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Schweizer Fachzeitschrift für Chemie-, Pharma- und Biotechnologie | www.chemieplus.ch

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« DAS GEGENSEITIGE VERTRAUEN IST FÜR MICH DIE BASIS JEDER GUTEN PARTNERSCHAFT.» Manuela Fiscelli ist Kundenberaterin und Produktspezialistin GC, TOF & Autosampler bei Brechbühler AG. Kundenbeziehungen aufbauen, Partnerschaften pflegen sind für sie nicht einfach Begriffe aus dem Lehrbuch. Sondern echtes Bedürfnis.

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4 Thema: Guter Humus für Biotech 32 Instandhaltung: Keine Zeit für Stillstände 46 Analytik: Bildgebende MS für Biogewebe Offizielles Organ des Fachverbandes Laborberufe FLB


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BRINGT JEDEN ZUM STAUNEN editorial CHEMIE PLUS 5-2014 1

Ein «Skoal!» auf den Steuerwettbewerb

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KLEIN UND

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nternational ausgerichtetete Unternehmen folgten bei der Standortwahl zunehmend der Spur der billigen Energie, habe ich an gleicher Stelle in der AprilAusgabe geschrieben. Dieses Statement bleibt gültig – solange die Shale-Gas-Quellen in den USA weiter «sprudeln». In der Zwischenzeit rückte ein anderes, altbekanntes, Standortkriterium in die Schlagzeilen – die «Steueroptimierung». Die Aussicht auf Steuerersparnis trieb den US-Pharmariesen Pfizer offenbar zu seiner Mega-Offerte (100 Milliarden Dollar) für die Übernahme der britischen AstraZeneca (Seite 11). Den Steuersitz des fusionierten Konzerns will Pfizer nach Grossbritannien verlegen. Verständlicherweise, denn das Königreich entwickelt sich zur Wohlfühlzone für unternehmerische Steuersparfüchse. Mit 20 Prozent liegt der Steuersatz für Firmengewinne in UK bereits deutlich unter den 30 Prozent, die der US-Fiskus verlangt. Das Themse-Ufer böte also einen attraktiven Hafen für die Zigmilliarden Bargeldreserven, die Pfizer angeblich im Ausland parkiert hat, und die irgendwann repatriiert werden müssen. Zudem lockt ein weiteres «Zückerli» forschungsintensive Unternehmen auf die Insel: Die Briten führen gerade ein neues Reglement für «Patentboxen» ein. Für Gewinne aus Patenten, die in UK entwickelt und angemeldet werden, sinkt der Steuersatz bis zum Jahr 2017 auf 10 Prozent. Keine schlechte Vorlage für die «Lizenzboxen», die der Schweizer Bundesrat als Kompensation für den Wegfall der Sondertarife für Holdings ins Auge fasst. Selbstverständlich stehen hinter der neuesten Fusionswelle in der Pharmabranche nicht nur fiskalische Kalkulationen. So will Pfizer die Lücke, die der Wegfall der Patente auf Mega-Blockbustern wie Viagra und Lipitor/Sortis ins Portfolio gerissen

ralf.mayer@azmedien.ch

Die Konsolidierungswelle im Pharmasektor rollt

hat, durch Zukauf hochwertiger Wirkstoffe schliessen – insbesondere im Onkologiebereich, wo AstraZenneca gut positioniert ist. In eine ähnliche Richtung zielt Novartis (Seite 10) mit der angekündigten Übernahme des Onkologiegeschäfts der (ebenfalls britschen) GlaxoSmithKline (GSK). Die Neustrukturierung des Basler Konzerns ist indes viel umfassender. Alle Bereiche, die nicht zu den drei hochren-tablen Kerngeschäften – verschreibungspflichte Medikamente, Generika, Augenheilkunde – passen, werden verkauft oder ausgelagert, so etwa die nicht verschreibungspflichtigen Medikamente (OTC) in das Joint Venture mit GSK. Zum Verkauf der OTC-Sparte (an Bayer) entschloss sich auch die amerikanische Merck (Seite 12). Kein Zweifel, der Konsolidierungsmotor läuft auf Hochtouren. Die Drehzahl bleibt hoch, solange die Konzerne Neuordnungsbedarf sehen und billige Geldquellen so ergiebig sprudeln wie die ShaleGas-Quellen.

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inhalt

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Laborbedarf Life Science Chemikalien

4 THEMA DES MONATS Durchbruch für Biotechnologie steht noch bevor Schweizer Biotech-Unternehmen befürchten, dass sie nach der Zustimmung zur Masseneinwanderungsinitiative Probleme bei der Rekrutierung von qualifizierten Spezialisten bekommen. Zurzeit darf sich die Branche aber noch über ein solides Wachstum freuen, wie aus dem Swiss Biotech Report 2014 hervorgeht. Ein bevorzugtes Ziel für Investoren ist die Biotechnologie dennoch nicht, viele KMU haben Schwierigkeiten mit der Finanzierung. Vertreter von Schweizer Hochschulen und Verbänden fordern nun eine gezielte Förderung speziell der industriellen (weissen) Biotechnologie. Den Durchbruch bringen soll hier ein neues Nationales Forschungsprogramm, wie Dr. Jan Lucht von scienceindustries im «Chemie plus»-Interview erläutert. (Themenbild: Clariant)

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1 Editorial 79 Impressum T H E M A D E S M O N A TS 4 Swiss Biotech:Dynamisch trotz fehlender Finanzspritzen 6 «Die Förderung der weissen Biotechnologie ist eine zentrale Aufgabe» M Ä R K TE & A K TE U R E 10 Persönlich 10 Nachrichten 14 Glosse M E S S - S TE U E R - U N D R E G E L TE C H N I K 15 Trend geht zu einfacher Bedienung CHEMIE 18 Heizen mit Nanoröhren

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20 SICHERHEIT Gefahrgüter sicher im Griff Gefahrgüter werden von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, was grundsätzlich ein gutes Zeichen ist. Konsumenten kommen nur dann bewusst mit Gefahrgütern in Kontakt, wenn sie zum Beispiel ein Fondue, zubereitet auf einem Rechaud mit Brennsprit, geniessen, bei der Gartenparty mit einem Gasgrill hantieren oder das Autos mit Benzin an der Tankstelle befüllen. Damit die Sicherheit gewährleistet ist, betreibt die Industrie einen grossen Aufwand, um Gefahrgüter in der gesamten Distributionskette von den Lieferanten bis zu den Kunden sicher zu befördern.

36 REINRAUM/GXP Ein Plus an Qualität Reinraumanlagen sorgen bei der Herstellung von spezialisierten Kunststoffverpackungen für ein deutliches Plus an Qualität. Insbesondere Verpackungssysteme für Pharmazie und Medizintechnik müssen absolut fehlerfrei ausgeliefert und vor Keimen und minimalsten Verunreinigungen geschützt werden. Ohne moderne Reinraumtechnik sind die Produktionsverfahren für pharmazeutische Verpackungen heute nicht mehr durchzuführen. Weitere Themen in unseren Special Reinraum/GxP sind u. a. GAMP in der Praxis, Reinraum Monitoring, Textilservice. Your Approach to Quality.

SICHERHEIT & A R B E I TS C H U T Z 20 Grosser Aufwand für Transport von Gefahrstoffen 25 Gut geplant ist halb gerettet 28 Herausforderungen im Gefahrgutbereich I N S TA N D H A L TU N G 30 Ungeplante Stillstände deutlich reduziert 32 OEE – eine nützliche Kennzahl für Management und Operative REINRAUM / GXP 36 Sicher und flexibel 38 Kontinuierliches ReinraumMonitoring: 40 GxP-gerechter Betrieb 42 Mit dem Neubau in die Zukunft 44 «Nebenprodukt» wird strategisches Standbein A N A LY TI K 46 Bildgebende MS

48 Analytica verbreitet gute Laune 54 Intelligenter Messplatz übernimmt Routineanalytik FIRMENBERICHT 57 BÜCHI: Komplettlösung für die Lebensmittelindustrie P R O D U K TE 58 Kompaktinfos zu Innovationen FLB 63 Berichte aus dem Fachverband Laborberufe F I L TR A T / S TE L L E N 69 Stellen 70 Veranstaltungskalender/Stellen BEZUGSQUELLEN 71 Wer liefert was? SCHLUSSPUNKT 80 Cartoon, Firmenregister

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thema des monats

Bioreaktoren sind effiziente «Brutstätten» für Zellkulturen– und Pharmaumsätze. (Themenbild: Roche)

S W I S S B I O TE C H

Dynamische Branche trotz fehlender Kapitalspritzen Schweizer Biotech-Unternehmen befürchten, dass sie nach der Zustimmung zur Masseneinwanderungsinitiative Probleme bei der Rekrutierung von qualifizierten Spezialisten bekommen. Zurzeit darf sich die Branche aber noch über ein solides Wachstum freuen, wie aus dem Swiss Biotech Report 2014 hervorgeht. RALF MAYER

N

ach einem Knick im Jahr 2012 hat die Biotechbranche in der Schweiz punkto Umsatz und Beschäftigung wieder Boden gutgemacht. Gemäss «Swiss Biotech Report 2014» setzten die in der Schweiz domilizierten Branchenunternehmen total 4,74 Milliarden Franken um, 106 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Insgesamt schuf die Branche 2013 rund 400 neue Jobs, alle 252 Unternehmen zusammen beschäftigen derzeit rund 14000 Mitarbeiter. Über 90 Prozent der Unternehmen sind in der «roten» Biotechnologie, der Biopharmazie, tätig. Der Swiss Biotech Report wird jährlich von der Swiss Biotech Assiciation sowie weiteren Organisationen, daraunter scienceindustries (vgl. Interview auf Seite 7), erstellt. Dank ihrer ausgeprägten Hochschulland-

schaft und dem lebendigen Austausch zwischen Akademie und Industrie bietet die Schweiz einen guten «Humus» für biobasierte Forschung und Produktion. Die positiven Geschäftszahlen bedürfen allerdings auch einer Relativierung. Obwohl zahlreiche KMU und Start-up-Firmen in dem Sektor aktiv sind, lösen der Zuzug respektive der Abzug einzelner Grossunternehmen erhebliche Schwankungen in der Statistik aus. So hinterliess etwa die Schliessung der Merck-Serono-Aktivitäten in der Romandie deutliche Spuren im Vorjahresreport.

Investoren üben Zurückhaltung Weit entfernt von paradiesischen Zuständen ist der Biotech-Standort Schweiz, wenn es um die Finanzen geht. Gesamthaft floss

dem Sektor 2013 neues Kapital in Höhe von 418 Millionen Franken zu. Dies bedeutet zwar ein Plus von 60% gegenüber dem Vorjahr, in dem allerdings extrem wenig Finanzspritzen verabreicht wurden. Weit weg scheinen die goldenen «Vorkrisenzeiten», als die Investoren über die Schweizer Biobranche noch ein Füllhorn von 885 Millionen Franken entleerten. Eingebrochen sind seither vor allem die Kapitalflüsse an börsenkotierte Unternehmen. Diese «public investments» summierten sich 2013 auf 73 (2007: 639) Millionen Franken – immerhin ein Anstieg von 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei das Gros (rund 30 Millionen) auf die Reinacher Evolva, Entwicklerin von Gesundheits-, Ernährungs- und Wellnessprodukten, entfiel.


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Finanziell zum Teil auf dünnem Eis «Die Kapitalbeschaffung bleibt vor allem für Unternehmen in der Frühphase schwierig», resümierte Jürg Zürcher von Ernst & Young bei der Vorstellung des Swiss Biotech Reports am 8. April in Zürich. Auf welch dünnem finanziellen Eis auch etablierte Unternehmen mitunter stehen, zeigte unterdessen der «Fall Cytos»: Das Schlierener Biopharmazie-Unternehmen hat Mitte April seine Aufgabe verkündet. Den «Todesstoss» versetzten der 1995 als Spin-off der ETH Zürich gegründeten und seit 2002 börsenkotierten Biotech-Firma die negativen Resultate einer Studie mit dem Asthma-Medikament CYT003. In die Entwicklung dieses Immunmodulators hatte Cytos sämtliche Hoffnungen gesetzt, nachdem andere Projekte auch auf Druck der Investoren bereits letztes Jahr eingestellt wurden. Jetzt fehlt Cytos das Geld, um einen nachrangige Wandelanleihe zurückzuzahlen. Dank einer Vereinbarung mit den Gläubigern wurde immerhin ein abrupter Konkurs verhindert und der Weg für eine geordnete Einstellung des Betriebs ge-

ebnet. Gleichwohl ein trauriger Abschied für eines der bekanntesten Schweizer Biopharmazie-Start-ups. Per Ende Juli 2014 werden zunächst 24 der 36 Cytos-Mtarbeiter entlassen.

Thema Masseneinwanderungsinitiative Diskutiert wurde beim Swiss Biotech Day am 8. April natürlich auch über die Folgen der vom Stimmvolk verabschiedeten Masseneinwanderungsinitiative. Die Swiss Biotech Association befürchtet, dass die Begrenzung der Personenfreizügigkeit mit der EU zu erheblichen Problemen bei der Rekrutierung von Fachkräften führen wird. Signale aus «Bundesbern» lassen die Branchenvertreter aber auch hoffen, dass die negativen Folgen der Initiative so gering wie möglich gehalten werden. Betroffen ist nicht nur die Biotechnologie, sondern der gesamte Chemie- und Pharmabereich. scienceindustries richtet das Augenmerk unter anderem auf die Grenzgängerthematik. Die Forderung lautet, Kurzaufenthalter und Grenzgänger von sämtlichen Kontingentie-

rungen auszunehmen. Dies sei insbesondere für die Unternehmen im Raum Basel essenziell, erklärt Dr. Jan Lucht von scienceindustries im Interview mit «Chemie plus». Insgesamt stammen mehr als 50 Prozent aller Beschäftigten der scienceindustries-Unternehmen aus dem Ausland. Hoffnungen setzt man auch in das Verhandlungsgeschick des Bundesrats beim Thema Forschungsförderung. Bekanntlich hat die EU den priviligierten Zugang der Schweiz zum neuen Forschungsrahmenprogramm «Horizon 2020» vorerst sistiert. Die Folgen für den Life-Sciences-Standort Schweiz liessen sich jetzt noch nicht abschätzen, betonte Oreste Ghsalba von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) am Swiss Biotech Day. Zunächst müsse man die Verhandlungsergebnisse abwarten. Akute Finanzmot droht den Forschungseinrichtungen derzeit nocht nicht – u.a. auch deshalb, weil viele Schweizer Projekte noch im Rahmen des Vorgängerprogramms von Horizon ■ 2020 gefördert werden.

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I N TE R V I E W M I T J A N L U C H T, S C I E N C E I N D U S TR I E S

«Die Förderung der weissen Biotechnologie ist eine zentrale Aufgabe» Dr. Jan Lucht ist bei dem Branchenverband scienceindustries für das Ressort Biotechnologie verantwortlich und Mitautor des Swiss Biotech Reports 2014. Im Interview äusserst sich Lucht u. a. zu den Auswirkungen der Masseneinwanderungsinitiative und erklärt, warum die industrielle Biotechnologie in der Schweiz gefördert werden sollte.

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INTERVIEW: RALF MAYER

err Dr. Lucht, zunächst eine Frage, die nicht speziell die Biotechnologie, sondern die gesamte wissensbasierte Industrie in der Schweiz betrifft: Muss man sich nach Annahme der Masseneinwanderungsinitiative Sorgen um diese Industrie machen?

von der Kontingentierung ausgenommen werden. Insbesondere für die Life ScienceUnternehmen im Raum Basel bilden die grenznahen Arbeitsmärkte ein unverzichtbares Rekrutierungsfeld. Wichtig ist zudem, dass die Schweiz Hochqualifizierten auch zukünftig einen Familiennachzug ermöglicht. scienceindustries pflegt regelmässige Kontakte zu Parlamentariern, Vertretern von Bundesämtern, Parteien und weiteren Entscheidungsträgern. Welche Signale vernehmen Sie in Bezug auf die Umsetzung der Initiative? Kann der «Worst Case» abgewendet werden? Im Interesse aller scheint man auf sämtlichen Ebenen bestrebt zu sein, die negativen Auswirkungen der Initiative so gering wie möglich zu halten. In der öffentlichen Debatte nach der Abstimmung wurde mehr denn je deutlich, wie eng und vielfältig die Schweiz mit der EU vernetzt ist – neben der Personenfreizügigkeit von den Forschungsrahmenprogrammen über den Studentenaustausch bis hin zur EU-Filmförderung. Offenbar wird man sich zunehmend über den Wert dieser engen Verbindungen mit der EU bewusst. Welches sind derzeit die Hauptaktivitäten von scienceindustries auf dem Gebiet der Biotechnologie? Als zentrale Aufgabe für die nächsten Jahre betrachten wir die Förderung der industriellen Biotechnologie in der Schweiz. In der Schweiz sind Grossunternehmen sowie zahlreiche Start-ups vor allem in der Biopharmazie, also der «roten» Biotechnologie tätig. Die biobasierte Pro-

Dr. Jan Lucht, scienindustries.

Jan Lucht: Der uneingeschränkte Zugang von hochqualifizierten Fachkräften der EU und anderen Weltregionen ist für die im internationalen Wettbewerb stehenden Science Industries eminent wichtig. Insgesamt haben mehr als 50 % aller Beschäftigten in unseren Mitgliedsunternehmen eine nichtschweizerische Herkunft. Unser Verband scienceindustries setzt sich vehement dafür ein, den Zugang zu den internationalen Fachkräftemärkten langfristig zu sichern. Welche Hauptkriterien müssen bei der Umsetzung der Initiative, sprich bei der Wiedereinführung von Zuwandererkontingenten, unbedingt erfüllt werden, um grösseren Schaden abzuwenden? Unbedingt sichergestellt werden muss z. B., dass alle bereits bestehenden Arbeitsbewilligungen unangetastet bleiben. Des Weiteren müssen Kurzaufenthalter und Grenzgänger – entgegen dem Wortlaut der Initiative –

«scienceindustries setzt sich vehement dafür ein, den Zugang zu den internationalen Fachkräftemärkten langfristig zu sichern»

duktion von Chemikalien, also die industrielle oder «weisse Biotechnologie» tritt wenig in Erscheinung. Warum soll sich dies ändern? Die industrielle Biotechnologie gilt als einer der wichtigsten Treiber für nachhaltige Innovationen. Sie ermöglicht die Herstellung von innovativen Produkten mit hoher Wertschöpfung. Die Integration von biotechnologischen Prozessen in die Produktionskette bietet zudem bedeutende ökologische Vorteile. Sie erlaubt eine energiesparende und ressourcenschonende Produktion, bei der z. B. weniger Abfall anfällt und erdölbasierte Rohstoffe durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt werden können. In der Europäischen Union wird die industrielle Biotechnolgie politisch intensiv gefördert. Erklärtes Ziel ist die Schaffung einer Biobased Economy, welche u. a. die grossflächige Umstellung von rein organisch-chemischen Synthesen auf biotechnologische Prozesse beinhaltet. Im Gegensatz zur EU ist in der Schweiz die weisse Biotechnologie – zumindestens in der Öffentlichkeit – noch weitgehend unbekannt … Das stimmt. Würde man in der EU Politiker oder auch Passanten auf der Strasse fragen, was industrielle Biotechnologie bedeutet, so könnten viele Befragte wohl zumindestens eine grobe Beschreibung abgeben. Dies ist nicht zuletzt der Erfolg einer konsequenten Öffentlichkeitsarbeit, die durch Organisationen wie z. B. «Europa Bio» seit Jahren betrieben wird. In der Schweizer Öffentlichkeit ist die weisse Biotechnologie bisher noch kein grosses Thema – obwohl exzellente Voraussetzungen für eine Nutzung dieser Schlüsseltechnologie der Zukunft be-


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stehen. Schweizer Hochschulen sind bereits führend in der biotechnologischen Forschung, und in der chemisch-pharmazeutischen Industrie herrscht ein grosser Bedarf an innovativen Produktionsverfahren. Es geht also darum, gegenwärtiges und zukünftiges Wissen an die Industrie zu transferieren. Wie soll das geschehen? Anfang 2014 hat scienceindustries gemeinsam mit biotechnet, der Swiss Biotech Association und der ETH Zürich den Vorschlag für ein Nationales Forschungsprogramm (NFP) «Industrielle Biotechnologie – BiocatCH+» eingereicht. (Siehe Textkasten, Anm. d. Red.). Ziel des NFP ist es, einen «Innovationsraum Biokatalyse» zu schaffen, der ausgehend von einer anwendungsorientierten Grundlagenforschung die gesamte Wertschöpfungskette miteinbezieht. Neben interdisziplinären Projekten, in denen u. a. die technischen Möglichkeiten der Biokatalyse eruiert sowie ökonomische und gesellschaftliche Fragen beim Wandel von einer erdöl- in eine biobasierte Wirtschaft behandelt werden, sieht das NFP Biocat-CH+

Biocat-CH+: Eingabe für Nationales Forschungsprogramm Die industrielle («weisse») Biotechnologie umfasst die Integration von biotechnischen Prozessen in die Produktion von Chemie- und Folgeprodukten. Ein wichtiger, bereits in zahlreichen Prozessen eingesetzter Zweig der weissen Biotechnologie ist die Biokatalyse, bei der Enzyme, Enzymkaskaden oder Zellen als Katalysator von chemischen Reaktionen eingesetzt werden. Ökonomisch interessant werden biokatalytische Prozesse dann, wenn sie selektiver und effizienter verlaufen als die klassischen chemischen Synthesen für das gleiche Produkt bzw. wenn sie die Synthese neuartiger Produkte unterstützen. Darüber hinaus erlauben Biokatalysatoren die Integration von erneuerbaren Rohstoffen in die Produktionsprozesse, und sie selber können zum Teil auf Basis von Abfallstoffen hergestellt werden. Anders als in der EU wird die weisse Biotechnologie in der Schweiz noch nicht öffentlich gefördert. Dieses Manko wollen Vertreter aus Wissenschaft und Industrie nun beseitigen: Anfang 2014 lancierten sie den Antrag auf ein Nationales Forschungsprogramm (NFP) mit dem Titel «BiocatCH+ – Toolbox für eine nachhaltige und innovative biobasierte Produktion» (vgl. Interview). Unterzeichnet wurde die Eingabe von Prof. Dr. Sven Panke (ETH Zürich), Prof. Dr. Daniel Gygax (biotechnet), Dr. Jan Lucht (scienceindustries) und Domenico P. Alexakis (Swiss Biotech Association). Auf Hochschulebene besetze die Schweiz bereits heute eine führende Position in der Biotechnologie. Dieses Wissen solle intensiviert und gleichzeitig den Schweizer Unternehmen zugänglich gemacht werden, heisst es in der NFP-Eingabe. «Biocat-CH+» soll Forschung und Aktivitäten entlang zweier Hauptvektoren fördern: Vektor 1 deckt die zukünftigen technischen Möglichkeiten der Biokatalyse auf (z. B. durch Rekrutierung von neuen enzymatischen Biokatalysatoren, Konstruktion/Optimierung von zellulären Biokatalysatoren). Vektor 2 evaluiert, wie der Übergang in eine biobasierte Chemie am effizientesten gestaltet werden kann. Hierbei kommen u. a. computergestütze Tools zur Wirtschaftlichkeitbetrachtung zum Einsatz. Zudem soll die biobasierte Technologiewende einen neuen Fokus in der Hochschulausbildung bilden. Die Eingaben für die neuen NFP liegen beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und innovation in Bern. Über die Vergabe wird diesen Herbst entschieden.

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auch Anpassungen in der Ausbildung vor. Biokatalyse und Bioprozesstechnik sollen in den relevanten Studiengängen einen neuen Fokus bilden. Die Biokatalyse, also der Einsatz von Enzymen, Enzymkaskaden oder Zellen als Katalysator für chemische Reaktionen, ist ein Teilbereich der weissen Biotechnologie. Warum diese Fokussierung im NFP? Biokatalytische Reaktionen sind hochselektiv, energieeffizient, und sie erlauben die In-

scienceindustries und die Swiss Biotech Association hatten bereits im Jahr 2011 ein NFP zum Thema industrielle Biotechnologie vorgeschlagen. Dieser Vorschlag kam in «Bundesbern» aber nicht durch. Warum glauben Sie, werden Sie mit dem neuen Antrag mehr Erfolg haben? Nach «Fukushima» hat die Politik damals entschieden, ausschliesslich neue NFP zu genehmigen, die sich auf das Thema Energie fokussieren. Im vergangenen Jahr hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation das Fenster geöffnet und signalisiert, dass nun auch wieder Vorschläge mit anderem Fokus berücksichtigt werden. Wir haben ® H High Performance TOC Analysator multi N/C unseren ursprünglichen Vorschlag überarbeitet und aktualisiert. Der Vorschlag wird – neben den bereits genannten Antragstellern – von zahlreichen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Industriekonsortien mitgetragen. Wir sind zuversichtlich, dass die Biokatalyse mit ihren hohen ökonomischen und ökologischen Potenzialen auch in der politischen Landschaft Unterstützung finden wird. Sie rechnen also damit, dass das NFP Biocat-CH+ im kommenden Herbst genehmigt wird? Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Mittlerweile hat sich ein gewisser «Rückstau» an Vorschlägen für nichtenergiefokussierten NFG gebildet. Die Konkurrenz ist intensiv, und die zu verteilenden Mittel sind begrenzt. Aber wir sind optimistisch. Gibt es schon Beispiele für Industrielle Biotechnologie in der Schweiz? Selbstverständlich gibt es Beispiele. Im Swiss Biotech Report 2014 habe ich explizit die AVA Biochem BSL AG erwähnt. Das junge innovative Unternehmen hat sich

tegration nachwachsender Rohstoffe in den Produktionsprozess. Die Biokatalyse wird bereits heute industriell angewendet, und sie besitzt das Potenzial, mittel- und langfristig zu einem zentralen Produktionspfeiler in der chemisch-pharmazeutischen Industrie zu werden. Dank der rasanten Fortschritte u. a. in der Genomsequenzierung und in der Bioinformatik können die schier unerschöpflichen synthetischen Möglichkeiten von Mikroorganismen und Pflanzen offengelegt und für die Synthese von neuen Biokatalysatoren genutzt werden. Zusam-

men mit analysen- und prozesstechnischen Neuerungen lassen sich so in Zukunft Biokatalysatoren sehr schnell identifizieren, optimieren und zielgenau in Syntheseprozesse einbringen.

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im Infrapark Baselland in Muttenz angesiedelt und produziert dort 5-Hydroxymethylfurfural (5-HMF) aus Biomasse. 5-HMF gilt als eine der hochwertigsten Plattformchemikalien, die in vielen Prozessen u. a. in der Lebensmittel- und der Kunstoffindustrie zum Einsatz kommt. AVA Biochem ist in der Lage, 5-HMF in industriellen Mengen herstellen – und zwar weitaus effizienter, als es mit klassischen chemischen Syntheseverfahren möglich ist. Das neue modifizierte Verfahren basiert auf der hydrothermalen Hy-drokarbonisierung, die ursprünglich zur Herstellung von Biokohle entwickelt wurde. Die Innovationskraft und der Ideenreichtum dieses jungen Unternehmens beeindrucken mich sehr. Auch Schweizer Grossunternehmen integrieren biotechnologische Prozesse in ihre Produktionskette. Syngenta etwa nutzt die Biokatalyse zur Synthese von innovativen Pflanzenschutzmitteln. Welche Bedingungen müssen biotechnologisch hergestellte Chemikalien erfül-

len, damit sie auf dem Markt reüssieren können? Sicherlich spielt der Preis eine Rolle. Dies gilt insbesondere für hochwertige Produkte, die in so kleinen Mengen hergestellt werden, dass der ökologische Aspekt – Stichwort Ressourcenschonung – für die Kaufentscheidung noch nicht ausschlaggebend ist. Wenn es gelingt, eine biotechnologisch hergestellte Plattformchemikalie deutlich preisgünstiger als die gleiche chemisch synthetisierte Substanz auf den Markt zu bringen, eröffnet sich möglicherweise auch ein Potenzial für neue Anwendungen, die zuvor mangels Wirtschaftlichkeit nicht realisierbar waren. Die «grüne» Biotechnologie wird im Swiss Biotech Report und auch auf der scienceindustries-Homepage nicht the-

«Wir sind zuversichtlich, dass die Biokatalyse auch in der Politik Unterstützung finden wird»

matisiert. Ist mit der Einführung und Verlängerung des Gentechnikmoratoriums der «Zug» für die Pflanzenbiotechnologie «abgefahren»? Nicht nur in der Schweiz, sondern auch in der EU herrscht eine anhaltend negative Stimmung gegenüber der grünen Biotechnologie, was dazu führte, dass quasi alle grossen Hersteller ihre diesbezüglichen Aktivitäten aus Europa abgezogen haben. Einen grossen Einfluss haben dabei Organisationen, die die Risiken einer Technologie prinzipiell überbewerten und deren Vorteile konsequent negieren. Solchen technologiefeindlichen Tendenzen, die nicht nur die Pflanzenbiotechnologie, sondern z. B. auch die Nanotechnologie betreffen, setzt scienceindustries vor allem fachlich fundierte Aufklä■ rungsarbeit entgegen.

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märkte und akteure

persönlich Im Novartis-Konzern gibt es eine Rochade in den Divisionsleitungen: Jeff George ist seit 1. Mai Divisonsleiter von Alcon, dem weltgrössten Anbieter von Augenheilmitteln. George folgt in dieser Position Kevin Buehler, der nach einer 30-jährigen Karriere bei Alcon in den Ruhestand tritt. Georges bisherige Position, die Divisionsleitung von Sandoz, der Generikasparte des Konzerns, übernimmt Richard Francis. Der Manager war bisher bei Biogen Idec tätig, wo er während 13 Jahren Führungsaufgaben in mehreren Therapiefeldern in Europa und den USA ausübte.

Novartis baut Konzern massiv um Der Pharmakonzern Novartis konzentriert sich in Zukunft auf die drei Kernbereiche verschreibungspflichtige Medikamente, Augenheilkunde und Generika. Dafür hat der Basler Konzern einen milliardenschweren Konzernumbau angestossen. Im Segment Novartis Pharma stärkt der Konzern sein renditestarkes Geschäft mit Krebsmedikamenten mit einem Milliardenzukauf. Die Basler übernehmen das Onkologie-Geschäft des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK). Der Kaufpreis beträgt 14,5 Milliarden US-Dollar plus weitere 1,5 Milliarden Dollar bei Erreichen bestimmter Meilensteine. Dafür stösst Novartis das Impfstoffgeschäft komplett ab. Dieser Bereich geht mit Ausnahme der GrippeImpfstoffe an die Briten. GlaxoSmithKline zahlt dafür insgesamt 7,1 Milliarden Dollar plus Lizenzgebühren, 5,25 Milliarden Dollar sofort, weitere 1,8 Milliarden nach Erreichen bestimmter Meilensteine. Für das Geschäft mit Grippe-Impfstoffen hat Novartis einen separaten Verkaufsprozess eingeleitet. Ausserdem wollen die Schweizer und die Briten ihre Geschäfte mit frei verkäuflichen Medikamenten (OTC) in einem Gemeinschaftsunternehmen zusammenlegen, an dem Novartis 36,5 Prozent halten wird. Auf die rund 15 000 Arbeitsplätze, die weltweit auf die Novartis-OTC-Sparte entfallen, habe diese Neu-

Jürgen Hambrecht ist wie geplant neuer Aufsichtsratsvorsitzender der BASF SE. Der neu bestellte Aufsichtsrat wählte den ehemaligen BASF-Chef in seiner konstituierenden Sitzung zum Vorsitzenden des Kontrollgremiums. Er folgt damit Eggert Voscherau. Hambrecht hatte BASF zwischen 2003 und 2011 als CEO geführt.

Zitat des Monats «In Zukunft sind wir in allen unseren Bereichen entweder die Nummer 1 oder die Nummer 2»

ordnung vorerst keinen Einfluss, erklärte Novartis-CEO Joseph Jimenez (Bild). In der Schweiz werden insgesamt 1500 Stellen am Produktionsstandort in Nyon und am Hauptsitz Basel dem OTC-Geschäft zugeordnet. Den Bereich Tiergesundheit veräussert Novartis an den USPharmakonzern Eli Lilly für knapp 5,4 Milliarden Dollar. www.novartis.com

Novartis-CEO Joe Jimenez Blick, 23. April 2014

Solarflugzeug bereit für Erdumrundung von Bertrand Piccard und André Borschberg, die das Projekt Solar Impulse vor mehr als zehn Jahren ins Leben gerufen haben. Der Antrieb für den historischen Flug rund um die Welt soll allein aus der Kraft der Sonne kommen. Dazu dienen rund 17 200 Solarzellen auf den Flügeln, die mit 72 Metern die Spannweite der grössten Passagiermaschinen haben. Trotzdem ist das ganze Flugzeug nur 2,3 Tonnen schwer. An Bord seien zahlreiche innovative Produkte und Lösungen von Bayer MaterialScience, die das Flugzeug besonders leicht und stabil machen – unter anderem ein neuartiger, extrem leistungsfähiger Dämmstoff fürs Cockpit, teilte der deutsche Konzern mit. www.bayer.com

Per 1. Juli 2014 wird Marc Funk die Leitung des Pharma & Biotech-Segmentes der Lonza-Gruppe übernehmen, nachdem Stephan Kutzer dem Unternehmen mitgeteilt hatte, Lonza zu verlassen. Funk hat bereits operative und kommerzielle Projekte im Pharma & Biotech-Netzwerk geleitet und hat seit über einem Jahr die Leitung des Bereichs Global Quality für Pharma & Biotech inne. Mit Michel Alric, zuletzt Sales Manager EMEA bei GE Water & Process Analytical Instruments, hat die Analytik Jena AG einen neuen Top-Manager für ihre Tochtergesellschaft in Frankreich verpflichtet. Der neue Geschäftsführer Alric wird neben dem ebenfalls als Geschäftsführer der Analytik Jena France S.A.R.L. tätigen Maik Schmidt die Vertriebsaktivitäten in Frankreich leiten und ausbauen.

Vorhang auf für ein visionäres Projekt: Das entscheidende zweite Modell des Sonnenfliegers Solar Impulse ist fertig. Das Flugzeug, das 2015 erstmals ganz ohne Treibstoff die Erde umrunden soll, wurde am 9. April im schweizerischen Payerne vorgestellt. Enthüllt wurde der Flieger


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Neu bei aran ag: Mobile Drehtechnik

Die aran ag bietet neu auch Drehtechnik der Firma EFCO an. Drehtechnik getätigt und gehört nun nach eigener Auskunft zu den führenden Unternehmen dieser Technologie in Europa. Das Portfolio besteht aus Maschinen der Firma EFCO in Deutschland. Dazu gehören: ■ Transportable Drehmaschinen TD2. ■ Flanschendrehmaschinen TDF1 und TDF2. ■ Hochtourige Schleifmaschinen VSA-1 und VSA2 inkl. Mannlochschleifvorrichtung sowie Schieber- und Ventilschleifmaschinen runden das Maschinensortiment ab.

aran ag, bestens bekannt als Dienstleister im Bereich Pumpen/Armaturen- und Getriebe-Revisionen, erweitert sein Produktefolio markant: aran ag hat hohe Investitionen in die mobile

Am Tag der offenen Tür am 23. Mai 2014 bei aran ag in Lausen werden die Maschinen einem interessierten Publikum vorgestellt. Informationen zu allen Maschinen und zum Tag der offenen Tür unter: www.aran.ch

Pfizer buhlt vorerst vergeblich um AstraZeneca Dem britischen Pharmakonzern AstraZeneca ist auch die nachgebesserte Übernahmeofferte von Pfizer zu niedrig. Weder finanziell noch andere Aspekte betreffend biete die Offerte eine Basis für einen Zusammenschluss. Insbesondere kritisieren die Briten den hohen Anteil an Aktien, mit denen Pfizer die Übernahme bezahlen will. AstraZeneca-Verwaltungsratschef Leif Johansson sagte am 2. Mai, AstraZeneca wolle lieber als unabhängiges Unternehmen in Forschung und Entwicklung investieren und dem Pharmakonzern so ein dynamisches Wachstum ermöglichen. Auch für AstraZeneca-CEO Pascal Soriot sind Forschung und Entwicklung eine wichtige Stärke des Unternehmens, die Pfizer in der neuen Offerte nicht ausreichend berücksichtige. Die Amerikaner «unterschätzen» den Wert der Pipeline an Arzneimittelkandidaten der Briten. Der Manager befürchtet, dass ein Deal die Forschungsarbeit stören könnte. Pfizer hatte angekündigt, das fusionierte Unternehmen in Grossbritannien anzusiedeln, zum Teil wegen der dort geringeren Steuersätze. Dies wiederum sorgte für Unmut in Washington. Das Angebot des US-Pharmamultis an die AstraZeneca-Aktionäre hat einen Gesamtwert (Aktien- und Baranteil) von 106,43 Milliarden US-Dollar. www.pfizer.com; www.astrazeneca.com

BASF strafft Sparte Performance Products Der Chemiekonzern BASF trimmt die Sparte Performance Products weiter auf mehr Profitabilität. Ab 2016 soll der Gewinnbeitrag, der durch die Restrukturierung erzielt wird, bei 450 bis 500 Millionen Euro liegen, sagte Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel bei einer Analystenkonferenz. Dafür würden Einmalkosten von 250 bis 300 Millionen Euro anfallen und bis Ende 2016 insgesamt 2000 Arbeitsplätze gestrichen. Die Sparte, in der BASF Chemikalien für unterschiedliche Branchen wie Kosmetik-, Pharma-, Papier- und Kunststoffindustrie herstellt, befindet sich seit Längerem in Restrukturierung. Erst kürzlich hatte der Konzern bekannt gegeben, das Geschäft mit Inhaltsstoffen für Ernährungs- und Gesundheitsprodukte profitabler aufzustellen und weltweit etwa 260 Arbeitsplätze abzubauen. www.basf.com

Schweizer Analytik entlockt Kometen seine «Geheimnisse» Im März 2004 startete der Orbiter «Rosetta» ins All. Nun, im August 2014, soll er damit beginnen, Kern und Umgebung des Kometen «67P/Churyumov-Gerasimenko» zu analysieren und zu beobachten. Mit an Bord: hochkomplexe Metall-Keramik-Sensoren der Empa – integriert in zwei Massenspektrometer. Die Geräte wurden eigens für diese Mission entwickelt, um die Gasteilchen in der Umgebung des Kometen zu messen. Als erste Sonde soll Rosetta einen Kometen begleiten – und sogar auf ihm landen. Verschiedene Geräte an Bord messen, kartografieren und analysieren während zwei Jahren den Kometen und die Gase und Moleküle in dessen Umgebung. Am Projekt sind zahlreiche Institute beteiligt, darunter die Universität Bern, die für die Entwicklung von ROSINA («Rosetta Orbiter Spectrometer for Ion and Neutral Analysis») verantwortlich war. Diese Instrumentengruppe besteht aus zwei Massenspektrometern und einem Drucksensor. Die Berner Forscher wiederum holten die Empa ins Boot, die die Entwicklung und Herstellung der ionen-optischen Sensoren für die beiden Spektrometer übernahm. Diese sollten nicht nur leicht sein, sondern auch den harschen Bedingungen im Weltraum standhalten. ROSINA soll Ionen und Neutralgasteilchen in der (extrem «dünnen») Atmosphäre und in der Ionensphäre von «67P/Churyumov-Gerasimenko» analysieren. Denn dies erlaubt Rückschlüsse auf die Entstehung unseres Sonnensystems. Das Massenspektrometer DFMS («Double Focusing Mass Spectrometer») misst Neutralgasteilchen und den Ionenmodus für die Analyse ionisierter Teilchen. Das Flugzeitmassenspektrometer RTOF («Reflectron Time of Flight») erweitert das DFMS, indem es die Sensitivität des gesamten Instrumentes erhöht. www.empa.ch


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Bayer schluckt OTC-Geschäft von Merck & Co. Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer rückt seinem Ziel näher, weltweit die Nummer Eins im Geschäft mit frei verkäuflichen Medikamenten (OTC) zu werden. Die Leverkusener übernehmen nach einem harten Bieterwettstreit für 14,2 Milliarden US-Dollar das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten vom US-Konzern Merck & Co. Mit dem Zukauf wird Bayer in dem Geschäftsfeld Marktführer in Nord- und Lateinamerika und nimmt eigenen Angaben zufolge weltweite Spitzenpositionen in wichtigen Medikamenten-Kategorien ein. Zudem schliessen die beiden Unternehmen eine strategische Pharmakooperation im Bereich der Modulation von löslicher Guanylat-Zyklase (SGC) zur Entwicklung neuer Therapieansätze für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hierfür wird Bayer von Merck eine Vorauszahlung von 1 Milliarde Dollar erhalten sowie umsatzabhängige Meilensteinzahlungen von bis zu 1,1 Milliarden Dollar. «Diese Akquisition ist ein bedeutender Meilenstein auf unserem Weg zur angestrebten globalen Marktführerschaft im attraktiven Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln», erklärte Bayer-Chef Marijn Dekkers (Bild). Das Unternehmen stärke damit den Umfang und die Ertragskraft des eigenen Consumer-Care-Geschäfts, das schon jetzt hohe Margen und stabile Cashflows erziele, ganz erheblich, betonte der Manager. www.bayer.com

Grossfusion in indischer Pharmabranche Die indische Pharmabranche steht vor einem milliardenschweren Unternehmenszusammenschluss. Die Sun Pharmaceuticals Industries Ltd übernimmt ihren strauchelnden Konkurrenten Ranbaxy Laboratories für 3,2 Milliarden US-Dollar. Damit wird der grösste indische Pharmakonzern entstehen. Mit der Transaktion wird die japanische Daiichi Sankyo, die 2008 für 4,8 Milliarden US-Dollar eine Kontrollmehrheit an Ranbaxy erworben hat, mit 9 Prozent der Aktien ein bedeutender Anteilseigner bei Sun Pharma werden. Die Produkte von Sun Pharma und Ranbaxy dürfen aus Sicherheitsgründen nicht in den USA verkauft werden. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte ein Importverbot auf Medikamente der Unternehmen verhängt. Vor dem Einfuhrverbot hatte Ranbaxy noch rund 40 Prozent seiner Umsätze in den USA erzielt. www.sunpharma.com

Elektronikchemikalien: Merck kauft ehemalige Clariant-Firma Das Gebot des deutschen Chemie- und Pharmakonzerns Merck KGaA für das Elektronikchemiekalien-Unternehmen AZ Electronic Materials war erfolgreich. Dem Darmstädter Unternehmen wurden 81,28 Prozent der AZAktien angedient, damit wurde die Mindestannahmequote von 75 Prozent erreicht, wie Merck mitteilte. Nun sollen die restlichen Aktionäre der ehemaligen Hoechst-Tochter die Gelegenheit bekommen, ihre Aktien doch noch an Merck zu verkaufen. Merck hatte die geplante Übernahme von AZ Electronic Materials für rund 1,9 Milliarden Euro im Dezember angekündigt. Dabei hatte sich das Unternehmen noch die Hürde von mindestens 95 Prozent gesetzt, mit Erhalt der letzten kartellrechtlichen Freigabe in China dann diese Schwelle vor wenigen Tagen aber auf 75 Prozent gesenkt. Mit der Übernahme des Anbieters von High-Tech-Materialien für die Elektronikindustrie will Merck seine Sparte Performance Materials stärken. Das AZ-Geschäft war ursprünglich ein Teil der deutschen Hoechst AG, bis das Schweizer Chemieunternehmen Clariant Ende der 1990er-Jahre von Hoechst das Spezialchemiekaliengeschäft übernahm, inklusive AZ. 2004 wurde das Geschäft dann von dem Finanzinvestor Carlyle gekauft und erstmals als eigenständiges Unternehmen gegründet. www.merckgroup.com

Ein Unternehmen des SVTI und des TÜV SÜD Niederlassungen in Wallisellen und Neuchâtel


Lanxess plant Kapitalerhöhung Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat überraschend eine Kapitalerhöhung um 10 Prozent angekündigt. Damit will sich der Anfang April angetretene neue Vorstandschef Matthias Zachert Finanzspielraum für notwendige Restrukturierungsmassnahmen schaffen. Nach einem verhaltenen Start in das Geschäftsjahr 2014 erarbeitet das Unternehmen derzeit mit Hochdruck Massnahmen, um den Konzern neu auszurichten. Die nun geplante Kapitalmassnahme sieht vor, das bestehende genehmigte Kapital teilweise auszunutzen und das Grundkapital der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu erhöhen. Die Erhöhung des Grundkapitals erfolgt um nominal rund 8,32 Millionen Euro gegen Ausgabe von 8 320 266 neuen Aktien. Sie sind für das Geschäftsjahr 2013 dividendenberechtigt. www.lanxess.com

Cellulose-Ethanol mit Mais von Syngenta Syngenta hat der Cellulosic Ethanol Technologies, LLC, die Lizenz für die ACE (Adding Cellulosic Ethanol)-Technologie, eines neuen Verfahrens für Ethanolanlagen, gegeben. Die ACE-Technologie kann laut Syngenta die Ethanolproduktion einer Anlage deutlich steigern und bietet weitere Vorteile – z.B. Steigerung der Maisölproduktion und höherer Proteingehalt in DDGs (Dried Distillers Grains), einem Ethanol-Nebenprodukt, das als Futtermittel verwendet wird. In Kombination mit dem Enogen-Mais-Trait von Syngenta sorge die ACE-Technologie dafür, dass die Fasern und die Stärke eines Maiskorns in Ethanol umgewandelt werden können. Enogen ist das einzige Mais-Output-Trait, das speziell zur Verbesserung der Ethanolproduktion entwickelt wurde. LLC wird die ACE-Technologie voraussichtlich im Mai 2014 in der Ethanolanlage in Galva, Iowa, erstmals einsetzen. www.syngenta.com

BASF erweitert Standort Nanjing Der deutsche Chemiekonzern BASF baut mit seinem chinesischen Partner Sinopec eine neue Produktionsanlage für Neopentylglykol (NPG) am Verbundstandort des Gemeinschaftsunternehmens der beiden Konzerne in Nanjing. Die Anlage soll Ende 2015 mit einer jährlichen Produktionskapazität von etwa 40000 Tonnen in Betrieb gehen, teilte BASF mit. NPG ist ein Polyalkohol, der aufgrund seiner hohen chemischen und thermischen Stabilität über eine hohe Leistungsfähigkeit bei vielen Endanwendungen in den Bereichen Lacke, Textilien und Bau verfügt. NPG bewährt sich vor allem als chemischer Baustein zur Herstellung von Polyesterharzen für Coatings, ungesättigten Polyester- und Alkydharzen, Schmiermitteln und Weichmachern. BASF verfügt bereits über NPG-Produktionsanlagen in Ludwigshafen, in Freeport/USA und in Jilin/China. www.basf.com

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Firma Huber ist «ECOfit» Die Huber Kältemaschinenbau GmbH aus Offenburg hat erfolgreich am «ECOfit»-Programm des Landes Baden-Württemberg zur Förderung des betrieblichen Umweltschutzes teilgenommen. Umweltminister Franz Untersteller zeichnete das Unternehmen für sein vorbildliches Umweltmanagement und eine ausgezeichnete Ressourceneffizienz aus. Im Rahmen des Projektes hat Huber über 240 000 Euro in verschiedene Massnahmen investiert, die den Energiebedarf des Unternehmens deutlich senken und das Abfallvolumen reduzieren. Besonders stolz ist das Unternehmen auf den Tiefbrunnen, der als Grundwasserkühlanlage fungiert und pro Jahr ca. 18 000 m3 Wasser einspart. Weitere Investitionen flossen u. a. in eine Papier- und Kartonagepresse sowie in spezielle Massnahmen zum Kunststoffrecycling, dadurch werden jährlich fast eine Tonne CO2-Emissionen vermieden. www.huber-online.com

Selbstüberwachung und Diagnosefunktionen. Asset Management und zusätzliche Speicher für Prozesswerte und Systemereignisse ermöglichen eine vorbeugende Wartung sowie die lückenlose Rückverfolgung von Veränderungen im Prozess und am Sensor. Dies optimiert Ihre Anlagenverfügbarkeit und spart Kosten im Anlagenbetrieb und bei der Instandhaltung. www.vega.com/ch-de/chemie


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GLOSSE

Mit Hagen-Rundkorn zum Titel die Gazzetta und mein Croissant vor mir abstellte. «Wenn ich nicht wüsste, dass in just diesem Hubschrauber auch die jüngste Tochter eines Pflückers ins Bezirkshospital geflogen wurde, hätte ich jetzt ein schlechtes Gewissen, mein werter Haettenschweiler. So weiss ich es einfach nur zu schätzen, dass Sie meine Vorfreude auf die WM flankieren. Denn auf das Turnier in Brasilien darf man sich ja irgendwie freuen, anders als auf die beiden nächsten Meisterschaften. Ein Glück, dass Nordkorea so arm ist, sonst hätten die sich auch schon eine WM gekauft.» Mein promovierter Vorlagenvorleger hob gemächlich die linke Augenbraue. «Aber Herr Hagen-Rundkorn, Sie wollen doch nicht etwa andeuten, dass sich der Weltfussballverband in irgendeiner Weise bei seinen Entscheidungen von den Verlockungen des Geldes beeinflussen lässt!», leierte er, ohne sich die Mühe zu machen, seine Verachtung für die Welt der professionellen Korruption zu kaschieren. «Autokratien verstehen sich eben untereinander. Transparency International ist doch nur neidisch, dass sie niemand besticht, wobei ... Nun, gerüchteweise hat Dr. Bach vom IOC ja Saudi Arabien schon bescheinigt, dass es beste Voraussetzungen für die Ausrichtung Olympischer Winterspiele mitbringe. Und ausserdem sehen wir ja, wie schwer es wird, solche Grossveranstaltungen in Ländern mit Möglichkeiten freier Meinungsäusserung zu organisieren. In Deutschland haben die Anlieger eine Bewerbung für die Winterspiele abgelehnt. In Brasilien protestiert das Volk, weil ihnen der Fussball genommen wird. England war eine Ausnahme, ansonsten geht so etwas nur noch in Diktaturen, die im Umgang mit Protestanten noch in Übung sind. Russland, Katar, China, Saudi Arabien … nun ja, es muss halt Geld und Skrupellosigkeit aufeinandertreffen, dann läuft es.» «Dann

«FEINSTE BRASILIANISCHE BOHNEN, Herr Hagen-Rundkorn, direkt per Hubschrauber von der Plantage geholt, um Staus und Strassenschlachten aus dem Weg zu gehen», erläuterte der weltbeste Barista, gefangen im Körper eines Vorstandsassistenten, während er meinen Cappuccino,

sollte die FIFA die WM vielleicht gleich an sich selbst vergeben und die Spielorte global verteilen. Wer weiss, vielleicht gäbe es dann ein GruppenSpiel in der Schweiz?», mutmasste mein Assistent. «Also ich zahle dafür nicht. Ganz davon abgesehen, dass dies in meinem Alter keine Investition

wäre, von der ich unmittelbar profitieren könnte. Nein, ich beschränke mich lieber auf die krankengymnastische Unterstützung des Nati-Lazaretts. Die werksärztlichen Physiotherapeuten richten sich derzeit schon im Quartier der Nati in Porto Seguro ein, ausgerüstet mit den neusten Geheimwaffen der Nanotechnik. Die Verletztenliste ist lang, aber nicht mehr lange. Und Ottmar Hitzfelds Trenchcoat haben wir auch schon mit einer Klimaanlage ausgerüstet, die wir für Ganzjahres-Winterjacken amerikanischer Rap-Musiker entwickelt haben. Was mich daran erinnert, mit Herrn Al-Khater vom Organisationskomitee Katars zu sprechen. Schliesslich wollen wir in Katar nicht nur Stadien, sondern Plätze und ganze Stadtviertel mit unserer neuartigen Kühltechnik auf mitteleuropäische Sommernachtstemperaturen runterregeln. Oder geht das jetzt auch nur noch über diesen Jungspund Blatter von der FIFA? So, aber jetzt brauche ich noch Ihren Tipp, werter Doktor, wie schneidet unsere Nati nun ab?» Ich blickte Haettenschweiler erwartungsfroh an. «Meinen Berechnungen zufolge schafft das Team mit einer Wahrscheinlichkeit von 84% als Gruppenzweiter den Einzug ins Achtelfinale, wo es mit 91%iger Wahrscheinlichkeit auf Argentinien trifft, um die Begegnung mit 97%iger Sicherheit mit 0:2 zu verlieren. Sollte die Nati jedoch ihre 5%ige Chance ergreifen, und als Gruppenerster Argentinien aus dem Weg gehen, wird die Schweiz mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,27% Weltmeister», las mein Chefmathematiker von seinem Tablet ab. «Na dann, stossen Sie schon mal kräftig Eis für Caipirinhas, falls die Limettenkrise in Mexico das Getränk nicht verhindert.» MIT VOLLSPANN KÜHLENDEM WM-BALL IHR FRITJOF HAGEN-RUNDKORN

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F Ü L L S TA N D M E S S TE C H N I K

Trend geht zu einfacher Bedienung Die Füllstandmesstechnik gehört zu den gängigsten Messungen in der Prozessindustrie, allerdings unterscheiden sich die Anwendungen beträchtlich. So werden die Sensoren in Tanklagern eingesetzt, um eichgenau den Verbrauch abzurechnen, schützen Turbinen und Motoren vor Überlauf oder erfassen in Steinbrüchen in Brechern die Höhe von Geröll. Allen Anwendungen gemeinsam ist, dass die Sensoren häufig in schwierigen Umgebungen zurechtkommen müssen.

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xtreme Temperaturen sind nur ein Beispiel, auch abrasive und korrosive Produkte können Sensoren an ihre Leistungsgrenze bringen. Daher zählt mehr denn je das Prozess-Know-how, also das

einziges Messgerät für alle Einsätze gibt. Zwar erweitern die Hersteller die Einsatzbereiche einzelner Geräte, das Universal-Füllstandmessgerät wird jedoch weiter ein Traum bleiben.

Feuer oder Eis – der Vegaswing 66 wurde für extreme Bedingungen entwickelt und bleibt dabei doch so einfach bedienbar, wie man es von Vibrationsgrenzschaltern gewohnt ist. (Bilder: Vega)

Wissen um die Messstelle. In den meisten Fällen, wenn eine Messung falsche oder ungenaue Werte liefert, liegt das nicht unbedingt am Messgerät, sondern daran dass ein falsches Messprinzip für diesen Fall ausgewählt wurde. Trotzdem scheinen viele Anwender immer noch zu glauben, dass es ein

Generell erwarten Anwender ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Dies kann auf mehreren Wegen realisiert werden. Füllstandmessgeräte müssen besonders robust sein und eine lange Lebensdauer aufweisen. Gerade das Thema Langzeitstabilität ist wichtig, weil so die Kalibrierkosten ge-

senkt werden können. Sie müssen aber auch leicht zu handhaben sein und zwar bei der Installation und im Betrieb. Während der Inbetriebnahme ist beispielsweise dem Anwender nicht geholfen, wenn er möglichst viele Parameter auswählen kann, sondern er muss die Parameter zur Auswahl haben, die zu seinen Anforderungen passen. Im Betrieb helfen zudem ausgeklügelte Selbstdiagnosesysteme für eine einfachere Wartung. So sparen Funktionsüberprüfungen per Tastendruck bei Überwachungsaufgaben beispielsweise aufwendige Prüfaufbauten ein. Gerade im vergangenen Jahr sind einige Neuheiten in der Füllstandmessung erschienen, die beim Thema Robustheit und Zuverlässigkeit punkten. So erweitert Endress+Hauser (www.endress.com) sein bestehendes elektronisches Differenzdruckportfolio um den Deltabar FMD71. Dieser ist mit einer Keramikmesszelle ausgestattet, die es ermöglicht, den Füllstand von abrasiven und korrosiven Medien zu messen. Zudem ist die Keramikmesszelle vollkommen vakuumfest und somit bestens geeignet, in Vakuumanwendungen zuverlässige Messergebnisse zu liefern. Ein weiterer Vorteil der Keramikmesszelle ist die Selbstüberprüfung, d. h. die Messzelle erkennt sofort, wenn sie beschädigt ist und meldet dies. Durch den Verzicht auf Kapillare und Impulsleitungen ist die Füllstandmessung sehr zuverlässig und bietet eine hohe Genauigkeit und Reproduzierbarkeit. Zudem wird die Sicherheit erhöht, da keine Leckagen mehr entstehen können. Messtechnische Probleme durch Vereisung, Verstopfung oder Kondensation

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treten nicht mehr auf. Abgerundet wird das elektronische Differenzdrucksystem durch eine einfache Montage, kostengünstige Installation und nur einen geringen Aufwand für Wartung und Instandhaltung.

Optimal auf die Anwendung zugeschnitten

in Tanks arbeitet das Sensormodell mit einer Genauigkeit von ±1 mm. Eine Volumenmessung erfolgt anhand einer Korrekturtabelle mit 100 Stützstellen, die im Sensor gespeichert wird. Durch das Abspeichern der Korrekturtabelle in der Sensorelektronik entfällt die Notwendigkeit einer zusätzlichen Umrechnung.

Auch das Thema Modularität kann zur Kostenreduzierung Neuer Antrieb Vibrationsgrenzschalter sind erbeitragen, wie die neue Proprobte Komponenten und werduktfamilie Sitrans LG von Sie(www.siemens.com) den gerade wegen ihrer Einfachmens zeigt. Die Reihe aus der Radarheit und Zuverlässigkeit gemesstechnik ist modular aufgeschätzt. Die Inbetriebnahme baut. Dabei gibt es vier Basisvaund die Auswertung sind denkrianten (Sitrans LG240, LG250, bar einfach, zudem überwacht LG260 und Sitrans LG270) sosich der Sensor selbst. Allerwie zahlreiche Konfigurationsdings stiessen Vibrationsgrenzoptionen, damit das Gerät mögschalter an ihre Grenzen, sobald lichst optimal auf die Anwen- Der Deltabar FMD71 ist mit einer vollkommen vakuumfesten Keramikmesszelle die Temperaturen über 240 ºC dung zugeschnitten wird. So ausgestattet und liefert in Vakuumanwendungen zuverlässige Messergebnisse. stiegen oder in den Bereich der wurde Sitrans LG240 speziell (Bild: Endress+Hauser) kryogenen Gase sanken. Hinterfür den Einsatz in der pharmagrund ist, dass der Antrieb, der zeutischen und Nahrungs- und die Schwinggabel in einer beGetränkeindustrie für hygienistimmten Frequenz anregt, auf sche Anforderungen entwickelt und besitzt (Process Device Manager) über das HART- der Piezotechnik basiert, und diese wiederdie hierfür notwendigen Zertifikate wie Kommunikationsprotokoll konfigurieren um ist für solche extremen Temperaturen EHEDG, FDA und 3A. Für besonders raue und in Betrieb nehmen. nicht ausgelegt. Umgebungen mit Hochtemperaturen bis zu Mit der Entwicklung des Vegaswing66 von 450 Grad Celsius oder hohen Drücken bis Mehrere Messwerte auf einmal Vega (www.vega.ch), der im vergangenen zu 400 bar, wie in der chemischen und pe- Nicht unbedingt einen neuen Sensor, aber Jahr auf den Markt kam, wurde nun der trochemischen Industrie, kommt dagegen eine neue Zulassung haben die magneto- Anwendungsbereich erheblich erweitert. FüllDer patentierte inder Sitrans LG270 zum Einsatz. Dadurch striktiven duktive Antrieb wird ein sehr breites Anwendungsgebiet bei standsensoren Leschafft es müheder Messung von Flüssigkeiten und Trenn- vel Plus MG und los, die Schwingschichten abgedeckt – von aggressiven Me- MR von MTS gabel auch unter dien bis hin zu hygienischen Anforderungen (www.mtssensowie Einsätzen, denen der Sicherheitsstan- sors.com) in Form der IECEx-Zertifizierung extremen Temperaturbedingungen anzuredard SIL2 abverlangt wird. Die hochfre- erhalten. Dies sorgt vor allem im internatio- gen. Für den Anwender bedeutet dies, dass quenten Radarimpulse aller Sitrans LG-Ge- nalen Markt für Erleichterung. Die Zulas- er weiter die Vorteile der einfachen Handräte werden entlang einer Messsonde wie sung ergänzt die Atex, FM und CSA-Zertifi- habung des Vibrationsgrenzschalters nutStab oder Seil geführt. Der Vorteil dieses zierungen und ermöglicht den weltweiten zen kann, aber trotzdem ein erweiterter Messverfahrens liegt darin, dass selbst in Einsatz der druckfest gekapselten Sensoren Anwendungsbereich von –196 °C (etwa Applikationen mit korrosiven Dämpfen, in explosionsgefährdeten Bereichen. Das di- bei kryogenen Gasen) bis +450 °C sowie Schaum, stark bewegten Oberflächen gitale Sensormodell MG eignet sich für eine ein Druckbereich von –1 bis 160 bar zur und/oder Flüssigkeiten mit hoher Viskosi- Füllstandmessung im Bereich von 508 mm Verfügung steht. Der erweiterte Temperatät, Tiefstand und schwankender Dielektri- bis 22 000 mm. Der Sensor bietet eine 3-in- tur- und Druckbereich ist vor allem in Rafzitätszahl oder Dichte eine hohe Messge- 1-Messung und erfasst die drei Prozessvari- finerien und petrochemischen Anlagen genauigkeit von bis zu zwei Millimetern er- ablen Produktfüllstand, Trennschicht und fragt. Aber auch in Anlagen der Chemie, in zielt wird. Vorkonfigurierte Geräteoptionen, Temperatur gleichzeitig mit nur einer Son- denen häufig ein erhöhter Druck vorliegt, findet der Vegaswing 66 sein Einsatzgeunter anderem kundenspezifische Gehäuse- de. Auch die durchschnittliche Temperatur werkstoffe, Prozessanbindungen, Zulassun- kann an bis zu 12 Messpunkten über eine biet. So ist in Chemieanlagen eine sichere gen und Kommunikationsoptionen, erleich- einzige Behälteröffnung erfasst werden. So- Grenzstanderfassung mit komplett übertern die Installation. Alle Modelle lassen mit entfällt die Notwendigkeit einer ge- wachten Sensoren bisher nicht möglich. sich mit einer Viertastenprogrammierung di- trennten Füllstand- und Temperaturmes- Hier werden oft kontinuierliche Messsysterekt am Gerät wie auch mit Simatic PDM sung. Bei der Überwachung von Füllhöhen me als Grenzschalter entfremdet, da man

Das Universal-Füllstandmessgerät wird weiter ein Traum bleiben.


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Schwimmern und kapazitiven Sonden nicht vertraut. Der Vegaswing 66 bietet hier einen sicheren Schaltpunkt.

Schneller Anschluss Neuerungen und damit Vereinfachungen finden aber nicht nur bei den Sensoren, sondern auch bei den Kommunikationsprotokollen statt. So sind die Füllstandmessgeräte Optiflex 2200 C und Optiwave 5200 C von Krohne (http://ch.krohne.com) ab sofort auch mit den 2-Leiter Bus-Protokollen Foundation Fieldbus und Profibus PA verfügbar. Für jedes Protokoll ermöglicht ein dedizierter PACTware DTM den Zugriff auf die Geräteparameter direkt über das Gerät. Die Bus-Protokolle für die Optiflex 2200 C TDR-Füllstandmessgeräte mit geführtem Radar und die Optiwave 5200 C FMCW Radar-Füllstandmessgeräte erfüllen die Anforderungen der jüngsten Profibus

Ausblick: Die Zahl der Neuentwicklungen zeigt, dass die Welt der Füllstandmessung spannend bleibt. Seien es neue Anforderungen durch SIL oder der Trend zu Plattformkonzepten, damit der Anwender sich bei der Bedienung von einem Messprinzip aufs andere nicht gross umstellen muss. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Fachpersonal für die Betreuung der Anlagen immer weniger zur Verfügung steht, wird im Fokus der Neuentwicklungen mehr denn je die Bedienerfreundlichkeit und der reibungslose Anschluss ■ des Sensors an das Prozessgeschehen stehen.

Hohe Hygienestandards erfüllen Nicht nur in der Pharmaindustrie werden die Ansprüche in Richtung Hygiene hochgeschraubt; auch in der Getränke- und Lebensmittelindustrie müssen mittlerweile hohe Hygienestandards erfüllt werden. Viele Hersteller rüsten daher ihre Füllstandmessgeräte entsprechend aus. Ein Beispiel ist das Füllstandmessgerät Eclipse Model 705 von Magnetrol (CH: Zimmerli Messtechnik, www.zimmerliag.ch), das nun mit einem Edelstahlgehäuse ausgestattet ist und speziell für die Anwendungen in hygienisch anspruchsvollen Anwendungen gedacht ist. Dies umfasst die entsprechenden Werkstoffe, Prozessanschlüsse und Oberflächenbehandlungen. Der elektronische GWR-Messumformer (Guided-Wave-Radar-Technologie) mit 24 V Gleichstrom ist zudem leicht zu konfigurieren, sodass auch dem Wunsch vieler Anwender nach Flexibilität und Effizienz nachgekommen ist.

shop.csfwunderle.ch Die Füllstandmessgeräte Optiwave 5200 und Optiflex 2200 sind für die Verwendung in eigensicheren und explosionsgeschützten Bereichen nach ATEX, IECEx, cFMus und NEPSI zugelassen. Die Kompakt-Ausführungen mit Analogausgang entsprechen den SIL2 Anforderungen gemäss IEC 61508. (Bild: Krohne)

PA Profile V3.02 und Foundation Fieldbus ITK 6.1 Interoperabilitätsprüfungen. Darüber hinaus lässt Krohne zusätzliche Interoperabilitätsprüfungen von der Bilfinger Maintenance Süd GmbH (ehemals BIS) – ein Fieldbus Foundation Center of Excellence und Profibus PI Competence Center (PICC) – durchführen. Die Profibus PAAusführungen liefern Funktionsblöcke für Füllstand, Abstand, Leervolumenumrechnung und Volumenumrechnung. Das Foundation Fieldbus-Protokoll unterstützt darüber hinaus die LAS (Link Active Scheduler) Funktionalität, welche die Verwendung der Füllstandmessgeräte innerhalb einer FF-Topologie ermöglicht. Beide Ausführungen entsprechen dem FISCO-Sicherheitsmodell für ATEX/IECEx Zone 0, 1 und 2 (Ex i und Ex d).

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Heizen mit Nanoröhren Ein innovatives Enteisungsverfahren bietet eine Alternative zu herkömmlichen Methoden. Mithilfe von Kohlenstoff-Nanoröhren lassen sich Flugzeuge schnell und preisgünstig enteisen. Auch ist es möglich, während des Flugs eine Vereisung zu verhindern, was erheblich zur Sicherheit beiträgt.

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ine Flugzeugoberfläche von Eis zu befreien, ist äusserst mühsam. Im Allgemeinen besprühen Mitarbeiter des Bodenpersonals das Flugzeug mit grossen Mengen von Frostschutzmitteln. Dies kann bis zu 40 Minuten dauern und kostet etwa 2000 USDollar [5]. Dabei ist die Enteisung äusserst wichtig. Bildet sich Eis auf dem Flugzeug, wird seine glatte Oberfläche rau. Dies erhöht den Luftwiderstand und erniedrigt den Auftrieb an den Flügeln. Und es sind nicht nur die Flügel, die betroffen sind. Eis sammelt sich an jeder exponierten Fläche des Flugzeugs – auf den Propellern oder der Windschutzscheibe, auf den Antennen oder in den Lüftungsschächten. Eis kann dazu führen, dass die Antennen so stark vibrieren, dass sie brechen. Eine Vereisung kann so gefährlich werden, dass ein Flugzeug droht abzustürzen und der Flug sofort unterbrochen werden muss [3]. Die Materialwissenschaftler Dawid Janas und Kryzysztof K. Koziol von der Cambridge Universität in Grossbritannien entwickelten ein Verfahren, das Flugzeuge schnell, zuverlässig und preiswert enteist und damit sowohl Passagieren als auch Fluggesellschaften das Leben wesentlich erleichtern kann [5]. Im Wesentlichen geht es bei diesem Verfahren um mikroskopisch kleine röhrenförmige Gebilde aus Kohlenstoff – um KohlenstoffNanoröhren, auch CNT (englisch carbon tubes) genannt [5].

Ein Flugzeug bei der Enteisung. (Bild: Chalabala / Thinkstock)

Kohlenstoff-Nanoröhren Kohlenstoff ist ein einzigartiges Element, das in fünf unterschiedlichen Allotropen (Strukturformen) auftritt: Grafit, Kohlenstoff-Nanoröhren, amorpher Kohlenstoff, Diamant sowie Fullerene. Grafit ist ein Makromolekül aus kovalent verknüpften sp2hy-bridisierten Kohlenstoffatomen, die mit einem Abstand von 3,4 Å übereinandergestapelt sind. Diese Schichten besitzen eine hexagonale Kristallstruktur und werden durch Van-der-Waals-Kräfte in den Stapeln zusammengehalten. Eine einzelne solche

Grafitschicht nennt man Graphen. Es ist das dünnste vorstellbare und realisierbare Blatt aus Kohlenstoffatomen [1]. Graphen kann als Ausgangsbasis der Kohlenstoff-Nanoröhren betrachtet werden. Rollt man ein Blatt Papier auf und fügt die Kanten auf Stoss zusammen, so entsteht eine Röhre. Führt man dieses Experiment in Gedanken mit einer Graphenlage durch, resultiert eine Kohlenstoff-Röhre, eine Struktur, die ausschliesslich aus Kohlenstoffatomen besteht und im Inneren einen zylindrischen Hohlraum enthält. Am Ende jeder Röhre befindet sich zumeist eine halbkugelförmige Kappe [2]. Da Nanoröhren aufgerollte Graphenschichten sind, entspricht die Stärke der Bindungen in Kohlenstoff-Nanoröhren denen innerhalb von Grafitlagen. Diese Bindungen sind sehr stark. Kohlenstoff-Nanoröhren sind auch sehr flexibel. Rasterkraftmikroskopische Messungen zeigen, dass KohlenstoffNanoröhren sich in Schleifen biegen lassen, ohne zu brechen. Kohlenstoff-Nanoröhren sind zudem widerstandsfähig gegenüber Abnutzung und Verschleiss. In Tests, in denen sie 500 000 Mal komprimiert und de-

komprimiert wurden, behielten die Kohlenstoff-Nanoröhren ihre ursprünglichen Formen und Eigenschaften [3]. Auch die elektronischen Eigenschaften der Kohlenstoff-Nanoröhrchen sind ungewöhnlich. Infolge der Zylindergeometrie zeigt das Elektronensystem der Nanoröhren einen ausgeprägt eindimensionalen Charakter. Kohlenstoff-Nanoröhren verfügen zudem über die Fähigkeit, sich entweder wie Halbleiter oder eindimensionale Metalle zu verhalten. Dies wird durch den Durchmesser und Helizität (die Projektion des Spins eines Elementarteilchens zu der Ausbreitungsrichtung) bestimmt. Kohlenstoff-Nanoröhren können zudem eine hohe Menge Wärme leiten [2].

Die neue Enteisungstechnik Als Kohlenstofflieferant verwenden Janas und Koziol Methan. In Gegenwart des katalytisch wirksamen Ferrocens, des Promotors Thiophens sowie Wasserstoffgas bildet sich in einem vertikalen Reaktor bei Temperaturen um 1200 Grad Celsius ein Aerogel – ein hochporöses, federleichtes Material aus Nanoröhren. Im Inneren des Aerogels ver-


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Weniger ist Mehr Grafit und Graphen. (Bild. Wikipedia) Kohlenstoff-Nanoröhre. (Bild: Yang Minggi / Thinkstock)

schmelzen die Röhrenmoleküle zu länglichen Bündeln. Diese spannen die Forscher zu einem Faden, indem sie eine rotierende Spindel in das Aerogel halten, welche die Nanoröhren aufnimmt und aufwickelt [4,5]. Der Faden wird zu einem 10 Mikrometer dünnen Netz aus Kohlenstoff-Nanoröhren verdrillt. In diesem Netz ist jede Nanoröhre höchstens ein Millimeter lang, und zwischen jeder Röhre befindet sich Luft. Infolgedessen zeichnet sich der Film durch einen hohen elektrischen Widerstand aus. Wird elektrischer Strom hindurchgeleitet, kommt es in kurzer Zeit zu einem starken Temperaturanstieg [5]. Mit diesem Film beschichteten Janas und Koziol die vereisten Flügel von Flugzeugen und erwärmten den Film mit elektrischem Strom. Dies führte dazu, dass das Eis sofort abtaute. Während eines Flugs ist es möglich, den Strom dem Flugzeugbordnetz zu entnehmen und so eine Vereisung zu verhindern. In einem Windkanal lässt sich unter Vereisungsbedingungen das neu entwickelte Vereisungssystem testen [3,5]. Verglichen mit den bisher zum Aufheizen von Flugzeugflügeln eingesetzten Heizdrähten, die aus Nickel-Chrom-Legierungen bestehen, geschieht der Temperaturanstieg doppelt so schnell, wobei lediglich die Hälfte der Energie zum Aufheizen benötigt wird. Das Gewicht des Films beträgt nur ein Zehntausendstel der Nickel-Chrom-Legierung. Um die Flügel eines Jumbojets vollständig mit dem Film zu beschichten, genügen 80 Gramm [5]. Janas und Koziol gehen davon aus, dass das von ihnen entwickelte Verfahren sehr preisgünstig ist und lediglich ein Hundertstel der Nickel-Chrom-Legierungen kosten würde. Mehrere Hersteller haben bereits Interesse an dem Verfahren bekundet [5].

Gesundheitsgefahr durch Kohlenstoff-Nanoröhren? Bisher noch nicht ausreichend erforscht sind die gesundheitlichen Gefahren, die im Zusammenhang mit Kohlenstoff-Nanoröhren stehen könnten. Die Struktur von Kohlenstoff-Nanoröhren ähnelt denen des Asbests, das Lungenkrebs hervorrufen kann. Tierversuche zeigten, dass das Einatmen der Nanopartikel in der Lunge zu einer narbigen Umwandlung führte [3] In neueren Arbeiten zu den toxischen Wirkungen von Kohlenstoff-Nanoröhren finden die bei der Synthese verbleibenden metallischen Rückstände (Ferrocen) aus dem Katalysator immer mehr Beachtung. Es scheint, als gingen akut toxische Reaktionen auf diese Verunreinigungen zurück. Trotz der anhaltenden Kontroverse, die in begrenztem Umfang auch die Öffentlichkeit zu erreichen beginnt, begann vor etwa zehn Jahren die industrielle Produktion von CNTs in grossem Umfang und hält bis heute ungebremst ■ an [3].

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ORIGINALPUBLIKATIONEN [1] Balasubramanian K, Burghard M. Dünnstes Kohlenstoffblatt verspricht Revolution. Chemie des Graphens. ChiuZ 45 (4), 2011, 240-249. [2] Balasubramanian K, Burghard M. Nanozylinder mit hohem Anwendungspotential. Nanozylinder mit hohem Anwendungspotential. ChiuZ 39, 2005, 16-25. [3] Bone S, Duff M. Chemical Engineering. Carbon nanotubes used to de-ice UAVs 0012. Twelfth Annual Freshman Conference, April 2012. [4] Janas D, Koziol KK. Improved performance of ultra-fast carbon nanotube film heaters. Journal of Automation and Control Engineering 2 (2), 2014, 150-153. [5] Janas D, Koziol KK. Rapid electrothermal response of high-temperature carbon nanotube film heaters, Carbon 59, 2013, 457463.

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G E F A H R G Ü TE R

Grosser Aufwand für den sicheren Transport von Gefahrstoffen Gefahrgüter werden von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, was grundsätzlich ein gutes Zeichen ist. Konsumenten kommen nur dann bewusst mit Gefahrgütern in Kontakt, wenn sie zum Beispiel ein Fondue, zubereitet auf einem Rechaud mit Brennsprit, geniessen, bei der Gartenparty mit einem Gasgrill hantieren oder das Autos mit Benzin an der Tankstelle befüllen. Damit die Sicherheit gewährleistet ist, betreibt die Industrie einen grossen Aufwand, um Gefahrgüter in der gesamten Distributionskette von den Lieferanten bis zu den Kunden sicher zu befördern. (Eine erweiterte Fassung dieses Artikels mit zusätzlichen Details und Tabellen finden Sie auf: www.chemieplus.ch)

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ERWIN SIGRIST*

m Folgenden wird erläutert, was sogenannte Gefahrgüter sind, welche Bedeutung sie in unserer Gesellschaft haben, welche Vorschriften es für ihren Transport gibt, was in diesen geregelt ist und welche Pflichten alle beim Transport gefährlicher Güter beteiligten Parteien haben. Weiter wird aufgezeigt, dass der sichere Transport dieser Güter für unsere Industrie einen sehr hohen Stellenwert hat.

Zahlreiche Gefahrgüter im täglichen Leben In der allgemeinen Wahrnehmung sind Gefahrgüter vermutlich mysteriöse Stoffe, die nur in der Industrie benötigt werden, wie zum Beispiel: UN 0391 – CYCLOTRIMETHYLENTRINITRAMIN (CYCLONIT), (HEXOGEN), (RDX), IN MISCHUNG MIT CYCLOTETRA-METHYLENTETRANITRAMIN (HMX), (OKTOGEN), ANGEFEUCHTET

Oder etwas verständlicher formuliert: explosive Stoffe und Gegenstände, Gase, entzündbare flüssige und feste Stoffe sowie giftige, ansteckungsgefährliche, radioaktive und ätzende Stoffe. Gefahrgüter sind indes in unserem täglichen Leben fester Bestandteil, nur werden sie in der Regel nicht als solche wahrgenommen. Gefahrgüter braucht es – teilweise in winzigen Mengen – u. a. in Körperpflege- und Reinigungsprodukten, in der Ernährung sowie für die Mobilität, Lebensqualität und unsere Freizeit. Für die Körperpflege stehen in jedem Badezimmer zahlreiche Produkte, die Stoffe enthalten, die wahrscheinlich zuvor als Gefahrgut transportiert worden sind: ■ Spraydosen (UN 1950 Druckgaspackungen) ■ Parfum (UN 1266 Parfümerieerzeugnisse) ■ Duftstoffe in Hygieneprodukten (Deos, Seifen etc.).

Auch Lebensmittel von der Herstellung bis zur Zubereitung enthalten Gefahrgüter: ■ Pflanzenschutzmittel (Pestizide, z. B. UN 2902) ■ Aromen in Nahrungsmitteln (UN 1197 Extrakte Geschmacksstoffe flüssig) – in der Regel wenige Gramm pro 100 kg des Nahrungsmittels ■ Spirituosen (UN 3065 Alkoholische Getränke mit mehr als 24 Vol-%) ■ Brennsprit für das Fondue (UN 1170 Ethanol) ■ Zündhölzer für den Tischkocher Ohne Gefahrgüter gibt es keine Mobilität bzw. sichere Fortbewegung mit Fahrzeugen: ■ Batterien (mehrere UN-Nummern) ■ Benzin für private Automobile und Nutzfahrzeuge (UN 1202 und 1203) ■ Kerosin für Flugzeuge (UN 1223) ■ Airbag-Module (UN 0503, 3268)

Gefahrgüter ermöglichen moderne Mobilität und verschönern unsere Freizeit: beispielsweise beim (mit Brennsprit erhitzten) Fondue, beim Feuerwerk oder an der Zapfsäule. (Bilder: Wikipedia, Thinkstock)


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International renommierter Gefahrgutexperte (und «Chemie plus»-Autor): Erwin Sigrist leitet bei scienceindustries den Fachbereich «Transport + Gefahrgutvorschriften».

Farben und Lacke von Fahrzeugen (mehrere UN-Nummern) Viele tolle Dinge wären in unserer Freizeit ohne Gefahrgüter nicht möglich: ■ Trockeneisnebel bei Konzerten (UN 1845 Trockeneis) ■ Feuerwerke am Nationalfeiertag oder Silvester (UN 0333 - 0337 Feuerwerkskörper) ■ Feuerzeuge (UN 1057) ■ Gaskartuschen für die Camping-Ferien Auch die Lebensqualität steigt dank Gefahrgütern: ■ Mobiltelefone und Laptops (Lithiumbatterien, diverse Einträge) ■ Heizung im Winter (Heizöl, UN 1202) ■ Farben (Wohnungen, Drucksachen, Magazine, Kleidung) ■

Wie wird nun der Begriff «Gefahrgut» von Fachleuten definiert? ■

Gefahrgüter sind Gefahrstoffe, die befördert werden und während des Transports eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen können. Die potenzielle Gefähr-

dung besteht durch die Eigenschaften eines Stoffes (intrinsische Gefahr). ■ Gefahrstoffe sind Stoffe, Lösungen, Gemische oder Gegenstände, die infolge ihrer inhärenten gefährlichen Eigenschaften bei ihrer Handhabung (abfüllen, lagern, ausbringen) Mensch und Umwelt gefährden können. Sehr wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Unterscheidung von Risiko und Gefahr, denn diese Begriffe werden oft verwechselt. Das Risiko ist die Eintretenswahrscheinlichkeit einer Gefahr. Die Gefahr andererseits ist eine Situation in der die Gesundheit oder das Leben einer Person bedroht wird. Dies sei an einem praktischen Beispiel verdeutlicht: Wenn ein Mensch ein hochtoxisches Gift wie z. B. Blausäure verschluckt, ist die Gefahr sehr gross, vermutlich tödlich. Wird diese Blausäure in einem Safe mit Zahlenschloss aufbewahrt, ist das Risiko gleich Null. Wird die Blausäure im Badezimmerschrank aufbewahrt, ist das Risiko schon

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Symbole zur Kennzeichnung von Gefahrguttransporten.

grösser. Wird Blausäure einer Person heimlich in den Kaffee geschüttet, dann ist das Risiko äusserst hoch!

Wer legt fest, was Gefahrgüter sind und wie diese zu transportieren sind? Der Transport gefährlicher Güter ist durch Vorschriften geregelt, die von verschiedenen UNO-Gremien über Jahre erstellt wurden und laufend weiterentwickelt werden. Für die internationalen Gefahrgutvorschriften gibt es insgesamt zehn verschiedene Gremien. Diese Gremien unterhalten folgende Regelwerke: UNO-Modellvorschriften (Grundlage für die modalen Vorschriften, also die diversen Verkehrsträger) ■ ADR (für Strassenverkehr in Europa) ■ RID (für Schienenverkehr in Europa)

ADN (für Binnengewässer wie z. B. den Rhein in Europa) ■ IMDG-Code (für globalen Schiffsverkehr) ■ ICAO-TI (für globalen Luftverkehr) ■ IATA-DGR (Richtlinien von den Fluggesellschaften für den Luftverkehr) ■ SSR-6 – Specific Safety Requirements (Transport radioaktiver Materialien) Diese Vorschriften werden jeweils in den ungeraden Jahren neu veröffentlicht und sind wo immer möglich harmonisiert. Das heisst, die Strukturen der Regelwerke sind sehr ähnlich und die UN-Nummern identisch. Logischerweise gibt es aber notwendige Unterschiede für die verschiedenen Verkehrsträger. So können Piloten bei einem Brand während des Fluges nicht einfach anhalten wie ein Chauffeur. Gewässerverschmutzende Substanzen wiederum haben ■

beim Seetransport eine andere Bedeutung als bei der Bahn, und Tunnelvorschriften schliesslich werden sehr wohl für die Strasse aber nicht für Binnengewässer benötigt. Diese Vorschriften enthalten eine Gefahrgutliste. Jeder Eintrag besteht aus den Buchstaben «UN» sowie einer 4-stelligen Nummer. Man spricht deshalb von «UN-Nummern» – sie sind das A und O beim Gefahrguttransport. Zu jedem Eintrag gehört eine genaue Benennung. Zurzeit enthält diese Liste rund 2900 Einträge. Nebst den internationalen Regelwerken gibt es zahlreiche Schweizer Gesetze, die beim Transport gefährlicher Güter eingehalten werden müssen. So enthalten Internationale Vorschriften keine Strafbestimmungen. Solche sind Sache der nationalen Behörden. Und nebst verkehrsträgerspezifischen Verordnungen der Schweiz (wie z. B. RSD, SDR) müssen auch die Paragrafen der Gefahrgutbeauftragtenverordnung, Gewässerschutzgesetz, Luftreinhalteverordnung, Luftfahrtgesetz, Seilbahnverordnung, Umweltschutzgesetz etc. beachtet werden. Verstösse gegen die Vorschriften werden mit Bussen oder Gefängnis bestraft. Die verantwortlichen Personen haften persönlich. Das betroffene Unternehmen läuft bei Verstössen oder Unfällen weiter Gefahr, Kunden zu verlieren oder einen massiven Imageverlust zu erleiden – Letzteres betreffen in einem Ereignisfall oft ganze Industrien. Damit Gefahrgüter sicher zu ihrem Bestimmungsort befördert werden, führen alle Be-

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teiligten sehr umfangreiche Massnahmen durch, und es gibt zahlreiche Hinweise und Informationen für andere Verkehrsteilnehmer sowie Kontrollorgane (Polizei) und Rettungsdienste (Feuerwehr): ■ Kennzeichnungen an Versandstücken (Gefahrzettel – 100 x 100 mm) ■ Für jede Gefahrklasse und -unterklasse gibt es unterschiedliche Gefahrzettel ■ Grosszettel (sog. Placards, 250 x 250 mm) an Fahrzeugen, Containern, Tanks etc. dienen den Kontrollbehörden sowie den Rettungsdiensten als Hinweise. Zudem sollen sie die Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer erhöhen. Sie werden an Fahrzeugen, Containern und ortsbeweglichen Tanks angebracht. Sie unterscheiden sich von Gefahrzetteln allein durch ihre Grösse. Beförderungseinheiten, in denen gefährliche Güter befördert werden, müssen mit zwei orangefarbenen Tafeln (vorne und hinten an der Beförderungseinheit) versehen sein. Beim Transport von «Stückgütern» sind diese Tafeln leer und enthalten keine Informationen. Beim Transport gefährlicher Güter in loser Schüttung oder in Tankfahrzeugen, Tankcontainern etc. müssen die Tafeln mit Kennzeichnungsnummern versehen sein: ■ Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr (obere Hälfte) ■ UN-Nummer in der unteren Hälfte Für die Hilfe bei unfallbedingten Notfallsituationen, die sich während der Beförderung ereignen können, sind in der Kabine der Fahrzeugbesatzung an leicht zugängli-

cher Stelle «Schriftliche Weisungen» (4 Seiten – in der Sprache des/der Fahrer(s)) in klar festgelegter Form mitzuführen. Sie informieren die Fahrzeugbesatzung, welche Massnahmen bei einem Unfall oder Notfall ergriffen werden müssen, sofern diese sicher und praktisch durchgeführt werden können. Zusätzlich ist ein Beförderungspapier vorgeschrieben. Allen beteiligten Parteien obliegen klare Sicherheitspflichten. Dazu gehören für die Hauptbeteiligten (Absender, Beförderer, Empfänger) und für andere Beteiligte (Verlader, Verpacker, Befüller, Betreiber eines Tankcontainers oder ortsbeweglichen Tanks, Entlader) die Pflichten des Absenders und Versenders. Diese sind: ■ Transport mit dem Kunden abstimmen: Transportart, zulässige Menge pro Gebinde festlegen, informieren, dass es sich um Gefahrgut handelt ■ Güter korrekt klassifizieren ■ dem Beförderer erforderliche Angaben und Informationen liefern ■ zulässige Verpackungen verwenden, Verträglichkeit des Produktes mit dem Verpackungsmaterial überprüfen ■ Vorschriften für Versandart und Versandbeschränkungen beachten ■ korrekte Etikettierung und Markierung der Verpackungen ■ vorgeschriebene Dokumente erstellen ■ gegebenenfalls einen Gefahrgutbeauftragten benennen ■ Vorschriften für die Sicherung einhalten und u. U. einen Sicherungsplan erstellen.

Gefahrgutbeauftragter mit anspruchsvoller Aufgabe Nicht unerwähnt bleiben darf hier die Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GGBV). Gemäss den Vorschriften in RID-ADR-ADN muss jedes Unternehmen, dessen Tätigkeit die Beförderung gefährlicher Güter umfasst, einen oder mehrere Sicherheitsberater bzw. Gefahrgutbeauftragte benennen. Deren Hauptpflichten umfassen: ■ Überwachung der Einhaltung der Vorschriften ■ Beratung des Unternehmens bei den Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Beförderung gefährlicher Güter ■ Erstellung eines Jahresberichts für die Unternehmensleitung Der Gefahrgutbeauftragte (GB) muss eine intensive Schulung absolvieren und eine umfassende Prüfung bestehen. Der Schulungsnachweis muss alle fünf Jahre erneuert werden. Dieser GB hat eine sehr spannende und anspruchsvolle Aufgabe. Er steht aber unter Kosten- und Zeitdruck seitens Lieferanten und Kunden sowie der internen Ein- und Verkaufsabteilungen. Zu oft wird ihm, vor allem bei Kleinunternehmen, zu wenig Zeit für diese Tätigkeit eingeräumt und er trägt ein beträchtliches persönliches Risiko und eine grosse Verantwortung! Ein geflügeltes Wort in der Industrie besagt: «Wenn Sie denken Sicherheit sei teuer, dann versuchen Sie mal einen Unfall!» Der Zeitdruck bei den Beteiligten (Gefahrgutbeauftragte, Sachbearbeiter, Fahrer etc.) führt zu Fehlern wie falsche oder fehlende Anga-


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ben in Begleitdokumenten, mangelhafte Ladungssicherung auf Lkws («die nächste Ladestelle ist ja nur 5 Kilometer entfernt»)

Wie wird die Einhaltung dieser Vorschriften kontrolliert? So gross wie die Vorschriftendichte, so umfassend sind auch die Kontrollen: ■ Die Polizei führt regelmässig Kontrollen von Gefahrgut-Lkws durch ■ Jede einzelne als Gefahrgut deklarierte Luftfrachtsendung wird vor dem Versand am Flughafen durch die zuständige «Gefahrgutannahmestelle» inspiziert ■ In den Seehäfen überprüft die lokale Wasserschutzpolizei stichprobeweise Seecontainer ■ In der Schweiz hat jeder Kanton eine Vollzugsstelle für die «GefahrgutbeauftragtenVerordnung». Diese inspiziert die Unternehmen mit einem «GB» regelmässig ■ Die Schweizer Bundesbahn SBB kontrolliert regelmässig auf ihrem Schienennetz rollende Bahnwagen

fonnummern, über die sie rund um die Uhr erreichbar sind. Beim Lufttransport ist dies gesetzlich vorgeschrieben. Der Europäische Chemieverband Cefic hat ein Informationsnetzwerk unter dem Namen «ICE (Intervention in Chemical Transport Emergencies)» geschaffen. Alle nationalen Verbände Europas sind daran beteiligt. Der funktionierende Informationsfluss wird regelmässig getestet. Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat für die Einsatzkräfte die ERICards-Datenbank (Emergency Response Intervention-Cards) erstellt, die stoffspezifische Informationen zu allen UN-Nummern in 19 Sprachen zur Verfügung stellen. Die Unternehmen sind verpflichtet, bestimmte Ereignisse beim Beladen, Befüllen, Befördern oder Entladen der zuständigen Behörde zu melden. («Berichtspflicht»)

Besteht noch Handlungsbedarf bei den Gremien? Ja, in der Tat besteht immer noch Handlungsbedarf, zum Beispiel: ■ Innovative neue Produkte der Industrie sowie technische Entwicklungen (z. B. beim Fahrzeugbau) erfordern laufend Anpassungen der Vorschriften. (2-JahresRhythmus) ■ Obschon in den letzten 10 Jahren die Harmonisierung der Regelwerke verbessert

Und falls dennoch etwas mit Gefahrgütern passiert? Bei einem Vorfall mit Gefahrgütern ist ein schneller und reibungsloser Informationsaustausch zwischen den Beteiligten sowie die entsprechende Intervention unerlässlich. Sehr viele Unternehmen haben Notfalltele-

Gefahrgut – ein Thema für scienceindustries scienceindustries (www.scienceindustries.ch), der Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech der Schweiz, erbringt umfassende Leistungen zum Thema Gefahrgut: ■ scienceindustries pflegt einen regelmässigen Informationsaustausch mit den Schweizer Behörden (ASTRA, BAV, BAZL, SSA, Kantone, Polizei). Dabei werden z. B. Anträge an internationale Gefahrgutgremien besprochen oder nach gemeinsamen Lösungen für bestehende Probleme gesucht. ■ scienceindustries nimmt bei fast allen Tagungen der internationalen Gefahrgutgremien durch einen eigenen Experten aktiv teil. Dies verschafft uns ein Beziehungsnetz zu wichtigen Behörden und Verbänden rund um den Globus. ■ scienceindustries war 1998 Gründungsmitglied und ist Trägerorganisation von GeFaSuisse, dem ersten Anbieter von Schulungen für Gefahrgutbeauftragte in der Schweiz (www.gefasuisse.ch) ■ Hauptbeteiligter bei der «Gemeinsamen Erklärung UVEK – SBB – scienceindustries» im Jahr 2002, die u. a. zum Einsatz verbesserter Kesselwagen für Chlor-Importe führte. ■ Information der Mitgliedunternehmen sowie anderer Verbände über die regelmässigen Entwicklungen und Änderungen im Bereich der Gefahrgutvorschriften ■ Für die schweizerische chemisch-pharmazeutische Industrie hat scienceindustries das Patronat des RESPONSIBLE CARE-Programms «Fortschritt mit Verantwortung» übernommen. Unsere Industrie betreibt einen grossen Aufwand, um alle Gefahrgutvorschriften gesetzeskonform umzusetzen: ■ Einsatz beträchtlicher personeller und finanzieller Ressourcen ■ laufende notwendige Anpassungen von IT-Systemen an geänderte Regelwerke ■ umfassende Teilnahme an internen und externen Schulungen ■ aktives Verfolgen der Entwicklung von nationalen und internationalen Gefahrgutgesetzen. Erwin Sigrist

und deren Strukturen vereinheitlicht wurden, besteht hier weiterer Handlungsbedarf. Z. B. zwischen einzelnen Regionen (Abweichungen zwischen Europa und Nordamerika) ■ Vorfälle bei Gefahrguttransporten werden sorgfältig untersucht und führen oft zu Verbesserungen der Vorschriften Diese Prozesse sind sehr komplex und zeitintensiv und generieren hohe Kosten. Aber Beharrlichkeit zahlt sich in der Regel aus. Daneben gibt es zusätzliche Hürden mit Gefahrgutvorschriften. Nebst den offiziellen Vorschriften besteht im Luftverkehr und, in zunehmendem Masse, bei Reedereien und Hafenbetreibern die Tendenz, von den Gesetzen abweichende, noch schärfere Bedingungen zu stellen. Diese sind von Reederei zu Reederei bzw. von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft unterschiedlich. Oft sind es unnötige Anforderungen ohne Sicherheitsgewinn, die nur sehr schwierig umzusetzen sind und hohe Kosten verursachen. Dazu ein Beispiel: Die Industrie hat sehr komplexe IT-Systeme entwickelt, die so programmiert sind, dass z. B. alle vorgeschriebenen Informationen auf einem Transportdokument gedruckt werden. Wenn nun ein Transportunternehmen verlangt, dass nebst der vorgeschriebenen Verpackungsart, z. B. «Stahlfass»», auch noch dessen Verpackungscode «1A1» auf dem Dokument angegeben werden muss, so verursacht dies grösste Probleme. Nicht, dass der Versender diesen Code nicht kennen würde, das Problem besteht vielmehr darin, dass man die Programmierung des entsprechenden Dokumentes nicht einfach so «schnell, schnell» ändern kann. Es gäbe noch zahlreiche solcher Beispiele zu berichten. Die Schweiz hat einen sehr hohen Sicherheitslevel bei Gefahrguttransporten erreicht. Diesen zu halten und noch weiter zu stei■ gern, ist unsere Pflicht!

*ZUM AUTOR Erwin Sigrist leitet den Fachbereich «Transport + Gefahrgutvorschriften» bei scienceindustries, dem Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech der Schweiz scienceindustries, CH-8021 Zürich erwin.sigrist@scienceindustries.ch


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F L U C H T- U N D R E T TU N G S P L Ä N E I N D E R C H E M I S C H E N U N D P H A R M A Z E U TI S C H E N I N D U S TR I E

Gut geplant ist halb gerettet Gute Flucht- und Rettungspläne können alle Menschen in allen Situationen lesen und verstehen. Und sie führen zuverlässig und schnellstmöglich in Sicherheit. Doch das ist gar nicht so einfach. MARCO WUNDERLE*

W

o Menschen mit hochgefährlichen Stoffen arbeiten, ist nicht nur höchste Konzentration gefragt, sondern auch eine zuverlässige und einwandfreie Notfallplanung. Nichts und niemand ist vor gewissen Risiken und Gefahren gefeit: Feuer und Explosionen, Gefahrstoffe, austretende Gase, Säuren oder Chemikalien, Arbeitsunfälle mit Verletzungsfolgen – die Liste liesse sich erweitern. In einem Notfall gilt es deshalb, sich möglichst schnell in Sicherheit bringen zu können. Hier kommen Fluchtund Rettungspläne ins Spiel. Sie sollen Mitarbeitende und Besucher in einem Betrieb in oder vor einem Notfall orientieren, ihnen ihre Flucht- und Rettungswege aufzeigen, Hinweise über Erste-Hilfe-Einrichtungen sowie brandschutztechnische Einrichtungen geben und Regeln für das Verhalten im Ereignisfall vermitteln. Damit die Pläne in einem Notfall einen tatsächlichen Nutzen haben, müssen sie einfach und nachvollziehbar gestaltet werden, sodass der Weg in die Sicherheit schnell deutlich und vor allem unmissverständlich ist. So lässt sich zudem Panik verhindern, und selbst die Rettungskräfte profitieren da-

Dampfkesselanlage mit Piktogrammen.

von – sie können sich im Einsatz schneller orientieren und sicherer bewegen. Leider zeigt die Realität häufig andere Bilder: Flucht- und Rettungspläne sind zu detailliert und unübersichtlich gestaltet oder entsprechen nicht der tatsächlichen Architektur des

Gebäudes. Einer der meist begangenen Fehler ist, wenn die Pläne nicht lagerichtig gezeichnet, respektive montiert sind und der Grundrissplan für den Betrachter verdreht dargestellt ist.

Sicherheit gewährleisten In der Schweiz sind Flucht- und Rettungspläne für viele Gebäude vorgeschrieben. Im Zentrum steht dabei die Brandschutznorm der VKF (Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen) und im Speziellen Artikel 17, Absatz 2, der besagt: Eigentümer und Nutzerschaft von Bauten und Anlagen sorgen dafür, dass die Sicherheit von Personen, Tieren und Sachen gewährleistet ist. In diesem Rahmen gilt es zu entscheiden, ob und wann Flucht- und Rettungspläne die Sicherheit verbessern. Leicht fällt diese Entscheidung für Gebäude mit grosser Personenbelegung wie Beherbergungsbetriebe, Spitäler, Schulen, öffentliche Ämter, Kinos, Theater, Verkaufsläden, Bahnhöfe oder Flughäfen – oder für Immobilien mit besonderen betrieblichen Gefahren, wie sie im produzierenden Gewerbe, in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, bei Energieerzeugern oder in Betrieben mit Gefahrgütern

Wegweiser im Notfall: Flucht- und Rettungspläne müssen klar verständlich gestaltet und an gut zugänglichen Stellen platziert werden.


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bleiben und schnell und sicher nach draussen führen. Denn genau zu diesem Zweck sind sie da.

Begehung und Analyse In der Praxis bedeuten diese Richtlinien und Vorgaben in erster Linie mehr Arbeit als gedacht. Wer einen Flucht- und Rettungsplan gestaltet, muss einleitend einen genauen und realitätsgetreuen Grundriss erstellen. Ohne diese Grundlage funktioniert kein Plan zuverlässig. In einer ausführlichen Begehung des Gebäudes werden dann sämtliche Besonderheiten und Begebenheiten aufgenommen und analysiert. Jeder Fluchtund Rettungsweg wird so lange überprüft, bis der Sicherheitsbeauftragte selbst auf dem Sammelplatz im Freien steht. Alle Löschposten, Feuerlöschkästen und ErsteHilfe-Kästen auf diesem Weg werden auf Ort, Inhalt und Vollständigkeit untersucht. In dieser Phase dürfen Sicherheitsbeauftragte nicht in Zeitdruck geraten, sondern sollen sich mit Argusaugen und viel Geduld durch den gesamten Betrieb bewegen. Oft sind Flucht- und Rettungswege durch Vorhängeschlösser verschlossen, durch gelagerte Kisten und Paletten versperrt oder durch Lieferwägen von aussen zugeparkt. Solche Hindernisse gilt es zu beachten, präventiv zu umgehen und nachhaltig zu verhindern. Geschehen hier Fehler, ziehen sich diese anschliessend durch die gesamte Notfallplanung und -organisation.

Gutes Team, guter Standort: die Belegschaft der CSF Wunderle GmbH vor dem Rheinfall von Schaffhausen. (Hintere Reihe, 3. von rechts: Geschäftsführer Marco Wunderle)

bestehen. Auch in Bauten mit grossen und komplexen Strukturen wie in Hochhäusern, automatischen Hochregallagern oder an Produktionsstrassen geht es keinesfalls ohne. Kurz: Flucht- und Rettungspläne sind in jedem Gebäude sinnvoll, in welchem sich Arbeitnehmer oder Besucher aufhalten.

Die Darstellung Die Normen SN EN ISO 23601 und 7010 geben darüber Auskunft, wie Flucht- und Rettungspläne genau auszusehen haben. Die ISO 23601 gibt vor, dass die Pläne farblich angelegt sein müssen und dazu die Sicherheitsfarben und -piktogramme gemäss der SN EN ISO 7010 zu verwenden sind. Diese Piktogramme sollten den tatsächlich verwendeten Fluchtwegkennzeichen im Gebäude entsprechen. Der Massstab der Pläne darf sich innerhalb eines Gebäudes nicht unterscheiden. Jeder Standort muss mit allen Symbolen und Texten so gedreht und positioniert sein, dass der Betrachter den Plan stets lagerichtig vor sich sieht. Zudem müssen die auf das Objekt zugeschnittenen Regeln für das Verhalten im Brandfall und bei Unfällen aufgeführt werden: interne Notfallnummern, spezielle Alarmierungshinweise oder besondere Vorschriften zur Evakuierung. Hinzu kommen Angaben zum Ersteller der Pläne, dem Objekt und Stockwerk sowie das Erstellungsdatum und die Nummer des Plans. Allerdings gibt es keine Regelung zur Art der Erstellung von Flucht- und Rettungsplänen. Sind alle nötigen Elemente vorhanden

und korrekt abgebildet, können sie sogar von Hand gezeichnet werden. Jedoch hinterlassen solche Zeichnungen sowohl unter Mitarbeitenden als auch unter Besuchern einen fahlen Nachgeschmack. Besonders in der chemischen und pharmazeutischen Industrie braucht es unbedingt einfache, nachvollziehbare, korrekte und zuverlässige Flucht- und Rettungspläne, die Vertrauen schaffen und auch im Notfall erkennbar

Erstellung und Montage

CSF Wunderle GmbH In Sachen Flucht- und Rettungspläne ist die CSF Wunderle GmbH seit 16 Jahren ein Ansprechpartner erster Wahl und unterstützt viele Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie in diesen Fragen. Die heute 17 Mitarbeitenden des Unternehmens wissen was sie tun. Sie verfügen über viele praktische und theoretische Erfahrungswerte rund um die Themen Sicherheit und Brandschutz sowie zu betriebsinternen Abläufen oder besonderen rechtlichen Vorgaben. Ihre Kunden geniessen ein gesamtheitliches Angebot: von der Bedarfsanalyse und Konzeption über die Gestaltung bis hin zur Lieferung und Montage von Fluchtwegplänen und -kennzeichnungen arbeitet die CSF Wunderle GmbH stets gemäss den aktuellsten Vorgaben, Richtlinien und Empfehlungen. CSF Wunderle GmbH CH-8200 Schaffhausen Telefon: 052 635 40 40 info@csfwunderle.com www.csfwunderle.ch

Erst dann geht es an die Gestaltung und Erstellung, den Druck und die Montage der Pläne. Sie sollten gut sichtbar und an strategisch wichtigen Punkten der Flucht- und Rettungswege angebracht werden: Eingänge und Lobbys, Stockwerkzugänge und Stempeluhren, Cafeterias und Garderoben, im Bereich von Fluchtweg-Kreuzungen oder bei Zugängen zu Gefahrenbereichen, Gefahrstofflagern oder Ex-Zonen. Lang nachleuchtende Materialien oder Notbeleuchtungen können im Notfall einen entscheidenden Mehrwert bieten, sind jedoch nicht vorgeschrieben. Markante Orientierungspunkte wie Toiletten, Konferenzräume, Aufzüge oder spezielle Produktionsbereiche sollten unbedingt aufgeführt werden. Aber mit Mass. Zu viele architektonische Details, bunte Symbole oder farbliche Kennzeichnungen lenken ab und verwirren. Das gilt ebenfalls für Piktogramme, die keiner Norm entsprechen sowie schriftlicher Bezeichnungen oder Aus-


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Risiko lohnt sich nicht Wer sie vernachlässigt, nicht aktualisiert oder nicht gemäss den Richtlinien und Normen anbringt, der riskiert viel. Wie erwähnt tragen die Eigentümer und Nutzerschaft von Gebäuden die Verantwortung für die Sicherheit innerhalb dieser Bauten. Führen fehlerhafte Flucht- und Rettungspläne zu einem Ereignis mit dramatischen Folgen, ist nicht nur der Einfluss auf das Image des Betriebes existenzbedrohend, sondern auch straf- und zivilrechtlich stehen langwierige und höchst unangenehme Untersuchungen und Prozesse an. Dieses Risiko lohnt sich auf keinen Fall, zumal gute Flucht- und Rettungspläne

ZUM AUTOR *Marco Wunderle ist Brandschutzberater und Geschäftsführer der CSF Wunderle GmbH.

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führungen. Besucher und Kunden aus dem Ausland verstehen sie nicht. Doch genau dies ist das Ziel von guten Flucht- und Rettungsplänen: dass sie alle Menschen in allen Situationen lesen und verstehen können.

überhaupt nicht teuer sein müssen und deren Ausführungen für die unterschiedlichsten Anforderungen und Budgets erhältlich sind. Wem die Zeit fehlt sich damit zu beschäftigen, findet am Markt Gesamtpakete und kann von der Bestandsaufnahme über die Konzeption, Gestaltung, Lieferung und Montage bis hin zur regelmässigen Überprüfung der Pläne ausgewiesenen Profis vertrauen. Denn eine gute Planung ist bereits der halbe Flucht- und Rettungsweg. ■


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sicherheit + arbeitsschutz

GEFAHRGUTLANDSCHAFT SCHWEIZ

Herausforderungen im Gefahrgutbereich Der Umgang mit Gefahrgütern erfordert Fachkompetenz und Verantwortungsbewusstsein von allen Beteiligten. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Gefahrgutbeauftragten in den Unternehmen. Neue Herausforderungen stellen sich im Bereich Zulassung und Prüfung von Gefahrgutumschliessungen (Tanks, Verpackungen etc.), wo aufgrund einer politisch erwünschten Marktliberalisierung Zuständigkeiten geändert wurden.

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RALF MENGWASSER*, KASPAR SEILER**

eit 2001 ist die Verordnung über Gefahrgutbeauftragte für die Beförderung gefährlicher Güter auf Strasse, Schiene und Gewässern (GGBV, SR 741.622) bereits in Kraft. Seit dieser Zeit hat sich einiges bewegt. Generell lässt sich feststellen, dass die Beteiligten ihre Kenntnisse über die komplexen Gefahrgutbestimmungen der einzelnen Verkehrsträger verbessert haben. Zudem werden diese auch konsequenter umgesetzt. Daran hat mit Sicherheit auch der Gefahrgutbeauftragte seinen Anteil.

Der Gefahrgutbeauftragte – Gefahrgutmanager im Unternehmen Erst nach Absolvierung einer mehrtätigen Ausbildung, inklusive bestandener Prüfung, kann man als Gefahrgutbeauftragter tätig werden. Diese Ausbildung ist in der Schweiz derzeit bei vier Organisationen möglich. Aber auch adäquate ausländische Prüfungsbescheinigungen werden anerkannt. Zu Beginn der Tätigkeit als Gefahrgutbeauftragter eines Unternehmens steht immer eine Aufnahme der Ist-Situation im Betrieb an. Die Fragestellungen sind: Welche Gefahrgüter werden hergestellt/versendet oder empfangen? Werden diese verpackt oder neu palettisiert? Werden eigene Fahrzeuge für den Transport von Gefahrgut eingesetzt, und wenn ja, innerhalb oder ausserhalb der Freigrenze? Eine der wichtigsten Aufgaben des Gefahrgutbeauftragten ist die Überprüfung des Ausbildungsstandes aller Beteiligten im Gefahrgutprozess. Mitarbeitende, die Beförderungsdokumente (u.a. Lieferscheine mit Gefahrgutangaben, VeVA-Begleitscheine, etc.) erstellen, Gefahrgut verpacken und kennzeichnen, dieses verladen und/oder befördern und schliesslich abladen oder im Empfang nehmen, sind regelmässig und nachweisbar über die entsprechenden aktuellen Gefahrgutbestimmungen zu schulen. Kommt der Gefahrgutbeauftragte dieser wichtigen Aufgabe im Rahmen seines Tätigkeitsbereiches nicht nach, so kann er straf-

Gefahrgutexperten bei Swiss TS: Ralf Mangwasser (li.) und Kaspar Seiler.

rechtlich gebüsst werden. Daher sind Ausbildungen rechtzeitig zu organisieren und dokumentarisch zu archivieren. Neben der Ausbildung ist die Erstellung einer stufengerechten Dokumentation (Arbeitsanweisungen, Checklisten, etc.) für alle Mitarbeitenden im Gefahrgutprozess ebenfalls sehr wichtig, dienen sie doch der einfachen Umsetzung der komplexen Vorschriften in die tägliche Praxis. Mit all diesen Massnahmen sollten alle Angaben auf einem Beförderungspapier vorhanden sein, die GefahrgutKennzeichnung vorschriftsgemäss und das Fahrzeug sowie der Chauffeur vor der Beladung entsprechend überprüft worden sein. Sowohl die Erstellung dieser Dokumente als auch der Unterhalt hinsichtlich der ständigen Aktualisierung sind arbeits- und damit zeitintensiv. Keineswegs vergessen werden dürfen die Schnittstellen zur See- und Luftfracht. Auch wenn der Gefahrgutbeauftragte für diese beiden Verkehrsträger in der Schweiz nicht verantwortlich ist, sollte er dennoch von solchen Versänden Kenntnis haben. So kann er zumindest die nötigen externen Ausbildungen organisieren oder ggf. externe Unternehmen hinzuziehen. Neben der Beantwortung von Anfragen, der Unterstützung in der täglichen Praxis, sollte auch Zeit für einen gelegentlichen Rundgang durch das Unternehmen, eine Über-

prüfung der eigenen Fahrzeuge sowie ein Gespräch mit den Mitarbeitenden und der Geschäftsleitung vorhanden sein. Für die teilweise als lästig empfundenen Vorschriften ist nicht der Gefahrgutbeauftragte verantwortlich. Seine Aufgabe ist es, für die korrekte Anwendung und die Einhaltung der Vorschriften zu sorgen. Zu guter Letzt muss er, spätestens innerhalb eines halben Jahres nach Geschäftsabschluss, einen Gefahrgut-Jahresbericht zu Handen der Geschäftsleitung erstellen. In diesem lässt er das vergangene Geschäftsjahr aus Sicht des Gefahrgutbeauftragten Revue passieren. Die hierfür benötigten Daten sollten beim entsprechenden Unternehmen frühzeitig angefragt werden, denn hierzu müssen auch EDV-basierte Daten vorliegen, wie z.B. Mengen an versendeten/transportierten Gefahrklassen. Dieser Jahresbericht ist von der Geschäftsleitung zur Kenntnis zu nehmen, zu visieren und muss mindestens fünf Jahre lang für eine allfällige behördliche Kontrolle aufbewahrt werden. Man kann den Gefahrgutbeauftragten in der heutigen Zeit auch als Gefahrgutmanager bezeichnen. Die zeitintensive Aufgabe erfordert neben guter Fachkompetenz auch eine gehörige Portion Sozialkompetenz. Die Umsetzung der Vorschriften obliegt weiterhin den in der Linie tätigen Beteiligten im Ge-


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fahrgutprozess. Für diejenigen, die intern diese Aufgabe nicht erfüllen können oder wollen, stehen Unternehmen mit entsprechenden Angeboten zur Verfügung.

Die neue Gefahrgutlandschaft Schweiz Die Gefahrgutlandschaft Schweiz hat in der Vergangenheit, was das Thema Zulassung und Prüfung von Gefahrgutumschliessungen betrifft, verschiedene Besonderheiten aufgewiesen. Mit dem Eidg. Gefahrgutinspektorat (EGI), einer Abteilung des privatrechtlichen Vereins SVTI Schweizerischer Verein für technische Inspektionen, bestand eine Institution, die – ausgestattet mit einem faktischen Monopol – weitgehend als einzige Stelle befugt war, Zulassungen für Tanks, Druckgasflaschen und Verpackungen zu erteilen und an Gefahrgutumschliessungen erstmalige sowie wiederkehrende und ausserordentliche Prüfungen durchzuführen. Zugleich war das EGI die für den Gefahrgutbereich zuständige schweizerische Behörde. Diese historisch entstandene Konstellation, die u.a. mit der Kleinräumigkeit der Schweiz zu erklären ist, hat sich in der Praxis durchaus bewährt; das EGI konnte Zulassungen – im Vergleich mit den Verfahrensdauern im Ausland – in kurzer Zeit abwickeln und war mit seinen insgesamt zwölf Inspektoren in der Lage, an jedem Ort in der Schweiz innert zwei Arbeitstagen nach Anmeldung Prüfungen an Gefahrgutumschliessungen durchzuführen. Diese schweizerische Lösung war im benachbarten Ausland als gut funktionierend und effizient bekannt. Nun stehen aber Monopole mehr und mehr in der Kritik, weshalb es nicht erstaunt, dass seit längerer Zeit verschiedene politische Vorstösse eine Liberalisierung im Sinne einer Marktöffnung der Gefahrgutlandschaft Schweiz verlangten. Dieses Begehren hiessen schliesslich im Jahre 2005 der Nationalrat und der Ständerat gut. Auch aufgrund der Übernahme der TPED in das schweizerische Vorschriftenwerk sowie infolge des Übergangs vom System der behördlichen Zulassung zum Konformitätsbewertungsverfahren war eine Neuregelung des Inverkehrbringens und der Marktüberwachung von ortsbeweglichen Druckgeräten erforderlich. Somit mussten auch die Zuständigkeitsvorschriften für die behördlichen Aufgaben und die Prüftätigkeiten angepasst werden. Am 1. Januar 2013 schliesslich ist mit der «Verordnung über das Inverkehrbringen und die Marktüberwachung von Gefahrgut-

umschliessungen» (Gefahrgutumschliessungsverordnung GGUV) eine neue Rechtsgrundlage in Kraft getreten. Diese brachte eine grundlegende Umgestaltung der Gefahrgutlandschaft Schweiz mit sich. Nach einer einjährigen Übergangsphase hat das Eidgenössische Gefahrgutinspektorat EGI per 1. Januar 2014 seine behördlichen Funktionen an die Bundesverwaltung zurückgegeben. Seither ist das Bundesamt für Verkehr (BAV) die zuständige schweizerische Gefahrgutbehörde. Konsequenterweise hat der SVTI die Zulassungs- und Inspektionstätigkeiten in die Tochtergesellschaft Swiss TS Technical Services AG überführt. Die mit der neuen Verordnung einhergehende Marktöffnung ermöglichte die Zulassung von weiteren Konformitätsbewertungsstellen. Zum heutigen Zeitpunkt sind in der Schweiz drei als Inspektionsstellen Typ A und eine als Inspektionsstelle Typ B nach ISO 17020 akkreditierte Konformitätsbewertungsstellen tätig. Das neu zuständige Bundesamt (BAV) hat früh erkannt, dass die Gefahrgutumschliessungsverordnung einer Konkretisierung im Sinne von Ausführungsbestimmungen bedarf. Zu diesem Zweck hat das BAV eine Richtlinie erlassen. Dieser Erlass, der mit den Gefahrgutregeln der bundesdeutschen Behörde BAM vergleichbar ist, legt unter anderem die erforderlichen Voraussetzungen fest, die erfüllt sein müssen, damit sich ein Unternehmen als sogenannter Spezialbetrieb (Unterhaltsbetrieb) für Gefahrguttanks qualifizieren kann. Nur in diesen Betrieben können Prüfungen an Gefahrgutumschliessungen durchgeführt und dürfen gewisse Vorbereitungsarbeiten für solche Prüfungen ausgeführt werden. Einen weiteren wichtigen Inhalt der Richtlinie bildet die Übernahme verschiedener Technischer Anweisungen, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten vom EGI erarbeitet und stets an die technische Entwicklung und an die Neuerungen der gefahrgutrechtlichen Regelwerke sowie der einschlägigen Normen angepasst worden sind.

Die Auswirkungen der weitgehend umgebauten Gefahrgutlandschaft Schweiz auf die Gefahrgutpraxis, insbesondere die Prüftätigkeiten, können zurzeit noch nicht abgeschätzt werden. Zu den grössten Herausforderungen für die neue Bundesbehörde wird zweifellos gehören zu gewährleisten, dass alle zu erfüllenden behördlichen Aufgaben weiterhin vollumfänglich wahrgenommen werden. Dazu gehört: ■ Darauf hinzuwirken, dass trotz einer zukünftigen Aufteilung der Prüftätigkeiten auf mehrere Konformitätsbewertungsstellen anspruchsvolle Inspektionstätigkeiten, die eine grosse Erfahrung und ein hohes Know-how erfordern, auch in Zukunft fachkundig durchgeführt werden können; ■ zu verhindern, dass die fachliche Kompetenz und das technische Niveau neu zuzulassender Konformitätsbewertungsstellen und damit das Niveau der Prüfungen und Inspektionen sinkt; ■ die Bedingungen dafür zu schaffen, dass auch in Zukunft, was die Beratung in Gefahrgutfragen und die Durchführung von Prüfungen an Gefahrgutumschliessungen betrifft, die Kunden (Verwender und Hersteller von Gefahrgutumschliessungen, Unterhaltsbetriebe, Transportunternehmen, kantonale Verkehrsämter und Polizeibehörden usw.) in allen Gebieten der Schweiz bedient werden; sowie ■ zu vermeiden, dass aufgrund der für Besitzer von Gefahrgutumschliessungen inskünftig bestehenden Möglichkeit, unter verschiedenen Konformitätsbewertungsstellen zu wählen, ein Prüftourismus entsteht, und insbesondere zu verhindern, dass ein und dieselbe Gefahrgutumschliessung mehreren Konformitätsbewertungsstellen zur Prüfung unterbreitet werden kann. Die hohe fachliche Kompetenz der Bundesbehörde BAV und eine konsequente Durchsetzung der erwähnten Richtlinie werden zweifellos einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass diese Herausforderungen erfolgreich bewältigt werden können und somit die Sicherheit der Gefahrgutumschlies■ sungen weiterhin gewährleistet bleibt.

GEFAHRGUTTAG SCHWEIZ 2014 Am Mittwoch, 11. Juni 2014, findet der diesjährige Gefahrguttag Schweiz im SWISS Conference Center am EuroAirport Basel statt. Kompetente, praxiserfahrene Referenten informieren über die bevorstehenden Neuerungen/Änderungen im Gefahrgutrecht 2015 sowie über den Versand von LQ mit der Post. Am Nachmittag werden neu Vor-Ort-Besichtigungen angeboten. Programm u. Anmeldung: www.gefahrgut.ch

ZU DEN AUTOREN * Ralf Mengwasser, Gefahrgutbeauftragter, Leiter Expertise Services – Umweltsicherheit, ralf.mengwasser@swissts.ch ** Kaspar Seiler, Leiter Gefahrgut (Transport) kaspar.seiler@swissts.ch Swiss TS Technical Services AG, CH-8304 Wallisellen www.gefahrgut.ch; www.swissts.ch


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instandhaltung

M O B I L E C O M P U TI N G I N D E R E X - Z O N E

Ungeplante Stillstände deutlich reduziert Ex Mobile Computer plus ausgeklügelte Software gleich strategische Instandhaltung par excellence – so lautet die Erfolgsformel einer deutschen Raffinerie. Durch den Einsatz des «Traumpaares» konnte das Unternehmen seine ungeplanten Ausfälle erheblich reduzieren. Angesichts der Unsummen, die jeder einzelne Stillstand einer petrochemischen Anlage kostet, eine mehr als lohnende Investition.

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BENEDIKT ECKERT*

ie Ex Mobile Computer Lösung zur strategischen Planung und Durchführung von Rundgängen hat sich bereits bezahlt gemacht, wenn sie nur einen Anlagenstillstand verhindert», sagt Josef Pfiffer, Geschäftsführer des Systemintegrators Primation. «Unser Ziel ist immer eine höhere Anlagenverfügbarkeit. Der Return on Investment (ROI) von Software und Hardware als Komplettpaket beginnt bereits bei sechs bis neun Monaten.» Bei Primation stehen seit jeher die Prozesse im Fokus. Angefangen hat das Unternehmen mit statischen Systemen zur Überprüfung von Messstellen. Nun verfolgt der Systemintegrator mit einer dynamischen Lösung einen moderneren Ansatz. Basis dafür sind die Instandhaltungssoftware IntelaTrac von Wonderware und Ex Mobile Computer von Bartec – eine ideale Symbiose, die sinnvolle und auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmte Rundgänge im ExBereich ermöglicht. «Das Know-how der Mitarbeiter kann die Technik nicht ersetzen, aber sie kann die Arbeit deutlich erleichtern», so Benedikt Steinberger, Produktmanager IntelaTrac bei Primation. «Mobile Computer sind quasi die Workstation für unterwegs. Über Bluetooth lassen sich Zusatzgeräte wie zum Beispiel Vibration-, Temperatur- oder Beschleunigungsmessgeräte ankoppeln, die Tippfehler vermeiden und vergleichbare Werte liefern.»

Ausfälle minimiert, Verfügbarkeit maximiert Um ungeplante Stillstände gezielt zu reduzieren, verlässt sich eine Raffinerie in Deutschland

Die Bedienung des Gerätes erfolgt zum Grossteil mit Handschuhen, da hilft die Eingabe über wenige Funktionstasten. Denn auch in ein paar Metern Höhe oder bei Regen und Schnee muss eine sichere Bedienung gewährleistet sein. Bei der Erstellung der Rundgänge wird festgelegt, was zu überprüfen ist. Wer darf wo, wann und was prüfen? Dies ist insbesondere im Ex-Bereich wichtig, da der Mitarbeiter über geeignete Qualifikationen verfügen muss. Auf dem Bartec Mobile Computer erscheinen die jeweiligen Rundgänge: Ist etwas nicht in Ordnung, stellt das Gerät zusätzliche Fragen, die beantwortet werden müssen. «Die Software macht Engpässe in der Abwicklung schon lange vorher sichtbar», meint Steinberger. «Um die Lage zu entspannen, können Rundgänge verschoben oder externe Kräfte hinzugezogen werden.» Da sich Mitarbeiter unterschiedlichen Schichten zuordnen Die Ex Mobile Computer sind für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen lassen, erlaubt dies nicht zuletzt konzipiert. (Bilder: Bartec)

bereits seit einigen Jahren auf eine Ex Mobile Computer Lösung von Bartec. Dem Betreiber ist eine ständige Optimierung der Abläufe ein wichtiges Anliegen. Wenn zum Beispiel etwas undicht ist, kann das Prozessleitsystem dies nicht erkennen. Bei einem strategisch durchgeführten Rundgang kommt das Problem jedoch ans Tageslicht. Durch die Einführung der Geräte sank die Rate der ungeplanten Ausfälle erheblich. Nur ein Beispiel: Ein Mitarbeiter erkennt einen verdreckten Filter vor einem Lüfter, der für die Kühlung eines Motors verantwortlich ist. Fällt die Kühlung aus, tut dies über kurz oder lang auch der Motor und verursacht damit schlimmstenfalls Produktionsausfälle oder zumindest unnötige Reparaturkosten. In der petrochemischen Anlage führen mehr als 100 Anwender verschiedene Rundgänge durch. Dafür stehen im Unternehmen Bartec Mobile Computer des Typs MC 9090ex,

Zone 1 zur Verfügung. «Das Tool ist den Mitarbeitern in Fleisch und Blut übergegangen. Dabei ist die eigene Sprache ein unbedingtes Muss», betont Steinberger. «Ausserdem ist es elementar, die Rundgänger beim gesamten Projekt miteinzubeziehen.» In der Raffinerie gibt es sowohl Ex-Zone 1 als auch Ex-Zone 2 klassifizierte Bereiche, aber die Betreiber gehen auf Nummer sicher. Damit es zu keiner Verwechslung der Geräte kommen kann, setzt das Unternehmen nur Geräte der obersten Kategorie ein. So besteht kein Risiko, mit dem verkehrten Gerät in die falsche Zone zu geraten.

Wertvolles Analyse- und Auswertetool


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auch eine gleichmässige Verteilung der Rundgänge. Die clevere Software liefert auch Hinweise auf «bad actors». So kann die Raffinerie Schwachstellen und störanfällige Anlagenteile identifizieren, etwa welche Pumpen, von welchem Hersteller regelmässig oder öfters als andere ausfallen.

nossenschaft zufriedenstellt. Im Falle eines Falles können die Daten der Rundgänge auch als Beweis dienen, denn die Dokumentation ist im Gegensatz zu Excel-Listen nicht manipulierbar.

Schneller, höher, weiter Wie die Optimierungsprozesse in der Raffiniere, bleibt auch bei Bartec die Entwicklung nie stehen. Vor kurzem haben die Explosionsschutzspezialisten aus Bad Mergentheim eine neue Generation ihrer Ex Mobile Computer präsentiert, die bei einem Vergleich mit anderen Herstellern sehr gut abgeschnitten hat. Die Neuen können zum Beispiel mit ihrem Touchscreen punkten. Er reagiert selbst bei leichtem Druck sehr schnell und präzise. Zudem sind die Geräte sehr komfortabel im Handling. Ein weiteres grosses Plus ist ihre ausserordentliche Robustheit: Einem Fall aus 1,20 Meter halten sie problemlos stand. Der Vorteil schlechthin ist jedoch die Geschwindigkeit der Ex Mobile Computer, was auch Anwender bestätigen, die sich in ersten Tests von den Geräten begeistert zeigten. Die MC 92N0ex sind aktuell die schnellsten auf dem gesamten Markt. Dies gilt sowohl für das Einschalten als auch die Datensynchronisation. «Vielleicht sagen Sie jetzt, es geht doch nur um wenige Sekunden. Aber das sollte man nicht unterschätzen. Im Laufe eines Tages summiert sich das zu einer erheblichen Zeitersparnis auf», betont der Ge■ schäftsführer von Primation.

So funktioniert Instandhaltung heute Nach der Anmeldung zeigt der handliche Ex Mobile Computer dem Personal an, welche Rundgänge aktuell anstehen. Für die jeweilige Tour sind für die zu prüfenden Komponenten bestimmte Grössen wie zum Beispiel Eingangs- und Ausgangsdruck hinterlegt. Die Identifizierung erfolgt über RFID-Tags, was ganz nebenbei auch sicher- Mobile Computing «vor Ort». gestellt, dass nichts an falscher Stelle eingetragen wird: Die Software springt jede Tabelle. Ausreisser lassen sich unmitautomatisch an die richtige Stelle in der Fra- telbar erkennen. Die Daten sind nur von Begenliste. Da die einfache Bedienbarkeit im rechtigten überschreibbar. Dies ermöglicht Vordergrund steht, werden nach Möglichkeit auch ein Feedback, ob die gemessenen geschlossene Fragen gestellt, welche über ei- Werte richtig sind. Erledigte Rundgänge ne Auswahlliste beantwortet werden kön- werden auf der To-do-Liste abgehakt. nen. Die häufigste Antwort findet man im- Der Rundgänger kann individuelle Notizen mer ganz oben in der Auswahlliste. Anhand zu den einzelnen Arbeitsschritten eingeben, der Antworten lässt sich frühzeitig erkennen, welche die Software durch Angabe von Daob eine Messstelle problematisch ist und ob tum, Uhrzeit und Namen des Mitarbeiters ergänzt. Alle Ergebnisse lassen sich automaein Eingreifen notwendig ist. Die detaillierten Anweisungen helfen neuen tisiert per Mail verschicken. Gab es zum Mitarbeitern oder externen Kräften, sich Beispiel Probleme bei einem der Rundgänschnell in die Materie einzuarbeiten. Von ge, kann ein Vorgesetzter oder die WerksleiPlanungsseite wird somit sichergestellt, dass tung informiert werden. Die erfassten Daten alle Mitarbeiter auf dem gleichen Stand können die Anwender in diversen Softwaresind. Die Informationen können dabei bis programmen, wie zum Beispiel Excel, weihin zu Explosionszeichnungen im PDF-For- terverarbeiten. mat reichen. Da sich in allen Branchen ein Ein weiteres sehr nützliches Feature: Informationen einer Schicht, die über die vergewisser Trend zur Auslagerung von Rundgängen beobachten lässt, kommt solchen schiedenen Mobile Computer erfasst wurden, werden zusammengefasst und als Features immer mehr Bedeutung zu. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten der komplettes Schichtbuch an die Kollegen Datenübertragung: Entweder sendet der übergeben. Dies ermöglicht einen nahtlosen Mobile Computer seine Informationen, Übergang aller Informationen von einer nachdem er nach dem Rundgang in die La- Schicht zur nächsten. destation gestellt wurde oder die Daten wer- Alle Dokumente sind auf Knopfdruck erden drahtlos sofort während der Runde stellbar. Der Report erlaubt eine durchgänübertragen bzw. sobald sich der Mitarbeiter gige Nachvollziehbarkeit und bietet der Raffinerie bei Tausenden von Messstellen weim Bereich eines WLANs aufhält. sentlich mehr Transparenz. Und: Die Ex Mobile Computer Lösung kann mit wenig Ganz sicher nicht manipulierbar Die komplette Historie ist als Graph darstell- Papier eine hohe Betriebssicherheit gewährbar und damit wesentlich anschaulicher als leisten. Ein Aspekt, der auch die Berufsge-

ZUM AUTOR * Benedikt Eckert Produktmanager Mobile Computing BARTEC GmbH D-97980 Bad Mergentheim benedikt.eckert@bartec.de www.bartec.de

WEITERE INFORMATIONEN Bartec Engineering + Services AG CH-6330 Cham Telefon 041 747 2727 info@bartec.ch; www.bartec.ch Wonderware Switzerland SA CH-1110 Morges Telefon 021 802 80 80 info@wonderware.ch; www.wonderware.ch


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I N S TA N D H A L TU N G S S TR A TE G I E N

OEE – eine nützliche Kennzahl für Management und Operative Die Overall Equipment Effectiveness (OEE) ist eine Kennzahl, die ursprünglich aus der Instandhaltung im Rahmen von TPM (Total Productive Maintenance) entwickelt wurde. Da sie eng verknüpft ist mit den Grundgedanken von lean, hat sie ihre ursprüngliche Anwendung vor allem im Bereich der Serienfertigung (insbesondere Automobilindustrie) gefunden. In den letzten Jahren taucht sie — meist vom Management des Unternehmens initiiert – jedoch zunehmend auch in anderen Industrien wie der Prozessindustrie auf. THOMAS LANG* UND STEFAN KÖMMERLING**

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orauf ist diese zunehmende Beliebtheit speziell für die Prozessindustrie zurückzuführen? Die OEE setzt sich zusammen aus der Multiplikation von drei Faktoren: Verfügbarkeit, Leistung und Qualität. Es ist die Kennzahl, welche am direktesten die Produktivität einer Anlage abbildet: Erreicht sie 100 %, ist die produzierte spezifikationsgerechte Menge der Anlage maximal. Damit erlaubt sie einen direkten Rückschluss auf den Return on Investment (ROI), welcher insbesondere in kapitalintensiven Industrien wie der Chemie von enormer Bedeutung ist. Der Vorteil, den sie für das Top-Management respektive den Kapitalgeber bringt, ist die Aussage, was mit dem in die Anlage investierten Kapital maximal produzierbar ist. Da die Berechnung auf dem Ansatz einer 365 Tage / 24 Stunden Nutzung basiert, ist die Erreichung des Maximalwertes natürlich eher theoretischer Art. In der Praxis sind diese Werte kaum erreichbar. Dies gilt ins-

Udo Feuser (links) und Ralf Scheer in der Mehrzweckanlage Dormagen. Moderne Anlagen wie diese sind wichtig, um die wachsenden Anforderungen an Pflanzenschutzmittel zu erfüllen. (Bilder: Bayer)


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tionsmenge von 3 % nur in der Nachkommastelle der OEE bemerkbar. Für den Anlagenverantwortlichen ist dies natürlich nicht sonderlich motivierend, was auch erklärt, warum die OEE beim Management nicht übermässig beliebt ist. Ein weiterer Aspekt, weshalb die OEE Akzeptanzprobleme hat, ist die Zuordnung der Verluste: Anders als in der Stückgutindustrie sind Anlagen in der Prozessindustrie meist nicht digital an/aus, sondern sie werden über einen gewissen Zeitraum herunterund wieder hochgefahren. Wenn eine Anlage abgeschaltet werden muss, hat man beim Abfahren einen Leistungsverlust, während des Stillstands einen Verfügbarkeitsverlust und beim Anfahren wiederum einen Leistungsverlust (siehe Abb. 1). Abb. 1

Sitespecific Equipment Effectiveness (SEE) Anlage, die nur in der Tagschicht betrieben wird. Mit diesem Schichtmodell kann die OEE keine 23 % erreichen. Damit machen sich relative Steigerungen in der ProdukDiese Situation ist auch am Standort Frankfurt der Bayer CropScience aufgetreten, nachdem die Konzernzentrale die intensive Nutzung der OEE als Steuergrösse eingeführt hat, um die Managementsicht auf die

besondere für Anlagen, die nur in DreiSchicht betrieben werden, da bereits hier die maximal erreichbare OEE bei 67 % liegt. Noch eklatanter wird die Situation bei einer

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instandhaltung

Abb. 3

Abb 2

Produktionssituation transparenter zu machen. Man hat sich daraufhin entschieden, die OEE an die Anforderungen des Standorts anzupassen. Die vom Standort nicht zu verantwortenden Ausfallzeiten wie fehlende (Kunden-)Aufträge werden aus der OEE 100 % Definition abgezogen. Eine neue Kennzahl entsteht, die sich Sitespecific Equipment Effectiveness (SEE), in Abgrenzung zur Overall Equipment Effectiveness, nennt. Alle hier auftretenden Verluste sind direkt vom Standort beeinflussbar und damit als Steuerungsinstrument für die Verantwortlichen gut einsetzbar. Darüber hinaus werden die Verluste bei der SEE verursachergerecht zugeteilt (siehe Abb. 2). Jeder Verlust wird den hauptverantwortlichen Verursachern in Form der technischen (SEETechnik), produktionsbedingten (SEEProduktion) oder logistischen (SEELogistik) SEE zugeordnet. Alle anderen Verluste werden unter Sonstigem (SEESonstiges) zusammengefasst. Hier sind die Verluste in der Regel so gering, dass sich eine weitere Verfolgung in der Regel nicht lohnt. Im Bereich der technischen SEE befinden sich z .B. die Reparaturen oder Umbauten an den Anlagen. Zu wenig Personal ist die häufigste Ursache für Verluste der Produktion (SEEProduktion), und fehlende oder falsche Rohstoffe werden der Logistik (SEELogistik) zugeordnet. Wichtig dabei ist vor allem, dass die Zuordnung der Verluste nicht als Schuldzuweisung verstanden wird, sondern als Ansatzpunkt für eine zukünftige Vermeidung und damit allgemeine Verbesserung der Situation verstanden wird. Dies erfordert ein entsprechendes Umdenken bei allen Beteiligten, wobei es insbesondere auf das Vorleben durch die Führung ankommt.

Deutliche Effizienzsteigerung Das Arbeiten mit der SEE und die kontinuierliche Bearbeitung der Ursachen für

Verluste haben in Frankfurt sehr positive und nachhaltige Ergebnisse bewirkt. In einer Anlage, die ohnehin eine Engpassanlage war, konnte die durchschnittliche SEE von 79 auf 96 % gesteigert werden. Der dadurch zusätzlich generierte Umsatz bringt weitaus mehr Ergebniswirkung als die meisten Kosteneinsparungsmassnahmen. Profiteur ist dabei insbesondere die Technik, denn sie wird nicht mehr nur als Kostenverursacher gesehen, sondern sie generiert zusätzlichen Umsatz / Gewinn. Darüber hinaus wird die SEETechnik in Frankfurt auch zur Steuerung des externen Dienstleisters in der Instandhaltung herangezogen. Die klassischen Beauftragungsund Abrechnungsverfahren für externe Dienstleister, wie Abrechnung nach Aufwand oder über Leistungsverzeichnisse, weisen erhebliche Nachteile auf. Sie verursachen sowohl hohen administrativen Aufwand als auch beinhalten sie einen prinzipiellen Zielkonflikt der Interessen der beteiligten Parteien. Der Dienstleister ist daran interessiert, möglichst viel zu reparieren, da dies ihm Umsatz (und damit Ergebnis) generiert. Der Dienstleister hat daher prinzipiell nur wenig Interesse, die technische Zuverlässigkeit der Anlagen zu steigern. Für den Anlagenbetreiber ist dies nicht nur wegen der hohen Kosten für den Dienstleister, sondern auch wegen der Produktionsausfallkosten nachteilig. Erhält der Dienstleister jedoch eine Pauschale, die an die SEETechnik geknüpft ist, besteht ein hohes Eigeninteresse des Dienstleisters mit weniger Reparaturen die benötigte Anlagenverfügbarkeit zu gewährleisten, da dies ihm Kosten spart. Der Anlagenbetreiber profitiert ebenfalls: zum einen an der durch die Optimierung sinkenden Pauschale, zum anderen (und das ist der hauptsächliche Benefit) durch die gestiegene Anlagenverfügbarkeit. Am Standort Frankfurt der Bayer CropScience

wird dieses Verfahren inzwischen für alle Produktionsanlagen mit hoher Zufriedenheit auf beiden Seiten eingesetzt. Bei der Einführung waren einige Dinge entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung. Ganz besonders wichtig ist die Bereitschaft des Dienstleisters unternehmerische Verantwortung für die Anlagen des Betreibers zu übernehmen. Die (technische) Optimierung der Anlagen unter ökonomischen Aspekten wird essenzieller Bestandteil seiner Aufgabe. Gleichzeitig bleiben den Betriebsingenieuren des Anlagenbetreibers mehr Zeit sich auf ihre eigentliche Aufgabe zu fokussieren: die prozess- und verfahrenstechnische Optimierung der Anlage. Dieses Zusammenspiel der Kompetenzen (siehe Abb. 3) muss sich einspielen, weswegen die Einführung der SEE gesteuerten Instandhaltung bewusst nicht unter Zeitdruck durchgeführt werden darf. Daher kann eine solche Massnahme nicht als klassische Restrukturierung durchgeführt werden, da das notwendige Vertrauen auf beiden Seiten sich nur langsam entwickeln kann. Gleichzeitig bietet dieses Verfahren mittel- und langfristig erheblich grösseres Potenzial und erlaubt auch der Technik, sich im Unternehmen strategisch besser zu positionieren, was im Falle der immer wieder auftretenden Kosteneinsparungsprogramme den Druck auf den Bereich Technik ■ erheblich reduziert.

ZU DEN AUTOREN * Dipl.-Ing. Thomas J. Lang Site Technical Management Frankfurt Bayer CropScience AG thomas.lang@bayer.com **Dr. Stefan Kömmerling Partner Agamus Consult GmbH stefan.koemmling@agamus.com


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Verlässliche Resultate mit minimalem Aufwand Die Automationstechnologie von METTLER TOLEDO für Dichtemessgeräte, Refraktometer und kombinierte Systeme (z.B. Dichte, Brechzahl, pH, Farbe) ermöglicht flexible und sichere Arbeitsabläufe im Labor, selbst für schwierigste Proben. Dabei ist die enorme Zeiteinsparung nur ein Aspekt der Automatisierung. Denn auch die Qualität der Messdaten und die Benutzersicherheit werden erhöht. www.mt.com/liquiphysics www.mt.com


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Reinraumanlagen sorgen bei der Herstellung von spezialisierten Kunststoffverpackungen für ein deutliches Plus an Qualität. Insbesondere Verpackungssysteme für Pharmazie und Medizintechnik müssen absolut fehlerfrei ausgeliefert und vor Keimen und minimalsten Verunreinigungen geschützt werden. Ohne moderne Reinraumtechnik sind die Produktionsverfahren für pharmazeutische Verpackungen heute nicht mehr durchzuführen.

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PT Pharma Packaging hat seine bestehende Reinraumproduktion um 250 Quadratmeter erweitert. Die Installation eines modularen Reinraumsystems, das flexibel an- und umgebaut werden kann, erleichterte die Planung der Investition. HPT Pharma Packaging entwickelt und produziert als zertifizierter Lieferant Verpackungssysteme für die Pharmazie und Diagnostik. Konsequente Investitionen in neueste Reinraumsysteme haben zu einem hohen Vertrauen unter den anspruchsvollen Kunden der Pharmaindustrie und der Medizintechnik geführt. Die pharmazeutischen Primärpackmittel aus Kunststoff, wie Flaschen, Kanister, Dosen und Verschlüsse werden unter kontrollierten Reinraumbedingungen hergestellt und verpackt. Das mittelständische, konzernunabhängige Unternehmen hat seine Reinraumkapazität jetzt um weite-

re 250 m2 Quadratmeter Reinraum erhöht. Die hohen Anschaffungs- und Betriebskosten, die für komplexe Reinraumsysteme anfallen, führten zu der Überlegung einer zweistufigen Investition. Der Technische Leiter Alexander Stauch erklärt die Vorgehensweise: «Wir haben die Installation der neuen Reinräume in zwei getrennten Bauabschnitten durchgeführt. Zunächst wurde ein eigenständiger Reinraum von 100 m2 Grösse in Betrieb genommen und später der Erweiterungsbau in Angriff genommen. So konnten wir die Kosten verteilen und unsere Planungssicherheit erhöhen».

Erweiterung in zwei Bauabschnitten Der Reinraum der ersten Phase wird für die Endprüfung und Umpackung der pharmazeutischen Kunststoffflaschen und Ver-

Das Reinraumsystem «CleanSteriCell» der GMP Klasse C ist freitragend und modular aufgebaut.


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Seminaragenda 2014 02. Juni 03. Juli Reinigungsvalidierung im GMP-Bereich 6. Swiss Cleanroom Community Event mit SKAN AG

03. Sept. Druck- und Prozessluft messen Messtechnik für den Anwender 10. Sept. GMP-Aufbauwissen 17. Sept. Reinraummesstechnik

24. Sept. Reinraumhygiene 22. Okt. 29. Okt. 05. Nov. Grosse Fenster, farbige Wandmodule, integrierte Medienkanäle und LED-Beleuchtung erhöhen die Qualität der Reinraumarbeitsplätze.

GMP-Basiswissen GMP-Audits erfolgreich bestehen Wasser im Spitalbereich Basisseminar für Reinraummitarbeiter Dekontamination von reinen Räumen Qualifizierung und Validierung Anforderungen der Pharma an Fremdfirmen – Professionelles Verhalten, begeisterte Kunden und Folgeaufträge

12. Nov. 19. Nov.

schlüsse genutzt. In einer bestehenden Produktionshalle wurde ein selbsttragendes 100 m2 grosses Reinraumsystem der GMP Klasse C inklusive Personen- und Materialschleusen installiert. Die Erweiterung des Reinraumsystems um weitere 150 m2 Reinraum für die manuelle Endmontage von Verschlüssen wurde an den bestehenden Reinraum angefügt. Eine modulare Bauweise, die eine flexible Erweiterung ermöglicht, war daher die Bedingung bei der Vergabe des neuen Reinraumsystems. In enger Zusammenarbeit mit dem Reinraumspezialisten Schilling Engineering wurde die Planung eines Erweiterungskonzepts mit Reinräumen der GMP Klasse C erarbeitet. Das Reinraumsystem «CleanSteriCell» erfüllt diese technisch anspruchsvollen Anforderungen. Es hat einen modularen Aufbau und kann auch nach Inbetriebnahme noch problemlos erweitert oder umgerüstet werden. Dank eines patentierten GMP-Dicht-Clip-Systems werden die Wandpaneele silikonfrei verbunden, sodass die Module auch bei einem Abbau nicht beschädigt und wieder eingesetzt werden können. Die Auslegung der Klimatechnik und die Installation des innovativen Steuerungssystems «CRControl», mit dem alle Komponenten des Reinraums kontrolliert und reguliert werden können, wurden schon für die Grösse der Gesamtanlage berücksichtigt. Schon kurz nach Inbetriebnahme des ersten Reinraumteils konnte die geplante Investition in den Erweiterungsbau getätigt werden: «Die Installation und funktionale Handhabung des Reinraumsystems CleanSteriCell

verlief problemlos und hat unsere Erwartungen voll und ganz erfüllt. Die Erweiterung der Reinraumanlagen um einen Montageraum konnte dann relativ kurzfristig veranlasst werden. Unsere Entscheidung für ein flexibles Reinraumsystem der Firma Schilling Engineering hat sich auf jeden Fall gelohnt», betont Alexander Stauch.

26. Nov. 10. Dez.

Optimale kontrollierte Reinraumbedingungen Mit der Installation der neuen Reinraumsysteme der GMP Klasse C kann die Auslieferung von keimarmen und qualitativ einwandfreien Verpackungen kompromisslos gewährleistet werden. ULPA Hochleistungsfilter und ca. 40 Luftwechsel pro Stunde bieten optimale kontrollierte Reinstluftbedingungen. Für die Firma HPT spielte bei der Investitionsentscheidung neben dem hohen Qualitätsanspruch aber auch die Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Umwelt eine Rolle. Grosszügige Fenster und die farbliche Gestaltung der Innenwände sorgen für angenehme Arbeitsplätze. Mit der Installation von LED-Reinraumleuchten und der energieeffizienten Umluft- und Rückluftführung in den Reinraumwänden können Betriebskosten niedriger gehalten und Ressourcen geschont werden. ■

21. Jan. ‘15 Erfolgreiche Personalführung im Reinraumbereich

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reinraum / GxP

A N F O R D E R U N G S G E R E C H TE M O N I TO R I N G - S Y S TE M E

Kontinuierliches Reinraum-Monitoring: Leitfragen und Tipps für Entscheider Bei der Herstellung von pharmazeutischen Produkten nach GMP (Good Manufacturing Practice) und GAMP (Good Automated Manufacturing Practice) gelten immer strengere Vorschriften und Regelungen, deren Einhaltung im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems überwacht werden müssen. Ein wichtiges Werkzeug hierfür ist ein auf die speziellen Anforderungen zugeschnittenes Monitoring-System.

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MATTHIAS ALBER*

er Grundaufbau eines ganzheitlichen Monitoring-Systems besteht aus folgenden Komponenten, die modular kombiniert werden: ■ Sensorik zur Aufnahme von Parametern ■ Anzeigen zur Visualisierung im Reinraum (Displays, Touchpanels, Ampeln) ■ Alarmierungsweiterleitungen (Telefon, EMail, SMS) ■ Datenspeicherung und Auswertung zur langfristigen Dokumentation ■ Bedienerfreundliche Software zur einfachen Reaktion, Analyse und Dokumentation Im Idealfall dient ein Monitoring-System zur automatischen, kontinuierlichen und lückenlosen Dokumentation der kritischen Umgebungs- , Prozess- und Produktionsparameter – und das ohne vermehrten Arbeitsaufwand für den Nutzer. Der Anwender hat zum einen die Möglichkeit, bei Abweichungen der Parameter einzugreifen, zum anderen können die Parameter langfristig nachgewiesen werden. Um solch ein Monitoring-System als sinnvolles Werkzeug

nutzen zu können, muss der gesamte Lebenszyklus bereits von der Planung an berücksichtigt werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass das System kein zusätzlicher «Ballast» ist, sondern den Nutzer bei seiner täglichen Arbeit unterstützen und bei der aufwendigen Dokumentation entlasten kann. Die Planung sollte deshalb nicht von der technischen Seite aus beginnen, denn technisch umsetzbar ist fast alles. Wichtiger ist, dass das System die Prozess- und Produktanforderungen sowie natürlich auch die normativen Forderungen erfüllen kann. Folgende Leitfragen müssen dafür bereits bei der Planung eines solchen Systems beantwortet werden. ■ Welche normativen Vorgaben gibt es zu beachten? Dabei müssen einerseits die Anforderungen in Bezug auf das Produkt und das Zulassungsverfahren und andererseits auch die Anforderungen an ein Monitoring-System beachtet werden. ■ Welche Aufgaben und möglichen Probleme könnten in Zukunft auf mich zukom-

men? Stichwort: Möglichkeit zur Erweiterung, Bedingungen für eine Wartung, Justierbarkeit, qualifizierter Zustand. ■ In welchen Bereichen ist es sinnvoll und nützlich, nur einzelne Parameter zu überwachen, in welchen Bereichen muss ein ganzheitliches Monitoring erfolgen? ■ Wie muss das System gestaltet sein, um mich und das Personal bestmöglich zu unterstützen? Die gesetzlichen Normen und Verordnungen sind ein wichtiger Begleiter von der Planung bis hin zur Produktion. Um die Herstellerlaubnis zu erhalten, müssen die Anforderungen von GMP, GAMP und FDA eingehalten werden. Daraus ergeben sich dann auch die Anforderungen an das Monitoring.

Ganzheitliche Prozessbetrachtung Am Anfang steht die Erstellung einer URS/ eines Lastenheftes. Folgende Faktoren sollten hier einfliessen, um die Grundanforderungen zu definieren:

Grundaufbau eines ganzheitlichen Monitoring-Systems. (Bilder: Briem Steuerungstechnik)


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Herstellungsprozess für das Produkt (Reinraumklassen, Sicherheitsaspekte, Lagerung) ■ Risikofaktoren des Produktes (Empfindlichkeit gegenüber Temperatur/Feuchte) ■ Anforderungen an ein Monitoring. Als weitere Anforderungen folgen nun die individuellen Wünsche. Dazu können z. B. gehören: ■ Material: Messgeräte in Edelstahl, flächenbündig integrierte Systeme (Stichwort: Hygienic Design) ■ Sensorgüte: Welche Toleranzen sind nötig? Habe ich Kühl- oder Klimaschränke, bei denen aufgrund der geringen Toleranz eine hohe Sensorgüte gefragt ist? ■ Design: Wo sollten im Reinraum Anzeigen und Alarmierungselemente platziert werden, um die Mitarbeiter im Produktionsprozess effizient zu informieren? Die Personen, die tagtäglich mit dem System arbeiten müssen, sollten hier unbedingt miteinbezogen werden. ■

Kriterien für Entscheider Ein optimales Reinraum-Monitoring-System bietet: ■ ganzheitliche Projektbegleitung von der Planung bis zur Wartung ■ Investitionssicherheit durch modularen Aufbau, Anpassung und Erweiterungsmöglichkeiten (z. B. Aufschaltung von Kühlschränken) ■ Audit-Sicherheit durch lückenlose GMP-Dokumentation ■ mehrstufiges Alarm- und Warnkonzept mit unterschiedlichen Eskalationsstufen ■ intuitive Bedienkonzepte für Geräte und Software, die für kurze Einlernphasen sorgen ■ eine optimale Life Cycle Costing (LCC)-Betrachtung – inklusive Anschaffungskosten ■ Verfügbarkeit, Wartung, Support und Erweiterungsmöglichkeiten.

Zuverlässigkeit und effiziente Nutzung stehen im Fokus Nach erfolgreichem FAT folgt die Installation des Systems beim Kunden und danach die Inbetriebnahme inklusive Durchführung der Installationsqualifizierung (IQ) und der Funktionsqualifizierung (OQ) sowie der GMP-gerechten Dokumentation vor Ort. Ein wichtiger Punkt hierbei ist die Benutzerschulung. Diese sollte am laufenden System durchgeführt werden, damit die betroffenen Personen direkt an «ihrem» System lernen, wie es zu bedienen und nutzbar einzusetzen ist. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme und Qualifizierung kann das System im laufenden Produktionsbetrieb genutzt werden. Der Lebenszyklus gemäss GMP geht aber noch weiter. Das Monitoring-System muss in festgelegten Abständen (i. d. R. zwölf Monate) gewartet und die Sensoren rekalibriert werden. Deshalb ist es wichtig, bereits bei der Planung darauf zu achten, dass das System im eingebauten Zustand gewartet werden kann. Vor allem die Sensoren (VDI 2083-Blatt 3.1) inklusive der gesamten Messkette müssen kalibriert und

Nach Festlegung der Anforderungen erstellt der Systemlieferant ein Pflichtenheft, in welchem er spezifiziert, wie er die gestellten Anforderungen technisch umsetzen wird. Dieses sollte vom Auftraggeber geprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Es erfolgt die Umsetzung/Fertigung im Werk des Lieferanten. Dort sollte auch ein FAT (Factory Acceptance Test) erfolgen. Hierbei wird das Komplettsystem aufgebaut und getestet, und der Kunde kann sich von der Qualität seines Systems überzeugen, bevor es installiert wird.

falls notwendig justiert werden können. Die Wartung muss gemäss einem Wartungsplan durchgeführt und entsprechend dokumentiert werden. Falls im laufenden Betrieb Erweiterungen oder Änderungen notwendig werden, muss dies gemäss definierten Standards (Change Control) durchgeführt und auch entsprechend dokumentiert werden. Das kann erforderlich werden, falls das Monitoring-System z. B. durch Aufschaltung von Brut- und Klimaschränken erweitert oder ein anderes Produkt hergestellt werden soll, bei dem andere Grenzwerte benötigt werden. In solchen Fällen muss die Änderung gemäss GMP geplant, gelenkt, durchgeführt und entsprechend dokumentiert werden, um den qualifizierten Zustand des Systems zu ■ gewährleisten. ZUM AUTOR *Matthias Alber, Briem Steuerungstechnik GmbH D-72622 Nürtingen Telefon +49 (0)7022 6092-0 info@briem.de www.briem.de

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reinraum / GxP

GAMP 5-SEMINAR

GxP-gerechter Betrieb computergestützter Systeme Im Fokus des Seminars «GAMP 5 – Umsetzung für Praktiker» des Veranstalters Swiss Cleanroom Concept GmbH (SCC) in Rheinfelden standen Themen, die bei der Umsetzung eines GAMP 5-Projektes zwingend berücksichtigt werden müssen.

I

ANNETTE VON KIECKEBUSCH-GÜCK

m Jahr 1995 wurde vom Pharmaceutical Industry Computer Validation Forum, UK, der erste GAMP Guide veröffentlicht. Dieser Leitfaden hat sich zum Standardregelwerk für die Validierung computergestützter Systeme in der pharmazeutischen Industrie, d. h. Hersteller und Zulieferer, entwickelt. Die Anwendung des aktuellen GAMP 5Leitfadens, der seit 2008 verfügbar ist, war Thema eines Seminars für den Bereich Life Science-Industrie und Lieferanten. An einem Live-System wurde aufgezeigt, welche Punkte der Anwender bei der Umsetzung eines GAMP 5-Projektes zwingend berücksichtigen muss. Die Seminarteilnehmer aus dem fachlichen Umfeld IT, Automatisierung und Life Sciences hatten an dem Event im Hotel Schiff in Rheinfelden Gelegenheit, die praktische Umsetzung am Beispiel eines Reinraum- Monitoring-Systems kennenzulernen. Thomas Kreil, Mitarbeiter der Treff

AG, einem Schweizer Hersteller von Präzisionskunststoffteilen und Spezialist für hochtemperatur- und chemikalienbeständige Kunststoffe, erklärt dazu: «Ich bin erst seit Kurzem in dem Bereich medizinischer Komponenten tätig und arbeite mich derzeit in das Thema GAMP ein. Dazu ist dieses Seminar ideal!» Und Michael Müller, CEO der Valisys AG, ergänzt: «Unsere Mitarbeiter besuchen regelmässig diese Schulungen, um ein Verständnis für die Richtlinien und für die Kundensicht zu erlangen. Intern werden dann die Kenntnisse in unserem System umgesetzt, aber auch gemäss den Kundenwünschen angepasst, die uns auditieren.» Nach der Begrüssung durch den Veranstalter und Swiss Cleanroom Concept-Geschäftsführer Frank Zimmermann führte Dr. Peter Schober von der Chemgineering Business Design GmbH, Wiesbaden, in das Thema GAMP 5 ein und erläuterte den Aufbau des GAMP 5.

Swiss Cleanroom Concept-Eigner Frank Zimmermann im Gespräch mit Dr. Peter Schober. (Bilder: Kieckebusch-Gück)

Umgang mit GAMP 5, Projektabwicklung Von der ersten Minute an hatte Dr. Peter Schober, Senior Consultant der Chemgineering Business Design GmbH, Wiesbaden, mit seinem Vortrag über GAMP 5 das Publikum für sich gewonnen und wusste die Anwesenden mit seinen anschaulichen Beispielen zu fesseln. Neben den ersehnten Tipps zur Validierungsstrategie für Firmen gab es überaus aktuelle Diskussionen. Um einen reibungslosen Ablauf bei der automatisierten Herstellung von Produkten im Life Sciences-Bereich zu gewährleisten und Vorfällen vorzubeugen, ist eine Regulierung und Validierung der Systeme unabdingbar. Eine Validierung umfasst den ganzen Lebensprozess des Systems. Man muss das System stets validiert halten, um eine hohe Sicherheit zu gewährleisten. Das Ziel ist es, den Beweis anzutreten, dass die Konformität mit den Anforderungen gegeben ist, das

Dr. Martin Bürli, ehemaliger Inspektor des Schweizerischen Heilmittelinstituts, war einer der Referenten am GAMP 5-Seminar.

System für den Einsatz geeignet ist und die Anforderungen vollständig implementiert sind. Für den Praktiker steht im Fokus, sich die Appendizes des GAMP 5 nutzbar zu machen. Das Risikomanagement speziell umfasst Massnahmen zur systematischen Erkennung, Analyse, Bewertung Überwachung und Kontrolle von Risiken. Das erfordert eine gute Zusammenarbeit des Produzenten mit allen Lieferanten, eine Risikobewertung, Integrität und Vertraulichkeit, Datensicherheit! In seinem Referat «Risikobasierte Validierung computergestützter Systeme» stellte Dr. Schober die einzelnen Phasen eines Validierungsprojekts vor. Welche Projektphasen sind entscheidend, welche besonderen Anforderungen gibt es an Validierungstests? Der Referent beschrieb effektive Teststrategien und hob hervor, wie wichtig es ist, jede Abweichung zu registrieren, zu dokumentieren und im Notfall auch auf Fachleute zurückgreifen zu können, die sich schnellstmöglich um die Behebung des Problems kümmern.


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Anschliessend berichtete er über den Umgang mit Electronic Records, Signatures, Clouds, mit Schnittstellen und deren Abgrenzungen und verriet, welche Projektphasen von besonderer Wichtigkeit sind. Der Vortrag zur GAMP 5-Projektabwicklung fokussierte sich auf die risikobasierte Validierung computergestützter Systeme. Besonderen Wert sollte die Firma auf die Zuständigkeiten, auf die Abstimmung des Herstellers mit dem Lieferanten und die Anforderungsspezifikationen legen. Typische Risiken der Steuerung kann man auf Basis des Lastenheftes minimieren.

Qualifizierung, Implementierung und Inspektion von Monitoringsystemen Über den Umgang mit Alarmierungen erfuhren die Teilnehmer vieles durch Joachim Gau, Product Manager bei Elpro Buchs AG. Er referierte über die Imple-

mentierung eines Monitoring-Systems mit Demo an einem Live-System. Dabei spezifizierte er Eigenschaften von MonitoringSystemen, wie Messaufnahmesystemen, Alarmierung, automatische Berichterstattung und Archivierung. Er erörterte Fragen wie: Wo ist Monitoring notwendig? Welchen Sensor wähle ich? Wie platziere ich die Sensoren GMP-gerecht? Die Zuhörer erhielten viele wertvolle Tipps aus der Praxis zur Wartung, zum Temperature Mapping, zur Kalibrierung, zur Dokumentation und zur Sicherung von Klimabedingungen. Der Referent stellte anschliessend ein Monitoring-System vor, das die Klimabedingungen von der Sensorik über den Umgang mit Alarmierungen bis hin zur Datenauswertung inklusive automatischer Berichterstattung umfasst. Frank Zimmermann von Swiss Cleanroom Concept stellte die Implementierung eines

6. Swiss Cleanroom Community Event – Einladung Ihre Gesundheit ist Ihnen wichtig? Hygiene und Arbeitssicherheit im Labor sind ein Thema für Sie? Dann wird das 6. Swiss Cleanroom Community Event am 3. Juli 2014 für Sie interessant sein. Zu Gast sind wir diesmal bei der Firma SKAN AG in Allschwil. Wie an unseren Community Events üblich, kommen Sie in den Genuss von interessanten Inputs zu aktuellen Themen. Am 3. Juli wird dies nicht in Form von Referaten geschehen, sondern Sie haben an 8 Stationen die Möglichkeit, sich im direkten Gespräch mit Fachleuten über folgende Themen zu informieren:

Mikrobiologische Sicherheitswerkbänke Der kleinste Zytostatika Isolator ■ Sicherheitsabzug mit vollem Personenschutz ■ Präzises Wägen mit Personenschutz im Umgang mit aktiven und toxischen Substanzen ■ Powder Handling Cabinet, Ihre Reinraumzone nach Mass ■ Dekontamination von MSW und Reinräumen ■ Überlassen Sie nichts dem Zufall, qualifizierte SKAN-Techniker warten Ihre Anlagen ■ Schutz hoch III, die persönliche Schutzausrüstung Nutzen Sie die Gelegenheit und holen Sie sich Antworten auf Fragen aus Ihrer Praxis. Im Anschluss können Sie den Abend gemütlich bei einem Apéro und Networking mit Gleichgesinnten ausklingen lassen. Wir freuen uns über Ihre Anmeldung zu diesem kostenlosen Anlass online über www.swisscleanroomconcept.ch /de/events/6-scc-event Ihr Swiss Cleanroom Concept Team ■ ■

Monitoring-Systems vor, die einem vorgegebenen Qualifizierungsablauf folgt. Ob GMP (Good Manufacturing Practice) oder FDA und Co., für das Monitoring gelten immer strengere Vorschriften und Regelungen, deren Einhaltung im Rahmen des QM-Systems überwacht werden muss. Die gesetzlichen Normen und Verordnungen sind während des gesamten Lebenszyklus einer Produktionslinie von der Planung über die Produktion bis hin zum Rückbau des Projekts zu beachten. Die Basis bildet die URS, bzw. das Lastenheft. Es beschreibt die Anforderungen an das System aus der Sicht der Benutzer. Es ist das wichtigste Dokument, denn ein System ohne Anforderungen kann nicht validiert werden. Das Pflichtenheft dagegen wird gemeinsam mit dem Lieferanten erstellt und stellt die Grundlage für eine Risikoanalyse und Systemtests dar. Zimmermann beschrieb das weitere Vorgehen über Validierungspläne, Akzeptanztestpläne, Zugriffsmanagement, Changemanagement, das schliesslich im Validierungsreport mündet. Was Sie erwartet, wenn Sie inspiziert werden? Die Sichtweise eines Inspektors des Regionalen Heilmittel Inspektorats RHI, brachte dem Plenum Dr. Martin Bürli, ehemaliger Mitarbeiter am Schweizer Heilmittel Institut SHI, nahe. Dr. Martin Bürli verfügt über eine langjährige Berufserfahrung auf dem Gebiet der Prozessentwicklung, Analytik und Produktion von Wirkstoffen sowie in den Bereichen Qualitätsmanagement und Pharmaproduktion für den klinischen Bedarf. Von 2004–2014 war er als Inspektor des SHI tätig. Der Referent gab nützliche Tipps: Was erwartet das Unternehmen bei der Inspektion? Welche Systeme werden zu welchem Zweck eingesetzt? Was gehört zum Einsatz computergestützter Systeme? Wie validiert die Firma? Ist das Prozessrisiko unter Kontrolle? Swiss Cleanroom Concept darf mit diesem Seminar wieder auf eine gelungene Veran■ staltung zurückblicken.

WEITERE INFORMATIONEN Swiss Cleanroom Concept GmbH CH-4312 Magden Telefon 076 284 14 11 info@swisscleanroomconcept.ch www.SwissCleanroomConcept.ch


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Moderne Schulungsräume ergänzen das Angebot der Reinhard Holding.

G R O S S W Ä S C H E R E I R E I N H A R D A G U N D I N TE R S TE R I A G

Mit dem Neubau in die Zukunft Die Grosswäscherei Reinhard AG, seit drei Generationen im Textilservice tätig, ist heute dank effizienter Prozessabläufe sowie dem Mut der Geschäftsleitung, die entsprechenden Investitionen zu wagen, einer der modernsten und leistungsfähigsten Familienbetriebe der Schweiz. Gemeinsam mit der Schwestergesellschaft Intersteri wurde im Oktober 2013 der neue Hauptsitz in Uetendorf b. Thun eröffnet. «Chemie plus» hatte Gelegenheit, den Neubau zu besichtigen.

T

raumhaft gelegen am Rande von Uetendorf in der weiten Ebene des Aaretales befindet sich der Neubau, in den die Intersteri und die Grosswäscherei Reinhard 12 Millionen Franken investiert haben. Geführt von den Brüdern Carlos und Kurt Reinhard bietet er Raum für die Administration mit grosszügig angelegten Sekretariats-, Geschäfts- und Seminarräumen, für die Wäscherei, die Reinräume sowie ein Wäschelager. Der Familienbetrieb, der bereits von der dritten Generation geführt wird, verzeichnete in den letzten Jahren eine enorme Nachfrage. « Die Platzverhältnisse an den bisherigen Standorten der Reinhard Holding in Steffisburg und Thun sind einfach zu eng geworden», meint Carlos Reinhard, CEO der Grosswäscherei Reinhard AG. Mit den beiden Betrieben Grosswäscherei Reinhard

AG Thun und Uetendorf beschäftigt die Reinhard Holding AG, um 1930 gegründet, über 60 Mitarbeitende, allein in Uetendorf sind es 34. Die Kunden stammen aus der ganzen Schweiz. Dazu zählen 200 Industriebetriebe, 20 Hotels und Heime sowie 6 Spitäler (darunter auch jene in Thun und Burgdorf).

Ein Neubau für die Reinhard Holding «Wir suchten über vier Jahre lang nach einer geeigneten Bauparzelle», erzählt Carlos Reinhard. Erst Mitte 2011 konnte die Firma in Uetendorf Bauland kaufen. Am Standort Uetendorf war man in der Lage, Bauland nicht nur für den aktuellen Bau, sondern auch für Erweiterungen zu erwerben. Wegen der Nähe zur Autobahn sind auch die Kunden rasch und flexibel zu erreichen.

Mittlerweile ist der Neubau bereits seit einem halben Jahr bezogen. Bis alle Prozesse funktionierten und validiert waren, war während der vergangenen Monate allerdings viel Detailarbeit zu leisten. Für beide Firmen war dieses Projekt eine grosse Herausforderung, bot aber auch die Chance, auch Grosskunden einen umfassenden Service für alle Berufskleidungen offerieren zu können. Insbesondere ist die ganze Berufskleiderkompetenz (Beschaffung/Miete/Instandhaltung/Lagerung) in Uetendorf untergebracht und man kann auch für Grossunternehmen mit mehreren tausend MitarbeiterInnen Komplettlösungen anbieten – bis hin zur Reparatur der Kleidung. Vor allem können die Brüder Reinhard aber auch die Synergien nutzen, die sich aus der Zusammenlegung ihrer Betriebe ergeben.


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Im neuen Betriebsgebäude ist die Wäscherei für Berufskleider zentralisiert. Am bisherigen Firmenstandort in Thun verbleibt die Verarbeitung der Wäsche aus dem Gesundheitswesen und aus der Hotellerie.

Reinraumtextilservice Intersteri Integriert in den Neubau ist auch der Reinraumtextilservice der Intersteri AG, die sich auf die Reinigung von sterilen und hochreinen (partikel- und keimarmen) Produkten spezialisiert hat. «Mit der Zusammenlegung in Uetendorf können wir die Synergien steigern», sagt Reinhard. Die Intersteri AG wurde 1998 gegründet und wird von Kurt Reinhard geleitet. Als gelernter Chemielaborant arbeitete er über 10 Jahre in der Qualitätssicherung eines Pharma-Betriebs, bevor er in den Reinraum-Textilservice einstieg. Die Schwestergesellschaft der GWR, Intersteri AG, wurde 1998 gegründet. Sie ist auf die Aufbereitung von sterilen Artikeln spezialisiert, und hat sich als professioneller Dienstleister für die Reinigung von Reinraumbekleidung der Pharmaindustrie, der

Der Mehrwegbekleidungsservice für den Reinraum ist eine Stärke der Intersteri AG.

Mikroelektronik und der Medizintechnik am Markt behauptet. Parallel dazu wurde für den Reinraumbereich die Sparte Reinraumbekleidung und -Verbrauchsmaterial aufgebaut. Intersteri dekontaminiert Mehrwegbekleidung in Raumklasse ISO 5 (A/100) und

bietet das gesamte Bekleidungssortiment und Verbrauchsmaterial, darunter auch Einwegbekleidung, an. Um diese Sparte kümmert sich Kurt Reinhard. Immer mehr Bereiche in der Industrie müssen unter kontrollierten Bedingungen

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reinraum / GxP

produzieren, sei es im Sinne des Produktschutzes oder aus hygienischen Gründen. Grosser Wert wird daher bei Intersteri auf die Minimierung der Partikel- und Keimbelastung auf den gereinigten Textilien gelegt, denn nicht nur die Reinräume selbst, sondern auch die jeweilige Reinraumbekleidung beeinflusst die Produktqualität massgeblich und trägt zur Funktionsfähigkeit eines Reinraums bei. Seit 2002 ist Intersteri Partner der basan GmbH für die Schweiz.

Lager für Kundenwäsche Selbstverständlich umfasst der Standort Uetendorf auch grössere Lagerräume, denn 80% der Wäsche, die in den Betrieben Thun

und Uetendorf verarbeitet wird, befinden sich im Besitz der Firma. Vor allem Spitäler machen vom Wäscheleasing Gebrauch. «Die Kunden zahlen uns nebst den Kosten des Waschens auch eine Benützungsgebühr. So können sie ihre Fixkosten tiefer halten», erläutert Reinhard. Das bedinge jedoch ausreichend grosse Lagerkapazitäten, damit die gewünschten Artikel wie Frottierwäsche oder Bettlaken und -bezüge jederzeit ausgeliefert werden können. Der Hauptbetrieb ist in der Lage, während einer Schicht zehn Tonnen Wäsche verarbeiten zu können. Im Zuge des Ausbaus können auch neue Verfahrenstechniken und Systeme für die Energierückgewinnung eingeführt werden.

Um im Markt bestehen zu können, sei es wichtig, sich von der Konkurrenz abzuheben. «Unsere Philosophie lautet sozial und umweltbewusst», sagt Reinhard. So setzt die Firma bereits seit 2009 auf Ökostrom und reduzierte ihren Energiebedarf durch Investitionen in neue Anlagen und bessere Isolationen. «Zudem lassen wir einen Teil der benötigten Wäsche bei einem Schweizer Betrieb herstellen», sagt Reinhard. Ausserdem beschäftigt die Firma nicht, wie in der Branche üblich, Mitarbeiter auf Abruf, sondern ■ nur Festangestellte.

«Nebenprodukt» wird strategisches Standbein Die Grosswäscherei Reinhard AG und die Intersteri AG haben gemeinsam einen Neubau für den Textilservice realisiert, der beiden Firmen neue Möglichkeiten erschliessen soll und Synergien freisetzt. Welchen Herausforderungen sah sich die Reinhard Holding beim Neubau gegenüber? Dazu gaben Carlos Reinhard, CEO der GWR und sein Bruder Kurt Reinhard, CEO der Firma Intersteri AG, Auskunft. INTE RV IE W:

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A N NE TTE VO N K I E C K E B U S C H - G Ü C K

err Reinhard, Sie sind CEO der Intersteri AG Steffisburg, zu der auch die Schwestergesellschaft Grosswäscherei Reinhard AG Thun gehört. Was war für Sie der Auslöser, sich mit der Reinigung von Reinraumbekleidung zu befassen? Kurt Reinhard: Anfänglich waren wir Anbieter von Mehrweg-OP-Abdeckungen im Medizinalbereich. Die Reinraumbekleidung war ursprünglich nicht das Ziel der Intersteri AG, sondern ein «Nebenprodukt», welches wir von der Grosswäscherei Reinhard übernehmen durften.

Diesen Übergang fliessend zu bewerkstelligen, das war das Schwierigste. Wir hatten noch eine Bauverzögerung, konnten aber bis zum letzten Tag am alten Standort produzieren. Am Freitag haben wir aufgehört in Steffisburg zu produzieren, am Montag sind wir in Uetendorf gestartet.

Welche Besonderheiten zeichnen die Reinhard Holding aus? Carlos Reinhard: Wir sind Komplettanbieter. Wir können die Bekleidung für alle Berufsgattungen vom Arbeiter bis zum Hightech-Mitarbeiter in der Pharma- oder Mikrotechnik-Industrie liefern. Wir haben viele

Welchen Herausforderungen musste sich die Reinhard Holding beim Neubau stellen? Kurt Reinhard: Die grösste Herausforderung war, keinen Betriebsunterbruch beim Umzug zu haben, sodass wir fortlaufend waschen konnten, sowohl am alten Standort mit dem Reinraum als auch am neuen.

Die Führungscrew: Kurt Reinhard (Intersteri) errichtete zusammen mit seinem Bruder Carlos (Reinhard Holding) das neue Produktionsgebäude.


gemeinsame Kunden, welche z. T. hohe Anforderungen an Reinraumbekleidung, aber auch andere Berufskleider haben. Diese Kunden sind jetzt einfacher zu bedienen, weil jetzt alles von einem Standort kommt. Hier in Uetendorf sind beide Firmen unter einem Dach. Wie klappt die Zusammenarbeit? Kurt Reinhard: Wenn zwei Firmen gemeinsam unter einem Dach arbeiten, gibt es gelegentlich Schwierigkeiten, weil sie sich erst kennenlernen müssen. Aber die Logistik ist jetzt einfacher, weil sie aus einem Haus aus organisiert wird. Auch die Buchhaltung läuft über das gleiche Büro. Gleichzeitig sind beide Unternehmen separat, die Produkte unterliegen völlig verschiedenen Warenflüssen. Wie hat sich die Intersteri AG im Laufe der Zeit entwickelt? Kurt Reinhard: Unser Kundenstamm ist in all den Jahren gewachsen. Aber nicht für die OP-Abdeckungen, sondern für die Reinraumbekleidung. Deshalb beschlossen wir 2004, eine Reinraumwäscherei für die Aufbereitung von Reinraumbekleidung zu errichten. Zu diesem Zeitpunkt war auch klar, dass wir die Strategie ändern und die OP-Abdeckungen aufgeben müssten, um uns auf die Reinraumbekleidung und das Reinraumverbrauchsmaterial zu konzentrieren. Die gereinigten Reinraumtextilien müssen partikelfrei beim Kunden ankommen. Wie prüfen Sie konkret die Qualität und welche Rolle spielt dabei die Reinraumklasse? Kurt Reinhard: Um die Partikelbelastung der Textilien zu überprüfen, haben wir verschiedene Prozesskontrollen sowie Endproduktekontrollen. Der Kunde kann sicher sein, dass er Ware von hochstehender Qualität bis an die Materialschleuse geliefert bekommt. Zusätzlich prüfen wir die Textilien regelmässig auf mikrobiologische Belastung. Selbstverständlich ist auch der Wasch- und Trocknungsprozess standardisiert und überwacht. Je nach Reinraumklasse in der die Bekleidung eingesetzt wird, gibt es entsprechende Grenzwerte. Aber es kommt auch vor, dass der Kunde eigene Grenzwerte für seine Textilien definiert. Jedes Produkt bekommt eine Chargennummer. Auf diese Weise können wir die Rückverfolgbarkeit jedes Kleidungsstücks garantieren. Wir werden regelmässig mehrmals pro Jahr von Pharmakunden auditiert. Sie sind auch Anbieter von Einweg-Schutzanzügen. Wie beraten Sie den Kunden? Kurt Reinhard: Natürlich wird die Mehrwegbekleidung immer wieder mit der Einwegbekleidung verglichen. Oft weiss der Kunde jedoch genau, welches System (Einweg oder Mehrweg) er einsetzen möchte. In den anderen Fällen klären wir mit dem Kunden das Ziel resp. die Funktion der Bekleidung im Prozess. Dann kann der Kunde sich für das passende System entscheiden. ■

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analytik

A N A L Y S E VO N G E W E B E S C H N I T TE N – VO N D E R M O L E K Ü L S TR U K TU R Z U M 3 D - B I L D

Löst bildgebende Massenspektrometrie die optische Mikroskopie ab? Die Massenspektrometrie ist als Verfahren zur Strukturaufklärung von Molekülen bekannt. Neuerdings wird sie als bildgebende Massenspektrometrie (MSI) aber auch bei der Untersuchung von Gewebeschnitten verwendet. Eine Vielzahl von Peptiden und Proteinen, aber auch Lipide und pharmazeutische Wirkstoffe lassen sich erfassen – ihre Struktur ebenso wie ihre Verteilung innerhalb eines bestimmten Gewebes.

E

CHRISTIAN EHRENSBERGER

s ist ein Traum der biochemischen Diagnostik, die Struktur bestimmter Moleküle direkt im Gewebe eines Patienten zu identifizieren und dabei beide Informationen zu erhalten: die Lokalisation der Moleküle, wie man sie aus der optischen Mikroskopie kennt, und die Strukturinformation, die aus einem Massenspektrum abgeleitet werden kann. Die beiden Verfahren scheinen sich auf den ersten Blick zueinander zu verhalten wie Feuer und Wasser. Denn die Massenspektrometrie erfordert Probenaufarbeitungsschritte wie Extraktion und Homogenisierung – und damit geht die morphologische Information verloren: An welchem Ort ein bestimmtes Molekül im Gewebe lokalisiert war, lässt sich dann nicht mehr feststellen.

ters» (200 μm) mit dem kleinsten Durchmesser Stück für Stück ab. Die vom Laser erzeugte Molekülwolke wird quantitativ in ein Massenspektrometer überführt, genauer: Sie wird gekühlt und in einer Quadrupol-Io-

senspektrometrischen Varianten verwendet werden – einschliesslich Mehrfachfragmentierung (MSn). So steht insgesamt eine Kombination aus einem optischen Mikroskop und einer MALDI-TOF-Technik zur Verfügung. Durch Überlagerung der Bildinformationen lassen sich mit einem Blick wertvolle Informationen extrahieren. Zum Beispiel wählt der Anwender eine bestimmte Masse (bzw. genauer: einen m/z-Wert) und lässt sich die Verteilung des zugehörigen Moleküls über den gesamten Gewebeschnitt anzeigen, beziehungsweise über diejenigen Bereiche, die er für die detaillierte MS-Analyse ausgewählt hat.

Gewinnung und Lagerung der Gewebeprobe – eine Kunst für sich

Vereinigung zweier komplementärer analytischer Verfahren

Einen kritischen Schritt im Vorfeld stellt die Probenahme dar, denn von ihr hängt letztlich das Nun jedoch bietet die MSI Ergebnis wesentlich ab. Es wird (Mass Spectrometry Imaging) ja nicht Gewebe aus einem Orbeides: Der Anwender kann ganismus herausgeschnitten und zum Beispiel einen Gewebesofort in ein Analysesystem einschnitt unter dem optischen Migeführt. Stattdessen erfolgt zukroskop betrachten, und annächst eine Zwischenlagerung – schliessend wählt er gezielt beunter mehr oder weniger strukstimmte Bereiche für den Beturerhaltenden Bedingungen. schuss mit einem Laser aus. Die Grundsätzlich stehen dafür heuVergrösserung beträgt typischerte zwei Verfahren zur Verfüweise 1,25 bis 40, der Durchgung: Beim ersten davon wird messer des Laserstrahls zwieine Gewebeprobe aus einem schen 5 und 200 Mikrometern. Erste Informationen liefert die Lupe. Viel mehr kann die bildgebende MassenspekPatienten entnommen und soEine gute Möglichkeit besteht trometrie – mit ihr lässt sich in Gewebeproben sowohl die Lage als auch die Strukfort unter Stickstoffkühlung tieftur von Molekülen detektieren. darin, zunächst mit dem grössgefroren. Alternativ dazu wird ten Durchmesser anzufangen die Probe in Formaldehyd oder und anschliessend eine detailliertere Analy- nenfalle gesammelt, bevor man sie schliess- anderen Substanzen (z. B. Quecksilber(II)se durchzuführen. Bei dieser fährt man den lich mit einem Flugzeitmassenspektrometer chlorid, Pikrinsäure, verschiedene Alkohole) interessierenden Bereich des «grossen Fens- (TOF) analysiert. Dabei können alle mas- fixiert. Dabei kommt es allerdings zu einer


analytik

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Modifizierung der interessierenden Moleküle, wie zum Beispiel der Proteine. Um diese Umwandlungen wieder rückgängig zu machen, müssen später bestimmte Waschvorgänge erfolgen – ein mühseliges Unterfangen. Immerhin können aber auf diese Weise selbst 30 bis 40 Jahre alte fixierte Gewebe ausgewertet werden. Sogar aus den Fundstücken der Kuriositätenkabinette der Weltumsegler aus dem 19. Jahrhundert lassen sich grundsätzlich noch interessante Informationen herausholen. Damit könnten viele seit 150 Jahren in Formalin eingelegte Echsen oder Amphibien noch das eine oder andere Geheimnis über die damalige Fauna preisgeben – ein Schatz, den zu heben sich lohnen sollte. Vor der eigentlichen Analyse muss die fixierte Gewebeprobe noch in Paraffin eingebettet werden, dann erst wird ein Schnitt davon angefertigt. Daher spricht man auch von «Paraffinschnitten». Für unsere heutige Zeit stellt jedoch die Tieffrier-Methode mit flüssigem Stickstoff das bessere Probenahme-Verfahren dar. Denn im Vergleich damit liegt die Ausbeute an analysierbarem Gewebe im Falle der Formaldehyd-Fixierung nur bei 10 bis 20 Prozent. Ob tiefgefrorene Probe oder Paraffinschnitt – in jedem Falle kann der eigentliche Gewebeschnitt ganz in Ruhe zu einem Zeitpunkt weit nach der Entnahme erfolgen. Er wird dann zum Beispiel halbautomatisch in einem Mikrotom ausgeführt: Die Probe wird manuell in einen Schneidblock eingeführt und langsam unter Drehen eines Handrades geschnitten, wobei im Falle des TieffrierVerfahrens sowohl das Messer als auch die gewebeberührenden Teile der Apparatur kühl gehalten werden (22 °C).

Ein Anwendungsbeispiel: Diagnose von Nierenkrebs Um in einem solchen Gewebeschnitt aber überhaupt relevante Moleküle identifizieren zu können, muss klassischerweise zuvor eine Isotopenmarkierung erfolgt sein (z. B. ICAT) – und damit nicht genug: «Wenn ich ein Protein nach dieser Methode im Gewebe nachweisen will, brauche ich zusätzlich einen Antikörper», bemerkt Prof. Hassan Dihazi, Universitätsmedizin Göttingen. «Das ist mit hohem Zeitaufwand und hohen Kosten verbunden – und dennoch kann ich stets nur das isotopenmarkierte Protein erfassen. Darum habe ich mir immer ein Verfahren gewünscht, mit dem sich auf einen Schlag viele Moleküle nebeneinander identifizieren lassen.» Mit der bildgebenden Massenspektrometrie ist das jetzt möglich. Gerade die Komplementarität von optischer Mikroskopie und Massenspektrometrie ermöglicht es, morphologische Details und die Struktur der in klar definierten Gewebebereichen vorhandenen Moleküle gleichzeitig zu erfassen. «Mit diesem Verfahren können wir komplexer sehen als bisher», freut sich Prof. Dihazi. «Zum Beispiel lässt sich Nierenkrebs auf diese Weise gut diagnostizieren. Denn jedes Tumorgewebe ist heterogen, und auch die Niere selbst stellt ein heterogenes Organ dar, das aus vielen Zelltypen besteht. Man kann hier mittels Massenspektrometrie die Masse von Tausenden von Proteinen beziehungsweise Peptiden direkt auf Gewebeschnitten erfassen und deren exakte Lokalisation ermitteln. Die Intensität der Molekülsignale ist proportional, gibt Einblick in ihre Menge und ermöglicht somit, krankheitsspezifische Protein/Peptid-Muster, welche für die Dia-

gnose von Nutzen sein können, zu erfassen.»

Bioinformatik gefragt Ist damit die bildgebende Massenspektroskopie stets das Verfahren der Wahl? Dazu Prof. Dihazi: «Für mich stellt die parallele Betrachtung der Lokalisation wie auch der Häufigkeit von verschiedenen Proteinen/Peptiden mittels MSI einen wichtige Vorteil verglichen mit der klassischen histologischen Praxis dar. Wenn hier die Ortsauflösung verbessert wird, dann hat MSI eine gute Chance, die Mikroskopie in der Diagnostik zu ersetzen. Der letzte Schritt in den, von der optischen Mikroskopie gewohnten Bereich, steht noch aus, um sicher die eigentliche Frage beantworten zu können: In welcher Zelle befindet sich das MSdetektierte Protein? Das liegt nach meiner Einschätzung weniger an der Massenspektrometrie selbst, sondern vor allem an der Software. Da brauchen wir noch eine Menge Entwicklung, wobei an erster Stelle die Bioinformatiker gefragt sind. Auch bei der Probenvorbereitung erhoffe ich mir noch Fortschritte. Insbesondere erfordert das Wiederentfernen des Fixierungsmittels Formaldehyd mehr als die blosse Zugabe einiger Lösungsmittel. Wir kommen daher bei den Nachweisgrenzen von Proteinen in Paraffinschnitten noch nicht in den Bereich, der für die Forschung von Interesse ist. Sind diese Probleme aber erst gelöst, sollte die bildgebende Massenspektrometrie als das aufschlussreichere Verfahren die Mi■ kroskopie ersetzen können.»

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Hochbetrieb an fünf Messe-Etagen – beispielsweise am Analytica-Stand der Metrohm Group. (Bild: Messe München)

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Analytik verbreitet gute Laune Trotz Pilotenstreiks strömten Besucher aus aller Welt Anfang April auf das Münchner Messegelände. Die Analytica 2014 zählte mehr als 34400 Besucher. 1142 Aussteller (neuer Rekord) aus 40 Ländern präsentierten ihre Innovationen. Die Stimmung an der internationalen Leitmesse kann als insgesamt gut und verhalten optimistisch bezeichnet werden.

I

RALF MAYER

m Folgenden eine kleine Auswahl an Highlights aus den Bereichen instrumentelle Analytik, Labortechnik und Life Sciences: Erlab (www.erlab.com), weltweit bekannt als Anbieter von Filterabzügen, hat ein neues Filtrationssystem zur effizienten Säuberung der Laborluft lanciert: Der «Halo» kann einfach an der Decke installiert werden, ein Anschluss an die Gebäude-Lüftungsanlage ist nicht nötig. Die Luftaustauschrate wird verringert, was zu einer markanten Energieersparnis führt. Dank der «Neutrodine»-Filtrationestechnologie wird ein breites Spek-

trum von Schadstoffen inklusive VOC wirkungsvoll zurückgehalten, wie M. Marquez in München erläuterte. Dabei verfügt der Halo über aussergewöhnliche kommunikative Fähigkeiten: Pulsierendes LED-Licht zeigt jederzeit den Betriebsmodus des Geräts an. Dank des integrierten Webdienstes kann jede «Halo»-Einheit unabhängig per Smartphone, Tablet oder PC verwaltet werden. Metrohm (www.metrohm.ch) lanciert im Jahr 2014 eine ganze Reihe von Neuheiten – was mit dazu beigetragen haben dürfte, dass der Stand des Komplettanbieters für Ionen-

analytik und NIR-Spektroskopie an allen fünf Messetagen einen regen Publikumsandrang erlebte. Markus Steinke, Chief Marketing Officer der Metrohm Group, und seine Kollegen präsentierten u.a das komplett modular aufgebaute, frei konfigurierbare Professional IC Vario System, das hochpräzise Routineanalysen und Forschungsanwendungen im ng/L- bis %-Bereich ermöglicht (siehe auch Artikel Seite 57). Mit dem neuen Titrator «Ti-Touch» hat Metrohm einen besonders einfach zu bedienenden Titrator auf den Markt gebracht; sämtliche Komponen-


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Marketingleiter Rainer Dangelmaier vor einem Element des Systemlabors Exploris von Köttermann.

Am Stand der Firma Elementar standen die kompakten «cube»-Systeme für die Elmentanalytiki im Fokus.

Michael Weiss stellt am Stand der Vacuubrand Innovationen aus dem Bereich der Vakuumtechnik vor.

ten funktionieren nach dem «Plus-and-playPrinzip» und werden im laufenden Betrieb ebenso wie die Messergebnissse überwacht. Die Säntis Analytical AG (www.saentisanalytical.com) stellte dem internationalen Fachpublikum «Aquatak» vor – ein neuartiges chlorfreies Trockenmittel für die Analytik. Anders als Magnesiumperchlorat, der heute meistverwendeten Substanz für die Trocknung von Analysengasen, muss Aquatak nicht als Gefahrgut eingestuft werden. Zudem bietet das innovative Trockenmittel wesentliche Vorteile in der Anwendung, wie Andreas Hiermer, Business Development Manager bei Säntis, erläutert. Anders als Mg(ClO4)2 verflüssigt sich Aquatak während der Anwendung nicht – eine Verstopfung der Trockenröhrchen wird somit verhindert, und der Gasstrom bleibt konstant. Auch bei Was-

seraufnahme bleibt das Granulat rieselfähig; es kann problemlos entfernt werden, was eine Mehrfachverwendung des Röhrchens ermöglicht. Anwender können leicht auf Aquatak umsteigen (gleiches Wasseraufnahmevermögen wie Mg(ClO4)2 bei gleicher Füllmenge). Mit dem «Spectroblue» bietet Spectro Analytical Instruments (www.spectro.com) ein kompaktes ICP-OES für den RoutineEinsatz in der Industrie- und Umweltanalytik an. Das perfektionierte optische System des Spectroblue (mit optimierter PaschenRunge-Aufstellung der Detektoren) ermöglicht hohe optische Auflösung und Nachweisempfindlichkeit. Zudem arbeitet Spectroblue äusserst sparsam: Dank dem innovativen Gasreinigungssystem UV-Plus kann auf den Einsatz von Spülmittel verzichtet

werden, und das luftgekühlte Plasma-Interface OPI-Air macht eine teure externe Wasserkühlung überflüssig. Selbstverständlich bot die Analytica dem Publikum auch einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Chromatographie. Beispiel «Azura»: Mit diesem neuen System für die analytische HPLC setzt Knauer (www.knauer.net) auf die Trumpfkarten Vielseitigkeit und Verlässlichkeit. So steht z.B. die neue Azura Pumpe P 6.1L drei unterschiedliche Konfigurationen zur Verfügung – eine Hochdruckgradient-Version für hochpräzise Mischung von bis zu 2 Eluenten, eine Niedrigdruckgradient-Version für die zuverlässige Mischung von bis zu 4 Eluenten sowie eine besonders kostengünstige isokratische Version für einfache Routineanalysen.

6. Wädenswiler Chemietag Neue Materialien aus Holz – nahe oder ferne Zukunft? Donnerstag, 26. Juni 2014 Campus Reidbach, Wädenswil, Schweiz www.icbc.zhaw.ch


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Am Analytica-Stand von Knauer wurden u.a. Innovationen auf dem Gebiet der HPLC präsentiert.

Claudia Rohleder am Stand der Firma BRAND.

CEO Patrick Semadeni (links) und CMO Patrick Haller stellten u.a. die neue Markenstrategie der Semadeni Group ins Zentrum. (siehe auch Seite 56).

BRAND (www.brand.de) hat sein PCR-Produktesortiment stark erweitert. Neben Einzelgefässen, 8er- oder 12er-Streifen und 24bzw. 48-well-Platten stehen nun insgesamt 17 96-well-Platten und vier 384-well-Platten zur Verfügung, wie Claudia Rohleder am Stand der Brand GmbH erläuterte. Weitere «Brand»-Neuheuit: Die mit Nennvolumen 25 und 50 ml erfolgreich am Markt eingeführte «Titrette» Flaschenaufsatztbürette ist nun auch in der Grösse 10 ml erhältlich. Mit ihrem komplett neuentwickelten Messsystem ist die Titrette gemäss Firmenangaben die weltweit erste Flaschenaufsatzbürette, mit der sogar die engen Fehlergrenzen der Klasse A Glasbüretten nach DIN EN ISO 385 eingehalten werden. Gibt es noch Verbesserungspotenzial für die «klassische» Laborflasche aus Borosilikat3.3 Glas, die seit Jahrzehnten millionenfach in Labors auf der ganzen Welt in Gebrauch ist? «Ja», sagten die Entwickler der Duran Group (www.duran-group.com) und identifizierten nach intensiven Kundenbefragungen Optimierungsbedarf punkto manuellem

Handling, Verschlusss sowie eindeutiger Identifizierbarkeit. Daraus resultierte das neue Duran-Youtility-Flaschensystem, wie Benjamin Krüger und Angela Cucchiara von der Duran Group erläuterten. Hauptmerkmale der neuen Borosilikat-3.3-Glasflaschen (u.a.): Seitliche Einbuchtungen erlauben einen sicheren Griff und sparen Platz; der Schraubverschluss ist so optimiert (geringerer Durchmesser, kürzeres Gewinde etc.), dass er schnell und sicher auch mit Handschuhen betätigt werden kann; farbige Ringe für den Flaschenhals dienen der besseren Kennzeichnung. Vacuubrand (www.vaccuubrand.com) präsentierte in München neben vielem anderen den kompakten Zweipunkt-Vakuum-Controller CVC 3000 Detect, der sowohl als Tischgerät als auch auf dem Stativ installiert werden kann. Mittels der Steuerungsfunktion «detect» wird der Siededruck selbsttätig gefunden, was die Arbeit beim Lösemittelverdampfen erheblich erleichtert, wie Michael Weiss von Vacuubrand erläuterte. Vorhandene Vakuumpumpen oder -netz-

Markus Wyss, Head Sales and Marketing bei CAMAG im Gespräch mit einer Fachbesucherin.

Eine Neuheit am Stand der Peter Huber Kältemaschinenbau war das kompakte Temperiersystem Tango Grande Fleur.


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Fachsimpelei: Dr. Helfried Miersch von Spectro Analytical Instruments berät einen Besucher.

Manuel Marques und Nicole Braidy von Erlab mit dem neuen Laborluftreiniger Halo.

werke können leicht mit CVC 3000 Detect nachgerüstet werden. Gerstel (www.gerstel.ch) stellte in München erneut seine Innovationskraft auf dem Gebiet der automatischen Probenvorbereitung für GC und LC unter Beweis. Kostprobe: Schwebstoffe und Matrixbestandteile aus der Probe zu entfernen, ist mitunter aufwendig. Einfach und effizient verläuft die Filtration hingegen als integraler Bestandteil der automatisierten Probenvorbereitung: Der Gerstel-MultiPurpose-Sampler (MPS) reinigt bis zu 196 Proben unter Einsatz von Spritzenfiltern unterschiedlicher Grössen in Kombination mit anderen Probenvorbereitungsschritten einschliesslich Probenaufgabe. Köttermann (www.koettermann.com) hat das innovative Systemlabor «Exploris» erfolgreich auf dem Markt eingeführt. In München stellte Kötterman das neue integrierte Einrichtungssystem als Ganzes sowie wichtige Elemente im Detail vor. U.a. präsentierte Marketingdirektor Rainer Dangelmaier den neuen Exploris EcoPlus Niedrigenergie-

abzug. Exploris EcoPlus hält Schadgase effektiv zurück – und dies auch unter Störeinflüssen, wie es die neue EN-14175-3-Norm verlangt. Robustheitstests zeigten, dass der neue Abzug auch bei einem Volumenstrom von nur 250 m3/h pro lfd. m Abzugsfront die strengen Schadstoffgrenzen einhält. ExplorisPlus reduziert laut Herstellerangaben den Verbrauch von konditionierter Laborluft um bis zu 30% gegenüber herkömmlichen Abzügen. Hamilton Bonaduz (www.hamiltoncompany.com) sorgte an der Analytica vorab mit der neuentwickelten Pipettierstation Microlab 300 für Aufmerksamkeit. Microlab 300 bietet Funktionen, die das Auftreten menschlicher Fehler – wie z.B. Lesefehler oder eine ungenaue Vorkonfiguration der Pipette – erheblich reduzieren. Ein wesentliches Charakeristikum ist die anwenderfreundliche Software, die über ein graphisches Interface sämtliche Pipettierschritte klar anzeigt. Laut Herstellerangaben vereint die neue Station die Leistung einer vollautomatischen Liquid Handling Plattform mit

Chefsache: CEO und Firmengründer Klaus Berka führte die Fachpresse durch den Stand der Analytik Jena.

Am Stand von Bruker präsentierte Matthias Herzog unter anderem Innovtionen aus dem Bereich Flüssigkeitschromatographie.

Jochen Leinweber zeigt den innovativen 2D Polymer Analyzer – eine Innovation von PSS.


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Mag. Hermine Knapp präsentiert das neue Kompakt-Polarimeter MCP 100 von Anton Paar.

Marketingleiter Dietmar Klein führte durch das umfangreiche und stetig wachsende Portfolio von VWR International.

Michael Sieger, Franziska Fitzi, Erich Wick und Andreas Hiermer am Stand der schweizerischen Säntis Analytical AG.

CEO Wolfgang Niens und Peter Bütler stellten dem Analytica-Publikum die Mischund Dispergier-Technologie der Kinematica vor.

Irmgard Reichstein am Stand von Axel Semrau. Das Unternehmen zeigte u.a. innovative Lösungen für die automatisierte Chromatographie.

der Flexibilität und dem Preis-Leistungs-Verhältnis einer manuellen Lösung. CAMAG (www.camag.com) präsentierte u.a. «Visioncats», die neue Software-Generation für die qualitative HPTLC (HochleistungsDünnschicht-Chromatographie). Aufgrund ihrer dreigliedrigen Architektur kann die Software sowohl eine einzelne Workstation als auch ein Labornetzwerk mit mehreren Benutzern unterstützen. Auf dem Monitor können einzelne Tracks – von der gleichen oder von verschiedenen Platten – mit verbesserter Bildqualität nebeneinader gestellt und verglichen werden.Die umfangreiche HPTLC-Methodendatenbank ermöglicht den zuverlässigen Vergleich mit Referenzproben. Schon traditionsmässig präsentierte Analytik Jena (www.analytik-jena.de) in München ihr kontinuierlich wachsendes Portfolio an Analysenmesstechnik und Lösungen für Life Sciences. CEO Klaus Berka persönlich führte die versammelte Fachpresse durch den Stand. Mit dem neuen PlasmaQuant PG 9000 hat Analytik Jena nun ihr eigenes Technologienportfolio um optische Emissionsspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-OES) erweitert.Das neue High Resolution Array ICP-OES ermöglicht hochauflösende Multielementanalytik auch bei sehr anspruchsvollen Proben und komplizierten Matrices. Technologische Fortschritte wurden beim PlasmaQuant PG 9000 u.a. in der optischen Auflösung und dem Plasma-Torch-Design erzielt. Ein Anwendungsgebiet ist z:B. die Darstellung von Seltenen Erden. Die Temperierprofis von Julabo (www.julabo.de) stellten auf der Analytica eine komplett neue Generation Laborthermostate mit gleich mehreren neuen Features vor: Der CORIO zeichnet sich u.a. durch modernes Design sowie die flüsterleise Arbeitsweise aus. Besonders das helle, gut zu erkennende Display, der zentrale Netzschalter und die leicht zu bedienende Pumpenumschaltung fanden beim Publikum Anklang. Die neuen CORIO-Geräte werden in der nächsten Zeit die bisherige Economy-Reihe von Julabo ablösen. Das Messtechnologieunternehmen Anton Paar (www.antonpaar.com) hat das äusserst kompakte Polarimeter MCP 100 auf den Markt gebracht. Es erfüllt alle Anforderungen der nationalen und internationalen Arzneibücher. Die schnelle und effiziente automatische Peltier-Temperaturkontrolle gewährleistet eine präzise Probentemperatur – und eine drahtlose Übertragung an das Gerät. Das MCP 100 ist wartungsfrei und jederzeit einsatzbereit. Bruker (www.bruker.com) stellte in München u.a. seine umfassenden Lösungen für die Flüssigkeitschromatographie vor. Darunter die innovativen Liquid Chromatography-Triple Quadrupole (LC-TQ) Massenspektrometer «EVOQ». EVOQ LC-TQ Systeme integrieren die «Advance»-Technologie von Bruker für die UHPLC. Zudem sind sie


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Benjamin Krüger und Angela Cucchiara von der Duran Group präsentieren das neue Youtility-Flaschensystem.

Attilio Trapletti, Monika Alder Novotini und Boris Hensel am Stand der Hamilton Gruppe.

mit der Electrospray-Technologie «Vacuum-Insulated Probe (VIP) ausgestattet, die es ermöglicht, auch hochsensible Moleküle wie Stickoxide oder Peptide zu erhalten und zu ionisieren. EVOQ hat eine extrem hohe Empfindlichkeit für kleine Moleküle und Biomoleküle. Am Stand der Peter Huber Kältemaschinenbau GmbH (www.huber-online.com) stiessen die «kleinen Tangos» auf grosses Interesse: Die kompakten «Petite Fleur» und «Grande Fleur» ermöglichen den

preisgünstigen Einstieg in die Welt der dynamischen Temperiersysteme Unistat. Ganz neu ist der Grande Fleur Tango . Er ist kleiner als ein Unistat Tango, aber grösser als der Petite Fleur. Der Grande Fleur besitzt alle Leistungs- und Ausstattungsmerkmale der Unistat-Reihe, wie z.B. USB, Ethernet und RS232-Schnittstellen, den Touchscreen Regler Pilot ONE, Prozessdatenaufzeichnung per USB sowie natürliche Kältemittel und eine exzellente Thermodynamik.

Eine Neuheit im Bereich der Elementaranalyse zeigte JEOL www.jeol.de): Der energiedispersive Röntgenfluoreszenz-Spektrometer «JSX-100S ElementEye» zeichnet sich durch besondere Anwenderfreundlichkeit aus. Auf dem modernen Multi-TouchScreen sind alle «Apps» in Fingerreichweite. Sobald die Probe platziert ist, kann der Anwender leicht und schnell zwischen Analyse und Report wechseln. Auch eine Steuerung über Tastatur und Maus steht zur Ver■ fügung.

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Q U A L I T Ä TS K O N TR O L L E

Intelligenter Messplatz übernimmt Routineanalytik Der Kern einer zukunftsgerichteten Qualitätskontrolle erlaubt eine komplette Datensicherheit vom Anfang der Messung bis zur Datenübergabe an das Leitsystem. Die Messungen können einfach über einen Shortcut oder Scan eines Barcodes ausgelöst werden. Die Reinigung der Messgeräte erfolgt automatisch und trägt den Anforderungen an Laborsicherheit und Umweltschutz Rechnung.

E

s ist sieben Uhr morgens, die ersten Mitarbeiter betreten das Qualitätslabor der Chemischen Fabrik Dr.Weigert GmbH, die Reinigungs- und Desinfektionsmittel, insbesondere für den medizinischtechnischen Bereich, herstellt und daher eine besondere Verantwortung gegenüber ihren Kunden hat. Zur Freigabe der hergestellten Produkte werden diese auf mehrere Parameter hin überprüft. Dazu wird ein Dichtemessgerät, ein Refraktometer und ein Titrator (Säurezahl, Basenzahl, Aktivchlorgehalt und pH-Wert) verwendet. Schon um 6 Uhr morgens hat der automatische Messplatz, der alle Messgeräte vereint und mit einem Probenwechsler verbindet, die Sensoren kalibriert, getestet und ist bereit für die Analytik. Der Benutzer stellt die Proben, die von der Produktion geliefert wurden, in den Probenteller und startet den Probenlauf durch einen Klick auf den Touchscreen. Ab diesem Zeitpunkt widmet sich der Benutzer anderen Tätigkeiten im Labor. Der Probenwechsler hingegen liest den Barcode ein, der auf jedem Probengefäss aufgebracht ist, und befüllt alle Analysegeräte mit der Probe. Anhand des Barcodes erkennt der Messplatz, welche Analytik für die vorliegende Probe durchgeführt werden muss. Je nach Art der Probe werden unterschiedliche Reinigungsprogramme durchgeführt. Zudem trennt der Messplatz Reinigungsfraktionen in verschiedene Abfallbehälter. Die Daten werden automatisch auf Plausibilität überprüft und anschliessend an das LIMS/ERPSystem übermittelt. Manuelle Fehler bei der Übertragung der Messergebnisse entfallen somit. Bevor die nächste Probe gemessen wird, erfolgt eine Prüfung der Sensoren auf Reinheit. Ein Bild aus der Zukunft? Nicht für die Weigert GmbH, solche Messplätze werden in naher Zukunft noch an strategischer Bedeutung in der Routine-Qualitätskontrolle gewinnen.

Ein System, das sich selbst überwacht In einem durchschnittlichen Qualitätslabor wird viel Zeit auf die Wartung und den Unterhalt der Geräte verwendet. So sollten pH-Elektroden täglich kalibriert oder getestet werden. Dichtemessgerät und Refraktometer werden täglich mit Wasser getestet, um die Sauberkeit sicherzustellen. Ein automatischer Messplatz kann solche Aufgaben selbst erledigen zu Zeiten, in denen das System nicht in Gebrauch ist. Ein weiterer Vor-

teil dieser automatisierten oder planbaren Tests ist, dass die Häufigkeit dieser Systemtests erhöht wird, der Zustand des Systems ist besser dokumentiert, Kontaminationstrends können früher entdeckt werden und es können früher Gegenmassnahmen getroffen werden.

Alle Geräte mit einem Klick bedienen Ein Vorteil, der sich durch die Kopplung der Messgeräte ergibt, ist das einmalige Erfas-

Modell Arbeitsprinzip Befüllung Reinigung Probengefässe/ Probenteller Applikation

SC30, SC1, SC30H, SC1H (beheizbar)

InMotion™ Flex, InMotion™ Pro, InMotion™ Max

Überdruck

Ansaugen der Probe (Peristaltikpumpe), Fixzeit

Automatisch nach jeder Messung: Alte Probe wird entleert, Überfüllung mit neuer Probe 2 Spülflüssigkeiten, Trocknung 6 ml, 9 ml, 20 ml; 1 (SC1) oder 30 (SC30) 25 ml, 80 ml, 100 ml; Positionen 27 bis 303 Positionen

Fast alle flüssigen Proben. Schwierige Proben – Hochviskose Proben – Volatile Proben – Proben, die schwierig zu reinigen sind

Proben niedriger Viskosität, die keine Zwischenreinigung benötigen (Überfüllen mit nächster Probe genügt)


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sen der Probenparameter an nur einem der Geräte. Dieses Gerät funktioniert als Master und steuert die anderen Geräte. Durch die Reduktion der Anzahl zu bedienender Instrumente ergeben sich eine Reihe von Vorteilen: Vereinfachtes Verwalten von Passwörtern, die Eingabe der Probenparameter wie ID oder LOT erfolgt an einem zentralen Gerät, das Zusammentragen der Informationen nach der Messung entfällt. Es bleibt eine einzige Benutzeroberfläche, mit der sich der Benutzer vertraut machen muss, ein entscheidender Vorteil, wenn es um die Einarbeitung von Mitarbeitern geht, oder viele unterschiedliche Benutzer das System benutzen. Der Analysestart kann ganz einfach erfolgen: entweder mit einem Klick auf den Touchscreen oder, wie im Fall der Weigert GmbH, mittels Einscannen eines Barcodes. Der Barcode besitzt den zusätzlichen Vorteil, dass man neben den Probenparameter weitere Informationen an das System übermitteln kann, um probenspezifische Methoden auszuführen.

Der automatische Messplatz: Dichte, Brechzahl, Titrator und Automation.

Ist die Messung erfolgt, gibt es drei mögliche Resultat-Stati: i) alles in Ordnung, Probe liegt innerhalb der Spezifikation und wurde fehlerfrei gemessen, ii) Probe wurde fehlerfrei gemessen, liegt aber ausserhalb der Toleranzen und iii) während der Analyse ist ein Messfehler aufgetreten. Stati ii) und iii) können anhand von hinterlegten Produktlimiten und integrierter Fehlererkennung rasch vom Messplatz erkannt werden. Es besteht die Möglichkeit, die Messung auto-

matisch zu wiederholen. Die Übergabe der Daten an ein LIMS oder ERP-System kann automatisch erfolgen oder, falls gewünscht, können die Daten zum elektronischen Visum vorgelegt werden. Erst nach erfolgtem Visum werden diese elektronisch weiterverarbeitet

Sicherheit hat Vorrang Um mit den Anforderungen an Sicherheit am Arbeitsplatz und für die Umwelt mitzu-

Alles über Proteinbestimmung Kjeldahl, Dumas und NIR BÜCHI ist der einzige Anbieter für alle drei Schlüsseltechnologien: ∙ Kjeldahl: die zuverlässige und bewährte Methode für die Lebensmitteldeklaration ∙ Dumas: das flexible Verfahren für Analysen über Nacht ohne Beaufsichtigung ∙ NIR: die robuste Technologie (IP65) für schnelle Überprüfungen

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Quality in your hands


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halten, erfolgt die Probenentnahme durch hermetisch dichte Deckel. Toxische- oder übelriechende Substanzen gelangen nicht in die Umgebung, nach der Messung werden die Proben in die Gefässe retourniert, womit das Hantieren mit diesen Substanzen auf ein Minimum reduziert wird. Einfache Probenaufbereitungsschritte wie Verdünnen, Aliquotieren oder Entgasen können im Rahmen der Probenentnahme und der Befüllung erledigt werden. Im Beispiel der Weigert GmbH können Probenreste mit den Spüllösungen zu toxischen oder gefährlichen Verbindungen reagieren. Um dies zu verhindern, werden die Spülmittelströme in separate Abfallbehälter aufgetrennt. Die Abfallbehälter sind mit Sensoren überwacht, welche die Analyse automatisch stoppen und den Benutzer informieren, sobald ein kritischer Füllstand erreicht wird.

In der Laborsoftware LabX lassen sich einfach Zeitpläne erstellen.

Vollautomatische Reinigung Ein wichtiger, doch oft unterschätzter Aspekt der Automatisierung ist die nachvollziehbare und gleichbleibende Reinigung des Messplatzes. Es kann sehr flexibel vorgegangen werden, um Zeit und Qualität der Reinigung aufeinander abzustimmen. Werden nur Proben gleicher chemischer Zusammensetzung gemessen und steht ausreichend Probe zur Verfügung, kann in vielen Fällen die alte Probe gleich mit der nächsten Probe ersetzt werden. Bei stark unterschiedlichen Proben (Wasserlöslichkeit, Viskosität) ist ein sorgfältiges Reinigen des Messplatzes zwischen den Proben in den meisten Fällen unumgänglich (Tabelle, Übersicht über Automatisationsmo-

delle). In der Regel genügt es, zwei verschiede Spülflüssigkeiten einzusetzen. Die erste Flüssigkeit dient dazu die Reste der Probe zu lösen, die zweite Flüssigkeit mischt sich gut mit Resten der ersten Spülflüssigkeit und verdunstet leicht, wodurch die Trocknungszeit kurz gehalten werden kann.

Verlässliche Resultate, hohe Produktivität Um auch in Zukunft Produkte hoher Qualität konkurrenzfähig in Europa zu produzieren, muss die Produktivität bei gleichzeitig tiefer Fehlerquote erhöht werden. Mettler-Toledo-Komponenten (Messgeräte, Automatisation und Software) erlauben es, die Qualitätskontrolle bedeutend einfacher, sicherer und effizienter zu gestalten. Automatisierte Messplätze sind robust und relativ platzsparend und können daher auch im

produktionsnahen Umfeld eingesetzt werden. Dabei ist es wichtig, sich vom dogmatischen Ansatz, Automatisierung eignet sich nur für Kunden mit hohem Probenanfall, zu lösen. Eine automatisierte Gerätewartung, Probenaufbereitung und Beprobung kann eine hohen Mehrwert bringen. Mittlerweile ist es Abend. Im Qualitätslabor der Chemischen Fabrik Dr. Weigert GmbH müssen jetzt noch die Spülflüssigkeiten nachgefüllt und die Abfallbehälter entleert werden. Fünf Minuten Arbeit – für Hunder■ te von verifizierten Messresultaten. KONTAKT Mettler-Toledo (Schweiz) GmbH CH-8606 Greifensee Tel. 044 944 45 45 info.ch@mt.com www.ch.mt.com

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firmenberichte

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B Ü C H I L A B O R TE C H N I K A G

Komplettlösung für die Lebensmittelindustrie Die Berichterstattungen in den Medien über Lebensmittelskandale, neue Verordnungen über Zusatzstoffe, aktualisierte Richtlinien über Rückstände und Kontaminanten, Updates von Kennzeichnungsverordnungen – all das hat Einfluss auf die Lebensmittelana■

NIR-Spektrometer für die synchrone Bestimmung verschiedener Parameter

Mixer Das patentierte Homogenisierungssystem des Büchi Mixers B-400 zerkleinert und homogenisiert Proben für den Lebens- und Futtermittelbereich in kürzester Zeit, ohne Erwärmung der Probe.

tels NIR. Büchi ist stolz darauf, mit seinem exzellent ausgebildeten Applikationsteam der einzige Anbieter aller drei Schlüsseltechnologien – Dumas, Kjeldahl und NIR – für die Bestimmung von Protein in Lebens- und Futtermitteln zu sein.

Extraktionseinheiten Die Methode der Wahl für die Fettbestimmung ist die Soxhlet-Extraktion mit oder ohne vorgeschalteter Hydrolyse (WeibullStoldt). 2007 hat Büchi eine neue Generation von Extraktionsgeräten auf den Markt gebracht, die dem Anspruch nach schneller Extraktion unter Berücksichtigung der offiziellen Methode (Soxhlet) gerecht wird. Aber Extraktion wird nicht nur zur Fettbestimmung eingesetzt, sie ist auch ein wichtiger Probenvorbereitungsschritt in der Rückstandsanalytik. Für diese Anwendung hat Büchi verschiedene Geräte zur Auswahl – für die klassische Fest-Flüssig-Extraktion sowie für die Extraktion unter Druck.

Aufschluss- und Destillationseinheiten (Kjeldahl-Linie) Die Proteinbestimmung gehört zu den Grundanalysen bei Lebensmitteln. Als Standardmethode gilt noch immer die 1883 entwickelte Kjeldahl-Methode. Je nach Probenaufkommen und Automatisierungswunsch bietet Büchi Aufschlussund Destillationseinheiten für jeden Bedarf. Die Geräte werden regelmässig kritisch überarbeitet und sind somit technisch auf dem neuesten Stand. Um die Arbeitsabläufe so weit wie möglich zu optimieren, sind alle Geräte direkt aufeinander abgestimmt. Die Destillationseinheiten der Kjeldahl-Linie können zusätzlich zur Probenvorbereitung bei der Bestimmung von wasserdampfflüchtigen Substanzen wie z. B. Alkohol oder Schwefeldioxid eingesetzt werden. Detaillierte Applikationsvorschriften für verschiedene Probenmatrices erleichtern die Durchführung der Bestimmungen.

lytik. Sowohl zu untersuchende Parameter als auch Anzahl der Analysen nehmen zu, und somit steigt auch die Komplexität in der Lebensmittelkontrolle. Umso wichtiger ist es, einen kompetenten Partner zur Seite zu haben. Mit der Erfahrung von über 70 Jahren unterstützt Büchi Labortechnik AG weltweit Ihre Kunden mit zukunftsweisender Technologie, durchdachter Funktionalität, höchster Qualität und Unterstützung bei der Applikationsentwicklung. Zum Portfolio von Büchi für die Lebensmittelanalytik gehören folgende Instrumente: ■ Mixer für die Probenhomogenisierung ■ Aufschluss- und Destillationsgeräte für die Proteinbestimmung nach Kjeldahl ■ Destillationsgeräte für die Bestimmung von wasserdampfflüchtigen Substanzen (z. B. Alkohol, Schwefeldioxid, flüchtige Säuren, TVB-N) ■ Geräte zur Stickstoff- und Proteinbestimmung nach Dumas ■ Hydrolyse- und Extraktionsgeräte für die Fettbestimmung ■ Geräte für die Extraktion von Rückständen und Kontaminanten (z. B. Pestizide, Dioxine)

NIR-Spektrometer Für die gleichzeitige Bestimmung verschiedener Parameter wie z. B. Fett, Protein, Feuchte, Asche, Salz und Ballaststoffe bietet Büchi das Spektrometer NIRFlex N-500 an. Vor allem bei hohen Probenaufkommen und gleichbleibender Matrix ist NIR die Methode der Wahl.

Büchi Komplettlösungen – die Vorteile Maximale Effizienz dank innovativer Technologie ■ Langlebige Qualität für einen störungsfreien Einsatz ■ Ein Ansprechpartner für alle Belange: Beratung, Lieferung und Support ■ Referenzmethoden für Basisparameter ■ NIR-Spektrometer für exakte Schnellbestimmungen ■ Ein unschlagbares Applikationsteam hilft Ihnen bei allen Fragen rund um die Lebensmittelanalytik. ■

Stickstoff-/Proteinbestimmung nach Dumas Oft fallen grössere Mengen an Proben an, die innerhalb kürzester Zeit analysiert werden müssen, oder beim Wareneingang steht ein Lastwagen, der seine Ladung in ein Silo pumpen möchte. Auch in diesem Fall ist es nicht möglich, eine Stunde auf das Analysenresultat zu warten. Da hilft nur die sekundenschnelle Stickstoffbestimmung nach Dumas oder die ganzheitliche Analytik mit-

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produkte

Vibra pac Schaumstoff-Verpackungen > Schaumstoffverpackungen sind besonders dann zu empfehlen, wenn es um den Schutz hochwertiger und hochempfindlicher Güter geht. Welche Produkte Sie auch immer zu verpacken haben – Messgeräte, medizinisch technische Apparate, Steuerungen, Geräte oder sonstige hochempfindliche Güter – wir unterstützen Sie bei der Realisierung und der Entwicklung Ihrer Schaumstoff-Verpackungen, die optimal auf die Anforderungen Ihres Produktes abgestimmt sind. Unsere Konstrukteure sind Fachspezialisten mit jahrelanger Erfahrung die, unterstützt durch modernste Datenverarbeitung, (solid works) Lösungen in 2D oder 3D für die jeweiligen individuellen Anforderungen erarbeiten. Damit Stösse, Vibrationen oder Schläge maximal absorbiert werden, führen wir eine Vielfalt an qualitativ hochstehenden Schaumstoff-Qualitäten an Lager, um Ihnen eine maximale Sicherheit bei minimalem Materialbedarf bieten zu können. Die Herstellung der Prototypen bis hin zur Serienproduktion erfolgt unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte, handgefertigt oder mit modernsten hauseigenen CNC-Maschinen geplottet, gefräst oder wasserstrahlgeschnitten. Wo immer Sie etwas schützen, transportieren oder präsentieren möchten, sorgen wir dafür, dass Ihr Produkt sicher verwahrt und unbeschadet das Ziel erreicht. Vibraplast AG CH-8355 Aadorf Telefon 052 368 00 50 info@vibraplast.ch; www.vibraplast.ch

Messung der freien Oberflächenenergie in einer Sekunde mit einem Klick > Der neue Mobile Surface Analyzer MSA ermittelt mit der innovativen «One-Click SFE» Methode die Benetzbarkeit einer Probe anhand des Kontaktwinkels zweier Testflüssigkeiten simultan und vollautomatisch. Innerhalb einer Sekunde liegen zuverlässige Werte für die beiden Kontaktwinkel, die freie Oberflächenenergie der Probe und deren polarer Anteil vor. Das Ergebnis erlaubt Aussagen über die Benetzbarkeit durch wässrige oder organische Flüssigkeiten, zum Beispiel für Beschichtungen. Durch die simultane Dosierung und Analyse zweier Tropfen entfällt der Wechsel der Testflüssigkeit während der Materialprüfung, wie er bei herkömmlichen Dosiereinheiten notwendig ist. Das von Krüss entwickelte Doppeldosiersystem dosiert zwei parallele Tropfen in wenigen Millisekunden, mit hoher Volumenpräzision und minimaler kinetischer Energie. Der Vorgang gleicht trotz der hohen Geschwindigkeit dem sanften Absetzen durch eine Dosiernadel. Das kontaktlose Verfahren verhindert dabei vor allem eine ungewollte Berührung und mögliche Kontaminierung oder Beschädigung der Probe. Für eine einfache Handhabung der Dosierung sorgen Kartuschen, in welche die Testflüssigkeiten, meist Wasser (polar) in Kombination mit Diiodmethan (unpolar), direkt gefüllt werden. Für Flüssigkeiten mit grossem Reinigungsaufwand wie Klebstoffe, Tinten oder Lacke wurde eine alternative Lösung entwickelt. Das Dosiersystem kann dazu innerhalb von zwei Minuten auf ein automatisiertes Kolbenspritzenmodul umgerüstet werden, das mit Einwegspritzen nach dem herkömmlichen Prinzip arbeitet. KRÜSS GmbH D-22453 Hamburg Telefon +49 (0)40 514401-0 info@kruss.de; www.kruss.de

DAS BESTE FÜR INSTRUMENTELLE TLC

Speise-Trennverstärker BL 560 für 2-Leiter-Sensoren > Der kurzschlussfeste Speise-Trennverstärker BL 560 aus der BasicLine von Knick bietet eine ebenso zuverlässige wie kostengünstige Lösung für die Speisung und Signalauskopplung der verbreiteten 2-Leiter-Sensoren in sicheren Anlagenbereichen. Durch seine Speisespannung von 16,5 V ist das Produkt für die meisten der gängigen stromschleifengespeisten Messumformer oder 2-Leiter-Sensoren geeignet. Der galvanisch getrennte aktive Stromausgang treibt als maximale Bürde 500 ⍀ bei 20 mA. Die ebenfalls galvanische Trennung der Versorgung vermeidet Probleme durch über die Hilfsenergie gekoppelte Kanäle. Der BL 560 ist CE-konform und verfügt über eine UL-Zulassung. Knick gibt auf das Gerät drei Jahre Garantie. Mit dem Zuschnitt der BasicLine-Geräte auf die wesentlichen Basisanforderungen und den Verzicht auf Extras richtet sich Knick an Elektroausrüster und Maschinenbauunternehmen, die exakte und zuverlässige, aber kostenoptimierte Trennverstärker für den flächendeckenden Einsatz benötigen. Trotz der attraktiven Preisgestaltung bieten die Geräte hinsichtlich der Verarbeitung, der Präzision und der vollständigen galvanischen Trennung die Knick-typische Qualität. Die BasicLine umfasst Wandler für alle wichtigen Anforderungen im Schaltschrank: die Messung von Strömen, Spannungen und Temperaturen, die Umformung von Normsignalen oder Messwerten, die Entkopplung von Signalkreisen und die Grenzwertüberwachung. Knick Elektronische D-14163 Berlin Telefon +49 (0)30 801 91-0 knick@knick.de; www.knick.de

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Sechs Produktneuheiten von Greiner Bio-One > Greiner Bio-One stellte auf der Analytica 2014 in München gleich sechs innovative Produktneuheiten vor. Mit den neuen Cryo.s Biobank-Röhrchen erweitert Greiner Bio-One sein Produktportfolio um eine Lösung für die Probenlagerung im Hochdurchsatz und in automatisierten Lagersystemen. Für die bestehenden 1 ml, 2 ml und 4 ml Cryo.s Einfrierröhrchen wurde eine neue Box im klassischen Format von 133 mal 133 Millimetern vorgestellt. Sie bietet Platz für 81 Cryo.s. Öffnungen am Boden der Box ermöglichen das Ablesen der Datamatrixcodes mit einem Lesegerät, ohne die Cryo.s dafür extra entnehmen zu müssen. In der Schweiz werden die Produkte exklusiv am HUBERLAB. Biobanking Day am 5. Juni 2014 präsentiert. Für den Bereich Mikroskopie lancierte Greiner Bio-One zwei Neuheiten: Die 384 Well SCREENSTAR Microplatte ist für das Hochdurchsatz- und High-Content Screening sowie für die hochauflösende Mikroskopie einsetzbar. Eine Neuentwicklung aus der CELLview-Produktfamilie ist das CELLview Slide. Dieses ist mit einem abnehmbaren Aufsatz versehen, der den Objektträger in zehn runde Kompartimente unterteilt. So können zunächst zehn unabhängige Zellkulturen durchgeführt werden, um nach Abnahme des Gehäuses in einem Vorgang prozessiert zu werden. Im Bereich der Zellkultivierung stellte Greiner BioOne auf der Analytica die neuen Kollagen Typ I beschichteten ThinCert Zellkultureinsätze vor. Die zusätzliche Beschichtung mit nativem Kollagen Typ I beschleunigt Wachstums- und Differenzierungsprozesse um ein Vielfaches. Um das Liquid Handling der Nutzer zu vereinfachen, hat Greiner neue farbige Einsätze für die Sapphire Pipettenspitzenboxen entwickelt. HUBERLAB. AG CH-4147 Aesch BL Telefon 061 717 99 77 info@huberlab.ch; www.huberlab.ch

REAKTOROPTIMIERUNG: Dieses Modell findet die optimale Verteilung eines Katalysators unter Berücksichtigung seiner reaktionsfördernden und strömungshindernden Eigenschaften.

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Reinstgas-Armaturen für Reinräume > H. Lüdi + Co. AG in Regensdorf plant, konstruiert und produziert mit dem HL-XLAB TM die erste vollständig integrierte Energie-, Ventilations- und Medienversorgungslösung für Labors. Mit der Möglichkeit, alle Medien an nahezu beliebigen Punkten abzurufen, Energie und Belüftung zu skalieren sowie Medientypen hinzuzufügen, stellt das Unternehmen den Kunden ein frei konfigurierbares System zur Verfügung. Es ermöglicht, benutzerunbhängige Standardausrüstungen zu implementieren und bei Bedarf das Laborlayout neuen Anforderungen anzupassen. Die integrierte, modulare Bauweise sowie neueste Technologien führen zu einem Laborversorgungssystem, welches maximale Sicherheit und höchste Performance garantiert. Die HL-X-Produktfamilie umfasst Lösungen für jegliche Aspekte der Luft-, Energie- und Medienversorgung in Labors. Eine dieser Lösungen wurde mit der Firma Cofely AG im Rahmen eines Reinraumprojekts mit Reinstgasarmaturen und Reinraumentnahmestellen in der Spitalapotheke des Kantonsspitals St. Gallen ausgeführt. Die 18 Entnahmestellen, welche für Druckluft- und Stickstoffanwendungen ausgelegt sind, wurden so konzipiert, dass die Reinraumanforderungen erfüllt wurden. Die spaltfreie Konstruktion ist in der geforderten Edelstahlqualität hergestellt. Vor der Montage beim Kunden wurden die Reinraumentnahmestellen bei H. Lüdi + Co. AG vorgefertigt, montiert und geprüft. Die gesamte Anlage wurde der Cofely AG einbaufertig angeliefert. H. Lüdi + Co. AG CH-8105 Regensdorf Telefon 044 843 30 50 sales@hlag.ch; www.hlag.ch

Kontaminationsfreies

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toxischen Medien Müller Containment Klappe MCV – Einsatz bis OEB 5 (OEL < 1 μg/m3) – Baugrößen NW 100, 150, 200 und 250 – Explosionsdruckfeste Ausführung bis +10 bar – Vakuumfeste Ausführung bis - 1bar – Ex-Ausführung nach ATEX für Zone 0/20 – Ebene Wischflächen – Edelstahl Rostfrei AISI 316L, wahlweise Hastelloy – GMP konforme Ausführung Müller GmbH - 79 618 Rheinfelden (Deutschland) Industrieweg 5 - Tel. +49 (0) 76 23 / 969-0 - Fax +49 (0) 76 23 / 969-69 Ein Unternehmen der Müller-Gruppe info@mueller-gmbh.com - www.mueller-gmbh.com


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CleanSIGN: erste und einzige Signalsäule mit EHEDG-Zulassung > Die LED-Signalsäule CleanSIGN wurde speziell für den Einsatz in Reinräumen sowie den Hygiene- und Lebensmittelbereich konstruiert. CleanSIGN ist auf dem Markt die erste und einzige Signalsäule mit EHEDG-Zulassung (European Engineering und Design Group). Von Anfang an wurden bestehende Normen und Richtlinien berücksichtigt sowie Expertenmeinungen auf dem Gebiet des «Hygienic Designs» zurate gezogen. Neue Produktversion: Der Signalgerätehersteller Werma hat nun seine bereits bewährte Signalsäule CleanSIGN weiterentwickelt. Das Produkt gibt es jetzt auch für die Decken- und Bodenmontage. Die neue Version erlaubt es, die Säule problemlos über Kopf in Reinräumen an der Decke zu montieren. Lange Lebensdauer und LED-Technik: Die leuchtstarke CleanSIGN ist dank der verwendeten LED-Technologie wartungsfrei und verfügt über eine Lebensdauer von bis zu 50000 Stunden. WERMA Signaltechnik CH-8212 Neuhausen am Rheinfall Telefon 052 674 00 60 info@werma.ch; www.werma.ch

Bindemittel-Vorratswagen DENSORB Caddy > DENSORB Bindevliese der Denios AG leisten einen massgeblichen Beitrag zum Umweltschutz und zur betrieblichen Sicherheit. Sie verhindern, dass auslaufende Flüssigkeiten den Arbeitsplatz gefährden oder in Boden und Kanalisation eindringen. DENSORB ist mit den drei Sorten Universal, Öl und Spezial ideal auf die aufzunehmende Flüssigkeit abgestimmt. Mit dem Bindemittel-Vorratswagen DENSORB Caddy hat Denios diesen Schutz jetzt noch mobiler gemacht. Der Bindemittel-Vorratswagen DENSORB Caddy ist die mobile Kombination aus Schrank und Abrollständer. Er ist komplett mit Bindemitteln gefüllt und deckt damit sauber, sicher und langfristig den täglichen Bedarf in Lager, Produktion, Werkstatt und Labor. Dabei benötigt er mit seinen kompakten Abmessungen kaum Platz. Die grosse Tür mit Magnetverschluss ermöglicht den komfortablen Zugriff auf praktische Abrisse von der Bindevliesrolle und 2 x 100 Bindevliesmatten. Der ergonomische Handgriff des Caddys kann auch mit Schutzhandschuhen sicher gefasst werden. Der DENSORB Caddy verfügt über eine stabile Konstruktion aus absolut korrosionsfreiem, hochbeständigem Kunststoff. Er ist in den drei Bestückungs-Varianten Öl, Universal und Spezial erhältlich. Und falls der Standort gewechselt werden soll, ist der DENSORB Caddy mit zwei treppengängigen Lauf- und zwei Lenkrollen in jeder Hinsicht mobil. Mit dieser Ausstattung hat der DENSORB Caddy das Zeug zum unverzichtbaren Partner für Umweltschutz und Sicherheit in Werkstatt, Produktion und Labor. Denios AG CH-5430 Wettingen Telefon 056 417 60 60 info@denios.ch; www.denios.ch

Produktkatalog unter neuer Marke > Per 1. April 2014 ist der neue Semadeni Produktkatalog erschienen. Zu den wichtigsten Neuheiten zählen die Normbehälter des Herstellers wez, welche seit Mai 2013 von Semadeni vertrieben werden, sowie zahlreiche Artikel für Anwendungen im Labor und in der Logistik. Unverkennbar ist der Semadeni Gesamtkatalog in neuem Kleid und unter einer neuen Marke erschienen. Die Semadeni Gruppe bietet ein umfassendes Angebot rund um die Herstellung und den Vertrieb von Kunststoffprodukten an. Neben dem breiten Standardsortiment fertigt die Semadeni Gruppe an vier europäischen Standorten Kunststofferzeugnisse. Durch eine Mehrheitsbeteiligung an der Logo-Gruppe im vergangenen Jahr wurde dieses Leistungsspektrum sogar noch erweitert. Um den verschiedenen Ansprechpartnern das Leistungspaket der Semadeni Gruppe einfach und klar aufzuzeigen, hat sich der Kunststoffspezialist dazu entschieden, die eigene Markenstrategie zu überarbeiten. Die dadurch neu entstandene Dachmarke «Semadeni Plastics Group» vereint vier Marken, die sich in ihrem Angebot klar unterscheiden: Semadeni AG: Unter dem Brand «Semadeni Plastics Market» vertreibt Semadeni über 6500 ab Lager lieferbare Standardprodukte. Neben den Sortimentsartikeln unterstützt Semadeni Kunden bei der Beschaffung von weiteren, nicht im Standardsortiment enthaltenen Produkten. Möglich macht dies ein weltweites Netzwerk mit über 200 Herstellern von Kunststofferzeugnissen. Unter der zweiten neuen Marke, «Semadeni Plastics Technology» fasst der Kunststoffspezialist sein Angebot rund um die Entwicklung, Konstruktion, Gestaltung und Fertigung von Kunststoffprodukten zusammen. Die Marke «Semadeni Plastics Packaging» steht für sämtliche Leistungen der Logo-Gruppe (Logo-Plastic AG sowie Logo Verpackungstechnik GmbH). Semadeni AG CH-3072 Ostermundigen Telefon 031 930 18 18 info@semadeni.com; www.semadeni.com

Das ideale Bodensystem für Reinräume > Der GMP-Leitfaden für Reinräume schreibt bei Bodenbelägen folgende Kriterien vor: Hohe Abriebfestigkeit, glatte, dichte Oberflächen ohne Risse und Fugen sowie sehr gute Reinigungs- und Desinfektionseigenschaften. In Reinräumen mit ihren vielschichtigen Anforderungen kommen die Vorteile der Kautschuk-Bodenbeläge von nora systems voll zum Tragen, allen voran ihre technischen Eigenschaften sowie ihre extreme Widerstandsfähigkeit. Gerade wenn spezielle Voraussetzungen wie elektrostatische Ableitfähigkeit gefragt sind, punkten die nora-Bodenbeläge, denn sie bieten einen optimalen ESD-Schutz für empfindliche elektronische Geräte in Laboren. nora-Bodenbeläge müssen nicht beschichtet werden. Deshalb entfällt die zeit- und kostenaufwendige Neubeschichtung, die bei anderen elastischen Bodenbelägen in kurzen Abständen erforderlich ist. Weil sie keine gesundheitsschädlichen Weichmacher oder Halogene enthalten, tragen nora Kautschuk-Beläge das Umweltsiegel «Der Blaue Engel…weil emissionsarm» und leisten damit einen Beitrag zum umweltgerechten, nachhaltigen Bauen. Auch die Reinigung des Bodenbelags überzeugt. Die unbeschichteten nora-Bodenbeläge mit ihrer widerstandsfähigen, abriebfesten Oberfläche bieten einen dauerhaft hohen Hygienestandard und sind darüber hinaus extrem langlebig – für jeden Betrieb ein wirtschaftliches Plus. nora flooring systems ag CH-8800 Thalwil Telefon 044 835 22 88 info-ch@nora.com; www.nora.com/ch


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Viel Leistung auf wenig Raum – MultiparameterMessumformer zur Hutschienenmontage > Die volle Leistung eines Feldgeräts, verpackt in einem kleinen, kompakten Gehäuse: Liquiline CM44R von Endress+Hauser ist eine leistungsfähige Lösung bei wenig Platz. Der Messumformer wird auf Hutschienen oder in Schaltschränken montiert und erfüllt die Anforderungen fast jeder Industrie. Als Mitglied der Liquiline-Plattform von Endress+Hauser teilt das Liquiline CM44R Hutschienengerät auch deren Funktionen: Bis zu acht Sensoren sind gleichzeitig frei kombinierbar, und zwölf unterschiedliche Parameter (pH, Redox, Leitfähigkeit, Sauerstoff, Chlor, Trübung, Ultraschall-Schlammspiegel, Ammonium, Nitrat, SAK-Spektraler Absorbtionskoeffizient, Kalium, Chlorid) können damit gemessen werden. Die innovative Befestigung vereinfacht und beschleunigt die Handhabung und spart dadurch jeden Tag Zeit und Geld: Der Messumformer wird im Inneren des Schaltschranks, nahe der SPS, angebracht. Das minimiert den Verkabelungsaufwand und räumt im Schaltschrank auf. Liquiline CM44R spricht alle gängigen Kommunikationsprotokolle, wie HART, PROFIBUS, Modbus und EtherNet/IP und kann sogar über einen normalen Internet Browser oder das Handy angesteuert werden. Diagnosemeldungen gibt das Liquiline CM44R gemäss NE107 Kategorien aus, was Bedienfehler minimiert und die Prozesssicherheit erhöht. Endress+Hauser Metso AG CH-4153 Reinach BL Telefon 061 715 75 75 info@ch.endress.com; www.ch.endress.com

Neue Dispenser-Generation, erweiterte chemische Beständigkeit > Der Schweizer Hersteller Socorex Isba S.A. bringt eine neue Dispenser-Linie auf den Markt, die ein sicheres systematisches Flüssigkeitsdosieren in Volumenbereichen bis zu 25, 50 und 100 ml garantiert. ■ Modelle Calibrex organo 525 verfügen über einen geschliffenen Glaskolben und eignen sich bestens zum Dosieren organischer Stoffe und nicht kristallisierender Lösungen. ■ Modelle Calibrex solutae 530 sind mit einem PFA beschichteten Glaskolben versehen. Bester Einsatz mit schwachen oder starken Säuren und Basen sowie salinen Lösungen. Alle mit der Flüssigkeit in Kontakt kommenden Teile sind chemisch beständig und tragen so zur Langzeitstabilität der Leistungen bei. Ein auf dem Instrument aufgedruckter QR-Code gibt jederzeit Zugang zur Tabelle der Chemiekalienbeständigkeit. Weitere hervorzuhebende Eigenschaften sind die rasche Volumeneinstellung durch einen Schieber, mit präzisen Stopps an der gewünschten Graduierung. Einfache Nachkalibrierung mithilfe eines integrierten Schlüssels unter dem Kolbendeckel. Dank der limitierten Anzahl an perfekt sitzenden Teilen wird für die Wartung kein Werkzeug benötigt. Alle Modelle sind bei 121 °C voll montiert autoklavierbar. SOCOREX ISBA S.A. CH-1024 Ecublens / Lausanne Telefon 021 651 60 00 socorex@socorex.com; www.socorex.com

940 Professional IC Vario – neues Hochleistungssystem für Ionenchromatografie > Metrohm präsentiert den 940 Professional IC Vario, ein neues Hochleistungssystem für die Ionenchromatografie in Forschung und Entwicklung sowie in der Routineanalytik. Der 940 Professional IC Vario basiert auf einem komplett modularen System. Anwender können aus einem umfassenden Angebot von Komponenten und Zubehör wählen, um sich ein System zusammenzustellen, das ihre speziellen Anforderungen optimal erfüllt. Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos: ■ Suppression: sequenziell, chemisch oder ohne ■ Detektion: Leitfähigkeit, UV/VIS, Amperometrie ■ Gradienten: Hochdruck, Niederdruck, Dose-in ■ Trennung: Säulen von jedem Grundmaterial, jeder Selektivität, Kapazität und Dimension (Länge, Durchmesser) Jedes 940 Professional IC Vario System lässt sich jederzeit umrüsten bzw. erweitern. Hierfür stehen neben den bewährten Metrohm Lösungen für Automation und Liquid Handling neu das 942 Extension Module Vario sowie der 943 Professional Thermostat/Reactor Vario zur Verfügung. Der 940 Professional IC Vario sorgt für maximale Zuverlässigkeit und Analysensicherheit. Das System überwacht sich selbst. Analysenresultate sind auf jeden einzelnen Schritt der Analyse und Probenvorbereitung rückführbar – optimale Voraussetzungen für Audits. Das 940 Professional IC Vario System wird mit MagIC Net gesteuert, der bewährten Software für die IC. Metrohm Schweiz AG CH-4800 Zofingen Telefon 062 745 28 28 info@metrohm.ch; www.metrohm.ch


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Hochgenaue Temperierlösungen für Prozessindustrie und Labortechnik > Der neue Temperiertechnik-Katalog 2014/2015 von Huber Kältemaschinenbau zeigt das gesamte Produktspektrum an hochgenauen Temperierprodukten: dynamische Temperiersysteme, Umwälzkühler sowie klassische Bad- und Umwälzthermostate. Die Produkte eignen sich für Anwendungen in Forschung, Technikum und Produktion bei Temperaturen von –125 °C bis +425 °C. Informationen zum neuen Grande Fleur, der die Unistat-Reihe erweitert, dem neuen Unichiller 003-MPC und dem überarbeiteten Unichiller 006-MPC finden sich ebenfalls im Katalog. Darüber hinaus enthält der Katalog umfassende Informationen zu Serviceleistungen wie Wartungsverträgen, Zertifikaten, IQ/OQ-Dokumentation sowie zu Schulungen und Mietgeräten. Der Katalog ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Chinesisch, Portugiesisch und Tschechisch verfügbar und kann unter www.huber-online.com bestellt oder heruntergeladen werden. Peter Huber Kältemaschinenbau GmbH D-77656 Offenburg Telefon +49 (0) 781 9603-0 info@huber-online.com www.huber-online.com

Best supporting actor Headspace-Probengeber HS-20 für GC und GCMS > Shimadzu setzt mit dem HS-20 Headspace-Probensampler neue Massstäbe für die präzise Analyse flüchtiger und semiflüchtiger Verbindungen in einem grossen Siedepunktsbereich. Der HS-20 erhitzt in einem gasdicht verschlossenen Probengefäss flüssige oder feste Proben auf eine voreingestellte Temperatur und injiziert die in die Gasphase diffundierenden flüchtigen Substanzen in einen GC oder GCMS. Die einzigartige Konstruktion des HS-20, der Flusslinie und des Ofens erlauben Analysen von relativ hoch siedenden und polaren Verbindungen ohne signifikante Verschleppungen. Mit der optionalen elektrischen und mit Adsorbens gepackten Kühlfalle ist es darüber hinaus möglich, verschiedenste Analyten aufzukonzentrieren und damit die Empfindlichkeit des Messsystems weiter zu steigern. Headspace-Probengeber ermöglichen eine einfache Analyse flüchtiger Substanzen aus verschiedensten Matrices, wobei in den meisten Fällen eine aufwendige Probenvorbereitung entfällt. Sie werden daher für Applikationen eingesetzt, die eine sehr hohe Verlässlichkeit erfordern – etwa die Analyse von VOCs (Volatile Organic Compounds) im Umweltbereich oder der Qualitätskontrolle von Pharmazeutika. Dabei muss im Falle der Nahrungsmittel- und Materialkontrolle eine grosse Bandbreite flüchtiger, niedrig wie hoch siedender Verbindungen mit hoher Empfindlichkeit nachgewiesen werden, um genaue qualitative und quantitative Ergebnisse für eine Vielzahl von Komponenten zu erhalten. Shimadzu Schweiz GmbH CH-4153 Reinach BL Telefon 061 717 93 33 info@shimadzu.ch; www.shimadzu.ch

deltaflowC Massestrommesser für Gase > Zimmerlis deltaflowC wurde für die präzise und kostengünstige Messung von Luft und anderen nicht explosiven und nicht korrosiven Gasen in Rohrleitungen und Kanälen entwickelt. deltaflowC bietet den wohl kompaktesten und schnellsten multivariablen Messumformer zur Massestrommessung von Gasen. deltaflowC nutzt das sehr präzise Differenzdruck-Messverfahren. Auf wenigen cm² sind im Messumformer ultraschnelle Sensoren für Differenzdruck, statischen Druck und Temperatur sowie ein leistungsfähiger Prozessor integriert. Die Massestrommessung erfolgt bis zu 4000 Mal in der Sekunde. Der Mikrocontroller verrechnet die Werte zu einem Massestrom und stellt das Massestromsignal sowie Druckund Temperatursignal zur Verfügung. Das Sensorsystem der deltaflowC hat sich u. a. beim höchst anspruchsvollen Serieneinsatz an Verbrennungsmotoren bewährt. Jetzt steht diese Technologie auch für industrielle Anwendungen zur Verfügung. Der Messumformer besitzt 4 bis 20 mA und 0 bis 10 V-Ausgänge und kann in wenigen Augenblicken parametriert werden. Optional ist deltaflowC auch mit Anzeige lieferbar. Durch die moderne Microcontrollersteuerung bietet deltaflowC eine aussergewöhnlich hohe Nullpunktstabilität, einen grossen Messbereich sowie eine hohe Messgenauigkeit und Messdynamik. deltaflowC arbeitet praktisch wartungs- und driftfrei. Der Standardtyp bietet bereits eine Genauigkeit von 4 %. Optional ist die deltaflowC aber auch als kalibrierte Sonde mit Kalibrierzertifikat und einer Genauigkeit von 2 % verfügbar. deltaflowC kann für Rohre von DN20 bis DN2000 eingesetzt werden. Der Gasmasse-Messbereich erstreckt sich entsprechend von 0 bis 7000 kg/h. ZIMMERLI MESSTECHNIK AG CH-4125 Riehen Telefon 061 645 98 00 info@zimmerliag.com; www.zimmerli-inert.com; www.zimmerliag.com

Neue Hochgeschwindigkeitsmotoren > Die neuen Faulhaber-Motoren der Serie 2057…BHS wurden unter dem Aspekt der speziellen Anforderungen auf den Märkten für Handstücke entwickelt, die in der Medizin und Zahnmedizin eingesetzt werden. Der spaltfrei aufgebaute Motor mit hohem Wirkungsgrad zeichnet sich durch besonders ruhigen Gleichlauf aus, kann über einen weiten Drehzahlbereich bis 40 000/min kontinuierlich geregelt werden und fühlt sich dennoch stets kühl an. Die Motoren halten intermittierenden Überlastbedingungen problemlos stand und können hochgradig dynamische Bewegungen über kürzere Zykluszeiten hinweg ausführen. Die geringen Vibrationen verringern sowohl die Ermüdung des Anwenders als auch die Geräuschentwicklung. Damit eignen sich diese Motoren optimal für den Langzeiteinsatz in sensiblen Umgebungen zur medizinischen und zahnmedizinischen Behandlung von Patienten. Die neuen Motoren sind serienmässig mit digitalen Hallsensoren ausgerüstet; Hallsensoren für analoges Feedback sind auf Anfrage lieferbar. Diese Option ist ideal, wenn auf einen zusätzlichen Encoder verzichtet werden soll, um einen Betrieb bei niedrigeren Drehzahlen zu ermöglichen, was zugleich die Komplexität der Verkabelung im Handstück selbst beträchtlich verringert. Vorgespannte Kugellager stellen sicher, dass die Motoren den in einem Handstück auftretenden radialen (22 N) und axialen (75 N) Belastungen standhalten. Die extrem lange Lebensdauer lässt sich durch den einfachen Austausch des vorderen Lagers noch weiter verlängern. Faulhaber Minimotor SA CH-6980 Croglio Telefon 091 611 31 00 info@minimotor.ch; www.faulhaber.com


63 FACHVERBAND LABORBERUFE

Zentralvorstand/Sektionen Charlotte Rothenbühler Co-Präsidium Zentralvorstand Sektion Bern Laborpersonalverband Bern LVB Postfach 7055, 3001 Bern Telefon 031 301 77 92 lvb@laborberuf.ch Patrick Kathriner Sektion Luzern Feld 1 6362 Stansstad lvl@laborberuf.ch Jonel Bradjan Sektion Schaffhausen Sunnebüehlweg 2 8240 Thayngen Telefon 052 649 29 33 lvs@laborberuf.ch Simone Schärer Co-Präsidium Zentralvorstand Sektion Zürich Zürcher Laborpersonalverband ZLV Unt. Schwandstrasse 67 8805 Richterswil Telefon 043 244 71 89 zlv@laborberuf.ch

Verbandsbüro/Administration Fachverband Laborberufe FLB Verbandssekretariat Telefon 031 301 77 92 (Charlotte Rothenbühler) Telefon 043 244 71 89 (Simone Schärer) Therese Stropnik Kassierin Furttalstrasse 101 8046 Zürich Natel 079 818 00 92 kassier@laborberuf.ch Andreas Gruber Webmaster Bahnhofmatte 34 3312 Fraubrunnen Telefon P 031 992 00 50 Natel 079 215 38 46 Andreas.Gruber@izb.unibe.ch Charlotte Rothenbühler Redaktorin «chemie plus» Obere Lindenstrasse 8 3176 Neuenegg Telefon 031 301 77 92 Natel 077 419 34 47 charlotte.rothenbuehler@bluewin.ch

Fachverband Laborberufe Postfach 7055 3001 Bern Ihr Ansprechpartner für die Berufe Chemie-, Biologie- und Textillaborant/-in Wir vertreten für unsere Mitglieder die Interessen in beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Belangen.

Laborpersonalverband Bern, Postfach 3001 Bern

Informationen zum Verband, zu den Sektionen, zur Berufswahl, zur Berufsund Weiterbildung sowie ein Anmeldeformular und vieles mehr im Internet! www.laborberuf.ch

Bitte beachten Sie: Der FLB hat eine neue Webadresse: www.laborberuf.ch lassen Sie den (e) weg und Sie erreichen uns auf der Website Fachverband Laborberufe. Im Verlauf des Jahres wird die Website des FLB in neuem Glanz erscheinen. Für Fragen stehen wir gerne auch telefonisch zur Verfügung (031 301 77 92) oder per E-Mail: charlotte.rothenbuehler@bluewin.ch


64 FACHVERBAND LABORBERUFE

ZENTRALVORSTAND

Der Beruf Gusstechnologe EFZ, Bereich Kunst- und Glockenguss, stellt sich vor Als erstes herzlichen Dank an Herrn Spielmann, Geschäftsleiter der H. Rüetschi AG, für die spontane Zusage, dass wir das Interview in dem Betrieb führen durften. Einen lieben Dank für den freundlichen Empfang an Frau Vontobel, zuständig für das Personalwesen, und an Herrn Rüfenacht, Verantwortlicher für die Ausbildung. Das Interview führten wir bei der Firma H. Rüetschi AG in Aarau durch. Herr Rüfenacht erzählt uns aus seinem vielseitigen Berufsalltag und der Berufsbildung. Zuerst aber einige interessante Details zur Geschichte der Glockengiesserei und des Unternehmens H. Rüetschi AG: Seit mehr als 700 Jahren wird in Aarau das Glockengiessergewerbe ausgeübt. «Fusa sum arow» – «zu Aarau gegossen» heisst die Inschrift auf einer im 14. Jahrhundert hergestellten Glocke. Gegossen wurde sie 1367 vom Aarauer Meister Walter Reber. Noch heute läutet die Barbara-Glocke in der Freiburger Kathedrale. Der Name Reber – er steht für die erste nachweisbare Giesserfamilie – war damals weit über die Landesgrenze bekannt. Dies ist aus einem Eintrag in der Augsburger Chronik ersichtlich. Auch die gegossenen Glocken von Sohn Johannes Reber sind bis heute zum Teil noch im Einsatz. 1607 baute der Glockengiesser Hans-Jakob Stalder eine Schmelzhütte am Rain in Aarau, dem heutigen Standort der H. Rüetschi AG. Anfangs des 19. Jahrhunderts übernahmen Jakob und Sebastian Rüetschi das Unternehmen. Heute wird dieses in zweiter Generation von Herrn Réne Spielmann geführt. Das Unternehmen blickt auf eine über 600-jährige Firmentradition zurück. Heute präsentiert sich ein modernes Unternehmen, das Dank grossem technischen und handwerklichen Wissen ein breites Leistungsspektrum anbieten kann. Im Sinne der jahrhundertelangen Firmentradition sind die Leistungen auf Nachhaltigkeit und Werterhaltung ausgerichtet. Interview mit Herrn Rüfenacht, Ausbildner Was war für Herrn Rüfenacht damals entscheidend, den Beruf Kunst- und Glockengiesser zu erlernen, war meine erste Frage. Der Beruf benötigt, nebst einem grossen Wissen, viel Eigenkreativität und viel Feingefühl, Fähigkeiten die nicht einfach so erlernbar sind. So stelle ich mir das jedenfalls vor. Gedanklich stelle ich die Verbindung zur Herstellung von Laborglas her. «Genau so ist das», meint Herr Rüfenacht, «das Technische ist erlernbar, die Herstellung der Kunstwerke oder Glocken ist Gefühlsarbeit. Für mich bestimmend war damals eine freigestellte Arbeit an der Schule, die ich im handwerk-

Kernherstellung.

Gussvorbereitung.


65 FACHVERBAND LABORBERUFE

Guss.

lichen Unterricht aus Ton modellierte. Dabei wurde ich neugierig, wie dieser Vorgang mit andern Materialien aussehen würde, welche Schritte es benötigt, und schlussendlich war ich neugierig auf das Resultat. Das gleiche Modell in Ton gefertigt oder in Bronze gegossen, diesen Unterschied zu erleben, war mein Ziel», erinnert sich Herr Rüfenacht und berichtet weiter: «Ich entschloss mich, beim Unternehmen H. Rüetschi AG anzufragen und erhielt eine Zusage, mein Experiment bei ihnen durchführen zu dürfen. Nebst meinem eigenen Resultat sah ich gleichzeitig die Vielfältigkeit in diesem Beruf und die Möglichkeiten auch eigene Ideen einbringen zu können. Gleichzeitig war für mich die Frage, welchen Ausbildungsweg ich nach der obligatorischen Schule in Angriff nehmen will, ab sofort geklärt. Ich war fasziniert von diesem Beruf. Meine favorisierten Beschäftigungen waren schon immer Gestalten und Formen. Ich führte mit Vorliebe kreative Tätigkeiten aus. Bei H. Rüetschi AG sind die Aufträge Einzelanfertigungen und Serienguss. Im Bereich Industrieguss stellen wir Prototypen und Kleinserien her. Im Kunstguss sind es Skulpturen, Büsten, Figuren, Gedenktafeln, Designobjekte und Brunnen, um einige Beispiel zu nennen.» Kunstgusse erfordern gemäss Herrn Rüfenacht eine hohe Fertigkeit. Daneben werde die schöne, alte Tradition, das Giessen von Kirchenglocken und Glockenspielen beibehalten.

Aufträge erhält die H. Rüetschi AG aus verschiedenen Bereichen. Häufig von Bildhauern, Kunstschaffenden, der Bauwirtschaft oder von Stadtverwaltungen. «Oft werden wir beratend beigezogen. Nicht jede Idee kann zu 100 Prozent umgesetzt werden, mit kleinen Abweichungen ist aber jeder Wunsch erfüllbar. Manchmal benötigt es nur geringfügige Änderungen, zum Beispiel die Anpassung der Legierung», berichtet Herr Rüfenacht. Wie sieht die Situation bei der Lehrstellensuche oder der Lehrstellenbesetzung aus, wollte ich nun wissen. Zu oft hört man, dass es schwierig ist, Lehrstellen zu besetzen.

Leider wird das Angebot an Ausbildungsbetrieben immer kleiner, sagt Herr Rüfenacht. Schulabgänger, die diesen Beruf erlernen wollen sind vorhanden, eigentlich sind wir eher in der komfortablen Lage von dieser Seite betrachtet. «Bei uns hat alle zwei Jahre ein Jugendlicher die Gelegenheit, eine Ausbildung zu beginnen», sagt der Ausbildner. Kennt dieser vielseitige Beruf verschiedene Fachrichtungen war meine nächste Frage. Es gibt zwei Richtungen: ■ Da ist die Dauerform, die mehrmals verwendet wird. Hier ist das Formmaterial aus Stahl. Ein tiefschmelzendes Metall wird hineingegossen. Die Form besteht immer aus zwei Teilen, die sich öffnen lassen. ■ Die zweite Anwendungsart ist die Verlorene Form. Hier wir die Form nach dem Gebrauch zerstört, ist also nur einmal anwendbar. Im Betrieb werden das Wachsausschmelzverfahren und die Glockenproduktion in getrennten Räumen ausgeführt. Die Grundausbildung an der Berufsschule ist einheitlich. Gusstechnologen EFZ besuchen den Fachunterricht in Winterthur, gemeinsam mit den Polymechanikern EFZ. Dies ist nicht immer einfach. Oft mangelt es bei der erlernten Theorie an der nötigen Praxiserfahrung, der Bezug zum Arbeitsgebiet fehlt. Anderseits werden nötige theoretische Grundkenntnisse nicht vermittelt. Dies fällt besonders bei Berechnungen auf. Zum Beispiel werden CAD-Berechnungen bei der Guss-

Kunstguss.


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technik seltener verwendet, für Polymechaniker ist dies ein wichtiger Teil der Ausbildung. Als Ergänzung wird alle zwei Wochen eine Stunde spezieller Fachunterricht zum Thema Dauer- und verlorene Form durchgeführt. Hier werden die verschiedenen Giessverfahren und Techniken erläutert. Bei den Techniken werden Sandoder Wachsausschmelzverfahren angewendet. Die üKs beinhalten im ersten Lehrjahr die Techniken Giesserei Fachkurs und im zweiten Lehrjahr Maschinenkurse, Handschleifen und die Bearbeitung der erstellten Werke, das letzte Finish der gegossenen Werke. Die Möglichkeit zum Erlangen der Berufsmaturität während der Lehre ist möglich. Der Lernende im zweiten Lehrjahr bei H. Rüetschi AG macht von dieser Möglichkeit Gebrauch. Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind vielseitig. Mit der höheren Fachprüfung (HFP) erwirbt man das eidg. Diplom zum Industriemeister. Ein weiterer Schritt ist die Fachhochschule (CAS Giessereitechnik), oder man kann z. B. in Deutschland den Bachelor of Engineering erwerben. Herr Rüfenacht hat die HFP zum Industriemeister abgeschlossen. Nun interessierten mich die Schwerpunkte der Tätigkeiten eines Kunst- und Glockengiessers. Er ist der Fachmann für Kunstgussaufträge von kleinen und grossen anspruchsvollen Kunstwerken. «Hier bei uns», sagt Herr Rüfenacht, «werden wir mit allen Arbeiten konfrontiert. Alle Gusstechnologen sind überall einsetzbar. Dies beim Herstellen der Formen, wie auch beim Giessen von Glocken.» Im Folgenden schildert er den Ablauf der Auftragsbearbeitung: Als erstes wird ein Auftrag analysiert und das Verfahren festgelegt, dies anhand interner und externer Vorschriften und Normen, damit die Qualität der Produkte garantiert werden kann. Formen und Modelleinrichtungen werden entwickelt und der Produktionsprozess organisiert. Für die Verlorene Form werden Kerne und Formen hergestellt und die Giessanlagen gerichtet. Die Kerne werden aus Formstoffen (Sand) hergestellt, die dem Aussparen von Hohlräumen und Kanälen in den Gussteilen dienen. Bei H. Rüetschi AG wird der benötigte Sand selbst aufgearbeitet und im Labor analysiert. «Damit stellen wir sicher, dass wir stets die gewünschte

Qualität und Korngrösse haben», erklärt Herr Rüfenacht. Es folgt das Schmelzen der Legierung gemäss Vorgaben und eine eventuelle Nachbehandlung. Während des ganzen Prozesses muss alles sorgfältig überwacht werden. Nebenbei wird an neuen Entwicklungen gearbeitet, und neue Giessverfahren werden geprüft. Bei den Arbeiten wird grosser Wert auf die Sicherheit, die Gesundheit und den Umweltschutz gelegt. Jede Arbeit wird sorgfältig protokolliert. Bei all den Arbeiten braucht es nebst Erfahrung Geduld und Feingefühl. Im ersten Lehrjahr liegt das Schwergewicht der Ausbildung beim Handling, wie mit warmem Metall umzugehen ist. Die Lernenden schauen erst einmal zu und wagen anschliessend selber, kleinere Formen zu gestalten. Sie lernen gut zu beobachten, um eventuelle Risse im Tiegel möglichst rasch zu erkennen und sofort die nötigen Schritte zur Korrektur einzuleiten, bevor ein vollständiger Tiegelriss entsteht. Die Metalllegierungen werden zum Teil eingekauft. Üblich ist eine Legierung von 5, 10 oder 12 % Zinn. Bei Glocken wird diese auf 21 % Zinn auflegiert. Verwendet werden ausserdem Aluminium, Alubronze. Besonders gern bearbeitet Herr Rüfenacht Einzelarbeitsaufträge. «Hier kann man beraten, gestalten, und es fördert die eigene Kreativität.» Ab und zu gehören auch Serien-Anfertigungen dazu. Das sind meistens Industrieaufträge. Auch in der Freizeit ist die liebste Beschäftigung von Herrn Rüfenacht das Gestalten und Modellieren mit Ton. Stets Neues zu ergründen, fasziniert ihn besonders. Seit neuestem versucht er, zusätzlich seine Ideen am Computer mittels CAD zu gestalten. Mit 3DDrucken werden neue Möglichkeiten und Ideen kreiert. Der Aufbau besteht aus mehreren flüssigen oder festen Werkstoffen. Daneben aber bleibt er ein aktiver Turner und liebt allgemein Sportarten. Nach all den interessanten Aussagen von Herrn Rüfenacht zur Ausbildung, war ich nun besonders neugierig geworden, wie denn eine Glocke entsteht, vor allem: Wie bringt man den gewünschten Klang hin? Herr Rüfenacht nimmt sich die Zeit, mir auch dies zu erklären: Der erste Schritt ist der Aufbau des Kerns

aus Backsteinen, der mit Lehm überzogen wird. Durch das Profil wird der Ton und Klang der Glocke im Wesentlichen festgelegt. Die falsche Glocke wird geformt. Sie besitzt bereits die Form der zu giessenden Glocke, besteht aber aus Lehm. Die Schablonen mit den Schriftzeichen und Verzierungen werden ausgeschnitten. Trennmittel werden aufgetragen. Es folgen wieder mehrere Schichten Lehm, bis die genaue Form der späteren Glocke erreicht ist. Nach dem Trocknen der falschen Glocke wird auf die Verzierungen Wachs aufgebracht. Nun folgt die Gussvorbereitung. Der Mantel wird abgehoben und die falsche Glocke zertrümmert. Danach wird der Mantel wieder auf den Kern gesetzt. Zwischen Kern und Mantel ist nun ein Hohlraum, in dem beim Guss das flüssige Metall einströmt. Kurz zusammengefasst, die Form, die Grösse und die Abkühlzeit sind wichtige Eigenschaften für den Klang einer Glocke. Schon Stunden vor dem Guss wird der Schmelzofen angeheizt, bis die flüssige Glockenspeise, die Glockenbronze, ca. 1100 °C erreicht. Nach tagelangem Auskühlen kann die Glocke aus der Form geholt werden und erst jetzt wird sichtbar, ob der Guss gelungen ist. Nach dem Glockenguss folgt ein spannender Moment – der erste Anschlag, der die musikalische Qualität der Glocke hören lässt. Parallel dazu wird für Kirchenglocken oder Glockenspiele in der Werkstatt die übrige Ausrüstung hergestellt. Joch und Glockenstuhl bestehen aus Eichenholz, der Klöppel aus geschmiedetem Eisen. Gefertigt wird auch die elektrische Steuerung zum Läutantrieb. Da wird schnell ersichtlich, wie viel Erfahrung, Wissen und Geduld bei all den Kunst- und Glocken-Giessarbeiten erforderlich ist. Wir danken Herrn Rüfenacht herzlichst, dass er sich die Zeit nahm, um uns einen Einblick in die vielseitigen, abwechslungsreichen Tätigkeiten eines Kunstund Glockengiessers zu geben. Bei seinen interessanten Erzählungen spürt man seine Freude am Beruf, der mit einer grossen Tradition verbunden ist, aber sich auch der heutigen modernen Kunst und den technischen Neuigkeiten nicht verschliesst. Nun werde ich noch vermehrt auf den Glockenklang hinhören, um die feinen Töne unterscheiden zu können. Charlotte Rothenbühler


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Rückblick der Generalversammlung 2014 des Laborpersonal Verband Bern Wir freuen uns, dass sich zehn Prozent unserer Mitglieder den Abend für eine Teilnahme an unserer Generalversammlung reserviert haben. Das besonders Erfreuliche war, dass sich unser Gast noch an diesem Abend entschlossen hat, Mitglied zu werden. Aller guten Dinge sind drei – so hoffen wir, auch im folgenden Jahr eine solche Überraschung zu erleben, und vielleicht ergibt dies eine Kettenreaktion. Wir freuen uns immer über den persönlichen Kontakt mit Mitgliedern und Neumitgliedern. Gleichzeitig soll es auch eine Plattform sein, dass sich Mitglieder untereinander austauschen können. Andreas Gruber, unser Kassier, konnte leider nicht an der Generalversammlung teilnehmen. Die sauber geführte Kasse wurde einstimmig angenommen und Andreas Gruber herzlichst verdankt. Dieser Dank geht auch an die beiden Kassarevisoren Emil Tüscher und Wim Etter. Ebenso sorgfältig werden von Andreas Gruber die Mutationen geführt. Als Tagespräsident stellte sich Stefan Guggisberg zur Verfügung. Der Vorstand, die beiden Kassarevisoren und die Delegierten wurden einstimmig wieder gewählt. Orientiert wurde über die HFP und die üKs. Wir hoffen, dass das Lehrstellenangebot nicht zurückgeht und sich vermehrt Schulabgänger/innen für den Beruf Biologie-Chemielaborant EFZ interessieren. Ein Jahresprogramm erstellt der LVB nicht. Leider melden sich jeweils zu wenige Interessenten/Innen für eine Teilnahme an. Dies als eine Folge der zunehmenden Spezialisierungen in den Labors. In der Kursbroschüre «angestellte bern» finden sich interessante Kurse, die wir zum Mitgliederbeitrag der jeweilig organisierten Verbände besuchen können. Wir arbeiten mit bei den Fachtagungen in Zusammenarbeit mit «Chemie plus». Nebst interessanten Referaten ist jeweils eine fachbezogene Besichtigung im Programm. Nicht zu vergessen sind die Möglichkeiten, sich mit Mitgliedern anderer Sektionen zu unterhalten oder direkte Fragen an die Referenten zu stellen. Präsent war der FLB an der ILMAC in Basel und an der LABOTEC in Lausanne. Gerne nehmen wir Anregungen von Eurer Seite entgegen. Sei dies zu Kursen, Besichtigungen oder Fachtagungen in Zusammenarbeit mit «Chemie plus». Nach dem offiziellen Teil der GV blieb genügend Zeit für interessante Gespräche über Biologie- und Chemieneuheiten aus dem Laborbereich oder seltene Hobbys. Ein Treffen mit Kollegen/Innen, mit denen einst die Berufsschule besucht wurde, führt zu einem weiteren anregenden Gespräch. Wir danken allen, die sich diesen Abend reserviert haben. Charlotte Rothenbühler

64. ORDENTLICHE GV DES LVS

Laborpersonalverband Schaffhausen Statutengemäss fand die 64. ordentliche GV des LVS am 07.03.2014 statt. Wie bereits gewohnt konnten wir die Räumlichkeiten im Hotel Promenade dafür beanspruchen. Mit dem Vorstand konnten wir 13 Personen zu unserer GV begrüssen. Die Versammlung war somit beschlussfähig. Unser Präsident Jonel Bradjan und seine Unterstützung Hansjörg Schindler sorgten für eine reibungslose und speditive Abarbeitung der Traktandenliste. Dieses Jahr wird der LVS 65. Dieses Jubiläum werden wir entsprechend feiern. Als Präsident für das nächste Jahr stellte sich Jonel Bradjan weiterhin zur Verfügung und wurde von den Anwesenden einstimmig gewählt. Auch der übrige Vorstand stellte sich erneut für ein Jahr zur Verfügung und wurde mit Applaus bestätigt.

Intensives Studieren der GV-Unterlagen.


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Unser Referent Roland Studer

Interessiertes Aufnehmen des Referats

Um kurz nach sieben schloss der Präsident die GV und übergab das Wort an Roland Studer. Als Weinakademiker referierte er mit grosser Kenntnis über Weine des Bordeaux-Gebietes. Das Verständnis von Geschmack im Zusammenspiel der verschiedenen Trauben und deren Mischungen (jedenfalls eine kleine Auswahl davon), muss natürlich durch reelle Proben erfahren werden. Dementsprechend gehörten zum Referat kleine Portionen einiger Weine aus dem jeweiligen Weinbaugebiet. Mit viel neuem Wissen genossen wir zum Abschluss ein köstliches Essen, welches uns die Verbandskasse offerierte. Thomas Zuppinger Roland Studer bei der QK des edlen Tropfens.

ZENTRALVORSTAND

Höhere Berufsbildung Leider ist der Wert eines Abschlusses der höheren Berufsausbildung wenig bekannt, obschon die Absolventen/innen mit einem eidgenössischem Diplom in einem Fachgebiet eine sehr hohe Qualifikation mitbringen. Der Bund will nun die Sichtbarkeit und die Wertschätzung der Angebote der höheren Berufsbildung erhöhen. Lernende, Lehrpersonen, ausländische Unternehmen und KUM sollen besser informiert werden. An den Schweizer Berufsmeisterschaften «Swiss Skills 2014 Bern» im September wird zudem eine Sonderausstellung über die höhere Berufsausbildung umfassend informieren. Charlotte Rothenbühler


stellen

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Geschmiert in die Zukunft! Seit 90 Jahren produziert unser Familienunternehmen hochqualitative Hightech-Produkte und glänzt mit Tradition und Erfahrung in der Schmierstoffbranche. Zusammen mit 150 hochmotivierten Mitarbeitenden arbeiten wir an innovativen Ideen und streben auf dem internationalen Markt nach bestmöglichen Lösungen für unsere Kunden. Zur Verstärkung und Führung unseres Teams suchen wir einen

PM, CHEMIKER (M/W) SCHMIERSTOFF-ENTWICKLUNG mit Schwerpunkt Metallbearbeitungsprodukte Ihre Tätigkeit: – Leitung eines Teams und Koordination von Forschungsprojekten – Neu- und Weiterentwicklung von Kühlschmierstoffen und Sonderprodukten für spezielle Kundenbedürfnisse – Durchführung von Labor- und Praxistests – Kontakte zu Rohstoff- und Additiv-Lieferanten – Techn./chem. Beratung von Kunden im In- und Ausland – Sicherstellung einer professionellen Dokumentation Ihre Qualifikationen: – Chemische Fachausbildung (Bsp. Ing. FH/TH oder HTL) – Mehrere Jahre Berufserfahrung in der Schmierstoffbranche oder vertiefte Kenntnisse aus der Industrie (Chemie, Petrochemie) – Gute Englischkenntnisse, Französischkenntnisse von Vorteil – ERP-Erfahrung (Navision) von Vorteil Sie verfügen über ausgeprägte analytische Fähigkeiten. Sie sind eine selbstständig orientierte, innovative, kommunikationsstarke und proaktive Persönlichkeit und richten sich nach hohen Qualitätsstandards. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Bewerbungen senden Sie bitte an: Aline Strub, Strub + Co. AG, Schmiertechnik, Mühlemattstr. 5, CH-6260 Reiden a.strub@strub-lube.ch

«Chemie plus» berichtet aktuell und hintergründig über neue Entwicklungen in den Kernbereichen Chemie, Pharma und Biotechnologie. Regelmässig abgedeckt werden unter anderem die Themenfelder Forschung, Analytik, Verfahrenstechnik, Prozessautomation, Logistik und Umwelttechnik. Das Magazin informiert umfassend und kompetent über Messen und weitere branchenrelevante Schwerpunktthemen. «Chemie plus» ist das offizielle Organ des Fachverbandes Laborberufe FLB. Wir suchen – mit Arbeitsort Aarau – per 1. Juli 2014 oder nach Vereinbarung einen

Redaktor (m/w) «Chemie plus» 40 – 60% Ihre Aufgaben Ihre Hauptaufgabe besteht im Planen und Schreiben von Fachartikeln, PR-Artikeln, Interviews und Reportagen. Sie nehmen an Pressekonferenzen und Firmen-/Verbandsanlässen teil und liefern die entsprechende Berichterstattung. Weiter sind Sie zuständig für das Redigieren von Fachartikeln von freien Mitarbeitenden, Gastautoren und Firmen sowie für Produkte- und Firmennachrichten. Zudem organisieren und bearbeiten Sie Messe-Vorschauen und unterstützen die Planung und Umsetzung von Spezialausgaben. Zu Firmen, wichtigen Organisationen und Verbänden pflegen Sie regen Kontakt und arbeiten intern eng mit dem Chefredaktor sowie mit der Anzeigenleitung, Anzeigenadministration und der Vorstufe zusammen. Ihr Profil Für diese interessante Aufgabe erwarten wir von Ihnen einen Werdegang mit technischem oder naturwissenschaftlichem Hintergrund, idealerweise besitzen Sie Kenntnisse in den Bereichen Labor/Analytik, Verfahrenstechnik, Messtechnik/Prozessautomation, Chemikalien, Chemielogistik, Biotechnologie. Sie bringen ein Flair für journalistisches Arbeiten mit; von Vorteil ist, wenn Sie bereits Erfahrungen als Fachjournalist oder PR-Autor vorweisen können. Wir setzen voraus, dass Sie universell für Printhefte und die Website einsetzbar sind und dass Sie die Übersicht auch unter hoher Beanspruchung behalten. Ihre Kommunikationsstärke und Ihre hohe Dienstleistungsorientierung sind wertvolle Attribute im Umgang mit Teamkollegen und Kunden. Ihre Zukunft Es erwartet Sie eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem vielfältigen Arbeitsumfeld und einer lebhaften Branche. Ihr nächster Schritt Haben wir Sie neugierig gemacht? Bettina Ernst, Business Partner HRM, freut sich auf Ihre Online-Bewerbung unter www.azmedien.ch/karriere. Für vorgängige Fragen steht Ihnen Ralf Mayer, Chefredaktor, unter T: +41 58 200 56 88 gerne zur Verfügung. Weitere Informationen über die AZ Fachverlage AG finden Sie unter: www.azfachverlage.ch und www.azmedien.ch. AZ Fachverlage AG CH 5001 Aarau

ECSA – THE LARGEST SWISS OWNED COMPANY IN THE CHEMICAL DISTRIBUTION Für unseren neuen Chemiestandort in Flawil SG suchen wir: 1 Verkäufer/in für den Sektor Kosmetische Rohstoffe Ihre Aufgaben: • Verkauf von kosmetischen Rohstoffen in der deutschen und französischen Schweiz sowie in Süddeutschland • Pflege der Lieferanten- und Kundenkontakte • Marktanalysen • Marketing: Redaktion der Kommentare zur Marktentwicklung, Verkaufsförderung mittels Direktmarketing • Kundenbesuche Wir bieten an: • Motiviertes Team von Spezialisten • Sorgfältige Einarbeitung in den Sektor • Selbstständiges Arbeiten mit breiten Entwicklungsmöglichkeiten • Unternehmerische Verkaufsfunktion mit leistungsabhängiger Entlohnung Sie bringen mit: • Technische Ausbildung (Chemiker, Laborant etc.) oder kommerzielle Ausbildung mit einigen Jahren Branchenerfahrung im Handel • Alter 28–35 Jahre • Deutsche Muttersprache, gute Englisch- und Französischkenntnisse • Italienisch von Vorteil • Hervorragende kommunikative Fähigkeiten • Gute Informatikkenntnisse (Office, Integrierte Systeme ERP) • Bereitschaft zum selbstständigen Arbeiten • Bereitschaft zum Reisen (zu Kunden und Lieferanten) • Konzeptionelles Denken, Motivation, Dynamik, den Willen, Ihre Ziele zu erreichen und Verantwortung zu übernehmen • Zuverlässigkeit Arbeitsort: Flawil SG, Deutschsprachige Einarbeitung in Balerna TI Wenn Sie eine neue Herausforderung in einem dynamischen Umfeld suchen, senden Sie bitte Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen an: Emanuele Centonze SA Direzione del personale – C. P. 2661, 6830 Chiasso E-Mail: hr-flawil@ecsa.ch, Informationen: www.ecsa.ch


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KALENDER 26. Mai 2014 Europa Forum Luzern, Wachstum Chancen und Risiken; Luzern Programm und Anmeldung: www.europa-forum-luzern.ch

4. Juni 2014 Zulassung kompakt (Kernaspekte bei der Zulassung von Arzneimitteln), Olten Veranstalter: PMC-support in Kooperation mit PTS Training Service Winkelweg 3, CH-5034 Suhr Telefon 044 450 19 20 Fax: 044 450 19 21 info@pmc-support.ch; www.pts.eu

16. – 17. Juni 2014 Dünnschichtchromatographie: Einführung in die moderne Technik, Referent: Daniel Handloser; Muttenz Veranstalter: Division Analytische Wissenchaften der SCG, Eawag, Verena Schmid (Adresse siehe oben)

25. Juni 2014 Ausbildung zum zertifizierten PROFIBUS Installer, DEUTSCH, Reinach Veranstalter: Endress + Hauser Process Solution Telefon 0041 61 715 7575 info@ch.endress.com

27. Mai 2014 Produktforum Füllstand, Reinach Veranstalter: Endress+Hauser Metso AG Telefon 0041 61 715 7575 info@ch.endress.com

2. Juni 2014 Reinigungsvalidierung im GMP Bereich, Rheinfelden Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept Kreuzweg 4 CH-4312 Magden Telefon 076 284 14 11 info@swisscleanroomconcept.ch www.swisscleanroomconcept.ch

6. Juni 2014 Ausbildung zum zertifizierten Foundation Fieldbus Specialist, Englisch; Reinach Ausbildung zum zertifizierten Profibus DP / PA Ingenieur, Englisch; Reinach Veranstalter: Endress+Hauser Process Solution AG Telefon 0041 61 715 7575 info@ch.endress.com

19. Juni 2014 Grundlagen und Anwendungen in der Nah-Infrarot (NIR) Spektrometrie, Referenten: Eszter Trenka, Gerhard Schönenberger; Flawil Veranstalter: Division Analytische Wissenchaften der SCG, Eawag, Verena Schmid (Adresse siehe oben)

25. Juni 2014 Hochauflösende Festkörper-NMRSpektroskopie Grundlagen und Praxis (359/14), Leitung: Prof. Dr. Gerd Buntkowsky; Darmstadt (D) Veranstalter: Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. (Adresse siehe oben)

12.–13. Juni 2014 Einführung in die HPLC, Referent: François Vogel, Dübendorf Veranstalter: Division Analytische Wissenchaften der SCG, Eawag, Verena Schmid Überlandstrasse 133 CH-8600 Dübendorf Telefon 058 765 52 00 Verena.schmid@eawag.ch; www.scg.ch/das

23. – 24. Juni 2014 Industrielle Anwendungen von Photopolymeren – Verständnis und Anwendungsprinzipien (035/14), Leitung: Prof. Dr. Bernd Strehmel Veranstalter: Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. Varrentrappstr. 40-42 D-60486 Frankfurt Telefon +49 (0)69 7917-364/291 fb@gdch.de; www.gdch.de/fortbildung

25. Juni 2014 Referenzmaterialien zur Methodenvalidierung und Gerätequalifizierung, Referent: Dr. Ernst Halder; Dübendorf Veranstalter: Division Analytische Wissenchaften der SCG, Eawag, Verena Schmid (Adresse siehe links)

3. – 5. Juni 2014 LOUNGES 2014, Stuttgart Veranstalter: Inspire GmbH www.new-lounges-2014.de

1. Juli 2014 Fachseminar Explosionsschutz (ATEX), Weil am Rhein Veranstalter: Endress+Hauser Messtechnik GmbH+Co. KG Telefon 0049 (0) 7621/975-610 seminar@de.endress.com

Comsol Konferenz 2014 – Call for Papers ECSA – THE LARGEST SWISS OWNED COMPANY IN THE CHEMICAL DISTRIBUTION Wir suchen 1 Verkäufer/in für den Sektor Chemical and Natural Ingredients Fragrances and Flavours Riechstoffe und Aromen

Ihre Aufgaben: • Verkaufsgebiete: Schweiz, Deutschland und Frankreich • Pflege der Lieferanten- und Kundenkontakte • Marktanalysen • Marketing: Redaktion der Kommentare zur Marktentwicklung, Verkaufsförderung mittels Direktmarketing • Regelmässige Geschäftsreisen in die Verkaufsgebiete und in die Produktionsländer Wir bieten an: • Motiviertes Team von Spezialisten • Sorgfältige Einarbeitung in den Sektor • Selbstständiges Arbeiten mit breiten Entwicklungsmöglichkeiten • Unternehmerische Verkaufsfunktion mit leistungsabhängiger Entlohnung • Moderne Infrastrukturen und Informatiksysteme Sie bringen mit: • Technische Ausbildung (Chemiker, Laborant etc.) oder kommerzielle Ausbildung mit einigen Jahren Branchenerfahrung im Handel • Alter 28–45 Jahre • Sprachenkenntnisse auf hohem Niveau: Englisch, Deutsch und Französisch. Italienisch-Kenntnisse von Vorteil • Hervorragende kommunikative Fähigkeiten • Gute Informatikkenntnisse (Office, Integrierte Systeme ERP) • Bereitschaft zum selbständigen Arbeiten • Bereitschaft zum intensiven Reisen (zu Kunden und Lieferanten) • Konzeptionelles Denken, Motivation, Dynamik, den Willen, Ihre Ziele zu erreichen und Verantwortung zu übernehmen • Zuverlässigkeit Arbeitsort: Flawil, enge Zusammenarbeit mit Balerna und der Filiale Desio in Italien (europäische Plattform) Wenn Sie eine neue Herausforderung in einem dynamischen Umfeld suchen, senden Sie bitte Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen an: Emanuele Centonze SA Direzione del personale – C. P. 2661, 6830 Chiasso E-Mail: hr-flawil@ecsa.ch, Informationen: www.ecsa.ch

Die Comsol Konferenzreihe feiert ihr 10-jähriges Bestehen. Ab sofort können für die Jubiläumskonferenz Abstracts eingereicht werden. Die vom Programmkomitee ausgewählten Beiträge werden auf der weltgrössten Konferenzreihe zu multiphysikalischen Simulationen vorgestellt. Die Comsol Konferenzen werden jährlich weltweit von über 2000 Ingenieuren, Forschern und Wissenschaftlern besucht. Teilnehmer können da ihre Arbeiten teilen und sich über die neusten Innovationen in ihren Fachbereichen austauschen. Der Schwerpunkt der Konferenzreihe liegt auf modernen, fortschrittlichen, disziplinübergreifenden und multiphysikalischen Simulationstechniken. Sie bietet den Besuchern neben Keynote-Vorträgen von branchenführenden Industrieunternehmen, Minikursen und Anwendervorträgen auch die Möglichkeit, mit den Entwicklern von Comsol Multiphysics zu interagieren. Neben den rund 2000 Teilnehmern vor Ort werden die Beiträge weltweit von 165000 Personen begutachtet und geteilt. Die letztjährigen Beiträge können unter www.comsol.com/2013-userpresentations eingesehen werden. An der Comsol Konferenz 2013 gewann der Schweizer Beitrag von Brigitte Watzke (Nestlé Research Center, Lausanne) mit ihren Simulationen zum Schmelzverhalten von unterschiedlichen Schokoladenformen und daraus resultierenden Geschmacksunterschieden den Publikumspreis für das beste Poster. Die diesjährige europäische Konferenz findet vom 17.–19. September 2014 in Cambridge statt. Abstracts für die europäische Konferenz können eingereicht werden unter: www.comsol.com/conference2014/europe/papers


bezugsquellen

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BEZUGSQUELLENREGISTER

ABGASREINIGUNG

ANLAGENKENNZEICHNUNG

BERATUNG REACH

Eisenmann Anlagenbau GmbH & Co. KG Tübinger Str. 81 Tel. +49 7031 78-2833 D-71032 Böblingen environmental-technology@eisenmann.com www.eisenmann.com

CSF Wunderle GmbH Ebnatstrasse 127 CH-8200 Schaffhausen info@csfwunderle.com

Tel. +41 52 635 40 40 Fax +41 52 635 40 41 www.csfwunderle.com

BMG Engineering AG Ifangstrasse 11 8952 Schlieren/ZH bmg@bmgeng.ch

Tel. +41 44 732 92 92 Fax +41 44 732 92 21 www.bmgeng.ch

ABWASSER-REINIGUNGSANLAGEN

ANTRIEBSTECHNIK BERSTSCHEIBEN ELEKTRO MOTOREN WERK BRIENZ AG Mattenweg 1, info@emwb.ch Tel. +41 33 952 24 24 3855 Brienz, www.emwb.ch Fax +41 33 952 24 00 André Ramseyer AG Industriestrasse 32 3175 Flamatt info@ramseyer.ch Tel. +41 31 744 00 00 Fax +41 31 741 25 55 www.ramseyer.ch

Eisenmann Anlagenbau GmbH & Co. KG Tübinger Str. 81 Tel. +49 7031 78-2833 D-71032 Böblingen environmental-technology@eisenmann.com www.eisenmann.com

AOX/EOX/POX AKTIVKOHLE

Schneider Umwelttechnik AG 8472 Winterthur Seuzach info@sut.ch

Tel. +41 52 235 24 24 www.sut.ch

Analytik Jena AG Konrad-Zuse-Str. 1 Tel. +49 (0)36 41 77-70 info@analytik-jena.de

D-07745 Jena/Germany Fax +49 (0)36 41 77-92 79 www.analytik-jena.com

STRIKO Verfahrenstechnik W. Strikfeldt & Koch GmbH Tel. +49 2261 9855-0 Fax +49 2261 724-88 berstscheiben@striko.de www.striko.de

ALLGEMEINE LABORARTIKEL

APPARATEBAU/DR UCKBEHÄLTER

Analytik Jena AG Konrad-Zuse-Str. 1 Tel. +49 (0)36 41 77-70 info@analytik-jena.de

TECHEMA AG D-07745 Jena/Germany Fax +49 (0)36 41 77-92 79 www.analytik-jena.com ANGENSTEIN AG Hauptstrasse 190 4147 Aesch www.angenstein.ch Tel. +41 61 756 11 11 Fax +41 61 756 11 01 info@angenstein.ch 4105 Biel-Benken info@techema.ch Tel. +41 61 381 45 09 www.techema.ch

ANALYTIK UND ÖKOTOXIKOLOGIE

ASEPTISCHE VENTILE

BERSTSICHER UNGEN

BMG Engineering AG Ifangstrasse 11 8952 Schlieren/ZH bmg@bmgeng.ch

Tel. +41 44 732 92 92 Fax +41 44 732 92 21 www.bmgeng.ch

André Ramseyer AG Industriestrasse 32 3175 Flamatt info@ramseyer.ch

Tel. +41 31 744 00 00 Fax +41 31 741 25 55 www.ramseyer.ch

STRIKO Verfahrenstechnik W. Strikfeldt & Koch GmbH Tel. +49 2261 9855-0 Fax +49 2261 724-88 berstscheiben@striko.de www.striko.de

ANLAGENBAU

BEHÄLTER UND ROHRE, GLASFASER BESCHICHTUNGEN

BWB Engineering AG Anlagen- und Rohrleitungsbau I Gastechnik I MSRE/Planung Sternenfeldstrasse 8 4127 Birsfelden Tel. +41 61 326 37 37 www.bwb-eng.com

ROTAVER Composites AG Kunststoffwerk Tel. +41 34 460 62 62 3432 Lützelflüh Fax +41 34 460 62 63 info@rotaver.ch www.rotaver.ch Behälter Rohr Beschichtungen aus GFK

Hüni GmbH + Co. KG Eckenerstr. 65 D-88046 Friedrichshafen www.hueni.de

Tel. +49 7541 38 12 0 Fax +49 7541 38 12 38 info@hueni.de


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CHEMIE PLUS 5-2014

bezugsquellen

BIOREAKTOREN / BIOCONTROLLER

CHROMATOGRAPHIE

DAMPFARMATUREN

Pestalozzistrasse 16 3400 Burgdorf info@reseachem.ch

Tel. +41 34 424 03 10 Fax +41 34 424 03 12 www.reseachem.ch

BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

André Ramseyer AG Industriestrasse 32 3175 Flamatt info@ramseyer.ch

Tel. +41 31 744 00 00 Fax +41 31 741 25 55 www.ramseyer.ch

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Chempro GmbH Robert Kuratle, Chemical Engineer Weinbergstrasse 100F Mobile +41 79 279 55 89 8408 Winterthur kuratle@chempro.ch

BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

DOSIERGERÄTE Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch Schenck Process GmbH Pallaswiesenstrasse 100 Tel. +49 61 51-15 31 11 19 D-64293 Darmstadt Fax +49 61 51-15 31 20 72 Light@schenckprocess.com www.schenckprocess.com

BR UT-/CO 2 -BR UTSCHRÄNKE

BINDER GmbH D-78532 Tuttlingen Kontakt Schweiz: Tel. +41 (0)61 721 09 22 CH-4105 Biel-Benken BL Fax +41 (0)61 721 06 13 thierry.wagner@binder-world.com www.binder-world.com

SEBIO GmbH Geissbrunnenweg 14 4452 Itingen info@sebio.ch

DOSIERPUMPEN Tel. +41 61 971 83 44 Fax +41 61 971 83 45 www.sebio.ch ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

BR UT- UND TROCKENSCHRÄNKE CHROMATOGRAPHIE-SYSTEME BINDER GmbH D-78532 Tuttlingen Kontakt Schweiz: Tel. +41 (0)61 721 09 22 CH-4105 Biel-Benken BL Fax +41 (0)61 721 06 13 thierry.wagner@binder-world.com www.binder-world.com

Tel. +41 61 711 66 36 www.alowag.ch

Gebrauchte Instrumente Anaconda GmbH Denksteinweg 79 D-22043 Hamburg info@chromtograph.de

ANACONDA GmbH Tel. +49 (0)40 653 04 72 Fax +49 (0)40 653 25 66 www.anaconda.de

ROTOTEC AG Luzernstrasse 224c 3078 Richigen

Tel. +41 31 838 40 00 www.rototec.ch

DOSIERTECHNIK

CHEMIE- UND BIOSENSOREN ProMinent, Dosiertechnik AG Trockenloostrasse 85 Tel. +41 44 870 61 11 8105 Regensdorf Fax + 41 44 841 09 73 info@prominent.ch www.prominent.ch Tel. +41 43 477 85 55 Fax +41 43 477 85 57 www.c-cit.ch BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch Standort Basel: Techema AG Gewerbestrasse 6 4105 Biel-Benken info@techema.ch

C-Cit Sensors AG Einsiedlerstrasse 29 8820 Wädenswil sales@c-cit.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

Tel. +41 61 381 45 09 Fax +41 61 382 07 55 www.techema.ch

CHEMIKALIEN, REAGENZIEN DREHKOLBENPUMPEN

Pestalozzistrasse 16 3400 Burgdorf info@reseachem.ch

Tel. +41 34 424 03 10 Fax +41 34 424 03 12 www.reseachem.ch

LabSolution GmbH Bünenmattweg 24 4148 Pfeffingen info@labsolution.ch

Tel. 061 843 94 80 Fax 061 843 94 81 www.labsolution.ch

ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

Tel. +41 61 711 66 36 www.alowag.ch


bezugsquellen

CHEMIE PLUS 5-2014

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DR UCKLUFT-MEMBRANPUMPEN

EXPLOSIONSSCHUTZ

SF-Filter AG 8184 Bachenbülach www.sf-filter.com

Tel. +41 44 864 10 68 Fax +41 44 864 14 58

ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

Tel. +41 61 711 66 36 www.alowag.ch

R. STAHL Schweiz AG Explosionsschutz Brüelstrasse 26 4312 Magden info@stahl-schweiz.ch

Tel. +41 61 855 40 60 Fax +41 61 855 40 80 www.stahl-schweiz.ch

DR UCKREDUZIERVENTILE

Sefiltec AG Haldenstrasse 11 8181 Höri info@sefiltec.com

Tel. +41 43 411 44 77 www.sefiltec.com

EXPLOSIONSSCHUTZ, EX-GERÄTE (ATEX) André Ramseyer AG Industriestrasse 32 3175 Flamatt info@ramseyer.ch BARTEC Engineering + Services AG Hinterbergstrasse 28 Tel. +41 41 747 27 27 6330 Cham Fax +41 41 747 27 28 info@bartec.ch www.bartec.ch

Swissfilter AG Gewerbestrasse 10 CH-5037 Muhen info@swissfilter.ch Tel. +41 62 737 62 52 Fax +41 62 737 62 70 www.swissfilter.ch

Tel. +41 31 744 00 00 Fax +41 31 741 25 55 www.ramseyer.ch

FABRIKPLANUNG DURCHFLUSSMESSER Krohne AG Mess- und Regeltechnik info@krohne.ch

FILTERHILFSMITTEL Tel. +41 61 638 30 30 www.krohne.com Planung von Produktionstechnologien ASSCO Engineering AG Löwenstrasse 11 info@assco.ch 8953 Dietikon www.assco.ch Schneider Umwelttechnik AG 8472 Winterthur Seuzach info@sut.ch

Tel. +41 52 235 24 24 www.sut.ch

DÜSEN

FESTPHASENEXTRAKTION SSCO-Spraying Systems AG Eichenstrasse 6 8808 Pfäffikon SZ info.ch@spray.com

FILTERPAPIERE

Tel. +41 55 410 10 60 Fax +41 55 410 39 30 www.ssco.ch

BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

SEBIO GmbH Geissbrunnenweg 14 4452 Itingen info@sebio.ch

Tel. +41 61 971 83 44 Fax +41 61 971 83 45 www.sebio.ch

ELEKTROMOTOREN FIBEROPTIK-SCHAUGLASLEUCHTEN

FILTERTECHNIK

günstige Energiesparmotoren Rüetschi AG – Antriebstechnik Feldackerstrasse 2 5040 Schöftland mail@antriebstech.ch

filtration

Tel. 062 739 20 60 Fax 062 739 20 71 www.antriebstech.ch

Max Müller AG 4123 Allschwil Hagmattstrasse 19 blt@maxmuellerag.com

®

Tel. +41 61 487 92 92 Fax +41 61 487 92 99 www.maxmuellerag.com

INFOLABEL AG Grossrietstrasse 7 8606 Nänikon/Uster info@funda.ch

Tel. +41 44 730 44 34 Fax +41 44 730 46 28 www.funda.ch

ELEKTROTECHNISCHE UND OPTISCHE SENSOREN FILTER FILTRATIONSSYSTEME

The art of Swiss Precision Hamilton Bonaduz AG Via Crusch 8 7402 Bonaduz contact@hamilton.ch Bachmannweg 21 8046 Zürich info@bopp.ch G. BOPP+CO. AG Tel. 044 377 66 66 Fax 044 377 66 77 www.bopp.ch BHS-Sonthofen GmbH An der Eisenschmelze 47 D-87527 Sonthofen info@bhs-sonthofen.de Tel. +49 8321 6099-0 Fax +49 8321 6099-220 www.bhs-sonthofen.de

Tel. +41 81 660 60 60 Fax +41 81 660 60 70 www.hamiltoncompany.com


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CHEMIE PLUS 5-2014

bezugsquellen

Krohne AG Mess- und Regeltechnik info@krohne.ch liquitec ag Industrie Neuhof 54 3422 Kirchberg info@liquitec.ch

Tel. +41 61 638 30 30 www.krohne.com

HPLC- & UHPLC-ANLAGEN

Tel. 055 450 83 00 Fax 055 450 83 01 www.liquitec.ch

GASGEMISCHE, SPEZIALGASE

BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

FLANSCHE NACH EN, DIN UND ANSI Messer Schweiz AG Seonerstrasse 75 5600 Lenzburg info@messer.ch ANGENSTEIN AG Hauptstrasse 190 4147 Aesch www.angenstein.ch Tel. +41 61 756 11 11 Fax +41 61 756 11 01 info@angenstein.ch

HPLC-ANLAGEN- UND ZUBEHÖR Tel. +41 62 886 41 41 Fax +41 62 886 41 00 www.messer.ch KNAUER Hegauer Weg 38 D-14163 Berlin CH: flowspek AG, 4057 Basel Tel. +49 30 809 7270 www.knauer.net Tel. +41 61 695 9696

GC-MS/GASCHROMATOGRAPHIE

FLAMMENSPERREN BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch André Ramseyer AG Industriestrasse 32 3175 Flamatt info@ramseyer.ch Tel. +41 31 744 00 00 Fax +41 31 741 25 55 www.ramseyer.ch LabSolution GmbH Bünenmattweg 24 4148 Pfeffingen info@labsolution.ch Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

LabSolution GmbH Bünenmattweg 24 4148 Pfeffingen info@labsolution.ch

Tel. 061 843 94 80 Fax 061 843 94 81 www.labsolution.ch

HPLC- UND UHPLC-ANLAGEN

FT-IR

Tel. 061 843 94 80 Fax 061 843 94 81 www.labsolution.ch

SHIMADZU Schweiz GmbH Römerstrasse 3 4153 Reinach info@shimadzu.ch

Tel. +41 61 717 93 33 Fax +41 61 717 93 30 www.shimadzu.ch

BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

INFRAROT-SPEKTROMETER SHIMADZU Schweiz GmbH Römerstrasse 3 4153 Reinach info@shimadzu.ch Tel. +41 61 717 93 33 Fax +41 61 717 93 30 www.shimadzu.ch

FÜLLKÖRPER FÜR KOLONNEN (VFF) GFK-ROHRE UND BEHÄLTER

Bruker Optics GmbH 8117 Fällanden ZH optics@bruker.ch

Tel. 044 825 95 39 www.brukeroptics.com

Chempro GmbH Robert Kuratle, Chemical Engineer Weinbergstrasse 100F Mobile +41 79 279 55 89 8408 Winterthur kuratle@chempro.ch

INFRAROT-STRAHLER HUBER Kunststoffwerk AG Gewerbestr. 3, Postfach 16 5426 Lengnau info@huber-lengnau.ch Abecon AG Friesenbergstrasse 108 8055 Zürich info@abecon.ch Tel. +41 44 451 14 00 Fax +41 44 451 20 22 www.abecon.ch

Tel. 056 266 40 80 Fax 056 266 40 81 www.huber-lengnau.ch

FÜLLSTAND HOCHDR UCKPUMPEN INKUBATOREN

aquasant-mt SWITZERLAND Aquasant Messtechnik AG Aquasant mesure technique SA 4416 Bubendorf Tel. +41 61 935 50 00 info@aquasant-mt.com www.aquasant-mt.com

ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

Tel. +41 61 711 66 36 www.alowag.ch

GFL Gesellschaft für Labortechnik mbH Schulze-Delitzsch-Strasse 4 Tel. +49 5139-99 58 0 30938 Burgwedel/Deutschland Fax +49 5139-99 58 21 www.GFL.de info@GFL.de


bezugsquellen

CHEMIE PLUS 5-2014

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INSTR UMENTELLE ANALYTIK

KUNSTSTOFFAPPARATEBAU

MASSENSPEKTROMETER

Analytik Jena AG Konrad-Zuse-Str. 1 Tel. +49 (0)36 41 77-70 info@analytik-jena.de

D-07745 Jena/Germany Fax +49 (0)36 41 77-92 79 www.analytik-jena.com

ANGENSTEIN AG Hauptstrasse 190 4147 Aesch www.angenstein.ch

Tel. +41 61 756 11 11 Fax +41 61 756 11 01 info@angenstein.ch

BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

SPECTRO ANALYTICAL INSTRUMENTS GmbH Boschstrasse 10 Tel. +49 2821 892 2109 D-47533 Kleve Fax +49 2821 892 2210 spectro.info@ametek.com www.spectro.com

LABORBAU/-EINRICHTUNGEN Hügli-Labortec AG 9030 Abtwil info@hugli-labortec.ch Tel. +41 71 311 27 41 www.hugli-labortec.ch

MATERIALANALYSE SPECTRO ANALYTICAL INSTRUMENTS GmbH Boschstrasse 10 Tel. +49 2821 892 2109 D-47533 Kleve Fax +49 2821 892 2210 spectro.info@ametek.com www.spectro.com

KALIBRIER UNG FÜR PIPETTEN UND DISPENSER LABORGERÄTE Socorex Isba S.A. Champ-Colomb 7 1024 Ecublens socorex@socorex.com

Tel. 021 651 60 00 Fax 021 651 60 01 www.socorex.com

GFL Gesellschaft für Labortechnik mbH Schulze-Delitzsch-Strasse 4 Tel. +49 5139-99 58 0 30938 Burgwedel/Deutschland Fax +49 5139-99 58 21 www.GFL.de info@GFL.de

MATERIALPR ÜFUNG

KLIMAPR ÜFANLAGEN LABORGLAS/PRÄZISIONS- UND STANDARDGLASROHRE BINDER GmbH D-78532 Tuttlingen Kontakt Schweiz: Tel. +41 (0)61 721 09 22 CH-4105 Biel-Benken BL Fax +41 (0)61 721 06 13 thierry.wagner@binder-world.com www.binder-world.com SCHOTT Schweiz AG St.-Josefen-Strasse 20 9001 St.Gallen info.schweiz@schott.com Tel. +41 71 274 42 14 Fax +41 71 274 42 43 www.schott.com/schweiz

Eindringprüfung, Magnetpulverprüfung, Ultraschallprüfung, optische Prüfung, Temperaturbestimmung, UV-LED-Leuchten - Prüfmittel, Geräte und Anlagen

HELLING GmbH Spökerdamm 2 D-25436 Heidgraben info@hellinggmbh.de

Tel. +49 (0)4122 922-0 Fax +49 (0)4122 922-201 www.hellinggmbh.de

KOMPRESSOREN 100% ÖLFREI Atlas Copco (Schweiz) AG Büetigenstr. 80 Tel. +41 32 374 14 02 2557 Studen Fax +41 32 374 12 97 kompressoren@ch.atlascopco.com www.atlascopco.ch

LC/MS

Kaeser Kompressoren AG Grossäckerstrasse 15 8105 Regensdorf info.swiss@kaeser.com

Tel. +41 44 871 63 63 Fax +41 44 871 63 90 www.kaeser.com

SHIMADZU Schweiz GmbH Römerstrasse 3 4153 Reinach info@shimadzu.ch

MESS- UND REGELTECHNIK Tel. +41 61 717 93 33 Fax +41 61 717 93 30 www.shimadzu.ch ProMinent, Dosiertechnik AG Trockenloostrasse 85 Tel. +41 44 870 61 11 8105 Regensdorf Fax + 41 44 841 09 73 info@prominent.ch www.prominent.ch Tel. +41 44 746 32 20 Fax +41 44 746 32 29 www.contrec.ch

LEBENSMITTELANALYTIK CONTREC AG Riedstrasse 6 8953 Dietikon info@contrec.ch

Telefon 062 789 75 95

www.servatechnik.ch

KONDENSABLEITER

MISCHER, STATISCHE MAGNETPUMPEN

André Ramseyer AG Industriestrasse 32 3175 Flamatt info@ramseyer.ch

Tel. +41 31 744 00 00 Fax +41 31 741 25 55 www.ramseyer.ch

ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

Tel. +41 61 711 66 36 www.alowag.ch

STRIKO Verfahrenstechnik W. Strikfeldt & Koch GmbH Tel. +49 2261 9855-0 Fax +49 2261 724-88 mischer@striko.de www.striko.de


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CHEMIE PLUS 5-2014

bezugsquellen

NMR

OSMOMETER KNAUER Hegauer Weg 38 D-14163 Berlin CH: flowspek AG, 4057 Basel Tel. +49 30 809 7270 www.knauer.net Tel. +41 61 695 9696

BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

GRUNDFOS Pumpen AG Bruggacherstrasse 10 8117 Fällanden GRUNDFOS Pumpen AG Industrie Nord 6105 Schachen

Tel. 044 806 81 11

PHOTOMETER Grubatec AG Fabrikstrasse 2 8722 Kaltbrunn sales@grubatec.ch Tel. 055 617 00 30 Fax 055 617 00 81 www.grubatec.ch

Tel. 041 499 61 20

HILGE Steril- und Prozesspumpen: hohe Hygienestandards, robust, servicefreundlich - echte HILGE Qualität eben.

NMR-DIENSTLEISTUNGEN

PLATINARTIKEL Pestalozzistrasse 16 3400 Burgdorf info@reseachem.ch Tel. +41 34 424 03 10 Fax +41 34 424 03 12 www.reseachem.ch Johnson Matthey & Brandenberger AG Glattalstrasse 18 Tel. +41 44 307 19 50 8052 Zürich Fax +41 44 307 19 20 info@matthey.com www.johnson-matthey.ch

HänyTec AG Gschwäbring 19 6244 Nebikon contact@haenytec.ch

Tel. +41 62 544 33 00 Fax +41 62 544 33 10 www.haenytec.ch

ROTOTEC AG Luzernstrasse 224c 3078 Richigen

Tel. +41 31 83840 00 www.rototec.ch

NMR-LÖSUNGSMITTEL

POLARIMETER schubag AG Pumpen, Systeme, Service, Diagnostik Frauenfelderstrasse 47 b Tel. +41 52 762 22 21 8266 Steckborn www.schubag.ch

Pestalozzistrasse 16 3400 Burgdorf info@reseachem.ch

Tel. +41 34 424 03 10 Fax +41 34 424 03 12 www.reseachem.ch

BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

PUTZTEXTILIEN

PROZESS-ANALYTIK OBERFLÄCHENSCHUTZ

Delta Zofingen AG Untere Brühlstrass 10 4800 Zofingen info@delta-zofingen.ch

Tel. +41 62 746 04 04 Fax +41 62 746 04 09 www.delta-zofingen.ch

Hüni GmbH + Co. KG Eckenerstr. 65 D-88046 Friedrichshafen www.hueni.de

Tel. +49 7541 38 12 0 Fax +49 7541 38 12 38 info@hueni.de

aquasant-mt SWITZERLAND Aquasant Messtechnik AG Aquasant mesure technique SA 4416 Bubendorf Tel. +41 61 935 50 00 info@aquasant-mt.com www.aquasant-mt.com

ROHRLEITUNGSBAU

OE-SPEKTROMETER

PR ÜFSYSTEME SPECTRO ANALYTICAL INSTRUMENTS GmbH Boschstrasse 10 Tel. +49 2821 892 2109 D-47533 Kleve Fax +49 2821 892 2210 spectro.info@ametek.com www.spectro.com

BWB Engineering AG Anlagen- und Rohrleitungsbau I Gastechnik I MSRE/Planung Sternenfeldstrasse 8 4127 Birsfelden Tel. +41 61 326 37 37 www.bwb-eng.com

Thermo Fisher Scientific En Vallaire Ouest C Tel. +41 21 694 71 11 CH-1024 Ecublens (Switzerland) Tel. +41 21 694 71 12 info.spectrometry@thermofisher.com www.thermoscientific.com/elemental

RÖNTGENFLUORESZENZ-DIFFRAKTION PUMPEN

SPECTRO ANALYTICAL INSTRUMENTS GmbH Boschstrasse 10 Tel. +49 2821 892 2109 D-47533 Kleve Fax +49 2821 892 2210 spectro.info@ametek.com www.spectro.com

ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

Tel. +41 61 711 66 36 www.alowag.ch

Thermo Fisher Scientific En Vallaire Ouest C Tel. +41 21 694 71 11 CH-1024 Ecublens (Switzerland) Tel. +41 21 694 71 12 info.spectrometry@thermofisher.com www.thermoscientific.com/elemental


bezugsquellen

CHEMIE PLUS 5-2014

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R ÜHREN, R ÜTTELN, SCHÜTTELN,

SCHÜTTELAPPARATE

SICHERHEITSVENTILE

ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

Tel. +41 61 711 66 36 www.alowag.ch

GFL Gesellschaft für Labortechnik mbH Schulze-Delitzsch-Strasse 4 Tel. +49 5139-99 58 0 30938 Burgwedel/Deutschland Fax +49 5139-99 58 21 www.GFL.de info@GFL.de

André Ramseyer AG Industriestrasse 32 3175 Flamatt info@ramseyer.ch

Tel. +41 31 744 00 00 Fax +41 31 741 25 55 www.ramseyer.ch

SCHÜTTELWASSERBÄDER GFL Gesellschaft für Labortechnik mbH Schulze-Delitzsch-Strasse 4 Tel. +49 5139-99 58 0 30938 Burgwedel/Deutschland Fax +49 5139-99 58 21 www.GFL.de info@GFL.de

SOFTWARE

GFL Gesellschaft für Labortechnik mbH Schulze-Delitzsch-Strasse 4 Tel. +49 5139-99 58 0 30938 Burgwedel/Deutschland Fax +49 5139-99 58 21 www.GFL.de info@GFL.de

SCHAUGLASARMATUREN SCHLAUCHQUETSCHPUMPEN

eschbachIT GmbH D-79713 Bad Säckingen info@eschbachIT.com www.shiftconnector.com

Tel. +49 (0)776 155 959-00 Fax +49 (0)776 155 959-29 www.eschbachit.de

SPEKTROPHOTOMETER Max Müller AG 4123 Allschwil Hagmattstrasse 19 blt@maxmuellerag.com Tel. +41 61 487 92 92 Fax +41 61 487 92 99 www.maxmuellerag.com ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch ROTOTEC AG Luzernstrasse 224c 3078 Richigen

Tel. +41 61 711 66 36 www.alowag.ch Analytik Jena AG Konrad-Zuse-Str. 1 Tel. +49 (0)36 41 77-70 info@analytik-jena.de D-07745 Jena/Germany Fax +49 (0)36 41 77-92 79 www.analytik-jena.com

SCHAUGLASLEUCHTEN

Tel. +41 31 83840 00 www.rototec.ch

SELBSTANSAUGENDE ZENTRIFUGALPUMPEN Max Müller AG 4123 Allschwil Hagmattstrasse 19 blt@maxmuellerag.com Tel. +41 61 487 92 92 Fax +41 61 487 92 99 www.maxmuellerag.com ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch Tel. +41 61 711 66 36 www.alowag.ch

SPEKTROPHOTOMETER

BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

SCHAUGLASARMATUREN UND -LEUCHTEN FILTER

ANGENSTEIN AG Hauptstrasse 190 4147 Aesch www.angenstein.ch

The art of Swiss Precision Tel. +41 61 756 11 11 Fax +41 61 756 11 01 info@angenstein.ch Bachmannweg 21 8046 Zürich info@bopp.ch G. BOPP+CO. AG Tel. 044 377 66 66 Fax 044 377 66 77 www.bopp.ch

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CHEMIE PLUS 5-2014

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VAKUUMTROCKENSCHRÄNKE

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TIEFKÜHLTR UHEN UND -SCHRÄNKE

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aquasant-mt SWITZERLAND Aquasant Messtechnik AG Aquasant mesure technique SA 4416 Bubendorf Tel. +41 61 935 50 00 info@aquasant-mt.com www.aquasant-mt.com

Säntis Analytical AG Landhausstrasse 1 Tel. 071 330 07 10 9053 Teufen Fax 071 330 07 14 info@saentis-analytical.com www.saentis-analytical.com

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UV-LEUCHTEN

Eindringprüfung, Magnetpulverprüfung, Ultraschallprüfung, optische Prüfung, Temperaturbestimmung, UV-LED-Leuchten

WÄRMEKAMMERN

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Tel. +49 (0)2744 9317 00 Fax +49 (0)2744 9317 17 www.will-hahnenstein.de


bezugsquellen

CHEMIE PLUS 5-2014

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WÄRMETAUSCHER

WASSERDESTILLIERAPPARATE

impressum Schweizer Fachzeitschrift der Chemieberufe Offizielles Organ des Fachverbandes Laborberufe FLB ISSN 1019-1550 23. Jahrgang, 43. Jahrgang Labor Flash www.chemieplus.ch Auflage / Verbreitung WEMF/SW-Beglaubigung 2013 Druckauflage* 13 500 Expl. Total verbreitete Auflage 11 400 Expl. Davon verkauft 1 765 Expl. * inkl. Probe- und Werbeexemplare, Veranstaltungen und Messen

STRIKO Verfahrenstechnik W. Strikfeldt & Koch GmbH Tel. +49 2261 9855-0 Fax +49 2261 724-88 rohrbuendel@striko.de www.striko.de

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WÄRMETAUSCHER UND DICHTUNGEN

Ausgezeichnet mit dem Zertifikat «Schweizer Qualitätszeitschrift QFZ» des Verbandes Schweizer Presse Kontakt Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Herausgeberin AZ Fachverlage AG Neumattstrasse 1, CH-5001 Aarau Telefon +41 (0)58 200 56 50 Leiterin Zeitschriften Ratna Irzan Redaktion Chemie plus, Neumattstrasse 1, Postfach CH-5001 Aarau, Telefon +41 (0)58 200 56 88 Chefredaktor Ralf Mayer, Telefon +41 (0)58 200 56 88 ralf.mayer@azmedien.ch Redaktion FLB Charlotte Rothenbühler (FLB) Ständige Mitarbeiter Dr. Claudia Borchard-Tuch, Adalbert Budzinski, Dr. Christian W. Ehrensberger, Dr. Rolf und Gabriele Froböse, Edgar Gärtner, Raphael Hegglin, Annette von Kiekebusch-Gück, Anke Müller, Dr. Beate Peiseler-Sutter, Joachim Stubenrauch Copyright Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Textund Bildunterlagen übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Produkte und Firmenberichte sind kostenpflichtig. Nachdruck, auch auszugsweise, ist nicht gestattet. Leiter Werbemarkt Jürg Rykart, Telefon +41 (0)58 200 56 04

WT Wärmeaustausch Technologien AG Aergerastrasse 10 Tel. +41 26 418 06 56 1734 Tentlingen Fax +41 26 418 06 57 info@wt-sa.ch www.wt-sa.ch

WÂRME-/TROCKENSCHRÂNKE

WASSERANALYTIK CONTREC AG Riedstrasse 6 8953 Dietikon info@contrec.ch Tel. +41 44 746 32 20 Fax +41 44 746 32 29 www.contrec.ch

BINDER GmbH D-78532 Tuttlingen Kontakt Schweiz: Tel. +41 (0)61 721 09 22 CH-4105 Biel-Benken BL Fax +41 (0)61 721 06 13 thierry.wagner@binder-world.com www.binder-world.com

WASSERBÄDER

ZAHNRADPUMPEN

GFL Gesellschaft für Labortechnik mbH Schulze-Delitzsch-Strasse 4 Tel. +49 5139-99 58 0 30938 Burgwedel/Deutschland Fax +49 5139-99 58 21 www.GFL.de info@GFL.de

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Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG


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CHEMIE PLUS 5-2014

schlusspunkt

CARTOON

Redaktionell erwähnte Firmen A Analytik Jena AG Anton Paar Switzerland AG Axel Semrau GmbH & Co. KG B Bartec Engineering + Services AG BASF SE Bayer (Schweiz) AG BRAND GMBH + CO KG Briem Steuerungstechnik GmbH BRUKER Optics GmbH C Camag Chemie-Erzeugnisse CSF Wunderle GmbH D DURAN Group GmbH E ELPRO-BUCHS AG Endress+Hauser Metso AG Erlab D.F.S S.A.S F G GERSTEL GmbH & Co.KG H Hamilton Bonaduz AG I Intersteri AG J JEOL (Germany) GmbH JULABO GmbH «Tut mir leid, Herr Doktor. Aber das diesjährige Kontingent für Chemiker aus der EU ist jetzt doch schon voll! Ich könnte Ihnen fürs erste eine interessante Übergangstätigkeit anbieten.» Zeichnung: Klavinius K Kinematica AG Köttermann AG KROHNE AG L Lanxess Deutschland GmbH SPECTRO GmbH 56 Strub + Co. AG 69 Suva US 4 Swiss Cleanroom Concept 37 Swiss TS AG 12 U UFAG Laboratorien AG V VEGA Messtechnik AG Vibraplast AG M Merck (Schweiz) AG Metrohm AG Mettler-Toledo (Schweiz) GmbH N Novartis Intermational AG P Peter Huber 48 48 42 48 48 48 48 15 13 12 48 54 10 13, 48 48 36 48 48 40 28 13 48 15 48 30 15 48 48 48 30 11, 13 10 48 38 48 48 25 48 40 15 48

Inserate/Produkteinfos/Firmenberichte A Analytik Jena AG Angenstein AG Aran AG AxFlow GmbH AZ Fachverlage AG 8 15 32 22 9, 69 D Denios AG DURAN Produktions GmbH E Endress+Hauser Metso AG 60 5 L Lüdi H. & Co AG 43, 53, 59 M Messe Frankfurt GmbH 45 Metrohm Schweiz AG 47, 61 Mettler-Toledo GmbH 35 Müller GmbH 59 N NOION AQUA Sagl Nora flooring systems ag P PanGas AG Peter Huber Post CH AG

61

B Bartec AG 21 Binder Service GmbH 19 Brenntag Schweizerhall AG US 3 BÜCHI Labortechnik AG 55, 57 C Camag Chemie-Erzeugnisse 58 Carl Roth GmbH & Co. KG 2 CEM GmbH 10 Centonze Emanuele SA 69, 70 Cofely AG 59 COMSOL Multiphysics GmbH 59 CSF Wunderle GmbH 17

F FAULHABER MINIMOTOR SA 62 H Huberlab AG J Jato-Düsenbau AG K Knick Elektronische KRÜSS GmbH

3

10 60

59 US 2 1, 62 7

13 58

61

W Watson-Marlow Ltd, Falmouth 27 WERMA Signaltechnik 60 Wonderware Switzerland SA 33 Z ZHAW Zürcher Hochschule 49 Zimmerli Messtechnik AG 23, 62

S Säntis Analytical AG SCHILLING ENGINEERING Schweiz GmbH Semadeni AG SPECTRO Analytical Instruments GmbH Swiss Cleanroom Concept GmbH Swiss TS Technical Services AG Syngenta International AG V VACUUBRAND GMBH + CO KG VEGA Messtechnik AG VWR International GmbH W Wonderware Switzerland SA Z Zimmerli Messtechnik AG

58 58

S Sebio GmbH 27 Semadeni AG 14, 60 Shimadzu Schweiz GmbH 62 Socorex Isba SA 61


SCHÖN, WENN DIE CHEMIE STIMMT Brenntag Schweizerhall ist der führende Chemiedistributeur in der Schweiz und bietet Ihnen die ganze Bandbreite von Dienstleistungen rund um die Chemie: Bei uns finden Sie ein komplettes Angebot an Industrie- und Spezialchemikalien, die von unseren Lagerstandorten in der Schweiz fristgerecht und sicher zu Ihnen geliefert werden. Gleichzeitig können wir Ihnen durch maßgeschneiderte Logistiklösungen Freiraum für die Konzentration auf Ihre strategischen Produkte schaffen oder Ihre Infrastruktur entlasten, indem wir Mischungen für Sie herstellen und abfüllen. Wir bieten Ihnen außerdem eine anwendungsorientierte Beratung, individuelle Problemlösungen und technischen Support. Recycling und Entsorgung runden unser Servicepaket ab. In allen Landesteilen der Schweiz beliefern wir bereits über 5.000 Kunden aus verschiedenen Industriezweigen, wie z.B. Pharma, Chemiesynthese, Kosmetik, Lebensmittel, Lacke & Farben, Kunststoffe, Wasseraufbereitung und viele andere. Als Schweizer Tochter der Brenntag Gruppe, des Weltmarktführers in der Chemiedistribution, sind wir Teil eines flächendeckenden internationalen Distributionsnetzwerks. Somit ist Brenntag Schweizerhall ideal positioniert, Kunden und Lieferanten durch effektives Supply Chain Management wirkungsvoll zu unterstützen. Mit uns stimmt die Chemie! Brenntag Schweizerhall AG Elsässerstrasse 231 Telefon: +41 (0) 61 326 81 11 Fax: +41 (0) 61 326 82 08 Email: info@brenntag.ch www.brenntag.ch


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