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4 I 11 I HK-Geb채udetechnik

4 11 April

4 Neuer Standard Minergie-A

106 SIA-Normen: Deckungen und Fassaden

28 Schwerpunktthema: Fernw채rme

114 suissetec: Verbandsnachrichten

67 Geb채udelabel f체r gutes Raumklima?

136 Der aktuelle Stellenmarkt


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INHALTSVERZEICHNIS

28–63

WÄRMETECHNIK/ENERGIE 28

Fernwärme stützt Klimaziele

34

Rasche Identifikation geeigneter Gebiete

36

Ausbau der Fernwärme in der Stadt St. Gallen

44

Geothermie: Strom und Wärme im Verbund

48

Gute Lösung für den Klimaschutz

52

Holzheizwerk am Fuss der Eigernordwand

54

Strenge Normen ab 2013 auch für die Schweiz

56

Wie viel Effizienz ist effizient?

59

Produkte

Schwerpunktthema Fernwärme: Bericht Fernwärmetagung VFS, diverse Fachartikel: u.a. «Ausbau der Fernwärme in der Stadt St. Gallen» Seite 36

73 Kälte- und Klimaanlagen richtig dämmen, Teil 4 von 6

LUFT-KLIMA-KÄLTE 67

Dank Gebäudelabeln zu gutem Raumklima?

73

Luftkanal- und Behälterdämmung

79

Produkte

AUTOMATION/E-HOME/FACILITY MANAGEMENT 83

Energiebedarf senken – bei gleichem Komfort

85

Produkte

Komfortbedingungen Wohlfühlen im Raum

83 Energiebedarf senken – bei gleichem Komfort

SANITÄRTECHNIK/SANITÄR-DESIGN 90

Kundenwünsche dank « GIS » erfüllt

92

«Eine Ode an den Genuss»

98

Produkte

106

GEBÄUDEHÜLLE/SPENGLEREI/EQUIPMENT 106

Normen für geneigte Deckungen + Fassaden

112

«Top down» – Sicherheit beginnt am Dach

Spenglerei und Metalldeckungen: neue SIA-Normen 232/1, 232/2 und 118/232

SUISSETEC 114

Verbandsnachrichten

4 11 April

i

Optipress-Therm – das komplette Installationssystem für die Wärmeverteilung

DIVERSE RUBRIKEN 4

INFO

Optipress-Therm wird im Bereich Heizkörperanbindung kräftig erweitert, u.a. mit Thermostatköpfen von Heimeier, dem europäischen Marktleader. Damit können Sie noch rationeller und wirtschaftlicher arbeiten und für die Wärmeverteilung alles von einem Anbieter beziehen. Gleichzeitig werden die Preise der OptipressTherm-Rohre 15–108 mm, Art. 55080, um 10 Prozent gesenkt.

15

MOSAIK/FIRMEN

23

CORNER

25

PORTRAIT

134

AGENDA/IMPRESSUM

136

STELLENMARKT www.gebaeudetechnik.ch

144

4 Neuer Standard Minergie-A

106 SIA-Normen: Deckungen und Fassaden

28 Schwerpunktthema: Fernwärme

114 suissetec: Verbandsnachrichten

73 Gebäudelabel für gutes Raumklima?

136 Der aktuelle Stellenmarkt

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EDITORIAL

Begehrt: Strom, Komfort, Minergie-A, Fernwärme Am 11. März 2011 lösten ein starkes Erdbeben und der anschliessende Tsunami im japanischen Fukushima eine KernreaktorKatastrophe aus. Schreckensmeldungen und Beschwichtigungsversuche halten die Welt in Atem. Ein Ende des tragischen Unfalls und alle Folgen für Menschen, Wirtschaft und Umwelt sind noch nicht absehbar. Die Stromversorgung unserer Welt wird grundlegend diskutiert. Es wird nicht leicht, von der Kernenergie wegzukommen, unsere Abhängigkeit auch im Strom-Bereich ist immens, auch weltweit. Ich befürchte, es ist nur eine Frage der Zeit, bis wieder einer der weltweit etwa 440 Kernreaktoren wegen eines Unglücks im entscheidenden Moment nicht genügend gekühlt werden kann und sich überhitzt. Wir können nur hoffen, dass das möglichst selten vorkommt und glimpflich abläuft. Die aktuelle Aufteilung des Verbrauchs an Energie zeigt den heute noch geringen Anteil der erneuerbaren. Welt-Gesamtenergieverbrauch: 81 % fossile Energie, 13 % erneuerbare Energie, 6 % Kernenergie (Anteil am Welt-Strombedarf 15 % Kernenergie). Gesamtenergieverbrauch Schweiz: 70 % fossile Energie, 20 % erneuerbare Energie, 10 % Kernenergie (Anteil am Strombedarf 40 % Kernenergie). Die Schweizer Energieversorger warnen vor dem Kernkraft-Ausstieg: Der Strom würde markant teurer. Ich finde: Ja, die Preise für erneuerbare Energie sind über alles gesehen höher als die Preise der konventionellen Energie, wie wir sie heute noch kennen. Man soll das nicht verschweigen. Die Energie-Preise werden generell steigen. Energie muss teurer werden (vgl. Seite 29). Viele gute Entwicklungen werden dadurch beschleunigt. Energie-Einsparungen und Effizienz-Steigerungen werden attraktiver. In einigen Lebensbereichen fällt es uns schwer, mit weniger Energie auszukommen: Mobilität, Konsum/Ernährung. Eine Reduktion des Stromverbrauchs scheint unmöglich.

Die Gebäudetechnik-Branchen haben es gut. Im Bereich der Gebäude werden die Möglichkeiten zur Reduktion des Energiebedarfs und immer mehr auch zur Energie-Gewinnung genutzt. Die Lösungen sind ausgereift und ermöglichen neben tieferem Energieverbrauch auch erhöhten Komfort. Das sind genau die Minergie-Themen. Im März wurde «Minergie-A» lanciert, der neue Baustandard für das Nullenergiehaus (Beitrag ab Seite 4). Fernwärme ist Schwerpunkt-Thema in dieser Ausgabe von HK-Gebäudetechnik: Die Beiträge beginnen auf Seite 28 mit dem Tagungsbericht des Fernwärme-Forums in Biel. Als Energiequelle für moderne Wärmeerzeugungsanlagen für Fernwärmenetze sind heute im Trend: Biomasse (v. a. Holz), Geothermie, Abfall. Fossile Brennstoffe werden zur Spitzendeckung eingesetzt. Die höchsten Gesamt-Wirkungsgrade bezüglich der eingesetzten Primärenergie erreichen Heizkraftwerke, also Kraftwerke zur Stromerzeugung, deren Abwärme ins Fernwärmenetz eingespeist wird. Beispiele dazu sind in den Beiträgen ab Seite 36 beschrieben. Garantieren Gebäude-Labels «gesunde» Gebäude? Der Beitrag ab Seite 67 gibt einen Überblick über die wichtigsten der über 20 bestehenden Gebäudelabelsysteme. Über den suissetec-Spenglertag wird umfassend berichtet ab Seite 106 (Normen für geneigte Dächer und Fassaden) und im suissetec-Teil ab Seite 114.

Peter Warthmann, Chefredaktor peter.warthmann@azmedien.ch

4 I 11 HK-Gebäudetechnik 3


INFO

Minergie-Fachtagung vom 10. März 2011 in Luzern

Neuer Standard Minergie-A Höhepunkte der von 300 Fachleuten besuchten Minergie-Fachtagung am 10. März 2011 in Luzern waren die Lancierung des Minergie-A-Standards und die Übergabe des 20 000. Minergie-Zertifikats. Auch die Bilanz der 1. Schweizer Minergie Expo fällt mit rund 13 600 Besuchern und 247 Ausstellern ausgesprochen positiv aus. Geschäftsstelle Minergie / Th. Glatthard Ein Viertel des gesamten Neubauvolumens in der Schweiz wird heute von Minergie zertifiziert, wodurch einige Tausend Arbeitsplätze im Baugewerbe geschaffen wurden. Die zertifizierten Bauten haben einen Wert von etwa 60 Milliarden Franken erreicht und reduzieren den Ausstoss an CO2 jährlich um etwa 300 000 Tonnen. Minergie ist damit eines der wenigen seit Jahren funktionierenden Beispiele für die immer wieder als künftig unumgänglich bezeichnete Verbindung der Interessen von Wirtschaft und Ökologie. «Dass die Marke so erfolgreich geworden ist», sagt Ruedi Kriesi, Leiter der Strategiegruppe und Vizepräsident des Vereins Minergie, «hängt eng mit den pragmatischen Formulierungen des Einsatzbereichs und den Anforderungen an ein Minergie-Haus zusammen. Die erste Broschüre zum Minergie-Konzept umfasste noch sämtliche wichtigen Energieanwendungen vom Bau über den Verkehr zu Geräten und Prozessen. Durch die politischen Gegebenheiten haben wir uns auf den Bau beschränkt, worauf erst der Start geglückt ist.» Rund 300 Personen verfolgten die Ausführungen namhafter Referenten zu Themen rund um das energieeffiziente und nachhaltige Bauen. So präsentierte unter anderem ETH-Professor Holger Wallbaum die Grundprinzipien des nachhaltigen Bauens und legte dar, warum wir einen Schweizer Standard für nachhaltiges Bauen brauchen, inwiefern sich dieser

Lancierung Minergie-A. V.l.n.r.: Heinz Tännler, Regierungsrat Kanton Zug, Präsident Minergie; Markus Schwerzmann, Regierungspräsident Kanton Luzern; Franz Beyeler, Geschäftsführer Minergie; Marco Biland, Messeleiter, ZT Fachmessen. (Fotos: Ben Huggler, Luzern, www.minergie.ch)

investiert. Georg Weinhofer von Coop zeigte auf, wie der Grossverteiler mit Minergiezertifizierten Verkaufsstellen auf seinem Weg zur CO2-Neutralität voranschreitet. Ein weiteres Thema war der Standard Minergie-ECO und seine Bedeutung für Bauherrschaften beziehungsweise Planer und Architekten. Anhand zweier konkreter Beispiele wurde die Umsetzung des Standards in der Praxis analysiert, es wurden Trends in der Gebäudetechnik vorgestellt und die Marktrelevanz von Minergie im Kanton Zürich beurteilt.

Minergie-A: Baustandard für das Nullenergiehaus Standard von Minergie unterscheidet und was ihn mit Minergie verbindet. Roger Baumann von der Credit Suisse

erklärte anschaulich die Bedeutung von Gebäudelabels und erläuterte, warum die Credit Suisse in nachhaltige Gebäude

Reka-Feriendorf Disentis, Minergie-Zertifikat GR-073.

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Mit Spannung erwartet wurde die Lancierung von MinergieA, dem neuen Standard für das Nullenergiehaus. Er soll weitere


INFO

Entwicklungsschritte der Bauund Haustechnik in Richtung des komfortablen, autonomen Gebäudes auslösen und angesichts der Vielzahl von Begriffen wie Plusenergie-, Nullenergie- oder Kraftwerkhaus eine Konzentration auf die relevanten Ziele erreichen. Mit Minergie-A bekommt die Schweiz einen NullenergieStandard. Damit bleibt der Verein Minergie Schrittmacher beim nachhaltigen Bauen. Eine gute Gebäudehülle sorgt für einen geringen Energiebedarf, der aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird: Solaranlagen, Holzheizungen und Wärmepumpen sind Merkmale des Minergie-A-Hauses. Mit dem neuen Standard nimmt der Verein Minergie eine Entwicklung vorweg, die durch die Richtlinie 2010/31 der Europäischen Union zusätzlich an Fahrt gewonnen hat. Mit dem Dekret verpflichtet die EU ihre Mitgliedstaaten, bis 2020 Vorgaben für den Energiebedarf von Neubauten «bei fast null» zu setzen. Bis in zehn Jahren sollen in der EU neue Bauten «Nearly zero-energy Buildings», NZEB, sein. Mit dem A-Standard geht Minergie noch

einen Schritt weiter, indem eine gänzliche Deckung des Restbedarfs durch erneuerbare Energien Teil der Anforderungen ist. Ganz neu sind derartige Hauskonzepte, zumindest für die Fachwelt, nicht. Einem grösseren Kreis bekannt sein dürften die Nullenergiehäuser in Wädenswil; auch das Nullenergiehaus an der Heureka auf der Zürcher Allmend wurde von vielen Interessenten besucht. Schliesslich verbrauchen in der Schweiz eine ganze Reihe von Privathäusern in der Bilanz keine Energie für Raumheizung, Lufterneuerung und Wassererwärmung. Das Know-how für die Planung und den Bau von Nullenergiehäusern ist also vorhanden. Mit der Standardisierung ermöglicht der Verein Minergie aber klare begriffliche Festlegungen sowie eine systematische Bewertung dieser umweltfreundlichen Bauweise.

Bedarfsdeckung mit erneuerbaren Energien Im Zentrum der Anforderungen für das Minergie-A-Haus steht die Minergie-Kennzahl Wärme: null – oder weniger als null. Energiebeiträge aus Biomasse, also beispielsweise Wär-

Übergabe der ersten Minergie Modul-Zertifikate Komfortlüftung. V.l.n.r.: Ruedi Kriesi, Vizepräsident Minergie, Steffen Schmidt, Helios AG, Patrick Woerz, Hoval AG, Doukas Vaios, Zehnder Comfosystems Cesovent AG.

me aus einer Holzheizung, sind zulässig, sofern der Wärmeerzeuger hydraulisch in die Haustechnik des Gebäudes eingebunden ist. In der Praxis dürfte dies zu Kombinationen von Sonnenkollektoren und Holzheizungen führen, die auf einen gemeinsamen Speicher arbeiten. Denn mindestens die Hälfte des Wärmebedarfs muss bei dieser Konzeption über thermische Sonnenkollektoren gedeckt werden. Weitaus häufiger werden Wärmepumpen zum Einsatz kommen, deren Elektri-

zitätsbedarf vollständig aus erneuerbaren Quellen zu decken ist, eine Energiebilanz von null im Betrieb ist also verbindlich. Photovoltaische Solarzellen eignen sich dazu besonders.

Moderate Dämmung möglich Die Minergie-Kennzahl Wärme ist das Leitkriterium des Standards Minergie-A, ganz im Gegensatz zu Minergie-P mit der relativ strengen Auflage an den Heizwärmebedarf. Erfahrungsgemäss stellt diese Primäranfor-

Minergie, Minergie-A und Minergie-P im Vergleich: Gewichtete Werte für Neubauten Minergie

Minergie-A

Minergie-P

Primäranforderung (Heizwärmebedarf Qh nach Norm SIA 380/1)

Qh < 0,9 Qh, li

Qh < 0,9 Qh, li

Qh < 0,6 Qh, li (entspricht Zielwert SIA 380/1)

Dichtigkeit der Gebäudehülle

keine Anforderung

0,6/h

0,6/h

Aussenluftzufuhr

kontrollierbar

kontrollierbar

kontrollierbar

Minergie-Kennzahl Wärme (E)

E < 38 kWh/m2 a

E < 0 kWh/m2 a; bei Bauten mit thermischen Solaranlagen und Nutzung von Biomasse: E < 15 kWh/m2*

E < 30 kWh/m2 a

Hilfsenergie Wärme

nicht berücksichtigt

berücksichtigt

berücksichtigt

Haushaltstrom

keine Anforderung

Bestgeräte, Bestbeleuchtung

Beleuchtung gemäss Norm SIA 380/4 (Bürobauten), Bestgeräte

Graue Energie

keine Anforderung

E < 50 kWh/m2 a (im Haus erzeugter Strom aus Photovoltaik anrechenbar)

keine Anforderungen

Mehrkosten

unter 10 %

keine Anforderungen

unter 15 %

*Der Beitrag der Biomasse ist zulässig, sofern die Wärme aus einem hydraulisch eingebundenen Wärmeerzeuger stammt und mindestens 50 % des Wärmebedarfes durch eine solarthermische Anlage gedeckt wird. Qh: Heizwärmebedarf (Objektwert); Qh, li: Grenzwert Heizwärmebedarf nach Norm SIA 380/1; Gewichtungsfaktoren: Holz 0,7; Elektrizität 2,0

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INFO

Raiffeisenbank, St. Gallen, Minergie-Zertifikat SG-200.

derung eine echte Herausforderung an Architekten und Baupraktiker von MinergieP-Häusern. Die Gebäudehülle nach dem A-Standard muss mindestens den Anforderungen des Basisstandards entsprechen, also 90 % des Grenzwertes der Norm SIA 380/1. Damit deckt

Minergie das ganze Feld ab zwischen den gesetzlichen Vorgaben für den Heizwärmebedarf einerseits und der Nullbilanz im Energiehaushalt andererseits. Der oft gehörte Einwand, Minergie-Standards würden sich stilbildend auf die Fassadengestaltung auswirken, ist damit entkräftet.

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Minergie-A basiert auf der Definition, der Berechnungsweise und der Nachweismethode von Minergie-P. In dieser Kompatibilität manifestieren sich zwei wesentliche Ziele des Vereins Minergie. Erstens: Die Standards lassen sich kombinieren. Ein P-Haus beispielsweise kann mit zusätzlichen Solaranlagen A-Qualität erlangen. Oder beide Standards – A und P – bekommen mit dem Zusatz «Eco» eine gesundheitliche und bauökologische Ergänzung. Ein weiteres Ziel bildet die Einbet-

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Überströmer-Wettbewerb: Preisgewinner Erich Keller AG. V.l.n.r. Franz Sprecher, Amt für Hochbauten Stadt Zürich, Erich Keller und Beat Kegel von der Erich Keller AG, Wiebke Rösler, Amt für Hochbauten Stadt Zürich.

tung des Basis-Standards und der Standards A, P und Eco in ein einheitliches Verfahren. Das vereinfacht die Bewertung und die Zertifizierung von Bauten und erleichtert Planern die Optimierung des Gesamtsystems und der einzelnen Bauteile und Systeme.

Optimierung der Gebäudetechnik Bei Minergie-A liegt der Fokus der Bewertung auf der Gebäudetechnik; sie muss als Teil eines Gesamtkonzeptes sorgfältig optimiert werden. Zu übertechnisierten Bauten wird es trotzdem nicht kommen.


INFO

Denn zum einen setzt die Primäranforderung von Minergie-A eine harte Limite, die Komfort und einen geringen Wärmebedarf sicherstellt. Zum anderen sind Qualität der Gebäudehülle und Grösse der Solaranlagen in einem A-Konzept direkt voneinander abhängig. Dies wirkt sich ganz besonders bei solarthermischen Lösungen aus. Mindestens die Hälfte der Wärmeproduktion muss aus der Kollektoranlage stammen, der Rest – höchstens aber 15 kWh/m2 a – kann mit Biomasse gedeckt werden. Berechnungen der Minergie-Agentur Bau zeigen, dass für Einfamilienhäuser mit einer Gebäudehülle nach Minergie-P und einer Holzheizung (Anteil 50 %) Sonnenkollektoren mit einem Ausmass von 10 % bis 30 % der Energiebezugsfläche (EBF) notwendig sind, um den A-Level zu erreichen. An einem sonnigen Standort müsste also die Kollektorfläche rund 15 m2, in einer nebligen Lage über 40 m2 gross sein (EBF: 150 m2). Grosse Kollektorflächen bedingen bekanntlich grosse Speichervolumen mit dem entsprechenden Platzbedarf. Das stellt Planer vor die Frage, ob nicht eine Bedarfsminderung über verbesserte Wärmedämmung günstiger zu realisieren ist, als eine Steigerung des Ertrages mit grossen Solargewinnflächen.

Optimierung – ein Ziel von Minergie Vor einer ähnlichen Aufgabe stehen Planer von MinergieA-Bauten mit Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen. Durch Abwägen zwischen Bedarfsreduktion und Gewinnerhöhung suchen der Architekt und der Gebäudetechnikplaner die für das einzelne Objekt beste Lösung – ein Prozess, der zum Alltag im Planungsbüro gehört. Es ist deshalb jetzt schon absehbar, dass Minergie-A zur Optimierung von NZEB- und Nullenergiehäusern einen willkommenen Beitrag leisten wird.

Bestgeräte, Bestbeleuchtung Zu einem Minergie-A-Haus gehört eine energieeffiziente Ausrüstung mit Geräten und Beleuchtungen. Entsprechend lauten die Anforderungen des neuen Standards: beste Haushalt- und Bürogeräte sowie Leuchten. Das Angebot an geeigneten Produkten ist gross, beispielweise an Haushaltgeräten mit Klassierung A, A+ oder A++ oder an Minergie-Leuchten. Die Internet-Plattformen www.topten.ch und www.toplicht.ch listen beste Produkte auf.

Graue Energie Mit sinkendem Energiebedarf für den Betrieb von Gebäuden

steigt der Anteil an grauer Energie in einer Gesamtbetrachtung. In absoluten Zahlen ist dieser Zusammenhang nicht zwingend gegeben, denn Grauund Betriebsenergie korrelieren bei kompakten Baukörpern in der Regel. Der Aufwand für die Herstellung des Gebäudes ist etwa gleich hoch wie der Bedarf für Heizung, Wassererwärmung und Lufterneuerung eines Niedrigenergiehauses über die Lebensdauer des Bauwerks. Insofern ist die Berücksichtigung der Herstellungsenergie im Standard Minergie-A konsequent. Die Limite von 50 kWh/m2×a bedingt eine Optimierung in der Konzeption und der Materialisierung des Gebäudes.

20 000. Minergie-Zertifikat übergeben Am ersten Tag der Minergie Expo wurden auch zwei besondere Zertifikate überreicht. Das 1000. Minergie-P-Zertifikat empfing Kurt Schär, CEO der Biketec AG in Huttwil, Produzent der bekannten Flyer-Elektrovelos, für das neue Geschäftsgebäude. Das 20 000. Minergie-Zertifikat ging an die Credit Suisse für ihr neues Gebäude «Uptown» in Zug, bestehend aus 18 Stockwerken mit Räumlichkeiten für Verwaltung, Wohnen und einem Restaurant. Weiter konnten die ersten Minergie-Modul-Zertifi-

kate für Komfortlüftungen den Firmen Helios AG, Hoval AG und Zehnder Comfosystems Cesovent AG überreicht werden.

Ideen für gute Luft prämiert Ebenfalls am ersten Messetag erfolgte die Bekanntgabe der Gewinner des ÜberströmerWettbewerbs. Das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich und Minergie hatten gemeinsam einen Wettbewerb zum Thema «aktive Überströmer» ausgeschrieben, einer Art Satelliten-Lüftung für einzelne Zimmer, die noch nicht als standardisierte Produkte vorhanden sind. Neun Ideen wurden eingereicht, drei davon kamen in die Endrunde. Den Wettbewerb gewonnen hat die Erich Keller AG in Sulgen TG. ■ (www.minergie.ch)

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INFO

PV-Anlagen ab 100 kWp mit KEV-Zusage: Edisun Power baut diese, wenn der Projektinhaber sie selber nicht mehr realisieren will oder kann In wenigen Monaten werden gemäss dem Bundesamt für Energie die KEV-Photovoltaikanlagen freigegeben, die sich seit Mai 2008 auf der Warteliste befinden. Jenen Antragstellern, die eine positive Antwort erhalten, die Anlage aber nicht selbst realisieren oder finanzieren können, bietet Edisun Power an, diese Anlagen zu übernehmen oder gemeinsam zu realisieren. Die Anlage muss eine Mindestgrösse von 100 kWp aufweisen. Photovoltaik-Anlage Messe Zürich mit 134 kWp von Edisun Power. (Foto: Edisun Power)

Edisun Power übernimmt: • Bau, Betrieb und Wartung • Finanzierung als Contractor

Das Angebot richtet sich an: • Installateure, die KEV-Photovoltaikanlagen eingegeben haben, diese auch bauen, aber nicht als Contractor betreiben möchten. • Planungsbüros, die KEV-Photovoltaikanlagen eingegeben haben und die Planung über-

nehmen möchten, aber einen Contractor dafür suchen. • Firmen und Hauseigentümer, die auf grossen Liegenschaften Photovoltaik-KEV-Anlagen eingegeben haben und diese weder selbst bauen noch betreiben möchten oder einen Investor suchen. Interessenten können sich direkt bei Edisun Power melden.

Seit 14 Jahren plant, finanziert, baut und betreibt Edisun Power Photovoltaikanlagen in der Schweiz, Deutschland, Spanien und Frankreich. Das Anlageportfolio umfasst 71 Anlagen mit einer Leistung von total 9,6 MW. Mit der 850-kW-Anlage auf den Pistor-Gebäuden in Rothenburg hat der Solarstromproduzent im vergange-

nen Herbst seine erste KEV-An■ lage realisiert.

Edisun Power Europe AG 8006 Zürich Tel. 044 266 61 20 info@edisunpower.com www.edisunpower.com

1000. Gebäude-Energieausweis im Kanton Solothurn ausgestellt GEAK-Experte Andreas Weber überreicht Anne Röthlin Altenhoff in Witterswil einen Blumenstrauss zum Dank dafür, dass sie an ihrer Liegenschaft einen GEAK durchführen liess. Dabei handelt es sich um den 1000. Gebäude-Energieausweis im Kanton Solothurn. (Foto: EBM)

Energie sparen ist Trumpf. Der Gebäude-Energieausweis der Kantone zeigt auf, wie viel

Energie ein Gebäude benötigt. Dieser Energiebedarf wird in Klassen von A bis G in einer Energie-Etikette angezeigt. Damit lässt sich die Bausubstanz eines Gebäudes bezüglich ihrer energetischen Qualität beurteilen. Der beigefügte individuelle Beratungsbericht gibt darüber Auskunft, wo energetische Verbesserungspotenziale bei der

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Gebäudetechnik und Gebäudehülle vorhanden sind. Sie bilden die Grundlage für haustechnische und bauliche Verbesserungsmassnahmen. Dank der Förderung durch den Kanton ist es für Solothurner Hauseigentümer interessant, eine solche energetische Analyse der Liegenschaft erstellen zu lassen. Fördergelder von Bund und Kanton, aber auch von den lokalen Elektrizitätsversorgungsunternehmen, erleichtern die Finanzierung. Mit einem GEAK® und den daraus resultierenden baulichen Verbesserungsmassnahmen lässt sich Energie einsparen und somit ein aktiver Beitrag an den Umweltschutz leisten.

Im Kanton Solothurn wurde am 7. Januar 2011 durch die EBM-Energieberater der 1000. GEAK® ausgestellt. Dieser ging an das Ehepaar Altenhoff für ihre Liegenschaft in Witterswil. Die EBM-Energieberater haben bis jetzt im Kanton Solothurn insgesamt 172 und im Kanton Baselland 396 Gebäudeausweise ■ ausgestellt.

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INFO


INFO

11. Industrieforum Pellets Vom 4. bis 5. Oktober 2011 findet im Internationalen Congresscenter Stuttgart (ICS) in der Messe Stuttgart zum 11. Mal das Industrieforum Pellets statt. Erwartet werden rund 550 Teilnehmer. Der Pelletsmarkt ist ein sehr dynamischer Markt. Um darin zukunftssichere Investitionsentscheidungen treffen zu kĂśnnen, braucht die Industrie erstklassige Informationen Ăźber Marktund Technologieentwicklungen.

Das Industrieforum Pellets hat sich in den letzten Jahren zu einer zentralen Plattform fßr Wissensaustausch und Networking entwickelt. Es bietet den Experten und Entscheidungsträgern aus Industrie, Handel, Forschung, Dienstleistung und Politik eine ausgezeichnete Gelegenheit, an neueste Fachinformationen zu gelangen, wertvolle Geschäftskontakte zu knßpfen, Kooperationen zu vereinbaren und gemeinsame Aktivitäten zu planen. Darßber hin-

aus ist es ein optimales Umfeld, um einem internationalen Fachpublikum sowie der Fachpresse Innovationen, Forschungsergebnisse, Erfahrungen und Aktivitäten zu präsentieren. Behandelt werden schwerpunktmässig die Themen Entwicklung in den einzelnen Ländern, industrienahe Forschung und Entwicklung, Pelletsherstellung, Brennstofflogistik, innovative Marketingund Vertriebskonzepte, politische und rechtliche Rahmenbe-

dingungen, Finanzierungskonzepte sowie Pilot- und Demonstrationsvorhaben. Parallel zum Industrieforum Pellets findet vom 5. bis 7. Oktober die Fachmesse Interpellets 2011 ebenfalls in der Messe â&#x2013; Stuttgart statt. Solar Promotion GmbH D-75101 Pforzheim Tel. 0049 7231 58598-0 www.pelletsforum.de www.interpellets.de

Schweizer Treffen fĂźr Umweltfragen 13.â&#x20AC;&#x201C;16. April 2011, Forum Fribourg Das nationale Treffen fĂźr erneuerbare Energien und Umwelttechnik findet vom 13.â&#x20AC;&#x201C;16. April 2011 im Forum Fribourg statt. Dieses in der Schweiz einmalige Meeting richtet sich an alle Spezialisten auf dem Umweltmarkt. Es entstand aus dem Zusammenschluss von energissima, Schweizer Messe der erneuerbaren Energien und neuen Tech-

nologien, und ecoHome, Ă&#x2013;kobau-Messe fĂźr gesundes und nachhaltiges Wohnen, und vereint als Gesamtevent unter einem Dach: eine Ausstellung mit Ăźber 200 Messeständen und 15 000 Besucherinnen und Besuchern, fĂźnf Fachtagungen wie z. B. die Tagung Photovoltaik Schweiz, Ăźber 70 Gratisvorträge, der Swiss Eco Leaders Day (ers-

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tes schweizerisches FĂźhrungsforum im Umweltbereich), ein internationales Businessforum und diverse Unterhaltungsangebote.

Plattform fßr Austausch zukunftsträchtige Produkte Das Forum Fribourg schafft damit eine nationale Gesprächsund Networking-Plattform fßr die Fachwelt und die Üffentliche Hand, die zahlreiche wirtschaftliche, technologische, gesetzgeberische und gesellschaftliche Themen in den Bereichen Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung aufnimmt. Die Besucherinnen und Besucher aus der Schweiz und dem angrenzenden Ausland sind Fachleute aus Industrie, Verwaltung, Finanz, Politik, Bau- und Dienstleistungssektor sowie Private, vornehmlich Hauseigentßmer.

HĂśhepunkte 2011

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10 HK-Gebäudetechnik 4 I 11

Der Messebereich Ausbildung, Forschung und Entwicklung hat in diesem Jahr das Vergnßgen, den Bereich Ingenieurwesen und Architektur der Fachhochschule Westschweiz ( HES-SO) zu empfangen, der ßber 3500 Studierende zählt und 19 Bachelor- bzw. drei Masterstudiengänge mit doppelt so vielen Spezialisierungen in vier Polen anbietet: Chemie und Life Sciences, Bauwesen und Umwelt, industrielle Technologie sowie Informations-

und Kommunikationstechnologie. Die 1998 eingefĂźhrte anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung (aF&E) generierte 2009 einen Umsatz von CHF 24,4 Millionen. Die aF&E ist klar auf die Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Methoden ausgerichtet und wächst rasch, hauptsächlich dank Aufträgen der Privatwirtschaft. Der Swiss Eco Leaders Day, das erste schweizerische FĂźhrungsforum im Umweltbereich, bringt die Entscheidungsträger aus dem Umweltbereich, aus Wirtschaft und Politik zusammen. Es werden die Ergebnisse der ersten nationalen repräsentativen Umfrage ÂŤEnergie und UmweltÂť vorgestellt, die vom Organisationskomitee zusammen mit Prof. Dr. Rolf WĂźstenhagen, Leiter des Instituts fĂźr Wirtschaft und Ă&#x2013;kologie, Universität St. Gallen, ausgearbeitet wurde. Sie soll zeigen, wie Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft geltende sowie zukĂźnftige Massnahmen und Konzepte beurteilen. Die Umfrage wird von Organisatoren und Sponsoren finanziert und soll jährlich durchgefĂźhrt werden. Mehrere angesehene Referenten werden an diesem Forum zu Wort kommen. â&#x2013; Schweizer Treffen fĂźr Umweltfragen Forum Fribourg www.energissima.ch


INFO

energie-cluster.ch: Jahrestagung am Montag, 9. Mai 2011, 9.30â&#x20AC;&#x201C;17.00 Uhr, in Bern

Effizienz- und Kostenrevolution mit erneuerbaren Energien An der Jahrestagung 2011 des energie-cluster.ch vom 9. Mai in Bern werden zukunftsfähige Visionen mit konkreten Beispielen aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Einsatz erneuerbarer Energien, Speicherung, Netzregulierung und Plusenergiehaus vorgestellt. An der Podiumsdiskussion werden die planerischen Chancen und Hindernisse fßr erneuerbare Energie diskutiert. Erneuerbare Energien sind auf dem Weg zum Breitenmarkt. Skaleneffekte mit kostengßnstigen LÜsungen kÜnnen realisiert werden. Weitere Innovationen sind jedoch unabdingbar, um die Potenziale von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien noch wirkungsvoller zu nutzen. Es besteht ein breiter Konsens, dass den erneuerbaren Energien die Zukunft gehÜrt. Im Gegensatz zu fossilen Energien ist das Potenzial an erneuerbaren unerschÜpflich. Der Marktdurchbruch der erneuerbaren Energien bietet im Gebäudebereich, sowohl im Neubau wie bei Sanierungen, ganz neue MÜglichkeiten. So sind Plusenergiehäuser technisch mÜglich und auch bezahlbar.

Renommierte Referenten aus Politik, Forschung ... An der Jahrestagung spricht einleitend der Direktor des Bundesamtes fĂźr Energie, Dr. Walter Steinmann, Ăźber ei-

ne zukunftsorientierte Energiepolitik. Die Professoren Christoph Balif, EPFL, und Urs Muntwyler, FH Bern, zeigen Potenziale, Entwicklungsprojekte und Anwendungen der Solarenergie, insbesondere der Photovoltaik, auf. Eine Vertreterin der Prognos AG geht auf die Netzregulierung und Stromspeicherung in einem Szenario ÂŤErneuerbare Energien, EnergieeffizienzÂť ein.

... und Praxis Der CEO des grÜssten Solarunternehmens der Schweiz, Peter Pauli von der Meyer Burger Technology AG, legt dar, dass die solare Energierevolution erfolgt ist und die Produktion von PV-Produkten den Gigawattbereich inzwischen ßbertrifft. Die Realisierung von Skalenerträgen hat massiv preissenkende Wirkungen und wird die PV-Anwendung bei angemessenen Rahmenbedingungen weiter beschleunigen. Es sind praxistaugliche Technologien und Systementwicklun-

gen fßr den Durchbruch von erneuerbaren Energien nÜtig. So zeigt Dr. Beat Kegel, Systementwickler fßr Klima und Beauftragter der Basler&Hofmann Ingenieure und Planer AG Zßrich, wie mit Erdspeichern Solarwärme das ganze Jahr optimal genutzt werden kann. Daniel Trßssel, Geschäftsfßhrer der KWT Kälte-Wärme-Technik AG Belp, zeigt Potenziale von Hybridkollektoren auf und wie sie im Einklang mit Wärmepumpen genutzt werden kÜnnen. Dieter Aeberhard Devaux, Arch. FH, dadarchitekten Bern, legt anhand von Beispielen dar, dass das Plusenergiehaus nicht nur machbar, sondern auch bezahlbar ist.

beseitigt werden kÜnnen, zeigt Michel Matthey, Vizedirektor vom Bundesamt fßr Raumentwicklung ARE, Bern. An der anschliessenden Podiumsdiskussion wird sich zudem Dr. Raimund Rodewald, Geschäftsleiter der Stiftung fßr Landschaftsschutz Schweiz, beteiligen.

Planung und Bauprozesse verhindern den Einsatz erneuerbarer Energien

Im Anschluss findet der Berne Cluster Day 2011 statt. Das separate Programm findet sich unâ&#x2013; ter www.berneinvest.com

Zu diesem Thema spricht Dr. Martin Pfisterer, Leiter Konzern- und Markenkommunikation der BKW FMB Energie AG Bern. Wie planerische Hindernisse fĂźr erneuerbare Energien

InnovationsbĂśrse mit Networking An der Jahrestagung des energie-cluster.ch werden rund 20 Unternehmen und Organisationen aus dem Energiebereich mit ihren Produkten und Dienstleistungen auftreten. Sie stehen gleichzeitig fĂźr AuskĂźnfte und Beratungen zur VerfĂźgung.

energie-cluster.ch 3011 Bern Tel. 031 333 24 69 www.energie-cluster.ch

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INFO

15 000 Solarwärmeanlagen wurden 2010 in der Schweiz neu installiert Die Branche rechnet mit einem wachsenden Markt in diesem Jahr aufgrund hoher Ölpreise und der Sanierungspflicht bei Heizungen. Der Fachverband appelliert an die Kantone, ihre Fördermassnahmen kontinuierlich weiterzuführen. Im Jahr 2010 wurden in der Schweiz gemäss ersten provisorischen Zahlen rund 15 000 Solarthermie-Anlagen mit einer Kollektorfläche von insgesamt etwa 140 000 Quadratmetern installiert (nur verglaste Flach- und Röhrenkollektoren). Damit sind inzwischen rund 85 000 Solarheizungen mit einer Gesamtfläche von 800 000 Quadratmetern in Betrieb, die im vergangenen Jahr fast 100 000 Tonnen an klimaschädlichem CO2 einsparten. Zum Vergleich: In Österreich sind rund 4,6 Millionen Quadratmeter Kollektorfläche installiert, das sind pro Einwohner etwa fünfmal mehr als in der Schweiz. Auch wenn die Zahlen noch nicht definitiv sind, so ist bereits klar, dass nach Jahren des Marktwachstums im zweistelli-

gen Bereich eine Stagnation im Vergleich zu 2009 eingetreten ist. «Wir gehen von einem vorübergehenden Phänomen aus», kommentiert Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger. «Potenzielle Käufer einer Solarthermieanlage stellten ihre Investitionen im Bereich Gebäudetechnik zugunsten von neuen Fenstern und Fassadenisolationen zurück, da sie vom neuen Gebäudeprogramm profitieren wollten.»

Für 2011 rechnet Swissolar mit einer Marktbelebung. Gründe dafür sind einerseits die steigenden Heizkosten – der Ölpreis hat mit rund 100 Dollar pro Barrel ein Zweijahreshoch erreicht. Andererseits führt die 2005 beschlossene Verschärfung der eidgenössischen Luftreinhalteverordnung (LRV) zu einem grossen Sanierungsbedarf bei Heizungen: Mehrere Zehntausend Anlagen haben eine Sanierungsfrist, die in den

Jahren 2012 bis 2014 abläuft. Swissolar empfiehlt den betroffenen Bauherrschaften, diese Arbeit möglichst frühzeitig, also schon im laufenden Jahr anzugehen, um Engpässe bei den Fachbetrieben zu vermeiden. Unabdingbare Voraussetzung für einen wachsenden Markt ist jedoch, dass wie im vergangenen Jahr alle Kantone namhafte Förderbeiträge für Solarwärmeanlagen bezahlen. «Ein ‹Stop and go› bei der Förderung muss unbedingt vermieden werden. Bauherrschaften müssen sich darauf verlassen können, dass sie bei ihrem Engagement für den Klimaschutz unterstützt werden, dies ganz besonders jetzt, wo sehr viele in ihre Heizung investieren müssen!», sagt Stickelberger dazu. ■

Swissolar Schweizerischer Fachverband für Sonnenenergie 8005 Zürich Tel. 044 250 88 33 www.swissolar.ch

Anmeldung für den 21. Schweizer Solarpreis Die Anmeldefrist für den Schweizer Solarpreis läuft noch bis zum 15. Mai. Teilnahmeberechtigt sind Personen und Institutionen, die sich in besonderem Masse für die Förderung der erneuerbaren Energien, insbesondere Sonnen-, Holz- und Biomassenenergie, einsetzen. In weiteren Kategorien werden energieeffiziente Bauten und Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarer Energie ausgezeichnet. Anmeldeberechtigt sind Gebäude und Anlagen, die zwischen dem 1. 1. 2010 und dem 15. 5. 2011 in Betrieb genommen werden. Wer sich für den Schweizer Solarpreis qualifiziert, wird automatisch auch für den Europäischen Solarpreis nominiert.

100 000 Franken für die besten PlusEnergieBauten Um die Ausbildung von Architekten und Ingenieuren auf dem neuesten Stand der Technik zu fördern, werden zum zweiten Mal Solarpreise in der Höhe von Fr. 100 000.– für die besten PlusEnergieBauten in Europa vergeben, darunter der Norman Foster Solar Award. PlusEnergieBauten decken mit solargenutzten Dächern und Fassaden ihren gesamten Jahresenergiebedarf für Warmwasser, Heizung und Strom – darüber hinaus liefern sie den Solarstromüberschuss ans öffentliche Stromnetz. Innovative Unternehmer, Solarpreispartner und Solarpreisträger bauten in den letzten

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Jahren Wohn- und GeschäftsPlusEnergieBauten (PEB), welche eine Energieversorgung von 109–182 Prozent aufweisen. Wird der Stand der Technik der PEB in Zukunft flächendeckend bei Sanierungen und Neubauten umgesetzt, kann die Schweiz ein Energiepotenzial von 170 TWh/a oder 22 AKW substituieren. Diese Zahlen veranschaulichen das gewaltige Energiepotenzial im Schweizer Gebäudebereich.

Zusätzliche Informationen, Anmeldebedingungen und -formulare sowie die Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre finden Sie unter: ■ www.solaragentur.ch

Verleihung der Schweizer Solarpreise Die Gewinner werden in der Publikation «Schweizer Solarpreis 2011» vorgestellt. Verliehen werden die Preise am 11.11.2011 in der Palexpo Genf.

Solar Agentur Schweiz 8033 Zürich Tel. 044 252 40 04 www.solaragentur.ch


MOSAIK I FIRMEN

Geberit Challenge: Treten Sie gegen die besten Schweizer Installateure an Täglich ist von Ihnen als Installateur voller Einsatz gefragt. Die Aufgaben sind anspruchsvoll und die Arbeit muss oft unter Zeitdruck ausgeführt werden. Jetzt ist es an der Zeit, dass Sie als Installateur Ihr Können unter Beweis stellen. Nehmen Sie die Herausforderung an: Treten Sie gegen die besten Schweizer Installateure an und gewinnen Sie eine Abenteuerreise nach Dubai.

Zeigen Sie uns, was Sie können Die Baustelle ist Ihre Bühne! Bei der Geberit Challenge sind Kompetenz, Geschick und Geschwindigkeit gefragt. In einem Wettkampf treten Installateure in 2er-Teams gegen ihre Kon-

kurrenten an, lösen knifflige Theoriefragen und Installationsaufgaben und haben die Chance, eine Abenteuerreise nach Dubai zu gewinnen. Bringen Sie zum Geberit Challenge Event in Zürich am 30. September 2011 Ihre Fans mit, um Sie anzufeuern und Ihre Teilnahme zu feiern. Gratisgetränke, Essen und ein spannendes Rahmenprogramm sorgen für Partystimmung. Denn natürlich soll der Spass an vorderster Stelle stehen.

Als Hauptgewinn winkt eine Woche Dubai Das Siegerteam erwartet ein echtes Abenteuer: Eine Reise mit Begleitung nach Dubai – Übernachtung im Fünfsterne-

hotel, relaxen am Strand, eine arabische Nacht und eine Wüstenexpedition im Offroader. Eine Belohnung für echte Winnertypen.

Vorbereitung mit der Geberit On Tour Perfekte Vorbereitung ist alles! Dies gilt nicht nur auf der Baustelle, sondern auch bei der Geberit Challenge. Die Geberit On Tour bietet den Installateuren die beste Vorbereitung auf die Geberit Challenge. Auf der Geberit On Tour ab Ende August 2011 erfahren Installateure alles über innovative Ver- und Entsorgungsinstallationen. Die technischen Berater von Geberit beantworten Ihre Fragen und demonstrieren das Poten-

Geberit Challenge /Geberit On Tour > www.geberit.ch/challenge

zial der Geberit-Innovationen: von Profis für Profis. Mehr zur Geberit Challenge und Geberit On Tour unter: www.geberit.ch/challenge ■ Geberit Vertriebs AG 8640 Rapperswil Tel. 055 221 61 11 www.geberit.ch

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INFO

Damit Sie nie ins Schwitzen kommen Wasserschadentrocknung Leckortung Schimmelpilzbeseitigung Bautrocknung/-heizung Zelt-/Hallenklimatisierung Wäschetrocknung

Als Dienstleister aus Begeisterung haben wir stets ein Ziel: unseren Kunden Arbeit abzunehmen. Deshalb ist Krüger der ideale Partner für Büros, Läden, Malls und Hotels. Nette Mitarbeitende und ein umgänglicher Chef ergeben noch längst kein angenehmes Betriebsklima. Erst das richtige Raumklima beflügelt zu Höchstleistungen – oder lässt Kauffreude aufkommen. Wir kühlen und reinigen die Luft. Unsere vollautomatischen Luftreinigungsgeräte machen sogar Stimmungskillern wie Staub, Pollen, Russ oder Rauch den Garaus. Immer energieeffizient. Und natürlich übernehmen wir auch den Service und den Unterhalt der Geräte. Krüger macht mehr – seit 1931.

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MOSAIK I FIRMEN

Bildungszentrum suissetec in Lostorf: Bildungsgang Chefmonteur Heizung 2009/2010

Ausbildung mit Zukunft Um sich im heutigen Arbeitsmarkt mit ständig neu entwickelten Produkten und Änderungen der Vorschriften zu etablieren, bietet das Bildungszentrum suissetec in Lostorf optimale Bedingungen für eine Weiterbildung. Gruppenbild vor dem Bildungszentrum mit Ressortleiter Heizung Rechsteiner Alexander (vierter von links hinten, mit rosa Hemd) und Zentrumsleiter Hufschmid Daniel (ganz rechts, mit blauem Hemd).

Andreas Brunner * Im April 2009 startete der Bildungsgang Chefmonteur Heizung mit eidg. Fachausweis in Lostorf. Insgesamt standen 24 Wochen Schule auf dem Programm, welche blockweise absolviert wurden. Schon bald wurde allen Studenten klar, dass dies sicherlich kein Sonntagsspaziergang werden wird. Wie sich auch herausstellte, waren die praktischen Arbeiten in der gut eingerichteten Werkstatt für die Studenten mit zum Teil jahrelanger Berufserfahrung eine grosse Herausforderung. Nebst den Qualitäten im Bereich Schweissen, Biegen und Löten wurde die Messlatte mit den Zeitvorgaben für die Fertigstellung der Prüfungsstücke hoch gesetzt. Die Studenten, welche während der Kurse in der Unterkunft direkt beim Schulungsgebäude

übernachteten, trafen sich nach dem Nachtessen in der Kantine wieder in der Werkstatt, um ausgiebig an der Arbeitstechnik zu feilen sowie Tipps und Tricks untereinander auszutauschen. Natürlich waren die praktischen Arbeiten nur ein kleiner Teil der gesamten Ausbildung. Die meiste Zeit verbrachten die angehenden Chefmonteure in den Schulungsräumlichkeiten, wo die unterschiedlichsten Lernmoderatoren im Voll- oder Teilpensum den theoretischen Teil unterrichteten. Auch hier trafen sich abends die Schüler, um Erfahrungen auszutauschen und Nachhilfe in Berechnungen usw. zu geben. Selbstverständlich durfte auch der gemütliche Teil nicht fehlen, nach den langen und intensiven Tagen gönnten sich einige nach Schulschluss auch mal zwischendurch ein Bier, wo immer in intensiven

Gruppenbild im Labor des suissetec-Bildungszentrums Lostorf mit Ressortleiter Heizung Rechsteiner Alexander (mit Brille).

Diskussionen Erfahrungen und Tipps ausgetauscht wurden. Nach den 22 absolvierten Modulen stand im September 2010 noch die Vernetzungsprüfung auf dem Programm, welche in einen schriftlichen und mündlichen Teil gegliedert war. Bei der vierstündigen schriftlichen Prüfung war das vernetzte Denken aus den unterschiedlichsten Modulen gefragt, um eine optimale Lösung für das vorgegebene Projekt zu finden. Nachdem

die Experten den schriftlichen Teil korrigiert hatten, musste jeder Prüfungsteilnehmer zwei Experten in einem 45-minütigen Teil Rede und Antwort stehen, um das Projekt zu verkaufen. Folgende Studenten haben den Chefmonteur-Bildungsgang FA 10 im Bildungszentrum suissetec Lostorf erfolgreich abgeschlossen: Bohrer Raphael, Brunner Andreas, Erni Lars, Imwinkelried Stefan, Kestic

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Hafenrundfahrt in Hamburg.

Mujo, Rechsteiner Severin, Steiner Kilian, Tschannen Yves und Wyss Beat. (www.suissetec.ch)

Abschlussreise Chefmonteur Heizung 2010 Endlich am Ziel – nach harter Arbeit und Abschluss unserer Chefmonteurschule reisten wir zusammen in den Norden nach Dänemark. Dies war ein kleiner Lohn für die unzähligen investierten Stunden in unserem Lehrgang. Am frühen Donnerstagmorgen versammelte sich unsere Klasse am Flughafen in Zürich. Als Reiseziel erwartete uns Nordborg in Dänemark. Nach einem kurzen Flug nach Hamburg stiegen wir auf den Zug um Richtung Flensburg. Dort angekommen wurden wir auch gleich mit einem Reisecar abgeholt und es ging weiter nach Nordborg, wo wir nach sieben Stunden Reisezeit endlich unser Hotel Noerherredhus er-

reichten. Alle waren ziemlich müde von der Reise, doch das hielt uns nicht davon ab, ins kleine Städtchen zu gehen, um ein gemütliches Nachtessen zu geniessen. Vermutlich waren noch nie so viele Touristen in diesem Restaurant, denn die Freundlichkeit des Personals hielt sich in Grenzen. Am nächsten Morgen holte uns um 9 Uhr ein kleiner Bus beim Hotel ab mit dem Ziel Sonderborg. Dort organisierte uns die Firma Danfoss eine Besichtigung im Alsion Gebäude. Nach der Besichtigung des grossen Konzertsaals, der Universität und des Technikraums, fuhren wir zum Firmengelände der Firma Danfoss. Wir staunten nicht schlecht, als wir von der Aussichtsplattfom einen Überblick hatten über das grosse Werkgelände mit den Produktionshallen. Anschliessend an die Besichtigung offerierte uns Danfoss ein herrliches Mit-

tagessen in der Kantine zusammen mit den Angestellten. Am Nachmittag besuchten wir die Freizeitanlage Danfoss Universe, wo viel über die Geschichte von Danfoss zu erfahren war. Highlight am Nachmittag war sicherlich für die meisten die Fahrt mit dem Segway. Am Abend nach der Besichtigung genossen wir ein Nachtessen in einem mongolischen Restaurant, welches uns die Firma Danfoss Schweiz offerierte. Anschliessend haben wir unseren Prüfungserfolg ausgiebig gefeiert. Am nächsten Morgen waren einige mit einem leichten Kater beim Frühstück aufgetaucht, doch auf der Rückreise nach Hamburg konnten wir noch ein paar Stunden Schlaf nachholen. Als wir unsere Zimmer im Hotel bezogen hatten, machten wir uns auf Richtung Hafen, wo wir vor dem Nachtessen bei Sonnenuntergang einen Apéro genossen. Mit einem feinen Nachtessen und anschliessendem Ausgang ging unser letzter gemeinsamer Abend in Hamburg zu Ende. Am frühen Morgen beschlossen wir spontan, auf eine Hafenrundfahrt zu gehen. Dies war ein wunderschöner Abschluss, bevor wir in die Schweiz zurückkehrten. (www.danfoss.com)

Herzlichen Dank!

Besichtigung des Alsion-Gebäudes.

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Alle nachfolgenden Firmen haben unsere Reise mit ihren Beiträgen unterstützt: Alpha-Inno

Tec Schweiz AG, Brugg, Rohrsystem AG, Danfoss, Elcotherm AG, F.+H. Engel AG, Grundfos Pumpen AG, Heizkörper Prolux AG, Hoval Herzog AG, SibirGroup AG, Swisscondens AG, Viessmann Schweiz AG, Weishaupt AG, WT Wärmetausch AG, Zehnder Heizkörper AG. Herzlichen Dank auch an das ganze Team des suissetec Bildungszentrums Lostorf, an alle Arbeitgeber und Familien der Absolventen, welche uns während der Ausbildungszeit unterstützt haben. Hinweis: Im suissetec-Teil in dieser Ausgabe von HK-Gebäudetechnik wird über die Fachausweisfeier der Berufsprüfung 2010 in Olten berichtet. ■ * Andreas Brunner, Chefmonteur Heizung mit eidg. Fachausweis


MOSAIK I FIRMEN

e-therm ag übernimmt den Bereich Erdsondenbohrungen der KWT

Beispiel aus dem Maschinenpark der e-therm ag: Raupenbohrgerät, max. Bohrtiefe 300 m.

Die e-therm ag, eine Unternehmung der Frutiger Gruppe, baut ihre marktführende Stellung im Bereich der Tiefboh-

rungen und Erdwärmegewinnung aus und kaufte per 1. April 2011 den Geschäftsbereich Erdsondenbohrungen der

Firma KWT Kälte- und Wärmetechnik AG. Sämtliche Mitarbeitende, das gesamte Inventar sowie die laufenden Baustellen werden übernommen. Alle Arbeitsplätze werden erhalten bleiben. Die Firma KWT Kälteund Wärmetechnik AG konzentriert sich mit dem Verkauf auf ihre strategischen Geschäftsfelder Kältetechnik und Wärmepumpen. Erdwärme kann umweltfreundlich mit Wärmepumpen und Erdwärmesonden genutzt werden. Die e-therm ag hat sich seit über 20 Jahren auf die Gewinnung von Erdwärme spezialisiert. Das Leistungsangebot umfasst Beratungen, die Ausführung von Tiefbohrungen sowie das Verlegen von Erdwärmesonden bis ins Gebäude. Mit einem modernen Maschinenund Gerätepark gehört die e-therm ag zu den leistungs-

fähigsten Anbietern von Erdwärmesondenbohrungen in der Schweiz. Romano Vassalli leitet als Geschäftsführer die e-therm ag vom Hauptsitz in Uetendorf aus. Eine weitere Filialniederlassung ist in Abtwil. Mit der Übernahme des Personals, der Maschinen und des Inventars der Firma KWT wird die Leistungsfähigkeit der e-therm ag weiter gestärkt, um die Kunden noch besser und effizienter ■ bedienen zu können.

e-therm ag 3661 Uetendorf Tel. 033 346 48 00 www.e-therm.ch KWT Kälte- Wärmetechnik AG 3076 Worb SBB Tel. 031 818 16 16 www.kwt.ch

Siemens Schweiz AG ist Top Arbeitgeber Schweiz 2011 Das international tätige Researchunternehmen CRF Institute hat die Siemens Schweiz AG für ihr herausragendes und modernes Personalmanagement mit dem Titel «Top Arbeitgeber Schweiz 2011» ausgezeichnet. Die Firma konnte sich dabei als eines von insgesamt 22 Unternehmen für den Titel qualifizieren. Siemens

Schweiz erreichte in den Untersuchungskriterien «Karrieremöglichkeiten» und «Unternehmenskultur» jeweils 4,5 von fünf möglichen Sternen und im Bereich «Primäre Benefits» sogar fünf Sterne. Im Mittelpunkt der Studie stand eine umfassende Fragebogenuntersuchung in den fünf Kriterien Training & Entwicklung, Karrie-

remöglichkeiten, Primäre Benefits, Sekundäre Benefits & Work-Life-Balance sowie Unternehmenskultur. Diese Daten und Fakten wurden zeitgleich im Rahmen von Interviews durch ein Team erfahrener Wirtschaftsjournalisten vor Ort validiert und in journalistischen Porträts ergänzt. Insbesondere jungen Talenten und Young

Professionals gibt das Gütesiegel «Top Arbeitgeber Schweiz», das nur von zertifizierten Unternehmen getragen werden darf, einen wichtigen unabhängigen Benchmark für die Wahl ihres weiteren Karrierewegs an die Hand. ■ (www.siemens.ch)

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MOSAIK I FIRMEN

Die betriebswirtschaftliche Weiterbildung für Clevere Betriebswirtschaftliches Knowhow, aktuelles Fachwissen und vernetztes Denken sind heute Grundbedingungen, um in all den Verpflichtungen und Anforderungen von Kunden, Mitarbeitenden, Investoren, Umwelt, Politik, Gesellschaft und Gesetzen nicht unterzugehen und den Durchblick zu er- oder behalten. Die SIU-Unternehmerschulung bietet den Kursteilnehmenden berufsbegleitende Unterstützung, wenn diese ihr eigenes Unternehmen planen, bereits Geschäftsinhaber/-in oder -nachfolger/-in sind oder eine Führungsposition im Visier haben. Die über 40-jährige Erfahrung, die erstklassigen und praxisbezogenen Referierenden sowie das im Jahr 2002 erworbene Eduqua- Zertifikat bürgen für die Qualität.

• Steuern, Versicherungen • Volkswirtschaft • Unternehmensplanspiel. Kursbeginn ab 21. Oktober 2011 in Bern, Chur, Dagmersellen, St. Gallen und Zürich. Informationsabende finden ab 11. Mai 2011 statt. Details unter www.siu.ch

Weiterer Lehrgang

Teilnehmende des laufenden Unternehmerschulungskurses in Chur.

In zwei Wintersemestern wird ein grosses und breites betriebswirtschaftliches Wissen in folgenden Fachgebieten vermittelt: • Gesamtführung • Rechnungswesen

• Recht • Personalwesen • Finanzierung, Investition • Qualitäts- und Projektmanagement • Marketing

Der höhere SIU-Fachkurs startet am 18. Mai 2011 in Zürich und am 27. Mai 2011 in Bern. Dieser Lehrgang dauert 1 ½ Jahre und schliesst mit der höheren Fachprüfung «eidg. dipl. Betriebswirtschafter/-in des Gewerbes» ab. Inhalte: Analoge Fächer wie in der SIU-Unternehmerschulung, aber darauf aufbauend. Für weitere Informationen: www.siu.ch ■

CTA hat in Basel eine Geschäftsstelle eröffnet Unter der Leitung von Urs Oeschger, Leiter Geschäftsstelle Wärme Basel, hat das fünfköpfige CTA-Verkaufsteam die Räumlichkeiten an der Grabenackerstrasse 15 in Münchenstein bezogen.

Um eine möglichst optimale Kundennähe zu gewährleisten, erweitert CTA seit Jahren stetig ihr Geschäftsstellennetz. Dadurch entsteht eine aktivere Kundenbeziehung und die individuellen Kundenbedürfnisse

können besser abgedeckt werden. Gleichzeitig wird das Synergiepotenzial, welches aus den vier Geschäftsfeldern Klima, Kälte, Wärme und Service besteht, ausgeschöpft. So setzt sich das

Markus Ott, Leiter Geschäftsstelle Wärme Aarau; Remo Imhof, Sachbearbeiter Verkauf Wärme; Urs Oeschger, Leiter Geschäftsstelle Wärme Basel; Danijel Matic, technischer Verkaufsberater Klima-Kälte.

neue Verkaufsteam in Basel aus kompetenten Fachpersonen aus der HLK- Branche zusammen. Die Unternehmung CTA AG bietet mit rund 200 Mitarbeitenden am Hauptsitz in Münsingen, einer Niederlassung in Zürich sowie Geschäftsstellen in Lausanne, Solothurn, Basel, Kriens, Uzwil und Buchs SG Systemlösungen in den Bereichen Klima, Kälte, Wärme und Service an. ■

CTA AG 3110 Münsingen Tel. 031 720 10 00 www.cta.ch Geschäftsstelle Basel: CTA AG Grabenackerstrasse 15 4142 Münchenstein Tel. 061 413 70 70 cta.basel@cta.ch


Bauphysik: Zertifikatslehrgang Fachhochschule Nordwestschweiz Die wachsenden Anforderungen an die Bauhülle von Gebäuden haben das Interesse an bauphysikalischen Themen intensiviert. Der Zertifikatslehrgang Bauphysik umfasst eine viertägige Einstiegswoche sowie zwölf einzelne Tage innerhalb der Folgewochen, insgesamt 128 Lektionen. Studienarbeiten sowie eigene Recherchen ergänzen den Lehrgang. CAS Bauphysik ist also berufsbegleitend – und praxisnah. Denn die Dozierenden sind ausnahmslos Fachleute der Planung, der Expertise und der Baupraxis. Teilnehmende können mit der bewährten FHNW-Qualität in der Weiterbildung rech-

nen. Also mit einem vorzüglichen didaktischen Aufbau der Lektionen, mit informativen Skripts und mit einer webgestützten Serviceplattform. Die Dienstleistungen fördern das strukturierte Arbeiten und steigern dadurch die Effizienz in der Wissensvermittlung. Das CAS Bauphysik lässt sich mit anderen Angeboten des Instituts Energie am Bau kombinieren, mit insgesamt acht weiteren Lehrgängen. ■ Weitere Infos: www.fhnw.ch/wbbau oder Tel. 061 467 45 45.

Mehr Natur Weniger Kosten Keine Risiken DIPAN SA

10 Prozent mehr Umsatz bei der Pestalozzi Gruppe Mit 175 Millionen Franken liegt der Handelsumsatz der Pestalozzi + Co AG für das abgelaufene Geschäftsjahr 10 Prozent über dem von 2009 (159 Millionen). Der positive Trend war in allen Geschäftsbereichen des Schweizer Handelsunternehmens zu spüren, besonders aber bei Produkten für die industriellen Verarbeiter und Zulieferer, die sich nach der Rezession unerwartet schnell erholt hatten. Der Personalbestand stieg auf 290 Stellen (Vorjahr 282), und die angebotenen Lehrstellen auf 28 (Vorjahr 26). Mengenmässig konnte das Familienunternehmen vor allem mit Stahlprodukten zulegen. Der Geschäftsbereich Haustechnik wächst weiter und eröffnete Ende 2010 in Rümlang das sechste Haustechcenter. Auch die in der Gebäudehüllenbranche tätige Tochterfirma Gabs AG konnte ihren hohen Marktanteil ausbauen. Zudem investierte die in Dietikon ansässige

Pestalozzi Gruppe im vergangenen Jahr in den Umbau seiner betrieblichen Liegenschaften und erneuerte die Fahrzeugflotte des eigenen Transportunternehmens Transstahl AG. Die wirtschaftliche Entwicklung wird von der Pestalozzi + Co AG für die nächsten Monate positiv eingeschätzt. Grund dafür ist die nach wie vor starke Bautätigkeit in der Schweiz. Lediglich der hohe Frankenkurs beim Export könnte 2011 das Schweizer Produktionsniveau bremsen, meint Dietrich Pestalozzi, Inhaber des Familienunternehmens. ■ Pestalozzi + Co AG 8953 Dietikon Tel. 044 743 21 11 info@pestalozzi.com www.pestalozzi.com

Frei connect: personelle Verstärkung Seit Anfang 2011 verstärkt Konrad Imbach (51) die national und international tätige Verbandsmanagement-Firma Frei connect mit Sitz in Zürich. Konrad Imbach, HLK-Ingenieur HTL und Absolvent eines Nachdiplomstudiums für Betriebsführung, war bis Konrad Imbach. Ende 2010 Direktor des Schweizerischen Kaminfegermeister-Verbands (SKMV). Bekannt ist er auch als Präsident des Verbands Schweizerischer Hafner- und Plattengeschäfte (VHP). Dieses Mandat wir er auch weiterhin ausüben. Innerhalb von Frei connect wird Konrad Imbach die Geschäftsführung einzelner Verbände mit Schwergewicht Heizung, Lüftung, Klima, Kälte (Industrie und Gewerbe) übernehmen, so etwa für

den Schweizerischen Verein für Kältetechnik SVK (www.svk.ch). Er ist auch verantwortlich die Aus- und Weiterbildung des Lieferanten-Verbands GebäudeKlima Schweiz. Frei connect betreut die Geschäftsstellen von derzeit elf Verbänden auf Mandatsbasis: u.a. auch für Holzfeuerungen Schweiz SFIH, Vereinigung Schweizerischer Sanitärund Heizungsfachleute VSSH, Verband Schweizerischer Anbieter von Sonnen- und Wetterschutzsystemen VSR. Zudem übernimmt die Firma für Wirtschaftsverbände Projektleitungen, u. a. in den Bereichen Marktdatenerhebung, Buchführung/Revision sowie Aus- und Weiterbildung. ■ Frei connect 8005 Zürich Tel. 043 366 66 00 www.freiconnect.ch

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MOSAIK I FIRMEN

Neue Wege für die Schrag GmbH

Verurkundung: (v.l.n.r.) Aegidius Schuster, Geschäftsführer Fränkische Rohrwerke und Geschäftsführer Schrag GmbH; Otto Kirchner, Inhaber Fränkische Rohrwerke; Markus Lüthi, Mehrheitsaktionär Friap-Gruppe; Olaf Leisten, Teilinhaber FriapGruppe und Geschäftsführer Schrag GmbH.

Schrag Ebersbach bei Stuttgart ging im Frühling 2007 in Insolvenz. Da Schrag ein strategischer Partner der Friap-Gruppe war, hat die Friap-Gruppe die

Schrag aus der Insolvenz übernommen. Es ist gelungen, Schrag innert 3 Jahren auf Kurs zu bringen. Heute ist die Firma ein leistungsfähiges Unterneh-

men der Haustechnik-Branche. Die Fränkischen Rohrwerke übernahmen von der Friap Holding AG per 1. 3. 2011 alle Anteile der Schrag GmbH. Dies wird die Zukunftsentwicklung der Schrag massgeblich stärken. Sämtliche Leistungen zwischen der Schrag GmbH und der Friap-Gruppe bleiben erhalten und werden durch diese neue Eignerstruktur gestärkt. Olaf Leisten, Geschäftsführer der Schrag GmbH und Teilhaber der Friap Holding AG, bleibt unverändert in seiner bisherigen Tätigkeit. Die Friap-Gruppe wird sich dadurch, unter Wahrung aller Leistungsbereiche – insbesondere der kontrollierten Wohnungslüftung – konsequenter auf ihre Kernkompetenz konzentrieren. Die Friap AG wurde 1974 gegründet. Das Berner Unternehmen stellte 1995 die Weichen auf erneuerbare Energie und

durfte in der Folge ein starkes Wachstum erfahren. Der Sitz der Firmengruppe ist in Ittigen-Bern. Nach dem Verkauf der Schrag GmbH beschäftigt die Friap-Gruppe gegen 150 Mitarbeitende; davon etwa 70 am Standort Bern. Vor dem Verkauf der Schrag wurden über 200 Mitarbeitende beschäftigt. Kernkompetenz ist die Produktion und der Vertrieb von Wärmepumpen, thermischen Solaranlagen, kontrollierte Wohnungslüftung sowie ■ Speichertechnik.

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CORNER

«Eine separate Heizung für unser Einfamilienhaus machte keinen Sinn mehr»

Finanzielle Betrachtungen aus der Sicht eines Benutzers Als Hauseigentümer befriedigt es einen nicht, nur Energie sparen zu können, sondern nach meinem Dafürhalten sollten sich die Aufwendungen auch rechnen, d. h. in ihrer Lebenszeit sollte sich die Anlage amortisieren. Dr. h.c. Roman Mühlbauer

Voraussetzung Wir wohnen in einem gut unterhaltenen, frei stehenden Einfamilienhaus, aber mit alter Haustechnik. Unser Heizkessel von 1975 war zu gross dimensioniert und der zweite Brenner auch bereits älter als 10 Jahre. Daher war eine Totalsanierung für uns ein Thema. Beim Nachbarhaus, einem Dreifamilienhaus, war die Sanierung der Heizung dringend. Da heutzutage die Wärmebezugs-Messung zwischen verschiedenen Benutzern problemlos ist, entschlossen wir uns, die Anlagen gemeinsam zu sanieren und die Heizkosten auf vier Parteien zu verteilen. Als pensionierter Wissenschaftler konnte ich es nicht lassen, genau hinzuschauen, zu messen und zu notieren. Da wir (Haus 1) nur zwei Öltanks zu je 1000 Litern hatten, im Nachbarhaus (Haus 2) jedoch ein kürzlich revidierter 9000-Liter-Tank stand, war die Entscheidung naheliegend, die neue Heizzentrale in Haus 2 einzurichten.

Anlage Die Firma Harnischberg von Wierezwil BE installierte 2006 einen Müba 2000 Typ 4Chromstahl-Kondensationsheizkessel 28–43 kW mit integriertem MAN-Raketenbrenner RE 1.44 H, einen 2-Kreis-Regler RAV 63.280, eine KamstrubMulticalBat.Qn 1.5-Wärmemessung, ein Pneumatex Su 140.3-Expansionsgefäss, ein 100-mm-PP-Kaminrohr mit Zuluftanschluss durchs Kamin, 43 m VSH-Heizungsrohr 28 mm mit 40 mm PIR-Schalen isoliert und 30 m Calpex H CPX-DUO 32+32/111, 70–100 cm im Erdreich verlegt als Verbindung zwischen den beiden Häusern. Im Alleingang hätten wir auch einen neuen Heizkessel benötigt. Dieser hätte, nach Angabe unseres Heizungsfachmanns, mit allen notwendigen Anschlüssen und der Rauchgasleitung rund CHF 16 000.– gekostet. Somit belaufen sich die Mehrkosten für die Fernheizung auf CHF 3420.– vor dem Steuerabzug. Ein Heizungsersatz kann in den meisten Kantonen bei der Einkommenssteuer geltend ge-

macht werden. Der Steuersatz hängt natürlich vom Einkommen ab, man geht in Modellfällen oft von einem Grenzsteuersatz von 25 Prozent aus. Berücksichtigt man einen Steuerabzug in der genannten Grössenordnung, verringern sich die Kosten für die gemeinschaftliche Lösung bereits deutlich im Vergleich zu einer separaten Heizung für Haus 1.

Heizöleinsparung Der mittlere Heizölverbrauch (ohne Warmwasser) in den drei Jahren vor der Sanierung betrug 1801 Liter und sank in den drei Jahren nach der Sanierung um 432 Liter, d.h. um 24 Prozent auf 1369 Liter. Um eventuelle Veränderungen im Wärmebedarf zu berücksichtigen, habe ich die Heizgradtage vom Hauseigentümerverband (www.hev-schweiz.ch) berücksichtigt. Tatsächlich sanken die Werte im gleichen Zeitraum um 3,3 Prozent. Somit sind nur 20,7 Prozent, d. h. 373 Liter, der Einsparung durch die neue Heizung bedingt.

Kosten Die Anlagekosten (auf CHF 10.– gerundet) für Haus 1 beliefen sich auf: Heiztechnik im Haus 1, Verbindung zwischen den Häusern, Regulierung und Wärmemessung in Haus 2 betreffend Haus 1 CHF 10 410.– Anteil vom Heizkessel in Haus 2 (¼ von CHF 12 740.– ) Anteil der Rauchgasleitung in Haus 2 (¼ von CHF 3360.–) Grabarbeiten, Verlegung der Fernleitung und Kernbohrungen Elektrische Installationen und Demontage der alten Anlage Demontage und Entsorgung der alten Öltanks

CHF 3 190.– CHF 840.– CHF 3 310.– CHF 710.– CHF 960.–

Total Anlagekosten brutto

CHF 19 420.–

Die Firma Harnischberg von Wierezwil BE installierte einen Müba 2000 Typ 4-Chromstahl-Kondensationsheizkessel 28–43 kW mit integriertem MAN-Raketenbrenner RE 1.44 H.

Schlussfolgerungen Ein Kompliment an den Haustechniker, wir sind sehr zufrieden mit der Anlage. Alle am Anfang aufgetretenen Probleme wurden kulant bereinigt. Obwohl es erfreulich ist, jedes Jahr rund 370 Liter Heizöl einzusparen, ist der wesentliche Brocken bei den Einsparungen die Reduktion der Heiznebenkosten, weil Haus 2 ein Dreifamilienhaus ist und die Heizkosten somit auf vier Parteien verteilt werden. Obwohl wir am meisten profitieren, ist die gemeinschaftliche Lösung vorteilhaft für alle Parteien. Wäre unabhängig nur die Heizung von Haus 1 saniert worden, hätten wir, bedingt durch den Wärmeverlust der Fernleitung an das Erdreich, rund. 75 Liter Öl mehr einsparen kön-

4 I 11 HK-Gebäudetechnik 23


CORNER

Heiznebenkosten Vor der Sanierung betrugen die jährlichen Heiznebenkosten in Haus 1: Kaminfeger Brennerservice inkl. Material Akonto Tankrevision 1/10 von CHF 865.– Feuerungskontrolle alle zwei Jahre CHF 86.–

CHF 227.– CHF 375.– CHF 86.– CHF 43.– CHF 731.–

Seit der Sanierung betragen unsere jährlichen Heiznebenkosten nur noch ¼ davon. Somit beläuft sich die Einsparung auf CHF 548.–.

Übersicht Einsparungen

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nen. Geht man von den vorliegenden Zahlen aus, würde die Amortisationszeit einer unabhängigen Heizung inklusive der zusätzlichen Öleinsparung und unter Annahme von einem 25-prozentigen Steuerabzug bei der Sanierung 30 Jahre betragen und somit kaum amortisierbar sein. Im Verbund mit Haus 2 beträgt die Gesamt-Amortisationszeit unter den gleichen Annahmen 16 ½ Jahre, was nach meinem Dafürhalten bemerkenswert ist und amortisierbar sein sollte. Berücksichtigt man ferner die

Einsparung Heizöl 373 Liter à CHF 0,85 Einsparung Strom 104 kWh à CHF 0,16 Einsparung Heiznebenkosten

CHF 317.– CHF 17.– CHF 548.–

Total jährliche Einsparungen

CHF 882.–

Kapitalkosten über die gesamten Laufzeiten, wird der Unterschied zwischen den beiden Lösungen noch krasser. Wir haben durch die Aufgabe einer unabhängigen Heizung in Haus 1 auch zwei wertvolle Kellerräume dazugewonnen. Ferner ist die verbesserte Luftqualität im Keller von Haus 1 eine

nicht unerhebliche Komfortsteigerung denn, im Nachhinein merkt man, dass es immer nach Öl gerochen hat.

Zukunftsaussichten Der Mehrverbrauch von jährlich 75 Liter Heizöl durch die von uns gewählte Lösung wurmte mich. Wir haben aber reagiert: Die

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neuen Fenster (unterstützt durch das Gebäudeprogramm) sind bereits angeschlagen. Theoretisch soll dies jährlich weitere 300 Liter Heizöl einsparen. Wir werden sehen. Wir möchten aber den jährlichen Ölverbrauch mit vernünftigem Aufwand deutlich unter 1000 Liter senken. Jetzt fehlt noch die Isolation der Kellerdecken. Apropos Haustechnik – da läuft noch mehr bei uns. Es scheint, dass man ohne sehr grosse Investitionen den Stromverbrauch halbieren kann. Aber davon erst, wenn alle Mess■ resultate vorliegen.


PORTRÄT

LG Electronics hat ambitiöse Pläne:

«Wir wollen mittelfristig die Nummer eins werden» LG Electronics meldet sich im Schweizer Air Conditioning Markt an. In Schlieren (ZH) wurde das Branch Office Switzerland gegründet. Michael Toifl, Sales Manager Air Conditioning und Energie Solution mit Sitz in Wien, informierte kürzlich in Schlieren über die ehrgeizigen Zukunftspläne des koreanischen Elektronikkonzerns LG. Mittelfristig soll die Marke LG im Klimabereich zur Nummer eins in Europa wachsen.

Interview: Franz Lenz LG Electronics ist in der Schweiz vor allem als Hersteller von Geräten der elektronischen Kommunikation und Unterhaltung bekannt. Nun stellt sich LG auch als Spezialist im Klimabereich vor, letztes Jahr stieg LG bereits in Österreich in grossem Stil ins Klimatechnik-Geschäft ein. Wurde da ein neuer Produktbereich für den europäischen Markt aufgebaut? Michael Toifl: In der Vergangenheit dachte man beim Namen LG tatsächlich vor allem an den Home EntertainmentBereich. Teilweise kannte man auch die «Weissware», das heisst Waschmaschinen und Kühlschränke. Von den Produkten der Air Conditioning hat man gerade in der Schweiz bis heute nicht viel gehört, oder höchstens von Kleingeräten. LG führt aber in seinem Sortiment auch Produkte für den gewerblichen und industriellen Bereich. Das soll sich nun ändern? Michael Toifl: Letztes Jahr stellte unsere koreanische Muttergesellschaft fest, dass der europäische Markt für solche Geräte und Systeme vernachlässigt worden war, und gab die Order: «Da müssen wir etwas unternehmen.» Wie in anderen Ländern will LG in Europa die

Streben mittelfristig die Nummer eins im Air Conditioning-Bereich an: Murat Karabela, Key Account Manager Schweiz (links), und Michael Toifl, Sales Manager Schweiz, Österreich und Slowenien. (Foto: F. Lenz)

Nummer eins im Klimatechnik-Bereich werden, also auch in der Schweiz. Die Vertretungen von LG in der Schweiz, Österreich und Slowenien sind im Vergleich zu denen der Mitbewerber heute noch sehr klein. Wie und in welchem Zeitraum soll denn die Nummer eins erreicht werden?

Michael Toifl: Wir wissen, dass wir nicht alleine auf dem Markt sind, und streben daher unser Ziel mittelfristig an, allerdings mit einem intensiven und ehrgeizigen Programm. Allein für Europa und natürlich die Schweiz sind bis heute bereits über 360 Klima-Fachleute eingestellt und 28 Trainingscenter geplant und zum Teil bereits realisiert worden.

In der Schweiz wollen wir innerhalb eines Jahres bis zu fünf Personen aufbauen. Diese soll vor allem das Projektgeschäft (Hotels, Gewerbe- und industrielle Bauten sowie Bürogebäude), also unseren Schwerpunktbereich, dynamisch bearbeiten. Da wollen wir auch kräftig wachsen. Das Kleinklimageräte-Geschäft, ein Geschäftszweig, der vom jewei-

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PORTRÄT

ligen momentanen Klima abhängt und schwer abzuschätzen ist, wird durch Marketingaktivitäten begleitet werden. LG ist zurzeit das einzige Klimatechnik-Unternehmen, welches in Europa in diesem Ausmass investiert und Arbeitsstellen schafft.

grössten Klimatechnik-Anbietern weltweit. LG plant in Europa 28 Trainingscenter oder «LG Air Conditioning Academys». Wer und was soll dort geschult werden? Michael Toifl: In diesen Trainingscentern wird der Schwerpunkt auf theoretische Schulungen gepaart mit praktischen Trainings gelegt. Alle Geräte im Raum werden voll funktionsfähig und somit absolut «lebensecht» sein. Die Schulung wird fünf Themenbereiche umfassen. Die Servicetechnikerschulung richtet sich an Techniker, welche Inbetriebsetzungen, Wartungen und Störungsbehebungen an den Geräten durchführen. Die

Technikerschulung vermittelt Wissen für Fachleute, die sich mit Systemauslegungen befassen. Auf Planer zugeschnitten ist das Programm der technischen Aspekte im Hinblick auf den ökologischen und ökonomischen Einsatz der Systeme. Basis- als auch Praxiswissen der Wärmepumpentechnologie wird in der Wärmepumpenschulung vermittelt. Sie sehen, wir investieren stark und ■ bauen extrem viel auf.

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Zum Klimagerätebereich gehören die Wärmepumpen ... Michael Toifl: Wir decken den gesamten Klimasektor ab, da gehören natürlich Wärmepumpen dazu. LG führt auch die klassische Wärmepumpe für Bodenheizung, Radiatoren und Warmwasser. Hier stossen wir in der Schweiz sicher auf einen harten Wettbewerb. Unser Schwerpunkt ist aber das Di-

rektverdampfungsgeschäft. In diesem Segment können wir jeweils die ganze klimatische Versorgung, vom privaten Haushalt, über gewerbliche- und industrielle Gebäude sowie Hotels, übernehmen, also klimatisieren und heizen. Klimageräte dienen ja nicht nur zum Kühlen, sondern auch zum Heizen. Aus diesem Grunde ist gerade der Schweizer Markt interessant, weil hier jedes Klimagerät zugleich auch als Wärmepumpe funktionieren muss. Unsere Produktauswahl ist im Übrigen riesig und reicht von kleineren Designer-Split-Klimageräten bis hin zu den industriell- und gewerblich genutzten VRF-Anlagen im Projektgeschäft. LG zählt zu den

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WÄRMETECHNIK I ENERGIE

Fernwärme-Forum vom 20. Januar 2011 in Biel

Fernwärme stützt Klimaziele Die 10. Tagung des Fernwärme-Forums am 20. Januar 2011 im Kongresshaus in Biel gab in Grundsatzreferaten, praxisorientierten Projektbeispielen und einer Podiumsdiskussion Impulse für die Nah- und Fernwärme der Zukunft. Thomas Glatthard

«Mit dem Einsatz von erneuerbaren Energien und der Nutzung verschiedener Abwärmequellen können nachhaltige und umweltverträgliche Heizsysteme für die Liegenschaften in den Regionen erstellt und wirtschaftlich betrieben werden», sagte Walter Böhlen, Präsident Verband Fernwärme Schweiz (VFS), zur Eröffnung der Jubiläumstagung. Verschiedene technologische Innovationen kommen zur Anwendung. Sie sind wirtschaftlich attraktiv und kurbeln das Wachstum an. «Nah- und Fernwärme liegt vermehrt im Trend. Sie ist eine effiziente und umweltverträgliche Form, ökologisch und ökonomisch zu heizen – eine Heizform, die sich auf die Dauer auszahlt.» Der Bund fördert denn auch Projekte im Bereich der Fernwärme. Insgesamt 55 Millionen Franken hat das eidgenössische Parlament im Rahmen des Konjunkturstabilisierungsprogramms für die Förderung der Fernwärmenetze mit erneuerbaren Energien oder Abwärme gesprochen: 46 mit Holzschnitzeln, Abwärme oder Wärmepumpen betriebene Fernwärmenetze werden künftig 26 000 Tonnen Heizöl und somit auch 86 000 Tonnen CO2 einsparen. Aber nicht nur energetisch ist das Konjunkturstabilisierungsprogramm ein

Gegen 300 Teilnehmende an der 10. Tagung des Fernwärme-Forums am 20. Januar 2011 im Kongresshaus in Biel.

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Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Co-Chair UNEP Resource Panel.

Erfolg: Mit den Fördergeldern wurden Investitionen von über 300 Millionen Franken ausgelöst. «Diese Zahlen beweisen das vorhandene Potenzial der Fernwärme», sagt Walter Steinmann, Direktor des Bundesamts für Energie, in der Grussbotschaft. «Denn rund 500 fossile Heizkessel mit mehr als 350 kW Heizleistung, die wir jährlich in der Schweiz aus Altersgründen ersetzen müssen, könnten oftmals auch durch ein Fernwärmesystem mit erneuerbaren Energien oder Abwärmenutzung ersetzt werden.» Durch die Teilzweckbindung der CO2-Abgabe haben die Kantone seit Anfang 2010 die Mittel, um solche Projekte zu unterstützen. Beim Entscheid für ein neues Heizsystem und allgemein für eine sichere Energieversorgung spielen heute auch Umwelt- und Klimafragen eine immer wichtigere Rolle. Fernwärmenetze können umweltfreundliche Energie liefern, wenn die darin transportierte Wärme aus erneuerbaren Energien oder Abwärme stammt. Auch im Hinblick auf die CO2-Abgabe ist das Argument der umweltfreundlichen Energiequelle wichtig, damit auch die Wirtschaftlichkeit von Fernwärmenetzen garantiert ist und diese sich dadurch einen wichtigen Wettbewerbsvorteil schaffen können. «Die Fernwärme kann ein Erfolgsmodell für die Energie- und Klimapolitik sein und auch zur Versorgungssicherheit beitragen. Das Potenzial ist vorhanden, Gelder stehen zur Verfügung.»


WÄRMETECHNIK I ENERGIE

Energie muss teurer werden Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Co-Chair UNEP Resource Panel, ist überzeugt: «Energieeffizienz kann schon heute rentieren.» Sein Rezept: Faktor Fünf fürs Klima; Energieeffizienz ehrgeizig formuliert. «Wie würden die Klimaverhandlungen wohl laufen», fragt Weizsäcker, «wenn jeder wüsste, dass wir fünfmal mehr Wohlstand pro CO2-Emission erreichen könnten? Der Budgetansatz würde es in Entwicklungsländern plausibel machen, Hunderte von Plänen für neue Kraftwerke einzumotten, weil die Kombination von Effizienz, Windenergie und Verkauf von Lizenzen rentabler werden könnte als Kohlekraftwerke.» Allerdings wird es beim Übergang zur klimaverträglichen Wirtschaft – neben Gewinnern – auch Verlierer geben: Gewinner sind etwa die IT-Branche, generell die Hightech-Industrie, das Handwerk, die Wissenschaft, die Ökobranche, der Schienenverkehr, Wartung und Recycling, Bildung, Berater, Kultur – und natürlich Fernwärme. Die Verlierer sind Lastwagen-Logistik, Flugzeuge, Grundstoff-Industrie, Grundstücke fern vom öV. «Eine Verfünffachung der volkswirtschaftlichen Energieproduktivität ist machbar. Das kann zum Ende des Bedarfs an Atomstrom und Kohlestrom führen. Denn dann kann der verbleibende Energiebedarf ‹erneuerbar› gedeckt werden. Der Strom wird innerhalb der Energie wichtiger und beginnt, sogar Benzin zu ersetzen. Aber vernünftig ist das nur dann und nur dort, wo höchste Effizienz erreicht wird. Damit die revolutionäre Verbesserung der Effizienz stattfindet, muss der Energieverbrauch teurer werden.» In «Faktor Fünf» wird vorgeschlagen, die Energie jedes Jahr um gerade so viele Prozente teurer zu machen, wie die Effizienz im Vorjahr zugenommen hat, sodass die monatlichen Durchschnittskosten für Energie konstant bleiben. (Faktor Fünf. Die Formel für nachhaltiges Wachstum. Ernst U. von Weizsäcker, Karlson Hargroves u. a. Droemer Knaur, München 2010).

Zukunftsvision der Fernwärme im Kanton Aargau Als Mitglied eines kleinen Wärmeverbunds von 26 Einfamilienhäusern stellt Peter C. Beyeler, Landammann Kanton Aargau, fest, dass durch verschiedene Veränderungen neue Probleme entstanden sind. Einige Liegenschaften wurden energieeffizient saniert, sodass der Energiebedarf massiv sank. Dennoch bleibt die Forderung der Besitzer der nichtsanierten Häuser, dass von September bis Mai geheizt werden kann. Dies führt zu starken Wärmeverlusten, zu hohen allgemeinen Kosten und daher zwangsweise zu hohen spezifischen Heizkosten für die sanierten Liegenschaften. Die Konsequenz ist, dass immer mehr Hausbesitzer auf individuelle Heizsysteme (Gas, Wärmepumpen) umsteigen – eine problematische Entwicklung für den Wärmeverbund. Bezüglich Energieversorgung der Schweiz hat der Energiekanton Aargau eine grosse Verantwortung – heute wird jede dritte Strom-kWh im Aargau produziert. «Dass er diese wahrnimmt», so Beyeler, «beweist die Tatsache, dass er einer der wenigen Schweizer Kantone mit einer vom Parlament verabschiedeten Gesamtenergiestrategie ist. Die Eckpfeiler dieser Strategie sind die Reduk-tion des CO2-Ausstosses, die Steigerung der Energieeffizienz, die Förderung der erneuerbaren Energie sowie die wirtschaftliche Stärkung des Energiekantons Aargau.» 2007 wurde zudem, auf Initiative des Aargaus, der Energie Trialog Schweiz ins Leben gerufen. Als Produkt der ersten drei Jahre Arbeit im Trialog wurde im Oktober 2009 die «Energie-Strategie 2050 » publiziert, mit Vorschlägen für eine langfristig ausgelegte Energiepolitik. Wichtige Erkenntnis: Die Schweiz ist durchaus in der Lage, ihren CO2-Ausstoss deutlich zu senken und gleichzeitig ihre hohe Lebensqualität langfristig zu sichern. Auch eine rasche und markante Steigerung der Energieeffizienz ist möglich, zusammen unter anderem mit dem Ausbau der erneuerbaren

Urs Steiner, Direktor Elektra Baselland (EBL).

Peter C. Beyeler, Landammann Kanton Aargau.

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WÄRMETECHNIK I ENERGIE

schöpfen: Industrieabwärme, Abwärme aus Abwasserreinigungsanlagen oder Schmutzwasserkanälen. Auch erneuerbare Energieträger wie Biomasse, Holzenergie, Sonnenenergie oder untiefer Geothermie soll genutzt werden können. Zudem sollen bereits bestehende Versorgungsgebiete mit leitungsgebundenen fossilen Energieträgern verdichtet werden. Ausserdem sieht der revidierte Richtplan vor, dass die Gemeinden Gebiete bezeichnen können, die für die Fernwärmeversorgung geeignet sind.

Fernwärmezukunft eines Energieversorgers Weltweite CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalente pro Person und Jahr.

Energien. Es bleibt aber eine markante Stromlücke, die durch verschiedene Massnahmen zu decken ist. Die Ergebnisse aus dem Energie-Trialog sind abrufbar unter www.energietrialog.ch. Heute werden in der Schweiz nur etwa vier Prozent des Wärmebedarfs durch Fernwärme gedeckt. Beyeler: «Es gibt eine Reihe von Faktoren, welche für ihre vermehrte Nutzung sprechen : CO2-freies Abfallprodukt, steigende Preise für fossile Brennstoffe, Energiepolitik des Bundes, Förderprogramme des Bundes für Investitionshilfen in Fernwärmeprojekte. Es gibt aber auch Argumente gegen den Ausbau der Fernwärmenutzung. Dazu gehört das Problem der Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf die stetig besser werdende Gebäudequalität. Gut abgedichtete Häuser benötigen weniger Wärme und diese wird vermehrt durch Wärmepumpen und Solaranlagen produziert. Demgegenüber stehen die hohen Investitionskosten an ein Fernwärmeverbundnetz, insbesondere dort, wo die Siedlungsstrukturen wenig dicht sind .» Beyelers Fazit: Dezentrale Wärmeenergieanlagen werden interessanter und wirtschaftlicher. Somit verlieren Wärmeverbünde eher an Attraktivität. Wo haben Fernwärmenetze also ihre Chancen? Überall dort, wo Abwärme entsteht, die nicht anderweitig verwendet werden kann. Ob sie wirtschaftlich sind, ist sehr direkt abhängig von der Art und Grösse der Wärmesenke. Die Wirtschaftlichkeit muss sich im Einzelfall zeigen. Aus der Darlegung geht hervor, dass die Fernwärmeversorgung in der Schweiz keine problemlose Zukunft haben wird. Inwieweit der Druck auf die Verdichtung von Siedlungen die Ausgangslage verbessert, ist heute schwer abzuschätzen. Zumal die Ansätze für eine Verdichtung der Siedlungsräume noch nicht konkretisiert sind. So ist es in den letzten 20 Jahren nicht gelungen, die durchschnittliche Anzahl der Einwohner pro Hektare zu erhöhen. Antworten zur Strategie des Kantons Aargau punkto Fernwärme gibt der kantonale Richtplan, der zurzeit in Revision ist. Der Regierungsrat setzt sich darin für einen sinnvollen Einsatz der Fernwärmeversorgung ein, insbesondere für die Verwertung von sonst nicht genutzter Abwärme. Die Nutzung bestehender Abwärmepotenziale ist wichtig für die langfristige Energieversorgung. Zur Erhebung der Potenziale erarbeitet der Kanton zusammen mit den Gemeinden einen sogenannten Abwärmekataster. Für die Wärmeversorgung sind prioritär die folgenden Wärmequellen auszu-

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Seit über zwei Jahrzehnten plant, baut, finanziert und betreibt die Elektra Baselland ( EBL ) schweizweit Fernund Nahwärmeverbünde, betrieben mit Holzschnitzeln und Abwärme. Was vor über 20 Jahren bei einem Ölpreis von teilweise unter 20 Dollar pro Barell noch als äusserst mutiger Schritt taxiert wurde, ist heute zu einem tragenden und stark wachsenden Geschäftsfeld der EBL geworden. Heute ist die EBL schweizweit ein anerkannter und kompetenter Ansprechpartner für das Contracten von einfachen wie hochkomplexen nachhaltigen Fern- und Nahwärmeverbünden. «Diese Entwicklung der EBL », so EBL-Direktor Urs Steiner, «basiert auf einer klar definierten, messbaren und auf allen Stufen getragenen Vision, die darauf ausgerichtet ist, dass die EBL bis ins Jahr 2020 gegen 30 % ihres Energieabsatzes mit neuen erneuerbaren Energien abdecken will. Aus dieser Vision werden regionale, nationale und internationale, strategische, nachhaltige Projekte abgeleitet und umgesetzt.» Regional werden im Rahmen des Möglichen Energieproduktionen aus natürlichen Ressourcen wie Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme und Biomasse gefördert. Mit grossem Erfolg werden im Ein- und Mehrfamilienhausbereich Programme mit Photovoltaik, thermische Solardächer, Erdsonden- und Luftwasserwärmepumpen sowie Pelletsheizungen umgesetzt, während in dichter besiedelten Quartieren Nahwärmeverbünde vorangetrieben werden. Mit den Beteiligungen am grössten Holzheizkraftwerk zur Stromproduktion in Basel, an der AEK Pellet AG in Balsthal, der Beteiligung an Biopower NWCH AG – einer 20 000-Tonnen-Grüngutvergärungsanlage – sowie mit den gegen 50 eigenen Wärmeverbünden in der Schweiz wird die Vision Schritt für Schritt umgesetzt. Langfristig setzt die EBL auch auf die Geothermie. Wohl musste dabei beim Tiefengeothermieprojekt in Basel ein starker Rückschlag in Kauf genommen werden; dies hinderte jedoch die EBL nicht

Wärmeverbund Riehen AG.


WÄRMETECHNIK I ENERGIE

daran, sich an der neugegründeten Geo-Energie Suisse AG – einem nationalen Kompetenzzenter zur Stromproduktion aus Tiefengeothermie – zu beteiligen. Das wohl wichtigste Projekt, das die EBL zurzeit umsetzt, ist das thermische Solarkraftwerk in Spanien, wo mit Spiegeln auf einer Fläche von 80 Fussballfeldern die Sonnenenergie in Strom für gegen 15 000 Haushalte umgewandelt wird. Einen wesentlichen Anteil zur Zielerreichung der Vision 2020 werden in den nächsten zehn Jahren weitere nationale Wärmeverbünde sowie ein auf bestehenden Wärmeverbünden aufbauendes pionierhaftes Fernwärmeprojekt haben. Im Projekt «Erneuerbare Energieschiene ErgolzTal » ( 3ET ) sollen bestehende, grösstenteils mit erneuerbarer Energie betriebene Wärmeverbundanlagen entlang des Ergolztals (Pratteln–Liestal – Lausen–Sissach) mit einem Absatz von 110 GWh mittels übergeordneten Wärmenetzes miteinander verbunden werden. Mit dem Bau einer solchen Transportleitung kann ein zusätzliches Potenzial von 100 GWh erschlossen werden. Bei einem Heizkraftwerk in dieser Grössenordnung ist eine Wärmekraftkoppelung, das heisst Wärme und Stromproduktion, wirtschaftlich. Die Wärme wird in das übergeordnete Verbundnetz und der Strom in das regionale Stromnetz eingespiesen. Aus der entstehenden ganzjährigen Bandlast lässt sich dabei gegen 20 % der eingesetzten Primärenergie verstromen. Wenn der so gewonnene Strom für die Speisung von dezentralen Wärmepumpen verwendet wird, kann die Energieeffizienz massgeblich erhöht werden. Die so gewonnene gesamte Wärmeenergie ist höher als die ursprünglich eingesetzte Feuerungswärmeleistung. Der erste Schritt dieses Projekts – der Zusammenschluss von sechs Wärmeverbünden in Pratteln – ist bereits in Projektierung.

Verdoppelung der geothermischen Nutzung durch Fernwärmeausbau Martin Kamber, Verwaltungsrat der Wärmeverbund Riehen AG und Leiter Energiedienstleistungen der In-

Abwärmekataster Thun.

dustrielle Werke Basel, stellte den neuen Wärmeverbund Riehen (BS) vor. Auf dem Gemeindegebiet von Riehen entstanden in den Jahren 1991 bis 1994 drei Wärmeverbunde: Der Wärmeverbund Riehen, aufgebaut und betrieben durch die Gemeinde Riehen mit der schweizweit grössten Geothermienutzung, WKKAnlagen und Spitzenlastkesseln; der Wärmeverbund Niederholz, aufgebaut durch die private Wärmeverbund Niederholz AG mit Wärmeerzeugung mittels WKK und Spitzenlastkesseln, sowie der Wärmeverbund Wasserstelzen, aufgebaut durch die IWB, ebenfalls mit WKK-Anlagen und Spitzenkesseln. Durchgeführte Versuche ergaben, dass aus dem bestehenden Geothermiebrunnen wesentlich mehr Energie gewonnen werden kann. Um dieses vorhandene geothermische Potenzial nutzen zu können, wurde die Idee eines Zusammenschlusses der drei Wärmeverbunde geboren. Die Gemeinde Riehen als Initiator suchte

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WÄRMETECHNIK I ENERGIE

WebGIS-Wärmenutzung: Abwärme- und erneuerbare Energiequellen können systematisch erfasst und den potenziellen Wärmeverbrauchern zugeführt werden. (Vgl. Beitrag S. 34 + 35 von Referent Anselm Hagenbuch, AEW Energie AG)

den Dialog mit der Wärmeverbund Niederholz AG und den IWB. Eine Realisierung wurde von der Wirtschaftlichkeit des Projekts und von der Zustimmung aller verantwortlichen Organe abhängig gemacht. Für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit wurde ein Business-Plan erarbeitet. Dieser ergab, dass durch die bessere Auslastung der Geothermie, die Erhöhung des Wärmeabsatzes entlang der Verbindungsleitungen und der Konzentration der Betriebsleistungen eine ausgeglichene Rechnung bei marktfähigen Wärme-Tarifen möglich ist. Für die Umsetzung des Projekts wurde die Gründung einer Aktiengesellschaft durch die Gemeinde Riehen und die IWB ins Auge gefasst. Die Wärmeverbund Niederholz AG erklärte sich bereit, alle Anlagen an die Gesellschaft zu übertragen, wenn die Versorgung der bestehenden Bezüger gewährt bleibt. Im Juni 2009 stimmte sowohl der Einwohnerrat der Gemeinde Riehen als auch der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt der Realisierung des Projekts zu. Somit konnte am 24. September 2009 die gemeinsame Wärmeverbund Riehen AG gegründet und die drei Wärmeverbünde juristisch vereinigt werden. Durch den im Oktober 2009 begonnenen Leitungsbau für den technischen Zusammenschluss entstand nun ein Fernwärmenetz mit einer Länge von über 30 km. Die geplante Wärmeabgabe beläuft sich auf 54 GWh /a, wobei die Hälfte davon durch ökologische Geothermie gewonnen wird. Die restliche Wärme wird mittels Gas-BHKW und fossilen Spitzenlastkesseln erzeugt. Per Oktober 2010 konnten die Verbindungsleitungen zwischen den Verbunden in Betrieb genommen werden. Bis Oktober 2011 werden auch noch die Energiezentralen umgebaut. Das Projekt ist mit Investitionen in der Höhe von 17 Mio. Franken verbunden.

schaft ist etwas ökologisch sehr Wertvolles und Bedeutendes für die Nachhaltigkeit der Gesellschaft», stellte Jörg Liechti von der Neosys AG Solothurn fest. « In einer wirklich nachhaltigen Wirtschaft gibt es keine offenen Stoffkreisläufe und Energie wird nicht ungenutzt vergeudet.» Die Möglichkeiten, durch eine optimierte Nutzung der Energie in Abfällen CO2-freie oder zumindest CO2-arme Energie zu gewinnen, sind immer noch beträchtlich. Dabei sind verschiedene Vorgehensweisen zielführend – oft auch eine Kombination dieser Vorgehensweisen: 1. Vermehrter Einbezug heute noch ungenutzter Abfälle in die energetische Nutzung (Grünabfälle, Altholz usw.) 2. Verbesserung der Energienutzungsgrade der abfallverwertenden Anlagen (insbesondere KVA) 3. Zuweisung energiereicher Abfälle in Anlagen mit hohem Energienutzungsgrad 4. Verbesserung des nutzbaren Energieinhalts in den Abfällen durch Veredelung von Niedertemperatur-Abwärme (Trocknung, insbesondere von Klärschlamm) Das Verbesserungspotenzial der Schweiz liegt bei etwa 20 000 TJ/a, was immerhin beinahe 2 % des Gesamtenergiebedarfs des Landes ausmacht. Liechtis Fazit: « Es muss ein Ziel der Abfall- und Energiewirtschaft sein, das ungenutzte Potenzial zur Energiegewinnung auszuschöpfen. Aus dem Aspekt der Klimawirkung betrachtet, sollte zudem die Priorität der Energienutzung bei der Wärme liegen, weil dort die CO2-Minderung gegenüber dem heutigen Zustand viel grösser ist als beim Strom. Die Verstromung der Abfallenergie sollte dann stattfinden, wenn die Energie in einer Anlage anfällt, für welche keine Wärme- oder Kältenutzer erreichbar sind.»

Energiepotenzial in Abfällen War eine Abfallverbrennungsanlage in den achtziger und neunziger Jahren noch eine «Kehrichtbeseitigungsanlage», so ist sie heute oft ein «Fernheizkraftwerk». « Dieser Paradigmenwechsel in der Abfallwirt-

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Kosten und Nutzen industrieller Abwärmepotenziale Prof. Eberhard Jochem vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe be-


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leuchtete die Nutzung industrieller Abwärme. Der Prozesswärmebedarf liegt in den einzelnen Produktionsprozessen der verschiedenen Industriezweige auf sehr verschiedenen Temperaturniveaus zwischen etwa 60 °C (Reinigungsprozesse) und weit mehr als 1000 °C (Produkte der Grundstoffindustrie wie Elektro-Stahl, Zement, Ziegel, Glas und Keramik). Die chemische Industrie benötigt häufig Prozess-Wärme bei Temperaturen zwischen 100 °C und 500 °C. Im Gegensatz dazu fragt die Konsumgüterindustrie (z. B. Pharmaka, Nahrungsmittel) sowie der Investitionsgütersektor (z. B. Maschinenbau, Elektrotechnik) eher Raum- und Niedertemperaturwärme für z. B. Wasch- und Trocknungsprozesse zwischen 40 bis 90 °C nach. Diese Temperaturbereiche geben Anhaltspunkte zum Temperaturniveau der anfallenden Abwärme wie auch zu den inner- oder ausserbetrieblichen Verwendungsmöglichkeiten. Die ungenutzten Abwärmemengen in der Schweizer Industrie liegen bei Temperaturen von über 140 °C bei knapp 10 % des industriellen Energieeinsatzes und bei Temperaturen zwischen 70 °C und 140 °C um 5 %, zusammen also etwa bei 20 bis 22 PJ pro Jahr, d. h. fast in der gleichen Grössenordnung wie der jährliche Fernwärme-Absatz in der Schweiz. «Neben den Fragen langfristiger Investitionen steht die übliche Bewertungspraxis von Energieeffizienz-Investitionen der Industrieunternehmen einer Nutzung dieser Abwärmepotenziale entgegen. Das Risikomass ‹Amortisationszeit › erhält eine zu grosse Bedeutung und die

Rentabilität und Lebenszykluskosten werden häufig nicht ermittelt. Zudem findet – im Gegensatz zur Förderung der ARA-Abwärmenutzung – kein offensives Marketing mit aktiver Motivation der potenziellen Akteure statt. Dies ist auch bedingt durch rechtliche Unklarheiten oder Lieferabhängigkeiten im Fall der Wärmeabgabe an Dritte bei Insolvenz einer der Partner. Stromerzeugung mittels Hochtemperatur-Abwärme über ORC-Anlagen, die Nutzung in betriebsinternen Warmwasser- und Heizsystemen oder zur Kälteerzeugung sowie die Einspeisung in den Rücklauf von Nahund Fernwärmesystemen werden durch diese Hemmnisse unterbunden.» Bestehende Risiken bei Abgabe an Dritte (z. B. an benachbarte Betriebe) verstellen zu schnell den Blick für neue unternehmerische Lösungen (z. B. Contracting) oder für finanzielle Absicherungslösungen durch Beteiligung grosser Kapitalgesellschaften oder Versicherungen. Eine Reihe von Massnahmen müssten ergriffen bzw. geprüft werden, um die bestehenden Abwärme-Potenziale realisieren zu können: z. B. verstärkte berufliche Fortbildung in diesem Themenbereich (inkl. Investitionsberechnungsmethoden), die Einführung von Energiemanagementsystemen mit Abwärmebilanzen, Vertragsmuster für Abwärmelieferung an Dritte, Überdenken der Investitionsförderung inkl. einer umlagefähigen Abwärmeabgabe-Vergütung oder/und spezielle Auflagen für abwärme-intensive Produktionen im Zusammenhang mit der CO2-Abgabenbefreiung. (www.fernwaerme-schweiz.ch) ■

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Wärmeverbunde: Werkzeug für die systematische Potenzialabklärung

Rasche Identifikation geeigneter Gebiete Der Verband Fernwärme Schweiz (VFS) lancierte 2007 mit Unterstützung durch private Energiedienstleister sowie durch das Bundesamt für Energie (BFE) das Projekt «VFS-Wärmenutzung». Die WebGIS-Anwendung erlaubt eine systematische Identifikation von möglichen Standorten für Nah- und Fernwärmeprojekte.

WebGIS-Projekt «VFS-Wärmenutzung» Folgende Daten sind schon heute verfügbar: A) Wärmenachfrage im Hektarraster (Hochrechnung der Flächen mit spezifischem Wärmebedarf, Wohnen: 120 kWh/m2, Industrie: Branchenwerte): – Wohnen: Bundesamt für Statistik Eidg. Volks- und Gebäudezählung 2000

(BFS),

– Industrie und Dienstleistung: Bundesamt für Statistik (BFS), Betriebszählung 2005 B) Wärme- und Abwärmeangebote 1) Fossile Energien – Feuerungsanlagen grösser 750 kW (meist Industrien), kantonale Daten (falls verfügbar)

WebGIS-Anwendungen.

– Öffentliche Anlagenstatistik, Verbände

Anselm Hagenbuch*

Die üblichen Umsetzungshemmnisse für Nah- und Fernwärmeprojekte sind der zeitintensive Weg von der Idee, über die Projektfinanzierung, die Suche eines Investors, der das Projekt entwickelt hin bis zur Realisierung. Heute werden Nahwärmeverbunde vor allem durch Energiedienstleister realisiert. Die Projektideen dazu kommen oft von den Planern, welche die Umfeldbedingungen bereits kennen. Die Identifikation

2) Erneuerbare Energien – Grundwasser, Hydrologiekarte Swisstopo – Erdwärmesonden, Holzfeuerungen und Tunnelabwärme, kantonale Daten (falls verfügbar) 3) Fossile/erneuerbare Energien – Bestehende Fernwärme, Erhebung 2003 des Verbands Fernwärme Schweiz – KVA und ARA, öffentliche Anlagenstatistik Verbände.

WebGIS-Wärmenutzung: Darstellung Abwärme- und erneuerbare Energiequellen.

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neuer Projekte verläuft somit eher zufällig und die vorhandenen Abwärme- und erneuerbaren Energiequellen können nicht systematisch erfasst und den potenziellen Wärmeverbrauchern zugeführt werden. Aus diesen Gründen lancierte der Verband Fernwärme Schweiz (VFS) 2007 mit Unterstützung durch private Energiedienstleister sowie das Bundesamt für Energie (BFE) das Projekt «VFS-Wärmenutzung». Ziel ist eine systematische Aufbereitung von gesamtschweizerischen Daten zur Identifikation von möglichen Standorten für


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Wärmeverbund Engerfeld, Rheinfelden. Das Luftbild ist westorientiert.

Energieplanung Rheinfelden.

Nah- und Fernwärmeprojekte aus einer Hand. Einerseits sollen dabei sowohl Abwärmelieferanten wie Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA), Abwasserreinigungsanlagen (ARA) und Industriebetriebe als auch erneuerbare Energien wie Holzfeuerungen und Grundwasserwärme berücksichtigt werden. Andererseits geht es auch um eine Fokussierung auf grössere, bestehende fossile Feuerungsanlagen, die sich für eine Umstellung auf eine externe Wärmelieferung eignen könnten. Das Projekt wird in folgenden vier Phasen bearbeitet: • Phase 1 «Projektidentifikation», durch den VFS und die Firma Eicher+Pauli AG (seit Mai 2010 abgeschlossen) • Phase 2 «Projektcharakterisierung», wird durch Investoren angegangen • Phase 3 «Projektentwicklung», erfolgt durch die Investoren der Phase 2 • Phase 4 «Realisierung», Ausführungsphase der Investoren. Die Projektumsetzung basiert auf einem eigens entwickelten geografischen Informationssystem (GIS). Darin werden alle für das Projekt relevanten Datenbanken zu Wärmeangeboten und Wärmenachfragen räumlich vernetzt und in eine GIS-Applikation integriert, welche seit 2009 als passwortgeschützte Webversion aufgeschaltet ist. Die wichtigsten Dateninhalte sind schon heute verfügbar, vgl. Kasten. Die WebGIS-Applikation beinhaltet nebst der klassischen Darstellung beliebig auswählbarer Datenebenen auch eine Datenselektions- und Download-Funktion. Zur automatisierten Weiterbearbeitung dieser numerischen Daten wurde ein Excel-Tool entwickelt, welches eine standardisierte Auslegung eines Nahwärmeverbunds erstellt. Des Weiteren sind in der Applikation gesamtschweizerisch Hektar-Cluster (Gebiete) von Wohn- und Dienstleistungsgebäuden mit interessanter Heizwärmenachfragedichte abrufbar – gefiltert nach Grösse (3 bis 29 ha, keine Stadtzentren) und Gebietswärmenachfrage. Für die Identifikation interessanter Gebiete mit Fernwärmepotenzial wurde eine Gebietswärmenachfrage von > 4000 MWh/a und eine Nachfragedichte

WebGIS Wärmenutzung Beispiel Aarau.

> 400 MWh/(ha · a) gewählt (Preisparität mit Ölheizungen bei einem Ölpreis von > 95 Fr./100 Liter). Schweizweit ergibt sich daraus ein Gesamtpotenzial von 9798 GWh pro Jahr (978 Gebiete). Für die Wohngebäude alleine liegt das Potenzial bei 5391 GWh/a, was knapp 16 % des geschätzten Heizwärmebedarfs der Wohngebäude in der Schweiz im Jahr 2000 von 34 000 GWh/a entspricht. Eine weitere spezielle GISAnalyse zeigt, dass von diesem Gesamtpotenzial 1300 GWh/a (13 %) im Umkreis der 29 KVA und/oder 3600 GWh/a (37 %) im Umkreis der grossen ARA (> 5000 Einwohnergleichwerte) nachgefragt werden resp. Von diesen Abwärmequellen auch versorgt werden können. Die WebGIS-Applikation liefert in der Praxis sehr schnell verlässliche Ergebnisse für Grobanalysen und ist auf Vorprojektstufe weit kostengünstiger als heute gängige Methoden der Projektidentifikation. Ab Phase zwei sind jedoch genauere Abklärungen vor Ort weiterhin unverzichtbar. Sobald die Applikation ab 2012 nicht mehr exklusiv durch die mitfinanzierenden Energiedienstleister genutzt werden darf, könnten u. a. die kantonalen Energiefachstellen damit (und evtl. mit weiteren darin eingebundenen eigenen Kantonsdaten) arbeiten und der systematischen Fernwärmeplanung zum verdienten Durchbruch verhelfen. ■ * Autor: Anselm Hagenbuch, AEW Energie AG, 5000 Aarau, anselm.hagenbuch@aew.ch, Vortrag am Fernwärme-Forum vom 20. Januar 2011 in Biel.

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Symbiose von Geothermie und Fernwärme für Erzeugung von Strom und Wärme

Ausbau der Fernwärme in der Stadt St. Gallen Die Stadt St. Gallen setzt auf den Ausbau der Fernwärme zur Erreichung der Klimaziele und als eine von mehreren Massnahmen zum geplanten längerfristigen Ausstieg vom Atomstrom. Michael Stang, Ulrich Trümpi *

Im Herbst 2010 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Stadt St. Gallen sich positiv zur zukünftigen Nutzung von Erdwärme aus etwa 4,5 km Tiefe entschieden. Damit haben nun die Sankt Galler

Stadtwerke den Auftrag, die notwendigen Bohrungen und Tests durchzuführen und bei Erfolg versprechenden Ergebnissen ein Geothermie-Heizkraftwerk zur Strom- und Wärmegewinnung zu bauen. Mit dem gleichzeitigen Ausbau des Fernwärmenetzes wird die gewonnene Wärme den Kundinnen und Kunden verfügbar gemacht.

Das Energiekonzept 2050 Die Energiestadt St. Gallen setzt sich seit mehreren Jahren intensiv mit der Energieversorgung der Zukunft auseinander. Ziel des Energiekonzepts 2050 ist es, dass die St. Galler Bevölkerung ihren Energiebedarf auch in Zukunft sicher und zu vernünftigen Preisen erfüllen kann, ohne dadurch die Umwelt und die Ressourcen künftiger Generationen zu beeinträchtigen. Gleichzeitig solle die Abhängigkeit von fossiler Energie aus dem Ausland verringert, die Beschäftigung der regionalen Wirtschaft gestärkt und somit die lokale Wertschöpfung gesteigert werden. Der Umbau der städtischen Energieversorgung ist ein gemeinsames Generationenprojekt der öffentlichen Hand mit Partnern aus Gewerbe, Industrie und dem Immobiliensektor. Technologische Entwicklungen gilt es dabei genauso in die Überlegungen einzubeziehen wie Fragen der langfristigen Verfügbarkeit von Energieträgern und ihre Wirkung auf die Umwelt. Erdwärme soll deshalb langfristig zum Hauptpfeiler der städtischen Wärmeversorgung werden, einerseits basierend auf Erdwärmesonden für Wärmepumpen in den Hügelzonen und andererseits auf zentraler Wärmeversorgung mit Geothermie-Heizkraftwerk (GHK) und erweitertem Fernwärmenetz im Talbereich der Stadt.

Fernwärme in St. Gallen heute

Bild 1: Das Kehrichtheizkraftwerk liefert ökologische Energie (Strom und Wärme).

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Das Fernwärmenetz der Stadt St. Gallen versorgt heute bereits rund 7500 Wohnungen im westlichen Teil der Stadt mit Wärme für Heizung und Warmwasser. Die Anschlussdichte im heutigen Fernwärmegebiet beträgt ohne Anschlusszwang über 90 Prozent. Wichtigste Wärmequelle ist das Kehricht-Heizkraftwerk (KHK) im Sittertobel am Standort Au, siehe Bild 1. Die beiden Ofenlinien des Kehricht-Heizkraftwerks St. Gallen sind in der Lage, mehr als fünf Tonnen Abfall


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Bild 2: Übersicht der Ausbauphasen Geothermie und Fernwärmenetz.

pro Stunde zu verbrennen. Bei bis zu 24 MW Leistung werden aus der Abwärme jährlich eine Energiemenge von rund 61 GWh Wärme und 22 GWh Strom erzeugt. Das gut gedämmte Leitungsnetz von rund 18 km Länge transportiert die erzeugte Fernwärme in Form von Heisswasser zu den verschiedenen Abnehmern. Es hat sich gezeigt, dass das bestehende System mit einer Vorlauftemperatur 80 °C–130 °C (gleitend nach Aussentemperatur) das wirtschaftliche Optimum aus Betriebskosten (Energie) und Investitionskosten (Leitungsgrössen, Leitungskosten) darstellt. Potenzial für einen noch wirtschaftlicheren Betrieb der Fernwärme liegt bei einer Reduktion der Rücklauftemperaturen (aktuell 55 °C) durch eine bessere Nutzung der Wärme. Der seit 1. Juni 2010 gültige Fernwärmetarif unterstützt diesen Ansatz und honoriert Wärmeabnehmer, welche tiefere Temperaturen an das Netz zurückgeben. Der höchste Druck des Fernwärmenetzes tritt auf in der Fernwärmezentrale Au, am topografisch tiefstgelegenen Punkt. Der konstruktiv zulässige Druck der dort vorhandenen Anlagen bestimmt die Höhenbegrenzung der St. Galler Fernwärmeversorgung auf ca. 700 m ü. M. Im Rahmen der Erneuerungsplanung des KehrichtHeizkraftwerks werden zurzeit die Logistik und die energetische Optimierung geprüft. Zielsetzung des Logistikprojekts ist die Schaffung eines grösseren Lagervolumens, damit die Beschickung der Anlage bedarfsgerechter und flexibler erfolgen kann. Während der Übergangszeit und im Sommer wird die produzierte Wärme in der bestehenden Anlage zur Warmwasseraufbereitung für die Fernwärmekunden und zur Stromproduktion genutzt. Eine energetische Beurteilung hat gezeigt, dass, vor allem in den Übergangszeiten und im Sommer, ein beachtliches Potenzial für zusätzliche Wärmelieferungen vorhanden ist. Bereits zur Nutzung dieses Potenzials ist ein Ausbau des St. Galler Fernwärmenetzes angezeigt.

neues Geothermieheizkraftwerk, zusätzliche Fernwärmezentralen zur Redundanz- und Spitzenlastdeckung und der Ausbau des Fernwärmenetzes. Eine erstellte Wärmebedarfsanalyse für heute und für die Zukunft lieferte wichtige Informationen für die Identifikation geeigneter Stadtgebiete für den Ausbau der Fernwärmeversorgung, die möglichen Standorte für das Geothermie-Heizkraftwerk und der zusätzlichen Fernwärmezentralen. Die für das Zusammenspiel dieser Wärmeproduktionsanlagen geeignete Technik (Spitzendeckung und Reserve) und ein grob dimensioniertes Wärmeverteilnetz sind Eingangsparameter für die Berechnung der Gesamtwirtschaftlichkeit. Mit weiteren Aspekten wie der zeitlichen Entwicklung des Verteilnetzausbaus und den zu realisierenden Hausanschlüssen, der zu erwartenden Leistung des Geothermie-Heizkraftwerks und mit den ermittelten Investitionskosten konnte die optimale Vorgehensstrategie für das Projekt entwickelt werden. Die optimale Vorgehensstrategie berücksichtigt durch die Unterteilung in geeignete zeitliche Projektphasen auch das Gebiet der heutigen Erdgasversorgung und deren Erneuerungszyklus, siehe Bild 2.

Gesamtkonzept Fernwärme St. Gallen Die Sankt Galler Stadtwerke haben für die Volksabstimmung und für die vorgängige Vorlage an das Stadtparlament die Grundlagen erarbeitet. Im Fokus steht das Gesamtkonzept Fernwärme Stadt St. Gallen, mit den Elementen heutige Fernwärmeversorgung, mit der Abwärmenutzung vom Kehrichtheizkraftwerk, ein

Bild 3: Mögliches Erscheinungsbild der Fernwärmezentrale Waldau.

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Kerichtheizkraftwerk Fernwärmezentrale

Fernwärme bestehend

Fernwärmezentrale

Phase 1: Fernwärme-Ausbau ab 2011

Fernwärmezentrale

Phase 2: Fernwärme-Ausbau ab 2015 Phase 3: Fernwärme-Ausbau ab 2018 Phase 4: Fernwärme-Ausbau ab 2020 SG-Winkeln Energiekonzept 2050

GeothermieHeizkraftwerk

Au

Au

Bild 4: Übersicht über die geplanten Ausbauphasen der Fernwärmeversorgung.

Bau von Fernwärmezentralen Das Konzept der Fernwärmeversorgung sieht vor, dass mittelfristig im Talbereich jeder Stadtteil über eine eigene Fernwärmezentrale verfügt. Die zu versorgenden Stadtgebiete und die dazugehörigen Fernwärmezentralen sind auf die Ausbauphasen des Fernwärmenetzes abgestimmt. Gleichzeitig wird durch die dezentrale Spitzenlastdeckung und die gegenseitige Redundanz eine optimale Versorgungssicherheit gewährleistet. Um einen effizienten und sicheren Betrieb ohne grösseren Personalaufwand sicherstellen zu können, werden alle Fernwärmezentralen durch ein übergeordnetes Leitsystem verbunden. Grosse Zentralen sind grundsätzlich wirtschaftlicher als kleine. Durch die längliche Ausdehnung in einem Hochtal sind in der Stadt St. Gallen aber keine grossen Zentralen in sinnvoller Distanz zu den Verbrauchern möglich. Die Zentralen müssen daher so dimensioniert sein, dass der wirtschaftliche Betrieb und die Kosten für das Leitungssystem optimal aufeinander abgestimmt sind. Zur Spitzenlast- und Redundanzdeckung werden die Fernwärmezentralen mit Erdgas oder Heizöl betrieben. Für eine optionale zukünftige Bestückung mit BHKW werden Platzreserven in den Gebäuden der Fernwärmezentralen vorgesehen. Beispiel Fernwärmezentrale Waldau: siehe Bild 3.

Ausbau des städtischen Fernwärmenetzes Für den weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes können zusätzliche Wärme- und Abwärmequellen dienen, namentlich das Geothermie-Heizkraftwerk sowie gasoder biomassebetriebene Heizkraftwerke. Je nach Prozesstemperatur der jeweiligen Anlage soll gleichzeitig Strom produziert werden. Der zweite wesentliche Bestandteil des Vorhabens besteht im Ausbau des Verteilnetzes für die Fernwärme. Das Fernwärmenetz transportiert die Erdwärme und die Abwärme aus dem Kehricht-Heizkraftwerk über geschlossene Wasserkreisläufe zu den Nutzern. Da die Energieversorgung mittels Geothermie, Fernwärmenetz und den zugehörigen Fernwärmezentralen erhebliche, auf Langfristigkeit ausgelegte Infrastruktu-

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ren erfordert, erfolgt die Realisierung etappenweise, abgestimmt auf eine sorgfältige wirtschaftliche Planrechnung. Der heutige grobe Planungsstand sieht dafür vier Ausbauphasen vor, siehe Bild 4. Der Ausbau des Fernwärmenetzes muss ohne Anschlusszwang für die Kunden erfolgen können. Das bereits erwähnte neue Fernwärmetarifmodell wurde so ausgestaltet, dass ein Anschluss bei Neuerschliessungen für Grundeigentümer wirtschaftlich interessant ist. In Härtefällen bietet der städtische Energiefonds zudem Unterstützung für Investitions- oder Desinvestitionsaufwendungen. Bei ungenügender Nachfrage in einem Quartierteil oder einem Strassenzug kann und wird das Bauprogramm für Fernwärmeleitungen nachfrageorientiert angepasst werden. Wie oben beschrieben, muss die Entwicklung des Fernwärmenetzes die vorhandene Infrastruktur der Kundschaft und die bestehende Erdgasversorgung berücksichtigen. Primäre Zielgebiete sind Quartiere ohne breite Erdgasversorgung, da parallele Erschliessungsleitungen von zwei Infrastrukturen (Erdgas und Fernwärme) aus wirtschaftlichen Erwägungen und aufgrund der Platzverhältnisse in den Strassen vermieden werden müssen. Die Festlegung der Gebiete erfolgt über einen Energierichtplan. Die vorgesehenen Fernwärmegebiete müssen dabei technische Vorgaben (Höhenlage) und wirtschaftliche Kriterien (Energieverbrauchsdichte, Erschliessbarkeit) erfüllen. Bei der Auswahl neuer Fernwärmegebiete stehen die potenziellen Kunden und ihr Wärmebedarf im Zentrum der Überlegungen. Ein wirtschaftlich interessantes Fernwärmegebiet zeichnet sich durch folgende Verhältnisse aus: • grosse Gebäudekomplexe mit hohen durchschnittlichen Anschlussleistungen; • dichte Bebauungsstruktur mit kurzen Anschlussleitungen; • keine oder schwache Erdgasversorgung; • wenig Hauptstrassenachsen, was einen kostengünstigeren Leitungsbau erlaubt. Die Netzentwicklung soll schrittweise von West nach Ost erfolgen. Das Netz wird bis zum Nachweis des Fundortes der geothermischen Bohrung so weit entwickelt, dass eine optimale Nutzung der Abwärme des Kehricht-Heizkraftwerks sichergestellt ist. Die weitere Entwicklung des Fernwärmenetzes erfolgt abgestimmt auf die Ergebnisse der Langzeitversuche am Bohrstandort. Für den Wärmetransport ist in West-Ost-Richtung sowie für die erforderliche Redundanz eine Wärmetransportleitung zwischen den einzelnen Fernwärmezentralen erforderlich.

Vorgezogener Fernwärmeanschluss Mit einem wirkungsvollen Akquisitionskonzept zu Gewinnung neuer Wärmekunden wird die Ertragsseite gesichert. Denn für den wirtschaftlichen Ausbau der Fernwärmeversorgung ist es zentral, möglichst rasch viele Liegenschaften an neu erstellte Fernwärmeleitungen anzuschliessen. Der Zeitpunkt der Verfügbarkeit der Fernwärme stimmt leider selten mit den zeitlichen Erneuerungsabsichten der Liegenschaftseigentümer oder mit der Bauplanung bei Neubauten überein. Der städtische Energiefonds soll bei Heizungen, deren Erneuerung noch nicht ansteht, den Umstieg auf Fern-


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wärme erleichtern. Muss eine bestehende Heizung hingegen umgehend erneuert werden oder wird in einem Neubau eine neue Heizanlage erstellt, ist oft ein Fernwärmeanschluss kurzfristig noch nicht verfügbar. Für diese Fälle realisieren die Stadtwerke den sogenannten «vorgezogenen Fernwärmeanschluss». Der Liegenschaftseigentümer bestellt den Fernwärmeanschluss und bezahlt die bezogene Wärme gemäss Reglement. Im Gegenzug liefern die Stadtwerke Wärme entweder ab der bestehenden Anlage mit Sanierungsbedarf oder aus einer Übergangslösung Wärme mittels mobiler Heizzentrale oder eines Provisoriums. Sobald die Fernwärme verfügbar ist, stellen die Stadtwerke die Wärmelieferung um, und der Liegenschaftseigentümer verfügt über die gewünschte Fernwärmeversorgung. Der vorgezogene Fernwärmeanschluss stellt ein wichtiges Element für den wirtschaftlichen Ausbau der Fernwärmeversorgung dar. Der vorgezogene Fernwärmeanschluss hilft, den Ausbau der Fernwärme zu forcieren und in einem geplanten Fernwärmeausbaugebiet Fehlinvestitionen bei der Installation neuer Heizungen zu vermeiden. Zusätzlich kann der Druck von zeitlichen Abhängigkeiten in komplexen Projekten gemindert werden.

Hohe Investitionen für Geothermie und Ausbau der Fernwärme Die erste Phase des Projekts für ein Geothermie-Heizkraftwerk und den Ausbau der Fernwärmeversorgung zieht Investitionskosten von rund 159 Mio. Franken nach sich, wovon ca. 52% auf die gesamte Verteilung der Wärme (einschliesslich Fernwärmezentrale und Hausanschlüsse) sowie ca. 31% auf die Tiefbohrungen und ca.17% auf das Geothermie-Heizkraftwerk entfallen. Nach den Ausgaben für Bohrungen, GeothermieHeizkraftwerk und Erweiterung des Verteilnetzes während der ersten drei Projektjahre muss über die folgenden zehn Jahre stetig weiter in den Netzausbau investiert werden. Erst dann ist der maximal mögliche Wärmeabsatz erreicht. Das Geothermie-Heizkraftwerk wird als Hybridanlage mit Strom- und Wärmeproduktion gerechnet. Der Planrechnung wird eine zukünftige Anschlussdichte von 90% zugrunde gelegt, da auch die bestehende Fernwärmeversorgung diese Dichte erreicht hat. Gleichzeitig wird jedoch angenommen, dass der Wärmeabsatz aufgrund der Gebäudesanierungen gemäss Energiekonzept 2050 um 40% abnehmen wird. An der Anschlussfreiheit wird trotzdem weiterhin festgehalten. Mit einem Investitionsvolumen von 159 Mio. Franken startet die Stadt St. Gallen ein bedeutungsvolles und nachhaltiges Infrastruktur-Projekt. Nicht alle werden aber von dieser Investition unmittelbar profitieren können. Der Ausbau des Fernwärmenetzes muss schrittweise erfolgen und ist technisch bedingt nicht in allen Stadtteilen möglich. Es ist wichtig, dass keine Bevölkerungsgruppe durch planerische Prozesse zulasten anderer übermässig profitieren kann oder benachteiligt wird. Die Investition in die Geothermieanlage und das Fernwärmenetz wird zwar durch die Stadt vorfinanziert, getragen wird die Investition aber über die gesamte Betriebsdauer durch einen kostendeckenden Wärmepreis. Wer vom System profitiert, sorgt damit auch für seine Finanzierung.

Bild 5: Sensitivität: Best und Worst Case (Phase 1).

Das Diagramm (Bild 5) zeigt, in welcher Höhe der minimal nötige Heizölpreis liegen muss, damit das Projekt rentabel wird. Denn der Wärmepreis orientiert sich am Heizölpreis. Der aktuellen Planung wurde ein durchschnittlicher Heizölpreis von Fr. 100.– pro 100 Liter während der nächsten 40 Jahre zugrunde gelegt. Im günstigsten Fall (Best Case) reicht ein Preis von Fr. 79.– pro 100 Liter und im ungünstigsten Fall (Worst Case) braucht es Fr. 138.– pro 100 Liter zum Erreichen der Wirtschaftlichkeit. Projektkritische Faktoren sind der Wärmepreis und die Höhe der Investitionen.

Wirkung Jeder Fernwärmeanschluss leistet einen Beitrag zum Umweltschutz, da in der Regel eine mit fossilen Brennstoffen betriebene Heizanlage ersetzt wird. Die CO2Reduktion stellt nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz dar, sondern führt auch zu einer Verbesserung der Luftsituation auf Stadtgebiet. Für die Eigentümer von Liegenschaften nimmt die Abhängigkeit von ausländischen Energielieferungen ab. Mit einem transparenten Wärmetarif wird die Planbarkeit der Energiekosten erhöht. Dies ist auch im Interesse der Mieter. Die Stadt garantiert als zuverlässiger Partner die Versorgungssicherheit. Das Energiekonzept 2050 der Stadt St. Gallen hat zum Ziel, dass die St. Galler Bevölkerung ihren Energiebedarf senken wird. Die Energie zur Erfüllung ihrer Wohnbedürfnisse soll aber auch in Zukunft sicher und zu einem vernünftigen Preis beschafft werden können, ohne dadurch die Ressourcen und die Umwelt künftiger Generationen zu beeinträchtigen. Mit dem von den Stimmbürgern im Herbst 2010 bewilligten Projekt kann ein wichtiger Meilenstein zum Erreichen dieser Ziele gesetzt werden. ■

* Autoren: Michael Stang und Ulrich Trümpi, Sankt Galler Stadtwerke, Wärme, 9001 St. Gallen, michael.stang@sgsw.ch, ulrich.truempi@sgsw.ch, www.sgsw.ch

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Effiziente Wärmerückgewinnung unterstützt 10,4-MW-Holzheizwerk

Saubere Bioenergie, im grossen Stil produziert Im Energiezentrum Wintersried in Ibach SZ werden die drei Vorschubrostfeuerungen mit einer Gesamtleistung von 10,4 MW zusätzlich mit 2,5 MW Kondensationsleistung aus den Rauchgasen unterstützt. Eine Anlagenbesichtigung und Fachvorträge der beteiligten Planer stiessen im vergangenen Dezember auf grosses Interesse. Peter T. Klaentschi

Mit der Inbetriebnahme der Biogasanlage im Mai 2009 hat die Agro Energie Schwyz AG als Betreiberin des Energiezentrums Wintersried weit über die Region hinaus Signale für die Produktion von nachhaltiger Strom- und Wärmeproduktion gesendet. Das Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 526 kW und einer thermischen Leistung von 550 kW produziert aus Gülle, Mist und Abfällen aus der Lebensmittelindustrie jährlich Strom für rund 800 bis 1000 Haushaltungen. Rund 70 % der Stromproduktion werden ins Elektrizitätswerk des Bezirks Schwyz EBS eingespiesen, 30 % dienen als Antriebsstrom in der eigenen Anlage beispielsweise für Pumpen, Ventilatoren und elektrisches Licht. Die anfallende Wärme wird zudem ins Fernwärmenetz eingespiesen. Wenige Monate später, im Oktober 2009, nahm das neben der Biogasanlage erstellte Holzheizwerk mit einer Kesselleistung von insgesamt 10,4 MW den Betrieb auf. Die Betriebstemperaturen für das Primärnetz betragen 80/50 °C, jene für die Sekundärnetze bei den Kunden 75/45 °C. 90 Fachleute und Experten aus der ganzen Schweiz, unter ihnen auch zahlreiche Vertreter

Das Energiezentrum Wintersried mit einer Gesamtleistung von 10,4 MW beliefert zurzeit 130 Wärmebezüger. Das Schnitzellager hat ein Volumen von 17 000 Sm3. (Fotos: Peter T. Klaentschi)

von Gemeinden und Kantonen, besichtigten im vergangenen Dezember die Schweizer Pionieranlage mit Entschwadung, Wärmerückgewinnung mit Abgaskondensation und Verbrennungsluftbefeuchtung (Humidifier). Ernst Betschart, Goldau, von der projektleitenden Arbeitsgemeinschaft ARGE Energie Betschart & Hauri, stellte die Agro Energie Schwyz AG und die Gesamtanlage vor. Roger Stahel von SaveEnergy, einem Geschäftsbereich der H. Baumgartner & Sohn AG, Lindau, präsentierte die Wärmerückgewinnungs-, Abgasreinigungs- und Entschwadungsanlage; Ernst Bösch von der Schmid AG Holzfeuerungen, Eschlikon, die Feuerungssysteme, und Heinz Böhler von der Sysbo GmbH, St. Margrethen, die Fernwärmeleittechnik.

Ohne Subventionen realisiert

Stoffflussschema: Das Energiezentrum Wintersried mit den drei Wärmeerzeugern, Abgasreinigung/Entschwadung/Wärmerückgewinnung sowie Biogasanlage und Blockheizkraftwerk. (Grafik: ARGE Energie Betschart & Hauri)

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In seinem Fachvortrag unterstrich Ernst Betschart, dass das Energiezentrum Wintersried ohne Subventionen realisiert werden konnte. ARGE-Partner Hans-Peter Hauri vom Ingenieurbüro Hauri Energietechnik, Ibach, beziffert die bisher aufgelaufenen Investitionen auf rund 20 Millionen Franken. «Die drei Vorschub-


WÄRMETECHNIK I ENERGIE

9,0 Meter lang, 3,2 Meter breit, 9,5 Meter hoch und 120 Tonnen schwer: die 6-MW-Vorschubrostfeuerung UTSR-6500.32 der Schmid AG.

Blick auf den Rauchgaskondensator für die Wärmerückgewinnung (links) und den rechts davon platzierten Nasselektroabscheider.

rostfeuerungen mit 1,2/3,2 und 6,0 MW Leistung verbrennen pro Monat 1000 bis 1500 Tonnen Altholz, das sich zu 50 % aus Hackschnitzeln /Durchforstungsrestholz, 30 % Altholz, 12 % Landschaftspflegeholz sowie 8 % Sägespäne, Restholz und Rinde zusammensetzt», erklärte Betschart. Die Schnitzellagerhalle hat ein Volumen von 17 000 Sm3. Beim 6,0-MW-Kessel vom Typ UTSR-6500.32 mit luftgekühlter Brennkammer handelt es sich notabene um die bislang grösste, von der Schmid AG installierte Feuerungs-/Kesseleinheit in der Schweiz. «Sie ist 9,0 Meter lang, 3,2 Meter breit und 9,5 Meter hoch und wiegt rund 120 Tonnen», verdeutlichte Ernst Bösch. Im Energiezentrum Wintersried steht eine Kondensationsanlage mit integrierter Entschwadung und folgenden Komponenten im Einsatz: Kondensator, Nass-

elektroabscheider, Wasserbehandlungssystem, Humidifier und Entschwadungsanlage. Der Kondensator liefert neben den Holzfeuerungen zusätzlich bis 2,5 MW Wärmeleistung durch die Wärmerückgewinnung aus den Abgasen. Roger Stahel dazu : «Durch die Wärmerückgewinnung aus dem Abgas lässt sich die Energieeffizienz einer Holzfeuerung um 20–30 % steigern.» Der Nasselektroabscheider reinigt die Abgase auf Feststoffemissionen unter < 8 mg/Nm3. Im Wasserbehandlungssystem wird das Kondensat vor der Einleitung in die Kanalisation von den Feststoffen gereinigt. Nach der Reinigung beträgt der Feststoffanteil weniger als 5 mg /l. Ein Teil des gereinigten Kondensats wird als Prozesswasser dem Rauchgaskondensator zugeführt. Der Humidifier befeuchtet die Verbrennungsluft, wodurch die Leistung des Kondensators um zusätzlich bis

1 Reinigungsstufe 2 Befeuchtung Kondensation

Das Blockheizkraftwerk produziert Strom für 800 bis 1000 Haushaltungen.

Zyklonfilter

Entstaubt auf ca. 150 mg/Nm³

(alter Grenzwert bis 9.07)

Entstaubt auf < 15 mg/Nm³

3 Nass-Elektrofilter

Entstaubt auf < 8 mg/Nm³

4 Wasseraufbereitung

Das Kondensat wird gereinigt

5 Wärmerückgewinnung

Energiegewinnung aus dem Kondensat

6 LUVO Luftvorwärmung

Abgasentschwadung –5 °C (schwadenfrei)

7 Verbennungslufbefeuchtung

Zusätzliche Wärmerückgewinnung aus den Abgasen

Technische Installationen: Prinzipschema der Abgasreinigung mit Kondensation für die Wärmerückgewinnung im Nassverfahren. (Grafik: ARGE Energie Betschart & Hauri)

4 I 11 HK-Gebäudetechnik 41

(Bewilligung 10mg/Nm³)


WÄRMETECHNIK I ENERGIE

Ernst Betschart: «Beim Wärmebezug aus dem Energiezentrum Wintersried bestehen keine Abhängigkeiten von Grosskonzernen und vom Ausland.»

Roger Stahel: «Durch die Wärmerückgewinnung aus dem Abgas lässt sich die Energieeffizienz einer Holzfeuerung um 20–30 % steigern.»

zu 8 % erhöht wird. Die von der Lichtstärke abhängige Entschwadungsanlage schliesslich vermeidet Wasserdampffahnen am Kaminaustritt.

14 km langes Fernwärmenetz Bis heute wurde im Versorgungsgebiet Schwyz-IbachBrunnen ein rund 14 km langes Fernwärmenetz realisiert, an welches 130 Klein- und Grossabnehmer angeschlossen sind. Das Ziel sei ein 30 bis 35 km langes Netz und die Erweiterung der Anlage auf rund 40 MW mit vermehrtem Einsatz von Altholz, führte Ernst Betschart weiter aus. Der bisher grösste Wärmekunde mit 3 MW ist das Kloster Ingenbohl in Brunnen, das nun jährlich rund 800 000 Liter Heizöl einsparen kann. Die Kostenstruktur für den Wärmebezüger setzt sich aus verschiedenen Kriterien wie Neubau, Altbau und Leistung zusammen. Wer beispielsweise sein Einfamilienhaus mit einer Anschlussleistung von 8 kW an das Fernwärmenetz anschliesst, bezahlt einmalige Anschlusskosten von rund 7500 Franken, wie Hans-Peter Hauri gegenüber «HK Gebäudetechnik» erklärte. Die

Ernst Bösch präsentierte die Feuerungssysteme, unter ihnen den 120 Tonnen schweren Kessel UTSR-6500.32 von der Schmid AG mit einer Leistung von 6 MW.

jährlichen Kosten betragen bei einem Verbrauch von 16 000 kWh /Jahr rund 2000 Franken. Sie setzen sich zusammen aus einer Grundgebühr je kW Anschlussleistung und einem Arbeitspreis je bezogene kWh, in welchem die Kosten für Wartung, Unterhalt, Reparatur und Ersatzkosten auf der Primärseite enthalten sind. Ernst Betschart zeigte die vielen Vorteile auf, von denen die Bezüger der Fernwärme aus dem Energiezentrum Wintersried im Vergleich zu konventionellen Heizanlagen profitieren können. So stehe die Energie ab dem Fernwärmenetz im Sommer und im Winter zur Verfügung, und es werde nur die Energie bezahlt, welche bezogen wird. Mit Blick auf Wartung und Unterhalt betonte Betschart, dass die Wärmeübergabestationen in den Liegenschaften der Bezüger im Eigentum der Agro Energie Schwyz AG bleiben. Reparaturen würden durch diese ausgeführt und seien im Grundpreis enthalten. Die Wärmelieferung werde via Fernwartung permanent überwacht, sodass Probleme mit der Wärmeübergabe sofort festgestellt würden.

Keine Auslandabhängigkeit

Fernwärmenetz Schwyz, Ibach, Brunnen. «AGRO» in der Mitte = Energiezentrum Wintersried in Ibach SZ.

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Die Wärmebezüger würden zudem auf der Installationsseite davon profitieren, dass keine hochstehenden, störungsanfälligen Installationen nötig seien und sich damit die Betriebsprobleme auf ein Minimum reduzieren lassen. Dank höheren Betriebstemperaturen könnten einzelne Anlageteile kleiner und damit günstiger dimensioniert werden, hiess es weiter. Weil die technischen Installationen nur wenig Platz beanspruchten, könne bestehender Raum anderweitig genutzt werden. Und auch bezüglich der Kosten konnte Betschart mehrere Argumente präsentieren, die für das Konzept des Energiezentrums Wintersried sprechen. So seien die Energiekosten exakt kalkulierbar und es entstünden keine unvorhergesehenen Reparaturkosten, sagte der Referent und ergänzte: «Es bestehen keine Abhängigkeiten von Grosskonzernen und vom Ausland, und grosse Investitionen für neue Wärmeerzeuger nach 15 bis 20 Betriebsjahren entfallen. Zudem fallen keine Wartungskosten an. » ■


WÄRMETECHNIK I ENERGIE

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WÄRMETECHNIK I ENERGIE

Geothermiekraftwerk Unterhaching (D)

Geothermie: Strom und Wärme im Verbund «Wir holen Thermalwasser aus einer Tiefe von 3400 Metern und liefern derzeit jährlich ca. 13 000 Megawattstunden Strom und ca. 70 000 Megawattstunden Wärme», erklärt Wolfgang Geisinger, Geschäftsführer der Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG.

Grenzt an ein Einkaufs- und Wohngebiet: das geothermische Kraftwerk in Unterhaching. (Fotos: Anita Niederhäusern)

Anita Niederhäusern

Der Entscheid der südlich von München gelegenen Gemeinde Unterhaching mit 23 000 Einwohnern, das Projekt eines Geothermiekraftwerks voranzutreiben, fiel am legendären 11. September 2001. Was daraus entstanden ist zeigt, dass Bürger Berge versetzen können: Seit 2009 ist das Werk in Betrieb und produziert modular Wärme und Strom. Wolfgang Geisinger führt aus: «In unserem Geothermiekraftwerk hat die Wärme Vorrang: So nutzten wir das Thermalwasser im letzten Winter rund zur Hälfte für die Kunden unseres Nahwärmenetzes und die andere Hälfte für die Stromproduktion. Im Sommer hingegen ist das Verhältnis derzeit 85 % Strom zu 15 % Wärme.» Das Warmwasser für die angeschlossenen Häuser und Industrie wird ausschliesslich geothermisch aufbereitet.

Molassebecken Im Gegensatz zur Schweiz kennt man in der Region zwischen der schwäbischen und fränkischen Alb und

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dem Nordrand der Alpen, bekannt auch als süddeutsches Molassebecken, aufgrund von Probebohrungen für Erdgas- und Erdölvorkommen den Untergrund relativ gut. So wusste man, dass in einer Tiefe von 1500 bis 5000 Metern Wasservorkommen mit Temperaturen von 80 bis 140 °C anzutreffen sind. Oder noch genauer: nördlich von München mit bis zu 100 °C und südlich davon mit bis zu 140 °C. In der Projektphase wurde der Geothermie Unterhaching jedoch vorausgesagt, dass die Temperaturen wohl nicht über 90 °C betragen würden. Umso grösser war die Freude der Gemeinde, als 2004 bei der ersten Probebohrung in einer Tiefe von 3400 Metern Temperaturen von bis 122 °C gemessen wurden. Es wurde beschlossen, hier das Thermalwasser zu entnehmen. Als die zweite Bohrung rund 3,5 km westlich von der ersten in einer Tiefe von 3800 Metern Wassertemperatur von 133 °C aufzeigte, wurde ein Wechsel der Fliessrichtung des Thermalwasserkreislaufs erwogen, was aber aufgrund der Mehrkos-


WÄRMETECHNIK I ENERGIE

Wolfgang Geisinger, Geschäftsführer der Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG, vor den Plattenwärmetauschern des Kalinaprozesses.

ten für nachträgliche Änderungen verworfen wurde. Das in der Produktion auf 60 °C herunter gekühlte Wasser wird hier durch eine Fernleitung wieder in die Aquifere zurückgeführt. Diese Leitung ist aus Gründen des Korrosionsschutzes aus mit Glasfaser verstärktem Kunststoff gefertigt.

Erstmals überhaupt Das Geothermiekraftwerk ist das erste in Süddeutschland, das Wärme- und Stromnutzung vereint. Zudem ist es das grösste in der EU, das mit dem Kalina-Verfahren Strom produziert (siehe Abschnitt Wirkungsgrade). Die Turn-Key-Anlage wurde von Siemens als Pilotprojekt gebaut. Heute beträgt die installierte thermische Leistung bis zu 37 MW, die elektrische 3.4 MW. Die Geothermie Unterhaching hat sich zum Ziel gesetzt, die Wärmeleistung des Kraftwerks in den nächsten Jahren sukzessive auf 80 MW auszubauen. Gerade im Bereich des Fernwärmenetzes wurde bereits Grosses geleistet, 40 km Leitungen sind schon verlegt. Dabei kam die Gemeinde nicht darum herum, zahlreiche Strassen aufzubrechen, was von den Anwohnerinnen und Anwohnern doch viel Geduld und Verständnis erforderte. «Wir rechnen jährlich mit einem Zubau aufgrund von neuen Kunden von rund zwei bis vier Megawatt Leistung über rund 10 Jahre», erklärt der Geschäftsführer. Heute werden 110 Liter Thermalwasser pro Sekunde genutzt, der Ausbau auf 150 Liter soll Schritt für Schritt erfolgen. Um den Wärmekunden den Einstieg zu erleichtern, wurde die Anschlussgebühr mit 1500 Euro relativ tief gehalten. Die Wärme kostet € 0,05 pro Kilowattstunde, dazu kommt ein Grundpreis von € 2,68 pro Monat und kWh für Anlagen bis zu 50 kW Leistung. Das Preissystem kann aufgrund der Entwicklungen von Investitionen, Lohnkosten, Stromund Gaspreisen angepasst werden.

Der Kühlturm des Kraftwerks.

nach dem Kalina-Verfahren produziert, das auf einem Gemisch von Ammoniak und Wasser basiert und in einem geschlossenen System funktioniert. Dank seinem Siedepunkt von –33.7 °C verdampft Ammoniak schneller als Wasser. Im eingesetzten Mischungsverhältnis siedet das Arbeitsmittel bereits ab 50 °C. Es kann so über einen grossen Temperaturbereich optimal Wärme aufnehmen und eine Turbine antreiben. Der elektrische Wirkungsgrad beim Kraftwerk liegt bei 10 bis 13 %. Ausschlaggebend für den elektrischen Wirkungsgrad sind die Thermalwassertemperaturen, je höher die sind, umso höher ist auch der Wirkungsgrad: «Ein Geothermiewerk wie unseres macht nur Sinn, wenn auch ausreichend Wärme verkauft werden kann», führt Geisinger aus. Hier wird das Thermalwasser entnommen: Der Sondenkopf der Thermalwasserproduktionsbohrung mit Verrohrung.

Links: Eduard Schuhmacher, ehemaliger Direktor der IWB, Bildmitte: Roland Wyss, Leiter der Geschäftsstelle der Schweizerischen Vereinigung für Geothermie SVG.

Wirkungsgrade «Im Wärmebereich erzielen wir mit 90 % bei der Wärmeabnahme beim Kunden einen sehr hohen Wirkungsgrad», erklärt Wolfgang Geisinger. Strom wird

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gang», erinnert sich der Geschäftsführer der Geothermie Unterhaching, «die die Lösung sehr mutig fanden. Doch sie funktioniert optimal und hat zudem einen grossen Kostenvorteil: Die Anlage ist dank dieser Lösung sehr kompakt. Hätten wir Röhrenwärmetauscher bauen müssen, wäre die Erweiterung der Anlage um eine Halle nötig geworden, was rasch ein paar Millionen gekostet hätte.»

Projektschema Geothermiekraftwerk. (Grafiken: Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG)

Pumpen stossen an Grenzen

Ammoniak und Plattenwärmetauscher Das Geothermiekraftwerk weist eine weitere Besonderheit auf: Die Übertragung der Wärme des Thermalwassers an das Ammoniak-Wasser-Gemisch erfolgt über Plattenwärmetauscher. «Wir hatten vergangene Woche eine Gruppe von Ingenieuren auf einem Rund-

Die Anlage kommt mit einer einzigen Förderpumpe bei der Thermalwasserentnahme aus. Für die bisher am Markt verfügbaren Pumpen stellen aber sowohl die Fördermengen von bis zu 4,7 Mio. m³ Wasser jährlich als auch das Temperaturniveau eine grosse Herausforderung dar. Geisinger erklärt: «Es gibt weltweit bisher nur einen einzigen Pumpenlieferanten in den USA, der unseren Anforderungen gewachsen ist. Leider mussten wir aber auch letztes Jahr die Pumpe auswechseln. Das ist sehr unerfreulich, denn es bedeutet, dass das Kraftwerk zwei bis drei Wochen still steht. Jetzt testen wir eine für Geothermie optimierte Tiefenpumpe.» Apropos Kraftwerksausfall: Für diesen Fall wurde ein GasErdölkrafwerk mit zwei Kesseln zu je 23 MW Leistung gebaut. Bei einem Vollausbau der Wärmeproduktion auf 80 MW würde es zudem die Spitzenleistung im Winter abdecken.

Vorarbeit für weitere Projekte Besonders zu erwähnen ist die Entwicklung von Bohrverträgen speziell für die Anforderungen von Geother-

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mieprojekten. Erstmals einigten sich in den Verträgen für Unterhaching beide Seiten auf einen Festpreis, abhängig von den Bohrmetern. Auch eine Fündigkeitsversicherung wurde neu entwickelt, die das geologisch-ökonomische Risiko abdeckt. Dies war vom Gemeinderat 2001 für die erste Bohrung als unverzichtbar gefordert worden. Bis dahin gab es auf dem freien Markt dafür kein Angebot. Mittlerweile bieten verschiedene Versicherungsunternehmen derartige Produkte an.

Forschungs- und Entwicklungsarbeit nötig Die Investitionen in das Kraftwerk und das Fernwärmenetz beliefen sich bisher auf insgesamt € 80 Mio. Unterhaching ist ein wichtiges Projekt, um die Geothermienutzung weiter zu entwickeln und ihr grosses Potenzial zu nutzen. Allein in der Schweiz hat die Axpo 2007 in einer Studie das Potenzial auf 17 TWh geschätzt. Weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sind in den Bereichen Bohrtechnik, spezielle Kraftwerkstechnik sowie zur Entwicklung von Tiefenpumpen nötig. «Das Werk, so wie es hier steht, ist ein Prototyp und wird es deshalb kein zweites Mal geben, aber die Erfahrungen aus Unterhaching werden in neue Kraftwerke einfliessen», schliesst Wolfgang Geisinger. Übrigens: Das Kraftwerk ist unbemannt und wird von den Münchner Stadtwerken fernüberwacht, ein weiteres Plus von Geothermiekraftwerken. Weil es direkt an ein Wohn- und Einkaufsgebiet grenzt, erforderten die Auflagen eine gute Lärmdämmung, die dazu führt, dass das Kraftwerk so schallgedämpft werden musste,

Schema zur Funktionsweise Kalinaprozess.

dass es leiser ist als die Autobahn ganz in der Nähe. Da sowohl die thermischen als auch die elektrischen Systeme geschlossen sind, gibt es kaum Geruchsemissionen, auch nicht an dem heissen Sommertag, an dem wir das Kraftwerk besucht haben. ■

Wer umweltbewusst heizt, dem dankt die Natur. Erdgas ist eine natürliche Energie, die tief in der Erde entstanden ist und die Umwelt weniger belastet als Heizöl, Holzschnitzel, Pellets oder importierter Kohlestrom.* Mit Biogas heizen Sie sogar erneuerbar und CO2-neutral. Ihre Entscheidung schont Klima und Portemonnaie: www.erdgas.ch * PSI-Studie, «Heizsysteme im Umweltprofil» / TEP-Studie, «CO2-Intensität des Stromabsatzes an Schweizer Endkunden»


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Rohrsysteme für Fernwärmenetze

Gute Lösung für den Klimaschutz Quelle: Brugg Pipesystems

Das vorisolierte Rohrsytem Eigerflex® von Brugg Pipesystems sorgt in der Erdsonden-Grossanlage Elco Park Allschwil für energieeffiziente Verbindungsleitungen.

Eigerflex® (bis max. – 20 °C/+ 40 °C) – das flexible Fernkältesystem.

Eigerflex® (bis max. 30 °C) – das flexible System mit selbstregulierendem Frostschutzband für Kalt- und Abwasserleitungen.

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Mit einem vorisolierten Rohrsystem wie Eigerflex® kann das Leitungssystem einer Erdsondengrossanlage sehr energieeffizient betrieben werden. Dank ausgezeichneter Rohrdämmung sind die Wärmeverluste äusserst gering. Ein grosser Mehrwert für alle ökologisch wegweisenden Grossbauten, die auf die Nutzung von Geothermie ausgerichtet sind. Üblicherweise werden für die Verbindungsrohre in Erdsondenanlagen reine PE-Druckrohre verwendet, die nicht isoliert sind. Nicht so in der Grossanlage Elco Park Allschwil. Das vorisolierte Eigerflex® hält dicht: Das Leitungssystem für die Rohrverbindungen der Anlage verliert kaum Wärme und erzielt ausserordentlich hohe Energieeffizienzwerte. «Eigerflex® mit seinen herausragenden Wärmedämmwerten eignet


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Beispielhafte Nutzung erneuerbarer Energien Insgesamt benötigt der Elco Park im Jahr rund 1000 MWh Wärme, von denen 440 MWh von der Erdwärmeanlage mit Wärmepumpe eingebracht werden (JAZ von 3.8). Die thermischen Solaranlagen auf allen Mehrfamilienhäusern und einzelnen Einfamilienhäusern liefern zusätzliche 125 MWh und werden für die Erwärmung des Warmwassers genutzt. Zu den Spitzenzeiten im Winter wird die Anlage von einem kondensierenden Erdgaskessel mit einem Jahresenergiewert von 340 MWh unterstützt. Probebohrungen und geotechnische Untersuchungen im Vorfeld ermöglichten einen erschütterungsfreien Bohrprozess und gewährleisten maximale Sicherheit sowie den Schutz des Grundwassers.

Eigerflex® wird ab der Zugmaschine dem bauseits erstellten Graben entlanggeführt.

sich hier ideal», freut sich Productmanager Stefan Lickel von der Brugg Rohrsystem AG über die Anwendung im Elco Park Allschwil, einem ökologisch wegweisenden Projekt.

Grösste Erdsondenanlage im Baselbiet Mit seinen 26 Erdsonden ist der Elco Park Allschwil das grösste Geothermieprojekt im Baselbiet. Auf dem ehemaligen Elco-Areal realisiert die EBM in Zusammenarbeit mit der Burckhardt + Partner AG eine Überbauung, bestehend aus acht Mehrfamilienhäusern und sieben Einfamilienhäusern mit insgesamt 94 Wohneinheiten. Die EBM, Wärmecontractorin und Eigentümerin des Grundstücks, setzt dabei auf ein modernes Energiekonzept: 75 % der benötigten Energie für Heizen und Warmwasser werden aus erneuerbarer Energie gewonnen. Für die Wärmepumpenanlage wurden insgesamt 26 Bohrlöcher mit je 250 Meter Tiefe erstellt. In jedem der Bohrlöcher nimmt eine Erdsonde rund vier Grad der 16 °C warmen Erde auf und leitet sie hinauf an die Oberfläche, wo die entsprechende Wärmepumpe in der Wärmezentrale das Wasser auf die nötige Niedertemperatur für die Fussbodenheizung bringt. Vier der Erdsonden sind mit Messeinrichtungen ausgerüstet, die das Wärmeprofil kontrollieren, damit dem Boden die korrekte Menge an Wärme entnommen wird.

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Die Wohnüberbauung Elco Park – ein neuer Lebensraum Bis Ende 2011 entsteht auf einem rund 16 000 m2 grossen Gelände der EBM die Wohnüberbauung Elco Park mit einem ökologisch und naturnah gestalteten Areal, das zum Spazieren und Verweilen einlädt. Mittels eines Quartierplans der Architekten Burckhardt + Partner AG konnte das Gewerbeareal der einstigen Elco AG auch als Wohnzone genutzt werden. Bauherrin ist die AG für Planung und Überbauung, eine Tochtergesellschaft der Burckhardt und Partner AG. Die 94 Wohneinheiten setzen sich zusammen aus dem «Langen Haus» mit 30, den sieben «Punkthäusern» mit 57 und den sieben Reihenhäusern. Das «Lange Haus» dient der Überbauung als Rückgrat und Lärmriegel gegen die stark befahrene Strasse. Die Punkthäuser im inneren Teil des Areals schaffen durch ihre unterschiedliche Ausrichtung anregende Freiräume. Mit nur zwei Wohnungen pro Stockwerk konnten sie dreiseitig ausgerichtet werden. Die Reihenhäuser vervollständigen das städtebauliche Muster des Areals. Seit Frühling 2010 sind die ersten Wohnungen bezugsbereit. Bis Mitte 2011 werden es auch die restlichen sein. «Wir freuen uns, einen neuen, wertvollen Lebensraum für Mensch und Natur zu schaffen», so der Verantwortliche, Elmar Gutmann von EBM, zum innovativen Projekt. Die ganze Gemeinde profitiert zudem von der Investition in die elektrische Infrastruktur und von der Optimierung der Energieeffizienz, die mit dem Bauprojekt einhergeht. www.elcopark.ch

Eigerflex® in Allschwil: eingesetzte Laufmeter und Durchmesser 230 m1

90/162

1

250 m

110/162

1

330 m

75/126 1

1500 m

50/91

Lieferung und Verlegung von Verbindungsleitungen ab Erdsonde auf Verteiler; Verbindung der Verteiler mit der Heizzentrale. Anschluss an die Erdsondenköpfe mittels Elektroschweissmuffen. www.pipesystems.com

Eigerflex® wird in eine der Hauszentralen geführt.

50 HK-Gebäudetechnik 4 I 11

Anschluss mittels Elektroschweissmuffe an Erdsondenkopf: nach dem Schweissen das Verschrauben.

Ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig Für die Verbindungsleitungen zwischen Erdsonden, Verteiler und Zentrale wird das vorisolierte Eigerflex® Klima verwendet. «Das Produkt wurde bis anhin vor allem in der Fernkälte eingesetzt. Es ist für Temperaturen zwischen –20° und +40 °C ideal geeignet und kann deshalb ohne jede Einschränkung auch im Erdsondenbereich angewendet werden», so der Projektleiter Dirk Drübert, der für Lieferung und Verlegung des Rohrsystems im Elco Park Allschwil verantwortlich ist. Das in jedem Gelände einsetzbare Eigerflex® ist zudem ein erstklassiges Qualitätsprodukt und ökologisch einwandfrei: «Das längswasserdichte Mediumrohr wird von einem FCKW-freien Schaum und einem nahtlos aufextrudierten Aussenmantel gedämmt, was das System langlebig und wirtschaftlich nachhaltig macht», erklärt Drübert die Vorzüge des vorisolierten Rohres. Mit der Verlegung während der ersten Bauetappe ist Dirk Drübert überaus zufrieden. «Auch dank der bewährten Zusammenarbeit mit der Auftraggeberin Rosenmund Haustechnik AG und dem Planungsbüro Gruneko AG verliefen Lieferung und Verlegung problemlos. Für die zweite Etappe von Januar bis Mitte 2011 ist nichts anderes zu erwarten !» ■


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Brennstoff für die Holzwärme Grindelwald AG: Hackschnitzel aus der Region

Holzheizwerk am Fuss der Eigernordwand Das beliebte Gletscherdorf Grindelwald liegt eingebettet in einer imposanten Alpenlandschaft am Fuss der Eigernordwand. Wintersportfans kommen hier ganz auf ihre Kosten. Doch auch im Sommer zieht das Dorf mit Eiger, Mönch und Jungfrau als Kulisse viele Wanderer, Kletterer und Mountainbiker an.

Objekt-Informationen Bauherrschaft: Holzwärme Grindelwald AG, 3818 Grindelwald Projektplanung: Roschi und Partner AG, 3063 Ittigen Einsatz: Fernwärme Brennstoff: Hackschnitzel aus der Region Betriebsmedium: Warmwasser Kesseltyp: Schmid UTSR-1200.32, VorschubrostFeuerung, UTSR-3200.32, Vorschubrost-Feuerung Wärmeleistung: 5000 kW (inkl. Kondensation) Abgasentstaubung: Elektrofilter/Kondensation Austragung: Schubboden In Betrieb seit: September 2010 Quelle: Schmid AG

Der Wunsch, einen aktiven Betrag gegen die Klimaerwärmung zu leisten, führte dazu, dass der Handwerker- und Gewerbeverein, der Hotelierverein sowie die Gemeinde Grindelwald die Idee eines regionalen Holz-

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Das fertige Holzheizwerk-Gebäude von aussen. (Fotos: Beat Reichenbach, Roschi und Partner AG)

heizwerks entwickelten. Zusammen mit der sol-E AG und dem Elektrizitätswerk Grindelwald wurde die Holzwärme Grindelwald AG gegründet. Entstanden ist ein umweltfreundliches Holzheizwerk, das grösstenteils mit Holz aus der Region betrieben wird. Die Bereitschaft der Grossverbraucher, ihre Heizsysteme auf Fernwärme umzustellen, war Voraussetzung für das Grossprojekt. An das Wärmenetz sind gut 50 Kunden angeschlossen, wodurch das Netz zu 90 Prozent ausgelastet ist. Nach einer zweijährigen Planungsphase erfolgte am 13. August 2009 der Spatenstich. Begonnen wurde mit


WÄRMETECHNIK I ENERGIE

Links der Elektrofilter, rechts die zwei Kessel mit Vorschubrost-Feuerung.

Das Einbringen der Holzheizkessel in grossen Teilen mit dem Kran. Die zwei Holzheizkessel während der Montage, noch ohne Verschalungen.

dem Verlegen des 4,5-km-Leitungsnetzes und dem Bau der Heizzentrale. Im März 2010 wurde dann das Herzstück eingesetzt, zwei Vorschubrost-Feuerungen der Schmid AG. Die beiden Kessel erbringen zusammen eine Leistung von 4,4 MW. Für eine optimale energetische Ausnutzung wurde eine Abgaskondensation mit Wärmerückgewinnung eingesetzt, was die Gesamtleistung der Holzfeuerungen auf 5 MW erhöht. Aber auch aus optischen Gründen hat man sich für die Montage dieser modernen Anlage entschieden; die integrierte Entschwadungsanlage verhindert das Entstehen von Dampffahnen über dem Kamin, wodurch die einzigartige Aussicht auf die Eigernordwand nicht beeinträchtigt wird.

4300 Tonnen CO2 eingespart Im September 2010 fand die Inbetriebnahme statt. Ein Teil des Netzes ist bereits an die Fernwärme angeschlossen. Ziel ist es, im Sommer 2011 das ganze Netz in Betrieb zu nehmen. Dank dem neuen Holzheizwerk werden pro Jahr rund 1,6 Mio. Liter Heizöl sowie 4300 Tonnen CO2 eingespart. Dies entspricht etwa 90 Tanklastzügen oder dem CO2-Ausstoss von rund 1440 Personenfahrzeugen. (www.holzfeuerung.ch) ■

Technische Herausforderungen und Innovationen Eine Herausforderung für den Planer war die Höhe der Rücklauftemperatur. Eine Kondensationsanlage kann nur dann realisiert werden, wenn die Temperatur des Rücklaufs genügend tief ist. Mit zusätzlichen Wärmespeichern und einer entsprechenden Hydraulikschaltung kann dies erreicht werden. Durch die neuartige Gewölbeabreinigung wird der Unterhalt wesentlich reduziert. Ein Elektrofilter reduziert den Feinstaubausstoss auf ein Minimum.

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Europäische Ökodesign-Richtlinie:

Strenge Normen ab 2013 auch für die Schweiz Über 90 % der heute auf dem Markt verfügbaren Nassläufer-Umwälzpumpen für Heizung und Klima dürfen in Kürze nicht mehr verkauft werden. Grund ist eine neue Verordnung unter der europäischen Ökodesign-Richtlinie: sie stellt ab 2013 verschärfte Anforderungen an die Energieeffizienz von Nassläuferpumpen. Oliver Amann

Es wird allgemein erwartet, dass die Schweiz diese europäische Regelung im Sommer mittels Energieverordnung (EnV) verbindlich übernehmen wird. Mit den Baureihen Stratos und Stratos Micra bietet die Rheinfelder EMB Pumpen AG schon heute Pumpen an, welche die nochmals strengeren Anforderungen für 2015 bereits erfüllen. Die europäische Ökodesign-Richtlinie stellt ab 2013 in drei Stufen zunehmend strengere Anforderungen an die Energieeffizienz von Nassläuferpumpen. In Bezug auf Normmotoren im Trockenläuferbereich wurde diese neue Richtlinie per Energieverordnung bereits in der Schweiz übernommen. Für Nassläuferpumpen wird eine Übernahme vom Bundesamt für Energie im Sommer 2011 erwartet.

Nassläuferpumpen mit Energieeffizienz-Index (EEI1) ‹ 0.27 Ab 1. 1. 2013 dürfen nur noch Pumpen mit einem Energieeffizienz-Index (EEI¹) ‹ 0.27 in Verkehr gebracht werden. Ab 2015 werden die Anforderungen nochmals auf einen EEI von ‹ 0.23 verschärft. Die Ökodesign-Richtlinie wird vor allem bei Nassläuferpumpen für den grössten Teil des derzeitigen Produktangebots das Aus bedeuten. Sie wird aber auch einen massiven Innovationsschub zur Entwicklung neuer, noch effizienterer Pumpen auslösen.

EuP- und ErP-Richtlinien Im Jahr 2005 verabschiedete die Europäische Union die neue Richtlinie 2005/32/EG mit Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte. Sie war seither bekannt als EuP-oder Ökodesign-Richtlinie. Das Kürzel EuP steht dabei für «Energy using Products». Am 20. November 2009 wurde sie durch eine neue Richtlinie 2009/125/EG ersetzt. Die bedeutendste Änderung besteht darin, dass der Geltungsbereich von «energiebetriebenen» auf sogenannte «energie-verbrauchsrelevante» Produkte («Energy related Products») ausgeweitet wurde – die entsprechende Abkürzung lautet damit heute ErP-Richtlinie.

Trockenläuferpumpen ab Juni 2011 nur noch mit IE2 Motoren Auch Elektromotoren von Trockenläuferpumpen fallen unter die ErP-Richtlinie. In zwei Verordnungen hat die Schweiz Mindesteffizienzanforderungen von der EU übernommen. Die bis anhin vom Herstellerverband der Elektromotoren verwendete Klassifizierung mit den Bezeichnungen EFF 1 bis 3 wurde durch die ErP-Bezeichnungen IE1 bis IE4 abgelöst. Hierbei entsprechen IE1 Motoren der früheren Klasse EFF2, IE2 entspricht EFF1 und die neue Skala reicht bis zu einer Effizienzklasse IE4, was der bestmöglichen Motoreffizienz entspricht. Ab 16. Juni 2011 schreibt die Schweizerische Energie-

Nassläuferpumpen: Rot = heute erhältliche Pumpen, welche die Anforderungen ab 01.01.2013 nicht erfüllen. Gelb = heute erhältliche Pumpen, welche die Anforderungen ab 2015 nicht erfüllen. Grün = heute erhältliche Pumpen, welche die Anforderungen ab 2015 erfüllen. Zu dieser Gruppe gehört auch die Baureihe Stratos der EMB Pumpen AG. (Grafiken: EMB)

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WÄRMETECHNIK I ENERGIE

Vermietung mobiler Warmwasser- und Heizzentralen 20 bis 900 kW Trockenläuferpumpen: Die neue und alte Klassifizierung von Elektromotoren ab 0.75 kW im Vergleich. Basierend auf der Revision der Energieverordnung des Bundes vom 8. Juli 2009 dürfen ab 16. Juni 2011 nur noch Motoren der Klasse IE2 und besser in Verkehr gebracht werden.

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Die Veränderungen auf Basis der Ökodesign-Richtlinie auf der Zeitachse. Die Nassläuferbaureihe EMB Stratos erfüllt die strengsten Normen 2015 bereits heute.

verordnung EnV vor, dass Motoren ab 0,75 kW mindestens der Klasse IE2 entsprechen müssen².

Die EMB Pumpen AG bietet mit der Stratos/StratosMicra-Baureihe schon heute Nassläuferpumpen an, welche die Vorgaben für 2015 erfüllen. Selbstverständlich entsprechen auch die Trockenläufermotoren pünktlich zum Inkrafttreten der neuen Verordnung den Normen. Weitere neue Modelle werden bis ins Jahr 2013 folgen, damit der Markt auf die jeweiligen Stichdaten vollumfänglich mit gesetzeskonformen Pumpen versorgt werden kann. (www.emb-pumpen.ch) ■ ¹ Der Energie-Effizienz-Index (EEI) wird nach einem in der Verordnung (EG) 641/2009 definierten Rechenverfahren ermittelt. Dabei erfolgt ein Vergleich der verschiedenen Leistungsaufnahmen innerhalb eines Lastprofils mit einer durchschnittlichen Referenzpumpe. Die verwendete Referenzpumpe entspricht heute der Energieklasse D mit einem Wert 1. Kleinere Werte als 1 sind demnach Pumpen mit grösserer Effizienz. ² Faktenblatt des Bundesamtes für Energie: http://www.bfe.admin.ch/themen/00507/04257/

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WÄRMETECHNIK I ENERGIE

Kann man Energie-Effizienz auch spüren?

Wie viel Effizienz ist effizient? Ein Nachbar hat in Sichtweite des Bauherrn an der Rainstrasse 7 in 8103 Unterengstringen eine Solaranlage installieren lassen. Was war wohl die Motivation? Wird diese Anlage wirtschaftlich arbeiten? Ist so was nicht kompliziert, zumal diese mit der bestehenden Heizungs- und Warmwasseranlage zusammenarbeiten soll? Diese Fragen waren für den Bauherrn ausschlaggebend bei der Sanierung der eigenen Heizungsanlage. Peter Bertsch, pbc-consulting, Stäfa

Viele Investoren wissen, dass nur eine umfassende Sanierung ihrer Heizungs- und Warmwasseranlage zu einer gewünschten Effizienzsteigerung führen kann. Genügt schon eine Teilsanierung, nur die Gebäudehülle alleine? Kritisch wird es über Energieeffizienz zu diskutieren, wenn die Voraussetzungen über die vorhandene Situation nur unscharf wahrgenommen werden. Wenn zudem emotionale Erwartungshaltungen aufkommen, wird die technische Umsetzbarkeit noch schwieriger. Im Grunde genommen wollte die Bauherrschaft lediglich für das aussenliegende Schwimmbad, wie auch für die sommerliche Warmwasserproduktion eine thermische Solaranlage einbauen lassen. Schon bald wurde sichtbar, dass auch die bestehende Heizungsanlage in die Jahre gekommen ist. Was liegt näher als zu prüfen, ob die gewünschte thermische Solaranlage nicht auch einen Beitrag als Heizungsunterstützung für den Winter- bzw. Übergangsbereich leisten kann.

Eignen sich Kombinationen nur für Neubauten?

Die geologischen als auch die baulichen Voraussetzungen waren einladend für die Planung und Installation der Weishaupt Sole-WasserWärmepumpe WWP S 24 I mit einer Nennleistung von 22 kW bei B0/W35 in Kombination mit der Solaranlage. (Foto: Weishaupt AG)

In den vergangenen Jahren wurden vor allem in Neubauten vermehrt Systeme zur Wärmebereitstellung in Kombination Wärmepumpen mit Solarunterstützung realisiert. Dies lässt sich in der Planung eines Neubaus gut bewerkstelligen. Weniger im Sanierungsbereich, da in vielen Fällen die baulichen – oder die thermischen Voraussetzungen nicht gegeben sind. Stimmt das? Nicht

Beteiligte Firmen Weishaupt AG Brenner und Heizsysteme 8954 Geroldswil www.weishaupt-ag.ch www.meteocentrale.ch Solarline AG 8004 Zürich www.solarline.ch BauGrund Süd 8954 Geroldswil www.baugrundsued.ch so mit dem Wärmeerzeugerspezialisten Weishaupt – der verfügt über fundiertes fachliches Wissen zur genannten Technologie «Wärmepumpen mit Solarunterstützung» und bietet aufeinander abgestimmte Systemkomponenten inklusive Erdwärmesonden an. Die geologischen als auch die baulichen Voraussetzungen waren einladend für die Planung und Installation der Weishaupt Sole-Wasser-Wärmepumpe WWP S 24 I mit einer Nennleistung von 22 kW bei B0/W35 in Kombination mit der Solaranlage, welche die Installationsfirma Solarline in Zürich, ein Partner der Firma Weishaupt, ausführte.

Bohrspezialist BauGrund Süd BauGrund Süd, ein Unternehmen der WeishauptGruppe, mit Hauptsitz in Bad Wurzach und Tochtergesellschaft in Geroldswil, gehört mit über 180 Spezialisten und mit 26 modernsten Bohrgeräten zu den führenden Bohrunternehmungen. Die hochqualifizierten Geologen bieten Gewähr für die hohen Sicherheitsund Wärmequellenanforderungen. Das Angebot der BauGrund Süd umfasst die Erdwärmesonden bis und mit dem Anschluss an die Wärmepumpe, also den gesamten Solekreis. Dabei sind sämtliche Arbeiten und Dienstleistungen enthalten, inklusive Entsorgen vom

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WÄRMETECHNIK I ENERGIE

Bohrgut, Graben für die Verbindungsleitungen von der Erdwärmesonde bis zur Wärmepumpe. Alles aus einer Hand, abgestimmt als komplettes System. Für die vorgesehene Wärmeleistung in Unterengstringen wurden zwei Bohrungen mit einer Bohrtiefe von je 225 m erstellt. Die vorhandenen Platzverhältnisse lassen eine Installation dieser Erdsonden problemlos zu. Zwei nachgeschaltete Weishaupt Energiespeicher WES 660-C-K sorgen für eine kontinuierliche Warmwasserbereitstellung, und gleichzeitig dienen sie als Energiespeicher für die Solar- und die Heizungsanlage.

Nachhaltig Nachhaltigkeit ist der beste Grund für eine Investition

Wärme auch fürs Schwimmbad Nun kommt der ursprüngliche Wunsch der Bauherrschaft zum Zuge. Mit einer Solaranlage soll die Warmwasserproduktion vorgewärmt und im Sommerbetrieb vollständig bereitgestellt werden. Wird in der Übergangs- oder in der Sommerzeit eine grössere Wärmemenge von der Solaranlage angeboten, so kann diese zur Erwärmung des aussenliegenden Schwimmbads zur Verfügung gestellt werden. Dieser partielle Wunsch der Bauherrschaft wurde in die Gesamtsanierung «Wärmepumpe mit Solarunterstützung » eingebunden.

Kollektorleistung von 14,4 kW Dank der baulichen Gegebenheit ist es möglich, das bekannte Weishaupt-Solarsystem WTS-F1 K3/K4 aus Schweizer Herstellung auf 20,5 Quadratmeter zu erweitern, sodass ein wesentlicher Beitrag der Wärmeproduktion für die Heizungsunterstützung ermöglicht wird. Gemäss Prüfbericht liefert die Solaranlage eine installierte Kollektorleistung von 14,4 kW. Zunächst wird im Solarbetrieb der Wärmebedarf abgedeckt, bis die notwendige Temperatur nicht mehr erreicht wird und die Wärmepumpe ihren Betrieb aufnimmt. Mit einem Deckungsanteil für die Warmwasserproduktion von 63 % bzw. einem jährlichen Solarertrag von 9600 kWh für Warmwasser, Raumheizung sowie Schwimmbad übernimmt die erweiterte Solaranlage eine interessante Wende in der Frage der Energie-Effizienz. Ein weiterer positiver Aspekt der Solarkoppelung ist die Reduzierung der Wärmepumpenstarts und deren Betriebsstunden. Durch die Vorrangschaltung der Solarerträge wird die Lebensdauer der Wärmepumpe wesentlich verlängert. Zu den Mehrkosten der erweiterten Solaranlage zählen lediglich die Materialkosten, da der Gerüstbau, der Leitungsbau und alle baurechtlichen Kosten bereits mit dem ursprünglichen Wunschkonzept «Warmwasser und Schwimmbad» der Bauherrschaft enthalten ist.

Jahresleistungszahl 4,5 Die Bauherrschaft hat sich entschieden, nicht nur eine Solaranlage zur Warmwasser- und Schwimmbadbeheizung zu installieren, sondern das vorgeschlagene Gesamtkonzept mit Erdsonden-Wärmepumpe und solarer Heizungsunterstützung zu realisieren. Dass eine solarunterstütze Heizungsanlage einen wesentlichen Beitrag zur Schonung der Wärmequellen- und Wärmepumpenanlage leistet, hat das erste Betriebsjahr klar ergeben. Die Soletemperatur aus der Wärmequelle beträgt im Hochwinter (Februar 2011) immer noch +10 °C. Dank der Solarunterstützung werden die Erd-

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sonden weniger thermisch belastet. Die benötigte Wärmemenge und daraus die mittlere Kondensationstemperatur der Wärmepumpe werden geringer. Je kleiner die Differenz zwischen Verdampfung- und Kondensationsdruck ist, desto geringer ist die elektrische Leistungsaufnahme. Die Leistungszahl inkl. Pumpenleistungsanteil beträgt als Jahreszahl 4,5 ! Thermodynamisch ungünstige Betriebspunkte und insbesondere hohe Kondensationsdrücke führen zu starken mechanischen und thermischen Belastungen der Wärmepumpe, was die Betriebskosten und die Lebensdauer negativ beeinflusst. Diese beiden Effekte – höhere durchschnittliche Quellentemperatur und niedrigere Kondensationsdrücke – tragen zu einer bedeutend höheren finanziellen und energetischen Effizienz bei, ohne auf gewünschte Behaglichkeit und Komfort verzichten zu müssen. Mit der neuen Anlage an der Rainstrasse 7 in 8103 Unterengstringen ist aus einer ursprünglich sanften Sanierungsmotivation eine hochmoderne regenerative Anlazge entstanden, die mit äusserst geringen Stromkosten ganzjährig betrieben werden kann.

Die kommunalen und kantonalen Fachstellen haben diese Anlage mit entsprechendem Fördergeld subventioniert, sodass die Gesamtinvestition nur einen geringen Teil des zu erwarteten wertvermehrenden Liegenschaftsvermögens darstellt.

Wie viel Effizienz ist effizient – wird dies sogar spürbar? Alle Komponenten sind perfekt aufeinander abgestimmt, geprüft und mehrfach getestet. Diese arbeiten gekoppelt im Verbund dank intelligenter Regeltechnik optimal zusammen. Schnittstellenprobleme zwischen Wärmequelle, Wärmepumpe, Solaranlage und Verteilsystemen gibt es nicht, da Weishaupt die Verantwortung der Gesamtanlage übernimmt. Dank fundiertem Fachwissen und Erfahrung mit dieser Technologie werden eine hohe Betriebssicherheit und eine optimale Betriebsweise sichergestellt. Die Energieeffizienz ist ein rationaler Quotient, welcher auf nicht beinflussbare Standardwerte zurückführt. Ändert ein Standardfaktor, so ändert auch die Effizienz des Gebäudes, ohne zutun des Bauherrn. Werden dank der Gesamtsanierung die Betriebskosten auf ein Minimum reduziert – wie an der Rainstrasse 7 in 8103 Unterengstringen – so führt dies nicht nur zu einer rationalen, sondern auch zu einer nachhaltig «spürbaren» Effizienz – vor allem auch im Portemonnaie. Mit Weishaupt erhalten Bauherren unter dem Begriff «Regenerative Energie» von der Erdsondenbohrung, über die Sole-Wasserwärmepumpe, den Energiespeicher, dem systemgerechten Zubehör, bis hin zu Solarsystemen eine Alles-aus-einer-Hand-Beratung, Planungsunterstützung, hochwertige und moderne Pro■ dukte und einen kompetenten Kundendienst.

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Klinger Ballostar FernwärmeKugelhähne sind beidseitig dichtend und kĂśnnen so als Doppelabsperrung mit Zwischenentspannung verwendet werden (von TĂ&#x153;V Bayern zertifiziert und zugelassen). FĂźr den Betreiber ergibt sich der Vorteil, dass er bei einem Serviceeinsatz die Sicherheit von zwei hintereinander eingebauten Absperr-Armaturen hat und durch die Entleerung des Kugelhohlraumes zuverlässig beurteilen kann, ob der Rohrbereich hinter dem Kugelhahn dicht abgeriegelt ist. (Foto: F. Gysi AG)

Die Geschichte des Klinger Ballostar KHI ist eine Geschichte des Erfolges. Das Produkt besticht durch die kontinuierliche Weiterentwicklung seit Beginn der MarkteinfĂźhrung im Jahre 1968. Laufend wird auf steigende Anforderungen seitens der Betriebsbedingungen (Druck,

Temperatur) und spezielle Kundenwßnsche reagiert. Ob in unterirdischen Fernwärmeschächten, Pumpenstationen, Stahlwerken, Kartoffelschälanlagen, Wasserkraftwerken oder in Tunnelbohrmaschinen, die Schächte mit 15m Durchmesser erzeugen: Man

findet Kugelhähne der Type Ballostar KHI, die an diesen Einsatzorten erfolgreich ihre Aufgaben erfĂźllen. Durch das einzigartige elastische Dichtsystem wird die Basisfunktion einer Absperrarmatur verlässlich erfĂźllt â&#x20AC;&#x201C; einen Medienstrom sicher und mit hoher Dichtheit abzusperren.

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Ballostar KHI Kugelhähne: tausendfach und langjährig bewährt

Einsatzmedien: â&#x20AC;˘ Dampf (auch Ăźberhitzt) und Heisswasser â&#x20AC;˘ diverse Gase (z. B. Sauerstoff, Stickstoff, Kokereigas, Ethylen, Erdgas usw.) â&#x20AC;˘ Säuren, Basen und andere chemische LĂśsungen â&#x20AC;˘ WärmeträgerĂśle und andere Raffinerieprodukte â&#x2013; Franz Gysi AG 5034 Suhr Tel. 062 855 00 00 zentrale@fgysi.ch www.fgysi.ch

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Produkte

WÄRMETECHNIK I ENERGIE

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KWTherm CMH: Standardisierte Baureihe für Spezialanlagen Planungssicherheit, Serienfertigung, Kosten- und Ablaufoptimierung sind Gründe – unter anderen – die für eine Standardisierung von Spezialanlagen sprechen. Mit der neuen Baureihe «KWTherm CMH» kommt KWT diesen Zielen entscheidend näher. mit R134a angeboten, das Leistungsspektrum reicht dabei von 27,5 bis 358,4 kW bei der CMH1 und von 18,3 bis 229,2 kW bei der CMH2-Reihe bei B0/W35-Auslegung. Die selbe Baureihe ist auch als Wasser/Wasser-Ausführung erhältlich.

Viele Standardoptionen Grossmarkt Growa in Winterthur: Wärmepumpen-Anlage mit KWTherm CMH 2150. (Foto: KWT)

KWT bietet seit jeher den Kunden Wärmepumpen auf Mass, die punkto Abmessungen, Leistung, Regelung oder Einsatzgrenzen individuelle Wünsche erfüllen. Dies führt dazu, dass viele der gebauten Anlagen zwar ähnlich, aber nicht gleich sind, was sich in Kosten und im Bearbeitungsaufwand wiederspiegelt.

Jetzt steht mit der KWTherm CMH (für Custom Made, Hubkolbenverdichter) eine Standardplattform zur Verfügung, welche die Vorteile der kundenspezifischen Spezialanlage mit denen einer Standardanlage vereint. Die Baureihe wird in den Ausführungen CMH1 mit dem Kältemittel R407c und als CMH2

Als Ergänzung zur Basisversion (nur Heizen) sind für die CMH-Reihe folgende standardisierten Optionen gegen Mehrpreis erhältlich: • Wärmequellen Erdsonden oder Grundwasser • Anbindung und Regelung Kaltwassernutzung • Anbindung und Regelung Restwärmenutzung • Anbindung und Regelung Rückkühler • Anbindung und Regelung Natural Cooling • Anbindung und Regelung Brauchwarmwasserbereitung

• Pufferspeicherbewirtschaftung • Regelung Entladegruppen 1, 2 und 3 • Visualisierung • Fernzugriff/Fernwartung Die CMH-Baureihe ist ab sofort verfügbar und kann angeboten werden. Datenblätter und Richtpreise stehen auf www.kwt.ch zum Download bereit. 2011 wird die Baureihe durch die CMS-Typen mit Schraubenverdichtern ergänzt. ■

KWT Kälte-Wärmetechnik AG 3076 Worb SBB Tel. 031 818 16 16 www.kwt.ch

Leistungsdiagramm KWTherm CMH1.

Leistungsdiagramm KWTherm CMH2.

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WÄRMETECHNIK I ENERGIE

Produkte

Hoval-Fernwärmestationen «TransTherm»

Hoval als Systemanbieter von der Heizzentrale bis zum Heizkörper.

TransTherm Comfort: Die praktische Allesdrin-alles-dran-Fernwärmestation.

Eine kundenspezifische Fernwärmestation «TransTherm» nach Mass.

Die clevere Kompakt-Fernwärmestation «TransTherm Giro» für Sanierungen und Neubauten.

Hoval nimmt einmal mehr die Verantwortung für Energie und Umwelt wahr und ergänzt ihr Sortiment mit einem umfassenden Angebot für FernwärmeÜbergabestationen. Fernwärme wird oft durch einheimische und erneuerbare Energieträger wie Holz oder Abfall sowie Abwärme erzeugt und dank der zentralen Wärmeerzeugung kann der Schadstoffausstoss auf ein Minimum reduziert werden. Das angebotene Leistungsspektrum reicht von standardisierten Wohnungsstationen Hoval TransTherm® Giro und Comfort ab 15 bis 100 kW bis hin zur objektbezogenen 5-MW-

Anlage für Industrie und Gewerbe. Die Wohnungsstationen sind mit dem allseits bekannten Hoval TopTronic-Regler ausgestattet und können wahlweise primär links oder rechts sowie sekundär oben oder unten angeschlossen werden – einfacher geht es nicht mehr. Mit Hoval als Systempartner kann man für kleinere und mittlere Leistungen von der zentralen Wärmeerzeugung über die Übergabestationen bis zur Speicherung alles aus einer Hand haben, sogar die allfällige Ergänzung mit einer Solaranlage. Auch bei Sanierungen sollte heute unbedingt die Möglichkeit einer Fernwärmeerschliessung als Alternative geprüft werden. Alle Fernwärmestationen Hoval TransTherm® sind im Weiteren mit Biral MiniEnergie-Umwälzpumpen mit A-Label ausgestattet, was nicht nur die Wärmeerzeugung, sondern auch die Wärmeverteilung im Gebäude energieeffizient macht. ■

Hoval Herzog AG 8706 Feldmeilen Tel. 044 925 61 11 www.hoval.ch

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Produkte

WÄRMETECHNIK I ENERGIE

3,5-MW-Rohrbündel-Wärmetauscher für Wärmeauskopplung Luterbach

Color-Touch-Screen-Panel 5,7’’.

Wärmeauskopplung Luterbach SO: vollautomatische Anlage mit zwei stehenden RohrbündelWärmetauschern mit je 3,5 MW Leistung.

Fernwärmenetze werden effizienterweise durch Abwärme von Industriebetrieben oder Kraftwerken versorgt. Zu diesem

Zweck ist es notwendig, Primärenergie etwa in Form von Wasserdampf auf das FW-Heizwasser zu übertragen. Für diese Aufgabe liefert Schiff+Stern Wien geeignete Wärmetauscher in verschiedenen Ausführungen und Leistungsklassen. Kernpunkt dieser Energieübertragung ist sowohl eine effiziente als auch vollautomatische Steuerung und Regelung des Prozesses. Für den autonomen Betrieb einer Wärmetauscherstation ist ein automatisches An- und Abfahren, als auch eine intelligente Reihung und Störumschaltung unerlässlich. Fahrer AG hat für AEK Solothurn eine vollautomatische Anlage mit zwei stehenden Rohrbündel-Wärmetauschern verwirklicht. Im Einsatz sind Tauscher mit je 3,5 MW Leistung, welche einzeln oder im Parallelbetrieb gefahren wer-

den. Kondensatstauregelungen steuern die Leistungen der Wärmeübertrager. Das anfallende Kondensat wird in einem Kondensatbehälter gesammelt und über drehzahlgeregelte Pumpen dem Kondensatsystem zugeführt. Für eine Notabschaltung (nach Sicherheitslevel SIL 1) stehen dampfseitig Fail-Save-Ventile von Regeltechnik Kornwestheim zur Verfügung. Steuerschrank mit SPS und Color-TouchScreen-Panel, Wärmetauscher und Regelarmaturen wurden von Fahrer AG geliefert. Zu- und Abschaltung der beiden Wärmetauscher erfolgen lastabhängig (Leistung oder Durchfluss). Sowohl Mengenwie RL-Temperaturschwankungen werden durch die Steuerung sofort auf die Momentanleistung umgesetzt. Dadurch werden Totzeiten bei den kondensatseitigen Regelventilen eliminiert. Durch die automatischen Betriebsarten ist ein Anfahren von kalten Wärmetauschern über vorgegebene Anfahrkurven möglich, die von Schiff+Stern in ein Anwärmprogramm implementiert wurden. Für die Zu- bzw. Abschaltung eines Wärmetauschers ist kein Bedienpersonal vor Ort erforderlich. Die Regelung der Anlage erfolgt durch eine frei programmierbare Steuerung, die Vorort-Visualisierung erfolgt über ein farbiges 5,7´´-Touch-Screen-Panel. Auf diesem werden die aktuel-

len Betriebsparameter abgelesen, Sollwerte vorgegeben sowie Fehlerprotokolle überprüft und quittiert. Zur Fernüberwachung steht ein Modus/RTU-Kommunikationsprozessor zur Verfügung. Durch Anbindung über Ethernet kann das Betriebspersonal mittels Webbrowser ortsunabhängig die Anlagenparameter überprüfen bzw. die Sollwerte verstellen. Die SPS wurde im Herstellwerk vorprogrammiert, sodass die Inbetriebnahme und Optimierung der Anlage in kürzester Zeit abgeschlossen werden konnte. Als Option sind verschiedene Module von der Pufferspeicher-Ladung bis zum optimierten Auslasten einer Dampfturbinenanzapfung möglich. Für den Betrieb in Kombination mit trägen Biomasse-Dampferzeugern stehen ebenfalls eigene Softwaremodule bereit. Diese Steuerungs-/Regler-Software beweist inzwischen in unzähligen Anwendungen bis in den 200-MW-Bereich ihre Vorteile. Die hardwareseitige Ausführung des Steuerschrankes richtet sich nach den Anforderungen des Kunden, und die Software kann speziell an die prozesstechnischen Anforderungen durch unsere Techniker angepasst werden. ■ Fahrer AG 8309 Nürensdorf Tel. 043 266 20 40 www.fahrer.ch

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Mauerwerk und Schornsteine aus einer Hand

Schornsteinsystem für Festbrennstoff-Feuerstätten mit einer Abgastemperatur bis 400 °C.

Die Bisotherm GmbH hat das Sortiment um den Produktbereich Schornstein- und Abgassysteme erweitert und startet gleich mit fünf Systemen: • Bisoairstream LAS-F.Schornstein: feuchteunempfindliches und russbrandbeständiges Schornsteinsystem für raum-

Standardschornstein für Regelfeuerstätten mit hohen Abgastemperaturen geeignet.

Ein zwei- oder dreischaliges Abgassystem in Montagebauweise.

luftunabhängige Feuerstätten. • Bisoairstream HS.Schornstein: feuchteunempfindliches und russbrandbeständiges Schornsteinsystem. • Bisoairstream LB.Schornstein: der Leichtbauschornstein in Trockenbauweise mit Keramik-Innenleben. • Bisoairstream Abgasleitung:

feuchteunempfindliches Abgassystem für raumluftunabhängige und raumluftabhängige Feuerstätten. • Bisoairstream IS.Schornstein: Standardschornstein für Regelfeuerstätten. Damit komplettiert die Bisotherm GmbH als eines der führenden Unternehmen im Be-

reich der Leichtbetonwandbaustoffe ihr Leistungsangebot zum kompletten Rohbaulieferanten aus einer Hand. Als Hersteller für Schornsteinund Abgassysteme der Serie Bisoairstream konnte Bisotherm das Traditionsunternehmen Johann Hillen GmbH gewinnen. Die Johann Hillen GmbH ist seit mehr als 30 Jahren Fachbetrieb für Abgasanlagen und einer der Spezialisten für Schornsteinsysteme. Begonnen hat das Unternehmen unter dem damaligen Firmengründer Johann Hillen vor mehr als 50 Jahren als Bimsbaustoffbetrieb. Bereits in den Siebzigerjahren fand die Konzentration auf Abgasanlagen statt. Diese Spezialisierung hat das Familienunternehmen über die Jahre zur Kompetenzadresse für Abgasanlagentechnik gemacht. Alle Bisotherm-Produkte werden über den Baustoff-Fachhandel in Deutschland, den Beneluxstaaten und der Schweiz ■ verkauft.

Bisotherm-Vertretung Schweiz: Bernhard Wyss FL-9497 Triesenberg Tel. 0042 326 27 102 www.bisotherm.ch

Kartografischer Solarkataster für die Gemeinde Treytorrens VD Renewables-Now hat Anfang 2011 der Gemeinde Treytorrens in der Nähe von Payerne einen kartografischen, voll funktionsfähigen Solarkataster ausgeliefert. Die Gemeinde hat diesen auf www.treytorrens.ch (Cadastre Solaire) aufgeschaltet. Teile davon sind öffentlich zugängig. Der Solarkataster analysiert die technischen und ökonomischen Möglichkeiten der Solarenergienutzung auf den öffentlichen und privaten Dächern der Gemeinde, die auf einer Karte dargestellt sind. Mit einem Maus-

klick auf ein Gebäude werden in einem Fenster je nach Technologie: – die nutzbare Dachfläche, – der mögliche Energieertrag, – die möglichen Anlagen-Investitionskosten (ohne Speicherkosten), – oder einige ökonomische und ökologische Vorteile aufgezeigt. Die Gemeinde Treytorrens kann jetzt ihrer Pflicht zur Förderung der erneuerbaren Energien und dem Bestreben, aus der Kernenergie auszusteigen,

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nachkommen, das im Artikel 56 der Verfassung des Kantons Waadt steht. Dank dem Solarkataster können sich Gebäudebesitzer der Gemeinde selber über ihre Solarenergiepotenziale informieren und zum Solarenergieproduzenten werden. Die Gemeinde Treytorrens kann auf ihren Dächern mehr als 400 Prozent ihres jährlichen Stromverbrauchs selbst erzeugen. Oder so viel Wärme erzeugen, wie jeder Gemeindebewohner zum Beheizen von mehr als 1000 Quadratmetern

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Effizient, ökologisch und wirtschaftlich – so muss eine Holzheizung sein. Heitzmann präsentiert sich nicht nur mit einem neuen frischen Firmenauftritt, sondern auch mit neuen

Heizkesseln im Sortiment Stückholzheizungen und einer neuen Farbe der Produkte. Heitzmann hat eine neue ½-Meter- und eine neue 1Meter-Stückholzheizung in ihrem Sortiment. Beide weisen einen sehr hohen Wirkungsgrad auf und bestechen mit einer effizienten Verbrennung. Diese Holzheizungen werden mit einer «Lambda Touch Tronic»-Steuerung bedient, was neu ist auf dem Markt. Die Heitzmann Touch-Bildschirmbedienung zeichnet sich durch einen aussergewöhnlich übersichtlichen Aufbau und eine einfache Bedienung aus. Sie steuert die gesamte Heizanlage von der Verbrennung bis zu sechs Heizkreisen und sechs Boilern. Die neue Heitzmann 1-MeterStückholzheizung wirkt mit dem neuen Design leichter und moderner, brennt aber weiterhin mit der patentierten Gas-

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brennwabe von Heitzmann. Das bewährte Innenleben dieses Heizkessels hat sich also nicht verändert. Der Kessel ist aber mit einer noch besseren «Rundum»-Isolierung versehen, was den Wirkungsgrad positiv beeinflusst. Für die schadstoffarme Verbrennung sorgen die Lambdasonde und die neue Steuerung. Dieser Heizkessel ist in den Leistungen 39 und 49 kW erhältlich. Beim kompakten ½-MeterStückholzkessel, ebenfalls in Rot und leichtem Design, wird die Verbrennung auch mit der neunen «Lambda Touch Tronic»-Steuerung geregelt. Dieser Kessel bietet einen noch grösseren Komfort. Er ist mit einer automatischen Zündung und einer automatischen Kesselputzeinrichtung ausgestattet. Bei jedem Öffnen der Fülltüre übernimmt die patentierte Kesselputzfunktion die Reinigung und garantiert somit einen

konstant hohen Wirkungsgrad. Die automatische Zündung bringt vor allem in der Übergangszeit sehr viel Komfort. Nachdem der Heizkessel mit Scheitholz und die Anheiztüre mit einem Stück Papier gefüllt wurden, kann der Heizraum verlassen werden. Im Kessel erfolgt dann bei Wärmebedarf eine automatische Zündung. Dieser Heizkessel ist in den Leistungen 20 und 30 kW auf dem Markt. Der Kunde profitiert mit Heitzmann von den langjährigen Erfahrungen in der Entwicklung wie auch in der Produktion von Holzheizungen, da Heitzmann alles abdeckt. Auf www.heitzmann.ch sind die Details der neuen Produkte beschrieben. ■ Heitzmann AG 6105 Schachen Tel. 041 499 61 61 www.heitzmann.ch


LUFT-KLIMA-KÄLTE

Gesunde Bauten im Kontext des nachhaltigen Bauens

Dank Gebäudelabeln zu gutem Raumklima? Weltweit bestehen über 20 unterschiedliche Gebäudelabel-Systeme mit rund 250 Einzellabels. Doch keines deckt lückenlos alle massgeblichen Faktoren ab, die für «gesunde Gebäude» erforderlich sind. An einer Fachtagung in Zürich zeigten Experten auf, wie mit «scharfen Labels» das Raumklima dennoch massiv verbessert werden könnte.

Lukas Windlinger: «Psychosoziale und personenbezogene Faktoren werden aussen weggelassen.»

Die vom Institut für Facility Management IFM der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW zusammen mit der Bau- und Umweltchemie AG im Technopark Zürich durchgeführte Veranstaltung wollte die Leistungsfähigkeit verschiedener Gebäudelabels vor allem mit dem Fokus auf «gesunde Gebäude» aufzeigen. In seinem Eröffnungsreferat unterstrich Reto Coutalides, Umweltchemiker und Geschäftsführer der Bau- und Umweltchemie AG, Zürich, Reto Coutalides: «Es gibt wie wichtig das Innenraumkein Label, das alle klima für gesunde Bauten massgeblichen Faktoren ist. Gesundheit und Wohlabdeckt.» (Fotos: Peter befinden der Benutzer von T. Klaentschi) Wohn- und Arbeitsräumen seien von physikalischen (Klima, Lärm, Vibrationen, Strahlung, elektromagnetische Felder, Beleuchtung ), biologischen (Schimmelpilze, Bakterien, Hausstaubmilben), psychosozialen (Zufriedenheit, Mitmenschen, Stress) und chemischen (Gerüche, chemische Verbindungen) Faktoren abhängig. Alle diese Faktoren müsste im Idealfall ein einziges Label berücksichtigen, sagte Coutalides und relativierte sogleich: «Es gibt aber kein Label, das alle massgeblichen Faktoren abdeckt.» Der Umweltchemiker zeigte auf, welche «harten Faktoren» die Innenraumluft beeinflussen können, und wie sich diese auf die Gesundheit von Kindern in Ganztagsschulen auswirkt. So führt die Erhöhung der Luftwechselraten in Schulen von 2,2 l /s auf 4,5 l /s zu messbaren Steigerungen bezüglich der Performance beim Lösen von standardisierten akademischen Tests. Optimale Leistungen in Bürogebäuden werden bei einer Temperatur von 21–22 °C erbracht. «Darunter und da-

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Peter T. Klaentschi


LUFT-KLIMA-KÄLTE

Marc Lyon: «Sämtliche CS-Liegenschaften müssen in Zukunft das Greenproperty-Gütesiegel tragen.»

«Prüf- und Zertifizierungsverfahren greenproperty», Legende: Ablauf des Zertifizierungsverfahrens für das Gütesiegel Greenproperty. (Grafik: Credit Suisse)

rüber nimmt sie messbar ab », erklärte Coutalides, der in den meisten Schulhäusern ohne Komfortlüftungssystem eine schlechte Luftqualität ortet.

«Es ist egal, wie sich jemand fühlt» Der Arbeitspsychologe und IFM-Dozent Lukas Windlinger leitete seine Ausführungen mit dem provokativen Zitat von UBS-Konzernchef Oswald Grübel ein: «Während der Arbeit ist es egal, wie sich jemand fühlt!» «Das ist eine Philosophie, die man vertreten kann. Wir vom Facility Management sind hier ganz anderer Meinung», betonte Windlinger mit Blick auf die Tatsache, dass über den Lebenszyklus eines Bürogebäudes gesehen die Personalkosten rund 80 Prozent der Gesamtkosten ausmachten. Es sei bedauerlich, dass psychosoziale und personenbezogene Faktoren «mit Blick auf Gebäudelabels aussen weggelassen werden». Windlinger empfahl, mittels systemischer Post Occupance Evaluation POE die Erfahrungen der Gebäudenutzer bezüglich des physikalischen, funktionalen und psychologischen Komforts zu evaluieren. Ob Labels zu gesundem Bauen taugen, müsse er mit einem Jein be-

Bob Gysin: «Mit Hochwärmedämmung allein ist es nicht getan.»

antworten. Windlinger dazu : «Denn Labels können nur so gut sein, wie der Wissensstand ist, der ihnen zugrunde liegt. Hier ist noch viel Forschung notwendig.» «Ich weiss nicht, wohin das führt», fragte sich der Architekt Bob Gysin von der Bob Gysin + Partner AG, Zürich, mit Blick auf den Label-Dschungel «mit seinen 25 unterschiedlichen Labelsystemen und 250 Einzellabeln auf der Welt». Trotz Vorschriften gebe es immer noch Leute, denen in sogenannt normalen Häusern schlecht werde. «Wir haben das Problem noch lange nicht im Griff und als Planer entsprechend Verantwortung zu übernehmen. Gesunde Gebäude sind nachhaltige Gebäude und umgekehrt. Mit Hochwärmedämmung allein ist es nicht getan », betonte Gysin.

MINERGIE ECO, BREEAM, LEED und DGNB Holger Wallbaum vom Institut für Bau- und Infrastrukturmanagement IBI an der ETH Zürich zeigte, wie Zertifizierungsprozesse zu Labels führen. Zertifizierungen bildeten einen enorm stark wachsenden Markt, betonte er und sprach Klartext: «Heute herrscht ein eigentlicher Wildwuchs von Interpretationen über Nach-

Holger Wallbaum: «Die meisten Architekten wissen nicht, was Eco bedeutet.»

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Heinz J. Bernegger: «Wir möchten das europäische Know-how übernehmen.»


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Der Minergie-Eco-Standard berücksichtigt auch die Komponenten Gesundheit und Bauökologie. (Grafik: Institut für Bau- und Infrastrukturmanagement)

haltigkeit und Zertifizierungssysteme. Die Anwendung von Minergie Eco ist für die meisten Bauherren eine grobe Übung, und selbst die meisten Architekten wissen nicht, was Eco bedeutet.» Letzteres verwundert wenig, waren unter den 45 Tagungsteilnehmern doch gerade mal vier Architekten anwesend. Der Referent stellte die vier weltweit marktgängigsten Gebäudelabels vor, die gesundheitlichen und ökologischen Kriterien besonders starke Beachtung schenken. In der Schweiz am erfolgreichsten ist zurzeit das durch den Verein Minergie (CH ) gegründete und 2007 eingeführte Label Minergie-Eco und Minergie-P-Eco mit rund 150 zertifizierten Gebäuden (Minergie und Mindergie-P insgesamt: 16 700 Gebäude). Eco steht dabei für die Ergänzung der regulären Minergie-Anforderungen durch die Komponeten Gesundheit (Licht, Lärm, Raumluft) und Bauökologie (Rohstoffe, Herstellung, Rückbau). Über die Lancierung des Minergie-A-Standards vom 10. März 2011 in Luzern wird in diesem Heft ab Seite 4 berichtet. Das Label BREEAM steht für BRE Environmental Assessment Method. BRE wiederum heisst die englische Organisation Building Research Establishment, die das Label 1990 gründete. Es ist die weltweit führendste und verbreitetste Zertifizierungsmethode mit bisher 200 000 zertifizierten Objekten und 1 Million registrierten Projekten. Allein im Bereich Gesundheit müssen BREEAM-zertifizierte Gebäude 14 Kriterien erfüllen. Bewertet werden beispielsweise der Anteil Tageslicht, die Aussicht ins Freie, die Raumluftqualität, der Lärmpegel oder die Bürogrösse. Das amerikanische Label LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) wurde 1995 vom US Green Building Council gegründet und beurteilt insgesamt 15 Gesundheitspositionen. Sogar die Teppiche werden mit Blick auf ihren Geruch, ihre Zusammensetzung und ihre Hygiene beurteilt. Insgesamt können bei diesem Label 110 Punkte erreicht werden. Je nach Punktzahl wird dann das Gebäude in einen der vier LEED-Status Certified (40–49 Punkte), Silver (50 –59), Gold (60–69) oder Platinum (über 69 Punkte) eingestuft. Weltweit tragen bisher 5340 Objekte dieses Label. Deutsches Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen DGNB

Gesundheit und Wohlbefinden der Gebäudebenutzer werden von vielen Faktoren beeinflusst. (Grafik: Bau- und Umweltchemie AG)

schliesslich heisst das erst 2007 gegründete Label, das es in den drei Stufen Bronze, Silber und Gold gibt. Das Zertifizierungssystem für Neubauten im Büro- und Verwaltungsbereich berücksichtigt als einziges System umfassend die drei Bereiche Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft hiess es in Zürich. Bisher wurden 110 Projekte mit dem DGNB-Label ausgezeichnet. Dieses Label mit nicht weniger als 61 beurteilten Kriterien wird gegenwärtig an die Schweizer Verhältnisse angepasst und soll DGNB Swiss heissen. Dafür wurde ein Kooperationsvertrag zwischen der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen und der ZHAW (Wädenswil) unterschrieben und im vergangenen Juni die Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobiliengesellschaft SGNI (www.sgni.ch) gegründet.

Green Buildings als Marketinginstrument Dass Green Buildings im Trend liegen und daher ein gutes Marketinginstrument sind, hat die Bank Credit Suisse CS rasch registriert und zusammen mit dem Ingenieur- und Planungsbüro Amstein + Walthert, Zürich, das neue Gütesiegel Greenproperty entwickelt. Laut Marc Lyon vom Real Estate Asset Management der CS handelt es sich um das erste Nachhaltigkeitsrating, das eine gesamtheitliche Beurteilung und Qualifizierung von Immobilien ermöglicht. Das Siegel bemisst die Nachhaltigkeit einer Investition nach den fünf Dimensionen Nutzung, Infrastruktur, Energie, Materialien und Lebenszyklus, hinter denen insgesamt 35 Kriterien stehen. Dabei ist der Minergie-Standard Bestandteil der Anforderungen von Greenproperty. «Sämtliche CSLiegenschaften müssen in Zukunft das Greenproperty-Gütesiegel tragen, wobei die Prüf- und Zertifizierungsverfahren durch eine unabhängige Stelle durchgeführt werden», erklärte Marc Lyon. Fünf Neubauprojekte wurden durch den Schätzer Ernst & Young bereits provisorisch zertifiziert. Die erste definitive Zertifizierung erfolgte Ende 2010 für das Bürogebäude BCA in Zürich. Ein zweites Schweizer Label bestätigt gutes Innenraumklima. Das Label GI Gutes Innenraumklima wurde 2006 gegründet. Es dient der Qualitätssicherung und wird von der S-Cert AG, der Schweizer Zertifizierungsstelle für Bauprodukte in Wildegg AG (www.s-cert.ch) vergeben. Es zertifiziert das Innenraumklima seit 2009 nicht mehr nur in Neubauten, sondern auch in bestehenden Gebäuden. Aufgrund von GI-Befunden kann das Innenraumklima in vielen Fällen verbessert werden.

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LUFT-KLIMA-KÄLTE

Arthur Fagagnini: «Wo Labels die Qualität heben, da ist gut beraten, wer auch mittut.»

Stefan Schrader: «Das Label GI Gutes Innenraumklima ist europäisch wohl das schärfste.»

Zwei Schweizer Gebäudelabels, die gesundes Bauen und gesundes Innenraumklima auszeichnen, sind zudem das 2006 gegründete Label GI Gutes Innenraumklima und das brandneue Gütesiegel Greenproperty der Bank Credit Suisse (siehe Kasten).

im Winter und im Sommer, an die Innenraumluftqualität, an den akustischen Komfort und an den visuellen Komfort. Die Beurteilungskriterien für den thermischen Komfort im Winter und im Sommer sind die operative Temperatur, die Zugluft, die Strahlungstemperatursymmetrie und Fussbodentemperatur sowie die relative Luftfeuchte. Beim Kriterium akustischer Komfort werden der Stör- und Fremdgeräuschpegel sowie die Sprachverständlichkeit in den Räumen geprüft. Und ob ein Gebäude seinen Benutzern visuellen Komfort bietet, hängt von der Tageslichtverfügbarkeit, der Blendfreiheit bei Tages- und Kunstlicht sowie der Farbwiedergabe und der Lichtfarbe ab. Bewertet wird sogar, ob die Benutzer Einfluss nehmen können auf die Bereiche

DGNB Swiss übernimmt Euro-Know-how «Wir möchten das europäische Know-how übernehmen», sagte der stellvertretende SGNI-Geschäftsführer, Architekt und IFM-Dozent Heinz J. Bernegger. Er unterstrich, dass beim LEED- und BREEAM-System grosse Lücken in den Bereichen soziokulturelle und funktionale Qualität bestünden, die mit dem DGNB SwissSystem geschlossen werden könnten. Dieses Label stellt u. a. hohe Anforderungen an den thermischen Komfort

45 Teilnehmer verfolgen aufmerksam die Ausführungen von Arbeitspsychologe Lukas Windlinger im Technopark Zürich.

70 HK-Gebäudetechnik 4 I 11


Mobile Kältezentralen. Einfach und schnell. Von den vier internationalen Baulabels LEED, DGNB, BREEAM und Minergie-Eco beurteilt das deutsche DGNB-Gütesiegel am meisten gesundheitsbeeinflussende Kriterien. (Grafik: Institut für Bau- und Infrastrukturmanagement)

Lüftung, Sonnenschutz, Blendschutz, Temperatur sowie die Steuerung von Tages- und Kunstlicht am Arbeitsplatz. Bernegger dazu: «Die Maximierung dieser Einflussmöglichkeiten ist nur ein Ziel dieses Labels.» Erste Probezertifizierungen nach diesem Label sollen im Verlauf dieses Jahres erfolgen.

Nicht im Label-Bad schwelgen

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6 Stunden LI

Aus der Sicht des Generalunternehmers äusserte sich Arthur Fagagnini, Geschäftsleiter der Bauengineering AG, St. Gallen, auch kritisch zu den Gebäudelabels. Er fragte sich, wer bei der Vielzahl der Labels überhaupt noch den Überblick habe und was die Labels wirtschaftlich noch wert seien. Die Generalunternehmer müssten sich jedoch mit den Gütesiegeln trotzdem auseinandersetzen und die Diskussion nicht scheuen. Faganini: «Wir schwelgen nicht im Label-Bad. Aber wo Labels die Qualität heben und echte Nachhaltigkeit attestieren, da ist gut beraten, wer auch mittut. Vielleicht entstehen daraus gute Standards.» Über die Kosten für die Zertifizierungen und den Mehraufwand für Planer und Investoren wurde erst in der kurzen Schlussdiskussion gesprochen. Zu den Kosten meinte Stefan Schrader von der Bau- und Umweltchemie AG, Zürich, diese lägen für das europaweit wohl schärfste Label GI Gutes Innenraumklima bei einem Gebäude mit 20–90 Räumen in der Grössenordnung von 5000–10 000 Franken für die Messungen inklusive Zertifizierungskosten. Erfahrungsgemäss würden die Kosten inklusive Beratung rund 0,1 bis 0,2 Prozent der Baukosten bei mittleren bis grossen Gebäuden und rund 1000 Franken bei Einfamilienhäusern betragen. Heinz J. Bernegger räumte ein, dass das Label DGNB Swiss für Architekten, Investoren und Planer unbestritten Mehraufwand bedeute. Mit der Zertifizierung entstehe jedoch ein Mehrwert, der den Mehraufwand rechtfertige. Von den Referenten wurde verschiedentlich betont, dass in Bezug auf die Kosten niemand gezwungen werde, ein bestimmtes Label zu erreichen. Labels seien ein freiwilliges Engagement. «Es ist wie bei den Bioprodukten, die schliesslich auch freiwillig gekauft werden», brachte es Marc Lyon von der Credit Suisse, der das Gütesiegel Greenproperty vorstellte, auf den Punkt. ■

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Kälte- und Klimaanlagen richtig dämmen. Teil 4 von 6 (Teil 3 HK-GT 03/11, S. 63)

Luftkanal- und Behälterdämmung Elastomerdämmstoffe kommen nicht nur auf Rohrleitungen und Armaturen zur Anwendung, sondern sie schützen auch Luftkanäle und Behälter sicher vor Energieverlusten und Tauwasserbildung. Auch in diesen Einsatzbereichen lassen sich die hochflexiblen Dämmstoffe wesentlich einfacher und angenehmer als starre Materialien verarbeiten.

Oberflächen müssen vor der Verklebung gründlich gereinigt werden.

Bei der Flächendämmung von Klimakanälen und zylindrischen Objekten sind einige Aspekte zu beachten, die im vierten Teil unserer Serie beschrieben werden sollen. Zudem werden einige Tipps vorgestellt, die die Verarbeitung in diesem Anwendungsbereich erleichtern und die langfristige Funktionalität der Kältedämmung gewährleisten.

eine trockene sowie staub- und fettfreie Oberfläche des Objekts gesorgt werden. Hier empfiehlt sich der Einsatz des Armaflex-Spezialreinigers. Bei der Flächendämmung werden in der Regel grosse Objekte verklebt, und zum Auftragen des Kontaktklebers kommen grosse Pinsel, Quasten, Rollen oder auch Spachtel zum Einsatz. Da der Dämmstoff trotz glatter Schäumhaut im Vergleich zur Objektoberfläche mehr Kleber aufnimmt, sollte immer zuerst das Dämmmaterial und danach das Objekt eingestrichen werden. Beim Kleberauftrag ist darauf zu achten, dass die zunächst einzustreichende Fläche nicht zu gross ist, um das Verhältnis der Ablüftezeiten zueinander und das Verhältnis von Ablüftezeit zur Verarbeitungszeit einzuhalten. (Dies wurde detailliert im Teil 2 dieser Serie dargestellt.) Streicht man zu grosse Flächen ein, kann es passieren, dass der Kleber zu trocken wird und kein echter Klebekontakt zur Objektoberfläche hergestellt werden kann.

Auch bei der Dämmung von Behältern lassen sich mit elastomeren Dämmstoffen hervorragende Ergebnisse erzielen.

Die Flächendämmung und ihre Verklebung Unter Flächendämmung wird in der technischen Isolierung die Dämmung von Anlagenkomponenten mit flächigen Körpern (wie Luftkanäle) oder auch zylindrischen Körpern (wie Tanks, Kolonnen und Behälter mit einem Aussendurchmesser von ⭓ 600 mm) verstanden. Diese Objekte werden in der Regel mit Plattenmaterial aus synthetischem Kautschuk isoliert. Dabei ist zu beachten, dass das Plattenmaterial bei der Flächendämmung grundsätzlich vollflächig verklebt werden muss. Um eine sichere Verbindung des Dämmstoffs mit dem Objekt zu gewährleisten, muss vor der Verklebung für

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Michael Weber*


LUFT-KLIMA-KÄLTE

Drei Möglichkeiten der Flanschdämmung.

Die Flächendämmung von Luft- und Klimakanälen zählt zu den schnell und einfach auszuführenden Dämmarbeiten, vorausgesetzt, dass der zur Ausführung

notwendige Platz vorhanden ist. Leider werden aber Decken- und Wandabstände, die für eine freie Konvektion (ungehinderter Wärmeübergang) notwendig sind, nicht immer eingehalten. Wenn die nach DIN 4140 empfohlenen Abstände von 100 mm nicht vorhanden sind, sollte der Isolierer sich mit dem Lüftungsbauer darauf verständigen, dass die Kanäle vor der Installation auf dem Boden vorisoliert werden. Nach der Kanalmontage müssen dann nur noch die Anschlüsse im Flanschbereich mit elastomerem Streifenmaterial gedämmt werden. Bei zu engen Platzverhältnissen empfiehlt sich das Andrücken der Armaflex Streifen und der Objektdämmung mit einer stabilen Kunststofflatte. Dies sollte allerdings zu zweit ausgeführt werden. Die Dämmung mit Plattenmaterial ist immer vollständig bis an die Kanalanflanschung heranzuführen, um den Lufteinschluss unter der abschliessenden Flanschdämmung zu minimieren. Verschraubungen und Klemmen, die sich häufig im Flanschbereich befinden, sind im Plattenmaterial durch Ausschnitte auszusparen. Die notwendige Dämmschichtdicke wird eingehalten, indem man die Flanschdämmung (z. B. Armaflex selbstklebende Streifen) mit einer Überlappung auf dem an die Flanschen angrenzenden Plattenmaterial – mindestens in Dämmschichtdicke, besser aber in einer Breits von ⭓50 mm – ausführt. Selbstklebende Streifen sind übrigens nicht wirklich «selbst klebend»: Wie auch selbstklebende Platten müssen sie mit hohem Anpressdruck (etwa 1 kg/cm²) auf der gereinigten Plattenoberfläche verklebt werden.

Die Dämmung sollte immer vollständig bis an die Kanalanflanschung herangeführt werden.

Drei Möglichkeiten der Flanschdämmung.

Bei der Flächendämmung müssen die Armaflex Platten immer auf Druck zueinander verarbeitet werden. Hierzu ist die nächste, zu verklebende Platte 5 bis 10 mm überlappend zur schon verklebten Platte anzusetzen. Die Platte sollte daher am anzusetzenden Ende auf einer Breite von etwa 30 mm nicht mit Kleber eingestrichen werden. Bei der Verarbeitung selbstklebender Platten wird die Abdeckfolie dementspechend in einer Breite von rund 30 mm nicht entfernt. So kann auch die selbstklebende Platte ohne Anhaftung auf die schon verklebte Platte überlappend angesetzt werden. Die Stossnaht der auf Druck gegeneinander verklebten Platten wird zum Abschluss nass verklebt. Aufgrund der «Auf-Druck-Verarbeitung» verbinden sich die Plattenstösse ohne Einhalten von Ablüftezeiten. Bei der Verarbeitung von Standardplatten sollte der Kleber auch bei der Verwendung grösserer Werkzeuge unbedingt wie gewohnt gleichmässig und dünn aufgetragen werden. Sollte der Kleberauftrag zu gross sein, werden zu hohe Dosen von Lösungsmitteln unter der Dämmung eingeschlossen. Dies kann zur Blasenbildung führen, bei der sich der Dämmstoff partiell vom Objekt löst und vorwölbt. Ein gleichmässiger Auftrag verhindert zudem das Entstehen von Klebernestern.

Die Dämmung von Luftkanälen

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LUFT-KLIMA-KÄLTE

Der Flächenträger wird einfach zwischen Kanal und Traverse gelegt und fixiert.

In Fällen, wo der Flansch deutlich über die Dämmung hinaussteht und die Dämmung zum Flansch aufgedoppelt werden müsste (siehe Bild 4, Mitte), bietet sich eine Ausführung mit Schlauchmaterial an. Hierzu wird ein Schlauch gewählt, dessen Dämmschichtdicke der Kanaldämmung und dessen halber Innendurchmesser dem Flanschüberstand entsprechen. Nach Halbieren des Schlauches mit einem gut zu führenden Langmesser werden aus einem 2 Meter-Schlauch 4 Meter Flanschdämmung, die für die Kantendämmung des Kanals auch gut auf Gärung geschnitten werden kann. Eine schnelle, funktionelle und auch optisch ansprechende Lösung! Für die Dämmung von Kanalbögen sind zum Teil Zuschnitte mit asymmetrischer Form aus Plattenmaterial auszuschneiden, was ein exaktes Aufmass erfordert. Wesentlich schneller ist die Methode, ein etwas grösseres Stück Plattenmaterial vollflächig aufzukleben und danach die äussere Formgebung mit einem scharfen Messer an den Kanalkanten anliegend zuzuschneiden. Wenn das nicht möglich ist, können auch die die Form der Kanalbogenseite begrenzenden Kanten des Kanals, mit einem dünnen Auftrag einer schmierenden Kreide versehen werden. Wird anschliessend ein Stück Plattenmaterial fest dagegen gedrückt, zeigt es nach Abnehmen die exakte Form des notwendigen Zuschnitts. Dies erlaubt insbesondere im Hinblick auf den zeitlichen Aufwand eine kolossale Erleichterung. Für die Dämmung von Luft- und Klimakanälen können auch Armaflex selbstklebende Platten Verwendung

In Bereichen, wo die Kanäle befestigt bzw. aufgehängt sind, den sogenannten Traversen, ist die Dämmung oft nur mit erhöhtem Material-, Arbeits- und somit Zeitaufwand auszuführen. Eine deutliche Erleichterung liefert hier der Einsatz eines Flächenträgersystems wie des Armafix Flächenträgers von Armacell. Der Flächenträger besteht aus AF/Armaflex, in das Segmente aus druckfestem, FCKW-frei geschäumtem PUR/PIR eingebettet sind. Sie nehmen die Lasten auf und garantieren eine thermische Entkopplung. An der Aussenseite ist der Flächenträger mit einem dicht verklebten Aluminiumblech versehen, das gleichzeitig auch einen Schutz gegen mechanische Beschädigungen liefert. Der Flächenträger wird am Aufhängungspunkt des Kanals zwischen den Kanal und die Traverse gelegt und verklebungstechnisch fixiert. Der Einsatz des ArmafixFlächenträgers erhöht nicht nur die Sicherheit des

Ansetzen der Mantelplatte im Bereich der Rundung (Markierung!).

Überlappendes Drauflegen des Streifens sorgt für AufDruck-Verarbeitung.

finden. Bei der Verarbeitung müssen Temperaturen zwischen +10 °C und +35 °C eingehalten werden. Zur Verklebung der Plattenkanten zueinander wird der Armaflex Kontaktkleber 520 eingesetzt. Ein blosses Andrücken der Selbstklebebeschichtung auf angeschnittene Zellen der angrenzenden Platte reicht als Verschluss allerdings nicht aus, da so keine dichte Verklebung entsteht. Da nach Einstreichen der Selbstklebebeschichtung zunächst eine Anlösezeit notwendig ist, ist die gesamte Ablüftezeit deutlich länger als bei der Kantenverklebung mit Standard-Platten.

Unterkonstruktionen

4 I 11 HK-Gebäudetechnik 75


LUFT-KLIMA-KÄLTE

Grosse Behälterköpfe werden in Segmenten gedämmt.

Gleichmässiges Verkleben an gegenüberliegenden Stellen.

Dämmsystems, sondern erlaubt auch erhebliche Einsparungen: Anders als bei der herkömmlichen Verarbeitung, bei der die Traverse mitgedämmt werden muss, muss der Isolierer den Flächenträger nur noch an den Stirnseiten mit dem Plattenmaterial verkleben. Die Dämmung läuft auch im Aufhängungsbereich durch, ohne dass sie gestaucht oder komprimiert wird.

Die Behälterdämmung Wie eingangs erwähnt, werden auch zylindrische Behälter ab einem Aussendurchmesser ? 600 mm vollflächig verklebt. Dabei sollte die Dämmung mit dem Mantel begonnen und mit dem Kopf abgeschlossen werden. Bei Behältern, die einen sogenannten Klöpperboden besitzen, sollte die Mantelplatte nicht im Bereich der Schweissnaht angesetzt werden, da bei der späteren Verklebung der Kopfplatte zu grosse Spannungen auf der Rundnaht entstünden. Die Mantelplatte sollte vielmehr über der Schweissnaht in der Mitte der Rundung auf dem Behälter angesetzt werden. So kommt die Mantelplatte der später dagegen zu verklebenden Kopfplatte schon entgegen und die Spannungen verteilen sich gleichmässig auf beide Dämmkomponenten. Nach Verkleben des Mantels wird bei Behältern ohne einer Vielzahl an Rohrabgängen eine Kopfplatte aus einem Stück gefertigt; bei grösseren Behältern sollten die Plattenbahnen zunächst zusammengeklebt werden.

76 HK-Gebäudetechnik 4 I 11

Um die Bogenlänge für den Zuschnitt der Kopfdämmung exakt zu ermitteln, wird am verklebten Rand der Mantelplatte ein Materialstreifen (rund 10 cm Breite) mittig über den Klöpperboden bis zur anderen Seite der Manteldämmung gelegt, wobei der Streifen am Ende überlappend aufgelegt und so das korrekte Mass ermittelt wird. (Durch das überlappende Auflegen erhält die zu erstellende Kopfplatte einen etwas grösseren Durchmesser, sodass sie auf Druck gegen den Rand der Mantelplatte verarbeitet werden kann.) Die Hälfte des so ermittelten Bogenmasses dient nun als Radius zur Herstellung einer kreisrunden Kopfplatte. Diese wird nach dem Ausschneiden mittig mit dem Armaflex Spezialkleber 520 fixiert und bis auf die Stossnaht mit der Mantelplatte vollflächig verklebt. Dabei sollte im Randbereich darauf geachtet werden, den Mantel nicht abschnittsweise rund um den Behälter zu verkleben, sondern ihn wechselseitig an den jeweils gegenüberliegenden Stellen zu fixieren. So kann die Deckelplatte gleichmässig gegen die Mantelplatte verklebt werden. Bei sehr grossen Behältern (Durchmesser ⭓ 3 m) und insbesondere, wenn der Klöpperboden neben Revisionsöffnungen auch Rohrabgänge besitzt, wird die Dämmung des Kopfes in Segmenten ausgeführt. Bei anzulegenden Ausschnitten ist darauf zu achten, dass diese immer deutlich kleiner ausgeführt werden, damit das Material auch hier Segment zu Segment auf Druck verklebt werden kann.

Mehrlagigkeit In einigen Betriebsumgebungen (z. B. in Brauereien oder generell in der Lebensmittel-Industrie) ergeben sich produktionstechnisch bedingt oft hohe relative Luftfeuchten (von 85 bis 90 %), die zu entsprechend grossen Dämmschichtdicken der Kälteanlagenteile führen. Zwar sind Elastomerdämmstoffe in Dämmschichtdicken von bis zu 50 mm erhältlich und damit


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Ausschnitte sollten immer etwas kleiner ausgeführt werden.

Bei mehrlagiger Dämmung sollten Nähte versetzt angeordnet werden.

für eine Tauwasservermeidung in der Regel ausreichend. Besonders bei kleineren Behältern ist die Dämmung jedoch einfacher in zwei Lagen als mit einer doch recht unflexiblen 50er-Lage auszuführen. Zudem bietet eine mehrlagige Dämmung eine höhere Sicherheit. Daneben gibt es Anwendungsbereiche mit so niedrigen Mediumtemperaturen (z.B. Flüssigstickstoff mit -196 °C), dass eine einlagige Dämmung mit der grössten lieferbaren Dämmschichtdicke nicht ausreicht. Nach vollflächiger Verklebung der nahtversetzten 1. Lage sollte unbedingt darauf geachtet wer-

Mietkälte

den, dass auch die zweite Lage nahtversetzt zur ersten ausgeführt wird. Zwischen den Verklebungen der beiden Lagen liegt idealerweise ein Zeitraum von etwa 24 Stunden, um eine Durchtrocknung der Kleberschicht der 1. Lage zu gewährleisten. Die Nahtversetzung erhöht die Sicherheit, da kein Anlösen der Stossnähte der 1. Lage durch frisch ausgeführte Verklebungen befürchtet werden muss. Zur Fixierung der zweiten Lage reicht in der Regel das straffe Umlegen des Dämmstoffes mit Unterstützung durch einen streifenförmigen oder mäandrierenden Kleberauftrag. Dabei sollte die Dämmschichtoberfläche der 1. Lage vorher sorgfältig gereinigt werden. Die grösste Sicherheit bildet jedoch eine vollflächige Verklebung der 2. bzw. jeder weiteren Lage. Dies ist insbesondere bei sehr grossen Objekten zu empfehlen, um eine «Sackung» zu vermeiden. Bei mehrlagiger Dämmung von Klimakanälen sind im unteren Bereich der Kanäle grundsätzliche alle Lagen vollflächig zu verkleben, um ein Durchhängen der

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machen diese innovativen Systeme einen aufwendigen Lastabfang überflüssig.

Fazit Auch bei der Dämmung von Luftkanälen und Behältern lassen sich mit elastomeren Dämmstoffen sehr gute Ergebnisse erzielen. Wenn die hier vorgestellten Anleitungen und Empfehlungen beherzigt werden, kann eigentlich nichts schief gehen. Nach «Dämmkonzepten», wie im Bild 14 dargestellt, muss man zum Glück suchen, wobei der Autor aufrichtig beteuert, dass es ■ sich um keine gestellte Aufnahme handelt.

Vollflächiger Kleberauftrag auf der 1. Dämmstofflage.

Literatur Armacell GmbH, Technische Abteilung (2008): Armaflex Montageanleitung, Münster. DIN 4140 (März 2008): Dämmarbeiten an betriebstechnischen Anlagen in der Industrie und in der technischen Gebäudeausrüstung – Ausführung von Wärme- und Kältedämmungen Helms, Hubert, Weber, Michael (1999): Richtige Verarbeitung von elastomeren Dämmstoffen. In: Kälte Klima Aktuell 5/1999, S. 168–175. Weber, Michael (2005): Fachgerechte Dämmung von Kältepumpen. In: Kälte Klima Aktuell. Sonderausgabe Grosskälte, S. 34–39. * Michael Weber ist seit 1997 Anwendungsspezialist der Firma

Dämmung auszuschliessen. Werden grosse, gedämmte Armacell (ehemals Armstrong Insulation Products). Er schult jährlich Objekte wie Tanks und Behälter im Aussenbereich an- rund 1200 Isolierer in der korrekten Verarbeitung von Armaflex. schliessend verblecht, können aufgrund des Gewichts der metallischen Ummantelung schnell Grenzwerte im statischen Bereich erreicht werden. Dazu gesellt sich neben der Anforderung der Verhinderung des Eindringens von Blechtreibschrauben die Frage nach einer stabilen Unterkonstruktion. Das gilt insbesondere, wenn so gut wie keine Rohrabgänge vorhanden sind (reine Speicherbehälter), die die statischen Kräfte der Last abfangen können. Hier ist die Installation eines Auflagers für den Blechmantel zu empfehlen, der aus auf dem Behälterkopf befestigten und in die Elastomerdämmung integrierten PUR /PIR-Hartschaumblöcken (mit metallischer Kaschierfolie, s ⭓ 50 μm) bestehen kann. Die Anzahl und Abstände der Blöcke ergeben sich aus einer Lastverteilungsberechnung. Ein zusätzliches Abfangen der Last durch eine äussere Stützkonstruktion am Boden ist jedoch häufig unverzichtbar, um eine Komprimierung des Dämmstoffs zu vermeiden, die zur Unterschreitung der notwendigen Dämmschichtdicke im Behälterkopfbereich führen könnte. Eine interessante Alternative für diesen Anwendungsbereich bilden flexible Ummantelungssysteme, wie beispielsweise die ArmaChek- Produkte von Armacell. Aufgrund ihres geringen Eigengewichts Kunst im öffentlichen Raum?

78 HK-Gebäudetechnik 4 I 11


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Produkte

CoolEnergy klimatisiert IT-Systeme des Nachrichtenstudios ZDF

S pl i t -K l i m a Mit über 50 Modellen startklar!

Im Aussenbereich installierte man einen Kaltwassersatz. Ein zweites Gerät stand als redundantes System zur Verfügung. (Foto: CoolEnergy AG)

Im ZDF-Nachrichtenstudio sind die Server im Dauereinsatz. 22 Sendungen produziert man dort pro Tag. Bauarbeiten am Rohrnetz erforderten kürzlich ein Abschalten der Kälteversorgung der Serverräume. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, nutzen die Mainzer Mietkälte von CoolEnergy. Der Mietkältespezialist übernahm bei dem Projekt den Komplettservice – von der Anlieferung bis zur Konfiguration der Kaltwassersätze. Während der gesamten Laufzeit waren die Techniker vor Ort. Sie arbeiteten eng mit der Melzer Kälte + Klima GmbH zusammen, die für den Umbau des Kaltwasserrohrnetzes verantwortlich war. Die externe Klimatechnik übernahm zunächst die komplette Kaltluftversorgung der ITLandschaft. Nach und nach schaltete der Sender dann sein internes Kaltwassernetz wieder ein – in dieser Phase setzte man die mobilen Kaltwassersätze flexibel und bedarfsorientiert ein. Ein im Vorfeld geplantes Schlauchnetz mit Abgängen für die einzelnen Bauabschnitte im Kaltwassernetz sorgte für kurze Umschlusszeiten.

Effizient und geräuscharm Ein direkter Zugang zum Kälteversorgungssystem war in Mainz nicht möglich. Deshalb installierte das Technikteam mobile Kaltwassersätze mit wetterfesten Gehäusen im Aussenbereich. Mit einem Kran beförderte man 170 Meter 4Zoll-Wasserschläuche in die erste Etage und verlegte das Schlauchsystem bis in die Serverräume. Der nahezu 24-stündige Sendebetrieb erfordert eine aufwendige Dämmung, um Lüfteroder Maschinengeräusche auf ein Minimum zu reduzieren. Der ausgewählte 352-KilowattKaltwassersatz FOCS 1902 SL arbeitet in der «Low-Noise»Ausführung sehr leise. Auch die eingesetzten 50-Kilowatt-Lüftungsgeräte Cool AIR 50 sind besonders geräuscharm. Mit einem zweiten redundanten System realisierte man die notwendige maximale Funktions- und Betriebssicherheit. ■

30

Jahre

«zusammen erfolgreich»

Keiner startet schneller: CTA liefert die gebräuchlichsten 50 Modelle ab Lager. Sofort! Bern CTA AG · Hunzikenstrasse 2 · CH-3110 Münsingen Telefon +41 (0)31 720 10 00 · info@cta.ch · www.cta.ch Zürich · Lausanne · Fribourg · Solothurn · Basel Kriens · Uzwil · Buchs

CoolEnergy AG 8808 Pfäffikon SZ Tel. 055 415 91 00 info@coolenergy.ch www.coolenergy.ch

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Produkte

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Umfassendes Filtersortiment für gute Luft als Lebenselixier

Die Aufbereitung der Luft ist in raumlufttechnischen Anlagen aus gesundheitlichen oder fertigungstechnischen Gründen zwingend erforderlich. Trox liefert ein umfassendes Filterprogramm für die technisch und wirtschaftlich richtige Lösung. Es umfasst Filtergeräte und Filtermedien für Klima- und Lüftungsanlagen für nahezu alle Anwendungsbereiche. Je nach geforderter Luftreinheit sind Luftfilter in verschiedenen

Abscheide- und Wirkungsgraden lieferbar: • Grob- und Feinstaubfilter zur Abscheidung von festen oder flüssigen Verunreinigungen aus der atmosphärischen Luft für allgemeine Bedarfsfälle in der Lüftungs- und Klimatechnik sowie in Bereichen der Verfahrenstechnik. • Schwebstofffilter (HEPA- und ULPA-Filter) als hochwertige Luftfilter zur Abscheidung von Aerosolen, toxischen Stäuben, Viren, Keimen usw. sowie für Einsatzgebiete mit höchsten Anforderungen an die Luftreinheit in der Reinraumtechnik.

Technik, auf die man sich verlassen kann Trox-Filter sind Eurovent-zertifiziert, das bedeutet, die Filter erfüllen die aufgestellten Kriterien bezüglich Anfangsdruckdifferenz und Filterklasse, was

jährlich von einem neutralen Prüfungsinstitut überprüft und bestätigt wird. Das komplette Leistungsspektrum an Filtern wird im Werk Goch produziert und je nach Filterart geprüft. Für beide Normen existieren Prüfstände im Filterwerk, die auch der ISO 9001-Zertifizierung unterliegen. Die Taschenfilter sind hygienekonform mit einem umweltgerechten Frontrahmen aus Kunststoff, das Filtermedium besteht aus hochwertigem Kunst- oder Glasfaservlies. Die technischen Daten der Grobund Feinstaubfilter werden auf dem Filterprüfstand nach EN779 ermittelt. Für HEPA- und ULPA-Filter erfolgt die Prüfung auf der Scanning-Anlage (EN1822-4) mit der Überprüfung auf Leckfreiheit (Prüfung des lokalen Abscheidegrades) und des integralen Abscheidegrades.

Trox-Schwebstofffilter sind besonders wirtschaftlich Eine neue Verarbeitungstechnik machts möglich. Die Herstellung variabler Faltenhöhen ermöglicht eine bedarfsgerechte Anpassung der Filtermedien und eine Senkung der Druckdifferenzen. Ideal für Projekte mit unterschiedlichen Reinraumklassen und Luftgeschwindigkeiten im Raum. • gleichmässige Geschwindigkeitsverteilung • hohe Abscheideleistung • verschiedene Rahmentiefen und Faltenhöhen • Ausführung ohne Mittelsteg bis 1200 x 1200 mm • lange Standzeit durch grosse, ■ effektive Filterfläche. Trox Hesco Schweiz AG 8630 Rüti ZH Tel. 055 250 71 11 www.troxhesco.ch

Energieeffizienz und Raumkomfort dank Luftqualitätsfühlern Die Siemens-Division Building Technologies hat ihr Sortiment von Symaro-Luftqualitätsfühlern komplett überarbeitet und um neue Produkte ergänzt. Die in Raum und Luftkanal einsetzbaren, innovativen Geräte ermöglichen eine bedarfsgeregelte Lüftung und gewährleisten damit nicht nur höchsten Komfort, sondern auch maximale Energieeffizienz für Lüftungsanlagen. Die Symaro-Luftqualitätsfühler der Siemens-Division Building Technologies sind für den Einsatz im Raum oder Luftkanal geeignet und können je nach Modell den Kohlendioxidgehalt (CO2) der Luft, flüchtige organische Gase (VOC, volatile organic compound, Mischgas), Temperatur (T) und Feuchte (F) allein oder in Kombination messen. Erstmals sind in der überarbeiteten Produktlinie Geräte erhältlich, die ausschliesslich die VOC-Werte in Raum und Luftkanal messen.

Ausserdem werden neue Multifühler mit aktivem CO2-Parameter und passiver Temperaturmessung lanciert, bei denen der Kunde den Fühler selber mit dem gewünschten Widerstand bestücken kann, was ihm höchstmögliche Freiheit in der Anwendung garantiert. Die jüngste Symaro-Generation lässt dem Kunden darüber hinaus für alle Messparameter die Wahl zwischen einem Ausgangssignal von DC 0–10 V oder DC 0–5 V. Die Symaro-Familie verfügt über Modelle mit LCD-Anzeige. Der CO2-Wert wird in ppm (parts per million) angezeigt. Bei den CO2/T- und den CO2/T/F-Multifühlern werden die Messwerte alternierend dargestellt. Die CO2 / VOC-Fühler zeigen das Maximum der Messwerte zusätzlich als Balkendiagramm. Sämtliche Modelle sind auf Wunsch auch ohne Display erhältlich.

80 HK-Gebäudetechnik 4 I 11

Mit den Symaro-Luftqualitätsfühlern von Siemens lässt sich eine bedarfsgeregelte Lüftung in Abhängigkeit der Luftqualität realisieren. Im Gegensatz zu herkömmlicher Lüftungsregelung wird dabei Aussenluft nicht in für maximale Raumbelegung berechneten Mengen zugeführt, sondern in Relation zur tatsächlichen Raumbelegung, die mithilfe der Luftqualität festgestellt wird. Eine bedarfsgeregelte Lüftung spart durch reduzierten Energieverbrauch Kosten und garantiert durch die verbesserte Luftqualität einen höheren Komfort und ein gesünderes Klima. Besonders hohe Einsparungen lassen sich in Gebäuden mit wechselnder, unvorhersehbarer Belegung erzielen, darunter Bürogebäude, Restaurants, Hotels, Kongresszentren, Auditorien oder Kinos. Die Symaro-Luftqualitätsfühler können problemlos in installierte HLK-Systeme

Höhere Energieeffizienz und besserer Raumkomfort dank Luftqualitätsfühlern aus dem Symaro-Sortiment.

eingesetzt werden und bieten durch diese Aufrüstmöglichkeit grösstmögliche Kosteneffizienz. ■ Siemens Schweiz AG 6312 Steinhausen Tel. 058 557 92 00 www.siemens.ch/building technologies


LUFT-KLIMA-KÄLTE

«Als Händler von Komfortklimalösungen legen wir besonderen Wert auf innovative Produkte, maximale Servicequalität und erstklassigen Marketingsupport. Walter Meier erfüllt uns all diese Wünsche.» Doris Jaeger, Mitinhaberin Klimawatt AG, Kilchberg, Zürich

Wir beraten Sie gerne, rufen Sie uns jetzt an: CoolLine 0848 842 844 www.waltermeier.com/cool

ZEN Klimagerät

Gesamtlösungen für Raumklima

HEIZEN LÜFTEN KÜHLEN BEFEUCHTEN ENTFEUCHTEN

4 I 11 HK-Gebäudetechnik 81


Produkte

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Mit CMVeco von Colasit in die Zukunft Beim Reengineering des neuen CMVeco (Colasit MitteldruckVentilator) wurde der Fokus vor allem auf die gesteigerte Effizienz und die umweltschonende Fertigung gelegt. Der neu überarbeitete Kunststoffventilator CMVeco erfüllt bereits heute die im Januar 2013 in Kraft tretende Energy related Products-Directive-Norm (ErP). Der Kunststoffventilator CMVeco ist die perfekte Lösung zur Förderung von feuchter und aggressiver Abluft in industrieller Umgebung. Bei der Weiterentwicklung standen in erster Linie ökonomische als auch ökologische Aspekte im Vordergrund. Formvollendetes Industriedesign und Leistungsstärke zeichnen den Ventilator weiter aus.

hen bei Colasit Umwelt und Effizienz im Vordergrund. Rationalisierte und optimierte Herstellungsprozesse leisten einen entscheidenden Beitrag zur Reduktion des Energieund Materialverbrauchs. Der CMVeco ist das erste Modell der neuen ecolinie von Colasit. Ausgerüstet mit energieeffizienten Motoren der Klasse IE 2 ist er bereits ab einer Leistung von 0,18 kW erhältlich. «Die Einhaltung der ErP-Normen ist Teil unserer Philosophie. Damit geben wir ein Qualitäts- und Sicherheitsversprechen ab, das international anerkannt ist und eingehalten wird», erläutert Alex Schenkel, CEO der Colasit.

ecolinie von Colasit

Der Ventilator ist in allen gängigen Kunststoffen erhältlich. Diese Auswahl gewährleistet die chemische Beständigkeit gegenüber feuchter und aggressiver Prozessabluft im industriellen

Der grüne Punkt ecoline ist Symbol für das Umweltverständnis der Spiezer Unternehmung. Bei der Entwicklung und Herstellung von Produkten ste-

Verbund von Leistung und Design

CMVeco: Mitteldruck-Ventilator von Colasit.

Umfeld. Auf Kundenwunsch und bei entsprechender Seriengrösse wird der Ventilator farbig produziert. Alles in allem eine gelungene Kombination von Industriedesign, Leistungsstärke und Materialvielfalt.

digen Kunststoffen. Weltweit sorgen mehr als 400 000 Colasit-Ventilatoren für bessere Luftqualität in der Industrie- und ■ Laborumgebung.

Industrieventilatoren aus Kunststoff

Colasit AG Kunststoffbau 3770 Spiez Tel. 033 655 61 61 www.colasit.com

Colasit ist einer der bedeutendsten Anbieter von Industrieventilatoren aus korrosionsbestän-

Hochpräziser Feuchtesensor Im April 2010 startete Sensirion die Serienproduktion des SHT21 – die Standardversion der neuen Generation digitaler Feuchte- und Temperatursensoren. Nun lancierte der Sen-

sorhersteller anlässlich der Electronica 2010 eine Hochpräzisionsvariante für Anwendungen mit höchsten Genauigkeitsanforderungen. Der SHT25 komplettiert damit die Familie der

82 HK-Gebäudetechnik 4 I 11

digitalen Feuchtesensoren, analog zu den bewährten Highend-Versionen der SHT1x- und SHT7x-Serie. Dies bedeutet einen weiteren Meilenstein im Rahmen der Einführung des weltweit kleinsten digitalen Feuchtesensors. Für die Feuchte wird eine typische Genauigkeit von 1,8 % r.F. (bei 25 °C) erreicht, und der Temperatursensor erzielt einen Genauigkeitswert von +/–0,2 °C. Die Abweichung bleibt in beiden Fällen auch an den Grenzen des Messspektrums tief. Darüber hinaus entspricht der vollständig kalibrierte SHT25 den Spezifikationen des SHT21. So ist der SHT25 reflow lötbar, verfügt über eine I2C-Schnittstelle und besticht unter anderem durch herausragende Stabilität sowie

einen äusserst niedrigen Energieverbrauch. ■ SHT25: Die hochpräzise Variante des kleinsten digitalen Feuchtesensors.

Sensirion AG 8712 Stäfa Tel. 044 306 40 00 www.sensirion.com


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Intelligente Regelstrategien für innovative Energiekonzepte

Energiebedarf senken – bei gleichem Komfort Rund 45 Prozent des Endenergieverbrauchs entfallen in der Schweiz auf den Bau von Gebäuden sowie deren Heizung, Kühlung und die Wassererwärmung. Energieeffiziente Applikationen können dabei helfen, den Energiebedarf zu senken – bei gleichbleibendem Komfort. Gebäude stehen immer in einer dynamischen Wechselwirkung mit ihrer Umwelt. Diese thermische Wechselwirkung kann mithilfe von Energiebilanz- und Wärmetransportgleichungen ermittelt und beschrieben werden. Sie bilden die Grundlage für die Auslegung von Heizsystemen und der zugehörigen Wärmeleistung. Das Ziel bei einer Heizungsanlage ist die Bereitstellung eines geforderten thermischen Komforts bei möglichst geringem Energieverbrauch.

Applikation für thermoaktive Bauteilsysteme Stetig wachsende Anforderungen an das Raumklima, aber auch das gestiegene Bewusstsein für den sparsamen Umgang mit Energie erfordern neue, zukunftsorientierte Energiekonzepte. Thermoaktive Bauteilsysteme (TABS) können diesen Ansprüchen gerecht werden. Zahlreiche bereits in Betrieb stehende Gebäude im In- und Ausland beweisen, dass Gebäude mit TABS energieeffizient beheizt und gekühlt werden können. Die automatische Regelung und Steuerung führt jedoch noch oft zu Problemen: Durch die Aktivierung thermisch grosser Massen wird die Wärme- und Kälteabgabe träge und eine individuelle Raumtemperaturregelung innerhalb der TABS-Zone ist nur über Zusatzsysteme möglich. Dies muss bei der Regelung und Steuerung sowie auch bei der Planung von TABS mitberücksichtigt werden. Auch muss bei der Dimensionierung das dynamische Verhalten der TABS beachtet werden. Diesbezüglich kann die Applikation «TABS Control» von Siemens die Planung wesentlich erleichtern. Sie ist für jegliche Art der Bauteilaktivierung anwendbar und kann sowohl in Neubauten als auch in bestehenden

TABS-Gebäuden verwendet werden. Die Applikation ist entwickelt worden, um einen ganzjährig vollautomatischen Betrieb zu gewährleisten – und dies bei gleichzeitiger Erfüllung aller Komfortanforderungen und geringstem Energiebedarf. TABS Control regelt witterungsgeführt die Vorlauftemperatur einer Zone mithilfe zweier stetiger Ventile und einer einstufigen Pumpe. Die integrierte Sequenzregelung entscheidet über Heiz- oder Kühlbedarf. Der Spülbetrieb liefert die notwendigen Informationen für den nächsten Kühl- oder Heizbetrieb. Dank dem Taktbetrieb kann die Pumpenlaufzeit stark reduziert werden.

Ökonomisch ohne Komforteinbussen Die Energieeffizienz der Anwendung wurde in umfangreichen Simulationen untersucht. Dabei hat sich bestätigt, dass das Bewirtschaften eines TABS-Gebäudes mit TABS Control sehr ökonomisch ist und den Komfort nicht einschränkt. Die Reduktion des Elektrizitätsverbrauchs für die Zonenpumpen kann bis zu 60 Prozent betragen (siehe Grafik). Dank der Zwischenspeicherung der Wärmegewinne in der Gebäudestruktur müssen diese nicht unmittelbar aus dem Raum abgeführt, sondern können den Bauteilen zu einem späteren Zeitpunkt und allenfalls verteilt über einen längeren Zeitraum wieder entzogen werden. Dadurch lässt sich der Wärme- und Kältebedarf ohne Komforteinbussen zeitlich verschoben durch das Wärme- und Kälteangebot decken. Zudem können die Spitzenlasten in den beteiligten Systemen erheblich reduziert werden, was vor allem im Kühlfall von entscheidender Bedeutung ist.

4 I 11 HK-Gebäudetechnik 83

Steffen Ringlau *


Modell prädiktiver Heizungsregler

-

Aussentemperatur Raumtemperatur Vorlauftemperatur Benutzervorgabe

3.0 2.5 2.0 [kWh/m² ?]

Komfortbedingungen Wohlfühlen im Raum

Elektrischer Bedarf für TABS Zonenpumpen

AUTOMATION I E-HOME I FM

Energieeinsparung bis zu 60%

1.5 1.0 0.5 0.0 Ohne Taktbetrieb

Aussentemperaturvorhersage

Applikation für prädiktive und selbstadaptierende Heizungsregelung Eine optimierte Regelstrategie für die Heizung basiert auf einer möglichst genauen Ermittlung des aktuellen und zukünftigen Wärmebedarfs. Im Gegensatz zu konventionellen Heizungsregelungen berücksichtigt die prädiktive Heizungsregelung das Gesamtverhalten eines Gebäudes. Mit der Applikation prädiktiver Heizungsregler von Siemens lässt sich eine Heizgruppe mit Mischkreisregelung, einstufiger Pumpe und stetigem Ventil regeln und steuern. Dies erreicht der Regler, indem mittels eines Gebäudemodells und einer Vorhersage der Aussentemperatur ein optimaler Vorlauftemperatursollwert berechnet wird. Wichtig für den Betrieb des Heizkreises ist der Referenzraum. Dieser liefert die Raumtemperatur, welche vom prädiktiven Regler verwendet wird. Der Referenzraum ist ohne Thermostatventile oder sonstige Raum-

Weiterführende Informationen zur Regelung und Steuerung von TABS sind im Planungshandbuch « TABS Control – Steuerung und Regelung von thermoaktiven Bauteilsystemen» zu finden. (Faktor Verlag / www.faktor.ch / ISBN: 978-3-905711-05-9) Ergänzend zum Planungshandbuch ist das Tool « TABS Design – Planungstool für thermoaktive Bauteilsysteme» erhältlich. (www.siemens.ch > Building Technologies)

84 HK-Gebäudetechnik 4 I 11

Spülphase

Aktives Heizen

Energieeinsparung

Prädiktive Heizungsregelung

Referenz A Heizungsregelung mit Absenkbetrieb in der Nacht

Referenz B Heizungsregelung mit Reduziertbetrieb in der Nacht

Heizenergieverbrauch: Nutzenergie in [kWh/m²]

151

144 (-4 %)

174 (+13 %)

Pumpenlaufzeit Zonenpumpe in [h] pro Jahr (8760 h)

3081

3077 (0%)

6237 (+102 %)

Komfort: Unterschreitung Raumtemperatursollwert in [Kh]

310

2331 (+652 %)

427 (+38 %)

Planungshilfen Dank dem integralen Unknow-but-bounded-Planungsverfahren können die grundlegenden Fragen zur TABS-Planung ohne umfangreiche Simulationsstudien beantwortet werden. Es genügt, wenn der Planer für die Wärmegewinne Schranken angeben kann. Die Wärmegewinne sind somit unbekannt, aber begrenzt (unknown-but-bounded). Mit diesem Verfahren wird die bisherige Lücke zwischen der aufwändigen Dimensionierung von TABS mittels Simulationsberechnungen und den vereinfachten Auslegungsmethoden geschlossen.

Mit Taktbetrieb

temperaturregelgeräte oder -funktionen auszurüsten. Die Siemens-Applikation ist geeignet für eher schnell reagierende Wärmeabgabesysteme und kann in Neuwie auch Sanierungsbauten verwendet werden.

Inbetriebnahme- und Unterhaltskosten reduzieren Ein Vergleich zwischen der prädiktiven Heizungsregelung und zwei Referenzregelungen zeigt, dass der Nutzenergieverbrauch Wärme um 13 Prozent gesenkt und der Energieverbrauch für die Umwälzpumpe gar halbiert werden können (siehe Tabelle). Auch der Komfort ist bei der prädiktiven Heizungsregelung eindeutig besser. In allen Fällen sind die Regelungen vergleichbar gut eingestellt. Das simulierte Gebäude (Jahressimulation) liefert aufgrund einer mässigen Dämmung eine gute Voraussetzung für den Einsatz von regelungstechnischen Massnahmen. Dank dem innovativen Regelkonzept können sowohl Komfort als auch Energieeffizienz gesteigert werden. Das Führungsverhalten hilft beim Übergang zwischen Schnelllaufheizen und Komfortbetrieb sowie bei einer knapp dimensionierten Heizleistung. Durch die vollständige Anpassung der Gebäudemodellparameter werden die Inbetriebnahme- und Unterhaltskosten reduziert sowie Energieeinsparungen erzielt. Die innovative und patentierte Applikation ist modular aufgebaut und beinhaltet mehrere Anlagevarianten für die Regelung von Heizkreisen. (www.siemens.ch) ■

*Autor: Steffen Ringlau ist Energieingenieur bei der Siemens Schweiz AG, Building Technologies Division, Telefon 058 557 91 76, steffen.ringlau@siemens.com


AUTOMATION I E-HOME I FM

Produkte

Gebäude-System-Technik: GST-Broschüre «Was Sie wissen müssen»

Die Elektro-Material AG präsentiert die neue GST-Broschüre «Was Sie wissen müssen». Sie möchten sich in der Gebäudesystemtechnik auskennen und

Ihre Kunden beraten können? Sie suchen fundiertes, technisches Grundlagenwissen, welches auf einfache und abwechslungsreiche Art dargestellt ist? Es interessiert Sie, wie energieeffiziente Systeme funktionieren und auf welche Weise Sie diese in einem Gebäude einsetzen können? Sie suchen Hilfe bei der Wahl des richtigen Gebäudeautomationssystems für Ihre Kunden? Auf diese und andere Fragen rund um die Gebäudesystemtechnik (GST) gibt Ihnen die neue Broschüre «Was Sie wissen müssen» Auskunft. Die Highlights der neuen GST Broschüre: • Einführung in die Gebäudesystemtechnik • Wohnbau (intelligentes Wohnen) und Zweckbau

• Checklisten und Hintergrundinformationen • Systemauswahlhilfe für den Wohnbereich mit Lösungen von 13 Herstellern im direkten Vergleich • Überblick der Gebäudesysteme (KNX, DALI, EnOcean, Ethernet) • Hinweise auf Normierungen und Informationen über Verbände Mit dieser neu aufgelegten Broschüre erhält man ein umfassendes, kompakt dargestelltes Nachschlagewerk, welches sich für Elektroinstallateure, Planer, Bauherren und Architekten eignet. Sowohl die neue GST-Broschüre (EM-No Y GST Wissen 11) als auch das gesamte Sortiment

findet man auf der Website www.elektro-material.ch. Für weitere Informationen gibts Unterstützung durch kompetente Fachspezialisten in den EMNiederlassungen oder vom Product Management unter der GST-Helpline Rufnummer Tel. 044 278 11 44 oder per Mail an gst@elektro-material.ch. ■

Elektro-Material AG 8005 Zürich Tel. 044 278 11 11 www.elektro-material.ch

Fernwirklösungen kompakt und sicher

www.fernwirktechnik.com 4 I 11 HK-Gebäudetechnik 85


Produkte

AUTOMATION I E-HOME I FM

Roadshow 2011: EnOcean und Partner laden zum Gipfeltreffen der grünen Gebäude ein triebselektriker und Unterhaltsleute in der Industrie, Sicherheitsbeauftragte, Berufsschullehrer und Lehrlinge.

Termine

Nach der erfolgreichen Roadshow von 2009 gehen EnOcean und Partner im Mai 2011 zum zweiten Mal auf Tour durch die Schweiz. (Foto: EnOcean)

Nach der erfolgreichen Roadshow von 2009 gehen EnOcean und Partner im Mai 2011 zum zweiten Mal auf Tour durch die Schweiz. Die Firmen BMD, BootUp, Demelectric, EnOcean, Flextron, Friap, GNI, Carl Geisser, Omnio, Osram, Sauter, Secon, Selmoni und Wago Contact SA haben zum Ziel, einen umfassenden Überblick über die batterielose Funktechnologie zu geben – und dies sowohl theoretisch als auch praktisch anhand verschiedener Anwendungsbeispiele. Jede Veranstaltung beginnt am frühen Nachmittag mit Vorträ-

gen zu den Themen Industrie, HLK, Licht, Elektrotechnik sowie die Grundlagen der batterielosen Funktechnologie mit praxisorientierten Beispielen. Im Anschluss haben die Besucher die Gelegenheit, sich mit den einzelnen Unternehmen über Technologie, Produkte, Projekte oder Fachthemen – wie etwa «Green Building» – auszutauschen. Ein Apéro wird offeriert.

10. 05. 2011 Bern, BEA expo, Halle 1.3 11. 05. 2011 St. Gallen OLMA Messen, Halle 9.2 12. 05. 2011 Basel Congress Center, Saal Sydney 17. 05. 2011 Zürich Albisgütli, Festsaal 18. 05. 2011 Luzern Verkehrshaus, Konferenzsaal 19. 05. 2011 Lausanne Beaulieu, Halle 4

Anmeldung Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 13.30 Uhr und dauern bis etwa 19.00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos; Interessenten können sich direkt auf der Website www.enocean-roadshow.ch anmelden.

Über EnOcean Alliance Zielpublikum Ein Muss für jeden Planer, Techniker und Ingenieur, Elektromonteur, Architekten, Be-

tive Automatisierungslösungen für nachhaltige Gebäudeprojekte zu realisieren. Kerntechnologie ist die batterielose Funktechnik von EnOcean für flexibel positionierbare, wartungsfreie Sensorlösungen. Die EnOcean Alliance steht für die Weiterentwicklung des interoperablen Standards sowie die Zukunftssicherheit einer innovativen Funksensortechnologie. Durch die Schaffung interoperabler Systemlösungen, die bereits heute weltweit Massstäbe setzen, trägt die EnOcean Alliance dazu bei, Gebäude energieeffizienter, flexibler und kostengünstiger zu machen. Weitere Informationen finden Sie unter www.enocean-alliance.org ■

Weltweit führende Unternehmen aus der Gebäudebranche schliessen sich zur EnOcean Alliance zusammen, um innova-

Wago Contact SA 1564 Domdidier Tel. 026 676 75 86 wago.switzerland@wago.com www.wago.com

Grandios klein und vielseitig: die neue Dosenklemme 2273

Wago Serie 2273: halb so gross wie die altbekannte Serie 273.

Alle fünf Klemmenvarianten der Serie 2273.

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Immer mehr Leitungsverzweigungen müssen in Abzweigdosen und Geräteverbindungsdosen untergebracht werden. Um hier wieder mehr Spielraum zu haben und gleichzeitig die Handhabung zu verbessern, entwickelte Wago eine grandios kleine und vielseitige Dosenklemme, die 2273. Klemmen der neuen Baureihe 2273 sind um die Hälfte kleiner als die berühmten «WagoKlemmen» der Baureihe 273. Möglich wird das durch ein völlig neues Kontaktsystem, mit dem eine im grössten Leiterquerschnitt verdrahtete Klemme nur um die äussere Isolierschicht grösser ist als das Leiter-


AUTOMATION I E-HOME I FM

bündel selbst. Dies sind die kleinsten Abmessungen, bei denen die normativen und praktischen Anforderungen an eine Verbindungsdosenklemme erfüllt werden können. Die neuen Klemmen lassen sich viel leichter in Abzweig- und Geräteverbindungsdosen einlegen und mindern so auch das Risiko, Einzeladern zu beschädigen. Neben ihrer Grösse haben die neuen «Wago-Klemmen» noch weitere Vorteile. Ihr grosser Anschlussbereich ermöglicht, eindrähtige Leiter von 0,5 mm2 bis 2,5 mm2 anzuschliessen. Damit wird zukünftig nur noch eine Baureihe benötigt, um alle Anschlussquerschnitte anzuschliessen. Das neue hochtransparente Klemmengehäuse ermöglicht Sichtprüfungen, zum Beispiel, ob alle Leiter bis zum Anschlag eingesteckt sind, oder

ob die Prüfspitze weit genug in die Prüföffnung eingetaucht ist. Ausserdem ist über eingebaute Sichtfenster leicht erkennbar, ob die Leiter korrekt abisoliert wurden und damit der Berührungsschutz eingehalten wird. Der zulässige Nennstrom der Klemmen beträgt 24 A, passend zum maximalen Anschlussquerschnitt von 2,5 mm2. Die zulässige Nennspannung von 450 V ermöglicht den Einsatz in allen 230 V-/400 V-Netzen. Diese Daten sind vom VDE geprüft und werden mit dem ENECZertifikat und dem Prüfzeichen auf der Klemme belegt. Die neuen Klemmen sind als 2-, 3-, 4-, 5- und 8-Leiter-Klemmen verfügbar. Bis zur 5er-Klemme sind die Anschlüsse in einer Reihe angeordnet, die 8-LeiterKlemme hat jeweils vier Anschlüsse in zwei übereinander-

Produkte

Wago Serie 2273: nur eine Isolierschicht grösser als das Leiterbündel.

liegenden Reihen. Zur besseren Identifikation hat jeder dieser Klemmentypen eine eigene Deckelfarbe. ■

Wago Contact SA 1564 Domdidier Tel. 026 676 75 00 www.wago.ch

weber.unimes H Das typengeprüfte Energieverteilsystem

Hager bietet mit seinem Energieverteilsystem unimes H bis 6300 A eine flexible Plattform für Ihre Anlagen gemäss Norm EN61439. Aus 17 standardisierten Schranktypen lassen sich mehr als 1000 Ausführungsvarianten zusammenstellen – genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Die Verbindungstechnik mit bohrungsloser Anbindung an das Sammelschienensystem erlaubt kurze Verbindungen und Montagezeiten. Für Sicherheit sorgen die Wahl der Bauform bis Form 4, der Lichtbogenschutz, der N-Leiterquerschnitt bis 200% und eine Kurzschlussfestigkeit bis 100 kA. Schalten Sie mit Leistung in die Zukunft!

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unter der Rubrik “Energie Gewerbebau und EVU”


Produkte

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UP-Thermostat FIT von Eberle: individuell und energiesparend heizen

Mithilfe des programmierbaren Unterputz-Uhrenthermostats «FIT 3 R Suisse» von Eberle Controls lässt sich mit wenig Aufwand der Energieverbrauch in Einzelräumen kontrollieren und dauerhaft senken. (Foto: Eberle Controls)

Zahlreiche Möglichkeiten stehen Bauherren offen, den eigenen Geldbeutel zu schonen und dauerhaft Energie einzusparen: von einer gedämmten Gebäudehülle über luftdichte Fenster und Türen bis hin zu regenerativen Energien in der Heiztechnik. Am effektivsten ist jedoch der Einsatz von moderner Regelungstechnik, da hier der grösste Einspareffekt mit dem geringsten Kostenaufwand erzielt werden kann. Aus diesem Grund hat Eberle Controls, Hersteller von Regelungs- und Steuerungstechnik aus Nürnberg, den programmierbaren Uhrenthermostat FIT zur Regelung der Temperatur in Einzelräumen entwickelt.

Unterputz-Thermostat FIT in mehreren Varianten Der Unterputz-Thermostat FIT steht in mehreren Varianten zur Verfügung, abgestimmt auf die Anforderungen der unterschiedlichen Heizsysteme. Den optimalen Umgang mit der Ressource Energie machen diverse Funktionen möglich: Durch die Optimum-

FIT Start-Funktion spart selbstständig Heizenergie ein, da er «lernt», wie viel Vorlaufzeit notwendig ist, um die gewünschte Temperatur zur eingestellten Uhrzeit zu erreichen –, unnötig langes und teures Vorheizen wird auf diese Weise vermieden. Sind die Bewohner mehrere Tage ausser Haus, kann die Temperatur in dieser Zeit abgesenkt und mit der Urlaubs-Funktion pünktlich zur Rückkehr wieder auf ein angenehmes Raumklima erhöht werden. Dazu muss lediglich das Datum von Urlaubsbeginn und -ende eingegeben werden. Geht man jedoch nur für einige Stunden ausser Haus, kann die Temperatur in dieser Zeit mit dem Party-Kurzzeittimer den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden, ohne dass ein Eingriff ins Programm nötig wäre. Ist die Temperatur üblicherweise unter der Woche tagsüber abgesenkt, kann sie der Nutzer bei einem Urlaubsoder Krankheitstag über die Zuhause-Funktion schnell und unkompliziert anheben.

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Um ein Gespür für den Energieverbrauch zu entwickeln, kann der Regler den Verbrauch der jeweils letzten Tage bis hin zu den vergangenen 12 Monaten darstellen. So bekommt der Nutzer die notwendigen Informationen, um den raumspezifischen Heizenergieverbrauch zu optimieren. Neben einem proportionalen Regelverfahren bietet der FIT auch eine ZweiPunkt-Regelung. Für spezielle Anwendungen, bei denen die häufige Brennerschaltung vermieden werden muss, kann eine Wiedereinschaltverzögerung vorgegeben werden. Im Sommer kann der Raumtemperaturregler durch die integrierte Wirkungsumschaltung auch zur Kühlung der Räume eingesetzt oder auch vollständig ausgeschaltet werden. Die Ventil- bzw. Pumpenschutzfunktion sorgt dafür, dass Pumpen und Ventile nach der Sommerpause wieder problemlos anlaufen. Bei einem eventuellen Störfall wird die Heizleistung auf 30 Prozent verringert, somit kann der Raum weder überhitzen noch auskühlen. Die Gefahr von Schäden durch Kälteeinbruch und ausgeschaltetem Regler verhindert die Frostschutzfunktion, während die Unbefugten- und Kindersicherung einem ungewünschten Verstellen vorbeugt. Alle Varianten des Uhrenthermostats verfügen über einen FlashmemorySpeicher, in dem alle Daten sicher aufgehoben sind – selbst bei einem Spannungsausfall.

zeigten Werte und das Bedienen des Steuerelements selbst bei ungünstigen Licht- und Sichtverhältnissen. Trotz der Vielzahl nützlicher Funktionen ist die Anzeige übersichtlich gegliedert und der Nutzer sieht nur die Informationen, die er gerade benötigt. Detailfunktionen sind über eine klar strukturierte Menüführung in Klartext erreichbar. Beim Einstellen der Schaltzeiten können Tagesblöcke gebildet werden: So besteht beispielsweise die Möglichkeit, Montag bis Freitag sowie Samstag und Sonntag zusammenzufassen, um gemeinsame Zeitprofile zu verwenden. Es können jedoch auch alle sieben Wochentage zusammengefasst oder jeder Tag individuell eingestellt werden. Pro Tag oder Tagesblock stehen bis zu 9 Schaltzeiten zur Verfügung. Die Programmierung dieser 9 Schaltzeiten kann jederzeit abgebrochen werden, beispielsweise wenn nur 2 Schalt■ zeiten benötigt werden.

Hohe Bedienerfreundlichkeit Neben seinen zahlreichen praktischen Funktionen zeichnet sich der FIT durch eine hohe Bedienerfreundlichkeit aus – sowohl für den Installateur als auch für den Endkunden. Durch die Klartextanzeige ist eine Bedienung nahezu ohne Anleitung möglich. Das sehr grosse Display mit Hintergrundbeleuchtung ermöglicht das einfache Ablesen der ange-

Eberle Controls GmbH www.eberle.de Generalvertretung Schweiz: Herren Electronics AG 6301 Zug Tel. 041 766 88 44 www.herren-electronics.com


Sanitär 90

Kundenwünsche dank «GIS» erfüllt

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«Eine Ode an den Genuss»

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Unicount KOAX wurde neu lanciert

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Produkte

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SANITÄR

Hoher Ausbaustandard bei Sanitärinstallationen

Kundenwünsche dank «GIS» erfüllt Zwei Mehrfamilienhäuser mit acht Eigentumswohnungen der Luxusklasse, eingebettet in einen idyllischen Park: Das sind die Eckdaten des Projekts «Rumenseepark» im zürcherischen Küsnacht. Der hohe Ausbaustandard wurde auch bei den Sanitärinstallationen konsequent eingehalten. und seine Kollegen kein Problem: «Wir fertigten alle GIS-Wände vor Ort. Das ermöglichte es uns, die individuellen Eckinstallationen und die komplizierten Vorund Trennwandinstallationen mit den vorgesehenen Nischen optimal auszuführen. Zudem wünschte die Bauherrschaft einige Änderungen in letzter Minute. Mit GIS kann ich diese noch berücksichtigen – was natürlich ein grosser Vorteil für uns war.» Eine Aussage, welcher der verantwortliche Sanitärplaner, Thomas Stockmann

Stefan Schweizer (rechts), Bauleiter im Bereich Sanitäre Anlagen der Firma Ernst Lips AG, und seine Kollegen bei der Montage in eisiger Kälte. (Fotos: Geberit)

Quelle: Geberit

Die Sanitärfirma Ernst Lips AG vertraute für ihre Vorund Trennwandinstallationen auf Geberit GIS, kombiniert mit Geberit Silent-db20, um die strengen Schallschutzanforderungen zu erfüllen.

Nischen und komplexe Vor- und Trennwände mit GIS Dass die Firma Ernst Lips AG die Installationen ausführen durfte, kommt nicht von ungefähr: Als renommiertes Sanitärunternehmen im Raum Zürich bürgt es für Qualität am Bau. Und die stellt es nicht zuletzt mit Geberit GIS sicher, wie Stefan Schweizer, der Verantwortliche für das Bauprojekt bei der Ernst Lips AG, sagt. Der leitende Monteur verfügt über langjährige Erfahrung mit GIS, und so war auch beim Rumenseepark für ihn schnell klar, dass er sämtliche Vor- und Trennwandinstallationen mit dem Geberit Installationssystem ausführen würde. Üblicherweise fertigt sein Team die Installationswände in der eigenen Werkstatt vor – doch in Küsnacht war alles ein bisschen anders: Jede Wohnung wies eine individuelle Bad- und WC-Gestaltung auf, sodass eine Vorfertigung nicht möglich war. Für Stefan Schweizer

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Für die hochwertigen Bäder konnten die komplizierten Vor- und Trennwandinstallationen dank der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von GIS optimal ausgeführt werden.


Fachmännische Ausführung von Silent-db20 zur Vermeidung von Schallübertragungen.

von der Winterthurer Planforum GmbH nur zustimmen kann : «Bei Eigentumswohnungen kommt es häufig vor, dass Bauherren Last-Minute-Änderungen wünschen. Dank dem flexiblen GIS Installationssystem können diese vom Installateur sehr gut abgefangen werden. Zudem gibt ihm Geberit erst noch die Garantie, dass bei korrekter Anwendung auch wirklich alles funktioniert.»

Strenge Anforderungen an den Schallschutz eingehalten Auch beim Schallschutz war Qualität gefragt, sind doch die Anforderungen in der Schweiz sehr hoch – und besonders streng bei Eigentumswohnungen. Sowohl die Planforum GmbH als auch die Ernst Lips AG nahmen diese Schallschutzanforderungen ernst – und achteten akribisch darauf, dass sie zum Wohle der zukünftigen Bewohner eingehalten wurden. Für sie war es deshalb nur ein logischer Entscheid, beim hohen Baustandard des Rumenseeparks praktisch alle Ablaufleitungen mit Silent-db20 auszuführen. Selbst für die hoch liegenden Ablaufleitungen im Keller gelangte Silent-db20 zum Einsatz. Thomas Stockmann erklärt, warum: «Eigentümer hochwertiger Liegenschaften nutzen ihre Kellerräume auch für eine Sauna oder einen Fitnessraum. Bei solchen Objekten setzen wir deshalb auch im Keller das schallgeschützte Silent-db20 System ein.» Waren Thomas Stockmann und Stefan Schweizer also rundum glücklich mit Geberit? Fast – eine kleine Anmerkung hat Stefan Schweizer noch: «Wenn ich mir von Geberit etwas wünschen könnte, dann ist dies ein noch breiteres Sortiment von Silent-db20 !» Ein Wunsch, den Geberit zweifellos in den nächsten Jahren Schritt für Schritt erfüllen wird. ■

Geberit Vertriebs AG 9606 Bütschwil Tel. 0848 334 335 acquaclean.ch@geberit.com www.geberit.ch


SANITÄR

KWC SIN Schwenkauslauf.

KWC SIN – Sinnliches Design für die Küche

«Eine Ode an den Genuss» Gibt es einen sinnlicheren Ort als die Küche? Nirgendwo werden mehr Sinne angesprochen als hier: In der Küche entfalten sich betörende Düfte, eröffnen sich Geschmackswelten, verführen Zutaten und Köstlichkeiten spontan zum Anfassen und Degustieren. Mit KWC SIN wird die Küche um eine Verführung reicher. Die neue Armaturenlinie versteht sich denn auch als eine Ode an den Genuss. Brigitte Kesselring

KWC SIN ist Funktion und Emotion, ist Architektur und Design, ist Gegenwart und Zukunft. In diesem neuen Armaturenkonzept wurden zahlreiche technische Highlights und Weltneuheiten mit einer sinnlichen Formensprache verbunden und auf einen kompromisslosen Nenner gebracht. Auf dem Grundkonzept des Sockels, dessen Form an die klassische Bordeauxflasche erinnert, bauen verschiedene Optionen für den Auslauf auf. Dazu gesellt sich ein Seifenspender: das ergibt formal und funktional ein optimales Ensemble!

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Das Design Skulpturale Gestaltungsdetails und filigrane Volumen sind es, die dieser Armatur Noblesse und Faszination verleihen. Ausgehend von der geometrischen Grundform ergeben homogene, fliessende Formübergänge und perfekte Proportionen zu einem sinnlichen Ganzen. Diese geschlossene Gesamtform mit nahtlosen Übergängen bis hin zum flachen Bedienungshebel steht nicht nur für hohe Ästhetik, sondern auch für maximale Reinigungsfreundlichkeit. Der Bedienungshebel ist rechts, links oder vorne montierbar.


SANITÄR

Die Materialisierung KWC SIN ist aus Chrom und vermittelt dabei eine Hochwertigkeit, wie sie bislang nur Edelstahlarmaturen ausstrahlen. Der Schlauch der highflex-Variante ist anthrazit, und gerade diese Materialisierungen machen KWC SIN zu etwas Besonderem – und zu einem idealen Objekt für die Küche von heute und morgen.

Die Technik Auf der Grundform bauen folgende Varianten auf: – KWC SIN Schwenkauslauf – KWC SIN Auszugauslauf verdeckt – KWC SIN Umstellbrause – KWC SIN highflex®-Federschlauch – KWC SIN Seifenspender Auslauf, Schlauchführung sowie Federschlauch sind jeweils 360° schwenkbar – das bedeutet grösstmögliche Bewegungsfreiheit. Der verdeckte integrierte Auszugauslauf lässt sich kurz herausziehen und ist eine praktische Option zum schnellen Abspülen. Grösseren Komfort bietet die bis 500 mm ausziehbare Umstellbrause, die ohne Schlauchschlaufung unter der Spüle und absolut geräuschlos in Aktion tritt: Auslauf und Brause sind hier patentiert kombiniert.

Weltneuheit Das Modell KWC SIN mit patentiertem highflex®Federschlauch vereint zwei Funktionen in sich: Eine Umstellbrause mit flexiblem highflex®-Federschlauch, die bei Bedarf für einen grösseren Bewegungsradius sorgt, und – wenn die Umstellbrause im Brausenhalter parkiert ist – einen Schwenkauslauf mit einem Schwenkbereich von 360°. Das Prinzip ist einfach und logisch Schwenkauslauf: Ist die Brause im Halter positioniert, lässt sie sich in jede Richtung schwenken und benutzen wie ein normaler Schwenkauslauf mit Neoperl-Strahl. Umstellbrause und highflex®-Federschlauch: Nimmt man die handliche zweistrahlige Umstellbrause mit

KWC SIN Umstellbrause.

KWC SIN Auszugauslauf verdeckt.

highflex®-Federschlauch vom Halter weg, bietet der highflex®-Federschlauch einen ungeahnten Bewegungsradius. An der Umstellbrause befindet sich ein Umstellknopf, mit dem man ganz einfach von Neoperl®auf Sieb-Strahl wechseln kann. Der Federschlauch geht stets in seine Urposition zurück. Der Brausenhalter lässt sich wegschwenken.

Einsatzbereiche KWC SIN bietet viel Funktion, viel Design und überdurchschnittliche Qualitäten zu einem überraschenden Preis. Sinnvolles steht im Vordergrund bis hin zu nachhaltigen und ökologischen Aspekten. Damit löst sie positive Emotionen aus – und sorgt jeden Tag für Begeis■ terung.

KWC AG 5726 Unterkulm Tel. 062 768 68 68 info@kwc.ch www.kwc.com

KWC SIN highflex®-Federschlauch.

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SANITÄR

Das perfekte System für die Wohnungswasserzählung

Unicount KOAX wurde neu lanciert Vor Jahresfrist hat die AW AG den Unicount KOAX vollkommen überarbeitet und in wesentlichen Punkten erweitert. Das perfektionierte, inzwischen bereits breit eingeführte neue Produkt sorgt nicht nur für Universalität und Präzision in der Messung und damit für eine bezugsgerechte Wasserkostenverteilung im Mehrfamilienhaus, sondern es verschwindet dank kompakter Bauweise und extrem leichter Montage «in die Wand» oder «in die Vorwand». Quelle: AW AG

Diese Wohnungswasser-Zählung wird damit zur gesuchten Innovation, welche sowohl dem designbewussten Gestalter, dem Bau- und Installationsfachmann sowie der Wohnungsverwaltung gefallen werden. Unicount KOAX lässt sich je nach Leitungsführung überall in der Wohnung platzieren. Die störenden Rosetten, die Skalen und Anzeigen der Messung sowie die Bedienungsorgane sind hinter der schlichten und formschö-

nen Design-Abdeckplatte versteckt, welche sowohl in hochwertigem Brillanzchrom als auch in Alpin-Weiss bzw. Chrom Seidenmatt erhältlich ist. Damit sind die Ästhetik und die Koordination in den Nassräumen endlich einwandfrei sichergestellt. Die Ein- und Ausgänge des Unicount KOAX-Gehäuses sind gekröpft, wodurch die Leitungen näher zusammenrücken. Zähler und Wohnungsabsperrorgane weisen den technisch kleinstmöglichen Abstand auf, was die Designabdeckplatte minimiert und besonders formschön macht. Die Installation von separaten Wohnungsabsperrventilen erübrigt sich. Dies alles bedeutet kostensparende Montage und viel einfacheres, schnelleres Verfliesen und Verarbeiten.

Unicount KOAX ist «neutral» in der Rohbauphase

Die Designabdeckplatte Unicount.

Installation Unicount KOAX unter dem Waschtisch mit unsichtbarer Zählung.

Herkömmliche Installation unter dem Waschtisch mit sichtbarer Zählung. (Fotos: AW AG)

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Damit ist für den logischen Bauablauf gesorgt. Die Bauherrschaft hat einzig noch die künftige Ablesetechnik für den Investor passend festzulegen. Während der ganzen Rohbauphase braucht sich niemand mehr um die Messkapseln oder die spätere Messung zu kümmern. Unicount KOAX wird eingebaut und kann bis zum Messbeginn einfach vergessen werden, was besonders die Bauleitung und der Installateur zu schätzen wissen. Sobald der Dienstleister von der Bauherrschaft bestimmt ist, setzt dieser nach dem Wohnungsbezug die KOAX-Messkapsel(n) ein und organisiert die Ablesung mit Abrechnung. Alles bleibt stets austauschbar. Während der Fertigbauphase und auch später sind jedenfalls keine weiteren Eingriffe durch den Installateur mehr nötig. Jeder Dienstleister hat die auf Unicount KOAX passende Messkapsel 2", Qn = 1,5 m3/h für Warm- und Kaltwasser im Sortiment. Es werden keine teuren Adapterringe oder Umlenkteile und anderes Zubehör (Rosetten usw.) mehr benötigt. Unicount KOAX T und Unicount KOAX Box sind schaumstoffisoliert und gegenüber dem Rohbaukörper kunststoffummantelt. Die Ummantelung ist nach vorne offen. Unerwünschtes Leckwasser fliesst auch bei aufgesetzter Abdeckplatte sicht-


SANITÄR

Mehrstrahlzähler KOAX 2”, Qn 1,5 m3/h, Messkapseln mit Unicount KOAX.

Die Durchbrüche für Stromzuführung bei vorgesehenen elektronischen Ablesetechniken (Funk- oder Bus-Ablesung) sind in der Ummantelung bereits vorbereitet. Unicount KOAX unterstützt somit alle heute bekannten Ablesetechniken ohne notwendige Klimmzüge für den Elektriker. Auch ultramoderne Messkapselsysteme mit grösserer Bauhöhe haben genügend Platz hinter der Abdeckplatte. Das robuste Wohnungsabsperrventil ¾ bildet mit dem Messkapselgehäuse eine Einheit mit Chromnickelstahlsitz. Die Spindelbetätigung erfolgt mittels KreuzschlitzHauptabmessungen schrauber. Das Unicount KOAX-GeMesskapsel KOAX 2”. häuse bleibt bis zum Messbeginn stets durch den robusten Abpressdeckel verschlossen. Er erlaubt das Abpressen als auch das Durchspülen ohne Demontage. Dank der Dimension ¾ sind die Druckverluste der Kombination Durchgangsventil ¾ – Zählergehäuse 2" optimiert. Der Druckverlustanstieg mit eingesetzter Messkapsel KOAX ist geringer und schmälert den Komfort nicht, wie es erstaunlicherweise bei Konkurrenz-Strecken leider immer wieder vorkommt.

Einbausituation Unicount KOAX offen.

Akustik und die Schnittstellen zum Leitungssystem bar nur nach vorne aus und kann nicht in den Baukörper eindringen.

Die Anschlussgewinde sind G ¾ und somit kompatibel zu allen Leitungssystemen und Verteilern. Der Einbau


SANITÄR

Unicount KOAX Light.

Unicount KOAX Box.

Unicount KOAX T.

Die drei Grundausführungen im Sortiment

Druckverlustkurven Unicount KOAX.

ist lageunabhängig. Das akustische Verhalten entspricht der Geräuschgruppe I nach SN EN 1213. Die Befestigungen sind schallisoliert.

Abwasser- und FäkalienTauchpumpen • 0,25 kW bis 110 kW • Leistungen bis 1400 m3/h • selbstkuppelnde Ausführung • verschiedene Laufradformen • auch mit Schneidwerk • trockenlaufsicher Beste Beratung Verlangen Sie unsere Offerte! Thomas Haussmann AG Dosier- und Pumpensysteme Isenlaufstrasse 1 Tel. 056 631 69 09 5620 Bremgarten Fax 056 631 69 19 E-Mail: haussmann-ag@bluewin.ch

Ihr

-Spezialist

Unicount KOAX Box ist die universelle Komplettlösung für Installationsbausteine, den Element- und allgemeinen Trockenbau, gefliest oder ungefliest. Uncount KOAX Box und Unicount KOAX T können komplett mit den Zubehörteilen (Montageplatten) montagebereit zu allen marktführenden Elementsystemen und Vorwandsystemen geliefert und somit äusserst installationsfreundlich eingebaut werden. Dank ihrer vollen Ummantelung sind sie auch für den konventionellen Nassbau bestens geeignet Unicount KOAX T ist die raffinierte Lösung, installationsfertig zur Montage unter den Waschtisch (siehe auch Bild 1a) mit zugehörigen Eckventilanschlüssen. Unicount KOAX Light ist die nicht ummantelte, einfache Lösung für den Kasten und sonstigen Elementund Trockenbau, welcher keine Designabdeckplatte benötigt. Das neue Produkt Unicount KOAX wendet sich mit seinen vielen Vorteilen nicht nur an die Anleger und Liegenschaftenverwalter, sondern speziell auch an alle ■ Architekten, Planer und Installateure.

AW AG 8304 Wallisellen Tel. 043 233 41 00 info@awswiss.com www.awswiss.com

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Produkte

SANITĂ&#x201E;R

4B Spiegelelemente so individuell wie Ihre Kunden 4B BadmĂśbel entwickelt, gestaltet und produziert seit Ăźber 30 Jahren BadmĂśbel und die passenden Zusatzelemente in Hochdorf (LU). Die Begeisterung von 4B BadmĂśbel fĂźr hochwertiges Design, raffinierte Details und ausgeklĂźgelte Funktionalität kommt auch in den innovativen Spiegelelementen zum Ausdruck, die 4B BadmĂśbel im Februar 2011 neu lanciert hat. Das grosse Spiegelsortiment umfasst sieben Spiegelschrankvarianten, von denen fĂźnf in die Wand eingelassen werden kĂśnnen sowie drei Spiegelwände. Die Spiegelschränke kĂśnnen mit einer Innenbeleuchtung und einer indirekten Beleuchtung nach unten sowie je nach AusfĂźhrung nach oben gewählt werden und schaffen so stimmungsvolles Ambiente. Die verspiegelte RĂźckwand erhĂśht die Ă&#x153;bersicht im Bad. Die Einbau-Spiegelschränke wirken freischwebend wie eine Spiegelwand und bieten trotzdem viel Stauraum. Pfiffige Zusatzelemente wie die praktische Accessoirebox, der VergrĂśsserungsspiegel, das Tablar mit integriertem Zahnglashalter oder die variabel positionierbare Steckdose sorgen fĂźr mehr Ordnung und erleichtern den Alltag im Bad. Bei den Spiegelwänden stehen dem Kunden Varianten mit integrierter Beleuchtung, mit aufgebauter Beleuchtung sowie mit Beleuchtung durch

Der in die Wand eingelassene Spiegelschrank von 4B BadmĂśbel wirkt freischwebend wie eine Spiegelwand und bietet zugleich viel Stauraum. (Foto: 4B)

externe Aufbauleuchten zur Verfßgung. Zur Wahl stehen dem Kunden abgerundete oder kantige Ecken. Dank der hohen Massvariabilität der Spiegelelemente lassen sich Breite und HÜhe auf die Gegebenheiten im Bad abstim-

men. So gestaltet der Kunde aus einer Vielzahl von Varianten sein Spiegelelement, welches genau auf die persĂśnlichen BedĂźrfnisse, den Lifestyle und das Budget abgestimmt ist. Bestellen Sie noch heute die druckfrische Spiegelelement-



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BroschĂźre online unter www.4b-badmoebel.ch oder per Telefon unter 041 914 59 59. â&#x2013; 4B BadmĂśbel AG 6281 Hochdorf Tel. 041 914 59 59 www.4b-badmoebel.ch

              

    

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SANITĂ&#x201E;R

Ode an den Genuss Im alten Griechenland wurde er verehrt. Dionysos, der Gott des Weines, war bekannt fßr seine Leidenschaft, seine Freude und seine Genussfähigkeit. KWC SIN ist in gewisser Weise eine Ode an Dionysos, eine Armatur, die eigens fßr den modernen Geniesser konzipiert wurde. Mit ihrer Präzision und der hochwertigen Verarbeitung spricht KWC SIN direkt den Verstand an, mit ihrem ästhetischen, schwungvollen Design betÜrt sie die Sinne.

KWC AG | Hauptstrasse 57 | 5726 Unterkulm | Telefon 062 768 68 68 | www.kwc.ch

     

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Produkte

SANITÄR

Laufen pro: ein Möbelprogramm ohne Siphon-Ausschnitte

Die Laufen pro Unterbaumöbel werden mit einem platzsparenden Siphon ausgestattet. Er macht Siphon-Ausschnitte in den Schubladen überflüssig und bringt wertvollen Stauraum zurück.

die dem Badnutzer auch mehr Platz vor dem Waschtisch schenkt – ein Komfortelement, das bisher ein Privileg von weit teureren Designmöbeln war. Auf Wunsch lässt sich seitlich ein praktischer Handtuchhalter anbringen, der dank Vorbohrungen an den Innenseiten der Möbel einfach installiert werden kann. Damit sich die Möbel für einen langfristigen Einsatz im Bad eignen, hat sich Keramik Laufen für eine äusserst kratzfeste, wasser- und UV-resistente, reinigungsfreundliche Dekor-Oberfläche entschieden. Sie ist in den drei Trendfarben Weiss, Cappuccino matt und Wenge erhältlich. Die Ausführung in Wenge kommt dank einer strukturierten 3D-Oberfläche echtem Holz im Look und Feel sehr nahe.

Robuste Seitenwände

Komfort bis ins Detail: Der praktische seitliche Handtuchhalter lässt sich dank unsichtbarer Vorbohrungen schnell und einfach installieren. (Fotos: Keramik Laufen)

Es ist ein alt bekanntes Ärgernis: Bedingt durch die Bauart herkömmlicher Siphons muss bei den Unterbaumöbeln im Bad ein entsprechender Ausschnitt ausgespart werden – dabei geht wertvoller Stauraum in den Schubladen verloren. Der Badspezialist Keramik Laufen hat deshalb für das neue Mö-

belprogramm der Serie Laufen pro eine Lösung gesucht – und gefunden. Die cleveren Schweizer entwickelten in Kooperation mit einem namhaften Hersteller einen neuartigen Siphon: Er sorgt dafür, dass die Schubladen aller Unterbaumöbel der Serie künftig ohne Siphon-Ausschnitt auskommen. Die exklu-

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siven Vertriebsrechte für den innovativen Siphon hat sich Keramik Laufen gesichert.

Vielfältige Lösungen Das Möbel-Set von Laufen pro hat aber noch mehr zu bieten. Mit seinem klaren, zeitlosen Design sorgt es für eine aufgeräumte Stimmung, Übersicht und viel Stauraum im Bad. Passend zum breiten WaschtischSortiment von Laufen pro kommen acht Waschtisch-Unterbaumöbel mit Schublade und optionaler Innenschublade, ein Halbhoch- und ein Hochschrank mit Glasfachböden zum Einsatz. Sie zeigen sich vielseitig, robust und höchst funktional und bieten Lösungen für vielfältige Raumsituationen. Gemeinsames Design- und Funktionsmerkmal der Möbel ist eine integrierte Griffleiste,

Wie viel Qualität in den neuen Möbeln steckt, zeigt sich im Detail: Alle Schubladen haben robuste Seitenwände aus Metall, die dank integriertem Soft-close-Mechanismus dauerhaft sanft und geräuscharm schliessen. Die Beschläge der Schubladen und die Scharniere der Türen sind sehr hochwertig und auf eine lange Lebensdauer ausgelegt. Die Wandmontage ist dank eines flexibel einstellbaren 3D-Befestigungssystems denkbar einfach und übersichtlich. Je nach Wandbeschaffenheit – und um zusätzliche Stabilität zu gewährleisten – sind optional Stellfüsse aus Aluminium erhältlich. Wer denkt, dass so viel Komfort und Qualität teuer erkauft werden muss, wird sich vom Gegenteil überraschen lassen dürfen: Ganz typisch für Laufen pro präsentiert der Schweizer Badspezialist die neuen Möbel in einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. ■ Keramik Laufen AG 4242 Laufen Tel. 061 765 75 75 forum@laufen.ch www.laufen.ch


SANITÄR

Gut erfunden: Dampfglätten statt Bügeln.

Die Adora mit der Weltneuheit Dampfglätten. Als erster Waschautomat entknittert die Adora SLQ die Wäsche mit Dampf, un dzwar so grün dlich, dass das Bügeln in den meisten Fällen überflüssig wird. Erfahren Sie mehr über unsere einzigartigen Innovationen unter vzug.ch

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Produkte

SANITÄR

Axor Citterio M: urbaner Chic für das Bad

Stilvoll und urban: Axor Citterio M.

Eycatcher sind die neuen Sterngriffe mit ergonomisch geformten Rundungen an den Unterseiten. (Fotos: Hansgrohe)

M wie Modernität. M wie Metropole. M wie Mailand. In Zusammenarbeit mit Axor entwickelte der renommierte Mailänder Designer Antonio Citterio vor vier Jahren die erfolgreiche Axor Citterio M. Axor Citterio M ist eine komplette Badkollektion, inspiriert vom modernen Leben in der Grossstadt. Antonio Citterio prägt den formalen Ausdruck mit unverkennbarer Handschrift: Bis ins Detail durchdacht fliessen sanfte Rundungen und gerade Flächen harmonisch ineinander. Zudem

Ihr

ist die Kollektion der beste Beweis, dass gutes, zeitloses Design nicht teuer sein muss. Nun wird die Kollektion mit neuen Produkten, die sich perfekt mit allen bestehenden Teilen kombinieren lassen, ergänzt. Eycatcher sind die neuen Sterngriffe mit ergonomisch geformten Rundungen an den Unterseiten.

Reduzierte Ästhetik «Gerade wenn ich, wie oft in einer Metropole, nur wenig Raum zur Verfügung habe», so

-Spezialist

Antonio Citterio, «ist es umso wichtiger, wie ich diesen mit ausgesuchten, wertvollen, schönen Dingen gestalte. Deshalb habe ich viel Zeit meines Arbeitslebens damit verbracht, mich bis ins Detail mit Gegenständen auseinanderzusetzen, die für andere vielleicht nur Funktionen darstellen. » Diese Haltung spiegelt sich auch in der Kollektion Axor Citterio M wider. Mit eleganter Leichtigkeit fügt sie sich nahtlos ins moderne Bad-Ambiente ein. Ob grosszügiges Loft- oder kleines Apartment-Bad – dank ihrer schlanken und dynamischen Formensprache verkörpert die Kollektion «urbanen Chic» in seiner ganzen Vielfalt. Axor Cit-

terio M ist reduziert, ohne dabei kühl und puristisch zu wirken. Design- und Fertigungsqualität gehen Hand in Hand, die Armaturen verschmelzen zu einem harmonischen und effizienten Objekt. Axor Citterio M bietet mit ihrer umfassenden Produktpalette variantenreiche Lösungsmöglichkeiten für die unterschiedlichsten Herausforderungen und Wünsche an eine individuelle Badgestaltung. ■

Hansgrohe AG 5432 Neuenhof Tel. 056 416 26 21 info@hansgrohe.ch www.hansgrohe.ch

Faserplast AG – Ihr Pumpenspezialist Setzen Sie beim Pumpenkauf auf die jahrzehntelange Erfahrung von Faserplast! Bei uns finden Sie für jede Einsatzmöglichkeit die richtige Pumpe. Profitieren Sie von individueller Beratung und dem umfassenden Service! Faserplast AG Postfach 174 Industrie Sonnmatt 6-8 9532 Rickenbach TG

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Tel. 071 929 29 29 Fax 071 929 29 19 info@faserplast.ch www.faserplast.ch


Neuer Gesamtkatalog von Schneider ist erhältlich Schneider bringt nicht nur Jahr für Jahr neue innovative Produkte im Badbereich auf den Markt, sondern stellt Interessierten auch immer wieder einen umfangreichen Katalog zur Verfügung. Der topaktuelle und sehr verkaufsfreundliche Gesamtkatalog besticht mit neuen, schönen Produktaufnahmen und präsentiert die verschiedenen Linien auf 50 Seiten sehr transparent und übersichtlich. Der neue Katalog ist jetzt erhältlich. Bestellt werden kann er auf der Website www.wschneider.com oder per Telefon. ■ W. Schneider+Co AG 8135 Langnau a.A. Tel. 043 377 78 78 www.wschneider.com

Armaturenlinie Triathlon von Similor Kugler: klare Formen fürs Bad Eine neue Mischtechnik mit wassersparender Mengenbremse und Temperaturlimitierung entspricht den Standards des Energy-Labels des Bundesamtes für Energie.

w w w .ra ric .c h Die Designlinie Triathlon wurde im Detail verfeinert, insbesondere die Bedienungselemente sind schlanker geworden. (Fotos: Similor AG)

Die einfache, schnörkellose Formensprache der Armaturenlinie Triathlon spricht alle an, die unter Design die Reduktion auf das Wesentliche verstehen. Die Badzimmerarmatur Triathlon wirkt elegant und modern. Die schlanke und filigrane Linienführung ist ein perfekter Eyecatcher für moderne Bäder. Das Armaturenprogramm Triathlon steht sowohl für schlichte Eleganz als auch für raffinierte Technik und funktionales Design. Hinter Triathlon steckt eine ausgereifte Armaturentechnologie. Zu den wichtigsten Merkmalen gehört die Ausstattung mit einer neuen, wasserund energiesparenden Mischtechnik.

Perfektioniert in Technik und Design Design: Die Designlinie Triathlon wurde im Detail verfeinert, insbesondere die Bedienungselemente sind schlanker geworden.

Technik: Eine neue Mischtechnik mit wassersparender Mengenbremse und Temperaturlimitierung entspricht den Standards des Energy-Labels des Bundesamtes für Energie. Die Temperaturlimitierung ist programmierbar. Funktionalität: Orientiert an den Einsatzbereichen Küche und Bad, wurde die Handhabung mit praxisgerechten Detaillö■ sungen perfektioniert. Similor AG 4242 Laufen Tel. 061 765 73 33 www.similorgroup.com

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SANITÄR

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GH | Spenglerei | Equipment 106 Normen für geneigte Deckungen + Fassaden 112 «Top down» – Sicherheit beginnt am Dach

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GH I SPENGLEREI I EQUIPMENT

Spenglerei und Metalldeckungen: neue SIA-Normen 232/1, 232/2 und 118/232

Normen für geneigte Deckungen + Fassaden Die neuen SIA-Normen sind die modernen Grundlagen für nachhaltige Dachdeckungen in hoher Qualität bei geneigten Dächern und für hinterlüftete Bekleidungen von Aussenwänden. Bernard Trächsel *

Die SIA-Normen für die Ausführung und das Ausmessen von geneigten Deckungen und Fassaden wurden während eineinhalb Jahren revidiert. Die technischen und die organisatorischen Bestimmungen wurden getrennt, was dem neuen SIA-Ordnungsprinzip entspricht. Die Normen SIA 232/1 und 232/2 sind nun so gegliedert, dass sie dem Titelraster gemäss «Wegleitung zur Gestaltung der SIA-Normen» entsprechen: 0) Geltungsbereich, 1) Verständigung, 2) Projektierung, 3) Berechnung und Bemessung, 4) Baustoffe, 5) Ausführung, 6) Prüfungen, Anhänge. Die neue Norm 232 ist wie folgt gegliedert: • SIA 232/1: Geneigte Dächer • SIA 232/2: Hinterlüftete Bekleidung von Aussenwänden • SIA 118/232: Allgemeine Bedingungen für geneigte Dächer und hinterlüftete Bekleidungen von Aussenwänden (Ausmassvorschriften)

1. Koordination technische Sprache In der Norm sind diejenigen Ausdrücke, die immer wieder zu Unklarheiten oder Missverständnissen führten, präzisiert worden. Da gleichzeitig in den letzten zwei Jahren die Norm-Positionen-Kataloge in Deutsch und Französisch erneuert wurden, bot sich die einmalige Chance und Gelegenheit, im Textwirrwarr der beiden Hauptsprachen Ordnung zu machen. «Kalt- und Warmdächer» sind verschwunden. Neu ist

suissetec-Spenglertag vom 2.3.2011 in Bern Der vorliegende Fachbeitrag ist ein Auszug aus einem Vortrag von Bernard Trächsel. Der ausführliche Tagungsbericht vom suissetec-Spenglertag mit vielen Bildern ist in dieser Ausgabe von HK-Gebäudetechnik auf den Seiten 114–123 zu finden. ein geneigtes Dach einfach belüftet, zweifach belüftet (siehe Bild 1) oder – in Sondersituationen – nicht belüftet. Diese Definitionen sind klar und unmissverständlich. Die Unterdächer wurden klar präzisiert, damit man nun eindeutig weiss, welche Ansprüche gestellt werden und dass man sich auch darauf verlassen kann, dass die sekundäre Wasserabflussebene, wenn man sie benötigt, auch ihren Dienst erfüllt. Die metallischen Deckungsarten sind neu wie folgt definiert: – Blechbahnen mit Falzen, nicht selbsttragend, mit Längsverbindungen: Doppelstehfalz, Winkel- und Doppelwinkelstehfalz, Leistenfalz mit Kapillarunterbrechung, Schnappfalz. – Blechplatten – Selbsttragende Profil- und Verbundbleche: Wellbleche, Trapezbleche, Industriedachsysteme, siehe Bild 2.

Bild 1: Geneigtes Dach: Konstruktions-Beispiele für «zweifach belüftet» und «einfach belüftet».

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Bild 2: Varianten von Falzen für Blechbahnen, nicht selbsttragend, mit Längsverbindungen: Doppelstehfalz, Winkel- und Doppelwinkelstehfalz, Leistenfalz mit Kapillarunterbrechung, Schnappfalz.

Bild 3: suissetec-CD für die Rinnenund Rohrdimensionierung.

Bei den Blechen bleibt es bei den früheren KG 090Begriffen: Profilbleche sind grossformatig und für die Deckung Blechprofile (wie bisher abgekantete Bleche) sind vom Handwerker geformte Bleche mit dem erwünschten Profil für alle An- und Abschlüsse am Bau an sich die klassischen Spenglerarbeiten. Bei den hinterlüfteten Fassaden ist der Wortschatz mit kleinen Nuancen geblieben. Wichtig ist, dass das Adjektiv «hinterlüftet» nun in den Titel der Norm aufgenommen wurde. Es wäre zu wünschen, dass dies dem Stellenwert dieser bewährten Fassadenart noch mehr Bedeutung am Markt verleiht. Zu reden gab und gibt hingegen der Ausdruck «Winddichtung».

2. Wichtige Grundsätze bei Spenglerarbeiten 2.1 Entwässerung Das sich auf dem Dach ansammelnde Regenwasser muss ohne Schadenfolge abgeführt werden, was bei vorgehängten Rinnen absolut kein Problem und auch kein Risiko ist, weil das Wasser dort im Falle einer Verstopfung der Rinne einfach überläuft. Bei einer eingelegten Rinne über dem bewohnten Raum wird es allerdings heikler und anspruchsvoller. Am Standort der eingelegten Rinne werden «von unten» Ansprüche an die Luft- und Dampfdichtheit gestellt; «von oben» werden erhöhte Anforderungen gestellt, weil dort mehrere Schichten zusammenkommen und der Kulminationspunkt der Wasseransammlung stattfindet. Die Norm definiert alle Anforderungen und die brandneue CD von suissetec ermöglicht eine ingenieurmässige Berechnung, die alle Grundsätze abdeckt, sodass man auch nach Beratung, Planung und Ausführung gut schlafen kann. Die Norm empfiehlt beispielsweise trotz der ENGrundlagen weiterhin ein Gefälle, weil es einfach intelligent ist, Gefälle zu machen. Man kann natürlich gemäss EN darauf verzichten, aber nur dann, wenn die

Dimensionierung genügt und keinerlei Risiko besteht! Es wird auch weiterhin gefordert, dass bei hohen Ansprüchen das Unterdach dicht an eingelegte Rinnen angeschlossen sein muss. Passiert dies nicht, fliesst beim Überfluten der Rinne das Regenwasser schlicht und einfach ins Gebäude. 2.2 Spenglerarbeiten bei geneigten Dächern mit Hartmaterialien Die Anforderungen an An- und Abschlüsse für überlappende Deckungen aus Hartmaterialien sind unverändert und sind bei genügender Überlappung der Stösse der Blechprofile wie auch der zu deckenden Dachmaterialien unproblematisch. Bei diesen Dächern ist je nach Regen oder Schnee mit Wassereindringung zu rechnen. Das Unterdach muss unten am Dach ausfliessen können. Bei Lukarnen oder Schleppgauben muss das Unterdach durchgehend geführt werden oder es sind hinten Abweiser einzubauen. Die Sekundärentwässerung einer Dachdeckung darf nicht direkt unterhalb der Blechdeckung erfolgen. 2.3 Blechsorten und Dilatation Als Werkstoffe kommen die gängigen Spenglermaterialien und Blechdicken zum Einsatz: Für die Qualitätsanforderungen und die Mindestdicken der verwendeten Materialien gelten die Werte und Normen der Tabelle 7 in Abschnitt 4.4.1.3: Werkstoff

Material-Dicke mm

Europäische Norm

Kupfer Titanzink Aluminium CrNi-Stahl 18/8 Chromstahl verzinnt Stahl verzinkt

0,6 0,7 1,0 (auch 0,7) 0,5 0,5 0,62

SN EN 1172 SN EN 988 SN EN 485-1 SN EN 10088-1 – SN EN 10142

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Bild 4: Möglichkeiten für die Unterdach-Entwässerung.

Diese gelten, auch wenn sie von einzelnen Firmen bekanntlich nicht eingehalten werden! Dazu zwei Bemerkungen: Qualität und optische Planheit haben ihren Preis. Mit der Wahl eines Werkstoffes, also mit der «Materialisierung», wird nebst der Funktion auch der Ausdruck gewählt. Die Norm empfiehlt deshalb ausdrücklich (4.4.1.4): bei Blechprofilen mit Breiten >600 mm und bei optisch erhöhten Ansprüchen bezüglich Planheit sind die Blechdicken entsprechend dem Zweck und dem Profilierungsgrad (Verhältnis Fläche zu Abkantungen) zu erhöhen. Bleche und andere Materialien mit natürlicher, sich in der Umwelt mit Patina verändernder Oberfläche entwickeln sich autonom und individuell. Das verleiht Charme und Lebendigkeit. Damit dies auch respektiert wird, sagt die Norm in 4.1.2, dass: bei den Deckungsmaterialien gewisse Farbabweichungen innerhalb der fabrikationsbedingten Toleranzen und infolge von Umwelteinflüssen akzeptiert werden müssen. Man erinnere sich bitte an diesen Hinweis, wenn Bauherren diese Tatsache nicht verstehen oder akzeptieren wollen, die in der Macht der Natur liegt! Ein weiterer Grundsatz der Norm verlangt, dass sich das Blech entsprechend den physikalischen Bedingungen aus- und rückdehnen kann, ohne dass Schaden entsteht. Eigentlich nichts Neues, aber auch hier eine klare Erinnerung daran, dass korrekt befestigte Blechprofile gleiten und dass ihre An- und Abschlüsse bei korrekter Ausführung nicht reissen!

3. Metalldeckungen 3.1 Grundsatz Als wesentlicher Grundsatz gilt weiterhin (2.4.1.1): Die Deckung ist in Abstimmung mit dem Dachsystem, der Dachneigung, der Unterkonstruktion und der Verlegeart zu projektieren und zu dimensionieren. Mit der Norm allein kommt man also auch künftig nicht zum Ziel. Man muss, wie in den letzten 10 Jahren, bei Projektierung und Ausführung einer Metalldeckung die Richtlinien und Empfehlungen von suissetec und vom Werkstofflieferanten beachten. 3.2 Dachneigung Der einmalige und exklusive Vorteil des Metalldaches ist und bleibt, dass ein solches auch bei sehr schwachen Neigungen realisiert werden kann. Eigentlich ein geneigtes Flachdach! Dieses Ziel verlangt, dass man die Naturgesetze des Wassers und die Fachkunde beachtet, weil Kompromisse und Zugeständnisse dort, wo keine Reserve vorhanden ist, Schäden verursachen. Das Minimalgefälle von 3 Grad und die Ausführung von Kapillar unterbrechenden Traufen sowie von Aufbordungen mit Wasserfalz sind Pflicht. 3.3 Verlege-Unterlagen für Deckungen und Trennlagen Für die üblichen Bretter einer Holzschalung aus Fichte oder Tanne gilt weiterhin eine Dicke von mindestens

Bild 5: Die Holzschalung muss bis zur Deckung vor Nässe geschützt werden.

Bild 6: Strukturierte Trennlage anstelle eines Unterdachs bei Sanierung oder auf grossformatigen Holzplatten.

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Bild 8: Anschluss First.

Bild 9: Schneefang.

Bild 7: Traufdetail.

27 mm, einseitig gehobelt, Breite 80 bis 120 mm, plan und trocken verlegt, in Zahl ausgedrĂźckt mit max. 20 Prozent Holzfeuchte (4.2.7.7). Die Schalung muss, bis die Deckung erstellt wird, gegen Wasser und Feuchtigkeit geschĂźtzt werden, vgl. Bild 5. Trennlagen sind wie bisher in Abstimmung mit der Konstruktion sowie dem Deckungsmaterial abzustimmen. Ă&#x153;bernimmt eine Trennlage mit Drainagefunktion die Rolle des Unterdaches â&#x20AC;&#x201C; was zum Beispiel bei Sanierungen vorkommt und bei nicht belĂźfteten Metalldeckungen Fakt ist â&#x20AC;&#x201C; dann muss sie dicht verlegt werden und die AnsprĂźche an Unterdächer erfĂźllen. Was konkret heisst: Sie muss dicht sein! Neu verlangt die Norm schliesslich, dass bei Holzwerkstoffplatten oder andersartigen Verlegehilfen generell eine profilierte Trennlage erforderlich ist. Diese Ă&#x201E;nderung erfolgt auf Forderung der Holzbauer, weil das Verhalten und die Kompatibilität von grossformatigem Holz sowohl bezĂźglich Ausdehnung als auch Austrocknung bei eingeschlossener Feuchte problematisch sind. Im Ă&#x153;brigen erfolgt diese Ă&#x201E;nderung auch unter BerĂźcksichtigung der ausländischen Verlegeempfehlungen in Deutschland und Ă&#x2013;sterreich, wo diese Regelung bereits seit einiger Zeit verbindlich gilt. Eine strukturierte Trennlage (Bild 6) â&#x20AC;&#x201C; in ein oder zwei Schichten verlegt â&#x20AC;&#x201C; schĂźtzt das Holz vor Feuchte, fĂśrdert die Austrocknung bei Feuchte und sichert ein entkoppeltes Gleiten der Bahnen auf der Verlegeunterlage,

was vor allem bei langen Bahnen wichtig ist. Es sei schliesslich daran erinnert, dass diese Schicht eine schalltechnische, akustische Verbesserung bei Blechdächern von etwa 8 dB bringt. Dieser Beitrag ist bei Pultdächern und Leichtkonstruktionen mit wenig Masse sowie bei allen Räumen mit hÜherem Qualitätsanspruch wichtig und somit auch erwßnscht.

         

3.4 Metalldeckungen, insbesondere Doppelfalzdeckungen Hier gab es keine Ă&#x201E;nderungen. 3.5 Dilatation, Aus- und RĂźckdehnung des Bleches Die Längenänderung des Blechs muss besonders beachtet und konzeptionell durch Wahl geeigneter Befestigungen und AnschlĂźsse korrekt gelĂśst werden. Die neuen modernen Bearbeitungsformen und Bahnprofile ermĂśglichen deutlich längere Bahnen als frĂźher. Man bedenke bitte, dass bei langen Bahnen folgende Kriterien stimmen mĂźssen: Logistik bezĂźglich Fabrikation/Transport, stabile Verlegeunterlage, Wahl eines kleineren Achsmasses und dickerer Werkstoffe, Frage

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Definitionen/Bedeutung Begriffe

SIA 232/2

 Bekleidung (-System)  Befestigung  Hinterlüftungsraum  FASSADENBAHN  Unterkonstruktion:  Tragprofile/Traglatten  Stützprofile/Stützlatten  Verbindungen  Konsolen

 Verankerung  Wärmedämmung  LUFTDICHTUNG / Dampfbremse  Verankerungsgrund / Tragwerk Bild 10: Fassaden-Konstruktion mit «Fassadenbahn».

der Falzdichtung ab einem erhöhten Regenwasseranfall, Schiebehaften mit dem nötigen Bewegungsweg und schliesslich konsequent frei gleitende An- und Abschlüsse. Die Norm verlangt schliesslich, dass das Eindringen von Wasser durch Kapillare oder Rückstau «konstruktiv» zu verhindern ist und dass Aufbordungen dicht bzw. mit einem Umschlag versehen werden müssen, vgl. Bild 7 und Bild 8.

4. Schneefanganlagen und Blitzschutz Die Norm regelt die je nach Situation verlangten Sicherheiten. So sind oberhalb von Gehwegen und Eingängen entsprechende Schneefanganlagen vorzusehen. Die Übertragung der Schneelasten ist vom Spengler bei der Dimensionierung der Festhaften zu berücksichtigen. Zur Befestigung der Schneehalterohre auf den Falzen sind bewährte, nicht schädigende Halterungen auf das Blech einzusetzen. Die Rohre müssen in den Laschen frei gleiten können, damit kein Seitenschub auf die Falze entsteht (Bild 9). Die Spenglerarbeiten und Metalldächer sind weiterhin als Metallbestandteil und so als «natürliche» Fangvorrichtungen zugelassen. Für die Konzeption: siehe neue Publikation «Blitzschutz A bis Z» von suissetec.

5. Fassadenbekleidungen Die Norm 232/2 für die hinterlüftete Bekleidung von Aussenwänden ist «philosophisch» gleich aufgebaut wie die bisherige Norm 233. Folgende Merkmale und wesentliche Reglementierungen sind hervorzuheben: 5.1 Projektierung Alles Relevante ist wie beim Dach unter «Projektierung» geregelt. Man schlage als Unternehmer dem Bauherrn die ganze Fassade als Lösung vor, so übernimmt man damit – wie beim Dach – automatisch die Verantwortung für die Erfüllung aller Planungsanforderungen.

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Die Norm SIA 233 gilt für die Projektierung von bekleideten Aussenwänden. Sie behandelt die Bekleidung, den Hinterlüftungsraum, die Unterkonstruktion, die Wärmedämmung sowie die Befestigungen und Verankerungen. 5.2 Grundsatzanforderungen Die Anforderungen an eine Fassade sind weitgehend unverändert: • Bekleidete Aussenwände sind bezüglich Statik, Bauphysik und Bauchemie zu bemessen, gegebenenfalls unter Berücksichtigung eines Sicherheits- und Nutzungsplanes. Die Konstruktion ist zeichnerisch darzustellen. • Die Grenzwerte der Verformung der Unterkonstruktion und der Bekleidung müssen bekannt und aufeinander abgestimmt sein, damit sie sich gegenseitig in der Funktion nicht hindern. Ferner muss sich ein Blechprofil spannungsfrei bewegen können. • Hinterlüftete, bekleidete Aussenwände müssen auf der Innenseite luftdicht sein. Hinzu kommt die Wärmedämmung, die flächig und ohne Unterbrüche und Wandabstand verlegt werden muss. Die UK-Systeme sind möglichst wärmebrückenfrei zu wählen und auszuführen. 5.3 Neuer Begriff: die Fassadenbahn als neue Schicht Der Begriff «Fassadenbahn» ist neu und unterscheidet sich generell von der im Ausland und auch in Lieferantenpublikationen in der Schweiz genannten Winddichtung und anderen Bezeichnungen. Eine «Wind-Dichtung» ist bei einer auf der Innenseite luftdichten Konstruktion nicht notwendig. Bei inwendig luftdichtem Fassadensystem ist auch der Feuchtigkeitsschutz während der Bauausführung, beispielsweise mit einer Wärmedämmung mit verdichteter Oberfläche, genügend. Hingegen bei offenen Fassaden und bei stark regenwasserdurchlässigen Aussenbekleidungen, wie man sie in der modernen Architektur mit Lochblechen und


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Bild 11: Die Bekleidung muss schön sein, Charakter haben, gefallen, Freude machen und als Visitenkarte wirken.

Streckmetallen vermehrt sieht, muss die Konstruktion und insbesondere die Wärmedämmung gegen Feuchteeintrag geschützt werden. Das hat nicht primär mit dem Wind zu tun, sondern mit der Werkstoff- und Konstruktionswahl. In solchen Fällen ist die neu geschaffene «Fassadenbahn» unverzichtbar, vgl. Bild 10. Diese erfüllt die analoge Funktion wie ein dichtes Unterdach auf dem Dach. An diese Bahnen stellt die Norm, als Folge der gestellten Langfristfunktion, hohe Ansprüche.

tektur» keineswegs. Sie stellt hingegen berechtigte Anforderungen an die Konstruktionen, damit diese langlebig sind und das Wort «nachhaltig» keine leere Hülle darstellt. Die Grundsätze der SIA-Normen 232 sind der Konsens der Bedürfnisse an eine zeitgemässe Gebäudehülle, verbunden mit dem Fachwissen und dem Erfahrungsschatz des qualifizierten Fachmannes, insbesondere des Spenglermeisters, was Blech anbelangt. ■

5.4 Bekleidung (s-System) Die Bekleidung ist die Krondisziplin! Da hat sich wenig verändert. Alle Spenglerspezialisten sind aber eingeladen, mehr Werbung für die Blechfassade zu machen. Sie ist eine anspruchsvolle, aber ebenso erfreuliche Fassade, weil sie sichtbare Handwerksleistung aufzeigt.

6. Änderungen bei den Ausmassvorschriften SIA 118/232 Die dritte neue Norm behandelt die Ausmassvorschriften. Diese Revision ist eigentlich eine organisatorische Modernisierung. Nachdem die Gebäudehüllenberufe sich verschmelzen, verschiedene Firmen einzeln oder in ARGE auftreten, Vergebungsinstanzen hie und da die ganze Hülle in einem Paket ausschreiben sind nun alle Ausmassvorschriften für das geneigte Dach und die hinterlüftete Fassade in einer Norm zusammengelegt. In je einem Kapitel sind die Ausmassbestimmungen geregelt für: • Spenglerarbeiten und Metallbekleidungen • Deckungen und Unterkonstruktionen • Aussenwandbekleidungen inkl. Unterkonstruktionen.

* Autor: Bernard Trächsel, dipl. Spenglermeister, Mitglied Kommission SIA 232/1, 232/2 und 118/232, Mitglied Fachbereichsvorstand Spengler/Gebäudehülle suissetec, Mitglied aller Gebäudehüllenvereinigungen.

Bild 12: Bekleidung: die Krondisziplin! (Bilder und Skizzen von Rheinzink Schweiz AG und diversen Verbänden/Lieferanten)

Die Ausmassvorschriften sind, mit Ausnahme von Kleinkorrekturen und Vereinfachungen, unverändert.

7. Fazit Wir haben neu «gute Normen» für «attraktive Gebäudehüllen» und damit für «geneigte Dächer» und «hinterlüftete Aussenwände» aus Dünnblech. Das Dach und die Fassade sind präzisiert, aber nicht neu erfunden. Die Norm verhindert «kreative Archi-

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Prefa-Eindeckungen eignen sich für unterschiedlichste Formen im Dachbereich.

Prefa: Dach- und Fassadensysteme

«Top down» – Sicherheit beginnt am Dach Regen, Wind, Schnee, Sonneneinstrahlung – das Wetter in der Schweiz ist so vielfältig wie das Land selbst. Umso wichtiger ist es, wenn man sich in seinen vier Wänden sicher und geschützt fühlt und man keine Angst haben muss, dass einem jeden Moment sprichwörtlich «das Dach vom Kopf fliegt». Wenn sich dann die Fassade oder in dem Fall das Dach auch noch optisch in die Landschaft integrieren lässt, was mit den Prefa-Produkten der Fall ist, ist die Harmonie perfekt – so auch im schönen Schwarzsee im Kanton Freiburg, in dem sich nicht zuletzt dank der Lösung aus dem Hause Prefa das fertige Objekt nahtlos in die Umgebung integriert.

«Das Wetter wird immer extremer» – wir passen uns an Mit nur 2,3 kg zählt die Prefa-Dachplatte zu den leichtesten und stabilsten Dachmaterialien überhaupt: Doch bei Prefa steht das Gewicht nicht im Widerspruch zur Stabilität und Sicherheit. «Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit einer Dachfläche von rund 200 m² muss der Dachstuhl daher gut und

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gerne zwei Tonnen weniger an Gewicht tragen als bei einem alternativen Ziegeldach», erklärt Hubert Aebischer von der Bedachungen Spenglerei Aebischer AG in Plaffeien. «Das geringere Gewicht ist einer von vielen Faktoren, die für Prefa sprechen. Farbbeständigkeit, die Bruchfestigkeit des Materials, die Lösung in Komplettsystemen und Umweltfreundlichkeit sind weitere Kriterien, die es den Endverbrauchern leichter machen, mit uns zu bauen », so Pascal Tripet, Aussendienstmitarbeiter bei Prefa in der Schweiz. Das Prefa-Langzeitdach ist das Ergebnis jahrelanger Forschungen und vor allem Jahrzehnten an Erfahrung. Grundmaterial für die Prefa-Aluminiumprodukte sind Legierungen nach EN 1396. Die Beschichtung der Dachplatten erfolgt im Coil-Coating-Verfah-


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EFH in Schwarzsee mit Prefa-Dachplatten und -schindeln in Anthrazit P.10.

ren und unterliegt den strengen Auflagen der ECCA (European Coil Coating Association) in Brüssel. Unter dem Begriff Coil Coating versteht man ein industrielles Beschichtungsverfahren, in dem Aluminiumbänder kontinuierlich organisch beschichtet werden – Merkmale sind Korrosionsbeständigkeit, Umformbarkeit und das dekorative Aussehen – für Prefa ein Indiz, die verwendeten Materialien diesem Prozess zu unterziehen.

Schweizer Präzision und Vielfältigkeit Die Schweiz ist für viele Eigenschaften bekannt: So auch für Präzision und Genauigkeit. Und wer wenn nicht Prefa-Dachplatten könnten genau dies vereinen. Nicht umsonst garantiert der führende österreichische Aluminium-Dachspezialist Prefa 40 Jahre Garantie gegen Bruch, Rost und Auffrieren bei natürlichen Umweltbelastungen und fachgerechter Verlegung. Die Prefa-Dachplatten sind in acht Standardfarben und einem umfangreichen Zubehörprogramm erhältlich. Es spielt keine Rolle, ob die Architektur des Hauses sich an den traditionellen Formen der Region orientiert oder in neuem Stil und Glanz erscheint: Prefa liefert immer den passenden Abschluss. Satteldach, Walmdach, Pultdach, Kuppeldach, Tonnendach, Flach-

dach – in der Gestaltungsform gibt es keine Grenzen und alles ist mit Prefa realisierbar. Das Haus ist eingebettet in die vielfältige Landschaft der Schweiz. Daher ist es umso wichtiger, in allen Belangen des Bauprozesses darauf zu achten, dass es integriert wird und nicht einen Kontrast bietet. Prefa ist daher zum einen aufgrund der technischen Voraussetzungen als auch der optisch ansprechenden Lösungen sicherlich eine gelungene und auch zukunftsorientierte Dacheindeckung für jegliche Art von Objekten im Dach- und Fassadenbereich. (www.prefa.ch) ■

Angaben zum Objekt Spenglerei Aebischer AG, 1716 Plaffeien Ort Bad 212, 1716 Schwarzsee Produkt Dachplatten und Dachschindeln Anthrazit von Prefa

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Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband Auf der Mauer 11, Postfach, 8021 Zürich, Tel. 043 244 73 00, Fax 043 244 73 79

Besucherrekord am Spenglertag 2011 im Kursaal Bern

Sicherheit und Ästhetik im Fokus der Spenglerbranche Fragen zum Normenwesen und zur Kalkulation sowie ausgewählte Praxisbeispiele standen im Mittelpunkt des suissetec-Spenglertags, der am 2. März im Kursaal Bern über die Bühne ging. Die über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der ganzen Schweiz diskutierten einen Tag lang zu Themen wie Sicherheit und Ästhetik im Bereich Gebäudehülle und über die Zukunft ihres Berufsstandes. drehten sich um Ornamentspenglerei bzw. um das neue Metalldach des Gotthardhospiz. Einen besonderen Glanzpunkt des Spenglertags stellte der traditionelle Kreativ-Wettbewerb des Nachwuchses dar, deren Werke im Foyer des Kursaals zu bewundern waren. Das Rennen machte in diesem Jahr mit Pirmin Ott und Dragisa Capljak ein Team aus Unterägeri ZG (siehe separater Bericht). An der begleitenden Fachausstellung bestand für die Tagungsteilnehmer zudem die Möglichkeit, sich zu Produkten und Systemen der wichtigsten Hersteller und Lieferanten der Branche auf den neuesten Wissensstand zu bringen. Geballte Spenglerkompetenz im Kursaal Bern mit über 500 Teilnehmenden.

Text: Benjamin Mühlemann, Marcel Baud Fotos Tagung: ©Béatrice Devènes Die schweizerische Spenglerbranche ist spürbar in Bewegung. Und wenn suissetec zum Spenglertag ruft, bewegt sich die Spenglergemeinde nach Bern; in diesem Jahr mit über 500 Teilnehmenden übrigens in neuer Rekordzahl! Sich weiterbilden, sich vernetzen, Innovationen erleben und diese för-

dern – dies waren die Ziele der Tagung. Dass die Schweizer Spenglerinnen und Spengler diesbezüglich äusserst aktiv sind, zeigte sich allein schon während der hochstehenden elf Fachreferate. Neben spezifischen Fragen zu Kalkulationsgrundlagen, zu revidierten Normen und deren Anwendung in der Praxis oder zur Dachentwässerung kam auch die Ästhetik zur Sprache. Zwei Referate

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Inhalt Sicherheit und Ästhetik im Fokus der Spenglerbranche Das war der Spenglertag 2011 – Impressionen Nachwuchsspengler beweisen Fantasie und Handwerkskunst Landesmeisterschaft Südtirol – ein Training, das «Gold» wert war Die ersten Projektleiter Gebäudetechnik erhalten den eidgenössischen Fachausweis Erfolgreiche Absolventen der Berufsprüfung 2010 Anpfiff für die Ronaldos der Lüftungsbranche 21. Schweizer Solarpreis: Anmeldefrist bis 15. Mai 2011 Vorbelastet Bildungsangebote

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Lässt nicht nur Spenglerherzen höher schlagen: sichtbar gemachtes Spenglerhandwerk. Beispiel: «Il sogno di Ivana»

Der Fachbereich Spengler/Gebäudehülle von suissetec vorgestellt «Der Fachbereich Spengler/Gebäudehülle von suissetec ist für euch und eure Unternehmungen tätig», unterstrich Benno Lees, neuer Präsident des Fachbereichs Spengler/Gebäudehülle, in seiner Eröffnungsrede. Die Mitglieder des Fachbereichs seien Idealisten, die nebst dem betriebsinternen und unternehmerischen Handeln und Denken jederzeit das Spenglerherz am richtigen Fleck trügen. Im Vordergrund aller Aktivitä-

ten und Projekte stehe immer der Nutzen für die Mitglieder und Branchenangehörigen und nicht derjenige für die Verbände. Dabei gelte es, die Anliegen der Spengler nicht weiter zu komplizieren, sondern sich auf einfache Strukturen zu besinnen und den administrativen Aufwand so klein wie möglich zu halten. Lees betonte, dass der Fachbereich Spengler/Gebäudehülle jederzeit offen für Ideen sei, und ermunterte die Spenglergemeinde im Saal, aktiv an der Berufs- und Branchenentwicklung mitzuwirken.

Benno Lees, Präsident Fachbereich Spengler/Gebäudehülle suissetec.

Peter Schilliger, Präsident Zentralvorstand suissetec.

Kernkompetenz: energetisches Bauen und Sanieren Auch Peter Schilliger, Zentralpräsident von suissetec, zeigte sich beeindruckt von der hohen Teilnehmerzahl. Die Anwesenheit der Tagungsteilnehmer sei für ihn auch Wertschätzung der suissetec-Mitglieder ihrem Verband gegenüber. Das Vertrauen in suissetec würde sich auch in steigenden Mitgliederzahlen niederschlagen, die gerade bei den Spenglern eindeutig nach oben zeigten. In seiner Ansprache hielt Schilliger den Finger auf eine der Kernkompetenzen von suis-

setec: energetisches Bauen und Sanieren. «Das Thema Energie rückt auch im Bereich Spenglerei/Gebäudehülle mehr und mehr ins Zentrum. Das ist eine riesige Chance», wandte er sich an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen am Markt sei riesig. Schilliger: «Hier müssen wir einhaken – einerseits um die Zukunft unserer Branche zu sichern. Andererseits aber auch im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit unseren Ressourcen sowie aus Verantwortung der Gesellschaft gegenüber.»

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SUISSETEC

Kurt Baumgartner, dipl. Architekt, dipl. Ing., NDS Raumplaner ETH, SIA/BSP.

Bernard Trächsel, dipl. Spenglermeister, Mitglied des suissetecFachbereichsvorstands.

Karl Menti, Architekt HTL/SIA, Bauphysiker und Schadensgutachter.

Einführung in die revidierten Normen SIA 232

Als erster Experte trat Kurt Baumgartner, dipl. Architekt, dipl. Ing., NDS Raumplaner ETH, SIA / BSP und Mitglied der Kommission Hochbaunormen, dem Führungsgremium des SIA für die Hochbaunormen, ans Rednerpult. Er informierte über den Stellenwert der Normen SIA in der schweizerischen Baulandschaft, über die normativen Gegebenheiten, aber auch über den Bedarf an Praxisorientiertheit der Normen, über die Notwendigkeit der qualitativen und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Bauherrschaft, Planer, Bauleiter und Ausführendem. Karl Menti, seines Zeichens Architekt HTL/SIA, Bauphysiker und Schadensgutachter, sprach über die Feuchte in Dach- und Fassadenkonstruktionen. Er illustrierte seinen Vortrag mit eindrücklichen Beispielen und führte damit der Spenglergemeinschaft vor Augen, wie

wichtig es ist, dass Konstruktionen «feuchtigkeitstauglich» sind, um den Zerfall von Materialien und Konstruktion zu vermeiden. Arthur Müggler, Präsident der Steildach-Kommission bei der Genossenschaft Gebäudehülle Schweiz, zeigte die konforme Ausführung der Konstruktion aus der Sicht des Praktikers auf. Er präsentierte je nach Situation geeignete Lösungen, räumte aber auch ein, wo bei modernen Konstruktionen noch Handlungsbedarf, Innovationen und Einfallsreichtum gefragt seien. Bernard Trächsel selbst schloss die umfassenden Darstellungen rund um die revidierte SIA 232 mit einer kleinen Repetition der wichtigsten Spenglergrundsätze ab. Unter anderem betonte er, dass diese weitestgehend gültig blieben und weiterhin zu beherzigen seien. Das Aus- und

Die revidierte SIA-Norm 232 bildete einen Schwerpunkt der diesjährigen Tagung. Einleitend gab der dipl. Spenglermeister Bernard Trächsel, Mitglied des suissetec-Fachbereichsvorstand Spengler/Gebäudehülle und der Kommission SIA 232/1, 232/2 und 118/232, eine Übersicht zu den Änderungen, welche namentlich «Geneigte Dächer» (SIA 232/1), «Hinterlüftete Bekleidungen von Aussenwänden» (SIA 232/2) und «Allgemeine Bedingungen für geneigte Dächer und hinterlüftete Bekleidungen von Aussenwänden» (SIA 118/232) betreffen. Bernard Trächsel freute sich, dass für die Erläuterung der Änderungen namhafte Mitglieder der Kommission 232 als Referenten gewonnen werden konnten.

Aussteller Spenglertag 2011 Alumess AG, Zürich ArcelorMittal Stainless Service Switzerland AG, Otelfingen Arthur Flury AG, Deitingen Cava Halbfabrikate AG, llanz Contec AG, Uetendorf Cupolux AG, Zürich Debrunner Koenig Management AG, St. Gallen Eckold AG, Trimmis Flamco AG, Küssnacht Flumroc AG, Grindelwald Gabs AG, Tägerwilen Gebrüder Spiegel AG, Kreuzlingen KME (suisse) SA, Zürich Paul Bauder AG, Küssnacht PREFA Schweiz, Flawil Rheinzink (Schweiz) AG, Baden-Dättwil Soba Inter AG, Baden-Dättwil

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Arthur Müggler, Präsident der Steildach-Kommission Genossenschaft Gebäudehülle Schweiz.

Rückdehnen von Blech ändere sich auch mit der neuen Norm nicht! Das Ziel bleibe, auch künftig qualitative und nachhaltige Gebäudehüllen zu erstellen.

SOPREMA AG, Spreitenbach Spengler Direct AG, Ermatingen Strub + Blaser AG, Lyss suissetec, Zürich swisspor AG, Steinhausen Umicore Building Products Schweiz AG (VM-Zinc), Bösingen Wagner System AG, Lyss Sponsoren ALSOFT Informatik AG, Paspels Alumess AG, Zürich ArcelorMittal Stainless Service Switzerland AG, Otelfingen Debrunner Koenig Management AG, St.Gallen Flamco AG, Küssnacht Gabs AG, Dietikon MAB Amsler AG, Bellach Rheinzink (Schweiz) AG, Baden-Dättwil Strub + Blaser AG, Lyss Thalmann Maschinenbau AG, Frauenfeld Trutmann + Co., Regensdorf


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Das renovierte Dach der Rotunde «Beau-Rivage Palace», Lausanne

NPK 352 – Spenglerarbeiten: Deckungen und Bekleidungen aus Dünnblech Erich Hafner, dipl. Spenglermeister und Mitglied der Arbeitsgruppe Kalkulationsgrundlagen 351/352, gab einen Abriss zum neuen Arbeitsmittel. Das von der Schweizerischen Zentralstelle für Baurationalisierung CRB entwickelte Werk zur effizienten Administ-

ration und Verständigung im Bauwesen enthalte eine vollständige Leistungsbeschreibung für die Deckung und Bekleidung der ganzen Gebäudehülle. Der ganze Schichtaufbau erfolge aus einer Hand und entspreche dem heutigen Trend. Besonderes Augenmerk sei auf die Transparenz und Klarheit für den Planer, die fachliche und qualitative Rich-

Erich Hafner, dipl. Spenglermeister, Mitglied der Arbeitsgruppe Kalkulationsgrundlagen 351/352.

tigkeit sowie den baulichen Ablauf für den Unternehmer gelegt worden. Damit stehe für den Planer und den Bauherrn ein umfassendes Instrument zur Ausschreibung von kompletten Deckungen und Bekleidungen aus Dünnblech sowie Blechprofilen und Plattensystemen zur Verfügung. Für den Unternehmer bilde dieses Arbeitsmittel die Ausgangslage

für die Kalkulation. Die Arbeitsgruppe, bestehend aus dem Projektleiter CRB, Architekten und Jungunternehmern aus der Spenglerbranche, habe viel Zeit und Arbeit in die Entwicklung des neuen Normpositionenkatalogs NPK 352 investiert. Selbstredend seien auch die Neuerungen der Norm SIA 232 mit einbezogen worden.

Jürg Heilig, dipl. Spenglermeister, Experte Gebäudehülle.

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Dachentwässerung/ Rinnendimensionierung – Berechnung mit der CD von suissetec Jürg Heilig, dipl. Spenglermeister und Experte Gebäudehülle, präsentierte die CD zur Berechnung von Dachentwässerung/ Rinnendimensionierung nach EN 12056-3. Mit dieser Anwendung kann der Planende alle Rinnentypen, vorgehängte und eingelegte, innen liegende sowie Rinnen mit Druckentwässerung (Pluvia) berechnen. Jürg Heilig gab in seiner Präsentation einen Überblick der wichtigsten Features und Hilfsfunktionen des Berechnungsprogramms und beleuchtete unter anderem einzelne Parameter wie Definition des Rinnentyps, das Erfassen von verschiedenen Massangaben oder die Wahl der in die Berechnung einfliessenden Sicherheitsfaktoren. In seinem Vortrag gab Jürg Heilig zu bedenken, dass mangelhafte Planung bei der Dachentwässerung die Gefahr von kostspieligen Schäden mit sich brächte. Bei schwierigen Fällen empfehle es sich in jedem Fall, den Rat eines Experten beizuziehen.

Anwendung und Praxiserfahrung mit NormSIA-271-Abdichtungen von Hochbauten.

wortspiel beseitigten sie Unklarheiten, die seit der Einführung der Norm entstanden waren. Sie erinnerten daran, dass die wesentlichste Änderung der SIA 271 darin bestehe, dass sie seit September 2007 eine verbindliche Norm, also Gesetz, und keine Empfehlung mehr darstelle. Patrick Wickli und Erich Bürgi empfehlen, der Bauherrschaft bewusst zu machen, welche Risiken eine Ausführung ausserhalb der Norm beinhalten. Die Norm eigne sich deshalb sehr gut als Verhandlungsgrundlage mit den Entscheidern. Vermeintlich hohe Änderungskosten, um die Norm umzusetzen, würden noch viel höhere Schadenskosten vermeiden helfen. Langfristiges und nachhaltiges Denken seien gefragt. Notabene liesse sich damit auch der schlechte Ruf von Flachdächern korrigieren. Die beiden Spenglermeister wiesen darauf hin, wie wichtig es für die Einhaltung der Norm sei, möglichst früh am Planungsprozess teilzunehmen. Umso mehr, wenn man daran denke, dass fehlendes Gefälle oder zu geringe Anschlusshöhen bei Baubeginn nur noch schwer ohne hohen Aufwand und Folgekosten zu korrigieren seien. Wickli und Bürgi gingen in ihrem Dialog im Detail auf Aspekte der Bauzeitabdichtung Patrick Wickli (l.), dipl. Spenglermeister, Vorsitzender der suissetecFachgruppe Flachdach, und Erich Bürgi, dipl. Spenglermeister.

Auf originelle Art brachten Patrick Wickli, Spenglermeister und Vorsitzender der Fachgruppe Flachdach von suissetec, und Erich Bürgi, Spenglermeister, der versammelten Spenglergemeinde Wissenswertes zur SIA 271 näher. Im Frage-/Ant-

auf Holzmehrschichtplatte oder Holzschalung ein, gaben Tipps und Tricks zu kalt selbstklebenden Nähten und Systemen im Verbund. Fragen zu Gefälle, Wärmedämmung und Absturzsicherung waren weitere Punkte, die sie beleuchteten.

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Bestellen Sie die Tagungsdokumentation Die umfassende Tagungsdokumentation zum Spenglertag 2011 mit allen Referaten kann beim Verlag suissetec (Tel. 043 244 73 57) bestellt werden: Art.-Nr.: 13028 (deutsch) Preise: Mitglieder: CHF 30.– (exkl. MwSt. und Verpackung) Nichtmitglieder: CHF 60.– (exkl. MwSt. und Verpackung) Art.-Nr. 23028 (französisch) Preise: Mitglieder: CHF 30.– (exkl. MwSt. und Verpackung) Nichtmitglieder: CHF 60.– (exkl. MwSt. und Verpackung)

Ornamentsspenglerei am Dach des Hotels BeauRivage Palace, Lausanne

landschaft von Lausanne sichtbar mitgewirkt zu haben.

Mit André Richard stand auch ein Westschweizer Vertreter der Spenglerbranche mit einer eindrücklichen Präsentation auf dem Programm. Mit Bildern dokumentierte der diplomierte Spenglermeister die Renovierungsarbeiten am Dach der Rotunde des Beau-Rivage Palace in Lausanne, die Anfang Juni 2010 termingerecht abgeschlossen wurden. Nicht mehr vorhandene Pläne erforderten, dass die Rekonstruktion der Arbeiten am 1905 errichteten Bauwerk aufgrund von Skizzen und Fotos erfolgen musste. Für Verzierungen und Spezialteile zog man mit Jean-Michel Meyroux einen versierten Kunstspengler hinzu. Ein Schutzdach über dem Gebäude ermöglichte Arbeiten auch bei schlechter Witterung. Synchron zum Baufortschritt wurden die Gerüste im Innern nach und nach aufgebaut. Nachdem die gesamte Holz- und Mauerwerkkonstruktion freigelegt worden war, erfolgte die Demontage der Platten, Spezialteile und Naturschiefereindeckung. Während die Zimmerleute und Steinmetze im Januar 2010 an der Arbeit waren, nutzten die Spengler die Zeit, um in der Werkstatt die Spezialteile herzustellen. Ab Februar 2010 begannen schliesslich die Arbeiten am Objekt und fanden mit dem Setzen des Firstständers und Fahnenmastes ihren Abschluss. «An einem solchen Projekt arbeitet man nur einmal im Leben», bilanzierte André Richard und freut sich, an einer Visitenkarte in der Hotel-

Die Wiederentdeckung von FURAL Stephan Muntwyler, Dipl. Techniker TS / HF und Bereichsleiter Soba Inter AG, BadenDättwil, präsentiere sein aussergewöhnliches Sanierungsprojekt. Die Dächer der Schulanlagen «Untermoos» und «Chriesiweg» in Zürich-Altstetten galt es mit einem klassischen FURAL-System getreu der ursprünglichen Konstruktion zu sanieren. Die Bauwerke stammen aus den Fünfzigerjahren und sind heute geschützt. Das FURAL-Dach, ursprünglich vom Urner Architekten Josef Furrer entwickelt, ist ein profiliertes Alumanband, das parallel zur Traufe in vormontierte Halter eingerollt wird. Die Besonderheit von FURAL-Dächern oder -Fassaden besteht in der Montage ohne Verschraubung. Das FURAL-Band verkrallt sich durch blosses Abrollen mit der identisch profilierten Unterkonstruktion, sodass keine Bohrlöcher die Dachhaut verletzen und sich die Bahnen in alle Richtungen frei bewegen können. Um brauchbares FURAL herstellen zu können, mussten eigens für den Auftrag spezielle Presswerkzeuge und eine neue computergesteuerte Presse beschafft werden. Die erfolgreiche und originalgetreue Sanierung vermochte nicht nur die Bauherrschaft zu begeistern. Die Schulanlage «Untermoos» wurde diesen Januar an der «Bau München» beim Preis-


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Schulanlagen «Untermoos» und «Chriesiweg», Zürich-Altstetten, mit wiederentdecktem FURAL. (Foto: Roger Frei)

ausschreiben der Architekturzeitschrift «Detail» mit dem zweiten Platz prämiert.

Gotthardhospiz: ein Dach für die Ewigkeit Gregor Bless, dipl. Spenglermeister, präsentierte mit dem Gotthard Hospiz (2091 m. ü. M.) ein Meisterwerk des Spenglerhandwerks. Die hoch aufgerichtete Hauptfassade des Gebäudes mit seinen gedrungenen Fenstern zeigt nach Süden, während es sich auf den Wetterseiten

durch ein steiles, weit heruntergezogenes Dach schützt. Um die Ästhetik des Bauwerks, dessen Ursprünge bis etwa 700 n. Chr. zurückreichen, zu unterstreichen, wählten die Architekten für das Dach eine Abdeckung aus Blei. Farbe, Schwere und Teilung wirken grob, aber grundsolide. Auch die neuen Lukarnen werden vom schützenden Bleimantel eingehüllt. In kurzer Bauzeit zwischen Juni und September 2009 wurde die

gesamte Eindeckung der Dachfläche, insgesamt 400 m², alle 18 Lukarnen, die Spenglerarbeiten wie Rinnen, Rohre und Abschlussbleche ausgeführt. Eine Herausforderung für die Arbeiten stellte die extreme Dachneigung von 60° dar. Ein Stehen auf der Fläche war unmöglich. Alle Arbeiten wurden angeseilt ausgeführt. Dennoch, 3000 Arbeitsstunden und gut drei Monate Arbeitseinsatz vor Ort später konnte der nächste Winter getrost kommen. Gregor Bless strich den enormen handwerk-

lichen Einsatz und Aufwand für das Projekt heraus. Auch im Zeitalter von CN-gesteuerten Maschinen und Fertigungsprozessen im Spenglereigewerbe gelte es immer noch, auch Arbeiten zu beherrschen, bei denen zwei Scheren, einige Hämmer und Zangen ausreichen müssten. Hinweis: Ausgewählte Fachthemen werden im «gelben» Spenglerkapitel dieser und kommender Ausgaben der HK-Gebäudetechnik vertieft beleuchtet. ■

Bleidach Gotthard Hospiz: Trotz Hightech-Zeitalter bauen Spengler heute noch mit zwei Scheren, einigen Hämmern und Zangen Dächer für die Ewigkeit.

Gregor Bless, dipl. Spenglermeister.

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Das war der Spenglertag 2011 – Impressionen Spengler sind aus Tradition leidenschaftlich mit ihrem Beruf verbunden. Diese Leidenschaft wird gefördert und gepflegt. Auch am Spenglertag Ausgabe 2011 war dieses «Wir-»Gefühl im und um den Berner Kursaal deutlich zu spüren, als Branchenvertreter aus der ganzen Schweiz nebst fachlichem Austausch auch freundschaftliche Beziehungen pflegten oder neue Kontakte knüpften. Fotos: ©Béatrice Devènes

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Die Segel sind gesetzt. Der Spenglertag nimmt Fahrt auf.

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200 Prozent für den Spenglerberuf: Benjamin Mühlemann, Leiter Kommunikation suissetec, rührt die Werbetrommel für die Lehrlingskampagne.


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Die Tagungs-Teilnehmenden bringen sich an der Fachausstellung zu Produkten und Systemen auf den neusten Stand.

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Weitere Bildimpressionen: www.suissetec.ch

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Kreativwettbewerb zum Thema «Energie und Umwelt»

Nachwuchsspengler beweisen Fantasie und Handwerkskunst Pirmin Ott und Dragisa Capljak aus Unterägeri ZG heissen die Sieger des diesjährigen Kreativwettbewerbs des Spenglernachwuchses. Mit ihrer Edelstahlskulptur mit umweltfreundlichem Bioethanol-Feuereinsatz holten sie sich den Hauptpreis: zwei Tickets an die Berufsweltmeisterschaften vom kommenden Oktober in London. Auch die weiteren Arbeiten der 15 Finalisten zum Thema «Energie und Umwelt» stiessen bei Jury und Publikum auf Begeisterung. (baud) Pirmin Ott und Dragisa Capljak aus Unterägeri ZG heissen die Sieger des diesjährigen Kreativ-wettbewerbs des Spenglernachwuchses. Mit ihrer Edelstahlskulptur mit umweltfreundlichem Bioethanol-Feuereinsatz holten sie sich den Hauptpreis: zwei Tickets an die Berufsweltmeisterschaften vom kommenden Oktober in London. Auch die weiteren Arbeiten der 15 Finalisten zum Thema «Energie und Umwelt» stiessen bei Jury und Publikum auf Begeisterung. Im Rahmen des Spenglertages 2011 bot suissetec dem Spenglernachwuchs einmal mehr Gelegenheit, sich auf nationalem Parkett in Szene zu setzen. Pirmin Ott und Dragisa Capljak

aus Unterägeri ZG (Lehrbetrieb: Werner Iten Spenglerei AG, Unterägeri) siegten im Kreativwettbewerb mit ihrer Skulptur, in deren Zentrum eine Bioethanol-Flamme brennt. Zahlreiche Lernende aus der ganzen Schweiz hatten im Vorfeld des Spenglertages Arbeitsskizzen zum Thema «Energie und Umwelt» eingereicht, aus denen eine Fachjury die besten auswählte und die Schöpfer der metallischen Kunstwerke zur Präsentation im Kursaal Bern einlud. Dass am Ende Pirmin Ott und Dragisa Capljak die Nase vorn hatten, dürfen sie vor allem dem hohen kreativen Potenzial ihrer Arbeit zuschreiben. Den zweiten Platz belegte Michael Bösch

Dragisa Capljak (li.) und Pirmin Ott holen mit ihrer Edelstahlskulptur mit Bioethanol-Feuereinsatz den ersten Platz beim Kreativ-Wettbewerb des Spengler-Nachwuchses.

Die 15 Finalisten am suissetec-Kreativwettbewerb für Spenglerlernende: Helder Acioli, Bern

Ramseyer + Dilger AG, Bern

Philippe Bauduin, Travers

Ferblanterie Ferco, Cornaux

Michael Bösch, Nesslau

Lippuner EMT, Grabs

Raphael Brulhart, La Croix sur Lutry

Richard Pierre SA, Lausanne

Janis Capaul, Lumbrein

Pius Flepp AG, Ilanz

Dragisa Capljak, Unterägeri

Werner Iten, Unterägeri

Florian Drauschke, Bern

Ramseyer + Dilger AG, Bern

Timo Kaufmann, Wallbach

Graf Spenglerei Sanitär AG, Maisprach

Lorène Morezzi, Aigle

Coutaz SA, St-Maurice

Kenan Murati, Münchenbuchsee

Lehrwerkstätte Bern, Bern

Pirmin Ott, Unterägeri

Werner Iten, Unterägeri

Daniel Rohner, Scherz

Palla + Partner AG, Kleindöttingen

Ramon Schlegel, Uzwil

F. Rossi AG, Oberbüren

Marc Suter, Wahlendorf

Hegg Spenglerei, Münchenbuchsee

Armin Zünd, Eichberg

Meile Metallbau AG, Altstätten

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aus Nesslau SG (Lehrbetrieb: Lippuner EMT, Grabs). Der dritte Rang ging an Lorène Morezzi aus Aigle VD (Lehrbetrieb: Coutaz SA, St-Maurice). In seiner Ansprache dankte Benjamin Mühlemann, Leiter Kommunikation von suissetec, für den riesigen Effort, den die Lernenden erbracht hätten. Sein Dank galt aber auch den Lehrbetrieben, welche die kreativen Berufsleute in ihrem Vorhaben unterstützt hätten. «Ein wertvoller Einsatz zugunsten der Spenglerbranche», so Mühlemann. Die Lernenden hätten kreative Werke hergestellt, die alle ihre besonderen Qualitäten aufwiesen. Die einen seien handwerklich herausragend, andere würden durch originelle Materialwahl hervorstechen und wiederum


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Michael Bösch aus Nesslau SG wird Zweiter. Sein Werk: ein solarbetriebener Zierbrunnen.

andere hätten das vorgegebene Thema perfekt getroffen. Die Wahl der Siegerarbeiten sei der Jury enorm schwergefallen; eigentlich hätte man am liebsten für alle Arbeiten den ersten Preis verliehen. Schliesslich habe sich die Jury für diejenige Idee entschieden, in der die geforderten Kriterien am stimmigsten im Gesamtbild vereint seien.

Kreativwettbewerb als Ausübung des Hobbys Dragisa Capljak, Spengler-Lernender im zweiten Jahr, erklärt, dass bei der Skulptur Ästhetik und Eleganz im Mittelpunkt gestanden haben. «Das Wettbewerbsthema Energie und Umwelt zeigen wir mit dem Bioethanol-Einsatz und der Flamme. Eine Flamme, die auf um-

weltfreundliche Art erzeugt wird», so Teampartner Pirmin Ott (3. Lehrjahr). Rund 200 Arbeitsstunden haben die beiden kreativen Köpfe in ihr Objekt investiert. Die Skulptur selbst formten sie aus 2-mm-Chromstahl. Für einen sicheren Stand konstruierten sie einen Edelstahl-Unterbau, den sie mit 1,5-mm-Kupferblech verkleideten. Mit verschiedenen Schleifmaschinen verliehen die Spengler-Lernenden ihrem Werkstück seinen speziellen Charakter. Um die Optik des Sockels hervorzuheben, brünierten sie dessen Oberflächen mit Schwefelleber und polierten die Aussenkanten auf Hochglanz. Bei allen Schritten setzten die beiden konsequent auf Arbeitsteilung:

Im dritten Rang: Lorène Morezzi aus Aigle VD mit einem «globalen» Drehpuzzle. (Fotos: ©Béatrice Devènes)

Während sich Capljak beispielsweise ums Schweissen kümmerte, übernahm Ott sämtliche Schleifarbeiten. «Gerade beim Schleifen ist wichtig, dass das nur einer macht. Nur so erreicht man ein harmonisches Schleifbild», betont Ott. Capljak erwähnt das Biegen, das viel Fingerspitzengefühl erfordert habe. Insbesondere bei Chromstahl vertrage es da nichts, ein bisschen zu viel und schon habe man einen Knick. Schliesslich drängte sich die

Frage nach der Motivation auf, nebst Lehre und Berufsschule so viel Zeit und Arbeit in einen Wettbewerb zu investieren. Die Kreativwettbewerb-Gewinner dazu: «Die Skulptur herzustellen haben wir nicht als Arbeit betrachtet, denn eigentlich war das Ausübung unseres Hob■ bys.»

Weitere Bilder: www.suissetec.ch

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Landesmeisterschaft Südtirol – ein Training das «Gold» wert war Vom 17. bis 19. Februar 2011 traten rund 170 Kandidatinnen und Kandidaten in 20 Berufen an der Landesmeisterschaft Südtirol/Italien zu Wettkampf und Leistungsschau ihrer Fähigkeiten an. Mit Florian Müller Florian Müller vor seinem fertigen war auch der Schweizer WorldSkills-KanArbeitsstück nach didat im Beruf 15 Sanitär- und Heizungsdem Schlusspfiff. installationen zu Trainingszwecken nach Bozen gereist und holte ausser Konkurrenz den 4. Rang. (niema) Für seine hervorragende Leistung durfte Florian Müller anlässlich der Ehrung an der Schlussfeier auch die Gratulationen von Christine DavatzHöchner, Delegierte und Delegationsleiterin des Schweizer Teams von SwissSkills, und Rico Cioccarelli, technischer Delegierter, entgegennehmen. Zum Wettbewerb hatten die Organisatoren neun internationale Gäste aus vier Ländern, mit Florian Müller als einzigem Schweizer Vertreter, nach Bozen für ein Training unter Wettkampfbedingungen eingeladen. Das Südtirol vertritt an den Berufsweltmeisterschaften WorldSkills traditionellerweise Italien. So sicherten sich die Sieger der Südtiroler Landesmeisterschaft auch das Ticket zur Teilnahme an der kommenden Austragung im Oktober 2011 in London.

Trotz nur eines Trainings der vierte Rang Florian Müller musste sich mit den sechs besten Südtiroler Sanitär- und Heizungsinstallateuren an einem anspruchsvollen Arbeitsstück messen. Die dreidimensionale Aufgabe bestand aus einer frei stehenden Rohrkombination aus Kupfer-, Stahl- und Polyethylenrohren. Die Aufgabenstellung war nicht einfach zu lesen und forderte Ungeübten einiges ab. Verarbeitungstechniken wie Rohre kalt biegen, Löten, Schweissen, Aushalsungen, Reduktionen, Kunststoff schweissen mussten in rund 18 Stunden technisch per-

fekt und massgenau ausgeführt werden. Beurteilt wurden sie nach internationalen Massstäben mit dem Competition Information System CIS. Nur gerade eine dreitätige WorldSkills-Trainingsphase hatte der 21-Jährige hinter sich, als er zum Wettkampf antrat. Kein Wunder kämpfte sich Müller nicht in auf die vordersten Ränge. Mit dem inoffiziellen 4. Rang ist ihm aber eine beachtliche Leistung gelungen. Besonders wenn man weiss, dass alle anderen Kandidaten die Aufgabe bereits im Vorfeld mindestens einmal üben konnten. Mit einer ausgezeichneten Arbeit holte der Südtiroler Florian Mittelberger Gold und ist an den WorldSkills 2011 vom kommenden Oktober in London ein Kollege und Mitstreiter von Florian Müller.

Ungewohnte Materialen Für den Schweizer Gastteilnehmer war der Start in den Wettkampf mit Schwierigkeiten verbunden. Bereits kurz nach Arbeitsbeginn beobachte Florian Müllers Trainer und WorldSkills-Experte Markus Niederer, wie sein Schützling mit dem Schweissbrenner, der Gewindeschneidemaschine und weiteren Gerätschaften zu kämpfen hatte. Müller durfte live erfahren, was es bedeutet, mit anderen, ungewohnten Gerätschaften eine Spitzenleistung anzustreben. Ebenso gelangen ihm verschiedene Arbeitstechniken nicht so, wie er es sich gewohnt ist: «Ich habe nicht mit so vielen Problemen gerechnet. Eigentlich dachte ich, es ginge

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Ricco Cioccarell, Christine DavatzHöchner (beide SwissSkills) bei der Rangverkündigung.

einfacher», zieht Müller nach dem Schlusspfiff Bilanz. Als Gastteilnehmer ausser Konkurrenz hätte er ohnehin die Goldmedaille nicht erreichen können. Als Erfahrung für das weitere Training war die Wettbewerbsteilnahme in Bozen jedoch «Gold wert»! So kann in den kommenden Trainingseinheiten spezifisch an den «Schwächen» gearbeitet werden.

Südtiroler Berufsbildung ähnelt Schweizer System Bemerkenswert ist, dass Südtirol die Berufsbildung sehr stark fördert und unterstützt. Die nördlichste Provinz Italiens betreibt eine ähnliche Berufsausbildung wie die Schweiz und steht entgegen dem Rest des Landes für ein System mit Lehrzeit, Berufsschule und Lehrbetrieb ein. So ist die Leistung der jungen Berufsleute, die an diesen Landesmeisterschaften teilnahmen, mit deren von Schweizer Vertretern vergleichbar. Für viele Schweizer Installateure nicht ganz nachvollziehbar ist, dass die Südtiroler immer noch viele Kupfer- und Stahlrohrinstallationen verarbeiten, während hierzulande die Kunststofftechnik bei den Rohren die Oberhand gewonnen hat. Was besser ist, bleibt subjektiv. Zu denken dürfte diese Tatsache vielleicht jenen geben, die meinen, Kupfer und

Stahl verzinkt seien «out». Schon wenige 100 Kilometer von uns entfernt und auch weltweit gesehen sind diese Materialen nach wie vor gang und gäbe.

Lob an die Veranstalter Alle Beteiligten bezeichneten die Landesmeisterschaft vom Südtirol als grossartigen Anlass mit perfekter Infrastruktur. Gastgeber und Teilnehmer zeigten sich sehr kollegial, freundlich und grosszügig. Die Schweizer Vertretung bedankte sich beim Landesverband der Handwerker LVH (Südtirol), dem Obmann der Berufsgruppe Installateure Reinhard Ambach (Südtirol), dem Chefexperten und WorldSkills-Experten Lorenz Rier (Südtirol), dem Schweizerisch-Liechtensteinischen Gebäudetechnikverband suissetec und Florian Müllers Arbeitgeber Roger Nyffeler. Sie alle ermöglichten, dass der WorldSkills-Kandidat 2011 diese «goldenen» Erfahrungen machen durfte und ihm dabei helfen, in London vielleicht echtes Gold zu erlangen. ■


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Fachausweisfeier 2010 in Olten

Die ersten Projektleiter Gebäudetechnik erhalten den eidgenössischen Fachausweis Insgesamt 143 Absolventen, unter ihnen eine Spenglerpolierin, haben die Berufsprüfung 2010 bestanden und am 4. März im Hotel Arte, Olten, ihren eidgenössischen Fachausweis entgegennehmen dürfen. Reinhart Küng, Präsident der QualitätssicherungsKommission, konnte in diesem Jahr den ersten Absolventen des neuen Bildungsganges Projektleiter Gebäudetechnik den eidgenössischen Fachausweis überreichen. suissetec-Zentralpräsident Peter Schilliger gratuliert der einzigen Absolventin des Prüfungsjahrganges. Adischa Imhof aus Flurlingen ZH darf sich ab sofort Spenglerpolierin mit eidgenössischem Fachausweis auf ihre Visitenkarte schreiben.

(baud) Markus Pfander, Leiter Prüfungen und Subventionen von suissetec, freute sich in seiner Eröffnungsrede darüber, dass der Prüfungsjahrgang 2010 eine Rekordzahl an Absolventen hervorgebracht habe. Rund 100 der 37 frischgebackenen Chefmonteure Heizung, 61 Chefmonteure Sanitär, 33 Spenglerpoliere und 12 Projektleiter Gebäudetechnik waren der Einladung zur offiziellen Feier in Olten mit ihren Angehörigen gefolgt. Unter ihnen auch zahlreiche Vertreter aus der Westschweiz. Reinhart Küng dankte den Absolventen für ihren Durchhaltewillen, indem sie der beruflichen Weiterbildung in den letz-

ten ein bis zwei Jahren höchste Priorität gegeben hätten. Die Früchte dieses Engagements könnten nun geerntet werden, denn gut ausgebildete Fachleute seien in der Baubranche mehr denn je äusserst gefragt. Auch Erich Meier, Rektor der Schweizerischen Technischen Fachschule Winterthur STFW,

Nebst offiziellen Vertretern seitens Verbandes und Anbietern wohnten rund 300 Angehörige der diesjährigen Feier bei.

suissetec-Preise für die Besten ihrer Branche erhielten: Chefmonteur Heizung:

Alexis Corbat, Vendlincourt JU (5,5) Markus Schmid, Schaffhausen SH (5,5)

Chefmonteur Sanitär:

Roman Hörler, Teufen AR (5,3)

Spenglerpolier:

Lukas Riklin, Nesslau SG (5,0)

Projektleiter Gebäudetechnik: Marco Calavitta, Bettlach SO (4,8)

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Chefmonteure Sanitär (Gruppenbild 1).

Chefmonteure Sanitär (Gruppenbild 2).

und -kollegen ebenfalls für eine Weiterbildung zu animieren, andererseits das erworbene Fachwissen an junge Berufsleute weiterzuvermitteln. Die Branche sei froh über bestens qualifizierte Fachkräfte, die bereit seien, Führungsaufgaben und Verantwortung zu übernehmen.

Geglückte Premiere des Projektleiters Gebäudetechnik

Chefmonteure Heizung.

stellte die hervorragenden Berufsaussichten der Absolventen in den Mittelpunkt seiner Rede: «Bund und Kantone stecken sehr viel Geld in die Erneuerung und Verbesserung der Gebäude mit dem Ziel, energetisch unabhängig zu werden.» Andererseits würde sich aufgrund der sinkenden Schulabgängerzahlen der Mangel an Fachkräften bis ins Jahr 2020 weiter ver-

schärfen. Die neuen Träger der eidgenössischen Fachausweise hätten deshalb mit ihrer Weiterbildung die beste Entscheidung für ihre persönliche Perspektive im Zukunftsmarkt der Gebäudetechnikbranche getroffen. Peter Schilliger, Zentralpräsident suissetec, appellierte in seinem Schlusswort an die Absolventen, einerseits Branchekolleginnen

Projektleiter Gebäudetechnik. (Fotos: ©Patrick Lüthy)

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Im August 2009 startete erstmals der neue Bildungsgang zum Projektleiter Gebäudetechnik mit eidgenössischem Fachausweis. Insgesamt zwölf Absolventen haben die Berufsprüfung bestanden und sich in rund einjährigen modularen Ausbildungsblöcken im suissetec-Bildungszentrum Lostorf das Rüstzeug geholt, um als verlängerter Arm des Gebäudetechnikunternehmers im Betrieb und auf der Baustelle tätig zu sein. Zu den Schwerpunkten der Ausbildung zählen Team-

Spenglerpoliere.

management, Projektfinanzen ■ und Projektmanagement.

Hinweis: Im Mosaik dieser Ausgabe finden Sie einen Beitrag von Andreas Brunner, Chefmonteur Heizung, in dem er über den Bildungsgang und die Abschlussreise berichtet.


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Stimmen zum Projektleiter Gebäudetechnik Marco Calavitta, Bettlach SO, ist gelernter Sanitärmonteur und Haustechnikplaner Fachrichtung Sanitär. Der 35-Jährige leitet bei der Pärli Heizung Sanitär AG, Biel, die Abteilung Sanitär: «Als Mitarbeiter in einem Unternehmen, das viele Projekte als GU ausführt, habe ich natürlich sehr vom Bildungsgang profitiert und kann mein erweitertes Wissen besonders auch für die Disziplinen übergreifende Koordination einsetzen. Terminprogramme erstellen, Protokolle schreiben oder Vertragsrecht waren Fächer, die mich sehr interessiert haben. Auch Aspekte der Führung und Motivation von Mitarbeitenden hatten im Bildungsgang viel Raum. Zum Beispiel achte ich heute besonders auf eine detaillierte Projektübergabe an unsere Mitarbeitenden und bereite alles akribisch vor. Das schätzen unsere Leute sehr. Den Lehrgangsaufbau in Blockseminaren finde ich sehr gut. Man kann sich in diesen Wochen in Lostorf voll auf die Lerninhalte konzentrieren und ist durch nichts abgeAndreas Gurtner (28) aus Riehen BS ist gelernter Spengler/Sanitärinstallateur. Er ist bei der lenkt. Dass es bei meiner VernetFirma Walo Isler AG, sanitäre Anlagen und Spenglerei, in Basel tätig, wo er die Funktion zungsprüfung sogar zum suisseeines Projektleiters innehält: tec-Preis gereicht hat, freut mich «Ich gehörte zu den beiden jüngsten Teilnehmern und habe deshalb auch sehr vom Ausnatürlich riesig. Da ich schon tausch mit den anderen, älteren Gebäudetechnikern und deren Erfahlänger im Planungsbüro tätig rungen profitiert. Einige Kursinhalte gingen schon sehr ins Unternehbin, hatte ich mit meinem Vormerische wie zum Beispiel die Finanzbuchhaltung. Auch wenn ich wissen vielleicht einen Vorteil gekaum Einblick in Bilanz und Erfolgsrechnung meines Arbeitgebers ergenüber den Handwerkern, für halte, habe ich doch einiges über dieses Gebiet erfahren und kenne die viele Aspekte absolut neu wajetzt unter anderem die anfallenden Kosten, die im Rahmen eines Proren. Mein Arbeitgeber hat voll jekts entstehen. Im zwischenmenschlichen Bereich habe ich mehr Sihinter meiner Weiterbildung gecherheit bekommen. Durch mein neues Wissen trete ich selbstbewussstanden und mir während der ter und kompetenter auf, sei es als Gesprächspartner im Büro oder auf Ausbildung in Sachen Arbeitslast der Baustelle. Tiefere Kenntnisse in der Planung, sei es, generell mehr Zeit in die Vorbereiden Rücken freigehalten. Dafür tung zu investieren, Meilensteine zu setzen oder vermehrt Pufferzonen einzubauen, kann danke ich ihm sehr.» ich jetzt in der Praxis umsetzen. Sehr hilfreich sind auch die Unterlagen des Bildungsganges, die ich für verschiedene Fragestellungen und Musterlösungen immer wieder beiziehen kann. Meinem Chef bin ich sehr dankbar, dass er mich für die Bildungstage in Lostorf freigestellt und auch sonst voll unterstützt hat.»

Erfolgreiche Absolventen der Berufsprüfung 2010 Chefmonteur/-in Heizung mit eidgenössischem Fachausweis Berlinger Martin Kerns OW Borer Raphael Liesberg Dorf BL Brunner Andreas Wilderswil BE Carrubba Daniele Netstal GL Corbat Alexis Vendlincourt JU Covino Massimo Saland ZH Erni Lars Küssnacht am Rigi SZ Farine Ludovic Romont FR Gavillet Steve Belfaux FR Gmünder Marc Uitikon Waldegg ZH Gomez Jean-Paul Lossy FR Grieder Matthias Rünenberg BL Grünenfelder Thomas Mels SG Gurba Ludovic Porrentruy JU Heynen Gerd Laufen BL Imwinkelried Stefan Naters VS Jovanov Zarko Zürich ZH Keller Jonas Villeret BE Kestic Mujo Unterkulm AG Mannhart Lukas Guntershausen b. Aadorf TG Monteleone Raffaele Winterthur ZH Pergegaj Filip Uznach SG Prata Jorge Sion VS Rechsteiner Severin Ebnat-Kappel SG Rey Marc Bäretswil ZH Rychener Adrian Wimmis BE Scheurer Christoph Bussnang TG Schmid Markus Schaffhausen SH Spremic Sinisa Monthey VS

Steiner Stüble Sulejmani Tschannen von Känel Wyss Zumeri Zutter

Kilian Daniel Besnik Yves Philippe Beat Genc Stefan

Siders VS Bernhardzell SG Netstal GL Detligen BE Galmiz FR Oftringen AG Arbon TG Bolligen BE

Projektleiter/-in Gebäudetechnik mit eidgenössischem Fachausweis Bosshard Markus Hittnau ZH Calavitta Marco Bettlach SO Carballido Albano Lyss BE Daki Bekim Bülach ZH Freiburghaus Christian Konolfingen BE Groen Olivier Filet VS Gurtner Andreas Riehen BS Machalett Falko Chur GR Plüss Thomas Bäretswil ZH Rothen Daniel Bäriswil BE Somm Manfred Wängi TG Vogel Lukas Wolhusen LU Chefmonteur/-in Sanitär mit eidgenössischem Fachausweis Binswanger Marco Tägerwilen TG Blank Florian Obernau LU Bolzan Moreno Winterthur ZH Bossard Philipp Roggwil BE Brunner Lukas Rain LU

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Cathomen Christen Conti Crose Da Silva D’Aurelio Di Tommaso Dumoulin Eicher Engler Erogul Fenner Ferreira Häberlin Hager Hiller Hofer Hörler Hösli Inauen Jost Kehl Kummer Linack Luttringer Maksan Martins Meier Merian Merki Milosevic Monteiro Ogulkanmis Pajic Portmann Probst Rechsteiner Reich Reuteler Roth Rutishauser Salathé Schneider Schweizer Siegrist Simeoni

Corsin Johny Damien Andris Nelson Josef Giulio Guillaume Marc Thomas Levent Patrick Nuno David Michael Lukas Markus Roman Stefan Martin Andreas Matthias Lars Martin Patrick Danijel Bruno Dominic Kenneth Michael Tomislav José Hüseyin Boris Mario Richard Michael Christoph Roman César Thomas Serge Roland Fabian André Julien

Laax GR Schwarzenegg BE Meyrin GE Martigny VS Corcelles NE Reinach BL Susch GR Savièse VS Turbenthal ZH Urnäsch AR Baar ZG Oberrieden ZH Cressier NE Flawil SG Aarwangen BE Wintersingen BL Uettligen BE Teufen AR Schwanden GL Luzern LU Wangen SZ Luzern LU Berg TG Feuerthalen ZH Pratteln BL Clarens VD Rupperswil AG Thalheim AG Hinwil ZH Würenlingen AG Kloten ZH Clarens VD Speicher AR Bettlach SO Neudorf LU Heiden AR Weinfelden TG Rorschach SG Aarwangen BE Klingnau AG Ebmatingen ZH Muttenz BL Meiringen BE Abtwil SG Witterswil SO Onex GE

Steiger Studer Stüssi Theiler Vittorini Wälti Wildhaber Zahnd Zeneli

Fredy Michael Karl Christian Luigi Patrik Heiner Patrick Kalosh

Roggwil TG Balgach SG Glarus GL Lyss BE St. Gallen SG Thalwil ZH Mels SG Bern BE Hallau SH

Spenglerpolier/in mit eidgenössischem Fachausweis Aregger Erich Flüelen UR Aydin Ismail Niedergösgen SO Bächli René Rombach AG Bänninger Marco Wila ZH Baur Michael Waltenschwil AG Bettoni Davide Schaffhausen SH Bichsel Michel Dulliken SO Bollinger Emanuel Dominique Schleitheim SH Boutellier Andreas Sulz AG Dawa Rephael Hindelbank BE Dubler Jean-Christophe Gland VD Duraffourd Alexandre Les Acacias GE Egger Benjamin Zürich ZH Fluri Thomas Derendingen SO Grob Anton Willisau LU Hürlimann Simon Ebnat-Kappel SG Imhof Adischa Flurlingen ZH Juchler Marc St. Gallen SG Kathriner Adrian Kägiswil OW Kläy Andreas Schliern b. Köniz BE Kocher Michael Oberwil b.Bern BE Lustenberger Daniel Zürich ZH Netzer Michael Solothurn SO Osterwalder Beat Dietlikon ZH Regamey Marc St-Légier VD Riklin Lukas Nesslau SG Rüegg Peter Bühler AR Schmid Marcel Zürich ZH Schürch Bernhard Burgdorf BE Ulrich Roland Küssnacht SZ Waldvogel Sascha Uster ZH Widmer Stefan Gelfingen LU Zinsstag Daniel Eschenbach SG

28. Lüftigercup am 2. Juli 2011 – Fussballturnier in Luterbach SO

Anpfiff für die Ronaldos der Lüftungsbranche Unter dem Patronat von suissetec und ProKlima organisiert die Depping AG, Zuchwil, am Samstag, 2. Juli 2011, in Luterbach bei Solothurn eine weitere Ausgabe des «Lüftigercups». Fussballbegeisterte Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Lüftungsbranche sind eingeladen, ab sofort ihre Teams zu melden. (Red) Der traditionelle Lüftigercup hat zum Ziel, Branchenkolleginnen und -kollegen aus der ganzen Schweiz für einmal weit ab von Baustelle und Büro zusammenzubringen: nämlich auf und neben dem Fussballplatz. Zu diesem Zweck organisieren die Initianten in Zusam-

menarbeit mit dem FC Luterbach ein Fest für Sportbegeisterte und ihre Angehörigen. Sport treiben, Kontakte pflegen, ganz einfach in guter Gesellschaft ein paar schöne Stunden zu verbringen, sollen im Mittelpunkt des Anlasses stehen. Geboten werden sechs Spielplätze

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mit Garderoben, ein grosses Festzelt und genügend Speis und Trank zu fairen Preisen. Selbstverständlich sind auch Westschweizer Teams herzlich eingeladen – es stehen genügend Französisch sprechende Personen für die Betreuung bereit. ■

Interessierte Firmen melden Ihre Teams an bei: Depping AG Allmendweg 8, 4528 Zuchwil Fax 032 686 80 01 E-Mail: depping@deppingag.ch Anmeldeschluss ist der 15. Mai 2011


SUISSETEC

21. Schweizer Solarpreis: Anmeldefrist bis 15. Mai 2011 Seit Mitte März läuft die Anmeldung für den Schweizer Solarpreis. Teilnahmeberechtigt sind Personen und Institutionen, die sich in besonderem Masse für die Förderung der erneuerbaren Energien einsetzen. In weiteren Kategorien werden energieeffiziente Bauten und Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarer Energie ausgezeichnet. Eigenenergieversorgung von sensationellen 182 Prozent Solar-Restaurant Klein Matterhorn, Gewinner Schweizer und Europäischer Solarpreis 2010 (©Schweizer & Europäischer Solarpreis 2010/Solar Agentur Schweiz)

(Red) Um die Ausbildung von Architekten und Ingenieuren auf dem neuesten Stand der Technik zu fördern, werden zum zweiten Mal Solarpreise im Gesamtwert von CHF 100 000 für die besten PlusEnergieBauten (PEB) in Europa vergeben, darunter der Norman Foster Solar Award.

Das Schweizer Gebäudetechnologiegewerbe und innovative Eigentümer/-innen, Mieter- und Vermieter/-innen erstellen heute Gebäude, welche die Energieverluste weiter senken und immer mehr Energie selber erzeugen. Die letztjährigen Preisträger der PEB-Auszeichnungen weisen gar eine Eigenenergieversorgung von 109 bis 182 Prozent auf. Von 1989 bis 2008 wurden in der Schweiz fünf PlusEnergieBauten (PEB) erstellt. Allein 2009 und 2010 wurden 11 neue PEB gebaut. Mit ihren solar genutzten Dächern und Fassaden

decken diese Bauten den gesamten Jahresenergiebedarf für Warmwasser, Heizung und Strom. Darüber hinaus liefern sie den Solarstromüberschuss ans öffentliche Stromnetz. Der Schweizer Gesamtenergiebedarf beträgt 250 TWh/a (250 Mrd. kWh/a). Rund 50 Prozent (125 TWH/a) davon konsumiert der Gebäudesektor. Werden in der Schweiz künftig nur noch PEB gebaut, können sie mehr als den gesamten Schweizer Gebäude-Energiebedarf von 125 TWh/a decken.

Jetzt anmelden Die Anmeldung für den Schweizer Solarpreis ist kostenlos. Anmeldeformulare, detail-

In der Rubrik «In Ausbildun g ... » ... begleiten w ir Isabel Men a während rund einem Jahr ihre r Berufsausbildun g. In loser Folge berichtet die angehende Haustechnikplan erin, Fachrichtung Sani tär persönlich darüber, was sie im Lehrbetrieb, in de r Berufsschule und den üb erbetrieblichen Kursen freut, st ört und bewegt.

Isabel Mena wird Haustechnikplanerin (Teil 18)

Vorbelastet Diesen Monat hatte ich viele Essen mit der Familie, Freunden oder mit der Firma in Restaurants. Und dabei ist mir zum ersten Mal aufgefallen, wie sehr ich schon in meinen Beruf als Haustechnikplanerin vertieft bin. Früher fragte ich mich immer, warum sich Erwachsene auch nach Feierabend noch mit ihrem Job beschäftigen und über ihren Arbeitsalltag reden. Und nun stelle ich fest, dass es mir heute genau gleich geht und ich beruflich auch schon ziemlich «vorbelastet» bin! Wenn ich

zum Beispiel in ein Restaurant gehe, dann schaue ich mir in den Toiletten schon ganz automatisch an, woher die eingebauten Produkte stammen. Dies kann manchmal auch ganz schön nervend sein! Meine Mutter und ich wurden im Supermarkt auch schon darauf angesprochen, warum wir denn so an die Decke starren würden! Wir mussten lachen und erklärten der verwunderten Frau, was ich beruflich mache und dass wir einfach ein wenig darüber diskutierten, was für Installationen

lierte Teilnahmebedingungen und das Solarpreis-Reglement finden Sie unter: www.solaragentur.ch. Alle Unterlagen können auch telefonisch bestellt werden unter 044 252 40 04. Die Anmeldefrist läuft bis am 15. Mai 2011. Anmeldeberechtigt sind Gebäude und Anlagen, die zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 15. Mai 2011 in Betrieb genommen werden. Die Gewinner werden in der Publikation «Schweizer Solarpreis 2011» ausführlich vorgestellt. Verliehen werden die Preise am 11. November 2011 in der Palexpo Genf. ■

und Leitungen da so an der Decke hängen … Ansonsten haben wir im Büro recht viel Stress und Hektik. Da meinem «Mit-Stift» und mir die Lehrabschlussprüfung schon sehr bald bevorsteht und wir gleichzeitig mit unserem Büroumzug beschäftigt sind, fehlen uns einige Arbeitstage im Betrieb. Diese fehlenden Tage bekommen wir recht zu spüren. Alle arbeiten wie wild und von der Fasnacht werden wir dieses Jahr wahrscheinlich nicht allzu viel mitbekommen. Jedoch ist

die Vorfreude auf das neue Büro so gross, dass wir das gelassen hinnehmen und einfach unser ■ Bestes geben. Isabel Mena

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SUISSETEC

Bildungsangebote suissetec Lostorf Heizung Sanitär Spengler Berufsziel eidg. Fachausweis als Chefmonteur/-in Heizung oder Sanitär, Spenglerpolier/-in: Vorbereitungsmodul: jährlich im Herbst, 2 Wochen Lehrgang: jährlich ab Frühjahr, 18 Wochen verteilt auf 1½ Jahre

Berufsziel eidg. Diplom: Fachleuten im Besitz des eidg. Fachausweises ist der Einstieg in den Diplomlehrgang jederzeit möglich: Lehrgang: jährlich ab Herbst, 18 Wochen, verteilt auf 1½ Jahre Heizung Lüftung/Kälte Sanitär Spengler Lehrgang Projektleiter/-in Gebäudetechnik mit eidg. Fachausweis ab 8. August 2011 (Anmeldeschluss: 20. Juni 2011)

Lehrgang Energieberater/-in Gebäude mit eidg. Fachausweis ab 9. Januar 2012 (Anmeldeschluss: 4. November 2011) Heizung Vorbereitungskurs auf den Lehrgang eidg. Fachausweis 27. Februar–9. März 2012 (Anmeldeschluss: 27. Januar 2012)

Lehrgang Chefmonteur/-in Heizung mit eidg. Fachausweis ab 30. April 2012 (Anmeldeschluss: 27. Januar 2012) Lehrgang Heizungsmeister/-in mit eidg. Diplom ab 5. Dezember 2011 (Anmeldeschluss: 12. September 2011) Servicemonteurkurs Heizung (Modul 50.21) 24.–28. Oktober 2011 (Anmeldeschluss: 23. September 2011) Sanitär Vorbereitungskurs auf den Lehrgang eidg. Fachausweis 31. Oktober–11. November 2011 (Anmeldeschluss: 3. Oktober 2011)

Lehrgang Chefmonteur/in Sanitär mit eidg. Fachausweis ab 12. März 2012 (Anmeldeschluss: 16. Dezember 2011) Lehrgang Sanitärmeister/-in mit eidg. Diplom ab 5. Dezember 2011 (Anmeldeschluss: 12. September 2011) Lehrgang Sanitärplaner/-in mit eidg. Diplom ab 12. März 2012 (Anmeldeschluss: 16. Dezember 2011)

Spengler Vorbereitungskurs auf den Lehrgang eidg. Fachausweis 3.–14. Oktober 2011 (Anmeldeschluss: 2. September 2011)

Lehrgang Spenglerpolier/-in mit eidg. Fachausweis ab 9. Januar 2012 (Anmeldeschluss: 14. Oktober 2011) Lehrgang Spenglermeister/-in mit eidg. Diplom ab 5. Dezember 2011 (Anmeldeschluss: 12. September 2011) Allgemein Anschlussbewilligung für sachlich begrenzte Elektroinstallationen (Art. NIV 15) 06.–10. Juni 2011 22.–26. August 2011 03.–07. Oktober 2011 (Anmeldeschluss: jeweils 8 Wochen vor Kursbeginn)

Rechtsgrundlagen (Modul 40.13) 5.–12. Mai 2011 (Anmeldeschluss: 18. April 2011) Personalführung (Modul 44.15) 30. Juni–16. August 2011 (Anmeldeschluss: 30. Mai 2011) Wir haben INtUS weiterentwickelt: Persona – Entwickeln Sie Ihre persönlichen Kompetenzen – 5 verschiedene Module, mit Zertifikat suissetec Daten und Seminar-Orte siehe www.suissetec.ch Aktuelle Kurs- und Seminarangebote des Bildungszentrums suissetec Lostorf finden Sie unter: www.suissetec.ch. Anmeldungen können direkt online vorgenommen werden.

Veranstalter Bildungszentrum suissetec, 4654 Lostorf Tel. 062 285 70 70 Fax 062 298 27 50 e-mail: lostorf@suissetec.ch Internet: www.suissetec.ch Wir bitten die Kursbesucher, bei der Anreise wenn möglich die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen. Ab Olten SBB verkehren halbstündlich Busse nach Lostorf.

Servicemonteurkurs Sanitär Teil 1 (Modul 50.11) 19.–23. September 2011 (Anmeldeschluss: 19. August 2011)

STFW Winterthur Servicemonteurkurs Sanitär Teil 2 (Modul 50.12) 15.–17. Juni 2011 (Anmeldeschluss: 15. Mai 2011)

Chefmonteur Heizung, berufsbegleitend HCMH 12/1 (3 Semester) 02. März 2012–21. Juni 2013

Preisrechnen 1 (Modul 41.21) 20.–28. Juni 2011 (Anmeldeschluss: 20. Mai 2011)

Chefmonteur Heizung, Infoveranstaltung HCMH INFO 08. September 2011 und 17. Januar 2012

Haustechnik (Modul 12.16) 21. Juni–12. August 2011 (Anmeldeschluss: 20 Mai 2011)

Gebäudeautomatiker STFW, berufsbegleitend HGA 12/1 (2 Semester) 29. April 2011–08. Juni 2012

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SUISSETEC

Projektleiter Sicherheitssysteme HSES «Sicherheit» 12/1 (3 Semester) 13. April 2012–15. Juni 2013

Kältetechnik Aufbau HKA 11/1 (2 Tage) 10.–11. Mai 2011 HKA 11/2 (2 Tage) 24.–25. Oktober 2011

Projektleiter Sicherheitssysteme HSES «Feuer» 12/1 (3 Semester) 30. März 2012–15. Juni 2013

Kältetechnik Grundlagen HKG 11/2 (2 Tage) 11.–12. Oktober 2011

Servicemonteur Lüftung/Klima, berufsbegleitend HSML 12/1 (2 Semester) März 2012–April 2013

Lufttechnik HLT 11/1 (2 Tage) 07.–08. Juni 2011 HLT 11/2 (2 Tage) 08.–09. November 2011

Spengler-Polier, berufsbegleitend HSPP 12/1 (3 Semester) Oktober 2012–Juli 2014 Spengler-Polier, Infoveranstaltung HSPP INFO Juni 2012 und August 2012

Kurzkurse Der Monteur als Instruktor von Lernenden HIL 11/2 (1 Tag) 07. Juni 2011 HIL 11/3 (1 Tag) 22. September 2011

Elektrische Grundschaltungen und Steuerungen HLEG 11/1 (3 Tage) 17.–19. Mai 2011 HLEG 11/2 (3 Tage) 11.–13. Oktober 2011 Elektro- und Prinzipschema lesen HEP 11/1 (2 Tage) 29.–30. Juni 2011 HEP 11/2 (2 Tage) 15.–16. November 2011 Elektroschema lesen (Wiederholungskurs) HEW 11/1 (1 Tag) 10 November 2011 Grundkurs WIG/TIG-Schweissen HSW 11/1 (4 Tage) 21.–24 November 2011 Haustechnik für Einsteiger HHE 11/3 (3 Tage) 06.–08. September 2011 Hydraulik/hydraulischer Abgleich HHA 11/2 (2 Tage) 20.–21. Juni 2011 HHA 11/3 (2 Tage) 12.–13. September 2011 Hygiene in raumlufttechnischen Anlagen/ Hygieneschulung nach VDI/SWKI HSR A 11/2 Planung (2 Tage) 23.–24. Mai 2011 HSR A 11/3 Planung (2 Tage) 04.–05. Juli 2011 HSR A 11/4 Planung (2 Tage) 17.–18. Oktober 2011 HSR B 11/2 Service (1 Tag) 30. Mai 2011 HSR B 11/3 Service (1 Tag) 11. Juli 2011 HSR B 11/4 Service (1 Tag) 24. Oktober 2011

Luftvolumenstrommessungen/Firmenkurse HLM 11/1 (1 Tag) 06. Juli 2011 Messen in der Lufttechnik HML 11/1 (2 Tage) 27.–28. September 2011 Montage und MSR HMM 11/1 (1 Tag) 25. August 2011 Prüfungsvorbereitung für die Anschlussbewilligung Art. 15 NIV Elektro-Anschlussbewilligung EAB 11/2 (6 Tage) 15.–30. Juni 2011 EAB 11/3 (6 Tage) 14.–29. September 2011 EAB 11/4 (6 Tage) 16. November–01. Dezember 2011 Regeltechnik Aufbau HRA 11/1 (2 Tage) 27.–28. Juni 2011 HRA 11/2 (2 Tage) 14.–15. September 2011 Regeltechnik Grundlagen HRG 11/1 (3 Tage) 17.–19. Mai 2011 HRG 11/2 (3 Tage) 01.–03. November 2011 Systematik in der Störungsbehebung HSS 11/2 (2 Tage) 23.–24. August 2011 Beachten Sie bitte das Merkblatt über suissetec-Weiterbildungssubventionen im Bereich Heizung-Lüftung-Klima (HLK)

Veranstalter Schweizerische Technische Fachschule Winterthur STFW Schlosstalstrasse 139 8408 Winterthur Tel. 052 260 28 00 Fax 052 260 28 03 E-Mail: info@stfw.ch Internet: www.stfw.ch

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MESSEN

ineltec 2011: positive Signale für den Branchentreffpunkt Mit 16 000 Besuchern und rund 230 Ausstellern (ineltec 2009) ist die ineltec alle zwei Jahre die unbestrittene Fachmesse der Schweiz für Gebäudetechnik und Infrastruktur. Die Messe hat den Anspruch, mit der Weiterentwicklung und dem Innovationspotenzial der Branche Schritt zu halten.

Thematische Highlights Um gezielter die relevante Besucherschaft anzusprechen, sind verschiedene Highlights in Planung:

• Vortragsreihe zu branchenrelevanten Themen in den Bereichen Kommunikationssysteme und Netzwerktechnik. • Der Lichttag bildet das thematische Highlight im Bereich Licht- und Beleuchtungstechnik mit gezielter Ansprache der Lichtplaner und Elektroingenieure. • Unter der Schirmherrschaft des VSEI (Verband Schweiz. Elektro-Installationsfirmen) werden die bewährten SMSTouren für Berufsschulklassen

ineltec 2011: Technologiemesse für Gebäude und Infrastruktur Dauer:

Dienstag, 13., bis Freitag, 16. September 2011

Öffnungszeiten: täglich 9.00 –18.00 Uhr, Freitag bis 16.00 Uhr Ort:

Messe Basel, Halle 1

Veranstalterin: MCH Messe Schweiz (Basel) AG Partner:

VSEI, Verband Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen, www.vsei.ch

Internet:

www.ineltec.ch

E-Mail:

info@ineltec.ch

sowie die World Skills-Trainingswoche und erstmalig eine Verkaufs-Karaoke (Verkaufstraining) für Lehrlinge durchgeführt. Abgerundet werden die Schwerpunkte mit den Guided iTours, welche die Besucherschaft themenbezogen zu den Innovationen der Anbieter führen. Des Weiteren sind in Zusammenarbeit mit verschiedenen Verbänden Beiträge zum Thema «Energieeffizienz» geplant.

nahmeabsicht bestätigt. Zurzeit sind Absichtserklärungen von 97 Prozent der in 2009 belegten Fläche vorhanden. 139 Anbieter haben sich bereits für die ineltec ausgesprochen. Darunter Firmen, welche im 2009 fernblieben wie ABB Schweiz AG Normelec, Eaton Industries GmbH, Legrand (Schweiz) AG und Siemens Schweiz AG. Ihre Anmeldungen bestätigen die Bedeutung der ineltec. ■

Erfreulicher Anmeldestand

Mit 16 000 Besuchern und rund 230 Ausstellern (ineltec 2009) ist die ineltec alle zwei Jahre die unbestrittene Fachmesse der Schweiz für Gebäudetechnik und Infrastruktur.

Seit November 2010 läuft die Akquisition auf Hochtouren. Die Resonanz ist bisher sehr erfreulich. Die grossen Branchenplayer haben ihre Wiederteil-

10. Schweizer Hausbau- und Energie-Messe im November 2011 Für die vier Tage vom 24. bis 27. November 2011 ist bereits die 10. Hausbau- und EnergieMesse angesagt. Neben den angestammten Themen wie Ener-

gieeffizienz, erneuerbare Energien und Holz wird neu die «Suisse Frio» mit dem Schweizer Kälte-Forum lanciert. Das Kongressprogramm mit Fachbeiträgen und Firmenauftritten soll noch attraktiver werden. Die erneuerbaren Energien werden einen noch grösseren Stellenwert haben. Dem Plusenergiehaus, dem Gebäude das mehr Energie produziert als es braucht, steht eine grosse Zukunft bevor. Die internationale Bau- und Energieforschung sowie die Entwicklung ist voll auf das Plusenergiehaus ausgerichtet. Die Messeleitung verfolgt diese Trends aufmerksam, was an der 10. Hausbau- und Ener-

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gie-Messe voll zum Tragen kommen wird. Attraktive architektonische Lösungen für alle Gebäudekategorien werden dabei berücksichtigt. Energieeffizienz und der ökonomische Einsatz von erneuerbaren Energien können sich mit dem Plusenergiehaus bestens entfalten.

für Industrie, Dienstleistungen und Gewerbe eine Plattform für Kälte, Wärme, Systeme und Planungen geboten: Das Schweizer Kälte-Forum findet am Donnerstag, 24. November, statt. Trägerschaft: Schweizerischer Verein für Kältetechnik SVK und energie-cluster.ch ■

Neu: «Suisse Frio» und Schweizer KälteForum 2011

http://www.hausbaumesse.ch/ schweizer-kaelteforum-suissefrio-de

Erstmals wird im Rahmen der Schweizer Hausbau- und Energie-Messe am Donnerstag/Freitag, 24./25. November 2011, die zweitägige Sonderschau «Suisse Frio» durchgeführt. Als MiniKongress im grossen Stil wird

Focus Events AG 2504 Biel Tel. 032 344 03 87 www.hausbaumesse.ch


MESSEN

Novität: Messe für Industrie- und Gewerbebau sowie öffentliche Gebäude Am 12. und 13. Oktober 2011 findet in der BEA bern expo die erste Industrie- & Zweckbau Schweiz statt, eine Novität für die Schweizer Baubranche. Am zweitägigen Messeevent werden alle Bereiche für den Büro-, Industrie- und Gewerbebau sowie für öffentliche Gebäude abgedeckt. Dadurch entsteht ein Höchstmass an Synergien für die gesamte Baubranche. Speziell ist die thematische Bandbreite der Ausstellung, die sämtliche Bereiche abdeckt: die Gebäudeerschliessung, die Gebäudehülle mit Konstruktion, die Gebäudetechnik sowie Sicherheit und verschiedenste

Dienstleistungen. Mit dieser starken Fokussierung auf den Industrie- und Zweckbau hebt sich der Messeveranstalter easyFairs klar von anderen Baumessen ab, die oft für den Wohnbau bestimmt sind. «Die Einbindung aller Themen in die neu positionierte Messe geschah in Absprache mit wichtigen Keyplayern und garantiert einen einzigartigen Auftritt für Aussteller und Fachbesucher», betont Christian Rudin, Geschäftsführer der easyFairs Switzerland GmbH. Die Reservationen sind voll im Gange und unter den Ausstellern sind wichtige Vertreter wie Hör-

mann Schweiz, Komos AG, Toscano Stahlbau, Flumroc, H. Wetter AG und weitere.

Effizient, kostenbewusst, besucherfreundlich Aussteller können bereits ab dem Basispreis von 6200.00 Franken dabei sein. Der Preis für den Stand ist bei easyFairs auch der Preis für die Messe. Versteckte Kosten gibt es nicht. Inbegriffen sind ein fixfertiger Stand, ein Grundmodul mit Möbeln, Beleuchtung, Stromanschluss sowie Ausstellerparklätze. Der Preis beinhaltet ebenfalls eine Reihe von Marketing-Massnahmen wie Katalogeintrag, wö-

chentlicher Newsletter an potenzielle Besucher ab etwa zwei Monaten vor Messebeginn, Ticket-Mailings mit Flyern an Besucher vier Wochen vor Messebeginn sowie diverse Tools für die Ausstellerkommunikation. Der Eintritt und das gesamte Rahmenprogramm sind für alle Messebesucher kostenlos inkl. Kaffeegutscheine. Im Basispaketpreis ist auch das OnlineTool «mein easyFairs» für Aussteller integriert. Ab sofort sind Buchungen für Aussteller online möglich unter: www.easyfairs.com/industriebauschweiz. ■

Forum Wärmepumpe zieht nach Nürnberg um Die SIU-Unternehmerschulung

KOSTENLOS kennen lernen ist der Zweck unserer Informationsabende. Reservieren Sie sich Ihren Platz am gewünschten Ort: Bern Dagmersellen Zürich

11. Mai 2011 18.30 Uhr 19. Mai 2011 18.30 Uhr 12. Mai 2011 18.30 Uhr

(Anmeldung bitte unbedingt bis 3 Tage vor Infoabend) Oder verlangen Sie unverbindlich d! iten ! unser Programm. e l g sbe eutral f u r Be chenn de ben Bran ationsa 011 2 rm Info 11. Mai ab SIU / Schweizerisches Institut für Unternehmerschulung im Gewerbe Schwarztorstrasse 26 Postfach 8166, 3001 Bern Tel. 031 388 51 51, Fax 031 381 57 65 gewerbe-be@siu.ch, www.siu.ch

Die Entscheidung ist zugunsten Nürnbergs gefallen: Das traditionsreiche Forum Wärmepumpe vom Bundesverband Wärmepumpe (BWP ) e. V. findet nun vom 27. bis 28. September 2011 im Messezentrum Nürnberg statt – teilparallel zu der European Heat Pump Summit. «Hier kommt zusammen, was zusammen gehört. Seit dem Jahr 2008 stehen wir im engen Kontakt mit der NürnbergMesse. Uns lag sehr viel daran, das Thema Wärmepumpen zu intensivieren und an einem Ort konzentriert darzustellen. Nürnberg ist dafür ideal», erklärt Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe (BWP) e. V. «Die Wärmepumpe bekommt mehr Gewicht in Deutschland und Europa, wenn beide Veranstaltungen zeitgleich in Nürnberg stattfinden», so Stawiarski weiter. Ebenso be-

geistert zeigt sich Richard Krowoza, Mitglied der Geschäftsleitung NürnbergMesse : «Wir freuen uns sehr über die Entscheidung und werden dem 9. Forum Wärmepumpe und dem BWP einen herzlichen Empfang und ein professionelles Umfeld in Nürnberg bereiten.»

Wichtige Termine 27. bis 28. September 2011, 9. Forum Wärmepumpe 28. bis 29. September 2011, European Heat Pump Summit ■ (www.waermepumpe.de)

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AGENDA

Permanente Agenda

Der Platz für die Agenda in dieser Ausgabe ist sehr beschränkt. Neue Termine sind aufgeführt. Bitte beachten Sie die Agenda in HK-Gebäudetechnik 3/11 ab Seite 117 und online unter www.hk-gebaeudetechnik.ch > Agenda.

Anmeldung

Thema/Ort

Datum

MediaSec AG 8127 Forch, Tel. 043 366 20 20 www.mediasec.ch/kongresse

Brandschutz in grösseren Gebäuden Wissens-Forum 2011, Brandschutz, Sicherheitsanforderungen, Planung/Betrieb, Lebenszyklus des Gebäudes. Ganzer Tag in Zürich

12. April 2011

Swissolar Schw. Fachverband für Sonnenenergie 8005 Zürich, Tel. 044 250 88 33 www.swissolar.ch

Swissolar-Tagung: Photovoltaik Schweiz 2011 Mittwoch, 13.00 –18.00 Uhr: Wissenstransfer für Fachleute. Donnerstag, 9.30 –16.30 Uhr: Vision 10 % Solarstrom bis 2025. Im Rahmen der energissima, Fribourg

13.–14. April 2011

Forum Fribourg www.energissima.ch

Schweizer Treffen für Umweltfragen an der energissima 2011, Messe für erneuerbare Energien, Forum Fribourg

13.–16. April 2011

Swissolar, 8005 Zürich Tel. 044 250 88 33, www.swissolar.ch www.tagedersonne.ch

Tage der Sonne 2011 Veranstaltungen in der ganzen Schweiz rund um die Nutzung von Wärme und Strom aus der Sonne.

5.–15. Mai 2011

Oventrop (Schweiz) AG 8953 Dietikon Frau Janet Abt, Tel. 044 830 62 73 www.oventrop.ch

Innovative Systeme zur Beheizung und Kühlung von Gebäuden Fachseminar Zehnder/Oventrop/EMB, Mittwoch, 4. Mai 2011, Technopark Zürich, Montag, 16. Mai 2011, Verkehrshaus Luzern, je 13.30 –16.45 Uhr, Anmeldeschluss: 15.4.2011

4. Mai 2011 16. Mai 2011

Geschäftsstelle energie-cluster.ch 3011 Bern Tel. 031 333 24 69 www.energie-cluster.ch»

energie-cluster.ch-Jahrestagung 2011 Effizienz- und Kostenrevolution mit erneuerbaren Energien Programm und Anmeldung: www.energie-cluster.ch

9. Mai 2011

Tagungen

Impressum HK-Gebäudetechnik 8. Jahrgang, Nr. 12, Dezember 2010 (37. Jahrgang HeizungKlima), erscheint monatlich. www.hk-gebaeudetechnik.ch, ISSN 1016-5878, Druckauflage: 8500 Ex., Auflagebestätigung Post: 5857 Ex. verkauft, 1362 Ex. gratis Kontakt Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.nachname@azmedien.ch Herausgerberin AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Tel. 058 200 56 50, Fax 058 200 56 61 Geschäftsführer: Dietrich Berg Leiterin Zeitschriften: Ratna Irzan Redaktion AZ Fachverlage AG, HK-Gebäudetechnik Neumattstrasse 1, Postfach, CH-5001 Aarau. Peter Warthmann, Chefredaktor, Tel. 058 200 56 15, peter.warthmann@azmedien.ch Franz Lenz, stellv. Chefredaktor, Tel. 058 200 56 11, franz.lenz@azmedien.ch Peter T. Klaentschi, Redaktor, Tel. 056 667 38 36, peter.klaentschi@bluewin.ch

Marco Andreoli, Vorsitzender der Geschäftsleitung CTA AG, 3110 Münsingen. Georg Gallati, Geschäftsleitung Gallati AG, 6003 Luzern. Urs Jenny, Geschäftsleitung Gabs AG, Pestalozzi+Co. AG, 8953 Dietikon. Richard Osterwalder, Geschäftsleiter Weishaupt AG, 8954 Geroldswil, Mitglied GebäudeKlima Schweiz. Patrick Frei, Geschäftsführer Sanitas Troesch, St. Gallen. Beat Scherrer, Geschäftsführer Scherrer Metec AG und Cupolux AG. Copyright Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Text- und Bildunterlagen übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet. Redaktionelle Beiträge: Produkte-Hinweise werden kostenlos abgedruckt, Auswahl erfolgt durch die Redaktion. Bezahlte Beiträge werden mit «Publireportage» oder «Anzeige» gekennzeichnet. Leitung Werbemarkt Jürg Rykart, Tel. 058 200 56 04

Ständige externe Autoren: Bernd Genath, Thomas Glatthard, Alan Hawkins, Anita Niederhäusern, Kurt Rüegg, Erich Schwaninger, Martin Stadelmann, Andrea Voigt, Jürg Wellstein

Anzeigenleitung /Kundenberatung Rolf Niederberger, Tel. 058 200 56 18, rolf.niederberger@azmedien.ch Ursula Aebi, Tel. 058 200 56 12, Fax 058 200 56 61, suissetec-Redaktion: Benjamin Mühlemann, Marcel Baud ursula.aebi@azmedien.ch Anzeigentarif unter www.hk-gebaeudetechnik.ch Redaktioneller Beirat Daniel Bader, Leiter Kommunikation Leitung Online und Marketing R. Nussbaum AG, 4601 Olten. Valentin Kälin

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Aboverwaltung, Abonnemente Corinne Dätwyler, Tel. 058 200 55 74, abo@hk-gebaeudetechnik.ch Preis Jahres-Abonnement: Fr. 128.– (inkl. MwSt.) Layout/Produktion: Gülsah Yüksel Korrektorat: Ruedi Tschumi, Max Feuz Druck: Vogt-Schild Druck AG, 4552 Derendingen Offizielles Publikationsorgan Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband (suissetec), 8023 Zürich, Tel. 043 244 73 00, www.suissetec.ch GebäudeKlima Schweiz, Verband für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, 8021 Zürich, Tel. 043 366 66 80, www.gebaeudeklima-schweiz.ch MeGA, Fachverband der führenden Gebäudeautomationsplaner der Schweiz, c/o Alfacel AG, 6330 Cham, www.mega-planer.ch Schweizerischer Verband für Wärmekraftkopplung (WKK-Verband), 5400 Baden, Tel. 079 483 46 66, www.waermekraftkopplung.ch GNI Gebäude Netzwerk Initiative, 8045 Zürich, Tel. 043 244 99 67, www.g-n-i.ch Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, CEO: Christoph Bauer www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: Aargauer Zeitung AG, AZ Anzeiger AG, AZ Crossmedia AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Vertriebs AG, Media Factory AG , Basellandschaftliche Zeitung AG, Berner Landbote AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Radio Argovia AG, Radio 32 AG, Radio 32 Werbe AG, Solothurner Zeitung AG, Tele M1 AG, TMT Productions AG, Vogt- Schild Anzeiger AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG


AGENDA

Kurse energie-cluster.ch 3011 Bern Tel. 031 381 24 80 www.energie-cluster.ch > Veranstaltungen/Kurse

Planungsseminare zu Minergie-P und Minergie-A für Bau- und Energiefachleute, Investoren. Experten behandeln Grundlagen, Definition und Zertifizierung des Gebäudestandards sowie Architektur, Gebäudehülle, Bauphysik und Haustechnik. Kurs 1 in Weinfelden, Kurs 2 in Sursee, Kurse 3 + 4 in Biel

12./13. April 2011, Weinfelden 17./18. Mai 2011, Sursee 1./2. September 2011, Biel 8./9. September 2011, Biel

TWK – Test- und Weiterbildungszentrum Wärmepumpen und Kältetechnik GmbH Floridastrasse 1, D-76149 Karlsruhe Telefon 0049 721 97317-0 www.twk-karlsruhe.de

Zweitägige bis einwöchige Lehrgänge, u.a. Kältetechnik A/B/C, Dichtheitsprüfung an Kälteanlagen, Praxis an Kälteanlagen, NH3-, R723- und CO2-Kälteanlagen, Elektrotechnik A/B, Hydraulik in Kälteanl., Indirekte Kühlung u. a.

Kurse und Daten siehe www.twk-karlsruhe.de und HK-GT 1/11 S. 85/86

SIU, Schweizerisches Institut für Unternehmerschulung 3001 Bern Tel. 031 388 51 51, www.siu.ch

Höhere Fachkurse als Vorbereitung auf die Höhere Fachprüfung zum/-r «Eidg. dipl. Betriebswirtschafter/in des Gewerbes» Informationsabende finden vom 12. Januar bis 7. Februar 2011 statt. Im Mai 2011 starten die Kurse in Bern und Zürich.

Jan./Feb. 2011 Mai 2011

Euroforum Deutschland D-40549 Düsseldorf Tel. 0049 211/96 86-3380 www.hospitalbuildeurope.com

Hospital Build Europe 2011 Ausstellung, Kongress und Meeting-Point rund um das neue Krankenhaus. Messe Nürnberg

4.–6. April 2011

Palexpo SA, 1218 Grand-Saconnex Tel. 022 761 11 11 www.index11.org

Index 11, Messe für Vliesstoffe Neue Entwicklungen, fortschrittliche Vliestechnologien, praxisnahe Lösungen für die Baubranche, Genf

12. – 15. April 2011

Expo Centre SA – Forum Fribourg 1763 Granges-Paccot Tel. 026 467 20 00, www.energissima.ch

energissima 2011 Messe für erneuerbare Energien. Forum Fribourg

13.–16. April 2011

ZT Fachmessen AG 5413 Birmenstorf, Tel. 056 204 20 20 www.bauen-wohnen.ch

Bauen + Wohnen Aargau 2011 Messe für Bauen, Wohnen, Garten und Lifestyle Tägerhard Wettingen

14.–17. April 2011

Solar Promotion GmbH D-Pforzheim, Tel. 0049 72 31/5 85 98-0 www.intersolar.de

Intersolar Europe 2011 München

8.–10. Juni 2011

Wigra Expo AG, 8408 Winterthur Tel. 052 508 06 10, www.real-site.ch

2. realSite 2011 Fachmesse für kommerziell genutzte Liegenschaften: ImmobilienInvestments, Standorte und Immobilien-Entwicklung, Real Estate Management und Facility Management. Messezentrum Zürich

21.–23. Juni 2011

ZT Fachmessen AG 5413 Birmenstorf, Tel. 056 204 20 20 www.fachmessen.ch/bauen www.bauen-modernisieren.ch

Bauen & Modernisieren Messe Zürich

1.–5. September 2011

MCH Messe Schweiz (Basel) AG Tel. 058 200 20 20, www.ineltec.ch

Ineltec 2011 Technologiemesse für Gebäude und Infrastruktur, Basel

13.–16. September 2011

Solar Promotion GmbH D-75101 Pforzheim Tel. 0049 7231 58598-0 www.pelletsforum.de www.interpellets.de

Interpellets 2011 + 11. Industrieforum Pellets 2011 Forum 4.–5. Oktober 2011 Messe Stuttgart

5.–7. Oktober 2011

Messen

Unterfordert? Mit den praxisorientierten Aus- und Weiterbildungen der STFW bestimmt nicht mehr. Schaffen Sie die optimalen Voraussetzungen für Ihre berufliche Zukunft.

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CHEFMONTEUR/-IN HEIZUNG

> mit eidg. Fachausweis, März 2012 bis Juni 2013

SERVICE-MONTEUR/-IN LÜFTUNG/KLIMA > mit suissetec-Zertifikat, März 2012 bis April 2013

SPENGLER-POLIER/-IN

> mit eidg. Fachausweis, Oktober 2012 bis Juli 2014

Schlosstalstrasse 139 8408 Winter thur Telefon 052 260 28 00 info@stf w.ch w w w.stf w.ch

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BERUFSBILDUNG I STELLENMARKT

Konzeption - Erhalt - Erneuerung... ... der technischen Infrastruktur sind Kernaufgaben der Tätigkeiten unseres Auftraggebers. Bei einem der wichtigsten Zentren des schweizerischen Gesundheitswesens in Zürich besteht ein sehr grosser Sanierungs-, Um- und Neubaubedarf. Der Bereich Technischer Dienst erbringt mit 140 Mitarbeitenden aus über 30 Berufsgruppen eine fachkompetente Dienstleistung. Die neu geschaffene Stelle dient dem weiteren Ausbau der Abteilung Engineering HLKKS. Im Auftrag des HR-Managementes suchen wir Sie, einen sozialkompetenten und praxisorientierten

HAUSTECHNIK-FACHINGENIEUR HLKKS (M/W) Heizung/Lüftung/Klima/Kälte/Sanitär Sie bringen: eine abgeschlossene technische Lehre in einem der Haustechnikfachgebiete und ein erfolgreich abgeschlossenes Studium, FH/HTL oder gleichwertig, im Bereich HLK/S mit. Idealerweise verfügen Sie über eine mehrjährige Berufs- und Projekterfahrung. Eine hohe Selbständigkeit, Dienstleistungs- und Kundenorientierung zeichnen Sie aus. Sie kennen sich im Projektmanagement für Unterhalts- und Instandsetzungsarbeiten aus und sind bereit, Ihr Wissen in diesem Bereich laufend zu erweitern. Fundierte IT-Kenntnisse runden Ihr Profil ab. Ihre Aufgaben: Sie entwickeln und führen die Projekte im HLK/S-Engineering-Team und sind für die Planung, Koordination und Überwachung von Instandhaltungs- und Neubaumassnahmen im Bereich der technischen Infrastruktur verantwortlich. Ihre Hauptaufgaben umfassen Projekte in den Bereichen Heizung, Lüftung, Klima/Kälte und Sanitär sowie im Bereich Medien (Medizinalgase, Druckluft). Weiter sind Sie zuständig für die Koordination zwischen Kunden, internen und externen Fachstellen, Lieferanten und Amtsstellen. Die Betreuung der anspruchsvollen Anlagendokumentation, Energieverbrauchs- und Medienstatistik sowie Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen komplettieren Ihren Aufgabenbereich. Sie erhalten: eine spannende und vielseitige Aufgabe mit hohem Mass an Selbständigkeit und Verantwortung in einer fortschrittlichen und sozial geprägten Arbeitsumgebung. Der Arbeitsplatz ist modern eingerichtet und liegt im Zentrum der Stadt Zürich und ist auch mit ÖV bequem erreichbar. Die Anstellungskonditionen sind sehr fortschrittlich gestaltet und widerspiegeln den Status des Unternehmens. Sanieren Sie jetzt Ihr Berufsleben! Rufen Sie uns zur Klärung Ihrer Fragen an oder senden uns Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen. Unsere Fachkompetenz ist Ihnen Garantie für 100%-ige Diskretion. Wir freuen uns auf Sie.

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Höhere Fachschule (eidg. anerkannt)

Höhere Berufsbildung

Dipl. Techniker/in HF

Prozessfachmann Neu! Logistikfachmann Industriemeister Elektro-Sicherheitsberater Elektro-Projektleiter Elektro-Installateur Fachkurse Haustechnik und Gebäudemanagement Instandhaltungsfachmann

Maschinenbau Betriebstechnik Neu! Logistik Elektrotechnik (Techn. Informatik, Elektronik, Energie)

Informatik (Software Entwicklung, Systemmanagement, Wirtschaftsinformatik) Gebäudetechnik Hochbau und Tiefbau

Kursbeginn: April/Oktober Infoabende: siehe www.zti.ch

Informatik

Nachdiplomstudien HF NDS Betriebswirtschaftslehre für Führungskräfte: (Managementkompetenz) HF NDS Informatik-/Software-Engineering NDK Projektleiter Gebäudeautomation

Cisco Certified Networking Associate

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Zuger Techniker- und Informatikschule Höhere Fachschule für Technik, Landis+Gyr-Strasse 1, 6304 Zug Telefon 041 724 40 24, Fax 041 724 52 62 E-Mail info@zti.ch, www.zti.ch Ein Unternehmen der -Gruppe

ISO 9001:2000 • eduQua

Die zti bildet Sie weiter.


STELLENMARKT

Facility Services: Haus- und Betriebstechnik Mein Mandant betreibt eines der wichtigsten Zentren des zentralschweizerischen Gesundheitswesens. Diese Institution bietet in allen Medizinbereichen Leistungen von höchster Qualität. Die Fachabteilung Haus- und Betriebstechnik ist für den Betrieb, die Instandhaltung und Instandsetzung der haustechnischen Anlagen sowie der festen technischen Einrichtungen zuständig. Zur Weiterentwicklung dieser Dienstleistungsabteilung suchen wir einen

Projektleiter HLKS In dieser Funktion leiten Sie interessante HLKS-Instandsetzungsprojekte und sind verantwortlich für die Budgetierung, Planung, Koordination und Ausführung. Dies umfasst Projekte in den Bereichen Heizung, Lüftung, Klima, Kälte, Sanitär und Medizinalgasversorgung. Sie vertreten zudem als Fachberater die betriebstechnischen Anforderungen bei Neu- und Umbauprojekten. Voraussetzung für diese interessante Aufgabe ist eine technische Grundausbildung in der HLKSEHaustechnikbranche. Sie verfügen über eine Weiterbildung als Techniker HF/HLK-Ingenieur FH und haben eine fundierte und mehrjährige Berufserfahrung in der Planung und Ausführung von HLKS-Anlagen. Sie arbeiten selbständig und zeichnen sich durch ausgeprägte Teamfähigkeit aus. Sie kennen den Ablauf von Unterhalts- und Instandsetzungsarbeiten und sind bereit, Ihr Wissen laufend zu erweitern. Fundierte CAD- und EDV- Kenntnisse runden Ihr Profil ab. Beratung und

Es erwartet Sie ein entwicklungsfähiges Tätigkeitsgebiet mit klaren Kompetenzen sowie eine innovative Unternehmenskultur und interessante Anstellungsbedingungen.

Selektion von Fach- und Führungskräften

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Für diese Top-Anstellung freut sich Kurt Tschumper, Ihnen mit detaillierten Informationen den Inhalt Ihrer Tätigkeiten näherzubringen. Gerne erwarte ich Ihre telefonische oder schriftliche Kontaktaufnahme und sichere Ihnen absolute Diskretion zu. Guetrütistrasse 29 · CH-6011 Kriens-Luzern Tel. 041 310 14 52 · Fax 041 310 14 53 k.tschumper@kt-u.ch · www.kt-u.ch

2 Teamverstärker (m/w): Konstrukteur Systemtechnik/Produktmanager HLKS Taconova schafft mit einfachen, verlässlichen Qualitätslösungen die Basis für den Komfort auf den es ihren Kunden ankommt: Die perfekte Raum- und Wassertemperatur, aber auch Einfachheit in Planung, Installation und Bedienung. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Innovativ und führend – europaweit. Die ressourcenschonenden Produkte von Taconova überzeugen seit 50 Jahren überall dort, wo höchste Ansprüche an die Wärme- und Kältetechnik, das Raumklima und die Sanitärtechnik gestellt werden. Unser Ziel ist der höchstmögliche Kundenkomfort. Jetzt suchen wir im Rahmen der laufenden Expansion der Taconova Group für den Hauptsitz in Urdorf/ZH Teamverstärker mit Macherqualitäten: Als Produktmanager mit HLKS-Erfahrung steuern Sie in Kaderfunktion die Produkt- und Preispolitik. Sie erstellen Produkte-, Sortiments- und Businesspläne, führen Projekte und halten persönlich den Kontakt zum Markt. In enger Zusammenarbeit mit der Leitung Kommunikation und der Leitung Verkaufsregionen unterstützen Sie den Verkauf mit der Gestaltung eines kompetitiven und attraktiven Sortiments. Sie verfügen über entscheidende Markt- und Produktkenntnisse aus der HLKSBranche und bringen mehrjährige Erfahrung im Produktmanagement, aus einer vergleichbaren Position mit. Sprachen: D, E.

Als Konstrukteur Systemtechnik mit HLKS-Erfahrung ist Ihre Aufgabe die konstruktive Umsetzung von Ideen und Anfragen in marktfähige Produkte sowie die laufende Optimierung von Produktegruppen in der Systemtechnik: Sie konzipieren und dimensionieren die Apparate und Komponenten bis und mit Detailkonstruktion (CAD, 3D-Solid), analysieren thermische und strömungstechnische Simulationen, begleiten Prüfungen und Laborversuche bis zur Nullserie. Zudem unterstützen Sie die Projektleiter bei der Entwicklung und Pflege von marktfähigen Produktelinien sowie bei der Erstellung von Pflichtenheften und Manuals. Sie verfügen über eine Grundausbildung als Gebäudetechnikplaner (Heizung, Sanitär, Kälte) mit Weiterbildung zum Techniker HF. Denkbar ist eine anderweitige Ausbildung als Konstrukteur, unabdingbar ist jedoch Ihre HLKS-Erfahrung. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Sandra von Hermanni Markus Theiler Jörg Lienert AG Wettsteinplatz 7 CH-4058 Basel Telefon 061 271 71 66 basel@joerg-lienert.ch

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STELLENMARKT

Keinen Wasserkopf – aber Profi in Sachen Haustechnik... ... ist unser Auftraggeber, ein 50-köpfiges Planerteam der Haustechnikbereiche Heizung/Lüftung/ Sanitär mit Sitz im nördlichen Raum des Kantons Zürich. Das Unternehmen ist ISO 9001-zertifiziert und qualifizierter MINERGIE-Fachpartner. Erfreulicherweise kann das Team verstärkt werden. Die Geschäftsleitung hat uns mit der Besetzung dieser Stelle beauftragt. Wir suchen Sie, einen aufgestellten und begeisterten

PROFIHAUSTECHNIKER PLANER/TECHNIKER Fachbereich Sanitär Sie sind: Gebäudetechnikplaner Fachrichtung SANITÄR mit abgeschlossener Lehre. Eine Weiterbildung zum Techniker TS/HF ist von Vorteil. Wenn es erst wenig Berufserfahrung ist, freuen wir uns trotzdem auf Sie und machen aus Ihnen einen Profi. Sie sind unkompliziert und offen und haben Freude an Ihrem Beruf. Mit modernen IT-Hilfsmitteln (CAD) gehen Sie mit Leichtigkeit um. Ihre Aufgaben: Je nach Ihrer Erfahrung und Ausbildung werden Sie als Projektleiter oder als Sachbearbeiter im Bereich SANITÄR eingesetzt. In jedem Fall können Sie sich entwickeln und mehr und mehr Verantwortung übernehmen. Sie arbeiten eng mit den anderen Gewerken Heizung/Lüftung zusammen und erweitern damit Ihren Horizont. Sie erhalten: einen Arbeitgeber mit einer unkomplizierten, familiären Unternehmenskultur. Der Arbeitsplatz ist mit modernster Technologie ausgerüstet. Ihre aufgestellten Arbeitskollegen erwarten Sie bereits und freuen sich auf Ihre Unterstützung. Die Anstellungskonditionen sind interessant gestaltet. Nun freuen wir uns auf Ihren Anruf zur Klärung Ihrer Fragen oder erwarten gerne Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen, welche wir durch unsere langjährige Kompetenz mit 100%-iger Diskretion behandeln.

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Wenn DIE kommen, dann kommt‘s gut... ... sind Aussagen der Kunden unseres Auftraggebers, einem etablierten und für Qualität bekannten Installationsunternehmen im Bereich Lüftung/Klima, mit Sitz in der prosperierenden Region Zug. Die Geschäftsleitung hat klare Visionen für die Entwicklung des Unternehmens. Dazu gehört unter anderem auch der qualitative Ausbau der Crew. Wir sind mit der Besetzung dieser neuen Stelle beauftragt und suchen Sie, als kommunikativen

VERANTWORTUNGSTRÄGER LÜFTUNG/KLIMA Objekt-/Projektleitung Sie sind: Profi in Sachen Lüftung/Klima mit abgeschlossener, technischer Ausbildung als Haustechnikplaner Lüftung. Eine Weiterbildung zum Techniker TS/HF ist sehr willkommen. Ein gutes betriebswirtschaftliches Verständnis und Leistungsausweise in der Leitung anspruchsvoller Projekte sind nötig. Im Umgang mit einer modernen IT-Infrastruktur sind Sie fit. Sie sind motiviert, selbständig und verantwortungsbewusst. Ihre Aufgaben: Als loyaler, offener Teamplayer übernehmen Sie die technische und kommerzielle Verantwortung für komplexe Bauvorhaben in den Bereichen Industrie, öffentliche Hand und Einkaufszentren. Sie sind eine kompetente und zuverlässige Anlaufstelle für Ihre externen und internen Ansprechpartner. Sie leben die Kultur des Unternehmens und vertreten diese gegenüber der Kundschaft. Sie erhalten: einen sehr fairen und zukunftsgerichteten Arbeitgeber, der weiss, was er erreichen will und kann. Mit Ihrem Know-how, das Sie vollumfänglich einbringen können, tragen Sie wesentlich zur Entwicklung bei. Der Arbeitsplatz ist sehr modern, hell und grosszügig gestaltet und liegt verkehrstechnisch äusserst optimal und zentral. Die Anstellungskonditionen sind zeitgemäss und bieten viel Entwicklungsspielraum. Das motivierte Team erwartet Sie gerne, um gemeinsam die Zukunft anzugehen. Wenn SIE kommen, dann kommt‘s ganz gut! Gerne erwarten wir Ihren Anruf zur Klärung Ihrer Fragen oder Sie senden uns Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen. Unsere Erfahrung garantiert Ihnen 100%-ige Diskretion. Wir freuen uns auf Sie.

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STELLENMARKT

Freundlichkeit - Transparenz und Ehrlichkeit... ... sind Kernpunkte der Firmenphilosophie unseres Auftraggebers. Die Engineeringunternehmung im Bereich Gebäude- und Energietechnik mit Sitz in der Stadt Zürich ist spezialisiert für Projekte in den Segmenten Spital- und Laborbauten sowie in der Lebensmittelindustrie. Im Sinn der Entwicklungsstrategie hat uns die Geschäftsleitung beauftragt, eine Schlüsselstelle zu besetzen. Wir suchen dazu Sie als

WISSENSZENTRALE und DENKFABRIK Ingenieur FH/HTL HLK Lüftung/Klima Sie bringen: eine abgeschlossene, technische Ausbildung als Gebäudetechnikplaner Fachrichtung Lüftung und eine Weiterbildung zum Ingenieur FH/HTL oder Techniker HF/TS Fachrichtung Lüftung/Klima mit. Sie verfügen über profunde Erfahrungen im Projektmanagement. Sie sind offen und kommunikativ. Im Umgang mit modernen IT-Hilfsmitteln sind Sie vertraut. Ihre Aufgaben: Sie übernehmen die Gesamtverantwortung für das Projektmanagement anspruchsvoller Bauvorhaben und agieren gleichzeitig als Projektleiter. Als Wissenszentrale geben Sie Ideen gerne weiter und halten sich selbst immer auf dem neuesten Stand. Durch die Spezialisierung in Ihrem Fachbereich übernehmen Sie die Verantwortung als Fachdienststelle im Unternehmen. Sie erhalten: einen Arbeitgeber, der auf die Stärken der Mitarbeiter baut, sie fördert und ihnen Verantwortung und Kompetenz überträgt. Der Arbeitsplatz ist mit moderner IT-Infrastruktur ausgerüstet und liegt verkehrstechnisch optimal. Die Anstellungskonditionen entsprechen der Verantwortung der Aufgabe. Schaffen Sie jetzt Transparenz! Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder erwarten gerne Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen, welche wir durch unsere Fachkompetenz mit 100%-iger Diskretion behandeln. Wir freuen uns auf Sie.

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Mit Weitblick innovative Ideen entwickeln... ... das ermöglicht Ihnen unser Auftraggeber, ein sehr renommiertes Installationsunternehmen im Bereich Heizung/Sanitär zwischen Zürich und Luzern. Das in der Region stark verwurzelte Traditionsunternehmen ist kompetent in Sachen Technik, Innovation und Service und beschäftigt rund 100 Mitarbeitende und Auszubildende. Um dem qualitativen Wachstum des Unternehmens gerecht zu werden, hat uns die Geschäftsleitung beauftragt, eine zusätzliche Stelle zu besetzen. Wir suchen Sie, ein neugieriges fachund sozialkompetentes

FÜHRUNGS- UND ORGANISATIONSTALENT Bereich Heizung Sie sind: ein engagierter und begeisterter Haustechnikfachmann mit abgeschlossener Berufsausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung. Eine Weiterbildung zum Meister oder Techniker TS/HF ist wünschenswert. Sie sind eine offene und gewinnende Persönlichkeit und ein echter Partner für Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten und Arbeitgeber. Mit modernen IT-Hilfsmitteln wissen Sie gut umzugehen. Ihre Aufgaben: Sie übernehmen die gesamtheitliche Verantwortung für den Bereich Heizung und unterstehen direkt der Geschäftsleitung. Sie leiten Projekte jeglicher Art und Grösse und sind für den wirtschaftlichen Erfolg Ihres Bereiches verantwortlich. Innovative Ideen besprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten und setzen diese mit Ihrem Team mit viel Elan um. Sie erhalten: die grösstmögliche Freiheit zur Erreichung Ihrer Ziele. Die Entscheidungswege sind sehr kurz und unkompliziert. Das Unternehmen ist sehr familiär geführt und agiert schlagkräftig am Markt. Die Anstellungskonditionen sind sehr komfortabel und zeitgemäss gestaltet. Handeln Sie nun innovativ und mit Weitblick! Wir freuen uns auf Ihren Anruf zur Klärung Ihrer Fragen oder erwarten gerne Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen, welche wir durch unsere Kompetenz mit 100%-iger Diskretion behandeln.

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STELLENMARKT

Top Position: Lüftungs- und Klimabranche Möchten Sie die Gesamtverantwortung für Beratung, Akquisition und technische Abwicklung in einer erfolgreichen Geschäftsstelle unserer Mandantin übernehmen? Können sie Mitarbeiter motivieren und mit ihnen hochgesteckte Ziele erreichen, Kundenbeziehungen weiterentwickeln und neue dazu gewinnen? Dann finden Sie diese Chance bei unserem Auftraggeber, ein in der Schweiz und im Ausland tätiges Industrieunternehmen, welches zu den führenden Anbietern der Branche gehört. Im Auftrag der Geschäftsleitung suchen wir zur geplanten Nachfolgeregelung die überzeugende Führungspersönlichkeit

Geschäftsstellenleiter Bern Sie sind eine engagierte Unternehmerpersönlichkeit, die sich als Berater und Verkäufer an der vordersten Front sieht. Mit der Führung des gut eingespielten Mitarbeiterteams und der Organisation des betrieblichen Ablaufes garantieren Sie den kontinuierlichen Erfolg dieser Geschäftsstelle. Voraussetzung für diese interessante Aufgabe ist eine technische Grundausbildung in der HLK-Branche. Sie verfügen über eine Weiterbildung zum HLK-Ingenieur FH oder Techniker HF sowie fundierte und mehrjährige Berufs- und Führungserfahrung in der Lüftungs- und Klimatechnik. Es erwartet Sie eine entwicklungsfähige Führungsaufgabe mit klaren Kompetenzen sowie eine innovative Unternehmenskultur und interessante Anstellungsbedingungen.

Beratung und Selektion von Fach- und Führungskräften

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C’est a usein des ateliers modernes de la Manufacture des Montres ROLEX SA à Bienne que se crée, grâce à l’utilisation de technologies de pointe et au savoir-faire de nos collaborateurs, le mouvement chronomètre mondialement connu de la montre Rolex. Afin de satisfaire les besoins de notre entreprise, nous recherchons un(e)

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STELLENMARKT

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Geschäftsübernahme Heizungs- & Sanitärinstallationsfirma in der Grösse ab ca. 10 Vollzeitstellen. Das nachhaltige und eigenständige Fortbestehen des Unternehmens und die Sicherung der Arbeitsplätze sind uns dabei ein wichtiges Anliegen. Wir bieten individuelle Nachfolgeregelungen mit einem Zeithorizont von bis zu 3 Jahren. Zögern Sie nicht, uns für ein unverbindliches Gespräch zu kontaktieren. Absolute Diskretion wird zugesichert. Störi AG Michael Schüepp, CEO m.schueepp@stoeri.com Moosacherstr. 14 CH-8804 Au ZH

Die RMB Engineering AG ist ein führendes Ingenieur-, Planungs- und Beratungsunternehmen mit Tätigkeitsschwerpunkten in den Bereichen Gebäude-, Energie- und Umwelttechnik sowie im kaufmännischen Facility Management. Unsere Unternehmung bearbeitet vielseitige und anspruchsvolle Aufgaben rund um die Energietechnik, welche nach überzeugenden Lösungen verlangen.

Heizungs- und Lüftungstechniker TS Heizungs- und Lüftungsingenieur FH HLK Sie arbeiten mit den Abteilungen der Bereiche Lüftung, Heizung und Sanitär eng zusammen. • Bringen Sie ein fundiertes, fachliches Wissen/Know-How in einem der erwähnten Bereiche mit? • Sind Sie innovativ und voller Tatendrang? • Sind Sie zukunftsorientiert und möchten Sie Ihr Wissen gerne weiterentwickeln? • Arbeiten Sie gerne im Team, übernehmen gerne anspruchsvolle und komplexe Aufgaben, von der Analyse bis zur Ausführung/Implementation? • Stehen Sie gerne im Kontakt mit Kunden, auch in hektischen Situationen und betreuen deren Projekte? Als eines der führenden Engineering-Unternehmen in den Bereichen Gebäude- und Energietechnik ist für uns die 2000-Watt-Gesellschaft längst keine Vision mehr. Wir befinden uns bereits in der Umsetzung mehrerer namhafter Projekte wie das Stadtspital Triemli und sind an der Entwicklung neuer Stadtteile in energietechnischer Sicht massgeblich beteiligt. Für diese zukunftsorientierten Aufgaben wollen wir unser junges Team mit Ihnen ergänzen. Wir bieten Ihnen eine vielseitige, anspruchsvolle und interessante Tätigkeit mit Entwicklungspotenzial in einem dynamischen Team und einer inspirierenden Umgebung. Arbeitsort: TECHNOPARK Zürich  das Büro im Raum Zürich, zentral und schnell erreichbar Wir freuen uns, Sie persönlich kennenzulernen, um Ihnen unsere Firmenphilosophie näher zu bringen. Gerne erwarten wir Ihre schriftliche oder elektronische Bewerbung. Andreas Marti RMB Engineering AG Technoparkstrasse 1 8005 Zürich andreas.marti@rmb.com

142 HK-Gebäudetechnik 4 I 11


STELLENMARKT

Als namhafter Schweizer Hersteller von Heizkörpern arbeiten wir kundenorientiert, schnell und flexibel. Wir arbeiten mit Erfolg ohne Zwischenhandel direkt mit dem Heizungs-Installationsgewerbe zusammen. Infolge Pensionierung unseres heutigen Aussendienstmitarbeiters suchen wir für das Verkaufsgebiet Innerschweiz / Aargau einen verkaufsstarken, einsatzfreudigen.

Aussendienstmitarbeiter Sie sind interessiert und kontaktfreudig, haben Erfahrung in der Heizungsbranche und suchen eine neue Herausforderung. Sie sprechen nicht nur die Sprache der Heizungsinstallateure sondern schätzen auch den Umgang mit Architekten und Planern.

Breitenmoser & Keller AG, Werkstrasse 2, 9542 Münchwilen, TG tel. 071 969 30 20 www.bremo.ch

Sie vertreten unsere Firma und unsere Produkte an vorderster Front bei Heizungsinstallateuren und Heizungsplanern. Sie sind verantwortlich für die Akquisition von Neukunden und die Pflege von langjährigen Kundenbeziehungen. Sie beraten Heizungsinstallateure, Heizungsplaner und Architekten. Wenn Sie an dieser gut entlöhnten, selbstständigen und abwechslungsreichen Aufgabe interessiert sind, senden Sie Ihre Unterlagen an Frau Ruth Keller, rkeller@bremo.ch

Handelsbetrieb in der Region Bern-Solothurn sucht

Technisch- u. verkaufsorientierten Allrounder Ihre Aufgaben: - Telefonische Kundenberatung - Selbständige Abwicklung der Kundenbestellungen - Kundenbesuche in der Westschweiz - Unterstützung der Geschäftsleitung in technischen Belangen - Mitarbeit im Einkauf

HLK Personal AG Unser Kunde, eine sehr erfolgreiche, ausführende Unternehmung der Klima- und Lufttechnik expandiert und eröffnet im Kanton Aargau eine Niederlassung um näher bei ihren Kunden zu sein. Um das grosse Auftragsvolumen abzuwickeln, wurden wir beauftragt einen ehrgeizigen Klima-/Lüftungstechniker zu suchen der als

Projektleiter Klima-/Lüftung

Ihr Profil: - Sie verfügen über technisches Verständnis - Sie kommen vorzugsweise aus der Branche der Haustechnik - beste PC-Kenntnisse sind Bedingung (Microsoft Office-Anwendung) - Sie sprechen fliessend französisch - Sie sind kommunikativ und teamorientiert - Ihr Idealalter, 30 - 50 Jahre

(Haustechnikplaner/TS/FH) selbständig mittlere und grosse Projekte von A-Z bearbeitet. (Ein junges Talent wird selbstverständlich eingefuchst…) Sie dürfen neben den attraktiven Anstellungsbedingungen ein aufgestelltes Betriebsklima erwarten, das in Aufbruchsstimmung ist, wo Sie sich einbringen und die Zukunft mitgestalten können: ein Ort sich wohl zu fühlen und sich zu entwickeln. Der Beauftragte Ralph Angelè, (Tel. 055 417 80 20) informiert Sie, diskret, gerne näher über diese attraktive Stelle. Ihre Unterlagen bitte vollständig an untenstehende Adresse.

Möchten Sie mehr wissen? HLK Personal AG

Bewerbungsunterlagen, Zeugnisse und Saläransprüche sind zu richten an: Depping AG, Lufttechnische Produkte, Allmendweg 6, 4528 Zuchwil n.depping@deppingag.ch

Staldenbachstrasse 11 8808 Pfäffikon angele@hlk-personal.ch

4 I 11 HK-Gebäudetechnik 143


VERZEICHNISSE

Im redaktionellen Text erwähnte Firmen 4B Badmöbel AG AEW Energie AG Alpha-InnoTec Schweiz AG Armacell Switzerland AG AW AG Bisotherm GmbH Brugg Rohrsysteme AG Bundesamt für Energie BFE Colasit AG CoolEnergy AG CTA AG Klima, Kälte und Wärme Danfoss AG easyFairs Switzerland GmbH Eberle Controls GmbH EBM Edisun Power Europe SA Elcotherm AG Elektra Baselland (EBL) Elektro-Material AG EMB Pumpen AG energie-cluster.ch Erich Keller AG e-therm ag F. + H. Engel AG Fahrer AG

98 28, 34 15 73 94 64 15, 48 34 82 79 18 15 133 88 8 8 15, 48 28 8 54 11, 132 4 17 15 62

Flir Systems GmbH Focus Events AG Forum Fribourg Franz Gysi AG Frei connect Friap AG Geberit Vertriebs AG Geschäftsstelle Minergie Grundfos Pumpen AG Hansgrohe AG Heitzmann AG Heizkörper Prolux AG Helios Ventilatoren AG Herren Electronics AG Hoval Herzog AG Keramik Laufen AG KWC AG Armaturenfabrik KWT Kälte-Wärmetechnik AG LG Electronics Austria GmbH MCH Messe Schweiz (Basel) AG Neosys AG Pestalozzi + Co AG Pittsburgh Corning (Schweiz) AG Prefa Schweiz

59 132 10 59 19 20 13, 90 4 15 102 66 15 4 88 4, 15, 61 100 92 17, 60 25 132 28 19 63 112

Renewables-Now AG 64 Rheinzink (Schweiz) AG 106 Sankt Galler Stadtwerke 36 Schmid AG 40, 52 Schneider W. + Co AG 103 Schw. Vereinigung für Geothermie SVG 44 Sensirion AG 82 Sibir Haushalttechnik AG 15 Siemens AG, Building Technologies 17, 80, 83 Similor AG 103 SIU Institut f. Unternehmersch. Gewerbe 18 Solar Agentur Schweiz 12 Solar Promotion GmbH 10 Swisscondens AG 15 Swissolar 12 Trox Hesco (Schweiz) AG 80 Viessmann (Schweiz) AG 15 Wago Contact SA 86 Weishaupt AG 15, 56 WT Wärmetausch AG 15 Würth AG 112 Wyss Bernhard, Bisotherm GmbH 64 Zehnder Comfosystems Cesovent AG 4 Zehnder Heizkörper AG 15

Inserentenverzeichnis 3S Systemtechnik AG

98

Hoval Herzog AG

43

SM Handels AG

82

Alpha-InnoTec Schweiz AG

33

Kemper Armaturen AG

95

SOLTOP Schuppisser AG

59

AMAG Automobil- und Motoren AG 7

KWC AG Armaturenfabrik

99

Arbonia AG

51

Krüger + Co. AG

14

STF Schweizerische Techn. Fachschule Winterthur 135

BELIMO Automation AG

63

Lanz Oensingen AG

Brugg Rohrsystem AG

57

LG Electronics Austria GmbH

22

STS Systemtechnik Schänis GmbH

31

Brunner AG

99

Liebi LNC AG

65

Thomas Haussmann AG

96

CoolEnergy GmbH

77

M. Scherrer AG

98

Trox Hesco (Schweiz) AG

72

CTA AG

79

MM Automobile Schweiz AG

20

Urbana AG

58

MOBIL in TIME AG

71

Urfer Müpro- Befestigungstechnik AG 65 Viessmann (Schweiz) AG, SATAG

66

VSG Erdgas

47

Danfoss AG

US. 4

6

DIPAN SA

19

Nilan Schweiz AG

49

Domotec AG

62

Ohnsorg Söhne AG

109

Dr. Eicher + Pauli AG

13

Permaco

Ernst Schweizer AG Metallbau

65

R. Nussbaum AG

Fahrer AG

55

Raric AG

Faserplast AG

96, 102

11 97, 104 103

RICHNER BR Bauhandel AG

9

S + G Mobile Heizzentrale AG

55

Fröling Heizkessel- und Behälterbau Ges.m.b.H. 66

Sanitas Troesch AG

21

Schmid AG, energy solutions

46

Geberit Vertriebs AG

Schneider W. + CoAG

99

SFA SaniBroy

91

Ford Motor Company

17

2

H & Z Hug & Zollet AG

100

Hager AG

87

Heitzmann AG

53

SIU Institut f. Unternehmerschulung im Gewerbe 133

144 HK-Gebäudetechnik 4 I 11

Stiebel Eltron AG

US. 2

V-Zug AG

101

WAGO CONTACT SA

85

Walter Meier (Klima Schweiz) AG

81

Wärmebau Vertriebs AG

10

ZTI c/o Basler Bildungsgruppe Stellenmarkt Titelseite R. Nussbaum AG

Beilagen EMB Pumpen AG energie-cluster.ch

136 136–144


Die Kombination Nr. 1 der Haus- & Gebäudetechnik

extra 201

extra

Energie und Automation in der Gebäudetechnik

Energie • Automation • Gebäudetechnik 2009

Gemeinschaftsausgabe von HK-Gebäudetechnik und Elektrotechnik ET Unsere Leser sind die relevanten Entscheidungsträger in der Haus-, Gebäudetechnik- und Elektrotechnikbranche, Anwender und Installateure, Lieferanten und Hersteller, Ingenieure und Planer.

Themen Gebäudeautomation, Raumautomation, Installationstechnik Energieerzeugung, -verteilung, -effizienz Lichttechnik und LED-Leuchten Facility-Management, -Services Sicherheitstechnik, Zutrittskontrolle, Videoüberwachung Automations-, Fernwirktechnik Tür- und Torantriebe

Weitere Infos Auflage: 16 000 Exemplare (8. Ausgabe) Anzeigenschluss: 30. Mai 2011 Erscheinungstag: 24. Juni 2011 Kontakt: Rolf Niederberger Telefon: 058 200 56 18 rolf.niederberger@azmedien.ch


HK-GT 2011/04  

April 2011-Ausgabe der HK-Gebäudetechnik

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