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2 I 11 I HK-Geb채udetechnik

2 11 Februar

KWC ONO

TOUCH LIGHT PRO

www.kwc.ch

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Zero-Emission: Minergie-Positionspapier

43 Bericht Chillventa 2010 N체rnberg

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Mehrkosten Minergie-P

75 suissetec: Verbandsnachrichten

26 Wege zum Plusenergiehaus

91 Der aktuelle Stellenmarkt


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INHALTSVERZEICHNIS

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WÄRMETECHNIK/ENERGIE 18

Wir feiern den tausendsten Kursteilnehmer !

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Wege zum Plusenergiehaus

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Geo- und Solarthermie für Wärme und Kälte

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Die Sonne scheint auch für die Industrie

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Produkte

Vakuum-Flachkollektoren für solare industrielle Prozesswärme bis 250°C: Die Sonne scheint auch für die Industrie

43

LUFT-KLIMA-KÄLTE 43

Renaissance der natürlichen Kältemittel

50

Produkte

Chillventa 2010 in Nürnberg: Renaissance der natürlichen Kältemittel

AUTOMATION/E-HOME/FACILITY MANAGEMENT 56

LYNX – der vielseitige Raumregler

58

Produkte

60

SANITÄRTECHNIK/SANITÄR-DESIGN 60

Trinkwasser-Verteilsysteme

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«So-bin-ich-eigentlich»

65

Dem täglichen Leben angepasst

67

Produkte

Druckverluste in Trinkwasser-Verteilsystemen: Interview mit den Experten Eliano Santacatterina und Patrik Zeiter von der R. Nussbaum AG

72

GEBÄUDEHÜLLE/SPENGLEREI/EQUIPMENT 72

Gebäudehülle mit Tücken

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Produkt

Neuer Fassadenschutz für ein elegantes Geschäftshaus in Baar: Gebäudehülle mit Tücken

SUISSETEC 75

Verbandsnachrichten

2 11 Februar

KWC ONO

TOUCH LIGHT PRO

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KWC ONO touch light PRO

DIVERSE RUBRIKEN

Mit KWC ONO touch light PRO geht KWC einmal mehr einen Schritt voraus: Die neue elektronische Bedienungsvariante « PRO » ist absolut progressiv. Die von der Armatur losgelöste Bedienungseinheit bietet ungeahnten Komfort und höchste Flexibilität in einem breiten Anwendungsspektrum. Damit ist sie schon heute ein Stück Zukunft.

4

INFO

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MOSAIK/FIRMEN

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PORTRAIT

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AGENDA/IMPRESSUM

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STELLENMARKT www.gebaeudetechnik.ch

96 www.kwc.ch

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Zero-Emission: Minergie-Positionspapier

43 Bericht Chillventa 2010 Nürnberg

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Mehrkosten Minergie-P

75 suissetec: Verbandsnachrichten

26 Wege zum Plusenergiehaus

INSERENTENVERZEICHNIS

KWC AG, Hauptstrasse 57, Postfach 179, 5726 Unterkulm, Telefon 062 768 68 68, Fax 062 768 61 62, info@kwc.ch, www.kwc.ch

91 Der aktuelle Stellenmarkt

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HEIZEN LÜFTEN KÜHLEN BEFEUCHTEN ENTFEUCHTEN


EDITORIAL

Viel Spannung in Energiefragen 19. November 2010: An einer Tagung des Departements Architektur der ETH Zürich wurde diskutiert, was Architektur und Bautechnologie zur Reduktion der CO2-Emissionen beitragen können. Für Widerspruch sorgten vor allem zwei Punkte. Einerseits wollten die Repräsentanten die bestehende Ausrichtung von Minergie und 2000Watt-Gesellschaft, welche sich auf die Verminderung des Energieverbrauchs fokussiert haben, verlassen und andererseits reklamierten sie ein einengendes architektonisches Schaffen durch massive energieoptimierte Gebäudehüllen (HK-GT 1/11, S. 7–9). Das konnte nicht unwidersprochen bleiben, die ausführliche Stellungnahme der MINERGIE-Strategiegruppe finden Sie auf den Seiten 4–6. Welche Mehrkosten entstehen, wenn sich ein Bauherr für den Standard Minergie-P entscheidet ? Prof. Armin Binz, Leiter Institut Energie am Bau der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Minergie-Agentur Bau, meint: «Zum Thema Mehrkosten von Minergie-P-Bauten ist fast jede Aussage zu hören.» Aufgrund einer Studie im Auftrag der Ämter für Umweltschutz und Energie der Kantone BL und BS, stellte er fest, dass die Mehrkosten aufgrund verschiedener Faktoren relativ stark schwanken und zwischen 5 und 15 Prozent der Gebäudekosten liegen können. Seine ausführliche Stellungnahme ist auf den Seiten 8–10 zu lesen. Am 20. Januar fand das 10. Fernwärme-Forum in Biel mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten statt. Über 300 Teilnehmer zeugten von der Wichtigkeit und Aktualität des Themas, was auch die Förderung durch den Bund mit rund 55 Mio. Franken jährlich beweist. Neben Praxisbeispielen wurden auch längerfristige energiepolitische Perspektiven erörtert. Der weltweit bekannte deutsche Umweltforscher und Autor von richtungsweisenden Werken und Mitglied des Club of Rom, Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, erklärte: «Vielfach bestimmen Moden die öffentli-

chen Präferenzen. Ich behaupte nun, dass jenseits aller Moden die Überwindung der Verschwendung ins Zentrum der Energiediskussion rücken wird. Und hierbei wird die Fernwärme erneut eine zentrale Rolle spielen.» Der aargauische Regierungsrat Peter C. Beyeler bezog sich in seinem Referat auf die momentanen Gegebenheiten und mahnte aufgrund von Beispielen aus der Praxis, dass «... die Fernwärmeversorgung in der Schweiz keine problemlose Zukunft haben wird.» Die Entwicklung der Verdichtung von Siedlungen ist schwer abzuschätzen (Megacitys), bei Einfamilienhausquartieren ist die Wirtschaftlichkeit von Fernwärmenetzen gefährdet durch immer mehr gut abgedichtete Häuser, welche immer weniger Wärme benötigen würden. Und immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich für individuelle Heizsysteme aus erneuerbaren Energien wie zum Beispiel Wärmepumpen. Einen ausführlichen Bericht über das Fernwärme-Forum werden wir in einer der nächsten Ausgaben veröffentlichen. Herzlich

Franz Lenz, Stv. Chefredaktor franz.lenz@hk-gebaeudetechnik.ch

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INFO

Reaktion aufs ETH-Konzept «Towards Zero-Emissions Architecture»: Positionspapier Minergie

Pionier für nachhaltiges Bauen und Dach für weitere Entwicklungen Am 19.11.2010 wurde an der Tagung «Towards Zero-Emissions Architecture» des Departements Architektur der ETH Zürich diskutiert, was Architektur und Bautechnologie zur Reduktion der CO2-Emissionen beitragen können. Gefordert wurde eine grundsätzliche Neuorientierung: nicht mehr Energiesparen um jeden Preis, sondern Planen und Handeln mit der Priorität «Gebäude ohne CO2-Emissionen» (vgl. HK-GT 1/11, S. 3, 7–9, 15). von Minergie offen kritisiert. Ihre Aussagen haben zu Medienäusserungen wie «Minergie überholt? ETH will Emissionsfreiheit» geführt (NZZ vom 19. November 2010).

Erfolg von Minergie

Sind die Ansätze von Minergie tatsächlich überholt? Was ist denn überhaupt neu an den Vorschlägen der ETH ? Dieses Positionspapier Minergie will Klarheit schaffen.

Hintergrund Seit 15 Jahren prägt Minergie das nachhaltige Bauen in der Schweiz. Teil des Konzepts ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Standards. Minergie mit seinen unterschiedlichen Leistungsstufen gibt die Ziele bezüglich Energie, Komfort und Werterhaltung vor, überlässt den Planenden indessen die Wahl des Weges. Zur Reduktion der CO2-Emissionen im Gebäudebereich waren und sind im Markt bewährte Massnahmen als auch neue Ansätze jederzeit willkommen, die in geeigneter Form in die Leis-

tungsstufen integriert werden. Professorinnen und Professoren des Departements Architektur an der ETH Zürich haben an der Tagung «Towards ZeroEmissions Architecture» vom 19. November 2010 ihr Konzept zum Paradigmenwechsel – vom Energiesparen zur Emissionsfreiheit – präsentiert. Speziell wird die Wärmedämmung von Minergie in Frage gestellt, mit dem Argument, dass die (berechneten) technischen Möglichkeiten von erdgekoppelten Wärmepumpen die Bedeutung des Wärmeschutzes relativiert, insbesondere wenn das bewirtschaftete Erdreich im Sommer mit Wärme alimentiert wird. Sowohl an der Tagung wie im Vorfeld zu dieser Veranstaltung haben verschiedene Exponenten des ETH-Departements Architektur die Zweckmässigkeit

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Minergie hat sich seit seiner Entstehung zum mit Abstand wirkungsvollsten und kostengünstigsten Instrument der Kantone und des Bundes zur Reduktion des Verbrauchs an importierter Energie entwickelt. Es werden heute rund 25 % des gesamten Neubauvolumens nach Minergie zertifiziert. Die etwa 20 000 Bauten mit rund 20 Millionen m2 Energiebezugsfläche, die seit der Einführung des Baustandards zertifiziert wurden, reduzieren den Energieverbrauch um jährlich 120 Millionen Liter Öläquivalent und 320 000 Tonnen CO2. Minergie hat mehrere Tausend Arbeitsplätze in der Bauindustrie geschaffen und der Wert der zertifizierten Bauten erreicht rund 50 Mrd. Fr. Der Standard weist weltweit die mit Abstand grösste Marktdurchdringung aus. Im Standard mit der zweithöchsten Dichte, dem Passivhaus, existieren im 10-mal grösseren Markt Deutschland nur etwa gleich viele Bauten wie Minergie-Objekte in der Schweiz. Die meisten «Passivhäuser » sind zudem nicht zertifiziert. Minergie gilt als Vorzeigebeispiel von Schweizer Cleantech-Wissen und weckt reges

Interesse im Ausland, etwa in China, USA oder Japan. Minergie funktioniert zu einem wesentlichen Teil so gut, weil es damit erstmals gelungen ist, die Kräfte der Schweizer Baubranche für das Thema Energieeffizienz zu bündeln. Mit der Entwicklung von Minergie hat sich das Bild von energieeffizientem Bauen stark gewandelt – die neu geschaffene, systematische Verbindung mit Komfort und Werterhaltung hat es zum erstrebenswerten Ziel für viele gemacht. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass


INFO

sich immer weitere Kreise für die neue Art des Bauens interessieren.

Minimierung des Verbrauchs oder der CO2Emissionen? Mit der ETH-Pressemitteilung wird vermittelt, Minergie fokussiere auf das Energiesparen. Erst der neue Ansatz der ETHArchitekturabteilung lenke auf die Reduktion der Emissionen. Richtig ist: Der Minergie-Standard bedingt einen maximalen Wert des Endverbrauches an nicht-erneuerbaren Energien und limitiert damit die zur Diskussion stehenden CO2-Emissionen. Dieser Wert kann einerseits durch Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs, wie Wärmedämmung und Wärmerückgewinnung, andererseits durch Einsatz erneuerbarer, d. h. CO2-freier Energien, wie Energie aus Solarstrahlung, aus der Umwelt oder aus Holz, erreicht werden. Der Verein Minergie ist weiterhin der Überzeugung, dass im heutigen Umfeld dieser zweispurige Ansatz für die Ziele des Klimaschutzes und der Ressourcenschonung am aussichtsreichsten ist, weil er damit zwei Branchen der Bauwirtschaft, Hülle und Haustechnik, einbezieht. Die Basisstufe des Standards wurde anhand der Vision 2050 von 1994 (Energieplanungsbericht Kt. ZH, Bericht des Regie-

rungsrats, 14. 12. 1994) bemessen, die sich das Ziel eines CO2-Ausstosses von 2 Tonnen pro Einwohner und Jahr gesetzt hat. Der gewählte Standard erlaubt die Zielerreichung für Bauten. Zudem sollten die damit verbundenen Kosten verhältnismässig sein. Elektrizität wird, im Vergleich zu fossilen Brennstoffen, mit einem Faktor 2 bewertet, um deren fossil-thermischen Hintergrund in der europäischen Stromversorgung in politisch akzeptierter Form Rechnung zu tragen. Der Minergie-Standard ist also nichts anderes als ein einfaches und breit einsetzbares Instrument zur Minimierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe und der CO2-Emissionen. Das war die Absicht der beiden Erfinder, Heinz Uebersax und Ruedi Kriesi, und dieser Zielsetzung wurde 2008 auch mit einer Minergie-Charta erneut Nachdruck verliehen. Heute stellt das Bundesamt für Energie denn auch klar fest, dass Minergie mit grossem Abstand das effizienteste und günstigste Instrument zur CO2-Reduktion des Bundes darstellt. Ein wichtiger und eindeutiger Leistungsausweis von Minergie zur CO2-Minderung.

Minergie trägt dem integralen Konzept des nachhaltigen Bauens Rechnung Die zusätzlich zum Energieverbrauch geforderte Luftdicht-

Minergie-Vorgaben für Neubauten in der Gebäudekategorie Wohnen Einfamilienhaus.

Komfortlüftung gewährleistet genügend Frischluft, unabhängig vom Verhalten der Bewohner.

heit, ein optimales Mass an Wärmedämmung der Hülle und der steuerbare Luftwechsel in Wohn- und Arbeitsräumen sind eng mit den übergeordneten Kriterien Komfort und Werterhaltung verknüpft. Minergie veranschaulicht dadurch, dass für nachhaltiges Bauen eine Vielzahl von zusammenhängenden Faktoren eine Rolle spielt und diese in Form eines integralen Gebäudekonzepts zur Anwendung gebracht werden müssen. Diese Anforderungen machen deshalb selbst dann Sinn, wenn erneuerbare Energie in ausreichender Menge zu tiefen Preisen verfügbar wäre: • Eine undichte Hülle bedeutet im kalten Schweizer Klima häufig (zu) trockene Raumluft und unangenehmen Luftzug im Winter sowie generell eine unkontrollierte Infiltration von Staub und Lärm. • Ungenügende Dämmwerte – etwa bei der Wahl von Zweistatt Dreifachverglasungen – beeinträchtigen durch die kühlen inneren Oberflächen der Aussenwände den Raumkomfort und erhöhen das Schimmelrisiko in Ecken und hinter Möbeln. • Der steuerbare Luftwechsel, im Regelfall mittels Komfortlüftung garantiert, gewährleistet im dicht abgeschlossenen Innenraum auch genügend Frischluft, wenn der Nutzer nicht anwesend ist oder nicht

an das Lüften denkt. Dies erhöht umgekehrt auch ganz wesentlich den Anteil der Nutzer, die weder am Tag noch in der Nacht unkontrolliert und unter grossen Energieverlusten Räume über stundenlang offene Fenster lüften. • Eine dichte und gute gedämmte Bauhülle minimiert den Leistungsbedarf der Haustechnik. Damit reduzieren sich die Auswirkungen von ungünstigem Benutzerverhalten weiter. Ein im Winter über längere Zeit offen stehendes Fenster kann nicht durch eine grosse Heizleistung kompensiert werden. Es wird vielmehr kalt im Raum und der Benutzer korrigiert sein Verhalten und schliesst das vergessene Fenster. Das schützt ihn wiederum vor trockener Luft. Der kleine Leistungsbedarf minimiert zudem das Risiko von Fehlern in der Haustechnik. Während Wärmedämmungen mit grosser Zuverlässigkeit die dokumentierte Leistungsfähigkeit erreichen, ist dies etwa bei den Jahresarbeitszahlen von Wärmepumpen längst nicht immer der Fall; zu hohe Speichertemperaturen und zu knappe Wärmequellen erhöhen den Stromverbrauch gegenüber dem Planungswert leicht um 50 %. • Eine gute Dämmung verlangsamt den Temperaturabfall im

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INFO

Winter bei Ausfall der Haustechnik im Pannenfall oder gar bei Ausfall der Stromlieferung. Das Haus als Wärmespeicher ßberbrßckt den Zeitraum bis zur Reparatur.

Minergie – eingebettet in Staat und Wirtschaft Die minimal geforderte Wärmedämmung von MinergieBauten richtet sich nach den Anforderungen der Kantone. Deshalb erßbrigen sich in vielen Kantonen fßr Bauten mit Minergie-Zertifikat weitere Nachweise gegenßber den VollzugsbehÜrden. Weitere Anforderungen werden nicht gestellt und Planende sind frei, ihre favorisierte LÜsung zu realisieren. Dies hat in den vergangenen Jahren zu zahlreichen innovativen LÜsungen durch Bauherrschaften, Architekten, Haustechniker und Systemanbieter gefßhrt. So hat sich in den letzten Jahren die elektrische Wärmepumpe – erdgekoppelt oder luftbasiert – in Kombination mit Bodenheizungen und tiefen Vorlauftemperaturen zur dominanten Heiztechnik fßr Minergie-Bauten entwickelt. Geräte, die im Sommer Wärme aus der Raumkßhlung an das Erdreich als Saisonspeicher zurßckspeisen, um sie im Winter wieder zu nutzen, werden ebenso standardmässig eingesetzt wie CO2-gesteuerte Komfortlßftungen zur Minimierung des Betriebstroms und der winterlichen Luftaustrocknung. Allein der Pionierstandard Mi-

nergie-P stellt weitergehende Anforderungen an die Gebäudehßlle. Gerade dadurch hat er seine ihm zugedachte Funktion als Innovationstreiber fßr kostengßnstigen Wärmeschutz und passive Solarenergienutzung erfßllen kÜnnen. Eine Minimierung des Bedarfs an zugefßhrter Energie macht nach Einschätzung von Minergie in jedem Fall Sinn – sowohl durch Optimierung der Dämmung als auch der Haustechnik, weil es noch lange dauern wird, bis erneuerbare Energien in grosser Menge zum richtigen Zeitpunkt und zu marktfähigen Kosten verfßgbar sein werden. Zudem beanspruchen auch erneuerbare Energien fßr Herstellung, Installation und Betrieb erhebliche Ressourcen und verursachen gesellschaftliche, wirtschaftliche und Ükologische Lasten. Ihr Einsatz muss deshalb, als Teil eines integrierten Gebäudekonzeptes, optimiert und nicht maximiert werden.

Minergie-Konzept begrßsst neue Bedßrfnisse und LÜsungen Minergie verbindet den technischen Ansatz der Verbrauchsminimierung bis zur kostengßnstigen Anwendung erneuerbarer Energien mit dem Marketingansatz, der die Nebennutzen der effizienten Energieanwendung, nämlich Komfort und Werterhalt, in den Vordergrund stellt. Dieser Ansatz ist anfangs der 90er-Jahre entwickelt worden und hat sich sehr bewährt, gerade weil er undog-

matisch ist, immer offen fßr neue technische Ansätze und Anforderungen an Komfort oder Wirtschaftlichkeit. So wurde das ursprßngliche Basisniveau mit der Leistungsstufe Minergie-P fßr die optimierte Hßlle und mit dem Zusatz ECO fßr erweiterte bauÜkologische und gesundheitliche Aspekte ergänzt. Zudem wurde der Nachweis fßr den sommerlichen Wärmeschutz in den Standard integriert. Zurzeit steht das Leistungsniveau Minergie-A in Vernehmlassung. Damit soll eine Kategorie von Bauten gefÜrdert werden, die dank sinkender Kosten der Solarenergienutzung ihren gesamten Wärmebedarf – mindestens in der Jahres-Bilanz – decken, bei gleichzeitig minimiertem Bedarf an Grauer Energie und Haushaltstrom. Zudem erarbeitet Minergie, zusammen mit Immobilienfachleuten, mit der ETH und der Uni Zßrich, mit Bundesämtern und dem Verein Eco-Bau, eine Erweiterung des Labellings zu einem umfassenden Nachhaltigkeitsstandard. Damit soll der Standard angepasst werden und fßr ausländische Investoren attraktiv sein. Dadurch ergibt sich eine an die Schweizer Bauqualität angepasste Alternative zu den Standards LEED, BREEAM oder DGNB. Es ist dieser umfassende und integrale Ansatz von Minergie, der die einmalige Verbindung zwischen Wirtschaft und Politik von Bund und Kantonen ermÜglicht, der Leistungen und

Produkte schafft, die ganz offensichtlich von der laufend wachsenden Zahl von Mitgliedern und Anwendern geschätzt wird und der die starke Position von Minergie fßr das pragmatische, zukunftstaugliche Bauen in der Schweiz erklärt. Im Interesse der FÜrderung des nachhaltigen Bauens in der Schweiz, der Chancen zum Export von Planungs-Know-how und Gebäudetechnologie sowie der Cleantech-Positionierung unseres Landes gilt es jetzt, nicht Bewährtes als nutzlos und ßberholt zu bezeichnen, theoretische Extrempositionen zu vertreten und nationale Grabenkämpfe zu erÜffnen. Vielmehr sollten Protagonisten von neuen Ideen mit MINERGIE zusammenarbeiten und die diversen Foren zur Erweiterung des Minergie-Standards nutzen, um diesen zu verbessern, die Kräfte zu erhalten und somit einen konstruktiven und wirkungsvollen Beitrag zur CO2-Reduktion und zur AusschÜpfung des wirtschaftlichen Potenzials des nachhaltigen Bauens in und ausserhalb der Schweiz zu leis■ ten.

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INFO

Untersuchung im Auftrag der Ämter für Umweltschutz und Energie der Kantone BL und BS

Mehrkosten von Minergie-P Zwischen 11 und 14 Prozent liegen die Mehrkosten eines Minergie-P-Hauses im Vergleich zur gesetzeskonformen Bauweise. Andere Faktoren beeinflussen die Baukosten stärker. noch Energie spart (und der Entscheid oft deswegen gefällt wird), lässt die Berechnung von betriebswirtschaftlichen Betrachtungen überhaupt zu und entsprechende Ansprüche an die «Rentabilität » entstehen. Im Rahmen einer umfassenden Wirtschaftlichkeitsbetrachtung müssen neben den reinen Investitions-Mehrkosten noch zwei weitere Effekte berücksichtigt werden: Heizenergiekosten und Ausnutzungsziffer/Nutzfläche. Abb. 1: Mehrfamilienhaus AG-009-P in Münchwilen. Mehr Infos: www.minergie.ch/gebaeudeliste.html

Armin Binz * Zum Thema Mehrkosten von Minergie-P-Bauten ist fast jede Aussage zu hören. Von Gerüchten über doppelte Gebäudekosten bis hin zu Minderkosten, weil auf eine konventionelle Heizung – inklusive Tankraum und Kamin – verzichtet werden kann, wird alles berichtet. Mit über 500 Gebäuden und der entsprechenden Erfahrung beginnt sich der Nebel langsam zu lichten und die Erkenntnis verdichtet sich, dass die Mehrkosten relativ stark schwanken und dass sie bei der Mehrheit der Bauten zwischen 5 und 15 Prozent der Gebäudekosten liegen. Davon ist ein Teil amortisierbar durch die Einsparungen an Energiekosten. Eine neue Studie quantifiziert diese Mehrkosten. Als Basis dient ein klassisches Verfahren. Die Baukostenabrechnungen von zwei bestehenden Minergie-P-Gebäuden wurden analysiert. Daraufhin wurden sie fiktiv zu knapp energiegesetzkonformen Gebäuden «zurückentwickelt» und dann die

Kosten erneut kalkuliert. Dieser Ansatz liefert präzise und eindeutige Zahlen. Die beiden Gebäudevarianten sind eigentlich nur noch bedingt miteinander vergleichbar, weil durch die fiktive «Rückentwicklung» aus einem Qualitätsprodukt ein Billig-Haus gemacht wird. Die Komfortlüftung mit Feinstaub- und Pollenfiltermöglichkeit fehlt. Ebenso die Motorisierung der Storen, die beim Minergie-PGebäude die Wärmebrücken der Kurbeldurchstiche verhindert. Ganz zu schweigen von den Hochleistungsverglasungen, welche bei den heute grossen Fenstern im Wohnbereich von Minergie-P-Gebäuden ein behagliches Sitzen in Fensternähe ermöglichen. Die Frage der Rentabilität der MinergieP-Bauweise ist so betrachtet ein Kuriosum. Bei anderen Qualitätsunterschieden, etwa teurere Küchen oder Bodenbeläge, kommt dieser Anspruch gar nie auf. Erst die Tatsache, dass die Minergie-P-Bauweise nicht nur eine höhere Wohn- und Bauqualität liefert, sondern auch

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Heizenergiekosten Für die Berechnungen wurden konservative Annahmen getroffen, um keinen schönfärberischen Effekt zu erzeugen (Heizöl 10 Rp/ kWh, Holzpellets 7,2 Rp/ kWh, Elektrizität 20 Rp/ kWh, ohne weitere Teuerung) und der Barwert der Energiekosteneinsparung über 25 Jahre berechnet.

Ausnutzungsziffer und Nutzfläche Bei der Betrachtung des Einflusses der dickeren Aussenwände von Minergie-P-Gebäuden auf die Nutzfläche bzw. den Mietertrag sind zwei Fälle zu unterscheiden. Es gibt Bauordnungen, bei denen die Ausnützungs- oder Bauziffer unabhängig von der Wandstärke aufgrund der Gebäudeaussenmasse berechnet wird. In diesen Fällen geht die zusätzliche Wandstärke der Minergie-PGebäude voll zulasten der Nutzfläche (nachfolgend AZ1 genannt). Es gibt aber auch Bauordnungen, welche die zusätzliche Wandstärke von Minergie-P-Gebäuden nicht der Ausnutzung anlasten. In diesen Fällen bleibt die Nutzfläche bzw. der Mietertrag auch bei

der Minergie-P-Bauweise unverändert (nachfolgend AZ2 genannt), während die Aussenmasse etwas grösser werden.

Untersucht: ein MFH und ein EFH Es wurden ein Mehrfamilienhaus und ein Einfamilienhaus untersucht. Der Heizwärmebedarf liegt beim MFH bei rund 10 kWh/m2a und beim EFH bei rund 14 kWh/m2a. Es wurden bewusst zwei bezüglich Kostenvoraussetzungen weit auseinanderliegende Gebäude gewählt. Einerseits ein kompaktes, einfaches Mehrfamilienhaus und andererseits ein Einfamilienhaus an schwieriger Hanglage. Die Untersuchungen zeigen, dass die Kostenunterschiede infolge Minergie-P-Standard viel kleiner sind, als die Kostenunterschiede, die durch andere Faktoren bestimmt sind. Das Mehrfamilienhaus (Abb. 1) steht im Kanton Aargau, umfasst 16 Wohnungen mit einer gesamten Energiebezugsfläche

Abb. 2: Einfamilienhaus BL-013-P in Gelterkinden. Mehr Infos: www.minergie.ch/ gebaeudeliste. html


INFO

von 2062 m2. Es wurde in Massivbauweise (Backstein respektive Beton) errichtet. Die Fassade besteht aus einer verputzten Aussendämmung. Die Wärmeerzeugung für Heizung und Warmwasser erfolgt durch eine zentrale Holzpelletsfeuerung. Sonnenkollektoren ergänzen die Warmwassererwärmung. Das Einfamilienhaus (Abb. 2) steht an relativ steiler Hanglage in Gelterkinden BL mit Aussendämmung. Das Gebäude wurde in gemischter Bauweise erstellt: Tragkonstruktion und aussteifende Treppen aus Ortbeton (innen zumeist als Sichtbeton), Gebäudehülle aus vorfabrizierten, hochwärmegedämmten Holzelementen. Die Wärmeerzeugung für Heizung und Warmwasser erfolgt über eine Luft-Luft-Wärmepumpe, unterstützt durch eine Holzfeuerung, thermische Solarenergie für das Warmwasser und in geringem Ausmass elektrische Direktwärme.

Mehrkosten in Prozent der Gesamtbaukosten und in Fr./m2 EBF Die Erhöhung der Baukosten, bzw. die Mehrkosten in % der Basiskosten und in Fr. pro m2 Energiebezugsfläche ( EBF ) in Tabelle 1 sind gemäss Elementkostengliederung (EKG / CRB) ermittelt. Bei beiden Gebäuden wurde dabei für die Wärmeerzeugung eine Ölheizung inklusive Öltank und Kamin eingerechnet. (Tabelle 1) Bei der Mehrkostenanalyse zum Objekt in Münchwilen fällt auf, dass für den Fall AZ1 (äusserer Gebäudegrundriss bleibt erhalten, Nutzflächenverlust) die Konstruktion des Minergie-PGebäudes geringfügig billiger ist (Elemente D). Da die zusätzliche Wärmedämmung voll zulasten der Nutzfläche geht, muss effektiv weniger umbauter Raum erstellt werden als beim Gebäude nach SIA 380/1:2009. Die Einsparungen sind für D um 0,1 % grösser als die Mehrkosten. Obwohl auch in Gelterkinden im Fall AZ1 das Gleiche zutrifft wie in Münchwilen gibt es keine Ein-

sparungen. Die Konstruktion der Bodenplatte muss aufgrund der Topografie und der Minergie-P-Vorgaben angepasst werden und generiert Mehrkosten von 1,3 % (Verbesserung einer SIA 380/1:2009-konformen Wärmebrücke,die durch die «Rückentwicklung » in der Analyse angenommen wird). Allerdings wird beim Objekt in Gelterkinden die Konstruktion des Minergie-P-Gebäudes beim Element M leicht billiger. Hier liegen die Einsparungen bei 0,2% aufgrund der für den Fall AZ1 angenommenen kleineren Nutzfläche. (Tabelle 2)

Unterschiedliche Berechnung der Ausnützungsziffer Die Auswirkungen der unterschiedlichen Berechnung der Ausnützungsziffer sind in den Abbildungen 3 und 4 dargestellt. Abbildung 3 zeigt die prozentualen Mehrkosten der Minergie-P-Bauweise, Abbildung 4 die absoluten Kostenbeträge pro Quadratmeter EBF. Die prozentualen Unterschiede sind natürlich abhängig von den Gesamtkosten. Das bedeutet, dass die prozentualen Mehrkosten umso geringer ausfallen, je höher der Standard des konventionellen Gebäudes nach SIA 380/1 ist. Die Mehrkostenaussage pro m2 EBF ist deshalb realer. (Abb. 3) Die Analyse zeigt, dass die zwei untersuchten Gebäude in Minergie-P-Bauweise zwischen 10,7 % und 13,8 % teurer sind (blaue Balken). Beim Gebäude in Münchwilen amortisieren die tieferen Energiekosten der Minergie-P-Bauweise über 25 Jahre betrachtet die höheren Baukosten um ca. einen Drittel (Fall AZ1) bzw. um ca. einen Viertel (Fall AZ2). (Abb. 4) Falls das Minergie-P-Gebäude ohne Wärmedämm-Bonus bei der Berechnung der Ausnützungsziffer (AZ1) erstellt werden muss, sinken die Mieterträge (als Barwert über 25 Jahre betrachtet) aufgrund der geringeren Nutzfläche. Konkret fielen die Mieterträge beim MFH Münchwilen um 4,7% der Baukosten und im EFH Gelterkin-

EKG

Beschreibung

Grundlage: Bereinigte Baukosten SIA 380/1:2009

Objekt AG-009-P Münchwilen (MFH in Abb. 1)

Objekt BL-013-P Gelterkinden (EFH in Abb. 2)

Mehrkosten–Öl

Mehrkosten–Öl

100 % (2238 Fr./m2 EBF)

100 % (4174 Fr./m2 EBF)

C

Rohbau Gebäude (Baustelleneinrichtung)

0,1 % (2 Fr./m2 EBF)

0,1 % (4 Fr./m2 EBF)

D

Rohbau Gebäude (Baugrube, Bodenplatte)

–0,1 % (–2 Fr./m2 EBF)

1,3 % (54 Fr./m2 EBF)

E

Rohbau Gebäude oberhalb Bodenplatte (Wärmedämmung, Fenster, Dichtigkeit Hülle)

4,8 % (107 Fr./m2 EBF)

3,4 % (142 Fr./m2 EBF)

I

HLK-Anlagen

2,9 % (65 Fr./m2 EBF)

3,6 % (150 Fr./m2 EBF)

M

Ausbau

0,9 % (20 Fr./m2 EBF)

–0,2 % (–8 Fr./m2 EBF)

V

Baunebenkosten (Minergie-P Gebühren, NK pauschal)

0,5 % (11 Fr./m2 EBF)

0,8 % (33 Fr./m2 EBF)

W

Honorare

1,8 % (40 Fr./m2 EBF)

1,7 % (71 Fr./m2 EBF)

ca. 10,9 % (244 Fr./m2 EBF)

ca. 10,7 % (447 Fr./m2 EBF)

Total Mehrkosten

Tabelle 1: Mehrkosten für Gebäude im Minergie-P-Standard in Prozent der bereinigten Gesamtbaukosten (bei Verkleinerung der Nutzfläche und gleichbleibendem Gebäudevolumen). EKG Elementkostengliederung

Objekt AG-009 Münchwilen (MFH in Abb. 1)

Objekt BL-013-P Gelterkinden (EFH in Abb. 2)

Mehrkosten–Öl

Mehrkosten–Öl

100 % (2200 Fr./m2 EBF)

100 % (4180 Fr./m2 EBF)

Wärmedämmung

4,2 % (92 Fr./m2 EBF)

3,7 % (155 Fr./m2 EBF)

Fenster und Türen

2,7 % (59 Fr./m2 EBF)

0,6 % (25 Fr./m2 EBF)

Wärmeerzeugung

0,9 % (20 Fr./m2 EBF)

0,8 % (33 Fr./m2 EBF)

Lüftungsanlage

2,2 % (48 Fr./m2 EBF)

2,6 % (109 Fr./m2 EBF)

10,0 % (220 Fr./m2 EBF)

7,7 % (322 Fr./m2 EBF)

Grundlage:

Summe Mehrkosten

Tabelle 2: Mehrkosten von wichtigen Einzelelementen für Gebäude im Minergie-P-Standard in Prozent der bereinigten Gesamtbaukosten (ohne Berücksichtigung einer Veränderung des Gebäudevolumens nach AZ1, d.h. mit entsprechend angepassten Baukosten pro m2 EBF).

den um 3,1 % tiefer aus. Um diesen Verlust an Mietertrag aufgrund der besseren Wärmedämmung zu kompensieren, rechnen viele Gemeinden die zusätzliche Wärmedämmung nicht mehr zur Ausnützungsziffer (Wärmedämm-Bonus, AZ2). Allerdings ist die Beurteilung des Ertragsausfalls nur aufgrund der Nutzflächendifferenz erst die halbe Wahrheit, denn durch den Wärmedämm-Bonus wird das besser gedämmte Gebäude äusserlich

grösser und damit auch teurer. So ist das äusserlich grössere Minergie-P-Gebäude mit konstanter Nutzfläche (AZ2) in Münchwilen 2,9 % teurer als das Minergie-P-Gebäude mit unverändertem Aussenvolumen (AZ1). Das heisst mit anderen Worten, dass ein Minergie-PGebäude nach AZ1 (ohne Wärmedämm-Bonus) bei Berücksichtigung der Mietausfälle effektiv nur 1,8 % teurer ist als im Fall AZ2 (mit WärmedämmBonus), da rund zwei Drittel

2 I 11 HK-Gebäudetechnik 9


INFO

Mehrkosten in % der Baukosten

Mehrkosten in Fr./m2 EBF

20,0%

700,0

EFH Gelterkinden

MFH Münchwilen

EFH Gelterkinden

MFH Münchwilen 600,0

15,0%

4,7%

130,6

500,0

Minderertrag Miete durch Verlust an Nutzfläche

3,1% 400,0

10,0%

10,9%

Mehrpreis Baukosten

300,0 13,8%

10,7%

11,8%

5,0%

105,8

200,0 244,4

Minderertrag Miete durch Verlust an Nutzfläche Mehrpreis Baukosten

314,0

446,6

512,4

-76,0

-78,2

-78,2

AZ2

AZ1

AZ2

100,0 0,0%

0,0

-3,4

Einsparung Energiekosten

-1,9%

-1,8%

Einsparung Energiekosten

-100,

-5,0%

AZ1

-76,0

-3,4%

AZ2

AZ1

AZ2

Abb. 3: Zusammensetzung der Mehrkosten eines Minergie-PGebäudes gegenüber der konventionellen Bauweise nach SIA 380/1:2009 in Prozentanteilen der massgebenden Gesamtbaukosten.

des Mietzinsverlusts im Fall AZ1 durch die geringeren Baukosten kompensiert werden.

Planungskompetenz ist entscheidend Ein Minergie-P-Gebäude braucht nicht unbedingt einen höheren Planungsaufwand, jedoch eine höhere Planungskompetenz. Fest steht, dass Mehrkosten und Planungskompetenz indirekt proportional sind: je höher die Planungskompetenz, desto niedriger die

(Minergie-P-bedingten) Mehrkosten. In der Umkehrung führt das dazu, dass MinergieP-Anforderungen gerne als Sündenbock für mangelnde Kompetenz herbeigezogen werden: «Diese Minergie-P-Anforderungen treiben halt die Kosten enorm in die Höhe …»

Fazit der Studie Die Studie unterzieht die Minergie-P-Bauweise einem Härtetest. Die Zahlen zeigen, dass der Anspruch, längerfristig

-200,

AZ1

Abb. 4: Zusammensetzung der Mehrkosten bei Minergie-P-Bauweise in Fr./m² EBF gegenüber konventionellen Gebäuden nach SIA 380/1:2009.

Minergie-P-Qualität mit den Energiekosteneinsparungen zu finanzieren, keine Utopie ist, zumindest wenn die (bei dich-

ten Gebäuden ohnehin notwendige) Komfortlüftung als selbstverständlich betrachtet wird. ■

Quellen Mehrkosten von Minergie-P-Bauten. Untersuchung im Auftrag der Ämter für Umweltschutz und Energie der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Autoren: Juliane Weber, Markus Stokar, Caroline Hoffmann, Stokar + Partner AG, Basel; Armin Binz, Patricia Bürgi, Institut Energie am Bau, Fachhochschule Nordwestschweiz; Muttenz 2010. Die Studie ist kostenlos erhältlich unter: http:// www.fhnw.ch/habg/iebau/afue/gruppe-bau/mehrkosten-von-minergie-p-bauten * Autor : Prof. Armin Binz, dipl. Architekt ETH, Leiter Institut Energie am Bau der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Minergie-Agentur Bau, armin.binz@fhnw.ch

ISH Frankfurt: Die ganze Welt der ISH in einer App für Smartphones Vom 15. bis zum 19. März 2011 präsentieren 2300 Aussteller auf der ISH in Frankfurt ihre Pro-

duktneuheiten in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Um den Fachbesuchern die Orientierung auf der rund 250 000 m² grossen Ausstellungsfläche zu erleichtern, bietet der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) eine mobile Applikation für iPhones und Geräte mit Android- und Windows-Mobile-Systemen an. Die ISH-App führt über eine Art GPS-Ortung auf der kürzesten Route von Aussteller zu Aussteller. Da die Applikation alle Aussteller inklusive Adresse, Telefon, Handy, Telefax, E-Mail und Internetseite wiedergibt, lassen sich vorab eigene Merklisten und Messerundgänge zusammenstellen. Zudem gibt es neben den Hallenplänen vorkonfigurierte Merklisten

10 HK-Gebäudetechnik 2 I 11

oder Rundgänge zu Themen wie Barrierefreies Bad, Erneuerbare Energien, IT usw. Eine weitere Arbeitserleichterung bringt die in die ISH-App implementierte Tagging-Funktion. Sie macht das Einsammeln von Produktkatalogen weitgehend überflüssig. Aussteller werden während der Messetage einen sogenannten QR-Code neben ihren Produkten sichtbar machen. Dieser Code wird mit dem Smartphone über eine Spezial-Tagging-Funktion eingelesen und gesammelt. Nach der Messe können diese Informationen, oft inklusive der Artikelstammdaten, ausgewertet und ins eigene EDV-System übernommen werden. Die mobile Applikation für iPhone, Android und Windows Mobile

Beispiel eines QR-Codes.

steht zum kostenlosen Download bereit in den einschlägigen Shops und unter www.ish2011.com/app ■ ZVSHK, Zentralverband Sanitär Heizung Klima D-53757 St. Augustin Tel. 0049 2241 9299-0 www.wasserwaermeluft.de


INFO

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2 I 11 HK-Gebäudetechnik 11


INFO

Dampf: Geysir im Südwesten von Island.

H2O: faszinierende Wasser-Physik

Schwimmender Eisberg: nur 1/11 ragt aus dem Wasser.

Marcel Ginter, Geschäftsführer und Inhaber der Mobil in Time AG, rief am HLK-Portal 10 (siehe Bericht in HK-GT 1/11 Seite 31-33) Faszinierendes aus unserer natürlichen Umwelt in Erinnerung: Wasser ist die ein-

zige chemische Verbindung auf der Erde, die in der Natur in allen drei Aggregatzuständen vorkommt: Eis, flüssiges Wasser, Dampf. In der natürlichen Landschaft, aber auch in Gebäuden oder technischen Anlagen ist Wasser allgegenwärtig. Seine Eigenschaften können immer wieder erstaunen: Eis schmilzt bei 0 °C, Wasser siedet bei 100 °C. Wasser ist ein aussergewöhnlich guter Wärmespeicher, weist die höchste Oberflächenspannung, den höchsten Siedepunkt und die grösste VerdampfungsWärme auf im Vergleich mit ähnlichen Flüssigkeiten. Wasser hat seine höchste Dichte bei +4 °C in flüssiger Form, beim Gefrieren zu Eis erfährt es eine Volumenzunahme von 9 %, ist also im gefrorenen Zustand bei

gleichem Volumen leichter als flüssig. Ein schwimmender Eisberg ragt nur zu einem Elftel aus dem Wasser. Die Wasserreserven der Schweiz umfassen 243 500 Mio. m3 (53 % natürliche Seen, 24 % Gletscher, 21 % Grundwasser, 1,6 % Stauseen, 0,2 % Bäche und Flüsse). Wäre diese Wassermenge gleichmässig über die ganze Landesfläche verteilt, ergäbe dies einen Pegelstand von 5,9 m.

Eis – Wasser – Dampf Die physikalischen Eigenschaften von Wasser bei Aggregatzustandsänderungen oder bezüglich Wärmespeicherung spielen im Zusammenhang mit der Raumluftqualität in Gebäuden eine entscheidende Rolle und müssen entsprechend berück-

Zeit- und Temperaturverlauf bei gleichmässigem Aufheizen von 1 Tonne Wasser mit einer Leistung von 10 kW (drucklos, auf Meereshöhe). 1000 kg Wasser = 1000 Liter Wasser bei 4 °C, ergibt 1091 Liter Eis oder 1673 m³ Wasserdampf von 100 °C bei normalem Umgebungsdruck von 1,013 bar. (PW)

12 HK-Gebäudetechnik 2 I 11


INFO

Thermalwasser im Bad Schinznach. (www.bad-schinznach.ch)

Geometrie des H2O-Moleküls. 1 Picometer pm = 10-12 m.

sichtigt werden. Andererseits werden diese Eigenschaften in der Gebäudetechnik gezielt genutzt bei der Raumheizung, Warmwassererwärmung, Wärmespeicherung, Lüftung und Klimatisierung. Die notwendigen Energiemengen für die Umwandlung des Wassers von Eis über flüssiges Wasser bis zu Wasserdampf sind in der Grafik links dargestellt. (PW) ■

Abnehmende Siedetemperatur von Wasser mit zunehmender Höhe in Meter über Meer: Abnahme um 1°C pro 300 m. (Marcel Ginter, Mobil in Time AG)

Quellen: Marcel Ginter, Mobil in Time AG, Referat HLK-Portal 27. 10. 2010, www.mobilintime.ch; Bau und Energie, Band 1+2; Wikipedia; www.wissenschaft-technik-ethik.de › Wasser › Energie u.a.

Hochschule Luzern – Technik & Architektur: 7. ZIG-Planerseminar Am Dienstag, 22. März 2011, findet nachmittags an der Hochschule Luzern – Technik & Architektur zum siebten Mal das Planerseminar statt. Geboten werden Referate zu einer breiten Palette von aktuellen Themen mit Referenten aus dem In- und Ausland. Einen Überblick zu vielerorts wenig bekannten Aktivitäten auf europäischer Ebene wird Prof. Dr. Michael Schmidt von der Uni Stuttgart in seiner Funktion als Präsident der REHVA (Föderation der europäischen Gebäudetechnik-Verbände) geben. Andreas Eckmanns vom Bundesamt für Energie wird über zukünftige

Trends der Schweizer Energieforschung mit dem Schwerpunkt «Wohnen und Arbeiten der Zukunft» berichten. Regina Hardziewski von der ETH Zürich wird mit Ausführungen zu internationalen Labeln im Bereich des nachhaltigen Bauens (Leed, Breeam, DGNB usw.) Transparenz in den LabelDschungel bringen. Mit einem Beitrag zum Thema BIM (Building Information Model) wagen Prof. Gerhard Zweifel (ZIG) und Dr. Sven Moosberger (Equa Solutions AG) einen Blick in die zukünftige Gebäudeplanung. Über praxisbezogene Forschungsprojekte werden Tilmann Kuhn vom

Fraunhofer ISE («Aktive Fassaden») und Christian Struck vom ZIG (Simulationen) berichten. Abgerundet wird die Veranstaltung mit Präsentationen über zwei bereits realisierte Objekte: In einer kritischen Betrachtung wird von Matthias Sulzer das erste Betriebsjahr der Neuen Monte Rosa Hütte analysiert und es wird über die erfolgreiche Teilnahme der FH Rosenheim am Solar Decathlon 2010 in Madrid berichtet (Johannes Maderspacher). Organisiert wird das Planerseminar von der Hochschule Luzern – Technik & Architektur (Zentrum für Integrale Gebäudetechnik ZIG) in Zusammen-

arbeit mit Equa Solutions AG (ein Spin-off der Hochschule Luzern). Partner der Veranstaltung sind der Kanton Luzern (Umwelt und Energie) und der ■ SWKI. Datum, Zeit und Ort Dienstag, 22. März 2011 13.30 – 17.30 Uhr Hochschule Luzern – Technik & Architektur, Horw Raum D415, Trakt IV Anmeldung franziska.rosenberg@hslu.ch Tel. 041 349 35 15 Weitere Informationen www.hslu.ch/planerseminar

2 I 11 HK-Gebäudetechnik 13


INFO

Masterplan Cleantech: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz stärken den Wirtschafts- und Forschungsstandort Schweiz Anfang November 2010 wurde der gemeinsam von EVD und UVEK erarbeitete «Masterplan Cleantech» vorgestellt. Darin sind die Notwendigkeit, die Chancen sowie Massnahmen und Empfehlungen beschrieben, um die «Schweizer Wirtschaft im globalen Wachstumsmarkt der sauberen und ressourceneffizienten Technologien optimal zu positionieren». Die A EE unterstützt die Initiative des Masterplans Cleantech. Sie wird sich aktiv an der Konsultation und der Umsetzung beteiligen, um durch Cleantech-freundliche nationale Rahmenbedingungen die erneuerbare und effiziente Energiewirtschaft zu fördern, deren Exportkraft zu stärken und die Marke

Cleantech Schweiz über unsere Grenzen hinaus zu tragen. So vielversprechend das Ziel einer (export-)starken Cleantech-Wirtschaft ist, so alarmierend zeichnet der Masterplan die Ausgangslage: Trotz hoher Aktivität und wachsender Bedeutung verliert der Cleantech-Sektor kontinuierlich seinen internationalen Wettbewerbsvorsprung – auch im Bereich der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz, der einen massgeblichen Beitrag zur Wertschöpfung im Cleantech-Sektor leistet.

Die Inhalte des Masterplans Der Masterplan formuliert Vision und Ziele für den Schwei-

zer Cleantech-Bereich. Er gibt eine Übersicht über bestehende Angebote und Leistungen im Bereich Cleantech und analysiert die Stärken und Schwächen des Wissenschafts-, Bildungsund Werkplatzes Schweiz. Die Inhalte sind auf der Webseite www.cleantech. admin.ch entlang der Wertschöpfungskette in den Menüpunkten Bildungsangebote, Forschung & Innovation sowie Märkte abgebildet. Schliesslich definiert der Masterplan Handlungsfelder und schlägt konkrete Massnahmen und Empfehlungen auf der Ebene Bund, Kantone und Wirtschaft vor. Diese Handlungsfelder und 50 abgeleitete Massnahmen bzw. Empfehlungen dienen als Ori-

entierungshilfe zur eigenverantwortlichen Umsetzung durch alle Beteiligten in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Denn «Cleantech-freundliche» nationale Rahmenbedingungen und ein starker Heimmarkt, die Unternehmen und Forschungseinrichtungen optimale Entfaltung und Reputation ermöglichen, sind gemäss A EE zwingende Erfolgsvoraussetzungen im internationalen Wettbewerb. ■ A EE, Agentur für erneuerbare Energien und Energieeffizienz 3001 Bern Tel. 031 301 89 62 www.aee.ch www.cleantech.admin.ch www.swisscleantech.ch

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INFO

Kostendeckende Einspeisevergütung: mehr KEV-Geld für Photovoltaik

Anteile der fünf Produktionstechnologien bezüglich Anzahl, Leistung und Produktion für die über 8000 Anlagen auf der KEV-Warteliste, Stand Ende November 2010. (Quelle: Swissgrid AG)

Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV ) wird in der Mehrheit der europäischen Länder und in vielen weiteren Staaten erfolgreich für die Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien eingesetzt. Auch die Schweiz hat dieses Instrument per Anfang 2009 eingeführt. Im Gegensatz zu den Nachbarstaaten sind aber bei uns die Mittel begrenzt. Besonders betroffen davon ist die Photovoltaik, die bisher nur 5 Prozent der Gesamtmittel beanspruchen konnte: Erst 1600 Anlagen konnten bisher dank der Einspeisevergütung erstellt werden, während über 7000 auf einer Warteliste stehen. Dank der vom Parlament am 18. Juni 2010 beschlossenen Erhöhung der KEV-Mittel um 50 Prozent ab 2013 (Zuschlag neu 0,9 statt 0,6 Rp. pro verbrauchte kWh) können weitere Anlagen von der KEV profitieren. Das Hauptthema der Swissolar-Veranstaltung vom 18. November in Biel mit über 100 Teilnehmern war die Um-

setzung dieses Beschlusses in die Praxis. Im Weiteren wurde der rasche Preiszerfall bei Solarmodulen und anderen Komponenten von PV-Anlagen im Jahr 2010 analysiert, wobei die Schweiz zusätzlich vom tiefen Euro-Kurs profitierte.

Preissenkung weitergeben Die Branchenvertreter waren sich einig, dass diese Preissenkung an die Konsumenten weitergegeben werden soll. Sie unterstützten deshalb die Absicht der Behörden, die Einspeisetarife für die 2011 neu in Betrieb genommenen Anlagen um durchschnittlich 18 Prozent zu senken gegenüber 2010. Dieser Vorschlag wurde dann auch umgesetzt, wie das BFE Mitte Dezember melden konnte.

PV-Anteil am KEV-Fördertopf steigt von 5 auf 10 % Die kostendeckende Einspeisevergütung KEV für Solarstrom sinkt per 1. Januar 2011 nochmals um 18 %. Gleichzeitig kann der Anteil des Solarstroms

am KEV-Fördertopf («SolarDeckel») von bisher 5 % auf 10 % erhöht werden. Dies hat der Bundesrat am 10. 12. 2010 entschieden und eine entsprechende Revision der Energieverordnung verabschiedet. Grund dafür sind die deutlich gesunkenen Kosten für Photovoltaikanlagen. Durch Effizienzsteigerungen bei der Fertigung und Skaleneffekte durch die Massenproduktion von Solarmodulen sind die Preise für Photovoltaikanlagen deutlich stärker gesunken als bei der Einführung der KEV Anfang 2009 angenommen. Diese Preisvorteile müssen bei der Festlegung der Einspeisevergütung berücksichtigt werden, da die Anlagenbetreiber sonst zu hohe Renditen erzielen würden. Bereits per 1. Januar 2010 hatte das UVEK die Vergütungssätze für Solarstrom um 18 % reduziert. Die Marktpreise für Photovoltaikmodule sind 2010 jedoch weiter gefallen. Durch die nun beschlossene erneute Re-

duktion um durchschnittlich 18 % sinken die ungedeckten Kosten für Solarstrom (Mehrkosten, die über dem generellen Strom-Marktpreis liegen) unter 50 Rappen pro Kilowattstunde. Gemäss Energiegesetz steigt damit der maximale Anteil der Photovoltaik am KEV-Fördertopf («Deckel») von bisher 5 % auf 10 %, so dass anstelle der bisherigen Zubauleistung von bisher total etwa 30 Megawatt (MW) ab 2011 jährlich Solarstromanlagen mit einer Leistung von insgesamt 50–70 MW freigegeben werden können. So kann die Warteliste der angemeldeten Projekte voraussichtlich bis 2013 abgebaut werden: 2011 alle per 1./2. Mai 2008 angemeldeten Anlagen, die restlichen anschliessend bis 2013. ■ Swissolar Schweizerischer Fachverband für Sonnenenergie 8005 Zürich Tel. 044 250 88 33 www.swissolar.ch

Energie-Apéros 2011: «Sanierung» bis «Energie erzeugende Gebäude» Seit Ende Januar vermitteln die vom energie-cluster.ch organisierten Energie-Apéros in den vier Kantonen Bern, Solothurn, Jura und Wallis aktuelle Informationen zu verschiedenen Themen der Energieeffizienz und zu erneuerbaren Energien. Diese regionalen Anlässe bieten interessierten Bauherrschaften, Planern und Architekten, Behörden und Installateuren wertvolle Einblicke in die neu-

esten Themen der Energie- und Gebäudetechnik. Bis im Mai bieten diese regionalen Anlässe eine breite Informationsplattform zu neuesten Themen der Energie- und Gebäudetechnik.

Dezentrale Energieproduktion mit Sonne, Wind, Erdwärme und Biomasse Am 15. März 2011 wird ein Energie-Apéro in Bern die Potenziale und Umsetzungsmass-

nahmen für die Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen aufzeigen. Dabei stellt Ulrich Nyffenegger, Leiter des Amts für Umweltkoordination und Energie des Kantons Bern, die entsprechenden Rahmenbedingungen für die dezentrale Stromproduktion im Kanton Bern vor. Referierende von BFE, Kanton St. Gallen, Energie- und Bankunternehmen sowie Berner Fachhochschule werden die ver-

schiedenen Aspekte vorstellen und diskutieren. Weitere Veranstaltungsorte und Termine : siehe Agenda in dieser HK-Ausgabe ab Seite 87 sowie weitere Informationen unter ■ www.energie-cluster.ch energie-cluster.ch 3011 Bern Tel. 031 381 24 80 www.energie-cluster.ch

2 I 11 HK-Gebäudetechnik 15


INFO

Berufsbegleitend + praxisnah: FHNW-Zertifikatslehrgang «CAS Bauphysik» ab Oktober 2011

Schlüsselfunktion Bauphysik Die wachsenden Anforderungen an die Bauhülle von Gebäuden haben das Interesse an bauphysikalischen Themen intensiviert. Neue Fragestellungen kommen dazu, nicht zuletzt aufgrund des Sanierungsbooms im Zuge des zehnjährigen Gebäudeprogramms des Bundes und der Kantone. Damit wird die Bauphysik zu einem Schlüssel bei der Planung von nachhaltigen Konstruktionen, insbesondere unter den Aspekten der Schadenfreiheit, der Kosteneffizienz und der Ressourcenschonung.

Wärmeschutz und Feuchteschutz sind die Schwerpunkte des Zertifikatskurses CAS Bauphysik, neben den Disziplinen Schallschutz und Tageslichtnutzung. Im Zentrum des Angebots stehen die Grundlagen dieser bauphysikalischen Funktionen sowie deren Kombination in einem konstruktiven Aufbau. Der Zertifikatslehrgang Bauphysik umfasst eine viertägige Einstiegswoche sowie zwölf einzelne Tage innerhalb der Folgewochen, insgesamt 128 Lektionen. Studienarbeiten sowie eigene Recherchen ergänzen den

Lehrgang. CAS Bauphysik ist also berufsbegleitend – und praxisnah. Denn die Dozierenden sind ausnahmslos Fachleute der Planung, der Expertise und der Baupraxis. Teilnehmende können mit der bewährten FHNW-Qualität in der Weiterbildung rechnen. Also mit einem vorzüglichen didaktischen Aufbau der Lektionen, mit informativen Skripts und mit einer webgestützten Serviceplattform. Die Dienstleistungen fördern das strukturierte Arbeiten und steigern dadurch die Effizienz in der Wissensvermittlung.

Das CAS Bauphysik lässt sich mit anderen Angeboten des Instituts Energie am Bau kombinieren, mit insgesamt acht weiteren Lehrgängen. Damit erreichen Absolventen Diplome oder Master-Titel (DAS FHNW respektive MAS FHNW). Der Lehrgang ist für Architekten und Architektinnen sowie Ingenieurinnen und Ingenieure besonders geeignet. Beginn ist im ■ Oktober 2011. Weitere Infos: www.fhnw.ch/wbbau oder Tel. 061 467 45 45.

Neue Ausbildung in Energie- und Umwelttechnik an der FHNW Der Bedarf von Industrie und Wirtschaft sowie der öffentlichen Hand an gut ausgebildeten Ingenieurinnen und Ingenieuren mit Problemlösungskompetenz im Bereich der Ressourceneffizienz nimmt stetig zu. Als Antwort auf die grosse Nachfrage lanciert die Hochschule für Technik der FHNW den interdisziplinären Bachelor-Studiengang Energieund Umwelttechnik. Gemäss ihrer strategischen Ausrichtung in Energie- und Ressourceneffizienz hat die Hochschule für Technik der FHNW das vorhandene Know-how neu gebündelt. Die Bachelor-Ausbildung in Energie- und Umwelttechnik ist ab dem ersten Semester ein eigenständiger Studiengang, der auf der langjährigen Erfahrung von Instituten und Dozierenden aufbaut.

beim Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement. Der erste Ausbildungsgang startet im September 2011.

Interdisziplinäre Kompetenzen Aufbauend auf soliden naturwissenschaftlichen Grundlagen erwerben die Studierenden neustes Wissen und interdisziplinäre Kompetenzen in Ökologie, Ökonomie, Clean Technologies und Energietechnik sowie in Projektmanagement und Fachkommunikation. Mit der Wahl der Vertiefungsrichtung setzen sie einen Schwerpunkt in den Fachgebieten Energiesysteme (Hochschule für Technik), Energie in Gebäuden (Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik) oder Umwelt und Management (Hochschule für Wirtschaft).

Start der Ingenieur-Ausbildung im September 2011

Einblick in neuste technologische Entwicklungen

Die neue Ingenieur-Ausbildung wurde im FHNW-Verbund in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik resp. für Wirtschaft konzipiert und befindet sich zurzeit im Bewilligungsverfahren

Der neue Studiengang ist attraktiv für zukunftsinteressierte Frauen und Männer mit Berufsmatur oder mit gymnasialer Matur. Praxis-orientierte Projektarbeiten bieten den Studierenden spannende Kontakte zu

16 HK-Gebäudetechnik 2 I 11

Wirtschaft und Industrie. Sie erhalten Einblick in neuste technologische Entwicklungen von nationalen und internationalen Unternehmen.

Vielseitige Berufsbilder mit Karrierepotenzial Die Absolventinnen und Absolventen schliessen mit einem Bachelor of Science FHNW in Energie- und Umwelttechnik ab. Sie verfügen über das nötige Knowhow, um anspruchsvolle Aufgaben beispielsweise in den Bereichen erneuerbare Energien, Plusenergiehäuser oder ökologische Produktionsprozesse zu lösen. Den Ingenieurinnen und Ingenieuren eröffnen sich vielseitige Berufsfelder mit Karrierepotenzial in der Industrie, in Energie- oder Beratungsunternehmen sowie in Institutionen der öffentlichen Hand. Ingenieurinnen und Ingenieure in Energie- und Umwelttechnik sind auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt äusserst gesuchte Fachleute.

Die Hochschule für Technik FHNW bildet rund 1000 Bachelor- und Master-Studierende im Ingeni-

eurwesen und in Optometrie aus. Das Studium kann in Vollzeit oder berufsbegleitend absolviert werden. Der starke Praxisbezug bringt die Studierenden vom ersten Semester an in Kontakt mit Unternehmen aus dem In- und Ausland. Als einzige Fachhochschule der Schweiz bietet die FHNW zwei trinationale Studiengänge in der Schweiz, Frankreich und Deutschland sowie einen Bachelor-Studiengang in Optometrie an. Ein fakultatives Auslandsemester ermöglicht den Studierenden eine internationale Horizonterweiterung.

Informationsveranstaltungen Daten: Freitag und Samstag, 11. und 12. März 2011 Ort: Hauptgebäude der Hochschule für Technik der FHNW Klosterzelgstrasse 2 5210 Windisch

Hochschule für Technik FHNW 5210 Windisch Tel. 056 462 44 11 www.fhnw.ch/technik


Gruppe der Schweiz. Gebäudetechnik-Industrie: neuer GSGI-Präsident

Der neue GSGI-Präsident Felix Gassmann.

Felix Gassmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Sauter Building Control Schweiz AG, wurde zum

neuen Präsidenten der Gruppe der Schweizerischen Gebäudetechnik-Industrie GSGI als Nachfolger von Ronald Schlegel gewählt. Vizepräsident der GSGI ist neu Marcel Baumer, COO der Hälg Building Services Group, St. Gallen. Die Gruppe der Schweizerischen Gebäudetechnik-Industrie ist eine Vereinigung ßberregional tätiger Unternehmen, welche fßr wichtige Systeme und Anlagen der Gebäude- und Energietechnik verantwortlich sind. Sie fÜrdern den Gesamtsystemgedanken und den inte-

CLHMHRSQ@SHNM

.(,1( 6$&+(

gralen Ansatz Gebäude als System. Die 17 namhaften Mitglieder haben ein ausgezeichnetes Image in der Branche, zeichnen sich aus durch ihre qualitativ anerkannten Leistungen in Projektierung, Installation, Betrieb und Unterhalt von komplexen Immobilien und weisen durch ihre GrÜsse und Organisation industriellen Charakter auf. ■ (www.gsgi.ch) GSGI Geschäftsstelle 6003 Luzern Tel. 041 227 20 20 sekretariat@gsgi.ch www.gsgi.ch

Zehnder Group Schweiz wird FC Aarau-Hauptsponsor Die in Gränichen ansässige Zehnder Group Schweiz AG, ein Tochterunternehmen der international tätigen Zehnder Group AG, unterstßtzt zukßnftig als Hauptsponsor den Fussballklub FC Aarau. Als Unternehmen mit starker regionaler Verbundenheit freut sich die Zehnder Group Schweiz AG auf vier erfolgreiche Jahre mit dem FC Aarau und setzt dabei auf eine starke Partnerschaft. Das leistungsbezoge-

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ne Sponsoring-Paket umfasst unter anderem die Trikotwerbung, Präsenz im Stadion, Ticketkontingente sowie den Einsatz der ersten Mannschaft fßr Event-Aktivitäten. Hans-Peter Zehnder, CEO der Zehnder Group AG: Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Wir glauben an die Leistungsfähigkeit und Spielstärke dieser jungen Mannschaft. Auch die solide Klubfßhrung bestärkt uns im Glauben, einen interessanten Partner gefunden zu haben. Wichtig fßr uns war auch die Tatsache, dass der FC Aarau dem Nachwuchs eine sehr hohe Bedeutung beimisst und in diesem Bereich ßberaus erfolgreich ist. Die aktuelle Rangierung der 1. Mannschaft nach der Vorrunde entspricht nicht dem Potenzial dieses Klubs, wir sind ßberzeugt, dass der FC Aarau in der Rßckrunde durchstartet. Mit der langfristigen Partnerschaft, auch

%5$1&+(1/•681* )›5 6$1,7ƒ5  +(,=81* /›)781*

Hans-Peter Zehnder, CEO der Zehnder Group AG, und Alfred Schmid, Präsident des FC Aarau, freuen sich auf eine erfolgreiche und starke Partnerschaft. (Bild: Zehnder Group Schweiz AG)

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im Hinblick auf ein neues Stadion in Aarau, versprechen wir uns eine deutliche Steigerung der Bekanntheit unserer Marke, Produkte und Dienstleistungen auf dem Schweizer Markt.Âť â– 

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MOSAIK I FIRMEN

Wir feiern den tausendsten Kursteilnehmer!

Von links nach rechts: Alain Müller (Schulungsleiter), Andreas Camelin (1001. Teilnehmer), Kurt Stoop (1000. Teilnehmer) und Markus Dittli (999. Teilnehmer).

Seit unser technisches Schulungs-Center im Januar 2009 eröffnet wurde, haben wir regelmässig gut besuchte Kurse durchführen können. Unser Dampf-Grundkurs vom 15. Dezember 2010 war ein besonderer Anlass und für unser Seminarwesen auch ein wichtiger Meilenstein. Wir haben den tausendsten Teilnehmer empfangen. Wir freuen uns zusammen mit den Jubiläums-Teilnehmern. Das Kursangebot in unserem technischen Schulungscenter wird laufend erweitert. Neu in unserem Angebot sind Montage-Kurse für Monteure, welche

im Geltungsbereich der europäischen Druckgeräte-Richtlinie DGRL 97/23/EG Montagen vornehmen. Für Kursdaten und Anmeldeformulare können Sie nachstehenden Link verwenden. http://www.fgysi.ch/html/ ■ ausbildungs-center.php

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«MINERGIE® – auf dem Weg zum nachhaltigen Bauen» Donnerstag, 10. März 2011, Armee-Ausbildungszentrum, Luzern Informationen und Anmeldung unter www.minergie.ch Eröffnung der ersten Schweizer Minergie Expo mit: Regierungspräsident Marcel Schwerzmann, Vorsteher des Finanzdepartementes, Kanton Luzern Heinz Tännler, Regierungsrat Kanton Zug, Präsident MINERGIE Marco Biland, Messeleiter, Geschäftsleiter ZT Fachmessen AG

Patronatspartner:

Referenten Fachtagung: Prof. Dr. Holger Wallbaum, Stellvertretender Leiter Institut für Bau- & Infrastrukturmanagement ETH, Zürich Roger Baumann, Leiter Business Development Real Estate Asset Management, Credit Suisse AG, Zürich Wiebke Rösler, Direktorin Amt für Hochbauten der Stadt Zürich, Präsidentin Verein eco-bau Yorick Ringeisen, dipl. Arch. EPFL SIA, Partner Bauart Architekten und Planer AG, Bern Imelda Greber, Leiterin Facility Management SRG SSR, Bern Stefan Stutz, Ing. FH/HLK und eidg. dipl. Energieberater, Geschäftsleiter Partnerplan AG, Luzern Dr. Sibyl Anwander Phan-huy, Leiterin Qualität/Nachhaltigkeit, Coop Genossenschaft Dr. Ruedi Kriesi, Kriesi Energie GmbH, Vizepräsident MINERGIE, Wädenswil Prof. Heinrich Huber, Stv. Leiter MINERGIE Agentur Bau, Muttenz Dr. lic. phil. I Urs Rey, Leiter Analysebereich Bau & Immobilien, Statistisches Amt des Kantons Zürich Medienpartner:

18 HK-Gebäudetechnik 2 I 11


MOSAIK I FIRMEN

Neue Generation führt Otto Keller AG in die Zukunft

Die neue Führungscrew der Otto Fischer AG, v.l.n.r.: Urs Weber, Präsident des Verwaltungsrats, Peter Stark, Leiter Finanzen und Personal, und Dennis Reichardt, Geschäftsführer.

Die Otto Keller AG, eines der führenden Ostschweizer Unternehmen für Heizung, Lüftung, Klima und Kälte, geht in die Hände einer neuen Generation über: Die Nachkommen von Firmengründer Otto Keller haben sämtliche Anteile an Geschäftsführer Dennis Reichardt und Peter Stark, den Leiter Finanzen und Personal, verkauft. Die beiden neuen Eigentümer führen die Otto Keller AG unter gleichem Namen weiter und wollen sie als eigenständi-

ges Unternehmen weiterentwickeln. Mit dem Eigentümerwechsel stellen die bisherigen und die neuen Aktionäre sicher, dass das unternehmerische Erbe von Firmengründer Otto Keller in die Zukunft geführt werden kann. Das 1955 gegründete Unternehmen beschäftigt heute am Hauptsitz in Arbon sowie in Frauenfeld insgesamt 60 Mitarbeitende und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund CHF 20 Millionen.

Dennis Reichardt ist seit 1998 in verschiedenen Funktionen für die Otto Keller AG tätig, seit April 2009 als deren Geschäftsführer. Nach seiner Lehre als Gebäudetechnik-Planer hat er sich zum Ingenieur für Heizung, Lüftung, Klima und anschliessend zum Wirtschaftsingenieur weitergebildet. Sein Partner Peter Stark ist im Mai 2009 als Leiter Finanzen und Personal zur Otto Keller AG gestossen. Der ausgebildete Hochbauzeichner und technische Kaufmann ist nach einem Intensivstudium an der Universität St. Gallen für die Führung eines kleinen oder mittelgrossen Unternehmens bestens gerüstet. «Wir wissen, wie wichtig neben technischer und handwerklicher Kompetenz der Dienst am Kunden ist», sagt Dennis Reichardt. «Deshalb wollen wir den Bereich Service weiter verstärken und nach Möglichkeit zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.» Die Mitarbeitenden haben sich bereits vor dem Eigentümerwechsel dazu bekannt, gemeinsam auf den weiteren nachhaltigen Erfolg hinzuarbei-

ten: «Wir haben uns ein Firmencredo gegeben », erklärt Peter Stark. «Gemeinsam – und zugleich eigenverantwortlich – bewältigen wir auch umfassende und komplexe Projekte.» Urs Weber hat als Vertreter der Gründerfamilie während mehr als vierzig Jahren das Unternehmen geleitet und bis heute als Präsident des Verwaltungsrats weiter geprägt. Er bleibt Mitglied im vorerst dreiköpfigen Verwaltungsrat, den neu Peter Stark präsidiert und dem auch Dennis Reichardt angehört. Die beiden neuen Eigentümer haben ihre Anteile in die eigens gegründete Alcadum-Holding eingebracht, die ihrerseits Eigentümerin der Otto Keller AG ist. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Eigentümerwechsel wurde rückwirkend auf Beginn des neuen Geschäftsjahrs per 1. Oktober 2010 vollzogen. ■

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Ausbau der Geschäftsleitung bei ISS Schweiz AG

Giuseppe Santagada, neuer Sales Director und Geschäftsleitungsmitglied bei der ISS Schweiz AG.

Giuseppe Santagada (36) trat per 1. Dezember 2010 seine Stelle als Sales Director bei der ISS Schweiz AG an und nimmt gleichzeitig Einsitz in der Geschäftsleitung. Das führende Schweizer Facility ServicesUnternehmen unterstreicht damit die in der Konzernstrategie verankerten ambitionierten Wachstumsziele. Neben der weiteren Vertiefung von Integralen Facility Services fokussiert sich die ISS vermehrt auf industriespezifische Servicelösungen, um ihre Kunden optimal zu unterstützen. Von 1995 bis 1996 arbeitete Giuseppe Santagada als Projektleiter für ein Ingenieurbüro

mit Spezialausrichtung Gebäudetechnik. Von 1996 bis 1998 war er als Assistent des CEO in den Bereichen Einkauf, Kalkulation und Controlling für ein Gastronomieunternehmen tätig. Im Jahr 1999 wechselte er zum Brandschutzunternehmen Jomos AG als Business Unit Manager. Aufgrund seines Leistungsausweises wurde er 2005 zum stellvertretenden Geschäftsführer und 2008 zum CEO ernannt. Unter seiner Führung konnten verschiedene namhafte Neukunden akquiriert und bestehende Kundenbeziehungen markant ausgebaut werden. Ebenfalls war Giuseppe Santagada massgeb-

lich an der strategischen Ausrichtung der Firma Jomos AG beteiligt. Giuseppe Santagada hat eine technische Grundbildung mit Weiterbildung als technischer Kaufmann. Berufsbegleitend hat er an der Fachhochschule Nordwestschweiz studiert und als Wirtschaftsingenieur FH abgeschlossen. 2009 hat Santagada an der Universität St. Gallen (HSG) erfolgreich ein eMBA er■ worben. ISS Schweiz AG 8010 Zürich Tel. 058 787 70 00 www.iss.ch

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Baurechtsharmonisierung kommt zu langsam voran bauenschweiz nimmt davon Kenntnis, dass nunmehr die sieben Kantone Bern, Graubßnden, Freiburg, Basel-Landschaft, Aargau, Thurgau und Schaffhausen (ab 1. Januar 2011) der IVHB beigetreten sind und am 26. November 2010 die Grßndungsversammlung mit Inkraftsetzung des Konkordats stattfindet. Nach Ansicht der bauwirtschaftlichen Dachorganisation wird sich aber die Einschaltung der Bundesebene kaum vermeiden lassen, da die formelle Baurechtsharmonisierung durch die Kantone viel zu langsam vorangeht. Das Konkordat soll 30 formelle Baubegriffe wie HÜhen, Abstände, Geschossigkeit usw. vereinheitlichen, ohne dabei in das materielle Baurecht der Kantone einzugreifen. Ziel ist, das Pla-

nungs- und Baurecht fßr Wirtschaft und BevÜlkerung zu vereinfachen; die Kantone wollen mit dem Konkordat aber nicht zuletzt auch verhindern, dass die formelle Harmonisierung mit einem Bundesbaugesetz angegangen wird. Die heutige Regelvielfalt der kantonalen und kommunalen Gesetzgebungen und Vollzugsvorschriften im Bereich der Bauvorschriften fßhrt indessen dazu, dass sich Investoren aus anderen Kantonen oder aus dem Ausland unter Umständen mit grossem Aufwand in die jeweils geltende Rechtslage einarbeiten mßssen. Die schweizerische Bauwirtschaft ist nicht mehr bereit, die bestehende Situation weiterhin zu akzeptieren, zumal das Thema Harmonisierung schon seit den

90er- Jahren diskutiert wird. Die Kantone betonen zwar ihren Willen, die Baurechtsharmonisierung zu forcieren. Der Umstand, dass bisher aber nur sieben Kantone der IVHB beigetreten sind zeigt, dass dieser Weg letztlich kaum zum Ziel fĂźhren wird. Deshalb dĂźrfte es jetzt unausweichlich sein, dass der formellen Baurechtsharmonisierung in geeigneter Weise auf Bundesebene zum Durchbruch verholfen wird.

Dies kann Ăźber den Weg eines Bauharmonisierungsgesetzes geschehen, vergleichbar mit der formellen Steuerharmonisierung und nĂśtigenfalls unter Schaffung einer entsprechenden Verfassungsgrundlage. â–  bauenschweiz 8042 ZĂźrich Tel. 043 268 30 40 www.bauenschweiz.ch

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StabsĂźbergabe bei der Jul. Weinberger AG, Zug

Christian Weinberger.

Beim Traditionsbetrieb Jul. Weinberger AG, einem der grÜssten Familienunternehmen im Bereich Sanitär- und Heizungsinstallationen in der Zentralschweiz, kam es zu einem Generationenwechsel. Peter Weinberger trat per 1. Januar 2011 in den Ruhestand und ßbergab das Zepter seinem Sohn Christian. Er bleibt allerdings Präsident des Verwaltungsrates. Die Jul. Weinberger AG wurde 1912 von Julius Weinberger in Zug gegrßndet. Der Betrieb verfßgt mittlerweile ßber drei Niederlassungen in Zug, Luzern und Thalwil. Reparaturen und Wartung zählen seit jeher mit zum Kerngeschäft. Das

der Haustechnik-

nach ISO 9001: 2008 zertifizierte Unternehmen beschäftigt ßber 60 Mitarbeitende. 1982 ßbernahm Peter Weinberger, der Enkel des Grßnders, die Firma. Dank grosser Erfahrung und Expertise hat die Jul. Weinberger AG bis heute zahlreiche namhafte Referenzprojekte umgesetzt, darunter den Neubau des Bahnhofs Zug oder die Sanierung der Heizungsanlage der Schweizer Botschaft in London. Der 32-jährige Christian Weinberger hat den Beruf des Sanitärzeichners und Sanitärmonteurs von Grund auf erlernt. Der dipl. HS Ing. FH wurde 2004 Geschäftsleitungsmitglied. Christian Weinberger ist voller Tatendrang: Ich freue mich darauf, die Firma und ihre Mitarbeitenden in die Zukunft zu fßhren. Wir werden weiterhin alles daran setzen, den Kunden ins Zentrum unseres Handelns ■ zu stellen.

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MOSAIK I FIRMEN

Würth-Gruppe Schweiz mit zweistelligem Umsatzwachstum Das Jahr 2010 war für Würth, einen weltweit tätigen Konzern für Handel mit Befestigungsund Montagematerial, äusserst erfolgreich. Gemäss vorläufigem Jahresabschluss ist die Würth-Gruppe Schweiz um 18,7 Prozent gewachsen und kann das Jahr mit einem Umsatz von 706,9 Millionen Euro abschliessen (2009: 595,1 Millionen Euro). Den grössten Umsatz erwirtschaftete die Würth International mit Sitz in Chur. Die Gesellschaft ist innerhalb des Würth-Konzerns für den Zentraleinkauf verantwortlich. Die im Kerngeschäft tätige Würth AG mit Sitz in Arlesheim, Basel, konnte ebenfalls ein gutes Jahr verzeichnen. Auch die Würth ITensis, welche IT-Dienstleistungen anbietet, kann ein erfolgreiches Jahr melden. Die positive Umsatz-

entwicklung ist besonders auf das schnelle Wachstum im konzernfremden Geschäft zurückzuführen. Aus diesem Grund wurde die Niederlassung in Zürich für die Bearbeitung des Marktes weiter ausgebaut. Die Expansion des WürthKonzerns in der Schweiz geht mit dem Bau eines Verwaltungs- und Trainingszentrums in Rorschach weiter voran. In den nächsten 15 Jahren sollen an diesem Standort 250 bis 500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Weltweit ist der Würth-Konzern ebenfalls auf zweistelligem Wachstumskurs. Er erzielte im Jahr 2010 einen Umsatz von 8,6 Milliarden Euro. Damit ist das Unternehmen gemäss vorläufigem Jahresabschluss um 14,2 Prozent gewachsen.

2011 will das Unternehmen der vertriebsfokussierten Strategie treu bleiben. Europaweit gibt es inzwischen 1000 Shops zur Deckung des Sofortbedarfs bei Handwerkskunden. Auch in der Schweiz werden zu den

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PORTRÄT

Die BMS-Energietechnik AG investiert in Forschung und Entwicklung

Seit 25 Jahren: Mit grosser Leidenschaft Systemlösungen finden Dank der Kompetenz und Leidenschaft ihrer Kälte-, Klima- und Wärmepumpenprofis wurde die BMS-Energietechnik AG in den vergangenen 25 Jahren zur Topadresse in der Branche. Der Systemlösungsanbieter aus Wilderswil BE setzt auch erfolgreich viel Energie in Forschung und Entwicklung.

Das Firmengebäude der BMS-Energietechnik AG in Wilderswil BE. (Fotos: BMS-Energietechnik AG)

Peter T. Klaentschi «Mit 10 Ordnern in zwei Holzharassen, einem PC und dem ersten in Merligen installierten Faxgerät in unserem kleinen Haus am schönen Thunersee hat alles angefangen», erinnert sich Heidy Meister, Geschäftsführerin der BMS-Energietechnik AG. Zusammen mit ihrem Ehemann Remo Meister, technischem Geschäftsführer, Patron und kreativem «Erfinder» des Unternehmens, und mit dem engagierten Mitarbeiterteam entwickelte die Unternehmerin in den vergangenen Jahren die BMS-Energietechnik AG zum weit über die Jungfrau-Region hinaus bekannten Systemlösungsanbieter mit heute 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der familiär geführte Betrieb konnte am 1. September 2010 sein 25-Jahr-Jubiläum feiern. Dazu schrieb Heidy Meister in der hauseigenen Firmenzeitung « BMS News»: «Aus der ursprünglichen Handelsfirma für Kälte- und Klimakomponenten

wurde schon bald eine sehr technisch orientierte Firma, die sich auf die Fahne schrieb, die echten Bedürfnisse der Kunden zu erkennen, Lösungen dafür anzubieten und nach ethischen Grundsätzen zu arbeiten. An erster Stelle stand immer der Mensch. Diese Lebensphilosophie von meinem Mann und mir hat die ganze BMS-Familie geprägt. Wir sind unseren Grundsätzen bis heute treu geblieben.»

Umfassendes Dienstleistungsangebot Viele Dienstleistungen für die Kundschaft nehmen einen wichtigen Platz im Tätigkeitsfeld der BMS-Energietechnik AG ein, so beispielsweise Beratung, Engineering, Projektleitung, Komponentenauslegung, Berechnungen sowie Anlagenoptimierung nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten. Die eigene Fertigungsabteilung ist zuständig für Produktion, Montage und Servicearbeiten. Zielgruppen sind Kältefirmen, Haustechnikfir-

men, Ingenieurbüros und Architekten sowie Endverbraucher wie die Pharma- und Chemieindustrie, die Medizinaltechnik, die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Supermärkte und Wäschereien, um nur einige zu nennen. Die Haupttätigkeitsbereiche der BMS-Energietechnik AG umfassen vor allem folgende Produkte und Systeme : • Wärmeaustauscher • Modultechnik BMS power® • Abwärmenutzung, Speicher • Latentspeichersysteme • Analyse-Software ClimaCheck • Glasabdeckungen für Kühl- und Tiefkühlmöbel • Wärmerückgewinnung aus Schmutz- und Abwasser • Solartechnik BMS energy®

Der Energiesparspezialist Die obige Aufzählung verdeutlicht, dass die BMS-Energietechnik AG ein absoluter Profi mit langjährigem Know-how für Energiesparsysteme ist. Damit liegt sie voll im Trend. Denn Energie ungenutzt an die Umwelt abzugeben wird immer teurer und ist aus der Sicht der Umweltverträglichkeit und der zunehmend schärferen Gesetzgebung kaum noch durchführbar. Auf dem Gebiet der Energiesparsysteme hat der Kältetechniker Remo Meister zusammen mit seinem Entwicklerteam schon manche Pionierleistung vollbracht. So war der unermüdliche Forscher und Entwickler schon vor über 25 Jahren massgeblich beteiligt an der Einführung der gelöteten Plattenwärmeaustauscher

in der Kältetechnik. Und das mit grossem Erfolg. Heute werden von den drei grössten Herstellern weltweit jährlich über sechs Millionen Plattentauscher für die Kältetechnik gefertigt und verkauft. Nicht ohne Stolz ergänzt Remo Meister: «Auch mit den Glasabdeckungen für Kühl- und Tiefkühlmöbel waren wir die ersten Anbieter auf dem Schweizer Markt. Seit 15 Jahren arbeiten wir erfolgreich mit der Firma Remis zusammen und verfügen über ein grosses Spezialwissen sowie ein umfangreiches und äusserst flexibles Produkteportfolio. Die Migros hat unsere Glasabdeckungen als erstes Produkt mit dem Energielabel ‹Taten statt Worte› ausgezeichnet.» Kühlmöbel sind die grössten Stromverbraucher in Filialen. Sie machen bis zu 70 Prozent des Energieverbrauchs aus. Remo Meister dazu: «Das Ab-

Die Geschäftsinhaber Heidy und Remo Meister leisteten für die Kältebranche in den vergangenen 25 Jahren dank ihrem unermüdlichen Forscherdrang schon oft Pionierarbeit.

2 I 11 HK-Gebäudetechnik 23


PORTRÄT

Die gelöteten Plattenwärmeaustauscher können beispielsweise als Kondensator, Verdampfer, Enthitzer oder Unterkühler in verschiedensten Bereichen eingesetzt werden.

decken der Kühl- und Tiefkühlmöbel spart bis zu 50 Prozent Energie, verbessert die Produktqualität und trägt aktiv dazu bei, die Umwelt zu schützen und den Treibhauseffekt zu minimieren.»

Bund unterstützt BMS-Forschung Auf die umweltschonenden und nachhaltigen Entwicklungen, Produkte und Systeme des Berner Oberländer Unternehmens wurde sogar der Staat aufmerksam. Remo Meister dazu: «Vor rund sieben Jahren erhielten wir im Bereich Kälte als erste Firma in der Schweiz öffentliche Gelder zur Entwicklung und Forschung unserer heute mehrfach patentierten Zweistufen-Verdampfer-Technik in Modulbauweise, die BMS Power Modultechnik.» Dank diesem raffinierten Kälte- und Wärmesystem kommen in der Kältetechnik erstmals für sich selber funktionsfähige Teilsyste-

me für verschiedene Temperaturbereiche zum Einsatz. Diese können je nach Bedarf zu einem Gesamtsystem zusammengebaut werden. Dadurch werden die Investitionskosten gesenkt, die Betriebs- und Unterhaltskosten verringert, die Sicherheit erhöht, Schäden vermieden, die Flexibilität erhalten und die Umwelt geschont. Professor Hansjürg Leibundgut vom Lehrstuhl für Gebäudetechnik an der ETH Zürich ist von der BMS-Power-Modultechnik überzeugt: «Die serielle und parallele Schaltung gleicher Anlagen ist dann sinnvoll, wenn die Teilsysteme zusammen ein besseres Resultat ergeben als eine einzige Spezialmaschine. Dafür braucht es Module, die in wesentlichen Belangen wie Zuverlässigkeit, Effizienz und Kosten gut sind. Das BMS-Modul erfüllt diese Kriterien und bietet die ideale Grundlage für den Bau sehr leistungsfähiger Gesamtsysteme.» Die BMS-Power-

Die selbst entwickelten BMS-Power-Module senken die Investitions-, Betriebs- und Unterhaltskosten, erhöhen die Sicherheit, vermeiden Schäden, erhalten die Flexibilität und schonen die Umwelt.

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Modultechnik wurde bei zahlreichen Referenzbauten bereits erfolgreich eingesetzt, so beispielsweise bei der Gate Gourmet Switzerland GmbH in Zürich, der Cilag AG in Schaffhausen, der Wander AG in Neuenegg BE und bei der Cash + Carry Angehrn AG in Pratteln BL und Bern. Co-Geschäftsführer Thomas Angehrn sagt zur BMSPower-Modultechnik: «Das Kühlsystem der BMS mit den Powermodulen erfüllt unsere sehr hohen Anforderungen an eine moderne Kühlanlage in jeder Hinsicht: es ist effizient, flexibel, sicher und umweltfreundlich. Unsere CO2-Reduktion beträgt weit über 100 Tonnen jährlich.»

Zahlreiche Projekte in der Pipeline Im Zusammenhang mit der BMS-Power-Modultechnik wird die neue Analyse-Software «Clima Check» erfolgreich für Analysen und Energieoptimierungen der eigenen Entwicklungen eingesetzt und den Kunden angeboten. Dieses Analyse-System macht es möglich, jede Kälteanlage auf einfache Art auszuwerten und zu beurteilen. Anhand der ausgewerteten Daten kann definiert werden, wie gut eine Anlage läuft. Innert kurzer Zeit lassen sich nach dem Ein- oder Umstellen der Anlage die Veränderungen und der Wirkungsgrad über das ganze System auswerten. Speziell bei der Einregulierung

einer Anlage sind diese Daten hilfreich. Erfolgreich tätig ist die BMS-Energietechnik auch im Bereich Wärmerückgewinnung. Remo Meister dazu: «Mit der Wärmerückgewinnung für Wäschereien sind wir in der Schweiz marktführend.» Aktuell arbeiten die kreativen Tüftler wie immer mit viel Leidenschaft an mehreren Projekten. «Konkret sind wir unter anderem an der Entwicklung von Spezialwärmetauschern für verschmutzte Medien. Zudem arbeiten wir an der Weiterentwicklung unserer Modultechnik mit dem Resultat einer 0-Emission für die Umwelt. Dabei muss es egal sein, welches Kältemittel vom Kunden gewünscht und eingesetzt wird», verrät Remo Meister. Und Heidy Meister antwortet auf die Frage, wohin die Wege der BMS führen werden, spontan: «Unser Ziel ist es, die Firma am Tag X einer jüngeren Mannschaft zu überlassen. Was die Weiterentwicklung der Technik anbelangt, geht unser Weg ganz klar in Richtung neue natürliche Kältemittel. Hier laufen gegenwärtig Projekte mit Prototypen für ■ CO2.»

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Die BMS-Energietechnik AG war auf dem Schweizer Markt der erste Anbieter von Glasabdeckungen für Kühl- und Tiefkühlmöbel, mit denen sich bis zu 50 Prozent Energie einsparen lassen.


Gebäudetechnik HLKK/Energie · MSR Automation

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Wärmetechnik I Energie

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Lüftung-Klima-Kälte

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Automation I E-Home I FM

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WÄRMETECHNIK I ENERGIE

Hausbau- und Energiemesse 2010 /16. Herbstseminar

Wege zum Plusenergiehaus An der Hausbau- und Energiemesse in Bern fand das 16. Herbstseminar statt. Das populäre Seminar war mit 270 Teilnehmern wie gewohnt sehr gut besucht und widmete sich einem unter Bau- und Energiefachleuten populären Thema: dem Plusenergiehaus. Alan Hawkins

In einer Reihe von Fachreferaten wurden Grundlagen und Definitionen erörtert, aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in diesem Gebiet angeschaut und internationale Tendenzen analysiert.

Thesen zum Plusenergiehaus Ruedi Meier leitete das Seminar mit einer kurzen Definition ein: Ein Plusenergiehaus ist ein Gebäude, welches innerhalb eines Jahres mehr Energie produziert als es selber verbraucht. Solche Gebäude seien unverzichtbar, wenn die aus Umweltschutzsicht erforderlichen massiven Reduktionen von CO2-Emissionen realisiert werden sollen. Der Gebäudebereich weise mit gegen 50% der CO2-Emissionen ein grosses Reduktionspotenzial aus, meinte Meier. Plusenergiehäuser seien zudem gut für die Versorgungssicherheit und reduzieren die Auslandabhängigkeit. Um den Weg zum Plusenergiehaus zu beschreiten, müssten Synergien genutzt werden und die Nachfrage muss stimuliert werden. Je nach Lage, Gebäudegrösse und Funktion des Gebäudes führen verschiedene Wege zum Plusenergiehaus. Technische Innovationen bei der Wärmedämmung und Haustechnik sowie der Preiszerfall bei der Photovoltaik führen zu wettbewerbsfähigen Lösungen. Trotzdem seien weitere marktorientierte Innovationen nötig, meinte Meier. Stromspeicher und «Smart Grids» müssten forciert werden und die finanzielle Förderung müsste auf Plusenergiehäuser ausgerichtet werden.

Diskussionsrunde 1 mit den Referenten Ueli Schäfer, Hansjürg Leibundgut, Reto Miloni, Ruedi Meier, Ulrich Nyffenegger (Leiter Energiefachstelle Kanton Bern) und Karsten Voss. (Foto: Simon Spalinger)

Effizienter Umgang mit natürlichen Ressourcen «Eine grüne Wirtschaft hat Zukunft», betitelte Bruno Oberle vom Bundesamt für Umwelt BAFU sein Referat. Wohnen sei ein Grundbedürfnis, welches eine grosse Auswirkung auf die Umwelt habe, meinte Oberle: Die Wohnfläche pro Person beträgt rund 44 m2, Tendenz zunehmend. Rund 40 % unseres Energieverbrauchs entfällt auf den Gebäudebereich und jährlich werden rund 60 Millionen Tonnen Baumaterial benötigt. Abbruchmaterialien stellen zudem den grössten Anteil am Abfallvolumen. Grosse ökologische und wirtschaftliche Potenziale werden heute bereits wahrgenommen. Oberle erwähnte als Beispiel neuartige Konstruktionen und Materialien, welche das Gewicht von Betondecken – und somit gleichzeitig den Ressourcenverbrauch – reduzieren. «Intelligenz statt natürliche Ressourcen» führt laut Oberle dazu, dass flexible Gebäudekonzepte mit wesentlich niedrigerem Materialverbrauch realisiert werden können.

Altbauten sanieren, «Cleantech» fördern

Diskussionsrunde 2 mit Arno Schlüter, Urs Wolfer, Josef Huber, Sonja Geier, Ruedi Meier, Ruedi Kriesi und Mathias Wambsganss. (PW)

26 HK-Gebäudetechnik 2 I 11

Bei der Sanierung von Altbauten – es müssen laut Oberle rund 1,5 Millionen Häuser in der Schweiz dringend energetisch saniert werden – spielen die Gebäudeprogramme von Bund und Kantonen eine grosse Rolle. Bis Mitte 2010 wurden 14 000 Gesuche eingereicht, etwa anderthalb mal soviel, wie für das ganze Jahr erwartet wurden. Staatliche Regulierungen und Programme können die Ressourceneffizienz erhöhen.


WÄRMETECHNIK I ENERGIE

Solarmodule werden immer günstiger. Damit lohnt sich deren Integration auch in Fassaden. Im Bild: Teilverschattung von Fensterflächen. (Foto: Reto Miloni, www.miloni.ch)

Nicht nur im Gebäudebereich ist diese Ressourceneffizienz nötig, auch im täglichen Leben muss laut Oberle einiges getan werden: In der Schweiz ist unser «ökologischer Fussabdruck» rund 2,5 mal zu gross. Es muss deshalb eine Art dritte industrielle Revolution geben, welche auf «Cleantech» basiert. Dies bedeutet, dass Technologien, Herstellverfahren und Dienstleistungen eingeführt werden müssen, die zum Schutz und zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen und Systeme beitragen. (www.cleantech.admin.ch)

Sinnvolle Holznutzung Mit einem Blick in die Zukunft schloss Bruno Oberle sein «Keynote»-Referat mit einem Aufruf ab, vermehrt unseren einheimischen Rohstoff Holz zu nutzen – nicht nur zum Heizen, sondern zunehmend auch als Baumaterial. Laubholz aus den Laubwäldern des Schweizerischen Mittellands soll nach dem Aktionsplan «Holz» des Bundes vermehrt als Baumaterial nachhaltig bereitgestellt und ressourceneffizient genutzt werden und so einen wichtigen Beitrag zu einer «grünen » Wirtschaft leisten. (www.bafu.admin.ch/aktionsplan-holz)

Mehrwert durch nachhaltige Immobilien? Erika Meins vom Center for Corporate Responsibilty and Sustainability CCRS an der Universität Zürich ging der Frage nach, was nachhaltige Immobilien sind. Bisher, meinte Meins, stand nachhaltiges Bauen im Vordergrund. Die Nachhaltigkeit in Bezug auf Immobilien im Allgemeinen bezieht sich hingegen zusätzlich auf den heutigen Gebäudebestand, welcher «nachhaltig» unterhalten und bewirtschaftet werden soll. Der Wert solcher Immobilien sollte deshalb durch Steigerung ih-

rer ökologischen und sozialen Nutzen beibehalten oder gar gesteigert werden. Meins listete fünf Faktoren auf, welche die Nachhaltigkeit von Immobilien definieren: Nutzungsflexibilität, Gesundheit und Komfort, Energie und Wasser, Sicherheit bezüglich Naturgefahren und Erreichbarkeit/Mobilität. Umfragen zeigen, dass nach «Minergie» gebaute Häuser und Wohnungen 3,5 bis 5% höhere Preise erzielen. Praxistaugliche Rating-Instrumente, welche die Nachhaltigkeit von Immobilien beurteilen helfen, sind gefragt: Der «Economic Sustainability Indicator» ESI (ökonomischer Nachhaltigkeits-Index) stellt die oben erwähnten fünf Faktoren in einem sogenannten Spinnennetz-Diagramm dar. Solche Bewertungen werden bereits bei den Liegenschaften der SUVA benutzt. Zusammen mit etablierten Bewertungsmethoden wie DCF (Discounted Cash Flow) kann der ESI eine eher zukunftsorientierte Bewertung ermöglichen, meinte Erika Meins.

Das Plusenergiehaus – Grundlagen, Forschung und Entwicklung Architekt Reto Miloni schaute die Entwicklung der Energienutzung etwas näher an und bemerkte, dass sich das erste Solarzeitalter bereits vom 12. bis ins 17. Jahrhundert erstreckte. Biomasse, Wind- und Wasserkraft wurden benutzt. Heute sind wir mit Energie ab Steckdose oder Gashahn verwöhnt, meinte Miloni. Ein Umdenken findet jedoch trotzdem statt, allerdings «mit angezogener Handbremse». Neben politischen Vorstössen sei das zunehmende Bauen nach Minergie-Standard erfreulich. Bezüglich Baustandards, meinte Miloni, gibt es heute einen bunten Strauss an internationalen Labels, auch für Gebäude, welche mehr Energie produzieren, als sie selber verbrauchen. Im Zusammenhang mit dem neuen «Minergie-A»-Baustandard erwähnte Miloni ein Dreistufen-Konzept: zuerst die Reduktion des Energieverbrauchs für Heizung und Haushalt, dann die Berücksichtigung von grauer Energie und zum Schluss die Energie, welche für die Mobilität aufgewendet wird. Miloni propagierte auch das vernünftige Zusammenspiel von zusätzlicher Dämmung und der aktiven Nutzung von Solarenergie. Bezüglich Potenzial für die Einrichtung von Photovoltaikanlagen erwähnte Miloni Industriebauten, zum Beispiel solche mit für PV-Anlagen ideal geeigneten Shed-Dächern. Reto Miloni schloss mit der Bemerkung, dass öffentliche Bauten mit ihrer wichtigen Rolle als Vorzeigeobjekte eminent wichtig seien. (www.miloni.ch)

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In der Schweiz gibt es 1,5 Mio. Gebäude. Der Bestand ist fossil + abhängig statt dezentral + autark. CH-Gesamtenergiebedarf: 15 % eigene Energie, 85 % importierte Energie (Öl, Gas, Uran, Kohle). Davon werden über 40 % benötigt für Gebäude. (Grafik: Reto Miloni)


WÄRMETECHNIK I ENERGIE

für Bauten häufig nicht angewendet, meinte Leibundgut. (www.viagialla.ch)

Begriffe – wer hat noch den Überblick? (Foto: Setz Architektur, Grafik: UrsPeter Menti)

Das Plusenergiehaus aus der Sicht eines Architekten Ueli Schäfer, ein «alter Hase», wenn es um energie- und klimafreundliches Bauen geht, erwähnte am Anfang seines Beitrags eine grosse architektonische Umstellung, welche in der Vergangenheit stattfand. Anfangs des 18. Jahrhunderts führte das erstmalig verfügbare flächige und klarsichtige Glas zu grosszügigen Fensterflächen. Zusammen mit strahlend weissem Gips wurden damit die

Neue EU-Richtlinie Karsten Voss, Professor für Bauphysik an der Bergischen Universität in Wuppertal, Deutschland, präsentierte die neue Richtlinie der Europäischen Union und das Konzept eines klimaneutralen Gebäudes. Voss betrachtete die verschiedenen Wege in Richtung « Null-Energie»-Haus, die beschritten werden könnten: bei den «netto» Null-EnergieGebäuden wird vor allem darauf geachtet, dass ein neutrales Ergebnis der Energie- und Emissions-Bilanz über das gan- eWin® Micro Clima: Erdspeicher im Aufbau unter Tiefgarage MFH ze Jahr entsteht. Dies bedeutet zum Bei- in Starrkirch für 20 kW Heizleistung. spiel, dass die verbrauchte Energie über die Berechnungsperiode eines Jahrs produziert werden muss. Plusenergiehäuser produzieren, dunklen, russgeschwärzten Räume abgelöst. Heute gilt es wie der Name sagt, netto mehr Energie, als sie verbrau- trotz der Popularität von Sonnenenergie (Schäfer war chen. Man kann zusätzlich auch nach folgenden Frage- Mitgründer der Schweizerischen Vereinigung für Sonstellungen differenzieren: Wo wird die Bilanzgrenze ge- nenenergie SSES), die innere Baumasse als Wärmespeizogen, über welchen Zeitraum soll bilanziert werden? cher und beispielsweise Lüftungssysteme mit KleinwärSpielt die Gleichzeitigkeit von Produktion und Ver- mepumpen zu nutzen. Es sei heute angebracht, «die brauch eine Rolle (Autarkie)? Wie wird die produzierte Gebäudehülle vom Diktat des Tragens» zu befreien und Energie bewertet? Was sind geeignete Indikatoren? diese Funktion an ein «Bau-Skelett» zu übertragen, meinVoss schloss seine Präsentation mit einem Überblick te Schäfer. Dadurch kann die Gebäudehülle für ein enerüber die Situation in Deutschland. gieoptimales Verhalten genutzt werden.

«Ohne Schranken denken!»

Wege zum Plusenergiehaus

war der Schlachtruf von ETH-Professor Hansjürg Leibundgut. In diesem Sinne verfrachtete Leibundgut die gewöhnliche Betrachtung von Gebäuden und deren Energieversorgung in die Welt der Elektrotechnik: Beispielsweise können Gebäudedämmungen laut Leibundgut wie Widerstände in einem Elektronikschema betrachtet werden, Wärmespeicher wie Kondensatoren und Fenster wie Induktivitäten. Solche elektronischen «Schaltkreise» bilden oft einen Schwingkreis, welcher durch die Bemessung und das Optimieren der Komponenten das gewünschte Verhalten darstellen könne. Das Gleiche kann, nach Leibundgut, auf Gebäude übertragen werden. Eine interessante Betrachtung, welche einigen Tagungsteilnehmern vielleicht ein wenig Kopfzerbrechen bereitete. Entsprechend dem Tenor der Tagung meinte Leibundgut ebenfalls, dass CO2Emissionen aus Gebäuden vermieden werden sollten. Er fügte aber hinzu, dass «emissionsfrei» auch «frei von nuklearen Abfällen» bedeute. Ebenso wichtig sei das Betrachten von Energiesystemen mit der Differenzierung zwischen Exergie (z. B. Strom) und Anergie (z. B. Umgebungswärme): Diese Sichtweise wird heute

Urs-Peter Menti, Leiter des Zentrums für integrale Gebäudetechnik an der Hochschule Luzern – Technik & Architektur, versuchte als Erstes, bei den heute viel verwendeten Begriffen um das Null- und Plusenergiehaus etwas Ordnung hineinzubringen. Er betonte dabei die Wichtigkeit eines Gesamtkonzepts. Weiter, so Menti, müssen die Systemgrenzen überdacht werden: Ein Plusenergiehaus könnte beispielsweise die Unzulänglichkeiten eines anderen Gebäudes kompensieren. Der bisherige technisch-wirtschaftliche Ansatz genüge nicht. Das Verhalten der Bewohner und Benützer von Gebäuden spielt eine grössere Rolle, als oftmals gedacht. Als Beispiele nannte Menti das Mehrfamilienhaus «Kraftwerk B» und die «Neue Monte Rosa Hütte». Diese Vorzeigeobjekte verbrauchen mehr Energie als prognostiziert. Bei «Kraftwerk B» sei das Verhalten der Bewohner massgebend: Höhere Raumtemperaturen (22 °C statt 20 °C) und höherer Stromverbrauch führen zu einer Verdoppelung des Energiebedarfs gegenüber den Planwerten. Die Berghütte hat doppelt so viele Besucher wie erwartet und damit einen höheren Strombedarf – vor allem für die Abwasserbehandlung. Diese Beispiele zeigen, wie

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hochsensitiv moderne Null- und Plusenergie-Gebäude auf die Benutzer reagieren. Die Kernfrage lautet nach Menti: «Was ist günstiger? Energie sparen oder produzieren?» (www.hslu.ch/technik-architektur)

Plusenergiehäuser und Versorgungssicherheit Urs Wolfer vom Bundesamt für Energie präsentierte seine Meinung über Plusenergiehäuser und die Benutzung von Solarenergie. Bei Null- und Plusenergie-Häusern mit Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen wird eine über das Jahr gerechnete neutrale (oder positive) Energiebilanz angestrebt. Das Elektrizitätsnetz wird dabei als «Speicher» benutzt. Müsste man diese Energie lokal speichern bräuchte man rund zehn Tonnen Lithium-Ionen-Akkus, meinte Wolfer. Die Versorgungssicherheit wird künftig eventuell durch eine zunehmende Verbreitung der Photovoltaik beeinflusst werden. Bei Null-Wärmeenergie-Gebäuden mit thermischen Solaranlagen und Saison-Wärmespeichern würden für das gleiche Gebäude 25 m3 Speicher und rund 40 m2 Kollektoren benötigt. Solche Anlagen wären bezüglich Versorgungssicherheit vorzuziehen, meinte Wolfer. (www.bfe.admin.ch ›Themen › Erneuerbare Energien › Solarenergie)

Solarenergie und saisonale Speicherung – ein neues Haustechnikkonzept Ein System, welches in Sachen konsequente Nutzung aller verfügbaren Wärmeenergiequellen völlig neue Wege beschreitet, wurde von Josef Huber erklärt. Das sogenannte «MicroClima» HLK- und Solarsystem wurde während 15 Jahren entwickelt. Solche Anlagen können nicht nur für das Heizen, Kühlen und Lüften sorgen, sondern auch alle Formen der Abwärme gleichzeitig nutzen, meinte Huber. Hier gehe es darum, Kräfte und Zustände möglichst ursprünglich zu übernehmen und zu kombinieren. Eine wichtige Komponente des Systems ist ein unter oder neben dem Gebäude installiertes Erdregister. Sonnenkollektoren dienen je nach Saison und Witterung der Warmwasserbereitung oder der Wärmespeicherung im Boden. Die Installationen werden fernüberwacht und -optimiert. Josef Huber rundete seine Präsentation mit zwei realisierten Beispielen ab. (www.ewin.ch)

und die flexible Nutzung zu garantieren. Wichtig sei die Visualisierung der Systeme und die Interaktion mit den Benutzern. (www.esc.ethz.ch)

Minergie – Entwicklungen und zukünftige Schritte Die Zukunft heisst Minergie-A. Ruedi Kriesi, nun nach längerer Zeit (wieder) als selbstständiger Unternehmer tätig, streifte durch die Geschichte der verschiedenen Minergie-Standards und betonte den grossen Erfolg des Labels, vor allem in der Schweiz. Hier wurden rund 6000 Arbeitsplätze sowie ein Gebäudewert von rund 50 Milliarden Franken über die 10-jährige Geschichte des Labels realisiert. Kriesi betonte die zusätzlichen Faktoren, welche bei Minergie-A gegenüber deren Vorgängern zur Anwendung kommen. Dies sind die graue Energie im Gebäude selber, der Haushaltstrom und die Energie für die Warmwasserbereitung. Bei Minergie-A wird die Anwendung einer Vielfalt von Technologien möglich, welche sowohl die thermische Sonnenenergie als auch die Photovoltaik nutzen. (www.minergie.ch)

Österreich auf dem Weg zum Plusenergiehaus Sonja Geier vom österreichischen Institut für nachhaltige Technologien berichtete über Beispiele und Erfahrungen mit Plusenergiehäusern in Österreich. Sowohl die Renovationen des älteren Gebäudebestands und die damit verbundenen Probleme als auch mit Pellets befeuerte Mikro-Wärmeverbunde wurden thematisiert. Unter den Beispielen befanden sich neben neuen Überbauungen auch historische Gebäude und die Sanierung eines Schulgebäudes.

Solar Decathlon Als Abschluss präsentierte Mathias Wambsganss von der Hochschule für angewande Wissenschaft in Rosenheim, Deutschland, das Projekt «Ikaros»; ein Beitrag für den alle zwei Jahre stattfindenden Solar Decathlon. Hier werden in einem Wettbewerb verschiedener Universitäten und Hochschulen energie-autonome Mustergebäude konzipiert und gebaut. Nachhaltigkeit, Innovation und Umweltfreundlichkeit werden grossgeschrieben. Der Beitrag der Hochschule wurde eingehend beschrieben und den interessierten Zuhörern erklärt. (www.hausbaumesse.ch) ■

Smarte Gebäude – Potenziale der Gebäudeautomation Arno Schlüter von der ETH Zürich präsentierte einige Ansätze mit Bezug auf die Potenziale, welche durch moderne Gebäudeautomationssysteme realisiert werden können. Heute könnten verschiedene Funktionen von der Zutrittskontrolle bis zur Heizung und Beleuchtung elektronisch unterstützt werden. Dabei können laut Schlüter bis zu 10 % Energie eingespart werden. Zunehmend wird die Gebäudetechnik bedarfsgesteuert: Räume werden beispielsweise je nach Belegung beheizt und beleuchtet. Das momentan verfügbare Angebot an Energie wird zunehmend berücksichtigt. Als Beispiel wurde ein ETH-Gebäudekomplex am Hönggerberg in Zürich erwähnt. Hier werden unter anderem Erdsonden als Wärmesenke oder -quelle benutzt. Wichtig sei die korrekte Vernetzung der verschiedenen Elemente untereinander, um so die Wirtschaftlichkeit

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Simultane Produktion von Wärme und Kälte mit Wärmepumpen von Elco

Geo- und Solarthermie für Wärme und Kälte Zwei Wärmepumpen von Elco, basierend auf der Nutzung der Geothermie, sorgen in der Villa Miremad in Champlan VS für Wärme und Kälte. Zusätzlich wird Solarenergie genutzt. Für die Beratung und Ausarbeitung des Grundkonzepts dieser effizienten und umweltfreundlichen Lösung für Heizen und Kühlen zeichneten Fachleute von Elco und Termogamma verantwortlich. Jean Haag

Die Villa Miremad, benannt nach deren Eigentümer, liegt auf einer idyllischen Sonnenterrasse in Champlan oberhalb Sitten. Das Gebäude, im Jahr 2009 bezogen, weist ein Volumen von 9000 m3 auf. Die Nutzfläche beträgt 1500 m2. Davon werden rund 1200 m2 beheizt. Von der imposanten Residenz aus geniesst man einen herrlichen Blick auf das Rhonetal und die Walliser Berge. Die Villa ist als Niedrigenergiehaus konzipiert. Die Wärmedurchgangswerte von Mauer und Dach liegen bei 0,25 W/m2K. Zur komfortablen Einrichtung zählt ein grosszügiger Wellnessbereich mit Schwimmbad, Jacuzzi, Liegeplatz und exotischem Palmengarten. Grosse transparente Flächen verursachen thermische Lasten, die beseitigt werden müssen. Ebenso die Feuchtigkeit

im Badbereich. Hinzu kommen individuelle Ansprüche. Insgesamt ergibt sich dadurch über das ganze Jahr hinweg gleichzeitig ein Bedarf an Heizwärme und Klimakälte. Oft werden in Gebäuden mit diesen Anforderungen getrennte Systeme für die Wärme- und Kältebereitstellung installiert. Dabei nimmt man in Kauf, dass, sobald der Kaltwassererzeuger arbeitet, Abwärme entsteht.

Moderne Komponenten für ein nachhaltiges Gesamtsystem

Das Lösungskonzept, das die Fachleute von Elco und Termogamma erarbeitet haben, entspricht der hydraulischen und regelungstechnischen Zusammenführung der beiden getrennten Die Villa Miremad, in die eine kombinierte Wärmepumpenanlage von Elco eingebaut wurde, Systeme zu einer kombiliegt auf einer Sonnenterrasse in Champlan oberhalb Sitten. nierten Wärmepumpenanlage. Zwei Sole-WasserWärmepumpen Aquatop V 40 von Elco produzieren Wärme und Kälte gleichzeitig. Sie können einzeln oder in Kaskade geschaltet werden und werden so gesteuert, dass sie ungefähr gleiche Betriebszeiten erreichen. Die Wärme beziehungsweise Kälte wird eingesetzt für die Fussbodenheizung, das Brauchwasser, das Schwimmbad, den Palmengarten sowie die Kühlung. Der Bedarf an Wärme ist grösser als an Kälte. Das Verhältnis beträgt rund 1 zu 2,5. Wärmepumpen von Elco werden im Tessin von der Firma Termogamma SA, Biasca, hergestellt, die wie Elco zur Ariston Thermo Group gehört, einem weltweit führenden Unter-

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Viele Anwendungsmöglichkeiten Im Zuge moderner Bauweisen und höherer Ansprüche an die Behaglichkeit gewinnt die Kühlung von Gebäuden an Bedeutung. Wird permanent Wärme und Kälte gebraucht (etwa Wärme für Warmwasser und Kälte für Raumkühlung), ist die kombinierte Wärmepumpenanlage eine einfache und zweckmässige Lösung. Es kommen dafür viele Anwendungsmöglichkeiten in Frage. So etwa in Krankenhäusern, Sport- und Fitnesszentren, Bürogebäuden, aber auch in Hotels, Rechenzentren oder in industriellen Anlagen. In diesem Sinne ist ihr Einsatz in einem Wohnhaus heute als Ausnahme zu betrachten, könnte aber, wie das Beispiel der Villa Miremad zeigt, durchaus Schule machen. Mehr über Elco unter www.elco.ch

nehmen in der Herstellung und dem Vertrieb von Wärmeerzeugungs- und Warmwasserbereitungssystemen. Es handelt sich somit um Schweizer Qualitätsprodukte mit hervorragenden Leistungsmerkmalen. Zur Wärmeerzeugung dient ferner eine Solaranlage «Solatron» mit einer Kollektorfläche von 18 m2. Die Sonnenenergie wird zur Unterstützung der Warmwasserbereitung und zur Beheizung des Schwimmbads verwendet. Bei Solatron handelt es sich um ein Komplettsystem mit aufeinander abgestimmten Komponenten. Dank Vollflächenabsorber mit selektiver Beschichtung generieren die Flachkollektoren hohe Energieerträge. Sodann stehen mehrere technische Speicher für die Lagerung der Wärme und Kälte sowie für das

Brauchwasser zur Verfügung. Dazu fungieren die Erdsonden beziehungsweise deren Umgebung als Zwischenspeicher, wenn überschüssige Wärme und Kälte abgeführt werden muss. Je drei der insgesamt sechs Sonden sind auf 230 Meter beziehungsweise 205 Meter vorgetrieben worden. Nur Erdwärmesonden können Teile der gespeicherten Wärme beziehungsweise Kälte wieder gewinnen, weshalb sie für die kombinierte Produktion von Wärme und Kälte gut geeignet sind und die Leistungsziffern ( COP ) des Gesamtsystems deutlich verbessern. Geht man von einer ausgeglichenen Energiebilanz der Geothermiespeicher aus, so kann das Sondenfeld bei einer kombinierten Anlage kleiner gehalten werden als bei einer Wärmepumpenlösung.

Hohe Effizienz, niedrige Betriebskosten

Zwei Sole-Wasser-Wärmepumpen Aquatop V 40 produzieren Wärme und Kälte gleichzeitig.

Eine kombinierte Wärmepumpenanlage erbringt die Leistungen einer herkömmlichen Wärmepumpe und einer Kaltwasserproduktion. Das heisst, es werden gleichzeitig aus dem Kältemittelkreislauf der Anlage über Wärmetauscher die technischen Speicher für Kälte und Wärme geladen. Die Wärmequelle ist direkt mit dem Verdampfer und über einen Wärmetauscher mit dem Kondensator der Wärmepumpe verbunden. Dies, um Wärme- oder Kälteüberschüsse via Erdsonden abführen zu können, wenn die Kapazitäten der technischen Speicher erreicht worden sind. Damit ist auch angedeutet, dass Wärme- und Kälteüberschüsse bewirtschaftet werden müssen, indem sie über die Erdwärmesonden in das als Hauptspeicher fungierende Erdreich ausgelagert werden. Wärme- und Kältebedarf sind in der Regel nicht identisch. Darauf muss das System flexibel reagieren. Ist zum Beispiel der Bedarf an Wärme grösser als an Kälte, wird die überflüssige Kälte, sobald die technischen Kaltwasserspeicher voll sind, an die Erdsonden abgegeben. Herrscht der Bedarf an Kälte vor, findet ein analoger Prozess statt, und die überschüssige Wärme wird in die Erdsonden exportiert. Die Regler der Wärmepumpen steuern die massgeblichen Funktionen der Wärme- und eines Teils der Kälteproduktion autonom. Dafür, dass ein reibungsloser Betrieb und ein leistungsmässiges Optimum für die Wärme- und Kälteproduktion erreicht werden, ist viel Know-how gefragt.

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Zur Einrichtung der Villa Miremad zählt ein grosszügiger Wellnessbereich mit Schwimmbad, Jacuzzi, Liegeplatz und exotischem Palmengarten.


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Die kombinierte Erzeugung von Wärme und Kälte führt im Vergleich zur getrennten zu einer deutlichen Verbesserung der energetischen Leistungen. Sie erklärt sich unter anderem durch die Ergänzung der Energieflüsse und deren aufeinander abgestimmten Steuerung unter dem Regime eines einzigen Regelungskonzepts. Weiter kommt es zu einer Senkung der Betriebskosten. Dies auch bei Abdeckung hoher Ansprüche. Eine erste Analyse zeigt, dass die gesamte Anlage sehr effizient arbeitet und der Stromverbrauch vergleichsweise gering ist. In den nächsten Jahren sollen die Verbrauchswerte des Gebäudes erfasst und ausgewertet werden. Joseph M iracola, P Elco App rojektma lication E nager, ngineerin an der Au g, war m assgeblic s a rb eitung de Heizen u h s Basisko nd Kühle nzepts fü n in der V r illa Mirem ad beteilig t.

Zur Wärmeerzeugung dient auch eine Solaranlage Solatron mit einer Kollektorfläche von 18 m2.

Ziel Autarkie

Ziel des Eigentümers der Villa Miremad ist es, für das gesamte Gebäude die grösstmögliche Energieautarkie zu erreichen. Diesem Zweck wird auch die geplante Photovoltaikanlage dienen. Die erhöhte Lage und die gute Besonnung bilden beste Voraussetzungen für hohen Stromertrag. Ist die Anlage realisiert, muss für Heizung, Klima und Lüftung keine Fremdenergie mehr bezogen werden. Auch

kann ein grosser Teil des übrigen Strombedarfs damit abgedeckt werden. Um einen minimalen Energieverbrauch und eine hohe Behaglichkeit zu erreichen, braucht es neben einem gut gedämmten Gebäudekörper eine moderne Gebäudetechnik, in der alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind. Mit der effizienten und umweltfreundlichen Produktion von Wärme und Kälte auf der Basis einer kombinierten Wärmepumpen-Anlage und einer Solaranlage hat Elco dazu ei■ nen wichtigen Beitrag geleistet.

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Vakuum-Flachkollektoren für solare industrielle Prozesswärme bis 250 °C

Die Sonne scheint auch für die Industrie Das Vakuum vermindert die Verluste und erhöht den solaren Ertrag des Flachkollektors. Dank den hohen Temperaturen findet diese neue Entwicklung auch Eingang bei industriellen Prozessen. Mit ersten Demonstrationsanlagen wird nun die Funktionalität untersucht. Im Rahmen des Technologietransfers am CERN wurde für Cristoforo Benvenuti schliesslich eine neue Türe geöffnet. Seine Erfindung eines flachen Vakuumkollektors konnte durch die Gründung der SRB Energy Research in Genf ab 2005 umsetzt werden. Nun erfolgten die weiteren Entwicklungsarbeiten in diesem Unternehmen. Und die Fertigung wird heute im spanischen SRB-Betrieb in Almussafes bei Valencia durchgeführt.

Dichte Verbindung von Glas und Metall

Cristoforo Benvenuti (rechts), Erfinder des VakuumFlachkollektors, zusammen mit Adriano Guzzo, Direktor von Colas Genf. (Foto: Colas)

Jürg Wellstein

Können auch flache Sonnenkollektoren hohe Betriebstemperaturen erreichen? Für Cristoforo Benvenuti ist diese Frage schon lange beantwortet. Bereits während seiner Tätigkeit als Physiker am CERN in Genf hat er sich mit Solartechnologien und mit HochleistungsVakuumtechnik befasst. Diese stellt eine wichtige Voraussetzung für hohe Temperaturen und damit einen hohen solaren Ertrag dar. So entwickelte er schon in den 1970er-Jahren einen Flachkollektor auf der Grundlage der Vakuumtechnik. «Der Weg war klar vorgezeichnet – die thermischen Verluste mussten minimiert werden», sagt heute Cristoforo Benvenuti. Entsprechend gebaute Prototypen wurden auf einem CERN-Gebäude installiert und getestet.

Der SRB-Flachkollektor weist ein extremes Vakuum von bis zu 10-9 Torr (1,33 × 10-7 Pa) auf. Die dadurch bewirkte Druckbelastung des Gehäuses entspricht einem Gewicht von etwa 10 Tonnen pro m2. Mit einem Stahlrahmen und zusätzlichen Abstandelementen zwischen den beiden Glasscheiben wird diesem Druck entgegen gehalten. Wesentliche technologische Hürde war die dichte Verbindung von Glas und Metall bei einem solch starken Vakuum. Diese kritische Schnittstelle, welche für die Funktion des Kollektors über einen langen Zeitraum von grosser Bedeutung ist, wurde durch Forschungsaktivitäten am CERN vorbereitet. Durch das Vakuum wird eine ausserordentliche thermische Isolierung ermöglicht, sodass die Verluste minimiert werden können. Eine im Kollektor integrierte, solar betriebene Getter-Pumpe dient zur Aufrechterhaltung des Vakuums über die gesamte Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren. Cristoforo Benvenuti: «Unser Ziel war stets, im Vakuum eine möglichst hohe Absorptionsfähigkeit zu errei-

Vakuum als Basis für mehr Leistung In der Zwischenzeit haben Vakuumröhrenkollektoren im Markt Eingang gefunden und dienen heute weltweit als leistungsstärkere Variante des konventionellen Flachkollektors zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung im Wohnbereich. Sogar eine erste industrielle Anwendung konnte in der Schweiz durch die Unterstützung des Bundesamts für Energie (BFE ) Anfang 2010 bei der Fischer Kerzen AG in Root LU realisiert werden. Das Temperaturniveau der Röhrenkollektoren ist für diese prozesstechnische Anwendung optimal.

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Aufbau des Vakuum-Flachkollektors von SRB Energy Research. (Grafik: SRB)


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Demonstrationsanlage bei Colas in Genf mit 20 Kollektoren und den damit erwärmten Bitumen-Tanks im Hintergrund. (Foto: Colas)

chen und die Abstrahlung zu vermindern. Beim Absorber geht es um die Selektivität, also hohe Absorption des sichtbaren Sonnenlichts und gleichzeitig geringer Emission der Infrarotstrahlung.» Der Kollektor zeichnet sich durch ungefähr 90 % Absorption und weniger als 3,5 % Verluste aus. Er erreicht dank diesen Eigenschaften eine Stagnationstemperatur von 320 °C und arbeitet im Betriebstemperaturbereich von bis zu 250 °C. Da der Kollektor ohne fokussierende Elemente auskommt, kann auch diffuses Licht verwendet werden. Diese hat in Mitteleuropa einen Anteil von über 50 % und bietet somit eine Chance für eine stärkere Verbreitung der Sonnenenergienutzung. Werden zusätzlich zwei zylindrische Spiegel beidseits auf der Rückseite angefügt, verdoppelt sich die von der Rückseite aufgenommene Energie. Es erhöhen sich damit die Stagnationstemperatur auf bis zu 450 °C und der Betriebstemperaturbereich auf deutlich über 250 °C. Auf diese Weise erreicht man Anwendungsmöglichkeiten bei industriellen Prozessen und verfahrenstechnischen Anlagen. Weil keine Konzentration der Sonneneinstrahlung nötig ist, lässt sich eine zylindrische Formgebung für diese Spiegel wählen.

de Option, doch die nötigen Temperaturen und Leistungen waren mit der damals zur Verfügung stehenden Technik nicht erreichbar gewesen. Als der Kontakt zu Cristoforo Benvenuti entstand, sah man bei Colas eine neue, interessante Chance. Im Frühling 2010 konnte nun in Genf eine Demonstrationsanlage mit 20 Vakuumkollektoren installiert werden. Diese Kollektoren sind in vier Gruppen angeordnet und jeweils hydraulisch in Serie verbunden. Unterstützt wurde das Projekt durch diverse Partner, u. a. die Energiefachstelle des Kantons Genf, der Industriellen Werke Genf (SIG), den Genfer Ausschuss für neue erneuerbare Energie Cogener und das Bundesamt für Energie (BFE ).

Substitution fossiler Energie Die Sonnenergie dient heute der Erwärmung der in den 9 Meter hohen und 3,4 Meter dicken Tanks vorhandenen 80 000 Liter Inhalt. Bisher war ausschliesslich eine Erdgasfeuerung mit 700 kW Leistung im Einsatz. Mit dieser Sonnenkollektoranlage werden bei Colas jährlich sechs Tonnen CO2 substituiert. Das Wärmeträgeröl zirkuliert durch die vier Absorber jedes Flachkollektors, wird erhitzt und schliesslich zu den Wärmetauschern geleitet, welche in den Tanks in-

Erster Einsatz in Genf Das Schweizer Strassenbauunternehmen Colas mit Sitz in Lausanne ist bei seinem Produktionsbetrieb in Genf darauf angewiesen, das gelagerte Bitumen-Mischgut für Fahrbahnbeläge in den Tanks auf einer Temperatur von rund 180 °C zu halten. Im Zusammenhang mit der 2004 unterzeichneten Zielvereinbarung des Bundes zur Reduktion der CO2-Emissionen untersuchte man im Unternehmen verschiedene applizierbare Massnahmen. Die Sonnenenergienutzung war eine nahe liegen-

Kontakte Dr. Cristoforo Benvenuti | SRB Energy Research | CH-1211 Genève | cbenvenuti@srbenergy.com | www.srbenergy.com Colas Suisse SA | Marc Maranzana | CH-1010 Lausanne | www.colas.ch BFE-Energieforschung: Programmleiter Pierre Renaud | www.bfe.admin.ch/forschungindustriesolar

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Mit den beiden zylindrischen Spiegeln wird die Einstrahlungsfläche verdoppelt und zusätzlich die Rückseite des Kollektors genutzt. Entsprechend erhöht sich der thermische Wirkungsgrad. (Grafik: SRB) Die leistungsstarken Flachkollektoren können sowohl industrielle Prozesse als auch Nahwärmenetze für Wohngebäude mit Wärme versorgen. (Grafik: SRB)

tegriert sind. Die Vorlauftemperatur beträgt zwischen 180 und 190 °C, der Rücklauf zwischen 160 und 170 °C. Pro Sekunde wird ca. 0,4 kg durch die Kollektoren gepumpt. Steigt die Temperatur aufgrund verstärkter Sonneneinstrahlung auf rund 210 °C wird der Durchfluss auf ca. 0,7 kg /s erhöht. Der Ständer der bei Colas installierten Anlage ist nach 45° Ost ausgerichtet und weist eine Neigung von 5° auf. Die Maximalleistung liegt bei 38 kW und ergibt einen jährlichen Wärmeertrag von ca. 26 MWh.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten dank hoher Temperatur Während der Vakuum-Flachkollektor in strahlungsarmen Standorten zur Unterstützung der Haustechnik eingesetzt werden kann, bietet er in sonnenreicheren

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Gebieten dank Temperaturen bis 200 °C industrielle Applikationen. Bereits in Planung sind weitere Anwendungen in Spanien: ein Färbereiofen (175 °C) einer Automobilfabrik, ein Kunststoff- und ein Textilverarbeitungsbetrieb (beide 190 °C). Im Weiteren sind Anlagen möglich, mit welchen man Nahwärmenetze versorgen kann: Entweder für die Wärmelieferung von Wohngebäuden bzw. Quartieren oder im Sommer für Kühlaufgaben mit Hilfe von Absorptionskältemaschinen. Sind die Einstrahlungsverhältnisse optimal, sodass mit konstant hohen Temperaturen gerechnet werden kann, ist technisch auch der Anschluss einer ORC-Turbine möglich. Die solare Stromproduktion ist mit diesen Vakuum-Sonnenkollektoren also eine realistische Option. ■


Vier neue Wechselrichter der Siemens-Division Industry Automation mit einer Nennleistung von 600 bis 2400 kW ergänzen die erfolgreiche Produktreihe Sinvert PVS. Mit der Neueinfßhrung bietet Siemens im Leistungsbereich ab 350 kW insgesamt sechs Modellreihen mit 24 unterschiedlichen Konfigurationen von Zentral-Wechselrichtern an. Durch sein umfassendes Produktportfolio stellt das Unternehmen fßr eine grosse Bandbreite von PV-Modulen ertragreiche Wechselrichter zur Verfßgung. Die Software Sinvert Select unterstßtzt die Auswahl, wobei sie neben Faktoren wie Standort, Netzfrequenz, PV-Modultyp und dessen Nennleistung auch Aufstellungsbedingungen mit Neigung und Sßdausrichtung der PVModule berßcksichtigt. Die Sinvert-PVS-Wechselrichter sind fßr eine besonders hohe Wirtschaftlichkeit ausgelegt. Dafßr sorgt zum einen der hohe Spitzen-Wirkungsgrad von 98,6 Prozent (eta EU). Bereits ein um 0,2 Prozent erhÜhter Wirkungsgrad fßhrt ßber die Betriebszeit eines PV-Kraftwerks zu einem deutlichen Mehrertrag. Ab einer Nennleistung von 1200 kW garantiert das Master-Slave-Verfahren eine gleichmässige Nutzung aller

Die Sinvert-PVS-Wechselrichter erreichen einen Spitzen-Wirkungsgrad von weit Ăźber 98 Prozent.

Komponenten und eine besonders lange Lebensdauer der Inverter. Die neuen SiemensWechselrichter unterstĂźtzen Netzspannungen von 50 sowie 60 Hertz und eignen sich daher fĂźr den Betrieb in allen Stromnetzen weltweit. Die Steuerung der Inverter vor Ort erfolgt per Touchscreen. DarĂźber hinaus kann der Anlagen-Betreiber die Sinvert-PVSModelle Ăźber standardisierte Kommunikationsschnittstellen in sein Scada-System (Supervisory Control and Data Acquisition) einbinden, um die Daten des Wechselrichters in eine Leitstelle zu Ăźbertragen. Dank umfassender Monitoring-Verfahren wie dem Symmetriemonitoring erkennen die Wechsel-

richter ohne zusätzliche Sensoren an den Modulen frßhzeitig StÜrungen im Photovoltaikfeld. Wie die gesamte Baureihe Sinvert PVS sind die neuen Modelle optional auch samt Mittelspannungs-Komponenten im Photovoltaik-Container fßr einen sofortigen Betrieb nach Anlieferung erhältlich. Fßr den Einsatz an besonders trockenen oder meeresnahen Standorten stehen fßr die Container spezielle Staub- oder Salzfilter zur ■ Verfßgung. Siemens Schweiz AG Industry Automation and Drive Technologies 8047 Zßrich Tel. 0848 822 844 www.siemens.ch/automation

Danfoss verlängert Garantiefristen in der Gebäudetechnik Gemäss der schweizerischen Gesetzgebung haftet der Unternehmer fßr Apparate und Bauteile, die er in ein Gewerk einbaut, nach Werkvertragsrecht, d. h. während mindestens zwei Jahren nach Abnahme des Werkes. Demgegenßber haftet der Hersteller/Lieferant fßr das gleiche Bauteil nach Kaufvertragsrecht während nur einem Jahr nach Lieferung. Durch die unterschiedlichen Vertragsgrundlagen bestehen fßr den Startpunkt der Garantiefristen zusätzliche Differenzen (Lieferdatum versus Abnahmedatum)

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Solar-Wechselrichter fĂźr mehr PV-Ertrag

in den Garantiebestimmungen. Damit entsteht fßr den Unternehmer eine Deckungslßcke fßr Garantiefristen von gekauften und in Gewerken eingebauten Apparaten und Bauteilen. Danfoss hat deshalb auf den 1. Januar 2011 die Garantiefristen so verlängert, dass im Normalfall fßr den Unternehmer keine solchen Lßcken in der Deckung mehr entstehen: Danfoss gewährt fßr alle Heizungsprodukte eine Garantie von 24 Monaten ab Einbau/Inbetriebnahme, jedoch längstens 30 Monate ab Lieferdatum. Weitergehende Ga-

rantie- und Rßgefristen gemäss OR sind davon nicht betroffen. Mit dieser Massnahme unterstßtzt Danfoss die Tätigkeit der Unternehmer in der Gebäudetechnik und will damit eine schon länger bestehende Ungereimtheit zwischen den Garantiebestimmungen in Werkverträgen und in Kaufverträgen zum Wohle seiner Kunden beseitigen. ■ Danfoss AG 4402 Frenkendorf Tel. 061 906 11 40 www.danfoss.ch

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«Pump Audit» identifiziert Energieverschwender Konsequenterweise sollte jeder Betreiber auch ältere Installationen auf deren Einsparpotenziale überprüfen. Denn die Praxis zeigt, dass in Bestandsanlagen installierte Pumpensysteme in aller Regel zu gross dimensioniert sind. (Foto: Grundfos)

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Die Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie (EuP/ErP) gewährleistet ab Juni 2011, dass neue Motoren und Pumpen eine angemessene MindestEnergieeffizienz aufweisen. Nicht akzeptable Energieverschwender werden vom Markt verbannt. Der Vorteil für alle Betreiber liegt auf der Hand: Die neu installierten Pumpen reduzieren über die vielen Jahre ihrer Nutzung die Betriebskosten, verbessern so die Ertragslage des Betreibers (Industrie, Kommune, Gebäudemanagement) und erhöhen dessen Wettbewerbschancen. Konsequenterweise sollte jeder Betreiber auch ältere Installationen auf deren Einsparpotenziale überprüfen. Denn die Praxis zeigt, dass in Bestandsanlagen installierte Pumpensysteme in aller Regel zu gross dimensioniert sind. Besonders bei in Teillast betriebenen hydraulischen Systemen spart der Wechsel zu Hocheffizienzmotoren und zu drehzahlveränderlichen Antrieben oft bis zu 50 Prozent des bisherigen Energiebedarfs. Im Rahmen seines erweiterten Service Plus-Konzepts offeriert Grundfos spezielle Dienstleistungen zum Identifizieren solcher Pumpensysteme mit hohem Energieeinsparpotenzial. Das wichtigste Hilfsmittel dabei ist die LebenszykluskostenAnalyse – Grundfos bezeichnet dies als «Pump Audit». Das Unternehmen bietet für ein «Pump Audit » drei unterschiedliche Tools an: • Lebenszykluskosten-Analyse mithilfe des computergestützten Produktauswahl- und Auslegungsprogramms WebCAPS: Berechnungsbasis ist ein theoretischer Ansatz ohne

individuelle Messungen. Dieser Ansatz bewährt sich bei kleineren Einzelpumpen und einfacheren Anlagen. • Lebenszykluskosten-Analyse über das Energy-Saving-Tool: Berechnungsbasis ist die Messung des Differenzdrucks und der Stromaufnahme; dokumentiert wird damit eine Momentaufnahme des Pumpenbetriebs. • Lebenszykluskosten-Analyse mit einer umfassenden LCCAnalyse: Berechnungsbasis ist die Messung des Differenzdrucks, der Stromaufnahme und des Volumenstroms. Die Service-Mitarbeiter von Grundfos dokumentieren die Betriebsdaten der Pumpe über einen Zeitraum von bis zu vier Wochen und erstellen mithilfe dieser Datenmenge ein aussagekräftiges Belastungsprofil. Auf der jeweiligen Analyse basierend werden Empfehlungen mit einer detaillierten Kostenaufstellung für den Austausch der Pumpensysteme dargestellt. Zusammen mit dem errechneten ROI (Return on Investment /Kapitalrendite) liegen dem Betreiber dann alle Informationen für einen Pumpentausch nach energetischen und kostenrelevanten Gesichtspunkten vor. Auf dieser Grundlage kann der Entscheider die am besten geeignete Lösung wählen. Auch dies gilt es zu bedenken: Wer als Betreiber konsequent die Frage nach den Lebenszykluskosten überprüft, beschäftigt sich auch mit dem Ausfallrisiko unterschiedlicher Pumpenkonzepte – und erhält Hinweise darauf, wie gut die Pumpe zur Anlage passt. ■

Grundfos Pumpen AG 8117 Fällanden Tel. 044 806 81 11 info-ch@grundfos.com www.grundfos.ch


WÄRMETECHNIK I ENERGIE

Produkte

Neue, hocheffiziente Nassläuferpumpe Zur ISH 2011 stellt die KSB Aktiengesellschaft, Frankenthal, eine neue wartungsfreie, hocheffiziente Nassläuferpumpe mit stufenloser Differenzdruckregelung vor. Die als Heizungspumpen für den Einsatz in Ein- bis Sechsfamilienhäusern entwickelten Aggregate lassen sich, dank einem Medientemperaturbereich von + 2 °C bis +110 °C, auch in Klimaanwendungen und industriellen Umwälzsystemen einsetzen. Gegenüber ungeregelten Heizungspumpen können diese neuen, höchst effizienten Pumpen bis zu 90 Prozent Energiekosten einsparen. Dank einem hohen Anlaufdrehmoment und einer speziellen Deblockierfunktion ist die neue Baureihe «Riotronic P» sehr betriebssicher. Ein grosses, übersichtliches und bedienerfreundliches Frontdisplay erlaubt eine intuitive und menügeführte Einstellung der Pumpe. Eine technische Besonderheit ist die automatische Entlüftungsfunktion, durch die Leistungseinbussen und Geräusche durch Luftansammlungen im Pumpengehäuse verhindert werden. Dieses Programm kann man nach der Installation oder nach Wartungsarbeiten über das Bedienmenü aktivieren. Dabei entfernt die Pumpe selbsttätig die Luft aus dem Rotorraum und macht ein manuelles Entlüften überflüssig. Nach Ablauf des Programms kehrt die Pumpe automatisch in den voreingestellten Modus zurück. Die kompakte Bauform ermöglicht auch in schwierigen Einbausituationen eine problemlose Montage. Die Pumpe ist serienmässig mit einer Wärmedämmung versehen. Der elektrische Anschluss gestaltet sich dank Steckverbindern sehr einfach. Die neue Hocheffizienzpumpe steht in zwei Leistungsgrössen mit einer maximalen Förderhöhe von vier beziehungsweise von sechs Metern zur Verfügung. ■

Die neuen «Riotronic P» erzielen dank ihrer EC-Motortechnologie eine bisher nicht erreichte Energieeffizienz. (KSB)

KSB Zürich AG 8031 Zürich Tel. 043 210 99 33 www.ksb.com

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Produkte

WĂ„RMETECHNIK I ENERGIE

Pellets- und Festbrennstoffkessel mit neuer Technik

Der Stand von Windhager Zentralheizung auf der ISH 2011. (Grafik: Windhager Zentralheizung)

Windhager Zentralheizung präsentiert auf der ISH 2011 in Frankfurt einen Ăœberblick Ăźber die umfangreiche Produktpalette. Im Mittelpunkt stehen mit Pellets- und Festbrennstoffen beheizte Wärmeerzeuger sowie Weiterentwicklungen von bereits seit Jahren bewährten Produkten. Als absolutes Novum stellt Windhager den Pelletskessel VarioWIN mit Mikrobrenner vor. Diese Brennervariante ist

bisher als einzige dazu in der Lage, ein Modulationsspektrum von 1,6 bis 6 kW abzudecken. Zudem erfßllt das Gerät die vorgegebenen Umwelt- und Wirkungsgradrichtlinien. Brennkammer und Luftzufßhrung wurden bei der Entwicklung des Mikrobrenners eigens optimiert, um die Wirkungsgradvorgaben zu erreichen. Eine weitere Neuheit zeigt Windhager mit dem EasyWIN – einem vÜllig neu konstruier-

oben hin erweitert. Aufgrund seiner kompakten Abmessungen eignet er sich auch fßr beengte Platzverhältnisse. ■

Windhager Zentralheizung Schweiz AG 6203 Sempach-Station Tel. 041 469 46 90 www.windhager.com

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'')=8#)' 0 ;%#88

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ten Naturzug-Scheitholzkessel, der optional mit einem Verbrennungs-Luft-Gebläse ausgestattet ist. Er eignet sich fßr alle Betreiber, die sich eine komfortable HeizungslÜsung mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis wßnschen. Komplettiert wird der Auftritt in Frankfurt durch den Pelletskessel BioWIN XL, der die bewährte BioWIN plus-Produktlinie mit Nennwärmeleistungen von 35, 45 und 60 kW nach

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40 HK-Gebäudetechnik 2I 11


WÄRMETECHNIK I ENERGIE

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Holz/Metall-Systeme

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Produkte

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Produkte

WÄRMETECHNIK I ENERGIE

meine-energie.de: das Energiekonto mit erweiterten Funktionen Unter dem Motto «Die Plattform für den mündigen Energiekunden» bietet die MeineEnergie GmbH ein Portal, das Unternehmen ab einem Stromverbrauch von 100 000 Kilowattstunden bis 10 Gigawattstunden pro Jahr und darüber hinaus bei der Beschaffung von elektrischer Energie und der Optimierung des Verbrauchsverhaltens aktiv unterstützt. Zielgruppen des Portals sind der Einzelhandel, mittelständische Unternehmen und Industriebetriebe in Österreich und in Deutschland sowie neu auch als zentrales Werkzeug Energieberatungsunternehmen. Mit seinen zahlreichen Auswertungsmöglichkeiten liefert das Energiekonto die Basis für eine umfassende Kundenberatung oder für den Aufbau eines Energiecontrollings. Die Übernahme der Verbrauchsdaten erfolgt regelmässig und automatisiert im Hintergrund, sodass sich der Energieberater ganz auf seine Kunden konzentrieren kann. Das Erscheinungsbild des Energiekontos kann jederzeit an das «Look & Feel» des jeweiligen Beraterbüros angepasst werden, sodass der Berater das Angebot bei seinen Kunden unter eigenem Namen vermarkten kann.

Energiekonto: Alle wichtigen Funktionen für die Energieberatung.

Ungewollte Verbrauchsspitzen erkennen meine-energie.de bietet umfassende Analyse- und Auswertungsmöglichkeiten, wie beispielsweise den Dauergang, der direkt auf Optimierungspotenziale hinweist. Anhand der Tages- und Wochenverteilung können auf einen Blick energieintensive Tageszeiten und Wo-

chentage identifiziert werden. Gemeinsam mit dem Kunden kann der Berater so nach Ursachen für ungewollte Verbrauchsspitzen suchen und die Optimierung schnell und einfach angehen. Die Berichtsfunktion des Energiekontos ermöglicht die automatische Erstellung von Verbrauchs- und Kostenberichten.

Der Versand kann ebenfalls automatisiert per E-Mail erfolgen. Das Energiekonto bietet ausserdem eine umfassende Funktionalität für die Prüfung von Energierechnungen. Denn ein optimales Controlling benötigt eine effiziente Rechnungsprüfung. Das System erstellt auf Basis der Vertrags- und Verbrauchsdaten eine Schattenrechnung – auch über mehrere Standorte hinweg – und vergleicht dieses Ergebnis mit den Daten der realen Rechnung. So lassen sich schnell unplausible Daten und auch Abgrenzungsfehler bei Preisdifferenzen aufspüren. Das Energiekonto schafft damit nicht nur Transparenz beim Verbrauch, sondern auch bei den Kosten. Energieberater können die Funktionalität des Energiekontos jederzeit kostenlos ausprobieren. Dazu ist es nur erforderlich, sich unter www.meineenergie.de einen eigenen Testzugang einzurichten. ■

Meine-Energie GmbH D-01968 Senftenberg Tel. 0049 3573 36 54 10 www.meine-energie.de

Wärmebildkamera testo 882 – präzises Arbeiten mit 320 x 240 Pixeln

Wärmebildkamera testo 882.

Die testo 882 verspricht als erste testo-Wärmebildkamera mit einem Detektor von 320 x 240 Pixeln eine hohe Detailauflösung ohne die Notwendigkeit eines Wechselobjektivs. Ausgestattet mit einem 32°-Objektiv bietet das neue Modell dem Anwender alle Bilddetails auf einen Blick und sorgt so für ein schnelles,, unkompliziertes und präzises Arbeiten. Bestrebungen von Bund und Kanton treiben den GebäudeThermografiemarkt an. Das vom Bund initiierte Gebäude-

42 HK-Gebäudetechnik 2 I 11

programm (www.dasgebaeudeprogramm.ch) unterstützt mit Fördergeldern bei Wärmedämmungsmassnahmen – also durch richtiges Sanieren und durch Investition in Energieeffizienz. Der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) zeigt dem Energieexperten energetisches Verbesserungspotenzial von Gebäudetechnik und Gebäudehülle auf und dient im Immobilienmarkt zur vergleichbaren Beurteilung der Gebäudequalität aus energetischer Sicht. Wärmebildkameras

von testo decken Energieverluste durch unzureichende Dämmungen, Wärmebrücken oder Baufehler und -schäden einfach, schnell und zuverlässig auf und sind unverzichtbare Werkzeuge für jede energieeffiziente Wärmesanierung. ■

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LUFT-KLIMA-KÄLTE

Chillventa 2010 in Nürnberg: Mit Tempo zu mehr Energieeffizienz

Renaissance der natürlichen Kältemittel Schneller als erwartet setzen die grossen deutschen Lebensmittelketten auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach «grüner Kälte» haben die Komponentenhersteller ihre Portfolios entsprechend erweitert, insbesondere für Anwendungen im Bereich der natürlichen Kältemittel. Allgemeine Tendenz auf der Chillventa: mehr Systemtechnik und ein wachsendes Angebot an gewerkeübergreifenden Gesamtlösungen.

Berthold Schnase von Bock Kältemaschinen: «Den natürlichen Kältemitteln gehört die Zukunft.» Für Kohlenwasserstoffe bietet Bock spezielle Verdichtervarianten an. (Fotos: Wolfgang Schmid)

Die Green Building-Bewegung hat jetzt auch die Kältetechnik erreicht. Bereits im Vorfeld der Chillventa 2010, Internationale Fachmesse Kälte, Raumluft, Wärmepumpen, 13. bis 15. Oktober 2010 in Nürnberg, stellten fast alle namhaften deutschen Lebensmittelketten ihre «Leuchttürme» in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit vor. Rewe nimmt für sich in Anspruch, weltweit den ersten Supermarkt zu betreiben, der von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem Nachhaltigkeitssiegel «Gold» zertifiziert wurde. Lidl stellte seine neue Filialgeneration vor, die im Vergleich zu einem herkömmlichen Lebensmittelmarkt 100 Prozent weniger an Heizenergie und 10 Prozent weniger an Strom benötigt sowie 30 Prozent weniger CO2 emittiert. Der Discounter will es beim Leuchtturmprojekt nicht bewenden lassen und hat angekündigt, bis Ende 2010 allein in Deutschland 100 Lebensmittelmärkte der neuen Filialgeneration «Eco2logisch» zu bauen. Tengelmann hatte mit seinem «Klimamarkt» bereits 2008 gezeigt, dass man einen Super-

markt mit 50 Prozent weniger Energie und Zitat: «ganz ohne CO2-Emission» betreiben kann. Auch die Handelshof-Kette gibt sich nachhaltig und setzt beim neuen Cash & Carry-Markt in Hamm auf CO2-Kältetechnik von Carrier. Epta Deutschland meldet, Edeka-Märkte mit R134a-Kaskaden auszustatten, die im Tiefkühlbereich mit CO2 arbeiten. Das sei weit wirtschaftlicher als eine komplette Umstellung auf CO2. Aldi Süd betont, bereits seit 1996 bei Neuanlagen auf ozonschädigende Kältemittel zu verzichten. Seit 2010 erhielten alle neuen Aldi-Süd-Filialen nur noch Kühlregale, die mit dem Kältemittel CO2 arbeiten. Dieses Kältemittel habe herausragende Wärmeübertragungseigenschaften und eine hervorragende Energieeffizienz bei einer äusserst geringen Treibhauswirkung, so Aldi. Zu den Leuchtturmprojekten der ersten Stunde zählt auch der Edeka-Aktiv-Markt im schwäbischen Schömberg bei Balingen. Bereits im Jahr 2005 entschied sich die Koch Handelsgesellschaft als Betreiber des Marktes für eine nachhaltige Lebensmittelkühlung. Das von

Walter Meier hat aufgrund der Nachfrage einen R290-Wärmepumpen-Flüssigkeitskühler in sein Vertriebsprogramm aufgenommen.

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Wolfgang Schmid


LUFT-KLIMA-KÄLTE

Inverter-Scroll speziell für Luft-Wasser-Wärmepumpen Invertergeregelte Wärmepumpen basierten bisher vielfach auf modifizierten Split-Klimageräten mit zusätzlichem Hydraulikteil. Insbesondere bei LuftWasser-Wärmepumpen erwies sich diese Systembasis oft als Nachteil: Die theoretisch möglichen Leistungszahlen wurden meist nicht erreicht. Auch handwerkliche Fehler werden genannt. Walter Meier sei deswegen in Deutschland aus diesem Geschäft wieder ausgestiegen, hiess es auf der Chillventa. Die Branche ist deshalb gespannt, wie sich der neue Copeland-Inverter-Scroll-Verdichter von Emerson in der Praxis bewährt. Er soll der erste drehzahlgeregelte Scroll-Verdichter sein, der speziell für Wärmepumpen mit der Wärmequelle Luft entwickelt wurde. Der Vorteil des neuen Verdichters liege darin, dass die Verdichterdrehzahl dank des neuen bürstenlosen Permanent-Magnetmotors stufenlos zwischen 1800 und 7000 U/min variiert werden könne. Damit lasse sich Mit dem Inverter-Scroll-Verdichdie benötigte Heizleistung punktgenau in ter von Copeland soll künftig eine Abhängigkeit der Aussenlufttemperatur punktgenaue Regelung der Heizregeln. Hohe Verflüssigungstemperaturen leistung von Luft-Wärmepumpen von bis zu 68 °C und damit auch hohe möglich sein. Der neue Verdichter Heizkörper-Vorlauftemperaturen werden soll ab Frühjahr 2011 den Direktdurch eine gezielte Einspritzung von Käl- kunden zur Verfügung stehen. temitteldampf (R404A) bei Verdampfungstemperaturen von bis zu -25 °C erzielt, so das Unternehmen. Zusätzlich zum neuen Wärmepumpen-Scroll-Verdichter hat Emerson einen dazu passenden Inverter entwickelt. Die Markteinführung ist für das Frühjahr 2011 mit zwei Modellen geplant. Hafner-Muschler und Zent-Frenger entwickelte geothermische Heiz-/Kühlkonzept basiert auf einem integrierten Kälte-/Wärmepumpenaggregat, das die Abwärme aus der Kälteerzeugung primär für Heizzwecke nutzt bzw. über Erdsonden im Erdreich für den Winterbetrieb «einlagert». Typisch für die neue Generation von Lebensmittelmärkten sind folgende Effizienzmassnahmen (Auswahl) • Isolierglastüren in den Wandkühlregalen • Isolierglasabdeckungen auf den TK-Inseln • Energiesparlüfter und -ventilatoren in EC-Technologie in allen Bereichen der Kältebereitstellung, der Kälteerzeugung und der Rückkühlung • Erdsonden für Wärmepumpensysteme und als Teilersatz für Rückkühler • R134a-Kälteanlage im Normalkühlbereich mit CO2Kaskade für die Tiefkühlung, alternativ auch komplette CO2-Kälteanlage • drehzahlgeregelte Verdichter und Verflüssiger-Ventilatoren • Anhebung der Verdampfungstemperatur bzw. Absenkung der Verflüssigungstemperatur • elektronische Expansionsventile • Bedarfsabtauung • Taktung der Scheiben-/Rahmenheizung • Wärmerückgewinnung der Abwärme aus den Kälteanlagen für Heizung, Trinkwarmwasser und Luftvorwärmung der Klimaanlage • LED-Beleuchtung • Tageslicht über Fenster und Lichtkuppeln • tageslichtabhängige Beleuchtung.

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Breites Angebot an grüner Kältetechnik Auffällig schnell und flexibel haben die Anbieter von kältetechnischen Komponenten und Systemen auf die Wünsche der Lebensmittelketten, aber auch auf die Forderungen von anderen gewerblichen und industriellen Kälteanwendern reagiert. Kälteverdichter und Kälteaggregate für CO2 und andere natürliche Kältemittel standen in Nürnberg bei vielen Ausstellern im Mittelpunkt der Messepräsentation. So bietet Bitzer ( Vertrieb Schweiz: Christof Fischer Kälte-Klima AG und Friosol AG) beispielsweise kältemitteloptimierte Hubkolbenverdichter für CO2, NH3 und Propan an, wahlweise auch mit integriertem Frequenzumrichter für den stufenlosen Betrieb. Bündelrohrverflüssiger und Flüssigkeitssammler sind heute ausdrücklich mit dem Hinweis «auch für natürliche Kältemittel» gekennzeichnet. Aus Sicht von Bock – Messeslogan: responsible refrigeration – verantwortungsvolle Kältetechnik – gehört den natürlichen Kältemitteln in vielen Anwendungsgebieten die Zukunft. Neben CO2 und NH3 sehen die Marktstrategen von Bock auch Kohlenwasserstoffe wie R290 (Propan), R600a (Isobutan) und R1270 (Propylen) wieder im Kommen, insbesondere als Ersatz für R22 und R502. Bock bietet für den Einsatz von Kohlenwasserstoffen (Hydrocarbons) spezielle HC-Verdichtervarianten an, die aufgrund der Brennbarkeit von Kohlenwasserstoffen sicherheitstechnisch modifiziert sind. Neben der «eingebauten Energieeffizienz» in den Bock-Verdichtern sieht das Unternehmen in der Koppelung von Verdichter und Frequenzumformer ein erhebliches zusätzliches Energieeinsparpotenzial. Als vorprogrammierte Plug & Play-Lösung soll diese Art der Leistungsregelung 25 Prozent und mehr an Energie einsparen. Um den Anlagenbauern die, Zitat: «Angst vor den Tücken des modernen Kältemittels», gemeint ist CO2, zu nehmen, hat Danfoss ein spezielles Einspritzsystem im Rahmen der Adap-Cool-Baureihe entwickelt. Es besteht aus einem elektronischen Regler, einem elektronischen Expansionsventil sowie Druckumformer und Temperaturfühler. Das Besondere ist ein speziell auf die Eigenheiten von CO2 angepasster Regelalgorithmus, der extrem schnelle Reaktionszeiten erlaubt.

Grosshandel übernimmt Schlüsselrolle Insgesamt scheint die Nachfrage nach Kälte- und Wärmepumpen-Anwendungen mit Kohlenwasserstoff-Kältemitteln wieder zu steigen. So führt Walter Meier neuerdings ein Allround-Gerät im Programm, das mittels R290 heizt, kühlt oder Trinkwasser erwärmt. Die Wärmepumpen/Kältemaschinen-Baureihe «ES Basis» deckt Heizleistungen von 39 bis 252 kW und Kühlleistungen von 42 bis 271 kW ab. Der COP variiert zwischen 4,6 für die kleinste und 4,4 für die grosse Maschine. Der Wärmepumpen-Flüssigkeitskühler ist so gebaut, dass das Chassis die Vorgaben eines Maschinenraums erfüllt. Kernkomponente ist ein Ex-geschützter Ventilator, der das Gehäuse ständig be- und entlüftet, auch bei ausgeschalteter Maschine. Die Grosshandelskette Fischer Kälte Klima bietet dem Fachhandwerk massgeschneiderte, auftragsbezogene Kälteanlagen für natürliche Kältemittel wie CO2 und


LUFT-KLIMA-KÄLTE

R134a/CO2-Kaskadenverbundanlagen haben sich zu einem neuen Standard für die Lebensmittelkühlung in Supermärkten entwickelt. Im Bild ein Aggregat von Fischer.

NH3 an. Das Portfolio umfasst Standardanlagen für Gewerbe, Gastronomie und Supermarktkälte, ausserdem Grosskälteanlagen bis über 1 MW Nennkälteleistung sowie verfahrenstechnische Kälteanlagen. Fischer betont, hierbei eng mit dem Fachhandwerk zusammenzuarbeiten. Aktuelles Highlight unter den grünen Kälteanwendungen sei der Bau der grössten transkritischen CO2-Kälteanlage der Welt für das neue Kühllager des dänischen Discounters Netto mit 1200 kW Nennkälteleistung für die Normalkühlung und 230 kW für die Tiefkühlung. Speziell für eine grosse Supermarktkette in der Schweiz hat Fischer eine R134a/CO2Kaskadenverbundanlage realisiert, die aufgrund der «subkritischen» Ausführung mit kostengünstigen und handelsüblichen Komponenten auskommt. Durch die verbesserten Leistungszahlen (COP) seien solche R134a/CO2-Kaskadenlösungen sehr wirtschaftlich, so das Unternehmen. Durch den Wechsel des in der Gewerbekälte sonst üblichen Kältemittels R404A zu R134a/CO2 könne das Treibhauspotenzial (GWP, Global Warming Potencial) von 3260 für R404A auf 1300 für R134a gesenkt werden, betont Fischer. CO2 wird mit einem GWP von 1 angesetzt.

wobei diese Baureihe für Drücke bis 75 bar zugelassen sei. Ebenso führt GEA jetzt Plattenwärmeübertrager für CO2-Systeme im Programm, die sowohl für transkritische als auch für subkritische CO2-Kältesysteme zugelassen sind. GEA betont in diesem Zusammenhang die hohe Wirtschaftlichkeit von CO2-Kälteanlagen, da sämtliche Anlagenkomponenten aufgrund des hohen Drucks mit kleineren Leitungsquerschnitten auskommen und wesentlich kompakter gewählt werden könnten. Ab 2011 will GEA mit dem neuen hocheffizienten NH3-Schraubenverdichter Grasso BlueAstrum auf den Markt, der aufgrund seines hohen Teillastwirkungsgrades saisonale Leistungszahlen (ESEER = European Seasonal Energy Efficiency Ratio) von 8,53 erreichen soll.

R290-Klimagerät in Vorbereitung Der Trend zu natürlichen Kältemitteln scheint jetzt auch bei den Massenherstellern von Klimageräten angekommen zu sein. So arbeitet die chinesische Gree Electronic Appliance Inc., nach eigenen Angaben grösster Spezialhersteller von Raumklimageräten der Welt, an einem Klimagerät mit Propan (R290) als Kältemittel. Nach Aussagen der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), die das Projekt der Chinesen technisch und wirtschaftlich unterstützt, ist im ersten Schritt eine Produktion von 180 000 Geräten pro Jahr geplant. Auch am oberen Ende der Leistungsskala von Kältemaschinen zeichnen sich gravierende Neuerungen ab. So hat Cofely Refrigeration, Lindau, zusammen mit dem Forschungsinstitut ILK, Dresden, eine Turbokältemaschine für das Kältemittel Wasser zur Serienreife entwickelt. Cofely will nach ausführlichen Tests am Standort Lindau schon Ende 2011 mit dem Wasserturbo Aquaquantum auf den Markt kommen (siehe auch Interview in HK-GT 12 /10, S. 39–41).

Angst vor Zerrüttung des Kältemittelmarkts

Grüne und blaue Komponenten

Daraus zu schliessen, die Ära der synthetischen Kältemittel wäre damit zu Ende, scheint jedoch verfrüht. «Wir werden noch viele Jahre mit synthetischen Kältemitteln leben müssen», sagt Cofely-Geschäftsführer Andreas Eyd. Und weiter: «Derzeit beobachten wir bei den Herstellern von synthetischen Kältemitteln eher ei-

Auch der Komponentenmarkt kommt durch die anhaltende Nachfrage nach natürlichen Kältemitteln in Bewegung. Der Pumpenspezialist Grundfos stellte eine mehrstufig arbeitende Spezialpumpe für das Kältemittel CO2 vor, die sich für CO2-Hochdruckanwendungen eignet. Damit müsse die Branche nicht mehr mit modifizierten «Chemie-Pumpen» arbeiten, so Grundfos. Die Besonderheit der Pumpe liege darin, dass sie auch Medien fördere, die nahe am Siedepunkt seien. Das über den Saugstutzen zufliessende Kältemittel dürfe deshalb auch in begrenztem Masse Dampfblasen enthalten. Auch GEA (Schweizer Vertretung: ATC Klimatec Schweiz AG) hat ihr CO2-Programm erweitert und bietet mit den Küba Green Line- und Blue Line-Programmen spezielle Luftkühler für CO2- und NH3-Kältemittel an. Konsequent soll jetzt auch die Searle-Produktpalette von GEA für CO2-Systeme ausgebaut werden,

Spezialpumpe von Grundfos für CO2-Hochdruckkältesysteme.

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LUFT-KLIMA-KÄLTE

Ab 2015 greift die Ökodesign-Richtlinie der EU. Der Ventilatorenhersteller ZiehlAbegg gibt an, jetzt schon die neuen Energieeffizienz-Grenzwerte einzuhalten.

ne Zunahme der Aktivitäten, um die noch vorhandenen negativen Auswirkungen auf das Klima und die Ökologie zu eliminieren.» Fest steht: Das lukrative Geschäft mit den synthetischen Kältemitteln lassen sich Hersteller und Vertriebsfirmen so schnell nicht aus der Hand nehmen. Das zeigt das bevorstehende Verwendungsverbot von R134a in Kfz-Klimaanlagen, bei denen nicht das ökologisch korrekte Billig-Kältemittel CO2 das Rennen machte, sondern das teure synthetische Kältemittel R1234yf, das bei einem Motorbrand Fluorwasserstoff und Flusssäure bilden soll. Wer sich ausführlicher über den aktuellen Stand bei den Kältemitteln informieren will, dem sei der sehr informative Kältemittel-Report Nr. 16 der Firma Bitzer empfohlen (www.bitzer.de/ger/products/docu/doc_det/1). Knapper formuliert und näher an der Entwicklung des Markts ist das Strategiepapier «Kältemittelsituation heute und in Zukunft», abgefasst von Danfoss, (Bestellung über www.danfoss.com, unter Literatur/Literaturbestellung). Fazit des Dossiers: «Auf globaler Ebene setzt die Industrie mehr und mehr auf natürliche Kältemittel, wenn dies aus technologischer Sicht machbar ist. Synthetische Kältemittel werden in der Kälte- und Klimatechnikindustrie voraussichtlich auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen, dies jedoch in Systemen mit niedrigem Treibhauspotenzial.» Danfoss befürwortet einen praktikablen Übergangs- und Ausstiegsplan aus den HFKW-Kältemitteln, um eine gefährliche Zerrüttung des Marktes oder Preisschwankungen während der Übergangszeit zu vermeiden und um die langfristige Herstellung sehr kleiner Mengen an HFKW-Kältemitteln für besondere Anforderungen zu sichern. Danfoss geht davon aus, dass in Europa bereits 5 Prozent aller Supermärkte ganz oder teilweise mit dem Kältemittel CO2 arbeiten.

Industrial Heat Pump Village ohne klares Konzept Mit rund 19 Ausstellern auf einer eher bescheidenen Ausstellungsfläche machte die Sonderausstellung über Industrie-Wärmepumpen keinen überzeugenden Ein-

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druck. Viele Aussteller beklagten sich über das eher chaotische Standkonzept. Auch fehlte offenbar der rote Faden durch das Thema Industrie-Wärmepumpen, denn in erster Linie wurden dort Haus-Wärmepumpen präsentiert. Ein Blick in das Warengruppenverzeichnis der Messe zeigte, dass im Village nur ein Bruchteil der Unternehmen präsent waren, die Komponenten und Systeme für Industrie-Wärmepumpen anbieten. Die gut gemeinte Sonderausstellung vermittelte deshalb nur bedingt einen Einblick über die Einsatzmöglichkeiten von Wärmepumpen im Industriebereich. Village-Aussteller waren unter anderem Alpha-Innotec, Bosch-Thermotechnik, Carrier, Clivent, Mitsubishi Electric Europe, Nibe, Stiebel Eltron, Tecalor und Wolf. Im Unterschied zu den vielen Anbietern von HausWärmepumpen zeigte Carrier mit der modifizierten Kältemaschine AquaForce 30 XWH, wie man durch Optimierungsmassnahmen einen Standardkaltwassersatz in eine hocheffiziente Wärmepumpe mit einer saisonalen Leistungszahl (ESEER) von bis zu 8,08 bei Heizleistungen von bis zu 1276 kW umwandelt. Clivent stellte eine Hochtemperatur-Wärmepumpe vor (30…100 kW), die bei einer Aussenlufttemperatur von -18 °C eine Vorlauftemperatur von bis zu 60 °C erreichen soll. Vorteil sei, dass man mit der gleichen Maschine im Sommer auch kühlen könne. Mitsubishi Electric scheint mit modifizierten invertergeregelten Klimageräten und Zubadan-Technik weiter erfolgreich auf dem Markt zu sein. Selbst bei sehr tiefen Aussentemperaturen von -25 °C soll die neue Zubadan-basierte Wärmepumpe noch eine konstante Heizleistung liefern. Dass Luft-Wasser-Wärmepumpen aus modifizierten Raumklimageräten nicht immer die auf dem Papier angegebenen Heizleistungen und Leistungszahlen erreichen, wird in der Branche inzwischen offen diskutiert. Viele Endkunden seien enttäuscht, weil durch die zurückliegenden längeren und strengeren Winter die versprochene Energiekosteneinsparungen nicht gehalten werden konnten. Offenkundig spielt dabei auch die Qualität der Installation eine entscheidende Rolle.

Mit dem Vordrängen von brennbaren Kältemitteln wird dem Brandschutz in Kälteanlagen mehr Beachtung gezollt. Armacell bietet dazu eine ganze Reihe von Lösungen an, hier eine Ringspaltverfüllung mit Brandschutzpaste.


LUFT-KLIMA-KÄLTE

Smart Grid: Skepsis bei Kältetechnikern, Offenheit beim Wärmepumpenverband Welches Potenzial haben kältetechnische Anlagen, um fluktuierenden Strom aus regenerativen Energiequellen zu absorbieren, und wie gross ist das Abschalt- und Verschiebepotenzial von Kälteanlagen, um elektrische Lastspitzen abzubauen bzw. Lasttäler zu füllen? Wer auf der Chillventa eine Antwort auf diese Frage suchte, wurde eher enttäuscht. Die Diskussion um die Integration von Smart Grid-Funktionen in die Regelung und Steuerung von Kälteanlagen ist – von Ausnahmen abgesehen – in der Kältebranche noch nicht eröffnet. Dazu seien die Anlagen zur Lebensmittelkühlung kaum geeignet bzw. das zu kühlende Gut zu temperatursensibel, so eine gängige Antwort. Dabei gibt es bereits Projekte, die zeigen, wie man Kälteanlagen – in diesem Fall ein gewerbliches Kühlhaus - in ein virtuelles Kraftwerk mit fluktuierendem Energieangebot aus Biogasanlage, Windpark und PV-Solaranlage integriert. Voraussetzung für diese Art des Betriebs ist ein Abgleich der Windprognose mit der Prognose des Energiebedarfs des Kühlhauses. Derzeit wird dieses Konzept im Rahmen des eTelligence-Projektes vom Energieversorger EWE, Oldenburg, im Raum Cuxhaven erprobt. Ziel ist, Überangebote an Windstrom durch «schaltbare» Energieabnehmer mit Speicherpotenzial zu nutzen. Auch im Süden Deutschlands laufen erste Projekte mit «Kälte» als Puffer zur Netzstabilisierung. EnBW testet dort, wie mithilfe eines intelligenten Stromzählers und einer Steuerbox speziell entwickelte Gefriergeräte des Hausgeräteherstellers Liebherr die Belastung im Stromnetz «vergleichmässigt» werden kann. Doch die Kältebranche kommt nicht umhin, das Thema offensiver anzugehen. Aus Sicht des Fraunhofer-Anwendungszentrums für Systemtechnik (AST), Ilmenau, liegt in den installierten kälte- und klimatechnischen Anlagen ein enormes Potenzial, das dazu genutzt werden könne, Stromnetze intelligent zu stabilisieren und den Energiebedarf kältetechnischer Anlagen über Preisanreize zu beeinflussen. Die Fraunhofer-Forscher geben an, dass sich allein im Sektor Haushalt rund 26,660 Terrawattstunden (TWh) Strom durch eine direkte Steuerung von kälte- und klimatechnischen Endgeräten beeinflussen lassen, im gewerblichen Bereich seien es 6,274 TWh. Am geringsten sei das Schalt- und Verschiebepotenzial im Sektor Industrie. (Quelle: www.forum-netzintegration.de)

hätten. In jedem Fall seien zur Realisierung von Demand Side Management-Funktionen in der Lebensmittelkälte mehr und komplexere Regelungs-, Steuerungs- und Monitoring-Systeme notwendig als bisher. Smart Grid-Positionspapier für Wärmepumpen Während die Kältebranche im Smart Grid derzeit noch eher Risiken sieht, geht der deutsche Bundesverband Wärmepumpen (BWP) eher positiv mit dem Thema um. In einem in Oktober 2010 veröffentlichten Positionspapier (www.waermepumpe.de/pressemitteilungen/aktuellepressemitteilungen.html) sieht der Verband in der Wärmepumpe ein erhebliches Potenzial, Strom aus erneuerbaren Energien in Abhängigkeit von Angebot, Netzbelastung bzw. Preissignal zu nutzen. Fluktuierende Stromkontingente könnten damit besser genutzt und die Netze somit entlastet werden. Allerdings müssten Wärmepumpenanlagen und Gebäude speziell auf Speicherfunktionen optimiert werden, damit deutlich längere Schaltzeiten als bisher möglich sind. Wichtig seien Schalt- und Regelungsfunktionen, die Wärmepumpen prädiktiv einschalten, um Heiz- bzw. Trinkwarmwasserspeicher preisstrategisch zu laden. Der Kunde sollte von den variablen Abschaltzeiten möglichst wenig bemerken, jedoch von den Preisangeboten der Versorger profitieren. Der Bundesverband geht davon aus, dass die aktuell etwa 350 000 Wärmepumpen in Deutschland über eine Anschlussleistung von rund 1400 Megawatt (MW) verfügen. Dieser weiter wachsende Bestand – bis 2020 rechnet der BWP mit rund 1,2 Millionen Wärmepumpen mit einer Anschlussleistung von rund 4400 MW – biete somit ein enormes Ausgleichspotenzial für fluktuierende Energieangebote aus Sonne und Wind. Denkbar seien auch haushaltsbezogene virtuelle Einheiten aus Wärmepumpe, Haushaltskühlgeräten und Elektroautos, um die Netze zu stabilisieren.

Die Chillventa-Aussteller Wurm, Remscheid und Eckelmann, Wiesbaden, sehen das Thema Smart Metering/Smart Grid trotz der defensiven Haltung der Branche dennoch als wichtige Zukunftsaufgabe. Bei Wurm ist man der Auffassung, dass bei Kälteanlagen grundsätzlich mehr Anlagenwerte überwacht werden müssten, um die Gesamtenergieeffizienz einer Anlage zu verbessern und um energetische Schwachstellen aufzudecken. Auch wäre eine permanente Überwachung der Leistungszahl sinnvoll. Ein intermittierender Betrieb von Kälteanlagen durch zeitvariable Preisanreize müsse von Fall zu Fall geprüft werden, da speziell bei der Lebensmittelkühlung bestimmte Temperaturen aus lebensmittelhygienischen Gründen eingehalten werden müssen. Am einfachsten könne man derzeit steckerfertige TK-Truhen in ein Smart Grid-Konzept integrieren, da diese aufgrund ihrer Bauart am ehesten die vorgegebenen Temperaturen einhalten, auch bei längeren Abschaltzeiten. Eckelmann gibt aber zu bedenken, dass der prädiktive Betrieb von Kälteanlagen mit zeitvariablen Tarifen im Lebensmittelbereich durch die veränderten Kühlgut-Temperaturen, die tiefer sind als notwendig, zu höheren Betriebskosten führt. Tiefere Lagertemperaturen in der Kühllogistik könnten aber auch dazu führen, dass die in Lebensmittel eingespeicherte zusätzliche Energie von den stationären Kühlhäusern auf Kühltransporte verlagert werde, ohne dass dafür ein Kostenausgleich erfolgt. Eckelmann räumt ein, dass die Kältebranche und Energieversorger mit den Auswirkungen von zeitvariablen Tarifen, Lastverschiebungen oder tarifbezogenen Lastabschaltungen noch keine Erfahrungen

Wärmepumpen, Haushaltskühlgeräte und Elektrofahrzeuge könnten in einem intelligenten Stromnetz Lastspitzen reduzieren und fluktuierende Stromangebote aus erneuerbaren Energien durch prädiktive Regelungs- und Steuerungsfunktionen nutzen. (Bild: Bundesverband Wärmepumpe e.V.)

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Egal, ob synthetische oder natürliche Kältemittel: Die Überwachung der Dichtheit von Kälteanlagen ist heute Standard. GfG hat ihr Portfolio an Überwachungssystemen weiter ausgebaut.

Der Rückkühlung von Kälteanlagen muss mehr Beachtung geschenkt werden. Jaeggi deutete in Nürnberg an, demnächst mit Tandem-Hybrid-Kühlern auf den Markt zu kommen.

Die Schwachstelle bei Auslegung und Installation hat auch die Stiebel Eltron-Tochter Tecalor erkannt und bietet deshalb zusammen mit dem Handwerk Komplettlösungen für anspruchsvolle Wärmepumpenanlagen an. Durch das gebündelte Know-how sollen die typischen Probleme, beispielsweise bei Erdsondenanlagen, von vornherein eliminiert werden. Mit der Baureihe TTF GM will Tecalor die Wärmepumpe auch für den Geschosswohnbau sowie für Schulen, Gewerbe und Industriegebäude erschliessen. Einzelmodule werden dazu in Kaskade zu Wärmepumpen mit bis zu 400 kW Heizleistung verschaltet.

Basel, zeigte in Nürnberg schon einmal auf einem Poster, wie ein künftiger Tandem-Hybrid-Kühler aussehen könnte. Weitere Details standen für die Fachpresse noch nicht zur Verfügung. Ziehl-Abbegg, Hersteller von Hocheffizienz-Ventilatoren, machte die Standbesucher auf die kommende Ökodesign-Richtlinie der EU aufmerksam, die ab 2015 neue Energieeffizienz-Grenzwerte vorgibt. Ziehl-Abegg sei darauf hervorragend vorbereitet, da bekannte Produkte wie der Eulenflügel-Ventilator FE2owlet oder die VproBaureihe bereits heute die neuen Grenzwerte erfüllten. Die GfG, Gesellschaft für Gerätebau, Dortmund, spezialisiert auf Gasmessungen, profitiert gleich in mehrfacher Hinsicht von den veränderten Rahmenbedingungen bei Kälteanlagen. Zum einen fordert der Gesetzgeber bei Anlagen mit konventionellen Kältemitteln eine periodische Prüfung der Dichtheit von Kältekreisläufen, zum anderen müssen auch Kälteanlagen mit natürlichen Kältemitteln wie NH3, Propan, Isobutan und Propen ständig auf Dichtheit überwacht werden. Das Angebot reicht von der Überwachung von Sekundär-

Effizienzoffensive in der Kälteperipherie Die Aufbruchsstimmung bei den Herstellern von Komponenten für natürliche Kältemittel wirkt sich auch auf die peripheren Komponenten und Einrichtungen aus. So ist es ein offenes Geheimnis, dass bei der Rückkühlung von Kälteprozessen noch hohe Energieeinsparpotenziale liegen, aber auch noch Hygieneprobleme zu lösen sind. Hybridkühler-Spezialist Jaeggi/Güntner,

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kühlkreisläufen von NH3-Kälteanlagen über Messwertgeber für die Messung und Überwachung von NH3 in Maschinenräumen bis hin zum mobilen Lecksuchgerät mit Schwanenhals für alle Arten von Gasen. Armacell, Hersteller des Hochleistungsdämmstoffes Armaflex, bietet seine diffusionsdichte Schlauch- und Plattenware jetzt auch mit antimikrobieller MicrobanAusrüstung gegen Bakterien und Schimmelpilzbefall an. Da Brandschutz im Zusammenhang mit Rohrleitungstrassen eine immer grössere Rolle spielt, wurde das Dämmstoffsystem mit flexiblen Brandschutzabschottungen sowie einer leicht handhabbaren Brandschutzpaste zur Ringspaltverfüllung ergänzt. Ganz neue Möglichkeiten der wärmetechnischen Qualitätskontrolle, der Lecküberprüfung sowie der elektrischen Anwendungen mit Kontakt-, Übergangs- und Überlastproblemen bietet die Wärmebildkamera Fluke TiS. Gebäudeenergieberater, Elektroinstallateure, HLK-Techniker und Wärmedämmfachfirmen werden damit in die Lage versetzt, thermische und funktionale Problemzonen kurzfristig zu detektieren und verborgene Mängel aufzuspüren, zum Beispiel Defekte an Rohrleitungen oder schlechte elektrische Kontakte. Die zur schwedischen SystemAir gehörende Frico zeigte in Nürnberg eine energiesparende Alternative zu rein elektrisch beheizten Türluftschleiern. Bis zu 72 Prozent an Energie könne eingespart werden, wenn

Preisgünstige Wärmebildkameras eröffnen neue Möglichkeiten der Fehlersuche. Defekte Rohrleitungen, undichte Kältekreisläufe und schlechte elektrische Kontakte werden schnell und sicher erkannt.

der Türschleier über eine Wärmepumpe betrieben werde. Unter dem Motto «Technik von morgen schon heute» zeigte Heliotherm, Langkampfen /Österreich, unter anderem eine stufenlos modulierende Wärmepumpe, wahlweise mit CO2-Tiefensonde kombinierbar. Durch die Modulationstechnik soll die Anlageneffizienz um bis zu 25 Prozent höher liegen als beim üblichen EinAus-Betrieb. Mit einer CO2-Tiefensonde werde sowohl Pumpenenergie eingespart – das Arbeitsmittel CO2 zir-

Programm 2011 Ort

Datum

Themen 2011

Bern

15. März 2011

Dezentrale Stromproduktion – Potenziale und Realisierung mit Sonne, Wind, Erdwärme und Biomasse

Thun

22. März 2011

Wie modernisiere ich mein Haus? Vorgehen und Tipps für energieeffiziente Gebäudesanierungen und Neubauten mit erneuerbaren Energien

St-Imier

23. März 2011

Assainir ou construire: Efficacement et avec les énergies renouvelables

Bern

30. März 2011

Neue Ansätze für energieeffizientes Bauen unter Denkmalschutz

Solothurn

31. März 2011

Energiepolitische Perspektiven – konkrete Massnahmen für Haushalte und Unternehmen

Bern

5. April 2011

Geldsparen mit Stromsparen – Wie die Potenziale auszuschöpfen sind

Burgdorf

6. April 2011

Photovoltaik – Betrieb, Sicherheit, Brandschutz

Interlaken

7. April 2011

Erfolgreiche Gebäudesanierung – von der Analyse zu konkreten Investitionen

Bern

9. Mai 2011 Zielgruppen Anmeldung obligatorisch Auskunft

Mitgliederversammlung energie-cluster.ch Bau- und Energiefachleute, Energieberater, Planer, Architekten, Installateure, HauseigentümerInnen, Bauherrschaften, VetreterInnen von Politik Die Teilnahme an den Energie-Apéros ist kostenlos. www.energie-cluster.ch/apero_anmeldung Simone Koller, Projektleiterin, simone.koller@energie-cluster.ch Gutenbergstrasse 21, 3011 Bern, Tel. 031 381 24 80, Fax 031 318 61 11 Departement für Volkswirtschaft, Energie und Raumentwicklung Dienststelle für Energie und Wasserkraft

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Weltneuheit aus der Schweiz: Air-On-Raumklimatisierung

Jeder Raum eine individuell klimatisierte Wohlfühl-Zone Air-On-Geräte bieten weit mehr als nur eine leistungsfähige Komfortlüftung für energetisch optimierte Gebäude. Air-On regelt als Weltneuheit in einem einzigen Gerät aktiv und individuell pro Raum alle Faktoren für ein gesundes Raumklima: Temperatur, Luftfeuchte und CO2-Gehalt. Weil das dezentrale System einfach zu installieren ist, wenig Platz braucht und keine neuen Leitungen notwendig sind, eignet es sich hervorragend bei energetischen Sanierungen von Bestandsbauten, wo der Einbau einer zentralen Komfortlüftung nicht oder nur schwer möglich ist. Energetische Sanierungen zahlen sich aus. Allein mit einer gut gedämmten Gebäudehülle lassen sich 30 bis 70 Prozent Heizenergie einsparen. Bei einer dichten Gebäudehülle ist eine systematische Raumbelüftung jedoch unverzichtbar. Erstens, um ein angenehmes Wohnklima zu schaffen und zweitens, um Bauschäden durch Feuchtigkeit zu verhindern. Der Einbau einer zentralen Lüftungsanlage in Bestandsbauten ist aber aus Platzgründen oft nicht möglich oder nur zeitaufwändig und kostenintensiv zu realisieren.

Gut gedämmt und optimal belüftet Air-On, das neue intelligente dezentrale RaumklimatisierungsSystem aus der Schweiz, kann

auch bei engsten Platzverhältnissen eingesetzt werden. Air-On nutzt bestehende Heizleitungen und braucht nicht mehr Platz als ein Heizkörper. Die Aussenluftund Fortluftführung erfolgt direkt durch die Fassade. So lässt sich das System einfach und schnell installieren, auch während die Räume bewohnt sind. Das macht Air-On zur idealen Lösung bei Sanierungen – bringt aber auch viele Vorteile bei Neubauprojekten. An der Ankengasse 2 in Wetzikon wurde in den vergangenen Monaten ein Mehrfamilienhaus nach Minergie-Standard saniert und mit dem intelligenten Air-On-Raumklimatisierungssystem ausgerüstet. Die umfassenden Modernisierungsmassnahmen mit Wärmedämmung

Air-On AG: Swiss-Engineering-Power für das optimale Raumklima Die Air-On AG ist ein junges Schweizer Hightech-Unternehmen mit Hauptsitz in Cham bei Zug. Hinter der 2006 gegründeten Firma stehen private Investoren, die eine langfristige Entwicklungsstrategie verfolgen. In hauseigenen Labors und Prüfanlagen führte ein Team von Ingenieuren zusammen in einem leistungsfähigen Netzwerk mit externen Partnern das einzigartige Raumklimagerät Air-On zur Marktreife. Bewährtes Know-how aus den Bereichen Akustik, Strömungstechnik, Luftfilterung, Hygiene, Elektronik und Klimatisierung fliessen laufend in die Entwicklungen ein. Air-On-Geräte werden speziell für die steigenden Anforderungen in der Sanierung von Niedrigenergie-Gebäuden entwickelt. Im Systemverbund mit reversibler Wärmepumpe und Solaranlage ist Air-On eine zukunftsweisende Innovation in der Klimaund Lüftungstechnik. (www.air-on.ch)

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Abb. 1: Air-On regelt alle Faktoren für ein optimales Raumklima.

und innovativer Gebäudetechnik bringen neben einer erheblichen Energieeinsparung vor allem auch neuen Komfort für die Bewohner der 18 Genossenschaftswohnungen. Im Rahmen eines BFE-Messprojekts der Hochschule Luzern wird die Energieeffizienz über einen längeren Zeitraum untersucht und ausgemessen.

Die intelligente Raumklimatisierung Air-On ist jedoch weit mehr als eine effiziente Komfortlüftung. Das intelligente System regelt in einem einzigen Gerät alles, was ein gesundes Raumklima ausmacht: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Raumluft-Qualität (siehe Abb. 1). Bezüglich der relativen Luftfeuchtigkeit ist der Mensch einigermassen unsensibel: Veränderungen der relativen Luftfeuch-

tigkeit werden im Bereich 35 bis 65 % – bei normalen Temperaturen – kaum wahrgenommen. Dagegen reagiert er sehr empfindlich auf Temperaturveränderungen, Luftströmungen und schlechte Luftqualität. Das kompakte Air-On-Klimagerät regelt die Temperatur und Feuchtigkeit, führt bedarfsgerecht die richtige Menge Frischluft in den Raum und filtert dabei Staubpartikel heraus. Das Revolutionäre an Air-On ist die im Gerät integrierte reversible Wärmepumpe: Sie schaltet sich bei Bedarf automatisch zu und ergänzt die Heiz- beziehungsweise Kühlleistung des Primärsystems in der Heizzentrale. Darüber hinaus ermöglicht sie eine aktive Entfeuchtung der Raumluft. Nur so wird die aktive bedarfsgerechte Gestaltung eines gesunden Raumklimas möglich.


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«Air-On-Wohlfühl-Zone» Die neu gestalteten Räume des sanierten Mehrfamilienhauses in Wetzikon bieten heute bei klar gesteigerter Energieeffizienz auch mehr Wohnkomfort für die Bewohnerinnen und Bewohner. «In der Tat haben wir mit Air-On den Begriff der Behaglichkeit quasi neu definiert», erklärt Lars Höhmann, CEO des jungen Schweizer Hightech-Unternehmens, in Anlehnung an das bekannte Behaglichkeitsdiagramm nach DIN 1946 (Abb. 2): «Zur relativen Luftfeuchtigkeit und Temperatur bringen wir den CO2Gehalt der Raumluft, also die Luftqualität, als dritte Dimension und entscheidenden Faktor für ein gesundes, behagliches Raumklima ins Spiel.» Präzis aufeinander abgestimmte Systemkomponenten messen sämtliche relevanten Werte und stimmen sie laufend aufeinander ab. Die im Air-On-Gerät

integrierte elektrodynamische Wärmepumpe schaltet sich bei Bedarf automatisch heizend oder kühlend hinzu. Die richtige Menge Frischluft wird in den Raum geführt und mit elektrostatischen Filtern wirksam gereinigt. Feinstaub, Pollen, Hausstaub und viele andere Allergene werden weitgehend entfernt, Aktivkohlefilter reduzieren den Gehalt an Schadstoffen und Ozon. Dadurch wird für jeden einzelnen Raum ein behagliches, gesundes Raumklima geschaffen. «So entsteht in jedem Raum eine unverwechselbare Air-On-Wohlfühl-Zone, in der sich Menschen gerne aufhalten und gesund fühlen», bringt Lars Höhmann die vielen Vorteile auf den Punkt.

Mehr Spielraum für Architekten, Planer und Bauherren Die Entwickler von Air-On stellen in ihrer Arbeit stets den

Abb. 2: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und als dritte Dimension der Behaglichkeit: gefilterte Frischluft.

Mietkälte

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Abb. 3: Das intelligente Raumklimatisierungsgerät von Air-On.

Menschen und seine Bedürfnisse nach Gesundheit und Komfort in den Mittelpunkt. Heute geniessen die Bewohner des sanierten Gebäudes in ihren Wohnungen eine Luftqualität, die auch den Richtlinien von Krankenhäusern und Reha-Kliniken genügen würde. In einer Klinikstudie an der Universität Basel wird die Wirksamkeit der Luftreinigung von Air-On-Geräten jetzt wissenschaftlich getestet. Das intelligente Raumklimatisierungssystem bringt aber auch den Architekten und Planern viele Vorteile wie: einfache Planbarkeit, einfache Installation oder der geringe Platzbedarf im Vergleich mit herkömmlichen Komfortlüftungen. Architekten erhalten mehr Gestaltungsspielraum, da weniger Technik im Haus untergebracht werden muss und das dezente Design des AirOn-Klimagerätes sich in jeden

Wohnstil integrieren lässt. Bauherren erzielen durch die Sanierung und dank der innovativen Gebäudetechnik schliesslich eine klare Wertsteigerung der Immobilie.

Weltneuheit an der ISH in Frankfurt Air-On stellt die Weltneuheit, das intelligente Air-On-Raumklimatisierungssystem, an der ISH 2011 in Frankfurt erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor. An der Weltleitmesse für Energie- und Klimatechnik können sich die Besucher von der bestechenden Wirkung der effektiven und effizienten Raumklimatisierung in einem speziell als Wohnraum eingerichteten Truck überzeugen. ■ Air-On AG 6330 Cham Tel. 041 743 14 14 info@air-on.ch www.air-on.ch

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Die Hastrag AG in Siebnen SZ bietet neu antimikrobielle Aluschläuche an

Der Profi für flexible Lösungen Wer hoch flexible Luftkanalsysteme sucht, ist bei der Hastrag AG in Siebnen an der richtigen Adresse. Das Unternehmen unterhält ein Vollsortiment an Aluminium-, Edelstahl- und PVC-Schläuchen für verschiedenste Anwendungen. Neu entwickelte antimikrobielle Aluschläuche komplettieren die Produktepalette.

Überall dort, wo für Lüftungskanalsysteme höchste Hygienevorschriften gelten, kommt der neu ins Sortiment aufgenommene Hygiene-Aluschlauch mit antibakterieller Innenbeschichtung zum Einsatz.

Peter T. Klaentschi Die Hastrag AG vertreibt zusätzlich zu ihrem bisherigen Vollsortiment neu auch flexible, innen antibakteriell beschich-

SONO heisst der isolierte Schalldämpferschlauch für einen Temperaturbereich von –30 °C bis +180 °C und für einen max. Betriebsdruck von 2000 Pa.

tete, ohne Isolation oder mit 25 /50 mm Glaswolle thermisch oder akustisch isolierte Aluminiumschläuche auf Nanosilber-Basis. «Sie sind bestens für den Einsatz in Hygienebereichen geeignet, die in Zukunft immer wichtiger werden», ist Erich Strässler, Geschäftsführer der Hastrag AG, überzeugt. Der Hersteller garantiert, dass an der inneren Schlauchoberfläche keine Silber-Ionen freigesetzt werden und das Produkt nach DIN EN 13180 Standard klassifiziert und zertifiziert ist. Der vierlagige Aluminiumschlauch ist in den zwei Ausführungen «feuerhemmend» und «quasi nicht brennbar» in den Dimensionen Ø 102 bis Ø 800 mm auf dem Markt. Er kann in einem

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Temperaturbereich von –30 °C bis +180 °C bei einer max. Luftgeschwindigkeit von 30 m/s und einem max. Betriebsdruck von 3000 Pa eingesetzt werden. Das flexible Luftkanalsystem der Hastrag AG kann im niedrigen und mittleren Druckbereich für Heizung, Lüftung, Kühlung, Abgassysteme, Staubsammelsysteme, Schweissabgasleitungssysteme oder im chemischen Gasbereich verwendet werden. Der hoch flexible, äusserst reissfeste fünflagige Aluschlauch mit der Brandkennziffer 6q.3 beispielsweise ist bei einer Hitzebeständigkeit bis max. +250 °C praktisch unbrennbar und für einen Betriebsdruck von max. 3000 Pa sowie eine Luftgeschwindigkeit von max. 30 m /s ausgelegt. Im Angebot stehen weiter thermisch isolierte Aluminiumschläuche (Isolierschläuche), akustisch isolierte Schläuche (Schalldämpferschläuche), nicht isolierte Industrieschläuche aus PVC, kombinierte Schläuche aus Aluminium und PVC, halbflexible Reinaluminiumschläuche und halbflexible Edelstahlschläuche für Kamin-Abgasanlagen und Fahrzeugbau.

60 × 110 mm, 60 × 140 mm und 60 × 180 mm sind zudem rechteckige, nicht isolierte Aluschläuche ab Lager lieferbar, die sich ebenfalls sehr flexibel hinter Blenden verlegen lassen. Die seit fünf Jahren in Siebnen ansässige Hastrag AG spezialisierte sich in den vergangenen 20 Jahren auf die Bereiche Küchenabluft, Lüftungskomponenten, Kamin-Abgasanlagen, feuerfeste Kaminschächte und Verteilerschränke für Heizung und Sanitär. « In den letzten 12 Jahren intensivierten wir den

Auf Wunsch gibts Übergrössen

Handel mit flexiblen Schläuchen und Lüftungszubehör. Seit 10 Jahren vertreiben wir in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein sowie im angrenzenden Ausland das umfangreiche Produktesortiment eines mit Hastrag liierten international tätigen Herstellers », erklärt Erich Strässler, Geschäftsführer der Hastrag AG. Seine Firma beliefert nicht nur Kleinunternehmer und KMUs. Die Pro-

«Ab Stange » sind die flexiblen Aluschläuche (für eine einfache Montage alle in X-large-Grösse produziert) sowie die halbflexiblen Reinaluminiumschläuche von Ø 82 bis Ø 500 mm lieferbar. «Auf Wunsch sind für Spezialobjekte aber die meisten Schläuche auch bis Ø 800 mm erhältlich», unterstreicht Erich Strässler. In den Dimensionen

Die rechteckigen, nicht isolierten Aluschläuche lassen sich sehr flexibel hinter Blenden verlegen. (Produktfotos: Werk)


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Geschäftsführer Erich Strässler hat in seinem Vollsortiment für jede Anwendung den richtigen flexiblen Aluminium-, Edelstahl- oder PVC-Schlauch in vielen Grössen. Im 1000 m2 grossen Auslieferungslager sind Schläuche mit einer Gesamtlänge von 50 Kilometern versandbereit untergebracht. (Foto: Peter T. Klaentschi)

der Hastrag AG vergleichen lassen können. Erich Strässler dazu: «Auf Wunsch vermerken wir auf der Rechnung, dass das von uns gelieferte Material dem im Institut ‹Swiss Testing› geprüften entspricht. » ■

Im Küchenbereich führender Anbieter Nicht ohne Stolz betont Erich Strässler : «Den Küchenhandel beliefern wir seit Hastrag AG 1987 mit flexiblen Schläuchen, welche 8854 Siebnen über die für den Küchenbau vorgeschrieTel. 055 450 24 40 bene Brandkennziffer 6q.3 verfügen. Wir www.hastrag.ch dürfen von uns sagen, dass wir in dieser Zeit im Küchenbereich in der Schweiz zu einem der führenden Anbieter von flexiblen Aluschläuchen gewachsen sind.» So verwundert es nicht, dass Unternehmen mit klingenden Namen wie die Sanitas Troesch AG oder OPO Oeschger Produkte der Hastrag AG einsetzen. Dank schlanker Personalstruktur und grossem Auslieferungslager könne er absolute Qualitätsprodukte zu einem optimalen PreisLeistungs-Verhältnis anbieten, führt Erich Strässler weiter aus. Zu den Highlights zähle mit Blick auf die Qualitätskontrolle aber auch die Möglichkeit, dass Der PVC-Aluminiumschlauch Combi wurde vor allem Kunden bei Bedarf im spefür Schweissabgasleitungssysteme und den sicheren zialisierten Werkslabor die Transport von dichten chemischen Gasen entwickelt, wo Produkte von Mitbewerhohe mechanische Beständigkeit gefordert ist. bern mit den Produkten

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Ökologie: bei uns kein kaltes Wort

dukte gelangen mehrheitlich über Grosshändler und Handwerkerzentren an die Endkunden. Weitere Partner der Hastrag AG sind zudem Luftkanalhersteller, Ingenieurbüros und Architekten, die Grossprojekte realisieren.

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Prozessoptimierung bei der Zehnder Comfosystems Cesovent AG Zehnder Comfosystems aus Wädenswil ist seit vielen Jahren etablierter Marktführer in der Schweiz für Komfortlüftungssysteme. Durch den Zusammenschluss mit dem Schweizer Lüftungsunternehmen Cesovent AG im Jahre 2008 konnte diese Top-Position im Markt noch weiter ausgebaut werden. Die neue Unternehmensform der Zehnder Comfosystems Cesovent AG brachte jedoch auch neue interne Herausforderungen: mehr Mitarbeiter und komplexere Prozessabläufe. Um auch in diesen neuen Strukturen eine optimale Service- und Produktqualität zu gewährleisten, entschied man sich für eine grundlegende Prozessoptimierung im Unternehmen und startete mit der renommierten Consultingfirma Liebich &

Partner letzten Sommer das Projekt AVANTI_10. Liebich & Partner AG ist eine der führenden Mittelstandsberatungen und wurde erst kürzlich mit dem Label «Top Consultant 2010» in Deutschland ausgezeichnet. Berater Dr.-Ing. Jan Burghardt definierte im ersten Schritt den neuen Ablauf der Unternehmensprozesse mit der klaren Zielsetzung: Reduzierung der Komplexität und Senkung der Bearbeitungs- und Durchlaufzeiten. Quer durch die Fachbereiche – Produktentwicklung, Auftragsabwicklung, Einkauf, Produktion, Lager, Versand, Finanzen, Personalwesen, IT – wurden alle Abläufe bis ins Detail analysiert und das Optimierungspotenzial ermittelt. Gerade mal drei Monate nach der Erstanalyse lagen um-

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fangreich ausgearbeitete SollBeschreibungen von 26 Prozessen vor. Für ein Projekt dieser Grössenordnung sicherlich ein aussergewöhnlicher Erfolg in puncto Geschwindigkeit und Strukturiertheit. Ab Oktober 2010 lief die zweimonatige Mitarbeiterschulung bei Zehnder. In dieser Phase wurden die neuen Prozesse gelernt und umgesetzt. Das Personalcoaching war zugleich der Einstieg in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess des Unternehmens, immer von der Zielsetzung getragen, noch schneller und näher am Kunden zu sein. Aufgrund dieser erfolgreichen Prozessoptimierungen sieht sich die Zehnder Comfosystems Cesovent AG gut gerüstet für die kommenden Herausforde-

rungen des Boom-Marktes «Komfortlüftungssysteme». Gleichermassen profitieren die Kunden von diesem klaren Qualitätsbekenntnis des Schweizer Raumklimaspezialisten zu Produkt und Service■ kompetenz.

Zehnder Comfosystems Cesovent AG 8820 Wädenswil Tel. 043 833 20 20 info@zehnder-comfosystems.ch www.zehnder-comfosystems.ch


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Spezial-Klimalösung für den Mini Opera Space «Pavillon 21 Mini Opera Space» – in dieser aussergewöhnlichen mobilen Spielstätte der Bayerischen Staatsoper lief das Sonderprogramm der diesjährigen Opernfestspiele. CoolEnergy klimatisierte die silbrig glänzende Event-Location auf dem Münchener Marstallplatz. Für den Mini Opera Space entwickelte der Mietkältespezialist eine temporäre Speziallösung. Bis zu 300 Gäste auf 560 Quadratmetern und die Wärmelast der Profibeleuchtung sorgten für hohe Anforderungen. Gleichzeitig mussten Sichtbeeinträchtigungen, Strömungsgeräusche und eine Zugentwicklung für Künstler und Zuschauer vermieden werden. Im Mini Opera

Space installierten die Klimaprofis deshalb die Technikmodule in einer Mindesthöhe von sechs Metern. Ausserhalb des Blickfeldes und ausser Hörweite, um den Genuss der Zuschauer nicht zu stören. Der Mini Opera Space hat eine spezielle Raumakustik. Mit aufwendigen Schalldämpfern wurde eine maximale Geräuschreduktion der Klimatechnik erreicht. CoolEnergy stellte für den Einsatz in München eine besonders kompakte Anlage zusammen. Sie fügte sich unauffällig in das Gesamtambiente ein, ohne die aussergewöhnliche Optik zu stören. Kaltwassersatz und Lüftungsgerät zur Versorgung der Feinklimaver-

Im Mini Opera Space wurden die Technikmodule aus akustischen und optischen Gründen in einer Mindesthöhe von sechs Metern installiert, ausserhalb des Blickfelds und ausser Hörweite des Publikums.

Die Kühlspezialisten stellten Kaltwassersatz und Lüftungsgerät zur Versorgung der Feinklimaverteilung im Innenbereich vor dem Pavillon auf.

teilung im Innenbereich positionierte man ausserhalb des Gebäudes. Die Münchener Kulturverantwortlichen buchten die speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Klimatisierung für rund zwei Monate. Der Kauf

einer Anlage wäre unwirtschaftlich gewesen. ■ CoolEnergy CH 8808 Pfäffikon Tel. 0800 002 678 www.coolenergy.ch

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AUTOMATION I E-HOME I FM

Ein neues Mitglied der CentraLineAX-Familie

LYNX – der vielseitige Raumregler Mit dem neuen LYNX offeriert CentraLine einen Raumregler, der insgesamt kompakter und leistungsfähiger ist sowie mehr Bedienkomfort als herkömmliche Raumregler bietet. Als frei programmierbarer Regler steigert der LYNX die Energie- und Kosteneffizienz beim Betrieb von HLK-Anlagen (Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen). Quelle: Honeywell AG

Eine kostenintensive Zusatz-Software für die bedarfsgerechte Steuerung einer Anlage ist durch den Einsatz des LYNX nicht mehr notwendig. Mithilfe des Reglers wird die HLK-Anlage nur dann in Betrieb genommen, wenn Teile des Gebäudes tatsächlich genutzt werden und Energiebedarf besteht. Der wirtschaftliche Betrieb der Anlage ist daher sichergestellt. Als Mitglied der CentraLineAX-Familie kann der LYNX jederzeit über die Integrationsplattform in verschiedene Systeme eingebunden werden. Der LYNX ist in drei unterschiedlichen Versionen erhältlich: als Standard-Raumregler, als VolumenstromRegler (VAV-Regler) und als VAV-Regler mit integriertem Antrieb. Je nach Anforderung kann die geeignete Version ausgewählt werden. Für VAV-Anwendungen bietet sich die dritte Version, der VAV-Regler mit integriertem Motor, an, da viel Zeit für die Installation durch die Integration des Antriebs eingespart werden kann. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass für alle VAV-Anwendungen der korrekte Antrieb genutzt wird. Der LYNX ist LON- sowie BACnet-basiert und frei programmierbar, daher bietet er speziell für grosse Gebäude ideale Voraussetzungen. In Kombination mit dem neuen Wandmodul ZIO kann der Regler auch ohne Zentrale genutzt werden und erweitert dadurch die Möglichkeiten auch in den kleineren Anwendungsbereichen.

Die Integration vieler Bauteile spart Platz und Installationszeit Bei der Installation von Regelungskomponenten kämpfen die Techniker häufig mit Platzproblemen, vor allem in Schaltschränken oder Zwischendecken. Daher haben die Produktentwickler von CentraLine den neuen Raumregler LYNX besonders platzsparend konzipiert. Die Konfiguration des LYNX erfolgt mithilfe eines speziellen Programmiertools, das in die Software COACHAX integriert wird. Dank einer steckbaren Klemmleiste kann der LYNX ohne grossen Aufwand installiert oder ausgetauscht werden. Besonders für die Installation an schwer zugänglichen Stellen erleichtert die abnehmbare Klemmleiste die Verdrahtung. Ausser-

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Der LYNX ist in drei unterschiedlichen Versionen erhältlich: als Standard-Raumregler, als Volumenstrom-Regler ( VAV-Regler) und als VAV-Regler mit integriertem Antrieb. (Fotos: Honeywell)

dem bietet die farbige Markierung der Ein- und Ausgänge eine sinnvolle Hilfestellung bei der richtigen Verkabelung. Der LYNX ist darüber hinaus der erste Regler mit integrierter Echtzeit-Uhr. Ebenfalls integriert wurde ein DC-Netzteil, das unter anderem für die Stromversorgung von Sondersensoren wie Luftqualitätsfühlern zuständig ist. Die Integration der Uhr und des Netzteils ermöglichen einen platzsparenden Betrieb des Reglers, da keine zusätzlichen Geräte angeschlossen werden müssen. Aufgrund der grossen Zahl an Ein- und Ausgängen sind vielfältige Raumanwendungen denkbar. Ebenso kann die Funktion an spezielle Kundenprogramme angepasst werden. Einen schonenden Betrieb der Stellantriebe gewährleistet der Honeywell Adaptive Integral Algorithm (AIA). Durch diese AIA-Regelung wird ein zu starkes Überschwingen der Sollwerte vermieden und die gewünschte Temperatur schneller erreicht. Zu den genannten Eigenschaften bietet der LYNX noch vier weitere Merkmale: einen eingebauten LON-Anschluss, eine integrierte Service-LED, einen Service-Pin und einen präzisen Differenzdruckfühler.


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Das Wandmodul ZIO Das Wandmodul ZIO bietet eine von mehreren Möglichkeiten, den LYNX zu bedienen. Der Anschluss des Moduls erfolgt über einen Bus statt wie bisher über eine aufwendige, mehradrige Verdrahtung. Das vereinfacht die Installation erheblich und verbessert die Kommunikationsfähigkeit zwischen Regler und Wandmodul. ZIO verfügt über ein beleuchtetes Display, auf dem unterschiedliche Werte angezeigt werden können. Eine individuelle Einstellung ist jederzeit möglich. So kann der Nutzer selbst entscheiden, ob die Uhrzeit, die Raumnummer, die Aussentemperatur oder ein anderer Wert angezeigt werden soll. Ganz neu ist, dass über das Wandmodul alle relevanten Systeminformationen, beispielsweise der CO2-Gehalt, im Raum angezeigt werden können. Voraussetzung dafür ist der Anschluss des LYNX an die Integrationsplattform HAWK. Wahlweise gibt es das Wandmodul mit zusätzlich integriertem Feuchtefühler, der die relative Feuchte im Raum misst und einen separaten Feuchteregler in Gang setzen kann. Nicht nur Krankenhäuser, in deren Operationssälen eine konstante Luftfeuchtigkeit herrschen muss, profitieren von der Zusatzfunktion des ZIO Wandmoduls. Während bei kleineren Anwendungen das Wandmodul als Bedienelement für die Raumregelung sinnvoll ist, wird in grossen Gebäuden der HAWK zusätzlich zur zentralen Bedieneinheit. Der HAWK kann zentral die Schaltprogramme für alle LYNX-Regler zur Verfügung stellen. Dadurch ist eine flexible Kontrolle und

Das Wandmodul ZIO ist die Bedieneinheit für den Raumregler LYNX.

Wartung der Regelungstechnik auch per Fernüberwachung möglich. Das bedeutet für den Kunden: Schneller und zuverlässiger Service und weniger Kosten aufgrund reduzierter Servicefahrten. (www.centraline.com, www.honeywell.ch) Die Funktionen des neuen Raumreglers LYNX auf einen Blick: • Frei programmierbar • Steckbare Klemmleisten • Farbliche Markierung der Anschlüsse • Integrierte Echtzeit-Uhr • Integriertes DC-Netzteil, z.B. für Sondersensoren • VAV-Version mit integriertem Antrieb ■ • Patentierter Regelalgorithmus (Honeywell AIA)

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Answers for infrastructure.


Produkte

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Leuchtmittelverpackungen: mehr Transparenz bei sparsamen Lampen pen mit 75 Watt schrittweise aus den Regalen, es gibt zudem eine europaweit einheitliche Informationspflicht fĂźr Lampen. Damit wird das breite Angebot energieeffizienter Lampen fĂźr den Verbraucher transparenter. Die jetzt vorgeschriebenen Angaben reichen je nach Lampe von der Lebensdauer Ăźber die Anlaufzeit bis zum Quecksilbergehalt. Die fĂźr den Verbraucher wichtigsten Neuerungen betreffen die Angabe der Lichtleistung und die Bezeichnung ÂŤEnergiesparlampe Âť auf den Verpackungen.

Lumen statt Watt Seit September 2010 gilt die zweite Stufe der EU-GlĂźhlampen-Verordnung. Seither verschwinden nicht nur GlĂźhlam-

Die grĂśsste Ă&#x201E;nderung ist, dass die bisherige Kennzeichnung ÂŤWattÂť in den Hintergrund tritt und ÂŤLumenÂť hervorgehoben wird. Die neuen Technologien (Kompaktleuchtstofflam-

pen, Halogen und LED ) benÜtigen fßr die Lichterzeugung ganz unterschiedliche Leistung, sodass Wattzahlen keine Vergleichskraft mehr besitzen. Lumen gibt die Lichtmenge an, die eine Lampe in alle Richtungen abgibt. Fßr den Käufer gilt: je mehr Lumen, desto mehr Licht.

A steht fĂźr echte Energiesparlampen Die Bezeichnung ÂŤEnergiesparlampeÂť dĂźrfen in Zukunft nur noch Lampen der Energiesparklasse A, also LED-Lampen und Kompaktleuchtstofflampen (CFLi), tragen. Der auf der Verpackung angegebene Wert der Energieeinsparung gegenĂźber einer GlĂźhlampe muss exakt und nachprĂźfbar sein. Entspricht eine Lampe nicht der Energieklasse A, beispielsweise

Halogenlampen, dann darf auf der Verpackung die prozentuale Energieeinsparung nicht mehr angegeben werden. Die Hersteller präsentieren auf ihren Verpackungen die gesetzlich vorgeschriebenen und viele darĂźber hinausgehenden Angaben zu Lebensdauer, Dimmbarkeit, Lichtfarbe (in Kelvin) und Eigenschaften wie Quick Light in einer Ăźbersichtlichen Tabellenform, die sich an den bekannten Nährwerttabellen bei Lebensmitteln orientiert. So hat der Verbraucher alle Informationen auf einen Blick. â&#x2013; 

Osram AG 8401 Winterthur Tel. 052 209 91 91 www.osram.ch

Hager und Weber: seit Anfang Jahr unter einheitlicher Marke Die Zusammenarbeit der Hager AG und Weber AG in der Schweiz wurde bereits während der letzten zwei Jahre verstärkt. So präsentierten sich die beiden Verkaufsorganisationen unter anderem an Messen wie Ineltec, Powertage und Elettroespo mit einem einheitlichen Auftritt.

Seit dem 1. Januar 2010 operieren die zwei Unternehmen in der Schweiz unter einem gemeinsamen Country Management. Parallel dazu erfolgte 2010 schrittweise die Ă&#x153;berfĂźhrung der Marken Hager und Weber in die neue Marke Hager. Mit der definitiven Zusammenlegung der Verkaufsgesell-

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schaften per 1. Januar 2011 baut Hager die Dienstleistungen und Synergien im Schweizer Markt weiter aus und rĂźstet sich so fĂźr die Herausforderungen der Zukunft.

mannschaft sowie die Elektroplaner bei der Ausarbeitung von technischen LĂśsungskonzepten und Offerten.

Erweitertes Sortiment

Hager präsentiert sich heute als umfassender LĂśsungsanbieter mit rund 300 Mitarbeitenden. Der neue Hauptsitz der Hager AG sowie das Kompetenzzentrum fĂźr Entwicklung, Produktion und Logistik befinden sich in EmmenbrĂźcke bei Luzern. Damit setzt Hager bewusst auf den Produktionsstandort Schweiz. Verkaufsniederlassungen in ZĂźrich, Bern und Lausanne stellen weiterhin die Nähe zu den Kunden sicher. â&#x2013; 

Die BĂźndelung des Knowhows und der Erfahrung beider Unternehmen im Bereich Elektroinstallation und Energieverteilung bringt den Kunden klare Vorteile: Sie profitieren von einem kompletten Produktsortiment fĂźr die Bereiche Wohnbau, Zweckbau, Energie und Elektroversorgungsunternehmen ( EVU ) bis 6300 A â&#x20AC;&#x201C; alles aus einer Hand. Die Erweiterung des Sortiments widerspiegelt sich auch im Ausbau der Kompetenzen: Nebst Produkten erster Qualität bietet Hager seinen Kunden mit dem neu geschaffenen Solution Center hochwertige Dienstleistungen. Das in EmmenbrĂźcke angesiedelte Solution Center unterstĂźtzt die Verkaufs-

Bekenntnis zum Produktionsstandort Schweiz

Hager AG 8153 RĂźmlang Tel. 044 817 71 71 www.hager-tehalit.ch


Sanitär 60

Trinkwasser-Verteilsysteme

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«So-bin-ich-eigentlich»

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Dem täglichen Leben angepasst

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SANITÄR

Keine Einschränkungen mit Fittings ohne Stützkörper und Winkel

TrinkwasserVerteilsysteme Bei den Profi-Treffs, die letzten Herbst in den Filialen der R. Nussbaum AG stattfanden, waren Druckverluste in Trinkwasser-Verteilsystemen ein zentrales Thema. Im Kern ging es um die korrekte Dimensionierung nach W3 und Zirkular 2009/14d. Wir haben dazu den beiden Experten Patrik Zeiter, Leiter Grundlagen, Werkstoffe, Schutzrechte der R. Nussbaum AG, und Eliano Santacatterina, Leiter Marketing-Technik der R. Nussbaum AG, einige Fragen gestellt. Meine Herren, Druckverluste in TrinkwasserVerteilsystemen sind ein viel diskutiertes Thema in der Sanitärbranche. Wo stehen wir heute? Patrik Zeiter: Ausgelöst durch Unzufriedenheiten bei Bauherren und Nutzern hat das Thema Druckverluste rasch an Aktualität gewonnen. Inzwischen ist die Ursache des Problems erkannt und unter Planern und Installateuren, die sich damit befasst haben, kaum mehr umstritten. Ein Indiz dafür ist, dass in der Praxis immer mehr Fittings mit freiem Durchfluss verwendet werden. Dass neue Erkenntnisse zu lebhaften Fachdiskussionen führen, interpretiere ich als positives Zeichen unserer Branche, die sich gegenüber Veränderungen offen zeigt. Eliano Santacatterina: Auch wenn über das Thema Druckverluste bereits viel diskutiert und geschrieben wurde, können wir nicht zur Tagesordnung übergehen. Es besteht noch ein grosser Informationsbedarf, den es abzudecken gilt. Schliesslich wird bei Nichtbeachtung der Vorschriften für die Dimensionierung von Trinkwasser-Verteilsystemen nicht nur der Komfort und die Sicherheit der Nutzer beeinträchtigt, sondern es kann dazu auch unangenehme Folgen für Planer und Installateure haben, denn Zirkulare von Fachorganisationen, deren Inhalt den Stand der Technik wiedergeben, sind

Korrekte Ermittlung von Zeta-Werten Unter diesem Titel ist ein ausführlicher Fachbericht mit zahlreichen Tabellen und Abbildungen erschienen, der in logischem Aufbau Schritt für Schritt die korrekte Ermittlung von Zeta-Werten aufzeigt. Zudem wird an einem Praxisbeispiel erläutert, inwieweit die aus Druckverlustberechnungen resultierenden Werte (Herstellerangaben) mit den tatsächlichen Werten übereinstimmen. Autor ist Patrik Zeiter, einer unserer Interviewpartner. Der Bericht kann unter folgender Mailadresse bezogen werden: patrik.zeiter@nussbaum.ch rechtlich verbindlich und werden im Falle einer Expertise als bekannt vorausgesetzt. Welches sind die neuen Erkenntnisse zum Thema Druckverluste? Patrik Zeiter: Fittingkonstruktionen mit Stützkörpern und/oder internen Winkeln verursachen teils hohe Druckverluste. Bei Verwendung dieser Art von Verbindern muss die Installationspraxis geändert werden. Die Dimensionierung hat in diesen Fällen nach W3 und SVGW-Zirkular 2009/14d zu erfolgen. Was heisst das genau? Eliano Santacatterina: Werden Fittingkonstruktionen mit Stützkörpern und/oder Winkeln verwendet, ist für die Kellerverteilung und die Steigleitung eine Druckverlustrechnung erforderlich. Ebenso in der Etage bei T-Stück-Installationen. Im Einzelzapfstellensystem in der Etage kann nach W3 gerechnet werden, jedoch sind die äquivalenten Rohrlängen der Verbinder zu berücksichtigen.

Experten für funktionierende Trinkwasser-Verteilsysteme: Eliano Santacatterina (links) und Patrik Zeiter. (Fotos: Nussbaum)

Welche Schlüsse ziehen Sie daraus? Patrik Zeiter: Wer Kellerverteilung, Steigleitung und Etagenverteilung mit einem Fittingtyp ohne Stützkörper und Winkel realisiert, muss in der Regel keine hyd-

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SANITÄR

raulischen Berechnungen ausführen. Er kann nach W3 dimensionieren. Zudem lässt sich die Installation schlank auslegen, und kurze Ausstosszeiten und einwandfreie Trinkwasserhygiene sind gewährleistet. Eliano Santacatterina: Ich möchte nochmals auf die Verantwortlichkeiten beziehungsweise auf die Eliano Santacatterina: rechtliche Verbindlichkeit «Wer Verbinder einsetzt, zu sprechen kommen, die die freien Durchfluss sich aus dem SVGW-Zirgewährleisten, ist immer kular 2009/14d ergeben, auf der sicheren Seite.» weil mir dieser Punkt, der eingangs angeschnitten wurde, sehr wichtig scheint. In letzter Konsequenz haben Planer und Installateur geradezustehen, wenn unverhältnismässige Druck- und daraus resultierende Temperaturschwankungen in Trinkwasser-Verteilsystemen auftreten. Darauf hat suissetec in einer Publikation unmissverständlich hingewiesen. Wer Verbinder einsetzt, die freien Durchfluss gewährleisten, ist immer auf der sicheren Seite. Um Druckverlust-Problemen vorzubeugen, wird auf grössere Rohrweiten ausgewichen. Was halten Sie von diesem Vorgehen? Eliano Santacatterina: Den Wasserinhalt einer Trinkwasser-Installation zu erhöhen, steht im Zielkonflikt zu Forderungen der Trinkwasserhygiene und einer schlanken, platzsparenden Installation. Patrik Zeiter: Wenn wir eine Trinkwasser-Installation im Spannungsfeld von Komfort, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit optimieren wollen, ist das Ausweichen auf grössere Rohrweiten nicht der richtige Weg. Es können dadurch Kostensteigerungen bis zu 50 % entstehen. Wie kann die Wirtschaftlichkeit von verschiedenen Installationssystemen verglichen werden? Eliano Santacatterina: Die Vergleichbarkeit von Installationssystemen setzt voraus, dass die Summe der Druckverluste dieser Anlagen 1500 mbar nicht übersteigt. Alle Systeme, die dies erfüllen, sind unabhängig von den Werkstoffen, Fittings und Dimensionierungen gleichwertig, sodass man von einer Druckverlustgleichwertigkeit sprechen kann. Diese bildet die relevante Basis, um einen Kostenvergleich vornehmen zu können. Es muss also immer Gleiches mit Gleichem verglichen werden. Welche Rolle spielen die Zeta-Werte bei der Dimensionierung von Trinkwasser-Verteilsystemen? Patrik Zeiter: Zeta-Werte sind eine wichtige Grösse in der Strömungslehre und ein massgebender Parameter für die Dimensionierung von Leitungsnetzen. Gestützt auf die Norm EN 1267 ist die Ermittlung von ZetaWerten eindeutig und ermöglicht eine exakte Berechnung des Druckverlusts in der gesamten Anlage. Werden die errechneten Ergebnisse mit Resultaten aus

Messungen verglichen, besteht eine hohe Übereinstimmung, was die Praxistauglichkeit der Zeta-Werte untermauert. Die Firma Nussbaum hat mit dem Schnellverbinder Optiflex-prOfix ein Fitting auf den Markt gebracht, das den freien Durchfluss gewährleistet. Welche Vorteile ergeben sich damit? Patrik Zeiter: Mit diesem Verbinder lässt sich auf einfache Art eine druckverlustoptimierte Trinkwasser-Installation erstellen. Eine Zeta-Nachrechnung gemäss SVGW-Zirkular 2009/14d erübrigt sich. Es kann auf der Etage wie gewohnt eine Installation mit Dimension 16 realisiert werden. Die Verarbeitung ist denkbar einfach, die Verbindung kann werkzeuglos erstellt werden. Eliano Santacatterina: Die Sicherheit von OptiflexprOfix ist aussergewöhnlich. Es werden keine O-Ringe verwendet, sondern eine Formdichtung, welche in einer konischen Dichtungskammer verpresst wird. Vernachlässigbar sind Effekte abnehmender Elastizität. Was verstehen Sie unter einer druckverlustoptimierten Trinkwasser-Installation? Eliano Santacatterina: Entscheidend ist, dass die gesamte Installation mit Verbindern ohne Stützkörper und Winkel erstellt wird. Dabei sind Kellerverteilung, Steigleitung und Etagenverteilung als Einheit zu betrachten. Mit der Kombination von Optipress und Optiflex-prOfix bietet Nussbaum eine hochwertige druckverlustoptimierte Lösung. Der Standard von Trinkwasser-Verteilsystemen in der Schweiz ist im internationalen Vergleich hoch. Wird dies so bleiben? Patrik Zeiter: Gehobener Wohnkomfort ist eine feste Grösse in der Schweiz. Mieter wie Eigentümer wollen daran nichts ändern. Aus diesem Grund lassen sich Standards bei Trinkwasser-Installationen nicht nach unten nivellieren. Im Gegenteil, die Entwicklung des Bades zur Wohlfühloase verträgt keine Reduktion der Wasserleistung. Eliano Santacatterina: Dass der Nutzer bereit ist, auf Komfort zu verzichten, halte ich für ausgeschlossen. Druck- und Temperaturschwankungen in Trinkwasser-Verteilsystemen sind dazu aus meiner Sicht keine Belanglosigkeit. Denn sie haben nicht nur grossen Einfluss auf den Komfort, sondern auch auf die Sicherheit. Welche Veränderungen im Bereich Trinkwasser-Installationen sind in den nächsten Jahren zu erwarten? Patrik Zeiter: Verbinder mit freiem Durchfluss werden sich am Markt durchsetzen. Dadurch wird die Installationspraxis wieder einfacher. Zeta-Nachrechnungen entfallen. Die Ansprüche an Bad und Küche werden steigen. Und damit auch an Trinkwasser-Verteilsysteme. Rationalisierungen in der Verarbeitung wie etwa die werkzeuglose Herstellung einer Verbindung werden an Bedeutung gewinnen. ■

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Patrik Zeiter: «Mit dem Schnellverbinder OptiflexprOfix lässt sich auf einfache Art eine druckverlustoptimierte Trinkwasser-Installation erstellen.»


SANITÄR

Paradigmenwechsel im Bad als Antwort auf gesellschaftliche Veränderungen

«So-bin-ich-eigentlich» In unserer schnelllebigen Welt steigen die Anforderungen an den Einzelnen ständig. Leistungsfähig bleibt nur, wer wachsende Fremdbestimmung und Hektik im Alltag durch Regenerationsphasen kompensieren kann. So werden individuelle Gestaltungsmöglichkeiten für das Badezimmer als Raum der Intimität und Entspannung immer wichtiger. Quelle: Kaldewei

Im Auftrag des Premium-Badausstatters Kaldewei untersuchte das Kölner rheingold Institut für qualitative Markt- und Medienanalysen den Bedeutungswandel der einstigen Nasszelle. Für die Studie «Paradigmenwechsel im Bad als Antwort auf gesellschaftliche Veränderungen» schilderten repräsentativ ausgewählte Probanden ihre veränderte Wahrnehmung des Bades sowie ihre Eindrücke auf zwei in der Kaldewei Trendforschung entwickelten fiktiven High-Tech-Szenarien.

häufiger funktionale Aspekte wie Waschmaschine und, wenn möglich, auch Toilette aus dem Wohlfühlbad verbannt. Der Trend geht weg vom «one size fits all» und Standard-Denken hin zu einer starken Individualisierung der Einrichtung und des Materials. Als privater Rückzugsort ist das Bad mittlerweile sogar wichtiger als das Schlafzimmer.

Re-Privatisierung und Individualisierung

Zwei scheinbar konträre Ansätze prägen die Anforderungen an das Bad der Zukunft: auf der einen Seite der Wunsch nach Technologisierung, auf der anderen Seite das Erleben von Ursprünglichkeit. Gemeint ist kein Rückschritt in Richtung Waschzuber, sondern die Verwendung natürlicher Materialien wie Holz oder Naturstein und organisch wirkender Formen. Zusätzlich sollen grosse Fenster sowie Sitz- und Liegeflächen Komfort und den Eindruck von Weite vermitteln – präferiert wird ein weitläufiges, offen gestaltetes Bad mit Blick in die Natur. Die Badewanne als Spiegel der eige-

Die veränderten Anforderungen an Funktionalität und Design des Badezimmers belegen vier von Kaldewei bereits initiierte Studien zur Psychologie des Badens mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Einen deutlichen Wandel hat die hier nachgewiesene Definition des früheren «Premium»-Begriffs erfahren: Denn auch heute legt man Wert auf Design und Qualität, jedoch ohne die damals übliche Statusdemonstration nach aussen. Das Bad gilt als individueller «So-bin-ich-eigentlich»-Raum jenseits des Alltags. So werden immer Die Anforderungen an das Bad der Zukunft sind im Wesentlichen geprägt durch den Wunsch nach einer gelungenen Symbiose von Technologie und Natürlichkeit. Neben der Natürlichkeit sollen auch grosse Fenster sowie Sitzund Liegeflächen Komfort und den Eindruck von Weite vermitteln. (Foto: Kaldewei)

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Der Mensch im Mittelpunkt von Natur und Technik


nen Persönlichkeit wird nicht länger in eine Ecke verbannt, sondern bildet – einem natürlichen Wasserbecken gleich – das zentrale Element im Badezimmer. Ergänzt wird die neue Grosszügigkeit durch geräumige bodengleiche Duschen. Ein derart gestaltetes Bad wird auch gerne gemeinsam mit dem Partner genutzt und trägt so positiv zur Beziehungspflege bei. «Der bei den Befragten offensichtliche Wunsch nach organischer Formgebung und hochwertigen, natürlichen Materialien findet bereits jetzt in unseren Produkten konsequent Umsetzung », erläutert Martin Koch, Leiter der Kaldewei Unternehmenskommunikation. « Damit schaffen wir eine Kombination von Individualität und Luxus für einen Raum jenseits des Alltags; einen Ort der Weite, an dem man mit sich selbst ins Reine kommen kann. » So finden sich im mehrfach prämierten Portfolio des Premium-Badausstatters neben frei stehenden Bade- und Whirlwannen aus natürlichem Stahl-Email auch bodenebene Wannenmodelle, ergänzt durch exklusive und entspannende Beleuchtungskonzepte.

Eintauchen in ein stimmungsvolles Erlebnis In den klassischen Studienansatz wurde die Vorstellung von zwei bewusst futuristisch überhöhten Bad-Szenarien implementiert. Die Reaktionen der Befragten darauf decken sich mit den Erkenntnissen, die im Studienverlauf gewonnen wurden : Komfort steigernde Elemente wie stimmungsvolle Video-Projektionsflächen oder neuartige Badkonzepte sind durchaus erwünscht. Zustimmung fanden auch komplexe Duschsysteme, die die Reinigung zu einem Erlebnis werden lassen, sowie die Option, die individuell optimale Wassertemperatur einstellen zu können. Wichtig ist jedoch, dass moderne Technik unauffällig den Komfort steigert. Die Befragten distanzierten sich von dem betont technologischen Zukunftsszenario, das den Menschen scheinbar zum Spielball einer intelligenten Technik werden lässt und «bevormundet», indem es beispielsweise automatisch seine jeweilige Verfassung erkennt und analysiert. Während die Untermalung mit meditativer Musik durchaus willkommen ist, wird externe Kommunikation wie chatten oder telefonieren im Bad abgelehnt.

So. 10:34 Uhr. Dorfbrunnen Belpberg. Lara löscht ihren Durst. Und Biral ist mit dabei. Mit höchster Effizienz.

Massiver Bedeutungszuwachs Die Anforderungen an das Bad der Zukunft sind im Wesentlichen durch den Wunsch nach einer gelungenen Symbiose von Technologie und Natürlichkeit geprägt. Die Hektik des Lebens erfordert einen Ausgleich: den «So-bin-ich-eigentlich»-Ort jenseits des Alltags, an dem sich das Ich wieder manifestieren kann. Diese Rolle fällt immer mehr dem Raum zu, in dem Individualität und Intimität den Mittelpunkt bilden: dem Bad. Damit, so indizieren die vorliegenden Studienergebnisse, steht es als eigentlicher Ich-Raum zunehmend im Zentrum individueller Wünsche und Bedürfnisse. ■

Ob öffentliche Wasserversorgung, Ferienhaus, Villa, Spital, Hochhaus, Bürogebäude oder Industriebau: Dank passendem Sortiment bietet Biral die passgenaue Druckerhöhungsanlage für jeden Einsatzbereich. Geregelte oder ungeregelte Anlagen – Ein- oder MehrpumpenSysteme – immer mit durchströmtem Membranbehälter für die hohen Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Überblick unter www.biral.ch

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SANITÄR

Neu: Komfort-WC und hochwertige Schubladen-Lösung für Lb3

Dem täglichen Leben angepasst Als die Mailänder Architekten und Designer Ludovica+Roberto Palomba die Badkollektion Lb3 für Laufen entwarfen, orientierten sie sich ganz am Leben und an der Realität des Wohnens. Dazu gehört, dass ein Bad den praktischen Anforderungen des täglichen Lebens gerecht werden muss. Mit einer Erweiterung des beliebten Bad-Ensembles nimmt sich Keramik Laufen zweier ganz realer Probleme im Bad an und präsentiert ein Komfort-WC fürs einfache Hinsetzen und Aufstehen sowie neue Möbel mit innovativen, hochwertigen Schubladen ohne Siphon-Ausschnitt. Der Schweizer Badspezialist erweitert das Sortiment von Lb3 um ein Wand-WC mit besonderem Komfort: Die um sechs Zentimeter erhöhten Lb3 Comfort-Toiletten ermöglichen eine erheblich bequemere Sitzposition als herkömmliche WCs. Da der Kniewinkel beim erhöhten Sitzen ausserdem bei etwa 90 Grad liegt, ist auch das Aufstehen und Hinsetzen viel angenehmer und einfacher. Schon vor vielen Jahren hat Keramik Laufen mit dem äusserst erfolgreichen Vienna Comfort-WC auf diesem Gebiet Pionierarbeit geleistet und beherrscht den dahinter stehenden technologischen Prozess meisterhaft: Denn die Erhöhung des WCs wird über die Keramik geleistet, in der das Wasser nach oben geleitet werden muss, ohne dabei an Spülwirkung zu verlieren. Bei der Installation des Komfort-WCs müssen deshalb auch keine Wandanschlüsse geändert werden, denn es verfügt über renovierungsfreundliche Standardbefestigungsmasse und arbeitet mit allen gängigen Unterputz-Spülkästen. Für eine einfache Reinigung sorgen geschlossene Spülränder im Inneren, die verhindern, dass sich Schmutz an schwer zugänglichen Stellen festsetzt. Ausserdem können der antibakterielle WC-Sitz und -Deckel zur Reinigung einfach abgenommen werden - dank dem Soft-close-Mechanismus schliessen sie zudem sanft und leise. Selbstverständlich haben die Designer Ludovica+Roberto Palomba auch dafür gesorgt, dass die elegante und zeitlose Formensprache der komfortablen WCs zum gesamten Lb3-Programm passt.

Neue Möbel mit Schubladen ohne Siphon-Ausschnitt Ausserdem hat der Schweizer Badspezialist, in Kooperation mit einem namhaften Hersteller, einen neuartigen Siphon entwickelt. Dieser sorgt dafür, dass die

Schubladen der neuen Badmöbel-Serie Lb3 ohne Siphon-Ausschnitt auskommen. Für diese Marktneuheit besitzt Keramik Laufen exklusive Vertriebsrechte. Die neuen Unterbaumöbel passen zu den Designvarianten «classic» und «modern» von Lb3. Die bereits eingeführten Möbel, auch die der Variante « design», sind selbstverständlich weiterhin erhältlich. Das Äussere der neuen Unterbaumöbel mit Schubladen ist genauso reduziert und wertig wie das der be-

Quelle:Laufen

WC mit Komfort: Das neue, um sechs Zentimeter erhöhte Wand-WC des BadEnsembles Lb3 von Keramik Laufen ermöglicht dank eines Kniewinkels von rund 90 Grad eine erheblich bequemere Sitzposition als herkömmliche WCs – auch das Aufstehen und Hinsetzen ist viel einfacher. (Fotos: Keramik Laufen)

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SANITÄR

reits eingeführten Unterbaumöbel mit Tür. Die neuen Unterbaumöbel sind in den Echtholzfurnieren Eiche, Wenge und Weiss (mit Eichenstruktur) erhältlich. Statt runder Türgriffe haben die Schubladen allerdings robuste, gut greifbare, verchromte Griffleisten. Damit Badplaner ein durchgängiges Design im Bad realisieren können, sind der geräumige Hochschrank und der bewegliche Rollcontainer des Bad-Ensembles mit identischen Griffleisten wählbar. Im Inneren der neuen Unterbaumöbel setzt Laufen stets auf höchste Qualität: Alle Schubladen haben robuste Seitenwände aus Metall, die dank integriertem Soft-close-Mechanismus dauerhaft sanft und geräuscharm schliessen. Die Beschläge der Schubladen und die Scharniere der Türen sind sehr hochwertig und auf eine lange Lebensdauer ausgelegt. Edle Teppiche im Inneren der Schublade sorgen dafür, dass die Badutensilien beim Öffnen und Schliessen nicht verrutschen. Ergänzt wird die Erweiterung des Lb3 Möbel-Sets durch neue Spiegel mit Rahmen aus gebürstetem Aluminium. Sie sind optional auch mit Beleuchtung erhältlich, die für eine gute Ausleuchtung am Waschtisch sorgt. ■

Mehr Stauraum: Dank des neuartigen Siphons, der keine Ausschnitte in den Badmöbeln benötigt, zeigen sich die neuen Waschtisch-Unterbaumöbel der Serie Lb3 noch geräumiger.

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Sonderpreise auch in der Ausstellung in Pratteln. (Foto: 4B)

KSB: neue Generation von Abwasserhebeanlagen

Die AmaDrainerBox ist eine der Neuheiten von KSB auf der kommenden ISH in Frankfurt. (Foto: KSB)

Als Neuheit auf der kommenden ISH in Frankfurt präsentiert die KSB Aktiengesellschaft, Frankenthal, eine neue Generation ihrer Schmutzwasserhebe-

anlagen des Typs AmaDrainerBox. Diese kommen zum Einsatz bei der automatischen Entwässerung von Gebäuden und GrundstĂźcken, wenn der Bereich unterhalb der RĂźckstauebene des Kanalsystems liegt. Dazu gehĂśrt beispielsweise die Entsorgung von häuslichem Schmutzwasser aus Waschmaschinen, Waschbecken, SpĂźlen, Duschen oder Badewannen. Die neuen Anlagen sind aber auch in der Lage, stark verunreinigtes oder faserhaltiges Schmutzwasser aus gewerblichen Einsatzbereichen, wie zum Beispiel aus Wäschereien oder Gemeinschafts-Waschanlagen mit mehreren Wasch- und SpĂźlmaschinen, zu entsorgen. Ausserdem kann man sie auch als Ă&#x153;berlaufsicherung bei der

Regenwassernutzung und bei FeuerlÜsch-Vorbehältern einsetzen. Der grÜsste FÜrderstrom einer Einzelanlage liegt bei 35 m3/h, der einer Doppelanlage bei 46 m3/h. Die maximale FÜrderhÜhe beträgt 21 m bei der Ausfßhrung mit einer Pumpe und 24 bei der Version mit zwei Pumpen. Die Anlagen sind fßr eine FÜrdermediumstemperatur von 40 °C im Dauerbetrieb ausgelegt und fßr einen dreiminßtigen Betrieb bei 90 °C. Eine integrierte Rßckschlagklappe verhindert, dass die Druckleitung nach Abschaltung der Pumpe leer läuft.

Flexible Sammelbehälter Die Sammelbehälter aus schlagfestem Polyethylen-Kunststoff

                

sind so konstruiert, dass sie ein breites Spektrum an Tauchmotorpumpen aufnehmen kĂśnnen. Um 180° versetzte und abgestufte Zulauf- und EntlĂźftungsleitungen ermĂśglichen einen einfachen Anschluss der Anlagen an die Ăśrtlichen Gegebenheiten. Wie schon bei der Vorgängergeneration wird es eine Ă&#x153;ber- und eine UnterflurausfĂźhrung geben. Beide Aufstellvarianten sind als Einzelund Doppelanlage lieferbar. Optional gibt es auch AusfĂźhrungen fĂźr aggressives oder Ăślhaltiges Schmutzwasser. â&#x2013;  KSB ZĂźrich AG 8005 ZĂźrich Tel. 043 210 99 33 service-ch@ksb.com www.ksb.com

  

   


Produkte

SANITÄR

Duschwannen, bodenbündig auch im Altbau

Duravit präsentiert eine ganze Familie von Duschwannen, die bodengleich eingebaut werden können. (Foto: Duravit)

Duravit präsentiert eine ganze Familie von Duschwannen, die bodengleich eingebaut werden können. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Architekten, Prof. Frank Huster, aus Stuttgart entstanden und hat gleich drei Herausforderungen angenommen, die im Renovierungs- und Modernisierungsbereich häufig für Kopfzerbrechen sorgten. Das Ergebnis sind 14 Wannen aus Sanitäracryl, die über eine äusserst geringe Einbauhöhe verfügen. Darüber hinaus stellen sie eine geschlossene Dichtebene sicher und ihre

Endmontage findet erst nach dem Einbau der Bodenplatten statt. Nachträgliche Beschädigungen gehören damit der Vergangenheit an.

Problem Bodenaufbau Wer seine Altbauwohnung renovieren möchte, steht häufig vor der Situation, dass der Bodenaufbau (inkl. Platten) lediglich 50 mm hoch ist. Deshalb sind die Duschwannen zum einen sehr flach gehalten und messen samt Fussgestell nicht mehr als 50 mm. Zum anderen verfügen sie über eine neue Ab-

lauftechnik und werden in besonderer Weise verlegt: Zuerst befestigt der Installateur einen Einbaurahmen, um den Bereich für die Duschwanne abzugrenzen. Mittels einer mitgelieferten Schablone nimmt er dann eine Kernlochbohrung vor und spitzt von dort einen Schlitz zum Ablaufrohr auf. Für die Berechnung der Tiefe für die Bohrung steht ihm dabei eine genaue Formel zur Verfügung: 140 mm minus Höhe des Bodenaufbaus ergibt die nötige Kernlochbohrung. Anschliessend setzt der Installateur das Unterteil der Ablaufgarnitur auf und schliesst das Abflussrohr an. Dann räumt er erst einmal das Feld für den Plattenleger. Der kann nun den kompletten Duschwannenbereich abdichten, bevor er die Platten verlegt. Die Ablaufgarnitur selbst ist ebenfalls komplett abgedichtet. So bieten die bodenbündigen Duschwannen rundherum sicheren Schutz vor Wasserschäden. Für den Installateur bleibt nun, den Fussrahmen auszurichten, den oberen Teil der Ablaufgarnitur an der Duschwanne zu fixieren und die Duschwanne zu setzen. Das Setzen der Duschwanne erfolgt damit erst im Rahmen der Endmontage – pa-

rallel zu WC und Bidet, wenn alle Baustoffe aus dem Bad bereits draussen sind. So bleibt die Wanne in jedem Fall unversehrt, sauber und ist auch nach Jahren noch leicht auszutauschen. Insgesamt stehen 14 Modelle von 800 × 800 mm bis zu 1600 × 900 mm zur Verfügung. Das Design ist streng rechtwinklig. Alle Wannen sind auch mit der rutschsicheren Beschichtung «Antislip» erhältlich. Durch die transparente, aber spürbare Beschichtung haften die Füsse besser in der Wanne und sorgen – gemäss dem DIN-Standard 51 097 – für mehr Sicherheit beim Duschen. Der Ablaufdeckel selbst ist sehr flach und sorgt ebenfalls für optimalen Stand. Als angenehmes Accessoire ist ausserdem ein Haarsieb in den Deckel der Ablaufgarnitur integriert. Mit rund 2 % Gefälle hat die Duschwanne eine Abflussleistung von 0,7 Liter pro Sekunde. So sind dem Duschvergnügen keine Grenzen gesetzt. ■ Duravit AG 5504 Othmarsingen Tel. 062 887 25 50 info@ch.duravit.com www.duravit.ch

Faserplast AG – Ihr Partner für Regenwassernutzung Vertrauen Sie bei der Regenwassernutzung auf die jahrzehntelange Erfahrung von Faserplast. Unsere Kompetenz vermitteln wir auch weiter in kostenlosen Workshops: 09.03.2011 in Egerkingen 13.04.2011 in Illnau

16.11.2011 in Egerkingen 23.11.2011 in Rickenbach TG

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SANITÄR

Geberit Monolith

Design einfach installiert.

Geberit Monolith vereint die millionenfach erprobte Spülkastentechnologie von Geberit mit klarem Design. Das international prämierte Sanitärmodul für WCs präsentiert sich aufgeräumt und attraktiv mit einer Glasfront, hinter der sich der Spülkasten verbirgt. Am platzsparenden Modul lassen sich WC-Keramiken individuell und perfekt abgestimmt auf das Badkonzept mit wenigen Handgriffen montieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: kein Fliesen, wenig Lärm und Schmutz. Erfahren Sie mehr über Geberit Monolith auf → www.geberit.ch/monolith oder bei Ihrem Sanitärfachhändler.

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Produkte

SANITĂ&#x201E;R

Profi Steam: Schweizer Erfindung wird zum Welthit

Am 9. November 2010 ging der Profi Steam mit der Nummer 250 000 im Glarner Dorf Schwanden vom Band: Ein grosser Moment nach zehn Jahren Erfolgsgeschichte. (Foto: Electrolux)

Am 9. November 2010 ging der Profi Steam mit der Nummer 250 000 im Glarner Dorf Schwanden vom Band: Ein

grosser Moment nach zehn Jahren Erfolgsgeschichte. Der Profi Steam ist eine Schweizer Entwicklung, die das Dampfgaren populär gemacht und damit die Kochgewohnheiten hierzulande verändert hat. Aber auch das Ausland fand Gefallen an dieser Innovation: Aus Schwanden wurde das Gerät in alle Welt exportiert, heute steht der Profi Steam in australischen, japanischen oder sßdafrikanischen Kßchen. Fßr Lars Zimmermann, Leiter der ElectroluxFabrik, ist der Erfolg logisch: Unsere Techniker haben ein Gerät erfunden, das einfach zu bedienen ist und zum modernen Kochen passt.

garen und konventionelle Backfunktionen wie Unter- und Oberhitze, Grill, DĂśrren und Heissluft. Damit die MĂśglichkeiten des Geräts wirklich genutzt werden, bietet Electrolux Interessenten und Käufern Schulungen an â&#x20AC;&#x201C; in allen Landesteilen. Bis heute haben rund 100 000 Personen an solchen KochvorfĂźhrungen teilgenommen. Sie entdecken dabei die VorzĂźge des Dampfgarens, mit dem sich beispielsweise GemĂźse oder Fisch schmackhaft und gesund zubereiten lassen. Wenn im Profi Steam ganze MenĂźs gleichzeitig gegart werden, kann zusätzlich Energie eingespart werden.

Schulungen in der ganzen Schweiz

Jubiläumsgeschenk ans ZigerstÜggli

Das Multitalent Profi Steam vereint das drucklose Dampf-

Der 250 000. Profi Steam wurde im Namen der Mitarbeitenden

der Fabrik Schwanden verschenkt: an das ÂŤ ZigerstĂśggliÂť im glarnerischen Hätzingen, ein Ferienheim fĂźr erwachsene Menschen mit Behinderung. Bei der Ă&#x153;bergabe in Schwanden freut sich Hansruedi Stierli, Leiter des Ferienheims: ÂŤBei uns ist nicht immer alles planbar. Besonders gefällt uns am Profi Steam, dass das Essen warm bleibt, auch wenn mal eine Gruppe später kommt.Âť â&#x2013; 

Electrolux AG 8048 ZĂźrich Tel. 044 405 81 11 info@electrolux.ch www.electrolux.ch

    

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GH | Spenglerei | Equipment 72

Geb채udeh체lle mit T체cken

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GH I SPENGLEREI I EQUIPMENT

Neuer Fassadenschutz für den eleganten Firmensitz

Gebäudehülle mit Tücken Nach einer zweimonatigen Spezialreinigung erstrahlt das Geschäftshaus Neuhofstrasse 6 – 12 der Alfred Müller AG in Baar in neuem Glanz. Für die Pflege der feingliedrigen Fassade war vor allem eines gefragt: Qualitätsarbeit. Dank der Auftragsvergabe an ein spezialisiertes Reinigungsunternehmen, welches nach den SZFF-Richtlinien für qualitativ kontrollierte Reinigung zertifiziert ist, konnten alle Vorgaben optimal erfüllt werden. Bernadette Muff

In Baufragen gehört die Alfred Müller AG zu den ganz Grossen in unserem Land. Die Zuger Firma ist eine der führenden Schweizer Generalunternehmungen und hat seit ihrer Gründung 1965 über 5500 Wohnungen und weit mehr als 1,7 Millionen Quadratmeter Geschäftsfläche erstellt. Ihr Hauptsitz in Baar stammt aus dem Jahr 1989 und wurde von Albert Müller entworfen.

Elegante Gebäudehülle mit Tücken Der Bau besteht aus zwei fünfgeschossigen Gebäudeteilen, die durch einen eingeschossigen Zwischenbau verbunden sind, und bietet eine Bruttonutzfläche von rund 15 700 m². Während die Fassade im Erdgeschoss von hellen Granitsäulen dominiert wird, besteht sie in den drei Obergeschossen ausschliesslich aus anodisiertem, elektrolytisch in Bronze eingefärbtem Aluminiumblech. Trotz des Gebäudevolumens wirkt die

3000 m2 grosse Fassade nicht klotzig. Verantwortlich für das elegante Aussehen ist die konsequente Aufteilung der Gebäudehülle in kleinflächige Elemente. Was die Fassade optisch gekonnt aufbricht und für eine feingliedrige Tiefenwirkung sorgt, macht die Reinigung jedoch zu einer grossen Herausforderung. Die aufgesetzten Kastenbleche sind kleinflächig, haben viele Kanten und heikle Übergänge, die nur in aufwendiger Handarbeit bearbeitet werden können. Eine weitere Schwierigkeit für den Einsatz von Maschinen stellt eine Hochspannungsleitung dar, die direkt entlang der nördlichen Längsseite des Gebäudes führt. Wenn Teile eines Krans oder einer Hebebühne in den Gefahrenbereich einer Freileitung ragen, entsteht das Risiko eines elektrischen Schlags. Und damit verbunden ein extrem hohes Gefährdungspotenzial. Eine SUVA-konforme Überprüfung der Abstände musste durchgeführt werden.

Probereinigung nach SZFF-Gütesiegel und verbindliche Preise

Eine Schwierigkeit für den Einsatz von Maschinen stellt eine Hochspannungsleitung dar, die direkt entlang der nördlichen Längsseite des Gebäudes führt, deshalb musste eine Überprüfung der Abstände durch die SUVA durchgeführt werden.

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Die acht Fassaden, mit fünf Stockwerken und einer maximalen Höhe von 17 Metern, wurden vor 11 Jahren einer letzten Grundreinigung unterzogen. Eine erneute Reinigung war also angesagt, denn die Fassadenteile wiesen zum Teil gut sichtbare Verwitterungen und Verunreinigungen auf. Zur Lösung dieser heiklen Aufgabe hat Markus Grimm, der bei der Alfred Müller AG für dieses Gebäude zuständige Immobilienbewirtschafter, drei Reinigungsunternehmen kontaktiert und Offerten angefordert. «Entscheidend für den Zuschlag an die Rohr AG Reinigungen waren die seriösen Probereinigungen einer Aluminium- wie auch einer Steinfassade und der Preis.» Überzeugt hat die Alfred Müller AG zudem die Präsentation der Unternehmung und des Angebots. Bereits im Vorfeld hat sich die Alfred Müller AG zur eigenen Absicherung dazu entschieden, ausschliesslich Firmen zur Offertstellung einzuladen, die Mitglied der Schweizerischen Zentrale Fenster und Fassaden (SZFF) sind.


GH I SPENGLEREI I EQUIPMENT

SZFF-GĂźtezeichen Das GĂźtezeichen der Schweizerischen Zentrale fĂźr Fenster und Fassaden (SZFF) verpflichtet die geprĂźften Reinigungsunternehmen zu einer fachgerechten Wartung, Reinigung und Pflege von Metallfassaden wie auch Fassaden in Natur- und Kunststein. Grundlagen sind die entsprechenden SZFFReglemente. Die darin aufgefĂźhrten Vorschriften sind bei jeder Reinigung strengstens zu befolgen, jede Reinigung wird von einer unabhängigen PrĂźfstelle kontrolliert. Fassaden â&#x20AC;&#x201C; gereinigt nach den Kriterien des SZFFGĂźtezeichens â&#x20AC;&#x201C; werden schonend und sachgemäss behandelt, ohne unnĂśtige Belastung von Umgebung und Abwasser. Weitere Qualitätsstandards sind eine Garantieabgabe und der Einsatz von geprĂźften Reinigungs- und Konservierungsmitteln im neutralen pH-Bereich. Eine nachhaltige Werterhaltung ist sicher, die Metallfassaden verschmutzen langsamer und die Reinigungsintervalle werden länger. Die folgenden neun Firmen sind berechtigt, das GĂźtezeichen zur kontrollierten Reinigung von Metallund Steinfassaden zu fĂźhren: Armit AG, ZĂźrich; Enzler Reinigungen AG, Wallisellen; Farebo AG, Wangen bei Olten; Gallo Reinigungen AG, ZĂźrich; Hägni AG Reinigungsunternehmen, ZĂźrich; Hitz Fassadenpflege AG, Rorschach; Pronto Reinigung AG, St. Gallen; Rohr AG Reinigungen, Hausen; Vebego Services AG, Dietikon.

Garantierte Reinigung und Sicherheit Mit dem neuen Reinigungspartner hat die Alfred MĂźller AG eine gute Wahl getroffen. Das Unternehmen existiert bereits seit 1930, ist nach ISO 14001 und ISO 9001 zertifiziert und war 2002 die erste Firma, die das Arbeitssicherheits-Audit der SUVA ohne Auflagen bestand.

Abklärungen vor Ort Nachdem der Auftrag erteilt war, nahm Ruedi Wild weitere Abklärungen vor: Wir zogen einen Starkstromexperten der Wasserwerke Zug AG bei und prßften vor Ort die Sicherheitsabstände gemäss SuvaRichtlinien 1863.d fßr den Einsatz von Kranen und Baumaschinen im Bereich elektrischer Freileitungen. Sobald die notwendigen Sicherheitsmassnahmen definiert waren, gab es grßnes Licht fßr den Einsatz. Dank dem eigenen Maschinenpark konnten drei Hebebßhnen Sky Worker mit ArbeitshÜhen von 19, 28 und 52 Metern parallel eingesetzt werden.

MinutiÜse Handarbeit Fßr die Grundreinigung setzte die Reinigungsfirma ausschliesslich Mittel von Atramex ein: Wir kennen diese Produkte gut und wissen, dass sie sehr zuverlässig sind. Zur Grundreinigung der Aluminiumfassade war dies 3010 Phoscoat UH-Reiniger, fßr die Versiegelung der Altramex Eloxalsiegel 1040. Beide Produkte sind

von der GRM (Gßtegemeinschaft fßr die Reinigung von Metallfassaden) zugelassen. Bei der Steinfassade kamen die Präparate Stoncid fßr die Grundreinigung und Atrasol fßr die Versiegelung zum Zug. Insgesamt waren zwei Monate lang praktisch jeden Arbeitstag vier bis fßnf Leute vor Ort im Einsatz. Das Reinigungsvorgehen teilte man in verschiedene Phasen auf. Zunächst wurden die Fenster, Fensterrahmen und die Lamellenstoren von Hand mit NetzmittellÜsung und Schwamm gereinigt, anschliessend nachgespßlt und getrocknet. In der zweiten Phase arbeitete sich das Reinigungsteam in aufwendiger Handarbeit mit Vibrorutschern, Scotchbrite-Pads und Schwämmen in Etappen rund um das Gebäude vor. Es sparte die Grundreinigung einiger Fassadenteile bewusst auf, damit es seine Tätigkeit den Witterungsverhältnissen anpassen konnte. Die Versiegelung war nur bei perfekten Witterungsbedingungen mÜglich. Fßr die langen vertikalen Profile brauchte es stets zwei Mitarbeiter. Einen, der die Oberfläche sorgfältig mit Lammfelltuch versiegelte, und einen, der die Hebebßhne ständig bewegte. Ansonsten wären aufgrund der schnell trocknenden Flßssigkeit unschÜne Streifenmuster nicht zu vermeiden gewesen.

Dreifache Qualitätskontrolle Die durch die SZFF engagierte, neutrale Auditing-Firma, die 3A Technology & Management AG, ĂźberprĂźfte die einzelnen Arbeitsschritte und nahm die Schlusskontrolle vor. Verantwortlich dafĂźr ist Kristin Pippig Schmid. Die Diplom-Ingenieurin prĂźft als externe Expertin Fassaden, die unter dem SZFF-GĂźtezeichen gereinigt werden: ÂŤNeben den Messun          gen von Schichtdicken und Glanzgraden gehĂśrt auch der optische Eindruck der gesamten Fassade mit blossem Auge zur Qualitätskontrolle.Âť Die durchgefĂźhrten Messungen geben Aufschluss Ăźber den qualitativen Zustand der Fassadenoberfläche vor und nach der Reinigung. Da die Messungen an vereinzelten Stellen an der Fassade durchgefĂźhrt werden, ist der optische Gesamteindruck mit entscheidend. Doch auch in diesem Punkt hat die Rohr AG Reinigungen Ăźberzeugt. Die Fassade war nach der Grundreinigung in einem guten Zustand, die Versiegelung sauber und streifenfrei aufgetragen. Die Schichtdickenmessungen ergaben Messwerte von 20 bis 28 Îźm, ein fĂźr dekorative Aluminiumoxidschichten Ăźblicher Bereich. Eine Glanzgradzunahme   nach der Versiegelung war sowohl    optisch als auch messtechnisch deut"  lich erkennbar. Alle Messwerte liegen  !  "  in einem positiven Bereich und ent   %   %% !!   $ %   %% ! sprechen den SZFF-Richtlinien 61.01 fĂźr Aluminiumfassaden und 62.01 ###          fĂźr Fassaden in Natur- und Kunststein. â&#x2013; 

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www.soprema.ch

Hochschule Luzern: Gebäudehüllen-Testlabor

Teststand für Industriebauten An der Hochschule Luzern – Technik & Architektur – wurde ein neuer Teststand für Industriebauten realisiert, mit welchem konstruktive und gestalterische Entwicklungen untersucht werden können.

Jürg Wellstein

DICHT. DICHTER. SOPREMA. SOPREMA ABDICHTUNGSSYSTEME 100 Jahre Know-how für innovative und anwenderfreundliche Systemprodukte sprechen für sich und sind durch und durch bewährte Abdichtungssysteme für den Flach- und Bauwerksbereich, die weltweit überzeugen.

SPENGLERTAG 2011 2. März 2011 Kursaal Bern

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An der Hochschule Luzern (HSLU) – Technik & Architektur in Horw wurde am 26. November 2010 der neue Versuchsstand für Industriehallen eröffnet. Dabei übergab der damals noch amtierende Rektor, Crispino Bergamaschi, dem Vizerektor Forschung, René Hüsler, und seinem Team den Schlüssel für die neue Einrichtung. Der Versuchsstand soll für Forschung und Entwicklung im Hinblick auf gesamtheitliche Sanierungen und Neukonstruktionen von Industriebauten eingesetzt werden. Er konnte gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wirtschaft sowie mit Unterstützung von zwei Stiftungen realisiert werden.

Der Gebäudehülle mehr Aufmerksamkeit schenken Vor der Eröffnung beleuchteten zwei Gastreferenten sowie Dieter Geissbühler das Thema Gebäudehülle aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Der HSLU-Dozent basierte seine Ausführungen auf dem grundsätzlichen Verständnis, dass ein Gebäude als System zu betrachten ist. Die Architektur hat heute jedoch einen Mangel bei der Konstruktion; Kompaktfassaden führen oftmals zu einer Verarmung der architektonischen Gestaltungsfähigkeit. Und die derzeit eingesetzte Schichtenvielfalt der Fassaden verhindert geeignete Wechselwirkungen zwischen innen und aussen. Anhand von konstruktiven, gestalterischen Arbeiten mit Textilien gab er einen Einblick in die Ausbildungstätigkeit an der Fachhochschule. Martin Mensinger, Professor für Metallbau an der Technischen Universität in München, befasste sich beispielsweise mit der Ökobilanz des Stahlbaus, der offensichtlich nicht schlechter abschneidet als Massivoder Holzbauweisen. Dies allerdings ohne

ein Kellergeschoss zu berücksichtigen und mit dem Einsatz von Ökostahl. Markus Dürr, Montana Bausysteme AG in Villmergen, thematisierte den Sanierungsbedarf bei Industriebauten, für den auch das aktuelle Gebäudeprogramm des Bundes Unterstützung bietet. Mit unterschiedlichen Materialien, Bauelementen und Konstruktionen lassen sich heute nutzungsspezifisch optimierte Lösungen finden.

Einrichtungen für Forschung und Entwicklung Mit dem Teststand ist die HSLU in der Lage, diese Themen systematisch zu bearbeiten und der Industrie optimierte Systeme zu bieten sowie Herstellern ein Expertenwissen und diverse Testmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. ■ (www.hslu.ch)

Crispino Bergamaschi übergibt den neuen Teststand dem Forschungsteam an der HSLU.


Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband Auf der Mauer 11, Postfach, 8021 Zürich, Tel. 043 244 73 00, Fax 043 244 73 79

Sanfte Landung in den Ruhestand

Gelungene Nachfolgelösung – ein Praxisbeispiel Hans Hertig ist froh, dass er endlich kürzertreten darf. Vergangenen Sommer hat der bald Sechzigjährige sein Heizungs- und Sanitärunternehmen, die Hertig Haustechnik AG, Wohlen AG, an die Störi AG, Au ZH, verkauft. Hans Hertig und Michael Schüepp, Geschäftsführer von Störi, erläutern im Gespräch, wie die Nachfolgelösung für eine Gebäudetechnikfirma zur Erfolgsgeschichte werden kann. Text: Marcel Baud Hans Hertig wirkt entspannt und scheint seiner Zukunft mit Freude entgegenzublicken. Das war nicht immer so. Als der Firmenpatron vor rund vier Jahren gesundheitliche Probleme bekam, wurde ihm klar, dass er die Weichen für die Zukunft seines florierenden Haustechnikunternehmens mit 14 Mitarbeitenden stellen musste. Er erholte sich zwar von seiner Erkrankung, erkannte aber auch, dass Arbeitslast und Verantwortung für seine Firma mittelfristig in neue Hände gehörten. Den eigenen Sohn, selbst im Familienunternehmen tätig, konnte er nicht für seine Nachfolge gewinnen. Es galt, eine externe Lösung für den Fortbestand des 28jährigen Traditionsunternehmens zu suchen. In der Firma Störi AG, traditionell bekannt als Schweizer Marktführerin für Elektroheizungen, fand er die Käuferin, die seine Vorstellungen erfüllte. Vor allem gefällt ihm, dass er trotz neuem Besitzer noch einige Zeit im Betrieb tätig bleiben kann und so einen sanften Ausstieg erhält. Der gefürchtete Rentnerschock bleibt ihm erspart. Natürlich sei ihm bei der Unterschrift der Verträge schon einiges durch den Kopf gegangen. Immerhin habe er 28 Jahre lang seine Firma erfolgreich durch alle Höhen und Tiefen gesteuert.

Andererseits geniesse er es jetzt, nach und nach Verantwortung abzugeben und sich mehr dem Netzwerken und der Kundenbetreuung zuwenden zu können. Zum Konzept der Störi AG gehört, auch nach dem Kauf die Dienste des ehemaligen Firmeninhabers noch einige Zeit zu beanspruchen. Während ein bis zwei Jahren soll der neue Geschäftsführer umfassend eingearbeitet werden. «Auf diese Weise erreichen wir einen unbezahlbaren Know-how-Transfer, lernen das lokale Marktumfeld und die Gepflogenheiten im Unternehmen bestens kennen. Der Erfahrungsschatz des Firmeninhabers ist dabei von riesigem Wert», betont Michael Schüepp. Die Hertig Haustechnik AG wird übrigens auch mit neuem Besitzer ihren Namen behalten und für den Kunden in gewohnter Form agieren. «Wir wollen bewusst die Identität der von uns gekauften Firmen unangetastet lassen », so Michael Schüepp. (s. Begleitartikel )

«So früh wie möglich damit beginnen» Diesen Ratschlag erteilt Hans Hertig jedem, der den Ruhestand aus dem eigenen Unternehmen und einer damit verbundenen Nachfolgelösung ins Auge fasst. Denn das Ablösen vom eigenen Betrieb, dem « Lebenswerk », wie es manche nennen, sei auch ein emotionaler

Hans Hertig (rechts) freut sich mit Michael Schüepp, Geschäftsführer der Störi AG, über den Fortbestand seiner Gebäudetechnikfirma. (Foto: Marcel Baud)

Prozess, der gut vorbereitet sein will. Fünf Jahre vor dem geplanten Ausstieg sei keinesfalls zu knapp bemessen, um die Zukunft der eigenen Firma zu planen. Soviel Zeit müsse auch ge-

rechnet werden, bis Liegenschaften aus dem Betriebsbestand herausgelöst seien und steuerlich nirgends mehr figurierten, bestätigt Michael Schüepp. Er nennt damit den Pfer-

Inhalt Gelungene Nachfolgelösung – ein Praxisbeispiel Fachausweis für die ersten 16 «Energieberater Gebäude» «Wichtig ist das energetische Gesamtbild des Gebäudes.» 31. März 2011: Heizungsfachtagung in Zürich Neue Lernmoderatorin im suissetec Bildungszentrum Lostorf Susanne Da Rugna vor der Pensionierung Urs Wyssling geht in Ruhestand Ausschreibungen Baupreisindex Oktober 2010 Bildungsangebote

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SUISSETEC

Die eigene Firma verkaufen: So schafft man gute Voraussetzungen. – Genügend Zeit für den Prozess einplanen – nicht verdrängen, sondern sich so früh wie möglich mit dem Thema befassen! Fünf Jahre vor dem geplanten Verkauf bzw. der Nachfolge sind keineswegs übertrieben. – Geschäftsliegenschaften aus dem Betriebsbestand herauslösen. Ebenfalls möglichst frühzeitig angehen! – Bei der Bewertung von Betriebsinventar, Maschinen, Fahrzeugen, Lagerbeständen usw. gesunden Menschenverstand walten lassen. Realistisch bleiben! – Keinen «Goodwill»-Obulus im Verkaufspreis erwarten. – Firma für den Markt fit machen: Informatik-gestützte und gut gepflegte Kundenkartei führen, vollständige und transparente Dokumentation der Finanzen mit Liquiditätsnachweis der letzten Betriebsjahre bereitstellen; evtl. externe Revision in Betracht ziehen; Schulden vermeiden. – Keine Investitionsstopps: Firma auch nach dem Verkaufsentschluss normal weiterführen; auf

defuss schlechthin, als verkaufswillige Firma für einen Käufer interessant zu sein. Betriebsliegenschaften seien schlichtweg unattraktiv : «Wer nach einem Unternehmen Ausschau hält, der interessiert sich für die Substanz, also den Kundenbestand, die Mitarbeitenden, ihr Wissen und Können, ihre Erfahrung und das vorhandene Marktpotenzial.» Geschäftsliegenschaften würden dabei den Kaufpreis nur unnötig verteuern. «Man mietet sich als Unternehmen in ein Gebäude ein, kauft es aber nicht. » Deshalb gehörten Liegenschaft und operatives Unternehmen unbedingt getrennt. Eigentlich erhöhe sich der Wert einer Firma dadurch sogar, denn ohne Betriebsgebäude lasse sich das operative Geschäft, wenn es die Umstände erforderten, flexibel an ein neues Domizil wechseln.

allen Feldern innovativ und zukunftsgerichtet bleiben! – Beim Verkaufsprozess gepflegte Umgangsformen beachten; Termine einhalten; Korrespondenz zügig bearbeiten; verlangte Unterlagen rasch zustellen. – Für externe Hilfe verschiedene Varianten prüfen. Nebst dem eigenen Treuhänder sind weitere mögliche Anlaufstellen: Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband suissetec (www.suissetec.ch); Schweizerischer Anwaltsverband (www.swisslawyers.com: für die Suche eines versierten Anwalts in der Region); KMU-Portal des SECO (www.kmu.admin.ch: KMUThemen: Unternehmenszyklus: Nachfolgeplanung bzw. Nachfolgeregelung im KMU). Käufer suchen: Verkaufswillige Unternehmen können das Portal «Nachfolgebörse» auf www.suissetec.ch nutzen. Auch ein Inserat in der Fachpresse kann Erfolg versprechend sein. (Im vorliegenden Fall kam der erste Kontakt zwischen den beiden Unternehmen via Inserat in der HK-Gebäudetechnik zustande.)

Hans Hertig hatte übrigens schon vor Jahren das Betriebsgebäude aus dem Firmenbestand herausgelöst und in sein Privatvermögen integriert. Heute ist die Hertig Haustechnik AG mit langfristigem Mietvertrag in das Betriebsgebäude eingemietet.

Gesunder Realismus beim Verkaufspreis « Wer glaubt, man könne mit dem Firmenverkauf den allenfalls verpassten Profit der letzten dreissig Jahre herausholen, erliegt einer Illusion. Dieses Geld muss man längst verdient haben, sonst hat man etwas falsch gemacht », gibt Michael Schüepp als Grundsatz zu bedenken. Knackpunkte bei der Bemessung des Firmenwerts seien insbesondere die Bewertung des Betriebsinventars und der Lagerbestände. Hier sei

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vom Verkäufer gesunder Realismus gefordert: « Den Hubstapler, den ein Patron vor drei Jahren für 20 000 Franken gekauft hat, kann er heute nicht mehr mit 15 000 Franken in den Büchern führen», nennt Schüepp als Beispiel. Hertig, der früher beim ahtv (Aarg. Haustechnik Verband) solche Bewertungen vorgenommen hat, weis, wovon der Geschäftsführer spricht. Gerade über den Wert von Lagerbeständen hätten die Firmeninhaber oft völlig falsche Vorstellungen. Wer darüber hinaus noch auf den legendären «Goodwill »-Obolus des Käufers hoffe, lebe schlicht an der Realität vorbei. Denn entscheidend für die Attraktivität und damit den Kaufpreis eines Unternehmens sei einzig und allein dessen Substanz: «Wir bewerten vor allem den Kun-

denbestand und analysieren, wie erfolgreich ein Unternehmen in der jeweiligen Region agiert. Die Lage der Firma, als auch die lokale Erschliessung sind für uns weitere entscheidende Faktoren. Hier sind aus strategischer Sicht einige Orte natürlich interessanter als andere. »

Massgebend: Ausstieg nur alters- oder gesundheitsbedingt «Aus unserer Sicht hat ein guter Unternehmer ein komplettes Bild seiner Firma, ist offen für Innovationen und hat damit den Blick für die Zukunft », sagt Michael Schüepp. Deshalb sei für ihn ein Indikator für die Attraktivität einer Firma, dass die Verantwortlichen den Fortbestand des Betriebs unbedingt sichern wollen : « Für uns ist entscheidend, dass jemand sein Geschäft eigentlich nur aus Alters- oder Gesundheitsgründen aufgibt – ansonsten die Firma normal weiter betrieben werden soll. Wenn wir sehen, dass in einen Betrieb seit Jahren nichts mehr investiert wurde, weil man keine Zukunftsperspektive sah, ist sie für uns uninteressant. » Dies werde auch am Innovationsgrad einer Firma schnell sichtbar: «Unternehmen, die technologisch auf dem Stand der Zeit sind, vor allem auch in Sachen alternativer Energieformen, haben mit Sicherheit Vorteile. » Weiter nennt Michael Schüepp finanztechnische Voraussetzungen, die eine Firma mitbringen muss, um sich im Schaufenster attraktiv zu präsentieren: «Das Unternehmen darf natürlich kein Sanierungsfall sein. Ein Bankkontokorrent ist zwar legitim; grössere Schulden sind aber ungünstig. Eine saubere Buchhaltung und ein Liquiditätsnachweis über die letzten Jahre sind gute Voraussetzungen.» Lege sich eine Firma darüber hinaus noch selbst Revisionen auf – auch wenn sie dies von Gesetzes wegen her nicht unbedingt müsste – spreche das ebenfalls für die Unternehmenskultur :


SUISSETEC

«Solche Firmen zeigen, dass sie bereit sind, eine kritische Aussensicht zuzulassen und entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen.» Das imponiere einem möglichen Käufer.

Scheinbare Kleinigkeiten Weiter seien es scheinbare Kleinigkeiten, die für einen erfolgreichen Firmenverkauf die Basis legten, betonen Michael Schüepp und Hans Hertig gemeinsam: «Für mich musste zunächst die Chemie stimmen», sagt Hans Hertig hierzu. Sympathie zwischen den Verhandlungspartnern könne man zwar nicht erzwingen, würde aber nur schon durch vernünftige Umgangsformen gefördert, erklärt Michael Schüepp. Gar nicht suche man bei Störi beispielsweise den Polterer in der Werkstatt, der mit seinen Mitarbeitenden res-

pektlos umgehe. Ebenso sei wichtig, wie schnell Korrespondenz beantwortet werde: «Wenn jemand verspricht, er sende bis nächste Woche ein Dossier und in der übernächsten Woche haben wir noch immer keine Post im Briefkasten, dann stehen die Chancen schlecht. » Wenn der Begleitbrief dann noch Kaffeeflecken aufweise – «alles schon erlebt!», sagt Michael Schüepp – dann sei die Absage vorprogrammiert. «Kleinigkeiten» müsste man meinen und doch würden sie oft vernachlässigt – so die Erfahrung des Geschäftsführers.

Externe Hilfe – verschiedene Optionen prüfen Falls ein Unternehmer für den Firmenverkauf extern Unterstützung sucht, empfiehlt Michael Schüepp nicht vorbe-

haltlos den seit Jahren für den Betrieb tätigen Treuhänder zu engagieren. Man müsse immer bedenken, dass ein Treuhänder mit dem Verkauf des von ihm betreuten Betriebs auch Gefahr laufe, ein Mandat zu verlieren und sich deshalb die Interessen des Verkäufers und dessen Treuhänders nicht zwingend decken müssten. Auf jeden Fall rät Michael Schüepp, verschiedene Varianten zu prüfen. Als gute Lösung sieht er unter anderem auch, einen versierten Anwalt zu konsultieren, den man über den Schweizerischen Anwaltsverband finden könne. Auch Verbände wie suissetec, Economiesuisse oder kantonale Industrie- und Handelskammern seien gute Anlaufstellen für Informationen und Serviceleistungen bei Nachfolgeregelungen.

Hans Hertig gehört zu jenen Firmenpatrons, die vieles richtig gemacht haben und die Früchte einer weitsichtigen Planung ernten konnten. Der erfolgreiche Verkauf seines Betriebs zeigt, dass man die Voraussetzungen schaffen kann, um den Fortbestand seines Unternehmens über den eigenen Ruhestand hinaus zu sichern – auch ohne innerfamiliäre Lösung. Denn es wird immer interessierte Unternehmen wie die Störi AG geben, die das Potenzial und die Substanz von gut aufgestellten und gesunden Gebäudetechnikunternehmen erkennen. Die Voraussetzungen für den erfolgreichen Verkauf lassen sich aber nicht von heute auf morgen schaffen. Deshalb tut gut daran, wer Hans Hertigs Rat beherzigt: «So früh wie möglich ■ damit beginnen ..!»

Störi AG setzt auf Markenfamilie statt Dachmarke

Hans Hertig hat schon vor Jahren die Liegenschaft seines Betriebs aus dem Unternehmensbestand herausgelöst und sich eingemietet.

Die Hertig Haustechnik AG, Wohlen AG, war die erste Firma, die von der Störi AG zwecks Neuausrichtung des eigenen Unternehmens akquiriert wurde. Von Haus aus ist die Störi AG mit Hauptsitz in Au ZH ein Traditionsunternehmen der Schweizer Wärmebranche und Marktführer von Elektroheizungen. Bis vor drei Jahren produzierte man

selbst Wärmepumpen, heute kommen noch vor allem Zentralspeicherheizungen aus eigener Produktion auf den Markt. Das Unternehmen ist gesamtschweizerisch tätig und verfügt über ein flächendeckendes Service-Netz. Durch den Kauf von im Wärmemarkt etablierten Haustechnikund Installationsbetrieben will die Störi AG eine neue Zukunft,

weg vom stagnierenden Elektroheizungsmarkt, ansteuern. Die Firma verfügt über einen grossen Kundenstamm mit vielen langjährigen und treuen Kunden. So wartet eine installierte Basis von schweizweit rund 60 000 Elektroheizungen – ein Grossteil immer noch in Betrieb – auf zeitgemässe, energieeffiziente Systeme mit Wärmeerzeugern von Gas bis Solar. Um diese Kundschaft nicht zu verlieren, will man mit der Akquisition von erfahrenen Firmen die Nachfrage nach diesen Wärmesystemen befriedigen. Zur Strategie gehöre nicht das Kreieren einer Dachmarke, sondern die übernommenen Unternehmen weiterhin mit eigener Identität arbeiten zu lassen. Man wolle kein Machtkonstrukt aufbauen, sondern eine Markenfamilie von etablierten Firmen, betont Geschäftsführer Michael Schüepp. Den einzelnen Inhabern ermöglicht Störi den sanften Ausstieg und nutzt dabei deren Erfahrung und Wissen

während des Übergangsprozesses an den neuen Geschäftsführer. Letztere seien übrigens bei Störi stark gesucht, erklärt Michael Schüepp: «Für zukünftige Partnerfirmen brauchen wir laufend fähige Leute.» Die Vorteile der Markenfamilie liegen bei der einheitlichen System- und Sortimentsgestaltung und daraus resultierenden Vorteilen beim Einkauf. Mit den ehemaligen Inhabern ist ein Kompetenz-Pool geplant, von dem die ganze Firmengruppe profitieren soll. Ausserdem ziehen die einzelnen Betriebe Nutzen aus einer breiteren Marktbearbeitung und dem bestehenden, zusätzlichen Kundenbestand des Mutterhauses. Zum Zeitpunkt der Drucklegung des Heftes werden es bereits drei Gebäudetechnikunternehmen sein, die zur Markenfamilie der Störi AG gehören. Weitere dürften folgen. ■

www.stoeri.com

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SUISSETEC

Fachausweis für die ersten 16 «Energieberater Gebäude» An der Abschlussfeier im suissetec Bildungszentrum Lostorf haben am 7. Januar die ersten sechzehn Absolventen den eidgenössischen Fachausweis «Energieberater Gebäude» erhalten. Sie besuchten den neuen, rund halbjährigen Lehrgang vergangenes Jahr am suissetec Bildungszentrum Lostorf oder an der Fachschule Polybau, Uzwil. Text und Bilder: Marcel Baud

Erfolgreiche Absolventen der Berufsprüfung 2010 Energieberater Gebäude mit eidgenössischem Fachausweis

In seiner Begrüssung kreierte Riccardo Mero, Leiter Bildung suissetec, eine Parabel zwischen dem ersten Bildungsgang «Energieberater Gebäude» und den ersten Schritten auf dem Mond im Jahr 1969. Beide Premieren seien nur dank eines leistungsfähigen Teams möglich gewesen. Für beide Vorhaben habe es Leute gebraucht, die eine visionäre Idee in die Tat umsetzen wollten. Für den Energieberater seien es insbesondere Experten der Bildung, der Gebäudetechnik und Gebäudehülle gewesen, die das Projekt zum Erfolg gebracht hätten. Mero, der selbst massgeblich an der erfolgreichen Verwirklichung des Bildungsganges beteiligt war, dankte allen Beteiligten für ihren grossen Einsatz und Durchhaltewillen.

«Zupacken und erst noch damit Geld verdienen» suissetec-Zentralpräsident Peter Schilliger war nach Lostorf gekommen, um persönlich die

suissetec-Zentralpräsident Peter Schilliger beglückwünscht die erfolgreichen Absolventen in Lostorf persönlich …

neuen «Energieberater Gebäude» zu beglückwünschen. In seiner Ansprache unterstrich er die Bedeutung von Wohlbefinden, Lebensqualität, Hygiene, Gesundheit, Energie und Ökologie für die Zukunft der Gesellschaft. Gebiete, die sich mit der Tätigkeit des Ausbaugewerbes deckten und immense Chancen offenbarten, stelle doch der Bund jährlich 200 Mio. Franken für

… ebenso wie Beat Hanselmann, Stv. Geschäftsführer und Lehrgangsverantwortlicher von Polybau, Uzwil.

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Gebäudesanierungen bereit – die Beiträge der Kantone nicht eingerechnet. Für die Branchen des Ausbaugewerbes heisse es nun zuzupacken, Wegweisendes für die Zukunft zu leisten und damit erst noch Geld zu verdienen. Der Markt brauche fähige Fachleute wie den Energieberater, der die Bedürfnisse erkennt, gesamtheitliche Energiekonzepte für Gebäude erstellt und letztendlich damit auch Aufträge für sein Unternehmen generiert. Rückblickend bezeichnete Peter Schilliger die Entwicklung eines eidgenössisch anerkannten Berufsabschlusses innert nur zwei Jahren als Meisterleistung für Schweizer Verhältnisse. Er dankte allen beteiligten Akteuren, die unter der Führung von suissetec in dieser Rekordzeit einen branchenübergreifenden Fachausweis verwirklicht hatten. In seinen Dank schloss er auch die Absolventen, die den Mut und Pioniergeist hatten, an der ersten Austragung des Bildungsganges teilzunehmen.

(von links nach rechts:) Bless Gregor, Schattdorf UR Annen Adrian, Abtwil AG Hirzel Roger, Opfikon Glattbrugg ZH Grädel Urs, Langenthal BE Arnold Erik, Altdorf UR Mächler Thomas, Bern BE Keller Paul, Wichtrach BE Renggli Adrian, Wolhusen LU Bucher Markus, Knutwil LU Weingartner Thomas, Ruswil LU Cristallo James, Chur GR Rogger Georg, Buttisholz LU Christen Silvan, Baar ZG Vogel Markus, Dottikon AG Wunderle Markus, Wettswil ZH (nicht auf dem Bild: Stadelmann André, Werthenstein LU)

«Disziplinübergreifender Erfahrungsaustausch wichtig» Auch Beat Hanselmann, Stv. Geschäftsführer und Lehrgangsverantwortlicher von Polybau, gratulierte den Absolventen. Für ihn zeichne sich der «Energieberater Gebäude» insbesondere auch dadurch aus, dass im gleichen Kurs vereint Sanitär- und


SUISSETEC

Riccardo Mero, Leiter Bildung suissetec: «Dank visionären Ideen wurde der Energieberater Gebäude in die Tat umgesetzt.»

Heizungsmeister, Spenglermeister und Dachdeckermeister sowie weitere Berufsleute des Ausbaugewerbes den Erfahrungsaustausch pflegten. Dieser Erfahrungsaustausch stelle für ihn nebst den Lerneinheiten ohnehin eine der wichtigsten Zutaten in der Bildung dar.

Hanselmann bezeichnete die Entwicklung des Lehrgangs mit suissetec als spannende und fruchtbare Zusammenarbeit, auch wenn es galt, da und dort Hürden zu überwinden. Es sei zu begrüssen, dass man jetzt an zwei Standorten, suissetec Lostorf und Polybau Uzwil, einen identischen Lehrgang mit den gleichen Modulidentifikationen durchführe. Den Höhepunkt der Feier bildete schliesslich die Übergabe der eidgenössischen Fach-

ausweise an die Absolventen gemeinsam durch Hubert Bischof, Präsidenten der QS-Kommission Energieberater, und Riccardo Mero. Es darf davon ausgegangen werden, dass die «Energieberater Gebäude» in der Branche äusserst gesuchte Leute sein werden. ■ Weitere Informationen zum Bildungsgang «Energieberater Gebäude» unter www.suissetec.ch | Bildung

Markus Vogel, Absolvent des ersten Bildungsgangs zum «Energieberater Gebäude»:

«Wichtig ist das energetische Gesamtbild des Gebäudes.» Markus Vogel ist einer der ersten 16 «Energieberater Gebäude» mit eidgenössischem Fachausweis. Der 37-jährige Heizungsmeister leitet bei der Wüst Haustechnik AG, Lupfig, die Heizungsabteilung. Im Kurzinterview zieht er Bilanz. Interview: Marcel Baud Markus Vogel, welche neuen Erkenntnisse haben Sie durch den Lehrgang erhalten? Durch die Weiterbildung zum Energieberater Gebäude habe ich eine ganz neue Sichtweise auf gebäudeenergetische Fragestellungen bekommen. Die Baukonstruktion mit Dach und Fassade, schlicht die gesamte Gebäudehülle, hat in meinen Überlegungen nun ein viel grösseres Gewicht. Natürlich wusste ich schon vorher, was ein U-Wert ist, interessant war nun aber, mehr über bauphysikalische Zusammenhänge zu erfahren; zum Beispiel welche Rolle die Dämmung der Hülle spielt oder welche negativen Effekte Wärmebrücken haben. Profitierten Sie auch von Berufsleuten anderer Branchen? Mit Sicherheit. Der Lehrgang hat eindrücklich aufgezeigt, wie wichtig das energetische Gesamtbild des Gebäudes ist. Deshalb war für mich als Heizungsmeister auch der Austausch mit meinen Mitschülern, insbesondere mit den Leuten von der Gebäudehülle, sehr wertvoll.

Wie beurteilen Sie den Aufwand für den Bildungsgang? Der Kurs ist gut machbar, obwohl die Kursblocks über mehrere Tage und die damit verbundenen Absenzen im Betrieb etwas Organisation erfordern. Inhaltlich waren wir ja keine Anfänger, auch wenn da und dort eine Wissensauffrischung gut getan hat. Die Abschlussprüfung hat eindeutig am meisten Arbeit gemacht. Können Sie etwas mehr darüber sagen? Wir mussten für ein existierendes Gebäude, in meinem Fall ein altes Einfamilienhaus, ein komplettes energetisches Sanierungskonzept erstellen. Welches Wissen wurde nebst dem technischen vermittelt? Die ganze wirtschaftliche Seite einer energetischen Sanierung hat eine grosse Rolle gespielt. Zum Beispiel, wie man vorgehen muss, um öffentliche Fördergelder zu beantragen. Diese Kenntnisse kommen mir jetzt auch bei der Beratung sanierungswilliger Bauleute zugute. Davon abgesehen spielen ja nicht nur Argumente eine Rolle, die man in Franken ausdrü-

cken kann. Auch Fragen um die energetische Nachhaltigkeit von gebäudetechnischen Sanierungsmassnahmen kann ich jetzt fundiert beantworten. Wenn ich einem Bauherrn aufzeige, dass er mit einer Sanierung nicht nur Energiekosten spart, sondern auch ökologisch sinnvoll handelt, gibt ihm dies zusätzliche Genugtuung. Wie wurden Sie von Ihrem Arbeitgeber unterstützt? Äusserst grosszügig. Für die Kurstage stellte mich Ernst Wüst, mein Chef, frei und auch

das Schulgeld hat die Firma übernommen. Unter solchen Voraussetzungen geht man eine Weiterbildung natürlich sehr motiviert an. Denken Sie, Ihre neuen Fähigkeiten werden sich für Ihren Arbeitgeber profitabel auswirken ? Ich kann mir gut vorstellen, dass wir neues Territorium erschliessen können, gerade im Sanierungsgeschäft. Dafür setzte ich selbstverständlich gerne im Unternehmen meine neuen Kompetenzen ein. ■

Hubert Bischof, Präsidenten der QS-Kommission Energieberater, gratuliert Markus Vogel (rechts) zum eidgenössischen Fachausweis.

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31. März 2011: Heizungsfachtagung in Zürich An der Heizungsfachtagung 2011 im Zürcher Hotel Crowne Plaza erörtern Experten aktuelle Fragen rund um Technik, Recht und neue Richtlinien. Als Höhepunkt hält der bekannte Basler Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser sein packendes Referat zum Thema «Peak Oil – der globale Kampf ums Erdöl und die Folgen für die Gebäudetechnik».

Allgemeine Informationen zur Heizungsfachtagung Tagungsort Crowne Plaza Zürich Badenerstrasse 420 8040 Zürich Tel. +41 44 404 44 44 Fax +41 44 404 44 40 www.cpzurich.ch

CHF 400.– (exkl. MwSt.) für übrige Teilnehmende.

Datum Donnerstag, 31. März 2011 Anreise Es wird eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen. Parkplätze Personenwagen können im Parkhaus des Crowne Plaza nach Verfügbarkeit abgestellt werden. Teilnahmegebühr CHF 220.– (exkl. MwSt.) für suissetec-Mitglieder.

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Inklusive: Begrüssungskaffee, Mittagessen, Pausengetränke, Tagungsdokumentation. Weitere Tagungsdokumentationen sind – solange Vorrat – zu Fr. 25.– (suissetec-Nichtmitglieder Fr. 50.–) bei suissetec zu beziehen. (Preise exkl. MwSt./Versandkosten.) Auskünfte Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband (suissetec) Technik und Betriebswirtschaft Auf der Mauer 11, 8021 Zürich Organisation Kevin Meier, Tel. 043 244 73 35 Technik Robert Diana, Tel. 043 244 73 33

(Red) Der Heizungsfachmann ist in vielen Bereichen der Gebäudetechnik tätig. Die jüngsten Anpassungen der Normen im Bereich der Heizungsanlagen verlangen von den Planern und Installateuren im Heizungsbereich immer wieder technisch anspruchsvolle Lösungen. Auch im unternehmerischen Bereich steigen die Anforderungen an die Betriebe. Ständige Weiterbildung wird zum Muss, um die Erwartungen der Auftraggeber auch in Zukunft erfüllen zu können. Die Heizungsfachtagung soll mögliche Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen der heutigen Praxis präsentieren. Die Tagung deckt darum ein breites Themenspektrum ab, das von der Technik über Recht


SUISSETEC

Programm Heizungsfachtagung vom 31. März 2011 mit Simultanübersetzung (französisch/deutsch) ab 08.00

Empfang der Teilnehmer mit Kaffee und Gipfeli Ausstellungsbesuch

09.00

Begrüssung und Moderation

Mascha Santschi Moderatorin

09.05

Grussbotschaft des Zentralvorstandes

Georg Gallati suissetec Zentralvorstand

09.10

Schadenfälle während der Garantiezeit

Martin Bachmann/Bernhard Odermatt-Coduti Mobiliar Versicherungsgesellschaft

09.50

Rechtliche und andere Probleme rund um das Anlagewasser

Lic. iur. Peter Platzer Rechtsanwalt und Notar Platzer Strausak Partner, Solothurn

10.30

Pause

11.00

Heizwasserbefüllung richtig gemacht

Rolf Frei Perma-Trade, Bubikon

11.40

Überarbeitung SWKI-Richtlinie 97-1 Wasserbeschaffenheit für Heizungs-, Dampf-, Kälte- und Klimaanlagen

Daniel Weiss D. Weiss + Co., Zürich

12.00

Mittagessen, Kaffee

13.30

Peak Oil: Der globale Kampf ums Erdöl und die Folgen für die Gebäudetechnik

Dr. Daniele Ganser Universität Basel

14.30

Pelletheizungen für Klein- und Grossanlagen

Peter Liebi Geschäftsleiter LIEBI LNC AG, Sempach

15.10

Pause

15.30

Neue Vorschriften für Elektromotoren und Umwälzpumpen

Jürg Nipkow dipl. El. Ing. ETH / SIA

16.10

Ende der Veranstaltung

Mascha Santschi Moderatorin

Programmänderungen vorbehalten.

«Der globale Kampf ums Erdöl und die Folgen für die Gebäudetechnik» – Dr. Daniele Ganser, Schweizer Historiker und Friedensforscher, spricht zum Thema Peak Oil.

bis zu geopolitischen Fragestellungen reicht. Die verpflichteten Referenten, alles ausgewiesene Experten in ihren Fachbereichen, bieten Gewähr für topaktuelle Informationen. Die Heizungsfachtagung richtet sich an die Planungs- und Installationsunternehmen von suissetec im Heizungsbereich und an alle, die an aktuellen Beiträgen zu fachtechnischen, rechtlichen und gestalterischen Fragen im Bereich von Heizungsanla■ gen interessiert sind.


SUISSETEC

Neue Lernmoderatorin im suissetec Bildungszentrum Lostorf

Sandra Wegmüller freut sich auf motivierte Berufsleute Seit Anfang Januar verstärkt Sandra Wegmüller (40) als Lernmoderatorin das Ressort Heizung im BZ Lostorf. Die Studenten dürfen sich auf eine ausgewiesene Fachfrau mit langjähriger Praxis und breitem Bildungshintergrund freuen.

(baud) In eine von der Männerwelt dominierten Branche als Lernmoderatorin einzusteigen und erst noch in der höheren Berufsbildung, ist für Sandra Wegmüller kein Problem:

«Jemand, der vom Fach etwas versteht, muss nicht immer ein Fach-‹Mann› sein», sagt sie dazu schlicht. Dass sie für ihre neue Aufgabe am BZ Lostorf das Rüstzeug mitbringt, wird schnell klar, wenn man einen Blick auf ihre Karriere wirft: Nach der beruflichen Grundbildung zur Heizungszeichnerin besuchte sie berufsbegleitend die Technikerschule in Bern. Diese Weiterbildung schloss sie als diplomierte Technikerin TS in der Fachrichtung Heizung erfolgreich ab. Beruflich war Sandra Wegmüller in verschiedenen Firmen der Heizungs- und Energie-

branche tätig. Dort plante sie wärme- und kältetechnische Anlagen, erarbeitete Anlagekonzepte und bildete Lernende aus. Bei ihrem letzten Arbeitgeber, einem grösseren Betrieb in Thun, war sie als Bereichsleiterin Heizung und Mitglied der Geschäftsleitung tätig. Hier führte sie eine Abteilung mit rund 20 Mitarbeitenden und beschäftigte sich insbesondere mit der Planung, Ausführung und Fachbauleitung von Industrieanlagen. Bildungstechnisch kann Sandra Wegmüller ebenfalls auf langjährige Erfahrung zurückblicken. Seit 1999 amtet sie als Prüfungsexpertin des Fachbe-

reichs Heizung, seit 2010 auch beim Projektleiter/-in Gebäudetechnik. Ebenfalls seit 2010 moderiert sie in Lostorf das Modul Hydraulik. Sandra Wegmüller ist motiviert, ihr Wissen und ihre Erfahrungen an junge und interessierte Berufsleute weiterzugeben. Erneuerbare Energien, Umweltschutz und Klimaerwärmung sind für sie Themen, die gerade Leute aus der Gebäudetechnikbranche zur Weiterbildung motivieren sollten. Sandra Wegmüller lebt in Thun. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten aktiv: beim Volleyball, Skifahren, Tauchen, ■ Wandern und Reisen.

Susanne Da Rugna vor der Pensionierung

«Ich habe gerne für diese Menschen gearbeitet.» Susanne Da Rugna war elf Jahre als Direktionsassistentin für den Direktor, den Zentralpräsidenten und den Vorstand von suissetec tätig. Sie engagierte sich aber auch mit Hingabe und Leidenschaft für die Anliegen der Verbandsmitglieder. Ende Februar geht Susanne Da Rugna in den Ruhestand. (baud) Susanne Da Rugna war nicht nur die gute Seele der suissetec-Geschäftsstelle in Zürich, sondern auch bei unzähligen Delegiertenversammlungen und Messeauftritten des Verbandes. Als sie im Jahre 2000 von Lindt & Sprüngli zum damaligen SSIV kam, fühlte sie sich in der Gebäudetechnikbranche rasch zu Hause. Diese Sorte Menschen mochte sie ein-

fach – wohl auch deshalb, weil sie als Tochter eines Ostschweizer Eisen- und Stahlhändlers sozusagen mit dem Gewerbe aufgewachsen war. Die ersten Jahre beim Verband waren geprägt vom turbulenten Fusionsprozess von SSIV und Clima Suisse zu suissetec, den sie hautnah miterlebte. Noch heute erinnert sie sich lebhaft an diese stürmische Zeit und gibt zu, dass ihr diese Arbeits-

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phase einiges abverlangt habe. Umso glücklicher war Susanne Da Rugna, als sie sich mit Beginn der suissetec-Ära und später mit Direktor Hanspeter Kaufmann in einem Arbeitsumfeld wiederfand, in dem sie sich überaus wohlfühlte. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden, den kollegialen und respektvollen Umgang untereinander schätzte sie über alles. Ihre Ideale vermittelte Su-

(Foto: Marcel Baud)

sanne Da Rugna auch den KVLernenden im dritten Jahr, die sich bei ihr im Büro jeweils den


SUISSETEC

letzten Schliff für die Lehrabschlussprüfung und die weitere Berufskarriere holten. Die Arbeit mit jungen Menschen hat sie denn auch immer als besondere Bereicherung empfunden. Sie freute sich, wenn sie später hörte, dass so mancher Jugendliche seinen Weg nach der Berufsausbildung erfolgreich weiterverfolgte.

Schaltstelle des Verbandes Als Schaltstelle der suissetecFührung liefen bei Susanne Da

Rugna die Fäden zusammen: Sie war Hanspeter Kaufmanns rechte Hand, führte dessen Sekretariat, koordinierte Termine, organisierte Sitzungen und erledigte die Korrespondenz. Sie half bei der Planung, Organisation und Durchführung von DVs, Kongressen, Präsidentenkonferenzen. Bei der Eingangskontrolle empfing sie ihre Gäste immer mit einem strahlenden Lächeln und hatte für jedes Problem ein offenes Ohr.

So sehr ihr die Arbeit für suissetec auch Freude bereitet hat, so sehr freut sich Susanne Da Rugna jetzt auf das Leben nach dem Beruf. In Zukunft wird sie ihre Energie ausschliesslich für persönliche Projekte einsetzen. Ihre Familie, insbesondere ihre beiden Enkelkinder, werden sie auf Trab halten. Auch ihrem Freundeskreis will Susanne Da Rugna wieder mehr Zeit widmen. Ausserdem heiratet die jüngere Tochter bald, und da ihr zu-

künftiger Schwiegersohn aus Spanien stammt, möchte sie so schnell wie möglich Spanisch lernen, um mit dessen Angehörigen kommunizieren zu ■ können.

Urs Wyssling geht in Ruhestand

Die Grundbildung der Gebäudetechniker war seine Leidenschaft Er war kein Mann der grossen Worte, eher der «stille Chrampfer». Ende März erreicht Urs Wyssling, Leiter Grundbildung von suissetec, das reguläre AHV-Alter und wird nach fast 30 Jahren Engagement für die Gebäudetechnikbranche in den Ruhestand treten. (baud) Er war ein Bildungsprofi aus Leidenschaft und dafür investierte er all seine Energie. Mit Urs Wyssling verlässt ein Bildungsfachmann der ersten Stunde suissetec. Das fast dreissigjährige Wirken von Urs Wyssling würde ohne weiteres ein Buch füllen. In Erinnerung bleiben wird Urs Wyssling vor allem als Projektleiter, der die Planung und Umsetzung der Revision der Grundbildung sämtlicher suissetec-Berufe erfolgreich durchgeführt hat. Zwischen 2004 und 2010 – Vorgespräche fanden schon früher statt – passte er gemeinsam mit Arbeitsgruppen insgesamt sieben bestehende und vier neue Gebäudetechnikberufe an die Gegebenheiten der neuen Bildungsverordnungen an. Eine Mammutaufgabe, an der «sehr viel hing» – wie er selbst sagt. Sein Vorteil war, dass er alle Branchen von Haus aus bestens kannte und so jeweils kompetent auf die Bedürfnisse der einzelnen Berufe vom Spengler

bis zum Gebäudetechnikplaner eingehen konnte. Unter anderem galt es zahllose Bildungsdokumente, -reglemente und Lehrmittel zu überarbeiten oder neu herzustellen, Lehrabschlussprüfungen (neu «Qualifikationsverfahren») frisch zu konzipieren, Berufsbildner und Prüfungsexperten zu schulen und vieles mehr. Auch die Weiterentwicklung und die gesamtschweizerische Umsetzung des «Qualifizierten Lehrbetriebs Gebäudetechnik» geht auf das Konto des Bildungsexperten. Ein weiteres Grossprojekt, an dem Urs Wyssling massgeblich beteiligt war, ist die Entwicklung und Einführung des computergestützten Lernmanagament-Systems « SEPHIR ». Er freut sich sehr, dass sein intensives Werben für das fortschrittliche System Früchte trägt und immer mehr Sektionen SEPHIR zur Planung, Kontrolle, Überwachung und Bewertung der betrieblichen Bildung nutzen.

Vollgepackte Agenda Begonnen hatte Urs Wyssling 1981 beim damaligen VSHL (Verband Schweizerischer Heizungs- und Lüftungsfirmen). Hier war er als technischer Assistent des Geschäftsführers für Bildung, Technik und Kalkulation zuständig. Er erlebte die Anfänge des Computerzeitalters in der Geschäftswelt und führte selbst die ersten EDV-Systeme in die damalige Organisation ein. Jahre später lancierte Urs Wyssling die erste Website des Verbandes. Nachdem der VSHL zu Clima Suisse und nach der Fusion mit dem SSIV zu suissetec wurde, konzentrierte sich der Bildungsprofi ab 2003 voll und ganz auf das Amt des Leiters Bildungsprojekte. Seine Funktion erforderte auch die Mitarbeit in unzähligen Arbeitsgruppen und Kommissionen. Unter anderem vertrat er als Mitglied des Stiftungsrats und leitenden Ausschusses der Schweizerischen Technischen Fachschule Winterthur STFW

(Foto: Marcel Baud)

auch die Interessen von suissetec. Er nahm Einsitz in nationalen und regionalen Bildungsund Kurskommissionen und pflegte Kontakte zu Berufsfach-, Techniker- und Fachhochschulen. Es lässt sich leicht erahnen, wie vollgepackt die Agenda des Bildungsexperten, sehr oft auch abends, gewesen sein muss. Auch über seine Zukunftspläne verliert Urs Wyssling keine grossen Worte, er will sich zunächst einmal so richtig erholen und die Batterien wieder aufladen. Dann freue er sich vor allem darauf, endlich viel Zeit für sich selbst und seine Hobbys zu haben. Was mit Sicherheit zu seinem neuen Lebensabschnitt gehören wird, ist viel Sport zu treiben, zu reisen und vermehrt kulturelle Anlässe zu besuchen. ■

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In der Rubrik «In Ausbildun g...» ... begleiten w ir Isabel Men a während rund einem Jahr ihrer Berufsausb ildung. In lose r Folge berichte t die angehend e Haustetechnik planerin, Fach richtung Sani tär. persönlic h darüber, was sie im Lehrbetrieb, in Be rufsschule un d den überbetrie blichen Kursen freut, stört und bewegt.

Isabel Mena wird Haustechnikplanerin (Teil 16)

Ausschreibungen

Immer auf dem Sprung. Am Montag nach der Arbeit ist bei Isabel Mena noch Schule angesagt …

Zurzeit herrscht bei uns im Büro wieder einmal ein bisschen Hektik. Wer denkt, im Winter ist es in den Bauberufen ein wenig ruhiger, vergisst anscheinend die Planer! Für uns gilt es, das ganze Jahr hindurch Gas zu geben, damit die Bauleute, wenn es wärmer wird, genug Arbeit haben. Im Moment müssen wir viele Ausschreibungen auf einmal bearbeiten, und dies leider nicht nur von kleinen Einfamilienhäusern, sondern von riesigen Gebäuden, wo es sehr viel Material braucht. Das kann sehr anstrengend sein. In meiner Freizeit bleibt mir im Moment nicht besonders viel

Zeit zum Entspannen. Am Montagabend muss ich direkt in die Schule. An den anderen Tagen gehe ich nach Hause, um entweder zu lernen oder an meiner «Selbstvertiefungsarbeit» zu schreiben. Diese Arbeit ist eine gute Abwechslung zu meinen sonstigen Pflichten. Da das Oberthema «Engagement» ist, haben wir uns für das Thema «Betreuung von Menschen mit einer Behinderung» entschieden. Dieses Thema spricht mich sehr an, denn ich lerne viel über die Betreuer und auch über die von ihnen betreuten Menschen. Wir dürfen die Arbeit in Zweierteams erstellen. Nächste Woche

besuche ich gemeinsam mit meiner Teampartnerin die externe Beschäftigungsstätte «Le Pavillon» in Pratteln. Darauf freue ich mich sehr. ■ Isabel Mena

Baupreisindex Oktober 2010

Ohne Daten keine Statistik Letzten Herbst fand die Basiserhebung für den revidierten und aktualisierten Baupreisindex des Bundesamtes für Statistik BFS statt. Dabei ortete das Amt bei den Gebäudetechnik-Branchen Probleme mit der Datenbeschaffung. So war es im aktuellen Bericht nicht möglich, im Bereich Heizung/Klima/Sanitär für jede Grossregion einen Index zu berechnen. (baud) Man sei sich durchaus bewusst, dass gerade für Haustechnik-Unternehmen der Aufwand für die Preiseingabe gross sei, versuche aber andererseits den Prozess der Daten-

erhebung, zum Beispiel durch elektronische Eingabemöglichkeiten, so einfach wie möglich zu gestalten, sagt Yvonne Sieber vom BFS. Sie hofft, dass zukünftig wieder mehr Instal-

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lationsfirmen an der Datenerhebung teilnehmen. Zur Veröffentlichung eines Durchschnittspreises in einer Region seien mindestens fünf Meldungen nötig.

Zurzeit ist man beim BFS daran, den Baupreisindex zu revidieren und die Formulare anzupassen. Gerade die Haustechnikbranche wird mit dieser Revision auf den neusten Stand


SUISSETEC

Schweizerischer Baupreisindex (Indexwerte Schweiz) – für suissetec-Branchben relevante Daten: BKP-Nr.

Oktober 2010

Oktober 2010

3. Renovation Mehrfamilienhaus

4. Neubau Mehrfamilienhaus

Heizung / Lüftung

141.2

141.9

242

Wärmeerzeugung

140.9

140.9

243

Wärmeverteilung

150.7

150.7

244

Lüftungsanlagen

121.7

121.7

25

Sanitäranlagen

126.6

125.6

222

Spenglerarbeiten

124.2

124.2

24

Basis Okt. 98 = 100

gebracht, zumal sich hier in den letzten Jahren grosse Veränderungen abgezeichnet haben – Stichwort «Minergie». Der

nächste Baupreisindex von April 2011 wird demnach erstmals auf der Basis von Oktober 2010 beruhen.

Nebst dem Bundesamt für Statistik sind unter anderem auch die KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH, Zürich, (KOF-Prognosen, relevante Daten werden regelmässig in den Verbandsnachrichten veröffentlicht) sowie der Bauwirtschaftsspiegel von bauenschweiz auf Quelldaten der Gebäudetechnikunternehmen angewiesen. Auch suissetec engagiert sich für statistische Projekte, letztmals mit dem Betriebsvergleich 2009, der aufgrund der schwachen Beteiligung eingestellt werden musste. Daten für statistische Zwecke zu liefern, bedeutet durchaus

Arbeit für die angerufenen Unternehmer. Andererseits enthalten die daraus erstellten Statistiken aussagekräftige Indikatoren, mit denen sich die eigenen Geschäftsaktivitäten planen und einordnen lassen. Der Aufwand lohnt sich und ist ein solidarischer Akt zugunsten der ganzen ■ Branche.

Bildungsangebote suissetec Lostorf

Sanitär

Heizung Sanitär Spengler

Berufsziel eidg. Fachausweis als Chefmonteur/-in Heizung oder Sanitär, Spenglerpolier/-in: Vorbereitungsmodul: jährlich im Herbst, 2 Wochen. Lehrgang: jährlich ab Frühjahr, 18 Wochen, verteilt auf 1½ Jahre Berufsziel eidg. Diplom: Fachleuten im Besitz des eidg. Fachausweises ist der Einstieg in den Diplomlehrgang jederzeit möglich: Lehrgang: jährlich ab Herbst, 18 Wochen, verteilt auf 1½ Jahre Heizung Lüftung/Kälte Sanitär Spengler

Lehrgang Projektleiter/-in Gebäudetechnik mit eidg. Fachausweis ab 8. August 2011 (Anmeldeschluss: 20. Juni 2011)

Vorbereitungskurs auf den Lehrgang eidg. Fachausweis 31. Oktober–11. November 2011 (Anmeldeschluss: 3. Oktober 2011) Lehrgang Chefmonteur/-in Sanitär mit eidg. Fachausweis ab 12. März 2012 (Anmeldeschluss: 16. Dezember 2011) Lehrgang Sanitärmeister/-in mit eidg. Diplom ab 5. Dezember 2011 (Anmeldeschluss: 12. September 2011) Lehrgang Sanitärplaner/-in mit eidg. Diplom ab 12. März 2012 (Anmeldeschluss: 16. Dezember 2011) Servicemonteurkurs Sanitär Teil 1 (Modul 50.11) 2.–6. Mai 2011 (Anmeldeschluss: 1. April 2011)

Lehrgang Energieberater/-in Gebäude mit eidg. Fachausweis ab 15. August 2011 (Anmeldeschluss: 20. Juni 2011)

Servicemonteurkurs Sanitär Teil 2 (Modul 50.12) 15.–17. Juni 2011 (Anmeldeschluss: 15. Mai 2011)

Heizung

Spengler

Vorbereitungskurs auf den Lehrgang eidg. Fachausweis 28. Februar–11. März 2011 (Anmeldeschluss: umgehend)

Vorbereitungskurs auf den Lehrgang eidg. Fachausweis 28. Februar–11. März 2011 (Anmeldeschluss: umgehend)

Lehrgang Chefmonteur/-in Heizung mit eidg. Fachausweis ab 16. Mai 2011 (Anmeldeschluss: 8. April 2011)

Lehrgang Spenglerpolier/-in mit eidg. Fachausweis ab 2. Mai 2011 (Anmeldeschluss: 11. März 2011)

Lehrgang Heizungsmeister/-in mit eidg. Diplom ab 5. Dezember 2011 (Anmeldeschluss: 12. September 2011)

Lehrgang Spenglermeister/-in mit eidg. Diplom ab 5. Dezember 2011 (Anmeldeschluss: 12. September 2011)

Servicemonteurkurs Heizung (Modul 50.21) 24.–28. Oktober 2011 (Anmeldeschluss: 23. September 2011)

Blitzschutz (Modul 32.15) 24.–25. März 2011 (Anmeldeschluss: 7. März 2011)

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SUISSETEC

Allgemein

Wir haben INtUS weiterentwickelt: Persona – Entwickeln Sie Ihre persönlichen Kompetenzen – 5 verschiedene Module mit Zertifikat suissetec. Daten und Seminar-Orte siehe www.suissetec.ch Aktuelle Kurs- und Seminarangebote des Bildungszentrums suissetec Lostorf finden Sie unter: www.suissetec.ch. Anmeldungen können direkt online vorgenommen werden.

Veranstalter Bildungszentrum suissetec, 4654 Lostorf Tel. 062 285 70 70 Fax 062 298 27 50 E-Mail: lostorf@suissetec.ch Internet: www.suissetec.ch Wir bitten die Kursbesucher, bei der Anreise wenn möglich die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen. Ab Olten SBB verkehren halbstündlich Busse nach Lostorf.

STFW Winterthur Winterthur Gebäudeautomatiker STFW, berufsbegleitend HGA 11/1 (2 Semester) 29. April 2011– 08. Juni 2012 Infoveranstaltung Gebäudeautomatiker HGA INFO: 1. März 2011, 18.30–20.00 Uhr Servicemonteur Lüftung/Klima, berufsbegleitend HSML 11/1 (2 Semester) 26. März 2011–März 2012 Projektleiter Sicherheitssysteme HSES «Sicherheit» 11/1 (3 Semester) 15. April 2011– 07. Juli 2012 Projektleiter Sicherheitssysteme HSES «Feuer» 11/1 (3 Semester) 08. April 2011– 07. Juli 2012 Kurzkurse

Der Monteur als Instruktor von Lernenden HIL 11/2 (1 Tag): 13. September 2011 Der Ausbildungsverantwortliche von Lernenden HBL 11/1 (1 Tag): 24. Februar 2011 HBL 11/2 (1 Tag): 20. September 2011 Hygiene in Raumlufttechnischen Anlagen/ Hygieneschulung nach VDI/SWKI HSR A 11/1 Planung (2 Tage) 07.– 08. März 2011 HSR A 11/2 Planung (2 Tage) 23.–24. Mai 2011 HSR A 11/3 Planung (2 Tage) 04.– 05. Juli 2011 HSR B 11/1 Service (1 Tag) 14. März 2011 HSR B 11/2 Service (1 Tag) 30. Mai 2011 HSR B 11/3 Service (1 Tag) 11. Juli 2011 Elektrische Grundschaltungen und Steuerungen HLEG 11/1 (3 Tage) 17.–19. Mai 2011 HLEG 11/2 (3 Tage) 11.–13. Oktober 2011

86 HK-Gebäudetechnik 2 I 11

Prüfungsvorbereitung für die Anschlussbewilligung Art. 15 NIV Elektro-Anschlussbewilligung EAB 11/1 (6 Tage) 02.–17. März 2011 EAB 11/2 (6 Tage) 15.–30. Juni 2011 Regeltechnik Grundlagen HRG 11/1 (3 Tage) 17.–19. Mai 2011 Lufttechnik HLT 11/1 (2 Tage) 07.– 08. Juni 2011 Elektro- und Prinzipschema lesen HEP 11/1 (2 Tage) 29.–30. Juni 2011 Kältetechnik Grundlagen HKG 11/1 (2 Tage) 11.–12. April 2011 HKG 11/2 (2 Tage) 11.–12. Oktober 2011 Kältetechnik Aufbau HKA 11/1 (2 Tage) 10.–11. Mai 2011 Systematik in der Störungsbehebung HSS 11/1 (2 Tage) 12.–13. April 2011 HSS 11/2 (2 Tage) 23.–24. August 2011 Haustechnik für Einsteiger HHE 11/1 (3 Tage) 03. - 05. Mai 2011 HHE 11/2 (3 Tage) 06. – 08. September 2011 Hydraulik/hydraulischer Abgleich HHA 11/1 (2 Tage) 20.–21. Juni 2011 HHA 11/2 (2 Tage) 12.–13. September 2011 Regeltechnik Aufbau HRA 11/1 (2 Tage) 27.–28. Juni 2011 HRA 11/2 (2 Tage) 14.–15. September 2011 Montage und MSR HMM 11/1 (1 Tag) 25. August 2011 Messen in der Lufttechnik HML 11/1 (2 Tage) 27.–28. September 2011 Luftvolumenstrommessungen/Firmenkurse HLV 11/1 (1 Tag) 06. Juli 2011 HLV – F (Firmenkurs) nach Bedarf Beachten Sie bitte das Merkblatt über suissetec-Weiterbildungssubventionen im Bereich Heizung-Lüftung-Klima (HLK)

Veranstalter Schweizerische Technische Fachschule Winterthur STFW Schlosstalstrasse 139 8408 Winterthur Tel. 052 260 28 00 Fax 052 260 28 03 E-Mail : info@stfw.ch Internet : www.stfw.ch


AGENDA

Permanente Agenda (Änderungen vorbehalten: Bitte erkundigen Sie sich bei den Veranstaltern nach den definitiven Terminen.) Anmeldung

Thema/Ort

Datum

Sekretariat Energie-Apéros Aargau 5400 Baden Tel. 056 222 41 81 www.energieaperos-ag.ch

Energie-Apéros Aargau 2011 Kanton Aargau – Klimawandel, Energienutzung und -produktion: 17.30–19.30 Uhr, Donnerstag in Lenzburg, Dienstag in Aarau

10. März 2011, Lenzburg 15. März 2011, Aarau

energie-cluster.ch 3011 Bern Tel. 031 381 24 80 www.energie-cluster.ch

Energie-Apéros 2011 Regionale Informationsvermittlung für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Diese Anlässe bieten interessierten Bauherrschaften, Planern und Architekten, Behörden und Installateuren neueste Informationen zu Energie- und Gebäudethemen.

16. Februar 2011, Naters 22. Februar 2011, Bern 2. + 15. März 2011, Bern 9. März 2011, Biel 22. März 2011, Thun 23. März 2011, St-Imier 30. März 2011, Bern 31. März 2011, Solothurn 7. April 2011, Interlaken 5. April 2011, Bern 6. April 2011, Burgdorf

Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau (BFH-AHB), 2500 Biel 6 Tel. 032 344 03 30, www.ahb.bfh.ch

6. Tagung Holzenergie Effizienz in der Holz-Energiegewinnung Biel

16. Februar 2011

Euroforum Schweiz AG, 8021 Zürich www.euroforum.ch www.haustech-planertag.ch

6. Schweizer Haustech Planertag Kongresshaus Zürich

24. Februar 2011

Impressum HK-Gebäudetechnik 9. Jahrgang, Nr. 2, Februar 2011 (37. Jahrgang HeizungKlima), erscheint monatlich. www.hk-gebaeudetechnik.ch, ISSN 1016-5878, Druckauflage: 8500 Ex., Auflagebestätigung Post: 5857 Ex. verkauft, 1362 Ex. gratis Kontakt Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.nachname@azmedien.ch Herausgerberin AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Tel. 058 200 56 50, Fax 058 200 56 61 Geschäftsführer: Dietrich Berg Leiterin Zeitschriften: Ratna Irzan Redaktion AZ Fachverlage AG, HK-Gebäudetechnik Neumattstrasse 1, Postfach, CH-5001 Aarau. Peter Warthmann, Chefredaktor, Tel. 058 200 56 15, peter.warthmann@azmedien.ch Franz Lenz, stellv. Chefredaktor, Tel. 058 200 56 11, franz.lenz@azmedien.ch Peter T. Klaentschi, Redaktor, Tel. 056 667 38 36, peter.klaentschi@azmedien.ch Ständige externe Autoren: Bernd Genath, Thomas Glatthard, Alan Hawkins, Anita Niederhäusern, Kurt Rüegg, Erich Schwaninger, Martin Stadelmann, Andrea Voigt, Jürg Wellstein

Marco Andreoli, Vorsitzender der Geschäftsleitung CTA AG, 3110 Münsingen. Georg Gallati, Geschäftsleitung Gallati AG, 6003 Luzern. Urs Jenny, Geschäftsleitung Gabs AG, Pestalozzi+Co. AG, 8953 Dietikon. Richard Osterwalder, Geschäftsleiter Weishaupt AG, 8954 Geroldswil, Mitglied GebäudeKlima Schweiz. Patrick Frei, Geschäftsführer Sanitas Troesch, St. Gallen. Beat Scherrer, Geschäftsführer Scherrer Metec AG und Cupolux AG. Copyright Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Text- und Bildunterlagen übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet. Redaktionelle Beiträge: Produkte-Hinweise werden kostenlos abgedruckt, Auswahl erfolgt durch die Redaktion. Bezahlte Beiträge werden mit «Publireportage» oder «Anzeige» gekennzeichnet. Leitung Werbemarkt Jürg Rykart, Tel. 058 200 56 04

Anzeigenleitung /Kundenberatung Rolf Niederberger, Tel. 058 200 56 18, rolf.niederberger@azmedien.ch Ursula Aebi, Tel. 058 200 56 12, Fax 058 200 56 61, suissetec-Redaktion: Benjamin Mühlemann, Marcel Baud ursula.aebi@azmedien.ch Anzeigentarif unter www.hk-gebaeudetechnik.ch Redaktioneller Beirat Daniel Bader, Leiter Kommunikation Leitung Online und Marketing Peter Jauch R. Nussbaum AG, 4601 Olten.

Aboverwaltung, Abonnemente Corinne Dätwyler, Tel. 058 200 55 74, abo@hk-gebaeudetechnik.ch Preis Jahres-Abonnement: Fr. 128.– (inkl. MwSt.) Layout/Produktion: Gülsah Yüksel Korrektorat: Ruedi Tschumi, Max Feuz Druck: Vogt-Schild Druck AG, 4552 Derendingen Offizielles Publikationsorgan Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband (suissetec), 8023 Zürich, Tel. 043 244 73 00, www.suissetec.ch GebäudeKlima Schweiz, Verband für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, 8021 Zürich, Tel. 043 366 66 80, www.gebaeudeklima-schweiz.ch MeGA, Fachverband der führenden Gebäudeautomationsplaner der Schweiz, c/o Alfacel AG, 6330 Cham, www.mega-planer.ch Schweizerischer Verband für Wärmekraftkopplung (WKK-Verband), 5400 Baden, Tel. 079 483 46 66, www.waermekraftkopplung.ch GNI Gebäude Netzwerk Initiative, 8045 Zürich, Tel. 043 244 99 67, www.g-n-i.ch Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, CEO: Christoph Bauer www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: Aargauer Zeitung AG, AZ Anzeiger AG, AZ Crossmedia AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Vertriebs AG, Media Factory AG , Basellandschaftliche Zeitung AG, Berner Landbote AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Radio Argovia AG, Radio 32 AG, Radio 32 Werbe AG, Solothurner Zeitung AG, Tele M1 AG, TMT Productions AG, Vogt- Schild Anzeiger AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG

2 I 11 HK-Gebäudetechnik 87


AGENDA

Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau (BFH-AHB), 2500 Biel 6 Tel. 032 344 03 30, www.ahb.bfh.ch

Sommerlicher Wärmeschutz in Wohn- und Bürobauten Komfortklima – Gebäude – Fassade – Gebäudetechnik Fachseminar, Biel

24. Februar 2011

TWK – Test- und Weiterbildungszentrum Wärmepumpen und Kältetechnik GmbH D-76149 Karlsruhe Tel. 0049 721 97317-0 www.twk-karlsruhe.de > Weiterbildung > aktuelle Symposien

TWK-Symposium: Wärmepumpen Qualität bei Herstellung, Planung und Installation. Wie können die Erwartungen der Kunden nach qualitativ hochwertigen Systemen erfüllt werden? Typische Probleme sowie deren Vermeidung und Behebung werden genannt. Karlsruhe

2. März 2011

ZT Fachmessen AG, 5413 Birmenstorf Tel. 056 204 20 20, www.fachmessen.ch www.minergie-expo.ch

2. internationale Minergie-Fachtagung Fachkongress im Rahmen der ersten Minergie Expo, Messe Luzern

10. März 2011

forum-holzbau, 2501 Biel Tel. 032 327 20 00 www.forum-holz.com

Holzbau Spezial: Schall und Akustik, ISA 2011 D-Bad Wörishofen

16.–17. März 2011

Hochschule Luzern – Technik & Architektur, HSLU www.hslu.ch/planerseminar

7. ZIG-Planerseminar HSLU Trends, Forschung BFE, Nachhaltigkeitslabel, aktive Fassaden, Vorzeigeobjekte. HSLU Horw

22. März 2011

Weishaupt AG 8954 Geroldswil Tel. 044 749 29 29 www.weishaupt-ag.ch

10. WIF, Weishaupt-Ingenieur-Fachzirkel Effiziente Heiztechnik, Ölbrennwerttechnik, Normen und Vorschriften, Schallschutz bei Wärmepumpen, Erfahrungen aus der Praxis und Tipps zur Solartechnik. 8.30–16.30 Uhr, Tagungszentrum Geroldswil

24. März 2011

Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau (BFH-AHB) 2500 Biel 6 Tel. 032 344 03 30 www.ahb.bfh.ch www.windays.ch

windays 2011, Fenster und Fassade Entwicklungen und Trends im Fenster- und Fassadenmarkt, Nachhaltigkeit – Green Architecture, Fenster- und Fassadentechnik, Sanierung – Ertüchtigung oder Austausch, Forschung und Entwicklung, Umsetzung in Fertigung und Produktion. Zielpublikum: Führungskräfte der internationalen Fenster- und Fassadenbranche, Architekten und Planer. Begleitende Fachausstellung. Donnerstag 8.30 Uhr bis Freitag 17.00 Uhr, Kongresshaus Biel

24./25. März 2011

Geschäftsstelle energie-cluster.ch 3011 Bern Tel. 031 333 24 69 www.energie-cluster.ch»

energie-cluster.ch-Jahrestagung 2011: Effizienz- und Kostenrevolution mit erneuerbaren Energien Programm und Anmeldung: www.energie-cluster.ch

9. Mai 2011

Europa Forum Luzern 6005 Luzern, Tel. 041 318 37 87 www.europa-forum-luzern.ch

20. Internationales Europa Forum Luzern zum Themenkreis «Wirtschaft, Demografie und Altersvorsorge» KKL Luzern

Mitte Mai 2011

Swiss TS und GeFaSuisse www.swissts.ch

13. Gefahrguttag Schweiz Wissens- und Diskussionsplattform der Gefahrgutbranche. Swiss Conference Center, Flughafen Basel

8. Juni 2011

Swegon SA, 8546 Islikon Tel. 052 369 21 20 www.swegon.ch

Swegon Air Academy 2011 Akustik in der Haustechnik, Kältemaschinen- und Kältechnik, Bus-Systeme Donnerstag-Nachmittag, Zürich

9. Juni 2011

European Fuel Cell Forum Luzern, Dr. Ulf Bossel Tel. 044 586 56 44 www.efcf.com

10. European Fuel Cell Forum 2011 Internationaler Fachkongress. Wissenschaft, Technik und Anwendungen für alle Brennstoffzellen. Kultur- und Kongresszentrum, Luzern

28. Juni bis 1. Juli 2011

World Engineers’ Convention 2011 c/o SIA, 8027 Zürich, Tel. 044 283 15 15 www.wec2011.org

World Engineers’ Convention (WEC) 2011 Engineers Power the World – Facing the Global Energy Challenge Genf

4.–9. September 2011

www.proklima.ch

6. ProKlima-Tag 2011 Baden

Mitte November 2011

«Focus Events AG 2504 Biel, Tel. 032 344 03 18 www.hausbaumesse.ch»

17. Herbstseminar anlässlich Schweizer Hausbau- und Energie-Messe 2011, BEA bern expo

24. November 2011

Schweizerischer Verein für Kältetechnik SVK www.svk.ch

Kälte Forum 2011 BEA bern expo (Schweizer Hausbau- und Energie-Messe 2011)

24./25. November 2011

Schweizerischer Verein von Gebäudetechnik-Ingenieuren SWKI, www.swki.ch

Jubiläumsfeier 50 Jahre SWKI SWKI vereint Jung und Alt, Solothurn

23. November 2012

88 HK-Gebäudetechnik 2 I 11


AGENDA

Kurse

Trinkwasserhygiene in Hausinstallationen Sanitärinstallateure und -planer, Personen aus dem technischen Dienst (Spitäler, Heime, Schulen usw.) sowie Brunnenmeister werden für Probleme der Trinkwasserhygiene in Hausinstallationen sensibilisiert. Kursinhalt: Lebensmittelrecht, Richtlinien und Leitsätze, Planung, Installation, Inbetriebnahme, Wartung, Sanierung. Kursdauer: 1 Tag, Kurszeiten: 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr Ort: Georg Fischer JRG AG, 4450 Sissach

24. März 2011 29. März 2011

Bau- und Umweltchemie AG 8037 Zürich Tel. 044 440 72 11 www.raumlufthygiene.ch

Gesunde Bauten planen Gesunde, schadstoffarme Gebäude mit einem guten Innenraumklima sind keine Selbstverständlichkeit. Planungsseminar für Bauleiter, Projektleiter, Handwerker, Architekten, Bauherren. 8.30–12.30 Uhr, Technopark Zürich

24. März 2011

energie-cluster.ch 3011 Bern Tel. 031 381 24 80 www.energie-cluster.ch

Kurs Komfortlüftung in Wohngebäuden Planung und Einbau von Komfortlüftungsanlangen, Vermeidung von Anlage-Schwachstellen im Betrieb und Unterhalt. Kurs für Planer/Architekten, Installateure, Chefmonteure und Systemanbieter; Fachpersonen, die mit der fachgerechten Montage, Servicearbeiten und Inbetriebnahme von Komfortlüftungssystemen betraut sind.

Kurs 13: 4.+5.+18.+19. März 2011 Kurs 14: 21.+22. Oktober und 4.+5. November 2011

energie-cluster.ch 3011 Bern Tel. 031 381 24 80 www.energie-cluster.ch

Hochleistungs-Wärmedämmung HLWD Kurs für Architekten, Planer, Bauphysiker, Polybauer, Fassadenbauer, Bausystemanbieter und Energiefachleute. HWZ Zürich

8. März 2011 27. Oktober 2011

Hochschule für Technik FHNW 5210 Windisch Tel. 056 462 44 11 www.fhnw.ch/technik

Ausbildung in Energie- und Umwelttechnik an der FHNW Der erste Ausbildungsgang startet im September 2011. Informationsveranstaltungen Freitag und Samstag, Hauptgebäude der Hochschule für Technik der FHNW, Klosterzelgstrasse 2, 5210 Windisch

11. + 12. März 2011

energie-cluster.ch 3011 Bern Tel. 031 381 24 80 www.energie-cluster.ch > Veranstaltungen/Kurse

Planungsseminare zu Minergie-P und Minergie-A für Bau- und Energiefachleute, Investoren. Experten behandeln Grundlagen, Definition und Zertifizierung des Gebäudestandards sowie Architektur, Gebäudehülle, Bauphysik und Haustechnik. Kurs 1 in Weinfelden, Kurs 2 in Sursee, Kurse 3 + 4 in Biel

12./13. April 2011, Weinfelden 17./18. Mai 2011, Sursee 1./2. September 2011, Biel 8./9. September 2011, Biel

energie-cluster.ch 3011 Bern Tel. 031 381 24 80 www.energie-cluster.ch > Veranstaltungen/Kurse

Verschiedene Kurse: – Wärmedämmen: ein Muss – 60 Prozent Energie sparen – Mehr Marktanteile Komfortlüftung – Deklaration KL – Energiesparen mit Gebäudeautomation – Wärmepumpen konkret: Einsatzgebiete, Vorteile – Plusenergiehaus

Daten siehe www.energie-cluster.ch > Veranstaltungen/Kurse

Walter Meier (Klima Schweiz) AG 8603 Schwerzenbach, Tel. 044 806 41 41 www.waltermeier.com

Technische Schulung für Fachkräfte z. B. Basiskurs Wärmepumpen, Sanierungsprojekte

Daten unter www.waltermeier.com

Muntwyler Energietechnik AG 3052 Zollikofen/BE Tel. 031 911 50 63 www.solarcenter.ch

Muntwylers Solarakademie, Kurse u.a. zu den Themen – Netzgekoppelte solare Stromversorgungen – Netzgeführte Wechselrichter – Solarthermische Systeme

Kurs-Daten unter www.solarcenter.ch Solarakademie

Georg Fischer JRG AG 4450 Sissach Kristin Kolloff, Tel. 061 975 23 62 kristin.kolloff@georgfischer.com www.jrg.ch

Unterfordert? Mit den praxisorientierten Aus- und Weiterbildungen der STFW bestimmt nicht mehr. Schaffen Sie die optimalen Voraussetzungen für Ihre berufliche Zukunft.

GEBÄUDEAUTOMATIKER/-IN

> mit suissetec-Zertifikat, April 2011 bis Juni 2012

PROJEKTLEITER/-IN SICHERHEITSSYSTEME > mit eidg. Fachausweis, April 2011 bis Juli 2012

SERVICE-MONTEUR/-IN LÜFTUNG/KLIMA > mit suissetec-Zertifikat, März 2011 bis März 2012

Informationsveranstaltungen Gebäudeautomatiker/-in, Dienstag, 1. März 2011, 18.30 bis 20 Uhr

Schlosstalstrasse 139 8408 Winter thur Telefon 052 260 28 00 info@stf w.ch w w w.stf w.ch

2 I 11 HK-Gebäudetechnik 89


AGENDA

Solar Promotion GmbH D-Pforzheim, Tel. 0049 72 31/5 85 98-0 www.intersolar.de

Intersolar Europe 2011 München

8.–10. Juni 2011

Wigra Expo AG, 8408 Winterthur Tel. 052 508 06 10, www.real-site.ch

2. realSite 2011 Fachmesse für kommerziell genutzte Liegenschaften: ImmobilienInvestments, Standorte und Immobilien-Entwicklung, Real Estate Management und Facility Management. Messezentrum Zürich

21.–23. Juni 2011

ZT Fachmessen AG 5413 Birmenstorf, Tel. 056 204 20 20 www.fachmessen.ch/bauen www.bauen-modernisieren.ch

Bauen & Modernisieren Messe Zürich

1.–5. September 2011

MCH Messe Schweiz (Basel) AG 4005 Basel Tel. 058 200 20 20, www.ineltec.ch

Ineltec 2011 Technologiemesse für Gebäude und Infrastruktur Basel

13.–16. September 2011

www.pelletsforum.de

Interpellets 2011 + 11. Industrieforum Pellets 2011, Messe Stuttgart

5.–7. Oktober 2011

easyFairs Switzerland GmbH 4058 Basel Tel. 061 228 10 00 www.easyfairs.com/schweiz

Industrie- & Zweckbau Schweiz Nationale Messe für Gewerbebau, Bürobau und öffentliche Gebäude. Gebäudetechnik: Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. BEA bern expo

12.–13. Oktober 2011

Exhibit & More AG, 8117 Fällanden Tel. 044 806 33 99 www.sicherheit-messe.ch

Sicherheit Zürich 2011 Fachmesse und begleitender Fachkongress, Messe Zürich

15.–18. November 2011

Focus Events AG 2504 Biel, Tel. 032 344 03 18 www.hausbaumesse.ch

Schweizer Hausbau- und Energie-Messe 2011 Energieeffizientes Bauen und Sanieren, Holzbau, erneuerbare Energien BEA bern expo

24.–27. November 2011

MCH Messe Schweiz (Basel) AG 4005 Basel Tel. 058 200 20 20 www.swissbau.ch www.hilsa.ch

Swissbau 2012 mit Integration der Bereiche Lüftung, Klima und Kälte (ex Hilsa) Messe Basel

17.–21. Januar 2012

Höhere Fachschule (eidg. anerkannt)

Höhere Berufsbildung

Dipl. Techniker/in HF

Vorbereitungsschulen auf eidg. Berufs- und Höhere Fachprüfungen

Elektrotechnik (Techn. Informatik, Elektronik, Energie)

Gebäudetechnik Neu! Logistik

Nachdiplomstudien HF NDS Betriebswirtschaftslehre für Führungskräfte: (Managementkompetenz) NDK Projektleiter Gebäudeautomation

ISO 9001 • eduQua

Die IBZ Schulen bilden Sie weiter. Elektro-Installateur/in Elektro-Projektleiter/in Elektro-Sicherheitsberater/in Praxisprüfung gemäss NIV2002 Instandhaltungsfachmann Neu! Logistikfachmann

Kursbeginn: April/Oktober Kursorte: Zürich Bern Basel Aarau Sargans Sursee Winterthur Zug

90 HK-Gebäudetechnik 2 I 11

IBZ Schulen für Technik Informatik Wirtschaft Telefon 062 836 95 00 E-Mail ibz@ibz.ch, www.ibz.ch


AGENDA I STELLENMARKT

Solar Promotion GmbH D-Pforzheim, Tel. 0049 72 31/5 85 98-0 www.intersolar.de

Intersolar Europe 2011 München

8.–10. Juni 2011

Wigra Expo AG, 8408 Winterthur Tel. 052 508 06 10, www.real-site.ch

2. realSite 2011 Fachmesse für kommerziell genutzte Liegenschaften: Immobilien-Investments, Standorte und Immobilien-Entwicklung, Real Estate Management und Facility Management. Messezentrum Zürich

21.–23. Juni 2011

ZT Fachmessen AG 5413 Birmenstorf, Tel. 056 204 20 20 www.fachmessen.ch/bauen www.bauen-modernisieren.ch

Bauen & Modernisieren Messe Zürich

1.–5. September 2011

MCH Messe Schweiz (Basel) AG 4005 Basel Tel. 058 200 20 20, www.ineltec.ch

Ineltec 2011 Technologiemesse für Gebäude und Infrastruktur Basel

13.–16. September 2011

www.pelletsforum.de

Interpellets 2011 + 11. Industrieforum Pellets 2011, Messe Stuttgart

5.–7. Oktober 2011

easyFairs Switzerland GmbH 4058 Basel Tel. 061 228 10 00 www.easyfairs.com/schweiz

Industrie- & Zweckbau Schweiz Nationale Messe für Gewerbebau, Bürobau und öffentliche Gebäude. Gebäudetechnik: Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. BEA bern expo

12.–13. Oktober 2011

Exhibit & More AG, 8117 Fällanden Tel. 044 806 33 99 www.sicherheit-messe.ch

Sicherheit Zürich 2011 Fachmesse und begleitender Fachkongress, Messe Zürich

15.–18. November 2011

Focus Events AG 2504 Biel, Tel. 032 344 03 18 www.hausbaumesse.ch

Schweizer Hausbau- und Energie-Messe 2011 Energieeffizientes Bauen und Sanieren, Holzbau, Erneuerbare Energien BEA bern expo

24.–27. November 2011

MCH Messe Schweiz (Basel) AG 4005 Basel Tel. 058 200 20 20 www.swissbau.ch www.hilsa.ch

Swissbau 2012 mit Integration der Bereiche Lüftung, Klima und Kälte (ex Hilsa) Messe Basel

17.–21. Januar 2012

HLK Personal AG Unsere Mandantin ist eine ausführende Unternehmung der Gebäudetechnik, spezialisiert im Klima- Lufttechnik- und Kälte-Bereich. Domiziliert am schönen Zürichsee; Wädenswil. Die Firmenkultur und ganzheitliche Firmenphilosophie sind tragender Bestandteil des Erfolges und des guten Rufes der Unternehmung auf dem Markt. Zur Verstärkung des Teams suchen wir einen erfahrenen

Projektleiter Klima-/Lüftung Der in dieser Unternehmung voll gefordert wird, sein Fach- sowie sein Humanpotential aber auch ganz entfalten und weiter entwickeln kann.

Die Schmidt AG ist ein weit über die Region Luzern hinaus bekanntes Unternehmen, das über 40 Jahre Erfahrung verfügt und in jeder Beziehung für höchstes Qualitätsniveau bürgt. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir per sofort oder nach Uebereinkunft einen

– Projektleiter Sanitär – bauleitenden Sanitär-Monteur

Um den immer umfassenderen Bedürfnissen des Marktes gerecht zu werden, suchen wir ebenso einen

Leiter Service Als LKK-Dienstleistungsspezialist mit möglichem Ausbaupotential in den Bereichen EHS sowie unternehmerischen Denken und Handeln, stehen Sie einem ca. 10-köpfigen Team von Servicetechnikern vor, dass Sie im wirtschaftlichen sowie menschlichen Sinne erfolgreich führen. Sie dürfen hervorragende Anstellungsbedingungen erwarten in einem modernen und dynamischen Umfeld. Das Geschäftsklima ist professionell, motivierend und aufgeschlossen. Der Beauftragte Ralph Angelè, (Tel. 055 417 80 20) informiert Sie, diskret, gerne näher über diese attraktive Stelle. Ihre Unterlagen bitte vollständig an untenstehende Adresse.

HLK Personal AG Staldenbachstrasse 11 8808 Pfäffikon angele@hlk-personal.ch

Sie möchten Ihre fundierte Ausbildung ergänzen und suchen deshalb eine neue Herausforderung. Wenn Sie zudem gerne in einem jungen, dynamischen und qualitätsbewussten Team arbeiten, rufen Sie uns an. Unser Herr Guido Schmidt gibt Ihnen gerne weitere Auskunft. St.-Karli-Strasse 8 CH-6004 Luzern Tel. 0041 41 2 494 494 www. schmidtag.ch ISO 9001-2000


STELLENMARKT

Sie mÜchten beruflich vorwärtskommen, Ihre Ziele realisieren und Erfolg haben - wir bieten Ihnen diese Chance. Wir suchen eine fachkompetente und unternehmerische Person als

Abteilungsleiter/ in Sanitär Ihre Aufgaben: Bearbeitung aller Projektphasen von der Planung bis hin zum erfolgreichen Abschluss. Dabei zeigen Sie Gespßr fßr die fachliche, terminliche und gesamtheitliche Bearbeitung anspruchsvoller Projekte. Sie denken und handeln unternehmerisch und sind motiviert, den Erfolg des Unternehmens positiv zu beeinflussen. Ihr Profil: Sie sind Meister Fachrichtung Sanitär oder Techniker TS. Ein paar Jahre Berufserfahrung in vergleichbarer Position, in Stellvertreterfunktion (oder mit den Fähigkeiten dazu) sind erwßnscht. Sie sind eine offene, ßberzeugende und selbstbewusste Person mit einem Flair fßr die Kundenbetreuung und Geschäftssinn. In dieser Funktion arbeiten Sie selbständig und ßbernehmen die entsprechende Verantwortung. Das Angebot: Es erwartet Sie ein faszinierendes Arbeitsgebiet in einem kollegialen Arbeitsumfeld mit Freiraum fßr Kreativität und Eigeninitiative. Mit attraktiven Anstellungsbedingungen und langfristigen Perspektiven kÜnnen Sie rechnen. Interesssiert? Fßr Fragen steht Ihnen Walter Kaufmann gerne zur Verfßgung.Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie per Post an uns. Selbstverständlich behandeln wir Ihren Kontakt vertraulich.

Kaufmann Spenglerei + Sanitär AG Im Hanselmaa 6 8132 Egg b. Zßrich www.kaufmann-egg.ch

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Ihre Chance zur Selbständigkeitâ&#x20AC;Ś In unseren Kleinbetrieb im Kanton Thurgau suchen wir einen gelernten

Sanitär-Heizungsmonteur oder Sanitär-Monteur fĂźr das selbständige FĂźhren der Sanitär- und Heizungsabteilung, Neu- und Umbauarbeiten sowie Servicearbeiten. Das ist eine Dauerstelle mit Ausbaupotential in den Bereichen Sanitär, Heizung, Sonnenenergie und Wasserversorgung. Zudem sind wir auf der Suche nach einer Nachfolgeregelung fĂźr die Ă&#x153;bernahme und WeiterfĂźhrung unserer Firma. Wir sind seit 36 Jahren erfolgreich tätig und das Unternehmen bietet eine wirtschaftlich sehr solide Grundlage. Sollte die Selbständigkeit Ihr Ziel sein, bieten wir Ihnen die Chance dazu. Eine ausfĂźhrliche Einarbeitung und Vorbereitung auf die Ă&#x153;bernahme während der nächsten 2-3 Jahre durch den Inhaber ist gewährleistet. Sind Sie an dieser zukunftsweisenden Stelle interessiert? Dann melden Sie sich telefonisch fĂźr eine erste Kontaktaufnahme bei Paul Munz 071/ 642 24 52. Wir freuen uns, Sie kennen zu lernen.

Bei Bucherer, dem Schweizer MarktfĂźhrer im Uhren- und Schmuckdetailhandel, bieten wir Ihnen in unserer Abteilung Baumanagement am Hauptsitz in Luzern eine interessante und herausfordernde Aufgabe als

HAUSTECHNIKER (M/W), VOLLZEIT

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Direkt dem Leiter Haustechnik unterstellt, sind Sie fĂźr die Wartung und den Unterhalt der haustechnischen Anlagen in den Verkaufsgeschäften der Bucherer-Gruppe in der Schweiz, Deutschland und Ă&#x2013;sterreich verantwortlich. Dies beinhaltet selbstständige StĂśrungsbehebungen und administrative Arbeiten. Zudem sind Sie fĂźr die Wartung und den Unterhalt spezieller Medien fĂźr die Uhrmacher (Gas, Luft, Vakuum) sowie die Mitbetreuung des DYNAWIN-Instandhaltungssystems zuständig. Kleinere Schlosser-Reparaturarbeiten runden Ihr vielseitiges Aufgabengebiet ab. Sie bringen eine mehrjährige breitgefächerte Berufserfahrung sowie eine Grundausbildung im mechanischen oder technischen Bereich mit und verfĂźgen Ăźber eine Fachausbildung im Bereich LĂźftungstechnik/Gebäudetechnik, eine zusätzliche Weiterbildung im Bereich Instandhaltung ist von Vorteil. Gute MS-Office-Fertigkeiten sowie Kenntnisse der Steuer- und Regeltechnik ergänzen Ihr Profil. Des Weiteren zeichnet Sie ein ausgeprägtes technisches Verständnis und handwerkliches Geschick aus. Ihre Zuständigkeit fĂźr die Gebäude der ganzen Bucherer-Gruppe bedingt Ihre Reisebereitschaft, einen PKW-FĂźhrerausweis und gute FranzĂśsischkenntnisse. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wir freuen uns Ăźber Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Foto.

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92 HK-Gebäudetechnik 2 I 11

Bucherer AG Michelle Koller, HR-Fachfrau Langensandstrasse 27 6002 Luzern michelle.koller@bucherer.com | www.bucherer.com


STELLENMARKT

Innovationen und Visionen brauchen Ideen und Mut. Mit diesem Leitmotto ist unser Auftraggeber, ein Dienstleistungsunternehmen in den Bereichen Wasser Bau - Umwelt, mit Hauptsitz in Winterthur seit Jahrzehnten erfolgreich tätig. Die Visionen sind klar. An der Umsetzung arbeitet eine 80-köpfige, ehrgeizige Mannschaft. Die familiär geprägte Firmenkultur sorgt im Arbeitsalltag dafür, dass Sie sich schnell zu Hause fühlen. Nun wird das Team Haustechnik verstärkt. Die Geschäftleitung hat uns mit der Besetzung dieser wichtigen Position beauftragt. Wir suchen daher Sie, einen wiffen, lern- und wissbegierigen

GEBÄUDETECHNIKER MIT IDEEN UND MUT Fachrichtung Lüftung/Klima (HLK) / Teilzeit möglich Sie bringen: eine abgeschlossene, technische Ausbildung im Bereich Haustechnik, Fachrichtung Lüftung/ Klima mit. Einige Jahre Planungserfahrung oder eine Weiterbildung zum Techniker HF/TS sind wünschenswert. Sie haben den Mut, sich mit neuen Technologien zu beschäftigen, sind lernwillig und -fähig. Sie sind flexibel, offen und lieben eine familiäre Atmosphäre. Ihre Aufgaben: Sie sind die rechte Hand des Projektleiters und unterstützen ihn in den sehr anspruchsvollen Projekten. Sie entwickeln sich zu einem selbständigen Projektleiter und übernehmen damit die Verantwortung für Ihre eigenen Spezialprojekte unter anderem im Bereich Schwimmbad- und Kläranlagenbau. Nur Mut, Sie werden mit den zu lösenden «Problemen» nicht alleine gelassen. Sie erhalten: zur Einführung in Ihre Aufgaben einen «Götti». Der Arbeitsplatz ist auf dem neuesten Stand der Technik eingerichtet und liegt sehr zentral in Winterthur. Die Option, Teilzeit zu arbeiten, ist wohl ein besonderer Reiz. Die «Haustechnik-Familie» wird Sie schnell begeistern. Entsprechend sind auch die Anstellungskonditionen. Beweisen Sie nun Mut zur Veränderung! Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen, welche wir dank unserer langjährigen Erfahrung mit 100%-iger Diskretion behandeln werden. Wir freuen uns auf Sie.

Ihr Partner – Ihr Gewinn

PERMACO Personal Management Consulting Fredi Heidelberger ∙ Bernstrasse 390 ∙ CH-8953 Dietikon Tel 044 743 47 60 ∙ Fax 044 743 47 63 info@permaco.ch ∙ www.permaco.ch

Mit Sicherheit in eine sichere Zukunft... ... führt Sie unser Auftraggeber, ein kleines Dienstleistungs- und Handelsunternehmen mit Sitz im Raum Zürich. Kernkompetenz ist der Vertrieb von Komponenten für die Sicherheit von Gasinstallationen für die Haustechnik, Industrie und industrielle Prozesswärmetechnik. Zum weiteren Ausbau der Marktaktivitäten hat uns die Geschäftsleitung beauftragt, diese Stelle zu besetzen. Wir suchen Sie, einen interdisziplinär denkenden und offenen

VERKAUFSLEITER GASTECHNIK Mitglied der Geschäftsleitung Sie sind: Haustechniker HLKS, Anlagen- oder Maschinenbautechniker. Eine Weiterbildung Stufe Techniker TS/HF oder Ing. HTL Fachrichtung Haustechnik oder Maschinenbau ist wünschenswert. Sie lieben die vielseitigen Aufgaben in einem Kleinbetrieb. Im Umgang mit Kunden sind Sie versiert. Sie beherrschen die deutsche Sprache und können sich auch in Französisch unterhalten. In der Nutzung von modernen IT-Hilfsmitteln sind Sie unverkrampft. Ihre Aufgaben: Mit Ihrem sicheren Auftreten beraten Sie die Kunden zu deren Fragestellungen und erarbeiten Lösungsvorschläge. Mit Ihrem kommerziellen Spürsinn binden Sie den Kunden an Ihr Unternehmen und sorgen damit für erfolgreiche Verkaufsabschlüsse und eine langfristige Zusammenarbeit. Ideen zur Weiterentwicklung der Unternehmung besprechen Sie direkt und offen mit Ihrem Geschäftsführer. Sie erhalten: die grösstmögliche Freiheit mit den notwendigen Kompetenzen, Ihrer Arbeit einen sicheren Sinn zu geben. Es warten auf Sie ganz tolle Entwicklungsmöglichkeiten. Ein zeitgemäss eingerichteter Arbeitsplatz an verkehrstechnisch optimalster Lage und entsprechende Anstellungskonditionen gehören selbstverständlich zu diesem Sicherheitspaket. Sichern Sie sich jetzt Ihre Zukunft! Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung oder erwarten Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen, welche wir durch unsere Erfahrung mit 100%-iger Diskretion behandeln. Wir freuen uns auf Sie.

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2 I 11 HK-Gebäudetechnik 93


STELLENMARKT

Wir sind ein führendes Unternehmen in der Druck-, Temperatur-, Kraft- und Niveaumesstechnik mit Sitz im Kanton Luzern. Um die ausgezeichnete Marktposition der in der Schweiz hergestellten Produkte weiter zu stärken, suchen wir Sie, als unsere/n künftige/n

Key Account Manager/in International für Produkte der HVAC-Branche

Hauptaufgaben Sie beraten und betreuen selbstständig Ihre wichtigsten Schlüsselkunden über unsere eigenen, weltweiten Niederlassungen in den definierten Zielländern und sind dabei eine wichtige Schnittstelle zwischen dem Produktionswerk und den End-Kunden. Sie agieren proaktiv, indem Sie für Ihre Verkaufsländer die Marktbearbeitung mit den Niederlassungen in Form einer Key Account Strategie erarbeiten und umsetzen. Dabei haben Sie die notwendigen Freiheiten um die Marktbearbeitung individuell und erfolgsorientiert nach Ihren Vorstellungen zu gestalten. Bei unseren Kunden und Niederlassungen verhandeln Sie auch auf den oberen Führungsstufen souverän und sicher. Sie bringen mit • technische Grund- oder Weiterbildung in der HVAC Branche, als Elektroniker TS oder Ingenieur HTL/ETH • Verkaufserfahrung in der internationalen HVAC-Branche • Hohe Selbstständigkeit • ausgezeichneter Kommunikator • ausgeprägtes Verhandlungsgeschick mit einer hohen Eigeninitiative • Sie verfügen über verhandlungssichere Fremdsprachenkenntnisse in Englisch; weitere Sprachen sind wünschenswert • weltoffen und leistungsorientiert • Bereitschaft für eine hohe, internationale Reisetätigkeit (mind. 40%) Wir bieten Ihnen

• fortschrittlicheAnstellungsbedingungen

HLK Personal AG Unsere Auftraggeberin ist eine renommierte und sehr erfolgreiche Unternehmung der Gebäudetechnik. Sie ist domiziliert in Zürich West. Die Auftragslage ist hervorragend, das Betriebsklima ist modern, offen und freiheitlich. Es bietet einem, ehrgeizigen

Projektleiter Klima/Lüftung jegliche Perspektive sich zu entwickeln und zu entfalten. Von Ihrer einschlägigen Ausbildung in der Haustechnik gehen wir aus und erwarten unternehmerisches Denken und Handeln, Eigeninitiative, Talent und Freude am Beruf. Sie haben bereits Erfahrungen in einer ähnlichen Position sammeln können und wollen sich beweisen: Tun Sie es! Ebenso suchen wir einen Haustechniker als

Kalkulator HLK Es erwartet Sie eine moderne Infrastruktur und ein aufgestelltes Umfeld das Sie unterstützt und f(o)ördert. Der Beauftragte Ralph Angelè, (Tel. 055 417 80 20) informiert Sie, diskret, gerne näher über diese attraktive Stelle. Ihre Unterlagen bitte vollständig an untenstehende Adresse.

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Die JOSEPH DIEMAND SA ist seit über 100 Jahren ein führendes Unternehmen in der Technik Sanitär. Zur Teamverstärkung der Filiale in Lausanne suchen wir eine/n

Sanitär Zeichner/in

mit guten Sozialleistungen

• spannendes, entwicklungsfähiges und selbstständiges Arbeitsumfeld • breites Produktsortiment sowie eine hohe Produktqualität • engagiertes und aufgestelltes Team Wenn Sie diese attraktive Position in technologisch anspruchsvoller Umgebung anspricht, dann freut sich unsere Frau Irene Wirz auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Foto. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

MANOMETER AG Industriestrasse 11 CH-6285 Hitzkirch Tel. +41 (0) 41 919 72 72 Fax +41 (0) 41 919 72 69 i.wirz@manometer.ch www.manometer.ch

94 HK-Gebäudetechnik 2 I 11

Ihr Profil :

Ihr Aufgaben :

Wir Bieten :

Eintritt :

- Ausbildung als Sanitärzeichner/in - Gute Fachkenntnisse - Erfahrung mit modernsten CAD-Hilfsmitteln (Autocad Word – Exel – SNAP) - Sachbearbeitung, technische Auslegung/Planung, Auftragsabwicklung von der Offerte bis zur Übergabe interessanter Bauvorhaben - Fachbauleitung und Kundenkontakt gehören zum vielseitigen Aufgabengebiet - Arbeitsplatz mit modernster Infrastruktur - Seriöse Einarbeitung ist zugesichert - Attraktives Salär und zeitgemässe Sozialleistungen - Gemäss Vereinbarung

Senden Sie Ihre Bewerbung. Herr Georges Strahm garantiert für kompetente Beratung und Diskretion : Joseph DIEMAND SA Av. de Provence 18 1000 Lausanne 20


STELLENMARKT ISS Schweiz ist mit über 10'000 Mitarbeitenden der national führende Anbieter für integrale Facility Services. Die umfassenden Servicepakete beinhalten Dienstleistungen für den Betrieb und Unterhalt von Gebäuden, Anlagen und Infrastruktur. Zur Verstärkung des Bereiches Facility Management Services suchen wir in der Region Zürich einen engagierten

Hygiene Inspektor

Joseph DIEMAND SA, particulièrement performante dans la branche sanitaire depuis plus de 100 ans, dont le siège est à Lausanne, recherche un

In dieser Funktion führen Sie an komplexen RLT-Anlagen die Hygieneinspektion gemäss SWKI VA104-01 durch. Diese operative Serviceleistung erbringen Sie in verschiedenen Gebäuden unserer Mandanten. Sie führen Kontrollen durch, überprüfen Betriebsdaten und untersuchen mögliche Schwachstellen in den Anlagen. Schwerpunkt hierbei sind die hygienetechnischen Anforderungen der SWKI. Dank Ihrer Professionalität stellen Sie für unseren Kunden die hohe Verfügbarkeit seiner Anlagen sicher.

PROJETEUR EN TECHNIQUE DU BATIMENT – SANITAIRE Profil souhaité : • Titulaire d’un CFC de projeteur sanitaire • Aisance dans l’utilisation des outils informatiques (Autocad, Word, Excel, éventuellement SNAP, etc.)

Sie haben eine abgeschlossene Fachausbildung im versorgungstechnischen Bereich oder eine Technikerqualifikation oder eine vergleichbare Ausbildung. Wir setzen eine Abschlussqualifikation «A» bei einer SWKI/VDI zugelassenen Ausbildungsstätte sowie gute Kenntnisse in der Gebäudetechnik HLKS voraus. Als engagierte und belastbare Person arbeiten Sie selbstständig, terminbewusst und übernehmen gerne Verantwortung. Sie haben Spass an der Teamarbeit und bieten unseren Kunden täglich einen Top Service. MS Office sowie einwandfreie Deutschkenntnisse runden Ihr Profil ab.

Tâches confiées pour une activité à 100% en interne : • Projette sur plan les installations sanitaires • Participe à l’établissement des devis et soumissions • Effectue les commandes de marchandises relatives à l’exécution des travaux dans les domaines du bâtiment

En cas d’intérêt, nous vous remercions d’adresser votre dossier de candidature complet (curriculum vitae, copies de certificats et prétentions de salaire) à :

Bei ISS finden Sie mehr. Mehr Herausforderungen, mehr Entwicklungsmöglichkeiten und mehr Chancen für Ihre weitere Karriere. Joseph DIEMAND SA A l’att. de M. Jean‐Marc EVARD Av. de Provence 18 1000 Lausanne 20

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen inkl. Foto senden Sie bitte an: ISS Schweiz AG, Guido Däschler, HR Manager, Buckhauserstr. 22, Postfach, 8010 Zürich, e-mail guido.daeschler@iss.ch

- ALLES AUS EINER HAND

Für den Bereich Flachbedachungen Spenglerei suchen wir:

Bauleiter / Projektleiter Die SPAETER-Gruppe ist eine dynamische Unternehmensgruppe in der Stahlund Haustechnikbranche. Als Handelspartner von Gewerbe und Industrie betreuen wir Kunden in der gesamten Schweiz.

Ihre Aufgaben – Offerieren und Planen von Flachdach/Spenglerarbeiten – Baustellenleitung mit AVOR – Ausmasse und Abrechnungen erstellen – Mitwirken in der Geschäftsleitung

Zur Stärkung des Fachbereiches Haustechnik suchen wir in unserem Kompetenzzentrum in Nänikon per sofort oder nach Vereinbarung einen:

Produktmanager Haustechnik mit Arbeitsort in Nänikon/Zürich

Unser Angebot Wir bieten Ihnen eine vielseitige Aufgabe in einer fortschrittlichen Arbeitsumgebung, welche geprägt ist von hoher Selbstständigkeit.

Ihre Aufgaben: » Gruppenmarketing: Planung und Realisierung von Massnahmen und Mittel wie Sortimentskataloge, Verkaufsförderung, Werbung, Informationsveranstaltungen für Kunden. » Produktmarketing: Aktionen und Flyer auf Produktebene, Verwaltung der technischen Unterlagen und Datenblätter, Mithilfe bei der Artikelanalyse, Koordination der Marketingaktivitäten von Lieferanten, interne Schulungen, Artikelstatistiken. » Sortimentsdatenbank: Überwachung und Steuerung der Sortimentspflege (Texte, Preise, Produktbilder, Koordination mit Lieferanten).

Zu verkaufen, erfolgreiches

HEIZUNGS-, SANITÄR- UNTERNEHMEN

Ihr Profil: » Fachlich: Haustechnikplaner mit Erfahrung (Heizungs-/Sanitärzeichner). » Kaufmännisch: Erfahrung im Produktmanagement; Marketingplaner oder andere Zusatzausbildung. » IT-Kenntnisse: Sehr gute Anwenderkenntnisse in Word, Excel, PowerPoint und vorzugsweise in SAP. » Sprache: Stilsicher in der Deutschen Sprache (F und I von Vorteil). » Alter: Vorzugsweise zwischen 35 und 45 Jahre. Interessiert? Für Fragen steht Ihnen Herr Joel Schmid, Gruppenleitungsmitglied Marketing Haustechnik und Geschäftsleiter SPAETER Nänikon AG, gerne zur Verfügung. Ihre schriftliche Bewerbung senden Sie bitte an folgende Adresse: SPAETER Haustechnik Herr Joel Schmid Grossrietstrasse 10 CH-8606 Nänikon

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Herr Rolf Weidmann freut sich auf Ihren Anruf. 044 750 58 59

Tel. 044 905 56 56 Fax 044 905 56 55

www.spaeter-gruppe.ch

¾

hervorragend positioniert in der Zentralschweiz

¾

ca. CHF 3,5 Mio. Umsatz / Jahr, mit ausgezeichneter Rendite

Der Inhaber ist bereit, Know-How und Kundenbeziehungen im Mandatsverhältnis sicherzustellen. Interessenten melden sich unter Chiffre Rontaler Annoncen GmbH Chiffre 2-10-HK PF 3763 6002 Luzern

2 I 11 HK-Gebäudetechnik 95


STELLENMARKT

Im redaktionellen Text erwähnte Firmen 4B Badmöbel AG

67

AEE – Agentur für erneuerbare Energien und Energieeffizienz

14

Air-On AG

50

Alpha-InnoTec Schweiz AG

43

Armacell Switzerland AG

43

ATC Klimatec Schweiz AG

43

BMS-Energietechnik AG

23

Bock Kältemaschinen GmbH

43

Bundesamt für Energie

15, 26

Bundesamt für Umwelt BAFU

26

Carrier Kältetechnik Schweiz AG

43

Christof Fischer Kälte-Klima AG

43

Colas Suisse SA

34

CoolEnergy AG

55

Danfoss AG

37, 43

Fachhochschule Nordwestschweiz

8, 16

Liebherr Hausgeräte GmbH

43

Fluke (Switzerland) GmbH

43

Miloni & Partner, Energiel. & Arch.

26

Franz Gysi AG

18

Mobil in Time AG

12

Franz Kaldewei GmbH & Co. KG

62

OPO Oeschger AG

52

Friosol

43

Osram AG

58

GEA Westfalia Surge Suisse AG

43

R. Nussbaum AG

60

Sanitas Troesch AG

52

Geschäftsstelle Minergie

4, 26

GfG Gesellschaft für Gerätebau AG Grundfos Pumpen AG

43

Sauter Building Control Schweiz AG 17

38, 43

Setz Architekturbüro

26

Hager AG

58

Siemens Schweiz AG

37

Hälg & Co. AG

17

SRB Energy Research

34

Hastrag AG

52

Stiebel Eltron AG

43

Heliotherm Wärmep.technik GmbH 43

Stokar + Partner AG

Hochschule Luzern –

Swissolar

15

Systemair Schweiz AG

43

Technik & Architektur

13, 26, 74

8

Duravit Schweiz AG

68

Honeywell AG

56

Testo AG

42

Elco Energiesysteme AG

30

ISS Schweiz AG

19

Walter Meier (Klima Schweiz) AG

43

Electrolux AG

70

Jäggi/Güntner (Schweiz) AG

43

Windhager Zentralheizung Schweiz

40

Emerson Climate Technol. GmbH

43

Jul. Weinberger AG

21

Würth AG

22

energie-cluster.ch

15

Keller Otto AG

19

Zehnder Comfosystems Cesovent AG 54

Keramik Laufen AG

65

Zehnder Group AG

17

Ziehl-Abegg Schweiz AG

43

89

ETH Zürich

4, 23, 26

eWin AG

26

KSB Zürich AG

3S Systemtechnik AG

70

Lanz Oensingen AG

17

Techn. Fachschule Winterthur

Air-On AG

54

M. Scherrer AG

70

Stiebel Eltron AG

2. US

Alpha-InnoTech

41

MM Automobile Schweiz AG

14

Tece Schweiz AG

4. US

Alsoft Informatik AG

17

NeoVac ATA AG

20

Testo AG

20

Biral AG

63

Nilan Schweiz AG

39

Tobler Haustechnik AG

32

Brunner AG

70

Nissan Center Europe GmbH

Urbana AG

29

CoolEnergy GmbH

51

Ohnsorg Söhne AG

73

Urfer Müpro-Befestigungstechnik AG 38

CTA AG

22

Oventrop (Schweiz) GmbH

40

Walter Meier (Klima Schweiz) AG

energie-cluster.ch

49

Ernst Schweizer AG

41

Patrick Strickler Werkzeuge & Maschinen GmbH

21

Faserplast AG

68

Permaco

Ford

48

R. Nussbaum AG

64

Geberit Vertriebs AG

69

Raric AG

67

Geschäftsstelle MINERGIE

18

Siemens Schweiz AG

57

Hoval Herzog AG

33

SM Handels AG

58

KWC AG

IBZ-Schulen

90

SOLTOP Schuppisser AG

37

Beilagen

Kemper Armaturen AG

66

Soprema AG

74

Klima Kälte Kopp AG

53

STF Schweiz.

energie-cluster.ch Grundfos Minergie Expo

39, 67

Inserentenverzeichnis

96 HK-Gebäudetechnik 2 I 11

7

2

Wärmebau Vertriebs AG

21

Zürich Versicherung

10

6

Stellenmarkt Titelseite

91–95


Die Kombination Nr. 1 der Haus- & Gebäudetechnik

extra 201

extra

Energie und Automation in der Gebäudetechnik

Energie • Automation • Gebäudetechnik 2009

Gemeinschaftsausgabe von HK-Gebäudetechnik und Elektrotechnik ET Unsere Leser sind die relevanten Entscheidungsträger in der Haus-, Gebäudetechnik- und Elektrotechnikbranche, Anwender und Installateure, Lieferanten und Hersteller, Ingenieure und Planer.

Themen Gebäudeautomation, Raumautomation, Installationstechnik Energieerzeugung, -verteilung, -effizienz Lichttechnik und LED-Leuchten Facility-Management, -Services Sicherheitstechnik, Zutrittskontrolle, Videoüberwachung Automations-, Fernwirktechnik Tür- und Torantriebe

Weitere Infos Auflage: 16 000 Exemplare (8. Ausgabe) Anzeigenschluss: 30. Mai 2011 Erscheinungstag: 24. Juni 2011 Kontakt: Rolf Niederberger Telefon: 058 200 56 18 rolf.niederberger@azmedien.ch


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HK-GT 2011/02