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Aus der Vogelperspektive: 60 Flachkollektoren auf Sonnenfang.

Solarwärme für erneuertes Mehrfamilienhaus: 120 m2 Flachkollektoren für Warmwasserbereitung

Hoch oben, nahe bei der Sonne Bei der Totalsanierung des Mehrfamilienhauses Mühledorfstrasse 21 – 29 in Bern wurde auch die Warmwasserbereitung komplett erneuert und auf den neuesten Stand gebracht. Neu sorgen 60 Oertli-Flachkollektoren sowie zwei Feuron-Warmwasserspeicher von Walter Meier für die effiziente und zuverlässige Warmwasserversorgung. Quelle: Walter Meier (Klima Schweiz) AG

■ Die Solaranlage mit 60 Flachkollektoren und die zwei neuen Warmwassererzeuger im Erdgeschoss waren zwei wichtige Elemente innerhalb der Totalsanierung der Liegenschaft Mühledorfstrasse 21 – 29 in Bern, aber nicht die einzigen: Fassade und Dach wurden erneuert, eine neue Haustechnik eingebaut und es erfolgte ein Balkonausbau Süd in Glas/Metall. Im Inneren der 100 Wohnungen wurden die Nasszellen Nord erneuert, die Küchen Nord erweitert und die Wohnungsgrundrisse teilumgebaut. Die Arbeiten erfolgten in einer kurzen Zeit von nur 15 Monaten, die gemäss Adrian Bärtschi von der Burkhalter Architekten AG in Ittigen für alle Beteiligten einen grossen Kraftakt bedeutete. Saniert wurden die 100 Wohnungen parallel von den fünf Eingängen her, sodass gleichzeitig fünf mal 20 Wohnungen von unten nach oben oder umgekehrt umgebaut werden konnten.

Für die Umsetzung der Solaranlage mit Warmwasseraufbereitung standen André Messerli und sein Team von der Enerplan AG in Bern für die Planung sowie bei der Ausführung der Installationen die Jutzi AG unter der Leitung von Stefan Jutzi im Einsatz. Als eindrücklichstes Element gelten dabei sicherlich die 60 Oertli-Flachkollektoren auf einer Fläche von 120 Quadratmetern auf dem Dach (siehe Link unten zu Video). Gemeinsam mit den zwei neuen Feuron-Edelstahlboilern UFW à 2000 Liter und dem bereits vorhandenen 7000-Liter-Speichern im Erdgeschoss bilden sie ein hocheffizientes und umweltfreundliches Warmwasserbereitungssystem, das optimal in die rundum erneuerte Liegenschaft passt.

60 Flachkollektoren

eur André Messerli, «was für uns in der Planung eine ziemlich grosse Herausforderung war.» Sämtliche Leitungen mussten neu erstellt werden – und dafür habe er zuerst einmal den Platz in der bestehenden Bau- und Grundrissstruktur finden müssen. «Das ist sicher keine alltägliche Situation», fügt er an, «aber umso spannender, um eine gute Lösung zu finden.» Auch die Installation der Solarkollektoren habe neue Ansätze erfordert, ergänzt Dieter Koch, verantwortlicher Projektleiter bei der Jutzi AG: «Die Frage war wirklich, wie wir alles aufs Dach bringen. Am Schluss nahmen wir dafür einen Spezialkran in Anspruch und hatten in knapp vier Stunden schliesslich alle Flachkollektoren oben. Für unser Unternehmen war dies die grösste Solaranlage, die wir bis jetzt installiert haben.»

Keine alltägliche Situation

Fingerspitzengefühl und Geduld

«400 Meter lang sind die Leitungen des gesamten Solarsystems», erklärt Ingeni-

60 Solarpanels, 400 Meter Leitung – auch für die Spezialisten von Walter

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