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Heft 5 | Mai 2012

WWW.ELEKTROTECHNIK.CH ELEKTROTECHNIK AUTOMATION, TELEMATIK GEBÄUDETECHNIK

ARTEOR™

HAUSAUTOMATION war noch nie so einfach

Das Kit ist kombinierbar mit:

Temperatursteuerung

Einbruchalarm

Beschallung

Türsprechanlage

Fernzugriff (iPhone, iPad, Computer)

Licht

Rollladen

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Montagefertiges MY HOME KIT Hausautomationslösung Grundausstattung einer Wohnung

Rückblick auf die Light + Building

26

Leistungsschau der Elektrobranche

Nationale Photovoltaik-Tagung

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NIN-Know-how, Leserfragen Teil 78


Photovoltaik

Zuverlässigkeit in allen Disziplinen Datenmanagement

Überspannungsschutz

Installation

Maximaler Ertrag durch hohe Verfügbarkeit String-Überwachung

Besuchen Sie uns an unserem Messestand Halle 6 / Stand F22

2011 © PHOENIX CONTACT 2012

Mit dem umfassenden Produktspektrum von Phoenix Contact können Sie effiziente PV-Lösungen errichten. Ganz gleich, ob es sich um eine Aufdach- oder um eine Freilandanlage handelt – unsere abgestimmten Systemkomponenten tragen zuverlässig zu einer hohen Verfügbarkeit Ihrer PV-Anlage bei. Mehr Informationen unter Telefon 052 354 55 55 oder www.phoenixcontact.ch


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Editorial

ET-Wettbewerb Mai 2012

TEN

Wenn einer eine Reise tut . . . Um was geht es beim eco2friendly-Day vom 4. Juli in Luzern? (Mehrfachnennungen sind möglich) • Träume wahr werden lassen • Wie der Stromverbrauch gesenkt werden kann • Wie der Anteil Solarstrom erhöht werden kann Geben Sie Ihre Antwort auf der ET-Website

www.elektrotechnik.ch ein und gewinnen Sie eines von drei Jahresabonnements der Zeitschrift Kochen im Wert von je 68 Franken.

4 | 20 12

Heft 4 | 20 12 7.50 CH www.w F ildeise n.ch

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... hat er was zu erzählen. Die Light + Building, vom 15. bis zum 20. April in Frankfurt, ist bereits erfolgreiche Geschichte. Für Schweizer Verhältnisse ist diese Messe gigantisch. Zum Vergleich: Die ineltec 2011 hatte 19 000 Besucher und 246 Aussteller, an der Light + Building waren es 196 000 Besucher und 2352 Aussteller. Wenn man nur für einen Tag nach Frankfurt fährt, muss man sich den Besuch genau überlegen, denn alleine das Abwandern der riesigen Hallen benötigt schon viel Zeit. Natürlich stellten an der Light + Building auch zahlreiche Schweizer Firmen aus. In diesem Zusammenhang ist interessant, dass jeder zweite Besucher aus dem Ausland kommt, dabei fällt unter die Top-Ten auch die Schweiz. Der Leitgedanke 2012 war Energieeffizienz. An der weltgrössten Messe für Licht und Gebäudetechnik wurden Lösungen gezeigt, die den Energieverbrauch eines Gebäudes senken und zugleich den Wohnkomfort erhöhen. Von LED-Technologie über Photovoltaik und Elektromobilität bis hin zur intelligenten Stromnutzung mit Smart Metering und Smart Grids war alles vertreten. Durch die Verbindung von Licht und vernetzter Gebäudetechnik präsentierte die Industrie ein integriertes Angebot, das entscheidend dazu beiträgt, das Energiesparpotenzial in Gebäuden auszuschöpfen. Bereits vor zwei Jahren gab es Stimmen, die anstelle von Light + Building von LED + Building sprachen. In den letzten zwei Jahren hat bekanntlich die LED-Technik nochmals riesige Fortschritte erzielt. Wohl über Hundert Firmen zeigten Hightech-LED-Strassenleuchten, Kristallleuchter bis zu LED-Retrofit-Lampen. Ein ganz besonderes Erlebnis bleibt dabei das Schlendern durch «China Town», die chinesische Halle mit den unzähligen kleinen Firmen, die teilweise sehr kreative Produkte zeigten. Diese Eindrücke bleiben unvergesslich. Auf den Seiten 8 bis 13 geben wir einen kleinen Eindruck von der Light + Building.

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Liebe Leserin, lieber Leser

«Peter C. Beyeler, Der O sterha se bit Roger Nordmann, tet zu Tisch Doris Leuthard» waren die richtigen Antworten zur Wettbewerbsfrage in ET 4/12 (siehe Artikel Seiten 12–14). Je ein AT-Buch «WeitWandern mit Genuss» im Wert von je 59.90 Franken haben gewonnen:

Raymond Kleger, Redaktor raymond.kleger@elektrotechnik.ch

Frau Claudia Bruehwiler, 9034 Eggersriet Herr Dominik Gruber, 4133 Pratteln Herr Andy Truetsch, 9230 Flawil

Elektrotechnik 5/12 | 1


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Editorial

1 Wenn einer eine Reise tut . . .

Focus

4 Alle Möglichkeiten offen mit Twinline

Wirtschaft und Verbände

5 Praxisbuch: KNX/EIB Engineering Tool-Software

5 Entspannung für den Nacken – dank Ergo-Clip

6 BKW setzt auf Effizienz, erneuer6 8 13 13 14 16 16 18 19

bare Energien und auf intelligente Netze Rück- und Ausblick an der GV von KNX Swiss Light + Building – ein voller Erfolg Abschlüsse in ProjektmanagementTechnik und Informatik Open Days bei Würth Neue Perspektiven Neue Broschüre «Anschluss finden» Schweizer Stromversorger auf Spitzenplatz Kooperation bei der Machineto-Machine-Kommunikation Ein Jahrhundert Schweizer Elektroindustrie

Photovoltaik

20 Mit Solarstrom in die Energie-

zukunft 24 Solarteure sind bereit für die Umsetzung der Energiezukunft 24 Solarstromanlagen durchschnittlich rund 18 Prozent günstiger als im Vorjahr

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 25 Erste Photovoltaikanlage

auf Lawinenverbauungen

25 Erster Solar-Skilift in Tenna

26 31 32 37 38 39 40 44 46 47

Installations- & Gebäudetechnik

Leistungsschau der Elektrobranche Mehrwert installieren Flachkabel-Installationen Feine Technik: LED-EinbauSensorleuchte Esylux erfolgreich an Electro-Tec Verteiler: Geniales Strommesssystem Entsorgung ohne Umweltbelastung KNX-Raumautomation muss nicht teuer sein! NOXnet – Gebäudeautomation Wirtschaftliche Energieversorgung

Maschinen & Geräte

48 Motoren nach Betriebsart optimieren

Bundesrätin Doris Leuthard unterstrich in ihrem Referat an der nationalen Photovoltaik-Tagung die Bedeutung der Solarenergie. Lesen Sie das Neuste aus der Photovoltaikbranche auf den Seiten 20 bis 25.

58 R & M deckt Geheimnisse von

Pyramiden und Fussballstadien auf

58 Frequenzauktion ohne wirkliche Überraschungen

59 Teilrevision des Fernmeldegesetzes gefährdet Investitionsprojekte

51 ABB gewinnt Automation Award 2011

52 Sauberer Schnitt mit der Kabel-

60 64 66 68

Telematik & Multimedia

72 76 77 78 79 80

schere 54 Urbanisierung beeinflusst Stromnachfrage 56 Freiheit beim Einräumen & Einbauen

57 Telekommunikationsverband

bedauert Austritt von drei Mitgliedern 57 Steiler Anstieg des mobilen Datenverkehrs

Aus- und Weiterbildung

NIN-Know-how 78 Brain Food Differenzstrom-Messung Schreckensszenario Bauverzögerungen

Service

Produktanzeigen Veranstaltungskalender Stellenmarkt Veranstaltungshinweise Impressum Vorschau ET 6

Modero X l Serie ouchPane Die Neue T Die zukunftsorientierte Lösung für den Wohnungs- oder Hausbau. Komplette Bedienung von Licht, Storen, Heizung sowie von Multiroom-Audio-, Video-, TV- und Gegensprech-Anlagen. Besuchen Sie unsere informative Homepage und unseren kostenlosen Planungskurs. AMX Distributor: Arocom AG, Telefon +41 61 377 87 97 Weitere Infos/Anmeldung unter: www.arocom.ch


Focus

Auch aussergewöhnliche Anlagen mit Twiline steuern

Alle Möglichkeiten offen mit Twiline Lichtszenen, Schockbeleuchtung, Storenautomatik mit Wettersensorik, Einzelraum-Temperaturregelung und Anwesenheitssimulation sind Standard im Gebäudeautomationsbereich. Die Einbindung einer Videotürsprechstelle, Videoüberwachung oder Multiroom-Soundanlage oder Ankopplung des Systems an einen Leitrechner oder … auch das beherrscht Twiline von Wahli. Twiline, seit 20 Jahren erfolgreich auf dem Markt der Gebäudeautomation, hat sich stets entwickelt und kann nebst den üblichen Komfort- und Sicherheitsverbesserungen auch spezielle

Kundenwünsche erfüllen. Es gibt sie nämlich, die Bauherren, die sich eine Gebäudeautomation auch etwas kosten lassen. Bedienen und steuern Dass man das Licht und die Storen/ Markisen über Taster, Bewegungsmelder und über eine Infrarot- oder Funkbedienung steuert, ist Standard. Das man dies auch über das iPhone, Tablett-PC, ein SMS oder den Browser erledigen kann, ist schon spezieller. Selbstverständlich beherrscht dies Twiline. Für Elektroinstallateure, die auch einmal eine Villa oder ein Schulhaus oder . . . mit Gebäudeautomation ausrüsten möchten, ist wichtig, dass 4 | Elektrotechnik 5/12

die einmal gewählte Firma auch das Aussergewöhnliche beherrscht. Das System Twiline eignet sich für einfache Raumautomationssysteme bis zu komplexen Anwendungen. Dabei beherrscht ein Elektroinstallateur nach wenigen Stunden die Parametrierung einer Anlage, bei der keine aussergewöhnlichen Techniken zum Einsatz kommen. Der Schreiber dieses Beitrags hat sich davon selbst überzeugt.

Zentrale Bluebox xBB-Z2-V Seriell angekoppelt wird das TG-LAN. Dies ist eigentlich ein spezifisch konfigurierter PC in der Bauform REG mit 157 mm Schienenlänge. Damit lassen sich viele verschiedene Kommunikationsaufgaben lösen: Integrierte Page -› WEB-Anbindung für die Bedienung über iPhone, iPad usw. Anschluss Twiline AutomationServer, womit die Integration von Multiroom-Beschallung, Smart-Metering usw. realisiert wird. Kopplung auf AMX und Crestron (beide bieten einen Twiline-Treiber an). Anwendung bei der Integration von Schulungsräumen in Bürogebäuden usw. oder im gehobenen Villenbau, wo internationale Kundschaft die Oberfläche aus Übersee kennt und hier dieselbe verlangt. Kopplung auf Leitrechner (z. B. Honeywell usw.) oder SPS über BACnet over Ethernet.

• Kopplung über Modbus over Ethernet auf SPS. Die Beispiele zeigen, dass mit Twiline auch Aussergewöhnliches realisierbar ist. Bei speziellen Anwendungen können diese Möglichkeiten entscheidend sein, einen Auftrag zu erhalten. Die Software ist auf der Twiline-Seite fertig implementiert. Die Einbindung der übergeordneten Kommunikation erfolgt in ProCross auf die gleiche Art wie ein Bustaster oder eine Paneltaste eingebunden wird. Es wird vom Integrator kein höheres Netzwerk-Know-how verlangt.

Fazit Twiline beherrscht auch das Aussergewöhnliche und zeigt damit, dass von einfachen Raumautomatisierungen bis zu komplexen Anwendungen alles ausgeführt werden kann. Für den Einsteiger in die Gebäudeautomatisierung ist aber wichtig, dass die Parametrierung einer Anlage wirklich einfach erfolgt und dafür bürgt Twiline, seit es dieses System auf dem Markt gibt.

W. Wahli AG 3018 Bern Tel. 031 996 13 33 info@wahli.com www.wahli.com


Praxisbuch: KNX/EIB Engineering Tool Software Zusatztools sowie neue Funktionen der ETS4.07. Neu hinzugekommen sind u. a. die Ausweitung der Monitoring-Funktionen und zahlreiche konkrete Lösungsvorschläge für Probleme, die in der Anwendungspraxis entstehen können. Von der Planung bis zur Übergabe wird der komplette Prozess abgebildet. Alle Aktionen werden per Screenshot dargestellt. (Hüthig & Pflaum Verlag, München/Heidelberg, 312 Seiten, 42,80 Euro, ISBN 978-3-8101-0320-8). www.de-online.info

Wirtschaft & Verbände

Die neu bearbeitete Auflage behandelt den Gesamtprozess der Programmierung und Inbetriebnahme von KNX/ EIB-Projekten auf der Grundlage der Engineering Tool Software ETS. Es berücksichtigt den aktuellen Stand der Software einschliesslich aller Neuerungen der ETS 4.0.7. Enthalten sind alle wichtigen Themen von der Planung bis zur Übergabe wie versionsübergreifendes Basiswissen, Arbeit mit den Hauptansichten (Gebäude, Topologie, Gruppenadressen), Anwendung der Zusatzansichten, Inbetriebnahme und Test,

Entspannung für den Nacken – dank Ergo-Clip Egal, ob Heimwerker oder Berufsfrau: Wer aufgrund einer Altersweitsichtigkeit eine Gleitsichtbrille trägt, hat in der Regel bei Arbeiten über Brusthöhe Sehprobleme. Dies gilt sowohl für Arbeit im Stehen als auch im Knien und Sitzen. Dazu Dieter Schmitter, Ergonomiefachmann bei der Suva: «Beim Arbeiten mit den Händen liegen die Sehdistanzen meistens zwischen 30 und 60 cm. Auf diese Distanz können Alterssichtige nur durch den unteren Brillenteil der Gleitsichtbrille, das heisst durch den Leseteil, scharf sehen.» Das bedeute, dass sie den Kopf beim Blick auf den Arbeitspunkt in den Nacken ziehen müssten. «Viele Handwerker, die regelmässig oder länger in einer solchen Haltung arbeiten müssen, klagen über Nacken- und Schulterverspannungen und Schmerzen», so Schmitter. Stark betroffen seien Elektriker, Monteure, Mechaniker, Sanitärinstallateure

sowie Personen, die Kontrollen, Unterhaltsarbeiten oder Reparaturen unter Fahrzeugen ausführten. Die Suva hat mit dem Ergo-Clip ein ebenso einfaches wie effizientes Produkt entwickelt. Der Ergo-Clip ist eine schmale Kurzdistanzkorrektur und wird einfach oben auf die Gleitsichtbrille gesteckt. Dieter Schmitter: «Der Clip erlaubt auch durch den oberen Brillenbereich auf Greifdistanz einen gestochen scharfen Blick, ohne den Kopf zu stark nach hinten ziehen zu müssen.» Und wer sich von der Arbeitsstelle wegbewegt und wieder auf grössere Distanzen

gut sehen muss, klappt den Clip einfach nach vorn oder nach oben. Mit dem Ergo-Clip gehören Nackenprobleme bei Trägerinnen und Trägern von Gleitsichtbrillen der Vergangenheit an. Der neue Ergo-Clip ist in verschiedenen Dioptriestärken für 39 Franken erhältlich. www.sapros.ch/suvapro/ergoclip

MY HOME KIT – Komfortlösung für den Wohnbereich Heft 5 | Mai 2012

WWW.ELEKTROTECHNIK.CH ELEKTROTECHNIK AUTOMATION, TELEMATIK GEBÄUDETECHNIK

ARTEOR™

HAUSAUTOMATION war noch nie so einfach

Das Kit ist kombinierbar mit:

Temperatursteuerung

Einbruchalarm

Beschallung

Türsprechanlage

Fernzugriff (iPhone, iPad, Computer)

Licht

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Montagefertiges MY HOME KIT Hausautomationslösung Grundausstattung einer Wohnung

Rückblick auf die Light + Building

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Leistungsschau der Elektrobranche

Nationale Photovoltaik-Tagung

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NIN-Know-how, Leserfragen Teil 78

Das Kit «Komfort» für die Grundausrüstung einer Wohnung aus der Serie «Prêt à poser» ist mit ArteorTM Produkten ausgerüstet, d. h. mit allen benötigten Komponenten für die Beleuchtungs- und Storensteuerung. Nur die Rahmenplatten müssen separat bestellt werden. Das Kit erleichtert dem Installateur, sich mit den neuen Technologien einfacher vertraut zu machen und diese dadurch besser zu verkaufen. «Prêt à poser» bietet einen Mehrwert, da es mit anderen Legrand-Pro-

dukten ergänzt wird. Es erlaubt Komplettlösungen in den Bereichen Komfort, Sicherheit und Kommunikation. Sie finden unser vollständiges Angebot bei Ihrem Elektrogrosshändler oder unter www.legrand.ch. Hausautomation war noch nie so einfach.

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Wirtschaft & Verbände

BKW setzt auf Effizienz, erneuerbare Energie und auf intelligente Netze Bereits im März 2011 hat die BKW angekündigt, ihre Strategie grundlegend zu überarbeiten. «Wir haben rasch reagiert und die Zeit genutzt zur Analyse und Neudefinition», sagt Verwaltungsratspräsident Urs Gasche. Die Konzernstrategie BKW 2030 richtet sich auf den Übergang und die Zeit nach dem Kernkraftwerk Mühleberg aus. Die BKW versorgt direkt und via Vertriebspartner über eine Million Menschen, primär durch eigene Produktionsanlagen, ergänzt durch Energie, welche sie im In- und Ausland über Partnerschaften, Akquisitionen, Beteiligungen, Bezugsrechte und auf dem Markt beschafft. Gestützt auf den effizienten und wirtschaftlichen Betrieb ihrer Kraftwerke erweitert und vertieft die BKW rasch und zielgerichtet die Produktion erneuerbarer Energien, die zur Ablösung des Kernkraftwerks Mühleberg nötig ist. Im Fokus sind insbesondere Wasserkraft und Wind. Gleichzeitig entwickelt die BKW innovative Angebote und Modelle, um ihre Kunden zu motivieren und

bei der Steigerung der Energieeffizienz zu unterstützen. Mit Blick auf die veränderte Rolle als Energieversorgerin entwickelt die BKW ihre Netzinfrastruktur weiter und bereitet sie mit neuen, innovativen Technologien auf die Herausforderungen eines modernen, vermehrt dezentralen Produktionsmix sowie auf die Integration dezentraler Produktion, effiziente Energieverbraucher und gesteuerte Anwendungen vor. Zusammen mit dem Angebot neuer Dienstleistungen bietet diese Entwicklung zahlreiche Chancen. Innerhalb des Strategiehorizonts verzichtet sie auf die Akquisition von zusätzlichen fossil-thermischen Produktionsprojekten. Davon ausgenommen sind Anlagen, welche sich bereits im Bau befinden. Im Sinne der Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit behält sich die BKW in Übereinstimmung mit der Energiestrategie 2050 des Bundes den Bau von bereits projektierten Gaskraftwerken in der Schweiz oder in Nachbarländern vor. Langfris-

tig hält sie aber an der Zielsetzung einer CO2-neutralen Produktion fest. Zwecks Umsetzung der neuen Unternehmensstrategie und des raschen bereichsübergreifenden Aufbaus neuer Geschäftsaktivitäten passt die BKW auch ihre Organisation an. Der Verwaltungsrat will diese Prozesse eng führen und entwickeln. Deshalb soll der bisherige CEO Kurt Rohrbach in den Verwaltungsrat wechseln und als hauptamtlicher zweiter Vizepräsident die nötigen organisatorischen Massnahmen vorantreiben. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung die Wahl von Kurt Schär in den Verwaltungsrat. Schär ist CEO und Präsident des Verwaltungsrats der Biketec AG. Schär hat profunde Kenntnisse der Kundenbedürfnisse und breite Erfahrungen in der dezentralen Produktion. Die CEO-Position der BKW wird neu besetzt. Für die Übergangszeit wird Kurt Rohrbach beide Funktionen ausüben. www.bkw.ch

Rück- und Ausblick an der GV von KNX Swiss Die KNX Fangemeinde traf sich kürzlich an der Fachmesse Electro-Tec in Bern. Der Verein KNX Swiss hatte am ersten Messetag zur Generalversammlung eingeladen. Der Vorstand um Präsident Felix von Rotz und Geschäftsführer René Senn informierte die rund 60 Mitglieder über die vergangenen und zukünftigen Vereinsaktivitäten. 2011 wurden zusammen mit den engagierten Mitgliedern verschiedene wichtige Projekte realisiert, darunter das «Q-Projekt». Dieses hatte zum Ziel, ein KNX Swiss Projekttool zu erstellen, das Systemintegratoren, die eine KNX-Anlage installieren, Tipps, Tricks und Checklisten für jede Projektphase liefert. Die einzelnen Phasen lehnen sich dabei an diejenigen der Norm SIA 108 an. Entstanden ist ein aussagekräftiges Dokument, das die qualitativ hochstehende und termingerechte Umsetzung von KNX-Projekten sicherstellt. Ein zweiter Meilenstein war die Lancierung der KNX Swiss Mitgliederkategorie «KNX Professionals» auch in der Schweiz. KNX Professionals sind ausgewiesene Fachleute, die für ihre Kunden individuelle, energieeffiziente Anlagen planen und reali6 | Elektrotechnik 5/12

sieren können. Der Status KNX Professional ist an strenge Bedingungen wie zum Beispiel kontinuierliche Weiterbildung geknüpft, die jährlich überprüft werden. Erwartungsgemäss kamen zu diesem Projekt Vorschläge und Ergänzungen aus den Reihen der anwesenden, engagierten KNX-Mitglieder. Ein Projektteam aus KNX Swiss-Mitgliedern wird die Richtlinien für KNX Professionals nun finalisieren. Die üblichen Geschäfte des Vereins wie Jahresrechnung und Budget konnten einstimmig verabschiedet werden. Die Jahresrechnung schliesst mit einem leichten Gewinn ab. Der Umsatz betrug dabei rund 230 000 Franken. Die

Mitgliederzahl liegt heute bei 140 Firmen. Neu im Verein sind die Hersteller Schneider Electric Schweiz, Steinel und Swisslux. Die wichtigsten Vereinsprojekte 2012 waren der Messestand an der ElectroTec, der gemeinsame Besuch der Light + Building in Frankfurt sowie die für den 14. Juni geplante Tischmesse in Yverdon. Die erfolgreiche KNX Swiss App für iPhones wird zudem zurzeit für Android-Geräte programmiert. Später im Jahr wird auch die Website von KNX Swiss einem Re-Design unterzogen. www.knx.ch


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Elektrotechnik 5/12 | 7


Energie-Effizienz, Komfort und Sicherheit als Wachstumstreiber Wirtschaft & Verbände

Light+Building – ein voller Erfolg Für Schweizer Verhältnisse ist die Light + Building in Frankfurt riesig, wie ein Vergleich mit der Ineltec zeigt. Mit zehnmal mehr Ausstellern (2352), auch rund zehnmal mehr Besuchern (196 000) und Firmen aus 50 Ländern wurden unter dem Leitthema Energie-Effizienz auf ausgebuchtem Messegelände Neuheiten und Trends für Licht, Elektrotechnik, Hausund Gebäudeautomation sowie Software für das Bauwesen präsentiert. Fast jeder zweite Besucher kam aus dem Ausland. Raymond Kleger Sehr positiv ist die Einschätzung der Branchenkonjunktur. 91 Prozent der Besucher und 83 Prozent der Aussteller sind zufrieden mit der wirtschaftlichen Entwicklung. Die zehn führenden Besuchernationen der Light+Building 2012 (www.light-building.com) sind neben Deutschland die Niederlande, Italien, Frankreich, Österreich, China, Grossbritannien, die Schweiz, Belgien, Schweden und Russland. Deutliche Zuwächse verbuchten die Regionen Nord- und Südamerika sowie asiatische Staaten wie Indien, Südkorea und Japan. Die Besucherstruktur blieb weitestgehend unverändert mit den Hauptgruppen Handwerk, Industrie, Handel sowie Architekten, Lichtplaner und Ingenieure.

Die Besucher interessierten sich je zur Hälfte für den Licht- und/oder Gebäudetechnikbereich. 98 Prozent von ihnen sind mit dem Messeangebot zufrieden. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug zwei Tage. Die Bewertungen der Aussteller ergeben ein ähnlich positives Bild: 86 Prozent der Anbieter sehen ihre Messeziele erreicht. Die Hersteller aus aller Welt hoben insbesondere die hohe Besucherqualität, also vor allem die Entscheidungskompetenz, die Internationalität und die Zahl der Neukontakte sowie die Erreichung der relevanten Zielgruppen hervor. Gespräche stimmen optimistisch, dass sich die Märkte für Licht und Gebäudesystemtechnik 2012 positiv weiterentwickeln werden. Die ausgestellten energieeffizienten Technolo-

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Hallenplan der Light + Building. Von Halle 1.1 rechts bis zur Halle 11.1 ganz links läuft man rund 1200 m. 8 | Elektrotechnik 5/12

gien zeigen, dass die Elektroindustrie erfolgreich an der Energiewende arbeitet. Die nächste Light+Building findet vom 30. März bis 4. April 2014 in Frankfurt am Main statt. Viele Schweizer Firmen oder Firmen aus dem Ausland, die in der Schweiz präsent sind, haben an der Light + Building 2012 ausgestellt. Darunter fallen mehrere Firmen, die dem Elektroinstallateur und Leser der Elektrotechnik bestens bekannt sind. In einem kleinen Überblick stellen wir ein paar Firmen davon vor. Am Schluss werden auch einige Eindrücke von chinesischen Firmen vermittelt, die Lampen und Leuchten aller Art vorstellten. An mehreren chinesischen Ständen sah und hörte man auch Schweizer Geschäftsleute, die offensichtlich an Vertretungen interessiert sind. Bei Esylux neues Standkonzept In den letzten Jahren hat Esylux ihre Präsenz in vielen europäischen Staaten ausgebaut und tritt momentan mit 11 eigenen Tochtergesellschaften auf. Geplant sind aber weltweit 17 weitere Standorte in Asien, Australien, im Nahen Osten, Südafrika und Südamerika. Dazu kommen noch erfahrene Handelspartner in zahlreichen Ländern. Das neue Standkonzept zeigt Bild 2 links und einen kleinen Eindruck von der Messe selbst gibt der rechte Teil des Bildes. Trotz grosser Standfläche war stets ein dichtes Gedränge. Sogar der oberste Chef und Besitzer von Esylux, Peter Kremser, führte «gewöhnliche» Besucher auf dem Stand herum, zeigte Neues und Bewährtes und konnte dabei kompetent über Produkte Auskunft geben. Mit der Vorstellung des Buches: Energieeffizienz durch Präsenz- und Bewegungsmelder (Bild 3) an der Light + Building möchte Esylux Zeichen setzen. In der Schweiz wird es im Verlag Electrosuisse erscheinen. Es gibt wohl weltweit kein Buch in diesem Segment, das so sorgfältig und ausführlich die Technik


3 Wirtschaft & Verbände

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Links neues Standkonzept der Esylux, rechts Eindruck von der Messe mit sehr vielen Besuchern.

der Bewegungs- und Lichtmessung aufzeigt, um damit die bedarfsgerechte Gebäudeautomation überhaupt umsetzen zu können. Im Buch werden die Themen: • Energieeffizienz durch Präsenz- und Bewegungsmelder • Grundlagen der Bewegungserfassung und Lichtmessung • Amortisation • Softwaregestützter Planung • Relevante Normen und Vorschriften einfach verständlich vorgestellt. Leser erfahren, dass sich in der Beleuchtung viel Energie einsparen lässt, und dies gleichzeitig bei erhöhtem Komfort und Sicherheit. Das Buch richtet sich an alle Personen, denen Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit im Gebäude ein grosses Anliegen sind. Elektropla-

nern aber auch Elektroinstallateuren, die schon lange wissen möchten, wie Präsenz- und Bewegungsmelder überhaupt funktionieren und auf was es im praktischen Einsatz dieser Sensoren zu achten gilt, hilft die spannende Lektüre ganz gewiss. www.esylux.ch Dätwyler: Verkabelungs-Infrastrukturen Zur Light + Building 2012 hat Dätwyler ein Feuerwerk an Neuheiten gezündet, teilweise haben diese das Sortiment ergänzt oder bestehende durch höherwertige Produkte ersetzt (Bild 4). Für ITKNetzwerke war eine neue Generation von Anschlusskomponenten der Kategorie 6A gemäss IEC zu sehen. Vermehrt sind auch Planungs- und DokumentationsSoftwarepakete gefragt. In einer Lifedemo war «Panorama CablingView» zu se-

An der Light+Building präsentiertes Buch von Esylux.

hen. Für die Gebäudeautomation bietet Dätwyler mit «VaserControl» eine Software-Lösung für die systemübergreifende Steuerung und Visualisierung an. Im Produktbereich Fire Safety stellt Dätwyler den Katalog «Funktionserhalt im Brandfall» sowie die sechste, aktualisierte Auflage des bewährten «Handbuch Funktionserhalt» vor. www.daetwyler-cables.com

www.osram.ch

LEDVANCE® Downlights: lichtstark, langlebig, effizient und kompakt.

LEDVANCE ® Downlights – von S bis XL. Mit neuester dimmbarer LED-Technologie werden diese Downlights zu echten Highlights. Sie verfügen über eine Lebensdauer von bis zu 50.000 Stunden, sind kompakt und leicht zu installieren. Mit einer Effizienz von über 50 lm/W eignen sie sich vom Möbel- bis zum Deckeneinbau und sind eine echte Alternative zu herkömmlichen Downlights. Sie zeigen: Bei OSRAM ist die Zukunft des Lichts schon im Jetzt angekommen. Mehr Infos unter: www.osram.ch


4 Wirtschaft & Verbände

Zeitschaltgeräten, Beleuchtungs- und Klimasteuerungen sowie Komponenten der Gebäudesystemtechnik KNX. www.theben-hts.ch

Dätwyler mit hochwertigen Produkten für die Gebäudeverkabelung nach Kategorie 6A.

Theben HTS: 20 Jahre Präsenzmelder Anfang der 1990er-Jahre wurde in den Theben-Labors für «High Technology Systems» der Präsenzmelder erfunden. Heute, 20 Jahre später, hat die Präsenzmelder-Technologie nicht nur einen festen Platz im Bereich der energieeffizienten Gebäudesteuerung, sondern ist auch in Bezug auf Komfort, Sicherheit und Zuverlässigkeit aus der modernen Beleuchtungssteuerung nicht mehr wegzudenken (Bild 5). Einsatzmöglichkeiten, Bedienkomfort, Lichtmessung und Effizienz wurden seit der Erfindung permanent weiterentwickelt und optimiert. Besonders innovativ zeigen sich Sonderlösungen wie z. B. das Modell compact passimo für Lagergänge. Aber nicht nur funktional, sondern auch in puncto Design ist ThebenHTS ganz weit vorn: Der erste deckenbündige Präsenzmelder PlanoCentro wurde mit dem «iF product design award 2010»

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Theben HTS, Erfinder des Präsenzmelders. 10 | Elektrotechnik 5/12

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Theben HTS feiert 20 Jahre Präsenzmelder.

für hochwertiges Design ausgezeichnet. Sicher nicht die letzte Station in der Erfolgsgeschichte der ThebenHTS Präsenzmelder. Mit Tochterunternehmen in Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien, der Schweiz und weltweit über 50 Vertretungen zählt die Theben AG zu den führenden Herstellern von

Steinel: Weltneuheit Sensor-Technik Mit der Entwicklung des Personensensors HPD 1 ist dem Sensor-Spezialisten Steinel Professional ein revolutionärer Schritt in der Sensor-Technologie gelungen (Bild 6). Der Personensensor entstand in einer 5-jährigen Zusammenarbeit mit den weltweit besten Fachleuten und Universitäten. Er nimmt nicht nur die An- und Abwesenheit von Personen sofort wahr, mit ihm ist es sogar möglich, auch die Anzahl von Personen in einem Raum zu registrieren, ohne dass sich diese bewegen müssen. Der HPD 1 erfasst gehende, stehende und sitzende Personen und bietet damit erstmals eine echte Präsenzerkennung. Mithilfe des patentierten, mathematischen Modells wird per Bildanalyse die Erkennung und Zählung von Personen vorgenommen. Da der Sensor ausschliesslich Personen erfasst, sind Fehlschaltungen durch Tiere, wie bei herkömmlichen Bewegungsmeldern, ausgeschlossen. Weltweit einzigartig an diesem System ist die Bildverarbeitung, die direkt im Sensor erfolgt. Hierbei werden keine realen Personenbilder ausgegeben, sondern nur die Anzahl der sich im Raum befindenden Personen. Die Ausgabe der Informationen erfolgt über eine IP-Schnittstelle oder ein Relais. Schweizer Vertretung: www.puag.ch Mobotix: T24 öffnet neu Türen Videoüberwachungen und Videotürsprechstellen sind immer gefragter. Mobotix ist eine deutsche Firma, die in Langmeil bei Kaiserslautern über 10 000 Produkte monatlich produziert. Die neue Video-Türsprechstelle ist jetzt auch mit RFID-Zutrittsmodul (Keypad), Sicherheits-Türöffner und 2-Draht-Netzwerkmodul (Infomodul Mx2wire) erhältlich (Bild 7). Damit steht Kunden eine leistungsstarke Video-Komplettlösung für die Türkommunikation und Zutrittskontrolle zur Verfügung. Die Unterstützung des neuen IP-Telefonstandards ermöglicht der Türstation die direkte Verbindung zu jedem VoIP-Telefon beziehungsweise zu jedem Computer oder Smartphone mit VoIP-Software. Bei entsprechender Netzwerk-Infrastruktur können somit weltweit Videoverbindungen hergestellt, Türen von der Ferne geöffnet oder hinterlegte Video-Nachrichten und Aufzeichnungen abgefragt


Wirtschaft & Verbände

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8 Eindrücke aus der «Chinesenhalle». Von Strassenlampen über LED-Rettrofit-Lampen bis zu LED-Scheinwerfern ist alles zu finden.

Video-Türsprechstelle von Mobotix mit RFIDZutrittsmodul.

werden. Es lässt sich z. B. aus den Ferien über das iPhone der Gast an der Türe begrüssen. Das System zeichnet Besucher an der Türe auch auf. Schweizer Vertretung: www.rotronic.ch

Chinatown in Halle 10 Ein Spaziergang durch die chinesische Halle ist ein spezieller Genuss (Bild 8). Die Stände sind häufig überladen, doch die lückenlose Anordnung mit den verschiedenen Produkten macht die Szenerie doch wieder speziell. Es lassen sich ein paar grundsätzliche Aussagen zu chinesischen Ausstellern festhalten:

• Viele Aussteller sind noch ganz in ihrer Kultur verankert, folglich ist auch das Verhalten ganz «chinesisch». • Bei näherer Betrachtung der Produkte fällt auf, dass die Qualität bei vielen Anbietern noch nicht westlichen Vorstellungen entspricht. • Es gibt einige Firmen mit beeindruckenden Produkten, von der Qualität und auch vom Design her.

TRIVER+ wächst hoch hinaus. Ausser in einem Punkt. Triver+, unsere neue NH-Lastschaltleisten-Generation, hat eigentlich alles: IEC 60947-3. Einfache Bedienung. IP 20/30. Ecodesign. Rückwärts-Kompatibilität. Zukunftssicherheit (Smart-Grid-ready ). Viel Zubehör. Was will man da mehr? Das fragten wir uns auch – und haben wieder etwas zurückgenommen: den Preis. Manchmal ist weniger eben doch mehr! www.sefag.ch


9 Wirtschaft & Verbände

lich das «Eingemachte». Bild 9 vermittelt ein paar Eindrücke. Die Leiterplatte mit den LED ist direkt in das Spritzgussgehäuse montiert. In der Leuchte sind nur die LED integriert, keine Elektronik. Die LED werden vom Netzteil mit einem Konstantstrom versorgt. Das Netzteil selbst macht vom 230-V-Anschluss her einen «bastelhaften» Eindruck. Dieses Netzteil muss eine hohe Isolationsfestigkeit aufweisen, denn die Leuchte hat keinen Anschluss für den Schutzleiter. Jede Leuchte benötigt ein eigenes Netzteil. Die Hohldecken-Montage der Leuchte ist perfekt gelöst.

LED-Einbauleuchte in Spritzgussgehäuse, Elektronik separat.

• Es gibt sogar eine chinesische Firma, die ein komplexes Messgerät zur Ausmessung von Lampen und Leuchten anbietet. Mindestens zwei Firmen werben mit einer Retrofit-LED-Lampe im «Glühlampenformat», die 100 lm/W Lichtausbeute bringen soll, was sensationell hoch ist. Wenn dieser Wert auch nur mit Tageslicht, rund 6000 K, zu erreichen ist, zeigt er doch, wo die Reise hingeht. Ich selbst erbat für Testzwecke von einer chinesischen Firma eine LED-RetrofitLampe gegen Barzahlung; acht Euro war

der Preis. Die Lampe spendet jetzt Licht in der Küche. Gefühlsmässig wird das Gehäuse heiss, vermutlich zu heiss. Aber für dieses Geld darf man nicht alles erwarten. Spezieller ist die LED-Einbauleuchte mit perfektem Design von einer anderen chinesischen Firma. Mein Beruf Journalist überzeugte den liebenswürdigen Herrn, er versprach, mir eine Leuchte zu schicken. Ich bezahlte ebenfalls bar. Nach dem Bekennen meines vollen Vertrauens verbeugte sich der Herr höflich. Nach sieben Arbeitstagen hatte ich die Leuchte per Post erhalten. Als Elektronik-Ingenieur interessierte mich natür-

Fazit Natürlich können in diesem Rückblick bei Weitem nicht alle Firmen erwähnt werden. Insgesamt bleibt eine gute Erinnerung an geknüpfte Kontakte. Im Bereich Licht geht die Reise offensichtlich Richtung LED. Nebst Lampen und Leuchten gab es aber auch in anderen Bereichen Anstösse, neue Produkte, neue Dienstleistungen und vieles mehr kennen zu lernen. Das persönlich investierte Geld in Lampen und Leuchten hat sich gelohnt – allein schon des «Gwunders» wegen. ■

Weiterbildungsangebot der SLG 2012

Cours de formation continue de la SLG 2012

ReluxPro Access

ReluxPro Access

Mittwoch, 29. August

Zürich

ReluxPro Interior 1

Mercredi 13 juin

Crissier/Lausanne

ReluxPro Interior 1

Donnerstag, 30. August

Zürich

Jeudi 14 juin

Lichtplaner SLG 1 24/2012

ausgebucht

Planificateur Eclairagiste SLG 1

September - November 2012

Winterthur

 Module 1

ve/sa 31 août /1er septembre

Morges

 Module 2

ve/sa 14/15 septembre

Morges

 Module 3

ve/sa 12/13 octobre

Morges

 Examen

vendredi 2 novembre

Morges

Lichtplaner SLG 1 25/2013 Februar - April 2013

Winterthur

Öffentliche Beleuchtung Freitag/Samstag, 16./17. November

Winterthur

Crissier/Lausanne

Eclairage public Jeudi / vendredi, 22/23 novembre

Lichtplaner SLG 2 4/2012/13  Modul 1

Fr/Sa, 9./10. November

Winterthur

 Modul 2

Fr/Sa, 30.11/1. Dezember

Winterthur

 Modul 3

Fr/Sa, 18./19. Januar 2013

Winterthur

 Prüfung

Fr, 8. März 2013

Winterthur

Bulle / Broc

Anmeldung und Informationen SLG Schweizer Licht Gesellschaft Altenbergstrasse 29, Postfach 686, CH-3000 Bern 8 Tel 031 313 88 11 info@slg.ch www.slg.ch > Aus- und Weiterbildungen

SLG Schweizer Licht Gesellschaft | Altenbergstrasse 29 | Postfach 686 | 3000 Bern 8 | info@slg.ch | www.slg.ch

12 | Elektrotechnik 5/12


Studienleiter Martin Vetter überreicht Andreas Fochler das Zertifikat CAS Informatik-Projektmanagement. (Bild: Hochschule Luzern)

Kürzlich haben 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Weiterbildungen Certificate of Advanced Studies CAS Projektmanagement Technik und CAS Informatik-Projektmanagement ihre Abschlüsse erhalten. Mit diesen berufsbegleitenden CAS-Programmen haben die Absolventen umfassende Kompetenzen zur erfolgreichen Ausübung ihrer anspruchsvollen Arbeit als Projektmanager

Wirtschaft & Verbände

15 Abschlüsse in Projektmanagement Technik und Informatik oder Projektmanagerinnen erworben. Das CAS Projektmanagement Technik richtet sich an Personen aus technischen Bereichen wie Engineering, technische Entwicklung oder IT-Infrastruktur. 2011 wurde der erfolgreiche Studiengang erweitert: Mit dem neuen Abschluss CAS Informatik-Projektmanagement werden Personen angesprochen, die in Informatik-Projekten mit agilen Abwicklungsmodellen mitwirken. Die beiden CAS-Programme umfassen dreizehn Schwerpunkte, wobei neun allgemeine Themen sich an alle Studierenden richten und vier fachspezifische Themen nur von den Studierenden des CAS Projektmanagement Technik bzw. des CAS Informatik-Projektmanagement besucht werden. Aufgenommen werden Absolventinnen und Absolventen von ETH, Universität, Fachhochschule, Höherer Fachschule oder Technikerschule mit mindestens zwei Jahren Projekterfahrung.

Von Mitte April bis Anfang Juni laden 33 Shops Profi-Handwerker aller Branchen zu den Open Days ein. Für die Besucher gibt es 50 knallhart kalkulierte Angebote, eine Verlosung mit 50 Megapreisen, Speis und Trank sowie zahlreiche Produktdemonstrationen. Der letzte Event findet am 6. Juni 2012 in Allschwil statt. Die Open Days starten jeweils um 10 Uhr und enden um 19 Uhr. Weitere Informationen, Durchführungsorte und Termine finden sich auf

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Elektrotechnik 5/12 | 13


Wirtschaft & Verbände

Green Building Tagung 2012

Neue Perspektiven Haus bauen, Gebäudetechnik planen, betreiben und optimieren: Die Gebäudeautomation ist ein fester Bestandteil zeitgemässer Bauten geworden. Weil sie verschiedene Gewerke miteinander vernetzt, schafft sie Komfort sowohl am Arbeitsplatz als auch im Wohnraum und garantiert Energieeinsparungen. Dass Architektur und Gebäudetechnik durchaus miteinander in Einklang stehen, zeigte die diesjährige Green Building Tagung der Verbände GNI, KNX Swiss und LonMark Schweiz, die am 14. und 15. März im Prime Tower Zürich stattfand. Die Örtlichkeiten der zweimal durchgeführten und vollständig ausgebuchten Tagung waren einmalig und boten die ideale Kulisse für das Tagungsthema. Zum einen, weil das Konferenzcenter im Prime Tower im 34. Stockwerk liegt und der Ausblick neue Perspektiven auch auf die Stadt Zürich eröffnet. Zum anderen, weil der Prime Tower selber, als imposantes architektonisches Wahrzeichen, auch einiges an Gebäudetechnik beinhaltet. Neben den Gebäudetechnikern waren diesmal auch erstaunlich viele Architekten und Bauherren unter den rund 180 Seminarteilnehmern, was bei der Besichtigung der kleinen Ausstellung in der Pause und beim abschliessenden Apéro zu angeregten Gesprächen führte. ➜

Der Blick von oben bot den Teilnehmern der Tagung Green Building aussergewöhnliche Perspektiven. 14 | Elektrotechnik 5/12


Herausfoderung Gebäudetechnik im Hochhaus Urs von Arx, Geschäftsleiter und dipl. Elektroingenieur FH Executive MBA HSG von Hefti Hess Martignoni, Zürich, ging im zweiten Referat auf die Planung eines Hochhauses ein. Ein solches Projekt stellt in vielen Bereichen andere Anforderungen an den Planer als ein konventioneller «flacher» Bau.

Damit das Label «LEED Gold» (Leadership in Energy and Environmental Design) eingehalten werden konnte, musste einiges in der Planung der Elektroanlagen sowie der Gebäudetechnik berücksichtigt werden. Zum Beispiel die korrekte Dimensionierung der Kabelquerschnitte, die einen direkten Einfluss auf die Verlustleistungen und damit auch auf die Energieeffizienz sowie die Betriebskosten hätten, wie Urs von Arx speziell herausstrich. Gebäudelabeling und Energieeffizienz Wo führt die Zukunft des Gebäudelabelings hin? Zu diesem sehr aktuellen Thema referierte Christian Röthenmund von der Geschäftsstelle Minergie. Seit 1996 setzt sich der Verein Minergie für nachhaltige und energieeffiziente Gebäude ein. Minergie war dadurch auch Wegbereiter für die Energie-Gesetzgebung in der Schweiz. Minergie ist kein abgeschlossener Standard, sondern entwickelt sich laufend weiter. Ein Beispiel dafür ist das Anfang Jahr lancierte Minergie-Modul Raumkomfort, dessen Trägerin die GNI ist. Es wird mit der zunehmenden Vernetzung anderer Minergie-Module wie Sonnenschutz, Leuchten und Fenster noch weiter ausgebaut werden.

Green Buildings - State of the Art Beim Schlussreferat der Tagung stand dann nochmals das Thema Architektur im Fokus. Bob Gysin, Architekt und Inhaber der Bob Gysin + Partner AG, Zürich, gab einen Überblick über die aktuellen Möglichkeiten zum nachhaltigen Bauen mit einer Spurensuche zum Begriff der Nachhaltigkeit und den daraus resultierenden heutigen Handlungsmaximen. Bob Gysin analysierte in seinem Referat eindrücklich, wie nachhaltiges Bauen die Architektur und den Städtebau verändern wird und muss. Dafür gäbe es viele Beispiele, so auch die Masdar City. www.g-n-i.ch www.knx.ch www.lonmark.ch

LEED

Das LEED-Zertifikat (Leadership in Energy and Environmental Design) ist ein Produkt des US-Green Building Councils (www.usgbc.org), einer amerikanischen Non-Profit-Organisation. Es definiert und bestätigt in einem Bewertungssystem eine Reihe von Standards für umweltfreundliches, ressourcenschonendes und nachhaltiges Bauen.

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Elektrotechnik 5/12 | 15

Wirtschaft & Verbände

Herausforderung Architektur Prime Tower Stefan Thommen, Architekt ETH und Teamleiter bei der Firma Gigon/Guyer Architekten, Zürich, eröffnete das Seminar mit einem Bericht über die Entstehungsgeschichte des höchsten Gebäudes der Schweiz. Er lieferte Informationen aus erster Hand zum Projekt Prime Tower, das heute die Stadt Zürich prägt und gleich neben dem Bahnhof Hardbrücke steht. Er erläuterte das Konzept und die Gestaltung des Gebäudes sowie die technischen Herausforderungen beim Bau und erklärte, welche Kette von Koordinationsmassnahmen nötig war, damit der Prime Tower mit seinen 40 000 m2 Nutzfläche, dem Raum für 2000 Arbeitsplätze sowie 36 Stockwerken realisiert werden konnte.


Wirtschaft & Verbände

Neue Broschüre «Anschluss finden» Heute besteht einige Unsicherheit, wo, wie und mit welcher Infrastruktur Besitzer von Elektrofahrzeugen sicher, sinnvoll und effizient Batterieladungen ihrer Fahrzeuge vornehmen können. Diese Informationsschrift liefert grundlegende Antworten auf viele wichtige Fragen. Sowohl Elektrofahrzeug-Interessierte sowie Elektroinstallateure, Architekten, Immobilienbesitzer oder Personen aus dem Autogewerbe erhalten fundierte Kenntnisse über dieses Thema. Electrosuisse, e’mobile und VSE sind Herausgeber dieser neuen Informationsschrift. Die Fachverbände bieten gemeinsam mit weiteren Fachorganisationen grundsätzliche Informationen, Übersicht und Lösungsvorschläge über Elektromobilität und Infrastruktur. Die 26-seitige Broschüre dient als pragmatische Grundlage zum umfangreichen Thema, beispielsweise:

• Basisinformationen über das noch junge Thema (z. B. über Anschlüsse, Stecker, Ladevorgänge usw.)

• aktuelle Varianten von «Ladestationen» und «Lade»-Modes • Grundlagen für Immobilienbesitzer (Verrechnung, Signalisation usw.) • neue Anforderungen an Garagisten und Pannenhilfe • Tipps und Hinweise für alle Ansprachegruppen • Kontaktstellen für vertiefende Informationen Die Verbände geben diese Broschüre kostenlos ab. Die pdf-Versionen in Deutsch, Französisch und Italienisch können von den nachstehenden Websites heruntergeladen werden.

www.electrosuisse.ch www.strom.ch www.e-mobile.ch

Schweizer Stromversorger international auf Spitzenplatz

Der SAIDI-Wert zeigt die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung je Kunde an.

Der VSE hat den SAIDI-(System Average Interruption Duration Index)Wert für 2010 ermittelt. Der SAIDIWert gibt die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung je Kunde an. Im Jahr 2010 ist jeder Kunde im Durchschnitt 20,5 Minuten ohne Strom gewesen. Davon sind 11 Minuten jährlich auf Störungen und 10 Minuten auf geplante Abschaltungen zurückzuführen. Analysiert wurden 2,9 Mio. Kunden, die 60 % des Stroms konsumieren. Im Vergleich zu seinen Nachbarländern Deutschland und Österreich belegt die Schweiz damit den Spitzenplatz. Die Schweizer Energieversorgungsunternehmen tun alles dafür, jeden Tag,

rund um die Uhr, diesen hohen Standard zu halten. Denn die sichere Versorgung mit Strom ist nicht nur für die privaten Verbraucher wichtig, sondern auch ein wesentlicher Garant dafür, den Erfolg des Werkplatzes Schweiz auch in Zukunft zu gewährleisten. In den kommenden Jahren wird es darauf ankommen, dass sowohl der Gesetzgeber als auch der Regulator die Rahmenbedingungen schaffen, damit dies auch so bleibt. Versorgungssicherheit muss eines der zentralen energiepolitischen Ziele bleiben. Deshalb muss die Regulierung die richtigen Investitionsanreize für den Netzausbau setzen. ■ www.strom.ch

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Wirtschaft & Verbände

Kooperation bei der Machine-to-Machine-Kommunikation Swisscom und Ericsson haben eine Partnerschaft zur Entwicklung und Erschliessung des M2M-Marktes getroffen. Swisscom wird seinen Kunden in der Schweiz und im Ausland neue Dienste zur Effizienzsteigerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette anbieten – von der Produktion bis zur Distribution. Das M2M-Angebot von Swisscom basiert auf der bewährten Device Connection-Plattform von Ericsson. Mit dieser Lösung kann eine sehr grosse Zahl von vernetzten Geräten und Anlagen kostengünstig über das Mobilfunknetz administriert werden. Erste Feldversuche wurden im Februar 2012 durchgeführt. Die kommerzielle Einführung ist für den Sommer 2012 geplant. Mehrere Hunderttausend Maschinen sind in der Schweiz bereits vernetzt. Nach Prognosen von Swisscom wird diese Zahl in den folgenden Jahren deutlich steigen. Langfrist erwartet der Netzbetreiber, dass allein in der Schweiz das Vernetzungspotenzial bei bis zu 100 Millionen Geräten und Anlagen liegt. Typische Branchen, die von M2M-Kommunikation profitieren, sind das Energieversorgungs-, das Transport- und das Gesundheitswesen. Die Anwendungsmöglichkeiten für entsprechende technische Lösungen reichen aber weit darüber hinaus. Urs Schaeppi, Leiter der Swisscom Corporate Business Unit, erklärt: «Ericsson wird uns mit seiner umfangreichen Erfahrung im weltweiten M2M-Markt unterstützen. Wir gehen in diese Partnerschaft nicht nur mit der Absicht, eine führende Stellung in diesem Zukunftsmarkt einzunehmen, sondern auch mit dem Anspruch, unseren Kunden die hervorragende Qualität zu liefern. Wir werden in unterschiedlichsten Branchen auf den Kunden zugeschnittene Lösungen anbieten können.

Die Anzahl netzwerkfähiger Geräte nimmt sprunghaft zu.

Immer mit dem Ziel, dank der Maschinenvernetzung die Effizienz zu steigern und die Kosten zu reduzieren.» Als einer der weltweit ersten Kunden der Ericsson Device Connection-Plattform kann Swisscom von einem frühen Markteintritt profitieren und so neue Einnahmequellen generieren. Die als Cloud-Service angebotene Plattform ermöglicht es, das Angebot flexibel auszubauen – abhängig von den Anforderungen der Unternehmenskunden unterschiedlicher Branchen. Ericssons M2M-Lösung ist nicht auf ein bestimmtes Einsatzfeld beschränkt. Es kann also auf einfache Weise an die Anforderungen unterschiedlicher Branchen und Kundenbedürfnisse angepasst werden. Martin Bürki, Managing Director Ericsson AG in der Schweiz, erklärt: «Wir haben bis zum heutigen Tag rund fünf Milliarden Menschen über den Mobilfunk miteinander verbunden. Jetzt beginnt die Ära der vernetzten Gesellschaft, in der wir bis zum Jahr 2020 weltweit die Vernetzung von mehr als 50 Milliarden Geräten erwarten.

Der überwiegende Teil dieser Geräte wird über branchenübergreifende M2M-Lösungen Informationen und Daten austauschen.» Verglichen mit dem heute noch vorherrschenden teilnehmerbezogenen SIM-Karten-Management müssen die Netzbetreiber entsprechende Funktionalitäten bei der M2M-Kommunikation wesentlich schlanker und kosteneffizienter abwickeln. Dies betrifft zum Beispiel den Datenverkehr, die Abrechnung, die Wartung und Upgrade-Funktionalitäten. Da der M2M-Markt hinsichtlich der Anforderungen der einzelnen Kunden, die aus unterschiedlichsten Industriebereichen kommen, sehr differenziert ist, benötigen Netzbetreiber eine branchenübergreifende Plattform, bei der sich die Angebote ohne grossen Aufwand massgeschneidert anpassen lassen. Ericsson Schweiz plant derzeit die Anstellung von rund 100 neuen Mitarbeitern, um diesem Wachstumspotenzial gerecht zu werden. www.ericsson.com

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Ein Jahrhundert Schweizer Elektroindustrie Im Rahmen einer gut besuchten Vernissage präsentierte die Feller AG ihr neues Buch über die bewegte Vergangenheit der Schweizer Elektroindustrie. Auf 120 Seiten finden sich überraschende Geschichten über eine wichtige Branche unseres Landes und über Feller AG. Seit über 100 Jahren gestaltet das Traditionsunternehmen am Zürichsee die Entwicklung der Elektrotechnik entscheidend mit. Grund genug, um mit dem Buch «Feller – eine Firma prägt die Elektroindustrie» die bewegte Vergangenheit des Unternehmens und der Schweizer Elektroindustrie gebührend Revue passieren zu lassen. Zahlreiche Gäste aus der Elektrobranche sowie Vertreter aus Politik und Fachpresse feierten die Neuerscheinung anlässlich einer Vernissage. Gegründet wurde Feller anno 1909 durch Adolf Feller in Horgen. Damals eine echte Pionierleistung für einen jungen Mann, der in einer Berner Bauernfamilie aufgewachsen war. Auch heute noch sticht das markante Firmengebäude auf der Stotzweid hoch über dem Zürichsee ins Auge. «Auf unseren Standort als Produktionsbetrieb mit eigenem Entwicklungscenter sind wir nach wie vor sehr stolz», bekannte sich Roger Karner, der bis Ende Februar amtierende CEO der Feller AG, zum Roger Karner, bis Ende Februar 2012 amtieren- Standort Horgen. «Wir der CEO der Feller AG, präsentierte das Buch sind stets offen für Neues. «Feller – eine Firma prägt die Elektroindustrie». Nur dank Innovation steht unser Unternehmen da, wo es heute ist. Das Gute gilt es aber zu bewahren. Gerade auch deshalb möchten wir uns mit dem vorliegenden Buch bei all unseren Mitarbeitenden, Partnern und Kunden für die langjährige Verbundenheit bedanken.» «Feller prägte die Elektroindustrie ohne Zweifel wie kein zweites Unternehmen. Die Firma ist aber auch wesentlicher Bestandteil der Geschichte von Horgen», stellte Theo Leuthold, Gemeindepräsident Horgen, in seinem Referat an der Vernissage fest. Seit Jahrzehnten sei Feller einer der wichtigsten regionalen Arbeitgeber und eng mit der örtlichen Bautätigkeit sowie der Förderung sozialer Einrichtungen verbunden. Markus Assfalg, Leiter Standortförderung Kanton Zürich, wies in seiner Laudatio wiederum auf das breite Aus- und Weiterbildungsangebot von Feller hin: «Stolze zehn Prozent der 450 Mitarbeitenden sind hier Lernende. Und mit dem Trainingscenter für Elektriker und Elektroplaner stärkt Feller sowohl regionale Standortqualitäten als auch die gesamte Schweizer Elektrobranche.» Im Bereich Weiterbildung hat Feller in den vergangenen vier Jahren über 2500 Elektroprofis im Bereich Technik und Verkauf geschult. Für 2012 sind bei Feller über 100 Fachausbildungen in allen drei Landessprachen geplant. Das Buch kann ab sofort im Schweizer Buchhandel oder beim Chronos Verlag direkt bestellt werden (ISBN 978-3-0340-1076-4). ■ www.chronos-verlag.ch, www.feller.ch

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10. Nationale Photovoltaik-Tagung 2012 (Teil 2)

Photovoltaik

Mit Solarstrom in die Energiezukunft Die nationale Photovoltaik-Tagung zog eine Rekordanzahl von Solarinteressierten an – die Badener Trafohalle war zwei Tage lang ein «full House». Neben den Fachvorträgen lieferten mehrere Fachfirmen und Institutionen eine Fülle von Informationen zur Solartechnologie an verschiedenen Ständen. In insgesamt sechs Sessionen präsentierten Experten die neusten Erkenntnisse zur Photovoltaik und beantworteten Fragen der Teilnehmer. Alan Hawkins

Bundesrätin Doris Leuthard: «Photovoltaik spielt eine grosse Rolle.»

Pfeiler der bundesrätlichen Strategie: Energieeffizienz, Zubau an erneuerbaren Energien, Brückentechnologien, Ausbau der Elektrizitätsnetze und Anstrengungen im Bereiche Forschung und Entwicklung. Grosse Herausforderung: Effizienz Die Steigerung der Energieeffizienz sei gemäss Doris Leuthard die grosse Her-

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Stefan Nowak, Programmleiter Photovoltaik beim Bundesamt für Energie, begrüsste die über fünfhundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer. «Photovoltaik wird vermutlich einer der wichtigsten Beiträge zu unserer Energieversorgung sein», meinte Nowak. «Die rasante Entwicklung bei der Photovoltaik hat auch die Fachwelt überrascht, und auf dem Markt für Photovoltaik herrscht ein gnadenloser Wettbewerb.» Der angekündigte Ausstieg aus der Atomenergie lässt die Photovoltaik in einem ganz anderen Licht erscheinen, so Nowak. David Stickelberger, Geschäftsleiter von Swissolar, erinnerte an das Tagungsthema «20 % Solarstrom bis 2025». Dieses ehrgeizige Ziel sei nicht gesetzt, um

einfach Aufmerksamkeit zu erregen, sondern aus Überzeugung. Im Vergleich errechnet die Organisation Economie Suisse einen Anteil von 1%. Der hohe Stellenwert der Photovoltaik wurde auch durch die Teilnahme von Energieministerin Doris Leuthard an der Tagung unterstrichen. «Nachhaltigkeit ist eine Pflicht, die in der Bundesverfassung verankert ist», meinte Bundesrätin Leuthard einleitend. «Es gilt, unseren Energieverbrauch zu drosseln und die Energieversorgung zu sichern». Der Umbau der Energiewirtschaft sei eine gemeinschaftliche Aufgabe. Die Energieziele des Bundesrates für 2050 seien eine Vorgabe für einen laufenden Prozess. Die Ziele müssten ständig überprüft und korrigiert werden: «Am Schluss zählt, was man realisiert hat». Leuthard erwähnte die fünf

ERFO BETE LGSILIGU DANK NG GENO SS SCHA ENFT

20 | Elektrotechnik 5/12


Konkrete Umsetzung statt Ideologien Nach der eingehenden Beurteilung der aktuellen gesamtschweizerischen Energiesituation durch Bundesrätin Doris Leuthard betrachtete der Aargauer Regierungsrat und «Energieminister» Peter C. Beyeler die Situation nicht nur auf kantonaler Ebene, sondern auch aus seiner eigenen, persönlichen Sicht. «Ideologien bringen uns nicht weiter», so Beyeler und «in Zukunft wird die

Sonne eine wesentlich grössere Rolle spielen». Als Beispiel für das Ergreifen von konkreten Massnahmen schilderte Beyeler die fortlaufende energetische Sanierung seines eigenen Einfamilienhauses. Beim Haus mit Baujahr 1982 wurde durch den Einbau von zusätzlichen Isolationen bei Dach und Wänden, neuen Fenstern und der Installation einer PV-Anlage der Energieverbrauch drastisch reduziert. Mit dem Einbau einer mit Erdsonden betriebenen Wärmepumpe wird das Haus letztlich zum Aktivhaus mit einer positiven Energiebilanz. Von der finanziellen Seite her habe er einfach nur Freude an der Investition und kommentierte: «Wer macht schon eine genaue Kosten-Nutzen-Rechnung für seine neue Küche oder für das Auto?». Bezüglich Schlechtwetterperioden und saisonale Produktionsunterschiede sei die Speicherung stochastisch erzeugter Energie noch ein grosses Problem. «Auch wenn die bei der KEV angemeldeten Anlagen gleich viel Energie wie die Kernkraftwerke Mühleberg und Beznau I und II produzieren könnten», meinte Beyeler, müssen grössere Kraftwerke als «rotierende Masse» vorhanden sein, um die kurzfristige Natur der Erneuerbaren abzufedern. Die Physik könne man nicht überlisten, so Beyeler. Nationalrat Roger Nordmann, Swissolar-Präsident, kritisierte zum Teil die BFE-Zielsetzungen bezüglich Ausbau der Photovoltaik. Diese sähen eine ernsthafte Steigerung des PV-Anteils an der Gesamtenergieversorgung erst nach 2020 vor. Dies sei, gemäss Nordmann, unverständlich. Auch beim Preis für Solarstrom sei die Prognose von 20 Rp./kWh im Jahr 2017 zu wenig ehrgeizig. «Dieser Preis ist im Wallis bereits heute Realität», meinte Nordmann. Wichtig seien einfache Bewilligungsverfahren, vereinfachte ESTI-

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Photovoltaik

zen, soll im Wärmebereich Gas eingespart werden», meinte Leuthard. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Erneuerung der Elektrizitätsnetze: Diese seien veraltet und eine Gesamtplanung durch Swissgrid und die rund 700 Elektrizitätsunternehmungen fehle noch. Technische Innovationen und Smart Grids müssten parallel zum Ausbau der Photovoltaik realisiert werden, meinte Doris Leuthard. In der Forschung und Entwicklung müsse mehr Geld vom Bund und Privaten investiert werden. Die Erfahrung zeige, dass solche Investitionen – vor allem in Pilot- und Demonstrationsanlagen – zusätzliche Investitionen durch Privatinstitutionen auslösten. Die Energieministerin kündigte für den Sommer 2012 weitere Zugeständnisse an das Gewerbe an. Bei der Photovoltaik sei nach Meinung von Bundesrätin Leuthard seit Jahrzehnten alles benötigte Know-how vorhanden und die Schweiz sei technologisch gut unterwegs. Bei der Förderung habe die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) sich grundsätzlich bewährt, aber bei Kleinanlagen müssten andere Lösungen gesucht werden, so Leuthard. Beim sogenannten «Net-Metering» seien Denkmodelle vorhanden. Es gelte nun, ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Langfristigkeit aufzubauen.

W

ausforderung – der heutige Verbrauch, gemessen an der Pro-Kopf-Leistung, beträgt rund 6500 Watt – das Ziel wäre 1000 W pro Kopf. Es seien deshalb «wesentliche Anstrengungen nötig». Obwohl das Gebäudeprogramm gut laufe und bei den Elektrogeräten Fortschritte gemacht werden, sei das Potenzial noch nicht ausgeschöpft, meinte die Energieministerin. Grosse Sorge mache die Situation bei den Altbauten: Die Renovationsquote betrage weniger als 1%. Zielvereinbarungen bei Unternehmungen, wettbewerbliche Ausschreibungen und Effizienzboni sollten helfen, diese Situation zu verbessern. Bei der Mobilität – sie verursacht einen Drittel des Energieverbrauchs – handle es sich um «den schwierigsten Bereich», so Leuthard. Eine CO2-Abgabe auf Treibstoffe sei im Parlament abgelehnt worden. Technische Vorschriften für Fahrzeuge und energiesparende Einrichtungen wie LED-Beleuchtung in Tunneln würden jedoch helfen, den Energieanteil beim Verkehr zu reduzieren. Laut Doris Leuthard fristen die erneuerbaren Energien ein «Mauerblümchendasein» und dies müsse geändert werden. Das Potenzial der Erneuerbaren sei schnell zugestanden, aber bei der gesellschaftlichen Konsequenz sei einiges zu verbessern. Der Bundesrat hat für 2050 ein Ziel von 22,6 Terrawattstunden (TWh) gesetzt, dabei solle die Photovoltaik eine grosse Rolle spielen. Nach der Meinung von Bundesrätin Leuthard ginge der Ausstieg aus der Atomtechnik und der Umstieg auf die Erneuerbaren nicht ohne Brückentechnologien, sprich fossile Stromproduktion in Gas-Kombikraftwerken, dies wegen der noch nicht gelösten Speicherung von Strom aus Photovoltaik. «Um die Klimaziele nicht aufs Spiel zu set-

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Elektrotechnik 5/12 | 21


Photovoltaik

Verfahren im Starkstrombereich und günstige Netzgebühren. Auch die Geldmittel für die Forschung seien zu erhöhen. Batterien als Energiespeicher In einer weiteren Präsentation streifte ETH-Professor Konstantinos Boulochos die Ergebnisse einer ETH-Studie über die «Energiezukunft Schweiz». 240 Varianten wurden für den Bericht durchgerechnet. Die bisherigen Überlegungen mit Grundlastkraftwerken sei falsch, meinte Boulouchos: Optimaler wäre Flexibilität in Sekundentakt. Bezüglich Energiespeicherung meinte Boulouchos, dass ab zirka 2020 bis 2030 Batterien konkurrenzfähiger seien als Speicherkraftwerke.

22 | Elektrotechnik 5/12

sich Pius Hüsser von der Nova Energie GmbH. Die korrekte mechanische und elektrische Auslegung der PV-Installationen sei wichtig, meinte Hüsser, besonders stärker ausfallen würde der Einfluss der Fixkosten der Anlagen bei fallenden Modulpreisen. «Wenigstens hat die Schweiz tiefe Zinskosten», meinte Hüsser. Obwohl die Voraussetzungen bei den bewilligenden Behörden in der Schweiz gut seien, würden die kreditsprechenden Banken zu wenig vom Solargeschäft verstehen, so Hüsser. Thomas Nordmann, TNC Consulting, kommentierte die Swissolar-Ziele. Es brauche rund 12 m2 Solarzellen pro Kopf, um die Ziele zu erreichen. Vor allem sollten diese Flächen vorzugsweise auf Neubauten realisiert werden, meinte er. Bei der Produktion von Solarstrom ist Nordmann der Meinung, dass vermehrt eine Ost- oder West-Ausrichtung nötig wäre, um das «Solar-Matterhorn» (Produktionsspitze über Mittag) etwas abzuflachen. Neben dem Ausbau der Solarenergie müssten Lastspitzen im Verbrauch reduziert werden und verschwenderische Elektroheizungen müssten verboten werden, meinte Nordmann. Auch die «Spanischen Einstrahlungsverhältnisse» in den Schweizer Bergen sollten vermehrt ausgenutzt werden, meinte der Energieexperte. Bezüglich des Ausgleichs zwischen der stochastischen Produktion der Solaranlagen und dem jeweiIntelligente Integration in bestehende und neue Gebäude wird an Bedeutung gewinnen. ligen Verbrauch müssten, nach Nordmann, die Speicherseen in den Alpen gelebt?». Die Photovoltaik-Industrie sei nutzt werden. David Stickelberger, Swissolar, doppelnun in die «Big Boys»-Liga aufgestiegen und es seien enorme Kostenfort- te mit einem Blick auf die Finanzierung schritte zu beobachten. Ein grosses des 20%-Zieles seines Verbandes nach. Problem stellten laut Fawer die Unste- Neue Berechnungen zeigten, dass fünf tigkeit bei den Einspeisevergütungen bis neun Franken monatlich pro Hausund das allgemeine «Stop and Go» im halt nötig wären, um das Ziel zu erreiSolargeschäft dar. Mit fallenden PV- chen. Bei der kostendeckenden EinspeiPreisen seien die Einspeisemodelle in severgütung KEV erfolge die Preiseiner Übergangsphase: Wenn Solar- degression schneller als erwartet. Für strom günstiger wird als normaler den Abbau der Warteliste bei der KEV Netzstrom, müssten neue Modelle ent- sollten Preisaufschläge von weniger als wickelt werden, meinte Fawer. 2 Rp./kWh genügen, meinte Stickelberger. «Die Strompreisunterschiede bei den Stromversorgern in der Finanzierung «Wie lange muss ich mit den Banken Schweiz sind grösser als der KEV-Aufreden, bis ich das Geld habe», fragte schlag», meinte Stickelberger. Hand-

Urs Wolfer, Bereichsleiter Markt Sonnenenergie bei der BFE, kommentierte in seiner gewohnt lakonischen Art die aktuelle Situation bei der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV). Der aktuelle Stand der Gesuche auf der Warteliste sei auf dem Internet verfügbar, mehr zu sagen mache keinen Sinn, meinte Wolfer. Eine weitere Anpassung der Tarife wird voraussichtlich auf den 1. Oktober 2012 erwartet. Das Kontingent für 2013 sei nicht bestimmbar. Auch würden, wie von Bunderätin Leuthard erwähnt, Möglichkeiten zur Optimierung der KEV geprüft. Dr. Mathias Fawer von Asset Management Sustainabilty Research bei der Bank Sarasin stellte die Frage: «Wie fit sind die Solarunternehmen? Wer über-


lungsbedarf sieht er nicht nur bei der KEV-Warteliste, sondern auch bei der Gebäudesanierung und Stromeffizienz. Die Kantone sollten bei der Bewilligung von Neubauten eine SolardachPflicht einführen und bei den Baunormen sollen Dachlasten von 30 kg/m2 vorgeschrieben werden, um das Gewicht von eventuell später einzubauenden Solaranlagen aufzufangen. Gebäudeintegration Eine weitere Session befassste sich mit der Integration von PV-Anlagen in Gebäuden. Doris Ehrbar, Leiterin Advanced Retrofit an der Hochschule Luzern, sah solare Gebäude und Städte als der Schlüssel zum Klimaschutz. Diskutiert würde die Frage, ob alles saniert werden muss, oder nur gezielt. Wäre es nicht besser, einzelne Gebäude zu sanieren, dafür richtig», fragte die Referentin. Dr. Francesco Frontini, Scuola Universitaria Professsionale della Svizzera Italiana SUPSI, präsentierte einen Überblick über den Stand der Technik. Multifunktionalität sei wichtig: Die Installationen sollen Sichtschutz und Sicherheit bieten und auch wasserdicht sein. Als Ziel für das Jahr 2020 nannte Frontini das «Net-Zero-Energie»-Gebäude. Die SUPSI entwickelte ein Werkzeug für eine entsprechende Planung (www.bipv.ch). Dieter Moor von der Ertex Solar GmbH wagte einen Blick in die Zukunft von gebäudeintegrierten PV-Anlagen. Momentan sei die Preisschere zwischen Billigprodukten aus China mit 0,5 EUR per Watt-peak und integrier-

ten Systemen mit 3 bis 22 Euro per Watt-peak enorm, dies weil Zellenintegration und Engineering teuer seien. Thomas Etter, Leiter Netz Elektrizität bei den St. Galler Stadtwerken, erläuterte das St. Galler Konzept. Verschiedene Energiemedien stehen im Angebot, die auf den ersten Blick sich selber konkurrenzieren. St. Gallen hätte sich das Ziel gesetzt, bis 2030 zur «2000Watt-Gesellschaft» zu gehören. Im Konzept spielten Blockheizkraftwerke eine wichtige Rolle, und auch im Mobilitätsbereich würden Lösungen angeboten. Etter erwähnte verschiedene erfolgreich eingeführte Massnahmen: Atomausstieg, Geothermie und Fernwärme, ein Solarkataster und eigene PV-Anlagen. Dabei hätten die Stadtwerke keine KEV-Gelder in Anspruch genommen. Dr. Barbara Schaffner vom Energiebüro schloss die Nachmittagssession mit einem Überblick über verschiedene Beispiele der Integration von PV in der Gebäudehülle. Einerseits sei die Sonnenblume ein Beispiel von integrativer Nutzung der Sonnenenergie: Auf einer beschränkten Fläche wird durch Beweglichkeit möglichst viel Sonnenenergie eingefangen. Die Pflanze richtet ihre «Empfangsfläche» genau nach der Sonne aus. Anderseits ergäben die stark reduzierte Preise für PV-Paneele deren Integration auf allen Flächen eines Gebäudes. Schaffner zeigte verschiedene Beispiele von Gebäudeintegrationen sowie auch Projekte, die PV in Lawinenverbauungen installierten (siehe Artikel Seite 25). ■

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Solarteure sind bereit für die Umsetzung der Energiezukunft Photovoltaik

ren neue Berufschancen. Als Förderer dieser Weiterbildung treten auch das Bundesamt für Energie sowie der Kanton St. Gallen auf. Solarteure beherrschen das Handwerk und sind Botschafter für die Energiezukunft des Landes. Die neue Weiterbildung erhöht zudem die Berufschancen der Fachleute und stärkt die regionalen Betriebe, trägt also zur Wettbewerbsfähigkeit bei. Die ersten Solarteure mit dem St. Galler Volkswirtschaftsdirektor Benedikt Würth (rechts) und Lehrgangsleiter Hans Dörig (Zweiter von rechts). (Bild: Stefan Flury)

Mit dem Start des Lehrgangs im August 2011 und der Abschlussfeier sind die ersten 16 Solarteure im Februar 2012 ausgezeichnet worden. Der Förderverein Energietal Toggenburg, das Berufsund Weiterbildungszentrum Toggenburg und Weiterbildung Wil-WattwilUzwil WWU planten und realisierten gemeinsam diese zukunftsfähige Weiterbildung auf demGebiet der erneuerbaren Energien (thermische Solaranlagen, Photovoltaik, Wärmepumpen). Der Lehrgang ist EU-kompatibel und eröffnet den frischgebackenen Solarteu-

gestartet ist.» Teilnehmer beurteilten die praxisnahe Ausbildung sowie die Kontakte zu den verschiedenen Branchen als besonders positiv. Die Berufsleute haben von den unterschiedlichen Kompetenzen und dem Erfahrungsaustausch untereinander sehr profitiert und konnten sich für die Zukunft vernetzen. Das Interesse war von Anfang an gross: Neben den 16 Teilnehmern, wel-

Im Herbst 2012 kommt der Energiemanager Nach dem erfolgreichen Start der Weiterbildung zum Solarteur, bietet die Energieakademie Toggenburg neu den Lehrgang zum Energiemanager an. Er ist der Generalist in Energiefragen in öffentlichen Verwaltungen, Unternehmen oder Institutionen. Die Weiterbildung zum Energiemanager wird praxisgerecht aufgebaut sein. Sie setzt eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus und bietet eine berufsorientierte Weiterbildung. Es

Lehrgangsleiter Hans Dörig zieht ein positives Fazit des ersten Kurses: «Wir hatten ein sehr gutes Klima in der Klasse und konnten bereits zahlreiche Erfahrungen in den zweiten Lehrgang einfliessen lassen, der im November 2011

ist vorgesehen, dass die berufsbegleitende Weiterbildung ca. 11 Module umfasst und 6 bis 8 Monate dauert. Der Start ist für Sommer 2012 geplant. Die von EnergieSchweiz und dem Kanton St. Gallen unterstützte Weiterbildung wird von energietal toggenburg zusammen mit Weiterbildung Wil-Wattwil-Uzwil WWU am Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg in Wattwil durchgeführt.

che den ersten Lehrgang abschlossen, befinden sich 62 Berufsleute in der Ausbildung oder haben sich für eine solche angemeldet. www.energieakademie-toggenburg.ch

Solarstromanlagen durchschnittlich rund 18 % günstiger als im Vorjahr Die Preise von Solarstromanlagen in der Schweiz sind im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um rund knapp 18 % gesunken. Das ist das Ergebnis einer unabhängigen Onlineumfrage, die das Umfragepanel «Photovoltaikumfrage» gemeinsam mit ee-news.ch, der Schweizer Fachplattform für erneuerbare Energien, durchgeführt hat. In der aktuell vorliegenden Studie antworteten 84 Solarteure/Installateure (Vorjahr 58) von PV-Anlagen und über 306 Btreiber von PV-Anlagen aus dem Jahr 2011 (Vorjahr 161). Das Ziel dieser

Solarstromanlagen: Im 2011 17,8 % günstiger als 2010. (Grafik ee-news.ch) 24 | Elektrotechnik 5/12

Studie ist es auch, in diesem Jahr die Preise von schlüsselfertigen Solarstromanlagen in der Schweiz für das Jahr 2011 transparenter zu machen. Ebenfalls erhoben wurden Angaben zu 2012. Die Durchschnittspreise aller in dieser Studie betreffenden Solaranlagen, gleich welcher Anlagenart und Grösse, betrugen im Jahr 2011 für eine schlüsselfertige Solaranlage 4984 CHF/kWp netto. Das entspricht einer Senkung der Anlagenpreise im Vergleich zum Vorjahr um 17,81 %. In Deutschland betrugen die Preise für schlüsselfertige Solaranlagen im Jahr 2011 durchschnittlich ca. 2230 Euro/kWp netto, was einem Rückgang von 18,61 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bereits 2010 sanken die durchschnittliche Preise in der Schweiz gegenüber 2009 um 24 %, von 7979 CHF/kWp netto auf 6064 CHF/kWp. Die Preissenkungen variieren nach der Anlagengrösse sehr stark. Dies liegt auch in der noch geringen Teilnahmeanzahl der Umfrage begründet. So ist die grösste Preissenkung bei den Solaranlagen mit einer Grösse zwischen 1 und 2 kWp mit 32,61 % auszumachen. Die geringste Preissenkung ist bei

Solaranlagen zwischen 76 und 100 kWp festzustellen (10,93 %). Im Jahr 2011 installieren die Betreiber von Solaranlagen hauptsächlich Solarmodule aus deutscher Herstellung. Auch der Anteil an Schweizer Solarmodulen ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen, wenn auch nur geringfügig. Der Anteil an Solarmodulen aus Fernost ist hingegen gesunken. Der Trend ging 2011 verstärkt zu deutschen Solarmodulen. Noch ist die vorliegende Studie, wie auch die vorangegangene, oberflächlich gehalten und spiegelt lediglich die durchschnittlichen Anlagenpreise wider. In Zukunft sollen noch detailliertere Daten von Solaranlagenbetreibern gesammelt und zur Verfügung gestellt werden. Das sollte aufgrund der wachsenden Umfrage-Teilnehmerzahl problemlos möglich sein. Die Studie, die auch die Vergleichszahlen 2009, 2010 und 2012 enthält, umfasst 18 Seiten und ist für 29,95 Euro im Onlineshop der nachstehenden Website erhältlich (Marktstudien, 1014 Marktstudien Schweiz). www.photovoltaikstudie.de


Das Schweizer Photovoltaikunternehmen Tritec beteiligt sich am Bau einer Pilotanlage zur Gewinnung von Solarstrom auf bestehenden Lawinenverbauungen. Mit dem Forschungsprojekt im Skigebiet der Walliser Gemeinde Bellwald wird die Grundlage für eine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Nutzung von Photovoltaikanlagen auf Lawinenverbauungen gelegt. Die PV-Anlage auf den Lawinenverbauungen im Skigebiet von Bellwald wird dieses Frühjahr emmissionsfreien Solarstrom ins lokale Stromnetz einspeisen. Der gewonnene Strom wird direkt vor Ort von der Burgergemeinde Bellwald und den Sportbahnen Bellwald genutzt. In Zusammenarbeit mit der Energieregion Goms, der EnAlpin, der Firma Lauber Iwisa und der Basler Metallbautechnikerschule liefert Tritec für das Projekt 60 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 12 kWp und 6 Wechselrichter mit entsprechender Auslegung. Der generierte Strom (ca. 18 000 kWh) kann über eine bestehende Leitung (ca. 200 m) ins öffentliche Stromnetz abgeführt werden. «In der Schweiz gibt es rund 600 Laufkilometer Lawinenverbauungen. Allein wenn die Hälfte mit PV-Modulen ausgerüstet würde», so Tritec Projektlei-

Photovoltaik

Erste Photovoltaikanlage auf Lawinenverbauungen

ter Giordano Pauli, «könnte Strom für gut 100 000 Haushalte gewonnen werden.» Das entspricht der Energieregion Goms sowie den Gemeinden Brig, Sion, Visp und Leuk zusammen. Das betreffende Skigebiet liegt in idealer Südausrichtung. Zudem ist bei der Höhe von 1800 bis 2500 m ü. M. ein 1,5-facher Ertrag gegenüber dem Mittelland möglich. Auch die Kälte und die Reflexionen vom Schnee im Winter wirken sich günstig auf den Wirkungsgrad der Solarzellen und somit auf den Ertrag der Solaranlage aus. «Wir wollen herausfinden, ob diese

Nutzung relevant ist, ob eine Machbarkeit gegeben ist, und wie die Gesellschaft auf solche Bauwerke in der alpinen Landschaft reagiert», erklärt Dionys Hallenbarter von der Energieregion Goms. «Sobald die Wetterverhältnisse im Frühjahr es erlauben, werden die Module an die Lawinenverbauungen montiert. Nach zwei Jahren Betrieb werten wir dann unter anderem aus, welche Elevation und welcher Modul-Typ – mono- oder polykristallin – die höhere Rendite erzielt.» www.tritec-energy.com

Erster Solar-Skilift in Tenna In 1644 Metern Höhe liegt der Ferienort Tenna mit dem 460 Meter langen Schlepplift, der nach über 40 Jahren Betrieb erneuert werden musste. Bei der Sanierung des Lifts hat sich die Genossenschaft Skilift Tenna (GST) für

eine Kombination aus Photovoltaikanlage und Automatisierungstechnik entschieden. Die neu installierte Photovoltaikanlage des Schleppers basiert auf einem Solar-Wing-System. Dabei werden 82 zwischen zwei Seilen aufgehäng-

te Photovoltaikmodule, sogenannte Solar-Wings, dem Sonnenstand nachgeführt. Auf diese Weise produziert die Anlage – hochgerechnet auf ein Jahr – insgesamt rund 90 000 kWh Strom. Zwei Drittel davon speist die Betreibergesellschaft über Siemens-Stringwechselrichter Sinvert PVM zu Marktpreisen ins Netz ein. Für den Betrieb des Lifts ist SiemensAutomatisierungstechnik im Einsatz: Eine speicherprogrammierbare Steuerung Simatic S7, erweitert mit der fehlersicheren CPU und ET 200S Modulen, steuert den Skilift. Mit der Sanierung wurde die Transportkapazität auf 800 Personen pro Stunde verdoppelt. Auch für den Datenaustausch zwischen Berg- und Talstation kommt ein Interface-Modul IM 151-3 der dezentralen Peripherie ET 200S von Siemens zum Einsatz. Die gesamte Anlage in Tenna wird mit Simatic Touch Panels bedient. www.siemens.de/simatic Elektrotechnik 5/12 | 25


Installations- & Gebäudetechnik 85 Aussteller präsentierten neue Lösungen.

Electro-Tec 2012

Leistungsschau der Elektrobranche Am 21. bis 22. März lockte die Electro-Tec viele Interessierte nach Bern: Dank 85 Ausstellern und 18 Fachseminaren erhielten die über 1800 Fachbesucher einen kompakten und abgerundeten Überblick über die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Kommunikations-, Gebäude-, Licht- und Installationstechnik. Hansjörg Wigger Alle zwei Jahre treffen sich in Bern Elektroinstallateure, Telematiker, Gebäudetechniker, Planer und andere Fachspezialisten an den Fach- und Messetagen für Kommunikations-, Gebäude-, Licht- und Installationstechnik und erhalten einen konzentrierten Überblick. Dieses Jahr wurde die Fläche der Messe von 4000 auf 5000 m2 vergrössert. Während zweier Tage präsentierten 85 Aussteller Produkte und 26 | Elektrotechnik 5/12

Dienstleistungen aus der Elektrobranche. Die kostenlosen Fach- und Messetage auf dem Gelände der BERNEXPO in Bern zogen ein qualifiziertes Fachpublikum an. Über 1800 Personen besuchten die Ausstellung, was einem Besucherwachstum um plus 20 Prozent entspricht. Die frei zugänglichen Fachseminare waren sehr begehrt. Auch mehrere Schulklassen nutzten die Referate und die Messeplattform als Anschauungsunterricht.

Mit Standort Bern und dem Angebot von Fachseminaren in französischer Sprache gelang der Electro-Tec auch 2012 erfolgreich der Brückenschlag zur Romandie. So konnte eine Zunahme der Besuche aus der Westschweiz verzeichnet werden. Wie Gespräche mit Messebesuchern zeigten, war auch in diesem Jahr die Qualität der Ausstellungsstände und Fachseminare sehr hoch. Die Messe konnte mit ihren klaren Strukturen punkten. Auch auf Ausstellerseite wurden die Erwartungen voll erfüllt. Gemäss Ausstellerbefragung wird vor allem die sehr hohe Fach- und Entscheidungskompetenz der Besucher sehr geschätzt. Die Aussteller kehrten mit vielen neuen aber auch vertieften Kundenkontakten von der Ausstellung zurück. Veranstaltet wird Electro-Tec von der Schweizerischen Elektro-Einkaufs-Vereinigung eev Genossenschaft. «Wir sind mit dem


Installations- & Gebäudetechnik Komfort und Flexibilität mit dem ComfortPanel von ABB.

Das Organisationsteam Electro-Tec: Erich Kähr, Fabienne Lüthy, Martin Wahlen (von links).

Verlauf der diesjährigen Veranstaltung sehr zufrieden und blicken optimistisch in die Zukunft», so Erich Kähr, Direktor eev. Gemäss Martin Wahlen, Leiter Marketing/Partnermanagement eev, soll die Electro-Tec auch in Zukunft sowohl dem Generalisten aus kleinen und mittleren Elektroinstallationsfirmen wie auch

ABB Schweiz AG ABB zeigte an der Electro-Tec mit dem Living Space-Konzept und den neuen Komponenten priOn und ComfortPanel eine neue Generation der Gebäudesystemtechnik. Mit Living Space wird nicht nur der Wunsch nach umfassenden Informationen, sondern auch die

dem Fachspezialisten und Planer eine abgerundete und kompakte Informations- und Kontaktplattform bieten. Die nächste Electro-Tec wird im Frühjahr 2014 stattfinden. www.eev.ch www.electro-tec.ch

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Installations- & Gebäudetechnik

dringend erforderliche Optimierung des Energieverbrauchs in Gebäuden erfüllt. ABB hat ihre Produkte und Systeme für die Gebäudetechnik hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und Eleganz auf ein neues Niveau gehoben. Hierbei machen vermeintlich kleine Details den Unterschied aus – zum Beispiel die konsequente Farbcodierung in Living Space, die einer Funktion wie Beleuchtung, Jalousie, Heizung oder Lichtszenen je eine Farbe zuordnet. Die innovativen Lösungen mit dem Bediengerät priOn und dem ComfortPanel werden bei der breiten Einführung von mehr Energieeffizienz und Sicherheit in Gebäuden aller Art eine Pionierrolle spielen. Das Bedienkonzept ist die Basis für das neue Produktsortiment von ABB, das von einer dezentralen Steuereinheit bis hin zum zentralen, multimedialen Panel alle Varianten bietet, die in modernen Gebäuden sinnvoll eingesetzt werden können. Die Voraussetzungen zur Entlastung der Umwelt und zur Einsparung von Energiekosten sind damit in jedem Gebäude gegeben, das mit der neuen Generation der ABB-Gebäudetechnik ausgerüstet ist. www.abb.ch/gebaeudeautomation Asera AG Seit Kurzem wird der Vertrieb von Thermokon Sensortechnik GmbH, ein führender deutscher Hersteller von hochwertiger Sensorik und herausragenden Raumbediengeräten von der neu gegründeten Asera AG abgewickelt. An der ElectroTec stellte Asera exklusiv das neue PremiumRaumbediengerät Thanos vor. Thanos überzeugt neben seinem aussergewöhnlich ansprechenden Design auch mit dem gesamten Funktionsumfang und den vielfältigen Bedienmöglichkeiten. Unter Intuitive und designorientierte Raumbedienung mit Thanos. einer durchgängigen Glasfront befindet sich ein hochauflösendes 3,5’’-TFT-Display. Über dieses findet bei jeglicher Eingabe eine optische Darstellung der getätigten Funktion statt. Typische Anwendungen der Raumautomation können benutzerspezifisch realisiert werden. Die Steuerung von HLK-Elementen wie Tempera28 | Elektrotechnik 5/12

tur-Sollwert-Verstellung, Jalousie- und Lichtsteuerung oder Lüfterstufe lässt sich durch einfache Fingerberührung tätigen. Diese kapazitive Touch-Technologie ermöglicht, kombiniert mit einer übersichtlichen Bedienstruktur, die intuitive Bedienbarkeit des Gerätes bereits bei der ersten Anwendung. Thanos verfügt über einen integrierten Temperatur-/Feuchte-Sensor, der eine direkte Messung dieser physikalischen Raumbedingungen ermittelt und im Display anzeigt. Auch die ästhetische Funktionsspange aus eloxiertem Aluminium ist berührungsempfindlich. Über diese lassen sich anwenderspezifische Grundfunktionen realisieren, wie das Einschalten der Raumbeleuchtung. Somit ersetzt das Thanos gezielt die typische Lichtschalterfunktion, ohne auf den Komfort des einfachen Drückens verzichten zu müssen. Thanos ist in den Grundfarben Schwarz und Weiss erhältlich. Weiterhin ist mit der Version L eine grosse Variante mit bis zu 12 Tasten verfügbar. Der untere Bedienbereich dient hierbei als typische Wippenfunktion. Diese Gerätevariante ist auch in einer Querversion LQ erhältlich. Mit der Variante S steht eine kleinere Variante des Gerätes zur Verfügung. Die Wippenfunktion wird über weitere Menüebenen im Displaybereich realisiert. Sämtliche Tastenfelder lassen sich benutzerspezifisch beschriften. Über eine SoftwareApplikation ist das Gerät hinsichtlich Bedienfunktion, Tastensymbolik und Anzeigeoptionen konfigurierbar. Die Software zur Konfigurierung und Parametrierung ist kostenlos im Lieferumfang erhältlich oder lässt sich über die Website herunterladen. www.asera.ch

16 verschiedene Hersteller an der KNX Busleitung.

Hager AG Als Leading Partner war Hager auch dieses Jahr wieder an der Electro-Tec vertreten und zeigte eine Palette innovativer Produktneuheiten. Im Schalterund Steckdosensegment präsentierte das Unternehmen nach der Lancierung von kallysto Multidesign eine weitere Neuerung: die vier edlen Holzausführungen Esche, Birnbaum, Nussbaum und Räuchereiche für die Abdeckplatten-Serie kallysto.art. Ein Highlight im Bereich Leitungsführung bietet das innovative Bodenkanalsystem tehalit.BK broadway, das alle nötigen Anschlüsse dezent und montagefreundlich ohne sichtbare Kanäle, Steckdosen oder Kabel durch den Raum leitet. Auch in den anderen Segmenten tut sich was: Mit den tebis Touch Panels in 5’’ und 8’’ präsentierte Hager Bedien- und Visualisierungselemente für tebis KNX. Mit von der Partie war auch die Serie modularer Schütze und Relais. Die energieeffiziente und brummfreie Baureihe mit Steuerschaltung bis zu 63 A präsentiert sich mit oder ohne manuelle Steuerung sowie mehreren Kontaktstellungs-Typen. Die energiesparenden Universaldimmer und der Rauchmelder mit PGSA-Technologie rundetn die Neuheiten-Palette ab. Nebst den Systemen zur Gebäudesteuerung und Leitungsführung zeigte Hager interessante Entwicklungen für den Zweckbau. Von der Marktnachfrage inspiriert hat das Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit den Anwendern den Sicherungseinbausatz EBE160 für Einspeisungen bis 160 A entwickelt, der vor allem in Hausüberstromunterbrechern in Fassadenkästen sowie Bezüger- oder Verteilerüberstromunterbrechern von Verteilanlagen zum Ein-


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satz kommt. Weiter zeigte Hager die 1- oder 3-polig schaltbaren NH-Sicherungs-Lastschaltleisten weber.vertigroup. www.hager-tehalit.ch

KNX Swiss An der Fachmesse zeigten die im Verein KNX Swiss organisierten Hersteller eindrücklich, mit wie viel Power sie sich für den gemeinsamen Standard einsetzen. Das Motto hätte lauten können: «Vielfalt ohne Grenzen in nur einem System». Am Stand von KNX Swiss waren 16 ganz unterschiedliche Produkte von 16 verschiedenen Herstellern an eine gemeinsame Busleitung angeschlossen – und kommunizierten miteinander ohne jegliche Schwierigkeiten. Genau diese herstellerübergreifende Kompatibilität ist das Erfolgsrezept von KNX.

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Securiton AG An der Elelctro-Tec präsentierte Securiton ein umfassendes Portfolio im Bereich Sicherheitstechnik. Ein Beispiel ist der Rauchmelder Genius H, der überall dort eingesetzt wird, wo hohe Ansprüche an Detektionssicherheit, Qualität und Design gestellt werden. Genius gibt es in zwei Varianten: Als Einzelmelder Genius H und als vernetzbaren Funkrauchwarnmelder Genius Hx. Durch seine dezente Erscheinung in seidenmattem Weiss integriert sich Genius H unauffällig in jede Umgebung. Eine Plombe sichert Genius H bzw. verhindert eine unbemerkte Manipulation. Seine Funktionsfähigkeit wird über die transparente LED-Prüftaste angezeigt. Ein professioneller Anspruch zeigt sich nicht nur in der Funktion, sondern auch im Gebrauch. Montage, Inbetriebnahme und Wartung sind auf möglichst wenige Schritte reduziert und optimiert. Bedienfehler sind ausgeschlossen. Höchste Sicherheit erreicht Genius H durch seine intelligente Arbeitsweise. Der Rauchwarnmelder reagiert auf Impulse seiner Umgebung, wie beispielsweise Temperaturschwankungen. Er passt sich automa-

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Installations- & Gebäudetechnik Intakter Schutz ist eine Frage der Lebensqualität.

tisch auf neue Situationen an und verhindert Täuschungsalarme. Dank des frequenzoptimierten Signaltons (85 dB) wird das menschliche Gehör im Brandfall mittels unterschiedlich hoher und tiefer Töne sicher erreicht. In der Nacht sorgt die integrierte Echtzeituhr dafür, dass die LED-Anzeige gedimmt und ein Alarmsignal nur im tatsächlichen Brandfall ausgegeben wird. Genius H ist nicht nur besonders sicher, er

zeichnet sich auch durch seine ausgezeichnete Qualität aus. Als einer der ersten trägt Genius H das neue Qualitätszeichen für Rauchwarnmelder, das «Q». Mit dem «Q» wird symbolisiert, dass Genius die weltweit härtesten Prüfkriterien für Rauchwarnmelder absolviert und bestanden hat. Durchgeführt werden diese Tests von notifizierten Prüfinstituten wie dem VdS. Aufgrund der herausragenden Qualität

gewährt Securiton eine 10-jährige Garantie auf den Genius H. Zur Rauchwarnmelder-Familie Genius zählt auch Genius Hx, mit Funkschnittstelle für die Funkmodule Basis und Pro. Über die bekannten Leistungsmerkmale von Genius H hinaus bietet er zusätzlich einen noch stärkeren Mikrocontroller und eine weitere Batterie zur Energieversorgung der Funkmodule. Damit ist Genius Hx auch unter erschwerten Umgebungsbedingungen wie z. B. in Fluren, Treppenhäusern, frostfreien Kellern und Dachböden einsetzbar. Mit den Funkmodulen Basis oder Pro kann der Funk-Rauchwarnmelder grössere Objekte flächendeckend überwachen. Ausgezeichnete Qualität, herausragende Detektionssicherheit und ein ansprechendes Design machen Genius H und Genius Hx zum optimalen Rauchwarnmelder für jeden Einsatzort. Insbesondere die Wohnungswirtschaft, die aufgrund von gesetzlichen Einbaupflichten einen hohen Bedarf an zuverlässigen Rauchwarnmeldern hat, schätzt diese Eigenschaften besonders.

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30 | Elektrotechnik 5/12


Feller AG/Schneider Electric (Schweiz) AG: Von der Steckdose bis zur Elektrotankstelle

Highlight

Mehrwert installieren Unter dem Motto «Mehrwert installieren» präsentierte die Feller AG gemeinsam mit Schneider Electric (Schweiz) AG, unter dem gemeinsamen Dach der Info-Show, diverse Neuheiten an der Electro-Tec in Bern.

der via Kabel oder Funk vernetzen. So schlagen sie im Notfall gemeinsam Alarm. Zusätzlich können mittels eines Systemrelais auch externe Signalgeber angesteuert werden.

Dabei standen nicht alleine die Produkte und deren Vorteile im Vordergrund. Vielmehr haben Feller und Schneider aufgezeigt, was ein Produkt oder System erst zu einem erfolgreichen Gesamtpaket macht. Es sind die unterstützenden Massnahmen rund um das Produkt. Angefangen bei klar verständlichen Dokumentationen über Planungstools bis hin zur Produktausbildung oder dem technischen Support vor Ort. Denn gute und innovative Produkte alleine genügen heute nicht mehr, es ist das Gesamtpaket, was zählt. Hier einige der Highlights an der Electro-Tec.

Schneider Electric verbindet Systeme zu Gesamtlösungen Der Verteiler ist die Zentrale jeder Elektroinstallation. Er ist das verbindende Element, welches aus verschiedenen Systemen und Komponenten eine Gesamtlösung macht. Pragma multi ist eine neue Art von modularen AP- und UPVerteilern, welche durch den Baukastenaufbau neue Dimensionen punkto Flexibilität ermöglichen. Die Philosophie im Mediafeld heisst grösstmögliche Anpassungsfähigkeit und zwar zu jedem Zeitpunkt. Die mobilen Montageplatten, die einbaubaren 230-V-Steckdosen und das Baukastensystem stellen dies sicher. Das Leitprinzip im Starkstromfeld hingegen heisst Sicherheit. Deshalb stehen hier umfangreiche Massnahmen zur Gewährleistung der Sicherheitskonzepte wie Schutzisolation Klasse II, Ordnungstrennung oder sichere Kabelführung im Vordergrund.

Feller beweist Design-Kompetenz Mit der neuen Designlinie EDIZIOdue elegance fügt Feller ein weiteres Kapitel zur erfolgreichen Geschichte des EDIZIOdue Designprogramms an. EDIZIOdue elegance vereint wie kein anderes Programm Ästhetik, hochwertige sowie zusätzlich veredelte Materialien und höchsten Bedienkomfort dank Bus-Technologie. Feller denkt an die Umwelt und ans Portemonnaie Licht nur dann einschalten, wenn es auch wirklich gebraucht wird und das nur in der nötigen Intensität: die Bewegungs- und Präsenzmelder von Feller machens möglich. Mit der cleveren Funktion «Grundbeleuchtung» beim Feller Bewegungsmelder pirios DIM steht zudem eine intelligente Lösung zur Verfügung, um an Orten, wo aus Sicherheitsgründen Licht benötigt wird, Energie und Kosten zu sparen. Intelligentes und energieeffizientes Lichtmanagement am Arbeitsplatz hat einen neuen Namen: Präsenzmelder pirios 360P KL KNX. Dahinter steckt eine Technologie, die zuverlässig das Kunstlicht abhängig vom vorhandenen Tageslicht steuert. Das Ergebnis ist eine zeitgemässe Lichtsteuerung, die nicht

nur jederzeit für optimale Lichtverhältnisse sorgt, sondern auch mithilft, Energie zu sparen. Feller sorgt für Sicherheit Gut, zu wissen, dass es jemanden gibt, der wacht und warnt, bevor es zu spät ist: den Feller Rauchwarnmelder. Dieser detektiert nach dem Streulichtprinzip den Rauch und schlägt Alarm, bevor die giftige Konzentration für Menschen gefährlich wird. Mit dem Rauchwarnmelder bietet Feller genau das, worauf es in brenzligen Situationen ankommt: Markenqualität, auf die man sich im Fall der Fälle 100-prozentig verlassen kann. Feller Rauchwarnmelder werden über das Stromnetz (230 Volt) oder mit Batterien betrieben. Für maximale Sicherheit vom Keller bis zum Dachgeschoss lassen sich mehrere Rauchmel-

EDIZIOdue elegance von Feller setzt neue Designmassstäbe.

Schneider Electric schaltet auf Green Power Im Energiebereich wartete Schneider Electric mit zukunftsweisenden neuen Lösungen auf für die Schweiz: Einerseits mit einer kompletten Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, andererseits mit dem Photovoltaik-Programm SunEzy, das die Integration von Photovoltaik-Anlagen für Wohnbau und Kleingewerbe sowie entsprechende Schutzkomponenten umfasst. Diese und andere Highlights können auch weiterhin im Rahmen der InfoShow, die zurzeit durch die Schweiz tourt, bestaunt werden. Tourplan und Onlineanmeldung auf www.info-show.ch Feller AG 8810 Horgen Tel. 044 728 72 72 www.feller.ch www.schneider-electric.ch Elektrotechnik 5/12 | 31


Installations- & Gebäudetechnik

Räume und Gebäude müssen immer flexibler werden

Flachkabel-Installationen Konventionelle Installationen kollidieren oft mit den vielfältigen Ansprüchen an moderne Gebäude: Bauherren und Investoren fordern Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz, die Mieter flexible Nutzungsmöglichkeiten und die Installateure Systeme, die sich einfach anpassen lassen. Bereits in der Projektierung und bei der Realisierung müssen daher die Weichen richtig gestellt werden. Installationen mit Flachkabeln überlassen nichts dem Zufall und bieten eine gute Grundlage für den erfolgreichen Betrieb eines Gebäudes. Marcel Schöb Zweckbauten sind in den letzten Jahren komplexer geworden. Die Ansprüche der Kunden steigen, aber ebenso nimmt der Kostendruck zu. Beides unter einen Hut zu bringen, funktioniert nur mit neuen Methoden, Systemen und Produkten. Die moderne Gebäudetechnik mit Bussystemen bietet im vielfältigen Wirtschaftsleben mit schnell ändernden Nutzungsbedürfnissen von Immobilien die nötige Flexibilität. Gebäudeautomationssysteme lassen Funktionsänderungen einfach über die Software zu. Die gleiche Flexibilität wird aber auch von der Installationsseite her verlangt. All diese Forderungen kombinieren Flachkabelsysteme ideal. Als Pionier gilt in diesem Bereich die Woertz AG, die mit

dem Flachkabelsystem ecobus die Energie und Bustechnik vereint. Entwicklung der Flachkabel Eines der ersten Flachkabelinstallationssysteme wurde von Woertz Ende der 60er-Jahre entwickelt. Ursprünglich wurde das Kabel in der Ausführung 5 ✕ 1,5 mm2 angeboten, später wurde es durch die Variante 5 ✕ 2,5 mm2 ergänzt. Für die Verbindung zwischen Kabel und Apparaten kommen spezielle aufschiebbare Dosen zum Einsatz, deren maximale Belastbarkeit auf 10 A begrenzt ist. Seit seiner Markteinführung hat sich das Flachkabel als äusserst zuverlässig erwiesen. Tausende von Kilometern Flachkabel mit Millionen von Anschlusspunkten sind teilweise unter ext-

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Flachkabel an «gestreckte» Verteilung. (Quelle Woertz) 32 | Elektrotechnik 5/12

remen Umgebungsbedingungen verlegt worden. Flachkabel haben heute in Zweckbauten weltweit den Durchbruch geschafft. Das Sortiment ist stets gewachsen und lässt heute kaum noch Wünsche offen. Für industrielle Applikationen und Anwendungen in der Automation erweist sich das Flachkabelangebot ecofil i 5 ✕ 16 mm2 oder 7 ✕ 2,5 mm2 als besonders vorteilhaft. Ein Konzept mit Schutzgrad IP42 oder IP65, das System multibus, basiert auf einem Flachkabeltyp 4 ✕ 1,5 mm2, erhältlich in halogenfreier Variante für Schwachstromapplikationen. Das jüngste Flachkabelsystem ecoline-P3, 3 ✕ 2,5 mm2 ermöglicht die simultane Kontaktierung aller drei Leiter in einem einzigen Vorgang. Für die Gebäudeautomation wichtig sind die KNX Aktor- und Sensorelemente mit integrierter Elektronik für das Sortiment ecobus combi, die zur dezentralen Anordnung von Busgeräten via Flachkabel eingesetzt werden. Die Verkabelung erfolgt fehlerfrei und die Leiter werden abisolierfrei kontaktiert. Das ecobus combi-Kabel besteht aus einem 7-adrigen Flachkabel, unterteilt in 5 ✕ 2,5 mm2 für Starkstrom und 2 ✕ 1,5 mm2 für Bussignale. Dank dieser Starkstrom/ Buskombination wird es möglich, die Busleitungen zusammen mit den Starkstromleitungen in einem einzigen Vorgang und auf einfachste Weise zu verlegen. Alle Adern, sowohl die Starkstrom- als auch die Busleiter, sind parallel im Flachkabel angeordnet; ein Patent von Woertz. Die Energie wird ab Etagenverteiler grossflächig in die Installation gespiesen. Dabei werden die Busgeräte als Einzelgeräte oder in Gruppen zusammengefasst und mittels steckbaren Anschlüssen vom


Anschlusstechnik: Schrauben durchbohren Mantel und kontaktieren Leiter. (Quelle Woertz)

Flachkabel (ecobus combi) erschlossen. Für eine rationelle Installation lassen sich die Verbraucher wie z. B. Leuchten, über vorkonfektionierte streckbare Kabel anschliessen. Vorteile: • Massive Reduktion der Kabelmengen und damit der Brandlast • Starke Verringerung der Installationsfehler durch Vorkonfektionen • Enorme Verringerung der Installationszeit Herausforderung Busleitung Durch die Verwendung von Flachkabeln mit Durchstosstechnik war es nicht möglich, bei der Busleitung ver-

drillte Adern einzusetzen, was für einen störungsfreien Betrieb eigentlich sehr wichtig ist. Um die Stör- und EMVFestigkeit trotzdem zu gewähren, sind deshalb im ecobus die beiden Busadern doppelt abgeschirmt. Unter den verschiedenen Flachkabelsortimenten stellt ecoline-P3 eine weitere Entwicklung dar, die Kontaktierung verlangt keine Werkzeuge, was zu Zeiteinsparungen und zur Zuverlässigkeit der Anschlüsse beiträgt. Der dazu speziell ausgelegte Verbinder basiert auf einer neuartigen, abisolierfreien Schnellanschlusstechnik. Das Oberteil mit eingeführtem Abgangskabel wird ganz einfach durch Herunterdrücken eines Hebels auf das Flachkabel eingerastet. Für rationelles Arbeiten sind zu diesem System auch vorkonfektionierte Verbinder, bestehend aus Rundkabel und Standard-Stecker, erhältlich. Flexibilität Mit speziellen Flachkabeldosen können problemlos abisolierfreie Anschlüsse an jeder beliebigen Stelle des Kabels erstellt werden. Die Geräte können äusserst leicht verschoben und entfernt werden. Zusätzliche Geräte sind einfach installierbar, ohne dass die Installation

3 Installations- & Gebäudetechnik

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Flachkabel im Deckenkanal.

ausser Betrieb gesetzt werden muss. Gerade diese Eigenschaft ist in der heutigen Zeit ein grosses Argument für die Flachkabelinstallation. Die Kabelkonturen sind so ausgeführt, dass die Dosen mit normalem Kraftaufwand nicht falsch aufgebracht werden können. Der Kontakt zu den Leitern wird mittels Spitzschrauben hergestellt, die den Kabelmantel durchbohren. Mit einem Elektroschrauber ist dies sehr einfach realisierbar. Die Inbetriebnahme der Installation ist viel weniger aufwändig und beim Auftreten von Problemen erfolgt die Fehlersuche schneller und einfacher.

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Installations- & Gebäudetechnik

Zeitgewinn bei der Installation Bei einer Installation mit Flachkabeln sind genaue Positionszeichnungen unnötig. Auf der Baustelle lassen sich Apparate einfach am optimalen Platz montieren. Die Installation kann besser strukturiert werden, man plant «modular». Ein weiterer Anschluss ist in Sekundenschnelle erstellt. Flachkabeldosen lassen sich in Kombination mit einem Stecksystem verwenden. Sonderwünsche sind kurzfristig realisierbar, kundenseitige Änderungswünsche kein Anlass zu «Feuerwehrübungen oder Panik auf der Baustelle». Die Geräte können komplett mit den Flachkabeldosen vorverkabelt werden, sodass diese an der Montagestelle nur noch mit dem Flachkabel verbunden werden müssen und sofort betriebsbereit sind. Durch die Serienarbeit in der Werkstatt oder direkt beim Lieferanten entstehen kaum Fehler. Der Aufwand in der Schlussphase eines Projekts verkleinert sich deutlich und nimmt den Druck aus der Endphase einer Baustelle. Insgesamt beträgt der Zeitgewinn gegenüber einer konventionellen Installation bis zu 70 %. Verminderung Brandlast Mit der Verwendung von Flachkabeln und der konsequent dezentralen Platzierung der Aktoren und Sensoren, kann eine grosse Menge an Kabel eingespart werden, was die Brandlast deutlich reduziert. Die Flachkabeldosen sind halogenfrei. Verschiedene Flachkabelausführungen sind ebenfalls halo-

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Flachkabel im Bodenkanal.

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Flachkabel im Brüstungskanal. 34 | Elektrotechnik 5/12

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Flachkabel im Bodenkanal.

genfrei erhältlich. Auf diese Eigenschaft wird vermehrt geachtet bzw. es wird vom Bauherrn vorgeschrieben. Für Flachkabelinstallationen gelten bezüglich des Überstromschutzes und die Bemessung der Leiter die gleichen Bestimmungen der NIN wie für «ortsfeste Leitungen», obwohl das Flachkabel flexible Leiter enthält. Kosteneinsparung Flexible Flachkabelinstallationen reduzieren Installationszeiten und bringen für den Bauherrn, Planer und Installateur beachtenswerte Vorteile für die Zukunft. Installationserweiterungen und -änderungen sind viel einfacher realisierbar. Erfahrungen mit Flachkabelinstallationen zeigen, dass beträchtliche Kosteneinsparungen über die gesamte Lebensdauer der Installation anfallen und das ist entscheidend. Einsatzgebiete Flachkabel eignen sich speziell für Zweckgebäude. Hier bestehen Hohldecken, Hohlböden und Brüstungskanäle. Sensoren und Aktoren finden problemlos vor Ort Platz. Typische Gebäude: • Büro- und Verwaltungsgebäude • Industriegebäude • Lagerhallen • Verkaufslokale • Hallen • Spitäler • Freizeitanlagen • Hotels • Bauprovisorien • Messestandbau • Baustellen • Festzelte • Tunnelbau • Schiffsbau • Einfamilienhäuser • usw. Moderne Gebäudetechnik Im Zweckbau kommt Gebäudeautomation heute standardmässig zum Einsatz. Die Energiedebatte hat das Bauen verändert. Seit Anfang des Jahrtausends ist ein grosser Wandel eingetreten. Pla-

nungs- und Ausführungsprozesse sind komplexer geworden. Die Betrachtung der gesamten Lebensdauer eines Gebäudes fordert von der Gebäudetechnik eine optimale Unterstützung des sogenannten Facility Managements. Dies bedeutet: • Einsatz vernetzter dezentraler Steuerungssysteme, die einen Grossteil der Gewerke miteinander verbinden und auf Standardbussystemen basieren. • Planung in sogenannten Raummodulen: Diese kleinstmöglichen Raumeinheiten bilden die Grundstruktur für alle Gewerke und können ohne grossen Aufwand zu den entsprechend benötigten Räumen kombiniert werden. • Möglichst effiziente Nutzung natürlicher Energie (Tageslicht, Sonnenwärme, kalte Nachtluft, Baukörper als Wärme-/Kältespeicher usw.) anstelle teurer nicht erneuerbarer Energie. • Einsatz von Sensoren wie Präsenzmeldern, damit Licht und Klimaanlage nur aktiv sind, wenn der Raum mit Personen belegt ist. • Komfortable Bedienung für den Benutzer, damit er die Beleuchtung, Beschattung und das Raumklima optimal seinen Bedürfnissen anpassen kann. • Abbildung der örtlichen Prozesse auf einer zentralen Managementebene, um bei Störungen rasch und gezielt eingreifen zu können. Energiewerte erfassen, um Klarheit über den Energieverbrauch im Detail zu erhalten. Die Kostenfrage eines Gebäudes muss unter Berücksichtigung der ganzen Lebenszeit beurteilt werden. Dabei zeigt sich, dass mindestens 75 % der Kosten während der Gebäudelebenszeit anfallen und nur 25 % beim Bau. Im Zweckbau lässt sich die Gebäudeautomation, d. h. Steuer- und Regelaufgaben, am effizientesten dezentral lösen. Dies gelingt Sensoren und Aktoren vor Ort am einfachsten. Und dies wiederum gelingt am besten mit einem Flachkabelsystem, das den Bus gleich integriert. In fast jedem Raum treffen verschiedene Gewerke aufeinander, die teilweise gemeinsame Führungsgrössen benötigen. Im Zweckbau verfügt ein Einzelraum, im Grossraumbüro die Zelle, über folgende Gewerke: • Beleuchtung: Kunst- und Tageslicht • Gebäudehülle: Beschattung, Einbruchschutz • Klima: Heizung, Kühlung, Lüftung, Befeuchtung, usw. • Personen- und Gütertransportanlagen


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• Türen, Tore, Schleusen • Energiefeinversorgung für Geräte Weitere wichtige, dezentrale gebäudetechnische Anlagen im Zweckbau sind: • Zutrittskontrolle, Videoüberwachung • Brandmeldeanlagen, Brandschutzanlagen • Raumbesetztanzeigen • Technische Überwachungsanlagen All diese Einrichtungen dienen der Informationsübermittlung. Zum Teil werden diese Anlagen heute noch als Stand-aloneAnlagen ausgeführt (z. B. versicherungstechnische Aspekte bei Sicherheitsanlagen), zum Teil können diese aber auch problemlos

So baut man heute. Building Automation von Beckhoff.

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Anschlusssortiment für Flachkabel. Abgangskabel sind steckbar und vorkonvektionierbar. (Quelle Woertz)

So baut man flexibel: mit Beton.

in die Gebäudesystemtechnik mit Standardbussystemen integriert werden. Die verschiedenen Gewerke benötigen verschiedene Energieformen wie Strom, Wasser, Luft usw. Auf dieser Ebene bleibt die Trennung erhalten. Hingegen kann die Information und Kommunikation der verschiedenen Gewerke auf einer Ebene zusammengelegt und von der Energieebene getrennt werden. Dies bedingt eine digitale Kommunikationsebene mit einem modernen Bussystem. Daraus ergibt sich ein Netzwerk von Sensoren und Aktoren. Integrale Planung bedeutet: Frühe Koordination aller Gewerke, Aufstellen des gemeinsamen Standards, Koordination der einzelnen Fachplaner und integrale Ausschreibung für HLK- und Elektrogewerke. Konsequenzen in der Installation Anstelle grosser Etagenverteiler mit Relais, SPS usw. werden dezentrale Kleinverteiler oder sogenannte Raumboxen mit Buskomponenten oder installationsfertige Buskomponenten in den einzelnen Räumen oder im Korridor (in Aussparungen, in Hohldecken, in Hohlböden, in Brüstungskanäle usw.) installiert. Die ungeschaltete Leistung wird direkt zu den Aktoren geführt und von dort in kurzen Leitungen, wenn möglich vorkonfektioniert und steckbar, zu den Verbrauchern. Die Sensoren werden nach Bedarf mit der Busleitung verbunden, wobei hier deren Gewerkezugehörigkeit und Anzahl keine Rolle spielt. Damit kann eine enorme Reduktion der Kabelmengen sowie des Installationsaufwandes erzielt werden! Für eine solche rationelle Installation ist auf dem Markt ein kombiniertes Flachkabel für die Energie- und Datenübertragung, wie es die Firma Woertz mit dem ecobus combi im Programm hat, ideal. Allerdings eignet sich das Buskabel mit den unverdrillten Leitern direkt neben den Starkstromleitern nur für kleine Bandbreiten, so wie es KNX oder LON fordert, hingegen nicht für TCP/IP-Anwendungen.

So baut man klassisch: mit Ziegelsteinen.

So baut man sicher: mit Stahl.

So baut man intelligent: mit Automatisierungskomponenten von Beckhoff.

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Installations- & Gebäudetechnik

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Sensoren und Aktoren geführt. Die Beschränkung ergibt sich hier nur durch die Regeln des gewählten Bussystems. Damit ist der Grundaufbau des Flachkabels bereits festgelegt: • Polleiter, Neutralleiter und Schutzerde für die Energie • Zwei Adern für die Kommunikation

Anschlusstechnik mit Busleitung.

(Quelle Woertz)

Die Kommunikations- und Starkstromleitung sind in einem Kabelmantel vereint und werden mit Anschlussdosen (Schraub- und Steckerversion) auf die Anschlüsse geführt. Die Leiter im Flachkabel werden über Spitzschrauben kontaktiert, die den Kabelmantel durchbohren. Die elektrische Energieleitung wird – unabhängig von Gewerk und Raum – einfach parallel auf die Aktoren geführt. Eine Einschränkung ergibt sich hier nur durch die maximal mögliche Leistungsbelastung und allfällige Sicherheitsüberlegungen bezüglich eines Stromausfalls. Die Kommunikationsleitung wird – unabhängig von Gewerk und Funktion – einfach parallel auf die

Die Akzeptanz im Markt des Flachkabels, kombiniert mit Buskabel, hat lange gedauert. Bei der Entwicklung des Kabels lag natürlich der Fokus auf der Übertragungssicherheit und damit Störimmunität. Die doppelte Abschirmung der beiden Buskabellitzen führte schliesslich zum Erfolg. Damit beim Durchbohren des Mantels kein Kurzschluss (über den Schirm) entsteht, sind die Spitzschrauben beim Busteil im vorderen Bereich isoliert. Das Flachkabel kann nur verwendet werden, wenn das Bussystem eine Baumstruktur zulässt. Dies ist momentan z. B. bei KNX oder LON möglich. Fazit Der grosse Vorteil eines Flachkabelsystems besteht darin, dass an jeder beliebigen Stelle zu jeder Zeit Anschlüsse erstellt oder versetzt werden können und dies ohne Kabelunterbrüche. Die

Montagezeiten sind deutlich geringer als bei konventioneller Technik. Im Detail bedeutet dies: • Sicherheit: Weniger Kabel und Kontaktstellen bedeuten weniger Risiken und geringere Brandlast. • Kundennutzen: Jederzeitige Änderungen und Erweiterungen der Installation bei Mieterwechseln oder bei einer Umnutzung der Liegenschaft möglich. • Planernutzen: Flachkabelinstallationen bieten grosse Planungssicherheit, vor allem wenn Anschlüsse bei der Planung noch gar nicht im Detail bekannt sind. Der Installationsaufwand vermindert sich markant, wenn in kleinen Abständen viele Anschlüsse gebraucht werden. • Installateurnutzen: Weniger Kabelunterbrüche und Verkabelungen bedeuten weniger Fehlerquellen. Dank dem asymmetrischen Profil des Kabels sind falsche Anschlüsse praktisch ausgeschlossen. Das modulare System unterstützt den Installateur zudem bei Zeitdruck: Er kann ganze Steckdosenbatterien oder Lampenanschlüsse in der Werkstatt vorkonfektionieren und die montagefertigen Flachkabelstränge vor Ort, auf der Baustelle, innert Kürze installieren. ■

EnOcean Starter-Kit ESK 300 Die batterielose Funktechnologie von EnOcean gewinnt ihre Energie direkt aus der Umgebung – aus Licht, Temperaturdifferenzen oder Bewegung. Dadurch sind alle darauf basierenden Produkte absolut wartungsfrei, kommen ohne Verkabelung aus und ermöglichen zudem einen besonders flexiblen Einsatz. Das Starter-Kit ESK 300 enthält sowohl einen mechanischen Energiewandler als auch ein Funkmodul mit einer Mini-Solarzelle. So kann die benötigte Energie für Sensorik- und Funklösungen aus einem Tastendruck oder über eine Lichtquelle gewonnen werden. Das Kit besteht aus einem Schaltermodul für die Gebäudetechnik (PTM 200), Einzelkomponenten für individuelle Schalteranwendungen (PTM 330, ECO 200), einem Temperatursensormodul (STM 330), einem USB-Empfänger (USB 300), einer Visualisierungs-Software für den PC (DolphinView Basic) sowie einem Beispielgehäuse für Industrieschaltlösungen. Mit dem PTM 200 lassen sich beispielsweise energieautarke Wandschalter 36 | Elektrotechnik 5/12

oder Handsender umsetzen. Die Kombination aus dem Funkmodul PTM 330 und dem mechanischen Energiewandler ECO 200 wiederum bildet die Basis für verschiedenste wartungs- und kabelfreie Schalter im Industrieumfeld. Gleichzeitig kann der solarbetriebene Temperatursensor STM 330 zum Beispiel die Temperatur in einem Raum oder an Maschinen messen. Dabei zeichnet sich das Modul durch einen äusserst geringen Stromverbrauch bei gleichzeitig hoher Zuverlässigkeit aus. Wird der Messwert beispielsweise alle 15 Minuten übertragen, reichen bei 200 Lux bereits 3,6 Stunden Ladezeit am Tag für einen un-

terbrechungsfreien Betrieb. Bei einem vollständig aufgeladenen Energiespeicher ist das Modul in absoluter Dunkelheit vier Tage voll funktionsfähig. Das bidirektionale Gateway USB 300 leitet Messdaten ebenso wie Schaltbefehle an einen PC weiter. Das Empfangen der Daten erfolgt dabei über die Software DolphinView Basic, die alle Informationen am Rechner visualisiert. Dadurch haben Anwender sämtliche Vorgänge immer im Blick. Die Komponenten des ESK 300 ermöglichen zum Beispiel die Umsetzung von Schaltern, Innentemperaturfühlern sowie verschiedenen Industrieschaltern wie unter anderem Funk-Positionsschalter, Lösungen zur Steuerung von Toren oder für das Condition Monitoring. Darüber hinaus eröffnet das USB 300 Software-Entwicklern auch den Zugang zu Smart Homebeziehungsweise Smart Metering-Lösungen. Das Starter-Kit ist für OEM-Partner für 79 Euro (UVP) erhältlich. www.enocean.com


Feine Technik: LEDEinbau-Sensorleuchte Die Firma M. Züblin AG in Wallisellen ist ein führender Hersteller von Sensor-LED-Leuchten. Im besten Fall lassen sich mit diesen Leuchten bis 95 % Stromkosten sparen. Aber auch LED-Retrofit-Lampen verfügen über ein aussergewöhnliches Energiesparpotenzial. kömmlichen 60-WGlühlampen verglichen werden kann. Der Stromverbrauch ist aber über siebenmal kleiner, was einer Einsparung von rund 85 % gleichkommt. Der integrierte Präsenzmelder sorgt zusätzlich für ein bedarfsgerechtes Einund Ausschalten des Lichtes, womit die Energieeffizienz die maximalen 95 % erreicht! An der Züblin Arztpraxis mit Einbau-LED-Leuchten von Züblin. Die Energieersparnis gegenüber Glühlampentechnik beträgt rund 90 %. LED-Sensorleuchte können bis zu drei Die Zukunft in der Beleuchtung hat weitere LED-Einbauleuchten angeeinen Namen: LED-Technik. Die Ent- schlossen werden, sodass sich die Enerwicklung geht zwar immer noch in rie- gieeinsparung vervielfacht. sigen Schritten vorwärts, doch ist jetzt schon klar, die LED-Technik übertrifft Einfache Installation die besten Leuchtstofflampen-Konzep- Für einfache Installationen mit Aufbaute der Gegenwart. Wenn LED-Leuch- leuchten liefert Züblin verschiedene ten noch mit Präsenzmeldern kombi- LED-Leuchten mit 10 W oder 22 W niert werden, ist das Einsparpotenzial gewaltig. Denn im Gegensatz zu Leuchtstofflampen, lassen sich LEDLampen beliebig häufig ein- und ausschalten und vor allem auch viel effizienter dimmen. Präsenzmelder integriert Die neuste LED-Einbauleuchte von Züblin hat einen Präsenzmelder integriert. Die Leuchte ist mit warmweissem Licht (3000 K) oder mit neutralweissem Licht (4000 K) ausgerüstet, wobei letztere über den besseren Wirkungsgrad verfügt. Mit 1500 Lumen erreicht die Leuchte eine Lichtleistung, welche mit zwei her-

Sensor-LED-Einbauleuchte von Züblin spart im besten Fall 95 % Strom!

Leistung. Die Leuchten erzeugen dabei einen Lichtstrom, der einer 75-WGlühbirne bzw. einer 150-W-Lampe entsprechen. Der Lichtstrom beträgt 990 bzw. 1600 Lumen. Diese neuen LED-Leuchten ersetzen mit ihrem angenehmen Licht herkömmliche Deckenleuchten und sparen dabei ausserordentlich Energie. Fazit Züblin bietet für Küchen, Korridore, Treppenhäuser, Garagen und viele weitere Orte ganz verschiedene Sensorleuchten für maximale Energieeffizienz an. Bauherren, Ingenieure und Installateure, die sich für ein solches Lichtsystem entscheiden, erhalten nicht nur eine hervorragend neue Beleuchtung, sondern sie tragen zur Verminderung des Energieverbrauchs bei. M. Züblin AG 8304 Wallisellen Tel. 044 878 22 22 info@zublin.ch www.zublin.ch

Mit 10 W LED-Power gleich viel «Licht» wie durch eine 60-W-Glühlampe – und das für 30 000 Stunden. Elektrotechnik 5/12 | 37

Highlight

Maximale Energieeffizienz von Züblin


Highlight

Esylux mit einem Feuerwerk an Neuheiten an der Eletro-Tec in Bern

Esylux erfolgreich an ELECTRO-TEC Die ELECTRO-TEC 2012 in Bern hat sich in den letzten Jahren zu einer bedeutenden Messe im Bereich Gebäudesystemtechnik, Kommunikations-, Licht- und Installationstechnik entwickelt. Die Messe ist für Ost- und Westschweizer gut erreichbar und somit eine ideale Plattform für Firmen, einem breiten Publikum neue Produkte und Lösungen vorzustellen.

Integration in die Decke. Die Montage ist schnell und einfach möglich, dank vorhandener Klemmtechnik. Dank hinterlegtem Werksprogramm ist er sofort betriebsbereit. Mit 16-A-Hochleistungsrelais (Wolfram-Vorlaufkontakt) sind auch kapazitive Lasten von EVG oder Energiesparlampen kein Problem. LED SLG LEDi SC/C Zur Ausleuchtung von Rettungswegen dient die Notwegeleuchte SLG LEDi SC/C. Sie ergänzt bereits angebrachte Kennzeichnungsleuchten optimal und vervollständigt damit die SLC- und SLD-Serien. Darüber hinaus ist die Notwegeleuchte auch zur Dauerbeleuchtung von Fluren eine energiesparende Alternative zu herkömmlichen Leuchten. Sie ist aussergewöhnlich nutzerfreundlich, denn sie verfügt über eine integrierte Selbstüberwachung. Eine Anwenderfernbedienung ermöglicht die Auslösung des Selbsttests ohne Tastenbetätigung. Die Notwegeleuchte verfügt über eine Fernabschaltoption, die es erlaubt, die Notlichtfunktion bei Bedarf auszuschalten.

PD-C360i/24 DUODIMplus für 3 Leuchtenreihen, MD-C360i/8 mini, der Unscheinbare an der Decke, LED SLG LEDi SC/C zur Ausleuchtung von Rettungswegen, LED-Spotlights OS-Serie mit gutem Wirkungsgrad.

Für Esylux war die Electro-Tec und nachfolgende Light + Building die ideale Möglichkeit, viele neueProdukte aus ihrem Programm vorzustellen. Dazu zählen der Bewegungsmelder zur Ansteuerung von drei Leuchtenreihen, unscheinbare Minimelder mit grossem Wirkungskreis aber auch neue KNXMelder. Zu den Neuigkeiten zählen auch LED-Leuchten für die Aussenbeleuchtung. PD-C360i/24 DUODIMplus Bis zu drei Leuchtenreihen lassen sich dank der drei Relais des PD-C360i/24 DUODIMplus dimmen und schalten. Damit ist der Präsenzmelder ideal ge38 | Elektrotechnik 5/12

eignet für die Beleuchtung von Klassenzimmern. Hier lässt sich neben zwei Reihen Deckenleuchten auch die Tafelbeleuchtung separat schalten. Der dritte Schaltkanal kann selbstverständlich auch als HLK-Ausgang belegt werden. Der Deckenmelder verfügt über einen 360°-Erfassungsbereich bei einer Reichweite von 24 m und deckt damit eine Fläche von bis zu 450 m² ab. MD-C360i/8 mini Der kleine Melder mit grossem Wirkungskreis ist ein Highlight. Sein Erfassungsbereich reicht bis zu 8 m. Er ist optisch sehr dezent, denn seine kompakte Bauform erlaubt die komplette

LED-Spotlights OS-Serie Die LED-Spotlights für den Aussenbereich bieten punktuelles LED-Licht, das optimal für das Beleuchten von Details geeignet ist. Typische Anwendungsbereiche sind daher beispielsweise akzentuierte Werbeschildbeleuchtungen. Die Spots bestehen aus korrosionsgeschütztem Aluminium-Druckgussgehäuse. Ihre hohe Energieeffizienz reduziert die Energiekosten. Die ESYLUX Spotlights sind in kurzer Ausführung oder mit Wandausleger erhältlich. ■ ESYLUX Swiss AG 8302 Kloten Tel. 044 808 61 00 info@esylux.ch www.esylux.ch


Strommesssystem CMS: Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser

Highlight

Verteiler: Geniales Strommesssystem Noch nie war die Strommessung in Schalt- und Verteilerschränken so kompakt und perfekt integriert. Endlich ist es möglich, die einzelnen Stromkreise einer Installation zu überwachen. Das CMS spielt überall dort seine Stärken aus, wo eine hohe Verfügbarkeit gefordert ist: Insbesondere Industriebetriebe, Banken, Versicherungen oder öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser oder Flughäfen sind extrem abhängig vom reibungslosen Betrieb ihrer elektrischen Systeme. Ausfälle führen hier zu schweren finanziellen Verlusten. Auch im Bereich der regenerativen Energietechnik können die Sensoren als kleine Helfer den reibungslosen Betrieb der Systeme sicherstellen, z. B. durch eine Strangstromüberwachung in der Solartechnik oder die Kontrolle von Generatoren in der Wind- und Wasserkraft. Das CMS misst die Ströme direkt im Endstromkreis und kann dadurch den einwandfreien Betrieb eines technischen Systems sicherstellen: Ob Ausfall, Leistungsabfall oder sonstiges abnormales Verhalten von elektrischen Verbrauchern – durch eine kontinuierliche Messung können Gefahren erkannt werden, bevor grosse Schäden entstehen. Transparenz beim Stromverbrauch Die Strommessung nahe an den elektrischen Verbrauchern schafft eine völlig neue Transparenz. Die Anwenderfreundlichkeit des CMS setzt neue Massstäbe. Ein Sensor für alle Stromarten, ganz egal, ob Gleich-, Wechseloder Mischströme: die CMS Sensoren erfassen alles. Und das innerhalb eines riesigen Messbereichs von bis zu 80 A. Dabei lässt sich das System jederzeit nachrüsten, Sensor für Sensor. Der Sicherheit kommt höchste Priorität zu. Durch das berührungslose Messverfahren werden Potenzialfehler von vornherein ausgeschlossen.

Perfekte Integration Ein Strommesssystem muss sich einfach im Verteilerkasten umsetzen lassen. Das CMS fügt sich wie kein anderes Strommesssystem in die vorhandene Installations-Architektur ein. Ohne Kabelsalat, ohne Zusatzkonstruktionen und ohne zusätzlich erforderliche DIN-Schiene. Die Stromsensoren werden einfach auf die Leitungsschutzschalter gesteckt, nicht einmal Werkzeug ist nötig. Konfiguration simpel So smart kann Konfigurieren sein: Mit dem intuitiven Bedienungskonzept ist das System per Touchscreen innerhalb von Minuten eingerichtet und zum Messen bereit. Fazit CMS ist die unkomplizierte aber hocheffiziente Lösung zur Messung des

Stroms in den einzelnen Endstromkreisen. Energieflüsse sind so perfekt nachvollziehbar und es lassen sich exaktere Rückschlüsse auf zu hohe Stromverbräuche ziehen. So wird es ermöglicht, Energie effizienter einzusetzen. Zur Fernabfrage der Messdaten steht eine Modbus-Schnittstelle (RS 485/Modbus RTU) zur Verfügung. Die Möglichkeiten in der weiteren Messwertverarbeitung sind beinahe grenzenlos.

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Stromsensor auf Leitungsschutzschalter stecken, Flachkabel mit Zentralgerät verbinden, fertig. Gemessen wird Gleich- und Wechselstrom TRMS. Elektrotechnik 5/12 | 39


Installations- & Gebäudetechnik

Konzept für Entsorgung im Elektro-Installationsbetrieb

Entsorgung ohne Umweltbelastung Die Abfallentsorgung im Betrieb soll so organisiert sein, dass die Kosten minimiert und trotzdem die Umweltbelastung durch Stoffe klein gehalten werden kann. Der beste und billigste Abfall ist jener, der gar nicht entsteht. Rico De Boni Es lohnt sich, zu Abfällen ein paar grundsätzliche Überlegungen anzustellen, denn diese sind immer auch verlorene Rohstoffe. • Bereits bei der richtigen Materialwahl können erste Schritte zur Vermeidung einer Abfallproblematik eingeleitet werden. • Jeder Betrieb hat seine Eigenheiten, das wird auch bei der Entsorgungsorganisation so sein. Es muss aber die Verantwortung für die Abfallentsorgung betriebsintern geregelt werden.

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Abfälle trennen. 40 | Elektrotechnik 5/12

• Jeder Mitarbeiter muss über den richtigen Umgang mit den Stoffen orientiert sein. • Das korrekte Sammeln von Abfällen hilft nichts, wenn unklar ist, wohin damit. • Betriebe müssen die Entsorgung ihrer Wertstoffe selber organisieren und die Kosten dafür tragen. Eine Mitbenutzung der Sammelstellen und der Separatsammlungen für Haushalte ist nur bei Kleinmengen zulässig (Menge vergleichbar mit der Menge eines normalen Haushalts).

• Es soll das Ziel und die Verantwortung aller Mitarbeiter sein, die Abfallmengen zu reduzieren und den Entsorgungsaufwand klein zu halten. Gesetzliche Grundlagen Im Bereich der Abfallentsorgung besteht eine fast unübersichtliche Anzahl von Gesetzen und Verordnungen. Eidgenössische Richtlinien sind vorhanden, die Entsorgungswege werden aber durch kantonale Regelungen und auch durch kommunale Gegebenheiten ergänzt. So entstehen je nach Landesgegend erhebliche Unterschiede in der praktischen Umsetzung. Die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen sind: • Bundesgesetz über den Umweltschutz USG SR 814.01 • Technische Verordnung über Abfälle, TVA SR 814.600 (regelt die Bewirtschaftung, Sammlung und Behandlung der Abfälle) • Verordnung über den Verkehr mit Abfällen, VeVA SR 814.610 (regelt den Verkehr mit Sonderabfällen und stellt sicher, dass Abfälle nur an geeignete Entsorgungsunternehmen übergeben werden) • Verordnung UVEK über Listen zum Verkehr mit Abfällen, LVA SR 8114.610.1 (klassiert die Abfallarten) • Verordnung über die Rückgabe, Rücknahme und Entsorgung elektrischer und elektronischer Geräte, VREG SR 814.620 (stellt sicher, dass elektrische und elektronische Geräte umweltverträglich entsorgt werden) • Kantonale und kommunale Abfallgesetze und Vorschriften (ergänzen und präzisieren die nationalen Gesetze und Verordnungen) • Die Auflagen und Bedingungen der behördlichen Bewilligungen Entsorgungswege definieren Betriebe sind dazu verpflichtet, verwertbare Abfälle, sofern technisch mög-


Verantwortliche sind festzulegen und die Zusammenarbeit mit einem Entsorgungsunternehmen ist anzustreben. Solche Unternehmen sind heute Komplettanbieter von Entsorgungsleistungen mit lokalen Niederlassungen. Sie führen die Produkte dem Recycling zu. Die Aufträge können online platziert werden. Eigene Einzelfahrten zu öffentlichen Entsorgungsstellen ergeben

Installations- & Gebäudetechnik

lich und wirtschaftlich tragbar, dem Recycling zuzuführen. Neben den direkt auf der Baustelle entsorgten Materialien fällt von der Installationstätigkeit im Lager eine nicht unbedeutende Menge unterschiedlicher Stoffe an. Um diese ordnungsgemäss entsorgen zu können, müssen die Entsorgungswege, die Entsorger und die Sammeleinrichtungen vorhanden sein (Bild 1). Es lohnt sich, den Istzustand periodisch festzustellen und den aktuellen Stand der Entsorgung kritisch zu beurteilen. Die grundsätzliche Aufteilung kann einfach sein: a) Hausmüll › zur KVA b) Recycling › Metalle, Lampen, Batterien c) Kontrollpflichtige Abfälle › Kabel d) Sonderabfall › speziell behandeln

2 Begleitschein.

einen grossen Zeitaufwand und sind daher nicht effizient. Bauabfälle Grundsätzlich ist der Bauherr für die von seiner Baustelle stammenden Abfälle verantwortlich. Auch die bei der Demontage entfernten Teile sind in

seinem Eigentum. Er kann bei unsachgemässem Handeln belangt werden. Darum hat er auch ein finanzielles Interesse an einer korrekten Entsorgung. Die Entsorgung von Abfällen auf Baustellen und bei Rückbauten gehört zum korrekten Planungs- und Bauablauf. Die

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Synco living – Home Automation System Ein umfassendes Sortiment für Komfort, Sicherheit und Energieoptimierung

SyncoTM living regelt und steuert Heizung, Lüftung, Licht und Jalousie und sorgt dadurch für optimalen Komfort in Wohngebäuden. Es ermöglicht ein individuelles Raumklima und senkt dabei den Energieverbrauch um bis zu 30%! Darüber hinaus funktioniert Synco living kabellos und ist deshalb überall schnell eingebaut und einfach erweiterbar. Das intelligente Home Automation System aktiviert per Tastendruck die Sicherheitsfunktionen und sorgt damit für ein unbeschwertes Wohnen. Die vielfältigen Funktionen, die Bedienung via Internet und die Kompatibilität mit KNX-Produkten machen Synco living flexibel einsetzbar.

Answers for infrastructure.


Installations- & Gebäudetechnik

SIA-Empfehlung 430 «Entsorgung von Bauabfällen» bildet dazu die Grundlage. Bei grösseren Bauvorhaben wird die Entsorgung im Rahmen eines zu erstellenden Entsorgungskonzepts geregelt. Dieses wird dann zum Bestandteil des Werkvertrages. Der Unternehmer ist dann verantwortlich, dass diese Vorgaben eingehalten werden. Das bedeutet, dass er die Abfälle, zu deren Rücknahme er verpflichtet ist, auch ordnungsgemäss lagert und entsorgt. Auch ist er verpflichtet, die Baustellenabfälle auf der Baustelle gemäss Vorgaben zu trennen. Die Kostentragung für die Abfallentsorgung wird vorgängig geregelt. Im NPK sind die Positionen vorbereitet. Ob ein Entsorgungskonzept erstellt werden muss, ist in den Kantonen unterschiedlich geregelt. Entsteht beim Rückbau bestehender Bauteile ein Verdacht auf Schadstoffe (Asbest, PCB usw.), so ist die Arbeit unverzüglich einzustellen und die Bauleitung zu informieren. Solche Stoffe gelten als Sondermüll und sind entsprechend zu entsorgen. Kontrollpflichtige Abfälle Sonderabfälle und kontrollpflichtige Abfälle sind richtig zu behandeln! Als Sonderabfälle gelten alle in den Listen des UVEK (unter www.veva-online.ch) aufgeführten Stoffe, die mit «S» bezeichnet sind. Andere kontrollpflichtige Abfälle sind mit «ak» gekennzeichnet. Sonderabfälle und ak-Abfälle können

Begriffe Inertstoffe

Inertstoffdeponien sind Deponien, auf denen primär nicht verwertbare aber unproblematische mineralische Bauabfälle und industrielle Abfälle deponiert werden (Grube). «Inert» bedeutet träge, unbeweglich. Eine Inertstoffdeponie enthält also nur gesteinsähnliche Stoffe, die ohne weitere Vorbereitung chemisch und biologisch stabil sind und nur einen geringen Schadstoffgehalt aufweisen.

Reaktordeponie

Die Reaktordeponie bezeichnet einen Deponietyp, in welchem aufgrund der Inhaltsstoffe verschiedene Prozesse (Reaktionen) ablaufen, welche zu Emissionen führen können, die einer Behandlung bedürfen.

Betriebsnummer

Industrie- und Gewerbebetriebe benötigen eine VeVA-Betriebsnummer, um Sonderabfälle (S) oder andere kontrollpflichtige Abfälle (ak) abzugeben oder

42 | Elektrotechnik 5/12

3

Als Sonderabfall (Asbest) gekennzeichnet.

aufgrund ihrer chemischen und physikalischen Zusammensetzung und ihren Eigenschaften nicht gemeinsam mit den anderen Abfällen entsorgt oder verwertet werden. Für die Entsorgungswege gilt folgende Prioritätenfolge: 1. Rückgabe an die Verkaufsstelle. 2. Abgabe an bewilligte Entsorgungsunternehmen. 3. Abgabe an öffentlichen Sammelstellen und Deponien (nur Kleinmengen).

entgegenzunehmen. Diese Nummer wird vom Kanton vergeben und registriert.

PCB

Polychlorierte Biphenyle: Diese Schadstoffe sind schlecht abbaubar. Sie wurden zur Isolation in Kondensatoren und Transformatoren eingesetzt.

vRG

vorgezogene Recyclinggebühr. Sie finanziert die Verwertung von elektrischen und elektronischen Geräten.

S.EN.S

Stiftung Entsorgung Schweiz. Eine unabhängige, neutrale und nicht gewinnorientierte, gemeinnützige Stiftung. Zweck ist die Förderung von privatwirtschaftlich organisierten Entsorgungslösungen. Sie sorgt u. a. für wettbewerbsgerechte Finanzierung der Leistungen mittels der vorgezogenen Recyclinggebühr vRG.

Wenn Sonderabfälle abgegeben, transportiert oder entgegengenommen werden, erfordert dies einen «Begleitschein für den Verkehr mit Sonderabfällen in der Schweiz». Dieser ist als Papierversion (Durchschlagsset) oder in elektronischer Form erhältlich (Bild 2). Er gilt für den Abgeber als Quittung. Privatpersonen brauchen für die Entsorgung keinen Begleitschein, ebenfalls genügen bei Entsorgungsmengen bis 50 kg Quittungen anstelle der Begleitscheine. Entsorgungsfirmen mit mehreren Abgebern verwenden einen Sammelbegleitschein. Sowohl für die Abgabe als auch für die Entgegennahme von Sonderabfällen ist eine Betriebsnummer notwendig. Die Sonderabfälle und die ak-Abfälle dürfen nur Empfängern übergeben werden, die zur Entgegennahme solcher Abfälle berechtigt sind. Das Verzeichnis der Betriebe mit den Berechtigungen ist unter www.vesa-online.ch für alle ersichtlich. Sonderabfälle sind zu kennzeichnen (Bild 3). Im Elektrounternehmen sind u. a. die folgenden Entsorgungen zu organisieren: • Leuchtstofflampen (S): Die Entsorgungsunternehmen stellen die nötigen Spezialgebinde zur Verfügung und holen die Lampen kostenlos ab, sofern die Abholmenge mindestens einer Palette entspricht. • Leuchten: FL-Leuchten enthalten z. T. Vorschaltgeräte und Kondensatoren mit PCB und sind dann Sondermüll. Sie dürfen nicht im Mischschrott landen. Die kostenlose


öffentlichen Sammelstellen entsorgt werden. Grössere Mengen sind über ein berechtigtes Unternehmen zu entsorgen.

4 Installations- & Gebäudetechnik

Abfuhr direkt nach der Demontage ist die einfachste Variante (Bild 4). Elektrogeräte und elektronische Teile: Sie werden dem Recycling zugeführt. Die Kosten dazu sind durch die vorgezogene Recycling-Gebühr gedeckt. Schwach gebundener Asbest (S): Entsorgung der demontierten Schaltgerätekombinationen erfolgt über einen Asbestsanierer, einen Entsorger, oder direkt in einer Reaktorstoffdeponie. Asbest-Zement (Eternit) kann auf einer Inertstoffdeponie entsorgt werden. Die Abfuhr von fest gebundenem Asbest mit dem Verbrennungsmüll oder in einen Shredder ist nicht zulässig. Kabel: Altkabel, die Öl und Teer enthalten (S) und Kabel (ak) werden über eine dazu berechtigte Metallrecyclingfirma entsorgt. Batterien und Akkumulatoren (S): Sie können dem Hersteller oder Lieferanten zurückgegeben werden oder werden durch einen Entsorger abgeholt. Chemikalien und Gefahrenstoffe (S): Alle Chemikalienabfälle und -resten gelten als Sonderabfall. Begrenzte Mengen aus dem Gewerbe können in

Fazit Wenn die folgenden Fragen positiv beantwortet werden können, ist es für die Umwelt aber auch für die Betriebskosten von Vorteil: • Sind im Betrieb die regelmässig entstehenden Abfälle bekannt? • Werden die Möglichkeiten ausgenützt, möglichst wenig Abfall zu verursachen? • Sind für die vorhandenen Abfälle die Entsorgungswege klar definiert und den Mitarbeitern bekannt? • Erfolgt die Entsorgung rechtzeitig und zweckmässig? • Entspricht die Entsorgung von «S- und ak»-Abfällen den gesetzlichen Vorgaben?

Unterlagen: www.abfall.ch www.vesa-online.ch www.sens.ch

Alte Leuchten vor Ort bereit zur Abholung. Quelle: S.EN.S

Tel. 055 / 415 66 15 Fax 055 / 415 66 10

«Die Schlanken» MIZ/KIZ-kWh-Zähler

Churerstr. 168, 8808 Pfäffikon SZ e-mail: astrel@swissonline.ch

Lamellenkühlkörper

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Direktmessend Einfach-/Doppeltarif Impulsgeber S0 + M-BUS Schnittstelle Genauigkeit Klasse B (1) Momentanwertanzeige

Messgeräte • Systeme • Anlagen Zur Kontrolle und Optimierung des Verbrauches elektrischer Energie Brüelstrasse 47 CH-4312 Magden Telefon 061-845 91 45 Telefax 061-845 91 40 E-Mail: elko@elko.ch Internet: www.elko.ch

Fakt ist: • Kühlkörper spezieller Konzeption ISO 9001:2000 für erzwungene Konvektion • kompakte Bauweise mit sehr geringem Wärmewiderstand • mit ein- oder doppelseitiger exakt plangefräster Montagefläche • zusätzliche Bearbeitung, Modifikationen und Sonderausführungen nach Kundenangaben

Elektrotechnik 5/12 | 43


Highlight

Mit speziellen Mix-Aktoren im Verteiler viele Kosten sparen

KNX-Raumautomation muss nicht teuer sein! Manchmal genügt es, Kunden mit ein paar wenigen Komfortverbesserungen glücklich zu stimmen. Storen einzeln und zentral steuern, beim Licht ein Knopf für alles aus, bei Panik ein Knopf für alles Lichter ein und wenn Gäste da sind, auf Knopfdruck die passende Lichtstimmung herzaubern. Und selbstverständlich wird in jedem Raum die Temperatur separat geregelt. Tönt alles gut, sagen viele Elektroinstallateure, nur bezahlen kann das nur die oberste Schicht der Häuslebauer – und genau das stimmt nicht. Theben HTS beweist klar, bei der KNX-Gebäudeautomation liegt viel Sparpotenzial drin. Geniale Idee: Mix-Schaltaktoren Im Privatwohnungsbereich werden KNX-Aktoren im Verteiler montiert. Es gibt zwar schon von allen Anbietern Module, die mehrere Ausgänge beinhalten, um die Kosten pro Schalt- und Dimmstelle zu reduzieren. Theben HTS geht aber mit ihren Mix-Schaltaktoren einen Schritt weiter. An neun verschiedenen Grundmodulen können zwei Erweiterungsmodule direkt angesteckt werden. Es braucht somit nur einen Buskoppler, um bis zu 24 Schaltkanäle realisieren zu können. An die neun unterschiedlichen Grundmodule lassen sich neun verschiedene Erweiterungsmodule einfach anstecken. Es stehen die Funktionen Schalten, Dimmen, 1–10-V-Schnittstelle, Binäreingänge, Heizen, Jalousie und C-Last mit Stromüberwachung zur Verfügung. Natürlich hat man an den Fehlerfall gedacht, sollte er denn auftreten. Die angesteckten Module lassen sich auch im montierten

An ein Grundmodul mit KNX-Schnittstelle lassen sich zwei Erweiterungsmodule einfach stecken – und auch problemlos auswechseln, weil sich der Stecker einziehen lässt.

Fall aus dem Verband herauslösen, weil sich die Stecker einziehen lassen. Richtig Kosten sparen Das Sparpotenzial lässt sich an einem überzeugenden Beispiel demonstrieren. Dazu nehmen wir eine 3-Zimmer-Wohnung, in der es sechs Lichtkanäle für die Raumbeleuchtung und zwei Aussenleuchten gibt, zudem verfügen alle Räume über je einen KNX-Raumtemperaturregler, damit auch dem Energiespargedanken Rechnung getragen wird. Die vier Lamellenstoren lassen sich einzeln und zentral steuern. Die Tabelle zeigt die

erforderlichen KNX-Buskomponenten. Zur Bedienung können konventionelle Taster beliebiger Hersteller verwendet werden. Die erforderlichen Busankoppler sind bereits in der Tabelle enthalten. Es fehlt jetzt also nur noch die Speisung und Programmierung, die bei einer so einfachen Applikation kostengünstig und schnell erledigt ist. Man könnte jetzt auch einen Wintergarten und viele andere Beispiele aufzeigen und bei allen würde klar, dass mit verblüffend kleiner Investition viel Komfort und Sicherheit gewonnen wird. Gerade im Wintergarten hilft eine vernetzte KNX-Steuerung z. B. Pflanzen zu schützen. Fazit Mit wenig zusätzlichen Investitionen lässt sich ein Kunde durch eine komfortable Steuerung glücklich stimmen.

KNX-Aktoren und -Sensoren für eine 3-Zimmer-Wohnung. 44 | Elektrotechnik 5/12

Theben HTS AG 8307 Effretikon Tel. 052 355 17 00 sales@theben-hts.ch www.theben-hts.ch


Themenschwerpunkte

Jetzt auch in der edlen Black-Edition Die Dominoswiss Funksteuerung gibt es nun auch im edlen schwarzen Design. Die revolutionäre Funk-Gebäudeautomation gibt Ihnen vollkommene Kontrolle über alle Storen im ganzen Haus - von jedem Raum aus. Dominoswiss wurde von Fachjury und Publikum unter die Top 3 der innovativsten Produkte in der Gebäudetechnik 2011 gewählt.

Informationen unter: www.brelag.com/black

Elektrotechnik 5/12 | 45


Highlight

NOXnet – Gebäudeautomation mit einfachster Konfiguration

Programm gratis – auch für Kunden Vorurteil: Gebäudeautomation ist nur für ganz Reiche, bei denen der Preis keine Rolle spielt. So denken viele, auch Elektroinstallateure, doch das stimmt so nicht. Tatsache ist: Viele Gebäudeautomationssysteme lassen sich nur mit teurer Software programmieren. Bei NOXnet von Innoxel ist sie gratis, auch für den Endkunden. Mehr Komfort und mehr Sicherheit für erstaunlich wenig Geld. Hat ein Kunde einmal entdeckt, was er mit seiner Raumautomation an Komfort und Sicherheit gewinnt, kann er sich ein Leben ohne schon fast nicht mehr vorstellen. Nur schon die Tatsache, dass Storen und Markisen zeitund wetterabhängig gesteuert werden können, ist eine enorme Erleichterung, aber auch eine Versicherung gegen Überhitzung und Einbruch. Doch wer legt da die Parameter für die einzelnen Räume fest? Bei der Beleuchtung am Filmabend oder beim Essen: Wie lassen sich da Lichtszenen definieren? Wie kann auf einfachste Weise festgelegt

werden, was beim Verlassen des Hauses auf Knopfdruck zu geschehen hat? Oder wie lässt sich die Parametrierung der Heizung schnell ändern, wenn Räume nun doch wieder belegt sind? Und wie und wer kann eine Anwesenheitssimulation festlegen, bei der die Beleuchtung im Hause während der Ferien wie echt abläuft? Software muss einfach sein Der Elektroinstallateur, der sich zur Hauptsache mit Hardware und deren Installation beschäftigt, macht oft einen weiten Bogen um Gebäudeautomati-

onssoftware, die komplex in der Handhabung und vom Preis her unerschwinglich ist. Um als kleine Firma erfolgreich am Markt operieren zu können, muss die Software gratis und wirklich einfach zu handhaben sein. «Einfach» heisst: Funktionen müssen sich mit «Häkchen» aktivieren und mit der Maus per Schieber einstellen lassen. Bei NOXnet werden Grundfunktionen grafisch definiert. Aus einer Bilderliste wird der gewünschte Schaltertyp per Mausklick ausgewählt, z. B. der 4-fach-Taster Edizio. Ebenfalls per Mausklick wird jetzt die Adresse (1… 255) festgelegt. Danach wird der Aktor ausgewählt, schaltend oder dimmend. Anschliessend wird den einzelnen Tasten grafisch die Funktion zugewiesen, z. B. Schrittschaltfunktion oder Dimmen über eine Taste. Bei den Storen lässt sich natürlich viel mehr einstellen, wenn eine Wetterstation vorhanden ist. Für jede Store oder Markise lässt sich einzeln festlegen, was bei Sonne (Ost, Süd, West), Regen, Wind usw. zu geschehen hat. Auch hier erfolgt die Festlegung grafisch. Und natürlich lassen sich per Mausklick auch Zentralbefehle definieren. Das Bild zeigt, wie eine Szene auf einfachste Weise definiert wird. Alles erfolgt grafisch – das begreift nach kurzer Erklärung jedermann. Fazit Die Konfigurationssoftware ist für viele Elektroinstallateure der Fallstrick bei der Gebäudeautomatisierung. Das hat der innovative Anbieter Innoxel erkannt. Er hat für NOXnet eine einfach zu bedienende PC-Software geschaffen, die selbst für den Endkunden gratis ist.

Szene definieren bei NOXnet – einfach mit der Maus klicken oder ziehen – mit Gratissoftware für Elektroinstallateure und Endkunden. 46 | Elektrotechnik 5/12

INNOXEL System AG 3661 Uetendorf Tel. 033 345 28 00 info@innoxel.ch www.innoxel.ch


Investition, Verfügbarkeit, Betriebssicherheit und Effizienz unter einem Hut

Highlight

Wirtschaftliche Energieversorgung Bei der Neuerrichtung, Modernisierung oder Erweiterung einer Anlage stehen Investitionskosten im Vordergrund. Andererseits dürfen auch die Betriebs- und Energiekosten nicht vernachlässigt werden, denn sie können die Gesamtkostenbilanz über die Nutzungszeit stark beeinflussen. Elektroplaner sind damit gefordert. Bereits vor zwölf Jahren stellte Siemens sein Konzept von Totally Integrated Power als Hilfsmittel für Investoren, Planer, Installateure und Nutzer von Energieverteilungen in Gebäuden vor. Mit dieser ganzheitlichen Betrachtung kann eine durchgängige Lösung zur Energieverteilung in Gebäuden erarbeitet werden. Ziel ist, ein Optimum zwischen Investition, Verfügbarkeit, Betriebssicherheit und bester Effizienz zu finden. Grundlage ist neben der Unterstützung bei der Planung ein breites Spektrum an aufeinander abgestimmten Schaltgeräten für die Energieverteilung sowie die Messung des Energieflusses. Grundlagen für mehr Effizienz Durch den optimalen Einsatz der Energie sollen die Betriebskosten niedrig gehalten werden. Das Netzdimensionierungsprogramm Simaris design von Siemens unterstützt den Planer dabei. Routineaufgaben werden ihm abgenommen und gleichzeitig wird sichergestellt, dass alle einschlägigen Normen eingehalten werden. Das Programm wählt unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit die für die jeweiligen Aufgaben passenden Geräte und Kabel aus und erstellt die entsprechenden Ausschreibungsunterlagen sowie Anlagenbeschreibungen. Änderungen, die im Lauf der Planung erforderlich werden, können leicht eingefügt werden. Gesicherte Energieversorgung Die Gebäudestruktur und die damit verbundene Netzstruktur, die Art des Energiebezugs sowie die Nutzung des Gebäudes sind zu beachten. Ein Produktionsbetrieb oder Bürogebäude zeigen deutliche Unterschiede. Gefordert

Simaris design von Siemens hilft, die Investition, Verfügbarkeit, Betriebssicherheit und Effizienz zu optimieren.

werden neben der allgemeinen Versorgung (AV) auch eine Sicherheitsstromversorgung (SV) und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV). Je nach Situation kann bei grösseren Entfernungen der Einbau einer Mittelspannungsübertragung Kostenvorteile und ein besseres EMV-Verhalten bieten. Um solche Energieverteilungsanlagen wirtschaftlich und sicher dimensionieren zu können, kommt ein Werkzeug wie Simaris design zur Anwendung. Mit der Eingabe der Netzstruktur, Kabellängen und Leistungen dimensioniert das Programm die Kabelquerschnitte, Geräte, Transformatoren und Generatoren. Neben den Kenngrössen Spannungsfall, Lastfluss, Kurzschlussströme und Energiebilanz liefert das Tool auch Angaben zur Selektivität. Die ausführliche Dokumentation beinhaltet die Dispositionen der Schaltanlagen, das Sing-

lelineschema, die Ausschreibungstexte sowie einen Budgetpreis der Anlagen. Fazit Für eine sichere und wirtschaftliche Anlagenlösung sind viele Details zu beachten. Die Erfahrung zeigt, dass es bei jedem Projekt Einsparpotenzial gibt – bei voller und auf die Zukunft ausgerichteter Funktionalität. Gegenüber konventioneller Planung kann mit Simaris design höchste Betriebssicherheit bei geringerem Zeitaufwand erreicht werden. ■ Siemens Schweiz AG Infrastructure & Cities Sector Low Medium Voltage 8047 Zürich Tel. +41 848 822 844 info-lv.ch@siemens.com www.siemens.de/tip Elektrotechnik 5/12 | 47


Maschinen & Geräte

Bemessung von Motoren, die nicht im Dauerbetrieb S1 arbeiten

Motoren nach Betriebsart optimieren Der Motor einer Pendel-Luftseilbahn darf problemlos überlastet werden. Zwei Kabinen fahren auf und ab, dazwischen entsteht immer eine Pause. Während der Zeit, wo Personen aus- und einsteigen, kühlt der Motor wieder ab. Es gibt hier nie einen Betrieb, bei dem der Motor ununterbrochen läuft. Solche Betriebszustände treten häufig auch in der Industrie auf und erlauben spezielle Designs. Ing. H. Greiner In der Norm EN 60034-1 sind die Betriebsarten elektrischer Maschinen beschrieben. Im vorliegenden Beitrag wird gezeigt, wie Elektromotoren optimal an die Betriebsweise der angetriebenen Arbeitsmaschine angepasst werden können. Diese Anpassung kann zu einer Sonderauslegung des Antriebes führen und lohnt sich vor allem, wenn die Arbeitsmaschine in Serie gefertigt wird. Sie sollte in Abstimmung mit dem jeweiligen Hersteller der Elektromotoren vorgenommen werden. Als Nebeneffekt ergibt sich, dass Motoren mit einer von S1 abweichenden Kennzeichnung, die ihre Bemessungsleistung nicht im Dauerbetrieb abgeben

können, aus dem Anwendungsbereich der Norm EN 60034-30 und der EUVerordnung fallen. Sie müssen daher nicht den mit erhöhtem Aufwand erkauften verbesserten Wirkungsgrad haben. Dauerbetrieb S1 Beim Dauerbetrieb wird definitionsgemäss der thermische Beharrungszustand erreicht – dazu werden je nach Grösse und Belüftung des Motors mindestens 1... 6 h benötigt (Bilder 1 und 2). Elektro- und Getriebemotoren werden üblicherweise für Dauerbetrieb S1 bemessen und angeboten, obwohl diese Betriebsweise bei vielen Anwendungsgebieten – vor allem aber in der Fördertechnik – nicht typisch ist.

Dauerbetrieb S1 ist also – in Zeiteinheiten (min oder h) ausgedrückt – sehr unterschiedlich zu definieren. Wenn die tatsächliche Belastungszeit deutlich unter der als «Dauerbetrieb» zu bezeichnenden Zeit liegt, bietet sich ein Motor für Kurzzeitbetrieb S2 und die Beschäftigung mit dem nachfolgenden Abschnitt 2 an. Kurzzeitbetrieb S2 Wenn die oben gemachte Voraussetzung zutrifft, kann ein für die relative Bemessungsleistung P/PN = 1 bemessener Motor mit um z. B. 50 % überlastet werden (Bild 3). In Bild 3 ist schematisch gezeigt, wie die Wicklungserwärmung bei erhöhter relativer Belastung P/PN = 1/1,5/2/4 ansteigen würde. Bei höherer Belastung (Verlustwärme) würde sich im Dauerbetrieb S1 eine höhere End-Übertemperatur max einstellen; der Erwärmungsanstieg muss daher durch eine Begrenzung der Zeit in den zulässigen Grenzen gehalten werden. Das Diagramm zeigt, dass die zulässige Betriebszeit bei S2 umso kürzer ist, je mehr die Maschine überlastet wird. Die Leistungssteigerung bei kürzer werden-

2

1 Schematischer Verlauf der Übertemperatur   = 0,5 relativ kleine und/oder gut belüftete Maschinen  = 2 relativ grosse und/oder schlecht belüftete Maschinen 48 | Elektrotechnik 5/12

Richtwerte für die Dauer T des Erwärmungslaufs von Drehstrommotoren mit Bemessungsleistungen PN und Polzahlen 2, 4 und 8.


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Maschinen & Geräte

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Änderung des Temperaturanstiegs mit der Zeit t bei Überlastung P/PN = 1,5 / 2 / 4 im Vergleich zur Bemessungsleistung P/PN = 1 lim Grenz-Übertemperatur für Wärmeklasse F.

den S2-Zeiten findet im maximal erzeugbaren Drehmoment seine natürliche Grenze. Relativ kleine Maschinen (z. B. unter 1 kW) haben meist relativ niedrige Kippmomente und hohen Bemessungsschlupf; ihre S2-Ausnutzung kann auch mit einer «härteren» Wicklungsauslegung (höhere Flussdichte) nicht sehr weit gesteigert werden. Die magnetische Sättigung setzt hier Grenzen. Mittlere und grössere Maschinen bringen schon in der S1-Auslegung relativ hohe Kippmomente und können

Stufensprung der S1-Bemessungsleistungen PN bei Motoren im Leistungsbereich 0,30 … 37 kW.

daher in der Betriebsart S2 entsprechend hoch überlastet werden. Mit Sonderwicklungen (höherer Flussdichte) kann der Ausnutzungsfaktor bis etwa 2 gesteigert werden. Die Faktoren in Tabelle 1 stellen Richtwerte für 4-polige Motoren dar, die je nach Auslegung auch andere Werte aufweisen können. Sie müssen daher im konkreten Fall vom Motorhersteller geprüft werden. Die genormten Stufen der Bemessungsleistungen bei S1 sind leider un-

Tabelle 1 Motorentyp mit Bemessungsleistung PN bei S1 (kW) Faktor der Leistungserhöhung bei S2 – 5 min Faktor der Leistungserhöhung bei S2 – 10 min Faktor der Leistungserhöhung bei S2 – 30 min Faktor der Leistungserhöhung bei S2 – 60 min Markierte Felder: mit Sonderwicklung

0,25 . . . 0,75 1,1. . . 5,5

7,5 . . . 30

37 . . . 90

1,6

2,0

2,3

2,3

1,25

1,6

1,7

2,2

1,03

1,15

1,25

1,4

1,0

1,1

1,1

1,15

Tabelle 2: Typische Abkühlzeiten nach Kurzzeitbetrieb S2 Motor-Achshöhe (mm) Abkühlzeit (min)

56 . . . 80 80

90 . . . 112 160

132 . . . 180 240

200 . . . 280 360

Tabelle 3 Motor Typ mit Bemessungsleistung PN bei S1 (kW) ➔  ED Faktor der Leistungserhöhung bei 15 % ED Faktor der Leistungserhöhung bei 25 % ED Faktor der Leistungserhöhung bei 40 % ED Faktor der Leistungserhöhung bei 60 % ED Markierte Felder: mit Sonderwicklung

0,03 . . . 0,75 S3 1,6 1,5 1,3 1,2

1,1 . . . 90 S6 1,3 1,3 1,3 1,3

S3 1,8 1,6 1,4 1,2

S6 2 1,8 1,6 1,3

logisch mit Faktoren etwa 1,2 …1,5 gestuft (z. B. 0,55/0,37 = 1,49 oder 22/18,5 = 1,19), weil bei der Umstellung von PS auf kW eine Neuordnung nach Normzahlen (z. B. der Reihen 10 bzw. R5) international nicht vereinbart werden konnte. Es muss daher in jedem Einzelfall überprüft werden, ob mit einem Tabellenwert > 1,25 ein Leistungs- oder gar Typensprung des betroffenen Motors erreicht werden kann (Bild 4). Die typabhängige hohe Überlastungskapazität von Drehstrom-Käfigläufermotoren wird bei bestimmten Anwendungen gefahrlos und kostensparend ausgenutzt, indem der Motor auf dem Leistungsschild mit z. B. «1,5 PN 1 h« deklariert wird. Das Motorschutzrelais wird auf den erhöhten Strom eingestellt – wird also nach einer Stunde nicht auslösen! – Siehe Abschnitt 4. Bei der Betriebsart S2 muss definitionsgemäss auf die Belastungszeit eine stromlose Pause im Stillstand folgen, in der sich die Maschine so weit abkühlen kann, dass ihre Temperatur weniger als 2 K von der Temperatur des Kühlmittels abweicht. Wegen der fehlenden Belüftung ist die Abkühl-Zeitkonstante wesentlich länger als im Betrieb (z. B. um den Faktor 4). Es entsteht daher eine relativ lange Abkühlzeit (Bild 5 und Tabelle 2). Aussetzbetriebe Nebst dem Kurzzeitbetrieb S2 werden noch speziell der Aussetzbetrieb S3 und Durchlaufbetrieb mit Aussetzbelastung S6 als spezielle Betriebszustände in der Norm aufgeführt. Für den Faktor der Leistungssteigerung fSx bei reduzierter Einschaltdauer ED wird in der Literatur genannt: Elektrotechnik 5/12 | 49


Maschinen & Geräte

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5 Schematischer Verlauf von Erwärmung (P = PN) und Abkühlung (P = 0) eines S2-Motors.

bei S3: bei S6: Es ergeben sich relativ hohe S3/S6Leistungen, die üblicherweise nicht voll ausgenutzt werden. Bei S6 begrenzt die sättigungsbedingte Leerlauferwärmung eine Steigerung des Kippmoments und damit der Bemessungsleistung. Die Faktoren in Tabelle 3 stellen Richtwerte für 4-polige Motoren dar, die je nach Auslegung auch andere Werte aufweisen können. Sie müssen daher im konkreten Fall vom Motorhersteller geprüft werden. Nur wenige Hersteller bieten listenmässig wahlweise zu S1 die Betriebsarten S3-60 % und S6-60 % an, die bei gleicher Getriebegrösse – also gleicher mechanischer Sicherheit – und einer angepassten Motorgrösse teilweise erhebliche Preisvorteile bieten (Bild 6).

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Preisvergleich (RPS) bei Getriebemotoren mit Bemessungsleistungen PN und Drehzahl etwa 100 r/min, Betriebsfaktor BF = 1 S1 für Dauerbetrieb, S3/S6-60 % für Aussetzbetrieb oder Durchlaufbetrieb mit aussetzender Belastung 60 % ED. Quelle: ALTRA Bauer Gear Motor GmbH

Die Betriebsart S6-60 % liegt häufig vor, wenn ein Fördersystem diskontinuierlich oder manuell beschickt wird (Bild 7). Motorschutz Bei den Betriebsarten S2, S3 und S6 stellt der Strom allein kein Mass für die Erwärmung dar; stromabhängig thermisch verzögerte Bimetallrelais sind daher lediglich als Schutz bei Blockierung mit festgebremstem Läufer geeignet. Es muss die Betriebszeit oder die Wicklungstemperatur überwacht werden. Bei der Betriebsart S2 ist häufig die Laufzeit auf natürliche Weise begrenzt: Fabriktore, Rollläden, Hebezeuge sind Beispiele für solche Anwendungen. In anderen Fällen müssen die Laufzeit und die Dauer der anschliessenden Pause überwacht werden. Der thermische Motorschutz (TMS) mit Thermistoren ist eine andere, sichere Methode. Bei den Betriebsarten S3 und S6 wird

Anwendungsbeispiel für die Betriebsart S6-60 %: Trommelmotor zum Abtransport des diskontinuierlich geförderten Aushubs eines Schwimmbaggers.

die Zeitüberwachung zu kompliziert; hier bietet sich der Schutz durch TMS an. Aussetz-Schaltbetrieb S4 Diese Betriebsart erfordert eine Nachrechnung unter Berücksichtigung von • relativer Einschaltdauer • Zahl und Art der Schaltvorgänge (z. B. Anlauf, Reversierung, Polumschaltung) • Massenträgheitsmoment (FI) • Gegenmoment beim Hochlauf • Auslastung im stationären Betrieb. hgreiner@s.netic.de

Literaturhinweis Helmut Greiner: Schutzmassnahmen bei Drehstrom-Getriebemotoren, Publikation der Fa. Danfoss Bauer GmbH, D-73734 Esslingen (jetzt ALTRA Bauer Gear Motor GmbH)

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Anwendungsbeispiel für Getriebemotoren im Aussetz-Schaltbetrieb S4: Fahrwerk, Drehwerk und Hubwerk an einem Turmdrehkran.


ABB gewinnt Automation Award 2011 ABB hat für sein neues, überaus energiesparendes Antriebspaket mit drehzahlgeregeltem Synchronmotor den Automation Award 2011 erhalten. Der vom Fachmagazin «elektro Automation» ins Leben gerufene Award ist der Oscar der Automatisierungsbranche. Eine kompetente und unabhängige Jury wählt jedes Jahr im Vorfeld der Messe SPS/IPC/DRIVES die Top-Ten-Produkte aus. Während der Messe können die Besucher dann aus diesen 10 Produkten das innovativste Produkt bestimmen.

der abgestimmt sind, samt entsprechender Software. Das Paket ist für den Betrieb bei unterschiedlichen Drehzahlen optimiert und bietet so eine reibungslose, effiziente Prozesssteuerung und eine optimale Energienutzung. Steve Ruddell, Marketingleiter der globalen ABB-Geschäftseinheit Motors and Generators, erklärt: «Mit diesem Paket profitieren Kunden von der Leistung eines Permanentmagnetmotors – ohne den Einsatz von Magneten. Die ausserordentlich hohe Energieeffizienz und Leistungsdichte dieses Pakets sind

Kleiner Antrieb mit großer Leistung ...

Antriebspaket Synchronmotor mit Frequenzumrichter.

High-output Synchronmotor.

ABB stellte die revolutionäre Antriebstechnologie mit drehzahlgeregeltem Synchronmotor erstmalig auf der Hannover Messe 2011 vor, wo sie auf grosses Interesse stiess. Was den neuen Motor hervorstechen lässt, ist die innovative Konstruktion des Läufers, der im Gegensatz zu herkömmlichen Synchronmotoren ohne Wicklung auskommt. Damit werden Energieverluste praktisch ausgeschlossen, und die Läufertemperatur liegt immer unter der Temperatur herkömmlicher Läufer. ABB ist es mithilfe dieser Technologie gelungen, eine höhere Leistungsdichte und eine gesteigerte Energieeffizienz zu erzielen. Zum Paket gehören Motor und Frequenzumrichter, die aufeinan-

auf die innovative Läuferkonstruktion und die optimierte Antriebssteuerung zurückzuführen.» Das Paket wird in zwei Varianten angeboten: • Paket 1 mit hoher Leistungsdichte und kompakter Bauform: Dieses Paket, bestehend aus Hochleistungs-Synchronmotor und abgestimmtem Frequenzumrichter, ist für maximale Leistung ausgelegt und ist ab sofort erhältlich. • Paket 2 für Super-Premium-Effizienz IE4: Dieses Paket, bestehend aus Super-Premium-Effizienz-Synchronmotor und abgestimmtem Frequenzumrichter, ist für maximale Effizienz ausgelegt und voraussichtlich im 4. Quartal 2012 erhältlich. www.abb.ch/industrieautomation

Lineare DC-Servomotoren ■ Hochdynamische Direktantriebe in kompakter Bauweise ■ Ideal für zyklische Bewegungsabläufe und Positionieraufgaben ■ Einfache Inbetriebnahme in Verbindung mit den abgestimmten Motion Controller und der bedienungsfreundlichen "Motion Manager" Software.

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Maschinen & Geräte

Kabelschere

Sauberer Schnitt mit der Kabelschere! Ob grosse oder kleine Querschnitte, ob mehrdrähtige, feindrähtige oder massive Leiter zu verarbeiten sind, mit der richtigen Kabelschere wird die Vorarbeit zum Leiteranschluss erleichtert. 18a

18b

Nur Kabelscheren schneiden den Leiter ohne zu zerdrücken.

Rico De Boni Zeit und Mühe gespart Für den Installationsauftrag, die Elektromontage oder für den Anschluss elektrischer Betriebsmittel, werden Pläne und Installationsmaterial bereitgestellt. Ist aber auch das richtige Werkzeug immer griffbereit? Damit die Arbeit: • rationell, also in kürzester Zeit • fachgerecht und technisch richtig • sicher und ermüdungsfrei ausgeführt werden kann, sind aus dem grossen Angebot diejenigen Werkzeuge auszuwählen, die die Arbeit erleichtern. Jeder Elektroinstallateur kann aus Erfahrung berichten, wie mühselig die Arbeit an Leitungen mit ungeeigneten Werkzeugen ist. Um die Leitungen mit unterschiedlicher Form, Leitermaterial und Leitergrössen fachgerecht schneiden zu können, sind die richtigen Kabelscheren zwingend. Das Spektrum der Anforderungen reicht vom Schneiden dünner, feindrähtiger Litzen bis hin zum Trennen von Leitungen mit gros52 | Elektrotechnik 5/12

sen Querschnitten in der Energieversorgung. Die Qualität einer Kabelschere liegt im Klingenmaterial, im Schliff und in der Mechanik. Eine glatte, gerade Kante ist «schärfer» als eine ausgefranste. Zusätzlich unterstützt wird das Schneidverhalten durch die Keilform des Scherenblattes, die das Material leichter «abfliessen» lässt und so die Schärfe unterstützt.

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Kabelschere mit Ratschenantrieb und Teleskopgriff.

20

Hydraulische Kompaktschere.

Quelle: Bugnard

Gehärtete Materialien Kabelscheren sind zum Schneiden von Drahtseilen oder Stahldraht nicht geeignet. Zum Trennen von Freileitungsseilen mit Zugentlastung oder von Leitungen mit Stahlarmierung können nur Drahtseilscheren mit verstärktem Messerkopf eingesetzt werden. Wird dies nicht beachtet, wird die Schneidengeometrie mit ihren präzisionsgeschliffenen Schneiden beschädigt und die Kabelschere unbrauchbar. Der Hersteller gibt immer an, welche Materialien ohne Beschädigung der Messer geschnitten werden können. Schnelle Anschlussarbeiten Wird bereits beim Abschneiden von Leitungen auf die richtigen Werkzeuge gesetzt, kann viel Energie und auch Arbeitszeit gespart werden. Das Resultat muss immer ein glatter und gerader Schnitt, ohne Verformung des Leiters sein. Das Schneiden mit einer gewöhnlichen Zange braucht mehr Kraft, es wird das Material in seiner ganzen Länge umfasst. Mit der Kabelschere erfolgt ein seitlicher und schräger Schnitt, der bedeutend weniger Kraftaufwand erfordert (Bild 18). Eine kleine EinhandKabelschere kann beim Anschluss darum die Schneidzange gut ersetzen. Das Schneiden der weichen Kupferleiter erfolgt mühelos. Besonders bei mehrdrähtigen und feindrähtigen Leitungen ist der Vorteil auf den ersten Blick ersichtlich. Da die Leiter nicht zusammengedrückt werden, lässt sich einwandfrei weiterarbeiten. Auch bei grossen Leiterdimensionen ist ein runder kompakter Schnitt wichtig. Nur so kann der Leiter gut in den Verbinder, den Kabelschuh oder die Klemme, eingebracht werden. Irgendwann genügt die einfache Handkraft zum Schneiden aber nicht mehr. Die mechanische Zweihandschere bringt mehr Kraft auf. Der Ratschenantrieb oder ein verlängerter Griff hilft


Maschinen & Geräte

zudem noch zusätzliche Kraft zu übertragen. Wenn beide Systeme miteinander zum Einsatz kommen, wird die Kraft weiter optimiert (Bild 19). Bei handbetriebenen Geräten gilt als Faustregel ein Preis von rund 50 CHF pro 50 mm2 CU-Schneidleistung. Hydraulische Antriebe Automatische hydraulische Antriebe helfen, die Schnittzeiten bei grossen Durchmessern wesentlich zu reduzieren. Das ist bei zeitlich engen Arbeitsprogrammen nicht zu unterschätzen. Hydraulische Kabelschneider sind als Kompaktschneider (Bild 20) oder als Schneidköpfe zu einer separaten Hydraulikeinrichtung erhältlich. Der hohe Schneidedruck kann auch leichte Armierungen sauber trennen. Die hydrau21 lische Funktion kann auch mit elektrischem Antrieb erfolgen. LIIonen-Akkus sorgen für den Betrieb (Bild 21). Je nach Modell können Schneidkräfte > 100 kN erreicht werden. Neben den elektrohydraulischen Kabelscheren sind auch Kombigeräte mit KöpAkkuhydraulische Kabelschere. Quelle: Bugnard fen zum Schneiden, Pressen und Lochen erhältlich. Bei Auswahl beachten: • Bei mittleren und grösseren Kabelscheren oder Kabelschneidern müssen Schneidbacken oder Schneidkopf auswechselbar sein. • Für Anschlussarbeiten in Schaltgerätekombinationen ist die Kompaktheit der Zange ein wichtiger Auswahlgrund. • Drehbare Köpfe an mechanischen Schneidern erleichtern das Ansetzen. • Öffnungsfedern bei Einhand-Kabelscheren entlasten die Muskulatur und fixieren die Zange gut in der Hand. • Handgeführte Geräte müssen aus Sicherheitsgründen isolierte Griffe aufweisen. ■

Begriffe Härte Die Härte eines Werkstoffs ergibt sich aus der Eindringtiefe eines Prüfkörpers bei Anliegen einer bestimmten Vor- und Prüfkraft. Je höher der Wert, desto härter ist das Material. Eine hohe Härte ist eine Bedingung für gute Handwerkzeuge. Damit ist der Verschleiss gering. Bei Überbeanspruchung dürfen die Werkzeuge aber nicht plötzlich und ohne Vorwarnung brechen oder gar splittern. Die Zähigkeit des Materials bestimmt und beschränkt damit die zulässige Härte.

Sicherheit beim Kabelschneiden Werden bestehende Kabelleitungen geschnitten, muss sichergestellt sein, dass diese nicht unter Spannung stehen. Nur wenn dies einwandfrei festgestellt ist (z. B. durch Sichtverfolgung bis zur Einspeisstelle) darf daran gearbeitet werden. Da speziell bei Erdkabeln, das Feststellen der Spannungsfreiheit an der Arbeitsstelle nicht immer möglich ist, ist eine Ersatzmassnahme für das Feststellen der Spannungsfreiheit anzuwenden, nämlich das Durchtrennen der Kabel mit speziellen Kabelschneidgeräten nach EN 50110.

Als langjähriger Partner von Elektrikern ist Bugnard ein Schweizer Referenz-Unternehmen im Bereich des Werkzeugvertriebs für Installateure von elektrischen Netzwerken und Fernmeldenetzen. Unser Katalog ist bekannt für seine Zweckmässigkeit, zudem werden Sie die Beratung und den Service unserer Spezialisten schätzen. Elektrotechnik ist unsere Leidenschaft, wir kennen die Trends auf dem Markt und verstehen die Bedürfnisse von anspruchsvollen Fachleuten. Deshalb können wir Ihnen die neuesten bedarfsgerechten Lösungen anbieten. Kontaktieren Sie unsere Berater, besuchen Sie unseren OnlineLaden unter www.bugnard.ch oder schauen Sie in unseren Ausstellungsräumen in Zürich oder Lausanne vorbei.

Bugnard. Ihr Werkzeugspezialist für Elektrotechnik und Telekommunikation.

LAUSANNE | ZÜRICH | T 044 432 31 70 | www.bugnard.ch |

Elektrotechnik 5/12 | 53


Maschinen & Geräte

Private Stromkonsumenten unter der Lupe

Urbanisierung beeinflusst Stromnachfrage Im Winter 2011 wurden 1200 Haushalte über ihre elektrischen Haushaltgeräte und deren Benutzung befragt. Die VSE-Untersuchung zeigt eine im Vergleich zu früheren Studien weitere Zunahme der Haushaltgeräte. Der Grossteil der Geräte weist eine höhere Stromeffizienz auf. Gleichzeitig verfügen viele Haushalte über einen immer grösseren Gerätepark und immer mehr Zweit- und Drittgeräte, was die Einsparungen bestenfalls kompensiert. Die Haushalte haben mit ihrem Stromsparverhalten einen Teil des Sparpotenzials erschlossen und können ihren Verbrauch gut einschätzen. Strom wird gespart, wo für die einzelne Person keine Komforteinbusse resultiert. Die Stromnachfrage kann bei Privathaushalten im Zeitbereich bis zu zwei Stunden flexibilisiert werden. Dazu muss die Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit der Gebäudetechnik und der Geräte gesteigert werden. Die VSE-Untersuchung zeigt, welche Gerätekategorien die Stromnachfrage in den Haushalten heute bestimmen und inwiefern Effizienzfortschritte einzelner Geräte durch eine Zunahme der Art und Anzahl weiterer Geräte kompensiert werden. Befragt wurden 1200 Haushalte in der Deutsch- und Westschweiz. Die Geräteeffizienz wird laufend gesteigert, demgegenüber nimmt die Anzahl der Geräte zu. Die Geräte im Bereich Kühlen und Kochen zeigen ein Wachstum um 6 %. Beim Kühlschrank (100 % der Befragten haben einen) und Gefriertruhen/-schränken (58 %) sind

die Veränderungen der Gerätedurchdringung gegenüber den Umfragen 1991 und 2005 nur geringfügig. Bei der Waschmaschine ist die Durchdringung mit jener von 2005 vergleichbar (96 %), während diejenige von Tumbler und Raumluftentfeuchter leicht von 69 % auf 62 % gesunken ist. Die Durchdringung an Geschirrspülern stieg seit 2005 von 65 % auf 76 % an. Eine umgekehrte Tendenz zeigt sich dagegen bei Luftbefeuchtern (16 %) und Öfeli (21%). Hohe Durchdringungsraten treten auch in den Bereichen Unterhaltung und Informatik auf. Fast jeder Hauhalt (94 %) verfügt über mindestens einen

Die Gerätedurchdringung «Weisse Ware» hat gegenüber früheren Studien weiter zugenommen. (Quelle: VSE) 54 | Elektrotechnik 5/12

Fernseher, 35 % der Haushalte haben mehr als einen Fernseher. Video, DVD und Blu-ray sowie Stereoanlage und andere Musikrekorder sind weitverbreitet (72 %). Der Anteil an Haushalten mit mindestens einem PC ist auf 83 % angestiegen (+11%). Beim zweitem (43 %) und drittem (20 %) PC ist die Durchdringung zudem gestiegen (+20 % bzw. +12 %). Sehr hohe Durchdringungsraten sind ebenso beim ersten Drucker (87 %), Internetanschluss (80 %) und schnurlosen Telefonen (86 %) festzustellen. Stromverbrauchs- und Stromsparverhalten auf gutem Weg Die Zusammensetzung der Leuchtmittel hat sich, aufgrund des Glühlampenverbots, zwischen 2005 und 2011 stark verändert. Während 2005 noch 53 % der Haushalte Glühlampen nutzten, sank der Anteil bis 2011 auf 32 %. Der Anteil der Stromsparlampen stieg in derselben Zeit von 6 % auf 21%, der LED-Anteil an Leuchtmitteln beträgt bereits 7 %. Bereits heute schalten 89 % der Benutzer die Kaffeemaschine nach Gebrauch ab. Nur 3 % der Kaffeemaschinen bleiben ständig im Bereitschaftsmodus, 8 % gehen in den automatischen Stand-by-Modus. 55 % der Benutzer schalten den Fernseher nach Gebrauch aus. Computer und Laptop trennen 64 % der Benutzer nach Gebrauch vom Netz.


Rolle der Nachfrageflexibilisierung Der wachsende Anteil an schwieriger prognostizierbarer Stromerzeugung aus neuen erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne, den unregelmässig anfallenden Energiequellen, stellt neue Herausforderungen an das Stromversorgungssystem. Es wird anspruchsvoller, den Tagesgang der Nachfrage mit jenem der Produktion in Übereinstimmung zu bringen. Der Ausgleich der Schwankungen kann zum Beispiel über Regelleistung auf Seiten der Produzenten oder über die Flexibilisierung der Stromnachfrage erfolgen. Mit der Nachfrageflexibilisierung des Stroms können Stromverbrauch und -produktion aneinander angepasst werden. Weiter hat der VSE analysieren lassen, welche Gerätekategorien im Haus-

Maschinen & Geräte

Die Befragten haben die jährlichen Stromausgaben ihres Haushalts geschätzt. Dabei stellte sich heraus, dass die eigenen Stromausgaben im Durchschnitt 13 % zu hoch geschätzt werden. Bei Haushalten in Wohnungen sind die Schätzungen tendenziell höher als die effektiven Werte, während Haushalte in Einfamilienhäusern die Stromausgaben eher tiefer einschätzen.

Immer mehr Haushalte verfügen über Zweit- und Drittgeräte.

halt wie viel Strom benötigen und welcher Teil der Stromnachfrage, um welche Zeitdauer verschoben werden kann. Privathaushalte können durch eigenes Verhalten zur Flexibilisierung vor allem im Zeitbereich bis zu zwei Stunden beitragen. Beim Heizen (Wärmepumpen) und in der Kühlung (Kühlschrank und Gefrieren) liegt das grösste Potenzial zur Verschiebung bei bis zu vier Stunden – dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Potenziale in Zukunft durch weitere Effizienzanstrengungen wie zum

850° Glühdrahtgeprüft

(Quelle: VSE)

Beispiel Gebäudehüllen-Sanierungen oder durch die seit Langem angewendete Rundsteuerung eingeschränkt werden. Anwendungen wie Home Entertainment oder PC erlauben nur kurze Zeitverschiebungen. Der VSE hat die Untersuchung im Rahmen seines Projekts Vorschau 2012 durchgeführt, das einen Ausblick auf die künftige Elektrizitätsversorgung geben wird. ■ www.strom.ch

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Maschinen & Geräte

Viel Platz, flexibel, sparsam und leise – das ist Electrolux

Freiheit beim Einräumen & Einbauen Den Geschirrspüler RealLife gibt es neu auch in 55 cm Breite. Die SMSNorm bietet innen gleich viel Platz wie die Euro-Norm. Die wichtigsten Vorteile der RealLife-Serie sind die Flexibilität beim Einräumen, ein vergrösserter Innenraum sowie die Profi-Kurzprogramme. Wie im Leben, so geht es auch beim Geschirrspülen selten geordnet zu. Darum haben im Geschirrspüler RealLife nicht nur Teller in Reih und Glied Platz, sondern auch Schüsseln, Schneebesen, Bordeauxgläser, Platten oder Pfannen. Empfindliches findet dank Gumminoppen Stand, für sperrige Teile schaffen klappbare Halter und verstellbare Körbe Raum. Flexibilität gibt es nun auch bei den Aussenmassen, denn der RealLife ist in Schweizer und in Euro-Norm (55 und 60 cm breit) erhältlich. Satelliten-Sprüharm Damit das Wasser auch in die letzten Ecken gelangt, hat Electrolux einen

doppelt rotierenden Sprüharm entwickelt. Insgesamt sorgen so fünf Sprühebenen für Sauberkeit. Ein ElectroluxPatent ist auch die Restzeitanzeige, die sich auf den Boden projizieren lässt. Spülen wie die Profis In den RealLife-Geschirrspülern sind die Electrolux-Erfahrungen aus dem Profibereich eingeflossen: mehr Sprühdruck durch stärkere Motoren und ein Kurzprogramm, fast so schnell wie es die Maschinen der Gastronomie kennen. Sparsam und leise Der leistungsstarke

Geschirrspüler

schneidet zudem in Umweltfragen gut ab. Alle Geräte haben eine Auto-OffFunktion, die Stromverbrauch im Stand-by-Modus verhindert. Der Wasserverbrauch für einen Spülgang bleibt unter 10 Litern. Warmwasseranschluss ist bei allen Modellen möglich – eine Möglichkeit, zusätzlich Zeit und Energie zu sparen. In Wohnungen mit offenen Küchen kommt besonders gut an, dass Electrolux den Geräuschpegel so gesenkt hat, dass der Geschirrspüler in Flüsterlautstärke arbeiten kann. Fakten • Flexibles Einräumen • LevelControl System: Senken und Anheben bereits gefüllter Körbe • Klappbare Tellerhalter und Tassenablagen • Teller bis 32 cm (SMS), resp. 34 cm (EURO) Durchmesser • Besteckablage im oberen Korb für lange Messer, Kochlöffel usw. • 2 Sprüharme, davon einer als Satellitenarm und 1 Deckendusche sorgen für insgesamt 5 Sprühebenen • Energieverbrauch im Normprogramm von 0,91 kWh • Label A++A • Geräusch je nach Modell und Programm ab 37 db(A) Fazit Mit dem Geschirrspüler RealLife erhält der Kunde das, was er sich wünscht: ein formschönes Gerät mit viel Platz, das sich ganz flexibel bestücken lässt, das sehr sparsam im Verbrauch ist und ganz leise arbeitet.

Formschön, mit viel Platz, flexibel beim Bestücken, super beim Spülen, sparsam im Verbrauch und ganz leise – RealLife von Electrolux. 56 | Elektrotechnik 5/12

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Telekommunikationsverband bedauert Austritt von drei Mitgliedern Mit rund 430 Mitgliedsfirmen ist die asut der wichtigste Branchen- und Wirtschaftsverband dieses Sektors und damit auch das Sprachrohr der gesamten Telekommunikationsbranche. Kürzlich nun haben sich die drei Provider Orange, Sunrise und upc cablecom entschieden, per Ende Jahr aus der asut auszutreten. Die asut hiess bis 2006 «association suisse des utilisateurs de télécommunication» und war reine Vertreterin der Telekommunikationsanwender. Die Anbieter waren ihrerseits in der SICTA, der Swiss Information and Communications Technology Association organisiert. Durch den Zusammenschluss der beiden Verbände wurde die asut zur «association suisse des télécommunications» und vereinigte in sich Anwender wie auch Anbieter. Ziel der Fusion war und ist es, dass die übergeordneten Interessen des Telekommunikationssektors – von Benutzerfirmen, Fernmeldedienste-Anbietern, Anbietern von Infrastruktur, Anbietern von Hard- und SoftwareLösungen – gemeinsam, mit einer Stimme, für die übergeordneten Interessen des Telekommunikationssektors in der Öffentlichkeit und in der Politik effizient und wirksam zu vertreten.

Die asut hat sich denn auch immer wieder bei wichtigen Themen für die Branche einsetzen und positionieren können. Durch die grossen Differenzen der Strategien der vier Fernmeldedienstanbieter war es vom Anfang an klar, dass es in gewissen Fragen kaum möglich war, innerhalb der asut einen Konsens zu finden und es wurden deshalb auch häufig Mehrheits- und Minderheitsmeinungen kommuniziert. Die drei Anbieter haben sich nun entschieden, aus der asut auszutreten aufgrund der stark unterschiedlichen Interessen zwischen den privaten und dem mehrheitlich im öffentlichen Eigentum befindlichen Anbieter Swisscom. Die asut ist erstaunt über das gleichzeitige gemeinsame Austreten der drei Provider, sind sich diese doch in zentralen Fragen ebenfalls uneinig. Der Telekommunikationsverband bedauert den Entscheid der drei Mitglieder, will sich jedoch wieder vermehrt für eine gemeinsame Branchenposition im Interesse eines starken Telekommunikationsstandortes Schweiz einsetzen und nach aussen vertreten. www.asut.ch

Steiler Anstieg des mobilen Datenverkehrs Eine Studie vom Netzwerkausrüster Cisco zeigt, dass der globale mobile Datenverkehr von 2011 bis 2016 um das 18-fache wachsen wird. Dann werden jeden Monat fast 10,8 Exabyte übertragen. Ein Exabyte ist eine Trillion Byte, eine Eins mit 18 Nullen. Die jährliche mobile Datenübertragung von 130 Exabyte entspricht dem Fassungsvermögen von 33 Milliarden DVD oder 813 Trillionen SMS. Das Wachstum liegt vorwiegend an der Zunahme internetfähiger Mobilgeräte. Im Jahr 2016 übersteigt deren Anzahl mit mehr als 10 Milliarden die dann auf der Erde lebenden 7,3 Milliarden Menschen. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des weltweiten mobilen Datenverkehrs von 2011 bis 2016 beträgt 78 %. Alleine der Zuwachs von 2015 auf 2016 wird etwa das 3-fache des gesamten geschätzten mobilen Internetverkehrs im Jahr 2012 betragen. Im Zeitraum 2011 bis 2016 wird der mobile Traffic dreimal schneller wachsen als der Datentransfer über feste Leitungen. Dieses Wachstum wird durch folgende Faktoren angetrieben: • Der mobile Cloud-Verkehr steigt um das 28fache mit einer jährlichen Wachstumsrate von 95 %, sein Anteil am gesamten mobilen Daten-Traffic erhöht sich von 45 auf 71 % • In vier Jahren gibt es mehr als 10 Milliarden internetfähige Mobilgeräte, inklusive Maschinenkommunikation (M2M)

www.bks.ch

www.rdm.com

• Leistungsfähigere Mobilgeräte, insbesondere Tablet-PCs, können immer mehr Daten übertragen • Die Geschwindigkeit mobiler Netze wird um das Neunfache steigen und entsprechend höhere Transferraten erlauben • Der Anteil von Videos am mobilen Datenverkehr erhöht sich bis 2016 auf mehr als 70 % In vier Jahren werden 71 % aller Smartphones und Tablet-PCs die Internetprotokoll-Version 6 (IPv6) nutzen können, insgesamt werden es 39 % aller mobilen Geräte sein. Das höchste Wachstum im mobilen Datenverkehr wird die Region Nahost und Afrika mit einer Steigerung um das 36-fache aufweisen, gefolgt vom asiatisch-pazifischen Raum sowie Mittel- und Osteuropa (jeweils 21-fach), Lateinamerika (18-fach), Nordamerika (17-fach) und Westeuropa (14-fach). Der Cisco VNI Global Mobile Data Traffic Forecast basiert auf unabhängigen Vorhersagen von Analysten sowie Messwerten zur mobilen Datenübertragung. Darauf aufbauend hat Cisco eigene Schätzungen für die Akzeptanz von mobilen Anwendungen sowie der Nutzungs- und Datenübertragungsraten getroffen. Darin eingeflossen sind Zahlen für die mobile Breitbandgeschwindigkeit und Geräteleistungen. www.cisco.com/go/vni

sehen hören sprechen voir entendre parler

Elektrotechnik 5/12 | 57

Telematik & Multimedia

LAN W ❚

nik h c rkte lay e p w e TH ipl etz ❚ Tr ❚ FT ❚N


Telematik & Multimedia

R & M deckt Geheimnisse von Pyramiden und Fussballstadien auf Eine Pyramide im neuen Cat. 6A ISO-Anschlussmodul von R & M vollbringt einzigartige Schirmungseffekte. Was steckt dahinter? Mehrere Fussballstadien der Euro 2012 und sämtliche Arenen der spanischen Primera División garantieren sicherste Datenübertragung. Wie machen die das? Antworten liefert das neue R & M-Kundenmagazin Connections. Die neuste Ausgabe berichtet erneut über wichtige Trends und Hintergründe aus der Welt der Kommunikationsverkabelung. Schwerpunktthema der Connections No. 42 ist die innovative Cat. 6A-Technologie. Sie hat in Rechenzentren bereits neue Massstäbe gesetzt und sickert nun in die strukturierte Gebäude- und

Büroverkabelung ein. Stefan Ries, R & M Vice President Private Networks, informiert Netzwerkplaner und Installateure in der Titelgeschichte über die Wege zur Cat. 6A-Anwendung in Büronetzwerken. Er stellt High-End-Lösungen von R & M für die geschirmte und ungeschirmte Büroverkabelung vor und nennt Entscheidungskriterien für eine flexible, zukunftssichere Installation. Wer Glasfasernetze für Rechenzentren, Städte oder Regionen plant, findet in der Connections No. 42 ebenfalls wichtige Neuigkeiten und Orientierungshilfen. Das Heft stellt allein fünf Produktneuheiten aus dem Fiberoptik-Bereich vor und berichtet über einen Weltrekord in der Glasfasertechnik, den R & M kürzlich aufgestellt hat. Im Experteninterview erfährt man, wie Städte und Gemeinden strategisch und zielstrebig Fiber to the

Home (FTTH) verwirklichen können. Worauf sollten die Menschen in ihrem Leben noch achten? Seit Jahren setzt Martin Reichle von der Inhaberfamilie Reichle im Kundenmagazin Connections besondere Akzente mit persönlichen und nachdenklichen Beiträgen über die Aspekte des Lebens. Diesmal nimmt er sich einen berühmt gewordenen Eisbären zum Vorbild für eine authentische Lebenseinstellung. R & M Connections erscheint in drei Sprachen und einer Auflage von 20 000 gedruckten Exemplaren, die an Kunden und Partner weltweit verteilt werden. Ausserdem können Interessierte die Beiträge später in der virtuellen Connections, der E-Connections, im Internet nachlesen. ■ www.connections.rdm.com

Frequenzauktion ohne wirkliche Überraschungen Das Verkehrsvolumen in Schweizer Mobilfunknetzen verdoppelt sich etwa alle 12 Monate. Der Hauptgrund dafür ist die stetig wachsende Zahl von Smartphones im Netz. Damit deren Nutzer praktisch ständig «online» sein können, müssen leistungsfähige Mobilfunknetze rund um die Uhr bereitstehen. Verschiedenste Anwendungen in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, aber auch das mobile Surfen, mobiles TV oder Youtube unterwegs heizen den Bandbreitenhunger beständig an. Allein Youtube verzeichnet täglich etwa 60 000 Aufrufe ihrer Seite von Smartphones oder Tablet-PCs. Die klassischen Datendienste wie z. B. Surfen auf dem Internet, Termin- und E-Mail-Synchronisation sind heute eine Art mobiler Selbstverständlichkeit. Die Schweiz steht hier im internationalen

Vergleich zwar hervorragend da. Damit dies aber so bleibt, sind umfangreiche Investitionen zur Kapazitätssteigerung nötig – sowohl in die Mobilfunkinfrastruktur als auch in neue Funklizenzen. Geheime Auktion Im Februar dieses Jahres war es endlich soweit: das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) führte im Auftrag der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) vom 6. bis 22. Februar eine Auktion durch. Dabei wurden die bald auslaufenden Konzessionen zu GSM (Ende 2012) bzw. UMTS (Ende 2016) sowie neue Frequenzbänder (800 MHz, ehemalige Frequenzen vom Analog-TV) sowie das 2,6 GHz-Band via Internet unter völligem Ausschluss der Öffentlichkeit versteigert. Die OnlineAuktion erfolgte vom jeweiligen Ge-

Spektrumsverteilung nach und vor der Auktion. (Grafik: Bakom/ComCom) 58 | Elektrotechnik 5/12

schäftssitz der Bieter, wobei kein Teilnehmer vom anderen oder von dessen Geboten Kenntnis hatte. Damit sollten Absprachen zwischen den Lizenzbewerbern unterbunden sowie Störungen von aussen (etwa durch Manipulation der Internetzugänge der Bieter) verhindert werden. Zur Auktionsteilnahme hatten sich die Unternehmen Orange, Sunrise, Swisscom und In & Phone beworben. Letztere erfüllte die Zulassungsbedingungen nicht und wurde deshalb nicht zur Auktion zugelassen. Dank der weltweit einmaligen Gesamtvergabe aller Mobilfunkfrequenzen konnten Orange, Sunrise und Swisscom je eine neue, umfassende Frequenzausstattung gemäss ihren Geschäftsmodellen erwerben. Die Konzessionen wurden technologieneutral erteilt und gelten bis 2028. Sie können mit bestehenden (GSM, UMTS) wie auch mit neuen Technologien (LTE) genutzt werden. Somit wurden bestehende Lizenzen erneuert und neue Frequenzen kamen hinzu. Insgesamt flossen Einnahmen in der Höhe von 996 268 000 Franken in die Bundeskasse, laut ComCom-Präsident Marc Furrer etwas mehr als erwartet. Netzausbau ein Muss Alle drei Anbieter wollen das erworbene Spektrum (etwa für UMTS und GSM) ähnlich nutzen wie bisher und konnten dazu ihre Frequenzausstattung ausbauen. LTE wird auf 2,6 GHz die


Frequenzband

Orange

Sunrise

Swisscom

800 MHz 900 MHz 1800 MHz 2.1 GHz (FDD) 2.1 GHz (TDD) 2.6 GHz (FDD) 2.6 Ghz (TDD) Zuschlagspreis CHF

20 MHz 10 MHz 50 MHz 40 MHz 0 40 MHz 0 154 702 000.–

20 MHz 30 MHz 40 MHz 20 MHz 0 50 MHz 0 481 720 000.–

20 MHz 30 MHz 60 MHz 60 MHz 0 40 MHz 45 MHz 359 846 000.–

Funkversorgung in den Städten (kleine Funkzellen) und auf 800 MHz auf dem Lande (grosse Zellen) verbessern. Was der Staat mit der knappen Milliarde Franken anfangen will, wurde erwartungsgemäss nicht kommuniziert. Einzig die Zuschlagspreise verwirren: Orange erwarb ähnlich viel Spektrum wie Sunrise, zahlte aber weniger als ein Drittel dafür (siehe Grafik). Dies zeigt einerseits, dass das 900 MHz-Band wohl eher teuer, hingegen z. B. die neuen Bänder am oberen Ende des Spektrums günstiger zu erwerben waren. Die Auktionsregeln waren kompliziert und ohne externe Hilfe kaum vollständig zu verstehen bzw. zum eigenen Wohl auszunutzen, so das Credo eines Insiders. Gleichwohl äusserten sich alle Beteiligten nach der Auktion positiv über deren Ergebnis. Während Sunrise mit dem chinesischen Ausrüster Huawei ihr gesamtes Netz modernisieren will, setzt Marktleader Swisscom die seit über zwei Jahrzehnten andauernde Zusammenarbeit mit dem Systemlieferanten Ericsson fort. Bis Mitte 2014 werden alle 6000 Mobilfunkstationen mit neuer Hardund Software ausgerüstet und über Glasfaserleitungen angeschlossen. Diese sind damit bereits für die neue Mobilfunktechnologie LTE vorbereitet. An stark frequentierten Orten wird Swisscom zudem strahlungsarme Mikrozellen für eine bessere Funkabdeckung einsetzen. Schliesslich soll die maximal mögliche Geschwindigkeit im bestehenden HSPA-Netz flächendeckend auf bis zu 84 MBit/s (Rüdiger Sellin) angehoben und damit verdoppelt werden.

Telematik & Multimedia

Das Ergebnis der Auktion

Besuchermeldeanlage Besetzt, Warten – aber wie lange noch? Optische Türsignale lassen den Besucher oft im Ungewissen. Die neue Infosprechstelle im CH-Schalterformat schafft Abhilfe. Zusätzlich zur optischen Anzeige kann der Besucher begrüsst, über die Wartezeit informiert oder zum Eintreten aufgefordert werden. Die Bedienstelle dient zugleich als Türsprechanlage TC:Bus und kann mit einem Video-Farbdisplay ergänzt werden.

BMA

Teilrevision des Fernmeldegesetzes gefährdet Investitionsprojekte Die Schweiz steht vor grossen Herausforderungen in ihrer Telekommunikationsinfrastruktur. Um unser Land für die nächste Generation von Kommunikationstechnologien zu rüsten, sind riesige Investitionen nötig, insbesondere in den Bau eines möglichst leistungsfähigen und grossflächigen Glasfasernetzes bis hin zu den Haushalten und Büros. Städtische Energieversorger und Swisscom sind gemeinsam mit daran, diese Investitionen zu leisten. In diesem anspruchsvollen Vorhaben sind sie auf einen stabilen und moderaten Regulierungsrahmen angewiesen. Mit seiner Ankündigung, das geltende Fernmeldegesetz einer Teilrevision unterziehen zu wollen, gefährdet der Bundesrat die Verlässlichkeit der regulatorischen Rahmenbedingungen – und somit die Rechtssicherheit im Glasfaserbau. Ein neuer dynamischer Zukunftsmarkt droht damit abgewürgt zu werden. Dabei wäre dies eine unerlässliche Grundlage für die Zukunftsfähigkeit der Schweizer Volkswirtschaft. Der Verband der Schweizer Energieversorger openaxs fordert die politischen Behörden dazu auf, von einer Ausdehnung der Regulierung auf die neu im Wettbewerb erstellten Kommunikationsnetze abzusehen, um nach wie vor die nötige langfristige Planbarkeit von Infrastrukturprojekten zu gewährleisten. ■

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Aus- und Weiterbildung

Fragen und Antworten zu NIN

NIN-Know-how 78 Bestehende elektrische Installationen müssen nach der Niederspannungsinstallations-Verordnung (NIV) periodisch überprüft werden. Nicht immer entsprechen die Installationen dem aktuellen Stand der Normen. Grundsätzlich besteht keine Sanierungspflicht, solange die Anlage noch sicher betrieben werden kann. Aber wann ist die Anlage noch sicher, was muss trotzdem beanstandet und was darf belassen werden? Einerseits helfen den Kontrolleuren dabei die Kenntnisse über die jeweils beim Erstelldatum gültigen Normen oder Vorschriften, andererseits brauchen sie auch eine gehörige Portion Fachkompetenz, um Situationen richtig einschätzen zu können. Um diese Kompetenz zu erhalten und zu verbessern, braucht es auch Diskussionen unter Fachleuten. Die nachstehende Fragen und Antworten regen vielleicht auch Sie zur Diskussion an? Dabei wünschen wir Ihnen viel Vergnügen. David Keller, Pius Nauer

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Isolationsmessung bei Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen Typ B Bei einer Abnahmekontrolle fand ich zwei Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen des Typs B vor. Da im Mess- und Prüfprotokoll des Elektroinstallateurs bereits die Messwerte der Isolationsmessung eingetragen waren, habe ich auf eine Messung meinerseits verzichtet, weil ich mir nicht sicher war, ob bei einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung des Typs B eine Isolationsmessung gemacht werden muss oder darf. Findet man dazu etwas in der Norm? (U. S. per E-Mail) Gemäss NIN müssen die Werte der Isolationsmessung auch in neu erstellten Installationen hinter einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung gemessen werden. Mit einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung darf erst bei der periodischen Kontrolle auf die Messwerte der Isolationsmessung verzichtet werden. Dies gilt unabhängig davon, ob eine

Fehlerstrom-Schutzeinrichtung des Typs A oder B installiert ist. Sind in der Installation RCD Typ B vorhanden, so ist die Isolationsmessung aber mit äusserster Vorsicht durchzuführen. FehlerstromSchutzeinrichtungen des Typs B arbeiten mit zwei Detektionskreisen. Mit dem netzspannungsunabhängigen Teil werden die wechselnden und pulsierenden Gleichfehlerströme erfasst. Mit einer netzspannungsabhängigen Einrichtung werden die Gleichfehlerströme erfasst. Diese Allstromerfassung ist auf Überspannungen sensibel. Aus diesem Grund liest sich die Herstellerangabe einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung etwa so: Eine Isolationsmessung einer Verbraucheranlage darf nur erfolgen, wenn die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung ausgeschaltet ist. Eine Isolationsprüfung bei eingeschaltetem Gerät oder eine Isolationsprüfung auf der Einspeiseseite kann die Elektronik der Allstromerfassung zerstören! Mit Photovoltaikanlagen werden solche Fehlerstrom-Schutzeinrich-

tungen vermehrt auch in Wohnbauten eingesetzt. Bevor man am aussenliegenden Zählerkasten die Isolationsmessung macht, empfiehlt es sich, zuerst einen guten Überblick der Anlage zu gewin(pn) nen.

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Wechselstromsensitive FehlerstromSchutzschalter (RCD Typ AC) Im Rahmen einer periodischen Kontrolle habe ich in einem Einfamilienhaus mehrere alte FI-Schutzschalter entdeckt, welche nicht mit dem Zeichen Ü versehen sind. Da es sich um eine ältere Liegenschaft handelt, weiss ich jetzt nicht, ob ich diese beanstanden muss, oder so belassen darf. (E. Z. per E-Mail) Das beschriebene Zeichen Ü bedeutet, dass der FI-Schutzschalter geeignet ist, neben Wechselströmen eben auch pulsierende Gleich(-fehler)ströme zu erfassen und abzuschalten. Ohne dieses Zeichen würde er in erster Linie nur

Beispiele Fehlerstromschutzschalter-Typen

Abb. 2

Typ A, pulsstromsensitiv. Für Hausinstallationen in der Schweiz generell anzuwenden. 60 | Elektrotechnik 5/12

Typ AC, wechselstromsensitiv. Seit NIN 2010 in der Schweiz nicht mehr zugelassen.

Typ B, allstromsensitiv. Zum Beispiel für Solaranlagen geeignet.


dung bestand, also im Bad, im Freien usw. (siehe Beispiele Fehlerstromschutz(dk) schalter-Typen in Abbildung 2).

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Sanierung Wohnung/Bezügerleitung TN-C In einem Mehrfamilienhaus haben wir den Auftrag erhalten, eine Wohnung zu sanieren. Es ist vorgesehen, eine neue Unterverteilung zu montieren und alle abgehenden Leitungen neu einzuziehen. Die Bezügerleitung ist im System TN-C mit einem Querschnitt von 6 mm2 ausgeführt. In einer späteren Etappe werden die Treppenhäuser und die Steigzonen saniert. Dies ist jedoch noch nicht in den nächsten fünf Jahren geplant. Muss die Bezügerleitung im Zuge der Wohnungssanierung ausgewechselt werden? (L. N. per E-Mail) Grundsätzlich müssen bei Sanierungen alle elektrischen Installationen, welche geändert oder angepasst werden, der aktuellen Installationsnorm entsprechen. Wenn der Standort der Unterverteilung am selben Ort bleibt und somit die Bezügerleitung grundsätzlich nicht angetastet wird, kann diese auch weiterhin im System TN-C belassen werden. (pn)

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Maximale Erdübergangswiderstände Wir müssen für einen Umbau einen Ersatzerder erstellen. Wir beabsichtigen, einen Tiefenerder zu bohren. Die Netzbetreiberin verlangt von uns, den Wert dieses Erders zu messen und ihr mitzuteilen. Wie gross darf der Wert eigentlich im Maximum sein? (W. K. per E-Mail)

Die Antwort lautet: möglichst klein! Eigentlich kommt es darauf an, welchen Zweck der Erder erfüllen muss. Für die Systeme TN und TT (früher Nullung und Schutzerdung) hat der Erder in einem Gebäude einen ganz anderen Stellenwert. Während im System TN Fehlerströme über den Schutzleiter/ PEN-Leiter zurück zum Sternpunkt geführt werden, so müssen diese im System TT den Weg über das Erdreich finden. In der Schweiz ist es heute üblich, dass die Schutzmassnahme «automatische Abschaltungen der Stromversorgung» nach System TN ausgeführt wird. Die NIN verlangt dabei, dass beim Hausanschluss der Schutz-, oder PEN-Leiter (nochmals) geerdet wird. Die Aufgaben dieser Erdung bestehen darin, einerseits die im Falle eines PEN-Leiter-Unterbruchs der Anschlussleitung sofort anstehende Berührungsspannung an den Körpern zu reduzieren, andererseits die Netzimpedanz zu senken und dadurch den Kurzschlussstrom zu erhöhen. Die Funktion der Schutzmassnahme selber ist aber nicht auf den Erder angewiesen. Anders sieht das im System TT aus. Da hier der gesamte Fehlerstrom über den Erder abfliessen muss, beeinflusst der Erdübergangswiderstand direkt die Stärke des für die Auslösung des Schutzorgans so wichtigen Stromes. Nach aktueller Norm ist nur noch die Auslösezeit dieses Schutzorgans massgebend (früher konnte auch noch die Fehlerspannung beachtet werden), deshalb wird die Erfüllung der Abschaltzeit mit Überstromschutzorganen eher schwierig werden, also drängt sich die

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Wechselströme zuverlässig erkennen können. Nach aktueller Norm NIN 2010 müssen RCDs mindestens dieses Zeichen aufweisen, bzw. in der Lage sein, auch pulsierende Gleichfehlerströme abzuschalten. Sogenannt pulsstromsensitive RCD bezeichnet man auch mit dem Typ A. Ohne dieses Zeichen gehören sie zu den Typen AC, sind also wechselstromsensitiv. Und die neueste Generation kann auch reine Gleichfehlerströme erkennen, sogenannte Typ B, oder eben allstromsensitive RCD. Bei älteren Normen und Vorschriften wurden Typ-A-Fehlerstrom-Schutzschalter dann verlangt, wenn eben mit pulsierenden Fehlerströmen gerechnet werden musste, oder von vornherein nicht bekannt war, ob solche Ströme auftreten können. An Steckdosenstromkreisen ist ja nie bekannt, welche Art von Geräten gerade eingesteckt werden. Gerade im Badezimmer könnte ja mal ein Fön benutzt werden. Ein Klassiker für pulsierende Ströme, da die einfachste Variante für die Leistungsregulierung mit einem Einweggleichrichter realisiert werden kann. Kommt es dann zu einer Berührung durch einen Menschen, so ist nicht sichergestellt, dass der RCD funktioniert. Diese Forderung nach pulsstromsensitiven Fehlerstrom-Schutzschaltern stand so schon in der HV (Hausinstallationsvorschriften) von 1985. Bei Ihrer periodischen Kontrolle müssen Sie also das Erstelldatum der Anlage herausfinden. Wenn die Installation nach dem 1. Juni 1985 erstellt worden ist, müssten mindestens diese RCDs ersetzt werden, für welche auch die Forderung nach der Anwen-


Aus- und Weiterbildung

Verwendung eines RCDs geradezu auf. Bleiben wir also im System TN. Wie erwähnt spielt der Erdübergangswiderstand hier eine untergeordnet Rolle. Wenn Ihr Gebäude auf einem Felsen steht, werden Sie einige Dutzend Ohm erreichen, steht das Haus hingegen auf Lehm oder Humus, so sinkt der Wert vielleicht sogar unter ein Ohm. Beurteilen Sie den gemessenen Wert also anhand des Untergrundes und nicht nach (dk) absoluten Zahlen.

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Bemessung Fluchtweg in elektrischen Betriebsräumen In einem elektrischen Betriebsraum wünscht der Kunde an den Schaltschränken nachträglich den Einbau von Türen. Ist dies gemäss Norm möglich? Bei offenen Türen werden nämlich die verlangten 60 cm nicht mehr eingehalten. (B. Z. per E-Mail) In Kapitel 7.29 der NIN sind die Abmessungen von elektrischen Betriebsräumen klar geregelt. Grundsätzlich müssen die Bedienungsgänge mindestens eine freie Breite von 0,8 m aufweisen. Die von ihnen beschriebenen 0,6 m reichen deshalb für einen Bedienungsgang nicht aus. In den Bedienungsgang dürfen jedoch Anlageteile hineinragen, dadurch darf jedoch die Mindestbreite von 0,6 m nicht unterschritten werden. Dies sind einmal die Grundanforderungen für die Breiten von Bedingungsgängen. Für Betriebsräume sind auch Fluchtwege vorzusehen. Im Ernstfall müssen diese Fluchtwege frei sein. Das heisst, eine offene Schranktür kann sehr schnell zu einem Hindernis werden. Dabei spielt natürlich eine Rolle, ob sich die Tür in Fluchtwegrichtung, oder eben nicht, schliessen lässt. In Abbildung 5 können Sie sehen, wie in den

verschieden Fällen des Türanschlages die Masse eingehalten werden müssen. (pn)

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Minimaler Schutzleiterwiderstand Auf einem für mich neuen Mess- und Prüfprotokoll steht in der Spalte der Schutzleiterprüfung in Klammer das Omegazeichen []. Muss ich jetzt die Schutzleiter mit einem Ohmmeter messen und einen Wert eintragen, oder genügt die Bestätigung einer erfolgten Prüfung? (T. D. per E-Mail)

Diese Frage beschäftigt Fachleute immer wieder. Um es vorwegzunehmen: Messund Prüfprotokolle sind nicht genormt. Wie schon in der letzten Ausgabe beschrieben, verlangt die Verordnung des UVEK über Niederspannungsinstallationen in Artikel 10, dass im Sicherheitsnachweis Angaben enthalten sein müssen, die für die Beurteilung der Sicherheit einer elektrischen Installation notwendig sind. Was ist für die Beurteilung der Funktion eines Schutzleiters wichtig? Die Aufgabe des Schutzleiters im System TN besteht (einzig und allein) darin, den für die automatische Abschaltung notwendigen Fehlerstrom führen zu können. Wenn für diese automatische Abschaltung Überstromschutzeinrichtungen eingesetzt werden, so braucht es deutlich stärkere Ströme, als wenn dafür Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD) verwendet werden. Die Wirksamkeit der Schutzmassnahme hängt also ausschliesslich von der Auswahl der Schutzeinrichtung und dem mutmasslichen Fehlerstrom ab! Die NIN beschreibt klar, wie diese Wirksamkeit geprüft werden muss (NIN 6.1.3.6.1): Durch Messung der Fehlerschleifenimpedanz und Prüfung der Kenndaten und/oder der Wirksamkeit der zugeord-

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neten Schutzeinrichtung. Mit dieser Methode wird gleichzeitig der Schutzleiter mitgemessen, ohne dabei den Wert des Schutzleiters alleine festzustellen. Im Weiteren erlaubt die NIN unter Anmerkung 1 sogar, dass auf diese Messung verzichtet werden kann, wenn ein RCD mit maximalem Bemessungsdifferenzstrom von 500 mA eingesetzt wird. Da aber diese Messung nur am Ende eines Stromkreises zwingend gemacht werden muss, stellt sich jetzt die Frage, wie die übrigen Schutzleiteranschlüsse geprüft werden müssen. Dazu äussert sich die NIN in 6.1.3.2 wie folgt: «Die Prüfung der elektrischen Durchgängigkeit muss bei Schutzleitern […] durchgeführt werden.» Bei einer Durchgangsprüfung müssen keine Ohmwerte abgelesen werden können. Die Prüfung wird also mit «erfolgt» oder «o.k.» protokolliert. Die Durchgangsprüfung kann mit verschiedenen Prüfgeräten durchgeführt werden, der Messstrom muss aber mindestens 200 mA betragen. Und nun noch zur Praxis: Bei einer fertiggestellten elektrischen Hausinstallation lassen sich einzelne Schutzleiterwiderstände kaum so messen. Denn dazu müssten diese ja einerseits sternförmig von einem zentralen Punkt aus verlegt worden sein und in der Folge auch jeweils von diesem Punkt aus gemessen werden. Andererseits müssten für die Messung alle mit dem Schutzleiter verbundenen Geräte sicher von anderen geerdeten Teilen und dem Potenzialausgleich isoliert oder gleich als Ganzes getrennt werden. Für die «Beurteilung der Sicherheit einer elektrischen Installation» braucht es also nicht nur Papier, sondern auch die Fachkompetenz beim Ausfüllen und lesen. Deshalb sind solche Fragen von zentraler Bedeutung und müssen auch hin und (dk) wieder diskutiert werden.


Fluchtweg

Elektroinstallateure mehr Verantwortung als ein ausgelernter Montage-Elektriker? Dürfen Montage-Elektriker keine Erstprüfungen vornehmen? (R. Z. per E-Mail)

≥0,6m ≥0,6m

≥0,8m

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Fundamenterder in isolierter Bodenplatte Bei einem Einfamilienhaus wird die gesamte Bodenplatte samt Aussenwänden isoliert eingebaut. Wir stellen uns nun die Frage, ob es reicht, nur einen Ringerder um das Haus zu verlegen? Oder ist es zwingend, auch einen Fundamenterder einzubauen? (J. D. per E-Mail) (pn) Gemäss SEV 4113 (Leitsätze für Fundamenterder) wird das Verlegen eines Fundamenterders gefordert. Bei Bauten mit isolierten Fundamenten ist gemäss SEV 4113 Art. 6.3 ein zusätzlicher Leiter um das Gebäude ausserhalb der Isolation zu verlegen und mit dem Fundamenterder zu verbinden. Der Erder des Gebäudes wird nun nicht mehr als Fundamenterder bezeichnet, sondern als

Ring- oder Banderder. Der verlegte «Fundamenterder» dient als SchutzPotenzialausgleichsleiter, an welchem die Anschlüsse für den Schutz-Potenzialausgleich angebracht werden können. Die Wahl des Materials für den Ringerder fällt auf Kupfer 8 mm. Vorsicht ist bei den Übergängen zwischen Fundament- und Ringerder geboten. Aus Korrosionsgründen darf auf keinen Fall mit einem Eisenseil oder Eisenband aus dem Fundament gefahren (pn) werden.

Grundsätzlich soll jeder für das, was er tut Verantwortung übernehmen. Wenn also ein Montage-Elektriker Installationen ausführt, muss er dafür auch geradestehen. Da aber im Ausbildungsreglement die «Inbetriebnahme von Installationen» nicht erwähnt ist, führt das zu Unsicherheiten. Auf der Homepage des BFE (Bundesamtes für Energie) findet man einige wichtige Antworten zu häufig gestellten Fragen. Darin wird klargestellt, dass ein MontageElektriker auch Teile von Installationen in Betrieb nehmen kann, wenn er für diese genügend ausgebildet ist. In der Folge steigt auch die Verantwortung, denn erst mit der Inbetriebnahme einer elektrischen Installation entstehen die eigentlichen Gefahren. Wenn man den Montage-Elektriker dazu ausbildet, Anlageteile in Betrieb zu nehmen, dann gehört ganz sicher auch die nötige Erstprüfung dazu! Mit der Sichtprüfung erkennt der Montage-Elektriker das Vorhandensein nötiger Abdeckungen. Durch Betätigen der Prüftaste erkennt er die einwandfreie Funktion eines RCDs und mit einer modifizierten Taschenlampe kann er sicher auch die Durchgängigkeit des Schutzleiters prüfen. Das gilt übrigens genauso für lernende Elektroinstallateure. Wer Verantwortung trägt, muss auch über die nötigen Kompetenzen verfügen und (dk) umgekehrt.

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Darf der Montage-Elektriker eine Erstprüfung durchführen? In unserem Betrieb herrscht Uneinigkeit darüber, wer Erstprüfungen machen darf und wer nicht. Haben unsere lernenden

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Brain Food Wer arbeitet muss seine Werkzeuge kennen. Das hilft, richtig, effizient und sicher zu installieren. Gute Werkzeuge kosten Geld, durch die richtige Anwendung erfüllen sie ihren Dienst aber eine lange Zeit problemlos. Rico De Boni, Marcel Schöb Installationspraxis Die nachfolgenden Fragen gehören zu den folgenden Leistungszielen im Bildungsplan des Elektroinstallateurs EFZ: Bildungsplan L1/2.3.4: • Die Lernenden setzen bei Montageund Installationsarbeiten die Werkzeuge und Maschinen zweckmässig ein. Bildungsplan L2/2.3.5: • Die Lernenden bearbeiten in der Werkstatt mittels Bohr- und Schleifmaschinen mechanisch Geräteteile und Werkstücke.

Aufgabe 679

Bildungsplan L1/2.3.7: • Die Lernenden erklären die Sicherheitseinrichtungen von Werkzeugen und Geräten, begründen deren Nutzen und setzen sie wirksam ein. Aufgabe 679 Welche Arten von Schraubenziehern werden zum Lösen der Schrauben gemäss Bild 679 gebraucht? Aufgabe 680 Was bedeutet die Bezeichnung «3» auf dem Schlitzschraubenzieher? Aufgabe 681 Wie kann garantiert werden, dass die Schraube mit einem genügenden Drehmoment angezogen wird?

Aufgabe 682 Wie unterscheiden sich die Schraubenzieher Pozidriv und Phillips? Aufgabe 683 Welcher Werkstoff wird für Zangenkörper und Schraubenzieherklingen verwendet? Aufgabe 684 a) Welche Zangen sind im Bild 684 dargestellt? b) Für welche Arbeiten werden sie eingesetzt? Aufgabe 685 Was bedeutet das Zeichen auf den Zangenisolationen? (siehe Bild 685) Aufgabe 686 Wo sind Werkzeuge mit der Bezeichnung gemäss Bild 685 einzusetzen? Aufgabe 687 Bei Schneiden an Zangen und Kabelscheren spricht man von einer «Wate». a) Um was handelt es sich? b) Durch was unterscheiden sich diese? c) Wo ist welche Art einer Wate richtig? Aufgabe 688 Die Konstruktion einer Steinbohrerspitze ist zu erklären.

Aufgabe 684

Aufgabe 689 Auf dem Steinbohrer ist das abgebildete Zeichen (siehe Bild 689) vorhanden. Was bedeutet das Zeichen? Aufgabe 690 a) Welche Bohrertypen sind auf Bild 690 abgebildet? b) Wo werden diese eingesetzt? Aufgabe 691 Für eine Befestigung müssen Gewindelöcher erstellt werden. Welcher Lochdurchmesser muss gebohrt werden, damit nachher die Gewinde geschnitten werden können? a) M6 b) M8 c) M12

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Aufgabe 689

Aufgabe 698 Was versteht man unter einer Mengenart?

Aufgabe 704 Was regelt die Norm SIA 118 im Wesentlichen?

Aufgabe 699 Was gilt, wenn keine Normen und Bedingungen vereinbart werden?

Aufgabe 705 Was beinhaltet die Norm SIA 451?

Aufgabe 700 Was geschieht, wenn man die Regeln der Baukunde fahrlässig missachtet und Schäden entstehen? Aufgabe 701 Was ist in diesem Zusammenhang ein «fahrlässiges Vergehen»?

Aufgabe 692 Welche Gefahren bestehen beim Arbeiten mit Akkumaschinen und wie können diese beherrscht werden? Aufgabe 693 Welche Akku-Technologien für Werkzeuge sind heute im Einsatz?

Aufgabe 702 Was ist der Inhalt von «Allgemeinen Bedingungen»? Aufgabe 703 Müssen die Normen SIA 118 und SIA 118/ABB ganzheitlich übernommen werden?

Aufgabe 706 Welchen Zusammenhang hat die Norm SIA 451 mit dem Abschluss von Werkverträgen? Aufgabe 707 Wer ist für die Erarbeitung und Publikation der ABB verantwortlich?

Antworten zu den Aufgaben 652 bis 678 erscheinen ab ca. 15.6.2012 auf www.elektrotechnik.ch. Die Antworten zu den Aufgaben 627 bis 651 finden Sie jetzt im Dossier Brain Food auf www.elektrotechnik.ch.

Aufgabe 690

Aufgabe 694 Welches sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Akku-Arten? Aufgabe 695 Welche Situationen können die AkkuLebensdauer verkürzen? Aufgabe 696 Dürfen die Akkus der Maschinen beim Laden heiss werden?

Elektroplanung Aufgabe 697 Welchen Zweck hat die Elementgliederung?

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Aufgabe 685


Fokus Elektrosicherheit Aus- und Weiterbildung

Differenzstrommessung … in der Praxis oder über die Differenzen mit der Differenzstrommessung. Artikel 10 der Verordnung des UVEK vom 15. Mai 2002 über elektrische Niederspannungsinstallationen (SR 734.272.3) definiert den technischen Inhalt des Sicherheitsnachweises. Neben den Angaben gemäss NIV 37 I sind darin die Werte der Isolationsmessung oder der Spannungsfestigkeit anzugeben. Bei einer Abnahme- oder periodischen Kontrolle ist auch eine Differenzstrommessung anstelle einer Isolationsmessung zulässig. 1

Summe aller zufliessenden Ströme ist gleich der Summe aller abfliessenden Ströme.» Auf diesem bereits 1845 entwickelten Prinzip basiert auch die Fehlerstromschutzschaltung. Fliesst ein Strom auf einem nicht vorgesehenen Weg ab, so wird dies erkannt, da die Summe der Ströme nicht gleich null ist. Prinzipiell kann man sich eine Differenzstromzange als mobilen RCD mit Display vorstellen.

Zur Messung des Differenzstromes wird eine Messzange um alle aktiven Leiter geführt.

Michael Knabe* Grundlagen Eine Isolationsmessung bedingt, dass eine Anlage spannungslos geschaltet werden kann. Dies ist jedoch in der heutigen Zeit mit zunehmender Informationstechnologie vielfach nicht möglich. Aus diesem Grund hat die Elektrobranche nach adäquaten Alternativen zur Isolationsmessung gesucht und diese in der Messung des Differenzstromes gefunden. Der grösste Vorteil dieser Messmethode liegt darin, dass Anlagen im laufenden Betrieb beurteilt werden können. Die hohen Absatzzahlen bei den Differenzstromzangen («Leckstromzangen») zeigen zudem ihre sehr grosse Beliebtheit unter Fachleuten. Die Differenzstrommessung beruht auf dem Kirchhoffschen Gesetz: «Die 66 | Elektrotechnik 5/12

Ableit- oder Fehlerstrom Misst man in einem Punkt einer Anlage einen Differenzstrom, ermittelt man eigentlich zwei Ströme: Den Ableit- und den Fehlerstrom des Anlageteils. Ein Ableitstrom ist ein Strom, der betriebsmässig abfliesst. Solche Ströme werden z. B. durch gegen Erde geschaltete Netzfilter generiert. Ein Ableitstrom sollte nicht mit einem Fehlerstrom verwechselt werden, letzterer ist Folge eines Isolationsdefekts. Das Unterscheiden dieser beiden Ströme erfordert ein hohes Mass an Fachkompetenz und stellt selbst erfahrene Fachleute teilweise vor grosse Herausforderungen. Durchführen der Messung Die Differenzstrommessung kann nur in Anlagen, welche nach TN-S installiert sind, durchgeführt werden. Die Anlagen müssen in Betrieb, sprich eingeschaltet und unter Spannung sein und ein entsprechender Laststrom muss

fliessen. Das heisst für den Messenden, dass er vorab möglichst viele Verbraucher der Anlage einschalten muss. Die Benutzung des Messgerätes gestaltet sich dann aber denkbar einfach, indem durch die Zange des Messgerätes alle aktiven Leiter geführt werden (Bild 1). Das Messgerät muss eine Genauigkeit von 0,1 mA aufweisen. Interpretation der Messung Bei den Messwerten gelten folgende Grenzwerte: • ☺ bis 30 mA: Die Anlage gilt als in Ordnung. Der Messwert wird protokolliert. 30 mA bis 300 mA: Der Differenz• strom muss begründet werden (z. B. Ableitstrom infolge vieler Frequenzumformer) ab 300 mA: Bei einem Differenz• strom grösser 300 mA muss eine Isolationsmessung durchgeführt werden.

Zitat: Differenzstrom ist die algebraische Summe der Momentanwerte der Ströme, die zur gleichen Zeit in allen aktiven Leitern an einem gegebenen Punkt eines Stromkreises in einer elektrischen Anlage fliessen. (NIN 2.1.11.19) Tücken und Probleme Oft kann die Differenzstrommessung aufgrund der Anlagenbauart nicht durchgeführt werden. Bei einer Leiteranordnung an den Klemmen wie beispielsweise in Bild 3, kann die Zange nicht ohne grossen Aufwand über die aktiven Leiter geführt werden. Dabei kann es wegen groben Zerrens und Verbiegens von Leitern zu einem


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Bei Differenzströmen bringt oft die Messung der Frequenz Aufschluss über die Ursache.

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Häufig kann die Messung nicht durchgeführt werden, da die Anschlusstechnik dies nicht zulässt.

Drahtbruch kommen oder ein Anschluss in einer Klemme löst sich mit nicht absehbaren Konsequenzen für den Anlagennutzer. Unbelastete Stromkreise führen nur in den seltensten Fällen einen Differenzstrom, daher ist es elementar, dass ein zu überprüfender Stromkreis belastet wird. Oftmals sind aber spezielle, wichtige Anlageteile an eigene Überstromunterbrecher angeschlossen. Sind für eine Differenzstrommessung lediglich eine Brandmeldeanlage, eine Alarmzentrale oder ein Server vorhanden, d. h. nicht genügend grosse Verbraucher, die genug Last für ein aussagekräftiges Messergebnis liefern, bleibt oft nur noch die Isolationsmessung als einzige Alternative. Tipps und Tricks Für korrekte Messwerte braucht es eine Differenzstromzange des Typs TRMS (Bilder 2a und 2b). Bei einem Messgerät ist es zudem von Vorteil, wenn dieses auch die anliegende Frequenz misst.

Störschutzfilter in Betriebsmitteln generieren meist Ableitströme ab 150 Hz. Dank der Frequenzmessung des Differenzstromes kann der versierte Anwender somit schnell einen Ableit- von einem Fehlerstrom unterscheiden. Bilder 2a und 2b zeigen diesen Zusatznutzen eines solchen Messgeräts am Beispiel der Messung eines Frequenzumformers. Um zu prüfen, ob ein Stromkreis belastet ist, kann mit der Differenzstromzange zuerst der Stromfluss im Neutralleiter kontrolliert werden. Nur wenn dieser Leiter stromdurchflossen ist, kann eine seriöse Differenzstrommessung durchgeführt werden. Fazit Die Differenzstrommessung ist für die Elektrofachkraft ein gutes Werkzeug zur Ermittlung der Isolationseigenschaften einer Anlage. Diese Messmethode erfordert jedoch ein breites und fundiertes Wissen. Wenn immer möglich sollte jedoch eine Isolationsmessung durchgeführt werden. Die Messung des Differenzstromes sollte die Ausnahme bleiben und nicht zur Regel werden. ■

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Michael Knabe ist eidg. dipl. Elektroinstallateur und bei Electrosuisse als Inspektor im Inspektionsteam Nordost tätig. Durch die tägliche Arbeit als Inspektor ist er profunder Kenner und Anwender der Messtechnik in der Praxis. Durch diverse Fachreferate und Beiträge gilt er als Spezialist in diesem Themenkreis.

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Elektrotechnik 5/12 | 67


Aus- und Weiterbildung

Viele Handlungsmöglichkeiten, um Verzögerungen abzuwenden

Schreckensszenario Bauverzögerungen Durch den Werkvertag verpflichtet sich der Unternehmer zur Herstellung eines Werks zu bestimmten qualitativen, finanziellen und terminlichen Eigenschaften. Sein oberstes wirtschaftliches Ziel ist es, das vereinbarte Werk abzuliefern und mindestens den kalkulierten Gewinn zu erzielen. Martin Boos, Remo Gehr* Bei der Kalkulation stützt sich der Unternehmer auf einen ungestörten Bauablauf, das heisst auf die plangemässe Nutzung seiner Produktionsfaktoren (Arbeit, Material, Betriebsmittel, Leitung, Organisation, Planung und Überwachung). Sobald jedoch der Bauablauf

gestört wird, kann insbesondere die vertraglich vereinbarte und termingerechte Ablieferung des Werks für den am Bau beteiligten Unternehmer schnell zu einer kostspieligen Angelegenheit werden, weil er im Normalfall als Schuldner das Risiko der Bauverzögerung trägt. Nicht selten wird vom Besteller ein Termin für die Fertigstel-

lung des Werks festgelegt, der durch die Nutzungsaufnahme durch Käufer oder Mieter unumstösslich ist; eine Verlängerung der Gesamtbauzeit ist nicht möglich. Vor allem für diejenigen Bauunternehmer, welche am Ende der Werkerstellungskette ihre Arbeit verrichten, kann bei einem gestörten Bauablauf ihre effektive Ausführungszeit unverschuldet auf ein drastisches Minimum schmelzen. Sie sehen sich gezwungen, kostenintensive Beschleunigungsmassnahmen zu ergreifen, welche bei einer nach Festpreis vereinbarten Vergütung grundsätzlich nicht abgedeckt sind. Die zeitliche Komponente schlägt sich somit unerbittlich und mit hoher Intensität auf die finanzielle Komponente des Bauunternehmers nieder. Der aufgrund des enormen Wettbewerbs ohnehin oftmals geringe Deckungsbeitrag (und damit auch die Gewinnmarge) ist rasant aufgebraucht und der Bauunternehmer befindet sich im Verlustbereich. Nicht zuletzt sieht er sich für den unverschuldeten Verzugsfall oftmals mit massiven Schadenersatzforderungen oder sogar Konventionalstrafen seitens des Bauherrn konfrontiert. Theoretisch könnte der Anspruch auf Mehrvergütung und/oder Schadenersatz aufgrund von bauseitigen Verzögerungen am Ende des Bauprojekts (anwaltlich) geltend gemacht und Schadenersatzforderungen seitens des Bauherrn allenfalls abgewendet werden. Die gerichtlichen oder aussergerichtlichen Verhandlungen sind jedoch langwierig, für alle Beteiligten zeit- sowie kostenaufwändig und der Ausgang respektive der Erfolg unsicher. Es handelt sich dabei ohnehin lediglich um Schadensbegrenzung; Geld verdient man damit nicht.

* Martin Boos und Remo Gehr, Rechtsanwälte bei DUFOUR Advokatur Notariat, www.dufo.ch.

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Ursachen des gestörten Bauablaufs Mangelhafte Terminplanung: Die erste Weichenstellung erfolgt bereits lange vor dem ersten Spatenstich. Im Verantwortungsbereich des Bauherrn liegt die Planung des Bauprojekts, welche dem Gesamtbauprojekt den zeitlichen Rahmen gibt. Unter Berücksichtigung des geplanten Zeitfensters für seine Arbeiten wird der Unternehmer letztlich seine Offerte abgeben. Dabei geht er selbsterklärend von einem ungestörten Bauablauf aus. Ist der Terminplan für das Gesamtprojekt jedoch mangelhaft, ist eine Koordination der Arbeiten von sämtlichen am Bauprojekt beteiligten Unternehmern während der Bauausführung kaum mehr möglich; das Chaos ist vorprogrammiert. Weitere Störungsursachen: Sofern die im Verantwortungsbereich des Bauherrn liegende Terminplanung zutrifft, ist der Grundstein für einen ungestörten Bauablauf gelegt. Dennoch ist die Realisierung eines Bauprojekts vielen weiteren Risiken ausgesetzt, welche den Bauablauf stören und Bauverzögerungen hervorrufen können. Nebst dem selbstverschuldeten Fehlverhalten des Unternehmers sowie den äusseren, nicht zu beeinflussenden Witterungsbedingungen, führt insbesondere das Ausbleiben folgender Mitwirkungshandlungen des Bauherrn zu einem gestörten Bauablauf: • Keine oder verspätete Einholung von behördlichen Bewilligungen • Unvollständige, unklare und widersprüchliche Ausschreibungsunterlagen, z. B. mangelhaftes Leistungsverzeichnis sowie mangelhafte Baubeschreibung und Pläne • Zu späte Bereitstellung des Bauplatzes • Mangelhafte Festlegung der Unternehmerleistung, z. B. unvollständige

• • • •

und/oder unklare Ausführungspläne und Weisungen Zu späte Aushändigung der Ausführungs- und Detailpläne Zu späte oder unklare Änderungsentscheidungen Mangelhaftes Baumanagement generell, inklusive Bauüberwachung Fehlende oder mangelhafte Koordination der am Bau beteiligten Parteien und fehlende Vorleistungen usw.

Diese Aufzählung ist nicht abschliessend. Dennoch kann bereits einer der aufgeführten Verfehlungen zu einem massiv gestörten Bauablauf führen. Folgen der Bauablaufstörungen für das Unternehmen Leerstandzeiten: Ein Bauunternehmer ist im Normalfall zeitglich in verschiedenen Bauprojekten involviert und muss seine Arbeits- und Materialressourcen dementsprechend auf- und einteilen. Kann er mit einem neuen Bauprojekt nicht zum vereinbarten und geplanten

Zeitpunkt beginnen, können die dafür vorgesehenen Arbeiter sowie die bereitgestellten Maschinen nicht optimal eingesetzt werden und es entstehen für den Bauunternehmer teure Leerstandzeiten. Ferner kann ein mangelhaftes Management auf der Baustelle oder die zu späte Aushändigung von Ausführungsund Detailplänen dazu führen, dass Vorarbeiten nicht rechtzeitig erbracht werden konnten. Der Bauunternehmer steht sodann mit seinen Arbeitern, Maschinen und dem Material bereit und muss sich gedulden, bis die Vorarbeiten fertiggestellt sind. Beschleunigungsmassnahmen; überproportionale Erhöhung der Overhead-Kosten: Ist der Termin für die Fertigstellung des Werks festgelegt und durch die Nutzungsaufnahme von Käufer oder Mieter unumstösslich, schrumpft das Zeitfenster für die Leistungserbringung aufgrund des gestörten Bauablaufs zusammen. Der Unternehmer sieht sich gezwungen, die Zahl der Arbeiter und Maschinen auf der Baustelle unter Um-

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Elektrotechnik 5/12 | 69

Aus- und Weiterbildung

Dieses Schreckensszenario ist demnach zu vermeiden. Weil der gut beratene und vorausschauende Bauunternehmer gewisse Risiken oftmals früher als der Bauherr erkennt, kann er durch frühzeitiges, lösungsorientiertes und präzises Handeln die erfolgreiche Projektgestaltung ohne markanten Mehraufwand vorantreiben und unterstützen. Dies kommt schliesslich allen am Bauprojekt beteiligten Parteien zugute. Um die verschiedenen Handlungsmöglichkeiten erkennen zu können, sind im Folgenden vorerst die Ursachen eines gestörten Bauablaufs und der damit einhergehenden Bauverzögerung zu analysieren.


Aus- und Weiterbildung Entwicklung Arbeitskräfte/Arbeitsstunden/Gesamtaufwand in einem Bauprojekt mit gestörtem Bauablauf.

ständen massiv zu erhöhen. Je nach Rückstand auf den Terminplan muss der Bauunternehmer eigene Arbeiter und Maschinen von anderen Baustellen abziehen oder sogar externe Temporäre beiziehen, welche vorerst ausgerüstet und in das Bauprojekt eingeführt werden müssen. Nicht selten müssen sämtliche am Bauprojekt beteiligten Parteien derartige Beschleunigungsmassnahmen ergreifen. Dies hat wiederum zur Folge, dass der Bauplatz mit Arbeiter und Maschinen überfüllt ist und sich die Arbeiter buchstäblich auf den Füssen stehen, wodurch weitere Leerzeiten entstehen. Diese Leerzeiten müssen wiederum durch neue Beschleunigungsmassnahmen kompensiert werden. Die Negativspirale beginnt sich immer schneller zu drehen. Effizienzverlust: Die Leerzeiten einerseits und die Beschleunigungsmassnahmen andererseits führen zu einem massiven Effizienzverlust. Der Bauunternehmer kann seine Arbeit nicht mehr plangemäss ausführen. Er ist gezwungen, die Arbeitsgruppen ständig zu versetzen und andere dringend zu erledigende Arbeiten verrichten zu lassen. Diese zerstückelte Leistungserbringung erfordert ein Vielfaches des plangemässen Aufwandes. Ferner kann ein Effizienzverlust eintreten, wenn der Käufer oder Mieter aufgrund eines fest vereinbarten Endtermins die Liegenschaft bereits bezogen hat, obwohl aufgrund der Bauverzögerungen noch nicht sämtliche Arbeiten beendet sind. Der Bauunter70 | Elektrotechnik 5/12

nehmer muss sodann seine Leistungen z. B. bei laufendem Ladenbetrieb oder in einer bereits eingerichteten Wohnung zu Ende bringen. Weitere Folgen: Ein gestörter Bauablauf kann zu folgenden weiteren Problemen führen: • Mehraufwand beim Management des Bauunternehmers für die Koordination der Beschleunigungsmassnahmen (z. B. Koordination des Abzuges von Arbeitern und Maschinen von anderen Baustellen, Rekrutierung von Temporären usw.). • Die Einhaltung des vereinbarten Nachtragsmanagements oder die fachgerechte Abwicklung von Regiearbeiten ist wegen des Zeitmangels nicht mehr möglich. • Aufgrund eines mangelhaften Leistungsverzeichnisses ist eine Vielzahl von Nachträgen zu erledigen, was wiederum die vorgenannten Beschleunigungsmassnahmen auslöst. Massnahmen zur Verhinderung von Bauablaufstörungen Der Blick in die Zukunft: Bei der Realisierung von Bauprojekten sitzt der Zeitdruck nicht selten im Nacken sämtlicher am Bau beteiligter Parteien. Aufgrund dieses Zeitdrucks sind die meisten Unternehmer gezwungen, sich mit der Vergangenheit oder bestenfalls mit der Gegenwart zu beschäftigen. Der so wichtige Blick nach vorn bleibt oftmals auf der Strecke. Dies, obwohl viele der vorgenannten Ursachen eines gestörten Bauablaufs mit Blick nach vorn frühzeitig erkennt und entsprechende Massnahmen zur Verhinderung getroffen werden könnten. Der Blick in die Zu-

kunft ist vor und während der Ausführungsphase von grösster Bedeutung, um einen gestörten Bauablauf verhindern zu können. Vor der Ausführungsphase: Vor der Ausführungsphase stehen vor allem folgende Aufgaben für die beteiligten Parteien an, welche immer mit dem Blick in die Zukunft und auf keinen Fall oberflächlich in Angriff genommen werden sollten. Die an dieser Stelle investierten Mittel zahlen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit im späteren Verlauf eines Bauprojekts aus: • Exaktes Studium der Ausschreibungsunterlagen inkl. Leistungsverzeichnis und Terminplan: Vor allem bei vereinbarten Einheitspreisen ist das Leistungsverzeichnis zusammen mit dem allenfalls vorhandenen Terminplan exakt zu studieren. Nicht selten kann bei genauer Betrachtung festgestellt werden, dass das Leistungsverzeichnis unvollständig und/oder der Terminplan nicht realistisch ist. In diesem Fall sollte umgehend der Kontakt mit der Bauherrschaft gesucht und Vorkehrungen getroffen werden (evtl. Terminplan mit Pufferzonen ergänzen; Berücksichtigung der Zeitknappheit durch Erhöhung der Einheitspreise; Erstellen eines eigenen Terminplans mit den Eckdaten des Bauprojekts; Werkvertrag anpassen usw.). • Vertragsverhandlungen/Vertragsmanagement: Bei den Vertragsverhandlungen mit der Bauherrschaft geht es vor allem auch um Risikomanagement. Welche Leistungen sind zu welchem Zeitpunkt und zu welchem Preis geschuldet? Welche Partei trägt bei welchen (Vertrags-)Verletzungen das Kostenrisiko? Es handelt sich dabei um eine spezifisch juristische Tätigkeit, welche nur mit Fachkenntnis der komplexen (Bau-)Rechtsordnung und Erfahrung die erhoffte Wirkung erzielt. Das Beiziehen eines Juristen sollte dabei nicht als mangelndes Vertrauen und die Vertragswerke nicht als unnötigen Papierkram verschrien werden, sondern als einen konstruktiven Beitrag im Hinblick auf ein erfolgreiches und gewinnbringendes Bauprojekt. Das Vertragsmanagement gehört wie die Koordination der eigenen Arbeiter, Maschinen, Geräte und Material zum Baumanagement dazu. Streitigkeiten nach der Ausführungsphase und damit auch langwierige und teure Prozesse können mit einem seriösen Vertragsmanagement verhindert werden oder zumindest, aber immerhin, die eigene


Während der Ausführungsphase: Während der Ausführungsphase ist das proaktive Handeln und Verhalten des Bauunternehmers von grösster Bedeutung. Dabei bestehen folgende Handlungsmöglichkeiten: • Schnittstellenmanagement: Wird frühzeitig erkannt, dass gewisse Vorarbeiten beim eingeschlagenen Bautempo wohl nicht beendet sein werden, sind die zur Vorarbeit verpflichteten Unternehmer proaktiv voranzutreiben. • Konstruktives Störungsmanagement: Störungen sind umgehend schriftlich anzuzeigen. Die Störungsanzeige soll jedoch keiner Kriegserklärung gleichkommen, sondern respektvoll und fair formuliert sein. Primäres Ziel der Störungsanzeige ist nämlich die rasche Beseitigung der Störung und damit die Beschleunigung des Bauprozesses. Sekundäres Ziel ist eine vernünftige Regelung der Termin- und Kostenfolgen. Schliesslich dient die Störungsanzeige selbstverständlich auch der Beweissicherung, sollte nach Bauende trotz allen Bemühungen eine Rechtstreitigkeit ausbrechen. • Dokumentation Bauablauf: Die Dokumentation des Bauablaufs dient in erster Linie der Beweissicherung und sollte umfassend sein. Es ist die Aufgabe des Bauunternehmers, seine Tätigkeit möglichst lückenlos zu do-

kumentieren, sodass der Bauablauf nachträglich rekonstruiert werden kann. Diesbezüglich sind Tagesrapporte und Baujournale von grosser Bedeutung, die festhalten, welche Arbeitnehmer, an welchem Ort, welche Arbeiten ausgeführt haben und welche Werkstoffe und Maschinen verwendet wurden. Auch aussergewöhnliche Umstände (z. B. mangelnde Planunterlagen, schlechte Witterung usw.) sollten aufgeführt werden. Auch schriftliche Protokolle von Bausitzungen, welche allen an der Sitzung beteiligten Parteien zugestellt (und von diesen wenn möglich unterzeichnet) werden, haben eine hohe Beweiskraft. • Bestätigungsschreiben: Sollte aufgrund des Zeitdrucks ein im Werkvertrag vereinbartes schriftliches Nachtragsverfahren nicht mehr möglich sein und die Nachträge werden durch Aushändigung von Plänen oder sogar direkt durch Aushändigung von Material ausgeführt, sind Bestätigungsschreiben ein geeignetes Instrument, die damit verbundene stillschweigende Abänderung des Werkvertrags festzuhalten. Das Bestätigungsschreiben/-E-Mail an den Bauherrn und/ oder Auftraggeber hält informativ fest, weshalb das Nachtragsverfahren nicht eingehalten werden konnte und in welcher Form der Auftrag erteilt wurde. Dieselbe Vorgehensweise kann bei nicht retournierten oder nicht unterzeichneten Regierapporten angewendet werden. • Baustopp als ultima ratio. Nach der Ausführungsphase: Konnten die Probleme vor und während der Ausführungsphase nicht beseitigt werden,

stehen sich nicht selten Mehrforderungen seitens des Bauunternehmers auf der einen Seite und Mängel des Bauwerks auf der anderen Seite gegenüber. Diesbezügliche Streitigkeiten sind umgehend von der emotionalen auf die sachliche Ebene zurückzuholen, um den Schaden möglichst gering zu halten. Dazu benötigt es gutes Verhandlungsgeschick. Scheitern die verantwortlichen Personen mit einer einvernehmlichen Lösung und sind sie am Ende ihres Lateins, ist die Streitigkeit in den Händen eines erfahrenen Juristen am besten aufgehoben.

Aus- und Weiterbildung

Position entscheidend verbessern. • Proaktives Handeln: Sollte der Bauunternehmer die für den Beginn der eigenen Arbeiten notwendigen Pläne nicht rechtzeitig erhalten, ist nicht zuzuwarten, sondern die Bauherrschaft umgehend zu mahnen und die Pläne aktiv einzufordern.

Fazit Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass dem Bauunternehmer vor allem vor und während der Ausführungsphase viele Handlungsmöglichkeiten offenstehen, um ein erfolgreiches und gewinnbringendes Werk abliefern zu können. Dabei kann es in verschiedenen Situationen sinnvoll sein, gezielt externe Hilfe beizuziehen. Vor allem bei den Vertragsverhandlungen und beim Störungsmanagement genügen nicht selten kleinere Anpassungen der Dokumente, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Nach der Ausführungsphase kann ein allfällig entstandener Schaden durch Verhandlungsgeschick minimiert werden. Freilich braucht es in jedem Fall die Mitarbeit sämtlicher am Bau beteiligter Parteien, ein respektvoller und fairer Umgang untereinander und der gemeinsame Wille, das Bauprojekt erfolgreich zu gestalten, um die Bauablaufstörungen zu verhindern und das Werk mit den vereinbarten qualitativen, finanziellen und terminlichen Eigenschaften zu vollenden. ■

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Jahresuhr – no Limit

Aufgrund der problemlosen Erweiterung von zwei Kanälen auf ein Kleinsteuersystem von bis zu acht Kanälen wird Grässlins talento plus TOP mit Jahresund Wochenprogramm sämtlichen Ansprüchen gerecht. Eine Speicherkapazität von 800 Speicherplätzen bietet ein hohes Mass an Flexibilität. Alle Befehle werden zentral über die talento 892/992 plus gesteuert. Die Schaltbefehle werden über das Grässlin Powerline Protokoll GPL an die Kanalerweiterungen talento CE plus weitergegeben. Durch die Powerline Kommunikation können die Module flexibel an verschiedenen Stellen, bis zu einer Entfernung von 50 m von der Jahres-

zeitschaltuhr platziert werden. Der aktuelle Schaltstatus wird jeweils von den Kanalerweiterungen angezeigt. Unterschiedliche Programmtypen, wie EIN/AUS, Zyklus oder Impuls ermöglichen dem Anwender, verschiedene Schaltprogramme individuell zu kombinieren. Neben der Override Funktion verfügen die talento 892 plus und talento 992 plus über einen Fix ON/Fix OFF Handschalter.

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DEHN an Light & Building An der weltweit grössten Messe in Frankfurt hat Dehn ihr grosses Programm von Schutzgeräten im Wechsel- und Gleichstrombereich vorgestellt. Dazu gehören: • Dehn schützt mit dem neuen KombiAbleiter DEHNlimit PV 1000 V2 auch bei direkten Blitzstossströmen sicher Photovoltaik-Generatoren und Wechselrichter. • Dehn schützt mit dem neuen Kombi-Ableiter mit integrierter Ableitervorsicherung DEHNvenCI moderne Schaltanlagen und bietet damit bestmöglichen Anlagenschutz in Verbindung mit sehr geringem Platzbedarf. • Dehn schützt mit den neuen DEHNsecure-Geräten, deren Funkenstrecke ideal auf die Anwendung in Gleichstromkreisen abgestimmt ist.

Theben stellt neu für ihre KNX-Produkte CAD-Daten zur Verfügung. So können die Projekte noch effizienter umgesetzt und noch einfacher anspruchsvolle Lösungen gefunden werden. Die ganze Bibliothek der Theben KNX-Reiheneinbaugeräte (REG) sowie Dateien mit den Endungen DXF und DWG zu einzelnen Produkten 72 | Elektrotechnik 5/12

Theben HTS AG 8307 Effretikon Tel. 052 355 17 27 sales@theben-hts.ch www.theben-hts.ch

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LED Scheinwerfer Q

KNX-CAD-Planungshilfe wurden mit wichtigen und arbeitserleichternden Attributen versehen. Unter anderem ausgeführt mit Produkt- und Klemmenbeschriftungen, mit automatischer Klemmenzentrierung und vielem mehr. Die Theben Bibliothek kann einfach in CAD-Programme, z. B. «AutoCAD escad» von Tin Line, importiert werden und steht danach für alle Projekte zur Verfügung. Den Download findet man unter www.theben-hts.ch

• Dehn schützt mit der DEHNbox, einem montagefertigen Blitzstrom- und Überspannungsschutzgerät für die Informations- und Automatisierungstechnik. • Durch die actiVsense®-Technologie ist ein Einsatz im Bereich von 0 …180 V möglich.

Der erfolgreiche 95 Watt LED Scheinwerfer von HS Technics AG hat jetzt einen kleinen Bruder. Der neue LED Scheinwerfer Q ist quadratisch und energieeffizient. Mit 357 LED erreicht er einen Lichtstrom von 4300 Lumen, bei einer Systemleistung inkl. Vorschaltgerät von nur 55 Watt und einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 50 000 Stunden. Der Scheinwerfer Q ist erhältlich in den Lichtfarben 4000 und 5000 Kelvin. Mit einem Abstrahlwinkel von 60° oder 120° können verschiedene Montagehöhen bis maximal

7 Meter abgedeckt werden. Das optimale Wärmemanagement, die Schaltfestigkeit, IP66 und Umgebungstemperaturen von –30 °C bis 50 °C, machen diesen umweltfreundlichen und leistungsstarken Scheinwerfer für viele Anwendungen zur idealen Technik. Abhängig von der Anschlussleistung und der täglichen Brenndauer ergeben sich bei einer Umrüstung oder Neuanlage unglaublich hohe Energieeinsparungen und damit eine Amortisation in kurzer Zeit. Typische Einsatzgebiete: • Industriebereich • Hallenbeleuchtung • Schockbeleuchtung • Tiefkühlzellen und -zonen • Notbeleuchtung in Hallen • Aussenbereich

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Mit dem «All-in-One»-Sensor werden alle möglichen Risiken gleichzeitig überwacht: Temperatur, Feuer, Diebstahl, Feuchte, Sabotage und Stromversorgung. Das Sicherheitssystem ist sehr kompakt und bedingt kaum Installationsaufwand. Egal, ob bei Neubauten, bestehenden Räumen oder als nachträglicher Einbau bei Umbauten. Das System basiert auf dem bekannten ZigBee Funkstandard (integriertes GSM Modem) und der Multisensor ist sowohl in einer LAN-Version sowie als Komponente im System mit einer Anbindung an den Alarmmanager verfügbar. Die damit verbundene Früherkennung von Gefahren schützt vor bösen und teu-

ren Überraschungen. Der integrierte Mikrowellen-Bewegungsmelder, CO-Sensor für die Branderkennung, akustische Signalgeber bzw. externe Meldeeingänge bzw. Alarm- und Schaltausgänge sind weitere Pluspunkte dieses neuartigen Systems. Die Überwachungsfunktionen können per Smartphone aus der ganzen Welt verfolgt werden oder lassen sich mit dem (optional RFID-Leser integrierten) KeyPad steuern.

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Motorsteuergerät mit 3 Endschaltern Aufgrund geringer Nachfrage wurden von den Herstellern Storenschalter für Motoren mit drei Endschaltern aus dem Sortiment gestrichen. Für die Storenbranche sind diese Komponenten – gerade für Bürobauten – wichtig, da häufig Lamellenstoren mit der sogenannten Arbeitsstellung (halboffener Storenbehang) verkauft werden. Elektroniktaster, die mit einer Laufzeit die Arbeitsstellung als «Szene» anfahren, sind dafür nicht geeignet, da am Motor drei Endschalter (1 oben, 2 unten) separat angesteuert werden müssen. Um seinen Kunden den gewünschten Komfort zu gewährleisten, hat Schenker Storen das Unterputz-Motorsteuergerät MSG-1 DES UP entwickelt. Hinter einem herkömmlichen AUF/AB-Taster lässt sich der Aktor einbauen und über die Betätigungsdauer des Tasters wird die Arbeitsstellung – oder die geschlossene Position – über gegeneinander verriegelte Kontakte angefahren.

Die PC-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff bietet – neben den Gebäudeautomationsfunktionen – auch die Basistechnologie zur Energiedatenerfassung: • dezentrale Signalerfassung über das Busklemmen-I/OSystem • Datenübertragung via Ethernet oder auch andere Bussysteme • Auswertung im Industrie-PC über die Automatisierungssoftware TwinCAT • Bereitstellung der Energie-

Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen Tel. 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

Zusätzlich verfügt das Gerät über einen Zentraleingang. Damit können Gruppen gebildet werden, oder die Ansteuerung erfolgt über eine zentrale Storensteuerung. Schenker Storen hat damit das Sortiment der Motorsteuergeräte erweitert und bietet für unterschiedlichste Anforderungen die passenden Komponenten an.

Schenker Storen AG 5012 Schönenwered Tel. 062 858 55 11 schenker@storen.ch www.storen.ch

Speedway in Echtzeit

Energiemonitoring daten über standardisierte Schnittstellen (z. B. OPC) an übergeordnete Systeme der Gebäudeleittechnik und des Datenmanagements Aus der nahtlosen Integration der Energie- und Verbrauchsdatenerfassung aller Gewerke in das Automatisierungssystem ergeben sich Einsparpotenziale und Synergieeffekte sowohl bei der Anlagenerrichtung als auch beim weiteren Betrieb des Gebäudes. Die gewonnenen Daten werden über offene Schnittstellen an die zentrale Leitstelle übertragen und vom Gebäudemanagementsystem ausgewertet.

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Sicherheitssystem für Technikräume

Noch schneller: Drei neue I/O-Module für Speedway 767 verfügen über Hardware-Verzögerungszeiten von unter 10 Microsekunden. Damit eignen sich das 8DI-Modul 767-3806, das 8DO-Modul 767-4808 mit 0,1 A sowie das 4DIO-Modul 767-5401 mit 0,2 A ideal für harte Echtzeitanforderungen, wie sie zum Beispiel in «Motion Control»-basierten Automatisierungssystemen gefordert werden. Die drei digitalen IP67Komponenten werden über je-

weils vier M12-Anschlüsse mit schnellen Sensoren und Aktoren verbunden. Um EMV-Einflüsse auszuschliessen, sind diese Anschlüsse geschirmt ausgeführt. Neben Invertierung, Simulation und Diagnose sind die High-Speed-I/O-Module zudem mit weiteren parametrierbaren Funktionen ausgestattet: das 8DI-Modul mit einem Filter (10, 25, 50, 100 und 200 μs, 1 und 3 ms sowie «Filter aus»), das 8DO-Modul mit Ersatzwertstrategie und Handbetrieb sowie das 4DIO-Modul mit Betriebsart, Zähler, Filter, Ersatzwertstrategie und Handbetrieb. Ab Juni 2012 werden die HighSpeed-Module für Speedway verfügbar sein.

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Integrale Gebäudeautomation

Beckhoff bietet mit seiner PCund Ethernet-basierten Steuerungstechnik eine gewerbeübergreifende Automatisierungslösung. Grundlage für die Erfassung aller Datenpunkte im Gebäude ist das Beckhoff-Busklemmensystem. Alle Gebäudefunktionen und Funktionsänderungen werden in Software realisiert. Das bedeutet maximale Flexibilität bei geringen Engineeringkosten und bietet die Möglichkeit, Funktionserweiterungen und -änderungen im laufenden Betrieb vorzunehmen. Investoren, Planer und Architekten sind aufgefordert, Einsparpotenziale zu nutzen

und durch den effizienten Einsatz von Energie nicht nur den Verbrauch, sondern auch die Kosten zu senken. Beckhoff erfüllt mit seinem ganzheitlichen Building-Automation-Konzept bereits schon heute die in der Europäischen Norm EN 15232 gestellten Anforderungen der Energieeffizienzklasse A. Die integrale Steuerungslösung von Beckhoff unterstützt alle gängigen Kommunikationsstandards in Hard- und Software. Neben Ethernet TCP/IP bietet Beckhoff auch BACnet/IP, OPC UA und Modbus TCP in der Automatisierungsebene sowie DALI, DMX, EnOcean, LON, KNX/ EIB, MP-Bus und Modbus RTU in der Feldebene.

Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen Tel. 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

News & Highlights von Eltako

In einer übersichtlichen Broschüre hat Demelectric die Neuheiten und Bestseller aus dem umfangreichen EltakoSortiment zusammengefasst. Die kompakten und multifunktionalen Schaltgeräte haben sich bewährt und sind sehr beliebt. Das führt allerdings dazu, dass Neuheiten erstaunlich lange unbemerkt bleiben. Mit der neuen Broschüre «Eltako News & Highlights» will Demelectric diesem Umstand entgegentreten. In der ersten Ausgabe fallen etliche Reiheneinbaugeräte 74 | Elektrotechnik 5/12

mit LCD und menügeführter Programmierung auf. Diese lösen nach und nach die bisherigen Drehschalter ab. Weiter fällt auf, dass fast alle elektronischen Schaltgeräte zur Stromversorgung eine Universalspannung (UC) von 8-253 V AC/ 10–250 V DC zulassen. Dies erhöht die Einsatzmöglichkeiten in den Anlagen und vereinfacht die Lagerhaltung wesentlich. Mit der von Eltako entwickelten und patentierten Duplex-Technologie (DX) können die normalerweise potenzialfreien Kontakte im Nulldurchgang schalten. Die Broschüre «Eltako – News & Highlights 2012» ist bei Ihrem Grosshändler verfügbar oder bei: Demelectric AG 8954 Geroldswil Tel. 043 455 44 00 info@demelectric.ch www.demelectric.ch

Ethernet E/A-Module mit PoE

Spectra bietet alle Ethernet E/A-Module der ET-7000 Serie unter der Produktbezeichnung PET-7000 mit Power over Ethernet (PoE) Stromversorgung an. Dies kann den Installationsaufwand erheblich vereinfachen, da bei dieser Technologie die Stromversorgung der Module über das Netzwerkkabel erfolgt. Ein lokales Netzteil am Installationsort des E/A-Moduls ist nicht erforderlich. Bei den PET-7000 handelt es sich um kompakte E/A-Module, die mit unterschiedlichen Kombinationen an digitalen und analogen Ein-/Ausgabekanälen ausgestattet sind. Sensoren wie Thermoelemente,

Widerstandsthermometer und Dehnmessstreifen können ohne externe Vorverstärker direkt an die Module angeschlossen werden. Die notwendige Signalkonditionierung, bzw. bei Thermoelementen die hier erforderliche Klemmstellenkompensation, ist bereits in den Modulen integriert und die Module verfügen über hochverstärkende Messverstärker. Die digitalen Ein-/Ausgabekanäle sind als TTL, isolierte E/As, Power Relais oder als Photo MOS Relais ausgeführt. Die PET-7000 Serie umfasst mehr als 20 verschiedene Typen. Die Konfiguration der Module erfolgt mit einem Browser.

Spectra (Schweiz) AG 8132 Egg ZH Tel. 043-2 77 10 50 info@spectra.ch www.spectra.ch

DEHN-Hauptkatalog «Arbeitsschutz»

Soeben ist die neueste Ausgabe des Dehn-Hauptkatalogs «Arbeitsschutz» erschienen. Auf über 220 Seiten hat der Arbeitsschutz-Spezialist Dehn sein gesamtes Arbeitsschutzangebot zusammengefasst. Neben dem bewährten Produktprogramm wird eine Vielzahl von Neuheiten vorgestellt, speziell: • DEHNarc, ein mobiles Störlichtbogenschutz-System

zum Personenschutz. • DEHNcare, eine persönliche Schutzausrüstung, bestehend aus Schutzhandschuhen, Helm und Visier zum Schutz vor thermischen Auswirkungen infolge von Störlichtbögen. • EuK-Konfigurator zum Auswählen der richtigen EuKVorrichtung für das Erden und Kurzschliessen beim Arbeiten an elektrischen Anlagen. Den neuen Dehn-Hauptkatalog «Arbeitsschutz» erhalten Sie online unter www.dehn.ch/pr/as12

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Nexans: Umfassender Service, schweizweit unerreicht

Mehr als nur ein Kabel Das Angebot von Nexans, dem weltweiten Spezialisten für Kabel und Kabelsysteme, hört nicht bei der Lieferung von Kabeln und Verbindungskomponenten auf. Es umfasst auch Dienstleistungen wie die Verlegung von Kabeln und die Montage von Zubehör durch Fachleute.

Ihre Netze von A bis Z Um den Bedürfnissen der Schweizer Kunden noch besser zu entsprechen, haben die Fachleute von Nexans ein neues Angebot «Solutions & Services» entwickelt. Um das Leben ihrer Partner – sowohl der Energieversorger als auch der Telekombetreiber – zu erleichtern, schlägt Nexans vor, dank 13 spezifischen Leistungen von A bis Z für die Netzwerke zuständig zu sein. Energiedienstleistungen: 1. Schlüsselfertige Projekte 2. Check-up der Netze 3. Strahlungsberechnung 4. Störungslokalisierung 5. Messdienstleistungen Telecom-Dienstleistungen: 6. Schlüsselfertige Projekte 7. Messdienstleistung 8. Vorbeugende Wartung 9. Betriebsunterlagen 10. Redundanzstudie für Glasfasernetze

11. Brand- und Nagetierschutzwände 12. Kabelverlegung durch Einschwemmen

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Der Betrieb von Energieund Telecom-Netzen stellt spezifische Anforderungen. Bei Nexans können Sie sich auf ein umfassendes Know-how verlassen und von einem vollständigen Programm von Netz-Services proftieren: von Engineering, Check-up und Unterhalt über die Lokalisierung von Fehlfunktionen bis hin zum schlüsselfertigen Projekt. Machen Sie sich das Leben einfacher und vertrauen Sie Ihre Energie- und Telecom-Netze unbesorgt Ihren Nexans-Spezialisten an.

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Dank der angehäuften Erfahrung – über hundertjährige Verkabelung der Energieübertragungs- und Verteilinfrastruktur sowie über ein Vierteljahrhundert umfassende Referenzen im Bereich der Glasfasernetze – zeichnet sich Nexans in der Schweiz durch ein einmaliges Dienstleistungsangebot aus.

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Durchdachte Leistungen, einfach und wirkungsvoll.

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Veranstaltungen

Veranstaltungen und Weiterbildungskurse Geothermie Kongress Branchenplattform für Fachleute aus dem Bodensee-Einzugsgebiet • 23.–24. 5. 2012, St. Gallen www.energiekongresse.ch, www.geothermie-bodensee.ch Powertage 2012 Perspektiven der Schweizer Stromwirtschaft • 12.–14. 6. 2012, Messe Zürich www.powertage.ch Intersolar Fachmesse der Solarwirtschaft • 13.–15. 6. 2012, München www.intersolar.de Bauen & Modernisieren • 30. 8.–2. 9. 2012, Messe Zürich www.bauen-modernisieren.ch Sindex 2012 Dienstleistungen und Produkte aus der Automation, Elektronik und Elektrotechnik • 4.–6. 9. 2012, BERNEXPO www.bernexpo.ch Blue-Tech Marktplatz für effiziente Energielösungen • 12.–15. 9. 2012, Casinotheater und Neumarkt Winterthur www.blue-tech.ch Motor Summit • 5./6. 12. 2012, Zürich www.motorsummit.ch Cleantec City • 19.–21. 3. 2013, BERNEXPO www.cleanteccity.ch electrosuisse • 5. 6., 6. 11.2012, Installations- und Kleinverteiler (SK), Fehraltdorf • 24. 5., 27. 9. 2012, Grundkurs Nothilfe, Fehraltdorf • 3. 7./18. 9./27. 11. 2012, Erstprüfung gemäss NIN, Fehraltorf • 26. 6. 2012, Erstprüfung gemäss NIN, Bern • 30. 8./4. 12. 2012, Sicherer Umgang mit Elektrizität, Fehraltorf • 5. 9./28. 11. 2012, Wiederholungskurs für Elektrokontrolleure/ Sicherheitsberater, Fehraltorf • 27. 6. 2012, Wiederholungskurs für Elektrokontrolleure/ Sicherheitsberater, Bern • 3. 12. 2012, Forum für Elektrofachleute, Kongresshaus Zürich • 8. 11. 2012, Forum für Elektrofachleute, Kursaal Bern • 27. 9.2 012, Elektromobilität, Baden • 6. 12. 2012 Energien der Zukunft www.electrosuisse.ch/weiterbildung Empa-Akademie • 11. 6. 2012, Electrical Overstress (EOS) – das «unbekannte» Phänomen in Schaltungstechnik und Ausfallanalyse, Dübendorf • 24. 8. 2012, Jahrestagung e’mobile www.empa-akademie.ch/veranstaltungen

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Energie-cluster • 20. 6. 2012,Energie-Effizienzmanagement im Unternehmen (9–16.45 Uhr), HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich www.fh-hwz.ch, www.energie-cluster.ch Energie Network Schweiz • 26. 7. 2012, Energie-Network-Afterwork, EWZ, Zürich (ab 17 Uhr) www.energienetwork.ch Feller AG • 29. 6., 31. 8., 26. 10., 30. 11. 2012, zeptrion – Elektronisches Schaltsystem, Horgen • 8. 10., 26. 11. 2012, pirios - Bewegungs- und Präsenzmelder, Horgen • 12. 6., 30. 10., 4. 12. 2012, Multimediasysteme, Horgen • 15. 6., 19. 9., 24. 10., 28. 11. 2012, Erfolgreich in die KNX-Welt einsteigen, Horgen • 25. 6., 11. 9., 22. 11. 2012, KNX-Projekte erfolgreich planen, Horgen • 5./6. 7., 15./16. 10., 6./7. 12. 2012, Erfolgreich Projekte realisieren mit KNX, Horgen • 10./11. 7., 3./4. 9., 7./8. 11., 10./11. 12. 2012, KNX Advanced, Horgen • 5./6. 6., 10./11. 9., 13./14. 11. 2012, Visualisierung FacilityServer/HomeServer 3, Horgen • 22./23. 5., 26./27. 6., 22./23. 10., 27./28. 11. 2012, Visualisierung KNX QuadClient (Update), Horgen ausbildung.feller.ch Otto Fischer AG • 29./30. 5. 2012, digitalSTROM basic, Egerkingen • 20./21. 6. 2012, digitalSTROM basic, Gisikon • 23. 5. 2012, casacom solutions, Muttenz • 14. 6. 2012, casacom solutions, Untervaz-Bahnhof www.ottofischer.ch/events SABE Schweizer Arbeitsgemeinschaft Biologische Elektrotechnik • 18./19. 9. 2012 Grundschulseminar Elektrobiologie www.sabe-schweiz.ch, weiterbildung@sabe-schweiz.ch Schweizer Lichtgesellschaft SLG • 29. 8. 2012, ReluxPro Access, Zürich • 30. 8. 2012, ReluxPro Interior 1, Zürich • Februar bis April 2013, Lichtplaner SLG 1 25/2013, Winterthur • 16./17. 11. 2012, Öffentliche Beleuchtung, Winterthur • Lichtplaner SLG 2 4/2012/13 9./10. 11. 2012, Modul 1, Winterthur 30. 11/1. 12. 2012, Modul 2, Winterthur 18./19. 1. 2013, Modul 3, Winterthur 8. 3. 2013, Prüfung, Winterthur VSEI-Seminare • 22. 5. 2012, Neues und Trends in der Telematik, Effretikon • 24. 5. 2012, Neues und Trends in der Telematik, St. Gallen • 30. 5. 2012, Neues und Trends in der Telematik, Bern • 21./22. 8. 2012, Elektroinstallationen in explosionsgefährdeten Bereichen, STFW Winterthur • 1. 11. 2012, Elektroinstallationen in explosionsgefährdeten Bereichen (Ergänzungskurs), STFW Winterthur • 14. 6. 2012, NPK-Basis, Effretikon • 14. 8. 2012, NPK-Basis, Horw


26. 9. 2012, NPK-Basis, Egerkingen 3. 4. 2012, NPK-Anwendungen, Effretikon 28. 6. 2012, NPK-Anwendungen, Effretikon 28. 8. 2012, NPK-Anwendungen, Horw 10. 10. 2012, NPK-Anwendungen, Egerkingen 22.5., 18. 10. 2012, NPK-Ausmass, Zürich 9./10. 5. 2012, FTTH-Inhouse-Installation Praktikum, Huber + Suhner AG, Herisau • 22. 5. 2012, Projektierung, IT-Infrastruktur, Mobile Dienste, Effretikon • 22./23. 5. 2012, FTTH-Inhouse-Installation Praktikum, Reichle & De-Messari, Wetzikon Aktuelle Veranstaltungshinweise unter «Agenda» und «Veranstaltung» auf www.elektrotechnik.ch

Stadtwerk Winterthur ist ein modernes, professionelles und wirtschaftliches Unternehmen der Energiebranche. Nach Vereinbarung suchen wir eine/n

Sicherheitsberater/in InstaControl AG Wir wenden uns an Elektromonteur/innen mit Weiterbildung zum/r Elektrokontrolleur/in, Elektro-Sicherheitsberater/in oder eidg. dipl. Elektroinstallateur/in sowie einigen Jahren Berufserfahrung. Weitere Informationen finden Sie auf www.stadtwerk.winterthur.ch. www.jobs.winterthur.ch

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Wir sind eine etablierte Grosshandelsunternehmung mit Sitz in der Schweiz. Für den Ausbau unseres Geschäftsbereiches Licht & Elektroinstallation suchen wir einen

Verkaufsberater im Aussendienst/Handelsagenten (m) Ihre Aufgaben: • Akquisition von Neukunden in der Elektro-Installationsbranche • Akquisition von Objekten bei Lichtplanern, Architekten und Bauherren • Betreuung der bestehenden Kundenbeziehungen verbunden mit Produkteinführungen und Schulungen Ihr Profil: • Ausbildung als Elektromonteur oder fundierte Erfahrung im elektrotechnischen Bereich und Weiterbildung im kaufmännischen Bereich • Erfahrung im Verkauf • Leistungsorientierte Arbeitsweise und ausgeprägte Organisationsfähigkeit • Nachweisliche Kontakte zu unseren Zielgruppen • Einwandfreie Deutsch- und idealerweise Französischkenntnisse • Bereitschaft für flexible Arbeitszeiten und für Teilnahmen an nationalen Messen und Ausstellungen • Alter 30–50 Jahre • Wohnort Region AG/SO/BS/ZH/LU Was wir bieten: • Innovatives Produktportfolio mit grossem Marktpotenzial • Fundierte Einarbeitung und moderne Arbeitsmittel • Fortschrittliche Anstellungsbedingungen und leistungsgerechtes Salär Wenn Sie sich angesprochen fühlen, senden Sie bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an untenstehende Adresse. Wir freuen uns darauf, Sie kennen zu lernen. Zuschriften erbeten unter Chiffre ET 10003, AZ Fachverlage AG Neumattstr. 1, 5001 Aarau

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Stellenangebote

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Veranstaltungen

eco2friendly-Day 2012 im KKL Luzern An der Fachtagung vom 4. Juli 2012 im Kultur- und Kongresszentrum Luzern erfahren Elektriker, Planer, Architekten und Bauherren wie Energiekosten gespart, respektive der Stromverbrauch gesenkt werden kann. Und Politiker und Experten referieren über Energiestrategie, Energieeffizienz, Solarstrom, Elektromobilität. Die Eröffnungsrede über die bundesrätliche Energiestrategie 2050 wird Dr. Walter Steinmann vom Bundesamt für Energie halten. David Stickelberger von Swissolar spricht darüber, wie bis zum Jahr 2025 der Anteil Solarstrom auf 20 Prozent erhöht werden kann. Weitere Referate halten Dr. Daniele Ganser, Nationalrat Jürg Grossen, Nationalrat Eric Nussbaumer, ETH-Professor Dr. Hansjürg Leibundgut und Daniel Hoffmann von electrosuisse. Zum Schluss spricht Hanspeter Latour, ehemaliger Schweizer Fussballtrainer des FC Thun,

über visionäre Ideen «Träume wahr werden lassen». In der Ausstellung präsentieren Fachleute der 31 eco2friendly-Partner innovative und aktuelle Entwicklungen in der Technik rund um die Elektroinstallation. Das ist eine gute Gelegenheit, neue Ideen für Neu- oder Umbauten zu sammeln und Fragen zu stellen. Die Elektriker, Planer, Architekten und Bauherren werden genügend Platz für Erfahrungsaustausch und Networking haben. Der Eintritt kostet 130 Franken, eco2friendly-Members bezahlen nur 65 Franken. Im Preis inbegriffen sind Mittagessen/Getränke auf der Luzer-

ner-Terrasse. Benutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln erhalten 10 % Rabatt auf die Bahnfahrt bei Buchung über www.sbb.ch/eco2friendly. Bei Anmeldungen bis zum 31. Mai 2012 über die nachstehende Website wird 10% Frühbucher-Rabatt gewährt. Bei der Anmeldung ist der folgende Code einzugeben: ETZHKZ www.eco2friendly.ch/day Die eco2friendly-Kampage wurde 2009 lanciert mit dem Ziel, Elektriker, Architekten, Planer und Bauherren zu motivieren, der Elektroinstallation mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Nicht das günstigste Angebot sollte zählen. Denn wer eine intelligente Elektroinstallation wählt, hat langfristig geplant, spart Strom und steigert erst noch den Komfort. www.ottofischer.ch www.eco2friendly.ch

Fachleute diskutieren die Veränderungen in der Energiewirtschaft Olma Messen und die Stadt St. Gallen organiseren vom 23. bis 25. Mai 2012 den internationalen Geothermie-Kongress, die internationale Jahreskonferenz Europäisches Klima-Bündnis und den Jahresanlass des Kompetenzzentrums für Energie und Mobilität (CCEM). Über 20 Austeller informieren an der kongressbegleitenden Ausstellung über Produkte, Dienstleistungen und Innovationen. Im Mittelpunkt stehen erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Der Geothermie-Kongress ist praxisbezogen und nutzt die bereits gesammelten Erfahrungen aus dem St. Galler

Geothermieprojekt als Basis und Anknüpfungspunkt für die Auseinandersetzung mit dem Thema Erdwärme. Neben zahlreichen Fachvorträgen, Workshops und Expertendiskussionen steht auch das Networking als Erfahrungs- und Wissensaustausch im Vordergrund. Der Kongress richtet sich an ein Fachpublikum aus Energiebranche, Wissenschaft, Industrie, Behörden, Politik und Wirtschaft. Der erste Tag beinhaltet nicht nur technische Themen wie hydrothermale Systeme und Effizienzpotenziale in der Bohr- und Kraftwerkstechnik, sondern auch Vorträge

zur Rechtssituation, zum öffentlichen Beschaffungswesen, zu Versicherungen und weiteren Herausforderungen der Tiefengeothermie. Der zweite Kongresstag – in Zusammenarbeit mit der unabhängigen Stiftung Risiko-Dialog St. Gallen – setzt den Schwerpunkt auf kommunikative Inhalte. Er thematisiert den Einbezug der Bevölkerung und von Interessengruppen bei Energieprojekten und mögliche Formen des Dialogs über die Geothermie hinaus. www.energiekongresse.ch www.geothermie-bodensee.ch

Gipfeltreffen der Technologiebranche Die Sindex, welche vom 4. bis 6. September in Bern stattfindet, rechnet mit 300 Ausstellern auf 12 000 m2 Ausstellungsfläche und einem Besucheraufmarsch von rund 12 000 Personen aus der ganzen Schweiz und dem angrenzenden Ausland. An der Schweizer Messe für Technologie präsentieren die Aussteller Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Automation, Robotik und Handhabung, Fluidtechnik, Elektronik, Elektrotechnik, Produktionstechnik sowie Bildung, Forschung und Entwicklung. Eine Liste der Produkte und 78 | Elektrotechnik 5/12

Dienstleistungen der Aussteller ist ab Mai online einsehbar. Der Bereich Automation bildet mit rund 45 Prozent einen Schwerpunkt, gefolgt von der Elektronik und Elektrotechnik sowie Engineering und Dienstleistungen. Auftakt der dreitägigen Messe bildet das Symposium – auf drei Stunden angelegter Eröffnungsevent. Hier steht der Austausch von Spitzenvertretern

aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft mit dem Management der Zielbranche im Zentrum. Gegenstand des Symposiums bilden daher nicht Fachfragen und direkte Verkaufsaktivitäten, sondern ein konstruktiver Dialog über die Zukunft des Industrie- und Werkplatzes Schweiz, den Spitzenvertreter der Technologiebranche mit den Maschinen- und Anlagenbauern gemeinsam führen. Das definitive Programm sowie die Referenten stehen ab Mai fest. www.sindex.ch


ISSN 1015-3926 63. Jahrgang 2012 Druckauflage: 7000 Exemplare Auflage: 5288 WEMF 2009 Kontakt Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Herausgeberin AZ Fachverlage AG Neumattstrasse 1 5001 Aarau Tel. +41 (0)58 200 56 50 Fax +41 (0)58 200 56 51 Geschäftsführer Dietrich Berg Leiterin Zeitschriften Ratna Irzan Redaktion Elektrotechnik, Neumattstrasse 1, Postfach, CH-5001 Aarau redaktion@elektrotechnik.ch Chefredaktor Hansörg Wigger, Tel. +41 (0)58 200 56 34 Redaktor Raymond Kleger, Tel. +41 (0)52 765 22 53 Ständige redaktionelle Mitarbeiter: Rico De Boni, David Keller, Pius Nauer, Hans R. Ris, Marcel Schöb, Erich Schwaninger, Rüdiger Sellin COPYRIGHT Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Text- und Bildunterlagen übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Produkte und Highlights sind kostenpflichtig. Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet. Leitung Werbemarkt Jürg Rykart, Tel. +41 (0)58 200 56 04

Orange Communications SA 16 Osram AG 9 Pfisterer Sefag AG 11 Phoenix Contact AG US 2 Robert Fuchs AG US 4 Rotronic AG 13 Schenker Storen AG 73 SLG 12 Schweizerische Mobiliar 20 Securiton AG 30 Siemens Schweiz AG 41 Spectra (Schweiz) AG 74 Spline GmbH 18 SpotBox 55 STF 63 TBZ 62 Theben HTS AG 2, 44, 72 W. Wahli AG 4 Wago Contact SA 73 Würth AG 55 Stellenmarkt

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Titelseite Legrand (Schweiz) AG

Beilagen Schneider Electric Fischer Otto AG Trigress Security AG

Im Text erwähnte Firmen

Anzeigenleitung Thomas Stark, Tel. +41 (0)58 200 56 27 Sachbearbeitung Verena Müller, Tel +41 (0) 58 200 56 42 Leitung Lesemarkt/Online Valentin Kälin Aboverwaltung abo@elektrotechnik.ch, Tel. +41 (0)58 200 55 68 Preise Jahresabo Fr. 119.–, 2-Jahres-Abo Fr. 208.– (inkl. 2,5% MwSt.) Layout/Produktion Toni Zürcher, AZ Fachverlage AG, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner CEO: Christoph Bauer www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Basellandschaftliche Zeitung AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Solothurner Zeitung AG , Radio 32 AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG

Monatsausgabe ET 6 15. 6. 2012

ABB Schweiz AG 15 Arocom AG 3 Astrel AG 43 Beckhoff AG 35, 73, 74 BKW FMB Energie AG 61, 65 Brelag Systems GmbH 45 Bugnard SA 53 Demelectric AG 19, 74 Elbro AG 72 Electrolux AG 56 Electrosuisse SEV 67 Elektro-Material AG 7 Elektro-Profi GmbH 69 Elko-Systeme AG 43 Elvatec AG 72, 74 ESYLUX GmbH 27 Esylux Swiss AG 38 Faulhaber Minimotor SA 51 Feller AG 31 Fischer Otto AG US 3 Flextron AG 71 GMC-Instruments 33 Hager AG 17 HS Technics AG 72 Innoxel System AG 46 Koch René AG 59 Legrand (Schweiz) AG US 1 M. Züblin AG 29, 37 Medienstelle ABB Schweiz 39 Mesatec AG 23 Nexans Schweiz AG 75

Anzeigenschluss 23. 5. 2012

Redaktionsschluss 10. 5. 2012

Extra ET/HK Anzeigenschluss 6. 7. 2012 13. 6. 2012

Redaktionsschluss 23. 5. 2012

ABB Schweiz AG 26, 51, 80 Asera AG 26 asut 57 Bank Sarasin & Cie AG 20 Bernexpo AG 78 Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg 24 BKW FMB Energie AG 6 Bugnard SA 52 Bundesamt für Energie BFE (UVEK) 20 Cisco Systems (Switzerland) GmbH 57 Dätwyler Schweiz AG 8 Dufour Advokatur Notariat 68 EEV 26 EKZ Elektrizitätswerke 80, 81 Electrosuisse SEV 16, 66 energiebüro ag 20 Ericsson AG 18 Esylux Swiss AG 8 ETH Zürich 20 Fässler 13 Feller AG 19 Fischer Otto AG 78 GNI 14

Hager AG 26 Hochschule Luzern 20 Hüthig & Pflaum Verlag 5 KNX Swiss 6, 14, 26 LonMark Schweiz 14 Olma Messen St. Gallen 78 Orange Communications SA 58 Puag AG 8 R&M Schweiz AG 58 Rotronic AG 8 Sankt Galler Stadtwerke 20 Securiton AG 26 Siemens Schweiz AG 25 Sunrise Communications AG 58 Suva 5 Swisscom (Schweiz) AG 58 Swissolar 20 Theben HTS AG 8 TRITEC International AG 25 Verband e’mobile 16 VSE 16,54 Woertz AG 32 Würth AG 13

Elektrotechnik 5/12 | 79

Impressum

Unsere Inserenten

Impressum


Vorschau

Vorschau Elektrotechnik 6/12 Komfort pur – überall Musik oder gar Filme Über das intelligente Haus, bei dem Licht, Storen und Heizung komfortabel gesteuert und vernetzt werden, ist schon viel berichtet worden. Mit iPhone und Konsorten ist allerdings ein neues Zeitalter angebrochen: Mit ihnen lässt sich alles steuern. Ganz interessant wird es, wenn auch noch die MultiroomMusikanlage, allenfalls sogar das Hauskino, zusätzlich integriert werden. Speichertechnologien Der wachsende Anteil von Wind- und Solarkraft im Energiemix stellt neue Anforderungen an die elektrischen Energieübertragungs- und Verteilnetze. Externe Batteriespeicher können eine gute Lösung sein, um Ungleichgewichte zwischen Einspeisung und Verbrauch regulieren zu können. ET beschreibt verschiedene Speichertechnologien und deren Einsatzmöglichkeiten. Bild 2 zeigt die grösste Batterie der Schweiz in Dietikon. ABB und die EKZ betreiben dort eine Pilotanlage und sammeln erste Erkenntnisse.

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Smart Grids Konventionelle Kraftwerke und erneuerbare Energien belasten Stromnetze unterschiedlich, denn Wind und Sonne lassen sich nicht vorschreiben, wann sie Energie liefern sollen. Zudem wäre es hilfreich, wenn Haushalte dann Strom konsumieren würden, wenn viel produziert wird. Smart Grids könnten dezentrale Energieerzeugungsanlagen ins Netz einbinden und den Konsum der Produktion anpassen (Bild 3, ABB Schweiz AG) NPK-Know-how Bei der täglichen Anwendung des NPK (Normpositionen-Katalog) in der Praxis treten immer wieder Fragen der Auslegung auf. ET beantwortet aktuelle Fragen und konkretisiert Angaben in punktuellen. Dies erleichtert den Umgang mit dem Ausschreibungs- und Kalkulationswerk und reduziert Diskussionen zwischen Elektroingenieur und Elektrounternehmer.

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1 ... und viele weitere aktuelle Artikel zu Themen rund um die Elektrotechnik, Gebäudetechnik, Automation und Telematik

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Erleben Sie einen energiegeladenen Tag im Herzen der Schweiz! Das Wort Energieeffizienz ist in aller Munde – aber was bedeutet es konkret? Wer heute ein Haus baut, sollte der Ressource Strom ein besonderes Augenmerk schenken. Nur eine sorgfältig geplante, intelligente Elektroinstallation spart Energie und steigert zugleich den Komfort. Hochkarätige Referenten aus Politik und Wirtschaft beleuchten die Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die 31 Partnerfirmen präsentieren Ihnen zwischen den Referaten ihre innovativen Lösungen rund um die energieeffiziente Elektroinstallation. Stellen Sie Ihre Fragen und informieren Sie sich.

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Elektrotechnik 05 - 2012