfung hochkomplexer Werkzeuge bei VAT.

Fazit: hundertprozentige Datenkonsistenz. Fehler durch die Datenübertragung von Hand sind in diesem Fertigungsschritt somit ausgeschlossen, und die Papierwirtschaft hat ein Ende. Die Werkzeugdaten stimmen, und es ist sichergestellt, dass sich das richtige Werkzeug in der Maschine befindet. Von der Werkzeugseite her gehören Maschinencrashs damit der Vergangenheit an. Sämtliche Daten, auch solche, die an die Programmierung gegeben werden, sind fehlerfrei. «So gibt es auch keine falsch gezeichneten Werkzeuge mehr. Wenn Zoller grün zeigt, dann ist es auch so», so Urs Roduner. VAT hat den Anspruch, Marktführer in einer klar abgegrenzten Nische zu bleiben, und damit auch den Auftrag zur Innovationsführerschaft. Deshalb produziert VAT nach modernstem Standard und mit «state of the art»-Lösungen. «Mit Zoller haben wir im Bereich Einstellen und Messen der Werkzeuge einen starken Partner», bestätigt Urs Roduner. In der Schweiz wird Zoller seit 20 Jahren erfolgreich durch die Firma Springmann vertreten, die auch VAT mit Beratung und Service unterstützt. Der Springmann-Service wird laufend direkt im Zoller-Stammhaus geschult. (mf) ● E. ZOLLER GMBH & CO. KG Einstell- und Messgeräte www.zoller.info Zoller-Vertretung Schweiz: SPRINGMANN AG 2008 Neuchâtel, 032 729 11 22 neuchatel@springmann.ch, www.springmann.ch

Messung von bis zu 300 Werkzeugen täglich an einem Gerät.

VAT VAKUUMVENTILE AG 9469 Haag, 081 771 61 61 reception@vat.ch, www.vatvalve.com


SPECIAL MESSTECHNIK

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Hinter der Kulisse: Wie ein Messtechnik-Hersteller seine Produkte entwickelt

Verbesserte Zusammenarbeit und Produktivität Die Kistler Gruppe, eine führende Herstellerin dynamischer Messtechnik, entwickelt ihre Produkte weltweit mithilfe der 3D-Design-Software-Anwendung Solidworks. Kistler setzt an seinen Standorten in der Schweiz, in Deutschland, den USA und Asien 25 zusätzliche Software-Lizenzen ein. Ziel ist, die Produktentwicklung zu vereinfachen, die Geschäftsprozesse zu verschlanken, Wartezeiten zu verkürzen und die Kosten zu senken.

B

ei Kistler in Winterthur war Solidworks zuvor bereits in der Elektromechanik im Einsatz: «Die hohe Funktionalität der Software macht sie zu einem sehr flexiblen Werkzeug, das in allen Abteilungen und an jedem Standort genutzt werden kann», sagt Edwin Schmid, R&D Manager bei der Kistler Instrumente AG. «Mithilfe dieses unternehmensweiten CADAnsatzes können wir garantieren, dass die Daten über unsere internationalen Standorte hinweg vergleichbar sind. Darüber hinaus können wir die Produktqualität verbessern und die Wartungskosten reduzieren.»

Für anspruchsvolle Messaufgaben. Die SolidworksSoftware setzt Kistler seit fünf Jahren ein, um Sensoren, Elektronik und Software für anspruchsvolle Messaufgaben zu entwickeln. Mit den Produkten

Die XY-Monitore «maXYmos» von Kistler können die Qualität eines Produktes oder Fertigungsschrittes anhand eines Kurvenverlaufs überwachen und bewerten.

von Kistler führen Unternehmen während der Fahrzeugentwicklung Tests durch und überwachen unterschiedliche Produktionsprozesse. Daher spielen die Produkte in der Qualitätssicherung eine zentrale Rolle. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung ist für die Messtechnik essenziell, zudem kommt es darauf an, die Lösungen individuell auf die jeweiligen Anforderungen der Märkte zuzuschneiden.

«Von überall auf eine einzige Entwicklungsplattform zuzugreifen, verbessert die Zusammenarbeit und Produktivität und ermöglicht es unseren Kunden, mehr Zeit in Innovationen zu investieren», sagt Bertrand Sicot, CEO Solidworks bei Dassault Systèmes, «Solidworks unterstützt Kistler dabei, seinen Kunden Messwerkzeuge von gleichbleibend hoher Qualität zur Verfügung zu stellen, auf die sich diese verlassen können, um ihrerseits die Qualität der eigenen Produkte zu überprüfen und zu sichern, unabhängig davon, wo diese hergestellt wurden.» Ausblick. Bei der Kistler Instrumente AG in Winterthur werden die acht bestehenden Lizenzen bis Ende des Jahres durch 17 weitere ergänzt. Die Kompetenzzentren im deutschen Lorch und in Buffalo im US-amerikanischen Bundesstaat New York ersetzen ihre bisherige CAD-Software durch 11 zusätzliche Solidworks-Lizenzen. Die deutschen Kompetenzzentren in Schöneich und Wetzlar setzen bereits Solidworks CAD ein. Solid Solutions AG, ein offizieller Solidworks-Vertriebspartner, unterstützte durch Beratung und bei der Implementie● rung der Solidworks-Software. KISTLER INSTRUMENTE AG 8408 Winterthur, 052 224 11 11 info@kistler.com, www.kistler.com

Montageprozesse werden häufig von charakteristischen Kraft-Weg- oder Drehmoment-Drehwinkel-Verläufen begleitet. Mittels spezieller Sensoren werden die entsprechenden Messgrössen erfasst und anschliessend an eine Monitoreinheit übergeben. (Bilder: Kistler)

SOLID SOLUTIONS AG 8048 Zürich, 0 44 434 21 21 info@solidsolutions.ch, www.solidsolutions.ch


SPECIAL 18

MESSETECHNIK

11.2013 technica

Der Comet 6 16M ist besonders flexibel: Der Benutzer kann jederzeit zwischen hoher Auflösung und maximaler Geschwindigkeit wählen.

(Bilder: Steinbichler)

3D-Digitalisierung: weiterentwickeltes Comet-System mit Blick auf Design, Ergonomie und Kompaktheit

Einfacher und schneller Messfeldwechsel Steinbichler Optotechnik hat einen innovativen High-End-Sensor zur 3D-Digitalisierung entwickelt und nun vorgestellt. Das Konzept des neuen Comet 6 16M basiert auf einer modularen Bauweise, einer 16-Megapixel-Ein-Kamera-Technologie und einem neuen Handlingsystem.

D

as innovative Sensorkonzept des Steinbichler Comet 6 16M vereint neueste Technologie, Ergonomie sowie Kompaktheit und bietet grösste Flexibilität und Präzision für herausfordernde Aufgabenstellungen», erklärt Herbert Daxauer, Produktmanager 3D-Digitalisierung. «Dank der 16-Megapixel-Kamera bietet der Sensor mit seiner hohen Auflösung eine bisher unerreichte Detailgenauigkeit zur Digitalisierung filigraner Objekte sowie für Anwendungen mit sehr hohen Anforderungen an die Detailtreue.» Das neue Konzept des Comet 6 16M basiert auf einer modularen Bauweise mit der bewährten Ein-Kamera-Technologie und erlaubt ein schnelles Anpassen der Messfeldgrösse an die jeweilige Messaufgabe. Das kompakte Sensordesign in Verbindung mit dem neuen Handlingsystem gewährt eine hohe Bedienerfreundlichkeit und eine ergonomische Handhabung. Der Sensor lässt sich dadurch einfach, präzise und schnell justieren, der Anwender kann das System intuitiv und komfortabel bedienen.

Geschwindigkeit und Flexibilität. Der Comet 6 16M ist besonders flexibel, denn der Benutzer kann jederzeit zwischen hoher Auflösung und ma-

ximaler Geschwindigkeit wählen und somit die optimale Leistung für die Anwendung nutzen. Der geringe Arbeitsabstand, auch bei sehr grossen

Die neue Softwareplattform Colin3D zur Datenaufnahme, Datennachbearbeitung und zum einfachen Datenvergleich.


SPECIAL technica 11.2013

Messfeldern, lässt speziell bei beengten räumlichen Verhältnissen ein unkompliziertes und zeitsparendes Handling zu. Ein Messfeldwechsel ist besonders einfach und schnell möglich, das System kann dadurch unkompliziert auf unterschiedlichste Objekte und Anwendungen angepasst werden. Das Herzstück des Comet 6 16M stellt nach Angaben von Daxauer die neue Projektionseinheit dar, die sich durch eine extrem lichtstarke LED und eine innovative Projektionsoptik auszeichnet. Die in den Sensor integrierte adaptive Projektion erlaubt eine Anpassung der projizierten Lichtmenge an die jeweilige Objektoberfläche. Unerwünschte Effekte, wie zum Beispiel Überstrahlungen, werden so auf ein Minimum reduziert. Neue Software Colin3D. Die neue Softwareplattform Colin3D zur Datenaufnahme, Datennachbearbeitung und zum einfachen Datenvergleich ist eine leistungsstarke Ergänzung und ideal auf das Cometsystem abgestimmt. Das Programm erkennt selbstständig die ideale Strategie und führt den Anwender über eine völlig neu gestaltete, projektorientierte Benutzeroberfläche zu einem optimalen Ergebnis. Durch die CAD-Integration erhält der Bediener jederzeit ein Feedback über die noch zu erfassende Bauteiloberfläche. «Colin3D beinhaltet eine einfache Fehlfarbendarstellung mit Farbverlauf und festen Werten. Der Anwender kann dabei die Flyer zur genaueren Analyse von Abweichungen individuell auf die Oberfläche setzen», betont Herbert Daxauer. «Protokolle zur Dokumentation der Messergebnisse können einfach und schnell generiert und verwaltet werden.»

Das benutzerfreundliche und auf das Wesentliche reduzierte User-Interface erlaubt dem Anwender eine schnelle Einarbeitung und komfortables Arbeiten. Die dem Arbeitsablauf angepasste und einheitliche Menüstruktur ist logisch und schrittweise aufgebaut und auf für die Applikation relevante Einstellmöglichkeiten reduziert. Zur Kontrolle der Bauteile können die Scandaten mittels einfacher Best-Fit-Ausrichtung auf die Oberfläche eines ● CAD-Modells abgeglichen werden. (ea)

STEINBICHLER OPTOTECHNIK D-83115 Neubeuern, +49 8035 8704-0 sales@steinbichler.de, www.steinbichler.de

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SPECIAL 20

MESSTECHNIK

11.2013 technica

Anwenderbericht: die Beweggründe, auf eine scannende Messung umzusteigen

Scannen statt tasten in einem Bruchteil der Zeit Messtaster sind normalerweise genau das, was der Name meint: Taster. Sollten früher mit solch rein digitalen Systemen Werkstückoberflächen im Schleifzentrum auf Bearbeitungsfehler überprüft werden, war das sehr zeitaufwändig, da viele Antastungen notwendig waren. Die Reishauer AG aus Wallisellen hat hierfür jetzt eine effektive Lösung gefunden, nämlich den digital-analogen Messtaster TC76-Digilog von Blum.

Spannstifte … auch mit Innengewinde

Spannbuchsen … hohe Sitzfestigkeit

Reaktion auf Einpresskraft

S

eit kurzer Zeit bietet Reishauer eine modulare Baureihe an, die vier Maschinen mit den maximalen Bearbeitungsdurchmessern 60, 160, 260 und 360 Millimeter umfasst. Die kleinste Anlage wird unter anderem in der Automobilindustrie für das Schleifen der Planetenräder in Automatikgetrieben eingesetzt, wobei ein hoher Durchsatz im Vordergrund steht. Bei diesen Maschinen wird das Messen zur Qualitätskontrolle üblicherweise stichprobenartig auf speziellen Zahnradmessmaschinen durchgeführt, sodass das Messen in der Maschine eine untergeordnete Rolle spielt. Je grösser jedoch die Zahnräder, desto kleiner wird auch die Losgrösse und desto länger der Bearbeitungsvorgang, sodass hier das Entnehmen und Wiederaufspannen des Werkstücks zu einer unerwünschten, relevanten Verzögerung der Bearbeitung führt – eine integrierte Messeinrichtung macht hier Sinn.

Gesucht: Messsystem mit scannender Linienmessung. Messvorgänge werden unter anderem nach dem Wechsel der Schleifscheibe – was bei grösseren Werkstücken durchaus öfters vorkommen kann – oder des Werkstücks notwendig. Hierbei wird eine ganze Reihe von Werten aufgenommen, die unter anderem die Form des Rohteils betreffen. Gerade die Überprüfung von Profil- und Flankenlinien kostet viel Zeit. Nicht zuletzt deswegen suchten die Reishauer-Entwickler nach einem Messsystem, mit dem sich eine scannende Linienmessung durchführen lässt. 2009 kam ein erster Kontakt zum Messtechnikspezialisten Blum-Novotest zu-

Mit Blums TC76-Digilog werden folgende Messungen durchgeführt: Profil- und Flankenlinienmessung, inklusive Schränkungsmessung in drei Ebenen; Teilungsmessung; Rundlaufmessung; Zahnweitenmessung; Fusskreismessung. (Bilder: Blum Novotest)

stande. Die Experten von Blum sahen schnell, dass die Basis-Technologie ihrer digitalen Tastsysteme auch eine analoge Messung erlauben würde, und so wurde der digital-analoge Messtaster TC76-Digilog entwickelt. Risiko eingehen oder hohe Kosten oder …? Normalerweise wird nach dem Einrichten der Maschine ein Zahnrad geschliffen und dann in den Messraum gebracht. Der Messraum ist manchmal weit entfernt von den Maschinen und grosse Zahnräder können häufig nur mit dem Kran aus der Maschine entnommen und auf der Messmaschine aufgespannt werden. Dies kann sehr viel Zeit kosten,

Die Reishauer AG Tangentialkraft Tange Flächenpressung Fl

office@connexch.com

www.connexch.com CONNEX AG, CH-6260 Reiden Tel. +41 62 749 30 30

Die Reishauer AG kann auf eine stolze Tradition zurückblicken, die Ursprünge des Unternehmens mit Stammsitz in Wallisellen reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Aus einem Hersteller von Werkzeugen hat sich im Laufe der Jahre ein Anbieter von Zahnflankenschleifmaschinen und den zugehörigen Werkzeugen entwickelt. Die Reishauer-Maschinen beruhen auf dem Prinzip des Wälzschleifens. Das walzenförmige Schleifwerkzeug besitzt an seiner Oberfläche ein schneckenförmiges Schleifprofil und dreht sich um eine waagerechte oder – im Fall von Schrägverzahnun-

gen – leicht geneigte Achse. Das zu bearbeitende Zahnrad dreht sich beim Schleifvorgang mit mehreren Hundert Umdrehungen um eine senkrechte Achse, sodass zwischen Schleifwerkzeug und Werkstück eine wälzende Bewegung entsteht. Das Besondere an dieser Technologie ist, dass die zu schleifenden Zähne immer mit einem noch unbenutzten Bereich des Schleifprofils in Kontakt kommen, sodass die Abnutzung des Werkzeugs die Genauigkeit der Bearbeitung nicht beeinflusst. So kann eine extrem hohe Präzision erreicht werden.


SPECIAL MESSTECHNIK

technica 11.2013

Mit dem TC76-Digilog können Andrea Siedmann und Tobias Schröder den Kunden der Reishauer AG einen echten Produktivitätsvorteil bieten.

auch wenn das Messergebnis des zuvor gefertigten Zahnrads noch nicht vorliegt. Und soll dieses Zahnrad dann nachgearbeitet werden, ist es sehr schwierig, die Originalbedingungen beim Wiederaufspannen herzustellen. Geht hier was schief, kann es teuer werden – oft beträgt der Wert eines einzigen Rohteils über 18 000 Franken. Oder man installiert eine Messmaschine neben der Schleifanlage, um die Wege zu verkürzen, was jedoch ebenfalls hohe Kosten verursacht.

Gründe für den Umstieg. Die reine Messzeit einer Messmaschine unterscheidet sich nicht wesentlich von der eines digilogen Messtasters im Bearbeitungszentrum. Werden jedoch die Umrüst- und Transportzeiten berücksichtigt, bietet das Die Reishauer AG bietet den TC76-Digilog inklusive Schwenkarm für Ihre maschinenintegrierte Wälzschleifmaschinen an. Messen einen erhebliteils liegt das Messergebnis erst einige Stunden chen Zeit- und Kostenvorteil. später vor. Um eine möglichst hohe Maschinen- «Die langwierige Aufnahme der Flankenlinie und auslastung zu erreichen, kann man das Risiko ein- des Profils mit den bisher verwendeten digitalen gehen und sofort das nächste Zahnrad bearbeiten, Messtastern ergab Messzeiten von über einer Vier-

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telstunde», erläutert Produktmanager Tobias Schröder. «Zudem war nie sicher, dass Bearbeitungsfehler – z. B. Riefen –, die durch ein defektes Abrichtwerkzeug entstehen können, sicher erkannt werden. Dies waren die Beweggründe, auf eine scannende Messung, bei der Hunderte Punkte aufgenommen werden, umsteigen zu wollen.» Deutliche Zeitvorteile. Heute wird nach dem Abrichten eine Flanke geschliffen und direkt vermessen – so lassen sich Werkzeugfehler sofort erkennen. Konkret verringert sich die Dauer eines Messzyklus von über einer Viertelstunde auf wenige Minuten. Somit ermöglicht das digiloge Messen erstmals eine Kontrolle jedes einzelnen Zahnrades, und dies mit entsprechend steigender Prozesssicherheit. «Die Messprotokolle von Blum-Taster und Messmaschine zeigen fast identische Ergebnisse. Da die scannende Messung einen deutlichen Zeitvorteil mit sich bringt, konnten wir viele neue Einsatzgebiete erschliessen und unseren Kunden eine Erhöhung der Qualität und der Prozesssicherheit bei geringen Nebenzeiten ermöglichen», berichtet Andrea Siedmann, Entwicklerin der Messsoftware der Reishauer-Maschinen. «Die digilogen Messtaster von Blum sind auch im Vertrieb ein gewichtiges Argument für unsere Maschinen. Denn der Vorteil des TC76-Digilog ist, dass man sowohl ● digital wie auch analog messen kann.» BLUM-NOVOTEST GMBH 2543 Lengnau BE, 032 653 77 11 info@blum-novotest.com www.blum-novotest.com REISHAUER AG 8304 Wallisellen, 044 832 22 11 info@reishauer.ch, www.reishauer.ch

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Qualitätsfachmann/-frau Instandhaltungsfachmann/-frau Bauführer / in (IBZ-Diplom) Bauleiter / in Hochbau Bauleiter/in Tiefbau Metallbau-Werkstatt- und Montageleiter / in Elektro-Installateur / in Elektro-Projektleiter / in Elektro-Sicherheitsberater / in Praxisprüfung gemäss NIV

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Nachdiplomstudien

Logistikfachmann / -frau Prozessfachmann / -frau Industriemeister/in Technische/r Kaufmann / Kauffrau

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TECHNIK

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Bearbeitung von Futterteilen = Einheitliches Maschinenkonzept Geringer Platzbedarf (Chaku-Chaku oder enge Linienanordnung) = Geringere Raumkosten Möglichkeit zur einfachen Verkettung über zentrale Zu- / Abführbänder und Umsetzer / Wender = Zukunftsflexibilität, geringere Automatisierungskosten, geringere Rüstzeit Integrierte Automation = Keine Zusatzkosten

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Geringe Nebenzeiten durch kurze Wege = Optimierung der Nebenzeit Gleichteilestrategie, einheitliche Ersatzteilhaltung = Reduzierte Instandhaltungskosten Bedienerfreundlichkeit (gut zugänglicher Arbeitsraum) = Schnelleres Rüsten, Bedienersicherheit, enge Aufstellvarianten möglich Hohe Energieeffizienz = Niedrigere Energiekosten

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EMO ●

technica 11.2013

EMO-Nachschau

Intelligente Produktionstechniken

FACHMESSEN

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FACHMESSEN

Unter dem Motto «Intelligence in Production» wurden auf der EMO Hannover 2013 Lösungen präsentiert, die neue Informationstechnologien effizient integrieren. Im Fokus standen hierbei Innovationen, die Arbeitsabläufe automatisieren, vereinfachen oder effizienter gestalten. HENDRIK ABRAHAMS, DOMINIK BROUWER*

E

in genereller Trend auf der EMO zeigt sich bei der Berücksichtigung von Design und Bedienfreundlichkeit. In Anlehnung an Smartphones sind zahlreiche Maschinensteuerungen mit einem Touchscreen ausgeführt. Im Zusammenspiel mit der Gestaltung sonstiger Betriebsmittel ergibt sich damit ein attraktives optisches Erscheinungsbild. Aus technischer Sicht sind zahlreiche Lösungen durch derzeit wachsende Industriezweige motiviert. Beispiele sind die Luftfahrtindustrie oder die Energiewirtschaft. Die eingesetzten Titan- und Nickellegierungen, Titanaluminide oder CFK-Werkstoffe erfordern angepasste Werkzeuge, Maschinen und Bearbeitungsstrategien. Die Energiewende geht mit einem wachsenden Bedarf an Anlagen für die Nutzung regenerativer Energien einher. Die effiziente Bearbeitung der dabei benötigten gross dimensionierten Komponenten erfordert ebenfalls angepasste Betriebsmittel. Um die Effizienz des Herstellungsprozesses zu verbessern, werden neue Fertigungstechnologien wie die 3-D-Drucktechnologie zunehmend in die laufende Produktion integriert. Damit wird das Spektrum der herstellbaren Strukturen deutlich vergrössert. Bei der Einhaltung von Qualitätsanforderungen bestehen bei diesen Verfahren allerdings bisher noch Grenzen. Um auch konventionelle Bearbeitungen effizienter durchführen zu können, werden die Betriebsmittel gezielt angepasst. Ein Beispiel ist der Einsatz von CFK für Strukturbauteile von Maschinen oder als Teil von Werkzeugen. Durch das geringere Gewicht, die besseren Dämpfungseigenschaften und die höhere Steifigkeit dieses Werkstoffes kann die Leistungsfähigkeit der Betriebsmittel und somit die Produktivität des Fertigungsprozesses erhöht werden. Im Folgenden wird beispielhaft beschrieben, welche Trends und Themen die Produktionstechnik im Fokus hat.

Mehr Bedienkomfort durch neue Informationstechnologien. Viele EMOAussteller haben Lösungen präsentiert, die den Bedienkomfort in den Vordergrund stellen. In Anlehnung an Smartphone- und Tablet-Technologien wurden Konzepte gezeigt, die die Steuerung der Betriebsmittel deutlich erleichtern. Mit Celos stellt DMG/Mori Seiki Europe, Dübendorf, (neu: DMG Mori) eine Bedienebene mit Touchscreen vor. >>

Fehlmanns Picomax 75: Ausgerüstet mit dem Fehlmann MCMTM (Software zum einfachen Steuern der gesamten Fertigungszelle) kann diese Anlage genauso gut für Serien wie auch für Einzelteile eingesetzt werden. Mehr dazu auf Seite 26. (Bild: Fehlmann)

Autoren: Dipl.-Ing. Hendrik Abrahams, Institut für Spanende Fertigung, Technische Universität Dortmund; Dipl.-Ing. Dominik Brouwer, Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen, Leibniz Universität Hannover.


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FACHMESSEN

● EMO

Der dahinter liegende Prozessor kann in die Produktionsplanung eingebettet werden. Auf diese Weise können CAD-Daten direkt eingesehen und verändert werden. Auch die Liebherr-Verzahntechnik GmbH, Kempten, Hersteller von Verzahnmaschinen, stellt ein neues intuitives System zur Bedienung und zum vereinfachten Rüsten ihrer Maschinen vor. Durch Touch-Bedienung und Plausibilitätsprüfungen sowie direkte grafische Darstellung der vom Bediener gewählten Werkzeuge können Rüstzeiten verringert und Fehler beim Rüsten vermieden werden. Komplettbearbeitung von Werkstücken. Es wird angestrebt, mehrere Bearbeitungsoperationen auf einer Maschine durchzuführen, damit die Umrüstzeiten verringert und die Genauigkeit erhöht werden. Die WFL Millturn Technologies GmbH & Co. KG aus A-Linz präsentiert eine Maschine, die neben Dreh-, Fräs- und Bohroperationen auch das Tiefboh-

11.2013 technica

Flexibilität bei den Grossmaschinen. Das Thema Flexibilität wird auch für Grossmaschinen immer entscheidender. Hierbei gilt es, Rüstzeiten zu verringern, das Umspannen der Werkzeuge zu vermeiden und Arbeitsabläufe zu automatisieren. Die Bohrungsbearbeitung grösserer Durchmesser mit dem BTA (Boring and Trepanning Association)-Verfahren, einem Tiefbohrverfahren zur Erzeugung von Bohrungen mit einem grossen Länge-zu-DurchmesserVerhältnis, oder einem kombinierten Schäl- und Glattwalzprozess ist diesbezüglich bisher wenig optimiert. Um den Umrüstprozess zu beschleunigen, stellt die Ecoroll AG aus D-Celle die nach eigenen Angaben erste Schnellwechselschnittstelle für diesen Bereich vor. Das Werkzeug wird bei diesem Konzept ohne Rotation in die Vorrichtung gefahren und durch eine 40°-Drehung gespannt. Gegenüber konventionell verwendeten BTA- und Ejektorgewinden ist mit dieser innovativen Schnittstelle eine Automatisierung des Werkzeugwechsels möglich.

ham eine Drehfräsmaschine vor. Durch einen verfahrbaren und schwenkbaren Fräskopf können mit dieser Maschine auch die Lagersitze für die Pleuel bearbeitet werden. Erweiterung des Tool Managements. Das klassische Tool Management, bei dem der Werkzeughersteller die Versorgung einer Fertigung mit Werkzeugen übernimmt, stellt mittlerweile den üblichen Standard dar. Auf der EMO Hannover erweitern die Werkzeughersteller die Werkzeugversorgung, indem auch der Prozess vom Werkzeughersteller ausgelegt wird. Aufgrund kürzerer Produktlebenszyklen hat das zerspanende Unternehmen oftmals nicht die Zeit, die Prozesse auf seinen Anlagen einzufahren oder zu optimieren. Die Walter AG aus D-Tübingen übernimmt daher auf Wunsch die komplette Prozessauslegung. Unter dem Konzept «Multiply» sind neben der Werkzeugversorgung und der Lagerverwaltung auch bauteilspezifische Kosten-

Weiler zeigte auf der EMO die ersten 4-Bahnen-Präzisions-Drehmaschinen mit Zyklenautomatik. (Bild: Weiler Werkzeugmaschinen GmbH). Im Bild eine V90 x 4.500.

Iscar: Penta-IQ-Grip-Werkzeugsystem im Einsatz.

ren, die Schleifbearbeitung und das Honen ermöglicht. Darüber hinaus können Messtechnologien zur In-Process-Messung eingesetzt werden. Als neuen Prozess wurde zusätzlich das Innendrehen für grosse Bohrtiefen integriert. Hierdurch werden ein geringerer Verlauf und eine höhere Oberflächengüte der eingebrachten Bohrungen ermöglicht. Auch bei Rundtaktmaschinen setzt man auf Komplettbearbeitung. Mikron SA aus Agno im Tessin stellt mit der NRG-50 eine Rundtaktmaschine mit zwölf Stationen vor. Pro Station können drei Bearbeitungseinheiten integriert werden. Insgesamt können 30 Einheiten simultan im Einsatz sein, die maximale Werkzeuganzahl beträgt 96. Eine 6-Seiten-Bearbeitung erlaubt die Komplettbearbeitung. Durch den modularen Aufbau ist eine Anpassung für unterschiedliche Serienfertigungen möglich. Ein weiteres Beispiel für die Integration mehrerer Bearbeitungsoperationen auf einer Maschine kommt von der MAG IAS GmbH. Mit der Specht 600 Duo wird eine CNC-Maschine mit doppelter Spindel und integrierter Hontechnologie vorgestellt, die insbesondere für die Motorenbearbeitung konzipiert wurde. Bisher werden für Honoperationen meist eigene Maschinen verwendet.

analysen inbegriffen. Hierbei wird der Prozess genau analysiert und so ausgelegt, dass die geringsten Kosten je Gut-Bauteil entstehen. Unter dem Namen «Novo» stellt das Unternehmen Kennametal Europe GmbH aus Neuhausen, Schweiz, eine Software vor, die dem Kunden bei der eigenständigen Auslegung eines Zerspanprozesses hilft. Auf Basis von einer Werkstückzeichnung und den Anschlussmassen der Maschine empfiehlt die Software verschiedene Werkzeuge, die für die Bearbeitung erforderlich sind. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Qualitätsangaben werden zudem Schnittwerte ausgegeben. Die Daten basieren auf Erfahrungswerten und sind in einer «Machining Cloud» zusammengefasst.

Dies ist insbesondere zielführend, wenn mehrere Verfahren wie das Aufbohren, Schälen und Glattwalzen nicht kombiniert durchgeführt werden können. Neue Entwicklungen in der Drehbearbeitung. Bei der Drehbearbeitung bestehen aufgrund der verhältnismässig einfachen Kinematik des Prozesses Grenzen bei der Optimierung. Um die Effizienz dennoch steigern zu können, sind neue Konzepte zur Minimierung der Rüstzeiten erforderlich. Die Weiler Werkzeugmaschinen GmbH (CH: Walter Meier) präsentiert eine 4-Bahnen-Drehmaschine, die mit einer Zyklenautomatik ausgestattet ist. Auf diese Weise können der Werkzeugschlitten und die Lünetten zur Abstützung des Werkstückes unabhängig voneinander verfahren werden. Hierdurch wurde eine Lösung realisiert, die auch bei grossen Werkstücken eine hohe Präzision gewährleistet. Die Maschine ist im Standard mit einer Spitzenweite von 12 m ausgeführt, die modular bis zu einer Länge von ca. 30 m erweitert werden kann. Zur Produktivitätserhöhung bei der Bearbeitung von Schiffskurbelwellen stellt das Unternehmen Weingärtner Maschinenbau GmbH aus A-Kirch-

(Bild: Iscar)

Effizienzsteigerung bei Werkzeugen. In Zeiten steigender Hartmetallpreise ist eine effektivere Nutzung von Hartmetallwendeschneidplatten erforderlich. Zahlreiche Werkzeughersteller stellen Lösungen vor, bei denen die Platten mit einer höheren Anzahl an Schneiden ausgestattet sind. Die Firma Iscar Germany GmbH stellt mit ihrer Produktlinie «PentaIQ-Grip» fünfschneidige Platten für das Einstechdrehen und das Gewindedrehen vor. Auf diese Weise


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EMO ●

FACHMESSEN

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wird der Hartmetallschneidstoff effektiv genutzt. Beim System «X4» der Seco Tooling GmbH handelt es sich um eine vierschneidige Einstechplatte. Dieses Werkzeug besitzt zwar eine Schneide weniger, ist aber aufgrund des symmetrischen Aufbaus bei einem Schneidenbruch problemlos weiterverwendbar. Die Ingersoll Werkzeuge GmbH (CH: Schnegg Tools) stellt unter der Bezeichnung «Gold Max 8» eine achtschneidige Wendeschneidplatte für das Fräsen vor. Das Werkzeug ist für Eckfräser mit tangentialer Einbauweise konzipiert. Die maximale Schnitttiefe beträgt 8,7 mm. Trockenbearbeitung nach wie vor ein Thema. Die Trockenbearbeitung ist auf der EMO Hannover 2013 nach wie vor ein bedeutendes Thema. Es wurden neue Lösungen in unterschiedlichen Bereichen vorgestellt. Der Werkzeughersteller Botek Präzisionsbohrtechnik aus D-Riederich stellt Einlippentiefbohrwerkzeuge vor, die speziell für die Bearbeitung mit Minimalmengenschmierung entwickelt wurden. Diese Hochleistungsbohrer werden in einem Durchmesserbereich zwischen 2 bis 12 mm angeboten. Die Gühring OHG stellt einen Prüfstand für MMS-fähige Werkzeuge vor. In diesem Prüfstand kann insbesondere die Ansprechzeit bis zum ersten Aerosolaustritt und bis zum konstanten Aerosol-Fluss ermittelt werden. Des Weiteren kann geprüft werden, wie gross die Ölmenge ist und ob dieser Wert über die gesamte Prozesszeit

Schunk: Bei konventionellen Drehfuttern senkt das Backenschnellwechselsystem Pronto die Backenwechselzeit enorm. (Bild:

KAFO – VIELSEITIGES MASCHINENPROGRAMM AUS TAIWAN BEI WALTER MEIER FERTIGUNGSLÖSUNGEN KAFO Hochgeschwindigkeits-Vertikal-, Horizontal- und Portal-Bearbeitungszenter in 5 Baureihen – Maschinenkomponenten aus hochwertigem Meehanite-Guss – Gekühlte Spindel und innengekühlte Kugelrollspindeln

Schunk)

– Maschinenführungen von Hand eingeschabt – Lieferbar mit Fanuc oder Heidenhain Steuerungen – 45 Jahre Erfahrung, über 100‘000 verkaufte Maschinen

konstant bleibt. Das Unternehmen bietet seinen Kunden eine entsprechende Überprüfung für MMS-Werkzeuge als Dienstleistung an. Die Starrag AG aus Rorschacherberg und die Walter AG aus D-Tübingen stellen ihre gemeinsam entwickelte Lösung für die kryogene Prozesskühlung vor. Aus der Kühlung mit CO2-Schnee resultierten im Vergleich zu der bisherigen Stickstoffkühlung zahlreiche Vorteile bei der Zuführung des Kühlmediums. Das CO2 liegt während der Zuführung bis zum Austritt aus der Düse in der Nähe der Schneide mit Raumtemperatur vor. Dadurch kann das Konzept bei bestehenden Maschinen nachgerüstet werden. Anwendungsbeispiele für kryogene Bearbeitungen sind Prozesse, die bisher trocken durchgeführt wurden und bei denen die Produktivität durch diese innovative Kühlung gesteigert werden kann. Einsatz von Lasertechnologien. Die Lasertechnologien bieten sowohl die Möglichkeit, Material ab- als auch aufzutragen. Das Unternehmen Acsys Lasertechnik GmbH aus D-Kornwestheim stellt ein Verfahren zur Erzeugung von Spanbrechergeometrien an Werkzeugen vor. Die Spanbrecher sind in der Einzel- und Kleinserienfertigung nur schwer auf konventionellem Wege herzustellen. Mit der Lasertechnologie können beliebig definierte Spanleitgeometrien erzeugt werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, Schneidkanten mit dem Laser zu verrunden. Dieses Verfahren wird derzeit zur Serienreife entwickelt und könnte konventionelle Verfahren wie das Strahlen ersetzen. Bei der 3D-Drucktechnologie wird mittels Laser ein Materialauftrag realisiert. Hierbei wird schichtweise Pulver aufgetragen und mit dem Laser aufgeschmolzen. Die EOS GmbH (CH: Springmann SA) zeigt in einem Vortrag im >>

Walter Meier Fertigungslösungen ist Ihr Partner für modernste Werkzeug-Maschinen, Werkzeuge, Automationslösungen und Reinigungsanlagen. Wir beraten Sie gerne und kompetent.

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FACHMESSEN

● EMO

11.2013 technica

Weitere EMO-Highlights

Gressels mechanischer Zentrischspanner C1. (Bild: Michael Fiala /Gressel)

Rahmen des Kongresses «New Production Technologies in Aerospace Industry» die Möglichkeiten der Technologie auf. Komplexe Bauteile, deren Aufbau nicht spanend hergestellt werden kann, sind produzierbar. Man geht davon aus, dass zukünftig rund 50 Prozent der Bauteile einer Turbine additiv gefertigt werden. Hierbei wird eine Gewichtsersparnis von 450 kg bei einer 2700 kg schweren Turbine prognostiziert. Der Laser wird auch zur Unterstützung konventioneller Zerspanprozesse genutzt. Vom Fraunhofer IPT aus D-Aachen und dem Werkzeughersteller Rineck Maschinenbau GmbH aus Marienfeld wurde ein Fräswerkzeug vorgestellt, bei dem das zu zerspanende Material direkt vor der Schneide mit einem Laser erwärmt wird. Durch die Werkstoffentfestigung werden die Prozesskräfte beim anschliessenden Fräsen von Siliziumnitrid-Keramiken um 90 Prozent und bei der Bearbeitung der Nickelbasislegierung Inconel 718 um bis zu 60 Prozent reduziert. Durch eine Echtzeit-Steuerung wird die Laserbestrahlung mit dem Werkzeugeingriff synchronisiert, sodass nur das zu zerspanende Material entfestigt wird und eine Schädigung des übrigen Materials ausgeschlossen werden kann. CAD/CAM. In Zeiten kürzerer Produktlebenszyklen und höherer Variantenvielfalt steigt die Bedeutung von CAD/CAM-Systemen. Die automatische Bahngenerierung auf Basis von CAD-Zeichnungen ist mittlerweile Stand der Technik bei der 5-Achs-Fräsbearbeitung. Die InterCAM-Deutschland GmbH aus D-Bad Lippspringe überträgt die beim Fräsen übliche dynamische Bahngenerierung auf das Dre-

Rittal zeigte einheitliche Systemplattform bei den Bediengehäusen. (Bild: Rittal)

Fehlmanns Picomax 75. Der in Seon beheimatete Werkzeugmaschinenhersteller Fehlmann stellte auf der EMO das Vertikal-Bearbeitungszenter PICOMAX 75 aus – die neuste Maschine aus der Fehlmaann Picomax-Baureihe. Diese wurde ausgestellt als Automationslösung mit dem Werkstück-Beschickungssystem Erowa Robot Compact, dazu mit der modernsten Steuerungsgeneration Heidenhain iTNC 530, neustem prozessgesteuertem Leitrechner Fehlmann MCM, automatischem Fehlmann Teil-/Schwenkapparat ATS 200 CNC und einem neuen, grösseren Werkzeugmagazin mit hauptzeitparalleler Beladung von vorne. Dieses System eignet sich für alle, die eine kompakte Platz sparende und trotzdem erweiterbare Automationslösung suchen. Ausgerüstet mit dem Fehlmann MCMTM (Software zum einfachen Steuern der gesamten Fertigungszelle) kann diese Anlage genauso gut für Serien wie auch für Einzelteile eingesetzt werden. Sehr lange, auch mannlose Schichten können gefahren werden. Bis zu zwei Maschinen können durch den Roboter beladen werden. Die Magazinplätze sind einfach erweiterbar, und dies – je nach Ausführung – von 5 bis 160 Plätzen. (ea) www.fehlmann.com Haas Automation Europe sehr zufrieden. Haas Automation Europe freute sich sichtlich nach der EMO und teilte mit, dass dies «für das Unternehmen die erfolgreichste europäische Messe der vergangenen fünf Jahre war und die Verkaufszahlen im September weltweit auf 1300 Maschinen erhöht hat». In dem genannten Monat habe sich der Absatz allein in Europa im Vergleich zum gleichen Monat 2011 um 100 Prozent erhöht. «Erwartungsgemäss stellt unser Kernangebot, wie die vertikalen Bearbeitungszentren des mittleren Preissegments, die Mehrheit der Umsätze», sagt Alain Reynvoet, Geschäftsführer von Haas Europe. «Doch wir freuen uns, dass auch neuere Modelle, wie die UMC-750 und die hochproduktiven Drehzentren mit angetriebenen Werkzeugen ihren Marktanteil ausbauen konnten.» (ea) CH: Urma, www.urma.ch Rego-Fix – angetriebene Werkzeuge kostengünstig auf Innenkühlung nachrüsten. Nachweislich lassen sich jedoch mit der inneren oder peripheren Kühlung deutliche Vorteile im Betrieb gegenüber der äusseren Kühlmittelzufuhr erzielen. Die Kühlung der Schneide wird optimiert, Späne werden besser abgeleitet. Hierdurch lassen sich Standzeiten und Zerspanungsleistung entscheidend verbessern, sowie vorzeitige Werkzeugbrüche vermeiden. Mit innerer oder peripherer Kühlung lassen sich also erhebliche Betriebskosten gegenüber der äusseren Kühlung einsparen. Jetzt lassen sich diese Einsparungen auch bei angetriebenen Werkzeugen realisieren, die für äussere Kühlung ausgelegt waren. An der EMO präsentierte REGO-FIX, der Schweizer Hersteller von hochpräzisen Werkzeugspannsystemen, erstmals eine Lösung namens «reCool» zum einfachen Nachrüsten der Innenkühlung für angetriebene Werkzeuge.

Das patentierte, wartungsarme System besteht aus zwei Hauptkomponenten: dem Aussenkörper, welcher durch einen Schlauch an die Kühlwasserzufuhr angeschlossen wird, und dem rotierenden Innenkörper. Die rotierende Komponente übernimmt dabei die Funktion der Spannmutter und spannt das Schneidwerkzeug in der ER-Spannzange. «reCool» ermöglicht nun einen Umbau in wenigen Handgriffen. Die bestehende Spannmutter wird entfernt und stattdessen wird «reCool» aufgeschraubt. Jetzt wird nur noch der Verbindungsschlauch mit der Kühlwasserzufuhr des Werkzeugs verbunden. Fertig. (ea) www.rego-fix.ch Rittal erweitert Bediengehäuse-Programm. Mit der Entwicklung seines neuen Bediengehäuses hat Rittal vor allem Kundenanwendungen im kostensensiblen Maschinenmarkt-Segment im Blick. Bislang hatte der Hersteller drei Bediengehäuse-Lösungen aus Stahlblech im Angebot – mit deutlichen Unterschieden in Design und der Montagetechnik. Jetzt bietet Rittal eine einheitliche Systemplattform mit insgesamt neun Standardabmessungen, einheitlichem Systemzubehör und einem modernen Design, angepasst an das übrige Produktportfolio für die Schnittstelle Mensch-Maschine. Um einfachen Servicezugang von vorne oder hinten zu gewährleisten, lässt sich die Bedienseite des Gehäuses entweder an der scharnierten Tür oder an der festen Rückwand anbringen. Der Gehäusekorpus basiert auf der Systemplattform der AE-Serie mit standardmässiger Pulverbeschichtung in RAL 7035 und steht in den Massen von 300 x 200 x 155 mm bis 600 x 600 x 210 mm (BHT) zur Verfügung. (ea) www.rittal.ch Gressel – Mechanischer Zentrischspanner für die universelle Anwendung. Ob Rohteil- oder Fertigteil-Spannung, ob Einzel- oder Mehrfach-Spannung direkt auf dem Maschinentisch, ob Mehrfach-Spannung auf Grundplatten bzw. Spanntürmen oder auch auf Paletten für das automatische Handling aus dem Werkstückmagazin in die Maschine bzw. wieder zurück in den Werkstückspeicher – der neue Zentrischspanner C1 von Gressel AG, Aadorf, werde nach Angaben des Herstellers «all diesen Aufgaben mehr als gerecht». Konzipiert als mechanische Direkt-Spanneinheit mit 100 Prozent Kapselung und für den schnellen Backenwechsel, zeichnet sich der Zentrischspanner C1 durch hohe (Langzeit-)Präzision, einfache Handhabung und problemlose Integration in automatisierte Magazinier- und Beschickungssysteme aus. Der Backenwechsel ist innerhalb weniger Sekunden vollzogen, da es unterschiedliche Wechselbacken gibt, mit denen der Zentrischspanner schnell bedarfsgerecht angepasst werden kann. Der C1 eignet sich sowohl für die Rohteil-Spannung (mit grip-Wendebacken) als auch zum Spannen von Halbfabrikaten bzw. Fertigteilen (mit Backen, die im gespannten Zustand überschliffen werden). (ea) www.gressel.ch


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hen. Unter dem Begriff «dynamic lathe» wird das Drehwerkzeug unter Berücksichtigung der Schneidenform effektiv eingesetzt. Auf diese Weise lassen sich die Schnittwerte deutlich steigern und die Werkzeugstandzeit um bis zu 300 Prozent erhöhen. «Intelligence in Production» ist auch in neuen Entwicklungen im Bereich CAD/CAM zu erkennen. Moderne und anwenderfreundliche Benutzeroberflächen sind beispielsweise in dem neuen hyperCAD-S der Firma Open Mind Technologies AG zu erkennen. Durch die Berücksichtigung von Kriterien der Ergonomie werden Wünsche des CAM-Anwenders besonders berücksichtigt. Der Trend hin zu deutlich benutzerfreundlicheren Oberflächen ist allgemein bei den Ausstellern in diesem Bereich zu erkennen. Spanntechnik. Eine flexible Fertigung verlangt nach anwendungsorientierten Spannsystemen. Ein Problem stellt hierbei oftmals das Umrüsten von Vorrichtungen dar. Das Unternehmen Schunk GmbH & Co. KG Spann- und Greiftechnik aus D-Lauffen/Neckar stellt ein Schnellwechselfutter für Drehmaschinen vor. Wenn auf einer Drehmaschine ein grosses Durchmesserspektrum gefertigt werden muss, ist häufig ein kompletter Wechsel des Futters erforderlich, was bis zu einer Stunde dauern kann. Das neuartige Futter, das mit einem Flexkegel ausgeführt ist, kann binnen weniger Sekunden umgerüstet werden. Die Rundlaufgenauigkeit liegt bei etwa 0,01 mm. Unter dem Namen «TOPlus mini» präsentiert die Hainbuch GmbH (CH: UtilisMüllheim AG) ein Futter für die Bearbeitung rotationssymmetrischer Bauteile. Durch ein flächenmässiges Spannen kann die Spannkraft insgesamt reduziert werden. Der Hersteller bietet die TOPlus-Varianten auch mit einer Sensorik an, die die Spannkraft im Prozess erfasst und entsprechend den Belastungen anpasst. Fazit. Zur EMO Hannover 2013 wurden zahlreiche Lösungen präsentiert, die den aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Trends gerecht werden. Durch die Integration moderner Informationstechnologien in die Werkzeugmaschinen wird die Bedienung der Betriebsmittel attraktiver und vor allem einfacher. Zusätzlich verdeutlicht ein überarbeitetes Design vielfach, wie wichtig das äussere Erscheinungsbild einer Maschine als Verkaufsargument geworden ist. Auf der technologischen Seite konnten Maschinen, Werkzeuge und Maschinenkomponenten entwickelt werden, die die Produktivität und die Effizienz der Zerspanprozesse steigern. ●

INFOS Acsys, CH: Zimmerli S.A. www.zimmerlisa.ch Botek, www.botek.de DMG/Mori, www.ch-de.dmgmori.com www.binkertag.ch (Mori Seiki) Ecoroll AG, www.ecoroll.de EOS, CH: Springmann, www.springmann.com Fraunhofer IPT, www.fraunhofer.de Gühring, www.guehring.ch Hainbuch, CH: Utilis, www.utilis.com Ingersoll, CH: Schnegg Tools, www.schnegg-tools.ch Intercam, www.intercam.com

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Iscar, www.iscar.ch Kennametal, CH: Walter Meier, www.waltermeier.ch MAG IAS, www.mag-ias.com Mikron SA, www.mikron.com Open Mind Technologies, www.openmind-tech.com Schunk, www.ch.schunk.com Seco Tools, www.secotools.com Starrag, www.starrag.com Walter (Schweiz) AG, www.walter-tools.com Weiler, CH: Walter Meier, www.waltermeier.ch WFL, www.wfl.at


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(Bild: Markus Frutig)

Komplette Automatisierungsbranche erstmals in 13 Messehallen vertreten

Auftrieb für Antriebe Mehr als 1500 nationale und internationale Unternehmen werden zur diesjährigen SPS/IPC/Drives erwartet. Dem Messebesucher bietet sich neu auf über 110 000 m² ein so umfangreicher Marktüberblick zur elektrischen Automatisierung wie nie zuvor. Schwerpunkt der neu hinzugekommenen Halle 11 ist «Software». Das Wachstum der Messe bringt zudem eine thematische Neuaufteilung einiger Hallen mit sich: die Halle 7A beherbergt jetzt ausschliesslich die «Sensorik» und die Halle 7 ist nun ganz der «Steuerungstechnik» gewidmet. Rund 10 Prozent der Besucher werden wieder aus der Schweiz erwartet.

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ur diesjährigen SPS IPC Drives nehmen bereits 46 Schweizer Unternehmen teil (Stichtag 24.9.13). Die Zahl angemeldeter Unternehmen aus der Schweiz liegt damit kurz vor Veranstaltungsbeginn deutlich über dem Vorjahresergebnis mit 36 Ausstellern und macht im Ausstellerranking den dritten Platz aus (nach Italien mit 83 und China mit 55 gemeldeten Ausstellern). Von den insgesamt fast 56 900 Besuchern 2012 kamen 1148 und somit nahezu jeder zehnte internationale Besucher aus der Schweiz und dies unterstreicht damit die zunehmende Bedeutung für die Schweizer Automatisierungsbranche.

Industrielle Bildverarbeitung als Teil der Automatisierung. Neu in diesem Jahr ist der vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) in Halle 7A organisierte Gemeinschaftsstand zum Thema «Industrielle Bildverarbeitung» mit 25 Ausstellern. Die Themen Bildverarbeitung und Automatisierung wachsen immer mehr zusammen, daher präsentieren sich weitere Firmen, darunter viele Marktführer, mit eigener Standfläche auf der Messe. Der VDMA greift das Thema zusätzlich auf seinem Forum in Halle 3 auf und veranstaltet hierzu täglich eine Podiumsdiskussion. Umfangreiches Rahmenangebot. Die Gemeinschaftsstände «AMA Zentrum für Sensorik, Mess- und Prüftechnik» in Halle 4A und «wireless in automation» in Halle 10 bieten den Besuchern die Möglichkeit, sich gezielt und umfassend zu den jeweiligen Themen zu informieren, um individuelle Ansätze zur Lösung ihrer Automatisierungsaufgaben zu finden. Auf den beiden Messeforen der Verbände VDMA in Halle 3 und ZVEI in Halle 10 finden hochwertige Vorträge und Podiumsdiskussionen zu Themen, die die Branche aktuell bewegen, statt. Kongress fördert den Ingenieurnachwuchs. Zur Förderung des Ingenieurnachwuchses wird auf dem

begleitenden Kongress der Messe erstmalig der Innovationspreis der Automatisierungsindustrie verliehen. Gefördert werden herausragende Leistungen junger Ingenieurinnen und Ingenieure im Alter von bis zu 35 Jahren. Mit 48 Vorträgen, zwei Tutorials, einer kostenlosen Trendsession zum Thema «Security» sowie zwei kostenfreien Keynotes zu den Themen «Industrie 4.0 – Basis für die stetige Verbesserung in der Produktion» und «Sensorik 4.0 – wie granular werden CPPS?» präsentiert sich der Kongress dem Publikum gewohnt umfangreich. Flug- und Zugkooperationen erleichtern die Anreise. Um Ausstellern und Besuchern besonders günstige Tarifkonditionen bei der Anreise nach Nürnberg zu bieten, wird die erfolgreiche Kooperation mit der Deutschen Lufthansa AG bzw. der Swiss und Airberlin fortgesetzt. Beispielsweise starten Lufthansa/ Swiss-Direktflüge von Zürich (8.55 Uhr ab/9.50 Uhr Nürnberg an und 18.55 Uhr retour, 19.55 Uhr Zürich an), von Basel (6.00 Uhr ab über München/ 9.25 Uhr Nürnberg an und 18.45 Uhr über Frankfurt retour, 21.25 Uhr in Zürich an) oder mit Airberlin ab Zürich (6.25 Uhr ab/9.45 Uhr Nürnberg an und 18.40 Uhr retour über Düsseldorf, 22.10 Uhr Zürich an). Das Veranstaltungsticket der Deutschen Bahn bietet Besuchern eine entspannte Anreise zu kostengünstigen Preisen zur Messe. Flug- und Zugbuchungen können direkt über den Link auf der Homepage der SPS IPC Drives vorgenommen werden. Aussteller und Produktneuheiten: Neue Dimensionen von Skalierbarkeit und Reaktionszeit. B&R in Nürnberg zeigt sein komplettes Leistungsspektrum. Zwei Schlagworte zeichnen den Messeauftritt von B&R in diesem Jahr besonders aus: maximale Skalierbarkeit und minimale Reaktionszeit. Mit «Scalability+» etabliert B&R eine

neue Philosophie der Skalierbarkeit. Maschinenbauer können ihre Automatisierungslösung perfekt auf die Bedürfnisse der jeweiligen Maschine zuschneiden, und zwar über mehrere Dimensionen hinweg. Sie können jeweils die Hardware- und die Softwarelösung auswählen, die am besten zu ihrer Automatisierung passt, sind aber zu keinem Zeitpunkt gebunden. Sollte sich während des Entwick-

Mit Scalability+ definiert B&R integrierte Automatisierung neu und eröffnet unbegrenzte Möglichkeiten für die Maschinenkonfiguration. (Bild: B&R)

lungsprozesses herauskristallisieren, dass die Komponenten oder Lösungen hoch- oder herunterskaliert werden müssen, ist dies jederzeit möglich. Dabei kann die komplette Entwicklungsleistung, die bis dahin investiert wurde, zu hundert Prozent übernommen werden. Maschinenbauer können so die Automatisierung immer perfekt an die Bedürfnisse der Maschine anpassen, ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Die Durchgängigkeit und Skalierbarkeit des Automatisierungssystems erweitert B&R zusätzlich mit einer ganzen Reihe neuer Hardware-Komponenten. So ergänzen neue kompakte Steuerungen mit integrierten I/Os die bereits bisher sehr erfolgreiche Reihe der X20-Steuerungen. Ebenfalls neu vorgestellt wird in Nürnberg eine neue Serie Touch-


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screens der bewährten Reihe Power Panel – mit und ohne Controller-Funktionalität. Mit «Reaction Technology» präsentiert B&R auf der SPS IPC Drives eine Neuheit, welche die Zykluszeiten auf bisher unerreicht niedrige Werte senkt. Besonders zeitkritische Teilaufgaben lassen sich IEC-61131-kompatibel in Standard-Hardware realisieren und ermöglichen gleichzeitig eine Kostensenkung durch eine optimale Entlastung der Steuerung. In Nürnberg stellt B&R auch die neueste Version seines Prozessleitsystems «Aprol R 4.0» mit zahlreichen neuen Features vor. Darüber hinaus werden die Aprol-Lösungspakete «Aprol EnMon» für das Energie-Monitoring und «Aprol ConMon» für das Condition Monitoring präsentiert. Sie eignen sich hervorragend für den Einsatz in der Fabrikautomatisierung. Maschinenbauer können mit APROL ihre Kernkompetenzen erweitern und Fabrikbetreibern und Anwendern einen entscheidenden Mehrwert bieten. Ein weiteres Lösungspaket ist «Aprol APC» für Advanced Process Control, es bietet verschiedene Bausteine, z. B. den Modell-Prädiktiver-Regler 10x10x10, zur einfachen Lösung komplexer regelungstechnischer Aufgaben. Eingebettet sind diese und weitere Neuheiten auf dem B&R-Stand in eine umfassende Schau bedeutender Innovationen aus allen Bereichen der Automatisierung. Diese reichen von der simulationsgestützten mechatronischen Software-Entwicklung über PC-basierte High-EndSysteme und die Antriebstechnik bis zur Automatisierung in mobilen Anlagen. B&R Automation, Halle 7, Stand 110/206 www.br-automation.com Open Core Engineering vereinfacht Modularisierung von Maschinen. Die zunehmende horizontale und vertikale Vernetzung in der Industrie ist auf der

Mit Open Core Engineering unterstützt Rexroth das effiziente Engineering von modularen Produktionsmaschinen. (Bild: Bosch Rexroth/Oliver Jung)

Messe SPS/IPC/Drives im November ein wichtiges Thema. Mit Open Core Engineering präsentiert Bosch Rexroth in Nürnberg eine Lösung, die alle notwendigen Software-Tools bereithält, um die Effizienz im Engineering zu erhöhen. Mit offenen Standards, vorprogrammierter Software, Funktionen zur Maschinenüberwachung und der Schnittstellentechnologie Open Core Interface verbindet sie die SPS-Automatisierung mit neuen Technologien der IT-Welt. Neben modernen Multi-Touch-HMI-Lösungen ermöglicht Open Core Engineering die Implementierung neuer Mensch-Maschinen-Schnittstellen durch die Verwendung von Smart Devices in der Produktion. Maschinenhersteller können mit dem Open Core Interface individuelle, native Apps für Smart Devices eigenständig entwickeln. Bosch Rexroth, Halle 7, Stand 450 www.boschrexroth.ch IO-Link präsentiert sich in Nürnberg mit einer noch nie erreichten Geräteanzahl. Mit 127 Geräten von 29 Herstellern kann IO-Link eine Rekordbeteiligung verzeichnen. Mehr denn je steht die grosse Band-

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breite an verfügbaren IO-Link-Produkten im Vordergrund. So werden 30 komplett neue Produkte in Nürnberg gezeigt werden, die auch neue Gerätekategorien erschliessen. So können auf der IO-Link-Wand erstmalig Master mit Device Net und mit Sercos-Anschluss gezeigt werden. Aber auch bei den Devices sind neue Kategorie hinzugekommen, so z. B. IO-Link-Koppler, Signalleuchten, Signalkonverter oder auch kapazitive Sensoren. Als herstellerübergreifender Standard für einfache Verkabelungs- und Kommunikationslösungen setzt sich IO-Link im Maschinen- und Anlagenbau immer mehr durch. Inzwischen kommt IO-Link in zahlreichen Branchen und Maschinen zum Einsatz. Der Anwender kann sich in Nürnberg selbst davon überzeugen, wie gross die Produktvielfalt von IOLink mittlerweile ist und wie schnell IO-Link wächst. Im Dialog mit den Anwendern wird weiterhin an neuen Geräten gearbeitet für produktive, flexible und kostensenkende Automatisierungsprodukte mit IO-Link. PI (PROFIBUS) Schweiz, Halle 6, Stand 210 www.profibus.ch «Making Things Right». Auf der diesjährigen Automatisierungsmesse gibt Siemens unter diesem Standmotto Antworten auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der produzierenden Industrie.«Wir wollen den Besuchern dieses Jahr zeigen, wie sie in ihren Unternehmen Produkte besser produzieren können – vom Design über das Engineering und den Betrieb bis zur Wartung», sagte Heinz Eisenbeiss, Leiter des diesjährigen Messestandes von Siemens. Neben einer Vielzahl aktueller Neuentwicklungen aus Automatisierungs und Antriebstechnik sowie bei Industriesoftware und Services gibt Siemens einen Ausblick auf die Produktionswelten der Zukunft: Virtuelle >>

bis zu 65% weniger Schaltschrankplatz

als vergleichbare Antriebe

690 V – VLT® AutomationDrive

Mehr Platz für Ihre Ideen mit den neuen Frequenzumrichtern Danfoss erweitert seine 690 V-Umrichter in IP 20 ab 1,1 kW – 75 kW: Sie sparen damit Schaltschrankplatz und reduzieren somit Ihre Systemkosten. Die Fequenzumrichter regeln Motoren ab 0,37 kW ohne Anpasstransformator. Das Leistungsspektrum der 690 V-Geräte reicht nun von 1,1 kW bis 1,4 MW.

Besuchen Sie uns auf der SPS IPC Drives 2013 in Halle 3, Stand 220.

www.danfoss.ch/vlt Danfoss AG, VLT® Antriebstechnik Parkstrasse 6, 4402 Frenkendorf Telefon: +41 61 906 11 11, E-Mail: vlt@danfoss.ch


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Siemens erweitert sein Motormanagement-System Simocode pro um eine neue Gerätereihe der Einstiegsklasse. Simocode pro S bietet häufig benötigte Schutz-, Steuerungs- und Überwachungsfunktionen zu einem attraktiven Preis in einem Grundgerät und einem optionalen Multifunktionsmodul. (Bild: Siemens)

Prozesse zur Entwicklung von Produkten und Anlagen sowie die reale Produktion werden zunehmend ineinandergreifen. Unterlagert dazu sind der Bedarf für höhere Effizienz im Engineering und beim Energieverbrauch. Die Niederspannungsmotoren grosser Leistung Simotics FD wurden mit umrichteroptimierten Modellen sowie wassergekühlten Netzmotoren erweitert. Das neuartige Motorenkonzept im Leistungsbereich von 200 bis 1600 kW zeichnet sich durch ein intelligentes Baukastensystem und innovatives Design aus. Sinamics G120P Cabinet ist ein neues, speziell auf Pumpen, Lüfter und Kompressoren zugeschnittenes Umrichter-Schrankgerät. Zusätzlich wurde die bestehende Sinamics-G120-Produktreihe um einen Antrieb für Leistungen von 90 bis 200 kW erweitert. Mit der neuen Dienstleistung «Energy Analytics» steht Industriekunden ein skalierbares und flexibles Energiedatenmanagement erstmals als Managed Service zur Verfügung. Im Rahmen des Angebots unterstützen Siemens-Experten Unternehmen, ihre Energiedaten systematisch zu erfassen, auszuwerten und darauf aufbauend Einsparmassnahmen zu identifizieren und umzusetzen. Die datenbasierten Services reichen von einfachen Energieberichten über detaillierte Analysen bis hin zur Unterstützung bei der Erfüllung gängiger Normen wie der DIN EN ISO 50001. Die Simatic HMI Basic Panels, eine neue Generation von Bediengeräten mit 4 bis 12 Zoll Bildschirmdiagonale für einfache Anwendungen, verfügen über ein hochauflösendes Widescreen-Display mit 64 000 Farben. Die neue Controller-Generation Simatic S7-1500 für mittlere und High-End-Automatisierung wurde um zwei neue CPUs erweitert. Zudem steht für die bestehenden CPUs die neue Firmware V1.5 bereit. Siemens, Halle 2, Stand 201 ww.siemens.ch Flexibel einsetzbare Servotechnik für das Maschinendesign von morgen. Kundenspezifisch angepasste Synchronservomotoren in Leichtbaurobotern und Servoregler mit «IPC inside» für Etikettiermaschinen: Das sind nur zwei Anwendungsbeispiele, bei

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denen Kunden von Kollmorgen Einblicke in ihr Maschinendesign der nächsten Generation gewähren. Darüber hinaus steht der diesjährige Messeauftritt im Zeichen der dezentralen Servotechnik. Die robuste Reglerreihe «AKD-N» lässt sich dank ihrer kompakten Abmessung und hohen Schutzart sehr einfach motornah in Maschinenkonstruktionen integrieren. Die Einkabelanschlusstechnik mit einem nur elf Millimeter dünnen Hybridkabel zwischen Regler und Motor senkt darüber hinaus den Installationsaufwand. Zusammen mit den Edelstahlservomotoren «AKMH» wird auch das Reinigen von Anlagen deutlich einfacher. Kollmorgen hat diese zukunftsweisende Antriebstechnik so verfeinert, dass sich die Vorteile zentral wie dezentral mit nur einem Standardkabel erschliessen lassen – unabhängig davon, welcher Motor gerade mit welchem Rückführungssystem anzuschliessen ist. Ob robuster Resolver oder hochauflösender Multi-Turn-Geber: Kollmorgen senkt auf diese Weise den Auf-

Die Einkabelanschlusstechnik zwischen Regler und Servomotor gibt es bei Kollmorgen zu sehen. (Bild: Kollmorgen)

wand für Lagerhaltung und Variantenmanagement. Ferner lassen sich einzelne Antriebsachsen – zum Beispiel innerhalb einer Inbetriebnahme – einfacher funktional anpassen ohne ständig auch noch die Kabel neu verlegen zu müssen. Kollmorgen, Halle 1, Stand 550 www.kollmorgen.com

One-stop-shop für Automatisierungskonzepte – Alles aus einer Hand. Yaskawa bietet ein einzigartiges Spektrum für den Maschinenbau: Linearsysteme von Yaskawa sind verfügbar als Standard- oder als individuelle Ready-to-use-Lösung. Antriebspakete mit z. T. speziellen funktionalen Eigenschaften und spezieller Software z. B. für die Pumpen-, Lüfter-, Kompressorentechnik. Der Maschinenbauer hat nur einen Ansprechpartner für die Projektierung bis hin zur Inbetriebnahme und kann sich somit auf sein Hauptgeschäft, die Konstruktion der Maschine bzw. Anlage, konzentrieren. Das spart Zeit, Energie und Geld für die Auswahl und die Zusammenstellung verschiedener Komponenten aus einer Vielzahl von möglichen Lieferanten. Eine Messe-Neuheit ist der Motion Adapter MA100. Speziell für kleinere Handling- und Positi-

onieraufgaben bietet er eine effiziente und kostengünstige Alternative zu aufwendigen Steuerungen. Denn der MA100 ist auf maximale Einfachheit bei Programmierung und Inbetriebnahme konzipiert. Er erfordert insbesondere keine Programmiersprachen-Kenntnisse. Darüber hinaus erweitert Yaskawa das Servosystem Sigma-5 in Richtung Multiachs-Systeme: Die kompakte Variante Sigma-5 MD, die zur «SPS IPC Drives» erstmals gezeigt wird, steht beispielhaft für diesen Weg. Zudem werden der IE4+ Permanent-Magnet-Motor «SPRiPM» zusammen mit dem V1000-Umrichter als energieeffizientes Antriebspaket und der als kompletter Schaltschrank ausgeführte Frequenzumrichter A1000 Floor Standing Thema am Stand sein. Yaskawa, Halle 2, Stand 131 www.yaskawa.eu.com CH: Regatron AG, www.regatron.ch Mehr Leistung. Pünktlich zur SPS/IPC/DRIVES 2013 zeigt Danfoss neben Bewährtem seine Weiterentwicklungen: Für die 690-V-Reihe Geräte mit 11 bis 30 kW im kleineren Gehäuse sowie für das «VLT FlexConcept» die «VLT OneGearDrive ExtensionBox» für Getriebemotor-Anwendungen mit bis zu 1000 Nm Momentenbedarf. Für Anwendungen mit hoher Nutzlast und daraus resultierend hohem Drehmomentbedarf in Förderanwendungen gibt es nun zum VLT OneGearDrive die VLT OGD ExtensionBox als Erweiterungsmodul. Dank der kompakten Getriebelösung lässt sich der Antrieb durch eine einfache Verbindung auf ein deutlich höheres Drehmoment erweitern. Durch die Adaption bleibt die Anzahl der Motorvarianten bestehen: Es bleiben für Anwender des VLT OneGearDrive alle Vorteile, wie kleinere Ersatzteillager und verringerte Kosten durch Wegfall von Umrüstaktionen, erhalten. Danfoss VLT Halle 3, Stand 220 www.danfoss.ch/vlt Konvektionsgekühlte Low-Cost-Netzteile für die Hutschiene. Die TDK Corporation bringt eine neue Reihe konvektionsgekühlter Kompaktnetzteile auf den Markt, die sich vor allem an knapp kalkulierte

Danfoss präsentiert für seine 690-V-Umrichter neue Bauformen im Bereich 11 bis 30 kW: Die Abmessungen der Geräte betragen nur 520 x 230 x 242 Millimeter (H x B x T). (Bild: Danfoss)


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Die neuen DRB-Netzteile von TDK werden über einen Universaleingang (85-264 V AC) versorgt, entsprechen der EN61000-3-2 (Netz-Rückwirkungen) und sind dank ihrer internationalen Zulassungen weltweit einsetzbar. (Bild: TDK Lambda)

Hutschienen-Anwendungen im unteren Leistungsbereich wenden. Die Reihe TDK-Lambda DRB adressiert damit den zunehmenden Trend hin zu einfach gehaltenen und ökonomischen HutschienenLösungen für Anwendungen in Industrie, Gebäudeautomation, Prozesssteuerungen; sie kombiniert niedrige Kosten und äussert kompakte Abmessungen mit marktführenden 91% Wirkungsgrad. Der Verbrauch im Leerlauf liegt zwischen < 0,3 und < 0,5 W je nach Modell; dadurch sind die Netzteile auch für Öko- oder ErP-Designs interessant. Nach Auskunft von TDK-Lambda besteht eine starke Kundennachfrage nach konvektionsgekühlten, kompakten Netzteilen, die ihre volle Nennleistung ohne Kompromisse liefern und trotzdem hoch zuverlässig sind. Dank ihres schmalen, robusten Kunststoffgehäuses belegen die DRB-Netzteile wenig Platz auf der Hutschiene; angesichts der Breite zwischen 18 und 45 mm kann TDK-Lambda eine der schmalsten Gerätereihen auf dem Markt anbieten. TDK Lambda

hat übrigens seit September dieses Jahres eine eigene Niederlassung in der Schweiz. TDK-Lambda, Halle 4, Stand 281 www.tdk-lambda.ch Drehdurchführung mit integrierter Profibus-Technologie. Die pneumatisch-elektrische Schunk DDF-I ist die weltweit erste Drehdurchführung, die eine Übertragung von Profibus-Signalen ermöglicht. Mit ihr können mechatronische Greifmodule, Ventile oder Sensoren, die sich hinter einer Drehachse befinden, besonders prozessstabil angesteuert werden. Das zukunftsweisende Modul des Kompetenzführers für Spanntechnik und Greifsysteme ist mit B-codierten Profibusanschlüssen sowie mit insgesamt vier Elektroübertragungen (2 x 4 A/48 V, 2 x 0,5 A/48 V,

FACHMESSEN

1 x Schirm) ausgestattet. Über die ebenfalls integrierten Fluiddurchführungen lassen sich die Aktoren entweder gleichzeitig mit Luft und Vakuum (jeweils 500 l/min) oder nur mit Luft (1000 l/min) versorgen. Eine Mittenbohrung ermöglicht darüber hinaus die Durchführung von Kabeln, Werkstücken oder den Einsatz einer Kamera. So sind auch bei komplexer Nutzung Endlosdrehbewegungen möglich. Da neuartige Dichtungen das Losdrehmoment auf ein Minimum reduzieren und das Gehäuse aufgrund einer harteloxierten, hochfesten Aluminiumlegierung besonders leicht ist, bietet es optimale Voraussetzungen für den Einsatz kleinerer und damit wirtschaftlicherer Motoren und Roboter. (mf) Schunk, Halle 3, Stand 341, www.schunk.com

Daten und Fakten

Die weltweit erste Drehdurchführung für Roboter, die eine Übertragung von Profibus-Signalen ermöglicht (Bild: Schunk

Öffnungszeiten: 26.–27.11.2013, 9.00 – 18.00 Uhr, 28.11.2013, 9.00 – 17.00 Uhr Eintrittspreise: Tageskarte 20,– EUR, Dauerkarte 60,– EUR, Schüler/Student en 10,– EUR www.mesago.de/sps

DIN Rail Power like you’ve never seen before Die neue DIN Rail-Serie DRB überzeugt mit einer beeindruckenden Leistungsdichte. Die extrem schmale Bauform ist ideal für den Einsatz in allen industriellen Bereichen, in denen viel Leistung auf wenig Platz untergebracht werden muss. • • • •

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● Euromold

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20-Jahr-Jubiläum der Euromold vom 3. bis 6. Dezember in den Messehallen in Frankfurt am Main

Euromold mit neuen Sonderthemen Die Euromold ist eine der führenden Fachmessen für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung und findet 2013 wieder in Frankfurt am Main statt. Zur 20. Euromold hat der Veranstalter bereits im Vorfeld einiges am Auftritt der Messe verändert.

D

ie Euromold», erklärt der Veranstalter, Demat-Geschäftsführer Eberhard Döring, «hat unter anderem ein neues, modernes Logo, eine überarbeitete Website und professionelle Social-Media-Auftritte erhalten. Auch inhaltlich haben wir unser Themenspektrum und damit den Blick auf die gesamte Produktionskette vom Design über den Prototyp bis zur Serie um neue, innovative Facetten erweitert.» Mit den neuen Sonderthemen Hybridtechnik, Hydroformen und Leichtbau erweitert die Euromold das Spektrum an Ausstellern und Experten. Energieeffizienz und Nachhaltigkeit zählen längst in nahezu allen produzierenden Unternehmen zu den wichtigsten Fragen unserer Zeit. Von der Automobilindustrie über Flugzeugbau, Verpackungs- und Bauindustrie, Medizintechnik, Haushaltsgeräteindustrie bis zur Telekommunikationsindustrie: Überall werden Lösungen zur Gewichtseinsparung, Energieeinsparung und Nachhaltigkeit gefordert. Weitere Sonderthemen der Euromold sind in diesem Jahr: Rotationsformen, Drehen und Fräsen, Engineering Dienstleister, Design und Engineering, Schmuckindustrie, Werkstoffe, Simulation und Virtuelle Realität.

Gastland Italien hat die Euromold gepägt. Mit dem Gastland Italien würdigt die Euromold die Bedeutung italienischer Unternehmen in den Bereichen Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung. «Italien war über alle Jahre hinweg ein grosses Ausstellerland und hat die Euromold vor allem im Bereich des Werkzeugbaus und der Zulieferindustrie geprägt», erläutert Döring. Schon 2012 war Italien das drittgrösste Ausstellerland der

Messe mit 38 Ausstellern. 2013 werden über 50 italienische Aussteller erwartet. Bei den Themen Schmuck und Dental gehören italienische Unternehmen zur Weltspitze, hier dürfen Besucher und Aussteller sich auf hochwertige Produkte und viele Innovationen freuen. Allessandro Loggi, Sales Manager bei Progold S.p.A. und einer der Teilnehmer am Euromold-Schmuckforum 2012, zeigt sich erwartungsvoll: «Die Euromold 2012 hat gezeigt, dass es die perfekte Plattform für die SLM-Technology ist, die für die Schmuckindustrie wichtig ist. 3D-Technologie ist die Zukunft und das Herz der SLM-Technik.» www.euromold.com

Produkte und Neuheiten auf der Euromold Hermle zeigt Kaltschmieden auf 5-Achs-BAZ Hermle präsentiert auf der Euromold sein neues 5-Achsen-Bearbeitungszentrum C 32 U dynamic in Verbindung mit dem pneumatischen Kaltschmiedewerkzeug Forgefix von 3S-engineering zur mechanischen Werkstück-Oberflächenbehandlung. Beim auf der Euromold gezeigten Kaltschmieden handelt es sich um ein Verfahren zur mechanischen Oberflächenbehandlung, bei dem ein hämmerndes Werkzeug von der Hauptspindel der C 32 U dynamic über die Werkstückoberfläche eines 5-achsig gefrästen Gesenkes geführt wird. Durch die maschinelle Einglättung kann das zeit- und kostenintensive manuelle Oberflächenfinish im Werkzeug- und Formenbau deutlich reduziert werden. Ausserdem können gezielt

Die C 32 U beim Kaltschmiedevorgang eines Gesenkes mit dem Forgefix Kaltschmiedewerkzeug. (Bild: Hermle)

Strukturen wie Schmiertaschen erzeugt werden, die zur Verbesserung der Reibeigenschaften beitragen. Hermle, Halle 8, Stand H 11 www.hermle.com Aicons portables 3D-Messsystem Bauteile bis zu mehreren Metern Grösse schnell und hochgenau vermessen? Mit dem neuen portablen 3D-Messsystem Moveinspect XR der Firma Aicons soll dies nun «noch einfacher und zuverlässiger gelingen», teilt das Unternehmen aus D-Braunschweig mit.

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Deckt ein grosses Messvolumen ab mit nur einer einzigen Position: die Movinspect XR von Aicon.

Spannfutter für breites Werkstückspektrum Schunk zeigt unter anderem das preisleistungsoptimierte Hydro-Dehnspannfutter «Tendo E compact», das es nun auch zur Direktspannung von Werkzeugen mit Schaftdurchmesser 16 mm gibt. Auch auf dem Schunk-Stand zu sehen: Das hochflexible Handspannfutter Rota-S flex, entwickelt für Anwender, die auf Fräs-Dreh-Maschinen ein möglichst breites Werkstückspektrum bearbeiten wollen. Im Vergleich zu konventionellen Drehfuttern für grosse Spanndurchmesser sinkt das Gewicht mit ihm um bis zu 60 Prozent. ● Schunk, Halle 8.0, Stand C70 www.ch.schunk.com

FACHMESSEN

Konferenz zur 3D-Drucktechnik Die gleichzeitig mit der Euromold stattfindende internationale Wohlers-Konferenz beschäftigt sich dieses Jahr mit dem Thema Investitionen im Bereich der 3D-Drucktechnik. Die Konferenz trägt den Titel «Geschäftsund Investitionsmöglichkeiten in den Bereichen Additive Fertigung und 3D-Druck» und findet am Donnerstag, 5. Dezember 2013, von 9.30 bis 17.00 Uhr im Portalhaus, Raum Frequenz 2, Halle 11, Messe Frankfurt am Main, statt.

(Bild: Aicon)

«Damit bieten wir unseren Kunden den gewohnten Messkomfort der Moveinspect Technology jetzt auch für die Qualitätssicherung grosser Objekte», sagt Aicons Geschäftsführer Carl-Thomas Schneider. «Mit nur einer einzigen Position decken wir ein Messvolumen ab, bei dem die meisten Messarme mehrfach umgestellt werden müssten. Und das mit nur zwei Kameras!» Die beiden Digitalkameras auf Kamerabalken haben eine Auflösung von je 8 Megapixeln. Damit ist das System zweimal so leistungsfähig wie das bisher stärkste der Firma. Es erreicht die gleiche hohe Messgenauigkeit bei doppelt so grossem Messvolumen, beispielsweise bei grossen Vorrichtungen oder Kfz-Komponenten. Moveinspect XR ist konzipiert für Probing-Anwendungen mit dem handgehaltenen Taster MI.Probe. Auch in Produktionsumgebungen mit Staub und Vibrationen arbeitet das Messsystem dank der dynamischen Referenzierung mit gleichbleibender Prozesssicherheit. Aicon, Halle 8, Stand C90 www.aicon3d.de

Werkzeuge effektiv vorkalkulieren Die HSi GmbH aus Erfurt präsentiert in Halle 8.0 auf dem Stand A14 mit HSkalk/WZB ihre spezielle Branchenlösung für den Werkzeugbau. Diese Software ermöglicht den Anwendern eine effektive Vorkalkulation von Schnitt-, Stanz-, Ziehund Biegewerkzeugen sowie Folgeverbundwerkzeugen. Lediglich die Geometrie des herzustellenden Teils, Daten zum Wirkprinzip (Methode) und wenige Randbedingungen sind noch einzugeben. Von den Teiledaten wird automatisch auf die Dimension der Werkzeugkomponenten geschlossen, die Komponentenliste generiert sowie die Materialkosten ermittelt. HSi GmbH, Halle 8.0, Stand A14 www.HSi4m.com

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Antriebstechnik ●

AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

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FACHBERICHTE

Swissness mit Präzisions-Know-how und heimischen Linearantrieben

Schweizer Qualität und Präzision Der Automationsspezialist Infotech AG in Solothurn baut seine kompakten, hoch spezialisierten Automations-Anlagen auf kleinstem Raum mit Linearantrieben von Schneeberger AG Lineartechnik. Swissness reicht hier von den Lieferanten bis zur Verkaufsphilosophie des Unternehmens. Die Minirail Miniaturführungen erfüllen hoch präzise Positionieraufgaben im Zehntel Mikrometer-Bereich, um Kleinstteile zu sortieren und zu platzieren. MARKUS FRUTIG

I

nfotech AG ist eine Firma, die auf Partnerschaft mit ihren Zulieferern in der Umgebung setzt und sehr eng mit diesen zusammenarbeitet, um ihren Kunden Schweizer Mehrwert und Qualität zu bieten. Der Lineartechnik-Hersteller Schneeberger AG aus Roggwil (BE) ist einer der langjährigen Lieferanten. Geschäftsführer Ernest Fischer betont: «Wir setzen auf Swissness, indem wir möglichst viele Schweizer Lieferanten berücksichtigen. Das beinhaltet die Kamerahersteller, Linearführungen/-Motoren und Rotationsmotoren.» In den Produktionsanlagen sind alles Schweizer Produkte integriert. Mit diesen Elementen und den Eigenentwicklungen im Sonderanlagenbau realisiert der Solothurner Spezialist seine Automationsanlagen vor allem für die Elektronik-, Mikromechanik-, Uhren- und Lifesciences-Industrie.

Modular dank Komponentenmatrix. Die Entwicklung der eigenen Produkte, wie Bestückungs-/Dosierköpfe, Kameras oder Zuführsysteme, begann prozessspezifisch und wurde zusammengefasst in einer sogenannten Komponentenmatrix, die modular aufgebaut hoch präzise und zuverlässige Prozesse auf kleinstem Raum ermöglicht. Fischer betont: «Heute können wir mit dieser Komponentenmatrix relativ schnell Sonderanlagen für die Automationsindustrie bauen, ohne auf der grünen Wiese beginnen zu müssen, sondern durch Zurückgreifen auf bewährte Komponenten. Das beinhaltet nicht nur die Hardware-Module, sondern auch die Applikations-Software, die wir bei uns im Hause erstellen.» Herausforderung: Positioniergenauigkeiten im unteren µ-Bereich. Eine der konkreten Anforderungen an das lineare Antriebssystem von Schneeberger ist die hohe Genauigkeit beispielsweise bei >>

Die Infotech IP-500 Halbleiter-Labordosier- und Bestückungsanlage. Jitterfreie Verfahrwege bilden die Basis für genaue (Bilder: Markus Frutig) Prozesse.


Infotech IP-520 Leistungshalbleiter (Power-Modul)-Bestückungsanlage für Waverscheiben. Hier sind Positioniergenauigkeiten von bis zu +/– drei Mikrometern gefordert, welche die Standard-Minirail-Miniaturführungen erreichen.

Bestückungsanlagen, wo verschiedenste Kleinteile aus dem Schüttgut aufgenommen und in Paletten sortiert werden müssen. Die Teile werden mit einer Vision-Kamera im Dunkelfeld auf Helligkeit und Intensität geprüft, damit nur einwandfreie Teile in den Trays abgelegt werden. Der Bestückungskopf nimmt die Teile, misst sie aus und setzt sie in kleine Aussparungen in den Trays. Die besondere Schwierigkeit liegt darin, aus dem Schüttgut Teile zu sortieren, zu prüfen und die schlechten auszusortieren. Fischer erläutert: «Mit den Linearführungen der Firma Schneeberger können wir Positionierge-

nauigkeiten im unteren Mikrometer-Bereich oder sogar Auflösungen im 100 bis 200 Nanometerbereich erreichen.» Es sind generell sehr präzise Applikationen, die damit gefahren werden müssen. Die Schneeberger Linear-Führungen werden hier seit 12 Jahren erfolgreich eingesetzt. Am Draht der Zulieferer. Eine zweite Spezialität von Infotech ist das exakte Dosieren von Kleinstmengen; in der Regel werden diese Prozesse auch miteinander kombiniert. Die Zusammenarbeit mit der Firma Schneeberger entstand aus dieser Vorgabe,

Infotech IP-100 Kleinstteil-Bestückungsanlage. Dank der kompakten Bauweise im kartesischen Portalsystem werden Fertigungsprozesse auf kleinster Fläche ermöglicht.

«weil wir präzise Führungen für diese genaue Dosierung und Positionierung brauchen. Schneeberger ist bekannt dafür, sehr präzise Führungen herzustellen. Wenn wir eine Linearführung aus Fernost hätten, könnten wir bei Problemen auch nicht direkt mit den Leuten sprechen, die für den Herstellungsprozess verantwortlich sind. Roggwil ist nah und wenn es kritisch wird, können wir schnell vor Ort sein, um über die wichtigen Anliegen persönlich zu sprechen» erzählt Fischer, also «am Draht der Zulieferer» – das kommt seinen Kunden wie auch der Produktentwicklung zugute, um schnellere Projektabläufe zu erreichen. Einflussnahme auf Qualität für Schweizer Präzision. Infotech stellt selber keine Maschinen-Komponenten her; die Gussteile kommen aus Bern, die Fabrikationsteile aus der Umgebung. «Wir wollen auf die Qualität Einfluss nehmen können. Und das funktioniert mit unseren lokalen Lieferanten trotz des hohen Preises relativ gut», erläutert Fischer in diesem Zusammenhang zur Firmenphilosophie. Die eingesetzten Linearführungen sind zwar Standardelemente, aber bei Schneeberger-Produkten ist vor allem die Qualität einer der wichtigen Vorteile, neben der Lieferantentreue», ergänzt Fischer. Bruno Affolter, Verkaufs- und Applikationsingenieur bei Infotech, demonstriert an einem Halbleiter-Bestückungsautomaten für Lasergeräte, wo ebenfalls sehr genaues Platzieren von relativ grossen Komponenten gefragt ist und wie genau die Linearmotoren arbeiten müssen: «Hier werden aktive Gläser (23 x 16 mm gross) platziert. Da ist nicht nur die Platzierung in einer Ebene wichtig, also der Versatz, sondern auch die Ausrichtung der Parallelität der Teile bezogen auf die Absetzfläche. Wir reden hier von Genauigkeiten von um die


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Antriebstechnik ●

AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

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SYSTEMLÖSUNGEN FLUIDTECHNIK MECHATRONIK

Rosalia Haller, Leiterin Corporate Communication bei Schneeberger AG, mit ihren zufriedenen Kunden Bruno Affolter, Verkaufs- und Applikationsingenieur, und Geschäftsführer Ernest Fischer von Infotech Automation AG. Fischer: «Wir leben zusammen mit unseren Schweizer Zulieferern den Swissness-Gedanken.»

zehn Mikrometer. Und die XY-Genauigkeit erreichen wir mit unseren Standardachsen – den Minirail-Führungen.» Vorteile dank Standardkomponenten – individuelle Lösungen inklusive. Vielfach arbeiten diese Bestückungsanlagen mit Positioniergenauigkeiten von unter zehn Mikrometer. Fischer ergänzt: «Wir haben auch vereinzelt Anwendungen im +/- drei Mikrometer-Bereich. Dort wird oft mit Granitaufbauten und Luftlagen gearbeitet. Dabei kommen Linearführungen in der Regel nicht zum Einsatz, aber wir haben uns konsequent für Standardelemente entschieden und haben die Software so weiterentwickelt, dass wir die Längen- oder Wärmeausdehnung unter anderem in der Software kompensieren und dadurch mit kostengünstigen Linearführungen arbeiten können.» Die Qualität bleibt so immerwährend gleich. Heute ist man dort in einem Genauigkeitsbereich, wie sich beispielsweise ein Kamerachip in der Kamera bewegt, während sich die Maschine aufwärmt; das muss kompensiert werden. «Deshalb können wir mit den präzisen Schneeberger-Führungen gut arbeiten, die uns garantieren, dass wir vibrationsfrei – also jitterfrei – verfahren können. Das garantiert uns die Basis für unsere genauen Prozesse», meint Fischer zufrieden.

Infotech AG und die Komponentenmatrix Infotech wurde 1984 gegründet und hat damals Software für verschiedene Bereiche in der Automationsindustrie entwickelt und vertrieben. Unter anderem für die Firma Zevatech AG, die die ersten Bestückungsautomaten für SMD (Surface Mounted Devices)-Bestückung in der Elektronikindustrie hergestellt hat. Das Unternehmen begann ab 1999, nicht nur Software zu entwickeln, sondern auch eigene Maschinenbau-Anlagen für ihre Kunden für das vollautomatische Dosieren, Bestücken und Fügen von kleinsten Bauelementen zu bauen.

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Auch Sonderwünsche sind für die Schneeberger AG kein Thema. Fischer dazu: «Wir haben einen Fall gehabt, wo die Firma speziell für uns einen Linearführungsschuh gebaut hat, der zweimal so lang ist wie der Standardschuh, um die Traglasten besser zu verteilen. Das gemeinsame Entwicklungsprojekt mit Schneeberger hat da hervorragend schnell eine Lösung umgesetzt.» Rosalia Haller, Leiterin Corporate Communication bei Schneeberger AG, ist vor allem von der Authentizität ihres Kunden überzeugt «weil wir auch eine inhabergeführte Firma sind. Das ist eben eine Beziehung, die über Jahre besteht. Von daher freut es mich, was Herr Fischer über diese enge Partnerschaft bestätigt.» Geben und Nehmen. Die Anlagen sind so kompakt konzipiert und optimiert, dass mehrere Prozesse parallel in einer Produktionszelle durchgeführt werden können. Oft werden sie in Reinräumen gebraucht und dort ist Platz sehr teuer. Für Ernest Fischer und sein Spezialistenteam steht fest: «Wir haben hier sozusagen ein Old-Boys-Network in der Schweiz und da gibt es sehr gute Firmen mit hervorragenden Produkten, wie die von Schneeberger AG, die ich nur empfehlen kann. Selbstverständlich gibt es auch mal unterschiedliche Meinungen – bei den Preisen oder bei Terminen – aber da kann man eben miteinander sprechen. Es ist immer ein Geben und Nehmen und das ist eben ein Teil dieses Puzzles unserer Produkte mit diesen Linearführun● gen.»

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Die Vielfalt an Erweiterungsmöglichkeiten und Know-how bietet basierend auf dem breiten Spektrum der StandardControl-Panel von Beckhoff für nahezu jede Anwendung die optimale Lösung. Sie lassen sich ebenfalls z. B. durch elektromechanische Funktionstaster kundenspezifisch – und auch per Standard-Tastererweiterung – anpassen. (Bilder: Beckhoff)

Kundenspezifische Control Panels in drei Entwicklungsstufen bieten grossen Mehrwert

Individuelle Bedienpanels Das kundenspezifische Panel-Design von Beckhoff setzt auf dem umfangreichen Spektrum an Standard-Control-Panels auf. Diese breite Palette bietet eine sehr gute Skalierbarkeit, lässt sich mit elektromechanischen Funktionstastern ergänzen und individuell auf die jeweilige Bedienung zuschneiden. Dabei profitiert man von einem Angebot in drei Entwicklungsstufen, allesamt mit einem hohen Qualitätsstandard sowie von geringen Entwicklungskosten und -zeiten.

W

ie sehr die Anwender den Mehrwert individueller Bedienpanels schätzen, zeigt allein schon der Anteil zwischen 45 und 50 Prozent an allen ausgelieferten Control Panels. Zwar sind Standardgeräte naturgemäss kostengünstiger als individuelle Sonderanfertigungen, dass dies aber immer mit immensen Zusatzkosten und langen Entwicklungszeiten verbunden ist, erweist sich im Falle Beckhoff als reines Vorurteil. Denn dank der vielfältigen Standardgeräte sowie des tief gehenden Fertigungs-Knowhows bleiben die Entwicklungskosten gering – und Gleiches gilt für die Lieferzeiten: Einfache Applikationen, bei denen beispielsweise nur die Frontfolie zu ändern ist, lassen sich in der Regel in maximal sieben Arbeitstagen realisieren. Selbst aufwendigere Projekte, z. B. mit einer neuen, angepassten Gehäusekonstruktion, erfordern mit acht bis zehn Wochen vom ersten Kundengespräch bis zur Auslieferung nur wenig Zeit.

Drei Stufen – vom Logo bis zur Gehäusekonstruktion. Die erste Entwicklungsstufe einer kundenspezifischen Applikation liegt in der rein optischen Veränderung. Diese beginnt bei einem individuellen Einschublogo, das der Kunde entweder direkt vor Ort in den entsprechenden Einschubschlitz der Frontfolie einschieben oder gegen einen geringen Aufpreis als Service von Beckhoff einfügen lassen kann. Ebenfalls in diesen Bereich fällt das angepasste Foliendesign, also das komplett kundenspezifisch bedruckte Panel – nach den Vorgaben des Anwenders oder bei Bedarf auch unterstützt durch einen Industriedesigner. Insgesamt ist dies dank der engen Zusammenarbeit mit den BeckhoffExperten ein sehr guter Weg, um besonders schnell ein applikationsspezifisches Bedienpanel zu erhalten. Die kundenspezifische Entwicklung der zweiten Stufe nutzt das umfangreiche Beckhoff-Baukastensortiment an Panel-Komponenten. Dies bedeutet die bedarfsgerechte Integration vielfältiger Taster, Schalter und Platinen in ein vorhandenes Standardgehäuse mit unveränderten Abmessungen. So gibt es beispielsweise Tasterplatinen in verschiedenen Bauformen, die individuell, grundsätzlich aber in mehreren kundenspezifischen Geräten verbaut werden. Diese kurzhub- oder ringausgeleuchteten Taster usw. werden von Beckhoff

entworfen und entwickelt. Da hierbei alle Ein- und Ausgänge als Digital-I/Os zur Verfügung stehen, lassen sie sich nach aussen hin ganz flexibel per Buskommunikation anbinden. Häufig setzt man in diesem Fall auf die Leistungsfähigkeit von EtherCAT, die Kopplung z. B. an Profibus, Profinet und CANopen ist aber gleichfalls möglich. Mit dieser zweiten Entwicklungsstufe wird ein äusserst modularer Aufbau erreicht, und das bei einem robusten Komplettgerät ohne fehleranfällige elektrische und mechanische Schnittstellen. Denn die Alternative, Bedienpanel durch links oder rechts angesteckte Tastermodule zu erweitern, hat sich nach allen Markterkenntnissen in der Praxis nicht bewährt. Hauptgründe hierfür sind die erwähnten zusätzlichen Schnittstellen und nicht zuletzt der fehlende Bedarf an Erweiterungsmodulen, da der Anwender ohnehin bereits von Beginn an die gewünschten Bedienelemente genau kennt. Die dritte und aufwendigste Entwicklungsstufe umfasst eine neue Gehäusekonstruktion, beispielsweise um kundeneigenes Design oder spezielle ergonomische Anpassungen umzusetzen. Der Gehäusegestaltung, Farbgebung und Materialwahl sind hierbei nahezu keine Grenzen gesetzt. Bei dieser häufig nachge-

In die neuen Multitouchgeräte mit Tastererweiterung lassen sich sehr einfach USBSchnittstellen, Schlüsselschalter, RFID-Leser und ...

... auch ringausgeleuchtete Kurzhubtaster integrieren.

fragten Variante ist das Standardgerät, auf dem aufgebaut wurde, meist gar nicht mehr erkennbar. Neben den langjährigen Erfahrungen fliesst hier sehr oft auch das Know-how von Industriedesignern mit ein. Dies können Experten des Verler Unternehmens sein oder auch kundeneigene Designer, die die Anforderungen des Endanwenders umsetzen und anschliessend Hand in Hand mit den Beckhoff-Spezialisten an der Lösung arbeiten. Über 20 Jahre Know-how und Qualität. Die ersten Bediengeräte hat Beckhoff bereits vor mehr als zwanzig Jahren auf den Markt gebracht. Schon diese frühen Control Panel wurden aus einem vollen Aluminiumblock gefräst, was zu dieser Zeit völlig neu war, aber damals wie auch heute viele Vorteile bietet. So lassen sich die Gehäuse äusserst flexibel gestalten, ohne grundlegend die Form verändern zu müssen. Das Aluminiumgehäuse ist zudem sehr robust und verfügt über eine hervorragende Wärmeableitfähigkeit, sodass die Elektronik optimal gekühlt wird. Auch das Thema Nachhaltigkeit spricht für einen solchen, gut wiederverwertbaren Rohstoff. Ein weiterer Vorteil der kundenspezifischen Lösungen liegt in den hohen Qualitätsansprüchen an die gesamte Control-Panel-Familie. Denn die individuellen Geräte werden nicht abseits der Standardlinie produziert, sondern sind in den Fertigungsprozess der Standardprodukte integriert. Dementsprechend gelten für alle Produktgruppen – ob Standard oder kundenspezifisch – die gleichen hohen Testanforderungen bei gleichen Labortestbedingungen. Eingeschlossen sind hierbei auch neue, nach den Kundenvorgaben zu verbauende Komponenten: Diese werden ausgiebig bzgl. EMV, Wärmebelastbarkeit, Schock bzw. Vibration geprüft und so auf ihre Eignung hin bewertet. Ein zusätzliches Qualitätsmerkmal ist das tief gehende HardwareKnow-how, das im Falle der Industrie-PC-Produkte sogar bis hin zu Entwicklung, Design und Bestückung der Mainboards im eigenen Hause reicht. Schier unendliche Anwendungsmöglichkeiten. So unterschiedlich die Praxisanforderungen sind, so umfassend ist auch der Erfahrungsschatz der Beckhoff-


Antriebstechnik ●

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Experten. Schliesslich liegt gerade in dieser Vielfalt der Vorteil kundenspezifischer Bedienlösungen. So wurde für einen Maschinenbauer ein 1,20 m breites EinbauControl-Panel realisiert – technisch sicherlich eine Herausforderung, aber längst noch nicht die Grenze des Machbaren. Immerhin könnten die Gehäuse bei Bedarf sogar aus bis zu 4 m langen Aluminiumblöcken gefräst werden. Eine Besonderheit im Detail sind spezielle Oberflächen an Edelstahlbediengeräten. In diesem Fall hat Beckhoff auch die mechanische Oberflächenbearbeitung übernommen und nicht den üblichen Standard-Längsschliff, sondern einen spezifischen, wolkigen Schliff als Anpassung an Schaltschrank und Maschinenbett des Endkunden umgesetzt. Ein komplettes EdelstahlStand-alone-Gerät im «Hygienic Design» entwickelte Beckhoff hingegen für eine Lebensmittelverpackungsanlage, die Wurstenden mit Metallringen verschliesst. Aus dieser Anforderung heraus entstanden sogar zwei vollständige Standard-Edelstahlserien (Panel-PCs CP77xx und Control Panel CP79xx), die den strengen Hygienevorschriften in der Lebensmittel-, Verpackungsund Medizintechnik sowie in Reinräumen entsprechen. Multitouch-Panel mit mehr als Softwareanpassung. Mit den neuen Multitouch-Panel-Serien CP2xxx und CP3xxx vergrössern sich die Anwendungsmöglichkeiten und der Bedienkomfort zusätzlich. Dies wirkt sich auch auf den

Messen

Steuern

AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

Neben den klassischen 4:3-Formaten gibt es die neuen Multitouchgeräte auch im Widesscreen(16:9)-Format. Die Beckhoff Widescreeen-Panels lassen sich sowohl im Landscape-(Querformat) als auch im Porträtformat (Hochformat) verwenden.

Bereich der kundenspezifischen Lösungen aus. Einerseits finden sich die technischen Fortschritte in den Displaybzw. Touchanforderungen wieder, andererseits sind die neuen Geräte ebenfalls an die verschiedenen Maschinenapplikationen anzupassen. So haben derzeit bereits einige Grosskunden von der bisherigen resistiven Touchtechnologie auf die bei den Multitouch-Geräten genutzte robustere Projective-Capacitive-Touchscreen-(PCT)Technologie umgestellt. Deren hohe Touchpunktdichte ermöglicht eine exakte und sichere Bedienung mit kur-

zen Reaktionszeiten sowie dank des Beckhoff-eigenen Touchcontrollers eine individuell programmierbare Empfindlichkeit der Touchoberfläche, die sich somit bei Bedarf auch mit dünnen Arbeitshandschuhen (z. B. aus Latex) bedienen lässt. Trotz aller Möglichkeiten der Multitouch-Bedienung werden die Geräte allerdings keineswegs nur über die Visualisierungssoftware angepasst. Viele Panels sind mit PTC und einer ergänzenden kundenspezifischen Tastererweiterung ausgestattet. Die Erfahrungen zeigen, dass in diesen Fällen eine Folientastatur um den Displayrand herum zwar kaum mehr erwünscht ist, nach wie vor aber das kundenspezifische Bedrucken der PTC-Glasscheibe und eben die zusätzlichen elektromechanischen Taster erforderlich sind. Als besonders wichtig erweisen sich solche Tastererweiterungen, z. B. nach unten oder zur Seite des Displays hin, wenn dadurch bei einer bestehenden Maschine das bisherige resistive Touchpanel einfach und ohne grossen Aufwand – quasi 1:1 – durch ein modernes Multitouch● Gerät ersetzt werden kann. (mf)

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AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

● Antriebstechnik

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Neues Antriebskonzept für Hightech-Papiermaschinen in Landquart

Sichere Antriebe für sichere Papiere Die für Spezialpapiere international bekannte Landqart AG in dem fast gleichnamigen Ort Landquart (GB) entschied sich im Frühjahr 2011 für einen Komplettumbau ihrer Papiermaschinen von grafisch/technischen Papieren zu Hochsicherheitspapieren. Dafür wurden rund 75 Frequenzumrichter (FUs) und 15 Softstarter von Emerson/Control Techniques ausgewählt. Das Ziel war klar definiert: Ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis für das komplexe Paket an FUs und Softstartern sowie absolute Zuverlässigkeit. Der Totalumbau wurde in einem sehr engen Zeitfenster von nur sechs Wochen realisiert. MARKUS FRUTIG

S

eit Frühjahr 2011 ist nun die neue Produktionsanlage für Hochsicherheitspapier-Anwendungen mit den neuen Antriebslösungen von Emerson in Betrieb. Stefan Heldstab, Verantwortlicher für Mess- und Regeltechnik bei Landqart, fasst die Hauptanwendungen dieser Anlage zusammen: «Die Anlagenapplikation besteht in erster Linie aus Antrieben für eine Vielzahl von kleinen und mittelgrossen Pumpen für die Zu- und Ableitung verschiedener Rohstoffe als Dispersionen zu unserer Papiermaschine und einer Vielzahl unterschiedlicher Rührwerke. Gerade die unterschiedlichen Konsistenz bzw. Viskositäten stellten sehr hohe Anforderungen an die Antriebslösungen.»

Für die Zukunft gewappnet. Dass die Anlage auch ökonomisch bzw. preislich für den international tätigen Papierspezialisten attraktiv sein musste, um im harten internationalen Wettbewerb mithalten zu können, war eine weitere Herausforderung, die Heldstab mit seinem Evaluations-Team festschrieb. Stefan Heldstab erläutert weiter: «Für die FU-Anwendungen und Softstarter hatten wir verschiedene Offerten eingeholt. Eine der beiden Vorgaben unsererseits war, möglichst alle Komponenten vom selben Hersteller zu bekommen, sodass die Software mit den Antriebskomponenten kompatibel ist. Die

Blick in den Schaltschrank: Commander SK und Digistart IS.

Durchgängigkeit der Frequenzumrichter und Softstarter – pro Einheit jeweils nur ein Typ – konnte überzeugen. Daraus resultiert eine Minimierung der Produktvielfalt und deren Lagerhaltung. Was sich wiederum positiv auf die Kosten niederschlägt. Die zweite Vorgabe war, dass die Anlage mit PROFIBUS angetrieben werden sollte, um den

Verkabelungsaufwand zu minimieren und eine Kompatibilität mit den bereits vorhandenen Siemens-PCS7-Antrieben zu gewährleisten. Damit sind wir nun gut für die Zukunft gewappnet.» Die installierte Lösung. Bei dieser Antriebskonzeption wurden die 75 Frequenzumrichter der Baurei-

Blick in die UG-Ebene mit den Antrieben/Pumpen für die Papiermaschine im Geschoss darüber. Insgesamt werden rund 218 Motoren für die optimale Produktion gesteuert, geregelt und überwacht. (Bilder: Markus Frutig)


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Antriebstechnik ●

AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

he Commander SK in Leistungsbereichen von 0,55–110 kW implementiert, was einer Gesamtleistung von über 750 kW entspricht. Die Softstarter vom Typ Digistart IS wurden für die Motorsteuerung und Schutz der Antriebe mit konstanter Drehzahl in Leistungsbereichen von 37 bis 132 kW eingesetzt. Hier liegt die Gesamtleistung bei über 1181 kW. Zuverlässige Partner. Die gesamte Elektro- und MSR-Planung, Demontage sowie die komplette Neuverkabelung und Inbetriebnahme der Anlage führte die Firma Penta-Electric AG aus Münchenstein aus. Sie hat ebenfalls die Software erstellt bzw. programmiert, die FUs parametriert und die Schaltschränke geliefert. Die aktuellen und strengen Schweizer Normen waren für Heldstab bei diesem Umbau besonders zu beachten gewesen, was ihm bei seiner Wahl das richtige Gefühl der Sicherheit gab: «Diese relativ harten Normen mussten natürlich auch erfüllt werden, aber ich denke, das sollte jeder Anbieter am Markt einhalten können!» Sicherer 24-h-Betrieb. Stefan Heldstab erzählt, warum sich Landqart eindeutig und ohne Kompromisse für Emerson-Antriebslösungen entschieden hat: «Wir haben bereits gute Erfahrungen mit Emerson gemacht. Denn wir müssen uns darauf verlassen, einen Partner zu haben, der auch wirklich zuverlässig ist. Bei der Ausschreibung der Gesamtofferte haben wir auch ausschliesslich renommierte Hersteller berücksichtigt, denn wir können uns keine Ausfälle erlauben. Die Anlage muss 24 Stunden und sieben Tage in der Woche funktionieren.»

Zufriedener Projektablauf, zufriedener Kunde: Stefan Heldstab (Mess- & Regeltechnik, Lanqart Papier AG) in der Leitwarte, in der auch über VPN-Zugriff die gesamte Anlage mit 218 Motoren und 75 FUs und 15 Softstarter überwacht und optimiert werden kann.

Herausforderung: komplexes Management unterschiedlicher Antriebsgrössen. Eine besondere Herausforderung war beispielsweise, dass Landqart mit Standard-Frequenzumrichtern spezielle Antriebsbewegungen ausführen lassen wollte. Heldstab erläutert hierzu: «In Zusammenarbeit mit Control Techniques konnten wir dies einwandfrei umsetzen und es funktionierte problemlos. Bei uns sind grundsätzlich keine individuellen HightechApplikationen eingesetzt, aber die Gesamtbetriebsverfügbarkeit ist für uns sehr wichtig. Und die Vielzahl unterschiedlicher Antriebsgrössen machen es vor allem aus.»

Fazit: innert Rekordzeit realisiert. Dass das sehr enge Zeitfenster von lediglich eineinhalb Monaten eine weitere Herausforderung für alle Beteiligten war, ist unbestritten. «Wir sind zufrieden mit Control Techniques, da wir die Anlage innerhalb sehr kurzer Zeit von lediglich sechs Wochen in Betrieb nehmen mussten – was für so eine Grossanlage schon enorm war!» In diesem Zeitraum musste nämlich die alte Anlage rund um die Uhr abgebaut und die Neuanlage mit allen Schaltschränken neu installiert, ergänzt bzw. umgebaut werden. Für die Motoren- und Steuerleitungen wurden 76 km Kabel, für die Signalleitungen 26 km Kabel verbaut. Dazu mussten auch erste Versuche mit der Papierproduktion gefahren werden, damit die reale Produktion anschliessend loslegen konnte. «Während des Umbaus gab es schon hektische Zeiten, aber da hat uns das Unternehmen auch mit zusätzlichen FUs sehr gut unterstützt, sodass wir rechtzeitig die Anlage in Betrieb nehmen konnten.» Stefan Heldstab resümiert zufrieden: «Wir bleiben klar auf dieser Linie und haben schon noch Wünsche für weitere Applikationen und Kategorien. Dafür werden wir gerne wieder Control Tech● niques einsetzen.»

Technische Fakten in Kürze – Effiziente Antriebslösung für Neuanlagen mit MCC, 218 Motoren, 85 FUs, rund 3700 E/ASignalen und 120 Regelkreisen – Robuster, störungsfreier Betrieb – Dezentrale Peripherie mit ET200S – Individuell angepasste Leistungsbereiche reduzieren Komplexität – Flexibilität und geringerer Verkabelungsaufwand dank PROFIBUS – Effizientes, platzsparendes Schrankdesign – Flexibles Leitsystem PCS7 mit 3AS‘en, einem redundanten OS-Server, vier OS Clients mit je vier Bildschirmen, Zugriff über VPN/Web – Vor-Ort-Service und schneller Support dank Lager Schweiz

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Am Leitsystem (PCS7 mit 3 AS‘en und je vier Bildschirmen) überblickt man jederzeit die gesamte Anlage und allfällige Störungen mit 218 Motoren, 75 FUs und 15 Softstartern.

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AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

● Antriebstechnik

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Der hohe Wirkungsgrad, das dynamische Verhalten des Antriebs und dass der Motor immer an einem FU läuft, sind weitere Pluspunkte dieser Neuentwicklung. (Bild: EMBW)

Neue Permanent-Magnet-Synchron-Motorenreihe vom Schweizer Antriebsspezialisten

Noch mehr Drive Die Elektromotorenwerk Brienz AG (EMWB) hat eine neue Permanent-Magnet-Synchron-Motorenreihe (PMS-Motoren) entwickelt. Was ist der Hintergrund für die PMS-Motorenreihe, welche noch energieeffizienter ist, als beispielsweise die auf dem Markt bestens bekannten Asynchron-Motoren? Der technische Geschäftsführer vom EMWB, Markus Thöni, ist sich sicher, dass mit dieser Effizienzsteigerung mehr Performance und bessere Leistungen für seine Kunden erreicht werden können. MARKUS FRUTIG

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iner der Hintergründe für diese Neuentwicklung der PMS-Motoren ist also die Energieeffizienz. Markus Thöni erklärt dazu: «Wir haben bei der Entwicklung der neuen PMS-Motorenreihe das Baukastensystem nach IEC miteinbezogen und uns zum Ziel gesetzt, einen Wirkungsgrad von IE3 oder höher zu erreichen. Dies ist uns in den Baugrössen 63 bis 200 mehr als gelungen. Wir erreichen mit diesen Motoren ohne Probleme die Effizienzklasse IE3. Aus diesem Grunde entschlossen wir uns, die Leistungsdichte in den IE3-Motoren zu erhöhen und zusätzlich eine zweite Reihe für die Effizienzklasse IE4 mit den IECStandardleistungen zu lancieren.» Besonders vorteilhaft wird es für den Kunden, wenn beispielsweise bestehende Motoren 1:1 ausgetauscht werden können, um schnell und problemlos einen noch energieeffizienteren Antrieb zu erhalten. Damit können Kosten reduziert und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Als Anwender profitieren vor allem die Maschinenhersteller, aber auch die HLK-Branche (Heizung/Lüftung/Klima) sowie alle Anlagenbauer. Ein wichtiger Grund liegt aber auch darin, dass die neuen Effizienzklassen eingehalten werden müssen, d. h. die Effizienzklasse IE2 gilt heute schon und ab 2015

wird auch die Effizienzklasse IE3 stufenweise zwingend eingeführt. Effizient für die Zukunft gerüstet. Einerseits hat EMWB entschieden, einen zukunftsfähigen Antrieb zu entwickeln, andererseits kam die aktuell sehr intensiv nachgefragte Thematik zur Effizienz hinzu. Markus Thöni erläutert, wie insbesondere die unterschiedlichen Kundenwünsche in das Entwicklungsprojekt eingeflossen sind: «Unsere Kunden teilen sich grundsätzlich in zwei Hauptlager auf: Die einen möchten heute bereits effizient sein, und zwar so effizient wie möglich. Dazu muss auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen. Die anderen stellen sich der aktuellen Energierichtlinie nach

Die Vorteile auf einen Blick: – geringeres Gewicht – kleinere Baugrössen möglich – Abmessungen nach IEC – Wirkungsgrad IE3 und besser – Frequenzumrichter ca. 25 Prozent kleiner dimensioniert (cos Phi = 1) – besseres dynamisches Verhalten – geringere Lärmemissionen – konstantes Drehmoment bis hohe Drehzahlen – ohne Drehzahlgeber tiefe Drehzahlen möglich – niedriges Rastmoment.

dem Grundsatz, so effizient wie nötig und nicht mehr.» Dabei stellen sie den Investitionspreis ohne Berücksichtigung der Betriebskosten in den Vordergrund. Zielsetzung: höchst effiziente Antriebstechnologien. Die neuen PMS-Motorenreihen bringen aber nicht nur den Vorteil der Energieeinsparung, sondern bieten dem Anwender eine ganze Reihe von Einsparungen konstruktiver Verbesserungen. In der Textilindustrie laufen beispielsweise Anlagen 24 Stunden, 365 Tage durch mit sehr beschränkten Möglichkeiten für Wartungsarbeiten. Thöni bringt es auf den Punkt: «Da macht bereits wenig Effizienzsteigerung sehr viel aus. Bei der Investition ist es wichtig, dass nicht nur die Initialkosten, sondern auch die Betriebskosten genau unter die Luppe genommen werden. Hohe Herausforderungen auch bei den Rohstoffen. Durch den vor einigen Jahren stark steigenden Bedarf an seltenen Erden hat China mit einem damaligen Marktanteil >90 % die Preise enorm in die Höhe getrieben. Diese Entwicklung führte dazu, dass der Abbau dieser seltenen Rohstoffe in andern Ländern wie zum Beispiel Russland und Australien wieder angekurbelt wurde. Der aufkommende Mitbewerbermarkt hat die Preissituation stark stabilisiert.


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Stolz präsentiert Markus Thöni, technischer Geschäftsführer der EMWB, einen Prototyp der neuen PermanentMagnet-Synchron-Motorenreihe mit geöffnetem Frontgehäuse: «Damit können Kosten reduziert und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden.» (Bilder: Markus Frutig)

«Zudem sind wir nicht mehr von einem Marktmonopol abhängig. Darin sehen wir eine positive Entwicklung für die Zukunft», meint Thöni optimistisch. Verluste reduziert und Wirkungsgrad optimiert. Der grösste Teil der Wirkungsgradoptimierung bei der neuen Permanent-Magnet-Synchron-Motorenreihe ist der Dauermagnet. Von der Magnetisierung her benötigt man bei einem Asynchronmotor je nach Polzahl fast den halben Rotor-Bereich, um das Magnetfeld aufzubauen. Bei einem Dauermagneten wird lediglich um ihn herum ein Magnetfeld erzeugt. Dies erfordert automatisch sehr viel weniger Leistungsbedarf und schlussendlich weniger Strombedarf. Thöni ergänzt: «Natürlich arbeitet man auch mit anderen Blechqualitäten, was man aber bei den herkömmlichen Asynchronmotoren für eine Wir-

kungsgradsteigerung ebenfalls nutzt. Hinzu kommen die Kupfer- und mechanischen Verluste, die im Asynchronmotor genau gleich bekämpft werden, wie hier bei den PMS-Motoren. Der grosse Unterschied zur Effizienzsteigerung sind hauptsächlich der Dauermagnet sowie die Konstruktion des Rotors.»

Fazit. Eines der wichtigsten Argumente für die Wahl der neuen Permanent-Magnet-Synchron-Motoren ist der Wirkungsgrad. Das dynamische Verhalten des Antriebs und dass der Motor immer an einem Frequenzumrichter läuft, sind weitere Pluspunkte. Man kann natürlich argumentieren, dass die Abhängigkeit von einem Frequenzumrichter von der Beschaffungsseite her nachteilig sein könnte, «aber der grosse Vorteil beim PMS-Motor ist, dass man ungefähr einen Cos Phi = 1 hat. Das heisst, dass man den FrequenzumDer grösste Teil der Wirkungsgradoptimierung bei richter rund 25 % kleider neuen Permanent-Magnet-Synchron-Motorenreihe ist der Dauermagnet. (Bild: EMBW)

ner dimensionieren kann, als bei einem Asynchronmotor. Wenn wir in unsere Reihe IE3 gehen, erhalten wir auch eine höhere Leistungsdichte gegenüber dem Asynchronmotor», betont Markus Thöni. Durch die deutlich geringere Verlustleistung entsteht weniger Wärme und daraus resultiert insgesamt eine bessere Energieausnutzung. «Mit unseren zwei neuen Permanent-Magnet-Synchron-Motorenreihen in IE3 mit erhöhter Leistungsdichte und IE4 mit Standardleistung können wir ein grosses Spektrum von Kundenwünschen abdecken. Wir haben aber auch die Möglichkeit, mit den vorhandenen Blechschnitten kundenspezifische Spezial-PMS-Motoren zu entwickeln und zu bauen», ● resümiert Thöni optimistisch. ELEKTROMOTORENWERK BRIENZ AG 3855 Brienz, 033 952 24 24 info@emwb.ch, www.emwb.ch

Thöni betont den Kundenvorteil besonders beim einfachen 1:1-Austausch bestehender Motoren: «So erhalten unsere Kunden problemlos einen noch energieeffizienteren Antrieb und sind für die Zukunft gut gerüstet.»


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Das Torus-Getriebe besitzt eine neuartige Planspiralverzahnung, welche höhere Kräfte übertragen kann und kompakter aufgebaut ist als herkömmliche Getriebe. (Bilder: Tedec)

Was wäre, wenn Ihr Antrieb plötzlich 40% günstiger wäre?

Neuartige Getriebe für mehr Effizienz Die Frage nach einem deutlich günstigeren Preis stellt sich beim Einsatz des Torus-Getriebes. Denn das Schweizer Unternehmen Tedec AG hat ein komplett neues Getriebekonzept entwickelt, welches Einsparungen bei Material, Bauraum und Kosten erlaubt und dies bei gleichzeitiger Steigerung der Qualität und erhöhter Gestaltungsflexibilität. Christian Menet, Leiter Verkauf und Marketing der Tedec AG, gab weitere Details preis im Kurzinterview.

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ei der Auswahl des bestmöglichen Antriebes muss man sich oft entscheiden zwischen einem Getriebe mit hohem Wirkungsgrad oder einem kompakten, leichten Getriebe (wie beispielsweise einem Schneckengetriebe). In diesem Bereich der kompakten Getriebe setzt das Torus-Getriebekonzept neue Massstäbe, was Material- und Bauraumreduktion betrifft. Dies wird möglich durch den Einsatz einer neuartigen Planspiralverzahnung, welche dank optimaler Kontaktgeometrie höhere Kräfte übertragen kann.

Die Getriebe-Komponenten können folglich in ihren Abmessungen verkleinert werden, was direkt zu bedeutenden Gewichts- und Materialkostenreduktionen führt. Auch die Lagerung der Antriebswelle kann deutlich einfacher und kostengünstiger gestaltet werden, und nicht zuletzt bietet das Torus-Getriebe mehr Freiheit bei der dimensionellen Gestaltung des Getriebegehäuses. So können (wie in dem aufgezeigten Beispiel) mit einfachsten Mitteln die Herstellkosten um bis zu 40 % gesenkt werden.

Vergleich eines Schneckengetriebes (links) mit einem Torus-Getriebe: Die Gegenüberstellung zeigt die erhebliche Materialeinsparung beim Torus-Getriebe im Vergleich zum Schneckengetriebe. Der benötigte Bauraum wird deutlich verkleinert und die Wellenlagerung vereinfacht. Diese konstruktiven Neuheiten haben eine beachtliche Kostenreduktion zur Folge. Bemerkenswert ist auch der wesentlich kleinere Achsabstand von 25 mm beim Torus-Getriebe gegenüber 80 mm beim Schneckengetriebe.

Flexibler Achsabstand. Der Achsabstand ist eine bedeutende Grösse bei der Auswahl eines Getriebes. DIN 3976 regelt die Zuordnung von Achsabständen und Übersetzungen in Schneckenradsätzen. Ziel dieser DIN-Empfehlung war es, möglichst viele Übersetzungsvarianten pro Achsabstand anzubieten. Der Durchmesser des Schneckenrades und der Schnecke wird bei dieser Zuordnung so aufgeteilt, dass der gewünschte normierte Achsabstand auch eingehalten werden kann. Diese Vorgehensweise erlaubt es dem Getriebehersteller, mit einem normierten Gehäuse mehrere Übersetzungsstufen anzubieten. Die maximal zu übertragende Leistung bleibt innerhalb eines Achsabstands dabei nahezu konstant. Hier wird das Dilemma des SchneckengetriebeKonzeptes klar. Denn der Achsabstand muss zwangsläufig immer grösser sein als der Radius des Schneckenrades. Das Torus-Getriebe bietet diesbezüglich eine einzigartige Lösung, denn der Achsabstand ist nahezu unabhängig von der zu übertragenden Last, Übersetzung und der Grösse des Abgangsrades. Diese Eigenschaft macht erstmals Antriebe mit hohen Übersetzungen und kleinen Achsabständen möglich. Ausserdem eröffnet dies dem Getriebebauer die Möglichkeit, eine qualitativ hochstehende Baureihe von Getrieben mit normiertem Achsabstand und nahezu unendlichen Variationen an Übersetzungen und Leistungen zu gestalten. Qualitätssteigerung. Das Torus-Getriebe gehört in die Gruppe der Schraubgetriebe und weist Prinzip bedingt einen nahezu geräuschlosen und dämpfenden Lauf auf. Durch die neuartige Kontaktsituation ist die Getriebespiel-Einstellung bzw. Spielaufhebung sehr einfach zu realisieren. Mittels eines kraft-


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lich, eine Planspiralverzahnung zu realisieren, welche in unterschiedlichsten Branchen ihren Einsatz findet. Anwendungsbereiche. Das Torus-Getriebe findet seine Anwendung im Maschinenbau dort, wo Bauraum, Gewicht und Kosten ausschlaggebend sind. In der Medizinaltechnik sind der geringe Bauraum und die hohe Laufruhe gefragt, während im Automobilbau Eigenschaften wie kleiner Bauraum, minimales Gewicht, hohe Laufruhe und tiefe Kosten gefordert sind. Interview mit Christian Menet, Leiter Verkauf und Marketing bei Tedec

Christian Menet, Leiter Verkauf und Marketing Tedec AG: «Das Torus-Getriebe spricht vor allem das Marktsegment mit Übersetzungen grösser 50:1 an. Hier hat es klare Vorteile, in dem es sehr hohe Übersetzungen mit nur einer Getriebestufe bei gleichbleibendem Wirkungsgrad zwischen 50 und 60 Prozent möglich macht.»

vorgespannten Ritzels werden spielfreie Getriebe mit einfachstem Aufbau möglich. Eine weitere positive Eigenschaft dieser neuartigen Getriebetechnologie ist die vorwiegend radiale Kraftübertragung auf die Zahnräder. Dies erlaubt den Einsatz von einfachen, kostengünstigen Wälzlagern. Die Technologie. Das von der Tedec AG entwickelte Torus-Getriebe gehört zur Gruppe der planverzahnten Getriebe. Ein auf der Planseite des Ritzels aufgebrachter, spiralförmiger Zahn greift so in die Verzahnung des Abgangsrades ein, dass mehrere identische Kontaktstellen entstehen. Dadurch wird die Last bestmöglich verteilt und der Werkstoff weniger belastet. Weiter konnte die Geometrie so optimiert werden, dass der konkav-konvexe Kontakt die Spannungen zusätzlich reduziert. Diese Entwicklung machte es erstmals mög-

Herr Menet, 40 % günstigere Antriebe – das klingt schon revolutionär. Liegt es lediglich an der Verkleinerung der Komponenten (Material/Gewicht) und des Reibwiderstands durch die neuartige Planspiralverzahnung? Christian Menet: Die neuartige Verzahnungsgeometrie sorgt dafür, dass die Last besser verteilt wird, sodass die Verzahnung verkleinert werden kann. Der Durchmesser des Schneckenrades und der Schnecke bestimmen beim Schneckengetriebe, wegen der tangentialen Achsanordnung, den Achsabstand, während beim Torus-Getriebe der Achsabstand durch die seitliche Achsanordnung wesentlich kleiner gestaltet werden kann. Der Materialaufwand, bedingt durch ein kleineres Gehäuse sowie kleiner dimensioniertem Bogen- und Torusrad, ist erheblich kleiner. Die vereinfachte Lagerung des Torusrades, gegeben durch die geringere axiale Belastung, macht eine weitere Einsparung möglich. Was heisst dies konkret für den Antrieb von Maschinen in Bezug Effizienz und Kosten? Werden da nicht die grossen Antriebshersteller neidisch? Das Torus-Getriebe steht in erster Linie im Wettbewerb zum Schneckengetriebe. Die Einsparungspotenziale können je nach Applikation unterschiedlich gross sein. Das Torus-Getriebe spricht vor allem das Marktsegment mit Übersetzungen grösser

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50:1 an. In diesem Segment hat das Torus-Getriebe klare Vorteile, in dem es sehr hohe Übersetzungen mit nur einer Getriebestufe und bei gleichbleibendem Wirkungsgrad zwischen 50 und 60 Prozent möglich macht. In diesem Segment könnten die Mitbewerber neidisch werden. Eine radiale Kraftübertragung ist eigentlich nichts grundlegend Neues, aber wurde wohl bisher zu wenig genutzt. Was zeichnet diese Entwicklung besonders aus? Die patentierte Torus-Getriebe-Lösung, mit mehreren Zähnen im Eingriff und konkav konvexen Kontaktflächen zeichnet die Entwicklung besonders aus. Moderne Fertigungssysteme und neueste CAD-Systeme haben der neuen Kontaktgeometrie zum Durchbruch verholfen. Sie sind an der Weiterentwicklung dieses Getriebes in der Materialpaarung Stahl – Kunststoff. Dies wäre für Anwendungen in der Medizinaltechnik interessant. Welche Bereiche genau und was könnten konkrete Anwendungen sein? Die Getriebepaarung Stahl/Kunststoff wird für Automotiv-Applikationen wie Positioniergetriebe für Sitze, Fenster, Rückspiegel und Scheinwerfer interessant sein, wo kleine Bauvolumen, minimales Gewicht und hohe Laufruhe gefragt sind. Dieselben Eigenschaften sind in der Medizinaltechnik für medizinische Behandlungstische, Dentalstühle, Therapieliegen usw. gefragt. Ein weiteres Einsatzgebiet sind Stellantriebe ● in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. TEDEC AG 4800 Zofingen, 062 752 06 33 mail@torus-gear.ch, www.tedec.ch

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● Antriebstechnik

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Blick über den rund 100 m tiefen Grimselsee; 50 Meter darunter befindet sich die Maschinenhalle mit den Generatoren und der neuen Umrichterhalle. (Bild: Markus Frutig)

100-MVA-Umrichter für drehzahlvariablen Antrieb in einem Pumpspeicherkraftwerk

Weltrekord in den Alpen ABB zeichnet für die Lieferung und Inbetriebnahme des weltweit grössten Frequenzumrichters im Pumpspeicherkraftwerk «Grimsel 2» verantwortlich. Der auf den vorhandenen Motor-Generator-Satz angepasste drehzahlvariable 100-MVA-Umrichter ermöglicht einen leistungsvariablen Pumpbetrieb und sorgt so für eine höhere operative Rentabilität. Die Anlage baut auf der Stromrichterplattform PCS 8000 von ABB auf und setzt neue Massstäbe in Sachen Flexibilität und Effizienz beim Betrieb eines Pumpspeicherkraftwerks. Die «technica»-Redaktion war vor Ort.

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ie Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) ist eines der führenden Wasserkraftunternehmen der Schweiz und betreibt im Grimsel- und Sustengebiet in den Schweizer Alpen 26 Anlagen in 9 Kraftwerken mit 8 Speicherseen. KWO produziert im Durchschnitt rund 2350 Gigawattstunden (GWh) Strom pro Jahr, was dem Jahresbedarf von etwa 1,2 Millionen Menschen entspricht. Das Pumpspeicherkraftwerk Grimsel 2 ist mit vier Synchronmaschinen mit einer Leistung von 100 MVA ausgestattet. Diese verfügen zur Stromerzeugung oder für den Pumpbetrieb jeweils über eine eigene Francisturbine und Pumpe, die auf derselben Welle montiert sind.

Die Herausforderung. Durch den stetig steigenden Anteil an Elektrizität aus den fluktuierenden Energiequellen Wind und Sonne, der ins Stromnetz eingespeist wird, kommt den Lösungen im Bereich Energiespeicher eine immer grössere Bedeutung zu. Pumpspeicherkraftwerke, wie man sie beispielsweise in den Schweizer Alpen findet, sind ideal, um den zunehmenden Einsatz von Solarund Windenergie sinnvoll zu komplementieren. Speichersysteme sorgen für einen Lastausgleich im Netz und gewährleisten die erforderliche Balance

zwischen Stromerzeugung und -verbrauch. So wird bei Stromüberschuss Wasser aus einem tiefer gelegenen See in ein höher gelegenes Reservoir gepumpt, wo es für lange Zeit gespeichert werden kann. Wird Strom benötigt, lässt man das Wasser abfliessen und treibt damit Turbinen an, um rasch Elektrizität zu erzeugen. Bislang konnte in Grimsel 2 die Leistungsaufnahme im Pumpbetrieb nur über die Anzahl laufender Pumpen geregelt werden. Dabei konnten die Pumpen jeweils nur in Volllast betrieben werden. Über

die gleichzeitige Stromerzeugung im Verbund mit anderen Generatoren war eine Anpassung an den Bedarf möglich; allerdings wurde dadurch wertvolles Speicherwasser aus anderen Seen verbraucht, was wiederum zu unnötigen Stromverlusten führte. 2010 beschloss KWO deshalb, eine der vier Maschinengruppen in Grimsel 2 auf drehzahlvariablen Betrieb aufzurüsten. Dabei lag ihr Fokus auf der Steigerung der betrieblichen Effizienz durch Verbesserung des Speicherwassereinsatzes. Dies sollte

Schnitt durch die Maschinenhalle mit dem Anlagenlayout auf Generatorebene und im UG. (Bilder: ABB)

Der Vollumrichter regelt variabel die Drehzahl der Pumpen von 600–765 U/min und hilft, das Netz zu stabilisieren.


Antriebstechnik ●

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Daten und Fakten Die wichtigsten Daten des Frequenzumrichters PCS 8000 XL Drive im Grimsel 2: Nennleistung: 100 MVA (2 x 50 MVA) Eingangsspannung, -strom: 13,5 kV, 4650 A (50 Hz) Ausgangsspannung, -strom für den Pumpbetrieb: 10,8–13,5 kV, 4650 A (40–51 Hz) Ausgangsspannung für das Anfahren: 0–13,5 kV (0–51 Hz) Kühlung: Wasser/Wasser

Die Lösung. ABB entschied sich für die Installation eines Frequenzumrichters mit einer Leistung von 100 MVA. Dieser ist der weltweit grösste seiner Art für den drehzahlvariablen Antrieb in einem Pumpspeicherkraftwerk. Das ABB-System besteht aus einem Frequenzumrichter PCS 8000 mit einer AC-800PEC-Steuerung und -Umrichternetz sowie maschinenseitigen Aufspann- und Abspanntransformatoren. Zum Lieferumfang von ABB gehörten die System- und Steuerungstechnik, Installation und Inbetriebnahme des Frequenzumrichters. Das ausgeklügelte Design der Umrichtergruppe sorgt für eine erhebliche Verbesserung der Spannungsqualität auf den Ständerwicklungen und gewährleistet so einen reibungslosen Betrieb mit der bestehenden Maschine, ohne die Ständerwicklungen übermässig zu beanspruchen. Mithilfe des Vollumrichters kann maschinenseitig die Frequenz und folglich auch die Drehzahl variiert werden – und so die Leistungsaufnahme der Pumpe. Im Pumpbetrieb arbeitet die Synchronmaschine nun in einem Drehzahlbereich zwischen 600 und 765 U/min bei einer Leistungsaufnahme von maximal 94 MW. Für bestimmte Anforderungen kann die Umrichtergruppe umgangen werden, sodass die Anlage wie zuvor mit fester Drehzahl arbeitet. Die Vorteile. Die Beschränkungen der ursprünglichen Struktur mit fester Drehzahl werden durch den Ansatz, den Synchronmotor/-generator durch eine frequenzvariable Speisung des Stators mit einer variablen Drehzahl zu betreiben, überwun-

den, was zu wertvollen betrieblichen Vorteilen führt: 1. Verbesserter Einsatz des Stromüberschusses im Netz: Der stufenlos regelbare Stromverbrauch im Pumpbetrieb erhöht die Menge an Speicherwasser. 2. Schnelles Anfahren der Pumpe ohne Wasserverlust: Im Pumpbetrieb wird die Maschine nun innerhalb von 60 Sekunden mit Hilfe des Umrichters angefahren, wodurch grosse Mengen an wertvollem Speicherwasser eingespart werden. 3. Blindleistungskompensation: Der Stromrichter kann ohne die Maschine als Blindleistungskompensationsanlage betrieben werden und bis zu

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100 MVAR als Sofortleistung an das Netz abgeben. Da weder der bestehende Generator noch der Aufspanntransformator verändert werden musste, konnte die Frequenzumrichtergruppe ohne Einschränkungen für den Kraftwerksbetrieb installiert werden; die Schaltung führte nur zu einer minimalen Betriebsunterbrechung. (mf) ●

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in erster Linie durch die Möglichkeit des Energieausgleichs im Pumpbetrieb erreicht werden. Die Herausforderung bestand darin, einen für den drehzahlvariablen Betrieb ausgelegten Vollumrichter zu installieren, ohne die elektrische Maschine aus den 80er-Jahren zu verändern. Die Lösung musste zudem in das bestehende Kraftwerk integriert werden.

AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

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WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

● Werkzeugmaschinen

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Hermle-Bearbeitungszentren in der Anwendung

Gefräste Vielfalt für die Glaskunst Zur Herstellung komplexer Modelle, Formen und Werkzeuge sowie zur Textur hochwertiger Luxusprodukte aus Kristallglas setzt der französische Kristallglaskunst-Hersteller Lalique auf 5-Achsen-Bearbeitungstechnologie von Hermle.

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ené Lalique wurde im Jahr 1860 in Ay in der Champagne geboren und war einer der bekanntesten Schmuck- und Glaskünstler des Art Deco, und vor allem der französischen Ausprägung des Jugendstils, des Art Nouveau. Bis zu seinem Tod im Jahr 1945 entwickelte sich Lalique vom Zeichner und Gestalter von Schmuckentwürfen über die Fertigung von Schmuckstücken bis hin zum Unternehmer, in dessen Werkstätten und Fabriken – entgegen der üblichen Auffassung, dass luxuriöser Schmuck aus Gold, Perlen und Edelsteinen zu bestehen hat – auch einfachere Materialien wie Email, Elfenbein, Horn, Halbedelsteine, gewöhnliche Steine sowie vor allen Dingen Glas nach den eigenen Entwürfen künstlerisch verarbeitet wurden. Anlässlich einer Verkaufsausstellung in Paris präsentierte Lalique im Jahr 1911 erstmals ausschliesslich Arbeiten aus Glas und hatte damit einen derart grossen Erfolg, dass er sich fortan auf die Glaskunst konzentrierte und 1921 in Wingen-sur-Moder im Elsass eine grössere Fabrik eröffnete. Diese stellt heute das Glaskunst-Fabrikationszentrum des Unternehmens Lalique dar, das aktuell weltweit etwa 500 Mitarbeiter/-innen beschäftigt, davon 230 im Werk in Wingen-sur-Moder. Lalique steht mehr denn je für Luxusprodukte aus Bleikristallglas, womit sowohl in Design und Qualität herausragende Parfum-Flakons, Schmuck, Trinkgläser, Karaffen, Schalen und dergleichen Gegenstände mehr, jedoch verstärkt auch Luxusprodukte für die Objektund Schiffsausstattung wie Skulpturen, Tische, Leuchten und Wandverkleidungen gemeint sind.

Ein dreiteiliges Formwerkzeug aus FormenbauSpezialguss zum Giessen einer exklusiven Kristallglas-Skulptur; die Segmente wurden auf dem Hermle-BAZ C 30 U 5-achsig komplett bearbeitet. (Bilder: Hermle)

Bleikristallglaskunst verbindet Tradition und Moderne. Dass sich Tradition und moderne Technik in diesem künstlerisch mehr als nur angehauchten Business bestens ergänzen, ist daran zu ersehen, dass am Anfang eines wie auch immer gearteten Luxusprodukts aus Bleikristallglas die Form steht und am Ende ein fertiges Produkt. Oder anders

Christian Vollmer, Leiter Formen- und Werkzeugbau und Coskun Yesiltas, Programmierer und Maschinenbediener im Werkzeug- und Formenbau von Lalique vor dem 5-Achsen-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 30 U.

herum: Bevor das individuell komponierte Kristallpulver durch Erhitzen auf 1380 °Celsius geschmolzen und in Form gegossen wird, braucht es in klassischer Manier Modelle, Formen und Werkzeuge. Den extrem hohen Ansprüchen der Kunden sowie den eigenen Ansprüchen hinsichtlich künstlerischer Gestaltung, extravagantem Design und höchster Qualität entsprechend finden Entwicklung, Konstruktion und Fertigung der Modelle, Formen und Werkzeuge natürlich im eigenen Haus statt. Im Formen- und Werkzeugbau im Werk Wingen-surModer sind 12 ausgewiesene und «kristallglaskunstsensible» Fachkräfte tätig und können dafür auf einen modernen Maschinenpark zurückgreifen. Dazu sagte Christian Vollmer, Leiter des Formenund Werkzeugbaus bei Lalique: «Unsere Aufgabe ist es, die Design-Vorgaben als 3D-Modelle plastisch und realitätsnah darzustellen, zunächst in Form von Prototypen aus Modellbau-Werkstoffen. Danach folgen die Werkzeug-Konstruktion und die NC-Programmierung. Die Werkzeuge sind wegen der oftmals sehr komplexen Formen des Endprodukts als zwei- bis sechsteilige Klapp- oder Schieberwerkzeuge in Segment-Bauweise konzipiert. Deshalb müssen die einzelnen Segmente nicht nur hochpräzise bearbeitet sein – die gewünschte Formgebung gewährleistend und auch die Übergänge an Segmentflächen –, damit sich die Nacharbeit durch Schleifen und Polieren auf das Finish beschränken kann. Wir stellen pro Jahr etwa 60 neue Formwerkzeuge mit höchst unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad her.

Der Arbeitsraum des Hermle-BAZ C 30 U mit dem NC-Schwenkrundtisch mit Durchmesser 630 mm für die 5-Achsen-Komplettbearbeitung anspruchsvoller Prototypen, Modelle und Werkzeug-Segmente in 3D-Formgebung.


Werkzeugmaschinen ●

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WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

Damit all diese Bearbeitungen in einem Durchgang bzw. in einer bis wenigen Aufspannungen komplett vorzunehmen sind, verfügt die Maschine über ein Werkzeugmagazin mit absolut ausreichenden 32 Plätzen. Die Werkzeuge sind in einer Aufnahme HSK-A63 gespannt und rotieren wahlweise sowie nach der Kombination zu bearbeitendes Material/passgenaues Werkzeug/optimale Parameter mit bis zu 18 000 min-1.

Da der Trend zu immer grösseren Kristallglas-Produkten als exklusive Einzelteile geht, sahen wir uns vor einiger Zeit gezwungen, ein Bearbeitungszentrum anzuschaffen, das die rationelle Komplettbearbeitung grösserer Werkzeugsegmente erlaubt. Weil sich die konventionelle Werkzeug-Herstellung in mehreren Bearbeitungsschritten sowie in 3-Achsen-Technologie ausserdem als nicht mehr zeitgemäss und schliesslich auch zu wenig wirtschaftlich zeigte, entschieden wir uns zum Einstieg in die 5-Achsen-Technologie.» Grosser Schritt nach vorne mit 5-Achsen-Technologie. Während der längeren Evaluations- und Erprobungsphase machten Christian Vollmer und seine Kollegen zwiespältige Erfahrungen und waren am Ende nur von einem Produkt wirklich überzeugt, nämlich vom 5-Achsen-CNC-Hochleistungs-Bear-

beitungszentrum C 30 U der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG, D-Gosheim. Die Maschine hat bei kompakten Abmessungen mit X = 650 x Y = 600 x Z = 500 mm einen vergleichsweise grossen Verfahr- und Arbeitsbereich, was den Anforderungen des Werkzeug- und Formenbaus von Lalique in Bezug auf die Komplettbearbeitung grösserer Werkzeugteile entgegenkommt. Ausgerüstet mit dem grossen NC-Schwenkrundtisch mit 630 mm Durchmesser ergeben sich für die 5Achsen-Komplettbearbeitung ungeahnte Freiräume, die hier kreativ genutzt werden. So findet auf dem BAZ C 30 U heute nicht nur die Fertigung von Prototypen und Modellen aus Modellbauwerkstoffen sowie von Werkzeugen bzw. Werkzeugsegmenten aus Spezialguss und Werkzeugstahl statt, sondern an gegossenen Kristallglas-Produkten werden z. B. auch filigrane Dekor- und Texturbearbeitungen durchgeführt.

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Antriebstechnik

Getriebetechnik

Messtechnik

Spanntechnik

       

    

     

   

Freilauftechnik Drehmomentbegrenzer Bremstechnik Welle-Nabe-Verbindungen Kupplungstechnik Industriestossdämpfer Spezialfedern Druck- und Zugkabel

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Dieses Bild zeigt ein Formwerkzeug für eine Schale mit filigran gefrästen Details.

Leistungsgerechte Standardausführung des BAZ C 30 U. Abschliessend äusserte sich Christian Vollmer zum Hermle-BAZ C 30 U und dem damit verbundenen Leistungssprung in der Prototypen-ModellWerkzeug-Formen-Fertigung und der KristallglasBearbeitung. «Wir haben einige Tausend Produktformen-Werkzeuge am Lager, die zumeist nur wenige Male zum Einsatz kommen, weil es sich um Unikate oder um hoch exklusive Kleinstserien handelt. Um die sehr anspruchsvollen Wünsche der Kunden aus aller Welt künstlerisch sowie qualitativ und terminlich befriedigen zu können, ist es für uns von entscheidendem Vorteil, durch Schruppen und Schlichten in aufeinanderfolgenden Prozessen direktes Formfräsen durchführen zu können. Das spart Handling-Aufwand und viel Zeit und damit Kosten. Wir nutzen das Bearbeitungszentrum C 30 U von Hermle für alle relevanten anfallenden Arbeiten, weil die Ausführung und Qualität der Maschine buchstäblich jedem unserer Einsatzfälle gewachsen sind.» (ea) ●


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WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

● Werkzeuge

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Neue Werkzeuge von Paul Horn

Breites Sortiment weiter ausgebaut Gleich mit mehreren Neuheiten im Programm startete die Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH in den Herbst. Darunter befinden sich die Schneidplatte S100 mit der neuen Innenkühlung, ein zum Patent angemeldetes Schneideisen für Rohrgewinde und eine Erweiterung des modularen Frässystems DG mit einem Viertelkreisfräser.

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eu im Programm beim Werkzeughersteller Horn (Vertretung CH: Dihawag) ist die Schneidplatte S100 mit Innenkühlung der neuen Sorte HP65 mit der Geometrieform «.3V» und 3 mm Stechbreite. Ihre verschleissfeste TiAlN-Beschichtung ist speziell ausgelegt zum Ein- und Abstechen rostfreier Stähle. Die Schneidplatten mit 3 mm Stechbreite erweitern dank der inneren Kühlmittelzufuhr die bisherigen Einsatzbereiche der Schneidplattenreihe S100 aus dem Horn-Programm. Der Kühlmittelstrahl wirkt direkt an der Schnittzone und sichert so beste Zerspanungsbedingungen an der Wirkstelle. Die trichterförmige Düsenform formt einen Kühlmittelstrahl, der die Spanformung unterstützt und damit die Gefahr eines Spänestaus verringert. Ausserdem verhindert diese Art der Innenkühlung weitgehend die Bildung von Aufbauschneiden und Ausbrüchen an der Schneidkante. Gegenüber herkömmlichen Kühlungen sind dadurch höhere Schnittparameter zu erzielen, welche einen wirtschaftlich effizienteren Einsatz des Werkzeuges ermöglichen. Speziell bei schwer zerspanbaren Werkstoffen sichert die Hartmetallsorte AS45 und die Geometrieform «.EN» mit Spanformrille auch bei langer Eingriffszeit und hohen Temperaturen einen guten Spanablauf bei hoher Standzeit und Prozesssicherheit. Die Halter mit Innenkühlung sind verfügbar in rechter wie linker Ausführung. Die Schraub- oder Selbstklemmung

Keine Dampfblasen: Kühlmittelaustritt direkt aus der Spanfläche S100 mit Innenkühlung. (Bilder: Paul Horn GmbH)

der Schneidplatten mit Anschlag erlauben einen einfachen Schneidplattenwechsel mit hoher Wiederholgenauigkeit. Modulares Schneideisen. Das zum Patent angemeldete Schneideisen für Rohrgewinde von Horn ist als Wechselsystem aufgebaut, bestehend aus einem Grundhalter und fünf einzelnen Schneidplat-

Das modulare Schneideisen ist passend für vorhandene Aufnahmen.

ten. Bei Verschleiss werden lediglich die Schneidplatten im Grundhalter ausgetauscht, daher entfällt das übliche Nachschleifen. Bisher zum Rohrgewindeschneiden eingesetzte Vollhartmetallschneidringe wiegen bei der Baugrösse R ½ Zoll etwa 275 g. Das Hartmetallgewicht der 5 Schneideinsätze dagegen nur 23 g. Dadurch ist auch ein besonders schonender Umgang mit teuren Rohstoffen realisiert. Der Grundhalter hat die gleichen Abmessungen wie Vollhartmetallschneidringe und passt daher in die vorhandenen Aufnahmen. Die sichere Keilklemmung der Schneidplatten sowie der in sich geschlossene Halter aus Werkzeugstahl mit hervorragenden Festigkeits- und Dämpfungseigenschaften führten bei Kunden zu beachtlichen Standmengensteigerungen. Wenn die Standzeit erreicht ist, wechselt man nur die Schneiden beziehungsweise die Schneidplatten anstatt wie vorher das gesamte Schneideisen. Dies stellt eine erhebliche Kosteneinsparung dar. Kundennutzen: Produktivitätssteigerung bei Ressourcenschonung und bei geringeren Kosten. System DG um Viertelkreisfräser erweitert. Das neue modulare Frässystem hat mit dem Viertelkreisfräser DGV zur Kantenbearbeitung weiteren Zuwachs bekommen. Die patentierte Schnittstelle des Systems DG mit breiter Abstützung und stabiler Fixierung durch ein nicht segmentiertes durch-

gängiges Gewinde sorgt für optimale Steifigkeit und Rundlaufgenauigkeit bei unterschiedlichsten Fräsoperationen wie Kopierfräsen, Nutfräsen mit Eckenradius, Fasfräsen, Hochvorschubfräsen und vielen Sonderfräsoptionen. Geeignet sind die DG-Fräser sowohl zum Schruppen als auch zum Schlichten. Die Kombination aus Hartmetallfräskopf und einem stabilen Schaft aus Werkzeugstahl minimiert den Hartmetall-Verbrauch und entspricht damit den Forderungen nach Nachhaltigkeit. Sie ersetzen in vielen Anwendungen bisher verwendete Vollhartmetallfräser, sind aber mit Abstand wirtschaftlicher. Der neue Viertelkreisfräser DGV passt in alle DG-Schäfte der Systemgrösse 10. Alle Eckenradien zwischen 0,2 und 3 mm können somit mit einem einzigen Halter kombiniert werden. Der Drallwinkel für ziehenden Schnitt erzeugt geringe Schnittkräfte und beste Oberflächen. Die Hartmetall-Beschichtungskombination AN2P stellt hohe Standmengen sicher, die vier Schneiden des DGV ermöglichen hohe Vorschübe. (ea) ●

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TECHNIK

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Alarmierung aus der Cloud

Professionelle Alarmierungslösung Fällt ein Hochofen bei Stahl Gerlafingen aus, steht die Produktion still. Überwachen die Systeme bei der auf Ingenieurwesen spezialisierten Schällibaum AG die Baustellen nicht mehr korrekt, sind Menschen gefährdet. Deshalb stellen die Unternehmen hohe Ansprüche an die Sicherheit ihrer Anlagen. Es geht darum, Störungen frühzeitig zu erkennen, Prozesse automatisch zu überwachen, Mitarbeiter im Bedarfsfall zu alarmieren oder die Sanität zu mobilisieren. Die Cloud-Alarmierungslösung «sikadoTM portal» von Dolphin Systems, dem Schweizer IT-Spezialisten aus Wollerau, erfüllt all diese Bedürfnisse zuverlässig.

T

heorie ist gut und recht. Doch nur die Praxis beweist, wie gut eine Technik wirklich funktioniert. Dies zeigen drei spezifische Anwendungen des Cloud-Alarmierungssystems von Dolphin Systems.

Wo Schrott zu Profilstahl wird Aus Autowracks, alten Stahlbrücken und Hallenbauten entstehen bei Stahl Gerlafingen hochwertige, neue Stahlprodukte für die in- und ausländische Bauindustrie. Das riesige Fabrikgelände, samt allen Gebäuden, ist allein durch Mitarbeiter kaum zu überwachen. Deshalb erfasst ein Alarmgate die verschiedenen Alarmquellen der Trinkwasseraufbereitung, Heizung, Trafostationen usw. Über eine standardisierte Schnittstelle (OPC) werden die Kontakte angebunden und der Status an das «sikadoTM portal» weitergeleitet. Im Bedarfsfall mobilisiert das System bis zu 20 Personen der Instandhaltungsequipe per SMS und Sprachnachrichten. Zusätzliche Funktionen wie Quittieren und Eskalieren sorgen dafür, dass jeder Alarm sein Ziel erreicht. Zur optimalen Kontrolle protokolliert ein Logbuch sämtliche Details. Da die Lösung webbasiert ist, erfüllt sie alle Vorgaben der ITStrategie von Stahl Gerlafingen: Durch Auslagerung der teuren, wartungsintensiven Hardware die Flexibilität zu steigern sowie die Kosten

Bei Sulzer stehen Qualität und Sicherheit jederzeit im Fokus. (Bilder: Sulzer)

zu verringern und gleichzeitig die Sicherheit durch eine zuverlässige Alarmierung zu erhöhen. Alte Technik am Anschlag Sulzer Metco informierte bei einer Evakuierung mittels Zurufen. Zur Mobilisierung von Sanität dienten Nottelefonapparate. Ausschlaggebend für eine neue Lösung bei Sulzer Metco war dann der Wechsel von der alten Telefonanlage zu einer digitalen IP-Lösung. Dadurch musste die analoge Pageranlage weichen. Diese diente zur Übermittlung von technischen Störungen in den Bereichen Brandmeldeanlagen, der Heizungen und anderer Anlagen. Der Konzern suchte daher ein neues, einfaches und ausbaubares Alarmierungssystem. «Die alte Pageranlage war sehr eingeschränkt; vor allem bezüglich Textlänge und Reichweite. Sie konnte zudem nur im Umfeld der Firma genutzt werden. Heute können Alarme und Störungen ortsunabhängig und jederzeit zeitgerecht übermittelt werden. Für ‹sikado› sprach, dass wir die Lösung auf unsere Bedürfnisse anpassen konnten und nun die grösstmögliche Autonomie haben. Mit der Cloudlösung von Dolphin Systems können wir jederzeit selbst Änderungen vornehmen», erklärt Marc Heid, Head Quality, Environment, Safety & Health bei Sulzer.

Sulzer Metco: Die Mobilisierung von Sanität und die Überwachung von Anlagen erfolgt mit der Cloud-Alarmierungslösung von Dolphin Systems.


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Ein Blick in die Produktion bei Stahl Gerlafingen. Menschen allein können unmöglich sämtliche Anlagen überwachen: Die technische Alarmierung ist deshalb automatisiert. (Bild: D. Aebli)

Structural Monitoring: Schällibaum erfasst und überwacht neuralgische Punkte unterstützt durch «sikado™ portal».

Aus Sicherheitsgründen war eine unabhängige, externe Lösung wichtig: «Unser Standort ist mit vier Gebäuden kompliziert und unübersichtlich. Die Installation aufwendiger akustischer und optischer Geräte in allen Gebäuden entfällt so. Seit wir ‹sikado› haben, mussten keine Schäden mehr registriert werden. Die Cloudlösung ist genau das Richtige für uns», ergänzt Heid.

Dies sind drei von vielen Praxisbeispielen für den zuverlässigen, vielseitigen und kosteneffizienten Einsatz der Alarmierungslösung.

Wenn es um Millimeter geht Im Rahmen der Neat-Ausbauten überwacht Schällibaum den Neubau des Kirchtobelviadukts unmittelbar neben der über 100 Jahre alten Eisenbahnbrücke zwischen Herisau und Degersheim. Für die Sicherheit von Mensch und Monument sorgt ein hochmodernes Überwachungssystem (Structural Monitoring). An neuralgischen Punkten sind Tachymeter (Vermessungsgeräte), Reflektoren, Neigungssensoren und Webcams montiert. Erfasst werden jede Bewegung sowie die kleinsten Temperatur-, Druck- und Feuchtigkeitsänderungen. Das System übermittelt die Messdaten an das Kontrollzentrum. Das wiederum überwacht das Kontrollzentrum. Verursachen die Arbeiten am neuen Viadukt kritische Grenzwertüberschreitungen an der bestehenden Eisenbahnbrücke, schlägt «sikadoTM» unverzüglich Alarm. Mittels E-Mail, SMS und Sprachmitteilungen informiert das Portal die zuständigen Schlüsselpersonen über die gefährlichen Veränderungen. Es kann sofort reagiert werden, um grössere Gefahren für Personen und Maschinen abzuwenden. «Seit Ende 2011 ist das ‹sikado portal› bei Schällibaum im Bereich Geomatik-Monitoring im Einsatz und hat sich sehr gut bewährt. Die Bedienung ist problemlos und einfach. Dazu kommen die zahlreichen Funktionen und die sehr kurze Reaktionszeit des Systems», sagt Gebhard Merk, dipl. GeomatikIng. ETH und Projektleiter der Schällibaum AG.

(Bild: Schällibaum AG)

Fazit Sei es bei der Übermittlung technischer Störungen, zur automatischen Überwachung von Prozessen, zur Mobilisierung von Sanität oder zur Alarmierung der Mitarbeiter bei Evakuierungen: Auf «sikadoTM» ist immer Verlass. Die Hauptargumente sind: • Die Alarmierungslösung ist umfassend und benötigt keine zusätzliche eigene Infrastruktur. • Es existieren keine Investitions- und Wartungskosten. • Es steht immer die aktuellste Technologie zur Verfügung. • Die Alarmierung ist unabhängig vom eigenen Firmen-Netzwerk und der Telefonie. • Die Anwendungen lassen sich sehr einfach integrieren und jederzeit online selber verwalten. Auf www.dolphin.ch finden Sie weiterführende Informationen sowie zusätzliche Referenzprojekte der Dolphin Systems AG aus nahezu allen Branchen und Geschäftsbereichen. ● DOLPHIN SYSTEMS AG 8832 Wollerau, 044 787 30 70, info@dolphin.ch, www.dolphin.ch

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TECHNIK

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Industrielle Teilereinigung: Wie man zum optimalen Verfahren kommt

«Zu jeder Reinigungsaufgabe einen Vorschlag» Die industrielle Teilereinigung wird immer wichtiger. Nicht nur weil die Vorschriften zunehmen, sondern auch um sich von den Mitbewerbern abzuheben. Doch eine optimale Auswahl unter den Reinigungsverfahren und -anlagen zu finden, ist nicht ganz einfach. Hier kann der Fachmann helfen. EUGEN ALBISSER

technica: Wenn eine Firma sich intensiv mit der Investition in eine Teilereinigungsanlage auseinandersetzen will, welche Fragen muss sich der Verantwortliche zuerst einmal stellen? Beat Hürst: Die erste Frage ist sicher: Wie definiert die Firma Sauberkeit? Das alleine ist schon schwierig. Reden wir dabei von fettfrei, spanfrei oder gar von nachgewiesener Sauberkeit, das mittels Messverfahren protokolliert werden muss? Eine weitere Frage ist jene nach dem Materialmix und den Verunreinigungen auf dem Bauteil. Wichtig ist auch die Frage nach dem Materialfluss, also der Logistik. Habe ich Teile zum Reinschütten, Reinsetzen, wohin gehen die Teile weiter? Das sind für den Anfang die grundlegenden Fragen.

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s gibt eine Kluft bei der industriellen Teilereinigung. Diese sieht etwa so aus: Während in Vortragssälen übers «Reinigen von anspruchsvollen Komponenten mit CO2Schneestrahltechnik» geredet wird, zischt in den Fabriken der harte Druckluftstrahl aufs Bauteil und säubert es von Spänen und Kühlschmiermittel. Und dies obwohl Druckluft viel Lärm verursacht, die Späne unkontrolliert davonfliegen und Kühlschmiermittel als Nebel eingeatmet wird. Während also die industrielle Teilereinigung zu einem komplexen Fachgebiet herangewachsen ist, sind die in Werkstätten vorhandenen Techniken vielerorts rudimentär. Dabei hätte sich nicht nur das Fachgebiet der Reinigung erheblich erweitert, sondern auch der Zugang zu Lösungen. So geben Webseiten wie cleantool.org oder bauteilereinigung.de schon mal eine erste Übersicht, indem man mittels eines Auswahlsystems zu geeigneten Reinigungsverfahren und -mitteln kommt. Dabei sind einfache Fragen zu beantworten, wie jene nach Bauteilegewicht, Werkstoff, vorhandene Beschichtung, Schmutzmenge und Art der Verschmutzung, dem angestrebten Reinheitsgrad, gewünschten Teiledurchsatz und nach den maximalen Investitionskosten und schon bekommt man eine Verfahrens- oder Reinigertypauswahl vorgestellt.

Fragen an den Experten. Dennoch ersetzt nichts einen Fachmann, an den man sich wenden kann. Ein solcher ist Beat Hürst, Produktmanager Reinigungslösungen bei Walter Meier. Die Firma selbst führt

Beat Hürst: «Sauberkeit ist zwar kein Gut, dass ich mit einem Preis versehen kann, aber die Anforderungen an die Sauberkeit werden immer höher.» (Bilder: zvg)

ein umfangreiches Sortiment. «Wir haben Anlagen, um Kleinteile zu reinigen bis zu solchen, die tonnenschwere Bauteile behandeln können», erklärt Hürst. Diese Lösungen stammen von bekannten Anlagenherstellern wie Elma, Mafac, BvL, Georg Render und Ilsa und bedienen den ganzen Fertigungsablauf: von der Vorreinigung bis zur Konditionierung für Folgeprozesse. Doch bis eine Anlage in die Fabrikation integriert werden kann, gilt es, sich umfassend zu informieren. Experte Beat Hürst erklärt, wie man vorgehen soll.

Wenn er diese Fragen beantwortet hat, kann er dann mit einem Bauteil zu ihnen kommen? Natürlich darf man schon zuvor kommen. Gerade heute kamen zum Beispiel Gäste vorbei [Anm. der Red.: Das Gespräch fand an den Clean Days 2013 von Walter Meier statt], die ihre Teile gleich mitbrachten. Ich weiss nun, was sie wollen und wie es funktionieren kann. Diese Vorbereitung ist wichtig, nun aber kommt der Besuch vor Ort. Wir schauen dann das Umfeld an, sehen, was sonst noch vorhanden ist an Reinigungsmethoden und -anlagen, wie also die aktuelle Reinigung aussieht. Und schliesslich kann es durchaus zu einem Reinigungsversuch kommen mit einer Anlage, die wir vorschlagen. Dann >>

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ZULIEFERINDUSTRIE

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Trockenlauf mit Motor drauf

Wie sauber soll das Teil werden? Jede weitere Frage engt die Auswahl an Reinigungsverfahren und -anlagen mehr ein. Im Bild: Prospekt mit dem Sortiment von Walter Meier (Fertigungslösungen).

liegen auch konkrete Reinigungsergebnisse vor, und der Kunde kann bewerten, ob das dem gewünschten Ergebnis entspricht. Die Ansprüche an die Qualitäts- und Prozesssicherheit steigen immer mehr und der Teilereinigung kommt eine immer wichtigere Rolle zu. Dennoch scheint man nicht das Gefühl zu haben, dass es sich um eine dringliche Angelegenheit handelt. Dringlich ist vielleicht nicht die richtige Umschreibung. Es gibt ja dringend und wichtig. Wenn es dringend ist, mache ich es am Waschtisch, wenn wichtig, dann mache ich es professionell. Viele Kunden schieben das Thema vor sich her, das stimmt. Wenn Sie ein Budget haben zum Investieren, dann in die Fertigung. Sauberkeit aber ist kein Gut, dass ich mit einem Preis versehen kann. Bisher mag es gereicht haben; nun aber werden die Anforderungen an die Sauberkeit immer höher, es gibt plötzlich Vorschriften, wie sauber ein Teil sein muss – besonders in der Automobilbranche und der Medizintechnik.

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Es ist also eine Notwendigkeit entstanden. Nicht nur, denn ein anderer Grund kann die Konkurrenz sein. Es ist sicherlich ein Wettbewerbsvorteil, wenn eine Firma Teile abliefert, die sauberer sind als jene des Mitbewerbers. Was wiederum Zusatzkosten sind, die man nicht abwälzen kann. Es stimmt schon, dass das Waschen nichts kosten dürfte. Aber die Leute sehen auch bald ein, dass wer saubere Teile will, eine Filt-

rierung braucht, eine Badpflege und eine gewisse Technik natürlich, die nicht gratis ist. Wichtig ist dann, dass die Sauberkeit und eine Wirtschaftlichkeit erreicht wird. Herr Hürst, warum soll man eigentlich zu Walter Meier kommen, wenn man sich mit der Teilereinigung beschäftigen möchte? Deswegen! (Er hält einen aufgeschlagenen Prospekt hin.) Diese Auswahl soll zeigen, dass wir hier in der Schweiz die einzigen sind, die ein solch breites Sortiment haben – und allfällige Lücken ergänzen wir mit Partnern. Zusammen mit diesem Netzwerk sind wir ein sehr kompetenter und auch engagierter Partner. Und deshalb können wir auch versprechen: Zu jeder Reinigungsaufgabe haben wir mindestens einen ● Reinigungsvorschlag.

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Die passenden Werkzeuge für die Herausforderungen von morgen sind besonders im «Just-in-time»-Geschäft elementar

Richtige Entscheidung für komplexe Formen Die Kundenliste der Cimform AG liest sich wie jene eines international tätigen Grosskonzerns. Das kleine, aber schlagkräftige Cimform-Team stellt sich jeder Herausforderung im Modell- und Formenbau oder bei der Fertigung von komplexen Einzelteilen. Open Mind unterstützt die Experten mit den individuellen Hypermill-CAD/CAM-Lösungen. MARKUS FRUTIG

W

irtschaftlichkeit und Schnelligkeit sind bei Cimform im Projektgeschäft sehr wichtig. Hier im idyllisch gelegenen St. Pelagiberg (TG) melden sich Kunden aus aller Welt für Aufträge. Meist beinhalten diese besonderen Wünsche wie besondere Gussformen, Presswerkzeuge, Modelle, Prototypen, Verkleidungen oder hochkomplexe Bauteile für die Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, Maschinenindustrie oder auch für private Hightech-Sammlungen. Cimform fertigt, was woanders nur schwer oder fast nicht zu realisieren ist. «Dank Open Mind und Hypermill verfügen wir über eine riesige Vielfalt an Tools, die wir entsprechend auswählen und anwenden können. Also zählt bei uns nicht die Arbeitszeit in Sekunden, sondern wir holen die Wirtschaftlichkeit aus den Lösungswegen», erzählt Urs Studerus, der technische Leiter der Cimform AG. Eine direkte und unkomplizierte Kommunikation zwischen den Kunden und dem Projektmanagement erlaubt es dem inzwischen knapp acht Jahre unter diesem Namen am heutigen Standort operierenden Unternehmen, auch sehr kurzfristige «Just-in-time»-Aufträge anzunehmen und diese auf sehr hohem Qualitätsniveau mit seinen zehn Mitarbeitern umsetzen zu können.

Stabile Simulation und hohe Prozess-Sicherheit. Im CAM-Bereich ist für Cimform besonders «der hohe Funktionalitätsgrad in der 5-Achs-Simultanbearbeitung wichtig. Durchgängige Prozesse und einwandfrei funktionierende Postprozessoren erfüllen unsere Wünsche von der einfachen 2D-Bearbeitung bis zu sehr komplexen Aufgaben, so z. B. dem Wälzen von

Adrian Studerus: «Bei uns gibt es wenige Standardprobleme; wir werden immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, und da ist es wichtig, dass man die richtigen Werkzeuge zur Hand hat, um diese Herausforderungen zu lösen.» (Bilder: Markus Frutig)

3D-Oberflächen», wie Urs Studerus erläutert. «Weiter wollten wir eine stabile Simulation der Umgebung haben, weil wir bei grossen Bauteilen trotz unserer grossen Maschinen immer wieder mit Endschaltern oder Verfahrweg-Begrenzungen kämpfen müssen.» Mithilfe von Open Mind und Hypermill gelang es Cimform, dieses Ziel zu 100 Prozent zu erreichen: «Wenn wir ein Programm an die Maschine geben, wissen wir, dass es läuft.» Vor Einführung dieser Lösung konnten potenzielle Kollisionen

sehr oft erst an der Maschine festgestellt werden. «Obwohl das Werkstück bereits aufgespannt und die Maschine entsprechend belegt war, mussten wir dann jeweils wieder mit der Programmierung von vorne beginnen. Das gehört nun der Vergangenheit an.» Durchgängigkeit ist zentraler Vorteil. Cimform arbeitet aktuell mit sechs Lizenzen der Hypermill-Version 5-Achs Expert, hat fünf Hyper CAD-Arbeitsplätze mit der kompletten Maschinensimulation.>>

5-Achsenbearbeitung Flexibilität hat einen Namen Matsuura ist das Synonym für 5-Achsenbearbeitung. Es gibt fast für jede Anwendung die passende Maschine. So können kleinste Teile wie auch Werkstückteile von Ø 1’000 mm und einer Höhe von 770 mm auf Matsuura Maschinen gefertigt werden. > Werkstückgrösse bis Ø 1’000 x 770 mm > Bis 180 Palettenplätze und bis 520 Werkzeugplätze > Multitask (Cublex) Fräsen, Drehen und Schleifen

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AG. Das waren jeweils sehr dankbare und fruchtbare Treffen mit positiven Ergebnissen für beide Seiten», fasst Urs Studerus die Unterstützung des Softwarehauses in der Einführungsphase zusammen.

Adrian Studerus, Geschäftsführer/CFO, und Urs Studerus, Technischer Leiter Cimform AG, zusammen mit Reiner Burk, Geschäftsführer Open Mind Technologies Schweiz GmbH. Bei allem Erfolg sind die beiden geschäftsführenden Gesellschafter von Cimform bescheidene «Vollbluttechniker» geblieben – mit einer Leidenschaft für anspruchsvolle Aufgaben. Urs Studerus: «Hypermill ist für uns eine grosse Stütze.»

Urs Studerus erläutert den Wechsel zu Hypermill vor rund drei Jahren. Ein Hauptgrund, sich für Hypermill zu entscheiden, «war die Durchgängigkeit vom CAD bis hin zum Highend-CAMSystem – also alles auf einer Plattform». Sämtliche Maschinen sind bei Cimform auch virtuell abgebildet; es werden sehr oft 5-Achs-Simultanbearbeitungen benötigt für die hochkomplexen Modelle oder Formen. «Und die lassen sich in Hypermill fast so einfach wie 3-Achs-Programme programmieren und sind sicher. Dazu laufen sie durch die perfekt abgestimmten Postprozessoren auch ohne Risiko auf der Maschine», sagt Urs Studerus weiter. Für die speziellen Anforderungen in der Aluminiumbearbeitung, also trocken oder mit Minimalmengen-Schmierung, hat Open Mind extra eine Erweiterung zum Schruppzyklus entwickelt. «Dieser erlaubt es uns, an vertikalen Wänden entlang mit kleinen Spanvolumen zu arbeiten, was ein Verkleben der Schneiden im Aluminium verhindert», so Urs Studerus. Umstellung in drei Monaten. «Der Wechsel vom vorher verwendeten CAM-System zu Hypermill war für unsere Mitarbeiter anspruchsvoll, führte jedoch letztlich zu grosser Zufriedenheit», erläutert Urs Studerus. Jeder Mitarbeiter erhielt insgesamt fünf Schulungstage; nach drei bis vier Monaten Praxisphase wurde wieder geschult, sodass Fragestellungen aus der Praxis zeitnah mitbehandelt werden konnten. «Da hat es am Anfang natürlich ein bisschen Unmut gegeben, weil man einfach die gewohnten Funktionen oder Knöpfe nicht mehr fand. Nach drei Monaten fühlten sich die Mitarbeiter wieder «zu Hause», sagt Urs Studerus zufrieden. «Das Feedback unserer Mitarbeiter war, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Diese Ansicht hat sich bis heute nicht geändert.»

Multi-Offset-Bearbeitung in einer Geometrie. Ein weiterer Wunsch von Cimform war es, mehr Flächen Offset bearbeiten zu können. Durch die individuelle Entwicklung von Open Mind, der MultiOffset-Bearbeitung, konnte das Unternehmen bei der Herstellung von Presswerkzeugen und Kontrollvorrichtungen für den Automotiv-Bereich enorm profitieren. Denn bei diesen Anwendungen müssen zum CAD-Modell Oberflächen-Offsetwerte in der Grössenordnung von zwei bis drei Millimetern für das Werkzeug bzw. die Lehre einberechnet werden. «Diese sind mit den gängigen CAD-Systemen kaum zu modellieren. Deshalb ist es der einfachere Weg, diese Offsets über das CAM in die Bearbeitung einzubringen. Open Mind hat eine Technologie entwickelt, die das Einbringen von mehreren oder Multi-Offset-Werten in einer Geometrie ermöglicht. Im Gegensatz zu den meisten anderen CAM-Systemen, wo lediglich ein OffsetWert pro Bearbeitungsschritt editiert werden kann, können wir hier quasi unbeschränkt viele miteinander kombinieren. Das System berechnet die Bahnkorrekturen dann selbstständig. Das bedeutet weniger Programmieraufwand bei mehr Sicherheit», erklärt Urs Studerus zufrieden. Kundenspezifische Module für besondere Wünsche. Bei Cimform sind viele ursprünglich kundenspezifisch entwickelte Hypermill-Module im Einsatz. Reiner Burk, Geschäftsführer Open Mind Technologies Schweiz GmbH, ergänzt dazu: «Diese für unseren Kunden Cimform entwickelten Module sind bereits in unsere Standardversion eingeflossen.» So, wie kundenspezifische Module entwickelt werden, erstellt Open Mind auch individuelle Postprozessorlösungen für Kunden. «Dies war eines der Haupt-Kaufargumente für uns, und dazu die Nähe zum Hersteller des Produkts. Es gab auch Treffen mit Dr. Josef Koch, dem technischen Vorstand und Entwicklungsleiter der Open Mind Technologies

Crashs und Risiken quasi auf null minimiert. Wenn hier in St. Pelagiberg Hightech-Materialien oder Unikate be- oder weiterverarbeitet werden, gibt es keinen Spielraum für Fehler bei der Bearbeitung. Die grossen 5-Achs-Fräsmaschinen und die darauf bearbeiteten Produkte dürfen keinen Risiken ausgesetzt werden. Wie wichtig dies ist, betont Adrian Studerus: «Seit der Einführung von Hypermill haben wir keinen Maschinencrash mehr gehabt.» Urs Studerus präzisiert dazu: «Wir mussten auch keine Spindeln mehr ersetzen an unseren Maschinen. Da hatten wir früher ein bis zwei wirklich massive Crashs pro Jahr. Seit wir Hypermill im Einsatz haben, ist Schluss damit.» Bei einem Auftrag zur Bearbeitung von Raumfahrt-Strukturbauteilen war es z. B. so, dass der Wert eines einzelnen angelieferten Halbfabrikates den gesamten Auftragswert für Cimform weit überstiegen hat. Da versteht es sich von selbst, dass keine Fehler in der Bearbeitung passieren dürfen. «Es gibt keine Mög-

Selbst aufwendige 5-Achs-Fräsarbeiten sind dank Hypermill im Nu über die individuell abgestimmten und optimierten Postprozessoren als NC-Daten an der Maschine, um auch komplexe Just-in-time-Aufträge mühelos stemmen zu können. Urs Studerus: «Hypermill unterstützt uns auch im Aufbau oder in der Pflege unseres Wissens.»


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lichkeit, solche Risiken auf eine Versicherung abzuwälzen», sagt der für die Finanzen zuständige Adrian Studerus. Im geschilderten Fall habe man das finanzielle Risiko für Cimform durch die Festlegung einer maximalen Kostenübernahme im Schadenfall zwar begrenzen können, das zu tragende Risiko blieb trotzdem sehr hoch. «Ohne das Vertrauen in unsere hoch qualifizierten Mitarbeiter und in die verwendete Programmier-Software hätten wir dieses Risiko niemals eingehen können. Datendurchgängigkeit und umfangreiche Wissensdatenbank. Mit Hypermill eröffnet sich für Cimform auch die Möglichkeit, für jede Materialgruppe entsprechende Technologie-Parameter den Bearbeitungswerkzeugen und Maschinen zuzuweisen und diese auch geordnet zu archivieren, damit sie jederzeit von jedem Mitarbeiter wieder hervorgenommen werden können. Besonders wichtig ist dies, weil oft schwer zu bearbeitende und sensible Materialien wie Composites oder spezielle Legierungen für die Luftund Raumfahrt zu bearbeiten sind. Weiterer Vorteil: Kundenaufträge, die länger zurückliegen, können so umgehend wieder aktiviert und mit den vorhandenen Daten abgeglichen werden, damit der neue Auftrag zügig anlaufen kann. Urs Studerus schildert: «Unsere kleine, fast familiäre Struktur erlaubt uns auch, wirklich umfangreiche Projekte mit kürzesten Durchlaufzeiten umzusetzen – natürlich unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards. Für Werkzeuge, Formen und Lehren machen wir oft die gesamte Konstruktion ‹in house›. Vom Kunden erhalten wir lediglich einen Datensatz des fertigen Bauteils. Alles, was dann geschieht, wird bei uns intern abgedeckt und auch archiviert. Wenn später Änderungen gemacht werden müssen oder andere Probleme wie etwa Werkzeugverlust auftreten, haben wir alle notwendigen Daten

Mechanische Bearbeitung einer AluminiumSchweisskonstruktion für einen Heliumtank eines Raumfahrtmoduls. (Bild: Cimform)

über zehn Jahre hinaus immer griffbereit und können jederzeit wieder damit produzieren.» Adrian Studerus ergänzt: «Ein weiterer grosser Kundennutzen ist auch, dass wir sämtliche Datenformate wie beispielsweise CATIA V5 einlesen und verarbeiten können. Die gängigen CADSchnittstellen decken wir mit diesem System ab.» Bezüglich Wartungsfreundlichkeit gefällt es Urs Studerus besonders, dass Open Mind «eine sehr vernünftige und pragmatische Philosophie hat, nämlich nicht zu viele Updates und in geregelten Abständen. In der Regel gibt es ein Haupt-Update pro Jahr. Und wir haben die Wartungsvereinbarungen mit Open Mind und setzen diese auch laufend um. So sind wir mit unserer Struktur ständig auf dem neusten Stand.»

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Fazit. Cimform will mit seiner Technologie «grundsätzlich ganz vorne an der Spitze mit dabei sein und sich so von seinen Mitbewerbern oder vom Markt abheben», sagt Urs Studerus. Dazu erzählt er ein Beispiel: «Wir wurden mit zehn Firmen für eine Projektbesprechung über 20 komplexe Bauteile eingeladen, um ein Angebot dafür zu erstellen. Wir haben von den 20 Bauteilen das Schwierigste ausgesucht und nur dieses offeriert – wir waren dabei die Einzigen; die anderen haben sich auf die restlichen Bauteile gestürzt und sich an das Schwierigste nicht herangewagt.» So bekam das Unternehmen den Zuschlag. Adrian Studerus ergänzt: «Wir wollen sehr offen sein gegenüber neuen Kundenbedürfnissen und durch den Einsatz modernster Technologien auch eine Gewähr dafür haben, dass wir neue, komplexe Probleme jederzeit lösen können.» Expansion ist für Cimform zwar eine Option «aber nicht das höchste Ziel; wir wollen auf hohem Niveau gesund wachsen», betont Adrian Studerus. Sein Bruder Urs Studerus ergänzt: «Wichtig ist das Feedback von unseren Kunden, dass sie sehr zufrieden sind mit unseren Leistungen. Wir sind finanziell gut aufgestellt, unser Fundament ist solide – mit guten Maschinen, guten Mitarbeitern und ● eben auch guter Software!»

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Entwicklungsdienstleister unterstützt mit durchgehender CAD- und CAE-Lösung Produktehersteller bis zur Marktreife

Die wichtige Weichenstellung Das Plast Competence Center (PCC) in Zofingen bietet seit 1999 erfolgreiche, ganzheitliche Dienstleistungen von Design über die Entwicklung, Berechnung, Werkzeugkonstruktion und Beratung industrieller Produkte aus thermoplastischen und duroplastischen Kunststoffen an. Das Spektrum reicht von Einzelteilen über Baugruppen bis zu ganzen Apparaten.

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n einem denkmalwürdigen Fachwerkhaus entwickelt das innovative Ingenieurbüro erfolgreich einzigartige Lösungen selbst für (fast) unmögliche Aufgabenstellungen. Den Druck zu immer kürzeren Entwicklungszeiten, komplexeren Komponenten mit höherem Gestaltungsanspruch, und effizienten Werkzeugen für die kostengünstige, aber qualitativ hochwertige Serienproduktion auf Spritzgiess-Automaten, hat das multifunktionale Team aus Designern, Entwicklern und Berechnungsingenieuren erfolgreich in Energie für die Geschäftsentwicklung umgesetzt. Dabei spielt moderne Werkzeugtechnik, mit mehreren Komponenten, vielfachen Kavitäten, Einlegeteilen und komplexen Heisskanalsystemen eine Schlüsselrolle. Von Anfang an erarbeiteten sich die Ingenieure ihren Vorsprung mit NX-Software von Siemens PLM-Software: «Bei der Entscheidung für das 3D-System haben uns die vielfältigen Funktionen für die Entwicklung von Kunststoffteilen und der «MoldWizard» für den Werkzeug- und Formenbau besonders beeindruckt», sagt Dominique Burkard, Designingenieur und Mitglied der Geschäftsleitung. Als die Herstellung und Konstruktion von Werkzeugen ab 2003 verstärkt ins Ausland verlagert wurden, hatte PCC sich bereits erfolgreich auf umfangreiche Dienstleistungen in Design, Produktentwicklung, Projektleitung und Beschaffung konzentriert – auf der NX-Plattform. Dadurch wurde der CAD-Einsatz von anfänglich zwei auf heute zwölf Arbeitsplätze erweitert.

Verschalungen und Bedienelemente bestehen aus Kunststoffteilen, die nach Aussehen und Bequemlichkeit an einen komfortablen Sessel erinnern. Die geschlossenen, gerundeten Flächen erleichtern die Reinigung.

FEM-Untersuchungen mit dem Stresswizard sorgen für optimalen Materialeinsatz bei diesem Eigenprojekt. (Bild: Siemens)

Entwicklungsprojekte mit Branchenwissen. Ob es um Kaffeemaschinen, medizintechnische Produkte, elektrotechnische Apparate oder gestaltungslastige Endverbraucher-Geräte geht – immer bringen die Spezialisten nicht nur Wissen über kunststofftechnische Verfahren, sondern auch Erfahrungen mit den branchespezifischen Anforderungen ein. Ein Beispiel für ein Entwicklungsprojekt mit Schwerpunkt Industriedesign für den Alten- und Pflegebereich gibt «LiSi» – eine Transferhilfe zwischen Liegen und Sitzen: der Wechsel von Pflegeempfängern aus dem Bett in einen Rollstuhl und umgekehrt soll Pflegepersonen die Arbeit erleichtern und Zeit sparen. Entstanden ist eine bequeme und optisch ansprechende Alternative zum Patientenheber. Eine kompakte, leichte Tragekonstruktion wird mit einem bewährten Hydrauliksystem manuell von der Sitz- in die Liegeposition verstellt.

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neten Verfahren des Rapid Prototypings. Dies erleichtert zunächst die ergonomische Überprüfung der Entwicklungsprojekte. Auch die vielen verschiedenen Möglichkeiten von NX verleiten Designer dazu, schnell Ideen vom Papier in das CADSystem zu geben. «Dies schätzen unsere Kunden sehr, da sie Spielräume in Konstruktion und Design besser damit einschätzen können», sagt Dominique Burkard. «Werkzeugmacher und Spritzgiesser versorgen wir dadurch frühzeitig mit verbindlichen Daten.» Höhere Effektivität der Entwicklung. Ebenfalls in kurzer Entwicklungszeit musste ein ganz anders gelagertes Projekt für den Kunden Air-On produktionsreif sein. Um bei Gebäudesanierungen neben minimalem Energieverbrauch ein optimales Raumklima zu schaffen, sollte ein neuartiges Klimagerät Heizung, Lüftung, Luftreinigung und Befeuchtung kombinieren. Unter der Projektleitung von PCC wurden multifunktionale, kostengünstige Kunststoffkomponenten entwickelt, die ein geringes Gewicht ermöglichten. Kunststoffkomponenten mit Kontakten und Strukturteilen aus Metall wurden entwickelt und integriert. Für rund 90 Einzelteile mussten termingerecht kostengünstige Werkzeuge beschafft werden. Von der Ideensuche über Variantenstudien, Risiko-Analysen und Aufbau der verschiedenen Baugruppen, bis zur Koordination der Werkzeugbauer, Erstellung kunststoffgerechter 3D-Daten und Beschaffung vieler Komponenten, reichten die Aufgaben. Auch dieses Projekt zeigt, wie sich mit einem professionellen CAD-Einsatz Durchlaufzeiten, Effizienz und Qualität verbessern lassen. Weniger Vorbereitungszeit. Diese Technologie begünstigt auch Bauteiländerungen, die im Zuge der Optimierung nach FEM-Berechnungen oder Fliesssimulationen nötig werden. Schnell lassen sich Varianten erstellen, die den gewünschten Werten besser entsprechen. Nach einer Marktevaluation werden heute für lineare und nichtlineare FEM-Berechnungen integrierte Werkzeuge eingesetzt: NX Advanced Simulation und der NX Topology Optimization. «Wir sparen uns wegen der Durchgängigkeit des Systems wiederholt zahlreiche Arbeiten zur Datenaufbereitung», sagt Dominique Burkard. «Ohne Systemwechsel und mit einheitlicher Benutzerführung wird unser Optimierungsprozess dadurch insgesamt wesentlich kürzer.» Je nach Projekt unterscheiden sich die Anwendungsfälle vielfältig: Bei der Entwicklung von Powertools konnte der für die TÜV-Prüfung und Gerätezulassung vorgeschriebene Falltest vorweg abgesichert werden. Die genaue Übereinstimmung der Ergebnisse belegt, dass das Risiko späterer Änderungen deutlich geringer ausfällt. «Wir erhalten inzwischen Aufträge zur Bauteiloptimierung und sparen dabei ganz erheblich Gewicht, aber auch Materialkosten ein», erklärt Burkard. Herausfordernde Aufgaben gelöst. Bei der Entscheidung für den NX-Einsatz hat der MoldWizard eine gewichtige Rolle gespielt: Nach vorgegebenen Regeln und Einstellungen erleichtert dieses Tool Routinearbeiten der Werkzeugkonstruktion. Die Definition von Formtrennungen, der automatisierte Einsatz von Normalien bei einem Formaufbau, die Platzierung von Heisskanal und Schiebern oder die automatische Generierung von Elektroden-Modellen gehören dazu. «Durch die Verlagerung von Formkonstruktion und -Fertigung ins Ausland können wir diese Vorzüge nur noch bei 10 Prozent der Projekte ausreizen», erzählt Dominique Burkard. Doch stattdessen ist die Leistungsfähigkeit des Systems an vielen anderen Stellen wesentlich wichtiger geworden. Den direkten Vergleich hat der Dienstleister mit den Systemen seiner Kunden. Immer kommen diese mit spezifischen Konstruktionsaufgaben, die sie mit ihren Werkzeugen nicht befriedigend lösen können. «Mit NX finden wir immer eine Lösung», sagt Dominique Burkard. «Wir sind noch nie an die Grenzen des Systems gelangt.» Als wesentlichen Kernvorteil der CAD/CAE-Lösung sieht er heute die Durchgängigkeit der NX-Plattform: «Gemeinsam mit unseren Kunden erreichen wir professionelle, sehr effiziente Prozesse vom Design bis in die Erstmusterprüfung und Optimierung», sagt der Designingenieur. «Deshalb haben wir uns entschieden, auf der NX-Plattform in die Zukunft zu gehen.» (mf) ●

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Starrag Group: Tipps zum Aufbau eines indischen Transplants

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Den Tiger im Visier Als Tigerstaat auf Erfolgskurs bezeichnet die Wirtschaftspresse neuerdings das Land Indien. Vor allem für Hersteller von Produktionsmitteln ist der grösste demokratische Staat der Welt interessant: Die Rezepte für den erfolgreichen Aufbau eines Werkes beschreibt Prof. Dr. Frank Brinken, Präsident und CEO der Starrag Group, aus der konservativ soliden Sicht eines Schweizer Mittelständlers. NIKOLAUS FECHT

I

ndian back on track in 2014», prophezeite der indische Werkzeugmaschinen-Verband IMTMA (Indian Machine Tool Association) auf der EMO Hannover 2013, der Weltleitmesse für Metallverarbeitung. Der noch etwas schwächelnde Tiger befindet sich in der Tat auf dem Weg der Besserung. Dafür sprechen auch die Statements und Zahlen auf der Veranstaltung «EMO Fokus Indien». So erwartet Oxford Economics, der britische Spezialist für Branchenanalysen, für 2014 und 2015 signifikante Steigerungen bei den Anlageinvestitionen Indiens um bis zu 8 Prozent. Es handelt sich vor allem für Werkzeugmaschinenhersteller um einen höchst lukrativen Markt, der weltweit 2012 laut Gardner World Machine (Mai 2013) mit einem Verbrauch von 2,3 Milliarden US-Dollar auf Platz vier rangiert. Den hohen Bedarf muss das Land aber bisher zu 70 Prozent durch Importe decken.

Warum also mit Blick auf die schwache Rupie, den starken Preisauftrieb und das noch ausgeprägt schwache Wachstum in ein indisches Transplant investieren? Gespannt lauschten die rund 90 Zuhörer des EMO Fokus Indien, in erster Linie Vertreter nahezu aller namhaften Werkzeugmaschinenhersteller, dem Indien-Vortrag von Prof. Dr. Frank Brinken, Präsident und CEO der Starrag Group Holding AG, aus Rorschacherberg (SG). Erste Hürde: der richtige Standort. Vor dem Aufbau einer eigenen Fabrik gelte es, vier Hürden zu überwinden. Die erste Hürde sei die Wahl des richtigen Standortes. Als Hauptkriterien nannte der Starrag-Präsident die Nähe zu Schlüsselkunden, Zulieferern und technischen Ausbildungsstätten, die klimatischen Bedingungen und die sichere Versorgung mit Energie. Mit Blick auf diese Kriterien konzentriere sich die Standortauswahl auf Südindien. Starrag nahm im letzten Schritt die Standorte Bangalore und Pune in die engere Wahl, weil beide über sehr gut ausgebildetes Fachpersonal und Ausbildungsstätten verfügen. Die Schweizer entschieden sich schliesslich für Bangalore, unter anderem weil dort das Klima gemässigter ist (Werk muss nur temperatur- >>

Indische Tochter: Die Starrag India Private Limited produziert unter dem in Indien seit den 1970er-Jahren bestens bekannten Markennamen WMW preiswerte horizontale Bearbeitungszentren. (Bild: WMW-Maschine/Starrag Group)

Planung + Produktion, das offizielle Organ des Schweizerischen Verbandes für Betriebsorganisation und Fertigungstechnik, SVBF www.svbf.ch


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stabilisiert, aber nicht klimatisiert werden) und weil dort im Gegensatz zu Pune die Gefahr einer Abwanderung fähiger Mitarbeiter zu imageträchtigen Automobilkonzernen gering sei. Zweite Hürde: Landkauf. Es folgte als zweite Hürde der Landkauf. Hier gab der Starrag-CEO den Rat, die Investition kaufmännisch solide – also ohne Bestechung («Es geht ohne!») – und mit langem zeitlichen Atem (hier: drei Jahre) anzugehen. Nicht infrage kämen in der Regel private Verkäufer, besser seien Generalunternehmer, Entwicklungsgesellschaften, der Staat oder Firmen. Wichtig seien beim Standort: Telefon- und Internetanschluss (ein Muss: Videokonferenzen), Versorgung mit Strom und Wasser (eigenes Generatorenwerk, eigener Brunnen mit kleinem «Wasserwerk»), gute Anbindung an asphaltierte Strassen (Transport grosser Maschinen, Werksverkehr fürs Personal). Trotz der hohen Grundstückpreise in den geeigneten Regionen (Industriezone Bangalore: 250 bis 500 CHF pro Quadratmeter) sollte die Grundstückgrösse – wegen künftiger Expansionen, dem Lagerbedarf (keine Justin-Time-Logistik vor Ort) und wegen des lokal vorgeschriebenen Ausnützungsindexes (50 Prozent) – nicht zu klein ausfallen. Der eigentliche Landkauf sollte dann nie ohne lokale Rechtsberatung ablaufen, «denn die Eigentumsverhältnisse für Landkauf sind in Indien – milde ausgedrückt – unklar». So stiess Starrag bei der Standortsuche auf ein Grundstück mit der Grösse von vier Fussballfeldern, das sich in zehn Parzellen mit mehreren Eigentümern gliederte. Dritte Hürde: der Fabrikbau. Drei Jahre später hatte Starrag endlich das richtige Grundstück gefunden. Nun startete als dritte Hürde der Fabrikbau. Hier sollte der Bauherr auch akribisch vorgehen, denn die indischen Qualitätsansprüche würden sich erheblich von denen in Deutschland und der Schweiz unterscheiden. Trotz eines Generalunternehmers setzte Starrag von Anfang an eigene Ingenieure auf der Baustelle ein, denn der Bauherr ist für die Durchsetzung und Kontrolle des Baus und der Sicherheit verantwortlich. «Wir hatten in der gesamten Planungs- und Realisierungsphase einen jungen, erfahrenen deutschen Bauingenieur vor Ort, der alle Betonierarbeiten kontrollierte und dank entsprechender Kompetenz bei Abweichungen auch sofort einschritt», berichtete der Starrag-Präsident. «Ebenso gingen wir beim Innenausbau vor.» Auf zwei Dinge sollte der Bauherr nach dem Richtfest achten: auf die pünktliche Inbetriebnahme des Generatorhauses und den ständigen Vororteinsatz eines indischen Operationsmanagers.

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Vierte Hürde: das Marketing. Nun startete der eigentliche Zweck der Fabrik: die Produktion und der Verkauf von Werkzeugmaschinen. Folgerichtig heisst die vierte Hürde Marketing. «Wenn sie nach Indien gehen, gehen Sie davon aus, dass sie keinen kennen und dass keiner Sie kennt», sagte Brinken. «Bei den indischen Privatunternehmern trifft unsere faktenorientierte Ingenieurmentalität auf die ausgeprägte indische Händlermentalität. Der Bedarf ist ungeplant, aber sie müssen sehr, sehr schnell darauf reagieren. Doch nach dem Angebot hat das Unternehmen unendlich viel Zeit, bis es zum Abschluss kommt. Zwischen dem dort rechtlich völlig unverbindlichen letter-of-intent und dem eigentlichen Abschluss kann gut ein Jahr liegen.» Weitere potenzielle Käufer: Staatsunternehmen wünschen keine Händler und

technische Seminare zum Image- und Markenaufbau, denn die «indischen, wissensbegierigen Ingenieure saugen Know-how auf wie ein Schwamm». Ausserdem bedürfe es einer eigenen zentralen Einrichtung zum Ausbilden und Trainieren. Langer und beschwerlicher Weg. Anpassungsbedarf besteht für Werkzeugmaschinenhersteller bei den Produkten, denn teure Hightech-Anlagen seien in Indien nicht gefragt: So kosten laut dem indischen Verband IMTMA neue Maschinen im Schnitt rund 41 000 CHF und gebrauchte Anlagen 16 500 CHF. Das erste aussereuropäische Werk der Starrag Group, die Starrag India Private Limited, produziert dazu unter der in Indien seit den 1970er-Jahren bestens bekannten Marke WMW preiswerte horizontale Bear-

Frank Brinken, Präsident und CEO der Starrag Group Holding AG: «Bei den indischen Privatunternehmern trifft unsere faktenorientierte Ingenieurmentalität auf die ausgeprägte indische Händlermentalität. Der Bedarf ist ungeplant, aber sie müssen sehr, sehr schnell darauf reagieren.»

günstige Investments durch Bieterverfahren (Tenderprozess); europäische Transplants setzen dagegen auf Total Cost of Ownership und Servicequalität nach hiesigen Standards. Wegen des hohen Anspruchs an Qualität und Schnelligkeit sollte ein Unternehmen sehr gutes Servicepersonal vor Ort haben, denn die Anreise dauere oft lange und ist beschwerlich. Tipp des Starrag-Präsidenten: «Sorgen Sie bei Ihren Fachleuten für motivierende Incentives, damit sie bei Ihnen bleiben. Unsere ServiceIngenieure fahren daher auch kein fernöstliches Billigmodell, sondern mit sehr viel Stolz das Prestigeauto VW Polo.» Wichtig sei ausserdem der Aufbau von einem jungen Team im europäischen Stammwerk, das spezifisch auf die indische Kultur hin trainiert wird. Der Marktzugang funktioniere in erster Linie über Messen, Zeitschriftenwerbung und vor allem über

beitungszentren, die an die speziellen Eigenarten dieses Marktes – wie extreme Klimaschwankungen, einfache Bedienung, geringer Platzbedarf, lokale Teileversorgung, hohe Stabilität gegen Stromausfälle (Dauerzustand in Indien) – angepasst sind. «Die unternehmerische Reise nach Indien ist lange und beschwerlich», konstatierte der Starrag-CEO nach dem Aufbau des ersten fernöstlichen Transplants. «Es dauert länger und kostet mehr, als sie erwarten. Sie müssen daher in der Lage sein, mindestens eine fünfjährige Finanzierung ohne jedes Fremd● kapital zu stemmen.»

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Veränderte Führung

An der Umsetzung hapert es Unternehmen nehmen Lean Leadership zwar ernst, konkrete Umsetzungshinweise für das tägliche Führungshandeln fehlen jedoch. UWE DOMBROWSKI, TIM MIELKE

S

chlagwörter wie Mitarbeiterorientierung, Führen vor Ort oder Shopfloor Management sind in aller Munde. Es stellt sich jedoch die Frage, wie weit die Gestaltungsprinzipien des Lean Leadership bereits verbreitet sind und welche Defizite bestehen. Vor diesem Hintergrund wurde am Institut für Fabrikbetriebslehre und Unternehmensforschung der TU Braunschweig eine internationale Studie zum Lean Leadership durchgeführt. Die Antworten der insgesamt 91 Teilnehmer deuten an, dass einige Gestaltungsprinzipien bereits bekannt sind, ihre konkrete Umsetzung jedoch nicht immer im Sinne des Lean Leadership stattfindet.

Fehlende Kontinuität. Vor allem die Verbesserungskultur und die Qualifizierung sind bereits weit verbreitet. Allerdings handelt es sich hierbei auch um die Begriffe, die schon länger verbreitet sind beziehungsweise auch in konventionellen Produktionssystemen genutzt wurden. In vielen Unternehmen wird davon ausgegangen, dass die Einführung eines Ideenmanagements oder betrieblichen Vorschlagswesens ausreicht, um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu erreichen. Ebenso ist vielen Unternehmen nicht klar, dass ein KVPWorkshop oder -Event, den KVP zwar unterstützen kann, aufgrund des einmaligen Charakters jedoch keine Kontinuität schafft. Eine tatsächliche Verbesserungskultur erfordert hingegen eine von den Mitarbeitern verinnerlichte Problemlösungsroutine, mit der kurzzyklisch und häufig verbessert wird. Weitere Antworten der Teilnehmer zum Führungsverhalten und der Umsetzung von Kultur und Werten lassen ebenfalls Zweifel an der hohen Verbreitung der Verbesserungskultur aufkommen. Vernachlässigte Selbstentwicklung. Mitarbeiterqualifizierung ist zunächst nicht spezifisch für Lean

Leadership, daher wurde auch nach der Art und Weise der Qualifizierung gefragt. Hier deuten die Antworten an, dass Methoden wie Coaching und Mentoring zwar grundsätzlich bekannt sind, jedoch nicht flächendeckend eingesetzt werden. Die Selbstentwicklung wird bisher noch oft vernachlässigt. Es besteht die Gefahr, dass Führungskräfte sich in ihrem bestehenden Handeln bestätigt sehen, da sie auf diese Weise in die Führungsposition gekommen sind. Im Lean Leadership wird Selbstentwicklung jedoch als Voraussetzung gesehen, andere entwickeln zu können. Vorgegebene Lösungen. Das Gemba-Prinzip (Führen vor Ort, Entscheidung nach Fakten) hat zwar bereits eine gewisse Verbreitung erfahren, es scheint jedoch an klaren Anweisungen dahingehend zu mangeln, was die Führungskräfte wie oft vor Ort tun sollen. Oftmals begehen diese den Fehler, vor Ort das Verbesserungsgeschehen an sich zu reissen und die Lösungssuche selbst vorzunehmen. Das eigentliche Ziel ist allerdings, den Problemlösungsprozess ergebnisoffen zu lenken und die Mitarbeiter gezielt weiterzuentwickeln. Mit dem Vorgeben der Lösung findet einerseits keine Mitarbeiterentwicklung statt und andererseits werden eventuell vorschnell suboptimale Ergebnisse akzeptiert. Worthülsen. Die Verbreitung der zielorientierten Führung ist schwer zu ermitteln. Die meisten Unternehmen haben Zielsysteme und -vereinbarungen. Die im Lean Leadership verwendete Methode Hoshin Kanri kennen allerdings nur wenige. Die Begrifflichkeiten des Lean Leadership finden allmählich eine gewisse Verbreitung. Es ist jedoch fraglich, ob nicht nur neue Worthülsen für alte Methoden verwendet werden. Bei oberflächlichen Fragestellungen («Haben Sie einen KVP?») scheint das Lean Leadership bereits weit verbreitet. Auch die Wichtigkeit aller fünf Gestaltungsprinzipien

Kompetenzaufbau durch Qualifizierung ist ein wichtiger Bestandteil des Lean Leadership. (Quelle: Holger Becker/pixelio.de)

wurde als hoch bis sehr hoch beurteilt. Bei detaillierteren Fragen zum Beispiel zur Mitarbeiterentwicklung gaben aber nur wenige Befragte konkrete Lean Leadership-Methoden an. Fehlende Umsetzungshinweise. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Lean Leadership von den Unternehmen wahrgenommen und ernstgenommen wird. Anscheinend fehlen jedoch konkrete Umsetzungshinweise, die das tägliche Führungshandeln unterstützen. ●

Literaturverzeichnis U. Dombrowski und T. Mielke, «Lean Leadership – Nachhaltige Führung in Ganzheitlichen Produktionssytemen», ZWF – Zeitschrift für wirtschaftlichen Fabrikbetrieb, pp. 697–701, 10 2012. J. K. Liker und G. L. Convis, The Toyota Way to Lean Leadership – Achieving and sustaining excellence through leadership development, New York: McGraw Hill, 2012.

– Prof. Dr. Ing. Uwe Dombrowski ist Leiter des Instituts für Fabrikbetriebslehre und Unternehmensforschung an der technischen Universität Braunschweig. – Tim Mielke, M.Eng. ist Leiter Forschung und Industrie am selben Institut.


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PRODUKTE

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Macht da weiter, wo andere aufhören: Der neue Flachkopf-Winkelschleifer von Metabo Ob im Metall- und Geländerbau, in der Schlosserei, im Anlagen- oder Schiffsbau – Profis aus Metallhandwerk und -industrie kennen das Problem: Sie können mit einem herkömmlichen kleinen Winkelschleifer nicht in 45Grad-Winkeln oder schmalen Zwischenräumen arbeiten, weil der Kopf des Schleifers schlicht zu hoch ist. In der Praxis führt das zu mehr oder weniger tauglichen und teils gefährlichen improvisierten Lösungen. Häufig werden andere Schleifwerkzeuge eingesetzt, die aber die Aufgabe weitaus weniger gut erledigen als ein kleiner Winkelschleifer. Mit dem weltweit ersten Flachkopf-Winkelschleifer schafft der Nürtinger Elektrowerkzeug-Hersteller Metabo Abhilfe. Die von der Firma entwickelte und zum Patent angemeldete Maschine bietet dem Metallprofi bei allen Anwendungen an engen Stellen ein Maximum an Produktivität, Schnelligkeit und Sicherheit. Ausserordentlich flaches Getriebegehäuse Mit seinem ausserordentlich flachen Getriebegehäuse ist der Flachkopf-Winkelschleifer der absolute Spezialist für enge Stellen. In Winkeln mit bis zu 43 Grad kann der Anwender mit dem neuen Schleifer problemlos Schweissnähte bearbeiten. Auch in bis zu 66 Millimeter enge Zwischenräume und flache U-Profile taucht die Maschine mit ihrer 125-Millimeter Schleifscheibe bis zu 110 Millimeter tief ein. Der Nürtinger Elektrowerkzeug-Hersteller bringt die Weltneuheit gleich in zwei Varianten auf den Markt: Der WEF 9-125 mit einer Nennaufnahmeleistung von 900 Watt und die 18-Volt-Akku-Maschine WF 18 LTX 125 sind ab sofort im Handel erhältlich. Den Akku-FlachkopfWinkelschleifer liefert Metabo standardmässig mit den weltweit ersten, besonders ausdauernden Akkupacks mit 5,2 Amperestunden aus.

fort nicht mehr extra zum Geradschleifer und den vergleichsweise teuren Hartmetallfrässtiften oder gar zu anderen nicht normgerechten Methoden greifen: Mit dem Flachkopf-Winkelschleifer kommt er deutlich schneller voran und erzielt dabei zudem ein sichtbar saubereres Arbeitsergebnis. Während zum Entfernen von Rost, Schweissschlacke und alten Lacken in Winkeln von Rahmenkonstruktionen bislang häufig nur der Griff zur Drahtbürste blieb, ist der Handwerker mit dem Flachkopf-Winkelschleifer auch hier deutlich effizienter unterwegs. Schutzhaube werkzeuglos verstellen Mehr als nur Zeit und Energie sparen Profis mit der neuen Maschine beim Entschlacken und Säubern von Wurzelnähten oder beim Trennen von Rohren an schwer zugänglichen Stellen: Druckluftmeissel oder gar nicht zulässige Improvisationen gehören der Vergangenheit an. Ein weiterer Vorteil für Anwender, die schnell und effizient arbeiten möchten: Die Schutzhaube lässt sich werkzeuglos verstellen, verdrehsicher fixieren und kann zur Reinigung abgenommen werden, ohne dass dabei die Scheibe entfernt werden muss. Auch der Schleifscheiben-Wechsel funktioniert einfach ohne zusätzlichen Schlüssel.

Schnell und sicher in engen Winkeln Um kurze Schweissnähte in Winkeln einzuebnen, muss der Anwender ab so-

Für jede Anwendung die passende Scheibe In Sachen Zubehör präsentiert Metabo ebenfalls Neuheiten, die speziell für die Anwendungen in engen Winkeln und flachen U-Profilen entwickelt wurden. Der neue Lamellenschleifteller Flexiamant Super Convex CER mit selbstschärfendem Keramikkorn ist am Rand nach oben (konvex) abgerundet und ist immer dann die richtige Wahl, wenn es auf eine besonders hohe Abtragsleistung und eine sehr lange Lebensdauer des Tellers ankommt. Er ist gleichermassen für die Bearbeitung von Kehlnähten wie auch für den Flächenschliff geeignet. Das neue Lamellenschleifrad Flexiamant Super CER hat radial angeordnete, nach aussen hin abgerundete Lamellen und passt sich der natürlichen Form einer Kehlnaht an. Damit kann der Anwender an engen Stellen etwa stirnseitig Rost entfernen und erreicht ein sehr gleichmässiges und ebenes Schliffbild. Metabo bietet als einziger Elektrowerkzeug-Hersteller ein Lamellenschleifrad mit diesen Eigenschaften an.

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Präzises reinigen, säubern, entgraten Eine neue Scheibe aus verpresstem Vlies mit in Kunstharz eingegossenem Zirkonkorund-Schleifkorn komplettiert das Zubehörangebot für den neuen Flachkopf-Winkelschleifer. Die VKS ZK lässt sich leicht profilieren und passt sich dem Werkstück schnell an. Die Vlieskompaktscheibe zeichnet sich durch hohe Präzision und ein extrem breites Einsatzspektrum aus, vom Entgraten, Reinigen und Säubern bis hin zu Finisharbeiten. Mit der VKS ZK erzielt der Anwender eine besonders geringe Rautiefe am bearbeiteten Werkstück. Metabo bietet damit unter den Vlieskompaktscheiben am Markt diejenige mit der höchsten Abtragsleistung. Sowohl der WEF 9-125 als auch der WF 18 LTX 125 sind mit einer StandardM14-Spindel ausgestattet, auf die alle gängigen Zubehöre montiert werden können. Umgekehrt passen auch die neuen Metabo-Zubehöre auf jeden herkömmlichen Winkelschleifer.

Einen Metabo-Händler in der Nähe finden: www.metabo.ch > Händlersuche


PRODUKTE

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SMD-Handling leicht gemacht

Lütze baut sein Kabelgeschäft aus

Ob in der Automobilindustrie, der Luftfahrt und der Medizintechnik oder im Maschinenbau – ohne Elektronik kommt heute kaum eine Branche aus. Der Intralogistikanbieter Kardex Remstar bringt jetzt ein eigens auf diese Branche zugeschnittenes Softwarepaket auf den Markt, das die Prozesse in den Betrieben der Elektronikfertigung flexibler, produktiver und kostengünstiger macht. Für die fehlerfreie und effiziente Bestückung der Surface-mounted Devices (SMD) mit winzig kleinen Bauteilen spielt die auftragsbezogene Kommissionierung der Feederwagen mit SMD-Rollen eine entscheidende Rolle. Mit dem neuen Softwarepaket Smartpick 5200 von Kardex Remstar lassen sich die vor- und nachgelagerten Prozesse in der Elektronikfertigung, wie Einlagern der SMD-Rollen, Auslagern, Kommissionieren auf Feederwagen und Rücklagern von Überhangmaterial nach dem Bestückungsauftrag, produktiver und kostengünstiger gestalten. Auch das schnelle Umrüsten der SMD-Linien ist mit der Softwarelösung ohne Zeit- und Materialverlust möglich. Verschiedene Lager- und Bereitstellungssysteme von Kardex Remstar, wie Umlaufregale oder Lagerlifte, stehen für den Einsatz der anwendungsspezifischen Software zur Verfügung. Das Softwarepaket Smartpick 5200 basiert auf der neuesten Version der Power Pick Global (4.0).

Der Automationsspezialist Lütze, stärkt sein Leitungsgeschäft im Bereich Industrial Automation und reagiert damit auf den steigenden Bedarf der produzierenden Industrie. Im Rahmen der Neuausrichtung passt Lütze sein Portfolio den gestiegenen Anforderungen des Marktes an und baut das Angebot an Leitungen und Dienstleistungen im Bereich Industrial Automation deutlich aus. Die Optimierung des Leitungsprogramms an strategisch wichtigen Stellen war durch den stetig steigenden Bedarf einer global produzierenden Industrie nötig geworden. Sie umfasst neben einer höheren Verfügbarkeit zahlreicher Leitungen ab Lager auch den Ausbau des Sortiments im Bereich Industrieautomatisierung. Laut Olaf Gerberding, Vertriebsleiter bei Lütze, wurden darüber hinaus bedeutende Investitionen zur Optimierung der Logistik sowie zum Ausbau des Zentrallagers in Weinstadt getätigt: «Damit ist ein nochmals verbesserter Service und die unmittelbare Lieferfähigkeit für unsere Kunden weltweit sichergestellt.»

Kardex Systems AG, 8604 Volketswil, 044 947 61 11 info.remstar.ch@kardex.com, www.kardex-remstar.ch

Lütze AG, 8854 Siebnen, 055 450 23 23 info@luetze.ch, www.luetze.ch

12 bar für die Karosserieproduktion Öl- und silikonfreie Drucklufterzeugung für die Karosseriefertigung ist Standard in den BMWWerken in Dingolfing. Dort werden die BMW-Baureihen 5er, 6er und 7er produziert. Seit März 2013 läuft dort auch der BMW 3er Gran Turismo vom Band. Druckluft mit erhöhtem Druckniveau von 12 statt 6 bar kann einen Beitrag zu höherer Qualität in der Pkw-Karosseriefertigung leisten. Denn der erhöhte Netzdruck schafft die Voraussetzung für den Einsatz von kompakteren Schweisszangen, deren Anpressdruck sich exakt regeln lässt. Diese Technologie nutzt BMW im Werk Dingolfing. Daraus ergab sich für die Verantwortlichen der Energietechnik die Aufgabe, ihren Kollegen im Karosseriebau einen zusätzlichen Bedarf von 10 000 m3/h öl- und silikonfreier Druckluft bereitzustellen. Gelöst wurde diese Aufgabe, indem man sich den sinkenden Bedarf an 6 bar Luft zunutze machte. An zwei Druckluftstationen, die ins 6-bar-Netz einspeisen, wurde je ein Booster installiert, die bei jeweils 3000 m3/h Luft das Druckniveau auf 12 bar erhöhen. Somit konnten vorhandene Überkapazitäten aus der 6-barVersorgung genutzt werden, um platzsparend und energieeffizient ölfreie 12-bar-Druckluft zu erzeugen. Dies setzt aber voraus, dass entsprechende Booster zur Verfügung stehen. In Serie werden derartige Verdichter nicht gefertigt, aber man konnte eine Maschine aus der Serienproduktion modifizieren. Denn zum Programm von CompAir gehören die Kolbenkompressoren der «V-Major»-Baureihe, die Druckluft in zwei Stufen – von 0 auf 6 und von 6 auf 12 bar – verdichten.

Noax Technologies ergänzt die vielseitigen IPCs der CompactSerie durch ein Modell mit 19 Zoll Bildschirmdiagonale. Durch sein grosszügig dimensioniertes Display steigert der Industrie-PC C19 vor allem den Bedienkomfort. Grafiken, Prozessabläufe oder Bedienbuttons werden übersichtlicher dargestellt und ermöglichen dadurch raschere Arbeitsabläufe. Die bewährte robuste Bauweise der CompactSerie macht den neuen C19Compact-IPC überall dort zum Spezialisten, wo Verlässlichkeit, lange Betriebsdauer und Benutzerfreundlichkeit gefragt sind. Da Noax Industrie-PCs der Compact-Serie unterschiedlichste Anforderungen gleichermassen erfüllen, kommen sie in den verschiedensten Umgebungen zum Einsatz: Bei der Verarbeitung von Metallen und Kunststoffen, auf Flurförderfahrzeugen in der Lagerlogistik, in der Landund Forstwirtschaft, auf Spezialmaschinen im Berg- und Tunnelbau, um nur einige Beispiele zu nennen. Sie steuern Produktionsabläufe, visualisieren Prozesse, erfassen Maschinen- und Betriebsdaten oder zeigen Arbeitsaufträge an. Oft ist dabei ein schnelles Erfassen der Information durch die Anwender erforderlich. Mit der Erweiterung der Compact-Serie durch einen Industrie-PC mit 19 Zoll / 48,3 cm Bildschirmdiagonale, wird Noax Technologies diesen Anforderungen gerecht.

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PRODUKTE

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Sensoren mit einfacher Installation

Gleich drei Funktionsprinzipien beinhaltet das neue Produktsegment von Wenglor Sensoric. Unter dem Markennamen Wenglor Fluid vertreibt das Tettnanger Unternehmen ab sofort Strömungs-, Druck- und Temperatursensoren des Tochterunternehmens Wenglor Fluid (ehemals AFM Sensorik). Die Sensoren im Wenglor Fluid-Segment verfügen über ein patentiertes Verfahren, das im Bereich der Strömungssensorik einzigartig ist. Dadurch sind die Produkte unabhängig von der Lage- und Anströmrichtung montierbar und liefern trotz einfacher Installation präzise Messergebnisse. Wenglor-Fluidsensoren sind durch ihr einheitliches Design und ihr Bedien- und Anschlusskonzept ausgesprochen benutzerfreundlich. Die wasserdichten Kunststoff- und Edelstahlgehäuse gewährleisten auch unter Druck hochgenaue Messleistungen. Insbesondere die grosse Sieben-Segment-Anzeige gewährleistet eine einfache und intuitive Bedienung. Neu ist ausserdem die separate LED zur Schaltzustandsanzeige, die das schnelle Erkennen des Schaltzustandes ermöglicht. Alle Sensoren haben einen Schaltausgang, der über das Menü als Öffner (NC) oder Schliesser (NO) definiert werden kann. Wahlweise verfügen die Sensoren zusätzlich über einen analogen Strom- oder Spannungsausgang. Wenglor Sensoric ag, 8404 Winterthur, 052 244 09 11 info.ch@wenglor.com, www.wenglor.com

BAUMER

BECKHOFF

Neue Einkabel-Lösung Beckhoff präsentiert CPLink 4, die neue Anschlusstechnik für bis zu 100 Meter vom Industrie-PC abgesetzte Bedienpanel. Mit der Einkabel-Lösung werden Videosignal, USB 2.0 und die Stromversorgung in einem Standard-CAT-7Kabel übertragen. Kabelund Montagekosten werden damit reduziert. Ein weiterer Vorteil besteht im Einsatz von rein passiven Displays. Die CP-Link-4-Technologie wird von den neuen Beckhoff Multitouch-Panel-Serien CP29xx-0010 (Einbau-Variante) und CP39xx-0010 (Tragarm-Variante) unterstützt. Die neue Beckhoff-PanelGeneration mit industrietauglichem Multitouch-Display bietet eine grosse Variantenvielfalt hinsichtlich Displaygrössen und Anschlusstechnik. Durch die Ausstattung mit CP-Link 4 wird das Portfolio um eine einfache, auf Standards basierende Anschlusstechnik erweitert. Ein grosser Vorteil dieser Übertragungstechnologie ist die Nutzung handelsüblicher CAT-7-Kabel. Sie sind unkompliziert zu verlegen und auch als Schleppkettenvariante erhältlich. Die Standard-Steckverbinder sind feldkonfektionierbar, alternativ stehen als Zubehör vorkonfektionierte Kabel zur Verfügung. Der Plug-and-play-Anschluss bietet höchsten Komfort bei der Inbetriebnahme. Zur Nutzung von CP-Link 4 bedarf es keiner speziellen Software oder Treiber. Beckhoff Automation AG, 8200 Schaffhausen, 052 633 40 40 info@beckhoff.ch, www.beckhoff.ch

Loslagereinheit mit spielfreier und temperaturunabhängiger Funktion

Absolutwertgeber mit SSI- und BiSS-C-Schnittstelle

Die kundenspezifisch hergestellte Loslagereinheit übernimmt verschiedene Funktionen. Das darin montierte Radiallager nimmt ausschliesslich seine vorgesehene Funktion der präzisen und dauerhaften Spindellagerung mit hoher Drehzahleignung wahr. Die Schiebelagerung ist präzise vorgespannt und mit dem zur Temperaturdifferenz korrespondierenden Kugeldurchmesser bestückt. Das Loslager verbleibt über den ganzen Temperaturbereich spielfrei und leichtgängig. Ein Verkippen bleibt aus, dank kleinen Form- und Lagetoleranzen wird das hintere Spindellager präzise in Position gehalten. Die Loslagereinheit ist mit Kühlung versehen und schafft damit konstante Laufverhältnisse für das darin montierte hochbeanspruchte Radiallager. Durch das niedrige Temperaturniveau erlangt der Schmierstoff im Radiallager sowohl eine hohe Gebrauchsdauer wie auch Wirksamkeit. Durch die gleichbleibende Lagerluft wird ein Reibungsanstieg bis hin zum Ausfall des Radiallagers ausgeschlossen. Das in der Loslagerung eingesetzte standardisierte Radiallager muss keine einschränkenden Nebenaufgaben, bezüglich Temperaturunterschied und der daraus resultierenden Radial- und Längenausdehnung, übernehmen. Der Aussenring der Loslagereinheit ist zugleich ein tragender Teil der Spindeleinheit und trägt zu einem komponentenarmen Aufbau bei.

Für die in Aufzügen häufig eingesetzten getriebelosen Synchronmotoren stellt Baumer den Absolut-Drehgeber GBPAS mit BiSS-C Schnittstelle vor. Der Drehgeber unterstützt den zunehmenden Trend in der Aufzugstechnik zu hohen Fahrgeschwindigkeiten, grossen Förderhöhen bei gleichzeitig kompakten Abmessungen, geringen Betriebskosten und hohem Fahrkomfort. Diese anspruchsvollen Antriebskonzepte sind auf hochauflösende Drehgeber angewiesen. Der GBPAS ist speziell auf Anwendungen ausgelegt, in denen hohe Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 10 MHz, sichere Datenübertragung durch CRCPrüfung, Flexibilität und einfache Integration gefordert sind. Zur präzisen Antriebsregelung bietet der optische Drehgeber optional eine zusätzliche Inkrementalschnittstelle mit bis zu 2048 Sinusperioden pro Umdrehung. Die Drehgeber der GM400-Serie mit SSI-Schnittstelle werden bevorzugt in Schachtkopiersystemen zur schnellen und präzisen Fahrkorbpositionierung eingesetzt. Die Multiturn-Absolutwertgeber erfassen dabei standardmässig bis zu 14 Bit beziehungsweise 16 384 Schritte pro Umdrehung und bis zu 16 Bit beziehungsweise 65 536 Umdrehungen. Darüber hinaus ermöglichen integrierte Diagnosefunktionen eine zustandsorientierte Instandhaltung und verhindern somit unliebsame Stillstandszeiten.

AGATHON AG Normalien, 4503 Solothurn, 032 617 4502 normmail@agathon.ch, www.agathon.com

Baumer Electric AG, 8500 Frauenfeld, 052 728 13 13 sales.ch@baumer.com, www.baumer.com


PRODUKTE

technica 11.2013

MURRPLASTIK

CONNEX

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NORELEM

Teilbare Kabeldurchführung mit Schutzart IP 65

Spannstifte mit Innengewinde und Bund

Murrplastik Systemtechnik stellt mit der KDL/C und KDL/D zwei neue Kabeldurchführungsleisten für den robusten Einsatz in extrem rauen Industrieumgebungen vor. Also überall dort, wo neben hohen mechanischen Belastungen, Feuchtigkeit, Säuren, Laugen, Alkohole, Mineralöle, Kraftstoffe, Fette und Staub jeder Anlage und jedem Bauteil das Leben schwer machen. Während die KDL/C die Schutzart IP 54 erfüllt, geht Murrplastik mit der KDL/D einen Schritt weiter: Die Schutzart IP 65 ist jetzt auch bei komplett teilbaren Systemen für die nachträgliche Montage möglich. Beide Kabeldurchführungsleisten sind in einem Temperaturbereich von – 30 bis +100 °C einsetzbar. Die KDL/D verfügt im Gegensatz zur KDL/C über eine Zusatzbrücke, die den stabilen Rahmen noch zusätzlich verstärkt. Diese dient als zusätzliche Fixierung, mit deren Hilfe jedes durchgeführte Kabel fest fixiert und zugentlastet wird. Ein Ausreissen der Tüllen selbst bei extrem hohen mechanischen Belastungen ist somit so gut wie ausgeschlossen. Komplett neu überdacht haben die MurrplastikIngenieure die Montage. Statt, wie sonst üblich, Kabel plus Tülle vertikal von oben in die Kabeldurchführung einzurasten, um danach die Kabeldurchführung selbst im Ausschnitt des Schaltschranks zu befestigen, geht es jetzt deutlich einfacher.

Die Idee zu einem Spannstift mit Innengewinde gründete aus der Überlegung einer Demontagemöglichkeit von Spannstiften aus Sacklöchern. Zusätzlich kann dieses Teil aber auch verschiedenste Fixationsaufgaben übernehmen und erweitert somit, in Kombination mit den einmaligen Produkte-Eigenschaften der herkömmlichen Connex-Spannstifte, das Anwendungsspektrum wesentlich. Mit der Auswahl der Gewindegrössen von M4 bis M36 können vielfältigste Anwendungsmöglichkeiten abgedeckt werden. Der Connex-Spannstift mit Innengewinde und Bund wird als Klemm-Mutter (als Ersatz einer Sechskant- oder Anschweiss-Mutter) eingesetzt, falls beim Anziehen der Schraube die Sechskantmutter aus Platzgründen nicht zugänglich ist beziehungsweise eine rasche Montage verzögert. Der Bund fixiert den Spannstift bei axialer Belastung. Mittels einer Unterlagsscheibe kann die Flächenpressung reduziert werden. Neben den Standardabmessungen gemäss Connex-Normblatt können auch hier Spezialausführungen nach Kundenanforderungen hergestellt werden. Connex AG, 6260 Reiden, 062 749 30 30 office@connexch.com, www.connexch.com

Murrplastik AG, 8253 Willisdorf, 052 646 06 46 info@murrplastik.ch, www.murrplastik.ch

Silphon ® Lärmschutz

Formschlüssige Kraftübertragung Mit Stirnzahnrädern, Zahnstangen und Kegelrädern erweitert Norelem das Produktangebot in der Bewegungs- und Antriebstechnik. Die standardisierten Komponenten eignen sich für vielfältige Kraftübertragungsund Positionieraufgaben im Maschinenbau und in der Automatisierungstechnik. Sie sind in allen gängigen Grössen und mit den Modulverzahnungen 1 bis 3 direkt ab Lager erhältlich. Stirnzahnräder gewährleisten eine formschlüssige und schlupffreie Übertragung von Kräften mit wechselnder Drehrichtung, so beispielsweise zum Heben und Senken von Maschinenelementen oder Lasten. Die Kombination aus Zahnstange und Stirnzahnrad setzt Drehbewegungen in Linear- beziehungsweise Linear- in Drehbewegungen um und findet im Maschinen- und Anlagenbau ein breites Einsatzfeld. Kegelräder eignen sich für Antriebslösungen, bei denen die Achsen um 90° versetzt sind. Mit diesen Standardkomponenten ergänzt Norelem neben den bereits im Angebot befindlichen Zahnriemen, Zahnriemenscheiben, Trapezgewindespindeln und Kugelgewindetrieben das Teilesortiment im Bereich der Antriebs- und Positionierungstechnik. Stirnzahnräder sind mit Durchmessern von 14 bis 387 mm und Zahnbreiten von 15 bis 30 mm erhältlich. Bei kleineren Durchmessern sind die Stirnzahnräder mit einer montagefreundlichen Nabe versehen. Norelem Normelemente AG, 6422 Steinen, 041 833 87 00 info@norelem.ch, www.norelem.ch

vibraplast

Schwingungsisolation / Schaumstoffe Verpackungstechnik / Gummitechnik Kunststoffe / Antriebstechnik Wittenwilerstrasse 25 / Industrie Nord / 8355 Aadorf Telefon 052 368 00 50 / Fax 052 368 00 51 info@vibraplast.ch / www.vibraplast.ch


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OPEN MIND

PRODUKTE

11.2013 technica

ZIMMERLI

BZD

FAULHABER

Neues CAD-System für CAM-Anwender

Massestrommesser für Gase

Mit HyperCAD-S hat die Open Mind Technologies AG ein eigenes, optimal zum CAM-System hyperMILL passendes CAD-System entwickelt. Diese CAD-Lösung ist genau auf die Aufgaben eines NC-Programmierers zugeschnitten. HyperCAD-S wurde von Grund auf neu entwickelt, Architektur, Kern, Grafik, Datenbasis, Benutzeroberfläche und API wurden komplett neu gestaltet und in Software umgesetzt. Der neu entwickelte Kern von HyperCAD-S eignet sich für importierte Daten. Der Anwender hat den Vorteil, dass er jederzeit alle Geometrieelemente leicht verändern kann. Kurven und Freiformflächen werden über Bezier- und NURBS-Geometrien repräsentiert. Neben bekannten Basiselementen für die Konstruktion wurde der Kern um Elemente erweitert, die gerade dem CAM-Programmierer helfen: Werkzeugwege, Polygonnetze, Punktewolken und auch ein Rechteckelement wurden im Kern angelegt. HyperCAD-S ist auf der 64-Bit-Plattform entwickelt und hat in der ersten Version einen grösseren Funktionsumfang als der von der hyperCAD Geometric Engine bekannte. «Wir haben viele Kundenanforderungen berücksichtigt und umgesetzt», wie Wolfgang Weiss sagt, «so ist die Struktur für den Bereich Auswahl und Sichtbarkeit komplett neu implementiert worden.»

Zimmerlis Deltaflow C wurde für die präzise und kostengünstige Messung von Luft und anderen nicht explosiven und nicht korrosiven Gasen in Rohrleitungen und Kanälen entwickelt. Sie bietet einen kompakten und schnellen multivariablen Messumformer zur Massestrommessung von Gasen. Deltaflow C nutzt das sehr präzise Differenzdruck-Messverfahren. Auf wenigen cm² sind im Messumformer ultraschnelle Sensoren für Differenzdruck, statischen Druck und Temperatur sowie ein leistungsfähiger Prozessor integriert. Die Massestrommessung erfolgt bis zu 4000 Mal in der Sekunde. Der Microcontroller verrechnet die Werte zu einem Massestrom und stellt das Massestromsignal sowie Druck- und Temperatursignal zur Verfügung. Das Sensorsystem kommt unter anderem beim höchst anspruchsvollen Serieneinsatz an Verbrennungsmotoren zum Einsatz. Präzise und langzeitstabil erfasst es hier selbst unter stärksten Pulsationen die dem Motor zugeführte Luftmasse und leistet einen wichtigen Beitrag zur optimalen Motorsteuerung. Jetzt steht diese Technologie auch für industrielle Anwendungen zur Verfügung. Der Messumformer besitzt 4 bis 20 mA und 0 bis 10 V-Ausgänge und kann in wenigen Augenblicken parametriert werden. Optional ist Deltaflow C auch mit Anzeige lieferbar. Zimmerli Messtechnik AG, 4125 Riehen, 061 645 98 00 info@zimmerliag.com, www.zimmerliag.com

Open Mind Technologies AG, 8185 Winkel, 044 86030-50 info.schweiz@openmind-tech.com, www.openmind-tech.com

Robuste Metall-Planetengetriebe

Durch ihre robuste Bauweise eignen sich Faulhaber-Metall-Planetengetriebe gut für Anwendungen, bei denen höchste Drehmomente gefragt sind. Das neue Präzisionsgetriebe 17/1 ergänzt das Faulhaber-Getriebeprogramm im Bereich zwischen 16 und 20 mm Durchmesser und ist mit einer bis fünf Getriebestufen mit Standarduntersetzungen von 3,33 :1 bis zu 1,367 : 1 erhältlich. Die Serie 17/1 mit einem Durchmesser von 17 mm, Edelstahlgehäuse und Planetenträger sowie Zapfen aus Stahl und Hartmetall ist auf Dauerdrehmomente von 550 mNm und kurzeitige Belastungen von bis zu 800 mNm ausgelegt. Sinterlager sorgen für ein axiales Wellenspiel unter 0,1 mm. Als Ausführung mit vorgespanntem Kugellager lässt sich dies, falls erforderlich, auch völlig auf 0 mm reduzieren. Der Betriebstemperaturbereich liegt standardmässig zwischen +100 und –30 °C. Optional ist das Getriebe aber auch in einer Tieftemperaturausführung bis –40 °C verfügbar. Faulhaber Minimotor SA, 6980 Castelrotto, 091 611 31 00 info@minimotor.ch, www.minimotor.ch

Angefangen bei den angebotenen Modulen, die aktuellen Erfordernisse des Arbeitsmarktes abbilden, bis hin zur Promotionsordnung wurde alles auf den Prüfstand gestellt. Das Ziel ist klar: Das Studium an der Höheren Fachschule Dietikon (HFD) muss trotz der hohen Anforderungen eines berufsbegleitenden Studiums studierfreundlich sein. Was bedeutet das konkret? Wenn man ein Studium an einer HF beginnt, ist der Lehrabschluss bereits mehrere Jahre zurück. Im Berufsleben muss man tagtäglich seine Meinung erläutern und sachgerecht argumentieren können. Die Höhere Fachschule Dietikon bietet mit einem neu konzipierten Vorkurs eine Vorbereitung auf das eigentliche Studium an. Im dreijährigen Studium selbst ist die Präsenzzeit hoch – zwölf Lektionen in der Woche ist man im Schulhaus. Die Promotionsbedingungen sind denen der Fachhochschulen angeglichen. Studierende haben sechs Jahre Zeit, alle Module abzuschliessen. Die Fachschule stellt für die gesamte Studienzeit einen Mentor zur Seite. Für Studierende zählen minimaler Studienaufwand, Garantien für einen erfolgreichen Abschluss sowie berufliche Entwicklungschancen aufgrund des Titels «Dipl. Techniker/-in HF» zu den wichtigsten Merkmalen, sich für ein Bildungsangebot zu entscheiden.

Höhere Fachschule Dietikon, 8953 Dietikon, 044 745 84 60 sekretariat@bzd.ch, www.bzd.ch


PRODUKTE

technica 11.2013

SCHUNK

VIBRAPLAST

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VOLLAND

Bunte Werkzeug-Schaumstoffeinlagen

Schutzschlauch mit Metallkerneinlage

Ordnung und Sauberkeit sind die Grundvoraussetzungen zur Verbesserung der Arbeitsprozesse. Die Schaumstoffeinlage Vibraplace dient als Instrument, um Arbeitsplätze und Arbeitsprozesse sicher, sauberer, übersichtlicher und damit auch produktiver zu gestalten. Werkzeuge und Hilfsmittel haben alle ihren vorgeschriebenen Platz, damit die Arbeit störungsfrei und ohne Suchen verrichtet werden kann. Ein sauberes und ordentliches Arbeitsumfeld gilt zudem als Grundlage für Qualitätsarbeit. Die PE Schaumstoffeinlagen sind in den Farben Rot, Blau, Grün, Gelb oder Grau erhältlich und mit einer schwarzen PE Deckschicht überzogen, damit eine Kontrastfarbe entsteht und somit das Erkennen von fehlenden Werkzeugen erleichtert. Die Einlagen werden aus einem Stück mit unterschiedlichen Taschen-, Bohrungstiefen und Griffausnahmen gefräst, damit die Entnahme der Werkzeuge erleichtert wird.

Auch die besten Kabel und Leitungen brauchen manchmal zusätzlichen Schutz. Aus Hygienegründen werden täglich Maschinen und Anlagen mit aggressiven Reinigungsmitteln blitzblank gereinigt, um keinen Nährboden für Keime und Bakterien zu bieten. Der neue Schutzschlauch Vollprotec Foodgrade mit Metallkerneinlage aus verzinktem, korrosionsbeständigem Bandstahl, Nylonfüller und Ummantelung aus hochwertigem, weissem PVC sowie die passende Schlauchverschraubung Vollprotec Foodgrade Raccord kommen in diesen Bereichen vorteilhaft zum Einsatz. Der Vollprotec NMFG ohne Metallkerneinlage, aber mit einer verstärkten PVC-Spirale, ist die günstigere Version und passt ebenfalls zur erwähnten Schlauchverschraubung. Durch den glatten PVC-Aussenmantel haben Materialrückstände keine Chance. Denn anders als bei Kabelbündeln, bei denen häufig Reste des verarbeiteten Lebensmittels zwischen den einzelnen Leitungen zurückbleiben, reicht ein Reinigungsvorgang aus, um den Aussenmantel von Materialresten zu befreien. Ausserdem sind beide Schläuche nach FDA- (CRF21) und NSF 51/61-Anforderungen zugelassen. Zu beiden Schutzschläuchen passt die Edelstahlverschraubung Vollprotec Foodgrade Raccord. Die glatte Oberfläche ohne sichtbares Gewinde begünstigt das Reinigen und verhinderte die Ablagerung von Mikroorganismen.

Vibraplast AG, 8355 Aadorf, 052 368 00 50 info@vibraplast.ch, www.vibraplast.ch

Volland AG, 8153 Rümlang, 044 817 97 97 info@volland.ch, www.volland.ch

Flexibles Leichtgewicht maximiert Einsatzbereich von Fräs-Drehmaschinen Speziell für Anwender, die auf Fräs-Drehmaschinen ein möglichst breites Werkstückspektrum bearbeiten wollen, hat der Kompetenzführer für Spanntechnik und Greifsysteme, Schunk, das hochflexible Handspannfutter Rota-S flex entwickelt. Es kombiniert bewährte Drehfutter der Baureihe Rota-S plus mit verlängerten Führungsbahnen und verwandelt diese in leichte und zugleich besonders flexibel einsetzbare Grossfutter. Im Vergleich zu konventionellen Drehfuttern für grosse Spanndurchmesser sinkt das Gewicht mit Rota-S flex um bis zu 60 %. Bei identischer Tischbelastung lassen sich deutlich schwerere Werkstücke bearbeiten. Zudem bleibt aufgrund der geringen Bauhöhe jede Menge Platz für das Werkstück und für die Werkzeuge. Zur Bearbeitung kleiner Teile wiederum können die verlängerten Führungsbahnen ganz einfach demontiert werden, wodurch die Zugänglichkeit der Werkstücke im Vergleich zur Spannung auf konventionellen Grossfuttern deutlich verbessert wird. Ein spezielles Schmiersystem sorgt bei beiden Varianten für dauerhaft hohe Spannkräfte. Schmutzabdichtungen verhindern das Eindringen von Spänen und Staub. Rota-S flex lässt sich einfach auf dem Maschinentisch montieren und mithilfe des optimierten Backenschnellwechselsystems in Sekundenschnelle umrüsten. Es spannt kleine Teile ebenso zuverlässig wie grosse und gewährleistet dabei eine maximale Bediensicherheit. Die clevere Spannlösung gibt es in den Baugrössen 700, 1000 und 1200 für Rota-S plus und Rota-S plus 2.0 Handspannfutter der Grössen 315, 400 und 500. Ohne Aufsatzbacken wiegt sie 170 kg, 360 kg beziehungsweise 490 kg. Rota-S flex kann mit zahlreichen Spannbacken aus dem mit 1200 Typen weltweit grössten Standard-Spannbackenprogramm von Schunk kombiniert werden.

Anpassungsfähig Die Elektrowerkzeuge von SUHNER – spezialisiert auf schwierige Aufgaben und spezielle Formen. Handlich und durchzugsstark. www.suhner.com

Schunk vom 2.-6.12.2013 auf der Euromold in Frankfurt: Halle 8.0/Stand C70 Schunk Intec AG, 8307 Effretikon, +41 52 354 31 31 info@ch.schunk.com, www.ch.schunk.com

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BECKHOFF

PRODUKTE

11.2013 technica

DIHAWAG

FAULHABER

EPLAN

Dezentrale Kleinsteuerung mit virtuellem Device

Integrierte Vorplanung

Der Embedded-PC CX8093 verfügt über eine Profinet-RT-Device-Schnittstelle, die als 2-Port-Switch zur Realisierung einer «DaisyChain»-Verkabelung ausgeführt ist. Besondere Eigenschaft ist die Funktion eines virtuellen Device, über das sich die Prozessdatengrösse verdoppeln oder ein zweiter Controller anschliessen lässt. «Durch das optionale virtuelle Device (Slave Interface) verhält sich der Embedded-PC CX8093 wie zwei Profinet-Devicegeräte. Dementsprechend lässt sich auch zweimal die maximale Ein-/Ausgangsdatenmenge – bei Profinet etwa 1000 Bytes – verarbeiten. Das heisst, der CX8093 kann die doppelte Menge an Profinet-Prozessdaten verarbeiten. Der Netzwerkname der beiden Geräte wird dabei entweder per Adressschalter oder über den TwinCAT System Manager eingestellt. Die IP-Settings werden vom Profinet Controller vergeben. Ein weiterer Vorteil des virtuellen Device liegt in der Kommunikation mit einem zweiten Profinet-Controller, was auf einfache Weise die Systemverfügbarkeit erhöht. Einerseits kann der CX8093 als lokale Steuerung eine Plausibilitätsprüfung der beiden eingehenden Mastersignale vornehmen und so beispielsweise die Funktion der Verkabelung überwachen. Andererseits kann der Ausfall eines Masters erkannt und über den zweiten Master entsprechend reagiert werden.

Vorplanung und Projektierung sind Projektphasen, die zusammen gehören. Bearbeitet werden sie jedoch klassisch mit unterschiedlichen Systemen. Jetzt schafft Eplan das Plus an Integration: Mit der neuen Eplan-Plattform 2.3 ist die Vorplanung im System verankert. Innovative Funktionen steigern die Projektqualität und Datendurchgängigkeit und senken zugleich den Aufwand in der Projektierung. Ob grafische Übersichten, Platzhalter für Funktionen, erste Mengengerüste für Antriebe, Sensoren und SPS-Ein-/Ausgänge oder auch Stücklisten zur Kalkulation: Umfassende Aufgaben der Vorplanung lassen sich direkt in der Eplan-Plattform bearbeiten. Die darauffolgende Schaltplanerstellung und Detaillierung der Anlage bedient sich dieser umfassenden Daten – ohne Neueingabe oder Übertragung aus anderen Systemen. Anwender finden einen sehr einfachen Einstieg in diese neue Planungsmethodik auf Basis der Eplan-Plattform. Mit dieser Integration steigern sie ihre Datendurchgängigkeit und Projektqualität. Gleichzeitig reduziert sich der Aufwand im Produktentwicklungsprozess.Der zentrale Dialog in der EplanPlattform ist der neue Vorplanungs-Navigator. In diesem Dialog werden die definierten Segmente der Vorplanung im Projekt angezeigt und verwaltet.

Beckhoff Automation AG, 8200 Schaffhausen, 052 633 40 40 info@beckhoff.ch, www.beckhoff.ch

Eplan Software & Service AG, 8105 Regensdorf, 044 870 99 00 info@eplan.ch, www.eplan.ch

DC-Kleinstmotoren Serie 3890...CR

Das Bohren mit Vollhartmetall-Werkzeugen ist seit über 25 Jahren eine Kernkompetenz von Dihawag. Neu bietet das Unternehmen das komplette VHM-Bohrer-Sortiment vom deutschen Hersteller MK-Tools exklusiv in der Schweiz an, in dem auch eine Linie für die Inox-Bearbeitung enthalten ist. MK-Tools-Service ist ein junges Unternehmen im Bereich der VollhartmetallZerspanungswerkzeuge. Gegründet von Helmut Miller und Stephan Kinateder ist MK-Tools ein kleines, aber feines Team von Spezialisten, die über jahrzehntelange Erfahrung in der Herstellung und Konstruktion von VHMWerkzeugen verfügt – und damit die Dihawag-Philosophie der Spezialisierung voll erfüllt. Bereits heute ist MK-Tools zugelassener Lieferant bei fast allen grossen Herstellern im Automotive- und Aircraft-Bereich. Die Produktionsstätte von MK-Tools befindet sich im bayrischen Hauzenberg bei Passau. Nachdem MK-Tools sich zunächst auf die Fertigung von VHM-Sonderwerkzeugen konzentriert hat, ist nun auch ein umfangreiches VHM-StandardBohrprogramm erhältlich.

Die Entwicklung der neuen Serie 3890…CR basiert auf dem erfolgreichen Motorkonzept der DCKleinstmotoren-Baureihe CR mit Graphitkommutierung von Faulhaber. Für die enorme Power des kompakten Antriebs sorgen ein sehr leistungsstarker Neodym-Magnet und ein besonders hoher Kupferanteil in der Wicklung seines Faulhaber-Rotors. Für Antriebe in autonomen Robotersystemen, elektromechanischen Orthesen und Exoskelette oder Powertools wie elektrische Astscheren ist hohe Dynamik und Drehmoment auf kleinstem Raum eine zentrale Anforderung. Neben der sehr hohen Leistungsdichte (Nenndrehmoment pro Volumen) ist aber auch die hohe Effizienz der Serie 3890…CR ein entscheidender Mehrwert. Durch die Weiterentwicklung des Kommutierungssystems erzielt der Motor auch bei extremer Belastung hohe Lebensdauerwerte. Der eisenlose Rotor sorgt darüber hinaus für einen rastmomentfreien, präzisen Gleichlauf bei niedrigem Energieverbrauch. Kurz: die Serie 3890…CR kann alles bieten, was für den Einsatz in anspruchsvollen Power-Anwendungen erforderlich ist. Die neue DC-Motoren Serie 3890…CR ist standardmässig in vier Nennspannungen 18, 24, 36 und 48 V erhältlich. Dabei wird ein Dauerdrehmoment von bis zu 224 mNm erreicht. Die Kurzzeitmomente, wie in vielen Anwendungen benötigt, liegen deutlich höher. Mit Leerlaufdrehzahlen von knapp über 5000 rpm sind die Motoren optimal auf die Kombination mit Faulhaber-Präzisionsgetrieben abgestimmt. Für die Auslegung auf Anwendungen mit präziser Drehzahlregelung oder Positionieraufgaben kann der Antrieb standardisiert durch den Anbau eines Dreikanalencoders IE3-1024 (L) oder optional mit optischen Encodern der Serien HEDx kombiniert werden.

Dihawag, 2500 Biel/Bienne 8, 032 344 60 60 info@dihawag.ch, www.dihawag.ch

Faulhaber Minimotor SA, 6980 Castelrotto, 091 611 31 00 info@minimotor.ch, www.minimotor.ch

Neues VHM-Bohrer-Sortiment


LIEFERANTENVERZEICHNIS

technica 11.2013

Abdeckungen/ Ă&#x2013;l(nebel)abscheider

Blechbearbeitung/ Laserschneiden

73

Diamant- und Borazonwerkzeuge

Antriebe und Steuerungen

Diamantwerkzeuge Postfach 1215, Gewerbering 10 Tel. 056 664 44 20 CH-5610 Wohlen-1 Fax 056 664 24 23 www.neodress.ch E-Mail: info@neodress.ch

Antriebstechnik Mattenweg 1 3855 Brienz Tel. + 41 33 952 24 24 Fax + 41 33 952 24 00 www.emwb.ch info@emwb.ch

  

    Dienstleistungen

ZF Services Schweiz AG

Bodenmatten      

  $  !      $    # $   $$   "   """ " 

Druck- und Vakuumschalter

Arbeitsschutz

Bremsen LAYHER AG, Flexible Technologie Kalkwerkstrasse 23, D-71737 Kirchberg Fon: +49 7144 3204, Fax: +49 7144 3 4307 info@layher-ag.de, www.layher-ag.de

Automatisches Beladen und Entladen

Elektromotoren

CAD/CAM Systeme

Automatisierung  ## ' *'  %    ) ## ' * !"%!  '   % #& "% %!"  ((( %

gĂźnstige Energiesparmotoren RĂźetschi AG â&#x20AC;&#x201C; Antriebstechnik Feldackerstrasse 2, 5040 SchĂśftland Tel. 062/739 20 60, Fax 062/739 20 71 www.antriebstech.ch mail@antriebstech.ch

Galvanik


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LIEFERANTENVERZEICHNIS

Gravieren

11.2013 technica

Kompressoren und ZubehĂśr

Kunststoffprofile/-Teile

  

 



        



Elektrische und Isolationsmaterialien  

thermische         aus  Duroplasten     Halbzeuge und  Fertigteile und   Thermoplasten

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Honmaschinen

Laserbeschriftungen

Hydraulik

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Industrie-PCs Metall/Kunststoff/Gipskeramik Postfach 100 â&#x20AC;˘ CH-8592 Uttwil

service@3d-prints.ch Kabel

Lineartechnik Kompressoren â&#x20AC;˘ Vakuum â&#x20AC;˘ Gebläse Service â&#x20AC;˘ Engineering â&#x20AC;˘ Aufbereitung 8105 Regensdorf Tel. 044 871 63 63 â&#x20AC;˘ Fax 044 871 63 90 info.swiss@kaeser.com â&#x20AC;˘ www.kaeser.com

    

Lohnfertigung

       

Flachhonen, Läppen, Honen

Kennzeichnen & Beschriften

Telefon 062 789 75 95, www.servatechnik.ch

Korrosionsschutz

h

BRUNOX AG

CH-8732 Neuhaus SG Tel. 055 285 80 80 Fax 055 285 80 81

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LĂśten


LIEFERANTENVERZEICHNIS

technica 11.2013

Maschinenelemente

Sandstrahl-Anlagen

75

Stahl         "            !             

Messwerkzeuge

Sandstrahl-ZubehĂśr

Wälzlager fßr Koordinatenmessgeräte (KMG) und Werkzeugmaschinen Industriestrasse 9, CH-7402 Bonaduz Tel. 081 650 26 26 info@nuessler.ch Fax 081 650 26 20 www.nuessler.ch

Normteile

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Schichtdicken-Messgeräte

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Wasserstrahl-Schneiden

PrĂźfmaschinen

Schleif- und Poliermaschinen

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Putztextilien Schweisskonstruktionen

Rapid Prototyping/Kleinserien Metall/Kunststoff/Gipskeramik Postfach 100 â&#x20AC;˘ CH-8592 Uttwil

service@3d-prints.ch Reinigungsanlagen

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Sicherheitstechnik

Werkzeuge

Sägewerkzeuge

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WS-Tech AG, Industriestrasse 15, CH-9015 St. Gallen Tel. 071 311 56 66, info@ws-tech.ch, www-ws-tech.ch

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76

LIEFERANTENVERZEICHNIS

11.2013 technica

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Werkzeugmaschinen Grossteilbearbeitung

Josef Binkert AG Werkzeugmschinen CH-8304 Wallisellen Grabenstrasse 1 Telefon: 044 832 55 55 Telefax: 044 832 55 66 info@binkertag.ch www.binkertag.ch

Walter Meier (FertigungslĂśsungen) AG Bahnstrasse 24 â&#x20AC;˘ 8603 Schwerzenbach Telefon 044 806 46 46 â&#x20AC;˘ Fax 044 806 47 47 ch.machining@waltermeier.com â&#x20AC;˘ www.waltermeier.com

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Zahnräder

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Kostenloses Probeabo der technica Wollen Sie Monat fßr Monat gut informiert sein und sich in der Welt der Technik noch besser auskennen? Die technica zählt zu den bedeutensten und kompetentesten Fachzeitschriften der Schweiz und informiert Ihre Leserschaft monatlich mit exklusiven Interviews, Fachartikeln, Anwendergeschichten und Reportagen. Bestellen Sie hier: http://www.technica-online.ch/kontakt/ ein kostenloses Probeabo.


Lieferantenverzeichnis

Kunststoff-Industrie

Bedrucken von Formteilen/ Tampondruck, Prägen, Lasergravur

Hydraulik-Anlagen

Spritzgiessen und Baugruppen Hauptstrasse 59 CH-8637 Laupen ZH Telefon 055 256 50 00 www.sks-laupen.ch

KUNSTSTOFFE WERKZEUGBAU

Compoundieranlagen

Kunststoff-Apparatebau

Spritzgussteile

Buss AG 4133 Pratteln Tel. +41 61 825 66 00 info@busscorp.com www.busscorp.com

2D-/3D-Laerschneiden von Kunststoffen

Technische und Hightech-Kunststoffe Kunststoffprofile

Laserschneiden von Kunststoffen und nichtmetallischen Materialien ZB-Laser AG Bahnstrasse 43 • CH-5012 Schönenwerd Tel. +41 (0)62 858 24 00 • Fax +41 (0)62 858 24 01 info@zb-laser.ch • www.zb-laser.ch

Wir handeln für Sie!

Laserschweissen

Tiefziehteile

Formwerkzeugnormalien E. Ramseier Werkzeugnormalien AG CH-8602 Wangen Tel. 044 834 01 01 Fax 044 834 02 00

Gewindebüchsen und -hülsen

Kunststofftechnik CH-6280 Hochdorf Tel. +41 41 914 72 00 www.bachmann.ch

Lohnspritzguss

KUNSTSTOFF – SPRITZGUSS

Roth Edwin • CH-8590 Romanshorn Salmsacherstrasse 29 • Mail: rothedwin@bluewin.ch Phone +41 71 463 45 07 • Fax +41 71 460 15 64

GFK-Wäscher/-Behälter/-Apparate

PRO-plast Kunststoff GmbH Tel. +49 (0)6155/8405-0 Dieselstraße 4-6 Fax +49 (0)6155/8405-55 D-64347 Griesheim www.pro-plast.de info@pro-plast.de

Ultraschallschweissen Seemoosholzstrasse 14 CH-9320 Arbon Tel. +41 71 680 08 05 Fax +41 71 680 08 06 www.swiss-sonic.ch

Plattenbearbeitung

Waagen

ROTAVER Composites AG CH-3432 Lützelflüh Tel. 034 460 62 62 www.rotaver.ch swiss made

• Tisch und Bodenwaagen • Präzisionswaagen • Zählwaagen • Laborwaagen ... und viele weitere Modelle für jeden Bereich!

Gummiartikel und -teile

SWISS Waagen DC GmbH 8614 Bertschikon/ZH Tel. +41 (0)43 843 95 90 Fax +41 (0)43 843 95 92 www.swisswaagen.ch

Werkzeugstahl Prüfmaschinen www.edelstahl-schweiz.ch vk@edelstahl-schweiz.ch

Heizelemente

WALSER+CO.AG 9044 Wald AR Tel. +41 (0)71 878 78 78 Fax +41 (0)71 878 78 77 www.walser-ag.ch info@walser-ag.ch

Spritzgiessen MARTIGNONI AG Kunststofftechnologie 3110 Münsingen Tel. 031 724 10 10 Fax 031 724 10 19 info@martignoni.ch www.martignoni.ch

Gebr. Böhler & Co. AG Hertistrasse 15 CH-8304 Wallisellen Tel. +41 (0)44 832 88 11 Fax +41 (0)44 832 88 00


78

AGENDA

11.2013 technica

Veranstaltungen Seminar «Smarte Maschinen, smarte Industrie» Das «Internet der Dinge» ist derzeit in aller Munde. Immer mehr Objekte und Geräte sind mit einem Kleinstcomputer ausgestattet und untereinander vernetzt. Das ermöglicht viele neue Anwendungen. Dieser Anlass liefert einen Einblick in das Thema «Internet der Dinge» und zeigt das Potenzial für die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie auf. Nach der Einführung durch Professor Friedemann Mattern von der ETH Zürich berichten Vertreter der Unternehmen Ferag AG und Belimo Automation AG über aktuelle Projekte, ihre Strategien und ihre Einschätzung des Potenzials des «Internets der Dinge». Veranstalter: Swissmem Termin: 26. November 2013 Zeit: 15.00–18.00 Uhr Ort: Pfingstweidstrasse 102, 8005 Zürich www.swissmem.ch

3D-Printing Die industrielle Anwendung von D-Druck – von KMU für KMU. Der industrielle Einsatz von 3D-Printing ist bereits bedeutend weiter vorangeschritten und verbreitet, als dies der breiten Öffentlichkeit bewusst ist. Dies eröffnet vielen weiteren Unternehmen grosse wirtschaftliche Chancen. An diesem Anlass erhalten Sie einen hochaktuellen und vertieften Einblick in die wirtschaftliche Bedeutung von 3D-Printing und Beispiele für die industrielle Anwendung in KMU. Termin: 27. November 2013 Zeit: 15.00 Uhr Ort: Aula, Hightech Zentrum Aargau, Badenerstrasse 13, 5200 Brugg www.hightechzentrum.ch/3d-printing Forum Stanztechnik Für die wirtschaftliche Umsetzung von

Umform- und Stanzprozessen im Presswerk stellt neben der Werkzeugtechnik im Bereich Stanzen und Umformen vor allem eine effiziente und präzise Pressentechnologie und Prozessüberwachung zur Sicherstellung gleichbleibender Qualität eine wesentliche Einflussgrösse dar. Das Forum zeigt wieder neuste Entwicklungen am Markt im Bereich der gesamten Prozesskette der Stanztechnik. Neben interessanten Beiträgen aus verschiedenen Bereichen wie Pressenbau, Teilehandling und Werkzeugbau bietet die Veranstaltung einen Einblick in zukünftige Potenziale und Entwicklungen im Bereich der Umformtechnik. Mit seinen zukunftsweisenden Ansätzen gibt das Forum Stanztechnik wichtige Impulse für das Alltagsgeschäft sowie die Möglichkeit zum fachlichen Informationsaustausch und Networking über alle Unternehmensbereiche hinweg: von der Produktion über die Konstruktion bis hin zum Management. Termin: 27./28. November 2013 Ort: Lindner Hotel Kaiserhof, Papiererstrasse 2, D-84034 Landshut Veranstalter: www.hanser-tagungen.de www.schulergroup.com

Präsentationsnachmittag ZB-Laser AG und Topacryl AG Themen: 2D/3D-Laserschneiden bei Acrylglas: freie Geometrien, scharfe Innenecken, Schrägen, glasklare Schnittflächen ohne Nacharbeiten. Spezialitäten rund um das Hesaglas-Acryl: Farben, kundenspezifische Materialstärken, Filter und Oberflächen. Termin: 28. November 2013 Zeit: 14–17 Uhr Ort: Bahnstrasse 43 in 5012 Schönenwerd www.zb-laser.ch, www.topacryl.ch

B&R-Automation Seminare zu «Automation Studio» Automation Studio Training: Basics (2.–3.12.13) Automation Studio Workshop: IEC 61131-3 textuelle Programmiersprache ST (4.–4.12.13) Automation Studio Training: Speicherund Datenverwaltung (5.– 6.12.13) Automation Studio Training: Integrierte Antriebstechnik (9.–11.12.13) Automation Studio Workshop: Integrierte Antriebstechnik (Mehrachssysteme) (12.–13.12.13) Veranstalter: B&R Automation Ort: Frauenfeld www.br-automation.com

Euroguss 2014 Zum 10. Mal trifft sich die internationale Druckguss-Branche auf der europaweit grössten Fachmesse für Druckguss. Das Angebotsspektrum zeigt innovative Lösungen für Druckgussverfahren wie AluminiumDruckguss, Magnesium-Druckguss oder Zink-Druckguss. Termin: 14.–16. Januar 2014 Ort: MesseNürnberg www.euroguss.de

technica

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Die smarte

Zeiterfassung

- relevant, intelligent, modern

«Profitieren Sie von flexiblen Lösungen und kompetenter Betreuung.»

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Seminar «Marktgerechte und kostengünstige Produkte entwickeln» Das Seminar richtet sich an Geschäftsführer, Fach- und Führungskräfte in Entwicklung, Konstruktion, Prozessplanung/Arbeitsvorbereitung, Organisation und Controlling. Termin: 2.–3.12.2013 Ort: Fritz-Bauer-Str. 13, Altdorf b. Nürnberg Veranstalter: Technische Akademie Wuppertal e.V., www.taw.de

+41 (0)41 910 30 00

www.technica-online.ch


IN DIESER AUSGABE

technica 11.2013

IMPRESSUM

6, 28, 46

Lütze

67

Acsys

23

MAG

23

ADMIA Solutions

78

MAPAL

27

Agathon

68

Max Mitschjeta

32

AICON 3D Systems

32

Maxon Motor

ABB

7

B&R

28, 78

Mesago Messemanagement

Baumer Electric

33, 68

Metabo

Beckhoff

19, 38, 68, 72

Beutler Nova

7

Bibus Binkert, Josef Blum-Novotest Böhler Uddeholm

23

National Instruments

28, 47

Botek

23

BusinessLink

6

23

Mitutoyo Murrplastik

34

Bosch Rexroth

Mikron SA

37 12, 20

28 51, 66 15 11, 69 5, 12, 13

Newemag

23, 57, 70

Optronis

15

Otto Suhner AG

39

cimform

57

P.E. Schall

15

CONNEX

20, 69

PanGas

54

Penta-Electric

40

40

COSCOM

13, 15, 17, 65, 67

Creaform

15

Danfoss

28, 29

Deutsche Messe

6

Pilz Industrieelektronik

6

Profibus

28

PWR Präzisions-Werkzeuge

4

4

Regatron

28 23

US 2, 7, 50, 72

REGO-FIX

Dolphin Systems

52

Reishauer

20

DMG MORI SEIKI

23

Ringspann

49

DIHAWAG

Durolaminat

7

Ecoroll

Rittal

23

Schneeberger

35 23

E. Zoller

16

Schnegg Tools

easyFairs

62

Schuler

61

SCHUNK

42, 45

Schurter

Eichenberger Gewinde Elektromotorenwerk Brienz

7 23, 31, 32, 59, 71 7

EMAG

22

Seco Tools

23

EOS

23

SF-Filter

64 4, 8, 9, 28, 60

6

Siemens

EPLAN

72

Simcon

Estech

4, 7, 39

EPHJ-EPMT-SMT

FAULHABER MINIMOTOR

70, 72

Sirag Solid Solutions

8 39 17, 60

Fehlmann

23

Solidworks

Fraunhofer-Institut

23

Springmann

16, 23

Gardner Denver

67

Starrag

23, 63

GGB Tristar

3

17

Steinbichler

18 71

Gressel

23

Suhner Abrasive Expert

Gühring

23

Suva

Haas Automation

23

Swissmem Kaderschule

Hainbuch

23

Swissmem

Hartmetall-Werkzeugfabrik

50

Switzerland Global Enterprise

Helmut Fischer

12

TDK-Lambda

28

HepcoMotion

9

Tedec

44

Hermle

32, 48

TORNOS

4 62 4, 78 6

US 3

12

Urma

23

Höhere Fachschule Dietikon

70

Utilis

23

HSi

32

VAT Vakuumventile

16

IBZ

21

Vibraplast

Hexagon Metrology

IEF Werner

6

Volland

69, 71 71

igus

56

Walter (Schweiz)

Infotech

35

Walter Meier

Ingersoll

23

Weiler

23

wenglor sensoric

68

WFL Millturn

23

Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs NTB

10

ISCAR Hartmetall

23

Jakob Keller Verschlusstechnik

66

Jenoptik Laser

15

Kardex Systems

67

Keller

US 4

Kennametal

23

Kistler Instrumente

17

KUKA

4

ISSN 0040-0866, 62. Jahrgang 2013 www.technica-online.ch, www.marktspiegel.ch Total verkaufte Auflage: 1360 Exemplare Total Gratisauflage: 7342 Exemplare Ausgezeichnet mit dem Zertifikat «Schweizer Qualitätszeitschriften QFZ» des Verbandes Schweizer Presse

34, 69

OPEN MIND

Palexpo

Control Techniques/Emerson

die fachzeitschrift für die maschinen-, elektround metallindustrie

55, 57

norelem Normelemente

15

Carl Zeiss

79

23 6, 23, 25, 55

YASKAWA

28

Zeiss

15

Zimmerli Messtechnik Zimmerli SA Titelseite: Kundert Beilage: Swissmem Kaderschule

14, 70 23

Kontakt Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Herausgeberin AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Tel. +41 (0)58 200 56 50, Fax +41 (0)58 200 56 51 Geschäftsführer Christoph Marty Leiterin Zeitschriften Ratna Irzan Redaktion «technica», Neumattstr. 1, Postfach, CH-5001 Aarau, Tel. +41 (0)58 200 56 42, Fax +41 (0)58 200 56 61 Eugen Albisser, Chefredaktor, Tel. +41 (0)58 200 56 41 Markus Frutig, Redaktor, Tel. +41 (0)58 200 56 29 Externe redaktionelle Mitarbeiter Christof Lampert, Martin Gysi, Nikolaus Fecht, Michael Benzing SVBF-Teil «Planung und Produktion» Offizielles Organ des Schweizerischen Verbands für Betriebsorganisation und Fertigungstechnik SVBF Schweiz, 8021 Zürich, www.svbf.ch. Copyright Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Text- und Bildunterlagen übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Produkte und Advertorials sind kostenpflichtig. Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet. Leiter Werbemarkt Jürg Rykart, Tel. +41 (0)58 200 56 04 Anzeigen Peter Spycher, Tel. +41 (0)58 200 56 33 Verena Müller, Tel. +41 (0)58 200 56 42 Susanna Franzoni, Tel. +41 (0)62 721 00 00 Anzeigentarif unter www.technica-online.ch Verkauf Marktspiegel Susanna Franzoni, Tel. +41 (0)62 721 00 00 Leiter Marketing/Online Valentin Kälin Aboverwaltung abo@technica-online.ch Tel. +41 (0)58 200 55 70 Preise Abonnementspreis: Fr. 95.– Ausland: Fr. 95.– plus Postgebühren Layout/Produktion Pia Zimmermann Druck Vogt-Schild Druck AG, 4552 Derendingen Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner CEO: Axel Wüstmann www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG


80

VORSCHAU/TECHNIKNACKNUSS

11.2013 technica

TECHNIKNACKNUSS Das Rätsel für technisch versierte Kreuzworträtselfreunde. Umlaute: 1 Buchstabe Das Lösungswort können Sie auf unserer Homepage www.technica-online.ch in der Rubrik «TechniKnacknuss» eingeben. Einsendeschluss: 24.12.2013. Dieses Mal verlosen wir unter den richtigen Einsendungen «Wandern und Geniessen im Winter» von Heinz Staffelbach mit den schönsten Schneeschuh- und WinterwanderWeekends in der Schweiz mit Berghotel-Komfort.

Die Lösung des Kreuzworträtsels der «technica« 09-2013 lautete ZERSPANER. Die Gewinner des Buches «Schweizer Bäuerinnen kochen» sind Myriam Ibach, Heinz Funk und Jeremy Bolliger.

VORSCHAU Ausgabe 12 18. Dezember 2013

Trenntechnik

Automatisierung

Marktspiegel

Die Produktionsleistungen moderner Sägemaschinen sind nur dann maximal genutzt, wenn die Materialversorgung der Sägemaschinen kontinuierlich gewährleistet ist – und aber auch kontinuierlich abgeführt wird.

Robotronic ist Schweizer Generalvertretung für Mitsubishi Roboter. Für die selbst entwickelten Roboterzellen für Zuführsysteme in der Pharmaverpackung setzt der Spezialist erfolgreich Hepco Motion-Lineartechnik ein.

Der Marktspiegel ist ein jährlich wiederkehrender Teil unserer Fachzeitschrift «technica» und sie zeigt eine umfassende Produkte- und Firmenübersicht der MEM-Branche, ein Nachschlagewerk also für besondere Fälle.


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TORNOS S.A. - Rue Industrielle 111 - CH - 2740 Moutier - TĂŠl. +41 (0)32 494 44 44 - Fax +41 (0)32 494 49 03 - contact@tornos.com - www.tornos.com


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Technica 11/2013