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CHF 12.–

5.2011

www.technica-online.ch www.marktspiegel.ch

fachzeitschrift für die maschinen-, elektro- und metallindustrie

RY TITELBILDSTO

Schweissen gsim Hochleistun bereich Seite 34

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Brennpunkt Die Lieferengpässe wegen der Japan-Krise halten sich in Grenzen. Dennoch sollten sich Unternehmen wappnen.

Grossteile rationell fertigen Nachschau Hannover Messe

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Blechbearbeitung Stanzen/Umformen oder Stanzen/Umformen/Plasmaschneiden ist mehr als nur eine Alternative zu Laseranlagen.

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Messtechnik Bessere Bildverarbeitungsprogramme, fallende Preise: berührungslose optische Messtechnik ist auf dem Vormarsch.


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EDITORIAL

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Segeln am Wind of Change Schleichende Veränderungen bemerkt man manchmal weniger gut als einschneidende Ereignisse. Märkte, die sich langsam verändern, menschliche Verhaltensweisen, die sich wandeln oder Mitarbeiter, die sich sachte auf das Pensionsalter zubewegen, sind Beispiele dafür. In solchen Situationen ist es hilfreich, wenn man die Segel neu setzt, solange der «Wind of change» noch eine sanfte Brise ist. Auch die technica und ihr Team spüren diese Winde der Veränderung. Das Leseverhalten hat sich gewandelt. Layout und Struktur des Heftes sind in die Jahre gekommen. Die Online-Plattform gewinnt an Bedeutung. Aber auch auf der personellen Seite bleibt nie ewig alles beim Alten – auch bei uns nicht. Martin Gysi, der die technica ein knappes Vierteljahrhundert lang entwickelt und geprägt hat, möchte langsam etwas kürzer treten und plant für nächstes Jahr einen Sabbatical. Mit Eugen Albisser ist es uns gelungen, rechtzeitig eine junge Kraft mit dem nötigen Rüstzeug und ausreichender journalistischer Erfahrung an Bord holen zu können. Wir haben deshalb diese Situation genutzt, um die Segel neu zu setzen. Eugen Albisser hat in den vergangenen Wochen den Relaunch der technica konsequent und zielstrebig vorangetrieben. Das Ergebnis sehen Sie nun vor sich: Eine Fachzeit-

Wenn die Winde der Veränderung wehen, bauen einige Menschen Mauern, andere Windmühlen. Chinesische Weisheit

schrift, die ihrem Zweck, der Vermittlung von Fachwissen und Informationen rund um die MEM-Industrie zwar treu bleibt, aber gleichzeitig eleganter und übersichtlicher geworden ist. Die Gliederung in die Hauptressorts Fachmessen, Fachartikel sowie Verbände und Organisationen, eingebettet in die ständigen Rubriken Nachrichten, Märkte und Unternehmen, Produkte, Veranstaltungen usw. werden das ständige und stabile Gerüst der redaktionellen Inhalte bilden. Eingeleitet wird der Fachteil jeweils mit dem Brennpunkt. Mit einem Rechercheartikel soll hier monatlich ein aktuelles Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet werden. Martin Gysi wird der technica selbstverständlich als Redaktor erhalten bleiben, bekommt dazu aber gleichzeitig einen neuen Verantwortungsbereich. Als «Vater» des Marktspiegels und treibende Kraft hinter dem Online-Auftritt der technica www.technica-online.ch wird er künftig die Verantwortung für die Online-Auftritte aller unserer Fachzeitschriften übernehmen. Sowohl beim Marktspiegel wie auch bei den Online-Auftritten der Fachzeitschriften bâtitech, Chemie plus, Elektrotechnik ET, HK-Gebäudetechnik, Megalink und SwissPlastics dürfen Sie sich in den nächsten Wochen und Monaten auf markante Weiterentwicklungen freuen. Ich bin überzeugt davon, dass Sie als Leser, Kunde und Nutzer unserer Online-Plattformen von diesen Veränderungen profitieren werden. Ich freue mich darauf, mit Ihnen und unserem Team gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft segeln zu dürfen. Ratna Irzan, Leiterin Zeitschriften


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INHALTSVERZEICHNIS

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Nachschau Hannover Messe

Es war die erfolgreichste Hannover Messe der letzten 10 Jahre. Dabei gab es an die 5000 Neuheiten, ein «Comeback» der Robotik und Aussteller aus der Schweiz, die eine sehr erfolgreiche Woche erlebten.

RUBRIKEN 3 Editorial 4 Nachrichten 6 Märkte und Unternehmen Investitionsmöglichkeiten in Polen Hausmesse bei Schneider mc SA 10 Brennpunkt Japans Auswirkung auf die Lieferkette 61 Produkte 72 Lieferantenverzeichnis 77 Technica Rapport Hermle-Power im EMO-Jahr 78 Die Firma Wandfluh investiert in China

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PKD-Sonderwerkzeuge

Das Thema Polykristalline Diamantwerkzeuge gewinnt in der industriellen Metallbearbeitung immer mehr an Bedeutung. Sie erfüllen höchste Ansprüche sowohl an Schnittgeschwindigkeiten als auch an reproduzierbaren Genauigkeiten.

FACHMESSEN Hannover Messe 10 «Heiterkeit und Heiserkeit» Gute Bilanz und neue Leitmesse im 2012 17 Schweizer Firmen in Hannover Sich dem Wettbewerb zeigen 18 «Comeback» der Robotik Robotik jährlich thematisieren Blechexpo/Schweisstec

22 In neuer Grösse Rekordbeteiligung zum Jubiläum Sensor + Test 24 Bedienerfreundlichkeit ist angesagt Im Messefokus: die effiziente Nutzung

79 Online 79 Agenda 80 In dieser Ausgabe 80 Impressum US 3 TechniKnacknuss US 3 Vorschau

EPHJ-EPMT 25 Eine starke Branche steigt ein Pavillon für die Medtech-Branche Fair for Automation & Electronics 26 Messe auf Erfolgskurs Über 140 Firmen angemeldet

FACHBERICHTE

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Linearantriebssysteme

Die Firma Nozag hatte klare Vorstellungen, als sie sich hinter die Entwicklung ihrer neuen Linearantriebssysteme machte. Mit den zwei Baureihen sind technisch und wirtschaftlich interessanten Alternativen auf den Markt gekommen.

Fügen-Trennen-Formen 34 Tempo für den Schienenverkehr Die Vorteile des Hochleistungsschweissprozesses Rapid Weld 36 Was der Laser eben nicht kann Stanzen, Umformen und allenfalls Plasmaschneiden in Kombination 39 Photovoltaik braucht Leichtbau Konstruktionsfreiräume durch Leichtbauprofile

Automations- und Antriebstechnik 42 Sicher ist sicher Vollständige Sicherheitsnachweisführung für Anzeigesysteme 44 Flexibilität gesucht – Roboter gefunden Eine Anlage, aber verschieden Produkte zu palettieren; eine Arbeit für den Roboter 46 Zwei interessante Alternativen Die neuen Linearantriebe von Nozag 48 Leise Maschinen entlasten Betreiber Advertorial: Silence Plus 48 Auspacken, anschliessen, läuft! Advertorial: Smart Servo Package

Werkzeugmaschinen und Werkzeuge 27 PKD-Werkzeuge auf dem Vormarsch Standard-Ausdrehkopf muss Polykristallinen Diamantwerkzeugen weichen

Messtechnik 50 Der Blick ins Werkzeuginnere Messen von Druck und Temperatur in der Kavität

30 Grossteile rationell fertigen Mit einem «Reiden»-Fräszentrum zur Marktführerschaft

52 Optische Messtechnik unter der Lupe Berührungsloses Messen in der industriellen Umgebung

32 «Wir haben eine Win-win-Situation» Die Hoffmann Group nimmt ATI Stellram ins Portfolio. Ein Interview


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INHALTSVERZEICHNIS

Der FrutigenShanghaiExpress S. 78

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Hermles Hausmesse

Der Spezialist für CNC-5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentren hat seine Produktpalette durch MillTurn-Ausführungen und Automationsbausteine konsequent ausgebaut und sich die Lücken im Produktprogramm nach allen Seiten hin weiter schliessen.

VERBÄNDE UND ORGANISATIONEN

Hydraulik Das Berner Oberländer Unternehmen Wandfluh ist seit 1997 mit ihren hochwertigen Hydraulikkomponenten auf dem chinesischen Markt vertreten. Nun soll die Expansion im Reich der Mitte weiter verstärkt werden.

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fachzeitschrift für die maschinen-, elektro- und metallindustrie

SVBF – Planung und Produktion 53 Editorial 54 Unternehmensschmiede in 3 Modulen Weiterbildungsangebot des Instituts für Jungunternehmen IFJ 56 Standards sind nicht in Stein gemeisselt Die Rolle der Führung im strukturierten Verbesserungsprozess 58 Gratulation zum eisernen «Jubiläum» Jubiläumsgeneralversammlung 65 Jahre SVBF 59 Von IQ bis Solarenergie Artikelauszüge aus dem Onlineportal

OSEC – Export Forum 60 Enjoy Capitalism Spannendes Aussenwirtschaftsforum der Osec an der Messe Zürich

TITELBILDSTORY

Schweissen im Hochleistungsbereich Seite 34

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Brennpunkt Die Lieferengpässe wegen der Japan-Krise halten sich in Grenzen. Dennoch sollten sich Unternehmen wappnen.

Grossteile rationell fertigen Nachschau Hannover Messe

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Blechbearbeitung Stanzen/Umformen oder Stanzen/Umformen/Plasmaschneiden ist mehr als nur eine Alternative zu Laseranlagen.

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Messtechnik Bessere Bildverarbeitungsprogramme, fallende Preise: berührungslose optische Messtechnik ist auf dem Vormarsch.

ZUR TITELBILDSTORY

Hochleistungsschweissen Mit dem neuen Rapid Weld-Prozess von Cloos stellt das Unternehmen SMW die Weichen auf Zukunft: Der Schweissprozess glänzt mit kurzen Fertigungszeiten und spritzerarmen Nahtergebnissen selbst bei grossvolumigen Nähten. Im Bild: : Ein scharf fokussierter Lichtbogen, der eine sichere Wurzelausbildung gewährleistet. Seite 34

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NACHRICHTEN

3A Composites erhält Patent Das Europäische Patentamt hat ein Patent von 3A Composites betreffend deren innovativer Schweisstechnik von Kernmaterialien aus Polyethylenterephthalat (PET) Schaum bestätigt. Diese Schweisstechnik verstärkt die strukturellen Kernmaterialien aus PET-Schaum und verbessert deren Einsatz als Werkstoff für Applikationen im Bereich der Windenergie, Transportmittel und anderen industriellen Märkten. Gleichzeitig hat 3A Composites der Firma DIAB eine entgeltliche, weltweite, nicht exklusive Lizenz für die Nutzung der Patentfamilien eingeräumt, welche für die Herstellung und den Vertrieb von Produkten aus PET-Schaum relevant sind. Die in Cham ansässige 3A Composites, ehemals «Alusuisse Composites» und «Alcan Composites», gehört zur Schweiter Technologies Gruppe in Horgen. www.3acomposites.com

Wolfensberger wächst wieder Nach harten wirtschaftlichen Zeiten mit Kurzarbeit stabilisierte sich 2010 die Situation bei der Edelstahlgiesserei Wolfensberger AG in Bauma. Die Auslastung verbesserte sich im zweiten Jahr nach der Finanzkrise schrittweise. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 fiel mit einem Umsatz von CHF 51,3 Mio. und einem positiven Betriebsergebnis insgesamt gut aus. Auch in den ersten Monaten von 2011 nahm die Auslastung stetig zu. Man sei sogar sehr gut ausgelastet, teilt das Unter-

nehmen mit, und bereits würden sich gewisse Kapazitätsengpässe abzeichnen. Insgesamt will die Wolfensberger AG in den nächsten Monaten rund 30 neue Stellen schaffen, womit der Personalbestand bis Mitte 2011 auf rund 260 Mitarbeiter anwächst. www.wolfensberger.ch

Masterplan für Industriepark Auf dem Ruag-Areal am Flugplatz Buochs ist im Laufe der nächsten Jahre ein themenorientierter Industriepark für die Luftfahrtindustrie und deren Zulieferer geplant. Die dafür gegründete Nidwalden AirPark AG (NAPAG) hat zusammen mit Vertretern des Kantons Nidwalden die Masterplanung vorgestellt. Das rund 90 000 m² grosse Areal besässe Entwicklungspotenzial, ist man überzeugt. Mit optimalen Produktionsbedingungen für die mietenden Unternehmen soll die Ansiedlung von attraktiven Arbeitsplätzen ermöglicht werden. «Wir haben die Vision, gemeinsam mit unseren Partnern den AirPark zu einem interessanten Standort für die Luftfahrtindustrie und deren Zulieferer zu entwickeln», sagt Hans Rudolf Hauri, Verwaltungsratspräsident der Nidwalden AirPark AG und CEO der RUAG Real Estate AG. Das Investitionsvolumen bewegt sich im Rahmen von 70–100 Mio. Franken. www.ruag.com

Gotthardauftrag für ABB Von der Alptransit Gotthard AG hat ABB einen Auftrag über 19 Millionen Franken für die Betriebslüftung im Gotthard-Basistunnel erhalten. Dabei handelt es sich um eines der wichtigsten Teillose im weltweit grössten Tunnelprojekt, bei dem bis 2017 die bahntechnischen Anlagen eingebaut werden. ABB bildet zusammen mit der TLT Turbo GmbH aus Deutschland ein offenes Konsortium, dem der Auftrag über ein Gesamtvolumen von rund 39 Millionen Franken zugesprochen wurde. Das Konsortium ist für die Entwicklung, die Herstellung sowie den Einbau der grössten je gebauten Tunnelbetriebsbelüftung verantwortlich. www.abb.ch

Sensorik

Fachkräftemangel spitzt sich zu Die Auftragsbücher sind voll, die Schweizer Wirtschaft blickt optimistisch in die Zukunft, neue Arbeitsplätze werden geschaffen – doch der aktuelle Mangel an geeigneten Kandidaten gibt Anlass zur Besorgnis. Gemäss Arbeitgeberstudie «Recruiting Trends 2011 Schweiz», die Monster Schweiz im fünften Jahr in Folge publiziert, halten Schweizer Unternehmen 42,4 Prozent aller freien Stellen für nicht oder nur schwierig zu besetzen. Die Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass im Jahr 2015 bereits 46,3 Prozent der offenen Stellen nicht oder nur mit Schwierigkeiten zu besetzen sein werden. Je schwieriger es wird, in der Schweiz das geeignete qualifizierte Personal zu finden, desto mehr Anstrengungen werden unternommen, um ausländische Kandidaten für sich zu gewinnen. Für 37,7 Prozent der Unternehmen hatte die internationale Rekrutierung in 2010 eine hohe Bedeutung. Von den benachbarten Arbeitsmärkten ist Deutschland nach wie vor der mit Abstand beliebteste. 41 Prozent der Studienteilnehmer geben an, dort häufig zu rekrutieren. Die vollständige Studie gibts unter recruitingtrends@monster.ch. www.monster.ch

Swiss Plastics gut unterwegs Die Swiss Plastics, die Schweizer Kunststoffmesse in Luzern, findet zwar erst wieder nächstes Jahr statt, doch bereits jetzt kann sich die Messe Luzern freuen: Die dritte Auflage wird nach dem jetzigen Anmeldestand rund 20 Prozent mehr Ausstellungsfläche ausweisen. Insbesondere die Zahl der Kunststoff verarbeitenden Betriebe nimmt stark zu. Damit baut die Messe ihre Position als führende Schweizer Plattform für die Kunststoffindustrie weiter aus. Das Ausstellungsprogramm wird neben einem Forumsprogramm mit 30 Fachvorträgen auch drei Themenpärke umfassen: Medizintechnik, Kunststoffschweissen und Cleantech. www.swissplastics.ch

Messtechnik

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NACHRICHTEN

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NI unterstützt ehrgeiziges Projekt National Instruments (NI) unterstützt – zusammen mit Maxon Motor – als Hauptsponsor das Gemeinschaftsprojekt Pegasus der beiden Hochschulen ETH Zürich und TU Delft. In diesem Projekt entwerfen und entwickeln zehn Maschinenbaustudenten (sechs Studenten der ETH Zürich, vier Studenten der TU Delft) gemeinsam in den letzten beiden Semestern ihres Bachelorstudiums einen autonomen, vierbeinigen Roboter. Die Vorgabe ist, dass dieser Roboter eine Entfernung von 10 km in weniger als 10 000 Se-

kunden mit einer einzigen Akkuladung zurücklegen kann – ein hochgestecktes Ziel, das bisher noch niemand erreicht hat. Dafür muss der Roboter äusserst energieeffizient gebaut und beispielsweise in der Lage sein, mit Federn in den Beinen Energie zwischenzuspeichern. www.pegasus.ethz.ch

Siemens spendet für Japan Bei einer internationalen Spendenaktion der Siemens kamen vier Millionen Euro an Geldspenden zur Unterstützung der Opfer der Katastrophe in Japan zusammen. Mitarbeiter aus 45 Ländern haben rund zwei Millionen Euro gesammelt; das Unternehmen selbst hat diese Summe verdoppelt und zudem Sachspenden im Wert von zwei Millionen Euro für Sofortmassnahmen zur Verfügung gestellt. Auf eigens bei internationalen Hilfsorganisationen eingerichteten Spendenkonten waren von der SiemensBelegschaft bereits nach zehn Tagen mehr als eine Million Euro eingegangen. www.siemens.ch

Unzufriedene Kunden Gemäss Bericht des Eidgenössischen Starkstrominspektorates ESTI zur Marktüberwachung 2010 weisen rund 14 % aller kontrollierten elektrotechnischen Erzeugnisse Mängel auf. Diese reichen von unvollständigen Nachweisen zur Sicherheit bis hin zu sicherheitstechnischen Mängeln. Die Marktkontrolle erfolgt bei Grossverteilern und an Messen. Kontrolliert wurden auch die Werbung für elektrotechnische Erzeugnisse sowie Angebote auf Verkaufsportalen und Webseiten im Internet. 16 % der Kontrollen wurden aufgrund von Meldungen unzufriedener Konsumenten und von Mitbewerbern durchgeführt. www.esti.ch

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MÄRKTE UND UNTERNEHMEN

Noch bezieht Polen den Energiebedarf zu 60 Prozent aus Kohlekraftwerken wie jenes in Belchatow. Die Zukunft soll anders aussehen – eine Chance für die Schweizer Cleantech-Branche. (Bild: Ian Nutt)

CLEANTECH – Energie-Cluster.ch organisiert Event zum Thema Polen-Schweiz

Investitionsmöglichkeiten in Polen In Polen zeichnen sich starke Veränderungen hin zu mehr erneuerbaren Energien und Energieeffizienz ab. Mit dem Cleantech-Event bietet Energie-cluster.ch ein Forum, um die Wettbewerbsvorteile gemeinsam auszubauen und zu realisieren. Mit Informationen aus erster Hand sollen sich Schweizer Unternehmen einen optimalen Marktzugang nach Polen sichern.

P

olen ist von Energielieferungen aus dem Ausland abhängig. Das Land hat sich aber verpflichtet, bis zum Jahr 2020 einen Anteil von 20 Prozent erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch zu realisieren. Dies sind Grundlagen für ein Wachstumspotenzial, das sowohl der eigenen Wirtschaft und der Schaffung neuer ArDer Event in Kürze beitsplätze dienen Polen – Schweiz: Investitionskann, als auch den Immöglichkeiten in Polen für port von modernsten Schweizer Firmen. Technologien fördert. 20. Juni 2011, ETH Zürich, In Zusammenarbeit mit Rämistrasse 101, HG G 60 der Botschaft Polens in der Schweiz organisiert Programm/Anmeldung unter www.energie-cluster.ch Energie-cluster.ch einen Cleantech-Event, bei welchem es um Investitionsmöglichkeiten für Schweizer Firmen geht. Die Tagung findet am 20. Juni 2011 an der ETH Zürich statt.

menbedingungen, aber auch markante Fördermittel der Schweiz und vor allem der EU bieten interessante Möglichkeiten zur Partnerschaft. Investitionen in angemessene Technologien sind notwendig. Im Mittelpunkt stehen die Evaluation von zielführenden Methoden und Aktionen für die Sektoren elektrische Energie, Erzeugung von Wärme und Kälte sowie Biomasseverwertung. Produzenten von Energie aus erneuerbaren Quellen müssen aber gezielt unterstützt werden. Polen strebt vor allem in den Bereichen Biomasse (feste Biomasse und Biogas) sowie Windkraft an Land und vor der Ostseeküste einen massiven Ausbau der Kapazitäten an. Damit will die Regierung die Emissionen von Treibhausgasen um 20 Prozent gegenüber 1990 und bis zum Jahr 2020 den Energieverbrauch um 20 Prozent gegenüber 2005 senken. Zudem soll bis 2020 ein Anteil von mindestens 10 Prozent Biokraftstoff am Gesamtmarkt der Transportkraftstoffe erreicht werden.

Hohe Ziele bei Modernisierung. Für Dr. Walter Steinmann, Direktor des Bundesamts für Energie (BFE), steht fest: «Schweizer Cleantech-Firmen machen sich immer mehr auch mit den internationalen Märkten vertraut. Denn nicht wenige Schweizer Technologien stossen auch in neu anvisierten Exportmärkten auf grosses Interesse. Deshalb ist es wichtig, dass Plattformen geschaffen werden, auf denen sich Anbieter und Nachfrager treffen können.» Für Polen stellt der Cleantech-Bereich mit Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und Umwelttechnologien einen zentralen Bereich der Modernisierung dar. Die nationalen und internationalen Rah-

Bringt Fachleute zusammen. Mit diesen Zielen und Chancen für partnerschaftliche Investitionen befasst sich der Cleantech-Event vom 20. Juni 2011 in Zürich. Agnieszka Kozlowska-Korbicz, Koordinatorin des Projekts Greenevo, wird das polnische Entwicklungs- und Exportpotenzial im Bereich der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz aufzeigen. Dr. Roman Trzaskalik, Präsident der Vereinigung Cleantech Clusters in Polen, und Aleksandra Gajewska-Podryga präsentieren die Cleantech-Kooperationsmöglichkeiten mit der Region Oberschlesien. Im Hinblick auf die aktuellen Versorgungszahlen

von 60 Prozent Kohle, 20 Prozent Erdöl, 13 Prozent Erdgas und 5,5 Prozent erneuerbarer und sonstiger Energien werden die Referierenden aufzeigen können, wie die geplante Substitution und der daraus folgende Aufbau von erneuerbaren Energien bewerkstelligt werden kann. Diese sollen in ganz Polen zum Einsatz kommen. Die Standortwahl einer Investition hängt vor allem mit den lokalen Energieressourcen zusammen. Wer eine Investition plant, sollte selbstverständlich – wie in der Schweiz – auch auf die örtlichen Umwelt- und Gesellschaftsbedingungen achten. Schweizer Gemeinschaftsstand. Neben den Referaten bietet der Cleantech-Event auch Informationen zum Schweizer Gemeinschaftsstand an der führenden Umwelt- und Energiemesse Polens POLEKO, die vom 22.–25. November 2011 in Poznan stattfinden wird. Erfahrungen mit dem polnischen Markt und mit dem Gemeinschaftsstand als erstklassige Kontaktplattform wird Heinz Flückiger, Ehrenpräsident von Energie-cluster.ch und Projektleiter des Gemeinschaftsstands, vermitteln. Bereits im Vorfeld der im November 2011 stattfindenden Messe können Kontakte arrangiert werden. (ea) ●

ENERGY-CLUSTER.CH 3011 Bern 031 381 24 80 andrea.herrmann@energie-cluster.ch www.energie-cluster.ch


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NACHRICHTEN

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Die Energieeffizienz um 25% erhöhen?

Mit einer Komplettlösung für Energie- und Automationstechnik von ABB konnte das grösste Aluminiumwerk in Europa die Energieeffizienz um 25% erhöhen und gleichzeitig die Produktivität steigern. Unsere Forscher und Entwickler arbeiten ständig daran, die Leistung von Unternehmen zu verbessern, Energie einzusparen – und die Umweltbelastung zu verringern. www.abb.ch/betterworld

Sicher.


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MÄRKTE UND UNTERNEHMEN

WERKZEUGMASCHINEN – Hausmesse bei Schneider mc SA in Chavornay

Volles Haus zum Jubiläum Vom Service-Unternehmen für Werkzeugmaschinen zum Generalvertreter für japanische Brother-Bearbeitungszentren mit Entwicklungskompetenz und Know-how zur Produktionsautomatisierung – auf diesen Nenner lässt sich die Entwicklung der Firma Schneider mc bringen. Nun standen der 20. Geburtstag und eine Hausmesse an. EDGAR GRUNDLER

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m Jahr 1991 begann das gemeinschaftliche Unternehmen von Peter Schneider und Hugo Tschümperlin. Mit dem Service und Verkauf von Werkzeugmaschinen wurde eine Position geschaffen, um im Jahr 1992 die Generalvertretung der japanischen Brother-Bearbeitungszentren übernehmen zu können. Weitere komplementäre Werkzeugmaschinen-Produkte aus Japan rundeten das Liefer- und Leistungs-Portfolio der in der ganzen Schweiz erfolgreichen Firma ab. Nach dem frühen Tod von Peter Schneider im Jahr 1995 führte sein Partner Hugo Tschümperlin das Unternehmen zunächst eine Zeit lang fort, um es aus Gründen einer zukunftsorientierten Nachfolgerregelung im Jahr 2008 an die Newemag Werkzeugmaschinen in Rotkreuz zu verkaufen – doch nach wie vor ist Hugo Tschümperlin als Direktor der Schneider mc SA tätig. Hohe Verfügbarkeit. In der ganzen Schweiz sind heute weit über 400 Brother-Bearbeitungszentren in Betrieb und sorgen, dank einer mit rund 98% hohen Verfügbarkeit, in den Betrieben aller Grössenordnungen tagein und tagaus für eine hohe Fertigungs-Produktivität. Nicht zuletzt auf Anregungen solcher Vertriebspartner wie Schneider mc SA erweiterte der Werkzeugmaschinen-Hersteller Brother seine Produktpalette an Bearbeitungszentren um grössere Maschinen, mit denen durchaus «auch richtig Späne gemacht werden können». So waren an der vergangenen Jubiläums-Hausausstellung in Chavornay sowohl die bekannten, jedoch weiterentwickelten Standardmaschinen vom Typ

Schneller Werkzeugwechsler: Von Span zu Span beträgt die Wechselzeit 1,4 Sek. (Bild: Schneider)

Brother TC-S2D-0 und Brother TC-R2B als auch das deutlich grössere Brother-Bearbeitungszentrum TC-32 BN QT ausgestellt. Während sich das TCS2D-0 durch nochmals verkürzte Werkzeug-Wechselzeiten und die Option BIG-PLUS-Spindelaufnahme auszeichnete, konnte das TC-R2B mit noch höherer Stabilität, der Option «High Torque»-Spindel und als Drehpaletten-Maschine schliesslich mit einem schnellen Drehtisch (2,9 Sekunden Wechselzeit) aufwarten. Das Bearbeitungszentrum TC-32 BN QT dagegen spielt sozusagen in einer anderen Liga und kann nicht nur wie erwähnt, kräftig zerspanen, sondern weist zur Komplettbearbeitung komplexerer Werkstücke auch ein Werkzeugmagazin mit 40 Plätzen sowie ein IKZ-System (Innere Kühlmittel-Zuführung) mit 70 bar Kühlmitteldruck-Leistung auf. Pragmatische Automatisierung. Da man bei Schneider mc SA die Kunden sehr intensiv betreut, kennt man auch deren Wünsche nach mehr Produktivität

durch praxisgerechte Automatisierung peripherer Funktionen um die Bearbeitungszentren herum. Aus diesem Grund wurde von Hugo Tschümperlin und seiner Mannschaft ein modulares Werkstückmagazin- und Handlingssystem entwickelt, mit dem man kleinere Werkstücke innerhalb der Maschine bevorraten und sukzessive zur Bearbeitung bzw. danach wieder ins Magazin zurückfördern kann. Die Werkstücke können im Querschnitt oder Durchmesser min. 10 mm und max. 60 mm haben und in der Länge min. 10 mm bzw. max. 60 mm aufweisen. Teilegewichte sind zwischen min. 10 g und max. 2 kg möglich, wobei die Be-/EntladeTaktzeit immer zwischen 8 und 10 Sekunden liegt. Der Teilespeicher baut mit 330 x 330 x 150 mm (L x B x H) sehr kompakt und nimmt eine Wechselpalette der Grösse 300 x 300 mm auf. Das Modulbox-Paket besteht aus dem Teilespeicher, dem Beund Entladehandling, dem Parallelgreifer, und der mechanisch-elektrischen Integration in die jeweilige Maschine. Optional bzw. passend zu den jeweiligen Werkstücken kommen dann Grundpaletten und Greifbacken sowie für weitere Ausbaustufen ein zweites Be- und Entladehandling sowie ein Dreipunktgreifer plus Greifbacken hinzu. Je nach Bearbeitungszeit pro Teil erlaubt die Modulbox autarkes Fertigen zwischen einer und vier Stunden und in dieser Zeit kann der Maschinenbediener anderen Arbeiten nachgehen. ● NEWEMAG 6343 Rotkreuz 041 798 31 00 info@newemag.ch www.newemag.ch

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MÄRKTE UND UNTERNEHMEN

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BRENNPUNKT

Japan und die Auswirkungen auf die Lieferkette

Angespannte Ruhe Nach der Katastrophe in Japan befürchtete die Industrie, dass es zu massiven Lieferengpässen bei Bauteilen und Komponenten kommen könnte. Oder gar zu einem Kollaps. Die Auswirkungen halten sich bisher aber in Grenzen. Dennoch müssen sich Unternehmen auf Notfallszenarien einrichten. EUGEN ALBISSER

weniger gefährdet ist als andere». Auch beim Pneumatikspezialisten SMC sind Lieferprobleme zurzeit kein Thema. «Zwei unserer Fabriken lagen zwar im Erdbebengebiet, doch die Produktion läuft wieder auf Hochtouren», teilt Manuel Hänni, Kommunikationsleiter bei SMC Pneumatik, mit. Ähnliche Antworten kommen auch von anderen Unternehmen, die japanische Produkte hierzulande vertreten.

J

apan hat zwar über die vergangenen Jahre einiges an Prestige und Einfluss abgeben müssen, in vielen Hightech-Sektoren ist das Land aber noch immer Weltmarktführer; als Produzent von Halbleitern zum Beispiel mit einem Weltmarktanteil von 20,8 %. Eine Störung dieser Produktionskraft, so nahm man unmittelbar nach der Dreifachkatastrophe in Japan an, hätte unweigerlich Auswirkungen auf die globale Lieferkette. Ob diese aber gewaltige Ausmasse annehmen oder kaum bemerkbar sein würden, darüber stritten sich die Experten. Eines war klar: Die Zulieferbetriebe würden Mühe haben beim Bezug der Rohmaterialien, und dies wiederum würde zu Störungen bei der Versorgung mit Halbleiterelementen aus Japan führen. Erfahrung damit, was eine solche Störung bedeuten könnte, hatte man bisher nicht gehabt. Man wusste aber, dass bereits der rasche Aufschwung nach der Weltwirtschaftskrise die Lieferkette bei vielen Komponenten und Bauteilen an die Belastungsgrenze brachte. Bis zur Leistungsgrenze ausgereizt. Die indirekten Folgen der Japankrise auf die globale Lieferkette zeigen sich nach und nach, aber kaum mit der erwarteten Heftigkeit. Denn zuerst konnten Firmen Lieferverzögerungen oder -ausfälle mehr oder weniger mit Lagerbeständen ausgleichen. Dass diese bald aufgebraucht sein würden, deutet sich an. Der deutsche IT-Branchenverband Bitcom hat bereits drei Wochen nach der Katastrophe auf mögliche Probleme hingewiesen. Bei einer Umfrage klagten 17 Prozent der Unternehmen über Lieferengpässe bei Geräten, Komponenten oder Bauteilen. Für die Automobilbranche – welche das Justin-time-Modell bis zur Leistungsgrenze ausgereizt hat – kam der Engpass nicht überraschend, zeigt aber am Beispiel von Opel, wie fragil die Produktionsstätten in Zeiten der exakt abgestimmten Prozesse sein kann. Ein fehlendes Elektronikbauteil für die Motorsteuerung brachte im spanischen Saragossa die gesamte Corsa-Produktion zum Erliegen. Die «Selbstheilungskräfte» des Marktes. Aus allen Zahlen und Fakten, die über fehlende Fertigungskapazitäten in Japan zusammengetragen werden konnten, liess sich bisher nicht schlüssig schliessen, ob der Markt über genügend Ersatz-Produzenten verfügt, oder anders: über wundersame «Selbstheilungskräfte», wie Carsten Knop in der FAZ schreibt, der überzeugt ist, «dass gerade die glo-

Lieferengpässe sind nicht die einzigen Schwierigkeiten, die es zu überwinden gilt. Auch minderwertige Ware könnte auf den Markt kommen. (Bild: Swissmem)

balisierte Wirtschaft in der Lage sein wird, manches Problem durch gewisse Selbstheilungskräfte zu lösen, die im freien Welthandel und in der engen Vernetzung der Volkswirtschaften zu finden sind.» Und genau das zeigt sich jetzt: Von China bis Mexiko sind neue Produktionsstätten in die Bresche gesprungen. Dass man aber den Ausfall zum Beispiel einer hoch spezialisierten Shin-EtsuProduktion – betroffen mit der weltweit grössten Fabrik zur Herstellung von 300-mm-Wafern, die erst Ende Juni wieder normal produzieren kann – innert Kürze ersetzen kann, ist höchst fraglich. Alles im Soll. Die Frage stellt sich daher: Herrscht derzeit die Ruhe vor dem Sturm? Denn es bleibt sonderbar still in der Schweiz um die Engpässe. Die MEM-Branche weiss um die Probleme, schliesslich gehören sie seit dem Aufschwung zum «notwendigen Übel», man zeigt sich wegen den zusätzlichen Störungen denn auch nicht optimistisch, aber akut scheint die Lage nicht zu sein. Beim Verband Swissmem habe man nur vereinzelt von Lieferproblemen gehört, teilt man dort auf Anfrage mit. Selbst jene Unternehmen, die als erste genannt wurden als Kandidaten, die mit Lieferproblemen zu rechnen hätten, weil ihre Stammhäuser in Japan liegen, zeigen sich in guter Verfassung. Der Roboterhersteller Fanuc zum Beispiel. «Alle Lieferungen sind planmässig angekommen», sagt Christoph Strahm, Geschäftsführer Fanuc Robotics Schweiz. Auch Fanuc habe proaktiv kommuniziert, was los sei, «aber wir sind im eigentlichen Sinne noch immer ein konventioneller Betrieb, der eine hohe Fertigungstiefe hat und darum vielleicht auch

Vermeidbare Schwierigkeiten. Auch wenn die gewaltigen Lieferausfälle wegen den Unterbrüchen in Japan bisher ausgeblieben sind, heisst dies nicht, dass das Ärgste überstanden ist. Im Gegenteil. Viele angefragte Unternehmen versuchen zurzeit noch immer, ein klareres Bild über ihre Lieferkette zu erhalten. Dass diese Sorge nicht ganz unberechtigt ist, zeigt auch ein Blick auf das Verhalten von Grossunternehmen. Denn sie verfügen nicht nur über ein ausgeklügeltes Risikomanagement und kennen sich aus mit Zweit- und Drittlieferanten, sondern überblicken als Globalplayer die Branchen und Märkte aus mehreren und unterschiedlichen Perspektiven. Wie zum Beispiel ABB. Der Konzern ist gerade daran, weitere Massnahmen durchzuspielen. «Wir haben die Lagerbestände aufgestockt und bereiten uns auf verschiedene Szenarien gründlich vor, damit keine Lieferschwächen aufkommen», teilt Antonio Ligi, Group Media Relations Manager bei ABB, mit. «Mit diversifizierten Einkaufsstrategien konnten wir die bisherigen Risiken minimieren.» Dennoch seien in zwei Werken in der «Low Voltage Products Division» Lieferprobleme aufgetreten, die man nicht mitigieren könne. Aber die Besorgnis ist nicht gross: Es bestehe natürlich, wie bei allen anderen Semiconductor-Komponenten in allen Industrien, eine mögliche Reduzierung der Lieferkapazität in der Zukunft, jedoch sei sie aus heutiger Sicht vermeidbar. Unterlassenes Risikomanagement. Wenn nicht ganz vermeiden, so können Unternehmen durch die richtige Strategie die Engpässe zumindest abfedern. Aber gerade kleinere und mittelgrosse Unternehmen seien normalerweise kaum gewappnet, wenn Lieferprobleme auf sie zukämen, gibt eine Studie der Kerkhoff Consulting (siehe auch Interview) zu bedenken. Und die Gefahr liegt nahe, dass, falls der Dominoeffekt einsetzen und Japans Rückstand in der Produktion anhalten sollte, diese Unternehmen die schlechtesten Karten besitzen, da sie, wie es in der Studie heisst, nicht nur zu


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wenig auf Alternativ-Lieferanten setzen, sondern auch über kein Risikomanagement verfügen. Mindere Qualität als Gefahr. Doch selbst ein Unternehmen mit einem Risikomanagement kann in der angespannten Suche nach Alternativ-Lieferanten in eine Falle tappen. Denn die «Selbstheilungskräfte» des Marktes können wundersame Blüten treiben.

BRENNPUNKT

Denn bereits muss die nachgelagerte Industrie besorgt registrieren, dass grosse Geldmengen in die Spotmärkte gepumpt wurden, um die Lager aufzufüllen. So jedenfalls berichtet das Branchenmagazin Digitimes die Situation aus Taiwan. Die Folge davon ist, dass Produktionsstätten zum Zug kommen, mit denen man selten oder noch nie zusammengearbeitet hat. Tiefere Standards seien nach-

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gewiesen worden bei jenen Ersatzzulieferern, womit über Umwege mindere Qualität in den Weltmarkt eingeschleust werden könnte, vor allem bei Kondensatoren und chemischen Rohmaterialien. Das sind zusätzliche schlechte Nachrichten, zumal die Auswirkungen der Japankrise auf die Lieferkette wahrscheinlich noch immer nicht ihren Höhe● punkt erreicht hat.

Interview mit Gerd Kerkhoff, geschäftsführender Gesellschafter von Kerkhoff Consulting

«Firmen brauchen ein Krisenszenario in der Schublade» — technica: Herr Kerkhoff, ihre Firma ist eine der führenden Beratungsgesellschaften für Einkauf, Beschaffung und Supply Chain Management. Haben Sie seit der Japan-Krise vermehrt Firmen beraten müssen, die mit Lieferproblemen zu kämpfen haben? Gerd Kerkhoff: Ja, das haben wir, denn die Katastrophe hat gezeigt: Unternehmen waren unvorbereitet, weil sie nicht frühzeitig in strukturierte Szenario-Planung investiert haben. Derzeit erledigen wir entsprechend viele Feuerwehraufträge, um kurzfristig Alternativlieferanten zu finden. Und wir bauen langfristig angelegte Risikomanagement-Systeme auf. In Deutschland zum Beispiel verfügen nicht einmal ein Drittel der Unternehmen über ein solches System. — Was raten Sie allgemein den Firmen, wenn sie von ihren Zulieferern nicht mehr beliefert werden können? Firmen müssen sich nach Alternativlieferanten umschauen. Ich erlebe es immer wieder, dass vor allem Mittelständler immer noch häufig auf wenige Lieferanten setzen, mit denen sie die grössten Volumina für ihr Geschäft abwickeln. Das macht das Geschäft im Fall unerwarteter Ausfälle jedoch angreifbar. — Mit welchen Schwierigkeiten müssen Firmen rechnen, wenn sie erst dann nach Zweitlieferanten auf die Suche gehen, wenn Lieferengpässe drohen?

Wenn Unternehmen kurzfristig die Beziehungen zu Zweitlieferanten aufbauen müssen, dann wird es meistens teuer. Die Kosten sind aber noch höher, wenn man gar nicht mehr produzieren kann. Bei der Suche nach geeigneten Alternativlieferanten können wir als Einkaufs-Berater massgebend unterstützen: Wir identifizieren mögliche Lieferanten, besuchen sie und können direkt in Verhandlungen mit ihnen treten. Das verschafft den Unternehmen Zeit, sich auf ihre Produktion zu konzentrieren. — Was also ist der klassische Tipp, um Lieferengpässe umgehen zu können? Unternehmen müssen Bedrohungen analysieren: Naturkatastrophen, Währungskrisen, politische Instabilitäten oder die Abnahme der Verfügbarkeit von natürlichen Ressourcen sind nur einige Überlegungen, die es einzubeziehen gilt. Wer ein Krisenszenario in der Schublade hat, kann schneller reagieren – darin liegt die Chance. Kerkhoff Consulting – 1999 von Gerd Kerkhoff gegründet – ist weltweit in zehn Ländern vertreten. Das Unternehmen finanziert unter anderem das «Kerkhoff Competence Center of Supply Chain Management» (KCC) am Lehrstuhl für Logistikmanagement an der Universität St. Gallen. www.kerkhoff-consulting.ch

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MÄRKTE UND UNTERNEHMEN

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swissT.fair, die Schweizer Messe für Automation und Elektronik am 16. und 17. Juni 2011 in der Messe Zürich, Halle 5 und 6. Automation und Elektronik, Engineering und Zukunftstechnologien: Fragen Sie die kompetentesten Schweizer Anbieter, wie sie Ihnen zu noch mehr Erfolg verhelfen können. Conference Donnerstag, 16. Juni 2011 Cleantech – Chance für die Schweiz Nick Beglinger, Präsident swisscleantech Association

Conference Donnerstag, 16. Juni 2011 Cleantech Switzerland – Exportmöglichkeiten für Schweizer Cleantech KMU Rolf Häner, Geschäftsführer Cleantech Switzerland

Conference Freitag, 17. Juni 2011 Der Weg zum energieeffizientesten Hochleistungsfahrzeug der Welt Roger Riedener, CEO PERAVES AG


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FACHMESSEN

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FACHMESSEN

Hannover Messe: gute Bilanz und neue Leitmesse im 2012

«Heiterkeit und Heiserkeit» Es war die erfolgreichste Hannover Messe der letzten 10 Jahre. Doch nicht nur die Besucherzahl stieg erheblich und die Anzahl Besucher aus dem Ausland, sondern es wurde wieder über Geschäfte geredet. So sehr, dass nach Abschluss der Messe die Produktionsprognosen deutlich nach oben gehoben wurden. Von Eugen Albisser

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ngela Merkel sollte Recht haben. Die deutsche Bundeskanzlerin prophezeite an der Eröffnungsrede zur Hannover Messe, dass die diesjährige Austragung dem Wort «Industria» – für Betriebsamkeit und Fleiss – wohl gerecht werden würde. Mit rund 230 000 Besuchern, 6500 Ausstellern aus 65 Ländern und 5000 Innovationen erfüllte sich diese Voraussage und es konnte zum Abschluss die bilanzstärkste Messe seit zehn Jahren vorgewiesen werden. Zudem lag der Anteil der Auslandbesucher mit rund 60 000 Besuchern um einen Drittel höher als im vergleichbaren Jahr 2009.

«Heiterkeit und Heiserkeit» hätten geherrscht, sagte Dr. Wolfram von Fritsch, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG. Eine Umfrage bei den Veranstaltern bestätigte: Durchwegs fand man den Besucherandrang und die Stimmung sehr gut, und es wurde viel über konkrete Geschäfte geredet. «Die Industrie hat in Hannover eine Extraportion Kraft getankt und den Konjunktur-Turbo zugeschaltet», betonte von Fritsch. Das zeigte sich, als verschiedene Verbände ihre Konjunkturprognosen weiter anhoben nach Abschluss der Messe. Trends aufgenommen. Energie und Energieeffizienz waren nicht nur wegen des Leitmotivs «Smart Efficiency» die Themen, die an vielen Ständen aufgenommen und plakativ in den Vordergrund gerückt wurden. Es ist das grosse Thema, mit dem sich die F & E-Abteilung der Unternehmen in den nächsten Jahren besonders hervorheben können. Diesen Trend wird die Messeveranstalterin Deutsche Messe AG nun verstärkt angehen. Denn der Sprung von «Smart Efficiency» zu einer grünen Leitmesse war nicht mehr weit. Eine solche soll ab 2012 mit >>

Igus zeigte auf der Hannover Messe die permanent umlaufende Förderkette «PickChain», die alle Signale und Medien aufnehmen und weitergeben kann an die Ringleitung. (Bild: Igus)


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der IndustrialGreenTec kommen. «Schwerpunkte dort werden industrielle Angebote zu Kreislaufwirtschaft, Entsorgung, Luft- und Wasser-Reinheit für den Einsatz entlang der industriellen Wertschöpfungskette sein. Das Motto lautet: Aus der Industrie für die Industrie», erklärte von Fritsch. Ebenfalls mit Blick auf das kommende Jahr kündigte von Fritsch an, die in 2011 erstmals ausgerichtete Sonderschau «Metropolitan Solutions» auszuweiten. «Die Resonanz auf Metropolitan Solutions ist überwältigend. Die Urbanisierung entfaltet eine unglaubliche Dynamik. Die Industrie bietet schon jetzt zahlreiche konkrete Antworten auf die drängenden Fragen der Urbanisierung. Und die Hannover Messe ist der beste Platz für dieses Thema», ist von Fritsch überzeugt. Siemens – Reorganisation. Nicht nur auf den unterschiedlichen Leitmessen – von Metropolitan Solution bis Digital Factory – war Siemens im Gespräch. Ab Oktober 2011 will der Konzern sich neu organisieren. Vier Sektoren sollen dann die tragenden Säulen werden: Healthcare, Energy, Infrastructure & Cities und Industry. Mit der geplanten Neuorganisation der Siemens AG richtet sich der Sektor Industry künftig konsequent auf Industriekunden aus. Hierzu will der Sektor sein Branchen- und Servicegeschäft stärken und seine führende Rolle bei Industriesoftware ausbauen. «Software für industrielle Prozesse, fundierte Branchenexpertise und technologiebasierter Service: Die Hebel zur Steigerung der Produktivität unserer Kunden sind gleichzeitig wichtige Wachstumstreiber für unser eigenes Geschäft. Deswegen werden wir unsere industriellen Aktivitäten in diesen Bereichen mit aller Kraft weiterentwickeln, um unsere Marktanteile auszubauen», sagte Siegfried Russwurm, CEO des Sektors Industry, auf der Hannover Messe. Die geplante Neuausrichtung der Geschäftsaktivitäten sei dabei ein wichtiger Schritt, um die Potenziale im Servicegeschäft und in wachstumsstarken Branchen wie dem Automobilbau, dem Maschinenbau oder der chemischen Industrie noch besser wahrnehmen zu können. ABB – Motor-Antriebs-Pakete. ABB verkündete auf der Hannover Messe nicht nur die ehrgeizigen Ziele, mit der man beim Ausbau der Offshore-Windparks dabei sein möchte, sondern zeigte auch gleich, dass sie mit Komponenten und Lösungen - von Antrieben, Motoren, Generatoren, Niederspannungsprodukten, Schaltanlagen bis zu Transformatoren – hervorragend aufgestellt sind. Ein Highlight dürfte in diesem Bereich ein 320-kV-Kabel gewesen sein. Das ist ein neuer Spannungs- und Leistungsrekord für vernetzte Kunststoffkabel für die Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ). Neben vielen anderen Neuheiten brachte ABB auch zwei neue Pakete aus Niederspannungs-Synchronmotor mit neuer Motortechnologie und Frequenzumrichter zur Drehzahlregelung nach Hannover. Die Technik basiert auf der Synchronreluk-

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Kurzmeldungen Condition Monitoring» im Netzsegment Harting gehört zu den ersten Ausstellern der Hannover Messe. An ihrer «Hausmesse» zeigte die Firma einen intelligenten Energieverteiler (Smart Power Networks), der die Struktur des Verteilernetzes automatisch erkennen, die Verbrauchswerte messen und übertragen und so «Condition Monitoring» im Netzsegment ermöglichen – ohne zusätzlichen Installationsund Programmieraufwand. Ein Industrie-PC dient zur Visualisierung, zum Sammeln der Messwerte und als Kommunikationsschnittstelle zum Ethernet. Die Struktur des Netzwerks in einer Anlage wird durch intelligente Verteiler erkannt und dargestellt. Der Verlauf der Verbrauchswerte wird analysiert und für Einsparmassnahmen und Verlaufsanalysen gespeichert. www.harting.ch Unterbrechungsfreie Stromversorgung Das Jahr 2010 war das erfolgreichste für Phoenix Contact. In der Produktion ging es teilweise von der Kurzarbeit direkt in eine Sieben-Tage-Woche. Einen nennenswerten Anteil an dem überproportionalen Wachstum haben die Stromversorgungen. Und dort punktete Phoenix Contact zum Beispiel mit der intelligenten Stromversorgung Quint UPS-IQ. Sie ermittelt alle relevanten Zustände

von Batterien. Das intelligente Batterie-Management kennt den aktuellen Ladezustand der angeschlossenen Batterie und errechnet daraus die zur Verfügung stehende Restlaufzeit. Dementsprechend werden Versorgungslücken der angebundenen Teilnehmer sowie das frühzeitige Herunterfahren von IndustriePCs vermieden. www.phoenixcontact.ch Neue High-Power-Drives wesentlich kleiner Danfoss kam dieses Jahr mit einem neuen und grösseren Standkonzept nach Hannover und zeigte – auch mit dem Zusammenschluss mehrerer Produktbereiche von Danfoss Power Electronics –, dass sie weiter auf umweltgerechte Technologien setzen. Eine der Neuheiten waren die wesentlich kleineren Gehäuse für die VLT Frequenzumrichter im Leistungsbereich 90 bis 250 kW. Die Geräte reduzieren bei gleichen Leistungsdaten wie die Vorgängermodelle das Volumen um bis zu 66 Prozent, je nach Leistung und Geräteausführung. Zusätzlich erweitert Danfoss mit der Einführung der neuen Gehäuseserie auch die verfügbaren Optionen für die Netzeingangsseite. Sie umfassen für diese Geräte Sicherungen, einen Lasttrennschalter sowie in Zukunft einen Schütz. www.danfoss.ch

Das Motor-Antriebs-Paket von ABB wird mit Motor, Frequenzumrichter und Software geliefert. (Bild: ABB)

tanztechnologie und wird als Komplettpaket aus Motor, Frequenzumrichter und Software geliefert. Juha Silvennoinen, Leiter der globalen Geschäftseinheit Motors and Generators: «Der neue Rotor ist ein Meilenstein in der Motorentechnologie, der uns die Entwicklung eines deutlich effizienteren und kompakteren Motors im Vergleich zu einem Asynchronmotor ermöglicht hat.» Das erste Paket ist für maximale Effizienz ausgelegt. Es erfüllt den höchsten Energieeffizienzstandard IE4. Es wurde speziell für drehzahlveränderbare Antriebe entwickelt, um Energieverbrauch zu reduzieren und Prozessführung zu optimieren. Das zweite Paket ist für maximale Leistung ausgelegt. Der neue Motor ist zwei Baugrössen kleiner als ein

Asynchronmotor mit entsprechender Leistung. Seine Leistungsdichte liegt um bis zu 40 Prozent über der eines konventionellen Asynchronmotors. Eplan – Verdrahtungsroboter. Der Softwareanbieter Eplan kreierte an der Hannover Messe spontan einen Award für die Firma P&V Elektrotechniek. Diese belgische Firma entwickelte das Produkt Easy Panel, welche eine webbasierte Konfiguration von Schaltschränken ermöglicht auf Basis des «Eplan Engineering Centers» (EEC). Darauf folgt die weitestgehend automatisierte Fertigung. Und dafür wurde parallel dazu auch ein brandneuer Verdrahtungsroboter entwickelt, der in Hannover live präsentiert wurde. Im Juli gehen die Belgier mit ihrer


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● Hannover Messe

Der neu entwickelte Verdrahtungsroboter «Averex», der die Verdrahtung im Schrank inklusive Ablängen und Aderendbehandlung automatisch übernimmt. (Bild: Eplan)

Website www.easypanel.com online. Das OnlineTool erlaubt die Konfiguration von Schaltschränken bis 630 Ampere im Drag-and-drop-Verfahren. Der Kunde legt online seinen Schaltschrank fest und erhält als Ergebnis eine Konfiguration, die er per

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Tastendruck absendet. Das EEC übernimmt die Konfiguration und erstellt automatisiert die Kalkulation. Der Kunde erhält dann, wiederum weitestgehend automatisiert, ein Angebot, das bei einem OK als Auftrag in das ERP-System von P&V umgewandelt wird. Das EEC bereitet parallel die Daten für den Verdrahtungsroboter und die CNC-Bearbeitung des Schaltschranks auf. «Wir freuen uns sehr, den brandneuen Verdrahtungsroboter ‹Averex› als Weltpremiere in Hannover zu präsentieren», so Maximilian Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung von Lösungsanbieter Eplan. «Gerade dieses Best-Practice-Beispiel macht durchgängige Prozessoptimierung von der Idee bis zur Fertigung anfassbar und – wie das Motto der Hannover Messe zeigt – Technologievorsprung erlebbar.» Igus – Intelligente Förderkette. Frank Blase, Geschäftsführer von Igus, ist die Bescheidenheit in Person. Viel Glück hätte der Komponentenhersteller im vergangenen Jahr gehabt, sagte er, und so einen konsolidierten Umsatz von 310 Millionen Euro erwirtschaften können. Aber mit Glück allein lässt sich der Erfolg von Igus nicht erklären. Die Kölner eilen von einer Weiterentwicklung oder Neuentwicklung zur andern. Über 80 Neuheiten

waren es an der Hannover Messe. Dabei wird das Unternehmen immer mechatronischer, auch im Bereich der Lowcost-Automation. «Basis allen Fortschritts bilden unsere eigenen, tribologisch optimierten Kunststoffe, zunehmend kombiniert mit elektronischen Elementen», sagt Frank Blase. Dazu gehört auch die «Pick-Chain». Sie besteht aus einer permanent umlaufenden «intelligenten» Förderkette, die alle Signale und Medien aufnehmen kann. Diese gibt sie dann weiter an eine oder mehrere umlaufende Ringleitungen, an die alle Bearbeitungseinheiten und Werkzeuge auf der planen Montagefläche der Förderkette angeschlossen sind. Versorgt wird sie von einer «C-Kette», die ausreichend Platz zur Befüllung mit Leitungen und Schläuchen für Last, Daten und Medien bietet. Dazu hat die Förderkette definierte Kammern zur Führung sowohl der Ringleitungen als auch der Energie- und Datenversorgung. Geführt wird die «PickChain» von robusten Linearführungen mit polymeren Gleitelementen. ● www.hannover-messe.de www.siemens.ch www.abb.ch www.eplan.ch www.igus.ch

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Weshalb Schweizer Firmen an der Hannover Messe waren «Momentan sind die Auftragsbücher voll und wir sind ausgelastet; dennoch muss man sich Zeit nehmen für diese Woche in Hannover. Es ist für uns internationale Kunden- und Imagepflege, die wir hier betreiben können.» Frédéric Schiess, Geschäftsleiter, Fritz Schiess Feinschnitt-Stanzwerk, Lichtensteig.

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«Wir sind an der Hannover Messe, weil wir den europäischen Markt verstärkt ansprechen, ja, überhaupt uns weltweit besser positionieren wollen. Das ist uns definitiv auch gelungen. Die mittleren Messetage waren fantastisch. Es gab Besucher, die kamen direkt mit Zeichnungen an den Stand.» Fouad Cheaitany (links) und André Krebser (rechts), Projektmanager, Sulzer Innotec, Winterthur. «Wir haben für den Swiss Pavilion 4 Blöcke gemietet mit 432 m2 Nettofläche und sind von weitem sichtbar als Schweizer Stand. Alle Firmen hier bei uns sind mit grossen Erwartungen gekommen – und die haben sich erfüllt. Zwar ist der Schweizer Franken momentan stark, aber schlussendlich zeigt sich hier wieder einmal, dass das Label ‹Swissness› noch immer ein hervorragendes Verkaufsargument ist.» Reto Schoch, Projektleiter Swiss Pavilion, Schoch Marketing, Uitikon-Zürich.

«Die Stimmung ist hervorragend! Wir machen zwar 50 Prozent unseres Umsatzes in der Schweiz, aber Deutschland wird immer wichtiger. Und da wir seit mehr als 10 Jahre an der Hannover Messe präsent sind, kennt man uns bereits gut; wir können hier die nötigen Kontakte schaffen und weiter ausbauen.» Manuel Jud, Area Sales Manager, Federtechnik Kaltbrunn AG, Kaltbrunn. «Für uns ist die Hannover Messe einerseits als global agierendes Unternehmen auch ein wichtiger Treffpunkt, an dem wir unsere Mitarbeiter aus den verschiedenen Ländern treffen und hier unser Meeting abhalten können. Anderseits ist die Messe für uns jedes zweite Jahr ein Muss, denn wir wollen uns natürlich zeigen, dazugehören – und man trifft auch hier immer wieder alte Kollegen an.» Jürg Schneider, Leiter Marketing und Verkauf, Wandfluh, Frutigen. «Ich komme seit 18 Jahren nach Hannover und seit 12 Jahren immer mit Partnern als Gemeinschaftsstand. So gibt es einen guten Produktemix und reduziert die Kosten für jeden einzelnen. Was wir hier möchten, sind neue Kunden finden, bestehende Kunden begrüssen und uns dem Wettbewerb zeigen. Dafür ist die Hannover Messe wie geschaffen – und dieses Jahr besonders. Es ist ein sehr gutes Jahr.» Alois Keller, Manager, Keller A.B.M., Bettlach.

Ein Termin – vier Ereignisse – ein Standort Erleben Sie vier hochkarätige Fachmessen für Gießereitechnik, Metallurgie, Thermoprozesstechnik und Präzisionsgussprodukte an einem Standort und mit einer Eintrittskarte. Weltweit die Nr. 1 der Branchen, vielfache Synergien, Verbindungen und Vernetzungen bei nur einem Messebesuch. Herzlich willkommen in Düsseldorf! Hotel- und Reiseangebote finden Sie unter: www.duesseldorf-tourismus.de www.travelxperts.ch

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Industrial Automation soll Thema Robotik künftig jedes Jahr präsentieren

«Comeback» der Robotik Aufgeteilt in nunmehr 13 Fachmessen, von denen einige jährlich und andere im 2-Jahres-Rhythmus durchgeführt werden, sticht vor allem der neu geschaffene Fachbereich «Industrial Automation» hervor. Eigentlich ist er ja gar nicht so neu, denn früher führte dieses Segment den Namen «Factory Automation», der aber vielen einfach zu abstrakt war. EDGAR GRUNDLER

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nteressant dabei ist, dass mit dem Bereich Robotik, nach Jahren der mehr oder weniger freiwilligen Abstinenz einiger wichtiger Hersteller, das Thema «Industrial Handling» wieder mehr Bedeutung gewinnt und als zartes, aber beständig wachsendes Pflänzchen verstärkt an die Oberfläche tritt. Zwar nahm die Robotik bzw. das übergeordnete Industrial Handling innerhalb der sieben für die Fachmesse Industrial Automation belegten Messehallen aktuell nur einen eher kleinen Teil ein, jedoch zeigt die Tendenz, im Vergleich zu den Vorjahren, eindeutig nach oben. Wie wichtig die Robotik im weiten Feld der Industrial Automation, die sich über die Bereiche Industriekommunikation, Mess- und Regeltechnik, Ma-

Da der Ausstellungsbereich Industrial Automation schon in den letzten Jahren als Publikumsmagnet galt, und weil eine Umfrage der Hannover Messe zeigte, dass 70 % der Fachbesucher aus den mittelständischen Unternehmen an modernen Automations-Komplettlösungen interessiert sind, entschlossen sich die Messemacher wohl zur Umkehr und bauen das Segment Robotik wieder aus. Entsprechend fokussiert sich die «technica»-Redaktion in diesem Teil über die Hannover Messe ebenfalls auf diesen Themenbereich, wobei auch der Blick über den Tellerrand hinaus gegeben ist.

abgestuften Baulängen und einem Maximalkraftspektrum von 20 bis 1.700 N. Dieses ermöglicht eine Beschleunigung von bis zu 300 m/s² und eine Maximalgeschwindigkeit bis zu 1.300 m/min. Um die Kräfte weiter zu erhöhen, können mehrere Primärteile in Reihe oder parallel angeordnet werden. Die kompakte Konstruktion bietet unterschiedliche Befestigungsebenen an Primär- und Sekundärteil und gibt so grösstmöglichen Freiraum bei der Konstruktion. Optional sind die Linearmotoren mit einer Halleinheit zur Positionserfassung für die Erstkommutierung ausgestattet.

Rexroth – kleine Massen bewegen. Die neuen eisenlosen Linearmotoren von Rexroth positionieren kleine Massen äusserst präzise und mit maximalem Gleichlauf. Die Motoren der eisenlosen Baureihe

SEW – für grosse Verfahrwege. Hohe Verfügbarkeit, Wartungsfreiheit und Energieeffizienz werden in der Intralogistik von der eingesetzten Antriebstechnik erwartet. Als Alternative zu herkömmli-

Als Alternative zu herkömmlichen Antrieben von Stückgut-Verteileranlagen stellt SEW-Eurodrive den Synchronlinearmotor SLC vor. (Bild: SEW-Eurodrive)

Die neuen eisenlosen Linearmotoren von Rexroth.

schinen- und Anlagenbau und eben Robotik erstreckt, gesehen wird, verdeutlicht der Auszug aus einer Pressemeldung der Hannover Messe: «Produktionstechniken müssen heute extrem wandlungsfähig sein, damit sich Unternehmen im Wettbewerb durchsetzen können.»

(Bild: Bosch Rexroth)

MCL zeichnen sich nicht nur durch eine hohe Dynamik aus, sondern lassen sich auch einfach in eine Maschine integrieren. Zu den typischen Einsatzgebieten zählen die Montage- und Handhabungstechnik sowie die Halbleiter- und Solartechnik. Die Baureihe MCL umfasst vier Baugrössen mit

chen Antrieben von Stückgut-Verteileranlagen stellt SEW-Eurodrive den Synchronlinearmotor SLC vor. Er eignet sich für grosse Verfahrwege und hilft, den Energiebedarf zu senken – oftmals über 60 %. Die Baureihe SLC umfasst Sekundärteile in verschiedenen Längen, das Primärteil und eine Geberbox. Bei diesem Motor bilden Ferritmagnete das bewegliche Sekundärteil. Sie sind in grossen Mengen verfügbar, kostengünstig und unterliegen keinen Ausfuhrlimiten in den Förderländern. Zudem sind Ferritmagnete auch bei 100 % Luftfeuchtigkeit absolut rostfrei und müssen deshalb nicht vergossen werden. Die Magnete werden auf einer Trägerplatte angeordnet; so entsteht ein langer


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Innovative Zerspanungswerkzeuge für alle Bereiche: • Bohren • Drehen • Fräsen • Stechen

Mit Bluhms Markierungs-/Codierungssystem können unterschiedlichste Produkte reproduzierbar präzise, dauerhaft abriebfest und vor allem deutlich lesbar mit verschiedensten Kennzeichnungen versehen werden. (Bild: Bluhm Systeme)

und schmaler Läufer. Der Anlagenbauer integriert die Sekundärteile in seiner Konstruktion, zum Beispiel auf dem Unterboden der einzelnen Fahrwagen. Die Wicklung im feststehenden Primärteil des Linearmotors wird durch Frequenzumrichter der Baureihe Movidrive von SEW-Eurodrive gespeist. Für den korrekten Stromübergang von einer Wicklung zur nächsten wertet er die Kommutierungsinformation der Sensorbox NL16 aus. Sie funktioniert auch im Kupplungsbereich zwischen den Fahrwagen, in dem keine Magnete vorhanden sind. An einem Umrichter werden typischerweise zwei bis vier Primärteile parallel angeschlossen. Bluhm – dauerhaft markieren. Bei aller Euphorie über die Möglichkeiten des Industrial Handling sollte nicht vergessen werden, dass sich die Automatisierung erst dann sicher beherrschen lässt, wenn man die automatisch gefertigten, geprüften und für gut befundenen Produkte auch wiederfinden, sprich: identifizieren kann! Dafür hat Bluhm ein Markierungs-/Codierungssystem entwickelt, mit dem unterschiedlichste Produkte reproduzierbar präzise, dauerhaft abriebfest und vor allem deutlich lesbar mit verschiedensten Kennzeichnungen versehen werden können. Möglich macht dies der neue Faserlaser e-SolarMark FL, dessen Faserlaser mit höchster Strahlqualität und Energiedichte effizient arbeitet und flexibel für die Kennzeichnung von Produkten z. B. aus Kunststoffen, Stahl, Edelstahl oder auch folienverpackten Waren einzusetzen ist. Für die sogenannte Faser-Optik werden lange, dünne Stränge aus purem Glas verwendet, durch sie werden die Lichtsignale übertragen. Ihr Durch-

messer entspricht dem eines menschlichen Haares. Der Faser-Laser ist eine spezielle Form des Festkörperlasers. Der dotierte Kern einer Glasfaser bildet das aktive Medium. Das Laserlicht, welches durch die Faser geleitet wird, erfährt aufgrund der grossen Faserlänge eine sehr hohe Verstärkung. FaserLaser haben zwei Spiegel an ihren Endflächen. Sie bilden einen Resonator, damit wird ein kontrollierter Laserbetrieb ermöglicht. Wesentliche Vorteile der Faser-Lasersysteme sind die hohe Strahlqualität des erzeugten Lichts, die hohe Effizienz des Konversionsprozesses (abhängig von der Dotierung können optisch-optisch über 85 % erreicht werden), die gute Kühlung durch die grosse Oberfläche der Faser, der robuste Aufbau sowie die effektive Fertigungstechnologie durch Verwendung faserintegrierter Komponenten. Güdel – ungestört «darüber hinweg». Geht es um hochdynamisches Handhaben im Bereich von Werkzeugmaschinen, Spritzgiessautomaten, Bearbeitungszentren oder Packautomaten, stehen sich klassische Industrieroboter oftmals sozusagen selbst im Weg. Die Portalroboter hingegen setzen sich buchstäblich ungestört «darüber hinweg» und somit erlauben sie auch die ungehinderte Zugänglichkeit zu Maschinen und Anlagen. Die Cantilever-Portalbaureihe an Linearrobotern aus dem Hause Güdel ist konzipiert für Nutzlasten von 3 bis 400 kg und eignet sich für das Handling von Werkstücken, Baugruppen, Komplettgeräten, Paketen, Kästen oder Packungen. Kuka – neue Robotergeneration. Quantec lautet der Name für die neue Robotergeneration von Kuka, mit der von 90 kg bis 300 kg ein weiter

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nicht nur Ein-, sondern auch Zwei- und Mehrachsensysteme realisiert werden können. So ist die INA-Lineartechnik in der Lage, auf Basis ihres umfassenden lineartechnischen Baukastensystems an Komponenten und Modulen individuelle mehrachsige Handling- oder Portalrobotersysteme zu liefern. Die Systeme werden nach Kundenvorgabe oder auch nach Bedarfsanalyse komplett und anschlussfertig aufgebaut und geliefert.

Die INA-Lineartechnik ist in der Lage, auf Basis ihres Baukastensystems individuelle mehrachsige Handling- oder Portalrobotersysteme zu liefern. (Bild: Schaeffler)

Traglastbereich belegt wird. Hinzu kommen Reichweiten bis 3.100 mm, und weil die neuen Roboter deutlich leichter sind und auch weniger Volumen aufweisen, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten für die Roboterintegration. Der Kunde kann aus insgesamt 15 genau aufeinander abgestimmten Robotertypen wählen und sich so individuell ein optimales sowie kostengünstiges Handlingsystem zusammenstellen. Tox – genau zugreifen. Roboterzangen braucht es schon, um den Kollegen Roboter zum Arbeiten zu bringen. Tox hat deswegen ein breites Programm an Hand-, Maschinen- und eben Roboterzangen

entwickelt, wobei sich diese für die unterschiedlichsten Blechbearbeitungen wie Schweissen, Stanzen oder Fügen verwenden lassen. Entscheidend für die Genauigkeit und vor allem die Reproduzierbarkeit der Blechbearbeitungen sind die entsprechenden Antriebe, weshalb sich die Zangen je nach Bedarf wahlweise mit standardisierten Hydraulik-, Pneumohydraulik- oder Elektromechanik-Antriebseinheiten ausrüsten lassen.

Phoenix Mecano – leicht eingebaut. Manchmal genügt es, einen einfachen Linearzylinder zu nehmen, um eine bestimmte Funktion ohne grossen Aufwand automatisieren zu können. Mit den Linearzylindern LZ … von RK Phoenix Mecano ist das ohne Weiteres möglich, selbst wenn sich die Anschlusskonstruktion am Ende doch als gewisse Herausforderung darstellt. Denn erstens gibt es die Linearzylinder in verschiedenen Druck-/Zuglast-Leistungsgrössen (LZ 80 PL/FL und neu der kleinere LZ 70 PL/FL), zweitens sind je nach Anforderung verschiedene Antriebe (Kugel- oder Trapezgewindespindel) lieferbar, und drittens lassen sich die Antriebe auf drei verschiedene Arten adaptieren, wodurch der Ein- und An● bau erleichtert wird. www.hannover-messe.de www.boschrexroth.ch www.imhof-sew.ch www.bluhmsysteme.ch www.gudel.ch www.kuka-robotics.ch www.tox-ch.com www.schaeffler.ch www.phoenix-mecano.ch

INA-Lineartechnik – Baukasten. Kompatible Linearachsen sind die Voraussetzung, dass innerhalb ein und desselben Linearsysteme-Baukastens eben

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TECHNIK

TruLaser 5030 fiber: Ihr Vorsprung im Dünnblech. Wirtschaftlicher kann man Dünnblech nicht schneiden: Der fasergeführte TruDisk Festkörperlaser ist dank hoher Vorschübe extrem produktiv und sorgt für konkurrenzlos niedrige Teilekosten. Ausserdem sparen minimale Nebenzeiten sowie beste Energieeffizienz im Betrieb bares Geld. Dazu besticht die TruLaser 5030 fiber durch ihre grosse Materialvielfalt. Sie meistert sogar Kupfer und Messing in höchster TRUMPF Qualität.

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FACHMESSEN

● Blechexpo/Schweisstec

5.2011 technica

Rekordmesse für die Blech- und Schweissbranche In neuer Grösse präsentieren sich die 10. Blechexpo und die 3. Schweisstec, die vom 6. bis 9. Juni 2011 in der Landesmesse Stuttgart veranstaltet werden. Zum kleinen Jubiläum der Blechexpo «Internationale Fachmesse für Blechbearbeitung» zeichnet sich schon jetzt eine Rekordbeteiligung ab, und zwar bezüglich Ausstellungsfläche wie auch Anzahl an Ausstellern.

A

ktuell belegen 900 Aussteller des praktisch komplementären Fachmessen-Duos Blechexpo und Schweisstec die im Jahr 2011 verfügbaren Hallen 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 und nehmen damit insgesamt rund 70 000 m2 in Anspruch. Die Devise nach der Krise: Gas geben! Interessant ist, dass nach der überstandenen Krise viele neue Aussteller mitmachen, was auf den hohen Stellenwert der Blechexpo in Deutschland und Umgebung schliessen lässt. Zumal im Augenblick 25 % der Aussteller aus dem Ausland kommen und das Angebot an Blechbearbeitungsmaschinen sowie an Trenn-, Füge- und Verbindungstechnik aus 24 Ländern zweifellos mit dem Weltangebot gleichzusetzen ist. Allein die 3. Schweisstec belegt mit ihren aktuell rund 100 Ausstellern und 10 000 m2 Ausstellungsfläche fast die gesamte Halle 6, in der auch das gemeinsame Blechexpo- und Schweisstec-Forum angesiedelt ist. Das zeigt, dass sich die

Schweisstec in kurzer Frist bestens etablieren konnte, was angesichts der zunehmenden Prozessketten-Vernetzung eigentlich auch nicht verwunderlich ist. 7 Hallen, 900 Aussteller, 70000 m2 Bruttofläche. Zusammen bilden die mehr als 900 Aussteller (über 800 zur Blechexpo und ca. 100 zur Schweisstec) alle relevanten Technologien entlang der Prozesskette für die effiziente Blechbearbeitung ab, vom Handling des Rohmaterials bis zum Fügen von Blech- oder Profil- und Rohrteilen zu Baugruppen. Blechfertigung der Zukunft. Was braucht eine ideale Fabrik? Diese Frage beantwortet Trumpf für die Blechbearbeitung auf der diesjährigen Blechexpo in Stuttgart. Die Maschinen auf Stand 3210 in Halle 3 werden eine automatisierte Prozesskette vom Stanzen oder Laserschneiden über das Biegen und Schweissen bis hin zum Beschriften abbilden – und

dabei stets miteinander und mit dem Anwender kommunizieren. Das tun sie mithilfe von TruTops Fab, denn die Trumpf-Software zur Fertigungssteuerung verbindet die gesamte Produktion. Ein weiteres zentrales Thema des Messestandes ist die Materialeffizienz. Bestes Beispiel: die neue Stanzmaschine TruPunch 3000. Die Blechtafel wird hier bis zum Rand mit Gutteilen belegt und mit ge-

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Blechexpo/Schweisstec ●

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meinsamen Stanzhüben getrennt, statt wie bisher einen L-förmigen Rand übrigzulassen. Das erhöht die Teileausbeute im Schnitt um gut zehn Prozent. Die Maschine bearbeitet die Tafel Reihe für Reihe, stanzt also parallel Gut- und Abfallteile und schleust sie mithilfe einer Weiche sortiert aus. Für Betriebe mit Laserflachbettmaschinen wird der neue Auflageleisten-Reiniger TruTool TSC 100 gezeigt. Das von einer Person bedienbare Gerät ermöglicht es, neben Baustahl- und Aluminium- nun auch hartnäckige Edelstahlschlacke zu entfernen. Daneben erwarten die Messebesucher diverse neue Automatisierungslösungen für das Stanzen, Laserschneiden und Biegen. TRUMPF Maschinen AG www.ch.trumpf.com Halle 3, Stand 3210 Automatisierungskonzept für das Schweissen. Carl Cloos Schweisstechnik GmbH zeigt Produktinnovationen aus Schweissgerätetechnik und Robotik für den Einsatz in Industrie und Handwerk. Ein Beispiel ist das Automatisierungskonzept Qirox mit komplett neuer Cloos-Robotergeneration. Die neuen Schweissroboter präsentieren sich in der mittleren Leistungsklasse des Typs 350 in zwei Varianten: In der klassischen Bauweise Qirox Classic (QRC) sowie

in der mit Hohlwelle ausgestatteten Variante QRH mi im Roboterkorpus liegendem Schlauchpaket und integriertem Drahtantrieb. Die Robotertypen sind in Modulbauweise gefertigt und eignen sich für Traglasten bis 15 kg. Optional verfügen sie über eine in den Roboterfuss integrierte 7. Achse (Excenterachse), die eine Erweiterung des Arbeitsradius um 550 mm (1100 mm bezogen auf den

gesamten Arbeitsbereich) ermöglicht und für mehr Flexibilität in der Werkstückbearbeitung sorgt. Die neuen Prozesstechnologien Cold Weld für die rationelle Dünnblechschweissung und Rapid Weld für das wirtschaftliche MAG-Eindrahtschweissen

Highspeed-Sauggreifer. Die neuen HighspeedSauggreifer SAXM von Schmalz mit extrem hohem Hub und neuartiger Innenstruktur sorgen für gute Anpassung an unterschiedliche Werkstückkonturen und für eine deutlich gesteigerte Querkraftaufnahme selbst auf geölten Blechen. Dadurch sind schnellste Zyklen und maximale Ausbringungsmengen, z. B. beim Einsatz in Pressenlinien, möglich. Die neue Doppelblechkontrolle DBD verfügt über eine flexibel gelagerte Sensoraufnahme und sorgt für exaktes Aufsetzen des Sensors auf dem Werkstück. Dadurch werden bei der Vereinzelung von Blechen Fehlsignale und Stillstandzeiten minimiert. Innovativ zeigt sich Schmalz auch im Bereich der pneumatischen Vakuumerzeuger: Das Programm der IO-Link-fähigen Ejektoren wird ergänzt um die nächste Generation der extrem robusten und leistungsfähigen X-Pump SXPi/SXMPi. Schmalz GmbH www.schmalz.ch Halle 3, Stand 3200

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FACHMESSEN


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FACHMESSEN

● Sensor+Test

5.2011 technica

Rund 600 Aussteller an der Sensor+Test in Nürnberg

Bedienerfreundlichkeit ist angesagt Vom 7.–9. Juni 2011 findet auf dem Gelände der Messe Nürnberg die 18. Internationale Fachmesse für Sensorik, Mess- und Prüftechnik statt. Die Reichweite der Themen, Produkte und Technologien geht quer durch alle Branchen; der effizienten Nutzung aber gilt durchgehend das Augenmerk.

A

n zu messenden physikalischen Grössen fehlt es in der Industrie beileibe nicht. Die Welt der neusten Sensoren, die für diese Aufgaben bestimmt sind, werden in Nürnberg an der Sensor+Test zu sehen sein. Ein bestimmter Hype, der in den letzten Jahren in Foren und Kongressen zu vermelden war, dürfte sich dabei auch dieses Jahr weiterentwickeln, nur dass die Funksensorik so langsam ihre Kreise in die Anwendungen trägt. Unweit des Themas Funksensoren liegt eine weitere Zukunftstechnologie, das Energy Harvesting, also die Energiegewinnung vor Ort aus der Umgebung des Sensors. Auf der Messe werden unter anderem Module zur piezoelektrischen Energiegewinnung vorgestellt. Hochkompakte Isolationsverstärker. Natürlich gibt es auch dieses Jahr jede Menge eigenständige Messwandler oder Messsignalumformer zu sehen. Die aufwändigeren haben ein integriertes Display, mehrere Messeingänge, bieten Analog- oder Digitalausgänge, USB-Anschluss oder Vernetzung per Ethernet. Was die Messsignalaufbereitung und Messdatenerfassung angeht, so stellen eine Reihe führender Unternehmen hier ihre neuesten Entwicklungen an Hard- und Software vor. Hochkompakte Isolationsverstärker im Format von LegoBausteinen bis zu hochkomplexen Einschüben für das PXI-Express-Format. Auch die Entwicklung virtueller Geräte (Virtual Instruments, VIs) und damit der einfache Zugang zur Software LabView spielt eine Rolle. Ein grosses Thema werden auch die Datenlogger sein. Es gibt die Miniaturversionen, die zeitgleich bis zu fünf oder sechs Sensorsignale aufzeichnen und zur Überwachung von Brutschränken oder Transporten ausgestattet sind. Oder sie kommen in der Klimatologie zum Einsatz. Andere Datenlogger sind auf Überwachung spezialisiert: typisch 15 Eingangskanäle – und im internen 1-GB-Speicher können bis zu 128 Mio. Messwerte gespeichert werden. Hier geht es um Anlagenüberwachung mit der Möglichkeit, Alarme auszulösen, eine SPS zu informieren oder Nachrichten per SMS an den Service zu versenden. Die Messdaten können auch über ein Netzwerk versendet und irgendwo an einem PC grafisch dargestellt werden. Kundennutzen im Vordergrund. Als Schwerpunktthema hat der Messerat «easy to use» gewählt. Es geht in diesem Jahr somit nicht um eine spezielle Technologie oder Anwendung, sondern um den

Keine absolute Neuheit, aber doch ein Highlight am Stand von Wittenstein an der Sensor+Test (Halle 12, Stand 695/8): der 15-fach steifere Drehmoment- und Querkraftsensor Torqxis light. «Bisher wurde der Benefit dieses Sensors zu wenig wahrgenommen. Das wollen wir nun ändern», sagt Produktmanager Stefan Basig. (Bild: Wittenstein)

ganz konkreten Kundennutzen. Sensorik, Messund Prüftechnik sind wichtige Schlüsseltechnologien und Motor der Innovation in nahezu allen Bereichen der Industrie. Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit, Klarheit bei der Anwendung und intuitives Bedienen – kurz: «usability» – bekommen damit einen besonderen Stellenwert bei neuen Entwicklungen. In Halle 12 wird es einen Sonderstand geben, auf dem Unternehmen und Institute ihre innovativen Lösungen zum Thema «easy to use» präsentieren. Insgesamt reicht die auf der Messe gezeigte Lösungspalette von sich selbst kalibrierenden und vernetzenden Sensoren über Messsysteme mit besonders intuitiver Bedienung bis hin zu Prüfsystemen mit vollständig automatisierten Mess- und Dokumentationsabläufen. Immer kompliziertere Aufgaben. Auch das Vortragsforum in Halle 12 wird am ersten Messetag ganz im Zeichen des Messe-Mottos stehen und dies in diver-

sen Fachreferaten thematisieren. Zielsetzung ist es, bei den Herstellern aber auch bei den Anwendern neue Potenziale durch mehr Bedienerfreundlichkeit und effiziente Nutzung zu erreichen und so auch einen entscheidenden Beitrag zur Anwendungssicherheit der immer komplexer werdenden Entwicklungen zu leisten. Veranstalter Holger Bödeker von der AMA Service GmbH meint dazu: «Natürlich bewältigen die auf der Messe gezeigten Produkte und Systeme immer kompliziertere Aufgaben immer präziser und in immer kürzerer Zeit. Zudem werden sie immer handlicher und oft auch günstiger. Das alles nutzt dem Anwender aber nur wenig, wenn bei der Integration oder Benutzung Probleme auftreten. Eine Vielzahl der Sensor+Test-Aussteller zeigt in diesem Jahr mustergültig, wie neue Lösungen schnell und einfach zu der gewünschten Innovation ● beim Kunden führen.» (ea) www.sensor-test.de


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EPHJ/EPMT ●

FACHMESSEN

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EPHJ-EPMT vom 24. bis 27. Mai 2011 im Beaulieu in Lausanne

Eine starke Branche steigt ein Die EPHJ-EPMT ist ein «Schmuckstück» unter den hiesigen Messen: Sie ist der Präzisionsmechanik gewidmet und bringt dabei Horlogerie, Joaillerie, Mikro- und Nanotechnologie unter ein Dach. Einen eigenen Pavillon bekommt die neu hinzugekommene und hoch dynamische Medtech-Branche. EUGEN ALBISSER

D

ie Doppelmesse EPHJ-EPMT kündigt sich selbst als eine Kontakt- und Geschäftsplattform an, «die in einem ruhigen, arbeitsamen und geselligen Rahmen stattfindet». Dass die beiden Messen dabei in diesem Jahr jeweils ein Jubiläum zu feiern haben, passt da gut hinzu: Die EPHJ (Uhren und Schmuck) wird in diesem Jahr zum zehnten Mal ausgetragen, die EPMT (Mikrotechnologie) feiert ein wenig kleiner, es ist die fünfte Austragung. Welchen Stellenwert die EPHJ-EPMT inzwischen hat, zeigen die jüngsten Zahlen: Im 2010 kamen rund 550 Aussteller nach Lausanne; in diesem Jahr sollen es 600 sein, wobei rund 20 Prozent aus dem Ausland anreisen. «Vieles spricht dafür, dass sie eines der wichtigsten Fach-Events Europas werden könnte», meinen die Veranstalter. Medtechregion Welschland. Dass sie gewillt sind, diesem Ziel näherzukommen, deutet eine Neuerung an: Ab Ausgabe 2011 werden die Organisatoren der EPMT in Partnerschaft mit der Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), den Organismen BioAlps, Micronarc und A3P Suisse, dem

Cluster Médical und weiteren Assoziationen einen der dynamischsten und leistungsstärksten Wirtschaftsbereiche der Schweiz eine Plattform geben: dem Medtech-Sektor. Mit dem privilegierten Platz in Form eines Pavillons ist der EPMT aller Wahrscheinlichkeit nach ein guter Zug gelungen. Denn gerade das Welschland erfreut sich einer wachsenden Anzahl an Firmen und Institutionen, die mit medizintechnischen Technologien ihr Geld verdienen und Arbeitsplätze schaffen. Von rund 750 Biound Medtech-Firmen und 500 Forschungslabors geht man aus. Der gesamtschweizerische Umsatz (etwa 3720 Unternehmen) liegt bei 22,9 Milliarden Franken. Ziel sei es, alle Aussteller zusammenzubringen, die sich auf medizinische Gerätschaften spezialisiert hätten, die vollständige Lieferkette der Technologien im Bereich der medizinischen Ausrüstung, angefangen von R & D bis hin zu den Zulieferern, von renommierten Unternehmen bis hin zu kreativen Start-ups, von nun an jährlich nach Lausanne zu ● holen. www.epmt.ch www.ephj.ch

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Werkzeuge ●

WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

Standard-Ausdrehkopf muss PKD-Sonderwerkzeug weichen

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FACHBERICHTE

Mehr Produktivität und Qualität mit PKD Das Thema Polykristalline Diamantwerkzeuge gewinnt in der industriellen Metallbearbeitung immer mehr an Bedeutung. Den Anforderungen speziell angepasste PKD-Bohr-, Fräs- und Reibwerkzeuge erfüllen höchste Ansprüche sowohl an Schnittgeschwindigkeiten als auch an reproduzierbaren Genauigkeiten in Form von Masshaltigkeit, Formtreue und Lagezuordnung.

M

it PKD-Werkzeugen sind sehr hohe Oberflächengüten möglich und zudem erreichen sie mehrfache Standzeiten gegenüber herkömmlichen Hartmetallwerkzeugen. Dies wiederum führt über die Verlängerung der Nachschleifzyklen zur spürbaren Verringerung der Werkzeugwechselvorgänge und damit zur Minimierung der unproduktiven Nebenzeiten. Das Technologieunternehmen HAM Hartmetallwerkzeugfabrik Andreas Maier GmbH gilt weltweit als eines der führenden Unternehmen im Bereich PKD-Werkzeuge. Doch mit den ultraharten und extrem verschleissfesten Schneidstoffen allein ist es noch nicht getan. Denn erst

das perfekte Zusammenspiel aus speziellem Schneidstoff, ausgetüftelter Schneiden-Geometrie sowie durchkonstruiertem und hochpräzise gefertigtem Trägerwerkzeug sorgt für die gewünschten Zerspanergebnisse. Am Beispiel aus der Praxis der Feinstbohrbearbeitung von dünnwandigen Motorradzylindern ist überzeugend zu verdeutlicht, wie sich durch Wechseln von konventionellen Ausdrehköpfen mit VHM-(Vollhartmetall) Schneiden auf ein anforderungsgerechtes PKD-Sonderwerkzeug die Performance und die Wirtschaftlichkeit drastisch steigern lassen. Prozesssicheres Feinstbohren an dünnwandigen Teilen. Die Ausgangssituation bei einem Zulieferer von Motorradzylinderbauteilen stellte sich wie folgt dar: Für die Serienfertigung von Motorradzylindern aus dem Werkstoff Al Si 10 Cu3 wurden im Bereich Feinstbearbeitung der Zylinderbohrungen Standard-Ausdrehköpfe mit vier Hartmetallschneiden (zwei Schneiden fest, zwei Schneiden einstellbar) verwendet. Es ergaben sich immer wieder Probleme bezüglich der Wirtschaftlichkeit und der Qualität, weil die Schnittgeschwindigkeiten und der Vorschub zu langsam waren und auch die Rundheit nicht gewährleistet werden >>

Eine Auswahl von PKD-Sonderwerkzeugen für unterschiedliche Präzisions-Bearbeitungsaufgaben.


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FACHMESSEN

● Fair for Automation & Electronics

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Fair for Automation & Electronics vom 16. und 17. Juni 2011 in Zürich

Messe auf Erfolgskurs Bereits die erste Durchführung der Swisst.fair, der Schweizer Messe für Automation und Elektronik, war ein grosser Erfolg. Und schon jetzt lässt sich sagen: Die zweite Austragung wird – was die Ausstellerzahl betrifft – noch erfolgreicher: Über 140 teilnehmende Firmen werden an den zwei Orten, Zürich und neu auch Yverdon-les-Bains, anwesend sein.

T

echnik ist im Trend: Die Schweizer Technologieunternehmen blicken optimistisch in die Zukunft und zeigen am 16. und 17. Juni 2011 in den Hallen 5 und 6 der Messe Zürich, was die Branche zu leisten vermag. Über 140 Unternehmen stellen an der Swisst.fair aus, und es wird mit einem entsprechend grossen Besucheraufmarsch gerechnet. Denn Automation und Elektronik sind Tätigkeitsfelder, die in der Schweiz besonders kompetent abgedeckt werden. Deshalb werden neben vielen spezialisierten kleineren Unternehmen auch die wichtigsten Player und grossen Anbieter der Branche vor Ort sein. So bietet die Swisst.fair interessante Möglichkeiten für Aussteller, neue potenzielle Kunden kennenzulernen und ermöglicht dem Besucher einen repräsentativen Marktüberblick. Gleichzeitig können sich Technologiefachleute über aktuelle Technologietrends informieren und sich bei Forumveranstaltungen von den Ideen führender Köpfe der Branche inspirieren lassen. Cleantech. Was beschäftigt die Branche zurzeit am meisten? Und wo führt der Weg hin? In den Forumveranstaltungen werden diese Themen aufgegriffen und in Referaten vertieft behandelt. Cleantech basiert auf der Idee, mit neuartigen Verfahren, Produkten und Dienstleistungen die Effizienz zu erhöhen, die Leistung und die Produktivität zu steigern – und gleichzeitig Emissionen zu reduzieren und die Ressourcen zu schonen. So bringt Cleantech ökologische und ökonomische Ansprüche in Einklang und trägt zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum bei. Kaum einem anderen

Auch dieses Jahr werden wieder viele Referenten zu aktuellen Themen spannende Informationen liefern; über das Engineering 3.0, Cleantech oder die industrielle Bildverarbeitung. (Bild: Swisst.fair)

Wirtschaftsbereich wird ein so grosses Wachstumspotenzial vorausgesagt wie Cleantech. Im Rahmen der Swisst.fair werden Vertreter relevanter Schweizer Organisationen referieren, die sich mit diesem Bereich befassen: die Schweizer Cleantech-Exportplattform Cle› Entwicklung, Konstruktion Ihr kreativer Partner in der › CNC-Stanzen / Lasern antech Switzerland; und › CNC-Abkanten Swisscleantech, der Wirt› Schweissen (MIG/MAG/TIG) schaftsverband, der sich › OEM-Montage für eine nachhaltige Entwicklung der Industrie einsetzt und Schweizer , vo m O P Cleantech-Projekte unterX E 6 520 LECH n der B . Halle 5 Stand a stützt s n u uttgart hen Sie

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Engineering 3.0. Ähnlich wie der Begriff «Web 3.0» eine Zukunftsvision für das Internet und seine Anwendungsbereiche

entwarf, zeigt «Engineering 3.0» auf, welche Möglichkeiten sich den kommenden Ingenieurgenerationen eröffnen. Ein Beispiel dafür sind realitätsnahe Simulationen: Ein Keynote-Speaker des englischen Formel-1-Rennstalls Red Bull Racing wird aus dem Alltag des amtierenden Formel-1-Weltmeisterteams erzählen. Vision Days 2011. Neueste Informationen zur industriellen Bildverarbeitung, automatische Qualitätskontrolle in der Produktion, Kamera und Beleuchtungskomponenten zeigen die spezialisierten Anbieter der Sektion 46 Vision Systems des swissT.net mit interessanten Fachvorträgen und Ständen an der Swisst.fair konzentriert an einem ● Ort. (ea) www.swisstfair.ch


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konnte. Folgerichtig wurde nach einer Werkzeugalternative gesucht und in dieser Phase kamen die Werkzeug- und Engineering-Spezialisten von HAM ins Spiel. Für die Anwendungstechniker im Bereich PKDWerkzeuge stellte sich die Problematik wie folgt dar: «Die vorhandenen Ausdrehköpfe mit Hartmetallschneiden konnten bei diesen dünnwandigen Motorradzylindern nur mit eher geringen Drehzahlen bis max. 500 U/min gefahren werden. Dies erlaubte aufgrund der vierschneidigen Ausführung mit gleicher Teilung nur vergleichsweise langsame Vorschübe und brachte weitergehend Probleme mit der Oberflächenqualität sowie der Rundheit mit sich. Deshalb fiel der Entschluss, ein PKDFeinstbohrwerkzeug mit Durchmesser 97,0 mm in Monoblockausführung mit ungleicher Teilung und mit sieben Schneiden, davon drei im Durchmesser einstellbar, zu bauen.» Eine weitere Schwierigkeit bestand darin, dass das vorgesehene bzw. verfügbare Horizontal-Bearbeitungszentrum lediglich eine Werkzeugaufnahme HSK-A63 aufwies. Die Werkzeugkonstrukteure von HAM wählten als Basis einen Stahlgrundkörper mit Aufnahme HSK-63A in Randschicht gehärteter und geschliffener Ausführung. Das Werkzeug mit ungleicher Teilung und ungleicher Zähnezahl wurde wie erwähnt mit sieben PKD-Schneiden bestückt, wovon drei gerade genutet und auch im Durchmesser einzustellen sind. Die Praxislösung. Bereits beim ersten Test bestätigte sich die Richtigkeit des gewählten Werkzeugkonzepts, weshalb für den zweiten Feldtest nur noch geringe Anpassungen erforderlich waren: Reduzierung des Durchmessers durch Abschleifen der festen Schneiden um 0,1 mm; die verstellbaren Schneiden mit einem 45°-Anschnitt versehen und um 0,3 mm zurücksetzen. In der Folge wurden

Links als Ausschnitt der zu bearbeitende dünnwandige Motorradzylinder aus AlSi10Cu3 und rechts das PKD-Sonderwerkzeug.

dann drei Versuchsreihen mit unterschiedlichen Schneidparametern durchgeführt, wobei die gefahrenen Schneidwerte alle erheblich über denen mit den Ausdrehköpfen lagen. Die besten Ergebnisse. hinsichtlich Laufruhe, Oberfläche, Rundheit, Bearbeitungszeit und Werkzeugverschleiss brachten die Parameter-Schnittgeschwindigkeit Vc = 763 m/min, Spindeldrehzahl n = 2500 U/min, und Vorschub Vf = 1500 mm/min, wobei das Anbohren mit demselben Werkzeug mit einem Vorschub von Vf = 200 mm/min auf die Tiefe Z = 5 mm erfolgte. Der Bearbeitungsprozess Feinstbohren wird unter Einsatz von Emulsionskühlung vorgenommen, wobei die im Werkzeug vorhandene Innere Kühlmittelzufuhr (IKZ mit 50 bzw. 80 bar) das Kühlmittel direkt in die Schneidzone bringt. Nach kurzer Einlaufzeit lag die Rundheit durchgängig bei hervorragenden 0,004 mm mit entsprechender Oberflächengüte. Gegenüber der früheren Bearbeitung mit den Ausdrehköpfen mit VHM-Schneiden konnte die Spindeldrehzahl um Faktor 5 erhöht werden und dies mit dem PKDFeinstbohrwerkzeug in Monoblock-Bauweise und mit Aufnahme HSK-63A. Laut Aussage des Kunden liess sich mit dem PKD-

Feinstbohrwerkzeug die Schnittgeschwindigkeit erhöhen und damit die Eingriffs- sowie die Durchlaufzeit extrem verkürzen, nämlich von früher 10,6 auf heute nur noch 4,8 Sekunden, was mehr als eine Halbierung bedeutet. Mehr Durchsatz pro Zeiteinheit. Darüber hinaus ist festzuhalten, dass die Monoblock-Präzisionsausführung irgendwelche Schwingungen an den wie angedeutet dünnwandigen Motorradzylindern erst gar nicht aufkommen lässt, was in weiteren Versuchen mit Drehzahlen bis 3000 U/min wiederholt nachgewiesen werden konnte. Der zunächst etwas höhere Investitionsaufwand für das PKD-Sonderwerkzeug gegenüber einem Ausdrehkopf rechtfertigt sich laut dem praxiserfahrenen Anwender allemal, denn die Reduzierung der Bearbeitungszeit sorgt bei gleicher Zeiteinheit für erheblich mehr Durchsatz und geringere Maschinenbelegung. Der Kunde setzt heute mehrere PKD-Sonderwerkzeuge von HAM ein und zeigt ● sich mit den Ergebnissen sehr zufrieden.

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TECHNIK

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WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

● Werkzeugmaschinen

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5-Achsen-Universal-Bearbeitungs-Fräszenter für rationelle Grossteilefertigung

Mehr Produktivität in der Grossteilefertigung Wenn Werkstücke mit Dimensionen von mehreren Metern präzis und gleichzeitig rationell gefertigt werden sollen, braucht es dafür hochwertige Werkzeugmaschinen und spezialisiertes Fertigungs-Know-how. Wenn die diesbezüglichen Qualitäten des Werkzeugmaschinenlieferanten und des Kunden geschickt kombiniert werden, entsteht daraus Marktführerschaft. MARTIN GYSI

W

er für die Qualität seiner ausgesprochen sicherheitsrelevanten Werkstücke bürgen muss, setzt mit Vorteil auf hohen Eigenfertigungsgrad. Die Fertigung solcher Grossteile für einen hoch kompetitiven Weltmarkt, erfordert nicht nur Präzision und Qualität, sondern gleichzeitig hohe Produktivität, um das hohe Schweizer Lohnniveau kompensieren zu können. Hohe Produktivität und die Möglichkeit zur Automatisierung waren deshalb neben den aussergewöhnlichen Dimensionen und den anspruchsvollen Leistungsanforderungen die Hauptkriterien für die Evaluation, als 2008 bei Garaventa in Goldau die Beschaffung eines neuen Fräszenters anstand. Allein schon der Name Garaventa erklärt die hohen Anforderungen an die zu fertigenden Werkstücke: Laufwerkwippen, Laufwerkkästen, Lagerböcke, Gehänge und Maschinengrundrahmen für Seilbahn-, Personen- und Materialtransportsysteme. Garaventa ist zusammen mit dem österreichischen Mutterhaus Doppelmayr Weltmarktführer auf diesem Sektor. Die Fertigung von Komponenten von Luft- und Standseilbahnen unterschiedlichster Art ist jedoch nicht nur geprägt von höchsten Anforderungen bezüglich Sicherheit und Lebensdauer sowie von den beachtlichen Dimensionen, sondern ebenso

von einer ausgesprochenen «Teilefamilienfertigung»: Ähnliche Teile unterschiedlicher Dimensionen in Klein- und Kleinstserien. Diesen Anforderungen müssen auch die Fertigungsstrategien und Produktionsmittel genügen. Neue Halle – neue Maschine. Rechtzeitig zum Bezug der neuen hellen und grosszügig dimensionierten Hallen für die mechanische Bearbeitung in Goldau kam auch das «Ergebnis der Evaluation» ins Haus: Ein 5-Achsen-Universal-BearbeitungsFräszenter BFR 24; die grösste Maschine aus dem Programm der Reiden Technik AG. Mit einem Ar-

Garaventa AG Als Teil der Doppelmayr/Garaventa-Gruppe ist Garaventa der klare Marktleader im Schweizer Seilbahnbau und das Kompetenzzentrum für Pendel- und Standseilbahnen in der Gruppe. Die genaue Kenntnis der Kundenbedürfnisse und professionelles, präzises Arbeiten sind Grundlagen für die weltweite Technologie- und Marktführerschaft. Goldau ist mit über 200 Mitarbeitern der Hauptfertigungsstandort von Garaventa in der Schweiz. Weitere Service- und Produktionsstandorte befinden sich in Gwatt/ Thun, Sion und Schwanden. Insgesamt beschäftigt Garaventa in der Schweiz gegen 350 Mitarbeiter, davon 45 Lehrlinge und erzielt einen Jahresumsatz von knapp 200 Mio. Franken. Die Doppelmayr/Garaventa-Gruppe verfügt über Produktionsstandorte sowie Vertriebs- und Serviceniederlassungen in über 33 Ländern der Welt. Bis heute durften über 14 100 Seilbahnsysteme für Kunden in über 83 Staaten realisiert werden.

Fertigungsleiter Urban Schilliger mit dem schwersten auf der BFR 24 eingesetzten Werkzeug, einem 100-mm-Bohrer.

Vor der Bearbeitung wird jedes Werkstück auf und von der Maschine vermessen.

beitsbereich von 4000 x 1200 x 1500 mm mit integriertem Rundtisch-Durchmesser 1700 x 1200 mm erfüllt sie die Anforderungen bezüglich Werkstückdimensionen grosszügig, zumal der Schwenkdurchmesser für die aufgespannten Werkstücke dank vergrösserter Arbeitsraumverschalung 2100 mm beträgt. Herzstück der Maschine ist ein horizontal wie vertikal schwenkbarer Fräskopf mit 5000 U/min-Getriebespindel mit 1600 Nm Drehmoment und integrierter Kühlmittelzufuhr mit 50 bar Spüldruck. Mit Eilganggeschwindigkeiten von 30 m/min in der X- und 20 m/min in der Y- und ZAchse bringt die Maschine auch die nötige Dynamik für eine produktive Fertigung. Wie bei den Reiden-Maschinen standardmässig üblich, ist die BFR 24 mit einer Heidenhain-Steuerung ausgerüstet, in diesem Fall konkret mit einer iTNC530. Aber auch Garaventa selbst setzt bei seinem Maschinenpark vornehmlich auf HeidenhainSteuerungen. Dies nicht ausschliesslich aufgrund der «Begeisterung» für diese Marke, sondern auch, weil dies die Ausbildung der Bediener vereinfacht. Die Verfügbarkeit dieser Steuerung war denn auch eines der Kriterien bei der Evaluation. Die Programmierung erfolgt derzeit noch direkt an der Maschine. Inmitten des modernen Maschinenparks ist jedoch bereits ein Programmierplatz für die werkstattorientierte Programmierung ausgespart. Das Besondere an der Bedienung der Steuerung ist das doppelt vorhandene, je auf einer Seite der Maschine angebrachte Bedienpanel. Damit hat der Maschinenbediener stets optimale Sicht auf die Spindel und damit auf den Bearbeitungsvorgang. Für die Zukunft gerüstet. Zum heutigen Zeitpunkt ermöglichen drei Palettenstationen für die Möglichkeit der hauptzeitparallelen Werkstückaufspannung. Vorläufig werden die Paletten mit einer Aufspannfläche von 1700 x 1200 mm und einem max. Aufspanngewicht von drei Tonnen mittels Hallenkran eingewechselt. Die Maschine ist jedoch für automatischen Palettenwechsel ausgelegt und kann entsprechend automatisiert werden, sobald dies die Produktionskapazitäten erfordern. Im Moment wird an dieser Maschine in einem «1,2Schicht-Betrieb» gearbeitet, d. h. die BFR 24 arbeitet am Abend noch ein paar Stunden weiter, wenn der Bediener bereits im Feierabend ist. Dank grosszügigem Werkzeugwechsler mit 120 Werkzeugspeicherplätzen kann die mannlose Fertigung auch nicht am «Werkzeugmangel» scheitern. Urban Schilliger, Leiter Fertigung im Werk Goldau, schätzt jedoch nicht nur die Zahl, sondern


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Werkzeugmaschinen ●

WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

Ein leerer und ein belegter (hinten) Palettenplatz, auf dem die Werkstücke gespannt und auf den Paletten per Kran in den Arbeitsraum gehoben werden.

auch die Dimensionen des Werkzeugspeichers, auf dieser Maschine werden unter anderem Messerköpfe bis 200 mm und Vollschaftbohrer bis 100 mm eingesetzt. Messen auf der Maschine. Im Werkzeugmagazin befinden sich aber auch Messtaster. Denn als erste Operation nach dem Einwechseln einer neuen Palette, wird jedes Werkstück vom Fräszenter automatisch vermessen. Überprüft werden dabei einerseits die präzise Lage des Werkstücks und andrerseits auch die relevanten Dimensionen, da das Schweissen, meistens der letzte vorangegangene Prozesschritt, stets mit einem gewissen Verzug behaftet ist. Befinden sich die Form- und Lageabweichungen innerhalb entsprechender Toleranzgrenzen, werden die Abweichungen automatisch kompensiert – bei Überschreiten der Toleranzgrenze stoppt die Steuerung den Prozess und verlangt nach entsprechenden Massnahmen oder Entscheiden des Bedieners. Dieses Vorgehen spart aufwändige Justierarbeiten beim Aufspannen, erhöht die Prozesssicherheit und trägt damit weiter zur hohen Produktivität der Anlage bei.

Ziel erreicht. Das des Evaluationsverfahrens, bei dem insgesamt fünf Anbieter ihre Angebote einreichen konnten, war wie erwähnt eine Lösung, die es dem Betrieb erlaubt, mit ihrer Flexibilität, Präzision und Produktivität, aber auch mit ihren Dimensionen den Eigenfertigungsgrad zu erhöhen. Ein weiteres Kriterium war aber auch die Ergonomie der Maschine, denn beim aktuellen Fachkräftemangel ist ein moderner, angenehm zu bedienender Maschinenpark ein wichtiges Kriterium für Stellensuchende. Mit ihrem doppelten Bedienpanel, dem leicht zugänglichen Werkzeugspeicher, den grossdimensionierten Arbeitstüren und der leistungsfähigen Luftabsaugung aus dem Arbeitsraum werden diese Anforderungen vollauf erfüllt. Aber auch bei den übrigen Auswahlkriterien sieht sich Urban Schilliger in seinem Entscheid bestätigt. Nach nunmehr zwei Jahren Betriebserfahrung mit der Maschine ist er nicht nur sehr zufrieden mit dem Fräszentrum selbst, sondern ebenso sehr mit dem Lieferanten und seinem schnellen, unkomplizierten und kulanten Service und der professionellen Kompetenz bei der Inbetriebnahme der Anlage. Überraschend ist dieses positive Verdikt jedoch

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Reiden Technik AG Der Schweizer Werkzeugmaschinenhersteller Reiden Technik AG behauptet sich seit Jahren mit seinen High-End-Produkten erfolgreich auf dem zentraleuropäischen Markt. Die Firma kann auf eine über 100jährige Firmengeschichte zurückblicken. Sie erwirtschaftet heute mit über 120 Mitarbeitern und über 18 Lehrlingen einen Umsatz von 30 Mio. Franken. Heute wird die Reiden Technik AG von Alex Sutter und Ruedi Willimann geleitet. Die beiden sind langjährige Mitarbeiter des Traditionsunternehmens und haben Mitte der 90er-Jahre das Unternehmen käuflich erworben. Sie setzen viel daran, die Marke Reiden auch weiterhin im Mark stark zu positionieren. Das Leistungsangebot umfasst Werkzeugmaschinen für fast alle Anwendungsbereiche sowie ein Standardangebot an Peripherie- und Komplementärprodukten, wie etwa Paletten- und Werkzeugwechselsysteme. Speziell bekannt ist das Unternehmen für seine hoch präzisen und leistungsstarken 5und auch 6-Achsen-SimultanbearbeitungsFräszentren. Ergänzend dazu kommt ein sehr umfangreiches Dienstleistungsangebot, einschliesslich Maschinenmodernisierungen und Revisionen von Eigen- und Fremdmaschinen.

nicht für ihn – es stehen ja schliesslich nicht von ungefähr schon mehrere Reiden-Maschinen bei ● Garaventa.

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WERKZEUGMASCHINEN UND WERKZEUGE

● Werkzeuge

5.2011 technica

Die Hoffmann Group nimmt mit ATI Stellram einen weiteren namhaften Werkzeughersteller in das Portfolio auf

«Wir haben hier eine echte Win-win-Situation» Die Hoffmann Group, europaweit führender Systempartner für Qualitätswerkzeuge, und in der Schweiz Partner von SFS Unimarket, erweitert ihr Produktspektrum um Speziallösungen von Stellram für die Zerspanung herkömmlicher und schwer zu bearbeitender Metalle.

EDGAR GRUNDLER

Schon die vor Kurzem lancierte Nachricht als solche liess aufhorchen: «Die Hoffmann Group nimmt mit ATI Stellram einen weiteren namhaften Werkzeughersteller in das Portfolio auf.» Weiterhin wurde mitgeteilt, dass man sich mit ATI Stellram auf eine langfristige internationale Zusammenarbeit geeinigt hat, womit die europaweiten Kunden von Hoffmann automatisch Zugriff haben auf das gesamte Sortiment, dass Stellram im Bereich Zerspanwerkzeuge bietet. Die «technica»-Redaktion nahm diese Informationen zum Anlass, mit Dipl.-Kfm. (FH) Borries Schüler, Produktbereichsleiter Modulare Zerspanung bei der Hoffmann GmbH in München, ein Interview zu führen, welche Vorteile dies für die Schweizer Kunden und für die Kunden in anderen Ländern bringt. — technica: Stellram und die bisherige Position von Hoffmann als Werkzeuglieferant, wie passt das zusammen? Borries Schüler: Stellram deckt von der Feinst- bis zur Grosszerspanung nahezu alle Anwendungsgebiete ab, hat aber insbesondere im Bereich Spezialitätenstähle ein starkes Know-how. Dadurch sind auch die Anwendungsschwerpunkte unterschiedlich, etwa indem Stellram in den Segmenten Energietechnik und Luftfahrt stark ist, in denen wir bis dato noch nicht auf breiter Front am Markt waren. — Gibt es da in der Praxis nicht doch Lieferprogramm-Überschneidungen? Grundsätzlich sind zwar viele der Werkzeuge ähnlich, jedoch technisch sehr verschieden. So haben wir zum Beispiel bei Hoffmann keine Werkzeuge mit indexierten Platten, wie sie im Werkzeug- und Formenbau eingesetzt werden, Stellram dagegen sehr wohl. Ausserdem besitzt Stellram als USP eine sehr grosse Anzahl an Schneidstoffsorten, was uns zu einem ernsthaften Wettbewerber der weltweit sehr wenigen, ebenfalls über eine grössere Anzahl an Schneidstoffsorten verfügenden Hersteller, werden lässt.

sozusagen aus der Küche von Stellram, was nur nicht so breit bekannt ist. Das hat schon seinen gewissen Reiz und bietet zudem vielversprechende Möglichkeiten, die wir eigentlich nur in der Verbindung mit Stellram so gesehen haben bzw. sehen. — Was erwarten Sie mittel- bis langfristig von der Zusammenarbeit? Wir haben hier eine echte Win-win-Situation unter Partnern, weil wir im Bereich Zerspanung mit Mono-Werkzeugen eine sehr gute Marktposition haben, und weil wir jetzt mit Stellram-Produkten oder besser -Lösungen ein nochmals erweitertes Modular-Werkzeugprogramm offerieren können. Stellram profitiert umgekehrt von unserer sehr weitgreifenden Vertriebsorganisation und kommt nun mit seinen Modular-Werkzeugen in Kundenbereiche bzw. Anwendungsfelder hinein, die früher nur sporadisch bedient wurden. — Zum Thema Garant ToolScout, ist das Stellram-Portfolio hier auch schon eingebunden? Ja, das ist bereits der Fall und wir bauen den Datenbestand sukzessive weiter auf und aus. Denn Hochleistungswerkzeuge können ja nur dann argumentativ an den Praktiker gebracht werden, wenn diverse Basisinfos wie Schnittdaten usw. bekannt sind. Mit den zusätzlichen Infos von unseren Aussendienstmitarbeitern, oder auch durch Mithilfe von Spezialisten aus dem Hause Stellram, sind wir in der Lage, so gut wie alle vorkommenden Zerspanungsprobleme technisch wie wirtschaftlich überzeugend zu lösen.

— Wie vermitteln Sie dem Markt die Zusammenarbeit mit ihrem neuen Partner? Aktuell haben wir die bekannte Meldung an die Fachpresse lanciert, unsere Aussendienstmitarbeiter geschult und über den bewährten Hoffmann-Katalog an 300 000 Empfänger einen Auszug aus dem Lieferprogramm versandt. In — Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Stellram? der kommenden AusgaKurz und bündig, wir suchten nach der Trennung von be wird dann das SECO nach einem adäquaten Ersatz, um die frei geworgesamte Stellram-Prodene Marktposition wieder besetzen zu können. Wir gramm enthalten sein sind mit unserer Vertriebsorganisation stark, wenn es um und geht in 16 Spraden Verkauf von Zerspanwerkzeugen direkt an der Machen an alle unsere schine geht. Natürlich war uns auch klar, nicht sofort eiKunden und Interessennen 1 : 1-Ersatz auf die Beine stellen zu können, zumal es ten. Nicht unerwähnt sich um erklärungsbedürftige Produkte handelt. Aber bleiben sollte, dass Stellmit Stellram haben wir einen sehr kompetenten und ram nach wie vor mit leistungsfähigen Partner gefunden. ihrer eigenen Verkaufsteams völlig frei an den — Waren andere Partner nicht attraktiv genug, zuMärkten agiert, was wir durchaus positiv sehen, mal Stellram eher nur einem Insiderkreis benämlich im Sinne einer kannt ist? Borries Schüler, Produktbereichsleiter Modulare Zerspanung bei der Das kann so nur bedingt stehenbleiben, denn viele möglichst starken geHoffmann GmbH Qualitätswerkzeuge, mit einem Auszug des StellramFräserprogramms. Schneidstoff- und Werkzeugentwicklungen kommen meinsamen Präsenz.


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— Hoffmann hat selbst schon Zigtausende Artikel als Lagerware lieferbar. Jetzt kommen einige Tausend Stellram-Artikel hinzu? Beeinträchtigt das nicht die Lieferbereitschaft? Was im Katalog präsentiert wird, ist auch als Lagerware vorhanden. Wir haben in eine entsprechende Grundausstattung investiert und diese beinhaltet aktuell 13 Produktbereiche aus dem Lieferprogramm Fräs- und Drehwerkzeuge von Stellram. Wir bieten hier wie gehabt eine Lieferbereitschaft von 99 %, sodass der Kunde sicher sein kann, die bestellte Ware innerhalb kürzester Frist geliefert zu bekommen. — Drehwerkzeuge? Reden wir da auch von ISO-Wendeschneidplatten? In der Tat, wir reden hier von ISO-Wendeschneidplatten, die wir neben dem Programm Hoffmann-Private-Label verkaufen möchten und werden. Wir sehen das als einen sportlichen Wettbewerb im Sinne der Kunden, die in jeder Hinsicht zuerst einmal optimal bedient werden müssen, egal, welches Werkzeug aus unserem Portfolio verkauft wird. Nur rundum zufriedene Kunden bleiben auch weiterhin Kunden, und mit den Werkzeugen von Stellram verfügen wir über ein weiteres Instrument zur nachhaltigen Kundenbindung. — Spielen neben den Standard- bzw. Katalogwerkzeugen auch Sonderwerkzeuge von Stellram eine Rolle? Können Ihre Aussendienstmitarbeiter diese auch verkaufen? Im Normalfall lautet die Antwort in allen drei Fällen ja. Unsere Aussendienstmitarbeiter sind erfahrene Zerspanungstechnik-Spezialisten, welche die meisten Probleme direkt vor Ort lösen. In Sonderfällen werden unsere eigenen Spezialisten hinzugezogen oder der Support der Hersteller genutzt. Sofern es der Kunde wünscht, realisieren wir mit ihm zusammen auch gerne Sonderwerkzeuge, die dann natürlich nicht mehr den Abläufen eines Handelshauses unterliegen, sondern als eigenständige Projekte gemanagt werden. — Zum Abschluss noch eine ganz andere Frage, nämlich zur Eigentümerschaft ihres neuen Partners Stellram, dem Stahlproduzenten Allegheny Technologies Incorporated (ATI). Welche Rolle kann ein Werkzeughersteller wie Stellram und damit auch ein Werkzeughandelshaus wie Hoffmann spielen? Eine interessante Frage, die sich aber schlüssig beantworten lässt. ATI Stellram ist eine Geschäftssparte der Allegheny Technologies Incorporated, eines weltweit führenden Herstellers von Spezialitätenstählen. Produziert werden hier Titan und Titan-Legierungen, hochlegierte Nickellegierungen, Edelstähle und Pulvermetalle. Ziel der Metallurgen und weitergehend der Werkzeugingenieure ist es, intelligente Lösungen und Alternativen für im Normalfall schwer zu bearbeitende Werkstoffe zu finden. Dank des Technologietransfers zwischen den ATI-Gesellschaften steht eine hoch entwickelte Wissensdatenbank für Metalle und Schnittwerkzeugleistungen zur Verfügung. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen ATI und Stellram können am Ende auch wir unseren Kunden optimale Werkzeuglösungen für die Bearbeitung von Nickel- und Titan-basierten sowie auch rostfreien Stählen anbieten. Wenn das nicht als ein überzeugendes oder sogar zwingendes Argument anzusehen ist. — Herr Schüler, herzlichen Dank für das Interview.

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FÜGEN-TRENNEN-FORMEN

● Schweissen

5.2011 technica

SMW schweisst erfolgreich mit dem neuen Rapid Weld-Hochleistungsprozess

Tempo für den Schienenverkehr Der Hochleistungsschweissprozess Rapid Weld zeigt seine Vorteile bei mittelbis dickwandigen Stählen, wo grosse Abschmelzleistungen und optimale Einbrandtiefen erforderlich sind. DIPL.-ING. WALTER LUTZ

S

MW gehört zu den IRIS- und DB-zertifizierten Zulieferern der Bahnbranche und fertigt für die Global Player der Schiene Drehgestelle und Wiegenträger für Nahverkehrszüge, Personen- und Strassenbahnen, aber auch Motortragrahmen, Zughauben und Puffer. Mit dem neuen Rapid Weld-Prozess von Cloos stellt das Unternehmen die Weichen auf Zukunft: Der Schweissprozess glänzt mit kurzen Fertigungszeiten und spritzerarmen Nahtergebnissen selbst bei grossvolumigen Nähten. Schweisstechnik für Sicherheitsbauteile. «Bei der Schweisstechnik vertrauen wir seit vielen Jahren auf die bewährte Cloos-Technik», so SMW-Betriebsleiter Wolfgang Schulz. Neben einer Vielzahl

SMW durchschnittlich pro Monat, dazu kommen noch rund 45 Wiegenträger, also die Baugruppen, die sich zwischen Waggonboden und Drehgestell befinden. Neben diesen Serien realisiert SMW auch Ersatzteile für ältere Schienenfahrzeuge in kleinen Stückzahlen bis hinunter zur Losgrösse 1. Eine grosse Herausforderung, da diese Baugruppen damals noch z. B. ohne aktuelle Schweissvorgaben und Dokumentationen produziert worden sind. «Für diese Kleinserien und Einzelstücke nutzen wir die neuen, synergiegesteuerten Impulsstromquellen der Qineo-Serie von Cloos», erklärt Wolfgang Schulz, «die eine deutliche Verbesserung zur bisherigen Technik darstellen.» Spart Lagen, Zeit und Nacharbeit. Als einer der ersten Cloos-Kunden setzt SMW das rationelle Rapid

Der Rapid Weld-Hochleistungsprozess: optimaler Einbrand bis tief in die Wurzel hinein, hier bei einer Kehlnaht.

von Impulsstromquellen für die Handschweissarbeitsplätze sind seit 2004 auch drei Roboteranlagen des Haigerer Herstellers im Einsatz, auf denen die Grossserien geschweisst werden. Beispielsweise verlassen 25 000 Puffer für Loks und Waggons pro Jahr das Neubrandenburger Werk. Geschäftsführer Manfred Biber: «Wir haben bereits einen Roboter der neuen Qirox-Reihe geordert, dessen zahlreiche Innovationen enorme Vorteile für eine effiziente Werkstückbearbeitung ermöglichen. Das zeigt unsere hohe Zufriedenheit mit den Cloos-Lösungen.» SMW verarbeitet Stähle in den Qualitäten S355 ohne Dickenbegrenzung, Feinkornstahl bis S690 und bis 20 mm, Aluminium und Edelstahl bis 12 mm Stärke. Zwischen 60 und 150 lfd. Meter Schweissnaht werden in ein modernes Drehgestell eingebracht, das 800 bis 1000 kg wiegen kann. 35 dieser sicherheitsrelevanten Baugruppen fertigt

Weld-Verfahren ein. Hier hat sich der Haigerer Hersteller gegenüber dem Wettbewerb klar mit Kompetenz durchgesetzt. «Denn eigentlich hatten wir schon eine andere Anlage im Test», verrät Wolfgang Schulz. «Gemeinsam mit Cloos haben wir diesen schnellen Prozess so weit optimiert, dass ich behaupten kann, er ist derzeit der beste am Markt.» Der Hochleistungsschweissprozess Rapid Weld zeigt seine Vorteile bei mittel- bis dickwandigen Stählen, wo grosse Abschmelzleistungen und optimale Einbrandtiefen erforderlich sind. Auch akustisch lässt Rapid Weld keinen Zweifel an seiner Leistungsfähigkeit: Der exakte Lichtbogen erzeugt einen sonoren, gleichmässig kräftigen Ton. Eine schnelle Drahtförderung bis über 12 m/min ermöglicht hohe Verfahrensgeschwindigkeiten und damit kurze Schweisszeiten. Dank des scharf fokussierten Lichtbogens arbeitet der Prozess mit minimalem Wärmeeintrag, sodass weitgehend verzugsfreie Nahtergebnisse erreicht werden. «Ausserdem ist eine Nahtvorbereitung selbst bei grossen a-Massen nicht mehr nötig», weiss Schweissfachmann Roman Bernasch. Das schnelle Schweissverfahren reduziere die Schweisszeit um gut 25 %. Denn waren herkömmlich zum Beispiel drei Lagen

Das neue, synergiegesteuerte 600-A-Schweissgerät Qibeo Pulse bringt mit Rapid Weld noch mehr Produktivität in den Schweissprozess: Statt drei Lagen im WIG- und MAG-Verfahren realisiert SMW damit 1A-Nähte unter Einsparung der WIG-Wurzellage.


Schweissen ●

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(1 x WIG + 2 x MAG) notwendig, um eine HV-Naht sicher zu schweissen, kommt Rapid Weld ohne die WIG-Wurzel aus. «Auch bei V-Nähten können wir das langsamere und teure WIG-Verfahren einsparen und erreichen so ein hohes Rationalisierungspotenzial», weiss der Experte. Zudem arbeite dieses innovative Verfahren ausserordentlich spritzer-

SMW: Vom Panzerreparaturwerk zum Waggonbauer Schon der Rundgang durch die 20 000 m² grosse Fertigungshalle lässt keinen Zweifel daran: SMW ist ein Vorzeigebetrieb, der mit kompetenten Mitarbeitern, einem durchdachten Materialfluss und modernster Fertigungstechnik seine Marktposition ausbaut. Das aus dem ehemaligen DDR-Panzer-Reparaturwerk hervorgegangene Unternehmen wurde konsequent modernisiert und zum Partner des internationalen Schienenfahrzeugbaus gemacht. «Heute erwirtschaften wir mit 150 Mitarbeitern und 15 Azubis rund 15 Mio. Euro Umsatz», sagt SMW-Geschäftsführer Manfred Biber. Damit die Qualität stimmt, arbeitet das Unternehmen mit einer sehr hohen Fertigungstiefe: Von Blechzuschnitt und -bearbeitung über Bohren, Drehen, Fräsen und Schleifen sowie verschiedenen Schweissprozessen sind alle relevanten Fertigungsschritte im eigenen Haus vorhanden. Die eigene Werkzeugbauabteilung liefert Lehren, Vorrichtungen und Sonderwerkzeuge für die Produktion der Sicherheitsbauteile. In einem Glühofen lassen sich selbst grössere Teile wärmebehandeln. Mit Stahlkies-Strahlen und NassLackierung bekommen die Bauteile ihre gewünschte Oberfläche. Und auf Montageplätzen entstehen komplette Baugruppen inklusive Hydraulik- und Elektrokomponenten. Im Qualitätsbereich verfügt SMW über eine 3-Wege-CNC-Messmaschine und diverse Prüfgeräte.

arm, was Nacharbeiten entscheidend minimiere. Auf das Schweissen der Gegenlage kann, wenn nicht konstruktiv erforderlich, verzichtet werden. «Wir können mit dem stark fokussierten Rapid Weld-Lichtbogen sicher durchschweissen und erreichen eine saubere Wurzel.» Parameter für tausend Jobs sind abrufbar. Die technische Voraussetzung für den Rapid Weld-Prozess liefert die neue Schweissstromquelle Qineo Pulse, bei der die geeigneten Schweissparameter für fünf verschiedene Prozessvarianten ebenso wie für die erforderlichen Lichtbogeneigenschaften fertig programmiert hinterlegt sind und nur noch abgerufen werden müssen. Zwei autarke Feinabgleiche – für Lichtbogenlänge und Lichtbogendynamik – sorgen unter allen Umständen für einen optimalen Schweissprozess. Mit dem Bedienmodul Master kann SMW die Parameter von bis zu tausend Jobs hinterlegen und auf Knopfdruck abrufen. Abgestufte Benutzerrechte sorgen dafür, dass bestimmte Schweissparameter nur von autorisierten Mitarbeitern geändert werden können. SMW hat die Qineo-Stromquellen mit 600 A Leistung zudem mit Wire Drive-Doppelkoffern ausgestattet, um umrüstfrei mit zwei verschiedenen Drahtstärken arbeiten zu können. «Die aktuelle Cloos-Technik bedeutet für uns einen echten Vorsprung», resümiert Betriebsleiter Wolfgang Schulz. «Denn im Vergleich zu anderen Systemen ist die Bedienbarkeit einfacher und die Leistung höher.» ●

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FÜGEN-TRENNEN-FORMEN

● umformende Werkzeugmaschinen

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Stanzen/Umformen oder Stanzen/Umformen/Plasmaschneiden: mehr als nur eine Alternative zu Laseranlagen

Was der Laser eben nicht kann Blechteile müssen oft nicht nur geschnitten, sondern auch umgeformt werden. Da Rationalisierungseffekte bekanntlich nicht selten aus der Kombination von Prozessschritten auf einer Maschine entstehen, bietet sich hierfür eine Kombination aus Stanzen, Umformen und allenfalls Plasmaschneiden an. EDGAR GRUNDLER

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er Laser ist in der flexiblen BlechteileFertigung als universelles Schneid- und Schweisswerkzeug nicht mehr wegzudenken. Soweit ist das ja durchaus richtig, jedoch verlangt der anhaltende Trend zur Komplettbearbeitung von mehr oder weniger anspruchsvollen Blechteilen oftmals mehr als nur universelles Schneiden und Schweissen von Blechen unterschiedlicher Materialien und Dicken. Und ausserdem darf man in Zeiten der Bemühungen um mehr Energie- und Ressourceneffizienz schon einmal kritisch hinterfragen, ob man für Einzelteile oder Klein- und Mittelserienteile, die auch noch Umformoperationen aufweisen, wirklich zwei Maschinen aufbieten muss, nämlich zum Beispiel eine Laseranlage und eine Presse zum Umformen, oder ob das nicht auch einfacher und damit deutlich wirtschaftlicher geht? Schliesslich greift nicht zuletzt auch bei den LaserFreaks eine gewisse Unsicherheit um sich, welcher Laser denn künftig der richtige ist, der CO2-Laser, der Festkörper-Laser oder der Faser-Laser? Solche Fragen machen Praktiker neugierig und bringen den Spezialisten für Blechbearbeitungsmaschinen, die Firma Boschert GmbH & Co. KG, zum Nachdenken, ob sich nicht mit relativ einfachen Mitteln eine anwendergerechte und bezahlbare sowie technisch auch in Zukunft sehr leicht beherrschbare Alternative zustande bringen lässt. Das Ergebnis lautet «Boschert-Technologie-Kombination».

Blechteil mit Form-/Umform-Operationen, das auf einer Boschert-Stanzmaschine mit BTK = Boschert Technologie Kombination komplett gefertigt wurde. (Bilder: Boschert)

BTK = Boschert-Technologie-Kombination. Im Klartext heisst dies, dass in einer Maschine nicht nur

verschiedene Technologie-Module zum Stanzen, Umformen und Plasmaschneiden kombiniert werden können, sondern dass auch schon allein im Stanzmodul beispielweise Stanzwerkzeuge gegen Umformwerkzeuge ausgetauscht werden können, womit dann die Komplettbearbeitung von Blechteilen inklusive Senkungen, Kerbungen, Sicken, Falzen oder auch Lüftungsschlitzen in einem Prozessablauf machbar ist. Wer nun behauptet, dass dies ja auch mit Stanz-/Laserkombinationen möglich ist hat zwar grundsätzlich recht,

Wechselsatz Rollsickenwerkzeug zur Herstellung von Sicken.

Wechselsatz Kiemenwerkzeug zur Herstellung von Lüftungsschlitzen.

muss dafür aber etwa das Doppelte an Investment in die Hand nehmen. Folgerichtig lauten die «echten» Alternativen Boschert-Stanzmaschinen mit besagter Technologie-Kombination, wobei sich die Möglichkeit der kombinierten Stanz-/ Umform-Ausrüstung wie ein «roter Faden» durch alle Stanzmaschinen-Baureihen von Boschert zieht: Stanzmaschinen-Baureihe Ecco Line – ausgelegt zum Stanzen und Formen/Umformen, wobei hier die Umformwerkzeuge manuell einzuwechseln sind, was aber in der Praxis keine zehn Sekunden dauert. Ausserdem gibt es für die Ecco Line noch die Option «Profilbearbeitung» und damit erweitert sich die Anwendungs- und Nutzungs-Flexibilität nochmals. Stanzmaschinen-Baureihe Compact – konzipiert zum Stanzen, Nibbeln, Formen/Umformen, Markieren und Gewindeschneiden, wobei hier die Umformwerkzeuge je nach Ausrüstung manuell oder mit dem Werkzeugwechselsystem Rotation Index (auf Basis des Boschert-Werkzeugsystems Revotool) auch automatisch zum Einsatz gebracht werden. Stanzmaschinen-Baureihe TWIN/TRI – ausgerüstet mit zwei (TWIN) oder drei (TRI) unabhängig voneinander arbeitenden und mit gleichen oder verschiedenen Werkzeugen auszurüstenden Stanzköpfen, um parallel oder aufeinander folgend. >>


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TECHNIK

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©2011 National Instruments. Alle Rechte vorbehalten. CompactRIO, LabVIEW, National Instruments, NI und ni.com sind Warenzeichen von National Instruments. Andere erwähnte Produkt- und Firmennamen sind Marken oder Handelsbezeichnungen der jeweiligen Unternehmen. Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten. 3090

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FĂœGEN-TRENNEN-FORMEN

â—? umformende Werkzeugmaschinen

und in jedem Fall hoch flexibel Stanz-, Nibbel-, Form-/Umform-, Markier- und Gewindeschneidarbeiten durchfßhren zu kÜnnen. Die Umformwerkzeuge lassen sich hier in beide oder in alle drei StanzkÜpfe manuell einwechseln, oder das geht, sofern ein, zwei oder drei StanzkÜpfe mit dem Werkzeugwechselsystem Rotation Index (Basis Boschert-Werkzeugsystem Revotool) ausgestattet sind, auch automatisch vonstatten. Stanzmaschinen-Baureihe Multipunch – ausgestattet mit 8-fach-Werkzeugwechsler sowie Rotation Index und Boschert Revotool, sodass bis zu 64 verschiedene Werkzeuge (Trumpf Standard Werkzeuge bis GrÜsse 2) inklusive Form-/Umformwerkzeugen entsprechend dem Arbeitsprogramm zum Einsatz gebracht werden kÜnnen. Stanzmaschinen-Baureihe Combicut – konstruiert als Kombimaschine zum Stanzen, Formen/Umformen und Signieren sowie mit zusätzlichem Modul zum Plasmaschneiden versehen, um an Blechen verschiedener Qualitäten und Dicken Konturschnitte im Genauigkeitsbereich von ¹0,2 mm vornehmen zu kÜnnen. Mit den Boschert-Basis-Technologien lassen sich je nach Maschinenausfßhrungen durch Stanzen und Nibbeln sowie Plasmaschneiden einfache bis sehr

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Stanzmaschine der Baureihe Combicut mit der Technologie-Kombination Stanzen, Formen/Umformen und Signieren im Stanzkopf und dem Zusatzkopf zum Plasmaschneiden.

komplexe Innen- und Aussenkonturen herstellen. Mit der Boschert-Technologie-Kombination wie Markieren, Signieren, Gewindechneiden, Profilbearbeitung (nur Baureihe Ecco Line) und schliesslich Formen/Umformen sind zusätzliche Anwendungsfelder bis hin zur Komplettbearbeitung von anspruchsvollen Blechteilen abzudecken. Einer der grossen Vorteile dabei ist, dass dafßr nur eine Stanz- oder eben Kombi-Maschine benÜtigt wird. Weitere Vorteile wie geringerer Programmier- und Bedienaufwand, bessere Auslastung bei maximaler Anwendungs- und Nutzungs-Flexibilität und zu gu-

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FÜGEN-TRENNEN-FORMEN

● Werkzeuge

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Prozessablauf beim TOX-Rund-Punkt.

gie beschreitet Welser Profile immer wieder neue Wege. So geschehen bei manchen Stahlprofilen für die Unterkonstruktionen besagter Solarsysteme und Photovoltaikanlagen. Um die gewünschte Stabilität und hohe Steifigkeit der Profile zu erreichen, werden sie nach dem Kaltwalzen wahlweise verschweisst oder neuerdings mit dem hoch produk-

tiven und sehr wirtschaftlichen TOX-Rund-PunktBlechverbindungsverfahren gefügt. Mit dieser Clinch-Technologie lassen sich mehrere Bleche gleicher oder unterschiedlicher Dicken und Metallwerkstoffen lediglich durch Umformen unlösbar miteinander verbinden. Dies hat die vielfachen Vorteile, dass keine thermischen Einflüsse, welche

zum Verzug führen oder die Korrosion fördern könnten, auf die Profile einwirken und dass keinerlei Zusatzwerkstoffe oder Verbindungselemente gebraucht werden. Da die Profile prozesssicher, da vollautomatisch, gefügt werden, können Arbeitsprozesse entfallen und somit kürzere Lieferzeiten erreicht werden. Des Weiteren wird dafür nur sehr wenig Energie benötigt, und es ist so gut wie keine Wartung erforderlich. Das TOX-Rund-Punkt-Blechverbindungsverfahren wird bei Welser für Stahlblechprofile aus dünneren Blechen angewendet, zum Beispiel zum Verbinden von zwei 1,5 mm dicken gewalzten und gefalzten Blechen zu langen Trägerprofilen. Zum Verbinden der Bleche werden mit einem Mehrfachwerkzeug in bestimmten Abständen TOX-Rund-Punkte mit Durchmesser 8 mm gesetzt. TOX-Pressotechnik hat in diesem Fall die Technologie und die TOX-Rund-Punkt-Werkzeuge, bestehend aus Matrize und Stempel, geliefert. Die spezifisch auf das Stahlblech und die Dicke abgestimm-

TOX-Mehrpunkt-Werkzeug zum Fügen der Stahlblechprofile.

ten Werkzeuge und Verbindungspresskräfte wurden im TOX-Technologiecenter in Weingarten ermittelt und im Testbericht dokumentiert. Damit ist gewährleistet, dass der Kunde immer passgenaue Werkzeuge erhält und dass die Fügequalität absolut reproduzierbar ist. Mit der Mehrpunktpressvorrichtung werden die Clinch-Verbindungen ohne weiteren Maschinen- und Personalaufwand gesetzt, sodass neben einer hohen Prozesssicherheit und Verbindungsqualität auch die gewünschte ● Wirtschaftlichkeit gegeben ist. (mg)

TOX-PRESSOTECHNIK AG 4460 Gelterkinden, 061 981 33 70 info@tox-ch.com, www.tox-pressotechnik.de Welser Profile Austria GmbH A-3341 Ybbsitz, +43 7443 800 0 at@welser.com, www.welser.com


Steuerungen ●

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AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

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TOX-gefügtes Stahlblechprofil von Welser Profile für Unterkonstruktionen von Solarsystemen und Photovoltaikanlagen.

Stahl-Leichtbau-Konstruktionen für Solaranlagen

Photovoltaik braucht Leichtbau Die allerorten anzutreffenden Forderungen nach Materialeffizienz und Ressourcenschonung sind untrennbar mit dem Thema Leichtbau verbunden. Dabei denken die meisten vor allem an die Automobilindustrie und vielleicht noch an Schienenund Luftfahrzeuge, jedoch eher nicht an das dynamisch wachsende Business der Solarsysteme und Photovoltaikanlagen.

D

ie Vorteile moderner Leichtbaukonstruktionen hat frühzeitig auch einer der international führenden Profil-Produzenten, die Firma Welser Profile Austria GmbH, erkannt und bietet heute wirtschaftliche Lösungen für SolartechnikUnterkonstruktionen aus Metallprofilen. Genaugenommen handelt es sich hierbei aber um Stahlund eben nicht um grundsätzlich leichtere Aluminiumwerkstoffe. Diese dafür konstruierten Stahlprofile haben gegenüber Aluminiumprofilen grössere Spannweiten, was wiederum grössere Stützenabstände erlaubt und sich bei einer Standardisierung einfach wirtschaftlicher darstellen lässt. Konstruktionsfreiräume durch Leichtbauprofile. Die Kombination aus kreativer Konstruktion, einem breiten Spektrum unterschiedlichster Materialgüten sowie modernen Produktionstechnologien

mündet in einem Portfolio sowohl an offenen als auch an geschweissten Sonderprofilen bzw. kompletten Profilsystemen, die u. a. auch für die Solartechnik und Photovoltaikanlagen zum Einsatz kommen. Dabei wird der Werkstoff Stahl bezüglich statischer Anforderungen auf die Tragkonstruktionen von Solarsystemen/Photovoltaikanlagen ausgelegt. Da die immer grösser und damit effizienter werdenden Solarmodule und Photovoltaikelemente nach angepassten Unterkonstruktionen verlangen, bieten sich hier Stahlwerkstoffe an. Denn diese weisen gegenüber Alumaterialien bei gleichem Querschnitt das dreifach höhere Elastizitätsmodul und eine um Faktor drei geringere Durchbiegung auf. Die Vorteile von Stahlprofilen liegen auf der Hand: bei gleichem Querschnitt sind grössere Spannweiten möglich, die Stützenabstände sind grösser, es werden weniger Stützen und

Unterkonstruktionen benötigt, der Montageaufwand verringert sich. Des Weiteren reduzieren sich die Investitionen für Solarsysteme und Photovoltaikanlagen. Welser Profile bietet heute einsatzoptimierte Produkte für kundenindividuelle Unterkonstruktionen an Solarsystemen und Photovoltaikanlagen an, wie zum Beispiel Rammprofile, Horizontal- und Modulträger. Ausgangsmaterial sind Stahlwerkstoffe im Dickenbereich von 0,3 bis 8 mm und in Breiten bis 800 mm, die dann mit den erwähnten Profilieranlagen verformt werden. Verbunden mit einer angepassten Oberflächenveredelung führt dies zu langlebigen Produktlösungen. Stabilität und Steifigkeit. Aber nicht nur bezüglich Materialien und Formgebungsverfahren, sondern auch hinsichtlich Füge- und Verbindungstechnolo-


Wir bewegen die Schweiz.

Bewegung bedeutet Leben. Aber ohne den richtigen Antrieb bewegt sich nichts. Überall, wo sich Räder drehen und Motoren laufen, haben wir unsere Finger im Spiel. Auf alles, das mit höchster Präzision gesteuert, geregelt und überwacht werden muss, richten wir unser besonderes Augenmerk.

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AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

● Steuerungen

5.2011 technica

Die strengen Sicherheitsnormen der Bahn dienten Deuta als Inspiration und finden nun auch Einzug in den Anlagen- und Maschinenbau, um Anzeigen zu überwachen. (Bilder: Deuta)

IconTrust bietet eine vollständige Sicherheitsnachweisführung für Anzeigesysteme

Sicher ist sicher Menschen treffen Entscheidungen aufgrund der Anzeigen auf Displays. Werden Prozessgrössen verfälscht angezeigt, sind Unfälle vorprogrammiert. Die HMI-Elektronik muss deshalb sicherstellen, dass bei Anzeige- und Bediensystemen keine inkorrekten Daten angezeigt werden – zum Beispiel mit der Sicherungsschaltung IconTrust. ULRICH ANGENENDT

D

er Lokführer trägt die Verantwortung für die sichere Fahrt seines Zuges. Die Fahrentscheidungen beruhen auf angezeigten Daten in seinem DMI (Driver Machine Interface) wie z. B. die aktuelle Geschwindigkeit und die Entfernung zu festen Signalen auf der Strecke. Diese Anzeige muss zu jeder Zeit und in jedem Betriebszustand verlässlich sein, da der Lokführer keine Möglichkeit hat, sie im Echtzeitbetrieb zu validieren. Fällt das Anzeigebild aus oder ist offensichtlich gestört, offenbart sich der Fehler, der Lokführer kann den Zug zum sicheren Halt bringen. Kritisch sind Anzeigebilder, die formal korrekt erscheinen, aber einen falschen Betriebszustand wiedergeben. Wenn z. B. bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h, 90 km/h angezeigt werden, der Zug aber 120 km/h schnell ist, droht eine Entgleisung, wenn der Lokführer nicht rechtzeitig bremst. In die Pflicht genommen. «Blindes» Vertrauen in die Technik ist bei sicherheitsrelevanten Anwendungen unangebracht. Wichtige Entwicklungswerkzeuge wie die Fehlerbaumanalyse (FTA-Fault Tree Analysis) und die FMECA (Failure Mode and Effects and Criticality Analysis) dienen zur Identifikation und Entschärfung sicherheitskritischer Parameter. Sie zeigen deutlich, dass eine manuelle Fehlbedienung aufgrund falsch angezeigter Daten im günstigsten Fall zu einer Störung der Anlage, im ungünstigsten Fall

aber zur Gefährdung von Mensch, Anlage und Um- Potenzielle Fehlerquellen. Sicherheitsrelevante Anlawelt führen kann. gen werden von einem zentralen HauptsteuerungsDaher verlangen rechtliche Anforderungen wie die rechner gesteuert, der einem SIL-SicherheitsnachMaschinenrichtlinie RL 2006 / 42 / EG und Normen weis (Safety Integrity Level) unterliegt. Daher könwie IEC 61508 / IEC 61511 neuerdings, dass HMI- nen die von ihm zur Anzeige bereitgestellten InforSysteme (Human Machine mationen als sicher angesehen Interface) durch geeignete werden. Zurück im Industriemarkt technische und organisatoAuf dem Weg des DatenDie Deuta-Werke GmbH waren seit rische Massnahmen gegen stroms vom sicheren Rechner längerer Zeit nicht Aussteller an eine Fehlbedienung gesibis zur Anzeige lauern eine Industriemessen. Nun zeigten sie chert werden. Das steigert Vielzahl potenzieller, häufig aber an der Hannover Messe 2011 ihre Bedeutung im Gesamtungesicherter Fehlerquellen. (und im vergangenen Jahr an der system und nimmt BetreiBeispiele dafür sind eine fehSPS/IPC/Drives), dass sie nicht nur für ber, Anbieter und Entwicklerhafte technische Datendie Schienenverkehrstechnik erfolgreiche Produkte im Portfolio haben. ler gleichsam in die Pflicht, übertragung, eine DatenkorDas Unternehmen, das im Jahre 1905 ihrem Teil der Gesamtverruption im Grafikspeicher, ein als Deutsche Tachometer Werke antwortung gerecht zu Fehler in der grafischen SteuGmbH mit der Fertigung der ersten werden. erung des Displays, in der Viinternational verwendeten TachomeDie strengen Sicherheitssualisierungssoftware, im Beter für Automobile seinen Anfang normen der Bahn dienen triebssystem, dem Treiber des nahm, hat mit IconTrust eine branhier als Inspiration. MoTFT-Signals oder dem Mikrochenübergreifend einsetzbare Sicherdern aufgrund von wirtprozessor selber. heitsschaltung für Bildschirme entwischaftlichen und ergonoBisherige Absicherungsverfahckelt, um inkorrekt angezeigte Daten mischen Vorteilen zumeist ren machten die Geräte langzu unterbinden und Fehlbedienunauf Standard-Rechnertechsam, unflexibel und teuer, da gen zu vermeiden. nik, sie sind leistungsstark z. B. umfangreiche Softwarewie moderne PCs, ermöglichen die Integration viel- tests nach jeder Modifikation nötig waren, die fältiger Funktions- und Komfortelemente in ein Software diversitär aufgebaut wurde, zertifizierte Gerät und eignen sich für eine benutzerfreundliche Compiler und Betriebssysteme genutzt wurden, Bedienführung. Hardware-Redundanzen aufgebaut wurden usw.


technica 5.2011

und trotzdem nicht alle Fehlerquellen abgedeckt werden konnten, z. B. verhinderte der «Intellectual Property»-Schutz auf den Prozessoren, dass sie einer Sicherheitsbetrachtung unterzogen werden konnten. Daher entwickelten die Deuta-Werke eine neue Display-Sicherungstechnik, die unabhängig von der Rechnertechnik des HMI-Gerätes, den Datenstrom mittels eines patentierten Codier-Vergleichsverfahrens überwacht und erstmals eine vollständige Sicherheitsnachweisführung als «SIL Equipment» erlaubt.

Steuerungen ●

AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

prêt-à-porter

Referenztabelle für Soll-Daten. IconTrust greift in jedem Bildwiederholzyklus den sicheren Datenstrom direkt an der Quelle ab, prüft die Soll-Anzeigedaten anhand einer Referenztabelle, die bei der Systeminitialisierung einmalig angelegt wird, auf Plausibilität. Parallel dazu werden die Daten zur Grafik im HMI-Gerät verarbeitet. IconTrust greift nun «on-the-fly» die IstGrafikdaten im Pixelstrom zu den TFT-Multiplexern ab, vergleicht sie mit den Soll-Daten und löst bei einer Abweichung ausserhalb der definierten

IconTrust überwacht alle möglichen Fehlerquellen von Datenkorruption im Grafikspeicher bis zu Fehlern im Mikroprozessor selber.

Toleranzwerte eine kundenspezifische, sicherheitsgerichtete Reaktion aus. Es können mehr als 100, auch überlappende, anwendungsspezifisch konfigurierte Bereiche gleichzeitig und unabhängig kontrolliert werden. Prinzipiell können alle Arten von separat dargestellten Informationen als Grafik, Symbol, Zeigerinstrument, Text oder Farbcodierung unabhängig und exklusiv an jeder Art von manuellem Bedienarbeitsplatz mit einer festen Menge erlaubter Soll-Zustände überwacht werden. IconTrust ist als Panel PC, TFTMonitor und als Projektor einsetzbar oder kann als Add-on nachgerüstet ● werden.

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AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

● Industrial Handling

5.2011 technica

Kuka Roboter palettieren in Oensingen Antriebsschienen für Garagentore

Flexibilität gesucht – Roboter gefunden Aus Gründen der Flexibilität entschloss sich der Torhersteller Hörmann Schweiz, eine Palettieranlage in den Produktionsprozess für seine Do-it-yourself-Garagentorantriebe zu integrieren. Um all die verschiedenen Produkte auf einer einzigen Anlage stapeln und palettieren zu können, entschied sich die Flück Fördertechnik AG für die flexibelste Lösung mit einem Roboter.

A

ls Systempartner der Kuka Roboter Schweiz AG entschied sich die Flück Fördertechnik AG für den zuverlässigen und schnellen Palettierroboter KR100-PA. Die neue Roboteranlage wurde in die bestehende Produktion integriert und im Frühjahr 2010 in Betrieb genommen. Seither werden täglich ca. 3000 Vorantriebsschienen mit einem Kuka Roboter KR100-PA verpackt. «Da wir hier in diesem Werk in Oensingen drei verschiedene Produkte auf einer Linie produzieren, wollten wir natürlich auch eine Palettieranlage, die die unterschiedlichsten Produkte problemlos greifen, verpacken und stapeln kann. Damit musste der Roboter sehr flexibel sein, um in unsere Produktionslinie integriert werden zu können», erinnert sich Ruedi Christen, Geschäftsführer der Hörmann Schweiz AG, an die Anforderungen an die Anlage, die das Unternehmen und die bereits bestehenden automatisierten Prozesse der Herstellung der Antriebsschienen mit sich brachten. Profilierung und Vormontage. Die Palettieranlage schliesst an eine Produktionslinie an, auf der drei verschiedene Antriebsschienen für Garagentore verarbeitet werden. Zum einen drei Meter lange Schienen mit vormontiertem Antrieb. Dann sogenannte dreiteilige vormontierte Schienen. Das sind Schienen, die in drei Teilen, je ein Meter lang, zusammen mit vormontiertem Antrieb abgepackt sind. Und

Der Roboter nimmt eine Palette vom Stapel ...

dann gibt es dreiteilige Schienen, bei denen der Kunde auch den Antrieb samt Gurt und Spanneinheit selber zusammenbauen muss. Am einen Ende der Produktionslinie wird der unbearbeitete Flachstahl ab Rollen der Profilieranlage zugeführt. In dieser Maschine werden ebenso Boh-

rungen und Stanzungen gesetzt. Dahinter wird das Profil auf die entsprechende Länge geschnitten und dann je nach Verpackungsvarianten auf eine der drei anschliessenden Montagelinien verteilt. Auf einer dieser Linien wird das drei Meter lange Profil auf einen Montagetisch geführt und dort werden wiederum die einzelnen Antriebskomponenten vormontiert. Antriebskomponenten heisst Spanneinheit, Umlenkrollen sowie Schlitten, mit daran verbundenem Zahngurt, das Antriebselement zum Auf- und Zumachen des Garagentors. Dann fährt die Schiene weiter in der Produktionslinie und es wird Karton zur Dämmung darumgelegt und verleimt. Zum Schluss wird ein Etikett auf der Schiene aufgeklebt. Die dreiteilige vormontierte Schiene wird auf einer zweiten Linie im Anschluss an die Profilieranlage bearbeitet. Im ersten Schritt werden hier auf einem Montagetisch wie auch bei der drei Meter langen Schiene die einzelnen Antriebskomponenten vormontiert. Im kommenden Schritt werden die drei Teile per Kunststoffband zusammengebunden und fixiert. Auf einer dritten Montagelinie wird die einfache dreiteilige Schiene bearbeitet, bei der lediglich ein aufgewickelter Zahngurt in das Profil reingezogen und lose dort hineingelegt wird. In einem beigelegten Beutel sind die einzelnen Antriebskomponenten abgepackt, die der Kunde wiederum selber zusammenbauen muss.

... legt einen Karton auf die Palette ...


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Abpacken und Palettieren. Der Roboter nimmt auf einer Seite der Palettierzelle eine leere Palette vom Stapel auf der Rollenbahn und legt einen Karton darauf. Die Kartons werden über eine Schublade zugeführt. Auf einem Förderband laufen die Antriebsschienen in die Palettieranlage und werden dort abgestapelt. Je nach zu verarbeitendem Produkt fährt der Kuka Roboter KR100-PA nach einem bestimmten Abstapel- und Palettierschema.

... und stapelt die Torantriebe darauf ab.

Dieses Schema wurde einmal programmiert und gewährleistet ein sauberes Abstaplen. «Das Programmieren des Roboters und die Inbetriebnahme haben soweit gut geklappt, dank des umfassenden Know-how der Flück Fördertechnik AG», beschreibt Ruedi Christen die Umstellung. «Die ge-

Industrial Handling ●

AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

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Swiss-Made-Garagentorantriebe Die Hörmann-Gruppe ist Europas führender Anbieter der Bauzulieferindustrie. In hoch spezialisierten Werken stellt die Hörmann AG Tore, Türen, Zargen und Antriebe für Europa, Nordamerika und Asien her. Mit mehr als 6000 Mitarbeitern wird in dem Familienunternehmen über 1 Milliarde Euro Umsatz erreicht. Die innovative Produktpalette umfasst neben den klassischen Roll-, Falt-, Feuerschutz- und Schnelllauftoren auch einmalige Garagenschwingtore oder raumsparende, sich senkrecht öffnende Tore für Industrie- und Gewerbebauten. In Oensingen, dem einzigen Schweizer Werk des Unternehmens, wird die Mechanik für die Antriebe der firmeneigenen Garagentore hergestellt. Vor zwei Jahren ergänzte die Hörmann AG ihre bestehende Produktpalette um Garagentore inklusive Antrieb für den eigenen Auf- und Einbau zu Hause. Ein breites Angebot an unterschiedlichen Ausführungen dieser «Do-it-yourself-Garagentore», die in Baumärkten erhältlich sind, etablierte sich sehr gut im Markt und gehört mittlerweile zum festen Programm des Unternehmens. Im Werk in Oensingen werden die einzelnen Antriebe zu diesen verschiedenen Low-cost-Toren hergestellt, verpackt, palettiert und kommissioniert. Im Jahr 2009 entschloss sich Hörmann Schweiz, eine Palettieranlage in den Produktionsprozess zu integrieren.

bündelten Schienen, ob mit vormontierten oder mit abgepackten Antrieben, müssen schliesslich eine homogene Fläche bilden, um die darauf folgende Lage sauber positionieren zu können und Klemmungen des Gurtes oder der Spanneinheit zu verhindern. Und diese Anforderungen funktionieren mit dieser Lösung einwandfrei.» Bei den ganz einfachen nicht vormontierten dreiteiligen Schienen legt der Kuka Roboter KR100-PA noch Zwischenlagen aus Karton ein. Da diese Schienen relativ glatt sind, wäre der Stapel ansonsten zu unstabil und die Lagen könnten verrutschen. Jede zweite der drei Meter langen Antriebsschienen wird ausserdem noch um 180° vom Roboter gedreht. Die Paletten werden auf einer anderen Seite der Zelle zugeführt. Mittels einer Höhenkontrolle wird gesichert, dass die geforderte Stückzahl stimmt. Zudem wird auf beiden Seiten mit Lichtschranken geprüft, ob die Ausrichtung der einzelnen Paletten

gleich ist. Sonst wird der gesamte Stapel wieder ausgefahren und der Bediener muss diesen richten. Wenn eine Palette voll ist, wird diese aus der Zelle herausgefahren und dort vom Bediener mit einem Gabelstapler ins Lager gebracht. «Unsere Erfahrungen sind sehr positiv. Wir sind sogar fast überrascht worden, wie genau der Roboter die Produkte abstapelt. Besonders, weil es ja zum Teil wirklich lange Produkte sind», so Ruedi Christen. «Wir hatten die Befürchtung, dass es aufgrund der Länge der Schienen eine gewisse Winkelunggenauigkeit gibt. Aber das ist überhaupt nicht der Fall. Der Kuka Palettier-Roboter arbeitet mit allen drei Produkten sehr genau und ● funktioniert einwandfrei.» (mg)

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AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

● Antriebstechnik

5.2011 technica

Die neuen Linearantriebe Nozdrive und SHC von Nozag

Hoher Wirkungsgrad und robuste Ausführung Die Firma Nozag hatte klare Vorstellungen, als sie sich hinter die Entwicklung ihrer neuen Linearantriebssysteme der Baureihen Nozdrive und SHC machte. Robustheit, Zuverlässigkeit und präzise über eine lange Zeit waren ein paar davon. Herausgekommen sind zwei technisch und wirtschaftlich interessante Alternativen.

D

as neue und zum Patent angemeldete Funktionsprinzip beim Linearantrieb Nozdrive basiert auf einer modifizierten Wälzmutterkonstruktion, bei der die Gewindegänge aufeinander und ineinander abrollen, anstatt wie bisher zu gleiten. Dies führt gegenüber herkömmlichen Trapezgewindespindeln zu signifikanten Leistungsverbesserungen. Ein weiterer Vorteil des Abrollens ist, dass über die unterschiedlichen Durchmesser, in Bezug auf das Mutter- und Spindelgewinde, auch ohne zusätzliches Getriebe eine im Vergleich grosse Untersetzung Das Funktionsprinzip des entsteht. Zudem ist Wälzmutterantriebs: Die durch den Formschluss Gewindegänge rollen aufder Gewindegänge be- einander und ineinander reits eine Lastsicherung ab, anstatt wie bisher zu gleiten. (Bilder: Nozag) gegeben, was bei ordnungsgemässer Anschlusskonstruktion und Betrieb nach Vorschrift unter allen Umständen eine sichere Funktionsweise gewährleistet. Auf der Grundlage dieses neuen Antriebsprinzips können mit kostengünstigen Gewindespindeln bzw. Gewindemuttern vollkommen neue Leistungsbereiche erschlossen werden, die früher deutlich aufwändigeren und teureren Antriebslösungen vorbehalten waren. Mit dem neuartigen Inline-Konzept verbindet sich eine vollintegrierte Bauweise, in dem im zylindrischen Gehäuse des Nozdrive alle elektromechanischen Komponenten inklusive Motor eingebaut sind.

Neue Leistungsdimension. Wirtschaftlich herstellbar sind Nozdrive für Spindeldurchmesser von 8 mm bis 50 mm. Bei Durchmessern über 50 mm ist nicht die Technik limitierend, sondern die Axiallager, welche in den erforderlichen Dimensionen teuer werden. Bisher wurden vor allem kundenspezifische Nozdrives für Anwendungen wie Solartracker, Pastenpressen oder elektrische Hubgeräte entwickelt. Nozdrive habe vor allem durch einen gegenüber konventionellen Trapez-

die Maximallast angesetzt werden. Beim Linearantrieb Nozdrive dagegen sind bis zu 80 % Einschaltdauer möglich. Kein axiales Schlagen. Der hohe Wirkungsgrad wird auch dahingehend unterstützt, dass der Motor koaxial zur Spindel bzw. zum Zylinder angeordnet ist, somit geringste Torsionsbelastungen erfährt und eine kompakte sowie dichte Bauweise erlaubt. Zudem lässt die gehärtete und vorgespannte Stahlmutter nur ein geringes Axialspiel zu, womit ein axiales Schlagen verhindert wird und die Lebensdauer verlängert. Durch die Verwendung von gehärteten Stahlmuttern gegenüber in bisheri-

Das neue Linearantriebssystem SHC als anschlussfertige Antriebseinheit mit Getriebe und Motor.

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gewindespindelantrieben deutlich verbesserten Wirkungsgrad. Beispielsweise könne bei einer Spindel mit einem Durchmesser 40 und Steigung 7 mm mit einer Verdoppelung des Wirkungsgrades von 0,34 auf über 0,70 gerechnet werden. Bei herkömmlichen Linearantrieben mit Trapezgewindespindeln ist wegen des hohen Reibwiderstandes und der damit verbundenen Wärmeentwicklung die Einschaltdauer im Normalfall auf lediglich 40 % stark begrenzt. Dabei darf wegen eventueller Beschädigungen durch Überlast noch nicht einmal

gen Lösungen verwendeten Bronzemuttern weisen die Nozdrive deutlich höhere Sicherheiten gegen das Durchbrechen des Muttergewindes auf. Je nach Übersetzung und Spindelsteigung bleibt die Nozdrive-Mutter im Stillstand wie bisherige Antriebe durch die sogenannte Selbsthemmung in Position. Je nach Anforderung kann so auf eine Haltebremse verzichtet werden, welche bei Kugelgewindetrieben in den meisten Fällen erforderlich ist. Da das Antriebssystem eine hohe Untersetzung auf kleinem Raum bietet und weil das Losbrechmo-


Antriebstechnik ●

technica 5.2011

ment ebenfalls recht klein ist, ist zum einen kein zusätzliches Getriebe erforderlich und zum anderen werden so auch Kosten für Anpassungen gespart.

AUTOMATIONS- UND ANTRIEBSTECHNIK

28 Befestigungs- bzw. Gewindebohrungen versehen. Damit ist eine hoch flexible Montage in Maschinen und Vorrichtungen in allen Positionen genauso möglich wie der einfache Anbau von Anschlusskonstruktionen, oder auch Ausführungen mit Abtriebsflansch. Die speziellen Normgetriebe der Serie 56 sind als Hochleistungs-Schneckengetriebe zu bezeichnen, weil sie konstruktiv und fertigungstechnisch die Anforderungen für höhere Antriebsleistungen erfüllen. Zu erwähnen wären geschliffene, rechtssteigende Schnecken, Schneckenräder aus Spezial-Schneckenradbronze, der Lauf in beide Richtungen und schliesslich die Schmierung im Ölbad. Dies alles sorgt, neben einem hohen

Wirkungsgrad und einem ruhigen Lauf, für eine vergleichsweise sehr hohe Lebensdauer. Die Serie 56-Getriebe/Getriebemotoren kommen vor allem dann zur Verwendung, wenn höhere Drehzahlen und hohe Drehmomente mit einer längeren Ein● schaltdauer in Einklang zu bringen sind. (ea)

Linearantriebssystem SHC. Dem zweiten Antriebssystem, dem SHC, liegt die Idee zugrunde, dass auf Basis der Schneckengetriebetechnik die «Axialkraft durch das Getriebe ohne Belastung des Getriebes» geht. Basierend auf dem SchneckengetrieNOZAG AG be und elektromotorischem Antrieb, wird beim 8330 Pfäffikon ZH SHC ein für den harten Industriealltag sowie für 044 805 17 17 sehr raue Umgebungs- und Allwetterbedingungen info@nozag.ch bestimmtes elektromechanisches Antriebssystem www.nozag.ch geboten. Modular konzipiert und vorerst in den drei Bau- bzw. Lastgrössen 10, 25 und 50 kN lieferbar, können wahlweise DC- oder AC-Motoren oder auch Schritt- sowie Servomotoren angebaut werden. Einfache Konstruktion, gekapselte Bauweise, an die Anforderungen angepasste Dimensionen, höchst indivi6LFKHUKHLWVWHFKQLN PXVV QLFKW NRPSOL]LHUW VHLQ 9LUWXHOOHV 9HUGUDKWHQ ]HUWLÀ]LHUWHU )XQNWLRQVEO|FNH LP 6DIHduell zu bestimmende GeschwindigDESIGNER ersetzt aufwändiges und fehleranfälliges Verschalten sämtlicher Sicherheitskomponenten. EinVFKUlQNXQJHQ GXUFK GDV PRGXODUH .RQ]HSW ,KUHU 0DVFKLQHQ JHK|UHQ GDPLW GHU 9HUJDQJHQKHLW DQ )OH[LEOH keiten bzw. Übersetzungen, robuste 6LFKHUKHLWVIXQNWLRQHQDOVLQWHJUDOHU%HVWDQGWHLOGHV$QWULHEVV\VWHPVHU|IIQHQQHXH3HUVSHNWLYHQ*DUDQWLHUWH Ausführung – das sind die KennzeiVLFKHUKHLWVWHFKQLVFKH5HDNWLRQV]HLWHQEHLYHUWHLOWHQ6DIH,2RGHU6DIH0& chen dieser Linearantriebe. Weiter EHUGHQ0DVFKLQHQEXVXQGGDVPLWDOOHQ9RUWHLOHQ gibt es wartungsfreie, über die Leder integrierten Sicherheitstechnik. bensdauer spielreduzierte Ausführungen und die hohe Betriebssicherheit bieten dank Selbsthemmung bei den Trapezgewindeversionen und im Schneckengetriebe. Das Linearantriebssystem SHC wird in Serie kostengünstig hergestellt und beispielsweise für Solartracker, für Verstellklappen, für Schwenkvorgänge und dergleichen mehr eingesetzt. Es sind verschiedene Längen und damit Hübe möglich, sodass sie aus dem kostengünstigen Baukasten heraus auf die Belange des Anwenders zugeschnitten werden können.

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Schneckengetriebe. Neben diesen beiden neuen Antriebslösungen sind die Schneckengetriebe der Serie 56 des Hauses Nozag noch zu erwähnen. Dabei handelt es sich um Schneckengetriebe neuester Bauart, welche für die ideale Verbindung zwischen qualitativ hochwertigem Norm-Schneckenantrieb mit Abtriebs-Hohlwelle und robusten Drehstrommotoren stehen. In aktuell sechs Getriebegrössen wird bei Untersetzungen von 6,75 bis 82 ein Leistungsbereich von 0,12 bis 11 kW abgedeckt. Die kompakten und stabilen Gehäuse sind komplett präzisionsbearbeitet und mit insgesamt

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5.2011 technica

Aussenzahnradpumpe SILENCE PLUS von Rexroth senkt Geräusch um durchschnittlich 15 dB(A)

Leise Maschinen entlasten Betreiber Das mit dem Industriepreis 2011 prämierte Aussenzahradpumpe SILENCE PLUS macht bei vielen Anwendungen die sonst notwendigen Sekundärmassnahmen zur Geräuschdämmung unnötig.

Ü

ber den gesamten Druckbereich bis 280 bar reduziert die neue Aussenzahnradpumpe SILENCE PLUS von Rexroth die Geräuschemission um durchschnittlich 15 dB(A) im Vergleich zu konventionellen Pumpen. Bei niedrigen Druckbereichen unter 50 bar für Kühl-, Filterund Schmiermittelkreisläufe arbeitet sie nahezu geräuschlos. Damit entfallen bei vielen Anwendungen die sonst notwendigen Sekundärmassnahmen zur Geräuschdämmung. Rexroth hat das messbar leisere Geräusch zusätzlich in einen tieferen Frequenzbereich verlagert. Bei niedrigen Druckbereichen zeigen Praxisversuche, dass die Pumpe die Geräuschemission des Elektromotors nur kaum wahrnehmbar erhöht. So erhöht sich im Arbeitsbereich von 10 bar der Luftschall lediglich um 3 dB(A) von 52 db(A) auf 55 dB(A). Durch die Geräuschverlagerung in einen um 35 Prozent niedrigeren Frequenzbereich liegt die Tonhöhe zudem dicht an der des Elektromotors. Die Folge: Ein sonores und im Vergleich zu anderen Aussenzahnradpumpen wesentlich angenehmer empfundenes Arbeitsgeräusch.

Aussenzahnradpumpe SILENCE PLUS: Die erste Ausbaustufe umfasst das Leistungsspektrum von 12 bis 28 cm³/U.

Umstieg ohne konstruktive Änderungen Die Konstruktion verhindert Quetschöl-Bildungen und reduziert die Druckpulsation im System um rund 75 Prozent. Das verringert den Körperschall des gesamten Hydraulikkreislaufes. Die neue Pumpe fügt sich nahtlos in das breite Pumpenspektrum von Rexroth ein. Durch identische Anbaumasse ist sie voll kompatibel mit den Varianten der Standard- und SILENCE-Baureihen von Rexroth und ermöglicht einen Umstieg ohne konstruktive Änderungen.

Bosch Rexroth AG Die Bosch Rexroth AG ist einer der weltweit führenden Spezialisten von Antriebs- und Steuerungstechnologien. Für über 500 000 Kunden entstehen unter der Marke Rexroth massgeschneiderte Lösungen zum Antreiben, Steuern und Bewegen. Bosch Rexroth ist Partner für die Anlagenausrüstung und Fabrikautomation, für mobile Arbeitsmaschinen sowie für die Nutzung regenerativer Energien. Als «The Drive & Control Company» entwickelt, produziert und vertreibt Bosch Rexroth seine Komponenten und Systeme in über 80 Ländern. Das Unternehmen der BoschGruppe erzielte 2009 mit 34 200 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 4,1 Mrd. Euro.

Die hoch präzise Aussenzahnradpumpe gewährleistet einen vollflächigen und spielfreien Zweiflankenkontakt an Vorder- und Rückseite sowie im Kopf- und Fussbereich der Zahnräder. Die Schrägverzahnung der Pumpe mit einem nicht-evolventen Zahnprofil erzeugt darüber hinaus eine geschlossene Eingriffslinie in Form einer 8. Die erste Ausbaustufe umfasst Nenngrössen mit dem Leistungsspektrum von 12 bis 28 cm³/U. Die ausgesprochen leise Hydraulikpumpe eignet sich besonders für den Einsatz in Werkzeug- und Papierschneidemaschinen, Personen- und Parkliften, in der Fördertechnik wie zum Beispiel in Elektro-Gabelstaplern, Elektro-Handhubwagen oder LKW-Mitnahmestaplern und schliesslich auch in Müllpressen, die in Wohngebieten stehen. Anwendungsabhängig ergänzt die SILENCE PLUS auch das Pumpenspektrum

Nahmen den Industriepreis 2011 entgegen: Lucas Wintjes, Leiter Vertrieb Maschinen-, Anlagenbau und Engineering (Mitte) und Christian Böhmcker, Produktmanagement Aussenzahnradeinheiten (links), beide Bosch Rexroth.

der drehzahlvariablen Pumpenantriebe von Rexroth, die den Energieverbrauch von Hydraulikaggregaten um bis zu 80 Prozent reduzieren. Rexroth Gesamtsieger des Industriepreises 2011 Auf der Hannover Messe erhielt Bosch Rexroth für die Aussenzahnradpumpe den Industriepreis 2011 als Gesamtsieger. Die Jury aus Professoren, Wissenschaftlern, Fachjournalisten, Branchen- und Industrieexperten honorierte die entwicklungstechnische Leistung, die die SILENCE PLUS deutlich leiser arbeiten lässt als konventionelle Aussenzahnradpumpen. Für den Industriepreis bewertet die Expertenjury alle eingereichten Produkte nach definierten Kriterien, zu denen u. a. Innovationsgehalt oder Produkt- und Industrienutzen zählen. In jeder der insgesamt 14 Kategorien ermittelt sie einen Kategoriesieger und zwei weitere Nominierte. Die überragende Lösung unter allen Kategoriesiegern kürt sie schliesslich zum Gesamtsieger. Mehr Informationen bietet Rexroth im Internet unter www.boschrexroth.de/silence-plus.

BOSCH REXROTH SCHWEIZ AG 8863 Buttikon, 055 46 46 111 info@boschrexroth.ch, www.boschrexroth.ch


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technica 5.2011

Intelligentes «Smart Servo Package» von SEW-EURODRIVE

Auspacken, anschliessen, läuft! SEW-EURODRIVE stellt ein intelligentes «Smart Servo Package» vor. Es beinhaltet vordefinierte Kombinationen von Steuerungen, Servoreglern, passenden Kabeln, synchronen Servomotoren und Planetengetrieben. Die Antriebsbestimmung und Lösungsauswahl wird mithilfe von Kombinatorik- und Zuordnungstabelle sowie grafischer Abläufe einfach und zielsicher durchgeführt. Dank perfekt abgestimmter Paketkomponenten sparen Kunden und OEMs wertvolle Zeit bei der Auswahl, Installation und Inbetriebnahme des Systems.

D

ie zentrale Komponente des «Smart Servo Packages» (SSP) bildet der neue Servoantrieb MOVIT-RAC LTX. Dieser leistungsstarke Kompaktantrieb hat eine ein- oder dreiphasige Einspeisung, 16,5 A Nennausgangsstrom und ist bis 250 % überlastfähig. Alle relevanten Parameter legt er nach Auslesen der elektronischen Typenschilddaten im HIPERFACE-Geber automatisch fest. Dadurch kann der Start besonders schnell und einfach erfolgen. Alternativ zur Verwendung der Bediensoftware oder eines Start-up-Wizards kann man die verbleibenden Parameter auch mithilfe des integrierten Bedienfeldes festlegen. Für einfache Anwendungen lässt sich der Antrieb mit ±10 V, Step/Dir oder Encoderschnittstelle einfach und analog mit einer Fremdsteuerung betreiben. Vordefinierte Module für übliche Anwendungen Um anspruchsvollere Steuerungsvorgänge auszuführen, kann der Antrieb MOVITRAC LTX mit abgestimmten Kommunikationsgateways und Bewegungssteuerungen von SEW-EURODRIVE kombiniert werden. Drehzahlgeregelte Anwendungen werden durch einfache Kommunikation mit Feldbus- oder Ethernet-Gateways ermöglicht. Für Positionieranwendungen steht eine Vielzahl skalierbarer Lösungen zur Verfügung – bis hin zu Mehrachslösungen. Der «Application Configurator» und das «Controllermodul Configurable Control Unit» (CCU) ergeben zusammen eine leistungsstarke und kostengünstige Möglichkeit zur Steuerung vieler üblicher Anwendungen über vordefinierte Anwendungsmodule, die lediglich parametriert werden. Darüber hinaus kann man benutzerdefinierte IEC61131-Programme schreiben und bis zu 16 Achsen mit dem «Motion Controller» MOVI-PLC steuern. Er entlastet die Haupt- oder Host-Steuerung deutlich und hilft, Platz und Kosten zu sparen. Durch die damit mögliche Modularisierung haben die Kunden und OEMs mehr Kontrolle über die Komplexität und Kosten ihrer Antriebslösung.

Beim «Smart Servo Package» wird nur eine einzige Controller- und Antriebsplattform eingesetzt, was üblicherweise den kostenaufwändigeren Steuerungsarchitekturen vorbehalten ist.

Eine einzige Controller- und Antriebsplattform Das «Smart Servo Package» bietet die Möglichkeit, die benötigten Automatisierungsstufen für verschiedenste Maschinentypen skalierbar abzustufen – von einfachen Drehzahlanwendungen bis zu leistungsstarken, flexiblen Mehrachsanwendungen. Dabei wird nur eine einzige Controller- und Antriebsplattform eingesetzt – ein Vorteil, der üblicherweise wesentlich kostenaufwändigeren Steuerungsarchitekturen vorbehalten ist. Seine elektromechanische Leistungsstärke erhält das «Smart Servo Package» durch die Kombination mit Synchronmotoren CMP und Planetengetriebe PSC von SEW-EURODRIVE. Die Motorserie bietet Stillstandsmomente bis 7,1 Nm und Spitzendrehmomente bis 31 Nm. Neueste Wicklungs- und Magnettechnik sorgt für äusserst kompakte Motoren und der trägheitsarme Rotor macht sie besonders dynamisch. Standardfunktionen wie KTY-Temperatursensoren, elektrisches Typenschild und optionale Haltebremsen sorgen für Zuverlässigkeit und leichte Handhabung. Keine externe Kupplung Die spielarmen Planetengetriebe PSC sind hoch effizient und verschleissfrei. Dank stark belastbarer Lager und Gehäuse weisen sie eine hohe Torsionssteifigkeit und Querkraftbelastbarkeit auf. Die lebenslange Schmierung ermöglicht eine lange, wartungsfreie Nutzungsdauer. Der integrierte Eingangsadapter des PSC-Getriebes bildet mit dem CMP-Motor einen kompakten Servogetriebemotor mit perfektem Sitz und optimaler Ausrichtung – ohne Verwendung externer Kupplungen. Die kundenseitige Montage und Demontage sind damit jederzeit möglich.

Schneller und einfacher Start: Der leistungsstarke Kompaktantrieb MOVITRAC LTX legt automatisch alle relevanten Parameter fest.

Flexibel anpassbares SSP Das neue intelligente «Smart Servo Package» von SEW-EURODRIVE sorgt für wertvolle Zeitersparnis bei der Auswahl, Installation und Inbetriebnahme dank perfekt abgestimmter Komponenten. Mit skalierbaren Steuerungen, Gateways und CCUs lassen sich auch die Kosten besser steuern. Ob es sich um eine Feldbusanbindung oder eine vollwertige Bewegungssteuerung handelt – das SSP lässt sich flexibel anpassen, wodurch sich die Kosten deutlich reduzieren. Die langjährige Erfahrung von SEW steht hinter dem gesamten Paket. Ist eine Antriebs- und Automationslösung bis 5,5 kW und 163 Nm Maximalmoment gefragt, gibt es kaum eine «smartere» Wahl als das «Smart Servo Package» von SEWEURODRIVE. ●

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MESSTECHNIK

● Sensorik

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Messen von Druck und Temperatur in der Kavität

Der Blick ins Werkzeuginnere Die Integration von Sensorik in Spritzgusswerkzeuge schafft die Voraussetzungen für den «Blick in die Kavität» und somit für eine sehr exakte Inline-Qualitätskontrolle. Diesen Schritt hat die Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG vollzogen.

S

ehr komplexe Konturen und grosse Unter- Dipl.-Ing. Stefan Martini: «Die Sensoren sind so in schiede in den Wandstärken: Das sind ak- die Werkzeugwand integriert, dass sie nahezu untuelle Trends bei Spritzgusskomponenten, die wie- mittelbar in der Kavität messen. Sie wurden an den derum von allgemeinen Technik-Trends wie Leicht- jeweils kritischen Stellen platziert und erfassen bauweise und Funktionsintegration getrieben wer- zum Beispiel, ob die Schmelze auch in den dünnden. wandigen Bereichen die Form vollständig ausfüllt.» Unter diesen Bedingungen wird es für den Spritz- Solche qualitätsrelevanten Merkmale lassen sich giesser immer wichtiger, die Vorgänge im Werk- durch indirekte Messung wie der Hydraulikdruck zeug zu erfassen. Hier gilt es, sicherzustellen, dass nicht mit hinreichender Genauigkeit erfassen. Für die Form gerade an den kritischen Stellen mit die Verbindung des Werkzeugs mit der Maschine Schmelze befüllt ist und dass die Werkzeugküh- wurde ein spezielles Steckersystem eingesetzt, das lung ausgewogene Temperaturverhältnisse an in der Formplatte angebracht ist. dick- und dünnwandigen Stellen gewährleistet, damit es beim Abkühlen nicht zu Bauteilverzug Messwert als Hilfsinstrument. Mit dieser Innovation auf der «Hardware»-Seite war die Arbeit für die kommt. Mit modernen Simulationsmethoden kann man Weiss-Ingenieure aber noch nicht beendet. Erst diese Vorgänge zwar modellieren und die Baueile durch die Integration der Sensorik in die Steueim Vorfeld entsprechend optimieren – ob das Ergebnis im Einzelfall den Vorgaben und den Simulationen entspricht, lässt sich jedoch kaum beurteilen. Denn den Möglichkeiten der Messwertgenerierung in der Form sind enge Grenzen gesetzt, sodass man sich meist mit indirekDie Druck- und Temten Parametern über die Maschi- peraturmessung in nensteuerung behelfen muss. der Kavität schafft die Voraussetzung Die geeignete Sensorik. Die Ent- für perfekte Prozesswickler der Weiss Kunststoffverar- qualität. (Bilder: Weiss) beitung GmbH & Co. KG haben sich davon jedoch nicht beirren lassen. Das Unternehmen produziert hochwertige Funktionsbauteile vorwiegend aus Polyamiden. In einem schon vor zwei Jahren gestarteten Projekt hatte sich Weiss zum Ziel gesetzt, die zentralen Parameter des Drucks und der Temperaturverhältnisse möglichst nahe am Prozess zu erfassen. Die besondere Herausforderung bestand in der Auswahl der dazu geeigneten Sensorik und ihrer Integration in das Werkzeug. Nach umfassenden Versuchen mit verschiedenen Sensormodellen entschied sich Weiss für die Zusammenarbeit mit einem Sensorhersteller und integrierte Druckund Temperatursensoren in einem ersten Werkzeug. Projektingenieur

Die Temperaturverläufe im Spritzgussprozess werden genau erkannt und gleich auch dokumentiert.

rungstechnik der Maschine lassen sich die Vorteile der Inline-Messwerterfassung voll ausschöpfen. Die Auswertung der Messwerte übernimmt ein Zusatzgerät. Dieses erhält von der Spritzgiessmaschine das Signal «Einspritzvorgang beginnt» und misst dann den exakten Druck- und Temperaturverlauf. Stefan Martini: «Mit den zur Verfügung stehenden Werten kann man das Formnest ‹abtasten› und Einblick in die Form nehmen. Das ist besonders in filigranen Bereichen, die in der Simulation als kritisch erkannt wurden, ein immenser Fortschritt.» Zudem erlaubt das neue Verfahren auch eine ganz neue Fahrweise der Anlagen: «Die Messwerte liefern uns die Grundlage, um den Umschaltpunkt zu steuern und somit den Spritzgiessvorgang individuell zu regeln. Das ist aus Sicht des Spritzgiessers ein echter Meilenstein.» Die Konse-


Sensorik ●

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Dipl.-Ing. Stefan Martini, Projektingenieur/Verkauf: «Bei dieser neuen Technologie treffen zwei Welten aufeinander.»

quenz aus Anwendersicht liegt auf der Hand: Die reproduzierbare Qualität der Komponenten wird deutlich erhöht. Automatisierte Qualitätskontrolle. Um die neue Mess- und Regelungstechnik bestmöglich in den

automatisierten Produktions- und Qualitätssicherungsprozess einzubinden, hat Weiss auch die Entnahmeroboter steuerungstechnisch eingebunden: Wenn die gemessenen Temperatur- bzw. Druckwerte nicht mehr im Toleranzbereich liegen, werden die Teile sofort in den Ausschuss gegeben – und zwar der komplette «Schuss». Wenn dies mehrfach hintereinander vorkommt, gibt die Maschine eine Störmeldung an die Leitwarte, sodass das Personal im Betrieb nach der Ursache forschen kann. Selbstverständlich werden die gemessenen Werte auch gespeichert und auf Wunsch des Kunden dokumentiert. Zur Information der Werker wird jeweils ein Laptop an der Maschine angeschlossen, der die ermittelten Werte online anzeigt. Sofortige Ausschusserkennung. Die Inline-Messung in der Kavität wird bei Weiss im ersten Schritt für anspruchsvolle Bauteile verwendet, die zum Beispiel dünn- und dickwandige Konturen aufweisen. Auch Sicherheitsbauteile für die Automobilindustrie sind ein prädestinierter Anwendungsfall. Stefan Martini: «Bei dieser neuen Technologie treffen wirklich zwei Welten aufeinander: ein tonnen-

MESSTECHNIK

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schweres, sehr hart beanspruchtes Werkzeug und sehr empfindliche Sensorik.» Dass diese Kombination wirklich das Beste aus beiden Welten bietet, zeigt die Praxis: Teile, die die Qualitätsanforderungen nicht erfüllen, werden sofort ausgeschleust, und es ist sichergestellt, dass alle gelieferten Komponenten unter definierten Prozessparametern produziert wurden. Der Blick ins Werkzeug gibt dem Anwender somit die Gewissheit, dass auch bei komplexen Bauteilen sehr anspruchsvolle Qualitätsvorgaben der Kunden erfüllt werden – zu 100 %. (ea) ●

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MESSTECHNIK

● Mess- und Prüftechnik

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Berührungsloses Messen in der industriellen Umgebungs

Optische Messtechnik unter der Lupe Verkaufszahlen belegen, dass nach wie vor einfache optische Messgeräte im Produktionsalltag ihre Daseinsberechtigung haben. Immer bessere Bildverarbeitungsprogramme, höhere Messgeschwindigkeiten sowie fallende Systempreise werden den Vormarsch der berührungslosen optischen Messtechnik fördern. VICTOR AUGUSTIN

senden Merkmals bestimmt. Die Genauigkeit der Messung ist durch den Messtisch und die Einbaumessschrauben vorgegeben. Auch hier werden vermehrt Messrechner für die Geometrieberechnung verwendet. Die Gesamtvergrösserung wird durch die Vergrösserung des Objektivs und des Okulars bestimmt und reicht bis zu einer Vergrösserung von 2000-fach.

D

as berührungslose Messen in der industriellen Umgebung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Von der einfachen Abstands- und Positionsmessung bis hin zur 3D-Vermessung werden berührungslos messende Systeme eingesetzt. Induktive und optische Endschalter sowie digitale Massstäbe werden zur Maschinenüberwachung und Steuerung benutzt. Für die dimensionelle Vermessung von Teilen werden von der einfachen Messlupe über optische Profilprojektoren, Messmikroskope, Bildverarbeitungsmessgeräte bis hin zu Lasertracker verwendet. Laser-Messmikroskope erlauben das Messen von Makrostrukturen bis auf wenige nm (nanometer, 0.000001 mm) und mittels Lasertracker werden heute Messgenauigkeiten im Hundertstelbereich bei Messvolumen bis zu 50 m erreicht. Die berührungslose industrielle Messtechnik zeichnet sich im Wesentlichen durch eine sehr grosse Genauigkeit bis zu 10-9, Messbereiche von nm bis über 100 m, hoher Messpunktdichte und hohen Messraten aus. Profilprojektoren. Die am häufigsten eingesetzten berührungslosen Messmittel in der Werkstatt sind Profilprojektoren. Diese Geräte werden bevorzugt eingesetzt zur Vermessung kleiner, dünner und weicher Objekte. Die zu prüfenden Teile werden auf einen Kreuztisch gelegt und entweder im Durchlicht (Licht von unten) oder im Auflicht (Licht von oben) beleuchtet. Das Bild des Prüflings wird vergrössert, üblich 10-, 20-, 50- bis 100-fach, auf der Mattscheibe des Profilprojektors dargestellt und vermessen. Damit das projizierte Bild nicht eine grosse Massabweichung aufweist, sind die Anforderungen an die Objektive sehr hoch. Um Messabweichungen durch Unschärfe und Verzeichnung zu reduzieren, werden üblicherweise sogenannte telezentrische Objektive verwendet. Bei telezentrischen Objektiven ist der Vergrösserungsfaktor unabhängig vom Objektabstand. Noch immer weit verbreitet. Bei der Messung unterscheidet man zwischen zwei Varianten, der Messung im Bild und der Messung am Bild. Bei der Messung im Bild wird der vergrösserte, sichtbare Bildausschnitt des Objektes auf der Mattscheibe vermessen. Bei der Messung am Bild wird die Verschiebung des Kreuztisches mit einbezogen. Ist das zu messende Merkmal im Bild, kann mittels entsprechender Schablonen die Abweichung gemessen werden. Moderne Profilprojektoren verwenden

Die am häufigsten eingesetzten berührungslosen Messmittel in der Werkstatt sind Profilprojektoren. (Bild: Brütsch/Rüegger Tools)

Messrechner wie z. B. Quadra-Check, TESA-Reflex 2D, QM-Data usw. Bei der Verwendung von Messrechnern werden die Merkmalkanten mittels eines Fadenkreuzes oder einer automatischen Kantenfindung angetastet und die X-, Y-Position des Messtisches ausgelesen. Durch die Verwendung der Koordinaten der Antastpunkte können somit die gewünschten Geometrien der Merkmale berechnet und bestimmt werden. Dank der einfachen Handhabung, der Werkstatttauglichkeit und des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses ist der Profilprojektor auch im Zeitalter der 3-dimensionellen Koordinatenmesstechnik immer noch weit verbreitet. 2D-Messmikroskope. Die Messmikroskope unterscheiden sich zu Universalmikroskopen durch die Verwendung eines Messtisches, mit dessen Hilfe die Messobjekte in der X- und Y-Achse unter der Mikroskopoptik positioniert werden können. Die genaue Positionierung und deren Auslesung erfolgt durch mechanische oder digitale Einbaumessschrauben. Man unterscheidet weiter zwischen Okular- und digitalen Messmikroskopen. Beim klassischen Messmikroskop schaut der Betrachter durch die Optik und mithilfe eines Fadenkreuzes im Bildfeld werden die Koordinaten des zu mes-

Visuelle Protokollierung. Bei digitalen Messmikroskopen wird das Bild durch eine digitale Kamera aufgenommen und auf einen Bildschirm übertragen. Der Betrachter sieht somit ein indirektes Bild. Die Vergrösserung des Bildschirmbildes ergibt sich aus der Vergrösserung des Objektivs (Abbildungsmassstab auf dem Sensorchip der Kamera) und der eingesetzten Bildschirmgrösse. Die Auflösung (Bilddichte) des Messfensters wird durch die Pixeldichte der Kamera und des Bildschirms bestimmt. Die Messung im Bild erfolgt durch Geometrieverarbeitungsprogramme unter Verwendung der Koordinaten der Pixelposition. Um die Messbereiche zu vergrössern, werden die Koordinaten des Messtisches digital eingelesen und dem Pixelkoordinatensystem überlagert. Die Massstabkalibrierung und die Korrektur von Bildverzeichnungen werden durch Eichaufnahmen von bekannten Referenzgittern mathematisch durchgeführt. Der Vorteil von digitalen Messmikroskopen sind Bildaufnahmen mit visueller Protokollierung der Messergebnisse. Auf dem Vormarsch. Verkaufszahlen belegen, dass nach wie vor einfache optische Messgeräte im Produktionsalltag ihre Daseinsberechtigung haben. «Man sieht, was man misst» und dies bringt Vertrauen in die Messung. Immer bessere Bildverarbeitungsprogramme, gekennzeichnet durch noch bessere Autofokus und Kantendetektion, noch höhere Messgeschwindigkeiten sowie fallende Systempreise werden den Vormarsch der berührungslosen optischen Messtechnik fördern und den vermehrten Anforderungen an 100%-Kontrollen ge● recht werden.

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WEITERBILDUNG – Weiterbildungsangebot des Instituts für Jungunternehmen IFJ

Die Unternehmerschmiede in drei Modulen Das Institut für Jungunternehmen IFJ (www.ifj.ch), Partner von präsenz-produktion-plus, bietet – für SVBF-Mitglieder und Mitglieder der p-p-plus-Community vergünstigt – einen dreiteiligen Weiterbildungskurs an.

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er dreiteilige Weiterbildungskurs des IFJ trägt den Titel: Praxis Pur – Die Unternehmerschmiede in 3 Modulen 1. Teil: Fit für den Firmenstart Wann: am 20. Juni 2011 von 18 bis 21 Uhr Wo: im Technopark Zürich Inhalt: • Zielsetzung des Kurses / Ablauf / Vorstellungsrunde Strategie und Planung (Inhalte des Businessplans, Analysen • Finanzierung (Formen, Anlaufstellen, Kapitalbedarf) • Gründung (Rechtsformen, Handelsregister, Steuern, Versicherung) • Zum Start (Marketing, Medien, Verkauf) Dozent: Philipp Winteler, Projektleiter und Programmverantwortlicher von venturelab, dem Startup-Training der Kommission für Technologie und Innovation KTI. 2. Teil: Finanzen Wann: am 27. Juni 2011 von 18 bis 21 Uhr Wo: im Technopark Zürich Inhalt: • Voraussetzungen für eine erfolgreiche Finanzierung • Bilanz, Erfolgsrechnung, Finanzpläne, Small & Smart / Big & Beautiful • Eigenfinanzierung: Möglichkeiten, Vor- und Nachteile, Investorenerwartungen • Fremdfinanzierung: Kredite, Leasing, Mezzanines Kapital, Kapitalgeberwünsche • Checkliste: Die wichtigsten Schritte im Finanzierungsprozess

Auch der Geschäftserfolg des Jungunternehmers beginnt mit Weiterbildung.

Dozent: Stephan Dir, selbstständiger Berater für KMU und seit vielen Jahren Trainer am IFJ Institut für Jungunternehmen sowie Dozent am ZfU (www.zfu.ch). 3. Teil: Der Businessplan Wann: am 30. Juni 2011 von 18 bis 21 Uhr Wo: im Technopark Zürich Inhalt: • Festlegung der Geschäftsidee • Erstellung der SWOT-Analyse • Analyse und Ausarbeiten von Strategien • Kennzeichnen der Prioritäten und Ziele • Ableitung von Massnahmen für den Verkauf • Deckung der Finanzen

(Bild: Gerd Altmann, Pixelio.de)

• Meilensteine und Sofortmassnahmen • Management Summary und Anträge • «Verkaufen» des Businessplans Dozent: André Brühlmann, Mitglied der Geschäftsleitung des IFJ Instituts für Jungunternehmen in St. Gallen. Preis: Alle 3 Teile der Weiterbildungsveranstaltungen «Unternehmerschmiede» kosten Fr. 350.– für SVBF-Mitglieder und p-p-plus-Community-Mitglieder, für Nichtmitglieder Fr. 400.–. Nähere Angaben und Anmeldung bei info@ifj.ch unter Angabe der SVBF- oder p-p-plus-Community-Mitgliedschaft.

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EDITORIAL

Zielstrebig

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turm und Drang beflügelt die Jungunternehmer, sich mit guten Produkten und glänzenden technischen Lösungen einen Platz im Markt zu erkämpfen. Logisch, dass bei der Unternehmensgründung ein Businessplan, alle Vorkehren zur Produkteherstellung und das Einrichten des administrativen Umfeldes im Vordergrund stehen. So lernt man die Lieferanten der Materialien, Komponenten und Halbfabrikate schon im Prototypen-Stadium gut kennen und kann die Spreu vom Weizen trennen. Während im produktorientierten Bereich Zielstrebigkeit herrscht, fehlt dies nicht selten in der Vermarktung. Einige mögliche Abnehmer sind bekannt, aber von einem Konzept der Marktbearbeitung kann noch nicht die Rede sein. Ein paar Ideen zur Vermarktung wurden aufgeschnappt oder von der Konkurrenz kopiert,

doch letztlich bleibt das Marketing Stückwerk. Es fehlt der rote Faden. Der Hauptfehler besteht darin, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht, sich auf einzelne Marketinginstrumente konzentriert, ohne ein verifizierbares Marketingziel zu formulieren. Nicht selten steht im Hintergrund auch das ungute Gefühl, viel Geld in Marketingmassnahmen investieren zu müssen, ohne eine Vorstellung über deren Nutzen und Wirkung zu haben. An diesem Punkt sollte professionelle Hilfe eingeschaltet werden, beispielsweise in Form von Weiterbildung am Institut für Jungunternehmen IFJ. Zudem ist es ratsam, einen «Götti» zur zeitlich begrenzten Unterstützung anzuheuern. Schliesslich ist es unabdingbar, das Tagesgeschäft in eine Strategie einzubetten. Strategisch heisst in diesem Zusammenhang, die Einzelaspekte des Systems «Unternehmen» unter dem Gesichtspunkt der Vermarktung der unternehmerischen Leistung zu einem Aktionsvektor zu bündeln. Die Summe dieser Massnahmen findet ihren Niederschlag in einem Marketing-Konzept. Wichtig: ein solches Konzept ist nie fertig, es ist vielmehr ein ständiges Wechselspiel zwischen Zielen, Zielstrebigkeit und Zielraum. Ein offenes System mit den verschiedensten FeedbackZugängen, die dem Unternehmen ständig kritisch-frischen Wind um ● die Ohren blasen. Alois Altenweger

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UNTERNEHMEN – Die Rolle der Führung im strukturierten Verbesserungsprozess

Standards sind nicht in Stein gemeisselt Der Beitrag stellt das Prinzip der flexiblen Standardisierung vor und greift zudem auf Ergebnisse einer umfangreichen Untersuchung des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft zur Umsetzung von Produktionssystemen in 38 Unternehmen in Deutschland zurück, die aktuell erschienen ist. P R O F. D R . R E R . P O L . D I P L . I N G . R A L F N E U H A U S

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tandardisierung im Rahmen von Produktionssystemen zielt nicht auf einen Zustand ab, der mittels Standard für die Ewigkeit geschaffen wurde, sondern vielmehr auf eine «flexible Standardisierung». Grundlage des Prinzips der flexiblen Standardisierung ist der Gedanke, dass standardisierte Prozesse, Konzepte und Methoden dabei helfen sollen, das Produktionssystem so stabil wie möglich zu gestalten. Das bedeutet, dass der Standard – als augenblicklich bester bekannter betrieblicher Zustand – einen Rahmen schafft, in dem Prozesse, Konzepte und Methoden immer auf die augenblicklich beste Art und Weise ausgeführt werden können. Das Prinzip der flexiblen Standardisierung geht somit davon aus, dass die in einem Produktionssystem zusammengefassten Prozesse, Methoden und Konzepte zunächst einmal für sich betrachtet augenblickliche «best practice»-Lösungen im Unternehmen darstellen. Diese «best practice»-Lösungen werden dabei allerdings nicht als endgültig abgeschlossen betrachtet. Sofern betriebliche Erfahrungen oder Verbesserungsprozesse effektivere Vorgehensweisen generieren, müssen die geltenden Standards überarbeitet werden, wodurch neue und verbesserte Standards entstehen. Diese neuen Standards werden ihrerseits wiederum formalisiert. Formalisierung bedeutet, dass die jeweiligen einzelnen Prozesse, Methoden und Konzepte z. B. hinsichtlich Prinzip, Werkzeug, Visualisierung und deren Verknüpfung beschrieben und dargestellt werden, was die Anwendung der einzelnen Methoden und Instrumente erleichtert. Allerdings – und da liegt eine grosse Gefahr in der Standardisierung – darf der Standard nicht zu einem statischen Zustand und zu einer Form der Bürokratisierung führen, bei dem Veränderungen zum Besseren nicht mehr möglich sind. So erlaubte z. B. Taichi Ohno bei Toyota lange Zeit nicht, etwas über seine standardisierten bzw. «normierten» Methoden aufzuschreiben, da er der Überzeugung war, dass ein Verbesserungsprozess nie aufhört und er durch die schriftliche Fixierung feste Form annimmt und dadurch zum Stillstand kommt. Der strukturierte Verbesserungsprozess. Das Prinzip der flexiblen Standardisierung unterstellt, dass langfristig wahrscheinlich keine perfekten Lösungen existieren, weshalb es auch keinen Grund gibt, sich auf einem derzeitigen oder neu definierten Standard auszuruhen. Dieses Grundverständnis ist der

Ausgangspunkt und die Basis für strukturierte Verbesserungsaktivitäten. Es ist jedoch äusserst schwierig, einen Prozess nachhaltig zu verbessern, wenn er nicht standardisiert ist, da Standardisierung die grundsätzliche Voraussetzung ist, um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess aufzusetzen. Ein strukturierter Verbesserungsprozess entfaltet sich erst auf Basis bekannter und etablierter Standards. Wenn die Schwankungsbreite bei der Ausführung des Prozesses sehr weit gefasst werden kann und es eine grosse Anzahl von Varianten

Prinzip der flexiblen Standardisierung.

Verbesserungsaktivitäten, die typischerweise gezielt initiiert werden müssen, im Unternehmen implementieren. Um einen nachhaltigen Nutzen von erzielten Verbesserungen zu haben, ist es erforderlich, die erreichten Verbesserungen durch Standards abzusichern. Anschliessend müssen diese Standards durch die Führungskräfte regelmässig dahingehend auditiert werden, ob die standardisierten Abläufe auch tatsächlich befolgt und beherrscht werden oder ob diese Prozesse eventuell unzweckmässig sind. Wenn beispielsweise die Mitarbeiter die beschriebenen Standards genau befolgen und dennoch Qualitätsprobleme, Defekte, Fehler usw. auftreten, müssen die Standards überarbeitet und modifiziert werden. Der augenblickliche Istzustand kann als Kugel dargestellt werden, der mittels «Standardisierungskeil» festgehalten bzw. abgesichert wird. Der Istzustand kann bzw. muss aber im Verlauf von Verbesserungsaktivitäten, z. B. mittels (Bild: zvg) PDCA-Zyklus (Plan, Do, Check, Act), regelmässig hinterfragt und weiterentwickelt werden. Sobald eine bessere Lösung gefunden wurde, ist diese zu standardisieren, um den neuen Zustand abzusichern und eine spätere Verschlechterung zu vermeiden.

Die Rolle der Führung. Ein Vorteil des Prinzips der flexiblen Standardisierung Inhalte der Auditierung im Verbesserungsprozess (Mehrfachbesteht für Führungskräfte darin, dass sonennung). (Bild: zvg) wohl die Verbesserung der Standards selbst als auch die Auditierung der im gibt, wird jede Verbesserungsaktivität zu einer wei- System integrierten Prozesse, Methoden und Konzepteren Variante dieses Prozesses führen, wo jeden te bezüglich der vorgeschriebenen und effizienten Tag entschieden werden kann, welche Variante Anwendung erleichtert wird. In diesem Sinne man wählt. Daher können Verbesserungsmassnah- schränkt Standardisierung Komplexität ein und ist men, die nicht an einer bestehenden Basis – d. h. gleichzeitig Ausgangspunkt für Verbesserungsmassan Standards – ansetzen, ins Leere zielen und da- nahmen und neue Lösungen, die zu einem neuen mit ineffektiv werden. Standard werden. Auf diese Weise erfolgt eine «abDie bestehenden Standards stellen bei guter Ak- gesicherte» kontinuierliche Verbesserung des Produkzeptanz durch Mitarbeiter, Führungskräfte und tionssystems. Fachexperten Kristallisationskerne für die Eigenini- Für Führungskräfte bedeutet die konsequente Enttiative der Mitarbeiter dar, da diese Standards die wicklung und Verfolgung von Standards: eindeutige, einheitliche Basis für Prozessverbesse- • Basis, um Verbesserungen zu schaffen, rung schaffen, die Auseinandersetzung mit dem • Schwankungen zu reduzieren, Prozess fördern, für einfache, transparente Pro- • Vertrauen und Beständigkeit zu fördern, zessdarstellung sorgen und als Kommunikationshil- • Vorgehensweisen zum Aufdecken von Problefe dienen, z. B. in Verbindung mit Arbeitsunterweimen zu schaffen, sungen. Auf dieser Basis lassen sich kontinuierliche • Basis für Ausbildung und Training zu schaffen,


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• Mehrarbeit, Sicherheits- und Produkthaftungsprobleme zu eliminieren. Für Führungskräfte ist es zudem wichtig, allen Betroffenen zu verdeutlichen, dass Standards im Rahmen von Verbesserungsprozessen nur dazu dienen, von noch besseren Standards abgelöst zu werden. Das heisst nicht, dass jeder Mitarbeiter und jede Führungskraft unkontrolliert permanent andere Standards definieren kann, nur weil man der Meinung ist, dass ihre Standards besser als der Ausgangszustand sind. Wenn die Überzeugung heranwächst, dass der bestehende Standard nicht mehr den Anforderungen entspricht, müssen entsprechende Zahlen, Daten und Fakten gesammelt und/oder Verbesserungsaktivitäten initiiert werden, um einen neuen Standard zu definieren. Damit ergibt sich in der betrieblichen Praxis ein oftmals «neuer» Aspekt des Managements, d. h. eine Führungskraft hat diesbezüglich grundsätzlich zwei Aufgaben: Zum einen muss sie den Standard des bisher Erreichten erhalten und gegen Verschlechterung absichern, und zum anderen muss sie das bisher Erreichte verbessern, indem sie den Prozess bewertet, der zu einem verbesserten Ergebnis führt. Die Umsetzung des Prinzips in der Praxis. Die Optimierung technischer und organisatorischer Abläufe ist in den 38 befragten Unternehmen, die einen organisatorisch verankerten Verbesserungsprozess zur kontinuierlichen Optimierung des Produktionssystems realisiert haben, in der Regel eine über verschiedene Standards definierte Aufgabe der Mitarbeiter, Führungskräfte und Fachexperten. Neun der untersuchten Unternehmen haben ihre Verbesserungsaktivitäten im Sinne des Prinzips der flexiblen Standardisierung organisiert und generieren dabei im Vergleich die meisten Verbesserungsvorschläge pro Mitarbeiter und Jahr (Top 9). Die im

Sinne der Generierung einer hohen Anzahl an Verbesserungsvorschlägen erfolgreichen Top 9 setzen vor allem auf gruppenorientierte Verbesserungsaktivitäten im Rahmen von Workshops sowie auf entsprechende Trainings von standardisierten Methoden und Problemlösungstechniken für den Verbesserungsprozess. Die Problemlösungskompetenz und -verantwortung der Mitarbeiter, Führungskräfte und Fachexperten wird hier in der betrieblichen Praxis durch standardisierte Prozesse und Problemlösungstechniken gestärkt, was beispielsweise durch entsprechende Qualifizierungsmassnahmen abgesichert wird. Die Verbesserung der betrieblichen Abläufe geschieht bei den Top 9 u.a. durch die Reduzierung von Verschwendung in den Prozessen. Führungskräften fällt beim Verbesserungsprozess hier vor allem die Aufgabe der Kommunikation und Transparenzerzeugung zu, d. h. die präzise Rückmeldung von Ergebnissen, Besprechung von Verbesserungsvorschlägen und deren Qualität. Insbesondere diese hervorgehobene Kommunikation der Führungskräfte der Top 9 mit ihren Mitarbeitern scheint ein wesentlicher Grund für deren Erfolg zu sein. Führungskräfte tragen darüber hinaus die Verantwortung für die Umsetzung, Ableitung und Kontrolle von Verbesserungsmassnahmen. Ein weiterer Aspekt, der als Grund für den Erfolg der Top 9 herangezogen werden kann, ist die konsequente Überprüfung des Umgangs mit bestehenden Standards. Bestehende Standards sind die Grundlage, auf deren Basis auch Fachexperten und Führungskräfte agieren, um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Unternehmen etablieren zu können. Bei den Top 9 werden bestehende Standards täglich vornehmlich von den Führungskräften überprüft, wobei sie dabei auch von Mitarbeitern und Fachexperten unterstützt werden. Notwendige Veränderungen der

Standards werden zumeist an Führungskräfte und Fachexperten zurückgemeldet, die auch verantwortlich für die Schaffung neuer Standards sind. Allerdings zeigt die Erhebung auch, dass die Regelkreise, bestehend aus Standardisierung, KVP und Auditierung, in den 38 Unternehmen nicht ausreichend verankert sind. Im Rahmen des Verbesserungsprozesses wird vor allem die Massnahmenumsetzung und -ableitung auditiert. Erstaunlicherweise ist der in den Unternehmen implementierte Verbesserungsprozess vordergründig nicht zur Weiterentwicklung von Standards – im Sinne einer flexiblen Standardisierung – vorgesehen, da die Weiterentwicklung von Standards in der Auditierung nur eine untergeordnete Rolle spielt. Die Untersuchung zeigt auch, dass die durchzuführenden Audits zu einem grossen Teil im Vorfeld angekündigt werden. Zu hinterfragen ist dann allerdings der Nutzen solcher Audits. Es stellt sich in diesem Fall die Frage, ob auf diese Weise nicht eine «Scheinwelt» auditiert wird, die insbesondere zum Tag des Audits entsprechend präpariert wurde. Fazit. Im Produktionssystem gehören neben den ursächlichen Arbeitsaufgaben insbesondere strukturierte Verbesserungsaktivitäten – im Sinne des Prinzips der flexiblen Standardisierung – zum Aufgabenprofil von Mitarbeitern, Führungskräften und Fachexperten. Es ist insbesondere die Aufgabe der Führungskräfte, dieses Prinzip entsprechend abzusichern und voranzutreiben. Leider ist dies, wie die Untersuchung von 38 Unternehmen gezeigt hat, in vielen Unternehmen nicht oder nur unzurei● chend implementiert. Ralf Neuhaus Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) in Düsseldorf

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VERBANDSNACHRICHTEN – Jubiläumsgeneralversammlung 65 Jahre SVBF

Gratulation zum «eisernen» Jubiläum Der Schweizerische Verband für Betriebsorganisation und Fertigungstechnik SVBF feierte sein 65-jähriges Bestehen im Air Force Center in Dübendorf. Ein Rundflug mit einer JU-52 krönte die Jubiläumsveranstaltung.

D

as Flieger- und Flabmuseum war vom Verbandsvorstand als Tagungsort der 8. Generalversammlung vom 14. April 2011 ausgewählt worden. Unter der routinierten Leitung von Verbandspräsident Hans Betschart konnten die statutarischen Geschäfte rasch abgewickelt werden. Nach einer Spezialführung durch das Museum begaben sich die Anwesenden als Jubiläumsüberraschung auf einen Rundflug mit einer JU-52 – ein Ereignis, das die Teilnehmer sicher nicht so rasch vergessen werden. Der Jahresbericht 2010. Trotz des schwierigen Marktumfeldes des vergangenen Jahres kann der SVBF Schweiz das Jahr 2010 wieder mit einem positiven finanziellen Ergebnis abschliessen, das wir vorab unserem «Finanzhüter» Hans Lemmenmeier zu verdanken haben. Nachdem sich der Verband in den letzten Jahren vor allem mit Reorganisationsmassnahmen beschäftigen musste, kann sich der SVBF mit neuen Kräften wieder seiner eigentlichen Verbandsaufgabe, der beruflichen Weiterbildung, zuwenden. So lancierten wir im Berichtsjahr verschiedene Weiterbildungsveranstaltungen, deren Schwerpunkte nach wie vor «produktionsorientiert» sind. Sie befassen sich mit allen Aspekten von «Mensch + Arbeit». Allerdings zeigte sich, dass es aufgrund eines stark angewachsenen Weiterbildungsangebotes schwieriger wird, für die Seminare die jeweils notwendige

Anzahl Teilnehmer zu finden, sodass mehrere Veranstaltungen leider nicht durchgeführt werden konnten. Verbandsintern mussten wir zu unserem grossen Bedauern vom langjährigen Mitglied Fritz Iff, Sektion Nordwestschweiz, für immer Abschied nehmen. Der Vorstand war an seiner Beerdigung vertreten, und der Verband bezeugte seine Anteilnahme mit einem Kranz. Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes. Der SVBF konnte mit der Integration seiner Publikation «Planung + Produktion» in die Zeitschrift «Technica» für seine Mitglieder eine führende Fachzeitschrift von hoher Kompetenz und grossem Ansehen gewinnen. Monatlich berichtet «Planung + Produktion» über Betriebswirtschaft, Personalfragen, Forschung und Bildung. Ausserdem wurde die Publikation durch das Online-Magazin «präsenz-produktion-plus» (www.p-p-plus.ch) ergänzt. Wichtig sind die präsentierten Weiterbildungsprogramme, die häufig in Zusammenarbeit mit Partnerverbänden angeboten werden. Wir danken unserem Mitglied Alois Altenweger für die kompetente Gestaltung unserer Seiten in der «Technica» und die Betreuung von präsenz-produktion-plus, was sowohl Inhalt als auch Präsentation betrifft. Wir möchten es auch nicht versäumen, unseren Partnern bei der «Technica»-Redaktion und -Administration für ihre Unterstützung zu danken.

Ausblick. Durch die vielfältigen Kommunikationsmittel und -wege verändern sich die Rahmenbedingungen im Aus- und Weiterbildungsbereich enorm und bedingen auch im SVBF entsprechende Anpassungen der Strukturen und des Dienstleistungsangebotes. Die traditionelle Form der Weiterbildung wird zwar nicht verschwinden, aber zunehmend ergänzt durch Computer- oder Webbased Trainings, virtuelle Klassenzimmer und Chat-Foren. Es entstehen neue Lehr- und Lernformen, die zeitlich und geografisch eine bedeutend höhere Flexibilität als der Frontalunterricht bieten. Der SVBF wird in seinen Weiterbildungsangeboten diese Herausforderung aufnehmen. Wir vom SVBF sind überzeugt, dass die Ressource «Wissen» für jede Person und jedes Unternehmen entscheidend für den Erfolg und Bewältigung der künftigen Pro● bleme sein wird. Hans Betschart SVBF-Verbandspräsident

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ONLINE – Artikelauszüge aus dem Onlineportal von P + P

Von IQ bis Solarenergie Was ist besser: IQ oder doch die Emotionale Intelligenz? Und ist die Sonnenenergie auch in der Schweiz wirklich nutzbar? Das Onlinemagazin von Planung + Produktion hat darauf die Antworten. Die vollständigen Artikel befinden sich auf der Webseite www.p-p-plus.ch/highlights.

I

Q oder EQ? Intellektuelle Fähigkeiten geniessen in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Daher verwundert es nicht, dass Schule und Universitäten diese besonders gewichten und die emotionalen Kompetenzen häufig ignorieren. Doch gute Noten allein sagen noch nichts darüber aus, wie ein Mensch das Auf und Ab seines Lebens zu meistern versteht, oder darüber, ob er über einen hohen Ideenreichtum und einen ausgeprägten Innovationsehrgeiz verfügt. Option Solarenergie. Die Sonne beliefert die Erde jährlich mit 10 000-mal mehr Energie als wir verbrauchen. Auch in der Schweiz ist die Einstrahlung 220-mal höher als der Bedarf. Was liegt also näher, als diese sichere, saubere und kostenlose Energiequelle zu nutzen? Chinas sieben Arbeitsmarkttrends. Chinas Wirtschaft hatte Ende der 70er-Jahre die Kommandowirtschaft nach russischem Vorbild hinter sich gelassen. Ein wohl einzigartiger Transformationsprozess setzte ein: Marktmechanismen traten an die Stelle der Planwirtschaft. Die Zeit der Niedrigkostenproduktion wird bald vorbei sein. Insbesondere ist jetzt schon ein harter Kampf um qualifizierte chinesische Mitarbeiter im Gang.

(Bild: Silke Kaiser, Pixelio.de)

Mit weniger mehr fertigen. Die Rohstoff- und Energiekosten steigen rapide an. Längst bestimmen sie massgeblich den Preis des Endprodukts. Künftig können sich nur Unternehmen auf dem Markt behaupten, die Materialien und Energie effizient nutzen. Die grosse Herausforderung ist es, das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch zu entkoppeln. Mit Druckluft Wind speichern. Bereits 1978 nahm das weltweit erste Druckluftspeicherkraftwerk nahe Bremen seinen Betrieb auf. Seine Hauptaufgabe damals: nachts produzieren, über-

schüssigen Strom aus Atomkraftwerken für Zeiten hoher Nachfrage speichern. Heute stehen Druckluftspeicherkraftwerke wieder im Fokus des Interesses. Sie sollen das schwankende Stromangebot aus erneuerbaren Energieträgern wie Wind und Sonne kontinuierlich nutzbar machen. Forscher des RUB-Lehrstuhls für Thermodynamik und des Fraunhofer-Instituts UMSICHT entwickeln mit dynamischen Auslegungsmethoden einen auf die neuen Anforderungen abgestimmten Entwurf. ● p-p-plus – eine Dienstleistung des SVBF.

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Export-Forum osec

WIRTSCHAFT – Spannendes 9. Aussenwirtschaftsforum der Osec in den Hallen der Messe Zürich

Enjoy Capitalism Es war ein lebhaftes, von bemerkenswert positiver Grundhaltung geprägtes Forum der Schweizer Aussenwirtschaft, das vor Kurzem in Zürich stattfand. «Wenn die Winde der Veränderung wehen, bauen die einen Schutzmauern und die anderen Windmühlen» – mit diesem Zitat lancierte Osec-CEO Daniel Küng eine lebhafte Debatte über die Chancen des Wandels. MARTIN GYSI

G

ezündet wurde das Redefeuerwerk des Forums, das unter dem Motto «Neuland – Chancenland» stand, vom Schwedischen Wirtschaftsexperten Dr. Kjell A. Nordström: «Noch nie waren auf der Welt so viele Menschen auf dem Weg zu mehr Demokratie und Wohlstand – dies ist so, auch wenn die Katastrophenmeldungen derzeit ein anderes Bild vermitteln.» Er machte auch klar, dass Kapitalismus nichts mit Politik zu tun hat – Kapitalismus gibt es auch in sozialistischen Ländern – sondern nichts anderes als eine Maschine darstellt, die aus allem zwei Stapel macht: effizient oder ineffizient. Diese Maschine hat sich zu einem globalen System entwickelt, das nicht kontrollierbar aber indirekt beeinflussbar ist und mit Regeln in geordnete Bahnen gelenkt werden muss. Auf dem globalen Ineffizient-Stapel liegen im Moment zum Beispiel Griechenland und Portugal.

che. Als wesentlichste «Winde der Veränderung» der Zukunft nannte er: • Nahrung und Wasser werden dieselbe Bedeutung erlangen, wie heute die Energie. • Frauen werden die Wirtschaft von morgen prägen. Sie studieren häufiger und haben ein vernünftigeres Risikoverhalten – «Lehman Sisters wäre nicht passiert!». • Schon heute leben 52 % der globalen Bevölkerung in Städten. 2040 werden es mindestens 80 % sein. Wir exportieren dann nicht mehr in Länder, sondern in Städte.

Grundsatz her ins gleiche Horn wie sein Vorredner. So meinte er zur Expansion seines Unternehmens: «Unsere Firmenphilosophie beruht auf dem Grundsatz: Kreativität und Innovation sind immer stärker und mächtiger als das Wissen. Deshalb versuchen wir, immer konsequent die Ersten, anders oder die Einzigen zu sein.» Ergänzt und abgerundet wurde die gleichermassen gehaltvolle und kurzweilige und von Stephan Klapproth stets witzig und kompetent moderierte Veranstaltung durch weitere Referate, ExportPanels und Impuls-Sessions.

Das Prinzip des Reichwerdens. Mit viel Witz erklärte Nordström sein absolut sicheres Rezept, um Geld zu machen: • Viele Ideen haben und herausfinden, welche davon gut sind. Die meisten sind leider schlecht. • Herausfinden, welche Idee zu einem Monopol führt – mindestens temporär.

«Osec Export Award». Anlässlich des Forums wurde zum vierten Mal der «Osec Export Award» verliehen. Der Gewinner in der Kategorie «Step-in» ist die Firma Baumot AG. Die in Fehraltorf ansässige Firma, die Partikelfilter für Dieselmotoren produziert, zeichnet sich durch einen vorbildlichen Markteintritt in China aus. In der Kategorie «Success» ging die Auszeichnung an die Firma OVD Kinegram AG. Das Unternehmen mit Sitz in Zug ist ein weltweit führender Hightechspezialist, der in rund 90 Ländern optische Sicherheitsmerkmale zum Schutz gegen Fälschungen und Verfälschungen von staatlichen Ausweispapieren und Banknoten herstellt. Der Award wird der OVD Kinegram AG für den Expansionserfolg in Brasilien bzw. für einen Grossauftrag der brasilianischen Regierung verliehen. Der Award ist ein Anerkennungspreis, der von einer unabhängigen sechsköpfigen Jury an je ein Schweizer Unternehmen in den Kategorien «Success» und «Step-in» vergeben wird. Während es in der Kategorie «Success» um nachweisliche Erfolge im Exportgeschäft geht, stehen in der Kategorie «Step-in» junge Exportprojekte im Rampenlicht. Bei der Siegernominierung wird bewertet, ob die Unternehmen ihr Expansionsvorhaben zielgerichtet, systematisch und konsequent durchgeführt ● haben.

Kjell A. Nordström: «Wandel wird entweder angenommen oder man versucht, ihm zu entgehen. Fluchtstrategien werden immer schwieriger, gerade für Länder wie die Schweiz.

Lehman Sisters wäre nicht passiert. Angetrieben wird diese Maschine durch Innovation und Kreativität, beides setzt jedoch eine offene liberale Gesellschaft mit freier Presse voraus, für Nordström ein wesentlicher Grund, weshalb die «Freie Welt», sprich USA und Europa, auch wirtschaftlich die Nase vorbehalten wird. Aber gerade für Länder wie die Schweiz sei es wichtig, dass man sich dem Wandel stelle und ihm nicht auszuweichen versu-

• Die Idee innovativ umsetzen. Innovation ist eine Notwendigkeit aber kein Erfolgsrezept. • Den Markt mit einer der drei Methoden erobern: Schneller sein, etwas Attraktiveres bieten oder aber im Idealfall einmalig sein: fast and sexy. Er schloss sein rhetorisches Feuerwerk mit dem Aufruf: Es war noch nie so vielversprechend auf der Welt zu sein, wie heute: enjoy capitalism. Ebenfalls mit viel Humor und Verve stiess JeanClaude Biver, CEO der Uhrenfirma Hublot, vom

EXPORT-FORUM In Zusammenarbeit mit OSEC Business Network Switzerland


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PRODUKTE

DISTRELEC

B& R

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BACHOFEN

Frühlings-Magazin

Linearwegsensor nutzt Resonanzprinzip

Selbst vor der eher trockenen Welt der Industrie-Elektronik macht der Frühling nicht halt. Das Layout des aktuellen «Apropos» wurde gründlich überarbeitet und erscheint in neuer Frische und in neuem Look. Die Frische des Frühlings manifestiert sich auch bei der Präsentation neuer und innovativer Produkte. Einem bunten Frühlingsstrauss gleich präsentieren sich modernste Messgeräte, Stromversorgungen, Lötsysteme, Komponenten und allerlei nützliche Helfer für den Industriealltag. Ein ausführlicher Artikel über LED-Stromversorgungen ergänzt das Magazin mit viel Wissenswertem und wichtigen Informationen. In Zeiten, in denen der Glühlampe das Aussterben droht, nimmt die LED eine zunehmend wichtige Stellung ein. Die Distrelec-Kurse und -Seminare rund um die Themen der aktuellen «Apropos»-Ausgabe bieten eine attraktive und erschwingliche Möglichkeit, um sich Fachwissen aus erster Hand und von kompetenter Seite anzueignen. Die enge Zusammenarbeit mit Herstellern und Lieferanten ermöglicht die Durchführung dieser praxisorientierten Kurse, deren Termine und Themen in der aktuellen Ausgabe zu finden sind. Das Magazin kann kostenlos angefordert werden oder ist mit einem einfachen Klick auf der Homepage der Distrelec zu finden.

Die neue induktive Linearwegsensor-Serie LI-Q25 von Turck ist ein störunempfindliches Wegerfassungssystem für Messbereiche zwischen 100 und 1000 mm. Die analogen Sensoren mit einer Systemauflösung von 1 ?m (Wiederholgenauigkeit 25 ?m) eignen sich speziell für Anwendungen, die aufgrund von technischen Einschränkungen mit bisherigen Erfassungssystemen nicht effizient gelöst werden konnten. Die IP-67-Sensoren basieren auf dem Resonanzprinzip. Die Positionserfassung erfolgt über ein Schwingkreissystem. Der Sensorkörper ist vollständig geschlossen, deshalb können weder Schmutz noch Feuchtigkeit die Sensorfunktion beeinträchtigen. Dank der besonderen Anordnung der Empfangsspulen wird das Ausgangssignal nicht durch den Abstand zwischen Sensor und Positionsgeber beeinflusst. Messfehler lassen sich so durch geringe Abstandsabweichung (0 bis 4 mm) effektiv verhindern. Unterschiedliche Ausgangssignale (0–10 V, 4–20 mA, IO-Link, SSI) und optionales Montagezubehör erhöhen die Einsatzfreiheit dieser Sensoren.

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Hardware-in-the-Loop für die Automobilindustrie Hardware-in-the-Loop – kurz HiL – ist seit Jahren ein bewährtes Element der modellbasierten Entwicklung. Maschinenmodelle, in Simulationswerkzeugen wie Simulink oder MapleSim entwickelt, werden mittels automatischer Codegenerierung auf eine Echtzeitumgebung übertragen und emulieren dort das Anlagenverhalten. Damit kann eine sichere

Entwicklungsumgebung für kritische Tests neuer Funktionalitäten geschaffen werden. Die PCs von B & R bieten HiL nun eine Plattform. Das B & R-System kommuniziert über eine Vielzahl von gängigen Feldbusschnittstellen und ist für den Dauerbetrieb in Industrieumgebungen konzipiert. Mittels «Automation Studio Target for Simulink» werden in der Simulationsumgebung implementierte Streckenmodelle per Knopfdruck auf die Echtzeitplattform übertragen. Ein breites Angebot an modernster Steuerungs- und Antriebstechnik ermöglicht die Abbildung eines Komplettsystems. Das System eignet sich vor allem für Entwickler von Prüfständen oder Testumgebungen in der Automobilindustrie oder Luft- und Raumfahrt.

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PRODUKTE

MSR ELECTRONICS

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ET-Busklemmen für extreme Klimazonen Mit der Erweiterung des Betriebstemperaturbereichs ausgewählter Standardbusklemmen und -koppler auf –20 bis +60 °C sind diese nun auch für Anwendungen im «Outdoor-Segment» geeignet. Häufige Anwendungsfelder finden sich zum Beispiel im Bereich alterna-

tiver Energien wie Windkraft- und Solaranlagen oder Gezeitenkraftwerke, die teilweise unter extremen klimatischen Bedingungen betriebsbereit sein müssen. Die Lagertemperatur der ET-Busklemmen (Extended Temperature) ist auf –40 bis +85 °C spezifiziert. Die Auswahl der für den erweiterten Temperaturbereich vorgesehenen I/OKlemmen deckt die gängigsten Anwendungsgebiete und ein breites Spektrum an Signalarten ab. Die Komponenten für den erweiterten Temperaturbereich sind zum selben Preis wie die Standard-Busklemmen verfügbar. Mit dem Einsatz der ET-Busklemmen kann der Anwender eventuell sogar die Mehrkosten für Heizung und Klimatisierung seiner Steuerungsplattform einsparen. Auch die Embedded-PCs der Serie CX5000 sind für den erweiterten Temperaturbereich ausgelegt.

Distanz messende Sensoren Leistungsstark im Miniaturformat

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60 % schnellere Messund Speicherrate Mehr Leistung fürs Geld: Neu kann der Minilogger MSR165 der Schweizer Technologiefirma MSR Electronics GmbH bis zu 1600 Messungen pro Sekunde im Bereich Beschleunigung in allen drei Achsen durchführen. Die Schocküberwachung ist bis ± 15 g möglich, 32 Messwerte werden bereits vor dem Ereignis aufgezeichnet. Zusätzlich kann der MSR165 wahlweise Temperatur, Feuchte, Druck, Licht und vier analoge Eingangsspannungen aufzeichnen. Die Speicherkapazität des Datenloggers beträgt über 2 Mio. Messwerte; mittels microSD-Karte (› 4GB) kann die Kapazität neu auf über 1500 Mio. Messwerte erhöht werden.

www.baumer.com www.baumer.com Ideal für anspruchsvolle Anwendungen: Ideal fürAuflösung anspruchsvolle Anwendungen: n Hohe und Wiederholgenauigkeit n Hohe Auflösung und Wiederholgenauigkeit n Grosse Messbereiche in kleinsten Gehäusen n Messbereiche in kleinsten Gehäusen n Grosse Optische, induktive, Ultraschall-Sensoren n Optische, induktive, Ultraschall-Sensoren n Geeignet für hochgenaue Positionierungen, Füllstandsmessungen, n Profilmessungen u.v.m. Positionierungen, Füllstandsmessungen, Geeignet für hochgenaue Profilmessungen u.v.m.

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Wir stellen aus: Fair for Automation 2011 Zürich, Halle 6, Stand G12, vom 16. - 17. 06. 2011

MSR Electronics GmbH 8444 Henggart 052 316 25 55 info@msr.ch, www.msr.ch


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PRODUKTE

DIHAWAG

AMO

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CARL GEISSER

LED-Arbeitsplatzleuchten für die Industrie

Winkelmesssystem mit Kalibriereinheit CHS

Die neuen LED-Leuchten von Carl Geisser sind dank vollständigem PUR-Verguss der LEDs unempfindlich gegen Erschütterungen oder Vibrationen und bieten einen sicheren Schutz gegen das Eindringen von Feuchtigkeit, Ölen, Kühl- und Schmierstoffen. Zudem bieten sie eine einfache elektrische Integration sowie Montagemöglichkeit. Erhältlich sind diese wartungsfreien LEDLeuchten in den platzsparenden Kompaktbauformen als Aluminium-Flachprofil mit und ohne Abblendung, als Montageprofilsystem für Eck- oder Wandmontage sowie als Arbeitsleuchte mit 250-mm-Metall-Schwanenhals. Zu den weiteren Vorteilen zählen flimmerfreies Licht in Tageslichtqualität (5600 K), Anschluss über 250-mm-PUR-Leitung mit M12-Stecker, leistungslose Fernschaltbarkeit mittels 24-V-Signal, Dimmer mit PWM-Signal, thermisch optimierte LED-Elektronikeinheit, integrierter Leitungs-, Überspannungs- und Temperaturschutz, kein Quecksilber sowie hohe Energieeffizienz.

Bei der Entwicklung des CHS-Systems wurde im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit angestrebt, die Zahl der Abtastköpfe in der Praxis zu minimieren. Das System arbeitet in der Praxis mit der Genauigkeit eines Mehrkopfsystems, jedoch wird im Betrieb nur ein Messkopf benötigt und nur zum Zeitpunkt der einmaligen Kalibrierung bei der Inbetriebnahme der Achse ein separater Kalibrierkopf temporär angeschlossen. Bei der Inbetriebnahme eines Winkelmesssystems in Verbindung mit der CHS-Einheit wird der Abtastkopf annähernd zu dem Messflansch in seiner endgültigen Position montiert. Für die Kalibrierung wird der Kalibrierkopf um ca. 180° bzw. 90° und 270° versetzt zum Messkopf temporär montiert; dabei bringt die Elektronik die Signale der beiden Abtastköpfe in Phasengleichheit. Bei einer folgenden Drehbewegung wird bei Erkennung der Referenzmarke durch den Messkopf der Kalibriervorgang gestartet. Nach einer Umdrehung ist die Datenerfassung abgeschlossen und die Abweichungen zwischen Mess- und Kalibrierkopf wurden ermittelt und gespeichert. Während des typischen Betriebes ist lediglich ein Messkopf angebaut, der in Abhängigkeit der bei der Kalibrierung aufgenommenen Daten korrigierte und hoch genaue Positionswerte in Echtzeit liefert. Der Kalibrierkopf kann bei jeder Inbetriebnahme erneut verwendet werden und stellt somit eine einmalige Investition dar, was das System auch aus wirtschaftlichem Gesichtspunkt interessant macht.

Carl Geisser AG, 8117 Fällanden 044 806 65 00, info@carlgeisser.ch, www.carlgeisser.ch

AMO Automatisierung Messtechnik Optik GmbH, A-4963 St. Peter am Hart +43 7722 658 56-0, office@amo.at, www.amo.at

Neue Trennfräser und Schneideplatte Mit einer Schnittbreite von 3 mm und Schneidkreisdurchmessern von 80/100/125 und 160 mm sind die neuen Trennfräser von Horn für Frästiefen von 18/25/32 und 50 mm ausgelegt. Je nach Durchmesser werden 8/10/12 oder 16 Wendeschneidplatten an den Umfang des Grundkörpers geklemmt. Sie sind in Rechts- und Linksausführung in verschiedenen Hartmetallsorten zum Fräsen von 3, 4 oder 5 mm breiten Nutz in Stahl, rostfreiem Stahl sowie in warmfesten Werkstoffen lieferbar. Beibehalten wurde bei der Neuentwicklung die Klemmung der Wendeschneidplatten. Im Zuge der Programmausweitung und der weitgehenden Standardisierung

der Produkte von Horn wurde auch die Schneidplattenreihe S316 erfasst. Im praktischen Einsatz bietet die neue Art der Pressung folgenden Vorteil: Dank der mittig angeordneten Schneidgeometrie kann das s-Mass bei allen Platten konstant gehalten werden. Die dreischneidigen Wendeplatten sind in Linksund Rechtsausführung zum Ein- und Abstechen für Stechbreiten von 1,5 bis 3 mm lieferbar. Für die verschiedenen Werkstoffe stehen drei Geometrien zur Wahl: Geometrie .5 ist für den universellen Einsatz konzipiert. Die neu entwickelte Geometrie .FY eignet sich besonders für rostfreie Stähle und Geometrie .EN für hohe Vorschübe. Abgestimmt auf die Anwendung und die drei Geometrieausführungen sind auch die Beschichtungen konzipiert: AS45 und TI25 für die Geometrien .5 und .FY, Beschichtung AS4G für die Geometrie .EN.

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PRODUKTE

BAUMER

BECKHOFF

Magnetische Näherungsschalter

Mit drei Familien magnetischer Näherungsschalter erweitert Baumer sein Portfolio der Magnetsensoren. Diese neue Produktgruppe detektiert Magnetfelder auf grosse Distanzen, je nach Permanentmagnet bis 60 mm und auch durch Metallwände. Die neuen magnetischen Näherungsschalter MFxM sind in quaderförmigen oder M8-Gehäusen untergebracht.

Die Gehäuse sind zum Teil baugleich mit Standardinduktivsensoren. Dies ermöglicht einen einfachen Austausch, wenn grössere Schaltabstände gefordert sind oder metallische Gegenstände die Detektion der Induktivsensoren beeinflussen. Der grosse Schaltabstand kann bei der Detektion für grössere Toleranzen sorgen und gleicht so ein Schwanken der zu detektierenden Objekte aus. Da die Magnetsensoren ausschliesslich Magnetfelder detektieren, können sie problemlos eingesetzt werden, wenn sich Metalle vor ihrer aktiven Fläche befinden. So kann der Sensor durch Wände aus nicht ferromagnetischem Material hindurch detektieren. Zu diesen Materialien gehören Edelstahl oder Aluminium. Dies hat den Vorteil, dass der Sensor als auch der zu detektierende Permanentmagnet geschützt montiert werden können. Vor allem in Aussenanwendungen wie in landwirtschaftlichem Gerät oder Hebefahrzeugen bedeutet eine mögliche Einhausung zusätzliche Robustheit. Baumer Electric AG, 8500 Frauenfeld 052 728 13 13, sales.ch@baumer.com, www.baumer.com

Erweiterte Sicherheitsfunktionen in TwinCAT Mit Einführung der neuen Softwaregeneration TwinCAT 3 wird auch die Beckhoff-Sicherheitstechnik um zusätzliche Funktionen für Engineering und Runtime erweitert. Das neue Konzept ermöglicht die Wahl der Programmiersprache und erhöht somit den Einsatzbereich für Safety-Anwendungen. Die Programmierung erfolgt, neben der bekannten Funktionsblockdiagrammsprache FUP, auch mit der Hochsprache C. Die Safety-Editoren sind Bestandteil der TwinCAT-3Engineering-Umgebung, die vollständig in das Microsoft Visual Studio® integriert ist. Das Entwicklungstool wird konsequent zur Programmierung von Safety-, SPS-, Motion-Control- oder Visualisierungsanwendungen genutzt. TwinCAT 3 bietet in einer Software alle für den Safety-Prozess notwendigen Funktionalitäten: Konfiguration, Programmierung, Diagnose sowie den TwinSAFE-Calculator zur Errechnung der Performance-Level gemäss der neuen Maschinenrichtlinie. Nach der neuen Maschinenrichtlinie muss der geforderte Performance-Level mathematisch nachgewiesen werden, wozu in der Regel externe Tools benutzt werden. In der Entwicklungsumgebung von TwinCAT ist der

TwinSAFE-Calculator mit integriert und kann damit auf alle schon einmal eingegebenen Daten zurückgreifen. Externe Safety-Sensoren und -Aktoren werden in einer Datenbank gepflegt.

Beckhoff Automation AG, 8200 Schaffhausen 052 633 40 40, info@beckhoff.ch, www.beckhoff.ch

Kabel für alles

Netzwerktechniker, Supporter und industrielle Anwender finden bei ARP für jedes Verbindungsproblem eine Lösung. Allein im Bereich der Patchkabel sind es über 500 Positionen. Zudem werden verschiedenste Spezialkabel angeboten. Stellvertretend für das vielseitige Sortiment hier drei Beispiele: – Die formbaren Kabel lassen sich spiralförmig beliebig biegen und verdrehen und behalten dabei ihre Form. So haben die Flex-Kabel immer die richtige Länge, und der lästige Kabelsalat unter den Arbeitstischen ist Vergan-

genheit. Die Flex-Kabel sind in den Ausführungen USB, Audio, HDMI, SCART und VGA erhältlich. – Mit einer Dicke von 2 mm ist dieses Kabel ideal für die Verlegung geeignet, beispielsweise in einem Kabelkanal. In den Steckern sind kleinste Signalverstärker eingebaut, damit eine hochwertige, einwandfreie Signalübertragung gewährleistet ist. Mit einem Gewicht von 40 g bei einer Länge von 2 m lässt es sich problemlos in jeder Laptoptasche verstauen. – Dieses aktive USB-2.0-Verstärkerkabel ermöglicht den Anschluss von USB-2.0-Geräten wie Speicherlaufwerken, Druckern, USB-Hubs, Mäusen und Tastaturen auf Entfernungen von über 20 m. Die Stromversorgung erfolgt dabei direkt über USB. Das Qualitätskabel unterstützt die volle USB-Geschwindigkeit. ARP Datacon AG, 6343 Rotkreuz 041 799 09 09, verkauf@arp-datacon.ch, www.arp.com


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FEINGUSS BLANK

PRODUKTE

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DIHAWAG

Dihawag vertritt Produkte von Graf

Feinguss in der Turbine eines Düsenjets

Dihawag erweitert ihre Produktpalette und ist ab sofort der exklusive Vertriebspartner in der Schweiz für die Werkzeugsysteme der Firma Ernst Graf GmbH. Damit ergänzt Dihawag ihr Portfolio optimal und bietet ihren Kunden das komplette Sortiment an Hochleistungsdrehwerkzeugen für CNC-Kurz- und -Langdrehautomaten sowie Mehrspindler-Drehautomaten an. Ab sofort sind Aussen-, Innen- und Rückseiten-Zerspanungswerkzeuge sowie die neu entwickelten und patentierten innen gekühlten Werkzeuge erhältlich. Ergänzt wir das Angebot mit mobilen Hochdruckpumpen, mit denen die innen gekühlten Werkzeuge optimal eingesetzt werden sowie mit einem grossen Sortiment an Zubehör und Speziallösungen für Langdrehmaschinen. Die Anwendungsbereiche der Produkte vom Graf Werkzeugsysteme sind vielfältig und reichen von der Automobil- und deren Zulieferindustrie über Maschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Hydraulik, Pneumatik, der Uhren- und Schmuckindustrie bis hin zur Medizintechnik. Auf der Medisiams 2011 (Halle 1.1/A8) und der EPHJ 2011 (Halle 17/C10) präsentiert Dihawag die neue Produktpalette.

Die Triebwerke der IQ-Hammer-Serie arbeiten nach dem Prinzip eines Strahltriebwerks. Das Gas verlässt die Turbine mit extrem hohen Geschwindigkeiten von ca. 1000 km/h und erzeugt hierbei den notwendigen Vortrieb für die Flugzeuge. Im Inneren der Turbine werden gut 600 °C erreicht. Für Bauteile des Antriebes kommen deswegen nur hitzebeständige Werkstoffe infrage. Die filigranen Schaufeln des hoch beanspruchten Turbinenrades müssen sehr hohe Festigkeiten und einen stabilen Rundlauf bei extrem heissen Temperaturen aufzeigen, weswegen hier die Speziallegierung Inconell 713c auf Nickelbasis ausgewählt wurde. Einen Inconell Werkstoff zu zerspanen, ist sehr kosten- und zeitintensiv. Im Feingussverfahren wird dieser Sonderwerkstoff unter Vakuum geschmolzen und sofort in der luftleeren Kammer detailgenau vergossen. Das zweite Feingussteil, das Leitsystem, das innerhalb der Turbine während des Betriebes starr bleibt, wird aus einer hitzebeständigen Edelstahllegierung feingegossen. An dieser Stelle kann mit der Edelstahllegierung 1.4849 der hohe geometrische Anspruch sichergestellt werden und ungewollte Verwirbelungen in der Turbine werden ausgeschlossen. Beim Feinguss unter Atmosphäre werden bis zu 0,5 mm dünne Wände am Gussteil und scharfkantige Schaufelenden annähernd zu 100 % rissfrei abgegossen.

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Das Sicherheitsmanometer MEX5 von Baumer ist speziell für den Einsatz in aggressiven Gasen und Flüssigkeiten konzipiert. Das Manometer hat einen Durchmesser von 100 mm und verfügt über einen speziellen Dämpfer. Dieser ermöglicht eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Vibrationen auch ohne den Einsatz von Dämpfungsflüssigkeit. Der übliche Messbereich des MEX5 ist –1… 0 bis 0 …1600 bar bei Betriebstemperaturen von –20…70 °C, wobei die Mediumstemperaturen bei bis zu 200 °C liegen können. Das MEX5 ist vor allem für Prozessindustrien wie die chemische und petrochemische Industrie sowie die Energie- und Gaserzeugung konzipiert. Da es nach Lloyd’s Register, ATEX und GOST zertifiziert ist, kann es auch auf Schiffen für die Druckmessung in Tanks eingesetzt werden. Das Messsystem und der verschweisste Prozessanschluss des MEX5 bestehen aus Edelstahl. Das Manometer weist eine Genauigkeit von Klasse 1 gemäss der europäischen Norm EN 837-1 auf und entspricht der Druckgeräterichtlinie PED 97/23/CE. Das verschweisste Edelstahlgehäuse des MEX5 kann mit einer Dämpfungsflüssigkeit (Glycerin/Wasser, Silikon) gefüllt werden. Eine alternative Dämpfungsmethode stellt der spezielle Dämpfer dar, der für die Baureihe MEX5 verfügbar ist. Er kann in bestimmten Fällen die Dämpfungsflüssigkeit ersetzen und ermöglicht eine mechanische Dämpfung von ± 1,6 % des gemessenen Drucks für die Messbereiche 0 …1 bar, 0 …1,6 bar und 0… 2,5 bar. Bei Drücken › 2,5 bar erreicht der Dämpfer einen mechanischen Dämpfungseffekt von ± 1 %. Baumer Electric AG, 8501 Frauenfeld 052 728 13 13, sales.ch@baumer.com, www.baumer.com

Der Federnshop – viel mehr als ein Online-Katalog Die Website von Gutekunst Federn beinhaltet mittlerweile eine Fülle von Funktionen rund um das Thema Federn: Federnkatalog, Federnberechnung, Federnanfrage, Federninformationen und CADDaten-Generator. Zentrales Element bleibt der Federnkatalog, der einen schnellen und einfachen Zugriff auf die mittlerweile 12435 verschiedenen Federbaugrössen erlaubt, die direkt ab Lager lieferbar sind. Dass es vom Finden der Feder bis zur Online-Bestellung nur wenige Schritte sind, ist selbstverständlich. Nicht selbstverständlich ist hingegen, dass hier auch zu jeder Feder direkt CAD-Daten in allen gängigen Dateiformaten zum Download bereitstehen. Und sollte eine Feder nicht im Katalog gefunden werden? Dann können die Daten der Feder aus der Katalogsuche auch automatisch in die Federnanfrage übernommen werden. Dort kann – unterstützt durch zahlreiche Hintergrundinformationen – umgehend eine individuelle Federnanfrage erzeugt und an Gutekunst Federn gesendet werden. Dabei ist unerheblich, ob es sich um Kleinmengen oder Grossserien handelt. Ein Highlight im Federnshop von Gutekunst ist das unabhängige Online-Federnberechnungsprogramm WinFSB. Es ermöglicht online die individuelle Berechnung von Druck-, Zug- und Schenkelfedern nach Baumass oder Weg-/ Längen-Kraft-Daten. Zahlreiche Hintergrundinformationen und Hinweismeldungen in der laufenden Berechnung unterstützen den User, und auch hier können sofort CAD-Daten der berechneten Feder erstellt werden. Und das alles funktioniert in neun Sprachen! Gutekunst + Co. KG Federnfabriken, D-72555 Metzingen, +49 71 23 960 0 www.gutekunst-federn.de, www.federnshop.com


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KUBO FORM

PRODUKTE

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SFS UNIMARKET

Intelligente Lagerbewirtschaftung SFS unimarket lanciert ein einfaches System zur kostengünstigen Bewirtschaftung von Verbrauchsartikeln. Bestellungen für Werkzeuge, Beschläge, Befestigungstechnik, chemisch-technische Produkte und sogar für Drittsortimente können automatisch übermittelt werden. Was mit einem intelligenten Bildschirm mit Touchscreen begann, ist zu einem gesamtheitlichen Problemlösungssystem geworden: Dazu gehören verschiedene Hardware-Varianten, Programmfunktionen, Dienstleistungen und modulare Lagergestelle. Ähnlich wie der eShop im Büro erleichtert Smart Tool System den Bestellprozess in der Werkstatt oder in der Produktion. Die Smart Tool-Software in der neuen Version V3 ermöglicht es, wiederkehrenden Bedarf über Scanner zu bewirtschaften oder Spontanbedarf ähnlich wie im eShop aus einem riesigen Sortiment auszuwählen. Artikel können direkt am Smart Tool erfasst und Produktzusatzinformationen abgerufen werden. Das System übermittelt die Bestellungen automatisch im gewünschten Rhythmus. Reicht das umfassende Angebot von SFS unimarket mit über 140 000 Artikeln nicht aus, lassen sich Sortimente von anderen Lieferanten direkt auf www.smart-tool.ch hochladen. Zwei Eingabegeräte sind erhältlich: Nebst Smart Tool Station, dem robusten Touchscreen mit Kugel- oder Handscanner, bietet SFS unimarket neu auch Smart Tool Mobile – ein handlicher Tablet-PC mit mobilem Bluethooth-Scanner. Dieser eignet sich hervorragend zur Bewirtschaftung weitläufiger Firmenareale oder Baustellen. SFS unimarket AG, 9435 Heerbrugg, 071 727 52 60 werkzeuge@sfsunimarket.biz, www.smart-tool.ch

PRÄZISE KLEINTEILEFERTIGUNG MIT FANUC ROBODRILL Präzisions-Bearbeitungszentren für hohe Ansprüche - Optimal für die Fertigung von Medizinal-, Uhrenund Maschinenbauteilen - 5-Achsenbearbeitung - Automatisierungslösungen mit Roboterzellen oder maschinenintegriertem Handling - Kundenspezifische Fertigungslösungen - Modernste Fanuc Steuerungs- und Antriebstechnologie 31iA5 Walter Meier ist Ihr Partner für modernste Werkzeugmaschinen, Werkzeuge und Reinigungsanlagen führender Hersteller. Wir beraten Sie gerne und kompetent.

Gummiverbundteile für Medizinaltechnik Lebensbedrohliche Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Lunge gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Viele Menschen erleiden dabei einen kardiogenen Schock, da lebenswichtige Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Mit dem schnellen Anschluss an eine mechanische Kreislaufversorgung kann diese Todesspirale gestoppt werden. Die Maquet Cardiopulmonary AG in Hirrlingen, Deutschland, ein international führender Hersteller von Herz-Lungen-Unterstützungssystemen, hat deshalb ein umfassendes mobiles Lebenserhaltungskonzept entwickelt. Cardiohelp System ist eines der kleinsten und leichtesten, vollständigen und tragbaren Herz-Lungen-Unterstützungssysteme der Welt, misst speziell entwickelten Verbrauchsmaterialien. Für den Schutzbügel arbeitete Maquet Cardiopulmonary mit Kubo Form AG zusammen. Der blaue Schutzbügel des Cardiohelp Systems dient in der Hauptsache dazu, das Gerät vor Schlägen beim Transport zu schützen. Eine der Hauptanforderungen an die Kubo Form war somit die Stossfestigkeit. Zudem sollte der Bügel gut griffig und formstabil sein. Die spezifische blaue Farbe war ebenfalls eine unerlässliche Anforderung, die wegen der Homogenität der Einfärbung und der Konstanz über die verschiedenen Produktionschargen hinweg nicht ganz einfach zu erfüllen war. Hohe Abriebfestigkeit, ausgeprägte Resistenz gegen Reinigungs- und Desinfektionsmittel und gute Feuerbeständigkeit waren weitere Kriterien, die erfüllt werden mussten. Kubo Form AG, 8307 Effretikon 052 354 29 29, info@kubo.ch, www.kubo.ch

Gesamtlösungen für Präzisionsfertigung Walter Meier (Fertigungslösungen) AG Bahnstrasse 24 CH-8603 Schwerzenbach Tel. 044 806 46 46 Fax 044 806 47 47 ch.machining@waltermeier.com www.waltermeier.com


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MATHWORKS

PRODUKTE

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OTTO SUHNER

Pinolen-Bearbeitungseinheit

Release 2011a bei Matlab und Simulink

Nach der erfolgreichen Markteinführung präsentiert Suhner die PinolenBearbeitungseinheit BEA 16 mit einem völlig neuen Antriebs- und Steuerungskonzept. Das Ziel dieser Neuentwicklung war die Integrierung der neuesten ServoAntriebs- und -Steuerungstechnik von Bosch Rexroth. Eine zusätzlich entwickelte Software ermöglicht dem Anwender, ohne CNC-Vorkenntnisse sechs verschiedene Basiszyklen zu programmieren. Durch die Visualisierung der sechs Zyklen Bohren, Kombibohren (bohren und gewindeschneiden mit einem Werkzeug), Gewindeschneiden, Bohren mit Entspänfunktion, Bohren mit Sprungfunktion und Hinterstechen ist die Programmierung äusserst bedienerfreundlich geworden. Sollte der gewünschte Bearbeitungszyklus einmal nicht den Standardvorgaben entsprechen und komplexer sein, kann auf die sog. Satzprogrammierung umgeschaltet werden. Die Bearbeitungseinheit BEA 16 selbst ist eine Präzisionseinheit aus der Reihe der Suhner-Pinolen-Bearbeitungseinheiten, die für harten Dauereinsatz im Mehrschichtbetrieb konzipiert wurden. Die Bohrleistung der BEA 16 beträgt 16 mm in Stahl 450 N/mm². Der max. Vorschubweg liegt bei 140 mm, die max. Drehzahl bei 5.000 min-1. Steigende Fertigungsstückzahlen und komplexere Werkstücke mit Allseitenbarbeitung führen heute zu einer Renaissance der sog. Sondermaschine, die nicht mehr als reine Einzweckmaschinen genutzt werden, sondern für ganze Teilefamilien eingesetzt.

Otto SUHNER AG, 5201 Brugg 056 464 28 28, automation.expert.ch@suhner.com, www.suhner.com

Im Mittelpunkt des Release 2011a (R2011a) der Matlab- und Simulink-Produktfamilien steht eine neue Generation von Codegenerierungsprodukten: Die drei neuen Produkte Matlab Coder, Simulink Coder und Embedded Coder erzeugen aus Matlab und Simulink heraus automatisch C- und C++Code. R2011a beinhaltet ausserdem ein Update der Polyspace-Produkte für die Verifikation von Embedded Software und Neuerungen für 80 weitere Produkte. In der Matlab-Produktfamilie steigert Release 2011a erneut die Performance zahlreicher Funktionen im Bereich der Linearen Algebra. In Anwendungen und Komponenten, die mit dem Matlab Compiler generiert werden, lassen sich nun mithilfe der Parallel Computing Toolbox bis zu acht lokale Worker gleichzeitig nutzen. Weitere Highlights des R2011a für Matlab sind: – Ein neues Innere-Punkte-Verfahren für quadratische Programmierung in der Optimization Toolbox. – Ein objektorientierter Solver für die Portfolio-Optimierung in der Financial Toolbox, der Umsatz- und Transaktionskosten berücksichtigt. Engle-Granger- und Johansen-Kointegrationstests und VEC-Parameterschätzung in der Econometrics Toolbox. Zudem führt MathWorks vier neue System-Toolboxen für Matlab und Simulink ein und strukturiert damit das Produktangebot für die Anwender einfacher. Mehr Infos: www.mathworks.de/products/new_products/latest_features.html. MathWorks GmbH, 3006 Bern 031 950 60 20, info@mathworks.ch, www.mathworks.ch

Vision Systems. Networked Systems. Embedded Systems. PERAVES MonoTracer Das Ökomobil der Weltklasse Gewinnen Sie eine Testfahrt!

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PRODUKTE

OLAER

PARKEM

SENSORTECHNICS

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Ob leicht oder tonnenschwer, die Handlingmechanik-Komponenten von Parkem bewegen alles an den richtigen Ort, und das bei maximaler Flexibilität und Kombinierbarkeit. Das Produktportfolio besticht durch seine Sortimentsbreite und -tiefe mit High-End- und Low-CostAusführungen. Alle Komponenten, Subsysteme und schlüsselfertigen Komplettsysteme sind langlebig und wartungsarm. Passend zu den Versionen sind die geeigneten Servoantriebe erhältlich. Die Handlingmechanik-Komponenten besitzen die besten Voraussetzungen für besondere und extreme Einsatzgebiete. Dazu gehören ATEX-Explosionsschutz, Rost-

frei-, Edelstahl- und Reinraumausführung sowie Schutzklassen bis IP69K. Verschiedene Antriebstechnologien wie Riemen, Zahnstage, Linearmotor, Kugelumlaufoder Planetenrollenspindel stehen zur Auswahl. Ob eine kostengünstige Gleitführung, eine wartungsfreie Laufrollenführung oder eine Kugelumlaufführung für hohe Kraftaufnahmen – für jede Anforderung steht das geeignete Führungssystem bereit. Typische Anwendungsgebiete sind Pick & Place, palettieren oder Schub-/Zug-Anwendungen sowie gernerell der Ersatz von Pneumatik und Hydraulik. Die Nennvorschubkräfte bei den Achsen betragen bis 3,7 kN und bei den Elektrozylindern bis 178 kN. Alle HandlingmechanikKomponenten erreichen die typische Wiederholgenauigkeit bis +/– 0,05 mm. Für hoch präzise Applikationen im Mikrometerbereich und darunter steht das vielfältige Sortiment an Parkem-Präzisionsmechanik zur Verfügung. Parkem AG MotionControl, 5405 Baden-Dättwil 056 493 38 83, info@parkem.ch, www.parkem.ch

Für Flüssigkeiten und Gase

Olaer baut kundenspezifische Hochdruckanlagen von transportablen, einfachen Geräten bis zu vollautomatischen, computergesteuerten Systemen für einen grossen Bereich industrieller Anwendungen. Olaer bietet: – Engineering – Druckluftangetriebene Hochdruckpumpen

für Drücke bis 7000 bar – Druckluftverstärker bis max. 380 bar – Gaskompressoren für Drücke bis 2400 bar – Hochdruckhomogenisatoren – Prüfstände – Umfüllanlagen – Hochdrucksysteme – Druckbehälter – Hochdruckventile, Kugelhähne, Fittinge und Rohre – Eigene Serviceabteilung Unsere Stärken: – Langjährige Anwendungserfahrung und Fachwissen – Flexibilität und Zuverlässigkeit – Kundenspezifische Lösungen – Qualitativ hochstehende Produkte Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage unseren Katalog.

Olaer (Schweiz) AG, 3186 Düdingen 026 492 70 00, info@olaer.ch, www.olaer.ch

Kostengünstige Edelstahl-Drucksensoren Sensortechnics neue OEM-Edelstahl-Drucksensoren der SSO-Serie messen Relativund Absolutdrücke in Bereichen von 200 mbar bis zu 35 bar. Die voll verschweissten, medienisolierten Edelstahlkonstruktionen mit G 1/8-Gewindeanschluss erlauben eine hohe Medienbeständigkeit im Einsatz mit korrosiven Flüssigkeiten und Gasen. Die SSO-Sensoren sind präzisionskalibriert und temperaturkompensiert und liefern hoch genaue und langzeit stabile Ausgangssignale. Die vollständig analoge Kompensationstechnik erlaubt eine nahezu unbegrenzte Auflösung und schnelle Sensor-Reaktionszeiten. Die Drucksensoren der SSO-Serie basieren auf bewährten piezoresistiven Silizium-Sensorelementen und bieten

OEM-Anwendern ein hervorragendes Preis-LeistungsVerhältnis. Die Laser-abgeglichenen Widerstandsnetzwerke auf Keramiksubstrat sind durch eine spezielle Beschichtung dauerhaft vor Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit oder Schmutz geschützt. Als weitere Gehäusevariante steht eine Membran-Version mit Schweissring zur Verfügung. Zusätzlich bietet Sensortechnics die schnelle und flexible Anpassung aller Edelstahl-Drucksensoren an spezielle Anforderungen sowie Versionen mit verstärktem Ausgangssignal und digitaler Schnittstelle. Die wichtigsten Merkmale der SSO-Drucksensoren: Relativ- und Absolutdruckbereiche von 200 mbar bis zu 35 bar; präzisionskalibriert und temperaturkompensiert; voll verschweisste, medienisolierte Edelstahlkonstruktion; G 1/8-Gewindeanschluss oder Membran mit Schweissring. Sensortechnics GmbH D-82178 Puchheim, +49 89 800830 info@sensortechnics.com, www.sensortechnics.com


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BIBUS

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PRODUKTE

BIBUS

COGNEX

Checker 4G mit Ethernet leicht integrierbar

Multipassage Drehdurchführungen

Der neue Vision-Sensor Checker 4G von Cognex bietet ein leistungsstarkes und benutzerfreundliches Setup. Er hat zusätzlich einen Ethernet-Anschluss für Fern-Setup und -überwachung, SPS-Kommunikation über EtherNet/IP und PROFINET sowie die Möglichkeit, Bilder jeder Inspektion auf einem FTP-Server zu speichern. Mit Checker 4G kann der Benutzer den Sensor entweder als Anwesenheits- oder Messsensor konfigurieren, den Fertigungsprozess überprüfen und fehlerhafte Teile aussortieren. Anwesenheitssensoren überprüfen das Vorhandensein von Merkmalen. Messsensoren stellen sicher, dass Merkmale hinsichtlich Höhe, Breite und/oder Durchmesser korrekt sind. In jedem Modus ist die Anzahl der Teilemerkmale, die ein einziger Checker «checken» kann, unbegrenzt. Dank der patentierten, extrem sicher arbeitenden Analysealgorithmen sind CheckerSensoren in der Lage, mehr als 6000 Teile pro Minute in unterschiedlichen Positionen auf dem Fertigungsband zu erkennen und zu überprüfen. Checker 4G kommt mit unpräzise positionierten Teilen zurecht und ist gleichzeitig in der Lage, einheitliche und zeitlich präzise Pass-/Fail-Ergebnisse zu liefern. Die neue Serie Checker 4G ergänzt die bestehende Serie 3G mit USBKonnektivität und mit Setup ohne PC durch SensorView® Teach Pendant. Mit allen Checker-Modellen haben selbst unerfahrene Benutzer die Möglichkeit, innerhalb von Minuten eine Lösung für die Fehlerbeseitigung zu realisieren. Informationen sowie ein Demo-Video unter http://www.cognex.com/4G.

Drehdurchführungen werden als Übergang zwischen stehendem Schlauch und rotierendem Maschinenteil zum Einführen verschiedenster Medien und sogar für Vakuum eingesetzt. Eine besondere Herausforderung ist das gleichzeitige Durchführen verschiedener Medien, die sich nicht vermischen dürfen. Um den vielseitigen Anforderungen an eine Mehrwege-Drehdurchführung gerecht zu werden, hat DEUBLIN die Entwicklung einer speziellen Drehdurchführung in Modulbauweise vorangetrieben. Das Basis-Doppelanschlussmodul weist in der Standardausführung einen verchromten Rotor auf, der je nach Anwendung zusätzlich gehärtet und geschliffen sein kann. Die Zweifachlagerung mit grossem Stützabstand sorgt für einen stabilen Betrieb und eine hohe Dichtungslebensdauer. Lieferbar ist das Grundgehäuse für alle Durchmesser mit G-, SAE- und NPTGewinden in Aluminium, C-Stahl, Edelstahl oder Messing und für Anschlüsse in den Grössen 1/8“ bis 1¼“. Ausserdem sind elektrische Schleifringe für mehrere Kreisläufe optional erhältlich. Je nach Medium, Druck, Drehzahl, Temperatur und Kanalgrösse kommen unterschiedliche Dichtungsarten wie Plastomer-, Elastomer-, mechanische oder hydrostatische Dichtungen zum Einsatz. Den Einsatz von Multipassage-Drehdurchführungen findet man in folgenden Anwendungen: – Der Stahlindustrie bei Revolverköpfen für Giesspfannen – Der Halbleiterindustrie bei PVD-Verfahren und der Waver-Bearbeitung – Der Kunststoff- und Werkzeugmaschinenindustrie an Drehtischen – Der Luft- und Raumfahrtindustrie und bei Simulatoren – Der Fahrzeugindustrie bei Kranfahrzeugen

Cognex Schweiz, 9000 St. Gallen 071 313 06 05, info@cognex.ch, www.cognex.ch

BIBUS AG, 8320 Fehraltorf 044 877 50 11, info.bag@bibus.ch, www.bibus.ch

Speedy – schneller und runder Die Leistungssteigerung bei vielen Maschinen, insbesondere in Werkzeugmaschinen, erfordern Kupplungen für höhere Drehzahlen. Durch die konstruktive Kombination von Steifigkeit und Dämpfung können im Einsatz der neuen spielfreien Ausgleichskupplung hohe Drehzahlen erreicht werden, ohne Einbusse in der Qualität des Rundlaufes in Kauf nehmen zu müssen. Selbst bei hoher Drehzahl wird somit die Unwucht und die Schwingungsbelastung niedrig gehalten. Die Ganzmetallkupplung ist steckbar und kann wahlweise mit ein- oder beidseitiger Flanschkonstruktion auf den Wellen befestigt werden. – torsionssteif und hochtemperaturfest – Ausgleich von radialem, axialem und winkligem Versatz

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– sehr kleine Rückstellkräfte – spielfrei und dämpfend / wartungsfrei und lebensdauerfest – Leichtbauweise – steckbar – keine Vorspannung erforderlich Die Grundserie wurde vorerst für Wellendurchmesser von 14 bis 55 mm ausgelegt. Entsprechend können die maximale Nenndrehmomente von 12 bis 685 Nm übertragen werden.

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Mechanische Fertigung

Messwerkzeuge Laserbeschriftungen

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Sandstrahl-ZubehĂśr

Sensoren

Schichtdicken-Messgeräte Wasserstrahl-Schneiden Sicherheitstechnik ex‡ ‰nw pxop lÂŒnw ‍؏‏Fццц

Schleifen

Stahl         "            !             

Schleif- und Poliermaschinen

Tieflochbohren/-Arbeiten

Ultraschall-Reinigungsanlagen

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TECHNICA RAPPORT

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Neuheiten von der Haussausstellung bei Hermle

Hermle-Power im EMO-Jahr Der Spezialist für CNC-5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentren baut seine Produktpalette durch MillTurn-Ausführungen und Automationsbausteine konsequent aus.

it einem lachenden und einem weinenden Auge eröffnete Dietmar Hermle, der Sprecher des Vorstandes der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG, die traditionelle Fachpressekonferenz, die immer im April stattfindet. Das lachende Auge verzeichnet seit dem Ende der Krise gegen Jahresmitte 2010 einen um mehr als das Doppelte gestiegenen Auftragseingang; das weinenden Auge registriert mit leichter Resignation, dass sich in der Branche so langsam aber sicher Beschaffungsprobleme abzeichnen, von denen man aktuell aber noch nicht betroffen ist. Denn klugerweise, so Dietmar Hermle, habe man auch in der zurückliegenden wirtschaftlichen Schwächephase den Kontakt zu den Lieferanten gehalten, und so-

Mehr als 1900 Besucher aus dem In- und Ausland kamen zur traditionellen Hausausstellung von Hermle AG. (Bild: Hermle)

gar über Bedarf geordert, weshalb die Bestände noch auf einige Sicht ausreichend sind und die Belieferung der Kunden sichergestellt ist. Ausserdem, so der für seine strikt nach Europa ausgerichtete Beschaffungsphilosophie bekannte Pragmatiker Hermle, gibt es für Hermle auch angesichts der Naturkatastrophen in Japan keine Probleme, weil man von dort eigentlich gar nichts bezieht, es sei denn über Umwege durch Zulieferer, was aber ebenfalls beherrschbar ist. So arbeitet das mittelständische schwäbische Vorzeigeunternehmen auch im EMO-Jahr konzentriert vor sich hin, jedoch ohne sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Lückenloses Teilspektrum. Das ist sehr deutlich daran zu sehen, dass sich gerade in den letzten beiden Jahren die Lücken im Produktprogramm nach allen Seiten hin weiter schlossen, sodass man mit

Erweiterte Automatisierung. Vor einem Jahr stellte Hermle das Hochleistungsbearbeitungszentrum C 42 U dynamic erstmalig der Fachwelt vor. Nach erfolgreicher Markteinführung folgt nun die weitere Automatisierung mittels Palettenwechselsystem PW 850. Wie alle anderen Palettenwechselsysteme der Hermle AG wird auch das System PW 850 als komplette Einheit aufgebaut und als anschlussfertiges Teilsystem (Kompletttransport) frontseitig an das Bearbeitungszentrum C 42 U dynamic adaptiert. Hieraus resultiert dann der neue Name C 42 UP dynamic. Das Palettenwechselsystem PW 850 wurde speziell für die C 42 U dynamic konzipiert und kann Transportgewichte von bis zu 850 kg pro Seite inkl. Palette handhaben. Das System besteht aus einer NCgesteuerten Verfahreinheit und einer Dreheinheit mit Doppelgreifer. Die grosszügig dimensionierten Zugangstüren ermöglichen dem Maschinenbediener den ergonomischen Zugang zum Arbeitsraum. Der Rüstplatz ist frontseitig angeordnet und wird über zwei grossformatige Klapptüren komplett geöffnet. Somit ist sowohl Kranbeladung als auch direkte Beladung mit anderen Hebegeräten möglich. Das Palettenwechselsystem kann mit einem 2-fachoder einem 3-fach-Speicher ausgestattet werden. Hierbei wird nur wenig zusätzlicher Platz benötigt. ● HERMLE (SCHWEIZ) AG 8212 Neuhausen am Rheinfall, 052 674 00 40 info@hermle-schweiz.ch, www.hermle-schweiz.ch

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der aktuellen C-Baureihe von der Grösse C 20 bis zur C 60 ein Teilespektrum mit Massen bis zu X = 1.200 x Y = 1.300 x Z = 900 mm und einem Teilegewicht bis 2.500 kg komplett abdeckt. Ausserdem gibt es die CNC-Bearbeitungszentren C 42, C 50 und C 60 jetzt auch alle in der neuen MT-Ausführung (MillTurn), womit die Komplettbearbeitung anspruchsvoller Präzisionsteile auch unter Einbeziehung der Drehbearbeitung zu erledigen ist. Doch Hermle wäre nicht Hermle, wenn man nicht auch zur Hausausstellung 2011, und obwohl die EMO doch erst im Herbst stattfindet, noch ein paar Pfeile aus dem Köcher ziehen könnte. Zum Beispiel beschreitet Hermle mit den Palettenwechselsystemen in mehreren Baugrössen neue Wege beim hauptzeitparallelen Rüsten der hoch dynamischen 3-Achsen-, 4-Achsen- und vor allen Dingen der 5-Achsen-Maschinen. Durch zusätzlich adaptierbare Werkstück-Speichersysteme wird damit eine signifikante Steigerung der Produktivität erreicht.

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5.2011 technica

DIE FIRMA

Der Hydraulikspezialist Wandfluh investiert in China

Der Frutigen-Shanghai-Express China ist ein rasant wachsender Markt – auch für Hydraulikprodukte. Wandfluh, ein Unternehmen im Berner Oberland, hat dies früh erkannt und ist mit seinen hochwertigen Hydraulikkomponenten seit 1997 vor Ort. Nun soll die Expansion im Reich der Mitte verstärkt werden. EUGEN ALBISSER

M

r. Jack Chen, Sales Engineer der Wandfluh Hydraulic System, hat sein Büro im Songjiang-Distrikt der Metropole Shanghai. Wenn er Kunden anruft, dann kann er auf einen Bonus zählen: Seine Hydraulikprodukte, die er im Portfolio hat, tragen die Aufschrift «Made in Switzerland». Darunter befinden sich hochwertige ölhydraulische Steuer- und Regelgeräte, aber auch digitale Verstärker- und Regelelektroniken, besonders auch für den Einsatz in Bereichen, wo schwierige Bedingungen herrschen oder wo Zuverlässigkeit absolut zwingend ist. Jack Chen: «Was aus

Hansruedi Wandfluh: «Das Potenzial für unsere Produkte in China ist derart gross, dass wir die Nachfrage von der Schweiz aus langfristig nicht befriedigen können.» (Bild: Wandfluh)

der Schweiz kommt, bürgt wie nichts anderes für Qualität und das ist in China ein enormer Vorteil.» Die idyllische Gegend, wo diese Komponenten produziert werden, liegt 9050 Kilometer von Shanghai entfernt. Wenn dort Jack Chens Patron in seinem Büro steht und aus dem Fenster schaut, sieht er zu seiner Linken die Bergflanken der Niesenkette, zu seiner Rechten das Gehrihorn. Und unmittelbar neben dem Firmengebäude verschwinden die Züge – zur Zeitgewinnung seit 2007, ohne einen Halt einzulegen im Ort – hinein in den

Lötschberg-Basistunnel. Frutigen heisst das Dorf im Frutigtal und Hansruedi Wandfluh, Geschäftsführer und Inhaber der Firma, ETH-Ingenieur und SVP-Nationalrat, weiss, der Nabel der Welt sieht anders aus – und trotzdem sind seine Produkte von hier aus erfolgreich auf allen Kontinenten angelangt. Global vertreten. Die Firma Wandfluh mit den rund 300 Mitarbeitern besitzt nicht nur in China Verkaufsniederlassungen, auch in Deutschland, Frankreich, England und den USA. Dazu kommen Vertretungen rund um den Globus, welche die rund 15 000 Produkte aus der Schweiz verkaufen. Doch der grosse und für Wandfluh stetig wachsende Markt liegt zurzeit in China – ein Markt, der für das Unternehmen selbst in der Krise keinen Einbruch brachte. «Zwar macht der Umsatz erst 5 Prozent am Gesamtumsatz aus, doch bis 2015 wollen wir ihn verfünffachen», sagt Hansruedi Wandfluh. Bereits im 1995 reiste Hansruedi Wandfluh nach Peking und besuchte dort eine Industriemesse und sah, dass europäische und amerikanische Hydraulikprodukte vertreten waren, «aber wenig für das anspruchsvolle Segment». Bei einem Mittagessen mit einem chinesischen Vertreter, den er auf der Messe traf, reifte die Idee, dass auch Wandfluh mit seinen Hochqualitätsventilen in diesen Markt hineinpassen würde. Zurück in Frutigen, machte sich Hansruedi Wandfluh und sein Team an Studien und Konzepte; Chancen und Risiken wurden abgewogen und als ersten Versuch stellte man 1997 auf einer Industriemesse in Beijing aus. Der Chef persönlich hielt ein Referat über die Integration der Elektronik in der Ventiltechnik. «Das Interesse war gross und damit war auch der endgültige Entscheid gefallen, in den chinesischen Markt zu gehen», sagt Wandfluh.

Produktion in China. Was zuerst mit einem Vertreter anfing, dann aber für die bessere technische Unterstützung mit einer Wandfluh-Gesellschaft im 2005 sich ausweitete, war nur der Startschuss. Jetzt soll erheblich investiert werden. Die Firma ist derzeit daran, ein Grundstück für einen Neubau zu kaufen. Ab Ende 2012 sollen dort einfachste Schieberventile und angepasste Ventilblöcke für den chinesischen Markt produziert werden. Ob damit das Ende des Swissness-Bonus gekommen ist? «Wir werden höchste Qualitätsstandards einführen», sagt Hansruedi Wandfluh, «und damit Schweizer Qualität ‹Made in China› produzieren.» Warum ein Unternehmer und Politiker, der an den Werkplatz Schweiz glaubt, bald auch in China produzieren wird, liegt auf der Hand: «Das Potenzial für unsere Produkte in China ist derart gross, dass wir die Nachfrage von der Schweiz aus langfristig nicht befriedigen können», sagt Hansruedi Wandfluh. Und schliesslich geht es nicht um eine Arbeitsplatzauslagerung. Im Gegenteil: Auch in Frutigen soll ausgebaut werden. Ein 3000 m2 grosser Anbau ist geplant, wo sich die Montagewerkstatt ausbreiten kann. «Leider sind wir wegen Einsprachen erheblich in Verzug damit», sagt Hansruedi Wandfluh. Von diesem lokalen Zwischenstopp abgesehen, lässt sich das Unternehmen bei der globalen Expansion nicht aufhalten. Dort läuft alles ● nach Plan.

WANDFLUH AG 3714 Frutigen 033 672 72 72 info@wandfluh.ch www.wandfluh.ch


technica 5.2011

ONLINE | AGENDA

technica-online.ch

Agenda

In dieser Ausgabe der «technica» finden Sie das Symbol «tplus» an verschiedenen Stellen im Heft. Es deutet darauf hin, dass für die gekennzeichneten Artikel weitere Informationen hinterlegt sind auf der technica-Webseite www.technica-online.ch. Sie finden dort, nach dem Anklicken des Buttons oben rechts, die zusätzlichen Informationen: Langversionen der Artikel, Datenblätter, Broschüren, Audiofiles, Filme oder Links. Die folgende Auflistung gibt eine Übersicht, bei welchen Artikeln in dieser Ausgabe und zu welchen Themen wir tplus-Material hinterlegt haben.

Elektronikkurse bei Distrelec Die Firma Distrelec in Nänikon hat drei Elektronik- und Elektrotechnikkurse ausgeschrieben, mit unterschiedlichen Levels:

HANNOVER MESSE Film über den Verkabelungsroboter «Averex», der an der Hannover Messe für Aufsehen sorgte.

Siemens zeigt in diesem Film, was sie an der Hannover Messe ausstellten. Ein Standrundgang also bei und mit Siemens. Der Film zeigt das Funktionsprinzip der permanent umlaufenden «intelligenten» PickChain-Förderkette von Igus, die alle Signale und Medien aufnehmen kann.

Kurs A: Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik Für Teilnehmer, die technisch interessiert sind und die Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik kennenlernen möchten. Kurs B: Praktische Anwendung der Elektronik Für Teilnehmer, welche die Grundlagen der Elektrotechnik kennen, aber mehr über die Bauteile und Schaltungen der Elektronik erfahren möchten. Kurs C: Vertiefte praktische Anwendung der Elektronik Für Teilnehmer, welche die Funktionsweise diskreter Halbleiter in einfachen Elektronikschaltungen verstehen; nun aber auch komplexere integrierte Schaltungen anwenden können wollen. Veranstalter Distrelec Adresse 8606 Nänikon 0449449911 Ort Distrelec-Haus, Nänikon Infos Termine, Kosten und Anmeldeformular auf www.distrelec.ch

Die Broschüre «Smart Power Networks» von Harting, ein Energieverteiler, der «Condition Monitoring» im Netzsegment ermöglichen.s Ein kurzer Film zu den Highlights 2011 der Phoenix Contact inklusive des im Bericht erwähnten ersten intelligenten USV. Die neuen Frequenzumrichter der Firma Danfoss. Englisch gesprochen.

EPHJ/EPMT Link zur Studie von Fasmed über die wirtschaftliche Bedeutung der Medizinaltechnik in der Schweiz.

FAIR FOR AUTOMATION & ELECTRONICS Die Ausstellerverzeichnis zur Messe Fair for Automation & Electronics in Zürich am 16./17. Juni 2011.

DIE FIRMA Ein Dokumentarfilm über die Firma Wandfluh in Frutigen (BE).

Digital Prototyping Days 2011 Im Juli 2011 bietet Autodesk zusammen mit autorisierten Fachhändlern kostenlose Veranstaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Mittelpunkt stehen die neuen 2012-Versionen für Digital Prototyping. Es werden neben Autodesk Inventor 2012, der Basis für die 3D-Konstruktion, Visualisierung und Simulation von virtuellen Prototypen, die neuen Product Design Suites und Factory Design Suites vorgestellt.

Veranstalter Ort Datum Kosten Infos

Autodesk diverse bis Ende Juli 2011 kostenlos www.autodesk.de


technica 5.2011

VORSCHAU/TECHNIKNACKNUSS

TECHNIKNACKNUSS Das Rätsel für technisch versierte Kreuzworträtselfreunde. Umlaute: 1 Buchstabe Das Lösungswort können Sie auf unserer Homepage www.technica-online.ch in der Rubrik «TechniKnacknuss» eingeben. Einsendeschluss: 26. Juni 2011. Unter den Einsendern der richtigen Lösung verlosen wir drei Jahresabonnemente von «KOCHEN», der grössten, unabhängigen Kochzeitschrift der Schweiz. Das Jahresabo hat einen Wert von Fr. 58.–. KOCHEN aus dem AZ Fachverlag erscheint 10-mal pro Jahr.

WerkzgInstant Spielabmasch. Mond d. Messchnitt HerSaturn saging (Sport) steller (Abk)

Vorstehender Grat (tech)

Hochd. RhythBez. f. musWeggli struktur

Schriftzeichen der Germanen

Wut

Staat der USA Wellenstützen beim Drehen

plötzlich

Eisensulfid Masseinh. f. Widerstand

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3

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Komponenten vereinigen

Urteilsvollstrecker

Hauptstadt Simbabwes Grünfutter für Menschen

Flussebene

zuvor

1

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ital. Traktorenmarke

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Berufl. Ausbildung Schlangenart

4

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8

Unterlage aus Futteral Getreide Halmen

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Einh. Vorsatz f.Trillionstel

2

Jugendlicher

5 | 2011

Wertpapier

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5

Zeichnungsdrucker

7

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J e d e n Ta g g e n i e s s e n .

Befürchtung

1

2

3

4

5

6

7

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05>

Heft 5 / 2011 6.50 / Euro 4.50 www.wildeisen.ch

Zentrum des Rades

Erstklassiges Rind Gugelhöpfe

Das richtige Lösungswort des TechniKnacknuss-Kreuzworträtsels in technica 03-11 lautete MEGALINK. Die Gewinner eines Jahresabonnements von FITforLIFE, dem Schweizer Fachmagazin für Fitness-, Lauf- und Ausdauersport sind: Franziska Schuster, Sepp Trueb-Perroset und Frans Heckman.

I S O N T B A T O I P S K F E R H O N

U C H U D N B C

P E S S U R B A M O H R H

F U T O N

N O R M A L L E E R H

F A R A I N E I S M U S O N G E S D G B K E H L E S E C E I T E R P L I E R E N A G A L A I N A E G E L G S A M L E H M U N N E R

M U T T E R L O S

K R A N E

VORSCHAU

Fluidik

Werkzeugmaschinen

Konstruktion/CAx

Vakuumerzeuger, Sauger, Schalter und Ejektoren sorgen dafür, dass mechanisch nicht fassbare Teile transportiert und positioniert werden können. Neue Vakuumtechnologien vereinfachen dort die Handlingsprozesse oder erschliessen neue Bereiche.

Neue verbesserte Materialien und stabilere Prozesse werden entwickelt, womit die generative Fertigung in immer weitere Bereiche vorstösst. Wird sie aber eines Tages sogar die Fräsmaschine ersetzen können? Ein Interview.

Firmen im Bereich des Industrial Designs brauchen eine 3D-Konstruktionssoftware, die einen äusserst flexiblen Einsatz erlauben: von reinen Designentwürfen bis zu Modellen, deren Daten direkt in die Produktion einfliessen, muss sie alles beherrschen.


80

IN DIESER AUSGABE

ABB Schweiz AG

4, 7, 10

Alfred Imhof AG

18, 41, 49

IMPRESSUM

KUKA Roboter Schweiz AG

18, 44

Laesser AG

71

Alfred Meili SA

71

Max Mitschjeta AG

ARP Datacon AG

64

maxon motor ag

ATI Stellram SA

32

MCH Messe Schweiz (Basel) AG

16

B & R Industrie-Automation AG

47

Messe Düsseldorf GmbH

17

MSR Electronics GmbH

62

National Instrument

37

NORD-LOCK Switzerland GmbH

28

Bachofen AG Baumer Electric AG

4, 61 62, 64, 66

Baumgartner AG

70

8 US 4

Olaer (Schweiz) AG

68

Bibus AG

70

Optris GmbH

71

BLUHM Systeme GmbH

19

OSEC

Beckhoff Automation AG

62, 64

60, 66

Otto Suhner AG

69

P.E. Schall GmbH

22

Brütsch/Rüegger Werkzeuge AG 22, 52

Parkem AG

68

Carl Cloos Schweisstechnik GmbH 1, 22

PHOENIX CONTACT AG

13

Cognex Schweiz

70

Phoenix Mecano

18

Dachser Spedition AG

20

Polysoude (Schweiz) AG

41

Deuta-Werke GmbH

42

Portmann Instruments AG

66

Bosch Rexroth Schweiz AG

18, 48

Boschert GmbH + Co. KG

36

Digana AG Dihawag

63 45, 63, 65

Reiden Technik AG Rotronic AG

30, 65 58

Distrelec AG

61

Schiess Fritz AG

17

Durolaminat AG

66

Schmalz GmbH

22, 23

Elektromotorenwerk Brienz AG

64

SCHMIDT Technology GmbH

79

energie-cluster.ch

54

Schoop + Co AG

46

EPLAN Software & Service AG

14

Sensortechnics GmbH

68

EPHJ/EPMT

25

SF-Filter AG

70

Erowa AG

5

SFS unimarket AG

51, 67

26

Siemens Schweiz AG

fairMeetings AG

12

SKF (Schweiz) AG

Fanuc FA Switzerland GmbH

10

SMC Pneumatik AG

10

17

Solid Solutions AG

59

Springmann SA / AG

55

Estech Industries Holding AG

Federtechnik Kaltbrunn AG FEINGUSS BLANK GmbH

63, 65

14 9

63

Sulzer Markets and Technology AG 13

Gressel AG

57

Swiss Technology Network

26

GRIBI Hydraulics AG

40

Swissmem

10

Güdel AG

18

TECALTO AG

43

Gutekunst + Co.KG Federnfabriken 66

The MathWorks GmbH

69

Hans Eberle AG

38

Thür & Co Federnfabrik

35

Harting AG

14

Tornos

29

Hermle (Schweiz) AG

77

TOX PRESSOTECHNIK

Hydrel GmbH

18

TRUMPF Maschinen AG

Geisser Carl AG

igus Schweiz GmbH

16, 68

Walter (Schweiz) AG

Ingersoll Werkzeuge GmbH

19

Walter Meier AG

ISO-Elektrodenfabrik AG

31

Wandfluh AG

IST-Edelstahl-Anlagenbau AG

38

WF Steuerungstechnik GmbH

Item Industrietechnik Schweiz GmbH

25

Jakob Keller Verschlusstechnik AG

71

Wild AG Zug

Keller Laser AG

61

Kerkhoff Consulting GmbH

11

Kubo Form AG

67

5.2011 technica

20, 77, 39 21, 22

die fachzeitschrift für die maschinen-, elektround metallindustrie ISSN 0040-0866, 60. Jahrgang 2011 www.technica-online.ch, www.marktspiegel.ch Total verkaufte Auflage: 1057 Exemplare Total Gratisauflage: 7368 Exemplare Kontakt Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Herausgeberin AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Tel. +41 (0)58 200 56 50, Fax +41 (0)58 200 56 51 Geschäftsführer Dietrich Berg Leiterin Zeitschriften Ratna Irzan Redaktion «technica», Neumattstr. 1, Postfach, CH-5001 Aarau, Tel. +41 (0)58 200 56 42, Fax +41 (0)58 200 56 61 Eugen Albisser, Chefredaktor, Tel. +41 (0)58 200 56 41 Martin Gysi, Masch.-Ing. FH, Tel. +41 (0)58 200 56 29 Externe redaktionelle Mitarbeiter Edgar Grundler, Alois Altenweger SVBF-Teil «Planung und Produktion» Offizielles Organ des Schweizerischen Verbands für Betriebsorganisation und Fertigungstechnik SVBF Schweiz, 8021 Zürich, www.svbf.ch Redaktor: Alois Altenweger, lic. rer. pol., Tel. +41 (0)34 402 56 69, a.altenweger@zapp.ch Copyright Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Text- und Bildunterlagen übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Produkte und Highlights sind kostenpflichtig. Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet. Leiter Werbemarkt Jürg Rykart, Tel. +41 (0)58 200 56 04 Anzeigen Peter Spycher, Tel. +41 (0)58 200 56 33 Verena Müller, Tel. +41 (0)58 200 56 42 Susanna Franzoni, Tel. +41 (0)62 721 00 00 Anzeigentarif unter www.technica-online.ch Verkauf Marktspiegel Christine Gehrig, Tel. +41 (0)56 631 22 20, Fax +41 (0)56 633 56 23 Leiter Marketing/Online Valentin Kälin Aboverwaltung abo@technica-online.ch Tel. +41 (0)58 200 55 70 Preise Abonnementspreis: Fr. 95.– Ausland: Fr. 95.– plus Postgebühren Layout/Produktion Pia Zimmermann Druck Vogt-Schild Druck AG, 4552 Derendingen

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Verleger: Peter Wanner CEO: Christoph Bauer www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: Aargauer Zeitung AG, AZ Anzeiger AG, AZ Crossmedia AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Vertriebs AG, Media Factory AG, Basellandschaftliche Zeitung AG, Berner Landbote AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Radio Argovia AG, Radio 32 AG, Radio 32 Werbe AG, Solothurner Zeitung AG, Tele M1 AG, TMT Productions AG, Vogt-Schild Anzeiger AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG


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Technica 05 2011  
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